RISING PHOENIX
am 02.04.2018 aus dem PCWA Theatre (Berlin/Deutschland) 

Die NR.1 PRE-SHOW im Wrestling Business!

Exklusives Material von Vendetta 132!

Nur für ECHTE Fans!


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25.03.2018 - 09:35 Uhr
Flughafen Berlin Brandenburg

Mit einem wuchtigen Knall fallen die Koffer auf den Trolli. Sean Ashfield und Connor Rogue, ihres Zeichens PCWA Cotatores Champions, sind in Berlin angekommen. Nach einem kurzen Tripp nach Amerika, wo sie ihre Verwandten besucht haben, sind sie zurück, um ihrem Job in der Phoenix Crossover Wrestling Association nachzugehen. In einer guten Woche findet Vendetta 132 statt und dort wird es für die amtierenden Tag-Team Champions zu einer neuen Leistungsprobe kommen. Bei der vergangenen Show haben sie ihren Mund weit aufgetan und ein Match um den Undisputed Gerasy gefordert - dieses hat Connor Rogue nun auch bekommen. Kein Wunder also, dass dieses Match bei den beiden Thema ist, als Ashfield beginnt, den Trolli in Richtung Ausgang zu bewegen.

Sean Ashfield: "Ich weiß nicht, ob wir diesen Singles Titel überhaupt brauchen! Reicht es nicht, die Cotatores zu den höchten Titeln der PCWA zu machen? Die ganzen Herausforderungen im Singles Bereich könnten unser Team gefährden... Connor, du weißt, dass wir einst für den Teambereich ausgesucht und trainiert wurden. Und du weißt auch, dass viele andere Teams daran zerschellt sind, dass plötzlich einer der beiden höhere Ziele anstrebte als der andere."

Connor nickt verstehend. Natürlich kennt er die Wrestling Historie, in der es vielen Teams so erging.

Connor Rogue: "Sean, mit RM sind wir ein Dreier-Gespann. Ich werde Kevin Sharpe besiegen und du wirst entweder die Cotatores mit RM verteidigen oder aber wir verteidigen den Undisputed Gerasy in Team-Matches. Da müsste natürlich noch die PCWA Chefetage, Jona Vark, mitspielen, aber ganz ehrlich: Wer mir etwas will, sollte auch an dir vorbei. Oder..."

Plötzlich werden die beiden Cotatores von zwei laufenden, blonden Männern aus ihren Gedanken gerissen. Mit interssiertem Blick schauen sich Connor und Sean an, wohin die beiden Männer unterwegs sind und um was oder um wen sich noch zwei andere Männer dort versammeln. Es scheint etwas Besonderes zu sein, denn einer hat sogleich sein Smartphone gezückt und filmt das Geschehen.

Es wird etwas lauter um die vier Personen, welche einen Kreis um zwei relativ große Männer bilden. Einer von beiden trägt dunkel blondes Haar, zu einem Zopf zusammen gebunden, sowie eine löchrige Jeans, einen Hoodie mit dem GWS Logo und darüber eine Lederjacke. Der andere von beiden hat braune, offene lange Haare, eine dunkelblaue Jeans und trägt ein T-Shirt der Vancouver Canucks. Über ihren Schultern hängen die Tag Team Gürtel der Genesis Wrestling Society, welche sich GWS Double Trouble Championship nennen. Dementsprechend handelt es sich bei den beiden Männer um eben diese Champions, Viktor Ragnarök und Alexander Christianson von der Northern Superior. Beide machen einen Zwischenstopp in Berlin, um von dort aus einen Flug in Richtung Cancun, Mexiko zu nehmen, wo ihre nächste Titelverteidigung ansteht. 

Die Fans, die anscheinend mit den beiden Champions aus Stockholm mitgereist sind, machen wie wild Fotos der beiden Nordländer und lassen sich einige Mitbringsel unterschreiben. Für ein paar Fragen der Fans müssen sich beide auch etwas Zeit nehmen.

Fan:„Mr. Ragnarök, Mr. Christanson, ihr steht kurz davor den Rekord für die längste GWS Titelregentschaft zu brechen, wie fühlt es sich an solch eine Ehre zu Teil zu bekommen?“

Der Canadian Hybrid Athlete, welcher gerade noch seinen Titel einem der Fans für ein Foto über die Schulter gelegt hat, lächelt zu dem anderen Fan und übernimmt das Reden fürs Team.

Alexander Christanson:„Es ist der einzig richtige Schritt. Diese Gürtel gehören um unsere Hüften, niemand verdient es mehr als wir, diese Titel zu tragen. Die GWS Double Trouble Title sind UNS. Die GWS gehört UNS. Und niemand wird jemals wieder an uns vorbei kommen!“

Sean Ashfield: "Rekord, Rekord... Wenn man keine wirklichen Gegner hat, dann ist es einfach Rekorde einzufahren."

Mit einem abfälligen Blick mustert der kleine, aber kompakte Ashfield die beiden Männer aus dem Norden. Der nahezu gleich große Connor Rogue, der ebenso die Statur eines Ringers hat, stellt sich gleich neben ihn.

Connor Rogue: "Schön euch mal live zu sehen, wo ihr doch in aller Munde seid. In der Tat nicht so beindruckend, wie es euer Ruf voraussagt, Jungs. Eher so bescheiden, wie es der Ruf der GWS ist. Kein Wunder, dass ihr hier nur auf einem Zwischenstopp seid. Hier, wo die großen Jungs spielen."

Alex und Viktor mustern ihre neue Gesprächspartner erst einmal, es dauert aber nicht lange da wird ihnen auch klar, wer sie sind. Immerhin tragen sie die PCWA Cotatores Championships bei sich. Sie deuten mit einem Nicken den Fans an, sie sollen kurz Platz machen, damit sie in Ruhe mit ihren Wrestler Kollegen reden können.

Viktor Ragnarök: „Immer mit der Ruhe, Männer. Ist ja toll, dass ihr uns erkannt habt, wir wissen auch, wer ihr seid. Ihr nennt euch Ring Assassins und wrestled hier in Berlin für die PCWA. Schön euch mal persönlich kennen lernen zu dürfen (lacht).“

Die beiden Wrestler aus der in Needles beheimateten Promotion machen einen Schritt auf die Champions aus Berlin zu und rücken ihre Gürtel auf den Schultern zurecht, sodass die Assassins diese genau im Blick haben.

Alexander Christanson:„Und auch wenn wir uns zum ersten mal treffen, so scheint ihr doch schon eine ziemlich negative Meinung von uns zu haben!? Achja.... ich vergas. Es waren die Reaktionen auf unsere Tweets bzgl. unserer Rekord Regentschaft. Wisst ihr was, Leute? Wir haben keinen Bock weiter auf diese Streitereien. Warum lassen wir den Quatsch nicht einfach gut sein und unterhalten uns lieber drüber an der Flughafen Bar bei ein paar Bier?“

Mit einem Lächerln auf den Lippen, halten die Männer von Northern Superior den beiden Cotatores Champions ihre Händen hin, während sie mit der anderen Hand ihre Gürtel über der Schulter halten. Ekelerregt hebt der Asket Sean Ashfield allerdings die Hand und winkt ab.

Sean Ashield: "Bier? Biertrinkende Rekordhalter - das können schon keine wahren Sportler sein. Ihr könnt gar nicht dem Leistungssport so verbunden sein, wie wir, weil ihr euch mit irgendwelchem Zeug manipuliert. Ich werde mit Sicherheit nicht auf irgendeine Freundschaft trinken, die nicht da ist. Ich werde auch nicht auf Kollegialität trinken, weil Alkoholtrinker für mich keine Kollegen sind. Und ich werde auch nicht auf unsere zeitgleichen Titelregentschaften trinken, weil eure Regentschaft für mich keine ist, die ich anerkenne. Ich erkenne nur Sportler an. Und ein einziger Satz hat euch als Heuchler entlarvt."

Überrascht senken die GWS Champions ihre Händen wieder und ziehen nur verwundert die Augenbrauen hoch. 

Viktor Ragnark: „Heuchler? Wir? Sorry, ''Kollege'', aber wir haben euch nicht mitten am Flughafen in Berlin angequasselt und doof von der Seite angemacht. Ihr nennt uns Heuchler, dabei könnt ihr es wohl eher nicht ertragen, wenn endlich mal richtige Tag Team Champions in eurem Territorium sind. Davon abgesehen.... wenn wir doch so uninteressant sind, warum macht ihr dann hier so ne Szene und redet schlecht über uns bei PKs oder im Internet.“

Rogue legt seinen Kopf schräg, sodass man einen Blick auf sein Blumenkohlohr erhaschen kann. Dann dreht er den Kopf wieder zu Ragnarök und Christianson.

Connor Rogue: "Warum ihr uns interessiert? Oh, das seid nicht ihr, Jungs. Uns interessieren die Geschichten, die über euch geschrieben werden. Die Erzählungen und Legenden von den Rekorden und das Geschwätz von einem großen Tag-Team..."

Der besonnene Rogue fixiert vor allem seinen Landsmann Alexanders Christianson, während der emotionale Sean Ashfield Viktor Ragnarök gegenüber steht und schnell die Worte seines Partners weiterführt.

Sean Ashfield: "...sind nichts weiter als billige Effekthascherei. Die Welt ist klein... nichts anderes hat unser zufälliges Zusammenkommen hier bewiesen. Es gibt in der Wrestling Welt nicht viele Tag-Teams - um ehrlich zu sein: Es gibt kaum welche. Mitunter kommt daher ja auch euer Rekord. Aber dieser Fakt wird ignoriert, wenn ausgerechnet ihr plötzlich als dasjenige Team stilisiert werdet, welches mit den Attributen 'am größten', 'am besten' und 'am stärksten' angereichert wird."

Der junge Kanadier nickt einfrig bei den Worten seines Partners.

Connor Rogue: "Und all diese Überschriften und Titel für euch, obwohl WIR uns hier das erste Mal treffen... Auf einem Flughafen. Da ist von den Brettern, die die Welt bewegen, noch nicht einmal etwas zu sehen."

Mit fester Miene starren der Kanadier und der Schwede ihre Gegenüber an, ohne dabei das Gesicht zu verziehen. Sie bemerken direkt das große Ego der beiden PCWA Wrestler. 

Alexander Christanson:„Leute, der Grund, warum wir solche Attribute bekommen und nicht ihr, ist der einfach Grund, dass diese Behauptungen über uns stimmen, dass die Geschichte, die Legenden und Erzählungen über das Team Northern Superior wahr sind. Diese Gürtel und jede GWS Veranstaltung der letzten 14 Monate beweisen das.“

Ragnarök nickt seinem Schwager zu und klopft auf seinen Gürtel, der immer noch fest über seiner Schulter hängt.

Viktor Ragnarök: „Ihr stellt uns in Frage, aber was habt ihr erreicht, was euch als legitimes Tag Team bestätigt? Ihr habt es selber gesagt, Teams sind heutzutage rar und gute Teams sind noch seltener. Unser Rekord entstand, weil wir Tag für Tag, Match für Match, Show für Show raus gegangen sind, delivered haben und weiter gezogen sind.... und das seit Tag 1 unserer Karrieren. Ihr hingegen macht hier einen auf möchtegern Catcher in einer deutschen Hauptstadt Promotion. Aber wir haben eure Worte schon verstanden und haben es bereits via Internet gesagt, wir sind jeder Zeit bereit für eine Herausforderung. Wir nennen uns die besten und wir haben keine Scheu euch das auch zu beweisen. Also....“

Der God of War & Thunder streift seine Jacke ab, Christanson krämpelt die Ärmel hoch.

Alexander Christanson: „..... wenn ihr einen Fight wollt, wir sind jederzeit bereit dafür. Hell.... warum auf irgendein Datum warten? Lasst uns das ganze hier und jetzt klären.“

Während Ragnarök und Christianson ihre Taschen ablegen und die skandinavischen Fans bereits einige Schritte zurückweichen, winkt Connor Rogue ab.

Connor Rogue: "Ist das euer ernst? Ihr wollt einen Straßenkampf hier auf dem Flughafen anzetteln?"

Die beiden Double Trouble Champions nicken. In ihren Augen zeigt sich Vorfreude.

Connor Rogue: "Und nur weil das eine Team dem anderen eine mit dem Koffer überbrät, es Kopfüber in die Toilettenschüssel schmeißt oder mit ihm den nächsten Kiosk zerstört, bedeutet das, dass dieses Team das Bessere ist? Come on! Das bedeutet allenthalben, dass dieses Team rücksichtloser oder brutaler ist. Wahrscheinlich bedeutet es, dass das eine Team mehr Alkohol intus hat, als das andere. Mehr Schmerzmittel oder was auch immer... Vielleicht bedeutet es auch nur, dass sich ein Team in diese Situation besser eingefunden hat. Vielleicht bedeutet es auch, dass dieses Team Vorbereitungen traf, um das andere hier zu treffen und mit vier nordischen Freunden kalt zu machen?! Vielleicht bedeutet es einfach und allein eine billige Inszenierung, um der Welt erneut einen schwachen Beweis dafür zu liefern, weshalb ihr ein so tolles Team seid."

Sean Ashfield, der sich ebenso schon die Arme hochgekrempelt hat, zieht sich aufgrund dieser Argumentation zurück. Kritisch betrachtet er die um sie herum stehenden Fans.
Und dann überkommt ihn die eindeutige Erkenntnis.

Sean Ashfield: "Ihr hinterhältigen Wichser!"

Alexander zischt nach vorne auf Ashfield zu, wird aber von seinem Freund und Tag Partner zurückgehalten. Der Kanadier streift sich daraufhin die Ärmel wieder runter und hebt seinen Titelgürtel auf, der bei der Aktion runtergefallen ist.

Viktor Ragnarök: „Wisst ihr, Jungs, so nen Mist müssen wir uns wirklich nicht geben. Das ganze hier ist reine Zeitverschwendung. Ich dachte, man könnte die Angelegenheit in Ruhe mit zwei Kollegen klären, aber wenn euer Niveau so niedrig ist, dass ihr uns sinnlos beleidigen müsst und mit Anschuldigungen bewerft, dann können wir auch abdampfen. Wir müssen sowieso unseren Flug kriegen.“

Der Son of Sweden hebt seine Jacke vom Boden und legt sie über seinen Koffer, welche er dann am Griff packt, um sich aus dem Staub zu machen. Nach ein paar Meter drehen sich beide aber wieder um und halten ihre GWS Double Trouble Title in die Luft.

Alexander Christanson: „Nichtsdestotrotz.... wenn ihr mal nen Shot auf richtiges Tag Team Gold haben wollt, guys, ihr wisst, wo ihr uns finden könnt. 92363, Needles, California, US of A. Denkt dran, man sieht sich immer zwei mal im Leben, vielleicht das nächste mal in unserem Territorium. Brace yourself.... Winter ist coming.“

Ohne ein weiteres Wort, lassen die GWS Wrestler ihre Gürtel zurück auf ihre Schulter sinken und begeben sich in Richtung ihrer Terminals, zu ihrem Abflug nach Mexiko, wo sie ihre Titel beim GWS Live Springbreak IX verteidigen werden, denn ihr Flug startet bald.


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19:45
Ego-Perspektive.

Die wackeligen Bilder einer (mutmaßlichen) Smartphonekamera zeigen uns, wie jemand sich langsam auf den Eingangsbereich des PCWA-Domes zu bewegt. Er noch schnellen Schrittes, dann, je näher er seinem Ziel kommt, immer langsamer. Wer auch immer seinen Weg filmt, scheint unentschlossen, unsicher, ob er wirklich ankommen möchte. Dann bleibt er plötzlich ganz stehen und die Kamera wird hektisch umher gedreht und wir können für einige Sekunden den Blick auf eine tättowierte Hand, sowie einen ebenfalls tättowierten Unterarm erhaschen. Leise hört man eine Stimme.

???: "Why the fuck am I even here?"

Weiter geht es, langsamen Schrittes, in Richtung des Tempels der Unterhaltung. Es ist nicht mehr viel Zeit bis zum Showbeginn und doch stehen, nicht weit von unserem Kamerabild entfernt, noch unzählige Menschen und warten darauf hineingelassen zu werden. Die unbekannte Person mit der Kamera ist fast angekommen, doch einige Meter von den Menschen (und eventuell Reptiloiden) entfernt, gibt es eine letzte kurze Pause, noch einmal wird tief durchgeatmet, dann die letzten Schritte und es geht ins Gedränge.

Es dauert nur wenige Momente bis die ersten Menschen zu tuscheln beginnen. Wir sehen zeigende Finger, fragende Gesichter und vereinzelt auch leuchtende Augen. Wer auch immer hier die Kamera spatzieren führt, scheint nicht gänzlich unbekannt zu sein. Einige der umstehenden Zuschauer scheinen die Person anzusprechen, doch leider können wir nicht hören, was sie sagen, zuviele Nebengeräusche, gepaart mit der suboptimalen Qualität des Mikrofons führen zu einer eher unangenehmen Geräuschkulisse für die Zuschauer. Der Weg endet vorerst als eine Sicherheitskraft sich vor der Kamera aufbaut.

Sicherheitskraft: "Ticket bitte."

Die tättowierte Hand hält einen VIP-Ausweis zunächst in die Kamera und danach vor die Nase des "Türstehers", welcher den Ausweis kurz überprüft.

Sicherheitskraft: "Der Mitarbeiter Eingang ist eigentlich nicht hier vorne..."

Seine Lektion wird unterbrochen und die noch immer unbekannte Person mit der Kamera zeigt ihm den Mittelfinger.

???: "Yada, Yada, Yada!"

Die Hand scheibt die Sicherheitskraft zur Seite und wird nicht daran gehindert, was uns verrät, dass die unbekannte Person nicht ganz unwichtig zu sein scheint. Wer auch immer es sein mag, nimmt uns via Handykamera, weiter mit in die Halle. Auf den Gängen schwenkt er die Kamera einmal umher und begibt sich dann in eine der unzähligen Toiletten. Kurz bevor er vor einem der Spiegel ankommt bleibt er stehen.

???: "Guess who!"

Kaum hat er ausgesprochen, da springt er vor den Spiegel und endlich, endlich, bekommen wir sein Gesicht zu Gesicht.

???: "I was born a unicorn..."

Bevor er weiter sprechen kann, fällt sein Handy auf den Boden und das Bild wird schwarz. Zurück bleibt nur die Frage: Was ist nur mit dem Jungen passiert?


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132

Live aus dem PCWA Theatre / Berlin, Deutschland (Phoenix Center)

 

Die Kamera fährt über die sehnsüchtige Meute. Sechs Monate haben die PCWA verwöhnten Berliner ihre Heimatliga nicht mehr zu Gesicht bekommen, ihre Lieblinge, wie Kevin Sharpe, Marc Poe und James Godd, vermisst, die Action im Ring und all das Drumherum nur mit fadem Beigeschmack am Fernsehbildschirm verfolgt. Gut - ein paar der Hardcore Fans sind der Promotion zu den einzelnen Stationen in Deutschland nachgereist - aber die meisten Leute der Stammzuschauerschaft haben sich mit den Videos begnügt.

Umso lautstarker ist nun also der Jubel, der bedeutet, dass die PCWA endlich wieder live vor Ort ist. Und dies an ihrem Heimatort, dem PCWA Phoenix Center. Und wie es sich für Vendetta gehört, befinden wir uns im PCWA Theatre und keine Geringeren als Vincent Craven und Mike Garland begrüßen uns in diesem Augenblick.

Vincent Craven: "Hallo und herzlich Willkommen zu einer neuen Ausgabe von PCWA Vendetta. Nach unser Tour sind wir wieder zurück in Berlin und wie man hören kann, sind die Berliner ganz begeistert darüber."

Mike Garland: "Ein warmer Empfang, den wir hier erleben dürfen. Vielen lieben Dank dafür."

Vincent Craven: "Mike, ich glaube nicht, dass der Empfang uns oder gar dir gilt..."

Mike Garland: "Wer weiß?! Wir sind immerhin die Dienstältesten Angestellten hier. Wenn jemand die PCWA repräsentiert, dann ja wohl... Oder denkst du, sie jubeln aufgrund des Jungen?"

Vincent Craven: "Ja ist er es denn wirklich? Wir haben ihn ewig nicht mehr gesehen und jetzt taucht er hier mir nichts dir nichts wieder auf. Ich bin echt gespannt, was in der Zwischenzeit mit ihm passiert ist."

Mike Garland: "Es scheint auf jeden Fall nicht nur Liebe gewesen zu sein, die ihm widerfahren ist..."

Vincent Craven: "So viel steht fest - aber um auf deine Ausgangsfrage zurück zu kommen. Die Fans jubeln natürlich wegen des Liga selbst. Wir repräsentieren zwar die PCWA, aber wir treten - wie immer - hinter dem Produkt zurück und lassen diejenigen im Glanzlicht stehen, die auch dorthin gehören. Die Superstars der PCWA! Und die werden wir auch heute wieder bestaunen dürfen. Schauen wir deswegen gleich darauf, was uns heute erwartet."

Opener
- Klassenkampf -
Regular Singles Match
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(Der erste Pinfall entscheidet über den Sieg. Als Pinfall zählen Three Count, Submission, Disqualifikation sowie Count-Out.
-Referee: Johannes Ullrich; Timelimit: 10 Min)

Mike Garland: "Tobaay bekommt es im Opener mit Jan-Rupert von Wichtenhausen zu tun. Nach seiner Niederlage gegen James Godd sollte Tobaay hier zeigen, dass er Siege einfahren kann."

Vincent Craven: "Oder aber Jan-Rupert setzt ein Zeichen und empfiehlt sich mit einem Sieg für höhere Aufgaben."

Mike Garland: "Schließlich hat der Neureiche ja auch nichts zu verlieren. Tobaay allerdings auch nicht... Ein Sieg könnte also beide weiterbringen, während einer Niederlage den momentanen Status festschreiben dürfte."

Vincent Craven: "Wenn wir mit diesem Wissen auf das zweite Match des Abends schauen, müssen wir sehen, dass die Ausgangslage hier ganz anders aussieht."

2nd Match
- Alte Rechnung -
Regular Singles Match
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(Der erste Pinfall entscheidet über den Sieg. Als Pinfall zählen Three Count, Submission, Disqualifikation sowie Count-Out.
-Referee: Sven Nitzschke; Zeitlimit: 15 Minuten)

Mike Garland: "Die beiden Männer rasselten schon vor Monaten aneinander, als Sean Ashfield wettete aus dem Ace of Spades heraus zu kommen. Dies gelang ihm dann allerdings nur mit tatkräftiger Hilfe seines Partners Connor Rogue."

Vincent Craven: "Trotzdem zeigte sich Tony Graves zeigte dann beim Brawlin' Rumble XII verantwortlich dafür, dass die Ring Assassins die PCWA Cotatores erringen konnten. Graves hatte noch seine Rechnung mit Marc Poe offen, nahm den Assassins aber auch die Chance clean zu siegen."

Mike Garland: "Dass er die Ring Assassins nicht mag, konnten wir dann erneut bei Out of Ashes sehen. Zwar verlor er mit seinem neuen Partner Rob Collins gegen Marc Poe - allerdings meldeten die beiden auch Ansprüche auf die PCWA Cotatores Trophy an."

Vincent Craven: "Da sie das Handicap Match gegen Poe verloren haben, wurde dieser Anspruch geschmälert. Ein Sieg könnte Tony Graves allerdings Kredibilität zurückbringen."

Mike Garland: "Sofern die Cotatores nach dem Verschwinden von Rob Collins überhaupt noch sein Ziel sind... Das Match ist auch eher persönlicher Natur und als solches sollten wir es auch ansehen. Sean Ashfield wird Tony Graves endlich abhängen wollen. Solch einen Störenfried kann er, jetzt wo es mit den Assassins so steil bergauf geht, nicht mehr gebrauchen."

Vincent Craven: "Eine Niederlage tät den beiden ganz gut. Sie haben nämlich gehörig Überwasser, wie wir in dem Video gesehen haben. Wie kann man ein fremdes Team nur so anmachen?"

Mike Garland: "Diese Wannabes interessieren mich nicht. Ashfield und Rogue dürfen arrogant sein, schau nur auf unseren Main Event..."

Plötzlich wird eine bekannte Entrance Theme gespielt.

Vincent Craven: "Moment. Da scheint vorher noch etwas anderes zu geschehen."


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Entrance Theme

Jubel bricht im Theatre aus, als die bekannte Musik von der PCWA Präsidentin eingespielt wird und sie wenige Augenblicke später tatsächlich im Eingangsbereich aufkreuzt. Mit ihrer Kleidung betont sie erneut ihren bereits gewohnten Business Stil: unter einem dunkelblauen Blazer trägt sie eine weiße Bluse, von welcher allein der oberste Knopf geöffnet ist. Die Zuschauer zieht sie mit ihrem bezaubernden Lächeln sogleich in den Bann... Zeitgleich winkt sie den Anwesenden zugewandt zu. Schließlich weiß sie, dass vor allem die Berliner ihre PCWA tragen.
Auf hochhackigen Schuhen stolziert sie langsam zum Ring. Der geneigte Zuschauer kann nicht verhehlen, dass sie in den letzten fünf Jahren, in denen sie für die PCWA verantwortlich war, reifer und selbstsicherer geworden ist - ohne an Sexappeal eingebüßt zu haben.

Als Jona Vark im Ring angekommen ist, lässt sie sich von Jane Nelson das Mikrofon reichen und tritt sogleich in die Mitte des Squared Circles. Während die Musik verstummt, stimmen einige Fans bereits "Jona Vark" Sprechchöre an.

Jona Vark: "Danke... Danke..."

Sie lächelt wieder. Vielleicht tut sie damit das, was die Zuschauer sehen wollten.

Jona Vark: "Wie schön es auch an anderen Orten ist - Zuhause ist es immer noch am schönsten!"

Das hören die Berliner natürlich gerne und jubeln Miss Vark frenetisch zu.
Sie antwortet erneut mit einem freudig strahlenden Gesicht.

Jona Vark: "Out of Ashes 2018, ein großer PPV, liegt hinter uns. Und wie es in der PCWA Tradition ist sollte der Beginn dieses Abends deswegen dem Mann gehören, der den höchsten Titel unserer Liga im Main Event von Ashes verteidigen konnte. Begrüßen sie mit mir den Undisputed Gerasy Champion! KEVIN SHARPE!!!"

 

 

Donnernder Jubel brandet dem Undisputed Gerasy entgegen, als dieser auf der Rampe erscheint. Er trägt ausgewaschene Jeans, ebenso ausgeblichene Sneaker und natürlich das obligatorische PCWA T-Shirt. Der Gürtel ruht auf der Schulter und mit einem leichten Lächeln auf den Lippen spaziert er zum Ring, dabei mit der freien Hand mit den Fans abklatschend. Er betritt den Ring und lässt sich ein Mikrofon geben.

Sharpe: "Danke, Miss Vark. Hatte ich Zweifel im Vorfeld des Matches gegen Grizz und Breads? Ja, die hatte ich. Aber nicht Zweifel, ob ich sie besiege oder nicht. Eher Zweifel, was beziehungsweise WER noch danach kommen soll. Immerhin habe ich mich erneut gegen Grizz Lee UND Robert Breads durchgesetzt. Dennoch... "

Er hat die Aktion von Grizz nicht vergessen. Ob nun gewollt oder nicht.

Sharpe: "Die Ereignisse im Match haben mich erneut Demut gelehrt. Demut gegenüber dem Undisputed Gerasy... und den Fans der PCWA!"

Jubel und Applaus. Das nennt man wohl einen 'Cheap Pop', Kev'. Aber es ist ihm egal. Er lächelt seiner Chefin zu.

Sharpe: "Ich bin bereit für die nächsten Herausforderer, Miss Vark. Egal ob Neue oder Alte. Ich bin der höchste Champion der Liga, und ich habe bewiesen, dass ich diesen Gürtel auch zu Recht trage!"

Jona nickt ihrem Champion zu und schenkt auch ihm ein Lächeln.

Jona Vark: "Ja, das haben sie. Sie haben den Undisputed Gerasy ein weiteres Mal behauptet. Herzlichen Glückwunsch, Mister Sharpe."

Die Zuschauer stimmen in die Glückwünsche ein weiteres Mal mit ein und der Champion reckt zur Belohnung des Publikums seinen Titel in die Höhe.

Jona Vark: "Sie haben auch schon angesprochen, dass sie weiterhin die Herausforderung suchen. Schließlich hat der Ausgang des Main Events ein paar Spekulationen hochkochen lassen. Leider muss ich an dieser Stelle jedoch eine bittere Mitteilung machen: So ist Robert Breads nicht mehr länger Teil der PCWA."

Einige Fans buhen aufgrund dieser Verlautbarung.
Jona nickt zustimmend.

Jona Vark: "Ich verstehe den Unmut und sehe es genauso! Seien sie aber gewiss, dass die PCWA für Robert Breads jederzeit offen steht. Und sollte er schon morgen zurück kommen - ich werde ihm sofort einen Vertrag offerieren."

Erneut hebt Kevin das Mikrofon an die Lippen und wendet sich direkt in die Kamera, die im Ring steht.

Sharpe: "Ich halte es wie Miss Vark, Robert. Du wurdest erneut nicht gepinnt, wie damals beim Match um die Cryption. Daher... wo auch immer und wann auch immer... ich werde nicht Nein sagen. Aber dafür musst du Teil der PCWA sein. Solltest du es wollen... ich werde dir die Chance nicht verwehren."

Die Geschäftsführerin der PCWA runzelt die Stirn.

Jona Vark: "Das ist ihre Sache, Mister Sharpe, denn Robert Breads hat seine Chancen gehabt. Ebenso wie andere... Vielleicht ist es deswegen an der Zeit, ein neues Kapitel aufzuschlagen. Oder zumindest in diese Richtung zu gehen. Auch am Anfang dieser Vendetta. Nicht nur dem Champion das Spotlight geben, sondern zeitgleich neue Gesichter ins große Rampenlicht stellen! Denn wer bei Out of Ashes großes geleistet hat, soll dafür auch belohnen werden."

Die Zuschauer und Kevin Sharpe begrüßen diese Entscheidung von Jona Vark.

Jona Vark: "Ich denke zum einen an den Mann, der sich gegen zwei Gegner durchsetzen konnte und seinen PCWA Vertrag damit behalten konnte... MARC POE!!!"

Die ersten Klänge von KORNs "Blind" wabern durch die Halle. Der Jubel, der nun ertönt, hat eine ähnliche Lautstärke wie beim Entrance von Kevin Sharpe. Ohne Messgeräte ist nicht festzustellen, welcher der beiden Athleten den größeren Pop erhält.

Im selben Moment als Jonathan Davis sein ARE YOU READY schmettert, ist der Mann aus Baltimore ebenfalls bereit und tritt durch den schwarz-roten Rauch auf die Bühne. Die Lautstärke des Jubels steigert sich nochmals. Der ehemalige Hafenarbeiter trägt ein schwarzes Oversized T-Shirt, eine dunkle zum Teil verwaschene Röhrenjeans und dazu knallrote "Adidas Superstar". In diesem "Hipster"-Outfit würde der Marylander sicherlich eher auf den Laufsteg der Fashion Week als in einen Wrestling-Ring passen. Doch zur Freude der Zuschauer in Berlin ist Poe genau dorthin unterwegs. 

Was erwartet den ehemaligen Hafenarbeiter im Squarer-Circle? Welche Belohnung bekommt er? Von einem Heiratsantrag - by Jona Vark - über die langersehnte zweite Chance auf die Cryption Crown, bis zu einem einfachen Händedruck spielt er alle Szenarien auf seinem Weg den Gangway entlang, in seinem Kopf durch. Der Shot auf die Cryption Crown dürfte am realistischsten sein, nur warum ist Kevin ebenfalls im Ring. Der Champ beginnt nach einem PPV immer die Show, doch warum wird Poe fast gleichzeitig herauszitiert? Seine Belohnung könnte er doch ebenso in Mrs. Vark Büro erhalten. Wird der Gerasy-Champ vielleicht der Spezial-Referee in Poes Cryption Crown Match? Der Marylander ist gespannt wie ein Flitzebogen und seine Schritte werden schneller.

Mit einem Flip über das oberste Seil betritt Poe das Seilgeviert. Ganz der Gentleman begrüßt er die Chefin der PCWA als Erstes - mit einem Handschlag, dann geht er zu seinem Buddy Kevin Sharpe. Poe umarmt den Champ. Wahrscheinlich hätte er lieber Jona auf diese Art begrüßt, doch Live im Ring, das macht selbst der Gigolo vom Dienst nicht. Marc bekommt ein Micro, jedoch lässt er seinen Theme verklingen, bevor er zu sprechen beginnt. Dann endet die Einzugsmusik und die Augen des Marylanders wandern nochmal durch die Halle. 

Dann beginnt der ehemalige Cotatores Champ selbstbewusst zu sprechen.

Marc Poe: "Sie haben Recht, Mrs Vark. Ich habe eine Belohnung verdient, für DAS, was ich die letzten Monate und Wochen durchgemacht habe."

Poe geht einige Schritte im Ring spazieren, bevor er weiter spricht.

Marc Poe: "In meinem Match bei Out of Ashes bin ich schließlich an meine physische und psychische Grenze und darüber hinaus gegangen. Es war ein harter Fight, der mich an den Rande einer Niederlage gebracht hat. Rob und Tony Graves…"

Sofort starten laute Pfiffe im PCWA-Theater.

Marc Poe: "…. waren kurz davor nicht nur meine Karriere, sondern auch mein Leben zu zerstören. Letztendlich habe ich mit eisernem Willen, etwas Glück und der Hilfe von Menschen, denen ich etwas bedeute, diese schwere Zeit überstanden und bin gestärkt daraus hervor gegangen."

Er geht Richtung Kevin Sharpe und klopft ihm zweimal auf die Schulter.

Marc Poe: "Ich habe gesiegt und ich bin froh, heute wieder hier in Berlin sein zu können!!! Ich bin glücklich wieder HIER IM RING ZU STEHEN!"

Poe genießt sichtlich den folgenden Jubel-Orkan und setzt sein Spielchen mit den Fans fort. 

Marc Poe: "Mein Sieg beim… "

POE-PER-VIEW !!!!!

Der ehemalige Hafenarbeiter reckt seine linke Faust in die Luft.

Marc Poe: "...war nicht nur ein Sieg für mich, sondern auch für euch POENATICS!!! Und als nächstes werde ich dafür sorgen, dass ihr wieder Stolz auf einen Cryption Crown Champion sein könnt."

Während die Zuschauer im Theater nicht mehr aus dem Jubel heraus kommen, richtet der Marylander seine Worte nun direkt an die Boss-Lady.

Marc Poe: "Mrs. Vark, wie sieht es mit der Belohnung aus? Geben sie mir und den POENATICS, was wir verdienen!!"

Jona Vark: "Warten sie ab, Mister Poe. Bevor ich ankündige, welche Belohnung auf sie wartet, möchte ich mit dem zweiten Mann fortfahren. Er hat sich im letzten Jahr ein weiteres Mal durch eine beinharte Rehabilitation gekämpft, um seine Karriere im Ring fortsetzen zu können. Seit seinem Comeback überzeugt er mit Leistung und einer formidablen Einstellung - ich rede vom ehemaligen PCWA Tribune Champion JAMES GODD!!!"

Die Blicke fokussieren sich gen Rampe, während aus den Boxen nun "Choking on Your Screams" von Motörhead dröhnt. Wenige Sekunden später steht der Tribun des Volkes auch schon auf der Rampe. Die Stirn des Engländers zeigt immer noch leichte Spuren seines harten Kampfes bei "Out of Ashes" gegen Tobaay. Dennoch ziert ein Lächeln die Gesichtszüge des Londoners, während er sich, gekleidet in einer dunklen Lederjacke und einer leicht verblassten Jeans, auf den Weg zum Ring macht. Die Fans bejubeln den Auftritt des Engländers ebenso lautstark, wie sie es bereits bei den beiden vorherigen Athleten getan haben. 

Godd nimmt sich auf dem Weg zum Ring ausgiebig Zeit, um mit den Fans für Selfies zu posieren, was bei diesen natürlich sehr gut ankommt. Schließlich betritt James den Ring und betrachtet die Anwesenden. Er weiß absolut nicht, was ihn erwartet, doch ganz gleich, was es ist ... er freut sich auf eine neue Herausforderung, nachdem er Tobaay in seine Schranken verwiesen hat. Es folgt ein kurzer Handshake mit Sharpe und ein kurzes Nicken in Richtung Poe, ehe er sich Jona Vark zuwendet.

James Godd: "Ich danke für die einleitenden Worte, Miss Vark. Ich bin froh, dass meine Leistung nicht nur beachtet, sondern auch gewürdigt wird. Ich habe in der Tat vieles auf mich genommen, um wieder hier stehen zu können ... im Ring! Ob ich dafür nun eine Belohnung verdiene? Well ... das sollen andere beurteilen!"

Er hält das Mikro in Richtung Publikum, welches nun laute "You deserve it!" Chants anstimmt.
Der Engländer registriert es lächelnd und fährt fort.

James Godd: "Ich habe jedenfalls wie immer mein Bestes gegeben, um die Fans zu unterhalten, und am Ende bin ich nach einer harten Schlacht siegreich hervorgegangen und habe jedem bewiesen, dass ich es nach wie vor drauf und meinen Platz in dieser Liga verdient habe!"

Der laute Jubel der Fans untermalt dies nur allzu deutlich und ringt dem Engländer abermals ein zufriedenes Lächeln ab. Er nickt kurz mit dem Kopf und geht dann einige Schritte umher, ehe er fortfährt.

James Godd: "Nun Miss Vark, was auch immer es mit ihrer Einladung genau auf sich hat ... ob ich nun mit Mister Poe einen Tanz wagen soll ..."

Laute "YES!" Chants in der Halle. Die Fans würden sich offenkundig darüber freuen, wenn Poe und Godd sich miteinander messen. Godd schenkt Poe ein Grinsen, welches von diesem erwidert wird.

James Godd: " ... oder ob man mir nun die Gelegenheit gibt Kevin zu zeigen, dass meine Worte an ihn beim PPV durchaus ernst gemeint waren und ich mich freuen würde ihn herauszufordern ..."

Abermals gibt es "YES!" Chants. Auch gegenüber diesem Match wären die Fans definitiv nicht abgeneigt. Godd fährt nun jedoch grinsend fort.

James Godd: "Was auch immer Sie sich ausgedacht haben, ... ich freue mich darauf ein Teil davon zu sein und werde wie stets mein Bestes geben, um mich dessen als würdig zu erweisen!"

Er nickt den beiden anderen Wrestlern im Ring abermals zu und senkt nun das Mikro. Poe und Sharpe scheinen einem fairen Duell auf Augenhöhe ebenso wenig abgeneigt.

Jona Vark: "Gedulden sie sich, gedulden sie sich, meine Herren. Ich möchte noch einen weiteren Mann hinzu bitten. Zwar ist er, mit ihnen Dreien verglichen, ein .... PCWA Küken. Allerdings hat er in der kurzen Zeit seit dem Brawlin' Rumble XII mächtig für Furore sorgen können. Er ist in aller Munde und doch nie so wirklich greifbar. Bei Ashes konnte er Jimmy Maxxx bezwingen... SHADOW!"

 

Mit den donnernden Riffs von Dredg und „Bug Eyes“ sowie ebenfalls von den Fans bejubelt tritt der benannte Schattenmann der Liga auf die Stage hinaus. Trotzdem muss man sagen, dass die Skandierungen nicht so laut ausfallen wie bei den beiden zuvor: teilweise mischt sich ungläubige Überraschung hinein, als das in schwarz gewandete unergründliche Dunkel wie üblich die Haare in den Nacken wirft … und seine konturlose weiße Pantomimenmaske offenbart, aus der nur die grünen Augen hypnotisch hervor stieren.

Und auch dem Trio im Seilgeviert merkt man die Überraschung deutlich an – und es ist keine wirklich Positive. Tiefe Furchen zieren die krause Stirn des Mannes aus Baltimore, als er sich kopfschüttelnd zum Briten dreht und diesem mit zuckenden Schultern etwas Unverständliches zuraunt. Godd bleib allerdings weitgehend leger – wie auch Sharpe, der seinen auf der Schulter liegenden Gürtel mit süffisantem Grinsen zurechtrückt. Poe dagegen verschränkt herausfordernd die Arme und schaut zu, wie Shadow beim Weg zum Squared Circle die Haare wieder nach vorn wirft, sich dann ein Mikro geben lässt und zu ihnen in den Ring steigt.

Die Musik verklingt, während Shadow vor Jona Vark stehenbleibt und diese scheinbar mustert. Dann aber dreht er sich zum Champion und den beiden anderen Gewinnern – und führt das Mikro unter den Haarvorhang.

Shadow: „Frau Präsidentin …. werte Mitstreiter ……. diese Offerte ehrt mich gleichermaßen, wie sie mich neugierig macht …. und vorsichtig …… und doch – gibt es einige Dinge, die man nicht zurückholen kann …..unter anderem verpasste Gelegenheiten …... so denn, ich bin ganz Ohr ……“

Mehr lässt der selbsternannte Schatten nicht von sich verlauten, senkt dann unter unwirschem Blick der anderen vier sein Mikrofon wieder und schleicht langsam rückwärts in eine der Ringecken, gegen die er sich lehnt und anschließend dort stoisch verharrt.

Die anderen Drei blicken sich stumm und auch ein wenig unwirsch an …
… zumindest solange, bis der Gerasy Champion ein paar Schritte nach vorn tritt.

Sharpe: "Marc Poe, James Godd und Shadow... ihr alle habt diesen Spot verdient. Jeder von euch. By the way, Shadow... ich mag dein Entrance Theme."

The Unfathomable Dark ....
... verharrt nahezu regungslos in "seiner Ringecke". Lediglich der Kopf mit dem das Gesicht verdeckenden Haupthaar geht in einem anerkennenden Nicken einmal kurz nach unten - und dann wieder rauf. Der Champ legt den Kopf leicht schief. Er hatte mit so einer Reaktion fast gerechnet. Also fährt er unbeirrt fort.

Sharpe: "Well then... wann wird denn das Match der Drei steigen? Ich muss mir dafür dringend einen Platz in der ersten Reihe buchen."

Das Business-Lächeln ist auf dem hübschen Gesicht der Chefin erschienen. 

Jona Vark: "Ein Number One Contender Match ist nicht das, was mir vorschwebt, Mister Sharpe. Sie wissen ja, dass diese Matches bei den letzten Malen nicht immer so ausgingen, wie gedacht..."

Kurzer Blickkontakt mit Sharpe, der dafür Verantwortung trägt, dann wendet sie sich an die drei anderen.

Jona Vark: "Ich habe daher..."

"Wenn der Kuchen spricht, haben die Krümel Sendepause!!!"

Die geschrieenden Worte unterbrechen Miss Vark und lassen sie verdutzt in Richtung Entrance Bereich schauen. Auch Godd verändert augenblicklich seine Miene, die nun etwas ernster wirkt, und starrt zur Rampe. Dann erklingt Neubaugebiet von Weekend - und wer bis dato nichts kapiert hat, sollte spätestens jetzt wissen, was das bedeutet.
Der Kuchen tritt mit Connor Rogue ins Theatre. Und sie ernten nichts weiter als ein gellendes Pfeifkonzert. Noch während die Musik spielt, spricht einer der beiden bereits. 

Connor Rogue: "Eine Schande! Eine verdammte Schande... Ich könnte kotzen!"

Während die Musik verstummt, bleiben Rogue und RM vor dem Vorhang stehen und machen sich nicht auf den Weg zum Ring. Ihr Unmut ist dennoch bis dorthin zu sehen.

Connor Rogue: "Kevin Sharpe wird am Ende des Abends kein Undisputed Gerasy Champion mehr sein, Miss Vark. Sie müssen nichts mehr verkünden, denn ihre Überlegungen werden über den Haufen geworfen!"

Ein kurzes Lachen beim Angesprochenen. Pfiffe bei den Fans.

Sharpe: "Du kannst ja gerne hier in den Ring kommen, dann ziehen wir den Main Event vor. Du glaubst, den Ausgang bereits zu kennen? Nun, das glaube ich auch. Ich werde später am Abend den Squared Circle NICHT ohne MEINEN Gürtel verlassen!"

RM: "Oh ja, wir Zwei gegen vier Mann und eine Milliardärstochter. Das wäre ja sehr fair! Fünf gegen zwei - nicht dass wir das nicht schon kennen würden!"

RM klopft Rogue auf die Schulter und dieser nickt zustimmend.

RM: "Das würde Ihnen gefallen, Miss Vark: Alle gegen die Assassins! Alle gegen die wichtigsten Champions der Liga. Alle gegen uns. Das kennen wir ja schon, aber nicht heute! Das hatten wir schon. Wenn ich Mister Sharpe erinnern darf: Das letzte mal als es das gab, waren Sie auf der Seite der Verlierer... bei Vendetta 131!"

„You’ve got Lucky!“ Chants aus dem Publikum scheinen deutlich zu machen, was die Fans von dem Ergebnis von Vendetta 131 halten.

RM: "Redet euch nur ein, dass es Glück war. Wenn man sich eine Lüge oft genug einredet, glaubt man irgendwann, dass es die Wahrheit ist, und deshalb…"

RM wendet sein Blick vom Publikum erst zu Sharpe und dann direkt zu Jona Vark.

RM:  „…glauben Sie auch noch immer, dass Sie eine Wrestlingliga leiten können! Aber das können Sie nicht. Alles, was Sie können, ist Talente unten halten. Leute, die Ihnen nicht nach dem Mund reden, wie er es immer tut…“

Der Kuchen deutet auf Marc Poe. RM tut so, als ob er jemandem den Hintern küsst. Poe grüßt mit dem Mittelfinger und ein Großteil des Publikums macht mit.
Dem Kuchen scheint es egal zu sein. Er macht weiter.

RM: "Oh Frau Vark, was für eine tolle Idee, schmatz..."

Der Kuchen tut so, als ob er erbrechen muss, sammelt sich dann aber.

RM: "Wenn jemand was anderes sagt, wird er unten gehalten, aber sie haben vergessen, dass sich Qualität immer durchsetzt! Deswegen sind wir Cotatores, auch wenn Sie alles getan haben, um es zu verhindern. Und trotzdem tun sie es schon wieder. Sie sagen alle Sieger von Out of Ashes kriegen einen Spot!? Wo ist unser Spot? Wo ist unsere Chance?"

Rogue und der Kuchen schauen sich fragend an.

RM: "Wir haben unser Match gewonnen! Und ich habe es satt! Im letzten Jahr haben wir alles aus dem Weg geräumt, was man uns vorgesetzt hat, und noch immer kriegen wir keinen Respekt! Wo ist unsere Chance? Denken sie, wir haben es nicht verdient? Seit einem Jahr haben wir Ihnen jede Vendetta und bei jedem PPV das Gegenteil bewiesen! Also, Jona Vark, wo ist unsere Chance?"

Noch ehe Jona ihm etwas antworten kann, ist es James Godd der das Wort ergreift und sofort an den Kuchen richtet.

James Godd: "Du bist ein Nichts, RM. Bei 'Out of Ashes' hast du nicht einmal gekämpft. Nicht einmal getraut, dich mir zu stellen, hast du dich ... du bist, wie ich schon einmal sagte, ein Witz, der auf die Kosten aller Fans hier in der PCWA geht!"

Die Fans stimmen ihrem Tribun lautstark zu, doch der deutet ihnen an sich zu beruhigen, denn er hat noch nicht fertig gesprochen.

James Godd: "Aber soll ich dir etwas verraten, Kuchen? Ich stelle meine Belohnung sehr gerne gegen dich aufs Spiel ... hier in diesem Ring! Jederzeit!"

Er blickt den Kuchen mit zusammengezogenen Augen an, doch der schweigt zunächst. Marc Poe hebt indes seinen Daumen und streckt diesen Richtung James Godd, dann führt er selbst das Mikrofon zum Mund.

Marc Poe: "Kuchen... Kuchen... Kuchen... Einer von deinen Zwillingen bekommt später seine Belohnung. Ich bin schon jetzt gespannt, wie lange er gegen den Champ durchhält. Länger als du gegen Robert Breads?"

Der Marylander klopft seinem Kumpel Sharpe abermals auf die Schulter. James Godd kann sich ein breites Grinsen nicht verkneifen.

Marc Poe: "Dieses Match heute Abend ist doch vollkommen ausreichend, mehr ist für euch einfach nicht drin. Zum Beispiel habe ich euch zwei Doppel-Ärsche im Rumble gleichzeitig aus dem Ring geworfen. War übrigens viel einfacher, als gegen Graves und Collins zu bestehen. Falls du, Ass 1, und dein Ass 2, Sean, wirklich gegen Rob und Tony die Cotatores verteidigt, dann seh ich ziemlich schwarz für euch. Und du Kuchen? Du hast gefühlt jeden Kampf seit zehn Jahren verloren und gegen Breads sogar nach fünf Sekunden. Wenn einer der KRÜMEL ist, dann DU! Also halt endlich die Schnauze."

RM ist entsetzt, jedoch nicht sprachlos.

RM: "Dich hab' ich besiegt und dir die Cotatores entwendet."

Marc Poe: "Ja, mit der Hilfe von Tony Graves. Bei der Cotatores Trophy haben Dante und ich gezeigt, wer das beste Tag-Team der PCWA ist..............   war."

Nun sind RM und Connor diejenigen, die lachen.

Connor Rogue: "Hast du selber gemerkt, ne?"

Rogue fährt sich überheblich durch die Haare.

Connor Rogue: "Und was soll diese alte Leier überhaupt, Poe!? Ihr versteckt euch dort oben im Ring bei der Chefin - wie böse Lausbuben, die zum Oberlehrer laufen, als ihnen die großen Jungs mal richtig aufs Maul geben wollen. RM hat es gesagt: Wir haben euch alle mit unseren Leistungen und unserer Teamfähigkeit seit dem Brawlin' Rumble meilenweit übertroffen. Poe und Sharpe haben wir besiegt... Mit anderen Worten: Ihr habt Angst vor uns! Nichts weiter! Tief sitzende Angst."

Auf diesen Kommentar von Connor Rogue beginnt Kevin Sharpe erneut zu lachen. Auch Marc Poe und James Godd können sich ein Lachen nicht verkneifen.

Shadow: "Also wenn ich dazu auch etwas sagen dürfte...."

Es ist ähnlich dem vielzitierten Moment der fallenden Stecknadel: Shadow, welcher sich das Geschehen bislang gefühlt recht uninteressiert und leidenschaftslos angesehen hat, hat sein Mikro wieder unter den Haarvorhang geschoben, von wo seine hypnotisch heisere Stimme herrührt.

Shadow: "Ich habe zwar weder das Recht noch die Macht oder gar die Muße hier irgendwem Vorschriften machen zu können oder Anregungen zu geben. Aber wenn ich an der Stelle von Miss Vark wäre, ... dann sollte man solchen Anti-Koryphäen wie RM oder Rogue ruhig ihre wohlverdiente Belohnung geben..."

Das verbale Öl ins Feuer seitens Shadow verfehlt seine Wirkung nicht: unter den Zuschauern breitet sich eine unruhige Stimmung aus Unwillen, Gemurmel und leichtem Unmut aus. Während die beiden Ring Assassins Vertreter ein wenig baff dreinblicken, ist beispielsweise Poe das "What the f***!" deutlich am Gesicht abzulesen.

Doch bevor die Unruhe mehr zunimmt, bringt der Schatten die Menge mit einem einzigen erhobenen Finger weitgehend zur Ruhe.

Shadow: "... sie sollten meiner Ansicht nach diese Chance bekommen - und damit die wohlverdiente Chance des Beweises, dass man damit durchaus etwas erreichen kann ... nämlich für ein allzu großes Maul dieses gestopft, den Arsch aufgerissen oder in sonst einer Art und Weise die Grenzen aufgezeigt zu bekommen!"

Nun sind wieder deutlich Jubelrufe zu hören, während Shadow in seine alte Lethargie verfällt und der Kuchen nur mühsam von Rogue im Zaum gehalten werden kann.

Poe und Godd blicken hingegen irritiert auf Shadow.
Es ist nicht der Vorschlag, der sie stutzig macht. Dem könnten sie durchaus etwas abgewinnen. Vielmehr fragen sie sich, welche Absicht hinter seinen Worten steckt, ob sie dem dunklen Mann vollends trauen können. Auf welcher Seite steht Shadow? Vor allem: Wieso verhilft er dem Feind zu einer Belohnung? 

Sharpe legt seine Hand auf die Brust von Godd und Poe, um sie zu beruhigen. Er wird sprechen.

Sharpe: "Shadow hat Recht. Sie haben gewonnen. Also bin ich auch der Meinung, dass sie belohnt werden sollten. Wie die anderen Recken, die sich beim Pay-Per-View diese Chance erkämpft haben. ABER... dann müssen sie auch die Konsequenzen tragen. Außer Connor Rogue. Denn dich, mein lieber Connor, werde ich heute Abend schon 'belohnen'."

Jona wiegt den Kopf hin und her, während die Worte Sharpes noch in der Arena nachhallen. Sie denkt nach; hatte da noch jemand anderen in der Hinterhand...
Dann führt sie aber das Mikro zum Mund.

Jona Vark: "Gut!"

Das Publikum buht lauthals.
RM und Rogue schauen gespannt auf das, was Jona ihnen nun verkünden wird.

Jona Vark: "Sollten Sie, Connor, heute Abend Gerasy Champion werden, haben sie die Out of Ashes Belohnung für die Ring Assassins eingelöst. RM und Sean Ashfield werden in diesem Fall als Cotatores antreten, während sie dann den höchsten Titel verteidigen. Sollten sie hingegen heute Abend verlieren, gewähre ich ihnen - wenn auch widerwillig - als Trio... einen Platz neben den anderen Vieren. Einen Platz! Für Sean Ashfield oder sie, RM. Entscheiden sie als Gruppe, wer im Falle ihrer Niederlage mit ihnen, Connor, die PCWA Cotatores verteidigt, und wer dann den Platz bekommt."

Nun wendet sich Jona Vark zu den Männern im Ring.

Jona Vark: "Einen Platz im Elimination Chamber Match beim Imperial Impact 12!!!"

Kurze Stille. 
Dann Gemurmel. Elimination Chamber? Was soll das sein?

Jona Vark: "Der Undisputed Gerasy wird beim Impact in einem Stahlkäfig mit vier verschlossenen Kammern ausgekämpft. Zwei Wrestler beginnen im Ring, nach jeweils fünf Minuten wird eine der Kammern geöffnet und ein neuer Wrestler kommt hinzu. Elimination Rules mit Pinfall oder Submission. Derjenige, der am Ende noch übrig ist, ist neuer oder alter Undisputed Gerasy Champion!"

Offene Münder bei den Fans. Offene Münder bei den Wrestlern. Poe, Godd, Shadow und Sharpe starren sich an. 
Dann beginnen die Fans langsam zu jubeln. 
Immer lauter brandet der Jubel ob dieser Entscheidung auf. Nur einer scheint etwas dagegen zu haben.

Und deshalb ist der Kuchen auch der erste, der das Schweigen der Beteiligten und das Getuschel der Fans unterbricht.

RM: „Das ist also hier Ihr Masterplan, um die Ring Assassins auseinander zu bringen! Sie wollen uns auseinander brechen. Um Pink Floyd zu zitieren: „United we stand, divided we Fall“. Aber sie werden uns nicht trennen! Wir sind ein Team! Und ein Team lässt sich nicht durch so etwas trennen. Wir haben etwas, das Ihnen fehlt. Soziale Kompetenz!“

Der Kuchen und Rogue nicken sich zu.

RM: „Frau Vark, Sie haben sich gerade ein Eigentor geschossen! Poe, Sharpe, Shadow und Godd sind sich jetzt noch einig, aber sobald die Ringglocke läutet, zeigen Sie Ihr wahres Gesicht. Wir aber bleiben ein Team! Und deswegen wird es beim Imperial Impact einen lachenden Dritten geben…“

Plötzlich tritt der Assassin hinter dem Kuchen hervor.

Connor Rogue: "MICH!"

RM schaut Rogue überrascht an... damit scheint er nicht gerechnet zu haben. Jedoch überspielt RM es in gewohnter Manier. Er nickt bestätigend und reißt den Arm des jungen Athleten in die Höhe. Der Arm des kommenden Gerasy Champions?

Während die beiden dann den Innenraum verlassen, schauen sich die anderen Vier immer noch irritiert an. Mittlerweile haben sie sich - wie durch ein Wunder - in alle vier Ecken des Ringes zurück gezogen, während Jona Vark weiterhin in der Mitte des Squared Circles steht.

Sharpe: "Miss Vark... ich war zwar nie ein Ass in Mathematik, aber wenn ich richtig gezählt habe, dann läuft das doch so ab: Zwei Kämpfer beginnen, vier stehen in den Kammern. Also insgesamt sechs... "

Er schaut zu Godd, Poe, Shadow... und dann zur Chefin.

Sharpe: "Proove me wrong, aber einer fehlt doch noch, oder?"

Jona legt erneut ihr bezauberndes Lächeln auf und schaut nacheinander die vier Main Event Teilnehmer vom Imperial Impact 12 an. Dass sie eine gewisse Unsicherheit ob der spontanen Entscheidung bezüglich der Ring Assassins überspielt, merkt man ihr kaum an.

Jona Vark: "Gut aufgepasst, Mister Sharpe. Hinter der sechsten Person steht noch ein Fragezeichen... Aber sie alle werden früh genug davon in Kenntnis gesetzt, wie dieses Fragezeichen gefüllt werden wird. Ich wünsche ihnen einen schönen Abend."


Mike Garland: "WHAT?! Sechs Mann? Ein Käfig? Ein Ring? Das kann nicht gut gehen!!"

Vincent Craven: "Was für eine Entscheidung, was für ein Match! Elimination Chamber, Mike. Wir sehen beim Imperial Impact eine Premiere - und was für eine!"

Mike Garland: "Marc Poe, Shadow, James Godd, Kevin Sharpe, einer der Ring Assassins und ein Unbekannter duellieren sich um den Undisputed Gerasy."

Vincent Craven: "Wenn das mal kein wahnsinnig spannendes Match verspricht, dann weiß ich es auch nicht."

Mike Garland: "Boah... Jona Vark haut hier aber gleich auf den Putz. Gerade ist erst Out of Ashes vorbei und schon kennen wir den Main Event vom Imperial Impact."

Vincent Craven: "Warum auch nicht? Bei den letzten beiden PPV Matches um den Gerasy haben sich die Beteiligten Zeit gelassen... Jetzt regelt es die Chefin direkt selbst."

Mike Garland: "Bei so viel Zeit bis zum Impact bleibt auch Zeit für Allianzen oder Intrigen..."

Vincent Craven: "Bisher standen zumindest vier der Herausforderer im Ring vereint. Es wird tatsächlich spannend werden, wie Poe, Godd, Shadow und Sharpe mit dieser Ankündigung umgehen."

Mike Garland: "Gerade war ja schon spannend, dass Shadow den Ring Assassins ihre Chance zugesprochen hat."

Vincent Craven: "Dies tat James Godd auch - wenngleich auch auf andere Weise. Auch wenn ich es nicht gut finde, dass die Ring Assassins so eine Doppelchance erhalten, hat sich Jona Vark hier tatsächlich überzeugen lassen."

Mike Garland: "Was heißt denn Doppelchance? Du vergisst wohl unseren Main Event!"

Main Event
- Hochmut?! -
Regular Singles Match
Undisputed Gerasy Title
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(Der erste Pinfall entscheidet über den Sieg. Als Pinfall zählen Three Count, Submission, Disqualifikation sowie Count-Out.
-Referee: Charlie Swanson; Kein Zeitlimit)

Mike Garland: "Connor Rogue gewinnt heute Abend und geht zum Impact"

Vincent Craven: "Oder bekommt endlich sein vorlautes Mundwerk gestopft... Das ist ja nicht mehr zum Aushalten, mit welch einer Selbstverständlichkeit Connor Rogue und RM hier aufkreutzen, obwohl sie auch bei Out of Ashes wieder Glück hatten. Dieselbe Arroganz, die wir auch schon im Einspieler vom Flughafen erleben mussten."

Mike Garland: "Glück?! Wenn dem wirklich so ist, gilt dies nicht ebenso für Kevin Sharpe? War es nicht Grizz Lee, der Robert Breads von der Leiter holte?"

Vincent Craven: "Im Gegensatz zu Rogue hat Sharpe schonmal gehörig aufs Maul bekommen. Deshalb ordnet er die Dinge anders ein. Nach einer Niederlage reden die meisten nämlich anders als zuvor. Schau es dir doch einfach mal bei Lisa Sanders an, die mit einem Out of Ashes Verlierer im Backstage wartet."


------------------ PCWA ------------------

Lauter Jubel bricht aus, denn in die Linse der Backstage-Kamera schaut Lisa Sanders. Die Berliner Stammzuschauer freut es ungemein die Kölnerin wieder zu sehen. Die Sechsunddreißigjährige lächelt erfreut ob dieses Empfangs und winkt für einen Moment in die Kamera, was die Fans zu einem Applaus anstimmt.

Dann fährt die Kamera zur Seite und die Stimmung des Publikums wandelt sich schlagartig; von dem fröhlichen Jubel hin zu einigen Buhrufen und manchen Pfiffen. Einige Fans verstummen und signalisieren so ihr Desinteresse. Der Mann, der in den Fokus des Bildes genommen ist, hat bei Out of Ashes eine Niederlage hinnehmen müssen, obwohl er zuvor stets beteuerte den Sieg davon zu tragen. Es ist der PCWAler Tony Graves.

Dieser trägt einen schlichten PCWA Pullover und Jeans. Nur in seinem Gesicht war etwas ungewohntes, eine schwer sichtbare Brille ruht auf seiner Nase. Diese schiebt er sich demonstrativ zurecht, während er sich die nur leise hörbare Reaktion der PCWA Fans anhört. Trotz seinen besten Versuchen nicht in direkt in die Kamera zu sehen erkennt man ganz klar zwei lange Einschnitte neben seinem rechten Auge. Tony sieht generell nicht all zu gut aus und macht einen verzweifelten und heruntergekommenen Eindruck. Aus irgendeinem Grund setzt Tony dieses mal aber nicht sein steinernes Pokeface auf sondern zeigt, dass ihn die Reaktion der Zuschauer doch irgendwo nahe geht, auch wenn man nicht von ihm ablesen kann ob sie ihm gefällt oder nicht.

Lisa schiebt eine Locke ihrer braunen Haare hinter das Ohr und lächelt Tony zu.

Lisa Sanders: "Tony, bei Out of Ashes musstest du eine herbe Niederlage gegen  Marc Poe einstecken. Der Marylander konnte dich also in die Schranken weisen und steht nun im Main Event vom Imperial Impact 12. Du hingegen starrst ins Leere - wie fühlt sich das an? Was denkst du zu tun?"

Tony Graves: "Ezra kann mir egal sein, zumindest jetzt, wo ich nicht mehr bezahlt werde, um ihn anzugreifen... aus irgendeinem Grund vergessen einige, dass ich Ezra nicht attackiert habe, weil ich ihn nicht mag, sondern weil ich bezahlt wurde. Ich bin tatsächlich mit dem Plan die Cotatores für F'n'L zu gewinnen zum Rumble geganfen, bis mich vor dem Event Ezras Vater kontaktierte... und jetzt steh ich hier mit dem beschissesten Loss, den ich mir hätte träumen lassen können."

Lisa legt skeptisch den Kopf schief.

Lisa Sanders: " Dann wird es nun darum gehen, diese Niederlage umzuwenden. Und  daran kannst du heute bereits arbeiten. Sean Ashfield wird gegen dich im Second Match antreten. Wie gehst du in den Kampf?"

Tony Graves: "Sean Ashfield ist mir ja nicht fremd, ich weiß, was ich tun muss, aber dasselbe sagte ich über Ezra, bevor er mich bei Out of Ashes besiegt hat. Aber dieses mal nicht! Sean kann versuchen, was er will, aber egal, was passiert, ich werde die Vendetta nicht verlassen, ohne einen Sieg davon getragen zu haben!!"

Tony wird mit jedem Wort immer lauter und lauter und es ist einfach zu erkennen, dass er wütend ist und dass er sich grade jetzt nicht ganz unter Kontrolle hat.

Lisa Sanders: "Das ist wohl auch bitter nötig. Wenn du scheiterst, könnte es das in der PCWA gewesen sein. Jona Vark ist bei den letzten Malen nicht zimperlich gewesen, was Entlassungen nach einer kurzen PCWA Zeit angeht. Und du stehst heute sicherlich unter Beobachtung - spürst du also einen gewissen Druck?"

Tony atmet durch und schüttelt einmal heftig den Kopf, bevor er anfängt zu sprechen.

Tony Graves: "Entschuldigen sie, ich bin nur etwas... durch den Wind, ich sollte mich vermutlich auch gleich für mein Verhalten gegenüber dir Entschuldigen. Um deine Frage zu beantworten. Ja, ein Druck ist da, aber ich werde nicht noch einmal verlieren. Ich werde auch nicht wegen meinem Win-Loss Record gefeuert werden, darauf werde ich achten!"

Die Reporterin wirft skeptisch den Kopf von rechts nach links.

Lisa Sanders: "Das hört sich weiterhin nach einem gesunden Selbstvertrauen an... Immerhin keine schlechte Vorraussetzung für das Match. Nehmen wir also an, dass du heute Abend gegen Ashfield gewinnst. Was sind danach deine Ziele in der PCWA? Wer... oder was steht auf deinem Zettel?"

Tony Graves: "Als aller erstes kommt das Quest for the Best, welche ich gewinnen will oder eher muss, um das, was von meinem Ego übrig ist, wieder zusammen zu flicken. Dann? Wer weiß? Vielleicht werde ich Gold um die Hüfte haben!?"

Lisa lächelt, aufgrund dieser kleinen Anspielung.

Lisa Sanders: "Ist das die Lektion, die du aus der Auseinandersetzung mit Poe gelernt hast? Lieber auf Leistung und auf sportliche Ziele zu setzen, anstatt Spiel und Geld in den Mittelpunkt zu stellen?"

Graves legt den Kopf schief und zieht ungläubig die Augenbrauen hoch.

Lisa Sanders: "Kämpfst du jetzt mehr für dich selbst? Oder gibt es da noch jemanden, für den du einstehst? Familie, Freunde, Freundin...? Und was ist mit Rob Collins?"

Tony Graves: "Für mich selbst? - Nein, ich habe nie und werde vermutlich auch nie 100% nur für mich selbst kämpfen. Man sollte es nicht vermuten, aber wenn man mich kennenlernt, dann wird man erfahren, dass ich ein loyaler und eigentlich sehr fürsorglicher Mensch bin. Natürlich gibt es noch andere Menschen in meinem Leben, ich bin kein Einzelkind und natürlich... meine Eltern. Da du fragtest, ja ich habe auch eine Freundin, die allerdings noch keinen Flug nach Deutschland hat und die vorerst in Phoenix bleibt. Was Rob angeht, ich bin mir fast sicher, dass ich weiß, wo er ist, und ich weiß auch genau, warum er dort ist. Zu meinem Leidwesen habe ich aber noch keine Narchichten von ihm bekommen."

Laut atmet Tony aus als er seine Schultern fallen lässt und sich etwas entspannt, bevor er sich auf den Hacken umdreht und langsam weg geht.

Lisa Sanders: "Mit diesen Worten von Tony Graves gebe ich zurück zu Mike und Vincent. Let's get back to ringside."


Vincent Craven: "Danke, Lisa. Tony Graves sah aber gar nicht gut aus, was Mike!?"

Mike Garland: "Die Niederlage trotz zahlenmäßiger Überlegenheit scheint ihm zugesetzt zu haben. Und wenn ich mir ihn so ansehe, sehe ich auch schwarz für den heutigen Abend. Er ist ja auch mit seinen Gedanken ganz woanders."

Vincent Craven: "Zumindest hat er sich von seinen Machenschaften mit Rob Collins etwas losgesagt und seiner opportunen Handlung etwas entgegen gesetzt."

Mike Garland: "Dann doch lieber opportun, als schon jetzt mit den Gedanken beim Quest for the Best zu sein... oder seinem verflossenen Freund Rob Collins hinterher zu weinen. Er sollte sich in meinen Augen lieber auf das Hier und Jetzt fokussieren."

Vincent Craven: "Das ist womöglich kein schlechter Tipp, Mike. Allerdings sollte man, vor allem zu Beginn einer Karriere, auch Fehler machen dürfen. Sofern man das Talent mitbringt, sollte dann auch die Möglichkeit zu einem Neuanfang gegeben sein."

Mike Garland: "Heute hätte er die Möglichkeit sein Talent zu beweisen. Und da er diese Chance gerade wegwirft, ist ihm genauso wenig zu helfen, wie Dante Rordiguez. Der hat ebenfalls sein eigenes Grab geschaufelt."

Vincent Craven: "Wo wir gerade von ihm sprechen, schalten wir doch gleich einmal in die Kabine des Mexikaners."


------------------ PCWA ------------------

Das Wetter wird langsam besser, das gefällt Dante, ist er doch wärmeres gewohnt.

Wärend Dante in seiner Umkleide seine Boots zuschnürt, geht ihm noch so manches durch den Kopf, was in den letzten Monaten passiert ist. 

Für den Fall, dass es nicht gereicht hat, wird er heute noch mal ein Statement setzten, damit es wirklich klar ist.

Was Dante aber etwas seltsam vorkam, war der Vorfall gestern Abend. Eigentlich wollte er nur gemütlich in der Bar den Tag ausklingen lassen, als er von jemandem, den er nicht kennt, einen Brief zugeschoben bekam.

In diesem Brief stand schon etwas Seltsames drin, aber das Verrückte an der Sache ist, dass dieser Brief wohl von Lara Lee stammt.

Er kennt diese Frau nicht wirklich, also was will sie nun von ihm? Vermutlich wird er es noch herausfinden, doch nicht heute, denn heute gibt es etwas wichtigeres zu tun.

Dante stöpselt seine Kopfhörer in seine Ohren, es ertönt Cypress Hill.

Wärend die Musik läuft, tut Dante sich mental vorbereiten und sich noch etwas aufwärmen, vorbei sind die Zeiten der Partys, nun geht es mit vollem Blick nach vorne.


Mike Garland: "Tja..."

Vincent Craven: "Dante bereitet sich auf irgendetwas vor, aber auf was - das wissen wir nicht. Immerhin scheint er einen Plan zu haben."

Mike Garland: "Vielleicht geht er in die XAW. Wie ja in den letzten Wochen bekannt wurde, hat die PCWA eine Kooperation mit der amerikanischen Liga gemacht, um neue Talente zu fördern."

Vincent Craven: "Wir wir auf der Card der nächsten XAW Veranstaltung sehen konnten, sind auch einige alte PCWAler dabei. Unter anderem Elroy Schmidke und Blaze."

Mike Garland: "Große Namen, die ihren Zenit vielleicht schon überschritten haben. Oder die über die Tür der XAW auch wieder einen Fuß in die PCWA setzen wollen. Dies wäre doch auch ein schönes Trainingsgelände für Dante."

Vincent Craven: "Naaa, Mike. Ich glaube da verurteilst du ihn vorschnell. Er hat hier noch einige offene Rechnungen, das sieht man ihm an der Nasenspitze an."

Mike Garland: "Er hätte besser nie eine Rechnung daraus werden lassen, sondern sich Marc Poe und Kevin Sharpe einfach unterordnen sollen. Das hätte ihm vermutlich mehr Erfolg gebracht - im Tag-Team Bereich war er doch gut aufgehoben."

Vincent Craven: "Nun tu nicht so, als sei dieser seit der Auflösung von F'n'L nicht mehr umkämpft. Die Ring Assassins haben einige Herausforderer, zumal ihr Match bei OOA nicht klar ausging."

Mike Garland: "Hast du auch wieder Recht. Von einem der Teams, die bei Ashes gescheitert sind, haben wir ein Video zugespielt bekommen. Schauen wir uns an, wie die beiden mit der weiterhin ungeschmückten Hüfte umgehen."


------------------ PCWA ------------------

„BARRY WILSON!“

Schon als kleines Kind hat Stem gelernt, dass es, wenn sein Vater ihn mit vollem Namen anspricht, nichts Gutes bedeuten kann. Und in diesem Ausruf, der von seiner Partnerin stammt, liegt nicht wirklich ein Unterschied. Bis auf die Lautstärke.

Die Amazone aus Kanada schaut ziemlich missmutig drein, als sie die Tür zum Trainingsraum aufgestoßen und den Mann aus Roanoke auf der Gewichtsbank entdeckt hat. Schnurstracks läuft sie auf ihn zu.

Stem: "Hey, Lara."

Stem grüßt sie freundlich und fährt dann seelenruhig fort, mit beiden Kurzhanteln seinen Bizeps zu trainieren.

Lara: „Stem, was war da zur Hölle los im Cotatores Match? Wieso, verdammt nochmal, hast du dich ablenken und von einem popeligen Einroller besiegen lassen? Erklär‘ mir das bitte mal!“

Der Hüne lässt sich nicht beirren und stemmt einfach weiter die Gewichte.

Stem: „Der Hund Jimmy Maxxx hatte dir die Nase gebrochen. Also musste ich nach dir sehen.“

Lara: „Wie bitte? Ja, er hat mir die verdammte Nase gebrochen…“

Sie deutet auf die Nase, die natürlich wieder gerichtet und geheilt ist. Aber man kann immer noch den blauen Fleck sehen.

Lara: „… aber das ist kein beschissener Grund nach dem Partner zu schauen!“

Stem: „Aber…“

Offensichtlich stört Lara es sehr, dass Stem nach wie vor Armübungen macht, denn im nächsten Moment reißt sie die eine Hantel aus seiner Hand und wirft diese mit Schwung auf den Boden, sodass es donnert wie ein Kanonenschuss aus nächster Nähe!
Stem hält erstaunt inne und blickt auf die kleine Delle im Fußboden. Seufzend legt er die anderen Hantel beiseite und wischt sich mit dem Handtuch den Schweiß von der Stirn. Er breitet die Arme aus.

Stem: "Ich höre... "

Mit zusammen gepressten Lippen nickt die Amazone und verschränkt die Arme vor der Brust.

Lara: „Ganz genau... du wirst jetzt zuhören, Stem. Dieser verfickte Scheißkerl Jimmy hat mich attackiert und dabei mir die Nase gebrochen. Das ist so was von hinterfotzig, aber nichts, womit ich nicht klar gekommen wäre. Sowas ist mir damals in der GWS regelmäßig passiert. Fast in jedem Match hatte ich geblutet, aber wir haben einfach weiter gekämpft. Der Kampf wurde nicht extra gestoppt, es kamen keine Ärzte – wir hatten nicht mal richtige Ärzte, sondern eine kleine süße Ärztin und eine Praktikantin, die von nichts eine Ahnung hatte. Nein! Wir haben einfach weitergemacht. Warum auch nicht?! Verdammt, mir ist nichts weiter passiert, warum hast du nicht einfach weitergemacht? Ich wäre in Nullkommanichts wieder am Ring gewesen, wenn diese blöden Ärzte mich nicht festgehalten hätten, um einen beschissenen Kratzer mit Wattestäbchen zu massieren! So konnte ich mich nicht einmal um diesen Hohlkopf Maxxx kümmern! Hast du das verstanden, Stem?!“

Nun erhebt sich der Rothaarige und baut sich vor seiner Partnerin auf.

Stem: "Jetzt pass' mal gut auf, Missy. Wir sind ein Team. Und in einem Team passt man aufeinander auf. Außerdem sind wir hier nicht in irgendeiner verdammten Backyard Liga. Besides... Jimmy Maxxx hätte eigentlich erst gar nicht auftauchen sollen, sogar Jona Vark hat ihn davor gewarnt."

Aber die Kanadierin schnaubt verächtlich und winkt zur Antwort ab.

Lara: „Das ist jetzt nicht dein Ernst?! Jimmy Maxxx macht, was er will, da interessieren die Regeln ihn einen bepissten Scheißdreck! Ich kenne diese Menschen wie Jimmy, die sind alle von sich absolut überzeugt – sie glauben allen Ernstes, dass die Regeln und Gesetze nach ihnen angepasst werden, nicht umgekehrt! Und diese Jona Vark ist eine Sugar Daddy Prinzessin, die fürs Geld und Quoten rumhurt, sogar mit Lafayette!“

Aha. Da war er also, der wunde Punkt. Dieser Kerl namens Lafayette. Lara spricht nicht viel von ihm.. eigentlich so gar nicht. Er reibt sich durch den Bart, dann legt er der Amazone eine Hand auf die Schulter... was Sie geschehen lässt.

Stem: "Komm' schon, Lara. Das meinst du doch nicht Ernst. Ohne Jona Vark wären wir nicht einmal in diesem Match gewesen."

Lara: „Ja, weil diese beide Happy Dödelköppe aufgetaucht sind und diese Vark überzeugt haben… nicht wir! Jetzt muss ich auch noch denen dafür danken!“

Stem: „So what? Tu' es doch! Immerhin verdanken wir den Spot wirklich auch zum Teil den Beiden.“

Seine Stimme klingt nach einer Provokation und so scheint Lara auch so zu empfinden, denn ihre Wangen blähen leicht auf und die Gesichtsfarbe hat ein bisschen mehr Röte bekommen. Er nimmt sicherheitshalber seine Hand von Ihrer Schulter.

Stem: „Ich weiß nicht, was du hast. Dir gefällt nicht, dass wir Jona Vark gebeten haben, um mitzumachen, obwohl es sogar deine Idee gewesen ist, you know? Dann gefällt es dir auch wieder nicht, dass ich nach dir geschaut habe, obwohl ich dich immer wieder unterstützt habe. Seriously, Lara... wir benehmen uns nicht wie ein Team, sondern wie ein altes Ehepaar. Und nur wegen diesem verdammten Jimmy Maxxx…“

Das Muscle Chick verengt die Augen.

Lara: „Kann es sein, dass er dich vielleicht bestochen hat, damit du verlierst? Wer würde da nicht gerne ein Rent-A-Stem for the Dirty Work in Anspruch nehmen?“

Wilson hält kurz die Luft an. Dann runzelt er die Stirn, stemmt die Arme in die Hüften und pumpt Luft in seinen massigen Brustkorb, was neben Lara Lee schon durchaus beeindruckend wirkt. Aber Lara wäre eben nicht Lara, wenn sie davon eingeschüchtert wäre.

Stem: „Sag' das nochmal... “

Zur Antwort verschränkt die Kanadierin nur die Armen vor der Brust.

Stem: „Hör' gut zu, Missy. Denn ich werde das jetzt nur einmal sagen. Wärst du nicht eine Freundin, hätte ich dich ohne wenn und aber sofort nach Strich und Faden verprügelt! Und zwar genau hier! Du zweifelst an meiner Loyalität zu dir? Ich sage es nur ein Mal und auch nur ein einziges Mal... Meine Loyalität ist nicht zu kaufen! Meine Dienste vielleicht... aber NIEMALS meine Loyalität! Du bist sogar einer der Gründe, warum ich nicht jedes Angebot annehme, ist dir das eigentlich bewusst?“

Lara wirkt sichtlich überrascht, sie hat nicht mit so einer emotionalen Reaktion gerechnet. Obwohl sie eigentlich wissen muss, dass Barry Wilson ein ehrbarer Mensch ist. Dafür hat er mehr als genug bewiesen.

Lara: „Ach, vergiss‘ es.“

Stem: „Ach ja?“

Etwas kleinlaut nickt Lara ihm zu.

Lara: „Sorry.“

Stem: „Ach, vergiss‘ es.“

Daraufhin müssen Beide gegen ihren Willen grinsen.

Lara: „Aber ich denke, es war richtig, dass wir den Kampf verloren haben.“

Der Hüne aus Roanoke legt den Kopf in den Nacken und atmet lautstark aus.

Stem: „Was soll das denn nun schon wieder heißen?“

Lara: „Schau, Großer, es wird immer wieder geunkt, dass wir uns in dieses Cotatores Trophy Match gemogelt haben, indem wir bei Jona Vark rumgebettelt haben. Das ist aber nicht, wofür wir – Carnageddon – stehen. Niemand würde uns ernst nehmen, wenn wir einfach bei erstbester Gelegenheit in ein Titelmatch reingekommen sind– auch wenn Carnageddon es verdient hätte. Es ist aber nun mal so, dass derzeit niemand uns besondere Aufmerksamkeit schenkt. Alle reden von Happy Hour, den Ring Assassins, Graves/Collins und sogar über längst vergangene Teams. Aber über uns wird nix gesagt. Das ist nicht gut, Stem. Wir haben unsere erste Gelegenheit vergeigt. Das ist ärgerlich, aber es passiert halt. Diesmal aber  - zeigen wir jedem klar und deutlich, dass mit Carnageddon nicht zu spaßen ist. Wir sind beide verdammt gut. Aber eine Sache muss noch erledigt werden, bevor wir wieder Jagd auf Titelgold machen können…“

Barry Wilson stöhnt verzweifelt, denn er weiß genau, was Lara meint. Das leidliche Thema Jimmy Maxxx. Zur Bestätigung nickt Lara wortlos.

Lara: „Er beleidigt, pöbelt und provoziert jeden. Einschließlich mir. Aber er hat ein besonderes Interesse an dir. Ich habe keine Lust, mich mit Jimmy anzulegen. Das ist nicht mein verficktes Problem, Stem. Aber wenn du dich darum nicht endgültig und final kümmerst, wird er zu meinem Problem. Ich weiß, du brauchst meine Hilfe nicht, aber wenn du das nicht hinkriegst, werde ich das machen… und das willst du ganz sicher nicht, Großer.“

Er knackt die Knöchel seiner massiven Fäuste.

Stem: „Keine Sorge, Missy. Ich kümmere mich um ihn. ich werde die Sache heute ein für allemal aus der Welt schaffen... “

Lara: „Ich vertraue dir, Großer. Ich werde trotzdem Jimmy Maxxx einen Besuch abstatten und ihm eine SEHR aussagekräftige Nachricht mitgeben.“

Stem: „Bitte WAS? Aber du hast doch eben…“

Lara: „Er hat meine verdammte Nase gebrochen, Stem.“

Diese sehr überzeugte Erwiderung bringt den großen Mann mit rotem Bart zum Schluss, doch nichts einzuwenden. Jimmy hat sowieso eine Abreibung verdient, da wäre vielleicht doch einmal angebracht, dass er mal mit einer Frau Klartext „reden“ muss. Also zuckt er nur die Schultern.

Stem: „Well... es ist dein gutes Recht.“

Lara: „Ganz genau. Geh’n wir nachher einen trinken? Du Bourbon, ich Becks?“

Angewidert verzieht Wilson das Gesicht.

Stem: „Diesen Dreck, den sie hier ausschenken? No... thank you, Missy. Aber ich glaube, ich habe noch ein wenig Privatvorrat.“

Während Barry seine Hanteln aufliest und wieder in den Stand zurückbringt, steckt Lara eine Zigarette in den Mund, ohne diese anzuzünden. Schließlich verlassen sie beide den Trainingsraum.


Vincent Craven: "Na, da haben die beiden aber nochmal die Kurve bekommen. Zuerst dachte ich ja, dass Lara oder Stem gleich die Hand ausrutscht."

Mike Garland: "Das hätte in jedem Fall mein Interesse geweckt, wenn diese zwei Urviehcher aufeinander getroffen wären. So könnte es immerhin gleich mit Jimmy Maxxx zu einer Auseinandersetzung kommen."

Vincent Craven: "Mike, wir wissen, dass du von Carnageddon nicht viel hälst... Dabei sind beide offen zueinander, sie gehen ihre PCWA Karrieren strategisch an und scheinen auf einer respektvollen Wellenlänge zu liegen. Drei Pluspunkte im Teambereich! Das dürfte sie eher schneller als später wieder zu Herausforderern machen."

Mike Garland: "Und dann verbockt es Stem wieder mit so einem Klopps. Lara Lee tut diesem Typen nicht gut - und ich kann es verstehen. Ich würde auch das Wesentliche aus den Augen verlieren, wenn sie neben mir stünde."

Vincent Craven: "Oh, ein Fortschritt, Mike. Aus Eifersucht ist Verständnis erwachsen. Na mal sehen, ob du für die anderen beiden auch neues Verständnis aufbauen kannst."

Mike Garland: "Die anderen beiden?"

Vincent Craven: "Brandon Cornwallace und Gordon Banes, die bei Ashes ebenfalls nicht die Cotatores erringen konnten. Sie sind soeben in der Halle angekommen."


------------------ PCWA ------------------

Welcome back in Berlin! Gestalten mit ernsten Mienen durchwandern die Gänge des Theaters. Wo sonst pure Fröhlichkeit herrscht, sind nur emotionslose Mienen zu erkennen. Wo sonst knallbunte Klamotten die Umwelt erhellen, ist nun ein düsteres Schwarz. Mit festen Schritten wandern Brandon Conrwallace und Gordon Banes aka Team Happy Hour voran, auf ihrem Weg zu ihrer Kabine. Sehr weit kommen die beiden jedoch nicht unbemerkt, denn niemand geringeres als Lisa Sanders erblickt die beiden und eilt sofort forschen Schrittes auf die beiden zu, um ihnen ein Interview abzuverlangen. Beide bleiben sie stehen, als sie Lisa schließlich bemerken, diese hingegen beginnt sofort mit ihrem Job.

Lisa Sanders: "Hey Jungs, gut, dass ich euch erwische. Kann ich euch ein paar Fragen stellen?"

Zunächst herrscht auf Seiten der Happy Guys eisernes Schweigen. Beide betrachten Lisa einfach nur stumm, als Gordon Banes dann doch noch die Ruhe unterbricht.

Gordon Banes: "Nur zu. Du wirst dich vermutlich ohnehin nicht aufhalten lassen!"

Lisa lächelt zufrieden.

Lisa Sanders: "Beim PPV hattet ihr beiden einmal mehr die Chance auf die Cotatores, doch wieder einmal wart ihr nicht siegreich. Habt ihr dafür eine Erklärung?"

Wow! Da spricht Lisa direkt einen wunden Punkt an und das merkt man den Gesichtern der beiden sonst so fröhlichen Guys deutlich an. Cornwallace blickt betreten zu Boden und schweigt. Banes hingegen wirkt wütend. Energisch schleudert er Lisa eine Antwort entgegen.

Gordon Banes: "Erklärungen willst du, Lisa? Verdammt ... was sollen wir dir schon erklären? Wir wurden einmal mehr um unseren großen Moment betrogen!"

Lisa blickt Banes ein wenig erschrocken an, aufgrund dessen Ausbruchs, dann fährt sie aber fort.

Lisa Sanders: "Also eigentlich wurdet ihr von Jimmy Maxxx nicht attackiert. Und der im Ring befindliche Stem ebenso wenig. So haben die Ring Assassins ganz ohne den großen Betrug den Sieg eingefahren..."

Gordon Banes: "Haben sie, oder haben sie uns nicht gepinnt, Lisa?"

Er geht einen Schritt auf sie zu und blickt sie mit zusammengezogenen Augen an. Man sieht der guten Lisa sofort an, dass sie sich nicht ganz behaglich fühlt mit der Situation. Dennoch macht sie wie stets zuverlässig ihren Job.

Lisa Sanders: "Nun ... also nein, aber ..."

Wieder unterbricht Banes Lisa.

Gordon Banes: "Kein Aber, Lisa! Sie haben uns nicht gepinnt, also haben sie uns auch nicht besiegt! So einfach sieht das aus!"

Nun geht auch Cornwallace einen Schritt vor und positioniert sich neben seinen Partner.

Brandon Cornwallace: "Ganz genau. Diese komischen Dudes denken sie hätten uns weichgekocht, doch wir sind noch längst nicht am Ende der Fahnenstange!"

Ein synchrones Kopfnicken der beiden unterstreicht, dass sie ihre Worte völlig ernst meinen. Lisa jedenfalls geht nun vorsichtshalber wieder einen Schritt zurück, ehe sie fortfährt.

Lisa Sanders: "Fakt ist jedenfalls, dass die Ring Assassins nach wie vor die PCWA Cotatores Champions sind. Was wollt ihr unternehmen, um das doch noch zu ändern?"

Einen kurzen Augenblick lang ist ein kleines Grinsen in den Gesichtszügen von Banes zu erkennen, ehe es verschwindet und wieder der neutralen Miene Platz macht.

Gordon Banes: "Wir werden jedenfalls nicht untätig bleiben, Lisa!"

Brandon Cornwallace: "Wir werden den Assassins zeigen, dass es ein riesiger Fehler war und ist, uns zu unterschätzen!"

Beide klopfen sich gegenseitig auf die Schulter.

Gordon Banes: "Noch heute Abend werden die Assassins sich wünschen, sie hätten bei Out of Ashes die Gürtel verloren!"

Lisa blickt die beiden neugierig an.

Lisa Sanders: "Wie genau meinst du das?"

Doch von Banes und Cornwallace wird sie keine Antwort erhalten, die sie befriedigt. Stattdessen blicken beide sie mit ernster Miene an und schweigen. Schließlich erbarmt sich Banes allerdings doch noch zu einigen letzten Worten.

Gordon Banes: "Just Watch Lisa! Just Watch!"

Er lacht kurz auf und bewegt sich dann wieder. Cornwallace blickt Lisa noch einmal kurz an, ehe er die Schultern zuckt und seinem Partner folgt. Lisa blickt den beiden hinterher und zuckt nun ebenfalls noch einmal mit den Schultern, ehe es zurück zu Mike und Vincent geht.


Mike Garland: "Oha... Happy Hour plant etwas. Da kann einem ja Angst und Bange werden... Nicht!"

Vincent Craven: "Aber ihrem Urteil kann man nur zustimmen. Sie wurden nicht gepinnt - und Carnageddon wurde attackiert. Die Ring Assassins sind demnach alles andere als die unangefochtenen Champions."

Mike Garland: "Von mir aus sollen die Happy Guys irgendetwas planen, um ihre Gerechtigkeit wieder herzustellen. Es wird im Endeffekt sowieso wieder sie selbst schädigen. Ihre Idee, Carnageddon mit ins Boot zu holen, hat doch erst Jimmy Maxxx auf den Plan gerufen. Heute wird ähnlich viel dabei rumkommen, wenn die beiden sich Gedanken machen."

Vincent Craven: "Das haben sie ja bereits. Ihren Gesichtern nach ist es ihnen durchaus nahe gegangen, dass sie verloren haben. Die Ring Assassins sollten sich durchaus auf etwas gefasst machen."

Mike Garland: "Die haben heute anderes und besseres zu tun. Ashfield steht im zweiten Match des Abends Tony Graves gegenüber und Connor Rogue hat die Chance auf den Undisputed Gerasy."


------------------ PCWA ------------------

28.12.2014

Einen Tag nach Out of Ashes 2014, sitzt NEON LOVE, in einer Arztpraxis in San Diego, auf dem Behandlungstisch. Sein linkes Knie ist stark bandagiert und der Junge mit den rehbraunen Augen wirkt, ganz anders als sonst, alles andere als glücklich. Eigentlich sollte er, nach seinem großen Sieg im epischen Island Deathmatch gegen den legendären Maximillian Lunekind, doch irgendwo mit seinem Alpaka und seinen Katzen feiern. Doch er ist hier, beim Arzt, mit einem kaputten Knie - ABTURN. Ungeduldig scheint er auf den PCWA-Arzt zu warten und greift sich immer wieder an sein lediertes Knie. Nach einiger Zeit, die NEON vorkam wie eine Ewigkeit, geht endlich die Tür auf und Dr. Häuser betritt, mit ernster Miene, den Raum.

Dr. Häuser: "Seth, ich habe ziemlich schlechte Neuigkeiten für dich. Wer auch immer dich nach Behind the Blood untersucht hat, hat einen schlechten Job gemacht. Dein Knie ist nicht geprellt und deine Bänder nicht gedehnt. Dein Kniegelenk ist ausgerenkt, dein Kreuzband ist gerissen und dein Innenband angerissen..."

Weiter kann er nicht sprechen, da NEON ihm ins Wort fällt.

NEON LOVE: "Okay, wann kann ich zurück in den Ring?"

Häuser schaut ernst.

Dr. Häuser: "Ich sage es ungern so direkt, aber du solltest dir keine großen Hoffnungen machen je wieder in den Ring zu steigen und konzentrierst dich am besten..."

Abermals fällt NEON ihm ins Wort.

NEON LOVE: "Fuck this shit!"

Der Mediziner versucht den Jungen zu beruhigen.

Dr. Häuser: "Seth, ich werde dir den besten Arzt in Deutschland besorgen, damit er die OP durchführt..."

Wieder fällt NEON ihm ins Wort.

NEON LOVE: "Ich werde wohl zurück nach New York gehen. Wenn ich nicht in den Ring steigen kann, dann hält mich nichts mehr in Berlin. Mein Traum war es immer in der PCWA zu kämpfen, wenn ich das nicht mehr kann, dann kann ich auch zurück nach New York."

Abermals versucht der Doktor die Situation zu beruhigen.

Dr. Häuser: "Es wird sicher eine andere Rolle für dich geben. Die PCWA lässt ihre Leute nicht einfach fallen..."

Und schon wieder fällt NEON ihm ins Wort. Unglaublich unhöflich.

NEON LOVE: "Wenn ich nicht in den Ring steigen kann, ist es vorbei, der Traum geplatzt, NEON LOVE ist tot. Ich bin wieder Seth Goldstein..."

Er schließt seine Augen und verabschiedet sich von seinem Traum.


------------------ PCWA ------------------

Die letzten Szenen des Handicap Matches von Out of Ashes flimmern über das Smartphone des Gamblers aus Phoenix, welcher in etwas heruntergekommenem Zustand in einem immer schneller werdenden Tempo in seiner Umkleidekabine Kreise zieht. Seine schwarzen, strähnigen Haare sind nicht wie sonst mit Haarspray an seinem Kopf fixiert, sondern fallen dem Gambler etwas in sein Gesicht, um die beiden Schnitte nahe Tonys linkem Auge, welche von Donald Armitages Schlägern herrühren, etwas zu verbergen - natürlich vergeblich. Als sich Tony erinnert, wie sie vor ihm aufgekreutzt sind und wie er am Ende der Verfolgungsjagd, welche sich Tony mit den Schränken auf zwei Beinen lieferte, nur heil froh war, dass er über eine ziemlich gute Ausdauer verfügt.
Tony fährt sich mit einer Hand über die halb verheilten Wunden.

Tony Graves: "Brennt immer noch... Those are gonna be some battlescars..."

Tony steckt sein Handy weg und greift zu einer Bierflasche, welche er in seiner Sporttasche verstaut hat. Seit Out of Ashes hat Tony in seinem Frust schon ein paar dieser Flaschen ausgeleert. Er nimmt noch einen Schluck, bevor er auf die halb leere Flasche sieht.

Tony Graves: "Ich war mal Alkoholfrei... Thank you oh glorious F'n'L..."

Tony stellt die Flasche wieder ab und taumelt weiter durch den Raum. Er kann nicht sagen warum, aber er wird mit jedem leicht wackeligen Schritt wütender und wütender, vielleicht weil er das Out of Ashes Match nicht hätte verlieren sollen, vielleicht weil er langsam aber sicher als Circumvent Double durchging oder vielleicht weil Marc Poe es tatsächlich geschafft hatte den Ace of Spades zu überleben? Tony kann es kaum noch aushalten, an irgendetwas muss er doch seine Wut auslassen können. Plötzlich macht er einen Ruck in die Richtung der nächsten Wand und schlägt mit all der Kraft, die sein Arm hergibt, dagegen. Kurz verweilte er in dieser Position, bevor er die Hand zurück nimmt und die Wand ansieht. Vier rote, etwas ovale Punkte zeichnen sich darauf ab und als Tony auf seine Hand sieht, findet er genau diese Ovale wieder. Tony hat so langsam genug von seinem momentan schlechten Glück und schmeißt sich wie ein beleidigtes Kind auf eine Stuhl. Doch trotz seiner miesen Stimmung schafft es Tony irgendwie noch sein schadenfreudiges Grinsen aufzusetzen.

Tony Graves: "Was rege ich mich eigentlich auf, huh? Selber Schuld! Ich hätte einfach Ezra... Marc diese beschissene Trophy gewinnen lassen sollen, dann hätt' ich was davon gehabt!"

"HA! Schaut sich einer dieses Häufchen Elend an!"

Der Angesprochene hebt seinen Kopf und sieht in das lächelnde Gesicht Sean Ashfields, der lässig am Türrahmen lehnt - seinen Cotatores Belt über der Schulter. Der Ring Assassin scheint schon eine Weile dort zu stehen und Tony Graves ballt ob dieser Erkenntnis wütend die Faust.
Ashfield hingegen nickt wissend.

Sean Ashfield: "Die Niederlage schmeckt bitter auf deiner Zunge, was? Es ist ja noch nicht einmal so, dass du es alleine nicht geschafft hast, Marc Poe aus dem Gedächtnis der PCWA zu löschen... Nein, du hast es gar mit deinem ausgesuchten Partner, Rob Collins, nicht gebacken bekommen, Tony. Was für eine Schmach! Was für eine Schande! Ein angebliches Team wird von einem Einzelwrestler in die Knie gezwungen."

Ashfield drückt sich vom Rahmen ab und betritt nun die Kabine, um seinem heutigen Gegner aus nächster Nähe in die Augen zu sehen.

Sean Ashfield: "Ein Wunder, dass du dich nochmal hieher getraut hast. Wut scheint dein Antrieb zu sein, was? Aber da muss ich dich beruhigen, Tony. Du hast nicht auf das falsche Pferd gesetzt! Gut, Collins ist alt und verbraucht... Poe hingegen jung und agil. Aber du hättest auch mit Poe an deiner Seite gegen Rob Collins verloren! Es wäre dasselbe Resulat dabei herum gekommen. Eine Niederlage für dich. Und wieso? Nun... DU bist das falsche Pferd, Tony!"

Tony läßt seinen Kopf wieder hängen und blickt geschlagen auf den Boden, bevor er einen extra langen Atemzug und noch einen kleinen Schritt auf Sean zu macht.

Tony Graves: "Weißt du, Sean... vielleicht hast du sogar recht. Ich hätte mich heute vermutlich nicht blicken lassen sollen, vielleicht bin ich ja dieses falsche Pferd, vielleicht bin ich kein B+ sondern ein C+ Player, vielleicht bin ich sogar noch schlechter... Es gibt nur ein Problem, Sean... ein einziges Problem, der Grund warum ich nicht einfach zurück in die USA geflogen bin..."

Tony unterbricht sich selbst indem er eine Zigarettenschachtel aus seiner Tasche zieht und sich sogleich eine anzündet. Kurz blickt er rüber zu Sean, bevor er ihm Feuerzeug und Schachtel in einer einladenden 'Auch eine?'-Geste hinhält.

Tony: "Dieses Problem, mein lieber Sean, ist, dass ich noch ein oder zwei Rechnungen hier offen habe..."

Erneut unterbricht sich Tony selbst, um seine freie Hand auf die Schulter von Sean zu legen. Natürlich auf genau die Schulter, auf der der Cotators Gürtel ruht, was seinseinen Gegenüber sichtich verärgert. Der Assassin schaut geradezu angeekelt auf die Hand seines Gegners.

Tony Graves: "Außerdem ist mir der Einsatz heute etwas zu hoch, um einfach den Schwanz einzuziehen, Sean!"

Tony nimmt seine Hand von Seans Schulter und geht wieder einen Schritt zurück, damit dieser ihm nicht schon jetzt eine verpassen wird; und all das, ohne die angebotene Zigarettenschachtel von Sean zu entfernen. Tony kommt sich ziemlich bescheuert vor, er bietet Jemandem etwas an, der vermutlich am liebsten seine Faust dort hätte, wo er jetzt seine Zigarette hat.

Sean Ashfield: "Und wieso tust du es dann bereits, Tony? Du ziehst den Schwanz ein... lässt dich volllaufen, wie ein Penner, und jetzt bietest du mir auch noch diese krankmachenden Dinger an. Entweder du nimmst deine offenen Rechnungen nicht besonders ernst oder du bist nicht nur ein schlechter, sondern ebenso ein ziemlich dämlicher Wrestler. Wie wäre es, wenn du Team Happy Hour beitrittst?"

Ashfield fühlt sich in allen Belangen überlegen und das lässt er in diesem Moment offenkundig raushängen.

Mit hochnäsigem Blick schaut er zu Graves und schlägt ihm arrogant die Kippen aus der Hand.

Sean Ashfield: "Ich werde unsere offene Rechnung heute Abend begleichen, Tony. Dann kannst du deinem feigen Freund folgen und musst dich hier nicht mehr blicken lassen. Ihr wäret so oder so nie auch nur in die Nähe der Cotatores gekommen... Die Zeiten, in denen rauchende und saufende Männer diese Titel tragen konnten, sind lange vorbei."

Tony tritt einmal wuchtig auf die Zigarette. Ihn macht die hochnäsige Art von Sean nur noch rasender.
Wieder sieht Tony auf seine Füße, er konnte quasi fühlen, wie er die Kontrolle über sich verliert und der konsumierte Alkohol hilft nicht dabei seine Fasade aufrecht zu halten.

Tony Graves: "Okay, Dickhead, listen... Soll ich dir sagen, warum ich nicht einmal dann gehen würde, wenn ich nicht ein einziges Match hier gewinne?"

Ruckartig schießt Tony auf Sean zu, packt ihn beim Kragen und schafft es durch das bisschen Kraft, die in seinen Armen ist, und den Überraschungsmoment Sean gegen die nächstbeste Wand zu drücken.

Tony Graves: "Now listen, dick... Ich habe da noch Verwandte in den USA hängen, die sich ihren Arsch abarbeiten, um in ihrer Wohnung zu bleiben, und ich versuche die nur mit etwas Geld zu versorgen, and that's probably something a guy like you who can't get his own head out of his god damned ass doesn't know a thing about... und..."

Tony stößt mit ausgestrecktem Mittelfinger gegen den Titelgürtel auf Seans Schulter.

Tony Graves: "Deine Trophy kannst du dir weiß der liebe Gott nicht wohin stecken, die kannst du ja sowieso nicht lange halten!! You would've never won it, if it weren't for me! Und du weißt ganz genau, wenn ich deine Beine über meins lege und der Ace of Spades sitzt, dann kommst du nicht mehr weg und dann klopfst du ab! Und ich werde nicht wie Rob meinen Schwanz einklemmen und gehen, du könntest es dir vielleicht denken, wenn du in mein Gesicht siehst: Ich hab mich gewehrt, weil ich irgendwo noch genug Mann bin, um hier zu bleiben!"

Ashfield richtet sich den Kragen, streicht mögliche Überbleibsel, die von Graves geblieben sein könnte, von seinem Shirt weg und legt den Cotatores Titel auf die andere Schulter.

Sean Ashfield: "Fast tätest du mir leid, Tony. Fast!"

Angewidert mustert der Assassin den Player.

Sean Ashfield: "Aber sieh es positiv. Jede große Karriere - wie meine - braucht Verlierer, welche sie hinter sich lässt. Erfreue dich also an deinem Gehaltsscheck, denn der wird auf lange Zeit das einzige bleiben, was du dir als Plus ankreiden kannst. Ich werde dich gleich besiegen, ehe du auch nur Ace of Spades sagen kannst, und danach wird es mir egal sein, ob du noch hier bist oder nicht... Du bist dann ein Name, der hinter mir liegt, Tony. Nimm das bisschen Knete mit, was dir unser heutiges Match einbringt. Dann aber lass das Spotlight den Leuten hier, die auch damit umgehen können!"

Dass er sich, seinen Partner Connor Rogue und RM damit meint, ist offensichtlich.

Sean Ashfield: "Ein Prosit auf die Verlierer der Geschichte... Ruhm, Ehre und Titelgold für die Sieger!"

Und mit diesen Worten geht Ashfield aus der Kabine und lässt Tony Graves alleine zurück. Dieser funkelt seinem Gegner mit giftigen und wutentbrandten grünen Augen hinterher, greift dann fast reflexartig zur Bierflasche.
Ein kurzer Blick auf das in Wut zerkratzte Etikett... er setzt an, setzt wieder ab.

Tony Graves: "AAAAAAAAAAAARRRRRRRRRRRGHHH!"

Ein lauter Schrei dröhnt durch den Backstage, als die Bierflasche mit voller Wucht gegen die Wand fliegt und in alle Einzelteile zerspringt. 


Vincent Craven: "Da steckt mächtig Wut im Bauch von Tony Graves. Na wenn sich das für Ashfield mal nicht rächt, den Mann aus Phoenix so anzustacheln?"

Mike Garland: "Ashfield will klare Vorzeichen schaffen. Er will nicht, dass Graves nachher wieder ankommt, sondern die Geschichte aus der Welt schaffen. Ashfield ist Karriereorientiert, da hilft es ihm nicht, sich weiter mit diesem Häufchen Elend zu beschäftigen."

Vincent Craven: "Häufchen Elend hin, Häufchen Elend her. Vermutlich beißt sich Graves selbst für seine getroffenen Entscheidungen in den Hintern - allerdings sind die auch ein wenig nachvollziehbarer, jetzt wo wir wissen, wofür er es gemacht hat."

Mike Garland: "Um Geld für seine Familie zu beschaffen. Mir kommen die Tränen..."

Vincent Craven: "Der aalglatte Sean Ashfield hat auch seine Leichen im Keller. Da kann er noch so asketisch leben und allem entsagen. Bei den entscheidenden Dingen schlägt er dann doch zu - wenn es um Titel und Erfolg geht."

Mike Garland: "Da sollte man ja auch zuschlagen. Und das wird er im zweiten Match erneut tun. Wie dies auch unsere beiden Männer im Opener des Abends tun sollten."

Vincent Craven: "Ja, es ist schon soweit. Tobaay trifft auf Jan-Rupert von Wichtenhausen."


------------------ PCWA ------------------

Die Gorilla Position vor dem ersten Match des Abends wird in den Fokus der Regie genommen. Und tatsächlich ist dort bereits ein Mann zu sehen, der gleich antreten wird. Tobaay... Er trägt bereits sein Ring Gear: Eine Jeans Short, schwarze Knieschoner und Camouflage Ellebogenschoner. Nicht mehr lange und Tobaay kann die Out of Ashes Niederlage vergessen machen. Dementsprechend schaut der Berliner entschlossen dem Vorhang entgegen. Plötzlich tritt allerdings ein zweiter Mann ins Bild und mustert den Mann aus dem Berliner Ghetto scharf.

JRvW: "Ja, es ist immer noch zutreffend. Die PCWA ist das Moloch des Wrestling Business'."

Tobaay starrt seinen Gegner an und zieht fragend die Augenbraue hoch, ohne weiter auf von Wichtenhausen zu reagieren.

JRvW: "Welcher abscheulichen Kreatur muss ich nun wieder im Ring die Leviten lesen? Sag... Widerling, wann warst du das letzte mal beim Frisör?"

Der Mann aus dem Berliner Ghetto fährt sich kurz durch die kurzgeschorenen, dunkelblonden Haare und schenkt dem Adligen keinen Blick.

Tobaay: "Wer wem gleich die Fresse poliert, wird sich erst im Ring zeigen!"

Jan-Rupert rollt vielsagend mit den Augen.

JRvW: "Im Drohen seid ihr alle gut; das habe ich schon kennenlernen dürfen. Keine Angst. Allerdings steckt nur bei wenigen auch wirklich etwas dahinter. Und - so wie ich das verfolgt habe - waren deine Drohungen gegenüber dem feinen Engländer, dem ich hier und heute zehn Mal lieber gegenüber stünde, ziemlich leer."

Jan-Rupert lächelt ihn an.
Dann winkt er aufgrund einer inneren Erkenntnis ab. 

JRvW: "Pardon. Für dich muss ich wohl oder übel eine andere Formulierung wählen, denn dein Sprachniveau scheint doch leicht beschränkt zu sein, hab ich Recht? Ich versuche es mit einer Wahrheit aus dem Volksmund, Tobias. Schließlich kommst du ja aus dem Volk, direkt aus Berlin, wie ich hörte. Nun denn: ... Hunde, die bellen, beißen nicht!"

Mit wütendem Blick wendet sich Tobaay endlich zu JR. 

Tobaay: "Hör zu, Schleimscheißer: Godd hat kräftig einstecken müssen bei Ashes. Und dasselbe wird dir jetzt auch passieren. Überhebliches Stück Scheiße."

Der Berliner spuckt dem Betuchten vor die Füße.

Tobaay: "Du hast hier bisher nur aufs Maul bekommen, während ich mein erstes Singles Match gewonnen habe."

Jan-Rupert lächelt halb angewidert, halb überheblich.

JRvW: "Und da ist sie erneut, Tobias. Die Diskrepanz zwischen Wort und Tat, Sprache und Handlung. Was haben deine Unzulänglichkeiten damit zu tun, dass mich der Kuss der Fortuna bisher nicht ereilte? So einfach ist deine Antwort als billige Ablenkung enttarnt, die jeder Gebildete nach einem kurzen Augenrollen durchschaut."

Von Wichtenhausen schiebt seine Sonnenbrille wieder richtig und schaut demonstrativ weg.

JRvW: "Aber dennoch gebietet es meine humanistische Bildung dir eine Antwort zu geben. Und so melde ich dir zurück, dass deine Feststellung zutrifft. Die PCWA war bis dato ein Ort, an dem ich viele Niederlagen sammelte. Aber im Gegensatz zu dir, habe ich meine Konsequenzen gezogen. Ich ging zu Jona Vark, überzeugte sie mit meinem Willen, es bis an die Spitze schaffen zu wollen, und gestand meine momentane Fehlbarkeit ein. Ich zeigte ein Bewusstsein dafür, noch mehr und länger an mir arbeiten zu müssen. Und so schickte Miss Vark mich zur XAW, wo ich alsbald auftreten werde. Immer mit dem Ziel, hierher zurück zu kommen und nach stetiger Optimierung die Cryption Crown oder gar den Undisputed Gerasy zu gewinnen."

Nun dreht sich der ehemalige Berlin Wrestling Hero zurück zu Tobaay.

JRvW: "Du hingegen schwafelst davon der Größte zu sein, anstatt zu erkennen, dass du meilenweit davon entfernt bist. Du bist ein Amateur. Und so wie ich und jeder andere Anfänger gehst du gnadenlos unter, sobald du mit den großen PCWAlern, den Profis, im Ring stehst."

Der Mann aus dem Ghetto zieht seinen Mundwinkel lächelnd nach oben. Bedrohlich lässt er die Fingerknochen knacken.

Tobaay: "Gleich wirst du schön nach Mama schreien, wenn ich dir deine Schnöselfinger so tief in den eigenen Arsch ramme, dass sie oben wieder rauskommen! Das wird ein schönes Abschiedsgeschenk. Dann kannst du dich in Amerika jeden Tag aufs Neue an mich erinnern."

Die Entrance Theme von Tobaay setzt ein, sodass er sich wieder auf den Vorhang fokussiert und sich darauf vorbereitet ins PCWA Theatre zu treten.


------------------ PCWA ------------------

Jane Nelson: "Wir kommen zum Opener von Vendetta 132. Der erste Fall entscheidet über den Sieg - als Pinfall zählenThree Count, Submission, Count Out und Disqualifikation. Als erster auf dem Weg zum Ring, aus Berlin ... Tobaaaaaaaaaaay!"

Die Scheinwerfer richten ihren Fokus auf die Rampe, während aus den Boxen "Let it Die" von Three Days Grace dröhnt. Mit einem hämischen Grinsen auf den Lippen und einer schwarzen Sonnenbrille auf dem Haupt taucht der Berliner nun auch auf der Rampe auf und empfängt, obwohl er selbst hierher kommt, bereits die ersten Buh Rufe der Fans. Kurz bleibt er stehen und lässt seinen Blick durch die Reihen der Fans schweifen, dann geht er einige Schritte voran und bleibt schließlich beim ersten Fan hinter der Absperrung stehen. Er schreit diesem einige Worte ins Gesicht und schließlich spuckt er diesem gar ins Gesicht und lässt ein dreistes Lächeln folgen.

Jane Nelson: "Sein heutiger Gegner: Aus dem Krongut Wichtenhausen bei Koblenz - hier ist Jan Rupert von Wichtenhausen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!"

Es erklingt GIMP für die Ohren. Ein Musikstück der Fröhlichkeit, die Jan Rupert von Wichtenhausen in seinem 7er BMW Cabrio immer ohrenbetäubend aufdreht, wenn er sonntags zum Crossaint-holen um die Ecke fährt. Alexander Marcus mit "Soldaten der Liebe".

 

 

Du hast dich total verknallt
Was sollst du jetzt bloß tun?
Was du brauchst ist ein cooler Spruch
wie "Hey Baby, lass mich mal rein!"
Wir sind Soldaten der Liebe
Nananananananana

 

Kameraschwenk auf den Mann, der aus dem Entrance hinaus geht, die Arme ausgebreitet, als würde er allen Applaus der Welt fordern. Jan Rupert von Wichtenhausen zeigt seinen durchaus athletischen, freien Oberkörper. Doch auch da verzichtet er nicht auf das türkise Polohemd, das er sich in feinster BWL-Manier über die Schultern geworfen und dessen Ärmel er lose vor dem Hals zugebunden hat. Der selbstbewusste, wiederreiche junge Darling mit dem gemütlichen BWL-Studium, geht mit ausgebreiteten Armen zum Ring. Nur die Klischeeschnitten an seiner Seite fehlen noch. Jan Rupert trägt eine gebräunte Sonnenbrille von Ray Ban, die Haare ordentlich abgegelt. Dazu kurze, giftgrüne Shorts und schneeweisse Wrestlingboots.
 

Sieben Jahre seid ihr nun ein Paar
Und auch im Bett läuft's richtig steil
Schmiede das Eisen solange es heiß ist
Lass das Girl niemals allein
Wir sind Soldaten der Liebe
Nananananananana


Von Wichtenhausen tingelt um den Ring herum, damit die Gurlz auch genug Fotos snappen können. Ein paar der hübscheren Exemplare zwinkert Jan-Rupert über den Rand der Ray Ban zu. Dann rollt er sich in den Ring hinein und bleibt in Dab-Position gefreezt dort stehen. Geringfügiger Applaus.

Next time, maybe.

Vincent Craven: "Beide Männer sind im Ring - und wie wir gerade im Backstage noch sehen konnten, können sie nicht unterschiedlicher sein."

Mike Garland: "Das Motto des Kampfes passt durchaus. Der neureiche Schnösel gegen den Asi aus dem Ghetto."

Opener
- Klassenkampf -
Regular Singles Match
Bild
Bild
Bild
(Der erste Pinfall entscheidet über den Sieg. Als Pinfall zählen Three Count, Submission, Disqualifikation sowie Count-Out.
-Referee: Johannes Ullrich; Timelimit: 10 Min)

Johannes Ullrich fackelt nicht lange und lässt den Kampf anläuten. Aber auch Tobaay will keine Zeit verstreichen lassen, er ist noch wütend von den Worten zuvor. Eilig hastet er auf von Wichtenhausen zu und setzt ihm mit einigen Schlägen an den Kopf zu. Jan-Rupert ist so überrascht, dass er sich in die Ringecke treiben lässt. Dort ist er den Schlägen des wütenden Ghettokindes noch heftiger ausgesetzt. Schützend zieht er die Arme nach oben und versucht so der Schlagsalve zu entgehen.
Glücklicherweise drängt sich aber Ullrich dazwischen und deutet Tobaay an, von seinem Gegner abzulassen. Schließlich befinde sich dieser im Seil. Der Berliner aber denkt nicht daran, aufzuhören und so geht von Wichtenhausen in die Knie. Johannes Ullrich zählt Tobaay an.

1...

2...

3...

Der Berliner tritt nun auf Jan-Rupert ein und donnert ihm mehrfach das Knie gegen den geschützen Schädel.

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5...

6...

JR ist auf dem Boden angekommen und sitzt nun in der Ringecke, was Tobaay mit Kicks gegen den Brustkorb des Neureichen beantwortet.

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9...

Endlich packt sich Tobaay die Beine seines Gegners und zieht ihn in die Mitte des Rings. Dort angekommen deckt er seinen Gegner zu.

Mike Garland: "Was für ein furioser Auftakt von Tobaay... ONE!"

Vincent Craven: "TWO!"

Mike Garland: "Kickout! Jan-Rupert von Wichtenhausen kommt aus dem Cover raus. Aber die Schläge und Tritte haben ihre Wirkung nicht verfehlt."

Vincent Craven: "JR sieht bereits ziemlich mitgenommen aus!"

Kurz schüttelt sich der Rheinlandpfälzer, doch mehr Zeit bleibt ihm nicht, sich zu erholen, denn Tobaay zieht ihn sofort wieder auf die Beine zurück. Ein Kneestrike lässt JR aufstöhnen und schickt ihn in die Rumpfbeuge. Tobaay umgreift seinen Kopf und zieht den Front Headlock für einen Moment gnadenlos durch. 
Als sich Jan-Rupert darauf besinnt, sich mit einigen Schlägen gegen die Seite aus der unmisslichen Lage zu befreien, zieht ihn Tobaay mit einem DDT auf den Boden. Schnell ist der Aggressor wieder auf den Beinen und schickt einen Standing Moonsault hinterher.

Vincent Craven: "Pah. Schlecht ausgeführt."

Mike Garland: "Was soll es? Der Move verfehlt seine Wirkung nicht! Von Wichtenhausen hat bisher keinen Schnitte!"

Mit den Beinen landet Tobaay auf dem Rücken seines Gegners und verdreht sich dabei etwas die Hand. Dennoch dreht er JR direkt auf den Rücken, um ihn zu covern.

1...

2...

Jan-Rupert zieht seine Schulter hoch. Tobaay schreit derweil den Ringrichter an, dass dieser doch hätte schneller zählen müssen. Dies ist allerdings nur seine Meinung, denn Johannes Ullrich hält demonstrativ die beiden Finger nach oben und die Fans rügen die verbale Attacke mit einigen Buhrufen.
Tobaay scheint es egal zu sein, denn er widmet sich nun wieder seiner Aufgabe. Er zieht den bisher wehrlosen Gegner auf dessen Gehglieder zurück und schickt ihn mit voller Wucht in die Ringecke. Jan schreit, als er mit dem von Tobaays Beinen soeben getroffenen Rücken gegen die Ringpolster donnert. 

Vincent Craven: "Da gibt es noch ein paar nette Worte für Ullrich. Das sollte Tobaay doch lassen..."

Mike Garland: "Nun, er ist ja keinen Referee gewöhnt. Deswegen tut er sich wohl schwer mit dem Unparteischen."

Vincent Craven: "Jetzt stürmt der Berliner in Richtung Ringecke... FUSS INS GESICHT! Von Wichtenhausen zieht die Beine hoch."

Mike Garland: "Und Tobaay hält sich die Kauleiste!"

JRvW will die Gunst des Moments nutzen und stürmt aus der Ringecke heraus, um seinen Gegner mit einer wuchtigen Clothesline zu Boden zu pfeffern. Der Move ist gar so schwungvoll, dass Jan mit auf den Boden fliegt. Kurz schüttelt sich der Neureiche und nimmt den Hardcore Wrestler in einen Sideheadlock. 

Vincent Craven: "Gute Strategie! Das dürfte von Wichtenhausen die bitter nötige Verschnaufspause geben."

Mike Garland: "Tobaay will sie ihm verständlicher Weise nicht gewähren und windet sich sofort in eine sitzende Position."

Vincent Craven: "Das nutzt nun aber Jan-Rupert und drückt sein Körpergewicht auf den Berliner, um ihn unten zu halten... und um ihm noch mehr die Luft zu rauben."

Mike Garland: "Tobaay schlägt wild um sich, um von Wichtenhausen zu treffen."

Hier und da gelingt es dem ehemaligen Backyard-Wrestler auch und von Wichtenhausen muss seinen Griff immer mal wieder lockern. Dann aber packt er wieder zu. 
Die nächste Lockerung kann Tobaay allerdings nutzen, um sich auf ein Knie zu bewegen. Das andere Bein hat er sogleich aufgestellt und sofort muss auch JR seine Position ändern. Das gibt Tobaay im Gegenzug wieder mehr Luft und er kann nun auch den Ellebogen einsetzen, um ihn seinem Gegner in die Seite zu rammen. Schnell ist Tobaay so wieder auf den Beinen, während der ehemalige Berlin Wrestling Hero nur noch seitlich festhalten kann. Tobaay drückt ihn so ohne weitere große Anstrengung in die Seile und schmeißt ihn endlich von sich, um den Headlock zu lösen.

Jan-Rupert von Wichtenhausen will aber noch nicht aufgeben und nimmt den Schwung mit, um in die Seile zu laufen. Tobaay stellt sich ihm entgegen, um ihn mit einem Spinkick zu erwischen. JR aber rollt sich beiseite und Tobaay kracht ins Leere. Schnell ist er allerdings wieder auf den Beinen. Von Wichtenhausen ist allerdings auch weiter gelaufen und rast nun mit einem Affenzahn auf Tobaay zu. 

BODYPRESS!!!!

Die Kollision bringt Tobaay zu Fall.

1...

2...

Vincent Craven: "KICKOUT! Tobaay kommt raus, aber Jan-Rupert bleibt am Drücker. Er hat sich ins Match gekämpft und will nun die Ernte einfahren."

Mike Garland: "Deswegen holt er Tobaay auch gleich wieder auf die Beine. STANDING DROPKICK!"

Der Berliner geht zu Boden. Von Wichtenhausen springt mit einem Kneedrop hinterher und trifft dieselbe Stelle, die er zuvor mit dem Dropkick traf. Tobaay schreit auf - halb aus Schmerz, halb aus Ärger. Sein Gegner packt ihn schon wieder bei den Ohren, um ihn in die Ringecke zu schicken. Tobaay aber kontert den Versuch und schickt seinerseits Jan-Rupert in die Ringecke. Eiligen Schrittes hastet er hinterher und rammt dem Adligen seine Schulter in den Magen. Der Rheinlandpfälzer sackt zusammen, was Tobaay nutzt, um auf das Top-Rope zu steigen.

Vincent Craven: "Tobaay hätte von Wichtenhausen nicht auf die leichte Schulter nehmen dürfen. Das merkt er jetzt wohl selbst und will härtere Geschütze auffahren."

Mike Garland: "Er ist ein guter Highflyer und will das nun auch ins Match einbringen. So kann er seinen Gegner sicher noch mehr schwächen."

MOONSAULT!!!

Vincent Craven: "INS LEERE! AUTSCH!"

Mike Garland: "VERDAMMT!... ARGH. VERDAMMT IST DAS ÜBEL!"

Vincent Craven: "Oh GOTT!"

Mike Garland: "IHGITT... Scheiße!"

Unsanft landet der Backyarder beim Aufkommen erneut auf seiner Hand, wobei der Arm ein grässliches Knacken hinterlässt und wegbricht. Tobaay windet sich am Boden und hält sich den gebrochenen Arm voller Schmerz. Mit dem anderen Arm schlägt er auf den Boden, windet und schüttelt sich. 

Jan-Rupert von Wichtenhausen ist jedoch direkt zur Stelle, um auf Tobaay mit einem Sentonsplash hinab zu springen. Schnell wirf er sich auf ihn.

1...

2...

3...

*DING* *DING *DING*

Jane Nelson: "Sieger dieses Matches durch Pinfall... JAN-RUPERT VON WICHTENHAUUUUUUUSEN!"

Während Johannes Ullrich noch mit Jane Nelson spricht, laufen schon Sanitäter zum Ring, um sich um den Verletzten zu kümmern. Jan-Rupert von Wichtenhausen schaut sich das Spektakel aus nächster Nähe an und ein zeigt ein schadenfrohes Lächeln. Er geht gar noch zu Tobaay hin, um ihm ein paar Worte mit auf den Weg ins Krankenhaus zu geben.

Mike Garland: "Verdammt! So etwas Ekliges habe ich lange nicht gesehen!"

Vincent Craven: "Ullrich scheint den Armbruch nicht gesehen zu haben, ansonsten hätte er das Match abbrechen müssen. So steht nun Jan-Rupert als Gewinner fest, auch wenn dieser Sieg einen bitteren Beigeschmack hat."

Mike Garland: "Tobaay hat sich bei einem unsauberen Move verletzt. Da erkennt man doch seine mangelnde Ausbildung... Dass er allerdings so ungünstig auf den Arm fällt, ist auch Pech."

Vincent Craven: "Pech trifft es! Dies dürfte wohl auch das Aus für ihn in der PCWA bedeuten. Zumindest fürs erste."

Mike Garland: "Das sieht wohl oder übel so aus... Zumindest beim Imperial Impact 12 dürfte er nicht dabei sein. Jan-Rupert von Wichtenhausen geht derweil etwas gestärkt zur XAW. Er hat heute keinen schlechten Eindruck hinterlassen. Vielleicht sehen wir ihn ja schon bald wieder."

Vincent Craven: "Lass uns abwarten, wie er sich in der XAW anstellt. Dies heute war aufgrund des unglücklichen Endes sicherlich kein Gradmesser."


------------------ PCWA ------------------

In den Gängen der Arena wandert ein Jimmy Maxxx mit seiner Eisenstange in Händen gedankenverloren. Seine Gedanken drehen sich um die Bilder des ganzen Chaos', das er verbreitet hat. Ob nun seine Attacken gegen Stem oder die behinderten Matches. Alles genau nach seinem Plan, jedoch verspürt er immernoch eine gewisse Leere in sich. Immernoch scheinen die Wrestler der PCWA nicht zu verstehen, was seine Ziele, seine Motivationen sind. Dass er am Ende doch nur helfen möchte, die PCWA zu befreien und sie zu vereinen im Kampf für die Liga, nicht gegen sie. Auch wenn er dafür nicht nur die Träume der anderen, sondern auch seine eigene Zukunft und Gesundheit zerstören muss. Doch nun würde erstmal etwas anderes seine Gesundheit gefährden, denn so gedankenverloren kommt Lara Lee in seinen Rücken gestürmt und schiebt Jimmy mit dem Kopf voran in eine Wand. Sie tritt auf Jimmy ein, der neben der Wand kauert und schlägt diesen wie wild geworden. Als sie kurz inne hält, dreht sich Jimmy Maxxx zu ihr und streckt ihr den Mittelfinger entgegen.

Das lässt Lara wieder ausflippen und sie wirft jetzt Jimmy mit voller Wucht gegen eine dieser großen Kisten für das Equipment der PCWA. Ein lautes Knacken und Jimmy sackt schwer atmend zu Boden. Lara geht direkt nach und nimmt einen Stuhl und schlägt damit nochmal voll auf die Rippen des Berliners.

Gerade als sie wieder einen Schritt zurück geht, kommt Jimmy langsam wieder auf die Knie, dreht sich zu Lara und grinst. Mit zwei Mittelfingern und einem diabolischen Grinsen quittiert er seine Meinung dazu.

Jetzt reicht es Lara, sie hebt Jimmys Eisenstange auf und zimmert ihm diese einmal quer durchs Gesicht. Ein blutspuckender Jimmy bleibt liegen.

Laras wutverzerrtes Gesicht sagt alles. Sie hat offensichtlich genug Dampf abgelassen, um mit ihm am Boden nicht weiter zu machen. Stattdessen beugt sie sich hinunter.

Lara: „Herr Arschloch Jimmy Maxxx.“

Dann lässt sie sich auf ein Knie herab, um ihr Gesicht näher an seines zu bringen, welches inzwischen gerötet ist.

Lara: „Du wolltest nicht sehen und hören, also musstest du fühlen. Ich weiß nicht, was du für ein Problem mit Stem hast, und ehrlich gesagt ist es mir auch egal. Stem wird sich darum kümmern, da vertraue ich ihm. Was du mir in der Vergangenheit alles vorgeworfen hast, wie du mich beleidigt hast, wie du mich von der Seite angemacht hast oder wie du mich auch immer ... das ist mir auch egal. Ich habe in der GWS gelernt, mit solchen Pissköpfen wie dir umzugehen. Was du tust, was du getan hast, was du auch immer tun wirst: Das kann ich auch. Nur weil ich andere Menschen wie Stem respektiere und weiß, was Ehre bedeutet, so heißt das nicht, dass ich nicht auch eine verdammt miese Bitch sein könnte.“

Sie schüttelt den Kopf.

Lara: „Weißt Du eigentlich überhaupt, dass ich auch so drauf war wie Du? Ich wollte auch jedem eins reinwürgen, ich wollte jedem meinen blöden Glauben eintrichtern. Ich nutzte jede Gelegenheit, um anderen zu schaden, so wie du es jetzt tust. Ich glaubte immer im Recht zu sein. Und das hat nicht geklappt, mein Freundchen. Mach mit den anderen Menschen, was du willst, aber wenn du das mit mir machen willst, so kann ich dir hoch und heilig versprechen, dass ich tun werde, was du auch kannst: dir ein verdammtes Messer in den Rücken rammen und drehen, dich zum Bluten bringen, dir ein paar schöne Narben verpassen, dich in deiner verfickten Müllhalde besuchen und sie abbrennen, die Menschen, die du liebst - wenn du überhaupt solche hast -, entführen und foltern. Ich werde dir jeden verdammten Knochen brechen und dir deine Eier abschneiden, wenn es sein muss. Jimmy Maxxx, diese ganze Sachen will ich nicht tun. Wirklich nicht. Die Aktionen sind abscheulich. Aber ich habe es getan und ich werde es auch wieder tun. Weil ich es halt kann. Und weil es nicht anders geht. Du bist ein mieser Hurensohn und dir ist nichts, absolut gar nichts, heilig. Du würdest alles tun und es wäre dir einfach egal, was mit mir passieren würde. Du würdest dir wahrscheinlich einen wichsen, wenn ich im Krankenhaus oder in einem Rollstuhl landen würde. Ich kenne solche Menschen und ich habe vor langer Zeit eine passende Antwort gefunden.“

Langsam richtet die Amazone sich wieder auf und atmet einmal tief durch.

Lara: „Es gab mal eine Geschichte von einem Franzosen und einer Kanadierin. Beide hassten sich bis auf den Tod. Beide lieferten sich blutige Kämpfe. Der Franzose schaffte es sogar, ihr das Rückgrat zu brechen. Doch dafür beendete sie SEINE Karriere. Für immer. Ihre nicht... Nur zur Info: Diese Kanadierin bin ich.“

Erneut schüttelt sie den Kopf und blickt auf Jimmy Maxxx hinab, der offensichtlich anfängt, sich vom Eierangriff zu erholen. Aber er ist noch weit davon entfernt, sich wieder mit ihr anzulegen.

Lara: „Ich weiß, nichts geht in deinen beschissenen Kopf rein, aber versuch' mal wirklich nachzudenken, ob es sich wirklich lohnt, sich mit mir anzulegen. Ich will das nämlich nicht. Aber wenn du mir keine Wahl lassen willst…“

Doch dann tritt Lara auf einmal hart gegen Jimmys Kopf, als wäre dieser ein Fußball! Sein Kopf zuckt heftig zur Seite und er hält sich jetzt auch noch die Schläfe.

Lara: „Das war für meine verdammte Nase!“

Immer noch mit leichter Wut im Gesicht stampft sie weg von ihm und verschwindet um die Ecke.


------------------ PCWA ------------------

Es wird dunkel im Theatre und auf der Leinwand prankert jenes von allen Zusehern schmerzlich entdeckte, selbstgemalte Logo, was den Langzeitfans schon zum Halse rauskommt. Und wie wir auf der vergangenen Tour lernen durften, nicht nur in der Hauptstadt. Während der Deutschland-Tour der PCWA war das Bild überall verhasst und so dürfen wir mutmaßen, dass es nicht nur vor Ort, sondern ebenso vor den Bildschirmen zu aggressiv erhöhtem Blutdruck führt.

Aber natürlich verschwindet das Bild aufgrund dieser Reaktionen nicht. Die Zuschauer erwartet keine Gnade, denn sofort hallen an diesem Abend zum zweiten Male die magischen Worte durch die Halle.

„Wenn der Kuchen spricht, haben die Krümel Sendepause!“

Dann erklingt Neubaugebiet von Weekend. Der Kuchen kommt zum Ring. Flankiert von den Ring Assassins präsentieren sie sich als Einheit. Alle tragen die gleiche Trainingsjacke und die PCWA Cotatores.

Langsam bewegt sich das Trio in Richtung Ring. Sie scheinen die Buhrufe gar ein wenig auszukosten, denn die Siege der Vergangenheit haben sie beflügelt, was unschwer an ihren lächelnden Gesichtern zu erkennen ist. Kein Schimmer mehr von dem Argwohn gegenüber Jona Vark. Im Gegenteil lässt ihr selbstgerechtes Grinsen, das sich im Gold ihrer Titelgürtel spiegelt, den Zorn der Zuschauer noch mehr pulsieren. 
Im Ring angekommen heben sie das Gold demonstrativ in die Höhe. RM legt bestätigend und beruhigend die Hand auf die Schulter seiner Schützlinge, während das Titelgold auf die jeweils andere Schulter hinab sinkt.

Als die Musik verklingt, stehen die drei in der Mitte des Ringes. Allein die Buhrufe sind noch zu hören. Schon will der Kuchen ansetzen, um etwas zu sagen, allerdings geben ihm die Schreie der Fans nicht die Möglichkeit dazu.

"YOU DON'T GOT IT!!!!"
"YOU DON'T GOT IT!!!!"
"YOU DON'T GOT IT!!!!"

Wie immer spricht der Kuchen dennoch.

RM: "Zu Beginn der Show hat Jona Vark uns die Möglichkeit gestohlen zu feiern."

Ein lautes, ironisches "OOOHH" schallt wehmütig durchs Theatre.

RM: "Sie hat ihre Geldgier mal wieder über die Verdienste der Wrestler gestellt. Das Kapital missbraucht immer noch die Arbeiterklasse. Jona tritt die Errungenschaften ihrer besten Worker mit Füßen. Aber... Jona Vark hat sich mit ihrer wahnwitzigen Idee ins eigene Fleisch geschnitten. Wir haben es zu Beginn vorhergesagt! Und alles, was wir bisher vorher gesagt haben, ist auch eingetreten."

Während die Fans buhen, übernimmt Sean Ashfield das Mikrofon.

Sean Ashfield: "Wir haben vor dem Brawlin' Rumble XII gesagt, dass wir neue Cotatores Champions werden. Und wir sind es geworden."

Connor Rogue: "Wir haben gesagt, dass wir ein besseres Team sind, als Grizz Lee, Robert Breads und Kevin Sharpe. Und wir waren es."

Sean Ashfield: "Wir prophezeiten, dass wir auch nach Out of Ashes noch die PCWA Cotatores tragen werden. Und hier stehen wir!"

Die PCWA quittiert diese Äußerungen mit Buhrufen und Pfiffen, selbst wenn sie wissen, dass sie der Wahrheit entsprechen. 

Connor Rogue: "Die beiden gegnerischen Teams konnten uns nicht das Wasser reichen. Die beiden Jungs von Happy Hour haben erneut bewiesen, dass sie kein Championship Material sind. Ihnen fehlt der Verstand, um die Dinge zu erreichen, die wir in der PCWA erreicht haben und noch erreichen werden. Vor allem heute Abend! Wenn wir neben den Cotatores auch noch den Undisputed Gerasy unser eigen nennen werden!"

"YOU DON'T GOT IT!!!!"
"YOU DON'T GOT IT!!!!"
"YOU DON'T GOT IT!!!!"

Sean Ashfield: "Kevin Sharpe wird ebenso untergehen, wie dies Carnageddon tat. Sie haben nicht nur aufgrund ihre mangelhaften Leistung versagt, nein, sie versagten außerdem darin, die Sache mit Jimmy Maxxx vorher zu klären. Ihnen ist die alleinige Schuld zuzuschreiben, dass Maxxx in die Arena kam, um Lara Lee zu attackieren. Nur weil wir vorher mit ihm gesprochen haben, hat er das Ringgeschehen nicht beeinflusst. Uns gilt das Lob dafür, dass er den regulären Verlauf des Kampfes nicht gestört hat. So sind jede Zweifel an unserem Sieg und an dem Pinfall über Stem gänzlich unbegründet."

Das sehen die Zuschauer anders. Eine wütende Fackel an bösen Rufen schallt den Ring Assassins entgegen. Plötzlich aber wird die Party mit einem Mal unterbrochen, als die Boxen die Klänge von Flogging Molly's "There's nothing left Pt. 1" wiedergeben.
Fragende Gesichter zeigen sich alsbald sowohl im Publikum, als auch bei den Akteuren im Ring, als die Großleinwand mit einem Mal deutlich macht, wer die Assassins hier unterbricht.

Vincent Craven: "DAS IST NOAH!"

Mike Garland: "ICH FASS ES NICHT!"

Vincent Craven: "Wir haben Noah seit dem Brawlin' Rumble X nicht mehr in der PCWA gesehen!"

Mike Garland: "Und dann ging er zu den BWH und wurde der Manager der Herren Cotatores! Das wird interessant!"

Tatsächlich steht jener Noah O'Wellhubly nun auf der Rampe und begibt sich, mit einem Mikro bewaffnet, in Richtung Ring. Überall in der Halle herrscht totale Ruhe. Niemand weiß so recht, was er vom plötzlichen Auftauchen des ehemaligen Kerry & Gaelic TNE Masterminds halten soll. Schließlich macht Noah vorm Ring halt und wartet einen Moment ab, dass sein Entrance Theme abklingt. Währenddessen mustert er die Assassins und RM, welche ihn ebenfalls mustern. Als schließlich Ruhe eingekehrt ist, setzt Noah das Mikro an und beginnt zu sprechen.

Noah O'Wellhubly: "Ich wünsche einen wundervollen Abend. Ich bin froh endlich wieder hier in Berlin sein zu können. Es hat sich vieles getan, seitdem ich einst diese Liga verlassen habe. Leute sind gekommen, Leute sind gegangen. Ein paar alte Gesichter sind auch noch da ..."

Sein Blick ruht nun auf den beiden Ring Assassins.

Noah O'Wellhubly: "... und dazu noch recht erfolgreich, nicht wahr Jungs?"

Er nickt seinen beiden ehemaligen Schützlingen kurz zu. Diese schauen immer noch sehr kritisch auf den Iren.

Sean Ashfield: "Oh ja... wie du siehst haben wir unseren Traum wahr gemacht, den wir damals bei den Berlin Wrestling Heroes schon geäußert haben. Eine weitere Sache, die wir vorhersagten. Wir versprachen irgendwann in die PCWA zu kommen und uns diese Titel unter den Nagel zu reißen. Und siehe her, alter Freund, wir haben sie in unseren Händen!"

Der Ire lächelt seinem ehemaligen Schützling zu, als Ashfield einen Titel empor hebt, um ihn dem Iren zu zeigen. Sein Partner Connor scheint hingegen vorsichtiger zu sein.
Der Kuchen ist vollkommen irritiert. 

RM: "Was soll das? Was du willst du hier?"

Der Angesprochene nickt in aller Ruhe mit dem Kopf, ehe er den beiden Assassinen und dem Kuchen in aller Ruhe seine Antwort präsentiert.

Noah O'Wellhubly: "Nun zunächst wollte ich es mir natürlich nicht entgehen lassen meinen früheren Schützlingen persönlich zu ihrem Triumph bei Out of Ashes zu gratulieren. Die Wetten bei den Buchmachern standen gegen euch und doch seid ihr siegreich aus der Schlacht hervorgegangen - wie in alten Zeiten, als ihr das ungeschlagene Team bei den BWH wart. Eine starke Leistung und ich wusste schon immer, dass ihr es könnt."

Noah nickt ein weiteres Mal mit dem Kopf und applaudiert nun sogar. Connor Rogue lächelt kurz, dann aber legt er den Kopf schief.

Sean Ashfield: "Danke, Noah. Es ehrt dich, dass du zu uns kommst, um uns das mitzuteilen. Und wir sind ebenso dankbar, dass du den Prozess damals in Gang gesetzt hast, als du uns als Team zusammen gestellt hast..."

Nun geht Seans Blick zu seinem Partner Connor Rogue, der dies nickend bestätigt. Dann allerdings nachdenklich wirkt. Er schaut erst zu RM, dann zu Noah zurück.

Connor Rogue: "Aber diesen Triumph und diese Stellung haben wir uns ganz alleine erabeitet. Ohne fremde Hilfe! Wir stehen jetzt unseren eigenen Mann. Du hast den Stein ins Rollen gebracht und warst damals verantwortlich für das Spiel hinter den Kulissen - denn das ist, was du am besten kannst. Wir kennen dich gut und deshalb wissen wir, dass du nicht nur rausgekommen bist, um Glückwünsche zu verteilen. Sag uns also, warum du wirklich hierher gekommen bist, Noah." 

Noah lächelt und offenbahrt dabei seine blitzweißen Zähne. 

Noah O'Wellhubly: "Ihr habt natürlich Recht. Ich bin tatsächlich nicht nur hierher gekommen, um euch zu eurem Sieg zu gratulieren. Ich habe weit größere Visionen. Ich möchte diese Cotatores Division in eine neue Ära führen. Ihr seid jetzt schon gut Jungs, doch es geht immer noch eine Spur besser! Mit meiner Hilfe werden diese Titel in neue Sphären steigen."

Noah geht nun einen weiteren Schritt auf den Ring zu und bleibt dann abermals stehen.

RM: "Neue Sphären? Seitdem die beiden mit mir zusammenarbeiten, läuft es! Wir haben Erfolg! Wir sind die höchsten Champions der PCWA!"

Erbost stolziert der Kuchen umher und schüttelt vielsagend mit dem Kopf. Seine Schützlinge scheinen jedoch ebenso abgeneigt zu sein.

Connor Rogue: "RM hat Recht. Er ist ebenso ein Wrestler wie wir. Er steht auf einer Stufe mit uns, nicht außen vor... so wie du es damals getan hast. Dies ist ein Unterschied, den wir zu schätzen gelernt haben."

Auch der eher zugewandte Sean Ashfield scheint nun einzulenken.

Sean Ashfield: "Wir nehmen es als Kompliment, dass du uns wieder managen willst, Noah. Aber die Zeit hat sich weiter gedreht, wir haben unsere eigenen Erfahrungen gemacht und wir sind gut damit gefahren. Wir wollen keinen Schritt zurück machen."

RM: "Sie brauchen dich nicht mehr! Wir brauchen dich nicht. Denn wir bilden die perfekte Einheit, in der für einen Mann wie dich einfach kein Platz mehr ist!"

Noah lacht nun laut auf und schüttelt kurz den Kopf.

Noah O'Wellhubly: "Jetzt enttäuscht ihr mich aber. Habt ihr bei Out of Ashes nicht noch davon gesprochen, wieviel Köpfchen ihr besitzt und wie wenig eure Gegner? Wenn dem tatsächlich so wäre, dann hättet ihr beiden jedoch erkennen müssen, dass ich gerade niemals von euch gesprochen habe!"

Die beiden Assassins blicken sich irritiert an, schauen dann noch einmal zu Noah und dessen boshaften Lächeln, ehe sie sich umdrehen... doch da ist es schon zu spät! 

CHAIR SHOT GEGEN ROGUE!

CHAIR SHOT GEGEN ASHFIELD!

Vincent Craven: "OH MEIN GOTT! DAS SIND TEAM HAPPY HOUR!!!"

Mike Garland: "Das glaube ich ja nicht, dass die beiden hirnverbrannten Idioten hier diese Zeremonie ruinieren!"

Vincent Craven: "RM hat jedenfalls sofort Reißaus genommen und sich aus dem Ring gerollt. Soviel zu seinen Worten von Einheit!"

Im Ring haben die beiden Happy Guys jedenfalls noch nicht genug. Zunächst wird Ashfield nun wieder auf die Beine geholt und es gibt den Duuude! gegen ihn. Die Kombination aus Superkick und Double Underhook Facebuster schickt Ashfield umgehend ins Land der Träume. Und auch Rogue soll nun nicht leer ausgehen. Banes hievt diesen zu einer Powerbomb hoch, während Cornwallace nun auf den Turnbuckle steigt und von dort aus aufs Ringseil springt, um mit einem Springboard Blockbuster Rogue von Banes Schultern runterzuknallen! Der Believe it! wie die beiden diesen Kombo-Move nennen, gibt auch Rogue endgültig den Rest. Derweil betritt Noah in aller Gemütlichkeit den Ring und blickt mit einem Lächeln auf die beiden am Boden liegenden Assassins. Schockierte Gesichter im Publikum und auch beim Kuchen, der sich auf der Rampe immer mehr von seinen geschlagenen Gefährten entfernt. Grinsend setzt Noah das Mikro wieder an seinen Mund und richtet das Wort an den Kuchen.

Noah O'Wellhubly: "Looks like Your Assassins just got assassined!"

Cornwallace und Banes stehen schwer atmend hinter Noah und blicken auf die beiden Assassins herab. Noah fährt derweil fort.

Noah O'Wellhubly: "Diese beiden treuen Landsmänner von der Insel stehen für die Zukunft der Cotatores. Nachdem sie bei Out of Ashes abermals um ihre wohlverdienten Lorbeeren gebracht wurden, sind sie an mich herangetreten. Denn sie haben erkannt, dass sie ohne Unterstützung in diesem Raubtierkäfig namens PCWA nicht überleben können. Und sie haben richtig gehandelt, denn Niemand kennt ihre Gegner besser als ich. War ich es doch, der die beiden erst so groß gemacht hat! Doch ebenso wie ich die Assassins erschaffen habe, werde ich es auch sein, der ihr Schicksal besiegelt."

Er lächelt abermals und nickt seinen beiden neuen Schützlingen nun zu. Erneut wird Ashfield nun von Cornwallace auf die Beine gezogen, während Banes zum Stuhl greift und ein weiteres Mal mit voller Wucht zuschlägt, ehe Ashfield mit Tritten aus dem Ring befördert wird. Die Aufmerksamkeit der beiden, in diesem Moment wohl eher Angry Guys, richtet sich nun auf Rogue. Und der muss ebenfalls noch einmal Bekanntschaft mit dem Stuhl machen, als die beiden Happy/Angry Guys ihn per Double DDT auf diesen krachen lassen und dann auch ihn aus dem Ring befördern. Noah nickt zufrieden und ergreift nun wieder das Wort.

Noah O'Wellhubly: "Ich richte mein Wort nun direkt an Sie, Miss Vark. Sie haben gerade gesehen, dass meine Schützlinge den aktuellen Champions nicht nur ebenbürtig sind, sondern auch dazu in der Lage diese zu zerstören. Sie haben bei Out of Ashes ebenfalls gesehen, dass meine beiden Schützlinge niemals gepinnt wurden. Daher fordere ich von Ihnen einen Rückkampf zwischen den Ring Assassins und Team Happy Hour um die Cotatores Trophy! Denke Sie darüber nach, Miss Vark; denn gibt man uns nicht, wonach es uns verlangt ..."

Er lächelt abermals boshaft und schaut noch einmal zu Ashfield und Rogue, die außerhalb des Rings langsam wieder auf die Beine kommen.

Noah O'Wellhubly: "... nun, dann werden wir es uns nehmen!"

Das Mastermind geht nun einen Schritt zurück und platziert sich genau zwischen Cornwallace und Banes, wo er nun die Hände der beiden in die Höhe hebt.


Vincent Craven: "Unglaublich! Noah O'Wellhubly ist zurück. Und wie!!!"

Mike Garland: "Das Mastermind verbündet sich tatsächlich mit den beiden Happy Hour Fritzen... Ich glaub mein Schwein pfeift."

Vincent Craven: "Gar nicht so dumm, hm?! Und die Assassins meinten genau wie du, dass ihnen das Köpfchen fehle. Nun jetzt haben sie eins! Einen Meisterstrategen."

Mike Garland: "Zu allem Überfluss sind Ashfield und Rogue nun auch für ihre anstehenden Aufgaben geschädigt. Sie liegen geschlagen im Ring."

Vincent Craven: "Das gibt nur Wasser auf die Mühlen von Happy Hour. Und du meintest, die Ring Assassins hätten anderes und besseres vor. Happy Hour hatte nur eines vor - und das war, den Ring Assassins gehörig zu zeigen, dass sie noch lange nicht abgeschüttelt sind. Im Gegenteil. Sie wollen ihre Chance."

Mike Garland: "Nichts anderes hat Noah O'Wellhubly am Ende klar gemacht. Wir werden sehen, ob Jona Vark darauf reagiert."

Vincent Craven: "Im Titelgeschehen um den Undisputed Gerasy hat sie zu Beginn der Show ein Statement gesetzt. Wieso nicht auch im Geschehen um die Cotatores?"

Mike Garland: "Weil bei so vielen Betroffenen die Folgen ihrer Statements schlecht abzuschätzen sind. So wie ich nämlich hörte, hat die Regie da diesbezüglich was eingefangen, was während des Openers geschehen ist."


------------------ PCWA ------------------

Kontraste - sie sind einmal Symbol von Vielschichtigkeit, auf der anderen Seite Ausdruck dessen, dass die Welt verschieden ist … und somit eben nicht langweilig. Reine Schwarz-Weiß-Malerei war gestern, denn durch die Entdeckung von bestimmten Schattierungen wird das uniforme Spektrum noch ein wenig weiter aufgesprengt. Und er … er ist genau genommen beides.

Gedämpft, aber wummernd dröhnt das Gemisch aus Zuschauerreaktionen und dem Sound der aktuellen „Vendetta“ bis zu ihm hier herauf - und wird dann für den verstärkenden Echo-Effekt wieder zurückgeworfen. Es hat wieder einmal diesen seltsamen Touch des Gegensätzlichen, sein … einsamer Denkerfelsen. Obwohl es mal wieder keiner ist. Genau wie der Frankfurter Balkon oder die einsame Schüssel des Olympiastadions.

Den höchsten Catwalk der Beleuchtungscrew direkt unter der Hallendecke hat Shadow sich diesmal ausgesucht - und dabei auf die Möglichkeit spekuliert, dass Akrophobie den Großteil vermuteter Besucher abschreckt. Und angesichts geschätzter 20 Meter abwärts hat das bislang auch ganz gut geklappt.
Da war das innere Ausblenden der Geräuschkulisse faktisch ein Klacks dagegen.

So hockt er nun da: in komplett schwarzer Kluft, die Haare des schräg nach vorn gehaltenen Kopfes wie üblich vor diesem baumelnd und im Schneidersitz auf dem Gitterrost-Pfad für Schwindelfreie. Das Geschehen unter ihm nur entfernt vernehmend sinniert er über ein anderes: nämlich das vom Showanfang - und seine eigene Rolle in dieser Rochade. Die wenigen Worte von ihm und seine Lauerstellung - die Passivität hat ihm mal wieder viele Antworten beschert. Allerdings auch mehrere zu einer Frage, was die Situation etwas mehr verkompliziert. Die Reaktionen der anderen fielen ebenfalls nicht gerade einvernehmlich aus und zum ersten Mal seit langem philosophierte er darüber, ob er nicht zu passiv diesmal gewesen ist…

… Shadow reißt sich aus der Gedankenwelt los und lauscht: noch immer tobt unter ihm der Bär, doch da schallt noch etwas anderes durch. Viel leiser - und dumpfer. Er guckt nach allen Seiten - und dann schließlich an sich herunter. Die Hand fährt in eine seiner Hosentaschen und fördert ein älteres Handy zu Tage, dessen silbergrauer Überzug schon an einzelnen Stellen abgeblättert ist. Ein Blick auf das Display - und die Überraschung ist da, nur für den Außenstehenden nicht zu sehen. So drückt The Unfathomable Dark nach einigen Augenblicken den flötenden Ton weg und hält das Gerät ans Ohr.

Shadow: „Ist schon interessant, dass ihr scheinbar noch immer dieselbe Nummer habt. Und ich dachte, ich bin der einzige Digital Immigrant.“

„Bist du auch noch immer, Big T. Aber im Gegensatz zu dir haben wir neben einem gefühlten Vierteljahrhundert selber Nummer zumindest das neueste i-Phone…“

„…. während du vermutlich noch immer mit demselben analogen Teletubby-Knochen Elektrosmog verbreitest.“

Shadow: „Kommt zum Punkt, Freunde, oder ich leg auf!“

„Sei mal nicht so ungeduldig - und vor allem glücklicher … wegen deiner Titelchance demnächst. Deswegen rufen wir an. Glückwunsch!“

Shadow: „Danke - aber ich verkaufe das Fell des Bären erst, wenn ich ihn erlegt habt. Vorher habe ich noch gar nichts.“

„Tja, so genau wollten wir das jetzt auch nicht ausdrücken, aber…“

„… wenn du schon damit anfängst: es dürfte eine schwierige Nummer werden. Derart viele Hochkaräter - und dann vermutlich allein auf weiter Flur, wenn ich das vorhin richtig mitbekommen habe.“

Der PCWA-Schatten lässt lässig eines seiner Beine über den Catwalk-Rand in die Tiefe baumeln.

Shadow: „Verstehe …“

„Ja, und da wollten….“

Shadow: „Wolltet ihr mir vermutlich zwecks fehlender Rückendeckung zu einer solchen raten - und wie es der Zufall will, hättet ihr da eine bestimmte Option im Auge…“

„Nein, du verstehst das falsch…“

Shadow: „Was soll ich falsch verstehen?! Dass ihr hier ein Ränkespiel aufzieht, um euch hier irgendwie wieder spruchreif zu machen? Für euch zur Kenntnis: ich schlafe auch nicht und bekomme vieles mit. Glaubt ihr, ich habe nicht mitbekommen, dass eure Free Agent-Zeit vorüber ist und ihr wieder in die alten Jagdgründe einziehen dürft. Was sollte dann das Ganze letztens? Viel Lärm um nichts? Stunk machen um des Stunks Willen?“

„Hör zu, T.: ich dachte, wir hätten das in München geklärt. Und als wir dort mit dir sprachen, haben wir auch tatsächlich in der Luft gehangen. Wir wussten nicht, DAS und OB es weitergeht. Inzwischen wissen wir es und du auch - und genau diesen Weg werden wir beschreiten.“

„Was natürlich nicht bedeutet, dass wir drei uns nicht …. beruflich wieder über den Weg laufen. Je nachdem, was die Neuausrichtung mit sich bringt.“

Shadow: „Verstehe ich auch …“

„Alles, was wir wollten, ist dir viel Glück zu wünschen, denn das wirst du brauchen.“

Shadow … bleibt die Antwort zunächst schuldig. Sein Blick folgt dem Geschehen tief unten in der Halle, wo die Fans gerade die Ringaction bejubeln.

Shadow: „Spuckt schon aus!“

„Äh … wie?“

Shadow: „Ich mag ein Schatten sein, aber nicht von gestern. Wir haben nach langer Zeit in München wieder miteinander gequatscht. Und nur um mir gut einen Monat später Glück zu wünschen, wählt ihr nicht eine Nummer, die ihr seit zehn Jahren nicht mehr angeklingelt habt. Also - raus mit der Sprache: da steckt doch mehr dahinter.“

„Tja … äh …. Du ….“

Shadow: „Also für eure übliche flippige Schlagfertigkeit stammelt ihr ganz schön was zusammen.“

„Im Grunde ist es nichts … zumindest nichts, was schon feststeht.“

„Es ist mehr ein Gerücht, das uns zugetragen wurde - und das dich vermutlich interessieren dürfte.“

Shadow: „Eiert nicht rum, was ist es?!“

Es entsteht ein unbequeme kleine Pause. Dann....

„Ich schick dir was rüber, dann kannst du dir selber ein Bild machen.“

„Wir müssen schlussmachen, bye!“

Am anderen Ende der Verbindung klickt es als Zeichen des Gesprächsschlusses. Shadow guckt kurz auf das Display, lässt die Hand dann sinken. Am anderen Arm auf dem noch angewinkelten Bein abgelegt kommen seine Finger gedankenversunken in Bewegung.
Die beiden sprachen in Rätseln - was für ihn nicht zwangsläufig ein Verständnisproblem bedeutet. Die schützende Hand hatte er ebenso in München wieder aus den Tiefen der Erinnerung gekramt wie die Zeit mit den beiden, die er verdrängt hatte. Für ihn stand seine Zeit im Vordergrund: die als Shadow. Und als ebensolcher machte und macht er seinen Weg. Die des Namens, der Programm war. Aber nur einmal hatte dies noch eine dritte Bedeutung…

Während unten der Jubel für eine weitere Aktion aufbrandet, summt und flötet es in seiner Hand. Shadow hebt Kopf und Hand: ein Knopfdruck - und das grelle Licht des Displays fällt auf den Haarvorhang, als er die Nachricht öffnet und liest....
...seine Faust ballt gleichzeitig derart, dass das Leder des Fingerling-Handschuhs ächzt…..

….

„….und ich sag dir da ist nichts.“

„Ich bin doch nicht bescheuert: einer der Bewegungsmelder ist angesprungen und eine der Kameras hat bei der Surround-Aufnahme was angezeigt.“

„Das wird eine Ratte oder ein verirrter Vogel gewesen sein. Keine ist doch blöd genug, bei einer laufenden Sendung ausgerechnet da raus zu gehen…“

In dem Moment geht eine Tür am Ende des Catwalks auf und zwei Crewmember gucken aus dem Rahmen. Sie orientieren sich kurz angesichts der Höhe … und blicken in ein Gewirr aus Kabeln und Spotscheinwerfern. Und … auf den nun leeren Gitterrost-Steg, welcher auf die andere Seite führt.

„… was hab ich gesagt?! Da war wahrscheinlich nur ein Schatten im Bild.“


Mike Garland: "Da brat mir doch einer nen Storch. Wenn das mal nicht Shadow war, der ein wenig Unterstützung angeboten bekommt. Angesichts einer möglichen Allianz von Poe, Sharpe und Godd gar keine schlechte Idee."

Vincent Craven: "Jetzt mach mal nicht die Leute verrückt, Mike. Wir haben nicht gehört, mit wem er gesprochen hat..."

Mike Garland: "Das waren doch eindeutig die beiden, die auch in München zu Gast waren."

Vincent Craven: "Gut! Das stimmt. Aber wir haben nicht gehört, was er oder sie wollten."

Mike Garland: "Auf jeden Fall wollten sie irgendetwas von Shadow und wären nicht unsere Mitarbeiter gewesen, dann wüssten wir jetzt auch was. Wenn es aber nichts mit dem Main Event des Imperial Impacts zu tun hatte, dann will ich nicht mehr Mike Garland heißen."

Vincent Craven: "Vielleicht können wir Lisa zu Shadow schicken, um..."


------------------ PCWA ------------------

Jane Nelson: "Ladies und Gentlemen... begrüßen Sie mit mir... aus Roanoke Rapids, North Carolina... STEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEM!!!"

 

 

Mike Garland: "Oha... was passiert jetzt?"

Vincent Craven: "Ich glaube, ich habe eine Vermutung... "

Die Fans spenden Applaus, als Barry "Stem" Wilson auf der Rampe erscheint, gekleidet in blaue Jeans, Wanderstiefel und ein kariertes Hemd mit abgeschnittenen Ärmeln. Das Standard Outfit, wenn er nicht in den Ring steigt. Auf den feuerroten Haaren trohnt eine PCWA-Baseballcap, und auf dem Weg zum Ring klatscht Stem mit den Fans rechts und links ab.

Vincent Craven: "Stem sieht wirklich sauer aus."

Mike Garland: "Und nun glaube ich auch, eine Vermutung zu haben, wieso... "

Während unser über alle Maßen kompetentes Kommentatoren-Duo sich weiter in Vermutungen wälzt, ist Wilson bereits über das Top Rope in den Ring gestiegen und hat ein Mikrofon gereicht bekommen.

Stem: "JIMMY MAXXX!!!"

Selbst ohne Mikrofon hätte man den Namen bis in die letzte Ecke der Halle gehört, den Barry in das Mikrofon gebrüllt hat. Und das Publikum springt sofort darauf an.

 

Fuck You, Jimmy!!!

Fuck You, Jimmy!!!

Fuck You, Jimmy!!!

 

Mit grimmigem Gesichtsausdruck nickt der rothaarige Riese.

Stem: "Hörst du sie, Jimmy??? Sie haben eine Botschaft für dich. Und ich bin ihrer Meinung... Fuck You, Jimmy Maxxx! Ich weiß genau, dass du darauf einen dampfenden Haufen Scheiße gibst... aber ich habe die Schnauze gestrichen voll davon! Du trägst deine 'Attitude' so offensichtlich vor dir her und sagst es jedem, der es hören will oder nicht. Jimmy Maxxx ist alles egal! Jimmy Maxxx ist der Virus, der das kranke System zu Fall bringen wird. Du trittst die Legacy von gestandenen Kämpfern mit Füßen. Du respektierst niemanden... nicht den Undisputed Gerasy... "

Jubel.

Stem: "Aber auch fehlt dir der Respekt für wahre Gladiatoren... wie Grizz Lee... "

Der Hüne lächelt knapp.

Stem: "Ja. Wo ist der eigentlich? Er schuldet mir schließlich noch einen Kampf. Well, wie auch immer. Ich werde hier und jetzt eine Entscheidung treffen..."

Pause.

Stem: "Jimmy Maxxx... You are the real disease..."

Er bricht kurz ab...

Stem: "But you know what... I am the Cure!"

 

Cure the virus!!!

Cure the virus!!!

Cure the virus!!!

 

Stem: "Ohja... das werde ich. JIMMY MAXXX!!! No more games! Ich spreche hier und jetzt eine offizielle Herausforderung aus. Du und ich... beim Imperial Impact. Wir werden das ein für allemal regeln."

Dann dreht er sich zur Kamera im Ring um.

Stem: "Miss Vark... make it real. Stem versus Jimmy Maxxx beim Imperial Impact 12. Ich werde die PCWA vom Virus Jimmy Maxxx befreien!"

Das Mikrofon fliegt aus dem Ring und Barry Wilson verlässt unter dem Jubel der Fans Selbigen.


Mike Garland: "Wow. Stem ist geladen und das wir Jimmy Maxxx spätestens beim Imperial Impact zu spüren bekommen."

Vincent Craven: "Wenn Jona Vark diesem Match zustimmt. Nun hat sie schon zwei Herausforderungen, wo sie eine Entscheidung treffen muss. Heute Abend geht es echt Schlag auf Schlag."

Mike Garland: "Das kannst du laut sagen! Denn nicht nur das. Wie wir soeben auf den Knopf bekommen haben, soll Lara Lee früher am Abend Jimmy Maxxx attackiert haben."

Vincent Craven: "Ja, und nicht zu knapp! Sie hat in die Tat umgesetzt, worüber Stem und Lara zuvor noch gesprochen haben. Das war die Rache für ihre gebrochenen Nase."

Mike Garland: "Jona Vark hat einige Entscheidungen und Problemfälle vor sich, die heute Abend nicht mehr geklärt werden können!"

Vincent Craven: "Immerhin birgt das Spannung für die nächsten Shows. Und eine andere Geschichte klären wir dafür jetzt! Das zweite Match des Abends zwischen Sean Ashfield und Tony Graves steht an."


------------------ PCWA ------------------

Wieder hört der Gambler aus Phoenix das Geräusch einer neuen Narchicht von seinem Handy. Er zerdrückt den letzten Rest einer Zigarette mit seiner Schuhsohle und greift endlich zum Handy, um zu sehen, wer ihm seit ungefähr fünfzehn Minuten Nachrichten schreibt.

Tony Graves: "Gut dreißig neue Narchichten von... Amber Graves... Was ist denn jetzt wieder?"

Amber, Tonys kleine Schwester hat die böse Angewohnheit Tony vor jedem einzelnen seiner Matches zu nerven. Tony nahm öfter die Motivationsreden seiner Schwester mit offenen Armen an, aber genau so oft wollte er auch einfach seine Ruhe haben und heute war genau so ein Tag. Der Gambler überfliegt einmal jede Narchicht, sodass sie als gelesen markiert sind und will eigentlich schon das Handy weglegen, als ihm die letzte Narchicht ins Auge fällt, sie ist länger als der Rest.

'Hey Antonio don't worry to much you got that guy! He can't even get out of your Submission thingy remember?'

Antonio. Tonys eigentlicher Name, den er auf den Tod nicht abkann, aber er gilt als ein Zeichen der Ernsthaftigkeit von seiner Schwester, die ihn - wie jeder andere auch - sonst Tony nennt. Den gesamten Text lang lächelt Tony, nur als er zum Ende kommt und als er sich an Out of Ashes erinnert, vergeht es ihm wieder. Out of Ashes, das aller erste mal, das irgendwer den Ace of Spades überlebt hat. Hatte er so sehr nach gelassen, dass der Ace of Spades nur noch irgendeiner dieser Submisson-Holds ist? Was bringt es ihm, wenn er den Assassin für eine halbe Stunde im Griff halten kann, wenn dieser nicht einmal einen kleinen Schmerz spürt?

Tony springt ruckartig auf und rauft sich die Haare. Er könnte nicht sagen warum, wenn er gefragt werden würde, aber er verspürt Panik und etwas Angst. Was ist, wenn seine tödlichste Waffe gar keine Waffe und erst recht nicht mehr tödlich ist? Wie würde er eine Bedrohung für irgendwen darstellen? Oder hatte er tatsächlich so große Zweifel an sich selbst? Wie eine Puppe an einem Faden bewegt sich Tony auf den Spiegel in seiner Kabine zu und betrachtet sich darin selbst, oder viel mehr das, was von ihm übrig ist. Vor einigen Wochen war er ein strukturierter, gut aussehender junger Mann gewesen; doch nun? Ein heruntergekommener Trinker.
Wie sollte er seinen Gegner besiegen, wenn er nicht einmal auf sich selber aufpassen kann? Er hat es schon mit Hilfe nicht geschafft einen ehemaligen Cotatores Träger zu besiegen... Wie soll er denn dann einen amtierenden Champion in die Knie zwingen?

Laut lacht Tony auf, was dachte er sich eigentich, als er den Ring Assassin herausgefordert hatte? Dass er gewinnen würde? Wieder sieht sich Tony im Spiegel selbst in die giftigen grünen Augen.

Tony Graves: "What am I doing here?"

Eine simple Frage, auf die Tony in diesem Moment keine Antwort weiß. Er ballt die Fäuste und gibt sich selbst einen Blick, der jedes Pokerface zum Reißen bringen könnte.

Tony Graves: "Who am I? A Bitch-Baby that whines about one freackin' Loss? No! I'm Tony Graves and I am the most dangerous submission specialist this world has ever seen for fucks sake!"

Weiter funkelt sich Tony selbst an, bis er laut ausatmet und wieder seinen gesamten Körper nach vorne fallen lässt.

Tony Graves: "Oder vielleicht war ich das nur..."


------------------ PCWA ------------------

Jane Nelson: "Meine Damen und Herren, der nun folgende Kampf ist ein Reguläres Singles Match mit einem Zeitlimit von 15 Minuten! Als Erster auf dem Weg zum Ring aus Phoenix, Arizona, USA mit einem Kampfgewicht von 86 Kilogramm... TONY GRAVES!"

Nur Sekunden nach dem Nathan Sharps "Ashes" anfängt zu spielen, wird es von einem moderaten Pfeifkonzert übertönt. Tony Graves lässt etwas auf sich warten, bevor er hinaus auf die Rampe stürmt und wie von der Tarantel gestochen in den Ring hastet. Nur im Ring bleibt er dann stehen und dreht sich langsam im Kreis, während er die PCWA Fans mustert. Dann, wieder in rasend schneller Geschwindigkeit, greift sich Tony das oberste Ringseil und klettert auf selbiges, um sich auf den oberen statt wie für ihn typisch auf den zweiten Turnbuckle zu setzten.

Mike Garland: "Ich glaube Tony hat bei Out of Ashes zu sehr einen an den Kopf bekommen, der findet ja noch nicht einmal den mittleren Turnbuckle! Die Schlange hat keine Chance gegen Sean Ashfield!"

Vincent Craven: "Nana Mike, sei nun mal nicht zu voreilig. Tony könnte gut aus seiner Niederlage gegen Marc Poe gelernt haben, außerdem haben wir schon gesehen, was der Ace of Spades mit Ashfield anstellt!"

Jane Nelson: "Sein Gegner... aus Greensboro, North Carolina, USA... Mit einem Kampfgewicht von 100 Kilogramm... Mit seinen Partnern RM und Connor Rogue ist er Halter der PCWA Coatores Trophy... SEAN ASHFIIIEEEELD!"

Die Fans machen ordentlich Stimmung gegen Sean Ashfield, der mit der Hand am Kopf ins Theatre trifft. Die Attacke von Team Happy Hour scheint er noch in den Knochen zu spüren. 

Der Amerikaner lässt sich deswegen nicht von den Zuschauerreaktionen beirren und blenden seine Umgebung mehr oder weniger aus. Ashfield trägt seine lange, enganliegende Wrestlinghose in der Farbkombination grau-rot und schwarze Stiefel. Das gleiche Outfit trägt Rogue. Sein Oberkörper ist von einer grauen Trainingsjacke bedeckt, die er offen trägt. Mit bestimmten Schritten marschieren er auf das Seilgeviert zu. Im Ring angekommen, entledigt sich Ashfield seiner Trainingsjacke und starrt wütend auf Tony Graves.

Mike Garland: "Also ich wette, dass Sean Ashfield heute siegreich davon ziehen wird!"

Vincent Craven: "Obwohl er angeschlagen ist? Und was Wetten betrifft... Ist das nicht Tonys Job?"

2nd Match
- Alte Rechnung -
Regular Singles Match
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(Der erste Pinfall entscheidet über den Sieg. Als Pinfall zählen Three Count, Submission, Disqualifikation sowie Count-Out.
-Referee: Sven Nitzschke; Zeitlimit: 15 Minuten)

Die Ringglocke ertönt und Tony Graves stürmt wie ein Irrer auf seinen Gegner zu, welcher ihn mit offenen Armen empfängt; wortwörtlich, denn noch bevor sich Tony irgendwie wehren kann, wirft ihn der Ring Assassin mit einem Belly to Belly Suplex in die Ecke hinter ihm.

Mike Garland: "Da hat Tony Graves wohl doch nichts gelernt, so hat Ashfield einfach nur einen einfachen Sieg in der Tasche."

Vincent Craven: "Trotzdem beweist die Schlange nehmer Qualitäten und steht schon wieder, diesesmal greift er den Assassin aber nicht blind an!"

Mike Garland: "Das stimmt zwar, aber es ist definitiv nicht die schlauste Idee mit Ashfield in ein Lock-Up zu gehen!"

Damit hat unser Lieblingskommentator nicht unrecht, denn trotz seines Größenvorteils kann sich Tony nicht gegen den Headlock wehren, in dem er jetzt fest sitzt und mit dem der Assassin den Gambler langsam aber sicher in Richtung Matte zerrt. Erstmal dort angekommen, schwingt sich Sean um seinen Gegner herum und hält ihn nun mit einer Body Scissors am Boden.

Mike Garland: "Siehst du, Vincent, das meine ich, dein Tony Graves kommt einfach nicht gegen die Finesse vom Ring Assassin an, und da kann er noch so viele Wege haben eine Aufgabe zu erzwingen!"

Vincent Craven: "Mag sein. Ich glaube trotzdem, dass Tony diese Submission und Chain Wrestling Manöver so auswendig kennt, dass er da so früh im Match ohne weitere Probleme raus kommt."

Und damit hat Vincent Craven vermutlich ebenfalls nicht unrecht, denn Tony, dem langsam klar wird, in was für einer Position er sich befindet, rollt sich in einer flüssigen Bewegung über seine Schulter auf die Knie und steht auf, bevor er sich einfach nach hinten und damit auf den Ring Assassin auf seinen Rücken fallen lässt. Sean Ashfield steht aber blitzschnell wieder auf und rennt auf Tony zu, welcher allerdings unter dem ausgestrecktem Arm des Assassins wegtaucht, während er ihm gleichzeitig einen Tritt gegen das Schienbein versetzt, der dafür sorgt, dass der Ring Assassin stolpert und mit dem Gesicht zuerst auf der Matte landet... aber sich sofort wieder an den Ringseilen hochzieht. Der Gambler kommt ein weiters mal auf Sean Ashfield zugestürmt, wird jedoch mit einem Flapjack ausgekontert. Aber anstatt auf der Ringmatte zu landen, lander der Mann aus Phoenix mit dem Brustkorb auf dem oberstem Ringseil.

Vincent Craven: "Doch schon selten einen Flapjack von Ashfield zu sehen, wo er doch sonst so auf Suplex Varianten vertraut."

Mike Garland: "Aber effektiv war es trotzdem! Tony muss jetzt erstmal wieder zu Atem kommen."

Der Assassin gibt Tony keine Zeit sich zu erholen und greift sich den Mann aus Arizona, welcher mit einem German Suplex zu Boden gehämmert wird. Jetzt greift sich Sean Ashfield nochmal den Gambler und wirft ihn nocheinmal mit einem German Suplex zur anderen Seite des Rings.

Mike Garland: "Und da ja alle guten Dinge bekanntlich drei sind, schnappt sich Ashfield nochmal Tony Graves! Und jetzt folgt der dritte German Su..."

Vincent Craven: "NEIN!! Graves landet auf seinen Füßen und fegt den Ring Assassin mit einem Superkick, der sich gewaschen hat, von seinen eigenen Füßen!"

Mike Garland: "Genau dort, wo ihn eben einer der Happy Guys erwischte!"

Vincent Craven: "Jetzt sieht Ashfield erstmal Sterne!"

Mike Garland: "Was für eine instinktive Rettung in aller letzter Not von Tony!?"

Dieser muss sich jetzt ersteinmal die German Suplexe aus den Knochen schütteln, während der Assassin wieder auf seine Beine kommt. Tony verpasst dem Assassin einen Kick in die Magengrube und bringt sich in Position für einen DDT, doch Ashfield reagiert schnell genug und greift Tonys Handgelenke.

Vincent Craven: "Nach der Attacke von Happy Hour will Ashfield das Match schnell beenden!"

Mike Garland: "Ashfield hat ihn in Position für den Ashfield-Plex, wenn der jetzt durchgeht sind die Lichter ein für alle mal aus!"

Und Mike Garland hat Recht. Nach ein paar Sekunden der Schockstarre wird Tony wieder einmal in die Luft gehoben

 

ASHFIELD-PLEX

 

Und beide Männer landen auf der Matte aber Sean Ashfield zu erst. Tony hat sich in der Luft noch gedreht und den Ashfiel-Plex in eine Victory-Roll Pin verwandelt und Sven Nitzschke ist da.

 

1...

 

Vincent Craven: "Das könnte es sein! Tony hat schon Barry 'Stem' Wilson mit einem Roll-Up besiegt!"

 

2...

 

Mike Garland: "Sean Ashfield kriegt die Schulter noch hoch!!"

Vincent Craven: "Da hätte ja jemand schon fast seine Wette verloren, was Mike?"

Wie eine Sprungfeder schnellt Ashfield wieder in die Höhe und deckt den noch am Boden liegenden Tony Graves mit Forearms und Schlägen ein. Der Assassin hat eindeutig genug und greift sich die Beine von Tony Graves, welcher natürlich weiß, was grade passiert, und anfängt um Gnade zu flehen. Sean aber grinst ihn nur für einige Zeit an, bevor er Tonys Beine über seinen verschränkt. Doch Tony setzt sich einfach auf und verpasst dem Assassin einen Armstoß in die Kniekehle.

Vincent Craven: "Da zeigt sich wieder ganz eindeutig, was für ein Submission Wrestler Tony Graves ist! Er kennt einen weltbekannten Griff wie den Sharpshooter, so effektiv er auch sein mag, und weiß ihm zu entkommen. Ganz besonders mit der ganzen Zeit, die er hatte, während sich Ashfield über ihn lustig gemacht hat!"

Mike Garland: "Das heißt noch lange nichts, denn Sean Ashfield hat immer noch die Kotrolle über das Match."

Vincent Craven: "Die Zeit spricht aber für Tony, das weiß selbst der Assassin."

Und das zeigt er gerade auch, indem er den nun wieder stehenden Tony weiter mit Schlägen eindeckt, bevor ihn Referee Sven Nitzschke daran erinnern muss, dass geschlossene Fäuste verboten sind. Daraufhin nimmt der Assassin Tony beim Handgelenk, wirft ihn in die Seile und streckt seinen Arm für ein Clothesline aus. Doch Tony greift rechtzeitig den Arm seines Gegners, macht einen schnellen Schritt um ihn herum und hat Seans Arm so um dessen Hals geschlungen.

 

CUT OFF

 

Mike Garland: "Da is Tony Graves Trademark Move! Das Cut Off und genau das hat er hier leider gemacht, er hat Ashfield einfach abgeschnitten!"

Vincent Craven: "Das war ein Cut-Throat Neckbreaker wie aus dem Bilderbuch. Aber eigentlich muss er jetzt das Cover machen! Ashfield ist ausgenocked!"

Doch an ein Cover denkt der Submission-Spezialist gar nicht, und auch nicht daran den Assassin schlafen zu lassen. Im Gegenteil: Er will ihn so schnell und so unsanft wie möglich wieder aufwecken und es gibt nur einen Weg, das zu tun.
Diesmal greift sich Tony die Beine seines Gegners und legt sie über seines.

Vincent Craven: "Das wars! Wenn der Ace of Spades jetzt sitzt, dann hat Tony das Match gewonnen!"

Mike Garland: "Nicht so schnell! Noch ist er nicht eingelockt. Und außerdem hat Marc Poe den Ace of Spades schon überlebt. Warum soll Sean Ashfield das nicht auch tun können?"

Vincent Craven: "Ähm, Mike!? So wie Tony gerade zu uns rüber gesehen hat, hat der dich bestimmt gehört."

Von Mike Garlands Kommentar lässt sich Tony allerdings nicht weiter stören, dreht den Assassin auf den Bauch und zieht an wie wild. Sean Ashfields Augen springen auf und er fängt an wie am Spieß zu schreien, aber er fängt auch an sich zu wehren und die Beine auszustrecken. Tony hat allerdings nicht die Absicht loszulassen und schlingt blitzschnell seinen Arm um den Hals des Assassins und biegt seinen Körper nochweiter als sonst. Sean Ashfield hat unterdessen seine Fluchtversuche durch wildes Geschrei und Herumfuchteln seiner Arme ausgetauscht.

Vincent Craven: "Sieht Sean nicht auch ein, dass es nichts bringt weiter zu kämpfen? Tony wird der Griff heute nicht eher lösen, bis Ashfield aufgibt."

Mike Garland: "Ich glaube er gibt nur noch nicht auf, weil er weiß, dass er aus dem Ace of Spades noch herauskommen kann!"

Vincent Craven: "Sei nicht albern, Mike, kein Mensch... zumindest keiner aus dem PCWA Roster kann sich so lange so weit verbiegen!"

Fast wie auf Knopfdruck hört man einige Sekunden später die Handfläche von Sean Ashfield um einiges öfter Graves Oberschenkel treffen und die Ringglocke ertönt ein zweites mal.

Jane Nelson: "Der Sieger dieses Matches durch Submission... TONY GRAVES!"

Sean Ashfield fällt zu Boden und hält sich sowohl seinen Kopf, als auch seinen Rücken. Tony rollt sich derweil aus dem Ring, kommt auf Mike Garland zu und bleibt gegenüber von ihm stehen. Kurz erstarrt Tony an dieser Stelle, bevor er Mike ein siegessicheres Grinsen gibt und sich so zu ihm lehnt, dass man ihn durch sein Mikrofon hören kann.

Tony Graves: "Ich glaube, Mike, du schuldest Vincent jetzt etwas."

Während Craven aufgrund dieses Kommentars lächelt, grummelt Mike Garland kurz. Tony Graves Musik ertönt und der Mann aus Pheonix verlässt das Theatre.

Mike Garland: "Sag nichts! Ich gestehe, dass Tony Graves mich heute Abend durchaus überzeugen konnte. Selbst wenn die Attacke von Happy Hour natürlich zu seinen Gunsten war."

Vincent Craven: "Kein schlechter Zug, Mike. Du schuldest mir trotzdem etwas."

Mike Garland: "Jaja... die erste Runde heute Nacht geht auf mich, ist ja gut."


------------------ PCWA ------------------

*RUMMS*

Marc Poe hat die Tür seiner Umkleidekabine zugepfeffert, es gleicht an ein Wunder, dass die Scharniere nicht aus den Angeln geflogen sind. Aufgrund der Wucht bleibt die Tür auch nicht im Schloss, sie bleibt einen Spalt weit offen.

"DAS IST DOCH BESCHISS!!!"

Poe schnauft wie ein wütender Stier und wirft sich auf seine geliebte Lockerroom-Couch. 

"Da reißt man sich Monate den Arsch auf und dann sowas...."

Am Anfang der Show hat der Marylander erfahren, dass er beim Imperial Impact ein Match um den Gerasy bestreitet. Er hat damit die Chance auf einen der höchsten Titel, den man im Professionellen-Wrestling gewinnen kann, eigentlich eine Ehre für jeden, der diese Möglichkeit bekommt. Marc Poe sieht es etwas anders. Zwar hat er sich vorhin nicht wirklich "not amused" angehört, doch hat er eher gute Miene zum für ihn bösen Spiel gemacht. Was sollte er auch machen? Er ist nicht RM, der Jona Vark in aller Öffentlichkeit kritisiert. Poe mag Jona, sonst hätte er ganz anders reagiert. Gegen Authoritäten rebellieren, dass kann der Mann aus Baltimore.

Aufgrund dieses "Schocks" hat sich Marc erstmal eine kurze Auszeit gegönnt. Er hat das PCWA Theater für ein paar Minuten verlassen und sich an einem naheliegenden Kiosk zwei Dosen gemixten Jack Daniels zu Gemüte geführt. Und wenn Poe Whisky-Mischgetränke zu sich nimmt, dann muss einiges im Argen sein. Beruhigt hat er sich trotzdem noch nicht.

Dieses Match beim Impact ist für den Mann aus Baltimore eine gefühlte Bestrafung. Warum muss ausgerechnet er mit fünf anderen Kämpfern um den Undisputed Gerasy in den Ring steigen. Im Normalfall sind es höchstens drei, die darum streiten. Die Siegchance in diesem Match beträgt also weniger als 20 Prozent, Sieger wird demnach derjenige mit dem meisten Glück. Warum macht Jona so etwas? Mittlerweile bekommt man in der PCWA noch schneller einen Titleshot, als eine Nominierung für die Nationalmannschaft. Ein Match scheint zu reichen, zumindest für andere. Poe hat über ein Jahr für die nächste Chance auf die Cryption Crown gekämpft und sie bis heute nicht bekommen. 

Darüber könnte der ehemalige Hafenarbeiter gerade noch hinwegsehen, doch wie soll er gegen Kevin Sharpe in den Ring steigen? Wie soll er gegen den Mann antreten, der verhindert hat, dass Marc nicht auf der Straße landet nachdem Rob Collins seine ID-Card verbrannte. Kevin Sharpe ist so etwas wie sein Ersatzvater geworden, der Marylander könnte niemals seine Hand gegen den aktuellen Gerasy erheben. 

"Wenn man so lange die Stirn runzelt wie du, dann gibt das Falten, mein Freund."

Vor Schreck fällt Poe fast von der Couch. Denn niemand anderer als der Undisputed Gerasy steht im Türrahmen. Kevin bemerkt den erschrockenen Gesichtsausdruck.

Sharpe: "Ähm... sorry. Die Tür war nur angelehnt und da dachte ich... "

Marc Poe: "Du bist in meinen vier Wänden immer ein gern gesehener Gast. Ich bin froh, dass du hier bist."

Er bemerkt den nachdenklichen Gesichtsausdruck des ehemaligen Hafenarbeiters.

Sharpe: "Du siehst aber nicht besonders glücklich aus. Geht es um dieses 'Elimination Chamber' Ding? Come on, Marc. Darüber sollten wir doch nun bereits hinaus sein. Denkst du allen Ernstes, dass dieses Match auch nur im Ansatz etwas ändern wird? Nach all der Scheiße, die du durchmachen musstest, und nachdem ich dir geholfen habe? Also... es zumindest versucht habe... "

Der Mann aus Baltimore lächelt, wenn auch etwas aufgesetzt. Klar glaubt er Kevin seine Worte, doch auch bei Rob Collins hat er jedes einzelne Wort geglaubt.

Marc Poe: "Du hast es nicht nur versucht, Champ. Du warst als einziger für mich da, als ich wirklich Hilfe brauchte. Ich weiß nicht, wie ich dir das jemals danken soll."

Poe schüttelt seinen Man-Bun.

Marc Poe: "Wie soll ich gegen dich antreten? Das Selbe fragte ich mich, als ich im Quest for the Best gegen Ashley Stanton antreten musste. Irgendwann habe ich einfach gekämpft, doch Ashley hat mir nicht meine Karriere gerettet, so wie du."

Der Blick des Marylanders wandert in Richtung der Decke und das Kopfschütteln wird heftiger.

Marc Poe: "Was hab ich überhaupt in diesem Match zu suchen? Ich bin der Einzige, der noch nie einen Einzeltitel gewonnen hat. Du und die Anderen haben schon Titel in etlichen Ligen geholt... Und ich? Bin ich sowas wie der "Quoten-Underdog"? Klar, traue ich mir den Sieg trotz dieses Underdog-Status zu. Natürlich ist es mein Ziel den Gerasy zu holen. Die Frage ist: will ich dein direkter Nachfolger sein? Ist es dann noch eine Belohnung?"

Der Champ hat sich inzwischen neben Poe auf die Couch gesetzt. Es braucht keinen väterlichen Instinkt, um zu bemerken, dass sich der Marylander nicht mit dem Elimination Chamber Match anfreunden kann. Doch ein Kevin Sharpe weiß, wie er seinen jungen Freund wieder auf die Bahn bringt.

Sharpe: "Sieh' es einfach als Belohnung an, dass du direkt um den höchsten Titel der PCWA antreten darfst. Aber ich muss dich nochmal fragen... denkst du wirklich, dass das etwas ändern wird? Ich meine, ...auch wenn das jetzt ziemlich homoerotisch klingt, ...zwischen uns?"

Marc Poe: "Sind du und McFly denn noch Freunde? Ich hab das letztes Jahr mitbekommen und fand es ziemlich heftig."

Der Marylander schaut in Sharpes Gesicht, der Champ überlegt.
Bevor er antworten kann bringt Poe jedoch ein weiteres Beispiel, ein wahrscheinlich noch viel passenderes.

Marc Poe: "Lee und du? Ihr wart doch ewig ein Team und Freunde. Hättest du denn jemals erwartet, dass diese Freundschaft zerbricht? War hier nicht die Cryption Crown der Grund für euren Split?"

Kevin presst die Lippen aufeinander.

Sharpe: "Wir schreiben uns ab und zu noch E-Mails, also Chris und ich. Er ist zwar in Japan sehr beschäftigt, aber wir halten Kontakt. Was Grizz angeht... Punkt für dich. Allerdings fing das schon lange vorher an. Ich denke, Vendetta 100 und das Ausscheiden bei der Cotatores Trophy war der Auslöser. Aber... "

Er grinst.

Sharpe: "Wenn ich jetzt sage 'Das hier ist etwas anderes' dann fehlt nicht mehr viel, bis ich dir einen Antrag mache."

Marc Poe: "Jesuuuus, wenn du wüsstest wie oft ich diesen Spruch schon gebracht hab'. Ich hoffe, du meinst ihn ernster als ich."

Poe deutet einen Kinnschlag an, dann lachen beide. Nach ausgiebigen Gelächter legt sich Stille über das Zimmer und es ist Sharpe, der das Schweigen bricht.

Sharpe: "Ich will nur eins von dir... dass du bei dem Match alles gibst. Wie du es immer tust. Keine Rücksicht auf Freundschaft oder auf das, was vorher gewesen ist. Ist das klar? Zieh' deinen 'Poe per View' durch, Mann! Wenn du die Chance hast, ergreife sie. Und solltest du es wirklich schaffen, dann bin ich der Erste, der dir gratuliert."

Marc Poe: "Dante hat nach unserem Titel-Verlust anders reagiert, als ich erwartet habe. Ich will dir nicht zu nahe treten, aber erst im Moment der Niederlage zeigt man sein wahres Gesicht. Rob und Dante habe ich als Bezugspersonen schon verloren. Es wird nie eine Garantie dafür geben, was im Laufe des Kampfes und danach passiert. Dennoch werde ich alles in die Waagschale werfen, alles andere wäre dir und meinen Fans gegenüber nicht fair."

Der Champ runzelt die Stirn.

Sharpe: "Bei Dante wissen wir aktuell immer noch nicht, woran genau wir sind. Nur dass er auf einer Art Ego Powertrip ist. Aber ich werde mich darum kümmern. Ihn wieder auf den richtigen Weg zurück bringen. Oder ihm zumindest ordentlich den Kopf waschen. Deine einzige Sorge soll jetzt erstmal der Imperial Impact sein. Haben wir uns verstanden?"

Poe nickt und man sieht im an, dass der Impact ihm wirklich Sorgen bereitet. Wie immer tut ein Gespräch mit Kevin Sharpe gut, doch die Situation gefällt dem Marylander immer noch nicht. Zum Teil liegt es auch an ihren Gegnern.

Marc Poe: "Was hälst du eigentlich von unseren Gegner? Godd scheint soweit in Ordnung zu sein, aber RM und dieser Bleichling sind mir ein Dorn im Auge. Bei Out of Ashes hab ich mich mit Shadow unterhalten, doch mir ist nicht wirklich klar, was er hier will und vor allem, wie er es geschafft hat mit einem Sieg in diesem Match zu landen. Außerdem hat er den Kuchen mit ins Boot geholt. Da müssen wir wirklich aufpassen, damit im Match alles mit rechten Dingen zugeht."

Kevin nickt.

Sharpe: "Mag sein, aber ich glaube, Shadow hat seine ganz eigene Agenda. Ihn kann ich am allerwenigsten einschätzen. Was James Godd angeht... nun, er ist ein Ehrenmann und ein sehr guter Kämpfer. Meine einzige Sorge sind wirklich die Ring Assassins... zumindest derjenige, der in der Chamber mit antritt. Denn ich werde später sicherlich nicht antreten, um meinen Gürtel an Connor Rogue zu verschenken. Ich werde ihm eine Lektion erteilen und somit auch ein Zeichen an den Kuchen und Sean Ashfield senden."

Er dreht sich zu Marc Poe und blickt ihm fest in die Augen.

Sharpe: "Aber auch an Shadow, James Godd... und an dich. Ich bin der Champion. Ich habe against all odds Grizz Lee und Robert Breads besiegt und meinen Titel behalten. War ich anfangs unsicher, ob ich nach der Titelverteidigung noch etwas beweisen muss, so bin ich mir jetzt ziemlich sicher. Den Titel gegen fünf andere verteidigen. Geschichte schreiben als erster Gewinner einer Elimination Chamber in der PCWA. DAS... ist verdammte Magie, Mann! Meine Geschichte als Gerasy Champion ist noch nicht zu Ende... es sind noch genügend weiße Seiten in diesem Kapitel meines Lebens."

Bevor der ehemalige Hafenarbeiter antworten kann, springt Kevin beinahe von der Couch auf und geht zur Tür. Dort dreht er sich noch einmal um.

Sharpe: "Es stimmt, was du gesagt hast. In der Niederlage zeigt wirklich jeder sein wahres Gesicht. Aber ich habe nicht vor, dir meines zu zeigen."

Lächelnd tippt er sich mit Zeige -und Mittelfinger an die Stirn und zeigt dann auf Poe.

Sharpe: "Wir bleiben in Verbindung, mein Freund."

Der Marylander ist ebenfalls aufgestanden.

Marc Poe: "Warte noch... was denkst du, wer die geheimnisvolle Nummer Sechs ist?"

Kevin kneift kurz die Augen zusammen, dann lächelt er erneut.

Sharpe: "Da ich alles tun werde, um den Titel zu verteidigen... "

Er zuckt mit den Schultern.

Sharpe: "Könnte sogar Eleven eine Überraschungsrückkehr machen. Es kümmert mich nicht, wen Jona Vark noch gegen mich stellt."

Marc Poe: "Irgendwie ist es wirklich scheißegal, wer der Sechste ist. Abgefuckt bin ich sowieso schon, deshalb werd ich noch etwas Frustabbau betreiben."

Nach diesen Worten verlassen die Beiden Elimination Chamber Teilnehmer den Lockerroom.


Vincent Craven: "Autsch... Marc Poe hat die Belohnung von Jona Vark in den völlig falschen Hals bekommen."

Mike Garland: "Mit Leuten, die er nicht mag, tritt er gerne in den Ring. Bei Leuten, die er mag, sieht das scheinbar anders aus. Wenn man erfolgreich sein will, muss man aber auch diesen Schritt gehen. Hier kann er sich dann echt mal ein Beispiel an Kevin Sharpe nehmen."

Vincent Craven: "Der Split von Lobotomy Blues wird unseren Gerasy wohl auf ewig verfolgen. Dabei sehe ich es wie er. Die Auseinandersetzung mit McFly hat gezeigt, dass er heute anders mit solchen Situationen umgeht."

Mike Garland: "Tja - und was wäre wenn ausgerechnet Chris McFly der sechste Mann ist? Er hätte es im Gegensatz zu Shadow oder James Godd eher verdient, denkst du nicht?"

Vincent Craven: "Nein, das sehe ich anders als du. Und auch anders als Marc Poe. Für Godd ist es der nächste Schritt! Die Verletzungen mögen ihn zurück geworfen haben, aber er ist zwei Mal Tribune Champion gewesen und hat sich immer wieder zurück gekämpft. Er ist der dienstälteste PCWA Wrestler, machte sein Debüt 2006. Diese Belohnung hat er sich über die Jahre verdient."

Mike Garland: "Kann man so sehen... Aber Poe hat doch Recht. Wieso Shadow? Oder wieso keine Chance auf die Cryption Crown?"

Vincent Craven: "Für Shadow kommt die Chance auf jeden Fall sehr früh. Jona Vark wird aber gesehen haben, was er hier und in anderen Ligen geleistet hat... Und eine unbekannte Konstante in solch einem Match hat ja auch seinen Reiz."

Mike Garland: "... Freudsche Fehlleistung?"

Vincent Craven: "Hm?!"

Mike Garland: "Unbekannte Konstante!"

Vincent Craven: "... nein... Nein! Ich glaube nicht, dass Jona Vark ihm dieses Vertrauen entgegen bringen würde, nach allem, was geschehen ist. Selbst wenn die Gerüchte bezüglich einer Reha stimmen sollten."


------------------ PCWA ------------------

Irgendwo im Westerwald...
einige Tage vor Vendetta 132...

Die Rehabilitationsklinik liegt in einem Naturschutzgebiet, am waldigen Ende eines kleinen 300 Seelen Dorfes. Die nächstbeste Kleinstadt ist eine Stunde entfernt - am Wochenende fährt ein Bus dorthin, wenn sich genug Patienten melden. Die Suchtpatienten befinden sich ansonsten in einem Schutzraum, den sie nur in Richtung des naheliegenden Waldes verlassen können. Der Tag ist strukturiert. Gruppentherapie, Ergotherapie, Bewegungs- und Sporttherapie, Sozialdienst und Einzelgespräche, dazwischen Essenszeiten. Um fünf Uhr beginnt die Freizeit - wobei man in der Therapie nicht unbedingt davon sprechen kann. Zu viele Gedanken, zu viele Gespräche und Impulse wabern noch durch die Gehirnwindungen und wollen geklärt, ja bearbeitet werden. Oft Tagelang. Der vorgegebene Therapierhythmus entspricht dem achtstündigen Arbeitsrhythmus. Und auch wenn manche Patienten es belächeln, da sie weiterhin vor sich selbst fliehen, ist es eine beinharte Arbeit. Knochenarbeit. 

Gut, dass ab und an Besuch kommt. Seitdem unser Patient, den wir bis dato als S1margl oder Mad Dog kannten, vor einem Monat einen Heimaturlaub antreten durfte, ist es bei ihm immer nur ein Mann, der vorbei kommt. Stevie van Crane. Zuvor kam niemand. Es tut daher gut, jemanden Vertrauten zu sehen und zu sprechen. Allerdings tut es auch weh, dass es nur einer ist, der ihn sehen will. 
Allein dieser Schmerz und seine mögliche Bewältigung zehren an ihm, lassen ihn Nachts wach liegen und morgens mit schweren Augen den Therapeuten lauschen. Wenn er selbst etwas sagen soll, spricht er meistens von der Vergangenheit. Einer guten Zeit. Denn um die Zukunft und ein mögliches Wiedersehen mit seiner Familie hat sich längst ein Mantel aus Scham, Angst und Ungewissheit gelegt.
Der Sporttherapeut sagte ihm auf einer Wanderung, dass alle Wege zur Klinik bergab führten, wohingegen alle Wege von der Klinik fort bergauf verliefen... 

Nun weiß der geneigte Leser um die Empfänglichkeit unseres Patienten, was dieserlei Metaphern betrifft. Und es muss ebenso festgehalten werden, dass unserer Patient noch einiges an Mühe und Arbeit vor sich hat, auch wenn die Rehabilitation bald ihr Ende findet. Vielleicht hat er auch deswegen an diesem Samstagmorgen eine Kurzwanderung gewählt, um mit seinem Besucher ein paar Schritte zu gehen und, wenn man so will, ein wenig Freiheit zu schnuppern. Ausgang hatte er schon seit langer Zeit - selbst der Aufenthalt in Berlin, zu dem ihm die Therapeuten geraten hatten, verlief ohne Rückfall.

Nach anfänglichem Small Talk über die Hinfahrt, das Wetter und die aktuelle Gemütslage steigen wir ein, als es spannend wird.

SVC: "Und was hast du danach vor?"

Der Night Fighter atmet nachdenklich ein, während er mit dem Fuß einen Stein wegtritt. Nach ein paar Metern Fußweg sehen sie den gleichen Stein wieder und erneut wird er weggekickt - noch immer hat Stevie keine Antwort gehört.
Also hakt er nach.

SVC: "Zurück nach Berlin? Oder... weg von hier?"

Der Patient atmet nachdenklich aus. Es scheint als versuche er die ganze Ungewissheit von sich zu blasen.

"Ich weiß es nicht..."

Ist der erste Versuch einer Antwort. Dann setzt er weiter nach.

"Die PCWA ist über all die Jahre meine Heimat gewesen. Sie war der Ort, wo ich die..."

Seine Stimme bricht. Er schluckt.

"...schönste Zeit meines Lebens hatte. Als Champion... mit Yai und meinem..."

Er beißt sich auf die Unterlippe.
Ein hilfloser Versuch die aufsteigenden Tränen abzuhalten. Denn schon rinnen sie seine Wangen hinab.

"...mit ihr und meinem Sohn."

Stevie nickt, während sie weitergehen. Familie. Das versteht er. Er denkt an Seraya, an Michael, an Serena. Und an die vielen Gespräche, die er mit ihnen geführt hat. Als Sonnenlicht durch die Tannenspitzen strahlt, muss er ausserdem an den Morgen auf der Dachterrasse denken und daran, wieviel seitdem geschehen ist. Mad Dog hatte große Fortschritte gemacht, doch das in ein paar Tagen stattfindende Zusammentreffen mit seiner Familie, das sein Therapeut arrangiert hatte, könnte seine Umkehr erneut auf den Kopf stellen.

SVC: "Du liebst sie noch?"

Wenn Yai ihrem Wort treu blieb, verhieß das nichts gutes für den verrückten Hund - das sieht Stevie in den gläsernen Augen seines Freundes und seinem eindeutigen Nicken.

SVC: "Wenn dem so ist, dann verschwende keinen weiteren Tag. Dann sag's ihr..."

Er klopft ihm auf die Schulter, während er ein zweites Mal wissend nickt.

SVC: "Ich hoffe für dich, dass sie erkennt, dass das damals nicht wirklich Du warst..."

"Zumindest nicht nüchtern..."

Plötzlich bleibt er stehen und packt Stevie am Arm.

"Aber die Verbitterung über meinen Niedergang, die sinkende Anerkennung, meine Niederlagen und die anderen Verluste, nette Kollegen... Freundschaften. All das, was irgendwo ein stückweit Auslöser des Konsums war - Das. Das war ich. Das waren meine Gefühle, die schließlich in Hass und Aggression umgeschlagen sind. In Wut und blinde Raserei. Währenddessen brauchte ich immer mehr Manipulation und der Stoff tat sein übriges.. Brachte all die angestaute, tief sitzende Wut, Trauer und Verzweiflung in immer aggressiveren und depressiveren Zügen hervor."

Die unbekannte Konstante legt selbstgewiss den Kopf schief.

"Deswegen ist die PCWA auch der Ort, wo ich die schlimmste Zeit meines Lebens durchgemacht habe. Und ich weiß nicht, ob es sinnvoll ist, an diesen Ort der Höhen und Tiefen zurück zu kehren."

Für einen Moment schauen sich die beiden in die Augen. Es ist das erste Mal, dass der Night Fighter den Blick für mehrere Sekunden hält. Nun ist SVC derjenige, der nachvollziehend nickt und damit Zustimmung signalisiert. 
Unser Patient lässt ihn los und sie setzen ihren Spatziergang fort.

Natürlich hätte Stevie ihn gerne zurück in der PCWA. Aber er weiß auch, dass es für Mad Dog momentan Wichtigeres gibt.

"Was gäbe es dort überhaupt noch für mich!? Hat sich die Liga nicht gewandelt? Sind nicht neue, hungrige Männer dort, die an die Spitze wollen?" 

Sollte er einfach die Karten auf den Tisch legen? Ihm offenbahren, in welche Richtung er zu gehen gedenkt? Er entscheidet sich für den Mittelweg.

SVC: „Alle wollen nach oben. Die PCWA ist ein Bahnsteig geworden, bevölkert mit den unterschiedlichsten Charakteren, die am Ende doch irgendwie gleich sind. Sie alle stehen dort und warten auf den Zug, auf den sie springen können. Und sie beanspruchen alle den Fensterplatz in der ersten Klasse. Sie stehen dort und schauen ungeduldig auf die Uhr, doch niemand setzt sich einmal auf die Bank, um sich umzusehen. Diesen Ort zu betrachten.."

Die Konstante macht den Eindruck, als hätte er nicht recht zugehört, und spricht einfach in Stevies Antwort hinein.

"Um ehrlich zu sein, verstehe ich auch nicht, was du noch dort willst."

Wieder weicht er aus.

SVC: „Was ich dort will? Gestalten. Formen. Mit meinen letzten Kräften, die mir geblieben sind. Kämpfen für eine Liga und eine Idee. Nicht für den Platz am Fenster, auf den sich ALLE stürzen. ‚Nutze den Tag‘, sagen sie. Doch haben die dunkelsten Stunden die PCWA weiter gebracht als manche denken..“

Eine Weile gehen die beiden nebeneinander her. Schweigend. Meinte Stevie auch ihn? Ihn, der sich wie kein anderer synonym mit der PCWA identifizierte?
Lange Zeit gehen sie dahin. Dann spricht nochmal die unbekannte Konstante...

"Weißt du, ich habe in den letzten Wochen mehrfach darüber nachgedacht. Und ich beneide dich. Als Seraya dir sagte, du sollst nach Hause kommen, hast du es getan, während ich die Worte meiner Familie stets ignorierte. Du warst klüger als ich."

Stevie Van Crane hebt den Blick, blinzelt in die Sonne.

Er denkt an seine Tochter. Und verschweigt einfach das letzte Gespräch mit ihr.

SVC: „Ich war NIE klüger als Du. Wahrscheinlich nichtmal so klug wie die Hälfte derer, die ich einst besiegte. Weil ich mich immer von Emotionen habe leiten lassen. Weil ich immer meinem Gefühl gefolgt bin. Und das war weiter so sein, vielleicht jetzt mehr denn je.“

Er legt Mad Dog die Hand auf die Schulter. Es wirkt fast wie ein Abschied, der wie eine Entschuldigung aussieht.

SVC: „Die kommenden Monate werden eine.. spannende Reise für mich sein. Für uns alle, wahrscheinlich. Die PCWA vermisst Dich. ICH vermisse Dich. Nicht als selbsterklärter Retter der PCWA, sondern als Mensch. Als jemand, den ich schätze – und auf dessen Urteil ich immer wert gelegt habe. Egal ob Du mich lobst und respektierst.. oder mich verurteilen wirst..“

‚Wirst‘. Die Zukunft blitzt hinter diesem Wort auf.

Die Konstante fragt nicht nach dem ‚danach‘. Jetzt nicht mehr..


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präsentiert

CARNAGEDDON ADVENTURE HOLIDAYS

Part I

Reno Air Show 2018. Reno, Nevada.

Über 4.000 PS, gut 600 km/h und zwei gigantische Pylone, die nur zwei Fußballfelder voneinander entfernt stehen: mehr brauchen diese zwei auf Höchstleistung getunten Propellerflugzeuge aus dem Zweiten Weltkrieg nicht, um den alljährlichen Reno Air Race auszutragen! Mit einem ohrenbetäubenden Lärm rasen die beiden bunt gemalten Luftfahrzeuge immer wieder in einer Ellipse, nur wenige Metern über den Boden – sie ahmen den uralten Wettkampf nach: der eine spielt den Jäger, der anderen den Gejagten. Oder andersrum, wenn der Gejagte schneller als der Jäger ist. Und das Publikum ist begeistert!

Wieder einmal steigt im „Biggest Little City in the World“ die legendäre Reno Air Show, eine einzigartige Flugschau an der Westküste. Zehntausende von Enthusiasten und Fans strömen zum großen Flugplatz von Reno, um Hunderte von fliegenden Objekten zu bestaunen: Wardogs aus den beiden Weltkriegen, überschnelle Besuche aus dem Jetzt-Zeitalter und sehenswerte Exponate.

Von daher ist auch keine Überraschung, dass Lara und Sean J. Lee – nicht zum ersten Mal – diesem Event beiwohnen. Neu ist diesmal die Größe des Bekanntenkreises: Neben den beiden Lees sind Barry „Stem“ Wilson und Ms. DeWynters heute dabei.

In diesem Moment ist aber Lara nicht anwesend, sodass eine etwas angespannte Atmosphäre entstanden ist. Sean J. Lee, gerade mal 16, starrt zu Stem herauf, der ihn um mehr als eine Haupteslänge überragt.

Sean: „Boah, bist du verdammt groß.“

Stem zuckt nur die Achseln, ihm fällt keine passende Erwiederung ein. DeWynters unterdessen hält sich im Hintergrund und scheint sich so gar nicht für das Getümmel drum herum zu interessieren – sie ist mit ihrem Smartphone offensichtlich sehr beschäftigt. Sean deutet mit einem Kopfnicken auf sie.

Sean: „Ey, was ist mit dieser Alten los?“

Erneut zuckt der Mann aus Roanoke die Achseln. Woher zur Hölle soll er das auch wissen? Sie und er sind sich bis heute nie begegnet.

Stem: „Weiß ich nicht. Ich weiß nur so viel, dass sie Lara überall hin folgen muss. Frag mich nicht, warum. Deine Schwester ist nicht glücklich darüber.“

Sean: „Yap, sie ist nicht glücklich darüber. Hey, kommst du mit ihr klar?“

Stem: „Mit ihr?? DeWynters?“

Sean: „Nein, Mann, ich meine Lara.“

Stem: „Oh.“

Überrascht klappt der Hüne den Mund zu.

Stem: "Ja... ich... also ich denke schon."

Sean: „Und was hälst du von ihr?“

Die Fragen des Jungen sind ihm irgendwie unangenehm. Aber er mag ihn, also macht er das Frage/Antwort Spiel einfach mit.

Stem: "Du hast ganz schön viele Fragen, Kleiner. Aber ja... Lara ist okay."

Sean: „Ihr habt aber nicht Sex oder so?“

Stem, der gerade an seiner Dose Litebeer genippt hat, verschluckt sich und hustet heftig. Dann blickt er Sean Lee mit großen Augen an.

Stem: „Mach' dir da mal keine Sorgen, da läuft nichts.“

Leider?

Sean: „Cool.“

Wilson lächelt und knufft dem Jungen die Faust auf den Arm.

Stem: „Sei mal nicht so neugierig, Mann.“

Sean: „Meine beiden Schwestern sind mir halt wichtig.“

Stem: „Ja, darüber hat Lara mir erzählt. Finde ich gut.“

Inzwischen ist das Luftrennen beendet, es wird etwas ruhiger, aber ständig steigen und landen irgendwelche Flugzeuge, sodass Stem und Sean nicht mitbekommen, wie ein – wie sollte es anders sein – Willys Jeep aus dem Zweiten Weltkrieg von hinten herannaht. Erst einige Meter davor drehen beide Männer um und entdecken die Fahrerin, die wie eine tollkühne Pilotin aus der Anfangszeit der Fliegerei ausstaffiert ist: Pilotenstiefel, Baumwollhose, Fliegerjacke und natürlich die Pilotenkappe mit der aufgesetzte Pilotenbrille. Darin sieht Lara Lee selbstverständlich sehr fesch aus. Während Barry Wilson seine Mitstreiterin noch bewundert, grinst Sean schon sehr breit.

Lara: „Heute diesmal nicht, SJ.“

Und schon wirkt der Bruder sehr unglücklich.

Lara: „Heute ist er dran…!“

Und zeigt mit der behandschuhte Hand auf Stem, der nur Bahnhof versteht.

Lara: „Alle einsteigen! Du auch, DeWynters!“

Misstrauisch beäugt die Botin den Jeep, denn er hat weder Dach, Fenster, Türe noch Sitzgurte. Stem findet das sehr praktisch, sodass er fröhlich auf den Beifahrersitz springt. Sean und DeWynters steigen nach hinten. Als die Kanadierin aufs Gaspedal tritt, macht der Jeep einen Riesensatz nach vorne, sodass alle sich irgendwo festhalten müssen. Während der Jeep an verschiedenen Flugzeugen, die in einer Reihe aufgestellt sind, vorbeifährt, mustert Sean diese begeistert, während Stem sich zu Lara umdreht.

Stem: „Wo fahren wir eigentlich hin?“

Lara: „Zu einem Stellplatz. Dort steht ein spezielles Flugzeug.“

Stem: „Und was ist daran so speziell?“

Die Kanaderin grinst breit, wie es zuvor Sean getan hatte.

Lara: „Wir machen einen kleinen Rundflug, Großer.“

Genau in diesem Moment knattert es am Himmel, sodass sich alle Köpfe im Jeep zur Quelle des Lärms umwenden: Ein Spitfire schießt gerade einen Messerschmidt ab!

Nun, das englische Weltkriegsflugzeug zerstört nicht seinen Feind, sondern signalisiert mit hell aufleuchtendem Mündungsfeuer und Knallgeräuschen der Platzpatronen nur, dass der Deutsche beschossen wurde. Prompt zieht die Messerschmidt eine ebenso simulierte Rauchfahne hinter sich her und legt ein Kunststück hin, um seinen Verfolger abzuschütteln! Das Publikum jubelt laut hörbar. Deutsche sind halt die perfekten Bösewichter; und das nicht erst seit Hans Gruber.

Barry zeigt auf beiden Militärmaschinen und setzt eine sorgenvolle Miene auf. Es gibt Dinge, die er wirklich absolut NICHT mag.

Stem: „Mit denen fliegen wir aber nicht, oder?“

Daraufhin muss Lara laut loslachen und zeigt nach vorne.

Lara: „Schön wär's! Nein, wir gehen's etwas gemütlicher an…“

Mit „etwas gemütlicher“ meint sie einen steinalten Doppeldecker in Rot-weiß, dessen Farbe ein klein bisschen abblättert. Ein Typ Stearman, dessen monströser Sternmotor dem Flugzeug ein weltbekanntes Gesicht verleiht.

Stem: „Ist das dein Ernst, Lara?“

Lara: „Klar. Wolltest du nicht schon immer einen coolen Rundflug machen?“

Rundflug. Allein schon bei der Erwähnung wird ihm schlecht.

Stem: „Nicht wirklich. Das ist so eine Sache von vielen, die ich in meinem Leben nicht unbedingt vermissen würde… und ein Rundflug in einem halb verfallenem Flugzeug zählt nicht dazu, nein.“

Lara: „Ach, Großer, das da willst du ganz sicher nicht verpassen. Das ist ein Erlebnis, das man einmal gemacht haben muss!“

Stem: „Ich weiß nicht…“

Lara: „Um deine Worte zu zitieren: Come on! Ist doch gar nichts dabei! Du sitzt einfach da drin, schön sicher angegurtet, genießt die Landschaft von oben und die frische Luft und spürst das gemütliche Tuckern des Motors vor dir.“

Er atmet lautstark aus. Warum eigentlich nicht?

Stem: „Na, schön. Wenn du darauf bestehst. Gehen wir es an."

Er schaut sich im Hangar um.

Stem: "Wo ist der Pilot?“

Die Frau am Steuer zeigt Stem ein verärgertes „Bist du irgendwie doof oder so?“-Gesicht. Sofort erbleicht Barrys Gesicht, als er Lara im Pilotenaufzug noch einmal anschaut.

Stem: „You're kiddin', right? Der Pilot wird gleich da sein, richtig?“

Lara: „ICH bin der Pilot, du Riesenbaby! Ich habe ein Pilotenschein gemacht, sodass ich zwischen Needles – also wo ich früher gearbeitet habe – und Kanada im Monat pendeln konnte. Ich habe ein Cessna in Kanada stehen, dieser Stearman gehört einem Freund von mir.“

Inzwischen sind sie alle vor dem Flugzeug ausgestiegen, während Barry Wilson das Fluggerät noch einmal sorgfältig mustert. Offensichtlich kommt er zu einem nicht so positiven Ergebnis, aber auch zu keinem Negativen. Inzwischen hat Lara ein kurzes Gespräch mit Sean und DeWynters geführt und kehrt wieder zu Stem zurück. In den Händen hat sie eine riesige Fliegerjacke und Pilotenbrille.

Lara: „Zieh‘ sie dir an. Sind die größten, die ich auftreiben konnte.“

Ein Glück, dass die Jacke und Brille tatsächlich passen. Beziehungsweise Pech, denn sonst hätte der Riese eine Ausrede gefunden. Etwas unglücklich steigt er in den hinteren Sitz ein, während Lara fröhlich in den vorderen jumpt. Nach ein paar Sekunden Fummelei mit dem Gurt und der Pilotenbrille zeigt er den Daumen nach oben. Daraufhin zieht Lara den Anlasser…

Hustend und krächzend setzt sich der Zweiblatt-Propeller langsam in Bewegung, nach ein paar Fehlzündungen knattern alle neun Zylinder munter vor sich hin, sodass kleine Flammen aus den verrußten Auspuffrohren stoßen. Nervös beobachtet Stem den Startvorgang und fühlt das starke Zittern des Rumpfs. Durch den ohrenbetäubende Lärm kann er seine Sorgen nicht zum Ausdruck bringen, also mümmelt er sich noch tiefer in den Sitz hinein.

Nach zehn schier endlos scheinenden Minuten befindet sich der Stearman bereits in der Luft. Der Doppeldecker scheint in seinem Element zu sein, denn es läuft absolut ruhig und das starke Zittern ist verschwunden. Barry Wilson kann sich endlich durchringen, einmal nach draußen zu schauen und bewundert die Landschaft. Er sieht auch die Gebäude, Flugzeuge und Autos in Spielzeuggröße. Hoch oben am Himmel, das hat irgendwie eine gewisse Erhabenheit.

Während der Stearman noch ein paar Minuten lang ruhig seine Kreise zieht, dreht Lara auf einmal nach hinten und rückt ein bisschen näher zu Stem, um im tosenden Fahrtwind irgendetwas brüllen zu könnnen.

Lara: „ALLES KLAR DA HINTEN, GROßER?“

Stem: „ES GEHT. EIGENTLICH GAR GAR NICHT SO SCHLECHT!“

Lara: „SUPER! JETZT HALT DICH ABER FEST!“

Stem: „MOMENT, WAS?!“

Doch die Pilotin hat sich schon wieder umgedreht und wackelt plötzlich mit den Flügeln, als ob sie die Ruderbewegungen kurz testen wollte. Und dann drückt Lara den Steuerhebel heftig nach vorne! Prompt gehorchend kippt das Flugzeug nach unten ab und ahmt ein Trudeln nach! In sicherem Abstand zum Boden fängt es sich aber in einer schwungvollen Bewegung ab, dreht dann ein paar Seitenrollen und schließlich steigt es wieder nach oben – bis der Doppeldecker senkrecht steht und nicht mehr weiter steigen kann! Erneut kippt der Stearman wieder nach unten ab, fliegt aber sofort in einer stabilen Horizontalen – kopfüber! Eine Weile lang rast das Flugzeug „falsch herum“, bis es in mehreren Schritten ruckartig um die Längsachse rotiert! Nach einer kurze geradlinigen Flug zieht Lara mit Stem es abwechselnd heftig nach rechts und nach links, als würden sie ein engmaschigen Slalom entlangfahren! Der Motor jault, knurrt, brummt, heult je nach Lage, aber absolut anstandslos! Und dann auf einmal kommt der langersehnte Looping! Und nochmal Looping! Und noch einmal – noch engeres – Looping! Und da kommt der Stearman der Betonpiste gefährlich nahe, so nahe, dass es auf der Augenhöhe der Menschen auf dem obersten Rang der kleinen Tribüne vorbeifliegt! Die Zuschauer klatschen begeistert. Lara legt noch zum Abschluss einen schön weiten Kurvenflug hin, bevor sie wieder langsam und sicher auf der Landebahn aufsetzt.

Mit tuckerndem Motor und langsam ausdrehendem Propeller nähert sich der Stearman seinem Platz wieder, wo Sean in sicherem Abstand begeistert herum hüpft, während DeWynters nur wortlos mit verschränkten Armen zusieht. Schließlich und endlich kommt der Doppeldecker zum Stehen. Barry Wilson und Lara Lee sehen wie zwei waschechte Kampfpiloten aus, die gerade eine Begegnung mit dem Roten Baron hatten – die Gesichter sind völlig verdreckt! Sofort steigt der Riese aus Roanoke aus dem Sitz. Die Kanadierin lächelt breit.

Lara: „Und, wie fandest du es?“

Doch das Mitglied von Carnageddon sagt kein Wort, stattdessen läuft er schnurtracks zum nächsten Mülleimer und übergibt sich sehr ausführlich in diesen!

Als Lara den Motor abgestellt, ihr Gesicht gewaschen und die Pilotenbrille abgesetzt hat, hat Stem wieder etwas gesündere Gesichtsfarbe. Jetzt wirkt er nicht mehr geschockt, sondern eher schlecht gelaunt.

Stem: „Was fällt dir eigentlich ein, sowas mit mir anzustellen, Missy! Ein verdammter Kunstflug! Wolltest du mich umbringen oder was?“

Daraufhin kann Lara nur laut lachen.

Stem: „Das ist überhaupt nicht lustig! Ich hatte eine verdammte Todesangst! Ich dachte alle fünf Sekunden, wir würden abstürzen oder ähnlich Schlimmes!“

Stille.

Stem: "Herrgott, Lara... ich HASSE das Fliegen... "

Lara seufzt und geht langsam auf ihren Freund zu. Doch dann lächelt sie wieder und klatscht auf Stems Schulter.

Lara: „Ich bin stolz auf dich, Großer.“

Stem: „Was soll das jetzt heißen?“

Lara: „Du warst verdammt mutig. Du hattest keine Ahnung gehabt, worauf du dich eingelassen hast, aber du hast mir vertraut und auch noch so viel Eier gehabt, in diese Klapperkiste einzusteigen. Du hast dich großartig bewiesen, dass du ein verdammter Held bist. Ich wusste schon von Anfang an, dass du eine Riesenangst vor großen Höhen hast.“

Brummelnd nippt er an dem Wasser, was Sean ihm gereicht hat.

Stem: "Ich mag auch keine Clowns. Berücksichtige das bitte für eine eventuelle Geburtstags-Surprise-Party."

Doch dann grinst er auch.

Stem: „Mach‘ das bloß nie wieder. NIE wieder, hast du verstanden, Missy?"

Lara: „Ist gut, jetzt geh’n wir mal ein paar Blödmänner in der PCWA verhauen.“


Vincent Craven: "Carnageddon findet immer mehr Vertrauen zueinander. Schön, dass die Kameras Lara Lee und Stem bei ihrem Tripp in die USA begleitet haben."

Mike Garland: "Gar nicht übel, wie Lara Lee die Maschine im Griff hatte. Stem zeigte im Gegensatz dazu erneut seinen verweichllichten Kern..."

Vincent Craven: "Ach Gottchen, Mike - du wärest doch der Erste gewesen, der sich übergeben hätte. Wenn man Höhenangst hat, ist das wirklich eine Leistung! Dass er sich überhaupt getraut hat, da mitzufliegen..."

Mike Garland: "Wenn Lara mich mitgenommen hätte, hätte ich sie danach aber auch in die Höhe geflogen - wenn du verstehst, was ich meine."

Vincent Craven: "Ich möchte es mir nicht vorstellen, Mike. Gehen wir deshalb wieder zum Tagesgeschäft über, wie Lara und Stem das heute schon getan haben, indem sie sich Jimmy Maxxx vorknöpften."

Mike Garland: "Wenn's sein muss..."

Vincent Craven: "Der Main Event der heutigen Vendetta rückt nämlich näher. Vorher schalten wir allerdings nochmal zu Marc Poe, der hoffentlich die heutigen Ereignisse mittlerweile verdaut hat."


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Der Pulsschlag von Marc Poe ist nach dieser ereignisreichen Vendetta nun doch wieder im normalen Bereich angekommen. Endlich hat wieder sein Ruhepuls von ungefähr 45 Schlägen pro Minute eingesetzt. Vor kurzem noch undenkbar, da der Marylander im Laufe der Show schon auf 180 und darüber war.

Mittlerweile ziemlich entspannt liegt der Mann aus Baltimore im Trainingsraum auf einer der ausgebreiteten Matratzen. Seine Beine hat er in die Luft gestreckt und schüttelt diese kräftig durch. Poe atmet tief ein und wieder aus. Dann lässt er zehn Sit-Ups folgen und bleibt anschließend auf dem Rücken liegen. 

Wenn der Bartresen nicht wirklich hilft eine Stresssituation zu bewältigen, dann ist die Trainingshalle wohl der richtige Ort. Zwar hat der Marylander nicht besonders viel Engagement an den Tag gelegt, doch den im Gespräch mit Kevin Sharpe angekündigten Frustabbau hat er umso mehr betrieben. Der Punchingball und einer der Sandsäcke mussten sehr leiden und haben damit den gewünschten Zweck erfüllt. 

Außer Marc sind nur noch zwei der Nachwuchswrestler anwesend, die ihre Muskeln auf der Hantelbank stählen. So hat der Marylander kein Problem damit, seine Augen zu schließen und zu träumen. Er stellt sich vor, dass die Lichter der Lampen Sonnenstrahlen sind. Wie schön wäre es jetzt am Miami Beach neben einigen heißen Ladies zu liegen. Aber naja, er lebt seinen Traum.... Hier in Berlin. 

Die Gedanken an Miami verschwinden ruckartig - nicht weil sich Poe dazu entschlossen hat doch noch zu trainieren. Ein Schatten ist am Horizont erschienen und nimmt ihm plötzlich das Licht. Der ehemalige Hafenarbeiter öffnet seine Augen: eine Gestalt steht am Mattenrand und beobachtet - scheinbar - ihn. Es ist nicht bloß ein Schatten, der sich hier zu ihm gesellt hat, es ist DER Schatten... Shadow! Einer seiner Gegner beim diesjährigen Imperial Impact. Das Match um den Gerasy ist nun wieder präsent, die Entspannung dahin. Der Puls steigt sprungartig in die Höhe.

Marc Poe: "Brauchst Du ein paar Schlittschuhe?" 

Symbolischer Frost - beim zufälligen Treffen im Münchner Olympiastadion hat Poe sein Gegenüber bei weitem freundlicher begrüßt. Shadow reagiert nicht - zumindest kann man dies anhand seiner vor dem Gesicht hängenden Haare nicht wirklich erkennen.

Marc Poe: "Wie ich Dir bei Out of Ashes schon erklärt habe, glaube ich nicht an Zufälle!? Also - was willst Du, Schattenmann?"

Das unergründliche Dunkel geht ohne ein Wort zu erwidern ein paar Schritte weiter. Seine Hand ergreift, als er schließlich ein Regal mit Gewichten erreicht, eine 30-Pfund-Hantel.

Shadow: "Wer nicht sein Bestes gibt, verschenkt sein Talent...."

Der Kopf dreht sich zu Poe.

Shadow: "... kommt dir das eventuell bekannt vor?! Ich habe in Deinem Fall zumindest die Hoffnung, dass die Frage rhetorisch gemeint war ... aber andererseits: wenn man Deinen Enthusiasmus gerade anschaut verglichen mit den Möglichkeiten, die sich Dir momentan bieten, solltest du es womöglich wie ich halten - und den Gym vielleicht öfter mal aufsuchen."

Poe springt gekonnt mit einem Kip-Up auf die Beine.

Marc Poe: "Zu meiner Fearless 'n' Lawless Zeit hab' ich kaum trainiert. Dante und ich haben oft einfach improvisiert, DAS war unser Ding. Mittlerweile trainiere ich wie ein Bekloppter, was wohl der Hauptgrund ist, dass ich überhaupt noch hier in der PCWA bin. Wie Du bei Out of Ashes gesehen haben dürftest, bin ich konditionell voll auf der Höhe. Also - warum nicht zwischendurch die Seele baumeln lassen?"

Shadow gibt ein Geräusch von sich, das man als Räuspern oder Lachen identifizieren könnte. Scheinbar weiß nur er selbst, was es war. Marc geht ebenfalls zu dem Regal und nimmt sich eine Hantel.

Marc Poe: "Seit vorhin stelle ich mir aber die Frage: Wieso trainiere ich überhaupt so hart? Anstatt meinen verdienten Shot auf die Cryption Crown zu erhalten, werde ich in ein Match gesteckt, bei dem ich eine rechnerische Siegchance von unter 20 Prozent habe. Wie viele Kämpfe habe ich bestritten, um diese RIESEN-Chance auf meinen ersten Einzeltitel zu erhalten? Eigentlich egal, oder?! Denn die interessantere Frage ist doch: Wie viele Kämpfe hast DU in der PCWA bestritten, um die gleiche Chance zu bekommen?"

Der Tonfall des Marylanders springt zwischen Sarkasmus und Frustration hin und her. Es ist ein Auf und Ab wie beim Deutschen Aktien-Index. Shadow hat zwischenzeitlich seine passende Anzahl Gewichte in die Crossover Zugstation gepackt - ohne hingegen seinen 30-Pfünder aus der Rechten zu legen.

Marc Poe: "Okay, DU bist echt richtig beeindruckend."

Diesen Satz kann man eindeutig dem Sarkasmus zuordnen.

Marc Poe: "Erklär mir doch bitte, wie du im Main Event vom Impact gelandet bist? Wären wir Angestellte in einem großen Kreditinstitut oder in der Firma meines Erzeugers, dann würde ich sagen: Du hast die richtigen Leute gefickt! Im diesem Fall glaub ich das nicht, denn nicht mal auf mich ist Jona Vark angesprungen und du bevorzugst doch eher die Gesellschaft von Männern, oder? Nicht böse gemeint, aber warum solltest du mich sonst andauernd stalken?"

Es kommt nicht häufig vor, dass Marc Poe einen Kontrahenten direkt - ohne offensichtlichen Grund - verbal attackiert. Doch er hat mehr als einen Grund, hauptsächlich möchte Poe testen, wie weit er bei Shadow gehen kann. Und obwohl Marc den Angriff mittlerweile in einem lustigen Unterton versteckt hat, kann man diesen als klare Attacke gegen den Schattenmann werten.
Bisher kann der Marylander jedoch keine Reaktion erkennen.

Shadow: "Wenn man denkt, man habe schon das gesamte Spektrum einer Gesellschaft gesehen … oder das eines einzelnen Individuums … oder letztlich bloß das einer elitären In-Group wie dem PCWA-Kader, so wird man doch immer überrascht, wie viele Schichten noch zu Tage gefördert werden."

Der selbsternannte Schatten der Liga hat mit inzwischen genügend Gewicht das Gerät "reserviert" und schlendert mit der einen Hantel zurück zu Poe am Regal. Die Kopfbewegungen deuten auf einen Blick zur Hand des Baltimore Homeboy, … wonach der dunkle Fighter zielsicher die 30- gegen zwei 40-Pfünder austauscht.

Shadow: "Gib einem Menschen Macht und du siehst seinen wahren Charakter … es ist erstaunlich, wie sehr du dich seit München verändert hast. Nichts mehr von philosophischer Tiefenschärfe und lauerndem Kampfgeist - stattdessen trieft dein wiedergewonnenes Ego nur von Neid und Missgunst. Und das über etwas, was weder prognostisch noch sicher dein Eigentum ist … und verteidigst es mit dem Messer zwischen den Zähnen gegenüber jemand, dem du unlängst deine Seele derart feilgeboten hast, dass er dir ein ganzes Arsenal in den Rücken hätte jagen können, wenn er gewollt hätte. Ist das jetzt das Faustrecht der PCWA - oder doch eher der Sieg des Geistes von Ezra Armitage in dir?"

Der Marylander hat sein Ziel erreicht: Der Schatten reagiert nun also doch auf die verbale Spitze. Obgleich Poe in den Worten seines Gegenübers viel Wahrheit erkennt... wird er darauf nicht eingehen. Der Geist von Ezra Armitage? Niemals, hier geht es einfach nur darum einen kommenden Gegner zu studieren und aus der Reserve zu locken. 

Marc Poe: "Neid? Missgunst? Worauf? Deine Chance auf das Gold ist genauso hoch wie meine. Wenn du den gleichen steinigen Weg wie ich bestritten hättest, dann könntest du verstehen, worauf ich hinaus will. Als Ezra Armitage hätte ich einen einfacheren Weg im Leben gehabt, aber ich verabscheue es, wenn jemand alles bekommt, ohne dafür zu kämpfen! Zwar kenne ich nicht deine komplette Lebensgeschichte, aber dein Weg zu einem POE-PER-VIEW Main Event ist mir einfach zu easy."

Shadow zieht unbeeindruckt seine Wiederholungen an eine Wand gelehnt durch - den vermutlichen Blick Richtung Unendlichkeit.

Shadow: „.... zu einfacher Weg für jemand anderes …. sicherer Shot auf die Cryption Crown …. eine unter 20%ige Chance auf den Gerasy … wenn ich eines in den Ligen dieser Welt amüsant finde, dann die Art und Weise, wie Wrestler ihre Duftmarken für etwas setzen - oder zumindest den Glauben daran. Gewiss, ich bin da keine Ausnahme … aber zumindest lege ich mich auf ein Ziel fest.“

The Unfathomable Dark stoppt und wendet Poe den Kopf zu.

Shadow: "Als ich in diese Liga kam, warst du noch Tag Team Champion. Dann wurdest du dieses Gürtels beraubt - deine erste Front. Anschließend hast du dich mit deinem ehemaligen Partner überworfen - die nächste Front. Und schließlich trachtet dir ein doppelzüngiger Zweckpartner mit noch jemandem nach deiner Existenz - und schon sind es drei Fronten. Und als wäre das noch nicht genug, streckst du deine Hand nach der Cryption Crown aus und rechnest gleichzeitig deine Chancen auf das allerhöchste Gold aus. Bisschen viel, selbst für einen Athleten wie dich."

Poe lächelt müde. 

Marc Poe: "Diese drei von dir erwähnten Fronten spielen keine Rolle mehr.  Außerdem würde ich diese Ereignisse als Kausalitätskette bezeichnen. Durch meinen Sieg bei Out of Ashes haben sich alle drei in Luft aufgelöst."

Der Marylander imitiert mit der linken Hand das Platzen einer Seifenblase.

Shadow: "Ob Stick oder nicht - hast du denn schon dein ach so kostbares Avatar-Leben komplett zurück? Oder hat der gute Dante Rodriguez dich schon offiziell aus seinem Fadenkreuz genommen? Ich würde derartig schwammige Lebenslinien nicht wirklich als kausal ansehen."

Marc Poe: "Du redest von einem Avatar? Bist du nicht das perfekte Spiegelbild einer MMORPG-Figur?"

Poe kratzt sich den Bart und sucht nach Shadows Augen, doch er findet sie nicht.

Marc Poe: "By the way wird Sharpe den guten Dante wieder zur Vernunft bringen und dann ist die Familie wieder komplett."

Shadow: „Ein Fighter, dem man am ehesten den American Walk of Life abnehmen würde, lässt eine seiner Fronten von jemand anderem beackern …. Ich könnte jetzt hinterfragen, ob das die Tendenz zum gerissenen Taktiker ist oder die Offenbarung der eigenen Doppelzüngigkeit ... oder doch letztlich eher eine ziellose Abwärtsspirale ohne Kontrolle."

Shadow hebt seine Hand mit der Hantel und deutet auf Marc.

Shadow: "Soll ich dir sagen, was mein Ziel war, als ich in diese Liga kam? Ein großmäuliger, wenn auch für sich im gewissen Sinne erfolgreicher Fighter, dem es galt, das fuselgetränkte Ego ein wenig zurechtzustutzen …  und wenn du dich an den Rumble erinnerst, ist mir das ansatzweise auch ganz gut gelungen. Was fehlt, ist das direkte 1:1. Dass dieser jemand zwischenzeitlich eine Championship erkämpft hat, die du anscheinend begehrst, ist Schicksal - ändert für mich aber nichts an der Richtung, die ich eingeschlagen habe. Fakt ist: ob mit Gold oder ohne - Mad Dog ist Geschichte, also habe ich vom Logischen her und unsere Werdegänge bisher parallel betrachtet doch wohl eher das Recht, den amtierenden Cryption Crown Träger herauszufordern…."

Marc Poe: "Dein Werdegang vor der PCWA interessiert hier keinen Mensch! HIER musst Du erstmal was abliefern!" 

Shadow: "Meinst du so verbal wie du gerade? Ich könnte mich irren - aber meiner Meinung nach dürftest du von Malzbier scheinbar auf die gleiche Plörre wie unser walisischer Freund umgeschwenkt sein: Hirntod gemixt mit heißer Luft. Anders kann ich mir nämlich nicht erklären, dass du zu vergessen scheinst, dass ich vom Hier und Jetzt spreche. Was davor ist, hab ich noch nicht herangezogen - vermutlich aus Respekt dir gegenüber...."

Marc Poe: "Oh yes, ich bin der Underdog. Sag es doch mit einfachen Worten. Ja, ich bin der Einzige im Elimination Chamber, der noch keinen Einzeltitel gewonnen hat. Jedes Match braucht einen Underdog und deshalb bin ich wohl dabei. Eventuell ist 2018 das Jahr der Underdogs, denn auch die Philadelphia Eagles haben das Unmögliche möglich gemacht. Trotzdem bin ich der Meinung, dass wenn wir vom Hier und Jetzt sprechen, dann solltest du beim nächsten PPV nochmal den Opener bestreiten. Hat irgendwie zu dir gepasst. Denn obwohl ich der Underdog bin, hab ich in der PCWA schon einiges erreicht und eine riesige Fanbase. Wie sieht es bei dir aus?"

Man spürt förmlich, wie die Situation aktuell zwischen beiden knistert. Wäre nicht das monotone Hintergrundgeräusch der Deckenlampen, wäre Poes Zähneknirschen noch deutlicher zu vernehmen….
… doch dann drückt ihm Shadow die Hantel gegen die Brust, welche ihm Marc ein wenig überrascht abnimmt.

Shadow: "Wie, wo, was auch immer … aber wenn es dich glücklich macht und du es willst, dann will und werde ich dir und der Cryption Crown sowie deinen anderen Vorlieben nicht zwangsläufig im Weg stehen. Chancen multiplizieren sich, wenn man sie ergreift - und ich ergreife meine, mal direkt - mal indirekt …."

Poe lässt ihn wortlos ziehen, als Shadow auch die andere Hantel beiseite packt, sich zur Crossover Maschinerie begibt und beginnt, mit kraftvollen Zügen die Gewichte zu stemmen.

Shadow: "… und so verfahre ich mit allem, was sich mir bietet. Hier in der PCWA wie auch überall, wo ich bislang tätig war. Ich verliere mein Ziel nie aus den Augen - aber wenn sich mir Optionen öffnen, wäre ich schlecht beraten, diese nicht zu nutzen …. oder siehst du es anders?!"

Marc Poe: "Verdenken kann ich es dir nicht, da bin ich bei dir. Wenn wir an der Reihe sind, dann müssen wir bereit sein. Selbst wenn wir nicht wissen, wann es soweit ist. Genau darum geht es. Allzeit bereit zu sein. Bereit zu tun, was nötig ist und die Konsequenzen tragen. Bereit zu sein heißt: jede Gelegenheit zu nutzen, um zu zeigen, was man kann. Die Chance zu nutzen, die man nicht hat."

Dieser Spruch geht Poe leicht von den Lippen, doch in ihm tobt immer noch ein Konflikt. Ist er wirklich bereit Kevin Sharpe im Ring gegenüber zu treten und alles rauszuhauen? 

Für Shadow ist der Mann aus Baltimore definitiv bereit, er geht ein paar Schritte und baut sich provokant vor der Crossover Zugstation auf.

Marc Poe: "Ich hab dir einzig und allein meine Meinung zu deiner Teilnahme am Main Event gesagt. Doch dein einziges Interesse gilt wohl meinem Training... Mir scheißegal, ich werde mein Ding und mein Training durchziehen. Du wirst mich mit deinen Worten sicher nicht aus dem Konzept bringen, Bleichling. Im Gegensatz zu dir habe ich schon viele Kämpfe in der PCWA bestritten und gewonnen... Mein Trainingsprogramm ist perfekt auf meine Fähigkeiten abgestimmt. Stichwort: Ausdauer... Ein Teilzeit-Kämpfer, wie du es bist, hat davon natürlich keinen Plan!"

Shadow pumpt wieder unbeeindruckt weiter.

Shadow: "Tja, das dürfte der Unterschied zwischen uns sein. Was nichts anderes bedeutet, als dass es sich mit der Dosierung meines Trainings so verhält wie mit meiner Chancenauswertung: es ist allein meine Sache. Denn schließlich bin ich es, der die Konsequenzen trägt - es ist mein Risiko, dass ich mit gefühlt zu wenig entweder siegreich bin oder zugrunde gehe. Oder anders gesagt: wer etwas Großes will, der muss sich zu beschränken wissen … aber wer dagegen alles will, der will in der Tat nichts und bringt es zu nichts."

Marc Poe: "Wir werden es erleben, Bleichgesicht. Aktuell bin ich wirklich sehr daran interessiert zu wissen, wer von uns beiden der Bessere ist...  Beziehungsweise wer von uns am Ende seiner Karriere etwas wirklich Großes in der PCWA erreicht hat. Bist du denn konditionell überhaupt in der Lage ein Match wie den Elimination Chamber zu überstehen? Wie gesagt: ich habe nun schon mehrere Male gezeigt, dass ich seeeeehr lange kann. Mal sehen, wie lange du das hier hältst."

Poe greift in die Maschinerie und unterbricht so das Training seines Kontrahenten. Shadow wirft sein Haar zurück - und entblößt, wie schon aus der Vergangenheit bekannt, sein geisterhaft weiß geschminktes Gesicht: in dem Fall ohne Schattierungen und Nuancen. Poe blickt ihm in die grünen Augen, bevor dieser die Haare wieder nach vorn wirft.

Shadow: "Ich sehe schon, dass du ein Mann der Tat bist … von daher dürften meine weiteren Antworten und Entgegnungen nicht auf das gewünschte Gehör treffen. Aber vielleicht liegt dir das ja mehr: der Kontrast zwischen unergründlichem Dunkel - und unergründlichem Weiß! Denn wenn nämlich nichts auf meinem Antlitz auf etwas oder jemanden hindeutet, kann sich auch keiner auf mich einstellen. Das … wären dann mein Vorteil und mein Gedanke gegenseitiger Fairness in der kommenden Elimination Chamber."

Der Schatten beginnt Face-to-Covered Face mit Poe mit bebenden Muskeln erneut die Gewichte seines Seilzuges zentimeterweise zu stemmen, doch der Mann aus Baltimore hält ebenfalls sichtlich angestrengt dagegen.

Shadow: "… bis dahin könnte das Weiß aber den Konturen eines Homeboys weichen. Von daher - werde ich die Tür nicht aufstoßen … aber andererseits dir auch keine Steine in den Weg legen, solltest du dich ans Office wenden. Nur wir zwei, First- und Last-Chamber-Entrance! Dann dürfte jeder am Ende auf seine Kosten kommen: ich im ungünstigsten Fall mit einer indirekten Chance und du …. du bekommst mehr Kämpfe für dich, mehr Kämpfe von mir, deine Hartarbeiter-Gelegenheit, bei Bedarf den entsprechenden Ertrag … und vielleicht auf diesem Weg auch eine gewisse Ms. CEO dahin, wo es dir bislang nicht vergönnt war. Hört sich das jetzt mehr nach einer RIESEN-Chance an?"

Marc Poe: "Trotz unseres Gesprächs in München hast du immer noch nicht verstanden, wie ich ticke. Niemals würde ich mich ans Office wenden.... Mir ist es scheißegal, ob du im PPV-Main Event dabei bist oder nicht. Ich wollte mit meinen Nadelstichen einfach etwas mehr über dich und deine Pläne erfahren - hat anscheinend gut funktioniert."

Shadow versucht weiter die Gewichte in die Höhe zu hieven, Poe schafft es aber immer noch dies zu verhindern.

Marc Poe: "Doch eine Sache ist mir immer noch ein Rätsel. Sag mal, warum hast du RM in das Elimination Chamber Match gebracht? Falls ihr was plant, dann vergesst es gleich. Sharpe und ich sind auf alles eingestellt."

Shadow: "Was immer du sagst…."

Die augenblickliche und von Adrenalin angefüllte Patt-Situation ist plötzlich im Bruchteil von Nano-Sekunden wie verflogen: mit einer für den Schattenmann ungewohnten Geschwindigkeit geht alles ganz schnell. Shadow lässt kurz den Zug nach und lockert so Poes Gegendruck. Die so freigewordene Zugmöglichkeit nutzt der Schatten, um seine Gewichte mit Schwung nach oben zu ziehen. Poe kann gerade noch so die Finger seiner Hand von den Gewichten vor dem Quetschen herausziehen - weshalb er seine andere kurz vernachlässigt. Um diese wickelt Shadow blitzschnell den Seilzug und lässt los. Poe wird durch die fallenden Gewichte kurz mitgezogen - hält dann aber gegen und wickelt sich dann das immer mehr zuschnürende Seil ab, bevor es sich zu sehr in seine Haut drückt.

Während er sich das Handgelenk reibt blickt Poe angefressen zu Shadow.

Shadow: "So wie mit eurer Einstellung verhält es sich offenbar auch mit euren taktischen Spekulationen: mehr Schein als Sein. Du meinst, dass ich dich noch immer nicht verstehe - aber das Gleiche könnte ich dir auch vorwerfen: ich bin nach wie vor ich. Ich bin weder viel noch wenig …. noch bin ich jemand, der irgendwo die Entscheidungen trifft. Ich habe den Assassins nicht die Tür zur Chamber aufgestoßen, sondern lediglich meine Sichtweise dargelegt. Wenn du jemanden verantwortlich machen möchtest, dann wohl eher die dahingehend das Sagen haben. Zum Beispiel dein heißgeliebtes Fräuleinwunder an der Spitze … oder derjenige, der ihr und mir nach dem Munde geredet hat. Dürfte in dem Fall dein Best Buddy sein, wenn ich mich nicht irre?!"

Marc Poe: "Was wäre Kevin für ein Champ, wenn seine Antwort gewesen wäre, dass er heute Abend bereits gegen einen der Assassinen antritt?! Deshalb sollen weder RM noch Ashfield einen Platz in der Elimination Chamber erhalten. Das ist nicht Kevin Sharpe. Als höchster Champion der PCWA hätte ich sicherlich die gleiche Antwort gegeben, obwohl ich weiß, wie der Kuchen und Konsorten sind. DU allein hast diesen Stein ins Rollen gebracht."

Der Schattenmann packt seine Gewichte und legt sie wieder ins Regal zurück.

Shadow: "Glaub, was du willst, Baltimore Boy. Fakt ist: in der Chamber gelten andere Gesetze - und da du die scheinbar nicht so kennst wie ich, rate ich dir zu einem Auffrischungskurs. Allianzen weichen dort genauso auf wie die Hemmschwellen individueller Härte, Skrupel und Grausamkeit. Das einzige, was wir, was jeder Teilnehmer, im Vorfeld tun kann, ist den jeweiligen Status quo zu jedem einzelnen Gegner festzulegen. Und damit die jeweilige Dimension der Hemmschwellen … und wie lange es im späteren Match dauert, um diese zum Schmelzen zu bringen. Wir zwei kennen unsere jetzt - zumindest ansatzweise. Die Wochen bis zum PPV werden nun zeigen, wie gut wir das eingeschätzt haben. Ich für meinen Teil kann dir bloß einen guten Ratschlag geben: bedenke stets, was du tust … und sei dir über alle Konsequenzen im Klaren. Denn wenn du bestimmte Türen durchschreitest, dann gibt es unter Umständen kein Zurück mehr …"

Mit diesen Worten dreht Shadow sich um und begibt sich Richtung Ausgang.

Marc Poe: "Offensichtlich bist du perfekt vorbereitet auf den großen Fight, du hast deinen Matchplan quasi schon vor Augen. Es gibt da jedoch etwas, dass selbst du nicht einkalkulieren kannst... Den Zufall! Genau hier sehe ich den Vorteil bei mir. Ich kann perfekt improvisieren und darum geb ich einen Shit auf deine Chamber-Gesetze. Wer am Ende besser fährt, werden wir dann sehen."

Poe wendet dem Schatten nun ebenfalls seinen Rücken zu und legt sich wieder auf die Matte.

Marc Poe: "Ich muss mich bei dir bedanken - mittlerweile habe ich richtig Lust auf den Imperial Impact. Dann werde ich dir und deinen klugscheißerischen Floskeln in den Arsch treten. Bis dahin mach ich noch etwas Deepwork."

Schon beginnt der Mann aus Baltimore mit seinen Übungen, während Shadow den Trainingsraum verlässt.


Vincent Craven: "Wow! Da flogen schon einmal die verbalen Fetzen, bevor sich die beiden überhaupt im Ring gegenüber stehen."

Mike Garland: "Aber darauf habe ich nach diesem Gespräch wie Marc Poe verdammt Lust bekommen, Vince. Marc Poe gegen Shadow - das war gerade schon zum Greifen nahe."

Vincent Craven: "Poe hat seine Vorwürfe an den Mann gebracht, aber auch Shadow konnte klar machen, dass er eigentlich der falsche Adressat ist."

Mike Garland: "Unterschwellig ging es aber nicht darum. In allen Worten schwang schon das Abtasten mit... die Psychologische Kriegsführung. Die beiden sind Konkurenten und Kontrahenten. Das spürte man in jeder Fleischfaser."

Vincent Craven: "Und die kommenden Wochen bis zum Imperial Impact 12 werden tatsächlich zeigen, ob sie in ihren Einschätzungen richtig liegen und ob sie die richtigen Nadelstiche setzen konnten."

Mike Garland: "Ohne dass sie oder wir wüssten, wie die anderen Teilnehmer sich positionieren. Es wird ja kein Singles Match... Sharpe will zum Beispiel jetzt im Ring gegen Connor Rogue sein Zeichen setzen! Der Kuchen und Sean Ashfield werden sicher mit von der Partie sein..."

Vincent Craven: "Marc Poe und Shadow, aber auch James Godd dürften sich den Main Event nicht entgehen lassen. Lisa Sanders ist beim Engländer, um auch von ihm letzte Eindrücke zu sammeln. Danach geht es sofort mit dem Main Event los."


------------------ PCWA ------------------

Die Kameras zeigen uns niemand geringeres als Lisa Sanders. Die PCWA Reporterin ist umgeben von Fans und befindet sich mitten in den Zuschauerreihen. Dies jedoch nicht ohne Grund, denn mitten in der jubelnden Menschentraube befindet sich einer der absoluten Fan Favorites. Der Tribun des Volkes, James Godd, steht neben Lisa und wird von allerlei Fans immer wieder angefasst. Viele der Fans hier können kaum glauben, dass der Engländer sich gerade tatsächlich unter ihnen befindet. Mit einem bezaubernden Lächeln richtet Lisa das Wort an den Mann aus London.

Lisa Sanders: "Ich stehe hier neben dem ehemaligen Tribune Champion, James Godd, und wie ihr alle sehen könnt, sind wir nicht einfach irgendwo im Backstage Bereich, sondern mitten im Publikum. Weshalb dieser Standort James?"

James zieht kurz fragend die Augenbrauen hoch und schenkt Lisa schließlich ein breites Grinsen.

James Godd: "Ich stelle dir eine Gegenfrage, Lisa: warum sollte ich woanders sein wollen? Ich habe am heutigen Abend kein Match und kann mich in Ruhe von meinem harten Kampf bei Out of Ashes erholen. Und was wäre dazu besser geeignet, als ein Aufenthalt als Fan? Zumal sich unter den beiden Männern, die gleich aufeinandertreffen werden, mindestens einer befindet, auf den ich in naher Zukunft treffen werde!"

Er nickt kurz mit dem Kopf. Lisa jedenfalls wirkt dankbar für diese direkte Überleitung und nutzt diese auch sogleich.

Lisa Sanders: "Du sprichst das von Jona Vark früher am heutigen Abend festgesetzte Elimination Chamber Match um den Undisputed Gerasy Title beim Imperial Impact 12, an welchem du teilnehmen wirst, an. Warst du sehr überrascht über diese Belohnung von Jona Vark?"

Kurz setzt der Mann aus London eine nachdenkliche Miene auf, ehe er Lisa eine Antwort schenkt.

James Godd: "Durchaus, ich hatte nie damit gerechnet für meinen Sieg über Tobaay einen anderen Lohn zu erhalten als meine persönliche Genugtuung. Umso erfreulicher ist es da, dass es auch noch ein Match um den höchsten Titel der PCWA ist. Ich fühle mich wirklich geehrt und verspreche den Fans, dass ich alles geben werde, um diesen Abend beim Impact erfolgreich zu gestalten. Es wird alles andere als einfach, so viel steht fest."

Er holt kurz Luft und unterschreibt nebenher noch einige Autogrammkarten, die ihm von den Fans vor die Nase gehalten werden, dann fährt er fort.

James Godd: "Unter meinen Gegnern werden Leute von enormem Format sein. Nehmen wir nur Kevin Sharpe, den aktuellen Gerasy Champion. Selbst ein Singles Match gegen ihn wäre bereits eine Herausforderung, bei welcher man sich in keinster Weise sicher sein kann, ob man sie siegreich bestreiten wird. Doch in dieser Kammer wird Kevin nicht mein einziger Gegner sein. Nein, mich werden dort noch vier andere Gegner erwarten und bislang sind nicht einmal alle bekannt."

Lisa nickt mit dem Kopf.

Lisa Sanders: "Vieles wird vom Ausgang des heutigen Main Events abhängen. Sollte Connor Rogue gegen Kevin Sharpe gewinnen, so wäre er im Elimination Chamber Match, sollte er jedoch verlieren, so geht der Platz entweder an seinen Partner Sean Ashfield oder an RM den Kuchen..."

Noch ehe Lisa ihren Satz beenden kann, unterbricht der Engländer sie auch schon mit fester Stimme.

James Godd: "Ich gehe sogar fest davon aus, dass der Platz an RM gehen wird. Ich bezweifle stark, dass Rogue heute einen Sieg gegen Kevin erringen kann, und RM wird sich nicht das Spotlight von Ashfield stehlen lassen. RM ist ein verfluchter Egomane, der nur an sich selbst denkt. Ashfield und Rogue sind für ihn ebenso nur Mittel zum Zweck, wie es auch Happy Hour sind. Es spricht für sich selbst, dass er beide Teams so sehr manipulieren konnte, dass sie sich nun gegenseitig an den Kragen gehen."

Er blickt Lisa mit ernster Miene an. Die sagt, was völlig offensichtlich ist.

Lisa Sanders: "Du magst RM nicht besonders, das wurde in den vergangenen Wochen ziemlich deutlich."

Er nickt bekräftigend mit dem Kopf, ehe er antwortet.

James Godd: "Damit liegst du vollkommen richtig, Lisa. Und weshalb sollte ich ihn auch mögen? RM ist eine Plage für diese Liga. Ich habe Egomanen wie ihn kommen und gehen sehen und alle haben sie mit ihrem Verhalten nicht nur dieser Liga geschadet, sondern auch den zahlenden Fans. Ich bin sicher, dass, wenn du jetzt hier eine Umfrage starten würdest, die meisten glücklich wären, wenn RM verschwinden würde."

Die lauten "Yes!" Chants überall um ihn herum bekräftigen dies nur allzu deutlich. Godd hebt beide Hände seitlich an.

James Godd: "Du hörst es mit eigenen Ohren, Lisa. Und ich garantiere dir und allen Fans hier in der Halle eines. Sollte ich RM in die Finger bekommen, dann wird er in dieser Ausscheidungskammer die schlimmsten Momente seiner Karriere erleben! Ich habe bei Out of Ashes gezeigt, dass ich nicht nur mit leeren Worthülsen um mich werfe."

Er nickt erneut mit dem Kopf, ehe er fortfährt.

James Godd: "Nun musst du mich aber entschuldigen, Lisa, ich habe jetzt zusammen mit meinen Leuten ..."

Er deutet mit der Hand auf die ganzen Fans um ihn herum und erntet dafür laute Jubelrufe.

James Godd: " ... ein Match zu genießen. Ich kann nur hoffen, dass alles mit rechten Dingen zugehen wird."

Er schenkt Lisa ein breites Lächeln, ehe er sich mitten unter den Fans auf einen Stuhl niederlässt. Lisa verabschiedet sich noch von ihm.

Lisa Sanders: "Alles klar, dann wünsche ich dir, beziehungsweise euch, viel Spaß dabei und bedanke mich für das Interview."

James Godd: "Kein Problem Lisa, jederzeit wieder."

Mit diesen Worten richtet der Engländer seinen Blick auf den Ring, in welchem jetzt der Main Event des heutigen Abends stattfinden wird. Ein Main Event, welcher für ihn von besonderer Relevanz ist und welchen er nicht nur als Fan aufmerksam verfolgen wird ... sondern auch als Contender auf die Undisputed Gerasy Championship!


------------------ PCWA ------------------

Jane Nelson: "Der Main Event der heutigen Vendetta geht um den UNDISPUTED... "

Doch Jane Nelson wird unterbrochen.

 

 

Mike Garland: "Der auch noch... "

Vincent Craven: "Ich finde das eher interessant. Vor allem die Tatsache, dass er eine neue Einzugsmusik hat. Bin gespannt, was er will."

Als die Musik anfängt zu spielen, steht Dante in der Gorilla Position. Er lässt kurz seinen Blick durch die Halle schweifen, dann macht er sich auf den Weg. Die Fans in der Halle begrüßen ihn mit gemischten Gefühlen. Dante läuft geschmeidig am Ring vorbei, schnappt sich einen Stuhl und hockt sich neben den Kommentatoren dazu.

Vincent Craven: "Willkommen, Dante! Darf man fragen, was du hier willst?"

Dante: "Was wohl? Ich will mir das Match meines Halbschwagers anschauen, Cabron. Spricht was dagegen?"

Mike Garland: "Natürlich NICHT... lass Vince einfach quasseln."

Spricht das Hawaii-Hemd, schüttelt El Hermano die Hand und bedenkt den Halbjapaner mit einem hämischen Grinsen. Der winkt nur ab und Jane Nelson kann weiter machen.

Jane Nelson: "Auf dem Weg zum Ring... er ist ein Teil der PCWA COTATORES TROPHY TRÄGER... CONOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOR ROOOOOOOOOOOOOOOOOOOGUE!!!"

 

Ein lautes Pfeifkonzert lässt die Einzugsmusik des Kanadiers nur bruchstückhaft erklingen. Connor Rogue, der mit RM dem Kuchen und Sean Ashfield zum Ring kommt, lässt sich von den gemischten Reaktionen nicht beirren und fokussiert sich auf den Ring, wo er heute die größte Chance seiner jungen Karriere bekommt. RM steht ebenso fokussiert dahinter, während Sean Ashfield noch einen zerknirschten Eindruck hinterlässt. Ihm ist die Niederlage gegen Tony Graves deutlich anzumerken. Da hilft auch das Gold der Cotatores Trophy nicht, die das Trio mit zum Ring trägt.

Rogue trägt die Assassin typische lange, enganliegende grau-rote Wrestlinghose und schwarze Stiefel. Sein Oberkörper ist von der grauen Trainingsjacke bedeckt, wobei Connor nun im Ring angekommen derjenige ist, der die Jacke öffnet und seinem Partner Ashfield in die Hand drückt. Ebenso wandert der Tag Team Titel in die Hände des Kuchens. Nach kurzen Worten von RM verlassen die beiden Passiven das Seilgeviert und beide stellen sich neben den Ring. Connor lehnt sich gegen eine der Ringecken, den Blick auf dem Bühnenareal ruhend, wo gleich sein Opponent auftauchen wird.

 

Jane Nelson: "Und sein Gegner... der UNDISPUTED GERASY CHAMPION... KEVIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIN SHAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAARPE!!!"

 

 

Zum zweiten Mal an diesem Abend ertönt das Entrance Theme des höchsten Champions der PCWA. Und der lässt nicht lange auf sich warten. Sobald er am Entrance erscheint brandet Jubel in der Halle auf. Wie immer umspielt ein verschmitztes Lächeln die Lippen von Kevin Sharpe... beinahe so, als könne er es immer noch nicht fassen, dass er den Gürtel, der auf seiner Schulter ruht, bereits zwei Mal erfolgreich verteidigt hat.

Vincent Craven: "Immer wieder schön, den Champion zu sehen. Er strahlt einfach etwas aus... "

Dante: "Ja... Überheblichkeit und Arroganz."

Mike Garland: "DAS sage ich Vince auch schon die ganze Zeit."

Der verdreht nur die Augen, während Sharpe die Rampe hinunter läuft. Schwarze Boots, die obligatorischen langen Camouflage-Cargohosen sowie das ebenfalls obligatorische PCWA-T-Shirt zieren den Titelträger, der seinen Halbschwager mit einem kurzen Blick bedenkt, bevor er in den Ring slidet und das Gold in die Höhe streckt. Doch er sonnt sich nur kurz im Jubel der Fans, dann übergibt er den Gürtel an Charlie Swanson, entledigt sich seines T-Shirts und stellt sich Connor Rogue in der Ringmitte gegenüber. Der Ringrichter reckt den Gürtel kurz nach oben, um nochmals zu signalisieren, um was es hier heute geht, dann übergibt er diesen dem Zeitnehmer.

Vincent Craven: "Swanson gibt beiden Kontrahenten noch kurze Anweisungen... UND LÄUTET AN!"

Main Event
- Hochmut?! -
Regular Singles Match

Undisputed Gerasy Title
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(Der erste Pinfall entscheidet über den Sieg. Als Pinfall zählen Three Count, Submission, Disqualifikation sowie Count-Out.
-Referee: Charlie Swanson; Kein Zeitlimit)

 

Sofort stürmt Rogue nach vorne, nachdem die Ringglocke ertönt ist, und verwickelt den Champion in einen LOCKUP! Sharpe hat zwar einen Größen -und Gewichtsvorteil, doch der Ringasassin ist ein erfahrener Kämpfer. Wie ein Schraubstock umklammern seine Hände den Nacken von Kevin. Der versucht, Connor nach unten zu drücken, doch der verlagert blitzschnell die Position und ist plötzlich hinter dem Champ...

 

RELEASED GERMAN SUPLEX!!!

 

Doch Rogue hat zu sehr overpowered und der Champion hat sich zusätzlich noch mit seinen eigenen Füßen abgedrückt. Und so landet er nach einem Rückwärtssalto wieder auf beiden Beinen. Noch ehe der Ring Assassin sich umgedreht hat, nimmt Sharpe einen kurzen Anlauf... und hämmert seinen Gegner mit einer krachenden LARIAT auf die Matte!

Mike Garland: "Wow. Sharpe als Hupfdohle. Wer hätte das gedacht? Vielleicht hat er sich was von dir abgeschaut, Dante?"

Dante: "Würde ihn vielleicht besser machen."

Vincent Craven: "Was soll eigentlich diese plötzliche Antipathie in Richtung deines Halbschwagers?"

Dante: "Ich bin allein so weit gekommen. Auch ohne einen Kevin Sharpe. Und das werde ich beweisen."

Mike Garland: "Nur zu... ich bin sehr gespannt."

Darauf gehen wir sicher später nochmal ein. Im Ring hat derweil der angesprochene Sharpe seinen Gegner auf die Beine gezerrt. Ein kurzer Whip in die Seile... LARIAT... NEIN! Connor Rogue duckt sich darunter hinweg und federt auf der anderen Seite in die Seile... nimmt noch mehr Tempo auf...

 

FLYING SHOULDER TACKLE!!!

 

Beide Kombattanten gehen zu Boden, doch der Ring Assassin ist blitzschnell auf den Beinen und greift nach Sharpe... doch der kontert mit einem KICK in die Seite. Rogue knickt leicht ein und geht drei Schritte zur Seite, was dem Champ Zeit gibt, seinerseits nun aufzustehen. Er geht auf seinen Gegner zu... doch jetzt setzt der Assassin seinerseits einen Konter mittels eines FOREARMS gegen Sharpe's Schläfe!! Connor greift den Arm von Kevin und nun wird der Champion mit Schwung in die Seile geschickt.

Vincent Craven: "Ein LARIAT Festival, was wir hier gerade sehen!"

Dante: "Sharpe hat sich geduckt... "

Korrekt. Und federt nun seinerseits ins Seil und nimmt Anlauf...

 

THESZ PRESS!!!

 

Mike Garland: "Sharpe bleibt einfach auf Connor sitzen und verpasst ihm deftige Headbutts!"

Und die Fans zählen fleißig mit!

 

Eins!!!

 

Zwei!!!

 

Drei!!!

 

Vier!!!

 

FÜNF!!!

 

 

Vincent Craven: "Das tat sicher weh... und ich denke sogar Beiden!"

Was man Sharpe ansieht, reibt er sich doch kurz und beinahe nicht wahrnehmbar die Stirn. Dennoch steht er von seinem Gegner auf und federt erneut ins Seil... 

 

DOUBLE KNEE DROP!!!

 

Volltreffer auf den Brustkorb von Connor Rogue! Dieser rollt zur Seite und hält sich mit schnmerzverzerrtem Gesicht und beiden Armen den Brustkorb. Sharpe derweil macht einen schnellen Schritt auf den Ring Assassin zu und zerrt diesen wieder nach oben. Kurzer FAUSTSCHLAG in die Rippen seines Gegners... dann greift er diesen am Arm und schickt ihn in die Ringecke... wo dieser unterstützt vom lauten Krachen und Klappern des Rings landet.

Mike Garland: "Sharpe bestimmt hier das Tempo. Rogue ist irgendwie noch nicht im Match angekommen."

Vincent Craven: "Er war es, Mike. Aber nur kurz, bis Sharpe das Ruder übernommen hat."

Der Angesprochene stapft nun in Richtung der Ecke, wo der Ring Assassin wie ein nasser Sack hängt und nach Luft schnappt. Er greift dessen Kopf... DOCH ROGUE KONTERT MIT EINEM TRITT IN SHARPES GESICHT! Der taumelt leicht zurück, während sich Connor auf das zweite Seil wuchtet... UND ABSPRINGT!

 

FLYING TORNADO DDT!!!

 

Dante: "So viel zur Matchkontrolle von El Sharpe."

Mike Garland: "Hammer Aktion vom Cotatores Champion! Das sehen der Kuchen und Sean Ashfield ähnlich."

Exakt. Rogues Partner applaudieren frenetisch außerhalb des Rings. Beide Kämpfer liegen aktuell mit dem Rücken auf der Ringmatte. Kevin Sharpe schüttelt kurz den Kopf und geht in die Knie. Der Kuchen und Ashfield haben mittlerweile aufgehört, zu applaudieren und haben damit begonnen, mit flachen Händen auf den Apron zu hämmern. Dies provoziert beim Publikum die gegenteilige Reaktion. Rogue ballt trotzdem die Faust und powert sich nach oben... federt in die Seile... DROPKICK GEGEN SHARPES KOPF!!!

Vincent Craven: "NEIN! Der Champ hat sich geistesgegenwärtig zur Seite fallen lassen!"

Mike Garland: "Und so landet der Ring Assassin einfach nur mit der Seite auf der Ringmatte!"

Vincent Craven: "Wie war das mit der Matchkontrolle, Dante?"

Der junge Mexikaner winkt einfach nur ab. Im Ring ist derweil der Champion auf seinen Gegner losgegangen und verhindert mit heftigen KICKS, dass dieser aufstehen kann. Dann wird der Assassin vom Ringboden aufgeklaubt und Sharpe zieht ihn zu sich heran, hakt das Bein ein...

 

T-BONE SUPLEX!!!

 

Vincent Craven: "Kevin Sharpe packt hier aber wirklich sein komplettes Repertoire aus."

Mike Garland: "Sollte er auch gegen einen Gegner wie Connor Rogue."

Dante: "Si. Das sollte er wirklich. Die Ring Assassins sind nicht zu unterschätzen."

Der Mexikaner musste schließlich an sie die PCWA Cotatores Trophy abgeben. Der Undisputed Gerasy hat hier Stand Jetzt aber wirklich alles unter Kontrolle. Schon wieder ist er über seinem Gegner, doch der kontert mit einer harten FIST in den Magen von Sharpe! Sofort ist der Assassin auf den Beinen und lässt einen weiteren KICK in den Magen vom Champion folgen! Dann zieht er ihn zu sich heran... und hämmert ihn mit einem SNAP SUPLEX auf die Matte!

Mike Garland: "Der Assassin lässt Sharpe aber nicht los!"

Genau! Er zerrt seinen Gegner wieder nach oben und rammt ihm das Knie in den Magen. Dann greift er blitzschnell um...

 

DOUBLE UNDERHOOK SUPLEX!!!

 

Vincent Craven: "Hammeraktion!"

Dante: "Obacht, Cabron... Rogue ist durchgerollt... "

Und setzt sofort das Cover an!

 

...eins...

 

...zwei...

 

...KICKOUT!!!

 

Vincent Craven: "DAS war knapp."

Dante: "Naja... er hat direkt nach der Zwei ausgekickt."

Mike Garland: "Lass' gut sein, Dante. Unser Vincie hier ist ab und an eben eine Dramaqueen."

Der Halbjapaner bedenkt seinen Kommentatorenkollegen mit einem wütenden Blick, während der junge Mexikaner versucht, das Lächeln zu verbergen.

Wenden wir uns wieder dem Geschehen im Ring zu. Connor Rogue sitzt noch auf dem Hosenboden und schüttelt ungläubig den Kopf, während RM von draußen Befehle in den Ring bellt.

Vincent Craven: "Dem Kuchen geht es wohl zu langsam. Er schreit Rogue zu, er solle weiter an Sharpe dran bleiben."

Dante: "Si, Carnal. Das macht auch Sinn."

Mike Garland: "Sehe das wie Dante und der Kuchen. Sharpe jetzt zu unterschätzen wäre fatal."

Letztendlich werden die Befehle des Kuchens erhört und der Ring Assassin begibt sich wieder in eine stehende Position, doch der Champion ist ebenfalls wieder aufgestanden. Und so stehen sich Kevin Sharpe und Connor Rogue erst einmal nur in der Ringmitte gegenüber.

Connor Rogue: "Du bist das Abziehbild eines Champions! Du beschmutzt dieses Gold!"

Sharpe: "Na, dann komm' doch her und nimm es mir ab, du Schwätzer."

Wutentbrannt ob dieses Affronts stürmt der Ring Assassin nach vorne und will auf den Champion einschlagen, doch der weicht elegant zur Seite und bringt seinen Gegner mit einem DROP TOEHOLD zu Fall! Blitzschnell rollt er einmal über seinen Gegner hinüber und nagelt Rogue mit einem HEADLOCK auf der Ringmatte fest.

Vincent Craven: "Da hat Sharpe seinen Gegner mit all seiner Erfahrung ins offene Messer rennen lassen."

Mike Garland: "Verdammter Grünschnabel. Merk' dir das für die Zukunft, Dante. Lass dich auf keinen Fall provozieren."

Dante: "Keine Sorge, Carnal. Werde ich sicher nicht, wenn es soweit ist."

Aha? Plant da ein gewisser Mexikaner ein Match gegen Kevin Sharpe? Nun gut, das soll uns zumindest jetzt nicht weiter kümmern. Kümmern wir uns um das Geschehen im Ring. Sharpe hat den HEADLOCK weiterhin wie einen Schraubstock angesetzt, doch der Ring Assassin verlagert seine Position und schafft es irgendwie, in eine kniende Position zu kommen. Er umklammert Sharpes Hüften... und mit einem Schrei der Anstrengung drückt er sich nach oben... MIT SHARPE FEST IM GRIFF!

 

SIDE SUPLEX!!!

 

Mike Garland: "Ein weltklasse Konter des Ring Assassins! Was für eine Kraftdemonstration!"

Vincent Craven: "Wirklich beeindruckend, bedenkt man,dass Sharpe doch um einiges schwerer ist als Connor Rogue selbst."

Unterstützt von den lauten Rufen seines Partners und des Kuchens von außerhalb des Rings schüttelt sich Rogue kurz, dann rollt er zur Seite und kommt wieder nach oben. Sofort dreht er sich zu seinem Gegner um, der, mit einer Hand auf den Ringboden gestützt, gerade wieder auf die Beine kommt.

Mike Garland: "Geh' ran, du Idiot! Worauf wartet der denn?"

Dante: "Er weiß, dass das schonmal schief gegangen ist, Cabron."

Annerkennendes Nicken von Vincent Craven.

Vincent Craven: "Genau das denke ich auch. Die Situation, die du ansprichst, ist auch noch gar nicht so lange her."

Dante: "Deshalb sind wir noch lange keine Freunde, klar?"

Vincent Craven: "..."

In der Tat lässt Connor Rogue den Undisputed Gerasy Champion gänzlich aufstehen, ohne diesen zu attackieren. Er weiß selbst noch ganz genau, dass ein frühes Angreifen vor wenigen Minuten nicht gerade von Erfolg gekrönt gewesen ist. Und so beginnen die Kontrahenten nun sich langsam im Ring zu umkreisen.

Vincent Craven: "Man könnte meinen, dass das Match gerade erst beginnt."

Mike Garland: "Rogue hat wohl aus seinen Fehlern gelernt."

Vincent Craven: "So wie du?"

Mike Garland: "Ich mache NIE Fehler."

Dante: "Quien hambre tiene, con pan sueña."

Mike Garland: "Aber... "

Entrüstet will unser Lieblingskommentator aufbegehren, wird aber vom Geschrei des Kuchens abgelenkt, der seinen Schützling lautstark anfeuert. Was hat den selbst ernannten Retter der PCWA so erregt? Das Geschehen im Ring! Denn dort befinden sich Kevin Sharpe und Connor Rogue erneut in einem LOCKUP inmitten des Rings. Doch diesmal lässt sich der Undisputed Gerasy Champion nicht abkochen und drückt seinen Gegner mit Wucht in die Ringecke.

Mike Garland: "Oh bitte! Wieso greift der Ringrichter nicht ein!!!"

Vincent Craven: "Wieso muss ich das immer sagen... mach' dich doch bitte nicht LÄCHERLICH!"

Was unseren geliebten Mike Garland so in Rage gebracht hat, ist Kevin Sharpe, der, nachdem er seinen Gegner in die Ringecke gedrückt hat, einmal kurz das Knie hoch reißt und somit Rogue alle Luft aus den Lungen presst. Connor muss seine Arme lösen und der Champion wuchtet den einen Teil der Cotatores Trophy Träger quer auf seine Schultern.

Vincent Craven: "Das gleicht nun einer Lehrstunde. Kevin spaziert mit Rogue auf seinem Rücken durch den Ring."

In der Mitte des Rings bleibt er stehen uns streckt den Arm aus. Er scheint auf irgendjemand im Publikum zu zeigen. Das Publikum hat derweil wohl schon das Ziel der Nachricht erkannt und jubelt.

Mike Garland: "James Godd! Britain's Finest sitzt ja im Publikum. Sharpe scheint eine Message senden zu wollen."

Vincent Craven: "Möglich. Schließlich ist James Godd einer von Sharpes Gegnern in der Elimination Chamber."

Der Brite, der bis jetzt im Match ungesehen von dem Kameras in der fünften Reihe gesessen ist, wird in den Fokus genommen, tippt sich mit dem Zeigefinger an die Stirn und nickt. Die Nachricht scheint angekommen zu sein. Sharpe derweil umgreift Rogue's Nacken...

 

DEATH VALLEY DRIVER!!!

 

Vincent Craven: "Ich bleibe dabei... Sharpe packt hier sein komplettes Repertoire aus!"

Dante: "No malo, Kevin. No malo."

Mike Garland: "Ich muss dringend mein Spanisch aufpolieren."

Im Ring ist Kevin Sharpe schon wieder auf den Beinen, während Connor Rogue schwer atmend in der Ringmitte liegt.

Vincent Craven: "Ich glaube, Sharpe möchte das hier jetzt beenden."

Es scheint fast so, Vince. Der Champion zerrt Connor Rogue nach oben und verpasst ihm einen deftigen KICK in den Magen! Dann legt er dessen Arm um seinen Hals, hakt das Bein ein und...

 

FISHERMAN'S DRIVER!!!

MAXIMUM VIOLENCE!!!

 

Der Finisher ist perfekt durchgezogen. Rogue kracht erneut hart mit dem Nacken auf die Ringmatte. Der zweite Einschlag direkt nach dem Death Valley Driver, den der Ring Assassin einstecken muss. Der Champ hält das Bein eingehakt und der Ringrichter ist unten.

 

...eins...

 

...zwei...

 

Mike Garland: "Der Kuchen sowie Sean Ashfiled wollten das Cover noch unterbrechen, aber kommen zu spät!"

 

...DREI!!!

 

Jane Nelson: "Der Sieger... und IMMER NOCH Undisputed Gerasy... KEVIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIN SHAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAARPE!!!"

Sofort löst Kevin das Cover und begibt sich in die Ringecke, während die Fans laut jubeln. Titelverteidigung Nummer Drei ist somit unter Dach und Fach! Selbst Dante Rodriguez spendet Applaus.

Vincent Craven: "Sharpe verteidigt seinen Gürtel zum dritten Mal. Hatte ihm Rogue streckenweise doch sehr zugesetzt, so hat er schlussendlich mit seiner Erfahrung den richtigen Moment ausgenutzt."

Dante: "Ich muss sagen, auch ich bin beeindruckt. Gut gemacht, Sharpe. "

Mike Garland: "Leute... ich glaube, im Ring tut sich noch etwas."

Korrekt. Nachdem Connor Rogue vom Kuchen und Ashfield mit aufmunternden Schulterklopfern ermutigt wird, stehen alle drei nun im Ring und fixieren Kevin Sharpe.


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Kevin Sharpe starrt auf die Ring Assassins und den Kuchen, aber da ist es schon zu spät.
So schnell sie können rasen RM und Sean Ashfield auf den Undisputed Gerasy zu und decken ihn mit Schägen und Tritten ein, sodass Sharpe nichts anderes übrig bleibt, als sich in die Ringecke drängen zu lassen. Dort aber prasseln immer mehr Kicks auf ihn ein. Sofort stoßen RM und Ashfield Kevin Sharpe in Richtung des geschlagenen Connor Rogue.

ROGUE PLEX!

Vincent Craven: "DA IST JAMES GODD!"

Den Engländer hat es verständlicherweise nicht auf seinem Sitz gehalten und sogleich ist er im Ring angekommen. Doch dort wird er schon von RM und Sean Ashfield mit Tritten empfangen. Connor Rogue deckt Kevin Sharpe derweil mit Furiose Punshes auf dem Boden ein. Charlie Swanson versucht die Situation zu klären, indem er immer wieder dazu auffordert die Ringglocke zu läuten.

Dies aber hilft alles nichts. Die Glocke wird von den Ring Assassins einfach überhört.

Derweil hat sich James Godd auf die Beine gekämpft und versucht der Übermacht Herr zu werden. Connor Rogue sieht das Problem und rammt Godd mit einem Dropkick in den Rücken zu Boden. Wärend Godd so wieder in den Fängen der Ring Assassins ist, steht Dante auf und schnappt sich den Stuhl auf dem er noch zuvor saß und stürmt den Ring, den Stuhl zum Schwung bereit.

Vincent Craven: "Ich WUSSTE es! Blut ist einfach dicker als Wasser!"

Die Assassins halten inne, doch dann grinst Dante teuflisch und wirft den Stuhl zu Boden, bückt sich zu Sharpe runter.

Dante: "So läuft das mein Freund, wer nicht hören will muss fühlen."

Dante verlässt den Ring. Während Rogue, Ashfield und RM weiter auf Sharpe und Godd losgehen, ist Dante auf der Rampe angekommen...

KORNs "Blind" schlägt in der Halle ein wie eine Bombe! Marc Poe ist sogleich auf der Rampe, um zum Ring zu laufen!

Marc Poe: "WAS SOLL DAS???"

Der Schrei gilt Poes ehemaligem Partner Dante Rodriguez, doch der reagiert nicht und geht einfach weiter.

Poe hat nun aber keine Zeit, sich um den Mexikaner zu kümmern. Schnellen Schrittes ist er im Ring und nimmt es mit RM dem Kuchen auf und kickt ihn von Kevin Sharpe runter. Dies sehen allerdings die Ring Assassins und sofort lassen sie von dem in der Ringecke hängenden James Godd ab, um Marc Poe zu attackieren.

Mike Garland: "SPEAR IN DEN RÜCKEN VON POE!"

Vincent Craven: "Der fliegt genau auf RM zu!"

Mike Garland: "LOW BLOW!!!"

Der Kuchen erwischt den aufstrebenden Superstar genau dort, wo dieser gerne Jona Vark sehen würde. Doch daran ist jetzt nicht zu denken. Der Kuchen schnappt ihn sich und schlägt die Arme über.

Vincent Craven: "Das soll der RM Pedigree werden..."

Mike Garland: "DAS IST SHADOW! CHAIRSHOT GEGEN ROGUE!"

Vincent Craven: "WO KOMMT DER DENN HER?"

Tatsächlich kommt Shadow wie aus dem Nichts.
Sean Ashfield tritt dem Schatten nach der Attacke gegen den eigenen Partner jedoch sofort den Stuhl aus der Hand und versucht ihn von weiterem Unheil abzuhalten. Shadow wehrt sich mit Schlägen gegen Ashfields Kopf. Ein wilder Schlagabtausch entfacht... 
Die Ablenkung hat RM davon abgehalten, seinen Pedigree durchzuziehen...

BACKDROP!

Der Kuchen fliegt im hohen Bogen durch den Ring. Allerdings steht er sogleich wieder auf, um Marc Poe wieder zu attackieren. Dieser hält sich schließlich immer noch seine Weichteile... 

GODDDAMN!

Mike Garland: "Godd hämmert den Kuchen gnadenlos auf die Matte!"

Vincent Craven: "Sharpe hat sich Ashfield gepackt."

MAXIMUM VIOLENCE!

Vincent Craven: "Poe und Godd decken den Kuchen mit weiteren Schlägen ein. Shadow kümmert sich um den gerade erwachenden Connor Rogue."

Der Undisputed Gerasy schaut sich das Treiben noch verärgert an. Dann aber weicht der Ärger, der sich aufgrund der Attacke angestaut hat, und auch der Jubel der Fans wird immer lauter.

Vincent Craven: "Die Machenschaften von den Cotatores wurden unterbunden! YES!"

Tatsächlich liegen RM, Connor Rogue und Sean Ashfield geschlagen im Ring, während sich Kevin Sharpe, Marc Poe, James Godd und Shadow einander unter dem lautesten Jubel der Fans anschauen. Es liegt Respekt und Anerkennung, aber auch Vorfreude sowie Begierde in ihren Blicken. 

Der Undisputed Gerasy nimmt sich dann allerdings den Augenblick, der ursprünglich auch ihm gehörte. Er nimmt sich seinen Gerasy Titel und stemmt ihn in die Höhe.

Mike Garland: "Kevin Sharpe jubelt! Er ist der Undisputed Gerasy, aber wird er das über den Imperial Impact 12 hinaus auch noch sein?"

Vincent Craven: "Die anderen jedenfalls stehen noch hinter ihm. Werden sie bald über ihm sein?"

Mike Garland: "Diese Fragen werden uns auch die nächsten Wochen noch begleiten. Wir sind am Ende von Vendetta 1..."

Vincent Craven: "Was ist das?"

Das Licht der Halle erlischt. Vier Stuhlschläge lang. 

Als das Licht wieder angeht, liegen Kevin Sharpe, Shadow, James Godd und Marc Poe auf dem Boden. Neben ihnen die Ring Assassins und RM.
In der Mitte ein Mann. Die Kapuze tief ins Gesicht gezogen, sodass man ihn nicht erkennen kann. 

Die Gestalt lässt den Stuhl fallen, immernoch das Gesicht unter der tief gezogenen Kapuze versteckt.
So sieht er auch nicht alles von den Reaktionen, die in diesen Augenblicken durch die Arena toben. Wut und Unverständnis ballen sich vereint, wiedergegeben als Buhrufe und Pfiffe aus tausenden von Kehlen.
Er steht über seinen 'Opfern', die er nur als Kollateralschäden ansieht.
Er kennt jeden von ihnen.
Und irgendwo in ihm herrscht sogar ein wenig Mitleid.
Doch Geschichten ändern sich, beginnen neu. Irgendwo ist immer das erste Wort am Anfang eines Kapitels. Auch wenn es kein schönes Wort ist.

Langsam zieht er sich die Kapuze aus dem Gesicht.
Darunter - eine allzu vertraute Gestalt. Bärtig. Erfahren. Immer noch so viel Leben in den Augen, die auf die Geschlagenen schauen.

Mike Garland: "D-DAS IST STEVIE! DAS IST STEVIE VAN CRANE!!"

Vincent Craven: "Was zum Teufel?"

Er weiß genau, wie sie sich fühlen. Diejenigen, die von seinem Stuhl getroffen worden waren.
Es ist Verständnis in seinem Blick. Heute ist nicht der Augenblick, um Erklärungen abzugeben.
Heute tut es ein einziger Satz.

SVC: "Ich bin Nummer 6.."

Damit rollt er sich aus dem Ring und dreht sich nicht mehr um. Kein Blick zurück..

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