RISING PHOENIX
am 01.11.2020 aus dem PCWA Dome in Berlin/Deutschland

Die NR.1 PRE-SHOW im Wrestling Business!

Exklusives Material von Vendetta 152!

Nur für ECHTE Fans!

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International Headlines and notes...
from Vendetta 151:

 

Jimmy Maxxx beats Trent Cardigan -
Will he reach for the Quest? Or does the win suffices the Downfall for a Cotatores shot?

 

Poe still on course for further success -
The fromer Gerasy was a step to high for the young Maldicao.

 

After eight hard years: Mad Dog achieves the semifinals again -
Matt Stone was on the way to repeat his fabulous Ven150 day - until the 'Enter Night'.  

 

Shadow keeps his dream alive -
Cornwallace had his major triumph in the first round, Shadows is still to come.


------------------ PCWA ------------------

15. September 2020, 12 Uhr mittags, der Tag nach Vendetta 151

Das JUICE ME in Berlin, die Lokalität mit dem eindeutig zweideutigem Namen. In der Zeit kurz vor dem Imperial Impact 12 hat Marc Poe oft hier abgehangen und Mädels abgeschleppt, der Name war Programm. Zur damaligen Zeit und bis Anfang 2020 war diese Location ein Hotspot für die Generation "Instagram". Und wie wir ein paar Wochen nach dieser Szene wissen, ist mittlerweile fast ganz Berlin ein Hotspot, allerdings nicht im positivem Sinne. Corona hier, Corona da.

Zwar liegt das JUICE ME mit seinem riesigen Angebot an Smoothies und Superfood immer noch voll im Trend, die letzten Monate gingen jedoch nicht spurlos am einstigen Szene-Lokal vorbei. Es ist einfach nichts mehr los, der Laden steht kurz vor der Pleite. Nicht nur COVID-19 ist dafür verantwortlich, sondern auch Dean & David. Gegen eine größere Kette und deren Finanzkraft hat man als Einzelfiliale in den Zeiten der Pandemie keine Chance. Es ist, wie es ist. Selbst an einem schönen Spätsommertag wie diesem ist es im JUICE ME und dem dazugehörigen Außenbereich wie leergefegt. Niemand würde sich wundern, wenn gleich ein Steppenläufer über den Boden hinwegfegt. Doch immerhin zwei Besucher haben sich hierher verirrt und hängen an einem der von einem Sonnerschirm geschützten Tische gemeinsam ab.

Gekleidet in kurze Shorts, Polo-Shirts und Adiletten erinnern die beiden Männer irgendwie an Vincent Vega und Jules Winnfield aus Pulp Fiction in "The Bonnie Situation". Lässig und Cool, wie die beiden Hauptprotagonisten aus Tarantinos Machwerk, sitzen Marc Poe und Rob Collins an ihrem Tisch. Coolness ist auch bitter nötig, denn es ist wirklich sehr warm und diese Wärme spürt man noch mehr nach einer Party wie Kevin Smashs Geburtstag. 

Marc Poe: "Kennst du irgendeinen Peter oder Pete Dunne?"

Rob Collins: "Sagt mir gar nichts. Warum?"

Poe starrt in seine Avocado Chicken Bowl und rührt sie mit dem Löffel durch, er hat so gar keinen Appetit. Kein Wunder, nach diesem Sauf-Exzess. 

Marc Poe: "Hugo meinte gestern auf der Party, dass dieser Typ mich kopiert."

Collins grinst, er wirkt deutlich wacher als Marc. Außerdem ist seine Peanut Beef Bowl bereits im Rachen verschwunden. 

Rob Collins: "Der Große war breit wie ein Otter! Man merkt es ihm erst nicht an, aber dann fängt er an irgendwelche Menschen zu erfinden, die es gar nicht gibt. Ich habe Hugo schon oft gesagt, dass er Schriftsteller werden sollte. Mit dieser Fantasie übertrifft er sogar Stephen King."

Marc Poe: "Ist mir noch nie aufgefallen, ich kann mich selbst im Suff immer normal mit ihm unterhalten. Hugo kann dich einfach nicht leiden, Rob!"

Der Marylander nimmt einen Schluck von seinem Kurkuma-Ingwer-Orange Smoothie, angeblich mit belebender Wirkung. Poe merkt noch nichts davon. 

Rob Collins: "Meinst du wirklich? Ich finde, dass er und ich ziemlich gut miteinander auskommen. Als wir beide für die Armitage Company gearbeitet haben, waren wir ein Super-Team."

Poe fragt mit einem Blick: Ernsthaft?

Rob Collins: "Ach egal! Hauptsache ist doch, dass du und ich wieder auf der gleichen Seite stehen. Das alte Team ist wiedervereint."

Darauf hätte Marc vor mehr als einem Jahr niemals nur einen Penny gewettet. Rob Collins war erst sein Mentor, dann wurde er zum Verräter. Im Auftrag von Marc's Vater, sollte Rob die Wrestlingkarriere von Poe beenden. Sehr lange Geschichte. Im Endeffekt hat es Collins verkackt und der Mann mit dem Man-Bun wurde später Undisputed Gerasy. Dann nach dem Absturz des Marylanders, war es doch wieder Rob Collins, der vor ihm stand und den richtigen Weg zeigte. Wahrscheinlich im Auftrag von Smash, zumindest geht Poe davon aus. Wie und warum ist jedoch nicht relevant. Rob war da und Marc ist nun im Team XAW und gleichzeitig XAW World-Champion.

Marc Poe: "Ich bin wirklich froh, dass du damals aufgetaucht bist. Es war genau im richtigen Moment, niemand weiß, wo ich sonst gelandet wäre. Wahrscheinlich hätte ich keine Ziele mehr, oder wäre tatsächlich zu meinem Vater zurückgekehrt. Hast du eigentlich noch Kontakt zu ihm?"

Rob Collins: "Gelegentlich erledige ich kleinere Aufträge für ihn. Soll ich ihm etwas von dir ausrichten? Vielleicht könnt ihr euch doch irgendwann wieder gemeinsam an einen Tisch setzen?"

Marc rümpft etwas mürrisch die Nase, aber sein Schulterzucken verrät Rob, dass er nicht mehr ganz abgeneigt ist. 

Rob Collins: "Ich glaub mittlerweile akzeptiert er deine Wrestling-Karriere. Er fand es sogar gut, dass ich dir wieder auf die Beine geholfen habe. Sag mir einfach Bescheid."

Poe lehnt sich zurück, legt den Kopf schief und lässt den Blick ins Leere schweifen. Warum sollte er sich nicht mit seinem Vater versöhnen? In letzter Zeit konnte der Marylander vielen Menschen aus der Vergangenheit verzeihen, doch nur bei einer Person ist es ausgeschlossen: Jona Vark. 
Poe nimmt gar nicht wahr, wie die Zeit vergeht und Collins scheint irgendwie seine Gedanken zu lesen.

Rob Collins: "Allerdings sollte man nicht allen Leuten vergeben, die einem Schlimmes angetan haben. Selbst der Song "Demon Lover" warnt davor: Watch out for people who belong in your past, don't let'em back in your life."

Poe steigt wieder aus seinem eigenen Kopf heraus. Er war tief drinnen, weshalb es ein ziemlich mühevoller Rückweg ist. Klar wird jedoch, dass der Kalifornier keine Gedanken lesen kann. Rob redet nicht von Jona Vark. 

Marc Poe: "Du und mein Dad seid die Ausnahmen, richtig?"

Der Mann aus dem Golden State antwortet mit einem enthusiastischem Kopfnicken. 

Marc Poe: "Ich bin mir allerdings ziemlich sicher, dass du mich vor einer bestimmten Person warnen möchtest. Eine Person, mit der ich nicht im Bett war, richtig?"

Poe schaut mit seinen leicht müden Augen in die hellwachen von Rob. 

Rob Collins: "Wir kennen uns einfach zu gut, du verstehst direkt auf Anhieb, worauf ich hinaus will."

Marc Poe: "Also warum willst du mich vor Sharpe warnen? Du und ich sind auf Smash's Seite. Sharpe ist also ein Verbündeter."

Collins macht eine Handbewegung, die so etwas wie "man weiß es nicht" ausdrücken will, dann öffnet er den Mund, um seine Ansicht mit Worten zu untermalen.

Rob Collins: "Sharpe ist einer der besten Taktiker im Pro-Wrestling, vielleicht übertrifft er hier sogar mich."

Der Kalifornier schmunzelt, er sieht sich taktisch eindeutig vor Blackheart. An Selbstbewusstsein mangelte es ihm noch nie.

Rob Collins: "Er plant alle seine Aktionen mit Weitblick, so wie ich. Deshalb kann ich dir sagen, dass Sharpe erstens einen Plan hat, der ihm den Gerasy bringen wird, und zweitens, wie er den Titel länger hält als bei seiner letzten Regentschaft."

Der Mann mit dem Man-Bun nickt. Er kennt die Besessenheit von Kevin, wenn es um den Undisputed Gerasy geht. Diese hatte sogar ihre enge Freundschaft zerstört. Nicht nur eine Freundschaft, Sharpe war ein Ersatzvater für den Marylander. So wie damals wird es nie wieder werden, auch wenn er Blackheart mittlerweile in die Augen sehen kann. Anders als bei Jona. 

Rob Collins: "Hier kommst du nun ins Spiel, denn selbst der größte Trottel kann sich denken, dass der nächste Gegner des Gerasys, der Gewinner des Quest for the Best sein wird."

Dramatische Pause von Rob. Dann folgt ein Trommelwirbel, hierzu trommelt der Kalifornier mit seinen Zeigefingern auf dem Tisch. 

Rob Collins: "Quizfrage: Wer von den restlichen Questteilnehmern ist die größte Gefahr für den Undiputed Gerasy? Ob er nun Sharpe oder Godd heißt, sei dahin gestellt."

Marc Poe: "Die Frage nach größten Gefahr braucht sich keiner von beiden stellen, da ich den Quest mit Sicherheit gewinne."

Rob Collins: "Du stellst dir die Frage vielleicht nicht, aber Sharpe tut es sehr wahrscheinlich. So tickt er einfach."

Poe weiß schon jetzt, was gleich kommt. Er gibt Rob trotzdem ein Zeichen, dass dieser fortfahren kann.

Rob Collins: "Du hast ihn bereits zweimal besiegt, er dich nur durch einen Trick. Genau deshalb musst du besonders im Halbfinale aufpassen, er und Maxxx arbeiten zusammen. Es wäre also nur logisch, wenn er ihn unterstützt und für dein Ausscheiden sorgt."

Marc Poe: "Ja, er hat mich mehrmals ausgetrickst. Allerdings glaube ich nicht, dass er es sich mit dem Smasher versauen will."

Der Marylander nimmt einen Schluck seines Smoothies, das Teil schmeckt immer besser. Langsam kehrt nicht nur seine Gesichtsfarbe zurück, sondern auch das spitzbübige Lächeln. Seit seinem Absturz vor einem Jahr trinkt der Mann aus Baltimore selten Alkohol, daher dauert es mittlerweile einfach länger, bis er am Tag danach fit ist. 

Marc Poe: "Ich weiß deinen Rat zu schätzen."

Die Gedanken an einen erneuten Verrat durch einen seiner Verbündeten flitzen Poe ständig durchs Hirn, sie sind die Fledermäuse in seinem Glockenturm. Darum ist er nun stärker als jemals zuvor, er ist auf alles vorbereitet. Er ist derjenige, der seinen Weg ohne Rücksicht auf Verluste geht. Mit seiner Attacke auf James Godd hat er dies eindrucksvoll bewiesen.

Marc Poe: "Du hast doch gesehen, dass ich nicht mehr so naiv bin wie vor einem Jahr. Smash und du habt mich in den letzten Monaten besser gemacht. Nicht nur körperlich sondern auch geistig, deshalb wird mich niemand mehr aufhalten. Ich werde schon bald XAW World Champion und Undisputed Gerasy gleichzeitig sein."

Dann hebt Poe warnend den Zeigefinger.

Marc Poe: "Wir sollten allerdings nicht "Save" von Sharpe als Gegner ausgehen. Selbst wenn es das Schicksal wahrscheinlich so hinbiegt. Wir sollten nicht vergessen, dass das Schicksal ein mieser Verräter ist und man einen James Godd nie unterschätzen darf, obwohl er alles andere als ein "Fighting Champion" ist. Irgendwie wäre ich froh, wenn ich ihn anstatt Sharpe als Gegner bekomme."

Collins wirkt überrascht und muss auf die Erklärung warten, weil der Mann aus Baltimore nun endlich bereit ist, feste Nahrung aufzunehmen. Genüsslich nimmt er eine Gabel von seiner Bowl.

Marc Poe: "Ich will diesem beschissenen Heuchler endlich die Fresse polieren. Bester Freund von wegen, er war nicht für mich da, als es mir scheiße ging. Er hat sich lieber den Undisputed Gerasy geschnappt und meine Rolle in der PCWA eingenommen. Das ist wie wenn man die Alte von einem Kumpel nagelt."

Der ehemalige Hafenarbeiter ist nun definitiv wach, er schlägt mit der Faust auf den Tisch. 

Marc Poe: "Ich schlage zwei Fliegen mit einer Klappe. Ich werde James und Jona gleichzeitig wehtun. Jona wird mit ansehen müssen, wie der Vorzeige-Star ihrer Liga fällt und ich wieder ganz oben stehe."

Rob lächelt zufrieden, Marc ist nun wie er ihn sich immer vorgestellt hat. Er ist bereit alles zu tun. 

Marc Poe: "Wie sieht es überhaupt mit dir aus? Bleibst du noch etwas in Berlin, um mich und Smash zu unterstützen?"

Rob Collins: "Was will ich denn in der PCWA und Berlin? Die XAW liegt so nahe an San Diego. Wenn keine Shows sind, kann ich eine Runde surfen gehen oder meinen Großvater besuchen. Ich bin vollkommen zufrieden, wie es gerade läuft." 

Poe schaut etwas enttäuscht, damit musste der Marylander jedoch rechnen. 

Rob Collins: "Guck nicht so. Wenn es um die endgültige Übernahme der PCWA geht, werde ich hier sein und an eurer Seite kämpfen. Und wenn es für dich um den Undisputed Gerasy geht, dann komme ich zur moralischen Unterstützung. Diesmal werde ich diesen Triumph gemeinsam mit dir feiern."

Collins streckt seine Faust über den Tisch und Marc komplettiert die Bro-Fist. 

Marc Poe: "Das hört sich gut an. Aber lass uns jetzt gehen, mein Kater ist wie weggeblasen. Du und ich könnten noch eine Runde trainieren."

Rob Collins: "Sollten wir machen, denn ein paar meiner speziellen Tricks könnten eine wertvolle Hilfe sein."

Der Marylander und der Kalifornier verlassen ihren Tisch. Zurück bleibt ihr leeres Tablet und ein üppiges Trinkgeld. Leider konnte dieses das JUICE ME nicht retten, zwei Wochen nach diesem Treffen wurden die Pforten für immer geschlossen.


------------------ PCWA ------------------

Das Video wird eröffnet vom Anblick Jona Varks in ihrem Büro. Die Chefin der PCWA hat zwei Dokumente vor sich auf den Schreibtisch gelegt, mehrere Blätter, die durch Büroklammern zusammengehalten werden. Ihr Blick geht zur Uhr, der Sekundenzeiger zeigt etwa zehn Sekunden vor…

Klopf, Klopf.

Jona Vark: “Treten Sie ein.“

Ein leichtes Nicken, das noch zur Uhr gerichtet ist, macht ihre Wertschätzung für das pünktliche Einhalten von Terminen deutlich. Die Tür öffnet sich, einer der größeren Mitarbeiter der PCWA betritt das Büro. Antonio Maldicão ist dem Anlass entsprechend gekleidet, er trägt einen hellblauen Anzug mit Krawatte, es zeigt den Respekt, den er seiner Chefin entgegenbringt. Er trägt eine Maske über dem Gesicht, die das Logo der Liga zeigt. Die Chefin im Sessel deutet auf einen Stuhl am Schreibtisch. 

Jonah Vark: “Guten Abend, Mister Maldicão, setzen sie sich. Und darauf können wir hier verzichten.“

Ihr Blick ist höflich und trifft direkt den Umschlag, den der Kämpfer bei sich trägt. 

Antonio Maldicão: “Guten Abend, Miss Vark.“

Die Ausmaße des Schreibtischs sind ausreichend, um einen genügenden Sitzabstand einzuhalten und auf Masken zu verzichten. Er setzt sich, nimmt seine Maske ab und legt den Umschlag vor sich auf den Schreibtisch. Der Blick von Miss Vark wirkt erwartungsvoll, ihre Ellbogen ruhen auf dem Tisch, die Hände sind an den Fingerspitzen aneinander.

Jona Vark: “Sie haben um den Termin gebeten, um über ihre Entwicklung zu sprechen, mit Hinblick auf ein bestimmtes Ziel, auf das sie hinarbeiten möchten... Habe ich das richtig verstanden? Und sie haben ein Dokument, zu dem sie wissen möchten, ob die PCWA es anerkennt?“

Ein Nicken von Maldicão bestätigt sie.

Antonio Maldicão: “Ja, beides stimmt.“

Er sitzt recht förmlich im Stuhl, die Hände auf dem Schreibtisch aufeinandergefaltet, sein Rücken ist gerade und berührt die Lehne nicht. Jona Vark wirkt skeptisch, hält die offene Hand hin und Maldicão schiebt ihr den Umschlag schwungvoll zu.

Jona Vark: “Sie haben davon gesprochen bereits etwas vorgefertigtes zu haben, dann geben sie mir einen Moment und ich sage ihnen, was die PCWA davon hält.“

Während Maldicão stumm nickt, öffnet Jona Vark den Umschlag und zieht zwei Blätter heraus. Ihre Augen springen schnell über die Blätter, wie Nadeln bohren sie sich in einzelne Stellen, es ist noch schwer zu sagen, was sie davon hält. Nur die leichten Zeichen einer angespannt aber dennoch interessierten hochgezogenen Augenbraue beunruhigt Maldicão. Er versucht im Gesicht seiner Chefin zu lesen wie in einem Pokerspieler, aber ihr fester Blick ist der eines Profis, der einer Person, die sich in der Darstellung ihrer selbst auskennt. Sie steckt die Blätter zurück in den Umschlag, schiebt ihn zu Maldicão zurück und greift nach einem Spender für Desinfektionsmittel. Die geschaffene Pause fasst Maldicão direkt als schlechtes Zeichen auf, aber er sieht es als angemessen an, wenn die CEO der Liga das Recht behält die Stille zu brechen. Sie legt ihre Hände wieder in Ruhe vor sich ab und setzt einen ernsten Blick auf.

Jona Vark: “Generell schätze ich Bündnisse zwischen den Kämpfern der PCWA und bin gewillt getroffene Absprachen bis zu einem gewissen Grad zu respektieren. Ebenfalls fasse ich es hier positiv auf, das Shadow bereit ist zu seinem Wort und Allianz zu stehen. Was mir allerdings ein Problem daran bereitet, ist ihr Anteil daran.“

Nun ist es der Block von Maldicão, der Lesestoff im Detail von sich gibt. Wangen, Kinn und Stirn werden fest und zeigen, wie er eine innere Abwehr in Position bringt. Er hat Großes gewagt und stellt sich auf einen harten Aufprall ein.

Jona Vark: “Was ihre verbalen Duelle angeht, könnte man über ihre Anfrage nachdenken. Ihre tatsächlichen Leistungen dagegen sprechen klar dagegen. Um es so deutlich zu sagen, ich sehe bisher keinen Verdienst oder Erfolg auf ihrer Seite, der dies rechtfertigen würde. Ihr erster Kampf gegen von Wichtenhausen hatte ein beeindruckendes Ende, allerdings wurde auch gesehen, dass es ihnen nicht um den Sieg ging, sondern darum ihren Gegner vor den Augen der Zuschauer zu verletzen. Und nun haben sie versucht den Verlauf des Turniers durch Allianzen zu beeinflussen. Ich respektiere ihre Bereitschaft die Initiative zu ergreifen, aber ich muss mit aller Deutlichkeit feststellen, dass sie sich bei ihren Plänen übernommen haben. Und entsprechend kann ich ihre Anfrage nur ablehnen.“

Maldicão nickt anerkennend, er aktzeptiert diese Niederlage zähneknirschend und merkt, dass seine Chefin noch nicht fertig ist.

Jona Vark: “Aber ich habe hier etwas für sie vorbereitet, bei dem sie sich auf einem anderen Weg versuchen können und der Company ihren guten Willen beweisen.“

Nun ist es an Jona Dokumente über den Tisch zu schieben. Maldicão nimmt sie entgegen, er schaut sich die Blätter an. Es scheinen die Lebensläufe von zwei Wrestlern zu sein. Der eine trägt die Überschrift „der Keiler“, das Bild zeigt einen kräftigen Mann mit wilden Haaren und Kotletten an den Wangen. Der andere Lebenslauf trägt den Namen „Draven LaVey“, die Person auf dem Bild trägt Dreadlocks und wirkt deutlich leichter als die andere. In Befürchtung des nun Folgenden legt Maldicão den Keiler auf den anderen. Sein fragender Blick wird von Jona Vark aufgenommen.

Jona Vark: “Es handelt sich hier um zwei talentierte Wrestler, die die Möglichkeit erhalten werden sich bei uns zu beweisen. Es stehen noch einzelne Punkte der Fitnesstests aus, wir rechnen aber damit, dass es für beide nur eine Formalität sein wird. Immerhin wurden beide bei den Berlin Wrestling Heroes ausgebildet. Sobald diese letzten Punkte geklärt sind, werden wir ihnen die beiden Herren in Tagteamkämpfen an die Seite stellen. Wie ich sehe haben sie bereits einen Favoriten, es ist aber geplant beiden die Möglichkeit zu geben sich zu präsentieren. Derjenige, der in diesem Tryout an ihrer Seite besser abschneidet, wird einen Vertrag bei der PCWA erhalten und an ihrer Seite in einem Team kämpfen.“

Maldicão wägt für einen Moment ab, ob irgendeine Form des Protests einen Sinn machen würde, stattdessen nickt er.

Jona Vark: “Es freut mich, dass sie kooperativ an die Arbeit gehen, manch andere würden beim Gedanken, Rookies an die Seite gestellt zu bekommen, vehement protestieren.“

Maldicão: “Zu meinen Prinzipien gehört es die Konsequenzen für mein Handeln zu tragen und ob es mir gefällt oder nicht, ihren Argumenten habe ich nichts entgegenzusetzen.“

Mit einen Nicken ist der Termin damit aus der Sicht von Jona Vark zu Ende.

Jona Vark: “Dann wünsche ich ihnen viel Erfolg für die Zusammenarbeit mit den beiden Herren. Wir informieren sie, sobald alle Formalitäten geklärt sind. Und sie sollten den Trainingsbereich aufsuchen. Ein aktueller Neuzugang der Liga präsentiert sich gerade vor Entwicklungstalenten, es wäre auch für sie eine Möglichkeit sich zu präsentieren “

Nach einem letzten Nicken greift sich Maldicão alle Blätter, steht auf und verlässt das Büro.


------------------ PCWA ------------------

Heute Morgen, 6:30 Uhr:

Er öffnet ein Auge... und schließt es direkt wieder. Die Lampe im Bad des Hotelzimmers brennt noch immer und hat ihm die letzten Augennerven zerstört. Wahrscheinlich brannte sie die ganze Nacht durch. Er stöhnt auf. Reibt sich mit dem Handrücken über den feuchten Mund und Bart. Der Schädel dröhnt. Es war einfach zu viel Alkohol gestern. Schon lange hatte er keinen solchen Abend mehr gehabt. Gestern aber war die Stimmung einfach gut... oder... vielleicht war es auch nur, weil es nach der Quest-PK war und sie sich im cWc getroffen hatten. Alte Erinnerungen. Alte Sehnsüchte. Ab und zu brauchte er eben einfach ein paar Drinks... So lange es im Rahmen blieb. Und außerdem war er ja nicht alleine gewesen.

Mad Dog versucht langsam erneut das linke Auge zu öffnen, während das rechte noch vom Kissen verdeckt ist. Er greift stöhnend nach einer Wasserflasche auf der Bettkommode und versucht mit der linken Hand sein Smartphone zu erreichen... Langsam erhebt er den Oberkörper, während sein Kopf immer noch dröhnt und die Augen vor Müdigkeit verklebt sind. Schnell setzt er die Flasche an, um den trockenen Mund auszuspülen und das Verlangen des Nachdurstes zu stillen. Zeitgleich lugt er auf sein Handy.

6:30 Uhr??!! FUCK!!

Etwas irritiert schaut er auf das Display - sein Wecker geht erst in zwei Stunden?! Das Pech des verfrühten Weckrufs und die Situation kaum fassend wirft er das Telefon wieder auf die Kommode, lässt die Wasserflasche neben das Bett gleiten und wirft sich dann rücklinks zurück auf das Kissen.

"AUA!"

Schlaftrunken und perplex greift sich die Töle ins Gesicht. Wenn ihn nicht alles täuscht, dann ist das eine Hand, auf die er sich gerade geworfen hat.

Und es ist nicht seine! 

Mad Dog weiß nicht, ob er wach ist oder ob er träumt. Zu wirr sind seine Gedanken, zu groß sein Schlafentzug. Wahrscheinlich hatte er mal wieder ein Groupie abgeschleppt - oder sie ihn. Eigentlich gaben ihm One Night Stands nicht sonderlich viel, aber um die Sehnsucht nach Zweisamkeit und Sex zu stillen, war es schonmal ganz nett. Wobei seine Sehnsucht vor allem einer galt - nämlich Yai. Und das wurde ihm in jeder solcher Nächte immer wieder bewusst. Vor allem Morgens. Es war nicht Yai, der er gleich ins Gesicht schauen würde. Es war nicht Yai, mit der er geschlafen hatte. Und es war nicht Yai, zu der er sich nun in die Arme legen könnte - oder die zu ihm in die Arme kriechen würde. Nein... Gleich würde alles ganz schnell gehen müssen. Sie würde seine Nummer haben wollen, um sich wieder melden zu können, er würde sie ihr nicht geben, erklären, dass es eine einmalige Sache war und sie nun gehen müsse. Wenn er Glück hatte, war es eine Frau, die das wusste und kannte. Für die er nichts anderes als eine Gravur auf dem "Hab ich gefickt"-Pokal war. Wenn er allerdings Pech hatte, war er der Mann ihrer Träume und es würde einige Tränen und Zeit kosten, sie aus dem Zimmer zu komplementieren...

Oder war es doch Yai? Könnte es doch die Frau seiner Träume sein, die er Abends noch getroffen hatte? War sie doch noch aufgetaucht? Für den Bruchteil eines Moments versucht er sich an die letzte Nacht zu erinnern... und jetzt konnte er sie sehen! Unter sich. Nackt. 
Hatte es endlich geklappt?! War sie zurück in seine Arme gekommen? Würden sie endlich wieder zusammen sein?

Oder war auch Yai nach all den Jahren nur ihrer Sehnsucht erlegen und sie waren eben nur ein weiteres Mal im Bett gelandet?

Plötzlich spürt er einen Kuss auf seiner Wange. 

"Guten Morgen, mein Engel."

Ein erquickender Kuss. Wärme strömt in ihm auf. Alte Liebe. Neues Verliebtsein.

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Ein paar Minuten zuvor:

Dieser dämliche Wecker. War es schon so weit? Verschlafen greift sie nach dem Smartphone und drückt die "Schlummern"-Taste. Normalerweise war sie eine Frühaufsteherin und hatte keine Probleme damit, jetzt sofort unter die Dusche zu springen und den Tag zu beginnen. Aber heute Morgen war es anders. Heute störte der Wecker. Er hatte sie auch tatsächlich geweckt - nicht so wie sonst, wo die innere Uhr sie schon vor dem Klingeln wach machte. 
Vielleicht lag es an ihrem gestrigen Treffen mit Mad Dog. Der Gute war am Ende es Tages schon ordentlich betrunken - aber dabei auch irgendwie süß. Nicht so wie früher, wo ihn der Alkohol erst aggressiv, dann depressiv machte. Nein, es war eine ganze gelassene Stimmung am gestrigen Abend und sie freute sich, dass sie auch ihren Anteil daran hatte. Ein zufriedenes Lächeln huscht ihr über das verschlafene Gesicht. Natürlich hatte auch sie etwas getrunken. Und zwar mehr als üblich. Normalerweise hatte sie ein besonderes Augenmerk darauf, nach zwei oder maximal drei Gläsern aufzuhören. Bei ihrer Profession konnte sie sich das einfach nicht leisten... Es galt immer nur so zu tun, als würde man die ganze Zeit trinken. Aber gestern hatte sie diesbezüglich eine Ausnahme gemacht. 

OK. Jetzt musste sie aufstehen. Daran führte kein Weg vorbei. Oder lieber doch noch auf den nächsten Weckruf warten?! Langsam greift sie nach ihrem Smartphone und hält es in der linken Hand. Sie scheint mit sich zu ringen. Schlummern oder Aufstehen. Schlummern oder Aufstehen.

Auf einmal bricht ihr fast die Hand! Schmerzverzerrt zieht sie die rechte Hand weg, auf die sich gerade ihr Partner geschmissen hat.

"AUA!"

Es war schon nicht einfach mit einem Rüpel zusammen zu sein. Manchmal fluchte sie innerlich darüber, aber in anderen Momenten gab es dann auch wieder genau das Gegenteil: Intimität, Zärtlichkeit und eine unfassbare Leidenschaft. Da war sie bereit, die ein oder andere Ungestümtheit in Kauf zu nehmen. 
Sie hört wieder das leise Schnarchen - auch wenn es sich heute etwas anders anhört, als früher - sie mag es. Inzwischen hat sie sich dazu entschieden, jetzt aufzustehen. Sie legt das Smartphone zurück und greift nach der Wasserflasche, die dort steht. Ein komischer bitterer Geschmack lag ihr auf der Zunge - musste von einem der hochprozentigen Drinks gestern stammen. Sie reibt die Zunge kurz über die Schneidezähne, versucht den Geschmack loszuwerden.
Dann atmet sie erleichtert auf. Nun folgt eine zweite Entscheidung: Entweder erst duschen und dann einen Gute-Morgen-Kuss oder umgekehrt...

Nach diesem Abend mit Mad Dog musste sie aber einfach mit dem Kuss beginnen. Eilig rollt sie sich verliebt herüber und küsst ihre Lara auf die Wange.

"Guten Morgen, mein Engel."

Ihre Lara?! 

Bartstoppeln?!

Verdutzt schüttelt sich Juliette. Reißt die Augen auf.

DeWynters: "Bah!"

Sie springt sofort auf. Spuckt. Reibt sich über den Mund. Eilig. Hektisch.
Auch MD trifft es bitter. Wärme wandelt sich in Kälte. Die Schmetterlinge fliegen in den Kopf zurück und brummen dort als Wespen rum.
Erkenntnis: Ein Fangirl.

Mad Dog: "Tut mir leid, Mädel..."

Er deutet auf die Dusche und öffnet die Augen. 
Dann trifft es ihn ebenso hart.

Vor Schock weicht er zurück. Schaut nochmal. Schaut wieder. 
Ein letztes Mal. 

Mit weit aufgerissenen Augen starrt er auf die Frau neben ihm. Plötzlich so wach. So herzdurchklopft.

Mad Dog: "Nein!"

Als könnte er es so rückgängig machen. Doch das geht nicht. Unfähig etwas anderes zu tun oder zu sagen, starrt er sie einfach nur an.
Sie bemerkt es erst jetzt.

Eilig reißt sie an MDs Decke, will ihre blanken Brüste bedecken. Auch der Fighter erkennt das "Problem". Schließt die Augen.

DeWynters: "AAH."

Sie schüttelt sich... Er dreht demonstrativ den Kopf. Doch dann dieser Gedanke: Hatten ihn an Yai - eben in seiner Erinnerung - nicht genau diese Brüste irritiert?!

Mad Dog: "AAHH!"

DeWynters ummantelt sich mit der Bettdecke. Stolpert. Fängt sich. Rafft die Decke. Läuft. Patschend. Weg. Ins Bad.
Schmeißt die Tür zu. Und wirft sich mit dem Rücken dagegen, um sich auf den wohlgeformten Po sinken zu lassen. Sie war zu weit gegangen. Sie war... viel zu weit gegangen.

Mad Dog schaut auf die verschlossene Tür. Und wühlt sich durch die Haare.

Mad Dog: "Fuck."

Der Klingelton reißt ihn aus seinen Gedanken. Erneut stöhnt er auf, schaut auf DeWynters Smartphone.

Mad Dog: "Juliette!"

DeWynters: "Lass mich bitte allein!"

MD greift nach ihrem Telefon und stellt sich plötzlich blitzwach vor die Badtür.

Mad Dog: "Dein Handy!"

Sie atmet aus. Ihren Kopf in den Händen vergraben.
Wie konnte sie nur so dumm sein?!

DeWynters: "Lass es einfach liegen, ja!"

Mad Dog: "Ja, aber... Es ist Lara..."


------------------ PCWA ------------------

Klopf.

Klopf.

Klopf.

Rythmisch ertönt das Geräusch, dass der Briefbeschwerer von Jona Vark erzeugt, jedesmal, wenn dieser auf den massiven Eichenholztisch trifft. Wie ein Richter, der mit seinem Hammer auf den Resonanzblock klopft. Ihre Miene sagt nichts Gutes aus, die Zornfalte ist gut zu sehen. Davon lenkt auch nicht die weit ausgeschnittene Bluse und die graue Hose ab. Das Makeup ist natürlich wie immer perfekt, und die blonden Haare sind zu einem Zopf zusammen gebunden.

"Okay. Dürften wir nun endlich erfahren, wieso wir hier sind?"

Blackheart liegt förmlich in dem Sessel, der auf der anderen Seite des Schreibtischs steht, ein Bein über die Lehne gelegt. Die Kapuze des Hoodies ist wie immer über den Kopf gezogen, darunter lässt sich jedoch die Schminke erahnen.

"Ja, das interessiert mich ebenfalls, Vark."

Lara Lee verhält sich wie eine Königin, mit geradem Rücken und überschlagenen Beinen blickt sie etwas hochnäsig zur Seite und mustert gelangweilt einen Fleck an der Wand.

Die Chefin der PCWA atmet tief durch, dann legt sie den Briefbeschwerer beiseite und verschränkt die Hände ineinander und stützt die Ellenbogen auf den Tisch.

Jona Vark: "Sie beide sind wirklich unglaublich. Sie können sich wirklich nicht vorstellen, wieso ich Sie in mein Büro zitiert habe?"

Kevin schaut zur Seite.

Sharpe: "Weil diese Irre sich On Camera mit ihrem persönlichen Swingerclub zeigt?"

Die Amazone lacht laut auf.

Lara Lee: "Wahrscheinlich eher, weil dein schlecht geschminktes Gesicht die Kameras beleidigt."

Blackheart winkt ab.

Sharpe: "Immerhin lasse ich nicht mein Gemächt vor der Kamera baumeln so wie deine Gespielen nicht umhin kommt, ihre Titten in die Kamera zu strecken."

Die Queen streckt ihrem Gegenüber die Zunge heraus.

Lara Lee: "Bei dir könnte ja auch nicht viel raus hängen... ein paar Millimeter stehen konstant und hängen nicht."

Kevin nimmt die Kapuze ab und gibt das totenkopfgleich geschminke Gesicht preis.

Sharpe: "Wollen wir direkt weiter machen?"

Die Frau knackt die Knöchel durch.

Lara Lee: "Von mir aus?! Wir müssen nur den Tisch weg... "

KRACH!

Der Briefbeschwerer kollidiert so heftig mit dem Schreibtisch, dass ein Riss im Holz entsteht. Innerhalb von Nanosekunden bringt sich die Chefin in eine stehende Position und stützt sich nun mit den geballten Fäusten auf den Tisch.

Jona Vark: "ES REICHT! Ich habe genug von ihrem Unsinn. Ich rate Ihnen beiden nun gut zu zu hören, denn ich werde mich nicht noch einmal wiederholen. Sollte ich noch einmal eine derartige Szene sehen wie bei der letzten Vendetta, dann werde ich entsprechende Maßnahmen ergreifen. Haben wir uns verstanden?"

Blackheart und Lara Lee, die beide schon aus den Sesseln gesprungen waren, um Jona Varks Büro in einen Ring zu verwandeln, schauen sich verwirrt an.

Sharpe: "Weißt du, was sie meint?"

Lara Lee: "Es ist immer dasselbe, wie in Hollywood-Streifen: Wenn irgendein Boss irgendwelche Angestellten zusammenfaltet, sagt er - oder hier sie - dass 'entsprechende Maßnahmen ergriffen' werden.... und dabei wollte ich schon immer wissen, was für Maßnahmen eigentlich... aber dann wird diese Szene IMMER einfach abgeblendet, pfft!"

Die Zornfalte der Boss-Lady wird immer tiefer.

Jona Vark: "Ich meine die Aktion auf dem Dach! Haben Sie beide eine Ahnung, wie viele wütende Eltern die PCWA nach Ihrem Auftritt auf dem Dach kontaktiert haben? Die Geschäftsstelle erlebt aktuell eine Welle an Beschwerden. Es werden sogar schon Stimmen laut, Vendetta auf einen späteren Sendeplatz zu verschieben. Sogar einen Petition dahingehend wurde schon gestartet! Das kann und werde ich nicht dulden!"

Denn das würde die Einschaltquoten immens einbrechen lassen.

Die selbstproklamierte Königin lacht laut, als hätte Jona einen unglaublich tollen Witz erzählt, während sie sich wieder hinsetzt.

Lara: "Ah ja! Das war jetzt lustig... ich formuliere neu zur Klarstellung: Die Eltern beschweren sich bei Dir als die Chefin einer Wrestling-Liga, wo Köpfe monatlich eingeschlagen werden, wo derbe geflucht, viel nackte Haut gezeigt und mit Blut der Ringboden bemalt wird, wegen einem Ereignis, bei dem im Grunde nichts weiter passiert ist? Über was beschweren sie sich denn genau? Dass seine hässliche Sackfresse zu lange zu sehen war? Dass ich meine Titten nicht rausgepackt habe?"

Blackheart zieht den Hoodie aus. Darunter trägt er ein schlichtes schwarzes Tanktop. Er ballt die Fäuste und spannt die Muskeln an.

Sharpe: "Auch wenn ich Lara für ihre Beleidigungen direkt in die Fresse hauen sollte... "

Die Königin will etwas sagen, doch Kevin hebt die Hand. Und irgendetwas in seinem Blick, den er ihr zu wirft, sagt ihr, dass sie auf eine verquerte Art und Weise gerade auf derselben Seite sind. Blackheart wendet sich wieder an die Chefin.

Sharpe: "Frage ich mich eher, was Sie nun tun wollen, hm? Sie zierliches, kleines Persönchen? Uns beiden in den Hintern treten? Nur zu... das wäre sicherlich ein Spaß für die lamentierenden Eltern, die wegen einer Lappalie schon Sturm laufen. Wenn Lara und ich Sie hier in Ihrem Büro auseinander nehmen. Forgot about Rage, Jona? Ich denke nicht."

Die Chefin hält seinem Blick stand. Wie kann man nur so ignorant sein. Nun gut... dann die harten Geschütze.

Jona Vark: "Nun... ich könnte Sie mit einer Vertragsstrafe belegen. Sie suspendieren... Sie FEUERN! Dann können Sie sich Ihre wieder einmal erschlichene Möglichkeit, erneut um den Undisputed Gerasy anzutreten, direkt wieder aus dem Kopf schlagen. Ich kann hier leider nicht intervenieren, da James Godd Ihnen bereits sein Wort gegeben hat. Aber ich rechne Ihnen sowieso keine wirkliche Chance gegen die Mad Godds in einem Handicap Match aus. Dennoch... ICH habe SIE in der Hand! ICH bin ihr Boss... und wenn Sie gegen die Regeln verstoßen, dann werde ich das entsprechend sanktionieren!"

Breit grinsend blickt Lara zum Mann nebenan hinüber voller Schadenfreude... so schnell kann eine stillschwegende Allianz wieder zerfallen. Was allerdings nicht lange anhält.

Jona Vark: "Und Sie auch, MISS Lee. Ob Sie eine Königin sind oder nicht!"

Jetzt wirkt Lara ungehalten und richtet sich langsam wieder vom Sessel auf. Und ballt wie Sharpe die Fäuste zusammen und lässt die Muskeln unter dem hautengen Vollanzug spannen.

Lara: "Ich würde wie Blacky vorhin auch gerne was ausziehen, aber dann hätte ich nix drunter... anyway. Wenn Sie mich feuern, geht mein Club mit."

Jona Vark: "Bilden Sie sich nicht ein, dass Sie unersetzlich sind. Ich habe Ihren Club mit finanziert, haben Sie das schon wieder vergessen? Ihnen die Erlaubnis gegeben, ihn auf MEINEM PCWA-Gelände zu bauen!"

Das hat gesessen, denn Lara sagt erst einmal nichts. Die Boss Lady lächelt. Kein zufriedenes Lächeln. Es ist eiskalt und boshaft.

Jona Vark: "Und ich kann Ihnen den Club auch wieder nehmen. Ihre Anteile sind schnell gekauft. Glauben Sie mir, dass mein Vermögen Ihres bei WEITEM übersteigt. Und dann... stehen Sie ohne IRGENDETWAS da."

Blackheart bemerkt, wie diese Aussage der selbst ernannten Königin ins Herz sticht, obwohl sie es so gut es geht zu verstecken versucht. Kevin stützt die Arme auf den Tisch.

Sharpe: "Sie gehen zu weit. Es reicht so langsam. Ansonsten muss ich wirklich handgreiflich werden."

Das eiskalte Lächeln bleibt.

Jona Vark: "Ich sagte Ihnen doch, Mister Sharpe... ICH sitze am längeren Hebel."

Dann drückt sie einen Knopf auf ihrem Telefon.

Jona Vark: "Schicken Sie ihn rein."

Sekunden vergehen, bis die Tür des Büros aufgeht. Und herein tritt...

Sharpe: "Was zum... "

Er kneift die Augen zusammen, beäugt den Riesen, neben dem Barry Wilson beinahe wie ein Kleinkind aussieht, genau. Dann...

Sharpe: "Nein... das kann nicht sein. Du?"

Der Mann, der mindestens 2,10 Meter gross und an die 160 Kilo wiegen muss, einen schwarzen Maßanzug und Sonnenbrille trägt, verzieht keine Miene, während er sich mit verschränkten Armen im Türrahmen positioniert. Die Chefin hingegen strahlt über beide Backen.

Jona Vark: "Mister Joshua, wie schön, dass Sie es einrichten konnten. Meine Dame, mein Herr... das ist Mister Joshua, mein neuer Assistent."

Als ob dieser Auftritt nicht geplant gewesen wäre. Kevin indes schlüpft schnell in seinen Hoodie und zieht die Kapuze über den Kopf. Dann wendet er sich an Lara.

Sharpe: "Lass uns gehen. Vertrau mir."

Natürlich ist der blaublütige Kanadierin nicht entgangen, wie Kevin auf dessen Erscheinen reagiert hat. Offenbar hatten sie schon einmal miteinander zu tun gehabt. Etwas verwirrt entdeckt sie ausgerechnet in Kevin Sharpes Augen... Furcht? Hat der schwarze Herz tatsächlich echte Angst vor diesem.... Mister Joshua? Obwohl man sie als Mad Queen tituliert, so hält sie es für eine gute Idee dazu keinen Kommentar abzugeben. Außerdem traut sie Blackheart keinen Millimeter weit über den Weg und sie ist definitiv noch nicht fertig mit der Chefin.

Lara: "Momentchen! Wohin jetzt so schnell, Blacky?"

Ihre Augen verengen und sie denkt schnell über die Situation nach. Sie weiß, dass Sharpe ein verdammt harter Hund ist und er sich vor keiner Herausforderung scheut. Aber wenn er jetzt auf einmal nervös ist... vielleicht sollte sie ihre Madness für eine Minute zurückstellen und die Stimme der Vernunft durchflüstern lassen.

Lara: "Ist auch egal. Ich habe noch eine Sache mit Dir zu bereden, Jona."

Blackheart mustert den Riesen, welcher keine Miene verzieht. Dann klatscht die Chefin in die Hände.

Jona Vark: "Nun, dann haben wir ja alles geklärt. Mister Joshua? Würden Sie bitte Mister Sharpe nach draußen begleiten? Ich denke, er hat hier nichts mehr zu sagen. Miss Lee... Sie haben meine ungeteilte Aufmerksamkeit."

Langsam bewegt sich Blackheart in Richtung der Tür. Der Riese folgt ihm, als Sharpe die Tür aufmacht. Mit einem leichten Knall wird diese geschlossen und Blackheart sowie Mister Joshua sind verschwunden.

Misstrauisch mustert die Amazone die beiden Kerle. Vielleicht sollte sie diesen Godzilla wirklich im Hinterkopf behalten und später mal versuchen herauszufinden, warum Kevin so eine Scheißangst vor diesem Turm zu Babel hat.
Aber jetzt steht was anderes im Fokus. Sie holt eine Aktenmappe, die sie geschickt im Sessel versteckt hat, hervor und klatscht diese auf den Schreibtisch.

Lara: "Wir wissen ja beide, dass ich und Shadow ein Titelmatch haben. Deswegen habe ich mit ihm in der letzte Vendetta darüber gesprochen und wir sind zum Schluss gekommen, dass "I Quit"-Match keine gute Idee ist. Nicht dass es ein Problem für mich wäre, aber die Leute da draußen könnten diese Stipulation falsch auslegen oder missverstehen... wenn Du mich nicht tatsächlich nachher feuerst. Also haben wir ein Vertrag aufgesetzt, der den Inhalt hat, die Matchstipulation abzuändern und den Eingriff der Außenstehenden der beiden Parteien kategorisch verbietet und daraus Konsequenzen folgen zu lassen, sollte gegen das Verbot verstoßen werden. Wir wollen ja was Festes in der Hand..."

Sie grinst über die doppeldeutige Andeutung, aber Jona verzieht kein bisschen die Miene.

Lara: "... und wir haben auch beide unterschrieben - mit Blut, wie es so schön zum Wrestling gehört. Was wir noch brauchen, ist... die Ratifizierung von einer offiziellen Stelle. Damit es wirklich auch alles seine Richtigkeit hat. Ist kein Geheimnis, dass ich und Slim Shady nicht die beste Freunde sind und da soll hier kein falsches Spiel getrieben werden."

Miss Vark zieht die Mappe mit Fingerspitzen zu sich und blättert durch. Ihre Sitrn runzelt sie leicht, was für Konzentration steht. Nach wenigen Minuten blickt sie zu Lara auf, welche sich ungeduldig vorbeugt und auf die Antwort wartet.

Jona Vark: "Scheint alles in Ordnung zu sein. Keine Vorteile oder Nachteile für eine der beiden Parteien. Keine Eingriffe. Keine Sonderklauseln. Klar und simpel. Ich habe selten so einen Vertrag gesehen. Aber "Red Queen Rules"-Match?"

Lara: "Yeah, nicht falsch verstehen. "Rules" ist als Substantiv zu lesen. Ist nur eine schönere Beschreibung für No-Holds-Barred-Match."

Dann tippt sie mit lackiertem Fingernagel laut hörbar auf Shadows blutigen Daumenabdruck, der unter dem Namen aufgedrückt ist. Das gleiche Bild bietet sich auch auf der andere Seite des Blattes unter "LARA LEE".

Jona Vark: "Sie haben beide damit unterschrieben? Das ist ein echter Daumenabdruck mit echtem Blut von Shadow?"

Lara: "Klaro. Das war sogar seine Idee. Damit soll sichergestellt werden, dass die Unterschrift nicht gefälscht werden kann. Du kannst sogar damit zur Polizei gehen und die werden Dir die DNA-Auswertung von diesem Manne zurückschicken. Simpel und idiotensicher."

Sie nickt langsam, dann schlägt sie die Mappe zu und schiebt diese zurück zur anderen Frau, die nun fett grinst, als hätte Lara einen Alfa Romeo Tipo 33 Stradale geschenkt bekommen.

Jona Vark: "Ja, wenn Sie beide das wollen, dann spricht auch nichts dagegen von meiner Seite aus. Hiermit wird die Krone mit der "Red Queen Rules"-Stipulation abgeändert und auch so angekündigt. Gibt es sonst noch was, Miss Lee?"

Die Königin schüttelt heftig den Kopf, springt fast aus dem Sessel und schnappt sich die Mappe, bevor sie fröhlich durch die Tür rennt und sogar diese hinter sich schließt. Etwas überrascht sieht die PCWA-Chefin ihr nach. Dann drückt sie erneut einen Knopf auf dem Telefon.

Jona Vark: "Mister Joshua? Bitte kommen sie herein. Wir haben noch weitere Dinge zu besprechen."


------------------ PCWA ------------------

"Mister Joshua, hm? Assistent von Jona Vark, eh? Was soll die Scheiße? Ich weiß genau, wer du bist... "

Unmittelbar, nachdem Kevin Sharpe von Jona Varks neuem Assistenten aus dem Büro geleitet wurde, konfrontiert dieser den Riesen direkt vor der Tür. Der verzieht keine Miene, sondern bleibt nur mit verschränkten Armen vor der Tür stehen.

Blackheart nimmt die Kapuze ab.

Sharpe: "Sag mir bitte nicht, dass du alles vergessen hast. Verdammte Scheiße, ich freue mich eigentlich regelrecht, dich hier zu sehen. Ich war eben nur kurz irritiert."

Keine Reaktion.

Sharpe: "Komm schon... Damals? Als ich dich in der Scheune meiner Farm fand? Die Geschichte mit Grizz? Hast du etwa alles vergessen oder verdrängt?"

Erneut keine Reaktion. Sharpe seufzt.

Sharpe: "Komm schon, Bim... "

Urplötzlich ruckt der rechte Arm des großen Mannes nach vorne, umschließt Kevin's Kehle und drückt diesen gegen die Wand. Mit der Linken stößt er den Kameramann zur Seite.

Mister Joshua: "Weg."

Die Kamera fällt allem Anschein nach zu Boden und das Bild wird schwarz.

Wie ein Schraubstock umfasst die Pranke des Riesen den Hals von Blackheart. Dann hebt er ihn an, sodass die Füße Sharpe's in der Luft hängen. Mit der linken Hand nimmt Joshua die Sonnenbrille ab. Und Sharpe blickt in ein strahlend grünes Auge... und ein fahlweißes. Augenscheinlich ist der Mann auf einem Auge blind.

Mister Joshua: "Erwähne niemals wieder diesen Namen. Bim Sims ist tot. Es gibt keinen Bim Sims mehr. In keiner Datenbank der NSA, des FBI oder der CIA. Er ist weg. Ein Geist. Als hätte er nie existiert. Ich habe mehrfach mein Leben riskiert, um meinen Namen rein zu waschen... eine neue Identität zu erlangen. Und wenn du jemals etwas anderes behaupten solltest, dann werde ich dich eliminieren. Und da du dich ja so gut an unsere Vergangenheit erinnerst, weißt du, dass ich das kann. Und auch tun werde, wenn es sein muss."

Röchelnd mustert Blackheart den Riesen... und nickt knapp. Und der... entlässt ihn aus seinen Klauen. Sharpe rutscht an der Wand auf den Boden, während Joshua dem Kameramann aufhilft. Das Bild kommt zurück.

Mister Joshua: "Sie sollten nun gehen, Mister Sharpe."

Kevin reibt sich, auf dem Boden sitzend, die Kehle. Dann kommt er langsam wieder auf die Beine und nickt.

Sharpe: "Ja. Ich gehe. Mister Joshua."

Es ist komisch, wie er den Namen betont. Doch es ist nicht zu übersehen, dass Blackheart einen immensen Respekt vor Jona Varks neuem Assistenten zu haben scheint.


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152
 

Live aus dem PCWA Dome / Berlin, Deutschland (Phoenix Center)

Lautes Getöse, lautes Gebrülle - auch die halbe Anzahl an Fans macht ordentlich Stimmung im PCWA Dome, der größeren der beiden Veranstaltungsstätten. Und so kann Jona Vark trotz Corona mehr bei einer normalen Vendetta einnehmen - schließlich passen jetzt 15000 Menschen in den DOME, eigentlich 46523 Menschen, und ins Theatre normalerweise "nur" 12500 Menschen. Vielleicht ein kleiner Trost für die geschäftstüchtige Jona, die so die Verdienstausfälle bei den Großveranstaltungen besser kompensieren kann.

Solcherlei Gedanken treiben aber die berliner Fans nicht an. Sie sind voll der Aufregung und in Extase ob der Dinge, die da kommen werden. Heute stehen gleich zwei Titelmatches auf dem Programm und dies zeigt uns die Regie auch schnell durch einige PCWA Replica Belts, die sich die treuen Fans um die Hüften geschnallt haben oder sie sie enthusiastisch in die Höhe reißen.

Schließlich wird zu unserem beliebten Kommentatorenduo geschaltet. Neben Mike Garland hat wie immer Vincent Craven Platz genommen und dieser begrüßt die Fans gewohnt gut gekleidet und mit einem freundlichen Lächeln. 

Vincent Craven: "Guten Abend aus Berlin. Dies ist die 152. Ausgabe von PCWA Vendetta. Ich bin Vincent Craven und neben mir sitzt wie auch schon die anderen 151 Male..."

Mike Garland: "Mike Garland, der Mann, dem die Frauen vertrauen!"

Vincent Craven: "Was auch immer das nun mit unserer Show zu tun hat... Wie auch immer: Wir stehen kurz vor CORE, dem Pure Wrestling PPV der PCWA. Die Viertelfinale des Turniers sind gelaufen, dafür haben wir aber heute noch zwei Titelmatches auf der Card."

Mike Garland: "Definitiv eine Ansage von Jona Vark!"

Pressekonferenz zum...
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Jimmy Maxxx, Marc Poe, Mad Dog & Shadow sind am Vorabend von Vendetta 152 zu einer Pressekonferenz auf dem Phoenix Center.

Vincent Craven: "Und auch diese gestrige Attraktion bekommen wir noch als Video präsentiert. Die Protagonisten von CORE durften sich gestern den Pressevertretern stellen."

Mike Garland: "Eines sei dabei allerdings schon einmal verraten - viele Fragen konnten die Jounalisten nicht stellen! Denn scheinbar reichte die bloße Anwesenheit der Gegner, um die Fetzen zwischen den vier Anwärtern auf den Quest for the Best fliegen zu lassen."

Vincent Craven: "So viel sollte aber als Vorgeschmack genügen. Maxxx, Poe, MD und Shadow fokussieren sich vor allem auf CORE. Zwei Verlierer aus der letzten Vendetta finden sich heute hingegen im Opener wieder..."

Open Challenge
Regular Tag Team Match
PCWA Cotatores Trophy
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vs.
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(Der erste Fall entscheidet über den Sieg. Als Fall zählen Three Count, Submission, Disqualifikation sowie Count-Out.
-Referee: Nelson Frider; No Timelimit)

Mike Garland: "Und grässlicher Weise sind diese zwei Nulpen auch noch Halter der Cotatores Trophy. Da hat man gleich gesehen, dass Vendetta 150 nur eine Eintagsfliege war."

Vincent Craven: "Mit Verlaub dann korrekterweise eher eine Zweitagsfliege - aber auch das wäre eine bodenlose Frechheit deinerseits, Mike. Die PiC haben sich in der PCWA nach oben gekämpft, standen gegen alle großen Teams der letzten Jahre im Ring und haben sich bei Vendetta 150 verdient die Titel geholt."

Mike Garland: "War ja klar, dass du die Glücksritter wieder verteidigen musstest... heute jedenfalls kämpfen sie gegen ein unbekanntes Team. Und damit dürfte der Drops auch schon wieder gelutscht sein, denn die letzte Vendetta war dahingehend doch sehr aufschlussreich."

Vincent Craven: "Wie meinst du das?"

Mike Garland: "Na, Smashs Geburtstags-Party und der Auftritt der Ring Assassins. Die beiden holen sich ihre Titel heute Abend zurück."

Vincent Craven: "Das wäre sicherlich ein interessantes Match. Ich hatte eher an das Video gedacht, das wir in der Pre Show bestaunen konnten. Maldicao bekommt zwei Schützlinge an die Seite gestellt. Vielleicht ist der heutige Opener ihr angesprochene Try-Out?!"

Mike Garland: "Gleich zu Beginn ein Titelmatch?! Ich weiß nicht."

Vincent Craven: "Erfahren werden wir es sicherlich erst unmittelbar vor dem Opener. Aber gegen Ashfield & Rogue spricht, dass sie die PCWA nicht im Guten verlassen haben. Ich kann mir daher nicht vorstellen, dass Jona Vark ihnen einen Shot gibt. Auch wenn die gegenseitige Verachtung zwischen ihnen und den PiC ungebrochen scheint."


Redemption
Handicap Match
1* Undisputed Gerasy
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vs.
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(Der erste Fall entscheidet über den Sieg. Als Fall zählen Three Count, Submission, Disqualifikation sowie Count-Out.
-Referee: Sven Nitzschke; Timelimit: 20 Min)

Mike Garland: "Von Verachtung ist bei den beiden Parteien unseres zweiten Matches schon nicht mehr zu sprechen. Hier regieren Hass und Rachsucht!"

Vincent Craven: "Zumindest was den Night Fighter und Blackheart betrifft. James Godd und Kevin Sharpe mögen sich zwar nicht, scheinen sich aber zumindest sportlich zu respektieren, was MD dazu brachte in der letzten Show endlich das vereinbarte Singles Match einzufordern."

Mike Garland: "Tja, Hund, stattdessen hat Sharpe es bei einem Handicap Match belassen und sich zusätzlich die Option auf den Nummer Eins Herausforderer Posten geangelt, sollte er heute gegen die Mad Godds gewinnen."

Vincent Craven: "Bei Sharpe gibt es halt immer noch etwas, das über jeglichem Hass steht. Und das ist der Undisputed Gerasy. Anders gesprochen: Er ist ein Feigling wie er im Buche steht."

Mike Garland: "Sagst du, wenn er sich zwei Männern entgegen stellt, eh?"

Vincent Craven: "Come on! Der plant 100% irgendein krummes Ding heute Abend."

Mike Garland: "Jona Vark hat es ihm zuvor noch gesagt: Er darf sich nichts mehr erlauben, sonst wird es harte Konsequenzen geben. Das schließt deine These aus, Vince." 

Vincent Craven: "Ach so. Und dass plötzlich offensichtlich ein alter Bekannter von Sharpe bei Jona im Büro rumturnt, macht dich nicht misstrauisch?! Ich traue Blackheart und ebenso diesem Mr. Joshua keinen Meter über den Weg."

Mike Garland: "Na ja... für mich sah das eher so aus, als könnten sich die beiden nicht leiden. Aber bleib du ruhig bei deinen Verschwörungstheorien, Vince."

Main Event
"Red Queen Rules" Match
Cryption Crown
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vs.
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(Der erste Fall entscheidet über den Sieg. Als Fall zählt, wenn man den Gegner dazu bringt "I quit" zu sagen.
-Referee: Charlie Swanson; No Timelimit)

Vincent Craven: "Jedenfalls darf auch unsere Cryption Crown Contenderin mit Konsequenzen rechnen, sollte sie noch einmal solch eine Aktion machen wie in der letzten Vendetta. Der heutige Main Event aber wird stattfinden."

Mike Garland: "Das Match zwischen Lara und Shadow hätte schon im QftB Achtelfinale steigen sollen. Dort aber konnte Lee nicht teilnehmen, da sie von Jimmy Maxxx in ihrem Match gegen Stem angefahren wurde."

Vincent Craven: "Davor und danach wurden auch immer wieder ihre Ambitionen in Richtung Krone laut; insbesondere bei ihrer Krönung, als sie sich selbst zur Queen machte. Heute kann sie zeigen, was dahinter steckt."

Mike Garland: "Shadow hat die Crown meistens nur dabei. Heute dann endlich nochmal eine richtige Herausforderung!"

Vincent Craven: "Du verkennst die Realität! Shadow trägt heute die Cryption Crown schon 553 Tage lang! Damit ist er in dieser Kategorie neuer Rekordhalter und verdrängt Barqas' Regentschaft aus den Jahren 08-10 mit 521 Tagen auf Platz 2!! Eine unglaubliche Leistung!"

Mike Garland: "Dann wird es ja endlich Zeit, dass er sie abgibt. Und die Queen hat ihre Hausaufgaben gemacht."

Vincent Craven: "Du spielst darauf an, dass es nicht, wie angekündigt, ein "I Quit" Match sein wird, denn, wie wir zuvor sahen, hat sich der Schatten mit Lee auf ein "Red Queen Rules" Match geeinigt. Ob das so klug von ihm ist, sollte man tatsächlich hinterfragen."

Mike Garland: "Auch nicht ganz so konsequent von Jona Vark. Aber die Krönung wäre es doch dahingehend, wenn Lara Lee den Titel gewinnt und ihn künftig in Backstage-Fights verteidigen will... Ha Ha."


------------------ PCWA ------------------

Der Aliera Tron springt an.

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Presents

 

 

Immerhin wartet die XAW-Entourage diesmal, bis die Show offiziell beginnt, bevor sie ihre geistigen Ergüsse mit dem Rest der Welt teilen wird. Die Reaktionen der Zuschauer sind trotzdem nicht gerade positiv, gelinde ausgedrückt. Wenn man die absolute Wahrheit ausspricht, dann wabert der pure Hass durch den DOME und die Protagonisten sind bisher nicht mal aufgetaucht. 

Dann startet "Blind" von Korn. Die Lautstärke der Pfiffe und Buh-Rufe steigt wie eine Rakete in eine vorher unbekannte Sphäre. Einige Fans atmen allerdings erstmal erleichtert durch, bevor sie ebenfalls in das Pfeifkonzert einstimmen, da Pole POEsition diesmal nicht mit "Celebration" von Kool an the Gang eröffnet wird. 

 

ARE YOU READY?

 

Die Musik stoppt, zumindest der Entrance-Theme von Marc Poe. Kurze Verwirrung im Publikum, dann wieder Hass. Warum? Es ist tatsächlich der Refrain von Elton John's "Rocketman", welcher nun aus den Boxen dringt . Ein Song von Elton John in der PCWA, das Publikum ist komplett abgefuckt.

 

And I think it's gonna be a long long time
'Till touch down brings me round again to find
I'm not the man they think I am at home
Oh no no no I'm a rocket man
Rocket man burning out his fuse up here alone

 

Jetzt erst betritt Marc Poe ohne Kevin Smash oder einen anderen XAW-Member die Bühne und es ist unfassbar, was man sieht. Der Marylander funkelt und glitzert, wie sonst nur der Interpret des Raketenmann oder ein Sternenhimmel. Dank des weißen Pailletten-Anzugs dürften sofort einige Zuschauer erblindet sein. Doch ist dieses Machwerk nicht der Höhepunkt des poeischen Outfits, eine weiße Feder-Boa und eine riesige goldene Sonnenbrille im Elton-Style schmücken den aktuellen XAW-Champ. Da die Feder-Boa den Hals und die Schultern belegt, ist der Championgürtel um die Hüften gelegt. Ohne großartig auf die Reaktionen der Fans zu achten schlendert der Mann mit dem Man-Bun lässig den Gangway entlang. Als erneut der Refrain dran ist, slidet Marc in den Ring. Nacheinander erklimmt er die vier Ringpfosten und lässt sich "feiern". 

"Rocketman" endet nach einer gefühlten Ewigkeit und Poe begibt sich in die Mitte des Rings. Bewaffnet mit einem Mic in der linken Hand, muss er erstmal warten, denn die Pfiffe sind im Gegensatz zu Elton John noch am Start. Lächelnd steht Poe im Ring und spielt mit seiner Feder-Boa. Dann kann es endlich losgehen.

Marc Poe: "Es gibt Menschen, die nun behaupten würden, dass Pole POEsition vor allem für schlechte Musik steht. Aber wir sind nicht bei Top of the Pops, obwohl die XAW Top of the Pops ist."

Er macht eine Pause, um die Wirkung zu steigern, und der Erfolg gibt ihm Recht. Die Fans pfeifen ihn wieder aus und Marc grinst zufrieden. 

Marc Poe: "Doch wofür steht meine Sendung Pole POEsition eigentlich? Das Motto ist ganz klar "Love, Peace and Equality."

Er versteckt sein Lachen hinter der Feder-Boa, die Fans verstecken ihre Meinung nicht und hassen den ehemaligen Publikumsliebling weiterhin.

Marc Poe: "Und wenn man jetzt noch ein kleines bisschen nachdenkt, dann erkennt man trotz der bisher kurzen Zeit "On Air", dass Pole POEsition einfach ein Potpourri der modernen Unterhaltung darstellt. Denken ist allerdings Glückssache und in Berlin sowieso, wie die Geschichte zeigt." 

Natürlich wird der Mann aus Baltimore für diese Aussage wieder ausgepfiffen. Wo wir bei dem eigentlichen Ziel der Sendung Pole POEsition sind, Poe will ganz einfach provozieren und den Menschen auf den Sack gehen. Speziell eine Person möchte er mit seinen Frechheiten herausfordern: JONA VARK. 

Marc Poe: "Weil es hier im DOME wahrscheinlich keiner versteht, erkläre ich kurz noch, was es mit "Rocketman" auf sich hat. ER passt einfach zu mir, denn ich werde demnächst in der PCWA wieder nach den Sternen greifen. Zwei Siege und der Quest ist mein, dann folgt ein dritter und der Gerasy ruht neben diesem fantastischen Gürtel."

Der Marylander deutet auf das Schmuckstück, welches um seine Hüfte gebunden ist. Reaktion natürlich: Pfiffe und Buh-Rufe. 

Marc Poe: "Außerdem sind die Ratings der XAW seit der ersten Pole POEsition durch die Decke geschossen und von meinem eigenen Einfluss wollen wir gar nicht reden. Wahrscheinlich stehe ich nächstes Jahr endlich in der Forbes Liste, wo auch der Mann hingehört, der heute wieder bei mir zu Gast ist.... KEVIN SMASH!!!"

 

 

Proudly Presents

The One, the Only, the Legend

 

 

Mit einem breiten Grinsen betritt die selbsternannte Legende nun die große Bühne. Auf der Nase wie stets eine dunkle Sonnenbrille und auf dem Kopf ein schwarzes Bandana. Außerdem die übliche schwarze Lederjacke und eine dunkelblaue Jeans. Um das Outfit zu komplettieren, trägt der Smasher unter der Lederjacke eines seiner zahlreichen Merchandise Shirts, die es an den entsprechenden Ständen zu kaufen gibt. Lässig marschiert der alte Mann auf den Ring zu und beleidigt auf dem Weg dorthin noch ein paar Fans. So kennt man den Hollywood Regisseur ... immer die ganz große Inszenierung und so überrascht es niemanden mehr, dass, als der Smasher vor dem Ring anhält und die Faust in die Höhe reckt, hinter ihm auf der Rampe Feuerfontänen in Funken in die Luft schießen. Smash genießt seinen Auftritt und die Buh Rufe der Fans. Schließlich betritt er endlich den Ring.

Poe begrüßt den Smasher mit einer Umarmung im Ring. Die lebende Legende hat auch ein Mic dabei und legt gleich los.

Kevin Smash: "Cooles Outfit. Eines Champions würdig!"

Spricht die selbsternannte Legende und würgt innerlich beim Anblick von Poe's Outfit. Er hält nichts von diesen seltsamen neumodischen Dingen, die der Marylander da teilweise veranstaltet. Aber als guter Geschäftsmann weiß er, dass Poe für seine Pläne unabdingbar ist, und er ist daher gewillt ihm dies durchgehen zu lassen. Er geht sogar soweit Poe darin zu bestärken, denn ein selbstbewusster Poe ist sprichwörtlich Gold wert. Er grinst seinen wichtigsten Verbündeten verlogen wie eh und je an.

Marc Poe: "Für spezielle Momente braucht es spezielle Outfits. Und Pole POEsition soll auch heute wieder unvergessen und legendär werden. Wir haben nämlich noch einen Gast, zumindest hoffen wir es."

Synchron und arrogant grinsen die XAW-Guys in die Kamera.

Kevin Smash: "Doch bevor es los geht, wollte ich mich für ein weiteres Geschenk von dir bedanken."

Er nickt mit dem Kopf und steckt zeitgleich die rechte Hand in die rechte Hosentasche und zieht ... eine Socke in XAW Farben hervor. Die Fans blicken etwas ratlos zum Ring ... eine Socke? Die Legende grinst abermals.

Kevin Smash: "Ja, ja ... ich habe mich auch erst gefragt, was das für ein Teil sein soll, aber ..."

Er fängt nun an die Socke in der Luft herumzuwirbeln und es wird offensichtlich, dass diese Socke mit irgendwelchen Gewichten, in diesem Fall Kugellager-Kugeln gefüllt ist. Ein neumodischer Knast Totschläger! Smash grinst breit. Anfangs hatte er in der Tat nichts mit diesem Teil anfangen können, doch dann hatte er es ausprobiert. Er hatte Jemanden dafür bezahlt, damit er Schläge mit diesem Totschläger einsteckt, und Smash musste zugeben, dass es Spaß macht Jemanden damit zu verprügeln.
Er hört endlich mit dem Herumschwingen der Socke auf, packt dieser wieder in seine Hosentasche und nickt nochmal zufrieden mit dem Kopf.

Kevin Smash: "Mega Geschenk, mehr brauch ich dazu nicht sagen. Genau meinen Geschmack getroffen, Champ." 

Er schenkt Poe einen theatralisch wirkenden Applaus.

Marc Poe: "Gern geschehen. Aber nun ist es wirklich soweit, wir kommen zu unserem Gast. Kevin und ich haben mittlerweile schon oft unsere Ziele deutlich gemacht und schon einiges erreicht. Nun wollen wir endlich Nägel mit Köpfen machen. Wenn wir schon beim Nageln sind, ja das hab ich sie auch."

Die meisten können sich denken, wer nun kommen soll, Poe grinst fast dreckiger als die Legende.

Marc Poe: "Es wird Zeit, dass wir dir von Angesicht zu Angesicht unser Angebot vorbringen. Natürlich wird dieses auf deine Kapitulation hinauslaufen. Also komm doch bitte zu uns in den Ring: JONA!"

Immerhin hat er "Bitte" gesagt und dennoch beleidigen ihn die Zuschauer weiterhin. Von Jona ist erstmal nichts zu sehen, dafür ergreift noch einmal Smash das Wort. Er ist nicht so nett mit dem pfeifenden Publikum.

Kevin Smash: "Jetzt haltet doch endlich Mal eure verdammten Schnauzen, ihr dummen folgsamen Schafe!"

Die Folge sind natürlich noch mehr Pfiffe. Die Miene von Smash wird etwas angespannter. Dennoch fährt er fort.

Kevin Smash: "Sharpe hat letzte Vendetta bereits gefragt: Wo ist Jona? Ein kurzes Lebenszeichen ... mehr, aber nicht. Soll so jemand wirklich eine Wrestlingliga leiten? Ich werde das ganz anders anpacken und die PCWA wieder groß machen. Und wer jetzt behauptet, ich bin in der XAW auch nicht vor Ort, der lügt. RM ist meine Vertretung und wir sind Seelenverwandte, außerdem informiert er mich über alles."

Von Jona Vark ist trotz dieser Worte noch nichts zu sehen. Poe und Smash schauen sich an....

Marc Poe+Kevin Smash: "JONA, WO BIST DU?"

 

 

Eine bis dato noch nicht bekannte Musik ertönt und endlich regt sich etwas hinter dem Vorhang. Doch es ist nicht die PCWA-Chefin, die nun erscheint. Auf der Stage steht ein Mann mit dem Körper einer Abrissbirne. Circa 2,10 Meter groß und 160 Kilo schwer trägt der Koloss einen schwarzen Maßanzug. Dieser muss ordentlich gekostet haben, denn es ist wirklich viel Stoff, der verarbeitet wurde, und dieser ist von der feinsten Sorte. Die Augen sind hinter einer Sonnenbrille versteckt, die braunen Haare perfekt frisiert.

Wer die Pre-Show verfolgt hat, kennt diesen Mann als neuen Assistenten von Jona Vark. Und er trägt ein Mikrofon mit sich. 
Smash und Poe schauen sich ungläubig an. Beide haben die Pre-Show nicht verfolgt oder spielen es den Zuschauern zumindest vor.

Marc Poe: "Whoooo?"

Kevin Smash: "Whoooo?"

Who the Fuck is Alice, drönt zum Glück nicht aus den Boxen. War jedoch nicht unrealistisch, da bei Pole POEsition alles möglich ist.

Kevin Smash: "Was will dieser Zwerg hier?"

Spricht die Legende, ist in Wahrheit jedoch etwas erstaunt und erschüttert. Er ist es nicht gewohnt Gegnern zu begegnen, die fast auf seiner Augenhöhe sind. Gezeigt wird von diesen Gefühlen jedoch keines, stattdessen wird lediglich das gute alte Legenden-Grinsen ausgepackt.

Mister Joshua: "Miss Vark verweilt in ihrem Büro. Sie lässt ihnen beiden ausrichten, wenn sie etwas von Miss Vark wollen... "

Er nimmt die Sonnenbrille ab. Ein strahlend grünes Auge sowie ein fahl weißes beäugen die Poekings.

Mister Joshua: "Sie finden Sie in ihrem Büro."

Marc Poe: "Unser Weg wird uns sicherlich nicht in das Büro von Jona führen. Dort werden wahrscheinlich viele Fallen für uns aufgebaut sein. Wir sind keine Idioten!"

Da sind die Fans anderer Meinung. 

STUPID IDIOTS!!!

STUPID IDIOTS!!!

STUPID IDIOTS!!!

Poe winkt mehrmals genervt ab. 

Marc Poe: "Haltet gefälligst die Klappe! Pole POEsition ist unsere Show!"

Kevin Smash: "Genau! Und wenn wir mit Jona Vark fertig sind, dann werden wir keinen mehr von euch reinlassen. Denn im Gegensatz zu ihr, hab ich genug Geld, um zu machen, was ich will!"

Die Poekings wenden sich wieder dem Mann mit der bedrohlichen Statur und dem passenden Entrance-Theme zu.

Marc Poe: "Jona hängt ständig im Club von Lara Lee ab, doch wenn man sie zu einer Show einlädt, taucht sie nicht auf. Normalerweise sollte man seine Angestellten gleichberechtigt behandeln, aber hier in der PCWA ist es schon lange nicht mehr so. Selbst Sie als Kammerdiener bekommen nun sogar Aufgaben, für die Sie gar nicht bezahlt werden. Diese ganze Situation gehört doch gar nicht in ihre Gehaltsklasse. Kev, vielleicht sollten wir dem Typen ein paar Benjamins rüber werfen, damit er Jona rausbringt?"

Die Legende lächelt. Natürlich lächelt er und zieht tatsächlich einen dicken Geldklipp aus seiner Hosentasche.

Kevin Smash: "DAS ist wahrscheinlich zehnmal soviel, wie der Hungerlohn, den die Vark-Tussi dir zahlt. Der ganze Klipp gehört dir, wenn Jona Vark in wenigen Minuten hier draußen ist. Und falls du das Angebot ablehnst, wirst du, sobald diese Liga mir gehört, nur noch Midget-Kämpfe bestreiten."

Mister Joshua beäugt die Legende und den Poe-Per-View.

Mister Joshua: "Ich denke, sie haben mich verstanden."

Dann setzt er die Sonnenbrille wieder auf und lässt das Mikrofon fallen.

Und geht.

Smash nimmt dafür endlich seine eigene Sonnenbrille ab und blickt dem Mann, der gerade den Ring verlassen hat, kopfschüttelnd nach.

Kevin Smash: "Dieser Idiot hat das Geld vergessen! Doch das zollt mir immerhin Respekt. Warten wir also, bis er mit Jona wieder zurück kommt."

Marc Poe: "Ich glaube er wird Jona nicht zu uns bringen, Kev."

Die Legende weiß: Poe hat recht und trotzdem grinst er. 

Kevin Smash: "Selber Schuld, Sie hatte die Möglichkeit hier und heute Stellung zu ihrem Handeln beziehen zu können! Doch diese Chance ist nun vertan."

Marc Poe: "Richtig. Vertan sprach der Hahn und stieg von der Ente."

Die Legende grinst, ein Spruch nach seinem Geschmack.

Marc Poe: "In unserem unparteiischen Format hätten Jona und Du eine Art TV-Duell führen können. Da sie nicht aufgetaucht ist, würde ich sagen 1:0 für Team XAW."

Oder in der Wrestlingsprache: One more for the good guys. Die Fans im Dome sehen es etwas anders und buhen was das Zeug hält. 

Marc Poe: "Die erste Schlacht ist damit gewonnen und wir gehen mit gutem Gefühl davon. Zwar hat ein Krieg viele Schlachten, aber wir werden ALLE gewinnen. Der nächste Schritt ist mein Sieg beim Quest for the Best!"

Der Legendenschädel stimmt nickend zu.

Marc Poe: "Man sieht sich also zur nächsten Pole POEsition-Ausgabe in der POE-PER-VIEW Version."

Smash und Poe verlassen die Arena. Ihr Rückweg in den Backstage-Bereich wird wie sooft von einem ohrenbetäubenden Orkan aus Hasstiraden und Buh-Rufen begleitet.
 

Vincent Craven: "Einen Sieg für Team XAW haben hier wohl nur die beiden Poekings gesehen!"

Mike Garland: "Wieso das? Jona Vark hatte nicht den Mut sich ihnen persönlich zu stellen. Das ist ein ganz klarer Punktsieg!"

Vincent Craven: "Es war ja klar, dass du dich Mal wieder auf die Seite von Smash und seinen Spießgesellen schlägst. Wie es scheint, hat sich Jona Vark allerdings Unterstützung im Kampf gegen die XAW geholt."

Mike Garland: "Also dass der Kerl das Geld von Smash nicht genommen hat, sagt schon eine Menge über ihn aus. Er scheint nicht unbedingt der Hellste zu sein."

Vincent Craven: "Smash wirkte jedenfalls beeindruckt. Ich bin gespannt, was dieser mysteriöse Neuling noch so alles im Gepäck hat. Und seine Connection mit Sharpe ist mir auch noch nicht aus dem Kopf gegangen."

Mike Garland: "Was auch immer er für eine Rolle spielen wird, die Zukunft gehört Team XAW. Sie werden die PCWA wieder groß machen."

Vincent Craven: "Jetzt fang du nicht auch noch mit immer den gleichen Phrasen an - Taten sprechen lassen, ist die bessere Option! Und daher ist der kommende Blick ins Fitnessstudio genau das Richtige."


------------------ PCWA ------------------

Im Moment ist das Fitnessstudio nur mit wenigen Personen besetzt, was nicht weiter verwunderlich ist, da die Show ja gerade on-air ist. Mehrere Schüler halten respektvollen Abstand zu einem großgewachsenen, äußerst muskulösen Afroamerikaner und tun so, als würden sie normal trainieren, wobei sie immer wieder Blicke zu ihm werfen und mit Kollegen leise tuscheln. Die Rede ist von dem mysteriösen, aber durchaus bekannten Luchador Dark Tiger, der vor dem Gestell voller Kurzhanteln steht und abwechselnd mit zwei massiven Kurzhanteln die schon beachtlichen Armmuskeln aufpumpt.

Obwohl die tiefgraue Maske mit schwarzen Akzenten fast das komplette Gesicht bedeckt, so sieht man doch den Mund und das starke Kinn, der so bemalt ist, als würde der Tiger mit gebleckten Zähnen jederzeit in den Nacken des Gegners beißen. Dadurch dass die Maske so dunkel ist, erscheinen die unterschiedliche Augenfarben so auffällig wie zwei Warnleuchten: grün und rot.

Es ist nicht bekannt, ob sie echte Pupillen sind oder dafür Kontaktlinsen verwendet werden.

Jedenfalls bietet er ein durchaus respekteinflößendes Erscheinungsbild… bis plötzlich ein weiterer Maskierter den Raum betritt, der zwar ähnliche Dimensionen wie Dark Tiger, aber grundlegend anderen Körperbau hat.

'Showtime' geht es Antonio Maldicão durch den Kopf, als er den Trainingsraum betritt. Er soll sich präsentieren, also macht er es auch. Einen kleinen Erfolg könnte seine Laune schon vertragen. Er trägt sein komplettes Ringoutfit, inklisive der schwarzen Maske mit der weißen Fledermaus über den Augen. Der Mund ist von einer Mund-Nasen-Maske bedeckt, die das gleiche Logo trägt, wie es auf seiner Kampfweste auf Brusthöhe zu sehen ist: der Totenkopf mit den gekreuzten Fäusten. 

'Sind die beiden schon dabei?'

Geht es ihm durch den Kopf, aber er sieht sofort, dass die Blicke auf eine bestimmte Person gerichtet sind und seine Laune hebt sich direkt ein wenig. Der Anblick kommt ihm bekannt vor, er tritt an die Hantelbank, allerdings auf der Höhe deutlich schwererer Hanteln. Beim Umziehen hat er sich bereits aufgewärmt, um sich direkt zeigen zu können. Die anwesenden Rookies beachtet er dabei nicht.

Maldicão: "Wie kommen wir zur Ehre eines Besuchs des Dark Tiger?"

Seine Worte klingen ernst gemeint, er ist sich der Bedeutung des Mannes im mexikanischen Raums bewusst. Direkt stellt er sich die Frage, ob der Tiger die Maske noch erkennen würde, die Maldicão trägt.

Ohne innezuhalten trainiert Dark Tiger weiter, dreht aber langsam den Kopf und mustert Maldicão von unten nach oben. Natürlich ignroiert er die Frage, die er auch gar nicht verstehen kann. Dann mustert er lange Maldicãos Maske.

Dark Tiger: "Maldicão."

Seine leise Reibeisenstimme echot durch den stillen Raum, da die anderen Rookies verstummt sind, als die beiden Maskierten gegenüberstehen. Es ist schwierig herauszuhören, ob es eine Antwort oder eine Gegenfrage war. Vermutlich beides.

Dark Tiger: "Ich suche Herausforderungen. Dich habe ich aber noch nicht besiegt."

Er spricht zwar spanisch, aber wir als Zuschauer bekommen freundlicherweise deutschen Untertitel präsentiert.

Maldicão erkennt seinen Fehler, stört sich aber nicht sichtbar daran. Er war schon immer an fremden Sprachen interessiert und hat seine Sprechkünste über die Jahre auf mehrere Sprachen ausgedehnt, die von wrestlingbegeisterten Nationen gesprochen werden. Egal ob in Deutschland, Brasilien, Mexiko, England, Frankreich oder Japan, überall war er zumindest in der Lage kurz und höflich nach dem Weg zu fragen oder zu sagen, wie gut er das Match fand.
Er blickte zur Seite und nickt, bevor er antwortet. 

Maldicão:"Antonio Maldicão."

Stellt er sich kurz und bündig vor.

Maldicão: "Es freut mich Sie hier bei uns zu sehen, Dark Tiger. Für Herausforderungen bin ich jederzeit offen."

Man hört allerdings schnell heraus, dass er im Spanischen nicht ganz so flüssig spricht wie in anderen Sprachen. Als Bestätigung zur Herausforderung greift er eine Hantel und schnell wird eines sichtbar: Maldicão setzt im Training andere Schwerpunkte. Dark Tiger beeindruckt mit seiner Biizepsarbeit, Maldicão dagegen versucht zu punkten, indem er zeigt, was er bei Powerliftern und Stringmen gelernt hat. Das Gewicht ist schwer genug, dass er es nicht ohne das Aufwärmen in der Umkleidekabine genommen hätte, er lässt aber noch genügend Luft nach oben. Er geht tief in die Hocke und reißt die Hantel danach über seinen Kopf. Fünfmal mit rechts, fünfmal mit links. Danach hält er dem Dark Tiger die Hantel entgegen. Der Tiger hatte die Herausforderung ausgesprochen und Maldicão übernahm die Wahl der Waffen. Maldicão ist sich sicher, dass der Tiger ihn in genügend Disziplinen besiegen könnte, das erste Duell will er sich allerdings nicht nehmen lassen. Zumindest nicht nach diesem Tag.

Der afroamerikanische Mexikaner stoppt sein Training, legt die Hanteln ruhig wieder in das Gestell zurück und mustert nur kurz die dargebotene Hantel. Dark Tiger ist mehrfacher World Champion in der mexikanische Wrestlingwetl, er ist ist ein Big Name, ein Main Eventer. Die Arenas sind immer gefüllt, sobald auch nur ein Hauch seiner Name ausgesprochen wird. Auf so eine plumpe Beleidigung eines Ausländers würde er sich deshalb nicht einlassen wollen. Wenn man es genau nimmt, könnte er Maldicãos Herausforderung als eine Art Beleidigung verstehen.

Dark Tiger: "Ich spreche von Herausforderungen im Ring, Novato."

Und damit wendet er sich von ihm ab. Insgeheim wollte er eine Herausforderung nicht annehmen, wo er nicht sicher ist, gewinnen zu können. Er ist zwar sehr von sich überzeugt, aber nicht naiv. Er weiß allein durch den Körperbau seines Gegenübers, dass er in bestimmten Disziplinen nicht gewinnen kann.

Dark Tiger: "Hanteln-heben ist eine Übung. Ein Ringkampf nicht. Deshalb heißt es Ringkampf, nicht Ringübung, Novato."

Das Wort "Novato", was so viel heißt wie "blutiger Anfänger", betont er nachdrücklich und dann liest er ein Handtuch von der Holzbank auf und legt es um seine massive Schultern, dann nimmt er einen kurzen Schluck von den Elektrolyten.

Als Jona Vark von einem aktuellen Neuzugang der Liga sprach, hatte Maldicão sicher niemanden von diesem Kaliber erwartet. Dark Tiger hat sich Respekt durchaus hart verdient und erkämpft, aber Maldicão ist sich in diesem Moment nicht sicher, woran er ist. War es tatsächlich in dem Maße respektlos eine Herausforderung in der Form direkt aufzufassen oder besitzt der Dark Tiger hier gewisse Starallüren, die er sich vielleicht sogar verdient hat? Er hat sich an einem schlechten Tag in eine Zwickmühle gebracht. Er kann sich entschuldigen und versuchen die Situation zu retten, aber das lässt sein Stolz nur schwer zu, vor allem nach der Provokation von Dark Tiger. Seine Augen verengen sich, während er Dark Tiger ansieht, es gibt kein zurück mehr.

Maldicão: "Dann sollten wir uns im Ring gegenüber stehen. Es wäre mir eine große Ehre der Erste zu sein, mit dem der Dark Tiger in Deutschland kämpft."

Er spricht es ruhig aus, seiner Stimme ist anzumerken, dass er zwischen großem Respekt und einer Portion Wut schwankt. Tatsächlich meint er es ernst, auch wenn er hier nicht mit einem guten Ende rechnet.

Statt zuerst Worte zu verlieren, nickt der dunkle Tiger nur und blickt ohne Gefühlsregung zurück.

Dark Tiger: "Wir sehen uns beim Event CORE im Ring."

Keine lange Reden, dass er der Weltbeste, der Schönste, der Schlauste oder der Stärkste ist. Er hat's nicht nötig. In Mittelamerika kennt jeder Dark Tiger und seine Fähigkeiten. Bald wird Deutschland ihn auch als solchen erkennen. Und Maldicaó wird als ein unbesungener, erster Verlierer seiner zukünftigen Siegesserie in die Geschichtsbücher eingehen... und vermutlich den Namen falsch geschrieben haben. Ihm ist das egal - denn nur die gewonnenen Herausforderungen bedeuten ihm etwas. Und einen Neuling, dessen Fähigkeiten er nicht einschätzen kann, ist eine interessante Herausforderung. Was er aber natürlich ihm gegenüber nicht äußern wird. Also dreht er ihm den Rücken zu und macht sich daran den Raum zu verlassen.

Maldicão hat dem Tiger nichts mehr hinzuzufügen und so lässt er ihn gehen. Seine Laune ist damit aber auch dahin, er hat sich für den nächsten PPV eine Mammutaufgabe ausgesucht und dazu bald Rookies an der Seite. Wut und Frust steigen in ihm auf, als er hört, wie die noch anwesenden Rookies flüstern. Er geht die Hanteln entlang, bis er bei Gewichten steht, für die viele zwei Arme brauchen würden. Er greift eine schwere Hantel, geht in die Knie und mit einem lauten Schrei reißt er die über den Kopf. Nun schauen alle zu ihm und seine Wut steigt. Er schmettert das Gewicht zu Boden und geht auf die Rookies zu, die zwischen ihm und der Tür stehen. Alle gehen zur Seite, sodass Maldicão durch eine Gasse zur Tür kommt, den Raum verlässt und stark eingeschüchterte Rookies zurücklässt.


Vincent Craven: "Hui, da trafen ja zwei Kolosse aufeinander! Dark Tiger möchte sich gleich mit Antonio Maldicão messen und dieser geht der Herausforderung nicht aus dem Weg. So wünscht man sich das doch!"

Mike Garland: "Wird sicher ein interessantes Match der beiden Muskelberge. Allerdings frage ich mich, ob auf der CORE Card überhaupt noch ein Plätzchen frei ist."

Vincent Craven: "Klar, mit drei Quest Matches sowie womöglich zwei bis drei Titelmatches ist der PPV schon ordentlich gefüllt. Wie immer muss Jona Vark entscheiden - aber so oder so werden wir das Match der beiden in naher Zukunft sehen, da bin ich mir sicher."

Mike Garland: "Klar, Vendetta ist auch immer eine Option. Vielleicht steht man dann bei CORE auch nicht so im Schatten der Großen. Diesem Halbfinalisten hier zum Beispiel."


------------------ PCWA ------------------

"Wir sind erst am Anfang... "

Die Kamera zeigt Barry Wilson, der mit verschränkten Armen vor der Kamera steht. Er trägt wie immer Stiefel, Jeans und das rote Karohemd mit den abgeschnittenen Ärmeln.

Stem: "Die Partners in Crime waren der Startschuss... "

Dann zoomt die Kamera etwas heraus und zeigt Jimmy Maxxx.

Dieser steht da mit einem Shirt auf dem steht "Sharpe like a Knife" und einer schwarzen Jeans. Die Hände getaped.

Dann ergreift der Mann aus Roanoke wieder das Wort.

Stem: "Unruhe. Chaos. Dafür stehen 'The Downfall' wie kein anderes Team in der PCWA. Genau der Ort, der zu sehr in fest gefahrenen Strukturen hängt."

Jimmy Maxxx: "Wir werden ein neues Kapitel in der PCWA einläuten.... das letzte! Wir sind der Downfall, der Untergang für die falsche Show und die falschen Menschen darin. Und heute Abend fangen wir mit zwei Leuten an, denen wir eine Dosis Realität verpassen. Eine Realität gespickt mit kranken Wahrheiten, die euch das Leben kosten!"

Dann tritt Wilson an die Kamera, streckt die Arme aus und zieht die Kamera zu sich heran.

Stem: "Strahlende Ritter in ebenso strahlender Rüstung. Wir sind die Axt, die eben diese zerschlagen wird."

Die Kamera wird herum gerissen und wird vom Gesicht des Berliners ausgefüllt.

Jimmy Maxxx: "Das einzige, was strahlen wird in Zukunft, ist euer Blut an unseren Händen und auf dem Ringboden im Scheinwerferlicht. Wir werden mit unseren Schlägen durch eure verpesteten Hüllen schlagen und euer hohle Inneres preisgeben!"

Wilson zerrt die Kamera wieder zu sich.

Stem: "Keiner ist sicher. Und wenn wir fertig sind, wird die PCWA vom Gift der scheinheilig Guten gereinigt sein."

Dann entlässt er die Kamera und diese zoomt so heraus, dass beide Männer im Bild sind. Sie strecken beide den Daumen nach vorne.

Stem: "Keine Gnade."

Jimmy Maxxx: "Für niemanden!"

Dann drehen beide unisono den Daumen nach unten und das Bild blendet aus.


Mike Garland: "Na, wenn das mal nicht eine Ansage für den Opener ist, Vince! Da haben wir uns getäuscht - The Downfall wird den Partners in Crime die jüngst gewonnenen Titel gleich wieder aus der Hand reißen!"

Vincent Craven: "Nach Maxxx' Sieg bei der letzten Show gegen Cardigan hätten sie ein solches Match sicher verdient. Aber wozu dann nicht gleich das richtige Match ansetzen und The Downfall auf die Card schreiben?"

Mike Garland: "Zum einen ist es ja eine Open Challenge, die von jedem beantwortet werden kann, zum anderen waren die Worte doch gerade unmissverständlich!"

Vincent Craven: "Ich habe bisher von jedem der beiden nur missverständliche Worte gehört. Früher war das bei Stem anders, aber seit er mit Jimmy Maxxx kooperiert, redet er genauso einen Unsinn wie der Berliner. Was weiß ich, worauf diese Worte deuten?!"

Mike Garland: "Eins und Eins zusammenzählen, Vince, ist doch gar nicht so schwer."

Vincent Craven: "Ich warte lieber ab, Mike, und gebe nochmal backstage zu der bezaubernden Lisa Sanders."


------------------ PCWA ------------------

Etwas nervös steht Lisa Sanders vor einem riesigen, maskierten Afroamerikaner, der ihr unmissverständlich zeigt, dass an ihm vorbei kein Weg führt. Seine vor der Brust verschränkten Arme sind so dick wie ihr zierlicher, hübscher Kopf und diese lassen Lisa noch einmal im Kopf die Entscheidung durchgehen, ob sie wirklich weiterhin Lara Lee interviewen will.

Ihre typischen Reporter-Neugierde sagt ihr, dass sie die absolut richtige Entscheidung getroffen hat, und die Stimme der Vernunft klingt dagegen eher leise und im Hintergrund. Ein völlig durchgeknalltes Individuum zu interviewen, ist keine leichte Sache, kann aber sehr interessante Themen zutage führen… wenn es denn klappen würde.

Sie nimmt noch einmal den Mut zusammen und tritt selbstsicher vor.

Lisa Sanders: „Ich möchte mit Miss Lee sprechen. Sie hat mich eingeladen.“

Dark Tiger sagt nichts, stattdessen mustern die verschiedenfarbigen Augen sie ausdruckslos. Dann… tritt er beiseite und lässt einen schmalen Spalt zur Tür frei.

Sie rutscht an der Wand des schmalen Gangs entlang und ihre Busen streifen nur ganz kurz die Unterarme von Dark Tiger, der sie immer noch verschränkt hält.

Lisa Sanders: „Danke…"

Sie öffnet die Tür und tritt hinein. Zunächst sieht sie einen großen Swimmingpool mit leuchtend blauen Beckenwänden, welcher fast randvoll gefüllt ist. Da sich der Swimmingpool im Kellergeschoss befindet, gibt es keine Fenster und die Beleuchtung ist auch eher düster gehalten – viele dunkle Ecken machen aus diesem Raum eher eine hypnotische Bühne aus einem Gruselfilm. Doch Lisa vergisst schnell das Ambiente, da die etwas erregte Konversation zweier weiterer Damen ihre Aufmerksamkeit erbittet.

Lara: „… du bist heute die ganze Zeit so komisch drauf, Juliette. Was ist bloß mit dir los? Und warum hast du heute früh mein' Anruf nicht entgegen genommen oder wenigstens zurückgerufen?“

Miss DeWynters: „Schatz, ich muss dir doch nicht alles erklären. Es gibt manchmal Dinge im Business, wo man nicht drüber sprechen muss.“

Lara: „Meine Fresse, darum geht es mir gar nicht! Krieg es endlich in deinen sturen Kopf rein, dass ich einfach nur wissen will, was zur verdammten Hölle los mit dir ist?!“

Genau in diesem Moment drehen sich DeWynters und Laras Köpfe zu Lisa Sanders, die irgendwie verloren hinter der geschlossenen Tür dasteht. Juliette DeWynters steht am Beckenrand, gekleidet in üblich elegantem Business-Kostüm und die schwarzen Haare streng zurückgebunden. Sie hat die Fäuste in die Hüfte gestemmt und bis jetzt recht ungehalten die Königin angestarrt, welche sich im Schwimmbad befindet und jetzt vor dem Rand zu ihrer Liebespartnerin aufblickt. Da Lisa zu weit vom Becken steht, kann sie nicht erkennen, in welchem Schwimmanzug Lara steckt.

Lisa Sanders: „Ähem… ich kann auch zu einem anderen Zeitpunkt wieder kommen…“

Miss DeWynters: „Ach, Unsinn, Miss Sanders. Wir haben Sie bereits erwartet…“

Doch Lara ist sichtlich anderer Meinung, denn sie starrt wütend entgegen, doch dann seufzt sie und zuckt die Achseln. Sie macht ein paar kräftige Schwimmzüge zur Leiter, dann klettert sie ohne großes Aufheben heraus – nicht sonst so wie in Baywatch-Momenten… und dennoch überrascht Lara Lisa wieder von Neuem. Denn die Frage nach einem Schwimmanzug erübrigt sich, denn sie trägt ein einziges Kleidungsstück – ein ziemlich tief geschnittenes, schwarzes Badehöschen – das vermutlich nur zum Zweck für die ordnungsgemäße Altersfreigabe getragen wird. Ebenso sorgen die zwei aufgeklebten, schwarzen Sterne auf ihren nicht so ganz flachen Busen dafür, dass auch Jugendliche das Showprogramm genießen dürfen.

Während Lara sich ein Handtuch schnappt und sich abtrocknet, hüstelt Lisa etwas verunsicht.

Lisa Sanders: "Ähem, das ist ein sehr interessanter... Badeanzug, wenn ich mal anmerken darf...!

Lara: "Normalerweise liebe ich beim Schwimmen überhaupt nichts zu tragen. Das gibt einem das Gefühl der vollkommene Freiheit und Unbegrenztheit. Ich wäre jetzt auch gern nackt gewesen, aber wegen der..."

Sie deutet direkt auf die Kamera, die über Lisas Schulter hinweg fillmt.

Lara: "... muss ich wohl meinen Exhibitionismus etwas zügeln. Warum eigentlich auch immer..."

Schließlich zieht sie ein schwarzes, schlichtes T-Shirt über sich und stellt sich neben Lisa, welche sie locker um einen Kopf überragt und nickt zur Kamera.

Lisa Sanders: "Nun denn, Sie haben mich ja um ein Interview gebeten, was mich gefreut hat. Gibt es dazu einen bestimmten Grund?"

Lara: "Um ein Interview zu geben? Natürlich, dafür gibt es immer einen Grund. Ich will nämlich zu unserem Volk sprechen und aufzeigen, wie die Dinge hier ablaufen. Aber keine Sorge, ich mache nicht auf einen "Whining twat" wie der gute Jimmy dies zu seinem Lieblingshobby gemacht hat. I still don't care, Jimmy... nein, wir reden natürlich über Shadow, Diego Sanchéz und Mad Dog. Und Kevin Sharpe."

Lisa Sanders: "Da habe ich in der Tat gleich die erste Frage dazu: Ist es denn klug, sich mit mehreren Parteien anzulegen? Es ist nicht nur so, dass du dich mit Wrestlern anglegst sondern auch mit Offiziellen, allen voran Jona Vark. Warum?"

Lara: "Warum, Lisa? Ganz einfach, weil ich es kann. Die meisten PCWAler kämpfen mit Einzelnen. Kennen wir alle und ist nichts Besonderes. Aber was passiert, wenn ein PCWAler mit mehreren kämpft? Spannend, unterhaltsam und emotional! Außerdem ist es ja nicht so, dass ich mutterseelenallein da stehe. Nein, ich habe ein richtig gutes Backup, der dafür meinen Rücken sichern soll, während ich nach vorne stürme! Nicht ohne Grund habe ich deshalb Katya Starnikava, Dark Tiger, Decay und Mistress of Lust dazugeholt. Und Maurice sorgt sich um die Organisation, sodass ich mich voll und ganz auf den Kampf konzentrieren kann..."

Etwas überrascht blickt DeWynters zu Lara hinüber. Eigentlich kümmert sich DeWynters um so ziemlich alles in Sachen Lara Lee. Dass sie dabei nicht erwähnt wird und stattdessen Maurice, das ist ein Stich ins Herz, aber sie lässt sich's nicht anmerken.

Lara: "Also, werde ich..."

Auf einmal klingelt ihr Handy, welches auf einem Tischchen in der Nähe liegt. Stirnrunzelnd hebt sie das Handy auf und scheint eine Nachricht zu lesen, allerdings kann die Kamera nicht erkennen, was darauf steht.

Lara: "Verdammt..."

Flüstert sie, dann blickt sie nachdenklich für einen Augenblick in die Luft, dann dreht sie sich um und lächelt Sanders an.

Lara: "Es tut mir so leid, Lisa, aber es ist etwas dazwischen gekommen. Aber... ich habe noch ein paar Minuten für eine weiter Frage."

Lisa Sanders: "Aber... aber ich habe jetzt erst eine Frage gestellt."

Plötzlich spürt sie einen kräftigen Griff an ihrer zarten Schulter. Noch ein bisschen mehr Kraft und es würde schmerzen. DeWynters' Augen unterdessen werden schmaler und strahlen ein wenig Misstrauen aus.

Lara: "Eine Frage, Lisa Sanders...bitte."

Während die Kanadierin mit einem gespielten Grinsen Lisa mustert, fühlt die Interviewerin sich auf einmal unwohl und schluckt den Kloß herunter.

Lisa Sanders: "Äh ja, ich... ich wollte noch fragen, weshalb..."

Lara: „Lisa, hast du jemals darüber nachgedacht, warum Shadow so heißt? Warum er sich als einen Schatten bezeichnet? Ein Schattenmann? Dazu möchte ich dir ein Parabel erzählen, liebe Lisa.“

Unterbricht Lara sie und blickt dann direkt in die Kamera und spricht mit ruhiger Stimme.

Lara: „Vor vielen Jahrzehnten lebte ein sehr talentierter Dichter in einem Königreich. Und er war wirklich talentiert. So talentiert, dass er regelmäßig von Grafen, Lordschaften, Duchessen und Schlossfrauen eingeladen wurde, um seinen Anekdoten und Dichtungen zu lauschen. Er zog von Schloss zu Schloss, von Villa zu Villa, selbst von Burg zu Burg, um seine Werke zum Besten zu geben. Und die Zuschauer hörten gern zu. Seine Auftritte waren Highlights im Kalender eines jeden Adels, der auch nur ansatzweise was von der Dichtkunst verstand.“

Kunstpause.

Lara: „Der Dichter selbst war ein ehrlicher, freundlicher und angenehmer Zeitgenosse. Ein wahrer Gentleman, der einen gewissen Charme versprühte, dem selbst die vornehmsten und stärksten Damen nur schwer widerstehen konnten. Daher dauerte es auch nicht lange, bis der Dichter auch auf dem königlichen Hofe die Herrscherin über das Königreich mit seiner Lyrik schließlich beglücken durfte.”

Die Amazone lächelt kurz in die Kamera, bevor sie fortfährt.

Lara: “Eigentlich eine nette Geschichte, oder? Aber… jahrein, jahraus dichtete und schrieb er lyrische Werke und die Menschen waren von seinen Leistungen begeistert. Der Dichter bekam mehr Zuspruch, mehr Einfluss, mehr Vermögen… und mehr Macht. Irgendwann fing er an, nur noch bestimmte Leute zu unterhalten und seine Kreativität ließ mit jedem weiteren Auftritt nach. Bald… konnte er nur noch bereits geschaffene Werke wiedergeben, und es gab keine neue Ideen mehr. Warum auch? Er bekam für jeden Auftritt Geld in den goldbestäubten Hintern geschoben und ihm war letztendlich auch egal, wer es tat. Und er vergaß schließlich auch, vor wem er seine Leistungen - mehr oder weniger - zum Besten gab. Er vergaß sogar, dass er auch vor der englischen Königin spielte. Und das missfiel der Königin, ihr wurde nicht Respekt entgegengebracht, stattdessen sah der Dichter sie nur als jemanden, der ihm Pfunde und Sterlinge in die Taschen steckte. Und das machte er leidlich auch nur allzu klar.”

Eine Hand legt sich wieder auf Lisas schmale Schulter.

Lara: “Es ging sogar so weit, dass er sich schließlich für etwas Besseres hielt! Wenn die Gästen den Dichter aufforderten, etwas Bestimmtes vorzuspielen, dann lehnte er oft ab, weil er seinen eigenen Kopf hatte. Und eines Tages tat er Ablehnung auch gegenüber der Königin, als sie zu einem feierlichen Anlass eine bestimmte Dichtung von ihm wünschte, kund. Und das erzürnte die Königin. Für sie war eine Schwelle überschritten, eine rote Linie übertreten. Und so nahm sie den Dichter gefangen, forderte ihn auf, sich wieder auf die Anfänge zurück zu besinnen, als er ein bescheidener Mann war, der gerne lyrische Herausforderungen annahm. Doch nein, er lehnte es nach wie vor ab. Er sagte, dass es sein gutes Recht sei, selbst zu bestimmen und sich nicht von anderen bitten zu lassen, nicht einmal von einer Königin. Also beschlagnahmte sie sein Vermögen, entsagte ihm alle Rechte auf Dichtung und Unterhaltung, setzte ihn auf die Straße und brandmarkte seinen Namen. Niemand im Königreich durfte seinen Namen auch nur erwähnen. Sein Einfluss verschwand, sein Vermögen wurde wertlos und sein Name dann auch mit der Zeit vergessen. Er war ein Niemand… er war nur noch ein Schatten.”

Die selbsternannte Königin seufzt, beugt sich zu Lisa vor und flüstert.

Lara: “Nur noch ein Schatten, Lisa. Seine Ära als echter Wrestler endet heute. Ab dem Tag morgen wird man ihn nur noch als Schatten kennen. Man wird ihn nur noch wegen dem Namen, wegen dem Hype und wegen dem Einfluss kennen. Nicht aber wegen seiner einstigen Leistung, nicht wegen seinem bald gebrochenen Willen und auch nicht wegen seinen rechtmäßig errungenen Siege. Er wird eine Niederlage einstecken und das wird ihn zerstören, meine liebe Lisa.”

Noch einmal starrt die große Frau in die Kamera.

Lara: “Nur noch ein Schatten…”


Vincent Craven: "Was für eine Kampfansage von Lara Lee in Richtung des Cryption Crowns, in Richtung Shadow."

Mike Garland: "Und was für ein Schwimmoutfit - Wow!"

Vincent Craven: "Unser Freund, Mike, hat da schon abgeschaltet, aber das interessante kam erst danach. Lara Lee will Shadow nicht nur besiegen, sie will ihn heute zu einem Schatten seiner selbst machen. Ihn mit seinem Namen identisch schlagen. Alles mal wieder ziemlich übertrieben, aber irgendwie dennoch bedrohlich."

Mike Garland: "Aber Wahrheit war ja auch dabei, Vince. Die Cryption Crown hat nicht mehr den Wert, wie zu dem Zeitpunkt, als Shadow sie gewonnen hat."

Vincent Craven: "Das sehe ich anders. Shadow hat die Krone so weit nach oben gebracht, das sie für viele lange unerreichbar blieb. Heute kann sich eben die 'Königin' dran versuchen - aber diese dreht immer mehr ab. Auch dieser Kontrollzwang gegenüber Miss DeWynters erscheint mir völlig übertrieben."

Mike Garland: "Extreme können aber eben auch zum Erfolg führen - und das können wir im heutigen Main Event bestaunen."

Vincent Craven: "Zuerst widmen wir uns allerdings unserem Opener des Tages und erwarten die amtierenden Cotatores Champions, die Partners in Crime."


------------------ PCWA ------------------


In der Arena erwartet die Fans und Zuschauer ohrenbetäubender Jubel von eben jenen aus den Zuschauerreihen - selbst, wenn diese noch immer lückenhaft sind. Und er wird noch größer, als bereits jetzt die Pyros detonieren und der Funkenregen sich ergießt, bevor die eigentlichen Akteure sich auch endlich zeigen.
Wenngleich etwas bedächtiger als üblich …

… aber trotzdem sieht man sowohl Windy als auch den Partners in Crime ihre Freude darüber an, sowohl hier sein zu dürfen, als auch als amtierende PCWA Cotatores Trophy Träger willkommen geheißen zu werden.

Mike Garland: „Unsere Champions - wie frisch aus dem Versandhauskatalog der Strahlemänner.“

Vincent Craven: „Na, so wirklich zum Strahlen ist denen scheinbar nicht.“

Mike Garland: „Wäre mir in der Situation auch nicht.“

Vincent Craven: „Häh?! Wieso?“

Mike Garland: „Na, denk mal an letzte Show: raus zur Promo, was auf die Zwölf bekommen und anschließend die Matches vergeigt.“

Vincent Craven: „Hmm … da ist was dran.“

Langsam und mit den Fans abklatschend - natürlich dabei Handschuhe tragend - bahnt sich das Duo seinen Weg Richtung Seilgeviert. Gefolgt von der schwarzhaarigen Deutschen, welche einen dunklen wie abgegriffenen Ghettoblaster mit sich führt. Und auch sie wirkt trotz des Lächelns genauso ernst wie ihre beiden Jungs, die sonst für Lebensfreude bekannt sind.
Der diesmal im ockerfarbenen Sandsturm-Look gedresste Tempest steigt wie Matt durch die Seile - und verzichtet diesmal auf seine Turnbuckle-Kapriolen. Auf die Ringecke allerdings nicht … und nachdem beide jeweils eine Corner erklommen haben und sich noch ein bisschen feiern lassen, klatschen Trent und Matt nach dem Heruntersteigen miteinander ab und lassen sich Mikros von Windy reichen.

Der Wirbelsturm nimmt umgehend seine Ray Ban ab - auch ein unmissverständliches Signal. Dann hebt er das Mikro … und wartet. Der Blick geht leicht zur Seite, als suche er noch nach den passenden Worten. Oder überlegend, ob seine passend sind.

Cardigan: „If I could be serious for a minute …”

Die Miene des Tempest bleibt hart, wenngleich ein Schmunzeln seine Mundwinkel umspült. Und auch aus dem Publikum erklingen leise Lacher - angesichts dieser Catchphrase aus alten Zeiten ... einer anderen Promotion ...
Doch mit zusammengezogenen Brauen und entsprechender „Calm down!“ - Handbewegung seitens Machinegun unterstreicht dieser die Stimmung des Trios.

Stone: „Freunde, bitte…“

Umgehend verstummt auch dieses Lachen und nach einem signalisierenden Blick setzt der Wirbelsturm fort.

Cardigan: „Ich weiß, ihr erwartet jetzt wieder die üblichen Stilblüten und Zoten mit Stich – aber das werden wir wohl auf irgendwann später verschieben müssen.“

Ein weiterer Versuch, die beiden mit vereinzelten Anfeuerungen aus der Reverse zu locken - aber Trent macht klar: NOCH nicht!

Stone: „Tja … die Lage ist ernst, ihr habt das letztens gehört und gesehen … die treffsicheren Ausdüstungen der Topdraw-Nervensäge mit der sharpen Zunge … die Weisheiten unseres eigentlichen Verbündeten …“

Ein vielsagender Blick zwischen beiden, ein Seufzer.

Cardigan: „… unser beider Abschneiden beim Quest for the Best … die ewigen Plattitüden, welche wir angesichts des Gegenwindes nicht widerlegen konnten … die heißen Kampfesschwüre, welche für einige scheinbar wirkungslos verhallen …“

Wieder eine Pause, welche Windy nutzt, um mit dem Recorder zwischen beide zu treten.

Stone: „… für all diejenigen, welche sich jetzt angesprochen fühlen – hier ist die einmalige Chance. Zückt eure Smartphones, startet die Festplattenrecorder. Denn hier kommt der passende Soundtrack zur Misere…“

Er gibt der Deutschen ein Zeichen, welche eine Taste drückt, wonach alle drei stoisch nach vorne schauen. Tatsächlich haben einige ihre Mobiltelefone erhoben…
… und sie sind es, bei denen als erstes ein Kichern zu vernehmen ist, als sie die Klänge erkennen.

 

Mike Garland: „Hey, das ist mal was Neues … PiC mit einem Smart-Move.“

Vincent Craven: „Sarkasmus ist auch nicht deine Stärke.“

Immer mehr Fans steigen in den Song ein, singen gar eine Strophe mit … und sie feiern die Partners dafür. An denen geht es nicht spurlos vorbei. Trotz steinern gehaltener Mienen blitzt spitzbübisches Grinsen beim Pärchen durch.
Anders das Gesicht Stones, welcher dunkel anläuft, bis er es scheinbar nicht mehr aushalten kann.

Stone: „Ah, ****!!! Schluss jetzt mit dem Mist!“

Begleitet von dem satten Fluch reißt er Windy den Ghettoblaster aus den Armen und feuert ihn übers Seil Richtung Kommentatoren, wo er leiernd verstummt.

Mike Garland: „Hey, Stone, bist wohl verrückt geworden?!“

Ein finsterer Blick des New Yorkers und Garland verstummt ebenfalls. Dafür wirkt nun auch Cardigan erneut ernst, als er sich an die Kamera wendet.

Cardigan: „So sieht’s aus. Ihr könnt uns Stiche versetzen, uns verleugnen, über uns triumphieren, niederknüppeln, anspucken, die Knochen knacken lassen, den Götz von Berlichingen…“

Matt schiebt sich ins Bild.

Stone: „… vorwärts, rückwärts, längsseits, Backbord und am Bauch …“

Trent drückt ihn wieder zur Seite.

Cardigan: „… aber eins werdet ihr nicht: das Wesen und die Seele der Partners in Crime ausmerzen! Was früher gilt, gilt noch immer: wir sind, was wir sind … BORN ON THE WIND!!!!“

Die Catchphrase der Winds of Change wird nicht nur von den dreien lauthals wiederholt, sondern auch von etlichen Fans, was wieder laute Jubler hervorholt.

Stone: „Fans der Welt  - SCHAUT – AUF – DIESE – GÜRTEL!“

Mit jedem Wort klopft Matt verdeutlichend an seine gegurtete Championship, wobei er durch den Ring tigert.

Stone: „Die haben wir nicht bekommen für nen Limbo-Contest beim Mumienschubsen, sondern weil wir faktisch die ganze verdammte Tag Division der PCWA niedergerungen haben. Wir haben uns eingereiht zu Namen … wie der New Era … Le Boy Toy … Corporate Identity … der Religion of Death … Kerry & Gaelic ... was also haben wir verbrochen, um uns derart vor den Koffer ******** zu lassen?“

Der Ton wird deutlich rauer, was den Fans aber egal zu sein scheint. Vielmehr peitscht es sie an, dass die Partners den Nice Guy - Suit abstreifen. Wenngleich auch erstmal nur verbal für den Moment.
Zusammen mit Stone tritt Trent ans Seil heran, fokussiert die Stage und deutet zum Entrance.

Cardigan: „Das geht an den gesamten Kader da hinten, egal welcher Couleur: was zur Hölle bildet ihr ********* euch eigentlich ein, uns so an die Karre zu pissen? Wir sind die verdammten Champions dieser Liga! Wir haben geliefert! Wir haben unseren großen Mäulern Taten folgen lassen, stehen für das ein, was wir sagen … und kassieren trotzdem Bullshit ohne Ende. Um es mit dem aktuellen Zeitgeist auf den Punkt zu bringen: HOW DARE YOU?!“

Die Champions pushen sich nun gegenseitig hoch, Machinegun klopft Trent zustimmend auf die Brustpartie der Lederjacke, ehe auch er ein paar Worte losschickt.

Stone: „Also, ihr lieben übermächtigen Gegner: wenn ihr noch halbwegs Mumm in den Eiern habt … bzw. in den Eierstöcken, um unsere Lara nicht zu vergessen, dann schleift eure arroganten Ärsche hier raus. Das erstbeste Team, welches hier auf der Stage erscheint, wird um DIE Dinger hier antreten dürfen. AUF! DER! STELLE!!!“

Damit klinkt er in einer fließenden Bewegung seinen Gürtel ab und reckt ihn in die Höhe.

Vincen Craven: „Oha, mit der Stimmung wird das ein heißer Tanz werden.“

Mike Garland: „Hoffentlich mit passendem Schuhwerk, bevor sie sich neben Fingern auch die Füße verbrennen.“ 

Die Stimmung ist nun richtig hitzig. Matt dreht mit dem gehobenen Gürtel eine Runde, bevor der Tempest noch etwas anfügt.

Cardigan: „Ihr hört es, Division. Also kommt raus, wenn ihr euch traut … traut, an die Wand geklatscht zu werden! Wir geben dieses Versprechen: Heute Abend werden wir diese Titel verteidigen, egal gegen wen! Und wir werden siegreich hervorgehen - sowie als Champions zu CORE! Und nichts und niemand hält uns auf! Nuff said!“

Damit schleudert er das Mikro hinter sich und geht umjubelt auf seine Verbündeten zu.

 

Brace yourself....

Winter is coming


 

Ask and you shall receive…
Es dauert keine zehn Sekunden, da dröhnen auch schon die ikonischen Worte durch den Dome. Worte, die mit dem nun heraustretenden Team so verbunden sind, das scheinbar die offene Herausforderung der Champions annimmt. Es ist eigentlich kein PCWA Team, aber man kennt die beiden hier in Berlin trotzdem mittlerweile. Und die Fans reagieren entsprechend.
Es sind natürlich Viktor Ragnarök & Alexander Christianson von Northern Superior aus der GWS. Beide positionieren sich in ihrer Gear: Alex mit einer kurzen roten Ringhose, angetapeten Handgelenken und einem schwarzen Elbowpad sowie einem GWS Hoodie oben drauf. Viktor hat den Hoodie nur in der T-Shirt Variation an, eine dunkel blaue lange Ringhose an und ebenfalls die Handgelenke abgetapet. Dazu an beiden Armen lange Elbowpads bis kurz unter die Achseln.
Mit langsam Schritte schreiten die Nordmänner in Richtung Ring, gehen dabei am Timekeeper-Tisch vorbei, um sich mit Mikrophonen auszurüsten, bevor sie dann nacheinander den Ring über die Treppe betreten und sich den Partners gegenüberstellen.

Windy wird von Trent nonverbal bedeutet, zurückzutreten, bevor er selbst mit Matt etwas nach vorn zu den GWS-Gästen läuft und dabei sein geworfenes Mikro vom Boden aufhebt. Der leicht überraschte Gesichtsausdruck ziert noch immer ein wenig ihre Mienen, mit denen sich beiden anblicken und der Tempest dann mit einem Hinterkopf-Kratzer ansetzt.

Cardigan: „Tja, Jungs … schön, dass ihr mal wieder hier seid. Und auch wenn ich eine Vermutung habe, möchte ich doch die Gelegenheit nutzen, zu fragen, wie wir euch behilflich sein können.“

Die Rekord Champions aus der GWS schütteln nur den Kopf über die Aussagen der Cotatores Champions und gehen dabei im Seilgeviert kurz auf und ab, ehe sie vor ihren Rivalen stehen bleiben und ihnen straight in die Augen blicken.

Alexander Christianson: „Was wir hier machen? Ihr habt doch eine Herausforderung gestellt und wir sind hier, um sie anzunehmen. Ehrlich - seid ihr so schwer von Begriff?“

Wieder schütteln beide nur mit dem Kopf, sowas nennt sich Champions?

Alexander Christianson: „Schon klar: ihr habt gedacht, hier kommt jetzt irgendeins der zweitklassigen Teams, die hier in Berlin so rumlaufen, raus und ihr habt ein schönes acht- bis zehnminütiges Match und könnte dann wieder erhobenen Hauptes mit euren Gürteln über der Schulter gen Backstage laufen....“

Gelächter nun bei den ehemaligen Double Trouble Champions, so einfach macht man es den Partners hier aber nicht.

Viktor Ragnarök: „Tut mir echt leicht, euch da enttäuschen zu müssen, aber ihr habt es nun mit einer richtigen Bedrohung zu tun. Also … vorausgesetzt, ihr habt jetzt nicht die Hosen voll und steht zu eurem Wort eure Titel zu verteidigen.“

Die Augen Trents wandern zu Matt, dem ein Clint Eastwood-Ausdruck abzulesen ist. Er schnieft einmal deutlich hör- und sehbar. Dann...

Stone: „Also, vom Geruch her dürfte klar sein, wem von uns vieren hier gerade der Bolzen guckt…“

Machinegun atmet einmal tief durch, dann ist seine Stimme eiskalt.

Stone: „… aber damit euch Wickie-mäßig der Geistesblitz auch trifft: JA! Wir stehen zu dem, was wir sagen. Wir sind und bleiben die PCWA Cotatores Trophy Titelträger. Und wenn ihr ein Teil der gleich folgenden Titelverteidigung werden wollt, dann nehmen wir diesen Fehdehandschuh gerne auf und klatschen ihn euch ins Gesicht. Egal, wie hochkarätig ihr daher gestiefelt kommt … ist ja schließlich nicht das erste Mal, dass ihr das Nachsehen habt.“

Überheblich ernten die Champions nur eine hochgezogene Augenbraue von Alex und Viktor, sie scheinen da wohl was vergessen zu haben.

Alexander Christianson: „Ohne uns währt ihr doch gar nicht erst Champions geworden. Wir haben für euch und alle anderen bei Vendetta 150 die Drecksarbeit erledigt und die aktuellen Champions aus dem Turnier gekickt. Wären wir nicht gewesen, dann würdet ihr diese Gürtel heute gar nicht mit euch tragen, sondern weiterhin Jona Varks Taschen aus ihrem Auto in ihr Büro. Ihr solltet uns also dafür danken, dass wir euch relevant gemacht haben. So, wie wir es mit jedem Tag Team gemacht haben, gegen das wir hier angetreten sind.“

Beide Partners sehen sich entgeistert an. Dann ein Kopfschütteln, zusätzlich der Scheibenwischer beim New Yorker.

Stone: „Schmeichel dir mal nicht zu viel, Lasse Rein-Böng. Sonst fällt eure Lektion gleich im Anschluss aus, weil hier feucht aufgewischt werden muss und ihr frische Wi…“

Einmal mehr betätigt sich der Wirbelsturm als Ratio, bringt seinen Kompagnon wieder runter, bevor noch mehr Scherben entstehen.
Aber auch seine Worte sind nicht minder schneidend.

Cardigan: „… oder anders gesagt: wir sind und waren bereits relevant, als dieses Turnier schon ausgerufen wurde. Im Gegensatz zu euch sind wir präsent und ikonisch und klappern nicht nur mit Säbeln und Eiern, wenn einem die Bonusmeilen gen Berlin mal hold sind. Aber so etwas versteht ihr zwei abgehobenen Haubentaucher ja scheinbar nicht…“

Auch bei ihm eine Kunstpause zum Luftholen.

Cardigan: „Im Grunde bin ich sogar ganz froh darüber, dass gerade IHR die Challenge angenommen habt. Dann können wir nämlich das zu Ende bringen, was wir bei Vendetta 150 gestartet haben: nämlich den Sieg ehrlichen Strebens über Arroganz und heiße Luft. Denn beides ist bei euch eigentlich kaum zu überbieten.“

Freudiges Aufkreischen im Fanmeer rundherum. Es scheint nur noch der Startschuss für ein Dreammatch live und in Farbe zu fehlen.
Alex schenkt seinem Partner einen vielsagenden Blick, dann ein Nicken.

Viktor Ragnarök: „Genau. Wir beenden das hier und jetzt, ein für alle Mal. Und eure Titel-Regentschaft gleich mit...“

Mit diesen Worten streifen die Nordmänner ihre Shirts bzw. Hoodies ab, was die Zuschauerreaktionen noch ein wenig mehr kochen lässt. Die Partners in Crime realisieren, was los ist und machen sich ebenfalls…

#PLOPP!!!#

Mit einem dumpfen Schlag der Mikrofone auf die im Umziehen begriffenen Cotatores werden diese von Alex und Viktor vollkommen überrumpelt. Zwei weitere Dumpfschläge verdeutlichen, dass sie die Mikros nun weggeschleudert haben und den Beatdown auf die Partners nun mit Fäusten fortsetzen.

Mike Garland: „Und schon geht’s rund. Den Beatdown haben sich die Partners in Crime redlich verdient.“

Vincent Craven: „Witzbold. Was wären sie für Champions, würden sie sich derart an die Kandare fahren lassen? Dafür spenden die Allerwenigsten Applaus.“

Mike Garland: „Ob nun Applaus oder Slobberknocker - die Sprache der Fäuste bleibt universal.“

Vincent Craven: „Aber da rückt auch schon die Kavallerie an…“

Mehrere Offizielle rauschen genau in dem Moment heran, als die Partners sich gerade ein wenig freigekämpft haben und nun selbst wutschnaubend Punches austeilen. Ein heilloses Durcheinander, ein Pulk im Ring … und nur sehr behäbig schaffen es die Crewmember, beide zornig aufschreienden Lager voneinander zu trennen.
Mit wüsten Beschimpfungen und beiden Teams, welche in jeweils eine entgegengesetzte Ecke gedrängt werden, schaltet die Regie zu unseren Kommis.

Mike Garland: "Ehe das hier gleich weiter geht, noch einmal kurz in den Backstage - danach sind beide Teams startklar!"

Vincent Craven: "Ich kann es kaum erwarten."


------------------ PCWA ------------------

Tyler Rindson: "UNFASSBAR! DIESER TEUFELSKERL!"

Kyle Smith: "In der Tat... Sharpe hat den Pin abgebrochen... irgendwie... "

Mad Dog hängt schnaufend in den Seilen. Doch dann runzelt er wütend die Stirn, begibt sich in Richtung seines Gegners und tritt diesen grob aus dem Ring. Krachend landet Blackheart auf der Matte außerhalb des Rings. Die Töle pustet noch einmal durch... und verlässt dann ebenfalls den Ring. Aber er wird dort bereits erwartet.

Tyler Rindson: "Nein, du Idiot! Was machst du denn da???"

Kyle Smith: "Wohl einer der typischen Sharpe'schen Ausraster."

Was die beiden Kommentatoren meinen, ist die Tatsache, dass Blackheart seinen Gegner bereits außerhalb des Rings erwartet... mit einem STUHL in der Hand. Der Hund legt den Kopf leicht schräg... nicht genau erfassend, was hier genau passiert. Und Sharpe?

DER ZIEHT DURCH!

 

WHAMM!!!

CHAIRSHOT!!!

 

*DINGDINGDING*

 

Sofort lässt der Ringrichter abläuten. Einen Sekundenbruchteil, nachdem der Stuhl den Schädel des Hundes voll getroffen hat und diesen nieder gestreckt hat. Sharpe trohnt über ihm... mit der immer noch blutenden Nase. Dann beugt er sich nach unten...

Sharpe: "Du darfst wieder zurück. Aber NUR durch MEINE Gnade. Ich zerstöre dich in deiner Heimat. Nicht hier in diesem Shithole. Nein. Im Theatre... denn DAS wird dich endgültig brechen!"

Die Geschehnisse vom National Wrestling Day 2 schallen durch den Backstagebereich - mit Hilfe eines Verstärkers direkt auf die Kabinentür gerichtet, die mit dem Schild "Kevin Sharpe" beschrieben ist. Neben einem riesigen Verstärker, den er mit seinem Smartphone verbunden hat, steht Mad Dog lauerend - seinen Blick stur auf die verschlossene Tür gerichtet. Die letzte Nacht und mögliche Konsequenzen hat er längst verdrängt - nun lag nur noch Sharpe in seinem Fokus.
Noch einmal klickt er zurück an jene Stelle, wo Sharpe nach dem Match zu ihm spricht. Noch einmal dröhnen die Worte "NUR durch MEINE Gnade" und "Im Theatre... DAS wird dich endgültig brechen!" durch die Tür. MD saugt die Worte auf. Studiert Sharpes damalige Mimik, seine Gestik...

Er fletscht die Zähne. Immer noch keine Reaktion aus der Kabine.

Also wird erneut zurück geklickt, doch endlich rührt sich was. Die Tür wird aufgerissen.

Sharpe: "Herrgott, was soll denn dieser... ach... du bist es."

Der Hausherr steht in der Tür und kläfft die Töle an, welche das schwarze Herz zornig anfunkelt.

Sharpe: "Du bist schlimmer als eine Scheisshausfliege, die einem in der Nacht summend um den Kopf fliegt und bis ins Mark nervt."

Der Night Fighter zuckt mit den Schultern.

Mad Dog: "Dann sind es wohl deine eigenen Worte, die dich nerven, huh?! Mir immer Falschheit und mangelnde Authentizität vorwerfen, aber selbst nicht zu seinem Wort stehen... Noch kannst du einlenken."

Sharpe schaut den Hund mit einem verstörten Blick an. So als habe er überhaupt kein Verständnis für diese Aktion. 
Alles natürlich Provokation - aber MD bleibt dieses Mal kühl.

Mad Dog: "One on One! Du wolltest die große Bühne? Corona wird noch ewig dauern, wir sind im DOME und mehr Zuschauer wird's auf kurz oder lang nicht geben. Heute Abend kannst du dein Versprechen vom NWD2 einlösen und wir sehen uns endlich im Ring! Mann gegen Mann."

Sharpe verengt wütend die Augen.

Mad Dog: "Come on! Zerstöre mich in meiner Heimat!"

Sharpes Lippe bebt, lässt den Eckzahn aufblitzen.

Mad Dog: "Brich mich endgültig!"

Kevin lächelt bösartig.

Sharpe: "Zerstörung kann in so vielen Formen stattfinden. Und ich für meinen Teil habe bemerkt, dass es dein Innerstes schlimmer zerreisst, wenn ich mir wieder den Gerasy umschnalle als jeder Tritt, den ich dir verpassen könnte. Ich werde dich endgültig brechen, wenn ich mir bei CORE den Undisputed Gerasy umschnalle! Ohne auch nur eine Hand gegen dich im Ring erhoben zu haben!"

Nun ist es ein Lächeln, das er seiner Nemesis demonstrativ zeigt.

Mad Dog: "Kannst du so oder so... Besiege mich im Singles Match - und du bekommst den vereinbarten Shot bei CORE."

Kevin seufzt.

Sharpe: "Anhand deiner Reaktion merke ich, wie sehr dich mein Handeln aktuell trifft. Darauf mit einem plumpen Match zu antworten, sieht dir durchaus ähnlich. Was mich allerdings noch mehr wundert ist die Tatsache, dass du deinen Freund und Partner durch diese Aktion eigentlich eiskalt hintergehst. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das mit James so abgesprochen war. Er hat mir sein Wort gegeben. Und zu dem steht er auch, das solltest du eigentlich wissen. Es sei denn... "

Blackheart neigt den Kopf zur Seite. Dann lächelt er.

Sharpe: "Natürlich. Oh, was für ein raffinierter Plan, Töle. Es geht hier nicht um mich. Beziehungsweise nicht nur. Deinen Hass auf mich kaufe ich dir sogar ab. Aber es ist nicht nur das... du willst dir zusätzlich noch einen Shot auf den Gerasy sichern."

Der Hund nickt entschlossen.

Mad Dog: "Du hast es erfasst, boy: Alles oder nichts."

"Interessant."

Ehe Sharpe auf die Antwort des Hundes reagieren kann, ertönt eine andere Stimme und ob der Klangfarbe ist sogleich klar, um wen es sich hier handelt. Es ist der Undisputed Gerasy Champion himself, James Godd, der den Gang betritt und sich nun den beiden Streithähnen nähert.
Mit einer erhobenen Augenbraue betrachtet er den anderen Mad Godd, doch dieser nickt nur bekräftigend. 

Mad Dog: "Es ist kein Geheimnis, dass ich den Gerasy will."

Godd nickt. Natürlich weiß er, dass sein Partner das Gold, das er auf der Schulter trägt, noch einmal um die Hüften schnallen möchte. Und er weiß ebenso, dass er dem Match gegen Sharpe so sehr entgegen sehnt, dass es ihn fast krank macht. Godd mustert den Night Fighter, dann wendet er sich zu Sharpe.

James Godd: "Okay! Von mir aus auch so. Du gegen Mad Dog um den Nummer Eins Herausforderer Posten. Heute Abend."

Ein dankbares Nicken erfährt der Champion von seinem Freund. Dann gehen die Blicke der Mad Godds in Richtung Blackheart.

Und der... applaudiert. Langsam... und voller Hohn.

Sharpe: "Und da ist sie wieder, die personifizierte Glaubwürdigkeit, die Speerspitze der PCWA. Sorry, Freunde. Das wird nicht passieren. Das Match steht als Handicap Match auf der Card, also bleibt es dabei. Oder wollt ihr etwa eure treuen Fans enttäuschen, indem ihr euch auf MEIN Terrain begebt? Das Manipulieren und Steuern von Menschen? Wieviele Mad Godds Poster werden dann wohl noch verkauft?"

Aggressiv fletscht der verrückte Hund die Zähne, während Blackheart triumphierend die Arme vor der Brust verschränkt.
Godd ahnte, dass Sharpe ablehnen würde. Er nickt einfach nur und stellt sich vor seinen Hund.

James Godd: "Warum machen wir nicht Nägeln mit Köpfen, Sharpe. Du kannst heute viel gewinnen, aber nichts verlieren... Klar, du stehst einer Übermacht gegenüber, aber wir haben dir angeboten, dir einen Partner zu suchen. Wahrscheinlich hast du auch schon einen in der Hinterhand und willst es offen halten, um uns kurz vorher zu überraschen. Aber damit werden wir klar kommen - allerdings sollten wir es für dich auch noch ein bisschen emotionaler gestalten, meinst du nicht auch?"

Godd hebt die Augenbraue in Richtung Sharpe.

James Godd: "Wenn wir heute Abend gewinnen, bekommt Mad Dog sein Singles Match gegen dich! Er darf dann die Show bestimmen, wo es steigt, und du musst dich endlich fügen."

Knappes Nicken.

Sharpe: "Von mir aus, wenn die Töle dann endlich Ruhe gibt. Aber es wird sowieso nicht passieren. Ich werde euch besiegen. Ich habe die einmalige Chance, mit Azrael Rage als dreifacher Undisputed Gerasy gleich zu ziehen und mich beim CORE in die Geschichtsbücher der PCWA einzutragen. DAS werde ich mir von nichts und niemandem nehmen lassen!"

In Mad Dogs Gesicht zuckt ein Gesichtsmuskel, während Godd seinem alten Widersacher nur ein kurzes Lächeln schenkt. So sehr Blackheart außerhalb des Rings ein Arschloch sein mag, so sehr respektiert der Engländer ihn seit dem Match bei Out of Ashes für seine Leistung im Ring. Er erinnert sich gerne an diesen Kampf und zwar nicht nur, weil er sich dort seinen großen Traum erfüllen konnte, sondern weil sie alle beide den Fans genau das Spektakel geboten haben, für das sie bezahlt haben.

James Godd: "Dann wirst du dein verdammt Bestes geben müssen. Aber Mal davon abgesehen würde es mich auch nicht weiter stören noch einmal gegen dich in den Ring zu steigen. Du benutzt deine damalige Verletzung nur allzu gerne als Entschuldigung für deine Niederlage und ich würde mich mehr als freuen dir zu zeigen, dass ich dich auch ein weiteres Mal besiegen kann, wenn du voll fit bist."

Er nickt Sharpe kurz zu und fokussiert ihn mit den Augen.

James Godd: "Aber wie gesagt ... wir werden heute Abend alles dafür geben, dass es nicht so weit kommt. Mad Dog wird alles geben, um sich seinen Kampf gegen dich zu verdienen, dem du schon so verflucht lange aus dem Weg gehst ... man könnte fast meinen, dass du Schiss hast, Kevin!"

Er schenkt dem schwarzen Herzen ein provokantes Grinsen. Seitdem er bei der vergangenen Show mit Fellon und dieser ominösen Company gebrochen hat, fühlt er sich befreit. Er fühlt sich, zum ersten Mal seit etlichen Monaten, wieder ganz wie er selbst. Keine Ablenkungen mehr. Strictly Business!

Kevin Sharpe: "Immer das Killerargument, right? Die Angst. Anscheinend habt ihr Beide mich immer noch nicht richtig verstanden. Ich bade geradezu in Mad Dogs Verlangen, mich endlich in die Finger zu bekommen. Dieses Ziel ist so nah... so verdammt nah, und doch so fern. Aber abgesehen davon... gegebenenfalls hätte ich etwas mehr Respekt vor der Töle wenn er sich genau wie du von seinen Ketten lossagen würde. Stattdessen läuft er dir, Shadow, den Partners oder dieser Bettgespielin von Lara Lee hinterher..."

Sharpe wendet sich von Godd ab und seinem Erzfeind zu. Dieser geht plötzlich dem Augenkontakt aus dem Weg.
Die Worte von Sharpe haben die Erinnerungen an den heutigen Morgen wach gerüttelt.

Kevin Sharpe: "Sieh mich an, wenn ich mit dir rede!"

Mad Dog: "Dafür sollte aus deinem Mund auch mal was Wahres kommen, Kevin."

Blackheart atmet lautstark aus.

Kevin Sharpe: "Wahrheit. So subjektiv zu bewerten. Aber ich werde versuchen, dir Wahrheit zu präsentieren. Du bezeichnest mich als Has-been. Als jemanden, der seiner alten Form hinterher läuft. Dagegen sprechen allerdings meine Erfolge, nicht nur in dieser Liga. Aber diese scheinst du einfach konsequent zu ignorieren. Nimm dir hingegen ein Beispiel an James. Er hasst mich ebenso wie du."

Ein kurzer Seitenblick zum Engländer, der allerdings keine Miene verzieht.

Sharpe: "Dennoch respektiert er meine Leistungen im Ring. Und was tust du? Bezeichnest mich als Anti-Wrestler, als einen, der seine Titel nicht verdient hat. Der das Match gegen James nicht verdient hat... Schau dich selbst mal an. Deine Erfolge, die Ewigkeiten zurückliegen. Deine Karriere, die den Bach runter geht... Ich kämpfe wieder einmal um den Gerasy, während du nur wieder große Worte schwingst."

MD nickt. Bestätigend? Verstehend? 
Resignierend?

Die unbekannte Konstante presst schließlich die Lippen aufeinander und fokussiert Sharpe mit einem eiskühlen Blick.

Mad Dog: "Meine Karriere geht immer schon den Bach runter... und wieder rauf. Als ich damals Kriss Dalmi gegenüber stand, kurz nach Sandys Tod..."

Er stützt sich an Godds Schulter ab.

Mad Dog: "...wollte ich, dass er es beendet! Meine Fähigkeit immer wieder aufzustehen, immer wieder aus der tiefsten Dunkelheit zu entkommen, mich raus zu fighten, zurück ans Licht zu kommen... war zur Bürde geworden. Zur Strafe! Ich war am Boden und wusste, ich würde wieder aufstehen. Aber diese Zukunft, dieses neue Leben barg für mich keine Hoffnung mehr. Ich war es satt... Satt! Diesen ewigen Kreislauf. Satt! Der Phönix zu sein. So sehr mit der PCWA verwoben zu sein, dass ich mich stets verbrannte, um wiedergeboren zu werden."

Entschlossen tritt er an Sharpe heran.

Mad Dog: "Und was folgte: Ich wurde Simargl. Ich fiel wieder und kam erneut zurück. Dieses eine mal aber nicht durch mich. Nicht durch eigene Kraft, Kreativität... durch eigenes Umdenken. All das lag hinter mir, als ich dir beim NWD2 gegenüber trat. Deswegen war ich der Bessere an diesem Abend. Und du hast es nicht akzeptiert, mir stattdessen einen Chair ins Gesicht gedonnert. Mir den Sieg und die Wiedergeburt genommen. Mich vertröstet. Auf einen Moment, wo ich wieder falle, du hingegen auf dem Weg zurück nach oben bist. Weil du es ebenso wie meine Frau wusstest, dass es eine Frage der Zeit ist, bis ich wieder hinabstürze... Nicht weil du mich so kennst, wie Yai mich kennt."

MD lehnt sich nach vorne und flüstert Sharpe die folgenden Worte ins Ohr.

Mad Dog: "Sondern weil du dich kennst. Weil du auch ein Phönix bist, Kevin! Doch... wie steht es heute Abend um uns? Verbrenne ich gerade oder bist du es, der sein Nest gebaut hat, um in der Asche zu verschwinden? Huh?!"

Mit erhobener Augenbraue geht der Night Fighter ein paar Schritte zurück, legt den Kopf schief.

Mad Dog: "Egal, wie das heute ausgeht: Du bist spätestens fällig, wenn ich den Quest gewinne!"

Der Angesprochene nickt. Bestätigend? Verstehend? 
Die Tatsache endlich akzeptierend, dass er dem Hund nicht für immer aus dem Weg gehen kann?

Sharpe: "Bis dahin ist es noch ein weiter weg, Töle. Wir sehen uns später."

Dann schlägt er die Tür zu. Zurück bleiben die Mad Godds vor Blackhearts Tür. Der Engländer blickt mit einer undurchsichtigen Miene zur Tür. Eigentlich wäre es besser die beiden würden erst einmal ihre Differenzen aus dem Weg räumen ohne, dass er etwas damit zu tun hat. Doch ehe er sich versehen hatte, hatte er sich da in etwas reinreissen lassen aus dem es nun keinen Ausweg mehr gab. Er schaut kurz zu Mad Dog, der bei weitem wütender als er selbst wirkt. Er legt seinem besten Freund eine Hand auf die Schulter.

James Godd: "Lass ihn sich ruhig verstecken. Nachher werden wir dir dein Singles Match gegen ihn verdienen und dann wird er dir nicht mehr aus dem Weg gehen können."

Er nickt mit dem Kopf und schenkt der Töle ein kurzes Lächeln. Dann wird der Engländer jedoch etwas ernster und nimmt auch die Hand von der Schulter seines Partners.

James Godd: "Und wenn du dann den Kopf endlich frei hast und dich voll und ganz auf mich und das hier ..."

Der Engländer deutet auf den Gerasy, der nach wie vor auf seiner Schulter ruht.

James Godd: "... konzentrieren kannst, dann werden wir unser Rematch haben."

Er nickt ernst mit dem Kopf und der Hund erwidert den Blick. Mit diesem Bild endet diese Szene dann auch letztlich.
 

Vincent Craven: "Weitere intensive Momente in der Fehde zwischen Kevin Sharpe und Mad Dog."

Mike Garland: "Und mittendrin der Gerasy Champion, der dumm genug war, um Sharpe heute eine Hintertür zum Titel zu öffnen."

Vincent Craven: "Allerdings hat Godd auch dafür gesorgt, dass Mad Dog nach dem heutigen Abend endlich zu seinem geforderten Eins gegen Eins Match kommen kann."

Mike Garland: "Nur, dass es dazu nicht kommen wird. Wir alle kennen Kevin Sharpe. Ich bin sicher, dass der Mann einen Plan hat. Er wirkte viel zu zuversichtlich."

Vincent Craven: "In der Tat, an Zuversicht hat es ihm nicht gemangelt. Die hat jedoch auch unserem Gerasy Champion nicht gefehlt, der hier nochmal deutlich gemacht hat, dass er seinen Titel gegen jeden verteidigen wird."

Mike Garland: "Das Match, welches uns bevorsteht wird für Klarheit sorgen und uns eine Antwort darauf liefern, welches Match uns bei CORE erwarten wird. Entweder wird Kevin Sharpe auf Mad Dog treffen, oder aber sein Gegner wird James Godd heißen und es wird um Alles gehen. Es bleibt spannend."

Vincent Craven: "Ebenso im jetzt anstehenden Match um die PCWA Cotatores. Wie ich sehe, sind die beiden Teams bereit. Es kann losgehen!"


------------------ PCWA ------------------

Beide Teams haben ihre jeweiligen Ringecken eingenommen und ihre jeweiligen Accessoires abgelegt. Angefeuert von den Fans, welche lautstark den Matchbeginn herbeisehnen, vollführt Stone ein paar letzte aufwärmende Lockerungshüpfer plus langgezogener Armkreise. Trent dagegen hockt ein Bein zur Seite abgestreckt und spricht mit seiner Windy.
Genau gegenüber stretchen sich auch die Nordmänner ein letztes Mal vor dem Showdown.

Die Aufmerksamkeit richtet sich letztlich auf Jane Nelson und Nelson Frider, welche die Köpfe zusammenstecken. Dann aber nicken sich beide zu, Frider begibt sich Richtung Mitte und signalisiert dem Timekeeper, welcher die Glocke dreimal langgezogen erklingen lässt.

Jane Nelson: „Jane Nelson: "Ladies and Gentlemen … das nun folgende Match …… ausgelegt auf einen Pinfall …… ist ein Kampf um die Cotatores Trophy …… zunächst …………….. in dieser Ecke ……………. die Herausforderer ………….. mit einem Gesamtgewicht von 215 Kilogramm ……………… aus Stockholm, Schweden …………. der ''God of War & Thunder'' …. Viktor Ragnarök ………………………. sowie aus Mississauga, Ontario, Kanada ………………….. der ''Canadian Hybrid Athete'' …. Alexander Christianson …………………. Sie sind ……………… NORTHEEEEEEERN SUPERIIIIIIIIIIIIIOR!“

Kaum hat Jane Nelson ausgesprochen springen die beiden Nordmänner aufs Toprope und reißen die Arme weit nach oben. Buhrufe hageln auf die beiden ein wie eigentlich immer wenn es die zwei in der PCWA sind, immerhin sind sie ja Outsider von einer anderen Company. Das stört sich aber nicht, immerhin können sie heute neue Cotatores Champions werden, etwas was sie vor 2 Vendettas leider verpasst haben.

Ein unruhiges Murmeln durchzieht das Fanmeer, durchsetzt mit negativen Reaktionen. Aber nicht mehr lange, da Nelson ein weiteres Mal das Mikrofon hebt.

Jane Nelson: „…… und …………….. in der anderen Ecke …………………. ihre Gegner ………………….. begleitet von Miss Windy ……………. mit einem Gesamtgewicht von 203 Kilogramm ……………………… sie sind … die amtierenden PCWA Cotatores Trophy Träger …………………….. aus Hartfort, Connecticut sowie New York City, USA …………………………..  „THE TEMPEST“ TRENT CARDIGAN ………………………. MATT „THE MACHINEGUN“ STONE …………………………….. DIE PARTNERS ………… IIIIIIIIIN ………….. CRIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIME!!!”

Ohrenbetäubender Jubel peitscht durch den Dome, mit der die Champions noch einmal richtig angefeuert werden. Sandsturm - Cardigan und Stone recken beide ihre Fäuste empor … und gehen dann in eine letzte Absprache, bevor der Wirbelsturm seinen Platz am Apron einnimmt und augenscheinlich Machinegun beginnt.

 

Open Challenge
Regular Tag Team Match
PCWA Cotatores Trophy
Bild
vs.
BildBild
Bild
(Der erste Fall entscheidet über den Sieg. Als Fall zählen Three Count, Submission, Disqualifikation sowie Count-Out.
-Referee: Nelson Frider; No Timelimit)

 

Kurze Beratung bei beiden Teams in ihren Ecken, Nelson Frider fordert beide Teams auf mit nur einem im Ring zu verbleiben, um das Match zu starten. Dies geschieht dann auch relativ zügig und der Kampf kann angeläutet werden. Auf Seite der Champions startet Matt Stone, für die Herausforderer macht Alexander Christianson den Anfang. Die beiden beginnen mit etwas Abtasten, wie man es für den Start von Matches kennt, und einigen sich dann auf eine Kraftprobe miteinander. AC kann hierbei den Größen-, Gewichts- und technischen Erfahrungsvorteil für sich nutzen und entscheidet die Kraftprobe für sich. Aus dieser dreht er die Machinegun dann in einen Hammerlock, kasiert aber einen Back Elbow ins Gesicht als Konter. Mit dem gewonenen Vorteil will Matt Alex nun mittels Side Headlock Takeover auf die Matte werfen, aber AC rollt durch und Stone am Boden in einen Armlock. Aus dieser Position folgen zwei Kniestöße auf den Arm, ehe der Kanadier in einen Front Facelock wechselt. In diesem stemmt er dann Matt hoch und holt zum Uppercut aus, sein Gegner kann aber ausweichen und schubst den Hybrid Athlete in die Seile. Beim Zurückfedern setzt es einen Hiptoss für ihn gefolgt von einem Elbow drop und dem Cover:

 

1.....

 

2...

 

Kickout!

 

Mike Garland: „Schnelle Offensive von beiden Teams hier bis jetzt, sowas lob ich mir für einen Tag Team Championship Kampf!“

Vincent Craven: „Ja, alle legen direkt los, um dem anderen Team keine Chance für eine eigene Offensive zu lassen. So etwas könnte bei zwei solch erfahrenen Teams, die schon lange zusammen antreten, fatal sein.“

Mike Garland: „Wechsel nun von Stone zu Cardigan.... ebenso auf Northern Superiors Seite.“

Tags auf beiden Seiten - sprich die Odds sind wieder even. Wieder treten beiden Männer aufeinander zu und treffen sich in der Ringmitte. Auf die Kraftprobe wie ihre Tag Partner zuvor verzichtet man an der Stelle allerdings und teilt direkt wilde Forearms gegeneinander aus. Diesmal ist es der Weatherman, der schneller ist mit seinen Forearms, und er kann Ragnarök nach einem Griff ans Handgelenk in die Seile schicken. Die versuchte Clothesline kann dieser aber mit einem Big Boot abwehren und er schickt Cardigan dann mit einem Shoulder Block in die Seile. Tempest kommt aus diesen zurück geschwungen und zeigt seinerseits einen Shoulderblock, welcher den God of War & Thunder kalt lässt. Er fordert den Mann, der mittlerweile in Leben lebt, auf es noch mal zu versuchen. Der ehemalige Trent kommt dieser Bitte nach und zeigt einen zweiten Shoulder Block mit mehr Schwung, welcher aber nur minimal mehr Wirkung erzielt.
Ein dritter Versuch von Trent soll folgen, aber Ragnarök unterbricht ihn und will ihm zeigen, wie es geht, und rennt dann selber in die Seile – High Dropkick von Cardigan!

Vincent Craven: "Da war Ragnarök zu überheblich und hat den Konter des Wettermans nicht kommen sehen."

Mike Garland: "Cover von Cardigan! ONE!"

Vincent Craven: "TWOOO!"

Ragnarök reißt die Schulter hoch! Schnell aber zieht der Wetterfrosch seinen Gegner wieder hoch und schickt ihn in die eigene Ringecke für einen Tag. Trent bleibt dann auch im Ring und hält Raganrök fest, sodass Stone aufs Toprope steigen kann und den Schweden mit einer Diving Double Axe handle plättet. Cover:

 

1.....

 

2...

 

Kickout!

 

Schneller Wechsel zurück zu Trent Cardigan und das gleiche Spiel von vorne. Und ein drittes mal. Nun wird AC am Apron sauer über das ständige Double-Team und entert den Ring, wird aber von Referee Nelson Frider gestoppt und zurück in seine Ringecke geschäucht.

Vincent Craven: „Tja, der Versuch ging wohl daneben, Mr. Christianson.“

Mike Garland: „Na gut, er hat nur versucht seinem Partner zu helfen bei dem Double Team der Partners in Crime.“

Vincent Craven: „Sie haben nichts Illegales gemacht, es ist immer ein Tag gewesen, was all ihre Aktionen erlaubt.“

Mike Garland: „Ja aber es ist feige.“

Im Ring nun das Cover erneut von Stone an Ragnarök:

 

1....

 

2....

 

Kickout! Während sich der Mann aus Stockholm langsam wieder erhebt, kassiert er schnelle Kicks von Stone an Oberschenkel und Rippen und wird so gezwungen auf den Knien zu bleiben. Anlauf aus den Seilen holt das Maschinengewehr nun und holt zu eine Kneeling Uppercut aus. Man zeigt aber keinen European Uppercut gegen einen echten Europäer und so kann Ragnarök ihn aus dem Lauf abfangen und mit einem Scoop Powerslam auf die Matte werfen. Nun stürmt Viktor in die Seile – Big Lariat!

 

1......

 

2....

 

Kickout!

 

Am blonden Irokesen zieht Viktor seinen Gegner hoch und befördert ihn nun in die eigene Ecke. Tag zu Christianson. Vom Apron aus hält Viktor nun Stone fest in der Ecke, sodass Christanson der Machinegun abwechselnd Schläge und Tritt in den Magen verpassen kann. Bevor Referee Frider bei "5" angelangt ist, folgt der Wechsel zurück zu Viktor Ragnarök. Nun ist es Alex am Apron, der Stone festhält, und Ragnarök der, der Schläge und Kicks austeilt. Bei 4.5 folgt dann wieder der Wechsel zu Christanson und alles noch einmal. Nun ist es Cardigan, der Krawal macht und versucht den Ring zu entern, doch auch er wird von Nelson Frider gestoppt und in die Ecke zurück geschickt. Das lässt Northern Superior etwas Spielraum für weiteres Double Team, während der Weatherman mit dem Referee diskutiert. Mit einem Snapmare geht es für Stone zurück gen Ringmitte, man sieht die Elbowpads der Nordmänner fliegen in die Luft und beide nehmen Anlauf....

 

Canadian D von Christanson!
Stockholm Syndrome von Ragnarök!

 

Passend zum Cover von Alex an Stone ist der Ref dann wieder im Geschehen:

 

1.....

 

2.....

 

Mike Garland: "Kickout!"

Vincent Craven: „War das nun auch feige?“

Mike Garland: „Möglicherweise, aber es sind immer Tags erfolgt, was die Aktionen legal macht.“

Vincent Craven: „Nicht ganz, man hat die Ablenkung des Referees genutzt, um mehr als die erlaubten fünf Sekunden zusammen zu arbeiten, was es wiederum illegal macht.“

Mike Garland: „Was der Referee nicht weiß, macht ihn nicht heiß.“

Zurück im Geschehen hat sich AC Stone in einem Cravate geschnappt und donnert ihm aus diesem einige Kneestrikes an den Kopf, was dann abschließend in einem Hangman's Neckbreaker mündet! Auf ein Cover wird aber erstmal verzichtet, stattdessen streift der Kanadier das zweite Elbowpad ab und holt für einen erneuten Canadian D aus. Kurz vor dem Einschlag des Moves kann sich Matt Stone aber gerade noch so ducken und schultert Alex mit einem Cruzifix pin, rollt aber durch und verpasst dem Mann aus Mississauga einen schnellen Kick an den Kopf. Schnell rapelt sich die Machinegun auf, um Cardigan einzuwechseln, aber Christianson ist zur Stelle und donnert Stone einen schnellen und heftigen Chop block in die rechte Kniekehle, sodass es zu keinem Tag kommt... 
Das rechte Bein des am Boden liegenden Stone wird nun von Christianson gegriffen, es folgen einige Kniestößen in die Innenseite des Bein, gefolgt von einem Elbow in die Kniekehle. Einen weiteren Elbow kann Stone dann aber verhindern, indem er mit dem freien linken Bein austritt und AC auf Distanz hält. Mit einer Rolle kommt er hoch und springt in einem mit einem Hot Tag in seine Ringecke. Doch bevor sich die Hände der Partners berühren können, kann Alex das Maschinengewehr im Flug am Bein abfangen und mit einem Ellbogenstoß in die rechte Kniekehle erneut auf die Matte werfen. In der Endposition des Moves bleibt AC dann stehen, greift sich das Bein von Stone und nimmt ihn in den Ankle lock. Mit dem freien und gesunden Bein versucht sich Matt für eine Befreiungin Richtung der Seile zu robben, was ihm auch gelingt. Allerdings wäre AC kein Experte auf dem Gebiet, wenn er dafür keinen Konter wüsste, und so reißt er Stone einfach aus dem Stand zu sich, sodass er die Seile loslassen muss, und zeigt einen harten Dragon Screw gegen das angeschlagene Bein!

Auch hier folgt nun aber kein Cover, man will Stone noch weiter Schaden zufügen und so transitioned AC aus dem Dragon Screw in eine Leg lock / Kneebar Kombination!

Mike Garland: „ Matt Stone ist in großer Bedrängnis hier. Sein rechtes Knie hat in kurzer Zeit sehr viel Schaden genommen und nun befindet er sich in einem komplizierten Submission Move seines Gegners. Er braucht dringend ein Tag, sonst ist die erste Titelverteidigung der Partners in Crime auch ihre letzte.“

Vincent Craven: „Alex Christianson hat hier wirklich alle seine Vorteile und Erfahrung ausgenutzt, um Matt Stone in die Enge zu treiben. Was wäre das für ein Coup, wenn fremde Wrestler von außerhalb die Cotatores Titles an sich reißen würden?“

Der Griff von Alex sitzt fest, aber Matt ist hartnäckig und will die Titel nicht einfach weg werfen und versucht mit aller Kraft dagegen anzukämpfen. Der Canadian Hybrid Athlete merkt das er hier noch keinen großen Erfolg haben wird, wenn er weiterhin im gleichen Move bleibt, also löst er die anstehende Submission Kombination, hakt das Bein erneut ein und hat Stone nun stattdessen in einem neuen Move, einem STF!
Aus diesem kann sich Matt dann aber Vorteile erarbeiten, das Bein von Alex greifen und nach oben ziehen, sodass er ihn covert:

 

1.....

 

2.....

 

Kickout! Mit Hilfe des Seile zieht sich Stone nun hoch und versucht erneut ein Tag zu erziehlen, aber wieder hat AC ihn am Bein gegriffen. Doch jetzt kann Matt Stone sich den Kanadier mit einem Enzuigiri vom Hals halten. Er springt nach vorne.

Vincent Craven: "TAG!!! Matt hat es geschafft, der Wechsel zu Trent Cardigan ist erfolgt."

Dieser entert auch sofort den Ring. Clothesline gegen AC, gefolgt von einer zweiten. Viktor Ragnarök entert den Ring, kassiert aber auch eine Clothesline vom Weatherman. Die Ablenkung von Cardigan durch VR nutzt Alex nun, um Trent mit einem Chop block, der eben schon effektiv gegen dessen Tag Partner war, zu überraschen, aber Trent macht einen gelassenen Move zur Seite und tritt aus dem Stand Alex Arm mit einer kurz gezogenen PK Variante weg. Kurzer Schwung in die Seile und....

 

Hard Rain!

 

1....

 

2....

 

Kickout! Schnell zieht der Weatherman seinen Gegner wieder hoch und setzt mit dem Frontal Through weiter nach. Der zweite Teil des Moves ist ein Catapult, wodurch der Kanadier face first in die Ringecke knallt und sich den Schädel haltend anschließend wieder raus taumelt. In der Ringmitte wird er dann von Cardigan mit einem Small Package empfangen.

 

1.....

 

2.....

 

Trent rollt durch – Twsiter Lock! Aus dem Einroller durch gerollt und Chrisitanson in den Elevated Cloverleaf genommen. Bevor es aber zu größerem Schaden kommt oder Alex gar der Gedanke einer Aufgabe kommt, ist Viktor Ragnarök wieder am Start und stoppt die Submission mit einem Big Boot gegen Cardigan. Der Weatherman kommt aber schnell wieder hoch, doch da kommt schon Ragnarök mit dem Vikings Fall angesprungen. In letzter Sekunde kann sich Trent aber unter dem Move ducken, rollt sich dann hinter den Schweden, greift ihn an der Hose und wirft ihn in Richtung seines eigenen Tag Partners. Dieser sieht seinen Schwager ankommen und kann ihn abfangen, indem er dessen Kopf unter seinen Arm klemmt. Das ist die Chance für Cardigan, der mit einer Rolle hinter AC springt und ihm so einen Roll-over Neckbreaker verpassen kann, wodurch Alex auch noch seinem eigenen Tag Partner quasi einen DDT verpasst!!

Nach dem Einschlag aller drei, lässt sich Trent auf Alex fallen.

 

1......

 

2......

 

BREAK UP VON VIKTOR!

 

Mike Garland: "Whoa! Das war knapper als knapp. Hätte Ragnarök nicht zufällig neben Alex gelegen, um den Pin abzubrechen, dann wäre das Match vorbei gewesen.“

Vincent Craven: „Da hast du vermutlich recht, aber so konnten Northern Superior sich noch im Spiel halten und es besteht noch eine Chance für sie Cotatores Champions zu werden.“

Viktor ist nun wieder auf dem Apron. Da man in der Nähe der Ecke von Northern Superior war, kann es auch direkt das Tag auf deren Seite geben von Alex zu Ragnarök. Mit Schlägen wird Trent wieder am Boden gehalten, Viktor klemmt ihn dann zwischen seine Beine, während sich Alex vor ihm positioniert. Es ist klar, was jetzt kommen soll, nämlich der Winter, der soll kommen. Trent kann aber beim Powerbomb Ansatz nach hinten überspringen und zeigt dann einen schönen Dropkick in den Rücken Viktors, der dadurch nach vorne fällt und Alex ebenfalls umwirft. Mit einer Clothesline wird Christanson aus dem Ring befördert, der angestürmte Ragnarök mit einem Back Elbow abgewehrt und in die Ringecke der Partners geschleudert – Tag!
Stone packt sich Ragnarök aus der Ringecke und wirft ihn mit dem Armdrag auf die Matte, gefolgt von einer Running Clothesline aus den Seilen von Cardigan. Da die fünf Sekunden vorbei sind, gibt es ein neues Tag zurück von Stone zu Cardigan, gemeinsam ziehen sie Viktor am Hosenbund hoch und....

Double Brainbuster!

Lange gefackelt wird nun nicht, Cardigan packt sich die Beine des Schweden, Stone steht neben ihm –

Mike Garland: „STORMY GOODBYE!!! Catapult / Superkick Combination gegen Ragnarök!“

Vincent: „Schnell wird Christanson draußen noch von Stone mit einem Suicide Dive ausgeschaltet, Cardigan fällt auf Ragnarök.“

Mike Garland: „One......“

Vincent Craven: „Two.......“

Nelson Frider: „THREE! RING THE BELL!!“


DING DING DING

Jane Nelson: „Sieger des Matches und WEITERHIN PCWA Cotatores Champions: ''The Tempest'' Trent Cardigan and Matt ''Machinegun'' Stone – PARTNERS IN CRIME!“

Vincent Craven: "Ein schnelles Match, wo es viel hin und her ging. Aber am Ende mit zwei verdienten Siegern und ihrer ersten Titelverteidigung!"

Mike Garland: "Immerhin haben sie es geschafft, dass die Cotatores in der PCWA bleiben!"

Vincent Craven: "Die Frage ist, ob Northern aufstecken wird. Immerhin sind sie nun schon häufiger hier aufgekreuzt."

Mike Garland: "Das müssen wir abwarten. Heute wurden sie geschlagen - und nun braucht es neue Contender für CORE. Vielleicht ist ja jetzt backstage ein Team dabei..."


------------------ PCWA ------------------

Er liebt den Trubel in der Halle. Dieses unruhige Surren, diese hektische Betriebsamkeit, die seltsame, chaotische Choreographie hinter den Kulissen, die die PCWA am Leben erhält und die der normale Zuschauer überhaupt nicht mitbekommt. Bisher hatte er sich im Trainingsareal aufgehalten und wurde Zeuge der Begegnung von Antonio Maldicão und dem Dark Tiger. Da er aber nicht nur Wrestler, sondern auch Trainer ist, und Jona ihm früher am Abend einen Auftrag erteilt hatte, hatte Díego Alejandro Sanchéz beschlossen, diesem Antonio zu folgen.

Das Treffen mit dem Dark Tiger schien ihn etwas aufzuregen, deswegen wollte er ihn nicht sofort stoppen, als er die Trainingshalle verlassen hatte. Der Deutschmexikaner weiß selbst gut genug, dass die Emotionen erstmal abkühlen sollten, bevor man das Gespräch sucht. Südamerikanisches Temperament könnte sonst schnell zur Eskalation getrieben werden.

Antonio Maldicão läuft gerade am berüchtigten Getränkeautomaten vorbei, als er schnellere Schritte hinter sich wahrnimmt.

"Hey Antonio, warte mal kurz!"

Der Deutsche mit brasilianischen Wurzeln bleibt abrupt stehen und dreht sich um. Bereit für alles, was nun auf ihn zukommen mag. Doch so schnell sich die Anspannung aufgebaut hat, so schnell weicht sie auch wieder aus seinem Körper, als er sieht, dass Díego A. Sanchéz vor ihm steht.

Maldicão: "Was willst du?"

Sanchéz: "Ich muss.... nun ja, ich soll mit dir reden. Miss Vark hat mich gebeten, dich aufzusuchen."

Die Augenbrauen des Großen werden zusammengekniffen.

Maldicão:"Komisch, davon hat sie nichts mehr gesagt."

Díego zuckt nur mit den Schultern. Es geht ihn schließlich nichts an, was Jona wem erzählt oder auch nicht.

Sanchéz: "Das soll jetzt nicht unser Problem sein, amigo. Es liegt ihr offenbar am Herzen und so wie ich das Schauspiel gerade mit dem Dark Tiger mitbekommen habe, könnte dir ein kleines bisschen Unterstützung nicht schaden. Oder?"

Der Halb-Brasilianer sieht immer noch nicht überzeugt aus und das entgeht dem ehemaligen Kronprinz der PCWA natürlich nicht.

Sanchéz: "Hör zu... ich habe deinen engagierten, wenn auch erfolglosen, Fight gegen Marc Poe gesehen. So wie viele andere hier auch. Du machst deine Sache echt gut."

Maldicão wirkt für einen Moment, als hätte man ihm in den Schritt getreten. Sicher hat er sich die Zeit bei der PCWA erfolgreicher vorgestellt, aber heute scheinen ihm alle dies ziemlich klar vor Augen halten zu wollen.

Díego lässt Maldicao, der ihn um lockere 15cm überragt und bestimmt 40kg schwerer ist als er selbst, nicht aus den Augen.

Sanchéz: "Aber ich denke, da ist noch einiges mehr drin. Sehr viel mehr. Du hast Potenzial, Amigo."

Der Deutschmexikaner wirkt regelrecht euphorisch. Anders als sein Gegenüber.

Maldicão möchte nicht direkt unhöflich reagieren, aber er fühlt sich, als ob heute alle Finger auf ihn zeigen, und er kann es im Moment nicht vollständig verbergen.

Maldicão:"Das weiß ich. Was willst du?"

Der ehemalige Tribun macht einen Schritt zurück und deutet mit beiden Händen auf sich.

Sanchéz: "Was ich will? Miss Vark ist der Ansicht, dass ein paar gemeinsame Trainingseinheiten förderlich für deine Entwicklung wären. Gerade im Hinblick auf deine kommenden Aufgaben. Ich persönlich würde noch weiter gehen. Wenn du mich lässt, möchte ich dir helfen, dein Potenzial endlich zu entfalten."

Im Kopf von Maldicão fangen sichtbar die Zahnrädchen an sich zu drehen. Er könnte...aber nein, die Spielchen haben ihn nicht weit gebracht, also schwenkt er auf den direkten Weg um.

Sanchéz: "Und? Was sagst du?"

Maldicão: "Du hast eine respektable Vergangenheit hier, ich sollte wahrscheinlich auf dich hören. Gib mir ein paar Tage drüber nachzudenken. Im Moment muss ich mich darauf einrichten demnächst ein paar Rookies durch Tryoutmatches zu begleiten."

Sagt er und lässt Díego stehen. Dieser schaut dem Hünen noch etwas nach, dann fällt sein Blick auf den legendären Getränkeautomaten. Zeuge unzähliger Aufeinandertreffen, die auch reihenweise die Geschichte der PCWA verändert haben. Wird man später auch in dieser Form an dieses Treffen zurückdenken? Der Deutschmexikaner zuckt kurz mit den Schultern und setzt sich auch in Bewegung. Er braucht etwas frische Luft. Wer weiß, was der heutige Abend noch so bringen wird.


Mike Garland: "Oh man, wie widerlich. Muss sich Sanchéz denn jedem Neuling anbiedern?! Er hätte vor kurzem einfach zu Smash stehen sollen, dann muss er sich jetzt auch nicht so seltsame Jobs an Land ziehen."

Vincent Craven: "Ich habe noch nicht gesehen, dass sich Díego bei irgendwem anbiedert, Mike. Er wollte einfach nur nett sein, schätze ich. Und außerdem gibt es ja da die Verbindung zu ihm selbst."

Mike Garland: "Ach Gottchen... Sanchéz sollte sich lieber darauf vorbereiten in naher Zukunft gegen Lara Lee in den Ring zu steigen, so wie er es letzte Show angekündigt hat, Dann wird ihm die Queen den gar aus machen und er muss gar nicht mehr bis zum Rumble durchhalten."

Vincent Craven: "Bevor wir an ein Match zwischen Lee und Sanchéz denken, sollten wir unseren heutigen Main Event im Fo... Moment! Was ist das?!"


------------------ PCWA ------------------

Was Vincent so irritiert, ist ein Spotlight, das auf die Entrance-Bühne geworfen wird, wo Maurice einsam dasteht - natürlich in einen makellosen Frack und gewienerte Lackschuhen gekleidet, wie sich es für einen Butler der höheren Gesellschaft gehört.

Maurice: „Ladies and Gentlemen, ich fühle mich sehr geehrt, Ihnen, werte Zuschauerinnen und Zuschauer, einen exklusiven Auftritt unserer Dame des gepflegten Kampfsports ankündigen zu dürfen… The Muscle Chick… The Canadian Warfighter… The Best Wrestler of PCWA and the World… The Red Queen Lady Lara Lee!“

Daraufhin wird die königliche Musik abgespielt und die Scheinwerfer tanzen ein wenig durch die Halle … bis sie sich auf die große Frau neben Maurice konzentrieren: auch heute steckt Laras muskulösen Körper im hautengen Ganzkörperanzug in glänzendem Blutrot. Auf dem Kopf ruht eine schwarze Krone und über die Schultern ist ein Umhang in aschfarbenem Schwarz drapiert.
Während Lara kurz einen Blick in die Runde wirft und dann zum Ring losmarschiert, folgt Maurice im Hintergrund hinterher.

Gekonnt greift sie nach dem Umhang, um sauber durch die Seile zu steigen, und ohne sich feiern zu lassen, lässt sie sich von Maurice dann das Mikro geben. Sie wirkt etwas grimmig, aber nicht ungehalten. Im Moment horcht sie auf die durchaus lauten Reaktionen aus dem Publikum, die gemischt ausfallen. Ein Großteil buht sie aus, aber der andere Teil ist nicht zu überhören: Jubelrufe und Chants - offenbar solche Leute, die Drama und Aufregung lieben. Ein paar rufen sogar „Long live the Queen!“ und es kann hier davon ausgegangen werden, dass sie nicht unbedingt Fans Britanniens sind.

Lara: „Ich höre gemischte Reaktionen hier im Publikum. Keine Sorge, ich verstehe das - es gibt viele Gründe, mich auszubuhen oder mir zuzujubeln. Ich habe genauso viele Facetten. Inzwischen denken die meisten Leute in der PCWA, dass ich übergeschnappt bin. Vielleicht haben sie Recht? Juckt mich aber nicht wirklich, denn es dreht sich um mich und meine Krone, alles andere ist nicht relevant.“

Für diese arrogante Aussage bekommt sie natürlich verstärkte Buhrufe, aber Lara wartet nur kurz ab.

Lara: „Was aber relevant ist … ist das, was in den nächsten Monaten in der PCWA passieren wird oder kann. Wie euch spätestens seit heute bekannt ist, werden Shadow und ich den Main Event um die Cryption Crown bestreiten. Nur leider … hat Shadow als Titelträger unsinnigerweise seine Lieblingsstipulation - I Quit-Match - festgelegt. Wie langweilig ist das, wenn man in eigener Stipulation kämpft? Daher hatten wir in der Vendetta 151 ein Gespräch in meinem Club geführt. Wir mussten auf Wunsch von Shadow die Kameras ausschalten, da es sonst seinem Stolz verletzt hätte, wenn er seine Lieblingsstipulation direkt live hätte absagen müssen. Das hätte sein Ego nicht vertragen. So freundlich, wie ich nun mal war, habe ich mich mit ihm unter vier Augen unterhalten und da war das Gespräch ab diesen Moment auch viel angenehmer und zielführender. Schließlich sind wir beide zu einer Meinung gekommen, dass eine No Holds Barred-Stipulation deutlich geschmackvoller und herausfordernderer für beide Seiten ist. Selbstverständlich habe ich bei unserer Chefin die Erlaubnis dazu eingeholt und deshalb darf ich auch ganz offiziell verkünden…“

Sie lächelt kurz und hinterlistig.

Lara: „... das Championship Match wird ein „Red Queen Rules“-Match sein! Aus Respekt und Höflichkeit hat mein Gegner meinem Wunsch entsprochen, ein No-Holds-Barred-Match für diesen Abend so zu benennen. Ich glaube, damit wäre so ein Kampf deutlich attraktiver, oder?!“

Ruft sie in die Runde, aber auch hier kommen gemischte Reaktionen auf…


Die selbst proklamierte Königin will weitersprechen, aber sie kommt nicht dazu: harte Theme-Klänge plus aufbrandendem Jubel schneiden ihr ins Wort. Flirrend-rotierendes Scheinwerferlicht schluckt die Signalfarbstrahlung ihres Outfits … doch das scheint sie nicht im Geringsten zu stören.
Scheinbar unbeeindruckt weiterlächelnd verschränkt sie die Arme vor der Brust und beobachtet den Einzug desjenigen, welchen sie erwartet hat. Tradition bites – an offended ego too!

Und so macht der angesprochene Cryption Crown seine Aufwartung im Dome, tritt stoisch langsam auf die Stage hinaus in seinem bekannt düsteren Look, lediglich durch die gegurte Championship etwas erhellt. Die Pyros donnern in die Höhe … aber diesmal bleiben die Haare vor dem Gesicht hängen, als er den Weg zum Ring überwindet, auf den Apron und dann in den Ring steigt. Auch er hat bereits ein Mikrofon bei sich, als er sich zielgerichtet vor Lee hinstellt und sie zu mustern scheint. Lara jedoch bleibt unbeeindruckt und so bezieht der Soul Survivor in respektablem Abstand Position. Seine Musik läuft aus – und er hebt sein Mikrofon.
Einzelne Jubler aus dem Publikum mischen sich unter das heisere Atmen.

Shadow: „Was Anmaßung bei den Schwachen ist, das ist Aufschwung bei den Starken, wie die Kraft der Kranken Raserei und die der Gesunden Lebensmut ist … doch noch nie habe ich die Personalunion aller derart konglomieriert gesehen. Formvollendet verschnürt … mittels Lügengebilde und Geisteskrankheit…“

Ein abtropfendes Lächeln bei Lee, während der Schatten mit gedeutetem Zeigefinger fortsetzt.

Shadow: „Es ist traurig, was aus dir geworden ist, Terminatrix: statt Biergartenmagd-Direktheit jetzt der Twist zum intriganten Pseudo-Royalismus-Luder nebst Spielzeug-Krone aus dem Franchise-Restaurant. In den guten alten Zeiten mit dir war es ein kleiner Ritterschlag, die Äderchen im Weißen nebst dem Feuer in deinen Augen zu sehen, während du dir das Blut aus dem Mundwinkel gewischt und dich wieder ins Schlachtgetümmel gestürzt hast. Doch dieses Alter Ego scheint denselben Weg alles Irdischen wie dein Rückgrat gegangen zu sein. A farewell to the arms … zugunsten einer Rückenlage und zweier in entgegengesetzte Himmelrichtungen zeigender Füße.“

Das leise Raunen in der Audience ist deutlich hörbar – aber noch erzeugt dies in der scheinbar alles schon gehörten Fassade der Mad Queen nicht den Hauch eines Risses.
Der Schatten macht einen Schritt auf sie zu, legt die Linke bedeutsam auf seinen Gürtel.

Shadow: „Du weißt genau, wie die Regeln dieses Business laufen: der Champion legt die Matchart fest, zu welcher er bezwungen werden muss. Daran gibt es kein Rütteln, jeder in dieser Liga hält und hielt sich daran – vom Liebling der Massen bis hin zum verhasstesten Antichrist. Was gibt dir also das Recht, in der billigsten aller möglichen Falschspielarten daran zu drehen? Die fehlenden bewegten Bilder, welche weniger dank mir denn mehr zugunsten deiner Person abgeblendet wurden, um das Martyrium totzuschweigen, dessen Ergebnis Millionen Zuschauer dann beim Mainevent letzte Show erleben durften? Die Stichhaltigkeit einer hanebüchenen Kampfänderung, welche dir nie jemand abkaufen wird? Oder ist es schon der ganglienzersetzende Wahnsinn deiner Insignie?“

Schneller, als sie seine Hand wegwischen kann, stupst Shadows Zeigefinger an die dunkle Krone.

Shadow: „Ich habe es einmal betont und wiederhole mich gern: ich bin ein Fighting Champion, der sich seinen Herausforderungen stellt. Und ich täte nichts lieber, als mit der selbsternannten Muscle Chick die Klingen um den prestigeträchtigen Belt zu kreuzen. Auch einer Mad Queen hätte ich unter Umständen das Krönchen geradegerückt … aber selbst dieses letzte Quäntchen Hoffnung hast du dir nun dank deiner persönlichen Stunde laranischer Inquisition verspielt. Es bleibt dabei – ein Match, MEINE Regeln!!! Und keine Askaban-Barbie wird daran etwas ändern. Zumal ich mir kaum vorstellen kann, dass eine Jona Vark jemals derartiger Kungelei zustimmen würde…“   

Ungerührt steht sie da und ihr grimmiges Gesicht wandelt sich langsam in ein Grinsendes. In aller Seelenruhe wandert sie zu den Seilen, streckt die linke Hand zur Seite aus, ohne den Blick von Shadow abzuwenden. Sofort ist Maurice zur Stelle und drückt wortlos eine dünne, schwarze Aktenmappe in Laras Hand. Die Königin bewegt sich wieder zurück zu Shadow und wedelt diese direkt vor seinem Gesicht.

Lara: "Du gehörst zu den Letzten, die es nicht mitbekommen haben, mein lieber Shadow. Denn diese pöbelnde, biersaufende Biergartenmagd ist TOT!"

Sie klatscht die Aktenmappe auf seiner Brust und zieht sie wieder zurück, dann wendet sie sich von ihm ab und zum Publikum um den Ring.

Lara: "Der aktuelle Cryption Crown wirft mir Lügen und Unwahrheiten vor, ohne jedoch seine Aussagen zu untermauern!"

Die Aktenmappe zeigt auf Shadow und die Amazone lächelt erneut hinterlistig.

Lara: "Es war mir natürlich von Anfang an klar, dass Shadow sich in schwülstigen und verschachtelten Sprachbomben verstecken und die ungeschminkten Wahrheiten mit blumigen Wortmalereien übertünchen will, um seine Hoffnungslosigkeit im Kampf gegen mich zu verbergen. Kurz gesagt: Er LÜGT aus Angst vor mir! Aber ihr denkt sicher jetzt juristisch korrekt: Aussage gegen Aussage... eine angebliche Pattsituation. Aber warum angeblich?"

Schließlich öffnet sie die Aktenmappe, holt ein zusammengetackertes Dokument heraus und hebt dieses gut sichtbar in die Höhe.

Lara: "Daher habe ich mir vorsorglich Beweise gesichert, damit ich im Gegensatz zu ihm meine 'hanebüchene Kampfänderung' belegen kann. Das hier ist der Vertrag für genau diese Kampfänderung. Es beinhaltet die üblichen Klauseln und Regeln zum Championship Match, aber was uns alle interessiert sind zwei wesentliche Dinge. Erstens: die Kampfstipulation wird von "I Quit" auf "Red Queen Rules"-Match abgeändert. Zweitens: es verbietet jede Einmischung von beiden Seiten und wird dementsprechend bestraft. Der Herausforderer verliert seinen Kampf oder der Champion seinen Titel. Und da wir alle wissen, dass man eine Unterschrift fälschen kann, habe ich Shadow nach einigen Schwierigkeiten überzeugen können, einen Blutschwur mit mir abzuleisten."

Sie blättert zum letzten Blatt und hält es der Kamera direkt entgegen, sodass die gedruckte Namen von Shadow und Lara Lee gut zu sehen sind ... und darunter die jeweiligen roten Daumenabdrücke. Schließlich dreht sie sich mitsamt Blatt zu Shadow um.

Lara: "Unterm Schlussstrich ... wilst du mir also sagen, dass du diesen Vertrag nie gesehen und gelesen hast, ihn nie akzeptiert hast und nie mit deinem eigenem Blut unterschrieben hast? Ich könnte diese Akte in die Hand jeder Person drücken und diese könnte zu irgendeinem Labor gehen und sie auswerten lassen und das Ergebnis wäre immer das Gleiche: Es IST DEIN Abdruck und DEIN Blut! Und DAS kann man nicht fälschen, Shadow!"

Gemurmel und ersten Stimmen des Zweifels auf beiden Seiten sind deutlich herauszuhören. Die Dokumente werden in die Aktenmappe zurückgelegt und die Amazone lässt diese zuschnappen. Dann tippt sie damit erneut auf Shadows Brust.

Lara: "Jeder weiß, dass Dark Tiger, Katya Starnikava, Mistress of Lust und Decay für mich arbeiten. Und jeder weiß, dass sich in so einem Match die Möglichkeit bietet, meine Leute zu meinen Gunsten einzusetzen. Aber nein, ich bin immer noch die echte Wrestlerin, also verzichte ich sogar per Vertrag auf solche Hilfsmittel. Hat Shadow das von sich aus gemacht? Hat Shadow darum gebeten? NEIN! Er hat sogar klar und deutlich gesagt, dass das Titelmatch nach SEINEN Regeln laufen soll - sprich: möglichst viele Vorteile für ihn und möglichst wenig für mich. Wer macht denn so was?! Doch nicht ein ehrlicher Wrestler, wie Shadow für sich selbst behaupten möchte!"

Schließlich läuft die Kanadierin an ihm vorbei und dreht sich mit dem Rücken in Richtung Entrance-Bühne, während sie weiterhin auf ihren Gegner blickt.

Lara: "Er sagt: seine Regeln, weil er ein Champion ist. FALSCH! Die Regeln kann nämlich nur eine Person aufstellen: Jona Vark! Also habe ich keine Mühen und Kosten gescheut und war persönlich bei Jona, um diese Regeländerung ratifizieren zu lassen. Ich werde die Wahrheit nicht aussprechen, sondern ich werde die Wahrheit zeigen lassen... Ihr alle habt's gesehen... "

Woraufhin der AlieraTron angeht und eben jene Szene abspielt.

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Miss Vark zieht die Mappe mit Fingerspitzen zu sich und blättert sie durch. Sie runzelt leicht die Stirn, was für Konzentration steht. Nach wenigen Minuten blickt sie zu Lara auf, welche sich ungeduldig vorbeugt und auf die Antwort wartet.

Jona Vark: "Scheint alles in Ordnung zu sein. Keine Vorteile oder Nachteile für eine der beiden Parteien. Keine Eingriffe. Keine Sonderklauseln. Klar und simpel. Ich habe selten so einen Vertrag gesehen. Aber "Red Queen Rules"-Match?"

Lara: "Yeah, nicht falsch verstehen. "Rules" ist als Substantiv zu lesen. Ist nur eine schönere Beschreibung für No-Holds-Barred-Match."

Dann tippt sie mit lackiertem Fingernagel laut hörbar auf Shadows blutigem Daumenabdruck, der unter dem Namen aufgedrückt ist. Das gleiche Bild bietet sich auch auf der andere Seite des Blattes unter "LARA LEE".

Jona Vark: "Ihr beide habt damit unterschrieben? Das ist ein echter Daumenabdruck mit echtem Blut von ihm?"

Lara: "Klaro. Das war sogar seine Idee. Damit soll sichergestellt werden, dass die Unterschrift nicht gefälscht werden kann. Du kannst sogar damit zur Polizei gehen und die werden Dir die DNA-Auswertung von diesem Mann zurückschicken. Simpel und idiotensicher."

Sie nickt langsam, dann schlägt sie die Mappe zu und schiebt diese zurück zur anderen Frau, die nun fett grinst, als hätte Lara einen Alfa Romeo Tipo 33 Stradale geschenkt bekommen.

Jona Vark: "Ja, wenn Sie beide das wollen, dann spricht auch nichts dagegen von meiner Seite aus. Hiermit wird die Krone auf die "Red Queen Rules"-Stipulation abgeändert und auch so angekündigt. Gibt es sonst noch was, Miss Lee?"

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Die Kanadierin zeigt ein süffisantes, ja arrogantes Lächeln in Richtung des Schattenmanns.

Lara: "Ich glaube, die meisten Leute werden zu einem gemeinsamen Fazit kommen wie ich: du redest Stuss, mein Lieber. Und wir alle wissen genau warum. Er ist kein Freund von gemischten Kämpfen. Er ist der Anti-Feminist. Er ist Anhänger der althergebrachten Machokultur. Er ist ein Relikt einer aussterbenden Patriachat-Epoche. Er hat Angst, gegen eine Frau verlieren zu müssen... Angst, dass sein männlicher Stolz unwiederbringlich zerstört wird... Angst, in einem Championship Match entmannt zu werden. Denn es ist kein Geheimnis, dass er eine konservative Seele ist. Das wisst ihr alle, da brauche ich euch nichts vorzubeten."

Dann macht sie ein paar Schritte auf ihn zu, bis sie direkt vor ihm steht.

Lara: "Shadow... willst du etwa eine große Herausforderung ausschlagen... wegen Bigotterie?!?"

Herausfordernd blitzen die Augen den Schatten an, versuchen seinen dunklen Haarschleier zu durchlöchern…
… vergebens. Aber es ist auch nicht wirklich notwendig, denn die entscheidenden Stiche wurden gesetzt.

Dann, ganz langsam beginnt der Soul Survivor zu nicken. Die Mikrohand erhebt sich.

Shadow: „Bigotterie soll mein Name, soso … wie heißt es so schön: nichts verschlechtert den menschlichen Charakter so tief wie die Frömmelei - weil sie eine Lüge eben des Heiligsten ist. Und doch steht sie immer noch konträr zu ihrer Schwester, der Tücke. Deren Worte einen wie schleichendes Gift honigsüß und langsam zerfressen…“

Stumm dreht er den Kopf nach links und rechts, als vergewissere er sich, dass dort nichts ist.

Shadow: „Ich sehe hier weder eine zeitreißende Telefonzelle noch sonstige temporale Anomalien … und doch fühle ich mich gerade wie in einem schlechten Trip Richtung Twilight Zone. War der Aufschlag nach deinem Höhenflug dermaßen nachhaltig, dass er diese hanebüchene Märchenstunde rechtfertigt? Du trittst einem rechtschaffenden Fighter mit gefälschten Beweisen auf Quacksalber-Niveau entgegen und versuchst jahrelang gültige Regularien einzureißen, nur damit man dich gewaltsam in den Schein-Heiligenschein pressen kann? … Du stempelst mich als den Bösewicht in dieser Moritat ab? … Well … warum eigentlich nicht?!“

Lee grinst sich einen: der zweite Akt dieses Schauspiels beginnt.
Der Schatten macht seine Schrittrunde im Seilgeviert und um Lara herum, während er weiterredet.

Shadow: „Wenn du mich unbedingt als die Kanaille in diesem Possenspiel sehen willst, dann lass ich mich gern auf diese Charade ein. Dann bin ich eben der Schurke dieses Rührstücks, die personifizierte Niedertracht. Der Lügenbaron. Ich muss es wohl glauben…“

Die ungefähre Deut-Richtung seines Zeigefingers trifft in der mittelbaren Ferne die Aktenmappe.

Shadow: „… glauben, dass du einen unwiderlegbaren, aber gleichzeitig auch eigentlich unmöglichen Beweis darbringst - für dessen Erringen, dessen Zustandekommen … du aber nur die Begründung mittels deiner eigenen Worte einreichst, welche meiner Version und meinem Wesen entgegenstehen. Aber … ich muss das wohl glauben …“

Nun hebt er die Hand, scheint wie gebannt auf sie zu starren.

Shadow: „… glauben, dass ein Wrestler, dessen nackte Hände die Welt noch nicht gesehen hat, einen taktilen Blutschwur gegen seine Überzeugung geleistet haben soll - wo doch alle wissen, dass die Crimson Mask der für ihn einzig wahre Blutschwur ist. Aber … ich muss das wohl glauben …“

Und er spreizt seine Finger nebst Handfläche ab und von sich, wie zum Heranreichen.

Shadow: „… glauben, dass eine Ligachefin mal eben klein beigibt, wenn jemand aus Spaß an der Freud persönliche Begehrlichkeiten hegt - und damit eine jahrelange Gültigkeit habende Regel torpediert, welche kein Boss oder Emporkömmling zementiert hat, sondern die Championship selbst. Als Ehrerbietung ihrer Errungenschaft für den Titelträger. Beiseitetreten … für den egozentrischen Mikrokosmos eines gefühlten Mückenschisses. Aber … ich muss das wohl glauben …“

Der Schatten hat seine Runde um Lee herum beendet, befindet sich wieder direkt vor ihr - und genießt: einerseits den Zuspruch der Fans, andererseits das süffisant schelmische Lächeln einer unbeeindruckten Red Queen.

Shadow: „… du siehst: mit deinen ureigenen Worten hast du das PCWA-Universe überzeugt - und erntest die verdienten Reaktionen wie auch ich. Drum lass uns also die Rollen einnehmen: lügenverseuchter Tunichtgut versus royale damsel in distress. Und als stigmatisierter Unhold muss ich meinem Leumund nun entsprechend handeln...“

Mit einem Schritt zurück ist er am Toprope - und schwingt sich elegant rückwärts über dieses. Wie damals beim Treff mit Sanchéz.
Ein letztes Verharren auf dem Apron. Dann …

Shadow: „Ich habe dir beim letzten Mal bereits gesagt, dass du nichts gegen mich in der Hand hast. Keine Trümpfe, keine Dolchstiche. Und daran hat sich nichts geändert - lediglich die Qualität deiner gezinkten Karten. Daher träum weiter deinen Tagtraum vom Titleshot, Rote Zora. SO … geht es nicht …“

Damit lässt er sich nach ringside herabfallen, begibt sich langsam aus der Halle. Die Zuschauer wissen nicht so recht, wie sie reagieren sollen. Die Skandierungen für den Schatten sind noch zu vernehmen, allerdings mischt sich hörbar Unmut hinein. Nicht aufgrund von ihm, von ihr - eher aufgrund der Situation.

Gehässig lachend tritt Lee an die Seile und deutet anklagend auf Shadow.

Lara: "Seht ihr? Seht ihr, Ladies und Gentlemen? Er verstrickt sich immer tiefer in seine Lügen und sinnlose Sätzen, weil er sich nicht mit der brutalen Realität auseinander setzen will, dass er auf verlorenem Posten steht! Er nennt mich eine Lügnerin und Wahnsinnige, aber rückt kein bisschen von seiner verlogenen Position ab und versucht auch noch vor der Wahrheit zu fliehen! Wie erbärmlich ist das denn?! Shadow, der einst ein so stolzer Cryption Crown war, ist in der Tat nur noch ein lächerlicher Schatten seiner selbst! Obwohl er mit jedem Wort, das er im Duden finden kann, versucht, sich weiterhin an seiner Illusion - am Cryption Crown-Gürtel - festzukrallen, dass er ein würdiger Champion ist, lässt sich der Fakt nicht abstreiten, dass seine Zeit gekommen ist! Es ist höchste Zeit, dieses Häufchen Elend von einem Feigling zu erlösen und ihm den Titel abzunehmen! DU BIST DIE LÄNGSTE ZEIT EIN CHAMPION GEWESEN! HEUTE IST DAMIT SCHLUSS!!!"

Mit den letzten Worten fliegen die Geifertröpchen noch einmal richtig heftig … und - sie scheinen ihre Wirkung nicht zu verfehlen.
Halb auf der Rampe angelangt hält der Soul Survivor in der Bewegung inne. Bedeutungsvoll lässt er die Finger der rechten Hand nochmals bedeutungsvoll in einer Wellenbewegung über den Griff des Mikrofons rollen, bevor er, ohne sich umzudrehen, den Lautsprecher an den Kopf führt.

Shadow: „Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht … aber ich weiß auch so über deinen Sprung in der Schüssel Bescheid. Immer und immer wieder … es gab schon einmal einen Schreihals in dieser Liga, welcher mich herausforderte und fortwährend das Nachsehen hatte. Manche Leute merken einfach nie die Zeichen der Zeit - sogar eine ehemalige Thekenschlampe und Biergartenmagd, welche schon zweimal den Kürzeren zog. Bis sie alle ihre Lektion endlich einmal begreifen…“

Mit einem urplötzlichen Ruck schwingt der Cryption Crown seine Haare in den Nacken, dreht sich um … und man sieht trotz weißer Maskerade noch immer Teile der Massakrierungen von letzter Vendetta. Aber man sieht auch … die stechend grünen Augen … und das Bild einer stilisierten blutenden Krone an einer Wange.
Dann bangt er die Mähne wieder blickdicht vor das Antlitz.

Shadow: „'I Quit' mag vielleicht die von mir erwählte Spielart sein, aber es bedeutet noch lange nicht, dass ich in anderen Disziplinen weniger gefährlich bin, mich brechen oder Nachsicht walten lasse … du bist also der Meinung, dass No Holds Barred oder Red Queen Rules dir den ultimative Boost geben werden? Ist es das, was du WIRKLICH willst?“

Statt mit Worten zu antworten, klettert Lara auf eine Ringecke und starrt ihn einen Augenblick lang an, bevor sie dann mit allem Nachdruck deutlich und langsam nickt.

Shadow: „Dann sei vorsichtig mit deinen Wünschen … YOU’RE ON!!!“

Sofort schlägt das Stimmungsbarometer der Zuschauer wieder ins laut Positive um, als sie die Bestätigung nun auch aus dem Mund des Schattens hören. Er wählt das Kämpferische, das Wagnis.

Dann lässt der Soul Survivor aber mit einem Ploppen das Mikro auf das Metall fallen und begibt sich ohne ein weiteres Wort nach hinten.

Immer noch auf der Ringecke halb stehend gehen die Mundwinkeln langsam hoch und heben die Nase leicht an. Schließlich wirft sich die selbsternannte Königin mit zufriedenem Blick in die Runde, während vom AlieraTron ihre Theme erneut abgespielt wird...


Vincent Craven: "Oh nein, wie dämlich..."

Craven vergräbt sein Gesicht in den Händen.

Mike Garland: "Zu geil! Grandios! Weltklasse! Einfach alle übers Ohr gehauen. Uns, die Fans, Jona Vark und schließlich den Träger der Krone selbst. Ha Ha... Die hat Eier!!"

Vincent Craven: "Unfassbar, dass wir ihr zu Beginn der Show einfach geglaubt haben. Wir hätten doch wissen müssen, dass es einfach nicht zum Schatten passt."

Mike Garland: "Wir haben in der PCWA schon zu viel erlebt, Vince. Wir haben mehrfach gesehen, dass wirklich Alles möglich ist - und nach diesem Coup von Lee ist für sie definitiv auch die Cryption Crown drin!"

Vincent Craven: "Nein. Der Schuss wird nach hinten losgehen. Shadow ist gelinde gesagt angepisst - und das wird er sie im Main Event spüren lassen!"

Mike Garland: "Ich kann's kaum erwarten *augenzwinker*."

Vincent Craven: "Du wirst schon sehen, Mike."

Mike Garland: "Ja ja... genieße noch etwas deine heile Welt, Vince. Wir machen schonmal weiter im XAW Hauptquartier."

Vincent Craven: "Auch das noch. Hmpf."


------------------ PCWA ------------------

Wir befinden uns im vierten Stockwerk des XAW Headquarters in Berlin. Auf dieser Etage finden sich die Büros all jener, die etwas zu sagen haben in der Liga, so hat natürlich auch RM der Kuchen ein eigenes Büro bekommen in seiner Funktion als XAW Vice-President. An der Tür zu seinem Büro prangt jedoch das goldene Schild, welches die selbsternannte Legende ihm damals zum Geschenk gemacht hatte: PCWA Creative Commissioner. RM's Büroräume sind jedoch nicht der Schauplatz dieser Szene. Stattdessen sind wir im edel ausgestatteten Büro der mächtigsten Person innerhalb der Desert View Highlands: Smash's Büro. Selbstverständlich hat er das größte von Allen und selbstverständlich hat er dabei weder Mühen noch Kosten gescheut. Alles nur vom Allerfeinsten. Ganz hinten befindet sich der fast schon überdimensionale Schreibtisch von Smash, neben welchem in einer Ecke ein kleiner Tisch mit allerlei teuren alkoholischen Getränken steht. Etwas weiter in der Mitte des Raums steht ein großer Konferenztisch und genau an diesem sitzen die Protagonisten dieser Szene. Diese wären Kevin Smash höchstpersönlich, der ehemalige PCWA Gerasy und ehemalige XAW World Champ Elroy Schmidtke, XAW Vice-President RM der Kuchen inklusive seines Assistenten Rob Collins, sowie die XAW Union Champions Sean Ashfield und Connor Rogue. Smash blickt mit ernster Miene in die Runde.

Kevin Smash: "Diese verfickte Jona Vark scheint uns nicht ernst zu nehmen. Schickt uns einen ihrer billigen Lakaien, anstatt sich selbst blicken zu lassen. Es wird Zeit, dass wir ein Zeichen setzen Jungs!"

Er nickt seinen Leuten grimmig zu.

Kevin Smash: "Zwar wird Marc Poe sich beim CORE PPV den Sieg im Quest 4 the Best Turnier sichern, doch das alleine reicht nicht. Wir müssen uns noch mehr einfallen lassen. Und es geht nicht nur um Jona, auch der Rest der unfähigen Leute hier zollt uns nicht den gebührenden Respekt. Ich möchte nur einmal mehr auf diese unsäglichen Partners in Crime hinweisen, die uneingeladen auf meiner Geburtstagsparty erschienen sind und sich unrechtmäßig die Cotatores Titles gesichert haben."

Der Blick der selbsternannten Legende bleibt an Connor Rogue und Sean Ashfield haften. Ehemals mit seine größten Gegner, doch inzwischen auf seiner Seite. Schließlich eint sie die Erkenntnis, dass die Führung durch Jona Vark einer Korrektur unterzogen werden muss.

Kevin Smash: "Für die Partners in Crime werdet ihr zuständig sein, Rogue und Ashfield. Ihr habt sowohl in der PCWA wie in der XAW gezeigt, wozu ihr fähig seid, als ihr diese unsäglichen Buddys der Partners besiegt habt und euch das Tag Team Gold der Liga gesichert habt. Ihr seid das beste Team auf der Welt und es wird höchste Zeit, dass auch Jona Vark dies realisiert."

Er nickt den beiden ernst zu. Diese schauen ihn eine Weile an, denn solch ein starkes Kompliment haben sie von Smash bisher nicht erwartet. Auch RM hebt den Daumen - das wiederum ist bekannt.
Rogue räuspert sich, legt ein zufriedenes Lächeln auf.

Connor Rogue: "Wir hoffen, dass die anstehenden Verhandlungen mit Vark zu einem neuen Vertrag nicht in die falsche Richtung laufen. Schließlich haben wir die PCWA damals nicht im Guten verlassen... Aber! Die Zeit spielt uns in die Karten - wir alle wissen ja, dass Jona in der Rumble Season auf namhafte Wrestler von außen angewiesen ist."

Rogues Lachen wird von einem schallenden Gelächter aus der Runde nochmal getoppt. 
Als sich alle wieder beruhigt haben, übernimmt Ashfield das Wort.

Sean Ashfield: "Aber das, was du meintest, Smash, ist genau der Grund, weshalb wir in die PCWA zurückkommen wollen! Es ist egal, ob sich bei CORE die ekligen Partners in Crime oder die Happys durchsetzen werden, wir sind das beste Team der Welt! Und wer nach CORE die PCWA Cotatores trägt, wird es mit uns zu tun bekommen!"

Nun ist es der Vize-Präsident RM, der das Wort erhebt.

RM der Kuchen: "Ganz genau so schaut es aus. Gemeinsam werden wir dafür sorgen, dass die PCWA wieder groß wird. Die Fans und auch die Angestellten mussten viel zu lange unter der laschen Führung von Jona Vark leiden, die nur ihren Lieblingen die Titel zuschustert und Leute wie uns unterdrückt. Wir stehen jedoch für Werte wie Gleichberechtigung. Unter unserer Führung wird es solche Ungerechtigkeiten nicht mehr geben. Bei uns werden nur die Besten der Besten an der Spitze stehen."

Er nickt mit dem Kopf, während Smash ein boshaftes Grinsen aufsetzt. Es ist klar, wer für die oberen Herren der XAW die Speerspitze der PCWA ist, nämlich die eigenen Leute.
Auch die Assassins nicken.

Connor Rogue: "Jona Vark hat uns damals unseren Traum von der besseren PCWA mal um mal zerstört, RM! Jetzt aber greifen wir noch einmal an - und dieses Mal wird es erfolgreicher sein. Wir hatten die Cotatores bereits in unseren Händen, wir haben sie bereits in den Main Event gebracht - nur jetzt wird es mitsamt den Cotatores ebenso die XAW sein, die oben steht!"

Der XAW Boss registriert es zufrieden und fährt nach einer kurzen Pause fort.

Kevin Smash: "Das alleine kann jedoch nicht ausreichend sein. Wir müssen bei CORE dafür sorgen, dass man nach dieser Show nur noch über uns spricht! Ich bin für jegliche Vorschläge offen, Jungs!"

Er blickt fragend in die Runde und es ist der First Captain, der das Wort ergreift.

Elroy Schmidtke: "Ich wäre dafür, dass wir diese sogenannte Elite einfach vergiften und aus dem Weg räumen. Anschließend können wir mich als Lockerroom Leader einsetzen, damit dort endlich wieder Zucht und Ordnung herrscht!"

Der Ohmenhausener nickt voller Überzeugung mit dem Kopf. Er wäre so gerne wie sein großes Idol Keevan, welcher über Jahre hinweg den Lockerroom angeführt hat. Smash blickt ihn jedoch ungläubig an und auch die anderen Mienen am Konferenztisch wirken nicht so wirklich überzeugt von diesem Vorschlag.

Kevin Smash: "Das erscheint mir dann doch ein wenig zu drastisch. Außerdem wollen wir die PCWA ja nicht aus dem Knast heraus lenken. Aber deine Idee dich als Lockerroom Leader einzusetzen, behalten wir im Hinterkopf. Wir brauchen dazu Jemanden mit einer respektierten PCWA Vergangenheit und wer käme da besser in Frage als der Rekord Gerasy Champion?"

Er klopft Elroy, der genau neben ihm sitzt auf die Schulter.

Elroy Schmidtke: "Das mit der Vergiftung hätte man uns ja erst einmal nachweisen müssen, aber nun gut, dann eben nicht! Ich bin ja Mal gespannt, ob hier Jemand eine bessere Idee hat!"

Mit einer ein wenig eingeschnappt wirkenden Miene, lehnt Elroy sich in seinem Stuhl zurück. 

Kevin Smash: "Andere Vorschläge?"

Er blickt in die Runde und es sind seine Union Champions, die sich dieses Mal zu Wort melden. Sean Ashfield legt den Kopf schief.

Sean Ashfield: "Ein Ultimatum?!"

Die Runde neigt sich zum Amerikaner und schaut ihn neugierig an. Doch es ist interessanterweise sein Partner, der fortfährt.

Connor Rogue: "Wir müssen der PCWA und Jona Vark ein Ultimatum stellen. Darin enthalten: Unsere Forderungen und die Konsequenzen, die zu erwarten sind. Wir müssen aus dem Zwielicht raus, aus der Ecke, die keiner ernst nimmt. Vark hält uns klein, indem sie uns Fleischbrocken wie dieses Baugrundstück zur Verfügung stellt. Aber das reicht uns nicht und das müssen sie alle dort drüben lernen!"

Die selbsternannte Legende legt den Kopf schief und zeigt sein boshaftes Lächeln, während er über die Worte der Assassins nachdenkt. Collins fährt sich unterdes gedankenverloren durch den angegrauten Bart. Der Kalifornier musste schneller wieder nach Berlin als erwartet, aber wenn Smash ruft, dann ist Rob am Start. Der Ruf kam bereits bevor die heutige Situation mit Jonas Assistent stattfand. Dennoch ist Collins ziemlich kurzfristig angereist. Seine Augen wirken etwas müde, aber der Geist ist hellwach. Also hat auch der Meisterstratege einen Vorschlag. 

Rob Collins: "Aus Filmen kann man viel lernen. Vor allem, wenn man auf Brando hört. Ich denke in einer ähnliche Richtung wie die Assassins."

Jetzt kommt das unvermeidliche. Collins verstellt seine Stimme und macht den Paten.

Rob Collins: "Wir müssen Jona ein Angebot machen, dass sie nicht ablehnen kann."

Der Kalifornier schaut in ungerührte Gesichter. Dann lächelt er. 

Rob Collins: "Leute ein bisschen Spaß muss sein, selbst wenn das Thema ernst ist. Aber Spaß beiseite, ich würde vorschlagen, dass wir Marcus Vark ein Angebot unterbreiten. Er ist der PCWA Oberboss und er kann Jona die Kontrolle abnehmen. Und Du Kevin hast genau DAS, was Marcus am liebsten mag: GELD!"

Smash lacht kurz auf. Ja, Geld hat er tatsächlich zuhauf. Es lohnt sich eben eine eigene Liga zu haben und eigene Filme zu produzieren.

Kevin Smash: "Ja, ja, da hast du natürlich Recht. Geld habe ich. Aber ich glaube nicht, dass dieser Obervark für Geld bereit wäre seine geliebte Tochter auszuboten. Ich meine ... das würde selbst ich meiner Tochter niemals antun und das will jawohl echt was heißen!"

Ein dreckiges Lachen hallt durch den Raum und die Gäste des Smashers stimmen nach einem kurzen Zögern mit ein. Smash wischt sich schließlich eine imaginäre Träne aus dem Augenwinkel.

Kevin Smash: "Also, was gibt es sonst noch für Vorschläge?"

Er blickt durch die Runde. Der selbsternannte Creative Commissioner der PCWA RM ergreift nun abermals das Wort.

RM der Kuchen: "Das ist ja alles schön und gut, aber um an Jona ranzukommen müssen wir erst einmal von unten an aufräumen. Wir müssen solche Gestalten wie James Godd oder Shadow aus dem Weg schaffen. Wir müssen die Titel unter unserer Führung vereinen, denn haben wir die Titel, so haben wir automatisch mehr Macht als Jona!"

Der Kuchen lächelt und tippt sich mit der Fingerspitze an den Kopf. Smash nickt kurz mit dem Kopf und ergreift dann selbst wieder das Wort.

Kevin Smash: "Aber genau da liegt doch das Problem, Kuchen. Solange Jona an der Spitze ist, wird sie alles erdenkliche unternehmen, um uns von den Titeln fernzuhalten ..."

Zustimmendes Gemurmel erfüllt den Raum. In dem Punkt scheinen sich alle einig zu sein.

Kevin Smash: "Wir werden sie jedoch überlisten. Poe wird das Quest 4 the Best Turnier gewinnen und sich dann den Gürtel holen. Mit dem Gerasy auf unserer Seite werden wir eine Trumpfkarte besitzen, die uns die Tür zu den restlichen Gürteln öffnen wird."

Er nickt voller Überzeugung in den Raum. Elroy blickt ein wenig missmutig, was vor allem an der Erwähnung von Marc Poe liegt, der ihm in der XAW den höchsten Titel gekostet hat. Er schweigt jedoch. Dafür ergreift nun noch einmal Rob Collins das Wort.

Rob Collins: "Richtig, Marc ist einfach in bombenform. Nach Kevin's Geburtstagsparty haben er und ich trainiert. Ich muss sagen, dass er wirklich besser als jemals zuvor ist. Wenn einer das beurteilen kann, dann ich. Immerhin war ich derjenige der Marc trainiert hat, bevor er seine Karriere in der PCWA began. Außerdem ist er mental stärker geworden, weil er genau weiß, wer ihn alles unterstützt. Er ist DAS was Achiles für die Griechen war. Nur das Marc keine Schwachstellen hat!"

Smash grinst Collins breit an. Er sieht in Collins viel von sich selbst in jungen Jahren und deswegen hat er ihn damals mit ins Deception Boot geholt.

Kevin Smash: "Du bist ein guter Mann, Rob, und ohne dich wären wir gar nicht erst soweit, dass Marc Poe sich uns angeschlossen hat. Dafür gebührt dir unsere große Dankbarkeit."

Der Smasher hebt nun das Glas Whiskey hoch, welches vor ihm steht und die anderen Männer am Tisch machen es ihm nach und heben ebenfalls ihre Gläser an.

Kevin Smash: "Auf unser Team. Auf unsere Bestimmung und vor allem auf das Ende von Jona Vark! Lasst uns die PCWA wieder groß machen!"

Mit einem lauten Klirren stoßen alle miteinander an und leeren ihre Gläser. Plötzlich reißt der Kuchen die Augen weit auf und beugt sich über den Tisch hinweg in Richtung seines besten Freundes Kevin Smash. Er flüstert der Legende etwas ins Ohr und deren Miene erhellt sich dabei immer mehr und wandelt sich schließlich in ein diabolisches Grinsen.

Kevin Smash: "DAS klingt doch verflucht nochmal nach einem guten Plan, Kuchen."

Die selbsternannte Legende erhebt sich von ihrem Platz und wandert zu dem Tisch mit den alkoholischen Getränken. Dort greift er sich eine Whiskeyflasche und blickt in die Runde.

Kevin Smash: "Na ... wer trinkt noch einen mit?"

Er lacht laut und diabolisch auf und der Rest seines Teams steigt in das Lachen mit ein, womit diese Szene schließlich ihr Ende findet.

 

Vincent Craven: "Team XAW schmiedet Pläne und diese Typen widern mich einfach nur an."

Mike Garland: "Das kann ich einfach nicht nachvollziehen, Vince. Kevin Smash und RM haben hier nur unser Bestes im Sinn. Wird es dabei Kollateralschäden geben? Sicherlich, aber für das Größere Wohl muss man dazu bereit sein. Kevin Smash wird uns in die Zukunft führen."

Vincent Craven: "Na hoffentlich nicht. Hast du gehört, was Elroy für einen Vorschlag gemacht hat? Der wollte Jona Vark glatt vergiften."

Mike Garland: "Ach, ich bitte dich, das hat Elroy doch nicht ernst gemeint."

Vincent Craven: "Smash schien den Plan Gott sei Dank auch nicht in Betracht zu ziehen. Selbst für den Mann gibt es scheinbar Grenzen. RM schien jedoch eine Idee gehabt zu haben, die der selbsternannten Legende gefallen hat. Konntest du verstehen, was der Kuchen Smash ins Ohr geflüstert hat?"

Mike Garland: "Nein, aber es kann nur was Gutes gewesen sein. Ich bin sicher wir werden noch herausfinden, worum es ging."


------------------ PCWA ------------------

Abermals die kleine "Wohnung" von Jimmy Maxxx in Berlin Neukölln. Am Tisch sitzt ein sichtlich aufgeregter und nervöser Berliner.

Dieser steht kurz auf und geht zu seiner Musikanlage, wo er "Body to Body" von The Horrorist im Stamba Remix anmacht. Die Schrankwand wackelt etwas beim Bass der Musik, als Jimmy sich wieder auf sein Sofa setzt, eine Line Kokain auflegt und sie sich reinzieht. Danach schließt er die Augen, genießt den Moment, bevor er sich eine Kippe anmacht 

Stem: "Interessante Wahl. Passt eigentlich gar nicht zu dir."

Der Berliner lacht, zieht an seiner Kippe und schaut zu Barry.

Jimmy Maxxx: "Siehst du, so langsam kommst du in den Gedankengang, den ich habe. Du spürst so langsam meine in mir brodelnde Philosophie. Was entspricht mir denn, Stem? Huh? Das, was du denkst? Das, was alle vermuten? Oder das, was ich wirklich bin und im verbogenen lebe?"

Noch ein genüsslicher Zug an der Kippe.

Jimmy Maxxx: "Nur weil ich viel Metal Kram trage oder gerne mal auf Gothic Konzerte gehe, heißt das nicht, dass ich auch andere Musikrichtungen hören kann. Außerdem passt Metallica nicht unbedingt zur Mood unter Koks...."

Er zieht seine Nase hoch und wippt dann mit dem Oberkörper im Takt der Musik. Der Mann aus Roanoke beäugt erneut kritisch das Kokain, doch sagt diesmal nichts dazu.

Stem: "Möglich. Aber dennoch unerwartet."

Auflachen beim Berliner.

Jimmy Maxxx: "Aber genau darum geht es doch bei uns.... beim Downfall. Du merkst es vielleicht noch nicht, aber es ist bei dir nicht anders als bei mir. Die Leute ob in der Arena oder außerhalb, sie schauen dich an und sehen Stem. Und denken sie kennen jede Faser, jeden Gedanken, jede Emotion von dir. Sie wüssten, wie du tickst, was dich bewegt und was du denkst oder meinst. Sie sind im tiefen Glauben, dich in und auswendig zu kennen."

Er setzt eine Sonnenbrille auf.

Jimmy Maxxx: "Jedoch ist alles, was sie dabei sehen können, Stem. Und als das wirst du auch immer abgestempelt werden, als Stem. Dabei bist du genau wie ich so viel mehr als das. Du bist Barry Wilson, ein wahrer Mann und mit Stolz. Du hast so viele Facetten und Seiten an dir, die viele nicht kennen. Nicht mal ich in dieser Situation hier. Dennoch genau wie bei mir, glauben viele immer, sie wüssten genau, wie du tickst."

Der große Mann nickt langsam.

Stem: "Sie werden es noch lernen. Aber so langsam denke ich, dass mir das egal sein kann."

Jimmy Maxxx: "Weißt du eigentlich, wie oft ich in irgendwelchen Promotions war und einfach gesagt habe, was mir durch den Kopf ging? Wie oft ich einfach meine Meinung gesagt habe frei Schnauze von der Seele? Und was meinst du, waren die Reaktionen? Jedesmal dasselbe, ich würde spinnen. Ich rede über Sachen, die gar nicht wahr oder erfunden sind. Immer die gleichen Dinge, die ich an den Kopf geworfen bekam und jeder immer dachte, ach dem Jimmy, dem macht das nichts aus. Wir können sagen, was wir wollen, der hält das schon aus. Mit dem kann man das ruhig machen, einfach machen, was immer man will."

Er legt sich noch eine Bahn Kokain bereit und wirkt dabei jetzt eher gestresst und angespannt.

Jimmy Maxxx: "Jedoch wenn ich in eine Promotion wie die PCWA komme und dasselbe mache, ist es auf einmal genau umgedreht. Und ich bin der Wahnsinnige, der wild um sich wirft. Es ist egal, was ich mache, ich bin der Rammbock für die persönlichen und gesellschaftlichen Abneigungen der Menschen um mich. Derselben Menschen, die sich mehr Gedanken um Corona als ihre eigenen Mitmenschen machen. Die selben Menschen, die rumheulen, weil sie keine 500€ Konsole am Starttag bekommen werden. Denselben Menschen, die vergessen haben, wie gut es ihnen geht und sich über Kleinigkeiten aufregen, während anderswo die Leute zwischen Scheiße und Dreck verrecken und dreckiges Wasser saufen...."

Barry zieht den Flachmann aus der Tasche und nimmt einen tiefen Schluck.

Stem: "Es ist eine schlechte Welt."

Freudloses Auflachen beim Berliner.

Jimm Maxxx: "Das traurigste an der Geschichte ist, Barry, dass das dieselben Menschen sind, wegen denen ich meine eigene Seele verkauft habe. Ich habe mal für etwas gestanden, Barry. Ich war Jimmy Maxxx "The Hardcore Icon", habe meine eigene Liga gehabt, war Champion. Habe Ideale gehabt und gelebt, war Straight Edge und motiviert. Und dann? Dann ging es los mit dem Hass und ich bin blind reingerannt auf der Suche nach Liebe und Anerkennung. Nach dem Respekt der anderen. Und habe dafür alles aufgegeben, was ich bin. Und jetzt sitze ich in Berlin Neukölln mit einer ehemaligen Straßen Hure als Freundin und schnupfe mir den Sinn und Verstand weg...."

Kurz wiegt Wilson den Kopf hin und her. Dann steht er abrupt auf und wischt das restliche Kokain vom Tisch.

Jimmy Maxxx: "Hey? Bist du irre? Das war Kokain im Wert von 500 Euro!"

Barry greift nach vorne, packt Jimmy Maxxx am Kragen und zerrt ihn von der Couch hoch. Dann reißt er ihn durch das Zimmer und nagelt ihn an die Wand. Seine Augen funkeln den Berliner an.

Stem: "Du kannst das wieder sein. Motiviert. Ideale haben. The Downfall, richtig? Du und ich... Chaos, Unruhe, Zerstörung. Wir können das schaffen, die PCWA spüren lassen, WER wir wirklich sind. Aber wenn du dir die Birne mit diesem Dreck weg ballerst, wird das nichts."

Kurz hält er seinen Partner noch mit beiden Häden gepackt. Dann lässt er ihn los.

Jimmy Maxxx: "Also erstmal, Barry, bei allem Respekt. Aber was ich mit meinem Körper und meiner Seele anstelle, ist ganz alleine meine Sache. Genauso wenig wie ich dir sagen würde, was du zu tun oder lassen hast. Wir sind beide erwachsene Männer und keine kleinen Kinder mehr. Außerdem ob ich mir nun im Ring den Körper malträtieren lasse oder hier eine Line reinziehe, wo ist da der Unterschied?"

Nochmal geht er an den Schrank und er holt eine Flasche Vodka hervor.

Jimmy Maxxx: "Und zum anderen, Barry, nein kann ich nicht. Warum? Ganz einfach, weils die PCWA nicht zulassen wird. Ich bin kein Wrestler, ok? Ich bin ein Kämpfer, ein Hardcore Fanatist und ein Deathmatch Kranker. Mit diesem Star-werden-Kram und diesen normalen Matches in der PCWA, damit kann ich nichts anfangen. Ich fühle mich wiedermal gefangen in einer Welt, in der ich mich nicht sehe. Einer Gesellschaft, die ich hasse."

Dann setzt er sich wieder hin und gießt sich einen Schluck ein.

Jimmy Maxxx: "Was denkst du, warum ich diesem dämlichen Cryption Crown Müll so nacheifere? Weil ich ein Star sein will? Ein Champion? Um überall anzugeben damit? Fuck No! Alles, was mich interessiert, ist die freie Matchwahl. Ich will endlich loslassen im Ring, meinem Frust und meinem Hass aufs Leben dort ausleben, wo ich mich frei fühle. Ich brauche Kämpfe ohne Regeln, ohne Grenzen. Nur dann wenn ich blute und Schmerzen empfinde, bin ich wahrlich frei. Aber das wird mir die PCWA ohne diesen "Titel" nicht geben. Und so lange werde ich eingesperrt sein in einer Sache, in der ich mich nicht wohl fühle."

Dann nimmt er noch einen Schluck und schaut wieder Stem an.

Jimmy Maxxx: "Und das Letzte, was ich jemals tun werde, Barry, ist, die Story, die ich dir eben erzählt habe, sich wiederholen zu lassen. Wieder den Fehler zu machen aus der GFCW und mich "anpassen", um anderen zu gefallen. Um gutes Feedback und Jubel und Anpreisungen zu bekommen. Fuck That! Wenn die Leute mich hassen wollen, dann hasst mich. Ich liebe es, die Leute aufzuregen. Mitzubekommen, wie sie nicht auf mich klar kommen, bringt mir Seelenfrieden. Aber das reicht mir nicht mehr. Ich brauche Gewalt, Barry. Lieber sterbe ich in diesem Ring oder gehe davon und sterbe von diesem Zeug hier. Aber ich werde mich nie wieder einfügen irgendwo..."

Wilson nickt. Dann deutet er auf das leere Glas. Jimmy nickt ebenfalls und gießt Vodka hinein. Barry nimmt das Glas und wiegt die Flüssigkeit darin hin und her.

Stem: "Dann sollten wir dafür sorgen, dich endlich aus dem Käfig zu befreien."

Dann kollidieren die Gläser leicht klirrend und beide Männer leeren diese in einem Zug.


------------------ PCWA ------------------

… einige Tage vor Vendetta …

 

… irgendwo …

… irgendwann …

… irgendwie …

 

Wir sehen einen braunen Tisch und auf diesem ist ein Klassiker zu sehen ... nämlich das Spielbrett von Monopoly. Natürlich nicht die normale Fassung, die hat schließlich jeder. Nein, die Gastgeber dieses Teils der Super Fun Series, Happy Hour, haben natürlich eine der Sonderfassungen. Und zwar die brandneue Game of Thrones - Version des Games. Ganz wie man es von den Happys kennt, haben sie sich auch passend dazu in Schale geschmissen und sitzen in mittelalterlicher Kleidung ihren Gegnern gegenüber. Naja, zumindest die eine Hälfte von den Happy Guys. Banes hat sich nicht dazu überreden lassen, wie fast schon zu erwarten war.

Und … er ist damit nicht alleine, denn die gegenübersitzenden Partners in Crime sind auch nur in ihre jeweilige Freizeitwear gedresst, während die Pappkronen eines bekannten Schnellrestaurants noch unausgefaltet neben ihnen liegen.
Deutlich angetasteter wirken da schon die jeweiligen Geldhaufen aller Spieler - wenngleich die sichtbar größeren Summen sich noch bei den Happies stapeln, verglichen mit der Handvoll Scheine und Münzen auf Seiten der Cotatores Trophy - Holder.

Und auch auf dem Spielbrett sehen wir deutlich, dass diese Partie bereits seit einer ganzen Weile am Laufen ist, denn es wurden bereits zahlreiche Gaststätten (Häuser) und Festungen (Hotels) gebaut. Die beiden Happys wirken hochzufrieden, während Machinegun sichtlich mürrisch dreinblickt und Cardigan mit ernster Grübel-Miene das Spielfeld begutachtet und scheinbar Züge berechnet.

Brandon Cornwallace: "Wir sind hier die Meister der Brettspiele, das hatten wir euch bereits vorher gesagt und deshalb liegen wir auch deutlich vorne und werden hier den Punkt einfahren! Stimmt's, Gordie?"

Banes erwidert den Blick seines Partners jedoch nicht, sondern starrt weiterhin nur die beiden Gegner ihm gegenüber an. Mit brummiger Stimme antwortet er seinem Partner zumindest.

Gordon Banes: "Ja, wir werden euch Pfeifen so hart besiegen, wie Daenerys Sturmtochter King's Landing verwüstet hat! Und dann werden wir uns bei CORE UNSERE Gürtel zurückholen, um endlich wieder dort zu stehen, wo wir hingehören, nämlich ganz an der Spitze!"

Er nickt den Partners grimmig zu.

Gordon Banes: "Und jetzt lass endlich die Würfel rollen und zögert eure Niederlage nicht noch länger hinaus!"

Er spricht diesmal Matt Stone an, der den giftigen Blick von Banes ebenso giftig erwidert.

Stone: „Mach so weiter, Sheriff von Nuttingham und ich zeig das einzige wahre Brettspiel, dass ich beherrsche … sofern du danach noch Schach sagen oder in der Kirche La Paloma pfeifen kannst.“

Cardigan: „Jetzt lass dich nicht provozieren und würfle endlich.“

Stone: „Und dann … wohin? Die ham doch eh schon alle Bases besetzt.“

Der Facepalm des Hartforters spricht Bände.

Cardigan: „Mit ein bisschen mehr Taktik und weniger Obsession hätten wir auch etwas mehr.“

Stone: „Man, ey … Stone Mill, Stone Hedge - da konnt ich einfach…“

Cardigan: „Los jetzt!“

Mit rollenden Pupillen lässt Matt den Würfel rotieren, bevor dieser schließlich liegen bliebt …
… und die geworfene Fünf Stones Spielfigur bis auf ein dunkles Feld vorrücken lässt. Eines, neben dem bereits die Miniaturausgabe eines mittelalterlichen Bauwerks mit sechs Zinnen steht.
Der Waliser jubelt augenblicklich laut auf.

Brandon Cornwallace: "Jahaaaaaaaaa, Dude! Du stehst voll auf meiner Festung. Das wird dich einen ganzen Batzen Gold kosten!!!"

Er nickt enthusiastisch seinem Partner zu und hält die Hand zum High-Five hoch ... doch der folgt nicht. Sein Partner beachtet ihn nicht einmal. Ein, in den vergangenen Wochen, leider übliches Bild.

Und auch vis-a-vis trübt sich die Laune, als Stone seine verbliebenen Scheine zählt, letztlich merkt, dass diese nicht reichen und vom Tempest mit einem Schulterzucken noch dessen letzte Noten in die Hand gedrückt bekommt.
Auch Matt zuckt mit den Schultern, als er sie rübereicht.

Stone: „Tja, wie spricht der Engländer … rien ne va plus.“

Bray-Bray jubelt lautstark auf und springt von seinem Stuhl. Ohne zu zögern absolviert der Waliser eine Ehrenrunde um den Tisch herum, während er in eine Partytröte pustet, die er sich aus der Hosentasche gezogen hat. Banes hingegen blickt auch weiterhin völlig missgelaunt in die Runde.

Gordon Banes: "2-1 ihr Flaschen! Ich hab euch gesagt, dass ihr untergehen werdet. Gott sei Dank haben wir den Scheiß jetzt schnell hinter uns gebracht. Noch ein Sieg und das war es endgültig mit euch Pennern!"

Er steht, ohne ein weiteres Wort zu verlieren, vom Tisch auf und stampft davon. Bray-Bray hat derweil seine Ehrenrunde beendet und schaut ein wenig verwundert drein.

Brandon Cornwallace: "Hey Dudes, wo ist denn Gordie auf einmal hin?"

Er kratzt sich fragend am Kopf.
Der Wirbelsturm erhebt sich dagegen, setzt die Ray Ban auf und geht mit einem Schulterklopfer aus dem Raum.

Cardigan: „Denk nich drüber nach, Aegon, und gönn dir nen Kinderpunsch zum Sieg.“

Stone : „Und entstaub schon mal deine Outdoor-Latzhose!“ 

Mit diesen Worten steht auch Matt auf, fegt Spielbrett und sämtliches Zubehör mit einer zornigen Handbewegung vom Tisch und folgt seinem Kompagnon.
Bray-Bray bleibt verwirrt zurück…

***


… etwas später …


… Bäume und Sträucher fliegen regelrecht vorbei, als die beiden mit Schmutz bespritzten Bike-Cross-Räder pfeilschnell durch die Landschaft sausen und dem mehr als unebenen Weg durch den Wald folgen. Beide Fahrer sind mit Schutzhelm, entsprechendem Anzug und Handschuhen sowohl gut vorbereitet als auch unkenntlich … und doch: der eine Helm mit Blitzen, der andere mit Graffitis überzogen - da dürfte das Identifizieren nicht schwer fallen.

Cardigan: „Hey, Badger, willst du jetzt mal den Springbock machen?“

Stone: „Na, darauf kannst du einen lassen…“

Der führende Wirbelsturm kurvt einmal nach recht hinaus und wechselt auf einen eher steiler abfallenden Pfade und macht so Machinegun Platz, welcher Kurs auf einen fast parallel flachen Weg nimmt. Zumindest auf den ersten Blick, denn der vorausliegende Grund eines kantigen Felsens hört mitten in der Luft auf …
… und so macht Matt jauchzend einen Luftsprung mit dem gefederten Sport-MTB. Er gleitet elegant nach unten und landet schließlich sicher auffedernd vor Cardigan, welcher soweit Gas wegnehmen und entsprechend Abstand halten konnte.

„Hey Dudes, jetzt wartet doch mal.“

„Hör auf zu rufen und gib endlich mal Gas, Dude!“

Die rudimentäre Ziellinie, an der Windy wartet, vor Augen können beide den Speed derart dosieren, da sie sich gefahrlos umblicken können …
… und den mehr als unsicher per Bonanza-Rad plus Smiley-Wimpel den Pfad heruntereiernden Brandon Cornwallace sehen, dem Banes drängelnd im Nacken sitzt und der nicht wirklich vorbeikommt. Schließlich sieht er die vorn liegenden Partners … und dann die Lücke voraus, so dass er sich durchdrängelt und gezwungen ist, noch eiernder als zuvor den steilen Weg zu nehmen, welchen Cardigan vorhin nahm.

Auch er wagt den Sprung … und steht ihn sicher. Sofort nimmt er wieder Speed..

„Vorsicht, Dude!“

In dem Moment rauscht Bray-Bray auf seinem Bonanza-Rad von hinten heran, versucht zu bremsen. Gordon kann geistesgegenwärtig einen ausweichenden Schlenker machen - übersieht dann aber den vorstehenden Ast, welcher sich in den Speichen verfängt.
Nun ist es Banes, der einen Ruf von sich gibt … allerdings erst nach dem Aufprall des unfreiwilligen Saltos über den Lenker.
Und so sehen die beiden Happies nur noch im Liegen, wie Cardigan und Stone von der überquerten Ziellinie winken. Egalisiert, mal wieder …

***

"Peter Alexander - Füße auseinander - Füße wieder zu - Wie alt bist du? - Achtundzwanzig!"

Und dementsprechend hüpft Bray-Bray nun auch rein und raus, mit einem Bein, mit beiden Beinen ... und immer schön ohne das Gummitwist-Seil zu berühren, welches um zwei Stühle herum gespannt wurde. Es gelingt ihm zur Perfektion. Jubilierend reißt er den rechten Arm in die Höhe.

Brandon Cornwallace: "Man, ist das ein Riesenspaß, Dudes. Das hätten wir schon viel früher machen sollen!"

Er nickt, immer noch auf und ab hüpfend mit dem Kopf in Richtung der anderen Teilnehmer.

Brandon Cornwallace: "Jetzt du, Trenty-Dude!"

Er reckt den Daumen in Richtung Trent Cardigan in die Höhe … und der erhebt sich von der nahen Picknick-Bank des Parkes, auf welcher er zusammen mit Windy und Stone gesessen hat.

Windy: „Komm schon. Denk an das, was ich dir gesagt habe …“

Der Wirbelsturm nickt, verstaut die Sonnenbrille und reckt knackend noch einmal Gelenke und Sehnen, bevor auch er langsam an die gespannten Seile herantritt. Wie auf Kommando erklingen hinter ihm die rhythmischen Klatscher seiner Verbündeten, auf welche er wippend eingeht und innerlich auf den passenden Einstiegssprung lauert.
Dann ist er da - und den alten Inner Circle-Evergreen vor sich hin wispernd springt er elegant durch die Seile.

Trent Cardigan: „… bad boys, bad boys … watcha gonna do … watcha gonna do, when we come for you …”

Ein Lächeln huscht über die Mienen der restlichen Partners, denn der Tempest zeigt für die Verhältnisse zwar etwas steife, aber doch ordentliche Akrobatik, mit der er die Twistseile einfädelt, verknotet und hüpfend wieder spannen lässt.
Schließlich ist er fertig - und nicht nur Windy und Matt applaudieren.

Brandon Cornwallace: „Sehr gut, Dude. Etwas hölzern, aber ich bin überrascht.“

Gordon Banes: „Was? Dass er sich nicht die Beine gebrochen hat?“

Matt Stone: „Mach du’s erstmal besser, Spaßbremse!“

Nach den Einzelauftritten, bei denen zuvor schon Banes erfolgreich und Stone nicht ganz so erfolgreich war, ist es nun an der Zeit für die Kür ... die Doppelchoreo! Und wider Erwarten ist selbst Banes am Grinsen und scheint Spaß an der Angelegenheit zu haben. Ein ungewohntes Bild, hat man den Briten doch zuletzt eher selten bis gar nicht lächeln sehen. Gemeinsam treten die beiden Happys in das Zentrum der Gummitwist-Hölle. Sie blicken sich konzentriert an und nicken schließlich mit den Köpfen, ehe es losgeht.

Brandon Cornwallace: "Empompi - Kolonie - Kolonastik"

Gordon Banes: "Empompi - Kolonie - Akademie!"

Brandon Cornwallace: "Safari - Akademie - Puff-Puff!!!"

Wie zwei Artisten springen und drehen die beiden sich wie Wirbelwinde, eigentlich ja der Spitzname eines ihrer Gegner, durch die Gummitwist-Hölle und zeigen dabei eine Performance, wie man sie nur selten zu Gesicht bekommen hat. Es sieht ein paar Mal gar ziemlich gefährlich aus, was die beiden da veranstalten, besonders ihr großes Finale, bei dem Banes seinen Partner in die Luft befördert, der einen Salto macht und genau mit beiden Beinen innerhalb der Gummitwist-Hölle landet! Beide verbeugen sie sich, ganz so wie es sich für Zirkusartisten gehört. Bray-Bray grinst die Partners in Crime an.

Brandon Cornwallace: "So Dudes, das müsst ihr jetzt erst einmal toppen!"

Gordon Banes: "Und das werdet ihr auf keinen Fall. So gut waren wir noch nie!"

Er klatscht diesmal sogar mit seinem Partner ab, während die Kameras nun die PiC fokussieren.
Unter dem Bandana ein anerkennendes Nicken, während die Sonnenbrille wieder vom Gesicht genommen und diesmal der Deutschen überreicht wird.
Dann nickt der Wettermann Richtung Stühle … und Machinegun steht mit einem Seufzer auf.

Matt Stone: „Also dann, Kugelblitz. Bringen wir’s hinter uns.“

Windy: „Und denkt auch an…“

Matt Stone: „Jaja, Schnurzel. Wird schon …“

Die abwinkende Geste lässt die Schwarzhaarige ihre Worte schlucken, so dass sie mit gereckter Braue und verschränkten Armen beiden Tag Team Champs nachblickt.
Und während Happy Hour sich ebenfalls an ihre Seite gesellen, tauschen Trent und Matt letzte Instruktionen direkt am Gummitwist aus.

Trent Cardigan: „Jetzt bleib ruhig und mach dich locker. Denk an die Worte und den Rhythmus. Wir kriegen das hin. Vielleicht sogar den Salto.“

Matt Stone: „Den spring ich dir lieber als diesen Wendy-Scheiß. Man, wenn mich hier wer sieht …“

Trent Cardigan: „Steh drüber. Los jetzt …“

Beide blicken sich an, nicken ein letztes Mal und beginnen dann zu einem US-Schulhof-Pattycake sich gegenseitig abzuklatschen … und passend zu den Takten zu hüpfen.

Trent Cardigan: „Miss Suzy had a steamboat, the steamboat had a bell. The steamboat went to heaven and Miss Suzy went to … Hello Operator …“

Dann stimmt auch Machinegun in die Worte mit ein und während beide in die Seile springen, schwenkt die Kamera auf das zufriedene Gesicht Windys, welche das Schauspiel begutachtet.
Dagegen blicken die Happies noch relativ angespannt drein. NOCH … 

Cardigan & Stone: „… behind the frigerator there was a piece of glass … Miss Suzy sat upon it and break her little.. argh!“

Denn schon im nächsten Augenblick hellen sich ihre Gesichter merklich auf. Man sieht nicht, was sich wirklich am Gummitwist abspielt, aber die Geräuschkulisse mit gedämpften Schmerzächzern, rumpelnden Stühlen und schnipsendem Gummi, garniert mit den jeweiligen Gesichtsausdrücken Windys sprechen für sich.

Schließlich erstirbt das Gehörte - und mit einem freudigen „Yeah!“ geben sich Brandon und Gordon eine hohe High-Five, bevor sie ohne ein weiteres Wort, aber zufrieden und feixend von dannen ziehen.
Zurück bleibt Windy, welche mit besorgtem Ausdruck die scheinbar auf sie zukommenden Partners erwartet … und als diese dann ins Bild treten beziehungsweise eher das eigentlich in unmöglicher Weise in Gummibänder eingeschnürte Päckchen der Cotatores Trophy Träger, streckt sie die Hand mit der gehaltenen Ray Ban aus. Cardigan schnappt sich diese ohne ein weiteres Wort und humpelt mit Machinegun verknotet vorbei.

Matt Stone: „Ich will nicht drüber reden…“

***

Cardigan: „… ganz ruhig, wenig sprechen … vorn schön hart bleiben und hinten fest greifen …“

Banes: „Als ob ich das nicht selber wüsste. Ist schließlich nicht das erste Mal, dass ich das mache, Dude!“

Cardigan: „Na, angesichts der Tatsache, dass du ihn überall, aber noch nicht im Bullseye versenkt hast, habe ich da meine Zweifel…“

Cornwallace: „Autsch!“

Brandon kühlt mit zusammengezogenen Brauen seinen Daumen, welcher im Mund steckt.

Cornwallace: „Dieser blöde Gummi ist mir aus den Fingern gerutscht.“

Trents grünes Auge bleibt fokussiert - auch, als er loslässt und mit einem hauchenden Geräusch der schnittige Karbonbolzen durch die Luft saust … und den blauen Ring trifft.
Anerkennender Beifall seitens seiner Sekundanten - in dem Fall Stone und Windy, welche hinter ihm, Brandon und Gordon stehen. Alle fünf befinden sich in freier Natur und umgeben von Bäumen auf dem Parcours eines örtlichen Bogenschützenvereins.
Sachte legt Trent dem Waliser die Hand auf die Schulter.

Cardigan: „Diesen blöden Gummi nennt man Sehne, Brandon. Und richtig angewendet landet der Pfeil dann auch im Ziel.“

Als wäre dies das Kommando gewesen, hört man nun ein lautes Zischen und das Geräusch eines einschlagenden Pfeils. Sofort drehen sich alle um und sehen den Pfeil von Banes, der genau in den Neuner Ring eingeschlagen ist. Banes lächelt überheblich und nickt mit dem Kopf.

Banes: „That's it Whirlpool. Damit habt ihr euch vermutlich ein Eigentor geschossen. Royal Archery Club Chelsea, Gewinner des goldenen Pfeils..“

Er deutet stolz auf sich selbst. Wieder schwirrt ein Bogengeschoss durch die Luft - auch die Neun getroffen.
Banes schaut hinter sich … wo Machinegun seinen Bogen senkt.

Stone: „Na, dann üb mal schön weiter, Robin of the Schrott. Bogenschießen is nich jedermanns Sache. Geradeaus is schon schwierig …“

Nun nicht mehr ganz so überheblich lächelnd, geht der Blick von Banes zu Stone. Mit harter Stimme schenkt er diesem eine Erwiderung.

Banes: "Dann hast du eben auch getroffen. Na und? Ihr habt das hier geplant, um uns zu demütigen, aber daraus wird nichts werden. Ich kann das hier auch im Alleingang gegen euch entscheiden ..."

Er verzieht missmutig das Gesicht und blickt kurz genervt zu seinem Partner, der sich in dieser Disziplin nicht ganz so geschickt anstellt wie er selbst.

Banes: "... und dann ist diese lächerliche FUN SERIES endlich Geschichte und die Frage danach, wer die Besten sind, wäre geklärt. Spoiler ... ihr seid es nicht!"

Scheinbar unbeirrt schickt Cardigan seinen nächsten Bolzen auf die Reise. Eine angerissene Sieben, wie der Zuruf Windys von hinten nach Überprüfung mittels eines Fernglases bestätigt.
Dann dreht er sich zu Banes, stützt sich auf sein Utensil.

Cardigan: „Aha - so wie in der Bowling-Arena, huh?! Badgers goldenen Arm zu googeln war genauso leicht wie für die Bilder der Kingpin College-Trophäen von Bray-Bray. Und trotzdem haben wir uns drauf eingelassen … und eine aufs Dach bekommen. Nun sind wir hier - Auge um Auge, du Knallfrosch, falls du es noch nicht bemerkt hast.“

Bray-Bray blickt den Wirbelwind erstaunt an.

Cornwallace: "Man kann mich googeln?"

Er reißt den Mund auf und spricht ein stummes "Wow!"

Matt geht dazwischen, schickt den Waliser zum Schuss.

Stone: „Jaja - lange Rede, kurzer Sinn. Dann lass den Pfeil mal fliegen, Man in Tights.“

Cornwallace wirkt ein wenig unsicher, aber dann mit einem „… Glauben …“ - Flüsterer auf den Lippen hebt er den Wettkampf-Bogen, zieht die Sehne mit dem Pfeil straff, visiert die entfernte Scheibe an … und schießt.
Der Bolzen segelt durch die Luft … und am Ziel vorbei. Es folgt eine unschöne Geräuscheserie aus berstendem Glas, einer aufkreischenden Katze, einem dumpfen Schlag sowie einer heulenden Autosirene.

Stone: „Das … war dann wohl nichts …“

Nun ist es Matt, welcher seinen Bogen spannt und schießt. Mit einem satten Schlag rastet der Pfeil im roten Zielkreis der Bastmatte ein. Ein zuversichtliches Grinsen umspielt Machineguns Gesicht.

Stone: „Ne zehn, damit sind wir immer noch um vier vorn. Jetzt bin ich mal gespannt, wann du den Prince of Thieves endlich mal rauslässt.“

Banes knirscht mit den Zähnen. Sein eigener Partner ist sein größtes Handicap in diesem Teil des Wettbewerbs. Eigentlich ist sein eigener Partner immer sein größtes Handicap. Er schnauft kurz durch die Nase.

Banes: "Wie der Herr wünscht!"

Grimmig greift er zu seinem Bogen, stellt sich auf und legt in aller Seelenruhe an. Er blickt konzentriert auf sein Ziel. Eliminiert jeden anderen Gedanken, ganz wie er es gelernt hat. Schließlich lässt er los und schickt den Pfeil auf die Reise. Fast schon wie in Zeitlupe beobachtet er die Flugbahn seines Pfeils, der schließlich genau so trifft, wie er es beabsichtigt hat. Überall offene Münder. Der Pfeil des Briten hat den Pfeil von Stone von hinten gespaltet und ist ebenfalls im Zentrum gelandet. Ganz wie im Disney Zeichentrick-Klassiker von Robin Hood.
Banes lacht arrogant auf.

Banes: "Ich habe euch gewarnt und nun steht ihr kurz vor der endgültigen Niederlage. Denn du Whirlie brauchst jetzt mindestens eine 6, um hier noch den Sieg für euch zu holen ... I sincerely doubt that!"

Er grinst gehässig.

Der Tempest blickt den Happy Guy mehr als ernst an, dann in die weite Ferne des Zieles …
… bevor er schließlich mit einem breiten Lächeln seine Ray Ban hervorholt, aufsetzt und beginnt die Sehnen seines Wettkampfbogens zu demontieren.

Cardigan: „Eitelkeit, dein Name ist Gor-Gor … toller Sonntagsschuss - leider hättest du aber eure Zielscheibe anvisieren sollen. Fahrtkarte würde ich sagen … und damit sind wir auch ohne meine letzten Schuss vorne. Ausgleich…“

Banes wird ganz bleich im Gesicht, als er realisiert, dass Cardigan hier die Wahrheit spricht und er es nun ist, der für die Niederlage verantwortlich ist. Er schüttelt völlig verdattert den Kopf.

Der Wirbelsturm lässt die Utensilien in seiner Tasche verschwinden und macht sich auf zu Windy und Stone, welche bereits am Ausgang der Trainingsanlage weilen. Aber er dreht sich noch einmal um.

Cardigan: „Keine Sorge - mit ein bisschen Konzentration wird das schon …“

Dann geht er schließlich davon. Banes kocht vor Wut. Bray-Bray tritt von hinten an seinen Partner heran und legt ihm beschwichtigend die Hand auf die Schulter.

Cornwallace: "Mach dir nichts, Dude. Das war doch lustig und ich hab ein bisschen was gelernt! Beim nächsten Mal schlagen wir die wieder."

Er nickt mit dem Kopf, als seine Hand abrupt von der Schulter gestoßen wird. Mit zu Schlitzen zusammengezogenen Augen blickt Banes seinen Partner an. Wütend schreit er ihn an.

Banes: "Das ist doch alles nur DEINE Schuld. Wenn du nicht so beschissen gewesen wärst, wäre es gar nicht erst dazu gekommen! Ich bin wirklich gestraft mit dir!"

Er stampft an seinem Partner vorbei und rempelt ihn dabei noch mit der Schulter an. Bray-Bray bleibt völlig konsterniert stehen. Er weiß nicht, was hier gerade geschehen ist, und vielleicht ist das auch besser so.

***

Und genau so geht es weiter: musikalisch unterlegte Bilder … ein fliegender Dartpfeil … Seile eines Kletterparks … Minibagger drehen sich auf der Stelle … ein Kopf taucht unter einem Völkerball weg …
Die Happy Guys holen einen Sieg bei einer überdimensionalen Version von Jenga. Die Partners in Crime gleichen bei einer Partie Elfmeterschießen wieder aus. Die Happys gehen abermals in Führung, als sie den Eierlauf für sich entscheiden können. Und die Partners gleichen wieder aus, als sie die Happys beim Gewichte werfen deutlich schlagen…

Banes: „Verdammt, es reicht!“

Mit einer kraftvollen Bewegung wirft Gordon den Stapel Gesellschaftsspiele, welchen Cornwallace auf den Tisch gestellt hat, mit Schmackes an die Wand und blickt wütend zu den Partners und Windy.
Machinegun blickt zu dem chaotischen Haufen aus Kartons und Spielfiguren.

Stone: „Also … für den Bitch-Move sollten wir eigentlich zwei Extrapunkte und den Sieg bekommen. Und du … ne Woche Gummizelle, Gordie-Boy.“

Banes schreit sofort protestierend auf.

Banes: "Bei euch hackt es wohl, oder was? Das ist mal wieder typisch der PiC-Way: erst diese bescheuerten Kinderspiele und dann auch noch unfair den Sieg einheimsen wollen. Nie im Leben würde ich euch damit durchkommen oder gar gewinnen lassen!"

Er tippt sich an den Schädel und richtet die "Ihr spinnt wohl"-Geste an die Partners.
Der Wettermann schnieft belustigt, als er die Sonnenbrille abnimmt.

Cardigan: „Wo is’n das bitte unfair? Wenn jemand die Vorteile zu seinen Gunsten nutzt? Ihr habt das mit den Disziplinen genauso gemacht wie wir. Genau wie jede Seite sich vorher eingehend informiert hat. Und so wird das immer weitergehen: Vorteil - Ausgleich! Die Quadratur des Kreises, Ying und Yang … Storch und Fuchs. Auf diese Weise wird keiner von uns das hier gewinnen.“

Von hinten schiebt sich Machinegun neben ihn.

Stone: „Yeah, oder mal mit Anstand verlieren, du Spargel-Tarzan.“

Banes ballt seine Fäuste.

Banes: "Ich geb dir gleich Spargel-Tarzan, du Witzfigur!"

Er will auf Stone losstürmen, wird jedoch von Bray-Bray zurückgehalten.
Und auch Matt wippt auffordernd mit den Händen, während er seine Jacke abstreift und in Boxerstellung geht.

Stone: „Nene, lass ihn, Brandon. Ich kann’s kaum erwarten, dieser arroganten Habichtnase mal die Bronx Style - Variante der Fun Series zu zeigen.“

Cardigan: „Matt, komm schon…“

Trent will seinen Kollegen zurückhalten, doch der schüttelt die Hand auf der Schulter ebenso weg wie Banes, der sich von Bray-Bray losreißt und seinen Partner zurückstößt.

Banes: "Du mischst dich da jetzt nicht ein, kapiert?"

Bray-Bray blickt ihn hilflos an. Stone freut sich bereits innerlich…
… doch bevor es weiter eskaliert, schrillt ein lauter Finger-Pfiff durch den Raum: Windy. Die schwarzhaarige Deutsche tritt zwischen die Frontlinien und funkelt die Vier böse an.

Windy: „Hab mir fast schon gedacht, dass ihr euch früher oder später an die Gurgel geht, statt das hier professionell durchzuziehen. Schließlich geht ihr euch ja bald sowieso an die Gurgel, abgesegnet im Ring. Da hättet ihr ruhig noch abwarten können - und das werdet ihr auch, kapische?!“

Die Augen funkeln die Happies an.

Windy: „Ihr zwei habt absolut nichts dazu gelernt. Ruht euch auf einem Screwjob aus und hättet hiermit die Chance gehabt, das Ganze auf einen ehrenvollen Level herunterzuholen. Aber denkste …“

Ein Kopfdreher zum anderen Team.

Windy: „Und das gleiche gilt auch für dich, Matt. Wie der spätpubertäre Sidekick einer Late-Night-Show haust du einen Kalauer nach dem anderen raus - und wunderst dich, dass der Ärger immer größer wird.“

Ein kurzer orientierender Blick zu den anderen beiden - speziell ihrem Mann schenkt sie nur einen kurzen Augenaufschlag.

Windy: „Und von den jeweiligen Partnern fange ich gar nicht erst an, die das Ganze haben laufen lassen …“

Sie klatscht einmal kurz in die Hände und reibt diese.

Windy: „… aber jetzt werde ich die Sache mal in die Hand nehmen. Eine Disziplin auswählen - eine, mit der weder die eine noch die andere Seite rechnet. Damit die FUN Series endlich mal ihrem Namen gerecht werden und wir weiter und vielleicht zu einem Schlusspunkt kommen. Hoffentlich …“

Banes verschränkt die Arme und schüttelt den Kopf.

Banes: "Klar, weil du als seine Freundin ja auch völlig unparteiisch bist!"

Die Deutsche verschränkt die Arme in gleicher Weise, kommt mit eisigem Gesichtsausdruck auf den Briten zu.

Windy: „Selbstverständlich bin ich das … und das war ich auch schon, als wir in ähnlicher Runde zusammentrafen. Damals ... in der Dusche ... als du auf nicht mehr reduziert warst als auf deinen..."

Sie nutzt die Pause, um für einen Augenblick etwas tiefer zu schauen, bevor sie ihn wieder fokussiert.

Windy: „… Gordie. Ich hab euch in die Situation gebracht, die Idee kam von euch, wir haben uns darauf eingelassen. Und trotz allem sind wir nach einem guten Dutzend Runden „Schlag das Team“ noch immer nicht weiter als das übliche Ring-Neandertaler-Niveau. Also - ziehe ich die Zügel etwas fester an … und geb gleichzeitig etwas mehr feil. Und wenn sich alle am Riemen reißen und es nächstes Mal glatt geht - dann winkt dem Sieger der FUN Series die Bestimmung der Stipulation des Titelmatches bei CORE.“

Sie tritt wieder einen Schritt zurück, stemmt die Arme in die Hüften und lächelt verschlagen.

Windy: „Na, klingt das immer noch parteiisch … Banes?“

Der Brite blickt sie grimmig an, scheint aber zumindest über den Vorschlag nachzudenken. Noch ehe er jedoch etwas erwidern kann, ergreift sein Partner hier das Wort.

Cornwallace: "Du bist cool. Wir sind dabei!"

Er lächelt Windy fröhlich zu und diese erwidert das Lächeln.

Cardigan: „Dito!“

Auch der Tempest entgegnet schnell, bevor Machinegun etwas einwerfen könnte … was er aber scheinbar nicht vorgehabt hat.
Derweil hängt bei den Happys offensichtlich endgültig der Haussegen schief. Voller Gift in den Augen blickt Banes seinen Partner an.

Banes: "Was fällt dir ein, hier einfach so eine Entscheidung zu treffen, ohne mich nach meiner Meinung zu fragen?"

Er verpasst Bray-Bray einen heftigen Schubser. Der taumelt erschrocken zurück.

Banes: "Du glaubst doch nicht wirklich, dass DIE fair sein wird! Du Vollidiot!"

Banes spuckt seinem Partner vor die Füße, schüttelt den Kopf und stampft davon. Betroffen blickt Bray-Bray zu Boden. Schuldgefühle überkommen ihn. Er hätte wohl wirklich erst mit Gordie absprechen müssen, ob man diese ultimative Challenge annimmt. Er seufzt lautstark.
Da ... legt sich ein weiblicher Arm auf Cornwallace Schulter.

Windy: „Nicht drüber nachdenken, Brandon. Der kommt schon wieder runter. Freu dich lieber auf die nächste Runde … und pack schon mal Zahnbürste und Sachen zusammen.“

Hinter ihr gucken sich die Partners unwirsch an und dann wieder zu ihr.

Cardigan & Stone: „Packen?!“

Wonach sie sich umdreht und nochmals bekräftigt.

Windy: „Ja - ihr auch!“

Und mit den etwas überraschten Gesichtsausdrücken der Champions blendet die Szene ab …
 

Vincent Craven: "Wir haben also immer noch keine Entscheidung zwischen Team Happy Hour und den Partners in Crime."

Mike Garland: "..."

Vincent Craven: "Du hast gar nichts dazu zu sagen? Wirklich?"

Mike Garland: "Ach ... ich fühle nur mit Team Happy Hour mit. Das ist immer schmerzhaft mit anzusehen, wenn ein Team sich trennt."

Vincent Craven: "Es ist nicht gesagt, dass die Jungs sich trennen. Bis jetzt haben die beiden immer wieder zueinander gefunden. Ein Sieg bei CORE und schon sieht die Welt wieder ganz anders aus."

Mike Garland: "Bevor es jedoch zu diesem Aufeinandertreffen kommt, wollen die allen Ernstes diese zu nichts führenden Challenges noch fortführen..."

Vincent Craven: "Allerdings wird es dort um einen ziemlich wichtigen Preis gehen. Die Sieger dürfen nämlich über die Stipulation des CORE Matches entscheiden."

Mike Garland: "Was soll das bei einem Pure Wrestling PPV schon großartig sein?!"

Vincent Craven: "Du Pessimist! Auch da lässt sich was kreieren. Und kreativ sind die Vier ja, das kann man ihnen nicht absprechen."

Mike Garland: "Wie auch immer. Bei CORE gibt es außerdem die Halbfinale und das Finale des Quest 4 the Bests zu sehen. Die Halbfinalisten trafen sich gestern zu einer PK!"


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Einen Tag zuvor

Bild

Eine Pressekonferenz in Zeiten von Corona ist immer etwas sonderbar - zumindest, wenn man sich noch nicht daran gewöhnt hat. Die Kamera zeigt uns Luke Tyler, der die PK leiten wird. Wie schon beim letzten Mal sitzt er vor einem Laptop und versucht sich daran, die Tücken der Technik zu verstehen, um den außerhalb sitzenden Reportern dieses Mal keine Steine bei ihren Fragen in den Weg zu legen.

Luke Tyler: "Herzlich Willkommen zur Pressekonferenz zu den anstehenden Entscheidungsmatches im Quest for the Best 2020! Ich begrüße die vier Halbfinalisten Shadow, Mad Dog, Marc Poe und Jimmy Maxxx. Außerdem begrüße ich dessen Partner Stem, der mitgekommen ist, und natürlich die zahlreichen Jounalisten draußen."

Nacheinander kommen nun die Genannten, die allesamt hinter einem langen Tisch sitzen, ins Bild. Nur Jimmy Maxxx und Stem hängen direkt nebeneinander, während die anderen im 1,5m Abstand Platz genommen haben.

Luke Tyler: "Nun, ähm... bevor die Pressevertreter aus aller Welt, die erwartungsvoll in Richtung CORE 2020 sowie das Finale des Quest for the Best lugen, zu Wort kommen, bitte ich euch, die Halbfinalisten, eine kurzen Rückblick zu eurem bisherigen Weg im diesjährigen Quest sowie uns eine Einschätzung bezüglich der anstehenden Matches bei CORE zu geben. Hierzu schauen wir noch einmal auf den Turnierbaum!" 

Tyler schaut kurz nach links und rechts, so als prüfe er, ob dies für die Anwesenden in Ordnung ist. Dann macht er einen Klick, um den Turnierbaum im Splitscreen auf den Schirm der Reporter zu bringen und wandert schließlich mit seinem Blick zu The Downfall.

 

Luke Tyler: "Jimmy! Wenn du beginnen könntest..."

Jimmy Maxxx: "Ja, keine Ahnung, wo ich da genau beginnen soll. Ich meine, das hier ist nicht gerade mein Ding, Presse und so. Ich stehe nicht gerne im Scheinwerferlicht wie die anderen hier am Tisch und wichse mir darauf einen ab, dass andere mich anhimmeln würden. Seien wir ehrlich, ich bin realistisch genug, um zu wissen, dass die meisten von euch mich heute nicht hier haben sitzen sehen. Nach zwei gewonnenen Runden des Quest of the Best."

Er lacht.

Jimmy Maxxx: "Wer hätte das schon gedacht, huh? Der Jimmy aus der GFCW, der Typ, den alle immer ausgelacht und für verrückt erklärt haben, im Halbfinale des wohl bekanntesten Turniers der Wrestling Welt. Fuck.... Und das nachdem er Kevin Sharpe und eine Hälfte der Tag Champs besiegt hat. Viele werden entweder wieder Lachen oder von Schiebung sprechen. Ich aber sage nur, was kann ein Versager wie ich schon für die innere Zerstörung der PCWA? Für die ganzen Spielchen, die hinter den Kulissen abgehen, die ganzen Eingriffe und das alles. Ich habe niemanden gebeten mir zu helfen. Auch nicht als ich damals Marc Poe den Titel abgenommen habe."

Poe reagiert blitzschnell: er wirft die Kapuze seines schwarzen XAW-Hoodies nach hinten und sitzt plötzlich aufrecht. Bisher war der Mann aus Baltimore unter der Kapuze versteckt und lungerte wie ein Schluck Wasser auf seinem Stuhl. 

Marc Poe: "Nicht du hast mir die Cryption Crown genommen, sondern Sharpe!"

Bevor Luke Tyler zum Zug kommt, sind die Worte des XAW-World Champs bereits gesprochen. Mit einer Handbewegung in Richtung von Luke zeigt Poe, dass er weiter an der Reihe ist.

Marc Poe: "Ich bin mir sicher, dass du DAS weißt, Jimmy. Der größte Erfolg deines armseligen Lebens und du kannst nicht mal etwas dafür. Aber ehrlich gesagt, wundert mich bei dir nichts mehr, denn seit diesem Fight um die Crown bist du noch seltsamer geworden. Einen Virus abfeiern, den nun wirklich kein Mensch braucht. Zur Krönung bist du dann der Einzige, der ständig mit einer dämlichen Hannibal-Maske rumrennt. Du bist einfach der geborene Widerspruch!"

Er lässt die Worte kurz ihre Wirkung entfalten, dann spricht er im leisem und ruhigem Ton weiter.

Marc Poe: "Mit Menschen wie dir möchte ich eigentlich überhaupt nichts zu tun haben, leider bleibt mir bei CORE nichts anderes übrig. Natürlich werde ich die Sache ganz profesionell händeln. Um es in deiner Sprache auszudrücken: Wenn du der "Fucking COVID-19" höchstpersönlich bist, dann bin ich der Impfstoff! Kurz gesagt, ich werde dich eliminieren und zwar ohne Probleme. Mir ist es außerdem scheißegal, wenn du deinen kleinen Schmusetiger mit an den Ring bringst. Ihr scheint unzertrennlich zu sein, ich persönliche finde eure Beziehung eher verstörend."

Nun fixiert der Mann aus Baltimore den "Schmusetiger".

Marc Poe: "Falls du daran denkst, während des Fights eine Attacke auf mich zu starten, dann wird die Legende an meiner Seite bereit für dich sein."

Wilson zeigt keine Regung, während die eisblauen Augen des Marylanders zu Luke Tyler wandern, er hat die Blicke des PK-Leiters im Nacken gespürt.

Marc Poe: "Keine Angst, meinen Rückblick auf das bisherige Turnier bekommst du jetzt sofort."

Poe lehnt sich wieder entspannt im Stuhl zurück und lässt die Hände in die Taschen seines Hoodies gleiten.

Marc Poe: "Ich sage es mal ganz direkt: Im Gegensatz zu Mad Dog und Shadow hatte ich kein Losglück, dennoch konnte ich mich ohne große Probleme gegen Stem und Antonio Maldicão durchsetzen. Dabei musste ich nicht mal mein volles Potenzial entfallten. Maldicão muss ich dennoch loben, er hat mich zumindest mehr gefordert als Jimmy's Schmusetiger. Ihm könnte die Zukunft gehören."

Provokant und arrogant gleichzeitig grinst Marc erst Stem und dann Jimmy Maxxx an. 

Marc Poe: "Ihr beiden Lachnummern werdet dagegen immer nur Nebenfiguren bleiben. Wenn irgendwann in der Zukunft über das Quest for the Best-Turnier gesprochen wird, dann seid ihr einfach nur zwei Fighter, die ich auf dem Weg zu meinem Sieg eliminiert habe. Immerhin verspricht das Finale ein interesannter Kampf für mich zu werden. Egal, ob nun Snoop oder das Bleichgesicht mein Gegner ist."

Jimmy Maxxx: "Really? Ernsthaft jetzt, Poe? Ich bin Covid-19 und du der Impfstoff... Fuck ich glaube ich kotze gleich..."

Er schaut etwas grinsend und Kopf schüttelnd zu Stem herüber. Dann wieder zum Rest.

Jimmy Maxxx: "Es ist genau diese billige Scheiße, die ich so hasse an der PCWA. Diese Sprüche, diese schmerzfreien dummen Versuche mega cool zu sein. Schaut mich an! Ich habe einen coolen Spruch auf Lager, darum sollte ich das Turnier gewinnen...."

Dann schaut er wieder zu Poe.

Jimmy Maxxx: "Fuck You Poe.... Fick dich, Fick die PCWA und die gesamte Welt, Motherfucker! Ich weiß genau, was du denkst und ich weiß auch, dass du in deiner Hohlbirne davon auch noch zu hundert Prozent überzeugt bist. Dass du bereits im Finale stehst, Wichser! Dass du einfach in den Ring steigst, mal schnell durch mich durch rennst und dich dann Backstage verpisst, um dir auf deinen Ruhm einen runterzuholen! Fuck You! Du magst vielleicht der bessere Wrestler von uns beiden sein, du magst auch mehr Ruhm haben als ich. Aber darauf scheiße ich, Poe. Egal für wen am Ende die Ringglocke das Match erfolgreich beendet, Poe, du wirst danach genau wie der Rest der Welt sehen, dass Jimmy Maxxx mehr kann als nur billige Gimmickwechsel aus dem Hut zu zaubern. Ich werde dir dieses Turnier zu Hölle machen! Und wenn du dann ins Finale einziehen solltest, Poe, dann mit einer Narbe an und in deinem Schädel, die lauthals schreit.... JIMMY FUCKING MAXXX!!!"

Poe klatsch höhnisch Beifall. 

Marc Poe: "Du wirst mir dieses Turnier also zur Hölle machen. Wenn etwas billig ist, dann du und deine Kraftausdrücke beziehungsweise cholerischen Ausbrüchen. Einfach köstlich. Leider hast du es in deinem Koks-Wahn nicht geschafft mir richtig zu zuhören. Ich bin nicht nur davon überzeugt, dass ich ins Finale einziehe. ICH WERDE DAS TURNIER GEWINNEN!"

Plötzlich macht der Laptop vor Tyler ein Geräusch...

Luke Tyler: "Aaargh! Fragen noch nicht, bitte..."

Mad Dog: "Dann ich bin jetzt dran, huh?!"

Der Night Fighter blinkt mit einem Auge in Richtung Tyler und erhebt sich, ebenso wie Poe zuvor, aus seiner bis dato lässigen Haltung. Ohne die beiden anderen Halbfinalisten oder ihren Streit zu beachten, schaut er aufgerichtet und geradeaus in die Kamera.

Mad Dog: "MASAO und Matt Stone waren Gegner, die ich besiegen musste; sowohl was das Papier und die Kritiker angeht, als auch was mein Selbstbewusstsein angeht. Ich bin in den Quest gestartet, um ihn zu gewinnen. Das ist das einzige Ziel."

Mit einem bedeutungsschwangeren Blick bedenkt er Shadow, dessen Ziel er eher in einem Match mit Poe ausgemacht hat, denn im Turniergewinn an sich.

Mad Dog: "Und jetzt steht mir mit Shadow ein Mann gegenüber, der die PCWA Leiter empor geklommen ist. Amtierender Cryption Crown - auf dem Sprung zum Gerasy. Vielleicht schon jetzt - wenn da nicht, ja wenn da nicht diese alte Töle wäre, die ihm dieses Mal noch den Weg versperrt. Denn ich kann mich immer nur wiederholen: Seit dem National Wrestling Day 2 bin ich zurück in der PCWA, habe mir den Spot auf den Undisputed Gerasy über Rage & Thrawn erkämpft und bin am Ziel gescheitert. Aber nicht das erste Mal in meiner Karriere - Scheitern hat mich stets verbessert. Und so ist es auch an diesem Wochenende. Ich werde zum ersten Mann in der Geschichte der PCWA, der das Turnier zwei Mal gewinnt!"

„Verkauf das Fell des Bären bitte erst dann, wenn du ihn erlegt hast, Töle…“

Die Blicke aller Anwesenden schwenken zu Shadow, welcher sich nun ebenfalls in dieses Mehrfach-Gespräch eingeklinkt hat.
Das verhangene Gesicht nahe dem Mikrofon entkorkt er in aller Seelenruhe die bereitgestellte Flasche Malzbier.

Shadow: „Scheitern hat dich stets verbessert? Dann wären wir schon zu zweit, denn auch ich hatte dereinst das Nachsehen … beim letzten Quest … als Steigbügelhalter für den späteren Triumphator. Nur - dieses Mal wird es kein Da-Capo davon geben … leider, werter Kampfgenosse.“

Langsam gießt er die Flüssigkeit in das bereitstehende Glas.

Shadow: „Ich habe nicht für DeWynters meine Überzeugungen überwunden und bin gegen Cornwallace angeknockt über mich hinausgewachsen, um dann ein aus dem Handgelenk geschüttelter Haken auf Mad Dogs Liste zu sein. Ich weiß, wir stehen auf einer Seite - aber diesmal eint uns nur ein Ziel. Wenngleich wir damit Verschiedenes vorhaben … die Geschichte der Welt ist nichts anderes als die Biographie großer Männer. Einer davon hat sich vor zehn Jahren einen No Contest im Quest-Halbfinale erfightet, anschließend die Bitterkeit erlebt, dass der andere Semifinalist obsiegte - um dann beim nächsten Turnier der Siegreiche zu sein.“

Der schwarzhaarige Kopf dreht sich zur Seite, blickt den mit allen Wassern gewaschenen Haudegen an, in dessen Erinnerung die Niederlage gegen Blaze wach wird. Die Geburt des ewigen Zweiten...

Shadow: „Jetzt sitzt er neben mir … und wird bei CORE Zeuge dessen, wie ich ein ähnliches Momentum wiederhole. Leider … für ihn …“

Die Blicke der beiden CORE Kontrahenten verkeilen sich.
Dann ertönt unsanft ein weiteres Mal das Geräusch aus dem Laptop-Lautsprecher. 

Luke Tyler: "Frau Fröhlich von der Berliner Morgenpost, bitte!"

Fröhlich: "Wen sähen denn die beiden anderen Halbfinalisten im Falle eines Sieges lieber im Finale - Marc Poe oder Jimmy Maxxx?!"

Die unbekannte Konstante stielt sich aus dem Blickduell mit Shadow, wendet den Kopf und lehnt sich über den Tisch nach vorne, um das erste Mal Marc Poe und Jimmy Maxxx ins Visier zu nehmen.

Mad Dog: "Es wäre in beiden Fällen ein ganz anderes Match wie jenes gegen Shadow. Denn beiden gehört eine deftige Tracht Prügel! Jimmy hat sie neulich noch von mir bekommen - kurz danach hat er seinen Wandel ausgerufen. Das Match scheint ihm also ordentlich an den Kopf gegangen zu sein... jetzt wo er sich auch noch mit Sharpe eingelassen hat, zeigt es sich umso mehr. Sein verblendeter Kollege hat mich letztes noch attackiert, aber jede Art von Verbindung geleugnet! Nachdem Sharpe jedem Eins gegen Eins aus dem Weg geht - auch morgen wieder -, wäre es im Quest Finale eine schöne Möglichkeit gegen einen von Sharpes Spielsteinen zu triumphieren. Vielleicht kann ich dich, Maxxx, mit einigen Kopftreffern dann auch wieder gerade biegen. Und nach dir kommt dann endlich dein feiger Anführer dran!"

Jimmy Maxxx: "Fuck you too, Mad Dog.... du kleiner Fußhupen Köter! Fuck you! Ich und einen Anführer? Ich hatte noch nie einen, werde auch nie einen haben. Ich bin Jimmy Maxxx, der Kerl, neben dem man Freigeist eingraviert. Ich bin das, wovor das böse Monster unter deinem Bett dich warnt, Dog. Und beim nächsten mal, wenn wir uns gegenüber stehen sollten, werde ich dir genau das beweisen!"

MD zieht eine Augenbraue hoch, vor allem Stem betrachtend.

Mad Dog: "Gut, wenn sich nichts daran geändert hat und du, wie beim letzten Mal, zu deinem Wort stehst! Dann hast du was mit uns hier drüben gemein... Ich hoffe allerdings deine Verbündeten sehen das genauso, huh?!"

Shadow: „Und wenn man mich fragen würde…“

Einmal mehr richten sich die Augen aller auf den Schatten.

Shadow: „… selbst, wenn es aktuell keiner in Betracht zöge, da es an Wortumfang und Schwülstigkeit wohl den Rahmen sprengt - dann sehe ich links von mir … eine bis in die Haarspitzen kampfbereite Hürde und zwei Luftballons, welche sich quietschend im Druckverlust zu übertreffen versuchen. Der eine gesättigt mit Pesthauch und Faulgasen - und der andere voll heißer Luft und den Emissionen sämtlicher smashigen Körperöffnungen. Kein Wunder, dass es hier gerade so nach … schlechtem Karma riecht.“

Das Malzbierglas wird vor der Gegend geschwenkt, wo man die Nase vermutet.

Shadow: „Tja … der Wähler sollte sein Fähnchen stets dort winken lassen, wo der Sieg winkt. Wo würde ich meines wohl am ehesten hissen?“

Gestisch untermalend stützt der Cryption Crown sein Kinn und hält den Kopf schräg.

Shadow: „Auf dem freigeistlichen Hügel des ewigen Nihilismus? Dem Flaggschiff der Unkultur Generation Nix, dessen Ansturm-Wucht stets die eigene Macht übersteigt und dies durch bereits mehrmaliges Kentern an meinem Bollwerk zu spüren bekam …“

Ohne den Kopf in Richtung des Berliners zu drehen setzt er fort.

Shadow: „… oder doch eher die Rawmodel - Gallionsfigur der Boygroup Insidious & Devious? Der fallende Stern von Baltimore, dessen ehrliche Arbeiter-Seele den Kometenboost aus dem Hafen heraus in den Mighty Sky nicht verkraftet hat? Die höchstpersönliche Bordsteinschwalbe des Wizard of Desert View, dem ungebrochene Jubel-Bekenntnisse einer großen Mainstream-Kulisse offensichtlich zu wenig waren und diese daher gegen einen Katzengold-Gürtel und eine silberne Kehrseite eingetauscht hat? Die Abrissbirne der eigenen Ikone, welche einen simplen Handschlag verweigerte - und das nur aus dem Lauf der Dinge heraus? Eine treibjagdgleiche Hetzkampagne aus dem nichts für nichts - nur, weil man einen Nutznießer nicht auf der Treppenstufe des eigenen Vor-Olymps duldete, die derjenige genauso gut wieder herabsteigen hätte können?“

Nun wendet sich das verhangene Gesicht … Poe zu.

Shadow: „Wer also, Homeboy?“

Geräusch- wie dezent kraftvoll, das nichts zerbricht, trifft das Glas auf den Tisch.

Shadow: „Du brauchst nicht nach saftigen Entgegnungen zu suchen, denn die Antwort ist dir wie eintätowiert von der Stirn abzulesen. Genau wie mir - wenn man sie sieht. Und so sehr es mir in den Finger juckt, ein 4:0 zu bestätigen oder die Möglichkeit eines 3:1 auszukosten, so brennst du genau wie ich darauf, das faire 1:1 anzugehen. Endlich die Gelegenheit eines Schlussstriches zu bekommen statt weiterer Seiten in der unendlichen Geschichte. Eine Bestätigung dafür, dass ich keinen Alpha-Kevin brauche, um dich ein weiteres Mal in deine Schranken zu weisen. So leid es mir für den Verbündeten tut - aber ich werde ins Finale einziehen. Ich fighte dafür. Und entweder schließt sich der Kreis dann oder ich hole mir die Möglichkeit es ein ander Mal zu beenden.“ 

Poe beugt sich vor und stützt sich mit beiden Ellenbogen auf die Tischplatte. Dann deutet er mit dem rechten Zeigefinger auf Mad Dog, nach wenigen Sekunden wechselt er zu Shadow und wieder zurück auf die Töle. Ene mene muh... Dann stoppt er und lächelt.

Marc Poe: "Wen von euch beiden Avenger-Typen wünsche ich mir im Finale? Eigentlich ist es mir wirklich völlig egal, beim Quest for the Best geht es einfach nicht um persönliche Fehden und Vorlieben. Nur der Sieg zählt, da gehe ich eindeutig mit Snoop. Ich bin zwar nicht abergläubig und an Zufälle glaube ich schonmal gar nicht. Das Schicksal scheint sich jedoch gerne zu wiederholen und dies sehe ich als Zeichen. Meine letzten Kämpfe als Undisputed Gerasy waren folgende: Maxxx, Shadow und Sharpe. Auf meinen Weg zurück zum Gerasy könnte ich folgende Gegner haben: Maxxx, Shadow und Sharpe. Wenn es das Schicksal also will, dann bevorzuge ich tatsächlich den Schatten als Gegner."

Der Mann aus Baltimore zeichnet mit dem Zeigefinger einen Kreis in die Luft. 

Marc Poe: "Der Kreis des Schicksals wird sich schließen! Außerdem würde ich mir Shadow durch einen Sieg im Finale endlich vom Hals schaffen und ihn auf ewig in Midcard-Matches mit Maxxx, Stem oder Lara Lee schicken. Ich dagegen werde wieder um das große Gold kämpfen. Das Schicksal möchte zwar, dass Sharpe mein Gegner sein wird, dennoch wünsche ich mir nach meinem Quest-Sieg James Godd als Gegner. Ich möchte derjenige sein, der den wohl schlechtesten Undisputed Gerasy endlich entrohnt. Über ein Jahr trägt er diesen schönen Titel und wie oft hat er ihn verteidigt? Einmal? Zweimal?"

Wahnsinn und Entschlossenheit funkeln in den Augen des Marylanders.

Marc Poe: "Hier in der PCWA stinkt es zum Himmel und wenn ich wieder der höchste Champion bin, dann geht es wieder Bergauf. Ich werde ein Fighting-Champion sein. Ich stehe für die neue PCWA! Für eine Wachablösung, die ich mit Smash gemeinsam herbeiführen werde. Mad Dog möchte bei dieser Revolution nicht an unserer Seite kämpfen, sein eigenes Pech. Was mich allerdings noch trauriger macht ist, dass du mich nun nicht mal mehr selbst bekämpfen willst, Snoop."

Tatsächlich ringt der Marylander mit diesem ironischen Kommentar dem Night Fighter ein flüchtiges Lächeln ab. Dann fletscht dieser allerdings die Zähne.

Mad Dog: "Ich war eben noch nicht zuende, Marc..."

Die beiden PCWA Grand Slam Champions stieren einander in die Augen.

Mad Dog: "Natürlich stehst du auf meiner Liste möglicher Gegner ebenso ganz oben - aber ich glaube kaum, dass das eine Ehre ist, Spinner. Vielleicht verstehst du es auch erst später und musst es noch lernen... Um ehrlich zu sein, find ich es schön, dass du so stolz auf deine Siege in der Vergangenheit bist. Deinen Sieg im Elimination Chamber, den du dir selbst erkämpft hast. Dass du ihn verteidigt hast, als einen solchen großen Sieg - das erinnert mich an den alten Marc Poe! Aber... wie wäre es in Zukunft, Marc, huh?! Wenn der Gerasy erneut in deinem Schoß ruht, du ihn aber nicht deiner Leistung sondern der Gunst eines Kevin Smashs oder sonstiger Mannen zuschreiben musst?! Würdest du solch einen "Erfolg" auch so herzlich verteidigen, huh?! Ich glaube kaum!"

Jimmy Maxxx: "Aber genau das isses doch, Mad Dog.... wer hier kann denn noch sagen, dass er sich mal etwas wirklich verdient hat? Genau davon habe ich doch am Anfang der Pressekonferenz gesprochen, Dog.... hier steckt jeder jedem so tief im Arsch, dass die Krebsvorsorgeuntersuchungen für die nächsten 30 Jahre vorgebeugt sind. Fuck, hier fickt entweder jeder jeden oder hilft mal eben nur, um dann wieder das Messer an die alte Stelle zu stecken. Ihr seid alle so armselig und falsch!"

Poe schüttelt den Kopf und der Man-Bun wackelt. 

Marc Poe: "Dem Typen kann man echt nicht zu hören. Ich bin ein harter Kerl, weil ich viel vom Ficken rede."

Dann schaut der Marylander direkt zur Töle, Jimmy Maxxx hat er eindeutig zu viel Zeit gewidmet.

Marc Poe: "Ich gewinne meine Kämpfe immer noch selbst, Snoop! Smash ist meine seelische und moralische Unterstützung, ich habe diesem Mann alles zu verdanken. Ohne ihn würde ich jetzt in der Gosse liegen oder wäre wie Jimmy Maxxx. Wenn ich wieder Gerasy werde, dann würde ich diesen Erfolg sogar über meinen ersten Erfolg stellen. Denn ich bin zurück gekommen und ich werde Smash dankbar sein."

Kurz lässt er die Worte wirken, dann deutet er mit dem Kopf in Richtung MD.

Marc Poe: "Im Gegensatz zu dir!"

Ehe der verrückte Hund, der zusätzlich immer noch in der XAW antritt, darauf reagieren kann, ertönt erneut der Ton aus dem Laptop.

Luke Tyler: "PCWA Addicted von PCWA Addicted bitte."

PCWA Addicted: "An die Worte von Jimmy Maxxx und Marc Poe anknüpfend: Shadow! Mad Dog hat Sie schon einmal hintergangen, beim letzten Brawlin' Rumble. Fürchten Sie die unbekannte Konstante auch im kommenden Halbfinale?"

Tyler und der Rest schauen zum Cryption Crown … der aber nur die letzten Reste der Flasche ins Glas entleert.

Shadow: „… die Frage sollte eher sein, ob sich die Konstante vor mir fürchtet, Addicted …“

Worte, welche ihre Wirkung nicht verfehlen: Jimmy kichert sich ebenso einen wie Poe, während MD einen ebenso verdatterten wie leicht belustigten Gesichtsausdruck aufsetzt - alles von einem geschäftigen Murmeln untermalt.

Shadow: „… denn schließlich hat er den Betrogenen nun als Waffenbruder an seiner Seite - mit der sprichwörtlichen Waffe in meinen Händen ... nahe seinen Lenden ... seinem Kämpferherz ... seiner Kehle ... dem Hundekopf …“

Augenblicklich schwindet die unterschwellige Geräuschkulisse … und auch Mad Dog scheint wie der Rest die Option abzuwägen …
… wenn auch nur für den Moment, denn das typische Schatten-Glucksen entlarvt die Situation für eine humoristischen Schrecksekunde.

Shadow: „Der musste sein … wie vermutlich auch der Enter Night beim letzten Rumble. Denn letztlich wurde das Gesamtgefüge wieder in die korrekten Bahnen gelenkt … und man erhielt die Chance zum schicksalsträchtigen Handschlag, welche anderweitig verwehrt wurde. Ist in dem Fall das persönliche Opfer ein verzeihlicher Trost? Womöglich. Wäre er es auch bei CORE? Fraglich … noch driftet das neue größere Ganze im Konjunktiv.“

Er greift nach dem Glas und nimmt einen Schluck, streicht mit dem Daumen einen herabrinnenden Tropfen weg.

Shadow: „Trotzdem … wie heißt es so schön: shame on you, if fool me once - shame on me, if you fool me twice. Auch abgedroschene Phrasen können gefährlich wirken. Vor allem dann, wenn jeder sie kennt und als Ausgangsbasis für ein WAS WÄRE WENN … - Szenario nutzt. Ein weiterer Dolchstoß würde womöglich das Gefüge … unserer vielgerühmten Clique stark beanspruchen. KANN ... sie beanspruchen. Ich habe gegenüber den Mad Godds was Poe angeht stets mit offenen Karten gespielt …“

Ein Kopfschwenk - nun spiegelt sich die Konstante beinahe im Haarvorhang.

Shadow: „… Mad Dog weiß das. Und ich weiß, dass er bei CORE die richtige Entscheidung treffen wird. Denn auch die Konsequenzen … liegen für ihn wie für mich im Konjunktiv …“

MD hat sich erneut zu seinem Quest-Gegner gedreht. Erneut sehen die Zuschauer einen intensiven Blick zwischen den beiden.

Mad Dog: "Am Ende ist alles eine Frage der Beziehung - ich habe Shadow enttäuscht, ja. Habe es damals aber in Kauf genommen, da die Freundschaft zu James für mich das größere Wohl war. Shadow und ich sind daran gewachsen... Gemeinsam. Und auch ich habe etwas zurück gegeben. Zumindest glaube ich ein schwerer Grund dafür gewesen zu sein, dass James und Shadow nun mit mir auf derselben Seite stehen."

Der Schatten und der Kämpfer der Nacht nicken einander zu. Dann fokussiert Dog erneut die Kamera.

Mad Dog: "Wenn jetzt aber der Quest-Sieg als größeres Wohl ins Spiel gebracht wird, aufgrund dessen ich Shadow erneut hintergehen könnte, sollte man ebenso auf den letzten Rumble schauen! Dort habe ich Azrael Rage und mich selbst mit einem Spear eliminiert... Maxxx, es gehört zu meiner Person, dass ich nur Siege feiere, die wahr sind. Der wahre Triumph ist mein Ziel - alles andere... all das Nicht-verdiente, was du ansprichst, ist für mich wertlos. Es war damals im cWc so und so ist es bis heute. Und ich habe im Gegensatz zu dir nicht aufgegeben dafür zu kämpfen. Meine PCWA Titelerfolge bestätigen das - selbst die als S1margl - alle meine Titel habe ich verdient und fair gewonnen. Ich habe es als S1 nicht verdient, die Cryption zu behalten, ja. Damals gehörte sie eigentlich dir, Marc, oder Chris McFly. Aber dort habe ich mich leiten lassen, unfair zu agieren. Aber nicht vom größeren Wohl des Titels, sondern einzig und allein zum Zweck des Selbsterhalts. Um noch irgendetwas zu haben, nachdem mir alles andere aus den Fingern geglitten war... Das war falsch. Erklärt aber wiederum ebenso meine spätere Aktion für James beim Rumble. Und nein, Marc, an dem Punkt bin ich sehr wohl dankbar, dass Smash mich aufgenommen hat! Und ich zeige meine Dankbarkeit bis heute in meinen Auftritten bei der XAW. Ich werde aber entschieden dagegen kämpfen, auf ewig in Form eines Handlangertums Schulden zu begleichen, die nicht existieren. Smash hat mir damals geholfen, ich habe ihm und seiner Liga mit meinem Namen geholfen - that's it. Ich schulde ihm nichts mehr. Ich bin frei!"

Nun wandert der Blick zurück zu Marc Poe.

Mad Dog: "Und zwar als Einziger in dieser Runde! Poe, du hängst zu sehr an Smash... Shadow, du stierst zu sehr auf Poe,... und Jimmy, du setzt Freiheit mit Verantwortungslosigkeit gleich. Ich bin als Einziger hier bereit für den Titel Quest for the Best 2020!"

Poe auf dem immernoch der Blick von Mad Dog ruht, wischt sich eine imaginäre Träne aus dem Gesicht. 

Marc Poe: "Ich bin sichtlich gerührt. Was du hier erzählst, Snoop ist zwar nicht mit dem Schwachsinn von Maxxx gleichzusetzen, doch kommst du ihm sehr nahe. Ich respektiere dich und deine Leistungen wirklich, doch deine Rolle als Moralapostel nervt mich ohne Ende. Steh einfach zu deiner Vergangenheit, ich musste es ebenfalls lernen und bin dadurch ein besserer Mensch und Wrestler geworden."

Der Mann aus Baltimore schaut nur noch auf die Töle.

Marc Poe: "Merkt du nicht selbst, dass du nachgelassen hast, weil du nicht zu deiner Vergangheit stehst? Nach deinem Sieg gegen Rage bei Out of Ashes kam nichts Großes mehr. Mir zeigt es eindeutig, dass du weder frei noch bereit für den Quest bist. Du schwingst nur Reden, wie jemand nach seiner letzten Beichte. Bring it, Snoop. Ich bin sowas von bereit für dich und den Quest!"

Dann springt der Marylander auf und schaut zu Luke.

Marc Poe: "Wir sind fertig, oder? Gelabert wurde jetzt genug, richtig?"

Ohne auf eine Antwort zu warten verschwindet Poe. 


Vincent Craven: "Na, das ging ja ordentlich hin und her. Alle Vier haben ihre Ambitionen irgendwie klar gemacht..."

Mike Garland: "Und auch den Hass auf die jeweiligen anderen. Wobei mir da die Animositäten zwischen den möglichen Finalgegnern größer schienen als die der Halbfinalisten."

Vincent Craven: "Sagen wir es so: Die Konstellationen sind grundsätzlich andere. Natürlich schwingt auch bei Maxxx vs. Poe und Mad Dog vs. Shadow sehr viel mit, was die Vergangenheit angeht. Daher könnten diese Matches vielleicht eher mit etwas Unvorhergesehenem aufwarten... Im Main Event - ob nun so oder so - sind die Fronten klar."

Mike Garland: "Das vielerorts beschrieene Traumfinale heißt Shadow vs. Poe. Auch die beiden haben es hier wieder bestätigt. Vor allem der Night Fighter scheint seine Probleme damit zu haben... aber er sollte nicht rumheulen, schließlich hat er es in der Hand."

Vincent Craven: "Du sagst es. Ebenso wie sein Duell an der Seite von James Godd gegen Kevin Sharpe. Denn dieses erwartet uns nach einer kleinen Unterbrechung hier bei Vendetta 152!"


------------------ PCWA ------------------

Er liebt die PCWA. Er liebt es hier zu sein. Trotzdem braucht er hin und wieder eine Auszeit von dem ganzen Trubel und v.a. muss er dringend telefonieren. Abseits der Kameras. Deswegen hat er den Dome verlassen und schlendert in Richtung Mitarbeiterparkplatz. Hier gibt es nur die üblichen Überwachungskameras, aber nichts was ihn "on air" bringen könnte. Díego Alejandro Sanchéz zückt das Smartphone und wählt die Nummer, die er mittlerweile schon zu oft angerufen hat.

Sanchéz: "...ja, ich bin's. Hast du was neues für mich von deiner Recherche?"

Der Deutschmexikaner wartet und lauscht. Erst ein kurzes Nicken, dann leuchten die Augen plötzlich auf.

Sanchéz: "Du hast echt einen Namen für mich? Klasse! Wie nennt er sich jetzt?"

Wieder vergeht ein Augenblick.

Sanchéz: "Ja verstehe. Keine Garantie. Aber er könnte jetzt diesen Namen haben. Die Verbindung zum alten Fight Club könnte natürlich passen...wie schreibt man das?"

Während er wieder seinem Gesprächspartner lauscht, notiert er sich den Namen...Bullwhyle.

Sanchéz: "Muchas gracias, amigo!"

Das Gespräch ist beendet und das Smartphone weggepackt. Bullwhyle. Vielleicht ist das die Spur, die ihn zum Ziel bringen wird. Vielleicht sollte er wieder reingehen. Er ist doch weiter vom Dome abgekommen und über den Parkplatz geschlendert, als geplant, und es ist erstaunlich ruhig um ihn herum. Man hört zwar den fernen Verkehrslärm von Berlin, aber sonst ist nicht einmal das Zwitschern oder Schreien der Vögel zu hören. Nach einem Rundblick stellt er fest, dass sich auf dem weitflächigen Parkplatz auch überhaupt nichts rührt. Warum auch? Hier und da stehen Autos rum, eine von zahllosen Straßenlaternen flackert und der PCWA Dome leuchtet gewohnt hell zur Sendezeit. Also eigentlich nichts Ungewöhnliches, aber dennoch hat er so ein seltsames Gefühl, das er sich nicht erklären kann.

Tatsächlich taucht hinter einem Kleintransporter auf einmal eine ziemlich große Gestalt auf, die langsam auf ihn zu kommt! Auf seinen massigen Schultern ruht ein großes, dreieckig gestaltetes Metallding und er trägt eine recht schmutzige Fleischerschürze, sodass man seine dicken Arme mit bleicher Hautfarbe sehen kann. Er zieht erwartungsgemäß ein riesiges Schwert hinter sich. Verdutzt blickt der Deutschmexikaner der Gestalt aus der Silent-Hill-Spielreihe entgegen und stellt bei näherem Hinsehen fest, dass die Gestalt weiblich ist.

Dann erinnert er sich mit einem Kopfschütteln, dass vor wenigen Tagen Halloween stattgefunden hat. Offensichtlich hat sich da jemand im Tag geirrt.

Aber das mulmige Gefühl verschwindet nicht und das liegt nicht am ziemlich überzeugenden Auftritt des Pyramidenkopfs. Dem untrüglichen Gefühl folgend, dass noch jemand anderes hinter ihm steht, dreht er sich blitzschnell um. Volltreffer!

Als Horrorgestalt braucht Frau Starnikava sich nicht zu verkleiden, denn komplett ohne Makeup ist ihr ziemlich vernarbtes und zerschnittenes Gesicht deutlich zu sehen, was bei einem fetten Grinsen noch zusätzlich absurder wirkt.

Katya: „Huuuu-Huuuu! Die Monster holen dich!“

Grinst die kleine, aber muskelbepackte Russin dem Mann entgegen. Als Bekleidung trägt sie nichts weiter als ein ziemlich abgetragenes und öliges Nachthemd, dessen Originalfarbe, weiß, ihm nicht mehr anzusehen ist.

In diesem Moment wird Sanchéz klar, dass der Pyramid Head von Decay gespielt wird. Welche übrigens direkt hinter ihm steht, als er einen kurzen Blick über seine Schulter wirft.

Sanchéz: „Was wollt ihr?“

Lachend umrundet Katya ihn einmal komplett, wobei sie provozierend ihre Hand über den Rücken und die Brust von Díego fahren lässt.

Katya: „Wir?! Wir wollen gar nichts von dir, mein Guter. Aber unsere Königin will etwas von dir!“

Daraufhin tippt sie übertrieben auf Díegos Brust, so als ob sie einen Schüler zurecht weisen will.

Katya: „Sie will Respekt von dir. Du hast die Königin bei der Besprechung nicht respektvoll behandelt! Du hast ihr verweigert, einen kleinen, winzigen, bedeutungslosen Gefallen zu tun und bist stattdessen sehr, sehr unhöflich und ausfallend geworden!“

Sanchéz: „Ach ja? Wisst ihr überhaupt, was ‚eure‘ Lara von mir wollte? Ich bin nicht ihr Diener oder Sklave, renne hier rum, um andere zu attackieren, damit Madame sich die Finger nicht schmutzig machen muss. Sie scheißt auf die anderen hier und auf die PCWA. Vielleicht sollte sie erstmal nachschlagen, was Respekt tatsächlich bedeutet!"

Er redet sich in Rage und merkt es selber. Die Bremse wird gezogen, zumindest ein bisschen.

Sanchéz: "Ich bin nicht wie ihr! Werkzeuge ohne eigenen Willen. Egal, was sie sagt, auf so einen Scheiß lasse ich mich nicht ein. Das hat sie zu akzeptieren. Richtet ihr das aus, wenn sie schon nicht den Mut hat, mir das selbst ins Gesicht zu sagen!"

Katya: „Hm-hm. Wissen wir alle und das ist uns herzlich egal. Sie hat uns gebeten, eine Nachricht zu überbringen und das tun wir selbstverständlich gern. Ist ja keine schwierige oder große Bitte, wo man sich damit schwer tut wie du, mein putziges Kerlchen. Hey, Decay, gibst du ihm bitte die Nachricht weiter?”

Fragend dreht sich Díego um und sieht auf einmal eine riesige Faust auf sich zukommen, der er unmöglich ausweichen kann!

PUNCH STRAIGHT INTO FACE!

Im nächsten Moment schmerzt ihm die komplette linke Gesichtshälfte übelst und er findet sich liegend am Boden vor.

Katya: “Sorry, manchmal versetzen einem schlechte Nachrichten einen Schlag… oder gleich mehrere Tritte!”

Und so folgen harte Fußtritte - einmal barfuß von Katya und einmal mit Stiefel der Größe 52 - gegen seinen gesamten Körper, hauptsächlich gegen Rippen und Hüfte. Komischerweise wird sein Kopf verschont, den er mit beiden Armen bedeckt. Plötzlich wird er von Decay hochgerissen und wieder auf die Beine gestellt, aber dann fängt er auch sogleich einen Lariat von der Russin ein, der ihn umgehend zurück auf den Asphalt bringt!

Die ex-Gulag-Bewohnerin beugt sich grinsend hinunter zu ihm.

Katya: “Du hast Lady Lee sehr verärgert. Weißt du, eigentlich wollte sie sogar, dass wir dich statt den verrückten Hund krankenhausreif verprügeln sollen… aber sie hat's sich im letzten Moment anders überlegt, und will ‘nur’ dass wir dir ein wenig wehtun, um dich daran zu erinnern, dass ihr noch längst nicht quitt seid und bei CORE ein Match habt. Nun, ich werde dir einen Vorgeschmack geben, was dich zukünftig im Ring erwartet!”

Decay tritt so hart gegen seine Seite, dass er sich auf den Bauch umdrehen muss. Vor Schmerzen stöhnt er und versucht sich aufzurichten…

Katya entfernt sich ein paar Schritte von ihm, während Decay regungslos daneben steht.

Katya: “Wie gut, dass du heute kein Match hast, Diegolein…”

Und rennt los!

PUNT KICK!!

DIREKT GEGEN DEN KOPF!!!

Sanchéz bricht auf der Stelle zusammen und bleibt mit ausgestreckten Gliedmaßen da. Zu guter Letzt stellt Katya sich breitbeinig über ihm auf, greift nach dem unteren Saum des Nachthemdes und deutet an, auf ihn zu pinkeln. Doch Decay legt eine Hand auf Katyas Arm, schüttelt den Kopf und deutet auf einen Pärchen, das in einiger Entfernung aufgetaucht ist.

Unzufrieden grunzt Karya nur und lässt damit den Deutschmexikaner in Ruhe.

Katya: “Komm, gehen wir. Ich glaube wir haben den Job gemacht…”

Zurück bleibt Díego A. Sanchéz, bei dem der letzte Tritt scheinbar einen Cut an der Stirn verursacht hat. Sein Blut rinnt ihm übers Gesicht und während die Schritte seiner Peiniger langsam verhallen, versucht er sich aufzurichten. Im Hinblick auf Core sollte er vielleicht der medizinischen Abteilung einen Besuch abstatten.


------------------ PCWA ------------------

 

"'CAUSE WHAT DON'T KILL YOU MAKE YOU MORE STRONG!!!"

 

 


Die nachfolgenden Jubelschreie donnern mit einer ungeheuren Lautstärke durch den Dome, erwarten die Zuschauer doch niemand geringeren als den amtierenden Champion nebst seines Kameraden und Topdraws der Liga. Passend dazu flimmert ihr Logo über den AlieraTron…

 

Bild


… und dann treten beide heraus auf die Stage: die Mienen zuversichtlich, die Arme gereckt und sich an den Bekundungen aufputschend. Wie schon bei den letzten Malen begibt sich der Gerasy nach rechts und die unbekannte Konstante nach links.


You rise you fall
Your down then you rise again
What don't kill you will make you more strong


Dann donnern Pyros hinter ihnen los und jagen zur Decke.


Through black days
Through black nights
Through pitch black insights


Als sie schließlich fokussiert zum Ring marschieren, ertönt die Glocke und die Ringsprecherin begibt sich in Position.

Jane Nelson: "Ladies and Gentlemen …  auf dem Weg zum Ring …… mit einem Gesamtgewicht von 225 Kilogramm …………………. der PCWA Undisputed Gerasy Champion ……………………… und die unbekannte Konstante …………………………….  JAAAAAAAAAAMES GOOOOOOOOOOOODD ………………………………. MAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAD DOOOOOOOOOOOOOOOOG ………………………. die MAAAAAAAAAAAAAAAD GOOOOOOOOOOOODDS!"

Die beiden entern den Ring und jubeln kurz mit den Fans. Dann bleiben sie in ihrer Ecke stehen, den Gegner erwartend. Godd und MD tauschen dabei keine weiteren Worte aus - sie sind auf alles gefasst.

Jane Nelson: "Und ihr Gegner... aus Nashville, Tenessee... KEVIIIIIIIIN SHAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAARPE!!!!"

 

 

Unter lauten Buhrufen betritt der Grandslam Champion die Rampe. Das fahlweiss geschminkte Gesicht blickt beinahe angewidert in die Fans und verdreht die Augen. Blackheart trägt schlichte, schwarze Hosen, schwarze Boots und ein "Future Three Time Undisputed Gerasy Champion" - Shirt. Die Hände sind halb den Unterarm hinauf mit weissem Tape versehen. Ein Arm ruht hinter dem Rücken.

Vincent Craven: "Ziemlich optimistisch, der Gute."

Mike Garland: "Zu Recht. Er wird dieses Match gewinnen, auch wenn er alleine ist."

Vincent Craven: "Was ist jetzt... "

Was unser kompetenter Moderator meint ist die Tatsache, dass der Arm hinter dem Rücken hervor kommt und die zugehörige Hand ein Mikrofon trägt. Im Ring herrscht bei den Mad Godds sofort Alarmstufe Rot, während Blackheart das Mikrofon an die Lippen führt.

Sharpe: "Handicap Match, korrekt?"

Mad Dog ballt die Fäuste. Eine böse Vorahnung beschleicht den Hund, während James Godd nickt. Das schwarze Herz setzt ein ekelhaftes Grinsen auf.

Sharpe: "Sehr gut. Dann begrüßt meine Partner!"

 

 

Vincent Craven: "Ich habe es gewusst! Niemals hätte sich Sharpe den Mad Godds allein gestellt. So ein hinterhältiger Kerl."

Mike Garland: "Ein wundervoller Schachzug! Chapeau, Kevin!"

Das Publikum sieht das ein wenig anders, als Jimmy Maxxx und Stem die Rampe betreten. Die Buhrufe werden noch lauter. Mad Dogs Gesicht hat sich zu einer aggressiven Fratze verzogen, die nur noch in Richtung Sharpe blickt. James Godd blickt derweil erst fragend zu Vincent Craven, dann zu Jane Nelson. Doch auch diese beiden zucken nur mit ihren Schultern. 

Langsam geht das Trio nun die Rampe hinunter. Stem trägt eng anliegende, schwarze Hosen und die passenden Boots. Der Oberkörper ist frei. Jimmy Maxxx trägt immer noch das Shirt auf dem "Sharpe like a Knife" steht sowie eine schwarzen Jeans. Die Hände getaped.

Vincent Craven: "Jona MUSS hier ein Machtwort sprechen!"

Mike Garland: "Wieso? Es ist wie Sharpe vorhin sagte: Es steht als Handicap Match auf der Card. Und das ist es ja auch, oder etwa nicht?"

Vincent Craven: "Ja, schon, aber... "

Mike Garland: "Nichts Aber! Gib einfach zu das Blackheart wieder einmal alle zu seinem Vorteil ausgetrickst hat! Und das sogar LEGAL!"

Der Halbjapaner antwortet nicht. Aber er muss seinem Kollegen stillschweigend Recht geben. Es ist und bleibt ein Handicap Match. Nur eben nicht Zwei gegen Einen sondern Drei gegen Zwei.

Das Trio ist mittlerweile am Ring angekommen und begibt sich in der ihnen zugeteilten Ecke auf den Apron. Mad Dog ist bereis im Ring. Er wird wohl beginnen. Sharpe, Stem und Maxxx diskutieren noch, dennoch gibt Sven Nitzschke das Zeichen an den Zeitnehmer... und der läutet die Glocke!

 

Redemption
Handicap Match
1* Undisputed Gerasy
Bild
vs.
BildBildBild

(Der erste Fall entscheidet über den Sieg. Als Fall zählen Three Count, Submission, Disqualifikation sowie Count-Out.
-Referee: Sven Nitzschke; Timelimit: 20 Min)

 

Mad Dog steht in der Ringmitte und zeigt mit dem ausgestreckten Zeigefinger auf Blackheart. Ein eindeutiges Zeichen, dass er doch beginnen soll. Doch der lacht kurz auf und klopft Wilson auf die Schulter. Und der betritt den Ring über das Top Rope. Die Töle wirft Sharpe einen bitterbösen Blick zu, doch dann widmet er sich dem Mann aus Roanoke. Beide landen sofort in einem LOCKUP!

Vincent Craven: "Also hat Sharpe wieder Männer um sich geschart. Wie wenig überraschend."

Mike Garland: "Du hörst einfach nicht zu, Vince."

Vincent Craven: "Wie bitte?"

Mike Garland: "Ich erkläre es dir gleich, schau lieber, was im Ring passiert."

Vincent Craven: "Na, da bin ich ja gespannt."

So wie wir alle. Doch im Ring spielt sich die Action ab! Die Töle hat der Kraft von Stem akttuell nichts entgegen zu setzen und wird in die Ringecke gedrückt! Sofort ist Nitzschke da und zählt den Mann aus Roanoke an. Der lässt ab vom Hund und hebt die Hände... nur um im Bruchteil einer Sekunde einen HIGH KNEE LIFT gegen seinen Gegner folgen zu lassen! Dann umgreift er den Hals von MD, zerrt ihn aus der Ecke und...

 

UUUUUUUUUUUUUUUH!!!

 

Ein Raunen geht durch das Publikum, nachdem Stem den Night Fighter fast in die gegenüber liegende Ringecke geschleudert hat! Hart landet MD auf der Matte, rollt jedoch geschickt durch und kommt kniend, mit der rechten Hand auf die Ringmatte gestützt, in eine sichere Position. Knurrend beäugt er seinen Gegner. Der knackt die Fingerknöchel durch, streicht sich durch den Bart und geht auf die Töle zu. Der erhebt sich...

Vincent Craven: "Das war ja klar. Widerlich!"

Mike Garland: "Du bist einfach zu verweichlicht."

Was dem Halbjapaner so sauer aufstösst ist die Tatsache, dass Jimmy Maxxx von hinten den Hals der Töle mit beiden Häden umschlossen hat und diesen nun würgt. Sofort ist der Ringrichter beim Berliner, der natürlich umgehend los lässt und die Hände hebt, als sei nichts gewesen. Nitzschke findet deutliche Worte für Jimmy, während MD sich die Kehle reibt. Leider immer noch zu nahe an der gegnerischen Ecke...

Mike Garland: "Blackheart schnappt den Kopf der Töle!"

Und zieht ihn zu sich heran. Den Hals fest im Griff lässt er sich vom Apron fallen! Der Kehlkopf des Hundes kollidiert schmerzhaft mit dem Ringseil! Der Kopf des Night Fighters ruckt zurück und er taumelt rückwärts... wo Wilson die ganze Zeit beinahe bedächtig gewartet hat und umgreift von hinten die Hüfte von MD...

 

GERMAN SUPLEX!!!

 

Krachend landet der Hund auf der Matte! Jimmy Maxxx und Sharpe haben sich derweil wieder auf ihre Positionen in ihrer Ecke begeben. Doch Stem hat die Hüften von MD nicht losgelassen und drückt den Rücken ins Hohlkreuz durch... in die Brücke und zum Pinversuch!

 

...eins...

 

...KICKOUT!!!

 

Wie ein Schnappmesser befreit sich der Hund aus dem Hold und rollt sich aus Stem's Reichweite. Der Roanoker hingegen setzt sich auf und kommt, eine Hand auf den Ringboden gestützt fast behäbig wieder auf die Beine. Dann knackt er erneut die Fingerknöchel durch und verschränkt die Arme vor der Brust.

Vincent Craven: "Auch wenn es regelwidrig ist überrascht mich die Chemie zwischen The Downfall und Sharpe."

Mike Garland: "Es ist das Chaos, was sie eint."

Vincent Craven: "Was?"

Mike Garland: "Das wollte ich vorhin sagen. Das ist keine neue Allianz, kein neues Triumvirat. The Downfall sind das personifizierte Chaos. Die keine Regeln kennen. So wie Blackheart. Und das eint die Drei."

Vincent Craven: "Sehr weit her geholt."

Möglich. Mad Dog kauert derweil in seiner Ecke und fixiert Stem mit bösem Blick. Er steht auf... und da klatscht eine Hand auf seinen Rücken. James Godd betritt den Ring. Der Night Fighter wirft seinem Partner einen Blick zu, doch der lächelt und nickt. Die Töle nickt ebenfalls und verlässt den Ring.

Mike Garland: "Ärger im Paradies, hm?"

Vincent Craven: "Unsinn. James hat gemerkt, dass Mad Dog overpacen könnte. Er zieht lediglich die Bremse."

Unser Lieblingskommentator im Hawaiihemd verdreht die Augen. Der Undisputed Gerasy lässt die Arme kreisen und geht auf Wilson zu. Der entschränkt die Arme und geht auf seinen Gegner zu, um ihn in einen LOCKUP zu zwingen! Doch Britain's Finest hat die ersten Minuten des Matches sehr wohl verfolgt, taucht unter den Armen hinweg und verpasst Stem einen KICK in die Seite! Der große Mann neigt sich kurz zur Seite und verzieht das Gesicht. Doch dann atmet er einmal tief durch und fixiert sein Ziel erneut.

Vincent Craven: "James Godd macht alles richtig. Er umtänzelt Stem wie ein Boxer!"

Mike Garland: "Was für ein Feigling. Er soll in den Infight gehen!"

Vincent Craven: "Ich nenne es eher In Ring Intelligenz. Aber davon verstehst du ja nichts."

Abfälliges Schnauben. Im Ring will Wilson erneut seinen Gegner greifen und ihn in einen LOCKUP zwingen, doch der taucht erneut unter den riesigen Pranken hindurch und verpasst Barry einen saftigen KICK in den Magen! Der krümmt sich nach vorne und Godd rennt in die Seile... er nimmt ordentlich Fahrt auf und jagt auf Stem zu, der immer noch nach vorne gebeugt in der Ringmitte steht...

 

HURRICANRANA!!!

 

Stem macht eine 180 Grad Überkopfdrehung nach vorne und klatscht mit dem Rücken auf die Matte! In der Ringecke ist Blackheart ausser sich und hämmert vehement mit der flachen Hand auf das Ringpolster! Doch Britain's Finest hat keine Zeit zu verlieren! Er taxiert kurz den am Boden liegenden Wilson, dann rennt er in die Seile...

 

 

SPRINGBOARD MOONSAULT!!!

 

Perfekte Landung! Und sofort hakt James Godd das Bein ein!

 

...eins...

 

...KICKOUT!!!

 

Vincent Craven: "Der Champ dreht auf!"

Mike Garland: "Ja, leider."

Das Britain's Finest von Wilson fast anderthalb Meter beim Kickout in die Luft geschleudert wurde lassen die Kommentatoren unter den Tisch fallen. Hart landet Godd auf dem Bauch, während Barry sich in seine Ringecke rollt und die Hand ausstreckt. Ein lautes Klatschen ertönt, und der Misfit der PCWA betritt den Ring.

Mike Garland: "Nun wird es spannend. Jimmy Maxxx gegen James Godd!"

Vincent Craven: "Das könnte wirklich interessant werden."

Der Champion steht wieder, während der Berliner ihn wie ein Raubtier umkreist. Britain's Finest schüttelt kurz die rechte Hand aus, dann begibt er sich in Kampfstellung. Doch Jimmy Maxxx wartet das nicht ab und stürzt sich sofort auf Godd! Wie ein Maschinengewehr prasseln die Schläge auf den Undisputed Gerasy Champion ein, der Mühe hat, die Deckung zu halten.

Vincent Craven: "Das ist doch kein Wrestling, herrgott!"

Mike Garland: "Das ist Jimmy's Stil. Solltest du wissen."

Vincent Craven: "Es ist trotzdem alles andere als schön."

Der Berliner will sicherlich auch keinen Schönheitspreis gewinnen. Er hat den Champ mit harten Kick -und Schlagkombinaationen nun in die Seile gedrängt... und James Godd schiebt den Oberkörper zwischen eben Diese. Was den Ringrichter natürlich auf den Plan ruft, der Jimmy Maxxx entsprechend ermahnt. Der verdreht die Augen, hebt aber dennoch die Hände und geht zwei Schritte zurück.

Mike Garland: "Er ist einfach ein fairer Sportsmann, dieser Jimmy Maxxx."

Vincent Craven: "Manchmal frage ich mich, ob du solchen Unsinn nur sagst, um mich zu ärgern."

Mike Garland: "Ich präsentiere nur Fakten. IMMER!"

Na klar, wer weiss das nicht. Britain's Finest schlängelt sich durch die Seile wieder in den Ring, und sofort ist der Berliner wieder bei ihm. Doch dieses Mal ist Godd vorbereitet! Er blockt einen weit ausladenden Schwinger vom Misfit mit der Linken und antwortet mit einem FOREARM gegen den Kopf seines Gegners! Der taumelt zurück und der Champ lässt noch einen weiteren FOREARM folgen!

Vincent Craven: "James ist gefährlich nahe an der gegnerischen Ecke."

Doch dank der Erfahrung und Ringübersicht des Champions ist dieser sich der Tatsache absolut bewusst. Er greift seinen Gegner an der Hose und zieht ihn zu sich heran... dann lässt er einen harten KICK in den Magen folgen! Jimmy Maxxx beugt sich nach vorne und Britain's Finest schnappt dessen Kopf und platziert ihn unter der Achsel...

 

SNAP SUPLEX!!!

 

Sitzt perfekt! Und sofort rollt James auf seinen Gegner und setzt den Pin an!

 

...eins...

 

...KICKOUT!!!

 

Auch der dritte Pinversuch in diesem Match geht nicht durch.

Vincent Craven: "Der Champ bestimmt hier absolut das Geschehen. Schon sein zweiter Pinansatz in diesem Match."

Mike Garland: "Interessiert am Ende keinen. Ist wie beim Fußball. Am Ende zählen die Tore und nicht die Torabschluss-Versuche."

Vincent Craven: "Was für ein schöner Vergleich."

In der Tat. James Godd scheint sich dieser Tatsache auch bewusst zu sein. Er rollt von seinem Gegner herunter und bringt sich per KIP UP in eine stehende Position, was die Fans mit tosendem Applaus quittieren. Der Undisputed Gerasy Champion beugt sich zu Jimmy Maxxx hinunter, umgreift dessen Kopf und zerrt ihn nach oben. Doch der...

Vincent Craven: "Ist das auch der 'Stil' von Jimmy Maxxx?"

Mike Garland: "Natürlich! Was denn sonst?"

Was ist passiert? Der Berliner hat aus dem Nichts heraus Zeige -und Mittelfinger in den Augen seines Gegners versenkt! Der schlägt die Hände vor das Gesicht, während Jimmy Maxxx in seine Ecke hechtet und wechselt... mit BLACKHEART! Ein gellendes Pfeifkonzert hallt durch den Dome, was das schwarze Herz aber wenig kümmert. Er schleicht sich hinter den Champion, der immer noch versucht, klare Sicht zu bekommen. Blitzschnell umgreift er mit beiden Armen den Hals und Kopf seines Gegners... und hebt ihn aus!

 

REVERSE HEAD AND ARM SUPLEX!!!

 

Sitzt perfekt! Doch Sharpe setzt keinen Pin an. Er steht einfach wieder auf, zerrt Godd nach oben und verpasst ihm einen sehr nonchalanten FAUSTSCHLAG in den Magen. Britain's Finest krümmt sich, doch Blackheart reisst ihn am Nacken wieder nach oben... und lässt einen HEADBUTT folgen! Dann fixiert er Mad Dog, der sichtlich vor Wut kochend auf dem Apron steht. Es fallen diverse Worte... und der Hund...

Vincent Craven: "Das sollte MD unterlassen!"

Mike Garland: "Dumm. Einfach nur Dumm!"

Man konnte nicht genau hören, was Blackheart seiner Nemesis zugerufen hat. Doch es scheint gereicht zu haben, den Schalter umzulegen. Mad Dog stürmt in den Ring und will auf Sharpe losgehen, was der Ringrichter natürlich unterbindet. Blackheart nutzt diesen Moment und whippt James Godd in seine Ecke... und dort warten schon The Downfall!

Mike Garland: "Das ist die Quittung für MD's unüberlegtes Verhalten."

Vincent Craven: "Ich mag gar nicht hin sehen."

Sofort sind Stem und Maxxx im Ring und treten auf Godd ein. Der kann sich nicht wehren und sinkt in der Ecke zusammen, während The Downfall weiter ihre harten Tritte folgen lassen. Der Night Fighter hat derweil seinen schweren Fehler eingesehen und verlässt wieder den Ring. Blackheart gibt The Downfalll ein Zeichen, und ehe sich der Ringrichter umgedreht hat stehen Wilson und Maxxx wieder brav auf dem Apron, als wäre nichts gewesen. Blackheart geht auf den in der Ringecke zusammen gekauerten James Godd zu und reisst diesen nach oben. Dann verpasst er ihm eine klatschende Ohrfeige und grinst in Richtung des Hundes.

Vincent Craven: "Ein gefährliches Spiel, was Sharpe hier treibt. Er solte weder Godd lächerlich machen noch Mad Dog weiter reizen."

Mike Garland: "So lansgam muss ich dir da Recht geben. Die Töle sieht aus als würde er den kompletten Ring aufressen wollen."

MD hat die Fäuste so sehr geballt, dass die Knöchel schneeweiss sind. Doch nochmal wird er nicht den Fehler machen, eine Überzahl Situation für ihre Gegner zu schaffen. So klopft er mit der flachen Hand auf das Ringpolster, um James zu motivieren. Doch das ist Sharpe relativ egal. Er verpasst Britain's Finest einen KICK in den Magen und hievt ihn dann auf seine Schulter.

 

DEATH VALLEY DRIVER!!!

 

Und sofort das Cover!

 

...eins...

 

...zwei...

 

...KICKOUT!!!

 

James Godd reisst die Schulter nach oben! Blackheart rollt herunter und rammt die Faust auf die Matte. Sharpe steht wieder auf und greift nach unten... doch James Godd verpasst ihm einen FAUSTSCHLAG in den Magen! Blackheart taumelt zurück und gibt dem Gerasy Champion so etwas Zeit, wieder in eine stehende Position zu kommen. Kevin hat sich derweil wieder gefangen und setzt zu einem FRONTKICK an...

Vincent Craven: "GODD FÄNGT DAS BEIN AB!"

Und dreht sich um die eigene Achse!

 

DRAGON SCREW!!!

 

Blackheart landet auf der Matte! Und James Godd krabbelt sofort in seine Ecke, wo Mad Dog ihm auf die Schulter klopft! Der Dome bricht beinahe auseinander, als der fliegende Hund den Ring betritt und sofort in Richtung Sharpe rennt! Dem steht das blanke Ensetzen ins Gesicht geschrieben. Auf dem Hintern sitzend robbt er hektisch rückwärts und atmet erleichtert aus, als er eine flache Hand auf seinem Rücken spürt.

Mike Garland: "Beinahe, Töle. Beinahe."

Vincent Craven: "Er wird noch seine Chance bekommen, da bin ich sicher!"

Aber nicht jetzt, denn Barry Wilson betritt den Ring. Bedächtig geht er auf MD zu, doch der verliert keine zeit. Sofort verpasst er Stem einen KICK in den Magen. Dann begibt er sich sofort hinter ihn, reisst ihn am Kopf nach oben und klemmt diesen unter seine Achsel. Und springt ab!

 

MNI!!!

REVERSE DDT!!!

 

Stem's Kopf wird regelrecht in den Ring gepflanzt! Dieser scheint regelrecht überrascht von der Brachialität, mit der der Night Fighter hier vorgeht. Er rollt sich in seine Ecke und streckt die Hand aus... und Jimmy Maxxx schlägt ein. Der Berliner betritt nun den Ring und geht auf Mad Dog zu, der mit gefletschten Zähnen in der Ringmitte steht! Jimmy will einen PUNCH landen, doch MD taucht darunter hinweg und verpasst Jimmy einen SIDEKICK! Dann umgreift er dessen Hüfte...

 

THE FIGHTER'S POWERBOMB!!!

 

Die Gutwrench Powerbomb sitzt! Der Hund ist sofort wieder auf den Beinen und brüllt seine Frustration durch den Dome, was die Fans mit donnerndem Applaus quittieren. Jimmy Maxxx nutzt diese Zeit und hechtet in seine Ecke. Er streckt die Hand nach Sharpe aus... doch der zögert...

Vincent Craven: "Das darf doch nicht wahr sein! Sharpe verweigert den Wechsel."

Mike Garland: "Da hat er aber die Rechnung ohne Maxxx gemacht."

Richtig. Denn der schüttelt den Kopf und klatscht Blackheart mit der flachen Hand auf die Brust. Und jetzt versteht man sein eigenes Wort nicht mehr. Als Blackheart sichtlich widerwillig durch die Ropes den Ring betritt, hält es keinen mehr auf den Sitzen!

 

FIGHT!!!

FIGHT!!!

FIGHT!!!

 

Die Message ist unmissverständlich. Und kaum hat Sharpe den Ring betreten ist Mad Dog schon bei ihm! Sofort deckt er diesen mit wilden Tritt -und Schlagkombinationen ein! Dann umgreift er dessen Kopf... und schleudert ihn in die Ringmitte! Sofort ist er wieder über ihm und tritt wie ein Besessener auf Blackheart ein!

Vincent Craven: "Endlich bekommt der Night Fighter Sharpe in die Finger!"

Mike Garland: "Ich mag gar nicht hinsehen... "

Es gleicht einer Bestrafung, was im Ring gerade passiert. Die Töle zerrt Kevin nach oben und verpasst ihm einen FOREARM an die Schläfe! Dann greift er dessen Arm und verpasst ihm einen erneuten FOREARM! Dann schickt ihn in die Seile... leider nicht unweit von The Downfall, aber trotzdem zu weit für einen Wechsel. Doch der RIngrichter ist aktuell nur auf Mad Dog fixiert...

Mike Garland: "Perfekt! Sehr gut!"

Vincent Craven: "Es wird nicht besser... "

Wilson hat einfach in die Hände geklatscht, als Sharpe die Seile erreicht hat. Der Night Fighter hat dies nicht mitbekommen, so im Tunnel ist er! Blackheart rast heran und er verpasst ihm einen BIG BOOT! Wie eine gefällte Eiche klatscht Kevin auf die Matte und Mad Dog wirft sich auf ihn im Glauben, er wäre noch der reguläre Mann...

 

ELBOW DROP!!!

 

Wilson trifft mit einem sehr hoch gesprungenen Elbow den Nacken des Hundes! Der rollt von Sharpe herunter und hält sich den Hals! Blackheart rollt sich in seine Ecke und holt auf dem Apron erst einmal Luft. Stem reisst die Töle nun nach oben und umgreif dessen Hüfte... und reisst ihn nach oben...

 

GUTWRENCH POWERBOMB!!!

 

Vincent Craven: "Da hat Wilson aber gut von MD geklaut."

Mike Garland: "Das nennt man 'Adaptieren', Vince."

Vincent Craven: "Es klingt nur freundlicher."

Mike Garland: "Du bist ja auch unfreundlich."

Augenrollen. Wir haben es vermisst. Im Ring verliert Wilson aber keine Zeit. Er zerrt den Night Fighter nach oben und whippt ihn in seine Ecke! WIe ein D-Zug rennt er hinterher und verpasst MD in der Ecke eine krachende LARIAT! Dann wechselt er mit seinem Partner und Jimmy Maxxx betritt den Ring. Wilson schnappt sich erneut die Töle...

 

BACKBREAKER!!!

 

Aber Stem lässt den Hund auf seinem Knie liegen, während Jimmy Maxxx mittlerweile auf dem Turnbuckle sitzt... und abspringt!

Mike Garland: "DAS TAT WEH!"

Mit Sicherheit! Der Berliner trifft den Hals des Night Fighters mit einem KNEE DROP! Stem entlässt den Hund aus seinem Griff und begibt sich zu Blackheart auf den Apron. Während Jimmy das Cover ansetzt...

 

...eins...

 

...zwei...

 

...DR...KICKOUT!!!

 

Vincent Craven: "Das war knapp!"

Mike Garland: "Schade... "

Jimmy Maxxx schüttelt ungläubig den Kopf, verliert aber keine Zeit. Er zieht seinen Gegner nach oben, doch MD kontert mit einem SCHLAG in den Magen! Der Berliner krümmt sich, und der Night Fighter taumelt instinktiv rückwärts in Richtung seiner Ecke... wo James Godd schon bereit steht... und sich einwechselt! Im Ring versucht Jimmy noch, wieder einigermaßen klar zu werden, doch Britain's Finest hat schon einen Plan. Er umgreift mit beiden Händen das Top Rope... und wuchtet sich nach oben!

 

SPRINGBOARD CLOTHESLINE!!!

 

Sitzt perfekt und beide Kombattanten gehen auf die Matte! Sofort ist der Champion wieder auf den Beinen und schnappt sich Jimmy Maxxx! SIDEKICK... FOREARM... SIDEKICK! James ist absolut on Fire! Er schnappt den Arrm von Jimmy Maxxx und whippt ihn in die Seile! Blackheart ist da...

Vincent Craven: "Blind Tag! Sogar regelkonform."

Mike Garland: "Als ob das nicht die Regel wäre... also manchmal... "

Der Halbjapaner sagt nichts. Aber es ist Fakt, Sharpe ist der reguläre Mann im Ring. James Godd hat davon nichts mitbekommen und verarbeitet erst einmal den zurück stürmenden Jimmy Maxxx mit einem...

 

POWERSLAM!!!

 

Auf die Matte! Godd springt auf und reisst die Arme in die Höhe, was die Fans mit Jubel quittieren. Doch hinter ihm hat sich Kevin Sharpe herangeschlichen...

 

UUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUH!!!

 

Ein Raunen geht durch das Publikum. Blackheart hat dem nichts ahnenden James Godd von hinten einen saftigen LOW BLOW verpasst! Und greift sofort die Hose von Britain' s Finest! EINROLLER!!! Und Sven Nitzschke ist unten und zählt...

 

...eins...

 

Vincent Craven: "Sharpe hält die Hosen von James fest!!! WIDERLICH!!

 

...zwei...

 

Mike Garland: "JAAAAAA!!!"

 

...DREI!!!

 

Der Dome explodiert. Aber nicht vor Jubel! Blackheart rollt sich sofort aus dem Ring, um dem anstürmenden Mad Dog zu entgehen. Und Jane Nelson verkündet das Ergebnis.

Jane Nelson: "Die Sieger... THE DOOOOOOWNFAAAAAAAAALL und KEVIIIIIIIIIIIIIIIIIN SHAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAARPE!!!"

James Godd sitzt völlig perplex im Ring, während ausserhalb des Ringes The Downfall und Kevin Sharpe sich gruppieren. Mad Dog funkelt Blackheart böse an, doch der grinst nur dreckig und zeigt mit dem Finger auf das CORE-Logo, was soeben auf dem AlieraTron eingeblendet wurde. Dann begeben sich die Drei die Rampe hinauf.

Mike Garland: "Dieser Teufelskerl hat es mal wieder geschafft."

Vincent Craven: "Auf seine unnachahmliche, unsportliche Art."

Mike Garland:  "Ach, du wieder. Wenn sich eine Möglichkeit ergibt, dann ergreift man diese."

Vincent Craven: "Es muss mir trotzdem nicht gefallen. Obacht... auf der Rampe tut sich etwas."

The Downfall und Blackheart haben das Ende der Rampe erreicht. Blackheart streckt die Hand aus. Jimmy Maxxx schaut auf die ausgestreckte Hand, dann zu Wilson. Einige Sekunden vergehen... dann...

Drehen sich beide um und lassen Sharpe einfach stehen.

Vincent Craven: "Oh, Ärger im Paradies?"

Mike Garland: "Nein. Es ist wie ich sagte. The Downfall wollen Chaos und Unruhe stiften. Sharpe hat ihnen heute Abend die Möglichkeit dazu gegeben. Nicht mehr, nicht weniger."

Vincent Craven: "Was bleibt ist die Tatsache, dass es beim CORE erneut heisst... James Godd gegen Kevin Sharpe um den Undisputed Gerasy."

Mike Garland: "Und Mad Dog KEIN Match gegen Sharpe bekommt... und der Titel wird wieder dahin gehen, wo er hin gehört. Ein toller Abend."

Vincent Craven: "Das bleibt abzuwarten. Und zwar alle deine Aussagen."


------------------ PCWA ------------------

Gefährlichkeit und Schönheit liegen oft im Einfachen, im Banalen. Weil man sie hier nicht vermutet, dank verschiedenster simpler Denkmäntel. Glück und Zufriedenheit vermögen viele in jedweder Spielart von Luxus zu sehen … und vergessen oft „those simple things“, welche allzu oft einem direkt vor den Füßen liegen. Nur das Bücken zu einer scheinbar vergessenen Tugend verkommt.
So war und ist es auch … mit der vielgerühmten Gorilla Position. Einst als Ehrerbietung vor vergangener Legendenschaft tituliert war der Aufenthaltsbereich so kurz vor dem Vorhang nach draußen ein renommierter Ort im Business - selbst, wenn er beim näheren Betrachten nur als eine unsystematischen Ansammlung an Technik und Equipment erinnerte mit dem chaotischen Charme einer Nerd-Studentenbude. Und doch: hier wurden die Schalthebel der Shows ein letztes Mal feinjustiert. Hier wurden letzte Instruktionen verabreicht. Hier wurden die Nebel bevorstehender Schlachten aktiv wie verbal gelichtet. Hier … waren alle mehr oder weniger gleich voreinander.
Nur sah er das ein wenig anders - manche waren halt gleicher.

"Am Boden. Wie passend. ForeSHADOWing auf das Kommende?"

Wie aus dem Nichts ist Blackheart an der Gorilla Position aufgetaucht. Der Schweiß des Matches ist noch überall auf seinem Körper zu sehen. Er stemmt, immer noch schwer atmend, die Arme in die Hüften und mustert IHN.
Dessen Entgegnung - nicht mindern zynisch.

„Der Beweis von Heldentum liegt nicht im Gewinnen einer Schlacht, sondern im Ertragen einer Niederlage … und auch wenn bei dir beides in letzter Zeit an der Tagesordnung war, mag ich immer noch wenig Heroisches ausmachen. Aber was nicht ist, kann schließlich noch werden.“

Ein flüchtiges Lächeln huscht über das Gesicht Kevins. Wenn man sich auf eines verlassen konnte, dann darauf, dass ER stetig seinen Weg kreuzte. Zwar nicht pünktlich wie ein Uhrwerk, aber doch kontinuierlich. Und meist an gewissen Wendepunkten seiner Karriere.
Und so dehnt er sich in theatralischer Zähigkeit … und richtet seinen Blick auf den Inbegriff der optischen Kontrastlosigkeit. Auf dem Boden sitzend an eine Wand gelehnt, das Gesicht haarbedeckt und den Kopf wie in den Nacken gelegt. Der linke Arm auf dem angewinkelten Bein ruhend. Die übliche meditative Lehnposition des Schattens, von der man sich allerdings keinesfalls täuschen lassen sollte.

Sharpe: "Ich würde nicht sagen, dass ich eine Schlacht gewonnen habe, lediglich ein Scharmützel, welches aber im Hinblickauf das Große und Ganze gesehen nicht unerheblich für die finale Schlacht war. Was sich aber nie ändern wird, ist dein Hang zu bildhafter Sprache, oder, Shadow? Du wirst wohl nie ein Freund klarer Worte werden. Well... "

Er pustet nochmal durch, dann setzt er sich dem Schatten gegenüber an die Wand.

Sharpe: "Ich denke, es sollten dir aktuell andere Dinge durch den Kopf gehen als mein Win-Loose Tabloid, geschweige denn meine weitere Zukunft, oder etwa nicht?"

Ohne groß aufzublicken, gluckst es unter dem Haarvorhang.

Shadow: „Lass mir doch das bisschen Sarkasmus. Es ist schließlich die einzig wirklich ehrliche Brücke zwischen uns … denn der Rest ändert sich bei dir doch einem Wetterumschwung gleich, flankiert von den neuesten Gräueltaten der Welt in exklusiven Bildchen.“

Ganz langsam hebt sich die auf dem Knie ruhende linke Hand, wird ein wenig gereckt wie zum Bittstellen. Oder wahlweise gleich einem Dänenprinz, nur dass der Schädel fehlt.

Shadow: „Es klingt noch in meinen Ohren, als wäre es gestern gewesen … Ich bin kein Mensch, der sich in alte Gepflogenheiten zurückbegibt Robert und ich haben mit dem Gewinn der Cotatores Trophy alles gewonnen, was es in dieser Liga zu gewinnen gibt. Nenne mir ein erstrebenswerteres Ziel als das. Somit werden wir natürlich alles daran setzen, die Cotatores zu verteidigen. Denn diese Trophy ist ein Zeichen für unsere absolute Überlegenheit … et cetera, et cetera …“

Daumen und Mittelfinger schnipsen - wie zum Kommando, als würde man ins Hier und Jetzt zurückkehren.

Shadow: „Nicht umsonst war ich bei unserer letzten Begegnung misstrauisch angesichts neuer Ufer, welche du ansteuertest - und die eigentlich gar nicht so recht deine Kragenweite waren. Aber da du nun scheinbar wieder auf den waschechten Sharpe-Kurs geschwenkt bist … da wurde meine Neugier erweckt. Ob beispielsweise womöglich irgendwo eine Kellertür mit noch intaktem Schließzylinder wartet.“

Blackheart fährt sich mit der Hand durch das Gesicht, was die Kombination aus Schweiß und Schminke zu einer hässlichen Fratze verzerrt.

Sharpe: "Nun, du bist wahrscheinlich eine der scharfsinnigsten Personen, die ich in diesem Business je kennengelernt habe. Egal wie glaubhaft ich es auch immer versucht habe, meine Ziele zu formulieren - der Schatten war immer misstrauisch. Aber sei dir einer Tatsache gewiss: der Keller bleibt verschlossen. Ich weiß, dass ein gewisses Grundmisstrauen sicherlich nicht verkehrt ist. Ich weiß aber auch, dass ich dir keine Rechenschaft schuldig bin, genauso wenig wie du mir. Aber nachdem mich Robert auf das schändlichste im Stich gelassen und uns die Trophy gestohlen wurde, solltest selbst du verstehen, dass ich mich selbstverständlich daran machen muss, meine Reputation wieder herzustellen."

Der Zeigefinger schnellt nach vorn.

Shadow: „Dann hab deine eigene Bremse im Blick … der Langsamste, welcher sein Ziel nicht aus den Augen verliert, geht immer noch schneller als derjenige, der ziellos umherirrt.“

Der Schatten rückt sich selbst ein wenig gerade, sitzt nun im Schneidersitz Sharpe vis-a-vis.

Shadow: „Jetzt wirst du mir zweifellos widersprechen - aber auf den zweiten Blick: du brichst mit dir selbst, tauschst Personal Jesus gegen Personal Devil, weil dir jemand sehnsüchtig dein Heiligstes vor der Nase wegschnappt. Holst es dir zurück, um es gleich darauf wieder loszuwerden - wie auch scheinbar den Personal Devil … doch statt Läuterung erwartet uns zur triumphalen Rückkehr nur eine Variation des usual business. Ein ausgespielter Trumpf für ein Momentum - das letztlich nicht mehr als eine goldene Ananas ist … ein tintenes Ejakulat im Geschichtsbuch. Und als das auch kein Quantensprung mehr ist dank des verlorengegangenen Wingmans, zieht es einen nach da, wo man im Grunde nie weg wollte.“

Unter den Haaren gluckst es wieder.

Shadow: „Future Gerasy, Kev?! Zu welchem Preis und warum? Was kommt als nächstes - außer der üblichen Litanei, welche kein Mehr an Quoten, Merch und kreischende Girlie-Trikotagen mit sich bringt. Congratulations - Leben und Frotzeln im Zickzack. Wie man gleichzeitig sein eigenes Denkmal bauen und einreißen kann, ist wahre Kunst. Genau wie ewige Kreise, die einen in Bewegung halten, aber nie weiterbringen.“

Kevin lächelt.

Sharpe: "Der Cryption Crown der PCWA gibt mir Ratschläge, wie ich meine Legacy reparieren kann. Es ist wie Weihnachten und Ostern zusammen. Aber frei nach Adenauer... 'was interessiert mich mein Geschwätz von gestern'... und somit... "

Es trieft nur so vor Sarkasmus.

Sharpe: "… lehne ich dankend ab. Zumindest kommt nach heute Abend endlich etwas Bewegung in die Geschichte, die schon zu lange eingeschlafen ist."

Glucksen zum Dritten, diesmal garniert mit Kopfschütteln.

Shadow: „Wer im Glashaus sitzt, Alpha-Kevin …“

Dann aber wird die Stimme schneidend, passend du den unmissverständlichen Handgesten.

Shadow: „Ich glaube kaum, dass dir deine latente Erlöser-Rolle genügend Weitsicht gibt, um die klischeehaft weichgespülte Sichtweise einer Situation genügend aufzuklären, Gericht halten zu können. Bist du jetzt auch einer dieser Pseudo-Ursupatoren, welche sich anmaßen, meine Championship-Reign, die manch Superlative gebrochen hat, zu zerreden, nur weil sich meine Herausforderer als zu schwach zeigten und bereits vor dem direkten 1:1 die weiße Flagge geschwenkt haben? Alle bis auf dieses Flintenweib gleich?“

Noch immer deutet der Daumen hinter sich zum Vorhang, aber dann erhebt sich der Schatten. Das Sinnbild einer bedrohlichen Präsenz, welche sich vor dem Grand Slam Champ aufbaut.

Shadow: „Rutsch nicht auf dem abtropfenden Glibber deines Hyper-Egos aus, Westentaschen-Heiland. Manches, was man für Erleuchtung hält, ist nur Verblendung. Und manch Sehnsuchts-Gral … bedeutet für einen weniger Ruhm und mehr Besitzlast. Oder Stagnation und Langeweile für den Rest der Welt, weil man nahezu alles schon gesehen hat … Golden Hero to Zero.“

Der Soul Survivor ballt knackend die Fäuste.

Shadow: „Also kehr lieber vor deiner eigenen Haustür, bevor du Schmutz produzierst, welcher nie vor meiner gelegen hat.“

Auch Blackheart erhebt sich und beide Männer stehen sich gegenüber.

Sharpe: "Die ganze Company strotzt nur so vor Schmutz und jeder hier hat Dreck an den Fingern. Aber endlich zeigt der Schatten mal Emotionen, statt sich in minutenlange Wortgirlanden zu kleiden. Vielleicht ist selbst dir der Titel zu langweilig geworden. Und strebst nun nach Höherem, hm? Vielleicht der Gerasy? Nun... nachdem ich mir den Titel wiedergeholt habe, können wir vielleicht nochmal darüber reden... "

Er nähert sich Shadow, sodass sich fast ihre Nasenspitzen berühren.

Sharpe: "Zehre weiter von diesen Emotionen, Schatten. Lass' sie hinaus. Denn nur so kannst du diese Wahnsinnige besiegen."

Das zuversichtliche Grinsen spiegelt sich fast in den Vorhang nachtschwarzer Haare wieder, welcher den immerwährenden Sichtschutz aller darstellt, die mit Shadow korrespondieren.
Nur ganz leicht funkeln die Augen hinter den Strähnen durch.

Shadow: „Vergiss nicht: im eigenen Oberwasser kann man noch schneller ertrinken. Vor allem dann, wenn man die eigene Vergangenheit ad acta packt statt sich ihrer zu erinnern. Und sie einen im entscheidenden Moment packt und in düstere luftleere Tiefen reißt. Sei es nun die Erkenntnis, den ersehnten Titel niemals ohne Lug und Betrug erringen zu können … oder das sich anbahnende Trauerbild im Ring, weil man es mal wieder nicht gegen Godd geschafft hat.“

Er deutet einen kameradschaftlichen Klaps an die Schulter an - lässt es dann aber bleiben.

Shadow: „Sorg dich also nicht um mein Wohlergehen, AK - lieber um dein eigenes … Fore-Shadowing.“

Ein Lächeln. Nickend.

Sharpe: "Vielleicht sollten wir unsere nächste Unterhaltung im Ring führen. Ich habe so eine innere Eingebung, dass das Reden bei uns nicht mehr wirklich hilft."

Dann verhärten sich seine Gesichtszüge.

Sharpe: "Rede und denke, was du willst. Ich werde mir den Gerasy zurückholen. Und wieder an der Spitze stehen. Was dieser Company nur gut tun kann. Und daran kannst weder du noch sonst jemand etwas ändern."

Für den Moment wirkt das Fangebaren außerhalb entfernt - man hört nur beider Atem.

Shadow: „Was dieser Company gut tut sind ein frischer und abwechslungsreicher Topdraw sowie eine Präsenz abseits der üblichen Untugenden - und kein x-ter Aufguss der Personalunion aus Egozentrik und sieben Todsünden … mit der nervtötenden Beständigkeit einer leiernden Musikkassette …“

Abfälliges Lachen beim schwarzen Herzen.

Sharpe: "Dann trifft das ja auf uns beide gemäß deiner Definition nicht zu, hmm? Nur würde ich es in deinem Fall nicht mit einer leiernden Musikkassette, sondern mit einer Schallplatte mit Sprung vergleichen wollen."

Dann geht er einen Schritt zurück, deutet eine Verbeugung an und wirft mit der rechten Hand einen imaginären Umhang hinter sich.
Regungslosigkeit dagegen auf der anderen Seite.

Shadow: „So wie dem Mimen die Nachwelt keine Kränze flechtet, wird auch einem Parvenü wie dir das Weltmännische und der Glamour stets ein Fremdwort bleiben. Genieß dein lächerliches Dramolett … bevor dich das Fallbeil der Wirklichkeit allzu hart trifft.“ 

Damit lässt sich der Cryption Crown wieder gegen die Wand fallen, gleitet an dieser hinab und zurück in seine ursprüngliche Legerhaltung. Blackheart derweil lächelt erneut.

Sharpe: "Ein theatralischer Abgang gehört dazu. Ich entschwinde nun. Abgang Kulisse rechts. Viel Glück, Shadow. Du wirst es brauchen."

Sharpe verschwindet in den Weiten der Katakomben - und lässt einen sinnierenden Schatten zurück….


Vincent Craven: "Shadow vs. Kevin Sharpe - so könnte es in naher Zukunft heißen, wenn..."

Mike Garland: "...wenn die Zukunft so verläuft, wie sich beide das wünschen. Allerdings dürfte diese nur für Kevin Sharpe wirklich eintreten - dreifacher Gerasy Champion. Shadow hingegen wird nach CORE ganz leer dastehen. Vielleicht wird er ja danach Lyriker."

Vincent Craven: "Zumindest hat Sharpe den heutigen Sieg im Rücken - selbst wenn dieser ergaunert und absolut lächerlich war... Sharpe dürfte ihn feiern. Ob Shadow für sich ein ähnlicher Schub fürs Selbstbewusstsein und für das QftB gelingt, wird erst gleich beantwortet."

Mike Garland: "Er kann sich immerhin freuen, dass Mad Dog bei CORE sehr geknickt sein dürfte. Hihi. Wenn Shadow ihn dann auch noch aus dem Turnier kegelt, vielleicht erscheint die gestellte Offerte von Kevin Smash dann gar nicht mehr so abwegig." 


------------------ PCWA ------------------

"Langsam schreitet Trent Cardigan durch einen der zahlreichen Gänge. Noch heute Abend wird er in einem harten Match auf niemand geringeren als Lionel Jannek treffen. Bereits bei den vergangenen beiden Aufeinandertreffen war es eine äußerst harte und knappe Angelegenheit gewesen, doch keiner der beiden Kämpfe hatte für eine endgültige Entscheidung gesorgt und so würde man sich heute in einem Street Fight miteinander messen. Der Wirbelwind war bereit ..."

Die selbsternannte Legende sitzt vor einem Computer Monitor im @-Center, dem Multimedia Raum der PCWA, und fährt mit den Augen nochmal über den soeben eingegebenen Text. Kurz knetet der Smasher sein eigenes Kinn und nickt schließlich mit dem Kopf. Er macht dieses nerdige Hobby Fantasy Wrestling nun schon seit einigen Jahren und hatte auch schon beträchtlichen Erfolg. Wenn er bei der kommenden Show den Player von Jannek besiegen kann, dann winkt ihm ein Match um den Continental Title der SFWA, der Super Fantasy Wrestling Association. Smash grinst breit und seine Finger huschen in schneller Abfolge über die Tastatur und geben so weiteren Text ein. Die selbsternannte Legende ist so sehr auf das Tippen des eigenen Roleplays konzentriert, dass er gar nicht bemerkt, wie sich die Tür zum Center abermals öffnet und weitere Personen eintreten. Zu vertieft ist der Smasher in sein Hobby.

"Cardigan setzt seinen Weg fort, als er auf Melissa Hollisberger trifft, die wunderhübsche Interviewerin der SFWA. Freundlich lächelnd nickt der Wirbelwind ihr zu ..."

Und immer noch hat Smash nichts von den Neuankömmlingen bemerkt, obwohl diese inzwischen hinter ihm stehen und neugierig den Text beäugen, den der XAW Boss am Eingeben ist. Schließlich bricht eine der beiden Gestalten hinter ihm das Schweigen.

"Kannst du mir vielleicht bitte mal erklären, was das soll?"

Smash schreckt hoch und dreht sich abrupt um. Seine Augen weiten sich vor Unglauben, denn niemand geringeres als der echte Trent Cardigan und dessen Partner Matt Stone stehen hinter ihm. Smash wirkt völlig verdattert.

Kevin Smash: "Ich ... ähm ... also ... ihr könnt doch hier nicht einfach so reinplatzen, ihr Störenfriede!"

Er blickt die beiden leicht panisch an und minimiert das Word Dokument, in welches er gerade sein RP eintippte.
Der Tempest nickt mit dem Kinn Richtung Screen.

Cardigan: „Brauchst das nicht zu verkleinern … dein Ego wäre da schon besser. Ich hab genug gesehen - und frage mich gerade, ob ich mich geschmeichelt fühlen oder mir verhohnepiepelt vorkommen soll. Bin ja schon froh, dass es halbwegs am Original entlangschrammt. Nur gefragt worden wäre ich gern.“

Stone: „Entspann dich ein bisschen, Kugelblitz…“

Machinegun entfernt sich etwas von den beiden, nimmt mit Schwung Platz an einem etwas entfernteren Arbeitsplatz und logt sich ein.

Stone: „… ob nu Wirbelsturm oder Wirbelwind - vielleicht hält der gute Smashy dich ja für sein Lieblings-Lüftchen, dass durch seine Kemenate weht, wenn der POE-pogei mal nich greifbar ist.“

Trent versucht betreten dein Lächeln zu unterdrücken, während Matt weitertippt.
Smash dagegen läuft rot an, allerdings nicht weil es ihm peinlich ist hier bei seinem Nerd Hobby erwischt worden zu sein, sondern vor Wut über den Spruch von Matt Stone. Mit bissiger Stimme schenkt er den Störenfrieden eine Erwiderung.

Kevin Smash: "Du hast doch gar keine Ahnung, Stone. Das hier ..."

Er deutet mit dem Finger auf den Monitor.

Kevin Smash: "... das ist hohe Kunst. Ihr zwei Pfeifen würdet das niemals verstehen, geschweige denn erfolgreich bestreiten können. Überhaupt, was macht ihr eigentlich hier? Sonst keiner da, dem ihr auf die Nüsse gehen könnt? Oder haben Happy Hour keine Lust mehr auf Flaschendrehen?“

Mit einer ausschweifenden Geste breitet der Wettermann die Arme aus.

Cardigan: „Soweit ich weiß ist das @-Center noch immer ein für alle zugänglicher Raum. Und ich hab Badger versprochen, dass er vor der Abreise noch auf ne Runde North and South reinschneien kann.“

Der Ring-Rebell mimt mit Daumen und Zeigefinger einen stilisierten Colt.

Stone: „Jep - Appomattox im Schnelldurchlauf … aber stattdessen finden wir die geheimen Ringgelüste-Memoiren des Geriatrie-Superstars - dem dafür scheinbar seine eigene Liga und die PCWA nich mehr gut genug sind.“

Unbeeindruckt brummt sich der XAWler einen darauf.

Kevin Smash: „Schlucks runter, Machinegun - genau wie sonst auch Trents Ausflüsse. Nicht jeder ist zum Schreiben geboren. Ich hingegen bin sowohl im realen Wrestling, als auch hier eine Legende. Der Beste ..."

Stone unterbricht ihn abermals.

Stone: „… der Beste ist Trent Cardigan, Kev. Sonst würdest du ja dich und nicht ihn spielen, Fanboy-Wonder. Oder?!“

Kevin Smash: "Duuuuuuuu ..."

Er lässt die weiteren Worte in seinem Hals stecken und funkelt Stone einfach nur wütend an.
Der Wirbelsturm stellt sich vermittelnd in die Schusslinie, zeigt Stone den Cutthroat.

Cardigan: „Lass es … wie ich schon sagte: ist ja halbwegs authentisch angelegt, soweit ich lesen konnte.  Ringt mir zudem auch ein wenig Respekt ab.“

Mit diesen Worten lässt er sich auf den nächstbesten Drehstuhl fallen, wendet sich dem Rechner zu und beginnt nun ebenfalls zu surfen.

Cardigan: „Aber um das Ganze mal auf die Probe zu stellen … werde ich mich mal davon überzeugen, dass dein Trent Cardigan wirklich das Maß aller Dinge in der … S-F-W-A … okay … Anmeldeprofil, ja …“

Smash blickt ihn völlig verdutzt an. Damit hatte er nun nicht gerechnet. Kurz schüttelt er ungläubig den Kopf, dann lässt er jedoch ein trockenes Lachen aus seiner Kehle entweichen.

Kevin Smash: "Du kannst es ja gerne versuchen, aber wunder dich nicht, wenn du vernichtet wirst!"

Er nickt überzeugt mit dem Kopf und maximiert nun wieder das Fenster seines Word Dokuments, nachdem die beiden Partners in Crime nun nicht mehr genau hinter ihm stehen, um seine geistigen Ergüsse auszuspionieren.
Derweil führt Cardigan ein offensichtlich hörbar-beabsichtigtes Selbstgespräch.

Cardigan: „Gut soweit … schau mer mal, wen wir hier alles so haben …… Lucas Gabriel … Fourteen … Tito Ortega … Carrie Garlic … Matt McMack … Garth Notlim … Alan van Tit … RJ Bullitt …“

Matt beugt sich ein wenig nach vorn.

Stone: „Ey, Kugelblitz, du weißt schon, dass du dir selbst einen kreieren musst.“

Cardigan: „Was du nich sagst, General Lee. Muss doch erst schauen, wen es alles schon gibt. Mit nem Klon von irgendwem, damit hol ich keinen Blumentopf.“

Der saß schon Mal. Aus den Augenwinkeln bemerkt Trent, wie Kevin kurz überlegt und dann weitergetippt hat.

Stone: „Wat machst du dir die Wahl so schwer? Es dürfte doch auf der Hand liegen…“

Zwei Mann - ein Gedanke. Und ein Lächeln beim Tempest.

Cardigan: „… also dann … Muskeln und Mundwerk passend zur Größe … dazu ein paar Titelerfolge woanders, die eh kein Schwein nachprüfen kann … vielleicht jemand, der schon viel erlebt hat … Charakter, tja … paar Untugenden rein … noch ein passender Sidekick … und um jegliche Ähnlichkeit mit der Realität zu umgehen …“

Trent haut ein letztes Mal in die Tasten und dreht dann den Bildschirm zu Smash, welcher bereits vorher aufmerksam geworden ist …
… und nun auf einen generierten Avatar schaut, welcher grob eine krude Mischung aus Peter Maffay, Brodus Clay und Larry Laffer darstellen könnte. Inklusive eines buchhalterähnlichen Sidekicks mit großer Brille und Bäckermütze auf dem Kopf.

Cardigan: „… et voila - das neueste Mitglied der SFWA-Family: Calvin Smarsh. Mit Valet LMA, der Keks.“

Der Smasher kann gar nicht glauben, was er da hört und sieht. Irritiert steht er von seinem Stuhl auf und blickt voller Empörung zu den beiden Cotatores Champions.

Kevin Smash: "Verfickt nochmal, ihr Missgeburten ... das ist nicht lustig! Ihr lasst das augenblicklich sein oder ihr lernt mich noch richtig kennen!"

Die Zornesröte im Legendengesicht steigert sich immer mehr zu einem Purpurrot.

Stone: „Eieiei … ihn kennenlernen - kann ja so schlimm nicht sein. Die Nummer mit dem Finger seiner Eisskulptur hat’ter ja auch souverän genommen. Was soll schon..“

Cardigan: „Matt …“

Trent hakt ein, bevor dem Hünen noch mehr Äderchen auf der Stirn zu platzen drohen.

Cardigan: „… Smashy, vielleicht hatte meine bessere Hälfte ja damals recht. Wir zwei sind uns ähnlicher, als uns lieb ist. Ich als dein Avatar - das bestätigt mir dies nur. Welche bessere Möglichkeit habe ich also, dich  besser kennenzulernen als durch deine sinngemäßen Augen zu sehen. Oder das Business in dieser PC-Liga … start from the bottom. So wie im echten Leben wird der Online-Smash sicher auch beispielsweise glorreich die Cotatores Trophy angehen … und Lehrgeld bezahlen …“

Er zeigt auf Kevins Rechner.

Cardigan: „… hast dir ja schließlich mit Cardigan den besten Fighter kreiert, während ich meinen Undercarder erst formen muss. The better team - wie im richtigen Leben…“

Smash lässt seine Fäuste auf den Tisch knallen.

Kevin Smash: "Ihr und die Besseren ... in euren Träumen vielleicht! Ihr hattet nichts weiter als Glück und es würde mich nicht wundern, wenn die Happy Clowns euch die Titel schon beim nächsten PPV wieder abnehmen, so schlecht wie ihr seid ..."

Er schenkt den beiden ein hämisches Grinsen und setzt sich wieder vor seinen Monitor. Mit voller Lautstärke lässt er seine Finger nun abermals auf die Tastatur hämmern.
Aus dem Hintergrund erklingt die PC-Speaker-Musik der Südstaaten-Hymne „Dixie“.

Stone: „Ach, Nachttopf-Boy - meinst du etwa wie damals, als die Happy Hippos nur durch deinen Stuhlschlag davor bewahrt wurden, von uns plattgemacht zu werden? Was es bedeutet, ne Niederlage gegen uns zu kassieren, hast du ja schon am eigenen Leib erfahren … und was es nach sich zieht, in unseren kommenden Kampf gegen die Happies einzugreifen, möchtest du nicht wirklich wissen.“

Smash lacht laut auf.

Kevin Smash: "Sonst noch was? Mal ganz abgesehen davon, dass diese beiden idiotischen Happy Clowns meine Hilfe nicht verdient haben, nachdem sie meine helfende Hand zuletzt verstoßen haben ... wer bitteschön sollte mich aufhalten, wenn ich nun doch Lust bekomme, ein kleines Statement zu setzen?"

Erneut das hämische Legendenlachen.
Trent schielt zu Matt herüber, scheint eine Antwort überlegen zu wollen … und lächelt auf einmal.

„Wie wär’s denn zum Beispiel mit uns … El Presidente?“

Der XAW-Chef dreht sich in seinem Stuhl herum - und traut ein weiteres Mal seinen Augen kaum: während sich die Tür im Hintergrund ein weiteres Mal schließt sind zwei Herren eingetreten, welche ihm sehr bekannt vorkommen … und den Partners wohl noch bekannter sind.
Ein hochgewachsener wie schlaksiger Fighter in bunter Dreiviertelhose, Members of Mayday - Shirt und weißer Michelin-Weste, dessen nackenlange Cornrow-Frisur von einem neonfarbenen Basecap im Zaum gehalten wird. Der andere etwas kleiner, dafür drahtiger und unter dem weißen Shirt mit sichtbarer Wespentaille. Dazu Bootcut-Jeans und Windjacke.

Beide grinsen sichtbar und schicken einen stummen Gruß zu Matt und Trent … ihren alten Winds of Change - Kameraden. Hard Sequencer … Hank Baxter … die Allied Eagles, ihres Zeichens ehemalige XAW Unions Champions. Und damit Teil von Smashs US-Liga.

Hank Baxter: „Unverhofft kommt oft, Cheffe.“

Hardsequencer: „Oder anders ausgedrückt … das Match der Partners gegen Happy Hour bleibt diesmal sauber - nicht wahr?! Anderenfalls … stünden wir parat und müssten entsprechend eingreifen. Was ungemütlich werden könnte.“

Hank Baxter: „Na … ist das ein Deal?“ 

Smash schüttelt den Kopf.

Kevin Smash: "Seid ihr zwei eigentlich völlig bescheuert? Ihr zwei ... ihr gehört MIR! Ihr werdet machen, was ICH sage. Und ICH sage, dass ihr besser eure Hintern zurück nach L.A. schwingen solltet, um noch ein wenig für euren Rückkampf mit den Assassins zu trainieren. Denn sonst wird das genauso ausgehen wie beim letzten Mal ... ihr werdet versagen und einmal mehr als Verlierer den Ring verlassen ... und glaubt mir ... ihr solltet besser auf mich hören, wenn ihr nicht wollt, dass euer Leben in der XAW zur Hölle wird!"

Er deutet mit dem Finger zunächst auf seine beiden aufmüpfigen Angestellten und anschließend auf die Tür.
Ungerührt nehmen beide auf einem nahe Stuhl Platz, von wo sie ihrem Ligachef in die Augen sehen können.

Hardsequencer: „Lass den Lotto King Karl mal stecken, Boss. Wir stehen rückendeckend genau richtig. Denn was soll schon groß passieren? Was will die Führung groß tun? Uns nach unten abschieben?! Wir haben lange genug  den Undercard-Müll rausgebracht, um genug Übung zu haben, auch das zu überstehen.“

Hank Baxter: „Uns entlassen? Und uns damit zu den heißesten Free Agents des Business zu machen nebst Merch-Einbußen? So kurzsichtig ist nicht mal ein Kevin Smash.“

Der Brite steckt sich einen Kaugummi in den Mund und schnippt einen weiteren zum Berliner.

Hardsequencer: „Wir waren immer treue Fighter der XAW, haben die Fahne mit Leistungen hochgehalten. Mit den Titeln den Umbruch vollzogen. Und wir sind eine Institution - auch ohne sie. Also sehen wir jedem deiner Spießrutenlaufe mit einem Lächeln entgegen … genau wie dem kommenden Rückkampf mit den Ass-Sins, für den wir bestens gewappnet sind. Word!“

Hank Baxter: „Exakt … wir fighten und streiten für die XAW, aber müssen nicht alles gutheißen, was der Boss macht. Vor allem nicht in Übersee um Tag Team Gürtel mauscheln, während sein Schoßhund RM in Kalifornien die Drecksarbeits-Fäden mehr schlecht als recht zieht.“

Ein kurzes Blickduell, bei dem mehr als nur Funken fliegen.
Dann … erschallt erneut Stones PC-Speaker. Diesmal mit dem Trompetensignal Taps … was aber nur den Winds-Mitgliedern ein Glucksen entlockt.

Stone: „Tja, fand ich irgendwie passend. Zwei Rebellen im persönlichen Sherwood Forest namens Desert View. Vielleicht wird’s mal wieder Zeit, dort selbst klar Schiff zu machen Kev-Lar …“

Noch immer mit seiner Fassung ringend bringt Smash kein Wort heraus. Erschaut ein letztes Mal zu seinem FW-Screen - dann zum Tempest.
Der zuckt mit (gespielter) Unschuldsmiene die Schultern.

Cardigan: „Sonst noch Argumente? Wie du siehst spielen die Partners mit offenen Karten, zeigen ihre Trümpfe … und man muss doch grübeln, wann, wo und wie sie ausgespielt werden. Zudem handelt es sich um Leute, die bereit sind, mehr zu geben, eventuell zu opfern, um den Schulterschluss zu zeigen. Du magst deine Handlanger haben - aber frag dich selbst: wären sie bereit, dasselbe zu tun? Würde Poe den Märtyrer geben, wenn Onkel Kevin nicht mit Geldbündeln oder Machtpositionen winkt?“

Die selbsternannte Legende ist völlig überfordert mit dieser neuen Situation. Voller Unglauben blickt er immer wieder von den Partners in Crime zu den Allied Eagles und umgekehrt. Kurz öffnet Smash den Mund, doch die Worte bleiben ihm im Hals stecken. Er schüttelt den Kopf. Das kann doch alles nicht wahr sein! Wieder öffnet er den Mund.

Kevin Smash: "Ich ..."

Cardigan: „… und da dies nun geklärt ist: können wir dann weiter am PC fighten oder solls noch ein bisschen mehr sein?“

Smash drückt mit hochroter Miene auf „abspeichern“ und lädt das Dokument auf den USB Stick, den er mitgenommen hat. Ihm ist die Lust weiterzuschreiben gründlich vergangen. Er wird das später im Hotel auf seinem Laptop fortsetzen. Zornig richtet er sich auf.

Kevin Smash: "Ihr werdet eure Entscheidung noch bitter bereuen ... JEDER von euch Barbaren!"

Er deutet auf alle vier seine Gegenspieler. Dann stampft er wütend auf die Tür zu.

Kevin Smash: "Wir sehen uns noch ... und spätestens dann werdet ihr euren Bullshit bereuen, ihr verdammten Arschlöcher!"

Er öffnet die Tür, stampft hinaus und knallt die Tür mit voller Wucht wieder zu. Mit solch einer Wucht, dass das kleine Bild, welches neben der Tür hängt, und welches Mahmoud Omar Medouni, den früheren PCWA Chef darstellt, sich löst und am Boden zersplittert.

Vier Augenpaare haften an den Glasresten.

Stone: „Tja, manchmal schlägt’s dem Fass den Boden aus - und manchmal auch den Nagel aus der Wand.“

Der deutsche Raver hebt anerkennend den Daumen, lächelt. Sein Partner hingegen reibt sich das Kinn.

Hank Baxter: „Naja, vielleicht haben wir ja doch ein bisschen übertrieben.“

Hardsequencer: „Quatsch. Wenn wir gekuscht hätten, wären wir erst recht dran gewesen. So sieht er wenigstens, dass es uns ernst ist.“

Der Kopf schwenkt Richtung Cotatores Träger.

Hardsequencer: „… und ich hoffe: euch auch.“

Soweit es geht reckt Trent den Arm und klatscht mit dem langen Deutschen ab.

Cardigan: „Sischer dat. Lassen wir uns doch nicht entgehen, wenn die Ass-Sins von euch eins auf die Rübe bekommen.“

Von hinten stimmt Stone den „Born on the wind“ - Ruf an, in welchen alle einstimmen.

Hank Baxter: „Tja, und bis dahin?“

Cardigan deutet mit beiden Daumen hinter sich.

Cardigan: „Die SFWA ist groß, es ist noch Zeit - meldet euch doch auch an. Ein paar Runden können wir ja probieren.“

Beide Eagles wägen ab und begeben sich jeweils zu einer Workstation.

Hardsequencer: „Cool, schon lange keine LAN-Party mehr gehabt …“

Mit vier gamenden Fightern blendet die Szene ab …

 

Vincent Craven: "Ähm ... was haben wir da gerade gesehen?"

Mike Garland: "Wir haben gesehen, dass die Cotatores Champions sich wie Elefanten im Porzellanladen verhalten und die Privatsphäre einer Legende nicht respektieren!"

Vincent Craven: "Vor allem haben wir gesehen, dass sich jene Legende als fast genau so großer Nerd herausstellt, wie die von ihm verpönten Jungs von Happy Hour."

Mike Garland: "Du verwechselst da etwas. Kevin Smash hat es doch selbst erklärt. Was er da tut, ist große Kunst. Aber solche Kulturbanausen wie die Partners in Crime können das ja nicht verstehen ... und du offensichtlich auch nicht!"

Vincent Craven: "Na wenn du meinst. Jedenfalls war es eine böse Überraschung für den XAW Besitzer, dass ausgerechnet die Allied Eagles, die in seiner Liga unter Vertrag stehen, den Cotatores Champions zur Seite gesprungen sind."

Mike Garland: "Diese Verräter! Nur weil sie gegen das beste Team der Welt, die Ring Assassins, nicht ankommen, stellen sie sich hier auf die Seite des Feindes!"

Vincent Craven: "Sie stellen sich einfach nur auf die Seite der Vernunft. Was Kevin Smash hier vorhat, ist größenwahnsinnig und die Eagles haben das erkannt. Gehen wir lieber in den Backstage-Bereich und widmen uns wahrer Größe!"


------------------ PCWA ------------------

Wütend stampft der PCWA Undisputed Gerasy Champion durch den Backstage Bereich. Er ist auf dem Weg zurück zu seiner Kabine. Wie hat er nur glauben können, dass Kevin Sharpe sich an die Regeln halten würde? Er hätte es besser wissen müssen. Nicht nur, dass Sharpe die Mad Godds völlig überrumpelt hatte, als er "The Downfall" an seiner Seite präsentiert hatte, nein, er hatte auch abermals die Regeln ausgedehnt, um ihn pinnen zu können. Und jetzt würde er es bei CORE abermals mit Sharpe aufnehmen müssen. Dabei hatte man alles anders geplant. Eigentlich hätte es dort Kevin Sharpe vs Mad Dog heißen sollen. Der Champ schüttelt wütend über seine eigene Naivität den Kopf und bemerkt die Gestalt, die ihm entgegenkommt nicht vor lauter Gedanken.

Es folgt, was folgen muss, da auch die andere Person mit ihren Gedanken gerade ganz woanders ist. Beide Männer prallen aufeinander, wobei der Softdrink in der Hand von Godd's Gegenüber auf den Boden fällt. Noch ehe Godd überhaupt realisiert, wer da vor ihm steht, entschuldigt er sich.

James Godd: "Hey tut mir l..."

Godd sieht nun, wen er da gerade angerempelt hat, und weicht einen Schritt zurück.

James Godd: "...eid!"

Er blickt misstrauisch auf die eine Hälfte der beiden Happy Guys. Brandon Cornwallace steht vor ihm und blickt ihn etwas bedröppelt an. Godd hat jedoch auf schmerzhafte Art und Weise lernen müssen, dass die offensichtlich zur Schau gestellte Naivität der beiden Happys nicht dazu führen sollte, dass man sie unterschätzt. Die beiden sind gefährlicher, als sie aussehen. Auch ein Robert Breads hat das zuletzt lernen müssen. Und so ist der Engländer auf der Hut. Bray-Bray blickt kurz auf seinen am Boden liegenden Softdrink.

Brandon Cornwallace: "Ja, mir tut das auch leid."

Der Waliser kratzt sich nachdenklich am Kopf. James Godd blickt ihn ein wenig verwirrt an.

James Godd: "Wie? Was tut dir leid?"

Bray-Bray zuckt mit den Schultern.

Brandon Cornwallace: "Na dass mit deiner Niederlage gerade. Ich hab das gesehen und das war echt voll unfair von Sharpy-Dude. Und deswegen ist das voll schade für dich, Dude."

Der britische Gerasy Champion blickt nun noch eine ganze Spur verwirrter als zuvor. Er hat hier jetzt mit einigem gerechnet, aber nicht damit. Damit ganz sicher nicht. Er mustert den Waliser noch einmal genauer. Versucht irgendwelche Anzeichen für eine eventuelle Falle zu erkennen. Cornwallace gehört immerhin ins Lager von Sharpe ... zumindest hat er das, trotz der gerade geäußerten Worte, zuletzt noch getan. James bleibt auf der Hut.

James Godd: "Natürlich war das nicht fair. Wann hat dieser Bastard denn jemals fair gekämpft?"

Die Wut über sich selbst überkommt den Engländer erneut wie ein Orkan. Bray-Bray zuckt leicht eingeschüchtert zusammen.

Brandon Cornwallace: "Also ich ... ich wollte doch nur sagen ... das war gerade echt nicht cool. Du hättest es verdient gehabt zu gewinnen."

Er stochert unsicher mit dem Fuß am Boden herum und nickt mit dem Kopf. James beruhigt sich wieder etwas. Cornwallace scheint es aufrichtig zu meinen. Zumindest erweckt er nicht den Eindruck, als würde er Godd gleich ein Messer in den Rücken rammen, wie es die Art von Kevin Sharpe ist. Er wird bei CORE unheimlich aufpassen müssen, wenn er seinen Titel verteidigen will. Fehler wie gerade dürfen ihm dann nicht passieren!

James Godd: "Ja, das hätte ich ... das hätte Mad Dog verdient gehabt."

Er weiß genau, wie sehr sein Partner sich das Singles Match gegen Sharpe gewünscht hat. Und weil er Sharpe unterschätzt hat, bekommt die Töle nun nicht ihren zurzeit sehnlichsten Wunsch erfüllt. Leichte Schuldgefühle überkommen ihn.

Cornwallace nickt mit dem Kopf.

Brandon Cornwallace: "Ja, manchmal ist das Leben echt nicht fair, Dude. Aber du musst nur dran GLAUBEN, dann wird alles auch wieder besser. Da bin ich ganz sicher."

Er hat die Worte nicht nur an Godd gerichtet, sondern insgeheim auch an sich selbst. Er muss einfach daran glauben, dass seine Beziehung zu Gordie sich wieder bessert. Doch seit dem letzten Wettbewerb der SUPER FUN SERIES und dem erneuten Patt, hatten sie kaum ein Wort miteinander gewechselt. Und auch zur heutigen Show war er alleine angereist. Gordie war einfach daheim im Happy House geblieben. Er hatte nur gemeint, dass es ausreichen würde, wenn nur einer von ihnen diese Ausgabe dabei ist, und außerdem würde ihm eine Auszeit von Bray-Bray auch Mal gut tun. Und so war er nun alleine hierher gekommen. Aber der GLAUBE versetzt Berge. Gordie und er werden wieder zusammenfinden.

James blickt den Waliser nachdenklich an. Es klingt vielleicht ein bisschen naiv, aber womöglich steckt tatsächlich was Wahres in dem, was ihm Cornwallace da gerade gesagt hat. Vielleicht sollte er wirklich ein für allemal aufhören zu zweifeln und einfach daran glauben, dass er den Sturm, der sich zusammenbraut, überstehen wird. James nickt mit dem Kopf.

James Godd: "Ich hoffe es. Aber zu was Anderem: Du warst in letzter Zeit auch nicht schlecht, Junge. Dein Sieg gegen Robert Breads war in aller Munde. Und auch dein Kampf gegen Shadow war mehr als beachtlich."

James nickt Cornwallace zu und meint seine Worte ernst. Er hatte sich beide Matches angesehen und beide Male war Cornwallace über sich selbst hinausgewachsen, auch wenn es gegen Shadow letzten Endes nicht gereicht hatte. Und in beiden Kämpfen war er vor allem ohne schmutzige Tricks durchgekommen. Ja, er musste zugeben, dass Cornwallace ihn ein wenig beeindruckt hatte.

Der lächelt zunächst anhand des Kompliments von Godd, dann fallen ihm jedoch wieder die Worte seines Partners ein. Dass es sein Egotrip sei, der das Team zerstören würde. Schuldbewusst blickt der Waliser auf den Boden. Etwas schüchtern und kleinlaut schenkt er Britain's finest eine Antwort.

Brandon Cornwallace: "Ja, das war schon ganz gut ..."

Immer noch bleibt sein Blick auf den Boden gerichtet.

Brandon Cornwallace: "Naja Dude ... es war nett dich Mal wieder zu treffen. Ich muss jetzt weiter."

Cornwallace nickt schüchtern mit dem Kopf und schreitet mit schuldbewusster Miene davon. James blickt dem jungen Waliser nach und zuckt schließlich mit den Schultern.

James Godd: "Komischer Junge!"

Und dann setzt auch der Engländer seinen Weg fort. Cornwallace hat ihm in einigen Punkten die Augen geöffnet und er wird sich nun auf seinen nahenden Kampf mit Kevin Sharpe fokussieren müssen. Sharpe, der ihm so oft schon eine Nasenlänge voraus gewesen war. Doch dieses Mal würde er es sein, der das schwarze Herz überrumpelt. Er würde sich diesen Sieg holen ... koste es, was es wolle! Mit ernster Miene nähert er sich schließlich immer mehr seiner Kabine. Dort wartet jedoch bereits eine unangenehme Überraschung auf den Engländer, dessen Miene sich augenblicklich zu einer sichtlich abgeneigten verwandelt.

James Godd: "Du schon wieder!"

Mr. Fellon steht an der Tür zu Godd's Kabine. In der Hand hält er ein kleines Päckchen. Er schenkt dem Engländer ein raubtierhaftes Lächeln. Die kalten Augen fixieren Godd.

Mr. Fellon: "Ich schon wieder."

Er geht einen Schritt auf Godd zu, der inzwischen stehen geblieben ist. Missmutig blickt der Londoner sein Gegenüber an. Ein Mann, über den er immer noch viel zu wenig weiß. Eigentlich weiß Godd nur, dass Fellon für irgendeine ominöse und höchst rücksichtslose Company arbeitet. Und doch hat er ihm die Stirn geboten und es hat sich gut angefühlt das zu tun. Trotzig schenkt er Fellon ebenfalls ein kurzes Grinsen.

James Godd: "Was willst du? Ich hab bei der letzten Vendetta klargemacht, was ich von dir und deiner Company halte."

Fellon lächelt immer noch. Unter seiner Oberfläche brodelt es jedoch. Er hasst diesen Engländer. Der Kerl geht ihm gehörig auf den Wecker und am liebsten würde er ihn einfach über den Haufen knallen. Stattdessen nickt er nur kurz mit dem Kopf. Er hat seine Befehle.

Mr. Fellon: "Das haben Sie, Mister Godd, in der Tat. Und ich sagte Ihnen, dass dies eine falsche Entscheidung sei. Und wo stehen wir nun? Sie haben soeben eine weitere Niederlage einstecken müssen. Es geht nur noch bergab mit Ihnen, Mister Godd, und das einzige Anliegen der Company war und ist es immer noch, Ihnen den Rücken zu stärken und Sie zum größten Champion aller Zeiten zu machen. Sie müssen dazu jedoch endlich lernen sich unterzuordnen, Mister Godd."

Godd blickt Fellon ungläubig an. Hört der Kerl sich eigentlich selbst zu? Und doch hatte Fellon zumindest damit Recht, dass Godd in letzter Zeit vor allem eines getan hatte: Nämlich verloren. Noch ehe er jedoch etwas erwidern kann, fährt Fellon auch schon fort.

Mr. Fellon: "Wie ich sehe, habe ich Ihre Aufmerksamkeit, Mister Godd."

Ein weiteres raubtierhaftes Lächeln wird kurz zur Schau gestellt.

Mr. Fellon: "Die Company ist jedenfalls bereit Ihnen Ihren Fauxpas zu verzeihen, wenn Sie einwilligen von nun an zu tun, was wir von Ihnen verlangen."

Godd lacht trocken auf und schüttelt erneut den Kopf.

James Godd: "Sag Mal ... ich weiß nicht, was sie dir in deinen Drink getan haben, aber anscheinend hat es dir nicht gut getan. Also nochmal zum Mitschreiben ... ICH BIN RAUS! Ich scheiße auf euch. Du und deinesgleichen, ihr widert mich an!"

Mit völlig ernster Miene blickt er Fellon an. Der erwidert den Blick kühl und kalkuliert. Er hat bereits damit gerechnet, dass es nicht ganz so einfach sein würde den Engländer zu überzeugen. Deswegen hat er auch noch etwas Anderes im Gepäck. Ein etwas überzeugenderes Argument. Voller List und Bosheit funkelt er den Gerasy Champion an.

Mr. Fellon: "Ich schlage vor, Sie denken noch einmal darüber nach, ehe es zu spät ist!"

James Godd: "Willst du mir drohen, du Arschloch?"

Godd ballt die Fäuste, doch Fellon schüttelt lediglich den Kopf. So gerne er diesem überheblichen Engländer auch eine reinhauen würde, er hat andere Order bekommen. Er hofft jedoch insgeheim, dass der Engländer auch darauf nicht anspringen wird. Er hofft darauf, dass er die Dinge selbst in die Hand nehmen darf.

Mr. Fellon: "Mitnichten, Mister Godd. Ich sage Ihnen lediglich, wie es ist!"

Der Blick von Fellon geht nun zu dem Päckchen, welches er immer noch in seinen Händen hält. Breit grinsend geht er auf Godd zu und hält diesem schließlich das Päckchen entgegen.

Mr. Fellon: "Ein kleines Geschenk der Company, um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern."

Fellon lacht dreckig auf.

Mr. Fellon: "Nach CORE erwarten wir eine Entscheidung von Ihnen, Mister Godd."

Ohne ein weiteres Wort zu verlieren dreht sich Fellon nun um und lässt den Engländer einfach stehen. Er hat die Botschaft der Company überbracht. Der Spielball liegt nun bei Godd. Und er hofft insgeheim, dass dieser die falsche Entscheidung trifft, damit er dieses Theater endlich beenden kann und sich wieder wichtigeren Aufgaben zuwenden kann.

Der Engländer blickt auf das Päckchen, welches Fellon ihm überreicht hat. Er fragt sich, was es damit auf sich hat. Doch ganz egal, was es auch sein mag. Nichts wird ihn umstimmen können. Er muss sich selbst treu bleiben. Sich und seinen Werten. Er öffnet das kleine Päckchen einen Spalt weit und blickt hinein. Mit einem Mal wird der Engländer blass im Gesicht. Sofort verschließt er das Päckchen wieder. Sichtlich getroffen von, was auch immer in diesem Päckchen ist, öffnet der Engländer die Tür zu seiner Kabine und verschwindet in dieser. Das Kamerateam muss draußen bleiben.
 

Mike Garland: "Was wohl in dem Päckchen ist?"

Vincent Craven: "Was auch immer es sein mag, es hat unserem Gerasy Champion offensichtlich einen gehörigen Schrecken eingejagt. Hast du gesehen wie blass James plötzlich im Gesicht war?"

Mike Garland: "Dem ist vermutlich nur gerade bewusst geworden, dass er seinen Titel bei CORE gegen einen hochmotivierten Kevin Sharpe verteidigen muss. Da würde mir auch Angst und Bange werden."

Vincent Craven: "Also ich bin mir nicht sicher, dass es das ist. Im Gespräch zuvor mit Cornwallace war zwar eine gewisse Anspannung zu sehen, jedoch nichts von dem Schrecken, den wir in seinem Gesicht gesehen haben, als er das Päckchen geöffnet hat."

Mike Garland: "Dieser Mister Fellon wirkte jedenfalls sehr davon überzeugt, dass der Inhalt Godd umstimmen wird. "

Vincent Craven: "Dieser Kerl ist unheimlich. Wir wissen immer noch nicht, woher er kommt und für wen genau er arbeitet."

Mike Garland: "Auf jeden Fall scheint er nicht zimperlich zu sein, wenn es darum geht seine Ziele zu erreichen."

Vincent Craven: "Erinnert mich ein wenig an die momentane Herangehensweise von Lara Lee, die wir gleich im Main Event um die Cryption Crown sehen."

Mike Garland: "Zuvor geht's nochmal eben auf die Krankenstation der Liga und dann ist es soweit!"


------------------ PCWA ------------------

Dr. Häuser. Ein Name, den jeder aktive Wrestler der PCWA kennt. Egal ob Pre-Match Check-Ups oder erste Maßnahmen nach den Ringschlachten, der Doc ist immer involviert. Meist sogar persönlich, wie in diesem Moment. Die Handlanger der Königin des Wrestlings haben saubere Arbeit geleistet. Díego A. Sanchéz muss auf einer Liege ausharren, während die Bestandsaufnahme seiner Verletzungen noch in vollem Gange ist. Der Cut wurde schon geklebt und das Gesicht notdürftig vom Blut befreit. Das operierte Knie wurde zwar leicht angeschlagen, sollte allerdings keine Probleme machen.

Immer wieder schaut Díego auf die Uhr. Das dauert hier schon eine gefühlte Ewigkeit. Doch während der Deutschmexikaner nichts lieber täte, als diesen Raum hier endlich zu verlassen, sieht er stattdessen Sorgen im Blick des Docs. Dieser tastet gerade die Rippen ab und immer wieder zuckt der ehemalige Tribun zusammen.

Dr. Häuser: "Ich denke du hattest Glück, Díego. Das meiste mag zwar weh tun, ist aber nicht weiter dramatisch. Aber bei den Rippen musst du in nächster Zeit aufpassen. Du hast vermutlich eine starke Prellung. Wir werden gleich noch röntgen und dann besorge ich dir für heute Abend noch einen Termin im Krankenhaus. Wir müssen innere Verletzungen ausschließen. Sollte aber alles so sein, wie ich vermute, sollte dein Match bei Core nicht in Gefahr sein. Aber wir werden dir dafür noch einen etwas stabileren Verband anlegen. Sicher ist sicher."

Der Deutschmexikaner nickt nur kurz. Seine Gedanken drehen sich um das Match gegen Lara und ihre Nachricht an ihn. Wird diese ganze Sache vorbei sein, sollte er gewinnen? Vermutlich nicht, schließlich hatte sie gesagt, es wird ein Match, bei dem der Ausgang keine Konsequenzen hat. Doch will er das überhaupt noch? Er will doch nur frei sein, verdammt!

Dr. Häuser: "Ich bereite schon mal alles vor. Ich hol dich dann in ein paar Minuten."

Der Doc verschwindet und Díego starrt ihm kurz hinterher. Dann richtet sich der Local Hero mit schmerzverzerrtem Gesicht auf der Liege auf. Erstaunlich wie schwer manche Bewegungen sein können, wenn der Körper angeschlagen und nicht mit Adrenalin vollgepumpt ist. Er steht auf, sieht sich kurz um und fixiert dann die Kamera. Entschlossener Blick. In einem Comic könnte man die Flammen in seinen Augen lodern sehen.

Sanchéz: "Well...Glückwunsch. Glückwunsch zu diesem 'Erfolg', euer Hoheit."

Der Spott in seiner Stimme ist nicht zu überhören und wird durch seine angedeutete Verbeugung noch betont - auch wenn er wegen der Schmerzen kurz zusammenzuckt.

Sanchéz: "Wieder beweist du mir, dass ich richtig liege. Dass mein Weg der richtige ist. Wenn ich mir vorstelle meinen dritten Frühling in der PCWA unter deiner Führung erleben zu müssen...."

Díego setzt kurz ab, schüttelt den Kopf.

Sanchéz: "Das muss die Hölle sein für jeden, der die Freiheit liebt. Du willst die Queen der PCWA sein? Du bist nur eine Despotin! Du forderst meinen Respekt ein? Meine Schuld?"

Er lacht auf, wobei sich seine Mimik allerdings nicht verändert.

Sanchéz: "Du hättest meinen höchsten Respekt. Hättest du es nach der Trophy gut sein lassen. Wir hatten einen Deal. Vertrag für Partnerschaft in der Trophy. Doch du mutierst zum Groupie und kannst scheinbar nicht genug von mir bekommen. Forderst Selbstmordkommandos und hetzt deine Meute auf mich, um mich einzuschüchtern. Face facts: Den Schulhofschläger hat damals zwar jeder gefürchtet, aber er wurde nie respektiert!"

Der Deutschmexikaner geht ein paar Schritte in dem Behandlungsraum, ehe er wieder inne hält und Lara durch die Kamera fixiert.

Sanchéz: "Als Schulhofschläger in dieser Promotion magst du deine Ziele bisher gut erreicht haben. Doch irgendwann ist jeder düstere, blutgetränkte Weg einmal zuende und dann stehst du vor ihm: Dem Jungen, der vor dem Schultor wartet, um dich abzuziehen. Du vergisst die einfachsten Regeln des Lebens, Lara. Es wird immer einer kommen, der besser ist, als du selbst. Und dieser Jemand, werde ICH sein!"

Díego wird etwas lauter, spannt den Körper an und verflucht sich innerlich sofort, als der Schmerz durch seinen Körper zuckt.

Sanchéz: "Du wolltest ein Match bei Core ohne Konsequenzen? Ich denke, du weißt selbst, dass das nach deiner 'liebevollen Nachricht' keine Option mehr ist. Natürlich verbietet der Core ein Match mit ausgefallenen Matcharten. Wie könnten wir also etwas mehr Spannung, etwas mehr Leidenschaft erzeugen?"

Natürlich hat er sich schon etwas überlegt. Doch er ist schon so lange im Sports-Entertainment dabei, dass er weiß, wann man Pausen einstreuen muss und wann nicht.

Sanchéz: "Euer Hoheit...Ich erhöhe den Einsatz. Solltest du gewinnen, werde ich meine 'Schulden' abarbeiten. Sollte ich aber gewinnen, Lady, dann lässt du mich mit deiner Scheiße in Ruhe! Keine weiteren 'Nachrichten', kein Rumgeheule! Dienst gegen Freiheit. Wir sehen uns bei Core, sollte Shadow gleich etwas von dir übrig lassen!"

Ein Nicken zur Kamera, dann setzt er sich wieder auf die Liege. Die Kamera entfernt sich etwas, dann öffnet sich "überraschenderweise" wieder die Tür und Dr. Häuser tritt wieder in Erscheinung.

Dr. Häuser: "Wir wären dann soweit. Wenn du bitte mitkommen würdest..."

Díego folgt dem Halbgott in weiß und das ist dann auch für die Regie das Zeichen zum Ring zu geben. It's mainevent time!


Mike Garland: "Hui... wie sah der denn aus?! Einen Autounfall gehabt?!"

Vincent Craven: "Hast du denn gar nicht zugehört, Mike? Das war das Werk von Lara Lee und ihren Schergen! Unfassbar! Dabei hat sie noch zu Beginn der Show geschworen, dass soetwas nicht mehr vorkommen wird!"

Mike Garland: "Jetzt mal halblang, Vince. Du wirst doch nicht den Worten dieses Mexikaners glauben, der sich nur wieder ins Scheinwerferlicht stehlen will. Seine Absichten sind doch sonnenklar."

Vincent Craven: "Ach ja?!"

Mike Garland: "Er glaubt, dass Lara jetzt gewinnt und beginnt schonmal die psychologische Kriegsführung, um sich die Krone bei Core unter den Nagel zu reißen."

Vincent Craven: "Mir ist schlecht... und ich will den Main Event sehen. Ich will sehen, wie Shadow sich an Lara Lee richtig rächt!"


------------------ PCWA ------------------

Im Ring des PCWA Domes wird Ringsprecherin Jane Nelson von einem einzelnen Spotscheinwerfer erhellt. Während im Hintergrund Charlie Swanson herumtigert, prüft Nelson noch einmal ihre Karte und nach einem Signal an den Gong-Geber setzt sie an:

Jane Nelson: „Ladies and Gentlemen!!! .................................. Das nun folgende Match ......... ausgelegt auf einen Fall ...................................... ist ein unter „Red Queen Rules“ ausgetragener Kampf ………………………….. ein Match … um die PCWA Cryption Crown!!!“

Erster Jubel bricht angesichts der Ankündigung los … verebbt aber gleich, als nicht nur Nelson den Kopf dreht, sondern auch ihr Spotlight zu wandern beginnt …

… hinüber zur Entrance-Bühne, wo wenig später ein tadellos gekleideter Maurice im gleißenden Scheinwerferlicht steht. Er räuspert sich vernehmlich.

Maurice: "Ladies and Gentlemen... mir wurde die Ehre zuteil, Ihnen die einzigartige Person ankünden zu dürfen... Heißt bitte sie herzlich willkommen: Die beste Wrestlerin der PCWA und der Welt... the Queen of the Wrestling... mit 1,88 m hoch und 96 kg stark... The Muscle Chick...aus Tuopaco, Kanada.. The Canadian Warfighter...The Upcoming Cryption Crown Championesse... LADY LARA LEEEEEEEEEE!"
 


Dann knallt das neue Theme der Roten Königin durch die Halle und der AlieraTron schaltet nach einer kurzen Weile um:
 


Schließlich erscheint die Königin selbst mit einem dünnen Lächeln, während sie in gleicher Bekleidung wie in vorherigem Live-Auftritt ihre Fäuste in den Hüften stemmt. Sie wird nun vom Spotlight beleuchtet und läuft zum Ring, während Maurice im Dunkeln ihr hinterher folgt. Unüblicherweise bei ähnlichen Gestalten nimmt sie den Umhang zusammen und betritt selbstständig den Ring. Anschließend breitet sie theatralisch die muskulösen Arme aus, während Maurice ihr den Umhang abnimmt. Mit großer Geste nimmt sie selbst die Krone ab und legt sie vorsichtig in die Hände ihres Dieners, bevor sie sich anfängt für den Kampf aufzuwärmen. Maurice verlässt ohne große Eile den Ring.

Vincent Craven: „So was Künstliches. Und das will die Herrscherin der PCWA sein?!“

Mike Garland: „Nicht so Griesgrämig, mein lieber Vincent. Eine ultraharte Fighterin als unangefochtene Königin dieser Liga. Glaube, das könnte gut werden..“

Vincent Craven: „..WENN ..sie dem ganzen Pomp auch Taten folgen lässt. Was bisher kam erinnert mich irgendwie an Intrigenwirtschaft.“

Mike Garland: „Na, da scheinst du dich ja bestens auszukennen.“

 

Musik und negative Vibes sind kaum entschwunden …
 


Die Stimmung kehrt sich in gleicher Weise um wie beim Statements Laras vorhin. In ihrer üblichen kühlen Gelassenheit lehnt sie sich gemütlich gegen den Turnbuckle und wartet das Schauspiel ab.
Das Schauspiel … der flirrenden Scheinwerfer, des diffusen Lichts und der Nebelspiele, welche Stage und Rampe einhüllen, als zum zweiten Mal an diesem Abend der Silbergürtel-Träger seine Aufwartung macht. Diesmal aber, um ihn kämpfend zu verteidigen.
Die Crown umgeschnallt und wie immer stoisch düster tritt der Schatten hinaus, baut sich auf und wirft dann die Haare in den Nacken - passend zu den links und rechts losdonnernden Pyros. Das bleiche Gesicht mit der „bleeding crown“ glänzt hell im Lichtspiel, als er losmarschiert.

Jane Nelson:  „………………..UND ……………………… IHR GEGNER ………………………. AUS PURGATORY, TEXAS, USA ……………………………….. MIT EINEM KAMPFGEWICHT VON 104 KILOGRAMM ………………………………. ER IST DER AMTIERENDE PCWA CRYPTION CROWN …………………… THIIIIIIIS …………… IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIS …………………… SHAAAAAAAAAAAAAAA … DOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOWW!!!!“

Vincent Craven: „Na, das nenn ich schon eher majestätisch. Seine Exzellenz, der am längsten regierende Cryption Crown Champion der Liga.“

Mike Garland: „Ja … und einer der Langweiligsten wie Nichtssagendsten. Zeit, dass Lee dies heute beendet.“

Vincent Craven: „Das muss sie erstmal schaffen. Bisher kam nur bellen statt beißen. Und der Schatten sieht sehr überzeugt aus.“

Mike Garland: „Nicht nur er…“

 

Die grünen Augen fixieren die zuversichtlich grinsenden Amazone bei jedem Schritt - zum Ring, auf den Apron, durch die Seile …
Ringmittig bei Swanson kommen dann beide Parteien schließlich zusammen, wobei der Referee noch während der Musik beginnt die Regeln zu erklären. Beide geizen nicht mit Gestik: Lara deutet um sich, als wolle sie sagen, sie wäre wie versprochen allein erschienen. Shadow gegenüber entgurtet ohne den Blick zu senken seine Crown als Zeichen, er habe IHN mitgebracht…

BELT SHOT!!!!

Vincent Craven: „Whoa, hier gibt’s ja gleich Zunder!“

Der Schatten macht umgehend ernst mit dem, was er geschworen hat und donnert die Cryption Crown auf Lees Schädel, noch bevor die Musik gänzlich durch ist. Und ein weiterer Schlag. Swanson beeilt sich, die Umstehenden rauszuschicken, das Theme abwürgen und die Glocke erklingen zu lassen.

 

Main Event
Red Queen Rules - Match
Cryption Crown
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vs.
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(Der erste Fall entscheidet über den Sieg. Es gilt "No holds barred" - ergo: keine DQ, keine Count outs.
-Referee: Charlie Swanson; No Timelimit)

Scheinbar macht der Schatten bei seinen Drohungen von vorhin Ernst: immer wieder knallt er der neuen Königin den Gürtel an den Schädel, welchen diese unbedingt ihr eigen nennen möchte. Ein ums andere Mal segelt der Silver Belt gegen Laras Kopf, bevor diese unter einem Schlag wegtauchen kann. Ein Federn ins Seil - doch da hat sie plötzlich den Gürtel in Händen! Völlig perplex, das Shadow ihn ihr zuwarf, stoppt Lee in der Bewegung - und reagiert zu spät.

DROPKICK!!!


Mit Schmackes kickt der Schatten Lee den Gürtel gegen den Kopf, wodurch diese über das Toprope nach draußen fliegt. Die Kanadierin kann sich kaum richtig orientieren, als sie schon durch einen vom Apron eingesprungenen Double Axe Shadows wieder in die Knie geht. Mit bedrohlicher Präsenz funkelt der stumme Schatten die Amazone an, welche erneut im Aufstehen begriffen ist. Ihre Hände ballen sich aufputschend zur Faust - aber auch die des Soul Survivors lauert. Und so schickt er sie mit einem harten rechten Haken scheppernd gegen die noch heile Ringtreppe.

Mike Garland: „Boah, so ein Flegel … wohl mit dem Motorrad durch die Kinderstube gefahren.“

Vincent Craven: „Über das Gentleman-Gebaren sind wir hier längst drüber weg – ganz zu schweigen davon, dass Lara wirklich Wert darauf legen würde.“

Mike Garland: „Aber Blut? So früh?“

Vincent Craven: „Shadow hat ihr was versprochen und er scheint daran zu halten.“

Zunächst nur von den Kameras eingefangen breitet sich auf dem Gesicht der schwer atmenden Lara ein irres Lächeln aus, welche das aus dem Mundwinkel fließende Blut nur noch bizarrer macht. Aber dann steht sie - und bedeutet dem Cryption Crown weiterzumachen. Und der lässt sich nicht lange bitten … wenngleich Lee nicht mehr ganz so in die Knie geht und im Anschluss selbst austauscht. Fäuste, Schweiß und Blutströpfchen fließen in diesem sehr frühen Slobberknocker, bei dem die Red Queen mehr und mehr in die Offensive geht, bis sie gar die Faust Shadows kurz auffangen und gegenhalten kann. Lange genug, um unter dem Schlag wegzutauchen und harte Leberhaken auf die Flanken des Schattens einzuprügeln. Sie schlägt weiter und weiter auf ihn ein, immer aggressiver … und schließlich hämmert Lee den Champ mit einer Art Ausheber gegen den stählernen Ringpfosten. Der hörbare Aufschlag stoppt den Angriff zunächst, Lee schnauft durch und macht eine kleine Runde um sich selbst. Dann nimmt sie Anlauf, mit der Clothesline ein weiteres Mal gegen…

REVERSE STO!!!!


Ein weiterer Aufschlag, aber diesmal durch Laras Kopf. Der Lady in Red wankt sichtbar getroffen und Shadow nutzt das eiskalt aus: er packt sie am Nacken und wirft sie voller Wucht gegen die Stahltreppe, welche diesmal in ihre zwei Teile zerbricht. Sofort geht er auf die Knie, covert Lara … aber dieser Nearfall war mit Ansage.

Mike Garland: „Unser Schatten seiner selbst denkt wohl, dass das hier eine Verteidigung im Vorübergehen wird.“

Vincent Craven: „Nein – momentan bist du der einzige, der das denkt … hui – und jetzt hätte ich gern nen Penny für deine Gedanken.“

Innerhalb der Fans wird es laut, denn Shadow steht mit dem einen Treppenteil in Händen über der sich erhebenden Lee. Lara ahnt nichts von dem Unheil, welches sich anbahnt. Scheinbar…

… denn auf einmal fliegt mit einer ungeheuren Kraftanstrengung der andere Stairs Part auf den Schatten zu und senst diesen um, so dass der Soul Survivor sein Schlaginstrument verliert. Lara hingegen, durch die Mundwinkel-Rinnsale an den Joker erinnernd, platziert ihr Wurfgeschoss auf Shadow und springt auf den Apron. Und dann,

DOUBLE FOOT STOMP!!!


Die Mad Queen plättet den Cryption Crown mit den Stufen und lässt umgehend ein Cover folgen,

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KICK OUT!!!

 

Mike Garland: „Das nenn ich dir richtige Antwort. Wer so einen Fight wie gegen Stem durch hat, für den ist das hier eher Kindergeburtstag.“

Vincent Craven: „Meinst du den Fight, welchen Lara letztlich verloren hat?“

Mike Garland: „Als, jetzt pass …. Hey, was’n jetzt los? Warum raunen die denn?“

Vincent Craven: „Vielleicht … wegen IHNEN …“

Mike Garland: „Ach, du kriegst die Tür nicht zu.“

Kommentatoren, Fans und schließlich auch Lee verschränken die Köpfe - und als auch der letzte Zuschauer erkennt, wer da auf die Stage tritt, brandet noch einmal ein Riesenjubel los. Niemand Geringeres als die CotatoresTrophy Träger, die Partners in Crime, machen ihre Aufwartung. Cardigan stapft mit Windy voran, grüßt in die Menge und lässt sich dann vom nachfolgenden Matt Stone sein übliches Foreign Object, das verwitterte Stück Wasserrohr, zuwerfen. Machinegun schwingt seines einem Nightstock gleich, bevor er nochmal hämisch zu Lee winkt und es sich dann mit den anderen beiden auf der Bühne gemütlich macht.

Mike Garland: „Wusste ich’s doch, dass Shadow ein Falschspieler ist. Der holt seine Spießgesellen zum Ring, während auf ihre verzichtet.“

Vincent Craven: „So wie ich das sehe sind die bloß da, um sicherzustellen, dass Lee sich auch an ihr Wort hält.“

Mike Garland: „Wir sprechen hier immerhin von einer Königin…“

Vincent Craven: „… mit sehr zweifelhaften Methoden, die Matchart umzudisponieren.“

Mit einem spöttischen Lacher geht die Lady in Red wieder zur Tagesordnung über - konkret platziert sie das Treppenteil, zieht den Schatten zu sich und klemmt dessen Kopf zwischen ihre Beine. Eine eindeutige Vorbereitung - nebst eindeutiger Gesten. Sie hebt den Champ aus,

POWERBOMB AUF DIE STAIRS!!!!


…. aber zu früh gefreut: Shadow verlagert geschickt das Gewicht, kann das nahe unterste Seil greifen und zieht sich mit Lara heran, welche mi Schwung gegen die Apronkante gedrückt wird. Auf diese steigt der Schatten, tritt noch einmal gegen Lees Hinterkopf und holt dann im gegenüberliegenden Seil Schwung,

BASEBALL SLIDE!!!


… aber der geht genau in die Arme von Lara, welche sich noch um die eigene Achse dreht und dann selbst Schwung holt.

Vincent Craven: „Nein, nicht doch!“

Mike Garland: „Los, Vince, weg hier..“

Doch ihr Wurf ist schneller,

FALLAWAY SLAM!!!
ÜBER DEN KOMMENTATORENTISCH!!!!


Als hätten sie es kommen gesehen, endet der Kommentar des Duos mit dumpfem Mikrofonrauschen, als Shadow auf beiden landet und sie nach hinten von den Stühlen reißt. Der Cryption Crown kracht zusätzlich noch gegen die Guardrail und bleibt schließlich liegen. Lady Lee umrundet den Tisch, will bereits zugreifen … als ein neuerliches Lächeln über ihre Miene huscht. Und so langt sie hinunter nach Cravens weggeflogenem Headset und stülpt es sich über.

Lara Lee: „Tja, Vince … Mike … kommt ein Vöglein geflogen … das war wohl nicht zu erahnen. Aber, werte Zuseher – auch wenn sie auf die Ausdüstungen unserer beiden Kommentatoren temporär verzichten müssen, so bleiben sie doch bitte dran … und erleben sie, wie sich in Kürze ein Machtwechsel vollziehen wird…“

Gesagt, getan: das Headset wird abgesetzt und zweckentfremdet. Konkret das zugehörigen Kabel genutzt, um den Schatten damit zu würgen. Die mehr oder weniger hörbaren Unmutsbekundungen der Fans hechelt Lara mit einem gehässigen Lachen weg, bevor sie sich den Schatten rücklings auf den Rücken zieht und das Kabel noch eine Spur fester. Anfeuerungen für den Champion fluten durch den Dome …
… und sie scheinen auch Früchte zu tragen, denn kreischend angespornt jagt Shadow seine Ellbogen Lee in die Seite, welche ihn wieder herunterlassen muss. Allerdings nur, um ein wenig umzugreifen und ihn mit der Kabel-Garotte zähnefletschend auf den Boden zu drücken. Die Schultern sind unten, Swanson ist da,

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Shadow bringt die Schulter hoch, versucht sich zu befreien, aber Lara setzt nochmals nach. Eine neuerliche Schulterung,

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…..


Der Referee bricht ab - wie auch Lady Lee, denn der Schatten kann liegend seine Beine um Laras Hals schnüren und nun selber chokend eingreifen. Aber nur kurz, denn Lara greift den Schatten an den Füßen und lässt sich mit ihm nach hinten fallen,

CATAPULT!!!


Shadow landet unsanft am Apron, prallt davon ab und zu Boden, wo er halb unter die Ringschürze rutscht. Die Lady in Red stolpert ihm wütend geifernd hinterher, bleibt kurz stehen und …
… wird von einer weißen zischenden Wolke eingenebelt. Die andere Hand des Cryption Crown taucht wieder auf - nebst einem gehaltenen Feuerlöscher, welchen er ins Gesicht der Amazone entleert. Mit deutlichen Pulverspuren übersäht setzt es für die Challengerin noch einen harten Muay Thai Kick sowie einen Schlag mit dem Löscher, welcher sie in den Ring befördert.
Ohne die noch immer ausgeschalteten Kommentatoren und angepeitscht von den Fans wirft er das Schlagutensil plus einem Stuhl hinein, erst dann begibt auch er sich ins Seilgeviert. Die „Shadow“ - Rufe werden noch eine Spur lauter, als er sich mit dem roten Löscher bedrohlich über Lara stellt und den torpedoähnlichen Kübel dann auf ihre Brustpartie niedersausen lässt. Und ein weiterer Schlag … misslingt, denn auf einmal hält Lee gegen und drückt das Objekt von sich weg. Eine kleine Kraftprobe entsteht, welche zunächst keinen wirklichen Sieger ausmacht…

KICK TO THE GROIN!!!


Die Kanadierin fährt das Bein aus und trifft Shadow da, wo es besonders weh tut. Der knickt ein - und kracht mit dem eigenen Kopf gegen den Löscher. Lee sieht sofort die Gelegenheit, holt aus und ein weiterer Hieb, diesmal gegen den bleichen Schädel des Cryption Crown. Sie wirft den Feuerlöscher weg und sich auf Shadow,

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……..

…..dre…… KICK OUT!!!

„……“

Wütend wischt sich Lee das Blut aus dem Mund, so dass es verschmiert zu einer bizarren Maske wird - eine, welche nach dem Schlag nun auch allmählich aus Shadows Stirn fließt. Doch dieser hat gleichsam keine Zeit zum Überlegen,

BELLY-TO-BELLY-SUPLEX!!!


Scheinbar mit Leichtigkeit wirft die Muscle Chick den Champion über sich und zur Unterstreichung ihrer Macht setzt es für den Soul Survivor noch eine Reihe anderer Suplessen, welche von vereinzelten Royal-Fans mitgezählt werden. Letztlich ein Snap Suplex, nachdem sie noch in einen Front Facelock durchrollt und dem dunklen Krieger so die Luft abzuschnüren versucht. Damit scheint sie auch erfolgreich zu sein, denn der Blutaustritt oberhalb der Augenpartie verstärkt sich. Schon ist Charlie Swanson beim Schatten, will nach dessen Arm greifen … aber da kehrt Leben in diesen zurück und Shadow schiebt den Unparteiischen beiseite. Angefeuert seitens der Fans fightet er sich auf die Beine, jagt dabei Faustschläge in Seiten und Magengrube der Amazone und schiebt diese immer weiter vorwärts …

DDT!!!


Lady Lee hat scheinbar den genau richtigen Zeitpunkt abgewartet und sich dann mit dem Schatten Kopf voran auf den liegenden Steel Chair fallenlassen. Swanson ist wieder da,

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……..

…..dre…… KICK OUT!!!


Wieder der ultraknappe Nearfall und der ungläubige Blick plus einer auf die Matten donnernden Faust zeigen Lees Frustration darüber. Die Fans hingegen feiern dies … und sie werden wegen etwas anderem noch eine Spur lauter.

Cardigan: „…. Hmm, erstmal gucken, ob das hier noch funktioniert ………. Ja, scheint so. Los, Badger, nimm dir auch einen.“

Stone: „Ey, Kugelblitz, ich weiß nicht, ob das so eine gute Idee ist. Wir sollten uns vom Fight fernhalten und aufpassen.“

Cardigan: „Na, das machen wir doch hier. Und außerdem – wenn die Münder der PCWA in Morpheus Armen schlummern und so ein Fight abgeht, können wir den Zuschauer daheim doch die Kommentare nicht vorenthalten.“

Stone: „Ja, haste eigentlich auch wieder recht … und das hat euch doch beim letzten Mal gefallen, oder?!“

Machinegun lehnt sich leicht nach hinten und blickt zu den Fans in seinem Rücken, welche zur Betsätigung noch einmal aufdrehen und ihm auf den Rücken klopfen.

Stone: „Na, sach ich doch … also los, Krönchen. Lass mal sehen, ob du deine kesse Lippe auch wert bist.“

Ungerührt der Kommentare seitens der Partners schickt Lee ein unhörbaren Fluch in deren Richtung, schnappt sich dann den Stuhl … und hämmert ihn dem aufstehenden Schatten auf Rücken und Hinterkopf. Dann lässt sie sich auf ihn fallen, verschnürt Arme und den Kopf,

CROSSFACE!!!!


Und der Move sitzt - wobei Lee tunlichst versucht, die metallenen Nieten ihren Unterarmschoner zusätzlich auf Shadow Stirnwunde zu drücken, so dass der Cut noch eine Spur größer wird. Scheinbar hilflos mit den Armen rudernd sitzt der Schatten im Move fest, aber ein Signal des Aufgebens ist nicht dabei. Auch die Fans kreischen ihren Star an, nicht nachzugeben, doch dieser rotiert immer noch mit den Armen. Ein Aufgeben?! Wohl kaum … denn schließlich erreicht Shadow das, was er gesucht hat.

Und so legt sich wenig später ein weiterer gezielter Sprühnebel aus dem Feuerlöscher auf Lee und Swanson - der Schatten ist frei. Er rollt auf die Seite steht auf und schaut zu den wabernden Feuerlöscher-Wolke, welche Lara und den Referee einhüllt …

ROADKILLER!!!!


Die rote Königin schießt aus dem Nebel heraus und rammt den überraschten Schatten mit ihrem Trademark zu Boden. Das Cover … geht verbal bis drei, aber Swanson ist scheinbar noch von dem Nebel eingehüllt, wankt heraus. Dann sieht er die Lage und ist sofort unten,


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……..

…..dre…… KICK OUT!!!


Nicht schon wieder! Wütend rauft sich Lara die Haare, schnappt sich dann Charlie am Schlafittchen und faucht ihn zornig an. Aber der Ringrichter signalisiert, dass der Schatten seine Schulter hochbewegt hat.

Stone: „Oha, ist das bloß Ärger oder schon PMS?“

Cardigan: „Also so, wie sie grade guckt, eher ein Zwischending aus schlechtem Trip und Flug über Kuckucksnest.“

Inzwischen quellen die Augen der Red resp. Mad Queen regelrecht aus ihren Höhlen - als sie nämlich ein weiteres Mal nach dem Stuhl greift und ihn dreifach auf den Schatten niedersausen lässt. Schließlich stellt sie ihn im Ring auf und holt sich von außen noch einen weiteren.

Stone: „Yeah, Reise nach Jerusalem – jetzt wird’s richtig albern.“

Cardigan: „Na, glaube ich nicht. Wenn’s blöd läuft könnte es für den Schatten eine Reise ohne Wiederkehr werden.“

Stone: „Naja, im Kehren kennt sich unsere Lara ja bestens aus, wenn ich mir die Frisur so anschaue…“

Den Spruch Stones mit einem bösen Blick bedenkend postiert sie den anderen Steel Chair dem „Kollegen“ gegenüber. Dann geht sie zum Schatten, zieht ihn an den Haaren in den Stand und zu ihrem Konstrukt herüber. Ein letzter irrer Blick in dessen Augen, dann die Kopf ab - Geste in Richtung der buhenden Fans. Der Daumen geht erst nach unten - dann wird der Soul Survivor ausgehoben,

CANADIAN TOWER!!!


Durch die Stühle …………….nnnnnnnnnnnnnnnnnnn..nein!! Shadow windet sich halb heraus und kommt auf den Chairs zum Stehen. Er fackelt nicht lange und donnert der überraschten Lara den Fuß mit einem Dropkick ins Gesicht. Lee fliegt ins Seil - und wird beim Herausfedern erwartet,

FLAPJACK!!!


Aber auch der Lady bleiben die Stühle erspart, denn sie fängt sich mit einer Art Frankensteiner ab. Die Rolle rückwärts … aber sie geht nur halb durch. Shadow kann Laras Beine halten - und sie verschränken. Der Ansatz zu seinen finalen Höllenkreisen - aber noch ist es nicht soweit. Lee rangelt sich mit allem, was sie hat frei. Kickt ihren Fuß in das bleich-rote Gesicht. Der Treffer schickt den Schatten taumelnd in die nächste Ecke…

SPIKE!!!


Lara wirft sich nach vorn und drückt den Cryption Crown noch zusätzlich gegen den Turnbuckle. Er wankt heraus - und wird neuerlich aufgeladen. Ein weiterer Versuch zum Turm der Heimat … aber auch bei Lara macht sich die Matchdauer bemerkbar. Shadow dagegen rutscht heraus, bringt sein Knie in Stellung und springt ab,

SINGLE KNEE FACEBUSTER!!!


Lee bewegt sich das Stück weit dabei von vorne.

DURCH DIE STÜHLE!!!!!


Mit einem unschönen Geräusch bleiben beide Athleten zunächst ausgeknockt liegen, während innerhalb der Fans bereits die „Holy Shit!“ - Rufe aufbranden.

Cardigan: „Ja, dem kann ich mich nur anschließen. Was’n cooler Move. Leider sehr destruktiv – für beide.“

Stone: „Das is noch geschmeichelt, mein Lieber. Is ja wie ne Selbstopferung … apropos … Sacrifice … da fällt mir wieder unser…“

Cardigan: „Badger, jetzt schwelg nich in ollen Kamellen und konzentrier dich auf den Kampf hier.“

Stone: „Von mir aus … ding-dong, die Queen is tot, die Queen is tot, sie frisst kein Brot…“

Cardigan: „Boah – in solchen Moment wünsch ich mir, die zwei da hinten werden bald wieder wach.“

Laute Rufe hallen durch den Dome, feuern den Schatten an, welcher sich obgleich im Gesicht blutend auf die Knie gekämpft - aber Lee gibt ihrerseits nicht auf. Robbend hat sie den Schatten erreicht, jagt erst ihre Fäuste in seine Rückengegend und anschließend ihr Knie. Wieder und wieder … aber zum Jubel der Fans scheint dies mittlerweile dem Champion nichts mehr auszumachen, denn er richtet sich trotz Laras Offensive immer mehr auf. Schließlich greift der Schatten hinter, lädt Lee auf seinen Rücken und zieht diese dann zu sich nach vorn. Die Fan-Reaktion kochen noch einmal hoch, es scheint Zeit zu sein für die

TOTALE ECLIPSE!!!


… aber die Mad Queen hat da noch ein Wörtchen mitzureden. Sie strampelt sich frei und bringt den Schatten damit aus dem Gleichgewicht. Der wankt nach hinten kippt die Amazone in gleicher Richtung ab. Lara landet auf dem Apron und lässt sich fallen,

SLINGSHOT!!!


Shadow schießt am Nacken getroffen nach vorn, kommt aber nicht zu Fall und geht wieder zum Angriff über. Oder besser will, denn Lee ist den Moment schneller,

SPRINGBOARD PLANCHA!!!


Sie trifft … aber anders als gedacht, denn der Soul Survivor fängt sie ab, dreht sich um und zieht ansatzlos durch,

TOTALE ECLIPSE!!!!!


Der Move sitzt und die Fans sind aus dem Häuschen, als Swanson zum Cover heraneilt.


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…………………………….drei……. NEIN!!!...................


Stone: „Was?! Alter, leck mich!“

Cardigan: „Ey, hier gucken auch Kinder zu!“

Stone: „Aber wie kann dieses wandelnde Lippenbekenntnis da rausko… UMPH!“

Die Hand des Tempests legt sich auf Matts Mund.

Cardigan: „Meine Damen und Herren, wir sind nach einer kurzen Unterbrechung zurück.“

Die feiernden Jubelschreie mischen sich umgehend mit Unmut, als Swanson nach dem 3-Count unmissverständlich widerruft und auf Nearfall verweist. Die grüne Augen des Cryption Crown geben eine schneidende Kälte von sich, als sie den Offiziellen fragend durchbohren, ob das sein Ernst sei. Die Anzeichen, dass dem Schatten die ersten unverhüllten Worte entfliehen, liegen zum Greifen nahe, doch Shadow bleibt stumm und bedrohlich. 

Stone: „Tja, böser Fehler, Lararella. Böser Fehler …“

Cardigan: „Oder anders gesagt: wenn nicht auf die einfache, dann eben auf die harte Tour.“

Ein weiteres Mal wankt der Champion zur Amazone … aber diesmal hält noch einen der Stühle von zuvor in Händen, welchen er langsam wieder zusammenklappt und auf den Boden legt. Dann graben sich die behandschuhten Hände in die blonden Haare der Kanadierin, welche inzwischen auch schon von kleinen Blutlinien durchweicht sind…

CHEAP SHOT!!!


Was immer der Schatten durchziehen wollte - Lee erstickt den Versuch durch einen weiteren beherzten Schlag in die Weichteile. Shadow krümmt sich und ist somit in idealer Position…

POWERBOMB!!


SUCKERPUNCH!!!!

Shadow nutzt die sich einzig bildende Möglichkeit, haut innerhalb des winzigen oben aufsitzenden Moments zu und trifft die Amazone hart im Gesicht. Lara geht zu Boden - und der Schatten sitzt perfekt zum Cover,

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Lee befördert den Schatten von sich herunter … welcher nach hinten abrollt, ihre Beine greift und seinen anderen Finisher durchzieht,

CIRCLES OF HELL!!!


Und diesmal geht er durch, ohne das Lara eine Chance hat zu intervenieren.

Cardigan: „Jetzt wird’s ernst. Aber ein geiler Konter, nicht wahr?!“

Stone: „Na klaro – ich wäre da auch nicht sitzengeblieben. Hätte viel zu sehr Angst, dass sie mir was abbeißt…“

Cardigan: „Fängst du schon wieder an? Gerade jetzt … wo unser Shadow seinen Rekord noch eine Spur mehr ausreizt.“

Stone: „Na, oder auch nicht. El Furia macht ja ihrem Namen mal wieder …boah, hab ich mich erschreckt!“

Von hinten legt sich eine Hand auf Machinegungs Schulter und Garland kommt wieder ins Bild. Vincent ihm folgend.

Mike Garland: „Was? Wer? … Wo bin … verdammt, was macht ihr zwei Pfeifen hier?!“

Im Streit der Kommentierer geht ein wenig unter, wie die Red Queen sich einem Aal gleich windet und noch immer in der Submission festhängend nach dem Erstbesten greift - in dem Fall Shadows Haare, an denen sie sich den Cryption Crown zu sich heranzieht. Sie hangelt nach dem Kopf, scheint eine Art Million Dollar Dream ansetzen zu wollen … wogegen sich der Schatten aber zu wehren scheint. Letztlich beschränkt sie sich dann darauf, ihre harten Armschoner wieder und wieder im geschundenen Gesicht des Schattens einrasten zu lassen. Die ohnehin klaffende Crimson Mask - Wunde wird so noch mehr…


„STOPPT DAS MATCH!!! SOFORT!!!“


Stone: „Was’n jetzt los?“

Cardigan: „Oha – die Ordnungsmacht!“

 

 

 

Musik und das Bild auf dem AlieraTron sind eindeutig … und unter dem Klingen der Ringglocke geht ein Raunen durch die Zuschauer und zu gemischten Reaktionen tritt die Geschäftsführerin der Liga, Jona Vark, begleitet von ihrem neuen Bodyguard Mr. Joshua im Hintergrund, auf die Stage hinaus. Ihr Blick ist unmissverständlich ernst und der nonverbalen Geste ihr Theme abzuwürgen kommt die Regie umgehend nach.
Lara und Shadow haben mittlerweile ihren liegenden Clinch beendet und die Amazone glotzt ungläubig zu Vark hinüber.

Jona Vark: „Bevor ich zum eigentlich Kern komme … Cardigan … Stone … ich bedanke mich für euren überbrückenden Einsatz. Aber ich vermute mal, dass unsere regulären Kommentatoren den Job ab jetzt wieder übernehmen können. Also begebt euch, wenn ihr schon kein Teil dieses Matches seid und unbedingt Wache schieben wollt, zurück hier auf die Stage…“

Beschwichtigend die Hände erhoben und nickend stehen die Partners in Crime auf und reichen die Headsets an ihre Besitzer zurück – wobei Mike mit giftigem Blick seines regelrecht aus Matts Hand reißt.
Jona wartet kurz, bis einerseits das Publikum wieder ruhig ist und anderseits die ungeteilte Aufmerksamkeit seitens Lara wie auch vom nun wieder ein wenig erholten Shadow sichergestellt ist.

Jona Vark: "Ich entschuldige mich für die ungeplante Störung, aber einem Verdacht nachgehend habe ich mir die zurückliegenden Aufnahmen von euch, speziell von Lara Lee, noch einmal genauer angesehen. Und ich habe mir das von Ihnen Gesagte noch einmal durch den Kopf gehen lassen und neu bewertet. Mir war es damals nicht ganz bewusst gewesen, aber jetzt sehe ich es so klar vor meine Augen. Miss Lee, Sie sind eine äußerst manipulative, verlogene und außerdem eine realitätsferne Frau, die alles versucht hat, sich Vorteile zu verschaffen und dafür andere Mitmenschen schamlos hintergeht. Beträfen es nur Ihre Rivalen, wäre es nicht mein Problem gewesen. Sie aber haben mich auch hintergangen! Natürlich kann ich Ihnen nichts beweisen, aber dafür spricht eine Menge klarer Indizien eindeutig für meine folgende Schlussfolgerung: Sie haben sich bei mir einen Vorteil erschlichen und mich bewusst belogen. Und das kann ich natürlich nicht akzeptieren. Daher mache ich die „Red Queen Rules“ - Stipulation mit sofortiger Wirkung rückgängig …“

Für diese Äußerung spenden die Fans ihr Jubel zu, während Lara reichlich geknickt dreinschaut.
Doch die Chefin macht ungerührt weiter.

Jona Vark: „… und wir kehren in diesem Kampf zur üblichen Regel zurück. Heißt: der amtierende Cryption Crown bestimmt die Matchart. Und die lautet „I Quit“. Ich habe ohnehin den Verdacht, dass der werte Mr. Shadow nie Ihrem Matchwunsch zugestimmt hat. Es bleibt aber beim Titelmatch, das Publikum hat dies mindestens verdient zu sehen. Lassen Sie das Match neu anläuten, Mister Swanson."

Und damit ist ihr Auftritt auch schon zu Ende, während der überraschte, aber gehorsame Ringrichter andeutet, die Ringglocke neu anzuläuten.

Und während diese zum Jubel der Fans erklingt, wirkt die sich auf das mittlere Seil lehnende Lara Lee alles andere als zufrieden…

FULL NELSON!!!!


Shadow meldet sich zurück - und wie! Er nutzt die Verwirrung der Herausforderin und nimmt sie, unter gütiger Mithilfe des Seiles, in eine Deluxe-Version des Aufgabegriffes. 

Mike Garland: „Und schon wieder dirty games. Lara ist im Seil!“

Vincent Craven: „Stimmt – na und?! Ob nun Red Queens Rules oder I Quit – da zählt so was nicht.“

Mike Garland: „Aber … das …“

Vincent Craven: „Leg dich am besten wieder schlafen.“

Charlie beeilt sich, ein Mikro vom Timekeeper-Tisch zu holen und es der röchelnden Lara hinzuhalten, aber die schweigt zunächst trotz stetig rotwerdenden Kopfes und fließendem Blut.

„…N……………….N……NNNNNNN……………..“

Der Schatten behält den eisernen Griff bei, während die rote Königin Blindschläge austeilt … und schließlich Shadow am Kopf trifft. Der Augenblick kurzer Lockerheit genügt.

„………….N ……………….. NNNNN………. NOW!!!“

Sie stemmt sich mit aller Gewalt hoch, den Schatten auf ihrem Rücken, doch der nutzt den Moment für einen Reverse DDT, bevor er den Move neu ansetzt.

Mike Garland: „Now?! Jetzt?! Bei so was reicht ein No. Was sollte das jetzt?“

Vincent Craven: „Frag mich was Leichteres, aber ich hab da eine ganz böse Ahnung.“

Wieder fightet Lara besessen und zähnefletschend, kommt dieses Mal aber besser in die Offensive. Sie stemmt sich nach oben, ein Absprung - und für den Schatten mit einer Art Neck Snap in die Seile. Kaum hat er sich erhoben, wittert Lee ihr Chance …

ROADKILLER!!!


Der neuerliche Finisher soll die Entscheidung bringen, aber der dunkle Krieger wirft die Kanadierin einfach nur über das Toprope. Lara landet strauchelnd auf dem Apron, die Faust des Schattens naht heran, trifft - aber Lee bleibt standhaft. Wieder der Punch - nur noch mit einer Hand klammert sich die Lady fest. Shadow fackelt nicht lange, federt ins andere Seil und fliegt über das Toprope,

BIG SPLASH!!


… und Lee fängt ihn auf!!! Unglaublich, was die Mad Queen hier abliefert. Sie stemmt ihn urschreiend in die Höhe - zumindest, bis Shadows Knie ihre Schläfe trifft. Er landet am zweiten Seil, hangelt nach Laras Kopf - doch die hat bereits seinen im Schwitzkasten! Die Fans ahnen Schlimmes, als Lee sich abdrückt.

Mike Garland: „Vince, nichts wie weg hier!!!“

Die Kontrahenten heben ab,

ROPE HUNG DDT TO THE OUTSIDE!!!!


Mit einem ungeheuerlichen Krachen treffen beide hart auf dem Kommentatorenpult auf, welches umgehend in seine Einzelteile zerbricht. Wieder branden die Anfeuerung und „Holy Shit!“ - Rufe durch den Dome, doch von all dem bekommen beide zunächst nichts mit. Sanitäter und Offizielle sind sofort bei ihnen, sehen nach dem Rechten.

Vincent Craven: „Tja … erst wir weg … und jetzt unser Tisch … danke dir, nochmal.“

Mike Garland: „Keine Ursache. Und auch wenn ich…“

Vincent Craven: „Oh, da oben brennt die Luft. Man, als wenn ich es nicht geahnt habe…“

Der Fokus des Geschehens legt sich umgehend auf die Stage hinaus, wo die Partners in Crime, eigentlich die Enforcer Nachhut des Schattens, urplötzlich aus dem Hinterhalt angegriffen werden. Mit harten Schlägen und Tritten rauscht nun Laras Verstärkung in Form von Dark Tiger, Katya  Starnikava und der Mistress of Lust heran, welche versuchen irgendwie zu Lee durchzukommen … von Trent, Matt und Windy aber in Schach gehalten werden.

Mike Garland: „Jetzt wird mir klar, was du meinst: keine Red Queens mehr – und somit auch kein Versprechen mehr, ihre Handlanger zurückzuhalten.“

Vincent Craven: „Als wenn sie es von Anfang geplant hatte. So was..“

Mike Garland: „.. nenn ich clever gespielt.“

Vor dem Ring kommen derweil die Fighter wieder zu sich - was vor allem die EMTs zu bemerken scheinen, da Lara diese brüsk zur Seite schiebt und sich wankend Richtung Shadow aufmacht. Sie zieht ihn an den Haaren empor, das weiße Gesicht inzwischen blutrot getränkt. Ein paar letzte abfällige Flüche nebst eines Mittelfinger, dann tritt sie ihm in den Magen, führt seinen Kopf ruppig zwischen ihre Beine. Der Ansatz …
… es bleibt dabei, denn Shadows Kopf rührt sich keinen Millimeter, so sehr Lee auch daran zerrt. Vielmehr greifen nun Shadows schraubstockartige Hände ihre Handgelenke. Die rote Lady weiß nicht, wie ihr geschieht, die Fans aufkreischenden Fans allerdings schon. Zwei glühende Smaragde in einem Blutmeer starren ihr entgegen, als Shadow sich zu voller Größe aufrichtet, sein Schädel zu einem Headbutt vorschnellt und er um Lara herumwirbelt,

FULL NELSON BULLDOG!!!


Lara rastet auf den Resten des Announce Tables ein … aber das scheint dem Schattenmann noch nicht genug zu sein. Ein Blick ins Zuschauermeer - und als er den Cutthroat zeigt, wird die Geräuschkulisse ohrenbetäubend. Ein Griff, ein Ausheber…

Vincent Craven: „Yeah, jetzt sind die Fans richtig dabei.“

Mike Garland: „Ich glaube eher, das ist Unruhe bei den Zuschauern. Da, es bewegt sich was…“

Vincent Craven: „Wer denn jetzt noch? Sind doch alle von Laras Army da.“

Mike Garland: „Na, dann zähl mal richtig…“

Lee hängt hilflos kopfüber und Shadow springt ab, 

TOTALE ECLIPSE!!!


Die Jubelschreie gehen in Warnende über, als unbemerkt vom Soul Survivor hinter diesem eine dunkle Gestalt über die Guardrail springt.

Vincent Craven: „Verdammt – Decay. Den hatte ich völlig vergessen.“

Mike Garland: „SIE – bitteschön…“

Shadow sieht das Unheil nicht kommen und wird von dem gewaltigen Faust der Hünin niedergeknüppelt. Decay lässt sich ausgebuht auf den Schatten fallen, deckt diesen mit Mounted Punches ein, bevor sie ihn emporhievt und an der Gurgel packt,

CHOKESLAM!!!


Wieder muss der Schatten mit dem Tisch bzw. seinen Resten Bekanntschaft machen, welche noch eine Spur mehr bersten. Während die Partners weiterhin aufopfernd Richtung Ring gedrängt und mit ihren eigenen entrissenen Wasserrohren angegriffen werden, macht die Riesin sich sofort daran, Lara auf den Schatten zu ziehen und beide in einem Submission Move zu verknoten.
In dem Moment wird es wieder laut.

Mike Garland: „Da, noch ein Handlanger…“

Vincent Craven: „Von wegen – eher der Gegenschlag…“

Ja - es ist Maldicao! Der Brasilianer stürzt sich von der Absperrung genau auf Decay und deckt diese mit Punches ein. Die Riesin hält gegen, ist aber letztlich machtlos, als der Newcomer sich mit ihr über die Guardrail clotheslined und beide innerhalb der Zuschauer weiterbrawlen.
Derweil checken die Crewmember noch immer den Zustand der eigentlichen Athleten ab. Lee liegt sich wenig regend am Boden und Shadow … rührt sich zum Jubel der Fans deutlich mehr. Der Cryption Crown gibt sich und seine Championship nicht auf, halt sich bereits in den Kniestand begeben…

PUNT KICK!!!


Katya Starnikava ist der Durchbruch zum Ring gelungen und sie nutzt ihre einzige Möglichkeit Shadow einen Treffer zu verpassen - bevor Stone sie mit einem Dropkick abfängt. Windy hat es derweil mit der Mistress of Lust, welche der körperlich kleineren Deutschen überlegen scheint und sie dies auch spüren lässt. Nach einem schnellen Snap Suplex scheint auch ihre Sternstunde gekommen zu sein. Cardigan, der das Ganze aus der Ferne mit Dark Tiger hat ansehen müssen, senst diesen mit einer Clothesline um und wetzt zur Rettung heran. Aber zu spät - für den Schatten,

THRUSTING DOMINANCE!!!


Die Ring-Domina gibt per Pedigree auch ihre Visitenkarte ab und schleppt den leblosen Körper Shadows auf Lee, bevor der Tempest auch die Mistress verjagen kann. Mittlerweile kehren die Lebensgeister auch in die Lady in Red zurück – und deutlich gezeichnet, aber mit Siegeswillen schnappt sie sich den ebenfalls erkennbar demolierten Kopf Shadows und choked diesen per Sleeperhold.
Umgehend sind auch die Fans wieder da – wie auch Charlie Swanson, welcher das Mikro an den bleich-roten Kopf hält … aber keine Antwort bekommt. Er fragt noch einmal nach, bevor er sich aufrichtet und das Signal…
… aber da klammert sich die Hand Shadows um die des Unparteiischen. Gleichzeitig ruckt der Schatten sich mehr und mehr in die Höhe, stemmt sich gegen Niederlage und persönlichen KO.

Vincent Craven: „Shadow ist noch immer im Spiel. Das ist ein Überlebensinstinkt!“

Mike Garland: „Momentan … kann ich da nicht wirklich widersprechen.“

Scheinbar gleich einem Schraubstock verdreht er Laras um seinen Hals geschlungenen Arm, ihr dann diesen auf den Rücken und drückt sie gen Boden … und damit auf die Reste des Announce Tables und knapp über ein scharfkantiges Holzteil. Lee versucht sich zu wehren, aber Shadow hält unentrinnbar gegen. Schon naht Swanson wieder mit dem Mikro…

KNEE SMASH!!


Dark Tiger rettet seine Chefin, zieht den noch immer ein wenig groggy wirkenden Schatten zu sich und verpasst ihm einen Headbutt. Doch damit nicht genug: der Maskierte behält den Cryption Crown gegriffen, verschränkt dessen Arm zwischen die Beine und orientiert sich kurz Richtung Timekeeper-Tisch.

Mike Garland: „Ich glaube, unser Tischler bekommt bald viel Arbeit…“

Dark Tiger hebt den Schatten via Pumphandle Sitout Facebuster aus,

LA DECADENCIA!!!
DURCH DEN ZEITNEHMERTISCH!!!!


Mit einem metallischen Krachen, als die Glocke getroffen wird und der CC-Belt davonschliddert, bricht auch der andere Table ringside zusammen und schickt den Schatten scheinbar ins Land der Träume.

Mike Garland: „Ich denke, das dürfte es endgültig für den Schatten gewesen sein. Titelwech..“

Vincent Craven: „Nun mal halblang, noch habe ich keine magischen Worte gehört … und würde jemand mal bitte diese Handlanger endlich…“

Mike Garland: „Schau – die Partners erhören dich. Das Imperium schlägt zurück.“

Vincent Craven: „Ja – leider ein wenig zu spät.“

Der dunkle Luchador kann sich nicht lange über seinen Eingriff freuen: die Partners in Crime, welche sich mit Steel Chairs bewaffnet haben, prügeln den Maskierten vom Schatten herunter und jagen zum Jubel der Fans diesen und Laras andere Spießgesellen nun endgültig die Rampe hinauf und aus dem Dome … was Maldicao mit Decay in den oberen Zuschauerreihen nun ebenfalls tut.
Währenddessen hat Lee robbenderweise Shadows Fuß erreicht, klammert diesen zu einem Fußhebel und zieht sich immer weiter an ihm empor, versucht ein weiteres Mal den Kopfbereich zu erreichen … da richtet sich der Schatten zähnebleckend auf die Ellbogen gestützt auf!!!

Mike Garland: „Nicht dein Ernst…“

Vincent Craven: „Ich hab es immer gewusst. Es ist unglaublich, was der Schatten hier abliefert.“

Shadow gibt seine Championship und sich nicht auf, es hagelt Tritte auf die Amazone, welche diese aber scheinbar absorbiert und eine Art STF anzusetzen versucht. Shadow treibt von den Fans angefeuert seine Ellbogen ins Lees geschundenes Gesicht, während er gleichzeitig mit der anderen Hand versucht, die Ringglocke zu erreichen. Charlie Swanson ist mit dem Mikro da - unschlüssig, wem er es zuerst unter die Nase halten soll.
Mittlerweile hat Shadow die Ringbell gegriffen, sein von Haaren bedeckter Kopf ist für den Moment uneinsehbar face-down am Boden. Kräftesammeln für ein letztes…
 

„……………. I ……………………. QUIT!!!! ……………………….“
 

Vincent Craven: „What?! Nein, das darf doch nicht..“

Mike Garland: „Ich fasse es nicht … yeah…“

Die schauerliche Stimme scheint durch die ganze Halle zu fluten und augenscheinlich alle in einen Augenblick Schockstarre zu schicken. Erstickte Rufe und erschrockene Mienen im Zuschauerrund, auch Mike und Vincent bekommen ihren Mund nicht mehr zu und Charlie Swanson fragt sich, was das eben gewesen ist…
… aber nur für den Moment, denn im gleichen Moment, in dem der Schatten die Crimson Mask nebst der stechenden wie fragenden Augen offenbart, ist der Ref schon bei ihm, nimmt die Glocke ab und läutet diese.
 

#ding#ding#ding#


Ein weiterer Augenblick der Totenstille … doch als dann Lara Lees Theme ein weiteres Mal ertönt, begreifen alle, was eben geschehen ist. Umgehend branden Buhrufe auf und Getränkebecher fliegen Richtung Ring, gepaart mit „Upset!“ - und „This is Bullshit!“ – Rufen. Auch unsere stehenden Kommentatoren sind noch reichlich geplättet – wie auch die sich zu ihnen gesellende Jane Nelson.
Doch the show must go on … und so hebt sie ihre Mikrofonhand – aus der der eiligen Schrittes herbeigeeilte Maurice ihr das Mikro entreißt und über beide Wangen grinsend vollmundig ansetzt.

Maurice: "Ladies and Gentlemen... es ist mir eine Ehre, Ihnen die neue Titelträgerin der PCWA Cryption Crown bekanntgeben zu dürfen ………….. die beste Wrestlerin der PCWA und der Welt... The Queen of the Wrestling ……………….... The Muscle Chick.............................. The Canadian Warfighter...and NEEEEEEEEEEEEEW Cryption Crown Championesse............ LADY LARA LEEEEEEEEEE!"

Die Unmutsbekundungen der Fans branden noch starker auf und sorgen dafür, dass Maurice ordentlich mit Softdrinkresten eingedeckt wird. All das geht scheinbar an der völlig entkräfteten Lara Lee vorbei, welcher aufgeholfen wird und deren königliches Antlitz passend zu ihrem Outfit blutrot glänzt.

Mike Garland: „Ja, geschafft! Die Reign of Boredom hat ein Ende und Lady Lee krönt damit ihre unlängst gefeierte Regentschaft … Vincent, was sagst du dazu?“

Vincent Craven: „Tja … wir haben eine neue Titelträgerin … eine, wenn du mich fragast, äußerst Bizarre wie Schmeichelhafte.“

Mike Garland: „Och, Neid steht dir überhaupt nicht. Freue dich lieber wie ich, dass sie diesen Kraftakt geschafft hat.“

Vincent Craven: „Geschafft?! Mein lieber Mike, Shadow hätte niemals in seiner Königsdisziplin derart aufgegeben. Das war vermutlich genauso eine Mauschelei wie mit den Red Queen Rules.“

Mike Garland: „Wir haben es deutlich gehört.“

Vincent Craven: „Ja – GEHÖRT. Aber nicht GESEHEN!“

Und dieser Verdacht erhärtet sich, als die Kamera den am Boden hockenden Schatten anvisieren: die grünen Augen stieren gedankenversunken aus dem blutüberlaufenen Gesicht ins Leere, als versuche er zu realisieren, was eben geschehen ist. Der Rest driftet offenbar am Schatten vorbei … zumindest bis zu dem Moment, als Swanson nochmals vorbeihuscht, um den Cryption Crown Belt vom Boden aufzulesen und Lee zu überreichen.
In diesem Moment steht der Soul Survivor auf, bangt seine Mähne vors Gesicht – worauf im ganzen Dome das Licht verlischt.

Mike Garland: „Was … ach, Lichtspielchen, wie nett … die eines schlechten Verlierers.“

Vincent Craven: „Lieber das als eine miese Siegerin.“

Es dauert einige Augenblicke, bevor die Lampen erneut angehen … und als sie es tun, steht ein völlig verdatterter Charlie Swanson einmal mehr da und guckt auf seine leeren Hände, in denen eben noch der Gürtel lag. Er schaut sich um – und entdeckt diesen schließlich in der Ringmitte. Überzogen mit fünf per Finger gezeichneten Blutlinien. Shadow hingegen … ist verschwunden.

Mike Garland: „Stimmt – an seiner Stelle hätte ich auch die Hintertür bevorzugt. Der Macho in spe – und dann besiegt von einem Mädchen.“

Vincent Craven: „Es ist hoffnungslos mit dir. Wrestling-Freunde, wir sind am Ende unserer Show angelangt … und der gesetzte Schlusspunkt kann ganz sicher als Meilenstein angesehen werden. Als einer … der vielen Fragen beantwortet hat … und noch mehr offenlässt.“

Eine der letzten Einstellung zeigt die Mad Queen, welche dem Apron lehnt und zu ihrem im Ring liegenden Championship blickt.

Mike Garland: "Und jetzt kommt CORE!"

Vincent Craven: "Bis dahin - Alles Gute und bleibt gesund."


------------------ PCWA ------------------

Die End-Credits sind gerade über den AlieraTron gelaufen, da blendet die Kamera nochmals in das Büro von Jona Vark. Die Chefin sitzt in ihrem beqemen Bürostuhl, das rechte Bein über das Linke geschlagen. Der Regen, der in den letzten Stunde stärker geworden ist, trommelt rhytmisch gegen das Fenster.

Lediglich die Schreibtischlampe beleuchtet die Szenerie und spiegelt sich in der Sonnenbrille des Mannes wieder, der regungslos mit verschränkten Armen vor dem Tisch der Boss-Lady steht.

Jona Vark: " Verstehen sie mich nicht falsch, Mister Joshua. Selbstverständlich kenne ich ihre Vergangenheit und habe sie genau deswegen angestellt."

Der Angesprochene legt den Kopf leicht schräg.

Mister Joshua: "Aber wie... "

Die Chefin verdreht kurz die Augen.

Jona Vark: "Ich bitte sie. Denken sie etwa, ich habe sie wegen ihres guten Aussehens eingestellt? Ich weiss alles über sie."

Sie wendet sich an den Kameramann.

Jona Vark: "Bitte schalten Sie die Kamera aus."

Gesagt getan.

Dann wird ihr Blick ernst.

Jona Vark: "Mister Sims."

Ein unmerkliches Zucken im Mundwinkel des Riesen.

Mister Joshua: "Ich weiss nicht, wovon sie sprechen."

Sie greift in die Schublade und holt einen Aktenordner hervor. Diesen wirft sie auf den Schreibtisch und erhebt sich aus dem Stuhl.

Jona Vark: "Verkaufen sie mich bitte nicht für dumm, Mister Sims. Denn das hier, mein Lieber, ist ihr Leben. Und es gehört mir. Genauso wie sie. Aber sie bekommen es zurück. Wenn sie, wie besprochen, zusätzlich zu ihrem bestehenden PCWA-Vertrag als mein Assistent einen Auftrag für mich erledigen. Derartiges ist ihnen doch nicht fremd, oder?"

Sie blättert in der Akte.

Jona Vark: "Ein bewegtes Leben, Mister Sims. Afghanistan, Irak. Hochdekoriert. Und natürlich ihre Freunde aus der Vergangenheit. Einen haben sie ja bereits heute kennen gelernt. Und anhand der Reaktion von Mister Sharpe bereue ich meine Entscheidung, sie unter Vertrag genommen zu haben überhaupt nicht."

Der Ex-Soldat ballt die Fäuste. Er hatte es  geahnt. Dieses Gefühl im Nacken, was er immer hat, wenn etwas nicht stimmt. Nach all den Anstrengungen, seinen Namen rein zu waschen ist er quasi wieder am Anfang. Immerhin hat er das Militär als auch den Geheimdienst glauben machen, er wäre bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen. Der Plan war leider zu gut gewesen, weswegen er sein Augenlicht zu 50% verloren hat.

Die Tatsache, dass er aber nun 'frei' sein konnte, ohne täglich in Angst zu leben, ob ihn zuerst das Militär oder der Geheimdienst kalt stellt, war die Aktion wert gewesen. Aber wenn diese Frau etwas durchsickern lässt... das wäre sein Ende.

Kurz mustert er seine neue Arbeitgeberin. Er könnte einfach über den Tisch greifen und ihr dünnes, kleines Genick brechen. Problem gelöst. Doch dagegen sprechen zum einen der anwesende Kameramann und zum anderen die Tatsache, dass er dieses Leben endlich hinter sich lassen will.

Er atmet lautstark aus. Dann nimmt er die Sonnenbrille ab und  funkelt Jona Vark mit seinem noch funktionierenden, grünen Auge an.

Mister Joshua: "Wer?"

Zufrieden lächelt Jona Vark. Aber es ist ein eiskaltes Lächeln. Sie greift erneut in die Schublade und legt ein Foto auf den Tisch.

Jona Vark: "Sie haben auch ihn heute kennen gelernt."

Er greift nach dem Foto uns mustert es. Dann blickt er wieder zu Jona Vark. Und setzt die Sonnenbrille wieder auf.

Mister Joshua: "In den Ruhestand?"

Nun muss die Chefin kurz schlucken.

Jona Vark: "Natürlich nicht!"

Der große Mann nickt.

Mister Joshua: "Gut. Was dann?"

War es ein Fehler, diesen Mann auf die Gehaltsliste zu setzen? Aber immerhin scheint er folgsam zu sein. Sie strafft sich kurz.

Jona Vark: "Sie senden ihm eine Warnung. Mehr nicht. Ich denke, das sollte ausreichen."

Der Angesprochene nickt, beäugt nochmals das Foto und lässt dieses wieder auf den Tisch fallen. Zufrieden lächelt die Chefin und gibt dem Kameramann ein Zeichen.

Das Bild kehrt zurück.

Jona Vark: "Also?"

Ein kurzes Nicken.

Mister Joshua: "Wird erledigt. Kann ich sonst noch etwas für sie tun, Miss Vark?"

Jona Vark: "Nein. Danke. Sie können nun gehen, Mister Joshua."

Der Mann nickt, dreht sich um und verlässt das Büro. Zurück bleibt Jona Vark und die Kamera zoomt auf ein Foto, das auf dem Schreibtisch liegt.

 

Bild

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