RISING PHOENIX
am 15.06.2020 aus dem PCWA Theatre in Berlin/Deutschland

Die NR.1 PRE-SHOW im Wrestling Business!

Exklusives Material von Vendetta 149!

Nur für ECHTE Fans!

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International Headlines and notes...
from Vendetta 148:

 

While the Q4tB 2020 begins Kevin Smash reaches for the stars -
The self proclaimed legend lures Godd into his trap. Can the Gerasy break out?

 

Maxxx enters the quarterfinals with northern tailwind -
Sharpe is out and with two new participants for Ven150 already forced into a corner.

 

Cardigan takes revenge and beats Banes! -
The Elimination will push Happy Hour for backlash at Ven150. 

 

Maldicão finally wins! -
The PCWA Newbie takes the first step. All things are possible now.

 

Successful Comeback for Marc Poe -
Wilson still licks one's wounds whereas Poe looks like he has worked up his past.  


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Vormittag…

Der silberfarbene Düsenjet sowjetischer Bauart hängt unter einem Kran und wird gerade vorsichtig auf einen Sockel herabgelassen. Zum wiederholten Male rückt Lara Lee ihren Sturzhelm zurecht und wiegt unruhig hin und her, während eine glimmende Zigarette von einem Mundwinkel zum anderen wandert.

Das einsitzige Düsenflugzeug mit spitzförmigem Kegel im Lufteinlass und dreiecksförmigen Flügeln, die vier Raketen(-attrappen) tragen, sieht unter dem dicht bewölkten Himmel wirklich bedrohlich aus. Doch mehrere Männer mit leuchtfarbenen Sturzhelmen hantieren mit dem Museumsstück, als wäre es ein ganz gewöhnliches Bauteil.

Die Amazone blickt wieder auf das Gebäude dahinter hinab, das mit Gerüsten umhüllt ist. Das Gebäude hat eine frappierende Ähnlichkeit mit einem typischen halb zylinderförmigen Flugzeughangar - mit einem Unterschied, dass dieser nicht echt ist. An beiden Seiten des “Hangars” sind zwei kleinere Kugelhälften angebaut.

Nicht ohne Stolz mustert sie den neuesten Anbau auf dem Phoenix Center, welcher bald ihre Clubhalle darstellen soll.

Nach einer Minute bemerkt Lara Lee aus den Augenwinkeln, dass jemand direkt neben ihr steht. Jemand deutlich größeres und mit einem feuerroten Bart. Der neuerdings Glatze trägt.

Lara: „Barry Wilson.“

Sagt sie mit emotionsloser Stimme und dreht den Kopf langsam zur Seite, um den Ex-Partner zu mustern. Laras Augen strahlen nur Eiseskälte aus, von der tiefen Freundschaft ist überhaupt nichts mehr zu spüren.

Stem: „Hab‘ gehört, du willst hier einen Club aufmachen.“

Er deutet auf das Flugzeug.

Stem: „Überrascht mich nicht wirklich. Die Show muss weiter gehen, hm?“

Die Amazone verschränkt die Arme vor der Brust, behält aber den Spazierstock bei sich.

Lara: „Du hingegen… hast mich überrascht. Ich hätte niemals damit gerechnet, dass du und… Jimmy zusammenarbeiten würdet und damit so einen hinterfotzigen Angriff gegen mich abgezieht.“

Barry will etwas erwidern, aber Lara hebt die Hand und schüttelt energisch den Kopf.

Lara: „Endlich habe ich es geschafft, dich dazu zu bringen, eine Linie zu überschreiten! Du hast endlich etwas gemacht, was niemals ein Stemmie gemacht hätte. Du hast endlich kapiert.“

Der große Mann verdreht die Augen.

Stem: „Es ist einfach unfassbar. Selbst nach meinem Sieg sprichst du noch davon,  was du alles erreicht hast. Das ist Bullshit, Lara. Dass du mich dazu gebracht hast, eine Grenze zu überschreiten, solltest du nicht positiv sondern eher negativ sehen! ICH habe gewonnne... du hast verloren. Ende der Geschichte.“

Lara: „Du bist derjenige, der hier einen Stuss erzählt. Richtig, das Match ist zu deinen Gunsten ausgegangen. Aber du hast mich nicht besiegt. Nicht mal im Entferntesten. Du warst schlichtweg nicht einmal in der Lage dazu gewesen. Nein, du wusstest schon von Anfang an, dass du mich nicht alleine besiegen konntest. Ich war einfach zu gut. Besser als du. Also hast du einen Plan geschmiedet und meine Nemesis zu deinem Verbündeten gemacht. Du hast Jimmy Maxxx die schmutzige Arbeit machen lassen. Und das ist etwas, was mich sehr ärgert. Statt mich mit eigenen Händen zu besiegen, lässt du die Drecksarbeit von jemand anderem machen. Weil du immer noch dieses arme, traurige, kleine, dumme Kaninchen Stemmie bist. Du wolltest eine Wölfin zerfetzen. Und was ist passiert? Du bist einfach weggehoppelt und hast einen Jäger die Arbeit machen lassen. Ein Jäger, der nicht mal richtig sehen kann, denn seine Ausführung war BESCHISSEN.“

Die Kanadierin blickt wieder geradeaus auf die Baustelle.

Lara: „Ich nehme euch nicht einmal übel, dass ihr meine Karriere beenden wolltet - mit versuchtem Überfahren. Das gehört nun mal zum Job. Aber ihr habt das nicht einmal hingekriegt. Stattdessen hat das Auto mich gestreift und mich zu einem kleinen Krankenhausaufenthalt gebracht. Das ist schon hart. Es… ist immer noch hart.“

Als Bestätigung seufzt sie schmerzhaft, während sie sich am Spazierstock abstützt.

Lara: „Aber hier stehe ich wieder… und mache weiter. Nicht nur das, ich gehe voran! Und ihr beiden Witzfiguren kaspert und heult noch rum, dass ich…“

Stem: „ES REICHT!"

Brüllt er über den Platz.

Stem: "Wie ich in bei Vendetta 148 in aller Deutlichkeit gesagt habe, werde ich mich nicht mehr von deinem geistigen Dünnschiss beeinflussen und ausbremsen lassen. Du bist nach wie vor krank. Du willst Ruhm und Anerkennung, aber baust stattdessen einen beschissenen Club auf dem Gelände?“

Lara: „Ich. Ich bin ehrgeizig. Ich habe große Ziele.“

Stem: „Ich, ich, ich… das hatten wir doch schon. Mach, was du willst. Aber du wirst mir und Jimmy nicht im Weg stehen. “

Er kneift die Augen zusammen."

Stem: "Tu es... und ich werde dich erneut vernichten. Und diesmal endgültig."

Lara: „Sehr optimistisch für jemanden, der im Unterzahl ist. Tatsache ist, du hast in einem Punkt recht: Ich bin zu sehr auf mich selbst fokussiert. Aber um weiter zu kommen, braucht man mehr als nur das „Ich“. Also habe ich ein paar Freunde zur Unterstützung mitgebracht…“

Sie deutet mit dem Kopf auf der Stelle neben Barry auf der anderen Seite. Barry sieht einen sehr muskulösen, dunkelhäutigen Luchador mit Tigermaske vor sich. Er ist zwar kleiner als Barry, aber wirkt dennoch bedrohlich, zumal es vorher keine Anzeichen gegeben hat, dass er hier gestanden hat.

Lara: „…darf ich dir vorstellen: Dark Tiger.“

Abschätzig mustert Wilson den Luchador.

Stem: „Wow... ich bin begeistert. Das soll alles sein? Soll ich mich jetzt zitternd vor Angst zu Boden werfen?“

Die Kanadierin deutet mit dem Spazierstock auf den Club. Neben dem Haupteingang steht urplötzlich eine riesige Frau in dunklem Körperanzug, der nur einen mächtigen Arm freilässt. Ihr Gesicht ist halb mit einer Art dunkelvioletter Paste bedeckt. Abgesehen davon, dass sie lebendig ist, gibt es keine Ähnlichkeit zu einer Steinstatue.

Lara: „Und das ist Decay. Barry… du hast mich mit Jimmy ins Krankenhaus geschickt. Da versteht sich von selbst, dass ich das nicht so stehen lassen kann, ja?“

Die Kanadierin baut sich direkt vor Stem auf und blickt leicht nach oben in die Augen. Barry Wilson wirkt völlig unbeeindruckt.

Lara: „Wir werden dich und Jimmy attackieren und niederschlagen. Wir werden euch ins Krankenhaus schicken. Vielleicht sogar eure Karrieren beenden.“

Barry beugt sich nach vorne und schaut Lara direkt in die Augen.

Stem: „Go for it... gleich jetzt.“

Lara: „Nö. Nicht heute. Nicht morgen. Aber vielleicht übermorgen. Oder in 10 Tagen. Oder bei Vendetta 150. Oder in einem Jahr. Du wirst das nie wissen. Aber du wirst wissen, dass wir eines Tages euch einkreisen und niederschlagen werden. Und nicht zu dritt. Denk daran, Kaninchen, denk an meine Worte. Und erzähle das deinem schielenden Jäger. Der Angriff wird kommen… Mister Wilson.“

Beide starren sich noch ein paar Sekunden lang einander an, dann wendet sich Lara von ihm ab und macht ein paar Schritte auf das Flugzeug zu, das nun auf dem Sockel ruht. Ein klares Zeichen, dass das Gespräch beendet ist. Barry nickt.

Stem: "Wir werden bereit sein."

Dann wendet er sich ab und geht. Aber nicht ohne Dark Tiger noch einen deftigen Rempler mit der Schulter zu verpassen.


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Der Start von Vendetta 149 steht kurz bevor, doch nicht alle Menschen im PCWA-Theatre sind schon auf Wrestling fokussiert. So geht es zum Beispiel Marc Poe’s Entourage in Form von Sunny und Cloudy Day. Eigentlich wollten die beiden Schwestern nur kurz einen leckeren Kaffee der Geschmacksrichtung Guatemala Antigua holen, aber dafür mussten sie natürlich zum nächsten Starbucks. Glücklicherweise befindet sich eines auf dem Phoenix Center, dennoch haben die Mädels sich auf dem Rückweg in ihre Kabine etwas verlaufen. Sunny und Cloudy machen allerdings das Beste daraus, was für die beiden hippen Girls bedeutet: Instagram-Story!!!

Der kalifornische Sonnenschein mit dem passenden Namen filmt einfach alles, was es in den Gängen des Theatres zu filmen gibt. Zwischendurch gibt sie Kommentare ab und filmt zur Freude ihrer männlichen Follower sich selbst. Outfitmäßig ist Sunny sich im Vergleich zu der letzten Show treu geblieben. Heute ist schwarz die Farbe ihres Minirocks und dazu ein weißes enges trägerloses Oberteil, welches auch noch einen Blick auf ihren perfekten Bauch und den roten BH zulässt. Cloudy dagegen ist fast prüde gekleidet, trotzdem sieht sie in ihrem Jump-Suit im hochmodernen „Stiffkey Blue“ fantastisch aus. Ihre unergründlichen Augen werden perfekt betont, was ihre Schwester in der Insta-Story ebenfalls gut in Szene zu setzen weiß. 

Plötzlich fängt die Smartphone-Kamera von Sunny allerdings einen wahrhaftigen Koloss ein, der sich am Getränkeautomat zu schaffen macht.

Sunny Day: "Wow, Cloudy schau dir diesen Körper an. Der Typ braucht doch sicher einen Waffenschein für seinen Body."

So ein Kommentar kommt ausgerechnet von ihr, denkt Cloudy, zumindest sagt dies ihr Blick aus. 

Sunny Day: "Wir gehen mal etwas an der Kerl ran, wir brauchen unbedingt ein Foto von ihm. Sowas hat die Welt noch nicht gesehen, mit diesem Foto generieren wir sicher sehr viele Likes und neue Follower. Dies kann nur von Vorteil für unsere Community sein."

Cloudy Day: "Ist dieser Typ wirklich was besonderes? Hugo ist größer und fast genauso so krass gebaut. Wenn das Foto aber unbedingt sein muss, dann denk an den Abstand, so richtig nah an ihn kannst du nicht ran."

Die wunderschönen Augen von Cloudy mustern den Mann mit dem Körper eines Atomkraftwerks. Dann geht ihr ein Licht auf.

Cloudy Day: "Was wohl Marc zu dem Kerl sagen würde? Du willst ihn eifersüchtig machen, oder? Die Muskeln von dem Typen sind zwar nicht von schlechten Eltern, aber jemand wie Marc ist doch eher dein Typ. Bei mir ist es zumindest so."

Der Gesichtsausdruck der Sunshine-Lady wechselt von Unbekümmertheit in Nachdenklich. Mit Schmollmund und rollenden Augen denkt sie über die Sache nach.

Sunny Day: "Marc und eifersüchtig? Niemand bekommt das hin. Selbst wenn, heute ist er viel zu busy. Seit wir hier im Theatre angekommen sind, telefoniert er."

Währenddessen hat der Koloss seine Getränkeauswahl abgeschlossen. Er dreht sich um und geht in Richtung der zwei Mädels. Dem geübten Zuschauer ist der Mann trotz ungewöhnlichem Outfit bekannt, es ist Antonio Maldicão, der ein Baumfällerhemd, Lederjacke und einen Mundschutz trägt. Zur Masse des Mannes kommen nun noch die Bewegungen hinzu. Er hält einen Energydrink locker in der linken Hand, die noch ruhig an seiner Seite hängt. Auf seinem Mundschutz sind Fäuste aufgedruckt. Mit der Eleganz eines Raubtiers geht er auf die Damen zu, er scheint sie gehört zu haben und fühlt sich direkt angesprochen.

Maldicão: "Am Abstand kann ich für euch nichts ändern, aber vielleicht kann ich euch mit ein paar offenen Knöpfen am Hemd entgegenkommen."

Beide Mädels scheinen diesem Angebot nicht abgeneigt zu sein. Zwar kommen sie bei Marc Poe genug auf ihre Kosten, aber warum nicht mal einen Blick auf den Körper eines anderen Mannes werfen. Der Marylander ist wie bekannt, beim weiblichen Geschlecht ebenfalls für alles offen. Zumindest macht die Situation deutlich, dass Maldicão neben den Fäusten wohl auch mit Testosteron als Waffe umgehen kann.

"Du bist ja richtig furchtlos!"

Marc Poe hat die Situation gecrashed. Er baut sich zwischen seinen zwei Freundinnen auf und legt jeder einen Arm um die Hüfte. Maldicão mustert die ihm gegenüberstehenden Menschen und lächelt. Poe, Sunny und Cloudy könnten, wie sie dort stehen, gerade einem Modemagazin entspringen, denn auch der Mann aus Baltimore ist top gestylt. Seine schwarzen Chinos sind perfekt gebügelt, die weißen Mokassins glänzen, und wie nicht anders zu erwarten, trägt er keine Socken. Und im Gegensatz zu Maldicão zeigt er, in seinem weißen Shirt mit V-Ausschnitt, zumindest den Ansatz seiner gestählten Brustmuskeln. 

Marc Poe: "Ihr wisst nicht, wer der Typ ist, richtig?"

Der Marylander richtet seine Worte nun an die Mädels, nach seinem kurzen One-Liner in Richtung Maldicão. Sunny und Cloudy verneinen jeweils durch eine eindeutige Bewegung ihrer schönen Köpfe. Dann blickt der Mann mit dem Man-Bun seinem kommenden Quest-Widersacher direkt in die Augen, spricht aber noch zu seinem Gefolge.

Marc Poe: "Dieser Mann ist mein nächster Gegner im Quest for the Best Turnier: Antonio Maldicão!"

Poe hebt seine rechte Hand und deutet darauf.

Marc Poe: "Ich würde dir gerne diese Hand schütteln, aber vor unserem Fight sollten wir kein Risiko eingehen. Trotzdem beglückwünsche ich dich zu deinem ersten Sieg in der PCWA. Dieses Gefühl ist etwas besonderes, oder? Ich habe diesen schönen Moment nun ein zweites Mal erlebt, da mein Sieg gegen Stem in eine ähnliche Kategorie fällt. Ein Sieg bei meinem Comeback. Einfach der perfekte Start. Dieses gute Gefühl wird glücklicherweise noch einige Zeit andauern, denn es wird nicht mein letzter Sieg beim diesjährigen Quest for the Best Turnier gewesen sein."

Marc schaut leicht provokant, während Maldicão erstmal mit einem Nicken erwidert. 

Maldicão: "Ehrlich gesagt, bin ich mir nicht sicher, welches Gefühl besser war, der Sieg über Wichtenhausen im letzten Kampf oder der Anblick, wie er auf meine Dominanz im ersten Kampf reagiert hat."

Er stemmt die Hände in die Hüften und baut sich ein wenig vor den Dreien auf.

Maldicão: "Und ich kann dich für deinen nächsten Sieg auch schon beglückwünschen, wenn wir zwei im Ring aufeinanderprallen, müssen die beiden Damen an deiner Seite den Anblick sicher erst verkraften. Auf deine Zeit nach dem Match könnte ich fast ein wenig neidisch sein, aber ich werde mit den Gedanken in der Vorbereitung für meinen nächsten Turnierkampf sein."

Auf den ersten Blick stehen hier Gegensätze im Raum, die in einer Soap für Ärger sorgen würden. Muskeln stehen noch größeren Muskeln gegenüber, der gestylte aus Maryland gegen die deutsch-brasilianische Rauheit. Wer aber genauer hinsieht und die Pflege im Dreitagebart erkennt, sowie die Qualität der grober wirkenden Kleidung von Maldicão, der kann erkennen, dass die Badboyoptik von Maldicão sicher mehr ist als reiner Zufall.

Marc Poe: "Du bist nicht nur mutig, sondern auch lustig. Eine Kombination, die schnell in die falsche Richtung gehen kann."

Der Mann aus Baltimore fokussiert den Halbbrasilianer. Dieser Typ wird ein richtig harten Brocken werden, nicht nur wegen seines kraftvollen Körpers. Antonio Maldicão ist selbstbewusst und unbekümmert und erinnert Poe an seine eigene Anfangszeit in der PCWA. 

Marc Poe: "Vor Jahren gab es in der PCWA schonmal einen Rookie, der eine ziemlich dicke Lippe riskiert hat. Um eine Frau zu verteidigen hat er sich sogar mit einem gewissen Robert Barker angelegt und musste dann im Ring Lehrgeld bezahlen. Aber es hat ihm im Nachhinein geholfen, denn dieser Rookie wurde dadurch stärker und schließlich irgendwann Undisputed Gerasy."

Poe grinst Maldicão an.

Marc Poe: "Du verstehst sicher, was ich dir mit diesem Beispiel zeigen möchte. Wer eine große Klappe hat, fällt auf die Schnauze. Aber wenn man daraus lernt, kann dadurch etwas richtig Großes entstehen. Dieser Ratschlag ist wirklich ernst gemeint, denn ich war mal so wie du. Deshalb solltest du eher versuchen, soviel wie möglich in unserem Fight zu lernen, anstatt einem aussichtslosen Sieg hinterher zu jagen. Es wird dich am Ende viel weiter bringen. Ich verspreche dir auch, dass ich auf Grund deiner Lernphase gnädig sein werde."

Maldicão legt für einen Moment den Kopf schief.

Maldicão: "Neben Barker solltest du den Mexikaner noch erwähnen. Hatte er ihm damals nicht die Flasche gereicht? Corona brachte dir damals schon Pech."

Für einen Moment wirft er auch den beiden Damen einen Blick zu, bevor er Poe wieder fixiert.

Maldicão: "Und ich denke in unserer Branche ist keiner groß geworden, indem er brav Bitte gesagt hat. Ich danke dir für den ernst gemeinten Rat, aber ich versichere dir, dass mein Lernprozess mit Wichtenhausen noch lange nicht abgeschlossen ist. Und das Risiko zu fallen geh ich ein. Ein Trainer hat mir mal gesagt, die Guten halten es aus, die Schlechten haben es dann hinter sich."

Poes Gesicht wird nun ernst, mit der linken Hand fährt er sich nachdenklich durch seinen Bart. Dem Mann aus Baltimore wird immer klarer, dass dieses Viertelfinale kein Selbstläufer wird. Dieser Rookie wird alles rausballern und ist nicht zu unterschätzen, trotz seiner Niederlagen gegen Wichtenhausen. 

Marc Poe: "Schön, du hast dich also schon über mich informiert. Dann weißt du sicher, dass der Quest einer der Gründe für meine Rückkehr in die PCWA war. Ich will und werde das Ding diesmal gewinnen. Meine Motivation war schon vor Beginn grenzenlos und wie man weiß: Gewinnen ist Magie durch wollen."

Der Marylander macht eine bedeutungsvolle Pause, um seinen folgenden Worten noch etwas mehr Gewicht zu verleihen.

Marc Poe: "Und wenn du mich richtig studierst hast, dann wirst du sicher anhand des Turnierbaums erkennen können, dass mein Wille zu siegen von Runde zu Runde größer wird. Erst werde ich im Halbfinale meine Revanche an Jimmy Maxxx nehmen und ihm zeigen, wer der bessere Mann ist. Gegen Attacken von Außen werde ich diesmal vorsorgen. Und dann kommt das Grande-Finale. Ob Shadow oder Mad Dog, ist mir eigentlich egal. Das sind Kämpfe, für die ich lebe. Das Finale des Quest for the Best, im Main-Event des POE-PER-VIEW gegen Shadow oder Mad Dog. Das muss man sich einfach mehrmals auf der Zunge zergehen lassen... Wooow." 

Der Blick von Poe wird härter.

Marc Poe: "DU wirst diesen schönen Moment nicht verhindern können. Ich werde dich aus dem Weg räumen, Rookie."

Das spitzbübische Lächeln kehrt blitzschnell auf das Gesicht des Marylanders zurück. Er ist amüsiert über sich selbst, weil er Maldicão eben tatsächlich unbewusst Rookie nannte. Poe hasste es, wenn Barker ihn so nannte. Die Bilder von seinem Fight gegen den ehemaligen Schlächter spielen sich nochmal deutlich vor dem inneren Augen ab. Vielleicht eine innere Warnung, den Gegner auf keine Fall zu unterschätzen.

Maldicão ist anzusehen, dass er den Anflug eines Lachens unterdrückt.

Maldicão: "Sei dir nicht so sicher. Ich lass mich gern auf die Probe stellen und werde sicher keine Rücksicht verlangen."

Marc Poe: "Wie du willst, vielleicht lernst du tatsächlich so am Besten. Also keine Gnade für dich, du wirst mein volles Programm abbekommen." 

Marc Poe wird immer 100% geben, gnädig sein gehört im Ring einfach nicht zu seinen Attitüden. Er wird nicht mal 1% schleifen lassen, bei dieser für ihn überragenden Konstellation, die ihm die Auslosung beschert hat. Und erst recht nicht, wenn er seinen Kampf gegen Barker als Warnung sieht, hier hätte der Rookie den Veteranen fast geschlagen. Außerdem wird ihn dieses Vorgeplänkel mit Maldicão zu einer noch größeren Leistung antreiben. So wie ihn die Fehde mit Shadow vor dem Elimination Chamber Match gepusht und schließlich den Gerasy eingebracht hatte. 

Maldicão zuckt mit den Schultern, danach wird sein Blick auf neutrale Weise ernst, vorhin gefallene Namen interessieren ihn im Moment mehr als der verbale Schwanzvergleich.

Maldicão: "Jimmy und Shadow, da nehmen wir uns beide was vor. Kann ich verstehen, vor allem Jimmy braucht jemanden, der ihn zu Fall bringt. Warum macht dir ein Eingreifen von außen Sorgen, wer sollte Jimmy gerade helfen?"

Marc Poe: "Du musst dich wohl doch noch besser über mich informieren. Maxxx besiegte mich im Kampf um die Cryption Crown, weil mich Sharpe attackierte. Nun sind er und Stem plötzlich Best Buddies. Wie der Zufall so will, habe ich genau diesen bei der letzten Vendetta besiegt. Also spricht eigentlich alles dafür, dass er Jimmy helfen wird. Aber wie ich schon erwähnt habe, werde ich diesmal dafür sorgen, dass sich keiner in den Fight einmischen kann. Sei einfach froh, dass du dir diese Gedanken nicht machen musst."

Poe dreht sich mit einer schnellen Bewegung und schaut auf seine Mädels, die anscheinend das Interesse an der Unterhaltung und an dem vorher noch so beeindruckenden Körper von Maldicão verloren haben. Sunny und Cloudy schauen von ihren Smartphones auf, als sich Marc umdreht und blicken ihren Liebling direkt an. Dieser schlendert nun die paar Schritte in seine Ausgangsposition zwischen die Mädels zurück und legt seine Arme um die jeweilige Hüfte. 

Marc Poe: "Ich würde mich echt noch gerne mit dir unterhalten, aber diese zwei Mädels kennen wohl nicht den richtigen Weg. Sie langweilen sich mittlerweile, deshalb wird es Zeit sie zurück in die Kabine zu begleiten. Im Gegensatz zu ihnen fand ich unsere Begegnung interessant und ich freue mich, dass wir uns schon bald wieder treffen."

Diesmal ist ein Hauch von Sarkasmus in der Aussage des Marylanders zu spüren. Die nächste Begegnung von ihm und Maldicão wird voraussichtlich im Ring sein, eine wirkliche Freude wird das nicht. Sondern ein richtiges Stück harte Arbeit. Ohne einen weiteren Blick auf den Deutschbrasilianer zu werfen verschwinden Poe und die Day-Schwestern in Richtung ihrer Umkleidekabine. 

Für einen Moment blickt Maldicão seinem zukünftigen Gegner hinterher und wirkt dabei nachdenklich in Gedanken. Ein angedeutetes Nicken scheint den inneren Monolog zu beenden. Er geht in eine andere Richtung, mit einem Zischen der Dose öffnet er den Verschluss, während der Drink noch locker an seiner Seite hängt. 


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149
 

Live aus dem PCWA Theatre / Berlin, Deutschland (Phoenix Center)

Das große Feuerwerk ballert durchs Theatre und erhellt es immer wieder glänzend. 149 Ausgaben von Vendetta. Hundertneunundvierzig! Die halbierte Masse an Fans feiert den Showbeginn so, als sei bereits die Jubiläumsshow erreicht. Während im Hintergrund des Feuerwerkgetöses die bekannte Vendetta Theme ertönt, macht die Menge rotz ihrer geringeren Zahl weiterhin ordentlich Stimmung, indem sie "PCWA", "PCWA", "PCWA skandieren. Es wird bereits geübt... für Vendetta 150. Die unterschiedlichen Fangruppen sind da extrem fleißig...

Einzelne, alteingessessene Fans werden nun auch extra ins Bild genommen. Ein graubärtiger Biertrinker im Look eines Bikers trägt ein schwarzes Shirt mit dem zu seinem faltigen Gesicht passenden Spruch: "28.02.2003 - PCWA Vendetta 1 - I was there!".

Dann wird zu unserem beliebten Kommentatorenduo geschaltet. Auch sie waren dabei, sind aber nicht so sehr gealtert... Während Vincent Craven die Fans mit einem freundlichen Lächeln und gewohnt gut gekleidet begrüßt, ist Mike Garland auch wieder zu erkennen. Schließlich hat er den Schutzanzug abgelegt und trägt nun wieder eins seiner altbekannten Hawaiihemden, heute das gelbe mit den roten und grünen Papagaiköpfen...

Mike Garland: "Howdy, Leute da draußen! Hier ist die geile Promotion aus Berlin, die eure Ärsche an die Sofas fesselt. Die Liga, die euch erst wie einen Phönix aufstehen lässt, wenn der Abspann läuft... Hier ist die PCWA, Babys!"

Vincent Craven: "Quest for the Best, Vendetta 150... und auch CORE 2020 wirft seine Schatten voraus. Und damit begrüße auch ich Euch und Sie zu einer brandneuen Ausgabe von Vendetta. Die letzte vor unserem Jubiläum!"

Mike Garland: "...wo das ganze Roster um die Cotatores Trophy kämpfen wird. Heute Abend aber steht noch einmal der Quest for the Best im Fokus."

Vincent Craven: "Und genau darauf werfen wir unseren Blick zu Beginn dieser Show."

Mike Garland: "Relativ überraschend konnte Jimmy Maxxx bei der letzten Show in die nächste Runde einziehen und den vormaligen Sieger Kevin Sharpe hinauswerfen. Northern Superior hatten ihre Finger im Spiel, doch Maxxx wird's relativ egal sein. Schließlich ist er nun so etwas wie ein Geheimfavorit."

Vincent Craven: "Wenn wir die Worte von Lara Lee aus der Pre Show beachten, könnte ihm aber bereits gegen Cardigan ein ähnliches Schicksal wie Sharpe blühen. Schließlich will sich die Amazone rächen..."

Mike Garland: "Du meinst: Auge um Auge, Zahn um Zahn?! Maxxx hat ihr schließlich die Chance genommen, heute gegen Shadow anzutreten. Dafür sehen wir ihre Freundin, Juliette DeWynters gegen den Schatten."

Vincent Craven: "...den Stable Kammeraden von Trent Cardigan, Maxxx' Gegner bei Vendetta 151. So schließt sich der Kreis, denn auch Trent hat sich das Prädikat "Geheimfavorit" verdient, nachdem er sich gegen einen seiner Erzrivalen, nämlich Gordon Banes, durchsetzte. Happy Hour muss so mit dem Fokus bei den Cotatores bleiben, während Cardigan - nicht das erste Mal - in Richtung Singles Division schielt..."

Mike Garland: "Sein Partner, Matt Stone, kann heute nachziehen, aber auch Brandon Cornwallace hat noch die Chance. Ohne jedoch jetzt schon jemanden abzuschreiben: Den möglichen Finalpreis kann der Gewinner natürlich auch für ein Match um die Cotatores nutzen!"

Vincent Craven: "Was den Quest auch für Tag-Team Wrestler interessant macht, stimmt."

Mike Garland: "Im zweiten Halbfinale stehen allerdings zwei waschechte Singles Wrestler. Antonio Maldicão wird es bei Vendetta 151 mit Marc Poe zutun bekommen. Die beiden trafen eben schon aufeinander - und Poe schien tatsächlich beeindruckt."

Vincent Craven: "Kein Wunder bei der Statur des Deutschbrasilianers und dem ersten Sieg gegen Jan-Rupert von Wichtenhausen im Hinterkopf... Beide waren siegesgewiss und blickten bereits in Richtung Halbfinale - wird demnach ein wahnsinnig spannendes Match geben."

Mike Garland: "...und von denen stehen uns auch heute einige ins Haus. Werfen wir einen Blick auf die übrigen vier Achtelfinale."

Opener
Q4tB Achtelfinale
Regular Singles Match
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vs.
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(Der erste Fall entscheidet über den Sieg. Als Fall zählen Three Count, Submission, Disqualifikation sowie Count-Out.
-Referee: Johannes Ullrich; Timelimit: 15 Min)

Vincent Craven: "Im Opener trifft besagter Matt Stone auf PCWA Neuling, Jesse Adams. Schon bei Vendetta 147 standen sich die beiden in einem Tag Team Match gegenüber, dass die Partners in Crime für sich entscheiden konnten."

Mike Garland: "Das muss sich im Singles Contest nicht wiederholen, Vince. Adams hat das Potential zum Weltstar - und er wird dies beim diesjährigen Quest in die Waagschale werfen."

Vincent Craven: "Davon ist auszugehen. Stone stand bisher eher im Hintergrund, was das Singles Wrestling angeht. Vielleicht auch etwas im Schatten seines Partners. Für ihn ist das heute ebenfalls eine Möglichkeit auf sich aufmerksam zu machen."

Mike Garland: "Und beide können das in einem vermutlich fairen Match - schließlich haben sie sich bei ihren bisherigen Aufeinandertreffen gut verstanden. Vielleicht sollten sie dieses Match auch als E-Sport Game austragen, das wäre doch witzig."

Vincent Craven: "Pah, das wäre Quatsch. Beim Quest geht es schließlich darum, den besten Wrestler zu bestimmen und nicht darum den besten Gamer."

Mike Garland: "Ach Craven, du alte Spaßbremse. Erinnert mich gleich an Jesses Partner, den ollen Masao..."

2nd Match
Q4tB Achtelfinale
Regular Singles Match
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vs.
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(Der erste Fall entscheidet über den Sieg. Als Fall zählen Three Count, Submission, Disqualifikation sowie Count-Out.
-Referee: Nelson Frider ; Timelimit: 15 Min)

Vincent Craven: "Dieser hat mit dem Night Fighter ein sehr schweres Los gezogen. Zumal die unbekannte Konstante in der letzten Show seine Ambitionen nochmals unterstrich und unbedingt ein weiteres Match um den Undisputed Gerasy will."

Mike Garland: "Masao schien ein wenig stinking auf den Köter zu sein... Vielleicht lässt ihn das auch ein wenig aus sich rauskommen und es gibt dem Match ein wenig Pfeffer. Denn so lässt sich ja nur hoffen, dass die beiden sich gleich ordentlich aufs Maul geben. Der Rest wird sterbenslangweilig..."

Vincent Craven: "In der Tat war dicke Luft bei der Online PK in der letzten Show - woher diese rührt, lässt sich allerdings nur mutmaßen. Wichtiger scheint mir daher, dass Masao mit einem Erfolg gleich groß von sich Reden machen würde. Er will ja schließlich eher alleine kämpfen, so wie ich das verstanden habe. Ein Sieg heute und er braucht Jesse Adams nicht mehr..."

Mike Garland: "Was ziemlich dumm wäre, denn bis auf Wrestling hat er nichts drauf..."

Vincent Craven: "Na, aber ums Wrestling geht es ja hier."

Mike Garland: "Nicht nur, Vince. Schau dir unsere nächste Paarung an." 

3rd Match
Q4tB Achtelfinale
Regular Singles Match
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vs.

(Der erste Fall entscheidet über den Sieg. Als Fall zählen Three Count, Submission, Disqualifikation sowie Count-Out.
-Referee: Charlie Swanson; Timelimit: 15 Min)

Vincent Craven: "Shadow gegen Juliette DeWynters - in meinen Augen ein leichtes Spiel für den Cryption Crown. DeWynters hat erst vor kurzem mit dem Training begonnen und startet völlig überstürzt in den Quest - sie hätte lieber ihrem Trainer Sanchéz den Platz gelassen."

Mike Garland: "Was? Dem alten Eisen?! Es war richtig von ihr, Mad Dog und Díego zu verlassen und mit Lara Lee zu trainieren. So hat sie hier und heute definitiv Chancen! Zumal sie eben das Drumherum beherrscht - im Gegensatz zu Leuten wie Masao."

Vincent Craven: "Mad Dog und seine Verbindung mit Shadow war ihre einzige Chance. Und die hat sie verspielt. Aber du meinst mit "Drumherum" eher ein hübsches Aussehen, ja?"

Mike Garland: "Joar... nicht nur... aber doch. Ja. Das Aussehen spielt definitiv eine wichtige Rolle im Ring. Es ist ja auch schon wissenschaftlich erwiesen, dass schönere Menschen beruflich erfolgreicher sind als hässliche."

Vincent Craven: "Im Wrestling?"

Mike Garland: "Überall!"

Vincent Craven: "Hmpf. Das vierte Match ist..."

4th Match
Q4tB Achtelfinale
Regular Singles Match
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vs.
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(Der erste Fall entscheidet über den Sieg. Als Fall zählen Three Count, Submission, Disqualifikation sowie Count-Out.
-Referee: Sven Nitzschke; Timelimit: 15 Min)

Vincent Craven: "...Brandon Cornwallace gegen Robert Breads. Hier hätte ich wahrlich lieber das Tag Team Match gesehen, muss ich zugeben. Allerdings kann Cornwallace hier vielleicht schon für Vendetta 150 vorarbeiten."

Mike Garland: "Cornwallace hat mit Breads ein verdammt schweres Los gezogen - und der Cotatores Champion hat bei Vendetta 147 klar gemacht, dass er mehr will und hungrig ist. Demnach dürfte der Happy Guy leider den Kürzeren ziehen."

Vincent Craven: "Es sei denn der Kanadier macht es so wie in der letzten Show und taucht nicht auf. Dann wäre Brandon Cornwallace tatsächlich mit einem Freilos in der nächsten Runde."

Mike Garland: "Ich glaube kaum, dass das passieren wird. Breads zieht weiter und wird sich dann auch das andere PCWA Gold sichern."

Main Event
Regular Singles Match
Undisputed Gerasy
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vs.
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(Der erste Fall entscheidet über den Sieg. Als Fall zählen Three Count, Submission, Disqualifikation sowie Count-Out.
-Referee: Yoshi Funaki; Kein Timelimit)

Vincent Craven: "Den Undisputed Gerasy, den heute ein gewisser Kevin Smash das erste Mal in seiner langen Karriere erringen könnte. Smash reizte Godd bei der letzten Vendetta so sehr, dass der Engländer dem Match tatsächlich zustimmte."

Mike Garland: "Womit er sein eigenes Grab geschaufelt hat. Aber Godd wandelte ja schon immer auf der Grenze zwischen Naivität und Blödheit - und das wird heute Abend endlich einmal bestraft. Der verrückte Hund war ja auch zu doof dafür."

Vincent Craven: "Smash hielt bei seinem letzten PCWA Match noch die Cotatores in den Händen. Wenn er nun bei seinem Comeback direkt den Gerasy ergattern würde - das wäre in der Tat ein ganz besonderes Novum."

Mike Garland: "Er nennt sich nicht umsonst "Legende", Vince. Und außerdem hat er immer einen Plan - ob das erneut einen gewissen Rob Collins oder gar ein Stück Kuchen beinhalten wird, das werden wir heute Abend noch zu sehen bekommen."

Vincent Craven: "Godd bewahre, nein. Smash soll seine verdiente Abreibung bekommen und dann wieder verschwinden. Die PCWA braucht keinen Kevin Smash, brauchte sie noch nie."

Mike Garland: "Och, jetzt sei doch nicht so eingeschnappt, Vince. Hast du etwa Angst, dass dein geliebter Champion den Gürtel abgibt?"

Vincent Craven: "..."

Mike Garland: "... HA! Die Gefahr ist groß, Vince. Smash wird schon beweisen, dass die PCWA ihn brauchen muss - im Gegensatz zu dem ollen Mexikaner Sanchéz, den wir jetzt gleich sehen werden. Der ist im Gegensatz zu Smash nun wirklich Schnee von gestern."


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Ein paar Tage nach Vendetta 148:

Er ist da, wo er hin gehört. Sagen die einen. Er kann das zwar irgendwo sogar nachvollziehen, sieht das aber trotzdem ganz anders. Díego Alejandro Sanchéz ist mal wieder in der Trainingshalle und prügelt auf einen Boxsack ein. Planlos, dafür aber mit einer gehörigen Portion Frust, der einfach mal abgearbeitet werden muss. Er prügelt so schnell auf das Trainingsutensil ein, dass seine Fäuste eher wie verschwommene Kleckse durch die Luft rasen. Es ist schon einige Zeit vergangen, seit DeWynters aus diesem Trainingsraum verschwunden ist und dennoch ist die Erinnerung daran noch lebendig. Im Hintergrund sehen wir zwei eher schmächtig gebaute Wrestler, die offensichtlich gerade ihr Training im Ring absolvieren und sich dabei immer wieder gegenseitig auf die Matte werfen.

Dem Deutschmexikaner mag man vieles nachsagen. Aber Naivität gehörte bisher nicht dazu. DeWynters hat mit ihren Aussagen nicht ganz unrecht… genauso wie Mad Dog. Der nächste Schlag kommt umso härter.

Aber was kann er schon tun? Er trainiert noch mehr als früher, was zwar einerseits für seine Einstellung spricht, allerdings sportgesundheitlich eher weniger optimal ist. Díego war immer ein harter Arbeiter und viel mehr kann er halt nicht tun, um sich immer und immer wieder anzubieten. Aber das allein hat Jona Vark bisher nicht überzeugen können und wird es wohl auch in Zukunft nicht. Und die Fans auch nicht. Etwas, das wesentlich tiefer getroffen hat, als alles andere. Eigentlich hatte er damit schon abgeschlossen, aber diese Wunden werden einfach immer wieder aufgerissen.

"Ich bin zwar keine professionelle Trainerin, aber das da ist definitiv kein Training, sondern eine besinnungslose Prügelei auf einen armen Boxsack."

Hört er eine leicht raue Altstimme hinter sich und erblickt beim Umdrehen Lara Lee, die - abgestützt auf einem Spazierstock - auf ihn zuhumpelt. Sie trägt eine schwarze Lederjacke, darunter ein weißes Tanktop und dazu verwaschene Jeans und knallrote Sneakers. Ihr Gesichtsausdruck wirkt unbewegt.

Sanchéz: "Hm...lass mich raten: Du bist wegen DeWynters hier?"

Lara: "Auch. Aber mein Hauptgrund bist du."

Sie dreht sich halb von ihm weg und beobachtet die Schüler im Ring, die nach wie vor gemeinsam trainieren.

Lara: "Meine Juliette ist zu mir gegangen und hat sich über dich und Mad Dog beschwert. Das ist sehr ungewöhnlich für sie. Normalerweise löst sie die Probleme auf eigene Art, statt jemandem davon zu erzählen. Das klingt für mich so, dass ihr beiden Heinis Scheiße gebaut habt."

Sein Blick geht kurz zu den beiden Trainierenden und ihm gefällt offenbar was er sieht. Außerdem kann er so sein Augenrollen vor seinem Überraschungsgast verbergen. Eine wegwerfende Handbewegung unterstreicht dennoch, dass er dem nicht so ganz zustimmt.

Sanchéz: "Nanana, wir wollen mal die Kirche im Dorf lassen. Ja, ich habe Kritik geäußert und versucht sie auf die Gefahren hinzuweisen, die auf sie zukommen. Sie ist komplett neu im Business und ich denke, dass es nur fair und richtig ist, ihr deutlich zu machen, wie gefährlich Wrestling sein kann. Wobei gerade du eigentlich genau wissen müsstest, was ich damit meine."

Der zum Trainer Degradierte deutet mit einem Kopfnicken auf den Stock, woraufhin Lara seinen Blick auffängt und sich wieder direkt zu ihm wendet. Auf ihren Lippen bildet sich ein bleistiftdünnes Lächeln ab - kein sympathisches, sondern eher ein gezwungenes, ja fast verkrampftes.

Lara: "Und genau deshalb stimme ich deiner Ansicht zu…"

Er wollte schon ansetzen um etwas zu erwiedern, bleibt dann aber doch stummt. Diese Einsicht überrascht ihn, trotzdem verengen sich seine Augen ein wenig. Schließlich hatte er das kommende 'Aber' in ihrer Stimme gehört.

Lara: "... aber du und Mad Dog solltet Juliette etwas anders angehen. Ich weiß nicht, wie viele Schülerinnen du schon im Training hattest, aber DeWynters ist eine ganz andere Person als ich - vor allem im Bezug Körperbau und Psyche. Sie kann nicht wie ich Gegner in die Höhe wuchten oder umwerfen. Dafür ist sie aber schnell, leichter und flexibler. Juliette glaubt immer noch, dass sie genauso wrestlen kann wie ich. Das müsstet ihr ändern und ein passenderen Kampfstil für sie finden.”

Zunächst lässt sich Díego das Gesagte durch den Kopf gehen.

Sanchéz: "Und du glaubst, dass ich sie mir nicht angeschaut und das alles vorher überlegt habe? Es liegt nicht am Kampfstil, Lara. Aber...da du ja offenbar weißt, worauf es ankommt und was nötig ist, kannst du sie ja selbst trainieren. DeWynters hat ihren Wunsch dahin gehend ja schon ausdrücklich geäußert."

Im Prinzip ist damit für ihn alles gesagt. Juliette hat Talent, keine Frage. Aber seiner Ansicht nach macht es keinen Sinn jemanden zu trainieren, der das offensichtlich nicht will. Bzw. wenn es zwischen Trainer und Schüler nicht passt. Doch für Lara ist das Thema scheinbar noch nicht erledigt...

Lara: "Hast du mich eben nicht gehört, Diego? Sie kann keine Wrestlerin wie ich werden. Und wie ich schon am Anfang klargestellt habe, ich bin keine professionelle Trainierin. Es gibt Leute, die sagen, ich sei verrückt oder krank. Mag sein, aber ich bin nicht naiv. Das ist euer Job. Mein Job ist es, meine Gegner zu zerstören. Und dazu ist DeWynters nicht in der Lage. Sie ist kein gewalttätiger Mensch. Sie kann vielleicht Gewalt anwenden, aber nur unter sportlichen Aspekten.”

Sanchéz: "Tun wir das nicht alle in der PCWA?"

Ein kurzes Schweigen folgt, dann verhärten sich ihre Gesichtszüge.

Lara: "Nein. Zumindest tue ich das nicht. Aber dieses Thema steht ohnehin nicht zur Diskussion. Jedenfalls, ich habe mit meiner Liebsten gesprochen und sie wird's sich überlegen und vielleicht ihre Entscheidung rückgängig machen."

Der Deutschmexikaner nickt kurz und hebt dabei einladend die Arme.

Sanchéz: "Wenn sie bereit ist mit mir zu trainieren, weiß sie, wo sie mich finden kann."

Und da ist der Frust wieder. Natürlich wird er hier sein. Mehr kann er der PCWA im Moment leider nicht geben.

Lara: "Sicherlich. Aber ich persönlich bin von deinen Fähigkeiten nicht restlos überzeugt. Sonst hätte Juliette sich nicht bei mir beklagt. Daher würde ich mal gerne persönlich sehen, wie gut du wirklich nach all den Jahren bist, Diego…"

Genau in diesem Moment verlassen beide Schüler, so als hätten sie dem Gespräch zugehört, den Squared Circle. Díego deutet auf den jetzt leeren Ring.

Sanchéz: "Daher also die Ehre deines Besuchs. Nun...alles was ich dir nun anbieten könnte, wäre ein One on One in diesem Ring. Aber wenn ich mir deinen Zustand so anschaue..."

Eine Geste in Richtung Krückstück und ein mitfühlender Blick.

Lara: "... und es würde auch nicht deine wahre Leistungsfähigkeit widerspiegeln. Nein, ich habe was anderes im Sinn…"

Díego lacht freudlos auf. Offenbar dreht sich bei ihm im Moment tatsächlich alles um dieses eine Thema.

Sanchéz: "Ich habe zwar keine Ahnung auf welchem Stand du aktuell bist, aber hier kommen die Breaking News: Díego Alejandro Sanchéz ist Trainer. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Es ist weder vorgesehen, noch geplant, dass ich als aktiver Teil der PCWA in den Ring zurückkehre. Und solang ich nicht wieder reaktiviert werde, wird sich daran nichts ändern. Und die Fans haben eindeutig bewiesen, wie sie dazu stehen. Und ich denke, dass die Fans für Miss Vark der Gradmesser sind. Punkt."

Mal wieder spricht er es aus. Wie er es schon unzählige Male im inneren Monolog mit sich selbst ausgefochten hat. Man sollte meinen er könnte das ganze Thema irgendwann mal abhaken. Aber da ist doch immer noch verdammte Ehrgeiz.

Lara: "Das war vorm Brawlin’ Rumble XIII, ja? Ich bin hingegen überzeugt, dass dich immer noch viele kämpfen sehen wollen. Damals hast du nur schlechte PR gemacht, nicht genug auf dich aufmerksam gemacht. Aber diesmal kann ich das ändern."

Ein winziger Hoffnungsschimmer blitzt auf Díegos Gesicht auf, doch der skeptische Gesichtsausdruck kehrt wieder schnell zurück. Zu oft, hat er sich falsche Hoffnungen gemacht.

Sanchéz: "Sag’ bloß, du hast einen Plan?"

Lara: "Ja. Und ich kann dir sogar garantieren, dass Jona dich wieder im Ring sehen will, wenn ich einmal den Plan ausgeführt habe."

Seine Miene wird noch ein wenig skeptischer.

Sanchéz: "Da bin ich aber gespannt, wie du das anstellen willst? Miss Vark ändert ihre Meinung nur äußerst selten."

Lara: "Vollkommen richtig, aber in der Vergangenheit habe ich es ein oder zwei Mal geschafft, ihre Meinung zu meinen Gunsten zu beeinflussen. Ich werde bald mit ihr sprechen und danach, in der Jubiläums-Vendetta, werden erneut die Zuschauer darüber entscheiden. Und ich bin davon überzeugt, dass du diesmal großen Zuspruch haben wirst… diesmal groß genug bist, um dich wieder zurück in das Geviert zu bringen. Aber Details kann ich noch nicht verraten. Kannst du mir in dieser Hinsicht einmal vertrauen?"

Vertrauen...dieses Wort in der PCWA zu benutzen ist ungewöhnlich. Er kennt zwar ihre Akte, aber dadurch allein kennt man den dazugehörigen Menschen ja nicht. Wem konnte man in der PCWA überhaupt vertrauen? Jeder - ausnahmslos - wird dich irgendwann verraten, wenn es ihm einen Vorteil bringt. Jeder der etwas anderes behauptet, sollte vielleicht mal überprüfen, ob noch alle Tassen im Oberstübchen heile sind. Und trotzdem: Lara Lee hat etwas an sich. Sie hat in der Vergangenheit durchaus bewiesen, dass sie abliefern kann. Und wenn er ehrlich zu sich selbst ist: Was hat er schon zu verlieren? Seine Karriere? Bei dem Gedanken muss er fast lachen. Ihr Vorschlag klingt zwar zu gut, um wahr zu sein und er hat auch schon diverse Warnungen bekommen, der gefährlichen Amazone nicht zu trauen. Aber in Anbetracht der Umstände ist er durchaus geneigt, das überschaubare Risiko einzugehen.

Sanchéz: "Okay...was zur Hölle hast du vor und was muss ich dafür tun?"

Lara: "Zwei kleine Dinge…"

Lara zeigt ein perfektes Evil-Queen-Grinsen und legt die linke Hand auf Diegos Schulter, bevor sie sich leicht vorbeugt, bis sich ihre Lippen vor seinem Ohr befindet. Sie flüstert mehrere Sekunden lang. Dann lehnt sie sich wieder zurück und blickt auf den leeren Ring. Diego zeigt ein sehr nachdenkliches Gesicht.

Sanchéz: "Du bist ja noch verrückter, als alle hier behaupten. Total übergeschnappt und offenbar ein Fall für professionelle Hilfe..."

Dann wird aus dem nachdenklichen Gesicht ein sehr ernstes. Ernst, aber entschlossen.

Sanchéz: "Aber ich habe deutlich Schlimmeres befürchtet und erwartet."

Lara: "Abwarten…"

Hinter ihnen wird eine Tür geöffnet und beide sehen, wie Mad Dog, gefolgt von Miss DeWynters, in den Raum tritt. Während sie näher kommen, geht Lara auf ihre Geliebte zu und beide küssen sich kurz, aber leidenschaftlich, was bei den Männern seltsame Blicke verursacht, die aber bald verschwunden sind. Der Night Fighter betrachtet Lee sowieso mit Argwohn.

DeWynters: "Schatz, was machst du denn hier?"

Lara: "Liebes, ich wollte mich nur erkundigen, was zwischen dir und Diego läuft."

DeWynters: "Gar nichts. Wrestling- und beziehungstechnisch gesehen. Nur zwischen mir und dir läuft was."

Lara: „Aber so richtig…“

Grinst sie und drückt den Mund noch einmal auf DeWynters‘.
Mr. PCWA rollt nur die Augen und gesellt sich zu Díego, der sich in die Nase kneift und seufzt. Als beide das Paar anschauen, lenkt ein leichter Ellebogenknuff in die Seite die Aufmerksamkeit des Deutschmexikaners auf den verrückten Hund. 

Mad Dog: "Zeit, um nochmal über Fokus zu referieren, huh?!"

Der ehemalige Tribun der PCWA lacht kurz aber herzhaft auf, so als falle für eine Sekunde die gedankliche Last von ihm. Dann jedoch mustert er den Night Fighter.

Sanchéz: "Sie ist nicht die Einzige, die bei der nächsten Vendetta um den Einzug ins Viertelfinale kämpft, oder? Masao heißt dein Gegner, correctamente?"

Auf sein Match gegen MASAO angesprochen, legt auch die Töle ihre Stirn in Falten. Dass der PCWA Neuling ihm so missgünstig begegnete, obwohl man doch ähnliche Einstellungen vertrat, wollte ihm seit der Online-PK nicht mehr aus dem Kopf gehen.
Jedoch war da noch mehr...

Mad Dog: "Komischer Kerl... Und... irgendwie habe ich das Gefühl, ihn zu kennen. Ich meine... ich hatte eine lange Karriere, huh?! Und so ganz ohne Grund wird man einer Legende als Newbie nicht an die Stiefel pissen... Und so sehr raushängen lassen, einer der alten Hasen zu sein, hab ich auch nicht, oder? Jedenfalls sagte ich nicht, dass er zu schwach für die PCWA sei..."

Díego legt den Kopf schief...

Sanchéz: "Jedenfalls nicht bei der PK..."

....und sieht die beiden Damen einander die Finger befingernd auf sie zukommen, während MD ob des Satzes noch mehr in seinen Erinnerungen kramt. 

Sanchéz: "Sind Lesben immer so furchtbar kitschig?"

DeWynters: "Technisch gesehen sind wir keine Lesben, sondern Bisexuelle."

Mad Dog: "Da macht ihr uns ja richtig Hoffnungen, huh?!"

Der Hund lächelt DeWynters an. Doch Laras Miene versteift sich wieder und sie hüstelt.

Lara: "Warum seid ihr beide hier?"

Auch MDs Gesichtszüge flachen wieder ab.

Mad Dog: "Das sagt dir am besten deine bisexuelle Freundin selbst."

DeWynters: "Ich habe mich entschieden, doch mit euch Kerlen weiter zu trainieren."

Diego wirkt etwas glücklicher, während Lara keinerlei emotionale Veränderungen zeigt. Obwohl der Fighter sie fest im Blick hat und zu ergründen versucht, was sie davon hält.

DeWynters: "Und ich würde gerne jetzt gleich anfangen. Wir haben noch ein bisschen Zeit bis zu meinem Match. Und Shadow ist ein großer Name, was?! Aber der wird ihm nichts nützen."

Die Töle der PCWA deutet mit einer lässigen Bewegung auf DeWynters und nickt Diego zu.

Mad Dog: "Siehst du, Díego, du kannst von ihr lernen. Zum Beispiel richtigen Kampfesmut, Ironie, Ehrgeiz oder vor allem Siegeswillen."

Sanchéz: "Glaub mir, amigo, davon habe ich bei weitem genug. Außerdem hat mir Senora Lee gerade einen sehr interessanten Vorschlag gemacht. Vielleicht sind meine Tage in der zweiten Reihe schneller gezählt, als du dir vorstellen kannst..."

Überrascht reißt der Hund die Augenbrauen hoch und sein Kopf ruckt zurück.

Mad Dog: "Wie soll ich das verstehen? Was für ein Vorschlag?"

Misstrauisch blickt er zu Lara hinüber, die jedoch wiederum einen drohenden Blick zu Díego wirft. Juliette zeigt sich neutral.

Sanchéz: "Time will tell, amigo..."

...wie eine Legende der PCWA immer zu sagen pflegte.

Lara: "Gut, dann wäre alles geklärt. Ich gehe dann mal – habe noch ein paar Sachen zu erledigen."

Nach wie vor misstrauisch blickt Mad Dog ihr hinterher, während die große Kanadierin den Raum verlässt. Dann wendet sich die unbekannte Konstante an Sanchéz.

Mad Dog: „Díego… du weißt schon, mit wem du da einen Pakt eingegangen bist, huh?! Sie ist unberechenbar und ich habe ein verdammt ungutes Gefühl dabei."

Sanchéz: "Überlass das mir. Ich denke, ich habe doch die ein oder andere Erfahrung gesammelt und behaupte mal von mir, dass ich durchaus einschätzen kann, wie bestimmte Leute hier ticken."

Ein ernster Blick in Richtung Mad Dog. 

"Außerdem... ich habe mir nicht meine Erinnerungen durch Drogen und Alkohol vernichtet."

Sogleich fallen die Augenbrauen des Hundes hinab und er fletscht die Zähne. Auch wenn er weiß, dass Sanchéz recht hat...
Bzw. gerade deswegen. 

Mad Dog: "Gut, mach', wie du meinst. Aber Lara Lee ist ein Freak, ich hab's selbst zu spüren bekommen."

Als sie ihm übel nahm, seine Verbindung zu Lafayette geheim zu halten.

DeWynters: "Hey! Ihr sprecht über meine Freundin!"

Sanchéz: "Dann sprechen wir über was anderes… oder besser gesagt: Trainieren wir. Bereit?"


Vincent Craven: "Das ist die richtige Entscheidung von Juliette DeWynters gewesen! Sie steht heute Abend Shadow gegenüber und sie musste jetzt in kurzer Zeit sehr viel lernen. Da ist keine Zeit für Befindlichkeiten."

Mike Garland: "Ob es die richtige Entscheidung war, werden wir heute erst sehen, Vince... Mad Dog und Díego haben jedenfalls nichts aus dem Intermezzo gelernt und beschäftigen sich weiterhin lieber mit sich selbst statt mit DeWynters."

Vincent Craven: "Come on! Jetzt wo das Training losging, wurde ja weggeschaltet. Außerdem musste das Angebot von Lara Lee an Díego Sanchéz zwingend thematisiert werden."

Mike Garland: "Du meinst wegen der Vergangenheit von Lara und Mad Dog - zwei Pferde aus dem Lafayettschen Stall?! Das Thema scheint der Hund immer noch nicht verdaut zu haben - oder liegt es an der Niederlage, die er damals gegen Lee einstecken musste?"

Vincent Craven: "Einer Revanche wäre er glaube ich nicht abgeneigt, da Happy Hour ihn damals attackierte. Aber momentan steht der Quest und Vendetta 150 an."

Mike Garland: "Lara macht es besser und schaut nach vorne. Was ihren Plan mit Sanchéz angeht, wüsste ich jedoch gern mehr!"

Vincent Craven: "Sie will sich für ein PCWA In Ring Comeback des Mexikaners einsetzen... auf alles andere müssen wir warten. Versüßen können wir uns dies mit einem Protagonisten des Openers."


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… als eingeblendet wird, sehen die Zuschauer zunächst eine Hand, welche in Höhe des Okulars herumfingert und sich dann rückwärts bewegt. Erst jetzt sieht man, dass die Hand zu Jesse Adams gehört, welcher sich in einem Raum irgendwo in der Halle befindet. Scheinbar ein weiterer Social-Media-Clip des medienaffinen Stars, was auch den Look ähnlich einer Handy- bzw. Video-Cam-Aufnahme unterstreicht.
Adams lässt sich leger auf ein buntgemustertes Dreisitzer-Sofa vor einem niedrigen Tisch fallen. Im Hintergrund wurden hastig zwei Banner aufgehängt, welche jeweils Mad Dog und James Godd als computeranimierte Avatare schreiend in überzeichneter Kampfpose innerhalb eines Wrestling-Rings zeigen.

Es braucht einen Moment, bis Jesse die perfekte Sitzposition gefunden hat. Gekleidet ist er, wie seine Popsies ihn seit Jahren kennen und lieben: bekritzeltes T-Shirt und verwaschene Jeans (mit Flicken an den richtigen Stellen).

Jesse Adams: "Hallo, meine Popsies! Willkommen zu meiner neuen Videoreihe: 'Try this at Home!' Uuuuuuuuuuuuuuund … ich bin heute nicht alleine hier. Nein, alle, welche jetzt glauben mit meinem neuen Tag Team Partner MASAO, muss ich enttäuschen: der trainiert noch fleißig. Dafür ist jemand an meiner Seite, den ich ungefähr genauso lange kenne … und gefühlt noch eine Ewigkeit mehr…“

Jesse macht eine entsprechende Handbewegung … zu seinem linkerhand sitzenden Gast. Und auch der ist den Fans kein Unbekannter: Matt „The Machinegun“ Stone. Die eine Hälfte der Partners in Crime ist wie Jesse bereits in Ringwear aus bunter Longpants und Nietenweste gedresst und beschreibt hastig mit einem Filzstift ein dickes Stück Karton. Dies dreht er schließlich für die Zuschauer mit der „Dauerwerbesendung“ – Beschriftung zur Kamera hin, stellt es sichtbar für diese auf den Tisch und legt dann zwei Finger zum Gruß an die Stirn.

Stone: „Heidiho da draußen, Fans und PCWA-Universe…“

Er stockt kurz und schielt zu Adams herüber, welcher ihm einen vielsagenden „Mach schon!“ – Blick schenkt.
Unmerklich rollt der Rebell kurz mit den Augen, bevor er fortsetzt.

Stone: „… was soll’s: Gruß natürlich auch an meine Stone-Temple Pilots da draußen am Rechner – obwohl sie vermutlich grad nicht wissen, dass ich sie anspreche. Hier is wieder euer Machinegun – heute in Ringaction gegen den Herrn hier neben mir, aber bevor es soweit ist, woll’n wir der Company noch’n bisschen die Kaffeekasse aufbessern.“

Der Ring-Rebell lugt zum Social-Media-Star herüber, welcher einfach nur in Vorfreude grinst, um sich dann wieder der Kamera zuzuwenden.

Jesse Adams: „Tja, treffender hätte ich es nicht sagen können, Popsies. Denn wie letztens in der Pressekonferenz schon einmal angekündigt, widmen wir uns vor unserem Match heute dem hier…“

Seine Hand geht zur Seite - und kommt gefüllt zurück: sie hält ein in DVD-Hülle verpacktes Videospiel, dessen Cover an die beiden rückwärtigen aufgestellten Banner angelehnt ist.

Jesse Adams: „… das brandneue PCWA Vendetta `20! Noch immer nur 49,99 statt 59,99 Euro mit dem Code "Jess4theBest" im PCWA-Store.“

Machinegun kommt von links ins Bild, deutet mit einem überzeichneten wie strahlenden Grinsen auf das Game und setzt in passendem Sprachduktus à la Verkaufsfernsehen fort.

Stone: „Wahnsinn, nicht zu glauben. Aber Jesse … das ist doch noch lange nicht alles?“

Adams steigt feixend in das Spiel mit ein.

Jesse Adams: „Nein, Matt! Natürlich nicht. Denn jeder Zehnte, welcher auf meinem Channel mit den Code "Jesse4theBest" durchkommt, erhält Vendetta `20 und meine persönlich zusammengestellte Q4tB Softbox zum unglaublichen Vorteilspreis von 44,44.“

Stone: „Zuzüglich Versandgebühren.“

Lachend geben sich die beiden Fighter einen Fistbump, bevor sie sich dann wieder halbwegs gerade hinsetzen.

Jesse Adams: „Komm, jetzt aber mal Spaß beiseite. Wir werden für euch jetzt mal das neue Game testen, damit ihr wisst, was euch alles für Features erwarten. Fertig?“

Der Herr der Popsies schielt zu Matt, hebt seine Spielbedienung hoch.
Stone zeigt ebenfalls seinen Controller.

Stone: „Die Daddel-Bedienung unserer Nintari Cone ist hochgefahren und heiß wie Frittenfett, dass es bald losgehen… ach ja – eins noch, ganz wichtig. Vor allem für all unsere skandinavischen Zopfträgerinnen…“

Er legt den Controller beiseite und greift zur Spielhülle. Dann klappt er diese auf, zeigt das leere Innere.

Stone: „Da ……… seht ihr …….. die PCWA geht mit der Zeit: recycelte Hülle. Hat man meines Wissens ehemalige Ladenhüter vom Store wiederverwendet. Vermutlich die Best of Scheiben von Happy Hour. Sehr fair und nachhaltig, Jungs…“

Matt zwinkert stark überzeichnet in die Kamera, wobei er die Hülle hinter sich feuert und wieder zum Controller greift.

Stone: „Also Jess – von mir aus kann’s losgehen.“

Jesse Adams: „Na dann - an die Knöpfe - fertig - los!“

Ein greller Blitz zuckt durchs Zimmer, der das Maschinengewehr leicht blinzen lässt.
Ein Kichern beim Newcomer.

Jesse Adams: „Kleines Bonmot meinerseits - nämlich die Extra-Snapshot-Funktion der Cone. Damit werde ich beim Gamen ein paar Fotos machen und sie umgehend für euch auf meinen Account hochladen.“

Matt reibt sich mit der freien Hand noch die Augen.

Stone: „Sofern ich es noch sehe … interessantes Spielzeug. Tu mir bitte einen Gefallen und lass bei den nächsten Bildchen den Blitz weg.“

Der Lord of the Popsies grinst verschmitzt, ehe er sich nochmals zu Matt herüberbeugt - und einen weiteren Snapshot fertigt, diesmal ohne Blitz.

Jesse Adams: „Na, schauen wir mal … aber jetzt werden wir euch erst einmal demonstrieren, wie das Spiel optisch wirkt. Und ganz im Stil unserer Deko…“

Der Daumen Jesses geht hinter sich zu den Bannern.

Jesse Adams: „… nehme ich natürlich unseren Champion James Godd.“

Wie auf Kommando geschehen mehrere Dinge gleichzeitig: Musik erschallt aus den Lautsprechern der Konsole - und zeitgleich wird ein Clone Screen des Bildschirms, welchen Matt und Jesse gerade anschauen, mittig oben ins Bild projiziert.
Dort sind zunächst die recht realitätsnahen Entrances von Godd … und hiernach Mad Dog zu sehen, wie diese sich warmmachen.
Nachdem die Glocke erklungen ist und die virtuellen Fighter sich gesteuert aufeinander stürzen, lugt Machinegun wieder in die Kamera.

Stone: „‘Natürlich‘ bedeutet unter der Maßgabe, dass Jesse nicht den eigens erstellten Jesse nehmen durfte, da man diesen und MASAO erst im DLC nach Durchfighten der Fun Series mit Happy Hour freischalten kann.“ 

Adams: „Vielen Dank. Das gibt erstmal einen…“

Der Cone-Godd knallt die Game-Töle mit einen paar schnellen Tastenklicks von Jesse zunächst mit einem Snap Suplex zu Boden, hält den Kopf beim Aufstehen aber arretiert und fügt nahtlos einen Cradle Piledriver an.
Stone drückt wie wild die Controller-Knöpfe - und sorgt gerade noch für einen Nearfall.
Während dieser weiter hektisch daddelt, bedient Jesse beinahe mühelos die Steuerung und spricht dabei zu seinen Popsies.

Adams: „Ich muss sagen: die Steuerung wurde verglichen mit der letzten Ausgabe nicht verändert, aber etwas ansprechender zusammengestellt. Fingerknoten gehören also der Vergangenheit an. Nicht wahr … rebellische Konstante. Wie wir sehen hat auch Matt statt seines Avatars einen anderen benutzt. In dem Fall den der unbekannten Konstante - für eine Konsolen-Neuauflage des letzten PPV-Mainevents.“

Matt bearbeitet weiter emsig seinen Controller, wobei er seinen Körper in eine scheinbare Kurve legt. Er blickt diesmal nicht auf, sondern konzentriert zum Monitor.

Stone: „Naja, im Gegensatz zum King of Popsies muss man Machinegun ja nicht extra in einem DLC freispielen. Daher hab ich mich dann eben für das andere Zugpferd der Liga entschieden. Zudem … kann ich mir hier vielleicht ein paar Moves für mein späteres Halbfinale abgucken.“

Ein hohes Kichern von nebenan.

Jesse Adams: „Dazu musst du aber erst an mir vorbeikommen … sowohl jetzt als auch nachher. Und wenn deine Gamer-Qualitäten deinen Skills entsprechen, tja …“

In der Battle der Spiel-Avatare ist der Moment gekommen, dass die Töle den Dog Leash am Tribun ansetzt…
… doch nur wenige Tastenklicks später taumelt MD vom Tritt getroffen rückwärts und kassiert beim Zurückfedern aus dem Seil einen Drop Toe Hold nebst Goddlock.
Den etwas überraschten Gesichtsausdruck des Maschinengewehrs nutzt Jesse für ein weiteres Online-Foto.

Jesse Adams: „Sieht nicht gut aus für dich - trotz, muss man sagen, deutlich besserer Farben allgemein.“

Stone: „Ach - auch nicht … DAMIT?“

Matt drückt ein paar Tasten - und aus dem Speaker ertönt ein „Okite Yaburi!“, was auch als stilisierter Schriftzug in der Einblendung zu sehen ist … wie auch eine sehr gelenkige Konstante, welche nun ihre Beine um die des Briten schlängelt, zu Boden holt und Godd nun in dessen eigenem Trademark arretiert hält.
KLICK! Nun ist es Machinegun, welcher den Foto-Auslöser bedient hat angesichts der Sorgenfalten beim Social Media Man.

Stone: „Tja, auch ein neues Feature: statt ‘Sing meinen Song‘ - jetzt halt ‘Wrestle meinen Move‘! Jetzt muss die Töle den Goddlock nur noch in DogLock umbenennen.“

Matt drückt weiter die Kontroller - Knöpfe … und auch Adams steigt nun mit ein. Scheinbar entwickelt sich erstmals ein Gamer-Duell auf Augenhöhe. Am Bildschirm indes rangeln die Mad Godds weiter miteinander und der amtierende Gerasy versucht, aus seiner eigenen Submission herauszukommen.
Doch dann rollt Godd um die eigene Achse und ist im Seil.

Jesse Adams: „Nur schade, dass ein einzelner Move dich nicht wirklich weiterbringt….“

Während die beiden männlichen Spiel-Hostessen in den folgenden Augenblicken einen halbwegs ausgeglichenen Kampf am Monitor liefern, beginnt nun auch Jesse Adams ohne aufzublicken sein Channel-Video weiter zu kommentieren.

Jesse Adams: „… wo wir allerdings bereits den Storymodus angesprochen haben - Legenden sind natürlich auch wieder mit von der Partie. Beispielsweise ist es möglich, einen Kevin Smash freizuschalten, wenn man mit dem Tribun die Cryption Crown holt.“

Matt legt mit leicht gebleckten Zähnen scheinbar alles in das Konsolen-Match - vor allem sich selbst schräg, als könne er damit etwas bezwecken.

Stone: „Ja … nicht schlecht … aber kaum vergl… gleichbar mit … den Gerasy-Runs von Sharpe und Shadow. Denn der eine spielt Gabriel Lucifer frei - und der andere sogar … Eleven. Na, wenn das kein Anreiz … oh, mist!“

 Blake Milton gefällt das.

Der stilisierten Enter Night - Ansatz misslingt - zugunsten eines Whip Ins nebst krachendem Godddamn.
Stone seufzt und schielt zum grinsenden Adams.

Stone: „Tja, jetzt hab ich dir wohl nix mehr entgegenzusetzen.“

Ein Schulterzucken als Antwort.

Jesse Adams: „Keep smiling, Matt. Das ist noch nicht das Ende…“

Stone: „Häh?!“

Adams lehnt sich zu ihm herüber, drückt den Knopf des Auslösers und dann noch zwei weitere Tasten.

Jesse Adams: „JETZT erst!“

Mit gereckter Braue verfolgt Stone, wie der Avatar-Godd einem Luchador gleich den Turnbuckle emporrennt und von dort den Goddlike zeigt.
Ein Referee eilt heran … und wenig später erschallen eine Ringglocke und das Champion-Theme.

Für den Moment schaut Matt ein wenig ernüchtert drein … doch als ihm Jesse die Faust hinschiebt überlegt er kurz, gluckst dann kurz kopfschüttelnd, um schließlich dann doch lächelnd zu bumpen.
Beide wenden sich wieder der Kamera zu.

Jesse Adams: „Tja, was soll ich sagen: ein Spiel, welches seinem Namen und seinem Preis mehr als gerecht wird und euch sicherlich viel Freude zu Hause bringt. Oder was sagst du?“

Stone: „Dem ist wohl nichts hinzuzufügen. Vielleicht nur soviel: ein Rundum-sorglos-Paket. Spannung, Spiel … und Überraschung …“

Ein letztes Mal lässt Matt die Controller-Tasten klickern, worauf der geschlagene Mad Dog - Avatar am Bildschirm urplötzlich mit einem Kip Up auf die Füße springt und den am Ringseil stehenden und feiernden Godd per Big Boot übers Toprope schickt.

Jesse Adams: „Was war das denn jetzt?“

Stone: „Na, was schon: der Phoenix like-Cheat - Code. Für die ganz Ausgebufften.“

Jesse Adams: „Wie kannst du denn auf einmal so was?“

Als wäre es das Normalste der Welt deutet der Ring-Rebell auf einen Punkt irgendwo hinter der Kamera.

Stone: „Na, das steht doch da hinten in unserem Skript für dieses Video.“

Der Popsie-Master seufzt und facepalmt kurz, bevor er sich wieder seinen Jüngern zuwendet.

Jesse Adams: „Tja, Popsies: über die Geheimnisse des Fernsehens werde ich euch beim nächsten Mal etwas erzählen. Für den Augenblick danke ich für eure Aufmerksamkeit und … denkt daran, euch das neue Vendetta `20 zu sichern! Wenn möglich im Jesse Adams - Fanpaket.“

Damit steht er auf - wie auch Machinegun, der ein letztes Mal in die Kamera lugt.

Stone: „Und auch nicht vergessen: dranbleiben. Denn gleich kommt unser richtiges Match. Und da wird’s ein wenig anders zugehen als gerade eben.“

Jesse Adams: „Was soll denn das heißen, 'anders zugehen'?“

Stone: „Ach komm, du hast doch schon vorher mit dem Ding geübt. Sonst hättest du nie diese Kapriolen hinbekommen.“

Jesse Adams: „Versuch dich doch nicht rauszureden, mit deinem grauen Daumen.“

Stone: „Ey, ich hab die New Yorker Spielhallen schon unsicher gemacht, als die Handies noch Antennen hatten.“

Jesse Adams: „Meinst du, ich etwa nicht?!“

Stone: „Nee, da hieß Social Media noch schwarzes Brett, by the way …“

Die immer leiser werdenden Stimmen verdeutlichen, dass Matt und Jesse den Raum verlassen. Und auch aus dem dem Dialog innewohnenden Unterton wird klar, dass sich beide ausschließlich freundschaftlich necken.
Mit einem letzten Blick auf die nun leere Couch endet die Übertragung…


Vincent Craven: "Matt Stone und Jesse Adams promoten das neue PCWA Spiel. Wer jetzt keine Lust darauf bekommen hat, dem ist nicht mehr zu helfen, was Mike?!"

Mike Garland: "Aber echt. Habe parallel direkt den Code "Jesse4theBest" eingegeben und das Game geholt! Und Jesse hat auch gleich ne Challenge von mir im Postfach!"

Vincent Craven: "Na, na... Nicht das solch ein Spieledate so ausartet wie zuletzt!?"

Mike Garland: "Wieso? Zwischen Stone und Jesse lief's doch auch ganz brav ab."

Vincent Craven: "Ja, mal erfrischend anders, wenn man bedenkt, dass sich die beiden gleich im Ring gegenüber steh..."


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Vincent Craven verstummt, denn das Licht in der Halle geht aus und zum Lärm von Sirenen werden rote Magnesiumfackeln auf der Stage gezündet. Durch den beleuchteten Nebelschleier, der sich bildet, tritt Antonio Maldicão vor das Publikum. Heute ist er in zivil unterwegs, mit Lederjacke, Baumfällerhemd und einer nach unten gezogenen Sicherheitsmaske. Langsam tritt er in die Mitte der Stage und hebt die Faust nach oben. Er verharrt einige Sekunde, bis er sie auf den Boden schlägt, zeitgleich setzen die E-Gitarren von Disturbed zu Indestructible ein und die Hallenbeleuchtung blitzt wie ein Feuerwerk auf. Er läuft an den Fans vorbei, betritt den Ring über die Treppe und nimmt sich dort ein bereitliegendes Mikrofon. Er wartet noch kurz bis die Musik verstummt und die Beleuchtung wieder normal ist.

Maldicão: "Letzten Monat habe ich etwas Persönliches erledigt und es war eine große Freude dabei wieder ein Publikum in der Halle gehabt zu haben. Jan-Rupert von Wichtenhausen hat nicht nur meinen Zorn gespürt, er hat mir auch den Weg in die nächste Runde des Turniers geebnet."

Die Fans in der Halle erinnern sich mit leichtem Jubel daran.

Maldicão: "Auch heute wird es persönlich, aber bei einem Thema, das uns alle betrifft. Ich habe in den letzten Wochen einiges hier in Berlin gesehn, von dem manches sehr fragwürdig war."

Er lässt eine kurze Pause, in der einige Zuschauer den Faden bereits aufzunehmen scheinen.

Maldicão: "Es gab Proteste gegen Einschränkungen durch Corona, für Grundrechte, gegen Manipulation. Die Bilder waren schwer zu übersehen."

Wieder folgt eine kurze Pause.

Maldicão: "Ich werde euch nicht sagen, was ihr glauben sollt, aber ich sage euch, was ich von mir erwarte und was von jedem einzelnen in der Halle."

Und wieder folgt eine Pause.

Maldicão: "Wenn ihr an etwas glaubt, dann zeigt es. Handelt danach. Wenn ihr die Meinung vertretet, euch werden die Grundrechte geraubt, dann zeigt es. Wenn ihr glaubt Corona ist nur ein Fake, dann zeigt es. Wenn ihr davon überzeugt seid in einer Diktatur zu leben, hebt die Faust, lasst es alle wissen. Wenn ihr denkt ein Hut aus Aluminium rettet euch davor, wenn DIE eure Gedanken stehlen wollen...dann geht zu einem Arzt oder lasst euch den faradayschen Käfig erklären. Und wenn ihr einen Sinn in den Maßnahmen seht, dann haltet euch dran. Haltet Abstand und vor allem haltet durch."

Er lässt den Fans Zeit zu reagieren, die Meinungen sind unterschiedlich aber der Aluhut hat für einen Lacher gesorgt, bevor sich die Stimmung aufheitzt.

Maldicão: "Solange ihr nicht kopflos jeden Mist glaubt und ohne darüber nachzudenken bei Allem mitmacht. Habt eure Meinung und handelt danach."

Dafür sind die Reaktionen wieder klarer. Während seine Fans ihm zujubeln, verlässt er den Ring und bleibt am Rand stehen.

Maldicão: "Nur bei einer Sache werde ich jetzt klar mitmachen."

Er zeigt auf einen leeren Bereich bei der Rampe, wo bei der aktuellen Hallenordnung jemand sitzen müsste.

Maldicão: "Heute teile ich eure Perspektive und genieße die Show wie ihr. Einer der Leute, die heute im Ring stehen, wird auch im Turnierfinale sein. Und ich werde einen Blick auf jeden werfen, der dann mit mir im Ring stehen könnte."

Unter dem Jubel seiner Fans verlässt er den Ring, legt das Mikrofon ab und sucht sich seinen Platz. 


Vincent Craven: "Interessante Worte von unserem PCWA Neuling und Viertelfinalisten im Quest 4 the Best. Heute wird er zugucken."

Mike Garland: "Und sich einen möglichen Finalgegner ansehen... Er sprudelt ja förmlich vor Selbstbewusstsein. Bei Vendetta 151 steht er erstmal Marc Poe gegenüber und dann entweder Jimmy Maxxx oder Trent Cardigan."

Vincent Craven: "'Nicht gerade Laufkundschaft' möchtest du wohl sagen, was? Aber ich finde es gut, dass er sich das zutraut. Wer die Sterne will, muss nach den Sternen greifen."

Mike Garland: "Ich lass mich gerne von ihm überzeugen - aber seine Bilanz sagt zur Zeit etwas anderes! Gegen Jimmy Maxxx hat er kürzlich noch verloren und der wird sicher auch Ambitionen haben - jetzt mit neuer Einstellung."


------------------ PCWA ------------------

Backstage sieht man einen ziemlich entspannten Jimmy Maxxx in seiner gewohnten Jeans und Shirt Combo auf einem Sofa abhängen. Mit den Beinen auf der Armlehne. In seinen Händen dieses ominöse Buch "Philosophie des Satanismus", welches er mit vollem Genuss liest und in sich aufsaugt. Während seine Aufmerksamkeit voll auf die Buchseiten gerichtet ist, tritt ein Mann näher.

Der Neuankömmling ist in schwarze Sneaker, schwarze Jogginghosen und einen schwarzen Hoodie gekleidet, an dem auf der Brust die Initialien "K.S." aufgestickt sind. Die Kapuze ist wie immer tief in das Gesicht gezogen und darunter erkennt man den von grauen Schlieren durchzogenen Bart.

Der Berliner weiß natürlich, wer ihn hier besucht.

Jimmy Maxxx: "Ich hätte ja mit vielem gerechnet, aber nicht damit, dass der große Kevin Sharpe mich nach seinem Turnierausscheiden besucht..."

Er nimmt die Beine vom Sofa und dreht sich zu Sharpe, steht langsam auf.

Jimmy Maxxx: "Bist du hier, um mir eine Lektion zu verpassen? Wegen des Stuhlschlages? Oder was ist deine Motivation mir hier zu begegnen?"

Blackheart lächelt und nimmt die Kapuze ab.

Sharpe: "Nein, Jimmy. Ich bin hier um dir meine Glückwünsche auszusprechen."

Langsam legt Maxxx das Buch zur Seite.

Jimmy Maxxx: "Glückwünsche? Kevin Sharpe spricht Glückwünsche aus? Und das auch noch in meine Richtung? Wärst du an meiner Stelle nicht auch etwas überrascht?"

Kevin deutet eine Verbeugung an.

Sharpe: "Fair enough. Aber... "

Er schaut sich kurz um, dann entdeckt er einen Sessel nicht unweit der Couch. Mit zwei schnellen Schritten ist er dort und lässt sich hinein fallen. Er lässt das rechte Bein lässig über der Lehne baumeln.

Sharpe: "Sieht so jemand aus, der eine Attacke aus dem Hinterhalt plant?"

Der Berliner schüttelt den Kopf und lässt sich wieder auf die Couch fallen.

Jimmy Maxxx: "Nein. Aber wie jemand, der mir gleich irgendwelche Vorwürfe machen wird, weil ich nach einem Eingriff ins Match eine Waffe benutzt habe."

Sharpe: "Nun, wie ich sagte. Glückwunsch. Well played. Ich hätte eine derart sich bietende Möglichkeit ebenfalls dankend angenommen. Du hast die Situation sofort erfasst und entsprechend gehandelt beziehungsweise für dich ausgenutzt. Kein Groll gegen dich. Schließlich hast du Northern Superior nicht eingeladen."

Als würde ihm der Gedanke erst jetzt kommen, kneift er misstrauisch die Augen zusammen.

Sharpe: "Oder etwa doch?"

Jimmy Maxxx: "Sharpe nur weil ich auch mal in diesem Wüstenstaat für Burnshaw rumgesprungen bin, heißt das nicht, dass ich mir aus derem Lager irgendwelche Pausenclowns einlade, um dich zu bezwingen. Wie ich gesagt hatte, dieses Match war mehr als nur ein Erstrunden-Match im Q4tB, sondern auch eine Plattform, um den Leuten zu zeigen, dass ich genauso erfahren und gerissen bin wie du, Sharpe."

Er grinst ein wenig.

Jimmy Maxxx: "Und wie du bereits sagtest, du hättest es genauso gemacht. Es war der Move eines Veteranen. Situation begriffen und gehandelt. Du hättest das gleiche getan. Mein Problem besteht nicht mit dir, sondern den Leuten um uns herum, Sharpe. Du bist ein wohlverdienter Mann in der PCWA. Ich eigentlich auch. Aber es braucht leider Dinge wie diese, damit andere das in ihre Dickköpfe kriegen."

Nun lächelt auch Blackheart.

Sharpe: "Ob ich dasselbe getan hätte? Auf jeden Fall! Was die Leute um uns herum angeht, gebe ich dir Recht. Wenn ich sehe, wie sich der elende Mad Dog hinstellt und mich als Anti-Wrestler bezeichnet und meine Erfolge in dieser Liga somit in Abrede stellt, möchte ich sofort mein Mittagessen auskotzen und auf dem Boden verteilen. Dieser elende, selbstherrliche Bastard hält sich für den strahlenden Ritter, der die PCWA von Menschen wie uns befreien will."

Er beugt sich ein wenig nach vorne.

Sharpe: "Leute wie wir, Jimmy. Die jede sich bietende Gelegenheit nutzen, um soviel Schaden wie möglich anzurichten. Du, um deinen Virus weiter zu verbreiten und der Liga zu zeigen, wie schwach einige sind. Und ich, um mit allen erdenklichen Mitteln an Gold zu kommen, damit es eine räudige Töle nicht in seine widerwärtigen Klauen bekommt."

Das Lächeln des Berliners wird immer breiter.

Jimmy Maxxx: "Weißt du was, Sharpe, du scheinst wirklich meine Philosophie und Denkweise bereits verstanden zu haben. Bei dir, da sehe ich Hoffnung. Weißt du warum? Weil du ein dreckiges Arschloch bist... aber genau dazu auch stehst. Du versteckst dich nicht wie andere hinter einer glänzenden heroischen Rüstung. Du bist, wer du bist!"

Er klopft dem Blackheart auf die Schulter.

Jimmy Maxxx: "Wir sind hier weder beim Ballett, noch bei einem Beliebtheitswettbewerb. Ich kann damit umgehen, nein falsch, ich liebe es sogar gehasst zu werden. Ich liebe es die dummen Sprüche über mich zu lesen, die Abneigungen und das alles. Darum mache ich sogar mit einem Grinsen weiter, um die Menschen so richtig zu nerven und ihnen ans Bein zu pissen. Aber ich kann den Fakt respektieren, dass du nicht dieses Spiel mitspielst vor den Kameras den großen Macker zu spielen. Du bist Kevin Sharpe, ein großer Champion und ein großer Wrestler der PCWA. Und das indem du immer dir selber treu bleibst. Etwas was nicht viele hier behaupten können."

Blackheart legt den Kopf leicht schräg.

Sharpe: "Und dennoch konnte ich dich nicht schlagen. Was aber im Umkehrschluss auch wieder für dich spricht."

Jimmy Maxxx: "Was jetzt zählt ist nicht meine Position im Quest 4 the Best. Sondern meine Arbeit an der Seite von Stem!"

Kevin fasst sich gegen die Stirn, als wäre ihm ein Gedanke gekommen.

Sharpe: "Fast hätte ich es vergessen. Wo ist Wilson? Ich hatte gehofft, ihn hier bei dir anzutreffen, da ich auch mit ihm noch etwas besprechen wollte."

Jimmy Maxxx: "Ganz ehrlich Sharpe... warum fragst du ihn nicht selbst, huh? Sehe ich aus wie Stems Sklaventreiber? Wie sein Sugar Daddy, den man nach dem Preis für eine Handlung fragen muss? Er ist ein freier und starker Mensch. Er kann selber über seinen Aufenthalt und seine Handlungen entscheiden. Ich bin nicht Lara..."

Blackheart hebt die Hand und sein Blick wird ernst.

Sharpe: "Ich weiß, dass du nicht Lara Lee bist. Dennoch würde ich dich bitten, ihm folgendes auszurichten."

Er geht näher an den Berliner heran und flüstert ihm ins Ohr, sodass die Kamera nichts mit bekommt. Dann geht er wieder einen Schritt zurück. Der Berliner massiert sich das Kinn.

Jimmy Maxxx: "Hmmm.... na gut, ich sehe mal, ob ich ihn heute noch einmal sehe. Er ist noch etwas aufgewühlt wegen seinem letzten Match und möchte vielleicht gar nicht gestört werden... ich verspreche nichts!"

Ein Nicken beim schwarzen Herzen.

Sharpe: "Ich weiß das zu schätzen. Und weiterhin viel Glück beim Quest, Jimmy. Du wirst verstehen, dass ich dir das für das Tagteam Turnier nicht wünschen werde. Wir sehen uns."

Er nickt noch einmal, dann verlässt er die Szenerie.


Vincent Craven: "Sharpe und Maxxx verstehen sich - und das passt mir ganz und gar nicht. Letzte Show haben wir gesehen, wie Sharpe Lara Lee abgeholt hat - da passt irgendetwas nicht und es stinkt gewaltig."

Mike Garland: "Sharpe ist, wie er ist. Maxxx hat's gesagt - und genau deswegen respektieren sich die beiden, denn sie wissen genau, womit sie rechnen können. Und wenn Stem sich von den beiden ne Scheibe abschneidet, wird er vielleicht doch noch ein 'Großer'."

Vincent Craven: "... Gott bewahre. Stem sollte wieder zu seiner alten Richtung zurückfinden. Gegen Poe hat ihm die neue Richtung schließlich auch nichts genützt." 

Mike Garland: "Dafür greifen die beiden bei Vendetta 150 an - du hast Maxxx gehört. Da liegt ihr Fokus. Und sie werden jede sich bietende Chance ergreifen... Deine Favs können sich mit Sharpe & Breads sowie Stem & Maxxx als Gegnern warm anziehen!"

Vincent Craven: "Die Partners in Crime oder die Mad Godds werden sich diesen beiden mit aller Macht entgegen stemmen! Und dann sehen wir, wer besser zusammenarbeitet. Die Egoisten oder die Teamplayer."

Mike Garland: "Wo du gerade von der langweiligen Töle sprichst, muss sie natürlich auch auftauchen..."

Mike rollt mit den Augen, ehe die Regie umblendet.


------------------ PCWA ------------------

Januar 2011. Brawlin' Rumble VIII.

Mad Dog: „Dir? Vertrauen? Wohl kaum. Wer sagt mir, dass du nicht mit Godd unter einer Decke stecktest?!“

Robert Barker: „Es gibt nur einen einzigen Grund aus dem du mir Vertrauen kannst und du kennst ihn! Er hat mich verändert und er ist es, der uns verbindet.“

Seine Stimme verfällt fast zu einem Flüstern, als er sagt…

Robert Barker: „Der Schlächter.“

Die Kinnlade des verrückten Hundes fällt hinab, die Augen weiten sich. Erschrocken weicht er einen Schritt nach hinten aus. Starrt Robert Barker an, als stände der Angesprochene selbst vor ihm. [...]

Mad Dog: „Jeder potentielle Schlächter aus dem Weg geräumt, bis wir uns gegenseitig beseitigen… Mit meinem Blut besiegelt.“

Barker ergreift die blutige Hand des verrückten Hundes und beide nicken einander zu. Dann dreht sich der künftige Sieger des Rumble weg, ehe auch Mad Dog auf den Gang tritt, die Tür hinter sich schließt und Robert nachschaut.

Hatte er richtig gehandelt? War es richtig, mit Barker ein Bündnis einzugehen? Auch Barker wurde vom Schlächter geschlachtet - ebenso wie er und James. Der Schlächter hatte die Mad Godds vor die Entscheidung gestellt: Entweder der eine oder der andere. Und MD hatte die Chance ergriffen - sich bei James entschuldigt und sich mit dieser Finte selbst befreien können. James war dem Schlächter noch länger ausgeliefert... Er hingegen konnte sich einer heftigeren Schlachtung entziehen. Ob er in dem Moment richtig oder falsch gehandelt hatte, war allerdings eine müßige Frage. Schließlich war der Abartige, der Widerwärtige... der Böse in dieser Geschichte.. der Schlächter! Niemand sonst!!! Er nicht. Barker nicht!
Doch damit nicht genug. Denn heute würde sich der Schuldige, dieser abartige Wichser, womöglich offenbaren, um... den Rumble zu gewinnen. Und DAS musste ER verhindern! Das Bündnis mit Barker war demnach richtig und wichtig...

Mad Dog nickt - sich selbst bestätigend; dann macht er sich auf den Weg durch die langen Backstage Gänge. Während sich in der Halle die Massen tummelten, waren einige Menschen zusätzlich draußen beim Fanfest. Vor allem jene, die kein Ticket ergattern konnten. Hier drinnen hingegen war es ruhig - und er konnte noch ein wenig regenerieren. Das Match mit James hatte ihm zugesetzt - der Suplex nach außerhalb hatte zum No Contest geführt. Er hatte James nicht hinter sich lassen können, nicht zeigen können, der Bessere zu sein... Die Freundschaft war zerbrochen, nicht erst durch den Schlächter - aber durch ihn wohl erst so richtig. Es hätte nicht so weit kommen müssen...
Ja, er wollte zwar erfolgreich sein - und ein Weg an die Spitze führte über James' Tribune Titel. Aber - heute gab es einen anderen Weg. Und dieser war seine favorisierte Wahl: Jetzt gleich. Der Rumble... auch wenn Einzugsnummer 5 ziemlich beschissen war. Dennoch! Er musste es einfach schaffen! Das Bündnis mit Barker war demnach...

"Ooaahhhh"

Ein sanftes Stöhnen unterbricht den Hund... seine Augen verengen sich sofort! Der Schlächter?! Ein neues Opfer? Sein Herz bebt. Adrenalin peitscht ihn auf. IHN jetzt Schachmatt setzen, IHN jetzt erkennen, IHN jetzt... vernichten - das würde ihm den Rumblesieg bringen!  
Mit angespannten Gliedern folgt er dem Geräusch. Dann springt er kampfesbereit um die Ecke!

Mad Dog: "HAB ICH DICH!"

---- LIVE ----

Yai: "Eine Distel?"

Die dunkelhaarige Besitzerin des cWc starrt mit einer Mischung aus Verwunderung und Belustigung auf den Tontopf, in dem das Unkraut blüht.

Mad Dog: "Na, die Blüte ist doch schön... oder nicht?"

Yai spitzt den Mund und reißt die Augen auf.

Yai: "Wunderschön!"

Dann lächelt sie ihm ironisch zu und legt die Hand auf seine Schulter. 
So warm. So zart.

Dass es ihn durchzuckt. 

Mad Dog: "Ich dachte so... als Sinnbild... Huh?!"

Sie lacht ihn an. Schaut ihm dabei tief in die Augen... und verbindet sich so mit den seinen. Lacht mit ihm...
So wie Liebende es tun - wenn eine innige Verbindung da ist... oder war... wenn die Chemie stimmt... oder stimmte. Eine Erinnerung wach wird...

So wie wenn's knistert... Und verflucht! Es knistert noch.
Ein wenig.
Sie lächelt weiterhin.

Yai: "Hab' ich verstanden."

Auch er lächelt. Und nickt erfreut, ob des gelungenen Geschenks und Yais herzerquickender Reaktion. 

Mad Dog: "Kann man denn auch beglückwünschen? Wird aus 'Virchowas Lounge' 'Yais Lounge'?"

Sie legt den Kopf schief, noch immer den Handkontakt zu ihm haltend. 
Dann befeuchtet sie endlich ihre Lippen.

Yai: "Na... ein anderer Name wird's schon werden. Aber..."

Er packt sie. Ungefragt. Schlingt seine kräftigen Arme um sie, drückt sie an sein Herz und hebt sie zeitgleich vom Boden hoch, dass ihre Beine baumeln. So als hätte er nur auf eine Gelegenheit gewartet, sie endlich noch einmal umarmen zu dürfen. Sie endlich noch einmal an sich zu drücken. Sie zu spüren.
Yai kommt nicht dazu zuende zu sprechen, stattdessen entfährt ihr nur ein erfreutes Kreichen... während sie hinter seinem massiven Rücken versucht, die Distel zu balancieren. 

 Mad Dog: "Das freut mich! Das freut mich wirklich!"

Sie schnappt erdrückt nach Luft und sogleich löst er sich wieder von ihr... leicht beschämt, der eigenen Überschwänglichkeit wegen. Weicht zurück.
Doch Yai geht ihm nach. Greift nach seinem Unterarm.
Ein plötzlicher Ernst liegt in ihren Augen, in denen sich der Night Fighter verliert.

Yai: "Ohne dich... Ohne dich hätte ich das nicht geschafft! Wenn du nicht bei Lafayette unter Vertrag gegangen wärst, gäbe es das cWc wahrscheinlich nicht mehr..."

Kurz senkt sie den Kopf, denkt über die Monate nach, in denen sie um ihre Existenz kämpfen musste... wo sie kurz davor war, den Traum von der eigenen Bar aufzugeben... wo sie alles hinschmeißen wollte. 
Doch MD winkt nur ab, obwohl sie weiß, dass es ihn immer noch massiv ärgert, dass Jona Vark ihn nicht wegen seiner selbst sondern nur wegen Lafayette wieder unter Vertrag nahm. Und dass sie ihm dann auch noch den Umweg über die XAW aufzwang, bis er wieder in SEINER PCWA wrestlen durfte... 
So ging man nicht mit Mr. PCWA um.

Sie greift nach seiner Wange und dreht seinen Kopf zu sich. 

Yai: "Sieh mich an! Statt heute irgendeinen 0815 Job zu machen, eröffne ich zum 20-jährigen der PCWA meine zweite Filiale hier auf dem Phoenix Center... Ich habe das in London nicht gesagt, weil ich zu überrascht und böse darüber war, dass du mir nichts davon erzählt hast... aber..."

Sie nähert sich ihm noch etwas. Legt ihre andere Hand um ihn. Und so spürt sie mit dem Oberarm das Herz des Hundes pulsieren.
Sie schaut ihn aufrichtig an und erkennt in seinen Augen jene Sehnsucht, die auch sie teilt.

Yai: "Danke!"

Sie hebt das Kinn noch etwas. In seine Richtung. Mad Dog beugt sich. Öffnet den Mund. Spitzt die Lippen.
Riecht ihren wunderbaren Duft und schließt die Augen.

"So jetzt kennt ihr wirklich jeden Winkel in diesem Gebäude. Normalerweise solltet ihr euch nun nicht mehr verlaufen."

Eine Yai und Mad Dog bekannte Stimme zerstört diesen intimen Moment. Zwar hat Marc Poe in normaler Lautstärke gesprochen, dennoch fühlt es sich in dieser Stille wie ein Donnerschlag an. Der Nightfighter und Yai reißen die Augen auf, ehe sich ihre Lippen berühren, und schrecken auseinander. 

Marc Poe: "Dann zeigt mir nun mal, ob ihr den Weg zurück..."

Der Mann aus Baltimore stoppt, hinter ihm machen Sunny und Cloudy das Gleiche. Marc wird klar, dass er nun das zweite Mal an diesem Abend eine Situation gecrasht hat. Diesmal ungewollt. Poe gibt seiner Entourage ein Zeichen, dass es an der Zeit ist das Smartphone in die Tasche wandern zu lassen und das Video zu stoppen. Die Day-Schwestern haben nämlich clevererweise ihre Führung durch die Gänge des Theatres auf Video festgehalten, um sich die Wege besser zu merken. Auf dem Video sind nun allerdings auch Yai und die Töle zu finden. 

Poe überspielt die unangehme Situation mit seinem typischen Lächeln.

Marc Poe: "Hey Snoop. Wir haben uns lange nicht gesehen, zumindest in diesen vier Wänden. Schön, dass wir nun hier in Berlin wieder gemeinsam arbeiten können. Und wo wir gerade bei schön sind."

Der Marylander blickt die Frau an Mad Dogs Seite mit seinen blauen Augen an.

Marc Poe: "Yai... Du bist schön wie eh und je. Ich sollte mich wieder mal öfters im cWc blicken lassen."

Yai blickt noch lange verstohlen zu Mad Dog, dann wendet sie sich erst zu Poe, mustert ihren altbekannten Gast. 

Yai: "Hi Marc, du hast dich hingegen ein wenig verändert."

Sie lächelt, lässt allerdings offen, ob sich das Aussehen Poes ins positive oder negative gewandelt hat. Nun schaut Yai zu den beiden Damen, während ihr Mann mir Poe zur Begrüßung abklatscht.

Yai: "Wie ich sehe, hast du Jona hinter dir gelassen. Glückwunsch."

Jeder bemerkt, dass ihre Glückwünsche diesbezüglich nicht von Herzen kommen. Erinnern sie Poe doch eher an ihr Gespräch im cWc. Damals vor CORE 2018...
Der Marylander verengt die Augen etwas und nimmt die beiden Day-Schwestern demonstrativ in die Arme.

Marc Poe: "So wie du den Night Fighter, was?"

Mad Dog: "Huh?!"

Der verrückte Hund zieht die Augenbraue hoch und betrachtet Poe von der Seite aus. 

Mad Dog: "Eine wahre Liebe kann man nicht hinter sich lassen."

Nun ist es die unbekannte Konstante, die zu Yai hinüber schielt, ehe er sich wieder Poe zuwendet.

Mad Dog: "Ich vermute, dass du deswegen auch wieder hier bist, huh?! In der PCWA..."

Poe überlegt nicht lange, bevor hier eventuell Jona Vark zur Sprache kommt, fällt er der Töle ins Wort.

Marc Poe: "Du meinst, ich liebe die PCWA und bin deswegen zurück? Ich würde eher sagen, dass mein Weg hier einfach nicht zu Ende ist. Das habe ich auch..."

...Sharpe erklärt. Der Mann mit dem Man-Bun spricht den Namen von Mad Dogs aktuell schärfstem Widersacher nicht aus.

Marc Poe: "Ob es wirklich Liebe ist, kann ich nicht genau sagen, aber die Liga ist für mich etwas besonderes, deswegen werden mir Erfolge in der PCWA immer am meisten bedeuten. Vielleicht sind wir uns da sehr ähnlich, obwohl du deutlich länger ein Teil dieser Liga bist und alles durchlebt hast. Du hast deine eigene Legende in der PCWA geschrieben. Titel wurden gewonnen und wieder verloren. Aus Freunden wurden Feinde..."

James Godd: "...und aus Feinden wieder Freunde."

Plötzlich schauen alle Beteiligten in die Richtung, aus der plötzlich der Undisputed Gerasy Champion aufgekreuzt ist. Der Brite nähert sich seinen beiden Freunden und nickt dem Night Fighter zu - schließlich galt der letzte Satz ihm. Allerdings ist es die künftige Mieterin der PCWA Skybar, die den Engländer zuerst anspricht.

Yai: "Und noch jemand, der wegen der Liebe hier ist. James, du kommst fast so passend wie Marc."

Innerlich seufzt sie auf und sehnt sich nach einem stillen Moment mit ihrem Wauwau. Doch auch James schaut nicht gerade begeistert, als die Liebe angesprochen wird und seine Gedanken gleich zu Sarah Duriel driften. Er hat sie nun schon seit Wochen nicht mehr gesehen und die Geschichte scheint tatsächlich endgültig beendet zu sein ... aber innerlich hat er noch lange nicht damit abgeschlossen.

Der Undisputed Gerasy fokussiert sich auf seinen Titel und rückt ihn zurecht.

James Godd: "Wurde von dir schonmal netter begrüßt, Yai. Aber Ja, ich liebe diese Liga. Und deswegen will ich auch, dass unser Traum von einer besseren PCWA in die Tat umgesetzt wird. Und daher hoffe ich inständig, dass sich die Vorzeichen von Freund und Feind niemals mehr ändern werden. Mad Dog und ich haben schließlich den Beweis angetreten, dass - im Gegensatz zu damals - der eine dem anderen kein Messer mehr in den Rücken rammen wird, oder Yai?"

Auch dem Briten scheint ihr letztes Gespräch im cWc noch im Gedächtnis zu schlummern... oder sind es bösartige Gedanken an Sarah, der man dies durchaus unterstellen könnte.
Die cWclerin zuckt indes mit den Schultern.

Yai: "Was fragst du mich?! Es liegt an euch... gerade wenn nach CORE die Verlockung dazu wieder hoch sein dürfte. Danach können wir das dann ein weiteres Mal beurteilen, James."

Yai dreht sich zum Night Fighter, schenkt ihm ein Lächeln.

Yai: "Mit Mittwoch klappt?"

Der Hund nickt stumm, dann geht Yai mit der Distel in der Hand und lässt die drei Männer nebst Damen alleine.
Während MD seiner Sehnsucht nachschaut, ergreift Marc Poe das Wort.

Marc Poe: "Wir werden sehen, was die Zukunft bringt. Ich weiß nur, dass ich den Quest diesmal unbedigt gewinnen will und dann werde ich ein Rückmatch um den Gerasy einfordern. Es kann also durchaus sein, dass DU mein Gegner im Quest Finale sein wirst."

Der Mann aus Baltimore zwinkert der Töle lässig zu, dann geht er langsam James Godd entgegen und fokussiert dabei den Titelgürtel.

Marc Poe: "Wenn es also nach meinem Wunsch läuft, dann sehen wir uns im Kampf um den Gerasy wieder, James. Wir haben zwar schon oft gesagt, dass wir trotzdem Freunde bleiben, dennoch könnten sich die Vorzeichen schnell ändern. Es ist manchmal nur eine Lappalie notwendig um etwas wie eine Freundschaft oder eine Liebe zu zerstören. Ich denke, dass ich für uns alle aus Erfahrung sprechen kann."

Die unbekannte Konstante fokussiert den Marylander. 
Sieht in ihm den gewachsenen Star, den er schon aus seinen "Kindheitstagen" in der PCWA kennt.

Mad Dog: "Der Weg an die Spitze wird über mich gehen, Poe. Das war damals so und so ist immer noch..."

Poe nahm MD bei CORE 2017 die Cotatores ab, um die Cryption Crown hatte aber der fliegende Hund bei Ven125 die Nase vorne.

Mad Dog: "Die Aussicht wäre allerdings angenehmer, hättest du dich bereits klar für eine Seite entschieden, statt so rumzueiern wie mit Dante damals. Ich kann verstehen, dass du Erfolg haben willst. Aber Erfolg heiligt nicht alles! Dies haben ich und James bitter lernen müssen... Und deswegen warne ich dich: Solltest du wirklich Sharpes Hand schütteln, Marc, wird meine geballt in deine Visage donnern!"

Poe zieht die Augenbrauen herab und verzeiht den Mund. Die scharfen Worte des Night Fighters gefallen ihm nicht...
James Godd allerdings tritt nach vorne und damit zwischen seine sich anstierenden Freunde.

James Godd: "Yeah, ihr beide seid große Favoriten auf den Quest Sieg und könntet im Finale aufeinandertreffen. Mad Dog, ich habe deine Worte aus dem Interview gehört. Dass du glaubst, du hättest nur wegen deiner Verletzung verloren und dass du gerne ein Rückmatch gegen mich willst, um zu beweisen, wer der Bessere von uns beiden ist."

James rückt den Gerasy Titel auf seiner Schulter zurecht.

James Godd: "Schließlich halte ich den Titel, den du unbedingt noch einmal erringen willst - fast so wie damals mit dem Tribune. Wenn du den Quest gewinnst, gebe ich dir gerne einen weiteren Fight! Aber dieser wird genauso enden wie beim Impact - selbst mit heilem Sprunggelenk."

Auf das Gesicht des Night Fighters legt sich ein Ausdruck, der mit "Das werden wir dann sehen" interpretiert werden könnte. Godd aber wendet sich bereits zu Poe.

James Godd: "Auch deine Ankündigung habe ich gehört, Marc! Dass du hierher gekommen bist, um den Titel auf meiner Schulter ein weiteres Mal zu halten. Dass du den Quest gewinnen willst... Ich muss Mad Dog zustimmen, denn auch ich fände es schön, wenn du dich unserem Ziel und damit auch den Partners und Shadow anschließt. Aber ich verstehe auch, dass du Zeit brauchst, und bin mir trotzdem sicher, dass bei einem Match mit dir nicht der Erfolg um jeden Preis, sondern der sportliche Wettkampf im Fokus stünde. Deswegen wiederhole ich meine Worte von der letzten Vendetta noch einmal: Ich bin momentan der Beste in der PCWA. Vielleicht musst du Mad Dog schlagen, um an die Spitze zu kommen... Aber oben stehe ich! Und ich will und werde dort bleiben, egal wer anklopft!"

Poe lächelt dem aktuellem Champ anerkennend und zugleich herausfordernd an.

Marc Poe: "Wenn ich mir sicher bin, dass ich mit euren Zielen Hand in Hand gehe, dann schließe ich mich euch an. Die PCWA hat sich verändert, ich muss sie einfach neu kennenlernen. Aber glücklicherweise stelle ich fest, dass du dir treu geblieben bist, James. Ich erwarte nichts anderes von dir, als die volle Power wenn es wirklich zu unserem Fight kommt. Anschließend werden wir dann wissen, ob du nach meiner Rückkehr immer noch der Beste in der PCWA bist."

Selbstsicher kann der Marylander auch, immerhin ist er Sieger des Hollywood Rumble und wahrscheinlich bald XAW-World Champion.
Es kommt zu einem kleinen Augenkampf zwischen den Freunden Godd und Poe.

Marc Poe: "Fakt ist, du bist ein toller Champion und ich wünsche mir nichts anderes als dich in einem fairen Wettkampf zu schlagen. Unsere Duelle auf Playstation kann man ja nicht gerade als Fair bezeichen, denn dort bist du nichts anderes als ein Opfer."

James verzieht etwas das Gesicht, während sich Poe über die gelungene Stichelei freut und wieder etwas Spannung aus der Situation genommen hat. Der Blick des Man-Bun Trägers wandert nun zur Töle.

Marc Poe: "Über ein Quest Finale gegen dich würde ich mich ebenfalls freuen, Snoop. Obwohl mir ein Duell mit dem Schatten ebenfalls in den Kram passen würde, aber du und ich wir haben auch eine Rechnung offen. Schließlich war unser letzter Fight in der leeren Arena nicht gerade Fair. Überhaupt solltest du bedenken, dass wenn James und ich dir gegenüber die gleiche Kompromisslosigkeit an Tag gelegt hätten, wie du bei Sharpe, dann wärst du wahrscheinlich ganz allein. Aber ich möchte dich jetzt nicht mit längst vergangenem aus dem Konzept bringen, denn gleich musst du gegen Masao volle Konzentration an den Tag legen."

Spitzbübig grinst der Marylander die Töle an, dann simuliert ein Gähnen.

Marc Poe: "Ich schaue mir dein Match gemütlich an, denn immerhin bin ich schon eine Runde weiter. Im Gegensatz zu dir."

Poe dreht sich auf der Hacke um und wendet Mad Dog und Godd nun den Rücken zu.
Der Hund beäugt den Marylander und die Day-Schwestern trotz anmutig wackelnder Ärsche skeptisch.

Mad Dog: "Ich werde mein bestes geben, um ins Finale zu kommen, Poe. Aber falls du gegen Maldciao, Maxxx oder Cardigan scheiterst... oder falls ich rausfliege - wie steht es denn mit dir und den Cotatores bei der 150sten? In der Beziehung hätte ich nämlich noch ne Rechnung offen, huh?!"

Auch Godd schaut nun neugierig in Richtung Poe, der stehen geblieben ist.

Marc Poe: "Naja, ich habe doch gesagt, dass ich einen Partner habe. Ihr wollt mir doch nicht die Überraschung versauen? Aber wenn ich nachher noch gut gelaunt bin, dann erzähle ich es euch heute Abend. James, wir sehen uns später, wie versprochen werde ich dich bei deinem Match von Ringside unterstützen."

Die Mad Godds schauen sich irritiert fragend an. Dann schauen sie zurück zu Poe, der mit seinen Gespielinnen um die nächste Ecke biegt.
Plötzlich stößt MD Godd in die Seite.

Mad Dog: "Kritik ist angekommen, Champ. Aber ich würd' trotzdem liebend gern wissen, ob ich dich schlagen kann! Hab's schließlich mehr verdient als Smash, huh?!" 

Der Gerasy lächelt. 

James Godd: "Absolut. Jeder hat das mehr verdient als Smash, aber es gibt niemanden, dem ich lieber ein paar Beulen verpassen würde."

Er nickt mit dem Kopf.

James Godd: "Aber du hast Recht, ich wäre einer Wiederholung definitiv nicht abgeneigt, Partner."

Er klopft dem Hund auf die Schulter.

James Godd: "Bevor es jedoch dazu kommt, müssen wir beide erst einmal den heutigen Abend bestehen und uns dann auf die anstehende Aufgabe bei Vendetta 150 fokussieren. Es wird Zeit, dass die Mad Godds endlich gemeinsam Titelgold erlangen."

Er blickt den Hund lächelnd an. Dieser erwidert mit ebenso freudigem Gesichtsausdruck und klopft James dessen Aussage bestätigend auf die Schulter.


Vincent Craven: "Dafür wird es aber wirklich Zeit! Die Mad Godds sind bereit, Mike. Was sagst du jetzt?!"

Mike Garland: "Sie sind bereit, wollen aber eigentlich nochmal gegeneinander antreten... Die beiden sollen sich einfach mal entscheiden, Vince. Und Poe sowieso."

Vincent Craven: "Noch schlägt er aus, mit den PiC, Shadow und den Mad Godds auf einer Seite zu fighten und erbittet sich Bedenkzeit. Das hier sah aber so aus, als könne eine Allianz gelingen."

Mike Garland: "Bäh... Bitte nicht... Zu Beginn hätte man schließlich meinen können, ein Liebes-Comeback zwischen Mad Dog und Yai wird gelingen. Poe und seine Entourage stahlen den beiden aber ihren Moment. Böse! Abartig! Widerwärtig!"

Vincent Craven: "Mike, Mike, Mike - was du da wieder versuchst aufzubauschen, spottet jeder Beschreibung. Ich hoffe inständig, dass dies eben zwischen Yai und MD nicht nur aus einer spontanen Laune heraus passierte, sondern dass Mad Dog und Yai wirklich wieder zusammen kommen. Das täte der Töle verdammt gut..."

Mike Garland: "Pah! Wahrscheinlich hoffst du auch, dass Jona und Poe wieder zusammenkommen, was? Träumer!"

Vincent Craven: "Ich liebe eben Happy Ends, Mike."

Mike Garland: "Ich auch, aber nur im Massage Salon."

Craven rollt stöhnend mit den Augen.

Vincent Craven: "Es wird Zeit für den Opener! Der Gewinner aus diesem Fight könnte im Viertelfinale auf Mad Dog treffen - aber das wird im zweiten Match gegen MASAO verhandelt."

Mike Garland: "Jetzt kämpfen Matt Stone und Jesse Adams um den Einzug in die nächste Runde des Quest 4 the Best."


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Bild

Wir sehen wieder die Halle - genau zur richtigen Zeit. Denn das erste Match des heutigen Abends steht in den Startlöchern.


I did this to myself
The summer air burning in my lungs
One more glance till I come undone
Let's stop this rising sun


Die hämmernden Rhythmen Comeback Kids schallen durch das Theatre und sorgen für einen ersten Orkan an Jubelschreien. Sportlich und optisch ein wenig gehetzt rennt kurz darauf der dazugehörige Fighter auf die Stage: eine Faust erhoben wetzt er an kleineren wie ein Stakkato detonierenden Pyroladungen entlang, bevor er sich nochmals in Position stellt - und hinter ihm eine etwas größere Ladung losgeht.


Can't get back to the way we were
Nothing else mattered
It was us against the world
It was us against the world


Schließlich läuft er auf den Ring zu, wo Jane Nelson zum ersten Mal an diesem Abend ihr Mikrofon erhebt.

Jane Nelson: „Ladies und Gentlemen ……. Der nun folgende Kampf ist ausgelegt auf einen Fall …… sowie ein Achtelfinal-Match des Quest for the Best -Turniers …… als Erstes auf dem Weg zum Ring …………………. aus New York City, USA …………………… mit einem Gewicht von 94 Kilogramm ……………………. eine Hälfte der Partners in Crime ………………… MATT …… THE MACHINEGUN ………. STOOOOOOOOOOOOOOOOOONE!!!“

In seiner Kluft aus bunten Longpants und Nietenweste erklimmt er den Turnbuckle ansatzlos und aus dem Lauf heraus, verharrt oben ob der ihn zuwehenden Rufe, streicht sich einmal durch seine blonde Irokesentolle und hechtet dann sehr athletisch mit einem Toprope - Salto ins Seilgeviert. Matt dreht noch ein paar Runden, entledigt sich seiner Weste  und wiegt den Kopf nackendehnend hin und her.
Mit dynamischen Wippen auf der Stelle sowie dem einen oder anderen Hüpfer wartet er, bis sein Theme ausklingt - und ein anderes ertönt.

 

"When Jason was at the table
I kept on seeing him look at me when he was with that other girl
Do you think he was just doing that to make me jealous?
Because he was totally texting me all night last night..."

 

Jane Nelson: "Und sein Gegner... aus Blackwater, USA... JEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEESSEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEE AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAADAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAMS!!!"

Es ertönt Chainsmokers „#SELFIE“ und Jesse Adams wirkt leicht irritiert, denn eigentlich hat er sich früher immer einen weiblichen Fan aus der ersten Reihe geschnappt, welche die Song-Zeilen mitspricht. Unter den aktuellen Umständen ist das aber nicht erlaubt, bis er seine Stalkerin Lily entdeckt, die diesen Part hinter der Absperrung übernimmt.

Jesse deutet dem Kameramann begeistert:

„Das ist meine Stalkerin! Das ist meine Stalkerin!“

Und so fallen alle Spots auf sie, wie sie den Text mitspricht und dabei ihr Objekt der Begierde anschmachtet.

Als die Musik dann richtig loslegt, wackelt Jesse vergnügt die Rampe runter und einmal um den Ring, wo er den Fans unschuldige Küsschen zuwirft und hier und da mal ein kokettes Augenzwinkern.

Er klettert in den Ring und die Menge ist begeistert und liebt die Kumpel-Atmosphäre, die Matt Stone und Jesse Adams schaffen.

Mike Garland: "Ist mir schlecht... "

Vincent Craven: "Wieso? Weil sich Gegner auch mal FAIR begegnen können?"

Der Angesprochene antwortet nicht. Aber der Ringrichter läutet das Match an!

 

Q4tB Achtelfinale
Regular Singles Match
Bild
vs.
Bild
(Der erste Fall entscheidet über den Sieg. Als Fall zählen Three Count, Submission, Disqualifikation sowie Count-Out.
-Referee: Johannes Ullrich; Timelimit: 15 Min)

Und es geht erstmals an diesem Abend los: mit wippendem Schritt, zumindest was Stone angeht, umkreisen sich beide befreundete Fighter, bevor Matt Jesse die Hand hinreicht. Der strahlt zwar … wippt dann aber mit dem Zeigefinger und hält ihm beide Hände aufrecht hin. Stone kräuselt zwar ein wenig die Stirn, zuckt dann aber mit den Schulter - und geht in das Miss Suzy - Klatschspiel mit ein.

Mike Garland: "Was soll das denn jetzt? Kindergarten-Spielchen? Was kommt als nächstes: TLC um Eimerchen und Schippe?"

Vincent Craven: "Fairness steht hier im Fokus. Eine schöne Abwechslung in der heutigen Welt - und auch den Fans scheint es zu gefallen."

Mike Garland: "Mir ist immer noch schlecht."

Schließlich legen beide aber doch los: ein erster Clinch geht an Machinegun, der daraufhin mit einem Headlock weitermacht. Adams Konter durch in Seil drücken unterbindet Matt allerdings - per Flick Flack aus den Ropes zurückfedernd. Beim anschließenden Crucifix lässt Jesse sich aber via Saoman Drop fallen - und bleibt gleich liegen,

……………………………..1…………………………..

Stone rollt ihn auf,

…………………………….1……………………………

...

 

Kick Out!!

Vincent Craven: "Das erste Cover führt selten zum Sieg, so auch hier. Wahrscheinlich war dies aber der Startschuss für die Action."

Mike Garland: "Ich penne gleich ein."

Beide Buddies stehen mittlerweile wieder, schauen sich neckisch wie abschätzend an, wobei Stone mit dem Kopf nickt. Und schon rasseln sie erneut aufeinander - doch da

SNAPMARE!!!

 

Stone wird von der Aktion Jesses ein wenig überrumpelt - so sehr, dass er den Low Dropkick von diesem gleich mit kassiert. Adams ist sichtlich hocherfreut, dass ihm das gelungen ist und setzt, wieder aus den Seilen kommen zu einem Legdrop an - und kracht auf den Rücken, nachdem Matt rechtzeitig seinen Arm recken und Jesse wegdrücken konnte.

Mit einem schnellen Kip-Up hebelt sich Machinegun wieder auf die Beine - und ergreift die Jesses. Er probiert einem Dreher um dessen eigene Achse, aber da hält der Social Media - Boy dagegen. Trotz mehrfacher Versuch kommt er nicht frei, wird dafür auch nicht auf den Bauch gedreht. Schließlich bricht Matt ab, deutet ein Catapult an … doch auch hier weiß sich Adams zu helfen und greift in den wasserstoffblonden Haarschopf. Mehrere Befreiungsschläge prasseln auf den New Yorker ein - bis dieser sich fallenlässt, Jesses Arme greift und diesen herumwirbelt,

STRETCH PLUM!!!

 

Vincent Craven: "Das Tempo wird nun doch merklich nach oben geschraubt."

Mike Garland: "Wurde auch wirklich Zeit, ich habe schon ein paar Fans schnarchen gehört."

Zwar behält Stone den Move weiter angezogen … doch Jesse gelingt sich immer weiter herauszuwinden und so peu a peu in den Stand zu gelangen. Sein Bein steht hinter denen von Matt – eine günstigere Gelegenheit bekommt er nicht,

BODYCHOP!


Jesses berühmter Schubser – und diesmal zeigt er Wirkung. Matt strauchelt und wird am Boden liegen sofort von Adam gegriffen,

BELLY-TO-BELLY-SUPLEX!!

 


Und Jesse bleibt in einer Brücke,

…………………….1…………………

Kick Out!


Er versucht sofort nachzusetzen, der Wrist Lock … geht nur bedingt durch, da Matt umgehend wie athletisch mit einer Salto-Kip Up – Kombi kontert…

CLOTHESLINE!!!


Adams donnert den sich aufwärts hebelnden Stone gleich wieder zu Boden, zieht ihn dann erneut gleich auf die Beine und whippt ihn ins Seil. Dort springt Machinegun auf das dort Zweite,

2ND ROPE LOU THESZ PRESS!!!


Adams wird von den Füßen geholt und gecovert,


…………………..1……………………………

……………………….2……………………….

KICK OUT!!!


Vincent Craven: "Jesse zeigt sich stark verbessert. Er hat anscheinend viel von seinem Partner gelernt."

Mike Garland: "Ja, stimmt. Trotzdem hätte es für Matt Stone fast zum Sieg gereicht."

Beide Fighter kommen schnell wieder auf die Beine und fast gleichzeit rennen die Fighter aufeinander zu. Stone versucht es mit einer Clothesline, doch Adams duckt sich drunter weg. Der Youtube-Star federt in den Seilen zurück, während Stone abbremst und sich dreht. Machinegun wartet auf den perfekten Moment und kommt Adams mit einem Superkick entgegen. Geistersgegewärtig reißt Jesse seine Hand hoch und fängt den Kick ab... 

Der Youtuber lächelt, aber nicht zuletzt...

ENZUIGIRI KICK!!!! 

 

Adams dreht sich in der Luft und kommt unsanft auf der Matte auf. Das nächste Cover von Matt Stone.

…………………..1……………………………

……………………….2……………………….

KICK OUT!!!

Vincent Craven: "Nach einem langsamen Beginn, ist hier nun enormes Tempo im Match. Am Ende wird sicher derjenige Siegen, der die Intensität besser verkraftet."

Mike Garland: "Stone scheint der bessere Mann zu sein. Würde er nicht in dieser Gang mit den Mad Godds sein, könnte man ihm sogar die Daumen drücken."

Jesse konnte zwar seine Niederlage verhindern, doch diesmal schafft er es nicht so leicht wieder auf die Beine. Dafür steht Machinegun schon wieder bereitet und hilft seinem Kumpel hoch. Dann umfasst Stone von Hinten die Hüfte des Social Media-Star, allerdings möchte der Partner von Trent Cardigan keine Zärtlichkeiten austauchen... 

 

GERMAN SUPLEX!

 

Kein weiterer Coverversuch von Matt Stone. Leichtfüßig klettert er durch die Seile und springt auf das oberste Turnbuckle. Anstatt einfach loszuballern, worauf sein Spitzname hindeutet, wartet der New Yorker bis sein Gegner wieder steht. Adams schaut sich um und dann entdeckt er das Maschinengewehr, allerdings nur die Sohlen der Wrestlingstiefel, denn diese landen nun direkt im Gesicht von Jesse.

 

MISSILE DROPKICK!!!

Vincent Craven: "WOW! Matt Stone zeigt hier eine tolle Leistung."

Mike Garland: "Könnte zum Sieg reichen, Stone schmeißt sich auf Adams."

…………………..1……………………………

……………………….2……………………….

...............................

........

KICKOUT!!!

 

Vincent Craven: "Verdammt knapp!!"

Mike Garland: "Da ist Adams mit einem blauen Auge davon gekommen. Langsam sollte er wieder mehr Gas geben, denn Stone überrollt ihn gerade."

Maschinegun muss nun etwas durchschnaufen, während Adams sich rollend von seinem Gegner entfernt. Stone nimmt einen tiefen Atemzug, er muss hinterher, sonst gibt er seinem Kontrahenten die Chance zurück in das Match zu kommen. Langsam läuft Matt in Jesse's Richtung, welcher sich gerade etwas nach oben drückt und dann überraschenderweise mit dem Mut der Verzweiflung auf Stone zu stürmt. Mit seiner Schulter erwischt der Youtuber den bisher dominieren Mann am linken Knie. Der Treffer bringt Matt ins Staucheln und zum Rotieren. Das ist die Chance für Adams.... 

SUPERKICK!!!
 

Jesse nutzt die sich ihm bietende Gelegenheit eiskalt aus und bringt den New Yorker zu Fall. Adams stützt sich auf die Knie und nimmt ein zwei tiefe Lungenzüge, endlich wieder Zeit zum atmen. Mehr als diese kurze Pause ist nicht drin, Jesse zieht Stone am Nacken hoch und wirft ihn in die Seile. Matt kommt zurück gefedert, Jesse springt ab... 

KNEE STRIKE!
 

Vincent Craven: "Jetzt hat Jesse Adams wieder eine gute Phase. Wenn man ihm genug Zeit gibt, dann wird aus ihm ein toller Wrestler."

Mike Garland: "Lassen wir uns überraschen. Obwohl ich glaube, dass sein Moveset damit erschöpft ist."

Nicht ganz, denn nun klettert der Youtube-Star auf das oberste Seil und will eine Aktion zeigen, die bereits im Match von Vendetta 147 für Staunen sorgte. Adams nimmt das auf der Matte liegende Maschinengewehr ins Visier. 

SENTON BOMB!!!

… wie schon beim letzten Mal kein Erfolg. Stone zieht die Knie rechtzeitig an!!! Durch die Wucht wird Jesse unsanft durch den Ring geschleudert. Er hält sich mit verkniffenem Gesichtsausdruck den Rücken, als in seinem Hintergrund Bewegung ins Spiel kommt: Stone steigt einmal mehr durch die Seile - doch in dem Fall lauert er auf dem Apron. Der richtige Moment kommt, als Jesse sich suchend umdreht,

SPRINGBOARD HURRACANRANA!!!


Der Ring-Rebell schraubt sich durch die Luft …
… und landet unsanft auf den Matten außerhalb, da Adams geistesgegenwärtig Stone ähnlich einer Powerbomb rausgeworfen hat. Nun ist der eine Partner in Crime, der sich an den Rücken greift. Doch es droht bereits neues Unheil,

SLINGSHOT SOMERSAULT SENTON!!!


Und auch die sitzt - selbst, wenn Adams sich dabei scheinbar selbst ein wenig in Mitleidenschaft gezogen hat. Er bleibt auch gleich zum Cover auf Stone liegen, winkt mit den Armen nach dem Referee … doch Johannes Ullrich steht über ihm im Ring und zählt beide Fighter an. Mühsam muss sich der Youtuber erheben - und wankt dann zum Zeitnehmertisch.

Mike Garland: „Oha, die Ringglocke. Da hat MASAO ihm ja schöne Sachen beigebracht.“

Vincent Craven: „Tss, von wegen. Da liegt doch auch sein Handy. Bitte recht freundlich.“

Mike Garland: „Er soll mal lieber aufpassen nicht, ausgezählt zu werden.“

Jesse stellt sich in Position, während Ullrich schon „6!“ zählt, um einen schönen Snapshot  von sich und Stone zu ergattern …
… aber der ist mittlerweile schon ins Seilgeviert zurückgeklettert.

„7!“


Jesse scheint Matts Ring-Rückkehr nicht zu stören und knipst fröhlich weiter.

„8!“


Nun scheint es Machinegun auf zu bunt zu werden. Ob nun Matchfluss oder Sorge um den Buddy - er klettert erneut heraus, nimmt Adams das Handy weg und kehrt in Ring zurück. Sofort folgt ihm Jesse - gerade noch rechtzeitig vor der „10!“
Das Mobiltelefon fliegt in die Arme des Unparteiischen - und Matts Hände gegen Jesses Kopf. Ein Schlag, ein Klammergriff und

SPINNING HEADLOCK ELBOW DROP!!!


Doch kaum ist Jesse unten, setzt er seine Beine ein,

BODY SCISSORS!!!

COVER VON ADAMS...

...1...

 

...2...

...

.......

.......

KICKOUT!!!

Fast wäre Matt Stone überrumpelt worden, doch er kann sich nochmal kurz vor knapp retten. Die Fighter kommen wir fast zeitgleich wieder auf die Beine, Adams lächelt Machinegun zufrieden an. Dieser scheint mittlerweile jedoch absolut keine Lust mehr auf Späße zu haben und feuert dem Youtuber erstmal eine Links-Rechts-Kombination um die Ohren. Es folgt ein stiffer Kick in die Magengrube und Jesse ist spätesten jetzt das Lachen vergangen, er muss sich vorn über beugen. 

 

JUMPING DDT!!

Vincent Craven: "Stone ist nicht zum Spaß hier, er möchte ins Viertelfinale!"

Mike Garland: "Sein Gegner ist wohl wegen dem Ersteren hier und deshalb wird er am Ende verlieren."


Stone reißt Adams auf die Füße, mit einem Whip-In geht es weiter, welchen Jesse dann aber kontert und den zurückfedernden Stone mit einem Hiptoss erwartet. Machinegun blockt und dreht sich mit einem Salto hinter seinen Gegner. Allerdings ist der Youtuber hellwach und trifft Stone mit einem Reverse-Kick an der Brust. Matt federt erneut aus den Seilen zurück... 

 

TILT-A-WHIRL-SLAM!!!

 

Mit leuchtenden Augen betracht der Social Media-Star sein Werk und nun geht es für ihn erneut auf das Top-Rope. Er muss es einfach nochmal versuchen, denn diesen Move hat er selbst auf verschiedenen Youtube-Kanälen begutachtet. Jesse will seinen Move im Internet finden, wenn man nach Senton-Bomb googelt. Ziel ist markiert, Adams springt...

 

SENTON BOMB!!!!!
TREFFER!!!

Jesse ist glücklich und bleibt gleich auf Stone liegen, der Referee ist da um das Cover zu zählen...


……………………….1…………………………..


………………………..2…………………………

 

KICK OUT!!!


Mike Garland: „Schade. Kein Lohn für die Leistung.“

Vincent Craven: „Klar, er hat schon viel mehr gezeigt als neulich, aber trotzdem bleibt Stone ein gewisses Kaliber.“

Mühsam hieven sich beide Athleten erneut empor…

CAPOEIRA KICK!!!


Stone wirbelt auf Händen und über den Boden und schickt Jesse gleichzeitig auf selbigen. Gekonnt rollt er auf die Knie, schnappt sich Adams und…

GUTWRENGE SUPLEX!!!


Und er behält den Youtuber gegriffen für einen weiteren,

GUTWRENGE SUPLEX!!!

DROPKICK!!!!


Adams überrascht den New Yorker ein weiteres Mal und wenn auch noch ein wenig wacklig stürzt er sich sofort wieder ins Getümmel: mit einer Clothesline … und einer weiteren hinterher … und noch eine. Mit der kurzen Serie setzt er Matt ordentlich zu, - und noch mehr mit einer weiteren

SENTON BOMB!!!


Cover,

……………………..1………………………

……………………….2…………………….

KICK OUT!!!

Vincent Craven: „Schon wieder. Er muss doch nun langsam merken, dass er damit nicht so recht weiterkommt."

Mike Garland: „Tja, wenn nicht so … dann eben eine Stufe höher.“

Vincent Craven: „Ach, du meinst … ja…“

Der quietschbunte Medienstar wankt langsam auf den Turnbuckle zu…
… aber nicht, bevor er Johannes Ullrich zugewunken und um sein Handy gebeten hat. Und nachdem er es bekommen hat, klettert er die Ecke hinauf, schaut noch einmal prüfend hinter sich und aktiviert dann die Kamera. Zeitgleich beginnt sich Stone zu regen, ein Zwischending aus Krauchen und Rollen.
Doch in dem Moment springt Adams ab,

COFFIN DROP!!!

 

Und der saß … allerdings krachten durch eine letzte Aktion Machineguns, bei der er sich auf den Bauch rollen konnte, beider Rücken aufeinander, weshalb die Fighter nun mit schmerzverzerrtem Gesichtsausdruck den Boden bevölkern.

Mike Garland: „Das tat weh. Die Orthopäden beider werden sich freuen.“

Vincent Craven: „Die Bandscheiben auch … naja, zumindest hat Johannes Ullrich das weggeschlidderte Handy Jesses wieder aufgenommen. Ein Move drauf und…“

Mike Garland: „… es wäre der Snapshot des Jahres geworden.“

Mit zähen Bewegungen kommt langsam Bewegung zurück in die beiden Fighter. Matt und Jesse knien bereits wieder - da lässt Jesse sich fallen und zieht den eingehakten Machinegun zum Aufroller mit sich,

 

………………………………..1…………………………………..

…………………………………2………………………………….

 

… doch Matt rollt durch, kann dabei selbst ein Bein Jesses greifen und verschränkt dieses. Eine Art Figure Four Leglock…

KICK IN THE BACK!!!


Als Matt ihm den Rücken zudreht, tritt Adams zu, was einen kleinen Schmerzensschrei des Ring-Rebells nach sich zieht. Wieder fasst er sich an den Lendengegend - und genau dort setzt Jesse umgehend einen seiner Schubser an. Und dies mit solcher Wucht, dass Matt regelrecht nach vorn durch die Seile fliegt. Aber dabei kann er sich festhalten und sehr athletisch durchschwingen,

TIGER-FEINT-KICK!!!


Und im Rückschwinger drischt er seine Beine in den Magen des überrumpelten Adams. Stone landet sicher - wie auch seine nachfolgende Aktion,

EUROPEAN UPPERCUT!!


Jesse taumelt haltlos in die nächste Ringecke - Stone fliegt hinterher,

DROPKICK!!!


Vincent Craven: „Sehr gelungene Movekette … die vermutlich jetzt gekrönt wird.“

Mike Garland: „Oha, Stone legt mit dem Bein bereits an…“

Die Fans kreischen bereits begeistert auf - bis auf Lily, welche eher hysterisch auf Jesse einschreit, sich zu bewegen - als Matt sich in der gegenüberliegenden Ecke bereitmacht und Adams anvisiert. Das vordere Bein zuckt erwartungsfroh und schließlich wankt der Youtube-Star Richtung Ringmitte. Darauf hat Machinegun aber nur gewartet,

FINAL GOODBYE!!!


Doch nun kreischt Lily entzückt, denn wie schon zuvor konnte Jesse den Move abfangen. Ein kurzer Schlag auf die Wade bevor er Matt an dessen Fuß um die eigene Achse schleudert…
 

THE END IS NEAR!!!!


Was ist denn hier los? Ansatzlos feuert Matt aus der Drehbewegung seinen Bullhammer Elbow treffsicher in Jesses Gesicht, der dadurch ins Seil gedrückt wird. Er fliegt wieder heraus,
 

FINAL GOODBYE!!!!


Und diesmal sitzt er. Stone lässt sich auf den völlig entkräfteten Adams fallen. Der Ringrichter rauscht heran.

………………………………..1…………………………………..

…………………………………2………………………………….

…………………………………3!!!………………………………….



#ding#ding#ding#


„Partners in Crime“ schallt zum zweiten Mal an diesem Abend durch das Theatre, diesmal als Zeichen des Sieges von Matt Stone, dessen Arm Johannes Ullrich wenig später in die Luft streckt.

Jane Nelson: „Der Sieger dieses Matches ………………………. MATT …… THE MACHINEGUN ………. STOOOOOOOOOOOOOOOOOONE!!!“

Vincent Craven: „Ein hart geführter Kampf, aber am Ende hat sich die Klasse dann doch durchgesetzt.“

Mike Garland: „Wobei man ganz klar sagen muss, dass Jesse, was die Fähigkeiten angeht, einen Quantensprung vollführt hat.“

Vincent Craven: „Das ganz ohne Zweifel … aber wie ich sehe möchte da noch jemand einen gänzlich anderen Sprung wagen.“

Mike Garland: „Adams Lieblings-Followerin scheint mit dem Ergebnis nicht zufrieden zu sein.“

Mehrere mit MNS ausstaffierte Crewmember haben alle Mühe, die scheinbar hysterische Lily davon abzubringen, über die Guardrail in den Ring zu gelangen.
Dort ist die Stimmung derweil deutlich besser: Matt ist wie der Offizielle bereits bei Jesse Adams angelangt, der schon wieder kniet und etwas schwer atmet. Als er begreift, was geschehen ist, huscht für einen kurzen Moment Betrübtheit über sein Antlitz …
… aber eben nur kurz, da er gleich darauf mit freudigem Lächeln sich erhebt, Matt umarmt und ihm dann nochmal den Siegesarm emporstreckt, wobei er auch seine Popsies anzufeuern scheint, Beifall zu bekunden.

Vincent Craven: „Finde ich ein schönes Schlussbild.“

Mike Garland: „Ich glaub, mir ist schon wieder schlecht…“

Der Geste nachkommend reicht Ullrich Jesse dessen Handy diesem wieder zurück und mit einem gemeinsamen Selfie aller im Ring Befindlichen blendet die Szene ab…


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Januar. 2011. Brawlin‘ Rumble VIII.

Masao: "Ooaahhhh"

Masao Kai Ito ist im Paradies. In diesem Fall ist das Paradies in Berlin, in einem schlecht einsehbaren Bereich, in dem Fans wie er eigentlich nichts zu suchen haben, und es ist selbst für den Winter unangenehm kalt. Oder genauer gesagt befindet sich das Paradies in dem warmen Mund  und der ruhelosen Zunge seiner Freundin Michelle. Sie hatte ihm versprochen, dass er den Besuch des Brawlin' Rumble Fan Festes nicht bereuen würde. Die Schlachtung von Diego Ortega hatte ihn daran schon zweifeln lassen, doch die Aktion des Schlächters, war ganz plötzlich aus seinem Verstand verschwunden. Dafür hat sie ihn nur hinters Festzelt und an einer Absperrung vorbeiziehen müssen. Nun kniet sie vor ihm und verdient sich den Beste Freundin Aller Zeiten Award. Mit geschlossenen Augen genießt Masao, bis…

„HAB ICH DICH!"

…ein Bekloppter auf einmal hinter der nächstgelegenen Ecke hervorspringt. Es ist nicht Maximilian Lunenkind. Es ist ein hochgradig angespannter Mad Dog, der erwartet hatte hier den Schlächter bei seiner nächsten Tat zu erwischen und nicht zwei junge Erwachsene beim Schäferstündchen.

Masao: „Fuck!“

Masao hat sich so sehr erschreckt, dass Michelle fast erstickt ist. Verärgert zieht sie ihren Kopf zurück, hustet und ist bereit Masao zu beenden, als sie endlich bemerkt, dass sie nicht mehr allein sind.

Mad Dog: „Was macht ihr da? Wo ist der Schlächter hin?!“

Masao und Michelle gucken sich mit einem WTF?-Blick an und fällen dann im gleichen Augenblick eine Entscheidung. Michelle schnappt sich ihren Pulli vom Boden, Masao packt alles in seine Hose zurück, was wegen des Schocks deutlich leichter wieder einzupacken war. Er hilft ihr sich durch die Absperrung zu quetschen, durch die sie hier in den Quasi-Backstagebereich geschlichen sind, und rennt dann mit ihr weg. Mad Dog folgt ihnen gar nicht erst. Er hat wahrlich andere Probleme.

Michelle zieht sich im Rennen ihren Pulli wieder an. Passenderweise ist es ein Mad Dog Pullover. Masao mochte ihn schon vorher nicht, doch jetzt…

Michelle: „HA! Das war großartig!“

Masao: „Was?!“

Er guckt dabei so ernst, dass sie lautstark zu lachen beginnt. Es war ein ansteckendes Lachen, dass es ihm unmöglich machte ernst zu bleiben. Ihre Gegenwart veränderte ihn anstrengungslos. Ohne sie wäre er nie in einen abgesperrten Bereich gegangen. Schon gar nicht, damit sie ihn oral befriedigen konnte.

Michelle: „Oooch, mein Armer. Tut es schlimm weh?“

Sanft streichelt sie im Gehen seinen Schritt, als wäre er ein Hund, dem sie versehentlich auf die Pfote getreten ist.

Masao: „Du machst es nicht besser.“

Michelle: „Das habe ich auch nicht versucht.“

Sein stoischer Gesichtsausdruck bringt sie schon wieder dazu, sich wegzuschmeißen. Wie zuvor bricht sie damit seine Mimik.

Masao: „Lass uns zurück ins Zelt. Ich will das nächste Match nicht verpassen.“

Michelle: „Endlich bist du bei diesem Event wieder enthusiastisch! Als Belohnung werde ich es zu meiner Mission machen, den angefangenen Blowjob noch vor Ende dieses Abends zu beenden! Versuch gar nicht erst mich aufzuhalten! Ich verspreche dir und jedem jungen Mann da draußen, dass ich am heutigen Abend blasen werde! Ich werde blasen, wie noch nie zuvor jemand geblasen hat! Ich werde deinen Schwanz so heftig blasen, dass Männer in zwanzig Kilometern Umgebung spontan kommen werden!“

Sie schaut ihm furchtbar ernst in die Augen. Die Intensität in ihrem Blick glich dem zwischen Keevan und Desperado, Gabriel Lucifer und Barqas, oder Malioc und dem Himbeertörtchen.

Michelle: „Schau mir in die Augen, Ito, und realisiere, dass ich jedes Wort meine, wenn ich sage: Ich werde dich noch heute in Berlin blasen! Bang Bang!“

Masao: „Hast du gerade eine Promo übers Blasen gehalten?“

Michelle: „Ja. Meinem Weg zum Wrestling-Superstar steht nichts mehr im Weg, meinst du nicht?“

Masao: „Ich denke, dass ich tatsächlich schon schlechtere Promos gehört habe.“

Michelle: „Gehen wir nachher noch in die Bar?“

Masao seufzt schon, als wolle er damit beginnen ein ausschweifendes „Nein.“ zu formulieren, doch…

Michelle: „Komm schon! Es ist der Rumble. Heute passiert noch was. Ich kann es spüren! Guck nicht so. Was ist das Schlimmste, was passieren könnte?“

---- LIVE ----

Masao Kai Ito ist auf dem Weg zum Trainingscenter. Ein letztes, kurzes Training vor seinem ersten großen Singles Match in der PCWA. Gegen niemand geringeren als Mad Dog. Der Umstand, dass sein Gegner nicht nur so ein riesen Arschloch, sondern eine noch größere PCWA-Legende ist, sorgt dafür, dass Masao bereit ist die ein oder andere Regel zu brechen. Nicht im Ring, aber hier. Das Trainingscenter der PCWA ist logischerweise beliebt bei allen Wrestlern, die kein eigenes Fitnessstudio zu Hause haben. Dank des Virus mussten die Zeiten deshalb vom Office noch immer rationiert werden. Es würde bald besser werden, aber so viel Zeit blieb Masao nicht. Sein Match war heute und er hatte für heute keinen Termin mehr bekommen. Das hielt ihn jedoch nicht davon ab, sich rein zu schleichen. Eine halbe Stunde an den Geräten würde schon viel ausmachen und sei es nur, um sein Gewissen zu beruhigen. Placebo-Training hat einen nachweisbaren Effekt auf das Selbstbewusstsein. Er würde nur ganz kurz…

„HEY!“

Erwischt.

Masao: „Scheiße.“

Masao dreht sich um, um sich zu erklären. Genauer gesagt, um zu lügen.

Masao: „Keine Sorge, ich habe eine Erlaubnis vom Office. Teilnehmer des Viertelfinales.“

Erst jetzt sieht er, wer ihn da überhaupt angesprochen hat. Kein Wunder, dass ihm die Stimme bekannt vorkam.

James Godd: „Klar, und Kevin Smash ist mein bester Freund.“

Smash. Noch so ein Name, den Masao nicht leiden konnte. Wer in der Wrestling-Welt weit genug herumkam, kam unweigerlich in Kontakt mit Smash. Ob direkt oder indirekt. Der Nachgeschmack dieser Momente war selten gut.

Masao: „Geh zum Office, wenn du mir nicht glaubst.“

Die Flucht nach vorne. Bis Godd mit jemandem aus dem Office gesprochen hätte, wäre er längst verschwunden. Und an diesem Abend würden sie ihn nicht mehr bestrafen. Für so etwas war das Vergehen zu gering und das Turnier zu wichtig.

James Godd: „Ich glaube, du vergisst, wer hier der Rookie ist.“

Masao: „Rookie? Ich bin seit fünfzehn Jahren im Geschäft, Junge.“

James Godd: „Und ich seit vierzehn. Und die meiste Zeit davon in der PCWA. Wie lange bist du hier? Sechs Monate?“

Damit hat James einen wunden Punkt getroffen. James war nicht Jesse. Hier konnte er nicht mit seiner Erfahrung punkten.

James Godd: „An deiner Stelle würde ich sowieso nicht mehr darein wollen. Gegen Mad Dog bringt es dir nichts. Ich quäle mich wegen Smash ja auch nicht mehr ab.“

Godd war hier, um mit jemandem wegen der Trainingstermine zu sprechen. Selbst als Gerasy war es mitunter schwierig passende, wiederkehrende Termine zu bekommen. Dieser scheiß Virus konnte nicht schnell genug unter Kontrolle gebracht werden.

Masao: „Ach ja? Denkst du etwa auch, ich würde sowieso verlieren?“

Der Deutsche japanischer Abstammung guckt ihn herausfordernd an. Er kennt die vorherrschende Meinung der Wrestling-Welt zu seinem Match.

James Godd: „Ganz ehrlich? Ja.“

Die Antwort bleibt Masao im Mund stecken. Mit einer so offenen Reaktion hatte er nicht gerechnet.

James Godd: „Mad Dog ist nicht ohne Grund da, wo er ist. Mehrfacher Champion, ehemaliger Gerasy, seit Jahren eine Konstante im Main Event der PCWA. Es gibt nicht viele, die das könnten. Du magst in den kleinen Promotions erfolgreich gewesen sein, aber das ist nicht das Gleiche.“

Die Komplimente für Mad Dog ärgern ihn mehr als das Herunterreden seiner eigenen Erfolge. Er wusste schließlich, wie man in der PCWA über die Indys dachte.

Masao: „Sollte ich denn nicht gerade dann besonders trainieren?“

James Godd: „Im Vorlauf, ja. Aber am Tag des Matches? Das solltest gerade du besser wissen. Du bist lange genug im Geschäft. Mad Dog schüchterst du mit aufgepumpten Muskeln nicht mehr ein. Finde was anderes, was du nutzen kannst, wenn du wirklich glaubst, dass du gewinnen kannst.“

Masao: „Ich weiß es!“

Godd nickt beschwichtigend.

James Godd: „Das ist gut. Ohne dieses Selbstbewusstsein hättest du tatsächlich schon verloren.“

Masao: „Also denkst du doch, dass ich eine Chance habe?“

James Godd: „Jeder hat eine Chance. Entscheidend ist nur, wie groß sie ist. Gegen Smash ist meine Chance zum Beispiel über fünfzig Prozent. Ich bin jünger und besser als er. Er ist nur schmutziger und skrupelloser. Sonst wäre sie noch höher. Gegen Mad Dog würde ich dir maximal zehn Prozent zutrauen.“

Masao: „Zehn Prozent… ist nicht viel.“

James Godd: „Stimmt. Und trotzdem. In einem von zehn Fällen traue ich dir einen Sieg zu. Es gibt regelmäßig größere Überraschungen. Wenn du vor zehn Jahren darauf gewettet hättest, dass James Godd mal der Undisputed Gerasy Champion der PCWA sein würde, hättest du dich heute dumm und dämlich verdient. Außer mir hätte mir das damals vermutlich niemand zugetraut und selbst ich hatte meine Zweifel. Aber sieh mich heute an! Das kann mir niemand mehr nehmen.“

Vor zehn Jahren. Seit der Bekanntmachung des Matches zwischen Mad Dog und ihm, spätestens aber seit seinem Promodreh in der geschlossenen cWc-Bar bekam er sein damaliges Aufeinandertreffen mit Mad Dog nicht mehr aus dem Kopf. Man hatte ihm so oft gesagt, dass er sich im Hund täuschen würde. Doch niemand, den er je gefragt hat, war dem Ganzen so nahe wie James Godd. Eine bessere Chance würde er nicht mehr bekommen.

Masao: „Ich habe eine Frage für dich. Ich verspreche, ich haue hier ab und bereite mich brav in meiner Kabine auf das Match vor, wenn du sie mir ehrlich beantwortest. Okay?“

James hebt eine Augenbraue ob des spontanen Themenwechsels, nickt dann aber.

Masao: „Was denkst du über Mad Dog? Ist er ein neuer Mann? Ein besserer Mann? Oder ist er noch immer S1margl und die Töle und der Mann, den der Sieg des Schlächters nicht angeekelt, sondern inspiriert hat? Du bist ihm vermutlich näher als jeder andere Wrestler in seiner Historie. … Wer ist Mad Dog?“

James pausiert einen Moment. Wie soll er diesen Mann zusammenfassen? Will er das? Kann er das überhaupt? Er denkt gründlich über die Frage nach und nickt schließlich.

James Godd: "S1margl wird immer in ihm sein, ebenso wie meine eigene Vergangenheit immer ein Teil von mir sein wird. Man kann nicht rückgängig machen, was einst war. Aber ja, seit der damaligen Zeit hat sich Mad Dog verändert. Zum positiven. Wir hatten lange Zeit unsere Differenzen wegen dem, was aus ihm geworden war, und ich hatte ihn schon beinahe aufgegeben ..."

Er schweigt einen kurzen Moment. Er hatte die Freundschaft wirklich schon fast aufgegeben, hatte daran geglaubt, dass der Freund, den er einst im Hund gehabt hatte, endgültig gestorben war, doch dann ...

James Godd: " ... ironischerweise hat es Kevin Smash und Mad Dog's Aufenthalt in dessen Liga, nachdem er hier gefeuert wurde, gebraucht, um ihn wieder auf die richtigen Pfade zu lenken. Und nun ist unsere Freundschaft enger als je zuvor. Aus diesem Grund werden wir bei Vendetta 150 auch als Team antreten und uns endlich die Cotatores holen. Es gibt niemanden in dieser Liga, dem ich für diese Aufgabe mehr Vertrauen schenken würde ..."

Er denkt kurz nach und grinst schließlich schelmisch.

James Godd: "Naja, außer Marc Poe vielleicht!"

Er nickt noch einmal kurz mit dem Kopf und schenkt seinem Gesprächspartner schließlich ein aufrichtiges Lächeln.

Masao: „Was ist mit der Falle?“

James tut so, als wüsste er nicht, was Masao meint. Masao lässt allerdings nicht ab. Dieser Moment hatte ihn in seiner Meinung über Mad Dog schon bestärkt, bevor er ihn getroffen hat.

Masao: „Der Schlächter hat euch in eine Falle gelockt. Er hat euch beide gequält. Mad Dog hat nicht gezögert die Chance zu nutzen, um sich zu befreien und dich zurück zu lassen. Was für ein Freund tut das? Was für ein Mensch tut das?“

Die Erinnerung trifft James noch immer. Es war einer der bittersten Momente seiner gesamten Karriere und auch zuletzt, vor ihrem Match um den Gerasy, hatte er immer wieder daran zurückdenken müssen. So wie damals stand erneut ein Titel zwischen den beiden und für einen Moment sah es wirklich danach aus, als würde Geschichte sich wiederholen. Doch dann ist alles anders gekommen. Der Engländer holt tief Luft und setzt zu einer Antwort an.

James Godd: "Ein Mensch, der verloren war. Ich meine klar war das für mich persönlich echt beschissen, wie es damals gelaufen ist, und klar habe ich ihm zunächst schwere Vorwürfe gemacht ... sowas trifft einen bis ins innerste Mark!"

Er nickt ernst mit dem Kopf.

James Godd: "Aber Fuck, manchmal trifft man eben beschissene Entscheidungen ... ich selbst kann mich nicht davon freisprechen. Gerade ich nicht!"

Er blickt auf den Boden und denkt an die Zeit zurück, in welcher er in die Abhängigkeit geraten war und dadurch alles verloren hatte. Lange Zeit hatte es ausgesehen, als hätte ihn der Abgrund, in den er versunken war, verschluckt und würde ihn nie wieder hergeben. Einzig und alleine Sandy hatte daran geglaubt, dass er es schaffen könnte sich herauszukämpfen. Er denkt noch einmal an seiner verflossene Liebe zurück, der er niemals eben diese gestanden hatte ... auch so eine dumme Entscheidung. Wer weiß? Vielleicht wären sie glücklich zusammen geworden, doch er hatte sich nicht getraut den ersten Schritt zu gehen und schließlich war sie gestorben. Womöglich hatte er sogar vor wenigen Wochen erneut eine falsche Entscheidung getroffen, als er sich für Sarah und ihre Schwester geopfert hatte und sich in die Fänge von Mr. Fellon und dessen ominöser Company gegeben hatte. Er wusste es nicht und es hatte auch keinen Sinn darüber nachzudenken ... vor allem nicht am heutigen Abend.

Er blickt wieder auf zu seinem Gesprächspartner und fährt schließlich fort.

James Godd: "Es ist halt, wie es ist, und ich habe ihm inzwischen verziehen. Er musste sich mein Vertrauen hart erkämpfen und jetzt beim Impact hat er mir endgültig bewiesen, dass er nicht mehr der gleiche Mann ist, der er damals war. Und so ist diese Geschichte letztlich nichts anderes mehr, nämlich Geschichte!"

Er denkt noch einmal über die soeben gesprochenen Worte nach und erkennt, dass es tatsächlich so ist. Das Match beim Impact war das letzte Stück, das noch gefehlt hatte, um mit der Vergangenheit wirklich abzuschließen, die zuvor immer noch wie eine dunkle Wolke über ihrer Beziehung gehangen hatte. Jetzt konnten sie wirklich gemeinsam die Aufgabe angehen die Cotatores zu erringen ... als TEAM! Mit einem zufriedenen Lächeln blickt er Masao an.

James Godd: "Und jetzt ist er nur noch die unbekannte Konstante."

Er nickt mit dem Kopf.

James Godd: „Das ist nicht nur ein Spitzname. Er ist wirklich so. Er ist immer er, aber er bleibt es nie lange. Ich habe nie das Gefühl, dass er sich ändert, aber wenn man ein Jahr zurück schaut, dann passt das nicht mit dem heutigen MD zusammen. Und ein Jahr vorher war er noch ganz anders. Und doch war er immer irgendwie Mad Dog. Wir sind seit über zehn Jahren befreundet. Wir haben uns wehgetan, das lässt sich nicht leugnen, aber die Mad Godds werden immer in irgendeiner Weise existieren. Ja. Da bin ich mir sicher.“

Die Worte zeigen eindeutig Wirkung. Masao schaut den Mann vor sich mit neuen Augen an. Er hatte Godd immer für einen der besseren Menschen in der PCWA gehalten und ihm genau deshalb nie eine Chance auf den Undisputed Gerasy ausgerechnet. Er gehörte zu den Zweiflern, die James erwähnt hat. Er hatte gesehen, wie Mad Dog ihn hintergangen hat, wie sie sich im Ring bekämpft und außerhalb des Ringes beschimpft haben. Und jetzt steht er hier und redet über Mad Dog, als wären sie Brüder. Das sagt einiges über James, aber nicht weniger über Masao aus. Seit über einem Monat hatte er fast keinen Kontakt zu Jesse. Masao hat in ihrer kurzen Zeit zusammen schlechter über Jesse geredet, als James jetzt über Mad Dog sprach, wegen was? Weil ihm Social Media so wichtig ist? Weil Jesse gerne Fotos von ihm für seine Timeline macht? Lächerlich. Masao schämt sich in diesem Moment für sein Verhalten.

James Godd: „Ich kann dir nicht sagen, wie du Mad Dog besiegen kannst, aber ich kann dir sagen, dass er dir in diesem Turnier eine faire Chance geben wird. Da bin ich sicher. Das Quest for the Best Turnier steht für Pure Wrestling, wenn man es ernst nimmt und ich weiß, dass Mad Dog das tut. Und wenn die Gerüchte über dich stimmen, dann weiß ich, dass du das Match auch fair führen wirst. Deshalb wünsche ich dir viel Glück.“

Normalerweise würde er ihm jetzt die Hand geben, doch das ist noch immer gegen company policy, also nickt er ihm zu und geht. Er glaubt nicht, dass Masao noch ins Trainingscenter gehen würde. Er selbst musste sich nun aber langsam mental auf sein Match gegen Smash vorbereiten, das immer näher rückte. Er musste vorsichtig sein, denn überall wo Smash auftaucht, ist Betrug angesagt und James zweifelt keinen Moment daran, dass die selbsternannte Legende auch heute einen Plan haben wird. Masao ruft ihm noch hinterher.

Masao: „Danke, James. Ich glaube, du hast mir tatsächlich bei etwas geholfen.“


Mike Garland: "HA! Da haben wir es wieder. James Godd hilft Masao, dem kommenden Gegner seines eigentlichen Freundes. Der Neuling hat genau den richtigen Riecher: In dieser angeblichen Freundschaft ist etwas faul. Oberfaul!"

Vincent Craven: "Masao hat in der Tat einen Narren am Night Fighter gefressen und wühlt hier in Altlasten herum, die die Mad Godds längst hinter sich gelassen haben. Jetzt sind sie wieder vereint und haben vermutlich enger zusammen gefunden, als sie es vorher je waren. Das sollte man ja auch mal bedenken: Bevor der Schlächter sie in die Zelle gesperrt hat, waren die beiden sicherlich keine besten Freunde..."

Mike Garland: "Aber ein Tag-Team! Und du hälst doch den Teamgedanken immer so hoch, als sei er das Allerheiligste."

Vincent Craven: "Ich halte den Teamgedanken hoch, wenn es um eine eingeschworene Gemeinschaft geht, und nicht dann, wenn zwei Menschen eine Zweckgemeinschaft bilden. Daraus kann vielleicht ein Team entstehen, aber damals bei den Mad Godds eben nicht - dies kam erst Jahre später, wie Godd eben nochmal deutlich machte. Auch Masao und Jesse Adams müssen erst noch zusammen wachsen."

Mike Garland: "Das heißt, dass es in deinen Augen in Ordnung wäre, wenn Godd oder Mad Dog Shadow oder den PiC in den Rücken fielen?! Dann habe ich ja Hoffnung für Vendetta 150 und den rest des Quests."

Vincent Craven: "Das habe ich nicht gesagt! Aber immerhin ist besagter Schatten gerade der Regie ins Auge gesprungen."


------------------ PCWA ------------------

Feine wie elegante Bewegungen … ins Leere. Konzentriert und kraftvoll. Selbst, wenn sie momentan nur Luft und immaterielle Gegner durch die Gegend schieben – sie zeugen davon, dass die wahre Energie von jemandem selbst viel tiefer steckt, als es Muskeln und deren Wirkungen letztendlich verdeutlichen. Impact versus innere Mitte – denn alles menschliche Können war stets eine Summe von Geduld und Zeit. Nur innerlich schmunzelte er … und spekulierte darüber, ob ein feiner französischer Literat wohl jemals etwas von Tai-Chi gehört haben mag.

So steht er noch immer da, die dunkle Gestalt fest auf seinen zwei Füßen ruhend, in der Mitte des mit Matten ausgekleideten Dojo-Raumes. Gleich einem standhaften Zinnsoldaten, welchen man auf dem Höhepunkt der Hitze des Gefechts eingefroren zu haben schien. Nur das minimale Zittern seitens der angespannten Körpermuskeln verdeutlicht, dass die Gestalt unter den Lebenden weilt. Eine Gestalt augenscheinlich mit Haar statt Gesicht. Aber auch nur für die, die ihn nicht kennen.
Shadow löst sich aus der zur Seite gerichteten asiatischen Kampfsportstellung und bewegt, ohne seinen Stand zu lösen, Oberkörper und Arme in einem fast malerisch-kunstvollen Konglomerat aus kreiselnden Hand- und Armbewegungen Richtung gegenüberliegender Wand. Bedächtig, zäh … als hielte eine unbekannte Kraft gegen und entziehe dem Angriff nahezu sämtliche Dynamik. Aber genau das war die Kunst dabei: fokussiert zu bleiben! Seine eigene Mitte auf ein beruhigendes Level fahren, um der Blindwütigkeit zu entgehen, die Emotionen und Adrenalin normalerweise als störende Gegenkraft verursachten. Und ganz ehrlich: so richtig war das Feuer noch nicht erloschen, welches nach letzter Show in ihm kochte.

Handreichungen, Bündnisse, Schwüre … er war der geistige Vater der Allianz, welche gerade neu geschmiedet worden war. Und doch – nur über die Zusammenkunft zu reden reichte halt nicht. Es galt das Gespräch ALS Union. Nur klang davon noch nicht wirklich etwas zu ihm durch außer entfernt über die Telekommunikations-Medien. Und auch ihre Angehörigen schwangen scheinbar jenseits eines Gruppenbewusstseins der eigenen Egozentrik nach. Der große fleischgewordene Hoffnungsschimmer zierte sich wie eine Zicke am Melkeimer, während die Doppelspitze ihn offenbar, was die Bedeutung anging, auf Warteschleife schickte.
Seine Chancen im Tag Team Turnier schätzte er trotz seines Partner-Jokers als mittelmäßig ein. Seine Crown-Regentschaft mochte neuen Superlativen entgegenstreben – und doch kratzte der Makel der Belanglosigkeit an ihm. Und als wäre dies alles noch nicht genug, servierte ihm die Liga mit dem Lara Lee – Achtelfinalersatz den sprichwörtlichen Tritt zwischen die großen Zehen. War das die Form des modernen Prangers in der internen Hackordnung? Auch jetzt fragte er sich, ob Jona Vark ihn nach all den Monaten noch immer Spießruten laufen ließ, denn anders konnte er es sich nicht erklären, warum ausgerechnet er ein wimpernklimperndes Business-Püppchen vorgesetzt bekam…

Er war wieder der Zinnsoldat, eingefroren mitten in der Bewegung zur nächsten Position. SIE … war ebenfalls hier! Und … sie klimpert mit den Wimpern, während sie ihn kühl lächelnd anschaut.
Dann wurde die sinngemäße Pausentaste beim unergründlichen Dunkel wieder gelöst und zu seinen neuerlich anmutend erscheinenden Bewegungen kommt DeWynters auf den Schatten zu.

Schon beim ersten Blick kann Shadow feststellen, dass DeWynters - zumindest körperlich - nicht unvorbereitet in den Kampf gehen wird. Denn Juliettes Körper wirkt drahtiger, die Schultern etwas breiter, die Arme nicht spindeldürr und die Oberschenkel etwas massiger. Man braucht nicht lange zu erraten, wer sie trainiert. Doch - glücklicherweise für ihn - hat sie nichts von ihrer Anmut, ihrer Katzenhaftigkeit und vor allem dem sehr weiblichen Aussehen verloren. Dazu tragen auch ein schwarzes Leotard und die hautenge Stoffhose in gleicher Farbe bei. Auf größere Absätze ihrer Stiefel hat sie heute verzichtet.

Juliette kommt nicht umhin, die fließenden und sauberen Bewegungen des Schattens zu bewundern, aber dazu äußert sie sich nicht. Bislang hat sie jede Person innerhalb und außerhalb der PCWA als eine neutrale Sache betrachtet, bar jeder Emotionalität. Gut, Lara und Mad Dog muss sie ausklammern. Heute muss sie aber auch Shadow mit in die Klammern setzen, als sie in diesem Moment realisiert, dass er - der Mann vor ihr - der heutige Gegner sein wird. Nicht nur irgendein Gegner, den man mit politischen Manövern oder juristischen Paragraphenspielen ausmanövrieren muss. Sondern ein Gegner, der in den gleichen Ring wie sie und auf gleiche, sehr persönliche Ebene steigen wird. Er wird sie anfassen, schlagen, werfen, schubsen und angreifen. Und sie muss darauf reagieren und versuchen, Initiative mit direkter Gewalt zu ergreifen. Etwas, was sie noch nie gemacht hat.

In diesem Moment kommt Zweifel an der Wahl ihres Pfades auf, doch die wischt sie im Geiste sofort beiseite.

DeWynters: "Hallo."

Nur ein kurzangebundener und leiser Gruß. Ein Wort, viele Interpretationen…
… und auf keine einzige wird scheinbar eingegangen. Das Gesagte scheinbar überhörend setzt der Schatten die Bewegungen fort, führte die Arme in mannigfaltiger Haltung wieder auf die andere Seite. DeWynters steht noch eine Weile da, beobachtet das stumme Schauspiel mit einer Mischung aus Interesse und gezügeltem Spott.
Schließlich scheint der Cryption Crown fertig, stellt sich nahezu kerzengerade in Körperspannung und legt beide Hände wie zum Gebet aneinander. Der haarverhangene Kopf senkt sich ein wenig ab – um nur Augenblicke später, als die Spannung des Körpers nachlässt, sich Juliette zuzuwenden und unmerklich zu nicken.

Shadow: „Miss DeWynters!“

Mit diesen Worten schreitet er an ihr vorbei auf sein Handtuch zu, welches er an einem der Wandhaken neben der Tür angehängt hat.
Ohne ein Wimperzucken blickt DeWynters starr geradeheraus.

DeWynters: "Keine Weisheiten heute? Lara hat mir ein wenig über Dich erzählt. Sie meint, dass Du Dich zu schwülstigen Reden über Leben und Tod hinreißen lässt. Sicherlich hat sie mit ihrer Aussage übertrieben, aber den Kern der Wahrheit hat sie doch anklingen lassen."

Statt nach dem Handtuch zu greifen, stützt er sich kurz an der Wand ab.

Shadow: „Nur Vertrauen führt zu Vertrautheit - haben beide doch ein und dieselbe Wurzel … Anreden meistens nicht. Als wir das letzte Mal aneinandergerieten, sollte ich Sie mit meinen schwülstigen Ergüssen verschonen - und zack … sind wir beim Du angelangt? Ein etwas wankelmütiger Erweiterungsversuch des eigenen Dunstkreises. Und ich weiß nicht, ob mir das gefällt …"

Er greift zu dem Schweißtuch, wiegt es in Händen.

Shadow: „… andererseits: wenn diese Transformation von der Eiskönigin zur zähnefletschenden Walküre auch nur ansatzweise weniger Schachzug denn Eigeninitiative darstellt - dann soll‘s mir recht sein. Selbst, wenn ich nicht glaube, dass wir irgendwann am Urinal stehend Klassiker des Herrenwitzes austauschen werden.“

Prompt rollte sie die Augen und blickt ihn zwei Sekunden nachdenklich an.

DeWynters: "Höre ich da etwa ein Problem heraus? Mehr als eine PCWA-Wrestlerin will der Schattenmann wohl nicht ertragen?"

Die Antwort … folgt wenig später. Doch auch das vom Schatten gehaltene Frottee, welches dieser gedankenverloren bis zum Stoff-Knarzen verdreht, spricht sinnbildliche Bände.

Shadow: „Es weiß niemand besser, wo ihn der Schuh drückt, als der, welcher ihn trägt. Zermartern S… zermartere Dir also nicht Dein anmutiges Geschäfts-Köpfchen mit der inneren Unruhe anderer Personen. Schon gar nicht der Deines baldigen ersten Matchgegners. Lass uns beide diesen Kampf daher regelkonform, nüchtern und schnörkellos über die Bühne bringen - umso weniger werden uns hinterher dann Sorgenfalten plagen.“

Die wohlgepflegten Augenbrauen wandern eine Winzigkeit höher, bevor sie wieder das betont neutrale Gesicht aufsetzt.

DeWynters: "Schnörkellos... das hast Du eben in die Praxis umgesetzt. Erstaunlich klar und deutlich ist Deine Message und das verstärkt meinen Verdacht vom Anfang umso mehr, dass Du vielleicht ein Charakterproblem mit dem anderen Geschlecht hast - vor allem, wenn sie Fäuste statt Make-up verwenden..."

Betont vorsichtig tupft das Handtuch des Soul Survivor unter die langen Haare - vermutlich, um das bleiche Antlitz so wenig wie möglich mit Schweiß zu verschmieren.
Auch von der ungefähren Kopfhaltung scheint sich Juliette bestätigt zu fühlen, dass er sie anblickt … und doch sagt der Schatten nicht ein Wort.
DeWynters grinst: keine Antwort ist manchmal auch eine Antwort.

Obwohl Juliette oder Madeleine Wert auf eine neutrale Stimme legt, so ist ein leicht ironischer Unterton nicht zu überhören.

DeWynters: "Wer hätte denn das gedacht?! Der große Schattenmann hat Furcht davor, einer Frau im Schatten Gewalt anzutun. Vor allem, wenn ich den Aspekt hinzunehme, dass es Dir letztes Jahr regelrecht gleichgültig war, dass die erste Turnierteilnehmerin meine Geliebte war."

Im Moment kommen ihr abstruse Gerüchte über Lara Lee in die Gedanken und ein bleistiftdünnes Grinsen kann sie sich doch nicht verkneifen.

DeWynters: "Zumal ich dir versichern kann, dass meine liebste Kanadierin durch und durch Frau ist, auch wenn die 'einschlägigen' Foren etwas Anderes behaupten wollen, allen Zweiflern zum Trotz. Oder möchtest Du auch meine Seh- und Fühlfähigkeiten im Geschlechtsverkehr anfechten...?"

Sie verschränkt ruhig die Arme hinter dem Rücken und blickt geradewegs durch ihn hindurch.

DeWynters: "Wie dem auch sei - meine Person ist hier relevant: oder ist dem Mann ohne Gesicht bange, eins davon öffentlich zu verlieren?"

Eine berechtigte Frage - sowie eine Gepfefferte.
Juliette legt erwartungsfroh den Kopf schräg, lauert auf eine Antwort des Schattens.

Dieser packt zunächst sein Handtuch auf die Schulter.

Shadow: „Es gibt Leute, die meinen, für sie wäre die Anständigkeit nur eine Vortitel-Sequenz des Lebens. Wiederum andere bauen ihre Daseinsberechtigung darauf auf … und für mich – sagen wir es mal so – kommt Anstand gewissermaßen der Firewall meines persönlichen Credos gleich.“

Zum Beleg dessen dreht er sich ihr entgegen, breitet die Arme aus, bevor er mit der rechten Hand auf sein Outfit deutet.

Shadow: „Heißt es nicht auch, dass schwarzer Dresscode für Konservatives steht? Schon mal darüber nachgedacht?“

Natürlich hat sie darüber nachgedacht, nicht ohne Grund wählt sie schwarze Outfits. Aber nicht wegen Konservativem. Sondern weil es modisch ist und... vor allem sich damit leichter in Schatten oder Dunkelheiten verschwinden lässt.

DeWynters: "Stell' Dir mal vor, ich trüge ein buntes Kleid. Würde es Dich nicht noch mehr provozieren, weil Buntheit als typisch weiblich wahrgenommen wird? Nein. Schwarz ist universell, zeitlos und... praktisch."

Das gedämpfte Glucksen des unergründlichen Dunkels dringt zu ihr herüber. Es war mal wieder nicht zu fassen: wenn man wollte, konnte man alles missinterpretieren.
Der Schatten legt sich das Tuch schließlich einem Schal gleich um den Nacken, greift beide Enden und lässt die Arme lässig hängen.

Shadow: „Daher weht der Wind: jetzt bin ich nicht nur feige, sondern auch sinngemäß ein latenter Salon-Chauwinist - und das nur, weil ich eine direkte wie höfliche Meinung vertrete? Lass dir gesagt sein: ich bin keiner, der die meist anmutige Seite der Menschheit zu niederen Demutsdiensten, Hausbackenheit und Erbfolge-Sicherung verdammt. Ich verzerre keine Wrestling-Geschichte dadurch, dass ich in machohafter Inbrunst weiblichen Kollegen ihre Spuren in den Annalen abspreche. Ich gehe meinen Weg hart auf hart, wenn es drauf ankommt. Egal, ob er, sie, es …aber dem gegenüber steht auch der gesamtgesellschaftliche Anstand, der einem jeden von uns zumindest theoretisch innewohnen sollte. Und das ist das Problem an der Sache.“

Er lässt die rechte Hand los und offen, scheint sie zu betrachten.

Shadow: „Schon komisch … ich kann einen Fighter in einer Submission kompromisslos bis zum KO geklammert halten. Ich prügele andere, wenn es sein muss, mit Fäusten, Stühlen und sonstigem bis zum blutgetränkten Exzess. Ich zucke nicht mit der Wimper, am Rande der Bewusstlosigkeit stehende Gegner durch Tische oder sonstwie in die Tiefe zu werfen … und doch … soll ich gegen eine Frau die Hand erheben, ist das für mich immer eine Stufe drüber. Deine Zungen-Gespielin von Terminatrix mal ausge..“

Auf einmal steht Juliette direkt vor ihm! Kaum ein Windzug, nicht die Nuance einer möglichen Bewegung im Ansatz. Einfach nur die Grazilität und Kaltblütigkeit einer Gepardin - im Reaktions-Tempo eines Kolibri.
Sie steht so dicht vor ihm, dass ihr sein Malzbier-Atem in die Nase steigt.

DeWynters: "Überleg es DIR genau, was DU als nächstes sagen möchtest. Auch wenn ich glaube, dass DU DICH mit ihr messen willst, so möchtest DU sicherlich meine Zungen-Gespielin gerade nicht hinter DEINEM Rücken haben."

Das Duzen betont Juliette, um das Ganze ein wenig persönlicher zu gestalten.

Die Blickrichtung Shadows bleibt an ihr haften. Vermutlich musternd, einschätzend, was noch kommen kann ...
... und dann wendet er sich genauso unvermittelt wie wortlos ab.

DeWynters: "Sehr weise Entscheidung, Shadow, nichts zu sagen. Nicht viele Männer wählen diesen Weg."

Mit scheinbar stoischer Gelassenheit hängt er das Handtuch wieder an den Haken… doch DeWynters bleibt aufmerksam – so dass ihr nicht entgeht, wie seine Hand leicht zittert. Doch ein seelischer Treffer?

... ... ...

Mit einer ungeahnten Dynamik und Schnelligkeit wirbelt der Schatten herum, hebt wie zum Chokeslam gegriffen Juliette am Hals aus und drängt sie, ihren anderen Arm ebenfalls abwehrend, Richtung Mattenmitte. Die langen Haare in den Nacken geworfen stieren die Augen der röchelnden Neu-Wrestlerin in die Shadows, welche sie mit stechendem Grün sowie einem nie geahnten Feuer darin mustern. Gleichzeitig fällt ihr auf: der am Kiefer noch immer prangende Neonklecks ist wieder deutlich hervorgehoben. Und es ist eine grobskizzierte Füchsin zu sehen, welche auf die andere Wange gezeichnet wurde – und die in einem Fadenkreuz liegt.
DeWynters ist nicht dazu fähig, sich aus dem Griff des bedrohlich atmenden Schattens zu befreien ...zunächst. Schließlich gelingt es ihr aber, mit der verbliebenen freien Hand durch die Deckung Shadows zu gelangen und ihm mit dem Zeigefinger punktgenau an der Augenhöhle zu treffen. Der Schatten lässt umgehend los und schleudert sie von sich weg.

Noch immer ein wenig keuchend reibt sich Juliette über ihren Hals – und schaut angriffslustig zum Soul Survivor, der wieder sein Haar vors Gesicht geworfen hat und mit dem Finger auf sie deutet.

Shadow: „Damit das eine klar ist: mein konservatives Gebaren mag eine Ratio sein, hindert mich aber nicht daran über sie hinauszugehen. Ich war und bin ein zielstrebiger Cryption Crown, welcher annehmbare Zusatz-Herausforderungen in beiden anstehenden Turnieren gesehen hat. Aber die Rückkehr von Homeboy hat ein weiteres flammendes Kapitel in dieser Geschichte eröffnet. Eines, welches du und deine pansexuelle Gespielin wohl nicht verstehen würdet. Wenn es also bedeutet, mich durch sämtliche Kombattanten des Quests durchzufighten, um entweder ihn im Finale zu treffen oder mir den Shot zu holen, um ihn herauszufordern, dann gehe ich das Ganze mit dem Jagdfieber einer witternden Hundemeute an. Und nichts und niemand wird mich daran hindern – auch keine Wallstreet-Barbie, die glaubt, dass die großen Jungs, mit denen sie spielen will, sich für sie zum Spalier hinlegen.“

DeWynters ist ehrlich überrascht, dass Shadow sie angegriffen hat... und sie einen Moment lang die absolute Wehrlosigkeit gespürt hat. Schon von Weitem kommen wieder Zweifel in ihrem Kopf auf, aber sie fokussiert sich so stark auf ihn, dass sein verhangenes Gesicht ihr gesamtes Sichtfeld ausfüllt. Konzentration war schon immer die zuverlässigste Partnerin ihres Lebens.

DeWynters: "Dein persönlicher Feldzug wird noch zu deinem Verhängnis werden, Schattenmann. Auch Schatten werden irgendwann vom Licht ausgelöscht, wenn es einmal in die richtige Perspektive gerückt wird. Und was das "Hinlegen" betrifft... Mad Dog, Diego Sanchéz und Lara Lee haben unmissverständlich klar gemacht, was mich im Ring erwartet. Keine Gentlemen, die mir Blumen reichen oder flache Sprüche ziehen. Sondern schwitzende, muskelbepackte Männer, die nur daran interessiert sind, das Gegenüber zu zerstören. Alles andere würde mich enttäuschen. Sei also auf einen Kampf mit Widerstand gefasst - ob Mann oder Frau - wir sehen uns dann im Ring!"

Plötzlich tritt sie langsam, aber mit Anmut rückwärts in einen Teil des Raumes, wo Dunkelheit herrscht. Shadow kann sich nicht daran erinnern, dass diese Ecke schon zuvor schlecht ausgeleuchtet war. Zwei katzenhaft leuchtende Augen blicken ihm entgegen... und mit einem Wimpernklimpern sind diese, Juliette sowie jedes Anzeichen von ihr verschwunden.


Vincent Craven: "Wow... was für eine Intensität bei Shadow. Das habe ich noch nicht von ihm gesehen."

Mike Garland: "DeWynters macht es richtig! Sie schlägt den Schatten in seinem eigenen Spiel der Mindgames. Sie ist in seinem Kopf und das ist schon einmal die halbe Miete für später."

Vincent Craven: "Du hast aber schon gesehen, dass sie sich kaum wehren konnte, als Shadow sie gepackt hat? Ich glaube - nach wie vor - dass es für Miss DeWynters schwer werden wird in die nächste Runde einzuziehen. Ohne jetzt erneut eine Prozentangabe machen zu wollen wie bei Masao/MD."

Mike Garland: "Shadow oder Mad Dog wären nicht die ersten Favoriten, die aus dem Turnier rausfliegen. Wir haben bereits bei der letzten Show gesehen, wie Jimmy Maxxx Blackheart eliminierte. Und außerdem sind mit den beiden Partners in Crime und Marc Poe schon genug Weiße Riesen Megaperls im Viertelfinale."

Vincent Craven: "DeWynters könnte man ja auch zu dieser Gruppe hinzurechnen, wenn man bedenkt, dass sie den verrückten Hund managt. Denn auch das Match zwischen James Godd und Mad Dog hat sie fair geleitet."

Mike Garland: "Papperlapapp! DeWynters ist eine eiskalte Berechnerin und Strategin. Wenn sie sich nur auf ihre Wrestlingskills verlassen will, dann ist sie verloren. Sie braucht einen Hinterhalt... Auch das Turnier braucht einen Hinterhalt... Denn nach dem Ausscheiden von Sharpe, Banes, Wichtenhausen, Stem und Adams droht das Turnier echt langweilig zu werden!"

Vincent Craven: "Auch wenn ich nicht daran glaube, dass DeWynters es heute schafft, denke ich, dass du sie nicht zu den Anderen dazuzählen kannst. Sie ist mit ihrer Einstellung passender für ein Quest-Viertelfinale wäre als die anderen, denen ich keine Träne nachweine. Vor allem Sharpe nicht."

Mike Garland: "BLASPHEMIE!!!"

Vincent Craven: "Statt über ihn zu reden, sollten wir einfach gucken, wie er sein Ausscheiden weiter verdaut... und was er in Richtung Vendetta 150 plant." 


------------------ PCWA ------------------

"Das gefällt mir nicht."

Sagt Blackheart nun schon mit Sicherheit zum zehnten Mal, während er die Kabine mit langen Schritten durchmisst. Bei ihm sind die beiden Happy Guys Brandon Cornwallace und Gordon Banes. Beide tragen sie einen dunklen Hoodie, auf welchem ein blutiger High-Five abgebildet ist und dazu dunkelblaue Jeanshosen und schwarze Sneakers. Beide blicken sich gegenseitig an und scheinen nicht wirklich zu verstehen, was Sharpe gerade meint. Ratlos zuckt Cornwallace mit den Schultern.

Sharpe: "Nein... das gefällt mir ganz und gar nicht."

Auf der Gegenseite der Happys ist ein dunkler und hoher Schatten zu sehen, der sich nun langsam ins Licht drängt. Schwarzes Bandana, dunkle Designer Sonnenbrille und eine schwarze Lederjacke, sowie eine dazu passende Lederhose. Ganz klar, wir haben es hier mit niemand geringerem als der selbsternannten Legende Kevin Smash zu tun. Der XAW Boss trägt wie so oft ein falsches Grinsen zur Schau, ehe er den Mund öffnet und das Wort an Sharpe richtet.

Kevin Smash: "Sorry, aber so langsam geht mir das auf den Sack, Kumpel. WAS GENAU gefällt dir jetzt eigentlich nicht? Dass ich eher ein Match um den Gerasy bekommen habe als du?"

Der Smasher hebt die Augenbrauen, während die Happys Blackheart fragend ansehen und scheinbar ebenfalls eine Antwort auf genau diese Frage haben wollen. Abrupt stoppt der Träger der Cotatores Trophy seinen Marathonlauf und fixiert die lebende Legende.

Sharpe: "Dein Ernst?"

Dann ruckt sein Blick zu den Dudes.

Sharpe: "Ihr habt auch keine Ahnung, wovon ich rede?"

Cornwallace hat eine Ahnung. Vermutlich gefällt es Sharpy nicht, dass er heute gegen Breads antreten muss, weil er befürchtet, dass sein Tag Team Partner damit aus dem Quest fliegt. Zögernd blickt er zu Banes, doch der ist gerade damit beschäftigt den Smasher misstrauisch zu beäugen. Er vertraut dem Mann nach wie vor nicht vollständig. Es gab viel zu viele Zufälle, die der Legende genau in den Kram gepasst hatten. Und so wendet Bray-Bray seinen Blick wieder in Richtung Sharpe. Kurz zuckt er mit den Schultern.

Brandon Cornwallace: "Also wenn das wegen Breads ist ..."

Er stoppt, als er die Reaktion von Kevin Sharpe sieht. Blackheart verdreht die Augen und stemmt die Arme in die Hüften.

Sharpe: "Gut, dann will ich das mal klar stellen. Es gefällt mir nicht, dass unsere Felle davon schwimmen. Ich meine... Kevin... "

Er blickt beinahe flehend zum Smasher. Der erwidert das Ganze selbstverständlich abermals mit einem überheblichen Grinsen.

Sharpe: "Siehst selbst DU nicht, was hier passiert? James Godd, Mad Dog, die Partners in Crime, Shadow... und JETZT noch Marc Poe! Habt ihr mal durchgezählt? Das sind SECHS! Sechs Kämpfer, die gegen uns stehen. Und wir sind nur zu viert. Wir verlieren, Männer. Wir sind in die Ecke gedrängt."

Erneut nimmt er seinen Lauf durch die Kabine auf.

Sharpe: "Es vergeht kein Tag, an dem Mad Dog nicht versucht, mich wieder gegen ihn in den Ring zu bekommen. Und ihr zwei... die Partners in Crime haben euch im Fadenkreuz. Der Smasher hat zwar heute ein Match um den Gerasy, aber ich bin mir zu hundert Prozent sicher, dass diese miesen White Knights etwas geplant haben. Wer könnte es auch verübeln... wir sind in der Unterzahl... "

Das Grinsen im Gesicht des XAW Boss wird breiter. Er weiß Dinge, die ein Kevin Sharpe nicht weiß. Schließlich nimmt er mit einer lässigen Bewegung die Sonnenbrille von seiner Nase und steckt sie in an den Kragen seines Deception T-Shirts, welches er unter der Jacke trägt.

Kevin Smash: "Und was ist mit Breads? Ich dachte, der steht auch auf deiner Seite?"

Fragend zuckt die selbsternannte Legende mit den Schultern. Der Angesprochene seufzt.

Sharpe: "Auf Robert können wir leider aktuell nicht zählen. Er kämpft zwar an meiner Seite, aber hat aktuell noch andere Probleme. Ich hoffe inständig, dass er damit klar kommt. Aber bis dahin... bleiben wir vier... "

Smash nickt mit dem Kopf, grinst jedoch auch weiterhin breit und offenbart quasi jeden einzelnen seiner weißen Zähne dabei.

Kevin Smash: "Mal noch, mein Freund. Heute Abend wird jedoch ein historischer Abend, denn nicht nur ich werde mir von James Godd den Undisputed Gerasy Title holen im ersten Match nach meinem Comeback, nein, ich werde heute auch noch den Grundstein dafür legen die XAW fest zu etablieren. Kwoga, Louise oder auch Von Wichtenhausen waren erst der Anfang. Wenn diese sogenannten weißen Ritter wirklich glauben, dass ich mich von ihnen herumschubsen lasse, dann haben sie sich gewaltig geschnitten! Heute Abend werden sie eine böse Überraschung erleben, von der sie sich so schnell nicht erholen werden."

Er lacht voller Bosheit auf. Was bei seinem Namensvetter ein Stirnrunzeln hervorruft.

Sharpe: "Ach ja? Verstehe mich nicht falsch, aber in meiner aktuell angespannten Situation wäre es sehr nett, wenn du mich über deine Pläne informieren würdest. Oder meinst du nicht?"

Doch der XAW Chef schüttelt nur grinsend den Kopf.

Kevin Smash: "Ich bitte dich, ich kann doch hier nicht all meine Pläne vor laufender Kamera preisgeben. Da wäre ich ja ganz schön dumm, Kevin. Du wirst mir, was das angeht, einfach vertrauen müssen!"

Noch ehe Kevin Sharpe etwas darauf erwidern kann, ist es Gordon Banes, der das Wort ergreift.

Gordon Banes: "Du und Vertrauen ... das ist so eine Sache!"

Voller gespielter Überraschung weiten sich die Augen der Legende. Mit dem Finger deutet er fragend auf sich selbst.

Kevin Smash: "Ich verstehe gar nicht, wie du das meinst, mein Junge. Habe ich in den vergangenen Wochen nicht deutlich gezeigt, dass ich mich geändert habe und meinen Groll gegen euch hinter mich gelassen habe? Das ist Vergangenheit und wie mein ehrenwerter Namensvetter bereits sagte, müssen wir nun gegen die Bedrohung durch diese White Knights als Einheit zusammenstehen."

Er nickt mit dem übergroßen Legendenschädel.

Kevin Smash: "Also auf mich ist Verlass."

Einmal mehr zeigt der Smasher sein breitestes Grinsen. Banes scheint nicht ganz überzeugt von den Worten zu sein, lässt diese jedoch unkommentiert im Raum stehen. Blackheart legt Banes eine Hand auf die Schulter.

Sharpe: "Hab Vertrauen, Gordon. Wenn du schon dem Smasher nicht gänzlich vertraust, dann vertraue mir."

Bray-Bray nickt vehement.

Brandon Cornwallace: „Da muss man ihm aber Recht geben, Dude. Auf Sharpy-Dude war immer Verlass. Wenn wir einem vertrauen können, dann definitiv ihm!“

Er blickt zu seinem Partner. Der lässt sich die Worte kurz durch den Kopf gehen und nickt schließlich mit grimmiger Miene. Auch Blackheart nickt. Dann wendet er sich nochmals an die selbsternannte Legende.

Sharpe: "Ich hoffe, du weißt, was du tust. Dein Plan, wie auch immer er ist, sollte besser funktionieren. Alles andere hält mein Nervenkostüm nicht aus. Und vergiss nicht unser Meeting in Los Angeles in drei Wochen."

Dann wendet er sich ab und verlässt den Locker.

Die beiden Happys blicken noch einmal zu Smash, dann folgen sie Kevin Sharpe und lassen die selbsternannte Legende alleine zurück. Die blickt den Beteiligten noch kurz nach, ehe sie ein weiteres breites Grinsen aufsetzt.

Kevin Smash: „Oh … don’t worry Kevin Sharpe … meine Pläne gehen am Ende immer auf!“

Er lacht laut und dreckig auf, womit die Szene ihr Ende findet.


Vincent Craven: "Damn! Ich wusste es! Kevin Smash plant wieder irgendetwas und das hört sich ganz und gar nicht gut an für unseren heutigen Main Event!"

Mike Garland: "Ich bitte dich!? Das ist doch Musik in den Ohren aller PCWA Fans. Endlich nochmal etwas los und nicht so ein weichgespülter ME wie beim Impact... Und weißt du, was das Beste ist, Vince? Mad Dog, Shadow und Stone hatten heute schon Matches und sind damit geschwächt!"

Vincent Craven: "James Godd sagte aber, dass er vorbereitet ist. Natürlich weiß er, dass Smash etwas plant. Er kennt ihn schon ewig! Und das macht Hoffnung, liebe Fans der PCWA."

Mike Garland: "HA! Er weiß vielleicht, dass etwas kommt - aber er weiß nicht, was! Selbst wir können ja nur mutmaßen."

Vincent Craven: "Na ja... am ehesten hat er einen seiner XAW Spießgesellen irgendwo im Hintergrund versteckt, um heute das Zünglein an der Waage zu spielen. Man, man, man - da lobe ich mir echt einen wahren Fight zweier Sportsmänner, den wir zum Beispiel gleich im zweiten Match präsentiert bekommen. Wie der Zufall es will, haben wir auch einen der beiden gerade Backstage eingefangen."


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Januar 2011. Brawlin‘ Rumble VIII. Nach dem Event.

Einer der geschichtsträchtigsten Events der PCWA ging zu Ende. Wir haben nicht nur einen neuen Undisputed Gerasy Champion in Valkos Heritage, sondern auch endlich die Enthüllung des Schlächters gesehen. Robert Barker hat sich nach seinem Sieg beim Rumble zu erkennen gegeben. Als letztes hat er den Mann eliminiert, den er vorher noch zu einer Kooperation überredet hatte. Mad Dog. Und auf dem Weg dorthin hatte er an diesem Abend nicht nur die PCWA-Legende Diego ‚Desperado‘ Ortega, sondern auch den Gerasy Valkos Heritage persönlich geschlachtet.

Nach Events wie diesen waren alle Bars rund um das Phoenix Center voll. Wegen der vielen Gaststars war die Wahrscheinlichkeit einen Wrestler in diesen Bars und Clubs zu treffen noch größer, als nach einer gewöhnlichen Show. Das Wrestler Hotel glich an diesen Abend angeblich dem olympischen Dorf und es darf als Fehler der Marketingabteilung angesehen werden, dass es in der PCWA noch immer keinen offiziellen Kondom-Sponsor gibt.

Eine Location etwas abseits, die einen ruhigeren Stil pflegte, als einige der wilderen Bars nahe am oder sogar auf dem Gelände, war das cWc. Geführt von Yai, war die seit circa einem halben Jahr existierende Bar für PCWA-Fans noch immer ein kleiner Geheimtipp. Später würden die Massen auf sie aufmerksam, doch das würde noch eine Weile dauern.

An diesem Abend machten sich auch Masao Kai Ito und seine Freundin Michelle auf den Weg hierher. Michelle war es gewesen, die ihn zum ersten Mal mit hergenommen hatte. Als Hardcore-Fan wusste sie meist früher bescheid als die meisten, was das next big thing in der Szene war. Wenn man ihre Obsession mit Mad Dog und die Eigentümerin der Bar bedachte, war es aber möglich, dass sie Hintergedanken bei ihrem Besuch hatte. Masao hatte hier noch nie einen Star gesehen, aber das würde sich heute ändern.

Der Mann, der am Abend von Robert Barker hinters Licht geführt wurde und ihn dafür noch am gleichen Abend an einen Baum fesseln und morgen früh einen Deal mit ihm schließen sollte, saß alleine an einem Tisch. Mad Dog.

Die Flasche Whiskey vor ihm war mehr als zur Hälfte leer. Der Hund war besoffen. Für fast jeden anderen wäre ein Zweiter Platz im Rumble etwas, auf das man stolz sein konnte. Für ihn war es ein großer Haufen Hundescheiße. "Der ewige Zweite" war schon lange sein Fluch - aber jetzt, da er ihm auch in der PCWA entgegen geworfen wurde, war er ihn mehr als leid.

Masao sah ihn als erstes und machte Michelle auf ihn aufmerksam. Er meinte es als Zeichen sich von MD fernzuhalten, gerade wegen ihres versehentlichen Aufeinandertreffens früher am abend. Michelle tippelte hingegen vor Aufregung auf der Stelle. Wie ein nervöses Hündchen, das nicht erwarten kann, bis sein Herrschen ihn endlich in den Garten lässt. Sie streicht ihren Mad Dog-Pulli glatt und eine Haarsträhne aus ihrem Gesicht. Er guckt ihr dabei belustigt zu.

Masao: „Was machst du da?“

Im Lärm der Bar hört er nicht, wie hinter ihm ein Stuhl über den Holzboden knirscht.

Michelle: „Hi!“

Masao dreht sich um und starrt auf einmal einem voll maskierten Mad Dog ins Gesicht. Es stimmte, was man sich über ihn sagte. Obwohl die Maske den Großteil seines Gesichts bedeckte, konnte man seine Stimmung immer deuten. Mad Dog war nicht nur betrunken, sondern sauer. Und er hatte ein Ziel gefunden, an dem er es rauslassen konnte.

-----Live----

Masao hat nach seinem Run-In mit James Godd einen Schlenker zum Getränkeautomaten gemacht, um sich ein Wasser zu holen und geht nun zurück zu seiner Kabine. Wenn er schon nicht trainieren kann, so kann er doch zumindest dafür sorgen, dass er ausreichend hydriert in das Match geht, das der Wendepunkt in seiner PCWA-Karriere sein könnte. Die nächsten Minuten würde er damit verbringen sich mental auf Mad Dog vorzubereiten.

Dachte er zumindest. Denn eben jener Mad Dog kommt ihm genau in diesem Moment entgegen. Hatte er versucht ihn in seinem Lockerroom zu besuchen? Ihn vor ihrem Match zu attackieren? Typisch. In Masaos Kopf kommt es zu einem Kurzschluss und anstatt die PCWA-Legende zu meiden, hält er direkt auf ihn zu.

Anstatt auszuweichen, rempelt er ihn absichtlich an. Scheiß auf Schutzmaßnahmen. Gleich stehen sie eh im Ring.

Mad Dog: „Was ist dein Problem?“

Masao hat ihn jetzt die zweite Show in Folge so offen feindselig behandelt, als hätten sie ein konkretes Problem miteinander, von dem ihm niemand etwas gesagt hat.

Masao: „Mein Problem ist, dass du kurz vor unserem Match um meinen Lockerroom herumschleichst.“

Mad Dog: „Du hast mich entdeckt, huh?! So leise kann ich also nicht gewesen sein...“

Masao: „Sieht aus, als wolltest du dir vor deinem Match noch eben einen unfairen Vorteil sichern.“

Der Hund rollt vielsagend mit den Augen und Masao blieb an den durchdringenden Pupillen kleben, die ihn schon damals durch die Löcher seiner dunklen Maske hindurch ansprangen. 

Mad Dog: „Unfairer Vorteil? Wer bist du? Oder glaubst du zu sein?"

Und da sieht ihn auch MD wieder - ihn, den Neuling, damals. Mitsamt seiner Freundin.

Mad Dog: "Miche... Ich! Ich... Ich brauche keine unfairen Vorteil, um gegen dich zu gewinnen! Die Chance auf einen weiteren Titelshot werde ich mir nicht nehmen lassen. Vor allem nicht von jemandem, der hier noch kein Match gewonnen hat.“

Masao will weitergehen.

Mad Dog: „Woher kommt dieser Hass auf mich, huh?!“

Masao dreht sich wieder um.

Masao: „Der ist die Ernte deines Verhaltens.“

Und wieder rollen die Augen. Masaos Mundwinkel zuckt aggressiv.

Mad Dog: „Mein Verhalten macht dich wütend?! Dabei dachte ich, wir sind uns sehr ähnlich... und du müsstest dich nicht hinter irgendeinem Unsinn verstecken.“

Masao: „Ich verstecke mich nicht. Vor jemandem wie dir schon gar nicht. Ich habe mich damals nicht versteckt und werde das auch heute nicht tun.“

Der Night Fighter nickt plötzlich.

Mad Dog: „Also doch! Diese alte Geschichte, huh?! Seit du dich in unserer Onlinepressekonferenz so dämlich benommen hast, habe ich mir mein Hirn zermartert, woher ich dich kenne. Kurz nach dem Impact hatte ich schon ein Deja vu, als ich deine kurze Promo gesehen habe, wenn man das so nennen kann. Mein Match mit Godd hat mich in Erinnerungen schwelgen lassen. An James‘ und unsere gemeinsame Geschichte... Da gab es ein paar Momente, die mehr herausstechen als andere, doch ich wurde das Gefühl nicht los, dass du da irgendwie auch einen Platz ausgefüllt hast. Und siehe da, ich bin fündig geworden. Brawlin' Rumble VIII, right?“

Masao: „Es ist ein Wunder, dass du dich daran überhaupt erinnern kannst. Du hast dir weiß Gott genug Stoff in den Körper gepumpt, um es zu vergessen. Oder hast du eine neue Ration AstroHappy genommen, um dich besser erinnern zu können?“

Mad Dog: „Ernsthaft?“

Der Hund winkt ab. Was erdreistet sich dieser kleine, nachtragende Wrestling-Neurotiker?! 

Masao: „James scheint auch zu glauben, dass du dich geändert hast. Er sieht etwas in dir. Mehr als du wert bist. Es sagt viel darüber aus, was für ein Mensch James Godd ist. Ich kann nicht begreifen, warum ein Mensch wie er, sich für Abschaum wie dich verbürgt.“

Die Töle fletscht ihre Zähne.

Mad Dog: „Geht es denn in dein Hirn, dass ich mich für ihn verbürge?! Und verbürgt habe, huh?! Schau dir den letzten Rumble an, statt einen von vor neun Jahren! James sieht etwas in mir, weil wir Freunde sind. Weil wir zusammen viel durchgemacht haben. Weil wir echte Partner sind. Blutsbrüder.“

Er deutet auf seine Arme und jene Narben, die auch auf James' Haut zu sehen sind.

Masao: „Bullshit!“

Mad Dog: „Was weißt du schon von Partnern? Wie ist das Match deines Partners ausgegangen? Huh? Hast du dich über Jesses Sieg gefreut oder geärgert?“

Masao war so auf sich und sein Match konzentriert gewesen, dass er Jesse überhaupt keine Beachtung geschenkt hatte. Aber ein Sieg von Jesse war gut, nicht wahr? Oder nicht?

Masao: „Jesse hat gewonnen?“

Der Nightfighter schüttelt den Kopf.

Mad Dog: „So viel zu deinem Verständnis von einem Teamplayer. Teamplayer freuen sich über Siege ihrer Partner. Aber keine Sorge, er hat nicht gewonnen. Du musst bei eurem nächsten Treffen nicht so tun, als würdest du dich für ihn freuen.“

Masao schnauft.

Masao: „Witzig. Du bist so ein Arschloch, Mad Dog. James verteidigt dich nur, weil du noch besser lügen als wrestlen kannst.“

Mad Dog hat das Verhalten dieses Neulings satt.

Mad Dog: „Was stimmt mit dir nicht? Du tust, als hätten wir eine ewige Feindschaft, dabei habe ich was..? Dich vor neun Jahren davon abgehalten dir von einer dummen Göre einen Blasen zu lassen?“

Masao hat ihm so schnell einen intensiven Leberhaken verpasst, dass Mad Dog gar keine Zeit hat nach Luft zu schnappen, bevor Masao ihm auch noch einen Uppercut verpasst.

Masao: „Jaaa, da ist es wieder. Dein wahres Gesicht. Die hässliche Fratze, die ich vor Jahren zum ersten Mal gesehen habe. Das ist Mad Dog, wie er leibt und lebt!“

Masao holt erneut aus, doch Mad Dog hat während des kurzen Monologs genug Luft geschnappt, um sich wehren zu können. Ansatzlos tritt er Masao in den Unterleib und raubt diesem ebenso die Luft. Masao beugt sich nach vorn und hält sich schützend die Weichteile. MD nutzt das aus und schleudert ihn vorwärts, direkt gegen eine Mülltonne, die krachend aufbricht und ihren wenigen Inhalt im Flur und auf Masao verteilt.

Mad Dog: „Das kann nicht dein ernst sein. Wie kann man sich an so einer Scheiße so hochziehen? Ihr habt euch irgendwo reingeschlichen und seid dann abgehauen. Es ist nicht mal etwas passiert. Wenn du so sensibel bist, wirst du es in der PCWA nie zu etwas bringen.“

Masao seufzt. Er könnte aufstehen, macht es aber nicht. Er bleibt am Boden; genau dort, wo seine Laune gerade ist.

Masao: „Dann erinnerst du dich also doch nicht? Okay, du willst wissen, warum ich dich nicht leiden kann? Als wenn deine Taten in der PCWA nicht Grund genug wären…“

Der Deutschjapaner wischt sich etwas Müll von seinem Hemd.

Masao: „Du erinnerst dich daran, wie du Michelle und mich erwischt hast. Großartig. Das war nicht halb so peinlich, wie es lustig für uns war. Aber das war nicht unser einziges Treffen, nicht wahr?“

Er könnte jetzt aufstehen und wieder in Kampfposition gehen, aber was bringt das? Stattdessen robbt er sich nur weit genug an der Wand hoch, um dagegen lehnend sitzen zu können und hofft, dass die Schmerzen im Unterleib sich endlich legen mögen.

Masao: „Später am Abend, nach der Show, nach deiner Niederlage, warst du in dieser Scheiß cWc-Bar, in die manche PCWA-Wrestler damals gerne gegangen sind, um sich geil zu fühlen. Oder um Fan Girls aufzugabeln.“

Masao hatte sich immer anstrengen müssen nicht darüber nachzudenken, ob Michelle hier ihre Mad Dog Leidenschaft gefunden hatte. Bevor sie sich kannten. Sie hatte nie etwas in der Richtung erwähnt und er hatte sie nie gefragt, aber es hatte immer in seinem Hinterkopf gespukt.

Masao: „Was du an diesem Abend dort wolltest, weiß ich nicht, aber es involvierte eine Menge Alkohol. Und als du mich gesehen hast, bist du auf mich zugekommen und hast mich vor meiner Freundin niedergemacht, als wäre ich ein ungezogenes Kleinkind. Du hast mich damit beleidigt, wie schwach ich wäre, dass ich es nicht drauf hätte und dass ich nicht gut genug für die PCWA wäre. Kerry & Gaelic hatten dir von mir berichtet, als ich in Kontakt mit der PCWA stand, so wie sie ihre Leute über alles informiert haben, was in der PCWA abgeht, oder abgehen könnte.“

Der Japandeutsche schaut von unten zu dem über ihm türmenden Mad Dog hinauf. Da ist nicht mehr nur Ärger in dessen Blick.

Masao: „Ich habe versucht dich zu beruhigen, Mad Dog. Ich mag prinzipiell keinen Streit und Michelle hatte schon immer einen Narren an dir gefressen. Aus welchen Gründen auch immer. Deshalb kann ich dir wohl kaum vor ihr deine selbstgerechte Fresse polieren. Dabei waren deine Beleidigungen so unverdient. Ich bin es doch gewesen, der der PCWA abgesagt hat. Nach dem ersten Opfer des Schlächters habe ich abgelehnt hier anzutreten, anstatt es mir mit anzugucken, bis das halbe Roster gequält wird. Das habe ich dir gesagt. So ruhig ich konnte.“

Die Töle starrt auf den Neuling, doch es sind nicht die Worte im cwc, an die er sich erinnert. Es sind diejenigen, die er Barker entgegen schleuderte... an jenem Morgen.

Mad Dog: „…ich bin auf jemanden reingefallen, der das Gleiche tut wie ich. Du hast Alle verunsichert mit deiner Schlächter-Geschichte, du hast Alle hinters Licht geführt… Für deinen Erfolg, Robert – ist es nicht so? Für deinen Erfolg! Du hast es besser gemacht, als ich – du hast die Perversion, die Brutalität bis zum Ende durchgezogen, ohne nachzugeben. Ohne an die Falschheit deiner Tat zu denken, so wie ich es immer und immer wieder getan habe. Aber du nicht, Robert! Nein, du hast es vollendet. Du bist stärker…“

Masao: „Aber das gefiel dir nicht. Überhaupt nicht. Ich kann deinen stinkigen Atem noch immer riechen, wenn ich daran denke. Ich wäre zu weich und zu schwach. Die PCWA ist das Alpha und Omega des Wrestling, hast du behauptet, und wer sie regieren will, muss bereit sein alles zu geben. Bis zum Ende. Und wenn man das nicht will, dann ist man nicht gut genug für die PCWA. Dann soll man lieber den Schwanz einziehen und zurück in die Indys gehen.“

Masao schaut ihn gar nicht an. Braucht er nicht. In seinen Gedanken sieht er Mad Dog im Januar 2011 genauso deutlich vor sich, wie er heute hier im Flur steht. Er sieht ihn so, wie er ihn seit Jahren gesehen hat.

Masao: „Ich weiß nicht, ob das der Abend war, an dem die Töle geboren wurde oder ob es der Grundstein für S1margl oder sonst etwas war. Aber ich weiß, dass es der Abend war, an dem ich Mad Dog nicht nur gesehen sondern durchschaut habe. Den wahren Mad Dog. Es war der Abend, an dem ich meinen Respekt für dich und meine Hoffnung, dass du dich bessern kannst, ein für allemal verloren habe.“

Es ist als taucht Masao aus der Vergangenheit wieder auf. Er sucht und findet Mad Dogs versteinerten Blick.

Masao: „Ich kann mit Beleidigungen leben. Die werden schließlich nicht geringer, nur weil man weniger verdient oder in den ach so verpönten Indys auftritt. Was ich nicht akzeptieren kann, ist wenn ein sogenannter PCWA Superstar einen damaligen Indy Wrestler behandelt wie ein dummes Kind. Ein paar Monate vorher habe ich wegen der PCWA-Vertragsgeschichte beinahe meine Karriere beendet. Ich war noch immer nicht hundert prozentig sicher, wie es weitergehen würde. Wie ich für mich und meine Freundin sorgen würde. Und dann kommt da dieses Arschloch, den sie aus irgendwelchen mir unerfindlichen Gründen vergöttert, und macht mich vor ihren Augen zur Sau. Wie respektlos, wie erniedrigend! Ich hätte dir am liebsten den Schädel eingeschlagen. Aber es ist die Last des Selbstrespekts, wenn man sich in solchen Situationen zügeln muss. Ich will nicht sein, wie du. Ich will besser sein. Also habe ich dir keine zerschlagene Glasflasche in die Brust gerammt, sondern bin gegangen. Nüchtern und mit meinem verbliebenen Stolz. Und mit einer neuen Hassfigur. Als du dich später als Töle und dann als S1margl gezeigt hast, habe ich dich noch mehr verachtet als zuvor, aber ein Teil von mir hat sich gefreut. Denn das Tier, das in die Welt zurück kehrte, war der Mann, den ich im cWc kennen gelernt habe und der, wie ich später erfuhr, schon zu seiner eigenen Indy-Zeit so war. Endlich sah dich aber auch der Mainstream ohne Maske.“

Masao steht nun doch endlich auf, während MD schluckt. So als stecke ein Kloß in seinem Hals.
Dann räuspert er sich.

Mad Dog: "Du kannst ja reden!"

Er zieht erst fast anerkennend die Augenbrauen hoch, dann aber winkt er ab und verengt die Augen zu Schlitzen.

Mad Dog: "...aber besser hättest du es gelassen, Masao. Wer die Töle als grässlich hässliche Fratze meiner selbst bezeichnet, hat gar nichts von mir verstanden. Und wer meint, mein wahres Ich zu kennen, noch weniger. Yeah, ich war vielleicht scheiße zu dir. Ich war scheiße zu anderen Wrestlern, zu meinen Freunden und zur PCWA. Gott, ich war selbst scheiße zu meiner Frau und zu meinen Kindern! Wer zur Hölle bist du da im Vergleich? Ich hab' keine Beziehung mit dir oder zu dir. Du warst damals lediglich zur falschen Zeit am falschen Ort - so wie heute Abend auch. Und by the way... Nur darum geht es! Ums Hier und Heute! Um den Quest. Und dass du gegen mich in der ersten Runde antreten musst, ist der einzige Grund, weswegen du mich heute nicht leiden solltest."

Der PCWA Neulingt schnaubt verächtlich.

Masao: „Pah! Gegen dich in der ersten Runde anzutreten ist ein als Bestrafung getarntes Geschenk, denn ich werde dich eliminieren. Und es wird sich gut anfühlen. Eben weil ich dich nicht Leiden kann. Eben weil du es nach all deinen Taten irgendwie - irgendwie - geschafft hast, alle zu täuschen. Die Fans, die Wrestler und vor allem deine Freunde. Du hast wieder dieses Scheinbild des guten Mad Dogs, einer Hälfte der Mad Godds, dem ehrenwerten Altstar der PCWA erschaffen. Die wandelnde Legende, die den Respekt der Massen verdient, einfach, weil sie immer da ist. Das alles ist nichts anderes als eine weitere Maske. Wie das Ding in deinem Gesicht oder der Anzug der Töle. Es ist ein Schauspiel, auf das ich mich weigere hereinzufallen. Ich habe den wahren Mad Dog gesehen. Und deshalb kann ich dich nicht leiden. Deshalb werde ich dich heute besiegen. Weil ich dir beweisen werde, dass ich gut genug bin. Dass ich nicht zu schwach, sondern zu stark für die PCWA war!“

Und mit diesen Worten lässt der Neuling den Altstar stehen, während die Regie wieder zurück zu den Kommentaroren schaltet.


Vincent Craven: "Uff."

Mike Garland: "Hey! Dieser MASAO hat ja doch was auf dem Kerbholz! Wow. Mad Dog mal schön eine verbal reingedonnert. HA! Das schaut die Töle dumm aus der Wäsche."

Vincent Craven: "In meinen Augen verstrickt sich Masao hier in einer alten Begebenheit, die ihn viel zu sehr mitnimmt, als dass er neutral über Mad Dog urteilen könnte. Ich spreche da ja auch aus Erfahrung.. als Mad Dog damals zu S1margl wurde, das war ein verdammter Schlag ins Gesicht für jeden Mad Dog Fan. Aber... zum Glück hat sich die unbekannte Konstante wieder gewandelt."

Mike Garland: "Gar nichts hat sich gewandelt. Du hast MASAO doch gehört! Es ist wieder die alte Maske, die der Hund aufsitzen hat. Und gleich im Ring wird er Federn lassen und MASAO wird seine verdiente Rache bekommen. Schließlich ist er der Geschundene in dieser Geschichte!"

Vincent Craven: "Ich will keinen Hehl daraus machen, dass Mad Dog damals nicht gut gehandelt hat. Wenn Masaos Bericht stimmt... Aber wie er selbst sagt, es gab gar noch Schlimmeres in seiner Karriere."

Mike Garland: "Ja! Und trotzdem hängst du an diesem Kerl."

Vincent Craven: "Weil er ein Mensch geblieben ist, Mike. Und weil er lernfähig ist."

Mike Garland: "Tja, das wird ihm gleich auch nichts mehr nützen. MASAO hat das Segel gerade herumgerissen und ich glaube kaum, dass die Töle jetzt nochmal den Motor angebekommt, nachdem er so bloß gestellt wurde und ein schlechtes Gewissen bekommen hat."

Vincent Craven: "Hmmm. Wir werden es gleich erfahren. Noch einmal kurz Backstage, dann treffen MASAO und MD im Ring aufeinander."


------------------ PCWA ------------------

Jimmy Maxxx steht mit den Armen verschränkt vor Stem.

Jimmy Maxxx: "Hör zu.... dein Abend verlief nicht wie meiner. Aber das ist zweitrangig. Du hast einen harten Fight abgeliefert und der Typ hat dich einfach an einem Eckpunkt deiner Karriere erwischt. Das wichtige ist jetzt nicht, dass ich weiter bin und du nicht. Sondern den Schweiß abwischen und nach vorne in Richtung 150 zu schauen. Um deinen Moment mit dieser Trophy zurückzuholen."

Der Mann aus Roanoke sitzt mit dem Kopf in die Hände gestützt an einem Tisch und brummt nur etwas Unverständliches vor sich hin.

Jimmy Maxxx: "Und das als Team! Gemeinsam. Denn nur dann kann man etwas wirklich in Bewegung setzen und nicht durch Egoismus, wie manche anderen es hier vorleben. Du bist nicht nur ein harter Wrestler sondern auch ein starker Teil dieses neuen Teams. Und das darfst du nicht vergessen. Lass dich nicht in diese dunkle Welt voller Eigensinnigkeit ziehen, welche über die Welt aktuell verbreitet wird. Lass dich nicht wieder von diesem Weg abbringen. Ego ist nicht gleich Ego. Sei stark und fokussiert. Aber nicht gleichgültig deiner Umgebung. Sonst endest du irgendwann wie ich am anderen Ende einer Attacke von wahren Egoisten."

Wilson schaut seinem Partner ins Gesicht.

Stem: "Aber ich habe schon wieder verloren. Ich scheine einfach nicht in Einzelkämpfen gewinnen zu können. Und das wurmt mich, Jimmy."

Urplötzlich erhebt er sich und zelebriert den klassischen Tableflip. Krachend kollidiert der Tisch mit der Wand.

Stem: "Es macht mich fürchterlich wütend!"

Jimmy Maxxx: "Ich verstehe das, Barry, aber statt hier zu stehen und sich zu ärgern, nutze diese Wut lieber. Nimm sie und zerstöre jeden, der dir im Ring noch begegnen wird. Genau das ist es doch, was ich mir von dir wünsche, hör auf nach der Pfeife anderer zu tanzen. Laras, der PCWA, der der Fans.... und und und! Hier vor mir steht ein großer Mann, der viel leisten wird in der PCWA. Wenn er sich endlich selber entfesselt."

Er stellt sich vor Wilson.

Jimmy Maxxx: "Und wenn du deinen Hass erstmal an mir ablassen musst, dann tu es, Barry. Los schlag mich! Schlag zu und spüre die Kraft, die in dir steckt."

Sagt er und spreizt die Arme aus in der Erwartung einer Attacke.

Wilson ballt die Fäuste.

Doch dann entspannt er sie wieder.

Stem: "Nein. Nicht du. Wir sind Partner. Ich werde dich sicherlich nicht verletzen. Aber die Anderen. Die Mad Godds, Partners in Crime und wie sie alle heißen. Wer sonst noch um die Cotatores kämpfen wird. SIE werden meinen Zorn bei Vendetta 150 zu spüren bekommen."

Jimmy Maxxx: "Das ist der Barry Wilson, von dem ich möchte, dass ihn jeder sieht. Der starke, selbstbewusste und zerstörerische Barry Wilson! Das ist es, was ich aus dir herauskitzeln wollte und immernoch will!"

Doch der Blick des großen Mannes bleibt weiter hart.

Jimmy Maxxx: "Was kann ich tun, damit du deine wahre Kraft entfalten kannst?"

Barry atmet laut aus.

Stem: "Ich muss irgendwie meine Wut loswerden... "

Jimmy Maxxx: "Mhh... ich hätte da etwas für dich. War mir unsicher wegen deiner Stimmung und Lage, ob du bereit dafür bist."

Barry runzelt die Stirn.

Stem: "Sprich weiter... "

Der Berliner dreht sich zum Kameramann um.

Jimmy Maxxx: "Raus."

Der Kameramann scheint sichtlich irritiert, was am Wackeln der Kamera zu erkennen ist. Dann erscheint WIlson's massige Brust im Bild.

Stem: "Du hast den Mann gehört. Raus."

Die Kamera wird zu Boden gerichtet und das Bild wird schwarz. Das Letzte, was man hört sind Wortfetzen des Berliners.

Jimmy Maxxx: "Ein alter Bekannter hat mich gebeten dir auszurichten, dass...."


Mike Garland: "Hmmm... Maxxx versucht Stem aufzumuntern und das macht er wirklich gut. Wilsons Wut allerdings können keine Worte stillen!"

Vincent Craven: "Deshalb schwant mir Böses, Mike. Aber wir haben keine Zeit mehr darüber zu spekulieren, was Maxxx wieder ausheckt."

Mike Garland: "Stimmt, wir müssen abwarten. Die Protagonisten des zweiten Matches stehen schon in den Startlöchern!"


------------------ PCWA ------------------

Jane Nelson: "Das zweite Match des Abends ist erneut ein Achtelfinale des Quest 4 the Best Turniers... "

 

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Jane Nelson: "Auf dem Weg zum Ring... aus Hannover, Deutschland. Mit einer Körpergröße von 193cm und einem Gewicht von 107kg... MAAAAAAAASAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOO!!!"

Eine japanische Flagge flattert auf der Leinwand im PCWA Theater und auf den Bildschirmen der Fernsehzuschauer und illegalen Streamer. Langsam scheinen fünf Buchstaben durch: „MASAO“. Musikalisch begleitet wird dieses Bild vom Rock-Klassiker „Sweet Child O Mine“ von Guns’n’Roses. Sein Lieblingssong war es nie, aber er musste dieses Lied benutzen. Irgendwann würde es sich auszahlen. In der Halle gibt der Sound ein merkwürdiges Echo, was an den Bildschirmen aber dank moderner Technik nicht ankommt.

Masao findet es ungemütlich. Genauso wie den Gang zum Ring, ohne irgendwelche Fans zu sehen. Er hatte schon vor fünfzig Fans gewrestlet und das letzte Mal vor hundert Fans war gar nicht so lange her, doch so gar keine Fans? Das fühlte sich falsch an. Ein Grund mehr den Gang zum Ring so schnell wie möglich abzuwickeln.

Er ist wegen des Matches gegen Mad Dog schon angespannt genug. Das hier ist seine große, seine einzige Chance doch noch eine Singles Karriere in der PCWA zu bekommen. Er gibt die letzten Meter etwas Gas und gleitet dann unter dem ersten Seil hindurch. Los geht's. Die Chance seines Lebens!

Mike Garland: "Ich weiss gar nicht, was Masao hat. Ziemlich unentspannt, der Gute."

Vincent Craven: "Wärst du das nicht bei so einem Turnier?"

Mike Garland: "Ich? PAH! Professionalität ist mein zweiter Vorname."

Wer's glaubt. Aber hören wir lieber Jane Nelson weiter zu.

Jane Nelson: "Und sein Gegner... die unbekannte Konstante... der Grandslam Champion... der Night Fighter... hier ist... MAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAD DOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOG!!!"

Die Fans beginnen mit lautem Jubel, als das bekannte Theme des Night Fighters gespielt wird. Berlin freut sich ungemein, einen ihrer Helden begrüßen zu dürfen. Und heute geht es zu allem Überfluss auch noch um den Einzug ins Viertelfinale des Quest 4 the Best 2020. Beim Night Fighter schwingt im Jubel gleichfalls eine gehörige Portion Respekt mit, den vor allem die Langzeitfans für die Leistungen in den vergangenen 18 Jahren aufbringen. Mad Dog ist mit ihnen durch dick und dünn gegangen - und einer der Wenigen, die trotzdem geblieben sind. 

Broken bones, broken hearts
Stripped down and torn apart

A little bit of rust - I'm still runnin'

Countin' miles, countin' tears
Twisted roads, shiftin' gears
Year after year - it's all or nothin'

Erst jetzt schiebt Mad Dog den Vorhang beiseite und tritt hinaus in die Arena. Ein entschlossener und fokussierter Blick zeigt sich in seinem Gesicht, selbst wenn in seinem Bäuchlein noch die kleinen Simargl flattern. Die Augen des PCWA Grand Slam Champions sind jetzt allein auf den Ring gerichtet. Masaos Worte stecken noch in seinem Hinterkopf, aber vor allem ist es der Quest, in dessen zweite Runde er heute einziehen will


But I'm not home, I'm not lost
Still holdin' on to what I got
Ain't much left

No there's so much that's been stolen


Jane Nelson: "Auf dem Weg zum Ring, mit einer Größe von 1,94 Meter und einem Kampfgewicht von 110 Kilogramm, er ist die unbekannte Konstante, der Night Fighter ... hier ist Maaaaaaaaaaaaaaaaad Dooooooooooooooooog!"

Die Töle verliert keine Zeit und slidet sofort in den Ring. Dann steigt er aufs Top Rope und streckt eine Faust in die Luft. Heute, nach dem Match, soll dies der Referee tun...

I guess I've lost everything I've had
But I'm not dead
, at least not yet

STILL ALONE, 

STILL ALIVE, 

STILL UNBROKEN
I'm still alone, still alive,
I'm still unbroken

Nun springt Mr. PCWA zurück in den Ring und lauert in Richtung Masao.


Q4tB Achtelfinale
Regular Singles Match
Bild
vs.
Bild
(Der erste Fall entscheidet über den Sieg. Als Fall zählen Three Count, Submission, Disqualifikation sowie Count-Out.
-Referee: Nelson Frider ; Timelimit: 15 Min)

*DING DING DING*

 

Nelson Frider lässt das Match anläuten und Masao und die Töle beginnen sich langsam zu umkreisen. Keiner der beiden Kämpfer scheint hier den ersten Schritt beziehungsweise einen Fehler machen zu wollen. Doch dann wagt sich Mad Dog nach vorne... LOCK UP! Doch MASAO dreht sich blitzschnell hinter die Töle und umschlingt dessen Hüften! Der Night Fighter versucht die Hände des Halbjapaners zu lösen...

Vincent Craven: "MASAO scheint hier nichts anbrennen lassen zu wollen."

So scheint es, denn er verpasst dem Hund einen HEADBUTT in den Rücken und zieht den Griff weiter hart an. Doch der Night Fighter wehrt sich mit einem ELBOW SMASH gegen die Schläfe seines Gegners. Doch der lässt den Griff nicht locker! Also schlägt MD ein weiteres Mal zu! Und MASAO löst den Griff! Die Töle greift den Arm seines Gegners und dreht diesen herum! Doch der Halbjapaner bringt seinen Arm mit einer Rolle vorwärts wieder in eine gesündere Position.

Mike Garland: "Feiner Konter!"

Und damit nicht genug! MASAO verpasst MD einen schnellen Faustschlag gegen das Kinn, umgreift nun den Arm der Töle und verdreht diesen nun seinerseits in eine unnatürliche Position! Doch der Night Fighter kontert seinerseits mit einem KICK nach hinten in den Magen seines Gegners. Der löst den Griff und erneut stehen sich beide gegenüber.

Vincent Craven: "Das wird sehr spannend. MASAO mit seinem Counterstil und Mad Dog mit seiner Erfahrung."

Mike Garland: "Das wird eher zum Problem."

Vincent Craven: "Wieso?"

Mike Garland: "Nun, MASAO ist so festgefahren in seinem Stil. Damit kann man dem Hund doch nicht kommen. Er sollte mehr improvisieren."

Vincent Craven: "Etwa so wie dein Saufkumpan Jesse Adams?"

Mike Garland: "Exakt."

Der Ausdruck in Vincents Gesicht ist eindeutig. Aber zurück in den Ring. Dort sind beide Kombattanten wieder dabei, sich langsam zu umkreisen. Diesmal wagt MASAO einen Ausfall und versucht, dem Hund einen PALM STRIKE zu verpassen! Doch der weicht seitlich aus und kontert seinerseits mit einem SIDEKICK... den der Halbjapaner durch Hochziehen des Beins mit seiner Wade abblockt! Seinerseits lässt er die rechte Faust nach vorne schnellen, die der Night Fighter mit einer halbkreisförmigen Bewegung seines Unterarms abblockt! MD lässt sein rechtes Bein nach vorne schnellen, doch MASAO weicht nun seinerseits zur Seite aus.

Mike Garland: "Das wird ein langer Abend... "

Vincent Craven: "Ich finde das bis jetzt bombastisch. Hier stehen sich zwei absolute Könner gegenüber!"

Die sich absolut nichts schenken! MASAO setzt einen erneuten SIDEKICK an... doch MD hält das Bein fest... und dreht sich einmal um die eigene Achse!

 

DRAGON SCREW!!!

 

MASAO muss auf die Matte! Sofort ist MD wieder auf den Beinen und stürzt sich auf seinen Gegner. Doch der rollt sich geistesgegenwärtig aus dem Ring und läuft, die Arme in die Hüften gestemmt, am Apron auf und ab. Der Night Fighter geht drei Schritte zurück, stützt einen Arm auf das gebeugte Knie. Mit dem anderen Arm winkt er den Halbjapaner wieder in den Ring. Was die Fans zu Jubelstürmen anregt.

Vincent Craven: "Mad Dog hat alles im Griff."

Mike Garland: "Widerlich, wie er seinen Gegner verhöhnt."

Vincent Craven: "Das ist deine Sichtweise."

Wie immer. MASAO mustert seinen Gegner, dann steigt er langsam auf den Apron. Der Night Fighter geht einen weiteren Schritt zurück und breitet die Arme aus. Der Halbjapaner nickt und betritt den Ring durch das zweite und dritte Seil. MD lässt ihn gewähren, und so stehen sich Beide erneut gegenüber, während das Publikum ob der fairen Geste der Töle Applaus spendet.

Mike Garland: "Es widert mich an."

Vincent Craven: "Ja, ich weiss. Fairness widert dich an. Und ich werde nicht mit dir darüber weiterreden."

Nun ist es an Mike mit den Augen zu rollen. Im Ring rollt auch der Kampf weiter. Und erneut umkreisen sich die beiden Gegner. Und erneut wagt MD einen Ausfall nach vorne und zwingt MASAO in einen LOCKUP! Und erneut dreht der sich um die Töle herum und umschlingt dessen Hüften. Doch dieses Mal verweilt er nicht in der Position. Er geht kurz in die Knie... und drückt sich ab!

 

GERMAN SUPLEX!!!

 

Hart knallt die Töle auf die Matte, während MASAO sich mit den Handflächen abdrückt und einen KIP UP durchführt. Mad Dog rollt sich herum und will aufstehen, doch MASAO schnellt nach vorne und landet einen harten ELBOW DROP auf dem Nacken des Hundes, der sofort wieder zu Boden geht! Der Halbjapaner schnellt nach oben und reisst seinen Gegner ebenfalls nach oben. Er verpasst ihm einen krachenden HEADBUTT, dann whippt er ihn in die Seile... die Töle nimmt Fahrt auf und schnellt vom Seil zurück und jagt auf MASAO zu... und der greift zu!

 

POWERSLAM!!!

 

Vincent Craven: "Ziemlich unsauber durchgeführt."

Mike Garland: "Darum geht es nicht. MASAO improvisiert endlich! Das wird ihn wesentlich weiter bringen!"

Vielleicht. Auf jeden Fall nimmt er nun das Heft in die Hand! Umgehend wird Mad Dog erneut nach oben gezerrt und MASAO nimmt den Kopf des Hundes in beide Hände und drückt diesen nach unten...

 

KNEE STRIKE!!!

 

Direkt an den Kopf! Doch der Halbjapaner hat anscheinend noch nicht genug und verpasst dem Night Fighter einen erneuten KNEE STRIKE gegen den Kopf! Und das Publikum ist mit am Start!

 

ONE!!!

 

TWO!!!

 

THREE!!!

 

FOUR!!!

 

FIVE!!!

 

Immer wieder treffen die Knie von MASAO ihr Ziel, bis dieser endlich aufhört, den Kopf der Töle mit seinen Gliedmaßen zu malträtieren. MD hängt etwas schlaff in den Fängen des Halbjapaners, und der zieht den Hund nun schnell zu sich heran und dreht diesen und sich selbst entgegen gesetzt um 180 Grad...

 

NECKBREAKER!!!

 

Sitzt auch nicht komplett genau, aber schiesst dem Night Fighter durch die voran gegangenen Knee Strikes gehörig die Lichter aus!

Mike Garland: "Wunderbar!"

Vincent Craven: "MASAO hat Mad Dog am Boden!"

Und er covert natürlich sofort!

 

...eins...

 

..zwei...

 

...DR... KICKOUT!!!

 

Die Töle reisst die Schulter nach oben und der Ringrichter bricht logischerweise den Count ab! MASAO wirft Frider einen kurzem Blick zu der mehr sagt als tausend Worte. Doch der hebt lediglich zwei Finger in die Luft. Der Halbjapaner schüttelt kurz den Kopf, dann schnappt er, immer noch in liegender Position, den Arm des Hundes und verlagert seine Position.

 

FUJIWARA ARMBAR!!!

 

Mike Garland: "MASAO zieht seine Linie weiter durch. Er will den Köter mürbe machen."

Vincent Craven: "Und diese Strategie könnte aufgehen."

Es ist nicht zu übersehen, dass der Halbjapaner die unbekannte Konstante mürbe machen möchte. Der Ringrichter ist bei Mad Dog und fragt diesen, ob er aufgeben möchte. Was dieser natürlich mit heftigem Kopfschütteln verneint. Doch MASAO lässt nicht locker und hält den Griff weiterhin eisern fest. Doch irgendwann muss Frider zählen... und nachdem er bei der Fünf angelangt ist muss MASAO schließlich lösen.

Vincent Craven: "Das sieht nicht gut aus für MD."

Mike Garland: "MASAO macht das sehr gut. Bleib' dran, Junge!"

Ob er das gehört hat? Man weiss es nicht. Nachdem er kurz durchatmet steht er wieder auf. Ihm gegenüber kommt auch die Töle wieder auf die Beine, wenn auch etwas wackelig. MASAO wirft alle Vorsicht und Disziplin über Bord und stürmt auf MD zu... doch der ist auf dem Posten! Mad Dog greift den heran stürmenden Halbjapaner, wirbelt ihn herum und knallt diesen auf die Matte!

 

SPINEBUSTER!!!

 

Mad Dog setzt kein Cover an sondern rollt sich in Richtung der Ringecke, um sich dort an den Ropes hoch zu ziehen und kurz Luft zu holen. MASAO windet sich kurz auf der Matte und reibt sich den Rücken. Doch da er bis jetzt noch nicht so viel hat einstecken müssen ist er relativ schnell wieder auf den Beinen und stapft auf seinen Gegner zu. Der hängt immer noch in der Ringecke und schüttelt immer wieder den Kopf.

Mike Garland: "Der Köter sieht nicht fit aus."

Vincent Craven: "Wen wundert es? MASAO hat ihm ordentlich zugesetzt."

Der Halbjapaner will seinen Gegner ergreifen, doch der kontert mit einem EUROPEAN UPPERCUT! MASAO wankt zurück, während MD mit beiden Händen die Ropes ergreift und sich mit einem kurzen Ruck auf die Ringecke in sitzender Position befördert. Dann steht er auf, mit beiden Beinen auf dem Second Rope... und springt ab!

 

FLYING CORKSCREW BACK ELBOW!!!

 

Ein Raunen geht durch die Halle!

Vincent Craven: "Was war das denn bitte? Hast du Mad Dog schon jemals diesen Move einsetzen sehen?"

Mike Garland: "Ich glaube nicht. Der elende Köter packt hier aber wirklich alles aus."

Er scheint eben um die Wichtigkeit dieses Matches zu wissen. Während MASAO auf dem Rücken im Ring liegt pustet MD erst einmal durch. Er lässt seinem Gegner die Zeit, wieder auf die Beine zu kommen. Das gibt ihm wiederum Zeit, Kräfte zu sammeln. Der Halbjapaner ist wieder in einer stehenden Possition und bewegt sich nun langsam wieder auf den Night Fighter zu. Es folgt... ein erneuter LOCKUP! NEIN! Die unbekannte Konstante taucht unter den ausgebreiteten Armen hindurch. Sofort wirbelt er herum, bevor sein gegner ihm dies gleich tun kann und zieht ihn schnell zu sich heran!

 

MNI!!!

MY NAME IS!!!

 

Der REVERSE DDT SITZT! Und die Fans sind dabei...

 

MAD DOG!!!

MAD DOG!!!

MAD DOG!!!

 

 

Vincent Craven: "Mad Dog dreht auf!"

Und setzt natürlich sofort das Cover an!

 

...eins...

 

..zwei...

 

...DR... KICKOUT!!!

 

Mike Garland: "KICKOUT von MASAO! Gott sei Dank!"

Aber sehr knapp. Der Ringrichter signalisiert auch dem entgeistert drein schauenden Hund die zwei erhobenen Finger. Der schüttelt kurz den Kopf, dann schnappt er MASAO, reisst diesen nach oben und whippt ihn in die Seile! Doch der klammert sich geistesgegenwärtig in den Ropes fest und veringert somit den Rückschwung. Doch er verweilt nicht, sondern geht auf seinen Gegner zu, der dasselbe tut. In der Ringmitte treffen beide aufeinander...

Mike Garland: "Nicht schon wieder ein Lockup... so langsam wird es langweilig."

Vincent Craven: "Ich denke nicht, dass das passiert."

Oh nein, tut es nicht. Denn es entwickelt sich nun ein wüster Schlagabtausch zwischen MASAO und dem Night Fighter! Wobei der Halbjapanerr leicht die Oberhand gewinnt.

Vincent Craven: "Hier kommt ihm seine Striking Erfahrung zugute."

Mike Garland: "Ich hoffe, erschlägt der Töle den Schädel ein."

Vincent Craven: "Wie nett von dir."

Mike Garland: "Ich weiss."

Das Augenrollen. Da ist es wieder. Im Ring kontert die unbekannte Konstante gerade einen Schlag und verpasst MASAO erneut einen EUROPEAN UPPERCUT! Der wankt zurück in die Seile, Mad Dog geht hinterher und schickt ihn erneut auf die Reise. MASAO federt auf der gegenüber liegenden Seite ab und rast auf MD zu... LARIAT!!! Doch der Halbjapaner taucht darunter hindurch, bremst abrupt ab und wartet, beinahe genüßlich, bis der Night Fighter die Situation erfasst hat und sich umdreht.

Mike Garland: "Jetzt mach schon den Sack zu!"

Als hätte MASAO unseren Lieblingskommentator gehört. Der Halbjapaner verpasst Mad Dog einen deftigen KICK in den Magen! Dann wird die Töle am Arm geschnappt und mit Schmackes in die Ecke gewhippt! Krachend kollidiert der Night Fighter mit dem Gebälk, doch MASAO rennt direkt hinterher!

 

RUNNING CORNER KICK!!!

 

Sitzt perfekt! MD taumelt in die Ringmitte, doch sein Gegner ist sofort wieder bei ihm, dreht ihn herum und kickt ihm erneut in den Magen! Dann schnappt er ihn und platziert dessen Kopf zwischen seinen Beinen!

Mike Garland: "Das wird der Finisher von MASAO!!!"

Vincent Craven: "Es sieht so aus... Ansatz zur Powerbomb!"

Korrekt! Der Halbjapaner umschlingt die Hüfte des Night Fighters und reisst ihn nach oben! Doch es scheint, als habe er sich umentschieden. Er löst die Hände und platziert diese in den Achseln der Töle. Er zieht kurz an und MD liegt nun quasi auf dem Rücken seines Gegners!

Mike Garland: "Und wieder improvisiert MASAO. Gefällt mir sehr gut, dass er auch Dinge von Jesse annimmt."

Vincent Craven: "Wenn das mal gut geht... "

Der Halbjapaner hat seinen Gegner im Ansatz zur CRUCIFIX POWERBOMB! Doch die Töle beginnt nun, auf dem Rücken seines Gegners hin und her zu zappeln! Und TATSÄCHLICH schafft er es und rutscht von MASAO's Rücken herunter. Und er fackelt nicht lange! Sofort bearbeitet er den Rücken seines Gegners mit harten ELBOW STRIKES!!! Dann dreht er ihn herum... KICK IN DEN MAGEN! Und die Töle spielt ihre ganze Erfahrung aus...

 

SCREWDRIVER!!!

ENTER NIGHT!!!

 

Vincent Craven: "Ich habe es geahnt... "

Der Finisher des Night Fighters sitzt perfekt! Sofort hakt die Töle das Bein ein und Frider ist unten!

 

...eins...

 

...zwei...

 

...DREI!!!

 

MASAO bekommt noch die Schulter hoch, aber leider zu spät.

Jane Nelson: "Der Sieger, und somit im Viertelfinale des Quest 4 the Best Turniers... MAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAD DOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOG!!!"

Der Night Fighter klopft auf die Matte und rollt sich aus dem Ring. Eine Runde weiter. Geschafft!

Mike Garland: "MASAO hatte die Töle am Rande einer Niederlage. Er hatte große Teile des Matches in der Hand."

Vincent Craven: "Am Ende hat aber die Cleverness und Erfahrung von Mad Dog ihn zum Sieg geführt."

Mike Garland: "Das wird Blackheart nicht gerne sehen."

Vincent Craven: "Ohja... nun hat Mad Dog die Trumpfkarte in der Hand, dass er im Gegensatz zu Sharpe NICHT aus dem Turnier ausgeschieden ist."

Mögliche Gedanken, aber die interessieren die Töle aktuell nicht. Wichtig ist nur der Sieg und das Weiterkommen im Turnier. Unter dem Applaus der Fans geht MD die Rampe hoch. Er winkt dem Publikum zu, und die jubeln noch lauter. Und so sieht der Night Fighter das Unheil, was auf in zu rauscht, nicht kommen...

 

DIXIE MAFIA DECAPITATION!!!

 

Vincent Craven: "Was zur Hölle soll das nun???"

Aus dem Nichts hat Barry Wilson die Töle mit seiner Trademark Lariat wuchtig umgepflügt! MD veranstaltet unfreiwillige einen Rückwärtssalto und landet hart mit dem Rücken auf der Stage. Buh-Rufe schallen durch die Arena, während Wilson MD nach oben zieht... UND DEN HUND MIT EINEM DDT WIEDER AUF DIE STAGE SCHICKT!!!

Mike Garland: "Okay, das reicht nun aber wirklich."

Vincent Craven: "Ich frage mich, was das soll."

Wilson dreht den komplett fertigen Mad Dog auf den Rücken und beugt sich zu diesem hinunter.

Stem: "Ich soll dir schöne Grüße bestellen... "

Dann legt er ihm eine Visitenkarte auf die Brust und verschwindet unter den Buh-Rufen der Fans wieder durch den Vorhang. Die Kamera zoomt auf die Karte.

Diese zeigt lediglich ein Symbol.

Ein schwarzes Herz.


------------------ PCWA ------------------

Er bewegt sich mit üblicher Zielsicherheit durch die Gänge. Das Match stand nun unmittelbar bevor. Er war bereit, konzentriert wie in allen Fällen, in welcher der Squared Circle Kampfplatz für Entscheidungen war … doch diesmal fühlte es sich anders an. Und auch die Entscheidung hatte einen etwas differenzierten Beigeschmack. War es nur eine Einbildung oder zog sich dieser Backstage-Gang länger hin als üblich …. Nein! Nicht wirklich!

Wie immer schluckten diese grübelnden Selbstzweifel seine vor dem Gesicht hängenden Haare. Auch jetzt, da ihn hier hinten kaum einer wirklich zur Kenntnis nahm. Denn jeder Fighter wusste: dieser unmittelbare Moment vor einem Match gehörte einem selbst. Seinem Geist, den man für das anberaumte One-on-One frei von allem Ballast zu machen versuchte. Frei für taktische Abwägungen. Frei, sich auf Eventualitäten einzustellen. Aber auch frei für manchmal fallende Hemmschwellen, welche unausweichlich waren in diesem Geschäft. Heute war so ein Tag.

Shadow biegt um die nächste Ecke. Er ist bereit – bereit, das Match anzugehen und dies, falls nötig, mit notwendiger Kaltschnäuzigkeit. Die Geschehnisse beim letzten Brawlin‘ Rumble waren ein positives wie einschneidendes Erlebnis in seiner hiesigen Liga-Karriere gewesen. Ein … für ihn vergleichsweise Beschwichtigendes. Doch die Rückkehr von Homeboy und dessen aktuelles Gebaren befeuerten längst ad acta gelegte Bestrebungen. Seiner prestigeträchtigen wie verpflichtenden Championship zum Trotz – er wollte und würde das Quest for the Best für sich entscheiden, um sich diese Chance nicht entgehen zu lassen. Da war er fest entschlossen, kein Scheitern wie beim letzten Mal! Und keine Juliette DeWynters würde ihn daran hindern – so sehr es seinen konservativen Ansichten auch widerstrebte...

„Pssst! ………….. Hey!“

Der Schatten stoppt augenblicklich, dreht den Kopf sich umblickend. Niemand! Wie zu erwarten. Er nimmt die nächstgelegenen Türen genauer unter die Lupe … und gewahrt eine, welche einen Spalt offensteht. Die behandschuhten Finger strecken sich bereits danach aus … zögern dann aber. Er erkundigt sich nochmals nach allen Seiten: ein enger Gang, eine offene Tür mit Unbekanntem dahinter, eine mysteriöser Lockruf … das klang allzu deutlich nach einem Hinterhalt. Wollte man DeWynters auf diese Weise ihr Match erleichtern? Das sah vielen ähnlich – der Töle und Sanchez aber am wenigsten. Vor allem Mad Dog – wenngleich es für den Soul Survivor kein Garant für 100% selbst gegenüber Verbündeten gab…
… doch alle Zweifel lösen sich sekündlich auf, als die Tür geöffnet wird, eine Hand ihn schnell hereinwinkt. Shadow folgt der Offerte – denn jetzt hatte er IHN erkannt. Der Klang der zwei Worte war ihm bereits vertraut, doch nicht ausreichend genug, um sich bestätigt zu fühlen.

Er betritt den kleinen Lagerraum und sieht sich zu dem anderen um, welcher die Tür leise schloss, sich ihm zuwendet und lächelt.

Shadow: „Seltener Besuch vermehrt die Kameradschaft. Trotzdem bin ich angenehm überrascht. Ich hatte mit vielem gerechnet - nur nicht mit dir. Vor allem nicht, nachdem wir letzte Show scheinbar alles Wichtige miteinander ausdiskutiert hatten. Wenngleich der Moment, wie dir vermutlich bekannt sein dürfte, nicht gerade günstig gelegen ist, so lass mir dir doch ein Ohr leihen … für das, was Deine Seele belastet und offensichtlich keinen Aufschub duldet.“

Sein ... "Besucher" nickt kurz stumm, bevor er loslegt.

Besucher: "Ich möchte es kurz machen: ich biete dir etwas an, das in einem Turnier hilfreich sein kann - Unterstützung. Es gibt im Turnier keine zweite Chance und um sicherzustellen, dass du sie nicht benötigen wirst, biete ich dir an, den Bereich außerhalb des Rings zu überwachen. Alles im Ring ist deine Aufgabe, um den Rest musst du dir keine Sorgen machen."

Scheinbar das Gehörte verinnerlichend streicht der Schatten über die Kante eines Putzmittelkartons.

Shadow: „Eine gut gedeckte Flanke ist die halbe Miete, stimmt … aber ebenso nur ein Teil eines Schlachtschiffes. Die Crux eines erfolgreichen Scharmützels liegt nicht darin dafür zu sorgen, dass Bestandteile sich in Sicherheit wiegen können, sondern die bevorstehenden Kampfgetümmel taktisch so zu lenken, dass die Gesamtheit mit möglichst wenigen Opfern den größtmöglichen Erfolg für sich verbuchen kann. Und das kann vielerlei sein, am ehesten noch mittels der Unkalkulierbaren … der Überraschung …“

Der abgespreizte Zeigefinger wird wie die ganze Hand gestreckt auf dem Karton abgelegt. Ohne den Besucher anzusehen, spricht das unergründliche Dunkel weiter.

Shadow: „Verstehe mich bitte nicht falsch. Ich schätze dich, deine Art, deinen Mut des Wagnisses mit mir. Aber das gleich da draußen … ist eine andere Art Herausforderung. Eine, welche abseits derjenigen liegt, die wir uns geschworen haben gemeinsam anzugehen. Es werden sich im Jubiläums-Turnier große Hürden vor uns aufbauen in Form eingespielter Duos, welche dank langzeitiger Symbiose mehr Trümpfe in der Hinterhand haben. Und die Joker-Karte unsererseits … liegt nun einmal im Überraschungseffekt. In der Tatsache, dass sie mit dir und der Zweckpartnerschaft mit mir nicht wirklich rechnen. Von daher sei mir verziehen, wenn ich in der Hinsicht dankend ablehnen muss – denn ich möchte ungern unseren Vorteil verspielen. Selbst, wenn es mir im Q4 Rückendeckung bedeuten sollte.“

Wieder ein Nicken.

Besucher: "Dein Einwand ist gut, ich verstehe ihn. In dem Fall mache ich es einfach und werde pauschal versuchen ein wenig Ordnung zu halten. Sollte ich dabei einen Beitrag für einen Turniersieg für dich leisten, wirst du sicher eine Möglichkeit finden deinen Dank auszudrücken. Sollte sich dadurch etwas ... "anderes" ergeben, bleibe ich offen für alle Wege."

Shadow dreht sich dem Besucher nun wieder entgegen, lehnt einen Arm lässig auf eine weitere Kiste.

Shadow: „Nun ja … das wäre vertretbar, selbst wenn man daraus immer noch gewisse Schlüsse ziehen könnte. Aber das Risiko wäre ich bereit in dem Fall einzugehen – zumal ich vermuteterweise die sich abzeichnende Gefahr zwar im Hinterkopf behalte - im Fokus aber noch eher die Tatsache, dass DeWynters mit Sanchez und Mad Dog von zwei Ehrenmännern trainiert wurde. Dirty Wrestling ist nicht gleich dirty tactics – auch wenn letzteres aus einer anderen Richtung Juliette zu drohen scheint.“

Gedankenverloren hat der Schatten eine Plastikflasche Scheuerpulver gegriffen … mit dem eingängig-zweideutigen Namen „Dirt-Bang“.
Er stellt diese wieder beiseite.

Shadow: „Trotzdem rechne ich dir die Aufopferung hoch an, da sie auch einen Epilog für dich haben könnte. Aber diese Zusicherung bestätigt mich einmal, mit dir die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Selbst, wenn sie nur One night only ist.“

Besucher: "Ich erarbeite mir gerne Möglichkeiten - und bei einem guten Gelingen unserer Zusammenarbeit wäre ich einer Fortführung gegenüber auch nicht abgeneigt."

Unter dem Haarvorhang gluckst es kameradschaftlich.
Die behandschuhte Rechte des dunklen Kriegers wandert tätschelnd zur muskulösen Schulter.

Shadow: „Ich weiß, dass Zuversicht Flügel wachsen lässt … aber mit denen kann man sich einem Ikarus gleich auch zu weit wagen. Und ich weiß, worauf du abzielst. Dass du die Crown begehrst, ist mir bewusst. Und nicht erst seit letzter Show: denn obwohl man mir die Regentschaft kleinredet, dürften Ansehen und Begehrlichkeit noch im gleichen Maße vorherrschen, wie es immer war. Und daher gelten leider nach wie vor Hack- und Rangfolge der Company, auf welche ich nur mittelbar ein direkten…“

Besucher: "Lass es meine Sorge sein. Ich erarbeite mir viele Optionen im Wissen um den Anteil, der am Ende ungenutzt bleiben muss."

Mit diesen Worten holt der kompakte Teampartner des Schattens ein gefaltetes Papier hervor und reicht es diesem. Shadow begutachtet nach dem Entfalten das ihnen beiden bekannte Schema und lauscht den Worten des Besuchers, der mit knappen und groben Worten kurz das ihm eingefallene Szenario umreißt. Schließlich gibt ihm der Soul Survivor das Dokument zurück – nickt stumm und haarverhangen, während er sich gegen eine der Wände lehnt.

Besucher: "Ich hoffe, du teilst meine Perspektive und den Nutzen, den wir beide davon hätten. Mein Triumph wäre ein Gürtel - du aber hast ein größeres Ziel vor Augen, das du erreichen kannst."

Wiederum Nicken beim Soul Survivor.

Shadow: „Ein interessanter Plan … im Angesicht beiderseitigen Nutzens …“

Er deutet anerkennend mit der Hand zu ihm.

Shadow: „… ich sehe die tieferen Optionen dieses Joint Ventures. Raffiniert – denn auch ich ziehe mir stets die größtmöglichen Gegebenheiten einer Chance, spiele aber nur das aus, was ich wirklich benötige. Ein befristeter Handschlag als Erkenntnis möglicher gleicher Denkstrukturen. Wie gesagt: interessant…“

Er geht vor dem Besucher ein paar Schritt, nestelt mit dem Fingern dabei am Stil eines hier angelehnten Besens.

Shadow: „… eines solltest du allerdings bedenken – sicher ist auch das nicht. Sogar mit unseren eigenen Möglichkeiten. Und wie ich heute bereits einmal sinngemäß erwähnte: gelingt mir der Quest-Triumph stehen mir unser beider Sehnsüchte alleinig offen. Mit dem Shot kann ich einfordern – beispielsweise sogar als amtierender Träger einen Aspiranten um den Gürtel, um der Crown das versprochenen Prestige zu bescheren. Ob nun Poe, wie von mir lang angestrebt. Ob nun die Töle als wegweisender Etappenpunkt. Sei es der Wirbelsturm, um ein verlässliches Fanal für die Fans im Ring zu setzen. Oder aber auch …“

Blitzschnell wirbelt er mit dem Besen herum – der Besucher fängt diesen leger vor einem möglichen Treffer ab … welcher sowieso nie geplant war.

Shadow: „… du! Diese beiden Spielarten sollten dir bewusst sein – denn eines weiß ich: der Quest selbst steht abseits von Crown und Cotatores. Und ich bin fest entschlossen diesen für mich zu entscheiden. Egal, gegen wen – egal wie! Diesen Preis musst du bereit sein einzugehen – aber ich bin fest davon überzeugt, dass du dies bei unserem Handschlag bereits einkalkuliert hast. Korrekt?!“

Der Besucher nickt.

Besucher: "Wie gesagt, lass es meine Sorge sein. Ich gehe keine Risiken ein, wenn ich nicht bereit bin mit den Folgen zu leben."

Er streckt dem Schatten die Faust hin – Shadow bumpt ohne zu Zögern dagegen.

Shadow: „Dann sind wir uns einig. Wie schon letztens. Ich hoffe, dass gilt auch für das Verständnis, dass ich gleich ein Match haben werde und man uns möglichst vor dem Tag Team Turnier nicht zusammen sehen sollte oder irgendwelche Rückschlüsse zieht. Daher … solltest du jetzt wieder gehen. Ich folge dann in ein paar Augenblicken.“

Besucher: "Wenn du ein Klatschen hörst, nachdem ich den Raum verlassen habe, ist jemand draußen. Nicht, dass noch jemand die falschen Rückschlüsse aus unserem Treffen zieht."

Er macht Anstalten den Raum wieder zu verlassen – stockt dann aber nochmals im Türrahmen und dreht sich um.

Besucher: "Es ist beeindruckend, wie viele Herausforderungen du parallel meisterst: Turniere, dein Titel und persönliche Differenzen. Ich hoffe, dass du mit dem gleichen Enthusiasmus ins Jubiläumsturnier gehst, wie du allen anderen Hürden begegnest."

Das Schniefen des Schattens ist derart hörbar, dass eine schwarze Strähne vom Luftzug kurz nach vorn gedrückt wird.

Shadow: „Hindernisse und Schwierigkeiten sind Stufen, auf denen wir in die Höhe steigen. Und selbst, wenn es viele sind, schätze ich mich als sicherer Kletterer ein, der weiß, wie er dem Straucheln entgeht. Mein Versprechen an dich ist ein erfolgreicher Turnierverlauf – und das gedenke ich einzuhalten.“

Besucher:"Gut, dann hoffe ich auf ein erfolgreiches Jahr für uns beide."

Und diesmal verlässt der Besucher den Raum wirklich.

Der Soul Survivor bleibt noch einen Moment stehen. Zwar musste er ebenfalls in die Halle, doch er fixiert hinter den langen Haaren vor dem Gesicht die soeben geschlossene Tür, während er den Besenstil wippend wie gedankenversunken von einer Hand in die andere wechseln lässt.
Hindernisse … in die Höhe steigen … selbst, wenn er ein sicherer Kletterer war – je mehr Challenges sich einstellten, desto tiefer und schmerzhafter war der Fall. Hatte DeWynters vielleicht doch recht gehabt? Würden ihm seine ganzen Scharmützel zum Verhängnis werden? Wollte er einfach zu viel? Gut möglich – man konnte nicht an allen Fronten kämpfen. Aber andererseits: für einen Feldherrn ohne Zuversicht war die Schlacht schon verloren, bevor sie für ihn bereits begonnen hatte. Nein, das konnte und wollte er nicht zulassen! Und es entsprach vor allem nicht seinem Naturell. Er war es sich und seinem jeweiligen Gegenüber schuldig, das Beste in die Waagschale zu werfen. Selbst, wenn es bedeutete nicht überall den Sieg davontragen zu können.

Er stellt den Besen beiseite, geht auf die Tür zu, öffnet sie – da wartete jetzt eine ganz besondere Herausforderung in Form von Juliette DeWynters auf ihn. Und er würde es ihr zeigen – so, wie er es ihr geschworen hatte. Und danach … würden sein Partner und er das Turnier angehen – und dieses rocken.
Mit einem energischen Krachen fliegt die Tür hinter Shadow ins Schloss, nachdem er herausgetreten war.


------------------ PCWA ------------------

Brace yourself

Winter is coming

 

Das Dröhnen eines Horns ist zu vernehmen, dazu die ikonische Phrase am Anfang - es ist klar, wer hier raus kommt. Die Fans sind zwar aufgrund der aktuellen Umstände weniger als sonst, doch sie machen ihre Meinung über Northern Superior sehr deutlich – sie mögen sie nicht! Alexander Christanson und Viktor Ragnarök ist dies allerdings egal, sie erscheinen einfach auf der Stage, egal wie laut der Heat der Zuschauer ist. Beide tragen lange Jeans, schwarze Lederjacken, Alex einen dunklen Hodie mit dem Schriftzug „Black Lives Matter“, Viktor ein Shirt unter der Jacke mit dem Slogan „Love Wrestling – Hate Racism“. Die Jacken zieren zudem auf der Rückseit das GWS Logo. Auch wenn sie für das anstehende Tag Turnier bei der nächsten Vendetta hier in die PCWA gekommen sind, sind die beiden Nordländer immer noch bei der Genesis Wrestling Society unter Vertrag.

Mit langsamem Schritten schreiten sie gen Seilgeviet und umkreisen dies dann. Einer von links, der andere von rechts. Gleichzeitig betreten sie das Seilgeviert, posieren kurz auf verschiedenen Topropes und lassen sich dann ein Mikrophon geben.

Alexander Christianson: „HALLO BERLIN!“

 

BUUUUUUUUUUH!

 

Mike Garland: „Die Fans im Phoenix Center zeigen deutlich, was sie von Northern Superior halten, vorallem nach den Taten von letzter Woche! Was haben sie sich dabei nur gedacht?“

Vincent Craven: „Ich denke, dass werden Alex und Viktor uns gleich im Ring mitteilen.“

Die beiden Männer des Nordens genießen noch kurz die Buhrufe der Fans und gehen dabei auf und ab im Ring. Hier hat niemand vergessen, dass die beiden Blackheart letzte Woche den Sieg im Quest for the Best Viertelfinale gekostet haben.

Alexander Christanson: „Ich würde ja echt gerne sagen, wie toll es doch ist wieder hier zu sein, aber.... oh boy das ist es bei weitem nicht! Ihr fragt euch sicher, wenn wir so denken, wieso kommen wir dann immer wieder? Ganz einfach: wir lieben es euch bloßzustellen! Simple as that. Es hat uns unfassbar Spaß gemacht die Ring Assassins damals in ihrer eigenen Liga platt zu machen. Und als es dann hieß für Vendetta 150 ist ein großes Tag Team Turnier geplant, konnten wir es uns nicht nehmen lassen wieder aufzutauchen. Naja, eigentlich hat Jona Vark uns kontaktiert und angebettelt zu kommen, um diesem Turnier die nötige Star Power zu verschaffen. Der Fakt, dass wir nun die Chance haben eure komplette Tag Division vor euren Augen zu vernichten und dass es nen guten Pay Day dafür gibt, haben uns nicht lange überlegen lassen müssen um zuzusagen.“

Wieder vereinzelte Buhrufe im Publikum aber nicht mehr so viele. Man will unbedingt noch erfahren, warum gerade Blackheart. Währendessen klopft Viktor seinem Schwager auf die Schulter und nickt ihm zustimmend zu und übernimmt nun.

Viktor Ragnarök: „Aber vermutlich interssiert das die wenigsten von euch Berliner Gesocks hier, sondern ihr wollt viel lieber wissen: warum? Warum Kevin Sharpe? Warum lenken Northern Superior ausgerechnet Blackheart ab und kosten ihm den Sieg in seinem Best of the Rest Turnier Match....“

AC unterbricht seinen Tag Partner, legt seine Hand über das Mic und flüstert dem Schweden etwas ins Ohr.

Viktor Ragnarök: „Quest for the Best entschuldigt.... mein Fehler, wie blöd. Aber nun, warum? Ich sags euch. Nachdem wir uns ja um die Ring Assassins bereits gekümmert haben, fielen die ja weg, um nen Impact zu hinterlassen - arbeiten die überhaupt noch hier oder sind die komplett in der XAW verschwunden? Wie auch immer. Wir wollten auf jeden Fall hier hinkommen und zeigen, dass uns egal ist, wer hier am Start ist, es macht keinen Unterschied für uns. Ihr werdet alle unter der Macht von Northern Superior fallen. Also fiel unser Auge auf Kevin Sharpe, Blackheart. Es ist wirklich nichts Persönliches, aber du bist ein großer Name hier in der PCWA und außerdem noch Teil der Champions und deswegen bist du unser Ziel. Wir mussten also irgendwie deine Aufmerksamkeit erhalten, ich hoffe die haben wir nun.“

 

SUPERIORITY

TRIPLE CROWN CHAMPIONS

 

Flimmert über den AlieraTron und die Halle füllt sich mit Applaus. Wenn auch gemischt mit Buhrufen. Aber wenn es darum geht PCWA "Fremden" Paroli zu bieten, dann steht das Publikum natürlich hinter den PCWAlern. Kevin Sharpe und Robert Breads erscheinen auf der Rampe, die Cotatores Trophy um die Hüften geschnallt.

Blackheart trägt eine schwarze Hose, schwarze Wrestling Boots und ein T-Shirt mit der Aufschrift "Superiority". Neben ihm sein Partner Robert Breads, wie immer in Ringgear Oberkörperfrei und mit schwarzen Ellbogenschonern sowie mit einer langen Hose, deren Muster immer eine Kombination der Farben rot, weiß und schwarz ist. Hinzu kommen noch schwarze Wrestling-Stiefel.

Ein Angestellter ist sofort bei den Champs und rückt jedem ein Mikrofon in die Hand. Es ist Kevin, der zuerst das Wort ergreift.

Sharpe: "Northern Superior... Christianson und Ragnarök. Euer Ruf ist natürlich unbestritten, dass muss ich zugeben. ABER... ihr habt einen großen Fehler gemacht, in mein Match einzugreifen. So etwas nehme ich extrem persönlich. Vor allem, wenn es Personen sind, die sich lediglich alle Schaltjahre hier in der PCWA blicken lassen!"

Canada's Own übernimmt.

Robert Breads: "Wer seid ihr Clowns überhaupt, dass ihr es auch nur wagt, in unsere Richtung zu schauen, geschweige denn meinen Partner hier während seinem Kampf absolut entgegen dem PCA-Gedanken abzulenken, sodass er seinen Spot im Turnier verloren hat? Eine derartige Respektlosigkeit ist mir in meiner Karriere so noch nie begegnet. Wisst ihr überhaupt, wer ich... wer WIR sind?"

Ein kurzes Grinsen können sich die Rekord GWS Double Trouble Champions nicht verkneifen, sie freuen sich regelrecht ein wenig über den Auftritt.

Alexander Christianson: „Egal ob du uns nun kennst, Robert, oder eben noch nicht. Ihr werdet das noch früh genug wissen, spätestens wenn wir am Ende von Vendetta 150 mit eurer Cotatores Trophy da stehen. Zu der Respekt-Frage: den haben wir defintiv. Vor allem vor dir, Breads! Du kommst genau wie ich aus dem wunderschönen Kanada, bist also ein Krieger des Nordens wie wir. Du bist eine Legende. Ebenso wie es Blacky ist. Das Ganze ist keine Frage des Respekts, sondern es geht darum zu beweisen die Besten zu sein. Und da es immer noch Leute gibt, die nicht davon überzeugt sind, dass wir das sind, stellen wir uns immer und immer wieder neuen Herausforderungen, um auch den Letzten dort zu überzeugen.“

Viktor Ragnarök: „Es ist nichts persönliches, keine Respektlosigkeit, sondern einfach Business. Ihr seid für uns der nächste Stepping Stone auf dem Weg nach ganz oben.“

Langsam bewegen sich SUPERIORITY in Richtung des Rings.

Sharpe: "Also ich weiß nicht, was du denkst, Bobby. Aber das klingt für mich nach einer massiven Selbstüberschätzung."

Der Angesprochene nickt.

Robert Breads: "Woher kommen die zwei Typen nochmal genau, Blacky?"

Sharpe: "Sie kämpfen in einem Wüstenkaff auf einem Schrottplatz und ihre größte Errungenschaft hier in der PCWA ist, dass sie die Ring Assassins geschlagen haben."

Robert Breads: "Wen?"

Sharpe: "Genau. Das ist der Punkt. Zwei unwichtige Lichter in der PCWA Geschichte. Aber... JETZT habt ihr euch mit den großen Jungs angelegt. Mit zwei Männern, die in dieser Liga alles gewonnen haben. Sogar mehrfach. Also verpisst euch einfach zurück nach Needles und schlagt euch dort mit Leuchtröhren gegenseitig die Schädel mit den anderen Pfeiffen dort ein. Ihr gehört weder hierher, noch habt ihr ein RECHT in diesem Turnier teil zu nehmen."

Nun werden die Nordmänner doch etwas zornig. Sie streifen sich die Lederjacken ab und werfen sie seitlich aus dem Ring, mit erhobener Stimme nimmt sich Ragnarök das Mikrophon.

Viktor Ragnarök: „Talking about Disrespect. Vielleicht sollte ihr euch lieber in Acht nehmen, nicht das ihr Oldies euch am Ende noch, weil ihr eventuell mehr als ein Match habt, die Hüften brecht.“

Alex beruhigt seinen Tag Partner etwas und nimmt sich dann das Mikrophon.

Alexander Christanson: „Wenn ihr es dem Rest dieser Company und diesen Fans gleichtut und den Fehler macht uns nicht für voll zu nehmen, dann endet ihr genau wie die Ring Assassins und jedes andere Team, dass uns in diesem Turnier gegenüberstehen wird. Also Männer, warum checkt ihr nicht lieber im Altersheim ein, gebt vorher eure Trophies bei Jona Vark ab und seht im Fernsehn zu wie ein richtiges Team diese Trophäen mit nach Hause nehmt."

Blackheart schaut seinen Partner an.

Sharpe: "Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber mir reicht das mit den Beiden so langsam."

Canada's Own wirft das Mikrofon auf den Boden und knackt die Fingerknöchel durch. Kevin nickt. Dann wendet er sich an Northern Superior.

Sharpe: "Ich denke, wir fangen etwas früher als geplant an. Mal sehen, was ihr drauf habt!"

Auch Sharpe droppt nun sein Mikrofon auf den Hallenboden. Die letzten Meter werden rennend zurück gelegt und beide entern das Squared Circle, ohne lange zu fackeln.

Mike Garland: Breads und Blackheart haben das Gerede von Northern Superior satt, jetzt gibt’s auf die Fresse!“

Vincent Craven: „Leider doch nicht! Bevor die Cotatores Champions die Gäste der GWS erreichen, sind diese aus dem Ring gehuscht.“

Mike Garland: „FEIGLINGE!“

Die Champions wollen zuerst hinterher, entscheiden sich aber um und lassen die Feiglinge ziehen. Sie werden sie noch früh genug in die Finger kriegen. Sie begeben sich in die Ringmitte um zu posieren und ihren kleinen Triumph zu feiern.

Vincent Craven: „Northern Superior mit der attack from behind!“

Tatsächlich wagen sich Alex und Viktor hinterrücks wieder in den Ring, um Breads und Sharpe mit einem Hinterhalt zu überraschen. Die erfahrenen Wrestler haben den Braten aber meilenweit gegen den Wind gerochen, so können sie die Nordmänner abfangen und schnurstracks wieder über das oberste Seil aus dem Ring befördern. Ragnarök und Christanson können es nicht fassen und stürmen, überrascht, dass ihre Attacke ein Schuss in den Ofen war, die Stage entlang, um zu entkommen.

Blackheart winkt dem Zeitnehmer, dass er ihm ein Mikrofon reichen soll. Was dieser natürlich auch tut.

Sharpe: "Ihr schimpft euch Northern SUPERIOR? Es gibt nur eine SUPERIORITY in der PCWA! Und die steht hier im Ring! Wir werden euch Spinner bei Vendetta 150 zerquetschen!"

Dann wandert das Mikrofon zu Canada's Own.

Robert Breads: "Vendetta 150.. wir werden euch den nötigen RESPEKT schon bei bringen!"

Dann wird das Mikrofon auf die Matte geworfen.

Vincent Craven: "Die Champions lassen sich hier nicht die Butter vom Brot nehmen und zeigen ihre ganze Erfahrung!"

Mike Garland: "Ja, so haben diese Schrottplatzwühler sich das sicher nicht vorgestellt, aber wer in fremden Revieren wildert, muss auch die Konsequenzen tragen!"

Vincent Craven: "Es wird jedenfalls spannend zu sehen, ob beide Parteien im Turnier auch tatsächlich aufeinandertreffen werden. Für die Fans wäre es sicherlich ein Fest."

Mike Garland: "Es ist immer ein Fest, wenn PCWA'ler Außenstehenden in den Hintern treten."

Vincent Craven: "Über die XAW Crew sprichst du meistens ganz anders."

Mike Garland: "Das ist ja auch was völlig anderes!"

Vincent Craven: "Schauen wir uns lieber Mal an, was Matt Stone nach seinem heutigen Sieg so treibt!"


------------------ PCWA ------------------

Man sieht zunächst nur einen weißgekachelten Gang, aus welchem man Stimmen vernimmt, die langsam näherkommen.

„… wundert mich ein wenig, dass du deinen Gesichts-Kajal weggelassen hast. Sonst gehst du mit deiner Kriegsbemalung ja sogar auf’n Topf.“

„Ich hab heut schließlich weder Match noch Interview, also gönn mir das bisschen Freiheit.“

„Du, keine Rede … naja … und was FREIheit angeht – machen wir das ja gerade bestens vor …“

Dann kommen die Herren ins Bild: mit patschendem Latschenschritt biegen diese in den kleinen Gang ein, welcher von ihrer Umkleide zu den Duschen führt. Zwei ligabekannte Athleten, welche augenscheinlich bis auf jeweils um die Hüften geschlungene Handtücher nichts anhaben. Auch nicht das schon standardisierte und aufs Outfit abgestimmte Wetter-Makeup des Größeren der beiden. Der andere dagegen streicht sich durch sein Markenzeichen, die wasserstoffblonde Irokesentolle.
Beide Partners in Crime steuern ins Gespräch vertieft auf die Duschtür zu.

Stone: „Da du ja nun endlich den Kopf wieder frei für die wichtigen Dinge des Lebens hast, könnten wir uns ja mal der 150. Show widmen.“

Cardigan: „Also, wenn ich das noch erklären muss, solltest du echt auf ne andere Haarfarbe umsteigen.“

Stone: „Is mir schon klar, dass wir nich bloß zum Schaulaufen da antreten, aber es dürfte angesichts der ganzen Kaliber kein leichtes Unterfangen werden.“

Cardigan: „Das hab ich auch nicht behauptet. Und wir beide wissen, dass jeder für den anderen einsteht und zurücksteckt. Wenn’s sein muss im Singles-Bereich, ja … aber momentan weilen wir als Team hier. Und als Team stehen für uns die Cotatores an oberster Stelle. Das heißt, wir müssen alle anderen hinter uns lassen – von Sharpe und Breads über die Walhalla Brüder und Dussel Hour bis zu den Mad Godds. Da gibt’s für mich kein Wenn und Aber – nur Rücken an Rücken voraus.“

Machinegun schnieft zweifelnd.

Stone: „Ich werd dich dran erinnern, wenn du gegen Maxxx..“

Trent bedeutet ihm mit einem „Scht!“ und erhobener Hand leise zu sein. Dann dreht er den Kopf, dass sein Ohr zur Tür zeigt, an der sie angelangt sind.

Cardigan: „Sag mal, läuft die Dusche noch vom letzten Mal?“

Stone: „Also, ich hab sie ausgemacht…“

Beide legen vorsichtig ihre Ohren ans Türblatt, runzeln die Stirn.

Stone: „Nicht, dass dort einer unter der Brause abgemurkst wurde …“

Cardigan: „Mir is noch keine Leiche untergekommen, die so falsch Happy Day singt …“

Anschließend richten sich beide mit gerunzelter Stirn auf. Sie blicken sich an – und signalisieren sich stumm und mit einem Kopfnicken alles Weitere. Dann knallt der Tempest die Hand auf die Klinke und stürmt mit Stone gemeinsam hinein.

„Ey!“

„Was soll denn das?“

Mit großen Augen stieren die Partners in Crime auf die dargebotene Szenerie, wobei sich Machinegun schnell mit geschlossenen Augen wegdreht.

Stone: „Oh nee, den Anblick krieg ich nie wieder aus’m Schädel …"

In voller Pracht, was in diesem Fall ohne Kleidung heißt, stehen die beiden Happy Guys unter der Dusche und reißen gerade im letzten Moment noch ihre Hände runter, sodass die Kamera ihr bestes Stück nicht einfängt. Angesichts der Reaktion von Matt Stone ist das vielleicht auch besser so, möchte man meinen. Mit der Miene der Ertappten trippeln die beiden flink zu ihren Handtüchern und binden diese um, sodass beide verfeindeten Teams nun das gleiche 'Outfit' haben. Cornwallace ergreift als erster voller Empörung das Wort.

Brandon Cornwallace: "Dudes ... echt uncool!"

Er schüttelt mit peinlich berührter Miene den Kopf. Sein Partner wirkt einfach nur wütend ... als wäre er Keek Hathaway!

Gordon Banes: "Ich bin wütend! Was soll das?"

Er stemmt beide Arme wie eine dicke fette Henne an seine Seite und wartet auf eine Antwort des verfeindeten Teams.
Mit einem leicht belustigten Gesichtsausdruck legt der Wettermann den Kopf schräg und spricht, ohne den Blick abzuwenden, zum Teampartner.

Cardigan: „Du wolltest den beiden doch letztens die Klöten auf links ziehen. Tja, jetzt hast du die beste und direkteste Gelegenheit dazu.“

Stone: „Ach, lass mal: entweder hat warmes Wasser gefehlt oder die beiden sind schon gestraft genug.“

Brandon Cornwallace: "Nein ... also das Wasser war eigentlich warm genug!"

Bray-Bray kratzt sich kurz nachdenklich am Kopf, während sich alle Blicke, inklusive denen seines Partners auf ihn richten und ihn teils amüsiert, teils geschockt, anblicken.

Gordon Banes: "Dude! So hat der das nicht gemeint ..."

Brandon Cornwallace: "Und warum sagt der nicht, was er meint?"

Fragend blickt Banes abwechselnd zu Matt Stone und seinem Partner.

Gordon Banes: "Dude, lass gut sein ... die wollen dich doch nur vor deinem Match aus dem Konzept bringen. Oder warum sonst sollten sie uns selbst in unserer Dusche auflauern?"

Fragend und zugleich anklagend richtet sich der Blick auf die beiden Partners in Crime. Die Partners wechseln einen vielsagenden Blick miteinander.

Cardigan: „Aber sonst geht’s euch gut, was? Das alles hier nebst Umkleide ist immer noch unser Bereich. So steht’s auch vorne dran.“

Sofort gibt es die wütende Erwiderung von Banes.

Gordon Banes: "Entweder seid ihr Zwei blind, dämlich oder sogar beides, aber das hier ist unsere Umkleide und nicht eure. Das Schild ist deutlich!"

Cornwallace nickt unterstützend mit dem Kopf.

Brandon Cornwallace: "Ganz genau, Dudes! Ihr schuldet uns jetzt echt eine Entschuldigung ..."

Er nickt abermals mit dem Kopf und hebt mahnend den Finger.
Machinegun hebt als Antwort die Hand – zum Scheibenwischer.

Stone: „Ne Entschuldigung?! Ihr habt wohl Luft im Kürbis. Erst uns wochenlang mit eurer anmaßenden Art auf’n Keks gehen, dann nen billigen Sieg erkaufen und euch vor Freude darüber einen wegrubbeln und uns jetzt noch die Dusche streitig machen. Was los? Konntet ihr in eurer Alten nich mehr ungestört Ringelpietz mit Anfassen machen?“

Banes schüttelt den Kopf.

Gordon Banes: "Ihr seid es doch, die uns auf den Sack gehen, uns hinterhältig angreifen und uns stalken."

Matt läuft sichtbar dunkel an.

Stone: „Okay, dann gibt’s jetzt Klöten auf links…“

Die Faust bereits schlagbereit ausgeholt hakt Trent seinen Arm konternd ein, um seinen Partner zu stoppen.
Anschließend klopft Cardigan dem Ring-Rebell beruhigend auf die Schulter.

Cardigan: „Komm, lass die beiden weiter unter der Dusche spielen. Das isses nich wert. Suchen wir uns…“

Der Wirbelsturm hat die Klinke schon in der Hand – und gibt diese auch nicht mehr frei. Vielmehr ruckelt er daran, ohne die Tür zu öffnen.

Cardigan: „Verdammt, was ‘n das für ne Scheiße?“

Stone: „Wieso? Geht sie nicht auf?“

Cardigan: „Nein. Als wenn jemand…“

Banes lässt ein hämisches Lachen erklingen.

Gordon Banes: "Ha ... seid ihr inzwischen so schwach, dass ihr nicht einmal mehr eine Tür öffnen könnt? Oder ist das immer noch Teil eures Plans, um uns eine weitere Niederlage im Quest 4 the Best Turnier zuzufügen?"

Cornwallace denkt an sein kommendes Match. Robert Breads ist vermutlich der bislang stärkste Gegner, dem er sich in seiner Karriere hat stellen müssen und Bray-Bray hat großen Respekt vor ihm und seinen Errungenschaften. Wie könnte er auch nicht bei der Vita? Aber in jedem Match hat man eine Chance zu glänzen und zu überraschen und heute Abend könnte sein Moment sein.
Während er mit seinen Gedanken abdriftet, blickt Banes immer noch amüsiert zu den Partners. Stone dreht sich um und spannt bedrohlich die Muskeln an.

Stone: „Wenn ihr zwei Warmduscher nicht gleich die Klappe haltet, ramm ich euch die Shampoo-Flaschen dorthin, wo die Sonne nich scheint…“

Spätestens das ruft nun auch Cornwallace zurück ins Hier und Jetzt. Für einen kurzen Augenblick wirkt der Waliser etwas überrascht von der Situation, in der er sich befindet, fängt sich dann aber doch rasch. Sein Partner hingegen hat nun wohl endgültig genug. Zornig brüllt er Stone an.

Gordon Banes: "Ich ramm dir gleich was anderes in den Arsch! Nur weil dein Partner mich bei der letzten Show besiegen konnte, meinst du nun, du könntest hier den Dicken markieren ... nicht mit mir!"

Banes ballt die Fäuste, jederzeit bereit sich mit Stone zu prügeln, falls dieser es drauf anlegt. Cornwallace hingegen wirkt ein wenig besorgt. Er will es eigentlich vor seinem Match lieber nicht auf eine Schlägerei ankommen lassen und so versucht er seinen Partner zu beruhigen.

Brandon Cornwallace: "Ach, lass ihn doch einfach reden, Dude. Wir wissen beide, dass du ihn besiegen kannst, wenn es drauf ankommt!"

Er nickt mit dem Kopf und klopft seinem Partner auf die nackte Schulter.
Von Seiten des Wettermanns klingt nur ein spöttisches Kichern durch.

Cardigan: „Ich könnte ihn auch locker ein weiteres Mal besiegen, Dude-delsack. Aber das scheint ihr zwei eingebildeten Spatzenbirnen ja scheinbar nicht zu kapieren. Genauso wenig wie die Tatsache, dass Herumstolzieren wie die eitlen Gecken einen nicht unbedingt an die Spitze der Tag Team Szene bringt. Endlich landen wir mal einen unwiderlegbaren Beweis für Augenhöhe – und dann spielt ihr das in der gleichen überheblichen Weise runter, mit der ihr auch alle anderen sonst abtreten lasst. Wir haben euch die Hand gereicht, aber ihr wolltet unbedingt Könige der Welt spielen. Und da wundert ihr euch, dass ihr dafür fachgerecht eins auf die Fresse bekommt?“

Der Finger geht zu Cornwallace.

Cardigan: „So wie der Dünnbrettbohrer hier vermutlich nachher von Breads?“

Cornwallace blickt Cardigan ernst an. Ihm ist bewusst, dass jeder genau das erwartet, wovon der Tempest hier gerade spricht. Aber genau darin wird seine Chance liegen.

Brandon Cornwallace: "Wir werden sehen. Ich habe mich vorbereitet und weiß, wie schwer meine Aufgabe ist. Aber jeder kann einen großen Sieg erringen, wenn er nur genug daran GLAUBT! Wenn das Jemand immer und immer wieder bewiesen hat, dann sind es wir!"

Er nickt mit dem Kopf. Und auch wenn es vermutlich tatsächlich zu Gunsten von Breads ausgehen wird, so wird er doch nicht einfach so kleinbeigeben und alles geben, um am Ende doch die große Überraschung zu schaffen. Außerdem wäre es natürlich ein riesiger Boost so kurz vor Vendetta 150 einen der amtierenden Cotatores Champions besiegt zu haben.

„Verdammt nochmal, es reicht!!!“

Wie auf Kommando sind alle vier plötzlich mucksmäuschenstill – und lauschen, woher die plötzliche Stimme kam. Des Rätsels Lösung ergibt sich ziemlich schnell … als sich nämlich aus der Nische hinter den Wasserrohrleitungen eine Person nach vorn begibt. Dreiviertel des Quartetts steht ein wenig der Mund offen, der Tempest nur einen ungläubigen Blick aufsetzt – und damit die wie üblich gothic-like schwarze angezogene Frau an seiner Seite mustert.

Windy: „Vier nackte Kerle – so was ist mir seit der Abschlussfahrt nicht wieder passiert.“

Trent stemmt die Hände in die Hüfte. Die beiden Happys blicken sich peinlich berührt an.

Cardigan: „Ich glaub, ich hab mich verhört.“

Windy: „Schatz, dachtest du allen Ernstes, ich bin im Kloster aufgewachsen…“

Cornwallace hebt den Finger, als wäre er ein Schüler, der sich meldet, um die richtige Antwort zu nennen.

Brandon Cornwallace: "Ähm ... Dudes ... könnt ihr das vielleicht woanders klären? Mir wird das hier langsam wirklich zu voll. Ich habe gleich ein Match gegen den vermutlich besten Wrestler der Welt und ich will zeigen, was ich kann."

Er nickt überzeugt mit dem Kopf. Sein Partner hingegen ist immer noch im Angriffsmodus.

Gordon Banes: "Ganz genau und deine beiden Kasper da tun alles in ihrer Macht Stehende, um ihn abzulenken, damit er diesen Kampf verliert. Ihr seid wirklich das Letzte!"

Banes verzieht wütend das Gesicht.
Hörbar knirscht die Faust des Maschinengewehrs.

Stone: „Das Letzte?! Wir haben jedenfalls nicht wie zwei ängstliche Karnickel vor Rage abgekniet, dass fast die Köttel rausgefallen wären. Oder halten uns nen Affen als Sexsklaven, falls der Partner mal seine Tage hat.“

Banes geht einen Schritt vor.

Gordon Banes: "Unser Affe ist wenigstens ultrabrutal und könnte deinen Affen da im Nullkommanix zerfetzen!"

Er deutet mit dem Finger auf Matt Stone, der aussieht, als würde er sich das nicht mehr sehr lange bieten lassen ... Windy hin oder her!

Cardigan: „Nur, dass ich meinen nicht ständig entlausen lassen muss, Gor-Gor…“

Mit einem hochfrequenten metallischen Scheppern, als Windys Schnürstiefel gegen die Rohre kracht, gebietet die Deutsche einmal mehr Einhalt.

Windy: „Ist jetzt vielleicht bald mal Schluss mit diesen Schwachheiten? Vier gestandene Kerle, aber ein Benehmen wie Kindergarten Kleine Gruppe. Das ist echt nicht mehr normal…“

Zielgerichtet stapft sie in die Mitte beider Teams. Banes und Cornwallace, welche sie passiert, halten schützend ihre Handtücher eine Spur fester im Griff.
Die Aufmerksamkeit Windys richtet sich aber an ihre Partners.

Windy: „Seht euch nur mal an: ein ambitioniertes Tag Team, dass sich in einem Kraftakt zusammengerauft sowie Siege und Titel eingefahren hat. Zwei ursprünglich bierernste Kerle, welche sich gegenseitig die Coolness herausgelockt haben. Nix gegen Schalk im Nacken, aber wie soll euch jemand wirklich ernst nehmen, wenn ihr wie eine Rebellentruppe von Comedy Central wirkt und auch so handelt wie die Lümmel von der ersten Bank?“

Gordon Banes: "Seht ihr ... selbst sie sieht das so!"

Mit einem Ruck wendet sich die Schwarzhaarige zu den Happies um - sowie einem eiskalten Aufblitzen in den Augen.

Windy: „Ihr zwei müsst ganz ruhig sein! Nach all den Jahren und Erfolgen im Business hab ich von euch mehr erwartet als grenzenlose Arroganz, Angebertum und Hochnäsigkeit. Schlagt alle gereichten Hände mit einer Selbstverständlichkeit aus, als würden gleich die Gottväter um die Ecke kommen. Dabei kocht ihr nur mit demselben Wasser, das alle Duos irgendwann mal großgemacht hat, und feiert euch für einen angeblichen Fehdensieg, den ihr nie davongetragen habt.“

Der Zeigefinger Gordons geht in die Höhe, wenn auch ein wenig zaghaft.

Banes: „Also mal langsam, Fräulein. So einfach kannst du das jetzt auch...“

Windy: „RUHE!“

Einmal mehr verschafft sich die Lady im Gothic-Look Gehör, schaut musternd von einem Duo zum anderen.

Windy: „Ihr wollt Vorbilder eurer Zunft sein. Den anderen Teams zeigen, warum ihr soweit oben steht … und doch unterscheiden sich eure Vorgehensweisen nicht mehr als die von billigen Schulhofrüpeln. Ihr seid so verbohrt in dieser Vendetta, dass ihr das nicht mal ansatzweise erkennt. Deswegen sind wir schon lange über das Stadium hinaus, dass ein einzelnes bzw. ein weiteres Match wann auch immer alles entscheiden wird. Aber jetzt…“

Mit einem süffisanten Lächeln blickt sie ihren Mann an, streicht ihm über die Nase, während Cardigan verwirrt zu sein scheint.

Windy: „… abseits aller externen Einflüsse und nur reduziert auf die … nackten Tatsachen dürfte ich bzw. dürften wir jetzt die volle ungeteilte Aufmerksamkeit aller haben. Und das eine sage ich euch: bevor wir hier nicht eine akzeptable und faire Lösung für alle haben, wird keiner diesen Raum hier verlassen. Klar soweit?!“

Cornwallace blickt sich ein wenig panisch um. Sein Partner blickt Windy ein wenig beeindruckt an und nickt schließlich mit dem Kopf.

Gordon Banes: "Und wie soll so eine Lösung bitte aussehen? Die Vergangenheit hat klar gezeigt, dass deine Jungs nicht verlieren können. Ich hab meine Beine still gehalten, obwohl ich bei der vergangenen Show verloren habe."

Er blickt seine Kontrahenten mit giftiger Miene an. Einmal mehr ist es Bray-Bray, der hier deeskalierend zu Werke geht und etwas in den Raum wirft. Er hat von allen schließlich das größte Interesse daran, diese Situation hier endlich zu beenden.

Brandon Cornwallace: "Also ich hab da eine tolle Idee, die bestimmt allen Spaß machen wird ..."

Gordon Banes: "Nicht jetzt, Bray-Bray, das hier ist ernst!"

Bray-Bray nickt mit dem Kopf.

Brandon Cornwallace: "Und genau das sollte es nicht sein. Ich will nicht weiter in ständiger Angst leben hinter der nächsten Ecke angegriffen zu werden, Dude!"

Er blickt seinen Partner mit ernster Miene an. Der wirkt nicht überzeugt und verschränkt erst einmal die Arme.
Und … noch jemand wirkt alles andere als zugetan.

Stone: „Meine Fresse – der eine macht auf Spielhaus-Terminator, der andere auf Schisshase. Könnt ihr euch jetzt vielleicht mal entscheiden, was…“

Cardigan: „Matt!“

Der Tempest geht einschneidend dazwischen.

Cardigan: „Wenn das hier zu was führen soll, dann bin ich zumindest Ohr für Vorschläge. Einen Versuch ist es immer wert. Also…“

Keine Einwände von Banes und Stone, die sich jedoch auch weiterhin genau im Blick haben. Cornwallace tritt, mit leicht schüchterner Miene, hervor.

Brandon Cornwallace: "Aaaaaaaaaalso ... weil wir das ja in einem Wrestling Ring bisher nicht eindeutig klären konnten, würde ich eine Entscheidung durch die SUPER FUN SERIES vorschlagen!"

Cardigan und Stone blicken sich mit Fragezeichen über ihren Köpfen gegenseitig an. Banes reißt die Augen weit auf.

Gordon Banes: "DUDE! Auf gar keinen Fall! Nicht mit denen!"

Brandon Cornwallace: "Aber warum denn nicht? Genau dafür haben wir das Ganze doch entwickelt, Mann!"

Gordon Banes: "Aber Dude ..."

Cardigan: „Ähm … Genossen …“

Nun ist es ein Finger der Partners, welcher vorsichtig meldend in die Luft zeigt.

Cardigan: „… vielleicht könnt ihr das mal für Normalsterbliche entkrypten?“

Ehe Banes etwas sagen kann, sprudeln die Worte nun förmlich aus Cornwallace heraus. Seine Augen glänzen sogar leicht, während er erzählt.

Brandon Cornwallace: "In der SUPER FUN SERIES geht es darum zu zeigen, dass man ÜBERALL besser ist als die anderen. Frei nach dem Motto 'Alles was ihr könnt, können wir besser'. Nach Best of 5 Regelung werden unsere Teams in den kommenden Wochen immer wieder in sportlichen Duellen aufeinandertreffen. In der einen Show wählt ihr die Sportart, in der nächsten wieder wir. Wer zuerst drei Siege beisammen hat, gewinnt die SUPER FUN SERIES und ist ganz offiziell das beste Team!"

Er nickt mit dem Kopf und hüpft, bzw. trippelt in leichten Schritten aufgeregt auf und ab.
Die spitzbübisch freudige Erwartungshaltung … trifft allerdings auf merklich gemischte Gefühle. Der verdattert dreinblickende Stone schaut erst den Wirbelsturm an, welcher mit leisem Raunen sein facepalmendes Gesicht in einer Hand verbirgt, deren Zeigefinger und Daumen dabei die Stirn massieren.
Er schaut zu Windy - welche aber stumm bleibt. Doch ihre aufgeplusterten Backen, das unterdrückte Lächeln und das kehlige Glucksen sprechen Bände, was sie vermutlich bewegt. Vorrangig aber wohl der Ausdruck auf Stones Gesicht.
Dieser dreht sich dann mit pulsierender Halsschlagader wieder zu Happy Hour um, deutet zu ihnen.

Stone: „Sach ma, bin ich im falschen Film? Diese zwei Knallchargen braten uns mehrfach eins über die Rübe, quatschen sich mit dusseligem Zeug raus und nun sollen wir das Ganze mit nem gemeinsamen Spieleabend bei Capri Sonne und Ahoi Brause ausklingen lassen. Also echt, ihr habt doch…“

Windy: „Also, ich finde die Idee irgendwie gut!“

Die Augen des Ring-Rebells schrauben sich noch ein wenig weiter heraus.

Stone: „Tickst du nicht mehr richtig? Bevor ich mich mit diesen Nebelhörnern auf ne Partie polnischen Triathlon oder Street-Schach einlasse…“

Windy: „… dann machst du was, huh?! Ihr habt euch mit Fäusten in die Fresse gehauen, dann mit Stühlen, dann Equipment-Boxen … was kommt als nächstes, Matt? Waffen? Autos? Ne Neutronenbombe?“

Matt möchte erwidern, scheint aber nach den rechten Worten zu suchen. Das ist Trents Chance.

Cardigan: „Windy hat recht, Badger…“

Machinegun wirkt noch immer perplex, als der Tempest fortsetzt.

Cardigan: „… eine gegenseitige Wiege der Gewalt nimmt groteskere Züge an, je länger sie dauert. Und sie fordert irgendwann weitere Opfer – wenn man nicht zum richtigen Zeitpunkt die Augen aufmacht und den offensichtlichen Lösungsweg geht. Oder es versucht. Und auch wenn es mir momentan Unbehagen macht und ich mich ungern aufs Glatteis wage …“

Er schaut die beiden Happies direkt an.

Cardigan: „… hoffe ich, dass es das richtige Zeichen ist und wir es nicht bereuen werden.“

Brandon Cornwallace: "Also machen wir es so?"

Die Deutsche schaut zu ihren Leuten: Cardigan schenkt ihr ein knappes Nicken - Matt ein Kopfschütteln, mit dem er sich wegdreht und abwinkt.
Sie lächelt.

Windy: „Ja, genau so werden wir es machen! Und um den Burgfrieden noch weiter voranzutreiben, wählt ihr die erste Disziplin … oder was auch immer aus. Zufrieden?!“  

Banes mit einem zwiespältigen Ausdruck - von daneben allerdings schalmeit ein Jauchzen herüber.

Brandon Cornwallace: "Oh Yeaaaaaaaah! Das wird soooooooooooo cool, Dudes! Ich freu mich schon voll drauf!"

Er hebt die Hand reflexartig zum High-Five, doch selbstverständlich erntet er keinen. Bei seinem Partner dadurch bedingt, dass der immer noch nicht ganz zufrieden mit dieser Entscheidung wirkt, die sein Kollege und die Managerin der Partners in Crime hier getroffen haben. Bei den anderen pandemiebedingt. So bleibt dem Waliser nichts anderes übrig, als mit der Luft einen High-Five auszutauschen, dies macht er jedoch mit voller Euphorie.

Nun schaut auch der Tempest zufrieden aus, zieht seine Frau an der Schulter gegriffen zu sich heran.

Cardigan: „Na dann … bis zum Turnier … oder der ersten Runde Fünfkampf. Salve!“

Damit wendet sich das Paar zum Gehen um …

… und tauscht sich, als Windy die Tür wieder entriegelt, unhörbar untereinander aus.

Cardigan: „… vier nackte Kerle bei der Abschlussfahrt - hast du nicht ein bisschen zu dick aufgetragen?“

Windy: „… erstens solltest du mich besser kennen und zweitens habt ihr doch erreicht, was ihr wolltet. Oder?!“

Cardigan: „Fragt sich nur zu welchem Preis. NOCH traue ich den beiden Zinkern nicht von hier bis vorgestern…“

Windy und er verschwinden um die Ecke …

… in einigem Abstand von Stone begleitet, welcher rückwärts laufend die Happies im Auge behält. Zwei Finger gehen zum Salut an die Schläfe.

Stone: „Ich such mir dann auch mal ‘n anderes Bad. Bis die Tage … und damit ihr es wisst: erhofft euch nicht allzu viel. Vor allem nicht dann, wenn die Serie nach drei Duellsiegen zu unseren Gunsten endet. Tschüssikowski!“

Damit entschwindet auch er.
Cornwallace nickt zufrieden mit dem Kopf.

Brandon Cornwallace: "Das werden wir dann ja sehen, Dudes!"

Banes blickt den Partners noch kurz mürrisch nach, dann blickt er wortlos zu seinem Partner. Kurz scheint es so, als wolle er etwas sagen, doch dann dreht er sich schließlich um und verlässt einfach die Dusche. Cornwallace bleibt alleine zurück und verzieht kurz ratlos das Gesicht, womit diese Szene schließlich endet.
 

Mike Garland: "Was zum Teufel haben wir hier gerade gesehen?"

Vincent Craven: "Etwas höchst begrüßenswertes, nämlich zwei Teams, die sich einigen ihren Disput ein für alle mal beiseite zu legen."

Mike Garland: "Das war ein Rückfall in alte Happy Hour Zeiten ... furchtbar!"

Vincent Craven: "Und offensichtlich fand Banes das Ganze auch nicht wirklich toll. Andererseits haben wir schon öfters gedacht, dass es interne Probleme bei den Happys gibt und lagen dann völlig falsch!"

Mike Garland: "Ich weigere mich das hier zu kommentieren!"

Vincent Craven: "Ich finde es jedenfalls klasse und bin sehr gespannt auf diese Super Fun Series. Das dürfte hochgradig unterhaltsam werden bei diesen beiden Teams!"

Mike Garland: "..."


------------------ PCWA ------------------

Es wird zurück ins Theatre geschaltet, wo die Stimmung bereits wieder langsam hoch kocht. Das nächste Match steht an …

Bild


"Bring back those good old days
Nothing feels right
Nothing ever goes my way
I threw my future away..."


Wieder bildet sich diese ureigene Atmosphäre – resultierend aus den Klängen von „Bug Eyes“ seitens Dredg, den rotierenden und flackernden Lichtspielen und den Jubelrufen der Fans. Der aktuelle Träger des silbernen Gürtels macht seine Aufwartung – und sie wird noch eine Spur lauter, als er auf die Stage heraustritt.


"Your journey back to birth
Is haunting you
It's haunting you..."


Vor dem schwarzen Hintergrund optisch kaum abhebend stellt sich das unergründliche Dunkel einmal mehr mit hängendem Kopf in Position, bevor er die langen Haare simultan zu links und rechts von ihm detonierenden Pyros in den Nacken wirft – und so das grelle Gesicht mit den heutigen Insignien sowie dem bekannten Neonklecks enthüllt.
Dann geht er langsam und konzentriert auf den Ring zu – und Jane Nelson:

Jane Nelson: „………Ladies und Gentlemen!!! …………………... Der nun folgende Kampf ist ausgelegt auf einen Fall …………………. sowie ein weiteres Achtelfinal-Match des Quest for the Best -Turniers ……………………… als Erstes auf dem Weg zum Ring .............................. aus Purgatory, Texas, USA ............................. mit einem Kampfgewicht von 104 Kilogramm .................................................... Er ist der amtierende PCWA Cryption Crown ………………………………………… THIIIIIIIS .................................. IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIS …………………… SHAAAAAAAAAAAAAAA …………. DOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOWW!!!!“

Trotz geringer Fanmassen in der Halle ist die Stimmung so gut wie in normalen Zeiten – selbst, wenn all die Bekundungen scheinbar ungehört an dem stoisch blickenden Schatten abzuprallen scheinen.

Vincent Craven: „Wir begrüßen den zweithöchsten Champion der Liga. Heute … sichtlich eine Spur ernster als sonst.“
Mike Garland: „Will man es ihm verdenken? Haben wir doch vorhin erlebt, was ihn bewegt. Gesichtsverlust - und das für jemand, der sonst faktisch keines hat.“
Vincent Craven: „Ich wäre vorsichtig mit diesen Aussagen: Shadow nimmt seine Herausforderungen sehr ernst. Das hat er immer betont.“
Mike Garland: „Und heute wartet eine ganz besondere: seine eigene Überzeugung!“

Auch, als Shadow den Ring betritt, umhüllt ihn wie immer eine besondere Aura. Er geht ein paar Schritt durch den Ring, blickt dabei ins halbvolle Zuschauerrund und wendet seine Aufmerksamkeit, da das Theme langsam ausklingt, wieder dem Eingang zu…


"You're sweet like chocolate
Finding your way in the dark
Ain't so hard when you're close to my heart
You are there when I'm feeling alone
All I need is for you to come home"


Die Entrance-Musik von Shanks & Bigfoot wird gespielt und ein Film, bestehend aus kurzen Szenen von DeWynters, - hauptsächlich Auftritte als Managerin in der PCWA - flimmert über den AlieraTron, bis nach einer halben Minute die letzte Szene gezeigt wird: ein schwarzer Hintergrund mit Aufschrift "DeWynters" in leuchtend blauer Schrift.
Doch von ihr selbst ist nirgendwo etwas zu sehen, bis die Hallenbeleuchtung langsam ausgeht und es völlig dunkel wird. Kaum ein Augenblick später erscheint einsamer Lichtkegel über einem der Turnbuckle...

...und wir sehen Juliette bereits dort mit überschlagenen Beinen - nach außen blickend - hocken! Sie trägt ein beinlanges Leotard aus tiefdunklem Blau, das aber im Licht leicht glitzert.
Bis auf den Schatten, welcher sich scheinbar ungerührt zu ihr umdreht, scheint der Rest der Halle recht überrascht. Wie auch die Ringsprecherin.

Jane Nelson: "… äh ….uuund sein..e .... Gegnerin ................ die mysteriöse Dame in Schwarz, 1,72 Meter groß und 64 Kilogramm leicht... Madeleine Juliette DeWyyyyyyynnnnters!"

Nach einem ruhigen Rundumblick und einstudiertem, bleistiftdünnen Lächeln schwingt sie ihrem langen Beine nach innen und springt sanft vom Ringpfosten. Inzwischen ist die Hallenbeleuchtung wieder auf normale Stärke gegangen.

Mike Garland: "Sie ist aber sehr hübsch anzusehen... ob sie vielleicht mit mir ein Abend verbringen möchte...?"
Vincent Craven: *seufzt*
Mike Garland: "Was denn?"
Vincent Craven: "Lara Lee reicht dir wohl nicht, Mike? Glaube nicht, dass du da eine Zusage kriegst. Und jetzt bitte KEIN Kommentar über einen möglichen Dreier..."
Mike Garland: "Hey, woher-"
Vincent Craven: "KEIN Kommentar, bitte."

Das Theme klingt aus und beide Athleten liefern sich den Stare Down, während Charlie Swanson noch die Regeln erläutert. Dann aber gibt er den Kampf frei.

 

Q4tB Achtelfinale
Regular Singles Match
Bild
vs.
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(Der erste Fall entscheidet über den Sieg. Als Fall zählen Three Count, Submission, Disqualifikation sowie Count-Out.
-Referee: Charlie Swanson; Timelimit: 15 Min)

Obwohl der Gongschlag bereits ertönt ist stehen sich beide Kontrahenten noch immer abschätzend gegenüber. DeWynters wippt bereits dynamisch, um einen ersten Angriffspunkt für den Clinch zu bekommen … während der Schatte nach wie vor stumm und regungslos dasteht und sie mustert.

Mike Garland: „Uah … *gähn* … scheint, als will Shadow eine neue Karriere als Salzsäule starten.“
Vincent Craven: „Zwischen den Zeilen lesen ist auch nicht deine Stärke, was? Hast du den Schatten nicht vorhin gehört? Er hat halt gewisse Ansichten, die er erst überwinden muss.“
Mike Garland: „Sein ursprünglicher Gegner wäre auch ne Frau gewesen – er soll sich mal nicht so haben.“
Vincent Craven: „Oh man, Dein Frauenwelt-Verständnis ist eine Klasse für sich. Eine Baumschul-Klasse…“

Dann aber geht es los: Juliette wirft sich zum Lock Up auf den dunklen Fighter, welcher sie aber nach wenigen Augenblicken Gewährens wieder von sich schleudert.

Mike Garland: „Der Mann mit dem Schatten scheinbar lustlos. Könnte sich rächen, wenn er nicht aufpasst.“

Wieder greift DeWynters an …

KICK IN DIE KNIEKEHLE!!!


Der kam unvorbereitet, weshalb Shadow nun doch ein wenig einknickt – auch, weil Juliette ihm weitere Drehtritte links und rechts in die Seite verpasst. Unter einem weiteren taucht der Schatten weg, um sich Juliette zu einem German Suplex-Ansatz zu greifen. Der Wurf… geht weiter als gedacht, da DeWynters Schwung hineinlegt und auf den Beinen landet. Sie federt ins Seil für neuerlichen Schwung…

LARIAT!!!


Shadow erwischt sie eiskalt mit einem derart kraftvollen Move, dass Sanchez - Trainingsmündel eine Luftschraube vollführt. Das Cover – aber noch bevor Swanson auch nur unten ist kickt die Schwarzhaarige aus und funkelt den Schatten angriffslustig an.

Vincent Craven: „Miss DeWynters einmal überrumpelt – da hat sie sich ein ordentliches Kaliber aufgeladen.“
Mike Garland: „Shadow aber auch – vor allem sein Ego. Für mich sieht das eher wie ein Sparring, dass unser lieber Cryption Crown nicht wirklich ernst nimmt.“
Vincent Craven: „Juliette umso mehr – und los geht es wieder.“

Erneut geht es für beide ins Grappling…

ELBOW!!!


Aus dem nichts heraus feuert DeWynters ihren Arm in Shadows Gesicht, welcher umgehend loslässt und sich den Kiefer reibt. Juliette erkennt die Gelegenheit und federt ins Seil … aber ihr Shoulderblock verpufft ungerührt am Cryption Crown. Der bedeutet ihr, es nochmals zu versuchen, was Juliette auch umgehend in die Tat umsetzt. Sie fliegt erneut aus den Seilen heran – doch diesmal ist Shadows Bein erwartungsbereit oben,

BIG BOOT!


… aber DeWynters taucht drunter durch – mit einem Low Dropkick, welcher punktgenau das Schienbein des Schattens trifft. Shadow knickt ein, als Juliette wiederum in die Seile federt.

HIGH KNEE!!

 

… doch der Schatten fängt den Move ab,

POWERBOMB!!!


Und er hält sie wie zum Cover arretiert,

…………………………….1………………………….


… aber die Mystic Lady hebelt ihr Schulter rechtzeitig und blitzschnell in die Höhe.

Mike Garland: „Tja, so einfach, wie er sich das vorstellt, wird die Sache nicht werden. Da ächzt das Schatten-Ego.“
Vincent Craven: „Also, mir ächzen eher die Ohren, wenn ich dir noch weiter zuhöre.“
Mike Garland: „Hallo?! Ich bin nicht der mit dem Frauenproblem.“
Vincent Craven: „Das würde ich dir normalerweise auch abkaufen – aber wer wie du Frauenbewegung nur in Zusammenhang mit Rhythmus kennt wirkt da nicht gerade vertrauenserweckend.“

Wieder geht es in Grappling… nein, denn DeWynters wirbelt blitzschnell um den Schatten herum und klammert ihn hüftseits. Ein Ausheber… ein Versuch zumindest, aber die drahtige Lady bekommt den Hünen nicht von der Stelle. Zumindest vorerst, denn plötzlich bewegt sich Shadow doch. Er selbst setzt sich in Bewegung und drängt Juliette rückwärts gegen den Turnbuckle – aber die Neu-Fighterin schlängelt sich schnell aus dem Weg und der Schatten kracht allein in die Ecke. Sie schickt stattdessen eine kleine Serie harte Kicks gegen Shadows Brust hinterher, bevor sie auf seine Knie springt und den Kopf umgreift,

MONKEY CLIMB!!


… und tatsächlich kommt Shadow aus der Ecke heraus – aber nur, um sich mit angewinkeltem Arm fallenzulassen,

ELBOW DROP!!


Dieser trifft haargenau Juliettes Magengrube, welche noch ächzend ein wenig herumrollt, bevor sie vom Soul Survivor aufgehievt und in denselben Wurfansatz genommen wird. Und der geht durch,

RELEASED GERMAN SUPLEX!!!

 

DeWynters segelt quer durchs Seilgeviert und kommt hart auf. Der Schatten … setzt allerdings nicht nach, sondern lauert mit stierendem Blick, wie Juliette mühsam wieder in den Stand kommt.

Vincent Craven: „Sehr schöner Konter, jetzt nachsetzen … hach, warum wartet der denn jetzt?“
Mike Garland: „Ich sag nur ein Wort – fängt mit A an und hört mit Z auf.“
Vincent Craven: „Abstinenz … passt dank Malzbier. Nur nicht zum Kontext vom Match.“

Mit kreisendem Kopf und Hand am Nacken macht sich DeWynters wieder kampfbereit – und sieht Shadow vor sich, welcher stoisch wartet … und schließlich beide Hände zur „Just bring it!“ – Geste wippen lässt.

Mike Garland: „Na, fällt dir noch ein anders Wort ein? Jetzt passt es erst richtig.“

DeWynters lässt sich nicht lange bitten und stürmt auf den Schatten…

EUROPEAN UPPERCUT!!!


Umgehend geht es wieder in die Horizontale für die Newcomerin, doch der Schatten richtet sie umgehend wieder auf – zwecks eines Aushebers. Per Gorilla Press geht es hoch in die Lüfte für Juliette … und nach einigen Augenblicken auch wieder hart in die Tiefe des Rings. DeWynters hält sich noch den Rücken, als Shadow sich mit gegriffenem Kopf über sie weg katapultiert,

NECK SNAP!!


Shadow federt ins Seil und fährt das Bein aus,

MUAY THAI KICK!!!


…nnnnnnnnnnnnn..nein, denn DeWynters lässt sich einfach nach hinten fallen und macht eine Rolle rückwärts in den Stand. Aber auch der Schatten bleibt auf zack,

RUNNING CLOTHESLINE!!


Und es geht für die Lady übers Seil nach draußen.

Vincent Craven: „Na dann: guten Flug!“
Mike Garland: „Und da regst du dich über meine Kalauer auf?“
Vincent Craven: „Nein – nur über deine parteiische Berichterstattung. Das war jetzt ein astreine Movekette mit Nachsetzen. Das nennt man halt … tja, fängt mit D an und hört mit Z auf. Na?!“
Mike Garland: „Ach, lass mich.“
Vincent Craven: „Shadow dagegen nicht. Schon hat er sich DeWynters wieder gegriffen…“

Und er lässt sich mit ihr fallen,

SIDE SLAM!!!


Shadow bleibt dran und steht mit der wie zuvor gehaltenen DeWynters wieder auf. Charlie Swanson zählt bereits beide an, als der Schatten die Aktion ein weiteres Mal vollführt… aber da greift DeWynters um,

TORNADO DDT!!!


Mike Garland: „Ha, DAS … nenn ich mal einen geilen Konter.“
Vincent Craven: „Ich kann dir da momentan nicht wiedersprechen.“

Bereits sichtlich getroffen rollt Juliette sich in den Ring zurück, als auch Shadow wieder steht und ihr folgt,

SIDEKICK!!


Zwar nicht fallend, aber strauchelnd bricht der Schatten ab, um einen erneuten Versuch zu wagen – den DeWynters per Baseball Slide unterbindet.

Mike Garland: „Und das nenn ich jetzt clever.“
Vincent Craven: „Clever? Mit derlei Kick-Spielchen die Rückkehr verhindern für einen Count out – Sieg? Mag vielleicht sein – aber das sähe DeWynters nicht wirklich ähnlich. Die will sich doch mit Leistung hervortun.“
Mike Garland: „Da gehört auch manchmal Taktik dazu – wenn sie auch billig erscheint.“ 

Der Referee ist bereits bei „7“ angelangt, als der Schatten die Ringtreppe nimmt und den Turnbuckle besteigt. Auf diese Gelegenheit scheint Juliette aber gewartet zu haben. Sie nimmt Anlau…

MUAY THAI KICK!!!


Aus dem Nichts und am Seil abgestützt ein satter Tritt vom Cryption Crown und DeWynters purzelt zurück in den Ring. Aber sie gibt sich nicht geschlagen,

ROLLING WHEEL KICK!!!


Der zweite Move des Schattens, in den sie scheinbar blindlings hineinläuft. Aber Juliette zeigt das Herz einer Löwin und ist bereits wieder dabei kampfbereit auf die Beine zu gelangen … was nach einem hocheingesprungenen Fistdrop des Schattens aber wieder unterbunden wird. Der legt mit einem Bulldog noch nach, bevor er sich erhebt und es erstmals ein wenig laut in der Halle wird. Die stierenden Augen, DeWynters im Aufstehen begriffen - und die großen Gesten mit den Armen, bevor sich diese Kopf und Hals der Business-Lady greifen,

FULL NELSON BULLDOG!!!


… aber noch gibt sie sich nicht geschlagen, ruckelt mit den arretierten Armen und keult mit dem Beinen aus - was erfolgreich ist. Der Treffer an Shadows Schienbein lässt diesen sein Trademark zwar abbrechen, doch er behält DeWynters geklammert. Diesmal am Torso, ein German Suplex droht, aber mit katzenartiger Agilität fightet Juliette dagegen an. Wieder tritt sie nach hinten aus, trifft und nutzt den kurzen Moment, um sich Shadows Kopf zu greifen. Für einen Jumping Neckbreaker…

INVERTED FACEBUSTER!!!


Der Soul Survivor lässt die Schwarzhaarige ungebremst auf die Matte krachen … und hievt sie in dieser Position hüftgegriffen noch einmal nach oben. Es geht in die andere Richtung,

WHEELBARROW SUPLEX!!!


Shadow rollt in eine Double Leg Cradle durch, Swanson ist unten,

……………….1…………………

……………….2………………..

KICK OUT!!!

 

Vincent Craven: „Argh, denkbar knapp.“
Mike Garland: „Raus ist raus, egal ob schnell oder langsam.“
Vincent Craven: „Trotzdem hat der Schatten gezeigt, dass er gegenhalten kann.“
Mike Garland: „Muss er auch: DeWynters ist definitiv nicht das Püppchen, für das er es hält.“
Vincent Craven: „… oder du, wenn ich deine Blicke richtig deute.“
Mike Garland: „Aber ich kann grad nicht deuten, was Juliette jetzt vorhat … will die echt einen Schlagabtausch wagen? Nee, oder?!“

In der Tat hebt die von Sanchez und der Töle trainierte Athletin die Hände - und schon landet der erste Schlag im Gesicht des Schattenmannes. Doch das „Ouh!“ der Fans beschriebt die Situation leider ungenügend … da Shadow bis auf einen Gesichtsdreher zur Seite kaum eine Regung zeigt und nicht ein Millimeter vom Platz bugsiert wird. Dann holt er aus - und DeWynters fliegt in die Seile … von wo sie sich mit Schwung auf den Schatten stürzt. Der Punch … geht allerdings daneben, wohingegen Shadow die Schwarzhaarige mit einem Double Hand Choke greift und in die Luft drückt. Er deutet den Wurf… nnnnn…nein, Juliette feuert ihr Knie an die Schläfe des Schattens. Gleichzeitig schlingt sie beide Beine um seinen Hals,

FRANKENSTEINER!!!


Der Schatten knallt auf den Rücken und DeWynters covert,

…………………………..1……………………….


… aber sofort wirft Shadow sie von sich herunter - mit derartiger Wucht, dass Juliette über das Toprope fliegt. An diesem kann sie sich aber fest- und so auf dem Apron halten. Und … sofort nachsetzen, als der Schatten sich erhebt,

CONVICTION!!!


Auch der Leg Lariat trifft und sie bleibt zum Jackknife Hold auf ihm hocken.


…………………..1………………………


………………….2……………………………


KICK OUT!

Mike Garland: „Glaube, mit so viel Gegenwehr hat der Schatten nicht wirklich gerechnet.“
Vincent Craven: „Ja, ich muss sagen, dass DeWynters sich recht wacker schlägt. Aber ob das letztlich ausreichend sein witrd?“
Mike Garland: „Sie glaubt zumindest, wie man sieht.“

Die Ex-Managerin scheint nun ihrerseits auf Betriebstemperatur angelangt zu sein, Kicks fliegen gegen Shadow, welcher im Aufstehen begriffen ist. Doch bevor es dazu kommt, greift Juliette dessen Arme, hakt sie ein und dreht sich einmal um die eigene Achse.

Mike Garland: „Whoa – Inverted Underhook Facebuster.“
Vincent Craven: „Alias Last Paragraph, ihr Finisher. Sie will ihn jetzt bringen? Mutig, mutig…“

… aber der Schatten hat ein ordentliches Wörtchen mitzureden. Er reißt seinen Arm frei,

CLOTHESLINE!!


Und das mit derartiger Wucht, dass DeWynters mit Schmackes auf die Mattes kracht. Umgehend greift er wieder nach ihr,

OVERHEAD-BELLY-TO-BELLY!!!


Mit einem unschön harten Aufprall federt sie aus der Ecke zurück, in welcher sie gelandet war - und findet sich gleich darauf am Boden wieder,

HALF BOSTON CRAB!!!


Mike Garland: „Jetzt wird er giftig, der dunkle Mädchenschläger.“
Vincent Craven: „Dir kann man es echt nicht recht machen. Es ist ein Wunder, dass dir nach Happy Hour nicht öfters mit der Faust ein Scheitel gezogen wurde.“

Die Zuschauer im Theatre, welche im bisherigen Kampf noch zwiegespalten schienen, machen sich nun deutlich bemerkbar: sowohl diejenigen, welche den Schatten anfeuern, als auch die, welche DeWynters antreiben dem Move zu entkommen. Und da sie mit fortschreitender Dauer kaum Chancen gegen die Kraft Shadows zu haben scheint, versucht die Schwarzhaarige es anderweitig … und geht bäuchlings in einer Art Spagat.

Vincent Craven: „Aha - so kann man natürlich auch versuchen, ins Seil zu gelangen.“

Sie bemüht sich zu strecken …
… und ist letztlich erfolgreich, so dass Charlie Swanson das unergründliche Dunkel zum Abbruch anzählt. Der erhebt sich - und seine  Augen sprechen lodernd Bände. Juliette ist kaum oben, als er ihre Arme verschränkt. Time for…

 

FULL NELSON BULLDOG!!!

VERTICAL LEG!!!!

 


Juliette packt ihre gesamte Trickkiste aus - nebst aller Gelenkigkeit. Zielgenau schnellt ihr gestrecktes Bein kerzengerade nach oben und trifft den Kopf des Schattens. Umgehend greift sie selbst um,

LAST PARAGRAPH!!!


… Shadow rangelt sich rustikal frei und knallt DeWynters seinen Ellbogen in den Rücken. Die fliegt ins Seil, wieder heraus - und nun gibt es kein Entrinnen,

FULL NELSON BULLDOG!!!


Der Move sitzt, wie auch das Cover,

………………………..1…………………………

………………………….2………………………..

…………….

.....................Drei..KICK OUT!!!!...............


Mike Garland: „WAS?!“

Als wären die Augen des Schattens nicht schon auffallend genug, schraubt dieser sie noch eine Spur weiter heraus, als der Unparteiische ihm verdeutlich, dass DeWynters Schulter eine gefühlte Nanosekunde rechtzeitig noch oben war. Hörbar anfeuernder Beifall, als Juliette sich erhebt – und dabei aufputschend die Muskeln anspannt.
Doch auch der Cryption Crown deutet eine Machtdemonstration an - per Ausheber zum Kopfüber-Hänger. Die Fans wissen, was das bedeutet - und kreischen entsprechend,

TOTALE ECLIPSE!!!!



… aber DeWynters strampelt derart wild, dass sie in eine günstige Position gelangt, aus der sie an Shadows Rücken herunterrutschen kann. Dieser dreht sich um - und kassiert einen Tritt in den Magen. Wieder der Ansatz zum … aber Shadow drückt sie von sich weg in die nächstbeste Ecke, aus der sie zurückfedert. Der Griff an den Hals - und mit einem Chokeslam geht es scheppernd gegen den gegenüberliegenden Turnbuckle. Die Schwarzhaarige taumelt heraus und der Schatten langt zum dritten Mal zu,

TILT-A-WHIRL-SHOULDERBREAKER!!!


Vincent Craven: „Ein Move, den er sehr lange nicht mehr gezeigt hat. Vielleicht bringt der ja die Wende.“
Mike Garland: „Vermutlich nicht.“
Vincent Craven: „Wieso? Es zeigt doch schon deutlich, dass Shadow recht wütend über den Verlauf ist.“
Mike Garland: „Glaube, er ist jetzt noch wütender … schließlich hat Juliette wieder aus dem Cover ausgekickt.“

In der Tat scheinen sich das Gemisch der Fanreaktionen ein wenig zu verschieben … und deutlich kann man die Pops vernehmen, als eine scheinbar blutleckende Juliette DeWynters sich The Unfathomable Dark zuwendet - und nun ihrerseits „Just bring it!“ nonverbal fordert.

Mike Garland: „Hähä - der beste Konter bisher…“

Der Schatten lässt sich auch nicht lumpen und stürmt auf die Lady zu … welche sich gekonnt wie katzengleich aus dem Weg dreht und ihrem Kontrahent noch ein harten Stoß in den Rücken hinterher gibt.

Allerdings nutzt Cryption Crown ebenfalls seine Steilvorlagen: in dem Fall für einen Sprung aufs zweite Seil und von dort per Diving Crossbody Richtung Ring zurück …
… ins Leere, da DeWynters sich rechtzeitig abduckte. Und nun nutzt sie selbst die Seile,

HIGH PRAISE!!!


Vincent Craven: „Diving Moonsault, sehr schön. Überhaupt manövriert DeWynters den Schatten ganz schön aus.“
Mike Garland: „Tja - Aikido. Gekonnt ist gekonnt.“
Vincent Craven: „Und nicht nur bei ihr, schau…“

Kaum soll das Cover kommen, kassiert Juliette den eiskalten Konter,

GOGOPLATA!!!


Shadow mit gebleckten Zähnen legt Kraft und Frust in den Move hinein …
… doch bevor es dramatischer zu werden droht muss er loslassen - dank DeWynters schnellem Headbutt dorthin, wo es wirklich wehtut. Und das hat es, da Shadow sich auf dem Boden herumwindet, sich in eine Art Liegestütz-Kniestand dreht und sichtlich schwer atmet…

DOUBLE AXE!!


Juliette legt ebenfalls Emotionen in den Move gegen Shadows Rücken, bevor sie sich zu seinem Kopf voranhangelt. Die Arme des Schattens werden gegriffen - und es wird wieder laut. Scheinbar keine Gegenwehr vom dunklen Krieger, als DeWynters sich in der direkten Position zu ihrem Finisher befindet. Ein Blick zu den Zuschauern - und los geht es,

LAST PARAGRAPH!!!

….

AUSHEBER!!!!!


Die Reaktionen kochen noch einmal richtig hoch, als Shadow die Schwarzhaarige in die Luft hebt und die kopfüber eingehakt auf seinem Rücken hängt. Mit Wucht und Tempo gegen es rückwärts gegen den Turnbuckle,

AVALANCHE!!!


Mike Garland: „Ah, da sah sehr schmerzhaft aus.“
Vincent Craven: „War aber sehr effektiv.“

Shadow gibt die Arretierung Julietts frei, welche mit einer unfreiwilligen Rolle vom Toprope in den Ring zurückrollt - und umgehend wieder aufgeladen wird. Der Schatten nimmt noch einmal Anlauf, als er abspringt,

TOTALE ECLIPSE!!!!


Charlie Swanson ist da, als der Schatten covert,


……………………………1……………………………..

…………………………….2………………………………

……………………………..3!!!.......................................


#ding#ding#ding#


Mike Garland: „War ja mal wieder klar: der Schatten gewinnt. Aber mit so viel Gegenwehr hätte ich ehrlich gesagt nicht gerechnet.“

Vincent Craven: „Er vermutlich auch nicht. Trotzdem starke Leistung, speziell von DeWynters.“

Mike Garland: „Tja, jetzt geht’s zurück in die Trainingshalle.“

Das Theme des Schattens dröhnt zum Zeichen des Sieges durch die Arena … doch bevor der Ringrichter das optisch auch bekanntgeben kann, hat sich Shadow auch schon aus dem Ring gerollt. Ohne die geschlagene DeWynters, die Fans oder die Offiziellen weiter zu beachten, wirft der Cryption Crown seine Haare vors Gesicht und stapft emotionslos nach backstage.
Swanson wirkt ein wenig verwirrt - wie auch Jane Nelson, welche ihrer Pflicht nachkommt.

Jane Nelson: „Der Sieger dieses Matches ………………………. SHAAAAAAAAAAAAAAA …………. DOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOWW!!!!“

Mike Garland: „Zufrieden sieht anders aus. Macht ihm wohl doch mehr zu schaffen, als es den Anschein hat.“

Der Schatten ist bereits nach hinten verschwunden, als Juliette sich wieder regt und mit an den Kopf gelegter Hand auf den Hosenboden setzt. Swanson und einige Crewmember wenden sich ihr zu - als es für einen kurzen Moment dunkel im Theatre wird...
... und als die Lichter zurückkehren ist Juliette verschwunden. So, wie sie gekommen ist.

Mit dem Bild des verwirrt schauen Charlie Swanson wird zunächst aus der Halle gegeben …


------------------ PCWA ------------------

Wir befinden uns im Trainingszentrum des BWH-Gebäudes. Im Ring findet gerade ein Übungskampf zweier milchgesichtiger Wrestling-Novizen statt, mittendrin statt nur dabei ist Díego Alejandro Sanchéz. Der Deutschmexikaner spielt nicht nur den Ringrichter, er unterbricht den Kampf auch ab und an, wenn ihm etwas nicht gefällt. Die Fehler seiner Schäfchen werden im Ring gnadenlos analysiert. 

Eine dieser messerscharfen und ziemlich lautstarken Analysen ruft schließlich eine weitere Person auf den Plan, welche eigentlich dachte, dass man im ziemlich menscheleeren BWH-Gebäude, in Ruhe etwas mit dem Sandsack und Speedball trainieren kann. Ein Training als Entspannung, nachdem er für Sunny und Cloudy den Tourguide gemacht hat. Falsch Gedacht! Mit verschränkten Armen baut sich der beim Training unterbrochene Marc Poe neben dem Trainingsring auf.

Marc Poe: "Verdammt Diego, ich wußte gar nicht, dass du der Severus Snape unter den Wrestlingtrainern bist."

Poe setzt sein typisches spitzbübiges Lächeln auf und grinst Coach Sanchez an. Im Rücken ihres Trainers geben die Wrestlingschüler dem Mann aus Baltimore dafür jeweils einen "Daumen hoch". Diego dreht sich zu seinen Lehrlingen um, als wenn er die Aktion spüren konnte. Mit tödlichem Blick schaut der Coach die Nachwuchswrestler an, dann gibt er ihnen jedoch ein Zeichen, mit dem er das Training für heute beendet.

Marc Poe: "Du hast deine Jungs echt unter Kontrolle und sie bewundern dich. Das sieht man auf den ersten Blick."

Meint der Marylander ganz ohne Sarkasmus, denn die Geste der Jungwrestler im Rücken ihres Trainers war keinesfalls respektlos gemeint. Díego steigt in der zwischenzeit aus dem Ring, nimmt sein Handtuch und begibt sich in Marcs Nähe, ein kurzer respektvoller Kopfnicker reicht als Begrüßung. Beide kennen und schätzen einander, seit sie sich im Oktober 2019 in der XAW kennenlernten. Von einer Freundschaft zwischen Poe und Díego kann man allerdings noch nicht reden, der gegenseitige Respekt ist jedoch groß und bisher standen sie immer auf der gleichen Seite. So war es zumindest in der XAW, in der PCWA ist die Konstellation etwas anders, da Sanchez nicht mehr als Aktiver im Ring steht.

Marc Poe: "Du gehst in deiner Trainerrolle richtig auf, der PCWA-Nachwuchs kann sich glücklich schätzen. Und obwohl ich dich im XAW-Ring als großen Fighter erleben konnte, scheinst du dich in einem Berliner-Trainingsring noch wohler zu fühlen. Das merkt man auf den ersten Blick. Du bist hier einfach zu Hause, oder?"

Zu Hause...Ja so in etwa könnte man es sagen. Trotz der Umstände, die ihn im Moment etwas frustrieren. Aber vielleicht ist ja doch ein kleiner Silberstreif am Horizont. Díego muss schmunzeln. Ja er liebt es, sein Wissen weiter zu geben, auch wenn sich offenbar nicht jeder wirklich glücklich schätzt, mit ihm zu arbeiten. Der Deutschmexikaner lässt seinen Blick durchs nahe Fenster schweifen. Hinaus aufs Phönix Center, mit allem was es hier so gibt. Er liebt das ganze Drumherum, die ganze Atmosphäre, die Mall, die Hotels...alles hier bedeutet für ihn Heimat.

Sanchéz: "Si, amigo. Seit ich bei Out of Ashes im Jahr 2005 zum ersten Mal diese heiligen Hallen betreten habe, wusste ich sofort, dass ich endlich irgendwo angekommen bin. Die Zeit davor in der IWF war lehrreich und unglaublich toll. Ich werde diese Promotion immer im Herzen tragen mit allen Höhen und Tiefen, aber eine - meine - Heimat habe ich erst hier gefunden. Im Dome ein kleines Versteckspiel zu veranstalten und einen Abend maskiert verbringen, um dann im Main Event John Smith gegen Keevan zu saven...die Enthüllung, der Jubel...Amigo, davon bekomme ich jetzt noch Gänsehaut."

Die Augen strahlen, das Lächeln würde einmal um den gesamten Kopf gehen, wäre das anatomisch möglich. Er streicht sich kurz über die Arme.

Sanchéz: "Danach bei Vendetta 40 mein erstes Match. Ausgerechnet gegen Keevan. DER Keevan. Dios Mio!... "

So viele Gedanken und Bilder durchfluten ihn, nehmen ihn auf eine Hochgeschwindigkeitsreise in die Vergangenheit.

Sanchéz: "Eine schöne Zeit mit neuen Freunden von der New Era. Aber auch eine Zeit geprägt von Auseinandersetzungen mit den ganz Großen. Mein erster Titelgewinn bei Vendetta 43, der Tribune, nach dem ich beinahe mein Augenlicht verloren hätte."

Er erinnert sich an den Feuerlöscher, die weiße Wolke, den plötzlichen Schmerz und die Dunkelheit. Blind und eigentlich stehend K.O. hatten seine Instinkte übernommen und ihn zum Sieg geführt. Valkos konnte von draußen nur zuschauen, weil er sich mit Rage und Ric Heatfield rumschlagen musste - selbst Grizz Lee kam damals noch zum Ring, um Rage zu attackieren.

Díego schüttelt kurz den Kopf, fasst wieder klare Gedanken. Sein Weg zum Undisputed Gerasy war vorgezeichnet. Es war sein Weg, doch zu oft ist er gestürzt. Und doch steht er wieder hier, wenn auch in anderer Position. Schon früher hat er sich als personifizierter Phönix dargestellt und genau dieses Bild treibt ihm dieses Glänzen in die Augen.

Poe sieht das Glänzen in den Augen des Deutschmexikaners und den dort noch lodernden Kampfgeist. 

Marc Poe: "Brawlin' Rumble XIII hat für uns beide wohl nur Unglück gebracht. Du konntest nicht teilnehmen, ich habe meinen Undisputed Gerasy verloren und die PCWA nach dem Match verlassen. Jetzt bist du zurück und ich ebenfalls. Aber warum versuchst du es nicht nochmal im Ring? Ich sehe das Feuer in deinen Augen, wenn du über die Vergangheit redest. Brawlin' Rumble XIII ist nicht das Ende! Warum suchst du dir keinen Partner und nimmst am Turnier von Vendetta 150 teil?"

Der Deutschmexikaner lächelt kurz und denkt an Lara Lees geflüsterte Worte. Vielleicht bekommt er ja doch schneller als erwartet die Chance, sich noch einmal in einem PCWA-Ring zu beweisen. Doch bis dahin gilt weiterhin...

Sanchéz: "Amigo, auch wenn ich in der XAW weiterhin in den Ring steigen darf, darf ich hier kein aktiver Teil von diesem Zirkus namens PCWA sein. Ich musste meine Karriere beenden. Punkt! Ich darf hier Trainer sein und liebe diese Tätigkeit. Alles darüber hinaus entscheidet letztlich Miss Vark, die mich aktuell aber auch nur als Trainer sieht. It's all about business. Wer keine Quote verspricht, muss zusehen, wo er bleibt."

Der Marylander schüttelt den Man-Bun, als er von Díegos Geschichte hört. Wenn es um das Business geht, dann hört das Herz von Jona Vark auf zu schlagen. "Unsere Beziehung geht nicht über das Geschäftliche hinaus, Mister Poe. Unsere Treffen haben nichts bedeutet." Diese Wort "Live" bei Vendetta 137 vor der gesamten PCWA-Welt, haben Marc damals gebrochen. Dabei war es eine glatte Lüge, denn es war mehr. 

Marc Poe: "Jona versucht mit aller Macht ihrem Vater etwas zu beweisen. Deshalb trifft sie kalt kalkulierte Entscheidungen, die für das Geschäft offensichtlich richtig sind. Manchmal sollte sie lieber mit dem Herz urteilen, denn dann würde sie weniger Fehler machen. Ich werde ihr zeigen, dass es ein Fehler war mich gehen zu lassen."

Verbissen starrt der ehemalige Undisputed Gerasy die PCWA-Legende an. 

Marc Poe: "Zeig du es ihr ebenfalls!"

Sanchéz: "Ich bin da leider auf etwas Hilfe angewiesen, aber ich werde den Teufel tun und jetzt aufgeben. Dieser kurze Auftritt bei der Quest-Auslosung hat mir nochmal gezeigt, dass mir das alles hier so unendlich viel bedeutet. Ich bin hier, um zu bleiben, und wer weiß... In der PCWA kann man nie wissen, was alles passiert."

Díego zeigt ein Lächeln. Er genießt diese Air-Time in vollen Zügen. Schließlich ist das auch eine Form seinen Marktwert wieder etwas zu steigern.

Sanchéz: "Und außerdem...wenn man es vergleicht... Ich arbeite 1000 mal lieber unter Jona Vark als unter Kevin Smash."

Marc Poe: "Ja, wenn man keine Möglichkeiten mehr hat, dann geht man sogar einen Pakt mit Smash ein. Die XAW war die einzige Option, die wir hatten, trotz dieses Verrückten."

Sanchéz will gerade etwas erwidern, als es mit einem Mal laut kracht und die Wände beben. Einzelne Brocken brechen aus der Wand heraus und schließlich ... fällt die komplette Wand in sich zusammen und treibt eine riesige Staubwolke in die Höhe. Sanchéz und Poe sind gerade noch rechtzeitig zur Seite gesprungen, sodass sie einzelnen Trümmerteilen ausweichen konnten. Der Blick von beiden geht ungläubig zur dichten Staubwolke, die sich langsam lichtet und nun nach und nach die Sicht auf einen großen schwarz-roten Bagger freigibt. Sanchéz will gerade etwas sagen, als er sieht, wer am Steuer des Baugeräts sitzt und ihm bleiben die Worte im Hals stecken. Auf dem Schädel einen großen gelben Bauarbeiterhelm und auf der Nase die niemals fehlende Sonnenbrille, thront niemand geringeres als Kevin Smash auf dem Sitz des Baggers. Der XAW Boss wirkt zufrieden mit seinem Werk und dreht den Schlüssel, um so den Bagger endlich zum Stillstand zu bringen.

Kevin Smash: "Na Bitte! Der Anfang wäre gemacht. War doch gar nicht so schwer."

Die selbsternannte Legende steigt nun von ihrem Gefährt und dreht sich um, während die beiden Männer, die hier zuvor noch miteinander trainierten immer noch fassungslos wirken. Smash selbst hat die beiden, wie könnte es auch anders sein, noch nicht bemerkt. Stattdessen winkt er nun einen Trupp von mexikanischen Arbeitern per Handgeste zu sich. Einer der Männer, der, der den riesigen schwarzen Schnauzbart unter der Nase trägt, bleibt schließlich genau vor Smash stehen. Smash nickt ihm gütig zu.

Kevin Smash: "Carlos, du übernimmst jetzt hier. Ich erwarte von dir und deinen Amigos volle Leistung, comprende? Ich bezahle euch nicht, damit ihr hier eure Siesta halten könnt. Bis heute Abend muss hier alles frei sein!"

Er lacht laut auf und dreht sich dann wieder zu der eingerissenen Wand um, wo sich der Staub nun endgültig verzogen hat. Voller Überraschung weiten sich seine Augen, als er dort Marc Poe und seinen mexikanischen Erzrivalen entdeckt. Der Moment der Überraschung währt jedoch nur kurz und schon setzt die Legende ihr übliches gespieltes breites Grinsen auf.

Kevin Smash: "Sieh an ... noch mehr von meinen Mitarbeitern!"

Er lacht laut auf.

Kevin Smash: "Was habt ihr denn hier zu suchen? Hat man euch nicht Bescheid gegeben, dass dieses Gebäude dem Erdboden gleichgemacht wird?"

Er blickt die beiden an und nimmt nun auch die Sonnenbrille von seiner Nase. Poe schüttelt seinen Man-Bun, während die Augen des Drachens ungläubig auf das Loch in der Wand starren.

Marc Poe: "Ich bin nur dein Mitarbeiter, wenn wir uns in Los Angeles befinden. Hier in Berlin bin ich PCWA Angestellter! Deshalb kann ich dir hier den Arsch aufreißen, wenn ich Lust darauf habe. Allerdings will ich James nicht das Vergnügen für heute Abend kaputt machen. Sonst wärst du nun fällig, Smash."

Poe unterstützt die Worte mit einem Killer-Blick. Die Legende schluckt kurz, doch das gespielt Grinsen ist schnell zurück. Dem Deutschmexikaner der Runde ist dagegen überhaupt nicht nach Grinsen zumute.

Sanchéz: "Alter, was stimmt denn nicht mit dir?! Hast du jetzt noch das letzte Bisschen Verstand verloren, was dir geblieben ist? Hier einfach so die Häuser einzureißen. Du bist doch nicht ganz dicht!"

Smash deutet mit den Fingern auf sich selbst und hebt gespielt überrascht die Augenbrauen hoch, dann schüttelt er den Kopf und lacht einmal mehr laut auf.

Kevin Smash: "Ganz im Gegenteil, Amigo ..."

Sanchéz: "Wir waren nie Amigos und werden weder in diesem, noch im nächsten Leben welche sein!"

Smash ignoriert den Einwand einfach und fährt fort.

Kevin Smash: "Wie ich gerade sagte ... AMIGO ..."

Er grinst den ehemaligen Drachen provokativ an.

Kevin Smash: "... kann hier von einfach so einreißen gar keine Rede sein. Miss Vark hat mir dieses Gelände verpachtet, aufdass ich hier das brandneue XAW Headquarter Berlin errichten kann."

Voller Stolz verkündet er dies und nickt dabei kräftig mit seinem riesigen Legendenschädel.

Kevin Smash: "Miss Vark muss wohl vergessen haben euch die Notiz zukommen zu lassen, aber so ist das eben, wenn man unwichtig ist, nicht wahr?"

Er lacht dreckig und arrogant auf. Díego starrt ihn für einen kurzen Augenblick ungläubig an und schüttelt dann bestimmt den Kopf.

Sanchéz: "Hör mal zu, Cabrón. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass deine Selbstüberschätzung noch größer werden könnte. Da das hier ja leider nicht geht, kann ich dir in der XAW ja mal zeigen, wer hier unwichtig ist!"

Er schnaubt aus und würde dieser selbsternannten Legende am liebsten die Fäuste in die Kauleiste drücken.

Sanchéz: "Doch davon abgesehen...keine Ahnung, mit wem du gesprochen hast, aber ich kann mir absolut nicht vorstellen, dass Mrs. Vark so etwas zulassen würde."

Smash schüttelt amüsiert den Kopf.

Kevin Smash: "Dann geh doch hin und frag sie selbst."

Der Smasher zuckt kurz mit den Schultern und fährt dann fort.

Kevin Smash: "Fakt ist, dass Miss Vark wohl keinen Nutzen mehr in diesem Gelände gesehen hat, welches nun seit Jahren vor sich hin modert. Da schien sie mir ganz froh zu sein, als ich ihr die Möglichkeit geboten habe etwas Geld mit diesem Stück Land zu verdienen!" 

Es folgt ein weiteres lautes Lachen der Kategorie "dreckig".

Kevin Smash: "Wenn ihr jetzt die Güte hättet euch zu entfernen ... der Rest muss auch noch weg!"

Er nickt motiviert mit dem Kopf. Poe reißt die Fäuste nach oben. 

Marc Poe: "Das werden wir auf gar keinen Fall zulassen, oder Díego?"

Der Angesprochene tut es dem Marylander gleich und macht sich kampfbereit.

Sanchéz: "Auf keinen Fall!!"

Smash blickt die beiden kurz stumm an und legt nun auch den Bauarbeiterhelm ab, unter welchem er, Überraschung, natürlich eines seiner üblichen schwarzen Bandanas trägt. Schließlich überlegt er einen kleinen Moment, ehe er ein weiteres Lachen aus sich herausplatzen lässt.

Kevin Smash: "Ihr seid mir ja ein niedliches Pärchen ... fast genau so süß wie du und James!"

Er blickt Poe an und nickt diesem zu.

Kevin Smash: "Ihr beiden scheint mir jedoch zu vergessen, wem eure Loyalität zu gelten hat!"

Er nickt mit dem Legendenschädel.

Marc Poe: "Ganz sicher nicht dir, Smash! Dazu müsste man mich schon einer Gehirnwäsche unterziehen!" 

Die Miene vom XAW Boss wird nun einen Tick ernster.

Kevin Smash: "Das sehe ich ganz anders. Schließlich war ich es, der euch vor der Gosse bewahrt hat, als Jona keinen Bock mehr auf euch hatte. Ich bin es, der euch die Chance gegeben hat auch weiterhin eurem Beruf nachzugehen. Ohne mich wärst du heute kein zweifacher XAW World Champion, Amigo ..."

Ein Nicken in Richtung Sanchéz.

Kevin Smash: "Ihr könnt es drehen und wenden wie ihr wollt ... ich war für euch da! Und ich kann noch vieles mehr für euch erreichen. Ihr müsst nur auf der richtigen Seite stehen!"

Erwartungsvoll blickt er die beiden an. Doch Díego muss sich offenbar ein Lachen verkneifen und schüttelt wieder leicht den Kopf.

Sanchéz: "Wie, zur Hölle, könnte deine Seite die Richtige sein? Sie war es nie und wird es nie sein. Uns eint nichts. Überhaupt nichts. Nada!"

Ein ernster Blick in die Augen des Amerikaners. Wenn er hier doch nur könnte, wie er gerade wollte.

Sanchéz: "Seit meinem Sieg in unserem ersten Match damals gehst du mir nur auf den Sack. Du behandelst mich wie Dreck, provozierst immer und überall und hältst dich dabei auch noch für den Nabel der Welt. Wir haben nichts, was irgendwie als Basis herhalten kann. Unsere einzige Beziehung ist die: Du bezahlst mich und ich gebe der XAW-Crowd, wonach sie sich sehnt. That's it! Also noch einmal, Cabrón. Seit wann ist deine Seite die richtige?"

Smash wirkt nun ehrlich empört.

Kevin Smash: "Eine dumme Frage, Drache. Ich bin schließlich der einzige, der die Eier hat sich Jona Vark und ihren völlig willkürlichen Entscheidungen in den Weg zu stellen. Nehmen wir doch einfach Mal dich selbst als Beispiel. Du bist in Topform und hast in der XAW ein großes Comeback beim Hollywood Rumble hingelegt und fast hättest du sogar Elroy den Titel abgenommen ..."

Er lässt die Worte wirken und schickt Díego damit in dessen eigene Gedankenwelt. Sein Comeback beim Rumble, seine Enttäuschung über sein Abschneiden im Rumble-Match, aber trotzdem auch die große Freude endlich wieder im Ring zu stehen. Der drittte Titelgewinn gegen Elroy wäre natürlich ein Traum gewesen, aber er wird nicht aufgeben. Dieser kleine Giftzwerg wird niemals Ruhe vor ihm haben. Doch das ist halt nur die eine Seite der Medaille. Erfolg außerhalb des PCWA-Universums zählen hier nicht und sie bringen ihn auf seinem Weg nicht weiter. Dem Weg, dem schon so viele in der PCWA gefolgt sind...Freiheit.

Kevin Smash: "... und doch gibt dir Jona Vark nicht die Chance dein Können auch hier zu zeigen! Eine Frechheit, wenn du mich fragst ... ich jedoch ... ich könnte dir einen neuen PCWA Vertrag verschaffen, Drache. Ich kann dafür sorgen, dass du auch hier in Berlin wieder deiner Leidenschaft nachgehen kannst."

Er schenkt dem Drachen ein falsches Grinsen. Doch dieser kennt den Amerikaner seit Jahren und dadurch auch viel zu gut. Kevin 'the self-proclaimed legend' Smash tut nichts aus reiner Nächstenliebe.

Sanchéz: "Das würdest du also tun, ja? Einfach so? Ich kenne dich und unsere gemeinsame Vergangenheit besser, als dass ich dir das abkaufen würde." 

Die Legende schüttelt amüsiert den Kopf.

Kevin Smash: "Du amüsierst mich, Drache. Natürlich würde ich das. Ich bin ein zutiefst herzensguter Mann, weshalb ich heute auch James Godd von der Last des Gerasy Championships befreien werde."

Er lacht einmal mehr dreckig auf, während Marc seinen Man-Bun strafft. Dieser ist vom Kopfschütteln ganz locker geworden.

Marc Poe: "Den gleichen Scheiß hast du schon erzählt, als wir um den Gerasy gekämpft haben. Das Ergebnis ist bekannt."

Der Marylander immitiert das dreckige Lachen der Legende.

Marc Poe: "Du wirst James niemals besiegen können, denn James hat etwas, dass du niemals haben wirst: Ehre!"

Ein knappes Lachen von Smash dient als Erwiderung.

Kevin Smash: "Ja, ja ... hör mir doch mit der Ehre auf ... die gewinnt keine Titel! Am Ende muss man rücksichtslos sein und sich einfach nehmen, was einem zusteht ... du solltest es doch besser wissen nach der Geschichte mit Kevin Sharpe, oder?"

Er grinst Poe an und schenkt ihm sogar ein kurzes Augenzwinkern, ehe er sich wieder Díego widmet.

Kevin Smash: "Du solltest jedenfalls über mein Angebot nachdenken, Drache ... ich kann dir geben, was dein Herz verlangt."

Er grinst seinen früheren Erzrivalen an.

Kevin Smash: "Und solltest du dich dagegen entscheiden ... denk einfach daran, dass ich dir dein Leben in der XAW auch zur Hölle machen kann ... das gilt übrigens auch für dich, Poe!"

Smash blickt nun zu seinen Arbeitskräften, die bereits damit beschäftigt sind Schutt in diverse Schubkarren zu hieven. Sein Gesichtsausdruck wandelt sich in mürrisch. Er scheint nicht sehr zufrieden zu sein mit dem, was er zu sehen bekommt. Mit genervter Miene lässt er einen Seufzer entfahren und schüttelt den Kopf.

Kevin Smash: "Ihr entschuldigt mich, ich ... ich muss mich darum kümmern, dass diese hombres das auch alles richtig machen ... scheiß billige Arbeitskräfte!"

Er spuckt kurz auf den Boden.

Kevin Smash: "Also dann ... denkt drüber nach, Jungs!"

Ohne den beiden schließlich auch noch einen weiteren Blick zu widmen, dreht die selbsternannte Legende sich einfach um und begibt sich in Richtung der mexikanischen Arbeitskräfte, welche sofort von ihm im barschen Tonfall angeschnauzt werden. Poe und Díego blicken Smash noch kurz nach, ehe sie sich wieder gegenseitig anblicken.

Marc Poe: "Größenwahnsinnig war er schon immer, doch das erste Mal betrachte ich ihn als wirklich gefährlich. Wie konnte Jona ihm nur erlauben hier eine XAW-Zweigstelle zu eröffnen? Dadurch bekommt dieser Irre automatisch mehr Macht."

Poe schaut Díego fragend an, dieser wirkt allerdings sehr nachdenklich.

Marc Poe: "Du denkst doch nicht ernsthaft über sein Angebot nach?" 

Der Deutschmexikaner wirkt gedanklich abwesend. Sein Blick ruht auf Smash, der weiterhin seine Landsmänner vollblökt. Seine Gedanken wandern von Smashs Worten zu Lara Lee. Was, wenn sie ihr Versprechen nicht halten kann? Wie viel ist ihm seine Freiheit wert? Würde er sich dafür an dieses wertlose Stück Müll da hinten verkaufen? Er reißt sich aus der Gedankenwelt heraus und starrt plötzlich Poe an.

Sanchéz: "Ich...weißt du...ich..."

Díego schüttelt den Kopf, lässt ihn sinken und schiebt sich an Poe vorbei, um durch den neu geschaffenen Ausgang der Szenerie zu entschwinden. Wäre er wirklich bereit alles zu tun, um noch einmal in diesen Ring zu steigen? Wenn er sich eine ehrliche Antwort abverlangen würde, würde ihm diese wohl nicht gefallen...

Mit leerem Blick schaut Marc dem PCWA-Cheftrainer hinterher. Der Vibrationsalarm aus der Tasche seiner Trainingsjacke holt ihn zurück in die reale Welt, Poe kramt sein Smartphone raus. Er liest die Nachricht aufmerksam, dann tippt er eine schnelle Antwort und die Kamera geht off. 

 

Vincent Craven: "Sanchéz und Marc Poe führen hier ein tolles Gespräch, bis Kevin Smash hereinplatzt und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Ich kann gar nicht glauben, was der Kerl sich alles erlaubt!"

Mike Garland: "Er erlaubt sich großartig zu sein! Dieses XAW Headquarter war längst überfällig und Jona Vark wird sich schon sehr bald wundern, wenn ihre frustrierten Ex-Mitarbeiter zurückschlagen!"

Vincent Craven: "Das glaubst du doch selbst nicht! Poe hat hier deutlich gemacht, was er von der selbsternannten Legende hält und Díego und Smash sind seit ewigen Zeiten verfeindet. Wenn du mich fragst, hat Smash hier die völlig falschen Personen angesprochen."

Mike Garland: "Denkst du wirklich? Für mich sah es nämlich schwer danach aus, als würde Sanchéz das Angebot ernsthaft in Betracht ziehen!"

Vincent Craven: "Damit würde er sich doch nur selbst schaden. Wie er selbst gesagt hat ... Smash tut nie etwas aus reiner Herzensgüte!"

Mike Garland: "Deswegen gibt er auch allen Leuten, die Jona für nicht erachtenswert hält, eine zweite Chance in seiner Liga? Face Facts, Vincent, Smash ist ein ehrenwerter Mann und er wird sich heute den Gerasy von James Godd holen."

Vincent Craven: "Da wird James auch noch ein Wörtchen mitzureden haben. Eine andere Person, mit der James heute bereits ein Gespräch hatte, sehen wir nun als nächstes."


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Man sollte meinen, die Arbeit wäre nach dem Match getan, aber Jesse Adams hat schon wieder fünf neue Promotion- und Interview-Termine in seinem Kalender, die er noch heute wahrnehmen muss. Er seufzt, denn er müsste schon längst auf dem Weg sein, hat sich aber dafür entschieden, erst nach seinem Tag Team Partner zu sehen, da dieser ja so empfindsam auf Niederlagen reagiert. Jesse hatte hinter den Kulissen mitgebangt und mitgefiebert – das gibt später ein super "Ich reagiere auf ein Match meines Tag Team Partners"-Video für Instagram und YouTube.

In ihrer gemeinsamen Kabine ist Masao aber nie angekommen. Er hatte sich heute komplett von Jesse ferngehalten – warum auch immer. Eine Weile hat er ihn Backstage gesucht, aber es gab nicht viele Orte, an denen sich Masao seiner Meinung nach aufhalten würde. Mit den anderen Wrestlern verbrachte er nie freiwillig viel Zeit. Sein Auto ist auch noch da. Eine letzte Idee hatte er noch.

Jesse läuft über einen Parkplatz, der in frühnächtlicher Dunkelheit liegt.

Masao hatte ihm von dieser Bar erzählt, in der sie die gemeinsame Promo hatten drehen sollen. Früher war er öfter hier gewesen. Und hatte er nicht auch was von Wrestlern erzählt, die hier nach der Show ihren Frust ertranken?

Manche Dinge veränderen sich wohl nie. Jesse umrundet eine Ecke des Gebäudes und sieht nun, dass Licht im Inneren brennt. Er seufzt. Dann holt er sein Smartphone raus.

Jesse: „Hey Popsies. Ich glaube, ich habe Masao gefunden. Votet jetzt, ob ich ihm helfen soll!“

Er drückt auf „senden“ und stimmt direkt danach selber für „ja“. Und mit hundertprozentiger Mehrheit macht er sich auf, um nach seinem Tag Team Partner zu schauen.

Die Tür zur cWc-Bar öffnet sich.

Masao: „Huh?!“

Jesse lugt herein. Als er Masao erkennt und dieser keine Anstalten macht wieder Streit anzufangen, tritt er ein. Ein paar Schritte und dann…

Jesse: „Du blutest!“

Er schaut auf seine notdürftig verbundene rechte Hand. Dann zu Jesse. Dann wieder zu dem Whiskey vor ihm.

Masao: „Glasvitrinen einzuschlagen ist nicht so einfach, wie das Fernsehen es mir vermittelt hat.“

Jesse sieht zum ersten Mal die zertrümmerte Glasvitrine, die beim Promodreh noch verschlossen war und nun nicht nur um eine Flasche ärmer, sondern auch um eine nicht unerhebliche Menge an Blut reicher war.

Jesse: „Du solltest zum Sanitäter.“

Masao: „Ja. Sollte ich.“

Aber er macht keine Anstalten aufzustehen.

Jesse: „Hm… wir haben heute beide verloren.“

Masao: „Mhm.“

Jesse möchte Masao irgendwie aufbauen. Klebstoff schnüffeln wäre ganz gut, oder Lachgas. Aber Masao ist ja gegen Drogen... bis auf heute. Jesse schielt rüber zur Whiskey-Flasche.

Jesse: „Aber immerhin war deine Niederlage gegen Mad Dog. Nichts gegen Matt Stone, aber Mad Dog ist eine Legende. Das macht eine Niederlage weniger schlimm.“

Vorsichtig fügt er an.

Jesse: „…oder?“

Masao nimmt einen Schluck Whiskey und lässt es im Rachen brennen. Er ist betrunken. Er hatte seit Ewigkeiten nichts mehr getrunken und vor allem nicht so viel wie heute.

Jesse: „Geht es dir gut? Sollten wir nicht vielleicht doch lieber…“

Masao dreht sich nun vollends zu Jesse und starrt ihn an. Jesse kann die Fahne des Mannes riechen, der noch vor wenigen Wochen explizit darauf bestanden hat auf einer Party keinen Alkohol trinken zu müssen. Masao starrt so lange, dass Jesse nicht weiß, wie er darauf reagieren soll.

Masao: „Nein. Es geht mir nicht gut.“

Dann dreht er sich wieder zur Theke, starrt seinen Whiskey an und schweigt.

Jesse: „Du solltest wirklich zum Arzt gehen.“

Masao: „Ich habe verloren, Jesse. Da hilft mir auch kein Arzt weiter.“

Er packt sich wieder sein Glas und trinkt den gestohlenen Whiskey, den er nicht mal mag.

Jesse: „Ja, aber ich habe doch auch verloren und du warst doch gegen Mad Dog, das heißt, dass es nicht so schli-“

Masao hämmert das Glas auf den Tisch.

Masao: „Es IST schlimm. Es ist mir egal, wer mein Gegner ist. Und wenn ich gegen Gott persönlich gekämpft hätte. Ich bin schon so lange im Geschäft, da darf es mich nicht mehr interessieren, ob mein Gegner ein Rookie, ein Star oder eine Legende ist. Ich bin erfahren, ich bin gesund und ich bin motiviert. Ich habe keinen guten Grund zu verlieren. Die Tatsache, dass Mad Dog mein Gegner war, hat mich nur umso härter um den Sieg kämpfen lassen. Ich brauchte diesen Sieg!“

Er sieht aus, als würde er gleich weinen.

Masao: „Die PCWA sieht mich nicht als Singles Wrestler, Jesse. Vielleicht weil Chris sie davon überzeugt hat, vielleicht weil sie wirklich denken, dass ich nicht mehr gut genug bin. Das Quest for the Best war meine einzige Chance ihnen zu beweisen, dass sie sich täuschen. Sie hätten keine Ausrede mehr gehabt, mich nicht auch im Singles-Bereich ernst zu nehmen, wenn ich ein paar Siege geholt hätte… Habe ich aber nicht. Ich habe verloren. Gleich im ersten Match. Ich habe kläglich versagt.“

Jesse erinnert sich an die Worte, die Chris zu ihm gesagt hatte: „Ich weiß, dass du eine tadellose One-Man-Show bist, aber ich möchte auch MASAO dorthin bringen, wo du schon längst angekommen bist – und das in so jungen Jahren. Sieh dich an! Ein beispielloser Wrestler UND Entertainer. Leider fehlt es MASAO ein bisschen an beidem. Er ist immer so – Nun, ja, wie soll ich sagen? – verkrampft, weshalb ihn die Fans auch kaum beachten oder gar meiden, stell dir vor. Dabei ist er ein wirklich prima Kerl, dessen Karriere ich nicht im Weg stehen will. Deshalb wird er dein neuer Tag Team Partner. Ein Oldster wie MASAO bekommt durch einen Youngster wie dich endlich die Pops, die er verdient.“

Jetzt fühlt sich Jesse schlecht, denn diesen verantwortungsvollen Geheimauftrag hatte er bisher eher stiefmütterlich behandelt. Er hätte den Instagram-Account von Masao schon eher aufsetzen sollen, er hätte Masao beim Content mehr unterstützen sollen, er hätte Masao mit zu seinen ganzen Promotion- und Interview-Terminen mitnehmen sollen, er hätte Masaos Training schon von Anfang an ernster nehmen sollen, er hätte einfach besser auf Masao achten sollen... Er mag Masao. Masao ist so viel cooler als Matt. Masao ist immer pünktlich und drückt sich immer so gepflegt aus – wenn er nicht gerade Whisky im Mund hat. Und er kennt so unglaublich viele Moves beim Namen.

Jesse: „Ich weiß, es ist noch lange hin, aber was ist mit dem nächsten Quest?“

Masao: „Solange läuft mein Vertrag nicht. Gewisse Personen haben die entscheidenden Leute beeinflusst und mir erst einmal einen Probevertrag gegeben. Zwölf Monate. Die nächste Quest werde ich nicht miterleben.“

Darin ist er sich sicher. Bitter wie Galle schwamm dieser Gedanke nun schon seit Wochen in seinem Hinterkopf.

Jesse: „Warum ist gewinnen so wichtig für dich?“

Er sieht es in Masao schon wieder brodeln; ein Vulkan ständig kurz vor dem Ausbruch, wenn es um dieses Thema geht. Deshalb korrigiert er den Kurs ganz schnell.

Jesse: „Ich verstehe, dass jeder Kampfsportler gewinnen wollen sollte. Will ich ja auch. Aber bei dir ist das anders. Ich habe noch niemanden gesehen, der so versessen darauf war…“

Masao guckt absichtlich weg von Jesse. Es ist nicht seine Art über so etwas zu reden. Aber zum einen hat er das Gefühl, dass Jesse ihn leichter durchschaut, als ihm lieb ist, und zum anderen hat er Jesse in den letzten Wochen schlechter behandelt, als der es verdient hat. Wenn James Godd einem Mad Dog verzeihen und als Freund bezeichnen kann, nach allem, was der Hund getan hat, was wäre Masao dann für ein kleiner Mann, wenn er Jesse nicht für das akzeptieren könnte, was dieser ist?

Masao: „Ich hab jemandem versprochen, dass ich PCWA Champion werden würde.“

Jesse: „Einer Freundin?“

Masao: „Meiner Frau.“

Er zögert einen Moment, doch schlussendlich hat er sich schon zu weit geöffnet, um sich jetzt noch stoppen zu können. Er hatte schon so lange mit niemandem mehr über sie gesprochen. Die reine Erwähnung reichte aus, um den Damm zu öffnen. Masao holt sein Handy raus und zeigt Jesse das Bild, das er als Sperrbildschirm nutzt. Ein Bild aus der Zeit, als sie noch nicht verheiratet waren. Es war eine Collage aus vier Fotos, die Michelle irgendwann spontan in einer Fotobox gemacht hatte, als sie zufällig daran vorbeiging. Ein Bild zeigt sie absichtlich verwirrt von der ach so komplizierten Technik, eines zeigt sie in einer „Wrestler-Pose“ mit angespannten Bizepsen, eines zeigt sie mit geschlossenen Augen und rausgestreckter Zunge und das letzte zeigt sie einfach nur lächelnd. Das letzte Bild ist oberflächlich vermutlich das Schönste, aber es ist die Kombination aus allen vieren, die sie am besten zeigt, so wie er sich an sie erinnert.

Jesse: „Sie ist hübsch. Bring sie doch mal mit.“

Masao: „Das hätte ihr gefallen.“

Jesse: „Aber…“

Masao: „Sie ist vor knapp zwei Jahren gestorben.“

Jesse: „Oh… ich wollte nicht… ich wusste nicht…“

Masao: „Vergiss es. Du kannst nichts dafür. Niemand kann das. Sie war krank.“

Er muss schlucken. Es tut immer noch weh davon zu sprechen, aber er könnte nun nicht aufhören, selbst wenn er es wollte.

Masao: „Irgendwann war klar, was passieren würde. Es ging nur darum, wie lange es dauern würde. Also habe ich immer irgendwelche Sachen gesucht, die sie motivieren sollten, weißt du? Und sie war riesiger PCWA-Fan. Der größte PCWA-Nerd, den du jemals finden konntest. Trotzdem hat sie mich nie dazu gedrängt einen Vertrag hier anzunehmen, selbst als ich die Chance hatte, weil sie wusste, was ich damals von der PCWA gehalten habe. Aber ich bin immer mit ihr zu den Shows gekommen, weil ihr das so viel Spaß gemacht hat. Und als sie nicht mehr kommen konnte, haben wir die Shows zusammen im Fernsehen geguckt. Und als es ihr richtig scheiße ging, habe ich ihr dann gesagt, dass ich einen Vertrag in der PCWA hätte und Champion für sie werden würde.“

Er guckt Jesse an, als wolle er ihm die Chance geben ihn für diese Lüge zu verurteilen, doch Jesse macht nichts dergleichen.

Masao: „Das hat tatsächlich geholfen. Für eine Weile. Es war egoistisch. Ich hatte ein paar Wochen mehr mit ihr. Aber was war das für ein Leben für sie? Sie war nur im Krankenhaus, hatte Schmerzen… alles nur, weil ich sie angelogen habe.“

Er kippt sich den letzten Rest Whiskey aus seinem Glas in den Rachen und verzieht das Gesicht.

Masao: „Ich hatte damals noch nicht mal ein Angebot. Ich wollte sie einfach nur nicht aufgeben.“

Jesse ist während dieses Monologes vollkommen ruhig.

Masao: „Aber ich habe es ihr versprochen. Ich weiß, was es ihr bedeutet hätte, wenn ich einen Titel in der PCWA gewonnen hätte. Sie hat sich über jeden Titel gefreut, aber einen PCWA-Titel? Sie hätte alleine genug Lärm für 60.000 Dome-Zuschauer gemacht. Also habe ich jeden Kontakt versucht, den ich hatte und jeden Gefallen eingefordert, den man mir schuldete, um nochmal ein Vertragsangebot von der PCWA zu bekommen. Ich habe den Vertrag nicht mal gelesen, bevor ich ihn unterzeichnet habe. Sobald das Angebot da war, wusste ich, dass ich unterzeichnen würde und hab mit dem Training angefangen. Deshalb die Überraschung, dass ich in einem Team antreten würde, obwohl es in meinem Vertrag steht.“

Jesse nickt. Einfach um Masao am Reden zu halten.

Masao: „Und deswegen bin ich so ein Arschloch gewesen, als wir unser Match verloren haben und deswegen betrinke ich mich wie ein Versager, weil ich mein Singles Match verloren habe. Weil ich gewinnen MUSS, aber verloren habe. Ich werde nicht mehr genug Singles Matches bekommen, um mir irgendeinen Singles Titleshot zu sichern. Alles was mir bleibt, ist ein Tag Team mit einem Partner, den ich behandelt habe, als hätte er meine Fehler für mich begangen."

Masao lässt seinen Kopf auf den Tisch fallen und vergräbt seine Hände in den Haaren, die nun schon seit Monaten nicht mehr geschnitten wurden.

Jesse versucht es mit Ablenkung.

Jesse Adams: "Wie wird eigentlich Closeline geschrieben?"

Masao muss kurz aufprusten, da Jesse es an irgendeiner Stelle falsch geschrieben hatte:

Masao: "Clothesline. Mit 'thes' statt 'se'."

Jesse Adams: "Wieso spricht man es dann wie 'close' aus?"

Masao: "Oh, Junge! Du bist so ein hoffnungsloser Fall..."

Sagt er ohne den Kopf vom Tisch zu nehmen. Jesse baut sich motiviert vor seinem Partner auf, was diesen dazu veranlasst, den Kopf zur Seite zu drehen, um einen Blick auf Jesse zu werfen.

Jesse Adams: "Ich hab mich an dein Trainingsprogramm gehalten. Meine Popsies können es bezeugen! War immer live auf Twitch oder in einer Insta-Story. Schau!"

Er spannt seinen Oberarm an.

Jesse Adams: "Das sind fast ein ganzer Zentimeter mehr Umfang! Und schau!"

Er beugt sich vornüber und berührt mit seinen Fingerspitzen seine Zehen.

Jesse Adams: "Ich wusste nicht, dass der menschliche Körper sowas kann! Wusstest du, dass man seine Zehenspitzen berühren kann? Also, ich nicht! Ich hielt das immer für eine Legende."

Masao muss kichern. Er beneidet dieses kindliche Gemüt. Jesse kommt wieder hoch und ist stolz wie Bolle.

Jesse Adams: "Du willst einen Titel? Wir holen dir einen Titel! Wir sind ein mega Team und werden bei Vendetta 150 unser Bestes geben. Und wenn das nicht reichen sollte, dann machen wir einfach weiter, um dir noch vor Vertragsende einen PCWA-Titel zu sichern. Ich habe meine gottverdammten Zehenspitzen berührt! Du machst alles möglich! Und die Cotatores sind genauso Titel, wie jeder Singles Titel!"

Masao ist von der Motivation überrascht und heb seinen Kopf.

Masao: "Ist dein Vertrag nicht auch befristet? Dieser Titel entscheidet auch über deine Zukunft in der PCWA."

Jesse schläft kurz das Gesicht ein. Masao klopft ihm auf die Schulter.

Masao: "Bevor du etwas unterschreibst, lies es, verdammt!"

Er lacht und gießt Jesse ein Glas Whiskey ein, der einen Drink plötzlich auch ganz gut gebrauchen könnte.

 2 Tag Team Partnern gefällt das.
 

Vincent Craven: "Diese zwei ungleichen Partner scheinen nun endlich zueinander zu finden und am gleichen Strang zu ziehen."

Mike Garland: "Für mich sieht es nur danach aus, dass Masao nach seinem Treffen mit Godd genauso ein deprimiertes Wrack ist wie dieser."

Vincent Craven: "Dass du auch immer nur das Negative erkennen willst. Masao hat sich hier zum ersten Mal richtig gegenüber seinem Partner geöffnet und ich könnte mir gut vorstellen, dass sein Gespräch mit James zuvor dazu beigetragen hat."

Mike Garland: "Er sollte die Dinge lieber wie Jesse angehen, anstatt hier alles so bierernst zu nehmen!"

Vincent Craven: "Das sagst du doch nur, weil du mit Jesse und Smash trinken warst!"

Mike Garland: "Und wenn schon? Das sind zwei ganz feine Gentlemen!"

Vincent Craven: "Na wenn du meinst. Jemand, den ich mit Sicherheit nicht als Gentleman bezeichnen würde, ist Jimmy Maxxx und genau zu dem schalten wir nun."


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… einundzwanzig, zweiundzwanzig, dreiundzwanzig … RUMS!!!


Die Zelle war offensichtlich nähergekommen, wenngleich nun ein kleines Stück, denn seit den letzten Entladungen hatte sich das Gewitter auf eine Entfernung von einem Kilometer eingepegelt. Zumindest, wenn man dem guten, alten Licht-Donner-Zählspiel glauben mochte.
 

… dreiundzwanzig, vierundzwanzig … RUMS!!!


Wieder in klein wenig weiter weg. Und doch nah. Er blickt zu dem nahen Wald – und überlegt, ob die Bäume wohl höher als das Theatre waren. Buchen suchen, aber Eichen weichen … nur die wenigsten wussten, dass die bekannte Bauernregel sich weniger auf die Baumart als mehr darauf bezog, wo und in welchem Abstand diese zueinanderstanden. Eine einzelne Eiche auf weiter Flur war somit weitaus angreifbarer und schutzloser. Fast wie im richtigen Leben. Und während er auf den nächsten Blitz wartet, wiegt er ab, was dem Sinnbild wohl  näherkam: seine Offensiv-Taktik oder sein Lockerroom-Verhalten.
 

... vierundzwanzig, fünfundzwanzig …


Schon immer war er von den Urgewalten eines Gewitters fasziniert. Mit der Story aus seiner Kindheit vermutlich als Auslöser. Kräfte, die kaum einer zu bändigen wusste – vielleicht hatte er es genau deshalb für sein Gimmick requiriert.
Cardigan steht da: in seiner typischer Freizeit-Wear nebst Langmantel und Bandana, an einem der Stehtische hier gelehnt, und blickt hinaus zu den sich ballenden Wolkentürmen oberhalb der Baumgrenze. Einzelne Verkehrsmaschinen der nahen Flughäfen zeichnen sich wie weiße Vögel vor einer bedrohlichen Leinwand ab. 

Er schaute sich um: keiner seiner Kollegen hatte sich auf die mit einem Regen-Baldachin versehene Raucherinsel für Wrestler & Crewmember verirrt, um eine durchzuziehen. Politisch korrekt wie die PCWA nun einmal war, hatte sie diese für ihre Angestellten errichtet – im Angesicht dessen, das immer weniger davon zum Glimmstängel griffen. Zumindest offiziell. Er selbst war seit Jahren clean, schon der Family wegen – und das bisschen Passiv-Qualm war ein annehmbarer Preis, wenn man hier draußen ein wenig die Ruhe genießen wollte…

Im Hintergrund herrscht dagegen etwas Unruhe: der Berliner Junge Jimmy Maxxx fällt fast über einen im Weg stehenden Gegenstand und kickt diesen wild durch die Gegend. Danach geht er ohne eines weiteren Blickes in Richtung des Sturmbeobachters weiter den Gang herab.
Der Wirbelsturm macht sich nicht die Mühe, den Kopf zu drehen. Spöttisch glucksend starrt er noch immer in die Wolken.

Cardigan: „Jimbo, alte Müllhalde … warum die Eile? Willst nicht noch‘n bisschen die Lunge teeren für’s richtige Timbre als Wanderprediger?“

Jimmy Maxxx: "Jim... Bo?"

Dreht sich um zu Cardigan und schaut dabei etwas genervt von dieser flacksigen Aussprache.

Jimmy Maxxx: "Noch nicht erwachsen geworden, dass du hier Blitze beobachtest und in Jugendclub Sprache blubberst?"

Nun wendet sich Trent dann doch dem Berliner zu, zieht die Sonnenbrille etwas herunter. Ein leichtes Kopfschütteln - bei nach wie vor erheitertem Gesichtsausdruck.

Cardigan: „Sieh an - der Ringprophet der Liga gibt sich ja doch bei mir die Ehre. Der Erlöser des harten Erwachens. Das selbsternannte Virus der PCWA …“

Er deutet zu ihm hin.

Cardigan: „Na, was bist du denn? Herpes oder Durchfall? Letzteres würde zumindest erklären, dass du immer noch denselben Mist absonderst wie in London. Und offensichtlich genauso rücksichtslos bist wie eh und je. Ronin über die Klinge springen lassen, Crash Test Dummy mit Lara gespielt - bin gespannt, wie du Stem irgendwann abservierst. Hoffentlich erst nachdem er dir die Kauleiste poliert hat, denn im Gegensatz zu dir ist er wenigstens ne coole Sau.“

Der Berliner hält sich die Brust.

Jimmy Maxxx: "Oh Gott, mein Herz... meine Gefühle... bitte, zieh dieses Messer da raus..."

Sagt er mit überzogener Ironie und lacht danach herzhaft über Cardigan.

Jimmy Maxxx: "Ich tue das, was getan werden muss. Dass du das nicht verstehst, wundert mich nicht. Lara prügelt mich zu Brei, aber wenn ich mich revanchiere, benutzt du das, um mich anzugreifen. Wo waren denn die ganzen Leute wie du, als Lara mich hinterhältig neben den Kameras angegriffen hat, um sie als feige Schlampe zu bezeichnen?"

Er schüttelt den Kopf.

Jimmy Maxxx: "Jahrelang wurde mir immer nachgehalten, dass ich mir alles zurecht drehe, wie ich es möchte. Dabei gibt es genug Leute wie dich gerade, die immer die halbe Story weglassen. Und damit versuchen den anderen billig in den Abgrund zu ziehen."

Ein Schniefen auf der Gegenseite.

Cardigan: „Welchen Abgrund?! Wer in der Talsohle des Niveaus hockt, für den jibbet kein Spielraum mehr…“

Aus den Augenwinkeln bemerkt der Tempest das nächste Blitzflackern. Er schaut in die Richtung, während sich seine Lippen leicht zu einem stummen Zählen bewegen. Dann der Donnerhall - etwa zwei Kilometer.
Trent nickt abschätzend, wendet sich dann wieder Jimmy zu. Ein Schulterzucken.

Cardigan: „Vielleicht fehlt mir ja für ne objektive Einschätzung was, aber das, was ich sehe, genügt schon. Anderen isses doch auch furzegal. Die stempeln Matt und mich beispielsweise pauschal als Frischlinge ab, die es bei CORE sowieso nicht über die Startlinie schaffen. Ohne zu wissen, was wir bereits auf’m Buckel haben … tja, das is unser Päckchen. Und hörst du die Partners deswegen in die Welt rauskotzen?“

Er fingert in den Taschen seines Mantels, fördert ein kleines Zigarillo-Etui heraus. Nach einigem Zögern schnappt er sich eine daraus, steckt sie sich an. Windy wird ihm dafür die Beine langziehen, aber egal.

Cardigan: „Und apropos CORE: vielleicht bin ich ja der Erste, der diesen Teufelskreis durchbricht. Ein augenscheinlicher "Tag Team - Underdog" … der den Shot beispielsweise für ein Match um die Gerasy nutzen würde, statt laut maulend darum zu betteln. Vielleicht auch um Shadows Cryption Crown. Mit ihm zusammen die Chance einer glorreichen Begegnung erarbeiten, statt ihn immer bloß schnöde runterzuputzen. Aber egal welcher Single Titel - ob Matt oder ich, jeder von uns wüsste, was zu tun wäre, und würde für die einmalige Gelegenheit des anderen kurz beiseitetreten  … denn jeder von uns Partners weiß, dass man den Quest-Shot ja auch um die Cotatores einfordern kann. Und egal, wie weit man uns noch davon entfernt glaubt - das Feeling, nur die Hand daran anlegen zu dürfen, hat manchmal fühlbar bessere Vibes als der reine Besitz.“

Er setzt die Ray Ban ganz ab, fokussiert Maxxx.

Cardigan: „Bringt es mich also weiter? In deinen Augen wohl eher nicht … aber die halbblinden Glubscher will ich sowieso nicht geschenkt bekommen. Kann mir schon vorstellen, wohin deine Reise im günstigsten Fall geht … und Stemmie? Ich kann mir schwerlich vorstellen, dass du auch nur ansatzweise an die Cotatores dabei denken würdest. Deine Ziele sind glasklar - und der gute Barry darf dir dabei die Steigbügel halten.“

Eine Augenbraue geht nach oben beim Berliner.

Jimmy Maxxx: "Noch ein Jimmy Maxxx Klischee, das hier mal von jemand anderem eher erfüllt wurde als von mir... der Faktor mit den Widersprüchen!"

Er grinst.

Jimmy Maxxx: "Denn siehst du: würdest du die Show verfolgen statt hier zu stehen wie der erste Mensch, der ein Gewitter sieht, wüsstest du, dass ich gerade vorhin mit Wilson gesprochen habe. Und ihm den Rücken gestärkt habe, trotz seiner Niederlage. Denn diese ist kein Faktor für ihn und mich. Selbst wenn wir beide weitergekommen und im gleichen Match gelandet wären: Barry und ich sind zwei Wrestler und zwei erwachsene Männer. Und keine Pussys, die den anderen sich hinlegen lassen."

Während es im Hintergrund erneut grummelt, könnte die Stimmung auf der Raucherinsel nicht anders sein.
Der Wirbelsturm lässt die Worte kurz wirken … drückt dann seine Zigarette im Aschenbecher aus und kommt auf Maxxx drauf zu.

Cardigan: „Ich brauch keine Szenenschnipsel, um mir ein Bild zu machen. Die letzten Wochen und Monate waren aussagekräftig genug. Du schlüpfst gern in andere Rollen, wirfst Stemmie ein paar Brotkrumen hin und mogelst dich dank Schützenhilfe durchs Turnier. Bis dir mal einer die Grenzen aufzeigt … und wenn es nicht beim Tag Team Turnier sein soll, dann spätestens bei Vendetta 151. Denn ich hab nicht den einen Maulhelden hinter mir gelassen, um dem nächsten ein Sparringspartner zu sein.“

Jimmy Maxxx: "Siehst du, Cardigan, und genau das ist dein Problem. Und auch der Unterschied zwischen uns beiden. Deine Augen, Ohren und Gedanken sind schon weiter weg als deine eigenen Fähigkeiten. Ich dagegen, mein Fokus liegt ganz klar auf Vendetta 150. Und dabei, meinem neuen Tag Team Partner seine gestohlene Zeit als Cotatores Trophy Halter zurück zu erobern. Sowie die PCWA in ihren Grundfesten mit unserer neuen Philosophie zu erschüttern."

Ein hämisches Grinsen auf dem Gesicht.

Jimmy Maxxx: "Außerdem vergisst du eine ganz wichtigste Sache... mal wieder! Ganz egal, wie unser Match vielleicht ausgehen mag bei Ven 151: du bist kein Kevin Sharpe, Trent. Du bist kein hoch renommierter Mann, kein Champion überall. Du bist wirklich noch dieser Grünschnabel, für den mich alle gehalten haben gegen Sharpe. Du bist nichts für mich, ein Name im Turnierbaum. Das Match gegen Sharpe, das war etwas Besonderes. Das Match gegen dich, eine reine Pflichterfüllung..."

Maxxx behält den zuversichtlichen Gesichtsausdruck auf, fokussiert damit regelrecht Cardigan als Zeichen, dass er ihm nicht beikommen könne. Was ja auch der Wahrheit entspricht.
Der Wirbelsturm geht noch einige Augenblicke auf den Augenkontakt ein … dann wendet er sich kopfschüttelnd zum Gehen ab…
Wieder donnert es lautstark, doch in dem Fall ist seit der gleißenden Entladung nur wenig Zeit verstrichen. Trent schaut ein letztes Mal gen Himmel, dann zu Maxxx.

Cardigan: „Und du vergiss auch etwas nicht: ein Blitz schlägt nie am selben Ort zweimal ein, sondern immer woanders. DAS … ist wahre Unberechenbarkeit! Hoffe, du hast dieses Risiko auch einkalkuliert. Bis … vielleicht nächste Show!“

Damit begibt sich der Tempest zurück in die Arena.
 

Vincent Craven: "Diese beiden werden bei Vendetta 151 im Zuge des Quest for the Best aufeinandertreffen und es ist offensichtlich, dass sie sich nicht besonders mögen."

Mike Garland: "Was vor allem an Cardigan liegt, der Jimmy hier grundlos provoziert."

Vincent Craven: "Also 'grundlos' würde ich das nicht nennen. Cardigan hat hier ganz klare und auch nachvollziehbare Gründe genannt und Jimmy den Spiegel vor Augen gehalten."

Mike Garland: "Wie Maxxx selbst gesagt hat, widerspricht Cardigan sich nur selbst und außerdem ist er auf einigen Hochzeiten gleichzeitig, während Jimmy schon jetzt nur auf Vendetta 150 fokussiert ist, wo er und Stem die Cotatores holen wollen."

Vincent Craven: "Ob ihnen das gelingen wird, wird sich noch zeigen. Sie können sich nun jedenfalls ein Bild von einem der beiden Champions machen, denn das Quest Match von Robert Breads steht nun an."


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Bild

 

Jane Nelson: "Ladies und Gentlemen ……. Der nun folgende Kampf ist ausgelegt auf einen Fall …… ein Achtelfinal-Match des Quest for the Best -Turniers …… "

 

Die Halle wird in orangefarbenes Licht getaucht und die Augen der Fans richten sich auf die Rampe, wo nun die Leinwand anspringt.

Ein paar Fans grinsen, angesichts dieses Entrance, den sie zuletzt beim Brawlin' Rumble haben erleben dürfen. Die meisten Fans buhen jedoch, denn seit dem Rumble hatte sich einiges getan und aus einstigen Fan Lieblingen, waren verhasste Krieger des GLAUBENS geworden.

 

Jane Nelson: "Der erste Teilnehmer des Kampfes. Aus Barry in Wales, mit einer Körpergröße von 182 cm und einem Gewicht von 106 kg. BRANDOOOOOOOOON COOOOOORNWALLAAAAAAAAACE!!!"

 

Es gibt einen lauten Knall auf der Bühne und Rauch steigt vom Boden herauf. Ein Orangefarbener einteiliger Trainingsanzug ist zu erkennen, welcher über einem blauen Oberteil liegt und von einem blauen Stoffgürtel zugebunden wird. Die Haare sind zu zackigen Spitzen geformt ... Gott weiß wieviel Haargel hierbei verwendet wurde. Brandon Cornwallace schreitet breit grinsend aus dem Rauch heraus. Er hebt die linke Hand hinter seinen Kopf und grinst auch weiterhin total verlegen, was angesichts der Tatsache dass er hier gleich gegen eines seiner wrestlerischen Idole kämpfen wird, vollkommen zu verstehen ist. Er ist alleine erschienen, ohne seinen Partner. Banes wollte ihn zwar ursprünglich begleiten, doch nach dem was in den Duschen passiert war, war dieser einfach verschwunden ohne seinem Partner mitzuteilen wohin es ihn gezogen hatte. Und so ist Bray-Bray nun alleine hier. Er selbst GLAUBT an sich und seine Chance, doch wird das reichen gegen einen Robert Breads? Immer noch deutlich nervös setzt er sich in Bewegung. Im Ring angekommen macht der Waliser noch einige Dehnübungen und wartet schließlich auf seinen Gegner. Er wird alles geben!

Die ersten Klänge von "Dead or Alive" von Jazz Cartier dröhnen aus den Boxen. 

Jane Nelson: "Und sein Gegner aus Toronto. Canada's Own. ROOOOOOOBERT BREEEEEEEEEADS."

Robert Breads betrifft die Bühne und geht zu den Klängen seines Entrance-Theme zum Ring.

 

 

 

Q4tB Achtelfinale
Regular Singles Match
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vs.
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(Der erste Fall entscheidet über den Sieg. Als Fall zählen Three Count, Submission, Disqualifikation sowie Count-Out.
-Referee: Sven Nitzschke; Timelimit: 15 Min)


Breads und Bray-Bray beginnen, sich langsam zu umkreisen. Selbstbewusst springt Cornwallace nach vorne und will Breads in einen Lock-Up zwingen! Der Kanadier taucht ab, hebelt Brandon aus und wirft ihn bäuchlings auf die Matte. Es folgt der Ansatz zu einem Griff am Kopf, doch Bray-Bray rollt sich aus der Gefahrenzone zu den Seilen. Breads geht sofort hinterher und ist dadurch beim folgenden Lock-Up in der Offensive. Cornwallace gibt alles, dennoch nutzt Robert den kleinen Vorteil und presst seinen Gegner bis in die Ringseile, wo der Referee ihn anzählt. Breads löst den Griff bei Vier. 

 

SLAP!

 

Der Kanadier macht gleich nach der Trennung weiter und so verpasst er seinem Gegenüber eben einen harten Schlag, gefolgt von einem Uppercut. Bray-Bray schüttelt sich kurz und sofort gibt es als Antwort einen harten Punch retoure an den Kanadier. Breads wird direkt am Jochbein getroffen, eine empfindliche Stelle. Der ehemalige Gerasy schaut seinen Gegner verdutzt an. 

Vincent Craven: "Cornwallace wehrt sich, Breads wirkt überrascht. Wahrscheinlich hat er hier eher einen Spaziergang ins Viertelfinale erwartet."

Mike Garland: "Robert ist hier ganz klar der Favorit, er weiß das ebenfalls. Der Kanadier ist erfahren genug, dass er die Favoritenrolle nicht auf die leichte Schulter nimmt."

Brandon hat nach seinem Schlag, zwei weitere Schläge ins Gesicht von Breads donnern lassen. Der Kanadier nimmt sie diesmal ohne großartige Reaktion entgegen, was Bray-Bray irgendwie aus dem Konzept zu bringen scheint. Der Waliser kickt nun in Richtung von Roberts Bauch, diesmal reagiert "Canada's Own" blitzschnell fängt den Fuß seines Gegners und stößt ihn ziemlich grob in die Ringseile. Cornwallace federt zurück und rennt in seinen Superkick des Kanadiers.

Vincent Craven: "Es sah irgendwie so aus, dass Brandon nicht an seinen Kick "geglaubt" hat."

Mike Garland: "Trotz seiner Treffer mit der Faust, merkt man direkt in den Anfangsminuten, dass der Respekt vom Happy-Dude vor Robert Breads noch groß ist."

Robert Breads blickt ins Publikum, sein Gesicht sagt: Ich habe alles unter Kontrolle. Lässig, fast schon arrogant marschiert Breads durch den Ring zu Cornwallace und zieht ihm am Nacken nach oben. Dann hebt er den ehemaligen Cotatores-Champ aus und lässt ihn per Bodyslam auf den Rücken krachen. Bray-Bray krümmt sich und setzt sich schließlich auf, doch das bestraft der aktuelle Cotatores mit einem stiffen Kick direkt in den Rücken. Das reicht dem Mann von der Insel erst einmal, und so rollt er sich wieder in Richtung der Seile, um ein wenig Ruhe zu bekommen. Kopfschüttelnd schreitet Breads hinterher und hebt seinen Gegner erneut an. Mit dem Rücken drückt er den Happy-Dude in die Seile, und dann lässt einen Tritt gegen die Brust folgen, welcher den Waliser nach Luft schnappen lässt. Es folgt ein weiterer, übler Kick gegen den Solarplexus und Brandon's Gesicht wird zu einer schmerzverzerrten Maske, die nach Luft ringt. Breads nimmt währenddessen zwei Schritte Anlauf, bis er in der Ringmitte angekommen ist - läuft los, um seinem Gegner einen Big Boot an den Kopf zu schmettern!

Vincent Craven: "Breads hat die Kontrolle nun ganz klar übernommen."

Mike Garland: "War nicht anders zu erwarten. Der Kanadier gehört einfach zu den Besten in dieser Liga."

Cornwallace sinkt zu Boden. Entspannt schnappt sich "Canada's Own" seinen Gegner am Nacken... Doch es dauert zu lange, mit zwei schnellen Schlägen in die Rippen von Robert kann sich Bray-Bray befreien. Ein tiefgesprungener Dropkick in die Kniekehle folgt und nun umklammert der Waliser den Nacken des ehemaligen Undisputed Gerasy.

 

CHINBREAKER!

 

Der Dude scheint nun seinen Respekt, vor einem für ihn größten Wrestler aller Zeiten, abgelegt zu haben. Doch der Schein trügt, was die folgende Aktion beweist...

...Brandon nimmt Anlauf in den Seilen, doch er scheint immer noch nicht an den Erfolg seiner Aktionen zu "glauben". Sein Anlauf wirkt nicht rhythmisch und so verpasst er das perfekte Timing für seine geplante Aktion. Eine Situation wie gemalt für einen Robert Breads, welcher Cornwallace mit einem Lariat auf die Matte befördert. 

Vincent Craven: "Der Kampfgeist von Bray-Bray ist unglaublich, doch Mental ist er noch nicht im Fight angekommen. Hat er Angst den großen Robert Breads zu besiegen?"

Mike Garland: "Diese Angst braucht er nicht zu haben. Cornwallace wird Breads niemals besiegen, eher wird der Mond eckig."

Breads verliert diesmal keine Zeit, er macht direkt weiter. Er wendet sich seinem Opponenten zu, der sich gerade wieder auf die Beine gewuchtet hat. Sofort wird Brandon am Arm gepackt und per Whip-In in die Seile geschickt, der Waliser kontert per Reversal, es ist Breads, der in die Seile muss... doch er kann den Schwung mitnehmen und Bray-Bray per Forearm zu Boden bringen. Dort hält es Brandon nicht lange, sofort springt er wieder auf...

...nicht gut.

Der Dude wird gepackt!

 

SNAP POWERSLAM!!!

Sofort folgt der Pin von Robert Breads...

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Kick-Out von Brandon Cornwallace.

Vincent Craven: "Bray-Bray schafft es. Also geht der Fight weiter."

Mike Garland: "Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis Breads hier den Sieg eintütet."

Breads macht konzentriert weiter, er kontrolliert nun eindeutig den Fluss des Matches. Selbstbewusst schaut er auf seinen Gegner, der ihm nicht das Wasser reichen kann, zumindest spricht der Blick des Kanadiers dafür. Mit großen eleganten Schritten geht "Canada's Own" durch die Seile auf das Top Rope. Dort lauert er und wartet bis Brandon wieder steht, dann springt Breads ab. Perfektes Timing, es bleibt keine Reaktionszeit für Cornwallace. Breads segelt durch die Luft, und er trifft!

 

FLYING CLOTHESLINE!!!

 

Der Waliser sinkt zu Boden und wird sofort von Robert Breads gepinnt...

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Vincent Craven: "Wieder der Two-Count. Schön, dass Cornwallace weiterhin im Match bleibt."

Mike Garland: "Er soll sich doch einfach besiegen lassen, dass erspart ihm ein paar Schmerzen."

Weiter ist das Momentum auf der Seite von Breads und so soll es auch bleiben, er wird Bray-Bray nicht die Chance geben ins Match zurück zu finden. Robert steht schon bereit als Cornwallace auf die Beine kommt, schlägt ihm mit Wucht in den Magen, sodass sich der Waliser vornüber beugt, und packt dann den Kopf seines Gegners.

 

DDT!!!

 

Breads springt ebenfalls auf die Matte und klemmt das Bein von Brandon ein. STF von Robert Breads gegen Brandon Cornwallace. Der Happy-Dude hängt im Submission-Hold fest, und Breads zieht den Move mit großer Konzentration durch... doch Brandon fightet weiter, er kämpft sich mit schmerzverzerrtem Gesicht in Richtung der Seile, und er könnte es schaffen, denn der Ringrand ist nah.

Vincent Craven: "Nur noch wenige Zentimeter. Brandon könnte das unterste Seil zu fassen bekommen!"

Mike Garland: "OOOH MAAAAN. Cornwallace hat es wirklich geschafft. Breads hat dieses Schauspiel immer noch nicht beenden können."

Langsam scheint "Canada's Own" genervt zu sein. Mit hartem Griff schnappt er sich den Nacken von Bray-Bray und reißt ihn unsanft auf die Beine. Breads verpasst dem Happy-Dude eine links-rechts Kombination, dann dreht er sich um den Waliser und packt ihn um die Hüften. 

 

GERMAN SUPLEX!

 

Brandon segelt quer durch den Ring. während Robert keine Gefangenen macht. Nach der gelungenen Aktion springt er direkt wieder auf die Füße und im Laufschritt geht es zu seinem Gegner. Diesmal reißt ihn Breads am Arm auf die Beine. Es folgen einige stiffe Faustschläge in das Gesicht von Cornwallace, der Waliser wankt schon rückwärts als Breads mit einem Superkick nachsetzt und Bray-Bray weitere Schritte retour geht...

...doch überraschend entscheidet sich Cornwallace, den Schwung mitzunehmen, er geht in die Seile, stürmt dann auf Breads zu...

 

RUNNIG KNEE STRIKE!!

 

Breads ist hart getroffen und sieht wohl im Moment nichts anderes als Sternenhimmel... Oh-oh...

Was er definitiv nicht sieht ist Cornwallace, der nun sein Herz in die Hand nimmt und wohl endgültig überzeugt ist hier gewinnen zu können. Bray-Bray schnappt sich seinen konfusen Kontrahenten... 

 

SPIKE DDT!!!

 

Vincent Craven: "Wahnsinn!!! Bray-Bray ist voll da. Jetzt wird es richtig eng für Robert Breads."

Mike Garland: "Ein Strohfeuer mehr ist das nicht!"

Cornwallace verzichtet auf ein wahrscheinlich sinnloses Cover. Der Waliser setzt lieber nach, er hat Breads auf die Beine gezogen. Es folgen zwei Elbow Strikes... Whip-In. Der Kanadier federt zurück... 

 

CHICKENWING CROSSFACE!!!

 

Bray-Bray zieht seinen Gegner nach unten. Breads schreit...und die Schmerzen verzerren sein Gesicht. Cornwallace verstärkt seinen Submission Hold und ballert sein ganze Kraft in diesen Move, er glaubt nun endlich wirklich daran, dass er den favorisierten Kanadier besiegen kann. 

Vincent Craven: "Unfassbar was wir hier gerade sehen. Breads steht tatsächlich richtig unter Druck."

Mike Garland: "Es ist vollkommen unrealistisch, dass der ehemalige Gerasy hier einfach aufgibt. Cornwallace kann machen was er will. Er wird niemals gewinnen können."

Breads dreht sich hin und her, er kann sich jedoch nicht befreien. Die Bewegungen des Kanadiers enden schließlich abrupt, sofort kommt Referee Sven Nitzschke zum Check. Er nimmt den Arm vom ehemaligen Undisputed Gerasy und lässt ihn fallen...

Der Arm knallt auf die Matte...

Nitzschke schnappt sich wieder der Arm von Robert... 

Der Arm fällt ein zweites Mal auf die Matte. Noch einmal, dann ist Cornwallace tatsächlich der Sieger. Die Kraft des Walisers diesen Aufgabegriff aufrecht zu erhalten schwindet auch langsam aber sicher, vielleicht reicht es...

Der Unparteiische umfasst Breads Arm und gibt ihn frei........

Vincent Craven: "Der Tag-Team Partner von Kevin Sharpe lebt noch!"

Mike Garland: "War doch klar!"

Breads konnte seinen Arm tatsächlich oben halten und fängt nun wieder an sich im Griff von Cornwallace zu bewegen. Der Waliser kann den Griff tatsächlich nicht weiter halten und muss ihn lösen. Beide Wrestler kommen nun zeitgleich wieder auf die Beine. Sie stehen sich gegenüber, wie der italienische Hengst und der sibirische Express.

Es folgt ein offener Schlagabtausch: Fist von Breads, Elbow Strike Cornwallace, Uppercut Breads, Fist von Cornwallace.... Die Fäuste fliegen ohne Ende... Schließlich ist es dann doch der Favorit, der seinem Gegner etwas mehr zusetzen kann. "Canada's Own" will hier nun den Deckel drauf machen. 

 

BELLY TO BELLY SUPLEX!!!!

 

Bray-Bray wird durch den Ring geworfen und landet unsanft auf der Matte. Breads setzt nach, er springt ab und zeigt einen Standing Double Foot Stomp auf die Brust von Brandon. Cornwallace schnappt nach Luft, doch da hat Robert ihn schon um den Hals gepackt und nach oben gezerrt. Mit einem Whip-In befördert Breads seinen Kontrahenten in die Ringecke und folgt...

 

SHINING KICK!!!

 

Bray-Bray sackt zusammen, und bleibt in der Ecke sitzen, den Kopf an die Polster angelehnt. Breads hingegen hat schon wieder Anlauf genommen, er stürmt so schnell er kann in die gegenüberliegende Ringecke, dreht sich um, läuft wieder los und direkt auf Brandon zu...

 

DROPKICK!!!

Breads zerrt er seinen Gegner in die Ringmitte, um das Match zu beenden...

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Bray-Bray kann sich befreien!

Vincent Craven: "Das war verdammt eng, doch das Kämpferherz von Brandon Cornwallace schlägt noch."

Mike Garland: "Die Betonung liegt auf NOCH! Lange wird dieser Kampf nicht mehr dauern."

Cornwallace bekommt nun keine Verschnaufpause mehr. Breads setzt nämlich sofort nach. Er packt Brandon am Arm, reißt ihn auf die Beine...

 

HALF NELSON SUPLEX!!!

 

Der ehemalige Gerasy lässt nicht los. Stattdessen zieht er seinen Gegner wieder auf die Füße... und lässt ihn fliegen!

 

HALF NELSON SUPLEX!!!

 

COVER!!!

 

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BRAY-BRAY ZIEHT SEINE SCHULTER EINEN WIMPERNSCHLAG VOR DER 3 NACH OBEN!!!!

 

Breads sitzt etwas frustriert auf der Matte, aber für Frust ist keine Zeit. Kopfschüttelnd stellt sich der Kanadier wieder auf die Beine, er wartet nun nur auf seinen Gegner, und als dieser so gerade wieder halbwegs sicher stehen kann, zieht der Favorit seinen Gegner zu sich heran in die Piledriver Position, hakt die Arme ein...

 

RB DRIVER.....

Vincent Craven: "CORNWALLACE... ER KANN SICH BEFREIEN!!!"

Mike Garland: "Das kann nicht wahr sein...."

Denkt auch Robert Breads. Erst stößt Bray-Bray den Kanadier weg und geht anschließend direkt in den Angriff über. Der Happy-Dude nimmt Anlauf in den Seilen.... 

 

LARIAT!!! 

Volltreffer von Brandon, er springt auf Breads und hakt das Bein ein... 

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Die Überraschung ist....

...nicht perfekt, denn diesmal ist es Breads der sich befreit. War tatsächlich knapp, denn der Kanadier wurde von diesem Überraschungsangriff vollkommen überrumpelt. Bray-Bray schlägt die Hände vors Gesicht, fast wäre ihm der Coup des Jahres gelungen. Der Mann aus dem Team Happy Hour trauert seiner verpassten Chance leider etwas zu lange hinterher, denn "Canada's Own" ist schon wieder auf den Beinen. Der Kanadier greift nach Bray-Bray der sich abrollen kann. Breads, dieser alte Ringfuchs, hat allerdings damit gerechnet und nach einem perfekt getimten Sprung steht er plötzlich hinter dem Waliser....

 

GERMAN SUPLEX!!!

 

Brandon knallt wieder auf die Ringmatte. Diesmal folgt kein Cover von Breads, er schnappt sich den Dude am Nacken. Whip-In.. Cornwallace knallt in die Ringecke und Breads rennt los... 

 

BIG SPLASH!!!

 

Der Kanadier trifft den Waliser perfekt! Bray-Bray taumelt aus der Ecke, aber Breads knallt ihn wieder rein und verpasst seinem Gegner eine ganze Reihe an Faustschlägen bis Sven Nitzschke die Aktion unterbindet. 

Vincent Craven: "Breads hämmert sich hier seinen ganzen Frust raus. Zum Glück unterbindet Nitzschke diese Aktion!"

Mike Garland: "So schlimm ist es doch nicht. Dem Kopf des Happy-Typen bekommen Schläge sicherlich ganz gut."

Breads setzt Bray-Bray nun auf das oberste Seil und steigt ebenfalls langsam nach oben. Es sieht ganz danach aus, dass hier ein Superplex folgen soll. Der Kanadier packt hier also mittlerweile die ganz schweren Geschützt aus um endlich den Sieg zu erringen. Das spricht für die tolle Leistung von Bray-Bray. "Canada's Own" und Brandon Cornwallace befinden sich nun auf dem obersten Seil, Breads bereitet seinen Move in aller Ruhe vor. Offensichtlich zu ruhig, Faustschlag von Cornwallace in Breads linke Seite... Faustschlag in die rechte Seite... Der Kanadier wackelt.

Vincent Craven: "Bray-Bray, was für ein Kampfgeist! Selbst wenn er hier am Ende verliert, er kann richtig stolz auf diese Leistung sein."

Mike Garland: "Das stimmt, aber es wird nun wirklich Zeit, dass Robert den Einzug ins Viertelfinale perfekt macht. Da kann sich Cornwallace wehren wie er will."

Breads ist nach den Schlägen von Brandon freiwillig eine Stufe runter um den Halt nicht komplett zu verlieren. Mit zwei Uppercuts verleiht der Kanadier seinem Vorhaben nun nochmal etwas mehr Nachdruck. Zweiter Versuch auf dem Top-Rope... Breads umklammert seinen Gegner und jetzt....  

 

CORNWALLACE LANDET ERNEUT EINEN TREFFER!!!!

 

Diesmal nutzt Brandon die offene Deckung für einen Uppercut und trifft das kanadische Kinn seines Gegner perfekt. So ist es also Robert Breads der einen bösen Sturz in den Ring hinnehmen muss und damit nicht genug...

...Cornwallace sieht nun die sich im bietende Chance! Jetzt muss einfach alles passen. Die Chance ein Idol zu besiegen ist nahe, der Dude konzentriert sich... 

Vincent Craven: "BRAY-BRAY WIRD GLEICH DEN "FALLING SMILE" BRINGEN!!!"

Mike Garland: "Beruhig DICH! Es wird trotzdem nicht das Ende von Robert Breads sein. Selbst wenn er trifft."

Cornwallace ist bereit, er hebt ab.... 

 

FALLING SMILE!!!!!!

 

...in your Face, Robert Breads!!!

Ein Diving Headbutt, den man heiraten könnte, so perfekt wurde dieser von Bray-Bray ausgeführt. Der Waliser verliert keine Zeit, jede Millisekunde zählt. Er schmeißt sich mit ungläubigen Gesicht auf "Canada's Own" und blickt zum Referee. Sven Nitzschke ist bereit... 

 

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...3...

 

!!!!

Es ist tatsächlich vorbei, Brandon Cornwallace besiegt völlig überraschend Robert Breads!!! Cornwallace ist von allem Menschen im Theatre wohl am meisten überrascht, er sinkt auf die Knie und hält sich die Hände vor sein Gesicht. UNGLAUBLICH! 

Jane Nelson: "Der Sieger dieses Matches durch Pinfall und im Viertelfinale des Quest 4 the Best.. BRANDOOOOOOOOON COOOOOORNWALLAAAAAAAAACE!!!"

Bray-Bray atmet tief ein und kneift sich in den Arm. Es ist kein Traum, er hat wirklich seinen Namen gehört. Er hat wirklich Robert Breads besiegt. Es ist so unwirklich, aber er hat es geschafft. Es ist Zeit zu feiern! Brandon springt auf uns streckt beide Arme in den Himmel, die Freude auf seinem Gesicht ins grenzenlos. Wie ein Derwisch rennt er durch den Ring. 

Vincent Craven: "Wir wurden soeben Zeuge einer riesigen Überraschung. Obwohl ich nicht alles begrüßen kann, was Team Happy Hour veranstaltet, gönne ich Bray-Bray diesen Sieg. Er hat Herz gezeigt und daher verdient gewonnen."

Mike Garland: "Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich im Moment sagen soll. Es macht mich wirklich sprachlos, dass der große Robert Breads bei seinem Single-Comeback eine Niederlage kassiert hat und damit direkt aus dem Quest ausgeschieden ist. Einer DER Favoriten."

Vincent Craven: "Nach Sharpe nun schon der zweite potentielle Siegkandidat. Die Cotatores-Champs können sich nun also komplett auf ihre Titelverteidigung bei Vendetta 150 konzentrieren, aber in dieser Form wird das nichts."

Mike Garland: "Warten wir einfach ab. Bei Vendetta 150 werden die Karten ganz neu gemischt."


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"Verdammter Bastard!"

'Verdammter Smash! Verdammter..." So viele Gedanken schießen ihm im Moment durch den Kopf. Mit einem beherzten Fußtritt fliegt die Fantadose durch die Luft und landet zu Füßen der Elroy-Statue.

"PUTO!"

Der Mainevent ist nicht mehr lange hin, also konzentrieren sich alle Kameras auf das Geschehen innerhalb des Theaters. Und die Fans? Hier draußen ist es wie ausgestorben. Natürlich. Alle wollen das Duell Smash gegen Godd sehen. Naja fast alle. Er lässt die Statue links liegen und wandert weiter ziellos über das Gelände des Phönix Centers. Wenn er den kleinen Giftzwerg da oben sieht, könnte er im Strahl kotzen. Mit seinem Comeback in der XAW vor knapp einem Jahr mussten sich ihre Wege zwangsläufig wieder kreuzen. Sein Blick ist auf seine Zukunft ausgerichtet, doch immer wieder holt ihn die Vergangenheit ein. Und dann musste er sich ausgerechnet Elroy geschlagen geben. Nicht clean. Natürlich. Aber er weiß auch, wie wenig das Elroy kümmert und wie sehr er das ausschlachten wird. Typisch XAW. Typisch Smash-Country.

Díego Alejandro Sanchéz spuckt zur Seite aus. Smash, Smash...Smash! Er kommt einfach nicht von diesem Thema weg. Die Geister der Vergangenheit wird er einfach nicht los. Schlimm genug, dass er in den Staaten mit diesem Typen auskommen muss. Jetzt muss er sich auch in der PCWA mit ihm rumschlagen. So hatte er sich seine Zukunft hier eher nicht vorgestellt.

"Hijo de Puta"

Geflüstert kommen ihm die Worte über die Lippen. Kevin Smash hat es geschafft seine volle Aufmerksamkeit zu bekommen. Mal wieder. Immer wieder. Díego ist es so leid, wie dieser Typ ihn immer wieder behandelt. Er muss konzentriert bleiben, seine Gedanken fokussieren, doch alles was sich fokussiert ist seine Wut. Sein Hass auf diese 'sel-proclaimed legend'. Dessen Andeutungen, der dezente Versuch einer Erpressung. Ein bitteres Lächeln liegt auf den Lippen des Deutschmexikaners. Dezent...genau das, womit man Smash niemals in Verbindung bringen würde. 'Hilf mir oder ich mach dir das Leben in der XAW zur Hölle', waren zwar nicht direkt seine Worte, aber die Bedeutung war klar. Er hätte seine Beherrschung einfach über Bord werfen sollen und dem Amerikaner die verdiente Abreibung verpassen sollen. Doch was hätte Jona wohl dazu gesagt? Ein Angriff auf einen Maineventer bringt sicherlich Quote, lässt den Event aber eventuell platzen....

Der Deutschmexikaner setzt sich auf eine nahegelegene Bank mit Blick auf den Dome. Er stützt die Ellbogen auf den Knien ab und vergräbt sein Gesicht in den Hände.

Díego hasst es auf andere angewiesen zu sein. Hasst dieses Gefühl vom Gutdünken anderer abhängig zu sein. Er vertraut Lara kein Stück, doch ihr Plan könnte funktionieren. Das wre der entscheidene Schritt aus dieser Abhängigkeit heraus. Doch was wenn nicht? Was passiert, wenn das ganze nicht funktioniert? Bleibt dann für immer alles so, wie es jetzt ist? Wäre das so schlimm? Wäre es so schlimm, einfach 'nur' Trainer zu sein? Seinem inneren Monolog folgt ein Kopfschütteln. Er blickt auf und ziellos durchstreift sein Blick das Gelände. Doch er findet nichts, was ihm Halt geben würde. Ein tiefes Einatmen, gefolgt von einem tiefen Seufzen. Er liebt es Trainer zu sein. Sein Wissen und Können weiterzugeben. Das Leuchten in den Augen seiner Schützlinge, wenn sie Fortschritte machen und immer besser werden, möchte er nicht mehr missen. Aber er will das machen, weil er es möchte. Nicht weil es das einzige ist, das er in der PCWA tun kann. Tun darf.

Der ehemalige Tribune Champion erhebt sich wieder und richtet seinen Blick erneut gen Dome.

Sein Problem ist nicht, dass die anderen ihn nicht wahrnehmen. Auch wenn er für viele scheinbar unsichtbar ist, weiß er, dass er wichtige Arbeit für die PCWA tut. Aber er will in den Ring steigen KÖNNEN, wenn er das möchte. Er will Mad Dog, Smash, Godd, Poe und all die anderen in den Ring zerren und sich mit ihnen messen KÖNNEN! Tun können, was er will. Seiner Leidenschaft nachgehen ohne Einschränkungen. Er will diese Form von Freiheit!

Doch wie hoch darf der Preis dafür sein? Smash die Füße küssen und dabei alles verlieren, was ihn ausmacht? Smash könnte ihn für die XAW in den nächsten Brawlin' Rumble schicken und damit vermutlich alle seine Probleme lösen. Aber Díego kennt den Smasher viel zu gut, als dass er nicht wüsste wie sehr Smash das ausnutzen würde. Wie viel Erniedrigung und Spott er über sich ergehen lassen müsste. Wäre er dazu bereit? Vermutlich. Umso mehr hofft er, dass Lara weiß, was sie tut...

Sein Blick löst sich vom Dome und sein Weg führt ihn wieder zurück zum Theater. Zum Mainevent. Wer weiß...vielleicht wird er in naher Zukunft auch mal wieder eine Show headlinen...


------------------ PCWA ------------------

Einmal mehr ist der Schauplatz unseres Kamerateams das alte Trainingsgebäude der BWH - beziehungsweise das, was nun noch davon übrig ist. Denn inzwischen ist es nicht mehr nur eine Wand, die eingerissen wurde, sondern sind es schlichtweg alle, sodass nun nur noch ein Trümmerhaufen vor einem Bagger zu sehen ist. Die Kameras fangen nun einige Männer mexikanischer Nationalität ein, die damit beschäftigt sind den Schutt mit Schubkarren wegzuschaffen. Alles natürlich unter strenger Beobachtung des neues Bauherrn.

Kevin Smash: "Na los, hombres ... das muss schneller gehen! Ich bezahle euch hier nicht zum Faulenzen! Bis zum Ende des Abends darf hier nichts mehr übrig sein!"

Die Mexikaner schauen die selbsternannte Legende kurz ausdruckslos an, ehe sie ihre Arbeit fortsetzen. Smash schüttelt den Kopf.

Kevin Smash: "Unfassbar, womit man sich hier rumplagen muss ... wenn das so weiter geht, steht das Headquarter nächstes Jahr noch nicht!"

Er schüttelt einmal mehr den Kopf und sieht sich nun noch einmal den Bauplan an, der ausgebreitet vor ihm auf einem Tisch liegt. Das neue XAW Headquarter hier in Berlin, mitten auf dem PCWA Gelände soll so prachtvoll werden wie nur möglich und der Smasher hat keine Kosten gescheut um es zu realisieren. Allerdings hatte es ihn einiges an Überzeugungsarbeit gekostet, bis Jona Vark bereit war, das Grundstück zur Verfügung zu stellen - doch nun gehört es ihm. Nun kann niemand mehr seine Pläne aufhalten ... am wenigsten ein James Godd, der im Main Event unter die Räder kommen wird. Smash grinst selig vor sich hin, während er daran denkt, wie er James Godd später demütigen und demoralisieren wird…
Ein leises, kaum wahrnehmbares Knacken sorgt schließlich dafür, dass die Legende sich abrupt umdreht. Smash weitet überrascht die Augen: vor ihm steht plötzlich ein sehr düster gekleideter Mann mit schwarzer Haarpracht … und einem so gut wie nicht auszumachendes Gesicht. Dieser hat die in ebenfalls schwarzen Handschuhen steckenden Finger seiner Hände verschränkt und dehnt deren Knöchel hörbar.
Smash blickt ihn verwirrt an und es entsteht ein Moment peinlicher Stille. Schließlich ergreift Kevin dann aber doch das Wort.

Kevin Smash: "Öhm ... kann man dir helfen?"

Gespannt und mit einer Unzahl an Fragezeichen über dem Legendenschädel blickt er sein Gegenüber an.
Der Angesprochene erwidert darauf zunächst einmal nichts, schlendert langsam auf den XAW-Chef zu … der erst richtig gewahr wird, warum er kein Gesicht ausmachen konnte: die langen schwarzen Haare hängen nämlich nicht nur vom Kopf herab, sondern auch blickdicht vor dem Antlitz. Ein zunächst gewöhnungsbedürftiger Eindruck – zumindest, was Gäste der PCWA angeht. Nicht dagegen für die Fans und Mitarbeitern der Liga … so dass der Soul Survivor in seiner altbekannten Art und Weise dann doch ansetzt.

Shadow: „Helfen … so einfach kann man diese Frage nicht wirklich beantworten. Vor allem nicht in meinem Fall. Die Menschen helfen lieber dem, der ihrer Hilfe nicht bedarf, als dem, welcher sie nötig hat. Manche Leute meinen, mir wäre überhaupt nicht zu helfen … was aber glücklicherweise meist nur dem ersten Eindruck geschuldet ist. Der Rest hier hat sich daran gewöhnt – und hört den fallenden Groschen meist im zweiten Teil des Dialogs.“

Kevin schiebt mit gerunzelter Stirn den Kopf vor … und zieht ihn mit noch krauseren Grübelfalten wieder zurück. Seine Pupillen gehen dabei hinter den dunklen Gläsern orientierend nach links und rechts – keine versteckte Kamera. Obwohl er sich wie im falschen Film fühlt. Oder wahlweise im Besuchsraum einer Klapsmühle.
Bevor es für aber droht noch bizarrer zu werden hebt der Besucher die Hand.

Shadow: „Keine Sorge – ich bin vorerst weder eine Bedrohung, noch habe ich einen Schatten. Selbst … wenn ich gewissermaßen so heiße. In dieser opulenten Form zu interagieren ist meine persönliche Eigenart. Gewöhn dich daran …“

Ohne den Kopf zu drehen geht er an Smash vorbei: den Kopf gesenkt und die ungefähre Blickrichtung auf den Bauplänen haftend.

Shadow: „… aber um auf deine Frage zurückzukommen – ja, da wäre schon etwas, was ich gern wüsste. Denn obwohl ich dich kenne, Smasher, deine Person, dein bisheriges Vorgehen, deine Liga in unserer beider Heimat … so drängt sich mir doch auf zu erfahren, was dieses an eine von Sklavenschweiß durchtränkte Pyramidenbaustelle erinnernde Szenario eigentlich darstellen soll.“

Der Hollywood Regisseur fährt sich kurz durch die Haare und nimmt nun die Sonnenbrille ab, um sein Gegenüber genauer zu mustern. Dann schenkt er diesem ein breites und überhebliches Grinsen.

Kevin Smash: "Sieht man das nicht? Ich werde hier das prächtigste Gebäude errichten, dass es jemals auf diesem jämmerlichen Gelände gegeben hat. Hier entsteht das XAW Headquarter Berlin. Von hier aus werden wir diese Liga übernehmen und dafür sorgen, dass endlich die richtigen Leute am längeren Hebel sitzen. Viel zu lange schon haben wir untätig mitansehen müssen, wie diese Liga in den Ruin getrieben wird durch falsche Entscheidungen. Doch all das wird schon bald ein Ende haben, mein Freund ..."

Smash mustert den Anderen noch einmal von oben bis unten.

Kevin Smash: "... ach übrigen: wer bist du eigentlich?"

Eine ignorante Frage, wie sie nur ein Kevin Smash stellen kann, der stets nur so weit blickt, wie sein Sehvermögen reicht!
Und wäre dies so scharf wie seine Zunge, hätte er womöglich das spöttische Lächeln unter dem langen Haar ausmachen können. Autsch! Den hatte sich The Unfathomable Dark verdient. Überhaupt war ihm, was Respekt anbelangt, in den letzten Wochen ordentlich an sein Hosenbein gestrullert worden. Neid musste man sich halt hart erarbeiten hieß es – Respekt aber auch.

Shadow: „… jemand, der mit deinem Kegelverein mit dem X vorneweg noch wenig anfangen kann…“

Der Smasher zieht eine Grimasse … angesichts des verunglückten Konters, der ihn herzlich wenig juckt.
Der dunkle Krieger lässt die Worte ebenfalls einen Moment lang wirken. Dabei erhebt er sich vom Zeichentisch, lässt einen hier mitgenommenen Bleistift über die Finger rollen und geht selbst ein paar Schritte vor, um den Bauplatz zu überblicken.

Shadow: „… so lange dümpelt die selbsternannte Lichtgestalt, der Darkblaster, der Deceptionist, schon als Zaungast in den heiligen Berliner Wrestlinggründen herum und kennt scheinbar außer dem eigenen wie mitgebrachtem Tellerrand niemanden? Dabei bin ich schon eine gewisse Zeit Teil der Company … aber das setzt andererseits voraus, dass man für den Sehenden scheinbar erstmal das Privileg der Wichtigkeit genießt, um überhaupt erkannt zu werden. Genau wie Möglichkeit erst gesehen zu werden. Beim letzten Rumble hätte es ja fast geklappt – wenn nicht einem gewissen Jemand bei der überstürzten Angstschweiß-Flucht ein Haufen in die Hose gerutscht wäre …“

Gekonnt schnippt er den Stift zu Smash herüber, welcher ihn auffängt.

Shadow: „… große Multimen – Matches scheinen dem Chef der X-treme Association of Wrestling wohl wie ein Stachel im Fleisch zu sitzen. Daher braucht es mich auch nicht zu wundern, dass außer dem guten Shadow gefühlt alle Welt zum Hollywood Rumble eingeladen wurde. Wirklich enttäuschend … und auch ein wenig schade. Ein paar deftige Tritte hätte ich schon gerne ausgeteilt – und das nicht nur in hochwohlgeborene Kehrseiten der Desert View – Spitze.“

Smash lässt die Worte für einen Moment sacken, dann jedoch lacht er laut drauflos, ehe er sich schließlich beruhigt und eine imaginäre Träne aus seinem Augenwinkel wischt.

Kevin Smash: "Alle Welt? Das bezweifle ich doch sehr, denn die XAW lädt nur die besten Athleten auf der Welt zu ihren Events ein. Da ich dich nicht kenne, kannst du auch nicht dazugehören! Wieso hätte ich einen Nobody wie dich also einladen sollen in meiner Liga anzutreten? Du musst doch selbst erkennen, wie lächerlich schon der Gedanke daran ist!"

Er lacht erneut auf.
Auch das unergründliche Dunkel kann sich eines Glucksens nicht erwehren. Und so deutet er mit einer „Der war gut“ - Fingergeste zu ihm, während er mit der anderen Hand einen kleinen Stein vom Boden aufhebt.

Shadow: „Heißt es nicht, dass ein Lachen der kürzeste Kontakt zwischen zwei Menschen ist? Wäre schön, wenn es in deinem Fall dabei bliebe, aber das dürfte ein frommer Wunsch sein …“

Wieder macht der Schatten ein paar Schritte. Er gelangt zu einem Stapel Steine, streicht mit der flachen Hand darüber, während Smash lauernd und in Erwartung, was kommen könnte, die Muskeln anspannt.

Shadow: „Ich bin also in deinen Augen ein niemand, welcher sowohl die Aufmerksamkeit als auch die sich daraus ergebenden Einladungen deinerseits in keinster Weise verdient? Markige Worte … vor allem, wenn sie von einem des größten Maulhelden des Wrestling stammen. Du hast dir deinen bislang einzigen Titel hier durch einen hinterhältigen Schachzug ergaunert, gibst die Möglichkeit des längerfristigen Besitzes in Sekundenbruchteilen gegen Stem aus der Hand und die Titel wenig später ab. Ich habe meinen noch, sogar den zweithöchsten Singles Belt der PCWA, und verteidige ihn mit Prestige, während du deinen Gürtel vermutlich nur hattest, um deine Zigarrenreste dran auszudrücken. Du hast deine Titelchance gegen Poe kläglich in den Sand gesetzt, während mir zumindest ein gewisser Arbeitssieg gegen ihn gelungen ist. Ich trete meinen Gegnern von Angesicht zu Angesicht gegenüber, während du deinen wie ein introvertierter feiger Attentäter mit Röckchen aus dem Hinterhalt eins überbrätst. Und nicht zu vergessen: meine beiden einzigen Rumble-Teilnahmen blieben leistungsmäßig nachhaltig, während sich der Erinnerungswert deiner jüngsten Teilnahme auf eine vollgemachte Hose und Fersengeld vor Azrael Rage erstreckte…“

Der Kopf des Soul Survivor scheint den XAW-Chef zu fokussieren.

Shadow: „… wenn hier also jemand ein Nobody ist, dann ja wohl der fleischgewordene Rentnerwitz aus Desert View namens Kevin. Du kannst es drehen und wenden, wie du willst - du stehst einige Stufen unter mir, Mister Heiße Luft!“

Der Gesichtsausdruck der selbsternannten Legende verändert sich augenblicklich, so wie es eigentlich immer der Fall ist, wenn Jemand einen seiner wunden Punkte trifft. Das Gesicht läuft leicht rot an, die Mundwinkel werden zu einer mürrischen Fratze verzerrt und die Augen zugekniffen. Smash schüttelt den Kopf.

Kevin Smash: "Wie kannst du es wagen?"

Und schon kriegt Shadow den Wackel-Zeigefinger der Legende gezeigt. Eine Geste, die Smash während seiner Zeit in der XFWA perfektioniert hat und seither immer wieder Mal nutzt. 

Kevin Smash: "Du? Stufen über mir? Das ist lächerlich! Ich bin siebenfacher WFW World Champion. Ich bin der letzte World Champion, den es in der XFWA jemals gegeben hat und vor allem sollte ich eigentlich nach wie vor amtierender Cotatores Champion sein. Was aber noch viel wichtiger ist: nach dem heutigen Abend wirst du mich Undisputed Gerasy Champion nennen dürfen, nachdem ich diesem hässlichen Engländer all seine Zähne aus der Visage geprügelt habe! Der heutige Abend wird ein historischer Wendepunkt in der Geschichte der PCWA werden!"

Smash nickt mit dem Kopf, während er seinen mürrischen Gesichtsausdruck beibehält und zeitgleich achtlos einen Stein in Richtung Shadow kickt.
Dieser purzelt nur wenige Zentimeter an Shadow vorbei.

Shadow: „Verwechsele bitte nicht Wende- mit Tiefpunkt. Denn um den endgültigen Sieg davonzutragen, muss man rücksichtslos sein - mit der Personifizierung in deinem Fall. Aber dabei scheinst du eines zu vergessen: große Siege verblassen stets im Angesicht der Niedertracht. Und wenn dein Triumphmarsch nur aus Plattitüden und Illegalität besteht, kannst du so viele Siege einheimsen, wie du möchtest - du wirst nur eine blasse Lachnummer der Geschichte bleiben. Du unterschätzt Godd gewaltig - und du wirst stets in seinem Schatten bleiben. Egal, wie viele Knochen du ihm auch brichst oder Zähne ausschlägst.“

Vehement schüttelt der Smasher seinen Kopf und tritt einen Schritt auf Shadow zu.

Kevin Smash: "Better watch your words, you fool!"

Smash schlägt sich mit der linken Faust in die rechte Handfläche.

Kevin Smash: "Sonst könnte es gut passieren, dass Godd nicht der einzige ist, der heute ein paar Zähne verliert. Aber nochmal zum Mitschreiben für dich: ich unterschätze den Engländer kein Stück. Ich kenne ihn besser als jeder einzelne von euch Versagern, denn ich habe ihn trainiert. Ich habe ihn überhaupt erst zu dem gemacht, der er heute ist und ich werde es auch sein, der ihm alles wieder nehmen wird. Den Titel, den Stolz und wer weiß ... vielleicht widme ich mich danach auch noch dieser kleinen Französin, die ihm so den Kopf verdreht hat ... so ein Versager!"

Er lacht gehässig auf.

Kevin Smash: "Und jetzt verschwinde von hier. Ich habe hier Wichtigeres zu tun, als mich mit irgendwelchen Idioten rumzuschlagen, die so sprechen, als würde ihnen ein Besen im Hals stecken!"

Er lacht abermals auf, macht mit seinen Händen die "Hinfort mit dir" - Geste und nickt dabei überzeugt mit dem Kopf.
Mit einem resignierenden Schulterzucken kommt der Schatten dem nach - wenngleich eher in der Intention, dass es augenscheinlich hoffnungslos mit Smash ist. Während er langsam wieder Richtung Theatre davonschlendert, spielt er wie schon mit dem Bleistift zuvor gekonnt mit dem kleinen Stein.

Shadow: „Hunde, die bellen, beißen selten … vor allem nicht mit dritten Zähnen wie in deinem Fall. Tu, was du nicht lassen kannst: tritt Godd und deinem Schicksal gegenüber, bau dir dein trojanischen Zwerg-Pony im Auge des PCWA - Hurrikans. Mir imponierst du damit ebenso wenig wie Godd, den Fans oder dem Management. Und irgendwer in dieser Aufzählung wird dir schon dein aufgeblasenes Ego auf ein angemessenes Level zurechtstutzen…“

Er hält das Steinchen zwischen Daumen und Zeigefinger hoch, betrachtet es, als wäre es ein Edelstein.

Shadow: „…. vielleicht … bin ich es ja sogar. Hier stehen mir zwei Turniere bevor - und wie ich gehört habe richtet deine kleine wie feine Liga demnächst ja auch eins aus. Wäre doch mal eine Abwechslung, wenn ich dort mit den ehrlichen Hardworkern ein ringerisches Fanal setze. Immer noch besser, als darauf zu warten, dass der Boss von seinem hobbymäßigen Rummelringen in der alten Welt zurückkehrt, wo er nebenbei Companygelder und den dritten Arbeitsmarkt für den Bau seiner Luftschlösser missbraucht.“

Smash lacht einmal mehr und schüttelt ungläubig den Kopf, dann dreht er sich einfach um und marschiert davon, um seine mexikanischen Arbeitskräfte herumzuscheuchen. Er hat absolut keine Lust mehr sich weiter mit dieser Person auseinanderzusetzen und so wird er sie nun einfach ignorieren ... so wie er es mit allem macht, dass ihm nicht gefällt. Smash's World - Smash's Rules! So sieht die selbsternannte Legende das jedenfalls und das Ende des Abends wird dies noch einmal deutlich unterstreichen.

Nachdem er einen erneuten anweisenden Brüller an die Latinos vom Stapel gelassen hat, orientiert er sich nochmals - doch der Schatten hat die Baustelle mittlerweile wieder verlassen. Smash grinst - denn so wie Shadow würde auch Godd ihm kaum was anhaben können.

Vincent Craven: "Shadow auf Erkundungstour und er landet ausgerechnet auf der Baustelle von Smash!"

Mike Garland: "Und der macht ihm sofort klar, dass er sich nicht einmal ansatzweise für ihn interessiert. Und das aus gutem Grund, denn die Legende hat heute Wichtigeres zu tun als sich mit dem Zweithöchsten Champion zu messen. Smash strebt nach dem ganz großen Gold. Etwas wovon Shadow vermutlich sein Leben lang nur wird träumen können."

Vincent Craven: "Träume können auch wahr werden, das hat nicht zuletzt unser Undisputed Gerasy Champion James Godd bewiesen. Smash hat hier hingegen vor allem bewiesen wie ignorant er ist. Er erkennt nicht einmal wer Shadow überhaupt ist und das obwohl er doch, laut eigener Aussage diese Liga übernehmen will. Dazu sollte man sich aber vielleicht auch mal ordentlich informieren!"

Mike Garland: "Warum sollte er das tun? Es reicht, wenn er die Leute kennt, die an den Schalthebeln sitzen. Um das niedere Personal kann er sich auch später noch kümmern."

Vincent Craven: "Unser Cryption Champion mag ja vieles sein, aber ganz sicher nicht niederes Personal!"

Mike Garland: "Also ich bin da ganz auf der Seite von Smash."

Vincent Craven: "Und ich kann nur hoffen, dass es für ihn ein böses Erwachen geben wird, wenn sich alle Leute denen er vor den Kopf gestoßen ist, gegen ihn verbünden."

Mike Garland: "Das wird nicht geschehen!"

Vincent Craven: "Genau das denken auch viele über ein PCWA Comeback von Díego Alejandro Sanchéz, aber zumindest Lara Lee glaubt daran, dass sie es schaffen kann ihm einen neuen Vertrag hier zu besorgen."


------------------ PCWA ------------------

Die Geschäftsführerin von PCWA liest konzentriert die Zahlen am Bildschirm in ihrem Büro ab und vergleicht die Finanzstatistiken auf dem zweiten Bildschirm, als auf einmal die Zimmerbeleuchtung heftig flackert. Genervt blickt Jona Vark hoch und will zum Telefon greifen, um den Hausmeister zu rufen. Dazu kommt sie aber nicht, denn die Tür vor ihr wird heftig aufgerissen und eine bedrohliche Gestalt tritt hindurch - mit zwei Katanas in den Händen!

Diese person trägt einen militärisch wirkenden Anzug mit Kampfweste und einen diagonalen Gurt mit vielen orangefarbenen Granaten. Doch vor allem die asymmetrische Maske, die in einer orangenfarbenen und schwarzen Hälfte geteilt ist, zieht die Aufmerksamkeit auf sich.

“VARK!”

Brüllt die mysteriöse Person mit offensichtlich verstellter Stimme. Jona hingegen, gefestigt durch jahrelange Erfahrung mit unliebsamen Überraschungen, verengt die Augen zu Schlitzen.

Jona Vark: “Lara, wenn das wieder mal eine irrsinnige Idee von…”

Doch Deathstroke wirbelt um die eigene Achse und fegt mit beiden Katanas die Computerbildschirme und Geräte vom Schreibtisch! Funken, Rauch und kleine Explosionen folgen hinterher, während die Bildschirme zweigeteilt rumfliegen. Jona rutscht mit dem Bürostuhl instinktiv nach hinten, um den schwingenden Klingen auszuweichen. Der Maskenmann springt auf den Schreibtisch, lässt die Schwerter noch einmal gefährlich nahe wirbeln, dann rasen die Klingen auf Jonas Kehle zu! Vark schließt die Augen…

...doch es passiert nichts. Als sie die Augen öffnet, sieht sie die Katanas in Scherenform an ihrem Hals ruhen, bereit, ihren Kopf von Schultern zu trennen. Deathstroke beugt sich langsam vor.

Deathstroke: “Ist… deine…”

Die Maske ist dem Gesicht der Geschäftsführerin bereits nahe, sie kann ein eisblaues Auge durch die linke Augenöffnung sehen.

Deathstroke: “...Pussy sehr eng?!”

“KATYA!”

Der laute Zuruf kommt von hinten und Jona kann Lara in der Tür stehen sehen. Die Zimmerbeleuchtung hört auf zu flackern und ein heiseres Lachen tönt von Deathstroke, der sich von Jona ablässt und die Katanas hinter dem Rücken deponiert.

Lara: “Katya, DAS haben wir so nicht abgesprochen!”

Katya aka Deathstroke stellt sich neben Lara und schiebt die Maske hoch, um ein vernarbtes Gesicht, dessen rechte Auge von einer Augenklappe bedeckt ist, zu entblößen. Sie ist deutlich kleiner als Lara und grinst immer noch breit.

Katya: “Hast du ihre Fresse gesehen? Hast du das gesehen?!”

Sagt sie mit schwerem russischem Akzent. Jona Vark braucht nur einen winzigen Augenblick, um Schock und Überraschung zu überwinden und ihre “Fresse” wandelt sich in Verärgerung um. Ihr Schreibtisch sieht aus als wäre eine Granate hier eingeschlagen. Aber so richtig.

Jona Vark: “Katya? Etwa wie Katya Starnikava?”

Lara: “Ja, und das mit dieser… Unordnung tut mir leid.”

Vark blickt skeptisch sie an.

Lara: “Es tut mir wirklich sehr leid, das meine ich ehrlich. Der Auftritt sollte eigentlich deutlich weniger dramatisch ablaufen. Sie war lange im Gulag, und sie muss sich noch an ein paar Dinge wie richtige Manieren und Begrüßen gewöhnen.”

Während Katya sich scheinbar desinteressiert vom Gespräch abwendet und stattdessen die Qualifikationen und Errungenschaften an der Wand mustert, setzt Jona sich wieder hin.

Jona Vark: “Wenn Sie beiden noch mal so einen Auftritt abziehen und dabei eine Spur von Verwüstung hinterlassen, werfe ich Sie beiden hochkant aus der PCWA, verstanden?! Und jetzt sagen Sie mir was Sie wollen. Richten Sie sich dabei wie üblich auf meine Antwort ‘Nein!’ ein, nachdem SIe Ihre Angelegenheit vorgetragen haben.”

Lara: “Darauf würde ich jetzt nicht wetten. Ich habe einen Plan und der ist ausnahmsweise nicht verrückt.”

Jona Vark: “Das bleibt abzuwarten!”

Lara: “Stand aktuell ist es so, dass Diego A. Sanchéz keine öffentlichen Auftritte absolvieren darf, ist das so richtig?”

Sie nickt als Antwort und ihre Augenbrauen heben sich eine WInzigkeit höher.

Lara: “An diesem Status will ich jetzt etwas ändern. Wenn ich dafür sorge, dass Sanchéz in sozialen Medien deutlich mehr Aufmerksamkeit und vor allem mehr Zustimmung nach einem Kampf oder mehreren Kämpfe mit Diego bekommt, darf er dann wieder im Ring wrestlen?”

Statt sofort zu verneinen, lehnt die PCWA-Frau sich zurück und lässt diese Gedanken durch den Kopf gehen. Wenn Diego deutlich mehr Zuspruch bekommt als damals vor BR XIII, würde er auch wieder profitabel für die PCWA sein. Aber wie will Lara das anstellen? Bestimmt wieder etwas Bescheuertes…

Jona Vark: “Nun, wenn er deutlich mehr mediale Aufmerksamkeit bekommt als beim letzten Mal, werde ich über diese Option nachdenken. Aber wie ich Sie kenne, wollen Sie sicher nur etwas Ähnliches wie neulich hier in einem größeren Ausmaß veranstalten und wieder Zerstörung und Chaos verursachen, die mir wiederum einige Kopfschmerzen bereiten dürfte…”

Doch die Kanadierin grinst spitzbübisch und winkt ab.

Lara: “Keine Zerstörung oder Gebrawle. Versprochen! Nur ein kleines, nettes Event in der Vendetta 150, sonst nichts weiter.”

An Jonas Gesicht ist deutlich abzulesen, dass sie nicht so wirklich an die Worte ihres Untergebenen glaubt.

Jona Vark: “Nun gut. Sehe ich auch nur das geringste Anzeichen, dass dieses ominösen ‘Event’ sich zu etwas Anderem entwickelt, dann…”

Die Kanadierin hebt beide Hände abwehrend hoch.

Lara: “Dieser Event wird dir Aufmerksamkeit und Geld und gaaaaanz viele Likes einbringen. Und vor allem wird es dich keinen Cent kosten.”

Jona Vark: “Na schön. Genehmigt. Was das auch immer ist. Wenn sonst nichts weiter ist…”

Lara: “Ach, noch eine Sache, fällt mir gerade ein…”

Sie fischt einen leicht zerknüllten Zettel aus der Jackentasche und reicht diesen an Jona weiter, welche ihn mit Fingerspitzen entgegennimmt. Ein kurzer Blick darauf reicht aus, um zu verstehen was Lara will. Leider wird der Kamera nicht offenbart, was auf dem Zettel steht, denn sie lässt ihn sofort unter dem Schreibtisch verschwinden.

Jona Vark: “Sie wissen schon, dass Ihr Wunsch mit dem Erfolg des Events steht und fällt? Falls das mit Herrn Sanchéz nicht klappt, wird das Ihr alleiniges Problem.”

Lara: “Mach’ dir keine Gedanken, Jona. Denk lieber daran, wie viele Rubeln - ähh - Euros rollen werden.”

Jona Vark: “Miss Lee, ich mache mir immer Gedanken, daher - was machen Sie denn da?!”

Entgeistert starrt sie auf die russische Frau, die vor einer Büropflanze steht und munter die Blätter abreißt und in den Mund stopft. Geräuschvoll mampft sie vor sich hin und blickt die Anwesenden ahnungslos an.

Katya: “Was?”

Jona Vark: “Das ist eine teure burmesische Birkenfeige, die ich von meiner Großmutter geschenkt bekommen habe! Die... isst man nicht!”

Lara schüttelt mit zusammengebissenen Zähnen in Richtung Katya und wendet sich zu ihrem Vorgesetzten.

Lara: “Entschuldige… sie war sehr, sehr lange im Gulag.”

Jona Vark: “Sie sind für Frau Starnikava verantwortlich! Bringen Sie ihr bei, wie man sich wie ein Mensch verhält und nicht wie ein tollwütiges Tier! Wenn sie was anrichtet, mache ich Sie dafür verantwortlich, Miss Lee! Und Sie, Frau Starnikava, nehmen Sie die lächerliche Piratenklappe herunter!”

Lara: “Äh, Jona...”

Doch Katya ist schneller, sie zieht die Augenklappe hoch und enthüllt eine leere Augenhöhle und kichert.

Katya: „Immer noch lächerlich, heh?!“

Jona Vark: “Ich nehme diese Bemerkung zurück. Und Miss Lee, warum ist diese... Frau hier?"

Lara: "Ach, Katya wollte nur wissen, wo..."

Katya: "...die mächtigste Bitch im Business arbeitet. Hab' jetzt gesehen, dankeschön."

Schweigen.

Jona: "Verschwinden Sie beide – auf der Stelle, bevor ich es mir anders überlege!“

Lara: „Komm, gehen wir.“

Lee und die verrückte Russin verlassen gemeinsam das Büro, wobei das folgende Gespräch nicht zu überhören ist.

Katya: „Ihre Pussy ist wirklich sehr eng…“

Lara: „Katya - halt einfach die Klappe.“

Die Augen verschließend, lehnt Jona zurück und seufzt. Sie weiß nicht, ob sie solche Entscheidungen bereuen soll oder nicht. Lara Lee ist vielleicht wirklich irre, und man sollte sie an kurzer Leine nehmen. Aber anderseits, wenn sie diese Amazone von der Leine lässt, fängt sie manchmal was Schönes ein. Wie zum Beispiel diese neue Clubhalle auf Phoenix Center, die durchaus noch sehr lukrativ werden könnte. Sie entscheidet letztendlich dafür, Laras Charakter als notwendiges Übel zu ertragen. Was kann schon noch schlimmer kommen?

Mike Garland: "Ich muss gestehen, dass mir hier gerade die Worte fehlen."

Vincent Craven: "Ja ... irgendwie war das gerade alles ziemlich surreal! Katanas, Zerstörung und das Auffressen einer Pflanze ..."

Mike Garland: "Und Jona zeigt deutlich wie verweichlicht sie inzwischen ist. Ein Kevin Smash hätte sich so ein Benehmen jedenfalls niemals gefallen lassen!"

Vincent Craven: "Jona scheint jedenfalls einen Nutzen in der Situation zu erkennen. Wenn wir doch nur wüssten was auf diesem ominösen Zettel steht."

Mike Garland: "Ganz gleich was darauf steht, einen Díego Sanchéz wird es nicht dabei helfen wieder einen Fuß in die Liga zu setzen. Da sollte er lieber das andere Angebot ergreifen, dass ihm heute gemacht wurde."

Vincent Craven: "Das andere Angebot von dem du sprichst, war so falsch, wie etwas nur falsch sein kann. Lara hingegen scheint es ehrlich zu meinen."

Mike Garland: "Und das erkennst du woran genau? Daran, dass sie hier mit einer Messerschwingenden Irren durch die Gegend stolziert? Für mich spricht das eher dafür, dass Lee langsam den Verstand völlig verliert!"

Vincent Craven: "Wir stehen nun jedenfalls kurz vor unserem Main Event, doch zuvor schalten wir noch einmal zum Titelverteidiger."

 


------------------ PCWA ------------------

Die Kameras schalten in den Backstage Bereich, wo sie den amtierenden Gerasy Champion James Godd entdecken. Der Engländer wirkt voll fokussiert. Er weiß genau was ihn in einem Match gegen Kevin Smash erwarten wird, nämlich eine ganze Menge schmutziger Tricks. Er ist jedoch genau darauf vorbereitet und aus diesem Grund hat er sich seinen Freund Marc Poe als Unterstützung gesichert. Auch Marc hatte diesen Titel gegen Smash verteidigen müssen und er war trotz aller Umstände als Sieger hervorgegangen, und der Engländer sieht es so, dass Dinge die ein Marc Poe schaffen kann, für ihn erst recht machbar sind. Der Titel um seine Hüften hat sein ohnehin schon ordentliches Selbstvertrauen noch einmal gesteigert und er ist der festen Überzeugung, dass es kaum etwas gibt, dass er nicht schaffen kann. In wenigen Minuten ist es soweit und so ist Godd, der bereits sein In-Ring Outfit trägt, welches aus einer kurzen blauen Jeanshose und einer dunklen Lederjacke besteht, welche nach dem Einzug abgelegt werden wird, nun auf dem Weg zur Gorilla Position. Dort hatte er sich mit Marc Poe verabredet, aufdass sie gemeinsam als Einheit in den Krieg gegen Smash ziehen. Nur noch um eine Ecke abbiegen und er ist angekommen. Er holt noch einmal tief Luft und sammelt sich und als er schließlich um die Ecke tritt bleibt er abrupt stehen und seine Augen weiten sich vor Überraschung. Das kann doch wohl nicht wahr sein, denkt er sich und schüttelt den Kopf. Ehe er so richtig verarbeiten kann, wer da anstatt Poe steht, ergreift eben jene Person auch schon das Wort.

Elroy Schmidtke: "Wenn das nicht mein Lieblings Warmbiertrinker James Godd ist!"

Der amtierende XAW World Heavyweight Champion steht in voller Pracht an der Gorilla Position und grinst den Gerasy Champion, mitsamt der typischen Kapitänsmütze auf dem Kopf und dem XAW Titel auf der rechten Schulter, frech an. James ist hingegen gar nicht danach zu grinsen. Er hatte zwar damit gerechnet, dass Smash einen seiner XAW Spießgesellen mitnimmt, jedoch nicht damit, dass es ausgerechnet jener Giftzwerg sein würde, der ihm hier in der PCWA so lange das Leben schwer gemacht hat und mit dem er mehr als nur eine Schlacht ausgetragen hat. Entsprechend grimmig wirkt der Engländer mit einem Mal.

James Godd: "Elroy Schmidtke ... und ich dachte allen ernstes ich würde heute keiner häßlicheren Visage mehr begegnen als der von Smash."

Er blickt den Ohmenhausener angewidert an. Elroy lächelt jedoch nur selbstsicher und streichelt kurz den XAW World Title.

Elroy Schmidtke: "Muss ja gerade der richtige sagen ... wird ja sicher einen Grund haben, dass die Frauen dir alle scharenweise davonlaufen!"

Er kichert kurz, wohlwissend, dass er damit einen wunden Punkt bei James getroffen hat. Und tatsächlich wandern die Gedanken von James fast augenblicklich zu Sarah Duriel ... nur, dass es nicht sie war, die davongelaufen war, sondern er selbst. Doch wie hätte er auch anders reagieren sollen, nachdem sie ihn hintergangen hatte ... sie, von der er es niemals erwartet hatte. Nein, er hatte völlig richtig reagiert ... und doch vermisste er sie mehr, als ihm lieb sein konnte. Er schnauft kurz aus und hat für einen Moment beinahe vergessen, dass Elroy Schmidtke hier vor ihm steht, doch der räuspert sich kurz und erinnert den Engländer somit an seine Anwesenheit.

Elroy Schmidtke: "Hat es dir etwa schon die Sprache verschlagen? Das war einfacher als ich erwartet hatte ... früher hat ihn dir zumindest noch ein wenig Kampfgeist gesteckt ... traurig!"

Der XAW World Heavyweight Champion kichert erneut kurz, doch dieses Kichern vergeht ihm fast augenblicklich, als der Engländer plötzlich nach vorne schießt und den Ohmenhausener am Kragen packt und gegen die Wand drückt.

James Godd: "Soll ich dir hier und jetzt zeigen wieviel Kampfgeist noch in mir steckt du Stück Abschaum? Oder wartest du vielleicht doch lieber ab und schaust dir an, was ich mit Smash anstellen werde?"

Er lässt Elroy wieder los, der mit einem Mal eine ganze Spur blasser aussieht als zuvor und sofort anfängt kränklich loszuhusten. Schnell zieht der First Captain sich einige Schritte zurück. Mit empörter Miene blickt er Godd an.

Elroy Schmidtke: "Was soll das Godd? Ist das die neue Art der PCWA mit Gästen umzugehen? Zu meiner Zeit hätte es sowas nicht gegeben. Als ich hier noch der Undisputed Gerasy Champion war hat hier Zucht und Ordnung geherrscht, aber es war ja klar, dass es hier bergab geht, denn sonst wärst du jetzt wohl kaum Champion!"

Elroy klopft sich etwas imaginären Staub von der Schulter. Godd blickt seinen früheren Erzrivalen voller Gift in den Augen an.

James Godd: "Ich bin ein besserer Champion, als du es jemals gewesen bist Elroy und das sehen die Fans genau so."

Elroy schüttelt mit einer etwas empörten Miene den Kopf.

Elroy Schmidtke: "Die Fans waren schon immer verblendet James! Der Rekordhalter dieses Gürtels, den du hier zur Schau trägst, steht immer noch genau hier ... wie willst du also ein besserer Champion sein als ich? Mein Rekord ist für die Ewigkeit und du wirst ihn auch nicht gefährden können."

James wirkt nun mit einem Mal etwas amüsierter.

James Godd: "Das werden wir dann noch sehen du Giftzwerg. Ich habe inzwischen mehr als nur einmal bewiesen, dass ich dieses Titels würdig bin und heute Abend wird es nicht anders sein ..."

Elroy lässt ein lautes "HA" vom Stapel und klopft sich grinsend auf den Oberschenkel.

Elroy Schmidtke: "Natürlich wird es heute Abend anders sein du Narr, denn eines ist ganz klar. Nach dem heutigen Abend wird es einen neuen Undisputed Gerasy Champion geben und der wird auf den Namen meines guten Freundes Kevin Smash hören. Und dann werden Kevin und ich über das gesamte Wrestling Business herrschen. Er als höchster PCWA Champion und ich als höchster XAW Champion. Gemeinsam Elitär!"

Er klopft sichtlich stolz auf seinen XAW World Title, während Godd leicht genervt die Augen rollt.

James Godd: "In einer Parallelwelt vielleicht. In der realen Welt jedoch wird Smash sich heute Abend eine kräftige Abreibung einfangen und wenn ich mit ihm fertig bin, darfst du es von mir aus gerne auch versuchen. Ich bin mit sicher die Fans hätten großes Interesse an einem Champion vs Champion Match."

Er nickt mit dem Kopf, hofft jedoch insgeheim, dass Schmidtke nicht darauf eingehen wird. Er hat zurzeit mehr als genug um die Ohren und da kann er einen hinterlistigen Giftzwerg wie Schmidtke nicht auch noch gebrauchen. Der wirkt jedoch ohnehin nicht so, als würde er es darauf ankommen lassen. Stattdessen schüttelt er in leicht panikhafter Art seinen Kopf.

Elroy Schmidtke: "Wenn du wirklich denkst, dass ich nochmal gegen die antreten würde, dann täuschst du dich aber. Du bist total unprofessionell. Wer auch immer mit dir in den Ring steigt riskiert seine Gesundheit. Du hast mich damals beinahe meine Wrestling Karriere gekostet und auch ein Kevin Sharpe oder ein Mad Dog sind nicht unverletzt aus ihren Kämpfen mit dir gekommen. Das zeigt es doch ganz deutlich. Nein, nein ... ich verzichte und bleib lieber bei bester Gesundheit James!"

Er nickt frech grinsend mit dem Kopf.

Elroy Schmidtke: "Davon abgesehen müsste ich für ein Champion vs Champion Match ohnehin nicht gegen die antreten, denn wie ich bereits sagte, wird mein Freund Kevin Smash heute kurzen Prozess mit dir machen und dir den Titel abjagen. Und ich werde in der glücklichen Lage sein mir deine Demütigung aus nächster Nähe anzusehen, denn ich werde Kev' zum Ring begleiten und dafür sorgen, dass sich keiner deiner widerwärtigen Freunde einmischt!"

Der Vorwurf er sei unprofessionell und für die Verletzungen seiner Gegner verantwortlich ärgert James, auch wenn er natürlich weiß, dass das völlig Unfug ist und nicht einmal annähernd der Wahrheit entspricht. 

James Godd: "Manchmal frage ich mich wirklich ob ihr Affen euch überhaupt Mal selbst zugehört habt, wenn ihr so einen Bullcrap von euch gebt. Einmischung von Außen ist doch eher euer Terrain und nicht meines und du kannst hier Scheiße labern wie du willst, aber es ist doch klar, dass du nur aus diesem Grund überhaupt am Start bist. Aber von mir aus komm ruhig mit zum Ring. Dann kannst du vielleicht noch das eine oder andere lernen von einem wahren Champion!"

Er nickt voll überzeugt mit dem Kopf und lächelt schließlich, als ihm eine weitere Kleinigkeit wieder einfällt, die ihm hier in die Karten spielt. Elroy hingegen blickt den Engländer etwas unsicher an und versucht irgendwie zu erkennen worauf Godd mit diesem Lächeln hinauswill. Der Undisputed Gerasy tut ihm jedoch den Gefallen und löst selbst auf.

James Godd: "Ich kenne da außerdem noch Jemanden, dem es sicherlich gefallen wird, dass du am Ring bist. Denn Smash ist nicht der einzige, der sich Verstärkung für diesen Kampf besorgt hat. Auch ich habe Jemanden gefunden, der darauf achten wird, dass ihr beide euch an die Regeln haltet."

Elroy Schmidtke: "Ach und wer soll das sein? Mad Dog? Der ist doch total platt nach seinem Match vorhin!"

Elroy lacht laut auf, doch Godd schüttelt nur den Kopf.

James Godd: "Nein, der Mann den ich für diese Aufgabe gewählt habe ist komplett ausgeruht und wird dich noch in diesem Monat von deinem Gold erleichtern und dann haben sowohl du, als auch Smash rein gar nichts mehr vorzuweisen ... wenn man von eurem Versagen absieht!"

Elroy blickt Godd geschockt an.

James Godd: "Ja, ganz genau ... Marc Poe wird mich begleiten und den wird es sicher freuen dir ein paar auf die Fresse zu geben, solltest du die Füße nicht still halten!"

Der First Captain umgreift seinen Titel, ohne es wirklich zu merken, etwas fester Wie ein störrisches Kind schüttelt er den Kopf.

Elroy Schmidtke: "Marc Poe ist doch keine Bedrohung für mich ..."

Der Gesichtsausdruck von Elroy sagt jedoch etwas ganz anderes, wie Godd mit einem grinsen registriert.

Elroy Schmidtke: "Ich habe in den letzten XAW Shows deutlich gezeigt, dass ich besser bin als dieser Man-Bun tragende Hippie bin. Wie ein Anfänger hat er sich immer wieder vom E-K-O überraschen lassen, dem tödlichsten Finisher im gesamten Business. Und bei Clash of Titans wird es nicht anders enden ... Poe wird den E-K-O zu spüren bekommen und danach die Schultern für 3 Sekunden auf die Matte gepresst bekommen. So, wie ich auch hier eine Rekord-Regentschaft vorzuweisen habe, wird es auch schon sehr bald in der XAW sein! Die Zeit für euresgleichen ist abgelaufen ... wie ich schon damals sagte ... Goodbye Same old Shit!"

Er nickt heftig mit seinem Kopf und streicht noch einmal über den XAW Titel. James Godd hat sich das Ganze in aller Ruhe angehört und lacht kurz auf, ehe er Schmidtke wieder voller Ernst anblickt.

James Godd: "Es wundert mich wirklich nicht, dass du und Smash so dicke Busenfreunde seid. Ihr beide habt euch wahrhaftig gegenseitig verdient. Alle beide habt ihr einen völlig egozentrischen Charakter, der zu allem Unglück auch noch mit einer dicken Portion Selbstüberschätzung gepaart ist. Es wird mir eine riesige Freude sein dabei zuzusehen, wie ihr beide wieder auf dem harten Boden der Realität landen werdet ... ihr seid nämlich der Same old Shit, von dem du da sprichst ... Relikte der Vergangenheit!"

Godd geht nun erneut einen Schritt auf den First Captain der XAW zu und dieses Mal weicht der Ohmenhausener nicht zurück, wodurch es zu einem handfesten Staredown zwischen den Champions der beiden Ligen kommt. Die Spannung ist zum greifen nahe ... als plötzlich ein Schatten an der Wand zu sehen ist, der sich ihnen nähert und welcher mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zu Kevin Smash gehört. Elroy bemerkt den Schatten als erster und tritt wieder einen Schritt von Godd zurück.

Elroy Schmidtke: "Du wirst noch sehen, was du von deiner großen Fresse hast James!"

Und mit diesen Worten dreht der Ohmenhausener sich schließlich um und geht auf den Schatten zu, der immer näher kommt. James blickt ihm kurz nach und hofft inständig, dass auch Marc Poe hier schnellstens auftaucht, damit er diesem fiesen Duo nicht alleine ausgeliefert ist. Fakt ist jedenfalls, dass die anstehende Aufgabe nun, wo auch noch Elroy Schmidtke im Spiel ist, nicht einfacher werden wird. Er wird, Poe hin oder her, sehr gut aufpassen müssen, damit dieser Abend nicht ein böses Ende findet. Er nickt geistesabwesend mit dem Kopf und schlägt sich mit der linken Faust in die freie rechte Handfläche. Er ist bereit für diesen Fight!

Vincent Craven: "Ein Abend voller Überraschungen. Elroy Schmidtke unser Rekord Gerasy Champion lässt sich mal wieder blicken und trifft direkt auf seinen Erzrivalen James Godd!"

Mike Garland: "Und es ist offensichtlich, dass sich nichts an der Beziehung zwischen den beiden geändert hat. Aber wer will es Elroy verübeln? James Godd ist nun einmal wirklich ein schmieriges Subjekt und eines Champions nicht würdig."

Vincent Craven: "Das sieht Elroy genau so wie du, und deshalb wird er heute auch Kevin Smash zum Ring begleiten. Die 2 haben sich ja schon immer gemocht und scheinbar ist ihr Verhältnis noch enger geworden, nachdem Elroy nun in der XAW auftritt."

Mike Garland: "Und zwar höchst erfolgreich, denn wie du vielleicht bemerkt hast, ist er der amtierende XAW World Heavyweight Champion!"

Vincent Craven: "Es wird sich zeigen für wie lange noch, denn in nur 12 Tagen wird er diesen Titel gegen Marc Poe verteidigen müssen."

Mike Garland: "Und ebenso wie ihm das gelingen wird, wird auch ein Kevin Smash heute James Godd entthronen. Mit der Unterstützung kann es ja gar nicht mehr anders enden!"

Vincent Craven: "Das werden wir in wenigen Minuten erfahren, denn nun ist es soweit: Main Event Zeit!"


------------------ PCWA ------------------

Vincent Craven: "Main Event Zeit bei einer gefüllten Vendetta 149!"

Mike Garland: "Es war bisher schon ein eriegnisreicher Abend voller Überraschungen, doch nun ist es Zeit für den Höhepunkt. Den großen Triumph von Kevin Smash!"

Vincent Craven: "Auf jeden Fall dürfte es einen spannenden Kampf geben, wenn Schüler und Lehrer aufeinandertreffen, wobei der Schüler, in diesem Fall James Godd, als Champion den höheren Status von beiden hat!"

Mike Garland: "Was für ein Blödsinn. Godd ist noch weit vom Status eines Kevin Smash entfernt. Vergleich nur mal ihren Lebenslauf, dann wird das deutlich!"

Vincent Craven: "Diese Diskussion erspare ich mir an der Stelle und gebe lieber ab an Jane Nelson, die nun die Kämpfer hereinbitten wird."

Und so schwenkt die Kamera nun auf die bezaubernde Jane Nelson, die mit ihrem Mikrofon im Ring steht und nun auch sofort ihrem Job nachkommt.

Jane Nelson: "Als Erstes auf dem Weg zum Ring, der Herausforderer ... mit einem Kampfgewicht von 157 Kg und einer Größe von 2 Metern 16 ... der Besitzer der X'treme Association of Wrestling, die Legende ... Keviiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiin Smaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaash!"

 

Augenblicklich füllen laute Pfiffe die Halle. Die selbsternannte Legende lässt die Fans jedoch noch etwas warten, ehe sie auftaucht. Stattdessen taucht nun zunächst XAW World Heavyweight Champion Elroy Schmidtke auf der Rampe auf. Der Ohmenhausener genießt jedoch die gleiche Beliebtheit wie Smash selbst und deshalb verändert sich auch nichts an der Stimmung in der Halle. Nach einem völlig übertriebenen und sündhaft teuren Feuerwerk taucht Kevin Smash auf der Rampe auf. Wie immer trägt er eine dunkle Lederhose und die dazugehörige dunkle Lederjacke mit den Deception Schriftzügen. Auch die dunkle Sonnenbrille auf der Nase und das schwarze Bandana mit den weißen Blitzen fehlen nicht. Mit einem breiten Grinsen blickt Smash durch die Zuschauermassen. Die Fans empfangen die Legende, wie man es erwarten konnte, nämlich mit lauten Buh Rufen, welche den Smasher jedoch nur zu einem kurzen Lachen animieren. Es gibt einen kurzen High-Five mit dem höchsten Champion seiner Liga und schon setzt dieses giftige Duo sich in Bewegung.

 

Proudly Presents

He is Your future Undisputed Gerasy Champion

The One, the Only, the Legend

Amüsiert blickt Smash in den Ring und betritt diesen schließlich über die Ringtreppe. Mit einem breiten Grinsen entledigt der 49 Jährige sich schließlich seiner Accessoires und erwartet seinen Gegner.

Jane Nelson: "Und sein Gegner ... mit einem Kampfgewicht von 105 Kg und einer Größe von 1 Meter und 86 ... er ist der Tribun des Volkes, Britain's finest und der PCWA Undiputed Gerasy Champion ... Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaames Goooooooooooooooooooodd!"

Das Licht in der Arena fällt für einen kurzen Moment aus, ehe die Großleinwand anspringt und herabprasselnden Regen zeigt, welcher durch die Boxen auch deutlich zu hören ist. Immer wieder erhellen auch vereinzelte Blitze die Szenerie. Voller Anspannung blicken die Fans zur Eingangsrampe und warten darauf, dass der Champion dort auftaucht. Schließlich ist es so weit. Der Klang des Regens lässt nach und Gitarrenklänge dröhnen aus den Boxen. Die Fans jubeln laut auf.

Ein lauter Knall lässt die Stimmung endgültig überkochen. Flammensäulen kochen entlang der Rampe in die Höhe und schließlich taucht eine Person auf. Es ist jedoch nicht der Titelverteidiger, sondern ein weiterer Fan Favorite. Marc Poe, der aktuell wohl beste Kumpel von James Godd steht nun auf der Rampe und nickt kurz in die Zuschauermenge, ehe er auf den Eingangsbereich deutet. Und genau dort taucht er nun auch endlich auf: Der Undisputed Gerasy Champion der PCWA. Der Tribun des Volkes trägt heute seinen üblichen blau-weißen Einteiler. Um den Hals hängt die dekorative Goldkette und um die Hüfte der höchste Preis, den diese Liga zu bieten hat: Der Undisputed Gerasy Champion Title! Der Kopf des Briten wird durch das übliche blaue Bandana verziert, und auf der Nase ruht eine stylische Dunkelblaue Sonnenbrille. Der Blick ist fokussiert und auf den Gegner im Ring gerichtet. Währenddessen branden die Chants auf, die den Engländer nun bereits seit seinem Rumble Sieg immer wieder begleiten.

RUMBLE GODD

RUMBLE GODD

RUMBLE GODD

Der Engländer nickt kurz mit dem Kopf und setzt sich schließlich in Bewegung. Während er durch die, zu beiden Seiten erhobenen, Flammensäulen spaziert lässt der Brite in seinen Gedanken noch einmal den bisherigen Abend Revue passieren. Marc Poe folgt ihm in einigem Abstand.

Proudly presents

Langsam nähert der Brite sich dem Ring. Schließlich entert er über die Ringtreppe den Ring und stellt sich seinem Gegner Auge in Auge. Während er Smash und Elroy Schmidtke mit einige bösen Blicken bedenkt, löst er den Gürtel, der um seine Hüften hängt. Schließlich tritt er einen Schritt zurück und hält dem Smasher diesen genau vors Gesicht, was für lauten Jubel bei den Fans sorgt und für eine missmutige Miene bei der selbsternannten Legende. Schließlich zieht der Tribun sich in seine Ringecke zurück, wo er noch einige Dehnübungen vollführt.

Vincent Craven: "Damit ist alles angerichtet für einen hoffentlich spannenden Main Event."

Mike Garland: "Es wird vor allem ein historischer Main Event. Seit Vendetta 100 hat der Gerasy nicht mehr im Zuge einer Vendetta den Besitzer gewechselt, doch heute ist es so weit. Kevin Smash wird in die Fußstapfen von Alistair Brunswick treten, dem dies damals gelungen ist!"

Vincent Craven: "Wir können nur hoffen, dass es nicht so weit kommt. Smash dürfte eigentlich gar nicht in diesem Match stehen, denn er hat es sich im Gegensatz zu so vielen anderen Workern hier einfach nicht verdient."

Mike Garland: "Nicht verdient? Der Mann ist eine Legende und über jeden Zweifel erhaben!"

Main Event
Regular Singles Match

Undisputed Gerasy
Bild
vs.
Bild
Bild
(Der erste Fall entscheidet über den Sieg. Als Fall zählen Three Count, Submission, Disqualifikation sowie Count-Out.
-Referee: Yoshi Funaki; Timelimit: Keins)

Der Ringgong ertönt nachdem Referee Yoshi Funaki das Zeichen gegeben hat und augenblicklich stürmt Smash nach vorne um seinen Gegner mit einem Big Boot zu erwischen, doch Godd schafft es in letzter Sekunde noch einmal auszuweichen. Smash blickt ihn grinsend an und zeigt per Handzeichen an, dass nur „so viel“ gefehlt hat. James schüttelt nur genervt den Kopf und zeigt der selbsternannten Legende an, dass diese nur kommen soll. Schließlich umkreisen die beiden Kontrahenten sich und Godd versucht sich daran einige Kicks gegen die Beine von Smash zu landen, doch der weicht immer wieder aus. Letztlich geht es dann aber endlich in einen Lock-Up und beide ringen erst einmal nach der Kontrolle. Nach einem harten Knie in den Magen von James ist es der XAW Chef, der hier die ersten Akzente setzen kann. Nun folgen einige harte Elbows auf den Rücken von Godd, ehe Smash ihn packt und mit voller Wucht in die Ringecke schleudert. Kurz lässt die Legende sich dafür feiern, wobei der einzige der ihn wirklich feiert Elroy Schmidtke ist, der außerhalb des Rings steht und frenetisch applaudiert. Smash schenkt ihm eine kurze Verbeugung und rennt nun los um eine Avalanche folgen zu lassen, doch natürlich hat er sich hier viel zu viel Zeit gelassen und James kann zur Seite ausweichen. Smash schafft es jedoch auch frühzeitig abzubremsen und so nicht selbst in den Pfosten zu krachen. James nutzt den kurzen Moment der Verdattertheit bei Smash jedoch und rollt diesen ein …

… One …

… Two …

… Th…Kick-Out!

Vincent Craven: „Da hat Smash sich völlig überraschen lassen und beinahe wäre es das schon gewesen!“

Mike Garland: „Unfug … das war nur um Godd in Sicherheit zu wiegen. Heute endet seine Zeit an der Spitze.“

Vincent Craven: „Smash wirkt jedenfalls alles andere als glücklich über diesen Einroller. Voller Zorn schreit er den Champion an.“

Mike Garland: „Und zwar zu Recht. Was erlaubt sich dieser Engländer hier zu versuchen eine Legende so zu demütigen? Er sollte sich was schämen!“

Doch Godd sieht nicht danach aus als würde er sich irgendwie genieren. Völlig fokussiert beobachtet er wie die selbsternannte Legende wieder auf die Beine kommt und rennt dann in die Seile um einen wunderschönen tief gesprungenen Dropkick gegen Smash zu landen, der nun wieder auf den Knien landet. James nimmt erneut Anlauf und rennt los um Smash mit einem Running Knee zu erwischen, doch ehe es dazu kommen kann, nimmt Smash auch schon Reissaus und rollt sich aus dem Ring um sich neu zu sortieren. Sofort bespricht die selbsternannte Legende sich mit dem XAW World Champion Elroy. James lässt den beiden die Zeit und wartet konzentriert im Ring, während Referee Funaki nun damit anfängt Smash auszuzählen. Die Legende lässt sich jedoch alle Zeit der Welt und erst als der Count bei 8 ist, rollt er sich schließlich zurück. Erneut gehen die beiden Kontrahenten aufeinander zu, doch dieses Mal gelingt es Smash seinen Gegner zu überraschen, indem er ihm einen Augenkratzer verpasst, in die Seile rennt und den Engländer mit einem Big Boot erwischt. Funaki rügt die Legende nun für den Augenkratzer, doch dem ist das augenscheinlich völlig egal, denn er drückt Funaki einfach nur zur Seite und lässt nun eine ganze Reihe von Tritten auf den Körper von Godd prasseln.

Vincent Craven: „Smash ist kein Trick zu schmutzig um die Kontrolle zu übernehmen!“

Mike Garland: „Ich bitte dich, es ist ja nicht so, dass er ihm gerade einen Tiefschlag verpasst hätte. Das ist alles im Rahmen der Regeln.“

Vincent Craven: „Ja, gerade so noch!”

Mike Garland: “Papperlapapp! James ist selbst schuld, wenn er sich von solch einer Attacke überraschen lässt. Jetzt hat jedenfalls endlich der Smasher die Kontrolle und er wird sie so schnell sicher nicht wieder hergeben!“

Und tatsächlich setzt Smash nun sofort nach anstatt wie zuvor noch herumzuposen. Er setzt Godd in eine aufrechte Position und es gibt einen Klassiker des Wrestlings zu sehen, als Smash seine riesige Pranke in die Schulter von Godd gräbt und einen Nervehold ansetzt. Und der zeigt Wirkung, wie der laute Schmerzensschrei des Champions zeigt. Referee Funaki ist sofort zur Stelle und fragt den Engländer ob dieser aufgeben wolle, doch natürlich verneint der Tribun des Volkes die Frage. Smash verstärkt den Druck noch einmal, indem er nun auch noch seine zweite Hand zur Hilfe nimmt. Doch nach wie vor ist beim Engländer kein Zeichen von Aufgabe zu sehen. Schließlich hat die selbsternannte Legende ein Einsehen, dass dieser Move ihr hier nicht den Sieg bringen will und löst ihn, nicht jedoch ohne Godd vorher noch einen harten Elbow in den Nacken zu verpassen. Jetzt zieht er den Engländer auf die Beine und es gibt einen krachenden Backbreaker, gefolgt von einem lässigen Cover …

… One …

…Tw…Kick-Out von Godd.

Smash schlägt mit der Faust auf die Matte und lässt einen harten Tritt gegen den Schädel seines Kontrahenten folgen. Schließlich zieht er Godd wieder auf die Beine und schickt ihn in die Seile um ihn mit einem weiteren Big Boot in Empfang zu nehmen. Einmal mehr muss Britain’s finest auf die Matte. Smash lacht kurz und drückt dann seinen linken Fuß auf die Kehle von James um ihm so die Luft abzudrücken. Weil Choking jedoch nach wie vor illegal ist, wird der Smasher hierfür von Funaki angezählt, zieht seinen großen Fuß jedoch natürlich erst im letztmöglichen Moment wieder zurück. Während Godd nun verzweifelt nach Luft schnappt, schnauzt der letzte offizielle XFWA World Heavyweight Champion der Geschichte nun erst einmal Referee Yoshi Funaki an, der ihm jedoch noch einmal klarmacht, dass er hier das Sagen hat und nicht die selbsternannte Legende. Smash schüttelt den Kopf und dreht sich nach einigen Sekunden der Diskussion schließlich wieder um, um sich seinem Gegner zu widmen. Der steht jedoch inzwischen wieder auf den Beinen und überrascht den Smasher nun mit einem Dropkick, der Smash zurück in die Seile taumeln lässt. Godd rennt in die gegenüberliegenden Seile und es gibt eine Clothesline. Diese bringt den gebürtigen New-Yorker mit Wahlheimat L.A. jedoch nicht zum fallen, sondern lediglich zum wanken. So rennt Godd also ein weiteres Mal in die Seile und lässt eine zweite Clothesline folgen, doch auch diesmal fällt die Legende noch nicht um. Aller guten Dinge sind 3 und so geht der Tribun erneut auf die Reise in die Seile um eine weitere Clothesline zu zeigen, doch Smash fängt ihn ab und die Pranke der Legende landet am Hals von Godd. Mit einem lauten Krachen geht es für Godd per Chokeslam auf die Matte. Der bereits jetzt völlig durchgeschwitzte Smash schnauft erst einmal aus.

Mike Garland: „Godd hat bislang rein gar nichts zu melden in diesem Match. Smash dominiert das Match und zeigt weshalb er hierher in den Main Event gehört!“

Vincent Craven: „Bislang hat James Godd hier in der Tat noch nicht die Mittel gefunden um gegen den riesigen Smash vorzugehen.“

Mike Garland: „Smash hat es ja im Vorfeld bereits mehrfach erwähnt. Er kennt den Engländer besser als jeder andere im Business und er ist bestens vorbereitet.“

Mit einigen Tritten setzt Smash nun nach und schickt James Godd schließlich in die Seile und zeigt ihm, wie das mit der Clothesline wirklich funktioniert. Mit voller Wucht erwischt er den Tribun des Volkes und der dreht sich erst einmal um seine eigene Achse. Smash lässt wieder einige Tritte folgen und schreit den Engländer an.

Kevin Smash: „Ich hab dir gesagt, dass ich dir keine Chance lassen würde. Wo ist jetzt der große Tribun des Volkes, huh?“

Nach einem weiteren Tritt zieht der Smasher den Gerasy wieder auf die Beine und verpasst ihm eine schallende Ohrfeige!

Vincent Craven: „Das war jetzt ein Fehler … schau dir die Miene von James an!“

In der Tat wirkt der Engländer nach der Ohrfeige stinksauer. Er lässt einen lauten Schrei vom Stapel und stürzt sich schließlich ohne Rücksicht auf Verluste auf die selbsternannte Legende und ein handfester Brawl bricht aus. Schläge um Schläge lassen die beiden Kontrahenten aufeinander niederregnen, bis es Godd schließlich reicht und er Smash einen harten Headbutt gegen das Schulterblatt verpasst. Smash taumelt zurück und Godd zeigt einen Dropkick gegen die Kniekehle der Legende. Der XAW Boss geht auf die Knie und Godd packt sich seinen Schädel, nimmt etwas Schwung und zeigt einen Swinging DDT gegen die Legende. Es folgt ein Cover …

… One …

… Kick-Out von Smash!

Godd wartet nicht lange ab bis Smash wieder auf die Beine kommt, stattdessen springt der Engländer nun mit einem athletischen Sprung auf das oberste Turnbuckle und wartet auf den Smasher. Der steht wankend wieder auf und fängt sich augenblicklich einen Tornado Dropkick, der ihn auf die Matte schickt. Erneut versucht James sich an einem Cover …

… One …

…Tw…Kick-Out!

Godd schnauft kurz aus und steigt einmal mehr auf das Top Rope. Wieder wartet er bis Smash auf die Beine kommt und dann springt er mit einem Crossbody ab … doch Smash fängt ihn einfach auf! Die Augen von Godd weiten sich erschrocken, als er auch schon mit einem harten Powerslam auf die Matte gehämmert wird! Smash holt tief Luft und lässt nun einmal mehr harte Tritte auf Godd niederhageln, welche von zahlreichen Beleidigungen begleitet werden. Dann zieht er James wieder auf die Beine und es gibt einen harten Pumphandle Slam gegen James, verbunden mit einem Cover, nun von Smash …

… One …

… Two …

…Kick-Out von James Godd.

Smash scheint es nicht glauben zu wollen und legt sich einmal mehr mit Referee Yoshi Funaki an, während Marc Poe außerhalb des Rings frenetisch auf den Rand der Matte klopft um seinen guten Freund James Godd zu motivieren wieder auf die Beine zu kommen. Hierbei ist dem Engländer dann aber Smash behilflich, der ihn an den Haaren packt und wieder hochzieht. Sofort gibt es einen harten Faustschlag von Smash, wofür er abermals von Funaki ermahnt wird. Smash ist es völlig egal. Ohne weiter auf Funaki zu achten schickt er James in die Ringecke und folgt dieses Mal sofort selbst, um den Tribun mit einer Avalanche zu erwischen. Godd sinkt in der Ecke auf den Boden und sofort drückt Smash ihm seinen Fuß an die Kehle und es gibt erneutes Choking.

Vincent Craven: „Ich gebe es nur ungerne zu, aber so langsam muss Godd hier etwas einfallen, sonst wird Smash sich hier den Titel holen und das will hier niemand sehen!“

Mike Garland: „Ich schon und die zahlreichen XAW Fans vor ihren Geräten mit Sicherheit auch!“

Vincent Craven: „Bisher hatte Smash jedenfalls auf jeden Angriff seines Gegners die passende Antwort, auch wenn er nicht ganz fair kämpft.“

Mike Garland: „Wie gesagt, es ist alles völlig im Rahmen, sonst hätte Funaki das Match nicht weiterlaufen lassen, oder zweifelst du an der Integrität unserer Offiziellen?“

Vincent Craven: „Nein, Funaki macht hier bislang einen guten Job und auch jetzt sorgt er dafür, dass Smash mit dem illegalen Choking aufhört.“

Smash hebt unschuldig die Hände hoch, stürzt sich aber kurz darauf erneut auf seinen Kontrahenten und verpasst ihm eine Serie von harten Schlägen. Schließlich zieht er Godd wieder auf die Beine und hängt ihn in die Ringecke. Smash hebt den Zeigefinger vor den Mund und signalisiert den Fans, die ihn dafür ausbuhen, Ruhe zu geben. Er holt aus und es gibt einen krachenden Chop gegen den Gerasy Champion, der eine rote Verfärbung auf dessen Brust hinterlässt. Smash lacht laut auf und wiederholt das Spiel noch einmal. Völlig selbstzufrieden marschiert die Legende nun in Richtung Marc Poe.

Kevin Smash: „Und das soll dein großer Held sein, der mich fertig machen sollte?“

Die Legende lacht laut auf, während Poe die Aussage ignoriert und sich auch weiterhin darauf konzentriert James Godd anzufeuern. Smash widmet sich ebenfalls wieder seinem Kontrahenten und will mit einem breiten Grinsen einen weiteren Chop folgen lassen, doch in letzter Sekunde weicht Godd aus und trifft nun stattdessen mit voller Wucht lediglich die Ringecke. Mit einem Aufschrei fasst er sich ans Handgelenk und James lässt sofort einen Step-Up Enzuigiri gegen Smash folgen, der nun einige Schritte nach vorne taumelt und schließlich umfällt. Die Fans jubeln lautstark und James macht sofort weiter, indem er nun eine ganze Serie von schnellen Kicks gegen Smash folgen lässt, der versucht sich an den Seilen wieder hochzuziehen. James rennt nun in die Seile und es gibt eine von einem lauten Kampfschrei begleitete Clothesline, die Smash tatsächlich über das Top Rope befördert. Durch seine Größe bevorteilt, landet der Smasher allerdings auch außerhalb des Rings auf den Beinen. In Sicherheit ist er damit aber noch lange nicht, denn James rennt nun in die Seile und springt mit einem Summersault Plancha über das Seil nach draussen und erwischt den XAW Chef punktgenau. Die Fans werden von Marc Poe noch einmal dazu angestachelt Stimmung zu machen.

Vincent Craven: „Das könnte nun endlich die Wende gewesen sein. Das ist der James Godd den wir kennen und lieben!“

Mike Garland: „Ihr habt doch alle keine Ahnung. Smash wird auch diesmal eine Antwort auf die ungehörigen Aktionen von Godd finden.“

Vincent Craven: „Für’s Erste scheint der Champion jedenfalls zum ersten Mal in diesem Match die Oberhand zu haben und wir können nur hoffen, dass er diese jetzt auch behält.“

James zieht Smash wieder auf die Beine und verpasst ihm einige Kicks, ehe er ihn in den Ring rollt und selbst auf das Top Rope klettert. Diesmal wartet der Engländer nicht ab, dass der Hüne, der sein Gegner ist, wieder auf die Beine kommt. Stattdessen springt er sofort ab und es gibt einen wunderschönen Frog Splash zu bewundern. Sofort folgt das Cover …

… One …

… Two …

… Thr…Kick-Out von Smash in letzter Sekunde.

Die Fans jubeln lautstark. Jetzt scheint Godd endgültig die Kontrolle zu übernehmen. Der Engländer postiert sich in der Ringecke und kündigt an, dass er der erschöpften Legende jetzt mit dem Godddamn den Gar ausmachen wird. Godd stampft mit dem Fuß auf und das Publikum stimmt sofort mit ein. Langsam kommt ein nach Luft schnappender Smash auf die Beine und dreht sich taumelnd um. James will losstürmen …

Vincent Craven: „Das kann doch wohl nicht wahr sein! Elroy hält das Bein von Godd fest und hindert ihn daran loszustürmen!“

Wütend dreht sich Godd um. Elroy hebt jedoch unschuldig die Hände, als er auch schon von einem Spear hinfortgefegt wird!

Vincent Craven: „Marc Poe geht auf Elroy Schmidtke los! Dafür hat James ihn mitgenommen!“

Poe lässt eine ganze Serie an Schlägen auf den Mann niederhageln, auf den er in 12 Tagen bei XAW Clash of Titans 2020 um den XAW World Title antreten wird. Godd dreht sich um und will sich wieder Smash widmen, doch der hat die Ablenkung genutzt und erwischt James nun mit einem harten Big Boot. Der Tribun fällt um wie ein nasser Sack Kartoffeln. Smash wankt zu den Seilen und versucht wieder zu Atem zu kommen. Die fast 50 jährige Legende zeigt hier deutliche Schwächen was die Kondition angeht. Derweil ist außerhalb des Rings ein handfester Brawl zwischen Marc Poe und Elroy Schmidtke ausgebrochen, in welchem nun wieder Elroy die Oberhand gewonnen hat, nachdem er Poe einen Augenkratzer verpasst hat. Mit voller Härte schleudert Elroy seinen XAW Rivalen nun gegen die Absperrung. Schmidtke nimmt Anlauf und springt mit einer Clothesline auf Marc Poe. Beide fliegen über die Absperrung und landen genau auf den Stühlen hinter dieser.

Vincent Craven: „Es war nur eine Frage der Zeit bis die beiden sich an den Kragen gehen, bei allem was in den vergangenen Monaten in der XAW vorgefallen ist zwischen ihnen.“

Mike Garland: „Sollen die beiden sich ruhig miteinander herumprügeln. Viel wichtiger ist doch, dass Kevin Smash nun wieder die Kontrolle über das Geschehen im Ring übernehmen konnte.“

Vincent Craven: „Das hat er hauptsächlich Elroy zu verdanken, jedoch bin ich zuversichtlich. Umso länger dieses Match geht, umso mehr favorisiert es den Titelverteidiger, denn Smash zeigt hier deutlich wie es um seine Kondition bestellt ist!“

Mike Garland: „Und wenn schon? Das Match wird nicht mehr lange gehen. Smash wird das Ganze hier gleich beenden!“

Während Elroy und Poe in den Zuschauerreihen liegen und nach Luft schnappen, widmet sich Smash im Ring wieder seinem Gegner. Zunächst zieht er Godd auf die Beine und verpasst ihm einige Schläge, ehe er einen Bodyslam zeigt. Smash rennt nun in die Seile und es gibt einen schön oldschooligen Legdrop of Doom gegen den englischen Titelverteidiger. Smash lässt ein Cover folgen …

… One …

… Two …

… Thr… Godd reisst die Schulter hoch!

Derweil sind nun auch Elroy Schmidtke und Marc Poe wieder auf den Beinen und beide machen genau da weiter, wo sie zuvor aufgehört haben und tauschen verbittert Schläge miteinander aus, wobei sie sich quer durch die Zuschauerreihen brawlen ohne, dass einer von beiden einen entscheidenden Vorteil daraus zieht. Schließlich verschwinden die beiden aktuellen Hauptakteure der XAW brawlend durch einen der Zuschauerausgänge, wo ihr Fight ohne jeden Zweifel seine Fortsetzung findet. Die Kameras jedoch bleiben beim Geschehen im Ring, wo Smash nun das Zeichen gibt, dass nun die Jackhammer Powerbomb folgen soll. Schwer atmend zieht er James Godd wieder auf die Beine und nimmt ihn in den Ansatz zu seinem Finisher. Ehe er diesen durchzieht, gibt es jedoch noch einige unschöne Worte in Richtung der Fans. Schließlich hievt Smash Godd mühsam hoch, doch der Engländer schafft es sich zu befreien und landet hinter Smash. Mit einem enormen Kraftakt umgreift er dessen Hüfte und es gibt tatsächlich einen Release German Suplex zu sehen. Beide bleiben erschöpft liegen, während die Fans den Engländer lautstark anfeuern.

„RUMBLE GODD, RUMBLE GODD, RUMBLE GODD”

 

Der kämpft sich nun auf die Beine zurück und auch Smash zieht sich langsam an den Seilen hoch. James stürmt auf Smash zu …

… GODDDAMN!

GODDDAMN!

GODDDAMN!

Doch Godd erwischt nicht Smash, sondern Referee Yoshi Funaki, der von Smash genau in den Weg gezogen wurde und nun KO umfällt! Godd blickt geschockt zu Funaki, als seine Augen sich schmerzhaft weiten und er einen Low Blow von Smash kassiert!

Vincent Craven: „Oh kommt schon! Das kann doch nicht wahr sein!“

Mike Garland: „Godd bekommt hier nur was er verdient. Und für Familienplanung scheint er sich ja sowieso nicht mehr zu interessieren, wo er seine heiße Französin doch in den Wind geschossen hat. Also alles nur halb so schlimm!“

Vincent Craven: „Warst du es nicht, der bei der entsprechenden Szene Tränen vergossen hat?“

Mike Garland: „Also … ich … das war nur ein Staubkorn im Auge!“

Während Mike sich in einen Schwall von Ausflüchten redet, erhebt die selbsternannte Legende sich im Ring mit einem breiten Grinsen. Um die Buh Rufe die nun durch die Halle gehen, kümmert er sich erst gar nicht. Stattdessen zieht er Godd, der sich immer noch schmerzlich an die Kronjuwelen fasst, wieder auf die Beine und packt ihn auf seine Schulter, um nun einen Running Powerslam durchzuziehen. Als nächstes schickt Smash den Gerasy nun über die Ringseile nach draussen. Smash lässt sich alle Zeit der Welt um dem Engländer zu folgen. Der zieht sich nun am Apron wieder auf die Beine, als er auch schon von einem krachenden Big Boot von Smash erwischt wird. Smash schleudert den Engländer nun gegen die Stahltreppe und folgt mit einem weiteren Big Boot, der den Schädel von James noch einmal unsanft gegen die Treppe krachen lässt. Unter Buh Rufen schnappt der XAW Chef sich nun einen Stuhl.

Vincent Craven: „Irgendjemand muss den Kerl doch stoppen!”

Mike Garland: “Und wer soll das bitte sein? Marc Poe hat es vorgezogen sich um seine XAW Angelegenheiten zu kümmern, anstatt seinem Freund beizustehen. Vielleicht hätte Godd sich hier lieber Mad Dog mitnehmen sollen, statt diesem Hippie!“

Vincent Craven: „Das ist doch totaler Blödsinn, und das weißt du genau.“

Doch in der Tat scheint es niemanden zu geben, der Smash stoppen könnte. Mit einem Lachen nähert er sich dem Engländer und hebt den Stuhl langsam hoch, doch Godd ist noch am Leben. Aus dem Nichts springt der Engländer einen Dropkick gegen den Stuhl, der genau ins Gesicht von Smash kracht. Godd packt sich Smash und rollt ihn unter größter Mühe zurück in den Ring. Er steigt aufs Top Rope und nimmt Maß …

… DOUBLE FOOT STOMP!

Der Gerasy trifft sein Ziel punktgenau und Smash krümmt sich vor Schmerzen. James hingegen klettert augenblicklich erneut auf das Top Rope. Er hebt die Hände in die Höhe …

… GODDLIKE!!!!

Die Shooting Star Press von James Godd sitzt perfekt. Der Tribun covert die Legende und die Fans zählen lautstark mit …

„ONE“

„TWO“

„THREE“

„FOUR“

„FIVE“

Doch leider sind die Fans die Einzigen, die hier ein Cover zählen, weil Referee Yoshi Funaki immer noch ausgeknockt am Boden liegt und seinem Beruf nicht nachkommen kann! Plötzlich geht ein Raunen durch das Publikum. Referee Sven Nitzschke kommt aus dem Backstage Bereich angerannt und slidet in den Ring. Sofort zählt er das Cover von Godd …

… One …

… Two …

… Threeee…NEIN! Smash schafft tatsächlich den Kick-Out!!!

Vincent Craven: „Das darf einfach nicht wahr sein. Das hätte es eigentlich gewesen sein müssen!“

Mike Garland: „War es aber Gott sei Dank nicht! Smash ist auch weiterhin im Spiel!“

Vincent Craven: „Und das hat er vor allem seinen schmutzigen Tricks zu verdanken!“

Auch Godd blickt verzweifelt zu Nitzschke, doch der kann auch nicht mehr tun, als Godd zu versichern, dass Smash es noch einmal geschafft hat sich zu retten. James schüttelt den Kopf. Fest entschlossen dieses Match nun endgültig zu beenden. Mit völlig ernster Miene steigt er einmal mehr auf das Top Rope. Ein weiterer Goddlike soll folgen, doch so unfassbar das auch klingen mag … Smash schafft es mit letzter Kraft sich ins Seil zu werfen, wodurch James das Gleichgewicht verliert und vom Seil nach draussen kracht. Auch Smash bleibt schwer atmend liegen. Referee Nitzschke beobachtet das Ganze kurz, und dann fängt er an sowohl Smash anzuzählen, als auch Godd auszuzählen …

… 1 …

… 2 …

… 3 …

… 4 …

… Smash zieht sich langsam wieder an den Seilen hoch, während der Undisputed Gerasy Champion sich außerhalb des Rings immer noch nicht rührt …

… 5 …

… 6 …

… Smash steht wieder und taumelt durch den Ring. Godd rollt sich auf den Bauch und versucht langsam wieder auf die Beine zu kommen …

Mike Garland: „Das wird der Sieg für Smash!“

Vincent Craven: „Aber nicht der Titel, der wechselt nämlich nicht durch Count-Out!“

… 8 …

… und das was Vincent gerade gesagt hat, realisiert nun auch Smash. Mit Panik in den Augen packt er sich Nitzschke und schreit diesen an, wodurch er den Count unterbricht. Wütend redet er auf Nitzschke ein und verlässt schließlich den Ring, wodurch Nitzschke gezwungen wird seinen Count neu zu starten. Smash zieht nun seinen Kontrahenten wieder auf die Beine und es gibt erst einmal einen krachenden Forearm Smash gegen den Schädel des Tribun, ehe Smash ihn in den Ring zurückrollt und selbst folgt. Die selbsternannte Legende lässt noch einmal eine Tirade gegen Nitzschke vom Stapel und zieht dann den Engländer wieder auf die Beine. Smash will zuschlagen, doch zum Jubel der Fans schafft es der Gerasy zu blocken und selbst einen Schlag zu landen. Mit vor Zorn kochender Miene holt Smash erneut aus, doch Godd taucht ab und verpasst der Legende einen Schlag genau in die Kniekehle, der Smash dazu zwingt auf ein Knie niederzugehen. Godd steht wieder auf und es gibt einen Kick an die Seite von Smash’s Kopf. Der Riese fällt um und Godd postiert sich über ihn. Kopfschüttelnd zieht der Engländer sich das schwarze Elbow Pad vom Arm und rennt in die Seile …

… PEOPLE’S ELBOW!!!

Godd wirft sich auf den massigen Körper von Smash und Nitzschke zählt …

… One …

… Two …

… Th… Smash kriegt sein riesiges Bein auf das Seil gehievt und Nitzschke bricht den Count ab.

Godd kann es kaum glauben. Fast schon flehentlich blickt er nach oben und steht wieder auf. Mit Mühe schafft er es die selbsternannte Legende wieder auf die Beine zu hieven. Godd will Smash nun in die Seile schicken, doch der schafft den Reversal und will Godd nun selbst mit einer Clothesline empfangen. Womit die selbsternannte Legende jedoch nicht gerechnet hat ist, dass Godd mit einem Crossbody angeflogen kommt und Smash so erneut auf die Matte schickt. Godd geht nun in die Ringecke. Smash steht taumelnd wieder auf …

… GODDDAMN!

GODDDAMN!

GODDDAMN!

Die Sweet Chin Music von Godd trifft ihr Ziel mit voller Wucht, doch zum großen Unglück des Engländers rollt Smash aus dem Ring und bleibt dort regungslos liegen. Godd schüttelt fassungslos den Kopf. Er wirft sich auf die Matte und rollt ebenfalls aus dem Ring, um Smash zu packen. Doch der ist völlig KO und wie es so mit totem Gewicht ist, tut sich der Engländer höchst schwer damit den Hünen hochzuhieven, sodass eine ganze Zeit vergeht, ehe Godd es endlich geschafft hat den XAW Besitzer zurück in den Ring zu rollen. Sofort lässt er ein Cover folgen …

… One …

… Two …

…Three!

Mike Garland: „NEIN! SMASH REISST DIE SCHULTER HOCH!“

Vincent Craven: „Es ist unfassbar, aber Smash hat es tatsächlich auch diesmal wieder geschafft der sicheren Niederlage zu entgehen!“

Mike Garland: „Und wenn das jetzt kein Zeichen war, dann weiß ich auch nicht mehr! Der Titel wird heute wechseln. Ich bin mir nun ganz sicher!“

James blickt derweil verzweifelt zu Nitzschke, der ihm jedoch nur bestätigt, dass Smash noch einmal die Schulter hochbekommen hat. James vergräbt kurz das Gesicht in seinen Händen und schüttelt den Kopf. Was muss er denn noch alles tun, ehe dieses Match beendet ist? Er holt noch einmal tief Luft und steigt dann langsam auf das Top Rope. Smash kriecht jedoch geistesgegenwärtig in die gegenüberliegende Ringecke und Godd sieht sich gezwungen von seinem Vorhaben abzusehen. Frustriert springt er wieder ab und nähert sich Smash, der sich gerade in der Ringecke wieder auf die Beine zieht. Godd geht unerschrocken auf ihn zu und verpasst ihm Schläge auf den Legendenrücken. Nitzschke geht dazwischen und ermahnt Godd keine weiteren Aktionen in der Ringecke mehr zu zeigen, doch Godd ist im Tunnel und schiebt Nitzschke weg … und wird umgehend dafür bestraft. Eselstritt von Smash, welcher von Nitzschke nicht gesehen wird!

Vincent Craven: „So langsam wird es wirklich lächerlich! Smash kann hier ja machen was er will!“

Mike Garland: „Godd wurde hier gerade für seine unendliche Arroganz bestraft. Und jetzt wird meine Prophezeiung wahr gemacht. Kevin Smash holt sich endlich den Undisputed Gerasy Title!“

Die Fans buhen lautstark und Smash verpasst Godd eine krachende Clothesline. Voller Wut zieht er den Engländer nun wieder auf die Beine …

… LAST CHOKE!!!

Die Chokeslam Powerbomb von Smash funktioniert einwandfrei und Smash covert augenblicklich!

Mike Garland: „DAS WAR ES! DAS WAR ES!“

Vincent Craven: „Bitte nicht so …”

… One …

… Two …

Mike Garland: “SIIIIIIIIIIEG!”

Vincent Craven: “NEIN! GODD REISST DIE SCHULTER HOCH!“

Mike Garland: „NIEMALS!!!“

Und auch Smash scheint das nicht zu glauben. Siegessicher steht er auf und reisst triumphierend die Arme in die Höhe, doch der Ringgong will einfach nicht erklingen. Sven Nitzschke weist Smash nun auch darauf hin, dass dieses Match eben noch nicht vorbei ist, weil James Godd die Schultern hochbekommen hat. Smash reisst ungläubig die Augen auf und schreit Nitzschke an. Der zeigt noch einmal an, dass Godd die Schultern hochbekommen hat. Smash verpasst Nitzschke wütend einen Schubser. Der macht der selbsternannten Legende daraufhin klar, dass es für eine weitere solche Aktion die Disqualifikation geben wird! Smash blickt den Ersatz-Referee mit hochroter Miene an, belässt es dann aber dabei und wendet sich wieder Godd zu. Er zieht den Gerasy auf die Beine und schickt ihn mit einem Whip-In in die Ringecke. Kurz posiert Smash noch einmal mit mürrischer Miene vor den Fans, dann rennt er los und springt hoch in die Luft um einen Splash zu zeigen … doch er landet im Leeren! Godd schafft es gerade noch so zur Seite auszuweichen. Sofort greift der Engländer sich den Kopf seines Kontrahenten und es gibt einen Swinging Neckbreaker gegen die selbsternannte Legende. Beide Kämpfer bleiben erst einmal erschöpft liegen.

Vincent Craven: „Was ein Wille von unserem Champion.“

Mike Garland: „Das ist Betrug! Nichts anderes! Smash hatte die Schultern von Godd ganz klar 3 Sekunden auf der Matte!“

Vincent Craven: „Da sind du und Smash vermutlich die einzigen 2 auf der Welt, die das so gesehen haben!“

Mike Garland: „Weil es genau so gewesen ist!“

Nitzschke fängt dieses Mal nicht sofort seinen Count an, sondern gönnt den beiden Athleten einen Moment der Erholung. Den haben beide auch augenscheinlich bitter nötig und schnappen schwer nach Luft. Besonders der fast 50 Jährige Smash scheint völlig ausgepowert zu sein. Schließlich rühren die beiden sich nach und nach und ziehen sich am Ringseil wieder auf die Beine, wobei Godd der erste zu sein scheint, der es auf die Beine schafft. Schließlich stehen beide wieder taumelnd voreinander und tauschen sofort harte Chops miteinander aus. Hier kommt nun aber die höhere Kraft von Smash zum tragen, denn dessen Chops hinterlassen klar die deutlicheren Spuren auf dem Körper des Engländers. Dennoch gibt auch der Champion nicht nach und teilt munter weiter aus. Beide hängen schließlich angeschlagen in den Seilen und schnappen erneut nach Luft. Godd versucht sich nun einmal mehr an einem Schlag, doch Smash wehrt ab und verpasst seinem Kontrahenten und ehemaligen Schüler einen harten Headbutt, der diesen zu Boden befördert. Smash wischt sich nun kurz den Schweiß von der Stirn, ehe er seinen Gegner wieder auf die Beine zieht und ihn zu einer Powerbomb hochzieht, die er auch konsequent durchführt. Völlig erschöpft lässt Smash sich auf Godd fallen …

… One …

… Two …

…Kick-Out des Titelverteidigers!

Smash blickt völlig perplex zum Referee und schüttelt den Kopf. Der Blick wirkt völlig verzweifelt. Mühsam erhebt sich Smash wieder und verpasst Godd einige Tritte an den Kopf, dann zieht er ihn hoch und hebt ihn in den Jackhammer Ansatz …

… JACKHAMMER POWERBOMB!!!!

Mike Garland: „Das ist die Entscheidung gewesen!“

Der Finisher von Smash sitzt perfekt und die selbsternannte Legende lässt auch auf der Stelle ein Cover folgen, während Vincent Craven gar nicht hinsehen mag …

… One …

… Two …

… Three! NEEEEEIN!!! James Godd reisst in allerletzter Sekunde noch einmal die Schulter in die Höhe und entgeht der Niederlage!

Smash schreit laut auf.

Kevin Smash: „VERFICKTE SCHEISSE … MIR REICHT ES JETZT!“

Und mit diesen Worten rollt ein wütender Smash sich aus dem Ring und wirft den Zeitnehmer von seinem Stuhl, den die selbsternannte Legende nun ergreift. Mit dem Stuhl bewaffnet rollt Smash nun erneut in den Ring zurück. Referee Sven Nitzschke versucht Smash aufzuhalten, doch dessen Blick ist fest entschlossen. Ihm scheint es jetzt nur noch darum zu gehen James Godd Schmerzen zuzufügen! Mit erhobenem Stuhl geht er auf den Engländer zu, als ein Raunen durch das Publikum geht.

Vincent Craven: „DAS IST MARC POE! MARC POE IST ZURÜCK!”

Und der slidet ohne Umwege direkt in den Ring und stellt sich Smash in den Weg. Der weicht erschrocken zurück und schreit Poe dann an.

Kevin Smash: „GEH MIR LIEBER AUS DEM WEG WENN DU NICHT SELBST EINEN SCHLAG KASSIEREN WILLST!“

Marc Poe: „KANNST ES GERNE VERSUCHEN!“

Entschlossen blicken die beiden Männer sich an, während James Godd sich im Hintergrund langsam wieder an den Seilen hochzieht und schließlich steht. Poe und Smash schreien sich derweil immer noch an. Smash hebt den Stuhl an und Poe geht zum Angriff über …

… SUPERKICK GEGEN JAMES GODD!!!

Vincent Craven: „Was zum …?“

Mike Garland: „JAAAAA!“

Der Ringgong erklingt und das Match wird nach dieser Aktion von Marc Poe gegen James Godd abgeläutet. Das Ergebnis wird verkündet.

Jane Nelson: „Der Sieger nach Disqualifikation und auch weiterhin Undisputed Gerasy Champion der PCWA Jaaaaaaaaaames Goooooooooodd!“

Doch die Ansage geht in den Buh Rufen der wenigen Zuschauer, die dafür umso lauter agieren völlig unter. Kevin Smash blickt derweil ebenfalls geschockt auf die Szenerie, die sich ihm hier bietet und dann plötzlich taucht ein breites Grinsen auf dem Gesicht der Legende auf. Smash lässt den Stuhl sinken und geht auf Poe zu. Kurz blicken die beiden sich an und schließlich gibt es eine Umarmung zwischen den beiden.

Vincent Craven: „Ich kann nicht glauben was ich hier sehe! Warum Marc? Warum?“

Mike Garland: „Weil er erkannt hat, dass Smash ihn genau dahin bringen kann, wo er hin will!“

Beide lösen die Umarmung und gehen nun zu Zweit auf James Godd los und lassen Tritte auf den Gewinner niederhageln. Poe zieht Godd nun wieder auf die Beine und reicht ihn an Smash weiter, der eine Powerbomb gegen den Champion folgen lässt. Lachend lässt Smash weitere Tritte gegen Godd folgen, ehe er ihn wieder auf die Beine zieht und nun seinerseits den Engländer Poe zum Frass vorwirft und der zögert nun keine Sekunde …

… POETRY SLAM GEGEN GODD!!!

Mit einer undefinierbaren Miene blickt Poe auf Godd herab, während Smash sich ein Mikrofon besorgt hat. Schwer atmend spricht die selbsternannte Legende nun in dieses.

Kevin Smash: „Ich hatte dir doch gesagt, dass ich einen Plan habe James! Ich habe verfickt nochmal immer einen Plan! Und jetzt sieh dich an … am Boden und gedemütigt!“

Die Legende lacht dreckig auf und reicht das Mikro nun an Marc Poe weiter, während sie sich selbst dezent im Hintergrund platziert.

Marc Poe: „Bevor es die nicht vermeidbare Frage nach dem „WARUM?!" gibt, werde ich es proaktiv erklären! Es geht zwar Niemanden etwas an, allerdings will ich nicht, dass mir mit der Fragerei auf den Sack gegangen wird.“

Der Mann aus Baltimore wird von den lauten Buh-Rufen unterbrochen. Mit „Ich hab nichts gemacht“-Gesicht wartet er bis sich die Fans etwas beruhigen und man ihn wieder verstehen kann.

Marc Poe: „Zwar habe ich letztens behauptet, dass Rache ein ziemlich primitiver Grund ist. Trotzdem trifft er in diesem Fall zu hundert Prozent zu.“

Cool wie eh und je richtet Poe seinen Man-Bun und lässt anschließend die Strahlkraft seiner eisblauen Augen entfalten.

Marc Poe: „DU hast einen riesigen Fehler gemacht, JONA! DU hast mich vor der ganzen PCWA gedemütigt... mich verleugnet. Und obwohl ich Lee für uns besiegt habe...

Poe schüttelt ungläubig den Kopf und schaut zu Smash, der das Kopfschütteln erwidert.

Marc Poe: „...kam einfach nichts mehr von dir. Außer vielleicht, dass du mir die Cryption Crown und den Undisputed Gerasy durch sinnlose Kämpfe auch noch geraubt hast. DU warst es Jona, die es Sharpe erlaubte sein Spiel mit der Rematch-Klausel und der Ultimate Weapon durchzuziehen. Mittlerweile kann ich ihm nicht mehr übel nehmen, dass er diese Konstellation ausgenutzt hat. Warum nicht, wenn der Chef dieser Liga nichts dagegen unternimmt. Es passte dir sicher sogar ganz gut, denn so konntest du mich auf die einfache Art loswerden.“

Der Marylander tippt sich zweimal an die Stirn.

Marc Poe: „Du dachtest, dass nach einem Jahr Gras über die Sache gewachsen ist. Genau deshalb konnte ich wieder ein Teil der PCWA werden. Wie du jetzt sicher merkst, bin ich nicht hier um dir Geld in die Kasse zu spülen! ICH bin hier um DIR ALLES zu nehmen!!!“

Die Buh-Rufe erreichen ihren Höhepunkt. Poe lächelt Smash an, der natürlich dreckig zurück grinst. 

Marc Poe: „Und ich bin nicht allein, denn die Legende Kevin Smash hat das gleiche Ziel. Die Jubiläumsshow Vendetta 150 wird der Anfang von deinem Ende, denn dort werden Smash und ich uns die Cotatores holen. Der Quest folgt bei CORE, der Gerasy beim Rumble und wenn das alles vorbei ist, wirst du deinen Stuhl freiwillig für Kevin Smash als Chef der PCWA frei machen!!! Denn dann hast selbst du erkannt, dass alles was aus der XAW kommt besser ist.

Poe lässt das Mic droppen, dann reißt er sich sein Shirt vom Leib und darunter kommt ein neues mit der Aufschrift „The Smashing Poekings - Vendetta 150 Tour" zum Vorschein. Dann klatsch der Mann aus Baltimore mit dem Smasher ab und bevor beide den Ring verlassen, folgt ein letzter verächtlicher Blick auf James Godd. Dieser liegt immer noch am Boden, kommt aber so langsam zu sich und blickt voller Unglauben dem neusten PCWA Duo nach.

Vincent Craven: „Das darf alles einfach nicht wahr sein!“

Mike Garland: „Smash hatte den ganzen Abend lang angekündigt, dass er eine Überraschung für Godd im Gepäck hat und die hatte es nun wirklich in sich. Kevin Smash und Marc Poe haben sich zusammen getan und werden bei Vendetta 150 um die Cotatores antreten. Was eine tolle Entwicklung!“

Vincent Craven: „Diese Meinung kann ich leider gar nicht teilen. Ich kann Marc Poe einfach nicht verstehen. Ausgerechnet er …“

Mike Garland: „Eine neue Ära hat begonnen und ich bin mir sicher, dass die Smashing Poekings für Furore sorgen werden.“

Vincent Craven: „Das werden wir dann sehen. Für den heutigen Abend sind wir jedoch am Ende angelangt und verabschieden uns.“

Mike Garland: „Wir wünschen euch eine gute Nacht.“

Vincent Craven: „Und wir sehen uns dann alle zur großen Jubiläumsshow wieder. 150 Ausgaben Vendetta und wir werden gebührend feiern. Bis dahin auch von mir eine gute Nacht.“

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