RISING PHOENIX
am 03.02.2020 aus dem PCWA Theatre in Berlin/Deutschland

Die NR.1 PRE-SHOW im Wrestling Business!

Exklusives Material vom Imperial Impact 13!

Nur für ECHTE Fans!

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Headlines and notes...
from Vendetta 146:

 

Jan-Rupert von Wichtenhausen want's a second chance -
tired of life or making a plan? Anyway - Maldicao will respond.

 

Equalizer! Trent Cardigan defeats one part of the Cotatores -
 the PIC work their way up, but can they beat the streak of Happy Hour?!

 

Carnageddon pass more and more into self-destruction -
Although we don't know the mystery opponents yet, by now we can hear them say:"Pride will have a fall, Lara Lee."

 

Shadow remains Cryption Crown and guilt-trips the mad godds -
neither Maxxx nor Graves seem to be a real challenge... Is someone lying in ambush?

 

With his victory over Maxxx Mad Dog finally enters the straight line -
 after the dust has settled between Godd & MD, will we see the earnest duel of two friends or will the Referee Voting open old wounds? 


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Happy House, Los Angeles, 1 Woche nach Vendetta 146

Kühler Regen prasselt in dünnen Bindfäden vom Himmel herab. Die Sonne ist nicht wirklich vorhanden, sondern wird durch düstere Wolken verdeckt, welche sich den gesamten Horizont entlang erstrecken. Jeder normal denkende Mensch würde diesen Sonntagnachmittag wohl im Innern seiner Wohnung verbringen. Eingekuschelt in einer dicken Decke und mit Süßkram eingedeckt beim Netflix Binge Marathon irgendeiner neuen Serie. Doch unsere Protagonisten sind alles andere als normal, sie sind HAPPY! Zumindest einer von ihnen, denn Gordon Banes hat die Niederlage bei Vendetta nicht besonders gut weggesteckt. Zum einen hat es eine ganze Weile gedauert, bis er endlich wieder ein ordentliches Gefühl in seinem Knie hatte und zum anderen war er sich, nachdem ihm im Match die Final Sin Lariat gelungen war, absolut sicher gewesen, dass er den Sieg davontragen würde. In jedem normalen Match wäre das wohl auch der Fall gewesen, doch leider war das Match kein normales, sondern ein "I Quit Match". Und seither läuft der Brite recht grimmig durch die Stadt der Engel. Sein Partner hatte immer wieder versucht ihn durch Gesellschaftsspiele, durch Videospiele, ja gar durch Besuch auf Jahrmärkten aufzumuntern, doch nichts davon hatte fruchtbaren Boden gefunden. Am Schlimmsten war es auf dem Jahrmarkt gewesen, wo Banes beim Dosenwerfen die Bälle einfach mitten ins Gesicht des Schaustellers geworfen hatte! Die Konsequenz daraus war, dass man ihnen lebenslanges Hausverbot auf betreffendem Jahrmarkt gegeben hatte.

Und nun befinden sie sich beide hinter ihrem Happy House im Garten. Direkt vor dem Gehege von Graf Affenauge. Mitten im herabprasselnden Regen. Banes wirkt auch in diesem Moment, eingekleidet in einem düsteren Regencape, alles andere als fröhlich. Und das zeigt er seinem Partner Brandon Cornwallace, der ein regenbogen buntes Regencape und pinke Gummistiefel trägt, auch mehr als deutlich.

Gordon Banes: "Ich versteh nicht, was der Blödsinn soll, Dude! Das ist ein Affe! Dem ist das verdammt nochmal egal, ob er nass wird oder nicht. Außerdem ist es schon viel zu spät, um dem jetzt noch ein Dach aufs Gehege zu bauen!"

Cornwallace blickt ihn mit weit aufgerissenen Augen an und schüttelt den Kopf.

Brandon Cornwallace: "Es ist niemals zu spät für gute Taten. Graf Affenauge kann nur endlich volles Vertrauen zu uns gewinnen, wenn wir ihm zeigen, dass wir es auch wert sind!"

Er nickt energisch mit dem Kopf und bearbeitet weiter das große Stück Holz vor ihm mit einer Säge. Allerdings stellt er sich dabei recht ungeschickt an, denn das, was er bisher abgesägt hat, ist alles andere als gerade. Es wirkt eher wie eine einzige lange Schlangenlinie. Doch Bray-Bray scheint voll zufrieden mit seinem Werk zu sein. Banes blickt ihn grimmig an und schlägt mit dem Hammer, den er in Händen hält, voller Zorn einen weiteren Nagel in die Holzplanke, welche vor ihm liegt.

Gordon Banes: "Das Vieh ist gestört. Das wird niemals Vertrauen zu irgendwem fassen!"

Brandon Cornwallace: "Es vertraut Hugo! Stimmt es nicht Großer?"

Cornwallace dreht sich um und blickt zur Oberseite des Geheges. Dort hockt ein Riese von einem Mann und bringt gerade eines der Bretter, welche für das Dach benötigt werden, in Position. Als er seinen Namen hört, stoppt er seine Arbeit kurz und blickt gutmütig zu Cornwallace herab, dann nickt er lächelnd und macht schließlich weiter. Cornwallace grinst seinen Partner an.

Brandon Cornwallace: "Siehst du? Hab ich dir doch gesagt, Dude!"

Banes verzieht kurz das Gesicht und wirft den Hammer schließlich energisch auf den Boden.

Gordon Banes: "Ich hab jedenfalls keine Lust mehr auf den Scheiß! Wir haben demnächst einen wichtigen Kampf vor uns, Dude, und du denkst nur daran einem verlausten Affen ein Dach über den Kopf zu zaubern. Wir sollten jetzt im Gym sein und uns vorbereiten. Diese miesen Cardigan und Stone werden ein harter Brocken für uns werden und ich habe nicht vor mich von denen noch einmal demütigen zu lassen, Dude!"

Brandon blickt betreten zu Boden. Auch er will Cardigan und Stone besiegen. Schließlich ist es auch sein Wunsch endlich wieder an der Spitze der Cotatores Division zu thronen und für dieses Ziel wird ein Sieg beim PPV unumwindbar sein. Aber er will nicht sein gesamtes Leben nur auf das Wrestling fixieren. Er will hin und wieder auch Mal abschalten dürfen und Dinge tun, die ihm wichtig sind. So wie jetzt das Dach für Graf Affenauge. Schließlich hebt er den Blick wieder und fixiert seinen grimmigen Partner.

Brandon Cornwallace: "Dude, das Gym hat heute doch sowieso nicht geöffnet und du brauchst auch Mal ein wenig Ablenkung. Du kannst doch nicht ewig an diese eine Niederlage bei der letzten Show denken. Das war unglücklich, aber ich bin sicher, dass es beim PPV wieder besser laufen wird. Da treten wir schließlich wieder zusammen an und das ist schon den Mad Godds nicht gut bekommen. Als Einheit sind wir eine ganze Spur stärker als einzeln."

Er nickt mit dem Kopf und schenkt seinem Partner ein etwas unsicher wirkendes Lächeln. Der winkt jedoch ab.

Gordon Banes: "Das weiß ich selber, dass wir als Team stärker sind. Und trotzdem ist alles besser, als unsere Zeit für diesen Affen zu verschwenden. Er wird Toto niemals ersetzen können! Und ich werde ihn auch niemals als Ersatz anerkennen! Und sowieso ..."

Er bricht ab und blickt in die gutmütigen Augen seines Partners, der ihn erwartungsvoll ansieht.

Gordon Banes: "Ach vergiss es einfach. Ich geh jetzt jedenfalls rein und kümmer mich um die wirklich wichtigen Dinge. Ich werde mir Mal ein paar der Kämpfe ansehen, die Cardigan und Stone vor ihrer Zeit in der PCWA bestritten haben. Wir müssen wissen, wie die als Team agieren. Mach du doch den Unfug hier weiter, wenn du meinst!"

Und so stampft der grimmige Brite mit hastigen Schritten davon und lässt, als er das Happy House betreten hat, noch einmal mit voller Wucht die Hintertür zuknallen. Bray-Bray blickt ihm unsicher nach. Vielleicht sollte er lieber doch die Arbeit am Dach abbrechen. Vielleicht gefährdet er ja nur das Team, wenn er den Wünschen seines Partners keine Folge leistet und wenn er eines nicht will, dann ist es, seinen Partner und besten Freund verlieren. Noch ehe er seine Gedankengänge jedoch abschließen kann, legt sich sanft eine große Pranke auf seine Schulter. Bray-Bray dreht sich um. Hinter ihm steht der hünenhafte Hugo, der inzwischen vom Gehege geklettert ist. Sanft lächelt der Riese seinen kleineren Freund an.

Bray-Bray muss ebenfalls lächeln, da ihn Hugo mit seinem Holzfällerhemd, den Jeans und dem braunen Heimwerkergürtel an Al Borland erinnert. Auch wenn bei dem Riesen kein einziges Barthaar im glattrasierten Gesicht zu finden ist.

Hugo: "Du solltest dir nicht alles von ihm gefallen lassen. Immer macht er dich runter, dabei seid ihr doch gleichberechtige Teampartner. Oder ist er sowas wie dein Boss?"

Unsicher blickt Cornwallace auf den feuchten und matschigen Boden. Im Grunde hat Hugo ja Recht mit dem, was er sagt. Er müsste wirklich aufhören sich alles gefallen zu lassen. Als Banes ihn bei der letzten Show betrogen hat beim "Stein-Schere-Papier" spielen, da war ihm das voll und ganz bewusst und doch hat er es am Ende hingenommen. Dabei hätte er Shadow sehr wohl auch einiges entgegenzusetzen gehabt.

Brandon Cornwallace: "Ich weiß auch nicht, Hugo ... am Ende wird er ja doch nur wieder böse!"

Bray-Bray zuckt mit den Schultern.

​Hugo: "Dann soll er eben mal böse sein. Wenn er wirklich ein richtiger Freund ist, dann wird sich Gordon irgendwann beruhigen und deine Vorschläge akzeptieren. Ich kann es echt nicht mehr sehen, wie er dich herumschubst. Das ist nicht richtig. Ohne dich hätte er niemals den gleichen Erfolg gehabt."

Der Waliser lässt sich die Worte des sanften Riesen durch den Kopf gehen.

Brandon Cornwallace: "Und was, wenn er doch böse wird und einfach geht? Ich will nicht, dass er geht ..."

Er blickt Hugo mit leichter Verzweiflung an.

Hugo: "Wenn es nach Banes geht, dann bist du sowieso nicht der richtige Partner für ihn. Mit deiner fröhlichen Art kannst du jederzeit einen neuen Partner finden. Einen Partner, der nicht einfach anderen Leuten Bälle ins Gesicht wirf. Allerdings erwarte ich nicht, dass du dir bald einen neuen Teamkameraden suchen musst. Ich vermute eher, dass für Banes folgendes gilt: Harte Schale - weicher Kern. Versuch einfach herauszufinden, wo dein Partner wirklich steht, und am besten noch vor dem Match beim PPV."

Der Waliser blickt kurz in die Ferne und dann noch einmal auf das Affengehege. Schließlich nickt er energisch mit dem Kopf.

Brandon Cornwallace: "Wahrscheinlich hast du Recht, Hugo, du alter Boss. Und ich werde sofort damit anfangen, indem ich dieses Dach fertigstelle!"

Entschlossen reckt er die Säge in die Höhe. Hugo nickt ihm zu.

Hugo: "Das ist der richtige Weg."

Und so beginnt Cornwallace erneut damit an dem Brett zu sägen, während der sanfte Riese Hugo abermals den oberen Teil des Geheges erklimmt. Der Regen nimmt noch einmal zu und bildet nun auf dem Boden einige größere Pfützen. Voller Entschlossenheit sägt Bray-Bray weiter. Banes wird ihn nicht bei der Erfüllung dieser Arbeit aufhalten und dieser Regen erst recht nicht. Es wird Zeit ein neuer Mensch zu werden!

Zufrieden beobachtet Hugo den einen Teil von Team Happy Hour. Bray-Bray wird seinen Weg gehen und ganz sicher gemeinsam mit Banes bestreiten. Dann nimmt der Hüne sein Smartphone aus der Hosentasche und liest nochmal die Nachricht, welche er vor wenigen Tagen erhalten hat. Für ihn ist es nun ebenfalls an der Zeit seinem vorbestimmten Weg zu folgen und wenn der richtige Moment gekommen ist, wird er Cornwallace und Banes seine Entscheidung erklären. Graf Affenauge hat er bereits informiert und beim richtigen hinschauen, konnte er sogar eine Träne im Gesicht des Affen entdecken. Als kleine Entschuldigung hilft er dafür wie ein Verrückter beim Käfigdachbau und außerdem wird es kein Abschied für immer sein, Hugo wird sich nur neu orientieren.


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Einen Tag vor dem Imperial Impact.

Masao Kai Ito sitzt als letzter Wrestler des Abends in der Umkleide im muffigen Hinterraum eines Saals, der nach Wrestling stinkt. Er starrt auf sein Handy, dessen Display vor langer Zeit erloschen ist. Seine Augen schauen dabei so weit ins Nichts, dass er die Nachricht nicht lesen könnte, selbst wenn der Bildschirm noch aktiv wäre. Vergessen würde er sie jedoch auch nicht mehr.

„Guten Tag, Herr Ito. Wir haben uns dazu entschlossen Ihnen ein Angebot zu machen. Eine Vertragskopie wird an Ihre Privatadresse in Hannover geschickt. Zur Unterzeichnung laden wir Sie zum Imperial Impact 13 ein. Mit freundlichen Grüßen, das PCWA Office.“

Obwohl er auf diese Nachricht gewartet hat, seit er seine Kontakte im deutschen Wrestling Business bemüht hat, obwohl er seit Monaten jeden Abend gehofft hat, dass der nächste Tag endlich das Angebot bringen würde, war seine erste Reaktion: Unglauben. Unglauben, dass es wahr sein könnte. Unglauben, dass sie ihm tatsächlich ein Angebot machen würden, nach allem, was vorgefallen war. Unglauben, dass er doch noch eine Chance hatte sein Wort zu halten.

Er hatte sich Jahre lang damit zufrieden gegeben in den Indy-Promotions der Welt aktiv zu sein. Meist in Deutschland, aber oft auch in Amerika, Australien, Japan oder, so wie heute, in England. Er hatte sich einen gewissen Stand erarbeitet. Früher am Abend hatte er im Co-Main Event des Abends mit einem britischen Indy-Wrestler namens Degrado in einem Tag Team gekämpft. Weder kannte noch mochte er ihn besonders, aber es war ein vergleichsweise guter Payday. Sonst hätte er so einem relativ merkwürdigen Tag Team Match gar nicht erst zugestimmt. Er hatte in seiner langen Karriere immer das Singles Wrestling als reinste Form seiner Kunst betrachtet. Die Tatsache, dass sein Rücken seit ein paar Wochen angeschlagen war, hatte seine Entscheidung allerdings erleichtert. Also hat er seine Meinung über Degrados unnötig pompösen Stil runtergeschluckt und sein Bestes gegeben. Das Match hatten sie nach einem innovativen Backbreaker verloren. Normalerweise hätte er sich lange darüber geärgert, doch kaum zurück in der Umkleide, hatte er die Nachricht der PCWA gelesen. Degrado, der Bekannte in der PCWA hat, war es, der ihm die Echtheit der Nummer bestätigen konnte. Die Freude darüber war groß genug, um die Niederlage vergessen zu machen. Am Ende war es doch sowieso nur ein Tag Match. So ehrgeizig er war, verlor er doch lieber in einem Tag- als in einem Singles Match.

Bisher hatte Masao nur seine Jeans und die Schuhe angezogen. Nach jedem Kleidungsstück hatte er den Bildschirm auffrischen lassen, um sicher zu gehen, dass die Nachricht noch immer da war, dass er sich nichts eingebildet hat. Irgendwann hatte er einfach aufgehört sich weiter anzuziehen und sich auf die Bank gesetzt. Das war jetzt locker zwanzig oder dreißig Minuten her. Er konnte es wirklich nicht sagen.

Halbnackt und mit dem Handy in der Hand steht er auf und geht zurück in den Saal, in dem er heute gekämpft hat. Der Weg ist nicht weit, die Tür der Umkleide führt ihn direkt in den Saal. Hier riecht es noch immer bedenklich nach Post-Wrestling-Show-Geruch. Ein Duft, der sich in der näheren Zukunft nicht als Duft verkaufen würde, vor allem nicht an einige dieser Fans, die sich partout weigerten jedwedes Deo anzuwenden. Er schätzte, dass heute etwa fünfhundert Leute im Publikum gesessen haben. Sie waren alle bereits weg. Auf dem Heimweg oder betrunken in den Pubs der Umgebung verstreut. Degrado hatte ihn eingeladen mitzukommen und in einem dieser Pubs die kostenlosen Getränke der Fans zu akzeptieren, aber Masao machte sich nichts aus Alkohol.

„Komm schon, zur Feier des Tages, Masao.“, hatte er gesagt. In etwas anderen Worten.

Degrado benutzte das Wort „Cunt“ wie andere das Wort „Du“. Masao hatte trotzdem abgelehnt. Er hatte schon immer eine gewisse Distanz zu seinen Kollegen gesucht, vor allem flog er aber noch heute Nacht zurück nach Deutschland. Wäre das nicht sowieso der Plan gewesen, hätte er seinen Flug nach dieser PCWA-Nachricht notfalls umgebucht. Er würde sich zwingen müssen, den Vertrag vor dem Unterschreiben zu lesen. Zu viele Promoter zocken ihre Wrestler ab. Masao vermutet, dass große Promotions nicht besser sind als kleine. Vermutlich versteckten sie ihre Abzocke nur besser.

Über die Ringtreppe steigt Masao in den leeren Ring. Morgen gab es eine weitere Show, an der er nicht teilnahm, weshalb der quadratische Kreis ausnahmsweise nicht direkt nach der Show abgebaut worden ist. Morgen hätte er in seinem Singles Match seine Rache an einem alten Gegner haben können, doch den morgigen Termin konnte er schließlich nicht verschieben. Dafür hatte er sogar einen vergleichsweise guten Zahltag sausen lassen, aber ein Versprechen war ihm wichtiger als Geld. War es schon immer und würde es auch immer sein.

Langsam dreht Masao sich um die eigene Achse und schaut sich den Saal noch einmal in seiner Gänze an. Die Beleuchtung ist auf das Minimum reduziert, eigentlich sollten ja schon alle gegangen sein. Der hintere Teil des Saals liegt tief im Schatten. Er kann die Umrisse nur erahnen. Der Ring, im Halbdunkel, fühlt sich ungewohnt an, und doch könnte er blind darin agieren. Die Ringseile, die Turnbuckle, der Ringrand. Selbst mit geschlossenen Augen könnte er sich hier punktgenau zurechtfinden. Fünfzehn Jahre In-Ring-Erfahrung plus zwei Jahre Training vor seinem ersten Match. Diese Zeit hat gute wie schlechte Spuren hinterlassen. Das feine Ringgefühl war genauso das Resultat daraus, wie die malträtierten Lendenwirbel. Die Kulmination seiner Karriere soll nun aber erst folgen.

Masao atmet schwer aus. Die Last des Ganzen ist metaphysisch, doch das macht sie nicht weniger schwer.

Obwohl sie ihn nostalgisch werden lassen, ist weder der Ring noch der Saal, in dem er sich befindet, etwas Besonderes. An jedem anderen Tag wäre er längst gegangen, ohne die Umgebung zu beachten, doch heute steht er nicht mehr einfach nur in einem durchschnittlichen Wrestling-Ring in einem mittelmäßigen Saal in London. Nein, heute steht er in hundert verschiedenen Ringen in fünfhundert verschiedenen Sälen, in denen er tausend verschiedenen Gegnern gegenüberstand. Dies würde sein letztes Indy-Match gewesen sein.

Wie viele Matches er wirklich hatte, weiß er nicht mehr. Zu Beginn seiner Karriere hatte er noch gezählt, weil es aufregend war, doch diese Zeiten liegen lange hinter ihm. Tausend waren es nicht. Hunderte? Ein paar vermutlich. Mit Sicherheit kann er nur sagen, auf fünf Kontinenten gewrestlet zu haben. Europa, Asien, Nordamerika, Südamerika und Australien. Stolz war er darauf, weil er es auf seine Art gemacht hat. Pure Wrestling. Früher als Striker, später, vor allem unter der „Wolf Mask II“-Maske als Counter Wrestler. Aber immer als Wrestler. Nicht als Trash Talker, nicht als Spot Monkey, nicht als Death Match Monster. Sondern als Wrestler. In einer Zeit in der immer mehr junge Wrestler lieber eine Persönlichkeit sein wollen, erfüllt ihn das mit Stolz. Er ist kein Youtuber, sondern ein Kämpfer!

Er war sich schon früh bewusst, dass das seine Karriere gewissermaßen einschränkte. Er war nie der große Publikumsmagnet in den Indys. Seine T-Shirts verkauften sich zwar, aber nicht so heftig wie die, der „Next Big Things“, die gerade der heiße Scheiß waren. Aber damit konnte er leben. Denn auch wenn sie nicht DER Verkaufsschlager waren, verkauften sich seine Shirts mittlerweile trotzdem basierend auf seinem Ruf. Er war seit Jahren derjenige, gegen die man die Next Big Things in verschiedensten Promotions stellte, wenn man ihre beste Leistung sehen wollte. Wie oft hatte er in den sozialen Medien gelesen „XXX ist der größte Star, den wir haben, stellt euch vor, wie ein Match zwischen ihm und Masao ausarten würde.“? Gerade in Europa hatte er einige großartige In-Ring-Schlachten gegen phänomenale Performer geschlagen, bevor sie zu höheren berufen wurden. Und nun war es auch für ihn soweit. Entgegen aller Logik hat man ihm mit vierunddreißig Jahren noch ein Vertragsangebot für die größte deutsche Wrestling-Liga gemacht.

Die PCWA. Ob er es will oder nicht, sie ist der Endboss. Das letzte wirklich echte Ziel auf Masao Kai Itos bucket list. PCWA Champion werden. Er würde alles dafür tun.


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Ein Tag vor dem Imperial Impact.

Jesse Adams ist heute der strahlende Verlierer. Er hat seine Titelchance aufgrund eines albernen Kinderspiels vergeben und es war wie immer #worthit, wie man an den anhaltenden Pops der Fans hört. „Truth or Dare“ ist und bleibt ihre Lieblingsaktion und er enttäuscht seine Anhänger nie. Steht eine Frage auf dem Fan-Sign, beantwortet er sie. Steht eine Aufgabe darauf, wie „Verlier das Match, du leckeres Stück Fleisch!“, wird auch das erfüllt. Er ist ein Star zum Mitmachen, Anfassen und Liebhaben, mit 560k Followern auf Instagram, 140k Vielfliegermeilen bei Miles&More, fünf internationalen Stalkern und einer beispiellosen Karriere:

„Guten Tag, Herr Adams. Wir haben uns dazu entschlossen, Ihnen ein Angebot zu machen. Eine Vertragskopie wird an die von Ihnen angegebene Hoteladresse in Johannesburg geschickt. Zur Unterzeichnung laden wir Sie zum Imperial Impact 13 ein. Mit freundlichen Grüßen, das PCWA Office.“

Das ist jetzt aber nicht wirklich überraschend. 

Am Anfang waren es noch gelangweilte Jugendliche, dann unabhängige Promotions und nun sind es eben professionelle Ligen. Jeder will ein Stück von Jesse Adams. Egal ob Südafrika, Mexiko, Deutschland, USA, Türkei, Bolivien, Russland, Australien, Japan oder die Vereinigten Arabischen Emirate, er ist ein unkomplizierter Gast auf jeder Veranstaltung und ein profitables Engagement für jedes Establishment. Die PCWA darf sich also freuen, denn die Vertragskopie ist bereits unterschrieben und hat vor drei Tagen ihren Weg zurück nach Deutschland gefunden. Jesse Adams muss das bis morgen schaffen.

Die Pops der Fans werden zu einem Mischmasch aus lallenden Gesprächen. Flaschen klirren, Möpse reizen und Doobies qualmen. Unumstritten ist die After Show Party das Highlight des heutigen Wrestling-Events.

 Jesse Adams gefällt das.

Schon immer hat er die Unterhaltung dem Sport vorgezogen und schon immer waren die Fans ein fester Bestandteil davon. Noch nie musste er sich um Strategie und Taktik bemühen. Dafür hat er schließlich seine #popsies, seine treue Fangemeinde, für die er den Ring zur Bühne macht und sie selbst zu Regisseuren. Rufen sie „Spring!“, fragt er nur „Wie tief?“

Für Instagram wird das natürlich alles festgehalten, denn er muss Content generieren. Der Account zählt neben den Bookings, Engagements und Merchandise zu seinen Einnahmequellen. Bisher ist alles #yolo, wie sein Feed beweist. Die meisten Likes bekommen, wie gewohnt, die Momente kurz vor seinem Finisher, die er als Selfie festhält. Es stand für ihn noch nie die tadellose Ausführung des Moves im Vordergrund, sondern der perfekte Schnappschuss für seine Popsies weltweit. Bei ihm sind sie jederzeit mittendrin statt nur dabei.

Die After Show Party ist im vollen Gange und es ist billig, es ist #unrated, es ist seine Welt. Der Alkohol fließt in Strömen, während sich ein Fan nach dem anderen mit einem Permanentmarker auf seinem weißen T-Shirt verewigt. Bei ihm dürfen die Fans Autogramme verteilen und Telefonnummern und Liebesbekundungen und Pimmelbilder und – mehrere Oberteile sind bereits vollgekritzelt und werden random im Ring getragen. Die Reprints davon verkaufen sich außerordentlich gut.

 380k Popsies gefällt das nämlich.

Es ist wie damals im Hinterhof, wo er mit seinen Freunden die „Go Hard Wrestling Party“ ins Leben gerufen hat. Schon immer hatte er ein Gespür dafür, was den Leuten gefällt. Es wurde eine Serie von Death-Match-Events, die in dem konservativen Provinznest schnell zu einer kleinen Sensation unter gelangweilten Jugendlichen avancierte. Neben Küheumschupsen die einzige Unterhaltung weit und breit. Nicht nur die Polizei wurde darauf aufmerksam, auch unabhängige Promotions.

Es dauerte nicht lange, da konnte er sich aussuchen, wo er den Ring vollbluten wollte. So wirklich bemühen, musste er sich bei seinen Bewerbungen nie. „Besondere Fähigkeit: Bluten. Besondere Kenntnisse: Kein einziger Mensch wurde jemals von einem Dinosaurier getötet.“

Verträge waren stets zu seinem Vorteil, Matchausgänge kamen ihm immer zugute und auch sonst gab es nie echten Shitstorm in seinem Werdegang. Sich selbst treu bleiben und andere nehmen, wie sie sind – das hat ihn wie von selbst sehr weit gebracht.

„Ich hab dir ein Taxi gerufen“, schreit ihm ein Assistent der Promotion ins Ohr. Die Party ist so laut, dass man sein eigenes Wort nicht versteht. Das ist wohl auch der Grund dafür, dass die eindeutige 10 ihre Telefonnummer ohne großes Gerede auf seine blutverschmierte Stirn schreibt. 

„Flughafen! Deutschland!“, versucht es der Assistent erneut. Noch heute Nacht geht der Flug von Johannesburg nach Berlin und kein einziger Koffer ist gepackt. Es ist nicht leicht, wenn man sich selbst mannetscht, menaged, wenn man sich selbst verwalten muss – der Alkohol knallt ganz schön.  Er schluckt aber auch jeden Drink, so wie er jede Droge probiert und mit allem schläft, was interessant sein könnte. Er will schließlich informiert bleiben und hin und wieder seinen Horizont erweitern.

„ZumAschied nomaleine Rudne fülalle!“, was keiner verstanden hat, aber jeder weiß, dass es um kostenlosen Alkohol geht. Die Meute grölt und noch bis zum letzten Fan werden Flaschen gekippt und Selfies geschossen. Das war schon immer so und wird auch immer so bleiben. Wrestling hat ihm das gegeben, was er in seiner schweren Kindheit vergeblich gesucht hat.

Was wird er diese Promotion vermissen! Genau wie damals die SWL, die BWF, oder die POPW, die PCE, die ISEHUIDW, die ADAM jetzt vielleicht nicht so, aber die CSW, die 3½SW, die UCFS, oder die Liga ohne Akronym. Mit 24 Jahren kann er auf einige zurückblicken. Wie gut, dass er immer wieder hierher zurückkehren kann, als A-Promi für einen One-Night-Only-Auftritt. Er hat viel erreicht und morgen erwartet ihn eine Welt mit noch mehr Fans, noch mehr Jubel, noch mehr Spaß, noch mehr Mehr von allem.

Den Flug hat er mittlerweile übrigens verpasst.


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Der Nachmittag vor dem PPV ist für einige Fans eine große Freude. Im Foyer des Phoenix Centers ist eine große Gruppe Fans um ein Podest versammelt. In Kürze werden hier Antonio Maldicão und Jan Rupert von Wichtenhausen verbal aufeinandertreffen, bis jetzt ist allerdings nur Maldicão zu sehen. Er trägt seine Ringkleidung ohne Ellbogenschoner, die Maske ist um einen Riemen seiner Weste gewickelt. Er posiert für Photos mit den Fans, gibt Autogramme und wartet auf das Eintreffen seines Gegners.

"Silentium! Silentium!"

Die quatschende und wuselnde Meute dreht - sich angesprochen fühlend - ihre Köpfe in Richtung des Sprechers und identifiziert ihn sogleich als den Gegner des PCWA Neulings, mit Namen Jan-Rupert von Wichtenhausen. Unter seinen fesch nach hinten gegelten, nackenlangen und braunen Haaren verschleiert eine Sonnenbrille den Blick auf die blauen Augen. Dafür imponiert er mit dem in der Farbe seiner Augen gehaltenen, figurbetont geschnittenen Anzug, der sogleich die Assoziation "Jurist" oder "Jura Student" aufkeimen lässt. Theatralisch fixiert er die goldene Rolex am Arm und schwingt sich danach hinauf aufs Podest, um seine Position unfern von Antonio Maldicão einzunehmen.

Da die Fans ihre Ablehnung nicht im Zaume halten können, wehen dem Adligen einige Buhrufe und Pfiffe entgegen, während sein Gegner noch ein letztes Autogramm unterzeichnet.

Wichtenhausen: "Ist das der blasse Neid des Pöbels oder liegt in diesem Unmut bereits die Vorahnung, wer heute Abend den Ring als Sieger verlassen wird?"

Fragt der XAWler spitzbübisch und ringt sich ein Lächeln ab, was die Stimmung der Fans ihm gegenüber allerdings nicht sonderlich verbessert. Dann aber wendet sich Von Wichtenhausen seinem heutigen Gegner zu und der Unmut weicht einer interessierten Stille...

Wichtenhausen: "Denn darauf kann es ja wohl nur eine Antwort geben. Also bliebe nur zu noch erörtern, welche Bestrafung der Pöbel für dich auswählen wird, Kakao!"

Maldicão dreht kurz den Kopf und schreibt dann die letzten Autogramme zu Ende. Provokant langsam legt er die Hände an die Riemen seiner Kampfweste und dreht sich zu seinem Gegner.

Maldicão: "Herr von Wichtenhausen, es freut mich Sie zu sehen."

Langsam setzt er einen Fuß auf das Podest.

Maldicão: "Ich hatte kurz Sorge um ihre...Gesundheit."

Er betont Gesundheit und tritt näher an seinen Gegner.

Maldicão: "Der Klang brechender Rippen hätte mir bei unserem letzten Aufeinandertreffen genügt, aber es wirkte, als ob ich stattdessen Ihren Kopf zu hart erwischt hätte."

Bei den letzten Worten nähert er sich auf etwas mehr als eine Armlänge an Jan-Rupert. Dieser zuckt kurz, aber erkennbar.
Schließlich spürt er vor seinem inneren Auge noch einmal den Pacificador auf die Matte außerhalb des Rings, während er vor seinem äußeren Auge den Urheber dieses Schmerzes sehen muss.

Von Wichtenhausen dreht obskur den Kopf zur Seite - dies soll wohl erhaben wirken. Der ein oder andere Fan wird diese Geste jedoch später als "lächerlich" oder "ängstliches Gehabe" deuten.

Wichtenhausen: "Oh, das ist die arrogante Herangehensweise eines vermeidlichen Siegers, der sich überlegen fühlt. Doch sehe den Fakten ins Auge, Anfänger: Du hast bei Vendetta 145 nicht gewonnen. Und jedes 'Hätte' und 'Wenn' deinerseits ist nichts anderes als ein eindeutiger Beleg dafür."

Der Adlige schielt am seitlichen Rand seiner Sonnebrille vorbei ins Helle, um die Reaktion seines Gegners zu erhaschen.

Wichtenhausen: "Und welch Überheblichkeit da weiter aus deiner abartigen Seele tropft, wenn du meinst, dass eine einzige Aktion meiner Gesundheit etwas anhaben könnte. Ich bin fit! Und heute stelle ich die Ordnung wieder her, bestrafe dich für dein sündiges Verhalten gegenüber unserem Sport und lasse mir schließlich von dir die Füße küssen - dies wäre zumindest meine Wahl."

Mit über die eigenen Worte getanktem Selbstvertrauen dreht er nun den Kopf wieder in Maldicãos Richtung. Stellt sich ihm Angesicht zu Angesicht.

Maldicão: "Da beim letzten Mal das Volk seinen Willen bekam, wäre es wahrscheinlich sogar eine faire Wahl. Aber bedenken Sie die Ironie."

Maldicão verringert noch einmal den Abstand.

Maldicão: "Sie müssten den Fuß küssen, der sie tritt, den Fuß, der versuchen wird ihre Rippen wie einen Fußball durch die Halle zu treten, den Fuß, der mich beim letzten Schritt beschleunigt, bevor ich Sie mit dem Caveirao durch die Absperrung befördere."

Die Drohung steht im Raum und Maldicão nimmt die Hände von den Riemen seiner Weste, angespannt wie ein Raubtier und bereit zu handeln, falls von Wichtenhausen jetzt schon kämpfen will. Dieser aber denkt momentan nicht an den Kampf und macht von der Nähe angeekelt einen Schritt zurück. Dabei wedelt er mit der Hand vor seiner Nase. 

Wichtenhausen: "Puuh... Man! Was hast du gefressen, du Ekel?!"

Angewidert verzieht Jan-Rupert sein Gesicht und schüttelt sich übertrieben heftig. Ein gelungenes Ablenkungsmanöver. 

Wichtenhausen: "Ekelhaft! Genau wie deine Idee mit der Absperrung... Es gibt DQ. Es gibt Count Out. Es gibt 15 Minuten Timelimit. Was redest du mal wieder für einen Unfug? Vielleicht ist es deine Natur Regeln zu brechen oder sie links liegen zu lassen. Ich aber werde dir das dieses Mal nicht durchgehen lassen. Dieses Mal nicht!"

Lachend tritt auch Maldicão zurück.

Maldicão: "Und wieder haben wir bei Ihnen einen wunden Punkt. Ist es die Angst vor dem Kontrollverlust, vor Chaos? Oder fürchten Sie sich nur davor, dass ich meinen Worten erneut Taten folgen lasse? Oder fürchten Sie das hier?"

Er senkt den Oberkörper und macht einen stampfenden Schritt nach vorne, ein kurzes Andeuten des Caveirão. Was durchaus Wirkung zeigt.
Denn Von Wichtenhausen springt kurz nach oben, ehe er aggressiv die Zähne fletscht und entschlossen die Faust ballt.

Wichtenhausen: "Ein Von Wichtenhausen fürchtet sich nicht!"

Es sind die Worte seines Vaters, die dort den eigenen Mund verlassen. Was dem Adligen gleich nach dem Äußern auffällt und ihn durchschüttelt.

Wichtenhausen: "Bei Vendetta 145 ist lediglich meine Verachtung dir gegenüber gewachsen, Kakao. Denn du hast auf das Ergebnis geschissen und kündigst nun an, es wieder zu tun. Erneut willst du unseren Sport, willst du das Wrestling in den Abgrund ziehen. Aber wer Wind sät, wird Sturm ernten. Ich werde heute eine andere Gangart wählen. Ich kenne sie von Elroy nur allzu gut. Und jetzt hast Du mir gar den Freifahrtschein dafür gegeben, dir heute zwischen die Beine zu treten, dir die Augen auszukratzen oder dich außerhalb des Rings mit Waffen zu attackieren. Ich kämpfe mit allen Mitteln, aber ich bin nicht so dämlich und stümperhaft wie du: Ich werde mich nicht auszählen und mich dafür auch noch feiern lassen. Nein, ich werde die Kontrolle nicht abgeben! Denn es geht hier nur um eines: Am Ende... Am Ende werden deine Schultern bis drei auf der Matte liegen!"

Das erste Mal zieht Jan-Rupert seine Brille herunter und das erste Mal spiegeln sich in seinen Augen und seiner Haltung die Worte wieder, die er gerade aussprach. Es ist der Glaube an sich selbst, den er seinem Gegner demonstrieren kann. Maldicão geht darauf rükwärts einige Schritte zurück und klatscht, langsam und spottend.

Maldicão: "Dann freue ich mich darauf im Ring ihr wahres Gesicht zu sehen." 

Sind nun die letzten Worte von Maldicão. Von Wichtenhausen blickt ihm noch grimmig hinterher, ehe die Szene ausblendet.


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Nachmittags:

Als sie die Nachricht bekommen hatte, hatte sie sich auf der Stelle in Bewegung gesetzt. James hatte sie erzählt, dass sie sich noch einige Damenartikel besorgen müsse, um den Abend sorgenfrei zu überstehen. Natürlich hasste sie sich für diese weitere Lüge, doch zu sehr hatte die Angst im Griff gehabt. Die Angst vor dem, was man ihrer Schwester Cécile antun könnte ... die Angst vor dem, was man ihr antun könnte! Sie hatte zuvor lange überlegt, ob sie James einweihen sollte, immerhin hatte sie ihm von ihrer Vergangenheit erzählt ... von den schmutzigen Dingen, die sie im Namen der Company mit Louis Rouswell angestellt hatte und James hatte sie trotzdem haben wollen. Er dachte sie hätte all das hinter sich gelassen. Verflucht nochmal ... sie selbst hatte gedacht, dass sie damit abgeschlossen hatte ... und dann hat die Vergangenheit sie eingeholt wie ein Fleischfresser, der seine Beute lediglich so lange in Ruhe lässt, bis der ideale Moment gekommen ist, um zu zubeißen!

Unruhig sieht sie sich um, doch noch ist nichts von ihm zu sehen. Von dem Mann, der ihr Leben in einen Alptraum verwandelt hat. Vielleicht kommt er nicht ... vielleicht hat die Company es sich ja doch noch einmal anders überlegt und von ihren Plänen abgelassen. So sehr sie sich die Worte gerne einreden würde, ist ihr tief in ihrem Inneren bewusst, dass es so nicht kommen wird. Sie schaut noch einmal auf ihre Armbanduhr. Immer noch ist nichts zu sehen in dieser Ecke des Labib Hotels, in der außer ihr keine Menschenseele verweilt. Sie fragt sich, ob er sie mit voller Absicht so lange warten lässt, und als sie genauer darüber nachdenkt, ist sie sich dessen sogar sicher. Nervosität war schon immer ein starker Verbündeter der Company und Jemanden warten lassen führt nun einmal zu Nervosität, ganz besonders wenn man sich in einer Lage wie der ihrigen befindet. Als sie erneut auf ihre Uhr blicken will, lässt sie ein lautes Hüsteln innehalten.

Mit einem schleimigen Grinsen auf dem Gesicht betritt Mr. Fellon die Bühne. Wie stets ist der obere Mitarbeiter der Company in einen edlen Anzug gekleidet und trägt die Haare zurückgekämmt. Lächelnd nähert er sich Sarah und macht schließlich vor ihr Halt. Kurz mustert er sie und spricht sie schließlich mit unterkühlter Stimme an.

Mr. Fellon: "Ich nehme an, Sie haben Ihre Entscheidung getroffen, Mademoiselle Duriel?"

Es ist mehr eine Feststellung als eine Frage und sie führt zu einem kurzen gehässigen Lachen bei Fellon. Sarah weicht automatisch einen Schritt zurück. Sie will so viel Abstand zwischen sich und diesem Mann haben, wie nur irgendwie möglich. Mit großen Augen blickt sie ihn an.

Sarah Duriel: "Wie geht es meiner Schwester?"

Fellon schüttelt grinsend den Kopf.

Mr. Fellon: "Aber, aber Mademoiselle Duriel, wer wird denn gleich mit der Tür ins Haus fallen? Alles zu gegebener Zeit. Ich habe Ihnen soeben eine Frage gestellt und die Höflichkeit gebietet es, diese erst einmal zu beantworten. Anschließend können wir uns Ihrer Schwester widmen ... vielleicht!"

Er lacht einmal mehr gehässig auf. Sarah wirkt verzweifelt und greift sich in die Haare. Fellon hingegen fährt unbeirrt fort.

Mr. Fellon: "Also Mademoiselle Duriel ... Ihre Entscheidung bitte!"

Er blickt sie fordernd an. Sie blickt geschlagen zu Boden. Sie hat ohnehin keine Wahl. Sie seufzt kurz und antwortet schließlich mit kaum hörbarer Stimme.

Sarah Duriel: "Ich ... ich werde tun, was auch immer ihr verlangt!"

Er lächelt raubtierhaft.

Mr. Fellon: "Braves Mädchen! Ihre Entscheidung wird ihrer Schwester wohl bekommen, das garantiere ich Ihnen."

Er erblickt ein kleines Staubkorn auf seiner Schulter und wischt es sich lässig weg. Sarah treten leichte Tränen in die Augen. Wie konnte sie nur in so eine Situation geraten?
Aber sie muss jetzt stark sein ... für ihre Schwester. Sie wischt kurz über ihre feuchten Augen und blickt Fellon schließlich entschlossen an.

Sarah Duriel: "Was soll ich tun?"

Fellon lacht einmal mehr gehässig auf. Er genießt es dieses Spiel mit ihr zu spielen, sie ungeduldig zappeln zu lassen wie einen Fisch am Angelhaken. Schließlich schenkt er ihr dann aber doch eine Antwort auf ihre Frage.

Mr. Fellon: "Fürs Erste verlangen wir nicht mehr von Ihnen, als dass Sie dafür Sorge tragen, dass Mister Godd auch weiterhin Champion bleibt. Schließlich ist er nur in diesem Fall auch von Belang für die Company. Einen gebrochenen Helden möchte Niemand!"

Sie hatte schon geahnt, dass die Company sich nur aus diesem Grund so für ihren James interessierte und sie hatte daher bereits in diese Richtung gearbeitet bei ihrem letzten Gespräch mit James. Der hatte das Ganze jedoch recht misstrauig beäugt und sie später Daheim zur Rede gestellt, wo sie ihm ein Märchen aufgetischt hatte, dass es nicht für sie wichtig wäre, dass er Champion bleibt, sondern für ihn selbst, weil er doch so lange für diesen Traum gekämpft hatte. Weil er beinahe daran zerbrochen wäre und sie es nicht ertragen könnte, ihn noch einmal so am Boden zu sehen. Er hatte ihr gesagt, dass er natürlich alles für den Erhalt des Titels tun würde, doch, dass er, würde er ihn an seinen besten Freund verlieren, ihn immerhin an den besten Mann verlieren würde, den er sich vorstellen könne. Und damit würde er gut leben können. Aber sie würde nicht damit leben können ... es würde das Leben ihrer Schwester gefährden und das war etwas, das sie unter keinen Umständen zulassen konnte.

Sarah Duriel: "Und wie soll ich das bewerkstelligen? Es gibt in diesem Beruf keine Garantien ..."

Fellon schüttelt nur knapp den Kopf.

Mr. Fellon: "Stellen Sie sich nicht dümmer als Sie sind, Mademoiselle Duriel. Der heutige Abend bietet Ihnen doch eine perfekte Gelegenheit. Sie stehen zur Wahl, um als Special Referee im Match Ihres Liebsten zu fungieren. Es könnte also nicht einfacher sein ihn zum Sieg zu führen. Ein kleiner Fast-Count zu seinen Gunsten, einige zu langsame zu Ungunsten seines Gegners ... ihre Möglichkeiten sind schier unbegrenzt!"

Er lacht kurz auf. Sein Boss wird hochzufrieden mit ihm sein, wenn er zu hören bekommt, wie sehr sich die Kleine in dieses Spiel fügt. Sarah blickt ihn zornig an. Wie gerne würde sie diesem aalglatten Fiesling einfach ins Gesicht spucken? Doch sie hält sich zurück ... Cécile zuliebe.

Sarah Duriel: "Und was, wenn ich nicht gewählt werde?"

Fellon grinst breit.

Mr. Fellon: "Nun, ich bin sicher, dass Ihnen auch für diesen Fall etwas einfallen wird ... andernfalls ... Ich denke ich muss diesen Satz nicht beenden. Sie verstehen auch so, worauf es hinausläuft!"

Einmal mehr lacht er gehässig.

Mr. Fellon: "Und wenn Sie mich nun entschuldigen würden. Ich habe noch andere Dinge zu erledigen. Vergessen Sie nicht, dass wir Sie genau beobachten!"

Er dreht sich zum Gehen um. Sarah bleibt wie in Trance stehen und blickt ihm nach, dann jedoch reißt sie ein Gedanke aus ihrer Apathie und sie ruft ihm hinterher.

Sarah Duriel: "WAS IST MIT MEINER SCHWESTER?"

Fellon wendet kurz den Kopf in ihre Richtung und schenkt ihr ein weiteres boshaftes Grinsen.

Mr. Fellon: "Der geht es gut ... für den Moment!"

Er lacht laut auf und geht schließlich weiter seines Weges. Zeit einen weiteren Compagnon des Engländers aufzuspüren und diesem auf den Zahn zu fühlen. Denn wo Schatten ist, da ist meistens auch Dunkelheit!

Sarah hingegen schaut Fellon weiterhin nach. Ihr Herz schlägt so stark, dass sie es zu hören glaubt. Für einen Moment versucht sie sich auf ihre Atmung zu konzentrieren; nämlich so, wie es ihr einst die Yoga Lehrerin beigebracht hatte. Doch das hilft nicht... Eilig nestelt sie in ihrer Handtasche nach dem Smartphone, um sich mit einem Video abzulenken, doch dabei schießen ihr wieder diese Fragen durch den Kopf:
Was James wohl dazu sagen würde, sollte sie entscheidend in den Main Event eingreifen?! Und wenn sie tut, was Fellon will, setzte sie dann nicht die Beziehung mit James aufs Spiel? Und was würde mit Cécile passieren, wenn sie Mr. Fellon enttäuschte?

Wieder schlägt ihr Herz schneller. Endlich hat sie das Smartphone in der Hand, drückt ihren Finger zum Einloggen auf den Home Button...

Sarah Duriel: "AAAAHHH!"

Der ängstliche, schrille Schrei der Duriel dringt durch Mark und Bein der Hotelgäste. Schnell schauen sie zu ihr, doch ebenso schnell wurde sie bereits um die nächste Ecke gezogen. Der feste Griff zerquetscht Sarahs zarten Biceps und der Daumen des Aggressors drückt bis auf den Oberarmknochen. Kurz hatte sie versucht sich aus dem schlangenbissartigen Griff zu befreien, erkannte aber sofort, dass dies nur zu mehr Schmerz und weiteren Angriffen führte.

Ohne zu erkennen, wer sie dort gepackt hat, da sie sich geschockt nach Rettung oder Hilfe umschaut, wird sie jetzt in einen Abstellraum gestoßen, wo sie unsanft mit dem Rücken gegen ein Regal knallt. Einige Putzmittel-Flaschen fallen herab, auch ein Eimer donnert hallend zu Boden. 
Jetzt muss sie schreien, sonst ist es aus. Jetzt gleich wird ER ihr die Kleidung vom Leib reißen, seine dreckigen Griffel unter ihr Top schieben...

"Was soll das, huh?!"

Jetzt muss sie schreien, sonst drückt er ihr die Hand auf den Mund... 

Sie öffnet den Mund, doch irgendetwas hindert sie daran einen schrillen Ton hinaus zu bringen. Irgendein Hintergedanke, irgendeine Erinnerung, irgendeine...
Stimme. 

Sarah Duriel: "Mad Dog?!"

Das Licht an der Decke leuchtet nach dreimaligem Flackern endlich auf und erhellt den Raum. Kurz kneift sie die Augen zusammen und starrt auf den bösen Mann - tatsächlich! Es ist der Night Fighter, der sich ungeduldig am Kinn kratzt. Ihre Augen weiten sich.

Mad Dog: "Also?!"

Die Freundin von James Godd hebt ihren Arm, um mit der anderen Hand ihren Oberarm abzutasten und die gerötete Stelle nach vorne zu drücken. 

Sarah Duriel: "Sollte ich dich nicht besser fragen, was das soll??"

Die unbekannte Konstante rollt ob dieser Aussage mit den Augen und dreht den Kopf dabei gleich mit.

Mad Dog: "Komm! Jetzt mach' hier nicht auf dummes Mariechen... Wer war das?"

Duriel wagt es immer noch nicht James' besten Freund anzusehen, stattdessen schüttelt sie den Kopf. Währenddessen rasen tausende Fragen durch denselben - wie viel hat Mad Dog mitbekommen? Und würde er es ausplaudern? Würde er James davon erzählen?

Sarah Duriel: "Was sollen die Leute denken?"

Mad Dog: "Huh?!"

Während Sarahs Herz immer fester hämmert und es in ihrem Kopf zunehmend von Angst und Ungewissheit spukt, scheint die Ungeduld des Hundes langsam wieder gen Aggression zu kippen. Sie stößt einen Seufzer aus. Verschafft sich Luft. 
Für einen Satz.

Sarah Duriel: "Was sollen die Leute denken, wenn wir hier gemeinsam aus der Besenkammer kommen?"

Nun ist es die Töle, die stöhnt. Allerdings entnervt.
Doch sie wittert einen Fuß in der Tür, um hier heile heraus zu kommen.

Mad Dog: "Scheißegal! Wen interessiert das?"

Sarah Duriel: "Deine Fans? James?"

Duriel hebt vielsagend die Augenbrauen, während die der unbekannten Konstante hinabsinken. Dennoch winkt er ab.

Sarah Duriel: "Yai?"

Der Fighter brummt einen langen Brummer. Dabei presst er die Lippen fest aufeinander. Dann schließt er die Augen. Atmet laut durch die Nase ein, schließlich aus.
Sie hat ihn. Und er hasst es.

Erst jetzt fixiert er sie wieder mit seinen dunklen Augen, in denen Sehnsucht und Leid geschrieben stehen.
Sollte ihm das Schicksal erneut einen Stolperstein in den Weg stellen, über den er heute fällt? 
Nein!

Mad Dog: "Okay, Sarah... Erzähls mir nicht. Aber du hast jetzt exakt zwei Optionen: Entweder redest du mit James über diesen Typen und was ihr für den Main Event geplant habt... oder ich tue es."

Schlagartig schließt Sarah ihre Augen. Er hat es gehört.
Er hatte alles gehört.

Jetzt ist alles aus.

Mad Dog: "Eigentlich dachte ich, dass du James gut tust, Sarah. Und auch ich mochte dich... Aber... Jetzt muss ich feststellen, dass sowohl DeWynters Intention als auch ihre Nachforschungen über dich stimmen. Dass du immer noch diese dreckige Bitch bist, die die Wrestler ins Verderben schickt, so wie du es mit Rouswell getan hast... Selbst wenn mir dieser Spinner egal ist, James ist es nicht!"

Sarah Duriel: "Pfff."

Sarah schüttelt mit dem Mute der Verzweiflung erneut den Kopf. Diesmal abfällig.

Sarah Duriel: "Dir und DeWynters geht es nicht um James... Es geht euch um den Gerasy. Und weil du denkst, ich könnte dich daran hindern, bist du sauer."

Betroffen und erregt reißt MD die Augen auf. 

Mad Dog: "Ooohh... und du machst das hier alles nur für ihn, huh?! Weil du denkst, es freut ihn bestimmt, wenn ihm die doppelzüngige Freundin zum Sieg verhilft!"

Sarah Duriel: "Du weißt gar nichts!"

Faucht sie ihn an. 

Sarah Duriel: "Aber wie auch?! Von Liebe hast du halt keine Ahnung."

Und ihre Augen funkeln ihn an, um der Beleidigung noch Nachdruck zu verleihen.
Während MD die linke Faust ballt, ist Sarah noch nicht fertig. Schnippig greift sie ihn weiter an.

Sarah Duriel: "Das haben zumindest meine 'Nachforschungen' ergeben, Simargl... Schließlich bin ich nicht die einzige zur Wahl stehende Frau, die heute Abend für James sein wird, huh?!"

Mad Dog: "Fuck you!"

Nun ist es das Hundeherz, das bis zum Hals hämmert. Sein Blick verrät, dass er Sarah nun am Liebsten dem Erdboden gleich machen würde - dabei weiß er nicht, dass sie glaubt, nichts mehr verlieren zu können.
Doch sie hat ihn erwischt. Härter als sie wollte.
Härter als sie wissen konnte.

Der Fighter stiert sie an.

Mad Dog: "Wie lange geht euer scheiß Techtelmechtel? HUH?! Ein Jahr? Ein bisschen mehr?! Ich kenne Yai seit vierzehn Jahren, seit neun Jahren sind wir ein Paar. Fick dich, Sarah. Du bist diejenige, die nichts weiß! Noch nichtmal was von James. Denn face facts: Weder er noch ich wollten diesen Special Referee Mist. Weder er noch ich wünschen ein unsauberes Ende! Wenn du ihn also wirklich lieben würdest, wenn du wirklich das Beste für ihn wolltest, dann ließest du uns das Match fair bestreiten. Aber da du offenbar etwas im Schilde führst, liebst du ihn auch nicht!"

Nun ist es Sarah, die ihre Lippen aufeinanderpresst. Doch nur um die bebende Unterlippe festzuhalten. 
Was nicht gelingt. Und auch die Tränen bleiben nicht verborgen. Ihr letzter Mut ist gebrochen.
MD legt nachdenklich den Kopf schief.

Mad Dog: "Wenn du meinst, dein Geständnis wird ihn für unser Match beeinträchtigen, dann sag es ihm erst danach. Aber das Zugeständnis mache ich dir wegen James' und es ist das einzige, was ich dir noch gebe." 

Der ganze Unterkiefer verzweifelt nun. Träne um Träne rollt aus ihren Augen.
Ein vom Weinen zerrissener, verzweifelter Schrei folgt.

Sarah Duriel: "ICH... LIEBE... JAMES!"

Dann jagen ihre Arme nach vorne, stoßen den Hund zur Seite. Sie selbst drückt sich an ihm vorbei, stößt die Tür auf. Wischt sich mit dem Pulli über die nassen Augen.
Und läuft. Läuft davon.


------------------ PCWA ------------------

Stem: „Nicht so gut wie der Selbstgemachte… aber dennoch nicht schlecht.“

Murmelt der Mann aus Roanoke in seinen Bart, während er an einem kleinen runden Tisch alleine in der PCWA eigenen Hotelbar sitzt und das Gläschen gedankenverloren hin und her wippt. Schließlich blickt er kurz zur Theke hinüber, wo ein Barmann gerade ein junges Paar bedient. Er seufzt.

Genau dort an jener Theke in jener Hotelbar saß er vor mehr als zwei Jahren und trank das Gleiche wie jetzt. Und neben ihm saß eine Frau, die mit keiner anderen Frau zu vergleichen war. Damals hatte er keinen blassen Schimmer gehabt, dass das Gespräch einmal zur Gründung von „Carnageddon“ führen würde.

Versonnen blickt er das Paar an und streicht seinen roten Bart glatt. Hoffentlich haben sie mehr Glück als er mit Lara Lee… welche genau in diesem Moment in seinem Sichtbereich auftaucht. Seine mächtige Brust verkrampft sich leicht. Er hat alles versucht und sich so viel Mühe gegeben, aber diese Lara ist nicht mehr die gleiche Lara von 2017. Wie konnte das passieren?

Die Amazone aus Kanada nimmt gegenüber ihrem Noch-Teampartner Platz und schweigt. Warum kann Stemmie das nicht einfach einsehen oder wenigstens akzeptieren, dass ihr Schicksal sie zu Höherem bestimmt, als ewige Tag-Team Championesse zu sein?

Beide schweigen, denn jedes Wort ist überflüssig. Sie beiden haben alles gesagt, was es zu sagen gibt. Und nichts würde je etwas an ihren Positionen ändern. Und falls es doch was zu sagen gibt… zwischen ihnen geht ein wortloser Gedankentausch einher. Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass zwei Menschen so auseinander gegangen sind und sich dennoch bis heute so blendend verstehen.

Barry seufzt erneut und gießt sich aus der Flasche Bourbon einen Doppelten ein. Und zwei weitere in ein weiteres leeres Glas, das er mitgebracht hat. Eigentlich hatte er nicht ernsthaft erwartet, dass seine Partnerin sich zu ihm setzen würde, nach allem, was sich die Beiden an den Kopf geworfen haben. Aber... was soll’s?

Lara wollte auch gar nicht in diese Hotelbar gehen, denn es verursacht bei ihr zu viele Erinnerungen… und Emotionen. Sie seufzt zustimmend, als Barry das zweite Glas zu ihr schiebt.

Dann heben beide die Köpfe hoch und starren einander an. Die Blicke sind wie die eines Liebespaars und doch irgendwie total anders. Daraufhin muss Barry breit grinsen und Lara kichern.

Stem: "Das ist doch albern, Missy."

Die Amazone lächelt.

Lara: "Ja, Barry. Das ist es wohl."

Beim ersten Gespräch zwischen ihnen war Sex auch ein Thema, aber beide haben nie dieses Thema ernsthaft umgesetzt – entgegen der Erwartung aller. Doch die Gesichter wandeln sich schnell wieder in Ernsthafte um.

Eine weitere Pause, ohne jedoch peinlich zu wirken, folgt. Das ist auch eine Sache zwischen Lara und Stem – sie können ewig lang still sein, doch niemand fühlt sich gezwungen, die Stille brechen zu müssen.

Lara kratzt sich am Hinterkopf. Eigentlich ist es doch viel zu schade, so ein Team zerbrechen zu lassen, oder? Der große Mann hebt sein Glas.

Stem: „Trinken wir auf Carnageddon, Missy. Möge es in Frieden ruhen. Oder sind wir noch am Leben... "

Er hebt den Doppelten hoch. Sie hält inne und gibt nicht sofort eine Antwort. Sie blickt ihn nur an. Und das ist mehr als genug Antwort für ihn. Lara hebt ihren Doppelten ebenfalls hoch, beide stoßen kurz an.

*klirr.*

Und stürzen den Inhalt der Gläser hinein. Barry seufzt kehlig, Lee hüstelt.

Lara: „Was machen wir, wenn wir das Match gewinnen?“

Er zuckt die Achseln. So richtig eine Idee hat er nicht.

Lara: „Wir regeln das wie Profis. Wenn wir die Titel verteidigen müssen, dann werden wir das tun. Ansonsten… exisitiert Carnageddon eben nur noch auf Papier.“

Der Rotbärtige schüttelt mit einem unzufriedenen Knurren den Kopf.

Stem: „Aber was bringt so eine Titelverteidigung, wenn es dann kein Team mehr gibt, das diese Cotatores-Gürtel tragen geschweige denn verteidigen könnte?“

Lara: „Wie mei- was soll hei- das ist doch…“

Sie ist ins Stottern gekommen, weil sie eine Erkenntnis hart getroffen hat: Barry hat womöglich gar keine Titelambitionen mehr. Ihre Augen verengen sich zu drohenden Schlitzen.

Lara: „Sag mir bloß nicht, dass du etwa das Titelmatch heute ABSICHTLICH verlieren willst?“

Sie ballt die rechte Hand zu einer Faust. Barry zuckt erneut die Achseln, als ginge ihn das Ganze gar nichts an. In Wahrheit hat er aber einfach nur die Schnauze voll, dass Lara so uneinsichtig ist… kann sie nicht einfach mal…?

Stem: „Verlieren liegt nicht in meiner Natur, das solltest du mittlerweile wissen. Auch wenn ich in der PCWA schon ein paar Mal verloren habe.. war das sicher nicht mit Absicht. Aber sei ehrlich... was bringt ein Titel einem Team, das mittlerweile komplett unterschiedliche Ansichten hat. Ich habe das Gefühl, dass nicht ich es bin, der nicht ganz bei der Sache ist... "

Er gießt sich nochmals nach, leert das Glas in einem Zug und fixiert die Amazone mit gerunzelten Augenbrauen.

Stem: "Sondern DU... Lara. Du und dein Streben nach Höherem. Und auf dem Weg alles Bisherige einfach links liegen lassen."

Lara knallt das leere Glas so hart auf den Tisch, dass fast jeder in der Bar in ihre Richtung blickt, aber Lara ignoriert die Umstehenden völlig.

Lara: „Du redest wieder Mist, Wilson.“

Stem: „Findest du? Ich denke…“

Er verstummt abrupt, da sein Gegenüber sich aufrichtet und den Blick von ihm abwendet. Die Amazone verlässt den Tisch, ohne sich noch einmal umzublicken. Geschweige denn noch ein Wort zu sagen. Stem starrt ihr wortlos nach, während sie die kalte Schulter zeigt.

Sie hat ihn "Wilson" genannt. Nicht Barry. Nicht Stem. Nicht Stemmie. Nicht einmal den verhassten "Junior". Sondern Wilson, als wäre er nur irgendein unangenehmer Geschäftspartner.

DAS tat ihm weh. Er packt sein Glas und schleudert es quer durch den Raum, sodass es klirrend an der Wand zerbricht. Dann steht er langsam auf und geht zur Theke. Er fummelt einen 50 Euro Schein aus der Tasche und wirft ihn auf den Tresen.

Stem: "Tut mir leid, die Sauerei."

Dann schickt er sich an, die Bar zu verlassen. Doch in seinem Kopf hallt nur noch Laras letzter Satz nach.


------------------ PCWA ------------------

Parallel zu Showbeginn:

… ein bisschen weiter links, zwei Grad mehr nach oben – da war er endlich! Im Grunde mit bloßem Auge gar nicht und mittels entsprechender Hilfsmittel nur sehr schwach ersichtlich schimmerte dieses winzige Objekt im Fokus. Und das nur dank günstiger kosmischer Verhältnisse wie denen eines bedingenden Standes zum Zentralgestirn. Eigentlich ein großes Konglomerat der Elemente – doch das Weltall sah das freilich anders. Und auch die irdische Wissenschaft mit ihrem Bruchteil an Wissen über Galaxien und das darüber hinaus stufte Pluto mittlerweile als mikroskopisch klein im Gesamtverhältnis ein. Einst als neunter Planet und Riesen-Entdeckung gefeiert, war der Glanz mittlerweile deutlich verblasst. Und Pluto vermutlich auch zu weit weg, um sich gegen eine Neuklassifizierung zu wehren. Eine - eingefädelt von Leuten, welche ihr Lebtag weder in die Außenbereiche des Sonnensystems noch vermutlich überhaupt irgendwie jemals in den Kosmos gelangen würden.

Er schmunzelte innerlich und regulierte die Schärfe nach. Pluto – benannt nach einem Herrscher des Hades, der griechischen Mythologie-Unterwelt. Aber einem, den beispielsweise die hellenische Philosophiewelt in positiven Kontext sah. Als Spender von Reichtum … als Gebender in der Optik eines unheilvoll Nehmenden. Nicht die einzige Allegorie seiner selbst, die er sah, wenn er den Zwergplaneten betrachtete. Denn wie Pluto versuchte das Umfeld auch ihn einzuschätzen – und nahm als Gradmesser nur das, was es sah. Doch was ihn wirklich ausmachte, dass … vermochte man nur aus der direkten Nähe zu schöpfen. Keine leichte Aufgabe – wie bei Pluto, so auch bei ihm.

„…. there's a starman waiting in the sky … he'd like to come and meet us … was wird das? Die Transformation von Unfathomable Dark zu Ziggy Stardust?”

Das haarverhangene Gesicht löst die im Verborgen liegenden Augen kurz vom Okular und dreht den Kopf: etliche Meter unter ihm steht das ihm altbekannte Dreigestirn, mit welchem er erst unlängst wieder den Bund eines Friedens beschlossen hatte: Windy, Cardigan und Stone. Alle noch in legerer Freizeitkleidung, das Pärchen dabei wie immer im leicht gruftigen Look mit langen Mänteln. Und … noch ohne Makeup und Sonnenbrillen. Denn die waren hier drin auch eher kontraproduktiv.

Es war schon ein rechtes Kleinod, welches die drei sich Umschauenden bestaunen durften. Und das wohl auch keiner so recht kannte. Denn welche Wrestling-Company konnte schon von sich behaupten, ein eigenes Observatorium zu besitzen. Zudem eines, welches wie hier recht opulent eingerichtet war und einem kleinen kreisrunden griechischen Tempel glich. Hohe Säulen fassten das Untergeschoss allseits ein und stützten einen ebenso runden Balustraden-Balkon, welcher neben einer Sitzecken- und Bibliotheksnische den Zugang zum zentralen Refraktor bildete, an welchem Shadow saß und beobachtete.

Shadow: „Willkommen, Kameraden…“

Ohne sich von dem Astronomen-Sitz zu erheben bedeutet er mit den Fingern der Hand, dass sie zu ihm heraufkommen mögen. Die Partners steuern daher nickend die entsprechende steile Treppe an, während der Schatten nochmals einen Blick ins Fernrohr unternimmt.

Shadow: „Blicke oft zu den Sternen empor, als wandelst du mit ihnen. Solche Gedanken reinigen die Seele von dem Schmutz des Erdenlebens...“

Stone erscheint als erster auf der Ebene des Sternenguckers.

Stone: „Naja, Seife hätt’s auch getan. Hast du dir deshalb hier ne Sternwarte einrichten lassen? Mann-o-mann: erst dieser Londoner Luxus-Kahn und jetzt … Woher nimmst du bloß die ganze Kohle?“

Windy: „Matt, mit keinem Wrestler-Gehalt der Welt könnte man sich das hier leisten. Geschweige denn unterhalten. Und unser Schatten auch nicht.“

Von hinten legt sich jeweils eine Hand umfassend auf die Schultern von Matt und Windy. Trent umfasst beide kumpelhaft und schiebt sie voran.

Cardigan: „Freunde…“

Nur ein wenig, denn sie bleiben an dem Catwalk zum Refraktor stehen. Der Wirbelsturm beschreitet den Weg allerdings, bleibt auf Höhe des Beobachtungsstuhles mit dem Soul Survivor darin stehen. Sein Blick geht nach oben und herum, am öffnungsfähigen Kuppeldach entlang.

Cardigan: „… wer eine Sternwarte dieser Kragenweite unscheinbar in einen alten Wasserturm einbaut, dass sie praktisch unsichtbar ist … und dann das Ganze auch noch innerhalb der Optik einer Achterbahn tarnt … der hat neben genug Moos auch ordentlich Einfluss. Und wenn es schief läuft wenig Skrupel …“

Er schaut zum Schatten, welcher den Blick vermuteter weise erwidert.

Cardigan: „… lass mich raten: der Scheich oder Vark? Also?“

Zunächst wortlos schwingt sich der Cryption Crown aus dem Stuhl heraus, reicht Cardigan die erhobene Buddy Hand, welche dieser einschlägt.
Dann gehen beide zu den anderen beiden zurück.

Shadow: „… Fragen … Antworten … Neugier mag ein Antrieb sein. Und doch findet man beim Wühlen manchmal Dinge, die man gar nicht gesucht hat. Oder haben möchte. Ist es dir wirklich wichtig das Wie zu erfahren? Interessanter wäre doch ein Warum.“

Windy: „Interessanter finde ich die Frage, warum wir wieder hier sind.“

Mit einem kecken wie herausfordernden Augenaufschlag hat Windy diese Frage gestellt und verschränkt dabei ihre Arme. Machinegun, das ganze beobachtend, tut es ihr wortlos gleich.

Shadow: „Tja, wie heißt es so schön: stets findet Überraschung statt, wo man sie nicht erwartet hat ...“

??? : „…. und das Warten hat ein Ende gleich, denn dies war Schattens neu’ster Streich!“

Auf den Gesichtern der Partners kräuseln sich die Stirnpartien, als sie sich ob der Worte und Klänge suchend umblicken. Nicht zu sehen …
… doch auf einmal schwingen diese herum – wie auch die beiden drehfähigen Ohren-Lehnsessel der Leseecke. Und in diesen – befinden sich zwei spitzbübisch grinsende Herren in Zivilkleidung. Und doch: trotz des salonfähigen Dresscodes erinnert die Fransenlederjacke des drahtigen wie vergleichsweise kleineren Fighters an die Schwingen eines Greifvogels. Und auch der andere Gast erinnert mit dem offenen Michelin-Anorak und der filzig anmutenden Raver-Frisur unter dem Basecap sehr an das Gimmick, welches er normalerweise verkörpert.

Und als die drei freudig staunenden Neuankömmlinge noch immer nichts gesagt haben, geben sich Hank Baxter und Hardsequencer feixend eine Buddy Fist.

Stone: „Nee, oder?!“

Die Worte scheinen wie ein Startschuss zu wirken: Cardigan, Stone und Windy eilen auf die Allied Eagles zu, tauschen Handschläge, Umarmungen und erste begrüßende Worte aus, welchen umgehend Nachfragen des Befindens folgen …

Windy: „Scheinbar ist in Desert View immer Pause, wenn hier die großen Fights steigen.“

Baxter: „Tja, so etwas nennt man glückliche Fügung …“

Hardsequencer: „… oder einfach nur Schwein gehabt, dass man uns die Erlaubnis für ein paar Indie-Engagements außer der Reihe gegeben hat.“

Stone: „Als wenn ihr das noch nötig habt.“

Derweil steht der Schatten etwas abseits und beobachtet das Treiben eingehend, aber scheinbar zufrieden, wie man seiner leicht nickenden Kopfbewegung entnehmen kann.
Zumindest bis zu dem Zeitpunkt, als auch Cardigan seine alten Kameraden begrüßt hat … um dann ein wenig sinnierend aus dem Kral der Leute herauszutreten. Die Augen des Wettermannes wechseln zwischen den Winds und Shadow kurz hin und her, während sein Gesichtsausdruck deutlich ernstere Züge annimmt.
Schließlich dreht er sich dem Cryption Crown entgegen, deutet über die Schulter zu seinen Kameraden.

Cardigan: „Ey, T., das is jetz nich dein Ernst? Hast du die Eagles bloß DESHALB aus Kalifornien rübergeholt?“

Baxter: „Was ist denn los, Trent? Du tust ja gerade so, als würdest du dich nicht darüber freuen.“

Cardigan: „Das hat doch damit..“

Alle halten inne, da der Schatten um Wort bittend eine Hand gehoben hat.

Shadow: „Mach dir keine Gedanken, Tempest. Dass beide hier und heute vor euch stehen, ist in der Tat nur eine günstige Steilvorlage des Schicksals, welche ich für mich beziehungsweise uns ein wenig ausgenutzt habe. Ansonsten bleiben die jeweiligen Status quo bestehen – wir haben unsere Fadenkreuze, die Allied Eagles haben ihre.“

Baxter: „Ganz genau … und die heißen, wenn wir mit den Beaks fertig sind, Ring Assassins. Nicht wahr?“

Stone: „Da kannst du einen drauf lassen. Bin gespannt, ob sie immer noch so großspurig auftreten, wenn ihr ihnen den Zahn zieht.“

Hardsequencer: „Vermutlich nicht mehr – genau wie Happy Hour.“

Matt schnalzt mit der Zunge.

Stone: „… kannst dir gar nicht vorstellen, wie ich drauf brenne, diese beide Vollpfosten zurück in die Klapsmühle zu prügeln.“

Cardigan: „Jungs!!!“

Eine weitere Hand schnellt hoch: die von Trent. Noch immer fokussiert er fragend den Schatten.

Cardigan: „Also?!“

Die Bitte um Antwort bleibt zunächst ohne entsprechende Reaktion.
Der Rest scheint noch immer verwirrt. Lediglich Windy zeigt ein erstes begreifendes Mienenspiel und tritt an die Seite ihres Mannes.

Windy: „Du weißt, was Trent damit ausdrücken will. Als die Winds sich das letzte Mal in dieser Konstellation getroffen haben, wurde das Bündnis neu geschmiedet und alle jeweiligen Konflikte über Bord geworfen. Wir haben uns gegenseitig Rückendeckung geschworen für den Fall, dass … aber der scheint ja nun offensichtlich gekommen zu sein. Denn ein anderer Grund für diesen Treff liegt nicht auf der Hand. Und wenn doch, dann kläre uns auf. Egal wie: es fehlen Antworten.“

Nun sind endgültig die Augen aller auf den dunklen Krieger gerichtet: einige erwartungsfroh, andere misstrauisch.
Der Schatten lässt sich Zeit, begibt sich mit bedächtigen Schritten an den anderen vorbei. Er steuert eines der Bücherregale an, nimmt ein in Leder gebundenes Buch heraus. Fährt mit den Daumen über den kunstvollen Rücken.

Shadow: „Ich kann und will euch nichts vormachen. Ja, der Schutzmantel der Winds of Change wird benötigt … selbst, wenn ich noch nicht genau weiß, wofür.“

Ein allgemeines Raunen, erschrockene wie fragende Blicke. Als erstes findet der britische Adler die Stimme wieder, stemmt seine Hände in die Hüfte.

Baxter: „Soll das ein Scherz sein? Du weißt es noch nicht?!“

Mit dem Schmöker in der Hand deutet er zu Hank.

Shadow: „Eine kommende Zeit ist nicht mehr dein eigen als eine Vergangene … aber diese hat einen entscheidenden Vorteil: sie gibt uns Erfahrungen. Und verweht damit die Nebulösität der kommenden Zeit ein wenig, dass einem diese etwas klarer erscheint. Ich hatte es euch in London bereits gesagt: es brauen sich besorgniserregende Dinge zusammen. Und heute dürfte der Kulminationspunkt dessen gekommen zu sein. Nur das Wer, Was und Warum liegen noch im Dunkeln.“

Stone: „Liegt es dort nicht immer?“

Mit einem fast belustigt wirkenden Hüsteln tritt Cardigan vor. Wäre die Situation gerade nicht derart angespannt, hätte es gar etwas Komisches. Doch der Unterton seiner Stimme bleibt fest.

Cardigan: „T. … diese drei Fragen sind keine vereinzelten Elemente – das ist die Gesamtheit der Unbekannten in dieser Gleichung! Das weiß doch jeder in unserem Business. Damit müssen wir alle leben. Das ist unsere Bürde. Und jetzt sag mir bitte, dass du die Winds nicht wegen dieser Wild-Goose-Chase zusammengetrommelt hast.“

Der Schatten wägt das lederne Buch in seiner Hand ab, wirft es dann gekonnt einmal so in die Luft, dass es sich einmal um die eigene Achse dreht und fängt es dann wieder auf.

Shadow: „Wenn sich dunkle Wolken über dem Duell der beiden höchstdotierten Fighter dieser Liga zusammenziehen als Vorboten einer neuen Ordnung sieht das für mich selten nach einem aussichtlosen Unterfangen aus.“

Ein Räuspern aus dem Hintergrund – der Berliner meldet sich zu Wort.

Hardsequencer: „… Moment mal: höchstdotierte Fighter? Reden wir hier von Mad Dog und James Godd? Was haben wir denn bitte mit denen zu schaffen?“

Während Shadow wortlos den Wälzer zurück in die Regalreihe schiebt und ein anderes Exemplar greift, fasst Stone in kurzen Worten die Geschehnisse der letzten Vendetta zusammen, bei welchen sich er und die Partners mit den Mad Godds zusammengeschlossen haben.
Als er endet blickt Hardsequencer unwirsch auf.

Hardsequencer: „Das ist jetzt nicht dein Ernst, Schatten? Wir machen diesen Abstecher nur deswegen, um als Flankendeckung für zwei Fighter zu dienen, die nicht mal zu den Winds gehören? Ich hab grundsätzlich nix gegen die beiden, ganz ehrlich – aber als Kanonenfutter halte ich nicht her...“

Shadow: „… deswegen seid ihr diesen Abend meine bzw. unsere Gäste. Verlebt diesen, wie ihr ihn gedenkt zu verbringen. Ihr habt eure Schlachtfelder, welche ihr beackert. Alles, was … ich mir wünsche ist euch seelisch und moralisch irgendwo in der Nähe zu haben.“

Baxter: „Als was, Shadow? Als Erste-Hilfe-Set an der Wand? Sorry, aber so einfach funktioniert das nicht. Uns verbindet seit London ein neues starkes Band. Aber es wird umso mehr ausgereizt, je mehr Personen man darin einbindet … bis es schließlich reißt. Dazu muss es nicht kommen dank richtiger Worte und Gesten. Und dein Weg zählt für mein Dafürhalten nicht dazu.“

Worte und Argumente – treffsicher wie ein geworfener Dolch.
Erneut wirken diese stumm auf den Schatten ein, welcher sie verinnerlicht. Er betrachtet das gegriffene Buch: Saint-Exupery’s „Der kleine Prinz“. Schon war er wieder bei den Sternen. In dem Fall welchen, die die Hauptfigur aufsuchte, aber dort nur Untugenden fand, die ihm nicht behagten. Vermutlich sahen sich seine Kameraden gerade in einer ähnlichen Situation.

Shadow: „Verkenn die Situation nicht, britischer Adler. Die Winds of Change hängen schon längst in diesem Szenario drin. Dir und deinem teutonischen Kameraden mag es eventuell noch nicht aufgefallen sein … aber Machinegun und der Wirbelsturm befinden sich in einer Auseinandersetzung mit Happy Hour. Ich darf mich ein weiteres Mal mit dem Basilisken … Tony Graves messen. Und alle drei als Speerspitzen eines Triumvirats, welches sich im Schatten eines schlafenden Riesen aufmacht, der PCWA ihren Stempel aufzudrücken. Ich sehe da schon eine Bedrohung für die Winds.“

Matt ist an seine Seite getreten, nimmt ihm das Buch ab und stellt es zurück. Dann klopft er ihm an den Arm.

Stone: „Bray-Bray und Brandolina sind nichts weiter als ein paar steroidgeschwängerte Witzfiguren, die scheinbar einmal zu oft vor’n Bus gelaufen sind. Und Graves ist einfach zu unstet und kaum hier, um irgendwie ernstgenommen zu werden oder was Bedeutendes zu bewegen. Also mach dir nicht ins Hemd, Schatten.“

Cardigan: „Ich muss Matt da zustimmen … und wenn du mit dem schlafenden Riesen Sharpe meinst: selbst, wenn er zurückkommen WÜRDE … selbst, wenn er mal wieder ne andere Maskerade hat … die Liga wird wissen, was kommt. Denn sie kennt ihn und seine Spielarten. Und sie weiß, dass es ein Mittel gibt, dem Einhalt zu gebieten. Tut mir leid – aber ich sehe noch immer keine Rechtfertigung für ein Thing wie dieses.“

Der Cryption Crown lässt sich in einen der Sessel fallen, verschränkt die Beine zum Schneidersitz.

Shadow: „Seid ihr euch sicher, was kommen kann? Ist sich die Liga sicher? Auch eine Kerze so groß wie eine Tasse kann den morgigen Tag nicht erleuchten. Vor allem derlei Faktoren, welche bis zuletzt im Unbekannten liegen … und die werden kommen, da bin ich mir sicher. Und sie werden die Geschicke neu bestimmen. Sie werden das Neo-Triumvirat in ihrem Fahrwasser hinter sich herziehen – und uns gleich mit. Alles, was ich möchte, ist die Bereitschaft, eure Augen ein wenig früher öffnen zu dürfen. Oder wahlweise etwas zu sensibilisieren. Denn … glaubt ihr ernsthaft, ein Kampf zwischen Kameraden wird ohne Verrat oder externe Einflüsse ablaufen?“

Trent dreht den Sessel mit Shadow einmal um die eigene Achse, stoppt diesen dann und beugt sich dann zu ihm herunter. Ein freundschaftliches Grinsen.

Cardigan: „Unser ist zumindest so abgelaufen.“

Shadow: „Stimmt – aber da waren wir noch keine Kameraden. Beziehungsweise … waren wir es da noch nicht wieder…“

Darauf … sagt Cardigan zunächst nichts. Seine Zähne drücken sich grübelnd in die Unterlippe, dazu legt er leicht den Kopf schief.
Die Augen suchen Windy – und die zuckt mit der Schulter.

Windy: „Touche, Schatten …“

Trent erhebt sich wieder, atmet einmal tief durch.
Vom noch immer dahockenden Schatten wandern die Augen zu den restlichen Winds herüber, welche wie er sichtlich am Überlegen sind. Gesagtes bliebt aus – kann es auch, da die Clique sich einst wie heute bestens nonverbal verstanden hat. Auch in Zeiten schwieriger Gratwanderungen. Wie gerade …

Schließlich federt der Brite seine Arme seitlich weg und wieder herunter, lässt die Hände gegen seine Jeans klatschen. Gleichzeitig deutet er mit dem Zeigefinger um sich.

Baxter: „Was soll’s. Klingt zwar bislang alles nach einer sehr einseitigen Nummer, aber …OK. Dafür will ich euch aber auch in Smashi-Land sehen, wenn’s drauf ankommt.“

Stone: „Nur, wenn Burritos und Cuervo auf eure Rechnung gehen…“

Mit einem Grinsen nickt der englische Adler und teilt eine Buddy Fist aus.
Und das Nicken setzt sich im Rund der fünf fort. Beziehungsweise vier, denn Cardigan verbleibt noch neutral.

Hardsequencer: „Dann ist es also amtlich? Die Winds passen heute auf sich und die Mad Godds auf … und auf alles, was da noch so kommt. Dann soll es so sein…“

Cardigan: „Warte!“

Shadows Eindruck scheint diesen nicht getäuscht zu haben: Cardigan bleibt, wie er ist und immer wahr - abwartend in schwierigen Situationen.
Ergo verschränkt dieser die Arme vor der Brust und fixiert den Schatten.

Cardigan: „Eine Sache möchte ich gern noch ansprechen … wenn auch nur rein spekulativ. Ich hoffe, ich fasse das alles richtig zusammen: du gehst von einem Verrat im Mainevent aus … du denkst, dass das Neo-Triumvirat nach Imperial Impact neu erstarkt sein wird … und du bist dir so gut wie sicher, dass Kevin Sharpe wieder intrigant wie aktiv in den Ring zurückkehren wird. Ich habe meine berechtigten Zweifel, dass alles zur gleichen Zeit eintreten könnte. Möglich ist es aber … alles hängt von der obskuren Variable X ab, auf welche wir alle lauern.“

Während er spricht, schlendert Trent den schmalen Catwalk zum Fernrohr zurück.

Cardigan: „Und dann … haben wir neben Mad Dog noch eine andere unbekannte Konstante. Jemand, der seine Existenz einem Fragezeichen gleich aufbaut. Jemand, der es anderen sehr schwer macht, an seiner Seite zu schreiten. Und jemand – der plötzlich wie ausgewechselt wirkt. Sich seinem Erzfeind annähert. Mit dem Topcardern der Liga einen wackligen Waffenstillstand schließt. Und der einer alten Seilschaft neues Leben einhaucht – und dafür den Hass der Vergangenheit begräbt …“

Der Wirbelsturm ist am Refraktor angelangt, lehnt sich mit einer Gesäßbacke auf den Sitz und lunscht kurz ins Okular.
Dann blickt er wieder zu Shadow … beziehungsweise an diesem vorbei zu seinen Kameraden, welchen sichtlich ein Licht aufzugehen scheint.

Cardigan: „Alles rein spekulativ natürlich. Ich habe nichts gegen diesen neuen Shadow. Das habe ich dir schon oft gesagt. Aber die Sicherheit geht nun mal vor. Daher: soweit es dir möglich ist – sieh mir ins Auge. Und dann sag mir, dass der Handschlag von London kein Teufelspakt war und du nicht der Mister X bist, vor dem du uns warnst. Denn möglich … ist wie gesagt alles.“

Der Penny ist gefallen. Stille, für den Moment.
In seiner fast natürlich wirkenden unbeweglichen Art harrt Shadow da aus, wo er gerade steht. Dann … ganz langsam … greift er an sein Haar, legt es behutsam in den Nacken und offenbart das weiße pantomimenhafte Gesicht. Ergänzt um eine stilisierte Narbe recht und einen Spielkarten-As links. Nun wird Cardigan gewahr, dass die Augen des dunklen Kriegers auf ihm ruhen. Ausdruckslos, stierend - und doch: mit einer fragenden Aura.

Er dreht sich um, fixiert die übrigen Winds of Change. Auch sie scheinen auf eine Antwort zu lauern … welche allerdings auszubleiben scheint.
Mit nach wie vor unverhülltem Gesicht sucht der Soul Survivor eine Position auf dem Catwalk auf, welche halb zwischen Trent und dem Rest ist. Wieder wechselnde Blicke, dann schaut er nach vorn scheinbar ins Nichts. Sichtlich überlegend mahlen seine Kiefer, er öffnet den Mund, als wolle er etwas sagen …

… und tut es dann doch nicht. Stattdessen senkt er den Kopf, wodurch die Haare wieder ins Gesicht rutschen.

Shadow: „Vertrauensvolles Entgegenkommen ist ein Geschenk, das wie geschaffen ist fürs Weiterschenken … du hast recht, Wirbelsturm. Es gibt keinen Grund, mir in irgendeiner Form Vertrauen zu schenken angesichts dessen, was offenliegt … oder sich abzeichnet. Ich mag ein anderer Mensch sein, als ich es früher war. Aber das ist eine Begleiterscheinung des Lebens, welche uns alle trifft.“

Die Hand deutet zu den anderen.

Shadow. „So wie du … Windy … Matt … die Eagles … so haben wir uns alle auf die eine oder andere Art weiterentwickelt. Ich hatte das einst schon gegenüber Poe erwähnt: nur wer sich ändert, bleibt sich treu. Vor allem seiner Unberechenbarkeit. Denn wer stur seinen Stiefel durchzieht, macht sich ein Stück angreifbarer.“

Er kommt Cardigan wieder näher, der mittlerweile ganz auf dem Astronomenstuhl platzgenommen hat.

Shadow: „Die Aura meiner Macht mag ihre Außenwirkung haben, aber auch sie hat Grenzen. Ich habe mich entschlossen, es zumindest euch gegenüber auszusprechen. Weil ich gesehen habe, was passiert, wenn andere es entweder nicht tun oder zu spät gegensteuern. Deswegen wähle ich nun diesen Weg: nicht, weil ich den düsteren Solopfaden überdrüssig bin … sondern weil ich ihnen eigentlich weiter folgen möchte. Nur kann ich das nicht auf Dauer allein. Und auch nicht gänzlich schmerzlos. Genau deshalb … habe ich die Winds wiedereinberufen. Weil wir uns gegenseitig brauchen – auf die eine oder andere Weise. Deswegen die Handreichung – auch wenn sie mit dem Anflug eines Opfers daherkommt.“

Er legt dem Wirbelsturm die Hand auf die Schulter.

Shadow: „Stell dir selbst die Frage: wo würde ich stehen, sollte ich euch verraten? Auf verlorenerem Posten als vorher. Keine andere Partnerschaft kann und vermag das zu kompensieren, was wir haben. Derlei Verlockungen sind nichts weiter als Blendwerk, um Überläufern den Geruch der Sickergrube angenehmer zu gestalten, in welche sie sich begeben haben. Und ich hab keine Lust … auf diesen Gestank.“

Trent mustert die Hand, dann Windy und die Jungs. Sie scheinen zwischen Grübeln und innerer Zustimmung zu schwanken.
Er lächelt ein wenig.

Cardigan: „Ehrbare Worte – aber du bist uns nicht dieses Gros an Rechenschaft schuldig.“

Shadow: „Denen nicht. Aber …“

Er spricht nicht weiter, denn … es ist nicht zwangsläufig notwendig.

Da sind sie: die siebten Sinne der Winds. Windy, die Eagles, Stone und auch Cardigan in seinem Stuhl werden auf einmal unruhig. Da ist etwas. Eine Präsenz - eine Person. Eine?!

Trent rutscht aus dem Stuhl heraus, tritt ans Geländer. Und auch die anderen gehen in Stellung. Die Eagles verengen die Augen zu Schlitzen, um besser erkennen zu können. Sich sicher zu sein.
Sie sind sich sicher, denn auch die anderen Winds bemerken die Bewegungen im Dunkel. Die fast wabernden Formungen der Schatten hinter den Säulen rundherum, welche sich langsam zu konkreten Formen morphen. Und je mehr die Gestalten, welche aus dem Dunkel heraustreten, Konturen annehmen, desto mehr werden die Augen der Winds größer und ihre Münder breiter. Freudige Erregung ist nonverbal abzulesen, als in ihren Augen sowohl Erkenntnis als auch wohlige Wärme der Erinnerung aufsteigt.

Hardsequencer: „Boah, was …“

Baxter: „Holy …”

Das XAW Tag Team tritt näher an das Geländer, um sich sicher zu sein. Sie … sind es letztlich.
Der Finger Windys geht deutend in die unbestimmte Menge.

Windy: „Ist das…??“

Shadow: „Ja!“

Ohne wirklich hinzuschauen hat Shadow geantwortet. Er muss es nicht miterleben - es genügt, wenn die Wirkung sowie die daraus erwachsende Emotionswelle bei ihm anlandet.

Stone: „Und der erinnert mich an..“

Shadow: „Auch korrekt!“

Sie kann es scheinbar nicht glauben.

Windy: „Und … die kommen dann au..“

Shadow: „Nein!“

Der Soul Survivor lehnt sich nahe Cardigan an das Geländer.

Shadow: „Für das, was mir vorschwebt, reichen die Winds of Change vollkommen aus. Aber SIE … muss ich fürchten, sollte ich mein Wort euch gegenüber brechen. SIE … sind gewissermaßen meine Rechenschaft. Und falls ihr mir noch immer nicht glauben wollt … oder möchtet … eventuell überzeugen derartige Echos von Haudegenschaft und Berufsehre…“

Damit lässt der Schatten die Situation auf sich wirken. Und auf die Winds. Diese gehen nun mehr und mehr auf die … „Gäste“ zu - ohne, dass der Leser überhaupt ausmachen kann zu einem Was, Wer … oder Etwas.
Der Tempest wirkt genauso geplättet, dreht den Kopf wie ein ausgeputschter Specht nach allen Seiten. Doch anders als seine Kameraden lehnt er sich neben Shadow ans Geländer. Beide sehen sich kurz an, ehe Trents Blick nochmal in die Runde schweift. Dann nickt er schniefend, lächelt.

Cardigan: „Also gut…“

Die freundschaftliche Hand klapst Shadow auf die Rückenpartie.


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Live aus dem PCWA Dome / Berlin, Deutschland (Phoenix Center)

 

Imperial Impact! Das innovativste Event, was das Wrestlingbusiness je gesehen hat. Hier ist kein Match normal, denn jeder Kampf hat diverse Auflagen zur Auswahl! Und die... bestimmen die Fans! Der interaktive Pay per View der PCWA geht heute in Runde Dreizehn! Und das wird gebührend mit Feuerwerk im Dome gefeiert!

 

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Let's state the obvious right now

We'll be victorious, we'll take the crown

(Just like we've always done before)

You're digging in, we'll step around

'Cause in the end we will stand our ground

 

Die Kamera fängt die Stimmung im Dome perfekt ein. Verschiedene Schilder werden in die Höhe gehalten, Fotos werden geschossen und lauter Jubel ist überall im Rund zu hören. Die Kamerafahrt endet bei zwei bekannten Gesichtern. Vincent Craven trägt einen schicken Dreireiher, während sein kongenialer Partner natürlich wie immer sein wahrscheinlich hässlichstes Hawaii-Hemd ausgepackt hat.

Vincent Craven: "Ein herzliches Willkommen aus dem PCWA Dome in Berlin an alle, die eingeschaltet haben. Hier ist die PCWA! Und das ist der Imperial Impact 13!"

Mike Garland: "Zum dreizehnten Mal geht es um imperiale Auswirkungen auf die PCWA. Das hieß in der Vergangenheit meist große Action, viele spezielle Matcharten und Regeln, aber vor allem eine ganze Menge Interaktion!"

Vincent Craven: "Und so soll heute auch wieder sein! Nicht von Ungefähr kommt nämlich der Laptop in unserem diesmaligen PPV Logo, denn bei dieser dreizehnten Auflage des Impacts konnten Fans und alle, die wollten, über das Internet über bestimmte Parameter eines Matches abstimmen."

Mike Garland: "Und worum es sich dabei genau dreht und welche Kämpfe wir heute zu erwarten haben, erfahren wir bei einem kleinen Blick auf die heutige Card."

Opener
- 2nd Encounter -
Regular Singles Match
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vs.
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(Der erste Fall entscheidet über den Sieg. Als Fall zählen Three Count, Submission, Disqualifikation sowie Count-Out.
-Referee: Johannes Ullrich; Zeitlimit: 15 Min)

Voting - Bestrafung für Verlierer:
A) Der Verlierer muss die Füße des Gewinners küssen.
B) Der Verlierer muss eine Bank für den Gewinner bilden, auf welcher dieser seinen Sieg zelebrieren darf.
C) Der Verlierer darf vom Gewinner für ein Siegesfoto in irgendeine Körperposition gebracht werden.

Vincent Craven: "Schon bei Vendetta 145 trafen die beiden in einem Match aufeinander. Damals reichte das zehnminütige Timelimit nicht aus, um einen Sieger zu bestimmen - obgleich der Neuling Antonio Maldicao als moralischer Sieger durchging."

Mike Garland: "Oder als Dummkopf! Immerhin hätte er vermutlich gewonnen, wenn er nicht den Fans die Entscheidung über den weiteren Verlauf des Fights in die Hände gelegt hätte. Stattdessen zeigte er völlig fremdgesteuert ein weiteres Mal seinen Pacificador außerhalb des Rings..."

Vincent Craven: "Maldicao konnte sowohl in der letzten Show als auch in der Pre Show deutlich machen, dass es ihm darum ging, ein Zeichen zu setzen. Und da wir darüber in den letzten Monaten heiß diskutierten und Jan-Rupert von Wichtenhausen nachhaltig beeindruckt ist, dürfte man seine Aktion als 'gelungen' betiteln."

Mike Garland: "Pah! Das wird ja wohl erst der heutige Abend unter Beweis stellen, Vince. Von Wichtenhausen ist bis in die letzte Haarspitze motiviert und noch einmal wird er sich nicht so leicht ins Bockshorn jagen lassen."

Vincent Craven: "Für mich sah das eben eher nach Angst bei ihm aus."

Mike Garland: "Angst sollte der Rookie vor den Konsequenzen haben, die auf ihn zukommen, nachdem er verloren hat. Die Wahloptionen hat nämlich Von Wichtenhausen ausgesucht und bei dieser Auswahl, mein guter Vince, kann ich nun wirklich keine Angst erkennen."

Vincent Craven: "Wie immer werden wir es bald erfahren, Mike. Über Angst werden wir uns bei den beiden Teams des zweiten Matches allerdings nicht streiten."

2nd Match
- A storm is coming -
???

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vs.
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(Die Matchart wird mittels Voting ermittelt.
- Referee: Yoshi Funaki; Kein Zeitlimit)

Voting - Matchart:
A) Cage Match
B) Dog Collar Match
C) Texas Death Match

Mike Garland: "Stimmt nicht, denn nachdem die beiden Teams anfänglich noch recht glimpflich miteinander umgingen - nämlich im Vorfeld der Cotatores Trophy Challenge bei Out of Ashes - eskalierte die Situation nach Ashes gänzlich."

Vincent Craven: "Ja, da es weder den Partners in Crime noch Happy Hour gelang die begehrten Titel an sich zu reißen. Dafür sprachen sie gegenseitig allerdings eine Challenge aus, die sich dann bis zum heutigen Tag hinzog."

Mike Garland: "Das ist nur die halbe Wahrheit, Vince. Nachdem Azrael Rage und Kevin Sharpe die PCWA verließen, bildeten Happy Hour und Tony Graves das neue Triumvirat. Eine grandiose Entscheidung, die mit einem Sieg über die Mad Godds gekrönt wurde. Und da war sie wieder: die Angst im Gegenlager! Sodass von Cardigan und Stone panische Lippenbekenntnisse gegenüber Shadow und den Mad Godds geäußert wurden."

Vincent Craven: "Das ist doch hahnebüschen, Mike. Tatsächlich könnte es sein, dass Sharpe oder sonst jemand das neue Triumvirat unterstützt. Für diesen Fall ist die genannte Absprache. Um Happy Hour hatten sich die Partners doch schon gleich nach ihrem unfairen Sieg gekümmert."

Mike Garland: "Und für diese schändliche Hinterrücksattacke an zwei geschafften Kämpfern werden sie heute die nötige Quittung erhalten! Denn seit einer halben Ewigkeit wurde Happy Hour nicht mehr in 2:2 Matches besiegt! Und die jeweiligen Matcharten dürften ihnen auch in die Karten spielen..."

Vincent Craven: "Ersteres mag stimmen, allerdings erinnere ich auch an etwas, das du nicht hören möchtest, Mike: Ungereimtheiten im Team! Die letzte Vendetta war dahingehend aufschlussreich - und dort gab es am Ende einen Sieg für die Opposition in Form von Shadow."

3rd Match
- Three Men Turmoil -
I quit Match
Cryption Crown
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vs.
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vs.
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(Die Matchart wird mittels Voting ermittelt.
-Referee: Sven Nitzschke; Kein Zeitlimit)

Voting - Matchart:
A) Elimination Rules
B) Triple Threat Rules (First Fall wins)

Mike Garland: "Happy Hour ist halt zusammen besser. Dafür schicken sie heute aber ihren Busenfreund Tony Graves ins Rennen, der nach der Niederlage bei Ashes endlich einen Titel in der PCWA erringen will."

Vincent Craven: "Graves landete dabei seinen bedeutensten Treffer, als er in einem Match gegen Mad Dog Shadow so reizen konnte, dass er schließlich den DQ Sieg davon trug. Das wird heute allerdings nicht reichen, denn der Schatten hatte sich die "I Quit Regel" für seine Crown-Regentschaft ausgesucht."

Mike Garland: "Und außerdem ist noch Jimmy Maxxx mit von der Partie. Ihn und den Schatten verbindet eine ewige Feindschaft, die bis Out of Ashes 2018 zurückreicht und auch beim Brawlin' Rumble XIII ausgefochten wurde."

Vincent Craven: "Beide Male ging der Schatten als Sieger hervor - heute die Chance für Jimmy das Blatt zu wenden. Allerdings sehe ich den Träger der Krone vorne, denn bisher hat Shadow bei den Titelverteidigungen nichts anbrennen lassen. Maxxx ist zwar tatsächlich im Aufwind. Das hat man spätestens gegen MD gesehen. Aber ich denke, dass es heute noch nicht reicht."

Mike Garland: "Das hatte man damals auch gegen Marc Poe vermutet und schwupps war Maxxx neuer Cryption Crown. Tony Graves sollte man hier allerdings auch nicht abschreiben - du hast den genialen Coup bei Vendetta 144 ja erwähnt."

Vincent Craven: "Stimmt, aber erstens bräuchte es heute wohl ein Äquivalent und damit auch eine Menge Glück für ihn, bzw. Pech für die anderen. Und zweitens ist Graves nach dieser Aktion kaum mehr in Erscheinung getreten."

Mike Garland: "Nunja... Wenn es danach ginge, hätten die Herausforderer in unserem Co Main Event ja überhaupt keine Chance!"

Co Main Event
- Mystery Opponents -
Regular Tag-Team Match
PCWA Cotatores Trophy
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vs.
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(Der erste Fall entscheidet über den Sieg. Als Fall zählen Three Count, Submission, Disqualifikation sowie Count-Out.
- Referee: Charlie Swanson, Kein Zeitlimit)

Voting - Konsequenz für Verlierer/Sieger:
A) Verliert Carnageddon bekommen sie kein Instant Rematch
B) Gewinnt Carnageddon muss die Cota bis zum nächsten PPV nicht verteidigt werden

Vincent Craven: "Wohl wahr, denn Jona Vark hat den unangefochtenen Champions für heute ein noch unbekanntes Tag-Team als Herausforderer aufgestellt. Und da lässt sich natürlich munter spekulieren, wen Jona heute aus dem Hut zaubern wird."

Mike Garland: "Irgendein bekanntes Team aus der Vergangenheit wird es wohl sein, ansonsten würde Jona Vark sicherlich nicht diese Geheimhaltung an den Tag legen. Da fallen mir natürlich direkt Corporate Identity ein, Valkos Heritage & Keevan. Vielleicht auch einer von beiden mit Elroy Schmidtke - schließlich sorgt dieser auch in der mit uns kooperierenden XAW für Furore."

Vincent Craven: "Vor allem Schmidtke wäre ein Anhaltspunkt. Allerdings könnte auch Le Boy Toy nochmal aus ihrem Wandschrank springen. Oder es gibt ein Comeback von Marc Poe an der Seite von Dante Rodriguez als Fearless 'n Lawless. Zu Beginn von Lees Karriere in der PCWA gab es da ja die Auseinandersetzung mit dem Mexikaner. Womöglich bekommt Dante heute die spätze Rache, wenn er und Poe sich wieder zusammen gerauft haben?!"

Mike Garland: "Du meinst kontrafaktisch zur aktuellen Situation bei den Cotatores selbst?"

Vince zieht etwas Luft ein und gibt diesem Umstand somit mehr Gewicht.

Vincent Craven: "Ja... Es ist definitiv nicht der schlechteste Zeitpunkt für ein Titelmatch, für wen auch immer."

Mike Garland: "Tatsächlich kann man sich bei den Bildern aus der Pre Show ja nur einen Face Palm geben. Hätte Wilson nicht immer dagegen agiert, wären sie noch eine Einheit und könnten sich heute auch als solche präsentieren. Aber der Typ war ja schon immer ein Bremsklotz an Laras Bein."

Vincent Craven: "Absoluter Unsinn. Lara wollte plötzlich einen auf Egotrip machen, da sie glaubte alles in der Cotatores Division erreicht zu haben. Vielleicht hätte man der Guten mal erklären sollen, dass es schwerer ist Titel und Status zu halten als sie zu gewinnen..."

Mike Garland: "Deshalb will sie mit dem Alten brechen, Vince. Genau deshalb. Etwas, woran sich die Mad Godds längst hätten ein Beispiel nehmen sollen."

Main Event
- Friends will be Friends? -
Regular Singles Match
Undisputed Gerasy Title
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vs.
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(Der erste Fall entscheidet über den Sieg. Als Fall zählen Three Count, Submission, Disqualifikation sowie Count-Out.
Der Ringrichter wird per Voting ermittelt, Kein Zeitlimit)

Voting - Special Guest Referee:
A) Yai
B) Miss DeWynters
C) Sarah Duriel

Vincent Craven: "Gut, dass die beiden es nicht getan haben und uns hier ein vollkommen fairer Main Event zweier wahrer Sportsmänner erwartet. Noch mehr... Zweier Freunde, die heute Abend ausmachen, wer der Bessere von ihnen ist."

Mike Garland: "So weit der Postillon... Jetzt die wahren Fakten: James Godd verpasst seinem angeblichen Freund einen Godd damn und lässt ihn gegen Happy Hour im Stich. Mad Dog zieht ihm den Gürtel von der Schulter, flieht sonst vor einem Duell und projiziert seinen Hass auf Jimmy Maxxx, Kevin Sharpe oder andere... Yeah... Das ist die Wahrheit, liebe Freunde der Blasmusik!"

Vincent Craven: "Ich habe nicht behauptet, dass es auf dem Weg zum heutigen Tag keine Ungereimheiten oder problematische Situationen gab. Allerdings haben diese nicht zu einem Auseinanderbrechen der Mad Godds geführt, wie es in der Vergangenheit der Fall war."

Mike Garland: "Vielleicht braucht es lediglich noch den bekannten Tropfen auf den heißen Stein! Und dahingehend hat uns Jona Vark mit den drei Optionen bei den Special Referees ja ein wirklich tolles Geschenk gemacht."

Vincent Craven: "Für meinen Geschmack tatsächlich nicht die allerbeste Entscheidung unserer Chefin, aber sei's drum. Sie wird sich etwas dabei gedacht haben - und was Sarah und Yai angeht, so dürften die beiden Damen doch auf einer Wellenlänge mit ihren Lieben stehen."

Mike Garland: "Bei Yai und dem Hund kann man Liebe ja durchaus in Frage stellen, denn sie leben seit viereinhalb Jahren nicht mehr zusammen... Auf der anderen Seite könnte sie sich auch erkenntlich zeigen, dass MD für den Fortgang ihrer Schutzgelderpresser sorgte."

Vincent Craven: "Kann ich mir dennoch nicht wirklich vorstellen... Am ehesten traue ich Miss DeWynters hier zu, ein falsches Spiel zu spielen."

Mike Garland: "Damit würde sie Mad Dog vermutlich endlich wieder in die richtige Richtung bringen... Aber auch Duriel hat ihre schmutzige Vergangenheit! Und diese stünde James Godd ebenso ganz gut zu Gesicht. Wenn die Frauen das Beste für ihre Männer wollen, dann sollten sie also handeln!"

Vincent Craven: "Eben nicht, Mike! Das beste für die PCWA wäre ein klares Ergebnis und ein waschechter Fight. Wir haben in den letzten Jahren oft genug Titelklau, dunkle Machenschaften und zerbrechende Freundschaften miterlebt. Mir reicht es."

Mike Garland: "Dann geh doch!"

Vincent Craven: "Ach, Mike. Du bist und bleibst..."


------------------ PCWA ------------------

Die Halle wird dunkel und damit wird Vincent Craven unterbrochen. Während Magnesiumfackeln auf der Stage gezündet werden, verbreitet sich kurz später ihr Rauch. Sirenen sind zu hören, während Maldicao im Fackellicht die Rampe betritt. Er bleibt für einige Momente zwischen den Fackeln, hebt dann die Faust hoch über den Kopf und schlägt mit ihr auf den Boden. Zeitgleich setzt sein Theme ein, die Erschütterung der Faust geht in die Gitarren von Disturbed über.

Maldicao sucht die Blicke des Publikums auf dem Weg zum Ring, er erntet zustimmenden Jubel. Seine Maske hängt an einem Riemen seiner Weste. Er betritt den Ring in Ruhe und zieht ein Mikro aus dem Gürtel.

Maldicao: "Ich habe diesen Ring mit einer Nachricht betreten und auf den Matten daneben habe ich sie überbracht. Man kann vor Vielem fliehen, aber nicht vor dem Zorn des Volkes."

Er hat bereits einige Fans im Publikum, ein Fan in der ersten Reihe ruft laut nach der nächsten Bestrafung. Maldicao blickt ihm fest entgegen, wirkt dabei aber nicht zufrieden.

Maldicao: "Ich wollte seinen Körper zerschmettern und sein Ego brechen, aber scheinbar war ich zu erfolgreich und habe seinen Verstand erwischt."

Er macht wieder eine kurze Pause, in der er sich umsieht. Sein Blick wandert die Ringabsperrung entlang.

Maldicao: "Und damit die Fassade zerbrochen, die versucht hat das Ego von Jan Rupert von Wichtenhausen in eine kultivierte Hülle zu stecken. Das ist es, was mit Menschen geschieht, die an Niederlagen zerbrechen, mit Menschen, die nicht an ihren Versprechen festhalten, wenn sie mit Problemen konfrontiert werden, und die ihre Überzeugung verraten, wenn sie unbequem werden."

Er ballt die Faust, seine Abneigung ist ihm anzusehen. Wieder blickt er zur Absperrung. 

Maldicao: "Heute bin ich nicht hier, um dich erneut zu bestrafen, Jan-Rupert. Heute habe ich vor dir vorzuleben, wovon ich spreche. Heute zeige ich dir, was es heißt zu seinem Wort zu stehen und mit den Konsequenzen zu leben."

Er geht zu den Seilen, verlässt den Ring und geht auf die Absperrung zu. Sofort nutzen Fans die Möglichkeit zu einem Foto in Nahaufnahme.

Maldicao: "Auf diesen Matten habe ich gezeigt, was der Friedensbringer erreichen kann und an dieser Absperrung.."

Er klopft dabei mit der Hand an die Ansperrung.

Maldicao: "..werde ich den Caveirão demonstrieren. Ich werde Jan Rupert von Wichtenhausen im Ring zu Boden werfen, ich werde ihn rauswerfen und an die Absperrung zerren. Und erst wenn ich ihn durch diese Absperrung befördert habe, werde ich versuchen den Kampf zu beenden. Davor wird es kein Cover geben und der Referee muss sich nicht die Mühe machen Jan Rupert zu fragen, ob er aufgibt. Ich werde zu diesem Wort stehen, auch wenn es meine Niederlage bedeutet. Jeder von uns fällt irgendwann und ich besitze die Stärke wieder aufzustehen, um daran zu wachsen. Wie wirst du enden, Jan Rupert? Stehst du auf und findest wieder zurück zu der Fassade, die du uns zeigst, oder wirst du die verwöhnte Grimasse bleiben, die nicht in der Lage ist Verantwortung zu tragen?"

Damit steckt er das Mikrofon wieder weg und posiert noch für die Fans.


Vincent Craven: "Maldicao macht Druck auf Von Wichtenhausen. Das Aufeinandertreffen am Nachmittag hat ihm nicht gereicht. Jetzt rührt er nochmal Pfeffer in die Begegnung."

Mike Garland: "Und demonstriert nichts anderes als seine Unerfahrenheit und Naivität. Wieso verrät er seinen Plan? Das ist so überheblich, dass es schon wieder dumm ist."

Vincent Craven: "Er will ihm eben beweisen, dass man zu seinem Wort stehen kann, anstatt nur hohle Phrasen zu stammeln und sich als großer Mann aufzuspielen."

Mike Garland: "Lächerlich. Spricht von Fassade und lässt zwei Fackeln bei seinem Einzug anzünden... Wenn er sowas sagt, dann soll er selbst auch ohne Zinnober auskommen."

Vincent Craven: "Komm schon, Mike. Du weißt genau wie ich, dass psychologische Kriegsführung ebenso wie Darstellung der eigenen Person dazu gehören. Und ihm ging es ja auch um Wahrhaftigkeit einer Person - nämlich Wichtenhausen -, nicht um die Reinheit des Kampfes."

Mike Garland: "Ja, darum ginge es ihm aber mal besser. Denn mir geht es darum. Gehört habe ich genug, lass uns zu etwas Vergnüglicherem kommen."

Vincent Craven: "Oh, dieser Wunsch scheint sich gerade zu erfülllen, Mike."


------------------ PCWA ------------------

Der Vergnügungspark der PCWA.

Wait... die PCWA hat einen Vergnügungspark? Selbstverständlich hat die PCWA einen Vergnügungspark! Und nicht nur das... eine Jugendherberge, ein Einkauszentrum, einen Campingplatz und natürlich das allseits bekannte Labibs Hotel. Im Endeffekt ist das Gelände der Wrestling Organisation von Jona Vark ein autarkes Ökosystem.

Das alles kümmert Barry Wilson aktuell nicht, der gerade an einem Stand steht und ziemlich lustlos Bälle auf Dosen wirft.

"Ich will nicht unhöflich sein, aber... selbst meine Enkel werfen besser als Sie."

Stem blinzelt kurz und mustert dann den Budeninhaber, einen stämmigen Mittsechziger.

"Sie haben jetzt schon 20 Euro ausgegeben aber werfen... mit Verlaub... nur Fahrkarten."

Wilson seufzt.

Stem: "Kennen Sie das, Mister? Wenn ihr Gehirn einfach nur ständig am Rotieren ist und Sie keinen klaren Gedanken fassen können?"

Der Mann mit der Halbglatze und dem ergrauten Bart nickt.

"Nun... ich würde sagen - es gibt zwei Möglichkeiten. Entweder es geht um den Job... oder um eine Frau."

Barry wirft erneut einen Ball in Richtung der Dosen, räumt aber tatsächlich nur eine Einzige ab.

Stem: "An sich ist es eine Kombination aus beidem. Ich weiß einfach nicht, was ich noch tun soll. Ich habe alles versucht... aber sie ist so way over her head, dass sie in meinen Augen einfach nicht fokussiert ist."

Bevor der Budeninhaber etwas sagen kann, zischt ein Ball an Barry's Ohr vorbei und räumt mit lautem Scheppern den Stapel Dosen ab. Stem wirbelt herum.

"Du wirfst echt wie ein Mädchen. Und als ICH ein Mädchen war, habe ich immer noch besser geworfen."

Breit grinsend kommt die großgewachsene Kanadierin, die wieder brünette Haare und ein Punisher-T-Shirt, Jeans und knallrote Jamal-Kicks trägt, heran und mustert die Bude.

Der Budeninhaber räuspert sich.

"Ähm... ich mache dann mal Pause."

Beinahe im selben Atemzug werden die Rolladen der Bude herunter gelassen. Es ist offensichtlich, dass der Angestellte sich hier nicht einmischen will. Und so stehen sich Carnageddon gegenüber. Das Ganze wirkt wie die berühmte Wilder-Westen-Filmszene, wo sich nur zwei Gegner in einer komplett leeren Westernstadt gegenüberstehen. Fehlt nur noch, dass eine Steppenhexe durch die Gegend rollt.

Schweigen.

Für gefühlte Minuten.

Doch dann macht die Amazone einen Schritt nach vorne.

Lara: "Also... wollen wir die Cotatores verteidigen oder nicht... "

Sie presst die Lippen zusammen.

Lara: "Stemmie?"

Der große Mann presst ebenfalls die Lippen zusammen. Für noch weitere Sekunden stehen die Beiden einfach nur so da, doch dann rasseln die ausgestreckten Fäuste gegeneinander. Dann schickt sich Wilson an, den Park zu verlassen.

Stem: "Na komm... halten wir Kriegsrat."

Ein verschlagenes Lächeln beim Muscle Chick und Carnageddon verlassen gemeinsam den Park. Doch die Kamera fängt noch ein paar Wortfetzen auf.

Stem: "Wurde auch Zeit, dass du vernünftig wirst."

Lara: "Du wirfst trotzdem wie ein dickes, verwöhntes Mädchen aus meiner früheren Schulklasse."

Stem: "Blöde Kuh!"

Lara: "Riesenbaby!"

Stem: "Du... du... Pinfall Diebin!"

Lara: "Du... du... Singlesmatch Versager!"

Stem: "Hey! Das ist nicht fair!"

Lara: "Ooooh... kann Stemmie sich nicht mehr wehren?"

Sie macht eine weinende Geste. Wilson knufft ihr in den Arm.

Stem: "Halt die Klappe!"

Die Amazone klatscht Barry heftig auf den Hintern.

Lara: "Immerhin hast du Arsch in der Hose. Das muss man dir lassen."

Stem: "HEY! Lass das!"

Lara: "Was? Es geht nichts über einen knackigen Männerhintern!"

Stem: "Du sollst das lassen... ich mag das nicht... "

Das Muscle Chick lacht laut auf und klatscht ihrem Partner nochmals auf den Hintern.

Lara: "Sind die Ärsche in Roanoke alle so prall? Vielleicht sollte ich mal mit Juliette auf einen flotten Dreier dort hin."

Stem: "LARA!"

Und so verschwinden Carnageddon langsam aus dem Bild... immer noch fluchend wie die Rohrspatzen. Doch es ist ein Bild von Einigkeit, was wir von den beiden lange nicht gesehen haben.


Mike Garland: "What the hell?! Äh... Woher jetzt?!?"

Vincent Craven: "So ganz aus den Augen verloren haben sie sich dann scheinbar doch nicht..."

Mike Garland: "Bitte?! In der Pre Show haben sie doch noch von Trennung gesprochen? Und jetzt wieder dieser Friede, Freude, Eierkuchen Mist? Kannst du mich bitte mal kneifen?!"

Vincent Craven: "Mike, du musst bei Menschen eben auch immer zwischen den Zeilen lesen. Die unterbewussten Signale, Körpersprache, Mimik und Gestik. Auch die Stimmfarbe verrät viel darüber, wes Geistes Kind sie sind. Nicht nur die nackten Worte..."

Mike Garland: "Schon wieder die Apotheken Umschau auswendig gelernt, Vince?! Dieses On-Off-Geschisse kann man doch echt nicht mehr ernst nehmen. Ich wette die Mystery Opponents sitzen irgendwo und lachen sich ins Fäustschen... Aber wie ich die PCWA mittlerweile kenne, wahrscheinlich auch noch so Honigkuchenpferde wie Le Boy Toy. Umpf."

Vincent Craven: "Wenn's nach dir ginge, würdest du die beiden im kommenden Video lieber als Contender sehen, ich weiß... aber ihnen steht heute eine andere Aufgabe ins Haus!"


------------------ PCWA ------------------

 

Das Bild zeigt uns das knallbunte, bereits aus zahlreichen Happy Hour Videos bekannte Happy House in Los Angeles. Die Sonne strahlt, die Vögel zwitschern und generell wirkt alles friedlich. Es folgt eine Überblende ins Innere des Hauses. Genauer gesagt in einen Raum voller Spielzeuge. Auf den Regalen stehen zahlreiche Action Figuren, welche man aus diversen Marvel und DC Comics kennt. So fängt die Kamera unter anderem Superman, Batman, Deadpool oder auch Thanos ein. Die Wände sind ebenfalls zugekleistert mit Filmplakaten, unter anderem von "Zurück in die Zukunft" oder auch "Krieg der Sterne". Mittendrin im Raum stehen zwei Gestalten, auf deren Häuptern Narrenkappen sitzen. Die Gesichter sind durch typische venedische Karnevalsmasken mit den ihnen eigenen langen Nasen verdeckt. Die Masken sind knallbunt und hinter diesen Masken verbergen sich selbstverständlich die beiden Retter des GLAUBENS, die Ziehsöhne des Rage, kurz gesagt Team Happy Hour. Beide winken sie in die Kamera und lauter Kinderjubel schallt durch den Raum.

Gordon Banes: "Helau und Alaaf liebe Fastelovendsfründe!"

Brandon Cornwallace: "Ja, freuet euch mit uns, denn die närrichste Zeit des Jahres ist angebrochen!"

Zum erneuten Male hallt lauter Kinderjubel durch den Raum und die beiden Narren im Bild hüpfen freudig auf und ab. 

Gordon Banes: "Wir sind Team Happy Hour und begrüßen euch zu einer weiteren wunderbaren Ausgabe unseres Happy Fun House!"

Brandon Cornwallace: "Und weil diese närrische Zeit so wundervoll ist, wollen wir uns heute auch thematisch ganz darauf einlassen."

Beide nicken sie und deuten auf ihre Narrenkappe und die Karnevalsmaske. Ein beeindrucktes Raunen geht durch den Raum. 

Gordon Banes: "Eigentlich wollten wir ja nach Köln, Düsseldorf oder eine dieser anderen Karnevalshochburgen fahren und mit unserem Happymobil an einem der Umzüge teilnehmen, aber nachdem wir darüber sinniert haben, fanden wir es dann doch unfair nur ein paar Menschen an unserem Fest teilhaben zu lassen. Daher haben wir uns für diese Ausgabe entschieden, die sich nun wirklich JEDER von euch ansehen kann!"

Brandon Cornwallace: "Ganz genau Dudes, wir haben nämlich JEDEN Fan absolut gleich gern!"

Gordon Banes: "Wen wir hingegen nicht gern haben, sind die Partners in Crime, Trent Cardigan und Matt Stone!"

Brandon Cornwallace: "Die sind nämlich total gemein und ärgern uns immer!"

Laute "Buh"'s schallen duch den Raum und hinter ihren Narrenmasken grinsen die beiden Happys bis über beide Backen.

Gordon Banes: "Beim PPV werden wir uns jedoch für all diese fiesen Dinge, welche Cardigan und Stone getan haben, rächen und sie in ihre Schranken verweisen. Wir können Bullies nämlich nicht leiden!"

Brandon Cornwallace: "Nee, das können wir echt gar nicht. Doch die Zeiten, in denen wir uns herumschubsen haben lassen, sind schon lange vorbei und beim PPV werden Stone und Cardigan das aus erster Hand erfahren, wenn wir sie durch den Ring scheuchen werden!"

Gordon Banes: "Und wenn wir die Zwei erst einmal besiegt haben, steht auch schon die nächste Herausforderung auf dem Programm. Dann werden wir uns nämlich wieder unserem eigentlichen Ziel widmen, den Cotatores Titles, welche uns damals geraubt wurden. Jona Vark versucht zwar alles, um uns von diesen Gürteln fernzuhalten, da sie aus uns unerfindlichen Gründen eine Abneigung gegen uns entwickelt hat, jedoch kann auch sie nichts gegen das Schicksal unternehmen!"

Brandon Cornwallace: "Weil Schicksal, müsst ihr wissen, liebe Freunde, ist eine größere Macht, die sich nicht aufhalten lässt, ganz gleich was man tut. Und so werden wir auch schon bald wieder eure Cotatores Champions dieser Welt sein!"

Und wieder einmal folgt lauter Kinderjubel gepaart mit lautem Applaus. Mit den Händen versuchen die beiden Happys zu signalisieren, dass man die Euphorie etwas bremsen soll, doch der Jubel geht unentwegt weiter. Als es schließlich doch endlich wieder ein klein wenig ruhiger wird, fährt Banes fort.

Gordon Banes: "Danke, danke. Wir wissen das sehr zu schätzen und deshalb haben wir auch eine besondere Überraschung für euch mitgebracht."

Beide nicken sie fröhlich mit ihren Happy-Heads, während abermals Applaus aufbrandet.

Brandon Cornwallace: "Und zwar wird es heute ganz exklusiv für euch, die allererste offizielle Happy Büttenrede geben!"

Wieder einmal füllt sich der Raum mit lautem Jubel und die beiden Narren hüpfen abermals aufgeregt auf und ab. Schließlich schwenkt die Kamera zu einem festlich dekorierten Pult, welches voller Girlanden und Konfettis ist und an welchem ein Mikro angebracht ist. Beide Happys hüpfen genau dorthin, wobei es Banes ist, der sich genau hinter dem Rednerpult platziert. Kurz räuspert der Brite sich und dann geht es auch schon los mit der Happy Bütenrede.

Gordon Banes: "Ob nun in Berlin oder im Rest vom ganzen Land,

Team Happy Hour bringt euch alle um den Verstand!

Sie sind so glorreich und so schön,

sie nicht zu lieben, das ist obszön!"

Lautes Lachen wird eingespielt und Banes macht den Platz für seinen Partner frei. Offensichtlich haben sich die beiden die Parts für diese Rede untereinander aufgeteilt. Cornwallace winkt noch einmal in die Kameras und dann legt auch er los.

Brandon Cornwallace: "Beim PPV, da werden sie siegen,

und ihren Gegnern die Körper verbiegen!

Da gibt es den Tempest und den Herrn Stein,

ja diese beiden waren zu uns stets gemein!"

Laute "Pfui" Rufe aus Kindermündern werden eingespielt, während die beiden Happys einmal mehr die Plätze miteinander tauschen.

Gordon Banes: "Und wer zu uns gemein ist, der kriegt kein Geschenk,

nein, demjenigen brechen wir höchstens das Gelenk!

Ihr Zwei, ihr habt zwar eure kleine Freundin, die Windy,

doch wir lernten von des Teufels Tochter Miss Cindy!"

Lauter Jubel und beeindruckte "Wow" Rufe werden diesmal eingespielt, was von den beiden Happy Protagonisten einmal mehr genutzt wird, um die Plätze zu tauschen.

Brandon Cornwallace: "Ob nun im Käfig, in Texas oder als Hunde,

wir bezwingen euch einfach in jeder Runde!

Drum gebt lieber auf und bekämpft uns nicht,

Team Happy Hour - schneller als das Licht!"

Ein lautes "Miauz genau!" wird eingespielt und lautes Kinderlachen folgt. Banes drückt auf dem Pult auf einen Knopf und mit einem Knall werden aus einer Konfettikanone lauter bunte Papierschnipsel in die Luft geschleudert! Drei laute Tuschs werden eingespielt und markieren offiziel das Ende der Happy Rede. Beide entfernen sich nun wieder vom Pult und blicken ernst in die Kameras ... zumindest so ernst, wie man eben mit einer Narrenkappe und einer venedischen Karnevalsmaske aussehen kann! Banes räuspert sich abermals und spricht dann wieder.

Gordon Banes: "Ich hoffe euch allen hat unsere kleine Rede gefallen, und falls nicht, dann müsst ihr noch ein wenig an eurem GLAUBEN arbeiten!"

Er hebt beide Arme seitlich ab und zuckt mit den Schultern. 

Gordon Banes: "Bevor wir uns nun jedoch wieder von euch verabschieden, wollten wir unseren Gegnern noch einmal genau zeigen, was sie beim PPV erwarten wird. Deshalb haben wir sie für den heutigen Tag eingeladen."

Lauter Jubel wird eingespielt und die Kameras schwenken auf die Tür, welche nun geöffnet wird und durch die zwei völlig in schwarz gekleidete Männer treten, welche in ihren Händen aufblasbare Puppen halten, deren Aussehen eindeutig den Partners in Crime nachempfunden wurde. Die Schwarzgekleideten Puppenspieler bewegen die Puppen so, dass sie herausfordernd auf die beiden Happys zeigen. Laute "Oh"'s werden eingespielt und die beiden Happys machen sich kampfbereit. Sie gehen in Position und die Narrenkappen werden vom Kopf gerissen und weggeschmissen! Mit weiteren Handgriffen geht es nun an die Karnevalsmaske, die ebenfalls entfernt werden und den Anblick auf die Terror Facepaints der beiden Happys ermöglichen. Beide legen kurz die Köpfe zur Seite und stürzen sich nun auf die Puppen, welche mit Schlägen und Tritten bearbeitet werden. Schließlich landen beide Puppen in einem Headlock. Banes grinst diabolisch.

Gordon Banes: "Beim PPV wird es euch genau so ergehen, Cardigan ... Stone. Wir werden euch den Wind aus den Segeln nehmen und euch die Luft zum Atmen nehmen!"

Beide drücken sie synchron zu und die Köpfe der aufblasbaren Puppen platzen mit einem lauten Knall, wodurch jegliche Luft aus den Puppen entfleucht und diese zusammenschrumpfen und achtlos fallen gelassen werden! Beide Happys blicken mit boshaften Fratzen in die Kamera und lachen laut auf. Das fiktive Kinderpublikum schließt sich an und mit diesen Bildern wird einmal mehr zum Intro und Outrovideo übergeblendet.

 


Vincent Craven: "Tätä, Tätä, Tätääää..."

Mike Garland: "Och, hab dich nicht so, Vince. Bist du etwa kein Karnevals-Jeck? Kann ich mir gar nicht vorstellen, Vince, denn du hast doch in deiner Anzugtasche stets einen Beutel Konfetti!?"

Vincent Craven: "Ja, vor allem um dir das Mundwerk zu stopfen, Mike..."

Mike Garland: "Das werden die Happy Guys heute schon mit Cardigan und Stone tun, da musst du dich nicht abmühen, Vince."

Vincent Craven: "Komm, jetzt mal wieder Spaß beiseite! Happy Hour scheint auf ihre Art bereit für das zweite Match und rücken außerdem das Langzeit-Ziel Cotatores wieder in den Fokus."

Mike Garland: "Genau. Von wegen Disharmonie im Team... das sah mir doch sehr gemeinschaftlich und uniform aus."

Vincent Craven: "Was Heiterkeit und Maskerade doch so verschleiern können, was? Ich glaube, da schwelt immer noch ein Konflikt zwischen den beiden."

Mike Garland: "Dann solltest du die kommende Werbung mal nutzen, deine Meinung statt auf Vermutungen auf den klaren Fakten dieses Videos zu bauen."


------------------ PCWA ------------------

Imperial Impact. 20:35 Uhr.

Masao Kai Ito steht zum ersten Mal seit fast zwei Jahren auf dem Phoenix Center. Das letzte Mal ist er als Zuschauer hier gewesen. Heute ist er hier, um einen Vertrag zu unterschreiben. Seinen Zweifeln zum Trotz hat ein Assistent der PCWA Vorsitzenden Jona Vark ihn am Tor abgeholt. Der tatsächliche Termin liegt noch eine Weile in der Zukunft, aber eine Tour wurde ihm auf eine Weise angeboten, die er aus Höflichkeit nicht ablehnen wollte. Er wollte Probleme vermeiden, solange es ging, da er befürchtete sowieso nicht den besten Stand zu haben. Sie hatten jedoch begonnen, noch bevor er das PCWA-Gelände betreten hatte.

Es lag in seiner Natur überpünktlich zu sein. Den vereinbarten Treffpunkt vor einem der vielen Eingänge auf das PCWA-Gelände hatte er schnell gefunden. Von da an musste er nur noch auf den PCWA-Mitarbeiter warten. Als dieser jedoch nicht pünktlich war, begann er zu befürchten, dass er sich versehen haben könnte. Vielleicht trafen sie sich doch drinnen? Es fiel ihm schwer, aber ignorierte die entsprechenden Hinweis und griff zur Türklinke, die ihn zum "Mitarbeiter only"-Bereich führen würde. Noch bevor er die Klinke komplett nach unten gedrückt hatte, wurde er zu Boden gerissen. Im Fallen sah er noch die Überwachungskamera, die ihn die ganze Zeit über beobachtet haben musste. Gleichzeitig begann er sich zu verteidigen. Er konnte auch von seinem Rücken aus gefährlich sein. Der Security Mitarbeiter, der aus dem Nichts gekommen war, war professionell, aber jung. Also stark, aber nicht erfahren. Masao wollte die Rauferei gerade mit einem effektiven Konter eindeutig für sich entscheiden, als die Ankunft des PCWA-Mitarbeiters die Lage entschärfte. Er hatte die nötigen Ausweise, um diesen Mitarbeiter-Eingang zu nutzen und der Security-Mitarbeiter versprach eine Aktennotiz bezüglich dieses Vorgangs zu machen. Nach einem kurzen Hin und Her bekam Masao ebenfalls die Erlaubnis das Gelände zu betreten.

Nun gehen Masao und sein Begleiter an einem Gitter entlang, das den „Mitarbeiter only“-Bereich von dem Fan-Bereich abtrennt. Die PCWA-Fans hatten auf dem Gelände viel Freiraum, aber irgendwo musste es Grenzen geben.

„Ich bitte Sie nochmal um Entschuldigung wegen des… Geplänkels mit den Sicherheitskräften, MASAO. Ich weiß nicht, was er sich gedacht hat. Auch wenn Sie fünfzehn Minuten zu früh sind. Das war definitiv unnötig in dieser Härte.“

Masao findet es merkwürdig, dass der Mann ihn bei seinem Vornamen anspricht und gleichzeitig siezt. Der Weg über das Phoenix Center ist für ihn nicht weniger merkwürdig. Vermutlich, weil er einen der abgesperrten Bereiche nutzt, den der einfache Fan niemals betreten darf. Als er früher hier war, auf Seite der Fans, kam ihm alles viel natürlicher vor. Der Freizeit Park war seiner Meinung nach zwar schon immer zu viel gewesen, aber irgendetwas an diesem abgesperrten Bereich engt ihn trotz seiner respektablen Größe ein. Die Fans sind es nicht. Die wenigen, die gerade hier draußen stehen und die Show nicht live schauen können, beobachteten ihn zwar durch die Gitter, lassen ihn aber größtenteils in Ruhe. Die meisten PCWA-Fans kennen ihn kaum oder gar nicht, schätzt er. Sein erster "Tiger Mask II"-Lauf, mit dem er sein damaliges Try Out verdient hatte, ist auch schon eine ganze Weile her. Sei es drum. In der PCWA würde er die Maske sowieso nicht tragen. Hier ist er einfach nur er selbst. Masao Kai Ito. Zukünftiger PCWA Champion.

„Sie müssen wissen, wir hatten früher einen aktiven Wrestler als Sicherheitschef. Blake Milton. Gabriel Lucifer hat ihm die Aufgabe übertragen und es ist wie eigentlich zu erwarten mitunter ziemlich ausgeartet. Aber eben im Großen und Ganzen auch erfolgreich. Es wurden damals einige Prozesse eingeführt, die wir noch immer anwenden. Viele davon waren Herr Miltons Ideen. Und so… speziell er sein konnte, war er aber auch recht pedantisch, was Regeln und Buchführung anging. Ich denke, deshalb standen sie noch auf irgendeiner Liste von damals. Das müssen wir mal prüfen lassen. Die erfahreneren Securities wissen, wie man Fingerspitzengefühl anwendet, der Kollege eben war neu und wohl etwas… übereifrig.“

Masao klopft sich den letzten Rest Staub von seiner Jacke.

„Verstehe.“

„Vielleicht gehen Sie mal mit einer Flasche Wein bei dem Kollegen vorbei und klären das. Sie haben ihn ja auch ganz gut erwischt und er hat ja nur seinen Job gemacht. Wenn auch etwas übereifrig.“

„Ich trinke keinen Alkohol.“

„Natürlich. Ganz der Vollprofi. Verstehen sie mich nicht falsch. Sie müssen mit dem Kollegen nicht sprechen. Das war nur eine Idee, wegen des Betriebsklimas und so. Wie haben Sie es überhaupt auf die Liste geschafft?“

Masao antwortet nicht, was dem jungen, motivierten PCWA Mitarbeiter Antwort genug ist, um schnell das Thema zu wechseln.

„Nun. Bereit für Ihre Tour, MASAO? Was möchten Sie als erstes sehen?“

„Ich… wie ist dein Name?“

„Robert.“

„Wenn ich ehrlich bin, Robert, möchte ich einfach nur meinen Vertrag unterschreiben.“

„Kann ich verstehen. Ich konnte es damals auch kaum abwarten. Mein Bruder Eric arbeitet auch hier und hat immer von seiner Arbeit geschwärmt. Ich wäre dann aber fast nicht eingestellt geworden. Frau Vark hat keine guten Erfahrungen mit Männern namens Robert, wenn sie wissen, was ich meine.“

Robert lacht sein bestes Tourguide-Lachen. Masao schweigt ihn an.

„Wegen… Barker. Robert Barker? War ein ziemliches… wissen sie was, vergessen wir’s. Die Vertragsunterzeichnung lässt sich leider nicht beschleunigen. An einem Show-Tag sind solche Termine in Stein gemeißelt, um den Ablauf nicht durcheinander zu bringen.“

Masao resigniert. Der Businessaspekt am Wrestling war schon immer der frustrierendste Teil seiner Karriere.

„Aber nicht verzagen. Ich glaube, ich habe noch ein paar interessante Punkte für Sie auf dem Plan.“

Masaos nonverbalen Unglauben weiß Robert zu kontern.

„Ihren Lockerroom zum Beispiel.“

Masao will schon widersprechen, muss dann aber gestehen, dass das eine notwendige Information ist. Und so betreten sie einige Minuten später eine Kabine im PCWA Theater. Masao ist zum ersten Mal seit Beginn seiner Tour ernsthaft interessiert. Er hatte von den Einzelumkleiden der Wrestler in der PCWA gehört, hatte aber vermutet, dass das nur den Top Stars vergönnt sein würde.

Robert: „Hier könnt ihr euch umziehen, euch vorbereiten und allgemein die Zeit bis zu euren Matches totschlagen.“

Euch. Plural. Also doch ein Gruppenumkleide. Ok, das war zu erwarten gewesen. Mit wie vielen würde er sich die Kabine wohl teilen müssen? Fünf, sechs Leute passten hier sicher rein. Er hatte schon mit mehr Wrestlern in kleineren Kabinen auskommen müssen.

Masao: „Du sagst ‚Euch‘. Wie viele passen hier denn rein?“

Robert: „Na ja, ist ‘ne Zweierkabine, ‘ne?“

Masao: „Zwei?!“

Sein Tourguide schaut ihn an, als hätte Masao einen Witz gemacht, den er nicht versteht. Aber Masao ist zu geschockt von dem Luxus, den die PCWA ihren Wrestlern bietet, um das zu bemerken. Fünfzehn Jahre Indys haben jegliche extravaganten Ansprüche aus einem sowieso schon genügsamen Mann gepresst. Manches Mal ist er froh gewesen, wenn er seine Tasche während seiner Matches wegsperren konnte und hier bekam er ein gefühltes Wohnzimmer, das er sich mit nur einem anderen Wrestler teilen musste.

Robert: „Wollen wir weiter? Ich denke, das Trainingscenter ist noch wichtig.“

Masao: „Ja!“

Jetzt ist er wirklich interessiert. Mit jeder Minute wird ihm der Luxus dieser Wrestlingfabrik bewusster und benebelt ihn mehr. Es war wie mit einem Casino. Sobald man das Gebäude betrat, verließ man die normale Realität und betrat einen Komplex in dem Zeit und Normalität ihre Bedeutung zu verlieren schienen. Das ganze Gebäude ist gigantisch, der Lockerroom ist übertrieben. Wenn sich das auch auf das Trainingscenter übertrug, dann würde das der siebte Himmel für ihn sein. Im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen, liebt Masao das Training und beginnt sofort sich auszumalen, wie es wohl aussehen könnte.

Auf dem Weg dorthin bleiben sie jedoch an einer Tür stehen, die sie nicht zum Trainingscenter führt. Soviel kann er anhand der Umgebung erahnen.

Robert: „Sorry, kurzer Umweg. Ich gehe immer gerne hier lang, wenn ich einen neuen Wrestler herumführe.“

Er öffnet die Tür und Masao folgt ihm. Es ist ein langer Gang. An den Wänden hängen gerahmte Bilder einigen der großen PCWA Momente. Das erste Bild zeigte James Godd im Moment seines Undisputed Gerasy Gewinns Ende letzten Jahres. Godd. Einer der halbwegs Guten. Direkt gegenüber sah man den Moment als James Godd den Rumble gewinnen konnte. Wenn sich das so weiterzog würde Masao irgendwo den Sieger des Brawlin Rumble V hängen sehen, der ersten PCWA-Show, die er jemals besucht hat. Keine Chance, dass er kein Bild erhalten hatte. John Smith war ein überraschender aber verdienter Sieger gewesen. Er war einer der Hauptgründe, warum er danach versucht hat ein Tryout bei der PCWA zu bekommen. Das war jetzt vor fast fünfzehn Jahren. Er war damals deutlich zu grün gewesen.

Robert: „Ich habe im Briefing gelesen, dass Sie hier sind, um ein Champion zu werden. Vielleicht kann es da nicht schaden, sich anzuschauen, wer vor euch kam.“

Masao hört ihm gar nicht richtig zu. Er geht den Gang entlang. Die einzelnen Champions der Gegenwart und näheren Vergangenheit, wie Carnageddon, Grizz Lee, S1margl, Marc Poe oder Kevin Sharpe sind ungefähr ebenso häufig auf den Bildern vertreten, wie besondere Momente der PCWA-Geschichte. Die Ankunft Elevens in der PCWA, die Schlachtung von Gabriel Lucifer, Barqas, der auf einem Bombenattrappe steht, Robert Breads, der entgegen seiner Natur gegen Dalm1 ein foreign object einsetzt, Blake Milton, der den Schlächter schlachtet.

Robert: „Ziemlich beeindruckend, nicht wahr?“

Masao steht gerade vor dem geschlachteten Robert Barker. Das Bild ist effektiv in Szene gesetzt und hatte sicher einen Rieseneffekt auf die PCWA im Allgemeinen und auf Blake Milton im Speziellen. Es ist für Masao das perfekte Beispiel dafür, warum er nach seiner anfänglichen Euphorie nie wieder versucht hat, für die PCWA anzutreten. In der PCWA schien mindestens die Hälfte des Lebens daraus zu bestehen, andere Menschen außerhalb des Ringes zu quälen. Wo John Smith ihn zu einer Bewerbung motiviert hat, hat ein Robert Barker dazu geführt, dass er ein PCWA Angebot verbrannt hat, ohne es zu lesen. Wo ein Robert Breads ihn an seiner Meinung hat zweifeln lassen, hat Blake Milton ihm Gewissheit verschafft das Richtige getan zu haben.

Masao: „Ja... Beeindruckend.“

Robert: „Haben Sie die Sieger der Cotator—“

Masao: „Ich würde lieber das Trainingscenter sehen.“

Robert hebt abwehrend die Hände.

Robert: „Schon gut, schon gut. Erst die Arbeit, dann der Erfolg. Sie sprechen übrigens richtig gutes Deutsch. Seit wann leben Sie hier?“

Masao: „Mein ganzes Leben.“

Robert öffnet den Mund. Schließt ihn. Öffnet ihn. Und schließt ihn wieder. Masao beobachtet den gestrandeten Fisch dabei, wie er zu ersticken scheint.

Robert: „Oh Gott, wie unprofessionell, so war es nicht… ich entschuldige… Wir… lassen Sie uns… gehen wir doch schnell weiter.“

Robert sieht die Beschwerde schon bei seinem Vorgesetzten eingehen. Sein Vorgesetzter, Chris, hat immer vom „Japaner“ gesprochen, wenn es um Masao ging, was sich wohl bei ihm eingeprägt hat, obwohl er wusste, dass er in Deutschland geboren wurde. Was für ein fürchterlicher Fehler. Eigentlich ist der Weg von der Champions-Gallery zum Trainingscenter gar nicht so weit und normalerweise nutzt Robert diese Strecke für ein paar zusätzliche Hinweise, doch jetzt blieb ihm das kreative bullshitten im Hals stecken. Er versichert Masao mehrfach, dass sie gleich da wären, doch Masao schweigt ihn den ganzen Weg über an. Es ist ein bewusstes Anschweigen, nicht weil man nichts zu sagen hatte, sondern gerade weil man damit etwas sagen will. Robert schämt sich und überlegt, wie er die Situation retten kann, als sie im Nebengebäude, dem PCWA Trainingscenter, ankommen und Masaos schlechte Stimmung sich in Luft aufzulösen scheint.

Masao: „Das hier ist…“

Er kann es gar nicht in Worte fassen. So sah der Traum eines jeden Profi-Wrestlers aus, der jemals eine schlechte Wrestlingschule besucht hat. Mehrere Ringe, Crash Pads, unendlich viele Trainingsgeräte. So viel Platz, so viel Auswahl, eine funktionierende Lüftung. Wie oft hatte er zu Beginn seiner Karriere die vielen Mitschüler verflucht, weil er dadurch bei einem dreistündigen Training nur 10-15 Minuten wirklich selber in den Ring durfte. Wie oft hat er tagelang Schmerzen gehabt, weil beim Training der Moves die Ringmatte irgendwann genauso gut hätte aus Stahl sein könnte. Wie oft hatte er in schlechten Fitnessstudios von Billigketten Schlange stehen müssen, um ein bestimmtes Gerät benutzen zu können. Und hier hatte er alles. Und alles sah brandneu aus.

Masao: „Wann kann ich hier trainieren?“

Nach dem unangenehmen letzten Wortwechsel, gefolgt von noch unangenehmerer Stille, ist Robert sichtlich erleichtert, dass Masao nicht länger böse zu sein scheint. Er sprudelt los, als hätte er die letzten Minuten zu viele Worte zurückhalten müssen.

Robert: „Die genauen Zeiten, inklusive etwaiger Kurse kann Ihnen unser qualifiziertes Personal an der Rezeption sagen. Sobald Sie Ihren Vertrag unterschrieben haben, bekommen Sie aber auch die Berechtigung sich einen 24/7-Schlüssel zu besorgen. Eigentlich ist es eine Chip-Karte, aber sie dient als Schlüssel, mit dem Sie jeden Tag hier reinkommen, wenn Sie es denn wollen. Aus Sicherheitsgründen immer idealerweise mindestens zu zweit, Spotting und so, aber damit sollten Sie ja keine Probleme haben.“

Masao: „Wie meinst du das?“

Robert hat Angst wieder etwas Dummes, Unsensibles gesagt zu haben und versucht deshalb ganz schnell das Thema zu wechseln.

Robert: „Äh, manchmal rede ich zu viel. Sie können auch alleine trainieren. Das wollte ich Ihnen nicht verbieten. Ich denke, sofern Sie unterschreiben, können Sie sich die Karte noch heute abholen. Ich kann Sie da schon mal vormerken, wenn sie möchten.“

Für einen Moment fehlen ihm die Worte. Er hatte von so einem Trainingscenter geträumt. Wirklich ernsthaft geträumt. Er war am Morgen danach aufgewacht und mindestens eine Stunde deprimiert gewesen, weil es nur ein Traum gewesen war. Und jetzt steht er hier. Mitten in einem wahr gewordenen Traum. Vielleicht hat die PCWA doch mehr zu bieten, als er je vermutet hat. Vielleicht hätte er doch früher den Schritt wagen müssen. War das Klima in der PCWA wirklich so wichtig, dass er auf das hier verzichten konnte? Er hielt sich sowieso von seinen Mitwrestlern fern. Das hier war Motivation genug, um seine Prinzipien zumindest anzupassen.

Robert: „Ziemlich cool, oder?“

Masao nickt. Und er meint es. Robert fällt ein Stein vom Herzen. Hinter sich hören die beiden zwei Neuankömmlinge eintreten.

„Und hier haben wir das Trainingscenter. Du wirst im ganzen Wrestling-Geschäft kein besseres finden.“

„Cool, cool.“

Masao dreht sich zu den beiden Männern um. Einer ist recht groß, blond und trägt einen maßgeschneiderten Anzug. Er wirkt wie Robert, nur professioneller. Beide haben einen klaren Office-Vibe, aber wo Robert eher einem Lakaien ähnelt, wirkt der blonde Mann, wie eine Führungskraft. Wie jemand, der Dinge bewegt und dabei nicht zurückschreckt sich Feinde zu machen. Er gehört genausowenig in ein Tainingscenter, wie der Mann neben ihm. Der ist nämlich offensichtlich direkt von einer Party hier eingewandert. Oder aus einem billigen Zirkus. Masao befürchtet allerdings, dass es ein Wrestler sein könnte, der gerade die gleiche Tour über sich ergehen lassen musste, wie er. Er hofft, dass er sich irrt. Würde es doch sonst bedeuten, dass sie im Grunde auf einer Stufe standen.

Masao: „Wer ist das?“

Robert: „Jesse Adams. Fängt heute auch an.“

Jesse Adams läuft mit einer Haltung, für die Masaos Mutter ihn noch heute verprügeln würde. Er besitzt ganz offensichtlich keinen Rasierer und hat Narben im Gesicht, die Masao sagen, dass dieser Mensch eine Tendenz hat schlechte Entscheidungen zu treffen. Er trägt Jeans und ein bekritzeltes weißes Shirt, als wäre er hier in einer Studenten-WG. Dazu eine lächerliche Krawatte um den Hals. Masao würde Geld darauf wetten, dass sie vorgebunden war und dieser Chaot vollkommen aufgeschmissen wäre, wenn er sie jemals versehentlich öffnen sollte. Wie kann man denken, dass das ein angemessenes Outfit wäre? Selbst von Fans würde er mehr erwarten, aber von einem Wrestler? Als wäre das nicht genug, verbringt er seine Tour damit Bilder oder Videos vom Trainingscenter zu machen. Masao würde seinen Wetteinsatz verdoppeln und darauf schwören, dass diese Aufnahmen für irgendeinen Social Media Mist bestimmt sind. Dort würde er von seinem geilen Training posten, obwohl er nur zwanzig Mal die Langhantel gepumpt hat, um den Bizeps für das Foto zur Geltung zu bringen. Das kann er riechen und es ist genug, um diesen Jesse Adams in Masaos Weltbild einzuordnen. Das ist kein Wrestler sondern einer dieser neumodischen Versager, die hauptberuflich Youtuber und nur nebenberuflich Wrestler sind. Sie alle sind seiner Meinung nach respektlos und…

Masao: „Peinlich.“

Er schüttelt den Kopf. Robert erwidert seinen Blick, der sich für ein twitter-reaction-gif anbieten würde. Er war froh, dass er bei der Vertragsunterzeichnung nicht dabei sein würde. Damit darf Chris sich rumschlagen, wenn er mit diesem Jesse Adams die Tour beendet hatte. Warum auch immer er unbedingt derjenige sein wollte, der MASAO offiziell betreut.

Robert: „Wissen Sie was? Lassen Sie uns doch mal zum Besprechungsraum gehen. Wir sind zwar noch etwas früh, aber vielleicht können wir ja etwas an der Uhr drehen und Ihren Vertrag über die Bühne bekommen.“ 


------------------ PCWA ------------------

Imperial Impact. 20:35 Uhr.

Gestern hatte er noch eine Unterhose an. An mehr konnte er sich nicht erinnern, als er es endlich mit einem Privatjet nach Deutschland geschafft hat. Zum Termin kommt er wie immer zu spät, trägt aber wenigstens eine Krawatte, von der er nicht weiß, woher sie kommt. Besser als nichts, denn das Kofferpacken hatte er ja vergessen. Nur seinen Rucksack, einen Kater und das wasserfeste Andenken auf seiner Stirn hat er dabei.

„Da steht eine Nummer“, informiert ihn ein großer, blonder Mann im Anzug, indem er auf den Bereich zwischen den Schläfen deutet. Jesse Adams verdreht die Augen und versucht, seine eigene Stirn anzuschauen.

„Vertrau mir. Da steht eine Nummer“, wiederholt der PCWA-Angestellte amüsiert und versucht seinem schielenden Gegenüber nicht gleich das Gefühl zu geben, ein völlig verblödeter Idiot zu sein.

„Freut mich, dich kennenzulernen. Ich bin Chris“, der schon viele Idioten hat kommen und gehen sehen, „und ich werde dich begleiten.“

Beide stehen noch außerhalb des Gebäudes und geben sich die Hand zur Begrüßung. Jesse Adams ist hoch erfreut, auch wenn er sich etwas underdressed fühlt. Er trägt schließlich noch immer dieselben Klamotten, wie gestern in Johannesburg. Plötzlich hört man euphorisches Geschrei hinter dem weit entfernten Absperrgitter. Zwei, drei Fans haben ihn entdeckt und können ihr Glück kaum fassen. Aufgeregt geben sie ihm zu verstehen, mal eben rüber zu kommen. Und natürlich will Jesse gleich loslaufen, kann aber nicht, da Chris noch immer seine Hand festhält. Der ehrgeizige PCWA-Angestellte hat mittlerweile jeden Handschlag fest im Griff.

Chris: „Darf ich dich daran erinnern, dass der Kontakt mit Fans nur in extra dafür ausgewiesenen Bereichen und unter Aufsicht des dafür abgestellten Sicherheitspersonals sowie eines PCWA-Verantwortlichen gestattet ist.“

Jesse schaut ihn irritiert an.

Chris: „Seite 146, Paragraph 56. Wenn du mir jetzt also bitte folgen würdest?“

Höflich aber bestimmt schiebt er Jesse ins Gebäude, der schnell noch ein paar Grimmassen für seine Fans und ihre Smartphones schneidet. Im Foyer angekommen löst Chris seinen Griff und Jesse deutet hastig auf die Tür: „Eine davon war Lily!“

Chris: „Lily? Wer ist Lily?“

Jesse Adams: „Eine meiner Stalkerinnen. Wenn sie mich die Show zuvor streicheln darf, bringt sie zu meinen Match-Debüts immer einen Laserpointer mit.“

Chris: „Stalkerinnen? Wie viele hast du denn?“

Jesse Adams: „Fünf. Ich liebe den Laserpointer. Mal ist der kleine rote Punkt auf den Leuchtstoffröhren, mal auf dem Turnbuckle, mal auf dem Gegner, mal—“

Chris: „Ich verstehe schon. Und du kennst alle Stalkerinnen mit Namen?“

„Natürlich. Laserpointer-Matches sind oft meine besten“, schwärmt Jesse und zündet sich eine Zigarette an, bevor er wieder hastig auf die Tür deutet: „Ich muss—“

Chris: „Darf ich dich daran erinnern, dass das Rauchen auf dem gesamten Gelände verboten und nur an extra dafür ausgewiesenen Plätzen gestattet ist. Seite 274, Pragraph 92.“

Jesse schaut ihn erneut irritiert an.

Chris: „Das steht alles in deinem Vertrag? Du erinnerst dich? Den, den du uns“, scheinbar ohne ihn zu lesen und zu wissen, was der Sinn einer Vertragskopie ist, „unterzeichnet wieder zurückgeschickt hast.“

Der blonde Mann lächelt beinahe schon entzückt.

Chris: „Ich mag entscheidungsfreudige Menschen wie dich. Ich mag Menschen, die sich an Abmachungen halten und gleich zur Sache kommen. Von diesem Schlag gibt es nur sehr wenige auf der Welt.“

Er deutet auf einen Mülleimer.

Chris: „Und die PCWA erkennt solche ganz besonderen Menschen, wenn sie sie sieht. Wenn du bitte die Zigarette ausmachen und mir weiter folgen würdest?“

Jesse drückt seine Zigarette mit voller Überzeugung am Metallrand vom Abfallbehälter aus. Er ist eben etwas ganz Besonderes. Er war schon in mehr als 21 Ligen unterwegs, hat mehr als 14 Titel getragen und sein Moveset umfasst immerhin ganze sechs Moves – inklusive Finisher.

Nach ein paar Schritten öffnet Chris eine unscheinbare Tür: „Das ist der Lockerroom.“

Hoch motiviert betritt Jesse die Umkleidekabine und stolpert als erstes über seinen offenen Schnürsenkel. Chris bleibt in der Tür stehen und rollt nur mit den Augen.

Jesse Adams: „Darf ich hier drin rauchen?“

Chris: „Wenn dein Partner nichts dagegen hat.“

Jesse Adams: „Partner?“

Chris lehnt sich gegen den Türrahmen und verschränkt interessiert die Arme vor der Brust. Jesse Adams hat tatsächlich seinen Vertrag nicht gelesen. Vermutlich wohl auch das „Kleingedruckte“ nicht, da es querfeldein im Vertrag versteckt ordnungsgemäß aufgeführt ist.

Chris: „Du solltest deinen Vertrag unbedingt noch einmal ganz genau lesen.“

Der PCWA-Angestellte lacht aufgesetzt und Jesse lacht mit ihm, weil er zwar nicht weiß, um was es geht, aber nicht ungesellig sein will.

Chris: „Lass uns zur Trainingshalle gehen.“

Die Flure sind kalt und hell. Und obwohl man hier und da Mitarbeiter sieht, die Zeug von A nach B räumen, ist es erstaunlich ruhig. Es ist befremdlich. Und als Chris erneut das Wort ergreift, zuckt Jesse innerlich zusammen.

Chris: „Dein Ringoutfit kannst du übrigens beibehalten. Darf ich dich darum bitten, dass du deine Hosen ins Kostüm gibst, damit diese noch vor der nächsten Show an den wichtigen Stellen geflickt werden können?“

Überrascht hebt Jesse eine Augenbraue.

Jesse Adams: „Kostüm?“

Chris: „Wir haben Fachpersonal, die sich um die Instandhaltung, Anpassungen und Änderungen der Ringoutfits kümmert.“

Jesse Adams: „Das habe ich bisher immer selbst gemacht.“

Chris: „Nun, dann sollte es zukünftig wohl jemand machen, der etwas mehr Expertise hat, findest du nicht?“

Er deutet auf den kleinen Schlitz im Jeansstoff direkt über dem Gesäß.

Jesse Adams: „Den Fans gefällt so ein Sneak-Peek, wenn du verstehst?“

Er zwinkert freudig und stößt Chris mit seinem Ellenbogen mehrmals in die Seite. Dieser verkneift sich nur die Bemerkung, einen völlig verblödeten Idioten vor sich zu haben und fährt mit seiner schweren Aufgabe fort, die Gradwanderung zwischen Verboten und Motivation zu meistern.

Chris: „Darf ich dich daran erinnern, dass du nur T-Shirts aus deinem Sortiment nutzen darfst, auf denen nichts zu sehen ist, was gegen Sitte und Anstand verstößt. Aber das verstehst du sicher, denn jetzt, wo du bald die große Bühne betreten wirst, wirst du mehr denn je ein Vorbild sein – auch für Kinder. Das ist eine überaus wichtige Rolle mit sehr viel Verantwortung, deinen kleinen Fans gegenüber.“

Chris öffnet eine weitere unscheinbare Tür: „Und hier haben wir das Trainingscenter. Du wirst im ganzen Wrestling-Geschäft kein besseres finden.“

„Cool, cool“, nickt Jesse eifrig und gibt damit unmissverständlich zu verstehen, dass er sich seiner überaus wichtigen Rolle natürlich bewusst ist.

Chris: „Ich wusste ja von Anfang an, dass du jemand bist, auf den man sich verlassen kann. Möchtest du keine Fotos machen?“

„Doch, doch“, nickt Jesse eifrig weiter und legt los. Auch wenn er sich noch nie für ernsthaftes Training begeistern konnte, beeindrucken ihn die unzähligen Gerätschaften schon ein wenig. So richtig Bock, sie auszuprobieren, hat er aber nicht. Seine Kondition ist zwar nicht die beste, seine Kraft nicht unbedingt überragend und seine Technik nicht gerade von dieser Welt, aber bisher hatte er auch damit immer großen Erfolg. Er hält nichts von diesen Gesundheitsfanatikern und bis zur Perfektion durchtrainierten Mannsbildern, wie den da vorn.

Chris: „Das ist MASAO.“

Ungeniert betrachtet Jesse den Schönling auf der anderen Seite der Halle ganz genau.

Chris: „Er hat heute genau wie du seinen ersten Tag hier in der PCWA.“

Der zupft sich doch die Augenbrauen! Kein Mann hat so scheiß symmetrische Augenbrauen! Jesse macht noch schnell in Unglauben ein Foto von Masao, während Chris ihn schon wieder weiter delegiert.

Chris: „Weißt du was? Ich möchte dir noch eine weitere Räumlichkeit zeigen, bevor ich euch einander vorstelle. Ist das ok für dich?“

„Klar“, sagt Jesse und lässt sich von Chris aus dem Trainingscenter schieben.

Als sie die weitere Räumlichkeit erreichen, steht Jesse in einem langen Gang mit gerahmten Bildern an den Wänden. Er kennt die Gesichter und Namen, hat aber nie deren Karriere verfolgt. Er bleibt vor dem geschlachteten Robert Barker stehen. Dieses Bild ging damals durch alle Medien und tauchte auch in seinem News-Feed auf. So viel Blut kannte er bis dato nur aus Takashi Miike Filmen. Er kichert kurz, denn dieser Vergleich ist mega und muss sofort gepostet werden.

Der Flur endet mit den einzelnen Champions der Gegenwart, die ihm wage ein Begriff sind, aber kein wirkliches Interesse bei Jesse wecken. Er vermisst die unscharfen und verwackelten Schnappschüsse der Fans. Jeder Gemeinschaftsraum in seiner bisherigen Karriere war damit zutapeziert. Aber hier sucht man vergebens nach diesen Momenten, die zeigen, was einen wahren Champion ausmachen: reihenweise Popsies beglücken.

Chris: „Schau sie dir an!“

Ertönt die dominante Stimme von Chris und Jesse zuckt erneut innerlich zusammen. Der PCWA-Angestellte steht vor den ehemaligen Cotatores Champions, in einer Denkerpose, bevor er mit dem Zeigefinger auf die Bilder deutet.

Chris: „So sehen Champions aus! Und genau dort, sehe ich dich. In einem Tag Team.“

Jesse Adams: „Tag Team?“

Chris legt seinen Arm um Jesses Schulter und geht mit ihm durch die nächste unscheinbare Tür.

Chris: „Aber das weißt du doch alles. Seite 209, Paragraph 81. Ich könnte dir jetzt die offizielle Erklärung geben, dass wir unsere Cotatores Trophy durch ein eloquentes Talent wie dich medienwirksamer gestalten wollen - aber die Wahrheit ist“, theatralisch neigt er den Kopf zur Seite und schließt die Augen, „MASAO.“

Jesse ist ganz gefangen und lauscht aufmerksam.

Chris: „Ich mache jetzt etwas, was ich sonst nie mache. Aber ich weiß, dass ich dir vertrauen kann… MASAO, dem wir vorhin im Trainingscenter begegnet sind, findet in seinem Alter kaum noch ernsthafte Engagements im Wrestling-Geschäft. Kaum eine professionelle Liga will so ein finanzielles Risiko tragen. Aber auch ein Oldster wie MASAO sollte seinen Traum leben können, findest du nicht?“

Jesse nickt aufgeregt.

Chris: „Nun, die PCWA macht das möglich. ICH mache das möglich. Aber auch ich benötige Hilfe.“

Jesse nickt verständnisvoll.

Chris: „Ich weiß, dass du eine tadellose One-Man-Show bist, aber ich möchte auch MASAO dorthin bringen, wo du schon längst angekommen bist – und das in so jungen Jahren. Sieh dich an! Ein beispielloser Wrestler UND Entertainer. Leider fehlt es MASAO ein bisschen an beidem. Er ist immer so – Nun, ja, wie soll ich sagen? – verkrampft, weshalb ihn die Fans auch kaum beachten oder gar meiden, stell dir vor. Dabei ist er ein wirklich prima Kerl, dessen Karriere ich nicht im Weg stehen will. Deshalb wird er dein neuer Tag Team Partner. Ein Oldster wie MASAO bekommt durch einen Youngster wie dich endlich die Pops, die er verdient.“

Jesse Adams: „Bin dabei.“

Chris: „Ja das bist du.“

Er lächelt zufrieden.

Chris: „Das bleibt aber unser Geheimnis, weil ihn das sonst kränken könnte. ‚Japaner‘ und ihr Stolz, du verstehst?“


------------------ PCWA ------------------

Wir befinden uns auf dem Parkplatz vor dem Dome. Hier parken bereits zahlreiche Fahrzeuge, während andere noch nach einem geeigneten Platz suchen, um ihr Gefährt abzustellen. Auch einige Fans stehen noch draußen, in der Hoffnung den Blick auf den ein oder anderen Star werfen zu können, der sich dazu entschließt über diesen Weg den Zugang zur Halle zu finden, was in der Tat immer wieder Mal vorkommt. Und nur wenige Sekunden später, sollen genau jene geduldigen Fans zu einem Erfolgserlebnis kommen, denn ein knallbunter VW Bus fährt vor. Der Auspuff spuckt ungesunden Rauch aus und macht deutlich, dass dieses Modell wohl schon einige Jahre auf dem Buckel hat. Auf der Front ist ein grinsender Smilie aufgemalt und an der Seite, dort wo sich die Schiebetür befindet, sind zwei Hände aufgemalt, welche sich gerade einen High-Five geben. Damit ist ganz deutlich geklärt, wem dieses Relikt aus den Woodstock Zeiten gehört: Time for some fucking Happyness! 

Der Wagen kommt vor dem Eingang zum Stehen und die Türen öffnen sich zu beiden Seiten. Banes, heute in einer schlichten Jeans und einem schwarzen Triumvirat Shirt gekleidet, steigt auf der Fahrerseite aus, während Cornwallace, ebenfalls in einer Jeans, jedoch mit einem bunten Hemd bekleidet, auf der Beifahrertür aussteigt. Beide begeben sich zur Schiebetür, welche von Banes aufgeschoben wird und nehmen ihre Sporttaschen an sich. Schließlich überreicht Banes den Schlüssel zum Wagen an einen PCWA Mitarbeiter, damit dieser das Gefährt parken geht. Mit konzentrierten Mienen betreten sie den Dome. Banes weiß, dass heute eine ganze Menge auf dem Spiel steht, obwohl es nicht, wie erhofft, um die Cotatores geht. Es geht um ihre Siegesserie in Tag Team Kämpfen. Es geht darum zu zeigen, dass sie eine weitere Chance auf das ganz große Gold verdient haben. Es geht darum zu zeigen, wie stark das neue Triumvirat wirklich ist, nachdem sie in der vergangenen Show einen herben Rückschlag haben erleiden müssen! Die Partners in Crime haben sie einmal zu oft überrascht und sich in Dinge eingemischt, die sie nichts angehen. Heute wird er sie mit seinem Partner an den richtigen Platz in der Nahrungskette zurückverweisen. Die Entschlossenheit, seinen Gedanken auch Taten folgen zu lassen, ist dem Anführer der beiden Happys deutlich anzusehen.

Cornwallace hingegen hängt ganz anderen Gedanken nach. Er denkt über die Worte nach, die Hugo, sein großer Kumpel, ihm hat zukommen lassen. Er müsse sich nicht immer alles von Banes gefallen lassen. Er sei auch ein Individuum, dass Entscheidungen treffen kann. Doch was würde geschehen, wenn er sich wirklich gegen seinen Partner und besten Freund auflehnen würde? Würde er damit nicht das gesamte Team gefährden? Alles wofür sie in den vergangenen Jahren so hart gekämpft haben? Nach all der Zeit nimmt man sie endlich ernst und das nicht zuletzt durch ihren Wandel zur dunklen Seite hin. Seitdem sie kompromissloser sind, läuft es definitiv besser. Man konnte sogar den Gerasy Champion James Godd und dessen besten Freund Mad Dog besiegen. Ein Team voller großer Namen. Nachdenklich kratzt er sich am Kinn, während er seinem Partner immer weiter ins Innere folgt.

Ihr Weg führt sie vorbei an den Merchandise Ständen, wo auch vor ihrem Stand eine lange Schlange von Fans steht, die sich mit den neusten Artikeln eindecken wollen. Bray-Bray würde hier eigentlich gerne halten, um einigen der wartenden mit einem High-Five den Tag zu versüßen, doch sein Partner macht keine Anstalten, dass auch er diese Lust verspürt. Ganz vorbei schaffen die beiden es aber dennoch nicht, denn plötzlich steht ihnen eine massive Gestalt im Weg.

Wo bei Happies das lachende Smiley das Markenzeichen  ist, so ist es der Punisher-Totenkopf auf ihrem T-Shirt bei Lara Lee, die ziemlich gleichgültig dreinblickt. Warum eigentlich? Vorhin hat sie sich doch wieder ganz gut mit Barry verstanden... oder doch nicht? Jedenfalls, mit beiden Händen in den Jeanstaschen schlurft die Amazone eher lustlos an den Ständen vorbei. Früher wäre sie von kreischenden Fans umgeben, aber heute nimmt ein Großteil eher einen respektvollen Abstand von ihr. Ihr Gesicht verfinstert sich schlagartig, als sie Brandon und Gordon auf ihrem Weg entdeckt.

Banes hält augenblicklich an und zwingt so auch Bray-Bray zum Halten. Der will die Hand zum Gruß erheben, doch Banes drückt diese einfach wieder runter. Bray-Bray öffnet den Mund um etwas zu sagen, lässt es dann aber doch bleiben. So richtig kann er sich eben doch noch nicht von Banes emanzipieren. Der ist es nun auch, der als erstes das Wort ergreift und die eine Hälfte der aktuellen Cotatores anspricht.

Gordon Banes: "Na, wenn das nicht die stets Mannhafte Lara Lee ist. Du musst ja vor Freude platzen, dass ihr heute nicht auf uns trefft, denn immerhin erhöht sich dadurch eure Chance die Titel zu behalten, die ihr für uns warm haltet!"

Er schenkt ihr ein fieses Grinsen und fährt fort.

Gordon Banes: "Es ist wirklich eine Schande, wie uns Jona Vark einmal mehr behandelt. Wir besiegen den Gerasy Champion und den Number One Contender und zum Dank dürfen wir uns mit irgendwelchen Kriminellen herumprügeln, während ihr euch ins Fäustschen lacht!"

Er schüttelt den Kopf.

Mit einer etwas genervte Bewegung verschränkt sie die Armen vor der Brust.

Lara: "Hahaha... nein. Schließ deinen Mund lieber wieder zu, denn mir ist echt nicht nach Witzen zumute. Und was bildet ihr euch eigentlich ein? Meint ihr ernsthaft, ich hätte irgendetwas mit Entscheidungen von diesem Kontrollfreak zu tun?"

Banes verzieht kurz das Gesicht, doch es ist überraschenderweise Bray-Bray, der nun den Mund öffnet.

Brandon Cornwallace: "Das klingt aber echt nicht fröhlich, Lara Dudeline! Man sollte immer einen Grund zum Lachen haben, weil das Leben doch sonst echt keinen Spaß macht."

Er nickt enthusiastisch mit dem Kopf und das Nicken stoppt sofort, als Banes ihm einen düsteren Blick zuwirft. Betreten blickt Bray-Bray zu Boden und Banes ergreift nun wieder das Wort.

Gordon Banes: "Würde mich gar nicht wundern, wenn ihr bei Jona darum gebettelt habt nicht gegen uns antreten zu müssen. You fear us!"

Er blickt sie voller Entschlossenheit an. Lara muss hüsteln, um nicht blöd zu grinsen.

Lara: "Fast hätte ich euch ausgelacht... Angst vor euch. Ich bitte euch. Wir sind uns im Ring wirklich oft genug begegnet und da solltet ihr wirklich längst kapiert haben, dass ihr uns keine Gänsehaut machen könnt. Auch heute wird niemand uns einen Angst einjagen können und das werden wir mit einem erneuten Titelsieg beweisen - ganz egal aus welcher hinterste Ecke Jonalein die Gegner hervorkramt und uns entgegenwirft!"

Banes nickt kurz mit dem Kopf und schenkt ihr ein gehässiges Grinsen.

Gordon Banes: "Natürlich, denn ganz gleich wen Jona euch gegenüberstellen wird, eines ist doch ganz klar ... sie werden nicht über die Qualitäten verfügen, über die Team Happy Hour verfügen. Aber schon sehr bald werden wir wieder an der Spitze sein und uns um die Titel duellieren. Ganz gleich ob nun gegen euch oder gegen sonst wen! Diese Gürtel wurden uns gestohlen und wir werden sie uns zurückholen, sobald man uns nur die Chance dazu gibt."

Er nickt voller Überzeugung mit dem Kopf und macht mit seinen Händen die Titel-um-Hüfte Geste. Lara hingegen neigt den Kopf leicht und berührt ihr Kinn, als würde sie nachdenken.

Lara: "Zugegeben, deine Worte klingen ziemlich überzeugend... Moment, habt ihr nicht auch bei der letzten Show die Worte mit solcher Überzeugungskraft vorgetragen, bevor es zum Match gegen Shadow gekommen ist?"

Sie zuckt die Achseln in scheinbarer Ahnungslosigkeit.

Lara: "Nun denn, wir alle wissen ja, wie es DANN ausgegangen ist, ..."

Banes blickt sie völlig konsterniert an. In seinem Inneren brodelt es. Er hat nicht vergessen, wie die Partners in Crime zu zweit in dieses Match gestürmt sind und ihn mit einem Stuhl bearbeitet haben. Dass sein Partner genau das Gleiche mit dem Schatten getan hat, bevor es dazu kam, blendet er gekonnt aus. Er blickt kurz auf den Boden und will schließlich tatsächlich auf Lara Lee losstürmen, doch in letzter Sekunde wirft Bray-Bray sich in den Weg und schafft es mit Mühe und Not ihn davon abzuhalten. Banes flucht lautstark.

Gordon Banes: "Lass mich sofort los Bray-Bray, ich werde dieser Transsexuellen eine Lektion erteilen! Die weiß genau, warum ich das Match verloren habe, und macht sich jetzt über mich lustig. Lass mich!"

Doch Cornwallace zeigt dieses Mal volle Entschlossenheit und hält seinen Partner auch weiterhin zurück. Er weiß, dass eine Prügelei zu diesem Zeitpunkt nur den möglichen Sieg gegen die Partners in Crime im späteren Match gefährden könnte. Und genau das versucht er nun auch seinem Partner klar zu machen.

Brandon Cornwallace: "Nein Dude, merkst du denn nicht, dass es genau das ist ,was sie alle wollen? Dass wir geschwächt in unser Match gegen Stone und Cardigan gehen? Wir dürfen ihnen diesen Gefallen nicht tun, Dude!"

Er blickt seinen besten Freund voller Entschlossenheit an und der lässt schließlich die Arme sinken und tritt einen Schritt zurück. Er holt noch einmal tief Luft und klopft seinem Partner schließlich auf die Schulter. Bray-Bray schwillt förmlich die Brust vor Stolz. Er hat das Richtige getan. Er hat sich durchgesetzt und eine eigene Entscheidung getroffen und, ganz wie Hugo es vorhergesehen hat, ist es ihm nicht zum Nachteil geworden. Während Cornwallace seinen kleinen Triumph genießt, ergreift Banes erneut das Wort.

Gordon Banes: "Mein Partner hat völlig Recht. Ich werde mich von dir nicht in eine wüste Prügelei locken lassen. Wenn du unseren erneuten Aufstieg in die Sphären der Cotatores so verhindern wolltest, dann musst du dir schon was Besseres einfallen lassen!"

Er nickt mit dem Kopf und hebt lässig die rechte Hand hoch. Bray-Bray erkennt das Zeichen sofort ...

... HIGH-FIVE!!!

Banes gelingt es nun wieder ein Grinsen aufzusetzen.

Gordon Banes: "Außerdem weiß jeder, dass ich bei der letzten Show nur dank einer Verkettung unglücklicher Umstände verloren habe. Da wären zum einen die Partners in Crime, die unerlaubterweise eingegriffen haben und vor allem wäre da dieser unfähige Johannes Ulrich, der nicht gehört hat, wie Shadow aufgegeben hat, als ich ihn im Cobra Clutch gefangen hielt. Normalerweise müsste ich nun Cryption Champion sein. Doch das spielt für heute Abend keine Rolle. Tony Graves wird diese Ungerechtigkeit ausgleichen und den Titel dennoch in die Reihen des Triumvirat holen, während wir den Partners in Crime eine Lektion erteilen, die sie dazu veranlassen wird nicht noch einmal in fremde Kämpfe einzugreifen!"

Dieses Mal nicken beide Happy Guys mit ihren Happy-Schädeln. Es herrscht wieder totale Einigkeit.

Gordon Banes: "Dieser Abend gehört dem Triumvirat! BELIEVE THAT!"

Er spuckt Lara verächtlich vor die Füße und wendet sich schließlich zum Gehen ab. Bray-Bray bleibt noch kurz stehen und blickt Lara lächelnd an.

Brandon Cornwallace: "Viel Glück für später, Dudeline. Ich glaube an euch ... wäre doch lustig, wenn wir nochmal gegeneinander antreten könnten!"

Er nickt mit dem Schädel und folgt seinem Partner schließlich, zufrieden mit sich selbst. Zurück bleibt einzig Lara Lee, die den beiden nachdenklich nachblickt. Anschließend kommentiert sie eher zu sich selbst als denn zu den beiden Männer, die längst aus der Hörweite verschwunden sind.

Lara: "Ich weiß nicht... mag sein, dass Gordon völlig abgehoben ist... aber sonst? Ach egal. Was geht mich das an - sie spielen doch heute für mich keine Rolle...heute Cotatores, morgen dann vielleicht Cryption Crown oder gar Undisputed Gerasy, nur diese Dinge zählen!"


Vincent Craven: "Cornwallace & Banes haben bereits die Cotatores wieder im Blick und schauen sich schon nach Carnageddon als möglichem Gegner aus. Wenn das mal nicht ein wenig voreilig ist..."

Mike Garland: "Weil Carnageddon nach dem heutigen Abend keine Titelträger mehr sein werden, ja, da hast du Recht. Lara Lee wird sich dann endlich um andere Dinge kümmern und Stemmie wird in der Bedeutungslosigkeit verschwinden. Ja, hört sich realistisch an."

Vincent Craven: "Nach ihrer letzten Begegnung hat sich das Rad aber ja nochmal gewendet, Mike."

Mike Garland: "Oh ja - aber das habe ich mittlerweile verstanden. Es liegt nur an Laras Vernunft, da heute noch dieses Match ansteht. Wenn diese Kehrtwende allerdings heute gegen die fraglichen Contender reichen sollte - und das dürfte wohl nur der Fall sein, wenn Jona MAD X-crusiate, sprich Bob Mile und Alex G., ausgraben würde - dann wird Happy Hour Carnageddon ablösen. Schließlich haben sie die beiden beim letzten CORE PPV schon bezwungen."

Vincent Craven: "Und eine Neuauflage dieses Matches wäre tatsächlich reizvoll. Allerdings müssen, wie gesagt, sowohl Carnageddon als auch Happy Hour zuvor noch andere Aufgaben meistern. Und zur kommenden Aufgabe von Cornwallace & Banes schalten wir passenderweise jetzt auch!"


------------------ PCWA ------------------

… würde man sich nur auf seine akustischen Sinne verlassen, so könnte man nach Durchschreiten der gläsernen Tür meinen, ein paar Schlangen hätten sich in einen müden Bienenstock verirrt. Doch erst die Rückkehr der Sichtbarkeit brachte dann die Erkenntnis des Falschliegens. Und wenn es zunächst nur die war, dass die Geräuschkulisse eher unterschwellig durchdrang angesichts dessen, weswegen man eigentlich hier war. Weswegen die PCWA diesen Raum überhaupt eingerichtet hatte.

„Ey, schau mal: SubSlave is auch mit rübergekommen. Langsam wird die alte Community voll.“

„Hoffe, er schreibt öfter als dass er seine Urlaubsbilder postet. Quarkbraune Haut-Selfies mit Sonnenbrand-Blasen haben echt was Verstörendes …“

„Nächstes Mal warnst du mich vor, wenn die Bräunungsstreifen wie eine Badehose aussehen…“

Sein Blick geht über den Oberrand des Flatscreens hinaus: hin zu den anderen hochmodernen Rechnern, die geschäftig brummen und nur vom leisen Säuseln der Klimaanlage übertönt werden. Hin zu Glas-Schiebetür mit dem für sie ersichtlich spiegelverkehrten „@ - Center“ … wie die PCWA ihren für Web-Kommunikation eingerichteten Raum nannte, in welchem sich die Athleten der Liga von Zeit zu Zeit einzufinden hatten, um ihren Pflichten als Mainstream-VIPs im Telekom-Zeitalter zu frönen. Die meisten sahen es als akzeptable Bringeschuld an, dem PCWA Universe mitzuteilen, wie es ihnen ging. Und sie bildeten da keine Ausnahme.

Trent grinst: lässig lehnt er sich in dem ergonomischen Drehstuhl zurück und blickt mit listigem Ausdruck, verschränkten Armen und auch leicht schadenfroh auf die Versuche seines Tag Team Partners, online etwas zu hinterlassen.
Wie Cardigan ist auch Stone bereits in Ringwear gedresst. Dieser letzte Abstecher so kurz vor dem Fight gegen Happy Hour diente als kleine Relax-Einlage, noch ein wenig abzuschalten … oder gegebenfalls Dampf abzulassen. Bei Machinegun wusste man nur nicht so recht was von beiden: kaugummikauend und den Kopf auf den an der Tischplatte abgestützten Arm gelehnt scrollte er durch die Artikel seines Twitter-Accounts, wippte manchmal abwägend mit dem Haupt und ließ sich im Adler-Such-Anschlag viel Zeit für ein mögliches „Ja!“ oder „Nein!“

Stone: „Du, Kugelblitz – wie schreibt man proktologisch?“

Die Stirn ein wenig krauser lehnt sich der Tempest noch weiter nach hinten, um besser sehen zu können. Vergebens.

Cardigan: „Auf was für Seiten surfst du denn da? Lass es sein, du kriegst eh wieder vom Controller einen auf die Zwölf, wenn du …“

Stone: „Ach, quatsch nicht. Brauch nur ne passende Antwort für MoonRiver88.“

Ein heiseres Hechel-Lachen.

Cardigan: „MoonRiver?! Moment … is das nicht diese etwas propere Anime-Dresserin, die dir schon in London ständig nachgelaufen ist?“

Der Wirbelsturm sieht deutlich die genervt rollenden Augen sowie den entsprechenden Gesichtsausdruck.

Stone: „… und in Berlin … in Tokio … in Melbourne …“

Cardigan: „Ja, scheinst ganz ihr Typ zu sein, Lover Boy!“

Stone: „Witzbold!“

Cardigan: „Na, was is denn?! Fühl dich doch geschmeichelt. Is nu mal in unserem Business so. Und das weißt du auch. Kennst das doch schon jahrelang …“

Ein Fingerzeig zum PC.

Cardigan: „…und du dürftest inzwischen auch mitbekommen haben, was die mir über die Jahre schon alles rüber geschickt haben.“

Stone: „Jaaaa … wenn’s danach geht, hätte Windy dich schon ein paar Mal zum Mond schießen können angesichts der Bildchen, die manche Fast-Groupies beilegen.“

Cardigan: „… aber auch sie kennt das und weiß damit umzugehen.“

Stone: „Tja – dann sag mir mal, wie ich damit umgehen soll…“

Der Ring-Rebell setzt sich gerade hin, greift zum Monitor und dreht diesen Trent zu … so dass nur dieser, aber nicht die Zuschauer, das Dargebotene sehen können.

Stone: „… mit ner Rubens-Sailor Moon OHNE Schuluniform?“

Mit einem undefinierbaren Raunen geht Trents Augenbraue hinter der Ray Ban in die Höhe. Ein leicht verlegenes Hüsteln, mit welchem er wechselnd den Kopf nach links und rechts wippen lässt.

Cardigan: „… naja … mach ihr doch ein Kompliment hinsichtlich Gelenkigkeit …“

Matt knautscht den Mund breit.

Stone: „Danke! Such du lieber noch ‘n paar Strandbilder von SubSlave…“

Damit verschwindet Stone erneut hinter seinem Bildschirm – wie auch der Wirbelsturm sich neuerlich seinem Profil zuwendet.
Die Kamera schwenkt allerdings auf den surfenden Stone zu: der mittlerweile statt Foto wieder Programmfenster und das Desktop zeigende Screen signalisiert rege Tätigkeit, während die Kamera bei der Anfahrt eine halbe Drehung um Machinegun vollführt und dessen Gesicht aufnimmt, welches den Bildschirm fokussiert.
Und dies … auf einmal sichtlich interessiert.

Stone: „Ey, was’n …. Häh?! …. Na, das ja …… nicht zu fassen … dass das noch einer spielt …“

Durch die Wortfetzen scheinbar neugierig geworden hat der Tempest sich von seinem Platz erhoben und schlendert zum Maschinengewehr hin.

Cardigan: „Was jetzt wieder los? Hat MoonRiver dir ne Einladung für BubbleCrash geschickt?“

Stone: „Nee, viel besser. Guck mal…“

Bei Matt angelangt stützt Trent sich an dessen Stuhl ab, beugt sich vor und beobachtet wie Stone interessiert scheinbar das Intro eines Online-Games bewundert: zwei US-amerikanische Flaggen, davon eine rot und mit einem blauen wie sternbesetzten Kreuz durchzogen, wird in der Mitte von Kanonen, Kavallerie-Reitern und einer animierten Lady in weitem Reifrockkleid und überzeichneten Proportionen getrennt.

Cardigan: „North and South Remastered?! Diese alte Grobpixel-Gurke spielt noch irgendeiner?“

Stone: „Ja … und das auch scheinbar mit Lust und Erfolg. Hier, sieh…“

Cardigan: „Wow… scheint ja Highscore um Highscore zu schlagen, dieser…“

Er beugt sich tiefer.

Cardigan: „… Barry#White#In#Dixie …“

Matt nickt anerkennend und scrollt weiter durch.

Stone: „… und so wie es aussieht, scheint er auch grad online zu sein.“

„Right, ist er. Zwar nicht White, aber Barry passt... "

Überrascht gehen beide Partners in Crime in die Höhe und suchen den Raum ab. Schließlich, entfernt in der hintersten Arbeitsecke, wird eine Faust wie zur Meldung emporgestreckt.
Der Mann aus Roanoke erhebt sich und schlendert aus dem Schatten auf die Partners in Crime zu. Barry Wilson ist noch nicht in Ring Gear... er trägt graue Jogginghosen, braune Wanderstiefel und ein weißes T-Shirt.

Stem: "Was macht ihr eigentlich hier?"

Die mächtige Pranke klatscht mit der Machineguns ab.

Stone: „Na, was schon, Stemmie – büschen die Seele baumeln lassen, bevor wir es mit den Köpfen der Happies tun.“

Beide feixen kurz über die jeweiligen Bemerkungen, dann wendet Barry sich dem Tempest zu. Und nickt knapp.

Stem: "Trent... freut mich."

Der Wirbelsturm grüßt ebenfalls stumm, aber keineswegs negativ gestimmt.
Dann greift er links und rechts das Revers seiner Lederjacke, lässt die Arme hängen.

Cardigan: „Und selbst? Schon aufgeregt angesichts der Dinge und Gegner, die da kommen?“

Der Rothaarige nickt.

Stem: "Auf jeden Fall. Und ich denke, dass ich Lara auch nun fokussiert bekommen habe, damit wir das gemeinsame Ziel erreichen. Und ihr? Seid ihr bereit für die durchgeknallten Happies?"

Matt blickt kurz von dem Arbeitsplatz auf, wo gerade die Startsequenz des Games abläuft.

Stone: „Schon seit London, Confederate Steamhammer. Kanns gar nicht erwarten, diesen Schaumschlägern mal die Wacht am Rhein anzusagen. Auch im Namen der Eagles.“

Der Tempest blickt kurz über die Schulter zum gamenden Kollegen, dann wieder Wilson an.

Cardigan: „Daher ist es schön, dass es wenigstens ein paar Leutchen in dieser Liga gibt, die uns ehrlich entgegenkommen, statt uns als Karnevalsulk hinzustellen. Scheinbar bist du einer davon – und da aus der Division, macht es die Sache noch eine Spur erträglicher. Tja, das hätten Slap Happy ja auch haben können … aber wer unbedingt einen auf dicke Eier machen muss, braucht sich nicht wundern, wenn er sie dann eingetreten bekommt."

Stem gluckst ein wenig ob der Bemerkung. Auch er wendet sich kurz Stone und dem Game zu: eine erste Grobpixel-Schlacht flimmert über den Bildschirm.

Stem: "Die Dudes haben sich sehr verändert, seit sie von Blackheart unter dessen Fittiche genommen wurden."

Er wollte eigentlich beeinflusst sagen, aber das wäre zu einfach. Nein. Banes und Cornwallace wollten diesen Weg.

Stem: "Passt auf euch auf. Sie sind noch unberechenbarer als zuvor."

Stone: „Das haben Psycho’s meistens so an sich …“

Er schaut kurz auf, da sein Zugüberfall erfolgreich gewesen ist.

Stone: „… was gleichzeitig eine Chance darstellt. Denn das bedeutet nämlich eine extrem kurze Lunte. Manchmal nicht nur, was die Cholerik angeht…“

Wilson kratzt sich am Bart.

Stem: "Sicherlich. Aber ich meine das vollkomen ernst. Cornwallace und Banes sind absolut unberechenbar. Und auch bereit, Grenzen zu überschreiten. "

Schulterzucken beim Wettermann.

Cardigan: „Wir wissen genau, worauf wir uns da einlassen. Und wir wissen genau, was und wer uns erwartet. Sowohl von der geschichtsträchtigen Vita als auch deren Sidekicks  - von Äffchen bis Püppchen …“

Stone: „… muss nur noch rausbekommen, mit wem davon sie im Bett war’n …“

Feixend und ohne die Augen vom Bildschirm zu nehmen, streckt Matt die offene Hand hoch, worauf Trent abklatscht.

Cardigan: „… die Frage ist: wissen die beiden, worauf SIE sich einlassen? Vor allem, was Unberechenbarkeit angeht. Glaube nicht, dass sie es beispielsweise schon mal mit zwei hexerisch begabten Hünen zu tun hatten, die einen kontrollieren konnten oder uns fast in einen zehn Meter hohen Berg brennender Tische werfen wollten…“

Er stellt sich dem etwas größeren Barry gegenüber.

Cardigan: „Wenn man nur will, kriegt man alles hin. Sogar zwei unberechenbare Dünnbrettbohrer in ihre Schranken weisen.“

Stone: „… oder eben sogar andere Sachen …“

Mit zufriedenem Gesichtsausdruck dreht Matt den Bildschirm herum: dieser zeigt die aktuelle „North and South“ – Highscore-Liste. Mit einem „StoneyCurtis“ als neuem Führenden.
Spitzbübisch wackelt Machinegun mit den Augenbrauen und streckt Wilson die Buddy Fist entgegen.

Stone: „Nicht böse sein, Stemmie. Den holst du dir wieder. Aber der Versuchung konnt ich nicht widerstehen.“

Der Rothaarige grinst und klatscht seine Faust gegen die, die ihm entgegen gestreckt wird.

Stem: "Ich war sowieso nie gut in dem Kram. Well... ich drücke euch die Daumen. Vielleicht sehen wir uns ja früher als erwartet als Gegner um die Cotatores im Ring. Ihr könnt es euch heute Abend verdienen. Also... "

Er macht die militärische Abschiedsgeste.

Stem: "… Lara und ich sind bereit."

Damit macht Barry auf dem Hacken kehrt und begibt sich zum Gehen.
Matt blickt ihm nach.

Stone: „Würd' mich freu’n, wenn’s dann dazu kommt!“

Ohne sich nochmal umzudrehen, reckt Wilson die rechte Faust mit dem erhobenen Daumen empor, dann ist er auch schon durch die Glastür verschwunden.
Der Wirbelsturm dreht sich um – und sieht, dass Matt bereits eine neue Runde gestartet hat. Ein kurzer Blick auf die Uhr, dann tätschelt er Stones Schulter.

Cardigan: „Na los, General Lee. Lös dich mal wieder von deinem Retro-Game. Wird Zeit, dass wir uns noch ein wenig vorbereiten.“

Auch Machinegun schielt auf die Zeit – und nickt dann.

Stone: „Gute Idee: wie ich sehe hat MoonRiver grad wieder ne Mail mit Anhang geschickt. Trau mich gar nicht, ihn aufzumachen.“

Er meldet sich ab, schaltet den Monitor aus und folgt Cardigan dann zur Tür hinaus.


Vincent Craven: "Und auch die Partners in Crime schielen in Richtung Cotatores Champions. Wenn auch auf den männlichen Part des Teams."

Mike Garland: "Und auch das könntest du, ebenso wie bei den Happys eben, ein wenig voreilig nennen, oder? Genauso könnte ich mich über diese Computer-Spiel Ablenkung lustig machen. Habe aber gelesen, dass das Studenten vor den wichtigsten Prüfungen auch immer gerne tun, um dann zu sagen, sie hätten den ganzen Tag gelernt... Da passte mir Karneval doch besser als Luftholen."

Vincent Craven: "Urgh, erinnere mich nicht daran! Lieber an die Vendetta Ausgaben vor dem Impact - denn dort konnte Stem Matt Stone besiegen und Trent Cardigan Lara Lee. Es steht 1:1 - ein Tag-Team Match wäre der sinnvolle nächste Schritt."

Mike Garland: "Ebenso sinnvoll, wie wir es eben bei Happy Hour festgestellt haben. Das zweite Match des Abends muss hier also Klarheit bringen."

Vincent Craven: "Bevor es dazu kommt, stehen sich allerdings jetzt im ersten Match des Abends Jan-Rupert von Wichtenhausen und Antonio Maldicao gegenüber." 


------------------ PCWA ------------------

Voller Ruhe sitzt der höchste Champion der PCWA in seiner Kabine und starrt die Wand an. Die vergangenen Tage waren nicht ganz einfach. Immer wieder wurde er von Reportern darauf angesprochen, inwiefern der heutige Kampf Einfluss auf seine Freundschaft zu Mad Dog nehmen würde. Und immer wieder sah er sich gezwungen zu wiederholen, dass man diese Freundschaft nicht für etwas derart Banales wie einen Titel aufs Spiel setzen würde. Gut, der Gerasy war nicht wirklich banal, ganz im Gegenteil bedeutet ihm der Titel eine ganze Menge. Immerhin war der Titelgewinn gegen Kevin Sharpe die Krönung einer 13 Jahre währenden Odysee mit unzähligen Aufs und Abs. Er hatte in all diesen Jahren immer ganz fest daran geglaubt, dass er eines Tages ganz an der Spitze stehen würde, wenn er nur genug dafür tun würde, und schließlich hatte sich dieses Schicksal auch erfüllt ... dieser Traum aller Träume. Und doch bedeutet ihm die wiedergewonnene Freundschaft zu Mad Dog viel mehr als dieser Titel.

Dann war da noch die Sache mit Sarah. Seine Freundin verhielt sich bereits seit einigen Wochen höchst seltsam. Sie schien jedes Mal, wenn sie aufeinandertrafen, völlig von der Rolle und verwirrt, doch wenn er sie darauf ansprach, tat sie stets so, als sei nichts passiert. Er glaubte ihr das nicht, jedoch hatte er auch nicht vor sie zu bedrängen und so diese Beziehung - die erste seit Lucy damals - zu gefährden. Er war sich sicher, dass sie ihn früher oder später schon selbst darauf ansprechen würde, was los ist. Sobald sie dazu bereit wäre, würde er für sie da sein, um sie zu unterstützen, ganz gleich worum es gehen würde.

Er steht von dem Stuhl auf, auf welchem er sitzt, und begibt sich mit ruhigen Schritten zum Kühlschrank, welchen er sogleich öffnet, um sich eine Dose Red Bull Cola aus diesem zu nehmen. Mit einem lauten Zischen wird die Dose geöffnet und der Gerasy Champ nimmt einen großen Schluck. Mit der Dose in der Hand begibt er sich zurück zu seinem Platz und versinkt erneut in seinen Gedanken zum heutigen Match. Denn auch wenn seine Position so klar ist, wie sie nur sein könnte, so gibt es doch noch unzählige Fragezeichen, die offen sind. Und diese betreffen vor allem die Position des Special Referees. Eine Stipulation, die weder ihm noch Mad Dog gefallen hatte, als sie ausgesprochen wurde, denn diese Stipulation war durchaus in der Lage für eine Menge Chaos zu sorgen. Vor allem was Miss DeWynters angeht, war sich Godd alles andere als sicher, wie diese agieren würde, sollten die Fans sie als Special Referee auserwählen. Sie hatte sich bislang als recht undurchsichtig und vor allem ihm gegenüber feindselig erwiesen und sie und Sarah schienen sich überhaupt nicht ausstehen zu können. Würde sie fair agieren, wenn man sie wählen würde? Oder würde sie die Waage hin zu einem Erfolg von Mad Dog verlagern?

Bevor der Londoner diese Gedanken weiterdenken kann, wird die Tür zu seiner Kabine jedoch aufgestoßen und Sarah Duriel betritt den Raum. Die junge Französin wirkt völlig außer Atem und ist ganz blass im Gesicht. Augenblicklich springt der Engländer von seinem Stuhl auf und eilt zu ihr.

James Godd: "Sarah ... alles in Ordnung, Schatz?"

Sie blickt ihn zitternd an und schüttelt den Kopf. Wie soll sie ihm nur sagen, was zu sagen ist? Mad Dog hatte ihr zwar in seinem Ultimatum die Chance eingeräumt dieses Geständnis erst nach dem Match zu machen, doch sie hatte sich dagegen entschieden. Lieber sofort reinen Tisch machen und die Fakten auf den Tisch legen. Doch nun, wo sie vor ihm steht, ist sie sich alles andere als sicher. Sie atmet schwer und sieht ihren Liebsten mit feuchten Augen an. Wie würde er nur reagieren, wenn sie ihm sagen würde, dass sie hinter seinem Rücken gegen seinen besten Freund gearbeitet hat, wenn auch gezwungenermaßen? James jedenfalls packt sie erst einmal an den Schultern und führt sie zu seinem Stuhl. Mit Sorgenfalten im Gesicht sieht er sie an.

James Godd: "Was ist denn los? Bitte sprich mit mir ... lass mich nicht im Regen stehen, Liebste."

Er schenkt ihr ein zartes Lächeln und fährt ihr durch die Haare. Sarah nimmt jedoch seine Hand weg und blickt betreten zu Boden. Sie hat seine Zärtlichkeiten nicht verdient. Sie hat nur Hass und Verachtung verdient nach all den Lügen, die sie ihm in den vergangenen Wochen aufgetischt hat. Und sie ist sich tief in ihrem Inneren sicher, dass sie auch genau das bekommen wird, nachdem sie ihm ihr Geständnis vorgebracht hat.
Sie blickt ihn mit Tränen in den Augen an.

Sarah Duriel: "Ich ... ich muss dir was sagen James ... aber ... aber ich weiß nicht ...."

Sie bricht ab und schüttelt den Kopf. Das Ganze ist noch viel schwieriger, als sie es sich zuvor ausgemalt hat, und sie weiß wirklich nicht, ob sie die richtigen Worte finden wird. James zieht derweil einen anderen Stuhl heran und setzt sich genau vor sie. Er nimmt ihre Hand.

James Godd: "Du kannst mir alles sagen, Sarah, also sprich ... bitte!"

Er sieht sie verständnisvoll an. Was kann dieser wunderschönen Frau nur widerfahren sein, dass sie so neben sich steht? Er muss es einfach wissen und dann etwas tun, damit es ihr besser geht. So viel steht für ihn fest. Sarah löst seine Hand von der ihren und wischt sich die Tränen aus den Augenwinkeln. Sie blickt sich kurz um und vergewissert sich noch einmal, dass keine Kameras anwesend sind, dann schluckt sie schwer und beginnt erneut, unsicher, zu sprechen.

Sarah Duriel: "Ich ... ich habe etwas Furchtbares getan, James ... oder nein ... ich wollte es ... ich musste es!"

Sie schweigt erneut, während ihr neue Tränen über die Augenwinkel kullern. Godd blickt sie ratlos an. Was könnte sie denn so Furchtbares getan haben? Er kann sich nicht einmal im Entferntesten vorstellen, was diese wundervolle Seele Schlimmes anstellen könnte. Und Sarah sieht diesen Glauben und es bricht ihr das Herz.

James Godd: "Egal was es ist, ich bin sicher, wir können das in Ordnung bringen, Liebes ..."

Doch sie schüttelt schluchzend den Kopf. Sie holt einmal mehr tief Luft und wischt sich weitere Tränen aus dem Gesicht. Ängstlich blickt sie ihrem Liebsten in die Augen.

Sarah Duriel: "Ich ... ich habe dir doch mal von meiner Vergangenheit für die Company erzählt, James ..."

Der Engländer nickt mit dem Kopf.

James Godd: "Ja, das hast du. Was soll damit sein? Das ist doch Schnee von gestern und für mich nicht von Bedeutung. Habe ich dir doch schon Mal gesagt!"

Er versucht ihr ein aufmunterndes Lächeln zu schenken. Doch tief in ihm breitet sich bereits ein recht mulmiges Gefühl aus. Er ahnt, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmt. Etwas, das alles für immer verändern könnte. Die junge Französin schüttelt abermals den Kopf.

Sarah Duriel: "Es ist von Bedeutung ... Sie sind zurück und ... und sie wollen ... dich!"

Überraschung zeichnet sich auf den Gesichtszügen von Godd ab. 

James Godd: "Was soll das heißen, sie wollen mich? Was meinst du?"

Fragend blickt er sie an. Ihr kommen einmal mehr neue Tränen. Das ist er nun also ... der Moment, in dem ihr gesamtes Glück zerbrechen wird wie eine Porzellanvase, die zu Boden fällt. Sie schluckt hart.

Sarah Duriel: "Sie wollen, dass ich mit dir das mache, was ich damals mit Rouswell getan habe. Ich soll das Match heute manipulieren, damit du Champion bleibst."

Der Schock steht ihm ins Gesicht geschrieben und ihr Herz bricht zum erneuten Male. Wie oft kann ein Herz brechen, ehe es endgültig hinüber ist?

James blickt sie wortlos an, dann steht er von seinem Stuhl auf und marschiert schweigend im Raum hin und her. Was soll er davon halten? Hat sie denn wirklich die ganze Zeit ein falsches Spiel mit ihm gespielt? Er schüttelt den Kopf und seufzt. Das kann doch alles nicht wahr sein! Es muss sich hier um einen bösen Traum handeln. Er reibt seine Augen und zwickt sich selbst in den Unterarm, doch an der Situation verändert sich rein gar nichts!

Sarah Duriel: "James ... ich ... bitte sag doch was!"

Er hält an und blickt sie stumm an. Seine Miene ist völlig ernst, auch wenn man deutlich erkennen kann, dass in ihm irgendetwas zerbrochen ist.

James Godd: "Was? Was erwartest du denn jetzt von mir?"

Der Gerasy Champ fährt sich durch die Haare und schüttelt erneut den Kopf. Sarah fängt an heftig zu schluchzen.

Sarah Duriel: "Ich ... musste ... sie haben Cécile ... sie haben meine Schwester! Ich weiß nicht, was ich tun soll, James ..."

Sie fängt nun an hemmungslos zu weinen. James hingegen wirkt nun vollends schockiert. Damit hatte er nun am allerwenigsten gerechnet. Er geht erneut zu dem Stuhl und lässt sich auf diesen fallen, dann begräbt er sein Gesicht in seinen Händen. Er holt tief Luft und blickt sie dann mit einer ernsten Miene an.

James Godd: "Ich wünschte, du hättest es mir vorher gesagt ... ich glaube dir ... ich werde sehen, was wir tun können!"

Mit diesen Worten steht er auf, ohne sie auch nur anzusehen. Er geht zur Tür und öffnet diese. Kurz seufzt er noch einmal und schließlich geht er durch die Tür. Die weinende Sarah lässt er trostlos zurück. Er muss das, was er gerade gehört hat, erst einmal verarbeiten. Was er jetzt braucht, ist sein bester Freund. Sarah hebt, nachdem er bereits aus der Kabine gegangen ist den Blick. Völlig verzweifelt ruft sie ihm hinterher.

Sarah Duriel: "ICH ... ICH LIEBE DICH!"

Doch er ist bereits weg. Er hört es nicht. Vielleicht will er es auch gar nicht hören! Sie vergräbt ihr Gesicht erneut in ihren Handflächen und lässt ihren Tränen freien Lauf.


------------------ PCWA ------------------

Jane Nelson: "Wir beginnen mit dem ersten Kampf des IMPERIAL IMPACT 13!!!"

Jan-Rupert von Wichtenhausen befindet sich bereits im Ring und wird nicht müde, sich andauernd mit dem Publikum anzulegen.

Jane Nelson: "Bereits im Ring... JAN-RUPERT VON WIIIIIIIIIICHTENHAAAAAUUUUUSEEEEEEEN!"

Laute Buhrufe, wie immer beim Auftritt des Adligen.

Jane Nelson: "Und sein Gegner... mit einer Körpergröße von 1,95 Metern und 125 Kilogramm... Antooooooooooooooooooooooooooonio Maldicãoooooooooooooooooooooooooo!!!"

Dann wir die Halle dunkel während Magnesiumfackeln auf der Stage gezündet werden, ihr Rauch verbreitet sich. Sirenen sind zu hören während Maldicao im Fackellicht die Rampe betritt. Er bleibt für einige Momente zwischen den Fackeln, hebt dann die Faust hoch über den Kopf und schlägt mit ihr auf den Boden. Zeitgleich setzt sein Theme ein, die Erschütterung der Faust geht in die Gitarren von Disturbed über. Wie ein Raubtier das seine Beute wittert geht er langsam zum Ring und stellt sich Wichtenhausen direkt gegenüber.

Vincent Craven: "Bevor diese beiden Raubtiere aufeinander los stürmen... hier noch das Voting der Fans für diese spezielle Stipulation!"


Mike Garland: "Hahaha... DAS könnte witzig werden."

Vincent Craven: "Sofern von Wichtenhausen gewinnt."

Mike Garland: "Und das wird er auch."

Wir werden es gleich erfahren. Kurz nachdem der AlieraTron erloschen ist verliert der Ringrichter keine Zeit und lässt das Match anläuten. Der Imperial Impact beginnt JETZT!


Opener
- 2nd Encounter -
Regular Singles Match
Bild
vs.
Bild
(Der erste Pinfall entscheidet über den Sieg. Als Fall zählen Three Count, Submission, Disqualifikation sowie Count-Out.
-Referee: Johannes Ullrich; Zeitlimit: 15 Min)

 

Vincent Craven: "Da scheint noch Redebedarf zu sein."

Mike Garland: "Well... eher nonverbal wenn du mich fragst."

Es scheint so. Beide Kämpfer stehen sich zuerst einfach nur gegenüber. Maldicao zeigt auf die Absperrung, was dem Adligen ein knappes Nicken entlockt. Dann stürmen beide urplötzlich auf einander los und landen in einem LOCKUP! Maldicao stößt seinen Gegner jedoch von sich weg. Der Adelige geht jedoch sofort erneut in einen Lock-Up, aus welchem heraus er in einen Waistlock wechselt und einige Schläge in den Rücken von Maldicao zeigt.

Die Wirkung bleibt jedoch aus, stattdessen gibt es einen Back Elbow genau ins Gesicht von Wichtenhausen und der taumelt in die Ringecke. Maldicao folgt ihm und will zuschlagen, doch Jan-Rupert kann abtauchen und seinem Gegner das Bein wegtreten. Der Adlige hilft ihm jedoch nach einigen weiteren Kicks wieder auf die Beine und will ihn nun per Whip-In in die gegenüberliegende Ringecke schicken. Maldicao blockt jedoch ab.

Wichtenhausen versucht es erneut, doch einmal mehr blockt sein Gegner und zeigt nun stattdessen seinerseits einen harten Shoulder Block. Jan-Rupert geht getroffen zu Boden. Dort verweilt er jedoch nicht lange, denn Maldicao zieht ihn sofort erneut hoch und es gibt einige Shortarm Shoulder Blocks, gefolgt von einem Whip-In in die Ringecke. Wichtenhausen taumelt zurück in die Ringmitte, wo ihn sein Gegner bereits erwartet und zu einer Military Press hochstemmt.

Es gibt eine kurze Kraftdemonstration und schließlich lässt er den Adligen mit einem Gutbuster herunterkrachen. 

Vincent Craven: "Wichtenhausen ergreift allerdings die Flucht und rollt sich aus dem Ring."

Mike Garland: "Da hat er die Rechnung jedoch ohne seinen Gegner gemacht, denn der folgt ihm auf der Stelle!"

Vincent Craven: "Und der lässt hier direkt einige weitere Tritte gegen den XAW'ler folgen."

Maldicao zieht seinen Gegner nun zur Absperrung, doch der blockiert und trifft seinen Gegner nun mit dem Ellbogen knapp über dem Schritt, was vom Referee nicht gesehen wird, da Maldicao genau in dessen Sicht steht. Wichtenhausen wittert nun Morgenluft und lässt seinen Gegner gegen den Ringpfosten krachen, anschließend rollt er sich kurz in den Ring und wieder heraus um den 10 Count des Referee zu unterbrechen.

Jan-Rupert schnappt sich nun den Arm von Maldicao und lässt diesen gegen den Pfosten krachen. Ein lauter Aufschrei geht durch die Halle. Wichtenhausen grinst nun hämisch und verpasst seinem Gegner eine schallende Ohrfeige ...

Vincent Craven: "... und jetzt rennt er wie ein Feigling davon!"

Mike Garland: "Maldicao rennt ihm jedoch sofort hinterher ..."

Vincent Craven: " ... und tappt genau in die Falle! Drop Toe Hold und Maldicao muss hier Bekanntschaft mit der Ringtreppe machen!"

Mike Garland: "Da macht sich dann eben die ganze Erfahrung des Veteranen bemerkbar."

Der Adlige posiert nun ein wenig für die Fans, was laute Buh Rufe zur Folge hat. Schließlich rollt er seinen Gegner zurück in den Ring und folgt. Dort angekommen gibt es nun unzählige Tritte gegen so ziemlich jede Körperpartie seines Gegners. Jan-Rupert zieht Maldicao nun zu den Seilen und würgt ihn mithilfe von diesen. Der Referee ermahnt ihn dies sein zu lassen. Grinsend zieht der Adlige seinen Gegner wieder weg vom Seil und covert ihn, wobei er jedoch die Beine auf das Seil legt ...

 

... One ...

 

... Two ...

 

... Kick-Out.

 

Trotz der zusätzlichen Kraft hat es nicht gereicht und Wichtenhausen brüllt wütend den Referee an. Dann zieht er seinen Gegner wieder auf die Beine und drückt ihn in die Ecke, wo es einige Tritte gibt. Schließlich soll ein weiterer Whip-In folgen, doch Maldicao schafft es sich in den Seilen festzuhalten. Wichtenhausen blickt ihn überrascht an und kassiert sofort einen harten Schlag, der ihn zurücktaumeln lässt. Maldicao rennt los um eine Clothesline zu zeigen, doch der Adlige hat erneut eine Antwort parat und kann einen Back Body Drop landen. Sofort lässt er einen Knee Drop folgen und covert lässig ...

 

... One ...

 

... Two ...

 

... Erneuter Kick-Out von Maldicao!

 

Vincent Craven: "Der Junge scheint noch einige Kraftreserven zu haben!"

Mike Garland: "Sieht ganz danach aus, aber wenn Wichtenhausen weiterhin so überlegen agiert, dann ist es nur eine Frage der Zeit bis er den Sieg davonträgt."

Vincent Craven: "Bis jetzt hat der Adlige XAW'ler in der Tat stets eine Antwort auf die Attacken seines Gegners gehabt!"

Wichtenhausen fackelt nicht lange mit dem gescheiterten Cover, stattdessen zieht er den Gegner auf die Füße, hakt ihn ein zu einem Suplex...

 

SUPLEX INTO FACEFRONT DROP!

 

AUF DAS OBERSTEN SEIL!

 

Und genau dort bleibt Maldicáo hilflos hängen, da zieht der Adlige ein paar Schritte zurück - Anlauf - und zack!

 

DROPKICK!

 

Maldicáos Kopf baumelt lose hin und her während er laut stöhnend auf den Ringboden hinunterrutscht. Er bekommt allerdings gar keine Atempause, denn Jan-Rupert bleibt gnadenlos und platziert seinen Fuß auf dem Hinterkopf des Halb-Brasilianers. Sofort ist der Ref zur Stelle und zählt Wichtenhausen an. Knapp vor fünf lässt er von seinem Gegner ab, nur um eine Sekunde später einen knackigen

 

ELBOW DROP!

 

folgen zu lassen.Völlig fertig wehrt sich Maldicáo kaum gegen das Vorhaben von Wichtenhausen, als er zwischen den Seilen positioniert wird und dann dessen Armen in verdrehten Seilen fixiert werden. Derart hoffnungslos festgeklemmt zwischen den Seilen, hat Maldicáo keine Chance, sich zu wehren.

An dieser Stelle nimmt Wichtenhausen sich endlich Zeit, allerdings nicht zugunsten seines Gegners - auch wenn Maldicáo wütend nach ihm tritt und Johannes Ulrich sich vergebens abmüht ihn zu befreien. Den Tritten kann Jan-Rupert locker ausweichen und als Gegenaktion kickt er dafür das brasilianische Standbein weg. Derart verheddert kann der nur das Gleichgewicht verlieren und stürzt halb herunter. Hier beginnt der XAWler in aller Ruhe ständig auf die Füße von Maldicáo einzutreten.

Mike Garland: "Er scheint jeden Zeh von Maldicáo treten zu wollen..."

Vincent Craven: "Durchaus eine wirksame Taktik, denn wenn ihm die Füße schmerzen, wird er wohl kaum stabil auf dem Boden stehen können."

Endlich nach einer lange Phase gibt Jan-Rupert ihm die Zeit, denn er fängt jetzt lautstark gegen das Publikum zu pöbeln, welches sofort zurück buht. Er ist so dermaßen beschäftigt, dass Maldicáo tatsächlich schafft, sich aus den Seilen zu befreien! Doch die Freude währt nur kurz, denn Jan-Rupert hat rechtzeitig die Situation erkannt und kontert Maldicáo mit einem lässigen Russian Legsweep! Maldicào knallt hin und bekommt auch noch zur Strafe mehrere Tritte von Jan. Sogar ein Tritt gegen seinen Kopf geht durch, wird aber heftig vom Ringrichter geahndet.

Wichtenhausen kümmert das herzlich wenig, denn er hat längst andere Pläne - er steigt nämlich auf eine Ringecke und bereitet sich zu einer Diving-Aktion vor...

 

DOUBLE AXE HANDLE!!

 

VOLLTREFFER!

 

Der Halbdeutsche legt sich auf ganzer Länge hin und bleibt völlig bewegungslos. Ganz klarer Fall für einen Cover. Jan-Rupert ist sofort zur Stelle und hakt das Bein ein.

 

Eins...

 

Zwei...

 

Drei..

 

DOCH NICHT!

 

Ganz knapp ist die Hand von Maldicáo in die Luft geschnellt!

Mike Garland: "Puh, ganz knapp! Der hält sich aber ganz schön wacker, dieser Maldicáo."

Vincent Craven: "Vielleicht, aber noch ein Cover wird er diesmal nicht überleben."

Verärgert über den erneut gescheiterten Pin zerrt er den Südamerikaner hoch und schubst ihn in eine Ecke, um ihn dort nach Strich und Faden zu vermöbeln! Da das aber kein schönes Wrestling ist und zudem nicht ganz regelkonform, springt der Ringrichter ein und zählt Jan-Rupert an, da er damit nicht aufhört. Bei Vier lässt er es dann aber gut sein und will stattdessen mit dem Ringrichter diskutieren. Zwei, drei Sekunden lang Gezoffe, dann schiebt Maldicao ihn energisch in die Ringmitte. Er haut Jan-Rupert mehrfach auf den Rücken und will mit einem Bulldog nachziehen, aber dies scheint Jan-Rupert zu ahnen und weicht ihn aus und antwortet mit einem

 

SIDE SUPLEX!

 

Vincent Craven: "Wo kommt das denn her?!"

Mike Garland: "Wichtenhausen scheint eine geheime Kraft innezuwohnen, wenn er die Angriffsversuche von Maldicào jedesmal abwürgen kann."

Mit Schmerzen versucht Maldicáo schnell auf die Füße zu kommen, aber keine Chance - Wichtenhausen ist einfach klar im Vorteil und demonstriert dies auch mit einem schnellen DDT.

Mike Garland: "Ein wenig einseitig dieser Kampf, bisher."

Vincent Craven: "Klar, Jan-Rupert von Wichtenhausen setzt auf Zermürbungskrieg und das scheint tadellos zu funktionieren. Der Südamerikaner ist fix und fertig... während Jan-Rupert wieder mal mit einem Fan streitet."

In der Tat, Jan-Rupert hat offenbar einen lautstarken Einwurf, der etwas über die körperliche Eigenschaften seiner Mutter sagt, gehört und deckt den Fan mit brüllenden Beleidigungen ein. Das gibt dem lädierten Halbdeutschen Zeit, sich scheinbar unendlich lange am Turnbuckle hochzuziehen. Irgendwann steht er wieder auf wackeligen Beinen, aber Jan-Rupert ist wachsam und beendet den sinnlosen Disput mit dem Fan auf der Stelle. Er rennt an, um Maldicáo in die Ecke reinzuhämmern, aber... urplötzlich weicht Maldicáo aus und legt auch noch einen

 

POWERSLAM!

 

nach!

Völlig schockiert rollt Jan-Rupert aus dem Ring und beobachtet noch, wie Maldicáo sich ihm direkt an die Fersen heftet. Beide sind jetzt aus dem Ring. Jan-Rupert feuert seine Fäuste ab, aber der Halbbrasilianer blockiert sie und wandelt Selbige in eigene Schläge um, was auch funktioniert! Jan-Rupert, immer noch kosterniert über die scheinbar aus dem Nichts kommenden Konter und lässt sich langsam zur Absperrung drängen. Maldicáo prügelt pausenlos auf ihn ein und beendet die Serie mit einem Elbow Smash mit Schmackes!

Nicht zu vergessen, der Ringrichter hat beide schon bereits angezählt. Im Moment ist es drei.

Jan-Rupert ist an der Absperrung und hält sich an dieser fest, während der Mexikaner seinen Rücken mit weitere Elbow Smashes malträtiert! Schließlich hebt Maldicao ihn aus...

 

BACKBREAKER AUF DIE ABSPERRUNG!!

 

Ein Raunen geht durch die Zuschauer. Der Ref sagt fünf.

Vincent Craven: "Die müssen sich beeilen. Und ich bin immer noch verblüfft, wie sich das Blatt gewendet hat. Ich war so überzeugt, dass Jan-Rupert ein leichtes Spiel haben würde."

Mike Garland: "Das macht eben der Reiz von Wrestling aus. Man weiß nie, was alles passieren kann. Maldicào sollte sich allerdings tatsächlich ein wenig sputen, wenn er da draußen noch was erledigen will."

Während Jan-Rupert wie ein Reissack die Absperrung heruntergleitet und unten bleibt, muss Maldicáo doch einmal richtig durchschnaufen. Die lange Phase im Ring, wo Jan-Rupert dominiert hat, hat ihn doch ganz schön beansprucht. Daher braucht er auch ein wenig länger, um Jan-Rupert von Wichtenhausen hochzuziehen, ein paar präventive Schläge zu verpassen, und an der Absperrung bereit zur Abfertigung zu positionieren. Und das dauert ewig...

Ullrich warnt. Es ist bereits acht.

Maldicào muss sputen, also nimmt er Anlauf und will Jan-Rupert anspringen...

 

DOCH ER WEICHT AUS!

 

MALDICÀO KRACHT ALLEINE DURCH DIE ABSPERRUNG!

 

Neun und es ist gleich Zehn...

Jan-Rupert krabbelt, heftig atmend und keuchend, zum Apron, zieht sich hoch... und rollt beim Zehn in den Ring ein!

Maldicáo hatte nie eine Chance gehabt, sich noch vor einem Count-Out zu retten. Er liegt immer noch völlig kaputt hinter der umgeschmissene Absperrung... während die Ringsprecherin das Ergebnis verkündet.

Jane Nelson: "Der Sieger... JAN-RUPERT VON WIIIIIIIIIICHTENHAAAAAUUUUUSEEEEEEEN!"

Mit einem genüßlichen Grinsen lehnt sich der Mann im bunten Hemd zurück. Sein Kollege verdreht nur die Augen.

Mike Garland: "Na komm schon... ich hatte recht."

Vincent Craven: "Bitte schweig. Es wird schlimm genug, was von Wichtenhausen sich ausgedacht haben wird."

Mike Garland:"Ich bin sehr gespannt."

Das wird wohl niemand in der Halle abstreiten. Zwar immer noch heftig atmend aber mit dem allseits bekannten, widerlichen Grinsen rollt sich der Adlige aus dem Ring und begibt sich zu seinem besiegten Gegner, der mittlerweile wieder auf den Knien sitzt und schwer atmend versucht zu realisieren, was gerade passiert ist. Von Wichtenhausen baut sich vor ihm auf...

Und winkt in Richtung Backstage. Flugs sprintet ein PCWA Angestellter herbei und händigt dem Adligen einen Gegenstand aus.

Vincent Craven: "Oh bitte... "

Mike Garland: "Man möge mir Popcorn bringen. Das wird WUNDERVOLL!"

Gemeint ist der Gegenstand. Eine Hundeleine inklusive ein mit massiven Diamanten besetztes Halsband. Maldicào knirscht mit den Zähnen... doch er hat verloren. Und so muss er es tatenlos zulassen, dass Jan-Rupert ihm das Halsband anlegt und ihm bedeutet, sich auf alle Viere zu begeben... was der Halbbrasilianer gemäß des Fanvotings auch tut. Tun MUSS. Der Adlige platziert seinen Fuß auf dem Rücken seines 'Hundes' und posiert für seine Fans...

Die es nicht wirklich gibt... laute Buh-Rufe schallen durch die Halle, doch der XAWler zeigt sein bestes Zahnpasta-Lächeln.

Vincent Craven: "Das ist einfach nur erniedrigend. Widerlich."

Mike garland: "Du weisst, ich wiederhole mich ungern, aber... "

Der Halbjapaner winkt ab.

Vincent Craven: "Jaja... du feierst es. Und du hattest Recht. Bitte schweig, auf das ich diese Szene schnell wieder vergessen kann."

Mike Garland: "Das wirst du niemals, Vincie."

Vincent Craven: "Regie... bitte rettet mich mit der nächsten Szene!"


------------------ PCWA ------------------

Was Sarah ihm erzählt hatte, war schockierend. Zuerst hatte er gar nicht glauben können, was seine Freundin ihm da erzählte, und hatte sie nur fassungslos angestarrt. Doch so unglaublich das Ganze klang, so sehr konnte er Sarah ansehen, dass es der Wahrheit entsprach. Und nun lag es ihm ihr zu helfen. Entschlossen hatte er die Kabine verlassen und war losgeeilt, um den verrückten Hund noch einmal vor dem Match zu sprechen. Es ging nun nicht mehr um den Titel oder um sonst etwas, sondern um weit mehr und er hatte das Gefühl, dass sie dieses Problem nur gemeinsam würden lösen können. Doch wie schon so oft, hatte er vergeblich gesucht. Der Hund war natürlich wieder überall, nur nicht da, wo man nach ihm suchte. Als erstes hatte er es in der Kabine von Mad Dog versucht, jene jedoch nur leer aufgefunden. Anschließend war er in die Trainingshalle gegangen, doch hatte dort lediglich ein paar Rookies entdecken können, die dem Champion bewundernde Blicke zugeworfen hatten. Einige unter ihnen hatten versucht ihn in ein Gespräch zu verwickeln, doch dafür hatte er keine Zeit und so hatte er sie abgewimmelt. Und nun steht der nächste Versuch an den Hund zu finden. Er verzieht kurz das Gesicht, denn eigentlich wollte er nur höchst ungern mit dieser Person vor dem Match sprechen, doch ihm bleibt nun einmal keine andere Wahl. Und so klopft er schließlich an die Tür und wartet voller Ungeduld ab. Doch nichts tut sich im Inneren des Raums. Kein Geräusch, das darauf hindeutet, dass sich irgendwer im Innern befinden könnte. Er holt tief Luft und klopft noch einmal. Ungeduldig wartet er ab, doch erneut keine Reaktion. Er schüttelt kurz den Kopf. Das kann doch alles nicht wahr sein! Es ist, als wäre er im Innern eines einzigen großen Alptraums gefangen. Er dreht sich um und will bereits wieder gehen, doch dann steht eine hochgewachsene, hübsche Frau direkt vor ihm.

Nach einem kurzen Blick auf ihren Peeptoes kann er sich nicht erinnern, dass er das typische Klackern je gehört hat. Wie auch immer, DeWynters ist ja für ihr plötzliches Auftreten ohne jede Erklärung berüchtigt.

DeWynters: "Mr. Godd? Was machen Sie denn hier? Wollen Sie mir etwa auflauern?"

James Godd: "Ich suche nach Mad Dog, doch ich kann ihn nirgends finden. Ich dachte, dass Sie mir vielleicht helfen könnten ..."

Fragend blickt er sie an. Ein kleiner Hoffnungsschimmer am Horizont.

Ihr so stoisches Gesicht ändert sich minimal, indem sich ihre katzenhaften Augen misstrauisch verengen.

DeWynters: "Vergessen Sie lieber die Suche nach ihm. Ich weiß, dass Sie versuchen, die Freundschaft mit ihm zu vertiefen, was ich allerdings nicht unbedingt gutheißen kann. Wissen Sie, Mr. Godd, Sie können mich nicht täuschen mit Ihrem Ablenkungsmanöver. Sie wollen Mad Dog emotional beeinflussen, damit er seinen Fokus auf den wichtigsten Titel verliert. Daher kann ich Ihnen nicht helfen, amtierender Champion."

Das Wort "amtierend" betont sie, um dem Briten zu signalisieren dass sie mit seinem Titelverlust fest rechnet.

Godd blickt sie völlig ungläubig an. Er kann kaum glauben, was er da zu hören bekommt. Andererseits ist es nicht die erste unglaublich anmutende Geschichte, die er am heutigen Abend zu hören bekommt. Er schüttelt kurz den Kopf und blickt Dewynters giftig an.

James Godd: "Für sowas ist jetzt keine Zeit, DeWynters. Ja, wir treten im heutigen Main Event um den Titel an und ich kann verstehen, dass Sie da ein gewisses Interesse an einem Mad Dog Sieg haben, aber es gibt zurzeit wichtigere Dinge als diesen Titel ... wichtigere Dinge als dieses Match! Also, wissen Sie nun, wo er ist oder nicht?"

Ungeduldig blickt er sie an. In der aktuellen Situation zählt jede verdammte Sekunde und er hat im Grunde genommen schon viel zu viel Zeit mit diesem Gespräch verschwendet. Zeit, in der er sich mit dem Hund darüber hätte beraten können, was nun zu tun ist.

Eine fein geschwungene Augenbraue schießt in die Höhe. Es ist ihr deutlich anzusehen, dass DeWynters ihm nicht im Geringsten glaubt.

DeWynters: "Wichtigere Dinge als 'diesen Titel', ja? Das wollen Sie sicherlich vor allem in SEINER Perspektive so darstellen. Damit Mr. PCWA ein Titelsieg nicht mehr für 'wichtig' hält, habe ich Recht? Aber erzählen Sie mir doch eines... Wenn Sie im Ring stehen und der Kampf ist ein Championship Match und es geht um DEN Titel - was könnte dann wichtiger sein, Mr. Godd?"

Godd kann das Misstrauen durchaus verstehen. Er selbst würde schwer zum Nachdenken kommen, wenn man ihm das Ganze so erzählt hätte, wie er es gerade getan hat. Doch ebenso wenig kann er ihr sagen, was Sache ist, wo sie doch gerade umgeben von Kameras sind, die das Ganze aufzeichnen und an diesen Fellon Typen, von dem Sarah ihm erzählt hat, weiterleiten könnten. Und so überlegt er fieberhaft, was er ihr antworten könnte, ohne einen Verdacht bei diesem Mr. Fellon zu erregen. Die Sekunden verstreichen, während er stumm vor DeWynters steht. Auch wenn sich im Gesicht von der schwarzhaarigen Schönheit nichts regt, könnte man direkt das breites Grinsen hinter ihrer Maske sehen.

DeWynters: "Sehen Sie? Ihr Schweigen ist mehr als Antwort genug. Sie sind nicht der Erste und leidlich auch nicht der Letzte, der mit allen Mitteln versucht, meinen Klienten ins Irre zu führen..."

Mit wütender Miene prescht Godd vor, was Miss DeWynters kurz zusammenzucken lässt, dann steht sie jedoch so felsenfest wie zuvor vor ihm. 

James Godd: "Jetzt pass Mal auf, DeWynters! Du hast nicht den Hauch einer Ahnung, was hier vor sich geht, und du hast auch nicht den Hauch einer Ahnung, was Dog und ich gemeinsam durchlebt haben ... wie tief diese Beziehung tatsächlich geht. Ich war seit meiner Rückkehr stets ehrlich zu ihm und daran wird sich auch heute nichts ändern. Selbst wenn er den Main Event gewinnen sollte. Aber das hier jetzt, hat Nichts und zwar rein gar Nichts damit zu tun. Wenn du also verfickt nochmal weißt, wo er sich aufhält, dann sag es mir, weil ich keine fucking Zeit zu verlieren habe! Klar?"

Er blickt sie mit erröteter Miene und gefletschten Zähnen an. Doch DeWynters bewahrt ihre kühle Ausstrahlung.

DeWynters: "Mr. Godd, Sie sollten mich doch gut genug kennen, dass ich mich mit solcher Thematik wie Wrestling, Freundschaften, Feindschaften und Rivalitäten eingehend befasse. Und Ihre gemeinsame Geschichten mit meinem Klienten bildet da keine Ausnahmen. Die Geschicht von der gemeinsamen Schlachtung... und die Geschichte, wie er Sie im Stich gelassen hat. Da kommt so eine Gelegenheit wie heute wie gerufen, um endlich DIE perfekte Rache zu nehmen. Ein Mad Dog, der ahnungslos glaubt, dass eure Freundschaft nach wie vor intakt ist. Ein Mad Dog, der längst seine Untaten vergessen hat. Ein Mad Dog, der glaubt, dass Sie ihm vergeben hätten. Und, mit Verlaub, haben Sie mit Ihrem Gefühlsausbruch meinen Verdacht zementiert."

James fährt sich kopfschüttelnd durch die Haare. 

James Godd: "Hörst du dir eigentlich selbst zu? Wenn ich auf Rache aus gewesen wäre, dann hätte ich dafür schon zig andere Möglichkeiten gehabt! Ich ..."

Er bricht ab. Es bringt Nichts sich weiterhin mit dieser Person zu streiten. Er hätte beinahe vergessen, weshalb er überhaupt losgezogen ist, doch diese Frau vor ihm hatte ihn einfach nur wütend gemacht. Schließlich holt er noch einmal tief Luft.

James Godd: "Ich werde ihn auch ohne deine Hilfe finden. Sarah hatte Recht ... du bist eine Bitch!"

Das letzte Wort spuckt er förmlich aus, dann dreht er sich um und verlässt die Szenerie ohne DeWynters auch nur einen weiteren Blick zukommen zu lassen. Er hat einfach nicht die Zeit und Laune sich jetzt mit dieser Frau auseinanderzusetzen. Er kann nur noch hoffen, dass es ihr noch nicht gelungen ist, die Gedankengänge der Töle so zu verwirren, dass der ihre Ammenmärchen glaubt und sich gegen ihn wendet. Er muss auf die Hilfe von Dog zählen, wenn er diese Situation zum Besten wenden will. Und so läuft er in den nächsten Gang hinein.

DeWynters seufzt. Es gibt so viele Fronten, die sie für Mad Dog abwehren muss. Insbesonders gegen die Manipulationen von vermeintlichen Freunden - und DeWynters hat häufig genug Erfahrungen gemacht, dass gerade solche Freunde die gefährlichsten Feinde sind. Sie muss also James Godd demnächst besonders gut beobachten. Dass er sie dabei eine Bitch genannt hat, berührt sie dagegen überhaupt nicht. Nicht selten haben Feinde in Prozessen DeWynters, eine Staranwältin, mit schlimmeren Beleidigungen bedacht.


Mike Garland: "Richtig so! DeWynters macht ihre Augabe echt gut, Mad Dog von allen Ablenkungen abzuschirmen. So muss eine Managerin agieren."

Vincent Craven: "Ich glaube, dass sieht der Night Fighter allerdings anders, Mike. Gerade wo James Godd doch sehr aufgelöst schien. Was ist nur in den Engländer gefahren, frag ich mich?!"

Mike Garland: "Ach, wahrscheinlich in die Hose gemacht. Der Typ kommt doch immer noch nicht mit seinem Titelgewinn klar und jetzt - kurz vor dem Match - geht ihm eben die Düse..."

Vincent Craven: "Mmmh. Das hörte sich für mich nach einem ganz anderen Problem an. Aber warten wir ab, schließlich wollte er mit seinem Freund darüber reden und wenn es soweit ist, dürften wir mehr erfahren."

Mike Garland: "Ich hoffe nicht! Miss DeWynters sollte alles daran setzen, den Engländer von der unbekannten Konstante fern zu halten. Godd hat ihn schon genug eingelullt und wenn MD heute nicht so enden will, wie gegen Happy Hour, dann sollte er das endlich einsehen und auf DeWynters hören!"

Vincent Craven: "Der Scheideweg liegt lange hinter dem Hund, Mike. Er hat sich für einen anderen Weg entschieden - ebenso wie Happy Hour. Deswegen stehen sie auf unterschiedlichen Seiten."


------------------ PCWA ------------------

Eine Tür öffnet sich. Und auf dieser Tür: ein großer, fast schon überdimensionaler Smilie, welcher ein boshaftes Grinsen zur Schau trägt. Dem, was man sieht, entsprechend treten natürlich niemand geringeres als die beiden Verteidiger des GLAUBENS, die Happy Guys, hinaus in den kalten Gang des Theaters. Beide haben inzwischen bereits ihre In-Ring Gears angezogen, tragen jedoch noch nicht das in den vergangenen Wochen obligatorisch gewordene Facepaint. Angeregt unterhalten die beiden sich, während sie sich von der Kabine aus in Richtung eines noch unbekannten Ziels entfernen.

Gordon Banes: "Das war schon verdammt knapp. Jan-Rupert hat es aber verdient gehabt den Sieg davonzutragen."

Brandon Cornwallace: "Ja Dude, da hast du Recht. Ich vermute Mal, dass ihm der letzte Funke GLAUBEN geholfen hat, sonst hätte er bestimmt nicht den Sieg für die XAW davongetragen."

Gordon Banes: "Zusätzlich haben wir beiden an ihn GEGLAUBT! Das war sicher der ausschlaggebende Punkt!"

Brandon Cornwallace: "Stimmt. Der hat bestimmt irgendwie unseren GLAUBEN aufgesaugt, Dude!"

Cornwallace hebt beide Daumen und Banes nickt zustimmend mit dem Kopf.

Gordon Banes: "Das heißt, heute kann uns nichts passieren, Dude. Wir GLAUBEN nämlich nicht nur, wir bereiten uns auch ordnungsgemäß ..."

Die Worte bleiben Banes im Hals stecken. Im Sekundenbruchteil verrutscht ihm die Miene und eiskalte Wut blitzt in seinen Augen auf.

Banes: „Dass ihr euch wagt ...“

Brandons Arm schnellt nach vorn, hält den Partner fest und erstickt jegliche Versuche …

… Versuche, den Gang hinunterzuhasten und sich auf die verhassten Gestalten der Zwei zu stürzen, welche sich dort gerade befinden: schon in ihre Ring-Outfits gedresst befinden sich dort gerade die Partners in Crime. Im weiß-grauen Wasser-Look gehalten blättert Cardigan gerade durch einen Silver Surfer - Sonderband, während Stone derweil an dem nahen Automaten ein Getränk zieht.
Der kurze Wortfetzen lässt ihn allerdings aufhorchen - und nun ebenfalls sichtlich erzürnt donnert er die Faust gegen den Apparat … kommt allerdings auch nicht weit, da sich Trent in dessen Weg stellt und dem rumpelnden Automat zwei Büchsen entnimmt. Eine reicht er Machinegun, welcher sich scheinbar wieder beruhigt hat und klopft ihm entsprechend auf die Schulter.

Cardigan: „Schau an, wen die Klospülung hereingewirbelt hat …“

Neuerliches Wut-Aufblitzen bei Banes, doch diesmal muss ihn Bray-Bray nicht zurückhalten. Er bleibt, wo er ist, und lässt seine Mimik Bände sprechen. Bray-Bray sieht sich etwas verwirrt um, denn er fühlt sich durch die Worte von Cardigan nicht einmal im Ansatz angesprochen. Weiß er doch ganz genau, dass er nicht durch eine Klospülung sondern durch eine Tür in diesen Gang gelangt ist. Doch außer ihm und seinem Partner ist hier niemand. Ratlos kratzt der Waliser sich am Kopf.
Ähnlich Stone, welcher scheinbar zu seiner alten Selbstsicherheit zurückgefunden hat. Zischend öffnet er sein Getränk und schlürft den Schaum ab.

Stone: „… na, wen haben wir denn da: Creutzfeld und Jakob auf dem Weg zum Schafott. Wohin so eilig? Noch schnell’n Imbiss, bevor ihr die nächsten Monate eure Cheeseburger nur noch mit der Schnabeltasse einnehmen könnt?“

Der Wirbelsturm lehnt sich mit dem Ellbogen auf Machineguns Schulter, trinkt ebenfalls.

Cardigan: „Sachte Matt, das isses nich wert. Wir haben gleich genug Zeit, ihnen das dämliche Grinsen zurück zwischen die Gesäßbacken zu prügeln.“

Banes will erneut nach vorne stürmen. Lautstark macht er sich bemerkbar.

Gordon Banes: "Ich werd euch gleich euer dämliches Grinsen austreiben, ihr dreckigen ..."

Doch einmal mehr stellt sich ihm sein Partner in den Weg, der am heutigen Abend eine erstaunliche Wandlung am Durchmachen ist und auch eigene Entscheidungen trifft, unabhängig davon, wie sein Partner die Dinge sieht. Cornwallace winkt lässig ab und schenkt den Partners in Crime ein kurzes Schmunzeln.

Brandon Cornwallace: "Ihr könnt euch eure dümmlichen Spiele und Sprüche auch für das Match aufheben, auch wenn ich stark in Zweifel ziehe, dass diese euch einen Vorteil einbringen werden, der entscheidend genug sein wird uns zu bezwingen. Im Gegensatz zu euch betreiben wir nämlich tatsächlich eine Vorbereitung auf unsere Gegner und verbringen unsere Zeit vor den Fights nicht damit Comics zu lesen ... übrigens ist Silver-Surfer ziemlich dumm, da gibt es bessere Auswahlmöglichkeiten!"

Er deutet mit dem Finger auf den Sonderband in den Händen von Cardigan und grinst ... leicht debil natürlich. Dann fährt er fort.

Brandon Cornwallace: "Wie auch immer, Dudes. Wir haben uns auf alle Eventualitäten vorbereitet und werden euch heute Abend in eure Schranken weisen. Schon alleine, weil ich fest daran GLAUBE, dass die Fans sich für das Cage Match entscheiden werden, wodurch eure windige kleine Freundin sich dieses Mal nicht wird einmischen können."

Stone: „Na und? Du kannst mit deiner Freundin wenigstens nen Tag machen…“

Der Ring-Rebell deutet auf Banes. Der ballt die Fäuste.
Cornwallace nickt kurz.

Brandon Cornwallace: "Hmmm ... yeah ... funny! Dir werden die Gags schon noch im Hals stecken bleiben!"

Banes geht einen Schritt vor. Er hat jetzt lange genug geschwiegen. Zeit, das Zepter wieder zu übernehmen. Voller Hass blickt er die beiden kriminellen Partner an.

Gordon Banes: "Und wie sie das werden. Ich werde dir zeigen, wie sehr ich eine Freundin bin, du verdammter Bastard!"

Cornwallace blickt ihn verblüfft an. Wieso sollte sein Partner seinen Gegnern zeigen wollen, dass er eine Freundin ist? Irgendwie ergibt das doch gar keinen Sinn. Einmal mehr kratzt der Waliser sich ratlos am Kopf.
Ebenfalls zischend öffnet nun auch der Tempest seine Dose, trinkt aus dieser. Dann aber tritt er einen Schritt vor – und setzt die Ray Ban ab.

Cardigan: „Passt mal auf, ihr Musterknaben: diese ganze Chose wäre nie soweit hochgekocht, wärt ihr mal früher vom hohen Ross abgestiegen. Nix gegen nen ordentlichen Kampf, aber als Fallobst lassen weder Matt noch ich uns abstempeln. Vor allem nicht von zwei Flachpfeifen wie euch, die ihre Rolle als Tag Team ein wenig zu gottgleich darstellen.“

Mit einer einzigen Daumenbewegung überdehnt er den metallenen Verschlussnippel der Dose derart, dass sich dieser wegbiegt und letztlich abbricht. Bevor er zu Boden fällt, fängt Trent ihn auf.

Cardigan: „Und was ein mögliches Cage Match angeht … was soll’s. Wir können mit allen Varianten leben. Ob nun Hundekette, Death Match, Flaggen … was weiß ich, Sumo, Scaffold, Blindfold, Kissenschlacht, Street-Schach … Uns geht das sonstwo vorbei. Wir haben ein Match vor uns – und damit euch zwei Bowling-Pins, die wir mit nem Strike aus der Bahn werfen müssen. Und das werden wir auch tun. Also kommt uns nicht mit irgendwelchen entscheidenden Zünglein an der Waage. Windy hat euch einfach nur den Spiegel für euer mieses Spiel vorgehalten.“

Banes schüttelt unglaübig den Kopf und sieht seinen Partner an.

Gordon Banes: "Hast du das gehört, Bray-Bray? Wir sollen falsch gespielt haben? Dieser Typ verdreht einfach die Fakten, wie er gerade Lust drauf hat. Krawallbrüder seid ihr Zwei, sonst nichts. Verdammte Bullies, die meinen sie könnten uns herumschubsen, wie schon so viele vor euch das geglaubt haben! Fakt ist, dass wir zu zweit auf euch zwei zugegangen sind, um die Sache Mann gegen Mann zu regeln. Wo ist da das falsche Spiel, huh? Ihr Zwei hingegen habt gedacht, dass ihr euch nur verteidigen könnt, indem ihr eure kleine Freundin hinterrücks an uns heranschleichen lasst. Ihr seid die einzigen, die hier ein falsches Spiel spielen. Und heute ist Zahltag!"

Er klopft sich mit der geballten Faust in die Handfläche. Er würde am liebsten hier und jetzt das Match starten. Street Fight nach guter alter Art und Weise. Doch sein Partner hat Recht. Genau das wollen die beiden Provokateure vor ihnen vermutlich. Und so hält er sich zurück.
Matt nutzt den Moment, als Cardigan den Verschluss im Mülleimer entsorgt, um selbst vorzutreten: spöttisch grinsend und einen weiteren Schluck nehmend.

Stone: „Soso … na, dann klär mich mal bitte auf, du Knallerbse: wer hat denn hier den Kopf sowohl in den Wolken als auch im Hintern eines god-like Psychos gehabt, für den man willenlos alles tat? Wer hat dabei sämtliche gereichten Hände ausgeschlagen, weil man dem eigenen Bauchgefühl misstraute? Wer jagt dem eigenen ... GLAUBEN wie ein läufiger Hund nach statt den Lockerroom Rules? Wer ist auf dem Weg an die Spitze gestrauchelt, weil die Nasen höher getragen wurden als das eigene überzeichnete Ego? Wer hat uns von vornherein zu Losern abgestempelt, nur weil man sich für was Besseres hält, obwohl man bloß mit Wasser kocht? … ich geb euch nen Tipp: es sind die beiden Ohrfeigen-Gesichter, die ihr jeden Morgen im Spiegel seht.“

Mit einem weiteren Hieb leert er die Dose, droht sichtlich angefressen sie zu Boden zu schleudern …
… besinnt sich scheinbar im Hinblick auf Recycling und Pfand eines Besseren und steckt die Dose in die Jackentasche.

Stone: „Ich hab es sowas von satt: ihr, diese ganzen bematschten Luftpumpen. Stellen sich hin, blasen ihren Sack auf und geben an wie ne offene Brause. Ich habe nichts gegen Hackordnungen, auch nicht gegen das Ende einer Warteschlange, durch welche man sich durchfighten muss … aber es gebietet zumindest der Anstand Prestige, Rang und Geschichte von Leuten zu akzeptieren, statt sie gleich als Greenhorns und Punktelieferant zu verschreien. Das ist in diesem Business verdammt noch mal so. Und da ihr das nicht getan habt … tja, habt ihr auch nix Besseres verdient als die Retourkutschen, welche über euch hereingebrochen sind. Und nun sag mir: wer hat hier wirklich falschgespielt?“

Banes lacht laut auf. 

Gordon Banes: "Rang? Geschichte? Ihr habt hier in der PCWA keine Geschichte, Dudes! Was ihr woanders gemacht habt, spielt HIER nicht die geringste Rolle. Wir könnten uns auch damit brüsken die größten Union Champions aller Zeiten in der XAW gewesen zu sein ... aber was spielt das HIER für eine Rolle? Gar keine! HIER seid ihr de Facto Neulinge! Tut uns furchtbar Leid, wenn wir euch damit die Wahrheit in eure hässlichen Visagen geklatscht haben, aber so sieht es eben aus!"

Er schüttelt erneut den Kopf. Sein Partner nutzt die Gelegenheit, um selbst noch einmal das Wort zu ergreifen.

Brandon Cornwallace: "Außerdem haben wir NIE willenlos gehandelt, sondern stets mit Voraussicht, but I guess You won't get that!"

Matt gluckst lautstark.

Stone: „What should I get, dipshit?! Dass ihr hier Grenzen zieht und mit Tellerrand-Horizonten argumentiert, damit eure Loserstreak nicht ganz so jämmerlich wirkt?“

Kopfschüttelnd spricht er über die Schulter zum Wettermann.

Stone: „Ey, Trent, ich hab vermutlich ne GLAUBENS..krise.“

Cardigan: „What?“

Stone: „Ich GLAUB … ich hab Augen-Tinnitus.“

Cardigan: „Den hat man im Ohr, Badger! Im OHR…“

Machinegun deutet nach vorn.

Stone: „Nee, wieso? Ich seh die beiden Pfeifen doch…“

Ein Lachflash hallt durch den Gang, begleitet mit dem Klatschen einer Gigh Five, womit Cardigan sich bei Stone für den Gag bedankt.
Nun ist es Banes, welcher sich kopfschüttelnd wegdreht.

Gordon Banes: "Nee Dude, das checken die wirklich nicht! Aber soll mir auch Latte sein! Ihr wollt unseren Respekt? Gleich habt ihr die Chance dazu, aber ich verspreche euch eines ... den Sieg werden wir am Ende davontragen. Ihr habt nicht den Hauch einer Ahnung, mit wem ihr es heute Abend zu tun bekommt. Ihr nennt uns dauernd Idioten, Flachpfeifen und dergleichen, doch ihr unterschätzt uns gnadenlos. Wir sind auf jede der heutigen Matcharten vorbereitet und haben für jede davon eine ganz eigene Strategie, welche uns zum Sieg führen wird. Ihr werdet den Tag verfluchen, an dem ihr euch mit dem neuen Triumvirat angelegt habt! Uictor Honorem!"

Er klopft seinem Partner mit grimmiger Miene auf die Schulter.

Gordon Banes: "Komm, lass uns trainieren gehen, Bray-Bray ... ich ertrage den Anblick dieser ... Gestalten nicht mehr länger!"

Er spuckt auf den Boden vor Cardigans Füßen und wendet sich von diesem ab. Bray-Bray beobachtet die beiden heutigen Gegner noch einen Moment lang, darauf gefasst, dass diese seinen Partner eventuell hinterrücks angreifen könnten, nachdem dieser ihnen einfach den Rücken zugekehrt hat. Als er sieht, dass dies nicht der Fall zu sein scheint, nickt er den beiden noch einmal zu.

Brandon Cornwallace: "Wir sehen uns gleich, Dudes!"

Damit dreht nun auch der Waliser ab. Der Trainingsraum wartet auf die beiden mit einer letzten Trainingseinheit, bevor man sich in die Schlacht stürzen wird, die dafür sorgen soll, dass die Happys endgültig wieder Kurs auf die Spitze nehmen. Die Mad Godds waren ein Anfang, die Partners in Crime werden die Kür sein. Er folgt seinem Partner und lässt die Gegner alleine mit ihren Gedanken zurück. Besonders beeindruckt wirken die Partners in Crime jedoch nicht...

… und so brechen beide nochmals prustend in Kichern aus, als die Happys außer Sicht- und Hörweite sind.

Stone: „Alter Schwede. Wenn man den zwei Setzeiern noch länger zuhört, könnt man meinen, dass die Evolution die beiden im Galopp verloren hat.“

Cardigan: „Fragt sich nur, ob im Neandertal oder auf Höhe eines Dino-Dunghaufens.“

Stone: „Naja, genug Scheiße lassen sie ja vom Stapel.“

Ein neuerliches Feixen, bei dem Matt mit der Rückhand Trent auf die Jacke klapst.
Der hingegen schiebt Stone an der Schulter gefasst an, deutet voraus.

Cardigan: „Los komm, da vorn ist das Dojo.“

Stone: „Ey, ich hab dir schon gesagt, dass ich schwarze Socken, aber keinen schwarzen Gürtel habe.“

Unbeirrt bugsiert der Tempest den New Yorker nach vorn.

Cardigan: „Lass die Halbaffen ruhig pumpen - und uns trainieren, wie man deren Kraft effektiv ummünzt.“

Stone: „Alte Silver Surfer - Weisheit?!“

Cardigan: „Bingo!“

Damit gehen beide aus dem Bild.


Vincent Craven: "Oh man. Diese beiden Teams werden sich mittels Worten wohl nicht mehr grün werden. Ein Glück, dass sie heute in einem harten Match aufeinander treffen und die Sache klären können."

Mike Garland: "Und da kann Happy Hour ihnen mal zeigen, dass sie eben keine Flachpfeifen sind. Banes hat es doch auf den Punkt gebracht: Stone & Cardigan fordern Respekt und bringen ihn selbst nicht auf. Lächerlich."

Vincent Craven: "Da springst du genau auf die Huhn und Ei Frage der Konversation an, Mike. Ich kann mich zwar auch noch dran erinnern, wie beide Teams miteinander an der Konsole saßen..."

Mike Garland: "...und wie die Partners dann Happy Hour nach ihrem Sieg über die Mad Godds attackierten?! Von wegen hohes Ross, einen billigen Vorwand nenn ich das. Die PiC sind nur die Lakaien der Mad Godds und des Schattens, mehr nicht."

Vincent Craven: "Da schäzt du die Angst vor Happy Hour bei den Genannten wohl ein wenig zu hoch ein, Mike. Die ersten beiden bestreiten schließlich ein Match gegeneinander und Shadow muss sich um Tony Graves und Jimmy Maxxx kümmern."

Mike Garland: "Na, eben drum. Aber Happy Hour wird es schon richten, ebenso wie es der Mann, den wir jetzt sehen, mit dem Schatten tun wird."


------------------ PCWA ------------------

Ein sichtlich wütender und erboster Jimmy Maxxx steht vor der Kamera und reibt sich die Hände direkt vor dem durch Wut rotem Gesicht.

Jimmy Maxxx: "Also nochmal zum Mitschreiben... für euch alle da draußen, die immer noch nicht raffen, warum ich ständig so genervt bin von dieser PCWA und der Vark Familie."

Er lacht, aber es ist mehr eines dieser gequälten Lacher, in der Hoffnung etwas von seiner Wut würde vielleicht vergehen.

Jimmy Maxxx: "Ich konfrontiere Shadow... dem Mann, der mir mein Hilfsmittel wegnahm. Obwohl nicht mal er sondern es waren ja Stem und Miss Egomanie! Aber egal... wie gesagt, ich konfrontiere den Mann, der mein Hilfsmittel zum Chaos mit sich rum schleppt und es in die Vergessenheit mit sich zusammen herabzieht. Und fordere ein Match gegen ihn, ein Mann gegen Mann Aufeinandertreffen."

Dann lacht er wieder dieses übertriebene gespielte Lachen.

Jimmy Maxxx: "Und was kriege ich von der ach so großen PCWA? Ein Triple Threat Match! Irgendeinen Vollpfosten, der in eine Sache gestellt wird, die ihn nichts angeht und die er nicht mal ansatzweise verstehen oder tragen könnte."

Dann wieder eine finstere Miene des Mannes aus Berlin.

Jimmy Maxxx: "Was ist es, huh? Was ist es, dass ihr oder die PCWA sich weigern, mich Eins gegen Eins in den Ring zu stellen mit den Leuten? Was ist es, wovor ihr so Angst habt, euch mir zu stellen? Warum meldet sich keiner auf meine Herausforderungen? Angst davor euch zu blamieren? Habt ihr Angst, dass alle meine Worte zur absoluten Wahrheit werden, wenn ihr euch mir stellt. Dass ihr nur aufgeblasene Wichtigtuer seid, die keine Ahnung haben von der Zeit der großen PCWA und den großen Ligen drumherum?"

Er reibt sich die Hände in Vorfreude zum Match heute.

Jimmy Maxxx: "Aber egal, kommen wir nun zu den Fakten auf dem Tisch. Triple Threat Match, Tony Graves, Shadow und Ich. Und das um die Cryption Crown! Egal was manche jetzt denken werden, mir ist es egal, ob ein Gegner, zwei Gegner oder noch mehr. Das Chaos und die Gewalt, die ich bringen werden, werden trotzdem kein Ende deswegen nehmen. Shadow weiß sehr genau, zu was ich im Stande bin. Nur ein Eingriff von außen hat ihn vor seinem Untergang bewahrt damals."

Er schaut etwas in die Ferne, versinkt in Gedanken.

Jimmy Maxxx: "In der letzten Show da stand ich in diesem Ring mit Mad Dog und wir beide haben zusammen die Bude abgerissen. Ob ich Mad Dog mag oder nicht, ist dabei erstmal zweitrangig. Der Typ ist nicht umsonst genannt unter den Top Leuten dieser Promotion. Und genauso wird er jetzt auch wissen, dass ich nicht einfach nur ein Straßen-Junkie bin, wie man vielleicht von meinen Outfits und meinem Styling her annehmen könnte. Sondern ein Typ, der diese Liga hier definitiv umkrempeln kann und wird."

Dann wieder der Blick zur Kamera.

Jimmy Maxxx: "Shadow.... Graves.... meint ihr echt, ihr könntet gerade dasselbe behaupten? Wisst ihr, was der Unterschied ist zwischen euch und mir? Ihr wollt gerne dahin, wo Mad Dog ist. Mir persöhnlich isses egal, ob Main Event oder Show Opener. Was mich mehr wurmt ist, dass die PCWA voller Muschis wie euch ist, die von der Vark Familie dazu gezwungen werden müssen sich mit einem richtigen Mann im Ring zu messen. Weil sie sonst einfach keine Eier beweisen und sich irgendwo verstecken."

Ein breites Grinsen auf dem Gesicht vom Berliner.

Jimmy Maxxx: "Gewinne ich heute Abend die Krone zurück? Wer weiß... aber eine Sache werde ich tun. Beweisen, dass ihr Wichser aufhören solltet mir auszuweichen. Dass ich als einziger von euch wirklich für die Stadt Berlin stehe und dass ich mehr wert bin und mehr drauf habe, als ihr mit euren Vorurteilen und euren angeblichen Meinungen über mich wahr haben wollt!"

Dann geht er einfach von der Kamera weg.


Vincent Craven: "Langsam kann man es nicht mehr hören. Maxxx ist in seiner eigenen Welt gefangen - er hat doch erst bei der letzten Vendetta gegen Mad Dog gekämpft, der ihm eben nicht ausgewichen ist."

Mike Garland: "Das war eben eine Ausnahme, Vince. Ausnahmen bestätigen die Regel."

Vincent Craven: "Auch beim Schatten ist er nicht abgeblitzt, sondern hat ein drittes Match ins Aussicht gestellt bekommen. Ein Match, das er heute Abend sogar erhalten hat."

Mike Garland: "Längst überfällig, nachdem Carnageddon beim Rumble für den Verlust der Crown sorgten."

Vincent Craven: "Auch das ändert nichts an der Tatsache, dass er nicht außen vor ist. Und wenn er noch etwas von irgendwelchen anderen will, dann sollte er vielleicht einfach mal zu diesen Leuten hingehen, statt ständig darauf zu warten, dass irgendwer kommt."

Mike Garland: "Wenn er zu einer geht, lehnt diese ja seine Herausforderung ab... nachdem sie sie erst angenommen hat."

Vincent Craven: "Lara Lees Absage war in der Tat ärgerlich, gestehe ich ihm zu. Aber ihr Partner Stem beispielsweise pflegte einen ganz anderen Umgang mit ihm."

Mike Garland: "Wo man vom Teufel spricht..."


------------------ PCWA ------------------

Wir befinden uns im gemeinsamen Lockerroom von Carnageddon, aber das Ambiente unterscheidet sich deutlich von bisherige Szenen in diesem Raum: das Licht ist stark gedimmt, es legt sich eine düstere Atmosphäre über das Ganze und ein Nebel wabert direkt über dem Boden.

Ein unbekannter Backstage-Mitarbeiter ist an einen Stuhl gefesselt und sieht ziemlich mitgenommen aus. Sein Gesicht ist übersät mit gelben und blauen Flecken und Blutergüssen. Sein linkes Auge ist völlig zugeschwollen und auf seinem Hemd hat sich Schweiß und Blut um den Kragen gesammelt.

*TSCHIK!*

Sein Kopf wird heftig zur Seite gerissen, als eine schwarz behandschuhte Hand über sein Gesicht fliegt. Er atmet heftig und spuckt eine Ladung Blut aus.

Lara: „Ich werde so langsam ungeduldig…“

Sie schüttelt enttäuscht den Kopf und reibt an ihrer Schlaghand. Die Amazone trägt eine mittelalterlich wirkende Kampfmontur eines Jägers.

Plötzlich erscheint Barry Wilson jr. im Bild und legt beide Händen sanft auf die Schultern des Mitarbeiters. Er trägt eine Militäruniform und ein schwarzes Barrett. Mit seinem feuerroten Bart und dem gefährlichen Blick sieht er wie ein furchterregender Söldner aus. Auch er trägt schwarze Handschuhe. Er redet mit ruhiger Stimme auf ihn ein.

Stem: „Mr. Duvall, richtig? Hören Sie, Mr. Duvall. Ich bin ein Mann des Friedens. Ich mag solche rohe Gewalt überhaupt nicht. Und ich denke, das, was Miss Lee Ihnen antut, ist nicht richtig. Sehen Sie, Mr. Duvall, wir können die Befragung ganz schnell beenden. Ich kann nicht mehr mit ansehen, wie Sie behandelt werden, und deshalb gebe ich Ihnen absolut gerne die Chance, uns den Namen unseres gegnerischen Teams zu nennen. Ist doch eigentlich ganz einfach, oder Mr. Duvall? Einfach nur ein Name und schon können Sie und ich Frieden finden…“

Doch der Backstage-Mitarbeiter Mr. Duvall schweigt beharrlich. Seine Lippen zittern, aber er sagt kein Wort. Barry seufzt übertrieben laut und tappt leicht auf Duvalls Schulter und blickt zu Lara hinüber. Sie grinst breit.

Lara: „Ich glaube, Mr. Duvall mag total, von mir berührt zu werden. Nun denn, dann sollen wir ihm einen Gefallen tun, oder?“

Sie holt zu einem weiteren Schlag aus…

DeWynters: „Miss Lee, warten Sie!“

Eine säuselnde Stimme kommt von der anderen Seite und kurz darauf erscheint Miss DeWynters auch im Bild. Sie trägt ein schwarzes Kostüm mit extrem tief geschnittenem Dekolletee, welcher ihre runden, prallen Brüste perfekt zur Geltung bringt. Die ellbogenlangen Samthandschuhe in schwarz runden das Gesamtbild ab. In der rechten Hand hält sie eine Spritze mit einer furchterregend langen Nadel.

Miss DeWynters: „Ich habe etwas vorbereitet. Ich habe ein spezielles Nervengift kreiert, welches sämtliche Schmerzrezeptoren eines Menschen um Faktor siebzehn verstärkt.“

Ohne zu zögern drückt sie die Nadel direkt in die Halsschlagader. Mr. Duvall grunzt.

Miss DeWynters: „Selbst ein winziger Windstoß wird ihm unglaubliche Schmerzen verursachen.“

Sie pustet ganz sanft die Wange des Mitarbeiters an, woraufhin dieser gepeinigt laut losbrüllt. Barry lächelt hinterhältig.

Stem: „Oh, Sie entzücken uns mit Ihren wunderbaren Fortschritten der Wissenschaft, Miss DeWynters.“

Lara: „Sowas von sexy!“

Mr. Duvall schreit.

Mit einem lauten Keuchen springt Barry Wilson von der Couch auf und blickt in den leeren Raum mit normaler Beleuchtung. Was für einen Albtraum hat er denn eben gehabt?

Stem: "Verdammt nochmal... "

Er reibt sich den Nacken und schaut danach auf die Uhr. Er grunzt.

Stem: "Wie immer. Unpünktl... "

Bevor er das Wort aussprechen kann, wird die Tür ohne Klopfen oder Ähnliches aufgerissen.

An ihrem Outfit mit Punisher-T-Shirt und Jeans hat sich immer noch nichts geändert... muss sie sich nicht so langsam für das kommenden Match umziehen?

Die Amazone wirft ihre Tasche auf die Couch.

Lara: "Also... hier bin ich. Was besprechen wir?"

Wilson's Gesicht erhellt sich.

Stem: "Ich habe da etwas vorbereitet."

Mit einer Geschwindigkeit, die man dem großen Mann gar nicht zutrauen würde, holt er ein Flipchart aus einer Ecke und blättert die hintere Seite nach vorne. Lara Lee fläzt sich derweil auf die Couch und mustert das Papier mit einer hoch gezogenen Augenbraue.

Lara: "Was genau soll das denn sein?"

Stem: "Nun... "

Er holt einen Laserpointer aus seiner Tasche und richtet den roten Punkt auf das Papier, auf das in verschiedenen Kreisen diverse Namen geschrieben stehen.

Stem: "Ich habe einmal in den PCWA Archiven gekramt und recherchiert, wen Miss Vark als Gegner aufbringen könnte."

Augenrollen bei der Amazone.

Lara: "Echt jetzt? Komm' schon. Wir gehen da raus als Team und putzen unsere Gegner einfach weg. So war doch der Plan."

Der Hüne schüttelt energisch den Kopf.

Stem: "Nein, Lara... wir müssen uns auf jeden potentiellen Gegner einstellen können."

Die Frau kneift die Augen zusammen und mustert das Papier.

Lara: "Barry... ich kenne keinen einzigen Namen auf deiner Liste."

Wilson strafft sich. Beinahe etwas beleidigt. Doch er fährt unbeirrt fort.

Stem: "Das hier sind alles ehemalige Träger der Trophy. Und Miss Vark würde nicht so ein Geheimnis daraus machen, wer unsere Gegner sind, wären diese aktuell Teil des Rosters. Also... "

Er fährt die Namen langsam ab.

Stem: "Muss es jemand sein, der schon einmal Träger der Trophy war. Du weißt, es geht Miss Vark auch immer um Geld. Und so ein Überraschungsauftritt lässt die Kassen klingeln."

Mürrisch brummend erhebt sich Lara und begutachtet die nach Barry's Meinung potentiellen Gegner.

Lara: "Le Boy Toy? Was soll das bitte sein?"

Barry nimmt ein Klemmbrett vom Ständer des Flipcharts und geht die Seiten durch.

Stem: "Brutus Boyle und Timothy Toyle. Träger der Trophy 2006 für 320 Tage."

Erneutes Grunzen bei der Frau.

Lara: "Und die hier? Aggressive Expansion?"

Der große Mann blättert erneut seine Notizen durch.

Stem: "Archibaldo Barreto Cruz und Kenji Sato, Champions im Jahr 2015 für 112 Tage. Und nicht zu vergessen die hier... "

Das Muscle Chick kneift die Augen zusammen. Dann erhellt sich ihre Miene.

Lara: "Hey! Die hier kenne ich sogar. Du und deine Sauklaue, Stemmie."

Die Rede ist von Fearless 'n' Lawless in Person von Marc Poe und Dante Rodriguez. Wilson stellt das Klemmbrett beiseite und verschränkt die Arme vor der massigen Brust.

Stem: "Du siehst... wir haben hier einen ganzen Haufen an potentiellen Wildcards."

Doch seine Teampartnerin macht nur ein "Pffft!"-Laut und eine wegwerfende Handbewegung.

Lara: "Ach komm, ist doch jetzt egal. Unser Devise ist doch bisher gewesen: Draufhauen egal wer kommt. Daran wird sich auch nichts ändern. Vergiss deine schlechten Gedanken und lass uns gedankenlos in den Ring gehen. Brain farts lenken uns nur ab."

Sie kratzt sich am Nacken unter dem länger gewordenen Haar.

Lara: "Und warum zur Hölle fährst du genau die gleiche Tour wie ich damals im Schwimmbad letzten Monat? Damals wollte ich unbedingt herausfinden, wer unser gegnerisches Team sein wird und dir war das egal. Jetzt machen wir das genau umgekehrt, was soll das bitte werden?!"

Der Rothaarige kratzt sich beinahe verlegen am Kopf.

Stem: "Wahrscheinlich, weil du Recht hattest. Oder wir haben einfach beide Unrecht gehabt. Oder wir hatten zu dem Zeitpunkt nicht dieselbe Meinung."

Er stutzt kurz... dann dreht er sich um und tritt das Flipchart einfach um.

Stem: "Mystery Opponents... My Ass! Soll Miss Vark doch bringen, wen sie will. Wir machen sie platt!"

Lara: "Ohja. Johannes hat's gesagt, Austin hat's gesagt, jetzt sagt Carnageddon 3:16: We whoop everyone's ass!"

Dann nickt sie fast ehrfürchtig zum Flipchart hinüber.

Lara: "Immerhin hast du ein wenig mehr rausgefunden als ich und DeWynters zusammen... Respekt!"

Doch insgeheim ist ihr etwas mulmig. Stem wird von Tag zu Tag schlauer und ehrgeiziger und könnte in Zukunft doch Potenzial als ernsthafter Titelherausforderer haben, wenn Lara einmal Cryption Crown oder Undisputed Gerasy Championesse geworden ist...

Und auch Barry Wilson ist nicht ganz wohl. Es ist zu schnell passiert. Die sprichwörtliche Versöhnung.


Vincent Craven: "Tja - und wir sind auch keinen Deut schlauer geworden, wer denn der mögliche Gegner von Carnageddon sein wird..."

Mike Garland: "Stimmt, aber süß, wie Lara Stem für seine einfache Internet-Recherche in der Titlehistory lobt. Und der Trottel nimmts auch noch für voll. Ich lach mich schlapp."

Vincent Craven: "Na, vertue dich mal nicht, Mike. Wilson hat durchaus etwas auf dem Kasten und seine Idee mit der Cotatores-Geschichte ist auch gar nicht so übel."

Mike Garland: "So weit waren wir allerdings auch schon, Vince. Die genannten Teams wären ja allesamt interessant. Auch eine Rückkehr von Gabriel Lucifer und Barqas als Team wäre echt grandios. Oder auch Robert Barker und Blake Milton!"

Vincent Craven: "Dann würden sie die Titel immerhin mal verteidigen, hm?!"

Mike Garland: "Vielleicht ist es aber auch ein Clou von MissDeWynters!? Und sie hat irgendwo Zeus aufgegabelt, um ihn wieder mit S1margl zusammen zu bringen. Die beiden Götter - der griechische und der slawische."

Vincent Craven: "Lass uns doch einfach bei dem slawischen mal nachschauen, ob etwas an deiner Theorie dran sein könnte."


------------------ PCWA ------------------

Während James Godd mit Miss DeWynters sprach:


30.01.2011

Mit Schlägen trifft er immer wieder die Seite Godds und stemmt sich nach oben, sodass James gezwungen ist weiter hinauf zu klettern. Beide stehen nun auf dem dritten Seil, ineinander verkeilt und mit dem freien Arm schlagen sich beide in die Seite…

Vincent Craven: „Die beiden bekriegen sich… dort oben, doch besonders sicher sieht das nicht aus.“

Mike Garland: „GODD KANN MD AUSHEBEN… NEIN… Er muss ihn wieder absetzen…“

Vincent Craven: „DAS KANN MD NUTZEN… ER NIMMT DEN SCHWUMG MIT…“

Mike Garland: „MAD DOG HAT GODD OBEN… ER HAT IHN AUF DEN SCHULTERN…“

Vincent Craven: „WAS HAT ER VOR???“

Mike Garland: „ER WIRD DOCH NICHT??? ER WILL DOCH NICHT…“

Vincent Craven: „ER WLL GODD NACH VORNE DREHEN ZUM ENTER NIGHT!!!“

Mike Garland: „Der will ihn vernichten…“

Vincent Craven: „GODD WEHRT SICH MIT LEIBESKRÄFTEN, ER SCHLÄGT… ER KNICKT MIT DEN BEINEN AB… WILL WIEDER ZURÜCK!!!“

Mike Garland: „AUFPASSEN!!!“

Vincent Craven: „MAD DOG VERLIERT DAS GLEICHGEWICHT, ER VERLIERT DAS GLEICHGEWICHT!!!“

Mike Garland: „…“

Vincent Craven: „…“

Plötzlich ist es still in der Halle. Mad Dog ist hinten über gekippt und so sind die beiden Protagonisten vom Top-Rope nach außerhalb gestürzt! Ein lauter Aufschrei beider war noch zu hören, dann war es still.

Nun aber chanten die Fans wieder den Namen von „James Godd“, der ebenso wie Mad Dog regungslos dort liegt. Kim Feyerbach bleibt nichts anderes übrig als die beiden anzuzählen!

1…

2…

 

Er schließt die Augen. Der Night Fighter, dessen Gesicht vom Anblick des grässlichen Aufpralls noch verzogen ist, weiß, dass weder James noch er es nach diesem Unfall zurück in den Ring schafften. No Contest. Er atmet einmal tief ein und dann wieder aus. Dann schaut er auf die Narben an seinen Armen - der Fight mag neun Jahre her sein, doch die Narben des Schlächters, der sie bei einer Vendetta vorm BR VIII festhielt, sprechen immer noch die Geschichte ihrer Trennung. Er hatte ihnen und der Beziehung zu James mit dem Wort "Blutsbruderschaft" eine neue Bedeutung gegeben und dennoch sollten ihm diese Narben immer noch eine Mahnung sein.

Er rückt die Kopfhörer, durch welchen er nicht gehört hat, was vor der Tür passierte, als sich James und seine Managerin trafen, zurecht. Dann überspringt er den Rest des Videos und drückt einfach auf die nächste Datei, die ihm auf dem Tablet angezeigt wird.

Jetzt:


23.06.2011

MD zieht sich derweil langsam am Gitter zurück auf seine Gehglieder. Mehr wackelig. Auf dem rechten Bein scheint er nicht mehr ganz auftreten zu können.

So schnell er kann, greift er sich den angeschlagenen Godd. Zieht ihn hoch, verpasst ihm einen Kick in den Magen.

Vincent Craven: „ENTER NIGHT!!! ENTER NIGHT!!!”

Mike Garland: “IN DIE GLASSPLITTER!!! INS GLAS!!!“

Vincent Craven: „GODD KNALLT MIT DEM KOPF AUF… DAMN… DAMN… MAD DOG!“

Lautes Ausatmen beim Herausforderer, während immer noch Blut unter seiner Maske auf seinen Gegner hinab läuft.

Mike Garland: „ONEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEE!“

Vincent Craven: „TWOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOO!“

Mike Garland: „THREEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEE!!!!“

Vincent Craven: „THAT’S IT!!! MD GEWINNT… MAD DOG IST NEUER TRIBUNE CHAMPION!!!“

Mike Garland: “AM ENDE SEINES TRAUMES…”

Die Erfüllung… MD sinkt vom Körper Godds auf die Knie, bekommt das Titelgold in die Hände gelegt. Seine Augen verengen sich zu kleinen Schlitzen. Freude in ihm. Zittern. Tränen in den Augen.

Unfähig die Arme in die Luft zu reißen, aber siegreich, siegreich. Gewonnen, endlich, gewonnen.

MD greift sich an die Maske…

Plötzlich dröhnt eine bekannte Stimme aus den Boxen.

Gabriel Lucifer: „Nicht so schnell, Mad Dog! Das Spiel ist noch nicht vorbei…“

Ein Grinsen legt sich auf sein Gesicht.

Gabriel Lucifer: „Ich habe hier eine Rematch-Klausel für James Godd liegen. Und diese hat er gerade eben gezogen…“

MDs Augenbrauen wandern unter den Maskenrand, die rechte lässt das Gold fallen. Unverständnis. Fragender Blick. Der Blick zu Swanson.

Vincent Craven: „GODD GREIFT DEN FUSS… ER GREIFT DEN FUSS!!! GODDLOCK!!! GODDLOCK!!!!“

Mike Garland: „ER ZIEHT MD NACH UNTEN… ER ZIEHT DEN TRIBUNE NACH UNTEN…“

Vincent Craven: „GODD VERHARKT SICH IM RECHTEN BEIN DES FIGHTERS… ER ZIEHT DEN LOCK VOLL DURCH!!!“

Miss DeWynters zieht ihrem Klienten die Kopfhörer von den Ohren.

DeWynters: "Hier sehen Sie, zu was Mister Godd im Stande ist. Spielt ein doppeltes Spiel mit diesem Lucifer und klaut Ihnen den zuvor rechtmäßig gewonnen Titel wieder aus den Händen. Das ist es, was sie sich immer wieder klar machen müssen: James Godd wird auch heute nicht fair spielen, sondern jedes Mittel nutzen, das ihm in die Finger kommt."

Kurz zischt MD verächtlich ein wenig Luft durch seine Zähne. Dann schüttelt er energisch den Kopf.

Mad Dog: "Damn, damals waren wir zutiefst verfeindet! Das war eine ganz andere Sache, verstehen Sie das doch endlich."

Sie nickt leicht mit dem Kopf. Nicht da sie die Worte der Töle bestätigen will, sondern weil sie das Argument kennt und vorbereitet ist.

DeWynters: "Und dennoch sitzen Sie nun in meiner Kabine und schauen sich die Videos an, die ich Ihnen zusammen gestellt habe. Ich denke, Sie wittern ebenso den Verrat, ansonsten hätten Sie meinen Vorschlag abgelehnt!"

Ein Augenrollen ist beim Nummer Eins Herausforderer auf den Undisputed Gerasy zu sehen, als er diese Worte seiner Managerin hören muss. Er greift sich an den Kopf.

Mad Dog: "Ich habe die Videos längst studiert, Miss. Ich suchte lediglich ein wenig Ablenkung... Da kam mir ein bisschen Berieselung ganz recht."

Mit einer Handbewegung wischt er den Vorstoß der DeWynters beiseite und denkt zeitgleich an Sarah Duriel sowie ihr Zwiegespräch in der Besenkammer.

Mad Dog: "Den Gegner analysiert man nicht wenige Stunden vor dem großen Fight, Miss. Das muss gelaufen sein, bevor man zum Event reist. Ich kenne James! Ich kenne unsere Matches! Ich weiß, was er drauf hat und wo seine Schwächen sind. Das Selbe weiß er von mir."

Nun erhebt sich der Nachtkämpfer aus dem Sessel, in dem er bis dato gesessen hat. Er stellt sich der Freundin von Lara Lee gegenüber.

Mad Dog: "Sie können mir nichts über James Godd zeigen, was ich nicht schon weiß. Er hat nicht immer das Richtige getan, klar - aber ebenso gut ließen sich auch Matches oder andere Videos von mir zeigen, wo ich nicht das Richtige getan habe... Ich habe mich nun ein wenig durch die Matches geklickt, das reichte, um den Fokus wieder rein zu kriegen. Danke dafür. But that's it. Wir sehen uns nach dem Match!"

DeWynters hebt vielsagend die Augenbrauen. Zeigt nicht, ob die Worte des Hundes sie getroffen haben oder ob sie diese erwartet hat. 

DeWynters: "Sie sind naiv."

Die Töle bleibt stehen. Zu jener Zeit der Videos wäre nun eine Augenbraue über den Maskenrand geflogen... Nun muss sich die Braue bekanntermaßen nicht mehr abstrampeln, um sich als Erhobene erkenntlich zu zeigen.

Mad Dog: "Huh?!"

DeWynters: "Naiv!"

Sie hebt dabei die Stimme und zieht das Wort in die Länge. MD stöhnt auf.

DeWynters: "Wenn Sie ja bereits alles sahen, dann wüssten Sie, dass Sie immer aufgrund Ihrer Naivität gegen Godd verloren haben. Ein Enter Night vom Top Rope? Ich bitte Sie. Und dann DAS hier! Sehen Sie selbst!"

Sie greift das Tablet und zeigt ihm eine weitere Szene.


#118 - 17.07.2016

Vincent Craven: „Der Hund packt Godd und holt ihn in die Senkrechte.“

Mike Garland: „Das dürfte ganz klar der Enter Night werden.“

Und so kommt es auch. Lässig dreht sich der Hund in den Gegner hinein und will den Briten schließlich ausheben. Doch es kommt etwas anders als von ihm geplant.

Vincent Craven: „GODD! ER LEBT NOCH!“

Mike Garland: „Körperdrehung mit dem Hund... Backslide!“

Vincent Craven: „ER KANN IHN UNTEN HALTEN!“

Mike Garland: „Nein! Nicht so!“

Frider ist bereits am abschlagen. Das Cover zum Fall läuft.

„ONE!“

„TWO!!“

„THREE!!!“

„YEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEAAAH!!!“

Die Menge rastet aus. Aus dem Nichts kann James Godd mit einem Backslide den Fall holen und rollt sich sofort aus dem Ring um am Apron liegen zu bleiben. Frider rollt sich ebenso schnell heraus und Jane Nelson lässt es jeden wissen.

DeWynters: "So etwas Naives! Es ist dasselbe, was wir schon bei anderen Meetings angesprochen habe. Thema: Gegen Rage den Rumble-Sieg herschenken. Sie wissen, dass Sie Godd immer mit dem Enter Night schlagen können. Doch statt ihn einfach durch zu ziehen, wollen Sie ihn einmal vom Top Rope zeigen und beim anderen Mal ohne wirkliche Konsequenz ausführen."

MD, der mit einem Auge auf das Tablet lugt, zieht die Mundwinkel hoch. Lächelt skurril.

Mad Dog: "Das ist dann wohl der Unterschied zwischen Theorie und Praxis, huh?! Sie wissen nichts davon, wie es dort im Ring abgeht! Ich weiß alles darüber."

Ob des aggressiven Zischens während der letzten Worte ist nun aus den zuerst lachend gezeigten Zähnen ein Fletschen geworden.

Mad Dog: "Aber falls es sie beruhigt: Heute werde ich den Enter Night weder vom Top Rope noch ohne die nötige Konsequenz ausführen..."

Er zwinkert ihr sarkastisch zu. 

DeWynters: "Nun, ich spiele mit dem Gedanken, diesen Umstand alsbald zu korrigieren und selbst in den Ring zu steigen!"

Erst zieht MD überrascht die Augen zusammen, dann kann er sich ein kurzes Auflachen nicht verkneifen.
Er mustert sie dennoch kurz.

Mad Dog: "Ich glaube nicht, dass Sie dafür geeignet sind. Aber das Thema können wir gerne nochmal nach dem Impact besprechen, wenn ich zweifacher Undisputed Gerasy Champion bin."

DeWynters: "Womit wir wieder beim Ursprungsthema wären. Vielleicht weiß ich noch wenig vom Ring, ich weiß aber einiges über die menschliche Psyche. Und wissen Sie, was ich denke, weswegen Sie gegen James Godd stets so schlecht aussahen?! Sie fühlen sich immer noch schuldig ihm gegenüber. Weil Sie ihn damals hintergangen haben, weil Sie sich die Schuld am Tod der Mad Godds geben. Und auch wenn er Ihnen mittlerweile angeblich verziehen hat, tragen Sie diese Ursünde immer noch mit sich herum und kämpfen mit angezogener Handbremse." 

Kurz treffen sich die beiden Augenpaare. Man könnte meinen, DeWynters habe einen wahren Punkt getroffen und MD falle nichts mehr ein.

Mad Dog: "Ich weiß nicht, ob Sie das mitbekommen haben... aber für mein Dafürhalten steht es zwischen mir und James 1:1. Lucifers Bullshit zähle ich nicht... Was also soll diese Scheiße?! Huh?!"

Mit vollem Unverständnis starrt er seine Managerin an. Nähert sich ihr ganz dicht, dass sie fast Kopf an Kopf stehen.

Mad Dog: "Ja, ich fühlte mich schuldig. Und ich bin dankbar, dass James mir verziehen hat. Aber auch ich habe ihm verziehen! WIE ES IN EINER FUCKIN' FREUNDSCHAFT NUNMAL IST!!!"

DeWynters macht einen Schritt zurück. Der Schrei war ihr definitiv zu laut. Sie schüttelt sich kurz, so als müsse sie ein Fiepen aus dem Ohr bekommen.

DeWynters: "Ich glaube Ihre Frau sagte es, als ich mich mit ihr traf... Und ich denke, dass sie Recht hatte, als sie meinte, dass man Ihnen manchmal zum Glück verhelfen müsse."

Zorn pulsiert in seinen Augen, als er DeWynters anfunkelt. Eilig reißt er ihr das Tablet aus den Händen und faucht sie an.

Mad Dog: "Hör zu, Mädchen. Wenn du heute Abend Ref sein solltest und irgendeinen Mist baust, dann werde ich mit dir nicht so glimpflich umgehen, wie mit Frider damals. Haben wir uns verstanden?!"

Er drückt ihr das Tablet mit der gesuchten Stelle in die Hände und macht auf dem Absatz kehrt.

Frider aber widerspricht dem verrückten Hund, zeigt ihm die drei Finger. Die Töle will das nicht hören.

HEADBUTT!

Wuchtig knallt der Schädel des Konstanten gegen die Nase des Ringrichters, der sogleich zusammen gebrochen wäre, wenn der Mann von N&B ihn nicht festgehalten hätte. Sofort nutzt der Wrestler die Chance, zieht Frider an dessen Arm auf sich zu und verpasst dem PCWA Angestellten eine hammerharte Clothesline.
Fast wie in Zeitlupe segelt Nelson durch die Luft und knallt dann dumpf und schwer - wie ein nasser Sack - auf dem Boden auf.

Wütend atmet S1margl langsam ein und aus, als er die beiden Männer zu seinen Füßen betrachtet. Währenddessen buhen die Fans lauthals los. Frider zuckt auf dem Boden nur noch. [...]

Kurz überlegt der Wrestler, der nun gnadenlos ausgepfiffen wird, ob er Godd auch noch attackieren soll. Dieser regt sich nämlich langsam und schaut dem Night Fighter ins Gesicht. Die Töle schaut lange ins Publikum. Zahlreiche Godd Fans heben ihre Schilder nach oben. S1 ballt die Faust, im Begriff Godd dem Erdboden gleich zu machen. Prüfend wandert sein Blick allerdings auch noch durch die ersten Reihen.
Plötzlich bleibt er bei einer Person hängen. Moment Mal...

Kritisch beäugt er eine Frau, die sich im Augenblick des Erkennens umdreht und vom Ringeschehen abwendet.
Yai?

DeWynters stockt. Sie schiebt den Cursor mit dem Finger zurück. Schaut die Stelle wieder und wieder. 

DeWynters: "Tatsache. Sein Sieg geht allein über dich, Miss Yai."


Vincent Craven: "Mad Dog zeigt Miss DeWynters ein weiteres Mal, worauf es heute wirklich ankommt. Es ist das faire Duell zweier Freunde - und daran hat sie sich gefälligst zu halten."

Mike Garland: "Und dann droht er einfach mal damit eine Frau zu schlagen. Das ist ja sehr ehrenwert. Dabei ist mehr als ein Körnchen Wahrheit an den Punkten, die DeWynters aufgeführt hat. Naivität, Schuldgefühle..."

Vincent Craven: "Das liegt längst hinter ihm. Ebenso wie die Verarbeitung der alten Kämpfe - die muss er sich nicht extra in ihrer Kabine... Moment. Ihre Kabine?! Aaargh..."

Mike Garland: "Ah! Jetzt fällt es mir auch auf! Eben hat James Godd die Kabine gar nicht betreten, während Mad Dog drinnen gesessen hat. Klever, Miss DeWynters, sehr klever!"

Vincent Craven: "Das war ein Fehler! Und das sollte den Mad Godds schnell auffallen. Ich hoffe inständig, dass die Fans für Yai oder Sarah Duriel voten!"

Mike Garland: "Der Hund hat selbst gesagt, dass es zwischen ihm und Godd 1:1 steht. Doch so wie damals Lucifer das Zünglein an der Waage war, so könnte heute Abend Miss DeWynters die richtigen Weichen stellen. Wäre dann auch auf dieser eben ausgleichende Gerechtigkeit für die Töle."

Vincent Craven: "Du bist also für Mad Dog im Main Event?"

Mike Garland: "Ja, denn es besteht zumindest die Chance, dass Miss DeWynters ihn wieder auf Spur bringt. Ähnlich wie es Azrael Rage und Kevin Sharpe mit diesen Herren hier geschafft haben."


------------------ PCWA ------------------

Die Tür der Trainingshalle öffnet sich und zwei, inzwischen mit Facepaint geschminkte, Gestalten treten aus dieser heraus. Die beiden Happys sind nun endgültig bereit für ihren Kampf gegen die Partners in Crime. Die kurze Trainingseinheit war höchst fruchtbar. Man hat sich nicht völlig verausgabt, jedoch die Muskeln im Körper perfekt aufgewärmt für jene Schlacht, die in wenigen Augenblicken beginnen wird. Beinahe hätten die beiden es jedoch nicht mehr zeitig hinaus geschafft. Der Grund dafür: Das Facepaint.

Gordon Banes: "Nächstes Mal sollten wir das Facepaint unbedingt vor dem Training auftragen und nicht erst danach!"

Sein Partner nickt zustimmend mit dem Kopf, dessen Facepaint heute noch eine ganze Spur gruseliger wirkt als sonst, da zu den üblichen Dingen noch allerlei Narben hinzugefügt wurden. 

Brandon Cornwallace: "Ja, da hast du Recht, Dude. Gut, dass wir die Schminke dabei hatten. Nochmal zur Kabine hätten wir's auf keinen Fall mehr geschafft. Aber das Training war echt gut. Ich glaube, dass diese miesen Mieslinge gleich nicht den Hauch einer Chance haben werden!"

Banes nickt zustimmend mit dem Kopf.

Gordon Banes: "Ich denke auch, dass sie es sehr schwer haben werden. Wir haben uns genau auf ihre Schwachpunkte vorbereitet und die beiden unterschätzen uns, weil sie denken, dass wir sie unterschätzen. Sie denken, dass wir sie für Punktelieferanten halten, dabei ist uns durchaus bewusst, dass dieser Fight uns alles abverlangen wird. Aber die sollen ruhig weiter glauben, dass wir in ihnen keine Gefahr sehen, es wird sie umso mehr überraschen, wie sehr wir auf sie vorbereitet sind!"

Er lacht kurz auf und klopft seinem Partner auf die Schulter. Dieser ist höchst zufrieden mit sich selbst. Er hat am heutigen Abend immer wieder eigene Vorschläge eingebracht und hier und da auch mal das Führungszepter übernommen. Er hat dabei einfach die Ratschläge umgesetzt, die Hugo ihm gegeben hatte. Zunächst etwas zögerlich, dann selbstverständlicher und tatsächlich hatte Banes ihn machen lassen und hatte nicht das Team mit ihm beendet. Es war genau wie Hugo es ihm gesagt hatte. Jetzt mussten sie nur noch die Partners in Crime besiegen, denn andernfalls, so befürchtet er, wäre alles für die Katz gewesen. 

Gemeinsam setzen die beiden Krieger des Glaubens sich nun in Bewegung. Es geht in Richtung Gorilla Position, denn in nur wenigen Augenblicken wird es so weit sein und ihr Kampf wird anstehen. 

Brandon Cornwallace: "Was denkst du, in was für einem Match wir antreten müssen?"

Banes zuckt mit den Schultern.

Gordon Banes: "Ich weiß es wirklich nicht. Diese Fans sind in letzter Zeit so unberechenbar geworden, dass es völlig unmöglich ist das vorauszusagen. Ich denke aber, dass es so oder so eine brutale Schlacht werden wird. Ein Cage Match, in welchem diese Windy nicht eingreifen kann, wäre natürlich top. Das Dog Collar Match wäre eine neue Herausforderung, so was haben wir noch nie gemacht, aber wir drücken uns auch davor nicht. Wir haben das schließlich in unserem Training ein paar Mal geübt und sind ganz gut mit den Umständen eines solchen Fights klargekommen. Und ein Death Match würde uns einige Optionen eröffnen, allerdings müssten wir dann unsere Augen offen halten, denn in dem Fall könnte diese Windy oder gar Shadow ins Match eingreifen, während wir niemanden in der Rückhand haben ..."

???: "Was man durchaus ändern kann!"

Ein lautes und dem PCWA Universum höchst bekanntes Lachen hallt durch den Gang. Abrupt bleiben die Happys stehen und gehen in den Verteidigungsmodus über, als sie den Ursprung des Lachens erblicken. An einer Wand angelehnt, nur Unweit der Gorilla Position, ist ER. Über zwei Meter groß, schwarze Lederhose, dunkle Sonnenbrille und ein XAW Shirt zur Vervollständigung des Outfits. Es ist niemand geringeres als der Mann, der die beiden Happys überhaupt erst ins Wrestling gebracht hat und dessen PCWA Karriere die beiden beendet haben: Kevin Smash! Breit grinsend marschiert der Smasher auf die beiden zu und hebt dabei beide Hände hoch, um anzuzeigen, dass die beiden nichts von ihm zu befürchten haben.

Kevin Smash: "Keine Sorge, Jungs, ich will nur reden. Ihr könnt mir trauen!"

Banes schüttelt energisch den Kopf und auch Cornwallace wirkt höchst misstrauisch.

Gordon Banes: "Dir zu trauen ist, als würde man den Finger sorglos in ein Piranhabecken stecken!"

Der Smasher lacht einmal mehr laut auf und nickt mit dem Kopf.

Kevin Smash: "Ihr habt Recht, ich habe euch in der Vergangenheit ein paar Mal übel mitgespielt, das möchte ich gar nicht leugnen, Jungs. Aber die Vergangenheit ist die Vergangenheit und in der Gegenwart hege ich keinen Groll mehr gegen euch. Ganz im Gegenteil, ich möchte nur euer Bestes."

Er lässt jeden Einzelnen seiner Zähne aufblitzen, als er in bester Smash Manier grinst. Banes und Cornwallace scheinen jedoch nicht so ohne Weiteres dazu bereit zu sein ihm ihren GLAUBEN zu schenken. Beide behalten auch weiterhin kampfbereit ihre Arme in der Höhe. Schon zu oft waren sie naiv, was diesen Mann angeht, und noch einmal wird er sie nicht hinters Licht führen, vor allem nicht so kurz vor dem Match.

Gordon Banes: "Das haben wir schon öfters von dir gehört, Smash. Was hast du überhaupt hier zu suchen? Ich dachte eigentlich wir hätten deine PCWA Karriere beendet. Das war die klare Stipulation in unserem Match, oder solltest du das vergessen haben?"

Der Brite zieht die Augenbraue hoch und man sieht deutlich, wie es für einen kleinen Moment im Innern des Smashers rumort. Er hat diese Niederlage nicht vergessen und sie ärgert ihn bis zum heutigen Tage. Er hätte mit Rob Collins noch so viel hier erreichen können. Nichtsdestotrotz zwingt er sich selbst dazu den beiden Happys ein weiteres Grinsen zu schenken und noch einen weiteren Schritt auf sie zuzugehen. Als er genau vor ihnen steht, hält er schließlich an und nickt wieder einmal mit dem großen Smash-Schädel.

Kevin Smash: "Ja, ja ... das habt ihr Zwei tatsächlich vollbracht, so sehr es mich ärgert das zuzugeben. Aber letztlich hat diese Stipulation nur meine aktive In-Ring Karriere betroffen. Es steht nirgends geschrieben, dass ich hier nicht auf andere Art und Weise wirken darf."

Das breite Grinsen im Gesicht der selbsternannten Legende wird wieder breiter.

Kevin Smash: "Und was ich hier zu suchen habe? Ich hatte letztens eine kleine Unterhaltung mit Kevin Sharpe ..."

Noch ehe der Smasher seinen Satz beenden kann, wird er auch schon lautstark von Cornwallace unterbrochen.

Brandon Cornwallace: "Du kennst Sharpy-Boy-Dude?"

Mit großen Augen blickt der Waliser den Mann an, dessen Wahlheimat Los Angeles ist und der ihnen, das sei an dieser Stelle angemerkt, auch das Happy House vermacht hat. Smash lässt grinsend den Legendenschädel wackeln.

Kevin Smash: "Natürlich kenne ich Kevin Sharpe. Er ist ein sehr guter Freund von mir."

Überraschung im Gesicht von Cornwallace. Auch Banes wirkt nach dieser Neuigkeit nachdenklich. Smash ist es egal, denn er fährt unbeirrt fort.

Kevin Smash: "Und wie ich bereits sagte, hatte ich zuletzt ein Gespräch mit ihm, in welchem ich ihm mitgeteilt habe, wie glücklich es mich macht, dass ihr beide in seine Fußstapfen getreten seid und seinen Weg fortsetzt, um ihn zu ehren. Er selbst findet das übrigens auch sehr gut, falls er euch das noch nicht gesagt hat. Ihr Jungs habt eine tolle Entwicklung genommen, die euch, da hege ich keine Zweifel, am Ende wieder ganz an die Spitze führen wird!"

Er grinst breit. Es hat noch nie geschadet anderen etwas Honig ums Maul zu schmieren, um die eigenen Ziele zu erreichen. Banes nickt mit dem Kopf und Cornwallace lächelt voller Stolz.

Gordon Banes: "Dort werden wir auf jeden Fall wieder landen. Es ist unser Schicksal diese Division anzuführen!"

Brandon Cornwallace: "Daran GLAUBEN wir fest!"

Der Smasher rollt kurz, ungesehen von den beiden Happys, weil er den Kopf kurz zur Seite dreht, mit den Augen, dann fährt er fort.

Kevin Smash: "Und euer Glaube wird euch sicher zum Erfolg führen. Manchmal reicht das aber nicht. Wie ihr vorhin selbst angemerkt habt, fehlt euch Jemand in der Hinterhand, während eure Gegner unzählige Optionen haben, um euch in den Rücken zu fallen, habt ihr nur euch selbst."

Brandon Cornwallace: "Wir haben noch Tony Dude!"

Bray-Bray nickt fröhlich mit dem Kopf, doch der Smasher winkt mit einer lässigen Geste ab.

Kevin Smash: "Nichts für ungut, aber wenn wir ehrlich sind, ist auf Tony Graves kein Verlass. Der Kerl denkt hauptsächlich an sich selbst und wird am Ende einmal mehr auf die Schnauze fallen. Graves ist und war schon immer lediglich ein Mitläufer. Was ihr braucht, ist Jemand, der euch voll und ganz den Rücken frei hält. Jemanden der an euch ... GLAUBT!"

Er lässt einmal mehr die Zähne aufblitzen. Banes legt skeptisch den Kopf auf die Seite und mustert Smash genau.

Gordon Banes: "Und dieser Jemand bist du, schätze ich Mal, huh?"

Der Legendenschädel nickt.

Kevin Smash: "Dieser Jemand kann ich sein, wenn ihr beiden es zulasst!"

Banes blickt die Legende mit zusammengekniffenen Augen an. Cornwallace wirkt glücklich. Er hat den Smasher eigentlich immer gemocht. Immerhin war dieser es, der ihm überhaupt erst die Chance eröffnet hatte in dieses Business einzusteigen. 

Gordon Banes: "Du wirst sicher verstehen, dass wir dir nicht so einfach ... GLAUBEN!"

Smash klopft den beiden Happys auf die Schultern und nickt. Er hat die beiden am Angelhaken und er ist sicher relativ sicher, dass er den Fang an Land ziehen wird. Es ist seine Chance wieder hier in der PCWA mitzumischen und er wird sich diese nicht nehmen lassen.

Kevin Smash: "Natürlich kann ich das verstehen, aber ich werde euch beweisen, dass ihr euch auf mich verlassen könnt, Jungs."

Banes schiebt sich mit ernster Miene vor und schaut nach oben genau in die Augen von Smash, auch wenn vor diesen natürlich immer noch die typische Sonnenbrille sitzt.

Gordon Banes: "Wir werden sehen, Smash ... wir werden sehen! Jetzt müssen wir aber los. Die große Schlacht mit den Partners in Crime wartet auf uns!"

Smash hebt abermals die Hände und tritt mit einem fast schon überdimensionalen Grinsen zur Seite.

Kevin Smash: "Ich will euch nicht aufhalten. Geht und zeigt diesen Dummköpfen, mit wem sie sich angelegt haben! Ich bin für euch da!"

Er lacht boshaft auf, während Banes an ihm vorbeizieht und sich zur Gorilla Position begibt. Cornwallace bleibt noch einen Moment stehen und schaut Smash mit großen Augen an.

Brandon Cornwallace: "War ganz cool dich Mal wieder zu sehen, Smashy-Dude!"

Er schenkt seinem Förderer ein fröhliches Happy-Lächeln und folgt schließlich seinem Partner. Smash blickt ihm nach und verzieht, nun wo ihn die Happys nicht mehr sehen, kurz das Gesicht. Wie er diesen "Dude" Scheiß einfach nur hasst. Aber um seine eigenen Ziele zu erreichen, muss er gute Miene zum dummen Spiel zeigen. Zufrieden mit sich selbst und dem, was er erreicht hat, klopft er sich auf die eigene Schulter und grinst einmal mehr breit. Der Weg zu seiner permanenten Rückkehr in die PCWA wurde geebnet. Schon bald wird er hier wieder die Fäden ziehen.
 

Vincent Craven: "Oh nein, das darf nicht wahr sein. Müssen sich die beiden nach Rage & Sharpe denn auch noch mit Smash einlassen? Bekommen sie denn wirklich nichts alleine auf die Beine gestellt?!" 

Mike Garland: "Zum einen war Smash ja historisch gesprochen die Nummer Eins, mit der sie sich einließen. Und alleine bekämen sie schon etwas hin, wenn denn die Partners auch alleine wären."

Vincent Craven: "Die haben doch nur für den Fall der Fälle jemanden in der Hinterhand. Und diese Menschen stehen immerhin zu ihrem Wort, nicht wie dieser windige Smash, der vermutlich mal wieder nur seine eigenen Ziele im Sinn hat."

Mike Garland: "Mag sein, aber vielleicht wissen das Brandon & Gordon auch - und es ist ihnen egal!"

Vincent Craven: "Mmmh, ich hoffe einfach, dass alle im kommenden Match die Füße still halten. Besonders Smash, der hier ja nun überhaupt nichts verloren hat."

Mike Garland: "ES SEI DENN!!!!"

Vincent Craven: "Hm?"

Mike Garland: "Carnageddon versus Deception?! Auch Smash ist ehemaliger Cotatores Champion. Er könnte sich mit RM oder Rob Collins heute Abend womöglich die Titel zurückholen..."

Vincent Craven: "Und deswegen sondiert er bereits, was die kommenden, möglichen Gegner machen?! Hmmm. Möglich ist es, aber lass uns erst mal das Match zwischen Happy Hour und den Partners in Crime genießen, bevor wir uns in noch wilderen Spekulationen verlieren."

Mike Garland: "Auch dieser Fight wird für die Zukunft der Cotatores Szene eine gewichtige Rolle spielen."


------------------ PCWA ------------------

HIHIHAHAHUHUHOHO!

Ein irres Lachen dröhnt aus den Boxen und hallt durch die gesamte Halle. Fragezeichen bilden sich über den Köpfen der Fans, jedoch nur für einen sehr kurzen Moment, denn als schließlich die ersten Takte von Liam Gallagher's "Shockwave" aus den Boxen dröhnen, füllt die Arena sich mit lauten Buh Rufen, denn dieses Theme kann nur eines bedeuten: It's HAPPY TIME!

You sold me right up the river
You had to hold me back
You could've looked for the sunshine, yeah
But you had to paint the whole thing black
Now I'm back in the city
The lights are up on me
They tried to keep me locked away
But hallelujah I feel free

All your darkness has come back to you in time
Brace yourself world, it's about to blow your mind

 

Und da stehen sie schließlich. Die beiden Happy Guys. Die Gesichter, welche die beiden der Welt präsentieren, sind Fratzen des Terrors. Komplett weiß geschminkt und mit schwarzen Augenrändern im besten Kevin Sharpe Styl. Dazu ein rotes Lächeln im Joker Style und spitze weiße Zähne zur Vervollständigung des Facepaints. Beide blicken sie voll fokussiert durch die Zuschauerreihen, aus welchen immer noch laute Buh Rufe zu ihnen vordringen. Banes schenkt der Masse ein grimmiges Grinsen und mit einem lauten Knall, ausgelöst durch eine kleine Feuerfontäne an beiden Seiten, setzen sich die Bewahrer der GLAUBENS in Bewegung.

 

It's coming round like a shockwave, hey
It's coming round like a shockwave, hey
You've played the game one too many times
You're gonna burn until you behave, hey
Maybe the shame will open your eyes
It's coming round like a shockwave

 

Während das Entrance allmälich verstummt, kommen die beiden Krieger des Glaubens am Ring an, wo sie sich noch einmal gegenseitig einen schallenden High-Five spenden, ehe sie synchron in den Ring rollen. Dort legen die beiden schließlich ihre schwarzen, mit Spikes versehenen, Lederjacken ab und stolzieren umher wie 2 wilde Tiere. Sie sind bereit den Partners in Crime das Leben zur Hölle zu machen. Die Zeit der Spiele ist beendet, jetzt beginnt der Ernst. No more Mercy!

Die von Unwettergeräuschen angereicherte Version von Comeback Kidd’s „Partners in Crime“ kündigt wie eh und je eben genau jene an - was den Jubel-Level innerhalb der Fans spürbar erhöht. Und schon treten Cardigan und Stone begleitet von Windy aus dem Backstage heraus auf die Stage und begeben sich nahe der Rampe in Position. Stone wie immer die Nietenweste über der Ringwear aus bunten Longpants, Schnürstiefeln und stylisch frisierter Blondtolle - der Wettermann dagegen nach langer Zeit wieder im Wasser-Outfit: die weiß-grauen regenähnlichen Verzierungen auf seinen Longpants fließen zum „Tempest“ - Schriftzug zusammen und passend sich damit optisch Lederjacke, Bandana und der Kriegsbemalung seiner rechten Gesichtshälfte an.

Stone schnippt mit den Fingern … und sofort ergießt sich ein Funkenregen von der Decke, durch welchen das Trio von den Fans angefeuert tritt, ehe Cardigan seinerseits schnippt und der Regen stoppt. Stattdessen gehen links und rechts noch einige Pyros los, bevor die Drei zum Ring joggen und Nelson das Mikro hebt.

Jane Nelson: „[…] begleitet von Windy……………. mit einem Gesamtgewicht von 203 Kilogramm ……………………… „THE TEMPEST“ TRENT CARDIGAN ………………………. MATT „THE MACHINEGUN“ STONE …………………………….. DIE PARTNERS ………… IIIIIIIIIN ………….. CRIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIME!!!”

Noch immer frenetisch angefeuert slidet Cardigan in den Ring zu den restlichen Teams, während Stone in Windeseile den Turnbuckle erklimmt. Von dort springt er mit einem Salto hinein und klatscht nach der Landung mit Trent ab.
Anschließend legen beide Jacke, der Wirbelsturm zusätzlich Weste, Bandana und Ray Ban ab, übergeben alles Windy und dehnen sich noch ein wenig.
Die Schwarzhaarige verlässt derweil das Seilgeviert und nimmt ihre Beobachtungsposition außerhalb ein.

Vincent Craven: "Beide Parteien sind im Ring - und beide warten gespannt auf die Ergebnisse des Votings."

Mike Garland: "Und damit ist es offiziell. Die beiden Teams duellieren sich heute im Käfig. Dog Collar und Texas Death haben nur 29% der Stimmen bekommen."

Vincent Craven: "Prima. Damit hält man sich ungebetene Gäste vom Leib. Lasst den Käfig herab!"

Zu einer dramatischen Musik wird der Käfig unter der Jubel der Fans hinabgelassen, während sich die beiden Teams noch einmal ein paar unschöne Worte an den Kopf werfen.

2nd Match
- A storm is coming -
Cage Match
Bild
vs.
BildBild
(Der erste Fall entscheidet über den Sieg. Als Fall zählen Three Count, Submission sowie Escape.
- Referee: Yoshi Funaki; Kein Zeitlimit)

Vincent Craven: "Alles klar, noch stehen sich beide Teams im Cage gegenüber. Der Referee in der Mitte, alle vier Männer im Ring."

Mike Garland: "Die Ruhe vor dem Sturm, schätze ich. Sobald hier die Glocke läutet..."

Vincent Craven: "Und es geht los! Der Ringrichter startet das Match und es geht direkt in Richtung Vollgas! Beide Teams sind auf 180 und haben keine Zeit zu verlieren."

Wohl war. In der Sekunde in der dieser Kampf beginnt stürmen sowohl Happy Hour als auch Partners in Crime los und es fliegen Forearms und Slaps in der Mitte des Rings. Brandon Cornwallace, der Schwerere der beiden Happy Hour Guys, legt sich mit Trent Cardigan an, während die beiden "leichteren" Gordon Banes und Matt Stone es krachen lassen. Unter immer lauter werdenden Reaktionen der Fans werden die Strikes immer schneller und härter, bis sowohl Cornwallace als auch Banes anfangen die geschlossene Faust zu benutzen.

Mike Garland: "In einem normalen Match wären solche Schläge natürlich gegen die Regeln, aber hier... nunja, gibt es nicht wirklich Regeln. Keine Disqualifikation, kein Count-Out."

Tatsächlich gewinnt Happy Hour so kurz die Überhand, nur für den Bruchteil einer Sekunde, aber das reicht aus als dass Banes Stone ins Wanken bringen kann. Der etwas weniger Robuste Teil der Partners in Crime taumelt, und wütend ob dieser Faustschläge reagiert er nun selbst mit einer geschlossenen Faust, holt weit aus - und verfehlt sein Ziel. Banes duckt sich, sofort zuckt die Faust nach oben und mit einem saftigen Uppercut direkt ans Kinn wird Stone auf die Bretter geschickt.

Das gibt Banes die Chance sich den immer noch fightenden Cornwallace und Cardigan zu widmen. Zum Unmut des Publikums kreieren die beiden Schüler der Wege des Azrael Rage eine Überzahl-Situation und nun hageln Punches von zwei Seiten auf Cardigan ein. Dieser weiß sich zu verteidigen und reißt die Arme hoch um die Schläge zu blocken. Stattdessen packt jedoch jedes Mtiglied von Happy Hour ein Handgelenk und mit Wucht schleudern sie Trent in die gegenüberliegende Ringecke. Sofort stürmt Gordon Banes los um seinen Uppercut in der Ringecke zu zeigen.

Dropkick!

Matt Stone springt dazwischen und kann Banes punktgenau die Füße vor die Brust knallen, sodass dieser zu Boden sinkt. Direkt ist Cornwallace da um Stone abzugreifen, doch dieser duckt sich unter den Armen von Brandon weg - und so kann Cardigan aus der Ecke heraus punkten.

Dropkick!

Mike Garland: "Wow! Beide Männer mit dem gleichen Move, bei Cardigan mit hundert Kilo plus besonders beeindruckend."

Vincent Craven: "Und so wie sie Happy Hour auch gleichermaßen zu Fall gebracht haben, schnappen sie sich auch gleichermaßen jetzt Gordon Banes, der sich gerade wieder auf die Füße gestellt hatte."

Wie auch Happy Hour versuchen es die Partners in Crime nun gemeinsam. Am Arm zerrt Cardigan Banes in seine Richtung, der stolpert vorwärts und läuft so direkt in Stone hinein.

Enzuigiri!

Doch die Rache ist unterwegs. Cornwallace stürmt auf Stone zu, doch der nimmt den Kopf runter und so verfehlt die Clothesline von Brandon ihr Ziel. Stattdessen kann die Machine Gun seinen Körper unter den seines Gegners schieben und ihn mit Hilfe von dessen eigenem Schwung in die Luft heben. Und bei diesem Back Body Drop segelt die Hälfte von Happy Hour nicht etwa auf die Matte zu, sondern landet quasi direkt in den Armen von Trent Cardigan, der in einer fließenden Bewegung zupackt.

Tilt-A-Whirl-Slam!

Mit einem schmerzerfüllten Schrei sinkt Brandon zu Boden. Unter der Anleitung von Windy außerhalb des Käfigs, die anfeuernd in die Hände klatscht, verfällt die gesamte Arena in Applaus dafür, dass Happy Hour hier gerade erst einmal die Butter vom Brot genommen wurde. Stone hebt sogar leicht höhnisch die Hand zum High Five um es Banes und Cornwallace noch einmal unter die Nase zu reiben, und nachdem Cardigan unter dem Jubel des Publikums eingeschlagen hat machen sich die beiden daran ihre Gegner gar nicht erst wieder ins Match kommen zu lassen.

Banes ist der Erste, der sich aufmacht wieder zu Kräften zu kommen. Bevor es jedoch so weit ist hat Trent schon die Initiative übernommen. Kaum wieder auf den Füßen gibt es einen saftigen European Uppercut, der Gordon rückwärts taumeln lässt, in Richtung des Käfigs. Matt Stone macht sich schon bereit eine Aktion zu zeigen, da sinkt Banes zu Boden, scheinbar schwerer getroffen als gedacht. Sofort ist Cardigan da, um ihn wieder aufzurichten und für die geplante Aktion seines Partners in Position zu bringen -  da schnellt Banes, der sich offenbar nur "tot" gestellt hat, mit dem Arm nach oben.

LOW BLOW GEGEN TRENT CARDIGAN!

Vincent Craven: "Es war so klar. Sobald sich die Chance bietet..."

Mike Garland: "Keine Disqualifikation, Vincent. Das ist eine absolut legale Aktion, was auch immer man davon halten mag."

Den Mund zu einem "O" geformt und einen stummen Schrei des Schmerzes im Gesicht sinkt Cardigan in Richtung Matte. Stone will direkt eingreifen, aber da gräbt sich eine Hand von hinten in die blonde Strähne in seinem Haar. Cornwallace ist wieder auf den Beinen und reißt Stone an den Haaren zu Boden, sodass er mit dem Hinterkopf zuerst auf die Ringmatte ballert. Matt hält sich den Schädel, und Banes macht sich auf zu seinem Partner. Beide packen gemeinsam den zusammen gesunkenen Matt, und dann ist es an Banes Stone von sich zu schleudern - in den Käfig hinein!

Mike Garland: "Hallelujah! Das erste Mal dass der Cage richtig eingesetzt wird."

Stone knallt mit dem Gesicht voran in die Maschen, taumelt rückwärts... und wird direkt von Cornwallace gepackt und gleich nocheinmal in den Käfig geknallt!

Und dann nochmal von Banes!

Und von Cornwallace!

Von Banes!

Von Cornwallace!

Und dann packen BEIDE zu und schleudern ihn "face first" gegen den Stahl!

Vincent Craven: "Das sieht überhaupt nicht gut aus, Happy Hour wechseln sich hier damit ab Stone in den Käfig zu knallen - und als i-Tüpfelchen gibt es noch einmal die gemeinsame Aktion."

Der Halle gefällt das gar nicht, aber das ist den Jungs von Happy Hour ziemlich egal. Stone fällt ein letztes Mal rückwärts, auf seinem gesamten Oberkörper sind rote Striemen von den Käfigmaschen zu sehen. Wie ein nasser Sack klatscht er auf die Matte, und triumphierend legt sich Gordon Banes auf ihn.

Eins...

 

Zwei...

 

 

Cardigan unterbricht!

Trent Cardigan ist da und unterbricht das Cover. Aber bevor er irgendetwas sonst machen kann ist Cornwallace schon da und schnappt ihn sich, lässt Punches auf ihn einhageln - mit der geschlossenen Faust, versteht sich. Und auch Banes ist wieder zur Stelle. Klar ist: Matt Stone liegt am Käfigrand und bewegt sich nicht, Cardigan ist isoliert und wird irgendwie versuchen müssen zumindest kurzfristig allein mit Happy Hour klar zu kommen.

Das ist natürlich einfacher gesagt als getan, denn unter den Buhrufen der Halle lassen die zwei unerbittlich harte Schläge auf ihren Rivalen niederhageln. Schließlich reißen die Männer der fröhlichen Stunde ihren Gegner nach oben, packen ihn gemeinsam am Schädel und wollen ihn ebenso wie seinen Partner in den Cage schleudern. Doch Cardigan macht sich so schwer wie irgendwie möglich, wirft sein gesamtes Gewicht in die Waagschale und blockt die Aktion so. Es gelingt ihm sogar einen platzierten Elbow Strike gegen den Schädel von Banes zu setzen, der rückwärts taumelt, doch Cornwallace ist schon zur Stelle. Es setzt einen harten Kick in den Magen, und dann schnappt er sich seinen Gegner.

Snap Suplex!

Die Aktion geht zwar nicht in den Käfig, aber angenehm geht trotzdem anders. So schnell er kann, wenn auch mit schmerzverzerrtem Gesicht, versucht Trent sich dennoch hochzukämpfen. In dieser 2 gegen 1-Situation sind nicht zuletzt seine Nehmerqualitäten gefragt. Das Problem ist dass Banes nun schon wieder zur Stelle ist, und jetzt packt nicht nur Cornwallace zu, sein Partner hilft um - und diesmal gibt es kein Entrinnen.

Double Snap Suplex - gegen den Käfig!

Außerhalb des Käfigs schlägt Windy die Hände über dem Kopf zusammen, während Happy Hour mit zwei breiten Grinsen, eins breiter als das andere, ein lautes High Five in der Ringmitte austauscht. Banes streckt danach seinen linken Arm hoch in die Luft um anzukündigen, was nun folgen soll.

Mike Garland: "Es soll die Lariat geben, die Final Sin Lariat - ein Move, dem in der Geschichte der PCWA vielleicht mehr Wrestler zum Opfer gefallen sind als jedem Anderen. Das hier könnte gleich vorbei sein."

Cornwallace zerrt den Körper von Trent hoch, hält ihn in Position. Derweil hat Banes schon Anlauf genommen, ist in die Seile gegangen und kommt auf sein Opfer zugeschossen.

FINAL SIN LARIAT!

Weggeduckt!

Im letzten Moment kann Cardigan den Kopf einziehen, und die Lariat verfehlt ihr Ziel. Banes gelingt es jedoch, die Bewegung abzubrechen bevor er seinen Partner trifft, der schon schützend die Hände vor den Kopf gerissen hatte. Aber den Moment, den Happy Hour braucht um durchzupusten, der ist schon zu viel. Cardigan packt Cornwallace von hinten und wirft ihn mit Wucht einfach gegen Banes, und der knallt mit dem Hinterkopf sehr unsanft gegen den Käfig. Gordon sinkt zu Boden und Brandon, leicht angeknockt von der Kollision mit seinem Partner, läuft direkt auf Cardigan zu, der nicht lange fackelt.

HARD RAIN!

Und direkt der Pin-Versuch hinterher...

Eins...

 

Zwei...

 

Kick-Out!

Vincent Craven: "Beinahe! Beinahe der Sieg. Jetzt hat Trent Cardigan das Momentum, er muss es lediglich lange genug aufrecht erhalten können um entweder einen Sieg im Ring einzufahren oder den Käfig zu verlassen."

Und Letzteres scheint gerade sein Ziel zu sein. Angetrieben von Windy und auf das Kommando von "The Tempest" hin öffnet der Offizielle außerhalb des Käfigs die Tür. Schwer atmend stampft Cardigan los... aber da klammert sich doch tatsächlich der am Boden liegende Brandon Cornwallace am Fuß des Publikumslieblings fest. Mit Ziehen und Zerren verhindert Brandon so das Vorankommen von Cardigan, der erst noch versucht sich loszueisen, dann jedoch die Sinnlosigkeit dieses Versuchs einsieht. Zuerst muss er Cornwallace los werden.

Also dreht er sich zu dem am Boden und an seinem Bein kauernden Gegner, holt mit dem anderen Bein weit aus und tritt Cornwallace vor den Schädel als wäre dieser ein Fußball beim Elfmeter. Direkt lockert sich der Griff von Cornwallace, bei ihm dreht sich gerade alles, und das nutzt Trent aus um seinem Opponenten den Gar aus zu machen. Er schnappt sich einen Arm, ein Bein, und dann...

Pumphandle Frontslam!

Brandon wird auf die Matte geballert, und so ist der Weg nun frei für Trent sich den Sieg zu holen und Happy Hour in ihre Schranken zu weisen. Er richtet sich auf und wendet sich der noch immer geöffneten Tür zu.

DISCUS LARIAT!

Wie aus dem Nichts rauscht Gordon Banes heran und köpft seinen Gegner beinahe mit dieser Aktion. Das Publikum schreit kollektiv auf als Cardigan zu Boden sinkt, und lachend macht Gordon Banes sich auf die offene Tür als willkommene Einladung zu nehmen.

Vincent Craven: "Das kann doch nicht wahr sein, er spaziert einfach raus und gewinnt?!"

Mike Garland: "Was ist..."

MISSILE DROPKICK!

Es wird laut in der Arena. Unbemerkt vom Rest des Getümmels hat sich Matt Stone auf das Top Rope hieven können und fängt Gordon Banes auf halbem Weg zum Sieg mit einem punktgenauen Missile Dropkick ab.

Mike Garland: "...mit Matt Stone? Da ist er wieder, und er verhindert hier den Happy Hour Sieg - zumindest vorerst. Wie es scheint heißt es jetzt wieder zwei gegen zwei."

MA-CHINE GUN!

MA-CHINE GUN!

MA-CHINE GUN!

Das Publikum jubelt dem Mann zu, der hier soeben verhindert hat dass es wirklich einen Sieg von Happy Hour geben könnte. Das will hier keiner wahr haben. Alle vier Männer liegen auf der Matte, die Brustkörbe pumpen, und vorerst schließt der Offizielle die Tür wieder. Der Käfig ist wieder zu, lasst die Spiele erneut beginnen.

Es ist an Matt Stone und Gordon Banes zuerst wieder auf die Füße zu kommen. Beide Männer beißen die Zähne zusammen, und dann beginnt ein Austausch von Schlägen. Und diesmal fliegen keine Forearms oder Slaps mehr, diesmal fliegen direkt Fäuste. Die Fans gehen bei jedem Strike mit.

YAY!

BOO!

YAY!

BOO!

YAY!

BOO!

YAY!

YAY!

YAY!

Matt Stone gelingt es, eine ordentliche Kombination zu landen. Diese zwingt seinen Gegenüber erst einmal in die Knie, und so nutzt Stone die kurze Pause, springt mit beeindruckender Athletik ab, auf das mittlere Ringseil und...

Springboard DDT!

Banes wird mit dem Schädel voran auf die Matte gezimmert, und unter lautstarken Anfeuerungen der Zuschauer macht sich Stone bereit. Ächzend und japsend wuchtet Gordon sich wieder auf die Füße, blickt sich um, auf der Suche nach seinem Gegner.

FINAL GOODBYE!

Aber Gordon weicht dem Superkick aus! So schnell er kann wirbelt Stone herum, und da kassiert er auch schon.

DISCUS LARIAT!

Wie schon sein Partner wird er getroffen, doch diesmal belässt es Banes nicht dabei. Die Nummer mit der Tür hat nicht funktioniert, also geht er hier und jetzt in Richtung Sieg. Ohne zu zögern und so schnell er kann greift er sich die Machine Gun und stemmt Matt Stone in die Luft.

MAJESTY KILLER!

EUROPEAN UPPERCUT!

Mike Garland: "Trent Cardigan! Gerade noch rechtzeitig!"

Vincent Craven: "Das ist Team-Chemie - genau im richtigen Moment da sein."

Bevor Banes Stone also auf die Matte donnern kann kassiert er einen mächtigen Uppercut, und der lässt ihn ordentlich wanken. Währenddessen rutscht Matt Stone hinten über, landet auf seinen Füßen und geht den einen entscheidenden Schritt, um die richtige Distanz zwischen sich und Banes zu bringen. Dann reißt er erneut das Bein hoch.

FINAL GOODBYE!

Und diesmal gibt es kein Entkommen. Der Superkick trifft Gordon Banes, der sinkt zu Boden, ebenso wie der erschöpfte Matt Stone. Aber Trent Cardigan ist da, verschwendet keinerlei Zeit und setzt direkt das Cover an.

Eins...

 

 

Zwei...

 

 

BRANDON CORNWALLACE!

Mike Garland: "Das gibt es doch nicht! In allerletzer Sekunde ist Cornwallace da und unterbricht das Cover!"

Vincent Craven: "Ich weiß nicht, ob Banes da noch einmal ausgekickt wäre - ich glaube nicht. Aber so ist Happy Hour noch immer nicht besiegt. Dieses Match geht weiter!"

Außer Atem ist es nun an Cornwallace, Initiative zu ergreifen. So schnell er kann rollt er vorbei an seinen beiden Gegnern und kommt wieder auf die Füße. Kurz blickt er umher, dann entscheidet er sich zuerst Trent Cardigan anzugehen. Dieser kommt jedoch ebenso schnell wieder auf die Beine, und so stehen sich die beiden nun im Ring gegenüber. Cornwallace kann den ersten Schlag setzen, den blockt Cardigan jedoch und kann den Schwung von Brandon nutzen um ihn ein Stück zurück zu stoßen - und das reicht.

Harte Clothesline!

Doch Cornwallace duckt sich und kann direkt zupacken.

THUMBS UP!

Der Uranage lässt den großen Trent mit Wucht auf die Matte donnern. Und dann lässt Cornwallace den Pin folgen - das könnte es gewesen sein!

Eins...

 

 

Zwei...

 

 

Matt Stone ist da!

Die Machine Gun kann das Cover unterbrechen. Fluchend rollt Brandon von seinem Gegner herunter und steht auf, doch Stone steht schon da und feuert einen üblen Faustschlag ab, der Cornwallace mitten ins Gesicht trifft. Mit einem Jaulen reißt er die Hände vors Gesicht während er rückwärts in die Seile fällt, doch Matt lässt ihn nicht in Ruhe. Er folgt seinem Gegner, aber der reißt mit einem Mal die Hände vom Kopf weg...

...und spuckt Matt Stone ins Gesicht!

Vincent Craven: "Schlechte Idee. Ganz schlechte Idee."

Sieht so aus. Denn bei Stone macht es anscheinend direkt "Klick" im Kopf, und die Hälfte der Partners in Crime feuert harte Schläge in einer Geschwidigkeit ab die seinem Spitznamen alle Ehre machen. Cornwallace versucht diese zu blocken so gut es geht, aber unweigerlich trifft ihn der eine oder andere Punch, bis er wie ein Häufchen Elend in den Seilen hängt. Und das nutzt Matt Stone aus.

Gutwrench Suplex!

Mit beeindruckender Wucht lässt die Machine Gun Brandon zu Boden krachen. Aber er versucht gar nicht erst ihn zu pinnen, nein. Noch immer wütend über den fliegenden Speichel stampft er sogleich zur Ringecke, und unter lautem "Woaaaah!" der Zuschauer steigt er auf das oberste Ringseil. Mit wutverzerrtem Blick starrt er herunter auf Cornwallace - und das ist sein Untergang.

Mike Garland: "Gordon Banes!"

Die andere Hälfte von Happy Hour ist pünktlich zur Stelle. Cornwallace hat Stone angespuckt um dessen Temperament zum überkochen zu bringen, um dafür zu sorgen dass er sich auf ihn stürzt und damit seinem Partner die Zeit zu geben sich zu regenerieren. Mit einer nicht zu verachtenden Brutalität zieht Banes Stone die Beine auf dem Top Rope weg und so kracht dieser mit dem Unterleib ohne Bremsung voll auf das oberste Seil. Jauchzend bleibt er so in der Ecke des Käfigs hängen, während Banes erst einmal durch atmet.

Dann wendet er sich Trent Cardigan zu.

Die andere Hälfte der Partners in Crime macht Anstalten sich wieder zu erheben, doch das gilt auch für Brandon Cornwallace. Allerdings ist Banes bei seinem Partner um ihm sogleich hoch zu helfen, und so stehen beide Happy Hour Mitglieder schon wieder in der Mitte des Rings als Cardigan sich gerade aufrichtet.

Roundhouse Kick!

Banes knallt Cardigan den Fuß an den Schädel, und dieser verliert die Balance, sodass Cornwallace ihn aufnehmen kann.

GERMAN SUPLEX!

UND GORDAN BANES PACKT AUCH NOCH MIT EINEM NECKBREAKER ZU!

Vincent Craven: "Das war's! Das ist zu viel!"

Doppelter Move, doppelt effektiv, und so setzt Cornwallace den Pin an.

Eins...

 

 

 

Zwei...

 

 

 

Dreee...eeeein!

Kick-Out bei 2,9! Die Fans in der Halle beginnen "YES!"-Chants zu starten während die beiden Happy Hour Mitglieder sich ungläubig anstarren. Das hätte das Ende sein sollen, nein, MÜSSEN. War es aber nicht. Trent Cardigan kann man eines nicht vorwerfen: Dass er nicht einstecken kann. Das bedeutet aber auch dass Brandon und Gordon nicht aufhören werden. Cornwallace ist der Erste, der wieder steht, und er nicht Banes zu - was beide zu einem Grinsen verleitet. Er hebt die Hand zum High Five. Nicht etwa in Richtung Gordon Banes, der sich auf der anderen Seite des am Boden liegenden und erst langsam wieder auf die Füße kommenden, immer noch benommen wirkenden Trent Cardigan in Position bringt. Nein, er fordert ein High Five von Windy am Käfigrand ein, deutet an dass sie ihm imaginär in der Luft in die Hand schlagen soll. Doch die Dame mit den dunklen Haaren verschränkt nur die Arme, schüttelt den Kopf - und so formt Cornwallace kurzerhand sein High Five zu einem ausgestreckten Mittelfinger in Richtung der Ringbegleitung der Partners in Crime.

Vincent Craven: "So etwas muss doch absolut nicht sein. Komplett unnötig. Wrestle dein Match und gut ist."

Das gedenkt Brandon nun wohl auch zu tun. Er wendet sich Cardigan zu, und dieser ist bereits auf den Knien, steht schon fast wieder. Beide Happy Hour-Wrestler haben die Hände erhoben, und in der Millisekunde in der Trent wieder steht schlagen sie zu.

ULTRA-HIGH-FIVE!

Trent duckt sich! Cornwallace schlägt Banes! Banes geht zu Boden, und schockiertem Blick steht Brandon eine Sekunde lang da, eine Sekunde zu lang.

ROLL-OVER NECKBREAKER!

Mike Garland: "Cardigan hat ihn jetzt! Das könnte es gewesen sein. Er deutet auf die Crowd, die nochmal richtig laut wird. Und er..."

Vincent Craven: "LARIATOOOOOOOOOOOOOO!"

Gordon Banes ist da und mäht Cardigan gnadenlos mit der Final Sin Lariat um, Augenblicke nachdem dieser Cornwallace auf die Matte geschleudert hat. Die Halle hält kollektiv den Atem an - und direkt setzt Gordon Banes den Pin an! Ist das der Sieg für Team Happy Hour?

Eins...

 

 

Zwei...

 

 

 

SHOOTING STAR PRESS!

Vincent Craven: "Was zur Hölle?!"

Mike Garland: "Matt Stone! Matt Stone hat sich auf dem Top Rope hochraffen können und unterbricht das Cover nicht nur, er springt mit einer Shooting Star Press auf Banes, der seinen Partner gepinnt hat!"

Vincent Craven: "Und jetzt pinnt Stone selbst Banes! Was für ein Finish für dieses Match."

Mike Garland: "Eins..."

Vincent Craven: "Zwei..."

Mike Garland: "BRANDON CORNWALLACE!"

Allerdings. Da ist Brandon Cornwallace, der all' seine Kraft nach dem Neckbreaker von Cardigan zusammen genommen hat, und packt Matt Stone am Bein, reißt ihn von seinem Partner herunter, zieht an ihm wie an einem Seil. Stone zappelt wie wild und schafft es sein Bein zu befreien. So schnell er kann kommt er wieder auf die Füße. Aber nicht schnell genug.

Mike Garland: "Cornwallace packt zu - das ist der Uranage! THUMBS UP!"

Vincent Craven: "Gekontert in einen Arm Drag! Brandon Cornwallace segelt durch den Ring, aber kann sich abrollen, er landet auf den Füßen und..."

Mike Garland: "THE END IS NEAR! Bullhammer Elbow ins Gesicht von Cornwallace! Er fällt um..."

Vincent Craven: "Und landet auf Trent Cardigan, der noch immer am Boden liegt."

Mike Garland: "Der Referee muss das zählen! Das ist ein Pin!"

Vincent Craven: "Nicht so! Bitte nicht so!"

Mike Garland: "Eins..."

Vincent Craven: "Zwei..."

Mike Garland: "KICK-OUT! Kick-Out von Trent Cardigan! Sind die denn von allen guten Geistern verlassen? Was ist denn los hier?"

Die Halle hält es nun mehr auf ihren Sitzen. Matt Stone atmet ordentlich durch, nochmal Glück im Unglück gehabt - zum Glück kann man sich in solchen Situationen auf seinen Partner verlassen. Doch der Blick von Stone geht schon in eine ganz andere Richtung. Denn im Moment ist er der einzige Mann der noch steht - und das gibt ihm die Chance...

Mike Garland: "Er klettert. Er klettert den Käfig hoch."

Einmal blickt er sich noch um. Dann klettert er so schnell es geht das Metall nach oben, Stück für Stück. Der Schnellste ist er natürlich nach diesem langen Match nicht mehr, doch unter ihm regt sich kaum etwas, zu viel ist in diesem Kampf schon passiert. Das sieht gut aus für...

Und dann knallt es laut. Die Blicke waren auf Matt Stone gerichtet, nicht aber auf den großen, den sehr, sehr großen Mann, der auf einmal vor dem Käfig aufgetaucht ist. Der einen Stuhl in der Hand hält. Und der diesen Stuhl mit voller Wucht auf die Hände von Matt Stone knallen lässt. Mit einem Schrei lässt dieser vor lauter Schreck mit der rechten Hand die Maschen los, baumelt nur noch an einer Hand im Käfig und kann so aus dem Augenwinkel noch sehen, wie der große Mann noch einmal ausholt und einen zweiten, krachenden Stuhlschlag folgen lässt, auf die andere Hand - und so fällt Stone rückwärts, mit dem Nacken sehr unglücklich voran, auf die Matte. Der Fall ist tief, verdammt tief, und nach diesem Match eine Art K.O.-Punch.

Das bekommt auch Gordon Banes mit. Stone ist direkt neben ihm wie ein Stein auf den Ringboden gedonnert und regt sich nicht mehr. So wuchet Banes sich einfach auf Stone, ächzend hebt er halbherzig ein Bein hoch...

 

Eins...

 

 

 

Zwei...

 

 

 

Drei!

Buhrufe hallen durch die Arena als die Ringglocke läutet. Team Happy Hour hat es "geschafft" - nun, eigentlich hat jemand ganz Anderes etwas geschafft. Denn der Mann vor dem Käfig hat den Stuhl bei Seite geworfen und steht nun mit verschränkten Armen da, nickt dem siegenden Team zu.

Vincent Craven: "Kevin Smash? Kevin Smash also? Wirklich?"

Mike Garland: "Das... war jetzt in der Form auch nicht wirklich abzusehen."

Gordon Banes krabbelt zu seinem Partner, zu Brandon Cornwallace, und zieht diesen auf die Beine, zieht ihn in Richtung der Käfigtür. Die beiden Happy Hour-Member tauschen einen Blick mit Smash aus, ehe sie unter den Buhrufen des Publikums ein übertriebenes High Five austauschen, so als hätten sie soeben beide gleichzeitig den Gerasy gewonnen.

BIG BOOT!

Mike Garland: "Trent Cardigan! Da ist jemand aber mal so ganz und gar nicht glücklich wie das hier gelaufen ist!"

Allerdings. Cardigan befördert Happy Hour "freundlicherweise" mit einem kräftigen Big Boot durch die Tür auf den Hallenboden, sodass die zwei trotz ihres Sieges noch eine letzte, unsanfte Landung einstecken müssen. Kurz wirkt es so, als wolle Trent noch nachsetzen, dann jedoch besinnt er sich auf die Gesundheit seines Partners, geht im Ring auf die Knie und beugt sich über den nur langsam wieder zu sich kommenden Matt Stone.

Mike Garland: "Das hier wirkt immer noch nicht wirklich wie ein Ende, oder?"

Vincent Craven: "Erst Recht nicht mit dem Auftauchen von Kevin Smash. Ich habe keine Ahung, was hier noch passieren wird - aber dass noch etwas passieren wird, da bin ich mir Recht sicher."


------------------ PCWA ------------------

Das metallische Klirren gleicht einem Donnerhall, welcher durch das Gym schallt. Wieder und wieder schlagen die dicken Gewichte am Anschlag an und prüfen diesen auf Stabilität. Und das im wahrsten Sinne des Wortes: wenn sie gewollt hätte, würde sie die chromblitzenden Eisenscheiben auch bis sonst wohin befördern. So wie ihre Fäuste … in gewisse Gesichter.

Die mittrainierenden Nachwuchs-Fighter des konzerneigenen Power Plants begutachten das Schauspiel wortlos, während sie gefühlt erkennbar weniger für ihre Wiederholungen nehmen. Und vor allem: dies in deutlichem wie respektvollem Abstand zur Amazone begehen.

Endlich hat sie die Kleidung gewechselt, aber es ist eher zu bezweifeln, dass sie bereits jetzt die Kampfmontur trägt. Denn sie trägt 'nur' ein graues Muskelshirt und blaue Hotpants, weiße Sportschuhe komplettieren das Workout-Bild von ihr. Ihr verschwitztes Gesicht zeigt wieder die mürrische Miene wie ganz am Anfang. Zwar hat sie sich mit Stem wieder angenähert, aber ein Restzweifel besteht immer noch. Hat Stem wirklich gesagt, was er gemeint hat? Zugegeben: sie hat es selbst nicht so ganz ehrlich gemeint. Und das nervt sie. Sie will sich endlich auf das große Gold konzentrieren und nicht mehr mit Altlasten herumhantieren. Cotatores Gold verteidigen und gut isses. Was soll also díe ganzen emotionalen Scheiße noch?

Ein weiteres Mal knallen die stählernen Massen an die Metallarretierungen …
… und so bemerkt Lara erst gefühlt recht spät, dass die Geräuschkulisse um sie herum scheinbar zum Erliegen gekommen ist. Sie platziert ihr Trainingsgerät, richtet sich langsam auf und blickt sich, den Schweiß mit ihrem Handtuch abtupfend, um.
Nahe dem Eingang scheint sich der Fokus des Interesses aller zu befinden. Doch erst, als ein paar Nachwuchsler, ebenfalls ehrfürchtig, und entsprechend ihre Hände demonstrativ hochhalten, sieht man den Neuankömmling. Oder zumindest das, was man optisch von ihm gewahr wird, denn die düstere Optik lässt nie wirkliche Rückschlüsse zu.

So langsam kehrt wieder ein gewisses Maß an Normalität in den Trainingsraum zurück, nachdem die meisten Anwesenden vor der Gestalt des Cryption Crowns Abstand genommen und sich wieder ihren Übungen zugewandt haben.
Nur Shadow selbst steht, so wie für ihn typisch, stoisch und stumm auf der Stelle und lässt seinen Blick schweifen. Zumindest vermuteterweise, denn sein Gesicht bleibt von den blickdichten Strähnen verdeckt und nur anhand seines langsam drehenden Kopfes ist davon auszugehen, dass er das Gym und seine Besucher sondiert.

Und so … ist es keine Überraschung, dass der ungefähre Blick des Schattens auf Lee hängenbleibt. Zumindest nicht für Lara, welche sich nochmals mit ihrem Schweißtuch über das Gesicht wischt – und damit ein leicht spöttisches Lächeln sowie diesen „Wusst ich’s doch!“ – Blick verbergen kann.
Als er schließlich bei ihr angelangt ist, sieht sie aus sitzender Position zu ihm hinauf.

Doch das Lachen vergeht ihr recht schnell. Shadow also. Der amtierende Cryption Crown. Eigentlich hat sie gar kein Interesse, wer zurzeit diesen Gürtel trägt, denn dieser wird ihr eh bald gehören. Doch dann obsiegt ihre Neugier über den unerwarteten Besuch.
Dennoch nimmt die Amazone ihr Training wieder auf und spricht zwischen den Zügen.

Lara: "Was ist? Noch nie einer Frau beim echten Krafttraining zugeschaut?"

Scheinbar ungerührt beobachtet der Schatten noch ein paar Züge Lees, bevor er sich halb zu den ihr gegenüber aufgebauten Gewichten umdreht.

Shadow: „Das Geheimnis von Eleganz liegt in der Schlichtheit der Dinge … aber das wird weder dem Frauenbild gerecht noch dir oder zeigt gar wirklich, was du bist oder sein willst. Ich könnte jetzt deine Frage beantworten, da es eine eigentlich ideale Steilvorlage ist. Aber meine Antwort wäre im höchsten Maße unhöflich.“

Fast ruckartig stoppt die Muscle Chick mitten in der Bewegung, dann dreht sie ihren Kopf langsam in seiner Richtung, um eine erhobene Augenbraue zu zeigen.

Lara: "Unhöflich? Willkommen in der PCWA, mein Junge. Überrasch' mich doch mal mit deiner Antwort, vielleicht ist es ja was anderes, als was ich gerade denke..."

Das unergründliche Dunkel greift nach einer 50-Kilo-Scheibe, hebt diese mit scheinbarer Leichtigkeit auf und hält abwägend in Händen.

Shadow: „Wenn du darauf bestehst, Terminatrix …“

Er wendet sich wieder ihr zu.

Shadow: „… du bist im Grunde ein Widerspruch in sich. Denn weder stellst du das optische wie charakterliche Idealbild einer Frau dar, noch möchte ich hier offen aussprechen, was ich mir in deinem Fall unter echtem Krafttraining vorstelle. Denn das könnte unter Umständen weniger mit Gewichten denn mehr mit Akrobatik und Libido zu tun haben.“

Lara: "Ich verstehe... nun, heute tue ich dir mal einen Gefallen..."

Die Kamera schwenkt zu einem Büstenschnitt Laras herum: ein spöttisches wie gelangweiltes Grinsen umspielt ihren Mund. Gekonnt arretiert sie ihre Benchpress Stange wieder über sich, greift im Off an den unteren Rand ihres Tops und zieht diesen hoch bis knapp ins Bild, sprich bis zu ihrer Kehle. (leider ist darunter aber für die Zuschauer nicht zu sehen.)

Lara: „Elegant genug für dich?“

Während Lara das Shirt wieder herunterzieht und ihre Übung fortsetzt, nickt der dunkle Krieger ganz leicht, bevor er in stoisch-zäher Bewegung die Scheibe zurückpackt und den daneben befindlichen Seilzug anpeilt.

Lara: "Ein Wunsch erfüllt, darf's noch was anderes sein? Ansonsten geh' andere nerven. Zum Beispiel Graves. Oder noch besser diesen Idiot Maxxx, der plärrt und schreit nach Aufmerksamkeit wie ein Kleinkind. Dann hat dieses Cryption Crown Match vielleicht heute irgendeine Bedeutung. Auch wenn ich das bezweifle, denn mir ist schnurzpiepegal, wer der Champion wird - denn am Ende werde ich in naher Zukunft ja eh DIE Championesse."

Während Lee weiter ihre „Eisen verbiegt“, dreht der Schatten ihr für den Moment den Rücken zu: vollführt einarmig einen Seilzug mit Leichtigkeit … ehe er bemerkt, dass keine Kontergewichte arretiert sind. Dann legt er welche auf. 

Shadow: „Wie ich sehe, Terminatrix, gehst du mit deinen Chancen um wie mit deinem Wesen: recht freizügig. Rechne mit dir, mit deinen Möglichkeiten … aber vielleicht solltest du nicht vergessen, dass Mathematik ein Gähn-Spiel mit weniger Regeln und bedeutungslosen Zeichen auf Papier ist. Der Unterschied zwischen desinteressiert wirken und desinteressiert sein ist oft nur ein Frage subjektiver Ansicht. Und die … kann einen manchmal harsch hinters Licht führen…“

Lara beobachtet, wie der Soul Survivor ein ums andere Mal mehr Last auflegt - und doch mit gleicher Kontinuität die Übung vollführt. Ungerührt, stoisch, als würde er wie ein Weltfremder mit verdecktem Gesicht eine Neuerung ausprobieren.

Shadow: „Ich war und bin ein Fighting Champion. Das habe ich damals gesagt, als ich dieses ehrenvolle Silber erhalten habe und bekräftige es noch immer. Strafe mich gern Lügen, sollte dem in den vergangenen Wochen nicht so gewesen sein. Denn einer Herausforderung bin ich nie aus dem Weg gegangen. Und das gilt auch für den Basilisken und Mad Maxxx. Wenn es denn der richtige Weg sein soll, als Future Champ und selbsternannter Sidekick des Limping Blackheart fehlende Präsenz in den Ambitionen dadurch zu kompensieren, das man DA wäre, so nenn ich das gesundes Selbstvertrauen … während ich mein Sarkasmus-Schild hochhalte.“

Der Schatten lässt den Seilzug links liegen und steuert die Rückseite an, welche zwei Holme für Dips-Übungen besitzt.

Shadow: „Und was Mad Maxxx angeht … wem genug zu wenig ist, dem ist nichts genug. Sicher mag sein überlautes Organ das Seine beigetragen haben, aber letztlich hat er es nur einer günstigen Fügung zu verdanken: weniger Graves bedeutet halt mehr Jimmy. Allerdings muss er nur noch lernen, dass niemand beiseitetritt, wenn die Gossenratte ruft. Und wenn er es unbedingt drauf anlegen will noch einmal zertreten zu werden … dann sei es so. Denn ich gebe nichts kampflos her.“

Er drückt sich an den Stangen vom Boden ab … und mit mehreren Wiederholungen seinen Körper auf und ab. Eine Übung, welche ihm mehr zu liegen scheint.

Shadow: „Wie du siehst, Terminatrix: in meiner Regentschaft als Cryption Crown entwickelt sich nichts zur Kargheit. Manchmal ist es besser, mit einem denkwürdigen Kampf gegenüber einem flauen Aufbau in den Monthlys zu überzeugen. Denn der umgekehrte Fall ist manchmal sogar noch schlimmer … nur nicht ganz so arg wie Titelambitionen von jemand, welcher bereits eine Championship trägt. Nichts gegen Machthunger - aber er kann schnell umschlagen. Im ungünstigsten Fall in die Teilnahme am eigenen Leichenschmaus. Also wähl deine Aktionen und Worte weise.“

Und als der Schattenmann sich wieder umdreht, befindet sich die von ihm ständig genannte Terminatrix gar nicht mehr an ihrem Platz. Nach einem augenblicklichen Blinzeln entdeckt er sie weiter hinten an einem Push-Beingerät sitzen, wo die Kanadierin gerade eine nicht unerhebliche Masse an Gewichtsscheiben per Seilzug hochdrückt. Die riesigen, nackten Oberschenkelmuskeln zeugen von ihrem langjährigen Training. Sie grinst ihn unverhohlen an.

Lara: "Ich habe ab 'Gähn-Spiel' nicht mehr zugehört, kannst du das Ganze nochmals wiederholen?"

Meint sie spöttisch zu ihm und lässt das Gewicht dann wieder nach unten knallen.

Lara: "Aber rechne nicht damit, dass ich auch ein zweites Mal zuhöre... eigentlich sollte es dir ja offensichtlich sein, dass meine Aufmerksamkeitsspanne nicht besonders lang ist, speziell dann, wenn jemand schwülstige Sprachspiele von sich lässt, die man auch in einen einfachen klaren Satz fassen kann. Also mache ich das Ganze ein bisschen einfacher für dich und benutze diesmal Handzeichen statt Worte..."

Sie hebt eine Faust hoch und... streckt ihm dann einen Mittelfinger entgegen. Anschließend wandert ihr Blick auf ihre Schuhe und zu guter Letzt setzt sie einen Retro-Kopfhörer auf, den sie in der Zwischenzeit aus ihrer Sporttasche gefischt hat. Es ist wohl nicht zu erwarten, dass von Lara heute noch irgendeine Reaktion kommen wird...

… naja - vielleicht noch eine: nämlich ein weiteres spöttisches Kopfschütteln, als sie beim Umdrehen bemerkt, dass der Schatten mal wieder verschwunden ist.


Mike Garland: "AAAAH... DAMN! DAMN! DAMN! Warum war ich nicht dort, verdammt!"

Vincent Craven: "Weil du hier einen wichtigeren Job zu erledigen hast, Mike."

Mike Garland: "Dasselbe hat sich Lara auch gedacht, als Shadow anfing, den Mund aufzumachen. Der Gute will gleich einen denkwürdigen Kampf liefern und damit Lee demonstrieren, was mit ihr passieren könnte, sollte es zu einem Duell der beiden kommen."

Vincent Craven: "An Lara prallte das Ganze recht wuchtig ab. Richtig so, denn schließlich hat auch sie einen schweren Fight vor sich und im Gegensatz zum Schatten stand sie vermutlich mit ihren Gegnern noch nicht im Ring."

Mike Garland: "Vielleicht sollte sie dann auch nochmal ihr Shirt hochziehen - das dürfte in jedem Fall Eindruck machen!"

Vincent Craven: "Vor allem bei dir! Shadows Geschmack ist sie ja scheinbar nicht."

Mike Garland: "Der Schatten hat mit seiner dämlichen Matte vorm Gesicht vermutlich noch nichtmal was gesehen..."

Vincent Craven: "Oder er steht einfach auf einen anderen Typ Frau. Vielleicht eher so etwas, wie diese Dame hier." 


------------------ PCWA ------------------

Das Wetter ist für diese Jahreszeit recht mild und so hatte sie die Chance genutzt, hinaus in den Park zu gehen, um sich ein wenig zu entspannen. In diesem Moment sitzt sie unter einer der zahlreichen Laternen auf einer Bank, während der von der anbrechenden Nacht kündende kühle Märzwind über die von der Kälte geröteten Wangen streicht. In ihrer zittrigen, rechten Hand liegt zwischen Zeige- und Mittelfinger eine Zigarette und sie schaut verträumt dem Qualm nach, den sie soeben in den Nachthimmel gehaucht hat. Dabei lehnt sie sich noch ein wenig mehr an die Bank an und mümmelt sich so tiefer in die dunkle, wärmende Winterjacke. Eigentlich rauchte sie nicht mehr, aber tatsächlich hatte sich angesichts ihres Wiedersehens mit Mad Dog eine gewisse Nervosität in ihr breit gemacht und da half der Glimmstängel ja doch irgendwie... Die linke Hand greift indes nach der Tasse, die sie - ebenfalls qualmend - neben sich auf der Bank platziert hat. Kurz hebt sie die heiße Tasse mit dem Tee an, um ein wenig Flüssigkeit hinaus zu schlürfen. 

"YAI!"

Der laute, atemlose Ruf reißt sie adhoc aus ihrer Nordseestrand-Stimmung. Die Ehefrau des Night Fighters stellt ihren Tee wieder ab und richtet sich von der Lehne auf, um sich im Park umzusehen. Relativ schnell erkennt sie, wer sie dort gerufen hat: Es ist der Engländer, James Godd, der eiligen Schrittes zu ihr kommt.

Yai: "Hi James..."

Der Engländer nickt kurz, doch sie merkt sogleich das irgendetwas mit ihm nicht stimmt. Dieses verzerrte Gesicht, die fehlende Outdoor-Kleidung... schließlich auch die... Angst in seinen Augen. Yai hebt hellhörig fragend den Kopf.

Yai: "Was ist passiert?"

Britain's Finest schüttelt den Kopf und winkt ab. Er kann es ihr hier und jetzt - vor den Kameras - nicht sagen, selbst wenn er es wollte.

James Godd: "Ich habe dich... oben von der Glasfront aus... gesehen und bin... direkt... hier runter geeilt."

Das schnelle Atmen des Engländers lässt ihn in einer Atemwolke zurück, während Yai einen weiteren Zug an ihrer Zigarette nimmt. Langsam beginnt sich der Herzschlag des Gerasys allerdings zu beruhigen.

James Godd: "Hast du Mad Dog gesehen?"

Sie legt skeptisch den Kopf schief. Mustert den Briten und sucht nach dem Geheimnis, das er verbirgt. 

Yai: "Hast ihn also immer noch nicht gefunden, hm? Dabei saß er eben in der Kabine von DeWynters, als du mit ihr davor standst..."

Wütend ballt Godd die Faust und fletscht die Zähne. "Diese Bitch" schießt ihm erneut durch den wütenden Kopf.

James Godd: "ARGH!"

Yai: "Zumindest wenn ich die Live Bilder richtig deute, die ich gesehen habe. Er hat sich auf euer Match vorbereitet... Und das wäre ja eigentlich auch eine sinnvolle Aufgabe für dich, oder? Allemal besser als alle möglichen Referees hysterisch anzulabern..."

Kurz steht der Gerasy nur angewurzelt da. Weiß nicht, ob er zurück laufen oder antworten soll. Weiß nicht, wohin mit sich.
Yai indes neigt den Kopf zur Seite. Mitleid liegt in ihrem Blick, als sie abwinkt, um ein unausgesprochenes Geheimnis zu lüften.

Yai: "Ganz ehrlich: DeWynters macht das Rennen. Sie hat die größten Hupen, spielt andauernd mit Lara Lee Dosenklappern... Sowas wollen die Leute sehen. Und wenn ihr Mad Dogs Drohung egal ist, wovon ich ausgehe, dann dürfte sie heute dafür sorgen, dass du deinen Titel los bist. Ob ihr beiden das nun wollt oder nicht."

Kurz bleibt Godd stoisch stehen, denkt nur an Sarah und ihre Zwickmühle...

Yai: "Eine Zigarette?"

Endlich dringen Yais Worte zu ihm vor und er nickt. Vermutlich könnte es so laufen, wie sie es angedeutet hat... Aber was würde dies für Sarah und ihn bedeuten?
Er dreht sich und lässt sich auf der Bank neben Yai nieder.

Yai: "...He... He... HEEY!"

James Godd: "Ach, FUCK!"

Yai ist mit schmerzverzerrtem Gesicht aufgesprungen, denn Godd hat die Teetasse umgestoßen und die heiße Flüssigkeit ist folgerichtig auf ihrer Hose gelandet. Hat sich reingesaugt. Schnell versucht sie die Flüssigkeit weg zu wischen, doch natürlich bringt das nichts. Es war mehr ein Reflex. Also öffnet sie eilig die Hose und tut das einzig Richtige! Sie zieht die Hose runter. 

Yai: "PASS DOCH AUF, MAN!"

Schreit sie ihn an, während ihr Blick auf ihren Oberschenkel fliegt, auf welchem ein großer, roter Fleck prangert. Dann schaut sie sich kurz um. Ja, hier steht sie nun, live und in Farbe: mit der Hose auf Kniehöhe, der bleichen, gänsehautgepickelten Haut und kurz unter dem schwarzen Slip dann diese riesige, scheiß schmerzende Brandwunde!
Während James leicht bedröppelt, mit der leeren Tasse in der Hand, vor ihr sitzt, versucht sich Yai zu sortieren.

James Godd: "Soll ich helfen?"

Yai: "Bloß nicht!"

Genervt streckt sie die Arme zum Himmel. Dann atmet sie aus, setzt sich auf die Bank zurück, um beide Boots auszuziehen und die Hose gänzlich abzustreifen. Nun zieht sie die Stiefel wieder an. 

Yai: "Wenn du heute nicht untergehen willst, solltest du langsam wirklich deine Konzentration wiederfinden."

Sie greift nach ihrer Hose, will sich erheben. Bleibt dann aber doch noch für einen Moment mit gerunzelter Stirn sitzen.

Yai: "Wurde Sarah eigentlich auch angesprochen?"

Verdutzt zieht James den Kopf zurück, während Yai ihre Hose auf ihren nackten Oberschenkeln faltet. Aus dem Hier und Jetzt, der ganzen Peinlichkeit, bringt ihn die Frage wieder in seine Sorge und Angst um Sarah Duriel zurück.

James Godd: "V..v...von wem?"

Yai: "Irgendso ein zwielichtiger Typ halt. Hatte scheinbar Interesse am Ausgang eures Matches."

Nun erhebt sich die Frau des Night Fighters, betrachtet noch einmal die rote Brandwunde auf ihrem Schenkel. Flüsternd schreit sie, als sie mit dem Zeigefinger drauf drückt, um zu schauen, ob es weiß und wieder rot wird.
Godd hingegen sitzt wie versteinert dort. Wie konnte nur alles so schief laufen? Die Vendettas als Gerasy waren optimal verlaufen. Und mit dem Match gegen Mad Dog hatte er einen fairen, sportlichen Main Event vor Augen. Eine neue Zeitrechung für die PCWA.
Doch nun?!

Yai: "Na, wenn's nicht so ist, ist's ja gut! Bye."

Sie zieht die Mundwinkel zur Seite und läuft eiligen Schrittes zurück in Richtung Halle.

James bleibt noch einen Moment sitzen, ehe das rote Licht an der Kamera erloschen ist. Dann springt er hektisch auf und ruft ihr nach.

James Godd: "YAI! YAI!"

Schnell läuft er hier nach, doch kurz vor dem Erreichen der Tür zum Backstage wird er von einer Hand am kalten Arm gepackt. Der kräftige Griff zieht ihn zur Seite in eine düstere Ecke, doch ehe er die Fäuste ballt, erkennt er bereits, wer ihn dort unsanft auf seine Seite zog.

James Godd: "Da bist du ja endlich!"

Mad Dog: "Wolltest du ihr an die Wäsche?!"

Völlig perplex und irritiert ob der Frage zieht Godd den Kopf zurück. Schüttelt den Kopf.

James Godd: "Nein... NEIN! Es war ein Missgeschick."

Der Night Fighter hebt eine Augenbraue, so als prüfe er die Aussage seines Freundes damit. Dann aber nickt er.

Mad Dog: "Wie der Godd Damn, huh?!"

Der Engländer knirscht mit den Zähnen. Diese ewigen Vorwürfe waren nun das Allerletzte, das er gebrauchen konnte. Er wollte mit seinem Freund doch offen reden.

James Godd: "Jaaa... wie der Godd Damn."

Presst er zwischen den Zähnen heraus. 

Mad Dog: "Und wie das Missgeschick im Match gegen Happy Hour?"

Laut zieht er die kühle Luft zwischen den immer noch aufeinanderliegenden Beißern ein. Dann drückt er sie gleichsam wieder hinaus.
Er könnte nun davon anfangen, dass MD ihm den Gerasy von der Schulter riss oder ständig Nebenkriegsschauplätze aufmachte, doch er musste sich jetzt beherrschen. Nicht nur Sarah zu Liebe. Auch sich selbst zu Liebe. Und dem Gerasy.

Godd nickt. Und senkt den Kopf.

James Godd: "Vielleicht ist meine Regentschaft bisher doch nicht so optimal verlaufen, wie ich dachte."

MD zuckt mit den Schultern, so als wolle oder könne er sich kein Urteil darüber erlauben.

Mad Dog: "DeWynters meint, du willst Rache nehmen. Für... damals."

Er zeigt auf die Narben, die sich auch auf James' Armen befinden. Kurz schaut auch Godd auf die Zeichnungen, die der Schlächter damals auf ihm hinterließ.

James Godd: "Würde ich mich mit meiner Regentschaft dann nicht unter seines Gleichen einreihen?! Statt mit glorreichen Kämpfern mit dem Abschaum der PCWA Historie verglichen zu werden, mag für DeWynters toll klingen - für mich nicht!"

Ein erleichtertes Lachen dirngt aus der Kehle des verrückten Hundes. 

Mad Dog: "Na, hoffentlich liegt es in unseren Händen, huh?!"

Kritisch zieht Godd die Augen zusammen. War das jetzt der richtige Zeitpunkt, um es anzusprechen?
James zögert.

James Godd: "Wer macht dir denn die größten Sorgen?"

Mad Dog: "Sarah!"

Geschockt reißt James die Augen auf.

James Godd: "WHAT?! WILLST DU MICH VERARSCHEN?"

Natürlich ist Sarah auch diejenige, über die sich Godd die meisten Sorgen macht. Allerdings treibt es ihm die Zornesröte ins Gesicht, das der Hund sie nun - ohne Grund - ebenso genannt hat. MD rollt unterdes mit den Augen und ist sich sicher, dass Duriel nicht mit James gesprochen hat...
Er winkt ab.

Mad Dog: "Vergiss es einfach..."

James Godd: "VERGESSEN???"

Der Fighter schaut zum Himmel, so als erwarte er nun von dort Hilfe in dieser dämlichen Situation, in die er sich selbst mal wieder manövriert hat. Er hätte Sarah einfach nicht sein fuckin' Wort geben sollen.

Godd hat sich derweil abgewandt und in seiner Verzweiflung eine Mülltonne umgetreten.

James Godd: "Sagt derjenige, dessen Managerin und Frau in jedem Fall zu seinen Gunsten entscheiden wird..."

Nun ist es der Night Fighter, der wütend errötet. Mit funkelnden Augen blickt er zu seinem ihm den Rücken zuwendenden Freund.

Mad Dog: "Das mit DeWynters habe ich geklärt, aber Yai? Sie ist ja nun wirklich die Fairste und damit die beste Wahl!"

James Godd: "Yeah... und sie liebt dich ja auch nicht mehr und deshalb wird sie keine Skrupel haben unser Match nach dem Gusto irgendwelcher Geldgeber zu lenk..."

Mit einem heftigen Stoß wird Godd im Rücken erwischt und fliegt dabei über die Mülltonnen.
Ja, auch Ironie kann weh tun. 

Mad Dog: "Wage es noch..."

Doch einer Katze gleich hat Godd sich abgerollt und einen Müllsack auf seinen heutigen Gegner gepfeffert. Dieser hat das Plastik gerade abgewehrt, da erwischt ihn James bereits mit einem Uppercut unterm Kinn. Der Night Fighter taumelt zurück und wird mit einer Clothesline auf den Asphalt katapultiert.

James Godd: "Sei nicht so selbstgefällig, Hu...HUUU."

Ein gezielter Kick gegen das Standbein lässt den Briten zur Seite wegknicken. Auch der Herausforderer ist flink und rollt seinen Gegner mit einem Small Package zu Boden, nur um ihn direkt frei zu lassen und sich zu erheben. Auch Godd rollt weiter und steht wieder auf den Beinen, doch die Töle erwischt ihn mit einem harten Thrust Kick und schickt ihn damit schlussendlich in die Mülltonnen. 

Ein Aufprall gegen den er sich jetzt nicht mehr wehren kann. Es scheppert und kracht, als der Undisputed Gerasy Champion inmitten des Arenamülls zum Liegen kommt.

Mad Dog schaut sich das Ganze kurz an. Greift sich an den Unterkiefer, der vom Uppercut noch schmerzt. Schaut auf seine dreckige Hose und Jacke. Während sich James langsam wieder aufrichtet, schüttelt der Kämpfer der Nacht nur noch sarkastisch Kopf.

Mad Dog: "Großes Kino, James, großes Kino.."

Mit einem bedrückten und enttäuschten Gesichtsausdruck macht sich MD davon.
James hat vor Wut, Angst und Trauer wässrige Auge. In einem Akt der Verzweiflung tritt er erneut gegen eine Tonne.

James Godd: "VERFLUCHTE SCHEISSE!"


Mike Garland: "Oh Gott, was für ein Trottel."

Vincent Craven: "Oh je, die arme Yai. Da ist sie seit Jahren nochmal bei einem PCWA Event und dann so etwas..."

Mike Garland: "Im Main Event hat sie ja die Chance, es James Godd heimzuzahlen, wenn sie als Special Referee gewählt wird. Wobei es das vermutlich gar nicht braucht - bei dem Auftritt, den der Engländer am heutigen Tage hinlegt."

Vincent Craven: "Tatsächlich ist James heute ziemlich neben der Spur und immer noch hat er Mad Dog nicht gefunden. Irgendetwas muss er ihm mitteilen und das sollte schnell passieren. Dann dürften sich die Probleme in Luft auflösen - zumindest mein Eindruck."

Mike Garland: "Ich befürchte eher, dass sich ein spannender Main Event in Luft auflöst, wenn Godd weiter so geistesabwesend ist. Gut, dass es noch andere Stars und Matches gibt, die sich auf Kurs befinden."

Vincent Craven: "Und nicht nur andere Stars! Auch Neulinge hat die PCWA zu bieten..."


------------------ PCWA ------------------

Masao Kai Ito sitzt alleine in einem großen Besprechungsraum. Robert, sein heutiger Tourguide, hatte ihn hier abgesetzt und war dann verschwunden. Ihm war es recht gewesen. Je schneller er das Offizielle hinter sich bringen konnte, desto früher könnte er beginnen für seinen Traum zu trainieren. Er wartete jetzt nur noch darauf, dass der richtige PCWA-Offizielle kommt, um mit ihm den Vertrag offiziell zu unterschreiben. Nachdem er zu Beginn des Tages Bedenken bekommen hatte wegen der Rauferei beim Eingang und dem Treffen mit dem Co-Neuling Jesse Adams im Trainingscenter, überwiegt nun wieder die anfängliche Euphorie. Er hatte ein ganzes Jahr schließlich alles getan und jeden Kontakt spielen lassen, um einen Vertrag zu bekommen. Für ihn gab es aktuell nichts Wichtigeres.

Um sich abzulenken und die Zeit zu vertreiben, sieht er sich im Raum um. Neben den Tischen und vergleichsweise bequemen Stühlen, die man in einem Besprechungsraum einer erfolgreichen Firma erwartet, gab es hier auch eine dem Wrestling eigene Note. Dort wo sonst vielleicht eine Leinwand hängen oder ein großer Fernseher stehen würde, gibt es hier einen bis an die Decke reichenden PCWA-Backdrop. Das aktuelle PCWA Logo in feuriger Schrift auf dunklem Untergrund. Das Imperial Impact Logo direkt darunter. In zwei Meter Entfernung dazu steht eine Kamera, die aktuell nicht bedient wird. Masao vermutet, dass dort irgendwelche Aufnahmen direkt nach der Unterschrift gemacht werden. Für die Homepage und die unausweichliche Social Media. Sei es drum, das war nur ein geringes Übel.

Die einzige Tür öffnet sich. Ein großer, blonder Mann in einem Anzug, der noch teurer, als Masaos eigener aussieht, kommt herein.

„Hallo MASAO.“

Masao sieht den Neuankömmling und hat ein Déjà-vu.

„Kennst du mich noch?“

Masao hat das Gefühl, dass er ihn irgendwoher kennt. Aber woher? Er wusste es nicht, aber was immer sie gemeinsam erlebt hatten, es scheint nichts Positives gewesen zu sein. So viel kann er an der Mimik des großen, blonden Mannes erkennen. Die Freundlichkeit war so offensichtlich falsch, dass sie ihn beunruhigte.

„Nicht? Das ist in Ordnung.“

Der Mann dreht den Kopf zur Seite, bis sein Nacken knackt. Masao verzieht das Gesicht. Er mochte das Geräusch noch nie.

„Mein Name ist Chris.“

Im Geist von Masao dämmert es immer mehr. Chris. Chris. Chris. PCWA. Chris von der PCWA-Talent-Findung!

Chris: „Ich habe schon vor zehn Jahren versucht dich für die PCWA zu gewinnen. Und damals… Ah, du beginnst dich zu erinnern, oder?“

Masao: „Ja. Vage.“

Chris: „Das freut mich. Wirklich. Ich habe damals viel versucht, um dich zu verpflichten, weißt du? Du hättest einen richtig guten Vertrag bekommen, wenn man bedenkt, dass du damals quasi unbekannt warst.“

Masao war damals seit fünf Jahren Profi und hatte erste internationale Erfahrungen gemacht. Eines der Matches hatte seinen Weg in die PCWA gefunden und guten Eindruck hinterlassen.

Chris: „Wir hatten gute Gespräche, oder?“

Masao nickt. Hatten sie. Er hatte Chris damals schon mündlich zugesagt, dass er starkes Interesse hätte und es nicht abwarten könnte.

Chris: „Und doch… hast du den Vertrag in letzter Sekunde abgelehnt.“

In Erinnerungen schwelgend nickt Masao. Hatte er. Musste er.

Chris: „Weißt du, in unserem Business nehmen wir Handschläge und mündliche Verträge sehr ernst. Du hattest mir dein Wort gegeben, dass der Vertrag nur noch Formsache sei. Ich habe dir das geglaubt und mich für dich verbürgt. Du solltest mein erstes, großes Projekt sein. Ich wusste, dass du hier hättest Erfolg haben können. Und dein Erfolg wäre mein Erfolg gewesen.“

Der PCWA-Angestellte hat seine Hände flach auf den Tisch gepresst. Masao kann die weißen Knöchel durch seine gebräunten Hände sehen.

Chris: „Und dann hast du dein Wort gebrochen. Hast den Vertrag abgelehnt. Womit es aussah, als hätte ich mein Wort gebrochen. Mein Wort war schließlich dein Wort. Das hat einem jungen Anfänger wie mir eine gehörige Menge Respekt und Fortschritt auf der Karriereleiter gekostet. Ich möchte ehrlich sein, MASAO, jetzt wo wir bald so regelmäßig zusammenarbeiten werden. Das hat mich sehr wütend gemacht.“

Das kann Masao sehen. Ganz offensichtlich, war der PCWA-Angestellte noch lange nicht darüber hinweg.

Chris: „Dieses Versagen hätte mich meine Karriere kosten können. Aber ich habe nicht aufgegeben. Ich habe jeden Arsch geküsst, den ich finden konnte, um es trotzdem in diesem Business zu etwas zu bringen.“

Man sieht ihm an, dass nicht jeder Arsch geschmeckt hat.

Chris: „Du glaubst nicht, was es in mir ausgelöst hat deinen Namen vor einigen Wochen in einem Meeting zu hören. Ich hatte so lange nicht an dich gedacht und nun solltest du wieder in meine Welt eindringen? Nach so vielen Jahren? Nein. Das erschien mir nicht richtig. Also habe ich begonnen Argumente zu sammeln, die gegen dich sprechen. Und davon gibt es genug, glaub mir. Ich war bereit deine PCWA-Karriere zu verhindern. Diese Macht habe ich. Doch dann hat Jona Vark sich für dich stark gemacht, bevor ich etwas sagen konnte. Sie sieht etwas in dir, was nicht da ist. Da bin ich sicher. Aber Miss Vark ist niemand, dem man so einfach widerspricht. Sie hat einen der wenigen Ärsche hier, den ich mit Freuden küsse.“

Gesprochen wie jemand, der die Wahl hatte zwischen dem Arschkriechen bei einem 60jährigen Scheich, oder einem 30 Jahre jüngeren Ex-Model.

Chris: „Also habe ich nicht gegen deine Einstellung argumentiert. Raushalten wollte ich mich stattdessen. Ach, was wäre das für ein Fehler gewesen. Vielmehr habe ich mich so sehr involviert, wie ich nur konnte. Ich habe mich über dich informiert, habe mir jedes langweilige Interview angeschaut, das du je gegeben hast. Ich kenne deine Prinzipien, deine Träume und deine Ziele.“

Der Blonde sieht Masao tief in die Augen.

Chris: „PCWA Champion werden? Den Undisputed Gerasy Titel in die Höhe halten?“

Mit hochgezogenen Augenbrauen spornt er Masao zu einer Antwort an, die er dann selber gibt.

Chris: „Das wird niemals passieren! Du wirst gar keinen Titel in der PCWA halten. Dafür werde ich schon sorgen. Du wirst mit deiner Karriere für das bezahlen, was du meiner Karriere angetan hast. Und jetzt fang lieber an zu lächeln. Die Kameras gehen gleich an und du wirst der PCWA Welt vorgestellt. Schließlich kennt niemand hier einen angeblichen Indy Star wie dich.“

Masao kann nicht antworten, denn Chris winkt jemandem durch das Fenster neben der Tür zu. Ein Kameramann tritt ein und bemannt die Kamera vor dem großen PCWA-Logo. Chris steht auf und stellt sich freundlichst lächelnd vor das PCWA-Logo und deutet Masao an jetzt sofort zu ihm zu kommen. Masao tut wie ihm geheißen. Er bewegt sich gerade auf Autopilot, zu überrumpelt, um alles zu verarbeiten, was er gerade erfahren hat. Da gibt der Kameramann das klassische, stumme Zeichen des Runterzählens. 3… 2… 1…


~ LIVE ~
 

Chris: „PCWA-Fans, es ist mir eine Freude euch einen unserer neuesten PCWA-Stars vorzustellen. Sein Name ist MASAO und ich hoffe, ihr heißt ihn herzlich willkommen.“

Wenn es in der Halle einen Applaus gibt, dann ist er zu leise, als dass Masao ihn hier hören könnte. Er fragt sich gerade sowieso, wieso er ihn nicht mit seinem vollen Namen vorgestellt hat.

Chris: „MASAO hat überall auf der Welt in kleineren Ligen Erfolge gesammelt und will nun, zum Ende seiner Karriere, sein Glück in der PCWA suchen. Wie für viele andere, ist die PCWA auch für ihn das Non-Plus-Ultra des Wrestling und nach über fünfzehn Jahren hat er es endlich geschafft. Herzlichen Glückwunsch, MASAO!“

Endlich? Er hätte viel früher hier sein können. ER hatte abgelehnt. Er hätte so viel zu sagen, aber er findet die Worte nicht.

MASAO: „Danke?“

Chris: „Na, an der Intensität müssen wir aber noch etwas arbeiten.“

Er lacht. Masao lacht nicht.

Chris: „Aber MASAO ist natürlich nicht unser einziger Neuzugang. MASAO ist nicht mal der einzige Neuzugang in seinem Team.“

Team?

Chris: „Denn es ist mir eine außerordentliche Freude euch einen neuen PCWA-Superstar vorzustellen. Einen Mann, den ihr sicher kennt, der sich in kürzester Zeit einen Namen auf der ganzen Welt gemacht hat. In nur fünf Jahren hat er mindestens genauso viel erreicht, wie sein Tag Team Partner. Was für ein Talent! Begrüßt mit mir: Jesse Adams!“

Die Tür öffnet sich und die Kamera schwenkt auf Jesse Adams, wie er leibt und lebt. Verschlissene Jeans mit Sneak-Peek, vollgekritzeltes T-Shirt mit Pimmelbildern und einer Krawatte unbekannter Herkunft, die außerordentlich gut zu seinen schwarzen Schuhen passt, bei denen ein Schnürsenkel offen ist. Nicht zu vergessen die Telefonnummer auf seiner Stirn. Die Regie hat irre zu tun, alle Stellen, die gegen Sitte und Anstand verstoßen zu verpixeln. Hoffentlich denkt auch einer an die Telefonnummer wegen DSGVO.

Masaos Mund steht offen.

Chris: „Liebe Fans, zusammen werden die beiden unser neuestes Tag Team sein, dessen Ziel ganz sicher nur die Cotatores Trophy sein kann.“

Jesse stolpert über seinen offenen Schnürsenkel direkt in Masao hinein.

„Definitiv“, sagt er überzeugt in die Kamera und klopft Masao ermutigend auf die Schulter. „Wir werden den Titel schon bald gewinnen. Nicht wahr, Partner?“

Dieser weiß immer noch nicht, was er sagen soll. Tag Team? Cotatores? Partner? Das war nicht, was man ihm gesagt hat. Er war hier um Singles Champion zu werden. Er hasst Tag Teams. Und jetzt spricht dieses Opfer auch noch eine offene Herausforderung aus: „Wir werden gegen jeden antreten und gegen jeden gewinnen, dem die Cotatores Trophy nur halb so wichtig ist wie uns! Warum? Weil wir’s können!“ Easy Peasy.

Masao schafft es endlich den Mund zu schließen. Ein Tag Team, mit dem Kerl, den er noch immer eine Telefonnummer auf der Stirn geschrieben hat? Das soll seine große Chance in der PCWA sein? Jesse sieht aus, als könnte er eine Clothesline nicht von einer Lariat unterscheiden. Und er hat ja sowas von Recht.

Jesse Adams: „Hey, MASAO, was sagst du dazu?“

Masao sagt gar nichts. Er steht dort wie ein Reh im Scheinwerferlicht. Chris schüttelt in gespielter Enttäuschung den Kopf. Er deutet auf ein Poster an der Tür, das Masao bisher nicht gesehen hatte. Carnageddon sind dort mit den Titeln abgebildet.

MASAO: „Cotatores?“

Jesse scheint davon überrascht, ist aber sofort dabei.

Jesse Adams: „Klingt nach ‘nem Plan. Wir fordern die Cotatores Champions heraus! Nächste Vendetta. Egal wer ihr seid, wir werden euch rupfen!“

Mit seinen Zeige- und Ringfingern macht er das Rautensymbol.

Jesse Adams: „Hashtag NewChampions!“


Vincent Craven: "Na, das nenne ich ja mal ein interessantes, neues Tag Team. Und sie äußern sofort recht ambitionierte Ziele - die Cotatores sollen es sein!"

Mike Garland: "Nun ja... Interessant ist doch nur einer von beiden. Habe Jesse Adams sogar schonmal auf youtube gesehen... Witziger Typ. Dieser Masao hingegen.. wirkt eher langweilig."

Vincent Craven: "Bei der nächsten Vendetta werden wir sehen, was die beiden im Ring drauf haben. Vielleicht ändert sich deine Meinung dann noch einmal."

Mike Garland: "Das mag sein. Wobei wir kaum Asiaten hatten, die hier in der PCWA einmal richtig Fuß fassen konnten. Außer dir... aber du zählst nicht. Deswegen glaube ich nicht, dass jemand auf diese Herausforderung reagieren wird."

Vincent Craven: "Wird wohl davon abhängen, wie die restlichen Matches heute ausgehen. Vielleicht haben die Cotatores aber bereits etwas von dieser Vorstellung gehört und reagieren direkt darauf. Lass uns mal zu einem Teil der beiden hinschalten."


------------------ PCWA ------------------

Barry Wilson jr. steht grummelnd alleine vor einem Getränkeautomaten, den man häufig im Backstage findet. Er knurrt die Maschine verärgert an.

Stem: „Ich… hasse... alle... Automaten... der... Welt! NIE FUNKTIONIERT WAS!!!“

Was ihn so beunruhigt ist der Schokoriegel, der halb aus der Halterung hängt. DEN Schokoriegel, für den er bezahlt hat.

Er fasst den Automat mit beiden Pranken an und schüttelt die arme Maschine kräftig durch und murmelt dabei wüste Flüche. Wären sie hörbar, wären sie wahrscheinlich nur als durchgehendes *Beeep* zu hören.

Doch der Riegel will nicht. Nein. Der SCHEISS Riegel will einfach nicht.

Stem: „Komm' schon... beweg' dich... BEWEG DICH, FOR CHRIST'S SAKE!!!"

Plötzlich geht das Licht aus, selbst die Beleuchtung des Automaten verschwindet kurzzeitig, aber die Normalität ist wieder schnell zurück, inklusive des verklemmten Riegels. Der rothaarige Riese lässt seinen Kopf seufzend sinken, während er immer noch die Maschine hält. Nur eine Person liebt derart dramatische Auftritte. Und daher weiß er, wessen Stimme nun hinter ihm ertönt. Miss DeWynters'.

DeWynters: „Mr. Wilson, mit roher Gew…“

Stem: „ALS OB ICH DAS NICHT WÜSSTE!“

Brüllt er und dreht sich mit beiden geschlossenen Fäusten um, um DeWynters mit überschlagenen Beinen auf einer Kiste sitzend vorzufinden. Sie trägt natürlich wie immer ein hinreißendes Businesskostüm mit Rock und Nylonstrümpfen in Peeptoes, alles in dunklen Farben gehalten.

Barry schließt die Augen und atmet durch, um sein Wut herunterzuregulieren. Worauf ist er eigentlich überhaupt wütend? Warum lässt er sich von einem verdammten Schokoriegel überhaupt aufregen? Ärgert ihn das Erscheinen von DeWynters so sehr?

Er streicht sein Bart langsam glatt und zuckt schließlich die Achseln.

Stem: „Miss DeWynters, bitte keine Sprüche heute, okay? Deine Geliebte raubt mir ne Menge Nerven.“

DeWynters: „Das kann ich sehr gut nachvollziehen, Mr. Wilson. Miss Lee ist eine besonders… anspruchsvolle Persönlichkeit. Es gibt durchaus Zeiten, wo ich über Handgreiflichkeiten nachgedacht habe, um sie wieder zur Vernunft zu bringen.“

Stem: „Sie meinen, manchmal möchte man ihr einfach mal nur eine Ohrfeige geben, damit Lara zur Besinnung kommt?“

DeWynters lächelt dünn und richtet sich von der Kiste auf, um ein paar Schritte auf Stem zu zugehen… doch sie geht an ihm vorbei und schnippt leise mit den Fingern. Der Schokoriegel fällt wie von selbst herunter. Sie macht sich sogar die Mühe, den Riegel aus dem Fach zu nehmen und ihn dem konsternierten Mann zu übergeben.

DeWynters: „Wir verstehen uns. Wie fühlen Sie sich denn? Sind Sie bereit für das kommende Match?“

Stem: „Ich… wie haben sie… aber…“

Barry starrt auf den Riegel in der Hand und schüttelt den Kopf. Doch dann ergreift er die Schokolade, reißt die Verpackung auf und schlingt den Riegel gierig hinunter. Völlig egal, wie sie das gemacht hat. Er spürt, wie sich sein Zuckerhaushalt reguliert. Dann fixiert er Laras Freundin.

Stem: „Ich bin auf jeden Fall bereit, das Match des Abends zu liefern. Allerdings frage ich mich immer noch, wie es bei Lara aussieht. Ich habe das Gefühl, dass sie irgendwie hin- und hergerissen ist. Zwischen Carnageddon und ihrer eigene Karriere.“

DeWynters: „Diese Befürchtung teile ich auch. Miss Lee braucht absolute Konzentration, sonst haben wir ernsthafte Probleme.“

Der große Mann runzelt die Stirn.

Stem: „‘Wir‘? Was meinen Sie mit 'Wir'?“

DeWynters: „Wenn Lara nicht bald ihre innere Ruhe findet, wird sie explodieren und Dinge tun… die zu bereuen sind. Dinge, die sie mir und ihnen antun könnte.“

Wilson nickt verstehend.

Stem: „So sehe ich das auch. Deshalb habe ich versucht, heute auf sie Rücksicht zu nehmen, aber sie macht mir das unheimlich schwer – ja fast unmöglich! Sagen Sie, Miss DeWynters... sie und Lara sind doch nun schon eine Weile zusammen… ist ihnen eigentlich gar nicht aufgefallen, wie Lara sich verändert hat… und zwar nicht unbedingt zum Positiven hin.“

Die schwarzhaarige Frau wendet sich von ihm ab und mustert stattdessen den Süßigkeitenautomaten.

DeWynters: „Sie ist für mich nach wie vor die gleiche Frau, in die ich mich verliebt habe. Allerdings sind mir die Veränderungen ihres Verhaltens gegenüber anderen durchaus aufgefallen. Nur – was sollte ich denn da tun?“

Stem: „Als Partnerin... nun, vielleicht mal mit ihr reden? Ihr sagen, dass ich nicht Unrecht habe und eben nicht der Einzige bin, dem das aufgefallen ist? Das wäre zumindest ein Anfang gewesen.“

DeWynters wendet ihren Kopf zu Stem hinüber.

DeWynters: „Das ist genau das Problem, Mr. Wilson. Lara will ihren eigenen Weg gehen und demzufolge will sie nicht mehr auf anderen hören. Wenn ich – ihre einzige wahre Liebe – auch noch sagen würde, was falsch oder richtig ist, dann mag ich mir die Konsequenzen gar nicht ausmalen.“

Stem: „Also nehmen sie ihr Verhalten einfach so hin? Was sie tut und wie sie mit anderen umgeht?“

DeWynters: „Nein, aber sie ist absolut liebenswürdig zu mir und würde alles tun, damit es mir gut geht.“

Stem: „Alles? Daran zweifle ich aktuell. Meinen sie nicht, dass sie ihre Ambitionen möglicherweise über die Liebe zu ihnen stellen würde? Im Moment scheinen ihr einfach alles egal zu sein. Sie sieht nur noch das Gold. Shades of Kevin Sharpe. Der war genauso. Und das finde ich beängstigend.“

Das hat gesessen. Miss DeWynters schweigt und blickt wieder auf die Süßigkeiten und Getränke. Diese Möglichkeit besteht durchaus, das muss sie widerwillig zugeben. Aber vielleicht irrt sich Barry Wilson auch nur. Vielleicht sehen andere Menschen nur die eine unschöne Seite von Lara Lee, aber DeWynters nur die andere?

Stem: „Um ehrlich zu sein, ich bin mir ziemlich sicher, dass sie die Einzige sind, die Lara vom endgültigen Realitätsverlust abhält. Nicht mehr viel und sie beschreitet den Pfad der Unfairen und Ungerechten. Wir haben heute ein paar Gespräche gehabt und wenn ich es mir nicht einbilde, zeigt sie ein paar Anzeichen von Reue… oder wenigstens Vernunft.“

DeWynters: „Mr. Wilson, Sie sollen Ihre eigene Bedeutung für Lara nicht komplett in den Schatten stellen. Sie sind immerhin ihr bester Freund hier in der PCWA… und darüber hinaus.“

Beide schweigen für ein paar Augenblicke. Erinnerungen steigen im Kopf des Rothaarigen auf... das Barbecue mit seiner Familie war wunderschön gewesen. Und wenn er sich an ihre Abenteuerausflüge erinnert, dann zaubert dies ein Lächeln auf sein Gesicht. Er seufzt.

Stem: „Also... was tun wir?“

DeWynters: „Kämpfen… und ihr einen Spiegel vorhalten. Wir können ihr nicht sagen, was das Richtige für sie ist. Sie ist selbst die einzige Person, die entscheiden muss, was richtig und falsch ist. Ihre Freundschaft und meine Liebe werden ihr helfen, die Entscheidung zu treffen.“

Der Riese nickt zustimmend. DeWynters zeigt abermals ein bleistiftdünnes Lächeln und berührt ihn ganz sanft an seiner Schulter.

DeWynters: „Dieses Gespräch war äußerst aufschlussreich. Wissen Sie was? Sie kennen zwar meinen vollständigen Namen, aber es würde mich freuen, wenn Sie mich zukünftig Juliette nennen würden.“

Sie macht ein paar Schritte rückwärts und ihr Gesicht kehrt zur Neutralität zurück.

DeWynters: „Ich wünsche Ihnen viel Erfolg… Barry.“

Noch ein Schritt, dann verschwindet sie komplett in den Schatten. Zwei katzenhaften Augen leuchten und klimpern für ein paar Sekunden, bevor diese sich auch in die Dunkelheit verlieren.

Wilson starrt in die dunkle Ecke. War da schon vorher so ein Schatten?

Stem: "Danke... Juliette."

Aber er denkt aktuell nur an eines.

Barry… sie hat mich Barry genannt.


Vincent Craven: "Hier sehen wir mal eine andere Seite von Miss DeWynters. Und sie bietet Stem sogar das "Du" an - da bröckelt doch die sonst dargebotene Distanz der ehemaligen Lafayette Botin."

Mike Garland: "Das liegt natürlich an ihrer Liebe zu Lara Lee. Das ist etwas ganz anderes als die Business Entscheidungen, die sie für ihren Klienten Mad Dog treffen muss, die dieser allerdings nicht umsetzen will..."

Vincent Craven: "Stem jedenfalls scheint die Geste gefreut zu haben und vielleicht überzeugt das auch Lara, sich wieder mehr als Einheit zu präsentieren und heute Abend geschlossen die Cotatores zu verteidigen."

Mike Garland: "Wunschdenken, denn Lara schielte ja eben lieber auf die Cryption Crown von Shadow, die dieser im nun folgenden Match gegen Tony Graves und Jimmx Maxxx aufs Spiel setzt. Es wäre doch eine Ironie des Schicksals, wenn Maxxx das Silber holt und er damit doch noch das Match gegen Lee bekäme - wenn sie bei ihren Karrierezielen bleibt."

Vincent Craven: "Das hätte in der Tat was. Aber dafür müsste sie erstmal als richtiger Contender durchgehen. Und falls wir das voraussetzen, fände ich die anderen Kombinationen ebenfalls ziemlich reizvoll."

Mike Garland: "Tony Graves, Jimmy Maxxx oder Shadow? Wer nimmt die Krone heute Abend mit nach Hause?"


------------------ PCWA ------------------

Es wird in die Arena zurückgeschaltet, in welcher die Fans bereits unruhig lauern. Zwei wichtige Entscheidungen sind bereits gefallen - nun folgt die erste um einen Titel. Und schon als die ersten Klänge ertönen reagieren die Zuschauer.

Wenngleich es nicht die üblichen Reaktionen sind und diese größtenteils negativ ausfallen. Aber das scheint den Fighter ebenso wenig zu stören wie die Tatsache, dass er noch immer die gleiche abgestanden wirkende Kluft am Leib hat wie eh und je. Der Sitz der Tapes an den Fäusten wird noch einmal geprüft, bevor Jimmy in seinen verwaschenen Wrestling Pants hinaustritt und sich zum Ring begibt. Der Gesichtsausdruck: eine Mischung als LMAA und Selbstgefälligkeit. Quasi wie immer.

Und während er nach den Seilen langt, stellt sich Jane Nelson in Position:

Jane Nelson: „Meine Damen und Herren …………..das nun folgenden Match …….  ist ein Triple Thread Match ………… unter I Quit - Regeln ………………. und es geht um die PCWA Cryption Crown  …………. zunächst: auf dem Weg zum Ring …………………….er kommt aus Berlin, Deutschland ………………………. mit einem Gewicht von 105 Kilogramm ……………………… JIMMMYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYY ………. MAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAXXXX!!!“

Mike Garland: „Der alte Titelträger - welcher heute alles daran setzen wird, den früheren Zustand wiederherzustellen.“
Vincent Craven: „Wobei man allerdings gegenrechnen sollte, dass Maxxx nur durch eine günstige Fügung mitreingerutscht ist. Hätte Graves seine Ansprüche deutlicher unterstrichen, sähe die Begegnung heute sicher anders aus.“
Mike Garland: „Alles, was ich sehe, ist Zuversicht - im Gegensatz zu dem, was ich höre: Phrasen.“

Unbeirrt willensstark schlendert der Berliner an Nelson vorbei, reibt sich die Handgelenke.
Dann…

Die Stimmung wird noch eine Spur kälter - was nicht weiter verwunderlich ist angesichts des Shirts, welches auf der Brust der selbsternannten Schlange prangt - und dessen Schriftzug „Blackheart“ unmissverständlich ist. Und obwohl er sich die letzte Zeit deutlich rar gemacht hat, sind das zielsichere Grinsen unterhalb der verspiegelten Sonnenbrille sowie die Shirt-Aufschrift mehr als deutlich. Komplettiert mit dunkler Lederjacke und den Poker Style - Longpants macht Graves klar, worauf er wirklich aus ist: die Hände andeutend über die Hüftgegend führend geht er auf den Ring zu.

Jane Nelson: „und ………………….. ebenfalls auf dem Weg zum Ring ……………  aus Phoenix, Arizona, USA …………….. mit einem Gewicht von 86 Kilogramm ………….. TONYYYYYYYYYYYY ………… GRAAAVEEES!!“

Vincent Craven: „Und da haben wir ihn schon, den Gambler höchstpersönlich. Das hätte sein Abend und seine Chance sein können.“
Mike Garland: „Die wird es noch immer sein. Nur, weil er als Sharpes rechte Hand wenig von sich hören lässt, bedeutet das nicht weniger Gefährlichkeit. Ruhig, um dann gezielte Stiche zu setzen. Wie eine Schlange - wie ein Pokerspieler.“
Vincent Craven: „Abwarten, ob es nicht bloß ein Bluff ist.“
Mike Garland: „Sehr witzig!“

Noch ist kein Mikrofon im Ring angeschaltet - aber das ist auch nicht notwendig: die Worte, welche zwischen Maxxx und Graves gewechselt werden, als letzterer Brille und Jacke ablegt, bedürfen keiner Übersetzung. Man merkt deutlich die Antipathie, welche zwischen den Fightern herrscht.
Diese wird nur für einige Momente unterbrochen - als nämlich "Chosen One" ausklingt und eine neue Musik erschallt.

 

Sofort schwenkt auch die Stimmung um, denn niemand geringerer als der Träger des Titels, welchen die beiden Herausforderer so gern ihr Eigen nennen würden (beziehungsweise wieder), tritt zu flirrendem Licht und seinen bekannten Dredg - Sounds hinaus auf die Stage. Die auszufechtende Cryption Crown leger wie ein Patronengurt um seine Hüften geschnallt läuft Shadow mit verhangenem Gesicht ein paar Schritte, ehe er sich in Positur stellt. Der Kopf geht ebenso ruckargtig in den Nacken wie gleichzeitig links und rechts Pyros losdonnern. Diesmal sogar größtenteils in schwarzen Tönen, welche noch einige entsprechende dunkle Wolken nach sich ziehen …
… durch welche der Schatten hiernach tritt - und das grelle Gesicht feilbietet, auf welchem sich neben einem Royal Flash noch eine stilisierte Narbe befindet.

Jane Nelson: „………………..UND SCHLIESSLICH ………………………. AUS PURGATORY, TEXAS, USA ……………………………….. MIT EINEM KAMPFGEWICHT VON 104 KILOGRAMM ………………………………. ER IST DER AMTIERENDE PCWA CRYPTION CROWN …………………… THIIIIIIIS …………… IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIS …………………… SHAAAAAAAAAAAAAAA … DOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOWW!!!!“

Vincent Craven: „Na, das nenn ich mal einen Auftritt: durch die wabernde Finsternis.“
Mike Garland: „Und was soll mir das sagen? Er sieht nur schwarz?“
Vincent Craven: „Glaub ich nicht, Mike. Bloß, weil die Werbetrommel für das Match nicht laut genug gerührt wurde, bedeutet das nicht, dass hier weniger Wichtigkeit und Prestige auf dem Spiel stehen.“
Mike Garland: „Na, dann bin ich mal gespannt…“

Die bedrohlich funkelnden Augen wechseln zwischen Jimmy und Tony hin und her. Er lässt sie gefühlt keinen Moment aus dem Fokus. Auch nicht, als er den Ring entert und Nitzschke den silbernen Gürtel überreicht.

Doch weder die selbsternannte Schlange noch der Anti-Held der deutschen Hauptstadt scheinen groß von den Einschüchterungsversuchen des dunklen Kriegers beeindruckt zu sein.
Wie in dem berühmten Mexican Standoff aus „The Good, The Bad and The Ugly“ belauert sich das Trio, während es langsam Richtung Ringmitte geht.

Vincent Craven: "Dann fehlt nur noch die Wahl. Elimination Rules oder aber klassisches Triple Threat. Lass uns sehen, was die Fans gewählt haben!"

Mike Garland: "Eine große Mehrheit von 86% wollen lieber das klassische Triple Threat sehen. Na denn - es wird gleich serviert!"

Die drei wenden ihren Blick vom AlieraTron ab, wieder einander zu. Der alte Sicherheitsabstand zueinander im Dreieck bleibt: Shadow hält seine Hände einem Kampfsportler gleich in Zwerchfellhöhe, funkelt von Graves zu Maxxx und zurück. Die beiden erwidern dies - wie auch gegenseitige Blicke zueinander, welche zwischen Ab- und Geringschätzigkeit wechseln.

Dann ertönt die Glocke.

 

3rd Match
- Three Men Turmoil -
I quit Match
Cryption Crown
Bild
Bild
vs.
Bild
vs.
Bild
(Der erste Fall entscheidet über den Sieg. Als Fall zählt, wenn einer der Gegner "I quit" sagt.
-Referee: Sven Nitzschke; Kein Zeitlimit)

 

Die ersten Momente verstreichen … wie immer abwartend. Und wohl auch erwartend in einem solchen Match, bei dem mehr als zwei Gegner im Ring stehen und die große Frage sich stellt, welche temporäre Allianz ist wohl die Stärkste. Die Augen des Champions wechseln hin und her, wer macht das Renn..

DOUBLE SUPERKICK!!!!


Aus der Kalten heraus donnern Graves und Maxxx ihre gestreckten Beine vor in Shadows Gesicht, welcher durch die Wucht nicht nur über das Seil fliegt, sondern sich mit dem Kopf darin verfängt. Sich noch auf dem Apron haltend versucht er die Ropes auseinanderzubiegen, doch schon trommeln die Fäuste der Herausforderer auf ihn ein, welche sich scheinbar einig zu sein scheinen…

SLINGBLADE!!


… oder wohl doch nicht. Die Schlange nutzt den Moment, um sich auch des Berliners zu entledigen. Und so ist es nicht verwunderlich, dass er sich Jimmy sofort zu einer Art Anaconda Vise greift … welche aber sofort seitens Maxxx und einer Beinschere gekontert wird. Tony seinerseits befreit sich per Flip, wirbelt sich mit Jimmy in den Stand und in einen weiteren Clinch,

SLINGSHOT DOUBLE CLOTHESLINE!!!


Im Gegensatz zum letzten Mal konnte sich der Titelträger schneller befreien und schickt beide Athleten in die Horizontale. Graves bekommt noch einen Swinging Neckbreaker ab, ehe er Maxxx mittels Chokeslam in die nächstbeste Ecke wirft und diesen dort nach einem Big Boot mit Schlägen und Tritten eindeckt …
… zumindest, bis sich Tone zurückmeldet und den Schatten greift.

GERMAN  SUPLEX!!


… doch der Titelträger kann diesen blocken. Graves setzt einen weiteren Versuch…

DROPKICK!!


Maxxx kommt angeflogen, schickt beide Gegner zu Boden. Und springt dann ab,

HEADBUTT TO THE GROIN!!!


Mike Garland: „Das nenn ich mal die Gelegenheit nutzen. Und das auch noch in doppelter Hinsicht.“
Vincent Craven: „Nun ja - schmerzhaft ist es trotzdem.“
Mike Garland: „Wenn die beiden auch so günstig dalagen…“

Der Berliner zunächst mit leichtem Vorteil - den dieser auch auszunutzen gedenkt und Graves am Nacken gegriffen im hohen Bogen über das Toprope wirft. Somit steht Jimmy wieder vor Shadow - dem Mann, welcher ihm den Titel einst abnahm. Und welcher nun scheinbar dafür bluten muss: einem Gutwrenge Suplex folgt ein harter Knee Drop auf den bleichen Kopf, der dann von Maxxx arretiert wird,

FRONT FACELOCK!!!


Der Schatten sitzt relativ früh in einem Aufgabegriff fest, den Jimmy hart anzieht. Schon winkt er den Referee heran - doch zu früh gefreut: Shadow drückt sich mit Maxxx nach oben und kommt langsam in den Stand. Der Berliner lässt Faustschläge niedersausen, doch diese bleiben wirkungslos.
Im Hintergrund eine Bewegung,

SPRINGBOARD SPLASH!!


… aber auch Jimmy hat diese scheinbar aus den Augen bemerkt. Er lässt los und fängt den Gambler mit einem Suckerpunch in die Magengegend ab. Und während dieser wieder nach draußen rollt schickt Maxxx Shadow mit einem Low Dropkick zu Boden.
Und erneut setzt er den Submission Move an - doch diesmal ist der Schatten vorgewarnt: Jimmy werden die Beine weggezogen und sofort verknotet. Es drohen die

CIRCLES OF HELL!!!


… doch dafür ist es noch reichlich zu früh: Jimmy greift sich den Schatten an den Haaren, donnert ihm die Faust ins Gesicht und wirft ihn im Anschluss ebenfalls nach draußen. Gellende Buh-Rufen schmettern los, als er sich gestikulierend an die Fans wendet … und die Antworten an ihm wie immer abprallen wie Regen von einem Lotos.

Mike Garland: „Alle lieben Jimmy - und wenn sie noch so buhen.“
Vincent Craven: „Wer will es ihnen verdenken? So wie mit Gegner dürfte Maxxx auch mit seinen Fans umgehen.“
Mike Garland: „Wahre Maxxxer reagieren wie ihr Idol. Und überhaupt: bisher bestimmt er das Geschehen deutlich. Mehr Argumente für einen Herausforderer gibt es wohl nicht.“
Vincent Craven: „Freu dich nicht zu früh. Shadow kommt wieder auf die Beine.“
Mike Garland: „Jep. Und Maxxx sieht das ebenfalls.“

Maxxx federt ins Seil, katapultiert sich von dort quer durch den Ring und schießt zwischen den Ropes auf das unergründliche Dunkel zu,

SUICIDE DIVE!!

GONG SHOT!!!!

Mike Garland: „Was… was war das denn jetzt?“
Vincent Craven: „Um es mit den Worten den unvergleichlichen Bud Spencer zu sagen: da hat wohl einer dem lieben Jimmy den Tempelgong gestimmt.“
Mike Garland: „Danke. Mit der Glocke … das so was in derlei Matches nicht verboten ist.“
Vincent Craven: „Lass doch abläuten - ist nur gerade schwer möglich…“

Triumphierend das Brett mit der schweren Ringglocke erhoben steht Graves zwischen seinen beiden Kontrahenten und donnert den Signalgeber nun auch auf den Schatten nieder, welcher so in die Knie geht. Einem Batter gleich stellt er sich wieder bereit, Shadow kommt langsam wieder in den Stand,

GONG SHOT II!!!


….nnnnnnn….nein, denn der Titelträger fängt die Glocke im Schwinger auf und hält gegen. Tony legt alles an Kraft hinein, der Schatten aber auch … und so bemerkt keiner Maxxx, der wieder zu Kräften kommt.

GONG SHOT II!!!


Jetzt aber wirklich. Graves und Shadow sind sich einmal einig, hauen dem Berliner das Gong-Brett mit der Kante in die Magengrube und hebeln ihn im Anschluss damit in die Luft. Jimmy vollführt einen Salto und landet äußerst unsanft anzuschauen kopfüber mit der Hüftgegend auf der Absperrung, vor der er zunächst liegenbleibt.
Doch den Fans bleiben die „Holy Shit!“ – Rufe fast im Halse stecken, denn die Schlange macht nahtlos weiter und knallt die Ringbell dem Schatten in dem Moment nochmals über den Kopf, als dieser loslassen muss. Und noch ein Treffer …. und ein weiterer. Graves treibt den Soul Survivor um den Ring herum, bis bei diesem das Blut aus einer Stirnwunde fließt.
Halb stolpernd fällt der Schatten gegen die Ringschürze, als Tony erstmals den Referee heranruft. Doch die Frage wird unmissverständlich beantwortet – mit einem Kopfschüttler. Wieder soll der Schlag folgen … aber ein weiteres Mal fängt der Schatten diesen ab. Doch jetzt droht keine Kraftprobe: die Schlange lässt los, nimmt Anlauf,

THRUST KICK!!!


Shadow bekommt die Glocke an den Kopf getreten und stürzt mit dieser rücklings in den Ring zurück. Graves hechtet ihm nach, springt ihm per Leg Drop in den Nacken und schnappt ihn sich dann. Arme und Nacken des Champs werden zu einem Full Nelson gegriffen. Die Augen des Schattens folgen denen Tonys, welche die Glocke am Boden fixiert. Wieder nickt er dem Unparteiischen zu, Sven Nitzschke rauscht heran mit dem Mikrofon – und dem gleichen Ergebnis wie in allen Shadow-Matches zuvor.
Graves Move geht unweigerlich abwärts – aber nicht ganz so wie gedacht, denn Shadow dreht sich im Fallen,

SWINGING NECKBREAKER!!!


Vincent Craven: „Autsch! Da haben wohl beide die Glocken klingeln gehört.“
Mike Garland: „Würdest du jetzt endlich mit diesen Gong-Witzen aufhören?“
Vincent Craven: „Wieso, klingeln dir schon die Glöckch… die Ohren?“

Der Aufpraller war sichtbar für beide schmerzhaft, da sie sich die Köpfe halten und nun wohl auch Graves einen Cut davonträgt. Nitzschke ist derweil damit bemüht, die Glocke dem Timekeeper zurückbringen - und bemerkt so die Geschehnisse hinter ihm nicht: Shadow vollführt eine Rückwärtsrolle und deckt Tony, nun auf diesem hockend, mit Mounted Punches ein, welche den Blutfluss noch ein Spur beschleunigen. Die Fans stehen dabei deutlich auf der Seite des Champions und feuern diesen an…

CROSS ARMBAR!!!


Graves hat einen günstigen Moment genutzt und den Move im Liegen angezogen - nur scheinbar nicht ganz konsequent, da Shadow sich seitlich herumrollen und in den Kniestand bringen kann, mit Tony auf die Schultern geladen, welcher nach dem Ringrichter ruft. Die Beinschere um Shadows Hals arretiert schüttelt der abermals den Kopf, drückt sich mehr und mehr in einen Stand. Er hievt sich mit der Schlange empor…
… doch da wird es abermals laut,

SUNSET FLIP!!!


Maxxx meldet sich zurück und donnert sowohl den Schatten als auch Graves zurück auf den Ringboden. Und während die Reaktionen sich wieder deutlich abkühlen setzt er beiden abwechselnd mit Suplessen, Punches und Kicks zu, bis diese jeweils in einer Ringecke hängen.

Mike Garland: „Tja, ich habs dir gesagt, dass sich Maxxx sich hier nicht die Butter vom Brot nehmen lässt.“
Vincent Craven: „Das sieht schon sehr entschlossen aus. Vor allem, wie er nach dem Bump zurückgekommen ist. Dafür muss er jetzt eine Münze werfen.“
Mike Garland: „Auch wieder wahr. Ist zwar möglich, beide gleichzeitig zum quitten zu bringen, aber sollte keine unnötigen Fronten aufmachen.“
Vincent Craven: „Scheinbar hat er sich entschieden.“

Jimmy nimmt nun die Schlange ins Visier, lässt bereits gestikularisch die Fingerknochen knacken…

HIGH KNEE!!!


Der Champion meldet ebenfalls Ansprüche an und kommt aus seiner Corner geflogen. Umgehend packt er den Berliner,

GERMAN SUPLEX!!


Und er behält Maxxx gegriffen, rollt herum und ein weiterer …. Nein! Jimmy blockt diesen, wirbelt um den Schatten herum und schlingt seine Arme abermals um Shadows Hals,

SLEEPERHOLD!!


Wieder wird der Ringrichter herangerufen… doch es bleibt, wie es ist: Shadow schweigt - und lässt Taten folgen. Er feuert seinen Ellbogen Maxxx in die Seite, doch der Berliner bleibt unbeirrbar. Hält die Submission aufrecht …
Da jagt Graves an ihnen vorbei, nimmt aus den Seilen Anlauf,

MEMENTO MORI!!!!


Der Step-Up Enzuigiri trifft ins Schwarze .... beim Soul Survivor, da Maxxx rechtzeitig losließ. Tony will sich schon auf den Cryption Crown stürzen - behält aber die Umgebung im Blick. Maxxx fegt mit einem Spear heran,

FLAPJACK!!!


Graves katapultiert den Berliner hoch in die Luft und hart gegen den Turnbuckle, dass dieser erstmal benommen liegenbleibt. Wie auch Shadow, dessen Kopf sich die Schlange nun schnappt,

DRAGON SLEEPER!!!


Blindlinks hauen die Arme des Champions um sich, einzelne Treffer folgen, doch Graves bleibt eisern. Im gleichen Zuge, wie er den Kopf des Schattens überdehnt, drückt er ihm das Knie in den Rücken. Anfeuernde Rufe der Fans branden erneut auf - und werden stärker, als Sven Nitzschke wiederum beim Champion nachfragt - und der verneinend abwinkt.
Und nochmals schwellen die Chants an, denn auch Maxxx kehrt ins Geschehen zurück - und erkennt seine Chance. Shadow werden die Beine weggezogen,

BREAKING BAD!!!!


Vincent Craven: „Wow, nicht schlecht! Hattest du nicht gerade was davon erzählt, zwei gleichzeitig zum Aufgeben zu bewegen? Tja, hier ist das genaue Gegenteil.“
Mike Garland: „Und das könnte in der Tat weitaus erfolgreicher sein. Zwei Submissions simultan an einer Person.“
Vincent Craven: „Problem ist dann nur, dass wir dann auch zwei Sieger hätten.“
Mike Garland: „Auch wieder wahr … doof …“

Mit unglaublicher Verbissenheit gehen die Herausforderer zur Sache: Jimmy lehnt sich weiter und weiter zurück, übt mehr Druck auf den Schatten aus, während Graves gezwungen ist, sich auf den Rücken zu legen - dafür aber nun beide Knie in den Rücken des dunklen Kriegers stemmen kann.
Der hat mittlerweile den Arm Tonys gegriffen, während er mit der anderen Schläge gegen dessen Kopfgegend zeigt … welche aber mit der Zeit immer schwächer werden. Auch der Unparteiische hat dies mittlerweile erkannt, er hält das Mikro Shadow hin - doch kein Laut dringt zu ihm durch.

Die Zuschauer entfesseln mittlerweile einen ohrenbetäubenden Krach, skandieren vorrangig den Namen des Schattens, welchen sie zu neuen Kräften antreiben wollen. Doch es scheint vergebens zu sein. Die Entscheidung bahnt sich an, Jimmy und Tony legen alles hinein, was sie haben.

Mike Garland: „So, jetzt wird sich’s zeigen, wessen Wille größer ist, den Titel zu holen. Und ich denke, dass es Jimmy sein wird.“
Vincent Craven: „Sei dir mal da nicht so sicher. Tony steht nicht umsonst im Triumvirat … aber … was machen die denn jetzt da? Beleidigungsduell?! Na, mir solls recht sein.“
Mike Garland: „Glaube nicht, dass die paar Frotzeleien an Maxxx groß Schaden anrichten.“
Vincent Craven: „Sei dir auch da nicht so sicher … und sei vor allem froh, dass die Mikros im Ring aus sind. Was ich bis hierher höre - oha …“

Die Schmähungen zeigen offensichtlich Wirkung: urplötzlich lässt Maxxx los und tritt Graves mit einem Punkt Kick an den Kopf, der damit auch den Schatten freigeben muss. Letzterer bleibt noch ausgepowert liegen, derweil Jimmy Graves mit einem Lariat niederstreckt.
Dann wendet er sich wieder dem Schatten zu, spuckt einmal verächtlich auf den Boden und beginnt, Tape von seinen Fäusten abzuwickeln.

Vincent Craven: „Böser Fehler, Maxxx. Hätte er mal weitergemacht und sich nicht reizen lassen.“
Mike Garland: „Stimmt - denn jetzt wird es richtig böse. Vor allem für den Schatten.“
Vincent Craven: „Tape?! … Der wird doch wohl nicht…“
Mike Garland: „Da kannst du aber einen drauf lassen.“

Wieder rückt der Hals des Unfathomable Dark ins Visier, in dem Falle aber chokend durch mehrere Streifen Tape. Der Champ bleckt ärgerlich die Zähne, fasst sich an den Hals um loszukommen … und ist doch machtlos. Er rollt herum auf ein Knie…

LOW DROPKICK!!!


Mit großer Wucht donnert Jimmys Kopf nach vorn, denn der Gambler gibt sich nicht auf. Ein European Uppercut hinterher – und nun setzt er neuerlich beim Schatten an.

Mike Garland: „Das Highlander-Motto dürfte mittlerweile bei den Jungs angekommen sein: nur einer kann hier gewinnen.“
Vincent Craven: „Taktik ist aber auch nicht schlecht. Denn wenn zwei sich streiten…“
Mike Garland: „… verliert der Dritte. Verabschiede dich schon mal von einer Titelverteidigung.“
Vincent Craven: „Wenn du es sagst … aber ich vermute stark, dass die Konkurrenzsituation irgendwann nach hinten losgeht.“

Erneut geht es für den Titelträger in den Drachenschläfer – aber in dem Fall ist dieser auf zack. Über Kopf schnellt das Bein hoch und trifft den Spieler im Gesicht. Shadow rangelt sich frei, aber Tony kann seinen Arme gegriffen halten. Ein Tritt in die Kniekehlen, ein Einsteiger links und rechts, der

ROMERO SPECIAL!!

..

RUNNING ELBOW!!


Maxxx hat hier auch noch ein Wörtchen mitzureden. Der Gambler wird ein weiteres Mal umgehauen und Shadow ins Visier genommen,

DROP TOE HOLD!!!


… doch auch der Berliner kommt nicht weit und wird von Graves aufgehalten. Viel mehr noch hangelt sich dieser am Brawler empor und schnappt ihn sich zu einer Art Crossface.
Nun scheint sich zu bestätigen, was die Kommentatoren geunkt haben: beide Challenger gehen sich für eine Entscheidung an die Gurgel. Nitzschke ist ein weiteres Mal unten, Maxxx aber zischt ein gefährliches „Nein!“ durch die Zähne. Und er fightet … mit Armen und Beinen … und mit dem, was an seinen Fäusten klebt, das er einmal mehr um einen fremden Hals schwingt. In dem Fall den von Tony, welcher den Move abbrechen muss und röchelnd sowie halber Crimson Mask nun im Choking des Berliners festsitzt. Wieder nach dem Mikrofon gerufen – ein weiteres „Nein!“, wenngleich sehr krächzend.

Also setzt Maxxx einen nach: steuert den nächsten Turnbuckle an und schleudert den arretierten Graves mit dem blutigen Haupt dagegen. Doch auch die sich darin anschließende Frage endet negativ.

Vincent Craven: „Der Weg des Schmerzes ist mit Blut gepflastert … oder umgekehrt.“
Mike Garland: „Lass deine kreativen Auswüchse in dir. Und schau dir lieber an, wie Maxxx den Spieler traktiert. Gegen den Turnbuckle. Und noch ein Wurf … und noch einer…“
Vincent Craven: „Ja, so kann man jemanden auch mürbe machen.“

Graves Gesicht ist nun fast komplett blutüberlaufen – und doch muss er Move um Move im Tape-Choking ertragen. Es folgt ein Neckbreaker mit anschließender Cobra Clutch, verstärkt durch die Klebebänder und eine gleichzeitig am Boden angesetzte Beinschere. Gemischte Reaktionen bei den Fans – und das scheinbar auch im Falle der Schlange, die mit nun zusammengekniffenen Augen die Hand ausstreckt … in Richtung Referee. Könnte das die Entscheidung sein? Der Ringrichter eilt zu ihm …
… doch da werden die Fans noch mal richtig laut, denn ein Schatten erhebt sich hinter Sven Nitzschke. Im wahrsten Sinne des Wortes,

BASEBALL SLIDE!!!


Der amtierende Cryption Crown meldet sich zurück und drückt die Challenger mit aller anrutschenden Wucht aus dem Ring. Er und Maxxx purzeln hinaus, während Graves mit einem Arm im untersten Seil hängen- und hechelnd auf dem Apron liegengeblieben ist.
Maxxx steht bereits wieder auf wackligen Beinen, versucht sich zu orientieren - aber zu spät,

CHOKESKLAM!!


Shadow wuchtet den Berliner schnell in die Höhe und umgehend in die Ringabsperrung sowie zwei Stühle, auf welchen Crewmember saßen. Mittlerweile ist auch ein Rinnsal an Jimmys Hals zu sehen, doch der weiß noch immer nicht, woher es auf ihn einbricht. Shadow greift ihn sich erneut - am Kopf. Ausheber,

REVERSE SUPLEX!!


Und ein weiteres Mal hievt er ihn hoch, an den Haaren gepackt und drängt Jimmy zum Kommentatorentisch.

Mike Garland: „Ey, dunkler Krieger. Sieh mich nicht so böse an. Das ist halt mein Job.“
Vincent Craven: „Er will nicht deinen Kopf - obwohl ich mir das gut vorstellen könnte - sondern deinen Bildschirm.“
Mike Garland: „Wie jetz?! Gomm I getz in Fernseh’n? Da ist er doch schon längst drin.“
Vincent Craven: „Nicht Shadow - Maxxx. Glaube, wir brauchen gleich nen neuen Monitor.“

Der Soul Survivor stellt den Monitor senkrecht hin, deutet darauf und winkt dann Nitzschke heran. Das Mikro wird gereicht, doch mit einem „Nein!“ rangelt sich Maxxx frei. Oder versucht es zumindest, denn sein Konter endet in einem Samoan Drop Shadows, der Jimmy damit erneut in die Stühle von zuvor schickt.
Einen davon greift sich der Champ - und legt ihn genau dort am Boden, wo er Maxxx nun aufhebt. Die Fans sind wieder da, die Skandierungen schallen durch die Halle,

TOTALE ECLIPSE!!!!


….
….nein! Der Berliner kann sich im letzten Moment herauswinden, kommt hinter dem Schatten zum Stehen und hat wieder seine Tapestreifen als Waffe beim Wickel. Er schlingt sie um Shadows Hals - doch der hat in dem Fall aufgepasst: einmal um die eigene Achse gewirbelt - und plötzlich ist es Jimmy, der mit seinen eigenen Tapes gewürgt wird.
Beide Hände zusätzlich noch arretiert steuert er einen naheliegenden Ringpfosten an. Wieder die Aufgabefrage - wieder ein „Nein!“ Shadows postwendende Antwort sorgt scheppernd für vermutliche Kopfschmerzen bei Brawler. Und so geht es bumpend über die Apronkante weiter bis zur Ringtreppe. Maxxx verneint dort ein weiteres Mal, Shadow holt aus … aber Jimmy kann blocken, da er einen Arm befreit bekommt. Er stemmt sich gegen einen Headbump. Der Titelträger legt mehr Druck rein - und lässt auch dann nicht ab, als Maxxx mittels Eseltritt nach hinten austeilt.
Die Reaktionen werden wieder lauter - allerdings nicht aufgrund der beiden. Graves regt sich erneut, sieht die Situation beider. Und mit einem Urschrei rennt er los,

APRON-RUN SHOOTINGSTAR PRESS!!!!



Shadow reagiert blitzschnell und bringt sich mit Jimmy mit einem Wurf aus der Schusslinie, während die Schlange höchst sehenswert und mit voller Wucht in die Treppe knallt, dass diese verschoben wird und in zwei Hälften zerfällt.

„HOLY SHIT! HOLY SHIT!“

Jetzt sind sie da, die Rufe … doch das nutzt dem Gambler wenig, welcher nun mit Crimson Mask ausgeknockt am Boden liegt. Shadow ist derweil zu Maxxx zurückgewankt, hat diesen erneut gepackt…

CHAIR SHOT!!!


Aus dem nichts hat der Berliner sich einen der Stühle geschnappt und traktiert den Schatten nun damit. Immer wieder donnern die Stuhlschläge auf den bleichen und ebenfalls mit Blut überzogenen Schädel ein. Jimmy will erst gar nicht den Unparteiischen heranholen und schmettert unter lauten Buhrufen das eiserne Sitzmöbel ein ums andere Mal auf den Champion, nimmt auf diese Weise rache für eben.
Bis beide schließlich wieder bei den Resten der Treppe angelangt sind. Maxxx schleudert den Stuhl beiseite, zieht Shadow an den Haaren auf den Stahl und verschränkt seine Arme. Die Fans werden nochmals laut, der Referee wird gerufen. Es droht der

FACE SWAP!!!


Und das auf die Steel Steps!! Sven Nitzschke ist mit dem Mikrofon da, die Antwort …
… kommt in Form dessen, das Shadow Jimmys Beine wegzieht und dieser rückenvoran auf den Stahl kracht. Der Champ greift seine Beine, doch Maxxx stößt ihn von sich – und direkt über Graves. Shadow strauchelt – Tony nutzt die Chance,

A GRAVE LOCK!!!!


Aus dem blutüberströmten Gesicht erfolgt ein Urschrei, als er die Submission ansetzt. Doch nicht mit Maxxx! Der sich so kurz vor dem Ziel glaubende Berliner steckt nicht auf, strauchelt zu beiden und knallt de Gambler einen eingesprungenen Knee Drop an den Kopf. Der muss abbrechen, wird umgehend an den Haaren in den Stand gezogen und mit einer Avalanche gegen die Apronkante gedonnert.
Ein gutturaler Schrei vom Spieler folgt – wie auch ein weiterer Ausheber Jimmys. Wieder der Move – doch diesmal kann Tony kontern und kommt geschickt sitzend auf dem Apron auf. Vielmehr zeigt er einen Headbutt gegen Jimmy, zieht diesen zu sich herauf und durch die Seile.
Der bleibt dort liegen,

ROPE-HUNG DDT!!!


…nnnnnn… nein. Maxxx kann den Spieler von sich wegstoßen. Er rollt ab, steht wieder,

EUOPEAN UPPERCUT!!


Maxxx federt getroffen  ins Seil, kommt herauskatapultiert,

MEMENTO MORI!!!!


Der Move sitzt perfekt und Jimmy klatscht wie ein nasser Sack zu Boden. Sofort hievt Tony ihn auf, klammert seinen Kopf zum

DRAGON SLEEPER!!


Sven Nitzschke ist zur Stelle, das Mikro … wird allerdings nicht benötigt. Jimmy schlägt um sich, rangelt sich frei – und erreicht mit den Füßen die Seile. Daran läuft er so gut es geht hinauf, schwingt sich so über Graves ins Freie.

Vincent Craven: „Da! Hinter Graves…“

Shadow steht plötzlich hinter dem Gambler, stößt diesen beiseite und fängt den herumwirbelnden Maxxx auf. Einmal umfassen, ein Abspringer,

TOTALE ECLIPSE!!!!


Jimmy liegt abgefertigt am Boden, der Schatten schwenkt herum,

MEMENTO MORI!!!


Tony trifft auch den Titelträger und senst ihn damit um. Er zieht sich dessen Beine heran, verschränkt diese,

GRAVE LOCK!!!!


Und der sitzt diesmal in Perfektion! Die Schlange ist sichtlich angeschlagen, aber diesen Move will er mit aller Macht durchziehen. Verbissenheit auf beiden Seiten, der Schatten fightet dagegen, doch das hingehaltene Mikrofon vom Referee fängt keinen Laut auf.
Graves beugt sich vor, holt mehr Druck raus. Wieder verstreichen die Augenblicke, aber Shadow bleibt dabei, nicht nachzugeben. Tony orientiert sich nochmals …
… sieht dann das Toprope und greift danach.

Mike Garland: „Hähä - das nenn ich mal clever.“
Vincent Craven: „Tony nutzt die Seile - wie Shadow in London gegen ihn. Wie du mir, so ich dir.“
Mike Garland: „Da muss ich dir mal recht geben. Wenn Shadow ihn damals auf die Weise bezwungen hat, dürfte das Graves diesmal vielleicht gelingen.“

In der Tat: Shadows gebleckte Zähne sind ein deutliches Signal, dass die Submission in dieser Form mehr als wirkungsvoll ist. Die eigene Medizin schmeckt am Schmerzhaftesten. Wieder fragt der Referee nach, wieder verneint der Champion – wenngleich nicht mehr so vehement wie zuvor. Stattdessen scheint er sein ganzes Können in das Brechen des Moves zu legen. De Gambler seinerseits holt alles aus der Steilvorlage der Seile heraus, legt sich in diese, zieht sich hoch. Aber man sieht auch ihm an, dass es alles hineinwirft. Seine Arme liegen bereits am Toprope auf…

… da hat Shadow auf einmal ein Bein frei – und setzt es so gut es geht ein.

THRUST KICK!!!


Wucht, der Augenblick und die Anspannung bei Graves sind in dem Moment derart stark, dass er durch den Effet nach hinten geschleudert wird - und sich durch Lage von Armen und Seilen in letzteren verfängt.

Vincent Craven: „Argh, Tony hängt mit den Armen in den Seilen fest. Auch ne Art Retourkutsche vom letzten Mal.“
Mike Garland: „Vor allem, da Shadow ihn dort festhält ohne Chance auf eine Rausschwingen. Das sieht sehr … Aber … was denn….“
Vincent Craven: „Frag mich auch gerade, was der vorhat.“
Mike Garland: „Das ist halt das Tückische: nur in solchen Fights sind solche Seil-Moves erlaubt. Das weiß man nie, was kommt.“

Die Fans scheinen aus dem Häuschen, denn die großen grünen Augen stieren in das Rund der Zuschauer, während Shadow selbst den Spieler in dieser Position hält. Nitzschke ist wieder da, zögert aber noch, das Mikrofon zu benutzen. Der Schatten ist ebenfalls skeptisch …
… doch in dem Moment, als Maxxx sich wieder am Boden regt, schreitet er zur Tat: er geht auf den Apron, verschränkt Graves Beine, blockiert sie mit dem Knie und legt sein ganzes Gewicht in den Griff, mit welchem er Tonys Kopf überdehnt,

ROPE-HUNG VERTICAL STF!!!!

 

Vincent Craven: „Woah! Wahnsinn! DAS … ist wirklich schmerzhaft.“
Mike Garland: „Ja … leider … hoffe nur, Jimmy kommt rechtzeitig wieder auf die Beine.“

Im Dome hält es nun scheinbar niemanden mehr auf den Sitzen: die „Shadow!“ - und „Give up!“ - Rufe schallen herum … geben aber gleichzeitig auch Maxxx neue Impulse, der sich nicht geschlagen geben möchte. Er stürzt vor, harte Faustschläge und Tritte prasseln auf den Schatten ein, doch dieser bleibt standhaft. Der Unparteiische ist hin- und hergerissen, wem er das Mikro hinhalten soll. Aber der entscheidende Satz fehlt.

Vincent Craven: „Die Entscheidung liegt nah, sieht schwer nach Titelverteidigung aus.“
Mike Garland: „Nicht so schnell. Wenn alle Stränge reißt - weiß sich Maxxx immer noch zu helfen.“

Der Berliner slidet hinaus, holt sich nochmal den Stuhl und drischt diesen nun von außen immer und immer wieder auf den Schatten ein, welcher wie Tony die Zähne zeigt, aber in der Aufgabe verbleibt. Graves drückt einen identifizierbaren Laut heraus, während Shadow mehr und mehr die Augen schließt … und trotzdem die Submission aufrechterhält.

„……………………I……………………“

Maxxx holt nochmals aus, der Chairshot trifft den Schatten am Hinterkopf. Parallel dazu lässt Graves einen ächzenden Schrei los …
...

… und zwei Worte …

„I QUIT!“


#DING#DING#DING#

 

Jubel donnert durch die Halle, während die Theme-Musik des Schattens als Zeichen seines Sieges losschmettert. Doch von alledem bekommt er nur unterschwellig etwas mit, da der Champ vollkommen erschöpft endlich loslässt und sichtlich getroffen rücklings nach draußen stürzt.

Jane Nelson: „Ladies und Gentlemen ………………… der Sieger dieses Matches ………. und weiterhin PCWA Cryption Crown - Titelträger ……………….. SHHHHHHHHHHHHHHHHAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA… DOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOWWW!!!“

Vincent Craven: „Shadow bleibt Cryption Crown. Der am Ende verdiente Sieger in einem mehr als hart geführten Match.”
Mike Garland: „Vor allem taktisch. Der Schatten hat ja kaum Impulse im Kampf gesetzt.“
Vincent Craven: „Doch - die Entscheidenden. Und das ist nur mal ausschlaggebend … aber apropos schlag: das ist wohl einer ziemlich sauer.“
Mike Garland: „Alles hat seinen Preis. Kann Jimmy verstehen, dass er da Dampf ablässt.“
Vincent Craven: „Aber das geht ein wenig zu weit.“

Die Sanitäter können in der Tat nicht zu Shadow vordringen, da Maxxx noch ein paar letzte Stuhlschläge auf den Champion loslässt, bevor er den Stuhl gefrustet zur Seite wirft und mürrisch und Crewmember anrempelnd schließlich das Weite sucht.
EMTs und Angestellte kümmern sich derweil um den Schatten, der sich mit letzter Kraft die Haare ins Gesicht streicht und dann von Sven Nitzschke seinen silbernen Gürtel überreicht bekommt.

Vincent Craven: „Tja, das war das erste Titelmatch des Abends. Ein schöner Anheizer.“
Mike Garland: „Dürfte Graves nicht so sehen. Er hatte sich viel vorgenommen und ist mal wieder gescheitert.“
Vincent Craven: „Shadow honoriert das wie man sieht.“

Langsam, aber sehr bedächtig kommt Shadow wieder auf die Beine. Der Kopf geht kurz zu Graves, welcher mittlerweile aus den Seilen befreit wurde und nun ebenfalls verarztet wird. Dann … streckt der Schatten seinen Arm aus, deutet mit ausgestrecktem Finger auf die Schlange. Und nickt leicht.

Schließlich aber reckt er den Titel mit dem anderen Arm in die Höhe, was die Skandierungen noch ein wenig mehr anpeitscht. Dann schleppt er sich abgekämpft Richtung Ausgang, wo bereits die Partners in Crime nebst Windy stehen  und ihm zum Empfang die Hände zu High Five hochhalten.

Mit den Bildern des langsam aufstehenden Graves endet die Hallenübertragung zunächst…


------------------ PCWA ------------------

Sarah Duriel ist zu sehen. Die junge Französin ist recht blass im Gesicht. Immernoch hängt ihr das Geständnis im Kopf, welches sie vor einigen Augenblicken Godd gegenüber vom Stapel gelassen hat. Sie war vollkommen ehrlich ... sie hatte ja auch keine große Wahl. Entweder, sie hätte es ihm gesagt - oder Mad Dog, der das Gespräch zwischen ihr und Fellon mitbekommen hatte. Und es war die bessere Option gewesen, es selbst zu tun, auch wenn sie damit das Wohlergehen ihrer Schwester gefährdete. Doch sie hatte zumindest sichergestellt, dass keine Kameras anwesend waren, sodass ihr Betrug an der Company nicht offenkundig war. James hatte sich ihr Geständnis angehört, hin und wieder schockiert die Augen aufgerissen und dann wiederum einige Male genickt. Seine Blicke wechselten zwischen Unglauben und Enttäuschung hin und her und letzten Endes hatte er ihr dann noch gesagt, dass er ihr glauben würde und dass er eine Lösung finden werde. Dann war er gegangen ... einfach so. Keine zärtliche Geste wie eine Umarmung oder sonstiges. Sie hatte nicht den Hauch einer Ahnung, wie es nun um ihre Beziehung stand oder was James nun vorhatte. Würde er auch nur den kleinsten Fehler machen, wäre das Leben ihrer Schwester nichts mehr wert. Sie musste ihm hinterher und verhindern, dass so etwas geschieht. Und so war sie nach einigen Minuten der Konsternierung ebenfalls aufgebrochen und ziellos umhergelaufen.
Nun betrat sie das "Skywalk". Vielleicht hatte der Weg des Engländers ihn ja hierher geführt. Warum auch immer.

Sie lässt den Blick über die Tische, Sitzgruppen und Separees gleiten, doch da ist er nicht. Sie blickt zum stylischen Tresen - womöglich hatte er darauf spekuliert, die Echos der alten Zeiten würden seiner Seele gut tun. Doch ebenfalls Fehlanzeige! Ernüchtert blickt sie zu Boden und seufzt ...
... als sich plötzlich für wenige Sekunden eine Hand auf ihre Schulter legt, zuckt sie zusammen und dreht sich abrupt um. Doch es ist nicht der von ihr gesuchte James, der dort steht, sondern niemand geringeres als Lisa Sanders, die, wie es ihr Job nun einmal von ihr verlangt, ein Mikro in der Hand hat. Lisa schenkt Sarah ein knappes Lächeln, während diese, immer noch blass im Gesicht, einfach nur wortlos ins Leere starrt. Lisa öffnet den Mund um ihrer Arbeit nachzugehen.

Lisa Sanders: "Sarah Duriel, schön, dass ich Sie hier antreffe. Hätten Sie vielleicht ein paar Momente Zeit für einige Fragen?"

Lisa blickt sie fragend an. Sarah ist mit ihren Gedanken jedoch immer noch bei den Dingen, die heute geschehen sind und die ihre Welt endgültig zum Einsturz bringen könnten. Sie hat gar nicht richtig realisiert, dass Lisa ihr eine Frage gestellt hat. Gedankenverloren nickt sie einfach mit dem Kopf und lässt ihren Blick abermals durch das fast leere "Skywalk" gleiten ... ganz so, als würde sie darauf hoffen, dass James wie aus dem Nichts doch noch auftaucht. Lisa entgeht dieser geistesabwesende Blick der Französin nicht.

Lisa Sanders: "Alles okay, Sarah? Sie wirken etwas durcheinander. Kann ich vielleicht etwas für Sie tun?"

Keine Reaktion von Duriel, außer dass sie ihren Blick auf den Boden richtet. Lisa blickt kurz ratlos, tippt Sarah dann noch einmal an und erneut zuckt diese erschrocken zusammen. Völlig überrascht, als würde sie jetzt erst so richtig realisieren, dass Lisa vor ihr steht, blickt sie diese an.

Sarah Duriel: "Hmmm ... was? Tut mir Leid, ich hab nicht richtig zugehört."

Die Französin fährt sich kurz durch die Haare, blickt sich abermals im Raum um und lässt dann einen weiteren Seufzer aus ihrer Kehle entweichen. Lisa bleibt professionell und lächelt lediglich.

Lisa Sanders: "Ich hatte gefragt, ob ich Ihnen irgendwie helfen kann. Sie wirken nicht ganz beeinander."

Sarah lässt die Frage kurz wirken und schüttelt dann energisch den Kopf, als sie die anwesende Kamera bemerkt. Sie muss sich zusammenreißen ... Cécile zuliebe. 

Sarah Duriel: "Nein, ich ... alles in Ordnung. Fragen? Ja, ja ... fragen Sie nur ..."

Sie will eigentlich gar keine Fragen beantworten. Nicht jetzt. Nicht heute. Eigentlich gar nicht mehr. Sie will nur, dass alles so wird, wie es war, als sie James kennengelernt hat. Keine Geheimnisse. Keine miesen Intrigen. Keine Gefahr! Lisa zuckt kurz mit den Schultern.

Lisa Sanders: "Na gut. Heute Abend werden James Godd und Night Fighter Mad Dog im Main Event aufeinandertreffen und in ihrem Match um den Titel könnten auch Sie eine entscheidende Rolle spielen, falls die Fans sich dazu entscheiden, Sie zum Special Referee zu machen. Wie gehen Sie mit dieser Situation um?"

Sarah blickt sie an und schweigt einmal mehr. Sie weiß gerade einfach nicht, was sie aus dieser Situation machen soll. Sie will nur ihren James finden. Ihn davon abhalten irgendetwas allzu Impulsives zu tun. Sie muss ihre Schwester aus den Fängen der Company retten. Das ist das Einzige, was zählt. Sie greift sich an den Kopf und blickt Lisa völlig durcheinander an. Die merkt endgültig, dass hier irgendwas überhaupt nicht stimmt und gibt ihrem Kameramann nun das Zeichen, dass er die Kamera ausschalten soll. Einen kurzen Knopfdruck später schweigt die Aufnahme.

Lisa geht einen Schritt auf Sarah zu und übergibt gleichzeitig ihr Mikro an ihren Kameramann.

Lisa Sanders: "Sarah hören Sie, ich merke doch, dass etwas nicht stimmt. Wenn Sie gerade kein Interview geben wollen, ist das okay. Aber reden Sie wenigstens mit mir. Lassen Sie mich nicht so im Regen stehen."

Sarah blickt Lisa an und in ihren Augenwinkeln sind einmal mehr feuchte Tränen zu erkennen. Die heutige Situation überfordert sie einfach völlig. Sie öffnet den Mund, um etwas zu sagen, schließt ihn jedoch sogleich wieder. Ein wenig verwundert ob dieser Reaktion, wendet Lisa ihre Aufmerksamkeit einer anderen Seite zu. Einer, aus der zwei Stimmen erschallen … und anhand derer man ausmachen kann, dass die sich Nähernden ebenfalls weiblich sind.

„… kann ich noch gar nicht so richtig glauben. Wirklich? Dieser Szene-Schuppen?“

„Ja, warum denn nicht? Der Name birgt damals wie heute für Qualität und Geschichte. Wobei das Teil als Virchowas Lounge einen komischen Beiklang hatte. Aber was sie draus gemacht haben - nicht schlecht. Könnte mich sogar mit der Einrichtugn anfreunden - und mir vorstellen, dass hier neben dem cWc mitzubetreiben.“

„Schöner Plan. Trent fühlt sich ja schon wohl hier … das würde aber auch bedeuten, dass du Nelson öfter, als dir lieb ist, siehst.“

„Nelson?"

In dem Moment treten beide in die Sichtachse von Sanders und Duriel: der ungeübte Betrachter hätte auf den ersten Eindruck vermuten können, dass sich zwei Schwestern mit gleichem Hobby die Aufwartung geben. Allerdings täuscht die dunkel gehaltene Kleidung beider dahingehend, dass im Grunde nur Cardigans Windy ein wenig in Richtung Gothic tendiert, während Mad Dog-Weib Yai die Mystik dieses Sub-Genre nur anhand ihres Auftretens und Wesens vermuten lässt. Wobei die schlabbrige Jogging-Hose noch mehr "neben der Spur" wirkt.
Als sich ein fragender Blick auf Windys Antlitz breit macht, bekommt Yai einen Lachflash. Kurz dröhnt das heitere wie ansteckende Lachen der cWc-Besitzerin durch das Skywalk. Erst nach einigen lachenden Ausatmern fängt sich die Bardame wieder.

Yai: "Gut. Hihi. Bei diesen Auswüchsen, die sich um seine Namen bilden, muss er wirklich eine Legende sein. Aber selbst Schuld, hm? Denn wie sagt er stets: 'Nenn mich wie du willst...' Aber um auf deine eigentliche Aussage zurück zu kommen: ja. Ihn öfter zu sehen und in diese Wrestling Psychoscheiße reingezogen zu werden, ist der einzige Pferdefuß, der mich noch abhält. Deswegen: kein Sterbenswort zu ihm darüber!“

Beide stoppen augenblicklich ihre Konversation, blicken verwirrt von den Interviewern zur aktuell abgeschalteten Kamera - und dann ein wenig überrascht.

Windy: „Oh, sorry. Haben wir … jetzt die Aufnahme versaut?“

Lisa schüttelt den Kopf.

Sanders: „Nein, nein … wir steigen gleich noch mal neu ein. Grüß dich!“

Die blonde Interviewerin geht mit leichtem Lächeln auf Tempest' Valet zu und drückt sie kurz, während sie bei Yai vorsichtiger ist und nur einen Handschlag austeilt.
Sarah hingegen steht immer noch völlig neben der Spur neben Lisa und blickt die Neuankömmlinge an, als wären diese gar nicht da. In ihrem Kopf gehen einfach zu viele Dinge vor und jetzt steht hier plötzlich auch noch die Frau von Mad Dog. Könnte die Situation für sie eigentlich noch schlimmer werden? Und diese Yai schien auch noch eine scheiß gute Laune zu haben. Sie hingegen wünscht sich im Grunde genommen nur noch hier weg zu kommen und, dass James sie in die Arme nimmt. Ihr einfach zeigt, dass er sie immer noch liebt ... trotz ihres Geständnisses. Ja, er hatte gesagt, dass er ihr glaubt und ihr helfen will ... aber nicht, wie er nun zu ihrer Beziehung stehen würde. War diese inzwischen womöglich gar schon beendet? 

Yai: "Hey du."

Die Frau des Night Fighters gesellt sich neben Lisa, mustert sie kurz, dreht sich dann fort, um gleichsam die Getränke hinter der Theke zu mustern, und winkt dann den Barkeeper zu sich. Schnell flüstert sie ihm etwas ins Ohr, während Sarah weiter Gedanken verloren auf die Theke blickt und Lisa und Windy miteinander quatschen.

Lisa Sanders: "Ich glaube ja, Godd macht das heute Abend."

Windy: "Ach echt?!

Die Schwarzhaarige lehnt sich mit Rücken und Ellbogen gegen einen Barhocker.

Windy: "... findest ihn wohl heiß, was?"

Lisa kräuselt den Mund und legt dabei den Kopf schief. Eine Geste, die wohl meint, dass sie ihn nicht von der Bettkante stoßen würde. Und wo sie gedanklich gerade bei Bettkanten ist ... schweifen ihre Erinnerungen noch ein wenig weiter ab. Zu jemand Bestimmten - und einem noch immer vorherrschenden Wunschdenken.
Windy lacht kurz auf, holt sie damit aus dem Traumland zurück.

Windy: "Ein wenig wankelmütig in deinem Fall, aber verständlich ... Ich setz' auf die Töle."

Lisa Sanders: "Jaaaaa... MD ist auch süß, klar. Aber irgendwie ist er noch nicht voll da. Weiß auch nicht..."

Windy pustet wie zu einem stummen Feixen laut die Luft aus, wackelt neckisch mit den Brauen.

Windy: "Dann hast du James Godd heute aber noch nicht gesehen, was?"

Lisa Sanders: "Ja ... nee ..."

Der Barkeeper bringt derweil ein Getränk und stellt es vor Yai ab. Diese gibt ihm einen Euro-Schein dafür und schiebt das Glas so herüber zu Sarah, dass es ihre Hand berührt. Duriel schaut - aus ihrer Lethargie gerissen - auf. 

Yai: "Das ist genau der Drink, den du jetzt brauchst."

Lächelt sie sie an. Sarah aber winkt ab.

Sarah Duriel: "Nein, mir ist nicht danach."

DeWynters: "Wenn ich Sie wäre, würde ich das Zeug nicht anrühren. Schließlich könnte es ein Trick von Miss Yai sein, um Ihre Chancen bei der heutigen Wahl zu erhöhen."

Irritiert wandern alle Blicke zu der auftauchenden Miss DeWynters, was den Kameramann direkt dazu verleitet hat, wieder einzuschalten. Schließlich sind nun alle drei möglichen Ringrichterinnen des Main Events versammelt. Wenn er sich das durch die Lappen gehen lässt, bekommt er von Miss Vark seine Papiere. Da kann Lisa sagen, was sie will.

Yai: "Ach, Mylady gibt sich ebenfalls die Ehre ... Warum auf einmal so misstrauisch, DeWynters?"

Die Freundin von Lara Lee lässt sich auf einem Barhocker neben Duriel nieder und überschlägt die Beine.

Lisa Sanders: "Sie ... kennen sich?"

Die Reporterin hat sich von Windy gelöst und alle stehen nun in Kreisform zueinander. 

DeWynters: "Selbstverständlich. Mister PCWA ist mein Klient und Miss Yai seine Ehefrau. Und ich lüge nicht, wenn ich meine Freude darüber kundtun darf, dass Sie hier sind, Miss Yai. Meine ursprüngliche Aussage hat also nichts mit einem Misstrauen Ihnen gegenüber zu tun, sondern im Gegensatz dazu mit dem ausdrücklichen Vertrauen darauf, dass Sie weiterhin zu Ihrem Mann stehen und dass Sie ihm - genau so, wie Sie es mir kürzlich sagten - zu seinem Glück verhelfen werden. Schließlich haben Sie das Angebot von Jona Vark angenommen - und ich meinte bereits bei unserem letzten Treffen, dass Ihnen damit das Schicksal in die Hände spielte."

Yais Augenbrauen wandern kurzfristig hinab, während sie Miss DeWynters anfunkelt. Ihr Herz pumpt etwas schneller und sie hasst es, dass sie vermutlich leicht errötet.
Sie dreht den Kopf zu Windy.

Yai: "Siehst du!? Genau das meinte ich."

Windy: "Wrestling Psychoscheiße? Da müsste sie ja Feuer und Flamme für den lieben Schatten sein ..."

Die Frau des Night Fighters nickt, während die Cardigans lodernd ihre Augen aufblitzen lässt. Sie mochte Yai... während sie diese DeWynters noch nie wirklich einschätzen konnte.

Windy: "Durchläuchtigste Madeleine ... So wie ich das einschätze, wollen die beiden nur das, was ihre Männer wollen. Wenn Yai oder auch Sarah das Match beeinflussen, werden sie Mad Dog und James verlieren. Zumindest werden sie die beiden verletzten... Denn alles, was der Undisputed Gerasy und sein Herausforderer wollen, ist ein faires Match!"

Kurz lässt sie den Satz im Raum stehen, um ihm noch mehr Bedeutung zu verleihen.

Windy: "Sie hingegen ... Working Girl, werden zwar auch den Hass der beiden auf sich ziehen, sollten sie den Kampf manipulieren... allerdings Mad Dog nicht wirklich verlieren, da er vertraglich an sie gebunden ist. Zudem dürfte da eine fette Prämie fällig werden, sollte der Klient Nr. 1 das große Gold gewinnen! Ich weiß nicht, wie sie das sehen ... aber für mich hört sich das viel eher nach einem Motiv an."

Die Geschäftsfrau lächelt die Bemerkungen mit verschränkten Armen und einem spöttischen Seufzer weg.

DeWynters: "Wäre ihnen Plan B lieber ... denn wenn ich wollte, könnte ich genauso gut einen bekannten Wettermann unter die Fittiche nehmen."

Windy: "Versuch's Schwester ... und ich garantier dir, dass ich deine Fittiche mit nem rostigen Löffel auf Null-Körbchen ablasse."

DeWynters will schon entgegnen, doch plötzlich spricht Sarah Duriel.

Sarah Duriel: "Ich denke genauso über Sie, Miss DeWynters, weil all diese Punkte bekannt sind. Was Yai und mich betrifft jedoch, glaube ich, dass nicht alle Motive bekannt sind, die uns antreiben könnten..."

Sie nimmt den letzten Schluck des Drinks, den Yai ihr zubereiten ließ.
Sarah macht kurz einen überraschten Blick mit weiten Augen, dann kehrt das Lächeln auf ihr Gesicht zurück und sie blickt zum Glas.

Sarah Duriel: "Wow, hätte es nicht geglaubt, aber der hat echt geholfen."

Mit einem dankbaren und zugleich schätzenden Nicken bedenkt sie Yai. Dann geht sie aus dem Bild, ohne sich noch einmal umzuschauen. Sie muss nun James suchen und noch einmal mit ihm sprechen. Und wenn sie ihn nicht findet, dann muss sie ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen!

Die anderen Damen schauen ihr kurz nach. Lisa Sanders ist die erste, die Yai anspricht.

Lisa Sanders: "Was könnte Sarah Duriel mit solch einem verborgenen Motiv gemeint haben, Yai?"

Die cWc-Besitzerin schaut Duriel immer noch nach. 
Sie hatte James gefragt und dieser hatte verneint, dass Sarah angesprochen wurde. Allerdings sprach ihr Auftritt gerade eine ganz andere Sprache.

Sie zuckt mit den Schultern.

Yai: "Ich bin aus einem ganz bestimmten Grund hier, Lisa. Aber ich werde dies jetzt nicht sagen, wo bliebe da die Spannung, huh?!"

Sie schaut Neugier weckend in die Runde.
Dann lächelt sie.

Yai: "Auch ich habe noch etwas vor... Danke nochmal für die Hose, Windy."

Sie bedenkt Cardigans Frau mit einem freundschaftlichen Blick, dreht sich dann ebenso herum und verschwindet aus dem Bild.

DeWynters: "Mmmh, es scheint mir, als sei ich nicht die Einzige, die Dosenklappern spielt - um mal in der Sprache von Miss Yai zu bleiben... Sehr interessant, Miss Sanders, auch im Hinblick auf den heutigen Main Event und das eben von Miss Windy gestartete Ablenkungsmanöver, meinen Sie nicht?"

Die Managerin des verrückten Hundes erhebt sich nun ebenfalls und verlässt so wie ihre beiden Mitstreiterinnen um den Posten des Special Referees im Main Event den Saal.
Lisa Sanders blickt schließlich ein wenig irritiert zu der DeWynters nachschauenden Windy.

Lisa Sanders: "Nicht wirklich, oder?"

Die Schwarzhaarige dreht den Kopf: ein Anflug belustigter Freude liegt auf ihrem Antlitz.

Windy: "Natürlich nicht! Da war ja wohl der Wunsch die Mutter des Gedankens. Die is wahrscheinlich nur gefrustet, weil sie mit ihrer Art bei mir abblitzt. Es gibt eben deutlich mehr … als bloß Macht, Benchmark und Cunnilingus …“

Sie beugt den Kopf zurück, streckt den Arm aus und gibt dem Barkeeper per Fingerschnipp ihren Durst zu verstehen. Kurz darauf reicht er ihr eine geöffnete Flasche Biermix.
Sie hält diese Sanders hin, doch diese verneint. Als genehmigt sich die Tempest-Frau einen Schluck.

Windy: „… außerdem is mein Bett gemacht – und ich weiß, wer drin schläft und wer nicht. Nich wahr?!“

Die Interviewerin wirkt etwas überrumpelt.

Lisa Sanders: „Äh … äh …. k… keine Ahnung ...“

Die Hand der Schwarzhaarigen legt sich auf Lisas Schulter. Windy lächelt warmherzig.

Windy: „Ganz locker. Du weißt, wie das gemeint ist. Oder?!“

Lisa Sanders: „Ja…“

Dann kehrt langsam der Business-Gedanke in Sanders zurück. Sie richtet ihr Outfit, nimmt das Mikrofon hoch – und schaut doch noch konsterniert.

Lisa Sanders: „…a… aber was mach ich denn jetzt mit meinem Interview? Könnten wir vielleicht..“

Die Deutsche schüttelt den Kopf.

Windy: „Sonst gern, aber ich hab auch noch was zu erledigen. Sorry ….“

Resigniert lässt Sanders die Schultern zucken und winkt Windy ein wenig zum Abschied.

Windy: „Ah! Fast vergessen …“

Das Tempest-Valet macht abrupt kehrt und greift in die Innentasche ihrer Jacke.
Sie überreicht ihr einen zugeklebten Umschlag.

Windy: „… hier! Soll ich dir geben.“

Lisa Sanders: „Und … was ist das? Und vor allem vo..“

Sie deutet lächelnd zum Kuvert.

Windy: „Schau genau hin.“

Lisa dreht den gefüllten Umschlag an den Ecken gehalten ein wenig um die eigene Achse … bis sie die Aufschrift sieht. Und … scheinbar verinnerlicht, denn mit einem Mal klappt ihr Unterkiefer derart herunter wie sich ihre Augen weiten. Die Überraschung steht ihr deutlich ins Gesicht geschrieben.
Ohne, das sie sie scheinbar bemerkt, lässt Windy die Reaktion auf sich wirken. Ein kameradschaftlicher Klaps an den Arm.

Windy: „Ich wünsch dir was. Ciao!“

Damit geht nun auch die Schwarzhaarige ab.
Lisa indes ist offensichtlich in ihrer Haltung verharrt, blickt noch immer reichlich verdattert auf den Brief …

… und auch der Zuruf ihres Kameramanns holt sie nicht wieder zurück. Daher blendet die Szene in dem Moment ab, als Lisa, ohne den Blick vom Kuvert zu lösen, sich rückwärts auf einen der Hocker hievt und langsam beginnt den Umschlag zu öffnen …


Vincent Craven: "Die Damen der PCWA sind versammelt - das hat auch mal was. Aber von wem dieses Geschenk von Windy an Lisa wohl war? Hast du da eine Idee, Mike?"

Mike Garland: "Von mir leider nicht... Aber ich stehe auch eher auf: 'Komm nackt, bring essen mit.' Dieser ganze Geschenkekram ist was für Weicheier - aber von denen laufen hier ja Haufenweise rum."

Vincent Craven: "Die anderen Damen beschäftigt selbstverständlich das Voting rund um den Main Event! Sarah Duriel wirkt auf mich ziemlich konsterniert - zwischenzeitlich mussten wir ja auch in die Werbung wegen eines kleinen Abbruchs. Ob ihre Gemütsverfassung etwas mit der von James Godd zu tun hat?!"

Mike Garland: "Keine Ahnung. Sie blieb ja sehr verschlossen. Außer der kryptischen Worte, dass sie noch verborgene Motive haben könne, kam da nicht viel..."

Vincent Craven: "Auch Yai wollte ihren Grund nicht nennen, weswegen sie hier ist. Da hoffen wir doch einfach mal, dass diese Gründe auch im Verborgenen bleiben und wir den Main Event unabhängig von diesen Fragestellungen genießen können."

Mike Garland: "Och, ein wenig Abwechslung, Drama und Krimi wäre doch ganz nett. So war er schließlich schon immer in der PCWA!"


------------------ PCWA ------------------

28. Februar 2003
Vendetta_1

 

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28. August 2004
Vendetta_25

 

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1. April 2007
Vendetta_50

 

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12. Dezember 2010
Vendetta_75

 

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23. März 2014
Vendetta_100

 

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12. Juni 2017
Vendetta_125

 

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Vendetta_150
JULI 2020

Vincent Craven: "Vendetta wird 150! Und das soll gefeiert werden. Wie schon die 100. Ausgabe soll auch die 150. zu einem Großereignis ausgeweitet werden."

Mike Garland: "Wenn man so will befinden wir uns heute schon auf der Road to Vendetta 150 - denn wer rechnen kann, hat gleich erkannt, dass die Jubiläumsausgabe unserer nächster PPV wird."

Vincent Craven: "Und dort sollten wir die PCWA und Vendetta nun wirklich gebührend feiern. Solch einen Geburstag hat man nicht alle Tage!"

Mike Garland: "Wobei wir ja dieses Jahr auch noch ein weiteres Jubiläum haben. Nämlich 20 Jahre PCWA am Ende des Jahres. Ich denke, dass auch dort ordentlich gefeiert werden sollte."

Vincent Craven: "Absolut, Mike. Man sollte die Feste feiern, wie sie fallen! Aber jetzt machen wir erstmal weiter mit dem Imperial Impact 13."

Mike Garland: "Und ich sehe, dass sich in Virchowas Lounge ein kleines Grüppchen eingefunden hat - schalten wir gleich dorthin."


------------------ PCWA ------------------

„Also?! Sind wir uns einig?“

Die Frage wird resümierend, aber wie beiläufig eingestreut … und doch: letztendlich kommt ihr eine gewichtige Bedeutung zu. Unterstreicht sie doch endgültig etwas, das unlängst erst begründet wurde. Etwas ... dass ähnlich einem ein Koloss auf tönernen Füßen ruht.

Die Hand mit dem Malzbier senkt sich ab. Der Blick geht herum - der, welcher eigentlich keiner ist. Dank der verhüllenden Haare vor dem Antlitz. Seinem Markenzeichen, seinem Credo.
Shadow sitzt in Halbhocke auf der Lehne eines bequemen Sofas im „Skywalk“ und lässt den Kopf kreisen, als wolle er die Reaktionen der anderen beobachten. Die von Cardigan und Stone kann er vermutlich gut einschätzen. Denn schließlich hatten sie sich nur dank ihm und seines Einschwörens hier versammelt. Und auch, obwohl sie noch deutlich derangiert nach ihrem Fight aussahen. Er selbst .. bot da aber auch kein wirklich besseres Bild. Zumal das Titelmatch gefühlt erst Augenblicke zuvor geendet hatte.

Cardigan: „Jungs?!“

Der Wirbelsturm blickt von seinem Energy Drink auf und in die grübelnden Mienen der Mad Godds, die einander nicht anblicken.
Beide haben sich in der kleinen Separee-Nische der Lounge ebenso eingefunden wie das Tag Team und The Unfathomable Dark. Beide wirken jedoch nicht wie eine Einheit...
Doch … sie blicken auf das Trio.

Zweifelnde Blicke, ungesagte Fragen. Als wäre die Begegnung der Fünf letztens eine Momentaufnahme gewesen - und die Karten würden heuer wieder komplett neu gemischt.
Godd hat nach den Geschehnissen heute ganz andere Sorgen, insbesondere nach dem kurzen Fight mit Mad Dog, weshalb die Blicke des Engländers auch leicht grimmig an diesem haften bleiben. Dennoch schenkt er den drei anderen eine Antwort, ohne sie dabei jedoch anzusehen.

James Godd: "Ganz ehrlich: ich bin mir nicht wirklich sicher, ob ich euch drei beim Main Event Ringside dabei haben will!"

Er hebt entwaffnend die Hände seitlich an. Er hat ihnen nur gesagt, wie er es sieht. Er wird mit den Dingen, die er nach wie vor richtig verarbeiten muss, noch mehr als genug zu schaffen haben. Da wäre es kontraproduktiv, wenn er sich nun auch noch mit jenen drei Jungs beschäftigen müsste. Die Sache mit Sarah und die Worte Mad Dogs, als er ihn aufgesucht hat, waren schon mehr, als er gebraucht hätte.
Mit einem entwaffnenden Kopfschüttler leert Matt seine Dose ins Glas und nippt daran.

Stone: „Wer hat behauptet, dass wir draußen lauern? Da hätten wir uns auch gleich Erste-Reihe-Plätze organisieren können…“

Der Tempest beugt sich eingrätschend vor.

Cardigan: „Um es kurz zu machen: wir sind einfach nur da. Mehr nicht. Einfach ein Auge darauf haben, dass euer Kampf sauber verläuft.“

Der Night Fighter rollt mit den Augen und erhebt sich von seinem Platz. Die dunkle, durchnässte und dreckige Jeans zieht er kurz etwas runter und streicht sein weißes "Unbekannte Konstante" Shirt glatt. Er entfernt sich von Godd und der Truppe, um sich an den gegenüberliegenden Tisch zu setzen.
Dann hebt er die Hand ans Kinn und fährt durch seinen Bart.

Mad Dog: "Für mich hört sich das nach einem weiteren Fass an, das wir unnötig aufmachen. Ihr kennt das Geschäft genauso, wie wir es kennen... Jetzt, wo ihr es in die Welt gerufen habt, kochen die Gerüchte hoch. Und vielleicht ist sogar was dran, huh?! Das hier geht erstmal nur bis heute Nacht. Wir haben mit unseren Special Referees, die uns Vark aufgedrückt hat, schon genug Fragezeichen im Match. Wieso sollten wir nun noch weitere dazuladen, huh?!"

Ein rührender Schwenker mit der Flasche - im Griff des dunklen Kriegers.

Shadow: „Ich reiche Hände, wenn ich denke, dass sie gebraucht werden … aber ich vernachlässige andererseits nie mein eigenes Feld, um ein anderes zu jäten. Wenn es euer Wunsch ist, dann ist das Schlachtfeld euer. Mit allen Konsequenzen. So wie es sein soll. Wie du bereits treffend feststelltest, Töle, endet unsere temporäre Allianz heute Nacht. Und sie deckt maximal alle exorbitanten Auswüchse gleich einer Löwenmeute, welche euch zu zerfleischen gedenkt. Wir werden da sein … und lauern … aber sei dir sicher: wir springen nur bei einer außerordentlichen Unterzahl eurerseits in die Bresche. Alle anderen Auswüchse, Turns, Attacken oder Statements sind die Saat, welche ihr selbst gesät habt. Also erntet sie auch - sogar, wenn der Ertrag blutig ausfällt.“

Nun hebt der Fighter fragend die Arme.

Mad Dog: "Aber was fürchtet ihr denn, huh?!"

Er schaut abwechselnd in die Runde, dann bleibt er bei den Partners in Crime stehen.

Mad Dog: "Ich dachte, ihr hätte Happy Hour heute in die Schranken gewiesen?! Und du, Shadow, soeben Graves... Ansonsten fällt mir keine Partei ein, die heute Abend für Furore sorgen könnte... Außer den besagten Referees."

Nun fliegt der Blick zu seinem heutigen Gegner und eigentlichem Freund. Dieser erwidert den Blick missmutig und zornig.
Machinegun kippt derweil den Inhalt seines Glases in einem Zug runter, stellt es geräuschvoll auf den Tisch. Seine Augen sondieren die Maineventer fast fassungslos. Und im Besonderen die unbekannte Konstante.

Stone: „Heißt es nicht immer, dass du ein mit allen Wassern gewaschener SOB bist? Im Grunde könnte dich heute nichts wirklich überraschen. Egal, wer mit’m Nudelholz, Steelchair oder sonst was Trefferwirksamem dahergelatscht kommt. Und da fällt dir nix ein?! Keine andere Variante? Verarschst du uns hier?“

Leicht genervt schüttelt Godd den Kopf. Sind denn heute einfach alle fest entschlossen ihm die Nerven zu rauben?

James Godd: "Interessant ... wer hat denn damit angefangen, huh? Von uns hat euch jedenfalls keiner nach eurer Unterstützung gefragt. Ihr habt uns diese angeboten. Weshalb auch immer, das kann viele Gründe haben ... Rückendeckung, Schattenspiele ... who does realy know?"

Er zuckt mit den Schultern und wendet seinen Blick wieder in Richtung Mad Dog, der diesen ebenso hart erwidert.
Der Wirbelsturm verbirgt kopfschüttelnd seinen Facepalm unter der Hand, welche seine Stirn massiert.

Cardigan: „Ich glaube, ich kann hier für den Schatten und Matt sprechen … wenn ich sage, dass, wenn wir dieses Prestige-Duell nachhaltig beeinflussen wollten, ihr das bereits mitbekommen hättet. Egal, ob ihr nachher die blauen Flecken hättet oder wir. Aber ich finde, das dürfte momentan nicht der Punkt hier sein. Ich glaube nämlich eher, dass ihr den Schiss darüber, der jeweils andere könnte sich als Verräter entpuppen, in euch reinfresst und wir nur die dankbaren Zielscheiben zum Rauslassen sind. Die letzten Wochen haben euch ganz schön paranoid gemacht …“

Damit steht er auf, macht eine winkende Bewegung aus dem Handgelenk.

Cardigan: „… also kommt erstmal mit euch selbst klar. Los T., lass uns verschwinden!“

Shadow: „Warte!“

Die erhobene Hand des Schattens bremst die Partners noch einmal aus. Sie verharren und lauern auf eine mögliche Antwort.
Mit einem tiefen Seufzer trinkt auch Shadow seine Flasche leer und stellt sie auf den Tisch. Dann erhebt er sich, harrt vor dem Sitzplatz aus, auf welchem die Töle lungert und diesen anstiert.

Shadow: „Du kannst uns denunzieren oder honorieren - aber es ändert nichts an den Tatsachen der letzten Show. Wir haben uns entschieden - für eine Seite! Ob ihr das nun wollt oder nicht. Nach dem Impact weht sowieso ein anderer Wind in die Liga, da seid euch mal sicher. Keiner gerade hier in diesem Lokal kann das voraussagen. Und wenn … nur unter einem größeren Opfer. Aber Fakt ist, dass wir euch und uns ein Versprechen gegeben haben. Und dies gedenken wir einzuhalten - und dann ist es von mir aus vorbei … wenn es so sein soll. Der Ring wird eure Arena bleiben für diesen Abend - und ich garantiere, dass ihr beide ihn lebend verlasst. Für alle anderen blutdurchtränkten bitteren Erfahrungen seid ihr aber selber verantwortlich. Gehabt euch wohl …“

Mit einer Zeigerfinger-Geste bedeutet er den Partners in Crime, dass er das „Skywalk“ zu verlassen gedenkt. Die werfen einen letzten Blick auf die Mad Godds, tippen zum Gruß-Salut an die Schläfe und folgen dem Schatten zur Tür hinaus.

James und Mad Dog schauen sich immer noch nicht an. Sitzen nur schmollend dort. Der eine an dem einen Tisch, der andere am gegenüberliegenden. Godd die Arme verschränkt und die Lippen aufeinander gepresst, der Fighter ein Papierchen in kleinste Einzelteilchen zerreißend und die Augen in die Ferne gerichtet.

Plötzlich bricht es aus dem Gerasy heraus.

James Godd: "Paranoid gemacht..."

MD fährt mit seiner Zunge durch die Mundhöhle und stößt die Wange an. Nun nickt er.

Mad Dog: "Bittere Erfahrungen..."

James schaut auf seine dreckigen und stinkenden Klamotten herab.

James Godd: "Hattest du einen Grund Sarah zu nennen?"

Ein lautes Ausatmen des Night Fighters ist zu hören. Er befeuchtet die trockenen Lippen und nickt verbittert.

Mad Dog: "Jepp."

James schließt die Augen und haut auf den Tisch. Natürlich.
Er war jedes Wort ihrer vorherigen "Konversation" noch einmal durch gegangen. Hatte den Haken gesucht und zeitgleich die Lösung für sein Problem, für Sarahs Problem.

Nun dreht er sich zum immer noch in die Ferne starrenden Nummer Eins Herausforderer. Schaut ihn an.

James Godd: "Dann weißt du es."

Wieder werden die Lippen schnalzend befeuchtet und wieder nickt er.

Mad Dog: "Jepp."

Godd beißt sich auf seine Unterlippe, bis es weh tut. 

James Godd: "Damn, woher? Und was sollen wir tun?"

MD atmet noch einmal aus, dann wirft er die Papierfetzen mit einem Wisch vom Tisch und steht auf. Starrt James an.

Mad Dog: "Was sollen wir schon tun, huh?! Wir kämpfen unseren Fight. Du musst ihn gewinnen, um das zu retten, was dir lieb ist. Ich muss ihn gewinnen, um wenigstens noch Gold zu haben, nachdem ich jede andere Liebe verloren hab. Mit anderen Worten: Jetzt ist eh alles scheißegal."

James' Kopf sinkt wieder in Richtung Boden. Er will erwidern, dass ihre Freundschaft noch nicht verloren ist...
Doch das dauert zu lange, sodass MD weiter spricht.

Mad Dog: "Ein Fight der Freiheit wurde mal wieder ein Fight des Zwangs. Geschichte wiederholt sich in der PCWA halt doch irgendwie immer... selbst wenn es gute Gründe sind, die Schlechtes anrichten."

Und diese bittere Erkenntnis lässt gar eine Träne aus dem linken Auge Simargls laufen. Denn die Freundschaft zu James sollte Yai nunmal zeigen, dass er sich ändern kann und geändert hat - etwas, dessen Gegenteil er nun erneut aller Welt beweisen konnte. Und so auch ihr. 
Damit ist auch sie verloren. 

Sein Blick geht auf den Gerasy.

Mad Dog: "Zeit die Flügel aufzuspannen. Wir sehen uns im Ring!"

James nickt.

James Godd: "Wir sehen uns im Ring!"

Schaut er MD noch einmal an, dann, als dieser geht, blickt er wieder zum Tisch und denkt an Sarah Duriel. Mad Dog hatte Recht, er konnte etwas tun... denn... tatsächlich hatte es für den Moment etwas Befreiendes.

James Godd: "...yeah. Jetzt ist alles egal."

Und er ballt entschlossen die Faust, bereit alles zu tun, um heute zu gewinnen. Alles?
Alles.
Es geht um Sarah.


Vincent Craven: "Häh?! Ich verstehe nur Bahnhof. Was ist denn hier plötzlich los?"

Mike Garland: "Naaaa, bricht das Kartenhaus zusammen, Vince?! Sind Shadow und die Partners in Crime doch nicht so vertrauenswürdig? Sind Godd und Mad Dog doch nicht die besten Freunde? HAR HAR, ich lach mich schlapp."

Vincent Craven: "Momentchen, Momentchen... was meinte Godd denn mit Sarah nennen?! Und wieso spricht MD davon, dass er seine Flügel aufspannen wird?"

Mike Garland: "Mein historisches Wissen lässt mich hier auf S1margl hoffen, Vince. Und mein anderes auf den zweiten Schlächter, James Godd. Immerhin scheint auch ihm jetzt alles egal zu sein."

Vincent Craven: "Ja... ABER WARUM IN ALLER WELT?!"

Mike Garland: "Der fliegende Hund hat's doch gesagt: Am Ende wiederholt sich die Geschichte in der PCWA immer. Nix hier... Freund gegen Freund, faires Match und der ganze Quatsch. Jetzt mal richtig eins auf die Mappe. Stuhl gegen Stange!!"

Vincent Craven: "Gott! Fehlt ja nur noch, dass jetzt Blake Milton und Robert Barker auftauchen. Oder die Religion of Death... Ich fasse es nicht!"

Mike Garland: "Fass es lieber mal, Vince. Ich lehne mich schön zurück und schaue, was uns Jona Vark für Contender auf die Cotatores präsentiert. Denn mit ihrer Idee und den Special Referes hat sie für den Main Event genau die richtigen Strippen gezogen! Die Chefin hat es momentan richtig drauf!"


------------------ PCWA ------------------

Mike Garland: "Jetzt bin ich ja mal gespannt, wen unsere Boss Lady als Gegner für Carnageddon aufbietet."

Vincent Craven: "Und ich erst! Sie hat ja rein gar nichts durchsickern lassen."

Und während die ersten Klänge des "Carnageddon" Themes aus den Boxen klingt macht unsere Ringsprecherin noch schnell die Ansage.

Jane Nelson: "Auf dem Weg zum Ring... die amtierenden Cotatores Trophy Champions... Lara Lee... Stem.. CAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAARNAGEEEEEEEEEEEEEDDOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOON!"

Doch zur Überraschung der Fans dröhnt  "Face Fisted" von Dethklok aus den Boxen... Lara Lee's Entrance Theme.

Statt Streetstyle und Cyberpunk-Frisur sehen wir wieder ein waschechtes Kampfkostüm, welches dem aus den ersten PCWA-Tagen ihrer Karriere ziemlich ähnelt und ihre Haare sind wieder länger gewachsen und in dunkelbrünett gefärbt. So bekleidet, betritt sie die Bühne mit aufrechter Körperhaltung und in ihren Bewegungen ist eine gewisse Steifheit vorhanden.

Sie lässt ihren Blick durch die Halle schweifen und wartet ab, bis ihre Musik verklungen ist. Dann geht sie einen Schritt zur Seite und die Boxen erwachen erneut zum Leben.

 

 

Durch den Vorhang tritt Barry "Stem" Wilson. Der Mann aus Roanoke trägt eine lange, schwarze Sporthose, schwarze Boots und die Fäuste sind getapet. Er geht drei Schritte nach vorne und stellt sich neben Lara, ohne sie auch nur eines Blickes zu würdigen. Die Fans sind verwirrt... genauso wie unsere Kommentatoren.

Mike Garland: "Was soll das den jetzt? Einigkeit sieht anders aus. Dabei war doch alles geklärt?"

Vincent Craven: "Egal wer die Gegner sind... wenn sich Lara Lee und Stem nicht zusammen raufen dann wird das nichts, befürchte ich."

Wayne Static's hypnotisches Gekreische ist verklungen. Und Lara Lee und Stem schauen sich an... und nicken. Dann geht das Licht aus. Und zum dritten Mal ertönt Musik...
 

 

Das Licht geht wieder an und Lara Lee sitzt auf den Schultern von Stem. Und die Fans sind da!

 

CARNA-GEDDON!!!

CARNA-GEDDON!!!

CARNA-GEDDON!!!

 

Mike Garland: "Gott sei dank!"

Der Meinung sind die Fans auch, die reichlich Applaus spenden, während Wilson mit seiner Partnerin auf der Schulter in Richtung Ring geht. Die Amazone hat beide Cotatores-Gürtel in den Händen und reckt diese in die Höhe!

Vincent Craven: "Carnageddon hat rechtzeitig wieder zusammen gefunden."

Und das zeigen sie auch! Am Ring angekommen platziert Barry seine massigen Hände unter den Oberschenkeln von Lara Lee... und wuchtet diese auf den Apron! Sie betritt diesen durch die Seile und reisst nochmals die Gürtel in die Höhe, während ihr Parter sich am Seil hochzieht und wie immer über das oberste Seil den Squared Circle betritt. Dann postiert er sich mit verschränkten Armen hinter seiner Partnerin, die in die Knie gegangen ist und die Gürtel wie einen Teppich vor sich ausgebreitet hat.

Jane Nelson: "Und ihre Gegner... "

Mike Garland: "Now what?"

Das fragen sich auch die Fans, als das Konterfei der Chefin auf dem AlieraTron erscheint. Augenscheinlich befindet sie sich in ihrem Büro. Sie trägt den mittlerweile mehr als bekannten grauen Hosenanzug und die Blonden Haare sind hoch gesteckt. Die Beine sind übereinander geschlagen und die Hände ruhen ineinander verschränkt auf dem Schoß.

Jona Vark: "Leider muss ich ihnen mitteilen, dass ihre Gegner noch nicht bereit sind. Bitte begeben sie sich also wieder in den Backstage-Bereich."

Absolutes Unverständnis in den Augen von Carnageddon. Wilson hebt fragend die Hände während die Amazone eine abwinkende Geste macht. Auch die Fans sind hörbar nicht zufrieden.

 

THIS IS BULLSHIT!!!

THIS IS BULLSHIT!!!

THIS IS BULLSHIT!!!

 

Die Bosslady hebt beschwichtigend die Hände.

Jona Vark: "Bitte, liebe Fans, seit versichert... es wird noch ein Match um die Cotatores Trophy geben heute Abend. Nur nicht jetzt. Allerdings können sie bereits ein Blick auf das Voting haben."

Jona Vark: "Das bedeutet, dass Sie im Falle einer Niederlage am heutigen Abend kein Rematch erhalten, Miss Lee und Mister Wilson. Was nun das Match betrifft, bitte ich sie beide und gleichsam die Fans: Bitte habt noch etwas Geduld. Miss Lee... Mister Wilson... sie haben meine Anweisung gehört."

Und so erlischt der AlieraTron. Die Zuschauer buhen, was das Zeug hält, während Carnageddon sichtlich verwirrt den Ring räumen.

Vincent Craven: "Ich frage mich, was Jona damit bezwecken will."

Mike Garland: "Was wohl? Sie will Lara und Wilson verunsichern."

Vincent Craven: "Aber warum?"

Mike Garland: "Nun... Lara hat leider nicht wirklich das beste Verhältnis zu Miss Vark. Vielleicht will sie speziell ihr eins auswischen."

Vincent Craven: "Stimmt. Das wäre ihr Stil. Nun... es ist offiziell. Kein Match jetzt und zusätzlich Druck aufgrund des Votings... machen wir weiter mit der Show."


------------------ PCWA ------------------

Eine winzige rotgoldene Aura – so verabschiedet sich der vielgerühmte Himmel Berlins gerade mit ein paar letzten Fetzen Schimmer am Horizont. Platz … für die sich anbahnende Nacht. Und damit faktisch sein Synonym.

Er tritt etwas näher an die Brüstung, nimmt noch einen Schluck. Jetzt, im üblichen Zwielicht genannt Abend, fühlte er sich wohl. Aber das galt auch für andere Zeiten. Und doch … man sagt, am Abend würde man klug für den vergangenen Tag, aber nicht klug genug für den Kommenden. Genau das fühlte er momentan – und war einmal mehr unsicher. Wenn er vorausblickte, was bald im Hauptkampf geschehen würde … oder auch nicht. Und dabei war er noch nicht einmal selbst betroffen. Seine eigene Geschichte hatte er heute schon erzählt. Wie immer in den letzten Wochen: nüchtern, fast schon belanglos. Als würden ihm Motivation und Herausforderung fehlen. Aber es war halt ein Tanz auf dem Vulkan, wenn man dazwischen wandelte: zwischen den Stühlen, zwischen Licht und Schatten … zwischen Wissen und Nichtwissen.

Mit Bedacht berührt Shadow das Geländer, schielt nach unten auf den Platz. Dann wieder gedankenverloren voraus.
Die Hand mit dem Malzbier ruht auf dem Edelstahl der Balkonumrandung – eine zusätzliche Kühlung, wenngleich nicht unbedingt notwendig. Oder vielleicht doch? Für andere unsichtbar brodelt es in ihm. Vielleicht nicht wegen möglichem Groll, sondern wegen der Aufregung: der Hauptkampf stieg bald. Und damit die Möglichkeit, dass seine Gratwanderung ein wenig zu weit gegangen sein könnte. Klar, er war nicht direkt beteiligt. Aber allein die Variante präsent zu sein drohte im ungünstigsten Fall mehr kaputtzumachen, als dass dieser Schachzug einem nutzte.

Einmal mehr atmet der Schatten tief ein und aus … und drückt für den Moment seinen Kopf ruckartig einige Zentimeter hoch. Dann … ein leichter Dreher. Als hätten seine Sinne plötzlich Alarm signalisiert.
Schließlich lehnt er sich wieder bequem ans Geländer.

Shadow: „Selbst Feinden, die als Gäste zu uns kommen, muss die schuldige Gastfreundschaft erwiesen werden. Ein Baum beschattet mit seinen Blättern auch denjenigen, der ihn fällt … nun muss ich nur noch herausfinden, was ihr seid … Guten Abend, Mister Fellon…“

Angesprochener tritt mit einem Mal und eleganten Schritten aus dem Schatten und so erblicken die Kameras sowie Fans der PCWA erstmals den Mann, der sich um die Belange der Company kümmert. Fellon trägt, wie schon zuvor am Abend, einen hübsch geschnittenen Designer Anzug, an welchem eine Sonnenbrille steckt. Die schwarzen Haare sind im besten Mafiosi-Style zurückgegeelt und ein raubtierhaftes Grinsen ziert seine Gesichtszüge. Langsam nähert er sich dem Schatten und spricht diesen schließlich mit kühler und berechnender Stimme an.

Mr. Fellon: "Sie kennen meinen Namen, obwohl wir uns noch nie begegnet sind und auch die Fernsehzuschauer der PCWA mein Antlitz in diesem Moment zum ersten Mal erblicken. Höchst beeindruckend, Mister Shadow. Höchst beeindruckend. Und vor allem zeigt es, dass ich mich nicht in Ihnen getäuscht habe!"

Er grinst erneut und positioniert sich schließlich genau neben dem Schatten. Sein Blick geht ebenfalls kurz hinunter zum Platz, ehe er ihn wieder aufrichtet und ihn dem Schatten zuwendet.

Mr. Fellon: "Einen netten Ort haben Sie sich hier ausgesucht. Schön ruhig und ungestört ..."

Einmal mehr legt er sein raubkatzenmäßiges Grinsen auf.
Im gewissen Sinne eine Möglichkeit, einem gegenüber Reaktionen herauszukitzeln. Nur war das in diesem Fall gelinde gesagt ... kompliziert.

Shadow: "Ich glaube, ich muss ihnen nicht mitteilen, dass Informationen an richtigen Orten und zu richtigen Zeiten der Mehrwert individuellen Reichtums in den Schatten stellen. Genau, wie sie Scheuklappen und belangloses Geplänkel obsolet machen..."

Ein weiterer Schluck Malzbier - reflektiert von sichtbarer Zuversicht.

Shadow: „Nun denn … was verschafft mir diese Ehre? Denn weder bin ich mit einem Fuchsfell ausstaffiert noch hege ich Bande mit einem uns beiden bekannten gallischen Athleten.“

Fellon lacht kurz auf.

Mr. Fellon: "Und was genau verschafft Ihnen den Eindruck, dass meine Person nach wie vor Bande mit jenem gallischen Athleten hat? Dieser Mann ist für uns nicht mehr von Belang, Sir. Schon gar nicht, nachdem er sich dazu entschlossen hat, seinen Lebensabend auf einem Schrottplatz zu verbringen!"

Er lächelt und greift in die Innentasche seines Jackets, um von dort eine dicke Zigarre hinauszuziehen.

Mr. Fellon: "Sie haben doch sicher nichts dagegen?"

Eine rein rhetorische Frage, denn ohne auch nur eine Antwort darauf abzuwarten, zündet der Abgesandte der Company sich die Zigarre an und verstreut den Rauch in der kühlen Abendluft. Schließlich fährt er fort.

Mr. Fellon: "Was würden Sie nun jedoch sagen, wenn ich Ihnen eröffne, dass es hier lediglich um Sie geht? Sie sind schließlich ein außerordentlich interessanter Charakter. Jemand, den kennenzulernen, sich lohnt."

Er setzt einmal mehr das Lächeln auf, welches ihn charakterisiert. Kühl, berechnend, raubtierhaft ... voller boshafter Hintergedanken! Erneut pafft er an der Zigarre, während er nun auf die Reaktion des Schattens wartet.
Doch scheinbar hat Fellon das unergründliche Dunkel noch nicht genug und eingehend studiert. Denn gleich seinem einen Spitzname bleibt dieser obskur. Undurchdringlich. Und so antwortet er dann auch.

Shadow: „Das … kommt ganz auf die Art eines Kennenlernens an. Eine mit einem Kompliment einhergehende Bekanntschaft hat ebenso durchaus Aussicht auf enge Bande – wie auch eine zufällige Bekanntschaft mit dem eigenen Machthunger ein Gewissensbiss werden kann. Ein mehrschneidiges Schwert, wie man sieht. Daher bin ich gespannt, was mir der Boss zu kredenzen gedenkt.“

Fellon lächelt undruchsichtig und verteilt noch einmal etwas Rauch in der Luft.

Mr. Fellon: "Sie sprechen andauernd von Banden - jedoch denke ich, dass Sie mich da missverstehen, Sir. Mir geht es hier weder darum Ihnen irgendwelche sinnlosen Komplimente an den Kopf zu werfen, noch geht es mir hier darum meinen Machthunger zu stärken. Es geht mir lediglich darum, ein wenig mehr über einen weiteren Mitspieler in diesem Spiel in Erfahrung zu bringen. Man könnte auch davon sprechen, dass ich lediglich meine Neugier befriedigen möchte!"

Der dunkle Krieger drückt sich wieder ein wenig vom Geländer weg.

Shadow: „Interessant … sehr interessant ……“

Mit einem leichten Schlendergang, wobei er den Rest Malzbier in der Flasche durch eine rotierende Handgelenkbewegung schwappen lässt, läuft der Schatten auf das eine Ende des Balkons zu.

Shadow: „…… haben sie schon einmal ein Wolfsrudel bei der Wanderung beobachtet?“

Ein weiteres Grinsen im Gesicht des Company Mitarbeiters und weiterer Rauch, der sich prachtvoll in der Luft verteilt.

Mr. Fellon: "Tatsächlich wurde mir diese Erfahrung bereits ermöglicht. Ich lebe zurückgezogen und in unmittelbarer Nähe meines Wohnsitzes kann man immer wieder Mal ein solches Rudel bei seiner Wanderung beobachten. Es sind edle Tiere mit einem ausgeprägten Jagdinstinkt. Ein Instinkt, der meiner eigenen Person nicht ganz fremd ist ... ist er doch in meinem Beruf, auf den ich an dieser Stelle nicht näher eingehen möchte, von großem Nutzen."

Er legt kurz den Kopf ein wenig schief und pafft an seiner Zigarre.

Mr. Fellon: "Jedoch sollten Sie meine Zeit nicht mit derlei Geschichten verschwenden, welche nichts als Fake sind. Womöglich habe ich mich auch in Ihnen getäuscht, wenn Sie darauf reinfallen ..."

Er blickt zum Schatten und schenkt diesem ein weiteres höchst raubtierhaftes Grinsen.

Mit dem ganzen Körper inklusive dem verhangenen Gesicht dreht sich The Unfathomable Dark Fellon entgegen.
Die Hand mit der Flasche kreist noch immer so, dass man die Neige darin deutlich hört …

… doch plötzlich springt Shadow, ohne den Blick von Fellon zu nehmen, gekonnt auf den seitlichen Balkonrand. Ohne zu fallen - ohne einen Tropfen Malzbier zu verlieren.

Shadow: „Mag vielleicht sein … aber allein Idee und Ansatz dieser Utopie haben etwas Reizvolles. Ein Leitwolf, welcher sein Rudel stets im Auge hat, anleitet und seinen Rücken deckt. Die Ältesten an der Spitze - als Zeichen für Weisheit und Ansehen, mit denen sie den ihnen sprichwörtlich nachfolgenden Generationen das eigene Tempo vorgeben.“

Auf dem schmalen Geländer balancierend setzt Shadow die Flasche nochmals an, geht sogar einen Schritt dabei und kippt den letzten Rest die Kehle hinunter.

Shadow: „Das Problem ist, das ein gutes Bild und die Realität manchmal zwei verschiedene Dinge sind. Denn leider nutzen einem Weisheit und Ansehen wenig, wenn rückwärtig keine Unterstützung bei einem Angriff kommt. Die Senioren als Kanonenfutter - das ist schon eher die Mentalität unseres Business.“

Von Fellon argwöhnisch beobachtet steuert der Schatten die nahegelegene Dachkante an - und entert auch diese mit der Behändigkeit einer Katze. Einer nachtschwarzen Katze ohne Gesicht - und mit einer Flasche in der Hand, ohne diese abzusetzen.
Er geht souverän an der Kante entlang.

Shadow: „Das war sie schon immer: jung, dynamisch … rücksichtslos verdrängt lexikalischen Erfahrungsschatz von Jahren. So leben wir Wrestler … und es wird sich nichts daran ändern. Vor allem nicht dann, wenn Leitwölfe hinter einem stehen … oder aus dem Dunkeln kommen … und einem dann statt hoheitlicher Geborgenheit Tritte in den Hintern oder Messer in den Rücken mitgeben.“

Auf Fellons Höhe gegangen lässt Shadow sich an der Kante sitzend hinfallen. Die grobe Richtung seines Kopfes deutet an, dass er Fellon anzusehen scheint.

Shadow: „… und bevor sie jetzt anfangen: ja, das ist teilweise auch meine Mentalität. Vielleicht ist es ja genau dieser Instinkt, welcher mir die Augen öffnet. Und damit zeigt, dass ein Raubtier mit angelockter Beute spielt - ohne zu wissen, wem hier wirklich welche Rolle davon zugedacht ist. So, Mr. Fellon … nun frage ich sie nochmal: wie ich ihnen helfen kann? Und die Antwort … wird entscheidend für unser beider Zukunft sein. Also?!“

Fellon lacht einmal mehr auf und tritt schließlich einen Schritt zurück.

Mr. Fellon: "Meine Zukunft wird durch dieses Treffen auf keinerlei Weise beeinflusst werden, Sir. Die Ihre könnte es, wenn Sie auf die richtigen Knöpfe drücken. Für den heutigen Abend haben Sie mir jedoch bereits mehr geholfen, als Ihnen vielleicht bewusst ist. Ich bin sicher, dass sich unsere Wege noch einmal kreuzen werden und wer weiß? Womöglich haben Sie bis dahin ja bereits die richtige Entscheidung getroffen."

Er nickt dem Schatten zu.

Mr. Fellon: "Nun müssen Sie mich jedoch entschuldigen, denn ich habe noch Geschäfte, denen ich mich widmen muss. Ich wünsche Ihnen noch einen angenehm erfrischenden Abend, Sir!"

Ein weiteres Nicken und Fellon wirft die Zigarre achtlos auf den Boden ohne diese auszutreten, dann entfernt er sich und verschwindet schließlich gänzlich.

Der Soul Survivor hingegen … bleibt noch eine Weile auf der Dachkante hocken. Ob seine Augen nun Fellon nachsehen oder bloß nach vorn, wo die Sonne inzwischen untergegangen ist, bleibt spekulativ.
Zumindest bis zu dem Moment, als Shadow sich die Haare aus dem Gesicht streicht. Aus dem wieder gänzlich bleichen Antlitz stieren die grünen Augen ins Leere. Keiner der beiden Richtungen wirklich folgend.

Dann … ganz langsam, bleiben sie bei der weggeworfenen Zigarre hängen. Glut glimmt - und doch für keinen wirklich. Merklich, Millimeter für Millimeter wird sie sich kokelnd voran arbeiten, bis der letzte Rest verzehrt ist.
Er verfolgt das Geschehen ein wenig - bis er sich schließlich gekonnt von das Kante nach unten gleiten lässt. Er geht einen Schritt auf die Zigarre zu - und tritt sie aus. Dann … lehnt er sich wieder an ans Geländer. Und obwohl die Sonne mittlerweile verschwunden ist, schaut er noch dorthin. In die Ferne …


Mike Garland: "Unser Cryption Crown spricht mit einem Unbekannten. Mr. Fellon sein Name - der Mann scheint ein gewisses Interesse an den Vorgängen in der PCWA zu haben."

Vincent Craven: "So wie er aussieht, möchte er Geld verdienen. Der Schatten schien allerdings nicht der richtige Typ dafür, um dieses Vorhaben umzusetzen."

Mike Garland: "Womöglich ist er am heutigen Abend anderweitig fündig geworden? Immerhin ist auch Mad Dog und war Lara Lee Teil eines solchen Konstrukts."

Vincent Craven: "Wer weiß!? Interessanter finde ich allerdings die Matapher, die Shadow genutzt hat. Auch er scheint von dem zuvor stattfindenden Gespräch mit seinen Verbündeten enttäuscht oder resigniert zu sein. Daran erkennt man seine wahren Absichten."

Mike Garland: "Wahre Absichten, die bei Mad Dog und James Godd seit besagtem Gespräch zu hinterfragen sind. Wir stehen kurz vor dem Main Event und schalten noch einmal zu den beiden Kontrahenten, ehe es im Squared Circle losgeht."

Vincent Craven: "Jetzt bist du doch voll der Spannung, hm?"

Mike Garland: "Kann man so sagen! Wie gesagt... plötzlich scheint alles offen! Wirklich alles!"


------------------ PCWA ------------------

Es ist Zeit den Main Event zu bestreiten. Zeit alles zu geben, um dem Schicksal von Sarahs Schwester zu einer guten Wendung zu verhelfen. Mad Dog hat sich dazu entschlossen die Flügel aufzuspannen, wie er ihm selbst gesagt hatte, und wenn er diesen Weg gehen wollte, dann würde Godd es ihm gleich tun. So viel stand fest. Heute würde er nichts zurückhalten. Mit diesen Gedanken streicht der Engländer noch einmal über den Gerasy Title, der auf seiner Schulter ruht, und den er nun bereits seit dem letzten PPV sein Eigen nennen darf. Er hat viel für diesen Titel geben müssen und so wie es aussieht, wird er noch viel mehr geben müssen, um ihn auch behalten zu können. Doch kampflos würde er diesen Gürtel ganz sicher nicht aufgeben. Die Mehrheit der Fans dort draußen mochte glauben, dass er im Vergleich zum Hund das kleinere Licht sei, doch er würde allen zeigen, wie hell er wirklich strahlen kann, wenn man ihm als andere Option lediglich das Auslöschen des Lichts lässt! Etwas angespannt zieht er den Gürtel von seiner Schulter und betrachtet ihn noch einmal im Licht der Lampe, die über ihm hängt, ehe er ihn schließlich um seine Hüfte befestigt. Mit einem letzten Handgriff setzt er die dunkle Sonnenbrille, die auf dem Tisch geruht hat, auf seine Nasenspitze, womit sein Einzugsoutfit komplett ist. Er sieht sich noch einmal in der leeren Kabine um ... Sarah hatte scheinbar die Flucht ergriffen. Er hatte eigentlich gehofft sie vor dem Kampf noch einmal sprechen zu können, denn ihm war bewusst, dass er ihr gegenüber falsch gehandelt hatte, als er einfach so aus der Kabine geeilt war, ohne weiter mit ihr zu besprechen, was sie ihm gebeichtet hatte. Doch dazu war es nun zu spät. Jetzt geht es nur noch um die Titelverteidigung. Der Engländer versucht zumindest seinen Fokus genau darauf zu lenken, doch so recht gelingen will es ihm nicht. Zu sehr haben ihn all die geschehenen Dinge aufgewühlt. Schließlich öffnet er die Tür seiner Kabine und tritt hinaus in den Gang.

Die Tür wird wieder verschlossen und der Engländer sieht sich noch einmal kurz im Gang um, welcher Menschenleer ist. Er holt noch einmal tief Luft und setzt sich schließlich in Bewegung, um zur Gorilla Position zu gelangen. Er hat jedoch kaum drei Schritte gemacht, als er einen Schatten bemerkt ... einen riesigen Schatten, der hinter der nächsten Ecke lauert, immer weiter voranschreitet und dessen Urheber jeden Moment zu sehen sein dürfte. Er hält kurz an. Am heutigen Abend kann so ziemlich alles passieren, wie er bereits mehrfach erfahren durfte, und so schaut der Engländer höchst misstrauisch daher, während der Schatten immer näher kommt. Als der Moment schließlich gekommen ist, klappt ihm fast die Kinnlade runter. Der Urheber des Schattens jedoch lacht laut und dreckig auf und schenkt ihm schließlich ein überdimensional wirkendes Grinsen, welches jeden seiner weißen Zähne offenbart.

Kevin Smash: "Da schau an, wenn das nicht mein früherer Schüler ist ... hast es ja ganz schön weit gebracht!"

Die selbsternannte Legende, die in der PCWA niemals auch nur annähernd so viel erreicht hat wie der Engländer, grinst abermals und deutet mit einer höchst smashhaften Handbewegung auf den Gürtel um die Hüften von James. Der verengt seine Augen zu kleinen Schlitzen. Nach allem, was heute schon passiert war, hatte der Typ ihm gerade noch gefehlt. Grimmig und mit bissiger Stimme schenkt er dem Smasher eine Erwiderung.

James Godd: "Was ich sicher nicht dir zu verdanken habe!"

Smash reißt mit gespielter Überraschung die Augen auf und deutet auf sich selbst. Dann schüttelt er den Kopf.

Kevin Smash: "Ich bitte dich, wie kannst du nur so etwas behaupten? Ohne mich wärst du nach wie vor ein verficktes Stück Elend, dass irgendwo in den Gassen Londons rumkauern würde! Ohne mich wärst du nicht in diesem Business. Und damit habe auch ich meinen Anteil an deinem Erfolg!"

Er lacht kurz auf und geht einige Schritte auf den Engländer zu. Der vergisst, durch seinen Hass auf Smash verursacht, glatt für einen Moment seine gesamten Sorgen. Zornig ballt er die Fäuste und tritt ebenfalls einige Schritte auf Smash zu, sodass beide sich schließlich genau gegenüberstehen.

James Godd: "Ich habe selten größeren Bullshit aus deinem dreckigen Maul vernommen. Alles, was ich erreicht habe, habe ich nur einer Person zu verdanken und zwar ..."

Noch ehe er seinen Satz beenden kann, fährt ihm der Smasher auch schon in die Parole.

Kevin Smash: "...Mad Dog! So wie ich es sehe, war er doch derjenige, der dir den Rumble Sieg erst ermöglicht hat, als er Rage ... die Hölle möge ihn holen ... und sich selbst eliminiert hat. Hätte er das nicht getan, wärst du wie schon beim Quest 4 the Best einmal mehr jämmerlich gescheitert!"

Er lacht laut auf. Godd verpasst ihm einen heftigen Schubser, wodurch ihm das Lachen in der Kehle stecken bleibt. Zornig sieht er seinen früheren Schüler an. Der erwidert den Blick jedoch mit noch viel mehr Zorn.

James Godd: "Halt dein verfluchtes Schandmaul, Smash! Noch ein Wort und ich vergesse meine guten Manieren!"

Er drückt seinen Oberkörper an den von Smash, um deutlich zu machen, wie ernst er es meint. 

James Godd: "Ich habe zu hart für all das gekämpft, um es mir von einem Arschloch wie dir mies machen zu lassen! Ja, ich bin beim Quest 4 the Best gescheitert. Ich besitze genug Selbstreflexion, um das einzugestehen - aber alles danach habe ich mir mit meinen Fäusten und meinem Schweiß selbst erkämpft. Ja, Mad Dog hat Rage beim Rumble zusammen mit sich selbst aus dem Spiel genommen. War seine Entscheidung, nicht meine ... aber wäre er im Spiel geblieben, dann hätte ich ihn ebenfalls über das oberste Seil befördert! Ich hab es satt mir immer und immer wieder die gleichen lächerlichen Vorwürfe anhören zu müssen. Ich hatte eigentlich gedacht, dass ich mit meinem Sieg über Sharpe die Kritiker zum Verstummen gebracht habe, aber ich sehe ein, dass das nur ein Trugschluss war."

Er geht wieder einen Schritt zurück und verzieht grimmig die Gesichtszüge. Smash will gerade etwas erwidern, doch der Mann aus London gibt ihm dazu keine Gelegenheit, sondern fährt stattdessen unbeirrt fort.

James Godd: "Ich werde nur für Ruhe sorgen können, indem ich Mad Dog in die Schranken weise. Indem ich ihm und auch dem Rest der Welt heute beweise, dass ich der Bessere bin."

Smash verstand es schon seit jeher prächtig, ihn auf die Palme zu bringen. Schon als er dessen Schützling war, zu seiner Anfangszeit hier in der PCWA, hatte er nie viel von diesem aufgeblasenen Kerl gehalten, weshalb er ihn letzten Endes auch hintergangen und somit einen Erzfeind erschaffen hatte, der ihn nie mehr wirklich in Ruhe gelassen hatte. Und ganz wie es eben die Art der selbsternannten Legende ist, reagiert diese mit einem ungläubigen Lachen auf die Worte des englischen Champions. Immer noch kichernd wischt der Smasher sich eine imaginäre Träne aus den Augenwinkeln.

Kevin Smash: "Du und der Bessere? Das sind zwei Dinge, die grundsätzlich nicht miteinander kompatibel sind. Hat man ja schon damals gesehen, als es um den Tribune Title ging ... den Titel hast du ja auch nur behalten, weil du dich eines miesen Tricks bedient hast, nachdem Mad Dog dich klar besiegt hatte. Und heute geht es um den höchsten Titel, da wird der Nachtkämpfer noch eine ganze Spur motivierter sein. Du bist, warst und wirst immer ein unbedeutendes Stück Scheiße sein Godd und heute endet deine, für diese Liga so schandhafte Regentschaft an der Spitze. Hättest du Sharpe nicht verletzt, weil du so scheiße unsauber arbeitest, wäre er noch Champion!"

Godd funkelt die selbsternannte Legende angriffslustig an.

James Godd: "Hörst du dir eigentlich selbst zu, wenn du deine Scheiße verzapfst? Sharpe war ein mieser Egomane, wie du auch einer bist ... wundert mich nicht, dass ihr euch mögt ... und deshalb hat er den Titel verloren. Ihm ging es nur um sich selbst und daran ist er am Ende gescheitert. Und Mad Dog ..."

Er bricht ab und denkt an die Auseinandersetzung, die er zuvor mit seinem besten Freund ... oder ist er das inzwischen gar nicht mehr? ... hatte. Er hatte sich auch vom Hund eine ganze Menge Vorwürfe an den Kopf knallen lassen müssen und er hatte dabei stets das Gefühl, dass auch der Hund nicht wirklich daran glaubte, dass er zu Recht ganz an der Spitze steht. Tief Luft holend fährt Godd schließlich fort.

James Godd: "Mad Dog kann heute so motiviert sein, wie er will. Ich werde heute endgültig aus seinem Schatten treten und allen zeigen, dass ich, NUR ICH, dafür verantwortlich bin, wo ich heute stehe. Ich war lange genug der nette Kerl von Nebenan ... im Ring wird es gleich damit vorbei sein. No more Mr. Nice Guy! Der Titel bleibt, wo er ist!"

Er geht erneut einen Schritt auf Smash zu.

James Godd: "Und jetzt geh mir aus dem Weg, ehe ich dir einen Vorgeschmack auf das gebe, was Mad Dog gleich erwartet!"

Smash grinst ihn nur an und dreht sich schließlich zur Seite und hebt abwehrend die Hände.

Kevin Smash:"Nur zu! Zeig der Welt, was für ein Versager in dir steckt!"

Er lacht abermals auf. Godd hat jedoch genug gehört ... endgültig ... noch ehe die selbsternannte Legende überhaupt reagieren kann, holt der Gerasy Champion aus und trifft den Smasher mit einem Faustschlag genau am Kinn. Getroffen sinkt Smash auf die Knie. Godd hingegen kümmert sich nicht weiter drum, sondern setzt seinen Weg in Richtung Gorilla Position fort. Er blickt auf seine Faust und gesteht sich ein, dass dieser Schlag gerade verdammt gut getan hat. Er hatte so viele Emotionen in sich aufgestaut und die waren nun mit einem harten Schlag ans Kinn aus ihm herausgebrochen. Der Engländer fühlt sich, als wäre gerade eine kleine Last von ihm abgefallen. Jetzt ist er wirklich bereit für dieses Match. Bereit seinen Titel zu verteidigen ... für Sarah ... für ihre Schwester ... aber vor allem für sich selbst! Er schreitet um die Ecke und verschwindet schließlich aus dem Sichtfeld von Smash.

Dieser erholt sich immer noch von dem Schlag, der genau gesessen hat, und wischt sich eine kleine Blutspur von den Lippen. Mit gerötetem Kopf und einer Menge Wut in sich, richtet er sich langsam wieder auf und blickt seinem einstigen Schüler nach. Hasserfüllt schreit er auf.

Kevin Smash: "DAS WIRST DU NOCH BEREUEN! DAS SCHWÖRE ICH!"

Der Brustkorb der Legende geht wütend auf und ab. Falls Godd gedacht hat, dass hier das letzte Wort gesprochen wurde, hat er sich schwer getäuscht!


Vincent Craven: "YES! Genau so wollten wir doch James Godd den ganzen Tag über sehen! Jetzt ist er im Fokus, jetzt ist er im Tunnel. Jetzt geht's um den Undisputed Gerasy."

Mike Garland: "Oh je, Vince. Was redest du? Godd hätte, so wie Happy Hour, auf die Hilfe von Smash bauen können, stattdessen treibt ihn blinde Wut an. Das ist nichts anderes als reinigende Wut, angesichts der offenen Fragen, die sich rund um das kommende Match aufgetan haben. Etwas, das ich im vollen Umfang begrüße!"

Vincent Craven: "Smash hat nichts anderes verdient, als diese Abreibung. Und Godd ist nicht mehr verzweifelt oder wütend, er strozt vor Selbstbewusstein."

Mike Garland: "Wo waren dann denn die großen Worte von Freundschaft und Respekt gegenüber Mad Dog soeben??? Ich habe nichts davon gehört, du etwa?!"

Vincent Craven: "Man muss etwas nicht immer wieder sagen, denn eine Einstellung zeigt sich im Inneren und den Handlungen eines Menschen. Sprich: Gleich im Ring!"

Mike Garland: "Prima, dass Godd dort nicht mehr der nette Kerl von nebenan sein wird. Schalten wir, wo wir beim Stichwort sind, doch gleich noch zu seinem heutigen Gegner: SIMARGL!" 


------------------ PCWA ------------------

Vincent Craven: "Es ist soweit. Unser Main Event um den Gerasy Title steht an!"

Mike Garland: "Und wie bereits Kevin Smash zuvor erwähnt hat, wird endlich die Regentschaft von diesem Jammerlappen James Godd ein Ende nehmen!"

Vincent Craven: "Du nennst ihn Jammerlappen, ich nenne ihn einfach nur menschlich. Es ist schön in diesem Geschäft noch Leute zu sehen, die tatsächliche Emotionen zeigen!"

Mike Garland: "Nach dem Match wird Godd nur noch eine Emotion kennen, er wird wie so oft rumheulen!"

Vincent Craven: "Es wird auf jeden Fall ein interessanter Fight werden, denn wie wir zuvor sehen konnten haben sich, aus welchen Gründen auch immer, Spannungen zwischen den beiden guten Freunden aufgebaut."

Mike Garland: "Es gibt nur einen Grund dafür und der nennt sich Gerasy!"

Vincent Craven: "Bevor die beiden zum Ring schreiten, steht jedoch noch eine Entscheidung bevor. Wer wird diesen Kampf leiten?"

Mike Garland: "Schauen wir uns die Grafik an und finden es heraus!"

Vincent Craven: "Wow. Miss Dewynters wurde von knapp 43% der Fans gewählt und wird der Special Referee für unseren Main Event!"

Mike Garland: "Das dürfte dann wohl der letzte Nagel im Sarg von James Godd sein!"

Vincent Craven: "Dewynters könnte in der Tat zum entscheidenden Faktor werden, aber ich hoffe, dass Mad Dog ihr klargemacht hat, dass sie dieses Match fair leiten soll!"

Mike Garland: "Denkst du ja? Es geht um den Titel und der Night Fighter wäre dumm, wenn er diesen entscheidenden Faktor nicht ausnutzen würde!"

Vincent Craven: "Wo du ihn schon erwähnst, es ist Zeit den Night Fighter zum Ring kommen zu lassen."

 

Die Fans beginnen mit lautem Jubel, als das bekannte Theme des Night Fighters gespielt wird. Berlin freut sich ungemein, einen ihrer Helden hier wieder begrüßen zu dürfen. Und heute geht es zu allem Überfluss auch noch um das große Gold. Beim Night Fighter schwingt im Jubel gleichfalls eine gehörige Portion Respekt mit, den vor allem die Langzeitfans für die Leistungen in den vergangenen 18 Jahren aufbringen. Mad Dog ist mit ihnen durch dick und dünn gegangen - und einer der Wenigen, die trotzdem geblieben sind. Allerdings sind die Fans zwiegespalten, wer heute Abend bei diesem Match das Feld als Sieger verlassen soll - die einen sind für den verrückten Hund, die anderen für die Töle. Aber bei Begrüßungsjubel und der Freude auf das Match stehen alle auf einer Seite.

Broken bones, broken hearts
Stripped down and torn apart

A little bit of rust - I'm still runnin'

Countin' miles, countin' tears
Twisted roads, shiftin' gears
Year after year - it's all or nothin'

Erst jetzt schiebt Mad Dog den Vorhang beiseite und tritt hinaus in die Arena. Ein entschlossener und fokussierter Blick zeigt sich in seinem Gesicht, selbst wenn in seinem Bäuchlein noch die kleinen Simargl flattern. Die Augen des PCWA Grand Slam Champions sind jetzt allein auf den Ring gerichtet. Der Streit mit James steckt noch in seinem Hinterkopf, aber vor allem ist er der Titel, den er heute ein zweites Mal erringen kann. 


But I'm not home, I'm not lost
Still holdin' on to what I got
Ain't much left

No there's so much that's been stolen


Jane Nelson: "Auf dem Weg zum Ring, mit einer Größe von 1,94 Meter und einem Kampfgewicht von 110 Kilogramm, er ist die unbekannte Konstante, der Night Fighter ... hier ist Maaaaaaaaaaaaaaaaad Dooooooooooooooooog!"

Die Töle verliert keine Zeit und slidet sofort in den Ring. Dann steigt er aufs Top Rope und streckt eine Faust in die Luft. Heute, nach dem Match, soll dies der Referee tun...
Nun springt er zurück in den Ring und lauert hinüber zum Entrance, von wo der Undisputed Gerasy Champion jetzt kommen wird.

Vincent Craven: "Mad Dog ist also angekommen und wartet mit angespannter Miene auf seinen Gegner und Freund."

Mike Garland: "Man kann nur hoffen, dass er endlich erkannt hat, dass diese Freundschaft ihm nichts bringt. Nur der Titel sollte zählen."

Vincent Craven: "Beide haben vor dem Kampf mehrfach betont, dass der Ausgang keinen Einfluss auf ihre Freundschaft haben wird und ich hoffe trotz allem sehr, dass es dabei bleibt!"

Noch ehe Mike etwas erwidern kann, wird das Wort jedoch auch schon wieder an Jane Nelson abgegeben, die nun den Titelverteidiger ankündigt.

Jane Nelson: "Und nun auf dem Weg zum Ring, sein Gegner, der Tribun des Volkes, Britain's finest, unser amtierender UNDISPUTED GERASY Champion ... Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaames Gooooooooooooooooooodd!"

Wie bereits bei Out of Ashes fällt das Licht in der Arena für einen kurzen Moment aus, ehe die Großleinwand anspringt und herabprasselnden Regen zeigt, welcher durch die Boxen auch deutlich zu hören ist. Immer wieder erhellen auch vereinzelte Blitze die Szenerie. Voller Anspannung blicken die Fans und auch Mad Dog zur Eingangsrampe und warten darauf, dass der Champion dort auftaucht. Schließlich ist es so weit. Der Klang des Regens lässt nach und Gitarrenklänge dröhnen aus den Boxen. Die Fans jubeln laut auf.

Ein lauter Knall lässt die Stimmung im Dome endgültig überkochen. Flammensäulen kochen entlang des Rampe in die Höhe und schließlich taucht der Titelverteidiger auf. Der Tribun des Volkes trägt heute seinen üblichen blau-weißen Einteiler. Um den Hals hängt die dekorative Goldkette und um die Hüfte der höchste Preis, den diese Liga zu bieten hat: Der Undisputed Gerasy Champion Title! Der Kopf des Briten wird durch das übliche blaue Bandana verziert, jedoch hat der Tribun heute auf die sonst übliche Sonnenbrille verzichtet. Der Blick ist fokussiert und auf den Gegner im Ring gerichtet. Währenddessen branden auch hier in Berlin die Chants auf, die den Engländer nun bereits seit seinem Rumble Sieg immer wieder begleiten.

RUMBLE GODD

RUMBLE GODD

RUMBLE GODD

Der Engländer nickt kurz mit dem Kopf und setzt sich schließlich in Bewegung. Während er durch die, zu beiden Seiten erhobenen, Flammensäulen spaziert lässt der Brite in seinen Gedanken noch einmal den bisherigen Abend Revue passieren.

Proudly presents

Langsam nähert der Brite sich dem Ring und gibt auf dem Weg dorthin einigen Fans Handshakes. Schließlich entert er über die Ringtreppe den Ring und stellt sich seinem Gegner Auge in Auge. Während er mit Mad Dog einige Worte wechselt, löst er den Gürtel, der um seine Hüften hängt. Schließlich tritt er einen Schritt zurück und hält dem Hund diesen genau vors Gesicht, was für lauten Jubel bei den Fans sorgt. Godd legt den Gürtel nun zwischen sich und seinem Gegner auf den Boden und schenkt dem Hund noch ein grimmiges Kopfnicken, ehe er sich zurück in seine Ringecke verzieht. Es ist alles angerichtet für ein weiteres Stück PCWA Geschichte!

Vincent Craven: "Beide sind nun angekommen und die Blicke der beiden sprechen Bände. Irgendwas muss da vorgefallen sein!"

Mike Garland: "Das kann dem Kampf nur gut tun. Hass kommt in solchen Fights immer besser als Erbarmen!"

Vincent Craven: "Wir sind jedenfalls gespannt und wünschen unseren Fans vor den Fernsehgeräten ein großartiges Match!"

Mike Garland: "Du vielleicht, ich wünsche mir nur, dass Godd den Titel verliert!"

Main Event
- Friends will be Friends? -
Regular Singles Match
Undisputed Gerasy Title
Bild
Bild
VS
Bild
(Der erste Fall entscheidet über den Sieg. Als Fall zählen Three Count, Submission, Disqualifikation sowie Count-Out.
- Referee: Miss DeWynters; Kein Zeitlimit)

 

Miss Dewynters hebt den Gürtel vom Boden auf und präsentiert ihn noch einmal den Fans, ehe sie ihn nach draußen an einen der Offiziellen reicht. Schließlich geht ihr Blick zum Mann mit dem Hammer und mit einer Handgeste, lässt sie den Main Event anläuten. Lauter Jubel bei den Fans.

NIGHT FIGHTER

RUMBLE GODD

NIGHT FIGHTER

RUMBLE GODD

Bereits jetzt liefern die Fans sich hier ein erbittertes Chant Duell, während die beiden Protagonisten des Matches aufeinander zugehen und sich grimmige Blicke zuwerfen. Es findet zur Überraschung der Fans kein Handshake zwischen den beiden statt. Stattdessen umkreisen die beiden sich und Mad Dog versucht als erster einige Kicks ins Ziel zu bringen, doch James kann diesen ausweichen und schüttelt den Kopf. Schließlich gehen beide nach vorne und in einen Lock-Up, aus welchem Mad Dog seinen Gegner in die Seile schickt. Godd kommt zurückgefedert und der Hund legt sich flach auf den Boden. Godd überspringt ihn und rennt erneut in die Seile. Mad Dog springt wieder auf und macht einen Bocksprung über Godd, der erneut in die Seile federt. Schließlich empfängt ihn der Hund mit einem Arm Drag und Godd landet auf der Matte, steht jedoch sofort wieder auf den Beinen und kann einen wunderschönen Dropkick gegen seinen Herausforderer landen. Lauter Jubel bei den Fans. Godd und Mad Dog stehen zeitgleich wieder auf den Beinen und blicken sich genau in die Augen.

Vincent Craven: "Was ein Tempo direkt zu Beginn und man merkt sofort, dass die beiden sich schon seit Ewigkeiten kennen!"

Mike Garland: "In der Tat gehen die beiden hier ein hohes Tempo. Ein Tempo, dass Godd auf keinen Fall bis zum Schluss durchhalten kann!"

Vincent Craven: "Was erzählst du schon wieder? Godd hat schon mehr als einmal bewiesen, dass er auch Matches mit einem hohen Tempo über eine längere Distanz gehen kann!"

Mike Garland: "Da hatte er doch nur Glück!"

Beide Kämpfer umkreisen sich nun jedenfalls erneut. Keiner von beiden will hier den ersten Fehler machen. Godd will den Gerasy unbedingt verteidigen und allen beweisen, dass er ein wahrer Champion ist und nicht nur der Platzhalter von Mad Dog. Seine Gedanken sind gerade voll und ganz auf den Titel fokussiert und alles andere ist vorerst verdrängt. Ähnlich sieht es jedoch auch bei seinem Kontrahenten aus. Nur zu gerne würde der Hund wieder an der Spitze stehen; nach allem, was er durchgemacht hat, ist er sich sicher, dass er das auch schaffen kann. Erneut gehen die beiden schließlich in einen Lock-Up, aus welchem heraus sich Godd einmal dreht und den Hund schließlich von hinten umgreift. Der springt jedoch hoch und rollt quasi über den Rücken von Godd und hat nun seinerseits den Engländer von hinten umgriffen. Mad Dog schubst ihn gegen die Seile und rollt Godd ein ...

... One ...

...Kick-Out von Godd!

Der Engländer macht eine kurze Rolle und steht wieder auf, dann hebt er den Zeigefinger und zeigt an, dass man ihn auf diese Art nicht besiegen wird. Mad Dog lässt ihm jedoch kaum Zeit und rennt auf ihn zu, doch Godd erwischt ihn nun seinerseits mit einem Arm Drag und er lässt den Hund dabei nicht los, sodass dieser sich nun in einer Armbar befindet. Mad Dog schafft jedoch einen Kip-Up und dreht den Move hierbei einfach um, sodass es nun James ist, der in der Armbar gefangen gehalten wird. Mad Dog zieht den Move noch einmal stärker an, doch Godd lässt sich einfach fallen und schafft so einen weiteren Arm Drag. Wieder entfernen sich die beiden Kontrahenten mit einer Rolle voneinander.

THIS IS AWESOME

THIS IS AWESOME

THIS IS AWESOME

Die Fans machen hier mehr als deutlich, was sie von diesem technischen Fest gleich zu Beginn halten. Beide Kämpfer schnaufen derweil einmal kurz durch, ehe sie sich in der Mitte des Rings zu einem weiteren Lock-Up treffen. Dieses Mal reagiert der Hund schneller und schafft es seinem Gegner ein Knie in den Magen zu rammen. Der Night Fighter setzt sofort nach, indem er den Schädel von Godd greift und diesen auf sein Knie krachen lässt. Sofort packt die Töle zu und es gibt einen wunderschönen Belly-to-Belly Suplex gegen den Titelverteidiger.

Mad Dog: "Selbstgefällig, huh?!"

Schießt dem Hund Godds Vorwurf von ihrer Auseinandersetzung bei den Mülltonnen in den Sinn und aus dem Mund.

Vincent Craven: "Mad Dog nun mit den ersten richtigen Vorteilen in diesem Match, nachdem die beiden sich zuvor immer wieder gegenseitig ausgekontert haben!"

Mike Garland: "Das wurde auch langsam Zeit. Und direkt mit dem Knie! Jetzt ist er endlich auf dem richtigen Weg!"

Vincent Craven: "Warten wir es ab, wir sind noch früh im Match und alles kann sich noch ändern."

Mike Garland: "Nicht mit Dewynters als Referee."

Vincent Craven: "Die hält sich bislang angenehm zurück und lässt die beiden erstmal machen!"

Nachdem die Töle nochmal ihre Hose hochgezogen und gerichtet hat, knallt er schon wieder stehenden Engländer einen knallenden Chop auf die Brust. Godd muss zurück, doch die Fans feiern die Aktion mit einem lauten "WAUWAU". Und wieder knallt die Hand des Night Fighter auf James' Brust.

WAUUUUUUU

WAUUUUUUU

WAUUUUUUU

MD hat seinen Gegner in die Ringecke getrieben und folgt dort nun mit einem Uppercut. Der Schädel des Champions ruckt nach hinten, doch sogleich zieht Simargl an dessen Arm, hebt ihn aus und zeigt einen Inverted Attomic Drop. James Godd zieht die Beine zusammen und hält sich den Steiß, als ihn MD mit einem Dropkick zu Boden schickt. Schnell ist MD auf allen Vieren und der Hund zeigt die Zähne, als er dem Undisputed Gerasy Champion in die Augen blickt. Godd hat ihm im Match gegen Graves den Godddamn verpasst, er hat ihn gegen Happy Hour allein gelassen! Und dann hat er sich auch noch mit dieser Schlange Sarah Duriel eingelassen, die vermutlich irgendwo im Publikum hockt und gleich eingreifen will...

Schnell packt der Night Fighter sich den Kopf seines Gegners und nimmt ihn in einen Headlock. James windet sich kurz von links nach rechts, dann aber ist er mit dem Stiefel schnell an den Seilen.

Vincent Craven: "Da war Mad Dog wohl mit seinen Gedanken gerade woanders. Das war zu nah an den Ropes."

Mike Garland: "Definitiv. Auch DeWynters wirft ihm einen unmissverständlichen Blick zu. Focus, Boy, Focus!"

Der verrückte Hund will James mit einem Punsh treffen, doch der Engländer weicht aus und nimmt den Hund seinerseits in einen Front Facelock. MD versucht ebenso das Seil zu greifen, doch Godd hat den besseren Abstand gewählt. Godd drückt die Beine nach hinten und versucht die unbekannte Konstante auf den Boden zu pressen. Diese aber wehrt sich mit kurzen Hieben gegen die Rippengegend. Der Engländer kommt so kurz nach oben, Dog umgreift ihn und zeigt einen wunderbaren Northern Light Suplex in die Brücke.

... One ...

... Two ...

...Kick-Out von Godd!

Vincent Craven: "Nun ist es Mad Dog, der zu seiner Managerin schaut. Aber das hat sie ordentlich gezählt."

Mike Garland: "Japp, Godd ist noch raus gekommen. Betonung liegt auf 'noch'!"

Wieder blickt Mad Dog seinem Gegner direkt in die Augen. Dann schüttelt er den Kopf, die Gedanken von eben noch in selbigem.

Mad Dog: "Es ist deine Schuld!"

Mad Dog hebt Godd nun hoch und packt ihn zwischen die Beine. Er hebt ihn zur Fighters Powerbomb hoch, doch der Engländer schafft es diese mit einer herrlichen Headscissor auszukontern. Sofort springt der Engländer mit einem Kip-Up wieder auf die Beine. Doch auch Mad Dog ist bereits wieder auf den Beinen und stürmt erneut auf Godd zu, seine Offensive auf keinen Fall aufgeben wollend. Der Hund versucht sich an einer Clothesline, doch Godd kann sich ducken und tritt Mad Dog mit einem Kick in die Kniekehle um. Sofort rennt der Engländer in die Seile und es gibt einen Blockbuster gegen den knienden Night Fighter. Der Engländer verschwendet nun keine Zeit und zieht seinen Gegner wieder auf die Beine und es gibt einen Snap Suplex gegen Mad Dog. Der Gerasy Champ lässt ein Cover folgen ...

... One ...

...Tw...Kick-Out!

Godd steht auf und lässt erst einmal einen Tritt gegen den Rücken von Mad Dog folgen. Während dieser so zu seinen Füßen liegt muss er an den kleinen Brawl denken, den sie an diesem Abend hatten. An all die Dinge, die in den letzten Wochen schief gegangen sind. An die Niederlage gegen Happy Hour. An die Verbindung vom Hund zum heutigen Special Referee Miss Dewynters. Hatte sie den Hund derart bearbeitet und seine Gedankengänge so vergiftet, dass er vergessen hatte, was sie sich vor dem Kampf geschworen hatten? Von wegen "Deine Schuld"... Mit diesen Gedanken im Kopf blickt er Dewynters düster an. Diese zeigt sich jedoch unbeeindruckt. Godd lässt einen weiteren Tritt in den Rücken des sich aufrichtenden Mad Dog folgen ... dieses Mal eine ganze Spur intensiver. 

Vincent Craven: "Wenn Blicke töten könnten, dann müssten wir uns jetzt einen neuen Special Referee suchen. Godd hat bereits früher am heutigen Abend deutlich gemacht, was er von Miss Dewynters hält."

Mike Garland: "Beleidigt hat er sie und das ohne Grund!"

Vincent Craven: "Er wollte dringend mit Mad Dog sprechen und sie hat es unterbunden, obwohl sie genau wusste, wo der Nachtkämpfer sich befindet!"

Mike Garland: "Da hat sie auch völlig richtig gehandelt. An einem Abend wie diesem sollte Mad Dog seine ganze Konzentration auf den Titel richten und nicht den Kummerkasten für James Godd spielen!"

Vincent Craven: "Das sieht der Engländer offensichtlich anders und mit einem weiteren grimmigen Blick zu Miss Dewynters lässt er einen weiteren harten Kick gegen den Schädel von Mad Dog folgen!"

Jetzt endlich zieht der Titelverteidiger seinen Herausforderer wieder auf die Beine und nimmt ihn in einen Hammerlock. In diesem muss der Hund jedoch nicht lange verweilen, denn Godd macht einen Hammerlock-Bodyslam draus und lässt seinen Gegner abermals auf die Matte krachen. Jetzt steigt er auf das Top Rope und die Fans greifen zu ihren Fotoapparaten. James springt ab und trifft den Hund punktgenau mit einem Elbow Drop. Sofort lässt er ein Cover folgen ...

... One ...

... Two ...

... Kick-Out von Mad Dog!

Godd springt auf die Beine und schaut augenblicklich zu Miss Dewynters, doch die zeigt ihm deutlich an, dass sein Pinfall Attempt lediglich bis Zwei ging. Die Miene von Godd zeigt deutlich, dass er ihr, was das angeht, misstraut. Diese Frau war von Anfang an Gift für seine Beziehung mit dem Hund und er vertraut ihr kein bisschen ... erst recht nicht jetzt, wo sie den Special Referee gibt. Er schüttelt kurz den Kopf und zieht Mad Dog schließlich wieder auf die Beine. Er will einen Punch folgen lassen, doch Mad Dog kann blocken. Godd versucht es noch einmal, doch abermals schafft der Hund es zu blocken und damit nicht genug, lässt er seinen Schädel nun mit voller Wucht gegen den von Godd krachen. Mad Dog taumelt leicht benommen zurück, während Godd umfällt wie ein nasser Sack.

Vincent Craven: "Der Headbutt hat gesessen, man sieht es daran, dass selbst Mad Dog als Ausführender nicht ohne Spuren davongekommen ist."

Mike Garland: "Ach was ... du siehst es doch, er schüttelt den Schmerz kurz ab und ist nun wieder auf seinen Gegner fokussiert."

Vincent Craven: "Der Champ hält sich nach wie vor den Kopf und versucht sich nun an den Seilen wieder auf die Beine zu ziehen."

Mike Garland: "Und das sieht auch der Hund und nimmt etwas Anlauf!"

Der Fighter rammt seinem Gegner mit voller Wucht das Knie in den Magen, sodass dieser regelrecht nach vorne fliegt. Mit einem Forearm erwischt er die Seite von Godds Kopf so, dass der Engländer in die Mitte des Rings taumelt. Nun überholt MD Godd, geht in die Seile und sprintet mit einem Wahnsinnstempo auf den Gerasy zu: Spear. Unsanft fliegt der Brite auf den Rücken, nachdem ihn der Hund wie ein Berserker umgenagelt hat. Doch damit nicht genug, denn die Töle kniet schon über ihm und malträtiert seinen Gegner mit Schlägen gegen den Kopf.

Vincent Craven: "O weia. Jetzt wird's ne Spur härter als zuvor."

Mike Garland: "Die technischen Kabinettstückchen haben nicht zum Ziel geführt, also Kursänderung. Flügel aufspannen!"

Tatsächlich liegt Mad Dog noch immer der Gedanke im Hinterkopf, dass James Godd Schuld am Ende ihrer Freundschaft hat. Und deswegen muss er sich auch nicht weiter zurückhalten - ganz im Gegenteil! James Godd sollte es endlich mit gleicher Münze zurück bekommen. Er soll hier und jetzt für seine Fehler bezahlen!

Miss DeWynters ermahnt den verrückten Hund, ob der stark durchgezogenen Faustschläge, doch der Nachtkämpfer scheint für einen Moment wie in Trance. Als würde sich alles entladen, all die angestaute Aggression der letzten Monate. Allerdings führte DeWynters Mahnung dazu, dass MD von seinem Opfer abgelassen hat. Und James Godd wäre nicht James Godd, wenn er nicht wieder den Weg auf die Beine suchen und finden würde. Mit einem Missile Dropkick springt der Hund dem sich Aufrichtenden schnurgerade in den Rücken. Dann drückt er sein Knie und damit sein Gewicht in den Rücken des Gerasys und verschränkt die Arme um Godds Kopf, um diesen nach hinten zu ziehen. Kleines Surfboard.
Miss DeWynters ist schnell beim Champion, um ihn zu fragen, ob es das gewesen ist, doch Godd schreit und stöhnt nur, statt abzuklopfen. 

RUMBLE GODD

RUMBLE GODD

RUMBLE GODD

Die Fans des Night Fighters scheinen verstummt zu sein, denn gerade sind nur jene des Engländers zu hören. Und diese Rufe bewirken gar die Wende: Mit einer windschnellen Körperdrehung befreit sich Godd vom Knie in seinem Rücken. MD landet auf dem Boden, hat allerdings noch den Kopf in seinen Händen, als ihn ein Ellenbogen des Champions in der Rippengegend trifft. Dennoch wirft sich der Hund gegen Godd, um ihn zumindest mit einem Sideheadlock weiterhin zu halten. Godd aber kniet bereits und kämpft sich weiter in den Stand. Jetzt drückt er seinen Gegner in die Seile, schickt ihn von sich und so ist er endlich wieder frei.

Vincent Craven: "Godd ist zurück im Match!"

Mike Garland: "PAH!"

Der Engländer lässt keine Zeit verstreichen und jagt dem Hund nach, der für eine harte Aktion Schwung nehmen will. Godd aber will ihm zuvor kommen, allerdings sieht die Töle das kommen und duckt unter der Clothesline Godds ab. Die Karten werden neu gemischt, denn beide holen noch mehr Schwung in den Seilen, um mit voller Wucht in den Gegner zu rasen. Der Night Fighter schickt sein Knie voran und lässt den Undisputed Gerasy damit volle Granate über die Klinge springen. Der Brite hält sich erneut die Magengegend und hustet mehrfach ungesund auf. Auf dem Antlitz des Night Fighters macht sich ein Ausdruck breit, den man am ehesten mit "geschieht dir recht" deuten könnte.

Mad Dog dreht sich um die eigene Achse und erblickt das Top-Rope, wo er nun auch hingeht. Allerdings hat Godd gesehen, was er vorhat, und will das trotz heftiger Schmerzen unterbinden.

Vincent Craven: "Godd schmeißt sich in die Seile!"

Mike Garland: "HA... was ein Idiot! Mad Dog ist längst abgespru... OH!"

Tatsächlich ist MD in den Ring zurück gesprungen, bevor er durch Godd zu Fall gekommen wäre. Jedoch ist er schlecht gelandet und umgeknickt. MD hält sich jedenfalls fluchend den Knöchel, will aber seine Offensive nicht aufgeben und humpelt daher zu James Godd. Dieser empfängt ihn mit einem Kick, den die Töle fängt. Mit dem anderen Bein fegt er Godd zu Boden, kommt dabei aber selbst zu Fall. 

Vincent Craven: "Mad Dog hat sich verletzt. Er ist nicht mehr sicher auf den Beinen!"

Mike Garland: "Ach! Der soll sich nicht so anstellen! Ein Champion muss auch mal auf die Zähne beißen!"

Der Fighter hat Godd gleich den Ellebogen in den nun schon oft getroffenen Unterleib gedonnert - und eines Metzgers gleich fliegt im Knien noch ein Axehandleblow an gleiche Stelle hinterher. Nun kämpft sich die unbekannte Konstante auf seine Gehglieder zurück, packt die Beine, harkt sie unter den Achseln ein und wirft sich nach hinten, um Godd mit einem Catapult in die Ringecke zu schicken. Der Engländer landet hart, hängt dort in den Seilen... dreht sich aber geistesgegenwärtig um. Mad Dog müht sich auf die Beine zurück, lockert kurz den Fuß und rennt dann los. Er will ihm mit einem weiteren Spear den Rest geben. In letzter Sekunde schafft der Engländer es jedoch sich zur Seite zu drehen und der Hund kracht mit der Schulter voran gegen den Pfosten. Getroffen taumelt er zurück und Godd nutzt die Chance zu einem Backstabber. Godd wirkt zornig nach den harten Aktionen, die sein vermeintlicher Freund Momente zuvor gegen ihn gezeigt hat und so lässt er einen ganzen Hagel an Tritten gegen Mad Dogs Rücken folgen. Mad Dog versucht sich wieder zu erheben, doch der verbissene Gerasy packt ihn und drückt ihn mit einem Crossface zu Boden. Mad Dog schreit laut auf, doch Godd scheint keine Gnade mehr zu kennen. Er will den Hund jetzt nur noch bestrafen! 

Vincent Craven: "Jetzt ist eindeutig wieder der Champ am Drücker und es sieht schlecht aus für den Night Fighter!"

Mike Garland: "Jetzt kämpf schon Mad Dog. Sei keine Pussy!"

Vincent Craven: "Davon kann gar keine Rede sein. Du hättest vermutlich schon längst abgeklopft, geschätzter Kollege!"

Mike Garland: "Ich bin ja auch nicht für den Scheiß ausgebildet. Mad Dog muss sowas aber aushalten können, wenn er den Titel will."

Vincent Craven: "Da ist durchaus was Wahres dran und deshalb kämpft Mad Dog hier auch verzweifelt darum die Seile zu erreichen!"

Godd macht es ihm jedoch nicht einfach und zieht den Crossface noch einmal an. Mad Dog soll ruhig leiden dafür, dass er ihre Freundschaft dermaßen mit Füßen getreten hat. Dafür, dass er dieser Schlampe von DeWynters mehr Vertrauen schenkt als ihm, seinem besten Freund. DeWynters jedenfalls beobachtet alles haargenau, doch auch die Fans können es deutlich hören: Der Hund schreit laut "NO!" und weigert sich behaarlich hier aufzugeben. Dies stachelt nun allerdings seine Fans an, ihn anzufeuern und diejenigen von Godd zu übertönen.

NIGHT FIGHTER

NIGHT FIGHTER

NIGHT FIGHTER

Also nimmt er noch einmal alles an Kraft zusammen und schafft es schließlich unter großer Anstrengung seinen Fuß aufs Seil zu bringen. Godd muss lösen.

Vincent Craven: "Was ist das? James Godd löst den Move nicht! Man könnte ihn sofort disqualifizieren!?"

Mike Garland: "Sicher? Weil, dann wäre er immer noch Gerasy Champion!"

Vincent Craven: "Hmpf."

Mike Garland: "Was denn? Jetzt hat Godd endlich auch das Feuer gepackt! Richtig so - so muss man in der PCWA kämpfen!"

DeWynters zählt Godd jedoch trotzdem laut an und hält sich auch weiterhin ans Regelbuch. Als sie schließlich bei 4 ankommt und der Engländer scheinbar immer noch nicht lösen will, greift sie ein und hilft etwas nach. Godd springt auf und schreit sie an, doch Miss DeWynters macht ihm mehr als deutlich, dass sie hier heute Abend das Sagen hat. Widerwillig wendet der Engländer seinen Blick wieder seinem Gegner zu und zieht diesen auf die Beine. Mit einer kurzen Drehung verfrachtet er ihn durch das mittlere Seil auf den Apron und nimmt Anlauf, doch sein Superkick geht daneben und Mad Dog kann ihn sich greifen und ebenfalls auf den Apron ziehen. Beide Kämpfer tauschen nun erbitterte Faustschläge aus und keiner von beiden scheint bereit zu sein nachzugeben. Schließlich kann James Godd sich jedoch unter einem Schlag abducken und den Kopf von Mad Dog greifen. Ohne Zeit zu verlieren lässt er den Hund Face First mit einem DDT auf den Apron krachen, wobei er selbst jedoch auch hart mit dem Rücken aufkommt und neben den Ring fällt, wo auch der Hund gelandet ist.

Vincent Craven: "Und es geht hier weiterhin hart zur Sache. Die beiden schenken sich absolut nichts und mein Verdacht, dass irgendetwas zwischen den beiden vorgefallen ist, verfestigt sich durch solche Aktionen nur."

Mike Garland: "Wen interessiert das schon? Hauptsache die beiden geben sich ordentlich auf die Fresse. Dafür haben die Fans schließlich gezahlt!"

Vincent Craven: "Und genau das bekommen sie hier auch. Der Champion ist als erster wieder auf den Beinen."

Zwar taumelt der Engländer noch etwas und muss sich den Rücken halten, damit geht es ihm jedoch immer noch besser als seinem Gegner, der immer noch getroffen am Boden liegt. Miss Dewynters fängt derweil an die beiden anzuzählen ...

... 1 ...

... 2 ...

... Godd hilft seinem "Freund" wieder auf die Beine, jedoch nur um ihn mit einem Whip-In gegen die Absperrung zu schicken ...

... 3 ...

... 4 ...

... Der Gerasy setzt mit einigen harten Schlägen nach und will seinen Herausforderer nun gegen die Stahltreppe werfen, doch der Hund zeigt einen Reversal und Godd knallt mit den Knien voran gegen die Treppe. Mad Dog schnauft kurz durch und nimmt Maß ...

... 5 ...

... 6 ...

... er rennt los und es gibt einen krachenden Big Boot gegen den Engländer. Begleitet wird die Aktion auch von einem Schmerzensschrei Mad Dogs. Doch er beißt auf die Zähne, packt sich den Kopf seines Kontrahenten und hämmert diesen mehrfach gegen die Stahltreppe ...

... 7 ...

... 8 ...

... Mad Dog zieht den Engländer wieder auf die Beine und rollt ihn zurück in den Ring ...

... 9 ...

... Auch der Hund kehrt in den Ring zurück.

Vincent Craven: "Gerade rechtzeitig. Man stelle sich mal vor, er wäre jetzt ausgezählt worden."

Mike Garland: "Nie im Leben hätte DeWynters das getan. Sie will ihren Klienten als Champion sehen!"

Vincent Craven: "Das stimmt zwar, aber es ist auch zu beobachten, dass sich Miss Dewynters bislang sehr regelkonform verhält. Bisher gab es noch keine Fehlentscheidung von ihr, obwohl alle, inklusive dir, damit gerechnet haben!"

Mike Garland: "Noch ist nicht aller Tage Abend ... das kommt noch Vince, vertrau mir!"

Kurz hat der Herausforderer derweil sein Bein gecheckt. Es scheint wieder besser... also zieht er den geschundenen James auf die Beine zurück und schickt ihn mit voller Wucht in die Ringecke, um dort gleich mit dem Spear zu landen! Jetzt sitzt die Aktion, die ihm eben noch die Tour versaute. Der Engländer stöhnt auf, als ihn MD zwischen zweitem und drittem Seil herauszieht und ihn sogleich hochhievt.

Vincent Craven: "FIGHTERS POWERBOMB! GODD KNALLT AUF DIE MATTE!"

Mike Garland: "Der Fighter hat den Vorteil genutzt. Dann sollte er jetzt auch Kapital schlagen!"

Vincent Craven: "DeWynters ist da!"

... One ...

... Two ...

... Kick-Out!

MD klopft auf den Boden. Sein Trademark hat noch nicht den Sieg gebracht, allerdings ist James Godd arg in Mitleidenschaft gezogen und das muss er nun ausnutzen. Denn jetzt ist seine Chance! Jetzt oder nie. Er hat lange darauf gewartet, wieder um diesen Titel antreten zu können. Hat Vieles auf sich genommen, um noch einmal hier zu stehen. Um noch einmal das Gold in die Luft recken zu können. Ein kurzer Blick geht zum Zeitnehmertisch, wo der Undisputed Gerasy ruht.

Vincent Craven: "GODDLOCK! GODDLOCK!!!"

Mike Garland: "WHAT?! ER ZIEHT MD AUF DEN BODEN. WIE DAMALS!"

Mad Dog schreit auf! Es ist die verfickte Seite! Es ist der verfickte Knöchel! ABER der Night Fighter ist vorbereitet und geht direkt auf die Seite, um Godd von sich zu kicken und Schlimmeres zu verhindern! Das gelingt ihm auch zuerst, doch als er sich von seinem Gegner entfernen will, ist der Engländer schon wieder da und hat den Knöchel verdreht. Der Fighter geht also wieder auf die Seite und tritt mit seinem anderen Bein nach dem Champion. Wieder gelingt ihm die Befreiung und wieder will er von ihm weg kommen - dieses Mal allerdings mit Blick in Richtung Godd. Das hält diesen nicht davon ab, dem Konstanten erneut zu folgen. Doch der Fighter macht einen Satz nach vorne und greift nach Godd. Schoolboy!

... One ...

... Two ...

...Thr ... Kick-Out!

Der Engländer rollt im letzten Moment durch. So oft ist er mit solch einer Aktion überrascht worden, so oft mit solch einer Aktion besiegt! HEUTE NICHT! Er schüttelt den Kopf, doch wurde gleich umgriffen. Mad Dog hämmert ihn mit einem Germansuplex auf die Matte. Nun ist es Godd, der Distanz aufbauen will, doch auch der räudige Köter setzt gerne nach und schmeißt sich mit einem Elbowdrop auf seinen Gegner. Wieder greift er sich an den Knöchel. Wieder beißt er sich auf die Zähne. Doch auch Godd greift sich an die Magengegend und wirkt mürbe.

Mad Dog hat noch mehr Reserven übrig. Also jetzt den Sack zu machen. JETZT Gerasy werden. Second time!

Er packt sich Godd und will ihn in die Ringecke drücken, um seinen Dog Bite zu zeigen. Der Brite aber windet sich hinaus und stößt hingegen MD bauchlinks gegen das Turnbuckle. Der Hund aber fängt den Aufprall mit den Armen ab. Jetzt umgreift ihn James Godd von hinten, will ebenfalls einen German zeigen. Der Fighter hält sich immer noch an den Seilen fest und nutzt einen günstigen Moment, um die Situation umzukehren! Er dreht sich um die eigene Achse und steht nun hinter James, die Arme um dessen Rumpf gelegt.

Mad Dog: "MY NAME IS?!"

Ruft er, als er bei Godd auf die Schulter springt, dessen Kopf mit den Armen einer Schlinge gleich einzingelt und sich dann rücklinks nach hinten wirft. Inverted DDT! Während Godds Hinterkopf auf die Matte knallt, schallt die Antwort der Fans durch den DOME.

MAD DOG!!!

Vincent Craven: "MNI! Vom Hund!"

Mike Garland: "DAS DÜRFTE ES SEIN!"

... One ...

... Two ...

...Thr ... Kick-Out!

Und wieder hat Godd es geschafft die Schulter rechtzeitig hochzureißen! Mad Dog kann es kaum fassen. Ungläubig blickt er zu Godd herab und dann noch einmal zu Miss Dewynters, die hier auch weiterhin einen sehr guten Job als Unparteiische macht! Schließlich will er den Champion abermals auf die Beine ziehen, doch dieser wirbelt die Arme des Hundes auseinander und fällt ihn mit dem Godddamn!

Mike Garland: "WHAT?!"

Vincent Craven: "OUT OF NOWHERE!"

Nur ganz langsam schafft es der Mann aus London sich in Richtung Seile zu kämpfen, um sich schließlich an diesen hochzuziehen. Ein einziger Gedanke treibt ihn in diesem Moment an: Den Titel behalten, für den er so hart gekämpft hat! Den Titel, der jahrelang sein Ziel war und nun endlich in seinem Besitz ist. Er darf ihn einfach nicht verlieren ... komme was wolle! Und so schafft er es wieder auf die Beine, doch auf selbigen ist derweil auch der Hund wieder. Beide taumeln sie aufeinander zu und prallen schließlich aufeinander, doch Godd nutzt den Moment für sich, indem er den Hund in einen Headlock nimmt. Aus diesem heraus gibt es nun einen Bulldog gefolgt von einem Cover ...

... One ...

... Two ...

... der Night Fighter reißt die Schulter hoch!

Godd hämmert frustriert seine Fäuste auf den Boden! Er zieht seinen Gegner wieder auf die Beine und schickt ihn in die Seile. Godd rennt in die gegenüberliegenden Seile und will eine Clothesline zeigen, doch Mad Dog duckt sich. Ein Superkick des Hundes soll folgen ...

Vincent Craven: "GODDLOCK! Der Engländer hat das Bein von Mad Dog abgefangen und hält ihn nun erneut in seinem patentierten Ankle Lock!"

Mike Garland: "Was ein Konter!"

Vincent Craven: "Mad Dog schreit verzweifelt und versucht sich in Richtung Seile zu kämpfen, doch Godd zieht ihn immer wieder zurück in die Mitte des Rings!"

Mike Garland: "DEWYNTERS? WO IST DEWYNTERS???"

Godd schüttelt jedoch den Kopf. Dieser Kampf hat nun lange genug gedauert. Es wird Zeit ihn zu beenden! Er lässt sich fallen, löst jedoch dabei nicht den Goddlock und nimmt Mad Dog nun zusätlich in eine Körperschere, um den Druck abermals zu erhöhen. Der Schmerz durchzuckt den gesamten Körper des Herausforderers und der Hund schreit diesen laut heraus. Immer noch weigert er sich jedoch abzuklopfen. Verzweifelt suchen die Augen von Mad Dog das Ringseil, doch das ist noch eine ganze Ecke von ihm entfernt. Er hebt die Hand ... sie zittert ...

Vincent Craven: "Das sieht ganz so aus, als würde er jeden Moment abklopfen!"

Mike Garland: "Das darf er einfach nicht. Mensch Dewynters, jetzt unternimm doch endlich Mal was. Man hat dich doch nicht umsonst in das Match gewählt!"

Vincent Craven: "Wie lange kann er diese Tortur noch aushalten?"

Die Hand des Night Fighters zittert immer mehr. DeWynters ist bei ihm. Will nach dem Arm greifen, ihm helfen. Zumindest wirkt es so. Dann aber lässt sie es, wiederholt die Frage, ob er aufgeben will. Mit einem lauten Aufschrei schüttelt Mad Dog aber den Kopf und mit einem letzten Aufbäumen schafft er es irgendwie doch noch in die rettenden Seile. Wieder hält Godd den Move weiter und lässt sich bis 4 anzählen, ehe er den Move schließlich löst. Er schenkt seinem Kontrahenten einen fast mitleidvollen Blick und begibt sich schließlich zur Ringecke, wo er darauf wartet, dass Mad Dog sich erhebt. Dieser aber hält sich den höllisch schmerzenden Knöchel.

Mike Garland: "Godd wird immer kleverer. Der Engländer nutzt die Schwachstelle seines Gegners aus."

Vincent Craven: "Und jetzt soll wohl der Godddamn folgen."

Mike Garland: "Wenn die Töle schlau ist, bleibt sie liegen! Denn dieses Mal kann Godd direkt covern."

Vincent Craven: "Scheinbar hört er dich nicht, denn unter Schmerzen zieht sich Mad Dog wieder auf die Beine."

Mike Garland: "Und Godd rennt los ..."

... GODDDAAAAAAAAA ... NEIN! Das Bein von Mad Dog gibt nach und er stürzt erneut zu Boden. Zu seinem Glück, denn dadurch verfehlt der Godddamn sein Ziel und geht ins Leere! Godd scheint überrascht und blickt erst einmal einige Sekunden in die Leere vor ihm, ehe sein Blick hinab zu Mad Dog geht. Der versucht sich nun an der Hose von Godd wieder auf die Beine zu ziehen. Erneut schüttelt der Gerasy Champion den Kopf, dann zieht er Mad Dog auf die Beine. Doch der hat scheinbar noch einige Reserven übrig und verpasst Godd in seiner Verzweiflung einen harten Punch, der diesen zurücktaumeln lässt. Godd bäumt sich auf und landet nun ebenfalls einen Punch. Mad Dog taumelt zurück, schreit laut auf und lässt ebenfalls wieder seine Faust nach vorne krachen. 

FIGHT FOREVER

FIGHT FOREVER

FIGHT FOREVER

Und die beiden scheinen gewillt zu sein diesen Wunsch der Fans zu erfüllen, denn voller Verbissenheit tauschen die beiden Kontrahenten nun gegenseitig harte Schläge miteinander aus. Treffer von Mad Dog! Treffer von Godd! Ein weiterer für den Hund! Und noch einer für Godd. Beide rennen in die Seile und ...

... DOUBLE CLOTHESLINE!

Beide Kämpfer hatten hier genau die gleiche Idee und haben sich gegenseitig niedergestreckt! Mit sich hebenden Brustkörben liegen die beiden erschöpft am Boden und rühren sich nicht. Dewynters schaut sich das Ganze mit einer undurchsichtigen Miene an und fängt schließlich an beide anzuzählen ...

... 1 ...

... 2 ...

... 3 ...

... 4 ...

... immer noch rühren die beiden sich kaum und tanken fleißig Luft ... Die Fans sind unterdes auf 180.

NIGHT FIGHTER

RUMBLE GODD

NIGHT FIGHTER

RUMBLE GODD

... 5 ...

... 6 ...

... 7 ...

... beide Kämpfer rollen sich auf den Bauch und versuchen langsam wieder auf die Beine zu kommen. Dewynters zählt ohne Erbarmen weiter ...

... 8 ...

... 9 ...

... und beide stehen wieder auf wackeligen Beinen. Lauter Applaus brandet im Dome auf. Beide blicken sich genau in die Augen. Fest entschlossen diesen Fight für sich selbst zu einem positiven Ende zu bringen!

Vincent Craven: "Beide sind so langsam am Limit hat man das Gefühl!"

Mike Garland: "Wundert mich gar nicht bei dem, was die beiden ausgeteilt haben. Einer wird bald einknicken."

Vincent Craven: "Das stimmt, doch noch scheint es nicht so weit zu sein, denn die beiden taumeln schon wieder aufeinander zu, bereit für den nächsten Schlagabtausch!"

Tatsächlich stehen beide Kämpfer kurz darauf wieder in der Mitte des Rings voreinander und tauschen einmal mehr wilde Faustschläge miteinander aus, die von lauten Oh's und Ah's der Fans kommentiert werden. Schließlich ist es der Engländer, der die Oberhand gewinnen kann, nachdem er einen der Schläge von Mad Dog abblocken kann und seinerseits eine ganze Serie ins Ziel bringt. Es folgt ein Whip-In und der Night Fighter kracht mit voller Wucht in die Ecke. Godd lässt ihn dort jedoch nicht lange alleine und rennt hinterher, um ihn mit einer Clothesline zu erwischen. Godd steigt nun auf und will der Töle eine klassische 10er Serie an Schlägen verpassen, doch nach Vier ist Schluss, als Mad Dog ihn wieder wegstoßen kann. Es vergeht kaum eine Sekunde und der Hund rauscht dem Engländer hinterher und erwischt ihn mit einem harten Spear. Es dauert einen kleinen Moment, ehe Mad Dog Kapital in Form eines Pinfalls daraus schlagen kann ...

... One ...

... Two ...

... Thr...Kick-Out!

Mad Dog schüttelt den Kopf. Was muss er noch alles tun, damit der Champion endlich am Boden bleibt? Sichtlich erschöpft zieht er Godd wieder auf die Beine und setzt zum Enter Night an, doch Godd blockt ab. Mad Dog versucht es erneut, doch abermals blockt der Engländer ab. Und nicht nur das, er verpasst Mad Dog einen harten Tritt an den ohnehin lädierten Knöchel und Mad Dog knickt ein. Godd rennt in die Seile und es gibt ein Running Knee gegen seinen Kontrahenten. Godd setzt zum Cover an ...

... One ...

... Two ...

... Kick-Out vom Hund!

Godd hämmert seine Fäuste frustriert auf die Matte und blickt voller Unglauben Miss Dewynters an, doch die hebt in einer abwehrenden Geste die Hände und zeigt noch einmal an, dass der Count einmal mehr nur bis Zwei ging.

Vincent Craven: "Godd muss jetzt aufpassen, dass der Frust hier nicht die Oberhand gewinnt!"

Mike Garland: "Das sehe ich anders, ein frustrierter Godd ist ein wütender Godd und ein wütender Godd gibt auf die Fresse!"

Vincent Craven: "Das durfte dein guter Freund Kevin Smash ja auch schon früher am Abend feststellen!"

Mike Garland: "Erinnere mich nicht daran!"

Godd steigt nun erschöpft auf das Top Rope, lässt sich hierbei jedoch erschöpfungsbedingt eine Menge Zeit. Oben angekommen visiert er den Hund an und springt schließlich mit einem Frog Splash ab, doch es hat zu lang gedauert. Mad Dog hebt die Knie an und Godd landet unsanft. Erneut am Bauch getroffen. Beide liegen nun abermals erschöpft am Boden, doch Mad Dog zieht sich bereits am Seil wieder auf die Beine. Schweißüberströmt blickt er auf Godd herab, der sich immer noch die Rippen hält nach seiner unsanften Landung. Er nickt nun kurz. Jetzt soll es endlich enden. Doch mit einem Mal geht ein Raunen durch die Zuschauerreihen. Mad Dog blickt zur Rampe und dort kommt gerade Sarah Duriel herunter!

Mike Garland: "Was will die jetzt hier?"

Vincent Craven: "Genau das scheint sich auch der Night Fighter zu fragen. Mit einem zornigen Gesichtsausdruck schreit er in Richtung Duriel."

Mike Garland: "Er sollte sich jetzt nicht von dieser Französin ablenken lassen, sondern den Sieg unter Dach und Fach bringen!"

Vincent Craven: "Da stimme nicht nur ich dir zu, sondern auch Miss Dewynters!"

Denn die redet nun auf den Hund ein, doch der stößt seine Managerin einfach zur Seite. Kopfschüttelnd rollt er sich aus dem Ring und geht mit festen Schritten auf Duriel zu. Mit hochrotem Kopf bleibt er vor ihr stehen!

Mad Dog: "Was soll das, huh? Willst du mich jetzt das Match kosten?"

Sie schüttelt verzweifelt den Kopf.

Sarah Duriel: "So ist es nicht ..."

Mad Dog: "Ach nein?"

Er verpasst ihr einen Schubser, doch ehe er weitergehen kann, ist auch James Godd zur Stelle. Ohne zu zögern, zieht er Mad Dog von seiner Freundin zurück.

James Godd: "LASS SIE!"

Mad Dog: "WIE WAR DAS MIT EINEM FAIREN MATCH, HUH?"

James Godd: "DABEI BLEIBT ES! UND JETZT LASS SIE!"

Beide blicken sich voller Ernst genau in die Augen, während Miss Dewynters verzweifelt aus dem Ring zuschaut, jedoch nicht damit beginnt, die beiden auszuzählen. Schließlich verschränkt Mad Dog die Arme und dreht sich demonstrativ um. Godd blickt ihm einen Moment auf den Rücken.

Mike Garland: "Godd wird ihm jetzt in den Rücken fallen ... ich wusste es!"

Vincent Craven: "Er scheint definitiv genau über diese Möglichkeit nachzudenken."

Schließlich holt Godd tief Luft und dreht seinem Gegner ebenfalls den Rücken zu, um sich seiner Freundin zuzuwenden.

James Godd: "Du musst jetzt gehen!"

Sarah Duriel: "Aber ..."

James Godd: "NEIN! SOFORT!"

Sein Blick macht deutlich, dass er es ernst meint. Er kann in diesem Moment all das Misstrauen verstehen, dass ihm der Hund entgegengebracht hat. Ist er am Ende vielleicht doch der einzige, der für diese Situation verantwortlich ist? War es vielleicht doch falsch all seine Liebe in diese Frau zu stecken? Ihr all sein Vertrauen zu schenken, welches sie missbraucht hat? Er weiß es nicht ... er weiß nur, dass er nur noch eine Chance hat diese Freundschaft zu retten und zwar wenn sie jetzt geht. Alles weitere kann nach dem Match geklärt werden. Eindringlich blickt er ihr in die Augen und nickt noch einmal mit dem Kopf.

James Godd: "Wir reden später, Sarah!"

Für einen Moment herrscht absolute Ruhe in der Halle und schließlich dreht sich Sarah um und verlässt mit feuchten Augen den Schauplatz über den gleichen Weg, den sie gekommen ist. Godd blickt ihr kurz nach und holt noch einmal tief Luft, dann klopft er dem Hund auf die Schulter und der dreht sich abrupt um. Damit lässt er den Engländer kurz zusammenzucken, es folgt jedoch keine Aktion. Godd nickt ihm zu.

James Godd: "Lass es uns zu Ende bringen!"

Erneut blicken die beiden sich für einen langen Moment in die Augen und schließlich nickt auch der Hund. Unter tosendem Applaus rollen die beiden Kämpfer sich wieder zurück in den Ring.

Vincent Craven: "Was zum Teufel hatte das gerade zu bedeuten?"

Mike Garland: "Mir fehlen ja nicht oft die Worte, aber diesmal versteh auch ich gar nichts mehr!"

Vincent Craven: "Auf jeden Fall ist keiner dem Anderen in den Rücken gefallen und das Match scheint nun fair weitergehen zu können."

Und genau so geschieht es nun auch, als die beiden Kämpfer in einen erneuten Lock-Up gehen, aus welchem heraus der Hund den Titelverteidiger in die Ringseile schickt und ihn mit einem krachenden Big Boot erwischt. Godd steht reflexartig direkt wieder auf, rennt dem Hund jedoch direkt in die Arme und der zeigt nun einen Belly-to-Belly Suplex!

MD setzt sich sogleich auf, während der Undisputed hinter ihm liegt. Kurz kratzt er sich zitternd am Kinn...
Dass James Sarah weggeschickt hat, tat gut. Godd hatte das Richtige getan, ihn nicht attackiert, sondern das Match normal fortgesetzt.  Aber jetzt ist keine Zeit für solche Gedanken, der Fighter schüttelt den Kopf.

Der Fighter wirbelt herum und stiert auf den sich wieder aufrichtenden Gerasy Champion. Mit einigen Schlägen gegen die Rippen drängt MD ihn in die Ringecke, wo er mit weiteren Oberschenkelstößen gegen den Magen des Briten nachsetzt. Dann macht er ein paar Schritte zurück und setzt den Dog Bite genau ins Ziel!

Vincent Craven: "Der Spinkick erwischt den Engländer voll! Godd geht zu Boden!"

Mike Garland: "Aber Mad Dog bleibt ebenso liegen! Es ist wieder dieser verdammte Knöchel!"

Tatsächlich lehnt MD in der Ringecke, das schmerzende Bein angewinkelt und das Sprunggelenk massierend. Mit knirschenden Zähnen zieht er sich an den Ropes wieder auf die Beine. Er hatte auch seine Fehler gemacht, hatte Godd mal um mal Vorwürfe entgegen geworfen. Dabei waren sie beide paranoid geworden - wie Cardigan richtig angemerkt hatte. Aber jetzt war seine Wahrnehmung klar. Jetzt hatte er seinen Freund dort, wo er ihn haben wollte.

Mad Dog: "AAARGH!"

Humpelnd kämpft er sich zum Briten, packt diesen und will ihn nun erneut ausheben.

Mike Garland: "Das soll der Enter Night werden..."

Vincent Craven: "NEIN! Er muss absetzen. Zu starke Schmerzen. Godd drückt ihn in Richtung Seile."

Mike Garland: "NEIN! Er probiert es wieder."

Mad Dog: "FUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUCK!"

Die unbekannte Konstante schreit ihren Schmerz durch den ganzen Dome und stemmt James Godd in die Höhe.

Vincent Craven: "ENTER NIGHT! ENTER NIGHT!"

Der Schädel des Briten rasselt mit dem Screwdriver auf die Matte, doch der Schwung wirft ihn wieder hoch und lässt ihn zur Seite auf das Apron kippen, von wo er nach draußen rollt. Mad Dog bekommt davon nichts mit, denn auch er klappt zuerst nach hinten weg. Er hatte viele Fehler gemacht - auch in der Beziehung zu James. Aber heute Abend. Heute Abend wird er Gerasy Champion werden. Er richtet sich auf, um den Sieg zu holen, aber wo ist James?

Mad Dog blickt dem Engländer ungläubig nach, der sich aus dem Ring gerollt hat. Das wäre definitiv die Entscheidung gewesen und dessen ist er sich bewusst. Mad Dog schlägt sich die Hände vors Gesicht und rollt sich nun ebenfalls aus dem Ring, um seinen Gegner in selbigen zurückzuholen. Und so packt er den Engländer hinkend an den Haaren und zieht ihn hoch. Er lässt einen krachenden Chop folgen und rollt ihn schließlich zurück in den Ring. Zurück im Ring verpasst er dem Engländer nun eine krachende Clothesline und will noch einmal den Enter Night zeigen, um dieses Match endgültig zu beenden. Die unbekannte Konstante hebt Godd hoch und ...

... HEADSCISSOR!!!

Der Engländer kann den Finisher von Mad Dog in letzter Sekunde mit einer Kopfschere auskontern. Taumelnd drückt sich Godd sitzend aufs Top Rope. Vom Second Rope will er abspringen ... Mad Dog hebt das Bein hoch ... Godd bremst ab und springt wieder herab und greift sofort zum Bein von Mad Dog ...

... GODDLOCK!

Mad Dog schreit laut auf und auch Godd lässt seinem Adrenalin mit einem lauten Schrei freien Lauf.

Vincent Craven: "Wieder hat der Engländer das angeschlagene Bein der Töle im Ankle Lock!"

Mike Garland: "Ich muss zugeben, da hat Godd einmalig reagiert und hatte seinen Gegner genau im Blick!"

Vincent Craven: "Aber noch will sich die unbekannte Konstante hier nicht geschlagen geben. Er versucht sich mit aller Kraft ins Seil zu retten!"

Und diesem nähert er sich auch Stück für Stück. Godd schüttelt jedoch den Kopf, lässt einen weiteren Schrei folgen und zieht den Hund zurück in die Mitte des Rings. Der Fighter dreht sich wieder auf die Seite, um Godd wegzutreten. Aber der Engländer dreht sich mit und umklammert nun das Bein - es gibt die Körperschere! Mit aller Kraft zieht Godd den Goddlock immer wieder an und rüttelt am verletzten Knöchel der Töle rum. DeWynters ist bei Mad Dog. Der schreit und schreit und schreit und ...

Vincent Craven: "ER KLOPFT AB! MAD DOG KLOPFT AB!"

Mike Garland: "DIE SCHMERZEN WAREN AM ENDE DOCH ZU VIEL!"

Der Ringgong erklingt und Godd löst den Griff augenblicklich und rollt sich in die Seile. Völlig erschöpft blickt er zum Hund, während Jane Nelson das Ergebnis offiziel verkündet.

Jane Nelson: "Der Sieger via Submission und auch weiterhin PCWA Undisputed Gerasy Champion ... Jaaaaaaaaaaaaaaaaames Gooooooooooooodd!"

Miss DeWynters wird der Titel übergeben. Die Managerin von Mad Dog blickt den Gürtel einen Moment lang sehnsüchtig an und dreht sich schließlich zu Godd um, um ihm diesen zu reichen. Der Engländer lässt den Gürtel jedoch sofort fallen und kriecht auf allen Vieren in Richtung Mad Dog. Ihm ist jetzt nicht danach diesen Erfolg zu feiern. Bei der Töle angekommen umgreift er deren Kopf und lehnt seinen eigenen an diesen. Worte werden dem Hund ins Ohr geflüstert. Und auch Mad Dog sagt irgendetwas.
Godd lässt seinen Freund wieder los und richtet sich langsam auf. Er blickt auf Mad Dog herab und streckt seine Hand aus. Mad Dog blickt hoch, während er sich immer noch den Knöchel hält. Man sieht ihm an, wie sehr er mit dieser Niederlage zu kämpfen hat. Schließlich schafft Mad Dog es auch so auf die Beine ... ohne die Hand von Godd zu ergreifen. Humpelnd geht er zum Seil, während Godd ihn verzweifelt ansieht. Der Blick von Mad Dog geht zum Undisputed Gerasy Title, der immer noch dort neben den Seilen liegt. Langsam bückt er sich und hebt ihn hoch. Voller Sehnsucht blickt er auf den Preis, den er nicht erringen konnte. Mit ernster Miene geht der Blick nun wieder zu Godd. Langsam humpelt er auf diesen zu.

Vincent Craven: "Das Match ist gelaufen, die Geschichte scheint jedoch noch nicht auserzählt zu sein!"

Mike Garland: "Beide stehen sich nun abermals Auge in Auge gegenüber!"

Vincent Craven: "Was wird nun geschehen liebe Fans?"

Die Spannung steigt jedenfalls unaufhörlich. Und dann hängt Mad Dog schließlich dem Champion den Gürtel über die Schultern und schenkt diesem ein Nicken. Godd erwidert das Nicken und ...

Vincent Craven: "Beide fallen sich in die Arme! Was ein schönes Ende!"

Mike schweigt und schaut sich das Ganze kommentarlos an. Keine hämischen Worte seinerseits diesmal für die beiden Athleten, die in einer innigen Umarmung in der Mitte des Rings stehen und vom Publikum für diese frenetisch gefeiert werden! Es dauert eine ganze Weile bis die beiden die Umarmung schließlich lösen. Das Theme von Godd erklingt und Mad Dog reißt unter dem lauten Jubel der Fans und mit Tränen in beider Augen die Hand des Engländers in die Höhe.

Minutenlang prasselt der Jubel der Fans auf die beiden Athleten nieder. 

Minutenlang steht der Dome auf ihren Beinen.

NIGHT FIGHTER

RUMBLE GODD

NIGHT FIGHTER

RUMBLE GODD

Erst spät verlassen die beiden Kontrahenten den Ring, gehen unter dem fortlaufenden Jubel der Fans die Rampe hinauf. Und erst kurz bevor beide vor dem Vorhang stehen, melden sich Vincent & Mike wieder zu Wort, die zuvor dem Dome und damit den Fans das Wort überließen.


------------------ PCWA ------------------

Vincent Craven: "Was für ein fantastisches Match um den Undisputed Gerasy."

Mike Garland: "Absolut. Da muss selbst ich den Hut ziehen. Allerdings... War da nicht noch etwas? Mit den Cotatores?"

Vincent Craven: "Stimmt... ich war so im Rausch, dass ich das komplett verdrängt habe."

Mike Garland: "Und du nennst dich Sportjournalist."

Vincent Craven: "Ich... "

Doch bevor der Halbjapaner aufbegehren kann tönt erneut die Musik der Chefin aus den Boxen.

 

Mike Garland: "Oha... wenn ich Popcorn hätte, würde ich es nun heraus holen."

Vincent Craven: "Alternativ kannst du auch an deinen Nägeln knabbern."

Mike Garland: "Ich kann mich beherrschen... "

Laute Buh-Rufe schallen durch die Halle, als Jona Vark erneut, aus ihrem Büro zu geschaltet, auf dem AlieraTron erscheint. Sie hebt die Hände.

Jona Vark: "Liebe Fans, ich bin bekannt dafür, dass ich mein Wort halte. Bitte beruhigt euch. Es wird ein Match um die Cotatores geben. Und zwar JETZT! Lara Lee... Barry Wilson... komen sie zum Ring!"

Prompt reagiert die Boxenanlage und das Carnageddon-Theme schallt durch die Halle.

 

 

Ohne großen Auftritt begeben sich die Beiden zum Ring. Man sieht ihnen an, dass sie das Warten satt haben. Mit ausgestreckten Armen, um mit den Fans abzuklatschen, rennen beide auf den Ring zu. Lara Lee slidet geschmeidig hinein, während Wilson wie immer den Weg über das Top Rope wählt.

Dann...

Vincent Craven: "Okay, das ist neu."

Mike Garland: "Er wird wohl langsam erwachsen... "

Was unsere beiden Kommentatoren meinen ist die Tatsache, dass sich Barry Wilson ein Mikrofon hat geben lassen.

Stem: "Miss Vark... ich bin ein geduldiger Mensch. Aber ich habe ihre Spielchen satt! Also bringen sie unsere Gegner heraus... damit wir endlich das tun können, wofür wir hier sind... kämpfen und die Cotatores VERTEIDIGEN!"

Dann fliegt das Mikrofon aus dem Ring. Lara klopft ihrem Partner anerkennend auf die Schulter. Die Boss-Lady lächelt... doch es ist ein beinahe diabolisches Lächeln.

Jona Vark: "Sehr gerne, Mister Wilson... hier... sind ihre Gegner... "

Der AlieraTron erlischt und eine wummernde Bassdrum eröffnet das Entrance Theme des gegnerischen Teams.


------------------ PCWA ------------------

 

Mike Garland: "Was?"

Vincent Craven: "Ich hab's doch gewusst!"

Und tatsächlich tritt Kevin Sharpe durch den Vorhang, was die Fans mit Applaus, aber auch einige Buhrufen bedenken. Blackheart trägt die Haare etwas kürzer, dafür ist der mit grauen Schlieren durchzogene Bart etwas länger.

Mike Garland: "Endlich ist er wieder da! Jetzt kommt Zug in die Butze!"

Vincent Craven: "Ist dir was aufgefallen? Keine Schminke... "

Und auch das bemerken die Fans! Die Historie hat gezeigt, dass Kevin Sharpe immer, wenn er einen Selbstfindungsprozess durchgemacht und wieder zu sich gefunden hat, ohne spezielles Outfit aufgetreten ist. Das Ringgear ist daher klassisch gehalten: Camouflage-Hosen, schwarze Boots und ein schwarzes Tanktop. An der von James Godd in Mitleidenschaft gezogenen linken Schulter ist Kinesiotape zu erkennen. Auch die Fäuste sind halb den Unterarm hoch getapet. Er grinst in die Fans, die sich langsam auf ein einheitliches Jubeln verständigt haben,  während Jane Nelson die Ansage macht.

Jane Nelson: "Auf dem Weg zum Ring... Ex-Gerasy Champion der PCWA... Blackheart.... KEVIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIN SHAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAARPE!!!"

Er reckt die Faust nach oben, bewegt sich aber nicht. Er wartet, bis seine Musik verklungen ist. Und schaut zum Entrance...

Vincent Craven: "Nur wer ist sein Partner."

Mike Garland: "Er kann es ja schlecht mit beiden aufnehmen."

Wird er auch nicht. Denn als die ersten Buchstaben über den AlieraTron flackern, brandet erster Jubel auf!

 

WHAT A TIME TO BE ALIVE

 

 

Die Halle explodiert!

Vincent Craven: "Kneif mich mal... "

Mike Garland: "Nun... "

Vincent Craven: "AU!!! Bist du verrückt??

Mike Garland: "Du wolltest es doch... und ja, es ist kein Traum... ich fasse es selbst gerade nicht... "

Vincent Craven: "Ich bin sprachlos. Well played, Jona Vark."

Was unsere beiden Kommentatoren meinen sind natürlich der Partner von Kevin Sharpe, der gerade durch den Vorhang getreten ist. Und die Fans lassen es sich nicht nehmen, diesen lautstarkt zu begrüßen.

 

!!! ROBERT BREADS !!!

!!! ROBERT BREADS !!!

!!! ROBERT BREADS !!!

 

Jane Nelson: "Auf dem Weg zum Ring... ehemaliger Gerasy und Cryption Crown Champion... Quest 4 the Best und Brawlin' Rumble Sieger... Canada's Own... "

Die Ringsprecherin muss regelrecht den Jubel überbrüllen.

Jane Nelson: "ROOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOBEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEERT BREEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAADDDDDDDDDDDDSSSSSSSS!!!"

Die Halle droht zusammen zu brechen. Denn er ist es wirklich... und das realisiert jetzt auch der letzte Fan. Denn er steht wirklich da. Neben Kevin Sharpe. Canada's Own trägt Ringgear, als wäre er nie weg gewesen. Oberkörperfrei und mit schwarzen Ellbogenschonern sowie mit einer langen Hose, deren Muster immer eine Kombination der Farben rot, weiß und schwarz ist. Hinzu kommen noch schwarze Wrestling-Stiefel. Breads hat sich kaum verändert, auch wenn...

Mike Garland: "Gut sieht er aus, unser Ex-Gerasy."

Vincent Craven: "In der Tat. Etwas weniger Gewicht würde ich schätzen, aber etwas durchtrainierter. Allerdings ist der Bart etwas grauer."

Mike Garland: "Ich kann es immer noch nicht glauben."

Vincent Craven: "Carnageddon wohl auch nicht, wenn ich die offen stehenden Münder richtig deute."

Doch das kümmert Sharpe und Breads nicht. Beide wissen, dass ihre reine Anwesenheit ihre heutigen Gegner schon verunsichert. Vor allem Robert Breads, der quasi aus dem sprichwörtlichen Nichts wieder aufgetaucht ist. Ein kurzes Abklatschen, dann machen sich die beiden Legenden... JA, man muss sie einfach so nennen, auf den Weg in Richtung des Seilgevierts! Auf dem Weg werden fleissig Hände abgeklatscht, bevor sie den Ring beinahe genüßlich über die Treppe betreten. Dann werden obligatorisch die Fäuste in die Höhe gereckt, was das Publikum nochmals zu tosendendem Applaus animiert. Carnageddon werden nur kurz gemustert, dann rasseln die Fäuste gegeneinander und Sharpe verlässt den Ring. Auf der anderen Seite tut es Wilson seinem Gegner gleich.

Vincent Craven: "Lara Lee und Robert Breads werden also beginnen."

Mike Garland: "Bin gespannt, ob Breads Ringrost angelegt hat."

Wir werden es sofort erfahren, denn Charlie Swanson gibt das Zeichen, die Ringglocke zu läuten! Blackheart und Robert Breads versus Carnageddon... ES BEGINNT!

 

Co Main Event
- Mystery Opponents -
Regular Tag-Team Match
PCWA Cotatores Trophy
Bild
Bild
VS

(Referee: Charlie Swanson, Kein Zeitlimit)

 

Breads und Lee beginnen, sich langsam zu umkreisen. Doch Canada's Own prescht nach vorne und zwingt die Amazone in einen LOCK UP! Beide ziehen und zerren, doch Lara gewinnt die Oberhand, was Breads dazu verleitet sich katzengleich hinter seine Gegnerin zu winden! Ansatz zum Back Suplex... Doch das Muscle Chick dreht sich ihrerseits um Robert herum und versucht ebenfalls den Suplex Ansatz... doch ERNEUT dreht sich der beste Wrestler, den die PCA je gesehen hat um seine Gegnerin herum.. doch er löst den Griff und stattdessen...

Vincent Craven: "Robert Breads, wie er leibt und lebt."

Mike Garland: "Exakt. Der beste Wrestler der Welt."

Was Vince meint ist die Tatsache, dass Canada's Own nach Lösen des Griffs Lara Lee mit der flachen Hand so heftig auf den Hinterkopf geklatscht hat, dass es durch die komplette Halle zu hören war. Wütend dreht sich die Amazone um und blickt in das grinsende Gesicht von Robert Breads, der einmal mit dem rechten Auge zwinkert und dann mit der rechten Hand eine heranwinkende Bewegung macht.

Mike Garland: "Lass dich nicht provozieren, Lara!"

Was sie allerdings doch tut. Sie rennt los, um breads mit einer LARIAT niederzustrecken, doch der weicht aus und...

 

DROP TOE HOLD!!!

 

Lara geht zu Boden, während Robert Breads sofort umschaltet und den Hold umwandelt...

 

STF!!!

 

Vincent Craven: "Was legt Breads hier bitte für ein Tempo vor? Wo kommt die Fitness her?"

Mike Garland: "Der beste Wrestler der Welt braucht keine Fitness, er braucht nur sein Können."

Vincent Craven: "Wenn du meinst... "

Es ist allerdings nicht wegzudiskutieren, dass die Frische von Canada's Own nicht zu übersehen ist. Der Resthold ist perfekt angesetzt... doch leider zu nahe am Ringseil. Was auch Lara Lee realisiert, die den Arm ausstreckt und beherzt in die Seile greift! Sofort beginnt Swanson den Five Count und Robert Breads löst natürlich... allerdings knapp vor der fünf.

Vincent Craven: "An der Grenze des Legalen."

Mike Garland: "Mach dich doch bitte nicht lächerlich."

Der Kanadier springt behende auf und verpasst Lara einen heftigen KICK in den Rücken, bevor sie aufstehen kann. Dann sprintet er in seine Ecke und klatscht die ausgestreckte Hand von Kevin Sharpe ab, der nun quasi sein Comeback im Seilgeviert gibt. Beide heben die Amazone auf und schicken sie mit Schmackes in die Seile... aus denen das Muscle Chick mit Karacho in die Ringmitte auf ihre Gegner zujagt... und Breads greift zu!!!

 

POWERSLAM!!!

 

Hart schlägt Lara Lee auf der Matte auf. Sofort rollt sich Robert herunter und Sharpe springt hoch!

 

DOUBLE KNEE DROP!!!

 

Sitzt PERFEKT! Sofort rollt sich Blacky auf seine Gegnerin und hakt das Bein ein! Der Ringrichter zählt...

 

...eins...

 

...zw... KICKOUT!!!

 

Mike Garland: "Das war knapp!"

Vincent Craven: "Mich verwundert eher die In Ring Chemie von Breads und Sharpe. Dich nicht?"

Mike Garland: "Ein wenig. Aber... der... "

Vincent Craven: "Jaja, der beste Wrestler der Welt braucht kein Training. Ich hab's verstanden."

Mike Garland: "Na, geht doch."

Vincent rollt so mit den Augen, dass nur noch das Weisse zu sehen ist. Im Ring zerrt Blackheart nun Lara Lee nach oben... doch die kontert mit einem deftigen Faustschlag in Sharpe's Nieren! Der knickt ein und Lara Lee lässt noch einen weiteren TRITT in die Seite folgen! Blackheart wankt in die Seile und schnappt nach Luft, was der Amazone ein wenig Zeit gibt, selbst wieder zu Atem zu kommen. Sie schaut kurz zu Stem, dann wieder zu Sharpe, der immer noch in den Seilen hängt.

Mike Garland: "Bitte nicht... ich kenne diesen Blick."

Vincent Craven: "Das wäre nun fatal, wenn sie, nachdem, was sie bis jetzt einstecken musste, nun auf Sharpe losgeht."

Doch auch ein Emotionsmensch wie Lara Lee lernt aus ihren Fehlern. Und so macht sie drei schnelle Schritte in ihre Ecke und wechselt Stem ein. Sofort schwingt dieser sein bein über das oberste Seil und betritt den Ring. Mit langen Schritten ist er sofort bei Blackheart, der sich gerade in Richtung seiner Ecke orientieren wollte. Er ergreift Sharpe's linken Arm und zieht heftig daran!

Vincent Craven: "Der Schmerzensschrei war sicher bis auf den Parkplatz zu hören!"

Mike Garland: "Clever... die von James Godd kaputt getretene Schulter anzugehen."

Vincent Craven: "Ach, jetzt ist Britain's Finest Schuld?"

Mike Garland: "Natürlich. Wer denn sonst?"

Das Augenrollen wird immer gefährlicher. Man könnte fast meinen, dem guten Vince fallen bald die Augen aus den Höhlen. Sharpe derweil wird, mit der rechten Hand immer wieder an seine Schulter klopfend, von Wilson regelrecht durch den Ring gezogen! Immer wieder reisst Stem den Arm nach unten, was mit lauten Brüllen seitens des schwarzen Herzens quittiert wird. Dann zieht Wilson heftiger an...

 

SHORT ARM CLOTHESLINE!!!

 

Barry lässt sich mit fallen, rollt sofort durch und setzt einen CROSS ARMBREAKER an!

Mike Garland: "Der kann ja richtig... "

Vincent Craven: "Natürlich! Vergiss niemals seinen Mixed Martial Arts Hintergrund."

Den Wilson in der Tat hat. Und er zieht den Move mit unerbittlicher Härte weiter durch! Sharpe's Hand zittert gefährlich über dem Ringboden... der Referee ist unter und befragt Kevin immer wieder, ob er aufgeben will. Heftiges Kopfschütteln ist die Antwort, doch augenscheinlich wird der Schmerz immer größer. Doch...

Vincent Craven: "Nicht legal, aber das musste er tun! Ansonsten wäre das hier schnell vorbei gewesen!"

Was unser Kommentator meint ist die Tatsache, dass Breads den Ring betreten und Wilson einen herzhaften TRITT auf den Brustkorb verpasst hat! Sofort ist Swanson oben und ermahnt den Kanandier. Doch der, ganz Robert Breads, winkt einfach nur ab und verlässt kopfschüttelnd den Ring. Doch die Zeit hat Sharpe 'produktiv' genutzt.

Mike Garland: "Der Rothaarige ist wieder oben, reibt sich aber immer noch die Brust."

Vincent Craven: "Sharpe schüttelt den linken Arm aus und taxiert seinen Gegner... "

Der Angesprochene, Barry Wilson nimmt Sharpe wieder ins Visier und stürmt auf ihn los! Der duckt sich aber unter dem LARIAT Versuch ab. Doch sofort wirbelt Stem herum... und läuft direkt in eine FAUST von Blackheart, die den Roanoker passgenau am Kinn trifft! Er lässt noch einen KICK in den Magen folgen, dann zieht er Barry zu sich heran... und HEBT IHN AUS!

 

T-BONE SUPLEX!!!

 

Krachend kollidiert der Koloss aus Roanoke mit der Matte! Und Sharpe ist sofort wieder in seiner Ecke und wechselt Canada's Own ein! Doch der begibt sich nicht sofort in den Ring! Sharpe hingegen schnappt sich Wilson, zieht ihn nach oben und schickt ihn in die Seile! Der Physik geschuldet kommt der auch wieder zurück... und Sharpe greift erneut zu!

 

POWERSLAM!!!

 

Hart schlägt Wilson auf der Matte auf. Sofort rollt sich Blackheart herunter, während Robert Breads das Top Rope mit beiden Händen umgreift und anzieht! Mit einem Ruck steht Canada's Own, wenn auch leicht wackelnd, freihändig auf dem Top Rope und springt ab!

 

SPRINGBOARD MOONSAULT!!!

 

Vincent Craven: "Die haben doch zusammen trainiert! Anders kann ich mir diese Harmonie nicht erklären."

Mike Garland: "ich erspare dir diesmal meine Erklärung dafür, denn ich bin so langsam deiner Meinung."

Was selten genug vorkommt. Aber der Einschlag sitzt! Breads bleibt auf Wilson liegen, und Swanson ist erneut unten!

 

...eins...

 

...zw... KICKOUT!!!

 

 

Eigentlich kein Kickout... Vielmehr wird Canada's Own regelrecht von Wilson, der beide Hände unter Robert's Brust bekommenhat von sich geschleudert und fliegt einen Meter durch die Luft bevor er auf der Matte aufschlägt! Wütend trümmert der große Mann beide Fäuste auf die Matte und erhebt sich. Robert Breads verliert keine Zeit und kommt ebenfalls blitzschnell wieder hoch. Kurz taxiert er Wilson... dann federt er in die Seile und jagt auf Stem zu... und springt ab!

Mike Garland: "WILSON FÄNGT IHN AUF!"

Vincent Craven: "Der High Cross Body Versuch ging gründlich daneben!"

In der Tat! Das Publikum spendet lautstark Szenenapplaus, doch Wilson hat anscheinend noch nicht genug! Er schreitet einmal mit Canada's Own in den Armen den Ring aab, bis er wieder in dessen Mitte angekommen ist. Dann wird, mit einer schnellen Bewegung, Robert Breads auf den Schultern des Roanoker's platziert und der springt ab...

 

DEATH VALLEY DRIVER!!!

 

Erneuter harter Einschlag unter dme der Ring förmlich bebt. Doch Stem pinnt nicht sondern wechselt seine Parterin ein! Die erklimmt flinkt den Turnbuckle, während Barry dem auf der Matte liegenden Breads einen KICK auf die Brust verpasst! Quasi die späte Rache! Dann macht er einen Schritt zur Seite, denn die Amazone steht kerzengerade auf der Ringecke... UND SPRINGT AB!

 

FROG SPLASH!!!

 

Sitzt perfekt! Und Lara hakt das Bein ein!

 

...eins...

 

...zwei...

 

...KICKOUT!!!

 

Vincent Craven: "Starke Teamaktion von Carnageddon!"

Mike Garland: "Auch wenn nichts zählbares dabei herum kommt."

Trotzdem nehmen Carnageddon hier merklich das Heft in die Hand. Lara Lee zieht Canada's Own nach oben und nimmt dessen Kopf in beide Hände... und reisst diesen nach unten, während gleichzeitig das Knie nach oben wandert! Breads wankt durch den Ring, doch das Muscle Chick setzt nach! Sie nimmt drei Schritte Anlauf...

 

CALF KICK!!!

 

Und erneut macht Breads Bekanntschaft mit der Matte! Das Muscle Chick führt einen astreinen KIP UP durch und will sich sofort wieder auf Breads stürzen. Doch der roltl sich mit all seiner Erfahrung in Richtung seiner Ringecke, wo Blackheart schon wartet und ihm mit der flachen Hand auf den Rücken klopft. Legaler Wechsel!

Mike Garland: "Auf das Duell habe ich ja gewartet, Vince."

Vincent Craven: "Stimmt. Zwischen Lara Lee und Kevin Sharpe war nicht alles eitel Sonnenschein in der Vergangenheit."

Das ist in beiden Gesichtern auch sehr gut abzulesen. Langsam steigt Blackheart durch die Seile in den Ring, während Lara Lee die Fingerknöchel durch knackt. Dann... ohne großes Abwarten treffen sich beide in einem LOCK UP in der Ringmitte! Sharpe ist definitiv stärker als die Amazone und drückt diese nach unten. Doch das Muscle Chick kontert! Das Knie wandert nach oben und pumpt ihrem Gegner die Luft aus den Lungen! Sofort greift sie um und nimmt mit Kevin im Schlepptau Anlauf...

 

RUNNING BULLDOG!!!

 

Erneut vibriert die Matte, als die beiden Kombattanten auf Selbiger kollidieren! Lara Lee zündet die zweite Luft und ist sofort wieder auf den Beinen und verpasst Blackheart einen harten KICK an die linke Schulter! Doch der weiss genau, was die Amazone vorhat. Und so rollt er sich sofort aus dem Ring und reibt sich... erneut... die Schulter.

Vincent Craven: "Scheinbar ist Sharpe's Schwachpunkt doch noch nicht hundertprozentig in Ordnung."

Mike Garland: "Ich bin hin und her gerissen."

Vincent Craven: "Dass kann ich mir vorstellen. Zwei deiner Lieblinge, die gegeneinander kämpfen."

Mike Garland: "Bitte hör auf zu reden."

Der Halbjapaner gibt dem Wunsch seines Kollegen statt. Er weiss, wie dieser gerade leidet. Lara Lee ist derweil aus dem Ring geslidet und stapft auf Blackheart zu. Doch gerade als sie zupacken will wirbelt Kevin blitzschnell herum und versenkt seinen Zeige -und Mittelfinger in den Augen der Amazone!

Mike Garland: "Ich möchte weinen."

Wissend nickt Craven, ist es doch Tatsache, dass sich hier zwei Lieblinge seines Kollegen so rein gar nichts schenken. Lara Lee schwankt gegen die Absperrung, sich immer wieder die Augen reibend. Sharpe derweil begibt sich zum Apron und klatscht Canada's Own gegen das Bein. Bezeichnend, dass er sich natürlich in seiner Ecke aus dem Ring gerollt hat. Sofort begibt er sich auf den Apron, während Robert Breads den Ring betritt, kurz die Situation analysiert und dann im Seil Schwung holt...

 

SUICIDE DIVE!!!

 

Krachend kollidieren Körper miteinander, während der von Lara Lee noch hart gegen die Absperrung knallt.

Vincent Craven: "Man muss Robert Breads hier absoluten Respekt zollen! Wir haben ihn Jahre nicht gesehen und dann liefert er hier so ab!"

Mike Garland: "Das stimmt leider. Dennoch... LETS GO, LARA!"

Hier ist wohl leider der Wunsch Vater des Gedankens. Denn die Amazone ist aktuell nicht wehrfähig. Und Canada's Own nutzt das  natürlich aus, schnappt seine Gegnerin und rollt die Amazone in den Ring zurück! Er selbst slidet ebenfalls hinein, springt auf die Füße und reisst das Muscle Chick grob an den Haaren nach oben. Breads kickt seiner Gegnerin hart in den Magen! Dann wird der Kopf der Amazone zwischen den Beinen von Breads platziert.

Vincent Craven: "Breads will nun das Ende forcieren!"

Mike Garland: "Und wir erinnern uns alle, in welchem Move das endet!"

Die Meisten hier sicherlich! Die Arme werden eingehakt... und Breads hebt Lara Lee aus!!!

 

DOUBLE UNDERHOOK PILEDRIVER!!!!

RB DRIVER!!!!

 

 

Der Finisher von Breads sitzt perfek! Und sofort wirft sich Canada's Own auf seine Gegnerin! Swanson ist unten!

 

...eins...

 

...zwei...

 

...DR... KICKOUT!!!

 

In wirklich allerletzter Sekunde kickt die Amazone aus! Breads schüttelt beinahe ungläubig den Kopf und sitzt auf den Knien im Ring. Dann erhebt er sich und will das Muscle Chick aufheben. Doch Blackheart ruft ihm etwas zu.

Mike Garland: "Was soll denn das?"

Das fragt sich die komplette Halle. Denn der beste Wrestler des Planeten geht zu seinem Partner und klatscht dessen über das Ringseil gestreckte Hand ab. Langsam geht Sharpe durch die Ropes in den Ring und bleibt dann stehen. Lara Lee kriecht derweil in ihre Ringecke, wo Wilson schon mit ebenfalls weit über das Seil gestrecktem Arm wartet. Robert positioniert sich auf dem Apron.

Vincent Craven: "Scheint so, als wollten Breads und Sharpe, dass Wilson eingewechselt wird."

Mike Garland: "Verstehe diese Taktik nicht... "

Das Muscle Chick ist derweil in eine leicht wacklig stehende Position gekommen und fällt beinahe die letzten Schritte in ihre Ecke... und klatscht mit Stem ab! Der geht sofort über das Top Rope in den Ring... und...

Mike Garland: "Was macht der Idiot da?"

Vincent Craven: "Das ist nicht besonders klug... "

Was passiert gerade? Stem hilft seiner Partnerin auf und assistiert beim Verlassen des Rings. Schnaufend und mit beiden Händen das Top Rope fest haltend positioniert sich Lara auf dem Apron ausserhalb des Rings... und in diesem Moment will Robert Breads in den Ring! Sofort ist Swanson bei ihm und maßregelt ihn entsprechend, den Ring wieder zu verlassen. Wilson achtet immer noch nur auf Lara... und bemerkt nicht die Gefahr, die sich in seinem Rücken nähert...

Vincent Craven: "VORSICHT!"

Als hätte der große Mann aus Roanoke den Ruf gehört reisst er die Augen auf und wirbelt herum... und erkennt sofort seinen Fehler. Er will zur Seite ausweichen, doch das ausgestreckte Bein von Sharpe hat sein Ziel schon erreicht!

 

KICK IN THE BALLS!!!

UUUUUUUUUUUH!!!

 

Ein Raunen geht durch die Halle! Was der Ringrichter auch mitbekommt, doch Breads verwickelt ihn in weitere Diskussionen! Doch damit nicht genug! Blackheart greift den Arm von Wilson und klatscht dessen Hand in Lara Lee's Gesicht! Und sofort weist Canada's Own Swanson auf den Tag hin!

Mike Garland: "Was für ein genialer Schachzug!"

Vincent Craven: "Ein ganz klar abgekartetes Spiel von Breads und Sharpe! Widerlich."

Mike Garland: "Stell dich nicht so an. So ist das eben nun mal."

Leider. Denken sich die, die es mehr mit Carnageddon halten. Während Blackheart Lara Lee, die immer noch versucht, die Spinnweben abzuschütteln, mit beiden Händen am Hals packt und mit einem kurzen Schwung in den Ring zurück befördert! Charlie Swanson redet derweil auf Wilson ein, der immer noch in sich zusammen gekrümmt im Ring liegt. Sharpe verpasst der Amazone einen harten Kick in den Magen... und zieht sie an sich heran...

Mike Garland: "Ohje... ich weiss, was nun kommt..."

Der Arm wandert über Sharpe's Kopf und das Bein wird eingehakt...

 

FISHERMAN'S DRIVER!!!

MAXIMUM VIOLENCE!!!

 

Auch der Finisher von Blackheart sitzt perfekt! Und war augenscheinlich die ganze Zeit so geplant, dass man nach demCanadian Cutter Lara Lee schnellstmöglich wieder in den Ring bekommt! Kevin hakt sofort das Bein ein! Swanson hat es derweil geschafft, dass Wilson nun ausserhalb des Rings auf den Apron steht. Mit schmerzverzerrtem Gesicht und sich den Schritt reibend beobachtet der große Mann das Geschehen im Ring. Robert Breads auf der anderen Seite brüllt den Ringrichter an, er solle endlich mal den Pin zählen. Was er nun auch tut...

Vincent Craven: "Das war's... "

 

...eins...

 

...zwei...

 

...DREI!!!

.

.

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... KICKOUT!!!

 

Vincent Craven: "UNGLAUBLICH!"

Mike Garland: "Lara Lee ist kein Mensch!"

Erneut kickt die Amazone aus!!! In der wirklich ALLERLETZTEN Sekunde! Und die Fans sind da!!!

 

!!! LARA LEE !!!

!!! LARA LEE !!!

!!! LARA LEE !!!

 

Mike Garland: "Lara Lee zeigt hier absolutes Kämpferherz!"

Vincent Craven: "Unfassbar! Zwei Finisher kassiert und sie kickt trotzdem aus!!!"

Doch Blackheart lässt sich davon nicht beeindrucken. Sofort ist er wieder oben, reisst Lara Lee an den Haaren hoch und schleift sie in seine Ecke. Sofort wird der Tag ausgeführt... und auch der letzte in der Halle versteht nun, dass der Wechsel von Breads vor wenigen Minuten komplettes Kalkül war. Ein absolut perfekter Schachzug, Wilson mit einer unfairen Aktion aus dem Match und weiterhin Lara Lee als Hauptziel zu nehmen.

Vincent Craven: "Es ist absolut unsportlich, was diese beiden Veteranen hier treiben. Aber ich muss dem Plan Respekt zollen... "

Mike Garland: "Korrekt, Vincie. Und ich befürchte, sie geben meiner geliebten Lara Lee nun den Rest... "

Vincent Craven: "Deiner GELIEBTEN Lara??? Ich finde du übertreibst!"

Mike Garland: "Mach es bitte nicht nboch schlimmer als es sowieso schon ist."

Der Halbjapaner tut seinem Kollegen den Gefallen und hüllt sich in Schweigen. In der Ringmitte haben sich Breads und Kevin Sharpe mit ihrer Gegnerin postiert... der Kopf der Amazone ist schon doppelt eingehakt... und als der jeweils rechte und linke Arm über die Köpfe des neu formierten Tag Teams gelegt wird und die Hosen des Muscle Chick gepackt werden weiss auch der letzte in der Halle... was nun kommt...

Vincent Craven: "Wird das der Lobotomizer?"

Mike Garland: "Eine Hommage an das wohl legendärste Tag Team der Wrestklinggeschichte?"

Wird es nicht. Denn die Griffe werden gelöst... Sharpe schnappt den linken Arm von Lara Lee und whippt sie in die Seile, während Robert Breads sich hinter seinem Partner postiert! Die Amazone federt aus den Seilen zurück...

 

DOUBLE LEG PICKUP!!!

INTO CANADIAN CUTTER!!!

 

Die Aktion des hoffentlich nicht One Night Only Tag Teams  ist perfekt durchgezogen. Blackheart rollt sofort einmal durch und kommt auf die Beine, während Breads sich auf Lara Lee rollt und das Bein einhakt! Swanson ist da...

 

...eins...

 

Vincent Craven: "Wilson schaut hilflos ausserhalb des Rings zu... "

 

...zwei...

 

Vincent Craven: "Sharpe sichert ab! Auch wenn Stem keine Anstalten macht, in den Ring zu steigen... "

 

...DREI!!!

 

Eine Mischung als Buhrufen und Jubel brandet durch die Halle, als der Ringgong ertönt!

Jane Nelson: "Die Sieger... und somit neue Träger der Cotatores Trophy... "

Im Ring rollt sich der Robert Breads von Lara Lee herunter und kommt langsam nach oben... Blackheart ist bei ihm... und nach einem kurzen Moment treffen sich die Hände ineinander, was schlussendlich in einer Umarmung endet! Es wurde etwas Historisches geschaffen. Robert Breads und Kevin Sharpe haben nun alles gewonnen, was es in der PCWA zu gewinnen gibt.

Jane Nelson: "ROOOOOBERT BREAAAAADS und KEEEEVIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIN SHAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAARPE!!!"

Als die Gürtel vom Zeitnehmer in den Ring zu den neuen Besitzern wandern erheben sich auch unsere beiden Kommentatoren.

Mike Garland: "Hä? Warum stehst du mit auf? Waren dir die Methoden nicht zu 'widerlich'?"

Vincent Craven: "Sharpe und Breads... wer hatte diese Gegner auf dem Zettel. Und was beide im Ring abgeliefert haben... dem gebührt Respekt."

Das sieht auch das Publikum so, dass Robert Breads und Blackheart mit stehenden Ovationen und Applaus bedenkt. Wilson hat sich derweil seine Partnerin geschnappt und beide verlassen die Halle über die Rampe, wobei die Amazone von Barry gestützt werden muss. Doch das abschließende Bild des Abends sind die neuen Träger der Trophy... die Cotatores Gürtel in die Höhe gereckt.

Undisputed Gerasy... Cryption Crown... Quest 4 the Best... Brawlin' Rumble... und JETZT die Cotatores!

Vincent Craven: "Liebe Fans, das war der Imperial Impact!"

Mike Garland: "Mit einigen Überraschungen, die sicherlich bei der kommenden Vendetta noch Aufklärung bedürfen."

Vincent Craven: "Absolut richtig, Mike! Also schalten sie wieder ein... zu Vendetta 147!"

 

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