RISING PHOENIX
am 20.01.2020 aus dem PCWA Theatre in Berlin/Deutschland

Die NR.1 PRE-SHOW im Wrestling Business!

Exklusives Material von Vendetta 146!

Nur für ECHTE Fans!

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Headlines and notes...
from Vendetta 145:

 

Punishment! Maldicao does what the fans want -
 the rogue debut leaves us not only with open mouths -

 

Stem beats Stone - fair and square
Will the match of their partners at Vendetta 146 be the opposite?

 

Maxxx vs Lee: canceled - 

 Wich brainless human being thinks a frustrated Jimmy Maxxx is a good idea?!  -

 

Shattered dreams: The Mad Godds loose against Happy Hour -

it proves true that two common opponents shouldn't be neither partners nor friends - 

 

Partners in crime destroy the perfect unhappy night -

a tag-team war comes up on the horizon.


------------------ PCWA ------------------

... Martin-Luther-Krankenhaus ...

... 16:30 Uhr ...

"Nun... das war's dann wohl."

Er zieht die Kapuze der Regenjacke über den Kopf und greift mit der rechten Hand nach der Sporttasche. Dann schweift sein Blick noch einmal über die Fassade des Krankenhauses und er lässt die linke Schulter kreisen. Leicht saugt er die Luft durch die zusammen gebissenen Zähne ein. Doch dann seufzt er.

"Es tut noch weh... "

Aber es ist besser. VIEL besser! Er verspürt nur noch ein leichtes Ziehen dort, wo James Godd ihn mit dem Superkick getroffen hat. Es geht bergauf. Ein letzter Blick in Richtung der Klinik, dann zieht er die Kapuze tiefer ins Gesicht, um den Nieselregen auszusperren. Doch kaum ist er drei Schritte gegangen, da lässt ihn ein Motorgeräusch wieder stehen bleiben und aufblicken.

Um die Ecke kommt ein schwarzer Sportwagen geschossen. Mit einem letzten Aufheulen des Motors stoppt der Wagen vor Kevin Sharpe. Die Beifahrertür wird aufgestoßen und Blackheart sieht sein Gesicht in der verspiegelten Fliegerbrille.

Der Fahrer ist kein anderer als die Hauseigene Schlange der PCWA, wie immer in Lederjacke und mit Fliegersonnenbrille auf der Nase. Das T-Shirt ist diesmal ein neues Happy Hour T-Shirt.

Graves: "Na komm schon... steig ein."

Der Ex-Gerasy Champion lächelt, verfrachtet die Tasche auf dem Rücksitz und schlägt die Tür zu. Der Gambler legt den ersten Gang ein und dreht sich zu seinem Mentor um.

Graves: "Where we're heading, Blacks?"

Kevin scheint kurz zu überlegen. Doch dann...

Sharpe: "Zehlendorf."

Die Schlange tippt den Berliner Stadtteil in sein Smartphone, platziert das Gerät auf der Ablage und fährt los.

Graves: "How's the Shoulder?"

Kevin legt den Kopf schräg.

Sharpe: "Es wird immer besser."

'Clear to wrestle' hallt es durch seinen Kopf. Doch das wird er dem Gambler nun sicherlich nicht preis geben. Es ist noch zu früh. Und so klopft er ihm nur leicht mit der linken Hand auf den Arm.

Sharpe: "Es geht mir gut, Tone."

Der Gambler nickt und fädelt durch den Berliner Stadtverkehr. Er weiß, welche Frage gleich kommen wird. Doch er wartet ab. Und so dreht sich Blacky zu ihm um.

Sharpe: "Hast dich ein wenig rar gemacht, Tone. Was war los?"

Tony lächelt sich selbst an, wenigstens seine Menschenkenntnisse hatten überstanden.

Graves: "Weißt du... Mit dem ganzen um die Cryption Crown und dann noch Happy Hour. War mir einfach ein bisschen zu viel des Guten, das alles. Ich musst' mir 'nen klaren Kopf verschaffen, bevor ich wieder aktiv werden konnte. Anders ging es nicht. Naja, wenigstens bist du ja jetzt auch wieder da, hilft zumindest etwas."

Seltsam abwesend starrt Kevin durch die Windschutzscheibe, die in regelmäßigen Intervallen vom Regen befreit wird, der dagegen klatscht.

Sharpe: "Ich komme nicht zurück, Tone. Ich habe versagt. Und die Menschen sind es aktuell leid, einen Mann im Ring zu sehen, der andauernd versagt."

Tony atmet laut aus.

Graves: "Bitte, Kevin. Versagt? Das muss doch ein Witz sein, I mean really. Du hast gegen Godd verloren, ja. Trotzdem bist du weiterhin ein Puppenspieler in der PCWA, du hast doch die Fäden in der Hand, zieh nur an den Richtigen und alles wird wieder in seinen Platz fallen."

Ein leises Auflachen.

Sharpe: "Das mag sein... aber es ist eure Zeit, Tone. Nicht mehr meine. Du, Brandon, Gordon... ihr seid stark, wenn ihr als Einheit auftretet. Herrgott, du hast Mad Dog geschlagen! Und im Record Book zählt nicht, wie. Da steht nur... Tony Graves: Eins... Mad Dog: Null."

Ganz kurz lacht der Spieler auf. Der Unterton, der einem ganz klar verrät, dass es kein richtiges Lachen war, ist nicht zu überhören.

Graves: "Mag sein. Die Record Books sagen aber auch, dass ich momentan auf einer Pay-per-View Loosing Streak bin. Seitdem ich hier angefangen habe, wurde jeder dieser großen Abenden für mich als Verlust notiert. Mad Dog hin oder her. Wenn ich nicht gewinnen kann, wenn es zählt, dann müsst ich doch auch jetzt das Handtuch schmeißen, nicht?"

Ein Laut, der wie ein abfälliges Brummen klingt, entweicht dem ehemaligen Undisputed Gerasy Champion.

Sharpe: "Vergiss nicht den letzten CORE PPV, Tone. Und auch darüber hinaus hast du dir den Respekt erarbeitet, den du verdienst. Du und Team Happy Hour... das Triumvirat... ihr werdet noch große Dinge schaffen. Glaub' mir."

Die Schlange verdreht die Augen, was Sharpe allerdings aufgrund der verspiegelten Gläser nicht sehen kann. Stumm lenkt er den Wagen weiter durch den Berliner Stadtverkehr. Erneut fixiert Blackheart seinen ehemaligen Protegé.

Sharpe: "Hab' ich was Falsches gesagt?"

Graves: "Nein. Es ist nur... Ich verstehe dein plötzliches Aussteigen immer noch nicht. Du warst für mich immer eine Art Vorbild und ein Mentor. But, really? That's all she wrote now?"

Urplötzlich schlägt Kevin auf das Armaturenbrett. Vor lauter Schreck steigt der Gambler in die Eisen und das Auto kommt per Vollbremsung zum Stehen.

Graves: "What in the blue Hell... "

Blackheart klopft der Schlange auf die Schulter. Dann lächelt er.

Sharpe: "Wir sind da. Danke für den Ride. Wir sehen uns."

Dann steigt Sharpe aus und geht in Richtung einer Wohnanlage. Tony kurbelt das Fenster herunter und lässt einen schrillen Pfiff ertönen. Blackheart bleibt stehen und dreht sich um.

Graves: "So as said... That's it? Just like that?"

Der Angesprochene lässt die Tasche auf den Boden fallen und nimmt langsam die Kapuze ab. Der nun stärker gewordene Regen benässt den graumelierten Bart.

Sharpe: "Es ist, wie ich gesagt habe. Bis bald, Tone."

Dann nimmt er wieder die Tasche auf, dreht sich um und geht wieder in Richtung der Wohnanlage.

Graves: "Alright... 'til the next time."

"Because there will be a next time", fügt der Spieler noch im Kopf hinterher an, bevor er die Tür des Wagens wieder schließt und langsam davon fährt.


------------------ PCWA ------------------

"Neues Jahr, neues Glück", so sagt man...

Doch für den Night Fighter, der nun schon so einige Jahre seines Lebens sowie seiner Karriere hinter sich hat, fühlt sich dieses neue Jahr so gar nicht wie ein neues Glück an. Vielmehr erinnert es ihn daran, dass seine Zeit begrenzt ist - und mit jedem Jahr das Ende seiner Wrestling-Laufbahn näher rückt. Es erinnert ihn an die Dinge, die er noch erreichen will, bevor er aufhört... und ebenso an die Dinge, die er verpasst hat und nicht mehr wird nachholen können. Dies galt im Besonderes für die Niederlage gegen Happy Hour bei der letzten Vendetta. Doch als Mad Dog so kurz vor dem Beginn der ersten PCWA Show im Jahr 2020 den Backstage-Bereich betritt, sind es ebenso Gedanken an sein Privatleben, die ihm nachhängen. Zwar hatte er während der Urlaubsphase Yai und seinen Sohn sehen können, allerdings war es dabei erneut nicht zu der erhofften Versöhnung gekommen. Noch immer stand etwas zwischen seiner Frau und ihm - und dies war seine Profession. Dies war die Wrestling-Karriere, dies war seine Geschichte in diesem Zirkus. Und so häufig er auch darüber nachdachte, so oft er es auch drehte und wendete: Für die Geschichte seiner Ehe hoffte er es, aber seine Wrestling-Geschichte war definitiv noch nicht zuende erzählt. ER war... ER ist noch nicht am Ende.

Er hatte noch etwas zu erzählen, zu geben... zu leben.
Hier.
In der PCWA.

Und deswegen ist er heute wieder hier, tritt in den Ring - und in diesem Augenblick seinem heutigen Gegner entgegen, der wohl zufällig zur selben Zeit angereist ist.

Mad Dog: "Du dachtest, ich würde kneifen, huh?!"

Der Angesprochene dreht sich leicht überrascht, leicht vergnügt um und blickt in die treuleidenden Augen der Töle.

Mad Dog: "Aber wenn du mich nur einen Hauch kennen würdest, hättest du gewusst, dass Kneifen nicht mein Ding ist! Here I am, Jimmy. Du hast die PCWA herausgefordert, huh?! Nun... Weil du heut' Nacht mit mir im Ring stehst, wirst du die Liga endlich mal kennen lernen!"

Jimmy Maxxx: "Endlich mal kennenlernen? Was gibt's denn da nicht zu kennen, "Dog"? Die PCWA stand seit Monaten überall in der Presse. Überall druckt Miss Vark ihren Müll mit rein, damit die PCWA noch einigermaßen Publicity bekommt. Außerdem habe ich ja einige der ganz großen Namen bereits persöhnlich getroffen. Also hör endlich auf zu sagen, ich kenne die PCWA nicht..."

Der verrückte Hund lächelt ob dieser Aussage. Doch noch ist nicht klar, ob es wegen der geringeren PCWA Zeit im Vergleich zu seiner oder wegen des amüsanten Konters ist. 

Mad Dog: "Gut, du hattest diese Fights mit Grizz und Poe... den Beef mit Shadow und Carnageddon. Aber all das hat deine Meinung über die PCWA... dass wir an Niveau verloren hätten... doch erst manifest werden lassen, huh?!"

Kurz hebt MD die Augenbraue, hofft, dass Maxxx das "wir" aufgefallen ist. Aber es folgt kein Wort vom Berliner, eher ein herablassend belustigter Blick. Er verschränkt die Arme und lässt den Hund erstmal seine Worte von sich geben.

Mad Dog: "Come on! Du weißt nicht, wem du heute Abend gegenüber stehst - und vielleicht ist es dein Glück, unvoreingenommen zu sein. Aber dennoch werde ich dir eines mit auf den Weg geben, Jimmy - und Gott bewahre, lege es mir im Anschluss nicht als psychologische Kriegsführung aus... Ich will so einen Scheiß nicht hören..."

Nun hebt der PCWA Grand Slam Champion belehrend die Hand und zeigt mit ihr auf Jimmy Maxxx.

Mad Dog: "Die Sache scheint einfach. Ist aber kompliziert: Du zerreißt dir den Mund über die Liga, redest Vieles schlecht und stellst eine offene Herausforderung. Vieles von deinem Geschwätz geht mich nichts an, versteh mich nicht schon wieder falsch. Aber ich bin über 10 Jahre nahezu durchgehend in der PCWA, ich bin ihr Leitidol gewesen und vielleicht bin ich es auch heute wieder. Ich bin mit ihr aufgestiegen und mit ihr gefallen. Habe um wahre Ausrichtung und den richtigen Weg gerungen. Ich habe ihre schönsten und ihre hässlichsten Seiten erlebt. Stand mit jedem der Großen im Ring, habe alle Titel errungen... Und du, der all das nicht durchlebt hat... der von all dem nur vom Hörensagen weiß oder seine Minderwertigkeitskomplexe, dass er damals angeblich nicht genommen worden wäre, loswerden muss, tust so, als würdest du es besser wissen als ich?! FUCK YOU! ICH bin Mister PCWA. Frag Breads, frag Stevie, frag Poe und Brunswick, frag den Blues oder CI. Godd sowieso. Geh' meinetwegen auch zu Lucifer, Barker oder zu Eleven und seinem Gesocks..."

Die Augen der unbekannten Konstante leuchten, sie strahlen aus.
Zorn und Stolz.

Mad Dog: "Frag all die Superstars der letzten zehn Jahre, wer ihrer Meinung nach die PCWA am meisten verkörperte! Die Antwort, Jimmy, wird stets einer meiner Namen sein."

Jimmy Maxxx: "Und mal wieder geht das fröhliche "Ich hätte ja dieses gesagt und jenes gedacht" Spiel wieder von vorne los..."

Er schüttelt den Kopf, etwas genervt wirkend dabei.

Jimmy Maxxx: "Natürlich weiß ich, mit wem ich heute Abend in den Ring steige, "Dog". Das weiß ich genauso, wie ich niemals auch nur ein Wort für oder gegen deine Position als PCWA Locker Room Leader oder was auch immer gesagt habe. Was auch immer das für dich genau bedeuten soll oder welchen Stellenwert dies haben könnte. Ich kenne deine Erfolge; sehr gut sogar, Mad Dog. Genau deshalb ist es ja so wichtig, dass wir beide heute Abend gegeneinander antreten werden. Damit du aber vorallem der Rest der PCWA und der Zuschauer sehen wird, dass ich nicht nur hier her gekommen bin, um Scheiße zu labern und dann den "Schoßhund" für Typen wie dich zu spielen. Den Wortwitz kannst du dir übrigens stecken lassen."

Sagt er während er die Augen verdreht.

Jimmy Maxxx: "Du kapierst es immernoch nicht, oder? Bist du zu stur oder nur ein paar mal zu hart vom Stuhl getroffen worden? Wie ich bereits sagte, jeder Spinner da draußen weiß, wer oder was die PCWA ist. Jeder Mist, den diese Liga fabriziert hat, landete sofort in allen Klatschblättern. Allem voran, der beinahe Bankrott und dieses lächerliche Ring Turnier, das die Varks veranstaltet haben, um diese Liga zu retten. Und dazu kam, dass Leute wie ich die PCWA ungehindert überschwemmen konnten, damit diese Liga überhaupt genug Köpfe hat, die sich für diese Varks weich prügeln lassen würden."

Dann zeigt er mit dem nackten Finger auf Mad Dog. Wie kann er nur?!

Jimmy Maxxx: "Also hör endlich auf mit diesem scheinender Stern Bullshit. Egal wie gut du bist, Mad Dog, du alleine wirst auch nicht das Kraut fett machen. Egal wie du es drehst und wendest, die PCWA ist einfach nicht mehr die unangefochtene Nummer 1, die jeden Award der Zuschauer und Experten einheimsen kann. Sondern nur noch eine Handvoll Ex Superstars wie du, die froh sein können, dass Typen wie ich diese Liga noch am Leben erhalten. Sonst gäbte es nur noch Shows mit dir, Sharpe und Co mit drei Matches am Abend, wo ihr euch abwechselt, wer mit wem rumringt."

Die Miene des Night Fighters ist finster und finsterer geworden, während er Maxxx' Worten aufmerksam folgte. Dann nickt er plötzlich.

Mad Dog: "Das One Million Ring Turnier wurde von uns Wrestlern, allen voran Rage & Lucifer, veranstaltet, weil es kurzzeitig keinen Owner gab, als die Firma Kerry & Gaelic sich als Briefkastenfirma herausstellte. So waren wir auf uns allein gestellt. Erst danach übernahmen die Varks..."

Der Hund schnalzt mit der Zunge, um seine spröden, alten Lippen zu befeuchten. Dann winkt er ab.

Mad Dog: "Aber auch wenn die Details hinken, hast du Recht mit dem, was zu sagst."

MD nickt Maxxx zu. 

Mad Dog: "Ja, wir sind nicht mehr der große Name - aber ich habe auch nie behauptet, dass dem noch so sei. Es ging mir zum einen darum, dass ein großer Name nicht gleichsam hohes Niveau und große Klasse bedeutet. Vor allem was die Ideale betrifft, die eine Liga und ein Star - vor allem heutzutage - vertreten sollte. Schau dir Barker und die ANGST an, Blake Milton oder Nicotine & Bacteria, sieh auf Rage und Lucifer oder auf Kevin Sharpe - und sag' mir nochmal mit vollem Ernst, dass dies Leute waren, die den Begriff 'Nummer 1' verdienten. Nein! Sie waren erfolgreich, ja, aber das waren weder guten Menschen noch gute Wrestler oder wahre Fighter. Und wenn du gleich wirklich zeigst, wie du die Liga am Leben hälst, tust du jetzt schon mehr für die PCWA als solche Leute damals."

Verächtlich spuckt er aus.

Mad Dog: "Zweitens geht es mir darum, dass es einen Unterschied zwischen Leuten gibt, die über den Krieg reden - Du -, und Leuten, die den Krieg erlebt haben - Ich. Und da muss ich dir nichts in den Mund legen, diese hochnäsig besserwisserische Distanz kommt bei mir eben an, wenn du über diese Zeit 'laberst'. Ich spiegele das, was du mir bietest. Wenn es nicht stimmt, dann hau mir gleich dafür eine aufs Maul, okay - ich werde es ebenso tun."

Und schon ballen beide Männer die Fäuste, so als ginge es hier und jetzt bereits los.

Jimmy Maxxx: "Sorry, "Dog", dass ich nicht ganz mitbekommen habe, wer hinter dem Turnier steckt. Bei dem ganzen Chaos hier kann man schon mal den Überblick verlieren, schlimmer als bei einer RTL Soap."

Ein kleines Grinsen auf dem Gesicht des Berliner.

Jimmy Maxxx: "Aber mal ehrlich, Mad Dog, wem von uns beiden versuchst du gerade etwas einzureden, huh? Natürlich sind nicht alle in der PCWA so wie eine Lara Lee, Ronin und co. Wie ich bereits sagte, ich kenne deine Erfolge sehr genau. Du bist einer der Pioniere der PCWA, aber gerade deshalb stört und verwundert mich deine Reaktion so. Du kannst mir doch nicht ernsthaft sagen, dass es dich nicht stört, dass Leute wie Lara Lee und Co oder auch jemand wie ich hier einfach reinspazieren können, um an dem zu sägen, was du mit deinem Körper und deiner Seele mit aufgebaut hast? Wofür du alles gegeben hast? Und du stehst einfach da, lächelst und verteidigst das auch alles noch?"

Er schüttelt mit dem Kopf.

Jimmy Maxxx: "Naja wir werden sehen, heute Abend da werde ich auf jeden Fall mit einem der ganz Großen im Ring der PCWA stehen. Und werde dir und dem Rest hier zeigen, dass ich mehr habe als nur ein großes Mundwerk! Und danach? Tja, da wirst vielleicht auch du mal eine Minute finden, um mal darüber nachzudenken, ob es wirklich so gut ist, dass alles so locker zu sehen, was hier gerade passiert."

Dann geht er einfach an Mad Dog vorbei und verschwindet. Dieser schaut ihm kurz nach, dann schüttelt er den Kopf.

Mad Dog: "Weswegen steige ich denn gleich mit dir in den Ring, du Idiot!"

Nun wirbelt auch die unbekannte Konstante herum und geht in die entgegen gesetzte Richtung.


------------------ PCWA ------------------

Während sich Barry Wilson mit einer gewissen Unsicherheit in einer schwach beleuchtete Kreuzung lauter Backstage-Gänge irgendwo tief auf dem PCWA-Gelände umschaut, wackelt das Bild leicht hinterher, was auf einen Kameramann im Schlepptau schließen lässt.

Nachdem er die Gänge gemustert hat, blickt Stem nach unten auf sein Handy, das er in der Hand vor sich hält. Er murmelt leise in seinen Bart…

Stem: „Jetzt nach links… dann Trafohäuschen… dann wieder nach rechts. Alles klar…“

Jetzt biegt er schnell nach links ab, marschiert einen langen Gang entlang, bis er an eine Metalltür mit Lüftungsschlitzen gelangt. Ein Stromgefahr-Dreiecksschild prangt daran. Barry nickt zufrieden und setzt seinen Gang fort, bis er an einer T-Abzweigung ankommt und schließlich nach rechts geht.

Nun steht er vor einer leicht geöffneten Tür. Er runzelt die Stirn, als er das bläuliche Licht durch den Schlitz schimmern sieht. Seine Teampartnerin (noch?) hat ihn wieder mal zu einer dieser Locations gebeten und wieder einmal hat er keinen blassen Schimmer, was das für eine sein soll. Immerhin nicht das Büro von Jona Vark. Er grummelt missmutig, als er an diese „Gehaltserhöhung“ denkt.

Er seufzt und stößt die Tür auf und stellt mit nicht geringer Überraschung fest, dass er sich in einem unterirdischen Schwimmbad befindet!

Er kann sich überhaupt nicht daran erinnern, dass die PCWA jemals ein eigenes Schwimmbad besessen hat. Doch den Gedanken wirft er sogleich wieder weg, denn er ist nicht alleine – DeWynters sitzt an der Kante des Schwimmbeckens mit olympischen Standardmaßen und lässt ihre nackte Beine im Wasser baumeln. Ansonsten ist sie gewohnt modisch gekleidet mit knielangem Rock und Sakko. Sie blickt konzentriert auf ein Tablet und scheint einen Artikel zu lesen.

Dann bemerkt er die typische Wassergeräusche einer schwer beschäftigten Schwimmerin und entdeckt Lara Lee, die die Schwimmbahn wie ein Traktor durchpflügt. Sie ist so in ihr intensives Schwimmtraining vertieft, dass sie Barry zunächst gar nicht wahrnimmt. Der Riese aus Roanoke wartet geduldig neben einer Metallleiter, die in das Becken führt und verschränkt die Arme vor der Brust.

Stem: „Hallo DeWynters.“

Etwas erschrocken blickt sie auf, dann ist ihr Gesicht wieder wie üblich stoisch.

DeWynters: „Guten Morgen, Mr. Wilson. Lara ist gleich mit dem Schwimmtraining fertig.“

Stem: „Wie habt ihr diesen Raum überhaupt gefunden? Ich wusste gar nicht, dass die PCWA überhaupt ein Schwimmbecken hat.“

DeWynters: „Den haben wir vor ein paar Wochen eher zufällig gefunden und zu diesem Zeitpunkt war er auch leer und abgeschlossen. Lara konnte aber den Hausmeister überreden, das Bad mit ihrer Hilfe wieder herzurichten.“

Stem: „Hm. Was habt ihr überhaupt hier unten in der abgelegene Ecke gemacht?“

DeWynters: „Nun…“

Lara: „Na, wir wollten Sex haben - in einer ruhigen Ecke. Hast ja gesehen, dass es nicht so ganz geklappt hat, als diese Nulpen von Trent und Matt aufgetaucht sind.“

Die Frau mit starker Stimme ist direkt vor ihnen im Wasser aufgetaucht. Sie hat die Schwimmbrille hochgeschoben und grinst Barry schief an. Offenbar hat diese Frau schon vergessen, was bei der letzten Vendetta vorgegangen ist. Doch ihr Partner wohl nicht.

Stem: „Ich bin also hier. Was liegt an, Missy?“

Lara: „Wie ich dir schon geschrieben habe, wollte ich mit dir nochmals über das Team sprechen, das wir angeblich beim Imperial Impact als Gegner haben. Eine Sekunde…“

Sie stößt sich von der Kante ab und erreicht die Leiter in zwei Schwimmzügen. Schließlich klettert sie langsam aus dem Becken, während das Wasser an ihrem Körper abläuft. Stem schluckt.

Sie trägt einen wirklich heißen Schwimmanzug in zwei modischen Grautönen mit orangenfarbenen Akzenten. Der Swimsuit ist so geschnitten, dass ihre Oberschenkel und das austrainierte v-förmige Becken perfekt zur Geltung kommen. An den kurzen Seiten ist heller grauer Stoff, während der gesamte Frontbereich in dunklem Grau gehalten ist. Und natürlich nicht ganz blickdicht ist. Stem kann recht eindeutig die Konturen der runden Brüste, der Bauchmuskeln und sogar des Venushügels erkennen, aber die „entscheidenden“ Details sind eher zu erahnen. So ist er nicht sicher, ob er dort eben die Nippel gesehen hat, als Lara die asymmetrisch geschnittenen blonden Haare in lasziver Weise ausschüttelt. Schließlich grinst Lara ihn süffisant an, was Barry ein wenig auf der Palme bringt.

Stem: „Schon wieder, Missy? Was soll die Scheisse mit der Provoziererei? Komm‘ endlich auf den Punkt.“

Lara: „Na schön. Jona hat angedeutet, dass wir beim PPV ein Team bekommen werden, das wir noch nicht besiegt haben. Und da wir alle verfügbare Teams besiegt haben, frage ich mich, wer das neue Team sein könnte.“

Während sie spricht, spaziert die Amazone zu einer Bank, wo zwei Frottiertücher drapiert sind. Dort dreht sie den Rücken zur Kamera und zieht beide Träger herunter, als wäre es das Normalste auf der Welt. Nach wenigen Sekunden dürfen wir ihren etwas kleinen, aber knackigen Hintern bewundern, denn sie ist schamlos komplett nackt und geht mit dem Frottiertuch auch recht großzügig um. Plötzlich beginnt sich die Kamera leicht zur Seite zu bewegen - offensichtlich will der Kameramann einen Blick auf die deutlich spannendere Vorderseite erhaschen - doch das Bild wird hart zurück zur ursprüngliche Position gezogen.

Stem: "Bad Idea, Buddy. Daraus wird nichts, mein Freund..."

Schließlich setzt die Kanadierin ihr Ansinnen mit unbesorgter Stimme fort.

Lara: "Wie gesagt, wir wissen nicht, welches Team da seinen Auftritt beim Imperial Impact haben wird, und wir - also ich und Juliette - haben folgerichtig versucht, es herauszufinden. Leider ohne Ergebnis. Wenn es also nicht einmal meine Liebste herausfinden kann... dann macht das Jona Vark sehr, sehr gut mit dem Geheimhalten. Aber wir werden das noch knacken, da bin ich mir ziemlich sicher. Ursprünglich wollten wir dich nicht mitrein nehmen... da du ziemlich eindeutig erklärt hast, dass du uns nicht helfen willst. Aber ich will dir noch eine Chance geben..."

Nachdem die Amazone mit der Rückseite fertig ist, bindet sie das Tuch um die Hüfte und nimmt das zweite an sich. Während sie ihre Brust abtrocknet (und somit freiwillige Zensur leistet), dreht sie sich um und blickt Stem direkt an.

Lara: "Hast du denn irgendwelche Ideen? Hat dir jemand irgendetwas über den kommenden PPV erzählt? Du triffst dich manchmal mit... Leuten... und die haben dir bestimmt was darüber erzählt."

Erneut dreht sich die Frau um, das zweiten Tuch auf die Bank zurückzulegend. Mit unverdecktem Oberkörper wendet sie sich zurück zu Stem, aber auf einmal steht DeWynters neben ihr und hält ein Tablet direkt vor Laras Brust, sodass ein Teil und somit auch die Nippel der Busen nicht zu sehen sind. Da der Hüne allerdings ein Stückchen weiter vor der Kamera steht, hat er freien Blick darauf. Doch sein Blick geht schnurtracks zu ihren listigen, braunen Augen. Er stiert geradezu seine (Noch?)-Partnerin verbissen an.

DeWynters: "Mr. Wilson, Sie müssen nicht..."

Stem: "Mit dir rede ich nicht, Büchsenleckerin. Ich rede mit meiner Partnerin, allright?"

Zum ersten Mal seit langer Zeit ist blanke Überraschung auf ihrem Gesicht zu sehen. Dann hält sie schweigend mit neutraler Miene das Tablet vor Lara, welche kurz auf das Tablet blickt - sie macht keine Anstalten, die Busen zu verdecken, stattdessen stemmt sie die Fäuste in die Hüfte. Barry Wilson seufzt.

Lara: "Okay, ich habe hier eine Liste von Leuten... und da können wir mal durchgehen, was wir so alles über sie wissen. Vielleicht bilden ja zwei von ihnen heimlich ein neues Team..."

Stem: "ES REICHT!"

Verdutzt über den Ausruf blickt das Muscle Chick auf.

Stem: "Das ist einfach nur reine Zeitverschwendung. Mal angenommen, wir würden tatsächlich herausfinden, wer unser nächster Gegner wird... was bringt uns das schon, hm? Außer, dass wir einen Namen kennen...?"

Lara: "Na, dann können wir Taktiken und Gegenmaßnahmen im Kampf erstellen und..."

Stem: "Seit wann hörst du auf  'gemeinsame' Taktiken? Letztendlich läuft es doch nur darauf hinaus, dass du wieder mal deine verdammte One Woman Show abziehst."

Lara: "Aber.."

Stem: "ES GIBT KEIN SCHEISS ABER, VERDAMMT NOCHMAL! Taktiken, Pläne, Überlegungen, down the drain, Missy! Sobald der Ringgong erklungen ist, wirst du wieder nur daran denken, wie du im Rampenlicht stehen kannst."

Lara: "Das ist doch Unsinn, wie immer machen wir alles zusammen durch und ich sorge dafür, dass wir auch wieder gewinnen..."

Der große, rothaarige Mann wirft die Hände in die Luft.

Stem: "Hörst du dir eigentlich selbst zu, Missy? 'und ICH sorge dafür, dass wir auch wieder gewinnen...' Genau darum geht es. Du willst das Match nur für dich gewinnen, mich hast du sowieso nur als 'Dekoration' dabei, oder?"

Betroffenes Schweigen von Lara folgt, doch ihre Miene verfinstert sich wieder.

Lara: "Aber ich steuere die wichtigen Ereignisse zum Sieg und du bist letztendlich jemand, der die Gegner vor vollendete Tatsachen stellt. So ist das doch."

Stem: "ICH wurde bei Vendetta 144 vor vollendete Tatsachen gestellt, oder nicht?"

Lara: "Verfickt nochmal, was willst du denn?"

Jetzt ist die muskulöse Frau auch ungehalten und beide starren einander in die Augen an.

Stem: "Ich will ein fucking TEAM, Missy. Ich will nicht ein Sidekick von einer gierigen, größenwahnsinnigen Egoistin sein. Die ihre Libido nicht im Griff hat."

Lara: "So siehst du mich also?"

Stem: "Verdammt ja, das versuche ich dir die ganze Zeit klar zu machen."

Lara: "M-hm. Vielleicht sollte ich dir noch einmal erklären, warum du Probleme mit mir hast."

Stem: "Und ob ich das erklärt haben will..."

Lara: "Ich greife nach den Sternen der PCWA, Stemmie. Was glaubst du wohl, was nach dem Imperial Impact kommt? Noch mehr Teamkämpfe? Ich werde auf jeden Fall diese Gürtel so lange halten, wie nur möglich, aber ich will noch mehr. Es gibt noch mehr Titelmeisterschaften. Ich will endlich im Main-Event stehen. Ich will die Publikumsmagnetin sein..."

Wilson vergräbt das Gesicht in den Händen.

Stem: "Nicht das schon wieder..."

Sie ignoriert ihn und fuchtelt mit den Armen weiter, was nicht ganz einfach für DeWynters ist, die nach wie vor das Tablet hochhält.

Lara: "... ich will einfach mehr. Und warum? Weil ich es kann! Wenn ich mehr will, kann ich auch mehr! Ich muss die Beste der Besten sein, egal was es kostet! Ich möchte alle Herausforderungen meistern! Warum hast du nicht diesen Ehrgeiz?"

Stem: "Die Frage hast du dir selbst beantwortet: 'egal was es kostet!' Es gibt eine Linie, die möchte ich nicht überschreiten, selbst wenn du es tust."

Lara: "Aber was ist, wenn diese Linie dich davon abhält, noch mehr zu erreichen?"

Der große Mann runzelt die Stirn.

Stem: "Ich für meinen Teil habe Matt Stone besiegt. Kannst du dasselbe mit Trent Cardigan tun? DU bist jetzt am Zug, Missy. Ich habe... geliefert."

Kurz stockt der Amazone der Atem. Und sie muss ihm still beipflichten. Doch bevor Sie erneut ihre Stimme erheben kann, kommt ihr Wilson zuvor.

Stem: "Ich wollte noch etwas sagen! Es gibt andere Wege. Man muss nicht wie Jimmy Maxxx, Kevin Sharpe oder Azrael Rage sein, um Ziele zu erreichen..."

Lara: "Ich will nicht wie die Anderen sein! Ich beschreite meinen eigenen Weg! Meinen persönlicher Weg, ich bin mit niemanden zu vergleichen...!"

Stem: "Jetzt hör' mal zu. Ich habe jetzt die Schnauze voll von dir. Und das meine ich jetzt auch ernst. Du drehst durch und ich kann das nicht mehr mitansehen. Du kommst von unserem Weg ab, auf den wir bei der Gründung von Carnageddon geschworen haben. Heute ist damit Schluss. So lange du nicht wieder vernünftig bist, brauchst du nicht mehr bei mir anzukommen. Wir werden zwar beim Imperial Impact unseren Titelmatch haben und bei Gott, ich bitte dich, wenigstens da vernünftig zu sein.  Nur für diese Nacht. Was danach kommt..."

Er wendet sich von ihr ab und schließt die Augen für einen kurzen Moment.

Stem: "...ich weiß es einfach nicht. Ich möchte dich nicht verlieren."

Lara: "Stem, sei doch bitte vernünftig..."

Und auf einmal läuft Barry Wilson von ihr weg und erreicht die Tür. Kurz daraufhin ist er wortlos aus dem Raum verschwunden. Lara und DeWynters blicken einander ratlos an, dann zuckt die größere Frau die Achseln und zieht endlich ein T-Shirt über...


------------------ PCWA ------------------

Die letzte Show vor dem PPV. Sarah Duriel und ihr Liebster, PCWA Gerasy Champion James Godd, sind vor einigen Augenblicken angekommen und die beiden haben sich kurz darauf auch schon wieder voneinander getrennt, da James sich auf die Suche nach seinem Freund Mad Dog begeben wollte. Es gibt einigen Klärungsbedarf nach den Ereignissen der vergangenen Show. Und so gab es einen Kuss zwischen dem glücklichen Paar und schließlich hat der Engländer sich auf den Weg gemacht. Sarah war im Anschluss noch kurz in der Kabine, um dort das mitgebrachte, leichte Gepäck abzulagern und hat diese dann auch wieder verlassen, um eine Runde durch das Theater zu drehen. Nach dem Treffen mit Fellon vor einigen Shows war ihr kurz bange geworden, doch dieser hatte sich seither nicht mehr blicken lassen und er hätte ohnehin nichts an ihrem Entschluss ändern können James beizustehen. Koste es, was es wolle. Nun ist sie im Backstage Bereich unterwegs und wirkt relativ entspannt. James ist seit seinem Titelgewinn wieder der Mann, in den sie sich verliebt hatte, und sie ist überglücklich darüber, dass der Engländer seine Dämonen überwunden hat. Außerdem ist er genau der Champion, den die Fans verdient haben. Für sie gibt er alles und zwar, anders als so viele seiner Vorgänger, mit fairen Mitteln. Und genau das alles schätzt sie so an ihm. Nun soll ihr Weg sie jedoch erst einmal zu den Essensständen führen, denn ihr knurrt der Magen. Schritt für Schritt nähert sie sich ihrem Ziel, als sich ihr plötzlich eine Gestalt, flankiert von zwei anderen Männern, in den Weg stellt. Ihr Blick geht hoch und sie wird blass.

Vor ihr steht ein Dämon aus ihrer eigenen Vergangenheit!

 


 

FLASHBACK

2009

Gemeinsam saßen sie in einem dunklen Büro der Company, um darüber zu sprechen, was ihre Mission sein sollte. Sarah war der Company drei Jahre zuvor beigetreten und eigentlich nie mehr als eine etwas bessere Sekretärin für die oberen Herren gewesen, doch nun hatte man sie hergebeten mit der Intention ihr eine wichtigere Aufgabe zukommen zu lassen. Viel mehr hatte man ihr bisher noch nicht verraten, doch sie brannte darauf diese Chance zu nutzen, um in der internen Hierarchie endlich aufsteigen zu können. Und so war sie dem Ruf von Mr. Fellon, ihrem direkten Vorgesetzten gefolgt und saß nun mit ihm in diesen Räumen. Der massige Mann saß wie so oft in seinem Ledernen Bürostuhl und paffte eine Zigarre, als sie eintrat. Mit einem schmierigen Grinsen begrüßte er sie.

Mr. Fellon: "Mademoiselle Duriel, wie schön sie zu sehen. Es freut mich, dass sie bereit sind sich höheren Zielen zu widmen."

Fellon pustete ihr den Rauch seiner Zigarre genau ins Gesicht und es fiel Sarah äußerst schwer hier keine Miene zu verziehen, doch sie wollte auf gar keinen Fall, dass man es sich anders überlegt. Sie hatte zu vieles ihrer Vergangenheit aufgegeben, um innerhalb der Company eine Rolle zu spielen. Fellon war ihr bislang nur ein paar Mal begegnet, doch sie wusste zumindest, dass der Kerl nicht angenehm war. Jedenfalls schenkte sie ihm nur ein kurzes Kopfnicken.

Sarah Duriel: "Ich wollte mir diese Chance nicht entgehen lassen."

Erneut schenkte ihr Fellon ein breites Grinsen, während er eine Akte aus seiner Schublade zog und diese nun auf seinem Tisch öffnete und kurz darin blätterte.

Mr. Fellon: "Ihr Lebenslauf ist beeindruckend, Mademoiselle Duriel, und wir hegen keinen Zweifel daran, dass sie für diese Mission genau die richtige Person sind. Zunächst jedoch würde ich gerne wissen, ob ihnen der Begriff "Wrestling" geläufig ist?"

Er schenkte ihr ein weiteres Grinsen und klappte die Akte, die offenkundig die ihre war, wieder zu. Sarah dachte kurz nach und sammelte in ihrem Hirn alle Informationen, die sie mit Wrestling verbinden konnte. Schließlich nickte sie ihrem Vorgesetzten zuversichtlich zu.

Sarah Duriel: "Ja, ein barbarischer Sport, bei welchem sich erwachsene Männer prügeln, um verschiedenste Gürtel zu halten. Es gibt wohl unzählige Ligen weltweit und das Ganze hat, besonders in den Staaten, eine ganze Menge Anhänger."

Fellon nickt zufrieden mit dem Kopf.

Mr. Fellon: "Nun, damit liegen sie nicht falsch. Viel wichtiger jedoch ist, dass es in diesem Sport neben Ruhm und Prestige auch um eine Menge Geld geht und an diesem Einkommen möchte die Company auch mitverdienen. Und genau hier kommen sie nun ins Spiel, denn die Company hat eine Hintertür entdeckt, durch welche der Einstieg in diese Branche nicht nur vereinfacht werden, sondern auch gleich an der Spitze der Nahrungskette stattfinden kann. In den Vereinigten Staaten gibt es eine Liga namens XFWA. Die sogenannte X'treme Fantasy Wrestling Alliance. Es handelt sich hierbei um eines der Flaggschiffe dieses Sports und zurzeit duellieren sich zwei ihrer Landsmänner um den höchsten Titel!"

Sarah hörte weiterhin aufmerksam zu, während Fellon noch einmal an seiner Zigarre paffte und diese schließlich im Aschenbecher ausdrückte, ehe er fortfuhr.

Mr. Fellon: "Bei den genannten Männern handelt es sich um den XFWA World Champion Laurent Madien und seinen Herausforderer Louis Rouswell, welcher zurzeit unter dem Namen Louis XV antritt. Wir möchten, dass sie ebenfalls ihre Rolle in dieser Schlacht spielen. Ihre Aufgabe wird es sein sich als Reporterin aus Frankreich auszugeben und das nationale Interesse an dieser Begegnung hervorzuheben. Selbstverständlich nur zum Schein. Tatsächlich sollen sie sich mit beiden Männern anfreunden und ihnen ihre Reize schmackhaft machen. Gewinnen sie diese Männer für sich. Sorgen Sie für ein intensives Duell zwischen den beiden ... und verbleiben Sie schließlich beim Sieger dieser Schlacht, auf dass die Company ihren Einfluss auf den höchsten Titel gültig machen kann. Es wird ausrücklich gewünscht, dass sie hierbei mit allen notwendigen Mitteln vorgehen."

Sarah blickte ihn etwas skeptisch an. Das Ganze hörte sich nicht unbedingt koscher an, doch sie hatte in den vergangenen Jahren gelernt, dass vieles in der Company an der Grenze zur Legalität stattfand. Sie hatte für sich entschieden, dass es sie nicht kümmerte, waren doch die Vergünstigungen, welche man ihr in Aussicht stellte, um ein vielfaches mehr wert. Und so nickte sie abermals mit dem Kopf.

Sarah Duriel: "Ich werde Sie nicht enttäuschen. Ich werde mich vorab über die beiden Herren informieren."

Fellon schüttelte jedoch mit einem breiten Grinsen den Kopf.

Mr. Fellon: "Das wird nicht nötig sein, Mademoiselle Duriel. Wir haben für sie bereits alle Informationen zusammengestellt, welche sie benötigen werden!"

Er zog nun eine weitere Akte aus seiner Schublade und überreichte ihr diese.

Mr. Fellon: "Darin werden Sie alles vorfinden, was notwendig ist, um einen Erfolg zu garantieren. Und nun gehen Sie. Ich werde mich bei Ihnen melden, um in Erfahrung zu bringen, wie ihre Fortschritte aussehen!"

Er lachte laut auf.

FLASHBACK ENDE

 


 

Vor ihr steht er in all seiner Pracht. Mr. Fellon. Er hatte ihr also nur eine kurze Denkpause gegönnt und nun war er wieder da. Hinter ihm stehen zwei seiner Männer. Bewaffnet, wie sie erkennen kann. Sie weicht instinktiv einen Schritt zurück, entschließt sich dann jedoch dazu in die Offensive zu gehen. Es bringt nichts, wenn sie davonläuft. Sie kennt die Mechanismen der Company nur allzu gut. Sie verzerrt das Gesicht zu einer wütenden Fratze.

Sarah Duriel: "Was wollen Sie von mir? Ich habe nichts mehr mit Ihnen zu schaffen!"

Fellon schüttelt süffisant den Kopf und schenkt Duriel ein schmieriges Grinsen. Er geht einige Schritte auf sie zu.

Mr. Fellon: "Ich dachte, dass hätte ich bei meinem letzten Besuch ziemlich deutlich gesagt, Mademoiselle Duriel. Sie sollen Mister Godd für die Company gewinnen!"

Sie schüttelt energisch den Kopf.

Sarah Duriel: "Ich arbeite nicht mehr für die Company und habe nicht vor daran etwas zu ändern. Ihr könnt mich nicht mehr so wie früher einschüchtern. Ich bin nicht mehr das naive Mädchen von einst, dass sich von euch für dubiose Machenschaften missbrauchen lässt!"

Fellon lacht kurz auf und schüttelt abermals den Kopf.

Mr. Fellon: "Welch harte Worte Sie doch verwenden, Mademoiselle Duriel. Von Missbrauch kann doch gar keine Rede sein. Wir bitten Sie lediglich um einen kleinen Gefallen, der alten Zeiten wegen! Ich garantiere Ihnen, dass Sie davon profitieren würden ... Mister Godd übrigens ebenfalls!"

Er schenkt ihr ein raubtierhaftes Grinsen.

Mr. Fellon: "Denken Sie darüber nach, was die Company Ihnen alles bieten kann, um ihr kleines Glück zu vervollständigen!"

Sie schüttelt abermals den Kopf.

Sarah Duriel: "Ich weiß genau, wie eure Gefallen aussehen, und ich werde mich nicht dazu hingeben! Das könnt ihr vergessen!"

Fellon blickt sie nun mit ärgerlicher Miene an. Er hatte sich das Ganze einfacher vorgestellt und er steht unter Erfolgsdruck. Er muss also wohl andere Seiten aufziehen! Kurz schüttelt er den Kopf.

Mr. Fellon: "Es ist außerordentlich schade, dass Sie mich zu anderen Maßnahmen zwingen wollen, Mademoiselle Duriel, aber wenn Sie sich so beharrlich weigern, sehe ich mich gezwungen andere Wege zu gehen!"

Sarah blickt ihn leicht eingeschüchtert an. Sie kann sich nur zu gut daran erinnern, was für Mittel die Company gelegentlich einsetzt, um ihre Ziele zu erreichen.

 


 

FLASHBACK

2009

Es waren nun einige Monate vergangen, seitdem Louis Rouswell den höchsten Titel der XFWA gewonnen hatte. Seitdem sie sein Vertrauen gewonnen und ihn schließlich im Auftrag der Company unter Drogen gesetzt hatte, um ihn gefügig zu machen. Doch in den letzten Wochen waren ihr immer mehr Zweifel an der Sache gekommen. Und außerdem hatte sie angefangen Gefühle für den Franzosen zu entwickeln. Anfangs hatte sie sich noch geweigert diese zuzulassen, doch schließlich kam sie nicht umher zuzugeben, dass ihr die körperliche Nähe zu Louis durchaus gefiel und zwar außerordentlich. In den wenigen Momenten, in denen er klar war, war Louis ein äußerst romantischer Typ und immer wieder überraschte er sie mit Kleinigkeiten wie einem Collier oder einem selbstgekochten Abendessen. So hatte sie schließlich den Entschluss gefasst dem Ganzen ein Ende zu setzen. Zu diesem Zweck hatte sie sich im Büro von Fellon eingefunden, um ihm mitzuteilen, dass sie nicht mehr für diese Machenschaften zur Verfügung stehen würde. Dieser blickte sie misstrauisch an.

Mr. Fellon: "Mademoiselle Duriel, es erstaunt mich Sie zu sehen, wo unser nächstes Treffen doch erst in einigen Wochen angesetzt ist. Was hat es damit auf sich? Gibt es etwa erneut unerwünschte Nebenwirkungen?"

Die Nebenwirkungen, von denen Fellon sprach, waren in den letzten Wochen immer wieder Mal aufgetreten. Die injizierten Drogen hatten kurze Aussetzer, in denen Louis nicht unter ihrem Einfluss stand und selbstständige Entscheidungen traf, zur Folge. Man hatte dem entgegengewirkt, indem man die Dosis erhöht hatte, sodass der Franzose nur noch eine willenlose Marionette war. Sie schüttelte kurz den Kopf.

Sarah Duriel: "Nein, darum geht es nicht. Ich ..."

Nun wo sie vor ihm stand, war sie sich nicht mehr ganz so sicher, ob sie mit der Sprache rausrücken sollte.
Sie zögerte. Fellons Miene verhärtete sich.

Mr. Fellon: "Nun sagen Sie schon. Meine Zeit ist kostbar, Mademoiselle Duriel, und ich pflege diese nicht mit Nichtigkeiten zu verschwenden!"

Sein Blick durchbohrte sie förmlich. Sie nahm nun all ihren Mut zusammen.

Sarah Duriel: "Es geht um diese gesamte Aktion ..."

Mr. Fellon: "Ich höre ..."

Sarah Duriel: "Ich mache da nicht länger mit!"

Fellon reagierte zunächst mit einem überraschten Gesichtsausdruck, dann jedoch fing er an dreckig zu lachen. Er schüttelte kurz den Kopf.

Mr. Fellon: "Sie amüsieren mich, Mademoiselle Duriel. Wollen Sie mir etwa mitteilen, dass sie wahre Gefühle für diesen Narren entwickelt haben? Dass Sie nun vor lauter Liebe nicht mehr in der Lage sind ihren Auftrag auszuführen?"

Ungesehen drückte er auf einen Knopf unterhalb seines Schreibtisches.

Sarah Duriel: "Ich ... ich kann dieses falsche Spiel einfach nicht mehr mit meinem Gewissen vereinbaren. Ich steige aus. Ich werde ihm alles sagen!"

Erneut schüttelte Fellon nur den Kopf und legte ein raubtierhaftes Grinsen auf.

Mr. Fellon: "Nun, ich fürchte, dass wir das nicht zulassen können und auch nicht zulassen werden, Mademoiselle Duriel!"

Sarah Duriel: "Sie können mich nicht davon abbringen!"

Er lachte einmal mehr auf.

Mr. Fellon: "Und genau in diesem Punkt unterschätzen Sie mich, Mademoiselle Duriel!"

In diesem Moment ging die Bürotür auf und zwei massive Gestalten traten ein. Sarah erschrack, doch ehe sie etwas unternehmen konnte, hatten die beiden sie schon in ihren eisernen Griffen. Fellon erhob sich und ging nun auf sie zu. Kurz blickte er ihr in die Augen und dann, ohne Vorwarnung, verpasste er ihr eine schallende Ohrfeige.

Mr. Fellon: "Es ist bedauerlich, dass Sie diesen Entschluss gefasst haben, jedoch lassen Sie mir nun keine andere Wahl, als die Angelegenheit selbst zu managen. Dank ihrer bis dato hervorragenden Arbeit wird dies kein Hindernis mehr darstellen. Für Sie haben wir jedoch in dieser Verfassung keinerlei Verwendung mehr. Sie werden jedoch verstehen, dass wir Sie damit auch nicht einfach so an die Öffentlichkeit gehen lassen können! Armseeliges Stück!"

Er schüttelte abermals den Kopf.

Mr. Fellon: "Schafft sie mir aus den Augen und sorgt dafür, dass sie das Tageslicht so schnell nicht wieder zu Gesicht bekommt. Vielleicht tun ihr einige Monate im Loch ganz gut!"

Er lachte einmal mehr laut auf, während die beiden Gestalten eine um sich tretende Sarah ergriffen und aus dem Büro zogen.

FLASHBACK ENDE

 


 

Sie erinnert sich an die Monate in diesem sogenannten Loch, als wäre es gestern. Doch letzten Endes hatte sie es geschafft zu flüchten und der Company zu entkommen. Zumindest hatte sie das gedacht, bis Fellon vor ein paar Wochen hier in der PCWA aufgetaucht war. Doch eines wusste er nicht, nämlich, dass diese Monate sie härter gemacht hatten. So einfach würde sie sich nicht einschüchtern lassen.
Entschlossen tritt sie ihm entgegen.

Sarah Duriel: "Ich lasse mich nicht bedrohen. Wir sind hier in der Öffentlichkeit. Hier können Sie mich nicht einfach so wegschleppen, ohne neugierige Blicke auf sich zu ziehen!"

Fellon nickt mit dem Kopf und lacht kurz auf.

Mr. Fellon: "Damit haben Sie vollkommen Recht, das kann ich in der Tat nicht, jedoch muss ich dies auch gar nicht. Sie werden sich auch so fügen!"

Sie blickt ihn voller Feindseeligkeit an.

Sarah Duriel: "Einen Scheiß werde ich ..."

Fellon greift in aller Ruhe in die Tasche seines Anzugs und zieht ein Polaroid Foto aus dieser. Er schenkt Sarah ein weiteres Grinsen.

Mr. Fellon: "Sie werden ... ich bin mir ziemlich sicher, dass diese kleine Fotografie sie überzeugen wird sich uns anzuschließen, Mademoiselle Duriel."

Er streckt ihr das Foto entgegen. Sie zögert kurz, greift dann jedoch zu. Als sie einen kurzen Blick darauf wirft, lässt sie das Foto erschrocken aus ihren Händen gleiten. Das kann einfach nicht sein ... 

Mr. Fellon: "Wie Sie sehen, befindet sich ihre kleine Schwester bei uns in bester Gesellschaft. Ich bin mir sicher, dass es in ihrem Interesse ist, dass ihr kein ... Malheur sagt ihr Franzosen doch ... zustößt!"

Er lacht lautstark auf, während Sarah fassungslos auf das Foto starrt, welches vor ihr am Boden liegt und ihre kleine Schwester zeigt, die auf einem Stuhl gefesselt ist. Fellon hingegen grinst abermals boshaft.

Mr. Fellon: "Nun, Sie kennen Ihren Auftrag, Mademoiselle Duriel. Ich erwarte bei meinem nächsten Besuch Ergebnisse ... sonst ... nun, das können Sie sich ja denken!"

Er dreht sich um und setzt sich in Bewegung. Nach einem kurzen Fingerschnippen seinerseits, folgen ihm seine zwei Begleiter. Sarah hingegen bricht zusammen und sinkt auf die Knie. Sie hebt das Foto auf und starrt es mit Tränen in den Augen an. Was soll sie jetzt nur tun? Ihr bleibt eigentlich keine Wahl mehr ... es geht schließlich um ihre geliebte kleine Schwester ... Cécile!


------------------ PCWA ------------------

Ein kleines dunkles Zimmer, in das Licht tritt, ein Mann mit einem Bild in einem Bilderrahmen. In diesem Bild zu sehen... Lara Lee. Wie gewohnt in ihrer Kampfpose trohnt sie auf diesem Bild. Ohne ein Wort zu sagen, hält der Mann das Bild einfach ins Kamerabild. Als ein Lied begann....

Ich war ganz allein zu Haus
Die Eltern waren beide aus
Da sah ich plötzlich vor mir stehen
Ein Schächtelchen nett anzusehen

Ei sprach ich wie schön und fein
Das muss ein trefflich Spielzeug sein
Ich zünde mir ein Hölzchen an
Wie's oft die Mutter hat getan

Jimmy Maxxx: "Lara... ich weiß du wirst nie gegen mich antreten. Aber wenn du der Meinung bist, dass du mir damit entwischen oder aus dem Weg gehen kannst, hast du dich geirrt."

Immer wenn ich einsam bin
Zieht es mich zum Feuer hin
Warum ist die Sonne rund
Warum werd ich nicht gesund

Es greift nach mir ich wehr mich nicht
Springt mir mit Krallen ins Gesicht
Es beißt sich fest es schmerzt mich sehr
Ich spring im Zimmer hin und her

Jimmy Maxxx: "Du wirst es nie kommen sehen... ob im Ring oder auf der Straße. Ich werde dich in die Finger kriegen! Du solltest immer die Augen und Ohren offen halten... ich werde dich entlarven. Als das kleine unschuldige Mädchen, das du tief in deinem Kern bist, welches nur auf extreme Weise nach Aufmerksamkeit sucht. Ich werde diese Performance von dir endgültig beenden und diese Scharade allen offenbaren. Deinem noch Tag Team Partner, der PCWA, den Zuschauern - aber vorallem dir selbst. Du bist mir damals in den USA weggelaufen. Diesesmal gelingt es dir nicht. Wenn nicht auf dem offiziellen Weg, dann mache ich es so wie du. Aber ich werde im Gegensatz zu dir diese Sache zuende bringen!"

Oh weh die Flamme fässt das Kleid
Die Jacke brennt es leuchtet weit
Es brennt die Hand es brennt das Haar
Ich brenn am ganzen Leib sogar

Und dann verbrennt das Bild von Lara Lee einfach, während es mit einem lauten Knall und Glasscherben auf dem Boden zerschellt.


------------------ PCWA ------------------


 

146



Live aus dem PCWA Theatre / Berlin, Deutschland (Phoenix Center)

Feuerwerk jagd durch das wieder einmal gut gefüllte, ja ausverkaufte, Theatre. Die Fans sind heiß auf diese neue Ausgabe von Vendetta und können ihrer Freude nicht anders zum Ausdruck bringen, als durch frenetischen Jubel, heftiges Herumwinken, Sprünge in die Luft, unaufhörliche Wedelei mit Plakaten usw. usw...

Während zeitgleich die Vendetta Theme durch die Boxen dröhnt und das Intro-Video auch in der Halle läuft, begrüßen uns nach einer Weile unser allzeitbeliebtes Kommentatoren-Duo. Vincent Craven ist wie immer in einen Anzug gekleidet, während Mike Garland in einem lockeren Pulli dasitzt, der mit einer Aufschrift "Get well soon, Kevin" Kevin Sharpe ein Grüßchen sendet.

Vincent Craven: "Ein frohes neues Jahr 2020, liebe PCWA Fans, und ein herzliches Willkommen zu einer neuen Ausgabe von Vendetta!"

Mike Garland: "Auch von mir alles Beste für das Neue - 2020, man, man, man. Die Zeit vergeht und ehe man sich versieht, vergeht sie sich an einem... Wer sagte das noch gleich, Vince?"

Vincent Craven: "Muss ein großer Künstler gewesen sein... 2020 ist jedenfalls ein sehr interessantes und eherenvolles Jahr für unsere Liga."

Mike Garland: "Nicht nur dass wir Ende diesen Jahres unser zwanzigjähriges Bestehen feiern, so wird auch im Frühsommer die 150. Ausgabe von Vendetta stattfinden. Wenn das mal kein Grund zum Feiern ist, Vince."

Vincent Craven: "Ja, definitiv. Aber auch heute wird es schon richtigungsweisend, schließlich ist dies heute die letzte Ausgabe vor dem Imperial Impact 13. Und wie wir alle wissen, ist das der interaktive PPV der PCWA. Die Fans hier und auch ihr dort draußen an den Bildschirmen solltet heute also unbedingt dran bleiben."

Mike Garland: "Als Highlight gibt es neben der Zukunftsmusik allerdings auch wieder den alljährlichen Blick in den Rückspiegel - die Possession Awards 2019."

Vincent Craven: "Die Expertenkommission hat mal wieder gewählt und die Gewinner in den bekannten Kategorien werden am heutigen Abend noch verkündet."

Mike Garland: "Dazu haben wir die folgenden Matches:"

Opener
- 2nd Encounter -
Regular Singles Match
Bild
Bild
Bild
(Der erste Fall entscheidet über den Sieg. Als Fall zählen Three Count, Submission, Disqualifikation sowie Count-Out.
-Referee: Charlie Swanson; Timelimit: 15 Min)

Vincent Craven: "Bei der letzten Vendetta trafen Stem und Matt Stone in einem fairen Match aufeinander, bei dem der Cotatores Champion die Nase vorne hatte. Doch das war nichtr genug: Ihre beiden Partner wollen auch gegeneinander in den Ring."

Mike Garland: "Schon letztes Mal kündigte sich allerdings an, dass das Ganze nicht so weichgespült und langweilig ablaufen wird, wie bei den anderen beiden Teddybären. Wir haben Lara eben gehört und gesehen... Hrrr.. Sie ist eben.. zu knallen... äh, ich mein... ein Knaller!"

Vincent Craven: "Wenn sie ihren großen Worten Taten folgen ließe, dann hätte sie wenigstens auch eine gute Grundlage für ihre Ambitionen. So bringt sie das Team mit Stem unnötig in Gefahr und das wird sicher auch Auswirkungen auf den heutigen Opener haben. Die Stimmungen einer Frau... da kannst du sicher mehr von erzählen, Mike."

Mike Garland: "Bevor es mit Stimmungen losgeht, bin ich in der Regel wieder weg... Aber wie ich das gesehen habe, ist Stem doch die beleidigte Leberwurst. Lara hat zuvor klar gesagt, was sie will... Und außerdem haben die Partners in Crime genauso nebenbei noch Dinge am Laufen, die sie ablenken dürften."

Vincent Craven: "Du sprichst ihre Attacke an Happy Hour bei der letzten Show an. Das war in der Tat überraschend hart... und wenn ich Gordon sowie Brandon richtig einschätze, dürfte da heute durchaus ein Gegenschlag zu befürchten sein. Ich hoffe allerdings nicht darauf."

Mike Garland: "Tja, wer dem besten Tag-Team der Liga ihren Sieg gegen die Heuchlerbande trübt, sollte sich nicht wundern, wenn er bei der nächsten Show ein paar Sterne sieht."

Vincent Craven: "Sprichst du nun schon wieder von dir und deinen Träumereien mit Lara?"


2nd Match
- Come at me, Dog! -
Regular Singles Match
Bild
Bild
Bild
(Der erste Fall entscheidet über den Sieg. Als Fall zählen Three Count, Submission, Disqualifikation sowie Count-Out.
-Referee: Nelson Frider ; Timelimit: 15 Min)

Mike Garland: "Lach du nur, Vincent. Ich freue mich schon, wenn du am Ende des zweiten Matches wieder so dumm aus der Wäsche schaust, wie nach unserem letzten Main Event."

Vincent Craven: "..."

Ehe Vincent etwas sagen kann, grätscht Mike noch einmal rein.

Mike Garland: "WAS im übrigen die dritte Niederlage für Mad Dog in Folge bedeuten würde. Von wegen hier... großer Held und Kupferstecher und so, wie der Hund das eben in der Pre Show wieder großkotzig von sich gab. Pah!"

Vincent Craven: "Ich werde jetzt nicht darauf eingehen, wie die Niederlagen zustande kamen. Aber heute dürfte es in allen Belangen fair zugehen, es ist ein Singles Match - also bin ich guter Dinge. Maxxx und MD streiten sich seit der letzten Show, wie es unser Liga geht und wie es ihr damals ging... und da sind die beiden so konträrer Ansicht, dass es zu diesem Match kommen musste."

Mike Garland: "MD brauchte einfach noch irgendjemand, um sich in der Position des Number One Contenders nicht komplett lächerlich zu machen - aber da hat er sich bei Jimmy Maxxx mal wieder ins eigene Fleisch geschnitten."

Vincent Craven: "Immerhin zieht er nicht, so wie Lara Lee es getan hat, den Schwanz ein. Er stellt sich Maxxx in einem Match, anstatt davonzulaufen und dann auch noch über irgendwelche Titelträume zu reden."

Mike Garland: "Maxxx hat damit noch nicht abgeschlossen, wie die Pre Show gezeigt hat... Vielleicht kann er Lara ja nochmal umstimmen, immerhin scheint ja ihr Team mit Stem sowieso nicht mehr so tragfähig. Im Gegensatz zu dem, was erneut in unserem Main Event zu bewundern ist."

Main Event
- Madness spreads -
I quit Match
Cryption Crown
Bild
Bild
Bild
Bild
(Der Teilnehmer von Team Happy Hour wird im Laufe der Show bekannt gegeben.
Das Match ist beendet, sobald einer der Kontrahenten I QUIT ruft.
-Referee: Johannes Ullrich, Kein Zeitlimit)

Vincent Craven: "Dieses Mal wird allerdings nur einer der beiden antreten - und zwar in einem Match um die PCWA Cryption Crown. Der Sieg über den Undisputed Gerasy und seinen Herausforderer hat bei Happy Hour also direkt zu einer Titelchance geführt."

Mike Garland: "Allerdings nicht um die Cotatores, so wie es sich die beiden wünschten, sondern um die Krone. Aber gut - man nimmt, was man kriegen kann, eh?!"

Vincent Craven: "Es passt auch daher gut ins Bild, da es das dritte Match in dieser Season ist, welches das neue Triumvirat gegen das Gegenbündnis, bestehend aus Mad Godds und Shadow, führt..."

Mike Garland: "Come on! Es steht 2:0 - wie soll also dieser Kampf ausgehen?"

Vincent Craven: "Mit der 'I quit'-Rule hat sich Shadow hier womöglich keinen großen Gefallen getan. Immerhin dürften Tony Graves und auch derjenige von Happy Hour, der nicht antritt, ihre Finger im Spiel haben... Obwohl Graves ja selber auf das Silber schielt."

Mike Garland: "Das wird keinen Zwist säen. Das neue Triumvirat sind ja nicht die Mad Godds."

Vincent Craven: "Bisher verstehen sich James Godd und Mad Dog gut, trotz..."

Mike Garland: "Jaha... blendend! HA, das ich nicht lache. Fangen wir lieber mit der Show an, sonst muss man dir leider die Fachkompetenz absprechen, Vince."

Vincent Craven: "Ich sage dir jetzt mal was Kompet- wie Intelligentes: Mad Dog besiegt Jimmy Maxxx und Shadow verteidgt heute die Crown!"

Mike Garland: "Und wie war dein Stuhlgang sonst?"


------------------ PCWA ------------------

Wohin man auch blickt: dasselbe. Rundherum. Lediglich Neulinge könnten für einen kurzen Moment ob der schier unendlichen Weite getäuscht werden - und würden erst, wenn sie sich selbst vielfach sehen, die vielen Reflektoren erkennen.  Er selbst wusste dies - deswegen schätzte er diesen Ort so sehr. Kaum Versteckmöglichkeiten, auf die Essenz der Anwesenden reduziert. Quasi seine Kathedrale der Wahrheit.

Shadow hatte es sich im Zentrum seiner Spiegelnische im entfernten Teil der Halle relativ bequem gemacht: bis auf den Durchgang selbst, der statt des hallenweiten Betons hier noch zusätzliches Linoleum aufwies, hatte er den Rest des Bodens mit Matten auskleiden lassen. Er selbst saß im Schneidersitz auf einem zentralen quadratischen Hocker - fast meditativ, das Gesicht wie immer haarverhangen. Und auf seinen Knien ausgebreitet … die silbern schimmernde Cryption Crown.

Hinter dem dunklen Haarschleier schielten seine Augen darauf. Seinen Titel, welchen er sich erfightet hatte. Den er verteidigt hatte. Und welchen er schon sehr bald erneut aufs Spiel setzen würde. Viele grübelten in der Situation über das Wie, manche über das Wo … nur er sinnierte gerade über das Wer. Das, was eigentlich klar sein sollte in derlei Konstellationen … das war diesmal so diffus wie er.

"Na, "Champ"?!"

Dank der Spiegel-Architektur muss der Schatten nicht einmal den Kopf bewegen. Er erkennt seinen Gast. Hat ihn scheinbar schon bemerkt bei der Annäherung.
Und in seiner bekannt-rotzigen Art tritt der Vorgänger des amtieren Cryption Crown nun näher.

Jimmy Maxxx: "Genießt du die Ruhe vor dem Sturm? Oder philosophierst du darüber, wie du weiterhin in einer Scheinwelt leben kannst? Von der du weder etwas verstehst noch den tieferen Sinn kennst?"

Der Fighter aus der Hauptstadt kommt nun mit einem abfälligen Grinsen näher. Er umrundet den nach wie vor still dahockenden schwarzen Krieger, bevor er leicht rückwärts wankend sich wieder von ihm entfernt. Dann lässt er sich ebenfalls fallen: auf die Matten nahe der einen Spiegelwand. Jimmy klopft einmal vorsichtig mit dem Finger gegen die Reflektoren. Dann richtet er die Augen fest auf Shadow, der sich noch immer nicht gerührt hat.
Aber dann …

Shadow: „Das Schöne mit Dingen, egal wie beschaffen, teuer und vielfach sie auch sein mögen, ist, dass man sie immer ersetzen kann. Es ist sehr schade, dass einem das mit Menschen nicht gelingt. Mit ihnen muss man auskommen, egal welcher Couleur und Gesinnung sie angehören mögen. Das ist das Schicksal der Linearität, der gesprochenen Worte, der Taten … wie geworfene Steine. Man holt sie auch nicht zurück, sondern kann nur die Spur ihrer Verwüstung auffegen. Was anderes habe auch ich nicht getan.“

Die linke Hand geht offerierend hoch.

Shadow: „Also … was führt dich hierher … Ring-Joker?“

Der Berliner grinst und winkt ab.

Jimmy Maxxx: "Ach, eigentlich nichts Besonderes... also dich."

Ein etwas abgedrehter kurzer Lacher von Jimmy zu dieser Aussage.

Jimmy Maxxx: "Weißt du, viele würden meinen, ich bin einfach nur hier durch Zufall. Einfach nur, um wieder etwas Ärger zu verursachen. Dabei haben wir beide so viel gemeinsam, sind uns jedoch so verschieden."

Er blickt Shadow in das fahle Gesicht - welches er hinter der blickdichten Frisur vermutet.

Jimmy Maxxx: "Das Ding ist, Shadow: in meinen Augen bist du genauso ein verlorener Mensch, wie Ronin es war. Beide zieht ihr los, lest ein paar düstere Bücher und meint, wenn ihr euch jetzt ein paar Klamotten kauft aus einem Gothic Store wie ein paar Teenager, die einen Unheilig Song abfeiern, dass ihr dann auf einmal so krass böse und alternativ seid. Dabei seid ihr einfach nur genau das: ein paar Teenager ohne eigene Persönlichkeit, die das tun, was ihnen der Main Stream in den Kopf pflanzt."

Ohne den Kopf groß zu bewegen, entknotet der Champ seine Beine. Stellt sie so auf den Boden, dass er nun einem Denker gleich dasitzt.

Shadow: „Und was bist dann du, Joker?! Der Anti-Streamer? Immer noch der Geist, der stets verneint? Der Ziellose muss sein Schicksal erleiden - der Zielbewusste aber gestaltet es. Was und wen jemand als verloren ansieht, ist immer eine Frage des Standpunktes. Vielleicht driftest du gerade an mir vorbei ins Nirwana der Bedeutungslosigkeit … weil du so oft Weggefährten, Ziele und eigene Überzeugungen betrogen und über Bord geworfen hast. Und auch wenn meine Wege verschlungen und obskur aussehen mögen - ich weiß, wohin ich will.“

Der Berliner lacht etwas verrückt und abgedreht ins Gesicht des "Champions".

Jimmy Maxxx: "Und wohin genau? Auf die nächste Titelseite der Bild Zeitung? In den nächsten Rasierer Werbespot neben der Deutschen Nationalmannschaft? Ganz egal - auf jeden Fall nicht in eine Richtung, die jemand mit einer Mentalität, wie du sie zumindest vorgibst zu haben, hingehen sollte. Du bist erbärmlich, Shadow. Alleine dein Name ist schon so irreführend."

Ein Kopfschütteln, gefolgt von einem vor-die-Füße-Spucken gegenüber Shadow.

Jimmy Maxxx: "Ich habe es einfach so satt, dass Typen wie Ronin oder du einfach in Ligen reinspazieren und sich ein x-beliebiges Emo Shirt anziehen, nachdem sie sich die Haare schwarz gefärbt haben. Und dann einen auf mysteriös und alternativ machen, während sie einfach nur ein stereotypes Klischee einer Lebenseinstellung darstellen. Wie ein Schaf in einem Wolfspelz. In jeder Liga, in der ich bis jetzt war, da war ich der Psycho. Der Mann, der nicht ins Gesamtbild passte. Aber im Gegensatz zu Versagern wie dir war das kein Kostüm, das ich einfach übergestreift habe, um vor diese Kameras zu treten. Das ist kein Spiel hier für mich, sondern mein Leben, Shadow."

Ein Zeigefinger geht an seine Schläfe.

Jimmy Maxxx: "Ich lebe wirklich in einem abgefuckten Viertel von Berlin, in einer kleinen Bude ohne große Schätze oder Reichtümer. Ich habe wirklich Tag für Tag abgrundtief düstere und schlechte Gedanken und sehe der Welt zu, wie sie zu Grunde geht. Wegen kapitalistischen Lügnern wie dir, Shadow. Die sich den erst besten Hashtag nehmen und damit losrennen auf der Suche nach Likes von fremden Menschen."

Dann deutet er auf die Cryption Crown.

Jimmy Maxxx: "Genauso wie das Ding da, Shadow. Jeder weiß, dass Jimmy Maxxx immer noch der Cryption Crown Halter sein sollte. Warum? Nicht, weil ich der geilste oder beste Wrestler bin in der PCWA. Sondern weil ich der Inbegriff dieses Titels bin. Ich bin der Master of Desaster. Niemand steht mehr für Chaos und Gewalt als Jimmy Maxxx. Du dagegen? Du stehst nur für Langeweile und Gothic Klischees. Meine kurze Zeit mit dem Titel war bedeutsamer als jede Minute, die du vor einer PCWA Kamera gestanden hast."

Der Berliner lässt die Worte auf den Schatten wirken. Im Bewusstsein ihrer Wirkung.
Doch diese scheint zunächst nicht einzutreten. Zunächst …

The Unfathomable Dark hockt noch immer denkend da. Dann - ganz langsam, nickt er.

Shadow: „Bedeutsamer, soso …“

Und nickenderweise erhebt er sich nun, eine Hand noch immer scheinbar am Gesicht, die andere hat die Crown gegriffen.

Shadow: „… wenn man ein totes Pferd reitet, sollte man absteigen. Selbst dir müsst diese durchgeleierte Volksweisheit bekannt sein, welche wie keine Zweite das Siechtum zusammenfasst, welches du ein Leben nennst. Die Tragik ist allerdings, dass du nie wirklich fest im Sattel gesessen hast, Joker.“

Den Arm mit dem Gürtel in der Hand lässig herab hängen lassend tritt Shadow an einen der Spiegel heran …
… und hat plötzlich in der anderen Hand etwas gegriffen: der rote Schminkstift von einst. Und mit diesem … malt er langsam eine Art stilisierter Narbe auf das Spiegelglas. Genau da - wo das Gesicht Jimmys für ihn reflektiert wird.

Shadow: „Ich mag ein Polarisator sein. Eine fleischgewordene Aura: etwas, das da ist, aber nie ganz greif- oder erklärbar. Und trotzdem wissen diejenigen, welche in meinem Fokus stehen, immer genau Bescheid, was sie von mir zu erwarten haben. Und dann haben wir dich: einem Flummi gleich prallst du von jeder Wand ab, welche dir Stirn und Widerstand bietet. Um in einem schier ewigen Schwingungszustand durch die Dimensionen geschleudert zu werden - und wenn es gut läuft noch zu wissen, wer man ist und woher man kommt. Du urinierst an alle Ecken und Hosenbeine deines Weges für ein bisschen Pseudo-Selbstfindung. Du trittst dem bisschen Partnerschaft, was sich mit dir abgibt, nur deswegen in die Familienplanung, weil du dir irgendwelche Schwachheiten als Begründung einbildest.“

Die Züge des Gemalten werden dicker und fester - bis Shadow so viel Druck ausübt, dass der Rotstift wegbricht. Zurück bleibt ein unfertiges Bild mit kleinen Farbanhaftungen.
Er dreht sich wieder zu Maxxx um.

Shadow: „Und dann der Titel des angeblichen Inbegriffs deiner selbst: Wochen und Monate verlangst du danach wie ein verzogener Säugling. Dann fällt dir die Crown durch eine glückliche Fügung zufällig in die Hände. Doch statt ihr Prestige einzuhauchen, forderst du in einem Anflug gekränkter Rache den Mann heraus, welcher dich schon einmal in die Schranken gewiesen hat … und versagst erneut. Also - wer ist hier der Bedeutungslose, huh?!“

Der Berliner lacht - so laut hat man ihn noch nie lachen hören. Er lacht dem Schatten ins "düstere" Gesicht. Dann grinst er wieder psychotisch. Um dann einmal links und einmal rechts an dem Schatten vorbei zu sehen.

Jimmy Maxxx: "Oh ja, ich sehe schon die Warteschlange an PCWA Wrestler hinter dem beeindruckenden und gefährlichen Cryption Crown Träger."

Nochmal lacht er dem Titelträger ins Gesicht.

Jimmy Maxxx: "Und dann du und polarisierend? Weißt du überhaupt, was das Wort bedeutet? Oder wer hier gerade vor dir steht? Vor dir steht der wohl polarisierendeste Wrestler der letzten zehn Jahre! GFCW, RSW, FSP.... überall, wo ich war, bin ich angeeckt. Habe die Meinungen und Geschmäcker gespalten. Ich war der kontroversteste und meist diskutierteste Wrestler für Jahre. Und jetzt meinst du, du könntest dir einfach ein paar Emo Klamotten anziehen, auf gut Glück die Cryption Crown gewinnen und schon bist du der neue Bösewicht des Jahres? Das ich nicht lache..."

Dann deutet er wieder auf den Gürtel.

Jimmy Maxxx: "Alleine für deine Naivität gehört dir der Titel wieder abgenommen, Shadow! Genau wie du stehe ich ohne Herausforderer da. Wie wäre es, wenn du deinen Worten mal ein paar Taten folgen lässt und mir mein Rematch gibst?"

Diesmal kein Nicken - nicht einmal das gewohnte Glucksen. Ohne irgendeine Ahnung vom Stapel zu lassen, was ihn bewegen könnte … bewegt sich der Schatten langsam zum Ausgang der Spiegelnische.

Shadow: „Jede neue Herausforderung ist ein Tor zu neuen Erfahrungen. Nur ist deines geschlossen, obwohl du dagegen anrennst. Ich habe dich zweimal bezwungen - du bist kein Gegner mehr für mich …“

Bevor er ganz um die Ecke gebogen ist, bleibt der Titelträger aber noch ein letztes Mal stehen. Er dreht Jimmy den Kopf zu - dann schwingt er diesen ein letztes Mal herum. Die langen Haare fliegen in den Nacken - es bleibt das übliche fahle Gesicht, aus dem die kalten grünen Augen herausstarren. Ohne ein Wort oder eine Regung geht die Titelhand zum Kopf. Der Zeigefinger wird kurz abgespreizt, um auf das pantomimenhafte Antlitz zu deuten …

… bevor er die schwarze Mähne wieder vor das Gesicht holt.

Shadow: „… trotzdem schlage ich ungern Optionen aus. Daher das: wenn ich bis Ende dieser Vendetta keinen Opponent für das Cryption Crown Match bei Imperial Impact habe, könnte deine Chance wachsen die Lebensweisheit ‚Aller guten Dinge sind drei‘ in die Tat umzusetzen. Aber dafür … bleiben dir nur die restliche Show und die Anfangsaugenblicke des Impacts Zeit. Zeit, zu beweisen, dass du zu mehr fähig bist als einem Dasein gleich dem erbrochenen Urinsteins aus einer pestverseuchten U-Bahn-Ratte. Und falls du der Welt einen wirklichen Dienst erweisen willst: WENN … dann mach es nicht für mich, die PCWA oder den Titel. Mach es für dich selbst. Als dann, Master of Desaster….“

Damit verschwindet der Schatten um die Ecke.

Jimmy Maxxx: "Aha, ich sehe schon... genau wie Lara versteckst du dich hinter Abers und Ausreden. Mach was du willst, Shadow, aber ein Rematch ist unausweichlich! Egal, was du sagst oder denkst..."


Vincent Craven: "Maxxx und Shadow werden sich in ihrem Leben wohl nicht mehr grün werden. Ob es aber nach Out of Ashes 2018 und dem Brawlin' Rumble XIII noch ein drittes Match braucht?!"

Mike Garland: "Ashes ist schon Ewigkeiten her und auch der Rumble liegt schon ne Weile hinter uns. Shadow sollte schon zeigen, dass er dem heutigen Maxxx auch noch gewachsen ist."

Vincent Craven: "Der heutige Maxxx sollte den Fokus lieber auf Mad Dog legen, denn mit einem Sieg über die Töle hätte er sicher die besten Argumente auf seiner Seite."

Mike Garland: "Da muss ich dir echt mal Recht geben, Vince. Allerdings kann er sich dann gleich bei Brandon Cornwallace oder Gordon Banes melden - dem neuen Träger der Krone."

Vincent Craven: "Was bedeuten soll, dass Shadow sich ebenso mehr um das eigene Match kümmern sollte, anstatt in den eigenen Gedanken zu versinken und sich mit neuen Gegnern anzulegen... Mag sein. Die zwei Opponents des Openers hatten, wie wir gerade hören, den Fokus durchaus am richtigen Platz."

Mike Garland: "Das sind ja mal Neuigkeiten und kaum zu glauben. Schauen wir uns den Stuff mal an."


------------------ PCWA ------------------

… noch vor Showbeginn …

 

Ein piesakender Schleier Ungemütlichkeit - derart liegt der dichte Nieselregen wie aus einer gigantischen Sprühdüse stammend über dem Gelände. Die untergehende Sonne hängt verborgen hinter der Wolkendecke, welche die Lichtverhältnisse der Dämmerung noch einmal kräftig trübt. Lediglich die künstliche Helligkeit schneidet hindurch wie ein Leuchtstab durchs Zwielicht: Straßenlampen, Hallenbeleuchtung, Wegweiser …  Das große PCWA-Areal selbst scheint sich gegen die Finsternis zu stemmen. So gut es geht.

Aber schon lange hatte die Dunkelheit keinen wirklichen Schrecken mehr. Und so strömen Fans und Angestellte dem anlockend grell-illuminierten PCWA Theatre entgegen. Vendetta #146 steht auf der Tagesordnung. Und das wollen sich die wenigsten entgehen lassen. Einige beispielsweise auch den Opener nicht mit den beiden angekündigten Superstars. Einmal ihnen zumindest ein wenig nah sein. Sie erleben …
… und wenn die Massen zumindest ein wenig aufmerksamer gewesen wären, hätten sie das jetzt schon haben können.

Stirnrunzelnd verfolgt er, wie der enthusiastische Strom an ihm vorbeiläuft. Die kreischenden Girlies, die wandelnden Merchandise-Stände … eine Dreiergruppe hatte sich sogar mit Tempest - Gesichts-Makeups ausstaffiert. Er nickt anerkennend. Das ging ja schnell in dieser Liga.
So ganz in schwarz mit Mantel, dunklen Klamotten, Ray Ban und Bandana, aber noch ohne malerisches Accessoire auf der Wange übersehen sie Cardigan fast. Der, welchen sie hoffen zu sehen - befindet nur einen Steinwurf entfernt an einen Baum gelehnt, flippt mit dem Daumen entschalte Haselnüsse in die Luft und fängt sie kauend und mit offenem Mund auf.
Er machte sich manchmal diese kleine Betriebsblindheit der Fans zunutze. Andere Kollegen konnten nicht mal auf die Toilette gehen, ohne dass eine Smartphone-Kamera einem folgte. Wie sehr und groß man auch verdiente: Privatsphäre und Individualität konnte man sich nicht kaufen. Da musste man schon kreativ sein. Wie er.

In einem günstigen Moment drückt er sich vom Stamm weg und schlendert langsam dem Eingangstor des Geländes entgegen. Sein bisschen Individualität. Das brauchte er einfach. Selbst, so kurz vor einem Fight.
Immer noch kommen ihm Zuschauer entgegen - immer noch erkennen sie ihn scheinbar nicht. Doch er weiß ganz genau, was er will … und wohin er vor allem will. Etwas summt in seiner Manteltasche und Trent greift danach. Ein kurzer Blick auf das Handy, ein Lächeln - dann steckt er es wieder weg. Auch Windy kannte ihn genau. Und diese nachhakende Nachricht war im Grunde nur pro forma. Früher oder später wäre er wieder da. Fokussiert und kampfbereit.

Er hat das Geländetor beinahe erreicht - da stoppt der Wirbelsturm. Und im Umdrehen wird das bullernde Motorengeräusch hinter ihm immer stärker.

Die Brauen hinter der Sonnenbrille gehen sichtlich in die Höhe: Was da auf der Straße auf ihn zukam, das hatte mehr Ähnlichkeit mit einem Raumschiff aus einem 90er Sci-Fi-Kinofilm als denn mit einem Auto. Und es war sofort anzusehen, dass dieses Gefährt mit nur diesem Adjektiv „ultimativ“ zu beschreiben war: unglaublich flach und breit, eine Keilform in vollendeter Form und mehr Kanten als auf einem Geometrie-Aufgabenblatt. Und es war selbstverständlich in glänzendem Schwarz gehalten. Selbst in langsamer Fahrt sah es einfach nur schnell aus.

Der Autokenner Trent Cardigan erkannte das Model mit gewisser Ehrfurcht und auf Anhieb. Dieses Design konnte man nicht verwechseln, so ein Kunstwerk der Technik sah man als Normalsterblicher üblicherweise nicht fahren: ein Vector W8 Twin Turbo, Baujahr 1992, Kaufpreis: unvorstellbar.

Wie ein „nocturnal predator“, um es in seiner Heimatsprache auszudrücken, schiebt sich der schnittige Sportwagen vom Gelände … und bekommt dabei einen unfreiwilligen Spalier der umstehenden Event-Besucher. Teils ehrfürchtig, teils einfach nur staunend.
Cardigan fragt sich derweil, wer aus der Firma wohl so einen rollenden Edelstein sein eigen nennen durfte. Oder besser konnte. Und die Fragezeichen werden immer größer - denn der W8 bewegt sich unmissverständlich in seine Richtung.

Als das Spitzenauto schließlich direkt neben ihm anhält, drehen sich die noch übrigen PCWA-Zuschauer, die noch nicht dem Nieselregen entkommen waren, um. Auf vorwiegend männlichen Gesichtern ist Erstaunen und sogar Unglauben abzulesen – zum Glück noch immer nicht seinetwegen. Sie sehen etwas, das ein bisschen wie ein Ferrari oder Lamborghini wirkt, nur ein weit Stück verrückter.
Die Fahrertür surrt sanft nach oben wie von selbst und enthüllt das breite Cockpit ... und somit auch die Identität des Fahrers, in diesem Fall der Fahrerin. Die Terminatrix der Liga senkt ein wenig den Kopf, um grinsend nach oben zum Wettermann zu schielen.

Lara Lee: „Moin, Trent, ich mache eine kleine Spritztour zur Entspannung vor unserem Kampf. Bock darauf, mitzukommen und etwas Einzigartiges hautnah mitzuerleben?“

Sie grinst ihn süffisant in Punisher-Tanktop und Jeans an...
… was seine Wirkung scheinbar nicht verfehlt, selbst, wenn sie die Augen hinter der Ray Ban nur schemenhaft wahrnehmen kann.

Cardigan: „Tja, wie heißt es so schön in den Urlauten unserer Heimat: fully loaded. Und das Auto ebenfalls, wie man sieht…“

Lara behält ihre Blickrichtung bei, trotz eines anerkennenden wie selbstgefälligen Grinsens.
Trent derweil lehnt den rechten Ellbogen an die aufgeschwungene Wagentür, lässt seine Augen von vorn nach hinten wandern.

Cardigan: „… ansonsten frag ich mich nur, was wohl eher fehlt: entweder Flügel und Leitwerk … oder doch eher der Fluxkompensator auf der Rückbank. Was auch immer: hoffe, die Startbahn voraus reicht aus.“

Lara: "Rückbank?"

Hinter ihr befindet sich direkt der große V8-Corvette-Motor, getrennt durch eine (dünne) Schallschutzplatte.
Lara guckt skeptisch - der Wirbelsturm grinst.

Lara: "Witzvogel, steig ein. Wir haben einiges zu besprechen."

Und schon geht auch die Beifahrertür in die Höhe. Der Tempest drückt sich von Lees Türs weg, flippt noch eine weitere Nuss in die Höhe und verstaut den Rest in seiner Manteltasche, bevor er einsteigt…
… die Scherentüren haben sich kaum geschlossen, als Lara dem schwarzen Sportwagen scheinbar die Sporen gibt. Donnernd aufheulend und mit qualmenden Reifen braust der Vector aus dem Tor hinaus und durch den Wald Richtung Berliner City.

Während die Bäume links und rechts nur so an ihnen vorbeizischen, bemerkt Lee, wie Cardigan prüfend das Interieur begutachtet.

Cardigan: „Lass mich raten: Lottogewinn, Banküberfall oder Lafayette-Konkursmasse?“

Lara: "Nichts davon, denn dieses schickes Ding gehört mir nicht - leider."

Sie wirft einen kurzen Blick auf das orange-gelbe Display links neben das Lenkrad, das einige Skalen und Daten zeigt. Es wirkt wie aus einem Düsenjet geklaut. Oder wahlweise wie KITTS kleiner Bruder.
Lee drückt auf eine Taste in der Tür - und das Motorengeräusch verändert sich leicht. Jetzt brummt es sanfter als zuvor.

Lara: "Ich hab mir das Schmuckstück von einem Schweizer geliehen, den ich über einen Freund eines Freundes von mir kennen gelernt habe. Er hat mir noch ein kleines Dankeschön geschuldet … für einen Gefallen."

Cardigan: „Gefallen … soso …“

Die Kanadierin guckt den Weatherman schief von der Seite an. Derlei Spitzen war sie gewöhnt.
Dann aber drückt sie eine weitere Taste: plötzlich erscheinen auf der Windschutzscheibe direkt vor ihrer Nase Geschwindigkeit, Umdrehzahlen und Tankanzeige in neon-blau. Sie deutet auf das sogenannte Head-Up-Display.

Lara: "Er hat das Auto von Grund auf sehr vorsichtig generalüberholt. Alles Wesentliche ist geblieben, aber in den entscheidenden Details abgeändert. Das berüchtigte Hitzeproblem hat er mit einem moderneren Doppelturbo und effizienterem Kühlungskreislauf beseitigt. Die Elektronik hat er komplett neu verlegt. Es funktioniert alles deutlich runder. Dafür hat er allerdings rund 500.000 Euro reinstecken müssen. Jetzt fährt er sich aber wie ein nigelnagelneues UFO durchs Weltall. Fantastisch!"

Während sie eine langgezogene Kurve durchrast, gehen ihre Augen wieder zum Tempest herüber.
Der setzt derweil seine Ray Ban ab, steckt sie in die Manteltasche. Seine Augen treffen ihre - Blicke werden ausgetauscht. Die mehr sagen als Worte.
Dann schaut Trent wieder nach vorn, fixiert die Zahlen und Buchstabenreihen. Die illuminierten Instrumentenanzeigen wirken wie Bass-Ausschläge einer Stereo-Anlage. 

Cardigan: „… wie ich schon sagte: die volle Packung. Und das in einer Optik zum Zungeschnalzen. Wirklich sehr schön. Leider nutzt einem die volle Verpackung nichts, wenn keine umfassende Kontrolle da ist.“

Lara hält scheinbar ohne anzuhalten auf eine Kreuzung zu, welche die PCWA-Zufahrtstraße mit einer innerstädtischen Vier-Spuren-Kraftfahrstraße verbindet. Sie jagt über die Gegenfahrspur, dass einige Autos quietschend in die Eisen gehen, bevor sie mit geschicktem Spiel des Brems- und Lenksystems den Vector so in Bewegung bringt, dass dieser trudelt eine Volldrehung slidet - um dann im richtigen Moment wieder Gas zu geben und Kurs auf das beleuchtete Berlin zu nehmen.
Kaum wieder im Fahrmodus blickt Lara Trent fragend an. Der klopft auf die Seitenscheibe.

Cardigan: „Das alte Lamborghini - Problem … was nutzt einem ein stromlinienförmiger Raketen-Panzer mit Enterprise-Screen, wenn man bloß Schießscharten zum Rausgucken hat? Wenn man navigieren will? Sich die Flugbahn freidriften will? Wenn Spackos mit S-Klassen einem zum Rennen auffordern wie Ameisen einen Turmfalken?“

Im Slalom wechselt Lee die Spur für freie Bahn. Sie will bereits wieder ansetzen zum Entgegnen - als ihr Cardigan zuvor kommt.

Cardigan: „Lara - ich könnte mich sicherlich stundenlang mit dir über Boliden und Tuning unterhalten. Über Umdrehungsspiel und Kontrollverlust … aber ich glaub dafür hast du mich nicht in diese rasende Geldanlage geholt. Geht um unseren Fight, right?! Also, lass bitte hören … bevor du vermutlich gleich Fast & Furious mit den Hauptstadt-Bullen spielst.“

Wie auf Stichwort bremst die Amazone das Auto so hart, dass die Sitzgurte ins Fleisch schneiden. Jetzt blubbert der Motor fröhlich vor sich hin, während sich die Fahrerin nun brav an die Geschwindigkeitsbegrenzung hält und in den Normalverkehr einordnet.

Lara: "Ich kann auch anders... außerdem kann ich nicht ewig so fahren bei diesen Benzinpreisen. Wie auch immer: lass uns dieses Thema jetzt ansprechen, deswegen sitzt du hier mit mir. Wir haben beide in der letzte Vendetta gesehen, wie es mit deinem Partner gegen meinem Partner ausgegangen ist... nämlich nicht gut, würd ich mal sagen, eh?!"

Sie nimmt eine Abzweigung und hält überdies alle Straßen- und Verkehrsregeln ein, als hätte sie diese kleine Showeinlage vorhin nie abgeliefert. Die Tour führt in die ruhigeren Viertel Berlins. Unter anderem eines mit Doppel- und Einzelhäusern in Reih und Glied. Mit gepflegten Vorgärten und Auffahrten. Alle Straßenlaternen leuchten einwandfrei, keine zwielichtigen Gestalten lungern umher. Nur hier und da Joggerinnen, die mit einem Hund die späte Runde drehen wollen.

Lara: "Und das ist natürlich ein zusätzlicher Ansporn für dich, umso mehr den Kampf gegen mich zu gewinnen. Dagegen habe ich nichts einzuwenden, das gehört einfach dazu. Aber genauso ist dir bewusst, dass ich meinem Teamkollegen nacheifern oder besser noch ihn übertrumpfen will. Somit ist eigentlich alles klar zwischen uns, ja?"

Der Vector stoppt an einer unbeschilderten Kreuzung. Keine Menschenseele weit und breit - nur zwei PCWAler und ein Sportwagen mit leise grummelndem Motor im Leerlauf.
Der Wirbelsturm dreht den Kopf der erwartungsfrohen Amazone entgegen. Er nickt.

Cardigan: „Klar wie Kloßbrühe …“

Auch Lara wippt kurz mit ihrem Haupt, lenkt das Ausnahmeauto dann nach rechts in eine weitere Nebenstraße - aber wieder mit grober Richtung Liga-Gelände.
Trents Finger streicht über das Fonds.

Cardigan: „Ein wirklich schönes Auto. Gebaut für tiefes Flugvergnügen … leider in einem Land mit mehr Tempolimits als sonst wo auf der Welt. Schöne Allegorie - genau wie jetzt. Fahren im Rahmen, selbst, wenn man könnte. VIEL MEHR KÖNNTE! Genau wie du … genau wie ich. Und eigentlich müssen wir uns das nicht sagen. Wir wollen beide das Bestmögliche für uns. Also geh davon aus, dass auch ich nicht zurückstecken werde. Ich werde dir nen Kampf liefern, der sich gewaschen hat. Einer … der einer Lara Lee würdig ist. Auch klar soweit?!“

Wieder geht Lee auf die Bremse, dreht sich ihrem Fahrgast zu. Die Miene: fragend.

Cardigan: „Ich bin ehrlich zu dir: du überraschst mich. Nach der Nummer letzte Show hätte ich nicht mit derlei Reaktionen oder mit so einer Spritztour gerechnet … selbst, wenn das Ding mutmaßlich nen versteckten Bond-Schleudersitz haben sollte…“

Lara: "Hier gibt es so viele Schalter und Knöpfe, einer davon wird sicherlich dafür vorgesehen sein..."

Der saß! Aber das hatte er auch nicht anderes erwartet.

Cardigan: „… anyway - wie du dich gibst: das zeigt mir wenigstens, dass du auf Worte reagierst. Auch beispielsweise auf mein Pardon, weil wir dich neulich beim … homoerotischen Düsenspiel gestört haben. Und das … ist mir persönlich lieber als die ewig leiernd wiederholende Phrasen-Kacke wie sie die Happy Dödel ablassen. Also: Fight auf Augenhöhe mit allem, was drin ist. Hand drauf … und wenn‘s geht diesmal bitte ne Gewaschene.“

Wieder streckt ihr der Wirbelsturm den Arm entgegen. Laras Lächeln huscht über die Lippen. Sie schlägt ein.
Schließlich lösen beide den Händedruck und der Vector setzt sich neuerlich in Bewegung.

Cardigan: „Eine Frage sei mir aber noch gestattet: wenn wir beide wissen, was Sache ist und was wir wollen … warum das Ganze hier? Hätte es nicht auch der Locker Room getan? Oder ne Portion Pommes Schranke an der Imbissbude am Theatre? Also?!“

Ein Schulterzucken.

Lara: "Ich mag schnelle Autos. Also fahre ich ein schnelles Auto. So einfach ist das."

Eine weitere C’est la vie - Geste … und schon biegt der schnittige Flitzer wieder auf die Kraftfahrstraße zurück.

Lara: "Du sagtest, dass du überrascht wärst, wie ich nach den Ereignissen von der letzte Vendetta reagiere. Nun, es gehört einfach zu meiner Wesensart, unberechenbar oder überraschend zu sein. Das ist nicht einfach so das Wollen oder die Absicht, ich bin einfach so. Mein Denken läuft über verschlungene Bahnen und der Weg ist selten schnurgerade. Das kann entweder gut... oder schlecht sein. Aber das ist im Moment nicht die Sache. Die Sache ist ... dass ich dich um einen Gefallen bitten will. Wie du sicherlich weißt, stehe ich auf ziemlich harte Sachen..."

Sie lacht leise … auch weil Cardigan kurz nach einer weiteren eingeworfenen und halb zerkauten Haselnuss einen kleinen Hustenanfall bekommen hat.

Lara: "...im Match, meine ich. Oft kämpfe ich meine Matches recht brutal aus und nicht selten gehört fließendes Blut zum Programm. Ich kann nicht so gut diese saubere, schöne Wrestlingtechnik, die manche Heinis hier beherrschen, zeigen. Und worum ich nun bitten möchte, ist schlicht und einfach, dass du nach dem Kampf - egal, wie er auch immer ausgehen mag - es mir nicht übelnimmst und dann irgendwelche sinnlose Racheaktionen zeigst. Weil ich dir … was weiß ich … nen Daumen gebrochen oder deine Stirn aufgeritzt habe oder so. Das mache ich nicht, um dich als Person zu ärgern, sondern weil es einfach mein Kampfstil ist. Im Gegenzug verspreche ich dir zwei Dinge: dass deine Karriere heute nicht verletzungsbedingt zu Ende geht und dass nach dem Ringgong das Thema meinerseits auch erledigt ist und es kein 'Nachhaken' gibt."

Lee setzt den Blinker und biegt in die Harun-Allee ein, ordnungsgemäß nach allen Seiten schauend. Dabei versucht sie auch flüchtig den Wettermann zu fokussieren. Minimal, eine Reaktion ablesen …
… doch er bleibt stumm und nachdenklich, wie ein bekannter Liga-Schatten.

Scheinbar lässt Cardigan sich Zeit, hat eine Hand grübelnd ans Kinn gelegt und schaut aus dem schmalen Seitenfenster heraus. Fast scheint es so, als höre sie so etwas wie ein Glucksen. Dann schaut er Lee an, mit einer Mischung aus abschätzender Anerkennung und Spitzbübigkeit. Schließlich senkt er grinsend den Blick, holt seine Ray Ban wieder hervor und setzt sie auf. Ein leises Räuspern.

Cardigan: „Alles klar, Lara…“

Und ehe es sich beide versehen, passieren sie auch schon wieder das Tor des Liga-Areals. Freilich inzwischen weitaus ruhiger, da die Show vor wenigen Minuten begonnen hat … wie ein Blick auf die Windschutzscheiben-Instrumente beweist.
Der Vector kommt wieder zum Stehen - fast genau da, wo die Tour vorhin losgegangen ist.

Lara wendet sich wieder dem Kampfjet-Display neben dem Lenkrad kurzzeitig zu und nach zweimaligem Drücken einer Taste, stottert der Motor ab.

Lara: "Schön, dass wir uns verstehen. Ich habe mir dieses Gespräch irgendwie... unhandlicher vorgestellt. Du bist als Gegner außerhalb des Ringes schon doch ganz okay... deshalb: wenn du dich mal hinters Lenkrad dieses Wägelchen setzen willst, melde dich bei mir. Ich darf es noch für eine Woche behalten, bevor ich es dem netten Schweizer zurückgeben muss. Vielleicht könntest du ja ne ruhige Minute mit Windy hier verbringen, eh?!"

Nach einem weiteren Tastendruck geht auf Seiten Trents die Scherentür hoch. Sie zeigt ein waschechtes, schiefes Kino-Grinsen, das nur so vor Selbstbewusstsein sprüht.

Lara: "Aber letztendlich ist es dir doch auch klar, dass ich das Ding gewinnen werde, oder? Ich werde schließlich alles, was in der PCWA gibt, haben. Alles! Und keiner kann mich davon abhalten!"

Ein letzter Blick, ein letztes Nicken …
… dann schwingt sich der Wettermann aus der Fahrgastzelle. Er beugt sich noch einmal runter, klopft sachte zum Gruß auf das Dach.

Cardigan: „Bis gleich, Lara. Danke für die Spritztour!“

Die Kanadierin nickt ab und nach weiteren gedrückten Knöpfen schert die Beifahrertür wieder runter und der Vector rollt mit gefährlich klingendem Brummen erneut von dannen.
Trent schaut dem nachtschwarzen Asphaltjäger noch ein wenig nach …
… bevor er langsam anfängt mit dem Kopf zu schütteln. Keinesfalls spöttisch - aber doch auf eine gewisse Weise amüsiert.

Cardigan: „… gebrochene Daumen … aufgeritzte Stirn … alles haben wollen … das Ding gewinnen …… ach, Lara Schnurzel: nichts wissen macht nichts. Du wirst dich umgucken, was ich schon alles hinter mir habe...“

In dem Moment summt es erneut in seiner Manteltasche. Schnell holt er das Handy heraus und nimmt den Anruf an.

Cardigan: „Fünf Minuten, dann bin ich da. Leg schon mal meine Sachen raus. Bis gleich…“

Das Mobiltelefon verschwindet erneut, dafür hält er nun wieder ein paar Haselnüsse in Händen, von denen er eine durch die Luft in den Mund schnippt und dann kauend aus dem Bild Richtung Theatre geht …


Mike Garland: "Eine Spritztour??? Eine fuckin' Spritztour?!... Das ist nicht mehr meine Welt."

Vincent Craven: "Kopf hoch, Mike. Die beiden haben sich doch gerade versprochen, dass sie im Opener die Handbremse gelockert lassen. Und das dürfte dich doch hocherfreuen."

Mike Garland: "Ja, das hörte sich verdammt gut an. Der Rest war salopp gesagt eher Käse. Zum Glück hat Lara aber dann noch die Kurve gekriegt und ihren Fokus zurück auf das Wesentliche gelenkt."

Vincent Craven: "Oh Mike, du bist ja auch richtig in Metapher-Laune, wie ich höre..."

Mike Garland: "Komm, Vince. Genug Bildworte und Vergleiche... Gleich ist der Opener fällig und dann will ich was sehen. Gebrochene Daumen, aufgeritzte Stirn... Yes, baby!"

Vincent Craven: "Nach der Werbung sind wir wieder für sie da... und dann folgt auch schon bald der Opener!"


------------------ PCWA ------------------

Anderthalb Wochen nach Out of Ashes…

Schloss Albrechtsberg, Dresden

 

DeWynters seufzte unmerklich. Es ist inzwischen Mitternacht, aber die teilweise hitzigen Verhandlungen und Gespräche unter den Großen und Mächtigen haben immer noch zu keinem Ergebnis geführt. Nach wie vor ist Lafayette Machines Corporation ohne Besitzer und wie es aussieht, wird es wohl noch eine Weile so bleiben.

Als sie auf die Armbanduhr sieht, zeigen beide Zeiger genau auf die Zwölf. Also steht die ehemalige rechte Hand von Lafayette auf, um die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, was aber nicht ganz auf Anhieb gelingt. Daher lässt sie einen Teelöffel sanft, aber deutlich hörbar an ihr Sektglas klimpern, was diesmal zum gewünschten Resultat führt. Sie blickt in die Runde. Direkt neben ihr sitzt Lisa Lee, die zurzeit ziemlich missmutig dreinblickt, auch ihre Freundin hat keinen Erfolg verbuchen können.

DeWynters hätte LMC am liebsten einfach direkt an Laras Schwester übergeben, aber dann hätte es Rebellionen in der Welt der Superreichen gegeben.

Nach wie vor sind alle Personen anwesend: US-Airforce-General Sam Hawkins mit Jane McAvoy, die Hongkong-Magnatin Jiao Chengzho, Sarnovas russischer Adjutant Mikhail Gurewitsch, Generalmajor Akambe als Vertretung für den afrikanischen Diktator Kobaro, der mysteriöse Geschäftsführer Mr. Fellon, der Vorsitzender von Vark Enterprises Marcus Vark, der französische Kardinal Montfaucon und der schwerreiche Amerikaner Donald Armitage.

Zwar haben sich die Interessen der Einzelnen an LMC mehr und mehr herauskristallisiert – oft nicht im Interesse des Allgemeinwohls – aber sie beharren zu sehr auf ihre Positionen und können nicht von der Verhandlungsbasis abrücken, was zu einer scheinbar unlösbaren Pattsituation geführt hat. DeWynters hat zwar eine Auktion, die viele Probleme gelöst hätte, im Sinn gehabt, es aber auch gleich wieder verworfen, da DeWynters überhaupt nicht in der Lage gewesen wäre, den Ausgang zu kontrollieren. Und sie möchte endlich einen Ausgang aus dieser gottverdammten Konferenz haben.

DeWynters: „Meine Damen und Herren, es ist jetzt Mitternacht und wir haben bis jetzt kein konkretes Ergebnis erarbeiten können, wie mit LMC zu verfahren ist. Manche von Ihnen wollen nur Teile aufkaufen, andere wollen lieber das Ganze. Ich möchte klipp und klar sagen, dass es so nicht weitergehen kann. Es muss eine Lösung geben und zwar bald.“

Schweigen in der Runde.

DeWynters: „Vorschläge?“

Kaum hat sie das Wort gesprochen, räuspert sich jemand vernehmlich in der Runde. Überrascht stellt DeWynters fest, dass es vom Kardinal gekommen ist. Sie beäugt ihn misstrauisch, aber ihr Gesicht ist nach wie stoisch. Das Gleiche spielt sich auch auf dem harten, wettergegerbten Gesicht des Franzosen ab. Es folgt eine leise, aber in absolut akzentfreien Englisch sprechende, Reibeisenstimme.

Montfaucon: „Miss DeWynters, ich möchte mich zunächst ganz herzlich für Ihre hervorragende Gastfreundschaft bedanken. Nun bin ich aber der Meinung, dass wir die Geduld der wunderbaren Gastgeberin nicht weiter strapazieren müssen. Es gibt natürlich eine Lösung für diese … Problematik.“

Er richtet sich ruhig zur vollen Größe auf und blickt jeden Einzelnen am Tisch an, ohne innezuhalten. Doch plötzlich blickt jemand argwöhnisch von seinem Smartphone empor.

Marcus Vark: „Ach ja? Wenn es eine Lösung gibt, warum haben Sie diese nicht schon früher vorgeschlagen? Mir ist nämlich gar nicht aufgefallen, dass Sie überhaupt etwas zu dieser Versammlung beigetragen haben, Eure Eminenz.“

Die Anrede spricht er allerdings eher herablassend als denn respektvoll aus, aber der Kardinal scheint dies nicht wahrzunehmen. Er setzt sich in den Gang und bewegt sich langsam in Richtung der Gastgeberin. Sein distinguierter Butler folgt ihm wie automatisch.

Montfaucon: „Herr Vark, waren Sie schon einmal in Afrika?“

Doch er wartet seine Antwort nicht ab, stattdessen spricht er einfach weiter und verschränkt seine Armen hinter dem Rücken.

Monfaucon: „Als ich in der Armee diente, sollte ich eine Truppe der Fremdenlegion leiten und die ausländischen Soldaten in Kampfkunst unterweisen. Dafür reiste ich nach Afrika. Wenn Sie mich fragen, Afrika ist ein sehr schöner Kontinent. Natürlich, die Armut und die ganzen abscheulichen Kriege… aber die Landschaft, die Tiere, das Klima, die Kultur der Eingeborenen… fantastisch, kaum mit Worten zu beschreiben. Jedenfalls, als ich einen freien Tag nutzte, durfte ich einen Safari-Ausflug in einem etwas entlegenen Gebiet mitmachen. Es gab vieles zu sehen und zu erleben: Elefanten, Giraffen, Zebras, Nilpferde und Antilopen. Wunderbare Tiere. Aber was mich am meisten fasziniert hat an diesem Tag, das waren die Großkatzen – in diesem Fall die Löwen und die Leoparden.“

Eine Kunstpause. Erstaunlicherweise ist es in der Halle still geworden. Fellon beäugt den Kardinal missmutig. Ihn langweilt diese Geschichte jetzt schon. Es gibt auf dieser Versammlung nur zwei Löwen und er selbst ist einer davon und der Kardinal ist ganz sicher nicht der Andere. Auch Vark scheint gelangweilt - schaut demonstrativ erst auf seine prunkvolle Rolex, um dann die eigenen Fingernägel unter die Lupe zu nehmen.

Montfaucon: „Beide sind zwar Großkatzen und Raubtiere, aber sie unterscheiden sich in grundlegenden Dingen. Wie etwa in der Jagd. Ein Löwe richtet sich auf und stimmt zu einem animalischen Gebrüll an, um der ganzen Welt zu zeigen, dass er auf Jagd gehen wird. Ein Leopard hingegen legt sich still ins hohe Gras und schleicht sich ohne Geräusche und mit viel Geduld an die Beute heran. Meine Herren, ich frage Sie: Was ist wohl effizienter und gefährlicher?“

Inzwischen steht er neben DeWynters und deutet auf den verschlossenen Samsonite-Koffer, der seit geraumer Zeit neben DeWynters steht.

Montfaucon: „DeWynters, in diesem Koffer befindet sich ein Videogerät, das mit einem Augenscanner und Fingerdrucksensor ausgestattet ist. Und ich nehme an, Sie hatten bisher keinen Erfolg bei der Entschlüsselung gehabt?“

DeWynters: „Das ist richtig, Eure Eminenz. Wir wissen nicht einmal, welche Person diese Sicherheitsmerkmale öffnen könnte.“

Nachdem sie ihre Überraschung, die eine Sekunde lang sehr deutlich zu sehen war, überwunden hat, wendet sie sich zum Publikum.

DeWynters: „Was Herr Kardinal meinen möchte, ist, dass in diesem Koffer wahrscheinlich Antworten zum Verbleib von LMC enthalten sein könnten. Ich habe die berechtigte Annahme, dass es sich dabei um ein Testament in der Form eines Videos handelt.“

Donald Armitage: „Wieso haben Sie mir das nicht gleich gesagt! Ich beschäftige die besten Hacker der Welt, die öffnen dieses Köfferchen in Nullkommanix! Und wieso sollte darin nur ein verdammtes Video sein?“

Den beleidigenden Ton ignorierend, deutet DeWynters auf eine rote Aktenmappe direkt daneben.

DeWynters: „Diese Aktenmappe enthält eine notariell beglaubigte Echtheitsurkunde zu diesem Testamentvideo. Der Notar ist Herr Dr. jur. von Schuckert, den Sie alle bestens kennen sollten.“

Tatsächlich erhält sie von fast allen Beteiligten zustimmendes Kopfnicken. Dr. von Schuckert ist in der kriminellen Unterwelt einer der meistrespektierten Notare. Sein schweizerisches Wort gilt selbst unter verfeindeten Parteien als unparteiisch und absolut.

Montfaucon: „Wenn ich bitten darf…“

Ohne auf ihre Antwort zu warten, geht er auf den Koffer zu, klappt diesen auf. Er enthüllt tatsächlich einen Laptop, welcher in den Koffer eingebaut ist. Er legt seinen Daumen auf das glänzende Viereck unterhalb des Tastaturfelds. Der Laptop piept leise. Dann folgt eine neutrale Stimme.

Laptop: „Biosignatur verifiziert. Entsperrung durchgeführt.“

Auf dem Bildschirm ist zu sehen, wie das Betriebssystem hochgefahren wird. Erneut piept es.

Laptop: „Erbitte zweite Biosignatur zur Verifizierung.“

Daraufhin beugt der Franzose sich leicht nach unten. Ein grünes Gittermuster spiegelt sich an seinem linken Auge ab.

Laptop: „Zweite Biosignatur verifiziert.“

Nach wenigen Sekunden drückt der Kardinal etwas auf der Tastatur und dreht den Koffer um 180 Grad herum, damit alle den Bildschirm direkt ansehen können. Darauf ist das ernste Gesicht von Eric S. Lafayette zu sehen.

Lafayette: „Eminenz Montfaucon. Wenn Sie diese Aufnahme sehen, dann weilt meine Wenigkeit nicht mehr auf dieser Welt. Monsieur Montfaucon, ich mache diese Sache kurz: Lafayette Machines Corporation und seine sämtlichen Anteile in jeglicher Form gehen mit sofortiger Wirkung zu Ihnen über. Es gibt keine Nebenklauseln und jeder Versuch, mein Unternehmen an jemand anderen zu überlassen oder zu verkaufen, ist ungültig. Sie sind mein rechtmäßiger Erbe, Kardinal. Die notariell beglaubigte Echtheitsurkunde von Herrn Dr. von Schuckert beweist, dass mein Testament über jeden Zweifel erhaben ist. Es ist angenehm zu wissen, dass mein Vermächtnis sich in guten Händen befindet. Jean-Sebástien, ich wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute…“

Woraufhin dieses kurze aber prägnante Video zu Ende geht. Schweigen herrscht in der Halle. 
Erst.

Dann weicht die Stille Aufregung. 
Armitage, dessen Kopf kurz vor der Explosion steht findet als erstes wieder seine Sprache. Oder eher gesagt, speit er Gift und Galle.

Donald Armitage: „Das ist doch ein Scherz! Das ist purer Wahnsinn! Das werde ich niemals akzeptieren! Das Erbe von Lafayette in den Handen eines dieser Knabenliebhaber? Komm Arthur, wir verlassen diesen Sündenpool."

Arthur, der Mann mit dem Körper eines Atomkraftwerks, folgt seinem Boss aufs Wort.

Mr. Fellon hingegen hat sich das Ganze in aller Ruhe angesehen und er wirkt nicht im Mindesten beeindruckt. Er nickt kurz in Richtung Donald Armitage und Arthur, als diese an ihm vorüber gehen. Dann erhebt er schließlich seine Stimme.

Mr. Fellon: "Ein interessanter Zufall ... ein ungewöhnlicher Zufall! Vielleicht sollten Sie so langsam mit der Sprache rausrücken und uns gegenüber erläutern, in welcher Beziehung Sie zu Mr. Lafayette stehen ..."

Er schweigt kurz und grinst dann verwegen.

Mr. Fellon: "Pardon ... ich meine 'standen'. Sie scheinen sich sehr gut zu kennen, wenn man dem Inhalt dieses Videos trauen kann."

Was er übrigens kein bisschen tut. Das Ganze kam viel zu plötzlich und er wird sich im Anschluss an diese Konferenz definitiv die notarielle Beglaubigung von Schuckert genauer ansehen. Doch fürs Erste will er hören, was dieser falsche Kardinal zu sagen hat. Und so blickt er diesen fordernd an. Der Kardinal legt bedächtig seine Hände zusammen und entfernt sich vom Laptop, um seinen Rundgang fortzusetzen.

Monfaucon: „Wie Sie wissen, ist der Familienbaum Montfaucon vom hohen Adel und überdies traditionell mit der französischen Kirche eng verbunden. Als Amerika wiederentdeckt wurde, bestand unsere Aufgabe darin, die Botschaften der Kirche auch in der Neuen Welt zu verbreiten. Dies taten wir, indem wir mit großzügigen Spenden und tatkräftiger Mithilfe den Bau der Gotteshäuser unterstützten.“

Er hebt einen Zeigefinger hoch, als wäre er ein Lehrer, der gerade einer Schulklasse Unterricht beibringt. Fellon nimmt es missbilligend zur Kenntnis.

Montfaucon: „Unter anderem erbauten wir die schöne Kirche im heutigen St. Louis und führten die Aufgaben Gottes durch. Leider begingen wir einen fatalen Fehler, welcher zum Schandfleck der Montfaucon-Familie wurde, den ich nur ungerne erwähnen möchte. Denn wir hatten Afroamerikaner angestellt, die uns… ehrenamtlich unterstützen sollten.“

DeWynters: „Sie meinen Sklaven, Eure Eminenz…“

Montfaucon: „Eine Schande, die ich bis heute bereue. Jedenfalls, so ging es eine Weile lang, bis die Montfaucons sich endlich auf ihre Bescheidenheit und christliche Nächstenliebe zurückbesannen. Und dies geschah zu unruhigen Zeiten unter Lincoln. Wie wir natürlich wissen, standen Nord und Süd sich gegenüber und unsere Kirche fühlte sich dem Norden, der für die Freiheit der Farbigen einstand, zugefallen. Als Sühne und Entschuldigung beschützten und unterstützten wir viele afroamerikanische Familien, ganz besonders die Lafayette-Familie. Seitdem stehen wir ihnen sehr nahe – bis heute. Wir betrachten die Lafayettes als engste Freunde. Trotzdem es ist eine große Überraschung und es erfüllt mich mit großer Demut, dass Monsieur Lafayette mich für sein Vermächtnis auserwählt hat.“

Fellon glaubt ihm zu keiner Sekunde die Geschichte davon, wie überrascht er über das Vermächtnis ist. Dafür ist er viel zu zielstrebig aufgestanden.
Auch Marcus Vark sieht noch etwas ungläubig aus.

Marcus Vark: „Diese Geschichte ist zwar einfach nur lächerlich und in vielen Teilen bestimmt nur frei erfunden, aber zur Zeit müssen wir leider annehmen, dass dieses Testament völlig rechtens ist, ob man will oder nicht."

Und damit erhebt sich Jonas Vater von seinem Stuhl, schaut ein weiteres Mal auf seine Rolex, um dann auf die Übrigen am Tisch und insbesondere auf den Kardinal, Miss DeWynters und Lisa Lee zu deuten.

Marcus Vark: "Aber eines werde ich nicht auf mir sitzen lassen: Sie haben unser aller Zeit gestohlen! Halten uns hier bis Mitten in der Nacht fest, täuschen angebliche Chancengleichheit vor, nur um dann mit diesem Video herauszukommen. Was sollte das? Ein Ablenkungsmanöver?! Ich komme dahinter. Und... Man sieht sich mindestens zwei Mal im Leben!"

Und damit dreht auch Mister Vark ab.

Sam Hawkins: „Hrmpf. Also wieder mal nichts Nützliches für meine Luftwaffe.“

Jane McAvoy: „Jawohl, Major. Offenbar haben meine Fähigkeiten letztendlich nichts gebracht.“

Mikhail Gurewitsch: „Das wird der Frau Major nicht gefallen, wenn ich mit leeren Händen zurückkehre…“

Generalmajor Akambe: „Was für eine bodenlose Frechheit! Davon werde ich meinem Führer von Ukimba, dem wahren König von Amerika, berichten!“

Jiao Chengzho: „Ein sehr bedauerliches Ereignis, aber ich muss es akzeptieren.“

Fellon grinst in die Runde hinein. Bis auf Vark geben sich diese Opferlämmer alle einfach so mit ihrer Rolle als Verlierer zufrieden. Doch er wird das Ganze nicht so hinnehmen und er kennt noch Jemanden anderen in dieser Runde, für den das ebenso gilt. Der Blick von Fellon geht verschwörerisch in Richtung Donald Armitage, ehe der amerikanische Geschäftsmann die Stimme erhebt.

Mr. Fellon: "Was Rechtens ist und was nicht, wird sich noch offenbaren. Fürs Erste gehen Sie jedenfalls als Sieger aus diesem Spiel hervor, Kardinal. Ich bin mir allerdings sicher, dass sich unsere Wege erneut kreuzen werden ... früher, als Ihnen lieb sein mag!"

Fellon grinst abermals und erhebt sich schließlich von seinem Platz. Er bedeutet seiner Assistentin Miss Swivven mit einem Fingerzeig ihm zu folgen, was diese auch augenblicklich tut. Er lässt einen letzten Blick über die anwesende Runde schweifen.

Mr. Fellon: "Unser Part für den heutigen Abend ist jedenfalls erfüllt. Ich wünsche Ihnen noch viel Vergnügen beim Bemitleiden Ihrer Selbst."

Den letzten Satz hat er offenkundig nicht an Montfaucon gerichtet, sondern an alle anderen Mitbieter. Ohne den Anderen noch einen weiteren Blick zukommen zu lassen, macht er sich schließlich auf den Weg. Miss Swivven folgt ihm und macht sich unterwegs noch einige Notizen.

Montfaucon: „Ich bedaure selbstverständlich, dass ich leider keine erfreulichere Mitteilung machen konnte. Hiermit bestätige ich, dass alle bestehenden Verträge weiterhin ihre Gültigkeit haben.“

Mit dem letzten Satz blickt er sich zu DeWynters um, welche leise seufzt. Das bedeutet vor allem, dass DeWynters nach wie vor als Managerin von Mad Dog, ihm zur Seite stehen muss…


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Possession Awards 2019

Best Mic Work
Kevin Sharpe

Most Interesting
Shadow

Most Improved
Trent Cardigan


------------------ PCWA ------------------

James sitzt in seiner Kabine. Er wirkt etwas ungeduldig. Er hat bereits den ganzen Abend lang versucht Mad Dog zu treffen, doch irgendwie hat er es geschafft immer genau dann anzukommen, wenn der Hund gerade verschwunden war. Dabei gäbe es nach der Niederlage gegen Happy Hour bei der vergangenen Show einiges zu besprechen. Sie hatten versagt und das gegen zwei Jungs, die man eigentlich nicht einmal ernst nehmen konnte, wie ihr Happy Fun House Segment bei der vergangenen Show deutlich unterstrichen hatte. Wie also war es zu dieser Niederlage gekommen? Wie konnte es sein, dass der aktuelle Gerasy Champion und sein Number One Contender im Team so versagt hatten? Es waren einige unglückliche Elemente zusammengekommen und dennoch hätte diese Niederlage nicht passieren dürfen. Happy Hour mochten zwar ein gutes Team sein, doch eigentlich spielten die beiden doch in einer ganz anderen Liga als er und Mad Dog. Ging Mad Dog ihm etwa deshalb aus dem Weg? Ihn musste diese Niederlage mindestens genau so sehr wurmen wie James, wenn nicht gar noch mehr. Grübelnd fasst der Engländer sich an den Kopf, als die Tür zu seiner Kabine aufgeht. Sarah Duriel tritt ein. Sofort bemerkt James wie blass das Gesicht seiner Freundin ist. Besorgt steht er von seinem Stuhl auf.

James Godd: "Sarah Schatz ... alles in Ordnung mit dir?"

Sie blickt ihn kurz wortlos an, öffnet dann den Mund, verschliesst ihn aber sogleich wieder. Sie muss jetzt Stärke zeigen. Sie holt tief Luft und setzt schließlich zu einer Antwort an.

Sarah Duriel: "Es ist... alles okay ... ich glaub', ich hab vielleicht was Schlechtes gegessen."

Eine billige Ausrede, doch etwas besseres ist ihr auf die Schnell nicht eingefallen. Besorgt nimmt James sie an der Schulter und führt sie zu seinem Stuhl.

James Godd: "Wenn du willst, können wir gehen. Ich muss nicht unbedingt bleiben heute."

Sie schüttelt den Kopf und nimmt auf dem Stuhl Platz.

Sarah Duriel: "Nein, schon okay, es geht langsam besser."

James Godd: "Bist du sicher? Du siehst wirklich nicht gut aus ..."

Sarah Duriel: "Ja, wirklich. Was ist mit dir? Hast du Mad Dog gefunden?"

Er schüttelt kurz den Kopf.

James Godd: "Nein, ich habe ihn ein paar Mal knapp verfehlt. Es ist fast so, als würde er mir aus dem Weg gehen."

Sie fasst sich an den Kopf. Sie hasst sich selbst für die Lüge, die sie ihm gerade aufgetischt hat, und für jene, die noch folgen werden ... denn eines ist klar ... sie muss ihrer kleinen Schwester helfen ... und dazu muss sie wohl oder übel vorerst das Spiel von Fellon mitspielen. Erneut holt sie tief Luft.

Sarah Duriel: "Nun, vielleicht geht er dir ja tatsächlich aus dem Weg? Vielleicht ist ihm eure Freundschaft nicht ganz so wichtig, wie es bei dir der Fall ist. Hat er dich nicht schon einmal hängen lassen?"

James seufzt kurz, als er sich an die damaligen Ereignisse erinnert. In der Tat hatte der Hund ihn damals hängen lassen. Damals, als es um den zweitwichtigsten Gürtel der Liga ging. Als sie beide im Stacheldraht hingen und nur einer von beiden entkommen konnte, indem er den anderen verrät! Mad Dog hatte sich damals dazu entschlossen ihn zu verraten. Ihre Freundschaft zu verraten. Doch damals waren es andere Umstände ... andere Vorzeichen. Seither hatte sich ihre Freundschaft gefestigt. Da war er sich ganz sicher. Schließlich schüttelt der Brite den Kopf.

James Godd: "Damals das war anders, Sarah. Ich bin mir absolut sicher, dass ihm an dieser Freundschaft genau so viel liegt wie mir. Du musst wissen, wir haben so viel gemeinsam durchstanden inzwischen ... er ist für mich mehr als ein Freund ... fast schon ein Bruder."

Er nickt überzeugt mit dem Kopf. Sarah schenkt ihm einen skeptischen Blick.

Sarah Duriel: "Aber vielleicht unterschätzt du den Einfluss, den diese Dewynters Schlampe auf ihn hat. Sie kann dich nicht leiden, das habe ich genau erkannt, und sie wird alles tun, damit er beim PPV siegreich aus eurer Schlacht geht. Wer weiß, wozu sie ihn manipulieren kann."

Er schüttelt abermals den Kopf.

James Godd: "Die Frau ist für ihn nur Mittel zum Zweck, Sarah. Seine wahren Gefühle gelten weiterhin seiner Frau und die ist die Einzige, die einen solchen Einfluss auf ihn nehmen könnte."

Sarah nickt kurz.

Sarah Duriel: "Und doch will er beim PPV deinen Gürtel haben, obwohl er genau weiß, wie fragil eure Freundschaft ist. Vielleicht ist ihm der Titel doch wichtiger. Nur deshalb ist er doch zurück in die PCWA gekommen ..."

Dieses Mal ist es der Engländer, der mit dem Kopf nickt.

James Godd: "Aber das ist doch ganz normal. Wir treten schließlich alle an, um ganz oben zu stehen. Würden wir nicht so denken, wären wir wohl im falschen Beruf. Man muss immer das höchste Ziel anvisieren und für seine Träume kämpfen. Manchmal kommt man sich dabei eben in die Quere. Aber ich bin überzeugt, dass man nach einem fairen Match über solchen Dingen stehen kann ... ich MUSS einfach daran glauben, Sarah!"

Denn, wenn es nicht so wäre, dann wäre alles, wofür er steht, nichts weiter als Schein. Dann wäre alles nur eine Illusion und das kann und will er einfach nicht akzeptieren. Nein, diese Freundschaft MUSS einfach diese Schlacht überdauern. Er blickt erneut Sarah an, die obwohl sie behauptet, es würde ihr besser gehen, immer noch recht blass im Gesicht ist.

James Godd: "Bist du sicher, dass wir nicht besser gehen sollten?"

Sarah Duriel: "Nein, wie ich schon sagte, es ist gut. Du musst hier sein ... du musst wissen, was dein Gegner für Asse im Ärmel hat. Du musst beim PPV nämlich gewinnen, James. Du musst einfach!"

Denn eines ist klar, wenn James nicht mehr Champion ist, dann kann nichts und niemand mehr für die Sicherheit ihrer Schwester garantieren, dann könnte es für sie zu spät sein. James MUSS also Champion bleiben. Nur aus diesem Grund hat sie gerade so ungut von seinem Freund Mad Dog gesprochen ... und sie verachtet sich bitterlich dafür, doch sie hat keine Wahl. 

James Godd: "Nun, ich werde mein Bestes geben, das ist klar, aber der Hund ist ein harter Gegner. Ich kann nicht garantieren siegreich aus der Schlacht zu gehen ..."

Sarah Duriel: "DU MUSST!"

James schüttelt kurz den Kopf. Irgendwas stimmt doch ganz und gar nicht mit ihr. Sie hat doch sonst kein so großes Interesse daran, dass er einen Titel hält. Normalerweise hält sie sich aus diesen Dingen raus oder unterstützt ihn zumindest bei dem, woran er glaubt. Zweifelnd blickt er sie an.

James Godd: "Warum Sarah? Irgendwas stimmt doch nicht mit dir? Was ist los?"

Sie blickt ihm in die Augen und die Schuldgefühle zerfressen sie förmlich. Sie schluckt und als sie merkt, dass ihre Augen wieder feucht werden, springt sie mit einem Satz vom Stuhl auf. Sie wischt sich die aufkeimenden Tränen aus dem Gesicht.

Sarah Duriel: "Ich ... ich kann jetzt nicht, James ... bitte ... du musst einfach gewinnen!"

Und schon rennt sie zur Tür und schließlich aus der Kabine. James blickt ihr mit sorgenvoller Miene hinterher. Was hat es damit nur wieder auf sich? Er schüttelt kurz den Kopf und hofft, dass sie ihm daheim ein paar Antworten liefern wird. Manchmal versteht er die Frauen einfach nicht. Doch er ist sich sicher, dass sich am Ende alles aufklären wird ... auch was Mad Dog betrifft. Und so steht er nun ebenfalls auf. Er wird seine Suche nach dem Hund fortsetzen. Das mit Sarah kann er ohnehin nicht jetzt auf der Stelle klären ... aber zumindest die Aussprache mit Mad Dog kann noch stattfinden.


Vincent Craven: "Oh nein, die arme Sarah Duriel wirkt ja ganz verstört. Welche Laus ihr wohl über die Leber gelaufen ist? Armes Liebchen."

Mike Garland: "Vielleicht haben sie die Zweifel an ihrem Freund eingeholt. Der drohende Verlust des Undisputed Gerasys - da kann man schon einmal Angst bekommen. Vor allem wenn der Gegner nicht Mad Dog heißen würde."

Vincent Craven: "Den will James Godd heute noch unbedingt sprechen. Allerdings hat der Night Fighter ja auch noch sein Match gegen Jimmy Maxxx am heutigen Abend - und nach deren Gespräch vor der Show wird er sich mit aller Hingabe diesem Duell widmen."

Mike Garland: "Außerdem meinte ja Miss DeWynters, dass er sich endlich entscheiden soll. Vielleicht hat er das ja - das wäre ja immerhin mal etwas Gutes."

Vincent Craven: "Diese ganzen Interpretationen gehen mir leicht auf die Nerven. Mad Dog vs. James Godd kann doch ein ganz normales Match sein - sportlich fair. Sowohl Godd als auch Mad Dog stehen dafür."

Mike Garland: "Nein, das sagen sie doch nur, Vince. Die beiden Heuchler. In Wirklichkeit treten sie sich ins Gesicht, reißen dem anderen den Titel von der Schulter und sorgen dafür, dass der andere Matches verliert."

Vincent Craven: "Ja, das ist deine Verschwörungstheorie, Mike, nicht die Wahrheit. Widmen wir uns lieber Dingen, die wir jetzt klären können. Beispielsweise unserem Neuling Maldicao, der bei der letzten Show einen... man kann es so sagen... überraschenden Auftritt hinlegte."


------------------ PCWA ------------------

Die Szene beginnt in einer öffentlichen Bibliothek in Berlin. Den Schildern nach in einem Bereich für Geschichte. An einem Tisch mit mehreren Büchern sitzt Maldicão. Er ist in Privatkleidung unterwegs, schwere Stiefel, dunkle Jeans, ein Baumfällerhemd mit rot/schwarzem Muster und über dem Stuhl ein olivgrüner Parka. Eine Wasserflasche auf dem Tisch rundet das Bild vollends ab. 

Maldicão: "Nach der ersten Begeisterung habe ich viele fragende Gesichter gesehen. Wer ist dieser Maldicão? Was will er? Was treibt ihn an? Ich werde damit anfangen, was ich nicht bin. Ich bin kein wildes Tier, das puren Zorn aus seinen Instinkten zieht. Ich bin kein Monster, das in blinden Hass zerfällt und seiner Zerstörungswut freien Lauf lässt. Aber zur richtigen Antwort muss ich einen Bogen spannen."

Er schiebt ein paar Bücher so hin, dass die Titel zu lesen sind. Die Geschichtsbücher befassen sich mit Revolutionen und ihren Führern. Die französische Revolution, die Reformation, der Sturz Batistas und einige mehr.

Maldicão: "Mein Vater ist Brasilianer, meine Mutter ist Deutsche und stammt aus Wolfsburg. Durch ihre Arbeit konnte ich nicht nur beide Länder erleben, sondern auch die Kontinente. Ich habe die brasilianische Lebensfreude erlebt, die Freude im Gesicht meines Großvaters, als er sehen konnte, was seine Kinder und Enkel sich im Leben aufgebaut haben. Feuer, Leidenschaft, Disziplin. Es sind viele guten Eigenschaften, die in meiner Familie zusammengefunden haben. Aber genauso habe ich die Ängste erlebt. Das Gefühl von Machtlosigkeit bei den schlechten Veränderungen."

Sein Blick wird fester. 

Maldicão: "Das Gefühl nur ein Statist zu sein, dem man seinen Text in die Hand gedrückt hat. In Brasilien hat diese Angst etwas Greifbares. Niemand würde sich mit dem Comando Vermelho oder Primeiro Comando da Capital anlegen. Selbst diejenigen, die als Staatsdiener dagegen ankämpfen, leben in ständiger Gefahr, in Angst um ihr Leben. Und was befürchtet man in Deutschland?"

Es wirkt kurz, als ob er ein Lachen unterdrückt.

Maldicão: "Wer nicht in das Konzept des staatlichen Gutmenschen passt, wird als Rechtspopulist gebrandmarkt. In Brasilien fürchtet man kalten Stahl zwischen den Rippen, in Deutschland den guten Ruf. Martin Luther hat sich in diesem Land mit der katholischen Kirche angelegt und gegen ihre Geldgier im Mittelalter gekämpft, heute wird darauf geachtet alle Regeln zu beachten und nicht aufzufallen."

Er macht eine kurze Pause, um einen Schluck Wasser zu trinken.

Maldicão: "Vor einigen Jahren war ich mit meinem Onkel in Brasilien unterwegs, um einen Freund zu besuchen. Wir waren dabei in einer der Favelas. Der Tag hatte ruhig angefangen für einen Jungen, der sich keine großen Gedanken macht. Weit in der Ferne habe ich gepanzerte Fahrzeuge der Polizei gesehen, kurz darauf noch weiter entfernte Schüsse. Und mein Onkel hat auf einen Mann in einem dunklen Straßeneck gezeigt. Es war ein Dealer, ein kleiner Fisch und ein Idiot. Die Banden dort hatten sich gegenseitig erledigt und das Vakuum im Drogenhandel auf der Straße war so frisch, dass dieser Mann versucht hat auf eigene Faust ins Geschäft zu kommen. Es war ein dummer Fehler. Er hatte keinen großen Namen hinter sich, niemanden, der ihn vermissen würde. Mein Onkel hat die Umgebung beobachtet, er hat mir die Seiten gezeigt, von denen sie ihn unbemerkt umzingelt haben. Er hat mich weggeschoben und mir gesagt, dass ich das Folgende sicher nicht sehen will. Und so naiv, wie ich war, wollte ich die Polizei verständigen."

Er streicht sich über den Bart.

Maldicão: "Aber die Polizei wäre nie gekommen. Es war der Zorn von Menschen, die keine Konsequenzen für ihr Handeln sahen. Die einen hatte es nicht interessiert, die anderen waren dafür. Mitleid gab es in dem Moment nur von mir. In Deutschland wäre die Situation anders abgelaufen. Hier hätte man Ihn in Ruhe gelassen, aus Angst selbst auf der Anklagebank zu landen. Man würde ihn in Ruhe lassen. Dabei hat das Volk eine Macht, die es ausüben muss."

Maldicão lehnt sich zurück.

Maldicão: "Und eine Verantwortung. Ich bin kein grundsätzlicher Feind der Gutmenschen und auch kein grundsätzlicher Feind des Kapitalismus. Beide haben ihren Platz und eine Verantwortung, die sie tragen. Ohne den einen gäbe es kein Auffangnetz für die Schwachen und ohne das andere wäre der Wohlstand ein anderer. Ich gönne dem einen Menschen das Gefühl der persönlichen Freude, wenn er Hilfe  für andere bietet, und dem anderen sein Haus am Meer mit Yacht und Limosine, wenn es darauf aufbaut, dass er mit seinem Erfolg anderen Menschen eine Lebensgrundlage bietet."

Seinen Augen werden wieder enger und seine Hand ballt sich zur Faust.

Maldicão: "Mein Zorn richtet sich gegen diejenigen, die ihren Weg über alle anderen erheben. Diejenigen, die ihren Weg anderen aufzwingen, deren einzige Verantwortung die Erfüllung der eigenen Ziele sind. Wegen dieses Zorns habe ich meinen Geist und meinen Körper gestählt. Wegen dieses Zorns will ich zeigen, was geschieht, wenn jemand handelt, statt sich nur zu beschweren. Und wegen dieses Zorns werde ich Regeln übertreten, wenn die Situation es nötig macht. So wie gegen Jan Rupert von Wichtenhausen. Was hätte mir ein regulärer Sieg gebracht? Nichts, aber auf dem gegangenem Weg hat jeder verstanden, dass ich konsequent darin bin meine Worte umzusetzen. Und dass ich dem Zorn Taten folgen lasse." 

Nach diesen Worten lehnt sich Maldicão zurück und das Video endet.


Vincent Craven: "Maldicao ist wütend und hat erklärt, warum er lieber die Bestrafung von Wichtenhausens gewählt hat, statt ihn im Ring zu besiegen."

Mike Garland: "Pah, er will konsequent sein. Das war vielleicht imposant, aber am Ende steht dort eben ein No Contest beim Debüt-Match. Ob das so ein toller Start ist, wage ich zu bezweifeln."

Vincent Craven: "Aus der Geschichte Maldicaos heraus wird das schon verständlich und nachvollziehbar, Mike. Maldicão hat gute Absichten und diese sind höher einzuschätzen als ein einfacher Sieg."

Mike Garland: "Oh je, jetzt kommt das leidige Thema wieder. Schalten wir besser zu Lisa, die findet sicher jemanden, der etwas Interessanteres erzählen kann."


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Lisa Sanders ist auch am heutigen Abend Mal wieder unterwegs, um fleißig Partner für Interviews zu sammeln. Gerade befindet sich die PCWA Stammkraft genau vor dem Theater, wo immer an ihr vorbei noch vereinzelt Fahrzeuge eintreffen. Ein weiteres dieser Fahrzeuge fährt gerade an ihr vorbei und ist alteingesessenen PCWA Fans nicht ganz unbekannt. Ein knallbunt in Regenbogenfarben angestrichener VW Bus rollt an ihr vorbei. Auf den Türen sind dicke gelbe grinsende Smileys angebracht und auf den Türen am Heck sind jeweils eine Hand angebracht, die sich gegenseitig abklatschen. Mit diesem Bild vor Augen dürfte dann wohl auch dem letzten klar sein, dass hier gerade Team Happy Hour ihre Ankunft feiern. Lisa hat dies als alter Profi natürlich bereits im ersten Augenblick erkannt und ist losgeeilt, um die beiden zu empfangen und ihnen einige Fragen zu stellen. Als der Wagen schließlich hält und die Türen sich öffnen, gibt es allerdings direkt eine erste dicke Überraschung. Es sind nicht die altbekannten knallbunt angezogenen Jungs, die aus dem Wagen steigen, sondern zwei ungleich viel düstere Gesellen. Beide Happys tragen eine schwarze Jeans und passend dazu ein schwarzes Shirt, auf dem ein weiß geschminkter, grimmig aussehender Smiley abgebildet ist. Cornwallace wirkt im Kontrast zu seinem Outfit jedoch total HAPPY! Sein Partner hingegen wirkt relativ emotionslos und kühl. Lisa schenkt den beiden ein Lächeln und geht mit erhobenem Mikrofon auf die beiden zu.

Lisa Sanders: "Hi Jungs, habt ihr vielleicht Zeit für ein kleines Interview? Ich hätte da nämlich mehr als nur eine Frage!"

Cornwallace strahlt sie freudig an, während sein Partner nur kurz mürrisch nickt.

Gordon Banes: "Ich vermute, wir werden dich sowieso nicht aufhalten können."

Cornwallace nickt mit dem Kopf.

Brandon Cornwallace: "Also ich hab immer Spaß an lustigen Fragespielen, Dudeline!"

Lisa blickt Cornwallace etwas überrascht an und fragt sich, ob dem eigentlich bewusst ist, dass ein Interview für sie alles andere als ein Spiel ist, es ist ihr Beruf, mit dem sie sich ihren Unterhalt verdient. Sie beschließt jedoch es nicht anzusprechen und stattdessen eben genau jenen Beruf auszuüben.

Lisa Sanders: "Bei der vergangenen Show hattet ihr beiden ein Match gegen die Mad Godds und habt dieses auch gewonnen. Im Anschluss daran wurde es allerdings etwas unschön für euch, denn die Partners in Crime, auf welche ihr beim PPV treffen werdet, konnten euch überraschen und niederstrecken. Was sagt ihr dazu?"

Cornwallace blickt betrübt zu Boden, während sein Partner nun die Fäuste ballt und mit energischer Stimme antwortet.

Gordon Banes: "Diese Dudes haben echt uncool agiert und werden es bereuen, dass sie entgegen unserem GLAUBEN gehandelt haben. Uns so hinterrücks zu attackieren war ein großer Fehler und beim PPV werden wir ihnen die Rechnung dafür präsentieren. Wir werden mit diesen Emporkömmlingen den Boden wischen, wie wir es auch mit den Mad Godds getan haben!"

Nun blickt auch Cornwallace wieder nach oben. Ihn hatte die Attacke von den Partners besonders getroffen, denn auch wenn die Happys oft selbst hinterhältig agieren, dachte er immer noch, dass ihre Gegner einen gewissen Ehrenkodex respektieren ... was eigentlich völlig paradox ist.

Brandon Cornwallace: "Ganz genau, Dudeline. Diese miesen Mieslinge werden dafür bezahlen und dieses Mal wird ihnen auch keine windige Spielgefährtin den Hintern retten können. Wir waren nach unserem großen Sieg unvorsichtig, aber das wird uns beim PPV nicht noch einmal passieren. Wir werden dort hochkonzentriert zu Werke gehen, wie wir es auch gegen Godd Dude und Mad Dude getan haben!"

Er nickt, total von seinen eigenen Worten überzeugt, mit dem Kopf. Lisa hingegen blickt die beiden skeptisch an.

Lisa Sanders: "Was euren Sieg gegen die Mad Godds angeht, so muss man jedoch fairerweise sagen, dass ihr diesen nicht ganz fair errungen habt! Ihr habt schließlich keinen noch so miesen Trick ausgelassen, um die beiden zu bezwingen."

Banes wirkt nun vollkommen empört, während Cornwallace sie ungläubig anstarrt.

Gordon Banes: "Wie bitte? Ich glaub ich hör wohl schlecht! Wir haben mehr als fair agiert und einfach die Fehler unserer Gegner gnadenlos zu unseren Gunsten genutzt. Genau so hat der Trainer es uns beigebracht und selbst, wenn er nicht mehr hier ist ... wir sind sicher, er hat es gesehen und, dass er stolz auf uns, seine Ziehsöhne, gewesen ist!"

Cornwallace nickt enthusiastisch mit dem Kopf.

Brandon Cornwallace: "Ja genau, der Trainer wird sicherlich vor Stolz regelrecht geplatzt sein, als er gesehen hat, wie gut wir alles umgesetzt haben, was er uns beigebracht hat. Die Lehrjahre sind endgültig beendet."

Banes klopft seinem Partner auf die Schulter.

Gordon Banes: "Und genau das werden beim PPV auch die Partners in Crime feststellen. Die beiden sind hier in der PCWA noch Grünschnäbel und kennen die Mechanismen, die hier zum Tragen kommen noch nicht. Sie werden Fehler begehen und wir werden zur Stelle sein und davon profitieren. Wenn die beiden und ihre kleine Bitch denken, dass sie uns mit ihrer Attacke eingeschüchtert hätten, dann liegen sie verdammt falsch. Das neue Triumvirat lässt sich nicht so einfach einschüchtern und beim PPV werden wir gleich mehrere große Siege feiern ... auch wenn es für Tony dann vermutlich nicht mehr um den Titel gehen wird."

Banes grinst kurz, während sein Partner ihn ratlos ansieht und versucht zu verstehen, warum es für Graves nicht mehr um den Titel gehen sollte. Lisa hingegen nimmt den letzten Satz von Banes mit Wohlwollen als Überleitung zu ihrer nächsten Frage an.

Lisa Sanders: "Damit sprichst du euer heutiges Match gegen Shadow an, bei welchem es um die Cryption Crown gehen wird. Steht denn bereits fest, wer von euch beiden antreten wird? Denn euch ist sicher klar, dass dies kein Handicap Match wird und dass nur einer von euch gegen Shadow antreten darf, oder?"

Fragend blickt sie die beiden an. Cornwallace blickt fragend zurück und an seiner Miene ist deutlich abzulesen, dass ihm dieser Fakt ganz und gar nicht klar war ... auf der Card stand doch schließlich HAPPY HOUR vs SHADOW! Noch ehe er dazu Fragen stellen kann, übernimmt sein Partner jedoch das Antworten. Er lächelt kurz und winkt ab.

Gordon Banes: "Hälst du uns für verdammte Amateure, Lisa? Natürlich wissen wir, dass nur einer von uns gegen Shadow antreten darf und das reicht auch vollkommen aus. Nachdem wir bei der vergangegen Show bereits dafür gesorgt haben, Godd und seinen Köter wieder auf den Boden der Tatsachen zu holen, wird es uns eine wahre Freude sein, das Ganze heute mit ihrem neuen Spielkameraden zu wiederholen und ihm sein geliebtes Spielzeug abzunehmen!"

Brandon Cornwallace: "Spielzeug ist cool, davon kann man nie genug haben!"

Sowohl Banes, als auch Lisa blicken zu Cornwallace, wobei der Blick von Banes deutlich grimmiger ausfällt als das strahlende Lachen von Lisa. Sofort schweigt Cornwallace wieder und blickt zu Boden. Er merkt, dass er hier gerade irgendwas falsch gemacht hat. Banes verzieht kurz eine Miene und fährt dann jedoch fort mit dem, was er sagen wollte.

Gordon Banes: "Aber um auf deine Frage zurückzukommen Lisa. Zu unserer heutigen Taktik gehört es unseren Gegner so lange wie möglich im Dunkeln zu lassen ... wie wir hören, liebt er die Dunkelheit ja, da kann er ruhig noch eine Weile dort verweilen und sich genau wie ihr alle gedulden. Ihr werdet schon noch früh genug erfahren, wer von uns beiden sein Gegner sein wird. Doch ganz gleich, wer es am Ende sein wird ... das Bild wird zum Schluss das gleiche sein. Ein triumphaler High-Five ... und dieses Mal werden wir uns unseren großen Moment nicht ruinieren lassen!"

Er hebt seine Hand hoch in Erwartung eines High-Fives, doch Cornwallace blickt immer noch auf den Boden und bemerkt es nicht. Schließlich lässt Banes ein kurzes Hüsteln vom Stapel und stupst seinen Partner mit dem Fuß an. Der sieht nun die erhobene Hand seines Partners und sofort ist er wieder am Strahlen wie ein Honigkuchenpferd. Er hüpft zweimal kurz auf und ab und schließlich erfolgt der High-Five. 

Gordon Banes: "Also dann Lisa, wir müssen jetzt weiter, denn wir wollen noch ein wenig vor dem großen Match trainieren. Wie mein Partner bereits sagte, die Lehrjahre sind vorbei ... wir überlassen nichts mehr dem Zufall!"

Und mit diesen Worten marschiert Banes auch schon an Lisa vorbei. Cornwallace bleibt jedoch noch einen Moment stehen und blickt sie mit einem breiten Lächeln an. 

Brandon Cornwallace: "Falls du Lust hast, kannst du ja nach der Show noch bei uns vorbeischauen und eine Runde mit uns spielen. Das fände ich wirklich klasse, Dudeline."

Er nickt kurz mit dem Kopf und folgt schließlich seinem Partner, der schon einige Meter Vorsprung auf ihn gewonnen hat. Lisa blickt dem Duo, welches von Mal zu Mal ungleicher wird, interessiert nach und übergibt schließlich wieder das Wort an das altbekannte Kommentatoren-Duo.


Vincent Craven: "Danke, Lisa. Happy Hour ist bereit und vor allem Gordon Banes scheint nach dem Sieg bei der letzten Show noch deutlich mehr Selbstvertrauen gewonnen zu haben. Brandon Cornwallace wirkt ein bisschen so, wie bei der letzten Einstellung: abgehangen."

Mike Garland: "Och, was du jetzt wieder dort hinein interpretierst, Vince. Die beiden haben seit Ewigkeiten kein normales Tag-Team Match mehr verloren. Carnageddon und die Mad Godds mögen ihre Probleme haben, Happy Hour sitzen zu zweit fest im Sattel. Du hast doch den High Five gesehen!?"

Vincent Craven: "Oh ja, der war aussagekräftig und laut. Nein - Brandon Cornwallace ist vielleicht auch nicht der Typ, um groß zu opponieren. Aber ich glaube nicht, dass Banes Größenwahn dem Team auf lange Sicht gut tut."

Mike Garland: "Größenwahn?! Die beiden wollen wieder Cotatores werden..."

Vincent Craven: "Und mal eben Shadow besiegen, um sich ebenso die Cryption Crown zu holen."

Mike Garland: "Sie haben die Mad Godds besiegt, was willst du mehr?! Also kümmer dich gedanklich lieber um die, da wirst du schon genug Hirnzellen für aufwenden müssen. Die komischen Aktionen der unbekannten Konstante beispielsweise... Eine ist uns da zugespielt worden, die mal wieder demonstriert, dass MD nur noch ein Schatten seiner selbst ist."


------------------ PCWA ------------------

... Berlin-Zehlendorf, Andreezeile 1 ...

 

Einige zerstörte Silvester-Böller liegen noch auf dem Boden. Das Feuerwerk, die Nacht des Jahreswechsels ist schon vorbei, doch die Überbleibsel der flüchtig leuchtenden Nacht liegen weiterhin auf dem Boden, obgleich das neue Jahr schon längst begonnen hat und all die Menschen der Republik wieder in ihren Hamsterrädchen laufen. Der Alltag hat sie wieder - und auch er wird bald wieder bei Vendetta auflaufen. Im Gegensatz zu jemand anderem...

Als der Night Fighter den roten Böller, der von der Explosion schwarz verkohlt ist und auf die Kehrmaschine wartet, mit seinem Winterboot wegtritt, starrt er noch einmal hinauf. Hier dürfte es sein... 

Mad Dog: "Selten sowas Unpassendes gesehen, Old Buddy... Was treibst du hier, verdammt?!"

Es ist der Fokus auf den Anderen, der ihn von derselben Frage an sich selbst abhielt: Was treibe ich hier, verdammt!? Habe ich nach der Niederlage nichts besseres zu tun?
Kurz fährt sich MD skeptisch durch den Bart, so als würde er überlegen, ob er weitergehen will oder nicht. Dann schielt er hinter sich in Richtung Kameramann. Auch sie mitzunehmen, war heikel gewesen... Allerdings ist er bereits bis hierhin gefahren, wieso sollte er jetzt noch umkehren?! Und den Kameramann hatte er mitgenommen - ihn nun wegschicken würde ebensowenig Sinn ergeben. Er hatte die Entscheidung bereits getroffen, als er sich im Krankenhaus nach dem Verbleib von Kevin Sharpe erkundigt hatte...

Also blinkt kurz später der schmale, quadratische Knopf des viel zu kleinen und viel zu alten Aufzuges. MD könnte auch die Treppe benutzen, doch er ist sich sicher, dass Sharpe ebenso mit dem Aufzug gefahren ist - und irgendwie geilte er sich für den Bruchteil einer Sekunde an dem Gedanken auf, den gleichen Weg wie Blackheart zu gehen - nur aufrecht, ohne Krücken und ohne schlechtes Gewissen... als ihn das abgelaufende TÜV Siegel im Aufzug aus den Gedanken reißt. Kurz hebt die unbekannte Konstante die Augenbraue in Richtung des Ablaufjahres 2019, ehe er dennoch grinsend die Drei drückt. 

Mad Dog: "Abgelaufen. Genau wie du, huh?!"

Ein paar Augenblicke später steht er unversehrt vor der Wohnungstür. Will gerade klopfen, als er überrascht eine Stimme vernimmt. 

"Komm' rein. Es ist offen".

Kurz zögert die Töle. Doch dann fletscht er die Zähne zu einem kurzen Lachen. Typisch Sharpe eben. Er betritt die Wohnung und blickt sich kurz um. Legt dann gönnerisch den Kopf schief.

Mad Dog: "Geschmackvoll, Kevin. Hätte man von außen nicht erwartet..."

Erneut ertönt die Stimme aus dem Off.

Sharpe: "Danke. Durch den Flur und dann links ins Wohnzimmer. Ich bin auf dem Balkon."

Mad Dog tut, wie ihm geheißen und befindet sich nach kurzer Zeit auf dem Balkon. Dort steht Blackheart. Gekleidet in schwarzer Jogginghose, grauen Hauspantoffeln und einem Zip-Hoodie beobachtet er schweigend den Sonnenuntergang. Kurz tangieren seine Augen missmutig die Kamera sowie den filmenden Mann dahinter. Dann dreht er sich zum Hund um.

Sharpe: "Wie hast du mich gefunden, Mad Dog?"

Der Night Fighter mustert den zweifachen Undisputed Gerasy Champion und blickt dann ebenso zum Sonnenuntergang. Unweigerlich werden Erinnerungen daran wach, wie er mit Stevie einst schweigend den Sonnenaufgang beobachtete - doch heute war er hier, um zu reden.

Mad Dog: "Tja, Kevin, du hast Spuren hinterlassen. Und deswegen finde ich dich immer."

Und natürlich ist dies nicht nur eine Antwort auf die Frage, sondern ebenso eine Anspielung auf das neue Triumvirat. Ein Fakt, der Blackheart ein Schmunzeln abringt. Typisch Mad Dog eben.

Mad Dog: "Smash hatte ja wirklich Mitleid mit dir... Gut, ich nicht. Wann ist die Schulter wieder einsatzbereit?!"

Er fliegt immer noch mit dem XAW Boss und natürlich konnte dieser im Legendenplausch nicht alles geheim halten. Zumal es Kevin wirklich bewegt hat...

Derweil lächelt Kevin Sharpe... mit einem Ausdruck, den die Töle nicht wirklich deuten kann. In Blackheart's Kopf schwirren erneut diese magischen drei Worte herum... clear to wrestle. Doch genausowenig wie er Tony die Tatsache beichten wollte, so würde er es der verdammten Töle ganz sicher nicht auf den Tisch kotzen.

Sharpe: "Dein Interesse an meiner Gesundheit rührt mich zu Tränen, Mad Dog. Aber lass' dir eins gesagt sein, Töle... "

Er deutet auf die Kamera.

Sharpe: "Nur weil ich meinen Frieden mit James und der Tatsache, dass er mich besiegt hat, geschlossen habe, heißt das nicht... "

Er geht näher an den Hund heran, sodass der den warmen Atem seines Gegenübers auf dem Gesicht spüren kann.

Sharpe: "Dass du mich hier der Lächerlichkeit preisgeben kannst. Ich bin nicht deine Handpuppe, der du den Arm in den Arsch schieben kannst und die nach deinem Mund plappert. Ich lasse mich nicht vorführen, Töle!"

Der Night Fighter dreht sich leicht weg, um dem warmen Speichelregen, der ihm entgegen sprüht, zu entgehen. Dann deutet er auf die Kamera.

Mad Dog: "Ob es ein Vorführen wird, entscheidest du, huh?! Die Kamera wird dich so zeigen, wie du bist... Und außerdem muss ich mir so auch keine Vorwürfe machen lassen, irgendetwas Geheimes zu tun..."

Sharpe: "PAH! Du elender Wendehals. Ich kenne dich genau und dein falsches Spiel stinkt schlimmer als die Mülltonnen hier vor dem Haus. Was wird der gute, alte James sagen, wenn er das hier sieht, hm? Ist die Kamera dein Alibi? Weiß ich überhaupt, ob das hier gesendet wird und du mich damit nicht nur aus der Reserve locken willst?"

Der Hund zieht bei Sharpes Worten die Nase hoch, dann dreht er sich zum Balkon und spuckt den Schleim herunter auf die Straße.

Mad Dog: "Wenn ich das gewollt hätte, hätte ich Anna mitgebracht..."

Sharpes Vorwürfe nerven den Hund, das ist ihm deutlich anzusehen. Deshalb auch der schneidende Kommentar. 
Jetzt aber winkt er ab.

Mad Dog: "Nein. Aber sollen James und ich denn so enden wie wir? So wie du und Grizz? So wie Anna und du, Yai und ich?"

Nun blickt er Sharpe das erste Mal in die Augen - und auch dieser erwiedert seinen Blick. 
Er sagt erstmal nichts. Kann nicht. 
Erinnerungen werden wach. 

Dann aber hebt er die Augenbrauen. Und grinst.

Kevin Sharpe: "Du elender... Bastard. Du willst den Gerasy... nur darum geht es, oder?"

MD nickt und schmunzelt zugleich. Dann schaut er wieder weg.

Mad Dog: "Als ob das ein Freifahrtschein für alles wäre..."

Blackheart dreht sich abrupt um und geht vom Balkon in die Wohnung. Die unbekannte Konstante folgt ihm... ungefragt. Denn das ist es, was Sharpe will.

Das schwarze Herz öffnet den Kühlschrank und holt zwei Flaschen Bier heraus. Die Töle hat sich derweil auf der Couch nieder gelassen und fängt das abrupt zugeworfene Kaltgetränk geschickt auf. Der Blick des Hundes geht sofort zur Flasche - einst ging ihre Freundschaft zu Bruch und er erinnert sich noch, wie an einem Tag Scherben zerbrochener, nicht getrunkener Bierflaschen mehr als sinnbildlich vor ihren Füßen lagen...

Blacky öffnet die Flasche, leert diese in einem Zug und befördert das leere Gefäß geräuschvoll in die Spüle. Dann baut er sich breitbeinig und mit vor der Brust verschränkten Armen in der Mitte des Wohnzimmers auf.

Sharpe: "Der Gerasy IST ein Freifahrtschein... für einfach ALLES, Mad Dog. Wenn man ihn richtig anwendet. Ich denke, ich habe das in der Vergangenheit zu Genüge bewiesen. Erinnere dich zurück. Mir konnte NIEMAND ans Bein pinkeln... geschweige denn mir in den Keller scheißen. Ohja... ich sehe es an deinen elend mitleidigen Hundeaugen... "

Er kneift die eigenen Augen zusammen und für einen kurzen Moment sieht Mad Dog genau den Sharpe, der die PCWA vor seiner Niederlage regelrecht terrorisiert hatte. Unbewusst klammern sich die Klauen fester um die Flasche.

Sharpe: "Dass du GENAU verstehst, was ich meine. Der Gerasy bedeutet MACHT! Und damit meine ich nicht einen Azrael Rage, der sich einfach erdreistet, zurück zu kommen, 'Ich habe die Macht' zu brüllen und in seiner eigenen kleinen Welt der Meinung ist, die PCWA zurück zu erobern. Denn die PCWA ist... "

Ruhig, Kevin.

Er atmet tief durch. Dann, so schnell wie er gekommen ist, ist der Kevin Sharpe von vor ein paar Wochen wieder verschwunden. Er lächelt. Gequält.

Sharpe: "Die PCWA war mein Königreich. Alles in mir sträubt sich gegen den Gedanken, dass du elender Köter das Zepter übernimmst. Aber... "

Er nimmt nun im Sessel gegenüber des Hundes Platz.

Sharpe: "Ich kann es schlecht verhindern. Mad Dog... wir werden in diesem Leben keine Freunde mehr sein... dafür haben wir Beide zu Genüge gesorgt. Aber wir können uns mit dem Respekt behandeln, den wir verdienen. Auch wenn ich dir deinen sehnlichsten Wunsch, noch einmal mit mir in den Ring zu steigen wahrscheinlich nicht mehr erfüllen kann."

MD erhebt sich und prostet Sharpe zu.

Mad Dog: "Es gibt unterschiedliche Könige... Leitfiguren... und Idole, Kevin. Es gibt jene, die Vorbilder sind, weil andere wahrhaft zu ihnen aufschauen. Sie müssen sich nicht andauernd selbst bestätigen, sondern sie bekommen den Zuspruch von anderen, weil sie schon Jemand sind. Weil für sie die Mittel wichtiger sind, als der Zweck. Nicht Erfolg um jeden Preis. Denn sie müssen sich keinen Namen machen, um jemand zu sein - oder um sich wie ein Jemand zu fühlen. Sie sind es. Sie strahlen es aus. Sie sind kein Fremdkörper in der PCWA, sondern gehen mit ihr durch dick und dünn... Sie kämpfen für Ideale, wie Freundschaft und Heimat, nicht in erster Linie um Titel."

Er starrt Sharpe an, lässt keinen Zweifel daran, dass er sich selbst mit dieser Beschreibung meint.

Mad Dog: "Und es gibt die Mächtigen mit ihrer angeblichen Kraft, ihrer scheinbaren Stärke, ihren ach so hochrangigen Namen - aber vielmehr mit ihrem stetigen Verlangen danach, genau das immerwieder sich und anderen bestätigen zu müssen. Sich über andere zu stellen, ihren Rang zu halten, koste es, was es wolle. Und wie lächerlich es auch sein mag... Zum Beispiel die Idiotie, sich darin zu messen, wer das Bier in einem Zug austrinkt oder wer das am schnellsten kann... PAH."

Jetzt dreht der Hund die Falsche zur Seite, sodass die gelbe Flüssigkeit auf den Wohnzimmerboden des schwarzen Herzens läuft. Dieser reißt geschockt die Augen auf.
Während Schluck um Schluck des kühlen Bieres aus der Flasche gluckert und schließlich auf den Boden platscht, schaut MD auf die sich bildende Pfütze, die seine Winterboots umspielt.

Mad Dog: "Ich hab' dich schonmal dazu gebracht, gegen mich zu kämpfen, obwohl du nicht wolltest. Damals warst du immerhin noch so aufrichtig und standest zu deinem mangelnden Respekt mir gegenüber. Heute spuckst du mir erneut ins Gesicht, indem du ein weiteres Match ausschließt, und redest von Respekt... Der Zweck, nicht mehr gegen mich anzutreten, heiligt die Mittel, sich in diesem Drecksloch zu verbarrikadieren... Ich scheiß auf deinen Respekt, Arschloch!"

Und damit dreht sich der Hund weg und folgt dem Weg, den er gekommen ist. Nur ohne Kamera.

Kevin Sharpe schaut dem Nightfighter hinterher. Mit einer Mischung aus Belustigung und Zorn. Dann wendet er sich an den Kameramann.

Sharpe: "Deine Arbeit hier ist getan. Raus."

Schneller als er eigentlich will verlässt der Kameramann die Wohnung und das Bild verwandelt sich in ein Rauschen. Doch der Ton, der noch eingeschaltet ist, fängt die letzten Worte Blackhearts auf.

Sharpe: "Früher oder später wirst auch du einem Freund den Dolch in den Rücken stoßen. Und wenn ich nachhelfen muss."


Mike Garland: "Oho... Sharpe will beim Impact vorbeischauen. Yeah, das rettet uns."

Vincent Craven: "Er hat von 'irgendwann' gesprochen, Mike. Und viel interessanter ist doch, wo es ihn hingezogen hat und was er so treibt... Er wirkt auf mich jedenfalls nicht mehr sehr stark verletzt, wenn ich das von dem Video beurteilen kann."

Mike Garland: "Ach was. Die Show, die die Töle da abziehen wollte, ist nach hinten losgegangen. Er wollte Sharpe einer Lüge überführen und als das nicht ging, hat er ihm Bier über den Boden geschüttet."

Vincent Craven: "Das war eine Reaktion auf Sharpes Provokation."

Mike Garland: "Pffff. Die Sau! Bierfrevel, nennt man das. Da lenkt Sharpe mal wieder in seine Richtung ein und ER hat nichts besseres zu tun, als ihn zu povozieren. So sieht's aus, Vince. Die Töle tickt nicht mehr sauber."

Vincent Craven: "Mad Dog hat sehr wohl zeigen können, dass Sharpe immer noch auf seinem alten Trip ist, auf dem er die PCWA negativ geprägt hat. Außerdem kaufe auch ich ihm seine Verletzung nicht ab und MD will endlich das entscheidende Match gegen ihn."

Mike Garland: "Jaja... er verliert immer und ist dennoch ein König. Für mich ist das einfach Bullshit, den der Typ redet. Das einzig Positive war, dass wir noch einmal Kevin Sharpe gesehen haben. Aber bevor ich ihn bei seiner Reha störe, schau ich mir lieber einen guten Fight an."

Vincent Craven: "Da hast du Glück, Mike. Denn wir kommen zum Opener dieser Vendetta und zum ersten PCWA Match im Jahr 2020!"


------------------ PCWA ------------------

Die Regie schaltet auf Jane Nelson, wodurch die Fans bereits erwartungsfroh zu kreischen beginnen. Und keine Sekunde zu früh …

Jubel brandet los, als die Zuschauer von den flirrenden Lichtern und markanten Gitarren-Riffs  eingehüllt werden, zu denen sich ein wenig künstlicher Nebel auf die Entrance Stage verirrt. Und dieser hüllt das nun hinaustretende Paar ein: Cardigan hat mittlerweile sein heutiges Outfit an - die ockerfarbene Sandsturm-Variante, welche sich auf Pants, Stiefeln, Lederjacke, Bandana sowie der rechten Gesichtshälfte als Kriegsbemalung zeigt. Dasselbe Makeup ziert auch die Wange Windys, ansonsten bleibt die kühne Blonde in ihrem üblichen schwarz.
Beide stellen sich am oberen Ende der Rampe in Position, blicken sich um und dann an, bevor sie jeweils eine Faust emporrecken … und sich dadurch eine Pyroladung hinter ihnen gen Hallendecke entlädt.

Schließlich begeben sich beide zum Ring.

Jane Nelson: „Ladies und Gentlemen ……. Das nun folgende Match ist ausgelegt auf einen Fall …… als Erstes auf dem Weg zum Ring …………………. begleitet von Windy …………………. er kommt aus Hartfort, Connecticut, USA ……………………………… mit einem Kampfgewicht von 109 Kilogramm …………………………. Der selbsternannte Wettermann der Liga …………………………….. THE TEMPEST ……………….. TRENT ………………. CAAAAAAAAAAAAAARDIGAAAAAAAAAAAAAAAAANN!!!“

Beide genießen das Spiel mit den Fans, klatschen gereichte Hände ab und entern dann den Apron. Auf seine üblichen Spielchen, welche er mit Stone zelebriert, verzichtet der Tempest diesmal, drückt das Seil auseinander und lässt seine bessere Hälfte auf diese Weise ins Seilgeviert steigen.
Beide drehen noch ein paar Runden, bevor Trent wie spielerisch die Brille herunterschiebt und grinsend Windy anstarrt, welche sich ihm nähert und ihm nacheinander die Accessoires abnimmt.

Damit verlässt sie dann auch den Ring, in dem Cardigan sich lauernd in Position stellt.

Die Musik "Face Fisted" von Dethklok, welche den Solo-Auftritt der "Carnageddon"-Partnerin mit ungewisser Zukunft betonen soll, knallt durch die Halle und kündigt die Frau mit einem großspurig krachenden Feuerwerk an.
Mit schnellen Schritten erscheint Lara Lee auch schon in relativ neuem Outfit: schwarzes Röhrentop mit einem Schulterträger, abgewetzte Trainingshosen und knallrote Kicks, abgerundet mit schwarzen Handgelenk-Tapes. Auch die blonde, schulterlange Bobfrisur mit einer rasierten Schläfe ist noch ein ungewohnter Anblick. Nur das grimmige Gesicht und viele Muskeln bleiben beim Alten.

Und es fehlt der Championgürtel um ihre Hüfte.

Jane Nelson: "Und – auf der Gegenseite: die derzeitige Trägerin eines Cotatores Championship Gürtels und eine Hälfte von "Carnageddon" … mit stattlichen 1,88 Meter Lebendgröße und 96 Kilo Lebendgewicht … kommt aus Tuopaco, Kanada und trägt den Namen.... "Muscle Chick"... "Canadian Warfighter"... LARAAAAA LEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEE!"

Die angesprochene Amazone fackelt nicht lange und entert den Ring sogleich, um ihren heutigen Gegner anzustieren. Auch auf das Posing an den Ringecken verzichtet sie...
… und fixiert ihren heutigen Gegner nahezu Auge in Auge. Nichts mehr mit dem vorherigen Respekt - stattdessen dominieren Zielgerichtetheit und Entschlossenheit, wie bei einem kurz vor dem Bersten stehenden Druckkessel.

Schließlich gibt Charlie Swanson den Fight frei.

 

Opener
- 2nd Encounter -
Regular Singles Match
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Die ersten Momente des Matches plätschern in gegenseitigem Abstasten...

SUCKER PUNCH!!!


Was ist denn hier los? Cardigan wollte scheinbar gerade die Hand für den Versuch eines fairen Handshakes ausstrecken, als die Amazone ihn mit einem ebenso schnell wie harten Schlag in die Magengrube trifft. Im Endeffekt geht Trent in eine unfreiwillige Rumpfbeuge, worauf Lara noch einen genauso schnelle Double Axe auf den Rücken des Wirbelsturms lossausen lässt. Der geht zunächst nur in die Knie - landet dann aber auf dem Rücken, da Lee nachsetzt und den Tempest mit einem schnellen Underhook Hiptoss über sich wirft und sie ihn schließlich noch mit einem Baseball Slide trifft.
Cardigan scheint sichtlich noch nicht recht zu wissen, was da auf ihn einprasselt - als er im Aufstehen begriffen schon aufgeladen und mittels Shoulder Tackle in die nächstbeste Ringecke gedrückt wird. Hier setzt es weitere Aktionen dieser Art, später sogar dann mit Faustschlägen versetzt, welche wiederum Swanson auf den Plan rufen. Und da Beschwichtigungen und Anzählen nicht helfen, wird der Unparteiische schnell garstig und greift selbst ein. Lara schüttelt Charlie aber relativ schnell ab, um…

CLOTHESLINE!!!


Cardigan kommt aus der Ecke angeflogen und nagelt die Kanadierin mit derartiger Wucht um, dass sie eine Luftschraube vollführt. Schnell zieht er sie japsend an den wenigen Haaren empor - nur um selbst kurz darauf wieder unten zu liegen, da Lee ihm die Beine wegzieht. Diese hält sie nun gespreizt - und springt los,

HEADBUTT TO THE GROIN!!!


Mike Garland: „Tjaja – süßer die Glocken nie klingen. Glaube, jetzt bekommt unser lieber Wirbelsturm etwas von seiner großen Klappe zurück.“

Vincen Craven: „Du bist doch bloß noch eingeschnappt, weil sie dich letzte Show verbal an die Wand geredet haben.“

Mike Garland: „Das Lee hier eindeutig zeigt, wer Herr im Ring ist, kannst du aber nicht verleugnen…“

Vincent Craven: „Das will ich dir ZUNÄCHST nicht absprechen.“

Lara will in ein Cover gehen - aber Trent rollt sie mit einem Crucifix auf.

……………………1………………..


Lee strampelt sich frei und katapultiert ihre Faust voraus, die ihren Weg ins Ziel findet…
… oder gefunden hätte, wenn Cardigan seinen Kopf nicht aus der Schussbahn gezogen hätte. Stattdessen arretiert er den Arm der Kanadierin zu einer Crossface-Variation.
Doch dies geht nun Lara zu schnell und bevor Trent vollenden kann, liegt ihr Fuß schon auf dem Seil.

Vincent Craven: „Siehst du. Cardigan ist nicht umsonst zweimal Heavyweight Champion gewesen.“

Mike Garland: „Jep – in einer Farmliga am AdW. Hier zählen andere Fakten.“

Vincent Craven: „So wie die Vitas der meisten anderen hier?! Auch nur Zahlen und Daten auf Papier, welche im Ring nicht den geringsten Beweiswert haben.“

Mike Garland: „Wenn du Beweise willst: schau dir Lara an. Ein Beweis für Siegeswillen und schlafende Energie.“

Vincent Craven: „Nicht nur bei ihr.“

Man merkt deutlich, dass beide Fighter unter Dampf stehen, Lee noch eine Spur mehr. Aber noch heißt die Devise am Riemen reißen … und so fahren beide ihre Arme aus für die Kraftprobe. Finger und Hände werden verschränkt, die Muskel- und Kraftspiele beginnt - mit dem erwarteten Ergebnis eines Patts, welcher trotzdem von den Fans mit wechselseitigen Rufe unterstützt wird. Beide zeigen in Anstrengung verzerrte Gesichter, da wippt Lara mit dem Kopf,

HEADBUTT!!


… aber ins Leere, da Trent sein Haupt rechtzeitig wegdrehen konnte. Dadurch gibt er allerdings seinen stabilen Stand auf, was die Kanadierin sofort nutzt.

NORTHERN LIGHTS SUPLEX!!


Und das so dicht am Toprope, dass Cardigan drüber geht. Aber eben nicht hinaus, denn er fängt sich am Apron ab. Und er hält Laras Kopf mit fest,

NECKBREAKER!!


Lee knallt mit dem Nacken aufs Seil und stürzt in den Ring zurück, während der Tempest eiligst zurückklettert. Und - Maß nimmt,

SLINGSHOT PLANCHA!!


Die im Aufstehen begriffene Amazone wird neuerlich von den Füßen gerissen - und gecovert.

…………….1………………

……………..2……………..

Lara dreht den Move weiter und sich obenauf.

……………………1……………….

……………………….2………………………

Und wieder ein flüssiger Konter: der Wettermann rollt mit Laras gegriffenen Beinen in den Stand, verschränkt diese. Es soll wohl schon sein Finisher folgen…

BANG!!!!


Der eine Moment Nähe hat ausgereicht: Lara greift beherzt in Trents Haupthaar, zieht ihn runter und lässt die Faust in seinem Gesicht einrasten.
Der Treffer verfehlt seine Wirkung nicht und Cardigan taumelt rückwärts sowie sichtlich getroffen. Swanson ermahnt wieder die Amazone, welche dafür aber kein Ohr zu haben scheint und sich den Wirbelsturm erneut am Kopf packt.

SWINGING NECKBREAKER!!!


Und noch im Liegen rollt sie nach hinten durch, um sich auf Trent zu hocken und diesen nun mit Mounted Punches einzudecken.

Mike Garland: „Der Glückliche. In der Position könnte mir auch was Anderes vorschweben als Schmerz und Frage, wann Schluss ist.“

Vincent Craven: „Witzbold! Aber hast recht: Lara geht hier energischer vor als sonst. Weiß nicht, was heute mit ihr los ist.“

Mike Garland: „Da merken die Kollegen der Schöpfung, was passiert, wenn sie losgelassen wird…“

Erneut müssen die Haare dranglauben, an denen Lara Cardigan in den Stand zieht – doch da langt auch er zu. Mit einem Schulterwurf bringt er die Kanadierin zu Boden, um gleich darauf einen Sleeperhold anzusetzen. Beide nahezu Kopf an Kopf – und diesmal klappt auch der Kopfstoß. Der Wettermann muss einmal mehr loslassen, orientiert sich neuerlich … und kassiert einen harten European Uppercut, welcher ihn in die Ecke schickt.
Lara rollt sich in den Stand und holt aus,

BIG BOOT!!

 


… daneben! Cardigan konnte sich schnell aus der Schusslinie bringen – aber auch Lara den Move soweit abbremsen, um das gestreckte Bein gegen den Turnbuckle zu drücken. Und sie nutzt den Schwung,

ROUNDHOUSE KICK!!

 

… aber ein weiteres Mal taucht der Tempest darunter hinweg. Blitzschnell ist er bei Lee, umklammert diese und …

GERMAN SUPLEX!!

 

BANG!!!!

Vincent Craven: „Autsch – Eselstritt! Da klingelt’s schon wieder. Und der Unparteiische hat mal wieder nichts mitbekommen.“

Mike Garland: „That’s life, Vince. Die neue Lara gefällt mir richtig gut.”

Vincent Craven: „… was Cardigan nicht von sich behaupten kann, so wie er gekrümmt hockt.“

Mike Garland: „Nicht mehr lange, schau: Lara nimmt schon Anlauf…“

BULLDOG!!!


Mit Schmackes kracht Cardigan zu Boden, aber ein Cover bleibt noch aus. Dafür springt Lara noch einen Elbow in dessen Rücken, bevor es für den Wettermann wieder empor geht. Sein Kopf wird gegriffen, die andere Hand stützend und hebelnd an die Pants. Ausheber und…

VERTICAL SUPLEX


… aber der Tempest verlagert das Gewicht geschickt, sodass er über Lee fliegt, landet und es nun selbst ist, der ihren Kopf hält.

REVERSE SUPLEX

ELBOW!!!!

Wieder hat es Charlie Swanson anscheinend nicht gesehen, aber blitzschnell fährt Lara ihren Ellbogen aus und donnert diesen ungesehen wie hart in Cardigans Leiste. Der muss abbrechen - und wird dafür aufgeladen,

SAMOAN DROP!!


Aber jetzt,

……………..1……………….

………………….2………………….

 

KICK OUT!!

Mike Garland: „Der erste richtige Coverversuch. Wenn Lara so weitermacht, dürfte das nicht mehr lange dauern.“

Vincent Craven: „Also, wenn sie so weitermacht, dürfte Lee eher disqualifiziert werden … und Trent kann seine Familienplanung abschließen.“

Mike Garland: „Ist halt eine Grauzone. Wenn der Ref zu blind ist, es zu bemerken, kann ich auch nix für…“

Lee sieht nicht wirklich glücklich aus und wacht japsend in einer Ecke, dass Cardigan wieder auf die Beine kommt. Dieser hievt sich langsam auf, kniet bereits auf allen Vieren…

SHOOT KICK!!


Der Unparteiische kreischt die Amazone sofort für diesen Tritt in die Seite an, welcher Trent erneut in die Horizontale befördert. Diese versucht ihn brüsk zur Seite zu drücken, was sich Swanson gar nicht gefallen lässt. Sie wendet sich ihm - und Cardigan den Rücken zu. Und der zieht sie sofort zu einem Einroller hinunter.

………………..1…………….

…………………..2………………..

KICK OUT!


Umgehend will die Team-Titelträgerin erneut einen Tritt ansetzen, aber diesmal geht Trent aus dem Weg, fegt gleichzeitig Lees Standbein weg. In Windeseile wirbelt er auf die Beine, steuert die Seile an,

ASAI MOONSAULT!!!


Und das … auf Laras angezogene Knie. Erneut getroffen geht der Tempest in einen Kniestand, hält sich die Brust,

LOW DROPKICK!!!


Die Antwort Lees kommt postwendend, wie auch ein neuerliches Cover. Aber auch das … endet in einem Nearfall.
Lara scheint nun wildentschlossen, das Ganze jetzt schon zu Ende zu bringen. Schon, möchte man meinen. Erneut beweist sie ihre ebenbürtige Kraft, indem sie neben dieser auch einen Schrei in einen krachenden Gutwrenge Suplex legt. Die Amazone pusht sich nochmals hoch, wobei auch die Fans mit einsteigen … und geht dann in Jagdposition. Auch die Fans bekommen dies mit und feuern sowohl sie als auch den Tempest an, welcher langsam wieder auf die Beine kommt. Er steht unsicher, orientiert sich. Dann wendet er sich um – und Lee läuft los,

ROAD KILLER!!!

DROP TOE HOLD!!!!

Im entscheidenden Moment kann sich Cardigan auf seine Reflexe verlassen, taucht weg und bringt die Kanadierin gleichzeitig per Fußhebel zu Fall. Er wirft sich auf sie, verknotet die Beine,

TWISTER LOCK!!!


…nnn..
…. Nein! Lee zieht ihr Bein aus der Umklammerung und tritt beherzt nach Trents Kopf. Der lässt nach dem Treffer sofort los und federt ins Seil. Doch den Schwung kann er nutzen,

2ND ROPE DROPKICK!!


Lara wird von den Beinen geholt – und diese seitens des Wirbelsturms gegriffen.

TWISTER LOCK!!!


Und diesmal kann er den Move durchbringen, während die Kanadierin mit angestrengt verzerrtem Gesichtsausdruck dagegen anzufighten versucht.

Vincent Craven: „Harte Nuss. Aus dem Elevated Texas Cloverleaf ist schwer rauszukommen.“

Mike Garland: „Aber nicht unmöglich, vor allem für die Muscle Chick.“

Vincent Craven: „Kraft allein wird nicht reichen, den Move zu brechen.“

Wechselseitige „Lara!“ und „Tempest!“ Rufe schallen durch das Theatre. Cardigan beugt sich mehr und mehr ins Hohlkreuz, während Lee verbissen probiert das Seil anzuvisieren. Sie robbt sich millimeterweise heran, streckt den Arm aus, der nicht ausreichend erscheint…
… doch der Wirbelsturm zieht sie kurz davor zurück in die Ringmitte. Wieder hat er sie gepackt, legt sich ins Hohlkreuz und presst so ein zwischen den Zähnen herausgequetschtes Knurren aus der Cotatores-Titelträgerin. Sie versucht, den Move zu brechen, was ihr nicht wirklich zu gelingen scheint.
Dafür … bemerkt sie die über ihr liegende freie Rückenpartie.

REVERSE ELBOW!!


Blindlings lässt sie ihren Arm rückwärts schießen, in der Hoffnung den Tempest empfindlich zu treffen. Und das tut es – da der Move tiefer als der anvisierte Steiß ausfällt. Und – natürlich wieder von Charlie Swanson unbemerkt bleibt. Trent bricht ab und geht keuchend in die Knie. Lee muss nur einmal hinschauen und fährt dann das Bein aus. Der Tritt bugsiert den Wirbelsturm frontal in die nächstbeste Ringecke. Lara springt auf die Füße, läuft los,

TACKLE!!!


In den Rücken, was noch eine Spur schmerzhafter aussieht – aber seine Wirkung nicht verfehlt. Cardigan taumelt heraus, direkt in Laras Arme,

CANADIAN TOWER!!!!!


Lee bleibt sitzen, zieht das eine Beine Trents zum Cover zu sich heran.

…………………..1…………………….

 

……………………………….2……………………………………

 

……………

…………….dre…………….

KICK OUT!!!!!!!

Mike Garland: „WAS?! Wie kann der da rauskommen?“

Vincent Craven: „Wohl doch nicht alles heiße Luft und Gerede, was? Soviel zum Thema Paper-Champ.“

Die Amazone scheint es nicht glauben zu wollen, dass der Tempest die Schulter noch rechtzeitig hochbekommen hat. Die Streitgespräche mit Swanson werden immer intensiver mit fortlaufender Dauer des Fights. Auch die Fans scheinen es zu merken, denn vereinzelte Buh-Rufe mischen sich nun mit in die Bekundungen hinein.
Die hitzige Atmosphäre ist regelrecht spürbar, doch trotz allem bleibt ein Unparteiischer unantastbar. Was nicht für den Wirbelsturm gilt,

PUNT KICK!!!


Der ganze Frust entlädt sich in einem Tritt gegen Cardigans Kopf, dass dieser samt Körper um die eigene Achse gedreht wird und sich die Stirn hält. Der Ref wird noch einmal lauter - wie auch die Unmutsbekundungen des Publikums. Und auch Windy, welche das Geschehen bislang neutral ringside begutachtet hat, wird nun aktiv und schickt einige deutliche Beschimpfungen in Richtung der Amazone. Die allerdings hat dafür nur ein müdes Lächeln übrig, geht zum Wettermann herüber und zieht diesen in den Stand…
… in dem Moment schlägt Cardigan ihre Arme beiseite.

WHOOOOOOOOOOOOOOO!!!


Die Fans sind sofort dabei, als Trents Arm mit Effet auf die Brustpartie Lees klatscht und diese einige Schritte zurückwankt. Nun ist auch deutlich, dass der Kick seine Wirkung entfaltet hat, denn die Stirn des Tempest zieren neben einem Cut nun einige Rinnsale frischen Blutes. Und diese scheinen dem Hartforter neue Energie einzujagen.
Der Referee will sich bereits nach dem Zustand Cardigans erkunden, als Lara ihrerseits zuschlägt.

WHOOOOOOOOOOOOO!!!

Mike Garland: „Good ol‘ Slobberknocker. Jetzt werden wir ja sehen, was welchem Holz Dein Stürmchen gemacht ist.”

Immer wieder frenetisch von den Fans angepeitscht donnern sich die beiden ihre Unterarme wuchtig gegen die Oberkörper, immer mit entsprechenden Einschlagwirkungen und Taumeln verbunden. Ein wirklicher Sieger ist nicht direkt auszumachen, aber auch kein echter Verlierer. Der Tempest legt noch einmal alles in einen Schlag, welcher Lee derart trifft, dass sie ins Seil fällt.
Oder besser: sich offensichtlich fallenlässt, denn Lara holt von dort selbst noch ein wenig Schwung und fliegt regelrecht mit erhobener Faust auf den Wirbelsturm zu. Aber der reagiert seinem Spitznamen gleich, hebt die Amazone vor dem Punch aus und wirbelt sie einmal halb um sich.

INVERTED ATOMIC DROP!!


Der Move sitzt – doch keine wirkliche Regung bei Lee. Mit einem Anflug von Grinsen schüttelt sie den Kopf, um zu verdeutlichen, dass wahrer Impact bei ihr nicht durchzusetzen ist, da Lee … ja „etwas“ Entscheidendes fehlt. Stattdessen katapultiert sie den Kopf nach vorn.

HEADBUTT!!!


Ein leichtes Raunen geht durch die Runde, denn die Aktion sah reichlich übel aus. Und das sieht ein jeder, nachdem Cardigan ins Seil gefallen ist – und der rote Lebenssaft ihm nun scheinbar auch aus der Nase tropft.

Vincent Craven: „Alter Falter! Nennst du so etwas noch eine Grauzone?“

Mike Garland: „Wo gehobelt wird, fallen nun Mal Späne. Wenn Cardigan dem Klima nicht gewachsen ist, soll er sein Glück lieber beim Rummelringen versuchen.“

Vincent Craven: „Da hält man sich wenigstens an Regeln. Erzähl das mal lieber Lara."


Wieder scheint sich Charlie Swanson nach dem Befinden erkunden zu wollen, doch bevor er wirklich nachschauen kann, drückt ihn der Tempest zur Seite und geht auf Lara zu. Seinen Grappling-Ansatz unterbindet sie sogleich mit einem Belly-to-Belly-Suplex. Und … noch ein T-Bone-Suplex hinterher. Doch die Unwirschheit macht sich mit jedem weiteren Move auf Lees Gesicht bemerkbar, da sie dem Cover weiter entfernt zu sein scheint. Denn Cardigan rappelt sich mit jeder Aktion schneller auf: im Gesicht ein entschlossener Blick, mit dem und seinen Skandierungen er Lara anfeuert ihn weiter zu beharken. Aber das scheint ihn bloß noch mehr anzuspornen. Kicks, Tritte – mehr und mehr verpuffen die Moves an dem Wirbelsturm, bis dieser schließlich selbst austeilt und eine Running-Aktion Lees per krachendem Lariat beendet. Ein aufputschender Schrei in die Menge bringt die Halle nochmals richtig zum Kochen – und erstickt trotz blutverschmiertem Gesicht jeglichen Ansatz des Ringrichters, die Blutung zu kontrollieren.
Lara steht bereits wieder…

RUNNING CLOTHESLINE!!!


Erneut geht die Amazone zu Boden. Und nochmal … und nochmal. Ein ganze Serie Clotheslines bricht über die Championesse herein, die sich letztlich nicht anders zu helfen weiß, als es wie Trent zu tun – und sich zu ducken. Schnell ist sie hinter ihm, der Ausheber,

GERMAN SUPLEX!!!


Aber der Wirbelsturm blockt den Heber, wirft sich nach vorn und rollt die Kanadierin per Victory Roll ein.

………………….1………………..

………………………2…………………

…..

KICK OUT!!!


Noch im Liegen wirbelt Lee um die eigene Achse und donnert die Faust nach vorn. Ein weiterer Einschlag im geschundenen Gesicht des Tempest.

Vincent Craven: „Verdammt noch mal! Warum lässt Swanson Lara das durchgehen? Er hätte längst mal durchgreifen müssen.“

Mike Garland: „Ist Cardigan doch selbst Schuld: der Ref wollte nachsehen, er aber weitermachen. Dumm gelaufen.“

Vincent Craven: „So etwas nennt man Kampfehre … naja, wenigstens die Fans merken, was los ist.“

Die Sympathien sind nun scheinbar deutlicher verteilt, als es zuvor den Anschein hatte: Buhen schallt von den Fans herüber, als der Unparteiische sich die Kanadierin zur Brust nimmt. Und auch Windy hat mittlerweile den Apron erklommen, sichtlich darum bemüht, es Lee zeigen zu wollen. Die bleibt, trotzdem dass sie unter Strom steht, unbeeindruckt, schickt der Schwarzhaarigen nur ein paar ihrer deutlichen Worte zurück…

KNEE CHIP!!!


Cardigan scheint gar nicht ans Aufgeben denken zu wollen und setzt ein deutliches Zeichen. Der Ringrichter wetzt wie Windy zur Seite, als Trent ins Seil springt und von dort einen Elbow Drop in Laras Rücken landet. Genau diesen greift er dann und hievt die Amazone in die Höhe. Und jetzt geht er durch, der

GERMAN SUPLEX!!


Kaum aufgekommen rollt er sich mit Lee noch einmal herum. Ein neuer Ausheber – es gibt die Dublette,

GERMAN SUPLEX!!


Brückencover,

……………………….1…………………………

…………………………2………………………….

….


KICK OUT!!!


Vincent Craven: „Ein wahrer Champ gibt nicht auf. Die Durchhalte-Stärke des Tempest ist legendär.“

Mike Garland: „So wie beim Match gegen Graves?“

Vincent Craven: „Eher so wie beim Rumble…“


Der Wirbelsturm scheint den Sack zu machen zu wollen: Lees Arm wird zwischen ihre Knie geklemmt, sie ausgehoben,

PUMPHANDLE FRONTSLAM


… aber Lara rutscht nach hinten hinaus und stößt Trent ins Seil. Der federt heraus - in Richtung des erhobenen Beines der Amazone. Doch auch dieser Braten wird gerochen, Cardigan entkommt dem Thrust Kick per Flickflack zur Seite weg. Stattdessen

ASAI MOONSAULT!!


Und diesmal trifft er und reißt die Kanadierin von den Beinen. Cover,

……………………..1…………………….

………………………..2………………………..

 

KICK OUT!


Beide stehen kaum wieder, als Lara sich mit dem Mut der Verzweiflung nach vorn stürzt, Trents Kopf geklammert,

SLINGBLADE!!!


Der Treffer ist derart stark, dass Cardigan getroffen Richtung Apron rollt … und runter, da Lee nicht schnell genug zugreift. So vergehen wertvolle Sekunden, in denen sie ihn zurückbugsiert. Lara steigt durch die Seile,

INSIDE CRADLE!!


… aber diesmal ist Muscle Chick auf Zack,

CRADLE PIN!!!


……………………………………..1…………………………………….

…………………………………….2……………………………………..

KICK OUT!

Mike Garland: „Argh, haarscharf. Der Sieg-Pin liegt in der Luft.“

Vincent Craven: „Für beide! Das möchte ich nochmal unterstreichen.“

Mike Garland: „Naja … nicht wirklich. Wenn ich mir das so anschaue: kaum auf den Beinen geht’s für den Tempest schon wieder abwärts.“

Wie aus dem Nichts bringt Lara das Bein hoch und senst den Wettermann dann doch per Thrust Kick um. Ein Knee Drop hinterher und schon soll Cardigan wieder ausgehoben werden. Die tragische Betonung liegt allerdings auf SOLL, denn plötzlich zieht dieser ihr die Beine weg, erneut soll es den TWISTER LOCK geben…

… aber Lee greift im Liegen zu per Überwurf. Der aber nicht weit genug,

JACKKNIFE HOLD!!

……………….1……………………..

………………2……………………

… Lara hebt sich mit Cardigan zu einer Brücke hoch, dreht ihn heraus. Trent setzt noch eine Drehung hinterher. Und noch eine …
… und plötzlich hält er Lara im Ansatz zur

TWISTER BOMB!!!



… aber nein, denn Lee kontert mit einem weiteren Überwurf. Ein Dropkick in den Rücken des Wettermannes, dann - scheint es auch der Amazone zu reichen. Powerbomb-Ansatz,

BACKCRUSHER!!!!


Und der geht durch! Die Fans aus dem Häuschen, Lara ist zum Cover unten und Swanson zählt durch,

………………………….1…………………………

…………………………….2…………………………

…..


……………………………..3…………………………..

Mike Garland: „JA! Das ist der Sieg … äh …“

Vincent Craven: „Von wegen. Zu früh gefreut. Da ist eine Hand im Seil. Und es nicht Laras.“

Mike Garland: „Das kann doch wohl echt nicht wahr sein.“

Vincent Craven: „Da bist du nicht der einzige, der so fühlt.“

Die Halle steht mittlerweile Kopf. Keiner kann es so richtig glauben, vor allem Lee nicht. Ihre Augen schrauben sich fast heraus und mit deutlich hörbarem Ton (auch ohne Mikro) geht sie den Referee an. Aber es ändert nichts an den Tatsachen. Und so lässt sie ihren Frust an dem einzig Erlaubten aus.

Einmal mehr richtet sie den Tempest auf und rammt ihn mit einer Art Spinebuster in die nächste Ecke. Hier prasseln dann erneut die Schläge und Tritte unbarmherzig auf den Wettermann ein - bis Swanson diesem soweit möglich Einhalt gebietet, dem scheinbar langsam der Geduldsfaden reißt.
Mit gereckter Faust, aber zu deutlich gemischteren Reaktionen dreht Lee noch eine Runde im Ring, bevor sie sich wieder Trent zuwendet. Einer Stampede gleich nimmt sie Maß - und dann Anlauf,

SPEAR TACKLE!!!

… gegen den Turnbuckle!! Cardigan hat sich mittels der Seile hochkatapultiert - und schlingt nun seine Beine um Lara, mit der er sie zu Boden drückt.

EINROLLER!!

…………….1…………….

………………2……………….

 

KICK OUT!!!


Die Zuversicht in dem blutigen Gesicht Trents wirkt wie eingemeißelt, als er sich wieder aufrappelt. Per European Uppercut und Magentritt bringt er Lee in die Rumpfbeuge, das Bein auf ihrem Nacken,

LEGDROP BULLDOG!

 

… noch nicht, denn Lara drückt den Tempest nach oben weg. Und als er nach dem Salto aufkommt, greift ihre Hand nach seinem Hals,

CHOKESLAM!!


… doch auch hier kein Impact: Cardigan befreit sich und landet hinter der Kanadierin. Ein Chop in den Rücken – und schon setzt Trent sie sich auf die Schultern,

ELECTRIC CHAIR DROP!!


Der lange Weg nach unten droht der Terminatrix, doch einmal mehr kann sie dem Tempest ins blutige Gesicht und an die angeschlagene Nase fassen. Und er muss wiederum abbrechen, dafür rollt Lara durch,

VICTORY ROLL!!!

………………..1……………….

……………………2…………………..

….

….dre……………. KICK OUT!!!!


Mike Garland: „Verdammt, das wär’s gewesen! Und Cardigan blutet wie ein Schwein – auf den Swanson ist auch kein Verlass.“

Vincent Craven: „Also wenn ich Laras Verhalten da mitreinrechne … würde ich das Ermessen und ausgleichende Gerechtigkeit nennen.“

Mike Garland: „Ich nenn sowas 'parteiisch sein'.“

Vincent Craven: „Und das aus deinem Munde…“

Lara steht wiederum bereit, die Hände herausfordernd wippend. Jetzt soll es soweit sein. Cardigan erhebt sich, sie rennt los.

ROAD KILLER!!!


… Lee wirbelt um den Wirbelsturm herum, der sie aber in einem günstigen Moment von sich drücken kann. Lara fliegt gegen den Turnbuckle, wankt heraus – und der Wettermann zieht sie ins Hohlkreuz,

HARD RAIN!!!

……………..1………………..

……………………2…………………

….

KICK OUT!!!

Denkbar knapp bekommt die Amazone ein weiteres Mal die Schulter hoch, doch jetzt bleibt der Wirbelsturm am Drücker: Powerbomb-Ansatz, der Finisher droht …
…nnnn…nein. Mit dem Mut der Verzweiflung boxt Lee seine Arme beiseite und fährt ihren zwischen seinen Beinen hoch.

CHEAP SHOT!!!


….

… ins Leere. Cardigan scheint es geahnt zu haben und hechtet mit einem Somersault über Lara hinweg. Sie stürzt ihm sofort nach – etwas zu enthusiastisch.

DROP TOE HOLD!!!


Ein weiteres Mal kontert Trent sie mit diesem Move aus, doch in dem Fall donnert Lee nach vorn ins Seil und kommt scheinbar gefährlich mit der Halsgegend auf dem zweiten Seil auf. Röchelnd stolpert sie in die Ringmitte zurück, während Cardigan auf den Apron klettert. Einmal Schwung holen, ein Sprung, die Hände werden verschränkt,

SPRINGBOARD DOUBLE AXE HANDLE BLOW!!!!


Scheinbar alles, was er noch übrig hat an Kraft, legt der Tempest in diesen Schlag, welchen er auf die Rückenpartie der Kanadierin herniedersausen lässt … und die durch diesen Dampfhammer auf die Matte gedrückt wird.
Er macht kein Federlesen, sondern zieht in die Knie: der Kopf wird arretiert,

TWISTER BOMB!!!!


Der Move sitzt, wie das anschließende Cover,

…………………………………1……………………………………

………………………………….2……………………………………

……………………….

……………………………………3!!!................................................

 

#ding#ding#ding#


„Chasing the sky“ der Dontos flutet erneut durch die Arena als Zeichen des Sieges für den Tempest. Umgehend eilen Sanitäter heran, doch Windy ist den Moment schneller und bei ihrem Mann.

Jane Nelson: „Sieger dieses Matches …………. THE TEMPEST ……………….. TRENT ………………. CAAAAAAAAAAAAAARDIGAAAAAAAAAAAAAAAAANN!!!“

Von den Zuschauern frenetisch gefeiert bildet sich eine kleine Traube um dem Wettermann: Windy hat alle Mühe, bei ihm zu bleiben, da die Sanitäter und Charlie Swanson zu ihm vorzudringen versuchen angesichts seiner Verletzungen.
Doch bestimmt, aber sachte macht Cardigan mit seitlich abgestreckten Armen deutlich, dass er noch einige Augenblicke bräuchte. Die aus dem blutigen Gesicht schimmernden Augen suchen das Fanmeer ab … und bleiben letztlich auf Lara hängen. Die hockt noch immer japsend am Boden und schielt den Tempest von unten herauf missmutig an. Trent versucht es gar nicht erst, klopft ihr dann aber anerkennend auf die Schulter.
Schließlich erklimmt er den nächstbesten Turnbuckle - und reckt seine Faust in die Luft, was den Pop-Level noch eine Spur mehr anschwellen lässt.

Vincent Craven: „Ein hartumkämpftes Match mit einem, denke ich, verdienten Sieger. Großes Kino.“

Mike Garland: „Naja - wenn du schon mal denkst …“

Vincent Craven: „Ach, komm schon. Angesichts der Leistung und vor allem des Härtegrades geht das in Ordnung.“

Mike Garland: „… glaube, Lee dürfte das etwas anders sehen.“

In der Tat! Die Amazone hat sich aus dem Ring gerollt und holt unter der Ringschürze einen Stuhl hervor. Schwer atrmend slidet sie wieder in den Ring.

Vincent Craven: "Oh nein... nein, nein nein... "

Mike Garland: "Tu's nicht, Lara... "

Der Tempest und der Rest der Offiziellen bekommen nicht mit, wie das Muscle Chick den Stuhl hoch über den Kopf hebt und den immer noch auf dem Turnbuckle stehenden Cardigan ins Visier nimmt. Doch plötzlich brandet Jubel auf!

Mike Garland: "Da ist Wilson!!!"

Korrekt! Unter lauten "Stem"-Chants pflügt der große Mann aus Roanoke die Rampe hinunter, slidet sofort in den Ring und entreißt seiner Partnerin den Stuhl! Lara Lee dreht sich um und fixiert ihren Partner mit wütendem Blick. Doch dann winkt sie schnaufend ab, rollt aus dem Ring und trottet die Rampe hinauf. Barry nickt dem Tempest kurz zu, der die Szene mit offenem Mund bestaunt hat.

Vincent Craven: "Die Kluft zwischen Lara und Barry wird immer tiefer."

Mike Garland: "Ich sehe tiefschwarz für die Titelverteidigung... egal, welches Team beim Impact kommt."

Vincent Craven: "Das befürchte ich auch, Mike."


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Possession Awards 2019

Best Non Wrestler
Jona Vark

Best Show
Brawlin' Rumble XIII

Best Story
Lara Lee and Mr. Lafayette

Best Match
Brawlin' Rumble Match


------------------ PCWA ------------------

Es ist still – hier unten. In dem anonymen wie kalten Unterbau-Gewölbe, welches nur zweimal an Showtagen stark frequentiert wird: zum einen, wenn Besucher und Angestellte anreisen – und zum anderen, wenn es dann wieder gen Heimat geht. Die Ruhephase dazwischen ist dagegen wie das Auge eines Hurrikans: in stetiger Lauerposition, wann es wieder rege wird. Wann sich die Massen wieder in ihre fahrbaren Untersätze begeben, Motoren aufheulen …

Jetzt gerade wummert nur die Show oberhalb ganz entfernt durch. Da ist das energetische Summen der Neonbeleuchtung weitaus lauter, wenn man das von diesem Standpunkt aus betrachten kann. Alles andere sind kurz auf- und wieder abflammende Soundschnipsel: klappende Autotüren, mechanisches Summer sich bewegender Zufahrtsschranken, die klackenden Schritte des Wachmannes auf einer seiner Kontrollrunden … welcher ihn auch jetzt scheinbar noch nicht bemerkt hatte.

Mit leisem Klackern fliegen die durch die Luft geworfenen Würfel gegen eine nahe Betonwand, prallen von dieser ab und von dort zu Boden, wo sie rotierend zum Liegen kommen.

„Sieben – verdammt!“

Wieder greift die Hand nach den drei Kuben und schüttelt sie in der Faust durch. Backgammon oder Craps waren nie wirklich seine Favorites – denn da konnte man sein Glück nicht nummerisch oder durch Kartentausch erhöhen. Lieber war ihm da ein gutes Blatt in der Hand, denn schließlich konnte man sich dahinter sogar noch ein wenig verstecken.

Aber tat die Schlange das nicht gerade selbst? Eine Decke unter dem Hintern gegen die Kühle des Betons hockt Tony Graves auf dem Boden und würfelt mit sich selbst. Wieder … und immer wieder.
Trotz dämmrigem Lichts bleibt die Piloten-Sonnenbrille auf der Nase. Er will sich selbst schließlich treu bleiben – und dem, was er geschworen hat. Unter der Lederjacke blitzt das Blackheart T-Shirt durch. Das ist sein Schwur! Seine Verantwortung, welche er Kevin gegeben hatte, um das begonnene Werk nun als neue Speerspitze fortzuführen.

Ein weiterer Wurf, ein weiteres Hoffen. Die Würfel fallen …
… Eine Eins, eine Zwei und eine Drei.

„Straight, wenn auch in Mini-Form. Scheinbar eine Allegorie deiner bisherigen Karriere … die Berechenbarkeit bleibt jedoch. Woanders findet man schon den Basilisken als dort, wo Parkhaus und Glücksspiel eine Schnittmenge besitzen.“

Die selbsternannte Schlage blickt hoch – und lächelt. Natürlich. An der Brüstung zur nächsthöheren Zwischenetage lehnt eine dunkle Gestalt. Genau die dunkle Gestalt, mit welcher er zuletzt im Ring aufeinandergetroffen ist. Und auf den er scheinbar gehofft hatte zu treffen.
Shadows Gesicht ist wie stets dank der blickdichten Haare nicht auszumachen – und doch: auch ohne sichtbare Augen scheinen diese ihn zu mustern. Im Verborgenen.

Die großen Augen mustern den dunklen Krieger stumm und eindringlich. Aber eine Antwort folgt nicht wirklich.
Dafür lässt die Schlange einmal mehr die Würfel in ihrer Faust klappern. Ein Wurf – Fünf und zwei Zweien.

Shadow: „Was ist los? Keine aufmunternden wie kreativen Pöbeleien aus dem Fahrwasser Alpha-Kevins? Ich hätte mehr erwartet. Vor allem, nachdem, was in London zwischen uns geschehen ist.“

Graves schaut den Schatten so gut es geht an. Das Gesicht bleibt ihm wie immer verborgen. Und gerade das Ablesen aus diesem war das A und O eines guten Gamblers. Hier ein Ding der faktischen Unmöglichkeit.
Shadow mochte dies ahnen – aber Tony konnte und wollte ihm keine Steilvorlage dahingehend liefern.

Und so sammelt er die Würfel erneut ein, schüttelt sie wortlos und wirft. Fünf, Drei … Vier.

Shadow: „Wir gleichen den Lämmern, die auf der Wiese spielen, während der Metzger schon eines und das andere von ihnen mit den Augen auswählt …“

Mit nickendem Kopf wendet sich das unergründliche Dunkel vom Spieler ab, geht ein paar Schritte im Kreis. Immer verfolgt von den Augen Tonys, der seine Würfel wieder einsammelt.

Shadow: „… denn wir wissen nicht, in unseren guten Tagen, welches Unheil eben jetzt das Schicksal uns bereitet … so ist das eben: Sonnenschein oder Schlachtplatte. Wenn ich eines in dieser Liga gelernt habe, dann, das einem Privilegien nicht auf Dauer gehören. Zwar gibt es gewisse Mitspracherechte, aber auch diese haben ihre Grenzen. Meistens dann, wenn Laissez-faire und der Glanz der Abwesenheit eine unheilige Allianz bilden …“

Der Schatten beobachtet die Reaktion. Graves hat in seiner Bewegung innegehalten, schielt überlegend zum Cryption Crown hinüber.
Dann … ein neuerlicher Wurf gegen die Wand. Sechs, Vier …. Eins.

Als er erneut aufblickt, hat der Soul Survivor bereits die nächstgelegene Betonsäule erreicht. Und … deutet zu ihm.

Shadow: „Imperial Impact! Ich werde warten – was und wer auch immer kommen mag. Also lass deine Würfel nicht zu spät fallen. Denn es haben bereits andere angeklopft, um die Fleischermesser zu wetzen. Es ist deine Entscheidung. Aber dafür … muss schon etwas mehr kommen als ein Spieleabend im Parkhaus. Als dann, Basilisk…“

Mit diesen Worten verschwindet der Schatten hinter der Säule.

Tony muss sich nicht bemühen nachzusehen – er weiß, was ihn dann erwarten würde. Vielmehr sinniert er noch ein wenig weiter innerlich, während er die aufgelesenen Würfel ein weiteres Mal in seiner Faust klappern lässt.

Dann der Wurf, etwas energischer als vorher:

… eine Sechs ……..

… eine weitere Sechs ………..

… und schließlich trudelt der letzte Würfel einem Kreisel gleich auf einer Ecke.
Die letzten Augenblicke der Szene gehören Graves Gesichtsausdruck, der dies beobachtet. Dann fällt der Würfel klackernd – allerdings nur für Tony ersichtlich.

Und dieser … grinst …


Vincent Craven: "Quo vadis, Tony Graves?! Die Frage beschäftigt uns wohl alle und der Schatten legt gekonnt den Finger in die Wunde - allerdings lässt sich der Gambler nicht in die Karten schauen."

Mike Garland: "Wozu auch?! Erstens weiß er noch nicht, wie der heutige Main Event ausgeht. Und zweitens kann er die Ungewissheit vielleicht zu seinem Vorteil nutzen."

Vincent Craven: "Wenn dann nicht schon jemand anderer seinen Platz ergattert hat. Wir haben eben gesehen, wie Jimmy Maxxx darum buhlte. Und wie es den Anschein hat, überlässt Jony Vark dem Träger der Krone die Wahl seines Gegners..."

Mike Garland: "...der den Ball einfach weiterspielt und einfach mal abwarten will, was geschieht. So zumindest habe ich ihn verstanden - DAS wird Jona Vark allerdings kaum mitmachen. Ich glaube, Miss Vark wird einfach etwas festsetzen."

Vincent Craven: "Aber das wird in der Tat vom Ausgang unserer beiden weiteren Matches am heutigen Abend abhängen. Ehe wir uns allerdings mit diesen auseinandersetzen, schauen wir noch einmal zurück auf den Opener."


------------------ PCWA ------------------

Es war ihr ein inneres Anliegen gewesen: Nach dem letzten Gespräch mit ihrem Klienten, musste sie einfach die Liebe seines Lebens kennen lernen. Zwar waren sich beide Frauen schon in London kurz begegnet - nach dem Match, was MD gegen Großadmiral Thrawn und Azrael Rage gewonnen hatte - aber da konnte sie nicht sonderlich viel über Yai erfahren. Denn erst bei der letzten Vendetta fiel bei Miss DeWynters schließlich der Groschen, dass ein Sieg von Mad Dog beim Imperial Impact 13 nicht nur mit der Freundschaft zu James zu tun hatte, sondern ebenso von Yai abhängig war...

Und so sitzt sie erwartungsfroh in der Berliner Gaststätte "cWc" und schaut zurTheke, hinter der Yai soeben mit zwei Getränken in der Hand hervor kommt. Sie selbst gönnt sich eine Coke, während Miss DeWynters einen der vorzüglichen karribischen Cocktails kredenzt bekommt. 

DeWynters: "Der sieht in der Tat hervorragend aus. Lieben Dank."

Yai zieht kurz die Mundwinkel nach oben, doch sie lässt dabei keinen Zweifel an dem Argwohn und den Zweifeln, welche der Besuch in ihr wach gerufen hat. Schnell zeigt sie wieder den schmalen Strich unter ihrer Nase, die sie zeitgleich keck hebt, um DeWynters das Zeichen zu geben, mit dem anzufangen, weswegen sie hierher kam.
Die Managerin ihres Ehemannes trinkt derweil noch einen Schluck des fruchtigen Getränks und lässt ein zufriedenes "mmmh" folgen.

DeWynters: "Sehr lecker. Kaum zu glauben, dass diese geschickten Hände einst in den dreckigsten Wrestlingligen der Welt umher zogen und sogar in dem ein oder anderen Ring für Furore sorgten."

Yai: "Lange her, ... Miss."

Die ehemalige cWclerin legt ihren Kopf schief und lächelt dann doch kurz. Schließlich war auch ihr nicht entgangen, dass Miss DeWynters in einer Liaison mit Lara Lee steckte und in diesem Kontext war ihr Spruch mit den geschickten Händen doch recht amüsant. 

Yai: "Sie wollen ja wohl kaum in den Ring steigen, also..."

...kommen wir zu dem Mann, der zur Zeit wieder in den PCWA Ring steigt und dessen Managerin Sie sind, will sie sagen - doch DeWynters schüttelt überraschend den Kopf und hebt ihr Kinn.

DeWynters: "Ich denke, dass es durchaus eine Option für mich ist, Miss Yai. Es reizt mich schon länger, mich im Ring mit anderen Frauen und Männern zu messen."

Pruuusst...
Plötzlich verteilt sich die Cola aus Yais Mund auf dem Tisch vor ihr und besprenkelt auch ein wenig den Blazer der DeWynters. Yai lacht kurz noch neckisch auf, ehe sie die Hand vor ihren Mund hält, um den Lachanfall zu stoppen. 

Yai: "Ent... Entschuldigung. Hihi... Aber..."

Noch einmal atmet sie lachend aus. Dann mustert sie DeWynters, die keinerlei Miene verzieht eindringlich und beruhigt sich langsam wieder.

DeWynters: "Aber?"

Yai: "Ich denke, dass Wrestling keine gute Idee für Sie wäre. Ich meine, Sie sind zäh, aber..."

Die Gespielin von Lara hebt die Augenbraue. Die Bardame schaut - immer noch die Zähne zeigend - direkt in ihre Sehkugeln. 

Yai: "Am Ende müssen Sie das selber wissen."

DeWynters nickt endlich und nimmt ihren Röntgenblick von ihr. Erinnerte Yai ein wenig an Venga Sotekh...
Sie kichert kurz. Dann seufzt sie. Offenbart die Albernheit als Fassade.
Ach, das war alles schon so verdammt lange her.

Yai: "Wie auch immer. Sie wollen sicher keinen Rat, was eine mögliche Wrestlingkarriere angeht, sondern Sie wollen mit mir über meinen Mann reden. Also?"

Nun merkt man der Berliner Gaststättenbesitzerin durchaus ihre Ungeduld an. Doch rührt diese daher, dass sie eigentlich gar nicht darüber reden will. Sie will es nur schnell hinter sich haben... Nicht umsonst war sie aus London geflohen.
Die Gesprächspartnerin bliebt derweil ganz ruhig.

DeWynters: "Es ist schön, dass Sie noch von Mad Dog als Ihrem Mann sprechen."

Irritiert zieht Yai den Kopf zurück und die Augenbrauen nach unten.

Yai: "Er ist mein Mann! Wie soll ich sonst von ihm sprechen?!"

Kurz hört man, wie DeWynters einen Hauch Luft durch die Zähne einzieht. So als stünde sie auf einem Drahtseil und müsse bedächtig atmen, um nicht nach links oder rechts hinab zu stürzen. Ganz vorsichtig atmet sie auch wieder aus.

DeWynters: "Für gewöhnlich ist ein Paar... oder ich fange anders an: London!"

Lafayettes ehemalige Botin breitet die Hände aus.

DeWynters: "Der Großadmiral hat sie dazu gebracht, nach monatelanger Funkstille zwischen Ihnen und Ihrem Mann zu Out of Ashes zu reisen. Er hatte Sie darüber informiert, dass das Fortbleiben der Schutzgeldeintreiber und die Auslagerung der illegalen Substanzen, die noch bis zum Comeback Mad Dogs in Ihrem Keller gelagert und womit Sie in diesem schönen Laden schikaniert wurden, auf Ihren Mann zurück gehen könnte."

Yais Zähne blitzen erfreut auf.

Yai: "Ja! Süß, oder?"

Nun zuckt DeWynters kurz zurück, fasst sich dann allerdings sehr schnell wieder. Ihr pofessionelles Gesicht bleibt wieder stoisch. 
Yai scheint sich einen Spaß daraus zu machen, DeWynters aus der Reserve zu locken, denn sie lehnt sich zur Seite, stüzt sich dabei halb auf den Tisch, halb amüsiert auf ihre Hand und kaut ganz nonchalant an ihrem kleinen Finger.

DeWynters: "In der Tat! Ein Liebesbeweis. Er wollte Ihrem Rat folgen und kein Wrestler mehr sein, doch Lafayettes Männer hielten ihn fest, als er die Schutzgelderpresser attackierte. Dann kam Mister Lafayette und machte den Deal mit ihm. Das bedeutete wieder in den Ring zu steigen, aber zeitgleich Erlösung für Sie, Miss Yai."

Wieder lächelt die Angesprochene. Schaut auf den Tisch, erkennt einen Tropfen und wischt ihn mit Ärmel ihres Oberteils fort.
Dann drückt sie sich wieder in eine aufrechte Position. Wirkt nun das erste Mal ernst.

Yai: "Ich bin ihm dankbar dafür... aber er hat mich verlassen. Nicht da! Nicht als er in die Reha ging oder als er wieder in den Ring stieg. Nein, vorher. Sie... Sie standen nie alleine dort auf der Dachterrasse, sagten ihm nie, dass er entscheiden muss, ob dies unser Ende ist! Machten ihm nie klar, dass er den einzigen wahren Freund verlieren könnte, den er hat... Und Sie standen am Ende nie dort allein, trotz ihrer Worte... die Worte, die sie tief aus Ihrem Herzen gesprochen haben, die Sie aus Liebe, Verbundenheit und Treue sprachen. Sie schütteten ihm nie Ihre Seele aus... und als Reaktion haben Sie nie gespürt, wie Ihre Seele von ihm weggetreten wurde."

Sie lehnt sich gegen die Stuhllehne, schaut dabei auf ihren Daumennagel, der am Rand der Tischplatte kratzt. Sie wollte das nicht.
Sie wollte nicht, dass es sie wieder berührt. Dass es sie wieder ergreift.

Zu spät.

Yai: "Sie wollen seinen Erfolg. Dass er Undiputed Gerasy Champion wird. Und denken, dass er das mit meiner Hilfe erreichen würde. Ich weiß nicht, Miss, ob Sie da richtig liegen, aber ich weiß, dass ich ihn immer noch in meinem Herzen trage. Doch..."

Sie stößt den Nagel ganz fest gegen das Holz.

Yai: "...genau deswegen..."

Sie atmet laut, als ihr Nagel einreißt.

Yai: "...tut es ja..."

Sie hebt den Kopf.

Yai: "...auch so..."

Schaut DeWynters direkt in die Augen.

Yai: "...verdammt..."

Tränen liegen in ihren.

Yai: "...WEH!"

DeWynters beobachtet, wie die salzigen Perlen ihre Wangen hinunter laufen. Sie legt ihre Hand auf die von Yai, doch die Bardame zieht ihre Hand wieder weg. Schüttelt sich. Zieht einmal das Feucht aus der Nase hinauf.

Yai: "Ich will ihn sehen und will ihn doch nicht sehen. Ich will das damals auf seine Drogen schieben und kann ihm die Ausrede nicht durchgehen lassen. Ich will hoffen, dass er sich verändert hat, und... weiß es... besser."

Bitterer Geschmack scheint sich auf Yais Zunge breit zu machen, denn sie nimmt direkt einen Schluck Cola und spült ihren Mund damit.
Die Botin presst ihre Lippen aufeinander. 
Befeuchtet diese dann mit ihrer Zunge.

Nimmt einen tiefen Atemzug, bevor sie weiter spricht. Ablenkung!

DeWynters: "Ich bringe ein Angebot von Jona Vark, Miss Yai. Ich bin auf Miss Vark zugegangen wegen der Wahloptionen im Match zwischen James Godd und Mad Dog. Sie machte den verrückten Vorschlag, dass ein Special Referee dem Match eine wahnsinnig interessante Komponente zufügen würde. Zum einen fragte sie mich und... was hätte ich anderes tun können, als ja sagen? Zum anderen würde sie noch Miss Duriel fragen, die sicherlich auch nicht nein sagen wird. Zum dritten dachte Miss Vark wohl an Sie!"

Und mit diesen Worten schiebt Miss DeWynters einen Briefumschlag über den Tisch zu Yai.
Diese wirkt erst irritiert, reibt sich dann mit ihrem Ärmel die trocknenden Tränen aus dem Gesicht, um schließlich den Umschlag zu greifen.

DeWynters: "Ich verstehe, dass Ihr Schmerz noch da ist - und man sagt ja auch: the first cut is the deepest. Aber was bringt es Ihnen hier Trübsal zu blasen, auf wen oder was wollen Sie warten? Einen anderen Mann? Eine neue Liebe?"

Die Managerin des Hundes nimmt nochmal einen kräftigen Schluck des Cocktails.

DeWynters: "Wenn Sie noch an ihm hängen, dann müssen Sie ihm eine weitere Chance geben. Gerade dann, wenn das Schicksal sie Ihnen feilbietet."

Und mit diesen Worten deutet die Botin auf das Schriftstück der Vark.
Dann erhebt sie sich und lässt eine nachdenkliche Yai zurück, die auf die PCWA Offerte starrt. 


------------------ PCWA ------------------

Ein nicht näher definierter Hinterhof auf dem PCWA-Gelände. Vendetta 146 ist immer noch in vollem Gange, weswegen man sich wundern muss, wieso die Kamera nun gerade diese Bilder auf den AlieraTron überträgt.

Das Bild verfolgt jemanden über dessen Schulter, der schnurstracks auf einen riesigen Monstertruck, der hier abgestellt ist, zu geht. Unter dem Ungetüm, welches mit einem riesigen Carnageddon-Schriftzug auf der Seite dekoriert ist, lugen ein Paar Beine hervor. Und man hört ein Murmeln.

"Diese verdammte Ölwanne... ich kriege dich, Bitch... oh, und wie ich dich kriege."

Die Kamere zoomt heraus, und man erkennt einen großen Mann, gekleidet in eine Latzhose, Stiefel, eine Regenjacke und eine Truckermütze. Der Unbekannte geht zu dem Beinpaar und stupst dieses leicht an.

Urplötzlich verstummt das Murmeln, und eine Person rollt, offensichtlich auf einer Montageliege mit Rollen liegend, unter dem monströsen Wagen hervor. Es ist niemand anderes als Lara Lee, die mit ölverschmiertem Gesicht verdutzt durch den Nieselregen blinzelt. Doch dann erhellt sich ihre Miene als sie erkennt, wer sie da angestupst hat. Sie springt auf und umarmt den Unbekannten sofort. Und innig.

Lara: "Barry! Es ist so schön dich zu sehen!"

Der Vater von Stem Wilson erwidert die Umarmung.

Wilson Sr.: "Es ist viel zu lange her, Missy."

Und so stehen die Beiden erst einmal eng umschlungen da. Es ist der Mann aus Roanoke, der die Umarmung zuerst löst. Er zeigt auf den Monster Truck.

Wilson Sr.: "Ärger mit der Karre?"

Das Muscle Chick winkt ab und steckt den Schraubenschlüssel in die Hosentasche. Dann putzt sie die ölverschmierten Hände arglos an ihrem T-Shirt ab.

Lara: "Ach, nur die beschissene Ölwanne. Was führt dich hierher, Barry."

Der Vater von Stem macht eine Bewegung mit dem Kopf und bedeutet Lara somit, sich unter ein Vordach zu begeben, da der Regen wieder etwas stärker wird. Die Frau nickt und so stehen beide nach wenigen Sekunden sicher vor dem nun immer stärker werdenden Regen. Der Rothaarige, dessen Haupthaar und Bart allerdings im Gegensatz zu seinem Sohn von einigen grauen Schlieren durchzogen ist, greift in seine Tasche und stopft sich etwas Kautabak in den Mund.

Wilson Sr.: "Ach, weißt du, Missy... ich wollte einfach mal nach dem Rechten sehen. Ich glaube... "

Er spuckt bräunliche Flüssigkeit auf den Boden.

Wilson Sr.: "Ich glaube, ich komme zum richtigen Zeitpunkt. Oder etwa nicht, Missy?"

Lara: "Kommt darauf an. Ich kann direkt an deinem Gesicht sehen, dass du auf etwas Bestimmtes hinaus willst..."

Und schon ist ihre Fröhlichkeit verschwunden, denn sie ahnt etwas...

Der Vater ihres Partners spuckt erneut einen Schwall der braunen Flüssigkeit auf den Boden.

Wilson Sr.: "Das mag ich so an dir. Du kommst gleich zur Sache. Ja, ich bin aus einem bestimmten Grund hier. Was sollte das vorhin, hm? Warum wolltest du deinem Gegner, der dich fair besiegt hat, eine mit dem Stuhl überziehen. Das entspricht nicht dem, was ich Fairness nenne. Selbst im Gefängnis gibt es so etwas. Wenn dich ein paar Wichser aufgemischt haben, dann haben sie von dir abgelassen, wenn du auf dem Boden liegst. Oder wenn du dich gerächt hast, hast du auch von ihnen abgelassen. Also... was sollte das?"

Lara: "Fuck this fairness! Je höher man im Business aufsteigt, desto weniger Fairness gibt es! Wie oft ist das schon passiert, dass einer von den Großen sich da hinterfotzig verhalten hat, um sich einen Vorteil zu verschaffen? Wie oft ist das schon passiert, dass einer den anderen hinterrücks attackiert hat, um Champion zu werden? Bevor jemand MIR das antut, werde ich es verfickt nochmal selber machen! Und by the way, wer verliert gerne? Du? Stem? Ich? Ich am allerwenigsten! Und warum zur Hölle hat dein Junior sich überhaupt eingemischt? Er hat doch damit gar nichts zu tun!"

Erneut klatscht die braune Flüssigkeit auf den nun regennassen Asphalt.

Wilson Sr.: "Wieso sich Barry eingemischt hat? Weil er dein verdammter Partner ist und dich vor einer absoluten Torheit bewahrt hat!"

Diesmal ist es an der Kanadierin, eine ordentliche Ladung Speichel auf den Asphalt zu spucken.

Lara: "Ja, natürlich der *Saint' Barry Wilson! Stets zu Diensten, wenn irgendeine unfaire Scheiße passiert!"

Es wandert noch ein wenig Kautabak in den Mund des Mannes aus Roanoke.

Wilson Sr.: "Das kaufe ich dir nicht ab, Missy. Warum plötzlich diese Antipathie gegenüber Barry? Du hast ihm immer vertraut. Warum jetzt nicht mehr? Liegt es vielleicht daran, dass mein Sohn in einem Einzelkampf triumphiert hat und du nicht?"

Sie ballt wütend die Fäuste zusammen und ist drauf und dran, jemanden besinnungslos zu prügeln. In diesem Fall sogar Barry Senior.

Lara: "Pah! Nur weil dein dufter Sohn mal ein Sieg geholt hat! Wohoo! Juchu! Sein Sieg war nur bedeutungslos, es geht nur um MEINE Siege!"

Platsch. Erneut die braune Soße. Auf dem Asphalt. Das Geräusch macht Lara Lee so langsam aber sicher wahnsinnig.

Wilson Sr.: "Es stimmt also. Du siehst nur noch dich selbst. Nicht mehr das Team. Be reasonable, Missy. Das bist doch nicht du."

Urplötzlich wird der Schraubenschlüssel aus der Hosentasche befördert und mit Wucht gegen den Monstertruck geworfen. Bezeichnend, dass das Metallstück genau zwischen Carna und Geddon eine tiefe Delle schlägt.

Lara: "WAS GEHT IHR MIR ALLE AUF DEN SACK MIT DEM VERPISSTEN 'SEI VERNÜNFTIG!' ?"

Eine kurze Stille folgt. Doch Lara ist noch nicht fertig, aber diesmal schlägt sie eine weniger laute Stimme an.

Lara: "Ständig wird mir erzählt, ich soll mal runterkommen, mal vernünftig sein, mal geduldig sein, mal nett und freundlich sein, mal hübsch aussehen.. Nur weil ich eine FUCKING Frau bin. Die Titten hat. Die eine Vagina hat. Und deshalb schwächer und empfindlicher als Männer sein muss. DAS ist BULLSHIT. Ich ticke aus, wann ich will! Ich veprügle jeden, den ich will! Und ich ficke auch jeden, den ich will! Deshalb BIN ICH diejenige, die den armen, armen Stem aus blöden Situationen retten muss. Barry hat jetzt gewonnen. Schön. Toll! Das ist verdammt nochmal keine besondere Leistung, wenn er vorher hundertfach verloren hat und noch weiter verlieren würde, wäre da nicht diese Lara, die ihn aus der Patsche ziehen muss."

Stem's Vater wischt sich den Rest des Kautabaks aus den Mundwinkel.

Wilson Sr.: "Willst du wissen, was ich sehe?"

Lara: "Verdammt, ja. Anscheinend hat jeder hier seine Meinung zu mir."

Der große Mann neigt den Kopf. Beinahe resigniert.

Wilson Sr.: "Eigentlich habe ich gedacht, dass ich dich etwas Vernunft lehren könnte. Aber Barry hat Recht... "

Lara: "WAS IST? Natürlich hat er immer recht! Jeder muss ja recht haben, nur ich darf es nicht sein, ja?! Der Goldjunge von dir muss natürlich recht haben, sonst wäre er ja so falsch!"

Urplötzlich greift Stem's Vater die Amazone an den Schultern und beginnt, sie zu schütteln.

Wilson Sr.: "WACH AUF, MISSY!"

Lara: "Spinnst du?!"

Sie windet sich aus dem Griff heraus und geht sofort in Kampfstellung. Doch der große Mann atmet lautstark aus.

Wilson Sr.: "Tu' mir nur einen Gefallen. Lass meinen Sohn beim Impact nicht hängen. Das ist der wichtigste Abend für euch Beide. Er hat es realisiert. Du anscheinend nicht."

Und so dreht sich der Mann aus Roanoke um und verlässt den Hinterhof.

Lara: "Jemand wird verdammt nochmal gehängt. Und zwar von MIR! "

Der Regen trägt die Worte von Barry Senior an Lara's Ohren.

"Be reasonable, Missy."


Vincent Craven: "Lara kann noch immer nicht nachvollziehen, weswegen Stem ihr da eben zur Seite gesprungen ist. Da hilft selbst Wilson senior nicht dabei, dass sie vernünftig wird."

Mike Garland: "Weil es bullshit ist. Die Aktion von Stem war unvernünftig. Konnte doch jeder ahnen, dass Lara ihm danach nicht wieder um den Hals fallen wird... denn genau darum ging es doch die ganze Zeit. Lara will eigenständiger sein - und was macht Stem? Lässt sie aussehen, wie ein Schulmädchen."

Vincent Craven: "Freunde zeigen einem eben auf, wenn man Fehler macht - oder im Begriff ist, welche zu tun. Sie sagen Dinge, die vielleicht auch mal unbequem sind. Ein Ja-Sager braucht sich nicht Freund nennen."

Mike Garland: "Schreibst du etwa den nächsten Artikel für die Apotheken Umschau, Craven?! Wir sind hier in der PCWA, da gibt es keine Freundschaften. Carnageddon haben es ja lange genug miteinander ausgehalten und jetzt reicht es eben. Ende der Geschichte."

Vincent Craven: "In diesem Fall wird Lara beim Impact die nächste Niederlage schlucken und dann rücken auch ihre Singletitle-Ambitionen wieder in den Hintergrund. Ende der Geschichte."

Mike Garland: "Ach, Vince. Schau mal nach draußen - vielleicht kühlt das deine Gedanken etwas ab."


------------------ PCWA ------------------

Die Kamera fängt zunächst die Szenerie des Außenbereiches ein: die wummernde Soundkulisse des hell erstrahlenden PCWA Theatres mit der gläsernen Front und dem „Skywalk“ darüber, welches die regennasse Flächen um die Arena herum miterleuchtet. Der Rest des konzerneigenen Geländes liegt dagegen in relativer Dunkelheit … und Ruhe. Vereinzelt schlendern noch Angestellte oder Fan-Nachzügler durch die Nacht.

Das Licht der Hallen-Außenbeleuchtung wird vom nassen Boden reflektiert. Weit und breit kein Schnee, nur der Nieselregen wirkt fast allgegenwärtig. Der Bereich ist, abseits des Besucherstroms gelegen, eher eine Möglichkeit für die Mitarbeiter eine kurze Pause an der frischen Luft zu verbringen.
Die glimmenden Zigarettenreste in dem Aschenbecher neben der Parkbank sind Zeugen der letzten Besucher, aktuell ist hier aber nur eine Person im Freien. Hier … bei dem kleinen Brunnen. Offensichtlich hatte die PCWA ein paar geldwerte Vorteile in einen Kunststudenten investiert, welcher dies mit der Brunnenfigur zurückgezahlt hatte. Nur so ganz war nicht wirklich klar, was mit dem kruden Mix aus Pop-Art und Art Deco ausgedrückt werden sollte. Doch zum Glück nahmen daran die Allerwenigsten Notiz. Jetzt … da der Brunnen der Jahreszeit entsprechend still gelegt war.

Und es interessierte auch nicht den großen Mann, der sich hier gerade befand und aussah, als würde ihm das gefühlt frühlingshafte Klima doch mehr ausmachen als dem Rest. Stiefel, Jeans und ein gefütterter Parka an sowie eine schwarze Mütze auf dem Kopf hielt der mittlerweile bekannte neue PCWA Fighter ein Handy ans Ohr und palaverte in schnellen portugiesischen Wortfetzen mit seinem unbekannten Gegenüber.
Maldicão nutzt die Ruhe hier draußen für ein kurzes Gespräch am Telefon. Doch schließlich ist er fertig, legt auf und reibt sich von einem Fuß auf den anderen wippend die Hände. Wie gern wäre er jetzt am Porto de Galinhas … oder sei‘s drum in irgendeiner schummrigen Boteco mit verwässertem Brahma, stumpfen Böden und locker sitzenden Fäusten der Gäste …

Maldicão: „Ai, que diabos?“

Wie ein Blitz ist der Neuling kurz nach vorn geschnellt, hat sich dann wieder aufgerichtet und reibt sich nun den Hinterkopf. Das gleichzeitige Plingen hat er zwar mitbekommen, kümmert sich allerdings erst jetzt um die Ursache. Seine Augen sondieren den Boden - und finden schließlich den Übeltäter: ein schimmernde Zwanzig-Cent-Münze. Noch ehe Maldicão sich überhaupt wundern kann, plingt es wieder - aber diesmal an der Brunnenskulptur, von der das Geldstück abprallt und in das leere Bassin fällt.

„Bulleye! Damit lieg ich einen vorn.“

„Großes Können! Wir laufen, damit warst du näher dran.“

„Ich hab dir nicht gesagt, du sollst mit nem Hakenwurf aus unmöglicher Distanz versenken.“

„Jep, aber ich hab Glück viel eher nötig. Nötiger als du, wie man gesehen hat…“

Der Südamerikaner wendet den Blick - und besieht sich die Neuankömmlinge ebenso wie diese ihn, nachdem sie ihn scheinbar bemerkt haben: über die Ringwear hat der größere von beiden einen langen Ledermantel geworfen, ansonsten aber noch Bandana und Ray Ban auf. Und ... ein großes Pflaster über dem Nasenrücken.
Das Maschinengewehr hingegen ist bis auf die Nietenjeans statt der Longpants so gedresst wie eh und je. Beide Partners in Crime haben jeweils einen aufgespannten schwarzen Regenschirm dabei.

Musternde Blicke fliegen zwischen den dreien hin und her. Und auch zwischen Cardigan und Stone. Dann legt Matt den Kopf schräg, flüstert. Wie auch der Wirbelsturm.

Stone: „Ein Penny für seine Gedanken…“

Cardigan: „Scheint irgendwie meine Passion zu werden, mich gleich beliebt zu machen.“

Stone: „Schicksal, Kugelblitz. Dann klopf mal höflich bei ihm an.“

Cardigan: „Deck meine Flanke, Badger…“

Der Tempest nickt ab, richtet sich dann auf und schiebt die Sonnenbrille etwas herunter. Die Hand geht zu einem flüchtigen Gruß hoch.

Cardigan: „Salve, großer Krieger. Hoffe, wir stören nicht bei wichtigen Staatsgeschäften. Und wenn doch, überlassen wir dir gerne diesen Ort hier.“

Maldicão greift langsam nach der Münze und nimmt sie in die Hand, bevor er aufsteht. Er erwidert den Gruß und tritt an die beiden heran.

Maldicão: "So lange die Figur am Brunnen ist, kann ich drauf verzichten."

Er hält die Münze zwischen zwei Fingern hoch.

Maldicão: "Ich hoffe, ihr könnt mit euren Fäusten im Ring besser umgehen als mit den Münzen."

Er schnippt die Münze zurück, welche von Machinegun aufgefangen wird. Der kräuselt etwas die Stirn.

Stone: „Komisch - hat die Tussi auf der Drehscheibe in’ner Peep Show auch zu mir gesagt.“

Ein verstohlenes Grinsen huscht über seine Miene - versiegt aber augenblicklich, als er Trents missbilligenden Blick sieht.
Der wendet sich leicht kopfschüttelnd erneut dem Südamerikaner zu.

Cardigan: „Ich hoffe inständig, dass das eben Gesehene und die Gesamtsituation dir kein verfälschtes Bild von uns geben. Und um dir deine Frage zu beantworten: ja - sowohl diese Fäuste, Matt und ich als Einzelathleten wie auch das Gesamtpaket der Partners Crime … wir können kämpfen. Wir stehen für unsere Worte, nadelstich-gleiche Challenges und Aktionen ein und sind jederzeit bereit, dies in einem fairen Wettbewerb unter Beweis zu stellen.“

Maldicão: "So lange ich dafür nicht mit Geld um mich werfen muss."

Beide Partners blicken sich an. Stone jongliert dabei mit den zwanzig Cent über die Fingerrücken seiner Faust.

Stone: „Ich könnte jetzt episch ausführen, dass Geld wegwerfen ein gesellschaftlich-aufmunterndes Phänomen ist - aber dafür würde ich von Putin auf die Preiselbeeren kommen. Und so viel Zeit haben wir heute nicht mehr…“

Das führt zu einem leichten Lachen bei Maldicão.

Maldicão: "Wahre Worte. Leider war es selten anders. Es gefällt mir, wenn Leute zu ihren Worten stehen. Es gibt schon genügend, die sich wie Schlangen aus ihrer Verantwortung winden. Einer versuche ich gerade den Sinn für Verantwortung einzuhämmern, danach..."

Er tritt ein wenig näher an die beiden.

Maldicão: "... würde es mich freuen euch noch einmal zu begegnen, mit mehr Zeit."

Ein angedeutetes Lächeln lässt dabei offen, ob er es als Herausforderung oder ob er einen ernsten Meinungsaustausch meint.
Die Partners blicken sich glucksend an. Beide scheinen sich einig zu sein.

Stone: „Wichtenhausen, dieser bornierte Pinsel. Da bekomm ich auch Lust, ihm die Kauleiste zu pulverisieren.“

Cardigan: „Dafür ham wir ja die Eagles drüben in Kalifornien.“

Stone: „Die haben wir doch schon auf die Ass-Sins angesetzt, mach nicht zu viele Fronten auf.“

Der Tempest nickt, schließlich dreht er sich dem monströsen Wrestler zu.

Cardigan: „Tja, die Freude ist ganz unsererseits … sofern für dich ebenfalls - Brazilian Man’o’War.“

Die Hand wird zur Besiegelung gereicht.

Maldicão: "Ja, sie ist auch auf meiner Seite. Vor allem, wenn wir aus dieser Bekanntschaft irgendwann etwas erarbeiten."

Er greift dabei nach der angebotenen Hand.
Trent nickt, bevor er den Handshake beendet.

Cardigan: „Geht klar, aber … zwei Dinge würde ich gern noch ansprechen. Zum einen: egal, wie die Dinge, Polaritäten oder Fronten dann liegen werden, wenn wir uns begegnen - wenn Matt oder ich ein Wort gegeben haben, stehen wir auch dazu. Ergo kann man uns dann darauf auch festnageln.“

Maldicão nickt dabei.

Maldicão: "… combinado! Und zweitens?“

Der Wettermann setzt die Ray Ban ab, blickt ihm ins Gesicht.

Cardigan: „Wer auch immer von uns Partners in Crime: wir freuen uns auf das Duell. Denn wir sind beide neugierig … normalerweise hält ein Athlet seine Trümpfe in der Hinterhand, um sie dann auszuspielen, wenn man es am wenigsten erwartet. Beispielsweise die latente Kampfmaschine. Da ich aber gerade eine selbige vor mir sehe, bin ich sehr gespannt, wie deine aussieht.“

Maldicão: "Ich bevorzuge den Trumpf, wie ihn Mike Tyson oder Anderson Silva verwendet haben. In ihren besten Zeiten hatte jeder Angst vor ihnen, weil alle im Hinterkopf hatten, mit welcher Kraft sie selbst getroffen werden können. An diesen Druck sollen auch meine Gegner denken."

Ein kurzes Lächeln blitzt auf.

Maldicão: "Aber das wahre Ass ist, das mein Verstand so trainiert ist wie mein Körper. Ich bin nicht so naiv, dass ich glaube, dass meine Karriere ein Spaziergang wird wie mein erster Kampf. Und ich bin nicht so dumm, dass ich Bündnisse grundsätzlich ausschließe und mögliche Partner bereits im Vorfeld dauerhaft gegen mich aufbringe."

Wieder schielt er zu dem Team herüber. Das zuckt noch kurz mit den Schultern, dann lächeln beide ebenfalls.

Cardigan: „Dann sind wir uns ja einig. Schönen Abend noch …“

Maldicão: "Euch ebenfalls."

Mit den Worten tritt er an den beiden vorbei und nickt ihnen noch einmal im Vorbeigehen zu.
Die Partners blicken ihm noch eine Weile nach. Und dabei flippt Trent wie beiläufig noch eine Münze empor - die von Stone gefangen wird.

Stone: „Interessanter Typ. Bisschen undurchschaubar, aber nett.“

Cardigan: „Hmm … erinnert mich an einen bestimmten jemand, der mir vor Jahren begegnet ist...“

Stone: „… und den du gleich ins Herz geschlossen hast.“

Cardigan: „Sei froh, dass ich dir damals für deine Frechheiten nicht ins Herz GESCHOSSEN habe.“

Beide drehen sich kichernd einander zu, kabbeln dabei spielerisch ein wenig miteinander. Dabei flippt die gefangene Münze wieder in die Luft. Aber diesmal fängt sie der Wirbelsturm auf - nachdem er die Rangelei siegreich für sich beenden konnte.

Stone: „So, und nu?“

Cardigan: „Was nu?“

Stone: „Na, was wohl….“

Machinegun guckt seinen Partner mit leicht ausgebreiteten Armen und weiten Augen an. Signalisierend schielt er zwischen ihnen und dem abgegangenen Neuling hin und her. Sein Gesichtsausdruck: fragend.

Stone: „… irgendwann wird der Caipirinha-Panzer den Gefallen einfordern. Gegen uns beide gleichzeitig kann’er ja nich. Oder sollte zumindest nicht.“

Cardigan: „Als wenn mir das nicht klar wäre.“

Stone: „Also? Wie lösen wir das Problem?“

Wortlos blickt Trent zu Matt herüber, die Arme nun ebenfalls planlos abgestreckt - dabei fällt beider Blick wieder auf die Münze. Sie schauen sich an - und verstehen sich.
Gekonnt flippt Cardigan das Geldstück wieder in den Himmel. Und in dem Moment, als beide die Flugkurve verfolgen, blendet die Szene aus …


Mike Garland: "Die Jungs müssen auch jeden direkt nerven, was?!"

Vincent Craven: "Aber Maldicao hat das doch gut gelöst. Er hat sich bedeckt gehalten, aber ein mögliches Match gegen einen der beiden in Aussicht gestellt. Hört sich doch nach einem guten Duell für eine Vendetta nach dem Impact an."

Mike Garland: "Wenn sich dann nicht schon Jan-Rupert von Wichtenhausen gemeldet hat, um es Maldicao zurück zu zahlen."

Vincent Craven: "Bisher schweigt der Adlige. Vielleicht hat er auch schon genug und ist von der Angst umgriffen, die Maldicao eben ansprach."

Mike Garland: "Na, das glaubst du ja wohl selbst nicht... Wichtenhausen wird heute genauso zuschlagen wie Happy Hour das bei den Partners in Crime tun werden. Und dann wird allen Dreien noch das Lachen vergehen."

Vincent Craven: "Das Lachen vergehen wird nun erstmal unseren beiden Gegnern im zweiten Match des Abends. Jimmy Maxxx und Mad Dog treffen aufeinander."


------------------ PCWA ------------------

Jane Nelson: "Wir kommen zum zweiten Match des heutigen Abends..."

Five Finger Death Punch dröhnt aus den Boxen und die ersten Klänge von 'Jekyl & Hyde' kündigen die Ankunft des ersten Kämpfers an.

Jane Nelson: "Auf dem Weg zum Ring... Berlin's Own... Jimmmmmmmmmmmmmyyyyy Maaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaxxx!"

Der Berliner tritt durch den Vorhang, gekleidet in abgetragene und verwaschene Wrestling Tights mit Kneepads und Stiefeln. Die Hände sind getaped.

Mike Garland: "Dieser Jimmy Maxxx ist ein echter Showman, findest du nicht auch."

Vincent Craven: "Ohja, Mike. Absolut."

Doch diese Beschreibung spottet jeder Tatsache. Beinahe schon missmutig trottet der Berliner die Rampe hinunter, die Fans rechts und links ignorierend. Er slidet ohne weitere Fan-Interaktion in den Ring und stellt sich in dessen Mitte.

Vincent Craven: "Maxxx ist im Ring und nun müsste der Nummer Eins Herausforderer auf den Undisputed Gerasy kommen."

Mike Garland: "Die dreckige Töle... mit der dritten Niederlage in Folge!"

 

 

Die Fans beginnen mit lautem Jubel, als das bekannte Theme des Night Fighters gespielt wird. Berlin freut sich ungemein, einen ihrer Helden hier wieder begrüßen zu dürfen. Beim Night Fighter schwingt im Jubel gleichfalls eine gehörige Portion Respekt mit, den vor allem die Langzeitfans für die Leistungen in den vergangenen 18 Jahren aufbringen. Mad Dog ist mit ihnen durch dick und dünn gegangen - und einer der Wenigen, die trotzdem geblieben sind. Und deswegen gibt es für die meisten Zuschauer auch kein Vertun, wer heute Abend bei diesem Match das Feld als Sieger verlassen soll - auch wenn es einige Fürsprecher für den irren Jimmy Maxxx gibt, so ist es Mad Dog. So fühlt und hört sich der Begrüßungsjubel jedenfalls an.

Broken bones, broken hearts
Stripped down and torn apart

A little bit of rust - I'm still runnin'

Countin' miles, countin' tears
Twisted roads, shiftin' gears
Year after year - it's all or nothin'

Erst jetzt schiebt Mad Dog den Vorhang beiseite und tritt hinaus in die Arena. Ein entschlossener und fokussierter Blick zeigt sich in seinem Gesicht. Die Augen des PCWA Grand Slam Champions sind allein auf den Ring und Jimmy Maxxx gerichtet. Er mag ein paar Ideale mit Jimmy teilen, aber er wird heute keine Gnade kennen. Nicht nach den letzten beiden "Niederlagen". Die beiden letzten Monate hat er sich mit Maxxx beschäftigt und er wird diesem Bastard die Grenzen aufzeigen, ehe es richtig anfangen kann!


But I'm not home, I'm not lost
Still holdin' on to what I got
Ain't much left

No there's so much that's been stolen


Jane Nelson: "Auf dem Weg zum Ring, mit einer Größe von 1,94 Meter und einem Kampfgewicht von 115 Kilogramm, er ist die unbekannte Konstante, der Night Fighter ... hier ist Maaaaaaaaaaaaaaaaad Dooooooooooooooooog!"

Die Töle verliert keine Zeit und slidet sofort in den Ring. Der Referee hält die beiden Kontrahenten mit weit ausgestreckten Armen davon ab, sofort aufeinander los zu gehen.

Vincent Craven: "Beide sind heiß auf dieses Match, das ist nicht zu übersehen."

Mike Garland: "Los, Jimmy! Zeig's dem räudigen Hund!"

2nd Match
- Come at me, Dog! -
Regular Singles Match
Bild
Bild
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Der Ringrichter gibt dem Zeitnehmer ein Zeichen und die Ringglocke läutet den Kampf an! Sofort stürmt der Berliner nach vorne, um den Hund mit einem SPEAR zu Boden zu reißen! Doch die Unbekannte Konstante weicht geschickt aus! MD versucht, Jimmy an den Hosen zu packen, doch der rollt sich geschickt ab und kommt sofort wieder auf die Beine. Er geht kurz in die Knie, nur um sofort wie eine Sprungfeder nach vorne zu schnellen! Doch wieder weicht der Night Fighter aus... diesmal versucht er nicht, seinen Gegner zu packen sondern federt in die Seile...

Vincent Craven: "Jimmy nimmt auf der gegenüber liegenden Seite ebenfalls Fahrt auf... "

Und beide treffen sich in der Mitte... SHOULDER TACKLE... und der Berliner muss zu Boden!

Mike Garland: "Der Köter hat einen kleinen Größen -und Gewichtsvorteil... "

Vincent Craven: "Und deswegen klatscht der Berliner auch mit dem Rücken auf die Matte."

Aber das scheint Maxxx nicht zu kümmern. Sofort ist er wieder auf den Beinen und verpasst Mad Dog eine schallende OHRFEIGE! Der Kopf der Töle ruckt zur Seite... nur um in Sekundenbruchteilen wieder seinen Gegner zu fixieren. Er fletscht die Zähne und streckt die rechte Hand aus... und winkt Jimmy zu sich heran... und der...

 

SLAP!!!

 

Erneut trifft die flache Hand des Berliners die Backe des Hundes... und der Berliner setzt ein ekelhaftes Grinsen auf.

Jimmy Maxxx: "Na, macht's Spaß?"

Mad Dog fletscht als Antwort erneut die Zähne und springt urplötzlich nach vorne! Mit einem ungesunden Klatschen kollidiert der Ellenbogen des Night Fighters mit dem Kiefer des Berliners! Der taumelt zurück in die Seile... doch die Töle ist sofort bei ihm und grabscht nach seinem Arm... Whip in die Seile... Jimmy nimmt auf der anderen Seite Fahrt auf und jagt in Richtung Ringmitte... und Mad Dog rennt ebenfalls los...

 

RUNNING LARIAT!!!

 

Doch Maxxx duckt sich und bremst urplötzlich ab, während die Töle ins Seil federt und auf seinen Gegner zurennt... Jimmy Maxxx nimmt zwei Schritte Anlauf...

 

DROPKICK!!!

 

Mike Garland: "Tief in die Kniekehle gesprungen! Und der Köter geht zu Boden! So gefällt mir das!"

Vincent Craven: "Ja, das dachte ich mir, dass dir das gefällt."

Es ist also alles wie immer zwischen unseren geliebten Kommentatoren. Im Ring springt Jimmy Maxxx sofort wieder auf und geht in Richtung der Töle. Doch statt nachzusetzen wischt er ihm im Vorbeigehen nur mit der flachen Hand kurz über den Kopf. Dann lehnt er sich in die Ringseile und schlägt beinahe provozierend ein Bein über das Andere.

Vincent Craven: "Er sollte es tunlichst unterlassen, Mad Dog zu provozieren."

Mike Garland: "Wieso? Die Töle ist hier in der Bringschuld. Er hat viermal hintereinander bei einer Vendetta nicht gewonnen! Und DAS als Nummer Eins Herausforderer auf den Undisputed Gerasy."

Vincent Craven: "Das stimmt leider... und Jimmy Maxxx schert sich einen Dreck um Siege oder Niederlagen."

Exakt. Mit einem Knurren kommt der Night Fighter wieder auf die Beine und reibt sich kurz das Knie. Dann fixiert er seinen Gegner mit hasserfülltem Blick. Der Berliner stößt sich von den Seilen ab und knackt die Fingerknöchel durch.

Jimmy Maxxx: "Komm' schon, Mad Dog... lass uns spielen!"

In der Ringmitte treffen die Beiden wie zwei Urgewalten aufeinander! Mad Dog will seinen Gegner in einen Lockup zwingen... was auch gelingt! Doch Jimmy Maxxx befreit sich umgehend mit einem deftigen FAUSTSCHLAG in die Nieren der Töle. Sofort löst der den Lock und geht zwei Schritte zurück. Erneut entweicht dem Night Fighter ein Knurren, was den Berliner nur zu einem höhnischen Grinsen animiert.

Vincent Craven: "Jimmy Maxxx sollte aufpassen."

Mike Garland: "Wieso? Er hat doch aktuell die absolute Kontrolle über das Match."

Vincent Craven: "Naja, aber er macht Mad Dog sichtlich WÜTEND."

Mike Garland: "Das hat Keek auch nicht wirklich geholfen."

Mit einem Schnauben wendet sich der Halbjapaner wieder dem Geschehen im Ring zu. Dort stürmt der Night Fighter erneut auf seinen Gegner zu, welcher umgehend ausweicht. Doch MD hat es geahnt und bremst rechtzeitig ab... FOREARM gegen die Stirn von Maxxx. Und die Töle verliert keine Zeit! Er schnappt sofort den Hals von Jimmy und zieht ihn mit beiden Händen zu sich heran...

 

DOUBLE LIFTUP CHOKEBOMB!!!

 

Und die unbekannte Konstante verharrt auf seinem Gegner, dessen Arme mit den Beinen auf die Ringmatte drückend...

 

...eins...

 

...zw... KICKOUT!!!

 

Umgehend windet sich Jimmy Maxxx aus dem Pinversuch heraus. Doch Mad Dog setzt sofort nach und will den Berliner an den Haaren schnappen.. doch der antwortet... sehr non chalant.

 

FUCK YOU JIMMY!!!

 

FUCK YOU JIMMY!!!

 

FUCK YOU JIMMY!!!

 

Was die Fans im Theatre zu diesen unflätigen Chants animiert ist die Tatsache, dass Jimmy Maxxx seine Faust mit voller Wucht in die Kronjuwelen von MD getrümmert hat. Der klappt wie ein Schnappmesser zusammen und windet sich auf dem Ringboden. Der Berliner kommt auf die Beine und zeigt dem Publikum mittels zweier erhobener Mittelfinger, was er von den Schmähgesängen hält. Der Ringrichter ermahnt ihn sofort, doch der Berliner winkt nur ab und greift nun seinerseits beherzt in die Haare von Mad Dog.

Mike Garland: "Jetzt geht's los."

Vincent Craven: "Ich befürchte es... "

Die Töle ist wieder in der Senkrechten und kassiert eine harte rechte FAUST gegen die Schläfe von Jimmy Maxxx! MD taumelt zurück, doch der Berliner hält ihn am Hosenbund fest und zieht ihn erneut zu sich heran... UND VERPASST IHM EINEN HARTEN FOREARM MITTEN INS GESICHT!

Vincent Craven: "Jimmy Maxxx will hier nicht wrestlen... er will sich prügeln."

Mike Garland: "Du meinst, er will Mad Dog dessen Arroganz aus dem Schädel prügeln. Ich begrüße das!"

Erneutes Schnauben bei Craven. Im Ring ist die Töle durch den Einschlag in die Seile gewankt und verharrt dort erst einmal einen Moment. Augenscheinlich ist die Lippe durch den Angriff von Jimmy aufgeplatzt und der Ringrichter erkundigt sich, ob MD okay ist. Wohl der Tatsache geschuldet, dass aus dem Mund des Hundes ein steter Rinsaal aus Blut fließt. Doch der schiebt Frider sanft, aber bestimmt von sich weg und fixiert den Berliner, der mit ausgebreiteten Armen und hämisch grinsend in der Ringmitte steht.

Mad Dog: "Du willst spielen, huh? Gut... "

Der Night Fighter spuckt einen Schwall Blut auf den Boden und nähert sich langsam dem Berliner. Jimmy Maxxx macht eine wegwerfende Geste und geht auf MD zu... doch der schlägt urplötzlich einen rechten HAKEN... der Jimmy direkt am Kinn trifft! Dessen Kopf ruckt zur Seite und er taumelt zurück. Die Töle spuckt nochmals ein wenig Blut auf die Ringmatte.

Mad Dog: "Let's play."

Umgehend stürzt sich die unbekannte Konstante auf seinen Gegner! Doch der hat jetzt genau das, was er wollte. Eine handfeste Schlägerei! Jimmy Maxxx nimmt drei Schritte Anlauf...

 

SUPERMAN PUNCH!!!

 

Doch der Hund taucht darunter hindurch, dreht sich und umfasst sofort die Hüfte des Berliners. Dann stemmt er beide Beine hart in den Ringboden... und zieht an!

 

RELEASED GERMAN SUPLEX!!!

 

Vincent Craven: "Mad Dog hat Jimmy hier klassisch überrumpelt!"

Mike Garland: "Pah! Ein Feigling! Geht einer ECHTEN Prügelei aus dem Weg!"

Vincent Craven: "So kann man es natürlich auch sehen... "

Die Fans sind anderer Meinung und feiern den Night Fighter mit lautem Applaus! Der Berliner, der nach der harten Kollision mit der Ringmatte geschickt durchgerollt ist, kommt langsam wieder auf die Beine. Der Hund fletscht die Zähne und rennt los! Jimmy Maxxx weicht aus... doch damit hat MD gerechnet und bremst erneut kurz ab... nur um seinem Gegner einen harten SIDEKICK zu verpassen! Maxxx klappt zusammen... und die Töle reißt ihn erneut zu sich heran...

 

JUMPING DDT!!!

 

Ein Raunen geht durch das Publikum, als Maxxx wie ein Gummiball von der Matte prallt! Und Mad Dog...

Mike Garland: "Was für eine Arroganz. Widerlich."

Was unser Lieblingskommentator meint ist die Geste des Night Fighters. Die klassische 'Ich putze mir die Hände ab' - Geste gepaart mit einem raubtierhaft anmutenden Grinsen in Richtung von Jimmy Maxxx, der schnaufend auf den Knien im Ring sitzt.

Vincent Craven: "Keine Arroganz, Mike. Er zeigt Maxxx, wer hier der Chef im Ring ist."

Und der Berliner? Macht keine Anstalten, sich zu bewegen. Er sitzt immer noch auf Knien im Ring und winkt MD förmlich zu sich heran. Der legt den Kopf schräg... dann rennt er los... und Jimmy Maxxx breitet die Arme aus...

 

PUNT KICK!!!

GEGEN DEN KOPF!!!

 

Wie ein gefällter Baumstamm geht Maxxx auf die Matte und sofort wirft sich der Night Fighter auf ihn!

 

...eins...

 

...zwei...

 

...DR... KICKOUT!!!

 

In letzter Sekunde reißt Maxxx die Schulter nach oben. Wütend klopft MD auf die Matte. Jimmy Maxxx derweil rollt sich zur Seite und kommt langsam wieder in eine senkrechte Position, sich den sicherlich höllisch schmerzenden Schädel haltend. Dann fixiert er seinen Gegner...

Jimmy Maxxx: "Mehr hast du nicht drauf? Erbärmlich... genauso wie deine PCWA!"

Der Night Fighter zögert kurz... doch dann wirft er sich mit einem Aufschrei der Wut auf den Berliner! Der wiederum ist dieses mal vorbereitet und erkennt die erneute Finte des Hundes. Denn der bremst vor dem Einschlag erneut ab und geht zur Seite... doch GENAU DAS hat Jimmy voraus gesehen! Er taucht mit dem Hund nach rechts ab und landet einen harten UPPERCUT gegen das Kinn des Night Fighters!

Mike Garland: "Das sah ziemlich ungesund aus!"

In der Tat. Der Kopf des Hundes ruckt heftig nach hinten. Jimmy Maxxx setzt sofort mit einem stiffen KICK in die Seite nach! Der Night Fighter krümmt sich und der Berliner finalisiert die heftige Attacke, indem er drei Schritte zurück geht und Anlauf nimmt...

 

BICYCLE KICK!!!

 

Krachend landet Mad Dog auf der Matte! Und der Berliner...

Mike Garland: "Wieso pinnt er nicht?"

Vincent Craven: "Ist das nicht offensichtlich? Er will Mad Dog demütigen."

Es ist mehr als offensichtlich. Statt den Pinfall anzusetzen deckt er die Töle mit heftigen KICKS ein! Der versucht sich so gut es geht zu schützen, indem er sich auf den Rücken rollt. Das veranlasst Maxxx aber zu noch einem TRITT IN DEN RÜCKEN!!! Dann beugt er sich nach unten.

Jimmy Maxxx: "Was ist los, Mister PCWA? Schon müde?"

Doch der Berliner erwartet die Antwort erst gar nicht und lässt sich mit einem ELBOW DROP auf den Rücken des Night Fighters fallen! Er rollt sich herunter und lässt sich bis zum Seil durch rollen. Dort zieht er sich nach oben und schüttelt kurz den Kopf. Das weichende Adrenalin bringt die Kopfschmerzen vom Kick des Hundes gegen seinen Kopf zurück. Mad Dog derweil kniet auf allen Vieren im Ring. Und in den Augen von Jimmy manifestiert sich ein diabolisches Glitzern.

Jimmy Maxxx: "Auge um Auge... "

Er nimmt Anlauf...

 

PUNT KICK!!!

GEGEN DEN KOPF!!!

 

Mike Garland: "Okay, das wird selbst mir jetzt zu viel."

Vincent Craven: "Ich fürchte langsam um die Gesundheit der Beiden... "

Ebenso das Publikum, welches beängstigend still geworden ist. Jimmy Maxxx derweil wirft sich nun auf den Hund und der Ringrichter ist unten!

 

...eins...

 

Vincent Craven: "Ich glaube, Mad Dog ist ohnmächtig."

 

...zwei...

 

Mike Garland: "Das war's!"

 

...DREI!!!

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

...NEIN!!!

 

In letzter Sekunde kommt die Vitalität zurück in den Körper des Night Fighters und er reißt die Schulter nach oben! Der Berliner zeigt sich komplett unbeeindruckt und drückt die Schulter seines Gegners wieder nach unten! Doch der reißt auch die andere Schulter nach oben, noch bevor Nelson Frider den Pin zählen kann.

Vincent Craven: "Mad Dog kämpft hier um das nackte Überleben."

Jimmy Maxxx bleibt weiter auf dem Hund liegen und hämmert ihm einen FOREARM ins Gesicht! Dann rollt er sich von ihm herunter und kommt auf die Beine. Mad Dog tut es ihm gleich, wenn auch sehr wacklig. Aus dem Mund läuft erneut Blut, dem letzten Forearm geschuldet. Der Berliner nimmt seinen Gegner ins Visier und geht nach vorne... doch...

 

HEADBUTT!!!

 

Mit einem lauten Klatschen trifft die Stirn der unbekannten Konstante auf die Augenbraue von Jimmy Maxxx. Umgehend öffnet sich ein Cut und das Blut fließt.

Mike Garland: "Das ist kein Wrestlingmatch... das ist ein Massaker!"

Vincent Craven: "Das war im Vorfeld leider zu erwarten."

Korrekt. Doch Jimmy Maxxx zeigt sich sichtlich unbeeindruckt. Durch die landläufig bekannte Crimson Mask wirft er der Töle ein ekelhaftes Grinsen entgegen und breitet die Arme aus. Doch MD stürmt nicht nach vorne. Noch einmal geht er Maxxx nicht auf den Leim. Also streckt er die Hand aus und winkt seinen Gegner zu sich heran. Der nickt, nimmt die Fäuste hoch und nähert sich der Töle. Der tut es ihm gleich und wie zwei Boxer beginnen die Beiden, sich langsam zu umkreisen.

Vincent Craven: "Die unbekannte Konstante begibt sich auf Maxxx' Ebene. Ich weiß nicht, ob das die beste Strategie ist."

Mike Garland: "Als ob sich der Köter nicht mit Hinterhof Prügeleien auskennen würde."

Sicherlich, wir alle kennen die illustre Karriere des Night Fighters. Er wagt einen Ausfall nach vorne, doch Jimmy blockt ab und versucht seinerseits, einen FAUSTSCHLAG zu landen... doch der Hund kontert! Er schnappt blitzschnell den Arm seines Gegners und dreht diesen auf dessen Rücken. Dann umfasst er dessen Hals...

 

REVERSE DDT!!!

 

Ein klasse Manöver des Hundes! Sofort kommt er wieder auf die Beine und greift Jimmy Maxxx in die Haare... doch der...

 

FUCK YOU JIMMY!!!

 

FUCK YOU JIMMY!!!

 

FUCK YOU JIMMY!!!

 

Ein Raunen geht durch das Publikum. Denn erneut kollidieren die Genitalien des Hundes mit der Faust von Jimmy Maxxx! Die Töle klappt zusammen und rollt zur Seite. Jimmy Maxxx derweil kriecht zum Ringseil und zieht sich mühsam daran hoch. Das Match hat sichtlich Spuren hinterlassen, bei beiden Kämpfern.

Mike Garland: "Ich glaube von weiteren Kindern kann sich der Hund nun endgültig verabschieden."

Vincent Craven: "Hör auf, ich habe massive Phantomschmerzen gerade."

Die hat wahrscheinlich die ganze Halle. Schwer atmend versucht MD, sich in eine sichere, stehende Position zu begeben, doch Jimmy Maxxx ist schon wieder bei ihm. Der scheint nun alles klar machen zu wollen und greift sich erneut die Töle... doch der kontert mit einem Kick in den Magen! Sofort umgreift er den Hals seines Gegners und stemmt diesen nach oben...

 

ENTER NIGHT!!!

 

AUS DEM NICHTS!!! Der Screw Driver sitzt PERFEKT und die Töle hakt sofort das Bein ein! Nelson Frider ist zur Stelle!

 

...eins...

 

...zwei...

 

...DREI!!!

 

Jubel brandet auf, als die Ringglocke geläutet wird und die Ringsprecherin das Ergebnis verkündet.

Jane Nelson: "Der Sieger... die unbekannte Konstante... der Night Fighter... MAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAD DOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOG!!"

Die Töle rollt sich von seinem Gegner herunter und schnauft erst einmal durch. Immer noch hält er sich die Weichteile.

Vincent Craven: "Mad Dog hat seine Niederlagenserie beendet! Endlich."

Mike Garland: "Und mir ist schlecht."

Jimmy Maxxx ist nun auch wieder auf den Beinen und beide stehen sich im Ring gegenüber. Der Night Fighter wischt sich mit dem Handrücken nochmals über die blutige Lippe... dann streckt er die Hand aus. Der Berliner mustert diese, während er sich ebenfalls mit der flachen Hand das Blut aus dem Gesicht wischt, als wäre sie eine Art ansteckende Krankheit... doch dann schlägt er ein. Er schüttelt sie nicht, er klatscht nur mit dem Hund ab. Dann rollt er sich aus dem Ring und trottet die Rampe hinauf, sich immer wieder das Blut vom Gesicht wischend.  Aber begleitet vom Applaus der Fans.

MD schaut ihm noch eine Weile nach. Dann dreht er sich zu den Fans.

Vincent Craven: "Ein mehr als guter Auftritt von Jimmy Maxxx."

Mike Garland: "Ich muss dem Köter leider auch Respekt zollen. Er hat erkannt, dass Jimmy keine Laufkundschaft ist."

Vincent Craven: "Und am Ende wurde diese wüste Prügelei doch noch mit gegenseitigem Respekt beendet."


------------------ PCWA ------------------

Possession Awards 2019

Most Shocking
Azrael Rage Comeback

Most Hated
Kevin Sharpe

Fan Favorite
James Godd


------------------ PCWA ------------------

Ein roter Sessel. Darauf eine wütende Gestalt. Arme und Beine verschränkt, den Kopf obskur zur Seite verdreht. Hinauf starrend in eine ferne Galaxie. 

Die Nase gerümpft, die Stirn in Falten gelegt - und nun wandert eine Hand hinfort, um Daumen und Zeigefinger im Zeichen des Unverständnisses an die beiden Schläfen zu legen. Theatralisch werden die Augen geschlossen und ein allessagender Seufzer entfährt dem rotierten Körper. 

Wichtenhausen: "Nein, diese Welt ist aus den Angeln gehoben. Lächerlich, gerade der Lächerlichkeit preis gegeben. An Orten, an denen im hohen Maße der Wettkampf und das Mann-gegen-Mann zelebriert, ja, hinaufleben sollte, da... da... da..."

Er vergräbt sein Haupt noch tiefer in die eigene Handfläche, senkt den Arm, dessen Ellebogen noch bis gerade gen Himmel deutete, nun aber hinab in das Reich des Teufels ragt, aus wessen Gunst er seinen ehemaligen Gegner befruchtet sieht.
Jan-Rupert stellt eines seiner Beine so zur Seite, dass der Ellebogen darauf zur Ruhe kommen kann. Er sieht noch seltsamer aus. So zusammen gekauert.

Wichtenhausen: "Schändlich, von Schande und Schmach getragen, war dort dieser eine - NEIN - sein Name wird nicht den glorreichen Mund, dessen Herren ER in sein politisches Moloch gezogen hat, verlassen und ihm damit Ehre bieten, die ER nicht verdient - JA - Ehre, die ER im Grunde seines urerbärmlichen Wesens genommen bekommen müsste - JA - Ehre, die der Ehre dieses guten und langlebigen Geschäfts wegen, diesem dreckigen, im Anus des Phönix herumfuhrwerkenden Dämon genommen werden MUSS. Denn dieser grässliche noch mit einem Ganoven zu vornehm bezeichnete Arschficker war hier im Ring des Phönix! Und tat nichts anderes, als unser aller Liebe, unser aller Traumweib - unser edlen Frau, von der wir alle, Sportsmänner und Freigeister, die wir sind, träumen, sie zu unser edlen Gattin zu nehmen, sie an den Altar zu führen und uns ihr in einer wirkmächtigen Ehe zu versprechen - so wenn wir die Ringe tauschten, den Gerasy uns umlegten, so - JA - so wäre es eine Liasion, wie es sich Miss Phönix und ein Wrestler nur wünschen können. Wenn die Grande Dame, die Liga selbst - SIE - der Feuervogel und ER, der beste Wrestler... Wenn Königin und König gemeinsam ins Bett stiegen und SIE Ihre Gerasy Schwingen um ihn legen würde, sodass er in sie eindränge, so wäre der große Traum, den ER Jahr um Jahr versuchte zu erfüllen, wirklich geworden. Doch... doch... doch..."

Jan-Rupert kräuselt nun den Mund, erhebt den Oberkörper, löst die Hand von der Stirn und dreht sich zur Kamera.
Hass trieft aus seinem bestohlenen Blick, dem der Traum genommen wurde.

Wichtenhausen: "Die Jungfrau, die noch vom dünnen Häutchen geschützte Maid - die, nachdem sie sich aus dem Feuer neugeboren und auf eine neue Hochzeit wartete - von diesem Urvieh von hinten..."

Jan-Rupert beißt sich voller Scham auf die Faust.

 Wichtenhausen: "NEIN - seinen Namen, der all IHRE Ehre genommen, werde ich nicht nennen. Aber... ABER!!!"

Er hebt den Zeigefinger, weitet die Augen.

Wichtenhausen: "ICH RUFE BLUTRACHE UND EHRENMORD! IMPERIAL IMPACT 13, DU SCHÄNDLICHER ARSCHFICKER!!!"

Noch immer bebt der Zeigefinger, das Maul des Mannes von Wichtenhausen pulsiert.

Wichtenhausen: "Du hast die PCWA besudelt. Das Vermächtnis von Generationen kastriert. Hast den Wettbewerb mit schändlicher Ignoranz IN IHREN ARSCH GESPRITZT!!! Für Manche mag es ein einfacher No Contest gewesen sein, eine Bestrafung. Du sprichst von Konsequenz, von deiner scheiß Vergangenheit... deinen Eltern. Doch für mich, für mich war das ein Affront! Gegen den Phönix. Gegen das Wrestling. Gegen mich! Anstatt den Fight zuende zu bestreiten, brichst du ab!"

Jan-Rupert spuckt aus.
Dann hebt er wieder sein Kinn.

Wichtenhausen: "Du hast allen deine schändliche Natur gezeigt. Sie mögen dir zujubeln, doch sie verstehen sowieso nicht, worum es hier in Wirklichkeit geht. Imperial Impact 13, dort werde ich mein Rückmatch bekommen. Und dann wirst du verschwinden! Denn dieses Mal lasse ich die Fans etwas wählen! Ich stelle die Ehre und die normale Ordnung wieder her. Und das wird dir gar nicht gefallen, du - NEIN - dein Name wird nicht die güldenen Lippen eines Von Wichtenhausens verlassen, nachdem du die Kloake des Phönix' sprengtest. Aber die verlorene PCWA Ehre wird wieder hergestellt, auf dass auf ewig der Name der Von Wichtenhausens als der einer edlen Retterfamilie in den Annalen - nicht zu verwechslen mit dem Ort, an dem du dein Schindluder getrieben - dieses Sports eingehen möge."

Ein dreckiges Lachen hallt durch den Raum, in dem Von Wichtenhausen gefilmt wird.

Wichtenhausen: "Denn entweder du küsst nach diesem Match meine Füße oder du bist nach dem Match mein Siegertreppchen, auf das ich mich stellen darf, oder ich darf dich für ein Siegerfoto meiner Wahl in Position bringen. Du wirst in jedem Fall mir zu Füßen liegen, Mal... - NEIN."

Er schnellt mit dem Oberkörper zur Seite. Dann blendet die Kamera ab.


Vincent Craven: "Oh man, was ist denn in den gefahren? Der Pacificador auf die Matte scheint ihm bei der letzten Show nicht gut getan zu haben."

Mike Garland: "Er spricht das offen an, was uns allen schon durch den Kopf gegangen ist. Wieso stellt sich Maldicao in ein Match, wenn er es dann am Ende nicht gewinnen will?"

Vincent Craven: "Er hat eben das getan, was die Fans wollten. Und die wollten sehen, wie Jan-Rupert bestraft wird. Ganz einfach."

Mike Garland: "Dann werden sie beim Impact eben genau das Gegenteil sehen. Dort wird dann Maldicao bestraft und das Ganze ist wieder gerade gerückt, so wie von Wichtenhausen sagt."

Vincent Craven: "Um ehrlich zu sein, hoffe ich genau das Gegenteil. Wenn Jan-Rupert die Füße von Maldicao küssen muss, das wäre doch fantastisch."

Mike Garland: "Jedenfalls ist das ein weiteres Match auf der Card für den II 13, die sich langsam aber sicher füllt. Daneben haben wir noch Carnageddon gegen ein unbekanntes Team, Godd vs. Mad Dog, ein wie auch immer gestaltetes Match um die Krone, das nach dem heutigen Main Event durchaus auch Partners in Crime vs. Happy Hour heißen könnte."

Vincent Craven: "Das wird dann Jona Vark entscheiden müssen. Jetzt schalten wir aber zu Letzteren in die Kabine und gucken, was die beiden noch planen."


------------------ PCWA ------------------

Die Kameras schalten ohne Umschweife in die Kabine von Happy Hour. Beide Happy Guys sind inzwischen umgezogen und auch geschminkt, wie man es von ihren letzten In-Ring Auftritten bereits kennt. Beide betrachten sie sich und ihre geschminkten Häupter noch einmal genau im Spiegel. Cornwallace meldet sich schließlich zu Wort.

Brandon Cornwallace: "Sag Mal, Dude, was meinst du? Soll ich vielleicht noch eine raushängende Zunge dazumalen? Ich glaube das käme echt voll dufte rüber!"

Banes blickt ihn an und schüttelt nach einem Moment des Schweigens schließlich den Kopf.

Gordon Banes: "Nein, besser nicht, Dude ... am Ende glauben die noch, dass wir ihnen die Klöten ablecken wollen!"

Brandon Cornwallace: "Baaaaaaaaah wie ekelhaft! Sowas würden wir doch nie tun!"

Gordon Banes: "Natürlich nicht, aber die Leute da draußen sind ja nicht gerade die Hellsten ... ich meine die jubeln auch Versagern wie Mad Dog zu, die in den vergangenen Wochen hauptsächlich durch Niederlagen geglänzt haben!"

Cornwallace kratzt sich kurz am Kopf, nickt dann jedoch. Was sein Partner ihm hier gerade sagt, scheint Sinn zu machen. 

Brandon Cornwallace: "Na gut, Dude, dann lasse ich alles so, wie es ist. Aber sag mal ... Wer von uns wird denn jetzt eigentlich kämpfen?"

Banes grinst breit. Er hat nicht einmal seinem Partner gesagt, wie er diese Frage zu lösen gedenkt. Das Ganze sollte wirklich bis zur letzten Sekunde Top Secret sein. Im Grunde lässt sein Plan nicht einmal zu, dass er selbst weiß, wer antreten wird, und gerade das macht die Taktik so genial!

Gordon Banes: "Wir werden natürlich beide kämpfen."

Brandon Cornwallace: "Aber ... hat die Dudeline vorhin beim Interview nicht gesagt, dass nur einer von uns kämpfen darf?"

Gordon Banes: "Ja, das schon. Es darf nur einer von uns aktiv kämpfen, das ist richtig. Aber vergiss mir bitte nicht die mentale Ebene. Einer von uns wird den Kampf im Ring austragen und der andere wird ihn von Außen mit seinem GLAUBEN unterstützen und so ebenfalls am Kampf teilhaben! Wir Zwei, wir sind eine Einheit und jeder, der gegen einen von uns antritt, tritt eigentlich gegen beide an! Verstehst du, Dude?"

Der Waliser denkt kurz darüber nach und nickt schließlich enthusiastisch mit dem Kopf.

Brandon Cornwallace: "Ich denke schon, Dude. Aber wer von uns geht denn jetzt in den Ring?"

Fragend blickt er seinen Partner an. Der tippt sich mit dem Finger an den Schädel, um anzuzeigen, dass er für die Lösung dieser Frage bereits eine Idee hat.

Gordon Banes: "Also Dude ... ich hab mir gedacht, dass wir das auf die bestmögliche Art überhaupt lösen, nämlich mit einer Best-out-of-Three Reihe "Stein-Schere-Papier""

Banes lässt noch ein weiteres extrem leise geflüstertes Wort folgen, welches sich seinem Partner jedoch entzieht. Der ist ohnehin nach dieser Ankündigung völlig aus dem Häusschen und springt jubilierend auf.

Brandon Cornwallace: "Genial Dude! Du bist einfach ein verdammtes Genie. Es gibt Nichts auf der Welt, das eine bessere Lösung wäre. Lass uns sofort anfangen, ja? Ich kann es kaum erwarten!"

Er nickt voller Enthusiasmus mit seinem Kopf. Banes grinst hinterlistig und nickt schließlich zurück. Beide lassen sie nun ihre rechte Hand hinter dem Rücken verschwinden.

Gordon Banes: "Auf Drei. Eins . Zwei - Drei!"

Beide reißen sie ihre Hand nach vorne. Banes hat einen Stein geformt, während sich Cornwallace für die Schere entschieden hat. Banes haut ihm die geschlossene Faust auf die Scherenhand und lacht laut auf.

Gordon Banes: "Stein schleift Schere, Dude! 1-0 für mich!"

Brandon Cornwallace: "Ja vorerst, Dude. Warts nur ab, diesmal schlage ich dich auf jeden Fall!"

Und wieder verschwinden die rechten Hände der Dudes hinter dem Rücken. Banes zählt einmal mehr bis Drei und die Hände wandern wieder nach vorne. Dieses Mal hat sich Banes für Papier entschieden, während Cornwallace auch diesmal bei der Schere geblieben ist und nun einen lauten Jubler ausstößt.

Brandon Cornwallace: "Ha Ha Ha ... ich hab es dir doch gesagt! Papier bedeckt Stein! Jetzt steht es Unentschieden, Dude, und ich werde auch die letzte Runde gewinnen und dann muss der Schattenmann gegen mich ran. Wirst es schon sehen!"

Banes blickt seinen Partner kurz grimmig an, schenkt diesem dann jedoch erneut ein Grinsen. 

Gordon Banes: "Wir werden sehen, Dude. Jetzt kommt die entscheidende Runde!"

Und wieder verschwinden die Hände hinter dem Rücken. Einmal mehr wird bis Drei gezählt und als die Hände wieder nach vorne kommen, hat Cornwallace einen Stein geformt und blickt ungläubig auf die Hand seines Partners!

Brandon Cornwallace: "Dude! Was soll das denn bitte?"

Banes grinst breit.

Gordon Banes: "Das ist Spock! Ich habe gewonnen! Spock verdampft Stein!"

Cornwallace hebt protestierend die Faust hoch.

Brandon Cornwallace: "Das gilt nicht, Dude! Das hast du so nicht angekündigt!"

Gordon Banes: "Und ob ... ich hab klar gesagt, dass wir "Stein, Papier, Schere, Echse, Spock" spielen. Ich kann doch nichts dafür, wenn du nicht richtig zugehört hast! Ich hab jedenfalls gewonnen, Dude, und deshalb werde ich Shadow jetzt gleich in den Hintern treten."

Cornwallace blickt mit wütender und beleidigter Miene auf den Boden und stampft mit dem Fuß auf. Sein Partner klopft ihm kurz aufmunternd auf die Schulter.

Gordon Banes: "Jetzt gräme dich nicht, mein Freund. Du bist doch trotzdem ein wichtiger Teil des Ganzen. Ohne deinen GLAUBEN an die Sache, werde ich nicht bestehen können, und ich schwöre dir, dass, falls ich den Sieg hole, ich dich zum Co-Champion ernennen werde!"

Cornwallace blickt nun wieder auf und reißt seine Augen weit auf.

Brandon Cornwallace: "Echt Dude? Das würdest du für mich machen?"

Gordon Banes: "Aber klar, ist doch Ehrensache! Und jetzt lass uns los und diesem Schatten zeigen, was es heißt Team Happy Hour gegenüberzustehen!"

Brandon Cornwallace: "Okay Dude, lass es uns ihm zeigen!"

Beide nicken sie synchron mit ihren Köpfen und es folgt schließlich ein letzter High-Five, ehe die beiden geschminkten Partner ihre Kabine verlassen.


Vincent Craven: "Oh, was für eine miese Taktik von Banes. Da übertölpelt er einfach seinen Partner, um die Titelchance zu bekommen. Wie gemein."

Mike Garland: "Gemein hin, gemein her. Banes ist zur Zeit einfach die bessere Wahl und das wird er wissen. Er hat zur Zeit den besseren Fokus und die gereiftere Einstellung, um in einem Match gegen den Schatten zu bestehen."

Vincent Craven: "Ich habe schon an anderer Stelle gesagt, dass die Attitüde von Cornwallace ihnen die letzten Erfolge gebracht hat. Bisher kam unter der Oberhand von Banes nichts Zählbares bei rum."

Mike Garland: "Außer dem Sieg gegen Deception, die Mad Godds... Zudem hat Cornwallace mit seinem GLAUBEN auch eine wichtige Aufgabe. Hast Banes doch gehört!"

Vincent Craven: "Dass dies nur das Glauben betrifft, glaubst ja noch nichtmal du, Mike. Ich hoffe nur, dass Shadow Vorkehrungen bezüglich möglicher Eingriffe getroffen hat."

Mike Garland: "Ich fürchte, dass Godd und Mad Dog her mit sich selbst beschäftigt sind. Aber wir können gerne mal auf die Krankenstation schauen, ob MD nach seinem Fight überhaupt schon in der Lage wäre, um Shadow zur Seite zu stehen."


------------------ PCWA ------------------

Mad Dog tupft die aufgeplatzt Lippe ab und versucht mit leichter Kopfrotation, die Schmerzen aus seinem Nacken zu bekommen. Maxxx hatte ihn ordentlich erwischen können, yeah, der Typ konnte kämpfen, daran bestand kein Zweifel. Und er folgte seinen Idealen... das machte ihn schon Mal zu einem besseren Wrestler als beispielsweise Kevin Sharpe.
Allerdings war er auch verbohrt in seinen Ansichten - ähnlich wie er selbst es war, als er sich Simargl nannte. Doch auch damals folgte er den gleichem Ideal, dass er die PCWA besser machen wollte. Und beim Imperial Impact, im Match um die Undisputed Gerasy Championship, würden er und...

James Godd: "Da bist du ja."

Der Night Fighter schaut in die Augen des Briten und sieht in ihnen, dass irgendetwas nicht stimmt.

Mad Dog: "Ja... Hier bin ich."

MD gleitet von der Behandlungspritsche und stellt sich dem Champion gegenüber auf. Auch wenn sein Stand angesichts des gerade gelaufenen Matches nicht den festesten Eindruck macht, steckt doch noch so viel nachschießendes Adrenalin in ihm, dass er nicht schwach ausschaut. 

James Godd: "Wieso besuchst du Sharpe?"

Der Fighter hebt die Augenbraue. Dann schließt er die Augen und schüttelt den Kopf - ein Hauch von "als hätte ich es geahnt" liegt in seiner Körpersprache. 
Dann zuckt er mit den Schultern.

James Godd: "Wieso diese Nebenkriegsschauplätze, huh?! Erst Maxxx, jetzt Sharpe. Wir haben gegen Happy Hour verloren, du hast gegen Graves verloren..."

Mad Dog: "Im Match gegen Graves sorgte Shadow für die DQ und bei der letzten Show diskutierst du mit dem Referee, sodass ich den Schwachköpfen zum Fraß vorgeworfen bin... Oder was meinst du?"

Mit gespielter Dummheit schießt er den Vorwurf zurück zu seinem Freund. Dieser rückt den Gerasy Titel zurecht.
Sortiert sich.

James Godd: "Ich meine, dass wir das neue Triumvirat nicht unterschätzen sollten - und dass wir daher weder einen Jimmy Maxxx noch einen Kevin Sharpe aufpeitschen müssen... Sodass sie nachher auch noch gegen uns sind."

Der Night Fighter tut das Argument mit einer wischenden Bewegung ab.

James Godd: "Yes, nevermind. Eigentlich geht es mir auch um unser Match! Und um dich!"

Nun reißt die unbekannte Konstante interessiert die Augen auf.

James Godd: "Sharpe vs. Godd, Sharpe vs. Poe, Poe vs. Grizz, Elimination Chamber... Ein Geschäftsjahr über Hass, Intrigen und falsche Spiele, wenn es um den Gerasy ging. Und ich könnte die Liste noch um die vorherigen Jahre ergänzen, das weißt du. Wir stehen vor einem historischen Main Event - wir! Wir, die wir einst genauso falsch gehandelt haben. Wir, die wir uns in der PCWA hochgekämpft haben. Wir, die wir für den fairen Wettbewerb und für eine neue PCWA stehen."

Der Night Fighter nickt. Er stimmt seinem Freund in all diesen Punkten zu.

James Godd: "Und dennoch provozierst du Sharpe und prügelst dich mit Maxxx. Brauchst du diese Kriege, weil zwischen uns keiner herrscht?! Oder fliehst du in diese Kriege, um dich nicht mit unserem Match zu beschäftigen. Ich will beim Impact den besten und fokussiertesten Mad Dog, den es gibt!"

Mad Dog: "Und du hast Angst, den nicht zu bekommen?!"

MD reißt spielend die Augen auf. Schüttelt den Kopf.

Mad Dog: "Besser andere provozieren und vor ihnen die neue PCWA verteidigen, als dich zu provozieren, huh?! Dir ins Gesicht zu treten oder dich in einem Tag Match allein lassen, lieber mit dem Referee beschäftigen, obwohl ich genau weiß, dass Happy Hour sowas gnadenlos ausnutzen wird."

Die unbekannte Konstante schaut Godd direkt an. Versteht die Vorwürfe nicht.
James aber tut es ebenso wenig.

James Godd: "Really?!"

Er erwidert den Blick seines Herausforderers und tritt ihm einen Schritt entgegen.
Kurz berühren sich die Shirts der beiden.

James Godd: "Ich bin über meinen Schatten gesprungen und bin deinem Rat gefolgt, Shadow die Hand zu geben."

„… und das hatt’er auch noch nicht bereut. Ganz im Gegenteil.“

Die beiden Topcarder schwenken herum: im Türrahmen zu der kleinen Sanitäter-Station, in welcher sie sich gerade befinden, lehnt ein interessiert dreinblickender Matt Stone und fokussiert die beiden angesichts ihres Gesprächsinhaltes. Oder zumindest, was er in Teilen davon mitbekommen hat.
Das Maschinengewehr trägt seine noch vorhin bekannte Freizeit-Kleidung – wie auch Cardigan, welcher hinter ihm an der Flurwand lehnt und über seine Sonnenbrille hinweg James und die Töle mustert. Noch immer sieht er im Gesicht reichlich mitgenommen aus.

Mad Dog: "Was wollt ihr denn hier, huh?!"

???: „Ein Bündnis ist immer fester, wenn die Verbündeten eher aneinander glauben, als dass sie voneinander wissen…“

Neuerlich gehen die Köpfe der Gerasy-Beteiligten hin und her …
… und werden schließlich fündig, als sich der Drehstuhl hinter dem ärztlichen Behandlungs-Schreibtisch herumdreht: vom dunklen Lederpolster hebt sich die gleichfalls düstere Gestalt kaum ab. Nur das Schimmern der bleichen Gesichtsschminke leuchtet ein wenig unter den blickdichten Haarsträhnen durch.
Shadow hält seine Hände leger so zusammen, dass sich die Spitzen der abgespreizten Finger berühren.

Shadow: „… jetzt wisst ihr es. Die beiden werden, wenn es drauf ankommt, immer mit mir gemeinsam erscheinen. Gewöhnt euch daran.“

MD und Godd lassen sie Situation auf sich wirken, wechseln wortlose Blicke untereinander und zu den Gästen.
Shadow bleibt zunächst sitzen, während Stone dann eintritt und beiden zum Gruße zunickt. Und auch der Tempest nähert sich ... bleibt jedoch in abschätzbarer Entfernung zunächst vor dem Night Fighter stehen. Ein schiefes Lächeln.

Cardigan: „Na, Töle … immer wieder ne Freude dich zu sehen. Bleibt nur noch die Frage, ob du dich in deinem ersten Eindruck schon bestätigt fühlst oder ob das hier was werden kann.“

Tatsächlich lächelt nun auch der Night Fighter, als Cardigan ihn an ihr Gespräch auf der Tower Bridge erinnert.

Mad Dog: "Tja, Cardi - wie bei der letzten Show unschwer zu übersehen war, fetzt ihr euch momentan mit Happy Hour, huh?! Und das sollte ich ja eigentlich begrüßen - der Feind meines Feindes... and so on, du kennst das sicherlich. Allerdings fand ich eure spontane Idee, den letzten Main Event mit zu kommentieren, nicht wirklich pralle... Schließlich hatte eure persönliche Vendetta da ebenso wenig zu suchen, wie ein Pferdepenis in einer menschlichen Vagina..."

Der PCWA Grand Slam Champion schaut erst zu Stone, dann wieder zurück zu Cardigan.

Mad Dog: "Also ja. Ich denke, es bleibt dabei - welches Spiel und auf welcher Seite ihr spielt, wird erst mit der Zeit klar, wenn sich unsere Wege im Ring kreuzen."

Godd rollt die Augen und mischt sich ins Gespräch ein.

James Godd: "Möchtest du jetzt noch eine weitere Front mit Cardigan und Stone aufmachen, huh?!"

Der Brite bricht ab, da Shadow klatschend seine Hände auf die Stuhllehne gedonnert hat. Den Schwung nutzt er gleich aus, um aufzustehen und den Schreibtisch langsam zu umrunden.

Shadow: „Wir können heute und die nächsten Monate etwas beweisen! Wir können beweisen, dass wir stärker sind, dass wir besser sind, dass wir den Gesetzen dieses Geschäfts trotzen können. Wir fallen uns nicht gegenseitig an! … kommen dir diese Worte bekannt vor, Tribun? Es sind deine eigenen, nur gute zwei Monate alt. Der Kampf zwischen uns beiden, der Handschlag … aber dann kam nichts mehr. Statt die unruhigen Seilschaften festzuschmieden, wetzt ihr lieber die Klingen untereinander. Für einen wohlklingenden wie vor Ehre strotzenden Kampf – ohne Frage. Aber vergesst nicht, dass der Ring eine Manege mit Ruhm aber ohne Rückzugsmöglichkeiten ist, wenn er erst umrundet wird. Daher – trotze den Gesetzen! Und nehmt gereichte Hände.“

Der Undisputed Gerasy Champion zieht irritiert den Kopf zurück.

James Godd: "Nichts mehr?! Klingen wetzen?! Mit wem saß ich denn bei der letzten Show auf ein Bier in Virchowas Lounge? Und mit wem habe ich gemeinsam gegen Happy Hour gefightet?"

Der Engländer hebt die Augenbraue in Richtung MD, der tatsächlich nickt, obwohl er bei den Worten des Schattens mit den Augen rollte und kurz aufstöhnte.

Mad Dog: "Yeah... Mach' die Dinge nicht daramtischer und bedeutungsschwangerer, als sie sind, Shadow. Als Godd dir bei Vendetta 144 die Hand reichte, war das ein Zeichen des Respekts und der Versöhnung - da es zuvor ja nicht sonderlich gut zwischen euch lief. Missverständnisse wurden vergessen und Unbehagen abgestreift. Ihr hattet diesen fairen Fight... Und mit dem Handshake habt ihr unsere gemeinsame Verbindung über unsere gemeinsamen Ideale besiegelt. Das hatte Bedeutung. Aber das hier jetzt??"

Der Hund deutet auf die Partners in Crime.

Mad Dog: "Klar kann ich eure Hände schütteln... doch nur so, wie ich die Hände eines Unbekannten schüttle, den ich begrüße. Aber hier soll es doch um mehr gehen, huh?! Aber was ist dieses 'mehr'? Was wäre die Bedeutung hinter unserem Handshake, denn genau die lässt du im Raum stehen, Shadow... Soll das der Beginn eines Stables sein? Soll das ein fünffacher Schwur auf die gemeinsamen Ideale sein, hinter denen bisher nur wir Drei stehen? Also ein Geschenk? Denn damit würden wir ja auf das, was wir Drei uns in monatelanger Kleinstarbeit mit Auf und Nieder mühesam erarbeitet und erstritten haben, pfeifen... Oder soll das eine Entschuldigung werden - ein Neuanfang bei Null? Oder einfach nur ein Ehe-Ding... Wenn man jemanden heiratet, heiratet man auch seine Familie?! Also...?! Was soll das?"

Mit dem Gesäß lehnt sich das unergründliche Dunkel an die Schreibtischplatte, stützt sich seitlich ab. Er scheint beide Fighter genauestens unter die Lupe zu nehmen, bevor er den Kopf dreht. Seine linke Hand nestelt nach etwas: einem Brieföffner.
Der Schatten nimmt ihn kurz auf Augenhöhe, prüft sein Gewicht und ein wenig die Stichfestigkeit der Spitze.

Shadow: „Das mit dem Nichts bezog sich keinesfalls auf unsere neuen Bündnisse oder das erste Beschnuppern unter gleicher Flagge. Es war eine Momentaufnahme dessen, was die Mad Godds plus Anhang nach außen hin senden. Und das ist ein Fegefeuer der Nickeligkeiten statt des kolportierten Schlachtfeldes als Fanal für Ehre und Gewissen. Wenn die beiden höchstdotierten Leitwölfe der Company eher das Gegenteil ihrer Ideale verkörpern, reibt sich die Gegenseite die Hände. Egal, wie zahlenstark und kräftig sie sein mag. Die haben keine Skrupel, mit dem kleinen Finger eine ganze Hand zu nehmen. Denn manchmal kann das auch ein Segen sein. Einer, den man nicht auf der Rechnung hatte…“

Schließlich legt er das Utensil wieder beiseite.

Shadow: „Ich glaube eine derartig zu verhindernde Lage bezeichnen die Anglo-Amerikaner mit ‚to bring a knife to a gunfight‘ … ich bin gerne vorbereitet. Und wenn am Horizont dunkle Wolken aufziehen, möchte ich wissen, wo ich stehe und welche Möglichkeiten sich mir bieten. Und das gilt auch für Allianzen – egal, ob es sich auf Gegner oder Verbündete bezieht…“

James Godd: "Wir sind alle gerne vorbereitet, Shadow - doch manchmal geht das einfach nicht. Mad Dog und ich wissen beispielsweise noch nicht, was die Zuschauer bei unserem Fight wählen können. Jona ließ uns nur wissen, dass es eine Wahl geben wird..."

Der Champion schaut zu seinem Herausforderer und versucht für den Bruchteil einer Sekunde zu erahnen, ob dieser etwas weiß.

James Godd: "Und was die dunklen Wolken angeht - das liegt in unserer Hand! Du wirst gegen Graves kämpfen, die Partners gegen Happy Hour. Zeitgleich bestreiten Mad Dog und ich einen fairen Main Event, der als Sinnbild für die kommende PCWA in die Geschichte eingehen könnte. Rage ist weg, Sharpe wird vielleicht nie wieder kämpfen. Die Schlange und Happy Hour sind die Letzten. Und ja, wir sollten sie nicht unterschätzen... aber von großen Sprüngen und Ansprüchen sind sie momentan noch entfernt; vor allem dann wenn ihr eure Matches beim Impact gewinnt." 

Eine unbequeme Pause entsteht, in welcher der Schatten und die Maineventer grübeln. Allerdings sieht man nur Mad Dog und dem Tribun an, dass sie an einer möglichen Antwort zu knabbern haben. Wer was sagt … und wann … und vor allem wie …

Cardigan: „… also ich möchte diesem St. Elmo’s Fire an Emotionen nicht wirklich den Stecker ziehen….“

Der Wirbelsturm tritt in die Mitte. Während die rechte Hand die Ray Ban abnimmt, tippt der Zeigefinger der Linken überlegend an die Oberlippe. Dabei blickt Trent gedankenverloren zu Boden.

Cardigan: „… aber korrigiert mich: hab ich das gerade richtig gehört? Wenn IHR eure Matches gewinnt? Das bedeutet im Umkehrschluss, dass Godd uns als so etwas wie eine Einheit ansieht. Und da er dir die Hand gegeben hat, schließt das indirekt uns doch mit, oder? Könnte zumindest … Warum also Trübsal und Grabenkriege? Damit ist doch alles erreicht, was wir wollten … was DU wolltest, T. …“

Er dreht sich zum Cryption Crown, deutet zu ihm hin. Dieser regt sich aber nicht … was sowohl Zustimmung als auch Ablehnung bedeuten können. Oder weiteres Grübeln.
Der Wirbelsturm blickt die Umstehen fragend an.

Cardigan: „Ich weiß nich, was daran so schwer is. Bösewichter haben weniger Skrupel sich zusammenzuschließen. Vielleicht weil sie wissen, dass sie vom anderen nicht mehr als Verrat zu erwarten haben. Gemeinsame Ziele - die dann auch gemein sind. Die kämpfen für dieselbe Sache - und das tun wir auch hier auf hellen Seite der Macht.“

Stone: „… wobei hell beim Schatten ja reichlich übertrieben ist. No Offence!“

Sofort reckt Machinegun zur Verdeutlichung des Sarkasmus die Hand. Shadow nickt zustimmend.
Ein kurzer mürrischer Kopfschüttler, dann setzt Trent fort.

Cardigan: „Wir fighten alle für das gleiche - nämlich, dass die ganzen Windeier und Heuchler die Liga zu einer Trauerwelt umgestalten. Und doch machen wir uns das Leben gegenseitig schwer. Warum? Auf dem Kreuzzug gegen das Negative gibt’s keinen Konkurrenzkampf. Oder sollte es zumindest. Und um das zu unterstreichen habt ihr euch die Hände gereicht….“

Eine entlarvende Geste offengehaltener Hände. Und mit dieser tritt er vor The Unfathomable Dark.

Cardigan: „… genau wie wir.“

Der Tempest schaut durch den Schleier schwarzer Haare, um zumindest die Augen seines langjährigen Bekannten irgendwie ausmachen zu können.
Doch letztlich ist dies nicht nötig, da Shadow abermals nickt, dann die Hand hebt und mit Cardigan abklatscht. Ohne den Kopf zu drehen reckt er die andere Stone entgegen, welcher den Gruß ebenfalls erwidert.
Der Bruchteil der Winds of Change steht noch eine Weile so da - bevor sich die Aufmerksamkeit wieder den noch wartenden Mad Godds zuwendet. Eine fragend gezogene Augenbraue - und schon werden wieder zwei Hände ausgestreckt. Die der Partners - mit der nonverbalen Frage „Partners?“ 

Der Gerasy scheint zu überlegen. Dann…

James Godd: "Also gut!"

Der Brite ergreift erst die Hand von Cardigan, dann die von Stone. Ein Lächeln liegt auf seinem Gesicht.

Dann liegen die Augen der Anwesenden wartend auf dem Night Fighter, der stoisch auf die dargereichten Hände von Stone & Cardigan schaut.
Endlich wirft er das blutige Handtuch zur Seite.

Mad Dog: "Gut... bei euch, James und Shadow, bin ich mir, wie gesagt, sicher, dass wir die gleichen Ideale teilen und keiner dem anderen Stöcke in die Beine schmeißt. Was euch betrifft, Partners, können wir bis zum Impact in die gleiche Richtung gehen, okay. Dort werden die Karten eh neu gemischt und wir müssen dann gucken. Von daher... why not!"

Und damit schüttelt auch der Night Fighter die Hände von Cardigan und Stone.

Shadow: „So nah, egal, wie weit entfernt. Es könnte nicht viel stärker von Herzen kommen. Vertraue ewig darauf, wer wir sind…“

Stone: „… and nothing else matters. Amen!“

Shadow: „Dachte mir, es wäre angesichts der Situation mal was anderes als mein üblicher Sermon.“

Cardigan: „Dann sind wir uns einig?“

Shadow: „Hoffe ich zumindest … es genügt, wenn einer Gewehr bei Fuß für einen der anderen vier steht. Vor allem für den Hauptkampf. Die Sinne müssen wachsam und geschärft sein - denn ich glaube weder an Zufälle noch daran, dass man den Godds einen fairen Kampf gewähren wird. Und ich glaube nicht, dass das Neo-Triumvirat so schwach ist, wie es den Anschein hat. Vor allem aber glaube ich nicht daran, dass ein Kevin Sharpe nie wieder kämpfen wird.“

Die Augenbraue der Töle schießt, als Blackhearts Name fällt, hinauf und er fixiert aus einem Auge den Schatten.

Mad Dog: "Ich auch nicht."

Shadow deutet mit dem Zeigefinger gen Zimmerdecke.

Shadow: "Dunkle Wolken... aber wir sind gewappnet."

Der Night Fighter schmunzelt.
Und ein ebenso schiefes Grinsen beim Mann mit dem Bandana. Er klatscht dem dunklen Krieger auf die Schulter.

Cardigan: „Mach dir um das Wetter keine Gedanken, wenn ich dabei bin.“

Wieder huschen Lächeln über die Gesichter der Anwesenden. Zumindest über die, welche man sieht.
Matt lässt noch einmal seine Augen herumwandern.

Stone: „Tja, für die Tafelrunde sin’wer zu wenig, für die Turtles zu viele … und für Fünf Freunde kann ich nicht so schön mit dem Schwanz wedeln.“

Alle lachen. Sogar Shadow, wenn man das altbekannte Glucksen als solches interpretiert.
Derweil bleibt der legere Blick auf MD und Godd haften.

Stone: „Das wäre dann erledigt - bleibt noch die Frage: was ist mit euch? Hand drauf gegenseitig? Kommt schon, Leute. Wir haben gerade so etwas wie die Village People des Lichts begründet. Chaos reicht Ehre die Hand, Mystik der Naturgewalt. Bei so viel Verständnis … könnt ihr das doch auch, oder?“

Er lässt die Frage verklingen …
… und wartet die Reaktion ab, als die Töle und der Brite einander anstieren. Das lässige Grinsen wirkt nun mehr und mehr nachdenklich.

Doch da meldet sich Cardigan erneut, zupft Stone am Ärmel.

Cardigan: „Ich glaube … das sollten wir die beiden lieber unter sich ausmachen lassen. Komm schon, Badger. Du auch, T. Da steht gleich noch dein Match um die Crown an. Dog, Champ…“

Mit einem nickenden Gruß setzt der Wirbelsturm seine Sonnenbrille wieder auf und verlässt mit dem ebenfalls grüßenden Stone sowie Shadow - bis auf eine erhobene Hand - nahezu grußlos den Raum.

MD schaut ihnen kurz hinterher, dann wendet er sich zurück zu James Godd. Schaut ihm in die Augen.

Godd zieht den Mundwinkel hoch - und plötzlich beginnen beide zu lachen. Herzhaft zu lachen.
Dann wird es wieder ruhig.

James Godd: "Bring' zum Impact einfach dein A-Game und alles ist gut."

Der Fighter nickt. Nun auch ernst.

Mad Dog: "Darauf kannst du Gift nehmen."


Mike Garland: "Ooohh... Gähn. Wie langweilig. Schon wieder Friede, Freude, Eierkuchen?! Das nimmt euch doch wirklich keiner ab."

Vincent Craven: "Hier formiert sich eine tolle Allianz, aus der wirklich eine neue PCWA erwachsen kann. Lange haben sich die Publikumslieblinge immer selbst zerfleischt - dies ist eine neue Bewegung. Sie halten zusammen und stellen sich den Gegnern.

Mike Garland: "Ach was?! Diese Allianze ist brüchiger als Weihnachtsgebäck. Das werden wir gleich im Main Event bereits bewiesen bekommen."

Vincent Craven: "Dann ist es ja gut, dass wir schon soweit sind. Gordon Banes gegen Shadow um die Cryption Crown. Ab geht's."


------------------ PCWA ------------------

Possession Awards 2020

Best Title Reign
Carnageddon - Cotatores Trophy (BRXIII-now)
Kevin Sharpe - Undisputed Gerasy (BRXIII-OOA19)

Best Feud
Kevin Sharpe vs. Marc Poe

Best Wrestler
James Godd


------------------ PCWA ------------------

NO MERCY DUDE!

Die neue Ansage ist das Zeichen für den heutigen Main Event und anders als einst, wo die Fans die Happy Guys geliebt haben, herrscht inzwischen nur noch Verachtung. Laute Buh Rufe füllen die Halle, während aus den Boxen nun das übliche Theme der beiden Happys dröhnt.

You sold me right up the river
You had to hold me back
You could've looked for the sunshine, yeah
But you had to paint the whole thing black
Now I'm back in the city
The lights are up on me
They tried to keep me locked away
But hallelujah I feel free

All your darkness has come back to you in time
Brace yourself world, it's about to blow your mind

 

Und da stehen sie schließlich. Die beiden Happy Guys. Die Gesichter, welche die beiden der Welt präsentieren, sind Fratzen des Terrors. Komplett weiß geschminkt und mit schwarzen Augenrändern im besten Kevin Sharpe Styl. Dazu ein rotes Lächeln im Joker Style und spitze weiße Zähne zur Vervollständigung des Facepaints. Beide blicken sie voll fokussiert durch die Zuschauerreihen, aus welchen immer noch laute Buh Rufe zu ihnen vordringen. Banes schenkt der Masse ein grimmiges Grinsen und mit einem lauten Knall, ausgelöst durch eine kleine Feuerfontäne an beiden Seiten, setzen sich die Bewahrer der GLAUBENS in Bewegung.

 

It's coming round like a shockwave, hey
It's coming round like a shockwave, hey
You've played the game one too many times
You're gonna burn until you behave, hey
Maybe the shame will open your eyes
It's coming round like a shockwave

 

Während das neue Entrance Theme namens "Shockwave", einmal mehr gesungen von Liam Gallagher, langsam verstummt, gehen die beiden Happy Black Guys unaufhaltsam weiter auf den Ring zu. Der Versuch einige Fans zu High-Fives zu animieren scheitert kläglich. Die Fans haben nur noch negative Gefühle für die einstigen Helden übrig. Den beiden scheint es jedoch egal zu sein. Dann gibt es halt untereinander einen weiteren High-Five. Schließlich rollt sich Banes, der diesen Kampf bestreiten wird, in den Ring und macht am Seil einige Dehnübungen, während sich Cornwallace in seiner Ecke platziert. Bereit ihn mit allen erdenklichen Mitteln zu unterstützen.

 

 

Lautstarker Beifall begleitet das flirrender Lichtgewitter, welches die Halle in diffuse Stimmung taucht. Und den Mann, welcher dazu auf die Stage tritt.

Jane Nelson: „…. UND …….. SEIN GEGNER ………………………. AUS PURGATORY, TEXAS, USA ……………………………….. MIT EINEM KAMPFGEWICHT VON 104 KILOGRAMM ………………………………. ER IST DER AMTIERENDE PCWA CRYPTION CROWN …………………… THIIIIIIIS …………… IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIS …………………… SHAAAAAAAAAAAAAAA … DOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOWW!!!!“

Es folgt das übliche Zeremoniell, mit welchem Shadow am Rampenrand von Pyros begleitet seine Haare zurückwirft und das Gesicht entblößt, bevor er den Ring ansteuert. Zielstrebig wie immer mit seiner Cryption Crown - Insignie.

Ein intensiver Blickkontakt folgt – sowohl zur Cornwallace als auch zu Banes. Und auch deren Augen bleiben fest auf den Cryption Crown gerichtet, als dieser in den Ring slidet … und sich vor beiden wie schon zuvor aufbaut: als Dreieck, um das Duo im Blick zu haben.

Vincent Craven: "Beide Männer sind im Ring und das bedeutet: Es kann losgehen. Shadow verteidigt seine Cryption Crown gegen Gordon Banes."

Mike Garland: "Und so wie er das will in einem "I quit" Match..."

Main Event
- Madness spreads -
I quit Match

Cryption Crown
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(Das Match ist beendet, sobald einer der Kontrahenten I QUIT ruft.
-Referee: Johannes Ullrich, Kein Zeitlimit)

Ehe es ruhig losgehen kann, tritt Banes Shadow ohne Vorwarnung in den Unterleib. Der Schatten wird nach vorne gezwungen und bekommt dort sofort das Knie seines Gegners zu spüren. Dieses rammt Banes nämlich gegen den haarverhangenen Kopf des Cryption Crown. Doch Shadow geht noch nicht zu Boden, also springt Banes ein letztes Mal mit seinen beiden Knien in die Höhe und katapultiert den Schatten mit einem satten Kopftreffer nach hinten, wo der Träger der Krone auf dem Boden der Tatsachen landet.
Brandon Cornwallace findet das am Ringrand äußerst gelungen, selbst wenn die Fans ob des harten Einstiegs ihren Unmut äußern. Die beiden Kontrahenten lassen sich nicht beirren und ziehen ihr Programm weiter durch - vor allem Banes, denn Shadow liegt ja noch auf dem Boden; bekommt gar, als er sich erheben will, einen Low Dropkick gegen den Oberkörper gedonnert. Der Happy Guy packt sich alsbald die Beine seines Gegners und zieht ihn hinauf, um ihn mit einem Slingshot in die Ringecke zu werfen. 

Allerdings hat er dort die Rechnung ohne eben jenen gemacht, denn Shadow lässt sich auf die Knie fallen und kann Gordon Banes damit auf der Ringmatte festnageln. Nach einem kurzen Sich-Schütteln bearbeitet der Schatten seinen Gegnern mit heftigen Fauststößen gegen den Kopf. Banes versucht sich mit allen Mitteln zu wehren und bekommt auch seine Beine um den Oberkörper Shadows geschlungen, um diesen so nach hinten zu werfen. The unfathomable dark aber rollt durch und kommt wieder zum Stehen - Low Dropkick! Auch er zimmert seine Beine gegen den Oberkörper seines Gegners und gleicht damit aus.

Vincent Craven: "HA! Unentschieden. Shadow kämpft sich zurück ins Match und schlägt Banes mit seinen eigenen Waffen."

Mike Garland: "Kann der Kerl denn auch mal etwas alleine? Oder kann er nur kopieren und nachäffen?"

Vincent Craven: "Shadow agiert nun weiter und schleudert Banes in die Ringecke, um dessen Kopf gegen das Turnbuckle zu schlagen. Probates Mittel!"

Mike Garland: "Wir sind in einem "I quit" Match - da sollte es schonmal härter zugehen. Banes ist sicher vorbereitet und wird gleich zurückschlagen!"

Doch momentan sieht es nicht danach aus, denn Banes sackt zuerst auf das zweite Turnbuckle hinunter und hält sich schmerzverzerrt den Kopf. Shadow dreht sich herum, nimmt Anlauf und wird von Brandon Cornwallace am Fuß festgehalten. Mit dem anderen Bein versucht sich der Schatten loszueisen und es gelingt ihm auch... doch als er sich umdreht.

YAKUZA KICK!

Banes mäht seinen Gegner mit einem krassen Kick von den Beinen. Schnell wirft er sich auf ihn und nimmt ihn in einen Camel Clutch. Johannes Ullrich hat zwar die Aktion von Cornwallace gesehen und ermahnt diesen auch, doch nun muss er bei Shadow nachfragen, ob hier und jetzt bereits die Aufgabe sowie der mögliche Titelwechsel nahen. Er hält das Mikro dem im Hold befindlichen Schatten hin, doch dieser atmet nur schwer und versucht sich aus dem Camel Clutch zu befreien. 
Die Fans rufen ihm zu und feuern ihn an. Gerade jetzt wird derr Jubel nochmal lauter, denn Shadow gelingt es auf alle Viere zu kommen, nachdem er zuvor ungünstig in der Brücke hing. Mit aller Mühe versucht er nun die Beine von Gordon zu greifen, doch dieser...

AXEHANDLE BLOW!

Mike Garland: "Yeah.. Die Gegenwehr im Keim ersticken. So macht das ein kluger Kämpfer."

Vincent Craven: "Banes haut Shadow einfach zurück auf die Matte; so kann man seinen Gegner auch mürbe machen, das ist korrekt."

Mike Garland: "Und nun vergiss nicht, dass die beiden bei der letzten Show die Mad Godds bezwungen haben. Shadow ist der Nächste!"

Momentan scheint gegen die Meinung von Garland nichts einzuwenden, denn Shadow liegt bäuchlinks auf der Matte, als Gordon Banes ihn mit weiteren Kicks berarbeitet. Erst langsam kommt the unfathomable dark wieder auf die Beine und er zieht sich an den Seilen nach oben, doch Banes attackiert ihn weiterhin, um schließlich seinen Oberkörper zu umklammern. Er will einen German-Suplex zeigen, doch Shadow hält sich an den Seilen fest. Also haut ihm Banes noch zwei, drei Mal in den Nacken und gegen den oberen Rücken, bis Shadow endlich die Seile loslassen muss. Banes zieht ihn noch weg, doch da setzt sich der Cryption Crown auch schon hin.

CHIN CRUSHER!

Das Kinn von Banes landet auf dem Schattenkopf, was ein übles Geräusch zur Folge hat. Die eine Hälfte von Happy Hour hält sich die Kauleiste, während der Schatten versucht seinen Nacken durch Dehnübungen wieder in Ordnung zu bringen. Allerdings ist der Träger der Krone schnell wieder bei Banes, um dessen Beine zu greifen und mit einem Elbowdrop auf das Knie zu springen. Banes jault auf, doch der Schatten steht schon wieder und springt noch einmal den Elbow ins Bein. Ein drittes Mal folgt auf dem Fuße, doch dieses Mal bleibt der Schatten in der Kniekehle liegen, dreht den Unterschenkel nach oben und verdreht somit das Bein seines Gegners dermaßen, dass dieser nicht anderes als schreien kann. 

Ullrich ist bei ihm, doch für ein "I quit" reichen die Worte des Herausforderers nicht aus. Stattdessen versucht Banes das andere Bein in Position zu bringen. Er versucht sich etwas von seinem Peiniger weg zu bewegen, doch Shadow folgt ihm stets. Erst einige Schläge gegen den Kopf und die Schulter, die der Schatten schützend nach oben zieht, unterbrechen das Kontern des Schattens und endlich kann er ihn mit einigen Kicks von sich treten. 

Vincent Craven: "Der Schaden in den Beinen ist angerichtet. Der Schatten hat einen wunden Punkt getroffen."

Mike Garland: "Damit wird Gordon Banes sich nicht unterkriegen lassen. Er hat schon viel mehr gesehen und erlebt."

Vincent Craven: "Ja, aber bisweilen wechselt er in solchen Situationen seinen Partner Brandon Cornwallace ein. Das kann er jetzt vergessen, er ist auf sich alleine gestellt."

Shadow will seine gerade in Fahrt kommende Offensive natürlich beibehalten, bekommt allerdings einen Chop auf die Brust gepfeffer. Der Cryption Crown revanchiert sich mit einem Forearm gegen den Kopf, was Banes wiederum mit einem European Uppercut dankt. Shadow wird nach hinten geschmissen, fällt jedoch nicht um. Stattdessen tritt er zu und erwischt Banes an dessen geschundenen Knie. Banes sackt seitlich ein und bekommt einen weiteren Kick zu spüren, was ihn noch mehr knicken lässt. Der Schatten erkennt die Situation, hebt Banes aus und lässt ihn mit dem gebeugten Bein auf seinem eigenen Knie landen. Der ehemalige Cotatores Champion muss erneut vor Schmerzen schreien, doch noch hat er die magischen Worte nicht gesagt. 

WHACK!!!

Vincent Craven: "WAS IST DAS DENN???!"

Mike Garland: "Vollkommen legal?!"

Vincent Craven: "Ich werd' nicht mehr."

Brandon Cornwallace ist mit einem Stuhl bewaffnet in den Ring gestürmt und hat Shadow einen über den Detz gegeben. Der Schatten ist wie der Baum gefällt zu Boden gegangen, doch das hat Cornwallace nicht davon abgehalten noch weitere Stuhlschläge auf den leblosen Körper des Cryption Crown abzufeuern.

WHACK!!! WHACK!!! WHACK!!!

Natürlich muss nun auch Johannes Ullrich nach dem Rechten sehen und das tut er mit Hilfe eines Mikrophones. 

Shadow schüttelt den Kopf.

Die Geste kommt etwas bruchstückhaft daher, allerdings reicht das scheinbar noch nicht. Brandon Cornwallace holt also wieder aus...

Vincent Craven: "DA SIND DIE PARTNERS IN CRIME!"

Mike Garland: "Ach man. Gerade wo es interessant wurde..."

Vincent Craven: "Endlich Rettung!"

Matt Stone und Trent Cardigan sliden ebenfalls mit Sitzgelegenheiten bewaffnet in den Ring, doch Brandon Cornwallace hat diesen sogleich wieder verlassen. Stone folgt ihm beherzt, doch Cardigan sorgt für ausgleichende Gerechtigkeit im Ring.

WHACK!!!

Mike Garland: "SCHIEBUNG! UNFAIR! SKANDAL!"

Vincent Craven: "Gordon Banes trifft ein saftriger Chairshot... und um ehrlich zu sein: Nach den ganzen Stuhlschlägen von Cornwallace musste das so sein!"

Mike Garland: "HAHA! RETTUNG NAHT!"

Tatsächlich eilt die Schlange, Tony Graves, zum Ring und erwischt den überraschten Cardigan mit einer Clothesline. Trent reißt die Schlange allerdings geistesgegenwärtig mit sich in die Tiefe, sodass beide sich nun auf dem Boden prügeln. Auch Stone hat Cornwallace unterdes in die Finger bekommen, sodass auch diese beiden sich miteinander beharken. Mit einem Male purzeln Cardigan und Graves gemeinsam aus dem Ring, während sie sich immer noch die Fäuste gegen die Schädel donnern.
Stone und Cornwallace sind mittlerweile zwischen den Zuschauern angekommen und liefern sich dort eine nette Verfolgungsjagd.

Vincent Craven: "Diese Nebenkriegsschauplätze können wir hier jetzt nun wirklich nicht gebrauchen."

Mike Garland: "Stone und Cornwallace scheinen auch bald im Backstage verschwunden, gleiches gilt für Cardigan und Graves. Der Wirbelsturm ruft da sein ganzes Können ab, um die Schlange in Richtung Entrance zu treiben. Solche Feiglinge."

Vincent Craven: "Pah! Immerhin haben wir nun im Ring eine waschechte Entscheidung und keiner mehr, der diese verwässert."

Tatsächlich sind Gordon Banes und Shadow nun alleine in der Arena... mit den Fans und Offiziellen versteht sich. Und langsam hieven sich die beiden auch wieder auf ihre Gehglieder zurück. Stehen sich nach den oberharten Stuhltreffern eher wackelig denn gerade gegenüber. Doch ihre Fäuste können sie noch schwingen. Und das tun sie jetzt auch. Beide hämmern gleichzeitig ins Ziel, doch Gordon weicht zeitgleich aus. 

FINAL SIN LARIAT!

Aus dem Nichts wird der Schatten auf die Matte geworfen. Banes hat ihn von den Beinen gezogen und steht nun wankend lächelnd über seinem Gegner. Schnell hebt er den Oberkörper an und nimmt den Träger der Krone in einen Cobra Clutch.

Vincent Craven: "Oh damn. Da ist es verdammt schwer raus zu kommen!"

Mike Garland: "Yeah... Das wird dem Schatten die allerletzte Luft nehmen. Er wird KO gehen. Er muss die Worte sagen, er muss sie sagen!"

Shadow zapplt, er windet sich, versucht sich rauszudrehen. Aber alles klappt nicht. Alles will nicht gelingen. Banes hält den Hold fest, er hält ihn verdammt nochmal fest. Er will hier gewinnen, er will hier Cryption Crown werden. Und dafür muss Shadow die Worte sagen, also zwingt er ihn dazu mit diesem Würgegriff. Ullrich ist bei ihm und versucht ihm ein Wort zu entlocken, allerdings ist das ganz schön schwer, wenn die Kehle abgeschnürt wird.
Und noch will Shadow auch nicht aufgeben, er hat noch Leben in seinem Fleisch. Was auch die Fans bemerken, denn diese versammeln sich wie ein Mann hinter dem noch amtierenden Champion. Mit lauten Anfeuerungsrufen versuchen sie ihn auf die Beine zu klatschen.

Und da! Tatsächlich. Der Cryption Crown klettert mit seinen Beinen an den Seilen der Ringecke hinauf. Banes muss unweigerlich mit... Der Schatten drückt sich ab und landet auf Gordon. Mit einem lauten Atemzug rollt er mit einer Rolle Rückwärts über Banes drüber und rollt sich so aus dem Hold.

Der Schatten hält sich den Hals und versucht nach Luft zu schnappen. Banes hingegen wurde nicht so stark getroffen. Er sieht den Stuhl im Ring liegen und erkennt die Gelegenheit.

Mike Garland: "Wenn's würgend nicht geht, dann eben die Brechstange!"

Vincent Craven: "FRONT SPEAR!"

Mike Garland: "WHAT WAS THAT???"

Ziemlich unorthodox hat der Schatten den nahenden Banes mit einem Spear umgewuchert. Allerdings traf er ihn nicht in der Mitte des Körpers, sondern im Stile eines Footballers gegen den Unterschenkel, sodass Banes vornüber gleich auf Shadow drauf fallen musste. Der Schaden wurden allerdings angerichtet, denn Gordon hält sich wieder das verletzte Bein und windet sich auf dem Boden, während der Cryption Crown eine nötige Pause erhält.

Vincent Craven: "Shadow liegt einfach nur da, während sich Banes vor Schmerz hin und her wirft."

Mike Garland: "Das Knie scheint hart in Mitleidenschaft gezogen. Aber der Cryption Crown ist auch am Ende. GO BANES, GO!"

Vincent Craven: "Eine Aktion kann dieses Match nun entscheiden. Es steht auf der Kippe... Wer kann die entscheidende Aktion landen???"

Immer noch liegen Champion und Herausforderer auf der Matte, während Johannes Ullrich sich bei beiden erkundigt, ob sie die magischen Worte sprechen wollen. Doch beide Fighter verneinen das Anliegen. Also geht der Main Event weiter...
Banes kommt langsam wieder in eine knieende Position, während sich Shadow in den Sitz fightet. Der Happy Guy versucht durch kleine Beuge- und Streckbewegungen das Knie wieder funktionstüchtig zu bekommen, während Shadow die vielen Körper- und Kopftreffer rausschütteln will. Erst jetzt scheinen sie einander wieder zu bemerken, denn sowohl Banes als auch Shadow erheben sich zurück in den Stand. Der Schatten wankt mit dem ganzen Körper, während Banes hinkt.

Die Zuschauer merken, dass nun die entscheidende Phase angebrochen ist und rufen den Namen Shadows. Dieser zeigt nun keine große Ablenkung mehr, sondern steuert gleich mit einem Kick das Bein seines Gegners an. Dieser hält sich stöhnend auf demselben, zimmert dem Schatten dann aber die Handkante auf die Zwölf. Zwei Mal wiederholen die beiden das Ganze, ehe sie beide zusammen brechen. 

Mike Garland: "Die beiden geben es sich heftig. Aber wie soll das jetzt enden?"

Vincent Craven: "Einer wird etwas wagen. Einer wird einen Fehler begehen. Und dann wird es die Entscheidung sein.

Wieder stehen sich beide gegenüber. Nun scheint Gordon Banes die bessere Taktik gewählt zu haben, denn statt seines Handkantenschlages sticht er Shadow in die Augen.

Vincent Craven: "Autch, das war mies!"

Mike Garland: "GENIAL!"

Der Happy Guy beißt sich ob der starken Beinschmerzen auf die Zähne und will dem zurücktaumelnden Shadow mit einer finalen Aktion den Gar ausmachen. 

FINAL SIN LARIAT!

Shadow duckt ab, packt sich die Beine und zieht Banes auf den Rücken. 

CIRCLES OF HELL!!!!

Mike Garland: "NEIN! NEIN!"

Vincent Craven: "BANES IST IM SPINNING INVERTED FIGURE FOUR LEGLOCK GEFANGEN! ER IST GEFANGEN!"

Mike Garland: "ULLRICH IST BEI IHM!!!"

Gordon Banes: "I QUIT! I QUIT!"

Vincent Craven: "DAS WAR'S! Shadow verteidigt die Cryption Crown gegen Gordon Banes in einem knallharten Fight!"

Mike Garland: "Gordon Banes hat alles versucht, aber es hat heute nicht sollen sein. Beim Impact hat sein Kumpel Tony Graves vielleicht mehr Chancen."

Shadow rollt sich langsam von Banes herunter, während Johannes Ullrich seinen Arm in die Luft hebt, bleibt er noch auf dem Rücken liegen. Derweil wird schon der Gürtel geholt und ihm auf den Bauch gelegt, sodass sich der Ringrichter nun um Gordon Banes kümmern kann, der nach wie vor mit seinem Knie beschäftigt ist.

Die Musik von Shadow ertönt und langsam erhebt sich der Schatten auch aus der liegenden Position. Er konnte die letzte Ausgabe vor dem Imperial Impact siegreich bestreiten und hat die "Siegesserie" des neuen Triumvirats durchbrochen. 

Vincent Craven: "Wir werden sehen, gegen wen Shadow beim Impact antreten muss. Dieses Match war jedenfalls Werbung für die Cryption Crown, wenn du mich fragst."

Mike Garland: "Auf jeden Fall, Vince. Allerdings stehen beim Impact ja auch noch andere interessante Matches an.. Bleiben sie uns also gewogen!"

Vincent Craven: "Denn wir sind am Ende dieser Vendetta Ausgabe und freuen uns auf den 13. Imperial Impact."

Mike Garland: "Bis dann und eine gute Nacht."

Vincent Craven: "Guten Abend aus Berlin."

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