RISING PHOENIX
am 01.07.2019 aus der M&S Bank Arena Liverpool (Liverpool/England) 

Die NR.1 PRE-SHOW im Wrestling Business!

Exklusives Material von Vendetta 142!

Nur für ECHTE Fans!

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Vincent Craven: "Unfassbare Kraftleistung von Gordon Banes einmal mehr!"

Mike Garland: "..."

Vincent Craven: "Auf einmal so still ..."

Vincent grinst, während Cornwallace nun vom Apron aus auf das Seil springt, Springboard Blockbuster ...

... BELIEVE IT!!!

Der zweite Finisher der Happys sitzt ebenfalls und Referee Yoshi Funaki ist nun ebenfalls wieder bei Bewusstsein. Langsam kriecht er zum Cover von Cornwallace und zählt. Die gesamte Halle zählt mit ...

... ONE ...

... Smash versucht sich wieder auf die Beine zu hieven ...

... TWO ...

... Die Legende sackt erneut zusammen ...

... THREEEEEEEEEE!

DING - DING - DING!

Die Stimmung in der Halle kocht völlig über. Lauter Jubel allerorten. Menschen fallen sich in die Arme und bejubeln gemeinsam den Sieg von Team Happy Hour. Die beiden Happys fallen sich ebenfalls völlig erschöpft, aber glücklich in die Arme. Sie haben es tatsächlich geschafft und die Liga von Deception befreit. Jane Nelseon gibt derweil das offizielle Ergebnis durch.

Jane Nelson: "Die Sieger in diesem Match und somit weiterhin ein Teil der PCWA ... TEAAAAAAAAAAAAAAAAM HAPPYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYY HOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUR!"

Bei der Durchsage steigt der Jubel der Fans noch einmal an. Smash liegt derweil immer noch völlig platt außerhalb des Rings und hat vermutlich noch gar nicht realisiert, dass seine und Collins' Tage in der PCWA nun gezählt sind. Brandon Cornwallace und Gordon Banes hat es derweil zu ihren Landsleuten gezogen. Mitten in der Zuschauermenge feiern die beiden Happys den großen Sieg gegen ihre Nemesis. Ein neuer Anfang ist gemacht!

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Mad Dog: "Ja, ich bin das zweite Pferd in Lafayettes Stall... und er will sicher auch Erfolge sehen. Aber ich kämpfe ebenso wie James für mich, meine Fans und vor allem für die PCWA! Und Erfolge werden sich nur einstellen, wenn ich zu 100% ich selbst bin... Das dürfte auch Lafayette bekannt sein."

Mit einem unguten Gefühl denkt er an die Akten, die der Erste-Reihe-Sitzer, Mister Lafayette, über ihn hat anlegen lassen. ...

Großadmiral Thrawn: "Und genau dort liegt doch die Krux, würde ich behaupten, Mister Mad Dog! Sie sind nicht sie selbst. Nicht wirklich. Und genau deshalb muss ich antreten. Um diesen ultimativen Beweis vorzulegen. Ich gebe zu, dass Sie mich beim Rumble haben überraschen und einen seltenen Moment der Unachtsamkeit haben ausnutzen können. In einem Singles Match würde Ihnen dies jedoch nicht gelingen, möchte ich meinen."

Erneut setzt der Admiral dieses kühle Lächeln auf. Pellaeon hat jedenfalls keinen Zweifel daran, dass ein Singles Match zwischen Thrawn und Mad Dog ganz anders ausgehen würde. Schließlich ist der Admiral bis zum heutigen Tage nach wie vor in Einzelkämpfen ungeschlagen. Thrawn jedenfalls fährt unbeirrt fort. ...

Großadmiral Thrawn: "Ihr gesamtes Comeback baut auf einer Lüge auf, Mister Mad Dog, und ich bin da, um diese Pyramide einstürzen zu lassen. Ich werde den alten Mad Dog zurückbringen, mit welchem mich so viele gute Erinnerungen verbinden. Dazu benötigt es jedoch diesen Kampf. Es ist unausweichlich ... und das wissen Sie!"

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Lara: „Keinem ist zu trauen. Keinem! Man tuschelt schon hinter meinem Rücken, ich wär verrückt. Ich wär‘ paranoid. Ich würde an Verschwörungstheorien glauben. Ich habe sogar einen Kommentar gelesen, wo ich als ein Targaeryen bezeichnet wurde.“

Sie lacht freudlos.

Lara: „Ist mir egal. Ich habe genug gesehen und gehört. Geh‘ mit Graves kuscheln und macht euch einen schönen Männerabend nach deinem Kampf gegen diesen Kaito.“

Stem: „Lara?“

Lara: „Mich brauchst du gar nicht mehr anzusprechen. Ich denke, es ist besser, wir alle stehen auf eigenen Füßen. Wrestling ist kein Teamsport.“

Die Muscle Chick blickt wieder in die Augen von Stem. Ihre sind nur dunkel und leer.

Lara: „Viel Glück in diesem Kampf. Mit meiner Hilfe brauchst und solltest du nicht rechnen. Für immer. Diese Warnung bin ich dir wenigstens noch schuldig. Farewell, Barry Wilson.“

Bevor dieser eine Gelegenheit dazu hat, darauf zu erwidern, ist Lara Lee schon in die Dunkelheit gejoggt.

Dann Stille... fast schon schmerzhaft lange Stille.

Der Spieler legt wohlwollend seine Hand auf die Schulter seines Freundes, der Blick ist allerdings abgewendet, getrübt von dem Wissen, dass es sein Wankelmut ist, der seinen Freund gerade um einen anderen Freund, einen Partner, und einen Titel bringt.

Tony: "I am sorry."

Kurz folgt wieder Stille. Der Spieler weiß zum ersten Mal in seinem Leben nicht, was er sagen soll.

Tony: "That's my fault."

Drei Worte, gesprochen mit einer rauen und von Reue gefüllten Stimme. Ohne den Blick auch nur noch einmal wieder auf seinen... Freund? zu richten dreht sich Tony Graves weg und macht sich genau wie Lara Lee auf den Weg. Zurück bleibt ein noch verarbeitender Barry Wilson.

Der große Mann senkt den Kopf.

Stem: "Verdammter Mist... "

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Vincet Craven: "Schau mal wer da zur Rettung kommt!"

Mike Garland: "Ich glaub sie will nicht Stem retten sondern ist nur hier draußen wegen ihrer gemeinsamen Vergangenheit um den Salvation Titel!"

Vincent Craven: "Ja... ja, ist klar."

Lara Lee stürmt zum Ring hinunter und auf Kaito Tokugawa zu. Dieser will aber lieber nichts mit Lara Lee zu tun haben und flüchtet aus dem Ring, um dann schnellsten Weges die Arena zu verlassen.

Die Kanadierin blickt recht angepisst dem Japaner noch einer Weile nach, bis sie sich schließlich zum immer noch liegenden Stem dreht. Während wieder ein klein wenig Bewegung in des Mannes Körper kommt, starrt Lara ihn nur an.

Die Anspannung ist deutlich greifbar. Wird Lara Lee nachlegen oder doch nicht?

Und dann kniet sie sich langsam hinunter und legt eine Hand auf seine Schulter, bis Barry sich einigermaßen wieder bewegen kann. So packt die große Kanadierin den noch größeren Amerikaner am Handgelenk und hilft ihm damit auf die Füße, wobei er noch ziemlich wackelig auf den Beinen steht.  So ist es kein Wunder, dass er ein wenig von Lara gehalten wird, bis er selbst dann an die Seilen lehnt. Plötzlich verlässt die Frau den Ring wieder und Stem zeigt ein erschöpftes, aber verwundertes Gesicht. Lee geht einige Schritte zurück bis zur Absperrung in der Nähe von dem Entrance. Sie spricht anscheinend mit irgendeinem Fan, bis dieser plötzlich zwei Gürtel - die Gürtel der Cotatores Championship - herausrückt! Mit einem flüchtigen Kuss auf die Wange bedankt sie sich und schnappt sich diese. Auf beide Schultern gelegt, entert sie vorsichtig wieder den Ring.

Inzwischen kann Barry mehr oder weniger auf eigenen Beinen stehen und so steht er seiner (ex?)-Teampartnerin gegenüber. Beide liefern sich einen Staredown, als wären sie langjährige Feinde, bis Lara plötzlich den einen Gürtel von der Schulter nimmt und diesen langsam in die Höhe emporhebt, ohne den Blick von Stem abzuwenden.

Vincent Craven: "Will sie etwa BEIDE Cotatores für sich beanspruchen?"

Mike Garland: "Geht das denn überhaupt?"

Vincent Craven: "Nein, das glaube ich nicht... oh warte mal."

Plötzlich grinst Lara von einem zum anderem Ohr und klatscht einen der beiden Gürtel mitten auf Stems mächtigen Brustkasten. Völlig verdutzt nimmt Stem den Gürtel an sich und schaut nochmal zu Lara, als ob er noch mal nachfragen will. Lara nickt nur und lächelt, wobei sie den Arm von Stem packt... und Carnageddon reissen ihre Gürtel in die Höhe! Was die Fans entsprechend quittieren.

 

CAR-NAGGE-DON!

CAR-NAGGE-DON!

CAR-NAGGE-DON!

 

Und das ist auch noch nicht alles! Stem und Lara haben die Hände wieder unten und schauen sich gegenseitig an - fast wie ein Liebespaar. Und zu guter Letzt umarmen sie sich ganz herzlich, was natürlich noch einmal laute Pops aus dem Publikum hervorholt!

Vincent Craven: "Ach, so schön! Lara und Stem haben doch tatsächlich einen handfesten Streit überwunden und sind wieder als Carnageddon zusammen unterwegs. Ist das nicht toll, Mike?"

Mike Garland: *grummel*

Vincent Craven: "Mike?"

Mike antwortet nicht, er guckt nur unzufrieden drein.

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Der Tag nach Vendetta 141

Lafayettes Büro

Es ist tiefste Nacht, doch das Büro ist nicht leer. Eric S. Lafayette, Oberhaupt des großen Imperiums Lafayette Machines Corporation, blickt auf einen der beiden riesigen Monitore, welche die einzigen Lichtquellen seines Arbeitsraums darstellen. Auf dem linken Bildschirm ist eine durchlaufende Tabelle voller Zahlen und Namen abgebildet – offensichtlich Aktien seiner Unternehmungen. Auf dem anderen Bildschirm ist die digitale Personalakte von Lara Lee zu sehen. Auf dem Profilfoto lächelt ihm die Kanadierin halb süffisant, halb frech entgegen. Lafayette reibt kurz nachdenklich am Kinn, dann ruhen seine Hände auf der Tastatur.

Offenbar steht er vor einer schwierigen Entscheidung.

Doch dann wandert der Mauszeiger langsam zu der Menüleiste, um auf den Tab „Actions“ zu gehen.

Ein kleines Dropdownmenü erscheint. Der Zeiger bewegt sich zu „Change Current Status“.

Plötzlich wird der Bildschirm fast komplett schwarz, stattdessen erscheint oben links ein kleiner Schriftzug im DOS-Stil.

 

Object-ID: 26081990

Project Name: Lara M. Lee

Status: Active_

 

Erneut Stille. Der kleine Strich neben ‘Active’ blinkt unruhig, als ob der Computer ungeduldig auf die nächste Aktion von Lafayette warten würde.

Lafayette seufzt. Das typisch leise Klackern erklingt.

 

Status: _

 

Die Würfel sind gefallen.

 

Status: Terminated_

 

Lafayettes Zeigefinger drückt ohne zu Zögern auf die Enter-Taste, jetzt zeigt der Bildschirm eine lange, schnell durchlaufende Codereihe…

 

 

Wenige Minuten später

In einem Café irgendwo in Berlin

DeWynters ist ganz vertieft in den Unterlagen, sodass sie das sanfte Zirpen ihres Handys fast überhört hätte. Sie nimmt das Telefon rasch zur Hand und sieht mit einer erhobene Augenbraue die einkommende Nachricht, offenbar von einer anonymen Nummer:

Lafayette has executed the Order 69.

Kurz und nichtssagend auf dem ersten Blick. Doch DeWynters weiß ganz genau, was zu tun ist – schnell öffnet sie das Menü und ruft die Nummer von Lara Lee auf. Dann hält sie leicht nervös zuckend das Handy ans Ohr. Nach dem vierten Klingeln erreicht sie endlich ihre Partnerin.

DeWynters: „Lafayette hat’s getan, Lara.“

Und schon ist die Verbindung wieder unterbrochen…

 

 

16 Stunden später

Die Wohnung von Seans Großeltern in Toronto

Die Sonne ist gerade untergangen, doch der 16-jährige Sean J. Lee ist bereits im Bett und fängt gerade an einzuschlafen. Doch plötzlich wird die Tür zu seinem Zimmer aufgerissen und seine Großeltern stehen in der Tür mit besorgten Gesichter, während die Zimmerbeleuchtung mit einem Knacken angeschaltet wird. Das alarmiert Sean und so setzt er sich schnell auf und starrt sie mit großen Augen an.

Sean: „Was ist denn los?“

Die Großeltern teilen sich voneinander, sodass eine Lücke entsteht. Aus der Dunkelheit schält sich eine kräftige Gestalt, die Sean sofort bekannt vorkommt.

Sean: „Lara?“

Lara Lee nickt nur stumm und geht auf Sean zu, bis sie am Bettrand steht. Auch sie trägt ein besorgtes Gesicht. Sean kann das alles gar nicht verstehen. Warum ist seine Schwester plötzlich hier? Soweit er weiß, ist sie doch in Deutschland.

Lara: „Sean… es droht große Gefahr. Wir müssen von hier weg.“

Immer noch mit großen Augen blickt er Lara an, dann zu seinen Großeltern hinüber. Und wieder zurück zu Lara, die inzwischen eine Hand auf Seans Schulter gelegt hat.

Sean: „W-Warum? Wohin? Wieso?“

Lara: „Ein ziemlich fieser Kerl will uns – unsere Familie – etwas antun und ich muss euch sofort in Sicherheit bringen. Du hast genau fünf Minuten, dich umzuziehen. Wir müssen sofort weg!“

Sean: „Wie… für wie lange?“

Lara: „Ich weiß es nicht. Ihr müsst für einige Zeit untertauchen, bis ich die Bedrohung beseitigt habe. Nun aber los!“

Sie hilft Sean sanft aber nachdrücklich aus dem Bett.

Lara: „Komm‘ schon, zieh‘ dich um.“

Anschließend eilt Lara wieder zu den Großeltern und schließt die Tür hinter sich, um ihrem Bruder etwas Privatsphäre zu geben. Während die Großmutter sehr verängstigend wirkt und dabei kurz vor dem Heulen steht, zeigt der Großvater einfach nur ein stoisches Gesicht. Lara weiß aber ganz genau, dass ihr Opa emotional fast vor dem Explodieren steht. Keiner von ihnen sagt ein Wort – alles Nötige wurde bereits vor zehn Minuten gesagt, als Lara völlig überraschend in der Wohnung aufgetaucht ist.

Die Tür wird wieder geöffnet und Sean lugt nervös hervor, er trägt jetzt Alltagsklamotten.

Lara: „Los geht’s!“

Sagt sie mit aufgeregte Stimme…

 

 

Zur gleichen Zeit…

Hauptquartier von Charlie’s Chainsaw Corporation

Lisa Lee seufzt und lehnt sich zurück in ihrem bequemen Bürostuhl. Heute hat sie einen langen und harten Arbeitstag hinter sich gebracht. Die Sonne ist bereits untergegangen, aber wenn sie aus den Fenstern blickt, kann sie immer noch die rege Betriebsamkeit auf dem Firmengelände erkennen. Große Trucks fahren ein und aus, verschiedene schwere Maschinen rollen dröhnend durch die Gegend.

Plötzlich wird die Tür zu ihrem Büro knallhart aufgerissen, sodass Lisa Lee erschrocken vom Stuhl aufspringt und mit großen Augen auf einen gut gekleideten Afroamerikaner starrt.

Lisa: „Deripex? Was machst du denn hier?“

Deripex: „Ain’t no time for long explanations, my dear. We gotta go!”

Während er mit Armen wild fuchtelnd näherkommt, bleibt Lisa nur wie versteinert stehen. Sie kann sich absolut keinen Reim aus D. D. Deripex‘ Verhalten machen, also wartet sie einfach ab.

Deripex: „Geez, don’t stand around like a silly rabbit before the truck’s hittin‘! The cunt Lafayette wants to abduct ya like a goddamn alien in New Mexico! Move! Move!”

Er scheißt auf die politische Korrektheit und auf eine mögliche Anklage wegen körperlicher Gewalt, er fasst stattdessen grob Lisas Arm und zieht sie hinter sich. Lisa ist viel zu schockiert, um überhaupt Gegenwehr zu leisten.

Deripex: „Don’t you see, ma’am? I’m here ‘cause of Lara. She wants ya to be safe from the claws of this monster. That’s why I’m here! So, move already – we gonna to be fast!”

Lisa: “Aber – aber was ist mit der Familie?”

Deripex: „Don’t worry ‘bout this bit. Lara got this! Your brotha and your grannies are underway to a safehouse. You’re next. You’ll meet ‘em there.”

Lisa: “Und wo ist… dieses Safehouse?”

Deripex: „Sorry, ma’am, can’t tell ya right now. Y’know, those damn bugs with ears… The safehouse is just far, far away, that’s all ya need to know…”

So endlich kommt Lisa in Bewegung, während die Zahnräder in ihrem Gehirn wahnsinnig schnell rattern.

Lisa: „Wir- wir können meinen Hubschrauber nehmen. Es ist gleich oben…“

Der Afroamerikaner lächelt breit und hämmert auf die Tasten des Aufzugs, welcher sich direkt hinter der Tür ihres Büros befindet.

Deripex: „Tubular! Well, then let's catch a bird to fly!“

Die Aufzugstüren gehen auf und das seltsame Paar springt erleichtert hinein…

 

 

Drei Stunden später.

In einem Passagierflugzeug über dem Nordatlantik

Lara blickt immer noch nervös aus dem Fenster, doch außer einer Wolkendecke unter ihnen sieht sie nur einen blauen Himmel. Unruhig rutscht sie hin und her und zieht damit die Aufmerksamkeit einer Sitznachbarin auf sich, welche ein mitfühlendes Lächeln zeigt.

Frau: „Flugangst?“

Lara: „Äh… so in etwa.“

Und zwingt sich dazu ein entschuldigendes Lächeln aufzusetzen. Natürlich hat sie keine Flugangst – sie besitzt selber einen Pilotenschein, aber sie hat absolut keine Lust mit einer wildfremden Frau über Gefühle zu diskutieren…. Plötzlich vibriert das Handy in ihrer Hosentasche. Fast überhastet kramt sie das Stück Technologie hervor und blickt auf eine Nachricht hinab, Absenderin ist Miss DeWynters.

Sie hält den Atem, als sie die kurze Nachricht liest:

Sie sind sicher.

Mit einem Seufzer, der unendlich große Erleichterung enthält, sinkt sie zurück in die Rückenlehne. Die Kanadierin schließt müde die Augen und bedauert, dass sie ihre kleine Schwester nicht gegenüberstehen konnte. Lara musste LMC auf die falsche Fähre locken und nicht verraten, wohin Lisa, Sean, die Großeltern und Deripex verschwunden sind – weshalb sie einen Flug nach Deutschland genommen hat.

Lara: „Es ist verdammt nochmal Zeit, Lafayette endgültig zu vernichten…“

Nach diesem tonlosem Flüstern schläft sie sofort ein…


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James Godd: "Also, was sagen Sie dazu?"

Die Chefin schlägt die Beine übereinander.

Jona Vark: "Ja, das ist in der Tat eine sehr gute Idee, Mister Godd."

Urplötzlich wird die Tür zum Büro der Chefin geöffnet und ein Mann tritt ein. Camouflage-Hosen. Schwarze Sneaker. Schwarzer Hoodie, die Kapuze tief in das Gesicht gezogen. Ein von grauen Schlieren durchzogener schwarzer Bart lugt darunter hervor. Und weiße Schminke. Die Chefin verzieht den Mundwinkel nach unten.

Jona Vark: "Sie sind zu spät, Mister Sharpe."

Godd blickt zum Mann, der ihm bei Out of Ashes endlich ein weiteres Mal One on One wird gegenübertreten müssen. Am liebsten würde er die Angelegenheit gleich hier und jetzt regeln, doch er kann sich noch zurückhalten. Er hat so lange darauf warten müssen und vor allem wird es nicht nur irgendein Match. Es wird ein Match um den Undisputed Gerasy Title. Seine Chance sich unsterblich zu machen und in einem Atemzug mit Leuten genannt zu werden, in deren Schatten er bisher immer stand. Doch mit dem Rumble Sieg hatte sich alles geändert. Er stand nun an vorderster Front und er war bereit dazu diese Position einzunehmen.
Er schenkt Sharpe ein kurzes Schmunzeln.

James Godd: "Kevin ist eben kein Mann der Tugenden besonders schätzt!"

Ohne den Engländer auch nur eines Blickes zu würdigen, lässt er sich in den noch freien Sessel vor dem Schreibtisch der Bosslady fallen. Das linke Bein legt er lässig über die Lehne.

Sharpe: "Es tut mir außerordentlich leid, Miss Vark. Aber... nun bin ich ja hier."

Die Miene der Chefin verdunkelt sich weiter.

Jona Vark: "Wären Sie vielleicht so freundlich die Kapuze abzunehmen?"

Sharpe: "Nein."

James Godd: "Zu viel Angst mir direkt in die Augen zu blicken?"

Godd grinst. Das Augenrollen unter der Kapuze ist förmlich zu spüren. Sharpe nimmt das Bein von der Lehne, stützt die Ellenbogen auf die Oberschenkel und beugt sich nach vorne.

Sharpe: "Hören Sie, Miss Vark. Ich kenne das Spiel. Lassen Sie uns einfach den Vertrag unterzeichnen und fertig."

Ein Seitenblick zum Engländer.

Sharpe: "Die Gegenwart dieses Ritters in schimmernder Rüstung widert mich an."

Der Engländer schüttelt kurz amüsiert den Kopf.

James Godd: "Einer muss den Part ja übernehmen und den Kindern zeigen, wie man zwischen Richtig und Falsch ... zwischen Gut und Böse unterscheidet. Du schaffst es ja nicht einmal die Rolle für dein eigen Fleisch und Blut zu spielen ..."

Sofort springt Blackheart aus dem Sessel, die Fäuste geballt. Godd tut es ihm gleich.

Sharpe: "Warum bis Out of Ashes warten... wir können das auch sofort hier regeln."

James Godd: "Von mir aus... "

Ein lautes Krachen lässt Beide verstummen. Miss Vark hat mit beiden Fäusten auf den Eichentisch geschlagen. Somit sind sämtliche Stifthalter ebenfalls umgefallen.

Jona Vark: "ES REICHT!"

Kurz treffen sich noch die hasserfüllten Blicke der kommenden Gegner. Doch dann setzt sich James Godd wieder.

James Godd: "Natürlich. Verzeihen Sie, Miss Vark."

Blackheart steht immer noch. Doch dann setzt er sich ebenfalls langsam wieder hin.

Sharpe: "Wenn Sie es wünschen... "

Kurz herrscht Ruhe im Büro. Dann greift Jona in ihre Schublade und fördert einen braunen Umschlag zu Tage. Sie entnimmt diesem einen Stapel Papier.

Jona Vark: "Nun denn. Wenn wir uns nun alle wieder professionell verhalten wollen, dann können wir den Vertrag durch gehen. Allerdings erst, nachdem ich ein paar kleine Änderungen vorgenommen habe."

Ein breites Grinsen beim Engländer, welches Blackheart natürlich sofort registriert.

Sharpe: "Änderungen? Was für Änderungen? Und wieso grinst dieser Idiot so dämlich?"

Durch den Spruch des schwarzen Herzen motiviert, wächst das Grinsen des Engländers noch einmal etwas mehr an. Er weiß bereits, was für Änderungen Miss Vark vornehmen wird, und er kann es kaum erwarten, dass sein Gegner dieses Wissen ebenfalls erlangt. Er lacht kurz auf und richtet dann das Wort an seinen Gegner.

James Godd: "It's like always in life, Kevin ... wer zu spät kommt, den bestraft das Leben! Wir haben uns da eine kleine Überraschung überlegt und ich bin froh, dass Miss Vark die Sache ähnlich gesehen hat wie ich."

Langsam zieht Kevin die Kapuze ab. Die braunen Augen funkeln wie glühende Kohlen in dem fahlweiß geschminkten Gesicht.

Sharpe: "Wir? Eine Überraschung? Miss Vark, was geht hier vor?"

Die Chefin hat derweil mit einem Füller auf der letzten Seite des Vertrags noch diverse, handschriftliche Anmerkungen ergänzt. Dann bläst sie sanft die Tinte trocken und schiebt das Papier in Richtung des Champions.

Jona Vark: "Lesen Sie selbst."

Hastig überfliegt Blackheart das Papier. Dann erhebt er sich erneut aus dem Sessel und stützt sich mit den Handflächen auf dem Eichentisch ab.

Sharpe: "Ist das ihr verdammter Ernst?"

Mit einem genüsslichen Lächeln lehnt sich die Chefin zurück.

Jona Vark: "Ohja, Mister Sharpe. Das ist mein Ernst. Ich werde nicht zulassen, dass Sie wieder gegen die Regeln spielen. Daher wird Ihr Match gegen James Godd bei Out of Ashes ein HELL IN A CELL Match sein. Weiterhin... und das gilt für Sie Beide... sollte IRGENDJEMAND in das Match eingreifen, egal zu Gunsten von wem... dann lasse ich das Match sofort abläuten, der Undisputed Gerasy wird vakantiert und ich werde ein Turnier darum veranstalten."

Die Chefin ist mittlerweile ebenfalls aufgestanden, hat die Handflächen auf den Tisch geparkt und fixiert Blackheart direkt.

Jona Vark: "Wenn ihnen das nicht passt, dann mache ich James Godd hier und jetzt zum Undisputed Gerasy... sollten Sie den Vertrag nicht unterschreiben."

Blackheart's Hände haben sich zu Fäusten verkrampft, die Knöchel knacken. Er zittert vor Wut. Doch dann greift er den Stift und schmiert seine Unterschrift unter den Vertrag. Godd blickt seinem Gegner noch einmal tief in die Augen, dann greift auch er zum Kugelschreiber und setzt seine Unterschrift unter den Vertrag. Damit ist die Sache endgültig offiziell. Kein Entkommen mehr für Kevin Sharpe ... und zwar in keinerlei Hinsicht!

Kevin strafft sich, setzt die Kaupze wieder auf und wendet sich zum Gehen.

Sharpe: "Passen sie nur auf, dass das kein Bumerang wird, Miss Vark."

Ohne auch nur eine Reaktion abzuwarten, verlässt er das Büro und knallt die Tür hinter sich zu. Der Engländer blickt ihm nach, doch er ist sich ziemlich sicher, dass das Ganze kein Bumerang für ihn wird. Er hat diese Matchart nicht ohne Grund vorgeschlagen, hat er doch damals in einer eben solchen Zelle seinen großen Durchbruch gegen niemand geringeren als Robert "Fucking"Barker erlebt. Bei Out of Ashes würde er in seiner Heimatstadt einen weiteren großen Triumph feiern ... sowohl beruflich, als auch persönlich! Er richtet das Wort noch einmal an Jona Vark.

James Godd: "Ich werde dafür Sorge tragen, dass ihre Liga den Champion bekommt, den sie verdient!"

Er nickt überzeugt mit dem Kopf.

Blackheart hat derweil vor der Tür sein Handy gezückt und eine Nummer gewählt. Und der Angerufene nimmt das Gespräch an.

Sharpe: "Dein Namensvetter hier. Ich brauche wohl früher als gedacht deine Hilfe. Es geht um James Godd... "

Blackheart muss das Handy weit weg von seinem Ohr halten, da bei der Erwähnung des Namens des Engländers der Gesprächspartner eine wilde Schimpftirade loslässt.


------------------ PCWA ------------------

Der Tag hatte regnerisch begonnen. Überall schmückten düstere Wolken das Himmelszelt und sorgten so für ein tristes Bild in der Außenwelt von Liverpool. Die meisten Menschen würden bei einem solchen Wetter wohl in ihren Heimen verweilen. Erst recht, wenn ihnen am nächsten Tag ein schwieriger Kampf bevorstehen würde. Doch Großadmiral Mitth'raw'nuruodo war kein normaler Mensch. Und das nicht nur rein äußerlich, sondern auch in seiner Verhaltensweise. Das hatte Gillad Pellaeon, der den Admiral bereits seit Jahren auf seinen Reisen begleitete, schon mehr als einmal feststellen müssen und so war er weniger überrascht gewesen, als Thrawn ihm mit kühler Stimme mitgeteilt hatte, dass er nun vorhatte das Hotel zu verlassen und dass Pellaeon schon Mal alles vorbereiten sollte. Kurz hatte Pellaeon überlegt den Admiral zu fragen, wohin es denn gehen sollte, doch dann hatte er beschlossen es sein zu lassen. Denn die Jahre hatten ihn gelehrt, dass er ohnehin keine Antworten auf die Fragen bekommen würde, die er stellte. Viel mehr hatte Thrawn immer darauf bestanden, dass er selbst die Lösungen für die Rätsel findet. Und so hatte er, anstatt Fragen zu stellen, angefangen das Nötigste zusammenzusuchen, um zumindest, was das Wetter betrifft, nicht unvorbereitet loszuziehen.

Zirka eine halbe Stunde später waren sie schließlich aufgebrochen und hatten das Titanic Hotel hinter sich gelassen. Sehr weit ging es dann allerdings nicht, denn ein Taxi wartete bereits vor der ehemaligen Lagerhalle, welche das Hotel einst gewesen war und weshalb sich Thrawn ausgerechnet für dieses entschieden hatte. Sie waren also eingestiegen, Thrawn hatte dem Fahrer eine Adresse gegeben und sich dann stumm zurückgelehnt, während das Taxi eine höchst holprige Fahrt startete. Sie fuhren vorbei an zahlreichen alten und ungepflegten Gebäuden und nach guten zwanzig Minuten Fahrt hatte das Taxi die Fahrt schließlich beendet. Thrawn bezahlte den Fahrer, während Pellaeon sich in der höchst unfreundlich wirkenden Gegend umsah. Was zur Hölle hatte Thrawn nur dazu bewogen ausgerechnet hierher zu kommen? Der Blick von Pellaeon fiel auf einen Mann auf der anderen Straßenseite, der die beiden Neuankömmlinge misstrauisch ansah. Pellaeon versuchte demonstrativ wegzublicken, schaffte es jedoch nicht ganz den Blick von der anderen Person zu lösen. Die kalte Stimme von Thrawn vermochte es jedoch einmal mehr ihn aus seiner Starre zu reißen.

Großadmiral Thrawn: "Ich kann ihre Faszination für die hiesige Bevölkerung durchaus nachvollziehen, mein guter Captain, jedoch haben wir momentan leider keine Zeit uns mit dieser zu beschäftigen. Es gibt Wichtige Dinge, welche in Erfahrung zu bringen, sich vor der großen Schlacht als höchst nützlich erweisen werden!"

Thrawn nickte kühl mit dem Kopf und Pellaeon versuchte das soeben in Erfahrung gebrachte erst einmal zu ordnen. Was genau wollte Thrawn in dieser Gegend Wichtiges vor einem Match mit Mad Dog erfahren? Was hatte die unbekannte Konstante mit dieser Gegend hier zu schaffen? Vorerst fiel ihm keine vernünftige Antwort ein und ihm blieb auch nicht wirklich die Zeit dazu, denn einmal mehr durchschnitt die kühle und monotone Stimme des Admirals die Luft.

Großadmiral Thrawn: "Ihre Fragen sind verständlicher Natur, Captain, jedoch werden Sie am Ende unseres kleinen Rendez-Vous sicher besser verstehen. Wenn Sie mir nun ins Innere des 'Ye Hole in Ye Wall' folgen würden? Es soll sich hierbei um den ältesten Pub in der gesamten Stadt handeln, Captain. Ich hielt dies für einen angemessenen Ort für die Dinge, welche uns in wenigen Momenten zu Ohren kommen werden."

Ohne auch nur die geringste Reaktion seitens Pellaeon abzuwarten, setzte Thrawn sich in Bewegung. Sein Weg führte ihn schnurrstracks zu einem alten, verwegen wirkenden Lokal, über dessen Eingang ein schlichtes Schild mit dem Namen des Lokals angebracht war. Pellaeon zögerte kurz. Dieser ganze Ort wirkte einfach völlig unwirtlich. Doch nachdem er nochmal einen Blick auf den Mann auf der anderen Straßenseite warf und dieser inzwischen noch viel grimmiger wirkte, beschloss er schließlich doch dem Admiral ins Innere zu folgen.

Hier im Inneren sah es allerdings alles andere als unwirtlich aus, das musste Pellaeon eingestehen. An den Wänden brannten alte Lampen, inzwischen mit elektronischem Licht ausgestattet, und hingen zahlreiche Gemälde aus den verschiedensten Epochen, die das Pub bereits durchlebt hatte. Neben einer langen Holztheke, an der bequeme Barhocker standen, gab es noch zahlreiche Sitzecken aus dunkelrotem Leder, an denen man Platz nehmen konnte. Thrawn entschied sich zielstrebig für eine Sitzecke am Ende des Lokals, wo eines der Lichter in den Lampen nicht mehr brannte, wodurch dieser Platz einen leicht verwegenen Eindruck machte. Thrawn nahm Platz und blickte in die Karte, während Pellaeon sich fasziniert einige der Bilder ansah. Schließlich nahm jedoch auch der Captain seinen Platz am Tisch ein. Thrawn legte derweil die Karte wieder beiseite und warf einen kurzen Blick auf die große Uhr, welche ihnen gegenüber an der Wand hing.

Großadmiral Thrawn: "In wenigen Momenten dürfte unser Gast eintreffen. Ich muss Sie darum bitten ihn nicht in seinen Erzählungen zu unterbrechen, wenn es so weit ist, Captain. Für Fragen ist auch später noch ein guter Zeitpunkt. Fürs Erste sollten wir uns jedoch auf die Dinge konzentrieren, welche keine Fragezeichen aufwerfen."

Er nickte Pellaeon zu und der fühlte sich ertappt. Er lief leicht rot an, während er seine Antwort stammelte.

Captain Gillad Pellaeon: "Sehr wohl, wie Sie wünschen, Großadmiral, dürfte ich jedoch zumindest in Erfahrung bringen, um wen es sich bei unserem Gast handelt?"

Thrawn lächelte für einige Millisekunden, ehe er wieder seine statuenhafte Miene aufsetzte.

Großadmiral Thrawn: "Eine Frage, welche zu stellen sich als unnötig erweist, schließlich hat unser Gast soeben das Lokal betreten und so dürfen Sie sich Ihre Frage sehr gerne selbst beantworten, mein guter Captain."

Pellaeon wandte augenblicklich den Kopf um und blickte zum Eingang des Lokals, wo er und Thrawn vorhin das 'Ye Hole in Ye Wall' betreten hatten. Dort war gerade ein Mann eingetreten, der mit keiner Faser seines Daseins in das Bild passte, welches man hier erwarten würde. Der Mann trug einen schwarzen Zylinder, der mindestens 40 Zentimeter in die Höhe aufragte und passend dazu eine dunkle Sonnenbrille. Ein langer Mantel aus hellem Tierfell umrahmte ihn und in der Hand hielt er einen edel wirkenden Gehstock. Mit einer gewissen Eleganz in seinen Schritten marschierte er nun auf Pellaeon und Thrawn zu, ohne den Blick auch nur ein einziges Mal auf die umliegenden Gäste zu richten. Schließlich war er angekommen und blickte Thrawn mit einem schräg wirkenden Grinsen an. Thrawn blickte nur kurz auf, ehe seine Stimme den Gast begrüßte.

Großadmiral Thrawn: "Ich bin erfreut, dass Sie meiner Einladung Folge geleistet haben, Mister Nyx. Aber so lassen Sie uns keine Zeit mit Nebensächlichkeiten verlieren. Bitte, nehmen Sie Platz."

Mit einer kurzen Handgeste verwies Thrawn auf einen der freien Plätze. Mister Nyx, wie Thrawn den Mann genannt hatte, grinste einmal mehr schräg, dann lehnte er seinen Gehstock an die Wand und setzte sich gegenüber Pellaeon an den Tisch. Ein Kellner kam derweil mit einem Tablett an, auf welchem Getränke standen. Thrawn kommentierte dies nüchtern.

Großadmiral Thrawn: "Ich habe mir erlaubt für Erfrischungen zu sorgen, doch sagen Sie mir, haben Sie herausgefunden, worum ich Sie gebeten habe?"

Mister Nyx kratzte sich kurz am bärtigen Kinn, ehe er einen Schluck des Getränks zu sich nahm, welches vor ihm auf dem Tisch stand. Mit einer etwas schrill klingenden Stimme ergriff er schließlich das Wort.

Mister Nyx: "Selbstverrrständlich habe ich das. Sie wissssen, dass ich gut in meinem Geschäft bin!"

Pellaeon versuchte, es sich nicht anmerken zu lassen, doch der Kerl war ihm unheimlich. Und diese zischenden Laute, die er beim Sprechen von sich gab, rückten ihn keinesfalls in ein angenehmeres Licht. Thrawn jedoch verzog keine Miene. Gebannt richtete er seine roten Augen auf Mister Nyx.

Großadmiral Thrawn: "Dann möchte ich Sie darum bitten mit ihren Erzählungen zu beginnen, Mister Nyx. Sagen Sie mir, was Sie über Azrael Rage herausfinden konnten!"

Die Kinnlade von Pellaeon klappte so sehr herunter, dass er befürchten musste, die Kante des Tisches zu erwischen. Hatte Thrawn gerade wirklich Azrael Rage gesagt? Was hatte der plötzlich mit der Sache zu tun? Mister Nyx wirkte jedenfalls weit weniger überrascht, was niemanden verwundern sollte, war es doch sein Auftrag eben jene Informationen zu besorgen. Mister Nyx nippte noch einmal an seinem Getränk, dann zog er die dunkle Sonnenbrille von seiner Nase und ließ diese ins Innere seines Mantels wandern. Er lehnte sich zurück und fing schließlich mit seiner Erzählung an.

Mister Nyx: "Nun, zunächssst einmal issst Azrrrael Rrrage ein amerrrikanischerrr Prrrofiwrrressstlerrr. Drrreifacherrr PCWA Undisssputed Gerrrasy Champion, dreifacher Crrryption Champion, Cotatorrresss Champion, et ceterrra ..."

Pellaeon fragte sich, was das sollte? Das waren nun wirklich keine Informationen, die man sich nicht hätte selbst besorgen können. Doch Thrawn verharrte ruhig und beobachtete weiterhin aufmerksam sein Gegenüber, welches ein katzenhaftes Grinsen an den Tag legte und fortfuhr.

Mister Nyx: "Allerrrdingsss issst diesss nicht von Interrressse fürrr ihrrre Perrrson, schätze ich. Sie haben mich nicht beauftrrragt, um Ihnen den Wikipedia Arrrtikel des Herrrrrn Rrrage zu zitierrren! Sie interesssssierrren sich viel mehrrr fürrr die Mythologie hinterrr dem Namen!"

Pellaeon horschte nun ebenfalls auf, denn nun schien es tatsächlich richtig interessant zu werden. Thrawn hingegen verharrte in seiner Position und veränderte diese lediglich einmal kurz, um an seinem Getränk zu nippen.

Mister Nyx: "Derrrr Name ʿIzrrrā'īl findet im Korrran keine Errrwähnung, dennoch wirrrd dem im Korrran errrwähnten Todesssengel häufig dieserrr Name zugeschrrrieben. In einem schiitischen Hadith taucht derrr Name Azrrrael auf als derrr Engel, derrr die Seelen derrr Geschöpfe abnimmt. Dabei wirrrd Abu Dharr, einerrr derrr engsssten Gefährrrten Mohammedsss, zitierrrt: 'Derrr Gesandte Allahs sagte: ‚Währrrend der Himmelsfahrrrt kam ich bei einem Engel vorrrbei, derrr auf einem Bett ausss Licht saß, einesss seinerrr Beine warrr im Osssten, dasss anderrre Bein im Wesssten. Zwischen seinen Händen warrr eine Tafel, auf die errr schaute. Die gesamte Welt warrr zwischen seinen Augen und die Schöpfung warrr zwischen seinen Knien. Und seine Hände rrreichten bisss zum Osssten und Wesssten.‘ Da sagte ich: ‚O Gabrrriel, werrr issst dasss?‘ Errr sagte: ‚Dasss issst Azrrrael. Geh hinüberrr, damit du ihn begrrrüßen kannst.‘ Darrraufhin ging ich hinüberrr und grrrüßte ihn. Da sagte errr: ‚Und Frrriede sei mit dirrr, O Ahmad! Wie geht esss Ali, dem Sohn deinesss Onkelsss?‘ Da frrragte ich: ‚Du kennssst Ali, den Sohn meinesss Onkelsss?‘ Errr sagte: ‚Und wie könnte ich ihn nicht kennen, wo doch Allah mich dazu errrnannte, die Seelen allerrr Geschöpfe zu entnehmen, außerrr deinerrr Seele und der Seele von Ali ibn Abi Talib, dem Sohn deinesss Onkelsss, denn wahrrrlich Allah wirrrd eurrre Seelen nehmen, wann immerrr errr will.‘"

Mister Nyx schwieg und ließ die Informationen für einen Moment sacken. Pellaeon wusste noch nicht so recht, wohin das Ganze führen sollte, doch wann wusste er das schon? Und Fragen zu stellen, war ihm im Vorhinein untersagt worden. Ihm blieb also nichts anderes übrig, als abzuwarten. Thrawn nahm derweil einen weiteren Schluck des bläulich wirkenden Getränks zu sich. Mister Nyx grinste verschlagen und nippte nun ebenfalls kurz an seinem Getränk, welches einen rötlichen Ton innehatte. Dann stellte er sein Glas wieder ab und fuhr fort.

Mister Nyx: "Jedoch sind auch diesss nurrr die Inforrrmationen, welche an der Oberrrfläche schlummerrrn. Inforrrmationen, die Ihnen jederrr Flegel besorrrgen könnte. Ich kenne Sie jedoch berrreits lange genug, um zu wisssssen, dasssss esss Ihrrr Begehrrren issst unterrr jene Oberrrfläche abzutauchen. Und hierrr beginnen die wahrrrhaft interrresssssanten Geschichten!"

Erneut schenkte Mister Nyx seinen Zuhörern ein verschlagenes Grinsen und nippte an seinem Getränk. Thrawn lehnte sich derweil in seinem Sessel zurück und schloss die Augen, um sich voll und Ganz auf die Erzählung zu konzentrieren. Mit dieser fuhr Mister Nyx auch sogleich fort.

Mister Nyx: "Zunächssst einmal issst esss wichtig zu wisssssen, dasss, bevorrr Gott die Errrde schuf, errr die Engel schuf, welche errr in Drrrei Grrruppen unterrrteilte. Diese warrren die Errrzengel, welche überrr allen ssstanden und von denen es lediglich sssieben an derrr Zahl gab. Unterrr ihnen ssstanden die Ssserrraphim, welche alsss die Leibwache Gottesss dienen sollten. Und zu guterrr Letzt gab esss noch die Cherrrubim, welche den Menschen als Schutzengel dienen sollten. Die beiden letztgenannten Grrruppen spielen fürrr unsss jedoch keinerrrlei Rrrolle. Unterrr den Errrzengeln jedoch gab es einen, derrr auf den Namen Rrraguel hörrrte und von diesem will ich Ihnen berrrichten!"

Mister Nyx griff einmal mehr zu seinem Getränk, während Pellaeon daran denken musste, dass er die Begriffe Erzengel, Seraphim und Cherubim schon einmal vor langer Zeit gehört hatte. Er konnte sich nur nicht genau daran erinnern, wann dies gewesen sein mochte, so sehr er sich auch das Hirn darüber zermatterte. So bleib ihm vorerst keine andere Option, als geduldig der Erzählung weiterzufolgen, so wie es auch Thrawn tat.

Mister Nyx: "Rrraguel warrr von Anfang an nicht mehrrr als die verrrkörrrperrrte Wut und Rachsucht Gottesss. Immerrr hatte errr alle negativen Gefühle seines Herrrrren in seinem Kopf, nie konnte errr frrrei denken, nie rrruhen, nie. Lange Zeit rrrächte errr die Sündigerrr unterrr den Menschen. Errr warrr es auch, derrr dafürrr sorrrgte, dasssss derrr schändliche Gottessslässsterrrerrr, derrr sich Gottesss Sohn nannte, ansss Krrreuz genagelt wurrrde, denn keine andere Ssstrrrafe stand diesem zu. Zwarrr warrr Rrraguel in dieserrr Zeit desss göttlichen Hassssses und Zorrrns in ihm nicht glücklich, aberrr errr kannte die Bedeutung diesesss Worrrtesss auch nicht."

Mister Nyx genehmigte sich einen weiteren Schluck aus seinem Glas, welches nun bereits halb leer war, dann räusperte er sich kurz und fuhr fort.

Mister Nyx: "Nurrr wenige Frrreunde hatte er. Darrrunterrr Arrriel, eine Engelin mit derrr errr auch eine Arrrt Beziehung einging, wenn man das so bei Engeln nennen kann. Auch Luziferrr warrr ein guterrr Frrreund von ihm, doch dieser warrr eiferrrsüchtig auf den Schöpferrr und wollte an desssssen Ssstelle trrrreten. Da Rrraguel und Luziferrr aberrr befrrreundet warrren, bot derrr Verrrblendete seinem Frrreund an, ihn zu begleiten und beizustehen. Entsetzt wiesss Rrraguel seinen Frrreund von sich und jagte diesen ausss dem Himmel."

Pellaeon fiel es wie Schuppen von den Augen. Nun erinnerte er sich daran, wo er die Engelsbegriffe schon einmal gehört hatte. Damals, als Thrawn Nachforschungen über niemand geringeren als Gabriel Lucifer angestellt hatte. Und diese Paralelle, auch in der Erzählung von Mister Nyx, war nun doch etwas durchaus Interessantes. Neugierig blickte Pellaeon zu Nyx, der unbeirrt weitererzählte.

Mister Nyx: "Doch errr kam zurrrück, mit einerrr ganzen Arrrmee von Dämonen aus den sieben Krrreisen derrr Hölle, einem Heerrr Vampirrre und schwarrrzen Engeln, früherrre Dienerrr desss Himmelsss, die sich bekehrrren ließen. Doch auch derrr Schöpferrr zog mit einerrr rrriesigen Arrrmee in die Schlacht. An vorrrderrrsterrr Frrront natürlich die, jetzt nurrr noch sechs, Errrzengel mit allen Serrraphim und Cherrrubim der sieben Himmel. Doch auch die guten und rrreinen menschlichen Seelen fühlten sich errrkoren ihrem Herrn zu dienen und taten diesss auch. Oberrrster Führrrerrr derrr himmlischen Heerrre wurrrde derrr aggrrresssssivssste, krrriegssslüsssterrrnssste und rrrachsüchtigssste Engel von allen; Rrraguel!"

Mister Nyx schenkte den Anwesenden ein katzenhaftes Grinsen und fuhr dann mit ruhiger Stimme fort.

Mister Nyx: "Durrrch die Wut und den Haß seinesss Gottesss getrrrieben in eine Schlacht, die errr nie schlagen wollte, und zum Schluss sogar gegen seinen einssstigen besssten Frrreund, Luziferrr. Sieben Tage kämpften sie, bisss Rrraguel schließlich durrrch die Macht desss Herrrrren siegte und sich dazu gezwungen sah, Luziferrr fürrr immerrr ausss den sieben Himmeln zu verrrbannen. Nachdem ihr Herrrrr besiegt warrr, flüchteten auch die Dämonen wiederrr in ihrrre heimischen Gefilde, doch wie sahen die Himmel nun aus? Nicht einmal derrr siebte Himmel wurrrde verschont. Entweiht vom Blute derrr Dämonen und Engel, derrr Gewalt und dem Feuerrr. Zerrrssstörrrt durrrch die Hand himmlischerrr Feinde und Dienerrr."

Nyx griff nun ins Innere seines Mantels und zog eine Schachtel Zigarillos aus diesem hervor. Er nahm sich eine heraus und zündete diese an, was Niemanden hier weiter zu stören schien. Kunstvoll verteilte er den Rauch im Raum, ehe er mit seiner Erzählung fortfuhr, wobei seine Miene eine seltsam ernste Form annahm.

Mister Nyx: "Dasss allesss betrrrübte Rrraguel sehrrr, doch dasss Schlimmssste sollte noch kommen. Arrriel, die einzige Perrrson, zu derrr errr je eine gewissssse Zuneigung empfand, wurrrde in derrr schrrrecklichen Schlacht von einem Hochdämonen getötet. Seine Wut und sein Hasssss auf Luziferrr und seine Heerrrscharrren warrren unglaublich. Grrrößer alsss die seinesss Herrrrren, grrrößer alsss allesss, wasss errr je empfand. Doch da errr nicht in die Hölle konnte, da sein Herrrrr ihm diesss ausss Sorrrge unmöglich machte, verrrnichtete errr grrrausam und unerrrbittlich jeden Dienerrr Luziferrrsss in abscheulichen Rrritualen. Errr schlachtete unterrr ihnen und diente mehrrr dem Tod, als seinem Herrrrrn. Zu dieserrr Zeit bekam errr von den Menschen, die ihn nun fürrrchteten und nicht weiterrr fürrr einen gerrrechten Dienerrr Gottesss hielten, den Namen; Azrrrael. Errr warrr nicht längerrr derrr Rrracheengel, errr warrr derrr höchssste Dienerrr desss Todesss, derrr Todesssengel!"

Nyx lächelte und zog an seinem Zigarillo. Thrawn öffnete derweil die Augen, nahm stumm einen Schluck seines Getränks und nickte dann kurz und knapp mit dem Kopf, ehe er das Wort mit seiner kalten Stimme ergriff.

Großadmiral Thrawn: "Eine wahrhaft interessante Erzählung, Mister Nyx, welche uns eine Menge Parallelen zur PCWA aufzuzeigen vermag, wie ich meinen möchte.Jedoch sehe ich Ihnen an, dass dies nicht die einzige Erzählung ist, welche Sie für meine Person im Gepäck haben, deshalb bitte ich Sie ... fahren Sie fort."

Erneut nickte der Großadmiral kurz und knapp mit dem Kopf. Mister Nyx zog derweil noch einmal an seinem Zigarillo und verstreute den Rauch, während Pellaeon zwar die Parallelen zur Geschichte von Lucifer und Rage in der PCWA und in der Geschichte von Nyx erkannte, jedoch nicht wirklich wusste, was er mit diesen anfangen sollte. Letztlich waren es schließlich doch nur Geschichten, oder etwa nicht? Die spitze Stimme von Nyx riss ihn aus seinen Gedanken.

Mister Nyx: "Sie verrrmuten rrrichtig, Grrroßadmirrral. Meine zweite Errrzählung setzt prrraktischerrrweise genau dorrrt an, wo meine letzte ihrrr Ende nahm. Wirrr haben errrfahrrren, wie Luciferrr eine Schlacht gegen Gott schlug, diese verrrlorrr und dadurrrch von Gott aus dem Himmelsssrrreich verbannt wurrrde. So wurrrde Luciferrr zum Fürrrssst der Finsssterrrnisss. In dieserrr Errrzählung jedoch hatte Rrraguel nicht etwa mit Arrriel eine Beziehung, sonderrrn mit Lillith. Nach derrr Schlacht jedoch, so sagen esss die Mythen, verrrliesss Lillith Rrraguel jedoch und wurrrde die Geliebte von Luciferrr, die sogenannte Lichtfrrrau!"

Nyx nahm noch einige letzte Züge seines Zigarillo, ehe er diesen im Aschenbecher ausdrückte, der auf dem Tisch stand. Dann hüstelte er einmal kurz und fuhr fort.

Mister Nyx: "Diesss führrrte zu unbändigen Zorrrn im Herrrzen Rrraguels, welcherrr letztlich in seinerrr Verwandlung zu Azrrrael mündete. Forrrtan jagte errr die Dienerrr von Luciferrr auf Errrden als höchsssterrr Engel des Todesss, jedoch hatte derrr einstige Rrraguel nicht jegliche Emotionen verrrlorrren und so kam esss, dasss errr sich errrneut verrrliebte, alsss errr auf eine junge Frrrau namens Helena trrraf. Widerrr Errrwarrrten zeugte derrr Todesssengel mit ihrrr ein Prrrodukt desss Lebensss und neue Hoffnung ward geboren. Luciferrr jedoch konnte dasss Glück seines Brrruderrrs nicht gutheisssssen. Immerrr noch verrrletzt davon, dasssss Rrraguel sich in derrr Schlacht von ihm abgewandt hatte, errrsann errr einen Plan zurrr Rrrache."

Pellaeon blickte Mister Nyx gespannt an. Der ließ jedoch erst einmal einen Moment der Pause walten, ehe er schließlich fortfuhr.

Mister Nyx: "Alsss Azrrrael einesss Tagesss lossszog, um einen weiterrren Dienerrr Luciferrrsss zu schlachten, schlug dieserrr zu und entführrrte Helena und ihrrr Kind in die Abgrrründe der Hölle, wo sie ihrrr bitterrres Ende fanden! Als Azrrrael zurrrückkehrrrte fand errr lediglich eine kurrrze Notiz von Luciferrr, derrr ihm so seine Rrrache prrräsentierrrte. Forrrtan schworrrrr Azrrrael derrr Liebe endgültig ab und lebte nurrr noch fürrr seine Rachegelüssste! An dieserrr Stelle endet jedoch auch diese Errrzählung!"

Nyx leerte nun sein Glas und zog seinen Sonnenbrille wieder auf die Nase.

Mister Nyx: "Ich hoffe, Sie sind mit den Geschichten, welche ich Ihnen gelieferrrt habe, zufrrrieden, Grrroßadmirrral Thrrrawn!"

Ein verwegenes Grinsen schlich sich auf die Gesichtszüge von Mister Nyx. Auf denen von Thrawn hingegen ließ sich nicht einmal im Entferntesten erkennen, was dieser von den Geschichten hielt, die man ihnen gerade aufgetischt hatte. Pellaeon jedenfalls fand die Geschichten zwar interessant, jedoch wusste er nicht, wie sie im Hinblick auf den Kampf gegen Mad Dog einen Sinn ergaben. Noch ehe er sich diese Frage jedoch beantworten konnte, durchschnitt auch schon die kühle Stimme Thrawns die Stille.

Großadmiral Thrawn: "In der Tat. Ihre Erzählungen haben mir Wichtige Erkenntnisse geliefert, welche sich noch als nützlich erweisen werden. Ganz genau, wie ich es mir erhofft hatte. Ich nehme an, dass Sie die übliche Bezahlung nehmen?"

Er blickte mit statuenhafter Miene zu Nyx, der nur knapp mit dem Kopf nickte, dann zog er einen ledernen Beutel aus seiner Tasche und legte diesen vor Nyx auf den Tisch. Dieser griff augenblicklich danach und öffnete den Beutel, um schließlich eine Goldmünze aus diesem zu ziehen. Mit einem kurzen Biss in die Münze prüfte er diese auf Echtheit, dann steckte er sie zurück in den Beutel und ließ diesen wiederum im Inneren seines Mantels verschwinden. Nyx stand nun auf und griff zu seinem Gehstock. Er schenkte Thrawn ein letztes katzenartiges Grinsen, ehe er sich empfahl.

Mister Nyx: "Es warrr mirrr wie ssstetsss eine Frrreude mit Ihnen Geschäfte zu machen, Grrroßadmirrral. Ich bin sicherrr, wirrr sehen unsss schon sehrrr bald wiederrr."

Mit einer kurzen Verbeugung verabschiedete Nyx sich schließlich endgültig und verließ ebenso elegant, wie er sie betreten hatte, die altehrwürdige Bar. Thrawn und Pellaeon blieben zurück. Gebannt blickte Pellaeon zu Thrawn, der einmal mehr eine steinerne Miene an den Tag legte und sich nicht im geringsten in die Karten blicken ließ. Schließlich hatte Pellaeon dann doch genug und ergriff die Initiative.

Captain Gillad Pellaeon: "Sir, ich befürchte ich verstehe nicht ganz. Sie glauben doch nicht wirklich, dass diese Geschichten..."

Thrawns Stimme unterband ihn, ehe er den Satz beenden konnte.

Großadmiral Thrawn: "Ich Glaube gar nichts, Captain Pellaeon. Glaube ist etwas für Narren! Ich halte mich lieber an Fakten und Fakt ist, dass jeder Geschichte, so unglaublich sie auch erscheinen mag, ein wahrer Kern innewohnt! Ich bin mir sicher, dass Ihnen nicht entgangen ist, wie sehr sich die Geschichten von Lucifer und Azrael ähneln und gar kreuzen. Wie sehr ihre Geschichten deren unserer PCWA Protagonisten ähneln. Zufall? Wohl kaum, denn wie Sie wissen, glaube ich nicht an Zufälle!"

Thrawn ließ sich kurz darauf von einer Kellnerin die Rechnung bringen und zahlte diese plus ein üppiges Trinkgeld. 

Captain Gillad Pellaeon: "Aber eine Sache begreife ich dennoch nicht, Großadmiral. Inwiefern kann Ihnen dies im Kampf gegen Night Fighter Mad Dog helfen?"

Thrawn blickte Pellaeon einen Moment lang durchdringend an, dann lächelte er für wenige Sekunden.

Großadmiral Thrawn: "Das mein guter Captain, werden sie am morgigen Tage erfahren. Bis dahin reicht es jedoch, wenn sie wissen, dass dieser Besuch nicht umsonst war!"

Thrawn nickte seinem Begleiter mit dem Kopf zu, dann erhob er sich und verließ den Pub. Pellaeon blieb noch ein paar Sekunden sitzen und versuchte sich einen Reim auf all das zu machen, jedoch fand er einfach keinen. Er würde wohl wirklich den Kampf zwischen Mad Dog und Thrawn abwarten müssen. So stand er schließlich ebenfalls auf und folgte Thrawn nach draußen.


------------------ PCWA ------------------

Die betonierte Freifläche direkt hinter der Arena wirkt ein wenig leer... bis auf zwei Männer, die einander sehr... SEHR ähnlich sehen: Barry Wilson junior sowie sein Vater... und beide wirken etwas irritiert, während sie sich die Umgebung betrachten.

Stem: „Sie hat mir erzählt, wir sollen genau hier auf sie warten. Ich habe wieder mal keine Ahnung, was sie vorhat. Well... es ist vielleicht auch besser so.“

Sein Vater wirkt relativ ruhig, streicht seinen mächtigen, rotgrauen Bart glatt und kaut ein wenig Kautabak.

Barry Wilson sr.: „Easy, mein Junge. Ich weiß genau so viel wie du. Ich bekam auch nur eine Textnachricht mit der Ortsangabe.“

Stem: „Wahrscheinlich hat sie wieder einmal irgendeine verrückte Idee. Wie gesagt... ich bin froh, dass ich keinen blassen Dunst habe, was hier vor sich geht.“

Er seufzt theatralisch. Plötzlich hören sie ein leises Aufheulen einer Maschine, bis dieses immer lauter und lauter wird, bis das Geräusch durch die ganze Gegend dröhnt! Mit erhobenen Augen dreht Wilson sich in die Richtung des Lärms, während der junge Barry nur den Kopf schüttelt und anfängt die Stirn zu massieren. Die Quelle des Lärms lässt nicht lange auf sich warten und erscheint auch schon um die Ecke… es ist der Carnageddon-Monstertruck, geführt von Lara Lee! Der Wagen mit riesigen Reifen rollt dröhnend auf beiden Wilsons zu und bremst quietschend erst im letzten Moment ab. Fast wären die Männer zur Seite gesprungen.

Lara: „Hallihallo, Leute! Schön dass ihr meinen Nachrichten gefolgt seid! Dann wollen wir mal!“

Sie turnt aus dem Cockpit nach hinten auf die große Ladefläche, die allerdings mit einer Plane bedeckt ist. Die Kanadierin trägt wie immer Jeans und Punisher-T-Shirt.

Lara: „Kommt schon, ich habe was für euch.“

Sie reißt die Plane schließlich herunter und enthüllt ein etwas seltsam anmutendes Gebilde aus Röhren, teils aus Metall und teils aus Glas, Kesseln und Schläuchen mit vielen Ventilen. Es sieht aus wie eine Art komplizierte, riesige Pumpenanlage. Barry kratzt sich am Hinterkopf.

Stem: „Hast du gerade den größten Turbolader der Welt eingebaut oder was soll diese Maschine da?“

Barry Wilson sr.: „Ich glaube, ich weiß, was deine Freundin da mitgebracht hat.“

Stem: „Sie ist nicht meine Fre… ach zum Teufel damit, diesmal reite ich mich nicht wieder in diese Scheiße.“

Die Kanadierin grinst nur und springt von der Ladefläche und baut sich vor einem der vier Stollenreifen auf. Der ältere Wilson mustert neugierig und fachmännisch die Maschine auf der Ladefläche. Er murmelt was in seinen Bart.

Stem: „Dad, was hast du gesagt?“

Er dreht sich um und blickt Lara an.

Barry Wilson sr.: „Das erinnert mich an etwas von früher… es ist eine Destillationsanlage, oder?“

Jetzt zeigt die Frau ein breites Lächeln.

Lara Lee: „Ganz richtig, es ist eine Destillationsanlage und zwar vom Feinsten! Nur ein paar Handgriffe am Monstertruck-Motor und du hast dann die stärkste und beste Destillationsanlage der Welt!“

Lara wendet sich an Stem.

Lara Lee: „Weil ich bei Vendetta 141 eine ganz fiese Bitch war und in die Sache von Tony viel zu hineininterpretiert habe, will ich mich auf diese Weise entschuldigen. Außerdem soll das ein Zeichen der Freundschaft sein, Stemmie.“

Barry Wilson sr.: „Darf ich mal?“

Er deutet auf die Destillationsanlage.

Lara: „Nur zu! Der Werkzeugkasten steht gleich daneben.“

Und schon klettert der Senior den Reifen hoch. Der jüngere Mann legt eine Hand auf Laras Schulter.

Stem: „Das wäre nicht nötig gewesen. Dass du mich vor Kaitos Angriffen nach dem Match gerettet hast, hat alles gesagt. Und dass wir wieder beide gemeinsam unterwegs sind, reicht mir vollkommen als Zeichen der Freundschaft.“

Lara: „Trotzdem. Ich habe dich damals ganz schön heruntergeputzt und dir Beleidigungen an den Kopf geworfen, wo viele Sachen doch gar nicht gestimmt haben.“

Sie hören hinter sich metallische Geräusche und Geklapper. Barry Wilson sr. ist schon munter am Umbauen.

Stem: „Alles gut, Missy. Aber wie siehst du jetzt nun diese Sache mit Tone… Tony Graves?“

Lara: „Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht. Dass er sich auf die Seite von Blackheart gestellt hat, das hat mich schon sehr gewurmt. Und dass du ihn auch noch im Brawlin‘ Rumble praktisch geschützt hast, das … das hat mir nicht gefallen. Aber ich sehe ein, dass du und er irgendwie Freunde seid und ihr eure Gründe habt, die nicht direkt mit mir zu tun haben. Ich habe damals viel zu eng gesehen. Immerhin hast du schließlich dem verdammten Japener eins ausgewischt und ihn eliminiert. Das sagt eigentlich alles über unsere Freundschaft.“

Der große Mann nickt. Dann runzelt er die Stirn.

Stem: „Ist dir eigentlich mal in den Sinn gekommen, mit Tony zu sprechen? Einfach so?"

Die Amazone blinzelt kurz.

Lara: „Nein, warum auch? Er ist für mich ein Arsch, weil er sich auf die Seite eines Arschlochs gestellt hat.“

Stem: „Findest du nicht, dass du hier ein bisschen vorschnell urteilst? Tony hat sich nur deshalb mit ihm verbündet, weil er Profit da drin gesehen hat. Genauso wie Blackheart es immer tut. Aber Tone... er ist eigentlich ein guter Junge, Lara.“

Sie verschränkt die Arme und blickt zur Seite. Zugegeben, Stem hat durchaus gute Argumente vorgegeben, aber… Lara ist noch nicht davon überzeugt.

Lara: „Ich weiß immer noch nicht, Stemmie. Wenn sich Menschen aus Profit und Chancen mit dem Teufel verbünden, dann heißt es oft nichts Gutes. Ich kenne das von mir selbst, die Sache mit Lafayette.“

Stem: „Aber du bist doch jetzt aus der Sache raus, oder verstehe ich das falsch?“

Lara: „Technisch gesehen gehöre ich nicht mehr zu LMC. Aber wie es aussieht, beschert die Kündigung mir mehr Probleme, als es eigentlich sein sollte.“

Barry stöhnt. Schon wieder dieser verdammte Lafayette. Wann wird das je aufhören?

Lara: „Ja. Zum Beispiel soll ich dieses Monstertruck zurückgeben plus das ganze Merchandise. Beides habe ich allerdings zurückgekauft aus Aktienbeteiligungen.“

Stem: „Wo ist dann das Problem?“

Lara: „Lafayette will alles zurückhaben, Stemmie. Unter anderem auch etwas ziemlich Unwichtiges wie meinen rechten Arm und mein rechtes Bein.“

Dazu wedelt sie mit dem rechten Arm. Barry blickt sie mit großen Augen an.

Stem: „Warum denn das?!“

Lara: „Na, da drin sind diese Nanofasern, die meinen Nervenbahnen ersetzt haben, weißt du noch?“

Stem: „Das kann er doch nicht tun!“

Lara: „Doch, er kann und er will es auch. Allerdings kümmert sich DeWynters derzeit um dieses Problemchen.“

Stem: „Wenigstens stehst du nicht alleine da. Wie läuft’s eigentlich so mit DeWynters?“

Lara: „Wir haben regelmäßig heißen Sex voller…“

Stem: „Schon gut, schon gut, ich bereue meine Frage schon. Hör‘ mal, Lara. Von Freund zu Freund, bitte sprich‘ doch noch einmal mit Tony. Hör‘ einfach, was er zu sagen hat. Ich bin mir absolut sicher, dass du ihn verstehen wirst, sobald er alles erklärt hat. Und wenn es dir immer noch nicht gefällt… nun dann werde ich diesen Umstand akzeptieren, okay? Egal was kommt. Einverstanden, Missy?“

Sie streicht ein Haar aus dem Gesicht und blickt wieder zur Seite. Schließlich zeigen ihre Augen wieder in Richtung Stem und sie seufzt.

Lara: „Na, schön. Ich werde zu ihm gehen und mir anhören, was er zu sagen hat. Garantieren kann ich dir allerdings nichts.“

Stem: „Mehr verlange ich auch gar nicht.“

Lara: „Gut. Ich erledige das gleich. So lange könnt ihr schon mal anfangen, den explosiven Carnageddon-Schnaps zu brauen.“

Zufrieden nickt er. Dann hält er eine Hand vor den Mund.

Stem: „Passt. Ich habe ohnehin ein paar Dinge mit Dad zu besprechen. Du weißt schon, Vater-Sohn-Gespräch.“

Lara macht den Mund auf und es sieht schon sehr nach einer verbale Spitze gegen Stem aus, weshalb dieser schnell eine Hand auf Laras Mund legt.

Stem: „Diesmal keinen Spruch, bitte.“

Sie zuckt nur die Achseln und macht sich auf den Weg in die Arena, um Tony zu finden. Stem blickt ihr kurz nach, dann turnt er auch auf die Ladefläche, um seinem Vater beim Umbau zu helfen.

Barry Wilson sr.: "Verdammt nochmal, mein Junge, sieh doch nur! Deine Freundin hat sogar schon die Maische vorbereitet!"

Der große Mann seufzt erneut.

Stem: "Dad... wie oft denn noch... sie ist NICHT meine Freundin."

Sein Vater setzt den Eimer mit der Maische ab, spuckt etwas Kautabak von der Ladefläche auf den Boden und stemmt die Arme in die Hüften.

Barry Wilson sr.: "Sag' mal... dieser Tony Graves... das ist doch dein Freund, right?"

Barry nickt.

Barry Wilson sr.: "Das dachte ich mir. Wieso ist also Lara dann nicht deine Freundin? Herrgott, sie ist nunmal eine Frau, ich kann sie ja schlecht 'Freund' nennen, oder?"

Der junge Wilson will etwas sagen, doch dann klappt er den Mund wieder zu. Sein Vater sieht die Erkenntnis in den Augen seines Sohnes und lächelt. Dann legt er dem Rothaarigen beide Hände auf die Schulter.

Barry Wilson sr.: "Junge... ich bin sehr stolz auf dich, das solltest du wissen. Du hast dich in die Fremde begeben, um mich aus dem Knast raus zu hauen. Herrgott, du hast sogar dem verdammten Zeke und seinen Schlägern die Fresse poliert, obwohl du wusstest, dass das übel enden kann. Aber es ist, wie du siehst, nichts passiert. Und es war richtig von dir. Ich möchte dir danken... für alles, was du für mich getan hast."

Stem: "Man hat nur diese eine Familie, Dad. Und die muss man um jeden Preis beschützen."

Genau das, was Lara bei der letzten Vendetta getan hat. Auch in der Familie streitet man sich... aber man versöhnt sich auch wieder. Barry Junior legt seinem Vater die Hand in den Nacken, er tut es ihm gleich. Dann berühren sie sich kurz mit der Stirn. Mehr Emotion wird es in der Familie Wilson nie gebeben. Dann löst sich Stem von seinem Vater.

Stem: "Also, was ist? Brennen wir jetzt oder was?"

Der Ältere spuckt noch einmal etwas Kautabak von der Ladefläche und lacht ein lautes, sonores Lachen.

Barry Wilson sr.: "Worauf du einen lassen kannst, Junge."

Und so beginnen die Wilsons, die Destilliermaschine, wie von Lara vorbereitet, zu verkabeln.


------------------ PCWA ------------------

Nachmittags:

"What the fuck?!?!"

Die flache Hand fliegt gegen die Stirn und erzeugt ein lautes Klatschen, das durch die ganze Kabine hallt. Wütend wird das Smartphone auf den kleinen Tisch gepfeffert, woraufhin der Night Fighter seine Faust ballt und sich augenrollend nach hinten in den Sessel wirft. Erboßt streckt er seine offenen Hände zur Decke.

Mad Dog: "Ich fass' es nicht!"

Ein Blick auf das noch leuchtende Smartphone verrät uns den Ursprung des Ärgers. So ist dort die heutige Card zu sehen, auf welcher im Opener Azrael Rage gegen Stem antreten muss. Nach den Geschehnissen der letzten Vendetta hatte MD eigentlich gehofft, dass Jona Vark ihre Entscheidung revidiert und dem Teufel den Laufpass gibt. Allerdings hatte sie ihre Ankündigung bezüglich des Matches nicht zurück genommen, sondern Rage weiter unter Vertrag gelassen... Erneut hatte sie Mad Dog nicht vertraut.

Plötzlich flackert das Licht, was die Töle irritiert zur Deckenleuchte schauen lässt. Etwas fragend zieht er die Augenbrauen zusammen und greift dann erneut nach seinem Mobiltelefon, um sich noch anzusehen, welches Match heute Abend im Main Event stehen wird. Über sein eigenes Match war er während seines Amerikaaufenthaltes bei der XAW bereits informiert worden. 

"Schön Sie auch mal persönlich zu sehen."

Erschrocken zuckt die unbekannte Konstante zusammen und schaut mit weit geöffneten Augen hinauf. Vor ihm sitzt eine schwarzhaarige Schönheit, die ihre Beine übereinander geschlagen auf der vorderen Kante des gegenüberliegenden Sessels Platz genommen hat. Irritiert wandert der Blick des Hundes jedoch erstmal zur Türe, die keinen Millimeter breit aufsteht, sondern weiterhin verschlossen ist. Die Frage, wie es die adrett gekleidete Lady geschafft hatte, den Raum zu betreten, legt sich auf die Hundestirn, während der PCWA Grand Slam Champion zurück in das Gesicht des überraschenden Besuches blickt. Live sah die Frau tatsächlich noch hübscher aus als im Fernsehen...

Der Fighter lässt sich jedoch nicht anmerken, dass er die Dame attraktiv findet, und hebt selbstsicher die Augenbraue.

Mad Dog: "Zumindest nicht so forsch und aggressiv wie Ihre Klientin und Bett-Gespielin!"

Mit einem provokanten Lächeln starrt der Fighter sie an, während er vor dem inneren Auge an den Moment zurückdenkt, als Lara Lee in seinem Locker auftauchte und ihn angriff...

Mad Dog: "DeWynters, huh?!"

Lara Lees Freundin nickt knapp und lässt den Kommentar zu Lara unbeachtet. Währenddessen ist auch Mad Dog auf den vorderen Bereich seines Sessels gerutscht, um der Dame aufrecht gegenüber zu sitzen. Dies wiederum nimmt Miss DeWynters zum Anlass aufzustehen und der Töle ihre Hand entgegen zu strecken. Der Wrestler kommt ihr hier ebenso nach und schüttelt die Hand der LMC Botin.

DeWynters: "Richtig. Und wie lautet Ihr richtiger Name?!"

Der Hund neigt lächelnd sein Haupt und zieht die Hand derweil zurück, um sich wieder aufrecht auf den Sessel zu setzen. Während auch sie sich leicht seitlich setzt, da sie einen knielangen Rock trägt, breitet Simargl die Arme so weit aus, als seien es seine Schwingen.

Mad Dog: "Sie wissen, wie man mich nennt, huh?! Also suchen Sie sich einen meiner Namen aus... oder geben Sie mir einen neuen. Lafayette hat mich sicher unter einer Nummer abgeheftet, huh?! Wieso nicht die?! Nur Zahlen im Namen wären nach der Nicotine & Bacteria Sache und S1 ja fast schon eine sinnvolle Steigerung in meiner Namenshistorie, was?!"

Von seiner eigenen Pointe belustigt, lacht MD zischend auf. Miss DeWynters Mund aber bleibt unbewegt wie ein Bleistiftstrich.
Sie taxiert die unbekannte Konstante mit einem flüchtigen Blick, dann legt sie den Kopf schief, so als habe sie bereits jetzt genug gehört.

DeWynters: "Ich bin hier nicht, um zu spaßen, Mister Neunmalklug. Mister Lafayette hat Ihre Aktion beim Brawlin' Rumble XIII alles andere als gefallen - er hat Sie nicht bezahlt, damit Sie sich selbst eliminieren. Er hat Sie nicht unterstützt, damit Sie am Ende erneut dort landen, wo Sie ohne seine Hilfe bereits waren! Mit anderen Worten: Die Erwartungen, die LMC in Sie gestellt hat, wurden massiv enttäuscht."

Der Blick des Konstanten verfinstert sich schlagartig. Er fletscht kurz die Zähne, ehe er antwortet.

Mad Dog: "Was hat er erwartet, huh?! Dass ich einfach so den Rumble gewinne?"

DeWynters: "Dass Sie es zumindest versuchen."

Die Töle rollt mit den Augen, während ihn die Missis nur steinern ansieht.

Mad Dog: "Ich habe mir meinen Platz in der PCWA durch gute Leistungen in der XAW schneller zurück erkämpft, als Sie gedacht haben, oder? Ich habe Sharpe zu unserem Match beim National Wrestling Day bewegt und nach diesem Match war ich wieder Teil des Berliner Rosters. Bei unseren ursprünglichen Planungen sind wir noch nichtmal davon ausgegangen, dass ich überhaupt am Rumble teilnehme..."

Nun nickt die Bettgespielin von Lara Lee und spitzt den Mund.

DeWynters: "Sie sind zwar bei XAW Desert Phoenix ins Finale vorgestoßen, haben dieses aber gegen A.J. Dunn verloren... Okay, das war Ihr XAW Debüt. Aber anstatt ein Rückmatch gegen Dunn bei Winter Warefare anzustreben, haben Sie sich lieber mit dem Kubaner Blaze angelegt, da Sie persönliche Animositäten gegen diesen hegen. Gleiches galt und gilt für Kevin Sharpe, den Sie zwar zu einem Match beim NWD 2 bewegen konnten, welches Sie aber nur durch DQ gewannen. Dies warf ein schlechtes Licht auf uns. Denn ein Schützling von Mister Lafayette bekommt nicht durch Gnade einen Rückkehr. Wir erarbeiten uns alles selbst. LMC braucht weder Geschenke noch Almosen, wir geben sie höchstens von uns aus!"

Um die Sozialbilanz ein wenig aufzufrischen. Ettikettenschwindel, aber das muss sie hier ja nicht unterbreiten.
Mad Dog hat derweil seine Faust geballt - wie könnte er anders bei dieser einseitigen Sicht auf seine letzten Monate.   

DeWynters: "Beim Rumble hätten Sie das wieder gerade rücken können, aber erneut sind es persönliche Beziehungen, die Sie vom richtigen Tun abbringen. Sie können Ihren Hass auf Azrael Rage nicht ausblenden und eliminieren ihn sowie sich gleich mit. Nüchtern und diesen Fakten entsprechend mussten wir also konstatieren, dass sich die LMC Investitionen in Sie bisher nicht sonderlich gelohnt haben."

Der Hund will zuerst etwas entgegnen, um das Gesagte gerade zu rücken, dann aber winkt er ab.
Wahrscheinlich hatte es eh keinen Zweck. Da müsste er schon mit Lafayette selbst reden - aber auch dieser hatte keine Ahnung vom Geschäft, sodass ein Gespräch wohl auch unsinnig wäre.

Er atmet kurz durch. Dann nickt der Fighter.

Mad Dog: "Okay..."

Er schnalzt noch einmal mit der Zunge, so als müsse er das Gesagte noch immer schlucken und verarbeiten, während Miss DeWynters überrascht die Augenbrauen hochzieht. 
Mit einem solch schnellen Einlenken hatte selbst sie nicht gerechnet. 
Schnell hat sie aber wieder ihren nüchternen Blick drauf.

Mad Dog: "Und Sie, Miss, müssen mir nun mitteilen, wie es weiterzugehen hat, huh?!"

Sie nickt knapp.

Mad Dog: "Damit ich mich doch noch bezahlt mache..."

Den ironischen Kommentar konnte er sich dann doch nicht verkneifen, aber Miss DeWynters überhört ihn souverän, während sie sich leicht nach vorne lehnt.

DeWynters: "Erstens: Sie gewinnen heute gegen Thrawn und beenden seine Siegesserie. Zweitens: Ich manage nicht mehr Lara Lee, sondern ab sofort Sie."

Kurzer Stopp, in welchem sie die Reaktionen der Töle liest. Diese zuckt arrogant mit den Schultern. Mit diesen Forderungen kann Dog leben...

Mad Dog: "Wenn Sie unbedingt mit am Ring stehen wollen, wenn ich diesen scheinheiligen Admiral bezwinge, bitte!"

Auch jetzt lächelt sie kurz. Aber es entwaffnet den verrückten Hund.

DeWynters: "Ich denke, das wird nicht nötig sein. Meine Aufgaben als Ihre Managerin sind anderer Qualität. Und dies bezieht sich vor allem auf die Zukunft. Denn Drittens: Sie kämpfen nächste Vendetta gegen Lara Lee und... gewinnen."

Tatsächlich kommt sie bei dem letzten Wort etwas ins Stocken, was man von ihr ansonsten nicht gewohnt ist.
Auf das Gesicht des Night Fighters legt sich indes ein irritiertes "What the fuck".

Doch für eine Reaktion bleibt keine Zeit, denn sie war noch nicht fertig. Sie folgt gleich mit den heikelsten Punkten.

DeWynters: "Viertens: Sie machen das Brawlin' Rumble Fiasko beim XAW Hollywood Rumble wieder gut. Und fünftens: Wir widmen uns Azrael Rage und beenden dieses Problem genauso, wie Sie es mit Blaze getan haben!"

Augenblicklich weiten sich seine Augen. Seine Halsader springt hervor. 
Sofort steht er vor ihr, seine Fäuste geballt.
Die Fratze aggressiv verzerrt.

Mad Dog: "WAS?! WILL ER MICH VERARSCHEN??"

Sie kann seinen vor Wut und Frustration triefenden Atem riechen.
Aber sie rührt sich nicht. Schaut auf den leeren, noch warmen Sessel ihr gegenüber. Betrachtet S1 lediglich aus dem Augenwinkel.

DeWynters: "Diese Forderungen sind ebenso unumstößlich, wie die Beurteilung unserer bisherigen Zusammenarbeit."

Für einen Moment schaut MD DeWynters nur an, so als prüfe er, ob sie das Gesagte wirklich ernst meint.
Dann wirbelt er herum, rennt zur Wand. Starrt diese kurz an. Ehe seine Hand gegen sie donnert.
Er flüstert.

Mad Dog: "Das werden wir noch sehen..."

Besser als seine neue Managerin zu vermöbeln. Diese legt einlenkend den Kopf schief.

DeWynters: "Wir sind durchaus bereit auch eigene Fehler zu sehen! Wir hatten schließlich Ihr psychologisches Gutachten und wussten von der Bedeutung, die soziale Beziehungen für Sie haben können. Sowohl in positiver wie auch in negativer Hinsicht. Aber dass Sie so viel opfern. Mit diesem Ausmaß haben wir, um ehrlich zu sein, nicht gerechnet."

Die unbekannte Konstante zischt nur kopfschüttelnd.

DeWynters: "Ich werde an Ihrer Seite für mehr Zielstrebigkeit sorgen. Sie davon abhalten, sich zu sehr in persönliche Angelegenheiten zu begeben. Ich schirme Sie so ab, dass keiner zu nahe an Sie heran kommen kann. Deswegen auch das Match gegen Lara. Ein Test. Was hingegen Rage betrifft: Jona Vark wird nichts gegen Rage unternehmen und Sie sind mit ihm bereits auf dieser persönlichen Ebene. Also müssen wir ihn angehen. Denn sonst wird er immer wie ein Damaklosschwert über Ihnen schweben. Ich habe Lafayette davon überzeugt, dass dies der richtige Weg ist, bevor wir den Undisputed Gerasy anvisieren können. Der Titel war schließlich und eigentlich Mister Lafayetts oberster Wunsch."

Ein fast schon galgenhumoriges Auflachen ertönt aus der Kehle des Hundes, ehe er erneut mit den Augen rollt.

Mad Dog: "Danke... Zu gnädig."

Kurz liegen Hohn und Ironie bitter im Raum. Eine eklige Stille durchwabert ihn.
Dann hebt MD die Hand, so als wolle er DeWynters aufhalten.

Mad Dog: "Eine Frage noch..."

Sie wendet das erste Mal ihren Kopf. Schaut auf den breiten, wohlgeformten Rücken der unbekannten Konstante. Ihre Augen blitzen auf.

Mad Dog: "Warum jetzt?"

DeWynters: "Seit Großadmiral Thrawn beim Brawlin' Rumble die Dinge aufgedeckt hat, werden Sie mit LMC in Verbindung gebracht. Wäre unsere Verbindung geheim geblieben, hätte man Ihnen den ein oder anderen Fehltritt mit Blick auf den großen Triumph des Gerasy-Gewinns am Ende sicherlich verzeihen können. Wir hätten in jedem Fall mehr Zeit gehabt. Nun, da sich die Situation jedoch geändert hat und sich LMC nicht erst zeigen kann, wenn Sie Erfolg haben, braucht es die dargelegten Maßnahmen."

Hasserfüllt und rachelüstern knallt die rechte Faust des Fighters gegen die Wand und hinterlässt dort ein Loch.
Während erneut das Licht an der Decke flackert, atmet die Töle laut.
Fletscht aggressiv die Zähne.

Und keift voller Hass.

Mad Dog: "I kill you, Thrawn!"


------------------ PCWA ------------------

 


142

Live aus der M&S Bank Arena / Liverpool, England

Ein lautes Feuerwerk schießt durch die M&S Arena und versetzt die englischen Fans in Extase. Nach dem Stopp in Birmingham steht der Ort des diesjährigen Fußball Champions League Siegers auf dem Programm. Und die Stimmung ist durchaus mit dem eines CL Finales vergleichbar - nur dass die Fans deutlich bunter angezogen sind, nämlich im Merchandise ihrer jeweiligen Favoriten. Darunter ist natürlich zumeist "James Godd", der Sieger des Brawlin' Rumbles. Da die englischen Fans stets auch einen Sinn für Tradition haben, sind allerdings auch ältere Stars der PCWA auf T-Shirts vertreten, die momentan keinen Vertrag mehr in der PCWA haben.

Ehe aber zu viel Hoffnung geweckt wird, dass sich dies noch einmal ändern könnte, übernehmen auch schon unsere Kommentatoren das Kommando.

Vincent Craven: "Herzlich Willkommen zu einer neuen Ausgabe von PCWA Vendetta - Nummer 142, live aus Liverpool in England!"

Mike Garland: "Hallo zusammen und hallo Vincent - die zweite Station unser diesmaligen Auslandstour, die mit dem großen Event, Out of Ashes, in London enden wird."

Vincent Craven: "Dort wird der Lokalmatador, James Godd, auf den Undisputed Gerasy Champion, Kevin Sharpe treffen - und zwar in einem Hell in a Cell Match!"

Mike Garland: "Wir haben es in der Pre Show erfahren! Was für eine geile Entscheidung! Hell in a Cell! London kann sich auf was gefasst machen - und James Godd ebenso!"

Vincent Craven: "Für mich sah das zuerst eher so aus, als habe Sharpe Probleme mit dieser Entscheidung, aber gut..."

Mike Garland: "Alles Show, Vince. Godd hat sich mit dieser Entscheidung sein eigenes Grab geschaufelt."

Vincent Craven: "Bis dahin fließt noch so mancher Liter Wasser die Themse hinunter, Mike. Lass uns deswegen einen Schritt nach dem anderen angehen und uns schauen, was für eine Card für heute und für Liverpool vorgesehen ist."

Opener
- Stand your Ground - 
Singles Match
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(Der erste Fall entscheidet über den Sieg. Als Pinfall zählen Three Count, Submission, Disqualifikation sowie Count-Out.
-Referee: Yoshi Funaki; Timelimit: 15 Minuten )

Mike Garland: "Stem dürfte im Opener schön die Fresse poliert bekomen. Rage und Wilson sind bei der letzten Vendetta als Folge des Rumbles aneinander geraten - Jona bestrafte dann Rage mit diesem Match im Opener, da der Teufel einen Getränkeautomaten zerstörte, um Stem klar zu machen, wer hier die Hosen anhat..."

Vincent Craven: "Die beiden hatten sich beim Rumble ein wenig duelliert, wer denn mehr Teilnehmer aus dem Feld eliminieren kann. Schließlich gewann Rage mit seinen sechs Eliminations. Ob aber das Kräftemessen heute ebenso ausgeht?! Stem wird sich gut vorbereitet haben."

Mike Garland: "Hat aber in Einzelmatches bisher immer verkackt. Ohne Lara Lee wäre der doch gar nichts!"

Vincent Craven: "Der zwischenzeitliche Zwist hat schon an ihm geknabbert - und ihm vielleicht auch ein wenig die Dominanz gegen Tokugawa im letzten Main Event gekostet. Jetzt nach dieser Entschuldigung in der Pre Show ist aber wieder alles in Butter. Stem trägt keinen Ballast mehr mit sich rum." 

Mike Garland: "Tzzz, den wird er nach dem Match wieder haben. Denn Rage bügelt die kleine Sache mit dem Automaten wieder gerade und zertrümmert Stem."

Vincent Craven: "Vielleicht hat sich der Teufel auch den Falschen ausgesucht für sein Comeback Singles Match. Und was das andere angeht... Da war nicht nur das mit der Maschine. Die Strafe von Jona kam auch zustande, da der Teufel einige Sicherheitsmänner bei seiner Konfronation mit Mad Dog attackierte sowie ausknockte."

Mike Garland: "Wäre der Night Fighter nicht so feige, hätte es dieses Match ja auch schon heute auf der Card geben können. Dann hätten keine Sicherheitsmänner kommen müssen..."

2nd Match
- It ends tonight -
Regular Singles Match
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(Der erste Fall entscheidet über den Sieg. Als Pinfall zählen Three Count und Submission. Keine Disqualifikation. Anything goes!
-Referee: Charlie Swanson ; Timelimit: 15 Minuten)

Vincent Craven: "Der Night Fighter muss aber ja erst einmal eine andere Angelegenheit klären. Im zweiten Match des Abends kämpft er nämlich gegen Großadmiral Thrawn - ein Match, das es, im Gegensatz zu dem gegen Rage, noch nie gegeben hat."

Mike Garland: "Tatsächlich hat der Admiral die Töle mit seiner Aufdecksungsarbeit gehörig aus dem Konzept gebracht. Lafayette fordert jetzt einen klaren Sieg des Night Fighters, mit dem im Rücken er dann Rage angehen muss. So zumindest die Befehle, die Miss DeWynters in der Pre Show vorgetragen hat."

Vincent Craven: "Ein ganz schönes Brett, wenn du mich fragst. Mit Hollywood Rumble und so... Dabei ist Thrawn nun auch keine Laufkundschaft. Der Mann hat noch nie ein Singles Match verloren. Und beim Rumble war MD ausgeruht, während Thrawn bereits einige Zeit im Ring stand."

Mike Garland: "Heute hat er die Chance seine Statistik fortzuführen. Aber der Admiral will mehr. Er wünscht sich nach all den Jahren des Respekts den alten Mad Dog zurück - und ich hoffe, er wird ihn heute Abend zurückbringen. Denn das wäre wirklich ein Traum."

Main Event
- No.1 Contender 4 the Crown -
Regular Singles Match
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(Der erste Fall entscheidet über den Sieg. Als Pinfall zählen Three Count und Submission.
-Referee: Sven Nitzschke, Timelimit: 20 Min)

Vincent Craven: "Einen Traum können sich auch die beiden Männer im Main Event erfüllen, denn der Sieger dieses Matches wird bei Out of Ashes um die Cryption Crown antreten. Für beide Männer wäre das sicherlich eine tolle Ansetzung für London."

Mike Garland: "Vor allem da beide auch eine Vergangenheit mit dem Träger der Krone, Shadow, aufweisen. Nach anfänglicher Sympathie hat sich Graves doch irgendwie gegen den Schatten entschieden, während bei Cardigan und Shadow eine gegenläufige Tendenz auszumachen ist."

Vincent Craven: "Tatsächlich nähern sich die beiden Gegner beim NWD 2 wieder etwas an, wohingegen Graves ganz gezielt von Sharpe ins Spiel gebracht wurde, um Shadow im Auge zu behalten."

Mike Garland: "Nun... und weil es der nächste Schritt für Tony ist. Nach den Auseinandersetzungen mit Poe, den Ring Assassins sowie der Geschichte mit Armitage und einem guten Auftritt beim Rumble."

Vincent Craven: "Was die In-Ring-Zeit betrifft hat allerdings Cardigan beim Rumble die bessere, ja eine großartige Performance abgeliefert. Und womöglich setzt er sich auch heute Abend vor die Schlange, um den Rückkampf gegen Shadow zu bekommen. Die heutige Verfassung könnte den Ausschlag in diesem engen Aufeinandertreffen geben."

Mike Garland: "Absolut. Aber wo wir gerade von Graves sprechen, sollten wir doch gleich mal zu ihm schalten. Dann wird sich ein erstes Bild geben, in welcher Verfassung der Gute am heutigen Abend ist."


------------------ PCWA ------------------

Launige Klänge aus den Äonen des Swinging Sixties schwirren durch die Luft, versetzt mit scharrenden Beatriffs von Gitarren und einem etwas gedämpften Hintergrundkreischen hochfrequenter weiblicher Teenager. Er grinst: Zeiten ändern sich halt - was sich ihm besonders anhand der auf Kleiderpuppen drapierten Bühnenoutfits offenbart, vor denen er steht. Flankiert von ein paar Lavalampen und anderen Einrichtungsaccessoires, die von quietschbunter Kultur unserer mittlerweile Großeltern-Generation zeugen.

Er grinst sich einen und summt ein paar der mittlerweile zum gefühlt musikalischen Weltkulturerbe gewordenen Melodien mit. Eigentlich ist es nicht wirklich sein Stil - oder doch … irgendwie? Da war sie wieder, die sprichwörtliche Stilfrage seiner Heimat, mit der man Farbe bekannte: Mary-Ann oder Ginger, Yin oder Yang … und eben Beatles oder Stones.
Harte Beats in allen Ehren, aber wenn man schon in Liverpool flanierte, dann war ein Besuch bei „The Beatles Story“ fast schon Pflicht. Er bildete da keine Ausnahme - selbst, wenn die Entscheidung durch den an seinen Locker gepappten Flyer ein wenig beeinflusst worden war. Local proudness der Angestellten womöglich … genauso gut wie ein geschickt lancierter Lockruf zu einem Treffen.

Tone nestelt in seiner Hosentasche, einen Verdacht hatte er. Aber dafür konnte er sich ebenso wenig etwas kaufen wie für dieselbe Intuition beim Texas Hold `em. Von daher war es ein Leichtes sich auf den Besuch hier einzulassen. Nicht bloß, weil der Schatten Kevin Sharpes nun über ihm weilte.

Er begibt sich in einen weiteren Raum des mit Bögen und Separee-Nischen durchzogenen Backsteinbaus. Einen, der so gut wie kaum frequentiert war. Und wo man ihn zudem kaum erkannte. Die beiden japanischen Touristen schlendern an ihm vorbei, sodass er in dem Raum mit den vergrößerten LP-Covers faktisch allein war. Allein … unter anderem auch mit der großen wie illuminierten Wurlitzer-Jukebox.

Graves zwinkert: eigentlich ein Anachronismus. Denn die klobig-stylischen Musikspieler waren eher ein Meilenstein der Elvis-Generation. Wieder langt Graves in seine Tasche - und holt die Münze hervor, welche ihn schon ein paar Wochen begleitet. Er grinst abermals und schielt zu dem Automat. Warum eigentlich nicht …
… und so geht er zur Jukebox hin und steckt die Münze in den Slot. Klimpernd wird sie akzeptiert - Tony lächelt breiter, denn er scheint richtig zu liegen.

Schon beugt er sich vor, um aus dem Potpourri angebotener Stücke eines auszuwählen - als der Wurlitzer bereits losschmettert: die unverkennbaren Rhythmen, vielleicht ein wenig noch Rockybilly-like, aber doch klar Fab Four - Style. Er lauscht … und lauert … aber die obligatorischen Stimmen folgen nicht.

Graves richtet sich ein wenig mehr auf und guckt nun nach, was gerade abgespielt wird: ein instrumentelles Frühwerk - mit dem für ihn mehrdeutigen Titel „Cry for a shadow“ …

Tone schnieft ein wenig feixend - sein Instinkt hatte ihn also nicht betrogen.

„Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist. Hier fehlen sogar die Stimmen - also pure Aussagekraft. Du bist gern eingeladen, das auf dich wirken zu lassen - musst es aber nicht …“

Der Gambler dreht sich herum, seine Erwartung wird nicht enttäuscht: in einer der Raumarkaden hockt Shadow auf dem Boden, mit einem Sergeant Pepper - Kuli zwischen den Fingern jonglierend.

Tony Graves: "Well... Hab' nicht erwartet, dich gerade hier zu treffen, Shade. Passt ja gar nicht zu dir, oder bist du etwa ein heimlicher Beatles-Fan?"

Tony legt den Kopf schief und beäugt den Schatten kurz. Dann dreht Graves Shadow den Rücken zu und widmet sich wieder dem Raum, in dem sie sind.

Tony Graves: "Und ich dachte, dass von dir erstmal nichts kommt. Du hast ja den Wettermann und mich quasi mit auf die Card gesetzt. Da hätte man ja denken können, dass du dir eine kleine Pause gönnst und dich etwas zurücklehnst."

Der Spieler schaut dann doch über seine Schulter in Richtung des Cryption Crowns.

Tony Graves: "Was meinst du, Shady, wer gewinnt. Cardigan oder Graves? Hast du vielleicht einen Wunschgegner?"

Schon dreht Tony ihm wieder den Rücken zu.

Tony Graves: "Also ich würde ja auf Cardigan setzten. That Tony Graves-Dickhead is just a pushover. Aber der Wettermann, der kann doch was!"

Der Gambler beobachtet den Schatten genauestens: jede Regung und Gestik.
Und während die Platte im Hintergrund ausdudelt … nestelt Shadow weiter mit dem Kuli zwischen den Fingern.

Shadow: „Wo eine Entscheidung soll geschehen, muss vieles sich glücklich treffen und zusammenfinden … wer wäre ich denn, würde ich diese Lebensregel beeinflussen? Vermutlich dein Freund Alpha-Kevin. Dass ich es nicht tue, sollte Ausdruck genug dessen sein, warum ich mich von ihm distanziere.“

Der Kopf dreht sich nun Graves entgegen – der Rest des Schattens folgt, so dass sich beide fokussieren können … sofern man das angesichts Shadows blickdichter Haare bezeichnen kann.

Shadow: „Was uns beide angeht: salbadern und philosophieren ist nicht dein Steckenpferd. Konzentriere dich auf deine Skills. Denn sie sind das, was dich reell ausmacht … und vor allem das einzige, das noch eine gewisse letzte Basis zwischen uns begründet. Die Frage sollte daher nicht Tone oder Trent lauten – sondern WIE es abläuft.“

Der Gambler verschränkt die Arme vor der Brust und legt seinen Kopf schief, anders als sonst liegt kein Lächeln auf seinen Lippen.

Tony Graves: "Wie das Match abläuft? Nun, dass kommt natürlich darauf an, wer in deinen Augen gewinnt. Wenn's nach mir ginge, dann würde Cardigan am Ende im Ace of Spades abklopfen, aber das war nicht die Frage, richtig? Die Frage war, ob sich jemand in das Match einmischen wird, korrekt?"

Nun grinst der Spieler doch.

Tony Graves: "Es sei denn, du oder Trent haben noch etwas geplant, von dem ich nichts weiß und wie das Match sauber verlaufen wird. Dafür werde ich sorgen, keine Sorge. Ehrenwort, whatever that is worth nowadays. Du hast allerdings noch etwas aufgebracht. Ich soll mich auf meine Skills fokussieren? Was wären diese denn? Wenn ich den Leuten glauben soll, die in der PCWA die Matches machen, dann ist das Einzige, für das ich gut bin, reden. Ansonsten würden sie mich ja in den Ring stecken, oder?"

Mit einem effektiven wie gezielten Kick des Hackens gegen den Automaten beginnt dieser zu Rumpeln, wobei Tone gleichzeitig einen der Knöpfe drückt. Umgehend erklingt ein weiteres Fab 4 – Stück: „I should have known better“…

Ein gezielter Move, ein herausforderndes Grinsen – und doch bliebt der Schatten scheinbar ungerührt. Das haarverhangene Haupt bewegt sich nur minimal, als der nachtschwarze Krieger sich erhebt und auf eine Kleiderpuppe mit John Lennon – Gesicht und vielfarbiger Vintage Mode der 60er zuschlendert.
Er greift gezielt nach der rotgetünchten Nickel-Sonnenbrille, bewegt diese prüfen vor den nicht sichtbaren Augen.

Shadow: „Man kann alles aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten … aber es ist zweifelhaft, ob die Wahrheit stets in der Mitte liegt. Such keine Rechtfertigungen, wo längst welche sind. Die Tatsache, dass turnusmäßig ein Paycheck hereinflattert, sollte Ausdruck genug dessen sein, dass deinem Arbeitsgeber etwas an dir liegt. Ob nun aktiv oder verbal. Was nun jede einzelne Seite in dieser Chose am meisten favorisiert, ist Geschmackssache. Aber es geht hier um keine Gesamtsituation – sondern nur um dich und mich … bzw. die Dreigestirn-Lage mit Cardigan.“

Er tritt direkt vor den Gambler.

Shadow: „Eines sollte inzwischen klar sein: der Wirbelsturm und ich haben konträre Positionen. Und das gilt auch für unsere aktuellen Lebenslinien … deine, meine und Trents … Die einzigen Schnittpunkte, welche sich im Höchstfall noch ergeben, sind die ehrlichen Kampfethiken auf Augenhöhe. Trotz aller Widrigkeiten brauche ich mir da beim Tempest keine Sorgen zu machen – und wie sieht es mir dir aus?“

Shadow hebt die Brille auf beider Augenhöhe – und so vor die Tones, dass deren leicht spöttischer Ausdruck blassrot im Zwielicht der Brillengläser schimmert.
Dann geht der Arm bereits wieder nach unten.

Shadow: „Ich habe dir vor Wochen den Rat gegeben, dir deine Entscheidungen gut zu überlegen. Und doch machst du den Eindruck ein Grenzgänger zu sein, ein Wandler zwischen meiner Welt und der von Alpha-Kevin. Zwei Hemisphären mit unterschiedlichen Gesetzmäßigkeiten … aber eines vergisst du dabei: zwischen zwei Stühlen sitzt man auf Dauer unbequem. Ich rechne es dir an, dass du Spagat wagst – aber für meinen vollwertigen Handschlag fehlt noch etwas. Und das musst du mir heute Abend beweisen. Cardigan auch: Zeigt mir, dass ihr das Match ohne jeweilige personelle Rückendeckung über die Bühne bringt. Ohne gewisse ungeschriebene Grenzen zu überschreiten. Und ohne … goldbegürtelte Schicksalsgötter, die ihr Glück einer Gratwanderung gleich herausfordern. Bare Bones, wie ich es unlängst bezeichnete. Beweist es! Und DANN … reden wir weiter….“

Das unergründliche Dunkel dreht sich zu den letzten Takten des Songs herum und streicht wie beiläufig über die gläserne Verkleidung des Wurlitzers, der ratternd eine neue Schallplatte auflegt. Deren erste Töne schmettern los, als er Lennon seine Brille zurückgibt.

I'll get you anything my friend
If it makes you feel all right
Cause I don't care too much for money
For money can't buy me love

Die Melodien dringen durch den Gewölberaum, als Shadow mit langsamen wie bedächtigen Schritten diesen verlässt. Mal ohne die übliche Verschwindibus-Nummer, mal was Neues. Ob das wohl ein Zeichen ist?
Der Spieler wartet, bis das Unergründliche Dunkel außer Sichtweite ist.

Tony Graves: "Du willst, dass ich dir etwas beweise? Fine. I'll show you, just watch me."


Vincent Craven: "Tony Graves kann heute Abend Großes schaffen und sollte er sein Wort halten, dann kann man es auch wahrhaftig als solches bezeichnen."

Mike Garland: "Oh, come on, Vince. Wen juckt denn in einem Jahr noch, wer wann wie ein Number One Contender Match gewonnen hat?! Einzig und allein, das DAS ist entscheidend. Nichts anderes."

Vincent Craven: "Du weißt schon, dass wir hier von Shadow reden. Ich sage nur eines: Neonklecks."

Mike Garland: "Der Schatten mag das ja für wichtig halten. Aber ganz ehrlich: Tony, scheiß drauf! Er will in der PCWA erfolgreich sein, muss es vielleicht sogar. Go for it."

Vincent Craven: "Im Falle des Falles dürfte aber ein mögliches Match bei Out of Ashes dann auch ganz anders ablaufen. Shadow hat ihn hier quasi auf eine Kreuzung gestellt und Graves kann heute Abend die Richtung wählen, in die beide gehen könnten."

Mike Garland: "Was ein Affentheater. Wieso nicht einfach nen Getränkeautomaten demolieren und dem anderen somit klarmachen, dass man ihn vernichten wird? Es könnte so einfach sein..."

Vincent Craven: "...isses aber nicht... Zumindest nicht bei Tony und Shadow. Was unseren Opener und Rage und Stem angeht, könnten wir allerdings auch jetzt noch etwas mehr Substanz erhalten - statt bloßer Muskelspiele." 


------------------ PCWA ------------------

Hart treffen die Punches von Barry 'Stem' Wilson den Sandsack. Das Vendetta-T-Shirt ist bereits durchgeschwitzt, doch er gönnt sich keine Pause. Zu viel steht auf dem Spiel. Ein Sieg gegen Azrael Rage - und er kann endlich das Stigma ablegen, in Einzelkämpfen regelmäßig als Verlierer da zu stehen.

Ein letzter, harter Punch auf den Sandsack, dann gönnt er sich doch eine Pause. Er greift das Handtuch von der Bank, wischt sich den Schweiß ab und nimmt gierig einen großen Schluck aus der Wasserflasche. Dann atmet er tief durch. Er ist allein in der Trainingshalle. Oder etwa doch nicht?

Kurz hinter der Tür lehnt niemand geringeres als der Night Fighter mit einer Flasche Wasser in der Hand an einer Säule und beobachtet das Treiben des jungen Wilson. MD war sogleich nach dem Gespräch mit Miss DeWynters hierher gekommen, um sich ein wenig "abzureagieren" - hatte zwar den Großteil seiner Aggression noch im Bauch, um sie später dem Großadmiral entgegen zu schmettern... Dieses war aber nun, nach dem Training hier unten, deutlich zielgerichteter möglich.
Zielgerichtet.

Das Wort erinnert ihn sogleich wieder an DeWynters, sodass er sich eilig von der Säule wegdrückt, um sich dem Sandsack, in dessen Nähe sich Stem befindet, zu nähern. Ein wenig Ablenkung konnte ja jetzt nicht schaden. 

Mad Dog: "Wilson, huh?!"

Der große Mann legt das Handtuch beiseite. Er muss sich konzentrieren, nicht vor Aufregung zu zittern. Der große Mad Dog steht hier vor ihm. Also verschränkt er die Arme vor der massigen Brust und nickt.

Stem: "Korrekt. Barry Wilson."

Der Night Fighter geht um ihn herum und mustert den Mann aus Roanoke. Ein wirklich kräftiger Kerl.

Mad Dog: "Gleich geht's gegen Rage, was? Wie wäre es, wenn du dem Teufel einfach die Knochen brichst und den Job erledigst, den Jona Vark nicht tun wollte!? Du befreist uns wieder von diesem Dreckskerl. Klingt doch nach einer Karriere-machenden Idee, huh?! Einen Getränkeautomaten zerstören kann jeder - aber den großen Rage vernichten?? Das konnte bisher nur ich. Zumindest dachte das die Welt bis zum Rumble..."

Ein wissendes Nicken bei Wilson. Er kennt natürlich die Geschichte. Doch dann winkt er ab.

Stem: "Ich bin dankbar für die Chance, die mir Miss Vark hier gegeben hat. Mich interessieren die Gründe nicht, warum er wieder da ist. Das ist der Job von anderen. Ich bin Kämpfer, kein Politiker. Und ich gehe nicht in diesen Kampf, um zu verlieren oder zu irgendwelchen unfairen Tricks zu greifen. Und ja... es ist eine Chance. Eine sehr große... und ich will das nicht versauen."

Der Fighter greift mit einer Hand nach dem Sandsack und betrachtet für einen Augenblick die Beulen, die noch von Stems Schlägen dort zu sehen sind. Dann dreht er den Kopf zurück zu Wilson.

Mad Dog: "Wie könntest du es besser wissen?! Du kennst ihn ja erst seit dem Rumble, huh?!"

Erneut nickt der Rothaarige.

Stem: "Korrekt. Aber du... "

Langsam, legt er seine Scheu ab, traut sich sogar, mit dem ausgestreckten Zeigefinger auf den Night Fighter zu zeigen.

Stem: "Du kennst ihn in- und auswendig. Du hast legendäre Schlachten mit ihm geschlagen... sogar eine komplette Stunde lang. Any advice?"

Die unbekannte Konstante lächelt mit einem Mundwinkel. Dann streicht er sich durch seinen zu lang gewordenen Bart und macht einen Schritt auf Stem zu.

Mad Dog: "Der letzte der jungen Garde, dem ich einen Tipp gegeben habe, hat genau das Gegenteil von dem getan, was ich ihm geraten habe... Wilson, du kennst ihn besser. Immerhin spreche ich von deinem Kumpel Tony."

Sofort runzelt Barry die Stirn und spannt die Muskeln bei der Nennung des Namens seines Freundes an. Ja, Tony ist sein Freund. Egal, mit wem er sich herum treibt.

Mad Dog: "Tja... Du hast ihn auch nicht von Sharpe abhalten können, huh?! Und nun steht ihr, mir nichts dir nichts, auf gegnerischen Seiten."

Genervt schüttelt Wilson den Kopf.

Stem: "Wieso muss es immere schwarz und weiß sein, hm? Tony und ich sind Freunde. Egal, mit wem er sich abgibt. Sogar Lara hat das mittlerweile verstanden... also zumindest hoffe ich das. Aber wenn wir bei deinem Argument bleiben... Tone hatte dich damals nicht gefragt... aber ICH tue das. Und wer um Rat fragt, kann für sich selbst entscheiden, inwieweit er diesem folgt. Oder etwas nicht?"

Tatsächlich nickt der Night Fighter bei diesen Worten des Cotatores Champions.

Mad Dog: "Yeah, wegen meiner Erfahrung mit Tony frage ich ja nach. Denn normalerweise besprichst du ja dieserlei Dinge mit ihm, huh?! Aber jetzt mit mir... Weil ich zigmal gegen Rage gekämpft habe - oder weil du erkannt hast, dass Lara dir wichtiger ist als Graves?! Dabei ist das mit Lee was anderes, huh?! Was Gespräche und so angeht. Mit Tony hattest du diese... Basis. Ich verstehe das. Wichtige Matches, schwere Entscheidungen - das bespricht man nicht nur im Vertrauen, sondern vor allem dann, wenn die Beziehung es hergibt. Mit meiner Frau Yai konnte ich immer über solche Dinge reden... mit Sandy, meiner Ex-Freundin, nie."

Die Töle legt den Kopf schief, betrachtet den Brocken vor ihm aus seine dunklen, betörenden Augen.
Eine tiefe Sehnsucht liegt in ihnen. Eine Sehnsucht, die gar beim Aussprechen des Namens "Yai" zu hören war. 
Das spürte selbst Stem.

Mad Dog: "Aber du fragst gerade ausgerechnet mich?! Die unbekannte Konstante. Zufall? Naivität? Vielleicht - vielleicht aber auch mehr. Denn du müsstest ja wissen, dass Lara hiervon ganz sicher ebenso wenig begeistert ist, wie von deinen Gesprächen mit Graves. Schließlich hat sie mich vor dem Rumble in meiner Kabine attackiert... Und da jetzt bekannt ist, dass ich tatsächlich ein "Lafayette Guy" bin, ich ihr also trotz Nachfrage etwas verheimlichte und zu allem Überfluss auch noch DeWynters meine Managerin ist anstatt ihre, dürfte sie zur Zeit nicht in den höchsten Tönen von mir sprechen, huh?! Immerhin will sie nächste Vendetta gar ein Match gegen mich!"

Barry geht einen Schritt auf die unbekannte Konstante zu.

Stem: "Lara ist meine Freundin. Wir sind beinahe so etwas wie eine Familie. Es ist eine Sache, einen Rat einzuholen von jemandem, der meinen Gegner besser kennt als ich... und eine Andere, jemanden etwas vorzuspielen und zu lügen."

Der Kopf des Rothaarigen ist nun bis auf wenige Zentimeter dem der Töle genähert.

Stem: "Ich werde Lara bei ALLEM zur Seite stehen. Egal was passiert. Und wenn es so sein sollte, dass du im Weg stehst... "

Er dreht den Kopf zur Seite und lässt symbolisch die Halswirbel knacken.

Stem: "Dann ist dieses Gespräch komplett irrelevant für mich. Aber hier und jetzt frage ich dich... nochmal... "

Er geht einen Schritt zurück, zieht das T-Shirt aus und trocknet sich den Oberkörper ab.

Stem: "Any Advice?"

Kurz starren sich beide an. Blickduell.

Dann, mit einem Schmunzeln auf dem Gesicht, wendet sich der Night Fighter ab, lässt Stem vor dem Boxsack stehen und sich selbst auf einer der Trainingsbänke nieder, um vor der Antwort noch einen Schluck aus seiner Wasserflasche zu nehmen. 
Provokation?  - Indeed!

Mad Dog: "Du solltest einen freien Kopf haben..."

Erst jetzt schaut er Wilson wieder in die Augen. Und dessen finstere Miene weicht nach diesen Worten auf.

Mad Dog: "All dieses Zeug, das dich umtreibt... Rages großer Name, Tony, Lara... Cotatores... womöglich auch Maxxx. Das darf keine Rolle spielen. Noch nichtmal... in der aller kleinsten, aller hintersten Gehirnwindung, verstehst du?! Du muss vollkommen frei von diesem Ballast sein. Selbst frei von den wühlenden Fragen eines Grand Slam Champions..."

Ein Lächeln lockert den vollen Bart des Hundes auf. Enttarnt seine anfängliche Stichelei als Lieferanten der soeben gesprochenen Lehre.
Auch Stem lächelt kurz, ehe sich auf seiner Stirn nachdenkliche Furchen bilden.

Mad Dog: "Und das sind ja nur die offensichtlichen Dinge, huh?! Das weiß hier im Locker jeder über dich, stimmt's?! Aber vermutlich gibt es da noch andere Sachen; tieferliegend - Sachen, die wohl auf der Wellenlänge liegen müssen, auf der Du und Tony euch gefunden habt..."

Nun ist auch das Lachen der unbekannten Konstante wieder versiegt. Sein Röntgenblick durchbohrt Stem stattdessen. Der Rothaarige hält dem Blick stand.

Stem: "Ja. Es gibt mehr. Viel mehr. Ich bin im Kampf nicht ungeübt, wie du wissen solltest. Aber ja... du hast Recht. Es ist schwer... sehr schwer. Und ich bin nicht jemand, der gerne etwas preis gibt. Das macht verletzlich."

Die Töle nickt.

Mad Dog: "Wohl wahr. Aber manchmal bleibt dir nichts anderes übrig. Zwar... würdest du es mir wahrscheinlich nicht erzählen, wenn ich dich drum bitte; doch wenn ich dir an den Hals spränge, dich gegen den Schrank dorthinten schmetterte und dir die Luftröhre zudrückte... dann wärest du offener, was dein Privatleben angeht, oder?!"

Der Fighter fährt sich nachdenklich durch seinen Bart, ehe er mit Daumen und Zeigefinger nach seiner Unterlippe greift, um sie nach vorne zu ziehen und sie mit einem "Plopp" zurückschnappen zu lassen.
Drei Mal. Die Ironie sowie die Parallele zu ihm und Lara Lee dürften derweil angekommen sein. 

Mad Dog: "Wann und ob man Geheimnisse verrät, entscheidet derjenige, den es betrifft, huh?! Das hat weder etwas mit Vorspielen, noch etwas mit Lügen zu tun... Es mag sein, dass es manchmal befreit, Geheimnisse zu verraten. Manchmal aber beschwert es auch einen; aufgrund der Konsequenzen, die daraus folgen. Aufgrund der Leute, die es ausnutzen werden. Und Azrael Rage ist einer von diesen. Er wird deine Schwächen ausloten und sie sich zu Nutze machen."

Mit knirschenden Zähnen denkt er wieder an das Gespräch mit DeWynters und an das bevorstehende Match gegen den Großadmiral.

Mad Dog: "Was mich zum zweiten Tipp für deinen Fight führt: Dreh' deine Denke um! Jede Schwäche ist eine Stärke und umgekehrt. Du denkst an dein geringeres Maß an Erfahrung, an deine schlechte Bilanz in Einzelmatches. Aber genau hier liegt deine Stärke: deine Unberechenbarkeit. Du denkst außerdem an Rages Hass, seine Wut auf dich und alle anderen Menschen, an seine großen Erfolge und seine Rücksichtslosigkeit. Und es erdrückt dich fast. Dabei sind genau diese Punkte seine Schwächen!"

Nun erhebt sich der Night Fighter wieder und stellt sich Barry Wilson gegenüber.

Mad Dog: "Schau, was er gut kann, wo er stark ist. Und genau dort musst du ihn angreifen. Seine Stärken in Schwäche wandeln. Und deine Schwäche in Stärke! That's the way to win."

Kurz lässt der große Mann die Worte der unbekannten Konstante sacken. Dann nickt er. Und stellt eine Frage, die eher unerwartet kommt.

Stem: "Möchtest du noch einmal gegen ihn kämpfen?"

Überrascht zieht MD die Augenbrauen nach oben, dann fletscht er die Zähne, während er erst an Rage und anschließend an Lafayetts Auftrag denkt.
Möchten?! Müssen!

Plötzlich ein Schulterzucken.

Mad Dog: "Ich bin schon im Tunnel für Thrawn, Wilson. Mein heutiges Match ist momentan alles, was mich interessiert."

Die unbekannte Konstante zwinkert dem Riesen zu und dreht sich dann ab, um sich ein Springseil zu nehmen.

Mad Dog: "Dir viel Erfolg, Junge."

Und mit diesen Worten geht der Night Fighter in einen anderen Bereich des Trainingsraumes und kurz später hört man bereits die zischenden Geräusche des Springseils, das um die Töle herum kreist. Wilson lächelt.

Stem: "Danke."


Vincent Craven: "Na, da endet das Zusammentreffen ja doch noch versöhnlich. Mad Dog gibt Stem sogar noch die gewünschten Tipps. Ob der Gute sie aber noch beherzigen kann, sehen wir gleich im Ring."

Mike Garland: "Der Brocken hat doch schon das Gegenteil eingestanden. Er kriegt den Kopf schwer frei - wobei das etwas komisch ist, Vince. Schließlich ist bei ihm da oben ja nicht sonderlich viel."

Vincent Craven: "Tzzz. Und da soll ich jetzt drauf eingehen, ja?!"

Mike Garland: "Mir egal. Rage wird ihm gleich sowieso schön mit einer Final Sin Lariat helfen, den Kopf frei zu bekommen... Hihi."

Vincent Craven: "Ich geh' da eher mit MD, Mike. Was hat Wilson schon zu verlieren?! Rage ist derjenige, der sich Gedanken machen muss, und derjenige, der heute fallen kann."

Mike Garland: "Du meinst so wie der verrückte Hund?! Einfach nur noch peinlich mit seiner Verstrickung rund um Lafayette."

Vincent Craven: "Der Hund hat bei seinen Tipps ja durchaus viel über sich selbst und die Angelegenheit gesprochen. Und in meinen Augen klingt das zumindest nachvollziehbar. Die Frage ist, was er draus macht... Ob er Thrawn auch mit seinen eigenen Waffen schlagen will?! Dürfte ebenso interessant werden wie unser Opener."

Mike Garland: "Alles ist in jedem Fall interessanter als die Vögel, die wir jetzt sehen müssen!"

Vincent Craven: "Was?! Wer?! Sind etwa die Breaking Beaks in da house?!"


------------------ PCWA ------------------

Aufgeregt spazieren die beiden Happy Guys durch den Backstage Bereich. Sie tragen am heutigen Abend brandneue Shirts mit der Aufschrift "The Antidote for Deception is HAPPYNESS!", welche sie nach der vergangenen Vendetta und ihrem großen Triumph haben herstellen lassen. Außerdem haben beide modische Sonnenbrillen auf ihren Nasen. Hugo, der sie in den letzten Wochen sonst immer begleitet hat, fehlt jedoch. Wo genau er steckt, bleibt zumindest vorerst noch unbekannt. Jedenfalls unterhalten die beiden ehemaligen Cotatores Champions sich aufgeregt miteinander.

Brandon Cornwallace: "Dude, ich kann es immer noch kaum glauben, dass wir Smash aus der PCWA geworfen haben!"

Gordon Banes: "Und wie wir das haben! Die beiden haben endlich genau das bekommen, was sie schon so lange verdient hatten. Insbesondere Smash hat uns immer nur wie Spielsteine benutzt, um am Ende seine eigenen Ziele voranzutreiben. Aber jetzt sind wir alle diesen Bastard los und Collins gleich mit ihm. Eigentlich hatte ich einen etwas anderen Empfang vom Lockerroom erwartet!"

Er schüttelt kurz missmutig den Kopf.

Gordon Banes: "Eigentlich hätten die uns den roten Teppich ausrollen müssen und uns auf Knien danken müssen, dass wir Deception für uns ALLE losgeworden sind ... doch schau dich nur um ... kein Einziger ist gekommen!"

Erneut schüttelt er den Kopf, setzt dann jedoch ein Lächeln auf.

Gordon Banes: "Was soll es? Die werden schon noch alle erkennen, was für einen großen Gefallen wir der Liga getan haben, Dude!"

Brandon Cornwallace: "Ja Mann, und dann werden die auch sicher alle viel offener dafür sein Graf Affenauge hier reinzulassen ..."

Gordon Banes: "Hör mir bloß mit dem Affen auf. Reicht ja schon, dass Hugo inzwischen seine Zeit viel lieber mit dem Tier verbringt, als uns zu den Shows zu begleiten!"

Brandon Cornwallace: "Hugo und der Graf mögen sich eben."

Banes seufzt. Das stimmt sogar. Der sonst so aggressive und bissige Affe, den die beiden Happy Guys aufgenommen haben, ist in der Gegenwart von Hugo alles andere als aggressiv und bissig. Ganz im Gegenteil. In der Nähe des Hünen ist Graf Affenauge plötzlich so zahm, als könne er keiner Fliege etwas zu leide tun. Aber wehe Gordon nähert sich ihm ... dann verfällt der Affe sofort in sein übliches Verhalten zurück und versucht ihn zu beißen. Banes schüttelt den Gedanken an den Affen ab.

Gordon Banes: "Hmm... mag sein. Egal. Heute Abend geht es darum unseren Weg zu den Cotatores erneut voranzutreiben und da trifft es sich doch hervorragend, dass der Trainer einen von Carnageddon als Gegner hat, meinst du nicht?"

Bray-Bray blickt ihn nachdenklich an. Er ist sich nicht so sicher, ob es wirklich eine gute Idee ist den Trainer so kurz vor seinem Match zu stören. Er war eigentlich dafür gewesen den Trainer nach seinem Match aufzusuchen, doch letzten Endes hatte Gordon sich durchgesetzt. Und so stehen sie nun schließlich vor der geschlossenen Kabinentür von Azrael Rage. Stumm blicken die beiden sich an. Bray-Bray hebt noch einmal fragend die Augenbrauen, Banes holt tief Luft und klopft schließlich einfach an. Einen Moment lang tut sich einfach gar nichts, und Bray-Bray will bereits den Mund aufmachen, um seinem Freund zu sagen, dass sie nun wieder gehen sollten, als mit einem Mal die Tür ruckartig aufgerissen wird und sich ein bedrohlicher Schatten vor den beiden Happys aufbaut. Missmutig blickt der alte Mann die beiden Jungs an, während seine Stimme grimmig durch den Korridor hallt.

Azrael Rage: "Was wollt ihr Zwei hier?"

Mit wütendem Blick starrt er sie an. Mit dem Mienenspiel von Engeln blicken die beiden ihren Ziehvater, wie sie ihn insgeheim gerne zu nennen pflegen, an. Breite Lächeln zieren ihre Gesichter und schließlich treten die beiden einfach so in die Kabine ein. Von Furcht kaum eine Spur, dafür haben sie ihren Trainer einfach viel zu gerne.

Gordon Banes: "Wir wollten dir natürlich alles gute für deinen großen Kampf wünschen, Trainer. Und wir wollten uns anbieten, falls du uns brauchst!"

Enthusiastisch nickt Banes mit dem Kopf, während Cornwallace leicht unsicher seinen Daumen in die Höhe reckt. Rage hingegen kann kaum glauben, was er hört. Mit einem hastigen Schritt tritt er vor und drückt die beiden Happys unsanft an die Wand.

Azrael Rage: "Ich? Euch brauchen?"

Er schüttelt den Kopf und löst dabei den Griff, den er um die Kehlen der beiden Glaubensverfechter hat, keinen Millimeter.

Azrael Rage: "Ihr wagt es, nachdem ihr beim Brawlin' Rumble in eurer Mission mir zum Sieg zu verhelfen gnadenlos versagt habt! Ihr wart nicht einmal mehr dabei, als ich in die Arena getreten bin ... eine Schande!"

Er lässt die beiden wieder los und tritt erneut einen Schritt zurück. Banes tritt entschlossen einen Schritt vor und verschränkt seine Arme trotzig.

Gordon Banes: "Das war nicht unsere Schuld. Diese verfluchte Jona Vark hat gemeint uns in die Suppe spucken zu müssen. Dumme Schlampe!"

Die Miene von Banes zeigt deutlich an, dass er jedes seiner Worte auch genau so meint. Er hat in den vergangenen Wochen gelernt Jona Vark zu hassen für ihre Entscheidungen, mit denen sie versucht das Happy Team unten zu halten. Doch das wird ihr nicht gelingen! Die Happyness Maschinerie fährt unaufhaltsam in Richtung Cotatores und wird sich durch Nichts und Niemanden aufhalten lassen! Während Banes seiner Wut auf Jona Vark weiterhin in seinen Gedanken freien Lauf lässt, mischt sich plötzlich die etwas unsichere Stimme von Cornwallace ein.

Brandon Cornwallace: "Außerdem haben wir ja trotz unserer schlechten Karten alles gegeben und dir ein paar Laute vom Hals geschafft!"

Stolz nickt er mit dem Kopf, denn er ist sich selbst bewusst, dass seine Leistung beim Rumble keine schlechte war. Man hat mehrere Eliminations erzielt und lange durchgehalten, obwohl man als Nummern 1 und 2 die wahrhaft schlechtesten Karten von allen Teilnehmern hatte. Rage nickt kurz missmutig mit dem Kopf.

Azrael Rage: "Das mit Jona Vark habe ich mitbekommen und sie wird diesen Beschluss noch bereuen, es ändert jedoch nichts an eurem Versagen. Aber vielleicht ist es ja meine Schuld. Vielleicht war ich nicht hart genug zu euch!"

Die beiden Happys blicken sich etwas verunsichert an. Nur zu gut können sie sich an das harte Training erinnern, dass sie unter Rage durchlitten hatten, welches sie jedoch in ihrem wrestlerischen Können weit vorangebracht hatte. Schließlich stellen die beiden sich in einer vollkommen aufrechten Position vor Rage auf. Wie aus einer Kehle kommt es geschossen.

Team Happy Hour: "Wir sind zu allem bereit, Trainer! Egal wie hart!"

Beide nicken synchron mit ihren Köpfen.

Gordon Banes: "Und dann werden wir auch die Cotatores Titel zurückholen. Carnageddon werden nicht wissen, wie ihnen geschiet. Die beiden sind sowieso nicht die hellsten Birnen auf dem Planeten."

Sagt genau der richtige, denkt sich Rage, schweigt jedoch, da Banes ohnehin fortfährt.

Gordon Banes: "Das zeigt schon alleine der Fakt, dass dieser Stem ein Match gegen dich angenommen hat. Wie dumm! Er kann ja nur verlieren!"

Brandon Cornwallace: "Ganz genau. Er ist dir nicht gewachsen, Trainer!"

Erneut nicken die beiden synchron mit ihren Köpfen und blicken den Trainer mit Hundeblicken an. Der blickt die beiden stumm an und macht sich seine Gedanken über das, was die beiden gerade gesagt haben. Schließlich umspielt ein böses Grinsen die Lippen des früheren Teufels.

Azrael Rage: "Also gut ... ich werde euch beiden Idioten noch eine letzte Chance geben ... zunächst werdet ihr euch jedoch beweisen müssen!"

Der alte Mann tritt erneut einen Schritt vor und flüstert den beiden Happy Guys schließlich etwas zu. Was genau ist jedoch nicht verständlich. Dann tritt er wieder zurück. Beide Happys schauen aus, als hätte man ihnen gerade das größte Geschenk überhaupt gemacht. Voller Dankbarkeit in den Augen nicken sie ihrem Trainer zu.

Gordon Banes: "Du kannst dich voll auf uns verlassen, Trainer! Wir werden dich nicht noch einmal enttäuschen!"

Brandon Cornwallace: "Nein, das werden wir ganz sicher nicht!"

Beide wollen sich gerade einen High-Five geben, als sie den grimmigen Blick von Rage bemerken und sich dazu entschließen, es doch lieber zu lassen.

Gordon Banes: "Also dann, Trainer, wir machen uns auf den Weg!"

Brandon Cornwallace: "Ja, und zeig es diesem Stem Dude so richtig!"

Zufrieden spazieren die beiden aus der Kabine, in die sie niemals gebeten wurden. Sie haben es geschafft den Trainer zu überzeugen ihnen noch eine Chance zu geben. Und jetzt, wo auch Deception nicht mehr ist, ... wer will sie jetzt noch stoppen?

Rage blickt den beiden kurz nach. Sie könnten sich noch als nützliche Soldaten erweisen. Mit festem Schritt tritt der Teufel wieder in seine Kabine, um letzte Vorbereitungen für seinen Kampf gegen Stem zu treffen.


Vincent Craven: "Rage gibt Happy Hour noch eine Chance - aber wenn du mich fragst, hat Stem das zielführendere Gespräch vor dem Opener geführt."

Mike Garland: "Als würde der Teufel ein zielführendes Gespräch vor einem Match gegen Stem brauchen... er bringt Brandon & Gordon immerhin auf eine recht strukturierte Spur. Und ich muss sagen, dass mir das durchaus zusagt."

Vincent Craven: "Hört, hört! Allerdings müssen die beiden erst einmal einen Test bestehen, wo wir allerdings nicht genau hören konnten, worin dieser besteht."

Mike Garland: "Wir werden es zu gegebener Zeit erfahren, wenn Jona Vark den Dreien nicht wieder einen Strich durch die Rechnung macht und damit Wettbewerbsverzerrung betreibt."

Vincent Craven: "Vielleicht sagt sie lieber selbst etwas dazu, Mike. Wir schalten nämlich jetzt direkt zu ihr!"


------------------ PCWA ------------------

Es wird in das für die heutige Show provisorisch hergerichtete Büro von Jona Vark geschaltet, die hinter ihrem Schreibtisch sitzt und mit nüchterem Gesichtsausdruck - nur Kenner wie Marc Poe würden in ihrem Blick den leichten Hang zur Negativität vernehmen - auf ihre beiden Gegenüber schaut. Neben ihr steht ein Tablet, das sie aus dem Augenwinkel beäugt. Ihre Gegenüber sind klassisch mit ihren Trainingsanzügen bekleidet, wobei hinter dem Reißverschluss der Jacke die Brustmuskeln hervorquillen. Vor allem Ashfield schenkt der Chefin einen tiefen Einblick auf seine austrainierten Brust- sowie Bauchmuskeln. Immerhin etwas, was die Chefin beim Anblick der beiden Assassins zur Freude anregt - aber auch diese zeigt sie nicht. Vielmehr ist es die Bestimmheit in den Worten der beiden Tag-Team Partner, die Jona davon abhält, auch nur irgendetwas an ihnen gut zu finden.

Connor Rogue: "Maxxx und Ronin wären wirklich ein schlechter Scherz, Miss Vark... Und wenn es unbedingt sein muss, weil sich bereits seit Jahrhunderten bekriegen, dann setzen Sie das Match eben bei der nächsten Vendetta neben unserem Match gegen die Partners in Crime an. Bei Out of Ashes heißt es dann so oder so... Ring Assassins gegen die dann amtierenden Champions."

Der Kanadier grinst die Geschäftsfrau vorfreudig an, doch diese verzieht weiterhin keine Miene, was Rogues Partner Ashfield auf den Plan ruft, Connors Worten noch etwas hinterher zu setzen.

Sean Ashfield: "Es ist schließlich das, was Sie uns gesagt haben. Wir sollen uns um Northern Superior kümmern und dann bekommen wir eine weitere Chance auf die Cotatores - eine Chance, die uns damals von Stinkstiefel Graves genommen wurde. Aber das nur nochmal nebenbei... Wir sind in die GWS gegangen, haben uns in dieses Moloch begeben, das unter unserer Würde ist, und haben - wie zu erwarten war - beim Spring Break klar und deutlich gesiegt. Die PCWA Ehre, die Sie nach dem National Wrestling Day angeknackst sahen, ist wieder hergestellt, Miss Vark!"

Die Chefin lächelt für einen kurzen Augenblick Sean an. Dann nickt sie tatsächlich.

Jona Vark: "Natürlich hat mich Ihr Sieg gegen Northern Superior in fremden Gefilden durchaus begeistert. Und ich freue mich, dass Sie die PCWA dort ehrbar vertreten haben... Das war ja in der Vergangenheit nicht immer der Fall bei ihnen beiden. Aber das nur nochmal nebenbei..."

Sie hebt eine Augenbraue, was unmissverständlich deutlich macht, dass sie den Satz Ashfields von zuvor nicht gutheißt.

Jona Vark: "Ich würde mich freuen, wenn das Wort "Ehre" auch in unseren Shows wieder häufiger mit Ihnen zu verknüpfen wäre. Dies gilt auch für Gespräche mit mir. Schließlich sind Sie nicht die Personen, die Matches festsetzen oder gar bestimmen. Sie können ihre Wünsche äußern und diese habe ich vernommen - Welche Matches aber dann schließlich auf der Card der nächsten Vendetta und auf der des Großereignisses stehen, das entscheide ich!"

Plötzlich ertrönt das Tablet - das bekannte Geräusch eines Videoanrufs ist zu hören. Vark hebt kurz die Hand, um den Assassins zu signalisieren, dass sie nun anderen Beschäftigungen nachgehen muss. Sie drückt sich schnell einen Kopfhörer ins Ohr.

Jona Vark: "Ah... Guten Abend... einen Moment noch bitte."

Nun schaut sie zu Connor und Sean, die sich bereits von ihren  Stühlen erhoben haben. Ein fragender Blick von Jona lässt Connor ihren Faden noch einmal aufnehmen.

Connor Rogue: "Natürlich entscheiden Sie - zum Wohl der Firma. Und im Interesse der Fans weltweit... Ob ein Neuling in Verbindung mit einem Quertreiber bei der Allgemeinheit aber solches Interesse generiert, wie zwei junge Athleten, die jetzt auch internationale Erfolge gefeiert haben?! Überlegen sie gut!"

Mit diesen Worten drehen sich die beiden Assassins um, doch Jona räuspert sich - mit Blick auf den Bildschirm - kurz, was die beiden Männer zum Stoppen bringt.

Jona Vark: "Anscheinend wurde unser Gespräch vor dem Fernseher verfolgt und es wurde gleich die Gunst des Moments genutzt, um sie zu sprechen..."

Irritiert starren sich die beiden Assassins an und sie drehen sich wieder zum Schreibtisch herum, auf dem Jona noch mit den Anrufern spricht.

Jona Vark: "Natürlich können Sie Ihr Anliegen direkt an die Ring Assassins richten."

Als Miss Vark nun das Tablet dreht, versteinert sich die Miene der Assassins schlagartig. Denn dort sehen sie niemand geringeren als Viktor Ragnarök und Alexander Christianson, Northern Superior.

Die beiden Männer des Nordens machen ein paar Schritte von der Kamera des Tablets weg, sodass man ihre Gesichter vollständig sehen kann. Ihnen gefällt gar nicht, was sie hier gehört haben. Die beiden Räuspern sich kurz und blicken dann über ihre Kamera, die anscheinend die Webcam eines Laptops ist, in Richtung der Ring Assassins.

Alexander Christianson: „Nun spielt euch mal nicht so auf, ihr zwei. Ja ihr habt uns besiegt. Sogar fair und eindeutig, das müssen wir euch lassen, ihr habt es geschafft. Wir haben euch unterschätzt und haben dafür die Quittung bekommen, soweit so gut alles.“

Nun schiebt Viktor die Cam etwas nach links, damit man ihn auch im Bildschirm komplett sehen kann.

Viktor Ragnarök: „Wenn ihr nun aber denkt, dass es das so einfach war, dann müssen wir euch enttäuschen. So wie ich das sehe, steht es nun 1:1 – und wir wollen unser Rematch! Wir lassen die Niederlage nicht so auf uns sitzen und wollen Vergeltung dafür, dass ihr uns beim Live Springbreak in unserer Liga blamiert habt. Also bewegt euren Arsch zügig hier in die GWS zurück und lasst uns das ein für alle mal klären.

Die Stirn der Assassins ist bei dem Gesprochenen in tiefe Falten gefallen und ihre Augen haben sich zu engen Schlitzen verengt.

Sean Ashfield: "Ihr habt das erste Match nicht clean gewonnen, Jungs. Es ist ganz eindeutig, welches Team das bessere ist! Ihr habt abgeklopft - wir sind das beste Tag-Team der Welt!"

Auch Connor Rogue schüttelt mit dem Kopf.

Connor Rogue: "Nur weil ihr euch in der Zwischenzeit irgendeinen billigen Trick ausgedacht habt, um uns wieder aufs Glatteis zu führen, kommt ihr nun mit solch einem Mist um die Ecke. Irgendein Plan, den ihr euch ausgedacht habt, wiegt eure Angst vor uns in Sicherheit. Aber wir lassen uns nicht mehr von euch verarschen. Ihr wolltet die ganze Zeit über kein weiteres Match, obwohl wir mal um mal in euer verschissenen Liga waren. Aber erst als wir beim Rumble zum Äußersten schritten, habt ihr zugestimmt. Dahin wollen wir nicht wieder zurück."

Der Blick des Kanadiers fällt auf Jona Vark und dann zurück aufs Tablet.

Connor Rogue: "Wir haben euch ein für alle Mal besiegt! Wir sind fertig mit euch!"

Man merkt förmlich, wie die Gesichter von Northern Superior knallrot werden vor Wut, zum Glück stehen die beiden den Ring Assassins nicht live gegebenüber.

Alexander Christianson: „Was soll das bitte heißen? Ihr könnt hier nicht einfach ablehnen! Wir haben euch bei unserem ersten Aufeinandertreffen besiegt, sowie ihr uns bei Match 2 besiegt habt. Wir lassen diese letzte Niederlage so nicht auf uns sitzen und wollen ein drittes Match. Verdammt!“

Der God of War & Thunder beruhigt seinen Tag Partner ein wenig, nur um dann selber voll in Rage los zu legen.

Viktor Ragnarök: „Ihr haltet euch wohl für ganz toll nun mit eurem großen Sieg über uns. Verlangt ein Titelmatch jetzt und so weiter. Leute ihr hattet GLÜCK! Wir haben euch unterschätzt und ihr konntet das ausnutzen, bildet euch nicht zu viel drauf ein. Wir können euch jederzeit besiegen und können dies auch jederzeit beweisen. GEBT UNS EIN REMATCH!“

Doch Connor und Sean haben genug gehört, sie verlassen einfach das Büro und verschwinden. Viktor und Alexander schauen wütend in ihre Kamera.

Viktor Ragnarök: „HEY! Wo wollt ihr hin?! Ist das denn zu fassen, Alex? Hauen die einfach ab!“

AC schüttelt nur mit dem Kopf, er kann es auch nicht fassen.

Alexander Christianson: „Nein, unfassbar. Wie unprofessionell. Aber warte nur ab, wir kriegen unser Match noch. Koste es was es wolle.....“

Plötzlich meldet sich allerdings Jona Vark, als sie das Tablet wieder zu sich dreht.

Jona Vark: "Natürlich bedarf solch ein Crossover-Match der beidseitigen Zustimmung durch die Beteiligten. Und wie es den Anschein hat, möchten meine beiden Wrestler kein weiteres Match. Womit die Sache wohl vom Tisch ist, meine Herren..."

Während sich auf den Gesichtern von Northern noch mehr Wut breit macht, legt Jona auf einmal lächelnd den Kopf schief.

Jona Vark: "Wobei wir das auch vor dem zweiten Match zwischen Ihnen und den Ring Assassins gedacht haben. Bis ich die beiden Assassins in die GWS geschickt habe, statt dass sie es weiter über Social Media versuchen. Manche Dinge klärt man besser Auge zu Auge."

Sie lächelt vieldeutig. Dann hebt sie bereits den Finger, um auf den roten Button zu drücken.

Jona Vark: "Wenn dann weiter nichts ist... Guten Abend!"

Und da von der Gegenseite nichts mehr kommt, legt Jona auf und widmet sich wieder ihren Unterlagen.


Mike Garland: "Da brat mir doch einer nen Storch! Auf einmal kommen die Nordmänner angetanzt und wollen selbst ein Match. Meine Güte - was für Nulpen."

Vincent Craven: "Es ist tatsächlich etwas ungelenk, dem Gegner zuerst lange Zeit das Rematch zu verwehren, um dann nach der eigenen Niederlage selbst wieder auf der Matte zu stehen..."

Mike Garland: "Auf der Matte stehen sie ja noch nichtmal! Sie wollen die PCWA ja niemals wieder betreten..."

Vincent Craven: "Auch wieder wahr. Aber nun wird sich zeigen, wie sehr sie das dritte und entscheidende Match wollen. Ich hoffe nur, dass sie nicht so weit gehen, wie es die Ring Assassins beim Brawlin' Rumble gemacht haben."

Mike Garland: "Rogue & Ashfield haben doch jetzt wirklich anderes im Sinn. Die Cotatores müssen wieder zurück auf ihre Schultern und aus den Händen von Carna-gähn-on. Lara Lee kann dann endlich in den Singles Bereich und Stem weiter verlieren."

Vincent Craven: "Ach, Mike. Carnageddon hat sich die Titel beim Rumble auf ganzer Linie verdient. Und was die Zukunft betrifft, habe ich volles Vertrauen in Jona Vark. Sie wird schon die richtigen Entscheidungen treffen - so wie wir heute zum Beispiel im Opener begutachten können."

Mike Garland: "Du meinst die 'Bestrafung' für Rage?! Komm, schalten wir doch noch einmal zurück zu ihm. Lange ist es ja nicht mehr bis zum Fight."


------------------ PCWA ------------------

Tief in Gedanken verloren ist er. DAS war alles nicht so geplant. Eigentlich sollte er schon auf dem Weg Richtung Gerasy sein und stattdessen muss er in ein „Strafmatch“ mit Barry Wilson… oder so. Eigentlich hatte er diesen Typen nur für ein kurzes Statement nutzen wollen. Eine leichte Demonstration wozu er fähig ist, aber der Schuss war für den Ar… Ofen. Verfickte Scheiße. Und dann ist da noch Mad Dog. Mad Dog. MAD DOG!!! Er hasst Mad Dog. Immer steht ihm dieser Sack voll Schwänze im Weg und spuckt in seine Suppe… aber die Suppe wird bald blutig rot und wenn es das Letzte ist, was er tut. All diese Gedanken… er bemerkt gar nicht, wie sich jemand in seine Kabine geschlichen hat.

"Das grenzt an eine Unverschämtheit."

Der Teufel zuckt zusammen, springt in einer fließenden Bewegung von der Couch auf und wirbelt herum, sämtliche Muskeln angespannt. Als er sieht, wer sich hier in seine Kabine geschlichen hat und in der Ecke steht, entspannt er sich. Aber nur ein wenig. Er beäugt den Eindringling... Camouflage-Hosen, schwarze Sneaker, schwarzer Hoodie. Das fahlweiß geschminkte Gesicht unter der herunter gezogenen Kapuze ist zu einem Lächeln verzogen.

Sharpe: "Ich habe ihn nicht bei mir, Adam. Er ist sicher verwahrt."

Als hätte Blackheart seine Gedanken gelesen. Denn tatsächlich sind die Augen des alten Wolfes prüfend über den Gerasy Champion gewandert, um das zu suchen, was er selbst so sehr begehrt.

Azrael Rage: „Sicher verwahrt? Das wird er erst sein… wenn er wieder bei mir ist.“

Blackheart breitet die Arme aus.

Sharpe: "Easy, Adam. Ich bin nicht hier, um zu kämpfen."

Skeptisch hebt Rage die rechte Augenbraue.

Azrael Rage: „Aha? Sondern? Was willst du?“

Kevin nimmt die Kapuze ab. Die Schminke irritiert den wütenden, alten Mann immer noch. Aber irgendwie hat er sich auch schon daran gewöhnt. Er ist schon zu lange in dem Business, um sich von mickrigem 'Warpaint' abschrecken zu lassen.

Sharpe: "Reden, Adam. Nur reden."

Kurz stehen sich beide einfach nur gegenüber und starren sich an. Doch dann nickt Rage in Richtung der Couch. Der Champ deutet eine Verbeugung an und nimmt Platz.

Langsam zieht Rage einen Stuhl aus der Ecke vor. Er setzt sich gegenüber und mustert Sharpe. Selbstvertrauen, Bedrohlichkeit… Skrupellosigkeit mit Gesichtsbemalung. Es könnte ein Spiegelbild sein.

Azrael Rage: "Du sprachst von einer Unverschämtheit? Was für eine Unverschämtheit soll das sein?"

Ein listiges Grinsen.

Sharpe: "Das fragst du noch? Wie kann es sein, dass ein dreifacher Undisputed Gerasy Champion im Opener gegen jemanden wie Wilson antritt, hm? Versteh' mich nicht falsch... ich halte tatsächlich große Stücke auf ihn. Tony tut das auch. Aber dennoch... du bist Azrael 'motherfucking' Rage! Du gehörst in den Main Event Spot, mein Freund. Aber das scheint aktuell eine Masche von der Bosslady zu sein... ihre Zugpferde zu bestrafen. Sieh' mich an... ich muss in einem verdammten Käfig gegen den elenden James Godd antreten. Pure Schikane, wenn du mich fragst. Ich besiege ihn, Käfig oder nicht. Aber es war Jona ein inneres Blumenpflücken, den Kampf noch mit dieser Stipulation zu garnieren."

Diese Situationen sind es, in denen ihm die Zigaretten fehlen. Der jungfräuliche Rauch, der Geschmack von Sicherheit.

Azrael Rage: „Die Dinge sind in der Tat noch nicht, wie sie sein sollten… So fühlen wir uns doch zu Größerem berufen.“

Ein verstehendes Nicken beim Champ.

Sharpe: "Du siehst... wir sind gar nicht so verschieden. Früher vielleicht einmal, aber jetzt nicht mehr.“

Der Teufel kneift die Augen zusammen.

Azrael Rage: „Wird das jetzt so ein Batman – Joker… Ding. Dazu verdammt einander immer nah zu sein, in den selben Ambitionen, aber mit dem gleichen Ziel.“

Blackheart fährt sich durch die Haare.

Sharpe: "Sicher nicht. Aber face it... wir sind die Letzten unserer Art in der PCWA. Und du glaubst gar nicht, wie sehr ich mich innerlich über deine Rückkehr gefreut habe. Egal, was früher zwischen uns gewesen ist. Ich meine... "

Urplötzlich schnellt Blackheart nach oben und beginnt, die Kabine des Teufels auf- und abzuschreiten.

Sharpe: "Sieh dich doch nur mal um? Ein James Godd tritt gegen mich um den Undisputed Gerasy an! Ein angeblich geläuterter Mad Dog erlebt seinen dritten Frühling als Fanliebling. AUSGERECHNET ER! Derjenige, der sich Eleven förmlich zu Füßen geworfen hat. Den buckligen Diener gegeben hat! Das macht mich KRANK, Adam... einfach nur krank. Und ich habe es satt, nach dem Schema zu leben, was Jona Vark uns versucht vorzugeben. Und genau deshalb, weil ich das NICHT MEHR tue, habe ich mir erneut den Gerasy umgeschnallt. Und DU... "

Seine Augen funkeln, als er mit Selbigen den Teufel fixiert, mit hochrotem Kopf und pulsierenden Adern am Hals.

Sharpe: "Du bist genauso. Vielleicht habe ich mir unbewusst deine Attitüde während deiner Abwesenheit angeeignet. Denn am Ende des Tages geht es nur um eines... "

Er streicht symbolisch mit beiden Händen um seine Hüften.

Azrael Rage: „Die PCWA… wie wir sie sehen. Ein Jagdgebiet für Wölfe. Eine Melodie, die die Gewalt bejubelte.“

Er holt etwas weiter aus.

Azrael Rage: „Einst habe ich geschaltet und gewaltet, wie ich wollte. Ich hätte diese kleine Fotze namens Mad Dog damals nicht einmal in meinem Schatten geduldet, aber aktuell steht er unter dem Schutz von Jona und ich habe gewissen Zugeständnissen zugestimmt… um hier wieder zu sein. Sein zu dürfen. Wie auch immer dem sei, ich blicke ebenfalls nostalgisch in die Vergangenheit und bin festen Willens den alten Status Quo wieder herzustellen. Aber wir dürfen uns nicht verzetteln. Die Zielscheiben schreien laut unsere Namen, Kevin… Die Mad Godds.“

Verächtliches Schnauben bei Blackheart.

Sharpe: "Pah! Mad Dog bezeichnet mich doch tatsächlich als SEIN 'Opfer'. Dieser arme Irre. Genauso wie James Godd, dem ich bei Out of Ashes die Grenzen aufzeigen werde. Aber du hast Recht... die Mad Godds könnten uns gefährlich werden... diese widerlichen Ritter in ihrer glänzenden Rüstung."

Ein Lächeln umspielt seine Lippen.

Azrael Rage: „Vielleicht sollten wir das Thema einfach auf eine rustikalere Art und Weise angehen.“

Das Lächeln des Rage scheint ansteckend. Auch Blackheart kann sich nicht das Lächeln verkneifen.

Sharpe: „Was genau schwebt dir denn vor?“

Azrael Rage: „Naja, wenn man ein krankes Bein hat, erschießt man nicht den Patienten… man kann das Bein abschneiden. Erst Barry Wilson und, wenn ich Jonas Meinung nicht ändern kann, dann muss ich eben die des Hundes ändern… Kevin, ich denke ich habe einige wundervolle Ideen…“

Blackheart macht eine dirigierende Bewegung mit den Händen.

Sharpe: „Das erinnert mich an einen Song von Stevie Nicks. Ja, man glaubt es kaum, ich bin ein großer Fan von ihr."

Und so summt der Champ leise vor sich hin.

Sharpe: "Just like the white winged dove, Sings a song, Sounds like she's singing... Who... who... who... Also... welches Lied singen wir, Adam?"

Vorsichtig legt Rage seine Faust auf den Glastisch.

Azrael Rage: „Immer diese ganzen Kopfspielchen. Sticheleien, geflüsterte Beleidigungen, Intrigen… sicherlich, probate Mittel, aber war es nicht ein so viel simpleres Mittel, dass stets den Erfolg mit sich brachte.“

Nicken bei Sharpe.

Sharpe: „Es ist also deiner Meinung nach so einfach?“

Azrael Rage: „So einfach!“

Genüsslich spricht er diese Worte aus. Kevin zieht die Kapuze wieder auf und unter dieser zeichnet sich ein bösartiges Grinsen ab.

Sharpe: „Well then... wetzen wir die Messer. Es gilt, ein paar lästige Beine abzuschneiden.“

Langsam hebt Rage die Faust.

Azrael Rage: „Wetzen wir sie nicht zu sehr. Es schmerzt mehr, wenn die Messer stumpf sind.“

Zack! Das Glas des Tisches bricht und zig Scherben pflastern den Boden.

Fasziniert blickt Sharpe zu dem scharfkantigen Glas.

Sharpe: „Aber… damit wir einander den Rücken stärken können, sollten wir vorerst vielleicht unsere eigenen Animositäten beiseite legen. Ich meine, schon klar, bin ja nicht bescheuert, du wirst früher oder später wieder meinen Titel jagen und natürlich werde ich dich dann wie jeden anderen Herausforderer demütigen und zerstören, aber bis dahin könnten wir einander überaus nützlich sein.

Er erhebt sich von der Couch und fixiert den alten Wolf.

Sharpe: "Also Adam, wie sieht es aus? Richten wir unsere Kriegsbeile für eine gewisse Zeit in andere Richtungen und lassen die alte Welt in neuem Glanze erscheinen… für die Wölfe? Oder wollen wir weiter aufeinander herum hacken, während sich Mad Dog und James Godd ins Fäustchen lachen.“

Rage mag in diesem Fall das Wort Wolf noch mehr, als eh schon. Denn Wölfe sind stärker als Hunde. So blickt er wieder in das Gesicht von Sharpe.

Azrael Rage: „Wenn ich dich heute sehe, erkenne ich dich fast nicht wieder zu früher, Kevin. Vielleicht war in der Vergangenheit nicht alles besser.“

Er beugt sich zu Rage hinunter und der Teufel sieht das Glitzern in Blackheart's Augen... sowie das immer breiter werdende Grinsen.

Sharpe: "Um bei Liedern zu bleiben... you ain't seen n-n-n-n-n-nothing yet... "

Sie lachen, wie zwei alte Freunde… zwei alte Freunde, die im Begriff sind eine unheilige Allianz zu schmieden.

Vincent Craven: "Oh nein... "

Mike Garland: "Was?"

Vincent Craven: "Das fragst du noch? Was sich hier abzeichnet, ist die wohl gefährlichste Partnerschaft in der PCWA aktuell!"

Mike Garland: "Pff... nur weil deine geliebten Mad Godds endlich mal Feuer unter dem Ar... "

Vincent Craven: "MIKE!"

Mike Garland: "Jaja, PG ich weiß... Also nur weil deine geliebten Mad Godds etwas Gegenwind bekommen, musst du hier nicht das jüngste Gericht proklamieren."

Vincent Craven: "Ich bin mir da nicht so sicher. Eine absolut unheilige Allianz, die sich da im Beginn ist zu schmieden."

Mike Garland: "Bah, du alter Schwarzseher. Schalten wir lieber nochmal Backstage zu Lisa!"


------------------ PCWA ------------------

Eine MAZ später – und die Übertragung ist backstage angelangt. Genauer gesagt vor dem großen PCWA-Logo, in dessen Vordergrund einen das fröhliche Gesicht Lisa Sanders' anlächelt. In eine figurbetonte dunkle Lederweste, weiße Bootcut Jeans und Sneakers gedresst, blickt sie aufmunternd in die Kamera.

Lisa Sanders: „Wertes PCWA Universe, einmal mehr befinde ich mich backstage … was nichts anderes bedeuten kann, als dass ein weiterer Superstar der Liga sich bei mir die Ehre gibt. Und so ist es auch: jemand, den ich inzwischen nicht mehr vorzustellen brauche, der aber andererseits auch noch nicht bei mir zum Interview erschienen ist. Jemand, der erst spruchreif war, dann präsent – und angesichts seiner Leistungen inzwischen nicht mehr wegzudenken. Bitte begrüßt mit mir und begleitet von seiner Partnerin Windy den Wettermann der Liga … den Tempest … Trent Cardigan!!!“

Die Interview-Blondine dreht sich kurz orientierend, dann treten die Angesprochenen ins Bild: Windy wie immer in etwas dunklerer Kombination aus Tanktop, Lederjacke, Kurz-Faltenrock und Leggins. Der Tempest hingegen wirkt eher wie ein Kontrast: diesmal in türkisen Longpants mit grüner Aufschrift. Auch Lederjacke und Bandana sind farblich so gehalten, zudem ziert eine Pflanzenranke als Halb-Makeup die rechte Gesichtshälfte … was aber erst richtig zur Geltung kommt, als er seine Sonnenbrille kurz runterschiebt und in die Kamera grinst.

Lisa Sanders: „Tja, Trent … wie man sieht: lasst Blumen sprechen … aber ich will es trotzdem noch auf die alte Art versuchen. Also: du bist mittlerweile in der PCWA angelangt – und konntest zumindest teilweise der Liga auch deinen Stempel aufdrücken. Siehst du das ähnlich?“

Seine Aufmerksamkeit wendet sich ihr zu: deutliche Schlitzohrigkeit ist in seine Augen spürbar.

Trent Cardigan: „Kann man so sagen, Lisa. Denn genau wie du sollte sich auch die Liga nicht wirklich täuschen lassen: trotz Maskerade steckt noch immer derselbe Wirbelsturm, dasselbe Flammenfanal und dieselbe Gewitterfront darunter, welche die bisherigen Naturkonstanten der PCWA schon ordentlich durchgewirbelt hat. Und genauso werde ich es auch in Zukunft handhaben.“

Lisa: „Nun, markige Worte, die gesprochen sind … und die scheinbar auch deinem Wesen entsprechen. Den meisten dürfte es mittlerweile aufgefallen sein, dass du kaum einer Herausforderung aus dem Weg gehst oder welche aussprichst. Einige mögen das als Tollkühnheit bezeichnen, andere als Gratwanderung. Wie siehst du das selber?“

Trent: „Wie ich das sehe?!“

Ein kurzes Kichern, bevor er zu Windy schaut …
… und im gleichen Atemzug Sanders Hand ergreift. Gekonnt und ohne Gegenwehr führt er diese an seine Gesicht, bevor er ihr einen Handkuss aufhaucht.

Eine zutiefst galante Geste – zumindest normalerweise. Aber nur der geneigte Fan weiß, was ein solcher für Lisa bedeutet. Ihr momentanes Gesicht spricht wortlos Bände.

Trent Cardigan: „… genau so oder ähnlich: eine Form der Höflichkeit in einem Business, das keine Höflichkeitsformen braucht. Wrestler und Wrestlerinnen stecken oft anfangs ihre Ziele und Reviere ab. Und ich zeige eben gleich klare Kante, dass ungefragtes Anschiffen bei mir nicht drin ist. Die Leute haben die Wahl … zwischen Rücken- und Gegenwind. Und leider entscheiden sich viele nun mal für eine steife Brise im Gesicht. Selbst Schuld würd ich mal sagen.“

Sanders hat sich mittlerweile wieder gefangen, blinzelt kurz.

Lisa: „U..und es sind nicht gerade wenige, die sich schuldig bekennen dürfen: angefangen von deinem früheren Kollegen Shadow über die Teilnehmer der großen Battle Royal,  über Tony Graves um die Cryption Crown bis hin zu den Ring Assassins. Und da sind noch nicht mal die Gäste eingerechnet, mit welchen du ebenfalls schon aneinander gerasselt bist. Kwoga, Graf Einauge … sogar Kaito Tokugawa …“

Der Wettermann blickt mit verklärtem Blick zur Decke.

Trent: „Oh ja, da werden Erinnerungen wach. Nicht immer schöne, aber dafür bizarre. Und was sagt mir das? Raubtiere greifen doch nur dann an, wenn sie eine Bedrohung sehen – also mache ich doch den richtigen Ersteindruck, oder?! Anders kann ich es mir nicht erklären, dass jemand wie Black King, der sonst in höchsten Titelsphären weilt, mich ins Visier nimmt. Oder dieser besoffene Freibeuter aus derselben Liga. Ja … sogar Kaito-San… Mister Mitsubishi … schon komisch: kommt her, ohne was gerissen zu haben, und legt sich gleich mit den Spitzen der PCWA an – vielleicht, weil er mich gerade deswegen ein wenig an den guten Shadow erinnert, find ich ihn neckisch. Aber abseits aller Nettigkeiten, Optionen und greifbarer Möglichkeiten – erstmal ne Basis schaffen. Und dafür muss und wird heute Graves aus dem Crown-Titlepic weichen. Frage mich sowieso, warum er dort herumwildert … vermutlich, weil er wie sein Kumpel und Champion die Witterung aufgenommen hat.“

Ein leises Raunen aus dem Off schwingt mit durch. Einen Faden, den die Blondine mit gewölbten Brauen nur zu gerne aufgreift.

Lisa Sanders: „Da ist die nächste Challenge, die in der Luft liegt. Man kann schon jetzt sagen, dass die Zeiten, in welchen der Tempest die PCWA beehrt, mehr als interessant sind…“

Schon geht der Blick hinter sie, wo das schwarzhaarige Valet bereits erwartungsfroh mit dem Kopf wippt.

Lisa Sanders: „…was mich zu der Frage bringt: Windy, wie hält man es an der Seite von jemandem aus, welcher gefühlt derart im Schussfeld steht?“

Windy lächelt noch immer, als sie ein wenig näherkommt, das Mikrofon greift und Sanders freundschaftlich die Hand um die Schulter legt.

Windy: „Tja, Lisa, was soll ich dir sagen?! Vielleicht die drei Dinge, die ich erst unlängst jemandem geraten habe: 1.) Man sollte sich und die Situation nicht zu ernst nehmen … 2.) Man muss wissen, was man will, denn die Entscheidung nimmt einem keiner ab … und 3.) es gibt immer jemanden, an den man sich wenden kann … oder – wie siehst du das?“

Ihr Blick geht direkt zur Interviewerin, die in dem Moment knallrot anläuft. Betreten wirkend schaut sie zwischen Kamera und der Schwarzhaarigen hin und her.

Lisa Sanders: „Äh … ich … äh …“

… doch bevor sie zu einer Antwort genötigt wird, hat Windy bereits wieder losgelassen, tätschelt beruhigend Lisas Schulter und blickt zu den Zuschauern hin.

Windy: „Zu gut Deutsch: an der Seite Trents weiß ich, was ich hab – und gleiches gilt für ihn. Jetzt muss nur noch die PCWA wissen, was sie an ihm hat.“

Trent Cardigan: „Ganz genau …“

Der Wirbelsturm steht nun an ihrer Seite, die Ray Ban ist abgenommen und seine Augen stieren in die Kamera.

Trent Cardigan: „… erste Zeichen habe ich vor und beim Brawlin' Rumble gesetzt – heute Abend gegen Tony Graves folgt das nächste. Also Liga, macht euch bereit.“

Damit drehen sich beide einander zu, geben sich einen kurzen Kuss und gehen dann aus dem Bild …
… natürlich nicht, ohne Lisa noch das Mikro zurückzugeben.

Diese schaut beiden noch ein wenig nach, bevor sie mit großen Augen die Schultern zuckt.

Lisa Sanders: „… und damit zurück zu Vincent und Mike.“


Mike Garland: "Vielen Dank, Lisa... Du solltest in nächster Zeit wieder häufiger Interviews führen, dann bist du auch nicht so nervös."

Vincent Craven: "Tja, mit einem momentanen Shootingstar an der Seite kann frau schon einmal hibbelig werden. Heute im Main Event könnte Trent Cardigan den nächsten Step folgen lassen."

Mike Garland: "Also von wegen 'Liga, macht euch bereit' - Cardigan sollte sich bereit machen, anstatt darüber zu prahlen, gegen wen er alles schon im Ring gestanden hat."

Vincent Craven: "Er darf schon zurecht stolz auf seine bisherige Leistung sein. Aber wenn es um Titel geht, dann sollte er heute Abend schon zugreifen; da hast du recht, Mike."

Mike Garland: "Natürlich. Ich habe immer Recht, Vince. Und deswegen kannst du mir auch glauben, wenn ich dir sage, dass Graves den Wirbelsturm stillen wird."

Vincent Craven: "Es wird definitiv spannend - zuvor stehen aber noch zwei andere Matches auf dem Programm. Und jetzt gilt unsere volle Aufmerksamkeit dem Opener, der in Kürze angeläutet wird."

Mike Garland: "Endlich! Rage wird Wilson zerstören!"

Vincent Craven: "Abwarten... "


------------------ PCWA ------------------

 

Jane Nelson: "Aus Roanoke Rapids, North Carolina, USA... ein Teil der PCWA Cotatores Champions... Barry Wilson... STEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEM!!!"

Das Publikum in Liverpool, oder besser gesagt die Liverpudlian's, spenden höflichlichen Applaus, als der Mann aus Roanoke durch den Vorhang auf die Rampe tritt. Der Rothaarige trägt schwarze, lange Hosen, ebensolch gefärbte Boots und schwarze MMA-Handschuhe. Er lässt noch einmal den Kopf kreisen, was der Nacken des großen Mannes mit einem lauten Knacken quittiert. Dann marschiert er langsam zum Ring.

Mike Garland: "Jaja, so schnell kann es gehen. Vom Vendetta Main Event in den Opener."

Vincent Craven: "Und das ist jetzt schlecht? Immerhin kämpft Wilson gegen niemand geringeren als Azrael Rage."

Mike Garland: "Was für DEN auch eine Erniedrigung sein muss. Ich meine... komm' schon... ein Azrael Rage im Opener? Jona ist verrückt gerworden."

Der Halbjapaner quittiert die Aussagen seines Co-Komentators nur mit einem Augenrollen. Barry ist derweil in den Ring geslidet. Er reißt kurz die Arme nach oben, dann begibt er sich in die Ringecke und erwartet seinen Gegner.

Und dann...

... kam die Dunkelheit

Sie war überall.

Kein Ort war sicher.

Er hat sie vor über einer Dekade hierher gebracht.

 

 

Wir alle wussten, dass er da ist.

Zurück von den Toten.

Der Eine!          Der Keine!          Der Verbannte!          Der Verkannte!

Die Geißel der PCWA...

... ihr letzter Wolf.

Ich bin wieder da...

In meinem Revier!

***

Im Ring wird gesiegt.
Ich liebe den Ring!
Ich zerbreche Träume!
Ich träume sie neu.

 

***

Ich höre meine Musik.
Atme meine Luft.
Mache meine Gesten.
Lausche meinen Fans!

 

 

***

 

Bezeichnet mich wie ihr wollt...
Wütend, blutdurstig, rücksichtslos.
Mann, Monster, Dämon.
Ein Teil der Fabrik.

 

***

 

Aber vollkommen gleich wie...
... Azrael Rage genügt.
Immer.

Jane Nelson: "Aus San Diego, Kalifornien, USA... AZRAEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEL RAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAGE!"

Ohne große Show begibt sich der alte Wolf in Richtung des Seilgevierts. Als Rage im Ring angekommen ist, gibt Ringrichter Funaki das Signal an den Zeitnehmer. Es geht los!

Opener
- Stand your Ground-
Singles Match

Bild
Bild
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Die beiden, man muss es so nennen, Giganten stehen sich regungslos im Ring gegenüber. Die Anspannung ist förmlich zu spüren. Der Teufel geht einen Schritt näher an Wilson heran. Er muss den Kopf leicht nacht unten beugen... die Köpfe der Männer trennen nur noch wenige Zentimeter... dann...

 

SLAP!!!

 

Der Rekord Gerasy-Champion der PCWA verpasst dem Mann aus Roanoke eine schallende Ohrfeige!

Mike Garland: "HAHA! Da siehst du, was Azrael Rage über dieses Match denkt! Wunderbar!"

Vincent Craven: "Und ich finde es einfach nur respektlos Wilson gegenüber. Aber wir wissen ja, dass ein Azrael Rage sich nie ändern wird."

Es scheint so. Der alte Wolf streicht sich das ergraute Haar aus dem Gesicht und blickt Barry mit einem herablassenden Lächeln an. Der Rothaarige ist zwei Schritte nach hinten getaumelt und hält sich die Wange. Dann runzelt er die Stirn, schüttelt den Kopf und geht die zwei Schritte wieder nach vorne, um sich erneut Rage gegenüber zu stellen. Der nickt... beinahe anerkennend... doch...

Vincent Craven: "RAGE VERPASST IHM ERNEUT EINE SCHALLENDE OHRFEIGE!"

Mike Garland: "Richtig so! Noch eine!"

Vincent Craven: "Wenn das mal nicht zum Bumerang wird... "

Erneut ist Wilson zwei Schritte zurück getaumelt. Doch abermals schüttelt er den Kopf und stellt sich erneut seinem Gegner. Mit einem Knurren stürzt sich der Teufel auf Wilson... doch der macht einen beinahe schon eleganten SIDESTEP! Während Azrael an ihm vorbei jagt hot er mit der rechten Hand aus... und verpasst seinem Gegner einen SCHALLENDEN KLATSCHER auf den Hinterkopf!

Vincent Craven: "Wie ich sagte... Bumerang."

Der alte Wolf wirbelt sofort herum. Die Wut über diese Respektlosigkeit steht ihm in's Gesicht geschrieben.

Mike Garland: "Na, herzlichen Glückwunsch, Wilson. Jetzt hast du den Teufel WÜTEND gemacht... "

Das ist nicht zu übersehen. Mit einem Aufschrei der Wut stürzt sich Azrael auf Wilson. Der macht wieder einen schnellen Schritt zur Seite... doch damit hat Rage gerechnet und bremst abrupt ab! Dann schnellt seine rechte Hand nach vorne...

 

THROAT THRUST!!!

 

Vincent Craven: "Das hat gesessen! Barry hält sich den Hals und taumelt einen Schritt zurück!"

Azrael Rage scheint nun auf Betriebstemperatur erhitzt zu sein! Sofort ist er bei seinem Gegner, schnappt diesen am Arm und WHIPPT ihn in die Seile! Wilson nimmt Fahrt auf, federt im Seil ab und jagt wie ein ICE auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke auf Rage zu. Der nimmt kurzen Anlauf...

 

SHOULDER BLOCK!!!

 

Mike Garland: "DAS GLAUBE ICH NICHT!!!"

Glaub' es ruhig. Auch das Publikum quittiert das Geschehene mit einem überraschten Raunen. Was ist passiert? Barry Wilson ist entgegen der Erwartung NICHT zu Boden gegangen! Er ist lediglich zwei Schritte zurück getaumelt, hat mittlerweile aber nun einen festen Stand erreicht. Der alte Wolf legt den Kopf schief...

Mike Garland: "Was hat der vor?"

Vincent Craven: "Das einzig richtige in der momentanen Situation.. "

Exakt! Ohne zu zögern dreht er sich um und whippt in die Seile... durch den Schwung nimmt er nun seinerseits Fahrt auf... und verpasst Stem erneut einen SHOULDER BLOCK!

DOCH DER BLEIBT ERNEUT STEHEN!

Vincent Craven: "Ist das ein verzweifeltes Kopfschütteln, was meinst du, Mike?"

Mike Garland: "Mit Sicherheit nicht. Azrael hat einen Plan."

Und der gestaltet sich derart, das er beide Arme nach oben reckt, die Handflächen nach aussen gedreht und die Finger abspreizt. Stem runzelt die Stirn und blickt zur Seite zu den Fans. Und die geben die entsprechende Antwort.

 

DO IT!!!

DO IT!!!

DO IT!!!

 

Barry setzt eine entschlossene Miene auf und geht auf Rage zu. Langsam hebt er ebenfalls die Arme und die Finger der beiden Kontrahenten verkeilen sich ineinander. Für eine gefühlte Millisekunde verharren die beiden Riesen in der Position... doch dann drückt Rage zu und die Arme werden zur Seite gedreht!

Dann verlagert Azrael seinen Stand und zwingt Wilson's Hände, die von seinen Eigenen wie Schraubstöcke umklammert werden wieder in die Höhe. Die Muskulatur an den Armen beider Männer ist bis zum Zerreissen gespannt, doch der Teufel beginnt nun, Stem mit ausgestreckten Armen nach unten zu drücken.

Mike Garland: "Ha! Damit hat der Rothaarige nicht gerechnet! Er mag stark sein, aber niemand ist so stark wie Azrael Rage!"

Wie ein Wahnsinniger stemmt sich Barry gegen den Druck, doch der alte Wolf ist unerbittlich. Und so knickt Wilson ein und geht mit einem Knie auf die Matte. Der Teufel kostet den Moment voll aus, lässt aber seinem Gegner keinen Millimeter! Dann drückt er erneut zu... und Wilson geht mit beiden Knien auf die Matte!

Vincent Craven: "Dieses Grinsen Von Rage ist einfach nur widerlich."

Mike Garland: "Stell dich nicht so an. Er zeigt dem Grünschnabel eben, wo der Frosch die Locken hat."

Immer weiter drückt Azrael den Mann aus Roanoke nach unten! Doch dann löst er urplötzlich den Griff! Barry ist mehr als überrascht und fällt nach vorne, hatte er doch immer noch versucht, sich gegen Rage zu stemmen. Der Teufel nutzt den Überraschungsmoment und verpasst Wilson einen harten KICK in den Rücken!

Mike Garland: "Schaue zu, erfahre Schmerz und lerne, Barry."

Vincent Craven: "Du bist einfach nur widerlich."

Mike Garland: "Und du bist und bleibst ein Weichei."

Mit einem genervten Seufzer konzentriert sich der Halbjapaner wieder auf das Geschehen im Ring. Dort reisst der alte Wolf den Rothaarigen unsanft an den Haaren nach oben und whippt ihn in die Seile! Stem nimmt Fahrt auf, federt im Seil ab und jagt wieder auf seinen Gegner zu... der macht einen Sidestep... und hebt Wilson aus!

 

FLAPJACK!!!

INTO EUROPEAN UPPERCUT!!!

 

Der Unterarm von Rage trifft genau in' s Ziel... Wilson's Kinn! Der klatscht hart auf die Matte, doch sofort ist die lebende Qual wieder über ihm und reisst ihn erneut nach oben! Kurz umfasst Rage von hinten die Hüften seines Gegners... und zieht an! Doch Barry wehrt sich mit Leibeskräften dagegen... aber vergeblich. Rage verpasst ihm einen HEADBUTT in den Rücken... mit einem Aufschrei der Anstrengung zieht er erneut an... und DIESMAL funktioniert es!

 

OVERHEAD BELLY TO BELLY SUPLEX!!!

 

Vincent Craven: "Welche Kraft!!!"

Mike Garland: "Sag' ich doch! NIEMAND kann es mit Rage aufnehmen was das angeht!"

Und der ist noch nicht fertig! Erneut wird Wilson nach oben gerissen... die Hüften umklammert...

 

OVERHEAD BELLY TO BELLY SUPLEX!!!

 

Mike Garland: "Und auch der sitzt! Du weisst, was nun kommt?"

Vincent Craven: "Ja. Leider. Der dritte Suplex... Rage will den TRIABOLO zeigen!"

In der Tat. Die drei Overhead Belly to Belly Suplexes sind ein Markenzeichen des Teufels! Und tatsächlich kommt Rage wieder nach oben... allerdings etwas langsamer als vorhin.

Vincent Craven: "Konditionell scheint es bei Azrael noch nicht so richtig gut zu sein."

Mike Garland: "Pah. Für Wilson wird's reichen."

Das werden wir gleich sehen. Denn Rage hat Barry wieder nach oben gezogen und dessen Hüften von hinten umklammert. Zur Sicherheit verpasst er seinem gegner noch einen FOREARM an den Hinterkopf. Dann... HEBT ER IHN ERNEUT AUS!

NEIN!

Mike Garland: "Stem stemmt... hehehe, was ein Wortwitz... sich gegen den Ausheber!"

Vincent Craven: "Rage zieht und zerrt, doch Barry wirft sich mit aller Mach dagegen!"

In der Tat. Und Wilson hat anscheinend nun genug! Er kelt nach hinten aus und verpasst Azrael einen ELBOW an den Kopf! Sofort lässt der den anderen Ellenbogen folgen... UND AUCH DER TRIFFT IN'S ZIEL! Der Wolf muss den Griff um die Hüften lösen! Sofort wirbelt Barry herum und bearbeitet seinen gegner mit einer schnellen Kombination aus FISTS und KICKS!

Vincent Craven: "Barry geht in die Offensive! Rage hat alle Hände voll zu tun, um die Schläge und Tritte abzublocken!"

Mike Garland: "Komm' schon, Azrael! Lass dich nicht so vorführen!"

Doch der hat gerade wirklich seine Mühe, dem rothaarigen 'Wrecking Train' irgendetwas entgegen zu setzen. Wilson schließt seine Offensive mit einem krachenden SIDEKICK in Rage's Seite ab! Der Teufel krümmt sich und hält sich die Seite, doch Stem bleibt dran! Er kickt Rage in den Magen... dann zieht er ihn heran...

 

DOUBLE ARM DDT!!!

 

Krachend geht der Rekord-Gerasychampion auf die Matte! Stem schnellt wie ein Schnappmesser nach oben, umgreift die Haarpracht von Rage und zerrt diesen unsanft nach oben. Dann geht er drei Schritte zurück... UND DREHT SICH UM DIE EIGENE ACHSE!!!

 

DIXIE MAFIA DECAPITATION!!!

 

Mike Garland: "Verdammt! Die Discus Lariat sitzt perfekt!

Vincent Craven: "Ohja, und wie! Azrael muss auf die Matte!"

Und die Fans spenden Applaus für die Leistung des Rothaarigen. Der stützt sich am Seil ab und hat nun endlich die Möglichkeit, etwas zu Atem zu kommen. In der Ringmitte kommt Azrael Rage wieder langsam auf die Beine, auch er atmet schwer. Und schon sind die Fans wieder am Start.

 

LET'S GO, RAGE, LET'S GO!!!

LET'S GO, RAGE, LET'S GO!!!

LET'S GO, RAGE, LET'S GO!!!

 

Vincent Craven: "Das englische Publikum ist einfach fantastisch, oder nicht, Mike?"

Mike Garland: "Wieso? Weil sie einen der Besten in dem Business anfeuern? Das sollte PFLICHT sein!"

Vincent Craven: "Warum arbeite ich nur mit dir... "

Das fragt sich sicherlich auch der Eine oder Andere in der Halle und an den TVs. Im Ring stehen sich Azrael Rage und Stem nun wieder gegenüber. Und diesmal ist es der Rothaarige, der beide Hände in die Höhe streckt.

Mike Garland: "Schon wieder? Barry hat doch am Anfang des Matches die Kraftprobe schon verloren... "

Vincent Craven: "So etwas nennt man Selbstbewusstsein, Mike."

Mike Garland: "Wie auch immer... "

Ein beinahe schon annerkennendes Nicken beim Teufel... er geht auf Wilson zu und seine Hände verkeilen sich mit denen seines Gegners. UND BEIDE DRÜCKEN ZU!

Vincent Craven: "Jetzt bin ich gespannt, wie das ausgeht."

Erneut kollidieren die zwei Urgewalten miteinander, die ineinander verkeilten Hände in die Höhe gestreckt. Rage versucht, die Arme wie am Anfang des Matches nach unten zu drücken, doch Wilson widersteht dem Druck. Er verlagert sein rechtes Bein nach hinten, das Linke geht ein Stück nach vorne. Somit verschaft sich Barry eine leicht erhöhte Position. Und so...

Mike Garland: "Ich fasse es nicht! Stem drückt Rage tatsächlich nach unten! Mit AUSGESTRECKTEN Armen!!!"

Vincent Craven: "Was am Anfgang des Matches noch zu Rage's Gunsten ausging.. aber das Blatt hat sich anscheinend gewendet."

Mike Garland: "Wunder mich nicht. Rage kann auch noch gar nicht seine frühere Kondition erreicht haben."

Vincent Craven: "Bedenke auch, dass sein Gegner neunzehn Jahre jünger ist."

Richtig. Aber ein Azrael Rage gibt nicht auf! Verdammt, ist der Junge kräftig... er beisst die Zähne zusammen und wehrt sich gegen den unerbittlichen Druck, der sich ihm hier entgegen stellt. Doch Wilson schafft es, noch härter zuzudrücken... und ein Knie des Teufels knickt ein. Er wehrt sich nach Leibeskräften... aber Barry drückt ihn unerbittlich weiter nach unten!

Vincent Craven: "Rage muss aufpassen!"

Mike Garland: "Das kann... ACHTUNG!"

Ein Raunen geht durch das Publikum! Barry hat eine Millisekunde den Druck verringert... Diesen Moment nutzt Rage! Er befreit seine linke Hand, schnellt nach oben und verpasst Wilson einen HIGH KNEE LIFT!!! Der kippt kurz nach vorne, und Rage verpasst ihm mit Links einen harten CHOP! Und so entlässt Stem auch die andere Hand seines Gegners in die Freiheit... und der...

 

FINAL SIN LARIAT!!!

WILSON DREHT SICH EINMAL UM DIE EIGENE ACHSE!!!

 

Mike Garland: "AUS DEM NICHTS!!!"

Vincent Craven: "Auch das hat sich nicht geändert... mit Rage's Finisher ist immer zu rechnen!"

Mike Garland: "Das hat Wilson nun hoffentlich auch gelernt!"

Und sofort ist der Teufel auf seinem Gegner und hakt beide Beine ein! Funaki ist unten und zählt...

 

...eins...

 

...zwei...

 

...DREI!!!

 

Vincent Craven: "Das war's!"

Sofort rollt sich Azrael Rage von seinem Gegner herunter und direkt aus dem Ring. Die Ringsprecherin erledigt den Rest.

Jane Nelson: "Der Sieger... AZRAAAEEEEEEEEEEEEEL RAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAGE!"

Der Teufel wartet erst gar nicht auf Jubel oder Buhrufe. Er will sofort Backstage. Hoffentlich hat Vark gut zugesehen. Nochmal wird er sich so eine Unverschämtheit nicht bieten lassen. Im Ring sitzt derweil Barry Wilson... mit der Erkenntnis, dass er schon wieder einen Einzelkampf verloren hat.


------------------ PCWA ------------------

Backstage sehen wir Ronin, der gerade auf einer Matte sitzend Atemübungen macht, und Jimmy Maxxx, der mal wieder die Augen verdreht bei Ronins "Yogaübungen" und immernoch zwischen gut und schlecht gelaunt schwankt.

Jimmy Maxxx: "Da wird mir seit Jahren vorgeworfen, dass ich nur wirres Zeug vor mich hin rede und mir Fakten zusammen mische oder einbilde. Und dann blubbert Lara Lee da in der letzten Show sich einen vom Ast, als ob es keinen Morgen mehr gäbe. Und warum hast du eigentlich nichts zu sagen gehabt?"

Ronin: "Bei eurer hitzigen Diskussion wäre ich mit meiner stoischen Art fehl am Platz gewesen. Dazu wirkte es Recht persönlich zwischen euch."

Jimmy Maxxx: "Du hast doch aber selbst gesehen, wir sind in den Köpfen von Carnageddon. Die beiden können reden, wie sie wollen, ihre Reaktion spricht Bände. Wenn es ihnen wirklich egal wäre, würden sie bestimmt nicht so abgehen. Ein Paradebeispiel für die Verleumdung der heutigen Zeit. Nicht nur vor anderen sondern auch vor sich selbst. Sie reden sich ein, dass ich irrelevant wäre. Oder wir. Aber ihre Emotionen sagen etwas anderes!"

Ronin: "Sie sind genauso in deinem Kopf."

Der Berliner geht etwas auf und ab, vertieft sich in seiner Gedankenwelt.

Jimmy Maxxx: "Sag mal, was ist eigentlich genau dein Ziel in der PCWA? Ich weiß, dass du auf diesen Ying und Yang Quatsch abfährst und dass du den inneren Frieden suchst und all das. Aber warum dann hier? Was suchst du hier in der PCWA? Den Ruhm? Den Weltmeistertitel? Was?"

Ronin schüttelt leicht den Kopf.

Ronin: "An manchen Punkten solltest du für dich tiefer graben. Das hier ist relativ einfach. Ich wollte wieder in den Ring und ich wohne in Berlin. In einer anderen Stadt wäre es eine andere Liga geworden. Ich hätte es genauso an jedem anderen Ort versuchen können, an dem es die Möglichkeit gibt. Ruhm, Titel, das sind schöne Dinge, deren Wert ich nicht klein reden will. Aber sie sind nichts im Vergleich dazu hier drinnen zu wissen, wie sehr ich über meine Grenzen hinausgehen kann, zu wissen, wie weit mich mein Wille bringt, und zu spüren, dass ich etwas machen kann, für das ich brenne."

Er tippt dabei an seinen Kopf.

Jimmy Maxxx: "Das klingt für mich wie der alte Fußball-Spruch, daas der Ball rund ist und ein Spiel 45 Minuten dauert. Sorry, aber einem spirituellen Typen wie dir kaufe ich nicht ab, dass er nur zufällig hier ist. Wenn wir wirklich gegen Carnageddon angehen wollen, müssen wir endlich auf einer Seite stehen, Ronin. Und das heißt auch, dass wir dieselbe Sprache sprechen müssen. Oder auch einander verstehen. Aber das kann ich schlecht, wenn du immer in Rätseln sprichst und Geheimnisse hast."

Bei dem Kommentar zum Fußball möchte Ronin kurz etwas sagen, er lässt es dann aber doch sein.

Ronin: "Für mich gibt es keine Zufälle, nur Gelegenheiten und Chancen. War es einfach Zufall, dass der Kopf von Cage über einem Stuhl hing, oder eine Gelegenheit, die man nutzen muss? Für mich letzteres."

Eigentlich möchte er noch weiter reden, aber Jimmy wirkt wie am nächsten Gedanken, den er nicht unterbrechen will.

Der Berliner wirkt nachdenklich und verwirrt. Ob die beiden so wirklich als Team bestehen werden?

Jimmy Maxxx: "Genauso wie Lara Lees Wunsch das ganze nach GW... naja nach gewissen Regeln abzuhalten. Kann sie die Vergangenheit nicht ruhen lassen? Oder am besten einfach ihre Wrestling Karriere ruhen lassen? Sie hätte nach ihrem "Unfall" in Kalifornien einfach abtreten sollen. Weiß nicht, Bodybuilderin werden oder so. Ein glückliches Leben leben, statt ihren verfickten Frust hier abzulassen und diese Liga noch miserabler wirken zu lassen, als sie schon ist. Ich meine, die meisten Leute hier sind arrogante, überhebliche Wichser, aber wenigstens sind sie dabei Happy und versuchen nicht ständig einen umzubringen. Das ist immerhin mein Job!"

Ronin nickt und seine Mine verdunkelt sich dabei ein wenig.

Ronin: "Ich konnte meine Vergangenheit ebenfalls nicht ruhen lassen. Nur dass es mir hilft. Würde es das nicht, wäre die Vergangenheit eben das für mich: vorbei."

Er denkt einen Moment nach, verzieht das Gesicht und fährt sich durch den Kinnbart.

Ronin: "Ich denke, wir sollten nicht darauf vertrauen, dass wir intuitiv zusammenwirken. Wir müssen die Teamarbeit planen und nicht spontan als "Team" auftreten, ohne zu wissen, was wir genau vom anderen erwarten. Und vor allem sollten wir unseren Ringstil aufeinander abstimmen. Ich zermürbe, suche mir den Arm, bis er für das Finale bereit ist. Das hat bereits gewirkt, aber das wird im Team nichts bringen, wenn dein Plan grundsätzlich anders ist. An den Punkten musst du als Teamcaptain die klaren Ansagen machen."

Da hebt der Berliner den Finger.

Jimmy Maxxx: "Und genau da fängt diese Diskrepanz schon an, Ronin. Wieder und wieder nennst du mich den Anführer, den Team Kapitän. Aber das bin ich nicht, Ronin, und werde ich auch nie sein. Ich bin ein Freigeist, das was du immer behauptest zu sein. Seit Wochen jetzt versuche ich dir das klar zu machen, ich bin diese Zusammenarbeit eingegangen, weil du hier gesessen hast in einem dunklen Zimmer mit gewissen Symbolen und einen gewissen Eindruck gemacht hast. Einen Eindruck, dass ich endlich jemanden hätte, der diesen dunklen Weg mitgehen will, der anders sein will als die anderen. Doch jetzt auf einmal laberst du seit einigen Shows mir die Ohren voll mit diesem Ying und Yang Friedensgelaber und tust so, als hättest du keinen einzigen bösen Knochen im Körper. Was bedeutet: Entweder bist du nicht ehrlich zu dir oder zu mir. Beides nicht gut für unsere gemeinsame Zukunft."

Dann starrt er etwas angefressen ins Gesicht von Ronin.

Jimmy Maxxx: "Ich habe schon vielen Menschen vertraut, Ronin, meistens zu meinem Verderben. Mein Frust, meine Gedanken und meine Lebeneinstellung. Das hier, was du siehst, das kommt nicht von irgendwo her. Das ist keine Fassade oder eine Rolle. Die habe ich früher benutzt, um das hier zu verdrängen, um mich bessser zu fühlen und damit andere mich mögen. Bis ich gemerkt habe, Menschen mögen einander nicht. Sie nutzen nur jeden, der einen voran bringt. Du bist nur so gut, wie deine nächsten 5 Minuten. Ich sage dir also, wenn du nicht voll und ganz hinter dieser Sache stehst, dann sag es mir lieber jetzt."

Ronin mustert Jimmy für einen Moment mit einem schiefen Blick.

Robin: "Ich habe sie, ich kontrolliere sie nur und lasse ihnen in wenigen Momenten freien Lauf. Oder denkst du, ich hätte den Kopf von Adam Cage ohne meine bösen Knochen auf einen Stuhl hämmern können?"

Der Blick von Ronin wird fester, schon fast herausfordernd.

Ronin: "Ich stehe hinter der Sache, wenn du mir zeigst, dass Du hierfür Verantwortung übernimmst. Freigeister können etwas gutes sein, aber die Grenze vom Freien, der sich nicht kontrollieren lässt, und demjenigen, der es zu nichts bringt und sich deshalb frei nennt, sind eng beieinander. Zeig mir, dass du hier Verantwortung trägst, sonst sind wir nur zwei Anarchisten, die sich gegenseitig auf die Füße treten."

Auch Jimmy schaut etwas angespannt.

Jimmy Maxxx: "Siehst du! Und genau da kommt dieses "Vertrauen" Ding ins Spiel, Ronin. Ist es so, dass du willst, dass ich die Verantwortung übernehme, oder möchtest du einfach nur keine tragen? Wenn du nur jemanden suchst, der sich vor dich hinstellt und den Klassenclown spielt, während du nur zuguckst, bist du an der falschen Stelle. Als ich dich gefragt habe, da wollte ich dich mit zu mir in die Mitte des Geschehens der PCWA ziehen und dein Potenzial rausholen. Und nicht mit dir über Yoga und den Buddha sprechen. Oder mich mit anderen anlegen, während du nur dastehst."

Er dreht sich etwas von Ronin ab, wirkt gerade etwas gereizt.

Jimmy Maxxx: "Wenn du willst, dass ich etwas die Führung übernehme, gut. Aber ich brauche keinen, der nur hinter mir steht, Löcher in die Luft starrt und mich die ganze Arbeit machen lässt. Wenn du ein Problem hättest, würde ich auch mich einbringen, statt dich immer zu fragen, was ich jetzt tun soll. Du hast einen Kopf, denk selber nach und tue auch was. Dann kann das hier auch funktionieren. Aber bestimmt nicht, wenn du dich auf einer Aktion gegen Page ausruhst, bei der man sagen kann, dass es so wäre, dass man 50 Shades of Grey mit Hardcore SM Porno vergleicht. Ich habe schon Dinge gesehen oder getan, dafür würdest du achtkantig aus der PCWA fliegen. Und wenn du nicht langsam begreifst, was das für eine Schlacht werden könnte, kann ich auch gleich alleine gegen die Beiden antreten."

Ronin nickt und wirkt durchaus zufrieden mit den Antworten.

Ronin: "So langsam kommen wir der Sache näher. Ich werde als Rookie einem Veteranen nicht spontan das Mikro abnehmen, vor allem nicht, wenn es für alle anderen eine persönliche Sache ist, aber kommt die Faust, bin ich wie ein gespannter Bogen jederzeit bereit. Nächsten Monat übernehme ich das Mikro im Ring, aber nach meinen Regeln. Ich werde mir die Geschichte der beiden ansehen und mir etwas zurechtlegen."

Ronin hält ihm zum Abschluss noch die Faust entgegen. Keine nötigen Worte mehr.


Vincent Craven: "Storming-Phase bei Ronin & Maxxx... Sieht aber so aus, als würden sie bald in die Performing-Phase übergehen oder, Mike?"

Mike Garland: "Was auch immer das dann für eine Performance werden soll... Ronin möchte sich jedenfalls in die angespannte Situation zwischen Maxxx und Carnageddon hinein arbeiten, nachdem er zuletzt still daneben stand. Klingt nach einer passablen Idee."

Vincent Craven: "Alleine war es für Maxxx das letzte Jahr über auch verdammt schwer, selbst wenn er einige Nadelstiche setzen konnte. Dennoch schwingt genau dieser Umstand immer noch mit, wenn ich mir die beiden so ansehe."

Mike Garland: "Vielleicht auch ein Grund, weswegen Ronin sich erstmal nicht persönlich hat reinziehen lassen. Aber wenn er es mit Maxxx ernst meint, muss er es wohl oder übel. Desweiteren glaube ich Maxxx durchaus, dass er Parallelen zwischen ihm und Ronin entdeckt hat und er ihn nicht nur wählte, um seine Unterzahlsituation auszugleichen."

Vincent Craven: "Carnageddon kann sich jedenfalls warm anziehen. Und das vor allem, nachdem es kürzlich Streit im Team gab und Barry Wilson im Opener unterlag. Werfen wir deswegen einen Blick auf Stem und darauf, wie er mit der Niederlage umgeht."


------------------ PCWA ------------------

Schwer atmend steht Barry Wilson backstage, die massiven Arme in die Hüften gestemmt. Schweiß tropft von seiner Stirn.

Stem: "VERDAMMT!"

Er hatte ihn doch fast. Oder doch nicht? Er war sich sicher, Azrael Rage schlagen zu können. Doch er hat es wieder einmal vermasselt. Wütend schlägt er mit der Faust gegen die Wand.

Stem: "Mist!"

Kurz nach seinem Schlag ist auch schon ein weiteres klatschendes Geräusch zu vernehmen, jedoch sind es dieses Mal ganz deutlich Hände, die gegeneinander klatschen. Somit ist auch klar, wer hier gerade um die Ecke geschlichen kommt: Team Happy Hour.

Immer noch tragen die beiden ihre neuen Shirts mit der "The Antidote for Deception is HAPPYNESS!" Aufschrift und ihre modischen Sonnenbrillen, welche die beiden auch schon trugen, als sie kurz vor dem Match ihren Trainer besuchten. Banes blickt kurz zu Stem, der die beiden noch nicht bemerkt hat, dann flüstert er kurz etwas ins Ohr seines Partners und Bray-Bray bewegt sich schließlich vorsichtig auf den Riesen zu, der schnaufend an der Wand steht. Als Bray-Bray schließlich neben ihm steht, räuspert er sich kurz und winkt dann mit seiner Hand völlig unerwartet vor dem Gesicht von Barry.

Brandon Cornwallace: "Kuckuck, da sind wir wieder!"

Banes kommt nun auch hinterher, während der Blick von Stem etwas verwundert zu den beiden Happys huscht. Cornwallace spricht jedoch unbeirrt weiter.

Brandon Cornwallace: "Wir haben gesehen, dass du mies drauf bist, aber gräme dich nicht, mein Freund. Gegen den Trainer kann schließlich Jeder verlieren!"

Im Hintergrund nickt Banes mit dem Kopf.

Brandon Cornwallace: "Der Trainer ist nämlich ein großer Mann und mehrfacher PCWA Champion. Er hätte schon den Rumble gewonnen, wenn Jona Vark unseren großartigen Plan nicht ruiniert hätte!"

Einmal mehr nickt sein Partner mit dem Kopf und kommt schließlich neben Bray-Bray endlich auch zum Stehen. Banes ergreift nun selbst das Wort.

Gordon Banes: "Ja, aber sie wird ihren Fehler noch schwer bereuen, so wie Deception es bereut haben ihre PCWA Karrieren gegen uns aufs Spiel zu setzen."

Ernst blickt Gordon den Riesen vor ihm an. Für ihn sind die Zeiten der Freundschaft endgültig gezählt, seitdem Carnageddon sich die Gürtel geholt haben, welche er selbst wieder in seinem Besitz wissen möchte. Bray-Bray sieht in den beiden Carnageddon Membern zwar immer noch Freunde, doch das wird sich mit der Zeit auch noch legen. Wenn der Trainer erst einmal das gemeinsame Training mit ihnen wieder aufgenommen hat, werden sie nicht mehr zu stoppen sein.

Stem: "Ich könnte mich ohrfeigen! Ich hatte ihn so knapp an der Niederlage... trotzdem danke ich euch, Jungs. Aber das hilft mir aktuell nicht wirklich weiter. Ich bin es wirklich leid, ständig in Einzelkämpfen zu versagen. Ihr nehmt es mir also bitte nicht übel, wenn mir Aufmunterung gerade nicht wirklich hilft."

Bray-Bray blickt ihn etwas enttäuscht an.

Brandon Cornwallace: "Aufmunterung kann JEDER gebrauchen und zwar IMMER!"

Doch noch ehe Barry darauf reagieren kann, winkt Gordon Banes bereits ab.

Gordon Banes: "Lass gut sein, Bray-Bray, deshalb sind wir sowieso nicht hier aufgetaucht!"

Womit klar sein dürfte, dass die beiden Happy Guys alles andere als zufällig nach dem Match hier aufgetaucht sind. Sie hatten von Anfang an vor Stem hier abzupassen. Banes lächelt kurz wissend, während der Rothaarige sich strafft. Sofort springen die Alarmglocken in seinem Kopf an. Hier stimmt was nicht.

Stem: "Rede ruhig weiter. Wieso seid ihr hier aufgetaucht?"

Banes geht einen Schritt auf den Riesen zu und blickt furchtlos hinauf.

Gordon Banes: "Ist das nach unserem großen Triumph der letzten Vendetta nicht offensichtlich? Wir wollen einen Titleshot."

Mit ernster Miene versucht er Barry in die Augen zu blicken, auch wenn er sich dafür ein wenig auf seine Zehenspitzen stellen muss. Der widerum seufzt.

Stem: "Glaub mir, Gordon. Da seid ihr nicht die Einzigen."

Banes winkt ab.

Gordon Banes: "Wen interessieren die anderen Teams? Hier geht es um uns. Und UNS habt ihr beiden noch NIE besiegen können! Simple as that!"

Er nickt überzeugt mit dem Kopf und tritt wieder einen Schritt zurück, um sich erneut neben seinen Partner zu platzieren. Und der hat auch noch ein paar Worte parat, in der Hoffnung die Situation dadurch nochmal ein wenig entspannen zu können.

Brandon Cornwallace: "Außerdem haben wir euch damals auch einfach so eine Chance gegeben, Dudes, da wäre es nur fair, wenn ihr den Gefallen erwidert!"

Er lächelt in Richtung Stem und hebt den Daumen, während sein Partner völlig emotionslos neben ihm verweilt. Barry lächelt. Er mag die neue EInstellung der Happies immer noch.

Stem: "Richtig, wir haben euch nie besiegt. Aber nun sind Lara und ich die Träger der Trophy. Und nicht einmal unverdient, würde ich sagen. Oder?"

Kurz blicken sich die Happies an... dann nicken sie unisono.

Stem: "Danke. Das ist mir von euch wirklich wichtig. Aber... es liegt nicht in unserer Hand. Wir haben bereits Maxxx und Ronin einen Kampf um die Titel versprochen. Wenn ihr beiden das also wirklich wollt... dann solltet ihr die Beiden fragen.

Banes blickt den Anderen grimmig an. Cornwallace wirkt etwas ratlos und zuckt kurz mit den Schultern.

Gordon Banes: "Hätte ich mir ja denken können. Aber der Trainer hatte uns schon vorgewarnt. Dann räumen wir Maxxx und Ronin eben auch noch aus dem Weg und kommen dann nochmal auf euch zurück."

Er nickt seinem Partner überzeugt zu und klopft diesem auf die Schulter.

Gordon Banes: "Also dann ... genießt die Zeit mit den Gürteln ... so lange ihr noch könnt! Komm Bray-Bray, wir gehen!"

Und schon dreht Banes sich um und verlässt die Szenerie. Cornwallace blickt ihm nach, schaut dann noch einmal zu Barry.

Brandon Cornwallace: "Er meint das alles nicht so, Dude. Aber seitdem wir die Gürtel damals an Deception verloren haben, ist er nicht mehr der Gleiche. Tut mir leid, Dude. Nichts für ungut!"

Er zuckt kurz mit den Schultern und winkt Stem dann noch einmal zu, ehe er ebenfalls verschwindet und sich seinem Happy Partner anschließt.

Stem: "Mach's gut, Brandon!"

Ruft er ihm hinterher. Dann nickt er wissend.

Stem: "Man kann es ihm eben auch nicht verübeln. Niederlagen sind scheiße. Vor allem, wenn man dazu noch Titel verliert."


Mike Garland: "Tja, da gibt's eine einfache Lösung, Stem. Akzeptiere, dass du es nicht drauf hast und folge Smash in die XAW."

Vincent Craven: "Zum einen, Mike, hat Stem mit Rage eben gut mithalten können und er ist amtierender Cotatores Champion. Zum anderen ist die XAW gewiss nicht von schlechten Eltern. Das haben die vielen Gastauftritte beim Rumble ja nun gezeigt!"

Mike Garland: "Wenn er so gut ist, warum zieht er dann vor Happy Hour den Schwanz ein? Gordon Banes hat es doch auf den Punkt gebracht - und die Assassins früher in der Show ebenso. Wir haben noch eine Vendetta vor Out of Ashes. Da kann doch ein Cotatores Title Match stattfinden!?"

Vincent Craven: "Das ist korrekt. Aber Stem kann jetzt schlecht ein Titelmatch versprechen, da er nicht weiß, ob er nach dem Titelmatch gegen Ronin & Maxxx noch der richtige Ansprechpartner ist."

Mike Garland: "Herr Gott! Ein Berg von Mensch und weder Selbstvertrauen noch Gehirn! Da baut man ne Wenn-Klausel ein und fertig. Was eine Nulpe; sollte sich lieber ne Scheibe bei seiner Partnerin abschneiden. Die wäre den Happys sicher nicht aus dem Weg gegangen - wenn sie nicht gerade woanders unterwegs gewesen wäre."  


------------------ PCWA ------------------

Als die kanadische Muskelfrau wieder in die Freie tritt, seufzt sie enttäuscht. Als sie die beiden Wilsons vor einiger Zeit hinter sich gelassen hat, hat sie gleich nach Tony Graves gesucht, aber er scheint irgendwie nicht auffindbar zu sein. Danach wollte sie die Suche auch schon wieder aufgeben, aber als sie im Fitnesscenter reingeschaut hat, hat die Kanadierin plötzlich große Lust gehabt, den Boxsack ordentlich zu vertrimmen und ein paar Gewichte zu stemmen.

Jetzt aber will sie sich einfach nur die Beine vertreten und nach frischer Luft schnappen. So steht Lara also einfach irgendwo auf dem Parkplatz rum und steckt sich eine Zigarette an. Da an diesem Abend recht warm ist, hat sie seit dem Training den Punisher-Tanktop nicht wieder angezogen, sodass die Busen nur von einem eleganten Sport-BH bedeckt sind. Den Tanktop hat sie einfach lässig in den Hosenbund gesteckt. Während sie die angenehm kühle Brise am austrainierten Bauch, Brustbereich und Rücken genießt, starrt sie gedankenverloren in die Himmel. Ihr Leben wird gerade zerlegt und zerstückelt, egal wie sie dagegen ankämpft. Zumindest hat sie diesen Eindruck. Erst Jona Varks Kontrollsucht, dann Lafayettes ständiges Verlangen nach 'Besitztümer' und das stete Risiko, dass ihre geheime Pläne gleich auffliegen. Sie ist darüber unheimlich froh, dass Stem und DeWynters ihr zur Seite stehen. Lara ist inzwischen an einem Punkt angelangt, wo sie sich ein Leben ohne DeWynters nicht mehr vorstellen kann. Diese geheimnisvolle, sanfte und doch saugefährliche Frau mit Katzenaugen ist einfach alles, was Lara will. Und doch macht sie sich Sorgen um DeWynters. Nicht dass sie auf den Kopf gefallen wäre, aber um sie agieren brutale und grausame Kräfte, die DeWynters jederzeit zermalmen könnte. Und die Familie... ihre Schwester und ihr Bruder. Hoffentlich sind sie wirklich in Sicherheit. Lara würde nicht überleben, wenn Sean oder Lisa irgendetwas zustoßen könnte. Sie vermisst auch die beiden Schäferhunde Jenny und Jericho, deren Verbleib immer noch ungeklärt ist.

Lara schnaubt leise und lenkt die sich wirr bewegenden Gedanken wieder auf eine gerade Bahn, denn sie muss sich jetzt aufs Hier und Jetzt konzentrieren. Sie will Tony Graves noch einmal eine Chance geben und nochmals nach ihm suchen...

"Les ennemis de mes amis ne sont pas mes ennemis."

Die Person, die gerade aus den Schatten geschlichen kam und Lara Lee in einer ihrer Muttersprachen begrüßte, konnte diese nicht annährend so gut wie Lara, ein starker amerikanischer Akzent wiegt auf der Stimme. Nicht nur das verrät Lara, wer gerade gesprochen hat, sondern auch die Bedeutung dessen, was die Person sagte: "Die Feinde meiner Freunde sind nicht meine Feinde." Lara Lee dreht sich herum und sieht wie erwartet die Hauseigene Schlange der PCWA, Tony Graves. Dieser sitzt gerade auf der Motorhaube eines Autos. Gekleidet, wie immer, in Lederjacke und einem T-Shirt, das irgendwann einmal PCWA-Merchandise war, allerdings mitlerweile so verwaschen ist, dass es unmöglich ist zu erkennen, zu wem es einmal gehört hat. Seine Fliegersonnenbrille sitzt auf seiner Nase, allerdings nimmt er sie ab, sobald sich Lara Lee zu ihm umdreht, und hängt sie an seinen Kragen.

Tony Graves: "Beginnin' to feel like a broken record, so oft wie ich das wiederhole."

Der Spieler springt von der Motorhaube und geht ein paar wenige Schritte auf die Kanadierin zu.

Tony Graves: "Einige kaufen mir diesen Satz allerdings nicht ab. Was in Ordnung ist, wäre ich in den Schuhen dieser Personen, so würde ich mir auch nicht glauben."

Ein tiefer Atemzug folgt.

Tony Graves: "T'be honest, I have a hard time admittin' when I'm wrong. Hat ich schon immer gehabt, seid ich ein Kind bin, also fällt mir das ganze hier doch recht schwer. Ich habe, um völlig ehrlich zu sein, ein schlechtes Gewissen - gibt ja ein erstes Mal für alles - über das, was letztens passiert ist. Ich bin mir schon bewusst, dass ich daran zumindest eine Teilschuld habe, wenn nicht sogar vollständig der Schuldige bin. Dennoch muss dir doch klar sein, dass das, was du mit Barry hast - nicht nur die Cotatores -, mehr ist, als... was zum Teufel auch immer das hier sein soll."

Beim letzten Teil des Satzes deutet Tony mit seinen Händen auf sich selbst. Seine Stimme ist um einiges ruhiger und leiser als sonst.

Tony Graves: "Ich glaube, du weißt es auch, bist nur zu wütend, um es zu zugeben, aber ich denk', was Barry beim Rumble gemacht hat, war nicht, um dir einen Nachteil zu verschaffen oder aus irgendeinem anderen Grund, der mit dir zu tun hat, sondern aus purer Nettigkeit. Man's more a carebear than a man really. Nettigkeit, weil er in einer ähnlichen Situation war, in der ich mich jetzt wieder finde. Deshalb will er helfen, denke ich. Dass wir Beide immer und immer wieder auf verschiedenen Seiten landen, ist eine Fügung des Schicksals, dessen Sinn mir nicht einleuchtet."

Der Spieler legt eine Pause ein. Er redet sich gerade selbst in Rage und weiß, dass Lara vermutlich mit jedem gerade lieber reden wollte, als mit ihm. Tony schießt die Augen und atmet noch einmal laut aus.

Tony Graves: "To make my long story short. Ich will nicht, dass euer Team über mich zerbricht. Ob du es für gut heißt oder nicht, ich sehe Stem als Freund. Und Bros come before hoes, deshalb kommt er vor mir. Wenn du willst, dann bin ich für dich ein Feind, wie du mich ja sowieso schon siehst. Wenn du willst, halt ich mich fern. Was auch immer. Ich will nur nicht der Grund für noch mehr Wut und böses Blut und ... Trauer sein. Also bitte versöhne dich wieder mit ihm. Wenn nicht für mich, dann für ihn, denn ich glaube, er wird sich daran für eine sehr lange Zeit die Zähne ausbeißen.

Lara hebt die Hand hoch und schließt die Augen, bevor sie einmal tief durchatmet. Wahrscheinlich um nicht völlig auszuticken. Tony Graves hat irgendetwas an sich, das ihr total auf den Sack geht. Sie hat keinen Schimmer, was.

Lara: "Du redest viel. Und ich mag keine Menschen, die sehr viel um heißen Brei reden, Graves. Und die Sache mit Stemmie ist längst erledigt, wir haben uns versöhnt. Zugegebenermaßen bin ich damals bei euch ein wenig zu sehr ausgetickt, aber ich habe auch irgendwo meine Gründe."

Sie streicht eine störende Haarsträhne aus dem Gesicht.

Lara: "Jedenfalls, er hat mich darum gebeten, dass ich mich mit dir unterhalten soll - weil du nach seinen Worten einen guten Grund hast, dich mit solchen Menschen wie Blackheart zu verbünden. Und weil Stemmie mein guter Freund ist, gebe ich ihm - und somit dir - eine Chance."

Das Muscle Chick zuckt die Achseln und zeigt andeutungsweise ein ironisches Lächeln.

Lara: "Ich bin ganz sicher nicht das klügste Mädel, aber ich will mir Mühe geben. So, hilf mir, Graves, mir deine Gedanken aufzuklären - und zwar in wenigen und einfachen Sätzen. Warum Kevin Sharpe?"

Tony Graves steht plötzlich die große Frau aus Kanada sehr nahe gegenüber.

Lara: "Hier ist deine beste Chance, mir ehrlich und direkt ins Gesicht zu sagen, was deine wahre Absichten sind, Graves."

Der Angesprochene fährt sich mit der Zunge über die Lippen und schluckt. In seinem Hals bildet sich langsam ein Kloß, der nicht geht. Graves raüßpert sich, versucht nicht einmal eine Fassade aufzuziehen, was würde es ihm auch bringen.

Tony Graves: "Honestly?"

Ein leichtes Grinsen schleicht sich dann doch ein.

Tony Graves: "I don't have a fucking clue anymore. Ich weiß nicht vieles, so bin ich immer durchs Leben. Was ich weiß, ist, dass mir Sharpe eine Richtung gibt, er gibt mir einen Takt, nach dem ich tanzen kann. Wir sind auf der gleichen Wellenlänge, wenn ich auch einige seiner Wege nicht die meinen nenne."

Der Spieler schafft es nicht hoch in das Gesicht der Kanadierin zu schauen, stattdessen wandern seine Augen auf dem Parkplatz herum.

Tony Graves: "You got family? People you watch out for?"

Er bekommt ein selbstbewusstes Nicken als Antwort.

Tony Graves: "Ich tu' mein Bestes, um diesen Menschen ein schönes Leben zu bereiten. Das kann ich aber nicht, wenn ich hier nur herumsitze! Denk einmal zurück an die Quest for the Best Qualifier. Die Zuschauer haben mir eine Match Stipulation zugewiesen, die mich sofort aus dem Turnier haut, und dann begang ich den Fehler meinen Gegner zu unterschätzen. Dann war ich aber tatsächlich wieder auf der Card! Als Ersatz. Super Spontan. Wieso? Weil ein Jemand keinen anderen Ersatz finden konnte. Dann? Nichts... Nichts. Nichts. NICHTS! Mir wird nicht einmal die Chance gegeben gegen irgendwen anzutreten. Auch vor dem Imperial Impact, da sah man von mir im Ring nichts, nicht weil ich das so wollte, sondern weil es jemand so entschieden hat. Aber jetzt schau. Aufeinmal bin ich auf der Card, heute, gegen den Wettermann und wenn ich meine Karten richtig spiele, dann bin ich danach im Ring gegen Shadow."

Jetzt schafft es Tony doch Lara anzusehen.

Tony Graves: "Mir geht es nicht ums gewinnen oder verlieren. Mir geht es ums Geld, aber nicht für mich selbst. Aber wie du sicher weißt, sieht's an der Front recht schlecht aus, wenn man nicht einmal auf der Card steht. Um deine Frage vom Boot zu beantworten. Ich bezahlte Barry nichts, denn selbst wenn ich wollen würde, könnte ich nicht. Mit Sharpe bemerken mich die Leute oben endlich."

Tony weicht dem Blick seines Gegenübers erneut aus. Er fragt sich ständig, wie er sich bemerkbar machen konnte, aber nichts, was er tat, half. Also musste er bei dem bleiben, was funktioniert hatte. Kevin Sharpe.

Tony Graves: "They're givin' me a hard time too, y'know? Die in Phoenix."

Tony war wohl bewusst, dass seine Antwort alles andere als kurz war. Anders hätte er aber nichts sagen können, also kam er einfach mit der Wahrheit hervor. Nicht um sich vor Lara Lee zu schützen, sondern für seinen Freund.

Statt sofort zu erwidern, zieht Lara erst einmal an der Zigarette und nickt schließlich langsam.

Lara: "Ich verstehe."

Als das Lungentorpedo noch einmal zum letzten Mal benutzt wird, wirft sie es schließlich auf den Asphalt und zerdrückt dieses.

Lara: "Ich kann dich verstehen. Du willst Aufmerksamtkeit, Respekt und Wertschätzung. Und vor allem Anerkennung, dass du ein Jemand bist, den man in Cards setzen soll, weil du zu den Großen zählen willst. Weil du denkst, du bist es ihnen würdig. Ich habe auch so etwas erlebt in meiner Zeit vor der PCWA."

Doch dann verschränkt sie die Armen vor der Brust und zeigt ein leicht missmutiges Gesicht.

Lara: "Aber diese Zeit liegt jetzt hinter mir, Graves. Und ich kann dir nur eines sagen: Es wird schiefgehen. Irgendwann wird irgendwer, most likely Kevin Sharpe, dich einfach wie ein Stück verschimmeltes Brot in die Tonne schmeißen und einfach weitergehen. Selbst wenn du ganz genau weißt, dass er es tun wird, und du vielleicht entsprechende Maßnahmen getroffen hast. Es wird trotzdem schiefgehen. Selbst der beste Plan ist keinen Pfifferling mehr wert, sobald es zu einem ersten Kontakt mir der Realität gekommen ist. Wie hast du dir das eigentlich vorgestellt, wenn du einmal oben bist und Kevin Sharpe nicht mehr brauchst - oder er dich nicht mehr braucht? Was wirst du denn tun, wenn Sharpe dir sagt, dass du mich oder deinen Best Buddy Stem zerstören musst? Was ist, wenn du in eine Entweder-Oder-Situation kommst? Hältst du dann zu Sharpe? Oder zu Barry und den anderen? Oder einfach dorthin, wo es dir am meisten Geld einbringt? Was ich sagen will: Ich finde deinen Weg falsch. Das ist kein Vorwurf, kein Urteil. Es ist einfach nur meine Meinung - da du zu mir ehrlich bist, bin ich ebenso ehrlich zu dir."

Sie blickt ihn nun mit leicht geneigtem Kopf an, darauf wartend, was Tony wohl dazu sagen wird. Der Spieler atmet laut aus. Sie verstand es nicht. Tony wollte nicht anerkannt werden, das war nicht sein Ziel. Die Matches waren einfach nur gut bezahlt. Dass es einem Anerkennung einbringt, diese fair zu gewinnen, das war nur ein kleiner Nebeneffekt für Tony und er würde auch klar kommen, wenn dieser nicht dabei wäre.

Tony Graves: "Recognition? Sure let's go with that. Deine Frage, ob ich zu euch oder Sharpe halten würde, kann ich dir jetzt nicht beantworten, ich habe mich damit nicht befasst, weil ich es mir lieber nicht vorstellen würde. Sollte der Moment doch kommen, dann werde ich das tun, was ich für richtig halte. Am Ende will ich nur verhindern, dass es mein Wankelmut ist, der anderen schadet. Das zählt doppelt für Barry, ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich ihn nicht doch gern habe."

Der Spieler zieht eine Karte aus seiner Hosentasche und drückt sie der Kanadierin förmlich in die Hand. Ein Pik-Ass, aber über der Abbildung der Karte wurde geschrieben, drei einzelne Buchstaben: "I O U". Ein Schuldschein.

Tony Graves: "I still owe you at least somethin' for takin' the belts of those Hollywood fuckwits."

Verdutzt blickt sie auf die dargebotene Karte auf ihrer Hand hinab und denkt noch einmal über die Worte der Schlange nach.

Also doch Geld, wie ursprünglich vermutet.

Enttäuscht richtet sich ihr Blick wieder auf den Spieler, doch dann zuckt sie die Achseln. Es gibt eben unterschiedliche Menschen mit unterschiedliche Einstellungen. Sie begnügt sich damit, dass Tony sie (noch) nicht als Feindin im Blickfeld hat. Und wenigstens ist Tony ehrlich... mehr oder weniger. Sie steckt den Pik-Ass in die Hosentasche. Hoffentlich hält Tony wirklich sein Wort. Wenn nicht... nun, Laras Rache und Wut sind nicht gerade angenehm und das scheint Tony auch sehr gut im Kopf zu behalten.

Lara Lee: "Ach, der Titelsieg war ohnehin längst überfällig. Aber trotzdem danke, Grav... Tony. Ich bin froh, dass ich dich jetzt ein bisschen besser einschätzen kann. Stemmie hat wieder einmal Recht gehabt... auch wenn ich für unwahrscheinlich halte, dass wir je auch so gut befreundet sein können. Aber wenigstens kann ich dich leiden und nicht mehr hassen. Ich denke, wir werden in diesem Business schon miteinander klar kommen, oder?"

Jetzt ist es an Lara, die eine Hand vorstreckt - wenn auch ohne eine Karte.

Der Spieler lächelt schwach und nickt der Kanadierin leicht zu. Dann greift er die Hand, womit die Szene ausblendet.


Vincent Craven: "Ein verdammt ehrliches Gespräch zwischen Tony Graves und Lara Lee. Hättest du mich vor der Show gefragt, was passiert, wenn diese beiden aufeinandertreffen... Ich wäre von einer Schlägerei ausgegangen."

Mike Garland: "Das wäre allemal besser gewesen als dieses weichgespülte Hin und Her... Wenigstens hatte Lara nur nen Sport-BH an."

Vincent Craven: "Weichgespült?! Nach dem Blick auf den BH hast du wohl abgeschaltet, was?! Das war ein wirklich intensives Gespräch... bei dem beide gewonnen haben. Lara konnte zumindest diese Front für Carnageddon glätten und Tony wirkte auf mich seit Langem nochmal authentisch."

Mike Garland: "Und dennoch hat er gleich den Tempest, Trent Cardigan, vor sich. Schön, dass er Sharpe für das Match dankbar ist. Sollte er aber die Vorschusslorbeeren nicht einholen, wird die Prognose von Lara schneller eintreffen, als Graves lieb sein kann."

Vincent Craven: "Ich werde dich bezeiten nochmal an diesen Satz erinnern, Mike... Bis dahin richten wir unseren Blick aber auf das zweite Match des Abends. Großadmiral Thrawn gegen Night Fighter Mad Dog. Und zu Letzterem schalten wir vor dem Aufeinandertreffen noch einmal in die Kabine."


------------------ PCWA ------------------

Mit behutsamen Fingern wird das Tape um das Hangelenk gewickelt. Sein tauber Kleiner Finger klebt bereits am Ringfinger und ist damit sicher. Wie immer sehen beide Hände, als das letzte Stück Tape endlich klebt, recht weiß aus. Wenn es nach ihm geht, könnte sich die Farbe am Ende des Abends allerdings in Richtung rot verändert haben...

Aber soweit war es noch nicht. Nur noch ein paar Minuten, dann war Thrawn ihm. Er konnte sich gar schon aufmachen, um zur Gorilla Position zu gelangen - als plötzlich eine Stimme hinter ihm ertönt.

"Genau dieselbe Konzentration und Zielstrigkeit, die Sie gerade beim Tapen Ihrer Hand aufgewendet haben, müssen Sie gleich auch im Ring walten lassen."

Genervt rollt der Night Fighter bereits mit den Augen, denn die Stimme liegt noch von heute Nachmittag in seinen Ohren. Ein lautes Ausatmen später hat sich der Kämpfer der Nacht dennoch auf seiner Trainingsbank zu Miss DeWynters umgedreht und schaut ihr fragend ins Gesicht.

Mad Dog: "Wollen Sie nun doch mit zum Ring kommen?"

Ein kurzes Kopfschütteln, während sich die Botin nähert und sich neben dem Hund auf der Trainingsbank niederlässt. 
Das sieht zugegeben etwas seltsam aus, schließlich trägt DeWynters weiterhin ihr Business Outfit. Der Night Fighter betrachtet sie mit einem neugierigen Blick und schwingt dann ein Bein auf die andere Seite der Bank, um hiernach auf jeden Oberschenkel seine Unterarme aufzustützen und sich in Richtung seiner Managerin zu lehnen. Die Dame überschlägt im Gegensatz zur Töle ihre Beine und bleibt natürlich mit ihren Beinen auf einer Seite der Bank. Dazu sitzt sie eher seitlich zu ihm.

DeWynters: "Ich wollte Ihnen noch mitteilen, dass wir uns nach dem Match im PANAM hier um die Ecke treffen, um die Sache mit Rage anzugehen."

Ehe der Night Fighter reagieren kann, wird plötzlich und ohne Anklopfen die Tür geöffnet. Herein treten sogleich zwei Männer und einer von ihnen lässt den Hund zuerst aggressiv aufknurren, dann die Zähne zeigen. Denn es sind Großadmiral Thrawn mitsamt Pallaeon.

Großadmiral Thrawn: "So sieht man sich wieder, Miss DeWynters. Nun allerdings an der Seite des Night Fighters; wer hätte das bei unserem letzten Treffen noch für möglich gehalten?!"

Die Angesprochene erhebt sich erst jetzt, während die Töle nach dem Knurren sogleich aufgesprungen war. DeWynters legt nun ihre Hand auf die Schulter der wütenden Töle. 
Und tatsächlich. Die Berührung scheint Mad Dogs Puls zu senken, was auch Pallaeons Gemütszustand zu beruhigen vermag... MD schaut derweil auf die sanfte Frauenhand und auch DeWynters schaut ihn für einen kurzen Augenblick an. Beiden scheint klar zu werden, dass Mad Dog schon lange keine Frau mehr berührt hat... Und so zieht sie ihre Hand schnell wieder zurück.

Ihr Blick ruft allerdings den Auftrag wach: Die Geschichte mit Thrawn soll nicht persönlich werden. Dann schaut sie zum Großadmiral. 

Großadmiral Thrawn: "Aber es trifft sich gut, dass auch Sie hier sind. Immerhin waren Sie es, die vor der Show die Wut Ihres Klienten in meine Richtung gelenkt und dies mit einer Falschaussage verknüpft hat. Meine Nachforschungen hätten das Geheimnis bezüglich der Verbindung von LMC und Mad Dog zerstört, sodass nun einige Forderungen auf Mister Mad Dog niedergingen - darunter auch der Befehl, einen Sieg im heutigen Match gegen meine Person einzufahren."

Der Großadmiral hält kurz inne, setzt dann aber ohne weitere Gefühlsäußerung fort.

Großadmiral Thrawn: "Ein wichtiges Detail aber haben Sie dabei links liegen lassen, Miss DeWynters. Schließlich waren Sie es doch, die mir jene Unterlagen zukommen ließ, durch welche ich erst zu den Erkenntnissen gelangte, die nunmehr so verheerende Folgen für Ihren Klienten haben."

Ein durchdringender Blick des Großadmirals legt sich auf DeWynters, deren Gesichtsfarbe leicht rötlich wird. Es liegt aber nicht nur daran, dass sich auch der Kopf des Night Fighters irritiert zu ihr gewandt hat, sondern wohl besonders an der Tatsache, dass Thrawn hier ihre Geheimnisse ausplaudert...
Dies könnte bei Mister Lafayette Misstrauen ihr gegenüber säen - und das ist das Letzte, was Lara und sie zur Zeit gebrauchen können. 

Großadmiral Thrawn: "Womit ich erneut bei Ihnen wäre, Mister Mad Dog. Denn zu früheren Zeiten hätten Sie doch niemals einer solch einfachen Behauptung Gehör geschenkt. Ich kann mich jedenfalls daran erinnern, dass Sie schon einmal unter dem Dach einer zwielichtigen Firma in den Ring stiegen - damals zwar "Kerry & Gaelic" und nicht "Lafayette Machines Corporation"... aber die Parallele zeigt, dass Sie zur damaligen Zeit deutlich rebellischer waren und mehr hinterfragt haben. Was wiederum ein weiterer Beleg dafür ist, dass sie zur Zeit nicht Sie selbst sind und dass meine heutige Mission, die im Ring enden wird, von höchster Wichtigkeit für Sie und schließlich auch die PCWA sein wird."

Nun wirft die Töle ihr Haupt wieder zurück zu Thrawn, doch es ist Miss DeWynters, die das Wort ergreift.

DeWynters: "Mister Thrawn, die Unterlagen, von denen Sie sprechen..."

Doch der verrückte Hund unterbricht sie.

Mad Dog: "...sind vollkommen egal und sollen nur ablenken, huh?!"

Nun tritt die Töle einen Schritt auf Thrawn zu. 
Während sich Pallaeon dabei leicht zur Seite bewegt, steht der PCWA Grand Slam Champion symbolisch vor Miss DeWynters. 

Mad Dog: "Ich bin nämlich nicht der Einzige, der Geheimnisse hat. Oder wie steht es um Ihren Auftraggeber, Thrawn? Wer steckt eigentlich hinter Ihren Bemühungen der ganzen Jahre - oder sind es immer wechselnde Finanziers gewesen? Wenn dem so ist, würde mir eine Sache reichen: Wer steckt hinter Ihren Nachforschungen in Richtung Lafayette, huh?! Wenn es so schlimm ist, Geheimnisse zu haben, dann legen Sie doch Ihre Hintermänner genauso offen, wie Sie das bei mir getan haben."

Zynisch fragend hebt der Night Fighter die Augenbraue und auch Captain Pallaeon schaut interessiert zu Thrawn, während er sich an die langen Minuten im Taxi erinnert, in denen er auf den Großadmiral wartete, als dieser mit dem von Mad Dog angesprochenen Auftraggeber sprach.
Der Bläuling aber sagt erstmal nichts.

Mad Dog: "Dachte ich's mir. Dazu sind Sie nicht in der Lage!"

Die unbekannte Konstante schüttelt enttäuscht mit dem Kopf. Dann fletscht er die Zähne.

Mad Dog: "Wie jeder andere Mensch, hatte auch ich schon immer Geheimnisse, Thrawn! Auch damals bei K&G... Und diese nicht offen zu legen, hatte stets seine Gründe. Und das wissen Sie, da es bei Ihnen genauso ist. Also geht es gar nicht darum, mich zu retten - was sowieso eine dämliche Idee ist - es geht Ihnen darum, sich selbst zu schützen und mich fertig zu machen! Sie werden auch dafür Ihre Gründe habe, aber wissen Sie was? Die sind mir scheißegal. Denn Sie haben eine Mauer durchbrochen, Thrawn! Und dagegen rebellier' ich! Dafür werde ich Sie Arschloch im Ring den nötigen Preis bezahlen lassen! Gleich!"

Für den Hauch eines Momentes legt sich ein schiefes Grinsen auf die Gesichtszüge des Bläulings, ehe er wieder seine statuenhafte Mimik auffährt.

Großadmiral Thrawn: "Versuchen Sie es, Mister Mad Dog. Ich freue mich bereits auf diese Prüfung, seien Sie jedoch versichert, dass ich bestens vorbereitet bin und nicht vorhabe Ihnen einen leichten Sieg auf dem Silbertablett zu präsentieren. Ganz im Gegenteil ... ich werde Sie besiegen, Mister Mad Dog. Oder sollte ich Sie eventuell doch lieber Simargl nennen? Schließlich ist dies in der slawischen Mythologie der Gott des Feuers und eben jenes Feuer konnte man gerade erneut in Ihnen spüren. Ob dies jedoch auch Kupalnica gefallen wird, daran mag mein Verstand zweifeln."

Der Bläuling richtet seinen Blick gespannt auf den Nachtkämpfer.

Sogleich fallen die Augenbrauen des Night Fighters herab.
Hass trieft aus seinem Blick.

Mad Dog: "Wichser!"

Er spuckt dem Admiral vor die Füße.

Mad Dog: "Willst das Match gleich hier starten, huh?!"

Thrawn erhebt jedoch lediglich entschuldigend beide Hände und schenkt der Töle ein weiteres kurzes Grinsen. Pellaeon registriert es verwundert ... in letzter Zeit zeigt der Admiral deutlich mehr Gesichtsregungen als sonst.

Gorßadmiral Thrawn: "Sie sollten mich inzwischen gut genug kennen, um zu wissen, dass dies nicht der Fall ist. Ich habe hier lediglich einige neue Erkenntnisse erlangt, welche mir im Zuge unserer bevorstehenden Begegnung von Nutzen sein werden. Jedoch möchte ich Ihnen verständlicherweise an dieser Stelle noch nicht zu viel preisgeben. Es würde Ihnen nur die Überraschung bei 'unserem' Wiedersehen verderben!"

Der Bläuling verbeugt sich respektvoll.

Großadmiral Thrawn: "So darf ich mich nun vorerst von Ihnen beiden verabschieden."

Und ohne noch weitere Worte zu verlieren dreht sich der Admiral mit einer starren Bewegung um, und zieht schließlich von dannen. Pellaeon bleibt noch einen Moment lang wie angewurzelt stehen und lässt seinen Blick noch einmal über Mad Dog schweifen. Und dieser Blick verrät ihm vor allem eines ... nämlich, dass er nun besser dem Admiral folgen sollte. Und so verbeugt auch Pellaeon sich kurz und knapp und verschwindet dann.

Die unbekannte Konstante schaut den beiden hasserfüllt hinterher, als sich erneut die Hand von Miss DeWynters auf seine Schulter legt.

DeWynters: "Kupalnica?"

Langsam dreht sich der Kopf des verrückten Hundes zu seiner Managerin.

Mad Dog: "Simargls Frau... die Göttin der Nacht."

Sein Blick geht zu Boden, als seine Gedanken zu Yai abschweifen. Doch DeWynters rüttelt kurz an ihm.

DeWynters: "Nur der Kampf ist jetzt wichtig!"

Und auch die Töle schüttelt sich. Wirft die Gedanken von sich, um im Anschluss zu nicken. 
DeWynters vergewissert sich durch einen intensiven Blick noch einmal, ob der Hund "bereit" ist und zieht dann erneut ihre Hände von ihm zurück.

DeWynters: "Sie klären die Sache mit Thrawn im Ring. Danach ist er Geschichte. Sollte diese seltsame Gestalt die PCWA dann wieder Erwarten nicht verlassen, werden er und sein Auftraggeber mich kennen lernen."


Mike Garland: "In etwa so wie Lara Lee dich kennen gelernt hat?! Hrrr!"

Vincent Craven: "Schwätzer! Ich glaube in diesem Falle dürfte sich selbst der Großadmiral warm anziehen. Allerdings schwelt der Konflikt zwischen Mad Dog in ihm auch schon heftig, sodass sich DeWynters - ihren vorherigen Worten entsprechend - auch vor ihn stellen muss."

Mike Garland: "Gerade eben sah das aber eher umgekehrt aus?!"

Vincent Craven: "Die unbekannte Konstante fühlt sich von Thrawn hintergegangen. Und das wird er gleich im Match ausagieren."

Mike Garland: "Thrawn ist allerdings auch vorbereitet und dürfte die Schwäche von MD kennen... Dass er eben schwächelt, wenn es persönlich wird. Deshalb wohl auch der Besuch kurz vor dem Match und diese Sache mit Kupalnica."

Vincent Craven: "Das wird auch dem Night Fighter bewusst sein. Vielleicht sollte er vor dem Match aber noch einmal Kontakt mit seinem Freund, James Godd, aufnehmen... Dürfte zwar angesichts der Zeit eng werden, aber schalten wir doch einfach mal zum Engländer."


------------------ PCWA ------------------

Gedankenverloren sitzt der Rumble Sieger 2019 in seiner Kabine und starrt die Wand an. In wenigen Augenblicken wird sein Freund Mad Dog in einem Match Großadmiral Thrawn gegenüberstehen und das wird sicherlich keine leichte Aufgabe, denn soweit er informiert ist, hat der seltsame Bläuling bislang noch nie ein Singles Match verloren. Andererseits hat er wohl auch nicht sonderlich viele gehabt. Doch das Ganze ist nicht seine Aufgabe. Seine große Aufgabe steht ihm erst noch bevor. Er muss den Beweis antreten, dass er besser ist als Kevin Sharpe. Ja, er hatte den Rumble gewonnen und so mancher würde sich nun sicher auf seinen Lorbeeren ausruhen und gelassen das große Match um den Gerasy Title abwarten, doch ihn stört diese Ruhepause. Bei Out of Ashes wird ihm ein anstrengendes Hell in a Cell Match gegen einen Mann bevorstehen, den er bislang noch niemals One on One hat besiegen können. Da könnte ein Match zur Vorbereitung sicherlich nicht schaden, doch stattdessen ist er nun bereits die zweite Show hintereinander zum Zuschauen verdammt. Er schüttelt kurz den Kopf und beschließt, nach dem Match von Dog die Halle zu verlassen. Den Main Event wird er auslassen ... Graves mag zwar ein Mann von Sharpe sein, doch in seinem Match gegen Trent Cardigan geht es um ganz andere Dinge. Dinge, die ihn nichts angehen. In aller Seelenruhe steht er von seinem Stuhl auf und bewegt sich auf den kleinen Tisch zu, auf welchem eine Dose Red Bull Cola steht. Der Engländer ergreift diese und öffnet sie mit einem Zischen, um sich schließlich einen kräftigen Schluck zu gönnen. Er stellt die Dose wieder ab und überlegt kurz, ob er Mad Dog noch einen kurzen Besuch vor dessen Kampf abstatten soll, doch dann entschließt er sich dagegen. Es ist sicher nicht gut die Töle in ihrer Vorbereitung zu stören. So greift er sich schließlich den Stuhl, auf dem er vorhin noch saß und zieht diesen zu dem Tisch, dann nimmt er erneut Platz und schaltet den kleinen Monitor an, der auf dem Tisch steht. In diesem Moment geht die Tür zu seiner Kabine auf und eine grazile Damengestalt spaziert hinein. Natürlich handelt es sich hierbei um Sarah Duriel, die französische Freundin von Godd. Als der Engländer sie erblickt, steht er erneut von seinem Stuhl auf und schenkt seiner Freundin sofort einen Kuss und eine Umarmung.

James Godd: "Gut, dass du endlich da bist. Diese Ruhe hat mich langsam verrückt gemacht. Die Dinge hier sind einfach anders, seit Poe weg ist ..."

Der Blick von Godd verfinstert sich augenblicklich. Kevin Sharpe trägt die Schuld an diesem Abgang und an noch so vielem mehr. Und er wird ihn bei Out of Ashes zahlen lassen!

Sarah Duriel: "Sein Weggang hat dich schon sehr mitgenommen, oder?"

Sie blickt ihn mit einer traurigen Miene an. Erst beim Rumble hatte sie noch gedacht, dass James es endlich aus seinem Loch herausgeschafft hätte. Er hatte schließlich etwas Historisches geleistet mit seinem Rumble Sieg. Doch der Abgang seines besten Freundes hatte die gesamte Freude über diesen Sieg deutlich getrübt. Zwar bemühte James sich sichtlich in ihrer Gegenwart eine Gute Miene aufzusetzen und lockerer zu wirken, doch sie merkte nur allzu deutlich, dass da etwas an ihm nagte. Godd jedenfalls seufzt kurz, holt dann einmal tief Luft und antwortet seiner Liebsten schließlich.

James Godd: "Es ist nunmal so, dass ich hier nicht sonderlich viele Personen habe, die mir wohlgesonnen sind. Die meisten hier wollen meinen Untergang ... ich meine selbst die Happys sind gegen mich!"

Er blickt zu Boden, während ein Gedanke in ihm aufkeimt, der ihm zuletzt schon öfters gekommen ist, und den er nun ausspricht.

James Godd: "Was, wenn gar nicht Kevin Sharpe der Böse hier ist, sondern ich?"

Sofort unterbricht Sarah diesen Gedankengang.

Sarah Duriel: "So etwas darfst du gar nicht erst denken, James! Du hast nichts getan, dass dich sowas denken lassen könnte. Kevin Sharpe ist es, der sich entschieden hat eine Maske aus Dunkelheit aufzusetzen ... nicht du! Kevin Sharpe ist es, der sich beim Brawlin' Rumble einen miesen Sieg gesichert hat ... nicht du!"

Er schüttelt kurz den Kopf.

James Godd: "Das sehen manche anders ..."

Er denkt an das, was ihm Mad Dog berichtet hat. An das, was Leute wie Shadow denken ... dass er nur deshalb den Rumble Sieg geholt hat, weil Mad Dog verzichtet hat und sich selbst geopfert hat. Wie viele mögen innerhalb der PCWA wohl noch so denken? Und viel Wichtiger ... wie viele seiner Fans dachten dies insgeheim? Die Stimme von Sarah holt ihn aus seinen Gedanken zurück.

Sarah Duriel: "Dann haben diese Leute keine Augen im Kopf, James. Ich habe das Rumble Match gesehen und ich habe gesehen, wie du dir diesen Sieg verdient hast ... mit eigenen Kräften. Und bei Out of Ashes wirst du auch Kevin Sharpe endlich besiegen ... da bin ich mir ganz sicher!"

Er schenkt ihr ein Lächeln und legt seinen Arm um ihre Schulter.

James Godd: "Wenn ich da doch nur genau so sicher sein könnte."

Sie drückt ihm einen zärtlichen Kuss auf die Wange.

Sarah Duriel: "Wieso solltest du nicht? Du hast allen Grund optimistisch in diesen Kampf zu gehen. Du hast sogar das Hell in a Cell Match bekommen, dass du dir gewünscht hast."

Er nickt mit dem Kopf.

James Godd: "Ja, da hast du sicher Recht. Vieles spricht inzwischen für mich, doch ich muss weiterhin auf der Hut sein. Etwas an Sharpe's Blick hat mir deutlich gezeigt, dass der Kerl noch mehr als ein Ass im Ärmel hat!"

Er blickt mit ernster Miene zur Wand. 

Sarah Duriel: "Es verlangt doch auch niemand, dass du nicht mehr auf der Hut sein sollst. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass du gut daran tust Kevin Sharpe nicht zu unterschätzen. Aber du musst endlich aufhören ihn zum Zentrum deines Denkens zu machen. Genieße ein wenig mehr die anderen Seiten, die das Leben dir bieten kann."

Tatsächlich hatte er am heutigen Abend auch noch etwas vor, deshalb nickt er einmal mehr mit dem Kopf. Dann aber blickt er wieder zu seiner Liebsten. Diesmal mit einem schelmischen Grinsen.

James Godd: "Ich wüsste da etwas, dass ich jetzt ganz gerne genießen würde!"

Er umgreift ihre Hüfte und drückt ihr einen zärtlichen Kuss auf die Lippen. 

James Godd: "Lass uns gleich nach Mad Dog's Kampf etwas spazieren gehen ... hast du Lust?"

Dieses Mal drückt sie ihm einen Kuss auf die Lippen, was als Antwort ausreichen sollte. Schließlich nimmt Godd wieder auf seinem Stuhl Platz, um sich in wenigen Augenblicken den Fight der unbekannten Konstanten anzusehen. Sarah entschließt sich spontan dazu auf dem Schoß ihres Ritters in strahlender Rüstung Platz zu nehmen. Und so schauen die beiden sich nun gemeinsam an, was dieser Abend dem PCWA Universe noch so zu bieten hat.


Mike Garland: "Ja, Sarah, nimm lieber die Füße vom Boden... Ansonsten ersäufst du noch in dem verdammten Meer von Selbstmitleid. Mein Gott! Was findest du an diesem Looser?!"

Vincent Craven: "Mike, bist du etwa eifersüchtig?! James Godd hat den Rumble gewonnen und sinniert nun über sein Match bei Out of Ashes - solange er dort fokussiert ist, ist alles prima."

Mike Garland: "Prima?! 'Das sehen manche anders', sagt er. Ja! Ich zum Beispiel! Wir hatten definitiv schon überzeugtere Rumble Sieger..."

Vincent Craven: "Und Selbstüberzeugung macht einen guten Wrestler aus? Ich glaube eher, dass es darauf ankommt, was im Ring gezeigt wird. Große Reden schwingen können viele..."

Mike Garland: "Komm, Vince. Geh' doch gleich mit Ronin und Maxxx in ein Team. Hier - da läuft er! Geh' doch gleich zu ihm."


------------------ PCWA ------------------

Nach einem mehr als ernsten, ja fast schon zerstörrerischen Gespräch mit Ronin ist Maxxx in seinen Gedanken verloren einen Gang am auf- und abgehen, als wenn er einen Trampelpfad in den Betonboden latschen möchte. Doch auf einmal reißt ihn ein Geräusch raus und er lenkt seine Wahrnehmung zur Seite, wo gerade eben eine Wasserflasche auf dem Boden zerberstet ist.
Daneben taucht ein Stiefel auf, der die Flasche wohl soeben umgetreten hat, was Jimmy dazu verleitet, hinauf zu sehen. Und dort stehen zwei junge, athletische Jungstars, die weiterhin ihre Trainingsanzüge tragen - fast so, als hätten sie gleich noch ein Match zu bestreiten.

Jimmy Maxxx: "Was wird das jetzt? Noch zwei Möchtegern Weltverbesserer im Mantel des PCWA Kapitalismus, die mir jetzt eine Standpauke halten möchten? Die 5943´ten, die Jimmy Maxxx sagen möchten, wie scheiße er ist, dass er doch bitte sterben gehen soll und niemals hätte einen Ring betreten dürfen? Weil er nur ausgedachtes wirres Zeug redet, von nichts eine Ahnung hat und keine eigene Persöhnlichkeit bestitzt?"

Ein fettes Grinsen ins Gesicht von Conor und Sean mit einem wackelnden Zeigefinger beim Kanadier.

Connor Rogue: "Wir haben die damals schon gesagt, dass wir nicht der Überzeugung sind, dass du wirr daher redest..."

Nun bauen sich die ehemaligen Cotatores Titelträger vor dem ehemaligen Cryption Crown auf. 

Sean Ashfield: "Auch wir sind gegen den Egoismus dieser Liga. Das haben wir stets klar gemacht - ebenso wie du es getan hast. Allerdings sind unsere Wege gegen diesen zu kämpfen verschieden. Und das war okay für uns... Du hast deine Kämpfe alleine gekämpft und wir haben unsere zusammen gekämpft. Du wolltest es ihnen beweisen, indem du ihnen zeigen wolltest, dass man dich nicht besiegen kann, dass man nicht an dich ran kommt. Egal, wie oft man dich bis drei auf der Matte hält. Wir wollten ihnen beweisen, dass es nur zusammen geht. Dass einer alleine nichts erreichen kann, sondern die Wahrheit und die Zukunft in Teams zu finden ist... Nur zusammen machen wir die PCWA wieder groß. Remember?!"

Nun legt sich ein kritischer Blick auf die Fratze von Connor Rogue, der den Gedanken Ashfields fortführen wird.

Sean Ashfield: "Wir hatten dir sogar unsere Unterstützung gegen Carnageddon angeboten, die du abgelehnt hast. Und auch das war okay für uns."

Connor Rogue: "Aber dann... Jetzt. Seit der letzten Vendetta. Plötzlich tauchst du in unserem Weg auf! Plötzlich ist dein scheiß Name in aller Munde, wenn über die Cotatores gesprochen wird. Was soll das, Jimmy?! Doch plötzlich selbst wieder vom Virus des Titelhaltens erfasst worden? Wir sind diejenigen, die im Team gegen die Engstirnigkeit der Oberen kämpfen. Du wolltest das alleine machen. Dann mach es verdammt nochmal auch und verpiss dich wieder aus unserem Bereich!"

Der Berliner lacht und schüttelt mit dem Kopf.

Jimmy Maxxx: "Seid ihr Blind oder Taub? Oder beides? Fuck, kam dieser Tag Team Titel Mist aus meinem Maul oder aus dem der Multisexuellen Lara Lee? Was ich wollte, war ein Fight gegen Carnageddon. Was ich wollte, war genau das zu zeigen, was ihr gerade beschrieben habt. Diese Catatores sind mir so wichtig oder für mich so interessant wie für Lara Lee ein vernünftiger Gedanke vor dem Sprechen. Nämlich gar nicht. Die Dinger sind in den momentanen Zuständen eh nichts Wert; so wie die halbe PCWA auch."

Dann ein stechender Blick, einmal zu Connor und dann zu Sean. Als würde er sie vorwurfsvoll durcbohren wollen.

Jimmy Maxxx: "Also weiß ich nicht, warum ihr mir damit auf den Sack geht und damit auf mich zutrampelt. Geht zu ihr und scheißt sie an, warum sie euch nicht die Titelchance geben. Sondern uns. Ich wollte sie nicht, mir geht es nur darum, die beiden in die Finger zu kriegen. Außerdem bin ich gerade nach dem Gespräch mit meinem "Tag Team Partner" nicht in der Stimmung für sowas..."

Ein kritischer Blick legt sich auf das Gesicht der Assassins. Dann nickt Connor Rogue...

Connor Rogue: "Carnageddon wird schon gegen uns kämpfen, keine Sorge, Maxxx. Schließlich waren wir zu Beginn der Show bereits bei Jona Vark, um die Sache in die richtigen Bahnen zu lenken. Aber nett, dass du deine Position nochmal klar gestellt hast."

Dann geht der Blick von Rogue zu seinem Partner Ashfield und in ihren Blicken wächst eine Erkenntnis: Sollte Vark wirklich jemandem die Chance geben, der sie eigentlich gar nicht will? Das klingt ja selbst für die Chefin ziemlich schräg...
Maxxx' Worte sind demnach wie Wasser auf ihre Mühlen - weswegen sich ein Lächeln auf den Gesichtern der Assassins bildet.

Sean Ashfield: "Jona Vark sollte die richtigen Schlüsse daraus ziehen!"

Und mit einem Nicken wollen sich die ehemaligen Cotatores Champions schon wieder abwenden, doch dann bleiben sie doch noch einmal stehen, denn Rogue ist noch etwas eingefallen, was er Maxxx mit auf den Weg geben will. Er tritt mit erhobenem Zeigefinger an den Berliner heran.

Connor Rogue: "Vielleicht noch unsere bescheidene Meinung zu deinem... Partner. Und eurem Team. Hört auf damit! Schieß ihn wieder ab!"

Für einen Moment erinnern sich die beiden Assassins an ihre Begegnung mit Ronin, als sie ihm klar machten, auf einer deutlich geringeren Stufe zu stehen als sie.

Connor Rogue: "Mal ehrlich... Was soll diese Konstellation überhaupt? Du bist nicht für das Miteinander geschaffen, er ist nicht für das Miteinander geschaffen. Ihr seid Einzelgänger und deswegen werdet ihr niemals die PCWA verändern. Die PCWA braucht leuchtende Vorbilder für Teamfähigkeit, soziale Kompetenz und Brüderlichkeit. Nur DAS wird die Egozentrik, die ganze Niedertracht und Hinterfotzigkeit aufhalten. Das, was Ihr da zeigt, ist genau das Gegenteil. Und weil sogar die Stümper von Carnageddon das erkannt haben, wollen sie gegen euch ihre Titel verteidigen. Die beiden haben ja sogar vor Happy Hour Angst - aus keinem anderen Grund schimpfen sie sich ihre Freunde. Es ist also gar nicht daran zu denken, dass sie uns ein Titelmatch gäben... Das muss Jona machen! Für sie seid Ihr nämlich der einfachste aller möglichen Jobs. Denn Ihr seid überhaupt kein Team. Noch weniger als die sogenannten Partners in Crime... Also wollen sie gegen euch ran! Deine Wut auf sie, Maxxx, kommt ihnen wie gerufen!"

Ein Kopfschütteln des Berliners, der sich diese Aussagen nur mehr als fragwürdig und wundernd anhört. 

Jimmy Maxxx: "Ihr seid wirklich naiv und versucht eine Lebeneinstellung zu vertreten, die ihr nicht mal ansatzweise tragen könnt. Ihr wollt mir wirklich weiß machen, in euch beiden steckt kein egoistischer Knochen? Hahaha - meine Fresse und sowas will mir das Leben und die Tiefgründigkeit der Persöhnlichmeit eines Menschen erklären? Bullshit! Jeder Mensch ist ein Egoist, jeder benutzt jeden. Auch ihr! Es gibt keine Teams, es gibt kein Wir. Nur so lange, wie es einen selber weiterbringt. Sobald einen etwas nicht betrifft oder es das eigene Wohlbefinden aufhält, lässt man den Rest im Stich. Also sogesehen, ja: Ronin und ich sind kein richtiges Team. Weil sowas einfach nicht existiert. Niemand ist ein richtiges Team. Es gibt nur Egos, die einander nutzen, zum eigenen Vorteil. Der Unterschied zwischen mir und Wrestlern wie euch ist, ich stehe dazu. Ich verarsche niemanden. Ich spiele keine Spiele oder ziehe eine Show ab. Also lasst mich mit eurem selbstgefälligen Scheiß in Ruhe und schaut erstmal, dass ihr mit Carnageddon fertig werdet, bevor ihr mich anpöbelt..."

Dann geht er. Die Assassins schauen ihm nur kopfschütteln hinterher, als die Regie wieder zurück zu Mike und Vincent schaltet.


Mike Garland: "Maxxx ist mal wieder gnadenlos ehrlich. Aber Recht hat er damit! In der Regel läuft es genau so ab."

Vincent Craven: "Na, es gibt da schon ein paar Teams, die eine Ausnahme bilden. Da würde ich schon den Assassins Recht geben. Allerdings ist der Rest, den die beiden reden, eher Unsinn."

Mike Garland: "Dass sie bessere Contender wären, als Ronin & Maxxx, die noch nicht einmal ein Tag Team Match bestritten haben, ist aber auch wahr!"

Vincent Craven: "Mag sein, aber hier drehen wir uns wieder im Kreis, Mike. Das Thema hatten wir eben schon und Carnageddon hat nun einmal entschieden."

Mike Garland: "Na, Jona Vark kann ja manches noch ändern - so ist es ja nicht. Darauf hoffen ja auch die Ring Assassins."

Vincent Craven: "Wir werden es bei der Cardveröffentlichung für Vendetta 143 erfahren. Jetzt sind wir aber noch längst nicht mit Ausgabe 142 durch. Das zweite Match steht an - Thrawn versus Mad Dog!"


------------------ PCWA ------------------

Jane Nelson: "Es ist Zeit für das zweite Match des Abends!"

Jane Nelson: "Mit einem Kampfgewicht von 100 Kilogramm und einer Größe von 1,80 Metern. Auf dem Weg zum Ring... GROSSADMIRAL THRAAAAWN!"

Drums. Simple Drums. Mehr gibt es nicht, wenn ein Großadmiral Thrawn in einem Match antritt und viel mehr gibt es auch diesmal nicht. Mit nüchterner Miene betritt Großadmiral Thrawn die große Bühne und bleibt zunächst einen Moment auf der Rampe stehen. Kühl geht sein Blick in Richtung des leeren Ringes, ehe er sich mit fokussierter Miene und unter einigen Buhrufen der Fans auf zum Squared Circle macht. 

Jane Nelson: "Und sein Gegner mit einer Größe von 1,94 Meter und 113 Kilogramm: MAD DOG!"

Die Fans beginnen mit lautem Jubel, als das bekannte Theme des Night Fighters gespielt wird. Für die Zuschauer gibt es kein Vertun, wer heute Abend bei diesem Match das Feld als Sieger verlassen soll - auch wenn es ein paar Fürsprecher für den Großadmiral gibt, ist es Mad Dog. So fühlt und hört sich der Begrüßungsjubel jedenfalls an.

Broken bones, broken hearts
Stripped down and torn apart

A little bit of rust - I'm still runnin'

Countin' miles, countin' tears
Twisted roads, shiftin' gears
Year after year - it's all or nothin'

Erst jetzt schiebt Mad Dog den Vorhang beiseite und tritt hinaus in die Arena. Ein entschlossener und fokussierter Blick zeigt sich in seinem Gesicht. Seine Augen sind auf den Ring gerichtet. Thrawn mag ihn provoziert haben, mag seine Geheimnisse gebrochen haben, aber er hat definitiv nicht ihn gebrochen.

But I'm not home, I'm not lost
Still holdin' on to what I got
Ain't much left

No there's so much that's been stolen

I guess I've lost everything I've had
But I'm not dead
, at least not yet

STILL ALONE, 

STILL ALIVE, 

STILL UNBROKEN
I'm still alone, still alive,
I'm still unbroken

Im Ring angekommen schlägt die Töle noch zwei, drei Mal mit seinem linken Ellbogen in die offene, rechte Hand. Gleich wird dieser im Gesicht des Großadmirals landen und man sieht regelrecht die Vorfreude, welche dieser Gedanke beim verrückten Hund auslöst.

Vincent Craven: "Damit sind die beiden im Ring angekommen und der Kampf kann losgehen!"

Mike Garland: "Die beiden starren sich noch einen Moment stoisch in die Augen..."

2nd Match
- It ends tonight -
Regular Singles Match
Bild
Bild
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*DING* *DING* *DING*

Sofort stürmt der Night Fighter auf den Großadmiral zu und deckt ihn mit harten Punshes ein. Mit einigen Treffern drückt er ihn in die Ecke und folgt immer wieder mit Schlägen zum Kopf. Gegen den Oberkörper. Unter dem Jubel der Fans folgen dahinter Ellebogenschläge gegen das Haupt des Bläulings, das hart zur Seite geschleudert wird. Charlie Swanson ermahnt den Kämpfer der Nacht, aber dieser scheint wie im Rausch zu sein. Rechts, links, rechts, links. Rippe. Stirn. Bauch. Schläfe... 
Immer wieder treffen die Pranken der Töle auf den Großadmiral und Swanson kann nicht anders, als MD anzuzählen.

Vincent Craven: "Man, man, man... Da hat sich einiges an Wut angestaut."

Mike Garland: "Und das bekommt Thrawn zu spüren. So ungezügelt mag ich den verrückten Hund ja fast wieder."

Vincent Craven: "Ob das der alte Mad Dog ist, von dem Thrawn sprach? Den Großadmiral dürfte das entgegen seiner Aussagen jetzt jedenfalls nicht wirklich freuen."

Kurz vorm Ten-Count wendet sich der Hund ab, macht ein, zwei Schritte zurück und sieht auf den Bläuling, wie er in der Ecke hängt. Der furiose Start des verrückten Hundes scheint den Admiral überrascht zu haben. Oder doch nicht?

Mike Garland: "THRAWN WINKT?!"

Vincent Craven: "Er will mehr! Provokation."

Erbost fletscht Mad Dog die Zähne und läuft - bereits mit der Faust ausholend - auf Thrawn zu. 

Mike Garland: "BIG BOOT!"

Vincent Craven: "Mad Dog stürmt ins offene Messer und Thrawn stetzt mit Stomps auf den Körper der Töle nach."

Mike Garland: "Aber der Feigling rollt sich aus dem Ring!"

Vincent Craven: "...packt sich Thrawns Beine... Und zieht ihn raus, zu sich!"

SCHEPPER!!! 

Unter dem Gegröhle der Fans zerspringt die Ringtreppe in ihre Einzelteile und Thrawn bleibt vor ihnen liegen. Die unbekannte Konstante greift sich kurz ans Kinn, wo ihn Thrawn eben getroffen hat, marschiert dann allerdings wieder zu seinem Gegner. Swanson ermahnt den Kämpfer der Nacht erneut; dieses Mal geht es allerdings darum, wieder in den Ring zurück zu kehren. MD macht es so wie eben und packt sich erst einmal Thrawn, um ihn gegen den Ringpfosten zu schmettern.

1...

Sofort springt er auf den fallenden Admiral und deckt ihn weiter mit Schlägen ein.

2...

Rechts. Links.

3...

Rechts. Links. 

4...

Rechts. Links.

5...

Der Count des Referees rettet Thrawn. Denn die Töle lässt von ihm ab...

6...

...und schiebt ihn zurück ins Seilgeviert, um den Count Out zu verhindern. Mad Dog macht einen entschlossenen Eindruck und das kann nur bedeuten, dass er hier auf jeden Fall den Sieg durch Pin oder Aufgabe einfahren will. 
Mit einem freudigen Blick wandert die Aufmerksamkeit des Fighters nun auf seine Hände. Tatsächlich haben sie sich leicht rot gefärbt. Die gewollte Rache an Großadmiral Thrawn - bis hierhin hat sie so geklappt, wie er sich das gedacht hat.

Mike Garland: "Wenn Thrawn so weiter macht, dann wird das hier ebenso eine schnelle Nummer wie beim Brawlin' Rumble. Und seine Serie ist passé."

Vincent Craven: "Nachdem sie beim Rumble in der Vergangenheit zumeist zusammen agierten, baute sich dort diesmal eine Feindschaft auf, dessen Ergebnis wir heute hier in Liverpool zusehen bekommen."

Mike Garland: "Und solche Feindschaften sind die schlimmsten - Vielleicht scheint Mad Dog deswegen auch noch nicht genug zu haben."

Auch Teile der Ringmatte haben sich nun rötlich verfärbt, als der Konstante den Admiral wieder auf die Gehglieder zurückhievt.Mit einem Uppercut wirbelt er das blaue Gesicht hinauf, wonach ein kleiner Blutregen hinabgleitet. Zwei knallende Chops drängen den Admiral weiter in Richtung der Seile, wo er einen weiteren European Uppercut einstecken muss. Schnell wird Thrawn in die Seile geschickt, doch der Admiral hält sich an eben jenem fest. Mit einem schnellen Ruck zieht er MD zu sich heran und sticht ihm in die Augen.

Vincent Craven: "UUH, MIES! Der Hund kann nichts sehen!"

Mike Garland: "Gute Taktik, um sich ein wenig Luft zu verschaffen."

Kurz fasst sich der Großadmiral an die eigene Stirn, um die klaffende Wunde zu betasten. Dann aber starrt er zu seinem Gegner und rennt ihn mit einem Shoulderblock über den Haufen. Der Night Fighter hält sich seinerseits immer noch die Hände vor die Augen, geht aber dennoch zurück in den Stand. 

Großadmiral Thrawn: "Quod erat demonstrandum - Sie sehen sich selbst nicht."

Die rotnassen Augen der Töle fliegen auf. Er stürmt erneut auf den Admiral zu, doch dieser ahnte es und packt ihn.

BELLY TO BELLY SUPLEX!

Mike Garland: "Idiot! Er läuft erneut ins Messer!"

Vincent Craven: "Thrawn krabbelt ihm hinterher und nimmt ihn in einen Sleeperhold!" 

Mike Garland: "Der Admiral macht gerade alles richtig. Nimmt dem Hund den Wind aus den Segeln und kann selbst verschnaufen."

MD wehrt sich kurz, doch der Griff des Großadmirals hat sich wie eine Schraubzwinge um seinen Hals gelegt, sodass Simargl schneller zur Seite kippt, als ihm lieb sein kann. Auch der Großadmiral geht zur Seite und so kann er den Griff noch besser durchziehen.

Großadmiral Thrawn: "Ich überlege, diesen Move umzubenennen..."

Vincent Craven: "Oh man... Was soll denn dieser Trash Talk?"

Thrawn liegt mit seinem Kopf genau am Ohr der Töle und kann dem bewusstlos werdenden Hund so gut ins selbige sprechen. Während sich die Augen der unbekannten Konstante krümmen und sich langsam zu schließen drohen, bekommen Vincent & Mike sowie die Fans über die Ringmikrofone mit, was Thrawn noch zu sagen hat.

Großadmiral Thrawn: "Greetings from Kupalnica! Was halten Sie davon, Mister Mad Dog?!"

Wie von einer Tarantel gestochen, reißt der Fighter plötzlich die Augen auf. Neue Energie fließt durch seine Blutbahnen. Ellbogenstöße treffen die Seite von Thrawn. Mad Dog richtet sich auf.

MAD DOG! MAD DOG! MAD DOG!

Der Admiral muss den Hold immer wieder lösen. Packt aber ebenso immer wieder zu. Dennoch kann sich MD auf die Beine kämpfen.
Mit den Ellebogen treibt er seinen ihn festhaltenden Gegner in die Seile... und DRÜCKT IHN VON SICH!

Die Fans springen von ihren Stühlen. Die Töle aber wirkt nach den Greetings from Kupalnica benommen. Wankt allerdings auf Thrawn zu!

Mike Garland: "CLOTHESLINE INS LEERE!"

Vincent Craven: "Der Admiral kann abducken und schießt nun aus den Seilen zurück... MD DREH' DICH UM!"

Mike Garland: "SPINNING WHEEL KICK!!!"

Der Admiralstiefel trifft den Night Fighter genau am Kinn, sodass er zu Boden muss. Thrawn aber ist sofort wieder bei ihm, hebt den Oberkörper an, kniet sich hinter ihn und umschließt erneut den Hals des Hundes mit seinen kräftigen Armen. Die Greetings from Kupalnica sollen den Night Fighter ins Land der Träume schicken. Die Göttin der Nacht ruft ihn. 
Die Fans aber rufen ihn ebenfalls...

MAD DOG! MAD DOG! MAD DOG!

Vincent Craven: "Nur ein kurzes Aufbäumen des verrückten Hundes. Jetzt sitzt er wieder in der Klemme."

Mike Garland: "Ist das Persönlich-Involviertsein nicht das, was DeWynters als seine Schwäche bezeichnete?! Thrawn nutzt das hier eiskalt aus."

Allerdings haben Liverpools PCWA Fans etwas dagegen, Mad Dog hier aufgeben oder einschlafen zu sehen. Mit lauter Stimme halten sie den PCWA Grand Slam Champion am Leben. Die Beine des Hundes zappeln auch. Er klopft den Rythmus mit. Will ihn in sich aufnehmen. Während sich der rote Lebenssaft Thrawns in seinem Gesicht verteilt.

MAD DOG! MAD DOG! MAD DOG!

Der Hund belebt sich somit selbst wieder, während Thrawn immer weiter zuschraubt. Aber die Hände des Fighters greifen nach den Armen. Nach dem blauen Kopf. 

Plötzlich sinkt er nach unten. Thrawn landet auf allen Vieren. KICK TO THE HEAD! KICK TO THE HEAD! KICK TO THE HEAD! 
Drei Mal schnellt der Stiefel der Töle über seinen Kopf hinweg gegen die blutige Stirn des Admirals. Dieser sinkt zur Seite. Wieder sind die Fans aus dem Häuschen. Die Chants werden noch lauter, doch MD kann erst einmal kein Kapital aus der Situation schlagen.

Vincent Craven: "Beide Männer sind fertig. Swanson zählt sie jetzt an."

Mike Garland: "Dem Night Fighter wurden die Sinne durch den Würgegriff genommen, während Thrawn die harten und vielen Treffer verhackstücken muss."

Vincent Craven: "ABER BEIDE RÜHREN SICH WIEDER!"

MAD DOG! MAD DOG! MAD DOG! 

Tatsächlich ziehen sich beide an unterschiedlichen Seiten des Ringes wieder auf die Beine und wanken sogleich aufeinander zu. Thrawn trifft die Töle zuerst mit seiner rechten.

BUUUUUUH!

Aber ein weiteres Aufbäumen will sich Dog nicht nehmen lassen, also donnert eine rechte des Hundes auf den Schädel des Admirals. Das Blut spritzt durch den Ring.

YEAAAAAH!!!

Aber Thrawn wäre nicht Thrawn, wenn er darauf keine Antwort hätte. Ein wuchtiger Ellebogen richtet Nelson Friedrich die Kauleiste. Speichel fliegt über die Seile.

BUUUUUUH!

Kurzes Schütteln. MD wirft seinen Oberkörper zurück, die Faust im Gepäck: Fingerknochen treffen Wangenknochen. Es knackt. Thrawn muss nen Schritt zur Seite machen, um nicht zu fallen.

YEAAAAAH!!!

Dog will nachsetzen, macht einen Schritt. Sein Gegner aber ändert die Taktik. Der massige Stiefel donnert in den unangespannten Hundebauch. Ein Stöhnen. Ein Luftpressen. Ein Einknicken. 

BUUUUUUH!! 

Der Night Fighter muss auf ein Knie runter. Thrawn beugt sich über ihn und will ihn mit einem oder mehreren vernichtenden Kniestößen weiter schaden. 

Vincent Craven: "MAD DOG PACKT IHN, ER PACKT IHN... HEBT IHN AUS!"

ATTOMIC DROP!

YEAAAAAH!!

Thrawn steht eingeknickt dort, doch der Fighter lässt ihn nicht zu Boden, sondern rammt ihm nun seinerseits das Knie in den Magen.

YEAAAAAAHHH!

Schnell umgreift MD den Oberkörper des Admiral.

THE FIGHTERS POWERBOMB!

Die Gutwrench Powerbomb sitzt perfekt. Thrawn knallt wuchtig auf die Matte. Blut schießt empor, während auch Mad Dog auf dem Bauch landet. Doch er kämpft sich hoch, ringt sich auf Thrawn.

Vincent Craven: "DA IST DAS COVER.... OOONNNNNNNNNNNEEEEEEEEE!!!"

Mike Garland: "TWOOOOOOOOO!"

Vincent Craven: "ER REISST DIE SCHULTER HOCH! THRAWN REISST DIE SCHULTER HOCH!"

Simargl klopft wütend auf den Mattenboden und schaut kurz zu Charlie Swanson, der nur zwei Finger in die Luft hält. Dann blickt MD zurück zu Thrawn, der gerade erst wieder die Augen öffnet. 

Mad Dog: "Ende jetzt! ENTER NIGHT!"

Die Fans springen von ihren Sitzen. Den Finishing Move des verrückten Hundes wollen sie sehen, darauf haben sie sich gefreut. Ein wahnsinniger Move, mit dem der Night Fighter auf der ganzen Welt berühmt wurde und seine Erfolge feierte. Die englischen Fans schauten sich Zusammenstellungen der besten Enter Nights bei youtube an, aber jetzt - in diesem seltenen Moment - werden sie ihn live sehen!!!

Mad Dog hievt den Großadmiral wieder auf die Beine. Er umklammert dessen Kopf und legt dessen Arm über seinen.

Vincent Craven: "Der Enter Night und dann sind die Wünsche und Bestrebungen von Thrawn im Keime erstickt, Mike."

Mike Garland: "Nicht so schnell, Vince. Thrawn blockt... Er... SMALL PACKAGE!!!"

Vincent Craven: "OOOONNNNNNNNNNEEEEE!"

Mike Garland: "TWOOOOOOOOOOOOOOOOO!"

Vincent Craven: "THRE... NO. NO. NO. KICKOUT! Nur Zwei. Nur Zwei!!!"

Beinahe hätte Großadmiral Thrawn seine lückenlose Serie in Singles Matches durch einen weiteren beeindruckenden Sieg erweitert. Allerdings konnte der Kämpfer der Nacht der Umklammerung des Bläulings entwischen und sich rauspowern. Sogleich hat sich der Darsteller von Nelson Friedrich Töle auch am Seil zurück auf die Beine gezogen und empfängt den Admiral mit einem Forearm. Thrawn wankt zurück. Ein weiterer Forearm trifft ihn und der Admiral fällt in die Ringecke. Bleibt aber mit den Armen am dritten Seil hängen. 
Kurz blickt der verrückte Hund zu seinem Gegner, aber diese Ausgangssituation kann nur eines bedeuten. Die Zuschauer jubeln.

Vincent Craven: "Das soll den Dog Bite geben!"

Mike Garland: "VORSICHT! SWANSON... THRAWN ZIEHT SWANSON VOR SICH!!!"

BUUUUUUUHHHH!

Mad Dog fletscht aggressiv und wütend die Zähne, während sich Swanson aus der Umklammerung des Admirals befreien will. Doch da ist der Fighter bereits und zieht den Ringrichter aus den Armen Thrawns, worauf dieser nur gewartet hat. Er packt Mad Dog von hinten.

INVERTED DDT!

Großadmiral Thrawn: "Quod... erat... demonstrandum - früher wäre Ihnen das nicht passiert, Mister Mad Dog!"

Thrawn packt sich sofort die Beine des Hundes, so als wolle er mit seinem Move auch an früher erinnern. 

SHADOWS FROM THE PAST!

Mad Dog befindet sich im gefüchteten Sharpshooter von Thrawn. Solch einen Move hatte er eigentlich verhindern wollen, aber jetzt steckt er drin und schreit sich die Kehle aus dem Leib. NFT musste bereits sehr zehrende Moves hinnehmen und dies ist ein weiterer. Die Ausdauer des PCWA Grand Slam Champions wird auf eine harte Probe gestellt, was auch die Fans bemerken.

MAD DOG! MAD DOG! MAD DOG!

Wütend. Mit Schmerzverzerrtem Gesicht. Bäumt sich der Fighter gegen die drohende Niederlage. Er stützt sich auf seine Arme und versucht so zu den Seilen zu gelangen. Swanson ist die ganze Zeit bei ihm. Will er aufgeben? 

MAD DOG! MAD DOG! MAD DOG!

Die Töle bewegt sich. Holt alles aus sich raus. Kriecht. Kabbelt. Ringt. Stemmt. 

Vincent Craven: "ER IST AM SEIL!"

Mike Garland: "Thrawn muss lösen, aber der Schaden ist zugefügt. Noch ein Haltegriff und es dürfte aus sein."

Vincent Craven: "Mad Dog ist in seiner Karriere bisher immer wieder aufgestanden!"

So auch jetzt. Er zieht sich erneut an den Ringseilen hoch, aber der Großadmiral steht bereits und hämmert einen Axehandle Blow auf ihn herab. Ein weiterer klatscht auf den Rücken der Töle, woraufhin er in die Seile geschickt wird.

Vincent Craven: "LARIAT... NO. Mad Dog macht eine Judorolle, um auszuweichen."

Mike Garland: "Thrawn wollte ihn mit voller Gewalt umwuchern... steht aber schnell wieder auf."

Vincent Craven: "DROPKICK DER TÖLE!"

Thrawn geht getroffen zu Boden und auch Mad Dog bleibt einen Moment liegen.

Mike Garland: "Das Match ist in seiner entscheidenden Phase. Wer jetzt einen seiner Trademarks oder gar den Finisher anbringen kann, gewinnt das Match." 

Plötzlich geht ein Raunen durch das Publikum. Eigentlich war es jedem klar, dass genau das passieren würde, aber dennoch verwundert es, denn jeder hatte gehofft, dass es anders laufen wird. Langsamen Schrittes kommen Azrael Rage und Kevin Sharpe die Rampe herunter. Sharpe hat wie immer die Kapuze ins Gesicht gezogen... unter der Kapuze blitzt das dreckige Grinsen hervor. Rage trägt sein #ANTIFANSERVICE Shirt. Sie unterhalten sich noch kurz, während sie zwei Klappstühle hinter sich herzerren. Nur langsam fokussieren sie ihre Blicke auf den Ring. Es gibt einen Fistbump unter Beiden und es beginnt.. Natürlich ist es Rage, dessen Schritte immer schneller werden und der dann in den Ring slidet.

Thrawn und Mad Dog blicken gebannt auf die Dinge, die da kommen, aber die Erschöpfung lässt sie kaum handeln. Noch bevor sie überhaupt die Hände zum Schutz heben können, trifft der erste Stuhlschlag den Rücken von Thrawn. Sofort will Charlie Swanson das Match abläuten, aber soweit kommt er gar nicht, denn Sharpe trifft ihn mit seinem Stuhl hart an den Kopf. Krachend knallt das Hartplastik gegen die Stirn von Swanson und in einem Schwall spritzt das Blut. Mad Dog versucht sich indessen in Kampfpose zu bringen, aber noch bevor er überhaupt in der Lage ist einen Angriff abzuwehren, erwischt ihn Rage.

 

FINAL SIN LARIAT!!!

 

Wie von einer Kanonenkugel getroffen dreht sich der Night Fighter um die eigene Achse und knallt krachend auf seinen Nacken. Mit einem Lächeln auf den Lippen lehnt Sharpe in der Ringecke.

Sharpe: "Wer ist nun das Opfer, hm?"

Dann beobachtet er entspannt, was als nächstes passiert.

Vincent Craven: „Ich denke es gibt keinen Sieger in diesem Match.“

Mike Garland: „Doch gibt es. Er heißt Azrael Rage.“

Vincent Craven: „Dein Ernst?“


------------------ PCWA ------------------

Langsamen Schrittes lässt sich Rage ein Mikrofon geben und verpasst noch einmal Mad Dog einen kräftigen Tritt in die Rippen.

Azrael Rage: „Jona?“

Er klopft mit der flachen Hand so auf das Mikro, dass das Hallen durch die Halle geht.

Azrael Rage: „Ist das Ding an?“

Sein Lächeln bejaht die Frage längst.

Azrael Rage: „Jona. Ich glaube, wir müssen reden.“

Mit verspielten Blick sieht Rage zu, wie Sharpe sowohl Thrawn als auch Mad Dog aus dem Ring wirft. Dann blickt er zum Teufel und nickt. Der Müll ist entfernt. Der widerum spricht erneut in das Mikrofon.

Azrael Rage: „Zier dich nicht so, Jona. Wir haben hier echt ein Thema.“

Während er wartet, klappt Rage seinen Stuhl aus und setzt sich in die Mitte des Ringes.

Azrael Rage: „Jona?! Jetzt zier dich nicht so. Ich denke wir benötigen hier dringend einen Geschäftsführer.“

Langsam scheint die Geduld auszugehen.

Azrael Rage: „Vielleicht habe ich es nicht erwähnt, aber ich dachte es sei eindeutig, dass der Champ dort drüben und ich sonst diese Stühle nehmen und die Karrieren von Mad Dog und diesem blauen Affen beenden werden, solltest du nicht auftauchen, Jona.“

Tatsächlich tut sich jetzt was am Entrance. Mit Zorn im Gesicht tritt Jona Vark durch den Vorhang, während sie noch etwas hinter den Vorhang spricht.

Jona Vark: "Lassen Sie es gut sein, James. Ich regele das jetzt!"

Jona Vark: „Wie können sie es wagen, Mister Ra…“

Azrael Rage: „WIE KANNST DU ES WAGEN, JONA?“

Er räuspert sich.

Azrael Rage: „Dachtest du wirklich, dass good ol’ Kev und ich uns all diese Frechheiten bieten lassen werden von dir?“

Sein Blick verfinstert sich.

Azrael Rage: „Natürlich, du kannst uns in alle Matches der Welt stecken, kannst uns in den Opener stecken, aber wir wissen alle, dass du uns nicht feuern wirst. Unser schwarzes Herzchen ist dein Champion und alleine die Werbeverträge mit ihm bringen der PCWA Millionen und dann bin ja da noch ich… yours truly Azrael Rage. Mein Shirt… Platz 1 der Verkaufscharts auf der Homepage. Covermodel für das neue PCWA Vendetta Game… erhältlich auf PC, PS4 und Xbox One demnächst… und damit ist auch meine letzte Vertragsverpflichtung erfüllt. Werbung für das Spiel. Du siehst, ich lasse mir nichts zu schulden kommen… außer du wolltest diese Bombe vielleicht feierlicher enthüllen, dann wäre dies hier sicherlich sehr ärgerlich.“

Provokantes Lächeln.

Azrael Rage: „Kommen wir doch zum Grund für all das hier.“

Inzwischen scheint sich Mad Dog zumindest an der Guarding Rail aufgerichtet zu haben. Auch Großadmiral Thrawn hat sich an dem Kommentatorenpult angelehnt und mit dem Wunsch nach Rache auf den Lippen hören sie zu. Allerdings wissen auch Beide, dass das nicht der richtige Zeitpunkt ist.

Azrael Rage: „Ich will ein Match beim Out of Ashes Pay per View gegen Mad Dog. Bekomme ich dies, werde ich fürs Erste meine Angriffe einstellen. Deal?”

Sie beißt sich vor Wut in die Unterlippe. Sie hatte das vorher gesehen, aber dennoch den Fuchs in den Hühnerstall eingeladen, um damit ihre kürzlichen Verfehlungen zu überstrahlen. Dennoch hätte sie nie gedacht, dass sie so wenig Zeit hätte, bis die Lage eskaliert. Zwei Vendettas… zwei beschissene Vendettas und jetzt muss sie den zwei größten Egomanen Zugeständnisse machen, wenn sie nicht zwei ihrer Vorzeigeathleten verlieren will. Mit der Kapuze im Gesicht kann man die Regungen des Gerasys nur erahnen, aber wer ihn kennt, kennt auch seine zwei Bedürfnisse... die Bosslady an ihren eigenen Entscheidungen scheitern sehen... und ein kühles Bluesweiser. Ja. Bluesweiser. Man kann eben nicht aus seiner Haut. Here's to the Misfits!

Jona Vark: „Also ich rekapituliere. Wenn sie ihr Match gegen Mad Dog bekommen, verschwinden sie aus dem Ring und krümmen niemanden heute mehr ein Haar.“

Rage macht die Geste des Pfadfinderschwurs.

Azrael Rage: „Versprochen und wird auch nicht gebrochen.“

Jona Vark: „Einverstanden. Beim Out of Ashes Pay per View heißt es Azrael Rage…“

Sie zeigt auf ihn.

Jona Vark: „… gegen Mad Dog.“

Schrecken steht dem Hund ins Gesicht geschrieben. Nicht weil er Rage fürchtet, sondern weil er ihm diese Genugtuung nicht gönnen wollte. Es sollte keinen weiteren Kampf zwischen ihnen geben - egal was Lafayette will.

Azrael Rage: „Sehr schö…“

Jona Vark: „Ich bin noch nicht fertig… ZUSÄTZLICH noch...

Dramatische Pause. Blackheart zieht die Kapuze ab... er kennt diese Jona-Moves nur zu gut. Und Adam macht gerade genau das, was Blackheart die letzten Monate getan hat. Dinge erzwingen. Er ahnt nichts Gutes. Denn Jona war ihm schlussendlich immer einen Schritt voraus. Was heute gerade wieder bewiesen wurde.

Sharpe: "Das gefällt mir nicht, Adam."

Doch der Teufel winkt ab. Und so lässt Miss Vark die Bombe platzen.

Jona Vark: " ...gegen Großadmiral Thrawn. Triple Threat!“

Außer sich vor Wut wirft Rage den Stuhl aus dem Ring. Thrawns Augen werden indessen groß. Er beim PPV gegen Rage und Mad Dog? Unglaublich.

Azrael Rage: „Das war so nicht abgesprochen!“

Sie blickt entschlossen. Schließlich muss sie diesen Monstern die Stirn bieten oder sie übernehmen über Nacht die PCWA und zwingen jeden ihren Willen auf… Sie hat Sharpe gerade gezähmt... zumindest schien es so. Und nun kommt Azrael Rage dazu. Knifflige Situation.

Jona Vark: „Ach nein? Sie gegen Mad Dog. Out of Ashes. Das wollten Sie doch? Sie haben Ihren Willen bekommen. Haben Mad Dog und Thrawn Ihren Willen auf ein entscheidendes Match allerdings genommen. Also habe ich noch eine Nuance hinzugefügt, gegen die Sie in ihren Bedingungen nichts erwähnt haben.“

Sofort ballen sich die Fäuste von Rage, aber in diesem Moment legt sich die rechte Hand von Sharpe auf seine Schulter und der Undisputed Gerasy flüstert dem Teufel etwas ins Ohr. Auch wenn etwas erzwungen wirkt, lächelt Rage wieder.

Azrael Rage: „Wohl an, wir sind hier fertig. Hund… Admiral… Jona… wir haben die Ehre.“

Die theatralische Verbeugung als Ausdruck des Abschieds, verlassen Sharpe und Rage den Ring. Die Kamera schaltet zu Jona Vark, die indessen in ein wildes Gespräch mit Mad Dog verwickelt ist. Allerdings, ganz der Profi, hält sie das Mikrofon zu, so dass niemand mithören kann, aber selbst ein Blinder weiß wohl, was der Inhalt des Gesprächs ist. Und da ist da noch Großadmiral Thrawn, der plötzlich in einem Match mit zwei ehemaligen Gerasys ist… und irgendwie freut er sich darüber. Hätte definitiv schlechter laufen können.

Auf der Rampe blickt Rage noch ein letztes Mal Richtung der Szenerie und hadert der Dinge, die da kommen mögen… ein Triple Threat war nicht, was er sich gewünscht hatte, aber immerhin gibt es da etwas, dass Kev und ihm sehr in die Hände spielt – keine Regeln!


------------------ PCWA ------------------

Noch ist es schummrig und man sieht dank der Kameraführung kaum etwas – hören dagegen kann man etwas mehr. Dumpfe Klänge gedämpften Redens wechseln sich mit monotonem Brummen ab. Das Dumpfe wird merklich stärker, während das Brummen urplötzlich abebbt und mit einem hohen metallischen „Bing!“ einen Schlusspunkt setzt.
Dann gleiten plötzlich zwei metallische Platten zur Seite – und man wird gewahr, dass die Szene aus einer Fahrstuhlkabine heraus gefilmt wird, welche an zwei Wänden mit großen reflektierenden Spiegelwänden ausgekleidet zu sein scheint.

Das Etagenlicht flutet die Kabine – wie auch die Silhouetten der davor wartenden zwei Personen.

„… willst du mich verarschen?! Die Los Socios?“

„Ja, warum denn nicht? Wie lange und wie viele Matches haben wir gebraucht, um sie in die Knie zu zwingen?“

„Das hat doch damit nix zu tun. Ey, Guitar Hero – zwei hochdekorierte Singles Champs … Cave Canem, ein legendärer Name …DAS sind die wahren Meilensteine unserer Teamkarriere.“

„Muss ich dich daran erinnern, dass ein Team mehr ist als die Summe seiner Teile.“

„Boah, Kugelblitz - jetzt quatschst du schon wie dein Schatten-Freund …“

In ihren üblichen Outfits betreten die Partners in Crime die Kanzel, welche sich hinter ihnen schließt. Noch immer im türkisenen Outfit drückt Trent Cardigan den Stockwerk-Knopf, während Matt Stone sich an eine der Spiegelwände stellt und den Sitz seiner wasserstoffblonden Irokesentolle checkt.

Stone: „Kann dir nur eins sagen: was Nervtöterei angeht sind die Ring Asseln schon mal auf einem Level mit den Socios. Allerdings hat’s damals deutlich mehr Spaß gemacht, die Kalkleisten zu foppen. Die wandelnden Trainingsanzüge springen ja nicht mal richtig drauf an.“

Cardigan: „Wow, und das überrascht dich?!“

Stone: „Nur, wenn sie zu blöd wären, es überhaupt zu kapieren.“

Der Tempest tritt neben Machinegun, grinst diesen über den Spiegel an und fährt dann angedeutet über dessen Tolle. Stone greift sofort schützend danach, während Cardigans Hand auf dessen Schulter zum Ruhen kommt.

Cardigan: „Matt, es ist eine andere Zeit – und ein anderes Klima. Stell dich drauf ein, statt nur gegen den Wind zu kämpfen … oder zu schiffen.“

Stone: „Zum Wohl! Ich bleib lieber meiner Linie treu.“

Cardigan: „Mach ich doch auch, aber eben kämpferisch. Und über kurz oder lang werden wir diesen jugendlichen Flatterärschen schon gekonnt die Flügel stutzen…“

Ein weiteres metallisches Bing, der Fahrstuhl kommt zum Stehen und dessen Türen gleiten auf. Cardigan schaut noch etwas unwirsch, ob sie bereits in der richtigen Etage angekommen sind.

„Verzeihung?!“

Die Partners gucken reichlich verwirrt ob der körperlosen Stimme – als sich auch schon die Spiegelwände bewegen. Jeweils zwei Arbeiter mit Transports-Saugnäpfen hieven die Spiegelwände hinaus und lassen das Team allein …
… allein mit dem Duo, welches sich gemeinsam mit den Crewmembern hinter den Spiegeln befunden hat: muskulöse Bodys schauen mit reichlich zornigen Gesichtern aus ihren Trainingsanzügen heraus Cardigan und Stone an.

Einmal mehr ist Sean Ashfield derjenige, welcher mit deutlich finsterem Gesichtsausdruck bereits zum Angriff scheint, doch die Hand Connor Rogues ruht auf dessen Schulter.

Connor Rogue: "Na, wen haben wir denn da schon wieder?!"

Den beiden Assassins ist ihr Streitgespräch mit Jimmy Maxxx nicht mehr anzusehen. Sie denken sowieso, dass diese "Unterhaltung" ihnen in die Karten gespielt hat und Jona Vark überzeugt haben dürfte.

Connor Rogue: "Der Typ, der unbedingt in Richtung Cryption Crown watscheln will, und ... sein Taschenträger."

Matt Stone: „Hö, hö, hö …“

Mit gewollt übertriebener Gestik und Mimik schneidet Stone eine Grimasse und hüstelt im Stile belustigter High Society. In gleicher Weise applaudiert er mit vorsichtigem Golf Clap.

Matt Stone: „… ganz zauberhaft. Das habt ihr mit Verlaub mal wieder einen ganz Dollen losgelassen…“

Mit gleichbleibendem Grienen streckt er die Zunge heraus und fährt mit dieser am ausgestreckten Mittelfinger hoch.

Matt Stone: „… hört zu, ihr Sitzpinkler: fangt ihr schon wieder mit ollen Leier an? Oder seid ihr bloß high on fart, weil ihr zur Abwechslung mal von Löffelchen auf 69 umgestiegen seid?“

Nun ist es Rogue der theatralisch den gähnenden Mund aufreißt und sich schauspielerisch die rechte Hand davor hält.

Connor Rogue: "An unser Leier ist immerhin was dran - aber mit so wenig Gehirnzellen, wie dein Nachname es vermuten lässt, checkst du das natürlich nicht, Matt. Lieber ein paar sinnfreie, homophobe Beleidigungen raushauen..."

Matt Stone: „Na, wer hat denn mit dem Bullshit angefangen?“

Mit einem süffisanten Lächeln nähern sich die beiden Assassins, wobei Ashfield die Faust nach oben reckt.

Sean Ashfield: "Falls ihr es nicht mitbekommen habt: wir waren zu Beginn der Show bei Vark und haben das Match gegen euch bei der nächsten Vendetta gefordert! Da werden wir schon beweisen, dass ihr längst auf zwei unterschiedlichen Stufen steht, was eure Karriereleiter angeht. Und dass so etwas im Miteinander nicht mehr funktioniert. Denn bei euch trifft wirklich das zu, was Jimmy Maxxx eben gesagt hat: ihr seid ein so genanntes Team, wo der eine den anderen nur solange braucht, wie es ihm nützt. Denn irgendwann wirst du, Cardigan, entweder Stone links liegen lassen - oder aber du, Matt, wirst eifersüchtig und fällst Trent in den Rücken."

Nun ist es Connor Rogue der beherzt lacht, während die Münder der Partners in Crime sich zu einer Mischung aus Genervtsein und Wut verziehen.

Connor Rogue: "Japp... und, Matt, Cardigan hat dir genau DAS eben schon unterbewusst mitgeteilt. Er meinte, er wolle uns die Flügel stutzen. Ha Ha... Solche Metaphorik hat er aus der XAW aufgeschnappt. Allied Eagles, Breaking Beaks... Matt, Matt, Matt... Mein Mitleid mit dir wird immer größer. Dein Partner wähnt dich schon in Smashs Liga. Ganz unterbewusst, ganz subtil. Aber so ist das mit der Psyche eines falschen Partners. Allein das ist seine Linie, der er treu bleiben will. Er will mehr! Und bei diesem mehr spielst du keine Rolle mehr, Matt! Da wird kein Platz mehr für dich sein."  

Leicht prustend schüttelt Machinegun den Kopf und wendet sich Cardigan zu. Der Tempest nimmt den Faden dankend auf, schaut aber zunächst seufzend zu Boden.

Trent Cardigan: „Ihr habt recht, Freunde …“

Es dauert nur einen Augenblick, aber vieles passiert parallel: die Augenbrauen der Assassins wölben sich erstaunt, während Stone wieder diesen perplexen WTF-Blick aufsetzt.
Trent aber hebt beschwichtigend den Zeigefinger und tritt einen halben Schritt vor.

Trent Cardigan: „…. und auch wieder nicht. Wir brauchen einander solange wie notwendig. Aber was ihr dabei nicht kapiert, was ihr auch bisher nicht in eure Spatzenbirnen bekommen habt, ist die Tatsache, dass zwei separate Wege nicht zwangsläufig den Niedergang bedeuten. Wenn Matt mich braucht, bin ich da – und umgekehrt. Die Partners in Crime bestehen weiter und dauerhaft als Team, selbst wenn die Winde des Lebens uns in unterschiedliche Richtungen wehen. Und wenn es mein Schicksal sein sollte, dass ich gleich Richtung Cryption Crown gehe, dann ist es so. Matt weiß und achtet das. DAS ist wahre Zweckpartnerschaft, das sind Partners in Crime. Und damit werden wir euch immer überlegen sein … denn wir kennen uns, wir ticken ähnlich UND, was ganz wichtig ist: wir haben bereits etwas erleben dürfen, was ihr wahrscheinlich noch nicht durchgemacht habt. Den Niedergang ...“

Matt Stone: „… denn bekommt ihr nämlich erst kommenden Monat serviert.“

Vorfreudig ballt nun auch Connor Rogue seine Fäuste, während Sean Ashfield seine Brustmuskeln tanzen lässt.

Connor Rogue: "Oh Cardigan, du weiser alter Mann. Danke für diese Lehre. Dann ist ja alles gut!"

Der Kanadier fletscht die Zähne. So sieht man ihn selten, doch jetzt faucht er hasserfüllt.

Connor Rogue: "Als würden wir diese Argumente nicht kennen!!! Sie werden von nahezu jeder verdammten Zweckgemeinschaft gesprochen, die sich Team schimpft. Jahrein, Jahraus. Dieselbe Scheiße! Man muss es sich nur immer wieder sagen, hm? Dann glaubt man die Kacke auch irgendwann selbst. Vor allem, wenn es noch so viele Leute sind, die den gleichen Bockmist ständig wiederholen. Und ausgerechnet WIR sollen die Spatzenhirne sein, nur weil wir unseren Verstand benutzen, statt der ewig gleichen Herangehensweise ans Tag-Team Wrestling zu folgen?! Bullshit!"

Die Assassins gehen noch einen Schritt auf die Partners zu, sodass sie nun fast Nase an Nase stehen.

Connor Rogue: "Was? Was hat diese Einstellung dem Wrestling gebracht? Wohin hat diese Einstellung die PCWA geführt??? Was macht das mit den Cotatores?"

Rogue tippt sich an die Stirn. Die Partners in Crime sollen es endlich raffen.

Connor Rogue: "Die Cotatores sind die unwichtigsten Titel in der PCWA, die PCWA hat kaum Neuzugänge, ein ziemlich mickriges Roster und, was das Wrestling insgesamt angeht, kann man die guten Promotions in der Welt an einer Hand abzählen... DAS habt ihr von eurem Scheiß, bei dem jeder in eine andere Richtung gehen darf, wo der Zweck die Mittel heiligt. Ich hasse euch!"

Und er spuckt den beiden vor die Füße. Aber ehe was anderes passiert, setzt Ashfield noch einen drauf.
Also keinen Yellow...

Sean Ashfield: "Also... Redet euch euren Mist ruhig noch bis zur nächsten Vendetta ein, denn wenn wir mit euch fertig sind, dann werdet ihr endlich erkennen! ZUSAMMEN machen wir die PCWA wieder groß!!!!"

Und sogleich machen die beiden auf dem Absatz kehrt und verschwinden…
… oder haben es zumindest vor. Denn obwohl die Assassins mittlerweile auf ihrer Etage angelangt waren und sich die Türen bereits geöffnet hatten, schließen sich diese wieder. Rogue und Ashfield blicken mit loderndem Zorn in den Augen zu Stones Zeigefinger auf dem Türschluss-Knopf.

Matt Stone: „So nicht, ihr Haubentaucher …“

Die Wut zwischen allen vier ist deutlich spürbar – und sie wird in den Blicken aller mehr als deutlich. So auch, als der Wirbelsturm nochmals vor das Tag Team tritt … und seine Sonnenbrille abnimmt.

Trent Cardigan: „So, und jetzt hört ihr mir mal laut und aufmerksam zu, Freunde der Sonne: jeder in diesem Business hat das Recht stolz auf das zu sein, was er erreicht hat. Und er hat das Recht dies auch zu verteidigen. Das sollte man andererseits aber auch achten und ehren. Ergo erntet ihr jetzt den Sturm eurer Windsaat. Ich lasse mir die jahrelange wie hart erarbeitete Reputation der Partners in Crime nicht von zwei hingerotzten Stück Gullyglibber wie euch madig machen. Die Partners existieren länger und sie sind auch erfolgreicher gewesen als ihr. Von daher ist es mehr als wankelmütig, euer bisschen Titelgeschichte hier als Augenhöhe zu verkaufen. Also hört auf auf die Kacke zu hauen, kratzt euch das Grün hinter den Ohren ab … und dann sehen wir uns. Und ich hoffe, da kommt mehr als die heiße Luft von eben…“

Mit diesen Worten setzt Cardigan seine Ray Ban wieder auf und wendet sich ab. Die Situation bleibt stumm – und doch ein reale Personifizierung von „wenn Blicke töten könnten“ …
*BING!*

Machinegun hat die Hand vom Knopf genommen und die Türen gleiten wieder auseinander. Er deutet in den dahinterliegenden Gang.

Matt Stone: „Wie sagte schon Lotto-King Karl: da … ist … die … Tür!!!“

Mit äußerst verdrießlichen Mienen eilen die Assassins aus dem Lift, dessen Türen sich wieder schließen. Während der Fahrstuhl erneut anfährt, atmen die Partners deutlich hörbar.

Matt Stone: „Weißt du was?! Nach der Nummer grade … kann ich endlich nachvollziehen, wie es den Socios damals mit uns ergangen sein muss.“

Trent Cardigan: „Die Einsicht kommt aber spät…“

Matt Stone: „Das war keine Einsicht – eher ein Begreifen, warum mir gerade die Galle überkocht …“

Er schielt zum Tempest herüber, klapst ihm kurz auf die Schulter.

Matt Stone: „… sorry, Alter. Vor dem Kampf gleich den Kopf mit derlei vollzuhaben ist bestimmt nicht gut.“

Trent Cardigan: „Mach dir keine Gedanken – is vielleicht genau der Adrenalinschub, den ich gebraucht habe…“

Der Lift stoppt neuerlich und nach dem Aufgleiten der Türen steht Windy dahinter: suchender Blick und die Arme in die Hüften gestützt. Als sie bei erblickt öffnet sie stumm den Mund und hebt die Hände gen Decke.

Windy: „Man, da seid ihr ja endlich. Was habt ihr denn so lange getrieben?“

Trent und Matt blicken sich kurz an … und schütteln dann den Kopf.

Trent Cardigan: „… nich wichtig. Komm, lass uns gehen!“

Und damit verlassen auch sie die Kabine und ziehen mit Windy von dannen …


Vincent Craven: "Oh je... Cardigan und Stone rasseln vor dem Main Event noch einmal mit den Ring Assassins aneinander. Und zwar recht heftig."

Mike Garland: "Handgreiflich wie beim letzten Mal wurde es ja nicht... Allerdings wurden erneut ziemlich differente Einstellungen deutlich."

Vincent Craven: "Ob Cardigan solch einen Nebenkriegsschauplatz vor seinem Match gegen Tony Graves gebrauchen kann, wage ich zu bezweifeln."

Mike Garland: "Da zweifelst du richtig, Vince. Allerdings ist im Falle eines Sieges die Prognose der Assassins auch nicht von der Hand zu weisen, was die Partners in Crime angeht. Singles Titel sind Gift für Teams. Das musste auch das berühmte Team der Mad Godds erfahren... Da fällt mir ein... Wo war der Brite eigentlich, als Rage eben auftauchte?"

Vincent Craven: "So schnell konnte er wohl nicht sein. Aber schauen wir doch einmal nach." 


------------------ PCWA ------------------

Home sweet Home …

Das Wandeln in den Jagdgründen seiner Heimat hatte schon etwas Erbauliches. Mit dem nötigen Rückenwind des Lokalmatadors war alles möglich - erst recht, wenn „Out of Ashes“ sehr bald hier stieg. Dann würde es Blackheart am eigenen Leib spüren, was es bedeutet, sich ein weiteres Mal zum Sieg zu cheaten. Und ihn würde der geballte Volkszorn umso härter und direkter treffen. Kevin weiß das, er ebenfalls - ergo liegt die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sein Griff zu den Sternen erfolgreicher sein wird als unlängst. Danke Heimat.

Er nippt an der Flasche: lauwarm aus dem Hahn wäre ihm lieber, aber es zählt der Moment … dieser Moment. Und vielleicht gibt er ihm Kraft und Inspiration für das große Titelmatch demnächst. Man könnte jetzt sagen: falscher Ort, schließlich ist er Fan der Gunners - aber genau das war der Knackpunkt. Das ist die Parallele.

Godd stellt die Flasche Ale neben sich auf den Beton und lässt seinen Blick schweifen: ein Meer roter Sitze im britischen Dauerregen. Die Vereinigung englischer Stereotype: Fußball und Wetter. Der Tribun fragte sich, warum der Himmel ausgerechnet hier weinte - schließlich war dem Heimteam der Anfield Road der größtmögliche Triumph seit Jahren gelungen. The Big Victory in der Fremde - er dagegen konnte auf einen Heimsieg hoffen. Es würde einer werden, das war er sich und seinen Fans schuldig. Die Vorzeichen sprachen dieses Mal alle für ihn.

Ebenso wie sein Bekannter, der ihm diesen Individualtrip in die Heimstadt des FC Liverpool erst ermöglicht hat. Und so hockt er nun da: allein im sonst menschenleeren Stadionrund, erhellt von der Batterie der Scheinwerfer und nur umrahmt vom Prasseln des Regens auf die Überdachung. Sein Moment - und in zwei Monaten würde noch ein Gewaltigerer hinzukommen. Dann aber lautstark von seinen Landsleuten unterstützt.

James Godd langt erneut nach seinem Siren Craft, schwenkt dieses und, nachdem er sich kurz Richtung Technikzentrale orientiert hat, prostet er in deren Richtung. Wie auf Kommando kommt es bei den Lichtern zu einem gruß-signalisierenden Flackern, an das sich eine Bandeinspielung anschließt:

When you walk through a storm
Hold your head up high
And don't be afraid of the dark…

 

Nach einem weiteren Schluck setzt Godd schmunzelnd ab: es ist DER Song! Die Hymne Liverpools, welche mittlerweile von allen britischen Fußballfans vereinnahmt wurde, wenn sie in der Fremde gastieren. James wusste es, dass er in den kommenden Wochen nicht allein sein würde - und so wie aktuell bräuchte er auch keine Angst vor der Dunkelheit zu haben.

Allein bei dem Gedanken zog ihm ein entnervter Schauer über den Rücken …
… und dieser verschwand auch nicht, als James seine Augen zu Schlitzen verengte. Er stellte die Flasche erneut zu Boden und beugte sich vor. You’ll never walk alone? Das hatte wohl einer zu wörtlich genommen - denn da lief in der Tat jemand über den regennassen Rasen des amtierenden Champions League Siegers. Außer einer obskuren dunklen Gestalt konnte er nicht viel erkennen - aber das war auch nicht notwendig, denn er hatte eine Ahnung, wer das sein konnte.

Die Musik setzte aus und Godds Finger krallten sich leicht an den Sitz. Der unbekannte Dunkle da unten machte Bewegungen, als würde er mit etwas auf sein Gesicht deuten. Und schon schallte eine Stimme durch das Stadion.

„Cheerio, Jimmy Boy. Ich hoffe, ich entzaubere dir diesen privaten Moment nicht zu sehr, aber ähnlich einem sehr guten Freund deinerseits möchte ich auch dir Ehre erweisen. Glückwunsch zu deinem Triumph. Wie sagte einst die Spielerlegende der Reds so treffend: the odds were against us, but we deserve to be where we are. Hoffe, das Steigbügelhalten der Töle verkommt nicht zu einem bitteren Nachgeschmack..”

In dem Moment wird das Mikro der unergründlichen Dunkels abgewürgt - und Godd scheint es ebenfalls zu reichen, denn reichlich angespornt wie angefressen stemmt er sich aus dem Schalensitz hoch und stürmt wütend die Treppe der Tribüne hinauf …
… oder hat es besser gesagt vor, denn er stockt einmal mehr - angesichts der Gestalt, die vor ihm steht: dunkle Klamotten, schwarze Haare, die vor dem Gesicht hängen …

Der Tribun dreht sich zum Spielfeld - leer, natürlich. Dann wendet er sich wieder um.

James Godd: "Der Nachgeschmack fängt bereits mit deiner Anwesenheit an, Schatten!"

Er verzieht die Augen zu zwei Schlitzen. 

James Godd: "Und dann tauchst du hier auch noch mit einem deiner Taschenspielertricks auf und versuchst mich damit zu beeindrucken. Guess what? You failed."

Er schüttelt kurz und äußerst knapp den Kopf.

James Godd: "Und ebenso erreichen mich deine Provokationen nicht. Was Mad Dog mit Rage zu schaffen hat, ist deren Sache und hat absolut nicht das Zeug dazu meinen großen Triumph zu schmälern. ICH habe mit eigener Kraft erreicht, was ich erreicht habe. Du kannst mir mit deinen fehlerhaften Worten diesen Triumph nicht schlecht reden ... oder was auch immer du sonst vorzuhaben scheinst ..."

Er zieht kurz die Luft schnaubend durch seine Nasenlöcher ein. Er wollte hier eigentlich einen Moment der Ruhe genießen. Er hatte sich noch den Kampf von Mad Dog und Thrawn angesehen und sich dann verzogen, da ihn der Main Event nur bedingt interessierte. Zwar war Graves durchaus eine Variable, die er im Bezug auf Sharpe mit einberechnen musste, jedoch war sein Match gegen Trent Cardigan dazu nicht von Belang. Die anvisierte Ruhe konnte er nun jedenfalls vergessen, so viel war klar. So neigt er schließlich den Kopf leicht zur Seite.

James Godd: "Aber erhelle mich ruhig. Was genau willst du wirklich von mir? Denn, dass du nur hierhergekommen bist um mir deine Glückwünsche auszurichten, welche nicht einmal so gemeint sind, glaubt dir keine Sau!"

Er schenkt dem Schatten ein kurzes provokantes Grinsen und ist innerlich doch darauf gespannt, was dieser ihm nun für eine Antwort servieren wird.
Das unergründliche Dunkel tut das, was er scheinbar am liebsten macht: schweigen. Zumindest für den Moment. Das Regenprallen auf die Überdachung klingt kurz durch, als Shadow über die Lehnkante eines Sitzes fährt und sich dann dagegen lehnt.

Shadow: „Misstrauen ist in jeder Lebenslage ein äußerst mächtiger Grundstein für einen Trümmerhaufen …verstehe dich da ganz gut – wie ich dich auch wiederum nicht verstehe. Warum glaubst du sind meine Glückwünsche nicht aufrechter Natur? Dachte immer, du, der verrückte Hund und der Rest der Liga wüssten, dass wir auf derselben Seite stehen. Und doch: selbst, nachdem Baltimore Homeboy eine Auszeit genommen hat, spulst du weiterhin seine Endlosschleife wirrer Verschwörungstheorien runter wie ein unverrückbares Leuchtfeuer. Und warum das Ganze? Weil ich so ein düsterer Knabe bin, hinter dessen Fassade ihr mal nicht schauen könnt? Weil andere mich denunzieren oder in ihrem Namen missbrauchen? Wach endlich auf, Tribun: manche Dinge sind, wie sie sind – manchmal sogar ehrlicher Natur. Glaub‘s mir…“

Gekonnt hebt er sein rechtes Bein und stellt ihn so auf die horizontale Sitzfläche, dass diese abklappt und er sein Bein darauf abstellt.

Shadow: „Apropos … Missbrauch. Für diese eine Sache hast du ein paar Nackenschläge verdient. Denn selbst du wirst es nicht leugnen können, dass die Töle mich betrogen hat, um dir zum Sieg zu verhelfen. Womöglich wären unsere Rollen nun vertauscht, hätte er beispielsweise dich aus dem Rennen genommen. Aber es ist nicht so. DU hast mit eigener Kraft erreicht, was DU erreicht hast?! Nur eines, Jimmy Boy: den Makel, es nicht selbst soweit gebracht zu haben.“

Genervt schüttelt der Tribun den Kopf. Was musste er eigentlich noch alles leisten, damit die Menschen anfingen ihn für das zu sehen, dass er selbst ist und nicht für das, wozu andere ihn gemacht haben?

James Godd: "Ja, ich hab schon gehört, dass du so denkst. Aber in einem Rumble Match schließt man auch Allianzen, welche, wenn alles ideal verläuft, erst zu Guter letzt gebrochen werden. Mad Dog hat einfach nur ehrenhaft gehandelt und er hätte von mir das Gleiche erwarten können. Man nennt sowas Taktik, Schatten. Daraus lasse ich mir keinen Strick drehen! Also was genau willst du von mir? Wenn du nämlich einen Fight willst, dann brauchst du es nur zu sagen."

Entschlossen ballt der Engländer die Fäuste, ohne, dass er es selbst richtig bemerkt.
Der Schatten bleibt hingegen in seiner legeren Lage, schwenkt nur ganz minimal den Kopf.

Shadow: „So weit sind wir noch nicht … zumindest, was dich angeht …“

Sein für Godd an der körperabgewandten Seite befindlicher Arm hebt sich: ein Malzbier. Noch einer dieser Taschenspielertricks.

Shadow: „… wie heißt es so schön: nie hat Ehre noch erstritten, wer sie ander’n abgeschnitten. Weißt du, was wirklich ehrenhaft gewesen wäre? Wenn TAFKANF seinen Move auch dir kredenzt hätte. Dann wäre es ein fairer Mexican Standoff gewesen. So aber wurde einmal mehr unterstrichen, dass auch die treuesten Schwüre dafür gebrochen werden, die Favorites des Kaders an die Spitze zu bringen. Und soll ich dir was sagen: damit kann ich leben. Sogar mit dir Sieger. Ich begrüße es, dass du die Speerspitze der PCWA im Kampf gegen Alpha-Kevin bist. Denn im Grunde stehen wir, was das angeht, auf derselben Seite – allerdings müsstest du erstmal die Scheuklappen abnehmen, um das zu erkennen.“

Der Tribun schüttelt fast unmerklich den Kopf, zuckt dann mit den Schultern. Ein Ausdruck, als wolle er sagen: des Menschen Wille…

… und so fährt er sich durch eh schon kurzen Haare und schaut wieder erwartungsvoll zum Schatten hin.

James Godd: „Und das sagt mir Jemand, der seine eigenen Unzulänglichkeiten hinter einer Matte versteckt. Wach endlich auf: solange du diese Gothic-Nummer durchziehst, wirst du auch ewig ein Einsiedler und Jäger deiner verlorenen Träume sein. Ich weiß in dem Fall, wovon ich spreche.“

Er denkt zurück an seine Zeit als zweiter Schlächter, als er selbst sich in schwarze Klamotten gehüllt hat und sein Gesicht hinter langen Haaren versteckt hat. Er kennt die düsteren Abgründe und ist froh, dass er diese endlich hinter sich gelassen hat ... doch hat er das wirklich?

Shadow: „Ach, ist das so? Nur schade, dass ihr nie den Preis derer zu schmecken bekommt, welche die Chose ausbaden dürfen…“

The Unfathomable Dark erhebt sich im gleichen Moment wie dessen Trinkhand wieder sinkt. Er dreht sich zu Godd hin: die Flasche ist verschwunden.
Kopfschütteln beim Briten: mit einem fast stummen „Bloody…“ scheint er zu resignieren.

Shadow: „Ich habe dich immer als einen ehrenhaften Fighter und Haudegen betrachtet, Tribun. Jemand, zu dem man aufschauen kann, der sich aber nicht zu schade für Bodenwischdienst mit denen ist, welche es verdient haben. Jemand, der alle Level, Höhen und Tiefen durch- und überlebt hat. Und trotzdem lässt diese so genannte Lichtgestalt oft derlei audiovisuelle Diarrhoe vom Stapel, dass einem schlecht dabei wird. Was konkret habe ich dir getan, um einen derartigen Pranger zu verdienen? Ich habe dich nie direkt angegriffen, dir eine Tour vermasselt oder ein Unrecht getan. Alles, was man mir vorwerfen kann, ist mein Name, den eine leitende Führungskraft in den Hut geworfen hat … und der nicht mal dich selbst, sondern nur Kollegen von dir zu unberechtigter Eifersucht verleitet hat. Und wie ein blindwütiger Drachenheld suchst du den Hass-Schulterschluss und ziehst ihn unbarmherzig durch. Selbst jetzt, wo der Kollege vorerst weg vom Fenster ist. Selbst jetzt, wo ich eine offene Hand gereicht habe. Und vor allem, seit ich gezeigt habe, dass Alpha-Kevin kein Verbündeter meinerseits ist.“

Shadow ist an Godd herangetreten. Draußen regnet es Bindfäden – auf der Treppe stehen sie fast Nase an Nase.

Shadow: „Die Wahrheit ist doch eher, dass du sie gar nicht sehen oder akzeptieren willst. Lieber nimmst du ein schwammiges Feindbild als das, was dich konkret erwarten könnte, stünden wir mal auf einer Seite. Doch das willst du eigentlich gar nicht - weißt du, wozu dich das macht: zu einem Feigling … aber ich würde es begrüßen, wenn du mich vom Gegenteil überzeugtest.“

Mit einem lauten Splittern kracht das Siren Craft auf den Beton, Tropfen dunklen Alkohols rinnen von einigen roten Sitzen. Und sie sind immer noch warm - doch verglichen mit der symbolischen Hitze, die nun in Godd wallt und in seinen Augen aufflackert, kein Vergleich.

Die Fingerknochen ächzen bedrohlich … doch ist es das wirklich wert? So viele haben ihm schon ans Bein gepisst und doch ist er immer wieder letztlich oben auf gewesen. Und so wird es auch diesen Mal sein.

„Hey, was soll die Scheiße?! Das ist hier Privat-Gelände…“

Die Stimme seines Buddies reißt den Briten aus seinem Staredown und mit beschwichtigend erhobenen Händen läuft er auf dem sichtlich prustend wie weißhäutigem Rotschopf entgegen: das fleckige Reds-Shirt spannt sich unter dem vom Ale gepflegten Wohlstandsbauch bei jeder von dessen Bewegungen.

James will etwas erwidern, doch sein Freund prescht an ihm vorbei. Godd seufzt - denn er weiß, was ihn erwartet.

„Verdammt, wo ist dieser Penner hin?“

Suchend blickt sich der Angestellte mit seitlich abgestützten Armen um, bis er sich bückt … und die Flasche angefangenes Malzbier findet.

„Tss: diese Halbstarken werden auch immer jünger. Kaum Haare am Sack, aber einbrechen - das ham‘ wer gern…“

Er dreht sich mit fragendem Blick zu Godd um.

„War’n das für’n Heini?! Und warum hast du ihn nicht festgehalten oder eins aufs Maul gegeben? Häh?!“

Sein Stadionkumpel hat nun die Betriebstemperatur erreicht, welche er nur Momente zuvor hatte. Daher dreht er sich bedächtig und merklich abgekühlt herum.

James Godd: „Cool your jets! Das kommt früher, als du denkst … los, ich geb einen aus…”

Mit diesen Worten geht Godd aus dem Bild. Sein rothaariger Kumpel bleibt noch einen Augenblick stehen, bevor er erst dem Tribun zweifelnd nachschaut - und dann zu der Flasche in seiner Hand. Ein kurzer prüfender Riecher - und dann folgt er mit vor Ekel verzogenem Gesicht Godd… Dem hängen derweil die letzten Worte des Schattens mehr nach, als es ihm lieb ist. War er wirklich ein Feigling, nur weil er sich selbst aussuchte, mit wem er befreundet sein wollte und mit wem nicht? Aber zumindest mit einem hatte der Schatten definitiv Recht ... er wollte diesen nicht an seiner Seite! Und das hatte nicht einmal mehr mit Kevin Sharpe oder gar Marc Poe zu tun, sondern mit dem Auftreten von Shadow selbst bei ihren letzten Begegnungen. Man würde nicht auf einen gemeinsamen Nenner kommen. Das war James nunmehr klar, doch wohin würde ihn diese Erkenntnis führen?


Mike Garland: "Der Engländer lässt sich von Shadow überraschen! So muss es Sharpe bei Ashes auch machen, dann war der Rumble Sieg zum Glück auch nicht mehr als das sonstige kurze Aufflackern in Godds Karriere.."

Vincent Craven: "Jetzt red' du nicht auch noch klein, was nicht klein zu reden ist. Da kann Godd auch die Nummern vor ihm als Helfer von Shadow bezeichnen... Allerdings gebe ich dem Schatten in dem Punkt Recht, dass Godd mit den Vorurteilen gegenüber ihm aufhören sollte."

Mike Garland: "What?! Diese Mimose.. Das geht mir langsam echt auf den Sack. Godd mag ihn nicht. Fertig! Warum muss er ihn mögen? Hat er ihm nicht erst vorm Rumble gesagt, dass er diese Spielchen nicht leiden kann?! Und was macht der Schatten, der eigentlich auf derselben Seite stehen will??? Spielt schon wieder am Lichtschalter."

Vincent Craven: "Ist auch was dran..."

Mike Garland: "Natürlich. Wenn meine Girls nicht wollen, dass ich ihnen an den Brustwarzen rumfummle, dann lass ich es bleiben und hab Spaß - oder such' mir eben ne Andere, die darauf abfährt..."

Vincent Craven: "Mit welcher Inbrunst du auf einmal James Godd verteidigst. Krass."

Mike Garland: "Diesen Dummhammel verteidigen?! BIST DU WAHNSINNIG??? Mir geht das ständige Genöle von Shadow auf die Eier... Und Godd geht mir auf die Eier, weil er sich diesen Käse auch noch zu Herzen nimmt! Eine Liga von Schwachsinnigen haben wir uns gezüchtet, Herr Gott!"

Vincent Craven: "Vielleicht beten Graves und Cardigan vor ihrem Match ja auch noch einmal zum lieben Gott..."

Mike Garland: "Hrmpf... Ernsthaft, Vince?!"

Vincent Craven: "Der Main Event steht an, liebe Fans. Vielleicht noch einen letzten kleinen Blick nach draußen auf die tolle Arena, in der wir heute gastieren durften. Ein bisschen Abkühlung tut uns vor dem Hauptmatch sicherlich allen gut."


------------------ PCWA ------------------

Es regnet immer noch. Nun, dies scheint für England scheinbar normal zu sein. War bei der letzten Vendetta das Wetter noch recht freundlich, so zeigt sich an diesem Abend in Liverpool das nasskalte wahre Gesicht der Insel. Man hat den Eindruck, dass pünktlich zur Szene ein leichter Bodennebel aufzieht und Teile des Dachs für sich einnimmt. Der Regen scheint wenig Chancen zu haben die unheilvollen Wolken, denen die Protagonisten ausgesetzt werden, zu vertreiben. Die Sichtweite ist begrenzt und die Geräuaschkulisse erinnert jetzt an einen Horrorfilm, dessen Handlung gut und gerne in einem alten englischen Schloss spielen könnte. Was hier passiert ist nicht gezeichnet durch Gottes Hand. Oder doch? Raben durchdringen den Nebel und das Geräusch der Tiere sorgt für eine unheimliche Atmosphäre.

Auf dem Flachdach der Arena ist ein Wartungsgang eingearbeitet, der nicht überdacht einmal um die Arena herum führt. Der King Of Blood Style wandert das Dach in schwarzer Lederhose, Oberteil und mit Nieten beschlagene Lederweste ab und sieht sich suchend um. Wie ein wildes Tier, das auf die Sichtung der Beute wartet, gleiten die Augen von einem Fixpunkt zum Anderen. An seiner Seite steht Sake, die ebenfalls die Augen offen hält.

Sake: "Er ist irgendwo dort oben. In seiner Mitteilung stand, er würde dich hier erwarten."

Tokugawa: "Er ist jetzt ein hungriges Tier, das nach Antworten sucht."

Sake: "Wirst du ihm Antworten geben?"

Plötzlich vernimmt der Barbed Wired Warrior ein Geräusch im Schatten. Er dreht sich langsam herum... kneift die Augen zusammen... versucht, etwas in der Dunkelheit, den Nebelschwaden und dem Regen zu erkennen. Und tatsächlich schält sich aus der beinahe undurchdringlichen Schwärze und der Wand aus Wasser, die vom Himmel herab stürzt, eine Silhouette hervor.

Schwarzer Hoodie, die Kapuze tief ins Gesicht gezogen. Schwarze Sneaker. Lange Camouflage-Hosen.

Blackheart. Undisputed Gerasy Champion. Und anhand der zusammen gepressten Lippen wohl auch extrem angepisst.

Sharpe: "Du hast exakt eine Minute, um mir zu erklären, was du mit deinen Anschuldigungen zu bezwecken versuchst. Gefällt mir nicht, was ich höre, oder versuchst du, mich hinters Licht zu führen oder zu verarschen... dann fliegst du vom Dach."

Er reißt die Kapuze vom Kopf. Der Regen zeichnet eine bizarre Maske auf das fahlweiß geschminkte Gesicht, was wie immer noch zusätzlich von den schwarz geschminkten Augenhöhlen akzentuiert wird.

Sekunden spricht keiner... was dem Regen Zeit gibt, die Maske noch mehr zu pervertieren. Kevin macht einen Schritt nach vorne und ballt die Fäuste.

Sharpe: "Rede... meine Geduld geht langsam aber sicher zu Ende."

Der King Of Blood Style wartet ruhig und gelassen auf dem Dach. Schon in dem Moment, da er diese Zusammenkunft plante und die Gerüchte in die Welt setzte, war ihm klar, zu welchen Szenarien es kommen könnte. Ein Treffen auf einem Dach in England war nicht vorraussehbar, aber der Versuch, Tokugawa in einem abgelegenen Bereich zur Rede zu stellen, war eingeplant. Der Stacheldrahtkrieger musste seinem Gegner innerlich Anerkennung zollen, denn die Wahl von Zeit und Ort zeugt von Geschmack und taktischer Stärke. Für Tokugawa wurde es immer offensichtlicher, dass er es mit einem Menschen... einem Fighter... zu tun hatte, der ihm ähnlich ist. Er hatte ihn dazu gebracht sich ihm zu stellen, jetzt durfte er ihn nicht füttern, denn das würde seine natürliche Gier ihn zu erlegen wohl zu früh stillen.

Tokugawa: "Ich habe nichts zu berichten, was dir gefallen würde. Denn ich habe nichts zu sagen, das dir gefallen soll."

Die Stimme des Barbedwire Warriors klingt gelassen, ruhig und leise. Erinnert an den üblichen Antagonisten eines Horrorstreifen, der den Helden durch seine gelassen Art zu einer unüberlegten Handlung auffordern will. Seine Aktion würde Sharpe nur noch unberechenbarer machen. Doch wie weit würde er wirklich gehen wollen? Langsam umwandert Tokugawa Sharpe in sicherem Abstand, um den besten Warrior der PCWA zu beäugen.

Tokugawa: "Du bist der beste Mann, den die PCWA zu bieten hat. Du bist ihr Gerasy Champion. Du bist das Aushängeschild einer bedeutungslosen kleinen Liga in Europa, das mitten im Herzen des amerikanischen Imperiums existiert. Das macht dich zur Zielscheibe. Zum Gejagten. Zur Beute. Und obwohl du diese Tatsache kennst, versuchst du, die Situation zu kontrollieren. Du glaubst, weil du der Champion bist, hast du das Anrecht auf jede Antwort und jede Wahrheit, die du verlangst. Doch so ist es nicht. Vor wenigen Wochen hast du deinen Schützling Marc Poe in die Schranken gewiesen und ihm eine wichtige Lehre auf seinem Weg mitgegben: traue niemals Kevin Sharpe, denn er ist unberechenbar und gefährlich, bereit zu jeder Zeit seine Freunde für Gold zu verraten. Und nun sage mir, Champion ... aus welchem Grund sollte ich mich dir offenbaren?Aus Furcht, vom Dach zu falllen? Oder aus Furcht in die Bedeutungslosigkeit zu gleiten? Eine japanische Weisheit sagt: Leben und Tod ist daselbe. Alles, was ich sehe, ist ein Champion, der die Situation kontrollieren will, um der Welt zu beweisen, warum er ihr Champion ist und dennoch keine Ahnung hat, wie er das tun soll. Glaubst du, der Gedanke vom Dach zu stürzen, würde mich zur plaudernden Majonette machen?"

Ein Donnern in der Ferne untermauert die Rede des Japaners. Blackheart hat seine Augen derweil nicht von Tokugawa abweichen lassen. Doch dann...

Lächelt er. Und zieht die Kapuze wieder auf.

Sharpe: "Nein. Aber ich muss mir schließlich ein Bild von dem Mann machen, der mich offen der Lüge bezichtigt und mich quasi heraus fordert. Und ich muss sagen... "

Er dreht sich um und geht an den Rand des Dachs. Er greift in die Hosentasche und klaubt eine zerdrückte Schachtel JPS heraus. Grizz' Marke. Ihrer beider Marken. Das Lungentorpedo wandert in den Mund und das Benzinfeuerzeug entzündet dieses mit einem metallischen Klicken. Er nimmt einen tiefen Zug und bläst den blauen Dunst in die regnerische Nacht, während er sich mit den Unterarmen auf das Geländer stützt.

Sharpe: "Dein Stil gefällt mir."

Der King of Blood Style nähert sich vorsichtig dem Geländer, Sharpe beobachtend. Die Art und Weise, wie Kevin Sharpe seine Vorgehensweise ändert, lässt Tokugawa vorsichtig werden. Ein weiterer Blitz erhellt die Szene, ein neuer Donnerschlag mit lautem Geröll durchzieht die Nacht. Für einen Moment ändert sich die Augenfarbe des Japaners. Ein Teil der dämonischen Persönlichkeit, welche die GWS in den letzten Monaten bereits erfahren musste, sucht sich einen Weg an die Oberfläche. Ein Zeichen der Anspannung?

Sharpe: "Für einen kurzen Moment wollte ich dich wirklich vom Dach werfen. Doch was hätte ich damit erreicht? Dir gezeigt, dass dein Spiel funktioniert? Dass du mich so sehr gereizt hast, dass ich UNBEDINGT gegen dich kämpfen will?"

Er dreht sich zur Seite und unter der Kapuze ist erneut das sinistre Lächeln zu erkennen.

Sharpe: "Nice Try, Mister King of Blood Style. Aber nicht mit mir."

Mit dem nächsten Blitz und dem dritten Donnerschlag bricht sein Wesen durch. Der Japaner verdreht die Augen, sein Körper beginnt zu zittern. Der King of Blood Style hat sichtlich mit seinem Körper zu kämpfen, so als wolle er versuchen, zu verhindern, dass jemand oder etwas anderes die Kontrolle übernimmt. Der Kopf hängt seitlich und der Japaner beginnt zu grinsen, während der Körper leicht vor innerliche Erregung vibriert.

Tokugawa: „Du... willst ... mich! Dein Herz ... deine Seele ... deine Gedanken ... kreisen um deine Rache. Du hast viel Energie, viel Aufwand und viel Zeit aufgebracht mich in einer stürmischen Nacht auf dieses Dach zu bringen, um dein Werk zu vollrichten! Und jetzt ... musst ... du es zu Ende bringen. Denn wenn du es nicht tust ... wird deine Glaubwürdigkeit für alle Zeiten Schaden nehmen und du wirst dein Gesicht verlieren!“

Das Grinsen des japanischen Fürsten wird immer breiter, als er einen Blick vom Geländer wagt und in die Tiefe blickt. Er ist sich sicher. Wenn Sharpe es nicht tut, wird er es erledigen. Langsam, gesteuert durch die innigen Abgründe seiner Persönlichkeit, steuert der Japaner auf Kevin Sharpe zu. Beide Männer müssen jetzt eine Entscheidung treffen.

Tokugawa: "Entscheide dich ... für deinen Plan ... oder lasse es zu, dass ich meinen umsetze!"

Mit einem diabolischen Blick, den Kevin Sharpe in dieser Form wohl von einem Japaner niemals sah, fixiert Tokugawa Sharpes Augen. Der Staredown der beiden Männer lässt es einem eiskalt über den Rücken laufen. Der Atem stockt. Der Herzschlag beider Männer ist zu hören, das puslieren ihrer Adern zu sehen. Jede Sekunde wird es geschehen ...

Doch dann hallt ein lautes Lachen durch die regnerische Nacht. Blackheart hat den Kopf in den Nacken gelegt und lacht... der Japaner ist erneut etwas irritiert. So abrupt wie das Lachen begonnen hat, so schnell hört es auch wieder auf. Dann fixiert Kevin erneut seinen Gegenüber. Und sagt nur ein Wort...

Sharpe: "Jetzt."

Ein kurzes Blinzeln bei Kaito, dann durchzuckt ein stechender Schmerz seine Kniekehle. Sake fährt herum, kann aber nichts mehr für Tokugawa tun. Sofort ist Blackheart bei Tokugawa und packt ihn am Kragen, reißt ihn überraschend schnell nach oben.

Sharpe: "Denkst du, ich bin so verrückt, um ALLEIN hier hoch zu kommen?"

Der Japaner starrt seinem Gegner in die Augen, beinahe unerträglich ist der Schmerz in seinem Bein. Dennoch muss er seine ganze Disziplin aufbringen, um den Schmerz nicht offen zur Schau zu stellen. Hinter ihm schält sich eine Gestalt aus dem Schatten, die einen Karbonschlagstock trägt. Sake unterliegt der Versuchung, Kevin Sharpe anzugreifen, doch es reicht der Blickontakt zu Tokugawa, um zu begreifen, dass er das nicht möchte.

Sharpe: "Gute Arbeit, Tone."

Der Gambler nickt, und Blackheart wendet sich wieder dem Japaner zu.

Sharpe: "Was dich angeht..."

Er zieht ihn nahe an sich heran.

Sharpe: "Guten Flug!"

In einer fließenden Bewegung dreht sich Blackheart um die eigene Achse. Durch den Schwung wird Tokugawa mitgerissen und Kevin zieht nochmal an... und der Japaner segelt tatsächlich über die Brüstung! Sake beobachtet kommentarlos die Szene und zeigt keine Reaktion. Tokugawas Valet scheint Situationen wie diese gewohnt zu sein? Schließlich stürzt Tokugawa in nahezu jedem Match aus ein paar Metern Höhe. Doch die Situation hier könnte anders sein. Sie musste schlicht den kühlen Kopf bewahren, um die Sache nicht noch schlimmer zu machen, als sie schon ist. Und genau das tut sie, genau so, wie man es in Japan von ihr erwarten würde. Sie beobachtet die Situation aufmerksam und bewegt sich langsam zum Geländer, um die Lage zu checken.

Nur eine Sekunde später ertönt ein metallisches Scheppern, und Blacky schaut über die Brüstung. Der Japaner ist auf einem Fensterputz-Fahrstuhl gelandet, der ihm vorher nicht aufgefallen war. Kevin hat dies allerdings einkalkuliert. Schließlich wird in der PCWA niemand ermordet...

Sharpe: "Das war eine WARNUNG! Das nächste Mal mache ich Ernst."

Mit diesen Worten dreht er sich um, der Gambler folgt ihm. Beide verlassen das Dach, gefolgt von Sakes aufmerksamen Blicken.

Sharpe: "Danke, Tone. Nochmal... das war gute Arbeit."

Tony Graves: "If it keeps you away from the ring tonight. Wanna win fair 'n' square."

Tony lächelt schelmisch. Blacky nickt.

Sharpe: "Fine with me."

Mehr muss in dieser Sache unter den beiden Partnern auch nicht ausgesprochen werden. Seal the Deal and let's boogie. Damn deal done! Und so verschwinden die Beiden außer Sicht. Als Kevin Sharpe und sein Buddy eben das sind, läuft Sake zum Geländer und sieht über die Absperrung. Zunächst sieht Sake den japanischen Fürsten regungslos auf dem Fensterputz-Fahrstuhl liegen. Ist es möglich, dass er sich verletzt hat?

Mit dem nächsten Blitz und den darauf folgenden Donnerschlag ändert sich die Situation abrupt, als Tokugawa seine Augen wieder öffnet. Die Farbe der Pupillen in seinen Augen ist rot gefärbt und es hat den Anschein, als sei der Dämon in ihm wieder erwacht, der sich in den letzten Wochen und Monaten schon in der GWS zeigte und vermutlich für seine Erfolge im Hardcore Turnier der GWS, dem Fallen Kingdom, verantwortlich war. Die Munwinkel verziehen sich zu einem abstrakten Lächeln, das an einer Horror Version des DC Clowns Joker erinnert, als folgende Worte über die Lippen des Japaners kommen.

Tokugawa: "Tatakai ga hajimatta."

Eine Feststellung, welche sowohl die Fans als auch Kevin Sharpe in den nächsten Wochen noch machen würden. Denn Kevin Sharpe hat auf die Herausforderung des Japaners geantwortet und eine Reaktion wird ganz sicher nicht ausbleiben. Die Geschichte wird hier nicht enden, das dürfte jedem Zuschauer klar sein, der sowohl Kevin Sharpes Weg als auch den von Kaito Tokugawa in der GWS beobachtet. Zu ähnlich sind sich diese Egos, zu ähnlich ihr unbezähmbarer Wille zu siegen und zu herrschen und zu identisch ihre Methoden.

戦いは始まった

           Tatakai wa hajimatta - (The battle has begun)

This Tale starts in U.K.


Mike Garland: "Yiiihaaa - Das sind wahre Männer, Vince. So etwas will ich bei Vendetta sehen!"

Vincent Craven: "... und mir steht immer noch das Herz still."

Mike Garland: "Jetzt jammer nicht rum. Hier hast du n Taschentuch für den Urin in deiner Hose... Tokugawa versus Kevin Sharpe. G E I L E R Scheiß!"

Vincent Craven: "So weit sind wir doch noch gar nicht, Mike. Auch wenn es mir angesichts dieser Bilder lieber wäre, wenn es so wäre..."

Mike Garland: "Tokugawa hat beim Rumble klar gemacht, dass er Sharpe will. Und unser Gerasy hat heute geantwortet. Wenn du diese simplen Dinge des Wrestlings nicht mehr verstehst, dann tust du mir leid, Vince."

Vincent Craven: "Ich verstehe eines, Mike, und das ist, dass sich Graves hier schön hat hochzitieren lassen, jetzt aber gegen Cardigan im Main Event antreten muss. Da scheint Sharpe ja eindeutige Prioritäten zu setzen."

Mike Garland: "Und Tony auch, Vince. Und Tony auch! Ich jedenfalls freue mich jetzt auf den Main Event!"


------------------ PCWA ------------------

Wir sind zurück in der Arena - und die Spannung erreicht, angesichts der feiernden Menge ihren Höhepunkt. Alle steigern sich erwartungsfroh in dieses Gefühl hinein. Da…

 

 

Die Menge kreischt, als die Ringsprecherin in die Mitte tritt.

Jane Nelson: „Ladies und Gentlemen ……. Das nun folgende Match, ausgelegt auf einen Fall, ist der Mainevent der heutigen Show …… und ein Entscheidungsmatch um die Contendership für die PCWA Cryption Crown …… als Erstes auf dem Weg zum Ring …………………. er kommt aus Hartfort, Connecticut, USA ……………………………… mit einem Kampfgewicht von 109 Kilogramm …………………………. Der selbsternannte Wettermann der Liga …………………………….. THE TEMPEST ……………….. TRENT ………………. CAAAAAAAAAAAAAARDIGAAAAAAAAAAAAAAAAANN!!!“

Wie auf Kommando kommt auch das erwartete Trio hinaus auf die Stage: Cardigan bereits in seiner bekannten heutigen Ringwear, nur noch Bandana und Ray Ban zusätzlich auf. Windy und Matt Stone gesellen sich links und rechts - und zu dritt genießen die drei den von der Decke fallenden Funkenregen.

Doch als er versiegt, nimmt der Tempest die Brille ab, reicht sie seinem Valet und verabschiedet sich von ihr wie von Machinegun.

Vincent Craven: „Zumindest Cardigan hält sich an das, was gesagt wurde: er kommt allein. Und er sieht sehr zuversichtlich aus.
Mike Garland: „Das tun alle, die die Rampe zum Ring laufen. Wichtig ist … auf’m Platz.“

Während sich die anderen beiden backstage verziehen, joggt Trent zum Ring, wirft dabei seine Bandana in die Menge und slidet dann unter den Seilen durch hinein. Ein paar kurze dehnende Zieher am Toprope - schon verklingt seine Musik und er lauert hüpfend auf seinen Gegner …

 

 

Jane Nelson: " Und sein Gegner, aus Phoenix, Arizona, USA, mit einem Gewicht von 86 Kilo, TONY GRAAAVEEES!!"

Nach einigen Sekunden in denen nur seine Musik und das Buhen der Fans die Halle erfüllt kommt dann auch der Spieler auf die Stage. Wie immer in Pik-Ass Wrestling-Hose, der gewöhnliche Lederjacke  und mit seiner Fliegersonnenbrillen auf der Nase. Allerdings fehlt etwas, jemand, Kevin Sharpe ist nirgends zu sehen.

Vincent Craven: "Tony sieht doch recht entspannt aus. Wenigstens scheint er sich an das zu halten was er gesagt hat und das Match ohne Kevin Sharpe bestreiten will."

Kurz bleibt Tony stehen und lässt den Blick ein Mal durch die Halle streifen bevor er sich auf den Weg zum Ring macht. Der Spieler bewegt sich langsam und gemütlich im Takt der Musik auf den Weg zum Ring. Dort angekommen streicht er kurz über den Apron bevor Tony sich in den Ring slidet. Dann bewegt er sich zur Ecke gegenüber der Tempests und setzt sich auf den untersten Turnbuckle.

 

Main Event
- No.1 Contender 4 the Crown -
Regular Singles Match
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Ringrichter Sven Nitzschke lässt die Ringglocke läuten, beide Männer stürzen aufeinander zu und enden in einem Collar and Elbow tie-up. Bevor Tony überhaupt die Gelegenheit hat einen Muskel zu bewegen, dreht sich der Wettermann um ihn herum und hält den Gambler in einem Waist Lock. Allerdings reagiert Tony schnell, bringt seine Hände unter die des Wirbelsturms und schafft es diese auseinander zu bringen. Fast wie aus Reflex versucht der Spieler, jetzt wo er aus dem Hold ist und die Arme Cardigans hat, diesen in die Seile zu befördern, doch Cardigan stämmt einfach die Füße in die Ringmatte und Graves schafft es nicht den Wettermann auch nur einen Centimeter zu bewegen.

Vincent Craven: "Da zeigt sich der Gewichtsvorteil doch sehr deutlich, Cardigan ist ja etwas mehr als 20 Kilo schwerer als Graves."

Der Tempest hat Tony während Vincent Cravens Kommentaren zu sich selbst herüber gezogen und mit einer Pull-Back Clothesline von den Füßen genommen. Tony, der sich mit Schmerz im Gesicht die Nase hält, hat sich allerdings recht schnell wieder aufgerappelt. Beide Männer umkreisen sich wenige Male bevor Graves sich einfach in eine Ecke lehnt und dem Wirbelsturm mit der Hand zu sich herüber winkt. Diese Einladung nimmt Cardigan ohne groß zu zögern an und stürmt auf den Gambler los.

Mike Garland: "Schlau von Tony, er kommt auch aus der Ecke und dann ein Kick ans Schienenb-"
Vincent Craven: "Nein! Cardigan hat reagiert wie der Blitz und ist über Tonys Schienenbein-Kick weg
gesprungen."

Cardigan wirbelt herum greift sich Graves von hinten bei der Stirn und zieht den Kopf seines Kontrahenten nach hinten zu sich selbst. Cardigan holt aus und verpasst Graves einen wuchtigen Reverse European Uppercut. Der Spieler taumelt vorwärts, schafft es allerdings sich zu fangen. Bevor Graves überhaupt begreifen kann wo genau er jetzt ist hat sich Cardigan wieder den Spieler geschnappt, einen Arm über seinen eigenen Hinterkopf gelegt, die eigenen Arme um die Hüfte, dann hebt er die Schlange aus.

 

Back Suplex

 

Der Spieler landet unsanft auf seinen Schultern und Nacken. Wieder ist Cardigan blitzschnell bei seinem Gegner, diesmal greift er um Tonys Kopf herum, die andere greift um den Rücken. Der Tempest hebt langsam den Spieler von der Ringmatte auf, bis er in einer vertikalen Position ist und lässt sich fallen.

 

Deadlift Reverse Suplex

 

Aber der Tempest hat noch lange nicht genug. Er lässt nicht los, sondern dreht sich stattdessen auf der Matte mit dem Gambler und hebt diesen erneut aus, wieder bringt er Tony in die Luft.

 

Deadlift Reverse Suplex

 

Vincent Craven: "Aller guten Dinge sind drei. Cardigan lässt schon wieder nicht los und hebt den Spieler schon wieder von der Matte. All das Training mit Windy zahlt sich gerade ordentlich aus. Da kommt ein dritter Reverse Suplex!"
Mike Garland: "Oder nicht! Tony Graves ist endlich aufgewacht und landet auf seinen Füßen."

Tony lässt sich jetzt einfach nach vorne Fallen und...

 

Reverse DDT

 

Beide Männer liegen für ein paar wenige Sekunden auf der Matte, bevor Cardigan, noch immer leicht verwirrt, den Kopf schüttelt und sich wieder auf die Beine bringt und Tony beginnt sich an den Ringseilen hoch zu ziehen. Fast zeitgleich sind beide Männer wieder auf den Füßen.

Cardigan und Graves umkreisen sich erneut, wobei der Abstand zwischen den Beiden immer und immer kleiner wird. In dem Moment, in dem Graves in Reichweite kommt, versucht der Wirbelsturm die Schlange mit einer Clothesline von den Füßen zu hauen, allerdings taucht der Spieler unter dem Arm hindurch und rennt in die Seile.

Vincent Craven: "Der Gambler kommt wieder auf den Tempest zu, der wartet aber schon mit der nächsten Clothesline!"
Mike Garland: "Tony weicht aber erneut aus. Er hakt sich im Arm des Tempest ein schwingt sich um ihn herum und hämmert dessen Kopf mit einem Float-Over DDT in die Matte!"

Da hört der Spieler aber noch nicht auf. Anstatt den Kopf des Tempest loszulassen wickelt Tony seine Beine um den Körper des Wirbelsturms und zieht den Headlock nur noch einmal fester.

 

Guillotine Choke

 

Und der sitzt fest. Cardigan wirbelt wild mit den Armen, versucht dann seine Finger zwischen sich und die Arme der Schlange zu bringen um den Griff zu lösen, aber nichts scheint zu helfen und langsam geht dem Tempest die Puste aus. Seine Versuche zu entkommen werden immer schwächer und benommener. Er versucht hinüber zu den Seinel zu kommen, und schafft es tatsächlich in Reichweite zu kommen. Bevor der Tempest aber seine Finger an die Seile bekommt steht Tony nur ein bisschen auf ohne den Griff zu lösen und zieht Cardigan zurück in die Mitte des Rings, wo dieser jetzt wieder kläglich versucht sich zu befreien.

Mike Garland: "Und das sollte es dann jetzt gewesen sein mit dem Tempest. Tony wird Number One Contender."
Vincent Craven: "Nun aber mal langsam! Sieh mal hin. Cardigan hat es geschafft mit den Füßen etwas Boden zu fassen und hieft jetzt Tony Graves mit sich hoch!"

Mit einer letzten Kraft Reserve greift jetzt der Tempest um und zieht Tony von sich ab, direkt rein in einen...

 

Vertical Suplex

 

Beide Männer sind am Boden und ringen um Luft. Der Choke Hold des Spielers hat Cardigan doch ordentlich zugesetzt, wobei es um den Gambler nach den Powermoves seines Gegners auch nicht mehr ganz so gut steht.

Beide schaffen es dann doch wieder auf die Beine und Taumeln aufeinander zu. Cardigan versucht erneut mit einer Running Clothesline die Schlange auf die Matte zu senden, allerdings wiederholt Graves einfach wieder die selbe Bewegung wie vorher und versucht den Tempest mit einem Float-Over DDT auf die Matte zu schicken. Allerdings reagiert dieser schnell genug und hält sich selbst davon ab in die Matte zu schmettern, erneut greift er um und versucht den Gambler mit einem Suplex auf die Matte zu bringen, allerdings weiß dieser ebenso was jetzt kommt und landet erneut auf seinen Füßen, dann wirbelt er herum und versucht Cardigan einen Discus Forearm an den Hinterkopf zu setzten, dieser hat sich allerdings schon umgedreht und reagiert wie der Blitz in dem er den Unterarm seines Kontrahenten abfängt.

Der Tempest setzt zum Konter an und versucht den Spieler in die Seile zu schicken, dieser macht allerdings noch kehrt bevor Cardigan ihn loslassen kann und schnappt sich selbst das Handgelenk des Wirbelsturms, die Schlange tänzelt kurz um den Wirbelsturm herum und setzt an zu seinem Trademark Cut-Throat Neckbreaker.

 

GRAVES AND CONSEQUENCES!

 

Nein! Der Tempest hat noch rechtzeitig den Kopf im wahrsten Sinne des Wortes aus der Schlinge gezogen und bleibt stehen. Immernoch mit dem Handgelenk des Spielers in der Hand nimmt Cardigan ein kleines bisschen Anlauf und schafft es unter den Beinen des Spieles durch zu sliden, jetzt hat er ihn in einem Pumphandle Hold. Die Schlange macht allerdings noch bevor irgend etwas passieren kann einen Frontflip und befreit sich so aus dem Pumphandle Hold, nicht nur das, so hat Graves es auch geschafft Cardigan dazu zu bringen sein Handgelenk loszulassen.

Der Spieler dreht sich nicht einmal vollkommen zum Tempest sonder schlägt fast schon wie ein Pferd nach hinten aus.

 

Superkick

 

Nein! Wieder reagiert der Tempest etwas zu schnell und greift den Fuß der Schlange. Cardigan geht ein wenig in die Knie und legt die Kniekehle des gefangen Beins über eine seiner Schultern. Wie der Wind macht er eine ähnliche Bewegung mit dem anderen Bein seines Kontrahenten und schultert den Spieler. Zum Abschluss dreht sich Caridgan ein Mal um 180 Grad und bringt Graves in eine Electric Chair Position, dann lässt er sich prompt nach hinten weg fallen.

 

ELECTRIC CHAIR DROP

 

Der Wirbelsturm, der allem Anschein nach seinen Second Wind gefunden hat, rappelt sich wieder auf und hebt tatsächlich den Spieler wieder auf die Beine, ein European Uppercut folgt der den Spieler ins Taumeln bringt, dann sprintet der Tempest zu den Ringseilen und federt vom mittleren Ringseil in die Luft und...

 

SUPERKICK!

 

Und der hat gesessen, Graves Schuhsohle knallt direkt ans Kinn des Tempests. Allerdings hält es den Spieler auch nicht lange auf den Beinen und kurz nach Cardigan fällt auch Graves wieder auf die Matte.
Von den Rängen schallen die Rufe der Fans durch, welche beide Fighter zum Weitermachen anpeitschen. Doch diese japsen noch immer. Graves hat sich unterdessen zu einer Ringecke gerobbt und lehnt abgestützt mit dem Kopf zum Turnbuckle hin dagegen, während Cardigan noch am Boden kniet. Noch ….

SPEAR!!!

 

In den Rücken des Gamblers, der in die Ecke gedrückt wird und heraustaumelt. Der Tempest greift zu und

REVERSE SUPLEX

 

 

doch Tony kontert im Fluge …

 

DOUBLE KNEE BACKBREAKER!!!

 

 

Durch die Wucht wird Cardigan selbst gegen die Ringecke geschleudert, Graves schnappt ihn sich,

ROLLING GERMAN SUPLEX!!!

 

 

Mit Brücken-Cover.

 

…1…

 

……2……

 

 

KICK OUT!!!

 

Mike Garland: „Aus dem nichts heraus, das wäre es fast gewesen.“
Vincent Craven: „Das Ergebnis hätte wohl kaum dem Matchverlauf entsprochen.“
Mike Garland: „Als ob das jemals der Fall war…“

 

Der Spieler bleibt am Drücker, zieht den Wettermann in den Stand und langt nach dessen Hals,

GRAVES AND CONSEQUENCES …

 

… doch Cardigan befreit sich und hakt Tonys Arme ein,

BACK SLIDE!!

 

…1…

 

……2…..

 

KICK OUT!!!

 

 

Graves wirbelt auf die Füße, doch…

CLOTHESLINE!!!

 

 

Cardigan packt seine Trademark-Moves aus und lässt eine ganze Serie folgen, ehe er ins Seil federt und mit der Running - Variante herausprescht. Doch Tony kann sich abducken und per Crucifix um Trents Schultern wirbeln. Er rutscht an dessen Flanke herunter,

EINROLLER…

 

…nein, denn Graves steht bereits wieder, die Beine noch immer gepackt. Ansatz zum

ACE OF SPADES!!!

 

Cardigan hält gegen - und kann den Gambler greifen,

EINROLLER!!!

 

….1…

 

…2…

 

 

KICK OUT!!!

 

Vincent Craven: „Und wieder knapp. Das wird eine enge Kiste.“

 

Schon wirbeln beide wieder auf die Füße - doch Graves schwingt sich noch im Liegen zu einem Kick herum, der Cardigan von den Füßen holt. Trent stürzt - und Graves sich sofort auf ihn. Es prasseln einige Punches hernieder, bevor Tony erneut zu dessen Beinen greift. Wieder soll der Finisher folgen …

… doch erneut kommt der Tempest raus. Ein Kick - und Graves fliegt gegen den Turnbuckle. Trent springt per Kip Up auf die Füße, Tine taumelt heraus - und ein weiterer Kick. Tony beugt sich vor, Cardigan legt sein Bein ab,

HARD RAIN …

 

…NNNNNN…… Nein, denn Graves drückt sich empor. Der Wirbelsturm dreht sich um die eigene Achse, doch bevor Tone zulangen kann, taucht Trent unter dessen Griff durch,

SAMOAN DROP!!!

 

Graves wankt in den Kniestand - doch darauf hat der Tempest nur gelauert,

TWISTER BOMB!!!!!

 

Vincent Craven: „Das war es, Cardigan dürfte durch sein. Sein Finisher“
Mike Garland: „Ja…. Aber wuchtiger, als erwartet.“
Vincent Craven: „Mist, jetzt muss er schnell sein.“

In der Tat: der Move ging nicht sauber durch - und, entweder gezielt oder unfreiwillig, kommt Graves danach heraus und rollt über den Apron hinaus. Cardigan geht hinterher, hievt Tony zurück in den Ring.

 

Mike Garland: „Häh?! Was ist denn jetzt los? Lichterflackern?“
Vincent Craven: „Vielleicht hat Miss vark die hiesige Stromrechnung zu spät bezahlt.“
Mike Garland: „Also du mit deinen blöden…“
Vincent Craven: „Holla, was ist denn mit Cardigan los? Schau mal…“

So ist es: kaum sind die Lichter vollständig wieder da, lehnt Cardigan am Apron - jedoch urplötzlich japsend und eine Hand an der Beckengegend. Trotzdem kämpft er sich in den Stand und vor allem in den Ring zurück. Der Arm geht zum Cover auf den Gambler,

 

……………1……………….

 

 

…………………………..2…………………………

 

…..

 

 

KICK OUT!!!!!!!!

 

 

Vincent Craven: „Ich wusste es, das hat zu lange gedauert. Wieder von vorn.“
Mike Garland: „Leider - aber fand’s du es nicht auch merkwürdig, wie er da am Apron hing?“
Vincent Craven: „Wo du es jetzt sagst, stimmt … aber noch ist nichts verloren.“

Cardigan kommt prustend wieder hoch, scheint es noch nicht fassen zu können … und hält sich zudem ein wenig die Seite.

 

Vincent Craven: „Als wenn ihn wer angegriffen hat. Also doch, Sharpe…“
Mike Garland: „Das beweis erstmal…“

Der Unparteiisch fragt noch einmal nach, aber Trent macht deutlich, dass er OK sei. Er geht zu Tony hinüber, zieht diesen in den Stand - doch Graves schlägt dessen Hände weg,

DRAGON SLEEPER

 

… aber Cardigan will sich nicht geschlagen geben. Er lädt Graves auf den Rücken und lässt sich gegen den Turnbuckle fallen. Noch röchelnd stolpert er etwas heraus - und nimmt ansatzlos Fahrt auf,

LARIAT

 

… ins Leere, denn der Gambler ist aus dem Weg gerollt. Cardigan kracht in die Ecke, taumelt heraus…

MEMENTO MORI!!!!!

 

Tone lässt sich wie ein nasser Sack auf Trent fallen, der Referee ist da,

 

………………1………………

 

 

……………………………..2……………………………..

 

………………..

 

 

……………..

 

 

Graves und Fans haben die „drei“ schon auf den Lippen, aber der Offizielle macht ihm klar, dass Cardigans Bein unter dem Ringseil liegt.

Mike Garland: „Tja, jetzt hat Cardigan Glück gehabt. Mehr noch als der Spieler.“
Vincent Craven: „Und er scheint jetzt den Sack zumachen zu wollen.“

Tony holt sich das vermaledeite Bein und schleift Cardigan daran zur Ringmitte. Der Blick geht in die Runde, Buhrufe kochen hoch, doch jetzt soll es soweit sein. Die Beine des Westermanns werden verschränkt,

ACE OF SPADES!!!!

 

… aber noch zucken Leben und Adrenalin durch Cardigan und er fightet, angefeuert von den Fans, dagegen an.

Vincent Craven: „Jetzt wird es sich zeigen, wer durchsetzungsstärker ist.“
Mike Garland: „Träum weiter, Tony wird sich das jetzt nicht mehr nehmen lassen.“

 

Trent schlägt und tritt um sich und kann Tony beikommen, der es nicht schafft, ihn auf den Bauch zu drehen. Diese Pattsituation hält etliche Augenblicke an …
… und die Reaktionen der Fans kochen noch mehr hoch, als ihnen plötzlich klar wird, was sie da sehen: noch im Liegen schafft es Cardigan nun seinerseits Tonys Beine einzuhaken. Mehr noch: er bekommt ein Bein frei und teilt damit gegen den Gambler aus. Dieser geht mehr und mehr in die Knie - und schließlich zu Boden!

Dafür erhebt sich seinerseits der Wettermann: die Beine Graves eisenhart im Griff arretiert drückt er diesen ins Hohlkreuz. Cardigan hat Tonys Finisher in seinen eigenen umgemünzt,

TWISTER LOCK!!!

 

Vincent Craven: „Was habe ich dir gesagt…. Oh, nicht schon wieder.“

Beide Kommentatoren stehe wie die Halle im Dunkeln da.

Mike Garland: „Also ich hab nix gegen britischen Humor, aber das geht doch entschieden zu weit… na bitte, wieder hell.“
Vincent Craven: „Was war das denn bittesch…“
Mike Garland: „Hey, schau mal da…“

Mit dem Licht kehren die Reaktionen zurück - wie auch die Verwirrung. Der Unparteiische guckt ebenso bedröppelt drei wie auch Tony ein wenig. Mit einer Hand hält er noch immer das Bein des Tempest - doch dieser liegt vollkommen regungslos im Ring.

Graves schaut noch immer, als wäre er auf einem fremden Planeten - doch dann schalten seine Synapsen. Er greift sich die Beine des Tempest, dreht ihn auf den Bauch und hakt dessen Arme ein.

ACE OF SPADES!!!

 

Keine Gegenwehr mehr von Cardigan, dessen Kopf wie besinnungslos hängt. Und so hat der Referee keine andere Chance, als abläuten zu lassen.

 

Jane Nelson: „Ladies und gentlemen …. Der Sieger dieses Match per Technical Knockout … und …. Neuer Herausforderer auf die PCWA Cryption Crown ……. TONYYYYYYY …..  GRAAAVEEES!!“

 

Die Reaktionen fallen entsprechend aus: laute Pfiffe und Buhrufe schallen durch die Arena, als Graves Theme erneut abgespielt wird, während der Offizielle und ein Sanitäter bei Cardigan sind. Auch Windy und Stone rauschen heran, um bei ihrem Verbündeten zu sein.

Tone dagegen steht noch immer reichlich verwirrt herum und schaut sich die Situation an, bevor er sich wegdreht …

… und noch verwirrter dreinblickt, als er zum AlieraTron sieht: ein großes fernöstliches Schriftzeichen prangt darauf. Allerdings … nur wenige Augenblicke, bevor das PCWA - Logo nebst der Übertragung zurückkehren.

Vincent Craven: „Also ganz ehrlich: ich weiß weder, wessen ich gerade Zeuge war, noch was ich gesehen habe.“

Mike Garland: „Ich sehe nur eines genau: einen souveränen Sieger und Herausforderer.“

Vincent Craven: „Na, wenigstens einer ist glücklich...“

Mike Garland: "So kann es auf der Road to Out of Ashes weitergehen. England ist ein gutes Pflaster"

Vincent Craven: "...ich indes hoffe, dass sich der Wind noch einmal dreht. Für heute sagen wir aber... Goodbye aus Liverpool."

Mike Garland: "Bis zu Vendetta 143. See you!"

Tony hat sich mittlerweile aus dem Ring gerollt und läuft noch immer sichtlich durcheinander die Rampe hinauf. Der Szene hinter ihm schenkt er keinen Blick mehr - und so auch nicht Matt Stone, der von seinem Teampartner weg zum Seil getreten ist und Tone mit ausgestreckten Armen sowie fragend nachblickt.

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