RISING PHOENIX
am 18.03.2019 aus dem PCWA Theatre (Berlin/Deutschland) 

Die NR.1 PRE-SHOW im Wrestling Business!

Exklusives Material von Vendetta 140!

Nur für ECHTE Fans!

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Vincent Craven: "Beide Kämpfer haben ein unglaubliches Tempo vorgelegt in diesem Match!"

Mike Garland: "Tja... und deswegen sind sie auch stehend KO!"

Wo unser allerliebster Kommentator natürlich nicht ganz Recht hat. Und dennoch sind beide sehr ausser Atem. Trotzdem macht Ronin den ersten Schritt und versucht eine rechte Gerade gegen Cage zu landen... DOCH DER TAUCHT DARUNTER HINDURCH!!! Sofort ergreift er die Cargohose seines Gegners und zerrt ihn nach unten...

 

SCHOOLBOY!!!

 

Vincnet Craven: "Aus dem NICHTS!!! Und der Ringrichter ist unten!"

 

...eins...

 

Mike Garland: "Ronin versucht sich frei zu zappeln!"

 

...zwei...

 

Vincent Craven: "Cage hält den Pin eisern fest... "

 

...DREI!!!

 

Mike Garland: "Das wars!"

Richtig. Das bestätigt uns auch die liebreizende Jane Nelson.

Jane Nelson: "Der Sieger.... durch Pinfall... The Destiny One... ADAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAM CAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAGE!!!"

 

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Die Fans buhen Collins kräftig aus, während der Anlauf nimmt ...

...DEATHSTROKE!!!

Der Running Knee Strike hat gesessen und nun ist auch der Referee wieder zur Stelle, doch Collins covert nicht. Stattdessen zieht er Banes in seine Ringecke, wo er mit Smash wechselt. Der ist völlig außer Atem, betritt aber dennoch den Ring und empfängt voller Freude das Geschenk, welches Collins ihm hier übergibt. Kick in den Magen durch Smash ...

...JACKHAMMER POWERBOMB!!! 

Die selbsternannte Legende lässt sich zum Cover fallen ...

...1...

...Cornwallace steht wieder und will in den Ring...

...2...

...Suicide Dive von Rob Collins gegen Cornwallace...

...3!!!

DING-DING-DING

Aus und Ende. Pfiffe und Buh Rufe fluten das Theater, während die Sieger verkündet werden.

Jane Nelson: "Die Sieger in diesem Tag Team Match und somit weiterhin PCWA Cotatores Champions ... Deeeeeeeeeeeeeeceptioooooooooooooon!!!"

 

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MAXIMUM VIOLENCE!!!

 

Erneut muss Marc Poe den Fisherman's Buster vom Herausforderer auf den Undisputed Gerasy Belt hinnehmen. Er knallt hart auf Matte und sein Gold auf, während Sharpe sich sofort wieder mit der Championship aus dem Ring rollt und die Rampe hinaufgeht. Es ging alles blitzschnell und so konnte Godd nicht helfen. Der Engländer steht in der ersten Reihe und blickt mit geballten Fäusten in das Gesicht von Sharpe. Der ehemalige Gerasy lässt den fluchenden Tribun allerdings links liegen, wirft den Gürtel zu den Offiziellen und grinst in Richtung Tony Graves, der nicht eingreifen musste.

Vincent Craven: "Widerlich! Erneut kostet Sharpe Marc Poe den Sieg!"

Mike Garland: "Du redest ja schon so, als sei das Match schon vorbei! Schau' doch! Shadow kommt langsam zu sich... "

In der Tat. Aber er bekommt nicht mehr mit, wie Blackheart auf der Rampe mit dem Gambler abklatscht und dann durch den Vorhang verschwindet. Just in diesem Moment geht der Blick des Schattens in Richtung der Rampe. Doch dort ist niemand.

Vincent Craven: "Ich denke nicht, dass Shadow über diese Intervention glücklich sein wird."

Mike Garland: "Was er nicht weiß, macht ihn nicht heiß. Was mich viel mehr interessiert: Warum hilft James Godd seinem Kumpel eigentlich nicht?"

Vincent Craven: "Dass wir live sind und alles aufgezeichnet wird ist dir aber schon bewusst, oder? Und was soll Godd jetzt bitte machen? Kevin Sharpe ist schon wieder verschwunden und weshalb sollte James den Eingriff vom ehemaligen Gerasy mit gleichem vergelten? Der Engländer ist ein fairer Sportsmann, daher ist es schon verständlich, dass er jetzt nicht einfach in den Ring steigt und Shadow hinterrücks attackiert. Außerdem hat er versucht seinem Freund zu helfen, doch wie man sehen konnte versperrten einige Zuschauer den Weg und daher war er leider etwas zu spät dran. Und sicherlich glaubt er weiterhin an einen Sieg von Marc Poe in diesem Match, denn der Marylander ist einfach ein wahres Stehaufmännchen ."
 

Mit wackeligen Beinen und teils recht gemischten Reaktionen der Fans bedacht zieht sich der Schatten an den Seilen hoch, orientiert sich kurz. Er schaut erneut zu Cardigan, der mit ihm und Windy vielsagende Blicke austauscht. Dann dreht er sich um zu dem am Boden liegenden Poe. Langsam stapft er auf ihn zu, die Hand geht zu dessen Man Bun und hievt ihn daran empor…

… doch Poe gibt sich scheinbar nicht auf. Mit scheinbar sichtlicher Verzweiflung boxt der Gerasy wild fuchtelnd um sich und trifft. Er greift Shadows Arme, verschränkt diese hinter dessen Nacken - doch der Schmerz der Schulter zwingt ihn nicht gleich durchziehen zu können. Der Schatten indes bleibt unbarmherzig: ein Konter, ein Umgriff und …

FULL NELSON BULLDOG!

 

Das Cover … folgt allerdings noch nicht, denn scheinbar wie in Trance bugsiert Shadow Poe nochmals zurück in den Stand. Er hebt ihn aus - und zieht eiskalt sowie ansatzlos durch,

TOTALE ECLIPSE!!!


Poe bleibt liegen und Shadow wirft sich auf ihn. In Nelson Frider kehren die Lebensgeister zurück. Mit deutlich desillusioniertem Blick robbt er sich zu den Fightern und hebt bedächtig den Arm.

……………..1………………

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…………………………………………………3!!!!........................................................

 

Die Ringglocke ertönt und simultan wird ein weiteres Mal „Bug Eyes“ eingespielt. Die Reaktionen der Fans sind allerdings merklich nüchterner als noch zuvor - selbst, wenn die Jubler überwiegen. Der Schatten rollt sich Richtung Seile hinaus, als Jane Nelson das Mikro hebt.

Jane Nelson: "Ladies und Gentleman, Sieger dieses Kampfes durch Pinfall …………. THE UNFATHOMABLE DARK …………….. SHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHA … DOOOOOOOOOOOOOOOWWWW!!!"

Vincent Craven: "Tja, da hat der Soul Survivor endlich seinen Sieg. Dreckig, aber gewonnen. Hoffe, er ist zufrieden."


------------------ PCWA ------------------

Berlin, irgendwo im Dreieck Neukölln, Kreuzberg, Schöneberg und Tempelhof. Das Revier des "Original Berlin Boy" Jimmy Maxxx. Dem einzigen wahren Berliner Jungen der PCWA. In seiner Wohnung sitzt er auf dem Sofa und zündet sich gerade eine Kippe an. Auf dem Wohnzimmertisch vor ihm, ein Brett mit einer dünnen Schicht Rückstände von einem weißem Pulver und einem Röhrchen. Sein Bein wippt nervös auf und ab, zieht kräftigt an der Zigarette. Und blickt dabei oder starrt regelrecht aus dem Fenster.

Punkerin: "Ziehst du dir etwa schon wieder Stoff rein ohne mich?"

In diesem Moment dreht sich der leicht angespitzte Jimmy Maxxx zu ihr um und steht auf. Mit Wut im Gesicht zeigt er mit dem nackten Finger auf die (gerade) angezogene junge Punkerin.

Jimmy Maxxx: "Pass auf, was du sagst, Madame! Das hier ist immernoch mein Zeug und meine Bude! Schon vergessen? Ich habe dich von der Straße geholt, weil ich Mitleid mit dir hatte, als du da vor dem Bahnhof Zoo gehockt hast..."

Dann setzt er sich wieder hin und blickt aufgeregt und mit dem Bein zuckend aus dem Fenster.

Jimmy Maxxx: "Und weil ich Ficken wollte... denkst du ernsthaft irgendjemand hätte dich haben, geschweige denn Ficken wollen außer mir? So wie du aussiehst und riechst?"

Punkerin: "Ey jetzt bleib mal auf dem Teppich, ich weiß, dass da auch ein Teil des Zeugs aus dir spricht, aber ich bin genauso für dich dagewesen wie du für mich!"

Jimmy Maxxx: "Ja ok, das stimmt... aber Fuck! Diese ständigen Ansagen deinerseits gehen mir auf den Sack. Reicht schon, wenn ich mir die Scheiße von den Wichsern in der PCWA anhören muss. Oder von diesen verfickten Trollen und Tastatur-Kriegern, die mich, egal wo ich hingehe, nur dumm machen."

Punkerin: "Nochmal du hast das doch gewollt, du wolltest doch wieder ins Rampenlicht. Und dann gerade bei diesen hochnäsigen Spinnern hier in Berlin, welche sich in dieser Drecks Kapitalstadt auch noch darauf was einbilden."

Jimmy Maxxx: "Naja hättest du nicht gerne auch ein besseres Leben als das hier? Findest du nicht, dass auch Leute, die nich mit dem Strom schwimmen, eine Chance verdienen gehört oder gesehen zu werden?"

Punkerin: "Doch natürlich, sonst hätte ich ja nicht mit Hut und Gitarre vor dem Bahnhof Zoo gesessen."

Jimmy Maxxx: "Ach komm hör auf, wir beide wissen, dass du nebenher auch mit irgendwelchen ekligen Kerlen rumgebumst hast für Geld und was weiß ich noch. Ich war nur der einzige, der dir sowas wie ein Zuhause und etwas Familiäres bieten wollte."

Ein tiefer Zug von der Nikotinbombe in seiner Hand und eine Wolke von Qualm.

Punkerin: "Und jetzt? Was ist los, dass du wieder so extrem zu anderen Mitteln greifst?"

Jimmy Maxxx: "Shit, ist das nicht offensichtlich? Schau dich doch um: Menschen mit eigenem Kopf wie ich sterben aus. Überall nur noch der gleiche Scheiß, man wundert sich, dass jemand wie ich immer düsterer und düsterer und kränker wird, dabei ist die wirkliche Krankheit die Gesellschaft da draußen. Und die PCWA ist das beste Beispiel dafür, wie diese funktioniert. Leute, die eh schon alles haben, bauen sich noch weiter auf über dem Rücken von freien Seelen wie mir. Und dafür kriegen Menschen wie ich auch noch einen fetten Tritt in den Arsch"

Punkerin: "Dann wieder meine Frage von letztens, warum tust du dir das an?"

Jimmy Maxxx: "Weil ich es verdient habe, verdammte Scheiße! Fuck! So oft wurde ich gefragt, was ich denn werden möchte. Tischler, Maler, Bürokaufmann... nein, das ist alles, was ich habe, alles, was ich bin. Ein Wrestler und Wrestling! Was anderes gibt es in meinem Leben nicht, was mir den selben Halt, die selbe Kraft und Motivation gibt. Nichts in meinem Leben, gibt mir das Gefühl einen Wert zu haben wie Wrestling. Für alle anderen ist es nur Fame oder ein Hobby. Für mich ist es mein Leben! Es gibt nichts davor und nichts danach, weswegen ich auch trotz allem Mobbings und aller Probleme nie ganz weggehen konnte."

Punkerin: "Und was willst du da jetzt tun?"

Jimmy Maxxx: "Keine Ahnung, erstmal das, was ich am besten kann. Den Leuten auf den Piss gehen, Chaos verbreiten und ich weiß, dass ich defenitiv nochmal mit Marc Poe in den Ring steigen werde... Moment besser noch: ich MUSS!"


------------------ PCWA ------------------

„Ah, Miss DeWynters, schön, dass Sie bei uns mal wieder vorbeischauen!“

Die joviale Stimme gehört einem schlaksigen Mann, Mitte 40, mit einer schwarze Hornbrille und säuberlich fein gekämmten, schwarzen Haaren. Sein weißes Arztkittel ist makellos. Er lächelt aufmunternd zu DeWynters hinüber, die ein edles Business-Kostüm nach deutscher Art trägt.

DeWynters zuckt innerlich zusammen.

DeWynters: „Herr Doktor.“

Der angesprochene Mann deutet auf einen Stuhl neben einem Tisch, auf dem ein Apparat steht, der aus einem Augenoptiker-Labor zu stammen scheint. Der berüchtigte Lafayette-Lügendetektor. Jeder, der persönlich mit Eric S. Lafayette eine Unterredung hat, muss diesen über sich ergehen lassen. Ohne Ausnahme.

Und der Mann mit Charme ist Doktor Weir, oder auch als inoffizieller Folterknecht von LMC bekannt. Wenn sie nur an den Namen denkt, erfährt sie ein leichtes Frösteln. Sie hat einiges über ihn gelesen. Nach außen völlig normal, sehr freundlich und nett, hat er dunkle Facetten – so dunkel, dass nicht einmal DeWynters weiß, wie tief seine seelische Abgründe gehen. Dr. Weir hat alle möglichen medizinischen Kurse belegt und das Studium mit Bestnoten und Doktortitel abgeschlossen. Er ist extra um die Welt gereist und hat verschiedene Gefängnisse besucht, um alles über die Folterei zu erfahren und zu wissen. Er hat dafür ein Lexikon zusammengestellt. DeWynters hat auch schon vom Gerücht gehört, dass Weir im Urlaub an einem „medizinischen“ Seminar in Nordkorea mitgemacht haben soll. Bis heute ist ihr nach wie vor unbegreiflich, wie er überhaupt auf die Idee mit der Folter gekommen ist, denn er ist so schmächtig und unscheinbar – er würde eine Drehtür kaum aufstemmen. Dieser Typ jagt ihr eine Heidenangst ein.

Ganz der Gentleman, zieht der Doktor den Stuhl etwas zurück, damit DeWynters bequem Platz nehmen kann. Auf der anderen Seite des Tisches sitzt ein junger Asiate, der an einem Laptop sitzt und anscheinend immer wieder irgendwelche Einstellungen vornimmt. Er sieht nur kurz auf und signalisiert offensichtliches Desinteresse an schönen Frauen. Diesen jungen Mann hat DeWynters noch nie zuvor gesehen. Offenbar hat der Doktor ihre Gedanken gelesen.

Dr. Weir: „Oh, Entschuldigung, wo bleiben meine Manieren! Das ist Herr Tokugi, mein neuester Auszubildender. Mr. Tokugi, rufen Sie die persönliche Einstellungen für Miss DeWynters auf.“

Der Azubi quittiert dies mit einem knappen Nicken. In der Zwischenzeit hat DeWynters die vier Kabeln an die entsprechenden Stellen an ihrem Körper angelegt – zwei an den Schläfen und zwei knapp oberhalb der Busen. Der Doktor prüft die Positionen gekonnt und nickt zufrieden, dann hilft er DeWynters, das Blutdruckmessgerät anzuschließen.

DeWynters: „Ich bin bereit.“

Dr. Weir: „Aber natürlich, wir kennen alle das gleiche Prozedere. Also gut, um den Detektor zu kalibrieren, müssen wir natürlich zwei Testfragen machen, eine offensichtliche Lüge und eine offensichtliche Wahrheit. Fangen wir mit der Lüge an. Mr. Tokugi?“

Tokugi: „Bereit, Doktor.“

Dr. Weir: „Ms. DeWynters, erzählen Sie eine völlig überzogene Unwahrheit.“

DeWynters: „Ich werde Mr. Lafayette verraten.“

Weir kichert belustigt und wendet zu Tokugi.

Tokugi: „Einen Moment bitte, der Programm zeigt mir eine glatte Linie. Ganz klar ein Fehler... So. Ich habe jetzt richtig eingestellt.“

Daraufhin zuckt der Doktor entschuldigend die Schultern.

Dr. Weir: „Die Technik ist leider nicht so ganz zuverlässig, wie ich mir sonst gewünscht hätte. Nichts zu machen, erzählen Sie bitte einfach eine andere Lüge, Miss DeWynters.“

Wie gut, dass ich so oft an solchen Verhören teilgenommen habe. Warum eigentlich wiederholt niemand die gleichen Fragen? Wie auch immer, die erste Hürde ist genommen.

DeWynters: „Ich werde Lafayette töten.“

Der Japaner nickt zufrieden, was Dr. Weir auch zur Notiz nimmt.

Es ist auch die Wahrheit, denn DeWyntes würde es niemals über das Herz bringen, einen Menschen zu töten, egal wie grausam er auch immer ist.

Dr. Weir: „Und jetzt bitte eine offensichtliche Wahrheit.“

DeWynters: „Ich habe zwei schöne Argumenten.“

Woraufhin Weir wieder kichert und sogar einen leicht roten Kopf bekommt. Der Asiate runzelt nur eine Augenbraue, nickt aber dies auch ab.

Dr. Weir: „Heute scheinen Sie aber gut darauf zu sein. Jetzt kommen die eindeutige Ja- oder Nein-Fragen an die Reihe. Sie kennen es ja. Also gut.“

Er hebt ein Klemmbrett vom Tisch auf, das offensichtlich eine Checkliste enthält.

Dr. Weir: „Okay. Wollen Sie zu Lafayette?“

DeWynters: „Nein.“

Dr. Weir: „Weil Sie lieber unangenehme Gespräche vermeiden wollen?“

DeWynters: „Ja.“

Dr. Weir: „Weil das Thema wieder um Lara Lee gehen wird?“

DeWynters: „Ja.“

Dr. Weir: „Sie mögen Miss Lee?“

DeWynters: „Ja.“

Dr. Weir: „Das ist ja höchst interessant. Sind Sie trotzdem der Meinung, Sie können die Situation objektiv beurteilen?“

DeWynters: „Ja.“

Dr. Weir: „Hat Lara versucht herauszufinden, wo die geheime Dokumente sind, die Sie von ihr entwendet haben?“

DeWynters: „Ja.“

Dr. Weir: „Hat Lara Sie gefoltert?“

Das ist überraschend – woher wissen sie das? Und Lara hat tatsächlich in diesem Punkt recht. DeWynters zögert kurz. Aber der Doktor nickt aufmunternd zu.

DeWynters: „Ja.“

Dr. Weir: „War es sehr schmerzhaft?“

DeWynters: „Ja.“

Dr. Weir: „Nur aus reiner Neugier, wie hat sie dich misshandelt?“

DeWynters: „Herr Doktor, was hat das mit diesem Verhör zu tun?“

Dr. Weir: „Nicht viel. Es ist nur so…. ich schreibe eine weitere Doktorarbeit über Foltertechniken.“

DeWynters: „Sie hat mich mit bloßen Fäusten verprügelt und nackig gemacht. Und sie hat mit einem Messer zweimal in meine Beine gerammt. Außerdem hat sie mir indirekt Vergewaltigung angedroht.“

Dr. Weir: „Aber das hat sie dann nicht wahr gemacht, richtig?“

DeWynters: „Ja.“

Dr. Weir: „Wegen der Liebe?“

DeWynters: „Ich weiß es nicht. Ich vermute ja.“

Dr. Weir: „Ein klares Ja oder Nein, bitte.“

DeWynters: „Ja.“

Und so ging es eine Viertelstunde lang. Der Doktor hat verschiedene Themen angesprochen, einige hatten was mit Lara und Lafayette zu tun, andere gar nichts damit. Sie ist bis hierher bei der Wahrheit geblieben, was auch so vom Lügendetektor bestätigt wird. Wieder einmal muss DeWynters ihrer Geliebten Recht geben – bisher ist keiner darauf gekommen, dass Lara und DeWynters eine geheime Nebenabrede nach der Folter gehalten haben. Wie denn auch?

Der Doktor scheint recht zufrieden zu sein.

Dr. Weir: „Wie erwartet: immer einwandfrei, Ms. DeWynters. Sie können natürlich zu Herrn Lafayette. Wir sind hier fertig.“

Doch bevor sie die Kabel abmachen konnte, dreht Weir plötzlich um und hält sie am Arm fest.

Dr. Weir: „Eine Frage habe ich doch noch. Wollen Sie Lafayette verraten?“

Mist.

Sie erstarrt zur Eissäule. Blitzschnell geht sie die Optionen durch. Wenn Sie lügt, wie der Detektor garantiert einen riesigen Zacken anzeigen. Wenn Sie dagegen zugibt, ist sie gleich in der Teufels Küche. Ja oder Nein? Weir blickt sie immer noch fragend an.

DeWynters: „Ja.“

Daraufhin lacht er und wendet sich zum Tokugi, während er DeWynters‘ Arm immer noch festhält.

Dr. Weir: „Natürlich gelogen, oder?“

Doch der Asiate blickt nur verwirrt auf.

 

Fortsetzung folgt…


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Am Nachmittag:

Es ist eine angespannte Situation in Jona Varks Büro. Der Chefin gegenüber sitzen Connor Rogue und Sean Ashfield, die erneut zu Vark bestellt wurden, obwohl sie bereits nach dem National Wrestling Day bei ihr waren. Dort trafen sie vor dem Büro Ronin und herrschten den Neuling nicht sonderlich freundlich an. Dieses mal ist es allerdings Jona, die nicht sonderlich freundlich drein schaut.

Jona Vark: "Die Herren; Wir haben beim letzten Mal besprochen, dass sie sich um die Angelegenheit kümmern, aber bisher ist nichts weiter geschehen. Northern Superior lacht sich doch ins Fäustchen - sie haben uns beim National Wrestling Day geschlagen; egal, wie der Sieg zustande kam. Sie haben damit ihrer Meinung nach bewiesen, dass sie das bessere Tag-Team sind. Und anstatt dagegen zu rebellieren, sitzen sie beide hier und nehmen das hin?!"

Ein kurzer kritischer Blick bedenkt die beiden Assassins.

Jona Vark: "So funktioniert das nicht."

Sean und Connor schauen sich kurz an, nachdem ihnen Vark unmissvertändlich mitteilte, dass sie enttäuscht ist. Es ist allerdings nicht die erste Enttäuschung, die Jona durch die Ring Assassins erleidet.

Jona Vark: "Wenn sie in einem Crossover Kampf aktiv werden, kämpfen sie für die PCWA! Und diese Niederlage wirft ein schlechtes Licht auf uns. Biegen sie das also wieder gerade!"

Connor Rogue: "Miss Vark, uns wurmt die Niederlage genauso sehr wie sie, das können sie uns glauben! Und wir sind mit diesen beiden Nordlichtern mit Sicherheit noch nicht fertig - allerdings flog uns beim National Wrestling Day auch unser Team um die Ohren, wie sie sicher auch mitbekommen haben. RM hat sich dann in der letzten Show verletzt, was für uns ebenso ein herber Schlag war..."

Jona zieht die Augenbrauen nach oben.

Jona Vark: "Kevin Smash sprach bereits mit mir und er meinte, dass RM erstmal in der XAW mit einem offiziellen Job ganz gut aufgehoben ist. Aber er meinte auch, dass sie beide dort auch aktiv werden könnten, wenn sie die Nähe des Kuchens weiterhin wünschen."

Sean Ashfield: "Dieser Wichser!"

Die Chefin räuspert sich kurz.

Sean Ashfield: "Entschuldigung. Aber zuerst stiehlt sich der Typ in unser Team, dann holt er diesen Trottel Collins dazu und schließlich will er uns in die XAW schicken?! Was ein..."

Mit einem gezielten Ellebogen schafft es Connor seinen Partner von einem weiteren Schimpfwort abzuhalten und selbst das Wort zu übernehmen.

Connor Rogue: "Wie sie sehen, Miss Vark, ist Deception durch die hinterhältigen Machenschaften von Kevin Smash auf die oberste Position unserer Liste gerückt. Um ehrlich zu sein, mochten wir diesen Kerl nie und haben nur wegen RM die Füße still gehalten. Dann aber hat er uns nach und nach gegeneinander ausgespielt. Zuerst sabotierte er mit Collins und einem manipulierten Graves unser Rückmatch gegen Happy Hour, um sich dann schließlich beim NWD durch Collins die Titel zu sichern. Sie sehen also, dass wir hier in der PCWA erst noch ein Hühnchen zu rupfen haben. Und deswegen fordern wir ein Match gegen Deception!"

Leicht amüsiert lächelt Jona zuerst, dann schüttelt sie ernst den Kopf, wobei ihre blonden Haarsträhnen mitwackeln.

Jona Vark: "Ich halte sie momentan nicht für Titelaspiranten. Die Angelegenheit gestaltet sich also umgekehrt zu ihren Wünschen: Sie müssen sich vorher nochmal beweisen, denn ihre letzten Matches liefen allesamt zu ihren Ungunsten. Und deswegen habe ich sie für Vendetta 140 frei gestellt."

Überrascht gehen die Augen der Assassins weit auf.

Jona Vark: "Denn wenn sie die Sache mit Northern Superior positiv klären, rückt sie das auch wieder näher an die Cotatores heran. Wenn sie das Ganze einfach so hinnehmen, rückt sie das näher an die XAW heran. Es ist ihre Entscheidung. Meine Vorstellungen habe ich ihnen nun zum zweiten und letzten Mal unmissverständlich deutlich gemacht. Nun müssen sie sich darüber klar werden, was sie wollen. Was sie im Wrestling noch erreichen wollen. Und wie sie ihre Zukunft sehen."

Zum ersten mal in ihrer PCWA Karriere haben die Assassins das Gefühl, dass Jona Vark sie mit dieser Aktion tatsächlich unterstützt. 
Könnte es sein, dass die Chefin doch etwas von ihnen hält?! Oder hören nur sie aus den Worten der Vark einen mütterlichen Unterton.

Jona Vark: "Was uns Drei angeht. Wir sehen uns in der Vorbereitung auf den Brawlin' Rumble. Nutzen sie die Zeit!"

Und nach einem letzten Blick zu Connor und Sean wendet sich Jona wieder ihren Unterlagen zu, was unmissverständlich ausdrückt, dass dieses Gespräch beendet ist. Die beiden Assassins schauen sich noch einmal kurz an und erheben sich schließlich aus ihren Stühlen, um das Büro zu verlassen. 

Sie haben Zeit zum Nachdenken und zum Handeln bekommen. Diese sollten sie nutzen. Das ist ihnen sogleich klar. 


------------------ PCWA ------------------

 


140

Live aus dem PCWA Theatre / Berlin, Deutschland (Phoenix Center)

Die Halle ist in tiefe Dunkelheit gehüllt und nur das Vendetta Logo sowie das des Brawlin' Rumbles werden erleuchtet. Dann knallt es aus allen Ecken und Kanten - das große Feuerwerk, welches den Beginn von Vendetta 140, der letzten Ausgabe vor dem größten Ereignis des PCWA Geschäftsjahres, markiert. Das Theatre ist bis auf den letzten Platz gefüllt. Alle wollen die entscheidenden Weichenstellungen vor dem Großereignis migbekommen. Und alle sind gespannt, was sich in ihren Schreien und ihren wilden Bewegungen zeigt. Während wir noch die frenetische Menge beobachten können, hören wir auch schon die vertrauten Stimmen unserer Kommentatoren.

Vincent Craven: "Einen wunderschönen guten Abend aus Berlin und herzlich Willkommen zu Vendetta 140!"

Mike Garland: "Ein letzter Halt vor dem Brawlin' Rumble XIII. Was wird uns heute erwarten? Wer wird noch ein Zeichen setzen? Welches Matches werden noch fest gesetzt? Und wer kann sich im Ring eine positive Ausgangssituation für den Rumble erkämpfen?"

Vincent Craven: "Diese und andere Fragen werden uns heute Abend beschäftigen. Doch bevor wir diese klären können, werfen wir einen Blick auf die Card; auf das, was uns heute erwartet."

Opener
- Rumble in the Jungle -
Regular Singles Match
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(Der erste Pinfall entscheidet über den Sieg. Als Pinfall zählen Three Count, Submission, Disqualifikation sowie Count-Out.
-Referee:Johannes Ullrich ; Timelimit: 10 Min)

Mike Garland: "Der Nummer Eins Herausforderer auf die XAW World Heavyweight Championship Kwoga hat sich bereits frühzeitig als Teilnehmer für den Rumble angekündigt."

Vincent Craven: "Und mit seiner beeindruckenden Statur ist er auch ein sehr ernst zu nehmender Kandidat für den Gewinn der Battle Royal. Heute könnte ihm allerdings Trent Cardigan den Wind aus den Segeln nehmen."

Mike Garland: "Cardigan kam im Zuge des National Wrestling Days und seiner Auseinandersetzung mit Shadow zu uns. Kwoga ist somit auch sein erster Singles Gegner bei einem PCWA Event. Was auch für ihn ein Hop oder Top bedeutet."

Vincent Craven: "Die beiden Männer setzten in den letzten Shows dieses Match fest und damit dürften wir einen wahnsinnig spannenden Fight im Opener dieser Vendetta begutachten dürfen. Beide wollen angesichts des Rumbles ein Zeichen setzen und hier gewinnen." 


2nd Match
- Payback -
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(Der erste Pinfall entscheidet über den Sieg. Als Pinfall zählen Three Count, Submission, Disqualifikation sowie Count-Out.
-Referee: Nelson Frider ; Timelimit: 15 Min)

Mike Garland: "Dass beide Matchteilnehmer auch das zweite Match wollten, ist eher unwahrscheinlich. Lara Lee darf aber hier ein wenig Payback an Rob Collins üben, der sie die letzten Monate immer wieder auf die Seite der Armitage Company ziehen wollte."

Vincent Craven: "Und obwohl Collins mittlerweile kein Teil mehr von Armitage ist, bleibt ebenfalls der Betrug von Collins beim National Wrestling Day in Erinnerung, als er auf die Seite von Deception wechselte und damit auch Carnageddon täuschte."

Mike Garland: "Stem und Lee schlagen zur Zeit eine andere Richtung ein, die mir mehr als gut gefällt. Ich bin gespannt, ob sich das auch im Ring zeigen wird, denn dann dürfte sie den Cotatores Champion richtig auseinander nehmen."

Vincent Craven: "Ich hoffe aber, dass sie nicht vergisst, dass wir hier ein normales Singles Match haben."

Mike Garland: "Gleiches sollten aber auch Kevin Smash und Stem im Hinterkopf behalten, wenn sie hier das Zünglein an der Waage spielen wollen... Sie müssen ihr Köpfchen benutzen, einem anderen Team wurde hingegen durch Jona Vark ein Mitmischen verwehrt."

Vincent Craven: "Du sprichst von den Ring Assassins, die wir in der Pre Show sahen. Tja, die beiden haben Bedenkzeit bekommen, in der sie sich über ihre Prioritäten klar werden können. Ob sie immer noch am Rockzipfel von RM hängen wollen oder nicht..."


Main Event
- Once more 'round the Sun -
Regular Singles Match
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(Der erste Pinfall entscheidet über den Sieg. Als Pinfall zählen Three Count und Submission.
-Referee: Sven Nitzschke, Timelimit: 20 Min)

Mike Garland: "Ganz anderes hat James Godd bekommen. Er hat bereits die brutale Realität vor Augen gekriegt und wird heute Abend keine Schonfrist erhalten."

Vincent Craven: "Sein ehemaliger Kumpel und Gegner aus dem Quest Finale steht ihm erneut gegenüber. Nach dem Tag Match bei Vendetta 138, wo sich die Mad Godds gegen Graves und Sharpe durchsetzten, könnte Godd hier einen zweiten Stich setzen."

Mike Garland: "Oder eben mal wieder verlieren. So wie es für den Engländer typisch ist. Sharpe versetzt ihn auf die Plätze und holt sich dann beim Rumble den Gerasy."

Vincent Craven: "Wo denkst du hin, Mike? Vielleicht geht es auch genau in die andere Richtung und Godd holt sich heute den entscheidenden Boost für den Rumble-Gewinn, während Sharpe auf der anderen Seite die zweite von drei Niederlagen in Folge frisst."

Mike Garland: "HA HA, Vincent du Phantast."

Vincent Craven: "Wenn ich mir die Menge so anschaue, dann bin ich nicht der Einzige, der so denkt, Mike."


------------------ PCWA ------------------

„Jetzt hör doch mal auf mit dem Rumgehopse. Du bist kein Osterhase.“

„Ach, und mit halbwegs ordentlicher Anzugsordnung bekomm ich den Kongolesen am Ehesten zu Fall, oder was?!“

Er wippt auf der Stelle, lässt beim Kopfkreisen die Nackensehnen knacken sowie die Arme schwenken. Und das, während die etwas kleinere Schwarzhaarige alle Mühe hat, ihm in die diesmal weißgrau Lederjacke zu helfen, die mit optischen Effekten an fließendes Wasser und Regen erinnert. Und die setzen sich auch auf seinem Bandana, seinem kriegsbemalungs-ähnlichen Gesichts-Makeup sowie den mit „Tempest“ verzierten Pants fort.

So steht Trent Cardigan mit Windy in der Nische des Gangs zur Gorilla Position, während sie an der Jacke zerrt bis zum korrekten Sitz.

Windy: „Sehr witzig. Dem dicken Klops ist nur auf eine Weise beizukommen - und es dürfte endlich Zeit werden, der PCWA zu zeigen, dass den großen Worten des Wirbelsturms auch stets die entsprechenden Reaktionen folgen.“

Cardigan: „Also erstens ist der dicke Klops wohl einer der härtesten Gegner, mit denen ich es je zu tun hatte und zweitens…“

Windy: „….zweitens …“

Die passend zu ihrem Typ gedresste Lady stellt sich vor den Tempest und setzt ihm die Sonnenbrille auf.

Windy: „... zweitens wird der mehrfache Champion diese Hürde genauso meistern wie beispielsweise das Iron Man Match damals in Wien oder das Ring of Fire Match. Glaub mal an dich, so wie ich es tue.“

Er nickt kurz zur Seite.

Cardigan: „Mach ich doch sowieso. Aber was ich eigentlich sagen wollte: zweitens … hab ich der Liga bereits gezeigt, wo der Blizzard die Flocken hat. Siehe NWD 2 in der Nippon Nation.“

Die Augenbrauen unter dem dunklen Bubikopf zucken in die Höhe.

Windy: „Mehr wollte ich nicht hören. Also dann, lass uns mal …“

Weiter kommt sie nicht - denn beim Umdrehen bemerkt sie erst jetzt, dass Trent und sie beobachtet werden: von Kaito Tokugawa und Sake, auch bekannt als die Age Of Rising Dragons aus der GWS.

Mit verschränkten Armen steht der Stacheldrahtkrieger, wie der Japaner sich in der GWS bezeichnet, in einem abgedunkelten Gang. Neben ihm seine Gefährtin Sake. Tokugawas Erscheinung ist für eine Liga wie die PCWA schon relativ auffällig, da man hier in letzter Zeit mit Sicherheit keinen Wrestler vermuten würde, der irre genug wäre, seine Unterarme und Beine mit Stacheldraht zu bedecken. Kaito Tokugawa tut es immer, denn seine Lederkleidung ist für diese Art von Hardcore Matches ausgelegt. Das schwarze Facepaint mit blutroten japanischen Symbolen im Gesicht und die zahlreichen Narben auf dem Oberkörper lassen sein Erscheinungsbild düster wirken.
Sake hingegen trägt ein normales Ringoutfit: schwarze Leggins, kurzes Top und Sneaker. Die Japaner beobachten das Couple wortlos. Sake sieht Kaito ins Gesicht, dieser hat nur Augen für Cardigan. Dann tritt Sake zwei Schritte vor und betrachtet Windy von oben nach unten, als hätte sie noch nie eine nicht-japanische Frau gesehen. Natürlich ist alles nur eine Täuschung, da Tokugawa und Sake bekanntlich schon seit zehn Jahren in westlichen Ringen unterwegs sind. Meistens in Nordamerika. Sake tuschelt Tokugawa etwas auf Japanisch zu. Tokugawa antwortet.

Der Tempest mustert die beiden Neulinge, bevor er Windy anblickt.

Cardigan: „Muss ein pawlowscher Reiz sein: immer, wenn man von ihrer Heimat spricht, latscht einem ein Japaner vor die Nase.“

Leicht, aber doch energisch, klatscht Windy an Trents Lederjacke, um ihn um Ruhe zu bitten.

Windy: „Menschenskind, bei deinem lockeren Mundwerk ist es kein Wunder, dass du mit gefühlt jedem Stunk hast.“

Cardigan: „Keine Sorge…“

Trent schiebt die Brille etwas runter und schaut das asiatische Pärchen eindringlich an.

Cardigan: „… so wie die aussehen, hätte ich Gandhi oder ein UNO-Gesandter sein können und es hätte sich trotzdem ein Sturm zusammengebraut.“

Wieder tritt Sake einen Schritt vor.

Sake: "Tokugawa-San, mein Gebieter, sagt, dass er nach Berlin gekommen sei, um nach den großen Kriegern zu suchen, von denen er auf der ganzen Welt hörte. Mein Gebieter ist enttäuscht, nur tuschelndes Gesindel vorzufinden. Mein Gebieter sagt, die Respektlosigkeit, die ihm hier gezeigt wird, ist beschämend. Er versteht jetzt, warum das amerikanische Volk eine Schande wie Mister Trump zum Anführer erhielt. Dieses Volk und der nordamerikanische Kontinent haben es nicht besser verdient, wenn die Gaijins, die er vor sich sieht, das Beste sind, das die westliche Welt hervorbringt. Er ist erfreut darüber, euch beim Brawlin Rumble eine Lektion erteilen zu dürfen."

Cardigan und sein Valet drehen langsam die Köpfe einander zu - beide haben denselben Ausdruck aufgesetzt: eine Braue hochgezogen und eine Miene, die nach nonverbalen „Really?!“ aussieht. Dann schauen sie wieder zu dem asiatischen Pärchen, ehe sich Windy ein wenig zu Trent zurückbeugt.

Windy [flüsternd]: „Hab mich immer gefragt, warum ich es vermisst habe, an deiner Seite zu stehen. Jetzt weiß ich es: der Dünnschiss von solchen Vollidioten.“

Cardigan [flüsternd]: „Verstehst du jetzt, warum mir manchmal Zunge und Hand ausrutschen?“

Windy [flüsternd]: „Zum Teil … lass mich mal machen …“

Die so gut wie gleichgroße Windy geht ebenfalls einen Schritt vor, setzt ein (wenn auch gespielt) warmes Lächeln auf und verbeugt sich traditionsgemäß.
Sake schaut zunächst etwas verwirrt, tut es ihr dann aber gleich. Tokugawa beschränkt sich auf ein knappen Nicken.

Windy: „Werte Gäste aus dem Land der aufgehenden Sonne. Mein Gebieter Cardigan-San bedankt sich für die warmen wie herausfordernden Worte eurerseits. Und er wünscht Tokugawa-San auf diesem Weg alles Gute und viel Erfolg mit den Wrestlern des Abendlandes - vor allem auf seinem vermutlich baldigen Weg dann wieder nach Hause. Er möchte ferner anmerken, dass die Liga der PCWA ein breitgefächertes Spektrum an Kriegern besitzt - wie auch das amerikanische Volk. Und so gibt es die einen, welche ein gehirnamputiertes Blondlöckchen wählen wie auch die, die ihren Verstand noch nicht im Waffenladen oder der nächstbesten Burgerbude abgegeben haben. Mein Gebieter freut sich auf einen regen Gedankenaustausch über kulturelle Stereotype - vor allem mit Vertretern eines Landes, die künstlich auf Traditionen pochen, dessen Bewohner diese aber schon vor Jahrzehnten gegen Trash-TV, Neonlichter und Automaten mit Damenhöschen ausgetauscht haben. Domo Arigato!“

Wieder eine Verbeugung und Windy geht neuerlich an Trents Seite, der grinsend mit ihr abklatscht. Dafür entrutscht ihr der Gesichtsausdruck wieder Richtung üblicher abwartender Skepsis.
Kaito Tokugawa tritt jetzt ein paar Schritte vor, direkt auf Trent Cardigan zu. Er sieht ihm direkt ins Gesicht, ignoriert das Weibchen. Dann spukt er Cardigan vor die Füße.

Tokugawa: "Wenn ihr kämpft, wie ihr redet, wird dies das kürzeste Match meiner Karriere. Du solltest einen Primaten zu deinem Sprachrohr machen. Seine Weisheit würde dein Ansehen deutlich steigern, denn dein Match gegen Kwoga kannst du nicht gewinnen. Dein Verstand steht dir im Weg."

Dann geht er einfach an Trent Cardigan vorbei und beachtet Windy nicht weiter. Tokugawa bleibt stehen, den Rücken zu ihm gerichtet und wartet einen Moment. Sake folgt ihm wortlos mit einem Blick, sieht erst zu Cardigan, dann zu Kaito. Sie wartet ab, was nun geschieht, ohne dabei Windy aus den Augen zu lassen. Sie sieht keinen Grund auf das Gesprochene zu reagieren.

Windy und Trent mustern einander ihrerseits. Er nickt ihr zu und tätschelt ihre Schulter, bevor sie sich umdrehen. Noch immer hat Tokugawa ihm den Rücken zugewandt. Er nimmt seine Brille ab.

Cardigan: „Kaito-San, ich hab dich für’n waschechten Vertreter deines Landes gehalten. Einer, der Eier hat, austeilen und einstecken kann. Und ganz ehrlich - das seh ich jetzt immer noch. Aber glaub nicht, dass dieser Respekt ausreicht, um jetzt mir gegenüber einen auf dicke Hose zu machen. Ich hab dich im Budokan gesehen. Hab mitverfolgt, wie du das Gauntlet geholt und einen Tag später fast den Mann besiegt hast, den ich gleich auf die Bretter schicken werde.“

Er tritt einen halben Schritt vor. Tokugawa regt sich noch immer nicht - auch, als Sake ihm vermutlich warnend wieder etwas zuflüstert.

Cardigan: „Und wenn du beim NWD halbwegs blickig gewesen bist, hast du auch gesehen, wozu ich fähig bin. Oder besser sein kann. Also sei vorsichtig mit Äußerungen über Matchlängen oder meinen Verstand. Sonst schnür ich dich mit dem stachligen Geschenkband zu, in das du dich schon eingewickelt hast.“

Kaito Tokugawa dreht sich um und sieht Cardigan lange in die Augen. Dann wendet er sich ab und geht wortlos weiter. Sake will ihm nacheilen, bleibt dann aber bei Cardigan stehen. Sie sieht ihn direkt an und antwortet.

Sake: "In meinem Land gibt es ein Sprichwort. Wer wie ein Affe spricht, wird wie ein Affe behandelt. In seinen Augen ..."

Sake sieht dem japanischen Fürsten hinterher. Sie weiß, was er von ihr erwartet. Dennoch nimmt sie sich die Zeit ihre Äußerungen zu Ende zu führen.

Sake: "... habt ihr und eure Begleitung euch wie ein Primat benommen und ihm keinen Respekt erwiesen. Er wird in euch niemals etwas anderes als ein Tier sehen, denn das ist der Teil in euch, den ihr gezeigt habt. Es mag sein, dass man unsere Sitten und Bräuche in Deutschland mit denen wilder Tiere gleichsetzt. Dennoch hat unser Volk eine über 1000jährige Krieger-Tradition und mein Herr befolgt den alten Kodex der Selbstaufopferung bis in den Tod. Bedingungslos. Ohne Zweifel, ohne Reue. Behandelt ihr ihn wie ein Tier, so wird er es niemals vergessen und niemals Gnade walten lassen, selbst wenn er es könnte. Und offen gesagt, Cardigan-San, habt ihr es nicht verdient. Für euch mag Wrestling nur ein Schauspiel sein. Für meinen Herren bedeutet der Sport alles. Bedingungslose Liebe für den Sport, bis in den Tod, weil er an das glaubt, wofür er kämpft. Doch ihr könnt dies nicht verstehen. Wenn ihr euch im Ring gegenüber steht, werdet ihr verstehen, was es heißt, wie ein Tier behandelt zu werden."

Sake setzt ihren Weg fort, ihrem Meister hinterher...
… doch sie kommt nicht weit, da Windy ihr nachgeeilt ist und sich mit verschränkten Armen in den Weg gestellt hat. Sie dreht sich erschrocken zum Tempest um - doch der hat genau die Zeit gebraucht, um an sie heranzutreten.

Cardigan: „Sake … Lotus Blossom. Dein Herr und Meister und du … ihr sprecht von fehlendem Respekt, den wir Affen nicht zeigen. Aber ihr merkt gar nicht, wie respektlos ihr zwei selbst seid. Ich kann ebenfalls mit Weisheiten dienen - und wie sagte schon Sun Tzu: Wenn dich dein Feind hinterrücks lästert, so lobe ihn angesichts. Dein Tokugawa-San hatte in meinen Augen hohes Ansehen - auch, als er sich mir gegenüber gerade wie ein Schwein benommen hat. Auch, als er mir vor die Füße gespuckt hat. Und wo war seiner? Nicht da - weil ich nämlich vermute, dass er selbst keinen besitzt. Richte das deinem … Stacheldraht-Esel von Herrn aus. Mit besten Grüßen vom Affenkönig. Und wenn er ein bisschen Ahnung von seiner eigenen Mythologie hat, dann weiß er, wie mächtig dieser sein kann. Und dann wird ER nämlich das kürzeste Match seiner Karriere erleben. Sayonara Sake!“

Windy tritt zur Seite und lässt die Japanerin durch, welche mit unwirschem Blick ihrem Meister folgt.
Der Wirbelsturm schaut Sake ebenfalls nach - wie auch Windy, bevor sie ihn fragend anblickt.

Windy: „Sun Tzu? Affenkönig? Das ist doch chinesisch, das hat doch nix mit Japan zu tun.“

Cardigan: „Und wenn schon: es kommt auf den Inhalt an.“

Sie gluckst.

Windy: „Stimmt: Mailand oder Madrid - Hauptsache Italien. Du bist echt ein Kosmopolit im Porzellanladen.“

Er dreht den Kopf - nun feixt auch er. Damit zieht er sie an sich heran.

Cardigan: „Was soll’s. Dann woll’n wir mal….“

Beide gehen aus dem Bild.


Mike Garland: "Har! Dieser Cardigan legt sich direkt mit dem nächsten Rumble Teilnehmer an. Na, der Kerl beginnt mir echt zu gefallen."

Vincent Craven: "Dieser Teilnehmer ist niemand geringeres als Kaito Tokugawa, der beim Rumble vor allem gegen die Amerikaner agieren will. Wie auch immer er da einen Unterschied ziehen will - aber mit Cardigan hat er jetzt schon einen mächtigen Feind gefunden."

Mike Garland: "Dabei muss Trent nun erstmal Kwoga im Ring gegenüber stehen. Im Opener, der in einigen Minuten steigen wird. Der Wirbelsturm wirkte jedenfalls zu allem bereit und schön aufgeputscht."

Vincent Craven: "Gleich werden wir sicherlich auch noch zu seinem Gegner Kwoga schalten, zuvor gibt es allerdings ein Video..."

Mike Garland: "Japp. Vom wahren Japaner Tokugawa zu unserem Wannabe Japaner."


------------------ PCWA ------------------

Die Stimmung in der Halle ist ausgelassen. Wir stehen kurz vorm Brawlin' Rumble und man merkt den Fans die Anspannung deutlich an. Überall werden Plakate von den Favoriten in die Höhe gehalten. Dann jedoch kippt die Stimmung. Grelles Blitzlichtgewitter ergießt sich auf der Eintrittsrampe, während die ersten Klänge von "Been away too long" von Soundgarden aus den Boxen dröhnen und sich mit den Buh Rufen der Fans vermischen.

 

 

Die selbsternannte Legende lässt die Fans noch etwas warten, ehe sie auftaucht. Nach einem völlig übertriebenen und sündhaft teuren Feuerwerk taucht Kevin Smash auf der Rampe auf. Wie immer trägt er eine dunkle Lederhose und die dazugehörige dunkle Lederjacke mit den Deception Schriftzügen. Auch die dunkle Sonnenbrille auf der Nase, das schwarze Bandana und der Cotatores Champion Titel fehlen nicht. Mit einem breiten Grinsen blickt Smash durch die Zuschauermassen. Die Fans empfangen die Legende, wie man es erwarten konnte, nämlich mit lauten Buh Rufen, welche den Smasher jedoch nur zu einem kurzen Lachen animieren.

 

Deception

Proudly Presents

He is one Half of the World's greatest Cotatores Champions Ever

The One, the Only, the Legend

 

Breit grinsend stolziert er an den Fans vorbei, die er keines Blickes würdigt. Stattdessen hebt er bereits jetzt die rechte Faust in die Höhe, wofür er weitere Buh Rufe erntet. Smash trägt um seinen besten Freund zu ehren ein "RM der Kuchen"-Shirt. Nachdem er seinen Weg zu Ring reichlich genossen hat, steigt Smash über das oberste Seil in den Ring. In diesem wandert er kurz umher und legt sich dabei mit einigen Fans an, denen er Beleidigungen entgegen schleudert. Schließlich nimmt sich der Smasher ein Mikrofon, denn wie von den Berliner-Fans befürchtet, gibt es etwas zu sagen. 

Kevin Smash: "Hier bin ich also wieder im Land der Versager, oder wie mein guter alter Freund Elroy Schmidtke sagen würde ... welcome back same old Shit."

Die Pfiffe und Buh-Rufe werden wieder lauter, wer hätte es nach dieser Aussage anders erwartet. Der Cotatores Champ grinst weiter ekelhaft vor sich hin und ist offenbar nicht bereit seinen Monolog abzubrechen.

Kevin Smash: "Die Wahrheit ist immer schwer zu ertragen, dabei haben mein Kumpel Rob Collins und ich bei Vendetta 139 bewiesen, dass es in der PCWA nur Verlierer gibt. Wir haben die Happy Idioten besiegt und das obwohl dieser verdammte Hugo eine hinterhältige Attacke auf RM ausführte und ihn schwer verletzte."

Die Legende grüßt den Kuchen, indem er auf sein T-Shirt klopft. 

Kevin Smash: "Kommen wir wieder zu Rob Collins, dem Mann der Stunde. Seitdem wir zusammenarbeiten, hat er einiges geleistet und deshalb möchte ich diesen Abend ganz offiziell zur Rob Collins Appreciation Night erklären. Rob Collins ist mein neuer Partner, der mit mir gemeinsam die Cotatores Titles verteidigt und Rob Collins wird es auch sein, der im Namen der XAW den Brawlin' Rumble gewinnt! Und aus diesem Grund wollen wir ihn nicht länger warten lassen. Tritt ins Licht, junge Legende!"

Smash grinst breit. Natürlich ist die ganze Aktion von vorne bis hinten durch Smash und Collins vorgeplant. Deshalb dauert es keine fünf Sekunden bis "Heartbreaker" von Led Zeppelin aus den Boxen dröhnt. 

Hey fellas have you heard the news?
You know that Annie's back in town?
It won't take long just watch and see
How the fellas lay their money down

Dann taucht der Kalifornier, mit dem zweiten Cotatores Belt um die Hüfte, im Entrancebereich auf und wird auf die gleiche Art begrüßt wie sein Partner Kevin Smash. Mit dem Surfergruß sagt der Mann aus Oakland den Berlinern "Guten Tag", worauf einige mit dem Mittelfinger zurück grüßen. Collins, gekleidet in eine kaputte Blue Jeans und ein Shirt wie es Joe Cocker bei Woodstock trug, geht trotz der Anfeindungen lächelnd zum Ring. Denn er weiß genau, was heute auf ihn zukommt. Smash wird für ihn eine fette Party schmeißen, eine Party im Stil von Flower Power. Rob steht darauf, deswegen wurde auch das Shirt mit der psychedelischen Wirkung aus dem Kleiderschrank geholt. Im Ring angekommen umarmt der Oaklander den Smasher und übernimmt des Mic. 

Rob Collins: "Was für ein großartiger Empfang, ich danke euch."

Collins verbeugt sich vor den Fans, die Reaktionen darauf sind die bekannten Buh-Rufe.

Rob Collins: "Vor allem aber danke ich DIR, dem legendären Kevin Smash."

Der Oaklander beklatscht seinen Team-Partner und animiert das Publikum dies ebenfalls zu tun. Wie nicht anders zu erwarten war, erreicht der Oaklander nur das Gegenteil. Allerdings scheint es die beiden Männer im Ring nicht weiter zu stören, denn sie strahlen wie die Honigkuchenpferde. 

Rob Collins: "Es ist mir wirklich eine Ehre mit dir in Zukunft zusammen die Cotatores zu tragen und zu verteidigen. Wobei ich mich frage, wer sich uns nach der Machtdemonstration von Vendetta 139 überhaupt noch freiwillig als Gegner zur Verfügung stellt."

Smash setzt ein gespieltes fragendes Gesicht auf. Dabei kennt er die Antwort, die nun folgt.

Rob Collins: "Ganz klar: NIEMAND! Die PCWA ist einfach zu schwach. Bei der letzten Vendetta wurde es nicht nur in unserem Video deutlich, sondern auch im Ring. Nicht nur unser Sieg war der Beweis, sondern auch die zweite Niederlage in Folge des schwächsten Gerasys aller Zeiten."

 

POE-PER-VIEW

POE-PER-VIEW

POE-PER-VIEW

 

Die Zuschauer in PCWA-Theater sehen es anders. Kopfschüttelnd übergibt Rob das Mic wieder an Kevin Smash.

Kevin Smash: "Ja, ja. Feuert ihr nur weiter euren gefallenen Helden an. Spätestens bei Out of Ashes wird Marc Poe kein Undisputed Gerasy Champion mehr sein, denn dann ist es der Mann neben mir. Rob Collins wird, wie ich bereits erwähnte, den Sieg beim Rumble für die XAW holen und anschließend bei Out of Ashes den höchsten Titel der PCWA holen. Rob wird die komplette Unterstützung der XAW-Wrestler beim Rumble-Match haben und damit sind die Schwächlinge der PCWA automatisch dem Untergang geweiht."

Siegessicher lächeln Rob Collins und Kevin Smash in die Zuschauermenge. Dabei wissen beide, dass es einen Wrestler der XAW gibt, der nicht hinter Rob Collins stehen wird: KWOGA. Doch mit ihrer Übermacht sehen die beiden Cotatores den Koloss aus dem Kongo nicht als Problem an. 

Rob Collins: "So sieht es aus. Ich bin die Speerspitze der XAW und ich werde mir den Sieg holen. Und nur die cleveren Leute, die es in der PCWA und in ganz Berlin anscheinend nicht gibt, werden sich uns nicht in den Weg stellen."

Der Mic-Wechsel geht munter weiter. 

Kevin Smash: "Und wer aus der XAW nicht nach meiner Pfeife tanzt, der wird es schwer bereuen! Egal, ob er einen Titel der XAW trägt. Der Rumble und Robs Sieg haben absolute Priorität. Deshalb finde ich es klasse, dass uns aus Angst keiner um die Cotatores herausfordern wird. Wir können uns also komplett auf den Main Event konzentrieren."

Die Legende grinst breit und selbstverliebt. Die Fans buhen lautstark und rufen diverse Namen von Tag Teams in die Runde.

Kevin Smash: "Macht euch doch nicht lächerlich! All diese Teams haben wir bereits besiegt und gezeigt, dass keines von ihnen es auch nur im Ansatz verdient gegen uns antreten zu dürfen. Nein, seht der Realität in die Augen: Your Cotatores Champions FOREVER ... DECEPTION!"

Er nickt zufrieden mit dem Kopf und reicht das Mikro einmal mehr an Collins weiter.

Rob Collins: "Du hast damit natürlich vollkommen Recht Kevin, aber es war ja zu erwarten, dass der hirnlose Pöbel hier in Berlin die Wahrheit nicht erkennt, selbst wenn man sie mit der Nase voran darauf stößt."

Die Buh Rufe werden angesichts dieser Beleidigungen noch einmal lauter. Collins schüttelt allerdings nur gelassen den Kopf.

Rob Collins: "Beim Brawlin' Rumble werden wir jedoch genau das tun, was wir vorhersagen und anschließend wird uns keiner mehr in Frage stellen."

Smash übernimmt nun wieder das Mikro.

Kevin Smash: "Richtig, denn dann werden wir diese Liga endgültig übernehmen und wieder zur Größe führen, die sie in einstigen Tagen hatte ... bevor Poe's kleine Kuschelgespielin hier das Kommando übernommen und eine fragwürdige Entscheidung nach der anderen getroffen hat. Gott sei dank, hat all dies schon sehr bald ein Ende. Aber wie ich bereits sagte, geht es an diesem Abend weder um Team Happy Hour, noch um Marc Poe und erst Recht nicht um Jona Vark."

Er schüttelt den Kopf, während die Fans ihn weiterhin munter auspfeifen.

Kevin Smash: "Es geht um den Mann, dem zweifelsohne die Zukunft in diesem Business gehört. Meinem legitimen Nachfolger ... Rob Collins!"

Smash verbeugt sich theatralisch in Richtung Collins und der reagiert, indem er übertrieben den Geschmeichelten spielt.

Kevin Smash: "Und aus diesem Grund werdet ihr uns nun entschuldigen müssen, denn im Gegenteil zum Rest des Lockerrooms, haben wir etwas zu feiern!"

Er lacht dreckig auf und lässt das Mikro einfach auf den Boden fallen. Die Legende hält Collins breit grinsend die Seile auf und so schlüpft dieser aus dem Ring hinaus. Smash folgt ihm und auf ihrem Weg zurück in den Backstage Bereich, legen die beiden sich natürlich noch einmal mit diversen Fans an, ehe sie schließlich aus der Halle verschwinden.


Vincent Craven: "Oh mein Gott. Ich hoffe, dass Collins und Smash beim Rumble auf den Mund fallen. Denn so etwas wie gerade möchte ich nicht mehr hören!"

Mike Garland: "Warte nur ab, Vince. Die Cotatores waren noch nicht genug, Deception hat Anlauf genommen - und so wie vor dem National Wrestling Day, so wird es auch beim Rumble enden. Sie halten ihre Worte!"

Vincent Craven: "Nur weil du diese Propaganda glaubst, muss ich das noch lange nicht. Die beiden sind doch mehr oder weniger alleine im Rumble und haben mehr Feinde als Freunde."

Mike Garland: "Wer hat im Rumble nicht mehr Feinde als Freunde?! Das ist kein Argument. Es kommt auf Klasse und die richtige Strategie an und das haben die beiden beim NWD gegen eine Vielzahl von Gegnern schon bewiesen."

Vincent Craven: "Allerdings mit RM dem Kuchen und einer Überraschung. Die ist nun verpufft. Dafür scheint aber Backstage etwas los zu sein, lass uns also lieber da hin schalten, als diesem vollmundigen Gespann noch mehr Aufmerksamkeit zu schenken."


------------------ PCWA ------------------

Ronin ist in privater Kleidung von hinten zu sehen, er trägt einen schwarzen Anzug. Er steht beleuchtet im Dunkeln. Vor ihm sind vier Bilder an einem Gitter.

Ronin: "Ideale sind Leitfäden, die uns helfen können. Ideale können uns durch tiefe Abgründe und dunkle Täler führen. Man nutzt sie gerne, ohne sich der Realität dahinter bewusst zu sein. Adam Cage, du hast mir von deinen Begegnungen mit Japanern im Ring erzählt und was diese dir gesagt haben. Ich bin einem Japaner im Käfig begegnet. Er war ein guter Kämpfer, besser als ich und er kannte den Unterschied, den der schmale Grat zwischen Heldenverehrung und Geschichtverfälschung mit sich bringt. Und den Grat zwischen Training und Kampf. Du hast mir gezeigt, dass ich auf einige Situationen noch nicht vorbereitet war, dafür danke ich dir. Im Gegenzug möchte ich deinen Horizont erweitern."

Das erste Bild wird beleuchtet, es zeigt einen Samurai in Rüstung.

Ronin: "Jin'uemon Yamamoto, ein Samurai unter Fürst Katsushige hat gesagt: 'Wenn ihr nicht sieben Lügen erzählen könnt, während ihr hundert Meter zurücklegt, seid ihr keine richtigen Männer.'"

Das zweite Bild wird beleuchtet, es zeigt einen Mann in eleganter Kleidung.

Ronin: "Kyuna Sagara, unter anderem Minister unter dem Daimyo Mitsushige, er deckte seine Krieger bei Diebstahl, Ehebruch und anderen Vergehen. Beide Männer vertraten eine einfache Sichtweise. Ein braver Krieger vollbringt keine großen Taten."

Das dritte Bild wird beleuchtet, es zeigt 47 Personen mit Schwertern.

Ronin: "Der Daimyo Asano Naganori sollte am Hof des Shogun eine Zeremonie durchführen, zur Vorbereitung ließ er sich von Daimyo Kira Yoshinaka beraten. Während der Durchführung stellte er fest, dass er betrogen wurde und sich blamierte. Er zog sofort sein Schwert und versuchte direkt Kira Yoshinaka zu töten. Er wurde stattdessen von den Anwesenden überwältigt und später zum Tode verurteilt, seinen Gefolgsleuten wurde verboten ihm in den Tod zu folgen. Fast zwei Jahre lang sanken sie als Ronin tiefer und tiefer, bis sie nur noch als Abschaum in der Gesellschaft angesehen wurden. Dann folgte der Tag, an dem sie gemeinsam das bewachte Haus von Kira Yoshinaka stürmten und ihn töteten. Einer von ihnen wurde dabei getötet, die anderen 46 folgten darauf ihrem Herrn in den Tod."

Das vierte Bild wird beleuchtet, es zeigt einen Samurai, darüber das Logo eines Konzerns der Automobilindustrie.

Ronin: "Iwasaki Yataro war der Sohn von Bauern. Sein Großvater hatte seinen Stand als Samurai verkauft, um Schulden zu bezahlen. Aus dem Erbe wuchs eines der größten japanischen Unternehmen."

Ronin dreht sich um, geht an ein angrenzendes Gitter, es wirkt als wäre er in einem Käfig. Er hält sich am Zaun fest und blickt in die Kamera. Zum Anzug trägt er ein dunkelrotes Hemd, eine schwarze Weste ohne Krawatte.

Ronin: "Die Vorstellung vom Krieger hat sich immer wieder verändert. In den früheren, kriegerischen Zeiten haben Samurai ihre Schwerter und Ausrüstung in den Lagern nachts fest verknotet, zu hoch war das Risiko bis zum nächsten Morgen bestohlen zu werden. Manch einer wachte auf und hatte nur noch die Strohmatte, auf der er geschlafen hat. Samurai zogen auf der Suche nach abgetrennten Köpfen, die sie als Trophäen präsentieren konnten, in Dörfer und auf die Höfe von Bauern. In Japan wie in Europa mussten Krieger beschäftigt werden, weil sie sonst ihrem Drang zu kämpfen gefolgt sind, ohne Rücksicht auf Ethik oder Regeln. Die wenigen, die sich auch in rauen Zeiten an Idealen orientiert haben, waren die wertvollen, die im Gedächtnis geblieben sind. Diejenigen, die in friedlichen Zeiten daran festgehalten haben, waren die normalen. Und genauso muss ich meine Vorstellung vom Kämpfen anpassen. Du hast mich überrascht, aber das macht mich stärker. Ich lerne aus meinen Schwächen und werde mich nicht nochmal überraschen lassen. Ich werde beim Brawlin' Rumble antreten und auf dich warten. Ich werde sicherlich nicht gewinnen, aber ich werde dafür sorgen, dass du den Ring ebenfalls vorzeitig verlässt."

Mit diesen Worten wird das Bild dunkel und das Video ist zu Ende.


Vincent Craven: "Wow! Da hat einer aber Lehren aus seinem Match bei der letzten Vendetta gezogen. So viel Selbstkritik und -wahrnehmung sieht man selten bei seinen Kollegen. Ronin macht das richtig gut!"

Mike Garland: "Und er will sich im Rumble an Adam Cage für die Niederlage revanchieren... Diese Auseinandersetzung ist also noch nicht beendet."

Vincent Craven: "Das ist doch ein realisierbares Ziel für Ronin. Auch hier sieht er in meinen Augen die Battle Royal richtig - denn dort gilt es für ihn sich möglichst gut zu verkaufen und erfüllbare Ziele zu setzen."

Mike Garland: "Ein anderer würde vielleicht sagen, er ist zu schüchtern und zu unsicher, um in diesem Geschäft zu bestehen... aber du stehst ja auf solche Weicheier."

Vincent Craven: "Deiner Meinung nach war ja selbst Marc Poe ein solches und dieser ist nun Undisputed Gerasy Champion... und soeben auf dem Thron aufgetaucht."


------------------ PCWA ------------------

Es gibt sicher chlimmeres im Leben als eine Niederlage. Es gibt definitiv auch schlimmeres als zwei Niederlagen in Folge. Doch im Kopf von Marc Poe spuken weiterhin die Bilder von seinen letzten Kämpfen der beiden vergangenen Vendetta Ausgaben. Und immer wieder findet er zwei Konstanten: Shadow und Kevin Sharpe. Langsam beschleicht den Mann aus Baltimore ein Verdacht, dass die zwei dunklen Männern der PCWA gemeinsame Sache machen. Dies gilt es jetzt herauszufinden und eventuell Beweise für eine Verbindung zu finden.

Welcher Ort ist dafür besser geeignet als die ehemalige Himmelsbar. Hier gab es die letzte bekannte Zusammenkunft von Sharpe und Shadow vor dem Main Event von Vendetta 139. Gibt es an diesem traditionsreichen Fleck irgendwelche geheimen Zeichen zu finden, die für ein geheimes Bündnis sprechen? Eindeutige Zeichen sind es, nach denen Poe sucht, denn das Gespräch seiner beiden Erzfeinde war eher kryptisch und für nicht Involvierte eher schwer zu verstehen. Mit einer Mag-Lite Taschenlampe durchsucht, der heute komplett in Waldtarnmuster gekleidete Undisputed Gerasy, die schlecht beleuchtete Umgebung ab. Kopfschüttelnd setzt sich Poe nach einiger Zeit auf den staubigen Boden ab. Er konnte bisher nichts finden, was ihm weiterhilft. Das einzige, was er gefunden hat, sind Erinnerung an die Fearless 'n' Lawless-Zeit. Hier in der Himmelsbar endete damals die wilde Party von Dante und Marc beim Imperial Impact 11. Der damalige "Eigentümer", in jenen Tagen noch bekannt als S1margl, war alles andere als begeistert von den Besuchern. 

Plötzlich wird der Mann aus Baltimore aus seinen Gedanken gerissen, er hört Schritte hinter sich. Poe springt auf und richtet den Lichtkegel seiner Taschenlampe in die Richtung, aus der er den Ankömmling vermutet. Tatsächlich erkennt Poe nun eine Gestalt im Licht, es ist eine andere Konstante und die einzig Wahre: Mad Dog.

Marc Poe: "Warum überrascht es mich nicht, dass wir uns ausgerechnet hier über den Weg laufen, Snoop."

Der Night Fighter, der Poe mit dem Anflug eines Lächelns gegenüber steht und ihm die Hand zum Gruße offeriert, macht im Gegensatz zu damals einen deutlich solideren Eindruck. Seine Kleidung erinnert  allerdings an die des Nelson Friedrich Töle - denn MD ist komplett in schwarz gehüllt. Statt NFTs Morphsuit sind es dieses Mal jedoch dunkle Jeans, schwarze Winterjacke sowie nachtfarbene Mütze.

Poe ergreift die Rechte des PCWA Grand Slam Champions, schließlich ist das Verhältnis zueinander seit ihrem ersten Aufeinandertreffen stetig besser geworden. Dazu hatte sich der Marylander spätestens nach ihrem Fight um die Cryption Crown den Respekt des verrückten Hundes erkämpft. Mittlerweile kann man zumindest von einer Art Freundschaft sprechen, was beide Athleten wohl dem Engländer James Godd zu verdanken haben. 

Mad Dog: "Weil es immer mein Ort bleiben wird, Champ. Aber schön auch dich nochmal hier zu sehen."

Der Hund sucht den Augenkontakt und beide tasten innerhalb einer Millisekunde nonverbal ab, ob es bei der positiven Beziehung geblieben ist.

Mad Dog: "Was treibt dich herauf, huh!?"

Für einen kurzen Moment stockt Marc. Die Doppeldeutigkeit der Frage lässt ihn die Augenbrauen flüchtig und nachdenklich zusammen ziehen. Dann lächelt er und greift den vordergründigen Gesprächsfaden auf.  

Marc Poe: "Ich dachte, dass ich hier vielleicht etwas finde, dass Licht in die Verbindung zwischen Shadow und Kevin Sharpe bringt. Ich habe mich wohl geirrt."

Die Töle zieht skeptisch die Augenbraue hoch.

Marc Poe: "Du bist dir offensichtlich nicht sicher, dass es zwischen Shadow und Sharpe eine Verbindung gibt. Ich eigentlich auch nicht, doch es sind einfach zu viele Dinge passiert, in die beide involviert waren."

MD wiegt den Kopf hin und her, so als ob er die Fakten gerade erst abwägt. Sharpe und Shadow!? Mit dem einen verband ihn eine intensive Feindschaft, mit dem anderen hatte er zumindest lose ein erneutes Bündnis für den Rumble abgesprochen.

Mad Dog: "Was würde es den beiden bringen, ihre Zusammenarbeit geheim zu halten, huh?! Könnten sie dich damit etwa irgendwie überraschen... oder aus der Reserve locken? Wenn einer ins Gerasy Match eingreifen will, dann wird er das tun. Ob er nun mit Sharpe auf einer Seite steht oder nicht, ist dabei wohl nebensächlich. Was also bringt es dir, Nachforschungen anzustellen?"  

Der Mann aus Baltimore seufzt nachdenklich, die Frage des verrückten Hundes ist absolut berechtigt.

Marc Poe: "Wahrscheinlich, will ich dem Schatten einfach nur unter die Nase reiben, dass er mit Blackheart unter einer Decke steckt. Ich brauche etwas, damit dieser selbstgefällige Moralapostel endlich seine eigene Medizin zu fressen bekommt. Und ich bin mir sicher, dass er mehr Dreck am Stecken hat, als er zugibt."

Der Fighter nickt wissend. 

Mad Dog: "Wenn er keinen Dreck am Stecken hätte, wäre er wohl der erste Wrestler, bei dem das so ist, oder?"

Kurz durchleuchtet er Poe mit seinen Augen. Und tatsächlich fühlt sich auch Marc ein wenig angesprochen - genau das, was die unbekannte Konstante provozieren wollte.

Mad Dog: "Wenn ich Shadow richtig einschätze, müsste er eigentlich sauer auf Sharpe sein. Schließlich wollte er das Match gegen dich eine gefühlte Ewigkeit und als er es endlich bekam, nimmt ihm Blackheart die Möglichkeit eines klaren Sieges. Ziemlich bitter, wenn du mich fragst. Unerfüllte Sehnsüchte waren schließlich immer schon Benzin im Feuer einer Beziehung. Und die Sehnsucht, sich an dir zu rächen, wurde durchkreuzt. Zumindest würde ich mich an seiner Stelle nicht als Sieger oder gar als Überlegener fühlen..."

Der Night Fighter blickt in die Berliner Nacht. Und für einen Moment ist er in Jamaika und beim Gewinn seines ersten World Titles. Ein Eingriff vermieste ihm damals jegliche Freude und er fühlte nichts, als er das Gold auf die Schulter bekam. Der vermeidlich schönste Moment seiner Karriere wurde zu einem emotionalen Fiasko.

Mad Dog: "Aber das ist Shadows Ding. Ob er sich an Sharpe rächen will oder erneut zu dir kommt, um ein weiteres Match zu fordern oder tatsächlich ein Bündnis mit Blackheart eingeht... das sind seine Möglichkeiten. Deine Möglichkeiten sind ganz andere, Marc! Du hast gegen einen großen Rivalen durch Eingriff verloren - ich weiß, wie es ist unglücklich zu verlieren, glaub' mir. Und ich weiß auch, wie es ist, hintergangen zu werden - wenn Shadow dich wirklich hintergangen haben sollte, wie gesagt - Aber wenn du ein richtiger Kämpfer bist, dann wirst du gestärkt aus der Niederlage hervor kommen. Deshalb konzentriere dich auf den Brawlin' Rumble und verteidige deinen Titel gegen Kevin."

Poe richtet seine Mag-Lite auf einen Fußabdruck im Staub. Er könnte von Shadow sein, aber auch von Sharpe oder von ihm selbst. Mad Dog liegt wieder richtig, Poe sollte sich auf das Wesentliche konzentrieren, sonst ist er nicht mehr lange der Undisputed Gerasy Champion. Die zwei Niederlagen haben schon etwas am Selbstbewusstsein des ehemaligen Hafenarbeiters genagt. 

Marc Poe: "Du hast Recht, ich sollte mich mehr auf meine Titelverteidigung konzentrieren. Ich muss meinen Fans beweisen, dass ich es noch drauf habe."

Das Licht von Poes Taschenlampe trifft auf einen kaputten Spiegel, dort erkennt er, wie nachdenklich das Gesicht der Töle ist. 

Marc Poe: "Was ist mit dir los, Snoop. Nicht nur deine Worte sind grüblerisch, ich erkenne tiefe Denkfalten auf deinem Gesicht. Es sind hoffentlich nicht die Worte der Schlange, in die deine Gedanken versunken sind." 

MD zieht ob der Erwähnung Tonys eine Augenbraue nach oben.

Mad Dog: "Nein, das ist es nicht, Marc. Ich habe ihm meine Meinung gesagt und er konnte entscheiden... Wie es aussieht, hat er allerdings seine Seite schon längst gewählt. Demnach waren meine Worte so oder so ein eher schlechter Versuch das gerissene Seil zu flicken."

In diesem Moment durchkreuzen die Gedanken an die letzte Vendetta das Hier und Jetzt. Das Gespräch mit Thrawn, wo es um die richtige Methode im Umgang mit jungen Athleten ging und welches dann solch eine seltsame Wendung nahm, als der Großadmiral auf Mister Lafayette zu sprechen kam.

Marc Poe: "Es hätte mich auch gewundert, wenn dich plötzlich die Worte eines Niemands interessieren."

Der Hund lächelt, Poe spielt auf die alte Geschichte mit Circumvent an. Mittlerweile kann Mad Dog wenigstens darüber lachen und auch Poe grinst. Der Champ und die Töle funken mittlerweile auf der gleichen Wellenlänge.

Marc Poe: "Allerdings gab es eine Zeit, da habe ich ähnlich über dich gedacht. Es war, bevor du und ich uns um die Cryption Crown gegenüber standen. Klar warst du eine Legende und ich nur ein kleiner Rookie, aber ich war echt enttäuscht vom großen Hund der PCWA. Erst nachdem du mich geschlagen hattest und mir nach deinem Sieg auf die Brust klopftest, ist alles anders geworden. Dieser Moment war so etwas, wie der Anfang von deinem Wandel und nun bist du wieder der große Nighfighter. Ein Mann, den ich respektiere und dem ich mittlerweile sogar fast komplett vertraue."

Überrascht zieht Mad Dog die Augenbrauen hoch. Dieses Kompliment und den Zuspruch hatte er nicht erwartet und so lächelt er erfreut und klopft Poe auf die Schulter. Dann aber wendet er sich erneut nachdenklich ab.

Mad Dog: "Das freut mich, Marc. Aber es werden andere Zeiten kommen, huh?! Unser erster Fight im Squared Circle... ohne Fans, ohne das emotionale Geschrei und den Jubel... Er wird nicht unser letzter bleiben, oder? Du weißt, weswegen ich hierher zurück gekommen bin, huh?! Es ist nicht nur der Rumble, es ist vor allem ein gutes Stück Wiedergutmachung. Genau das zu erreichen, was du gesagt hast... was ich bei dir scheinbar schon erreicht habe. Aber nimm es mir nicht übel: Um ehrlich zu sein, denke ich nicht, dass du dein Herz bereits für mich geöffnet hast."

Prüfend blickt er nun zum Gerasy.

Mad Dog: "Vielleicht drückt es dein 'fast' ganz gut aus, huh?! Du vertraust mir 'fast'. Obwohl auch das in diesem Business' schon eine riesige Menge ist, bleibt die Frage, ob es der ultimativen Prüfung Stand halten wird. Das Match um die Crown, in dem du bewiesen hast, mit den Großen tanzen zu können, erfordert einen Kampf auf der nächsthöheren Ebene. Du willst Sharpe bezwingen und ihn vor den Augen der Welt für seine falschen Entscheidungen bestrafen. Ich will den Rumble gewinnen und meine falschen Entscheidungen hinter mir lassen... Zwei Männer, zwei Ziele."

Nun dreht er sich wieder zu Poe, schaut ihm direkt in die Augen und dann auf das Gold auf seiner Schulter.

Mad Dog: "Was dann folgt, ist klar. Die ultimative Prüfung für unser Vertrauen, für unseren Wandel. Wenn es ums Gold geht, hört die Freundschaft auf, huh?! Wenn wir uns vor Out of Ashes so in die Augen schauen, wie jetzt, dann können wir wohl erst wahrhaft von Respekt und Vertrauen sprechen."

Marc Poe: "Und wieder hast du Recht. Könnte man langsam eine Serie nennen, wie wohl auch meine Niederlagen. Doch ich verspreche dir, dass ich beim Rumble den Turnaround schaffe und wenn du wirklich mein Gegner bei Out of Ashes sein solltest..."

Poe verzieht keine Miene, dann grinst er.

Marc Poe: "... dann werde ich dir wie jetzt, in diesem Moment, in die Augen schauen. Dann werde ich sehen, ob es bei dir noch genauso ist oder ob du wieder in alte Gepflogenheiten verfällst. Denn wie du sagst: Wenn es ums Gold geht, verändern sich selbst die besten Menschen urplötzlich. Bei Sharpe habe ich es aus nächster Nähe erfahren."

Man merkt wirklich, dass der Marylander immer noch an Sharpe's Gesinnungswandel zu knabbern hat. Er beißt sich etwas frustriert auf die Unterlippe, doch dann kommt sein Lächeln zurück.

Marc Poe: "Ich hätte wirklich richtig Bock auf ein faires Kräftemessen mit dir bei Out of Ashes, da ich beim Rumble wohl genau vom Gegenteil ausgehen muss. Aber das ist mittlerweile nichts Neues mehr, denn immerhin habe ich schon gegen Robert Barker, Grizz Lee und S1margl gekämpft."

Eine kleine Spitze vom Mann aus Baltimore, dann zwinkert er Mad Dog zu und hebt zum Abschied die Hand. Poe dreht sich um 90 Grad...

Weiter kommt er jedoch nicht, denn...

...plötzlich schnappt sich der Night Fighter den Undisputed Gerasy, um Poe vom Gehen abzuhalten. 
Der Titel rutscht von seiner Schulter.

Doch wie aus Reflex greift der Champion nach seinem Gold und reißt es dem Hund aggressiv aus den Pfoten. 
Zurück auf seine Schulter.
Irritiert schaut er zu MD. Die Töle grinst hingegen frech.

Mad Dog: "Eigentlich bin ich immer meiner Linie treu geblieben... selbst unter dem Namen S1margl. Ich wollte stets meine Heimat verteidigen - und ich war stets ein Sinnbild für diese Heimat. Auch S1 war die PCWA - und ich bin sie nach wie vor. Deshalb bin ich allerdings ebenso stets ein Fremder. Das muss so sein, denn Heimat ist nichts, was man festhalten kann, huh, Armitage Junior? Ich bin nicht wie Kevin Sharpe, der sich in unterschiedliche Identitäten flüchtet. Nenn mich wie du willst, habe ich als Gerasy gesagt - und ich sage es heute noch! Mit jedem meiner Namen wirst du nur einen Teil von mir benennen können, aber du wirst nicht meine Ganzheit treffen. Das tun weder Mad Dog, noch Töle, noch Night Fighter, noch S1margl oder MD... und auch aus ihrer Addition wirst du nicht schlauer werden, was mich angeht. Ich bin die unbekannte Konstante, die fremde Heimat. Die PCWA. Und das wird so bleiben."

Er lächelt verschroben, als er Poe und sein Gold anstarrt. 

Dann nickt er dem Undisputed Gerasy plötzlich freundlich zu.

Mad Dog: "Also... Für mich ist eher die Frage, ob du deiner Linie treu bleibst!? Die Geschichte mit Jona, die zwei Niederlagen, von denen eine zu viel ist..."  

Marc Poe: "Wenn du mich fragst, sind es sogar zwei zuviel. Obwohl es sicher Menschen gibt, die mich auch ein drittes Mal verlieren sehen möchten. Doch wie ich dir versprach, wird es nicht passieren. Und ja, ich bleibe meiner Linie treu. Ich bin immer noch überzeugt, dass es der richtige Weg ist."

Der Night Fighter nickt.

Mad Dog: "Natürlich bist du das. Aber bleibt es auch dieser Weg, an dem du festhalten willst, oder wird es nicht doch peu à peu... der Gerasy?!"

MD schaut auf das Gold, welches immer noch fest von den Händen des Champions umschlossen ist und für welches er bereits Jona aufgab. Leicht lockert Poe den Griff durch die Worte der Töle, lässt den goldenen Gürtel wieder auf seine Schulter gleiten. 

Mad Dog: "Wir werden es sehen, mein Freund."

Und mit diesen Worten geht der Grand Slam Champion an Marc Poe vorbei und verlässt die Dachterrasse. Poe blickt ihm nachdenklich nach, als die Szene ausfadet.


Vincent Craven: "Oha... da könnte sich also bald ein Match zwischen Marc Poe und Mad Dog ergeben. Und die Frage, unter welchen Vorzeichen dies geschieht, beschäftigt die beiden schon heute."

Mike Garland: "Der verrückte Hund glaubt, dass Poe seinen Weg verlassen könnte. Recht interessante Vermutung oder einfach nur Mindgames?"

Vincent Craven: "Er spricht aus Erfahrung, Mike. Um Champion zu bleiben, haben schon viele zuvor ihre Ideale verraten und sich an das Gold geklammert."

Mike Garland: "Sharpe wird so oder so Poe von seinem Thron stoßen. Von daher kann er mit seinem Weg machen, was er will. Wen juckt das? Und ob der Night Fighter wirklich das Ding gewinnt, ist doch auch mehr als fraglich. Wahrscheinlich wird er eh wieder Zweiter."

Vincent Craven: "Es wird in jedem Fall schwer, denn, wie jedes Jahr, stehen auch in diesem Jahr zahlreiche Konkurrenten in den Startlöchern. Allen voran der Mann, den wir gleich im Opener schon als Vorgeschmack bestaunen dürfen."


------------------ PCWA ------------------

Die Klänge eines rauschenden Flußes sind wahrnehmbar. Dichtes Geäst umgibt die Kamera sowohl auf ihrer linken, als auch auf ihrer rechten Seite. Die Sonne brennt sich unerbittlich ihren Weg durch den Irrwald hindurch. An einem der riesigen Bäume ist zu sehen, wie ein kleiner Affe den Baumstamm in die Höhe huscht, um sich dort vor dem Eindringling zu verstecken, dessen hünenhafter Schatten sich nun auf dem Boden des Urwalds abzeichnet. Die Kameras fahren von unten langsam nach oben und schenken dem Zuschauer so einen Blick auf einen massiven Körper, an dessen Ende ein grimmig dreinblickender Schädel mit schulterlangen schwarzen Rastas zu erkennen ist. Kwoga blickt mit zusammengekniffenen Augen in die Kamera und verzieht kurz die Mundwinkel, ehe er einige Schritte geht und damit beginnt zu sprechen.

Kwoga: "Dies ist meine Heimat. Hier bin ich aufgewachsen."

Er macht eine einladende Geste, die den gesamten Dschungel um ihn herum umfasst, während er weiter voran stampft und sich durch keinen noch so dicken Ast in seinem Weg aufhalten lässt.

Kwoga: "Umgeben von Gefahren musste ich lernen auf eigene Faust zu überleben. Denn wer hier keine Vorsicht walten lässt, der wird verschlungen."

Und das meint er absolut ernst. Als Jugendlicher ist er einmal nur knapp einem hungrigen Löwen entkommen, der sich gedacht hatte, er wäre ein riesiges saftiges Steak. Doch abgesehen von den Löwen gibt es noch viele weitere Gefahrenquellen. Es gibt noch Schlangen, giftige Spinnen, Skorpione, reißende Flüße und vieles mehr. Und jede einzelne dieser Gefahrenquellen kann den sicheren Tod bedeuten. Doch er hatte gelernt mit dem Tod zu leben und sich diesem zu widersetzen.

Kwoga: "Und bei Gott, ich habe nicht nur überlebt, ich habe dem Dschungel MEINEN Willen aufgezwungen. Ich habe dafür gesorgt, dass meine Familie immer etwas zu essen auf dem Tisch hat. Habe dafür gesorgt, dass man Respekt vor meiner Familie hat. Dafür habe ich gelebt. Dafür habe ich gekämpft!"

Sein Blick geht ernst zur Kamera, während er seinen Weg durch dichte Dschungelgestrüpp fortsetzt.

Kwoga: "Doch so wie jeder Weg irgendwann endet, um einen neuen preiszugeben, so endete auch mein Weg, als Kevin Smash mich in die USA einlud, um mich beim Wrestling zu versuchen. Eine Herausforderung, der ich mich nur allzu gerne gestellt habe. Ich habe Monate lang trainiert. Habe mir das Grundwissen peu á peu angeeignet und schließlich war ich bereit für meinen ersten großen Fight in der XAW!"

Er macht Halt und sieht sich ein wenig um. Er hat eine kleine Lichtung erreicht, die zu einem Wasserfall führt, welcher wiederum einige Meter in die Tiefe führt. Kwoga macht sich unbeirrt zum Rand auf und blickt an diesem herab. Er lächelt kurz und fährt schließlich mit seiner Rede fort.

Kwoga: "Dieser Fight und auch die nächsten haben jedoch gezeigt, dass ich noch nicht weit genug war. Ich musste mich weiter entwickeln um bestehen zu können. Ich musste die Dominanz ausstrahlen, welche auch den Raubtieren hier im Dschungel innewohnt. Und auch dies ist mir gelungen. Ich etablierte mich als dreifacher XAW Skull Champion, doch ich wusste, dass dies noch nicht das Ende der Fahnenstange war. Ein Raubtier, dass einmal Blut geleckt hat, möchte mehr davon kosten."

Er schenkt der Kamera ein kurzes grimmiges Lächeln und bewegt sich dann wieder vom Wasserfall fort, wieder hinein in den dichten Dschungel.

Kwoga: "Und so folgten schließlich der Sieg im XAW Hollywood Rumble 2015, der XAW World Heavyweight Title und das GWS Fallen Kingdoms Tournament. Wo immer ich mich blicken liess, verströmte ich Nichts als Dominanz. Doch was ist schon ein Leben ohne jegliche Herausforderungen? Es ist eines, welches nicht lebenswert ist."

Er nickt mit dem Kopf und marschiert weiter.

Kwoga: "Und deshalb reicht es mir niemals aus zu dominieren. Es giert mich nach Herausforderungen, die meiner würdig sind. Viele dachten sie wären mir gewachsen, nur wenige haben Recht behalten. Und das führt mich schließlich nach Berlin in die PCWA. Neue Gesichter, ein neuer Wettbewerb ... neue Herausforderungen für mich. Und so wie ich einst im Dschungel gekämpft habe um zu überleben, so werde ich auch beim Brawlin' Rumble XIII kämpfen, um zu überleben. Doch bevor es dazu kommt, gilt es einem wirbelnden Sturm zu trotzen."

Selbstverständlich ist dies eine Anspielung auf Trent Cardigan, der an diesem Abend, wo eben dieses Video ausgestrahlt wird, sein Gegner sein wird. Derweil geht es immer tiefer in das Herz des Dschungels hinein, wodurch es auch immer düsterer wird, denn es kommt kaum noch Licht durch die dicht aneinander gereihten Äste. Kwoga scheint es nicht zu stören. Er fühlt sich in dieser Umgebung wohl ... das hat er immer schon. Schließlich bleibt er vor einer Art Thron aus Holz stehen, welcher mitten im Urwald steht. 

Kwoga: "Bei Vendetta 140 werde ich den Fans der PCWA erstmals zeigen, weshalb man mich den Koloss aus dem Kongo nennt. Weshalb ich den Rufe habe, welchen ich nun einmal habe. Trent Cardigan verdient meinen Respekt dafür, dass er meine Herausforderung angenommen hat und bereit ist sich mir zu stellen. Cardigan ist ohne Zweifel kein schlechter Mann und er wird mir sicherlich einiges entgegenzubieten haben, doch mein Fokus ist der Sieg und nichts als dieser. Für mich kommt eine Niederlage nicht in Frage, ebenso wenig wie beim Rumble ein zweiter Platz in Frage kommen wird. Trent Cardigan wid auf die harte Tour lernen müssen, dass es zwar mutig war sich mir zu stellen, jedoch auch törricht."

Er schlägt mit seiner geschlossenen rechten Faust in die linke Handfläche und lässt sich schließlich auf dem Thron nieder. Er lächelt überlegen in die Kamera.

Kwoga: "Cardigan mag wissen, wie man einen Sturm entfesselt ... ich habe hier im Dschungel jedoch gelernt, wie man einem solchen Sturm trotzen kann! Trent Cardigan ... You're about to learn what true dominance realy means!"

Das kurze Lächeln des Kongolesen entblößt einige seiner Zähne. Seelig blickt der Koloss sich um. Es wurde gesagt, was im Vorfeld des Kampfes gesagt werden musste. Er kann sich nun anderen Dingen widmen. Hier in SEINEM Reich.


Vincent Craven: "Und erneut eine sehr ernst zu nehmende Promo von Kwoga. Er will die Herausforderung. Er will den Rumble!"

Mike Garland: "Und er will Trent Cardigan besiegen. Dieser war ja eben auch schon bereit für den Opener und hier sahen wir nun auch Kwoga, für den das Match auch eine emotionale Geschichte ist."

Vincent Craven: "Logischerweise werden beide beim Rumble darauf angesprochen und es im Hinterkopf haben. Und da ist ein Sieg nunmal die beste Werbung - das wissen wir doch beide."

Mike Garland: "Kwoga hat im Dschungel viel erlebt. Und auch beim Rumble wird er einem Urwald von Menschen gegenüber stehen. Ich freue mich da im Übrigen schon auf eine Begegnung mit dem Barbarian, unserem Rumble Rekordteilnehmer!"

Vincent Craven: "Das könnte in der Tat spannend werden. Trent Cardigan könnte hingegen erneut auch auf diesen Mann hier treffen:"


------------------ PCWA ------------------

…………………..

Vincent Craven: "Was ist denn jetzt los? Wieso buhen die Fans?"

Während der Mann aus Baltimore auf die Oberschenkel gestützt versucht zu Atem zu kommen, slidet Blackheart wie ein Raubtier langsam in den Ring und lässt etwas aus seiner Hand zu Boden gleiten.

... und Poe erkennt das schwarz und weiß geschminkte Gesicht... und ihm ist direkt klar, was nun folgt... KICK in den Magen! Sofort zieht Blackheart den Gerasy Champion an sich heran und hakt das Bein ein...

MAXIMUM VIOLENCE!!!

Aber er bekommt nicht mehr mit, wie Blackheart auf der Rampe mit dem Gambler abklatscht und dann durch den Vorhang verschwindet. Just in diesem Moment geht der Blick des Schattens in Richtung der Rampe. Doch dort ist niemand.

 

Stop! Die Finger der dunkel gewandeten Hand gleiten sacht und gezielt über Touchpad und Tasten und lassen die Filmsequenzen noch einmal von neuem starten. Die Reaktionen, die Aktionen – alles abseits der Hauptakteure. Wieder …. und wieder ….

Die andere Hand langt nach der Malzbier-Flasche, schiebt diese gekonnt unter die Haare und hebt sie für einen großen Schluck, bevor er sie wieder hervorholt und mit den hinter den Haaren versteckten Augen weiterbeobachtet. Ohne die Augen vom Bildschirm zu nehmen hebt er die Hand mit der Flasche und schwenkt damit - das nonverbale Zeichen für einen der "Skywalk" - Kellner. Der stapft mit vielsagendem Blick durch das nahezu leere PCWA-Lokal, tauscht die leere Flasche gegen eine Volle aus und zieht wieder von dannen.
Ein ums andere Mal lässt Shadow die Bilder des letzten Mainevents auf dem Laptop Revue passieren, Szene für Szene seziert. Hatte man ihn nicht erst unlängst eines gestohlenen Momentums bezichtigt? Nun befand er sich auf der Seite der Beeinträchtigten … aber andererseits auch wieder nicht. Er hatte schließlich seinen Sieg. Einzig der Weg dorthin schmälerte seinen Triumph – und der Gedanke an diejenigen, welche ihm diesen aufgebürdet hatten, ließ sein Blut noch viel mehr kochen. Jetzt musste er nur noch entscheiden, ob er sich den stilisierten Totenkopf oder doch eher einen Black Jack aufmalen sollte.

"Nun? Du hast erreicht, was du wolltest. Und du hättest es sicherlich auch ohne mich geschafft. Aber wie ich es bereits mehrfach gesagt habe... du kannst sicher nachvollziehen, dass ich mir eine solche Möglichkeit, Marc Poe weiter zu demütigen, dass er seinen Fokus auf den Gerasy endgültig verliert, nicht entgehen lasse, oder?"

Scheinbar ungerührt lässt der Schatten die Sequenz zu Ende laufen, klappt den Bildschirm runter, erhebt und dreht sich den beiden Gestalten zu, welche er bereits in der Spiegelung des Screens bemerkt hatte:
Kevin Sharpe... aka Blackheart. Camouflage-Hosen und schwarzer Hoodie. Dieses mal aber nicht mit der Kapuze oben, sodass der Schatten direkt in das weiss und schwarz gesachminkte Gesicht blicken kann. Nicht weit hinter Blackheart befindet sich die hauseigene Schlange der PCWA, Tony Graves. Gekleidet in einer schwarzen Lederjacke, auf der Nase, wie mitlerweile gewohnt, eine Fliegersonnenbrille und unter der Lederjacke ein einfaches schwarzes Shirt mit der aufschrift "Blackheart".
Der Ex-Gerasy steht da wie unlängst in der Himmelsbar: grinsend und beide Hände in den Taschen, während Tony mit der Rechten spielerisch die Fragezeichen – Münze flippt.

Shadow: „Tja, wie heißt es so schön: Schmeichelei ist wie eine falsche Münze, welche durch persönliche Eitelkeit am Umlauf gehalten wird. Schade nur, dass man damit nicht gleich euren Fährmann ins Jenseits bezahlen kann. Also fasst euch kurz, dynamisches Duo – denn ich hab keine Lust, dass die Läuse dieses Wolfs im Schafspelz auf mich genauso überspringen wir auf den doppelzüngigen Basilisken.“

Die Augen verdrehen sich genervt in den schwarz geschminkten Höhlen.

Sharpe: "Ist das dein Ernst? Stößt du in dasselbe Horn wie der gefühlt komplette Lockerroom, dass ich neuerdings der Mephistopheles der PCWA bin und nur durch meine Einflüsterungen alles verderbe? Du gehst allen Ernstes denselben Weg wie James Godd, Mad Dog, Marc Poe und wer weiss ich nicht noch alles? Seriously... Ich halte einiges von dir, Shadow.. "

Er nickt dem Gambler zu.

Sharpe: "Und Tone wird mir recht geben. Schatten... du magst vieles sein, aber ein Idiot bist du nicht."

Der Soul Survivor kommt bis auf doppelte Armlänge auf beide zu.

Shadow: "Dann sag mir, was ich bin, Alpha Kevin … ein Werkzeug? Mittel zum Zweck? Ein persönlicher Pausenfüller, um die Wartezeit bis zum Titelmatch möglichst unterhaltsam zu gestalten?"

Er hebt die offene Hand.

Shadow: "Du salbaderst von Parlamentärflaggen, von Gelegenheiten … du hältst viel von mir?! Nachdem, was ich gesehen habe, vermutlich eher in der Rolle eines dressierten Steampunk-Zirkusäffchens, dass du nach deiner Pfeife tanzen lassen möchtest. Aber so einfach, wie du dir das womöglich vorstellst, lasse ich mich nicht vor deinen Karren spannen. Ich habe dich gewarnt, ein neues Buchkapitel mit mir anzufangen. Und wo wir schon dabei sind…"

Der Kopf dreht sich dem Gambler entgegen.

Shadow: "… bei Buchkapiteln, Dolchstößen und dressierten Äffchen - habe ich dir nicht prophezeit, dass dein Tanz auf schmalem Grat nur die Wahl zwischen Pest und Cholera bedeutet? Du hast dein Schicksal herausgefordert - allerdings zum Preis des eigenen Opfers. Glückwunsch kann ich da nur sagen…"

Der Spieler legt den Kopf schief und lässt seine Zunge über seine Lippen fahren, die sich zu einem ekelhaften Lächeln verzogen haben.

Tony Graves: "Ouch, that hurt. Looong diary entry about that tonight... Schatten, wir hatten doch lang und breit darüber diskutiert, nicht? Besides, Dolchstöße, Shadow? Wo denn? Mich hat in den letzten Wochen niemand betrogen und ich habe in den letzten Wochen ebenfalls niemanden ein Stoß in den Rücken versetzt. Dressiertes Äffchen? Bestimmt! Denn ich tanze ja genau nach Blackys Pfeife, No Questions Asked. I told you, again and again, Blacky und ich sind verbündet, ja, dennoch kontrolliert niemand hier den Anderen."

Zustimmendes Nicken bei Blackheart, der sich lässig gegen die Wand lehnt.

Sharpe: "Der gute Tone hier nimmt mir die Worte aus dem Mund. Besides... warst es nicht du selbst, der sagte, dass ich meinen ganz eigenen Song mit unserem über alles geliebten Undisputed Gerasy spiele? Und das mir dies sogar zu steht? Wo genau habe ich also nun eine Verfehlung begangen, die von dir sogar noch abgesegnet wurde? Das, was bei der letzten Vendetta passiert ist war der C-Teil. Der Teil in einem Musikstück, der nach dem obligatorischen Strophe, Refrain, Strophe, Refrain etwas neues und mehr Pep bringt."

Shadow: „Jegliches wechselt, doch nichts geht unter. Ich habe grundsätzlich nichts gegen einen Tempowechsel - sei es in den bildenden, musischen oder eben wrestlerischen Künsten. Ich habe nur etwas dagegen, wenn ich für fremde Zwecke missbraucht werde. Und genau das habt ihr beide getan…“

Einmal mehr dreht sich der Kopf dem Gambler zu.

Shadow: „… du kannst dich winden und wenden, Basilisk - aber nicht der Tatsache ausweichen, dass die Blutspritzers heuchlerischen Erstechens an deinen Fingern kleben. Klar hast du nichts gemacht - aber derjenige, der wegsieht, untätig ist oder mit einem grinsenden Nassauer abklatscht ist genauso schlimm wie der, welcher ein Abzug betätigt … oder in deinem Fall keine Gegenwehr bei fremden Dolchstößen leistet …“

Dann erneut der Blick zu Sharpe, während er mit den Fingern der linken Hand gedankenverloren auf einem nahen Tisch trommelt und dann nach dem Serviettenhalter nestelt.

Shadow: „… und damit zu dir, Alpha: scheinbar hast du endlich jemanden gefunden, der mit deiner verräterischen Seele in Einklang schwingt. Und überhaupt: auf diese eine, ganz spezielle Weise bist du dir mit unserem Gerasy einig: nämlich, dass der Zweck alle Mittel heiligt. In dem Fall eine hohe Nase für das höchste Gold.“

Er zupft eine der Papier-Servietten heraus - und gibt sie zu Graves. Dann er neigt sich seine Kopf leicht zu ihm.

Shadow: „Habe ich dir nicht prophezeit, dass er die Leute um sich Bauern gleich opfert? Ich hab’s zumindest hinter mir, also zähl schon mal die Tage.“

Während der Schatten sich wieder Blackheart zuwendet, greift er sich noch den Salzstreuer vom Tisch.

Shadow: „Tja, Alpha-Kevin, um es mit deinen aktuellen Verbildlichungen zu sagen: die Musik ist der vollkommenste Typus der Kunst: Sie verrät nie ihr letztes Geheimnis. Genau wie du … oder ich. Es mag ein gut gewählter Zeitpunkt sein, dass du gerade jetzt diese klanghaften Allegorien nutzt. Erinnern mich ein wenig an little boozehound - die beschwipste Lichtgestalt, welche mich dereinst in die PCWA geführt hat. Auch bei ihm war mehr Stimme als Leistung - weshalb ich ihm die After-Show-Party verdorben habe. Und ich habe kein Problem, dass bei jemand anderen nochmal zu wiederholen.“

Dann träufelt er ein paar Salzkörner auf seine Hand, wirft diese über seine linke Schulter und stellt den Streuer zurück.
Kevin … reagiert scheinbar nicht drauf, lächelt nur.

Sharpe: "Der gute, alte Circumvent. Wo immer er auch sein mag. Aber tatsächlich passt diese Metapher sehr gut in's Bild. Und vielleicht sind unsere beider Musikstücke gar nicht so verschieden."

Shadow: "Somit ergänzt du dein dunkles Oratorium heute Abend um eine weitere Synkope? Oder gar eine Strophe?"

Listig grinsend legt der Angesprochene den Kopf leicht schräg.

Sharpe: "Nenne es ein überraschendes Interludium, was aber dem Gesamtkunstwerk durchaus entspricht. Ein Tempowechsel."

Shadow: "Dann mal viel Glück gegen den Tribun ... aber wenn ich in dem Zusammenhang was erwähnen darf: ich weiß selbst, dass man mit Retourkutschen selten ans Ziel kommt. Aber es ist ein sicheres Stilmittel, dass andere unter ihre Räder geraten."

Tony Graves: "Nun, Schatten, man sagt ja, dass die Ausnahmen die Regel bestätigen, nicht wahr? Der Tribun wird heute Nacht keinen Spaß haben, dass kann ich dir garantieren."

Der Soul Survivor lässt die Worte auf sich wirken, greift dann zu seiner Trinkflasche und nimmt einen großen Schluck. Er hält die Malzbierpulle in Brusthöhe, streicht gedankenverloren mit dem Daumen über den Flaschenhals.

Shadow: „Wer Spaß versteht, weiß auch, was Ernst ist. Dann mal viel Glück. Aber ob euer Lustspiel wirklich die erhofften Standing Ovations mit sich bringt, wage ich zu bezweifeln. Unter Umständen könnte Dein Britannia-Opus ein abruptes Ende erfahren. Ein … sagen wir mal unerwarteter Paukenschlag…“

Das Grinsen in Kev's Gesicht bleibt.

Sharpe: "Aber es ist die Überraschung in einem Musikstück, die es doch erst richtig interessant macht, oder? Eine richtige Band muss mindestens aus drei Mitgliedern bestehen, sonst funktioniert das nicht. Nur frage ich mich, ob dies der Dank für meinen 'Einsatz' ist, dir Poe quasi auf dem Silbertablett zu servieren. Ich finde, dafür verhältst du dich ein wenig undankbar. Zumal auch der Titel im Raum stand."

Shadow: „Mag schon sein und schätze deine Worte auf eine gewisse Weise ... aber ich ziehe es vor, Bärenfelle erst dann zu verkaufen, wenn das Tier erlegt ist. Überschätz nicht deinen Guerilla-Weg, schwarzes Herz. Der Zweck heiligt nicht immer alle Mittel - vor allem nicht dann, wenn man mir ein Momentum zerstört. Ich nehme Ratschläge wie offene Hände an, aber keine, die sich dann als Faust- oder Tiefschläge entpuppen. Egal, ob ich gegen Poe gewonnen oder verloren hätte - es war das Match, was ich wollte. Der pure Kampf, ein Hop-oder-Top 1:1. Und dieser sah nun mal keine Schicksalsgöttin vor, die mit der Optik eines billigen Sensenmann - Handlangers daherkommt. Also sei dir gewiss, dass ich darauf antworten werde - früher oder später…“

Blackheart löst sich von der Wand und geht einen Schritt auf den Schatten zu.

Sharpe: "The ends justify the means, wie ein weiser Mann vor nicht allzu langer Zeit sagte. Aber ich setze noch einen drauf... sorry, Tone..."

Der Gambler nickt mit einem gefälligen Lächeln, während sich Sharpe's Gesichtszüge merklich verhärten.

Sharpe: "Sieh' dich um... du bist allein. Und du kennst mich mittlerweile auch etwas besser. Also sage ich: be careful, what you wish for, Schatten. Du kannst mein bester Freund sein... aber auch im Bruchteil einer Nanosekunde zu meinem schlimmsten Feind werden."

Auch die Schlange geht einen Schritt auf Shadow zu.

Tony Graves: "Why won't you see? Wir sind auf der selben Seite was Poe angeht. Wir könnten alle zusammen arbeiten. Don't bite the feeding hand now."

The Unfathomable Dark wechselt die Blickrichtung zwischen beiden hin und her … und bleibt schließlich beim Gambler haften. Trotzdem deutet er mit der einen Hand auf Blackheart.

Shadow: „Sei unbesorgt, Alpha-Kevin: du wirst meine entsprechende Antwort schon mitbekommen … und dann zu schätzen wissen angesichts unseres individuellen Erzählungsbogens. Wir mögen uns diesmal vielleicht nicht im Rumble gegenüberstehen, aber früher oder später werden sich unsere Wege wieder kreuzen. Auf die eine oder andere Weise. Und wenn du gestattest … würde ich jetzt gerne noch ein paar Takte mit Tony unter vier Augen wechseln.“

Sharpe guckt den Schatten sowie Graves an, schnieft dann scheinbar belustigt und nickt dem Spieler zu.

Sharpe: "Wenn Tone das wünscht... aber ich bleibe in der Nähe."

Der Gambler nickt. Blackheart deutet eine übertriebene Verbeugung an. Dann macht er kehrt und steuert die Tür des „Skywalk“ an. Allerdings bleibt er in Sichtweite der beiden stehen, welche sich noch immer anblicken.

Shadow: „Wie heißt es so schön: shame on you, if you fool me once – shame on me, if you fool me twice. Jahrelang habe ich mir von anderen einreden lassen, dass mein Solo-Weg auf lange Sicht einsam und verwundbar macht. Aber die haben alle den einen entscheidenden Vorteil außer Acht gelassen: nämlich, dass man nicht von sich selbst betrogen werden kann. Du hast also deine Entscheidung getroffen – dann sei jetzt wenigstens so fair und akzeptiere auch meine…"

Während der Schatten sich dreht um zu gehen verschränkt die Schlange nur die Arme vor der Brust und schüttelt mit dem Blick auf seine Füße gerichtet den Kopf.

Tony Graves: "Man kann sich selbst betrügen. Always. I should know."

Der Spieler dreht sich ebenfalls um und verlässt zusammen mit Blackheart das Skywalk.

Shadow bleibt zurück: er wendet sich nicht ein letztes Mal um, sondern nippt ein weiteres Mal an seiner Flasche und scheint zu sinnieren. Dann nestelt er in seiner Hosentasche ...
... und fingert etwas Schimmerndes hervor: es ist eine der Münzen, welche er Graves einst gegeben hatte. Beim Balancieren zwischen den Fingern kommt heraus, dass es die mit den unterschiedlichen Motiven ist.

Shadow: "Na dann ... Kopf ... oder Zahl ..."

Gekonnt flippt der Schatten das goldfarbene Geldstück in die Luft - und damit blendet die Szene auch ab....

Vincent Craven: "Eine wirklich spannende 'ménage à trois' im noch spannenderen Trialog. Shadow spricht da interessante Punkte an."

Mike Garland: "Ach was! Sharpe hat Recht... der Schattenmann verhält sich einfach nur undankbar."

Vincent Craven: "Und wie beurteilst du seine, mit Verlaub, sichtliche Enttäuschung, dass der Gambler sich Sharpe und nicht ihm angeschlossen hat?"

Mike Garland: "Pah! Ein trotziges, kleines Kind, dem der Lutscher geklaut wurde. Mehr nicht. Er drängt sich hier in eine Opferrolle, die nicht zu ihm passt."

Vincent Craven: "Spannender Ansatz. Ich gebe Shadow Recht. Sharpe geht für den Gerasy über die sprichwörtlichen Leichen... und er wird auch Tony Graves hintergehen."

Mike Garland: "Was? Seinen neuen 'Ziehsohn'? Mach' dich bitte nicht lächerlich."

Vincent Craven: "Wir werden sehen... kommen wir nun zum ersten Match des Abends! Moment... vorher sehen wir noch ein Video von Team Happy Hour!"

Mike Garland: "Welch' Freude... "


------------------ PCWA ------------------

Dr. Weir: „Eine Frage habe ich doch noch. Wollen Sie Lafayette verraten?“

DeWynters: „Ja.“

Daraufhin lacht er und wendet sich zum Tokugi, während er DeWynters‘ Arm immer noch festhält.

Dr. Weir: „Natürlich gelogen, oder?“

Doch der Asiate blickt nur verwirrt auf.

Tokugi: „Es… es tut mir leid, Doktor. Ich habe das Programm bereits beendet…“

Dr. Weir: „Was? Was heißt ‚beendet‘?“

Der junge Asiate schwitzt und kratzt nervös am Nacken.

Tokugi: „Ja, als Sie zu ihr gesagt haben, dass wir fertig wären, da dachte ich…“

Endlich lässt Dr. Weir DeWynters‘ Arm los und geht in Richtung Tokugi. Seine Stimme ist ungehalten.

Dr. Weir. „Denken sollen Sie gar nicht! Nur weil wir mit der Befragung fertig sind, heißt es noch lange nicht für Sie, das Programm auch gleich zu schließen, Mr. Tokugi!“

Tokugi: „Ich.. es tut mir wirklich leid, Doktor. Soll ich das Programm wieder starten?“

Dr. Weir würdigt DeWynters nur eines kurzen Blickes. Er seufzt.

Dr. Weir: „Lassen Sie es sein. Es dauert ganze zehn Minuten, bis alles wieder startbereit ist und dann auch noch die Kalibrierung. DeWynters hat eine wichtige Besprechung mit Herrn Lafayette und *ihn* können wir nun wirklich nicht warten lassen.“

Jetzt dreht er abermals zu DeWynters, die nach wie vor im Stuhl sitzt.

Dr. Weir: „Sie haben natürlich nicht vor, unseren Chef zu verraten, stimmt’s?“

DeWynters: „Ein kleiner Scherz, Herr Doktor.“

Und lächelt zuckersüß.

Dr. Weir: „Sie sind heute wirklich gut drauf, Miss DeWynters. Wäre ich ein Anwalt, würde ich mich niemals mit Ihnen anlegen wollen. Ich habe wirklich oft genug Anwälte befragt, um zu wissen, wie gefährlich sie sind. Na denn, ich wünsche Ihnen dann einen angenehmen Tag und ich entschuldige mich natürlich für diverse Unannehmlichkeiten. Mr. Tokugi ist noch ganz neu bei uns.“

Freundlich wie eh und je geht er zu einer anderen Tür und öffnet diese. Die Tür führt direkt zu Lafayette himself. Während DeWynters durch diese schreitet, hört sie den Doktor noch etwas sagen.

Mr. Tokugi: „Ich mache den Fehler nicht nochmal, Herr Doktor, beim nächsten Mal werde ich einfach warten.“

Dr. Weir: „Darauf sollen Sie Gift nehmen, Mr. Tokugi. Passiert das nämlich noch einmal, werde ich Ihnen ganz andere Verhörmethoden lehren und zwar auf eine direkte und deutliche Weise, *Mister Tokugi*!“

Armer Auszubildender. Nicht ohne Grund fordert Dr. Weir ständig neue Azubis an.

Nach einer Fahrt mit einem Aufzug und ein kurzer Gang befindet sie sich bereits im Empfangszimmer. Die Empfangsdame, eine jüngere und weniger majestätische Version von DeWynters mit blonden Haaren, sieht kaum vor ihrem Computer auf, das typisch schnelle Klackern vom Tastaturschreiben wird nicht unterbrochen.

Empfangsdame: „Sie können rein, er wartet bereits auf Sie.“

Schließlich stößt sie die Tür auf und tritt in das riesige Büro von Eric S. Lafayette ein. Auf beiden Seiten des Zimmers stehen riesige Regale und Schränke aus feinem Eichenholz an den Wänden. Der wuchtige und massive Schreibtisch aus Mahagoniholz lenkt alle Blicke in das Zentrum des Raums, wo Mr. Lafayette selbst auf einem modischen, schwarzen Drehsessel sitzt. Hinter ihm besteht die Wand praktisch nur aus Panzerglas, das heute allerdings von heruntergefahrenen Rollos bedeckt wird. Allerdings so eingestellt, sodass die Sonne hell durch die Schlitze strahlen und so deutliche Streifenmuster auf den weichen dunklen Teppich malt. Durch den starken Kontrast ist der schwarzhäutige Boss von LMC als schwarze Figur ohne Details zu erkennen. Nichtsdestotrotz kann DeWynters sehen, dass Lafayette ein marineblaues Sakko trägt, der eine modisch bemusterte Krawatte hervorhebt. Weiterhin benötigt er keine Schulterposter, alleine durch seine breiten Schultern wirkt er groß und breit.

In diesem Moment schließt er eine Aktenmappe beiläufig und wirft einen weiteren Blick auf den gewaltigen Computerbildschirm zu seiner Rechten, bevor er vom Sessel aufsteht und auf einen leeren – weniger imposanten – Besuchersessel deutet.

Lafayette: „Bitte nehmen Sie Platz.“

Als Mann von der Welt achtet er darauf, dass DeWynters zuerst Platz nimmt, bevor er sich wieder hinsetzt.

Lafayette: „Wir haben einige Dinge zu besprechen und damit fangen wir auch gleich an. Erklären Sie mir bitte diese Ungeheuerlichkeit zwischen Ihnen und Ms. Lee.“

Die Geliebte von Lara zeigt ein stoisches Gesicht, sie lässt die Emotionen nicht anmerken.

DeWynters: „Das kam etwas unerwartet, Sir. Aber nichtdestotrotz durchaus passiert, wie geplant.“

Lafayette: „Erläutere!“

DeWynters: „Wir haben darüber gesprochen, wie wir Lara stärker an uns binden könnte. Aufgrund ihrer chaotischen Natur haben alle bisherige Versuche nicht funktioniert.“

Lafayette nickt dazu unzufrieden, signalisiert aber, dass sie weiter fortfahren solle.

DeWynters: „Also habe ich einige Überlegungen angestellt. Und ich habe es als notwendig erachtet, mit ihr eine Liebesbeziehung aufzubauen, um einerseits ihren Charakter zu stabilisieren und anderseits mehr Kontrolle über sie zu erhalten. Wenn sie mich liebt, kann ich sie stärker beeinflussen.“

Lafayette: „Ist das überhaupt kontrollierbar? Liebe ist eine starke Emotion.“

DeWynters: „Gerade deswegen lässt sie sich leichter kontrollieren, weil sie wegen der Liebe auf mich mehr achten und hören wird. Und das scheint auch gut zu funktionieren. Nach dem Liebesbekenntnis hat sie bei Vendetta 139 überhaupt keine Wutanfälle bekommen oder Attacken gegen andere durchgeführt. Stattdessen blieb sie über die ganze Zeit ruhig, sie verbrachte sogar ihre Zeit mit den Kollegen der PCWA, ohne dass dies in einem handfesten Konflikt geendet ist. Und selbst eine öffentliche Verhöhnung hat ihr keinen Anlass gegeben, Vergeltung zu üben.“

Lafayette: „Interessant. Allerdings ist mir nicht bewusst, dass sie bisexuell ist. Aus meinen Akten geht nämlich hervor, dass sie klar heterosexuell ist. Wie hat das bei Ihnen funktioniert?“

DeWynters: „Das war der unerwartete Aspekt der ganzen Geschichte. Ich habe damit gerechnet, einiges an Zeit und Arbeit aufwenden zu müssen, um Ms. Lee zu diesem Schritt zu bewegen. Offenbar hat sie schon von Anfang an latente Empfindungen für mich besessen. Ich nehme an, sie hat charakterliche Stärke und Selbstsicherheit als… attraktiv empfunden. Und das hat sie anscheinend stärker als die geschlechtliche Einteilung beeinflusst. Letztendlich gestand sie mir ihre Liebe viel früher als erwartet, was aber natürlich keine Auswirkungen auf unsere Pläne hat.“

Lafayette: „Und Sie selbst, Ms. DeWynters? Empfinden Sie für sie etwas? Laut der Befragung von Dr. Weir sagten Sie wahrheitsgemäß, dass Sie Lara mögen."

Sie zögert mit der Antwort.

DeWynters: „Ich muss zugeben, dass ich Ms. Lee sehr faszinierend finde - auf sachlicher Ebene. Aber zu etwas wie Liebe reicht mein Empfinden nicht. Bei weitem nicht.“

Zum ersten Mal verspürt DeWynters einen echten Hass für die Leugnung einer Tatsache. Denn in der Zwischenzeit nach der dramatische Liebeserklärung von Lara hat sie erkannt, dass sie auf die Beziehung stolz ist und sich nicht dafür zu schämen braucht. Sie würde am liebsten ein „Ich liebe sie vom ganzen Herzen!“ lautstark in Lafayettes Gesicht schleudern. Doch sie bleibt ruhig und entspannt.

Lafayette: „Würde Ms. Lee nicht bemerken, dass etwas von der anderen Seite fehlt?“

DeWynters: „Sie mag durchaus eine starke Wesensart haben – ihr Wille ist äußerst unbändig, aber sie ist auch extrem oberflächlich. Ich muss nur oft genug Geschlechtsverkehr mit ihr durchführen.“

Der Boss räuspert sich sogar leise.

Lafayette: „Wenn es der Sache dienlich ist… Ich bin beeindruckt, DeWynters. Sie geben alles, um LMC zu dienen. Sie lassen sich sogar von Lee foltern, um ein Ziel zu erreichen. Nun denn…“

Er faltet die Hände zusammen, wobei er die nach oben gestreckten Zeigefinger aneinanderlegt. Offensichtlich denkt er nach. Nach wenigen Augenblicken legt er die großen Händen auf der Aktenmappe, die er zuvor gelesen hat, ab.

Lafayette: „Es ist zwar ein äußerst riskanter Vorgang, was Sie machen. Aber letztendlich zählen die Ergebnisse. Und die habe ich bei Vendetta 139 gesehen. Sie können so weiter verfahren.“

Als er die Aktenmappe öffnet, ist für DeWynters klar, dass das Kapitel mit Lara für heute abgeschlossen ist. Denn die Mappe trägt die Aufschrift „Armitage Company“.

Lafayette: „Wie Sie mir einmal erzählt haben, kann Armitage Company tatsächlich ein Problem für uns darstellen, auch wenn die Fraktion innerhalb der PCWA zerschlagen wurde. Mr. Collins arbeitet nach wie vor für Donald Armitage und das könnte eine heikle Sache werden, wenn Lara für uns arbeitet. So lange Armitage eine Hand in der PCWA-Suppe hält, wird es für uns schwierig, diese Suppe an uns zu nehmen. Deshalb habe ich diese Company ein wenig unter die Lupe genommen…“

Er blättert die Mappe durch.

Lafayette: „… und das war sehr aufschlussreich. Bevor ich allerdings die entsprechende Gegenmaßnahmen einleite, muss ich mir selbst ein persönliches Bild von ihm machen.“

Da horcht DeWynters auf und beugt sich unbewusst nach vorne.

DeWynters: „Sie wollen sich mit ihm treffen? Persönlich?“

Lafayette: „Ganz recht. Mr. Collins hat Ihnen ja bereits damit gedroht und Sie selbst haben sogar darauf angespielt…“

DeWynters: „Mr. Collins war alkoholisiert. Ich sah dazu keine Veranlassung, seine lächerlichen Drohungen ernst zu nehmen. Meine Aussage diesbezüglich war eher… hypothetisch.“

Der Geschäftsführer von LMC zeigt ein feines Lächeln.

Lafayette: „Mag sein, aber die Sache ist jetzt nicht mehr hypothetisch. Ich habe nämlich mit einigen Experten gesprochen und bin zum Schluss gekommen, dass ein Zusammentreffen dieser Art für LMC...“

Sein Lächeln wird etwas breiter.

Lafayette: „… und für die PCWA dienlich sein könnte.“

DeWynters: „Ich verstehe. Miss Vark wird sich so eine Gelegenheit von solcher Größenordnung ganz sicher nicht entgehen lassen und dementsprechend promoten wollen.“

Lafayette: „Richtig erkannt, DeWynters. Deshalb werde ich dem nächsten Pay-per-View Brawlin' Rumble XIII live beiwohnen und zwar in erster Reihe. Ich bin nämlich auch interessiert daran, wie mein Projekt Lara Lee sich nach einem Jahr entwickelt hat. Daher bekommen Sie folgende Aufgabe.“

Er schiebt die Aktenmappe in Richtung Botin.

Lafayette: „Sie nehmen Kontakt mit Donald Armitage auf und sorgen dafür, dass ER auch in der ersten Reihe beim Brawlin' Rumble sitzen wird. Das dürfte nicht weiter schwierig sein, denn er wird sicher gerne sehen wollen, wie sein Schützling Rob Collins sich im Ring behauptet. Weiterhin planen Sie ein medienwirksames Treffen vor dem Event ein und laden Sie dazu auch die PCWA-Führerin Jona Vark ein.“

DeWynters: „Selbstverständlich.“

Lafayette: „Und erneuern Sie den bisherigen Vertrag, dass wir weiterhin alle nötige Equipments auf unseren Kosten für die Videosegmente mit Lara Lee zur Verfügung stellen. Schließlich wollen wir allen zeigen, was LMC alles für die PCWA tun würde. Das wäre dann alles für heute, DeWynters.“

DeWynters: „Ich werde mich sofort darum kümmern.“

Als DeWynters vom Sessel aufgestanden und auf dem Rückweg ist, hat Eric S. Lafayette seine Aufmerksamkeit längst auf andere geschäftliche Aufgaben gelenkt…


------------------ PCWA ------------------

Los Angeles, es ist früher Morgen und die Sonne kommt gerade hinter dem Horizont hervor. Viele Menschen in der Stadt stehen jetzt erst auf, doch in einem besonders bunten Haus herrscht bereits seit Stunden Trubel. Gemeint ist natürlich das sogenannte Happy House, in welchem die Krieger des Lichts, die obersten Verfechter des GLAUBENS, Team Happy Hour leben. Und wie erwähnt, herrscht im Inneren bereits heiteres Treiben. So trägt Brandon Cornwallace einen Haarreifen mit riesigen Micky Maus Ohren auf dem Kopf und hüpft fröhlich um seinen Partner Gordon Banes herum.

Brandon Cornwallace: „Oh Dude Mann, es war die beste Idee aller Zeiten in den Vergnügungspark zu gehen, um unseren Frust durch die Niederlage gegen Deception zu bewältigen.“

Banes blickt seinen Partner kurz etwas grimmig an.

Gordon Banes: „Sprich bitte nicht davon. Zumindest nicht heute. Ich will mir meine gute Laune bewahren. Aber du hast schon Recht … meine Idee war großartig. Außerdem haben wir uns einfach auch Mal Ferien verdient.“

Brandon Cornwallace: „Ja, weil Ferien sind toll und machen Spaß. Außerdem freue ich mich schon voll auf Micky Maus!“

Banes seufzt kurz und schüttelt den Kopf.

Gordon Banes: „Also ich weiß wirklich nicht, wie oft ich das noch sagen muss, Dude, aber wir fahren nicht nach Disneyland!“

Cornwallace blickt ihn kurz enttäuscht an, dann setzt er jedoch wieder sein typisches Babyface Grinsen auf.

Brandon Cornwallace: „Ja gut, das stimmt schon … aber wenn ich nur genug daran GLAUBE, dann wir es auch wahr, dass Micky Maus uns im Park besuchen kommt.“

Banes klopft seinem Partner auf die Schulter.

Gordon Banes: „Der GLAUBE ist alles Bruder. Ich will nur nicht, dass du am Ende enttäuscht wirst.“

Er blickt seinem Partner und bestem Freund in die Augen. Er will wirklich nicht, dass dieser noch einmal verletzt wird. Cornwallace war schon immer der emotionalere der beiden gewesen und er hatte viel erlebt und vor allem erlitten. Es war nach der Niederlage bei der vergangenen Vendetta alles andere als einfach den niedergeschlagenen Bray-Bray wieder aufzurichten, obwohl er selbst schwer an dieser Niederlage zu knabbern hatte. Schließlich war ihm die Idee gekommen einfach Mal etwas Abstand vom Business zu gewinnen und sich etwas Urlaub zu gönnen. Und hier waren sie nun. In aller Frühe waren sie aufgestanden, auch weil Bray-Bray einfach frühzeitig aufgesprungen war und die Jalousien hochgezogen hatte, und hatten dann gemeinsam gefrühstückt, ehe sie ihre Sachen gepackt hatten, um nun jeden Moment loszufahren. Doch einer fehlt hier noch und das fällt nun auch Banes auf, der seinen Freund fragend ansieht.

Gordon Banes: „Wo ist eigentlich Hugo?“

Brandon Cornwallace: „Der? Ach der holt gerade Graf Affenauge!“

Die Augen von Banes weiten sich mit einem Mal panisch.

Gordon Banes: „Bist du denn völlig wahnsinnig? Ist ER völlig wahnsinnig? Warum sollte Irgendwer dieses Biest holen wollen, wenn er nicht gerade Suizidgedanken hat?“

Doch Bray-Bray lächelt nur freudig mit dem Kopf.

Brandon Cornwallace: „Na Graf Affenauge kommt doch wohl mit. Wir können den Armen doch nicht einfach so alleine hier zurücklassen.

Energisch schüttelt Banes den Kopf. Er mag ja normal wirklich alle Lebewesen, aber mit Graf Affenauge wird er sich in diesem Leben nicht mehr anfreunden. Zu oft schon hat der alte starrsinnige Affe ihn gebissen oder gekratzt oder gar mit seinem Kot beworfen. Und Banes hatte immer schon das Gefühl, dass der alte Berberaffe das mit voller Absicht und dem größten Vergnügen tat.

Gordon Banes: „Wir werden diesen Affen auf gar keinen Fall mitnehmen. Der würde nur alle anderen Besucher verschrecken … Mal ganz davon abgesehen, sind Tiere im Park sowieso nicht erlaubt.“

Der Mund von Cornwallace klappt geschockt auf.

Brandon Cornwallace: „WAAAAAAAAAAAAS?“

Er schüttelt empört den Kopf.

Brandon Cornwallace: „In was für einer Welt leben wir nur, Dude? Alle reden sie immer von Gleichberechtigung und dann sowas! Wir sollten da auf jeden Fall eine Kampagne starten, Dude. HASHTAG ANIMALSINPARKS oder so!“

Banes blickt ihn voller Skepsis an und verzieht ein wenig den Mund. Man kann ihm deutlich ansehen, dass eine Kampagne für diesen Affen so ziemlich das letzte ist, was er will. Dennoch nickt er seinem Partner schließlich verhalten zu.

Gordon Banes: „Ähm ja … klar, klingt gut. Wir schauen, wenn wir zurück sind, okay Dude?“

Voller Euphorie nickt ihm sein Partner zu. Die Niederlage bei der vergangenen Vendetta ist jedenfalls vorläufig in Vergessenheit geraten, insofern hat das also wunderbar funktioniert.

Brandon Cornwallace: „Meeeeeeeeeeega Dude! Ich freue mich schon voll drauf Plakate und so zu machen. Ich habe schon jetzt die besten Ideen aller Zeiten, Dude.“

Banes sieht seinen Partner unsicher an, als plötzlich die Haustür aufgeht und ein Höllenlärm auf die beiden einbricht. Lautes Fauchen und Gejohle ist zu vernehmen, als Hugo das Haus betritt und an einer Leine den zerrenden und fauchenden Graf Affenauge mit sich führt. Der Berberaffe ist aggressiv wie eh und je und versucht immer wieder sich loszureißen und Hugo anzugreifen, doch der lässt sich kein Stück einschüchtern, sondern steht einfach nur seelig lächelnd neben dem Affen. Als der Graf schließlich Banes erblickt, rastet er völlig aus. Aus dem Fauchen wird ein deutliches Knurren und immer wieder versucht der Berberaffe Banes mit seinen Krallen zu erwischen.

Gordon Banes: „Bring das Vieh weg, Hugo. Ich schwöre es euch … dieser Affe verachtet mich persönlich. Das ist keine Einbildung.“

Brandon Cornwallace: „Du darfst nicht so negativ denken, Dude. Kein Wunder, dass du Graf Affenauge damit nervös machst. Der Graf braucht deine LIEBE, Dude!“

Energisch schüttelt Banes den Kopf.

Gordon Banes: „Da kann dieses pelzige Ungeheuer aber lange drauf warten.“

Was offensichtlich auf Gegenseitigkeit beruht, denn Graf Affenauge spuckt in Richtung Banes, verfehlt diesen jedoch knapp.

Brandon Cornwallace: „Nun sei Mal nicht so grimmig, Dude. Am Ende denkt man noch du wärst Smash!“

Alle Drei lachen nun laut auf. Cornwallace wendet sich nun Hugo zu, der nach wie vor den Affen an seiner Leine hält.

Brandon Cornwallace: „Aber Gordon hat leider Recht, Hugo Dude. Tiere sind wohl leider nicht erlaubt und Graf Affenauge muss hierbleiben. Aber keine Sorge, kleiner Freund. Team Happy Hour werden für dein Recht auf Gleichberechtigung kämpfen. Wir lassen niemanden im Stich!“

Er will den Affen streicheln, doch der versucht nur nach dem Handgelenk zu schnappen. Hugo blickt ein wenig enttäuscht in Richtung Affe.

Hugo: „Schade. Ich mag den kleinen Kerl. Ich werde dir auf jeden Fall dabei helfen, dass man seine Rechte respektiert.“

Überzeugt nickt der große Hüne mit dem Kopf. Graf Affenauge hingegen versucht ihn anzuspringen, doch Hugo weicht gekonnt zur Seite aus. Er lächelt den Affen an.

Hugo: „Du bist schon ein Feiner, gell?“

Schließlich richtet er den Blick wieder zu seinen Partnern.

Hugo: „Also gut, dann bringe ich ihn Mal wieder zurück.“

Brandon Cornwallace: „Warte, Hugo Dude. Ich komm mit dir. Wir müssen Graf Affenauge noch etwas Mut zusprechen für die einsamen Stunden ohne uns. Kommst du auch mit, Gordie?“

Gordon wirft seinem Partner lediglich einen scharfen Blick zu.

Brandon Cornwallace: „Alter Griesgram. Aber ich bin sicher, dass auch du den Grafen noch ins Herz schließen wirst. So wie Scrooge mit Weihnachten.“

Nur, dass dieser Affe ihm lediglich seinen eigenen Kot schenkt, anstatt toller Spielzeuge, denkt sich Banes und blickt den Affen mit zusammengekniffenen Augen an. Hugo und Bray-Bray setzen sich derweil schwatzend in Bewegung und schleifen Graf Affenauge hinter sich her, der deutlichen Widerstand an den Tag legt. Als die beiden schließlich aus dem Haus sind, seufzt Gordon erleichtert auf. Jetzt steht einem schönen Tag auch wirklich nichts mehr im Wege.


Mike Garland: "... really?!"

Vincent Craven: "Nach der Niederlage gegen Deception nimmt sich Team Happy Hour eine Auszeit, um mal auf andere Gedanken zu kommen. Wieso nicht?!"

Mike Garland: "Tut mir leid, aber so einen Schund kommentiere ich nicht..."

Vincent Craven: "Dann weißt du ja, was dir beim Rumble wieder blüht..."

Mike Garland: "Das sollten sie wagen, diese Amateure. Dann werde ich aber zum Graf Affenauge, darauf kannst du Gift nehmen. Außerdem sollten die beiden dann endlich auch mal Konsequenzen spüren. Und nicht zuerst eine Titelchance bekommen und dann auch noch einen Urlaub."

Vincent Craven: "Vielleicht später, denn jetzt ist erstmal das erste Match des Abends, der Ope... nein. Moment. Da ist noch was Backstage!"


------------------ PCWA ------------------

Ein paar Arbeiter entfernen gerade Gitterwände, die Ronin in seinem Video für den Käfig benutzt hat, er steht noch immer im schwarzen Anzug mit dem dunkelroten Hemd da.

Ein Mann nähert sich, etwas ungepflegt und in schwarzen dreckigen Straßenklamotten. Jedoch an dem roten Gürtel erkennt man den Mann sofort, es ist Jimmy Maxxx. Der "Original Berlin Boy" tritt an Ronin heran und betrachtet diesen wie gewohnt etwas suspekt bei seinen... Übungen.

Jimmy Maxxx: "Yo Ronin.... hast du jetzt endlich mal dir ein paar Gedanken gemacht? Deine Meinung gerade gestellt? Zu einer Zusammenarbeit mit... naja mir?"

Ein wenig herablassend grinst er in Richtung Ronin durch seine fettigen Haare.

Jimmy Maxxx: "Oder möchtest du immernoch von Papa an die Hand genommen werden?"

Ronin stellt sich ihm entgegen, mit einem leichten Lächeln.

Ronin: "Nimm meine Hand und wir können zählen, wie viele Aufgabegriffe mir einfallen, bis du die überhaupt die Faust geballt hast."

Danach wird sein Blick wieder ernster.

Ronin: "Und ja, das habe ich. Der Brawlin' Rumble wirkt wie der ideale Zeitpunkt für solch eine Entscheidung. Sag mir, wo kann ich dich unterstützen?"

Er klingt neutral und sachlich, es lässt sich nicht sagen, ob er hier die Rolle als Schüler einfach akzeptiert oder ob er Jimmy in die Stelle des Hilfesuchers setzen will.

Jimmy Maxxx: "Und schon wieder geht das los..."

Er grinst.

Jimmy Maxxx: "Man, wir sind beides erwachsene Männer, oder? Ich brauche keinen Babysitter beim fucking Brawlin' Rumble und auch keinen Beschützer..."

Sein Blick wird wieder ernster.

Jimmy Maxxx: "Es geht mehr um einen allgemeinen Punkt, dass es im allgemeinen besser ist Stärke in der Anzahl zu haben. Wir beide wissen, dass Vielen hier nicht zu trauen ist. Ich traue ja noch nicht mal dir vollkommen. Aber du wirst nie wissen, was deine Gegner vorhaben. Auch neben dem Ring!"

Dann schaut er nochmal Ronin genau an.

Jimmy Maxxx: "Nur bitte erkläre mir nochmal genau, was dieser Ronin Quatsch jetzt genau soll? Bist du ein Gläubiger? Bist du aus der Gothic Szene? Was soll das?"

Ronin steht mit offenem Mund da, es wirkt als passt ihm keines der Worte, die er sagen will.

Ronin: "Puh, ich denke, da muss ich den Bogen Recht weit spannen."

Er benötigt ein paar Sekunden, um sich zu orientieren.

Ronin:"Kennst du Grundgedanken zum inneren Kind? Früher in meiner Jugend hätte man mich als Gothic betrachten können. Es gehörte zu den Dingen, die mich fasziniert haben. Und damals hab ich die Dinge gelebt, die mich interessiert haben. Ebenso habe ich mein Interesse für den Kampfsport und die Kampfkünste gelebt. Ich habe trainiert und mich mit ihrer Geschichte befasst. Den japanischen Samurai, den Shinobi, ebenso auch anderen Kriegerkasten wie den Rittern, dem Otomi oder den Warägern. Als junger Erwachsener habe ich bereits versucht alles zusammenzubringen und habe eine erste Wrestlingkarriere angestrebt, aber es ging schief. Erst der Beruf, dann das "Hobby", so war ich geprägt und damals war die Wrestlingszene noch weit vom jetzigen Stand entfernt. Ich hatte eine Auseinandersetzung mit meinem Promoter und eine zunehmende Belastung im Beruf. So musste ich mich auf einzelne Punkte festlegen. Die Arbeit und der Kampfsport blieben, andere Interessen mussten weichen. Meine Kontakte zur Gothicszene habe ich größtenteils verloren, mit den anderen Wrestlern von damals habe ich keinen Kontakt mehr. Ein Teil von mir ist damals zurückgeblieben. Ich habe lange noch an die Zeit gedacht, sie vermisst und den Verlust bedauert, einen versöhnlichen Abschluss hatte ich nie."

Ronin macht eine kurze Pause, um durchzuatmen.

Ronin: "Danach habe ich mich im MMA und im Waffenkampf vertieft. Auch hier war ich mit Feuereifer dabei. Damals habe ich meine heutige Frau kennengelernt. Bevor wir uns entschlossen haben eine Familie zu gründen, hatte ich zwei Kämpfe. Die Chancen auf eine Profikarriere standen nicht schlecht, aber dann habe ich mich an der Schulter verletzt. Ich bin lange ausgefallen und du kennst sicher das Problem nach sechs Wochen? Ich hatte Angst, um es so klar zu sagen, mir ging der Arsch auf Grundeis."

Er fährt sich kurz nervös durch die Haare.

Ronin: "German Angst, sie hatte mich im Griff. Ich hab alle Risiken vermieden und mich nach allen Seiten abgesichert. Sicherheit statt Leidenschaft wenn du willst, die Familie stand ab da an erster Stelle. Ein Leben für die Familie. Aber dann wurden meine Kinder älter, selbstständiger und mein Einsatz wurde bei weitem nicht mehr so benötigt wie früher. Anfangs hatte ich einen guten Ersatz, aber als wieder mehr Freiräume in mein Leben kamen, wusste ich nicht mehr, was ich damit anfangen soll. Und irgendwann wurde mir klar, wie wenig von mir übrig geblieben war. Ich hatte viele Erinnerungen, aber wenige Aussichten. Auch meine Frau und meine Kinder haben es gemerkt. Ich musste meine Angst überwinden und irgendwie wieder zu dem finden, der ich früher war. Ich bin beruflich nach Berlin gezogen und ab da war der Weg klar. Sie haben mich dazu getrieben aus der Angst herauszukommen, weil ich sonst in mir versunken wäre, alleine hätte ich es sonst nicht geschafft. Ich habe einen Weg gesucht wieder dort anzuknüpfen, wo ich mich verloren habe und in der Form stehe ich wieder im Ring. Ich finde Stück für Stück zu mir zurück. Wenn ich meine Kampfkleidung trage, dann lebe ich in diesem Moment für mich und nicht für andere. So wie ein Ronin nicht mehr für seinen Herrn lebte und nur noch für sich selbst verantwortlich war."

Mit hochgezogenen Mundwinkel, einem Schulterzucken und leichtem Kopfschütteln steht der Berliner da und starrt Ronin an.

Jimmy Maxxx: "Siehst du, Ronin, genau das ist das Problem. Man stellt dir eine einfache Frage und du erzählst mir deine halbe Lebensgeschichte, als wäre ich dein scheiß Psychiater. Fuck, begreif das doch endlich. Mit der Einstellung kommst du nicht weit in der PCWA. Das juckt einfach keinen und du wirkst nur angreifbar mit so einer Laber Story."

Er reibt sich das behaarte Kinn.

Jimmy Maxxx: "Versteh mich ned falsch, ich habe großen Respekt vor dem Weg eines Kriegers, noch mehr vor alternativen Glaubens- und Lebenswegen. Aber das repräsentierst du nunmal einfach nicht, du redest nur davon. Ich dagegen, ich lebe das, was ich fühle. Und deswegen habe ich auch diesen Championship."

Dann dreht er sich wieder zu Ronin.

Jimmy Maxxx: "Verstehst du, was ich meine? Lass doch einfach mal diesen Soften Scheiß und gehe wirklich mal einen dunklen Pfad. Statt diese Scheiße, die du mir gerade verklickert hast."

Ronin lächelt kurz.

Ronin: "Stimmt, du bist kein Psychiater, den habe ich bisher vermieden. Und genau das ist der Punkt. Ich wusste lange nicht, was ich fühle, und muss es mir wieder erarbeiten. Ich bin kein intuitiver Mensch, ich bin verkopft und denke zu kompliziert. Aber hier kommt es wieder. Langsam, aber es kommt. Ich habe mir angesehen, was ich bisher gemacht habe, und es hat sich gut angefühlt. Nicht als Ziel, sondern als Schritte denen noch viele folgen. Und wenn du klarere Kanten willst, gerne. Ich hielt den richtigen Zeitpunkt noch nicht für gekommen, aber für den Brawlin' Rumble gehe ich gern noch einen Schritt weiter."

Der Berliner schnauft und hält sich nachdenklich das Kinn.

Jimmy Maxxx: "Vielleicht ist es ja genau das, Ronin. Vielleicht bin ich dieser Faktor, der dir hilft nicht in gewisse Unsinnigkeiten abzudriften. Der dich auf den Boden der Tatsachen zurückholen soll. Verstehst du, was ich meine?"

Dann schaut er dem schwarzen Kämpfer ins Gesicht.

Jimmy Maxxx: "Ich verstehe, woher du kommst und was dich bewegt, aber du musst es fühlen, leben und atmen und nicht nur darüber reden. Was du brauchst, ist mehr Härte, mehr Dunkelheit und größeres Verständnis für die Abgründe der Menschheit auch hier innerhalb der PCWA, welche einem Ronin als Antrieb dienen seinen ehrenvollen Kampf zu bestreiten."

Ronin hält dem Blick stand.

Ronin: "In Ordnung. Als Mensch klopfe ich normalerweise an Türen an, als Ronin sollte ich sie eintreten. Diese Zurückhaltung muss weichen."

Jimmy Maxxx: "Das klingt doch schon viel besser... vielversprechend..."

Der Berliner nimmt die Arme runter und nickt.

Jimmy Maxxx: "Weißt du was? Ich sage dir jetzt was. Bis jetzt bin immer ich auf dich zugegangen. Und bis jetzt habe ich von dir nichts außer irgendwelchen Phrasen und Wörtern, die nichts mit mir zu tun haben. Wir machen es so, wenn du es wirklich ernst meinst ein Team bilden zu wollen, wirst du mich bei der nächsten Show finden und aufsuchen. Höre ich nichts von dir, ist diese Sache hier nie passiert!"

Dann geht er einfach....


Vincent Craven: "Jimmy Maxxx setzt Ronin eine Deadline und Bedingungen für eine Zusammenarbeit, nachdem dieser sich auch heute nicht richtig entscheidet, ob er mit Maxxx oder ohne ihn weiter gehen will."

Mike Garland: "Zuvor hat er ja gesagt, welche Lehren er aus dem Match gegen Cage gezogen hat. Aber Maxxx hat hier mehr als Recht. Er soll mit dem Gelaber aufhören und mal loslegen."

Vincent Craven: "Mich freut es ja immer, wenn die Person, mit der wir es zu tun haben, klarer wird. Aber gut... Ronin kann entscheiden. Und das wird er beim Brawlin' Rumble dann wohl auch."

Mike Garland: "Und hoffentlich tritt er dann wirklich ein paar Türen ein! Das wäre doch mal was."

Vincent Craven: "Zwei andere Männer wollen das beim Rumble allerdings auch. Und diese stehen sich jetzt gegeneinander im Opener gegenüber. Kwoga versus Trent Cardigan. Auf geht's."


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Eine Woche vor Vendetta 140:

Kurz nach Vendetta 139 ist Rob Collins im Privatjet von Kevin Smash zum Heimaturlaub in die U.S.A. gereist. Allerdings stand nicht nur Freizeit auf Rob's Agenda für seinen Aufenthalt in den Staaten. Denn nachdem der Kalifornier seinen Großvater einen obligatorischen Besuch in Oakland abstattete, ging es anschließend für ein paar Tage zum Surfen ans Crystal Pier in San Diego. Surfen, Bier, Grillen und Lagerfeuer am Strand des Pazifik., für Rob Collins gibt es nichts besseres um die Seele baumeln zu lassen. Leider ging diese Zeit mal wieder zu schnell vorbei. 

Jetzt ist der aktuelle Team-Partner von Kevin Smash wieder geschäftlich unterwegs und zwar in Baltimore. Wie bereits am Anfang des Jahres ist Collins ins Hauptquartier von Donald Armitage gekommen, diesmal sogar freiwillig. Wieder sitzen der Vater von Marc Poe und Rob zusammen im sogenannten indischen Büro am Ende des Ganges. Diesmal ist außer Don und seinem ehemaligen Vize noch eine weitere Person im Raum. Collins kennt diesen Mann, ihm hatte er vor kurzem ein blaues Auge und Kieferschmerzen zu verdanken. Es ist Arthur, der Alte Herr von Hugo. Den Nachnamen dieser liebenswürdigen Familie kennt Rob bis heute nicht. Doch der Spitzname von Donald Armitage's rechter Hand ist ihm geläufig. Denn wegen seines massigen Körperbaus, seines großen kahlrasierten Kopf, seines rasenden Charakters und dem ausschweifendem Hang zur Gewalt nennen ihn den meisten nur "Hippo". Zumindest hinter dem riesigen Hippo-Rücken, Face-to-Face wird niemand den Mittfünfziger so nennen.

Arthur freut sich tierisch den ehemaligen Vize-Präsidenten der Company zu sehen, denn sein lächeln ist schlagartig erfroren als Collins ins Büro marschierte. Rob versucht den Hippo zu lesen, doch außer Hass ist nichts in seinem Blick zu erkennen. Was Collins jedoch am meisten interessiert, warum steht dieser Typ überhaupt neben dem Sessel von Donald Armitage. Meistens bedeutet es eigentlich nur, dass es auf die Fresse gibt wenn Arthur dabei ist. Donald Armitage sieht allerdings ziemlich glücklich aus und außerdem sind sie im Gute-Laune Büro. Eine Tatsache die den Kalifornier noch lockerer macht, als er sowieso schon ist. Immerhin hatte er einige richtig gute Tage am Strand. Hang-Loose.

Donald Armitage: "Freut mich Sie zu sehen, Collins."

Wow, solch ein Satz aus dem Mund des Boss der Armitage-Company. Rob macht nun einen auf richtig lässig. 

Rob Collins: "Ist mir ebenfalls ein Vergnügen Mr. Armitage. Wie ich Ihnen bereits per E-Mail mitgeteilt habe, sollten wir über die Neuigkeiten die ich herausgefunden habe nochmal persönlich sprechen."

Armitage gibt dem Oaklander ein Zeichen, dass er fortfahren kann. Collins' Blick wandert allerdings zu Arthur. 

Rob Collins: "Kein Gespräch unter 4-Augen?"

Donald Armitage: "Arthur wird dazu beitragen, dass sich die Sache mit dem Maulwurf aufklärt."

HUGO, schießt es Rob in den Kopf. Ganz klar: Arthur muss seinem Sohn erzählt haben, dass Collins weiterhin als freier Söldner für die Company arbeitet und Hugo die Labertasche ist direkt zu DeWynters gestürmt. So wurden die Infos weitergegeben und nun weiß fast jeder Bescheid, eigentlich auch egal. Hauptsache am Ende kommt das gewünschte Ergebnis und Collins sieht seine Kohle.

Rob Collins: "Hugo ist der Verräter?"

Arthur bewegt sich zum ersten Mal seit Collins das indische Büro betreten hat. Er springt förmlich ein paar Schritte nach vorne und schlägt wütend auf den Schreibtisch von Donald, ein wuchtiger Windstoß weht Rob durchs Gesicht. 

Arthur: "Wenn Sie dieses Büro auf eigenen Beinen verlassen wollen, dann sollten Sie nicht nochmal so eine schwachsinnige Behauptung in den Raum werfen. Hugo ist zwar nicht mehr in der Company beschäftigt, aber er würde niemals ein solches Geheimnis ausplaudern."

Rob Collins: "Aber Sie haben es Hugo erzählt, richtig Art?"

Rob spricht extra langsam, als wäre der Hippo dumm. Arthur reagiert und schiebt seinen Unterkiefer wütend nach vorne. Er sieht einem Nilpferd nun wirklich zum verwechseln ähnlich und da Donald Armitage weiß, dass er seinen Sergeant-at-Arms nun an die Kette nehmen muss greift er entscheidend ein.

Donald Armitage: "Bitte, bitte. Etwas mehr Contenance meine Herren. Wir haben alle das gleiche Ziel und sollten daher an einem Strang ziehen."

Während Collins immer noch mit einem arroganten Grinsen, auf das Smash Stolz wäre, in seinem Sessel lungert, geht Arthur wieder auf seine ursprüngliche Position zurück. Das Gesicht des Hippo nimmt nebenbei wieder menschliche Züge an. 

Arthur: "Sie haben Recht, Mr. Armitage. Und was Ihre Vermutung betrifft, Collins. Ich habe Hugo nichts von dem Arrangement erzählt. Wir reden nicht mehr über geschäftliche Dinge, allerdings würde es mich nicht wundern, wenn er Sie schon durchschaut hat."

Rob Collins: "Und wenn es Hugo irgendwie rausgefunden hat, warum sollte er DeWynters nichts davon erzählen?"

Arthur: "Er würde es einfach nicht tun. DeWynters muss irgendwie anders an diese Informationen gekommen sein. Es wäre sicherlich besser gewesen, wenn Sie unser Hauptquartier beim letzten Besuch auf einer Trage verlassen hätten."

Donald Armitage: "Wäre vielleicht wirklich besser gewesen. Nichts für ungut, Collins."

Klingt halt ungut, aber Rob stimmt nickend zu. 

Rob Collins: "Jetzt ist der Drops sowieso gelutscht. Also gehen wir mal davon, dass DeWynters oder eben Lafayette Ihr Hauptquartier beobachten lässt. Und als ich es letzte Mal mit einem breiten Lächeln rausmaschiert bin, hat der Spion einfach 1 und 1 zusammengezählt. Klingt logisch."

Arthur: "Sie haben es endlich erfasst, Collins."

Donald Armitage: "Es war gute Arbeit von Ihnen, dass Sie diese Spionage ans Licht gebracht haben, Collins. Wir werden ab sofort viel subtiler vorgehen."

Rob ist etwas irritiert, dass ein cleverer und eigentlich auf alles vorbereiteter Geschäftsmann so leichtsinnig war. Aber sogar Collins als Taktikfuchs hat beim letzten Mal nicht an eine Vertuschung gedacht, allerdings war er selber überrascht nicht im Krankenwagen das Gebäude zu verlassen. Also müssen sich alle Anwesenden eingestehen, dass sie den Krieg gegen Lafayette etwas unterschätzt und auf die leichte Schulter genommen haben.

Rob Collins: "Wir sollten die Vergangenheit nun vergessen und uns mit der Zukunft beschäftigen. Ich wurde gestern von Jona Vark's Assistentin informiert, dass ich bei Vendetta 140 ein Match gegen Lara Lee habe."

Der Hippo grinst verächtlich. 

Arthur: "Ein Kampf gegen eine Frau? Wie armselig."

Donald Armitage: "Ruhe, Arthur." 

Mit einem giftigen Augenausdruck lässt der Don seinen Sergeant verstummen. Armitage wendet sich dann wieder direkt an Collins.

Donald Armitage: "Sie haben noch weitere Neuigkeiten, richtig?"

Rob Collins: "Natürlich und zwar habe ich rausgefunden, dass Mad Dog irgendetwas mit Lafayette zu schaffen hat. Eventuell könnte die Töle mit weiteren Informationen über Lafayette helfen, dass Sie LMC endlich übernehmen. Ich muss dem Hund unbedingt auf den Zahn fühlen."

Donald Armitage: "Wenn Sie an wichtige Infos kommen, dann werden Sie bald den gerechten Lohn auf Ihrem Konto finden."

Der Oaklander lächelt zufrieden und betrachtet seinen ehemaligen Boss. Die frisch gebleichten Zähne strahlen Rob an, so glücklich hat er den Don noch nie gesehen. Doch ist es kein Wunder, denn bereits seit er Donald Armitage kennt will dieser Lafayette's Firma unter seine Fittiche bringen. Wenn man den Gerüchten glauben schenkt gibt es nämlich viele Dinge die Eric S. Lafayette besitzt, die Donald gebrauchen kann. 

Rob Collins: "Was Lara Lee betrifft, so werde ich mich im RIng einigermaßen zurück halten. Vielleicht kann uns es uns irgendwann nützlich sein, dass ich sie nicht zerstört habe. Außerdem ist der Rumble mein Primärziel, da will ich voRher keine Verletzung riskieren."

Donald Armitage: "Sie haben Recht, halten Sie sich etwas zurück. Eventuell reichen Ihnen sogar 70% um Lara Lee zu besiegen."

Arthur: "Wenn ich es mit einer Frau zu tun hätte, würden sogar 10% reichen. Mal sehen was Sie wirklich drauf haben, Collins."

Ein weiteres falsches Wort und hier explodiert etwas, dann vibriert jedoch das Blackberry von Donald Armitage. DAS Blackberry auf dem die wirklich wichtigen Nachrichten eingehen. Don liest seine E-Mail und immer mehr strahlendweiße Zähne blitzen aus seinem Mund hervor.

Donald Armitage: "Ich werde Sie beim Brawlin' Rumble Live beobachten, Collins. Ich werde in der ersten Reihe neben Eric S. Lafayette sitzen."

Ungläubig schauen der Hippo und Rob Collins den Chef der Company an.


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Nach diesen Bildern geht es zurück in die Arena – und damit erstmals zu Ringaction an diesem Abend.

Ungeduldig wartet er hinter dem Vorhang darauf, dass er ins Rampenlicht treten kann. Endlich wird er dem Berliner Publikum zeigen können, wozu er wirklich fähig ist. Endlich wird er ihnen zeigen können, dass er in der Tat, kein Mann der großen Worte ist, sondern einer, der seine Fäuste für sich sprechen lässt. Er lächelt mürrisch und nimmt tiefe, schnaubende Atemzüge. Schließlich wird es im Innern der Halle Dunkel. Es ist an der Zeit in die Manege der Zerstörung zu treten.

Während zunächst nur vollkommene Dunkelheit herrscht, springt schließlich die Großleinwand an.

 

Einige Fans jubeln, andere buhen. Andere wiederum scheinen nicht so recht zu wissen, was sie von dieser Ankündigung halten sollen. Den dröhnenden Boxen, die nun anspringen, ist es egal.


Jane Nelson: „Als erstes auf dem Weg zum Ring ………… aus Katanga, Republic of Congo ……………………………. mit einem Kampfgewicht von 185 Kilogramm ………………………. Der Koloss aus dem Kongo, der Silberrücken …………….. KWOOOOOOOOOOOOGAAAAAAA!!!“

Während die Stimme von Lemmy durch die altehrwürdige Halle dröhnt, richten sich die Scheinwerfer auf die Eingangsrampe und tauchen diese in grünes Licht. Mit immer noch vollkommen mürrischer Miene tritt der Koloss aus dem Kongo schließlich vor sein Publikum. Sein Blick ist auf den Ring gerichtet und genau auf diesen bewegt er sich nun auch zu. Einige Fans berühren ihn auf seinem Weg dorthin, doch es soll ihn nicht weiter stören. Allerdings wird er auch nicht Halt machen um für Selfies zu posieren oder um Autogrammwünsche zu erfüllen. Derlei Dinge liegen ihm nicht. Derlei Dinge lagen ihm noch nie. Dem Kongolesen geht es nur um eines: Um den Kampf! Schließlich erreicht der Afrikaner den Ring und betritt diesen über die Ringtreppe. Der Mann in dem schlichten Outfit (auch am heutigen Abend ist es wieder Mal ein simpler schwarzer Einteiler mit grüner "King of the Jungle" Aufschrift auf der Rückseite) lässt seinen Blick über die Menschenmenge gleiten, die ihn interessiert beobachtet. Er ist bereit für seinen Gegner.

Und der lässt nun auch nicht länger auf sich warten.

 


Umgehend werden die Fanreaktionen etwas lauter – und auch etwas begeisterter. Zwar erklingt „Chasing the sky“ von den Donots zum ersten Mal im Theatre, aber angesichts der Ereignisse beim zweiten „National Wrestling Day“ wissen die Zuschauer, wer da gleich erscheinen wird. Und schon tritt das Couple hinaus auf die Stage: der Tempest wie schon zuvor gesehen in seinem üblichen Outfit aus Longpants, Boots, Lederjacke, Bandana und Sonnenbrille, welche diesmal im weißgrauen Wasser-Regen-Look gehalten, der sich auf Jacke, Bandana, Brille sowie Facepaint an der rechten Gesichtshälfte wiederfindet. Seine Begleiterin hat dagegen nur Jacke und Facepaint mit ihm gemeinsam.

Beide blicken sie in die jubelnden Massen, bevor er eine Faust reckt und sich ein kleiner Pyroregen von der Decke ergießt, durch den beide zum Ring marschieren. Währenddessen hebt Jane Nelson neuerlich das Mikrofon.

Jane Nelson: „Und, Ladies and Gentlemen: sein Gegner ………… begleitet von Miss Windy ………… aus Hartford, Connecticut, USA ……………………………. mit einem Kampfgewicht von 109 Kilogramm ………………………. THE TEMPEST ……………… TREEEEEEEEEEEENT …………….. CAAAAAAAAAARDIGAAAAAAAAAAAAAANNN!!!“

Beide umrunden den Ring, um den Apron dann zu erklimmen. Während dieser Zeit lässt Cardigan den Kongolesen, welcher ihn ebenfalls düster anstarrt, kaum aus den Augen. Auch nicht, als er das Seil für seine Partnerin auseinanderdrückt. Kwoga und er starren sich duellierend in die Augen, während Windy sich daran macht, Trent Jacke, Bandana und Sonnenbrille abzunehmen. Ein letzter Blick zum XAWler, eine paar letzte Worte und ein flüchtiger Kuss, bevor sich mit den Accesoires des Wirbelsturms den Ring verlässt und diesen mit Kwoga allein.

Der Hüne reckt sich nochmals sehnenknackend, während Cardigan ein wenig Sparring a la Schattenboxen betreibt. Dann ertönt die Ringglocke.

 

Opener
- Rumble in the Jungle -
Regular Singles Match

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(Der erste Pinfall entscheidet über den Sieg. Als Pinfall zählen Three Count, Submission, Disqualifikation sowie Count-Out.
-Referee:Johannes Ullrich ; Timelimit: 10 Min)

 

Die Glocke ist erklungen – und Cardigan sucht mit schnellen Antäuschungen einen ersten Ansatz, während Kwoga recht selbstbewusst und ruhig stehenbleibt. Schließlich geht der Wirbelsturm in einen ersten Lock Up – wird aber sofort wieder von dannen geschleudert. Trent bleibt nahe den Seilen hocken und schaut zum Kongolesen, der lässig grinsend die Arme ausbreitet und „Come on!“ ruft.

Cardigan lässt sich nicht zweimal bitten und rauscht heran,

CLOTHESLINE

 

… aber die verpufft wirkungslos, wonach der Koloss ihn auffordert weiterzumachen. Neuer Schwung in die Seile,

SHOULDERBLOCK

 

… aber Kwoga bleibt ungerührt stehen und grinst sich einen.
Er fordert ihn nochmals auf und wieder holt er Schwung – der XAWler aber auch,

LARIAT!!

 

… ins Leere, denn Cardigan taucht per Flickflack zur Seite weg und dem Move davon. Er nimmt Maß für einen Standing Dropkick, in den er alle Wucht reinlegt – und die Kwoga schon etwas mehr zum Taumeln bringt. Der wendet sich wieder um – nur, um einen eingesprungenen European Uppercut zu kassieren. Kwoga wankt etwas mehr und nach einem harten Tackle landet er gar im Seil. Cardigan federt ins Seil, doch…

BICYCLE KICK!!!

 

Der Kongolese kommt angesegelt und kickt den Tempest derart, dass dieser einen Luftsalto vollführt und anschließend über das Toprope hinaussegelt. Während Windy sofort bei ihm ist, lässt Kwoga mit ausgestreckten Armen einen Urschrei los.

Mike Garland: „Tja, bislang läuft es wie ein Länderspiel für unseren XAW-Gast. Kwoga wird seiner Favoritenrolle hier mehr als gerecht. Da hat der gute Tempest den Mund wohl doch etwas zu voll genommen.“
Vincent Craven: „Abwarten, mein Lieber. Wenn ich mir seine Vita ansehe kann ich mir schwer vorstellen, dass er sich von so einem Warnschuss abschrecken lässt.“
Mike Garland: „Manch anderem hätte dieser … Warnschuss schon die Lichter ausgeblasen.“
Vincent Craven: „Ihm nicht, wie man sieht.“

 

Der Wirbelsturm tuschelt noch ein wenig mit seinem Valet, bevor er mit zuversichtlichem Blick wieder auf den Apron springt und den Ring betritt. Ein abschätziger Blick zwischen beiden … als Cardigan plötzlich den rechten Arm nach oben reckt.

Mike Garland: „Wie jetzt - Kraftprobe?! Glaube, der gute Mann hat den Verstand verloren. Der Kongolese ist dabei eindeutig im Vorteil.“
Vincent Craven: „Wundert mich auch. Wenn dann kann das nur Taktik sein.“
Mike Garland: „Wohl eher Komik, wenn ich mir Kwoga so anschaue.“

 

Kwoga lässt sich nicht lange bitten und nimmt die Herausforderung an. Sie geht wie erwartet aus, da der Kongolese den deutlicheren Kraftvorteil hat und den etwas größeren Cardigan in die Knie zwingt. Doch im Niederdrücken springt dieser ab,

LOW DROPKICK!

 

Und dies genau gegen das Knie des Hünen, der in selbige geht. Cardigan wirbelt zurück auf die Füße, sein Clothesline-Ansatz wird allerdings zu einer Slingblade - Variante, mit der er Kwoga zu Boden bringt. Ein Legdrop hinterher und schon covert der Hartforter … doch noch ehe Johannes Ullrich sich zum 3-Count niederknien kann, wirft der Kongolese Cardigan von sich und steht wieder auf.

Vincent Craven: „Schöner Ansatz, aber mehr auch nicht. Da muss schon mehr kommen.“
Mike Garland: „Und was bitte? Soweit ich weiß besteht das Move-Repertoire Cardigans aus vielen Wurfaktionen. Die dürften mit Kwoga wohl kaum möglich sein.“
Vincent Craven: „Muss ich dir recht geben…“

 

Der Tempest setzt mit einer Serie Savate Kicks nach sowie einen Knee Lift, der Kwoga in die Seile treibt. Von dort federt er heraus, Ansatz zu einem Body Slam…
… doch noch ist es dafür zu früh: Cardigan hebt den Afrikaner aus, während der sein Gewicht verlagert und Trent per knallhartem Double Axe Handle niederschlägt.

Mike Garland: „Was ich sage … nun dürfte es unser Gast aus Desert View sein, der hier die Würfe austeilt.“

 

So scheint es zu sein: mit zwei gewaltigen Belly to Belly Suplessen plättet er den Wirbelsturm ebenso, wie mit einem Running Legdrop anschließend. Doch das Cover bleibt noch ergebnislos. Es folgt der Ausheber zum Gorilla Press Slam - doch da hat Cardigan aufgepasst und landet hinter dem Kongolesen. Griff zur Schulter,

BACK ELBOW!!!

 

Kwoga fährt seinen gewaltigen Arm aus, wonach Cardigan davontaumelt. Und noch ein Stück weiter, als es nun der XAWler ist, der einen Savate Kick austeilt. Er lädt ihn auf,

SAMOAN DROP

 

… doch der Tempest rutscht an Kwogas Flanke zu Boden, der Versuch eines Einrollers….

SITDOWN SPLASH!!!

….

… ins Leere, da Trent rechtzeitig weggerutscht ist. Einmal Anlauf - und der Neck Snap sitzt. Das Cover,

……………..1……………….

 

aber wieder ist das zu wenig und Kwoga wirft den Tempest von sich.

Vincent Craven: „Scheinbar hat der Wirbelsturm nun zu seinem Konzept gefunden. Nur so kommt er Kwoga bei.“
Mike Garland: „Nur so?! Da gehört schon ne ordentliche Portion mehr dazu.“

 

Cardigan setzt nach und greift sich den Kopf des Hünen - aber der erhebt sich einfach,

BELLY TO BACK SUPLEX!

 

Kwoga fackelt nicht lange und setzt noch einen Big Splash hinterher, bevor er covert.

……………………..1……………………..

 

…………………….2…………………….

 

 

Kick Out!

 

Und nun scheint der Kongolese Betriebstemperatur erreicht zu haben. Das Facepaint schon etwas verschmiert zieht er Cardigan an den Haaren in den Stand, die Arme schlängeln sich um dessen Körper. Ein Ausheber zum

BEARHUG!!!

 

Mike Garland: „Und, was habe ich gesagt? Wenn er den richtig anbringt dürfte dies der Anfang vom Ende sein.“
Vincent Craven: „Ich gebe dir ungern recht, aber das fürchte ich auch. Jetzt hilft nur noch sein Taktik, Erfahrung … und wie man hört die Zuschauer.“

 

Von außen dringen die wilden Anfeuerungsrufe Windys zu Trent durch, der sichtlich ächzend versucht, aus dem Move herauszukommen, was ihm aber nicht zu gelingen scheint. Der Koloss drückt mit einer Urgewalt zu, welche Cardigan die Lebensgeister aus dem Körper zu pressen scheint - doch noch sind da die Reaktionen der Fans, welche ihn hochpeitschen. Er versucht einen Headbutt, eine Art Bionic Elbow, doch Kwoga bleibt standhaft.

Für den Moment werden die Bewegungen zäher, als Johannes Ullrich bereits nachsieht und sich Cardigans Arme greift …

… doch in dem Moment reißt er sich daraus frei und greift das Erstbeste: Kwogas Dreadlocks. Der verzieht das Gesicht und auch Ullrich muss nun eingreifen. Doch wieder fuchtelt Cardigan sich frei, drückt seinen Handballen nun gegen Kwogas Nasenwurzel. Die Aktion zeigt nun deutlich Wirkung - und auch beim Kongolesen kommt wieder Bewegung rein: mit voller Wucht lässt er sich mit Cardigan gegen den nächstbesten Turnbuckle fallen, so dass dieser dort liegenbleibt. Kwoga nimmt dagegen Anlauf,

BODY AVALANCHE!!!

 

… gegen den Turnbuckle, denn der Tempest rollt aus dem Weg. Der Hüne dreht sich um - und wird von dem knienden Wirbelsturm aufgeladen,

SAMOAN DROP!!!!

 

Und dieser sitzt! Sofort das Cover,

 

………………………1…………………….

 

…………………………….2……………………………..

 

Kick OUT!!!

 

Vincent Craven: „Wahnsinn, wie er den Kongolesen auflädt. Da hast du dein MEHR.“
Mike Garland: „Tja, aber zu welchem Preis? Schau…“

 

Schon rappeln sich beide wieder auf, wobei Cardigan sich den Rücken zu halten scheint. Doch er wirbelt auf die Beine und herum…

LARIAT!!!

 

Kwoga prescht in einer derartigen Wucht nach vorn, dass der Tempest einen weiteren unfreiwilligen Salto vollführt. Und zwei mächtige Powerslams nebst eines sehr hohen Hiptosses sowie das zu allem bereit Gesicht sprechen Bände, dass nun Schluss mit lustig zu sein scheint. Schon hebt er den Wettermann erneut aus - und es sieht nach den Greetings from Congo aus ….

… doch der Afrikaner schüttelt nur den Kopf - und wirft Cardigan nach vorn. Auf sein Knie.

BACKBREAKER!!!

 

Und er hält seinen Gegner zusätzlich arretiert, drückt Oberkörper und Beine noch mit herunter. Cardigan entfleucht ein kurzer Schrei, aber er versucht durchzuhalten. Das Ganze angepeitscht von Windy, die rhythmisch auf den Apron klopft, worauf die Fans miteinstimmen. Schließlich hebt der Kongolese ihn aus und in die Luft.

CHOKE BOMB!!!

 

Das Cover,

 

…………….1…………………

 

…………..2………………………

 

KICK OUT!

 

Aber umgehend wird der Wirbelsturm wieder aufgehievt und auf die Schultern gepackt,

TORTURE RACK!!!

 

Wieder wird der Rücken in Mitleidenschaft gezogen - doch diesmal kommt leicht Gegenwehr auf: der kopfnahe Arm Cardigans schnürt sich um Kwogas Hals - aber nicht lange,

ANGLE SLAM!!

 

Wieder das Cover,

……………………1…………………..

 

……………………….2…………………….

 

………………dre………………

 

KICK OUT!!!

 

Mike Garland: „Denkbar knapp. Aber es dürfte jetzt nicht mehr lange dauern, bis Kwoga den Sack zumacht.“
Vincent Craven: „Und ich sage: abwarten. Cardigan ist in Matches für seinen langem Atem bekannt.“
Mike Garland: „Wenn Kwoga ihn atmen lässt.“

Der Hüne hebt den Wettermann aus - und über den Kopf. Im Ansatz zur Gorilla Press stemmt er ihn in die Höhe und geht ein paar Schritte im Kreis. Mit sichtlichem Willem lässt er dann los, Cardigan fällt genau in die Arme - und damit den Ansatz zum finalen Fallway Powerslam …

… aber noch gibt sich der Wirbelsturm nicht geschlagen: Cardigan teilt mit dem Ellbogen aus. Doch vergeblich,

GREETINGS FROM CONGO!!!!

 

Mike Garland: „Das war’s, der hat gesessen.“
Vincent Craven: „Allerdings nicht ganz sauber, da Cardigan sich gewehrt hat.“
Mike Garland: „Trotzdem hat der Move größtenteils abbekommen.“
Vincent Craven: „Ja - genau am Ringseil.“

 

Kwoga stemmt sich hoch - und greift sofort zu, aber zu spät: Cardigan hat sich scheinbar unbewusst aus dem Ring nach draußen gerollt. Dort hockt er japsend und sofort ist Windy bei ihm, um Trent aufzuhelfen…

LEGDROP!!!

 

Kwoga kommt vom Apron geflogen und trifft mit dem Move sowohl Cardigans Rücken als auch leicht Windy, welche umgeworfen wird. Doch das stört den afrikanischen Gigant herzlich wenig, denn er hebt Cardigan neuerlich hoch - und nimmt Anlauf,

WHIP IN IN DIE GUARDRAIL!!!

 

Der Tempest wird Rücken voran dagegen geschleudert, bevor Kwoga ihn erneut zu sich zieht und die eiserne Ringtreppe ins Visier nimmt…

WHIP IN IN DIE TREPPE!!!!

 

Die beiden Eisenteile fliegen auseinander und wo sie waren bleibt Cardigan liegen - mit einem langen Cut auf der Stirn.

Vincent Craven: „Autsch, das sah übel aus. Und schon prangt ein dicker Cut auf Trents Stirn.“
Mike Garland: „Tja, wer sich mit dem King of the Jungle anlegt…“

Sehr schnell wird das Facepaint Cardigans von dessen Blut übertüncht, doch Kwoga zieht ihn wieder auf die Beine und schleudert ihn in den Ring. Zwei harte Legdrops plätten ihn - und er liegt scheinbar bereit für den Finisher. Der Kongolese grinst leicht, als er sich breitbeinig über den Oberkörper des Tempest stellt. Die Arme werden abgestreckt, ein Urschrei…

COLONISATOR!!!

 

HEADBUTT!!!!!!!!

 

Cardigan ist den Moment schneller, in welchem Ullrich zudem schlechte Sicht hatte und donnert den Kopf in die Leistengegend des Hünen. Kwoga plumpst mit schmerzverzerrtem Gesicht sitzend auf den Hosenboden und bleibt hocken. Cardigan rappelt sich auf, schnappt sich Kwogas Beine …

JACKKNIFE HOLD!!!

 

……………………..1……………………….

 

………………………..2……………………………

 

 

KICK OUT!!

 

Vincent Craven: „Und schon ist er wieder am Drücker, was ich gesagt habe.“
Mike Garland: „Mit einer eigentlich verbotenen Aktion. Echt überzeugend.“
Vincent Craven: „Die Nummer mit Ringtreppe war wohl regelkonformer, oder wie?!“

Cardigan prescht sich trotz des blutroten Gesichts nochmals hoch. Noch immer hat er die Beine des Hünen arretiert. Und er verschränkt diese zum

TWISTER LOCK!!!

 

Cardigan hat alle Mühe, den Elevated Texas Cloverleaf anzubringen, aber er zieht den Move durch. Kwoga ist unten und fightet mit schmerzverzerrtem Gesicht dagegen an. Und auch Johannes Ullrich ist da - allerdings erkundigt er sich mehr beim Tempest.

 

Vincent Craven: „Was macht den Ullrich da? Der soll eher schauen, ob Kwoga aufgibt.“
Mike Garland: „Also erstens wird der das vermutlich niemals tun und zweitens macht der Unparteiische alles richtig. Denn wenn das Blut weiter so beim Tempest läuft, könnte es auf ein Referee Stoppage hinauslaufen.“
Vincent Craven: „Ich gebe dir ungern recht, aber … Cardigan kann sich ja gerade nicht mal selbst das Blut aus dem Gesicht wischen.“

Trent schüttelt den Kopf, um etwas sehen zu können und der Referee hakt weiter nach. Die Unsicherheit nutzt Kwoga, befreit sich und kickt den Wirbelsturm von sich.

Cardigan taumelt gegen den Turnbuckle. Er versucht wieder anzugreifen, doch der Afrikaner ist schneller,

BODY AVALANCHE!!

 

Der Move sitzt und schon wird der Wirbelsturm erneut ausgehoben, doch Johannes Ullrich scheint sich mehr um den Zustand Cardigans zu sorgen. Schon ist er Richtung Timekeeper unterwegs - als plötzlich Windy auf dem Apron steht.

Mike Garland: „Was macht die denn jetzt oben?! Erst der ungesehen Headbutt und nun greift sie den Ref an?! Frage mich, wer hier der Heel ist…“
Vincent Craven: „Guck mal in den Spiegel … und was Windy angeht: sie will Ullrich vermutlich vom Stopp des Matches abhalten, da sie weiß, dass er weitermachen will und würde.“
Mike Garland: „Die Frau ist die Unvernunft in Person.“

Ullrich und die Schwarzhaarige diskutieren weiter, während Kwoga seine Greetings wieder gelingen - und er sich über das ausgebliebene Cover wundert. Da ist er oben und geht dazwischen: laut und mit wilden Gesten geht er Windy an, die ihn seinerseits anherrscht …

… zumindest solange, bis es dem Koloss zu reichen scheint und er das Valet chokend emporhebt. Die Unmutsbekundungen werden noch einmal lauter, als die Schwarzhaarige hilflos zappelt, doch plötzlich jubeln die Leute.

Mike Garland: „Wie? Was? Was ist jetzt schon wieder los?“
Vincent Craven: „Da, schau …….. da kommt einer durchs Publikum geflitzt.“
Mike Garland: „Häh - Sharpe schon wieder?“
Vincent Craven: „Ganz bestimmt nicht….“

Schon ist der unbekannte Fighter über die Guardrail gehopst, nimmt den Turnbuckle im Schlusssprung und fliegt von dort mit einem pfeilschnellen Missile Dropkick auf Kwoga. Der lässt Windy los und strauchelt in den Ring - wo Johannes Ullrich steht und nun endlich genug hat. Die Geste zum Timekeeper, der die Glocke läuten lässt.

 

Kwoga ist mittlerweile über Cardigan gestolpert, geht zu Boden und rollt dabei aus dem Ring. Sofort ist der Neuankömmling an Trents Seite: ein drahtiger Athlet mit wasserstoffblonder Irokesentolle und Wespentaille, der in einer Nietenweste und bunten Longpants steckt. Während er Cardigan aufhilft, schallt Jane Nelsons Stimme durch die Arena.

Jane Nelson: „Ladies and gentlemen, der Sieger dieses Kampfes aufgrund Disqualifikation: KWWOOOOOOOOOOOOGAAAA!!!!“

Mike Garland: „Verdammter Match-Zerstörer. Wer ist denn dieser Halbstarke jetzt schon wieder?“
Vincent Craven: „Sag mal, hast du beim National Wrestling Day nicht aufgepasst? Das ist Matt Stone, Cardigans alter Tag Team Partner. Denke, da schimmerte die alte Verbundenheit durch. Und es würde auch passen so kurz vor dem Rumble. Vielleicht erleben wir dort die Reunion der Partners in Crime.“
Mike Garland: „Wohl er eher das Requiem eines Doppel-Begräbnisses. So angepisst wie Kwoga gerade dreinschaut könnte sich sein Zorn gerade vervierfacht haben.“

In der Tat kümmert es den kongolesischen Giganten wenig, dass sein Theme zum Zeichen des Sieges eingespielt wird. Laut fluchend wütet er vor dem Ring herum, donnert seine Fäuste auf Apron und Guardrail und versucht zweimal in den Ring zu kommen, was Stone zu verhindern versucht.

Derweil haben sich in den dessen Hintergrund bereits Windy und einige Sanitäter abgekniet, welche den Wettermann nun entsprechend verarzten. Cardigan bekommt das Blut abgewischt, so dass er wieder etwas sehen kann. Er blickt vergewissernd zu Windy, dann unwirsch zu Stone, den er erst jetzt erkennt - und dann Kwoga an, welcher ihn düster anstiert.

Vincent Craven: „Da dürfte das letzte Wort noch nicht gesprochen sein.“
Mike Garland: „Und das verspricht einen heißen Rumble - genau, wie wir es wollen…“

Mit wüstem Schnaufen macht Kwoga dann auf dem Hacken kehrt und stapft die Rampe hinauf zur Stage. Windy und Stone helfen derweil dem Tempest auf die Beine, welcher leicht lächelnd zu den Fans grüßt, bevor die EMTs sich ihm wieder widmen - und aus der Halle geschaltet wird…

 


------------------ PCWA ------------------

Jimmy Maxxx sitzt etwas genervt Backstage im Schneidersitz herum und blickt Kopfschüttelnd auf einen der vielen Monitore welche die Show Live übertragen. Wie gewohnt sitzt er in seinen abgetragenen, leicht dreckigen Straßenklamotten, die aussehen und auch riechen wie ein paar Tage nicht gewaschen. Seine Haare fettig, hängen ihm etwas ins genervte Gesicht. Wiedermal sieht er das was ihn so antreibt, was seine Wut über die heutige Gesellschaft und Menschheit in pure Energie verwandeln lässt. Überall nur Superstars, welche genau das repräsentieren was ihm endlich die Kraft gegeben hat sein wahres Ich nach außen zu kehren statt sich immer wie die Leute die er so verabscheut hinter irgendwelchen fiktiven Maskeraden zu verstecken.

Einer dieser Männer kommt nun langsam auf den Berliner zugelaufen und scheint ihn argwöhnisch zu beobachten....

"Du wolltest mich sprechen? Nun... hier bin ich."

Der Kopf der Cryption Crown hebt sich leicht und er fixiert den Neuankömmling durch die fettigen Haarstränen. Tarnhosen, schwarze Boots, ein schwarzer Hoodie. Und das Gesicht fahlweiss geschminkt mit schwarzen Augenhöhlen.

Blackheart.

Sharpe: "Also... Jimmy Maxxx. Was kann ich für dich tun. Wobei ich es mir schon beinahe denken kann. Aber ich denke auch, dass ich nicht hier bin um ein 'Dankeschön' oder Ähnliches zu hören."

Jimmy Maxxx: "Ich kenne dich gut genug, um zu wissen das du die Konfrontation zwischen Shadow und mir beobachtet hast. Das du gesehen hast, wie ich drauf war. Was ich gesagt habe..."

Blackheart blickt auf den freien Platz neben Jimmy Maxxx... der versteht die unausgesprochene Frage und nickt kurz. Kevin nickt ebenfalls, dann nimmt er neben dem neuen Träger der Cryption Crown Platz. Dann fördert er zwei Dosen Bier aus den Taschen seiner Cargohose hervor und hält Maxxx einehin, jedoch ohne ihn anzusehen. Sein Blick ist weiterhin starr nach vorne gerichtet.

Jimmy Maxxx: "Die Frage ist nur, was ist deine Reaktion darauf? Ich meine, von Shadow hätte ich das ja noch erwartet. Aber von dir? Einem selbsternannten Megastar, greift in ein Match ein von jemanden den er höchstwahrscheinlich nicht mal im Opener sieht der PCWA? Und verhilft ihm zum Cryption Crown? Warum? Warum gerade da? In diesem Match? In diesem Moment? Du wolltest nicht nur Poe weh tun stimmts? Du wusstest was Shadown vorhatte und du wolltest uns alle drei im Dreck stehen lassen nicht wahr?"

Er dreht sich zu dem Berliner um. Immer noch die Bierdose in dessen Richtung reckend. Dieser nimmt die Dose ab. Nachdenklich lässt Blackheart die Worte von Jimmy Maxxx auf sich wirken, während beide beinahe gleichzeitig an ihren Dosen nippen.

Sharpe: "Tatsächlich bist du der Einzige, der meiner Meinung nach mehr als würdig ist die Crown zu tragen. Und ich sehe mich mitnichten als 'Megastar' der Company an. Und ich halte mehr von dir, als du dir vielleicht selbst eingestehen willst. Fakt ist aber... ich bin das obere Ende der Nahrungskette in der PCWA. Der Alpha-Predator. Nichts, was ich tue geschieht ohne Grund. Ja, ich habe in das Match eingegriffen und es sah wirklich danach aus, als wollte ich nicht nur Poe, sondern auch dir und Shadow eins auswischen."

Er fixiert Maxxx mit den schwarz geschminkten Augenhöhlen.

Sharpe: "Aber meine Aktion hatte nur einen einzigen Zweck... Marc Poe weh zu tun. Und ich bereue es nicht. In keinster Weise. Sollte das für dich einen bitteren Beigeschmack haben, so lass' mich dir sagen, dass es mir Leid tut. Aber wie der Schatten so schön gesagt hat... ich erzähle meine eigene Geschichte mit Marc Poe. Und du scheinst ja auch deine Eigene erzählen zu wollen.. mit dem Schatten."

Jimmy Maxxx: "Hast du das auch mal dem Schatten erklärt? Der Kerl hat vollkommen den Verstand verloren und glaubt wirklich er könne mit dir und Poe mithalten. Oder mit euch eine Geschichte schreiben. Er will nicht begreifen, das er nur benutzt wurde. Und du musst zugeben, du hast ihn nur benutzt Sharpe. Eben um Poe zu erwischen!"

Der Berliner steht auf und stellt sich vor Sharpe auf.

Jimmy Maxxx: "Weißt du was das Problem ist Sharpe.... du und der Rest der PCWA vergesst eine ganz wichtige Sache. Im Gegensatz zu Shadow bin ich bereits ein Veteran! Ich bin seit Zehn Jahren aktiv im Ring, war Champion in jeder großen Promotion und habe jede Scheiße gefressen die dieses Buisness zu bieten hat. Nur das ich jetzt erst meinen Durchbruch in der PCWA hatte!"

Sein fast schon psychopatischer Blick durchbohrt jetzt Sharpe.

Jimmy Maxxx: "Bin ich auf einer Ebene wie du oder Poe? Fuck No! Aber eine Sache dürfen Typen wie du niemals vergessen Sharpe. Um mal einen guten und berühmt berüchtigten Film zu zittieren. Ihr braucht einen Typen wie mich, einen auf den ihr mit euren dreckigen nackten Fingern zeigen und dem ihr die Schuld geben könnt. Ihr braucht Typen wie mich, die euch auf Trab halten. Welche die Dinge am Leben halten und aufmischen. Und wenn du nicht möchtest das ich gierig auf deinen Teller starre Sharpe, solltest du aufhören etwas von meinem zu nehmen ohne zu fragen!"

Blackheart nimmt einen erneuten Schluck aus der Dose und steht dann ebenfalls auf.

Sharpe: "Ich bin nicht gerade bekannt dafür, meine 'Kollegen' zu unterschätzen. Und du hast mir gerade bewiesen, dass das mit Sicherheit nicht die schlechteste meiner Eigenschaften ist. As said... sollte ich zu sehr in deinem Gehege gewildert haben, dann tut es mir leid. Und das meine ich absolut ehrlich."

Er deutet auf die Cryption Crown, die unter Maxxx' dreckigen Klamotten hervorblitzt.

Sharpe: "Das Ding da ist nicht nur ein einfaches Stück Blech. Es ist ein Zeichen. Nenne es von mir aus ein Stigma, welches du nun trägst. Jimmy Maxxx hat sich in der PCWAA etabliert, er hat sogar einen verdammten Titel um die Hüften. Wer hätte das noch vor ein paar Monaten gedacht. Habe ich dich anfangs belächelt? Vielleicht. Trotz deiner, zugegebenermaßen beeindruckenden Reputation. Hast du dir meinen Respekt verdient? Absolut. Was du damit anfängst, ist deine Sache. Nicht meine."

Er prostet dem Berliner noch einmal zu, dann leert er die Dose in einem Zug und lässt das leere Gefäß klappernd zu Boden fallen.

Sharpe: "Aber denke nicht, dass ich dich zu irgendeiner Zeit unterschätzt habe. Wie gesagt... du hast die das Gold verdient. Mein Zutun dazu war nur Stückwerk, denn ich bin sicher, du hättest Marc Poe auch ohne mich besiegt. Und für die Zukunft... "

Er wirft die Kapuze des Hoodies über.

Sharpe: "Essen wir nur noch von unseren eigenen Tellern. Deal?"

Der Original Berlin Boy stellt sich von Angesicht zu Angesicht dem Blackheart gegenüber.

Jimmy Maxxx: "Du magst mich vielleicht nicht unterschätzt haben Sharpe... aber deine Handlung im Match gegen Poe hat nicht gerade dazu beigetragen das der Rest der PCWA das auch so sieht."

Ein leichtes Kopfschütteln ist an den fettigen Haaren zu erkennen.

Jimmy Maxxx: "Ich bin vielleicht ein verdammter Bastard, der viel Dummheiten und Scheiße gebaut hat. Aber ich war noch nie jemand, der sich etwas hat schenken lassen. Nicht von dir oder sonstwem. Und dieser "Sieg" fühlte sich nicht an wie mein Verdienst."

Er neigt den Kopf.

Jimmy Maxxx: "Also sage ich jetzt eins, um hier einen Schlussstrich zu ziehen. Ich mag vielleicht nichts auf deinem Teller zu suchen haben Sharpe. Aber das nächste mal wenn du mir eine Pommes klaust, sei dir sicher das ich einmal kräftig in deinen Burger beiße...."

Dann dreht er sich um und lässt den Blackheart stehen. Der schaut dem Träger der Cryption Crown mit einem Lächeln hinterher.

Sharpe: "Keine Sorge, Jimmy Maxxx. Du hast deine Rolle in meinem Stück mehr als gut gespielt. Deine Zeit auf der Bühne ist allerdings vorbei. Du hast andere Dinge zu tun. Genau wie ich... "

Vincent Craven: "Deutliche Worte vom Träger der Cryption Crown!"

Mike Garland: "Aber auch von Blackheart! Das klingt für mich nach einem Waffenstillstand."

Vincent Craven: "Aber ein sehr fragiler, wenn du mich fragst. Bis zu dem Punkt, wo Sharpe sich wieder in Dinge einmischt, die ihn nichts angehen."

Mike Garland: "Pah! Was kann Blacky denn dafür, wenn Maxxx ihm im Weg steht?"

Vincent Craven: "Du findest immer eine Entschuldigung für das, was Sharpe tut, oder?"

Mike Garland: "Wieso? Kevin hat es doch mehr als deutlich gemacht. Der Gerasy ist sein Fokus. Und Maxxx stand ihm im Weg."

Vincent Craven: "In deiner eigenen, kleinen Welt vielleicht. Sharpe ist einfach nur rücksichtslos und ihm ist JEDES Mittel recht. Das hat auch Shadow schon angesprochen. Nicht nur heute!"

Mike Garland: "Shadow und Jimmy Maxxx... zwei beleidigte Kindergartenkinder. Mehr nicht."

Vincent Craven: "Es ist sinnlos... "


------------------ PCWA ------------------

Laute Musik hallt durch die Gänge des VIP-Bereichs, sie kommt aus der größten der vielen VIP-Lounge. Hier wird geklotzt und nicht gekleckert. Die von Kevin Smash angekündigte Party für seinen neuen Buddy Rob Collins ist im vollen Gange. Fünf riesige Boxen, die ordentlich Lärm machen, sind in den Ecken und Mitten im Raum aufgebaut. Ansonsten ist die Party-Location mIt allerhand Accessoires aus der Hippie-Ära versehen. Fast unzählige Eiskübel in denen der Champagner auf der richtigen Temperatur gehalten wird, stehen hinter der mit bunten Federn und Tüchern geschmückten Bar. Dazu sind dort noch mehrere riesige Kühlschränke aufgebaut und eine endlose Reihe von Flaschenhaltern mit Bourbon, Single Malt und sonstigen Genuss für die Kehle an der Wand angebracht. Aus den Boxen dröhnt nun Jimi Hendrix' Gitrarrenkunst und sein Song "Hey Joe", gefühlt bis in alle Bereiche des Theaters.

 

Hey Joe, where you goin' with that gun in your hand?
Hey Joe, I said where you goin' with that gun in your hand?
Alright.
I'm goin down to shoot my old lady


 

Die Party ist zwar erst vor kurzem gestartet worden, aber es hat gereicht, um den kompletten VIP-Bereich in eine Partyhochburg zu verwandeln. Die von Smash gemietete Lounge ist in Dunst gehüllt und auf dem Boden liegen bereits leere Gläser, Magnum-Flaschen Dom Perignon und verschiedene Whiskys-Flaschen.

Mittendrin in diesem Chaos sind Kevin Smash und Rob Collins. Die Legende mit einer Flasche Jack Daniels in der Hand und Rob mit einer Magnum-Flasche Champagner am Hals. Der Kalifornier muss sich etwas zurück halten, immerhin bestreitet er später noch ein Match. Um die beiden Cotatores Titelträger herum tanzen die Puppen, in Form von ausschließlich leichtbekleideten Mädels. Männer sind in der Lounge heute "Streng Verboten", außer Rob und Smash natürlich. Die Gäste wurden höchstpersönlich von Smash ausgewählt und so wie es sich eben für einen werdenden Vater gehört, hat er auf die charakterlichen Vorteile der Mädels geachtet.

Collins legt seinen Arm um den Smasher.

Rob Collins: "Eine Mega-Party, Kev. Ich bin wirklich gespannt, was du dir einfallen lässt, wenn ICH für den XAW den Rumble gewonnen habe."

Smash setzt sein dreckigstes Grinsen auf, er ist schon ziemlich gut dabei. Er schnappt sich eins der tanzenden Mädels und greift ihr um die Hüfte.

Kevin Smash: "Dann miete ich die ganze PCWA-Arena und wir lassen Jona Vark für uns Tanzen. Mal sehen ob die Chefin mit dieser Lady hier mithalten kann."

Der Smasher gibt dem Mädel einen leichten Klapps auf das knackige Hinterteil, welches man aufgrund des Bikini-String ziemlich genau unter die Lupe nehmen kann. Smash hat dies bereits getan, Mandy wird das sicher nicht gefallen. Collins hält allerdings die Klappe, zumindest was die Frau der Legende betrifft. Und Smash selbst schert sich nicht großartig darum. Gedanken kann er sich auch ein anderes Mal machen.

Rob Collins: "Wen interessiert schon Jona Vark, die ist doch bestimmt schon ausgeleiert seit Ezra sie durchgenudelt hat. Ich würde lieber mal Mrs. DeWynters in so einem Outfit sehen, die ist bestimmt richtig hot. Und solange nur Lara Lee mit ihr in die Kiste steigt, kann man sie sogar noch als Jungfrau bezeichnen."

Smash lacht dreckig auf.

Kevin Smash: "DeWynters hat es dir wirklich angetan. Warte erstmal den Rumble ab. Wenn du nämlich der strahlende Sieger bist und dir dann bei Out of Ashes den Gerasy holst, dann kommt die kleine Lesbe auf Knien zu dir an. Und wahrscheinlich wird sie erstmal auf den Knien bleiben."

Die Legende macht eine eindeutige Bewegung, die man hier nicht weiter beschreiben muss. Rob grinst, was für ein schöner Gedanke. Der Oaklander kann ohne zu Fragen einige Frauen abschleppen, aber bei DeWynters spielt noch Donald Armitage eine Rolle. Wenn er mit ihr anbandeln kann, dann wird Don seine Informationen bekommen und Rob bekommt einen weiteren dicken Lohn. Smash unterbricht die Gedanken des Oaklanders und reicht ihm den Whiskey.

Rob Collins: "Ein kleiner Schluck geht noch. Dann muss ich mich langsam auf den Fight gegen Lara konzentrieren."

Collins muss sich darauf konzentrieren, dass er nicht alles in die Waagschale wirft. Es könnte die Mission "Lafayette" gefährden und auch den Rumble, denn der Oaklander will den Überraschungseffekt ausnutzen. Jeder wird ihn unterschätzen, außer natürlich der Smasher. Die Rolle des Underdogs ist Rob's größter Vorteil und seine aktuelle Form. Seine Leistungsfähigkeit ist auf dem höchsten Level, doch das wird er heute noch niemanden zeigen. Beim Rumble ist es soweit, es gilt seine wahrscheinlich einzige Chance auf den Undisputed Gerasy zu nutzen.

Kevin Smash: Ich bezweifle zwar sehr, dass man für diese Missgeburt einer Frau so etwas wie Konzentration benötigt, aber passt schon. Schließlich bin ich sicher, dass du auch mit halber Kraft gegen dieses Mannsweib siegen kannst. Aber lass es nicht darauf angekommen und wenn der Kampf zu intensiv wird, dann lass dich lieber auszählen. Was zählt ist beim Rumble und dort zähle ich auf dich. Ich bin hundertprozentig von dir überzeugt, deshalb hab ich diese Vendetta zu deiner Vendetta gemacht. Und außerdem bin ich mir sicher, dass dein anderer Job noch einen Vorteil für uns bringt."

Collins hat dem Smasher erzählt, dass er noch als freischaffender Söldner Aufträge für Armitage erledigt. Was der Legende sogar gefallen hat, da er eventuell später selber Geschäfte mit Armitage machen kann. Und so grinst der Smasher noch viel breiter als sonst, was allerdings vermutlich auch am Alkoholgehalt in seinem Körper liegen mag.

Kevin Smash: "Aber darüber wollen wir sprechen, wenn wir ungestört sind. Muss ja nicht gleich jeder alles mitbekommen ... und außerdem haben die Geschäfte zumindest am heutigen Abend keinen Vorrang. Heute wollen wir uns verdammt nochmal amüsieren. Wir haben es verdient, Rob ... DU hast es verdient! Und deshalb habe ich sogar noch eine weitere kleine Überraschung für dich."

Er nickt überschwänglich mit dem Kopf und gibt ein Zeichen, woraufhin eine der Damen mit einem Geschenkpaket zu den beiden gelaufen kommt. Smash nimmt es ihr aus der Hand und steckt ihr einen 20$ Schein ins Dekolleté. 

Rob Collins: "Aber das wäre doch nicht nötig gewesen..."

Smash nickt jedoch erneut mit dem Kopf.

Kevin Smash: "Ehre wem Ehre gebührt, mein Freund. Hier bitteschön ... ich bin sicher, du wirst angetan sein!"

Smash reicht Collins das mit goldenem Geschenkpapier umwickelte Packet und der macht sich gleich daran das Papier aufzureißen. Schließlich zieht er ein Shirt aus dem Paket, welches eine Fotografie von Collins zeigt, wie er triumphierend im Ring steht und die Faust in die Höhe reckt. Darüber prangt der Schriftzug "FUTURE LEGEND". Rob blickt gerührt auf das Shirt. Ob es sich um wirklich Rührung oder nur Gespielte handelt ist unklar und dürfte dem Smasher ohnehin egal sein.

Rob Collins: "Wow! Ich weiß wirklich nicht, was ich sagen soll, Kevin. Ich danke dir vielmals. Und ich werde es voller Stolz tragen."

Smash nickt einmal mehr mit seinem Kopf.

Kevin Smash: "Und ich hab davon gleich ganze 100 Kartons voll machen lassen!"

Das irre Funkeln in den Augen von Smash lässt einmal mehr dessen Größenwahn durchschimmern. Während die selbsternannte Legende so fröhlich mit dem Kopf nickt, taucht eine weitere Person mit tief gezogener roten Kappe, einer blauen Jacke und einem Paket auf. Der Neuling im Raum ergreift das Wort.

Bote: "Ick soll hier 'nen Kuchen abliefern."

Zufrieden nickt Smash mit dem großen Legendenschädel.

Kevin Smash: "Das wurde ja auch allerhöchste Zeit. Wir warten hier bereits seit Stunden auf die Lieferung. Ich müsste eigentlich dafür sorgen, dass man dich feuert!"

Auch Rob Collins ist da der gleichen Ansicht und mischt sich ein.

Rob Collins: "Ganz genau. Du hast Glück, dass wir heute in Feierlaune sind und du deinen Job behalten kannst."

Der Bote blickt etwas eingeschüchtert zu Boden. Smash wirft seinem neuen besten Freund Rob Collins einen Blick zu und schüttelt kurz amüsiert den Kopf.

Kevin Smash: "Also, was ist jetzt mit der Torte? Oder sollen wir hier noch ein paar Stunden warten, huh?"

Der Bote tritt einen Schritt vor und hält Smash das Paket entgegen, in welchem mit aller Wahrscheinlichkeit die Torte ist. Smash nimmt es an sich und stellt es auf einem kleinen Tisch ab, der neben ihm steht. Der Bote nutzt den Moment und richtet das Wort an Smash.

Bote: "Ick trau es mich ja kaum zu fragen, aber Sie sin' doch dieser französische Star ausser XAW oder? Dieser Louis ..."

Die Gesichtszüge von Smash drohen mit einem Mal zu entgleisen. Hat der Kerl ihn gerade etwa wirklich Louis genannt? Energisch schnellt die Legende nach vorne und brüllt den Mann an.

Kevin Smash: "WILLST DU MICH VERARSCHEN, DU MADE? SEHE ICH ETWA AUS WIE EIN VERFICKTER SCHNECKENFRESSER? ICH MÜSSTE DICH FÜR DIESE DREISTIGKEIT ENTMANNEN!"

Die selbsternannte Legende hebt drohend die Faust. Rob Collins schafft es jedoch sich zwischen die Legende und den Boten zu quetschen, der nunmehr noch eingeschüchterter als zuvor wirkt. Und noch ehe er etwas sagen kann, ist es stattdessen Collins, der das Wort ergreift.

Rob Collins: "Lass es gut sein, Kevin. Wir wollen uns unsere Laune doch nicht von so einem Ignoranten verderben lassen. Der gewöhnliche Pöbel hat eben keine Ahnung. Wir sollten lieber die Torte genießen, anstatt uns zu ärgern. Eine kleine Stärkung vor meinem Match sagt mir durchaus zu."

Collins lacht kurz auf und deutet auf das Paket und dann auf seinen Bauch. Smash funkelt den Boten auch weiterhin boshaft an, dann wendet er sich schließlich ab, nicht ohne jedoch noch ein paar Worte zu verlieren.

Kevin Smash: "Du hast Glück, dass mein Partner sehr beruhigend auf mich wirkt. Wenn du aber auf Trinkgeld hoffst, so hast du dich ganz schön geschnitten ... wär' ja noch schöner!"

Smash wendet sich schließlich dem Paket zu und zieht behutsam den Deckel ab, um die von ihm georderte Torte in Augenschein nehmen zu können. Als der Deckel jedoch abgehoben ist, entgleisen ihm einmal mehr die Gesichtszüge, denn auf der Torte ist der Schriftzug "Happy 100st Anniversary". Wütend dreht Smash sich in Richtung Bote um.

Kevin Smash: "WAS SOLL DAS?"

Der Bote hebt verteidigend die Hände in die Höhe.

Bote: "Ick hab keene Ahnung, Mister ... ick mach hier nur die Lieferungen!"

Smash schüttelt den Kopf und wendet den Blick wieder auf die Torte. Irgendwer erlaubt sich hier einen Scherz mit ihm und er findet den Scherz gar nicht lustig. Er nimmt die Torte etwas näher in Augenschein, in der Hoffnung so einen Hinweis auf den Übeltäter entdecken zu können. Der Bote grinst derweil unter seiner Kappe und nimmt diese vom Kopf. Jubel geht durch die Zuschauerreihen im Inneren der Halle. Smash ahnt nichts und geht noch einmal näher an die Torte heran. Und da ist er ... der Hinweis, nach welchem er gesucht hat. Am unteren Ende der Torte sind zwei Initialen angebracht. J G ... Smash grübelt und noch ehe er die Lösung für sein Rätsel gefunden hat, wird sein Kopf von hinten gepackt und mit voller Wucht in die Torte geknallt. Collins blickt erschrocken zum Boten, der sich nun ohne Kappe, als niemand geringeres als James Godd erweist. Der Engländer lacht laut auf.

James Godd: "Ich hoffe der Kuchen schmeckt, Smasher!"

Und schon nimmt der Engländer Reißaus. Collins überlegt kurz ihm hinterherzurennen, entscheidet sich dann allerdings dagegen. Stattdessen greift er zu einem Trockentuch und reicht es Smash, dem die einzelnen Tortenstücke vom Gesicht bröckeln und der aussieht, als würde er gleich irgendwen umbringen.


Vincent Craven: "Bravo! Jawohl, das geschieht Smash und Collins nach ihren hochnäsigen Worten im Ring Recht! Und Godd hat die Lacher auf seiner Seite."

Mike Garland: "Oh, wie wird das schön, wenn er heute Abend kräftig ausgelacht wird, wenn seine Schultern bis drei auf der Matte bleiben."

Vincent Craven: "Nicht, dass genau das im zweiten Match des Abends unserem wehrten Rob Collins gegen Lara Lee geschieht, was?"

Mike Garland: "Um ehrlich zu sein, habe ich bei diesem Match ein gespaltenes Herz. Aber definitiv wird sich Collins von diesem kindlichen Schabernack hier nicht ablenken lassen! Dieser Affe, James Godd, braucht einfach mal eine gehörige Tracht..."

Vincent Craven: "...Applaus, ich weiß. Aber bevor es dazu kommt, schalten wir von dem einen Mad Godd direkt zu dem anderen."


------------------ PCWA ------------------

Die Himmelsbar, auf der so viele Erinnerungen von ihm verweilen, wieder verlassen, öffnet MD die Tür zu seinem Locker. Marc Poe hatte ihm irgendwie Mut gemacht - und dass es seine Geste war, das Klopfen auf die Brust, die er heraus stellte, um den Wandel zwischen ihnen hevor zu heben, hatte ihm nochmal vor Augen geführt, dass auch S1margl nicht nur schwarz zu sehen war, sondern ebenso graue Konturen besaß. Dennoch - und das war es, was der Hund am Ende des Gesprächs zum Ausdruck bringen wollte - war eine weitere Konfrontation in der Zukunft mehr als möglich. Wenn der Night Fighter seinen Plan konsequent verfolgte... und dieser hieß, endlich den Brawlin' Rumble zu gewinnen..., dann könnte Poe sein kommender Gegner sein. Oder eben erneut Kevin Sharpe...

Als er die Tür ins Schloss fallen lässt und sich einen Überblick über seinen Locker verschaffen will, knallt er auch schon mit dem Rücken gegen die Türe. An seinem T-Shirt kleben zwei Hände, die sich fest in den Stoff und in sein Fleisch gekrallt haben. Völlig perplex starrt die unbekannte Konstante auf die Angreiferin, doch ehe er ein Wort rausbringen oder eine Abwehraktion starten kann, fliegen ihm auch schon aggressive Worte im flüsterndem Ernst entgegen.

"Was hast du mit Lafayette zu schaffen?"

Mad Dog packt die muskulösen Unterarme und versucht so die Angreiferin erst einmal im Zaume sowie von sich Weg zu halten. Die angestaute Wut ist bei Lara Lee, welche die unbekannte Konstante als eben jene ausmacht, an ihrem Gesicht abzulesen.

Lara: "Und wage es ja nicht mich anzulügen!"

Keift die Amazone ihn ein weiteres Mal an und gibt ihm unmissverständlich zu verstehen, dass es hier keinen Spielraum neben der Wahrheit gibt.

Mad Dog: "Wie wäre es, wenn du mich zuerst einmal loslässt, huh?!"

MD setzt nun seinerseits eine Miene auf, die ebenfalls keinen Spielraum zulässt. Denn entweder Lee lässt ihn los oder aber es wird hier und jetzt einen Fight geben.

Kurz legt Lara den Kopf schief und verzieht nachdenklich den Mund zu einer Schnute. Ihr Funkeln verrät, dass sie könnte, wenn sie wollte - MD nickt wissend und gleichzeitig seinem Vorschlag Nachdruck verleihend.

Mad Dog: "Du glaubst doch wohl nicht, dass ich davon laufe, oder?"

Die unbekannte Konstante versucht sich an einem die Situation entspannenden Lächeln, was Lara nur ein genervtes Stöhnen entlockt. Dann löst sie aber tatsächlich die Hände vom leicht zerrissenen Shirt des Konstanten, bleibt allerdings unmittelbar vor ihm stehen.

Lara: "Ich hätte dir doch mein Knie in die Eier rammen sollen..."

Aggressiv fletscht der Fighter die Zähne und schnaubt verächtlich.

Mad Dog: "Oh, dann hätte ich sicherlich die Wahrheit gesagt."

Lara: "Fick dich!"

Kurz denkt Lara an den Moment, als sie DeWynters im Stuhl vor sich hatte. Ohne dass sie sich wehren kann, durchdringt sie der Gedanke, dass es eben mit dem Night Fighter genauso hätte laufen können... Er nackt vor ihr... Folter... Messer... Blut... Kuss...
Belustigt schüttelt sie den Gedanken von sich. Der Night Fighter wäre sicherlich niemals so zäh wie ihre Gespielin.

Lara Lee: "Ich warte!!"

Kurz kneift die Töle ihre Augen zusammen, um die Situation ein weiteres Mal zu durchblicken. Prüfend mustert er die ihre Geduld verlierende Lara.

Mad Dog: "Aber worauf, huh?! Du willst wissen, was ich mit Lafayette zu schaffen habe? Gut. Hier ist die Antwort: Nichts."

Ehe die eine Hälfte von Carnageddon ein weiteres Mal auf ihn zustürmen kann, setzt der PCWA Grand Slam Champion nach.

Mad Dog: "...zumindest nichts, was dich etwas angeht. Lafayette war zur rechten Zeit am rechten Ort - und mehr brauchst du nicht wissen, Mädchen. Du hast dein Bier mit ihm und ich habe meines. So einfach."

Lara ballt ihre Faust.

Mad Dog: "Also kannst du dich jetzt wieder verziehen und dich deinem Match widmen. Denn wenn man dem glauben kann, was hier über dich erzählt wird, dann schätzt du doch die Einfachheit von Angelegenheiten, oder?! Und diese Angelegenheit ist hiermit beendet."

MD tritt einen Schritt zur Seite, öffnet die Türe und weist Lara den Weg nach draußen. Diese aber spuckt ihm vor die Füße und hebt die rechte Faust bis direkt vor des Töles Gesicht, wobei ihr Zeigefinger fast deren Nase berührt.

Lara: "Deine Antwort war total beschissen, Töle. Erst sagst du mir, dass du mit ihm nichts zu schaffen hast. Und dann, kaum einen Satz später, sagst du, dass der verdammte Lafayette zur rechten Zeit am rechten Ort war. Da zähle ich hier eins und eins zusammen und es ergibt ein scheißklares Ergebnis: Du hast mit ihm was zu schaffen und das will ich wissen! Ich habe deinen beschissenen Namen in meine Unterlagen über Lafayette gesehen. Und dieses Treffen mit Thrawn ist ja nun mal wirklich kein Geheimnis. Ganz so simpel ist diese Angelegenheit also nicht.... 'huh`?!"

Doch Lara lässt ihn erst gar nicht zu Wort kommen, denn sie ist noch nicht fertig.

Lara: "Du willst mir also nicht verraten, was dahinter steckt. Gut! Dann werde ich eben DeWynters nachfragen. Die weiß es ganz sicher. Und ich glaube, es hat sich auch schon rumgesprochen, dass DeWynters auf meiner Seite steht. Du hattest deine Chance gehabt. Wie dumm. Ein Glück, dass du heute von mir verschont wirst, denn ich habe wirklich keine Zeit, dir eins runterzuhauen. Ich habe nämlich ein Match zu bestreiten. Komm' mir nicht nochmal in den Weg oder ich vergesse mich vollständig!"

Zu guter Letzt schubst sie ihn unnötigerweise leicht zur Seite, um durch die Tür zu gehen. Schon ab diesem Moment besteht für die Kanadierin an dem Hund null Interesse mehr.

Und auch der Night Fighter scheint kein großes Interesse mehr zu hegen, denn nachdem er ihr kurz aggressiv nachgeschaut hat, wendet er sich ab und spricht mehr zu sich selbst als zur Kamera.

Mad Dog: "Unsere Zeit wird schon noch kommen, bitch."

Er streicht sein Shirt glatt und lässt sich erstmal in seinen Sessel fallen. Dann wendet er seinen Blick zum Rumble Poster, das er in seinem Raum aufgehangen hat. 


Mike Garland: "Oha... Was für mysteriöse Machenschaften hat der Hund da am Laufen? Lara Lee war ganz schön angepisst."

Vincent Craven: "Das Thema Lafayette ist allerdings auch ein sehr emotionales für die Amazone. Dennoch wüsste ich auch gerne, in wie weit der Night Fighter dort involviert ist."

Mike Garland: "Bisher gab er nicht viel Preis. Könnte es sein, dass du dich doch in der unbekannten Konstante getäuscht hast, Vince?"

Vincent Craven: "Er hat zumindest verraten, dass es einen Kontakt in der Vergangenheit gegeben hat. Vielleicht ist da aber auch nicht mehr."

Mike Garland: "Das glaubst du doch wohl selbst nicht."

Vincent Craven: "Bis wir mehr erfahren, gehe ich erstmal davon aus, doch! Und bis dahin macht Lisa im Backstage weiter..."


------------------ PCWA ------------------

Lisa Sanders ist mal wieder zu beobachten, wie sie ihrem Job nachgeht und fleißig nach potentiellen Interview-Partnern Ausschau hält und wie es der Zufall so will, tritt ein eben solcher nun auch hervor. Schweißgetränkt nach einem harten Match betritt der kongolesische Koloss Kwoga die Szenerie. Sein Gesichtsausdruck macht deutlich, dass er nicht zufrieden mit dem Verlauf seines Kampfes ist. Er hatte sich sein Debut hier in der PCWA anders vorgestellt. Lisa kümmert es nicht. Ihr Interesse gilt einzig und allein der potentiell lauernden Story und so tritt sie munter auf den Afrikaner zu und spricht ihn an.

Lisa Sanders: "Kwoga, du hast gerade einen Sieg..."

Sie kann ihre Frage nicht einmal beenden, da wird sie auch schon harsch vom Kongolesen unterbrochen.

Kwoga: "Das gerade war kein Sieg! Das war NICHTS! Das war ein Kampf, der kein natürliches Ende gefunden hat. Ein Sieg sieht anders aus!"

Er schnauft laut aus und bewegt sich unerbittlich voran. Lisa lässt sich jedoch nicht beirren und läuft ihm nach.

Lisa Sanders: "Offiziell war es jedenfalls ein Sieg durch Disqualifikation."

Er schüttelt hart den Kopf.

Kwoga: "Was schert es mich, was offiziell aufgeschrieben wird? Was zählt, ist, dass mein Gegner seine Schultern nicht für drei Sekunden auf der Matte hatte und somit nicht bezwungen wurde. Ich bin es leid, dass meine Kämpfe kein natürliches Ende finden ..."

Der Kongolese wirkt super wütend und verpasst der Wand neben ihm einen harten Schlag, der eine Delle in dieser hinterlässt. Lisa zuckt kurz zusammen, setzt ihr Interview dann aber unbeirrt fort.

Lisa Sanders: "Du spielst hier sicher auf dein XAW World Heavyweight Title Match bei XAW Winter Warfare 2019 an, wo du auf A.J. Dunn getroffen bist und dir nach einem Eingriff von Kevin Smash nicht den Titel sichern konntest."

Wieder folgt ein Schlag mit der Faust gegen die Wand. Dieses Mal noch härter. Beton bröckelt von der Wand herab.

Kwoga: "Kevin Smash ist ein verbitterter alter Mann, der es einfach nicht vertragen konnte, dass er keine Kontrolle über mich ausüben konnte. Also hielt er es für richtig mich den Titel zu kosten. Smash wird aber schon sehr bald merken, dass es ein Fehler ist sich allerorts Feinde zu machen. Beim Rumble werde ich Smash's Ambitionen auf einen Sieg seiner Jungs ein jähes Ende bereiten. Diese selbsternannte Legende wird den Tag bereuen, an welchem Sie und ihr Kompagnon Rob Collins die Nase in meine Angelegenheiten gesteckt haben."

Der Blick im Gesicht von Kwoga lässt keinerlei Zweifel an den Worten, die er spricht. Würde ihm Smash hier und jetzt über den Weg laufen ... er würde den Mann gnadenlos in die Wand rammen, bis ihm das Rückgrat bricht. Mit harter Stimme spricht er weiter.

Kwoga: "Und auch Trent Cardigan sollte sich nicht allzu sicher fühlen, denn die Sache zwischen ihm und mir ist noch längst nicht beendet. Heute mag er seinem Schicksal noch einmal entkommen sein, doch beim Rumble werde ich sicher stellen auch zu beenden, was ich begonnen habe."

Immer noch ist die schwere Atmung des Kongolesen deutlich zu hören. Lisa wirkt ein wenig beunruhigt inzwischen, führt ihr Interview jedoch auch weiterhin professionell fort.

Lisa Sanders: "Du sprichst vom Brawlin' Rumble, an welchem du erstmals teilnehmen wirst. Viele Fans im Internet sprechen von dir bereits als Geheimfavorit. Was sagst du dazu?"

Er schüttelt amüsiert mit dem Kopf und marschiert weiter. Lisa folgt ihm.

Kwoga: "Ich bin alles andere als geheim. Meine Kämpfe und Schlachten sowohl in der XAW als auch in der GWS sind frei einsehbar, sodass ein Jeder sich selbst ein Bild davon machen kann, dass hinter meinen Worten mehr steckt als hohle Geschosse. Aber davon abgesehen, ist es mir völlig egal, was die Leute denken oder was sie von mir halten. Ich kämpfe nicht für diese Leute und auch nicht für einen Kevin Smash. Ich kämpfe für mich selbst und dafür mir zu beweisen, dass ich jede Grenze überwinden kann."

Er nickt mit seinem großen Schädel.

Kwoga: "Und beim Rumble werde ich allen zeigen, dass der Ring mein Dschungel ist und ich dessen Herrscher!"

Mehr hat er nicht mehr zu sagen. Lisa will zwar noch einmal den Mund öffnen, um noch eine weitere Frage nachzureichen, doch Kwoga stößt sie unsanft zur Seite und marschiert wortlos an ihr vorbei. Während er davonmarschiert, hört man ihn immer wieder grimmig knurren. Sein Zorn ist noch lange nicht abgeklungen und ein Jeder täte wohl besser daran ihn jetzt in Ruhe zu lassen. Lisa blickt ihm hinterher und zuckt schließlich mit den Schultern, womit sie das Wort zurück an die Kommentatoren gibt.


Mike Garland: "Oha... da ist jemand wütend."

Vincent Craven: "Kwoga ist aus nachvollziehbaren Gründen wegen des Ausgangs des Openers sauer. Jetzt muss er seine Trümpfe beim Brawlin' Rumble ziehen."

Mike Garland: "Und ein angeschossener Kwoga könnte dort noch mehr für Furore sorgen, als es ein besänftigter getan hätte."

Vincent Craven: "Andererseits hat ihm Trent Cardigan auch ein wenig den Zahn gezogen... Zudem hat er mit Kevin Smash ebenso einen persönlichen Feind im Rumble, was in Bezug auf den Sieg auch nicht immer förderlich ist."

Mike Garland: "Vielleicht lenkt er deswegen ja nochmal ein, was seine Einstellung zu Team XAW betrifft."

Vincent Craven: "Nach Winter Warfare glaube ich umso weniger daran. Allerdings ist Kowga ja nicht der einzige, der mit Smash im Rumble ein Hühnchen rupfen will. Die Guys, von denen wir nun das zweite Video sehen, haben Deception, so denke ich, auch ganz oben auf ihrer Liste."


------------------ PCWA ------------------

Die Luft ist gefühlt recht kühl, was seinen Atem leicht kondensieren lässt. Aber angesichts der Tatsache, dass dieses Stückchen Wald so unberührt, dunkel und still wirkt, bietet es dem Schatten die besten Voraussetzungen für das, was er vorhat. Und schließlich … gab es nicht mehr viele Orte, bei denen er Jona Vark im Vorteil war.

Shadow lehnt sich an einen Stamm und schaut zum beleuchteten Theatre herüber. Erst durch die letzte Vendetta war er auf den Hain aufmerksam - und auch ein bisschen neugierig geworden. Ideal also, um die PCWA-Chefin ein - hoffentlich - letztes Mal zu einem Treffen zu laden und mit ihr zu reden. Die Frage war nur - worüber: sein Match mit Poe hatte er gehabt - und auch gewonnen. Alle anderen Widrigkeiten lagen nicht in Varks Hand, so dass er ihr keinen Vorwurf machen konnte. Im Grunde … wollte er die Situation darüber entscheiden lassen, wie sich der Dialog inhaltlich gestaltete.

Daher … wartete er ……. und lief dabei ein wenig zwischen Bäumen umher .....

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Sittin' in the morning sun I'll be sittin' when the evening comes. Watching the ships roll in Then I watch 'em roll away again, yeah I'm sittin' on the dock of the bay.

Richtig passend ist der Song, den Marc Poe pfeifend wiedergibt, nicht. Doch wie Otis Redding in dem Song macht der Mann aus Baltimore im Moment nichts anderes als sitzen, schauen und warten. Sitting, Waiting, Wishing von Jack Johnson wäre als Musikstück ebenfalls geeignet, aber Poe kann diese Surfermucke zum Tod nicht ausstehen. Grund dafür ist sein ehemaliger Coach Rob Collins. Dieser hat Double J bis zum Erbrechen gehört. Also lieber Ottis Redding.

Um zu warten, sitzen und beobachten hat sich Poe einen sehr ungewöhnlichen Ort ausgesucht. Denn der Undisputed Gerasy Champion hockt auf einem dicken Ast, gut versteckt und getarnt knapp unter der Krone einer riesigen Eiche. Diese befindet sich unweit der Lichtung, wo Kwoga und Trent Cardigan bei Vendetta 139 aufeinandertrafen.

Grund für Marc's Robin Hood-Spiel ist Shadow, der noch im Glauben ist, dass er sich in wenigen Minuten unter eben dieser Eiche mit Jona Vark trifft. Und obwohl das Verhältnis zwischen dem Marylander und der PCWA-Chefin im Moment nicht das Beste ist, informierte sie ihn über die erneute Anfrage des Schattens für eine Unterredung. In seiner Wald-Tarnjacke, der dazu passenden Hose und dem schwarz bemalten Gesicht ist Poe selbst für das beste Auge nicht leicht zu entdecken. Einzig ein Rabe hat den Marylander ausfindig gemacht und sich an seine Seite gesetzt. Der Rabe schaut Poe an, Poe schaut zurück und lächelt. 

Marc Poe: "Nimmermehr."

Dann verstimmt die Stimme des Undisputed Gerasy und auch sein fröhliches Liedchen endet. Der Rabe dreht erschrocken seinen Kopf und fliegt davon. Der Grund ist ein nicht mehr weit entferntes Rascheln im Laub. Der Schatten ist nah. Poe springt ab, schwingt sich gekonnt Ebene um Ebene nach unten und landet schließlich im Telemark vor dem unergründlichen Dunkeln.

Marc Poe: "Eine glatte 20.0, oder Shadow?"

Ob der PCWA-Schatten überrascht ist den Mann aus Baltimore zu sehen, lässt sich nicht feststellen. Shadow's Haare hängen wie üblich vor seinem Gesicht. 

Marc Poe: "Du siehst ziemlich erstaunt aus."

Die Reaktion ist der ominöse Kehlenlaut, den man schon so oft vom The Unfathomable Dark hören konnte. Poe lehnt sich relaxt gegen Baumstamm.

Marc Poe: "Jona hat mich informiert, dass du sie mal wieder belästigst. Deshalb habe ich vorgeschlagen an ihrer Stelle zu gehen. Und nun bin ich hier."

Der Marylander versucht weiterhin festzustellen, ob seine Worte eine Wirkung auf Shadow haben. Dann endeckt er, dass er nichts endeckt.

Marc Poe: "Der Fleck ist also weg. Die Sache zwischen uns ist für dich mit unserem Match beendet? Ich bin da anderer Meinung, denn immerhin gehst du Jona weiterhin auf die Nerven und außerdem konnten wir nicht feststellen wer denn nun der Bessere von uns ist. Siehst du das vielleicht anders?"

Der Champ wartet eine Reaktion ab...
... die in Form zweier Finger erfolgt, mit denen Shadow die Haare knapp über seinem Hals auseinanderschiebt. Marc versucht im schummrigen Waldlicht genau hinzuschauen - aber auch so blitzt der Neonfleck noch durch.
Der Schatten lässt die Hand wieder sinken.

Shadow: "Manchmal ist es nicht nur der Anschein, welcher blendet ... oft auch der Hoffnungsschimmer, sei es der für letztlich gebrochenes Streben oder dahingehend, dass jemand vielleicht doch nicht so ist wie man vermutet. Das ging mir bei dir so ... und auch unserer Chefin. Aber scheinbar ist Blut immer noch dicker als Wasser."

Marc Poe: "Siehe da, wir sind einer Meinung? Du erkennst tatsächlich an, dass der Sieg, den du mit der Hilfe deines neuen Freund erkauft hast, nichts wert ist. Trotzdem verstehe ich dann nicht, weshalb du den Eingriff in unser Match mit Sharpe geplant hast."

Mit einem durchbohrenden Blick versucht Poe zum Schatten durchzudringen, um etwas mehr in ihm zu erkennen. Zwecklos. Von Shadow kommt nur ein kehliger Seufzer.

Shadow: „Es wäre einer meiner größten Wünsche, wenn wir mal einer Meinung sein würden. Aber das dürfte ein frommer Wunsch bleiben. Genau wie zu glauben, dass mal wirklich einer einen walk on the dark side wagen würde. Is wohl mein Schicksal.“

Er begibt sich hinaus in die kleine Lichtung, wo sich mittig noch der leere Steinkral von Cardigans Lagerfeuer befindet.

Shadow: „Ich war immer auf der Suche - und was fand ich? Typen, die einen herausfordern und sich subtrahieren, bevor man adäquat antworten kann. Mächtige Präsenzen, die einen nur benutzen oder trotz aller Niederschläge stets die Nähe zu denen suchen, die sie zu Boden bringen. Wie hörige, seelenlose Sklaven.“

Der Schatten hebt einen angerußten Feldsteine hoch, besieht ihn von allen Seiten. Ein Finger rutscht darüber, verschmiert ein wenig die aufliegende Schwärze.

Shadow: „Und diejenigen, welchen die Gratwanderung wirklich zu mir gelungen wäre, wurden mir entweder durch Verletzungspech entrissen …“

Er lässt den Stein in die Asche plumpsen, dreht sich wieder zu Poe um, der noch immer an der Eiche lehnt.

Shadow: „… oder durch Blindheit von Utopien kranken Seelen. So wie bei dir. Du glaubst immer noch, dass ich dir dein ach so prächtiges Gold, deinen Shot wegnehmen wollte - nur für eine einzige Entscheidung deines Feins Liebchens, die dich fallengelassen hat und der du trotzdem noch wie streunender Kater nachläufst. Meine Fokussiertheit, was dich betrifft, mag manisch sein - doch dein Hass mir gegenüber ist genauso. Und er lässt dich etliche Dinge übersehen. Jetzt suchst du verzweifelt nach Querverweisen zwischen Sharpe und mir - und da du keine findest, bastelst du dir welchen zusammen. Und warum das Ganze? Nur wegen einer Entscheidung, die du mir ewig nachträgst? Die du Vark nachträgst? Alles, was es gebraucht hätte, wäre ein 1:1 gewesen. Egal, ob in deinen Augen auf einer Stufe mit dir oder nicht. Das hätte vollkommen genügt. Nun ist aber Vendetta #139 Vergangenheit - und ich frag dich: hätte es wirklich so weit kommen müssen?“

Marc Poe: "Es ist, wie es ist. Unser Schicksal war vorbestimmt, denn ich brauchte ein Feindbild, um mich für den Elimination Chamber zu motivieren."

Der Marylander entfernt sich nun langsam von der Eiche und geht einige Schritte. 

Marc Poe: "Du warst zur falschen Zeit am falschen Ort und du warst wie ich ein Shootingstar. Allerdings gab es nur Platz für einen - und derjenige war ich, wie ich dir im Chamber beweisen konnte. Leider war dieser Beweis nicht ausreichend für dich und nun sind wir wohl an einem Punkt, wo es nie wieder einen Weg zurück gibt. Das hört sich nun vielleicht etwas dramatisch an, aber mir ist es relativ egal. Es gibt eben ewige Freundschaften und auch ewige Feindschaften."

Poe ist mittlerweile ziemlich nahe an den Schatten ran gekommen und lauscht der Atmung des unergründlichen Dunkels. Sie ist ganz ruhig. 

Marc Poe: "Was dich und Sharpe betrifft: findest du es denn nicht selbst etwas seltsam, dass eine dunkle Gestalt in der PCWA auftaucht und Sharpe kurz danach wieder zu Blackheart wird? Kann es denn Zufall sein, dass dann ausgerechnet dieser Blackheart dafür sorgt, dass du einen deiner schlimmsten Widersacher besiegst? Natürlich kann es bei Sharpe's Attacke einfach nur um mich oder den Gerasy gegangen sein. Doch sind mir das zuviele Zufälle auf einmal. Und wie ich dir bereits bei unserer ersten Begegnung sagte: ICH glaube nicht an Zufälle."

Kopfschütteln beim Soul Survivor.

Shadow: „Du pflegst einen künstlichen Hass, wo nie einer wirklich war … oder hätte sein müssen. Als wenn blinder Aktionismus schon jemals etwas Nachhaltiges hervorgebracht hat. Ist so etwas wirklich wert?“

Der Schatten streckt seine offene Hand zum Gruß aus. Poe guckt etwas unwirsch, schüttelt schniefend den Kopf und klatscht kurz mit dieser ab.

Shadow: „… selbst das hätte mir schon genügt – und doch wolltest du nicht. Sogar von Graves und Collins, die deine Identität löschen wollten, hast du abgelassen, nachdem du sie in die Schranken gewiesen hast. Da kommt einem deine Fixiertheit auf mich angesichts von ein bisschen angekratztem Standing doch reichlich unverhältnismäßig vor.“

Marc Poe: "Warst es nicht du, der mich immernoch stalkte, nachdem ich dich im Chamber besiegte?"

Shadow holt ein Taschentuch hervor, reibt es über die rußverschmierten Handschuhfläche.

Shadow: "Anders als jetzt lag unsere Story da noch am Beginn - und im Grunde fehlt mir wirklich etwas, nachdem das Buch geschlossen wurde..."

Dann steckt er es wieder weg.

Shadow: „Und was deinen … BEWEIS angeht - du vergisst eines, Homeboy: in der Chamber waren wir nicht allein. So strahlend wie du das hier skizzierst war dein Highlander-Moment nicht. Sicher, für das Ende unseres Matches gilt das vermutlich ebenfalls … aber Fakt ist: es war unser Match! Das Sharpe eingegriffen hat mag Zünglein an der Waage gewesen sein … aber andererseits: was, wenn sich einer von uns verletzt hätte? Was, wenn ein Ringseil gerissen wäre? Eventualitäten, welche abrupt die Rahmenbedingungen ändern und auf die wir doch keinen Einfluss haben…“

Es folgt ein sarkastisches Lachen vom Mann aus Baltimore.

Marc Poe: "Wir leben nicht im Konjunktiv. Es interessiert nur noch was passiert IST und darauf hast du Einfluss genommen. Bevor du micht fragst wie, beantworte ich es dir. In dem Moment, als du dein Bündnis mit Kevin Sharpe geschlossen hast, war das Ende unseres Kampfes schon besiegelt."

Der Schatten hebt blitzartig die Hand – nebst dem erhobenen Zeigefinger.

Shadow: „Man sieht oft etwas hundert Mal, tausend Mal, ehe man es zum allerersten Mal wirklich sieht … schau doch einmal wirklich genau hin: weswegen hat Sharpe in die beiden letzten Vendetta-Mainevents eingegriffen – oder besser: wegen wem? DU bist sein Ziel, nachdem DU ihn entthront hast. Nicht ich, denn im Quest habe ich gegen Kevin den Kürzeren gezogen. Die Geschichte von Sharpe und mir ist für’s Erste auserzählt – und sie wird auch nicht zu Deiner, weil er in mir seine Marionette zu sehen glaubt. Genauso wenig, wenn ich ihn über kurz oder lang seine miesen Ränkespiele fressen lasse.“

Marc Poe: "Und warum warst du dort, als Jimmy Maxxx mich besiegte? Sind die Fäden des Marionetten-Spielers zu seinem Werkzeug vielleicht gar nicht durchschnitten? Ein klares Bekenntnis, dass du nicht mit Blackheart unter einer Decke steckst klingt für mich anders."

Der Schatten läuft einige Schritte an Poe vorbei. Marc dreht sich um – und sieht, wie er ein trockenes Eichenblatt vom letzten Herbst aufhebt.

Shadow: „Merkst du es nicht? Wie er dich ebenfalls schon um den Finger gewickelt hat? Genau wie Tony? Das Tückische an Gerüchten ist doch, dass unabhängig vom jeweiligen Wahr- oder Falschheitsgehalt, immer etwas zurückbleibt. Alpha-Kevin säuselt mich einmal kamerawirksam ein und schon glaubt mich die Liga im Bunde mit ihm.“

Er ballt die Faust – und als er sie öffnet, werden die zerkleinerten Blattreste von einer Böe davongetragen.

Shadow: „… und jegliche Beteuerungen oder Negierungen werden vom Winde verweht. Ich kann dir nur meine Sicht der Dinge sagen - das ist alles, was ich habe. Und da uns laut dir ja nur die ewige Feindschaft bleibt, wird wohl jeder sein Ränzlein tragen müssen. Wie voll es auch sein möge. Als dann …“

Mit einer letzten Bewegung wischt Shadow sich den Handschuh an seiner Hose ab und steuert die Bäume an.

Marc Poe: "Wo willst du hin? Hat Sharpe nach dir gerufen und ihr wollt zusammen James aufmischen?"

Poe baut sich auf und stemmt die Arme in seine Hüfte.

Marc Poe: "Versuchen könnt ihr es, aber es wird euch nicht gelingen. ICH werde James zur Seite stehen!"

Ein letztes Mal bleibt der Schatten stehen, stützt sich kurz an der Eiche ab, ohne sich umzudrehen.

Shadow: „Dann tu dies. Ich wünsche Godd und dir viel Glück. Und vielleicht öffnen sich deine Augen, wenn ich nicht beim Mainevent erscheine. Aber vermutlich geht es mir eher wie dem Hirtenjungen, der vor dem Wolf gewarnt hat. Das ist die Tragik unserer Zeit: dass immer erst Ruinen entstehen müssen, damit man zusammen einen Wiederaufbau wagt. Watchin‘ the tide roll away, Baltimore Boy - aber lass dich nicht wegspülen….“

Damit verschwindet er zwischen den Bäumen. Poe verliert den Schatten schnell aus den Augen, dennoch blickt er weiter nachdenklich in die Richtung, wo er verschwand. Werden Shadow und er wirklich ewig Feinde bleiben? Das wird die Zukunft zeigen und das Verhalten des unergründlichen Dunkels. 

Marc Poe: "Wir sehen uns sicher bald wieder."

Der Marylander kramt eine weißes Stofftuch aus seiner Tasche und wischt sich die Farbe aus dem Gesicht. Immerhin will er nicht enden wie Shadow oder Kevin Sharpe.


------------------ PCWA ------------------

Große Neonfarben leuchten über dem Durchgang auf und weisen darauf hin, dass man kurz davor ist „HAPPYLAND“ zu betreten. Vor dem Kassenhäusschen des alterwürdigen Parks tummeln sich allerlei Besucher. Darunter auch drei PCWA Stars. Team Happy Hour sind heute hier zu Gast und warten nun darauf sich endlich ihre Eintrittskarten sichern zu können. Während Bray-Bray ungeduldig auf und ab hüpft, blickt Banes sich um und Hugo beschäftigt sich mit einem Schokoriegel.

Brandon Cornwallace: „Duuuuuuuuude! Das dauert hier alles viel zu lange. Der Tag ist nicht unendlich lang. Die sollen Mal hinmachen.“

Aufgeregt hüpft er soweit hoch, wie er nur kann, um sich einen Überblick darüber zu verschaffen, wie groß die Schlange vor ihm noch ist. Gordon klopft ihm beruhigend auf die Schulter.

Gordon Banes: „Ganz ruhig, Dude. Wir kommen schon noch früh genug rein. Außerdem warten wir doch gerade mal 10 Minuten, Dude!“

Brandon Cornwallace: „Bist du sicher? Mir kommt es nämlich vor, als würden wir hier bereits seit Stunden anstehen.“

Gordon Banes: „Das ist nur deine Aufregung, Dude. Du musst Mal ein wenig runterkommen. Nimm dir ein Beispiel an Hugo. Von dem hören wir gar nichts, seitdem wir hier anstehen.“

Der erwähnte Hüne senkt den Kopf und blickt seine beiden Freunde lächelnd an und beißt zufrieden mit sich und seiner Umwelt genussvoll in den Schokoriegel. Derweil geht es in der Schlange doch relativ schnell voran und so sind die Drei schließlich an der Reihe sich ihre Karten zu kaufen.

Verkäuferin: „Wie kann ich Ihnen weiterhelfen?“

Banes und Cornwallace blicken sich verblüfft an. Lächelnd wenden sie sich schließlich wieder der Verkäuferin zu.

Gordon Banes: „Die Frage ist doch viel eher …“

Brandon Cornwallace: „… wie können wir …“

Gordon Banes: „… dir helfen?“

Beide nicken sie der jungen Dame euphorisch mit ihren Köpfen zu.

Gordon Banes: „Hast du die Freude verloren?“

Brandon Cornwallace: „Oder vielleicht deine große Liebe?“

Gordon Banes: „Nein Dude, ich glaube, das ist es nicht. Aber ich denke, sie hat die Zuversicht verloren, dass es noch das Gute in dieser Welt gibt. Aber da hast du wirklich Glück!“

Cornwallace nickt mit dem Kopf. Im Hintergrund beißt Hugo erneut in seinen Schokoriegel.

Brandon Cornwallace: „Ja Dudeline, denn wir sind hier, um deinen GLAUBEN zu erneuern.“

Die Frau blickt die beiden mit deutlichen Fragezeichen über ihrem Kopf an.

Verkäuferin: „Seid ihr von irgendeiner Sekte oder so?“

Beide grinsen sie debil.

Brandon Cornwallace: „Höchstens in der Sekte des wahren GLAUBENS.“

Überzeugt nickt er mit dem Kopf und hält die Hand hoch. Altgedienten Fans ist klar, was nun folgen wird …

… HIGH-FIVE!

Die Verkäuferin blickt hingegen verwirrt auf das Bild, welches sich ihr hier bietet. Mit etwas genervten Tonfall richtet sie das Wort an die beiden Glaubensverfechter.

Verkäuferin: „Wollt ihr jetzt Eintrittskarten oder nicht? Hinter euch warten auch noch andere Besucher.“

Beide blicken sie sich mit nüchternen Mienen an.

Brandon Cornwallace: „Du bist echt uncool, Dudeline. So macht das wirklich keinen Spaß!“

Gordon Banes: „Ja, wir sollten uns eigentlich an deine Eltern wenden und denen Mal erzählen, wie wenig Manieren du hier an den Tag legst. Wir wollen dir hier nur helfen und du kommst uns so …“

Brandon Cornwallace: „Ja, das ist voll nicht nett von dir, Dudeline.“

Beide stehen sie nun mit verschränkten Armen vor dem Kassenhäusschen und werfen sich in bockige Posen. Da tritt schließlich Hugo hervor, der sich das Ganze bislang schweigsam angesehen hat. Lächelnd tritt er an den beiden bockigen Warriors of Light vorbei und richtet fröhlich das Wort an die Verkäuferin.

Hugo: „Wir würden gerne drei Eintrittskarten haben.“

Er schenkt der Dame sein seliges Hugo Lächeln und bekommt von ihr schließlich die Eintrittskarten, nachdem er diese zuvor bezahlt hat. Lächelnd reicht er die Karten an seine Freunde weiter.

Hugo: „Wollen wir? Heute ist so ein schöner Tag, um das Wetter zu genießen und etwas Zeit mit Freunden zu verbringen.“

Er lächelt breit und nickt mit dem Kopf, dann setzt er sich in Bewegung. Die beiden Happy Guys blicken ihm kurz nach, dann richten sie noch einmal einige letzte Worte an die Verkäuferin.

Brandon Cornwallace: „Du solltest wirklich mehr GLAUBEN, Dudeline, dann wird es auch was mit deiner großen Liebe!“

Gordon Banes: „Ja, weil niemand mag Motz-Zicken. Aber du schaffst das schon noch Dudeline. Immer weiter dran GLAUBEN!“

Beide schenken sich einen weiteren und abschließenden High-Five, ehe sie sich ebenfalls in Bewegung setzen und ihrem Partner ins Innere des Parks folgen.


Mike Garland: "Warum zur Hölle... Warum?"

Vincent Craven: "Triple H vergnügen sich im Freizeitpark. Das dürfte sie von allen Problemen und Zwists hier in der PCWA ablenken. Schön finde ich, dass sie Hugo so in ihr Herz geschlossen haben und er dabei ist. Da hat man gleich weniger Angst um die beiden."

Mike Garland: "Noah O'Wellhubly hat sich diesen Quatsch wohl auch gespart. Mit Recht!!!"

Vincent Craven: "Besser Quatsch und Spaß als irgendwelche unerfreulichen Videos über unsere Worker zu sehen. So ist das kommende Video vor einigen Tagen im Netz aufgetaucht und wir wollen es unseren Fans natürlich nicht vorenthalten." 


------------------ PCWA ------------------

Die Video wird mit einem Handy, das schon über ein Full HD Display verfügt und eine entsprechend hochwertige Webcam verfügt, gedreht. Die Szene zeigt eine retro Heavy Metal Kneipe aus den 80ern/90er, wie sie in Berlin-Neukölln tatsächlich häufiger anzutreffen war. Die meisten Gäste zeigen sich im traditionellen Metaler Outfit bestehend aus Lederkleidungs, mit Metalbands versehenen Leder-Jeanswesten Kombinationen und die Frauen zeigen sich zum Teil in wirklich aufreizender aber vernünftiger Kleidung. Die Räumlichkeiten sind verqualmt, bieten aber reichlich Platz für eine Jukebox, einem Poolbillardtisch und einem Dartspiel. Man hat in dieser Räumlichkeit sogar Platz zum abrocken, wenn man denn möchte. Die Zahl der verschlossenen Türen, die in der Einspielung zu sehen sind, lassen die Vermutung zu, dass es neben einer Küche, einem Geschäftszimmer und den stillen Örtlichkeiten noch Hinterzimmer geben muss. Allerdings gibt es nur ein Schild, das mit der Beschriftung ‚Privat‘ versehen ist. Hier und da kann man Gesprächsfetzen des Filmers und dessen Freundes hören.

Stimme 1: „Okay, das ist die richtige Kneipe. Bist du sicher, dass er hier ist?“

Stimme 2: „Der Kerl muss hier irgendwo sein. Ich habs ganz genau gehört.“

Das Bild wackelt reichlich, als der Filmer sich durch die Gäste drängelt, auf der Suche nach seinem Zielobjekt.

Stimme 1: „Tschuldigun‘. Verzeihung. Hey, du? Hast du Cage gesehen?“

Rocker (Im BIld): „Wer???“

Stimme 2: „Ein Typ aus der PCWA. Wrestler, ist neu in der Stadt. Soll heute hier sein. Gesehen?“

Rocker (Im Bild): „Zisch ab Kleiner. Sieht das hier nach ner Wrestling Bar aus oder was?“

Gelangweilt lässt der Rocker die Filmer einfach stehen. Das Einzige, das die Amateur Filmproduzenten noch beachtet, sind ein oder zwei Mädchen, die schief in die Aufnahme sehen.

Mädchen: „Wrestling, hmm? Schon klar. Soll ich dir mal n Rat geben? Nicht anturnend, wenn du Mädchen aufreißen willst.“

Dann zieht das Bild weiter, von Tisch zu Tisch, doch von Wrestlern ist hier nichts zu sehen und schon gar nicht von Adam Cage.

Stimme 1: „Bist du sicher, dass wir hier richtig sind?“

Stimme 2: „Ich habs genau gehört, Alter. Sergeij sagte zu Boris in der Küche, er müsse genau heute Abend im 08/15 bei einem Rookie aus der PCWA abkassieren. Er kann nur ihn gemeint haben oder nicht?“

Plötzlich öffnet sich die Kneipentür, ein Mann in Jeans und Lederjacke steht im Eingang. Blickkontakt mit dem Wirt, dieser nickt. Dann geht der Wirt an das Ende des Tresens und spricht mit einem Mann, der wirklich keinen guten Eindruck macht. Miese Fratze, kurzer Haarschnitt und Narben im Gesicht, die beweisen, dass er schon in vielen Schlägereien verwickelt war. Kräftiger Körperbau und zimperlich wirkt der auch nicht gerade.

Stimme 1: „Da! Da war er!“

Stimme 2: „Wo??“

Stimme 1: „Komm mit!“

Jetzt wackelt das Bild heftig, als die Filmer durch den Laden eilen. Das Bild ist nur noch verzerrt und man kann so gar nichts wirklich erkennen. Es scheint aber so, als würden unsere Filmproduzenten einen Weg durch die Küche zu einem Hinterausgang wählen, um auf die Straße zu kommen. Dann wird die Szeneneinstellung wieder ruhiger. Die Straße ist dunkel, kaum Leute sind zu sehen. Das Kopfsteinpflaster und die schmale Straße verraten uns, dass wir uns auf einer kleinen Seitenstraße befinden, die nicht sonderlich belebt ist in den Abendstunden. Das Licht der Straßenlaternen flackert und eine Lampe hat schon gar kein Licht mehr. Dann hört man Stimmen. Flüche auf Russich, die aus einem Eingang eines Mietshauses kommen könnten.

Stimme 2: „Da lang!“

Wenige Sekunden später haben die Filmproduzenten den Standort der Geräusche gehört. Man versteckt sich, schleicht an eine Mauer entlang, die zu einem Hinterhof führt. Es ist ein Haus, das über eine offene Zufahrt für Autos verfügt, dessen Garagen im Hinterhof stehen. Hier gibt es keine Tür und keine Absperrung. Nur den Weg zum Hinterhof. Als man den Eingang passiert, filmen die Filemacher eine Szene, in der Adam Cage, der Typ in der dunklen Jeans und der Lederjacke, zwei schweren Jungs mit einem Schläger gegenübersteht. Das Handy kann leider nur undeutliches Gerede aufnehmen.

Stimme 1: „Was machen die da? Kennst du die Kerle?“

Stimme 2: „Der Linke da ist Sergeij ... der kassiert bei uns im Laden Schutzgelder für die Russen. Der andere Kerl sieht aus, wie einer seine Jungs aus der Drücker-Kolone.“

Man sieht, wie Cage einen großen Umschlag aus der Jackentasche zieht und diesen den Russen aushändigt. Der Umschlag wird vom Mann mit dem Schläger zum Kollegen weitergereicht. Der Kollege zählt die Kohle, steckt den Umschlag dann ein. Unterdessen legt der Kerl mit dem Schläger eben diesen dem Cage auf die Brust. Eine Warnung?

Stimme 1: „Arbeiten die für die Russen Mafia??“

Stimme 2: „Keine Ahnung. Aber Sergeij hat seine Finger überall drin, womit er auf der Straße Geld machen kann. Soll sogar für einen Kredithai arbeiten ...“

Doch das Getuschel der Freizeit-Filmer bleibt nicht unbemerkt. Plötzlich sieht einer der Russen direkt zu den Filmern. Kurzes Wortgefecht, Adam Cage kriegt einen Schlag mit dem Schläger in die Magengegend und geht in die Knie. Dann rennen die Russen los, direkt zu den Filmemachern. Das Handy beginnt wieder zu wackeln, man rennt ums nackte Überleben.

Stimme 1: „Heillige Scheiße, der Neue hats dick hinter die Ohren. Was jetzt?“

Stimme 2: „Ich lad das Video hoch ... wenn die uns was tun, gibt es Beweise und die Täter sind deutlich zu erkennen.“

Stimme 1: „Du willst das hochladen? Ich weiß nicht, ob das eine so gute Idee...“

Stimme 2: „Upload läuft ... “

Die Szene wackelt noch etwas, bevor die Szene genau an der Stelle abbricht, als das Handy mit dem Upload auf ein Internetportal beginnt.


Mike Garland: "Jaha... da hat einer wohl Dreck am Stecken, wenn du mich fragst."

Vincent Craven: "Es schien so, ja. Dabei machte Adam Cage bei seiner ersten Vendetta einen ganz guten Eindruck..."

Mike Garland: "Tja, wer weiß, wie er da rein gerutscht ist. In jedem Fall passt das aber durchaus zu anderen PCWAlern, meinst du nicht auch?"

Vincent Craven: "Abwarten, Mike, bis wir mehr Hintergründe haben. Jetzt kommen wir zuerst mal zum zweiten Match des Abends. Lara Lee darf Rache an Rob Collins nehmen. Payback!"


------------------ PCWA ------------------

Jane Nelson: "Das zweite Match des heutigen Abend ist ein Regular Singles Match." 

"Heartbreaker" von Led Zeppelin dröhnt aus den Boxen. Die Zuschauer im PCWA-Theatre lauschen das zweite Mal an diesem Abend der atemberaubenden Technik des Jimmy Page beim Saitenziehen.

Jane Nelson: "Auf dem Weg zum Ring. Mit einem Kampfgewicht von 101 kg und einer Größe von 195 cm, aus Oakland, Kalifornien... ROB COOOOOOLLINS!"

Noch während Page's Solo zu Beginn des Songs, betritt Rob Collins in seinem schlichten Ringoutfit, bestehend aus schwarzen Boots, schwarzer Combat-Shorts und einem oliv-grünen ärmellosen Muskelshirt, die Bühne. Wie auf ein Kommando starten laute Pfiffe und Buh-Rufe im weiten Rund. 

 

Hey fellas have you heard the News?
You know that Annie's back in Town?

It won't take long just watch and see
How the fellas lay their money down

 

Rob Collins gehört bereits seit seiner Rückkehr zu den unbeliebtesten Wrestlern der PCWA, durch die Zusammenarbeit mit Kevin Smash ist er in dieser Skala nochmal nach oben gestiegen. Die Anfeindungen während er den Gangway entlang spaziert bestätigen diesen Eindruck. Es interessiert den Kalifornier allerdings überhaupt nicht und so geht Rob mit breitem Grinsen in Richtung des Seilgeviert. 

 

Well it's been ten years and maybe more
Since I first set eyes on you

The best years of my life gone by
Here I am alone and blue
 

Collins slidet in den Ring, dann marschiert er in die Ringmitte und reißt seine Fäuste triumphierend gen Hallendecke. Obwohl er hier den hochmotivierten mimt, wäre Rob viel lieber auf Smash's Party geblieben um endlich wie ein Rockstar zu feiern. Bisher musste er sich leider etwas zurückhalten, denn der richtig gute Alkohol hätte seine Sinne zu sehr benebelt. Dieses Match kommt definitiv zum falschen Zeitpunkt. Vielleicht lässt er sich, wie von Smash vorgeschlagen, einfach auszählen. Denn aus verschiedenen Gründe wäre es kontraproduktiv hier alles zu zeigen was er drauf hat. Allerdings würde Collins auch gerne mit einem Sieg auf seine Feier zurückkehren. Es gilt also eine gute Mischung zu finden.

Unbedingt einen Sieg einfahren will die "Dame" des Matches, denn diese marschiert mit kräftigen, selbstbewussten und schnellen Schritten zu ihrer Musik "Face Fisted" von Dethklok gleich vorneweg.

Jane Nelson: "Und seine heutige Gegnerin ist, aus Tuopaco, Ontario, Kanada… Teil von Carnageddon: LARAAAAA LEEEEEEEEEEEEEEEEEEE!"

Wie immer mit Jeans, Army-Boots und Punisher-T-Shirt bekleidet, klatscht sie auf dem Weg viele, viele Hände ab und jumpt locker über den Apron, dann von dort aus über die Seilen. Mit einem Laserblick taxiert sie Rob Collins, der draußen nur einfach abwartet. Einmal auf die Turnbuckle geklettert, blickt sie in die Runde. Sie hat sich heute sehr viel vorgenommen. Und das will sie für die Menschen da um sie herum, die zu ihr aufblicken, tun.

Und, tatsächlich, wie versprochen, entledigt sie den T-Shirt, wodurch ihren nigelnagelneuen Kevlar-BH enthüllt wird! Das ruft natürlich auf vorwiegend männlicher Seite des Publikums lautes Jubel. Mit einem kecken Grinsen springt sie von der Ringecke ab. Das Match kann losgehen!

 

2nd Match
- Payback -
Bild
vs.
Bild
(Der erste Pinfall entscheidet über den Sieg. Als Pinfall zählen Three Count, Submission, Disqualifikation sowie Count-Out.
-Referee: Nelson Frider ; Timelimit: 15 Min)

 

*DING* *DING* *DING*

Kaum  ist der Ringgong erklungen, legt Lara Lee wie die Feuerwehr los und versucht Collins mit einer Clothesline zu überraschen! Rob duckt sich allerdings geistesgegenwärtig weg, Lara federt in den Seilen zurück und der nächste Angriff folgt. Collins hat allerdings auch damit gerechnet und lässt die Amazone mit einem Back Body Drop auf die Ringmatte krachen.

Vincent Craven: "Lara geht voll in die Offensive und Collins kontert humorlos. Ich bin wirklich gespannt ob Lara nun ihre Taktik ändert."

Mike Garland: "Rob ist ein Fuchs, hier muss die Amazone wirklich aufpassen das Match nicht auf Grund ihres Übermutes zu verlieren."

Der Oaklander nutzt die Möglichkeit und hebt die Kanadierin an ihrem Arm hoch. Als diese wieder auf den Beinen steht, feuert Collins ein paar krachende Kicks in Lara's Seite und nach dem folgenden Uppercut taumelt Lara zurück. Der Kalifornier schubst die Kanadierin in die Seile, woraufhin sie zurückfedert… und nach einem Lariat von Collins wieder auf die Matte knallt. Ohne Pause zu machen reißt Collins seine Gegnerin erneut auf die Beine, aber da ist Lara schneller und verpasst ihm eine saftige Backpfeife! Rob kontert mit einem Faustschlag – er schlägt also auch bei Frauen richtig kräftig zu! Lara ist allerding nur kurz benebelt, aber dafür richtig wütend. Aus Frust folgt ein heftiger Jump-Kick gegen Rob's Kopf.

Vincent Craven: "Collins sieht nun sicherlich Sterne. Alkohol und ein Wrestling Match vertragen sich eben nicht so gut."

Mike Garland: "Ist doch quatsch, Vince. Sogar ein Blinder erkennt, dass Rob nicht blau ist. Er hat sicherlich nur die Menge an Alkohol getrunken, die es ihm erlaubt einen anständigen Kampf zu führen. Immerhin gehört er nicht umsonst dem Team der lebenden Legende an."

Vincent Craven: "Dass er dem Team des Größenwahnsinnigen angehört, spricht nicht gerade für deine Theorie."

Im Ring passiert im Moment nicht soviel. Lara's Kick setzte Collins nicht so sehr zu wie es zuerst den Anschein hatte. So kommt es anschließend zum Lock-Up, bei dem sich Lara nun einen leichten Vorteil verschafft, ihre Hände umklammern den Nacken von Collins. Dieser verlagert jedoch blitzschnell seine Position und ist plötzlich hinter der Kanadierin..

 

RELEASED GERMAN SUPLEX!!!

 

… aber Lara kommt lässig im Stand auf. Gleichzeitig hat sie sich Rob's Kopf gegriffen und...

 

 

BULLDOG!!!

 

Aber Collins hebelt Lara aus...

 

SIDEWALK SLAM!!!

 

Coverversuch.

 

...1...

 

...2...

 

Kick out!

 

Der Mann aus dem Golden State verschwendet keine Zeit und reißt Lara an den Haaren auf die Beine. 

Was er nicht hätte tun sollen, denn Lara kontert mit den Waffen einer Frau…

SIE RAMMT IHR KNIE IN DIE KRONJUWELEN DES KALIFORNIERS!

Und zwar mit aller Kraft! Ein mitfühlende – da spielt es hier und jetzt auch keine Rolle mehr, dass Rob einer der unbeliebtesten Männer der PCWA ist – "Ouch!"-Welle geht durch das Publikum. Dem Oaklander bleibt die Luft weg, es folgt nicht mal ein Schmerzensschrei! Er bricht auf der Stelle wie ein Häufchen Elend zusammen.

Mike Garland: "Das ist sowas von UNFAIR!"

Vincent Craven: "Allerdings. Selbst ein Rob Collins hat so ein Tiefschlag nicht verdient."

Mike Garland: "Warum überlegt der Ringrichter noch? Das ist doch eine klare Disqualifikation!"

Vincent Craven: "Moment, was macht Lara denn jetzt?"

Tatsächlich will Nelson Frider zu einem Matchabbruch entscheiden, doch dazu kommt er nicht, denn…

CRIPPLE CROSSFACE!

Mike Garland: "WAS?!"

Vincent Craven: "Wa-?"

Man traut kaum seinen Augen, aber es ist wahr: Lara nimmt den Ringrichter in ihren ehemaligen Finisher! Und wie! Beide knallen auf den Boden, die Kanadierin hat ihn blitzschnell im Lock. Der Ringrichter klatscht mit seiner Hand, eher aus Instinkt heraus, sinnlos auf dem Boden. Rob Collins ist immer noch mit seinem Schritt beschäftigt, er ist weit entfernt davon, sich aufzurichten oder gar die völlig bescheuerte Aktion von Muscle Chick zu unterbrechen.

Schon nach wenigen Sekunden völlig harten Submission – Lara's Halsadern treten sogar hervor – rührt sich der Ringrichter nicht mehr. Dies bemerkt Lee auch und löst sogleich den Crossface. Ohne um den Ringrichter weitere Aufmerksamkeit zu schenken, rollt sie sofort aus dem Ring und reißt den Apron hoch, um darunter ein Klappstuhl hervorzuholen.

Mike Garland: "Diese Frau ist völlig übergeschnappt. Kann sie jemand in die Zwangsjacke stecken? Was mir irgendwie sogar gefallen könnte."

Vincent Craven: "Ich bitte dich, Mike. Ich frage mich eher, wo der Ersatz-Referee und die Security bleiben?"

Technisch gesehen läuft das Match immer noch weiter, da Nelson Frider es aus bekannten Gründen nicht abbrechen konnte.

Vincent Craven: "Da ist er ja!"

Richtig, Charlie Swanson taucht auf und ist gerade dabei, loszurennen…

Mike Garland: "Was zur Hölle?!"

Direkt hinter Swanson erscheint Barry Wilson und schafft es, den los eilenden Ringrichter am Hemd festzuhalten!

Inzwischen steht Lara mit dem Stuhl bewaffnet vor Rob Collins, der es endlich in die Hocke geschafft hat und nun die zweite Phase des Aufstehens anstrebt. Daraus wird nichts.

CHAIRSHOT IN DEN RÜCKEN!

Mike Garland: "Unfassbar! Rob Collins wird mit dem Stuhl attackiert und Kevin Smash kann ihm nicht helfen, da er Rob's Party feiert! Zu allem Überfluss ist der Referee ebenfalls ausgeknockt."

Vincent Craven: "Und Stem hält den Ersatz fest!"

CHAIRSHOT ZUM ZWEITEN. DIESMAL IN DIE RIPPEN!!!

Rob Collins liegt Regungslos im Ring, die Partylaune ist ihm vorerst vergangen! Doch Lara holt erneut mit dem Stuhl aus – so viel Aggression und Wut stecken in ihr… und sie zielt damit auf Rob's Kopf!

CHAIRSHOT ZUM DRITTEN! NEIN!

Lara haut zwar mit voller Wucht darauf, aber die Stuhlkante knallt ein paar Zentimeter neben das Gesicht des Oaklanders. Wahrscheinlich hätte dieser Schlag für einige Gesicht-OPs gesorgt.  Der Stuhl fliegt mit einem hohen Bogen davon. Zur gleichen Zeit lässt Barry Wilson den Ersatzringrichter los, woraufhin er noch im Lauf zum Ring das Match abläuten lässt. Stem marschiert mit einigem Abstand hinterher.

*DING* *DING* *DING*

Mutig slidet Charlie Swanson in den Ring, Lara hebt unschuldig die Hände hoch und entfernt sich einige Schritte von Rob und Nelson Frider.

Jane Nelson: "Das Match endet mit einer Disqualifikation für Lara Lee und der Sieger ist damit ROB COLLINS!"

Mike Garland: "Was ich nicht verstehe: Warum hat Lara den Ringrichter ausgeknockt? Und warum hat Stem den anderen Ringrichter festgehalten, dann aber losgelassen? Das macht doch alles überhaupt keinen Sinn!"

Vincent Craven: "Ich weiß, es klingt verrückt, aber es kann sein dass Lara und Stem tatsächlich versucht haben die Unbeteiligten möglichst unversehrt auszuschalten."

Mike Garland: "Was soll das heißen?"

Vincent Craven: "Naja, Lara hätte den Referee mit einem harten Punch ausschalten können. Stattdessen landete Frider in einem Submissionhold und Frider ist sogar schon wieder fast auf den Beinen. Der wird "nur" höllischen Nackenschmerzen haben. Und Stem hat Charlie daran gehindert sich einzumischen, damit er nicht etwas Ähnliches wie Nelson abbekommt. So etwas nennt man Ganovenehre, glaube ich."

Mike Garland: "Das wird trotzdem ein Nachspiel für die Carnageddon geben!"

Lara Lee genießt das von ihr erzeugte Chaos und lässt sich feiern, vor allem für ihren Angriff auf Collins. Nach wenigen Minuten ist es allerdings an der Zeit etwas zu sagen. Barry Wilson der es sich auf dem Apron gemütlich macht und geradezu entspannt seine Arme auf das oberste Seil legt, wirft seiner Teampartnerin ein Mikrofon zu. Lara fängt es einhändig.

Bevor sie den Mikrofon zum Mund führt, wirft sie die lange Haaren mit einer schwungvollen Handbewegung nach hinten.

Lara: "Das hat euch gefallen, oder?"

Sie deutet auf Rob Collins, der sich mittlerweile aus dem Ring geschleppt hat und jetzt auf wackeligen Beinen den Gangway entlang torkelt. Klare Zustimmung aus dem Publikum. Collins ist die Reaktion der Fans relativ egal, er will raus zu seiner Party. Viele würden sagen, es gibt nichts mehr zu feiern, aber auf dem Papier ist Rob der Sieger. Er bezahlt diesen Sieg zwar mit starken Schmerzen, die einige Tage anhalten werden. Allerdings ist dies nur ein Grund mehr, es auf seiner Party nun so richtig krachen zu lassen. Wie jeder weiß: Alkohol hilft immer. Was Armitage's Plan bezüglich Lara Lee betrifft. Der Zug, sie irgendwann als Unterstützung gegen Lafayette zu gewinnen, dürfte mit der heutigen Aktion nun endgültig abgefahren sein. Beim Rumble steht sie nun zumindest ganz oben auf der Liste von Rob Collins, egal was Armitage sagt. Sein Date mit Lafayette hat Donald sowieso safe.

Lara: "Aber leider mir nicht. Dieser Arsch da stellt nur einen Auftakt zu etwas Größerem dar – denn ich und Stem wollen endlich anfangen, wofür Carnageddon steht. Denn bislang wurden wir nicht ernstgenommen. Die Deception machen über uns lustig. Die Ring Assassins denken wir sind gar keine echte Wrestler, sondern nur zufällig in die PCWA hineingestolpert. Mein Name wird totgeschwiegen. Stem hängt angeblich nur noch in der Luft und steckt im bedeutungslosen Nimbus fest. Manche mögen keine Terminatrixen oder Frauen, die nicht in der Küche bleiben wollen. Manche mögen Stem nicht weil er einfach nur ein "netter Tollpatsch" ist. Kurzum, es wird kaum bis gar nichts über Carnageddon geredet. Wir bekommen andauernd Chancen auf Cotatores Championship, aber anscheinend versauen wir es immer wieder. Offenbar waren wir einfach zu brav gewesen und haben die Schicksale, die auf uns zukommen, einfach abgenickt. Das hört jetzt auf."

Plötzlich klettert sie halb auf einer Turnbuckle hoch.

Lara: "Die Schon- und Spielzeit ist vorbei. Dieser Kindergartenscheiß hört jetzt auf! Es ist Zeit für Chaos, Brutalität, Blut und Gewalt! Es ist Zeit, dass wir als echte Gegner wahrgenommen werden! Und um das zu beweisen, werden wir jenen Menschen die Augen öffnen… wenn nötig mit Gewalt!"

Jetzt springt Muscle Chick von der Ringecke ab und bleibt in der Mitte des Rings stehen. Sie deutet auf Rob Collins der den Ausgang nun fast erreicht hat und die Worte von Lara weiterhin ignoriert.

Lara: "Der da ist unser erster Opfer. Und es wird heute nicht unser einziger Opfer bleiben! Sagt eure Gebete auf, hängt Talismen um, führt Heilungsrituale durch, macht einen Regentanz.... und trotzdem wird alles euch gar nichts nützen, DENN WIR WERDEN EURE ÄRSCHE AUFREISSEN! TONIGHT IS TIME FOR..."

Sie hält inne und hebt die freie Faust hoch.

Lara: „…RAMPAGE OF CARNAGEDDON!!“

"RAMPAGE! RAMPAGE! RAMPAGE!"

Dann richtet sich ihr Blick schließlich auf Barry Wilson. Sie blicken einander. Und wieder einmal findet ein wortloses Gedankentausch zwischen ihnen statt. Schließlich nickt Stem nachdrücklich zu seiner Freundin, woraufhin diese an ihn vorbei nach draußen jumpt und rennend den Rückweg zum Entrance-Eingang zurücklegt, während Barry fast schon gelangweilt in die Runde blickt.


------------------ PCWA ------------------

Im folgenden Video sehen wir Adam Cage in Jeans und kariertem Hemd irgendwo an einem Computer sitzen. Die Video Einstellungen des folgenden Vlogs, dass irgendwo auf einer Videoplattform hochgeladen wird, lässt darauf schließen, dass sich Adam Cage entweder zu Hause oder in privaten Räumlichkeiten befindet. Scheinbar bedrückt ihm etwas, denn seine Gesichtsausdrücke und die Mimik im Gesicht verraten dem Zuschauer, dass den neuen PCWA Superstar etwas bedrückt.

Adam Cage: „Hey Leute. Ich bins Cage. Wie ihr seht sitze ich hier zu Hause rum, anstatt bei euch in der Arena zu sein. Ich wollte eigentlich auftauchen, aber dann ist mir was dazwischen gekommen.“

Adam Cage wischt sich die Nase mit dem Handrücken ab. Hat er etwa geweint? Oder einfach nur eine triefende Nase? Die Augenringe verraten uns jedenfalls, dass er in den letzten Tagen nicht sehr viel geschlafen hat.

Adam Cage: „Ich hab mir beim letzten Match gegen Ronin den Knöchel leicht verletzt und musste mein Training etwas zurückfahren. War übrigens ein gutes Match. Ronin hat gezeigt, dass er Kampfeswille besitzt. Ja ...“

Adam Cage überlegt einen Moment, dann dreht er die Kamera etwas und man sieht ein Ölgemälde im Hintergrund. Das Motiv: Ronin vs Adam Cage im Ring, natürlich aus Sicht eines Adam Cage gemalt.

Adam Cage: „Das Match beschäftigt mich noch immer, wie ihr seht. Ja, es ist ein Ölgemälde von mir und Ronin. Ich hab es selber gemalt. Wisst ihr, ich verdiene mir mit der Kunst nebenher ein paar Kröten und werde das Gemälde, wenn es fertig ist, bei einer Kunstausstellung versteigern. Hab ich schon immer gemacht. Deswegen nennt mich so ein Knilch aus Lucha Libre Liberty auch ‚The Artist‘ anstatt bei meinem Namen Chris Cage. Ich mochte das noch nie, wenn mich jemand einfach nur ‚The Artist‘ nennt, deswegen habe ich den Namen auch nie angenommen, obwohl er im Grunde eine passende Beschreibung meiner Nebentätigkeit ist.“

Adam Cage schwelgt jetzt etwas in der Vergangenheit, Erinnerungen kommen auf. Erinnerungen an alte Zeiten. Das Studentenleben.

Adam Cage: „Aber das Problem ist ... heutzutage interessiert sich niemand mehr für Kunst. Ich habe angefangen das Zeug zu studieren, wollte einfach der beste Maler aller Zeiten werden. Ein neuer Rembrandt, wenn man so will, aber ... eines Tages ging mir das Geld aus und ich konnte das Studium nicht mehr bezahlen. Zu dieser Zeit in etwa lernte ich einen Typen kennen, der mich beim Wrestling Training sah. Er sagte zu mir er sei Promoter und habe einen eigenen Ring. Was ihm fehle, sei ein wirklich guter Superstar.“

Verträumt guckt Cage sich in seiner Wohnung um. Seine Blicke gleiten von einem Bild zum Anderen. Es folgen weitere Erinnerung, quasi die Gründe, wie und weshalb jedes einzelne Bild entstanden ist. Der Zuschauer kann die Zeichnungen leider nicht sehen, bis auf das Ölgemälde.

Adam Cage: „Ich begann für ihn zu arbeiten. Für kaum 100$ am Abend. Er versprach immer wieder, es kommen bessere Zeiten. Doch es gab keine besseren Zeiten. Es gab immer nur die drei Abende in der Woche, die mir 100$ einbrachten. Es reichte nicht fürs Studium. Also gab ich auf und nahm noch mehr Bookings an, um über die Runden zu kommen. Es funktionierte ... ich hatte genug zum Leben.“

Adam Cages Blick fällt wieder auf das Gemälde mit ihm und seinem letzten Gegner Ronin. Der Blick wird ernster.

Adam Cage: „Tja, mein Freund. Ich habe es dir gesagt, dass du dich auf den Holzweg befindest. Dein Gerede über Dämonen und dein innerer Kampf gegen die Drogen und mit was du alles deine Problemchen hattest, haben dir kein Stück geholfen. Im Gegenteil. Deine Videos und deine Worte haben mir deine Schwächen offenbart. Du hast einfach nur Angst vor dir selber. Du hast Angst davor, zu versagen. Du fürchtest dich vor den Konsequenzen, die auf dich einstürzen werden, wenn du dein Ziel aus den Augen verlierst und glaubst, wenn du im Wrestling Erfolg hast, könnte das deine Seele retten. Nicht wahr?“

Adam Cage beugt sich ein wenig vor und sieht direkt in die Kamera.

Adam Cage: „Doch da muss ich dich leider enttäuschen. Wrestling wird dich nicht retten. Und uns die Show vom Ring Warrior vorzugauckeln macht dich nur verletzbar. Ronin, der Wrestler, ist nichts weiter als eine Art Alter Ego, das du dir nur deswegen geschaffen hast, weil du Angst davor hast dir selbst in die Augen zu sehen. Du hast dir Video Material aus 15 Jahren Adam Cage angesehen. Hast du wirklich geglaubt, dass dich 15 Jahre Bildmaterial auf das vorbereiten werden, was dich erwartet, wenn du gegen mich in den Ring steigst?“

Adam Cage schüttelt nur verständnislos den Kopf, geht mit den Händen durch sein blondes Haar und rauft sich teilweise symbolisch die Haare.

Adam Cage: „Oh Mann, wie blöd musst du eigentlich sein, Ronin? Hast du wirklich geglaubt, ich spule einfach nur mein Programm ab, das ich jahrelang im Indy Ring zeigte? Hast du wirklich geglaubt, du kennst mich so gut, dass ich für dich berechenbar werde? Das war ein sehr großer Fehler, Bruder.“

Cage faltet die Hände, während er sich erneut umsieht und nach den passenden Worten sucht.

Adam Cage: „Aber ich will kein Spielverderber sein. Wenn der Brawlin' Rumble vorbei ist, gebe ich dir Gelegenheit zu einem Rückmatch. Nur du und ich. Die Regeln darfst du bestimmen. Normales Match? Tag Team Match? Streetfight? Was immer du willst, ich werde da sein! Ja, sicher ich weiß, was du jetzt sagen wirst. Leider musst du meine Challenge ablehnen, weil du etwas Größeres vor hast, etwas Besseres. Du bist nämlich der Typ, der den Brawlin' Rumble gewinnen wird und sich dann in epischen Titelkämpfen mit Ruhm bekleckern wird. Oh Mann! Natürlich wirst du das tun ... klar.“

Dann flüstert Adam Cage die nächsten Sätze, so, als wolle er Ronin direkt mit seinen Worten beschwören.

Adam Cage: „Das wird nicht passieren. Du und ich, wir beide wissen doch, dass du im Brawlin' Rumble keine Chance hast. Sieh die Sache, wie es ist: du hast versagt. Du konntest zwar einen müden Altstar in der PCWA besiegen, doch am vorhersehbaren Rookie bist du gescheitert. Glaube mir, wenn ich dir sage: das wird dir wieder passieren. Beim Brawlin' Rumble werden sich so viele unberechenbare Gäste herumtreiben, die deine Angst spüren und sie ausnutzen werden. Glaub mir, es wäre besser für dich, gleich aufzugeben.“

Dann lehnt sich Adam Cage wieder in seinen Schreibtischstuhl zurück, faltet symbolisch die Hände und spricht wieder ganz normal, während er mit dem Stuhl hin und herschwingt.

Adam Cage: „Was mich angeht, ich werde selbstverständlich am Brawlin' Rumble teilnehmen. Ich weiß, es ist eine große Sache und die Herausforderung, die mich dort erwarten wird, ist ... sagen wir ... größer als ein Menschenleben je sein wird. Dort werden sich zahlreiche Superstars, Legenden und Ikonen tümmeln und Typen wie mich klein und schwach aussehen lassen. Aber trotzdem bin ich der Überzeugung ...“

Adam Cage beugt sich leicht hervor und fokussiert den Blick auf die Fans jenseits der Kamera.

Adam Cage: „ ... dass ich es verdient habe, an diesem Ereignis teilzunehmen. Ich habe es genauso verdient, wie jeder andere Superstar in der Welt. Und ich werde vor dieser Herausforderung nicht zurückschrecken. Es mag sein, dass da draußen ein Typ auf mich wartet, der mich ohne zu zögern über das oberste Seil nach draußen werfen kann. Und wer weiß, vielleicht gelingt ihm das auch mühelos? Aber deswegen werde ich nicht aufgeben! Ich weiß, dass ich als absoluter Außenseiter in das Match gehen werde und ich bin mir sicher, niemand wird Notiz von mir nehmen. Aber das ist nicht wirklich wichtig, denn wirklich wichtig ist nur ein Mann: der, der zuletzt im Ring steht!“

Mit der linken Hand fährt Cage zum Computer, um die Übertragung zu beenden.

Adam Cage: „Wir werden sehen, wer der Letzte im Ring sein wird.“

Das Bild erlischt.


Vincent Craven: "Auch Adam Cage ist heute Abend nicht anwesend, sendet uns allerdings auch ein Video und steuert gleich mal eine Rückschau auf seinen Kampf gegen Ronin sowie eine Kampfansage für den Rumble teil."

Mike Garland: "Ob sein Fehlen mit dem Video zu tun hat, was wir zuvor gesehen haben? Dass er sich den Knöchel verletzt hat, ist nämlich keine gute Begründung."

Vincent Craven: "Wohl wahr. Und wenn er hier gewesen wäre, hätte er auch mitbekommen, dass Ronin gar nicht davon sprach den Rumble zu gewinnen, sondern die Sache recht realistisch sah - so wie Cage gerade auch."

Mike Garland: "Dennoch schlägt er bei Ronin in eine ähnliche Kerbe, wie dies auch Jimmy Maxxx zuvor tat. Es scheint also etwas daran zu sein."

Vincent Craven: "Man muss es nur oft genug sagen, was?!"

Mike Garland: "Meiner Meinung nach sollte Ronin sich einfach Maxxx zuwenden, ganz einfach. Maxxx hat letzte Show immerhin auch unseren Undisputed Gerasy besiegt, der gerade auf der Leinwand erscheint."


------------------ PCWA ------------------

Marc Poe ist zurück von seiner "Mission" im Wald. Ein letzter Rest von seiner Tarnschminke ist noch unter den Augen und an seinen Ohren zu erkennen, während er zielgerichtet durch die Gänge des Backstage-Bereich des PCWA-Theaters wandert. Für die Zuschauer an den Fernsehgeräten und in der Halle, ist es sicherlich verwunderlich Poe's dreckiges Gesicht zu sehen, aber eventuell gibt es dafür gleich eine Erklärung.

Poe hat sein nächstes Ziel für den heutigen Abend erreicht, mit dem Knöchel des Zeigefingers klopft er an die Tür einer Kabine. Über seine breite Schulter hinweg lässt sich auch der Name des Inhabers erkennen....

 

JAMES GOOD

 

Der Undisputed Gerasy Champion hat aus reiner Höflichkeit kurz geklopft, denn sein Kumpel aus London erwartet ihn bereits. 

Marc Poe: "Yo, James."

Godd blickt kurz auf, während er sich das Klebeband um die rechte Faust wickelt. Nicht mehr lange, dann wird er allen zeigen, dass er auch in einem Singles Match das Zeug hat um gegen Sharpe bestehen zu können. Er wollte dieses Match unbedingt und er ist froh, dass Jona Vark es ihm so problemlos gewährt hat. Als er seinen Freund jedoch erblickt, ist es zunächst allerdings Überraschung, die dem Mann aus London ins Gesicht geschrieben steht. Verwirrt kratzt sich Britain's finest am Kopf.

James Godd: "Ah there You are. Hab schon gedacht, dass du gar nicht mehr kommst. Aber sag Mal ... was ist denn mit deinem Gesicht? Versuchst du etwa den Platz im Main Event gegen mich zu ergattern, indem du dich als Blacky ausgibst?"

Godd grinst breit. Poe lächelt, es war fast zu erwarten, dass er mit einem nassen Taschentuch nicht die komplette Farbe aus dem Gesicht bekommt. Damit steht für ihn fest, dass Gesichtsfarbe nicht so sein Ding ist.

Marc Poe: "Lange Geschichte, James. Die kurze Version lautet: Ich habe versucht Licht ins unergründliche Dunkel zu bringen."

Godd nickt, er hat verstanden. Poe war in Sachen "Shadow" unterwegs. So hat eben jeder von ihnen immer auch noch andere Dinge zu erledigen. Bei ihm war es Smash und Collins eins auszuwischen, was ihm bestens gelungen ist. Ob Poe auf seiner "Mission" ebenso erfolgreich war, bleibt abzuwarten.

James Godd: "Auf diese Story bin ich wirklich gespannt. Im Moment wirkst du nämlich wie eine Figur aus einem Tom Clancy Roman."

Marc Poe: "Nicht ganz falsch, James. Du und ich wir sind doch sowas wie die Spezieleinheit der PCWA. Wir bekämpfen DAS Böse, ich im Wald und du gleich im Ring."

Godd denkt, dass Poe definitiv Recht hat. Außer Poe, er und vielleicht noch Mad Dog bekämpft niemand die dunklen Typen der PCWA. Sie sind wirklich so etwas wie eine Spezialeinheit. Er nickt seinem Kumpel zu.

James Godd: "Wir sind wirklich die Special-Forces der PCWA. Konntest du dich denn im Wald an Shadow für deine Niederlage revanchieren?"

Weil interessieren tut den Engländer das schon. Neugierig blickt er seinen Kumpel, den höchsten Titelträger der PCWA, an.

Marc Poe: "Ich würde es einen Teilerfolg nennen, aber die Sache ist noch lange nicht vorbei. Es wird solange gehen, bis ich ihm bewiesen habe, was die Ladies schon wissen."

Godd schaut den Marylander fragend an. Poe hat darauf gewartet und verlängert seine dramatische Pause, dann grinst er seinen Kumpel an.

Marc Poe: "Das ich der bessere Mann bin."

Godd lacht kurz auf.

James Godd: "ALLE außer dem Schatten selbst wissen, dass du der Bessere bist. Heute Abend bin jedoch erst einmal ich dran damit der Welt etwas zu beweisen. Nämlich, dass der Sieg von Kevin Sharpe im Quest 4 the Best Finale durch Einroller nicht mehr als Glück war. Glück hat man Mal, und Mal nicht ... heute ist der Abend, an dem Kevin sein Glück verlässt!"

Godd fletscht seine Zähne, so verbissen hat ihn Poe bisher noch nie gesehen. Aber der ehemalige Hafenarbeiter freut sich, dass der Engländer seinen Kampfgeist wieder gefunden hat. Denn nach Godd's Niederlage im Finale bei CORE war sich Marc nicht so sicher, ob James überhaupt weitermacht. 

Marc Poe: "Es freut mich wirklich dich so motiviert zu sehen und ich bin mir sicher, dass du siegen wirst. Wenn es dir Recht ist, dann werde ich dich diesmal aus dem Publikum unterstützen."

Der Mann aus London macht ein leicht missmutiges Gesicht, was nicht daran liegt, dass der Undisputed Gerasy ihn unterstützen möchte. Vielmehr muss James an die vergangene Vendetta Ausgabe denken. Von den Zuschauerrängen musste er hilflos mit ansehen, wie Kevin Sharpe in den Ring marschiert und Marc Poe attackierte. Irgendwie plagt den Engländer ein schlechtes Gewissen, da er den Angriff nicht verhindern konnte.

James Godd: "Dann hoffen wir nur, dass du mehr Erfolg dabei hast als ich. So oder so kann sich Sharpe darauf gefasst machen einem mehr als nur motivierten Gegner gegenüberzustehen. Ich weiß um meine Fähigkeiten und beim Quest hatte ich Sharpe so nah an der Niederlage. Im Tag Team Match musste er gar den Pin fressen. Heute mache ich den Deckel auf den Topf und beende dieses Kapitel, um mich anschließend voll und ganz dem Rumble widmen zu können ... aber das hier heute Abend hat Vorrang. Ich muss das erst hinter mir lassen!"

Er nickt entschlossen mit dem Kopf.

Marc Poe: "Ich kann dich verstehen. Beim Rumble musst du voll konzentriert sein, um ihn gewinnen zu können. Ich bin zuversichtlich, dass du deine Angelegenheiten heute Abend klärst. Sharpe soll ebenso wie ich mit einer Niederlage in unser Match beim Rumble starten."

Godd blickt den ehemaligen Hafenarbeiter mit einer etwas nachdenklichen Miene an. Er hat schon oft gedacht, dass er seine Angelegenheiten klären könnte und ist dann durch seine Selbstsicherheit auf die Schnauze gefallen. Solche naiven Fehler werden ihm nicht noch einmal passieren. Er ist auf jeden Trick von Sharpe vorbereitet ... er will dieses Match seit Wochen und heute, wo er es bekommt, darf er einfach nicht scheitern. Ohne, dass er es merkt, ballt sich seine rechte Faust. Denn die Sache mit Sharpe ist einfach mehr als nur der sportliche Wille diesen zu besiegen. Die Geschichte der beiden reicht so viel weiter zurück und einst waren die beiden Kontrahenten sogar ernsthaft miteinander befreundet, ehe Sharpe einen Weg wählte, den auch ein Godd oder Mad Dog bereits beschritten hatten. Dafür, dass Sharpe ihn so getäuscht hatte, würde er ebenfalls heute Abend zahlen. Er nickt schließlich mit dem Kopf.

James Godd: "Ich will es hoffen mein Freund. Und dann lautet mein großes Ziel: Brawlin' Rumble Sieg 2019. Wenn es schon nicht der Quest geworden ist, dann darf es doch zumindest gerne der Rumble sein, dachte ich mir."

Er lacht kurz auf und schenkt Poe ein breites Grinsen.

James Godd: "Das würde im Umkehrschluss dann natürlich bedeuten, dass wir aufeinandertreffen ... und ganz ehrlich ... ich würde dir in solch einem Fall keine Geschenke machen Kumpel."

Er grinst einmal mehr, zwinkert seinem Kumpel dann jedoch freundschaftlich zu.

Marc Poe: "Es ist nicht das erste Mal, dass ich es heute Abend sage: Ich bin einem fairen Wettkampf nicht abgeneigt. Und den kann ich in der PCWA offensichtlich nur gegen Mad Dog oder dich führen. Und da sich Fairness am Ende immer duchsetzt, wirst du Sharpe in die Schranken weisen und beim Rumble eine große Rolle spielen. Falls du am Ende der Sieger bist und ich Sharpe besiegt habe, werde ich natürlich auch bei Out of Ashes keine Geschenke verteilen. Dir geht es dann sicher ähnlich."

Der Engländer nickt und für einen kurzen Moment sehen die beiden Freunde sich mit ernsten Mienen an, ehe Godd wieder sein Babyface Lächeln aufsetzt und fortfährt.

James Godd: "Could be interesting. Aber wie gesagt ... bis dahin ist es noch ein weiter Weg und heute gilt es, erst einmal Blackheart die Schwärze aus dem Herzen zu prügeln! You can bet that I'm ready for this!"

Er nickt ernst mit dem Kopf und erhebt sich von seinem Platz. Er greift zu dem Springseil, welches auf dem Tisch liegt und beginnt damit Springübungen zu machen. Poe beobachtet den Engländer ein letztes Mal, dann macht er sich auf die Kabine zu verlassen. Mit einer Handbewegung verabschiedet sich der Undisputed Gerasy, hier gibt es heute nichts mehr zu tun außer seinen Kumpel später die Daumen zu drücken.Poe wird sich unter die anderen Fans von James mischen und von dort den Engländer anfeuern.

James nickt Marc zu, ohne die Übung zu unterbrechen. Ab jetzt gilt es. Die Zeit für Smalltalk ist vorbei und seine Konzentration muss voll und ganz diesem Match gehören, dass ihm bevorsteht. So heißt der Engländer den Entschluss von Poe ihn alleine zu lassen auch gut. Fokussiert ist sein Blick auf die Wand gerichtet, während er auch weiterhin seine Springübungen macht. England is ready to fight!


Vincent Craven: "Wunderbar. Auch Poe und Godd stecken ihre Gemeinsamkeiten ab und schielen auf ein mögliches Match bei Out of Ashes."

Mike Garland: "Godd mag das Match gegen Sharpe wichtig sein, aber er wird trotzdem untergehen. Wozu also das ganze Gerede?"

Vincent Craven: "Weil sich die beiden, ggf. auch mit Mad Dog, gegen die dunklen Kräfte in der PCWA formieren. Da ist es immer wieder wichtig, sich des anderen zu versichern. Gerade wenn solche Events anstehen wie der Brawlin' Rumble."

Mike Garland: "Ja, gerade bei solchen Events wird geträumt, was das Zeug hält. Ich bin ja eher für Taten, so wie wir sie nach dem zweiten Match gesehen haben."

Vincent Craven: "Wo du es gerade ansprichst, wollen wir direkt nochmal zu Lara Lee und Stem schalten."

 


------------------ PCWA ------------------

Schwer atmend vom Adrenalin des Matches, der Anstrengung und der Vorfreude auf das, was nun folgen wird, steht Lara Lee mit geballten Fäusten im schummrigen Licht des Kellers. Nun ja... lediglich die Schreibtischlampe beleuchtet das Gewölbe.. doch der Bewohner des Kellers sitzt nicht wie gewöhnlich dahinter. Schnell taxiert die Amazone die Räumlichkeit. Nichts zu sehen.

Lara: "Verdammt... "

Ein Geräusch aus der hinteren Ecke des Kellers lässt das Muscle Chick herum wirbeln. Und dort steht er tatsächlich. Lange Tarnhosen, schwarzer Hoodie. Doch die Kapuze ist nicht aufgezogen... Lara blickt in das schwarz und weiss geschminkte Gesicht von Blackheart... dessen Lippen zu einem beinahe amüsierten Grinsen verzogen sind.

Sharpe: "Lara Lee... so stark, so wütend. So fokussiert auf mich. Wie gefühlt der komplette Roster der PCWA. Also... "

Während er spricht geht er ein Stück näher auf das Muscle Chick zu und entledigt sich des Hoodies. Darunter trägt er ein schwarzes Tanktop, welches lediglich in blutroten Lettern mit "KBHS" bestickt ist. Dann knackt er die Fingerknöchel durch und breitet die Arme aus.

Sharpe: "Wollen wir?"

Jede Faser ihres Körpers möchte sofort losspringen und diesen Kerl verprügeln. Sie hat nichts mit allen denen zu schaffen, denen Sharpe in irgendeiner Form weh getan hat. Doch die Vergangenheit hat ihr gezeigt, allein schon das Gespräch mit James Godd, dass dieser Mann beinahe die Ursache allen Übels hier in der PCWA ist. Und doch hallen die Worte von Britain's Finest in ihrem Kopf nach. Und jetzt, wo sie ihm gegenüber steht und in die beinahe raubtierartige Fratze blickt... kommen ihr Zweifel.

Lara: "Woher weiss ich, dass nicht in einer Sekunde dein persönlicher Speichellecker aus irgendeiner Ecke springt, hm? Komm' schon, Sharpe. Du bist nicht gerade für Fairness bekannt."

Blackheart neigt den Kopf schräg, dann klatscht er zweimal in die Hände. Der Keller wird in angenehmem Licht erleuchtet. Und noch viel wichtiger... erhellt wirklich jede Ecke. Das Muscle Chick lässt kurz die Augen herum schweifen, was Kevin nicht verborgen bleibt.

Sharpe: "Wie du siehst... es ist niemand hier. Kein Tony Graves, kein Kevin Smash."

Dann verschwindet das Lächeln urplötzlich und sein Gesicht verzerrt sich zu einer widerlichen Grimasse.

Sharpe: "Komm' schon, du Schlampe. Zeig', was du drauf hast... ausser einer großen Klappe und an Dosen zu schlecken... "

Mit einem Aufschrei der Wut schnellt Lara nach vorne und visiert mit der rechten Faust das Kinn von Blackheart an. Doch der hat den Vorstoss geahnt und geht einen Schritt zur Seite. Und so springt die Amazone ins Leere, kommt auf beiden Beinen auf und hebt geistesgegenwärtig die Hände vor den Kopf... damit sie nicht ungebremst mit dem eisernen Schrank kollidiert. Und sie bemerkt sofort ihren Fehler.

Denn hinter ihr ist Blackheart und schlägt ihr die rechte Faust hart in die Nieren. Er selbst verhindert, dass sie wie ein Schnappmesser zusammenklappt, indem er sie mit der anderen Hand festhält. Sie spürt seinen Atem an ihrem Ohr.

Sharpe: "Das war ja wohl nichts. Das kannst du doch be... "

Keine Zeit für blöde Sprüche, nun dominiert ihr Instinkt. Und der fährt einfach den linken Ellenbogen aus. Sie spürt, wie der harte Knochen mit der weichen Lippe Sharpe's kollidiert. Und sie spürt, dass es ein Volltreffer war, denn er geht zwei Schritte zurück. Sie dreht sich um, immer noch den Schmerz in den Nieren verspürend, registriert aber mit Genugtuung, wie Blackheart seine blutende Lippe hält und eine Ladung des roten Lebenssafts auf den Teppich des Kellers spuckt.

Sharpe: "Nicht übel, Lara. Wirklich gar nicht übel. Aber... war das schon alles?"

Ohne auch nur ein Wort zu erwidern schnellt das Muscle Chick erneut nach vorne. Erneut taucht Blackheart zur Seite weg, doch dieses Mal hat Lara damit gerechnet. Während Sharpe unter dem rechten Schwinger hindurch taucht zieht sie das Knie an... und trifft Blacky mit voller Wucht seitlich im Gesicht. Sein Kopf schnappt zur Seite, während der Nacken ein ungesundes Knacken von sich gibt. Doch Lara gönnt sich keine Pause... sie weiss, wenn sie ihn zu Boden bringen will, dann muss es JETZT sein!

Sofort dreht sie sich wieder um. Sharpe derweil kniet, auf seine Hände gestützt, auf dem Boden. Ein beinahe lüsternes Grinsen umspielt die Lippen der Amazone... sie nimmt Anlauf und zielt auf seine Rippen... doch Kevin rollt zur Seite und fährt das Bein mit voller Wucht aus! Gepaart mit der kinetischen Energie vom Anlauf der Amazone ist die Kollision verheerend... und so landet Blackheart's Ferse direkt in ihrem Magen. Lara hebt ab und knallt unsanft auf den Rücken, während Sharpe kurz Luft holt.

Sharpe: "Miststück."

Das Muscle Chick kniet auf dem Boden und hält sich schwer atmend den Bauch. Über ihr trohnt nun Blackheart, breitbeinig und mit einem dreckigen Grinsen auf dem Gesicht. Er wischt sich das Blut von der Lippe und betastet kurz seinen Wangenknochen, der bereits eine rötliche Farbe angenommen hat und leicht geschwollen ist.

Sharpe: "Arme, kleine Lara. Denkst du ALLEN ERNSTES, du kannst hier herunter kommen und mir das Fell gerben? Newsflash, Bitch! Ich bin kein Versager wie Rob Collins , den du einfach überrumpeln kannst. Ich habe ALLES gewonnen, was es in dieser Scheissliga zu gewinnen gibt! Und dann kommt Lara Lee hier herunter... okay... immerhin die erste Frau, die das Battlefield auf dem Schrottplatz gewonnen hat... "

Das Grinsen ist einer vor Wut verzerrten Fratze gewichen, als er mit der rechten Hand nach unten in Lara' s Haare greift, zu packt und ihren Kopf grob nach hinten reisst. In dem Moment, als sie seine Augen sieht... die sprühen vor Hass und Wut, realisiert sie, dass das ein Fehler war. Doch jetzt... ist es zu spät. Sie spürt den warmen Speichel, der in Tröpfchen auf ihren Wangen landet.

Sharpe: "Aber du bist NICHTS gegen mich. Ich bin schon so lange in diesem Geschäft, dass ich mich an ein Leben ausserhalb vom Wrestling gar nicht merh erinnern kann. Aber genug geredet... es wird Zeit, dass du deine Lektion lernst. Du wirst diesen Abend niemals vergessen, Lara Lee... dafür werde ich sor...hhhhhhhhrrrrrr."

Irgendetwas presst ihm die Luft aus den Lungen. Es fühlt sich an, als würde sich sein Brustkorb in einem Schraubstock befinden. In den glänzenden Augen der Amazone erkennt er eine Silhouette hinter sich... und er erkennt, dass sich seine Chancen drastisch verschlechtert haben.

Sharpe: "Wi...ls.....o...n... du... ver...d...amm....t..e...r... "

Die tiefe Stimme ertönt in seinem Rücken.

Stem: "Alles okay, Missy?"

Stöhnend erhebt sich das Muscle Chick. Sie geht auf Blackheart zu, der sich im eisernen Griff ihres Partners befindet. Sie leckt sich über die Lippen. Blut. Das Schwein hat wirklich einen harten Tritt. Sie baut sich vor Sharpe auf.

Lara: "Denkst du wirklich, ich hätte dich unterschätzt und wäre so blöd, allein hier herunter zu kommen? Dass der Große mich im Stich lässt? Er SOLLTE erst später dazu kommen."

'Um mich in Sicherheit zu wiegen.' Verdammt.

Lara: "Ich schulde dir noch etwas."

Sie dreht sich einmal um die eigene Achse und nun landet ihre Ferse in Form eines Spin-Kicks in Blacky's Bauch. Der würde gerne zusammen klappen wie ein Taschenmesser, doch Wilson's Arme verhindern dies. Irgendwie schafft er es den Kopf zu heben und fixiert Lara Lee mit einem Blick, der auch Milch sauer werden lassen könnte.

Sharpe: "Das wirst du büßen!"

Die Antwort folgt sogleich... ein Schwall warmes Blut vermengt mit Amazonenspeichel landet in Sharpe's Gesicht.

Lara: "Ich freue mich schon darauf! Barry?"

Der große Mann nickt und schleift Blackheart vor seinen Schreibtisch. Dann kassiert Sharpe noch einen Schlag in den Magen, Wilson entlässt ihn aus seinem Griff und nun packen Lara Lee und Stem zu!

Vincent Craven: "Oh nein... "

Mike Garland: "Ich fürchte doch... "

 

DOUBLE POWERBOMB!!!

 

Krachend geht das Holz zu Bruch und Sharpe bleibt regungslos in den Trümmern liegen.

Lara: "Hoffentlich enden seine Pläne genauso in den Trümmern!"

Dann verlassen Carnageddon den Keller und die Kamera blendet aus.

Minuten später hallt ein leises Quietschen durch den Keller. Tony Graves schiebt den Spind beiseite, hinter dem sich eine Art Geheimkammer befindet. Sie bietet nur Platz für eine Person, aber das ist für die Zwecke absolut ausreichend. Sofort ist er bei Blackheart.

Tony Graves: "You're allright, Blacky?"

Stöhnend setzt sich Kevin auf.

Sharpe: "Es wäre nicht das erste Mal, dass ich durch einen Tisch muss. Ausserdem haben wir ihn angesägt. Ich wusste, dass sie sich nicht mit einer einfachen Prügelei begnügen würde. Allerdings tritt und schlägt sie wirklich hart zu."

Der Gambler runzelt die Stirn. Doch Kevin hebt die Hand.

Sharpe: "Ich weiss, was du sagen willst. Es bleibt bei unserem Plan. Geh' jetzt und bereite dich vor."

Die Schlange nickt und verlässt den Keller. Kevin derweil holt aus dem Kühlschrank eine Dose Bier und aus dem Eisfach einen Beutel Eis. In den Trümmern des Schreibtischs findet er noch eine Dose mit Aspirin. Mit einem erneuten Stöhnen lässt er sich auf die Couch fallen, öffnet das Bier sowie die Pillendose, schüttet ein paar der Aspirin in seinen Mund und spült mit Bier nach.

Dann wandert der Eisbeutel auf sein Gesicht.

Sharpe: "Verdammt harter Schlag... "

Mike Garland: "Dieser elende James Godd... "

Vincent Craven: "Bitte was?"

Mike Garland: "Es ist doch offensichtlich, dass James Godd diese Attacke angeordnet hat!"

Vincent Craven: "Das ist selbst für dich nun wirklich sehr an den Haaren herbei gezogen!"

Mike Garland: "Ist das so? Godd macht sich doch in die Hosen vor Sharpe."

Vincent Craven: "Lara Lee hat das Zusammentreffen mit Sharpe in Japan nicht vergessen. Und Carnageddon scheinen hier eine Message senden zu wollen. Erinnere dich an das zweite Match... Rob Collins... "

Mike Garland: "Lara Lee würde das niemals... "

Vincent Craven: "Ach ja? Wenn dir die Bilder nicht reichen... erinnere dich an Jimmy Maxxx."

Mike Garland: "Na gut... aber was ist jetzt mit dem Main Event? Sharpe scheint nicht so auszusehen, als könne er heute noch ein Match bestreiten."

Vincent Craven: "Spannender Punkt. Aber das werden wir wohl nur abwarten können."


------------------ PCWA ------------------

Er sieht sich um: es hatte sich nichts verändert – zum Glück … und wie auch. Noch immer blickt ihn hier sein Antlitz zigfach an, wenn er sich um die eigene Achse dreht. Es fasziniert ihn, wenn er wie letzte Show sich immer wieder sah: das zurückgeworfene Düstere, dass dem Rest des PCWA Universe regelmäßig Fragezeichen beibrachte. War er deswegen ein Narzisst? Wohl eher nicht, denn er ging schließlich nicht am Verlangen nach dem unergründlichen Dunkel zugrunde, sondern noch eher daran, dass der Rest zu wankelmütig und selbstherrlich war.

Shadow wendet sich wieder dem nächstbesten Spiegel in dem Raum zu, in welchem er letzte Show bereits Tony Graves und etliche Zeit davor Goldstein erwartet hatte. Seine Hände fingern im Nacken herum und fixieren die langen Haare zu einem Pferdeschwanz, so dass sein grellweißes Gesicht nun offen liegt. Die großen grünen Augen mustern das zurückgeworfene Gegenüber: die Statur, die Umgebung – das nahezu komplett fahle Gesicht. Er ist und war sich seiner bewusst, denn etwas, das spiegelt, durchschaut nicht. Und er hoffte, dass dies auch so blieb.

Der Blick des Soul Survivors geht tiefer und er holt aus einer mitgebrachten Kramtasche mehrere Farbstifte, welche er auf Augenhöhe hebt und besieht. Schließlich entscheidet er sich für den in schwarz. Wie üblich. Ein weiterer Griff und wenig später waren die aussortierten Liner durch einen kleinen Schwamm ausgetauscht, der mit weißer Theaterschminke benetzt war.
Wieder geht sein Blick geradeaus, besieht sich sein Spiegelbild und verschränkt Hals wie Kopf, bis der am Kiefer noch immer prangende Neonklecks gut zu sehen ist. Mit der freien Hand streicht er nochmals ein wenig darüber, bis er die Kopfhaltung anspannt und den Schwamm mit dem Weiß am Klecks ansetzt …

… und wartet …

… dann sinkt seine Hand wieder. Die hypnotischen grünen Augen stieren in ihr Ebenbild. Obwohl er stumm und nahezu regungslos bleibt, spricht sein Blick trotzdem Bände. Die heutige Show sowie die Eindrücke dessen, was letzte Vendetta wirklich geschehen war, wogen schwer. Er verstand es – jetzt noch besser. Er rief sich die Worte Jona Varks in den Hinterkopf, dass sie seine Siege so bitter wie eine Niederlage schmecken lassen würde. Nur dass sie diesmal ihre Finger nicht im Spiel gehabt hatte, was den Triumph noch um einiges unverdaulicher machte, als er ohnehin schon für ihn war.

"Gefällt dir, was du siehst?“

Er blickt sich um: ein anderer, dem alternativen Gedankengut ebenfalls nicht Abgeneigter betrachtet, beobachtet – ja, fixiert regelrecht diese eben gesehene Szenerie einige Zeit, bevor er sich zu Wort meldet.

Jimmy Maxxx: „Sei ehrlich... kannst du nach deinem "Erfolg" in der letzten Show dich noch so einfach betrachten? Kannst du?"

Sagt er, als er in seinen abgewetzten, dreckigen Klamotten und fettigen, filzigen und nassen Haaren an den Schatten herantritt.

Jimmy Maxxx: "Die ganze Welt hat es gesehen, Shadow. Kevin Sharpe hat dich nicht nur ein weiteres Mal für seinen eigenen Zweck missbraucht, sondern dich wieder mal in der Scheiße liegen lassen. Und jetzt stehst du trotzdem so selbstverliebt hier, geilst dich an deinem Spiegelbild auf und brüstest dich damit, Marc Poe bezwungen zu haben?"

Der Original Berlin Boy lacht, dreckig und fies.

Jimmy Maxxx: "Du hast nichts, Shadow. Keinen Erfolg, keinen Titel und du hast auch nichts bewiesen gegen Marc Poe. Du bist immer noch der gleiche verdammte Loser, der gerne auf einem Level mit Marc Poe stehen und diesen besiegen will. Nichts hat sich geändert in der letzten Show. Du hast dir immer noch den falschen Feind gemacht, aber selbst keinerlei Fortschritte. Marc Poe interessiert sich für Kevin Sharpe und dessen Kopfspiele. Und nicht für deine lächerliche Gothshow, die so authentisch und echt ist wie meine Fähigkeit politisch korrekt zu sein."

Dann verschränkt Maxxx die Arme vor dem Körper, lauert auf eine mögliche Reaktion.
Shadow für sich wendet sich ihm zu, die Arme lässig am Körper hängen lassend. Aus den grünen Augen heraus mustert er den Crown-Träger eindringlich von oben bis unten, bevor er erneut aufschaut…
… und sich dann wieder zum Spiegel umdreht.

Seine Hand packt den Schwamm beiseite, so dass er nur noch mit dem Schwarzstift zwischen den Fingern spielt. In dieser Situation tritt Jimmy neben ihn und beobachtet von der Seite, wie der Soul Survivor sein Handy hervorholt.

Jimmy Maxxx: "Ahhhh... wir machen jetzt einen auf cool, ja? Warte, wo bleibt die nackte Blondine und die Metal Musik, während du am Bier nippst?"

Noch immer scheinbar ungerührt guckt der Schatten ihn kurz an, bevor er sich wieder seinem Mobiltelefon zuwendet. Maxxx folgt seinem Blick: auf dem Display wechselt Shadow, scheinbar noch unschlüssig, zwischen dem Symbol Blackhearts und dem Blackjack-Kartenpärchen hin und her…
… zumindest solange, bis der Berliner ihm das Handy aus der Hand reißt und hinter sich wirft.

Jimmy Maxxx: "DU... BIST...KEIN... STAR! Wenn, dann bist du nichts weiter als eine Pussy, ein Weichei. Eine Marionette, die gerade den kleinen Schwanz einzieht, während die Nase immer länger wird, weil sie ihrer Bestimmung entflieht. Du bist bockiger als jeder EU Parlament Politiker.... können wir also festhalten, das Shadow sich nicht traut, wenn sein Daddy Sharpe nicht mit dabei ist?"

Maxxx blickt zu Shadow hin, welcher der Wurfrichtung seines Telefons gefolgt ist. Dann schaut er Jimmy erneut tief in die Augen … und schüttelt den Kopf.
Schließlich entfernt er sich wieder und hebt sein Handy vom Boden auf. Er checkt, ob es noch funktioniert - Glück gehabt.

Jimmy Maxxx: "Oh, du bist also auch einer dieser Smombies, ja? Oh man, du bist ja echt ein wahrhaftig düsterer Typ mit deinem sauteuren Markentelefon. Soooo True..."

Der Schatten dreht ihm den Kopf zu: der Berliner spielt mit dem Schwarzmal-Stift Shadow, lässt ihn etwas ungelenk kreisen - und knackt ihn dann mit einer Hand in der Mitte durch.

Jimmy Maxxx: "Okay, ich sage dir was, Shadow: ich werde gleich wieder gehen. Du tust ja eh nichts, bist zahm wie eine Schmusekatze und am Ende ziehst du deine Hosen aus und legst dich vorn über auf einen Tisch als Sharpies kleine Schlampe."

Der Soul Survivor ist während der Worte wieder an ihn herangekommen, bleibt stumm vor ihm stehen. Doch neuerlich geht die Initiative von Maxxx aus, der dem unergründlichen Dunkel die Stiftreste in die offene freie Hand legt.

Jimmy Maxxx: "Okay, okay... das lässt wirklich tief über dich blicken, Shadow. Ich hoffe, dein Sharpie weiß, wie sehr du ihn liebst. Fraglich, so tot wie dein Kopf und dein Körper sind. Ich werde jetzt verschwinden. Krass, das jemand wie ich mal seine Zeit nicht mit jemanden "verschwenden" möchte..."

Mit einem verträumten Grinsen streckt Jimmy den Finger seiner rechten Hand aus und fährt über das Weiß der Wange bis hin zum Neonklecks…

… als plötzlich Bewegung in den Schatten kommt: scheinbar im Bruchteil von Augenblicken fährt dieser seine Regler hoch und reagiert genauso blitzschnell. Stiftreste und Handy fallen zu Boden und bevor Maxxx Finger die Neonfarbe erreicht, schließt sich Shadows Hand um Jimmys wie ein Schraubstock. Gleichzeitig schnellt sein anderer Arm um dessen Hals, worauf der Berliner zunächst um die eigene Achse gewirbelt wird. Das aber nur als Schwungholer, denn mit einer Art STO donnert der Soul Survivor Jimmy mit voller Wucht gegen eines der Spiegelgläser, das laut krachend und splitternd zerbricht.

Mit einem dicken Cut an der Stirn stolpert Maxxx wieder zur Raummitte, wobei ihm seine Cryption Crown von der Schulter zu Boden gleitet … aber er gleich darauf per Thrust Kick mit dem Rücken gegen den gegenüberliegenden Spiegel fliegt. Auch dieser berstet, als Jimmy dagegen kracht und zu Boden gleitet.

Japsend beobachtet er vom Boden aus, wie Shadow den verbliebenen Schwarzstift aufhebt und auf seine freie Wange eine große stilisierte Narbe zeichnet – ähnlich der, welche er schon zu seinem PCWA-Debütkampf trug.
Dann bückt er sich und hebt eine große und mit Maxxx' Blut benetzte Scherbe auf. Seinen Finger in die rote Flüssigkeit tauchend führt er diesen zu einem noch heilen Spiegel und malt „RUMBLE“ auf diesen.
Nachdem er letztlich noch sein Handy aufgehoben und wieder verstaut hat, geht er einen Schritt auf Jimmy zu. Shadow bückt sich, hebt dessen Titelgürtel und hält diesen für Maxxx sichtbar hoch.

Während der ganzen Szene hat der Schatten kein einziges Wort gesprochen – und er bleibt auch weiterhin stumm, als er mit unvermittelt auf Jimmy gerichtetem starrem Blick den Zeigefinger der rechten Hand hebt: er deutet auf die „RUMBLE“-Schrift, auf die stilisierte Narbe in seinem Gesicht, auf die Cryption Crown … und schließlich auf Jimmy und sich selbst!

Dann wirft er den Belt wieder zu seinem Besitzer, rafft seine Utensilien zusammen und verlässt den Raum, während er den Haargummi wieder entfernt und seine Mähne wieder vors Gesicht bugsiert.

Jimmy blickt ihm nach, lacht und grinst breit.

Jimmy Maxxx: "Ich finde es von mal zu mal mehr zum Lachen, das Typen wie er denken, das hier würde mich stören. Mich reizen. Im Gegenteil, das ist es doch, was ich will: Chaos und Dunkelheit! Ich werde beim Rumble den Schatten endgültig ins Verderben ziehen!"

Dann hievt er sich hoch und schnappt sich seinen Gürtel …


Vincent Craven: "Damit dürfte unser Match um die Cryption Crown beim Rumble stehen! Jimmy Maxxx trifft auf Shadow."

Mike Garland: "Der Schatten hat es dem Träger der Krone nonverbal beigebracht... recht intensive Geschichte."

Vincent Craven: "Maxxx hat es allerdings weniger beeindruckt. Vielleicht hat er allerdings auch noch im Hinterkopf, dass er sich die Matchart für diesen Kampf aussuchen kann. Das ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil."

Mike Garland: "Und er kennt nun die am Hals sitzende Schwachstelle des Schattens. Wie der da abgegangen ist, als Maxxx nur in die Nähe kam... Das sollte der Cryption für sich nutzen."

Vincent Craven: "Shadow will das Gold in jedem Fall haben. Und deswegen bekommen wir einen wahnsinnig spannenden Kampf auf der Card; zumal die beiden ja bereits bei Out of Ashes 2018 aufeinander getroffen sind."

Mike Garland: "Das Rückmatch startet nun beim 13. Rumble."

Vincent Craven: "Drei andere hatten ihr Rückmatch schon bei der letzten Vendetta und verloren dies leider. Deswegen haben sie ihre Gedanken etwas aufgehellt und sind in einen Ferienpark gefahren. Wir schauen uns auch noch das dritte Video von Happy Hour an."

Mike Garland: "NEIN! Muss das denn wirklich sein?!?" 


------------------ PCWA ------------------

Es ist düster und unheimlich. Kalte Luft weht ihnen entgegen. Spinnennetze erstrecken sich an den Wänden. Unheilvoll brennen einige Kerzen nieder. Ein Klirren hallt durch die Gänge. Bedrohliches Lachen kommt ihnen aus der Ecke entgegen. Richtig! Wir befinden uns gemeinsam mit Team Happy Hour und Hugo mitten in der Geisterbahn von „HAPPYLAND“. Die drei Jungs wirken begeistert und lachen immer wieder auf, wenn ihnen ein Gespenst entgegenkommt, oder eine überdimensionierte Spinne von der Decke herabfällt.

Brandon Cornwallace: „Das macht so einen Spaß Dudes. Ich denke wir sollten gleich noch eine zweite Runde machen, was denkt ihr?“

Hugo: „Also ich bin dabei.“

Gordon Banes: „Also ich weiß nicht so recht. Das ist ja ganz lustig und so … aber wirklich gruselig ist das jetzt nicht, Dudes. Das müsst ihr schon zugeben!“

Um seine Worte zu unterstreichen, deutet er auf die Umgebung des Trios. Cornwallace zuckt kurz mit den Schultern.

Brandon Cornwallace: „Ach und wenn schon, Dude? Wir sind ja schließlich nicht hierher gefahren, um Angst zu haben, sondern um Spaß zu haben, oder?“

Banes denkt kurz darüber nach und kommt zum Schluss, dass sein Partner absolut Recht hat. Er hatte diesen Trip schließlich vor allem organisiert, um die erneute Niederlage gegen Kevin Smash und seine Mannen zu verarbeiten. Und was die Laune von Bray-Bray angeht, so war das Ganze auch ein voller Erfolg. Bei ihm selbst sieht das Ganze jedoch ein wenig anders aus. Er war sich so sicher gewesen, dass er perfekt auf Smash, Collins & Co. vorbereitet gewesen war, doch am Ende hatten diese Mieslinge es einmal mehr geschafft die Titel zu verteidigen. Wenn schon die vorangegangene Niederlage am Ego von Banes knabberte, so war das mit dieser Niederlage erst Recht der Fall. Doch er würde zurückschlagen … sie würden zurückschlagen. Dafür war allerdings ein klarer Kopf von Nöten und nach der erneuten Niederlage, musste man sich ohnehin erst einmal hinten anstellen. So nickt er seinem Partner schließlich zu.

Gordon Banes: „Ja, du hast schon Recht, Dude. Aber lass uns bitte etwas anderes als diese Geisterbahn hier machen. Die langweilt mich wirklich zu sehr.“

Bray-Bray kratzt sich kurz am Kopf.

Brandon Cornwallace: „Das kann ich zwar nicht wirklich verstehen, Dude, aber okay, dann eben keine zweite Runde. Gibt hier ja zum Glück noch genug andere lustige Sachen.“

Enthusiastisch nickt er mit seinem Kopf und das Trio marschiert weiter durch die Düsternis der Geisterbahn, die ja eigentlich keine „Bahn“ ist, da man zu Fuß hindurch muss. Plötzlich schießt eine Figur mit Lederjacke vom Boden auf. Banes weitet die Augen.

Gordon Banes: „SMASH, DU HUND!“

Und schon stürzt der Happy Guy sich auf die Puppe und schlägt wie wild auf diese ein. Dabei ruft er immer wieder den Namen von Smash. Hugo und Bray-Bray versuchen ihr Bestes, um ihren Freund zurückzuhalten, doch der reißt sich immer wieder aufs Neue von den Beiden los und schlägt wie wild auf die Puppe ein. Schließlich kommt das Sicherheitspersonal der Geisterbahn angerannt. Mit vereinten Kräften und ganz viel Mühe gelingt es ihnen den Banester von der Puppe zu trennen. Immer noch versucht Gordon sich loszureißen. Schließlich muss er sich der Übermacht jedoch geschlagen geben und wird hinaus eskortiert. Hugo und Bray-Bray folgen freiwillig und blicken besorgt zu ihrem Kumpel. Der wird draußen angekommen schließlich vom Chef des Sicherheitspersonal zu Rede gestellt.

Security Chef: „Sind Sie eigentlich vollkommen wahnsinnig? Ich bin sicher, dass ich Ihnen nicht erst erklären muss, dass dieser Auftritt Konsequenzen für sie haben wird.“

Banes ist immer noch völlig außer sich und schreit den Mann an.

Gordon Banes: „FÜR MICH? FÜR EUCH SOLLTE DAS KONSEQUENZEN HABEN! AHNUNGSLOSE BESUCHER SO ANZUWIDERN MIT KEVIN SMASH PUPPEN!“

Er atmet schwer, während der Sicherheitschef ihn verwirrt anblickt.

Security Chef: „Ich weiß nicht, wer dieser Kevin Smash sein soll, aber so oder so können Sie hier nicht einfach das Inventar des Parks zerstören.“

Banes schüttelt den Kopf.

Gordon Banes: „JA, JA … ALLE SAGEN SIE IMMER WIR KÖNNEN NICHT! DOCH WIR KÖNNEN SEHR WOHL! UND WIR WERDEN ES ALLEN ZEIGEN VERDAMMT NOCHMAL!“

Er nickt mit dem Kopf. Mit den Gedanken ist er nun nicht mehr vor Ort. Stattdessen schimmert in diesen ein Lichtstreif am Horizont. Vielleicht muss man sich nämlich doch nicht hinten anstellen, um ein weiteres Titelmatch zu bekommen. Was wäre, wenn man stattdessen den Brawlin‘ Rumble gewinnt? Dieser Sieg würde zu einem Match um den höchsten Titel berechtigen und im Falle eines Tag Teams, sind das eindeutig die Cotatores Titles. Während der Sicherheitschef immer noch wild auf ihn einredet, geht sein Blick zu seinen beiden Partnern.

Gordon Banes: „Dudes … lasst uns den Brawlin‘ Rumble gewinnen und uns unsere Cotatores zurückholen.“

Ein zuversichtliches Lächeln kehrt nun auf das Gesicht zurück, welches vor kurzem noch zu einer Fratze des Irrsinns verformt war. Seine beiden Partner blicken ihn wortlos und etwas verwirrt an. Dann jedoch lacht Cornwallace laut auf.

Brandon Cornwallace: „Klasse Dude! Das machen wir!“

Auch Hugo nickt nun mit dem Kopf.

Hugo: „Ich werde euch bei dieser Mission helfen, so gut ich kann.“

Während die Drei anfangen zu tuscheln und Pläne zum Rumble Sieg zu schmieden, blickt der Sicherheits Chef die Drei völlig baff an.

Security Chef: „Hört mir hier überhaupt Jemand zu?“

Bray-Bray grinst ihn an.

Brandon Cornwallace: „Wenn du genug daran GLAUBST bestimmt, Dude!“

Alle Team Happy Hour Members lachen laut auf. Der Sicherheitschef schaut miesepetrig drein und befielt den Dreien schließlich ihm in sein Büro zu folgen, wo er ihre Personalien aufnehmen und ein Hausverbot aussprechen wird. Doch das interessiert die Happys ohnehin nicht mehr. Ihr Ziel lautet nun BRAWLIN‘ RUMBLE SIEG 2019!


Mike Garland: "Haha, diese Clowns wollen den Rumble gewinnen. Dass ich nicht lache..."

Vincent Craven: "Zu dritt haben sie in meinen Augen gar keine schlechten Karten. Je nachdem, wie das Losglück entscheidet, aber grundsätzlich ist man mit drei Männern und einem Ziel recht gut aufgestellt."

Mike Garland: "Von mir aus können sie dort auch wieder verlieren und dann für immer weiter schmollen."

Vincent Craven: "Du sprichst einen interessanten Punkt an. Was passiert nach einer weiteren Niederlage? Die Psyche der Jungs ist angeknackst, das hat dieses Video mehr als deutlich gemacht."

Mike Garland: "Allerdings muss sich Kevin Smash gut vorbereiten, wenn er auf Banes trifft..."

Vincent Craven: "Der darf sich sicher warm anziehen. Dies gilt aber auch für andere Teilnehmer am Rumble. Lisa Sanders hat einen weiteren zum Gespräch."


------------------ PCWA ------------------

Im Backstagebereich gelingt es Lisa Sanders, den Stacheldrahtkrieger Kaito Tokugawa abzufangen und ein Gespräch mit ihm und seine Begleiterin Sake zu führen. Dabei zeigen sich die Japaner sogar offen und professionell in einer Form, die man seit Jahren beim japanischen Stable Age of Rising Dragons vermisst.

Lisa Sanders: „Liebe Zuschauer ich präsentiere ihnen Kaito Tokugawa und Sake. Zusammen bilden die Japaner seit Jahren das asiatische Tag Team und Stable The Age Of Rising Dragons. Der japanische Fürst hat sich zu einem Gespräch mit mir bereit erklärt, erstmal danke dafür.“

Kaito Tokugawa nickt Lisa Sanders knapp zu und sieht dann in die Kamera, wartet auf die ersten Fragen. Sake scheint die Rolle als Sprachrohr des Fürsten in diesem Gespräch einzunehmen, denn es ist nur Sake, die hier nach kurzen Absprachen des Teams auf japanisch antworten wird.

Sake: „Vielen dank. Mein Fürst sagt, er fühlt sich geehrt hier in Berlin, Deutschland, für die PCWA antreten zu dürfen. Kaito Tokugawa sagt, er sei stolz darauf Teil einer langen Tradition zu sein. Er sagt, er wüsste es zu schätzen Teil der 13. Ausgabe zu sein, zumal bei den Christen die Zahl 13 eine ... dämonische Bedeutung hat.“

Lisa Sanders Augenbrauen bewegen sich leicht, als Sake von Christen und Dämonen spricht.

Lisa Sanders: „Sake, die Frage, die uns im Augenblick beschäftigt lautet: Warum will Kaito Tokugawa am Brawlin' Rumble teilnehmen? Bislang scheint er sich nicht sonderlich für unsere Liga interessiert zu haben. Welche Ziele und Beweggründe verfolgt er?“

Es folgt eine kurze Absprache zwischen Tokugawa und Sake. Dann antwortet sie, sieht Lisa Sanders direkt ins Gesicht.

Sake: „Mein Gebieter hegt den Wunsch im Jahr 2019 sein Ansehen auszubauen. Er hat tiefsten Respekt vor den Wrestlern aus Deutschland und Europa und möchte den besten Kämpfern die Gelegenheit geben, sich mit ihm zu messen. Tokugawa-San sagt, er strebe danach als der beste japanische Kämpfer seiner Zeit aus anerkannt zu werden. Daher sieht er es als seine Pflicht an, sich mit den besten Kämpfern dieser Liga in einem Match zu messen. Er sagt, er sucht nach großen internationalen Herausforderungen, um zu beweisen, dass nicht nur Amerikaner die großen Matches bestreiten können, sondern alle Wrestler der Welt den Amerikanern mindestens ebenbürtig, wenn nicht sogar deutliche bessere Wrestler sind.“

Sanders sieht dem Japaner in die Augen, richtet dann ihre Aufmerksamkeit wieder an Sake.

Lisa Sanders: „Sein Auftreten gegenüber Cardigan zeugte nicht von Respekt ....“

Kurze Absprache zwischen Kaito Tokugawa und Sake.

Sake: „Der Fall Trent Cardigan steht im allgemeinen für ein großes Problem. Mein Gebieter sagt, dass Trent Cardigan ein gutes Beispiel dafür ist, dass sich amerikansiche Wrestler gerne zum Affen machen, um in den Augen der Fans gut auszusehen. Sie halten es für sehr wichtig, vor der Kamera mit coolen Sprüchen und Entertainment bei den Fans anzukommen, indem sie versuchen, den Gegner respektlos zu behandeln. Diese Art des Auftretens schadet dem Wrestling sehr, glaubt Tokugawa-san. Seiner Meinung nach sei es viel wichtiger seine Stärken und Schwächen im Ring zu kennen, um dort, wo es wichtig ist, seine volle Leistung abzuspulen. Tokugawa-san sagt, Trent Cardigan wollte ein Gespräch mit einem Affen führen – Tokugawa hat ihm seinen Affen geschenkt. Jetzt ist Trent glücklich und bereit seine Niederlage im Ring einzustecken.“

Sanders reibt sich kurz die Augenbraue, lässt die Aussagen aber unkommentiert.

Lisa Sanders: „In den letzten Wochen und Monaten beleidigt Kaito Tokugawa verstärkt Donald Trump, indem er bei jeder sich bietenden Gelegenheit auf das Konterfei des Präsidenten pinkelt. Warum tut er das?“

Erneut folgt ein Wortwechsel mit Kaito Tokugawa, dessen Stimme bei diesem Thema deutlich aggressiver und aufbrausender wird. Die Mimik des japanischen Fürsten spricht für sich, die Kamera kann sehr gut die zornigen Augen und das Augenbrauenspiel einfangen, das sich unter dem schwarzen Facepaint verbirgt.

Sake: „Tokugawa-san fragt, ob es nicht offensichtlich ist? Donald Trump zeigt der Welt gegenüber keinerlei Respekt. Er hat kein Verständis dafür, dass es neben der USA andere Kulturen auf der Welt gibt, die ein Recht auf einen Platz an der Sonne haben. Er sagt, Europa habe genau wie Asien ein Recht darauf, beachtet zu werden. Tokugawa-san sieht das aktuelle Problem im Wrestling dadurch begründet, dass alle Amerikaner und alle Wrestler aus den USA glauben, die Herren im Ring zu sein. Seitdem Donald Trump sein America First Programm verkündete, haben die Amerikaner keinerlei Respekt mehr vor den anderen Wrestlern der Welt, obwohl andere Stile durchaus ihren Reiz haben und seiner Meinung nach sogar deutlich besser sind, als der amerikansiche Ringstil. Als Beispiel nennt Tokugawa-san das Lucha Libre oder den Strong Style. Er sagt, dass die Fans gearde bei diesen beiden Ringstilen mehr Techniken und wunderschöne Aktionen zu sehen bekämmen, als es die Amerikaner zeigen würden. Denn die Amerikaner wissen nur, wie man fette Fleischklöpse durch den Ring bewegt und durch anspruchslose Brawls einfach zu Boden haut. Tokugawa-san meint auch, dass dieser Ringstil absolout gar nichts mit dem Wrestling zu tun hat, weder ansehnlich noch wertvoll sind und aus sportlicher Sicht keinen Wert besitzt. Tokugawa-san beklagt außerdem die moralische Einstellung, weil die Amerikaner mehr Wert auf verbale Verpöhnung des Feindes als auf sportlichen Wettkampf im Ring setzten würden. Und Präsident Trump würde das Problem sogar in einer bestimmte Richtung kanalisieren, die gegen die ganze Wrestling Welt gerichtet ist. Daher sei es die Pflicht Kaito Tokugawas seine Feinde überall auf der Welt zu bekämpfen, auch hier in der PCWA.“

An dieser Stelle mustert Lisa Sanders den Japaner wirklich eindringlich. Es hat den Anschein, als wolle sie ihn einschätzen. Steht er für das ein, was hier gesagt wird? Oder ist er nur ein weiterer Angeber, der sich profilieren will?

Lisa Sanders: „Die Fans fragen sich natürlich, warum Kaito Tokugawa Stacheldraht auf seiner Kleidung trägt und ob er sie im Brawlin' Rumble einsetzen wird?“

Kaito Tokugawa blickt Lisa Sanders ab hier streng in die Augen und zeigt keine Regung. Nicht mal, als er von Sake angesprochen wird und sich zur nächsten Frage äußern soll. Er antwortet Sake, ohne den Blick von Lisa Sanders zu nehmen.

Sake: „Kaito Tokugawa sagt, er nennt sich selbst ‚The Barbedwire Warrior‘, um ein Zeichen zu setzten. Als Tokugawa-San bei Genesis Wrestling Society anfing, hielt man ihn für eine Witzfigur. Einen Comedy Japaner, den man nicht ernst nehmen darf. Er begann sich zu wandeln und seine innere Einstellung zu äußeren Werten zu machen. Tokugawa-san sagt, nur wer bereit ist bis an den Rand seiner Leistung zu gehen, sei in der Lage über den eigenen Körper hinaus zu wachsen. Kaito Tokugawa drückt mit seiner Kleidung seine bedingungslose Liebe zum Sport aus. Tokugawa-san glaubt daran, dass der Strong Style die beste Ringtechnik ist, die es gibt. Und er ist jederzeit bereit in jeder Matchart, die es gibt, gegen jeden Gegner, den es gibt, anzutreten. Schmerz und Furcht sind ihm fremd. Tokugawa-san glaub daran, dass Deathmatches im Wrestling eine Prüfung darstellen. Denn vor jedem Match muss sich Tokugawa-san seiner eigenen Seele stellen, um die notwendige Kraft zu erhalten, ein Deathmatch bis zum Ende durchzustehen. Kaito Tokugawa glaubt an die Kraft der Seele. Er glaubt an die Tatsache, dass der Geist und der eiserne Wille des Kriegers jeden Schmerz, jeden Schaden und jede Behinderung des Körpers überwinden kann. Tokugawa-san ist stolz darauf, Nachkomme einer legendären Kriegerkaste, der Samurai, zu sein. Und er ist bereit Bushido bis zum Ende zu gehen.“

An dieser Stelle greift Kaito Tokugawa ein und spricht einen weiteren Satz zu Sake, den sie übersetzen soll.

Sake: „Tokugawa-San korrigiert meine Übersetzung. Er besteht darauf, dass ich ihnen sage, er sei täglich bereit seinen Sport, Deatchmatch Wrestling, bis in den Tod zu betreiben. Er gibt mir zu verstehen, dass Leben und Tod eins sind.“

Es folgt ein unbeholfenes Augenrollen. Was soll Lisa Sanders auch dazu sagen?

Lisa Sanders: „Wird Kaito Tokugawa wirklich jede Herausforderung annehmen?“

Sake sieht zu Tokugawa, der nimmt aber seine Augen nicht von Lisa Sanders und steht noch immer wie angewurzelt dort.

Sake: „Tokugawa-san wird gegen jeden Wrestler antreten, der ein Match wünscht. Egal, welche Stipulation. Seine einzige Bedingung lautet: er wird nur gegen Wrestler antreten, die seine bedingungslose Liebe zum Sport teilen.“

Der Blick von Lisa Sanders wird etwas nachdenklicher. Entweder überlegt sie sich jetzt neue Fragen oder sie kommt ins Grübeln über die Inhalte des Interviews. Jedenfalls lässt sie sich durch die Blicke des Japaners nicht aus der Ruhe bringen.

Lisa Sanders: „Wir wissen von mindestens zwei Kämpfern hier in der PCWA, mit denen Kaito Tokugawa schon im Ring stand; Kwoga und Lara Lee. Beide entstammen der GWS und gegen beide Superstars musste sich Kaito Tokugawa bereits geschlagen geben. Kommt eine verspätete Rache als Motiv für die Teilnahme am Brawlin' Rumble in betracht? Und wie sieht der Masterpan aus? Gibt es eine Ringstrategie?“

Die Absprache zu diesen Themen scheint etwas länger zu dauern. Man hat das Gefühl, als führten Tokugawa und Sake ein intensives Gespräch, das durchaus persönliche Züge annehmen könnte. Lisa Sanders wartet sehr geduldig auf eine Antwort.

Sake: „Tokugawa-San sagt, dass er sich auf ein Re-Match mit Kwoga sehr freue. Der Afrikaner hat bei seinem letzten Match gegen Tokugawa viel Mut und Leidenschaft bewiesen, auch wenn Tokugawa-san mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein kann, hat Kwoga seine Qualitäten bewiesen und meinen Gebieter zu Recht bis an seine Grenzen gebracht. Es wird ihm eine große Ehre sein, diesen Kampf eines Tages fortführen zu können. Mein Gebieter ist sehr zuversichtlich, dieses Match dann erfolgreich abzuschließen. Über Lara Lee äußerte sich mein Gebieter wenig erfreut. Die vergangenen Matches um den Salvation Titel konnte Lara Lee seiner Meinung nach nur durch Glück gewinnen. Mein Gebieter spricht von seinem innigen Wunsch nach Rache, denn er hat Lara Lee den Diebstahl seines Titels bis heute nicht verziehen. Sollte Tokugawa-san die Gelegenheit erhalten, sich ihr in den Weg zu stellen, so muss Lara Lee mit einer grausamen Vergeltungsmaßnahme meines Herren rechnen. Wie diese aussehen soll, möchte Tokugawa-san hier nicht sagen. Wir werden abwarten müssen, was geschieht.“

Es folgt eine weitere kurze Absprache. Dann antwortet Sake auf die noch offene Frage.

Sake: „Tokugawa-san sagt, die oberste Taktik muss das Überleben im Brawlin' Rumble sein. Er zeigt sich als sehr dankbar für die große Chance, an diesem Event teilnehmen zu dürfen. Tokugawa-San ist zuversichtlich, dieses Match für sich entscheiden zu können, da ein Erfolg im Brawlin' Rumble die Konsequenz hat, den Champion der Champions der PCWA gegenüberzustehen. Tokugawa-San freut sich schon darauf, am Ende gegen den besten Kämpfer der großartigen Liga antreten zu dürfen, denn dies sei sein Schicksal. Mein Herr betont hier noch einmal, dass es für ihn eine sehr große Ehre wäre, gegen jeden bisherigen Sieger des Brawlin' Rumble anzutreten, da sie alle sich als große Sportsmänner gezeigt haben, dessen Leistungen nicht verschmäht werden dürfen. Und er hofft, eines Tages alle seine Träume erfüllen zu können. Doch im Augenblick zählt nur die nächste Aufgabe. Den großen PCWA Brawlin' Rumble durch seine Teilnahme zu ehren. Tokugawa-san wird der Welt beweisen, dass er ein Wrestler von Weltklasse ist und der Strong Style eine sehr beeindruckende Technik ist. Sayonara!“

Mit diesen letzten Worten verabschieden sich die Age of Rising Dragons und die Szene wird mit einer nickenden und lächelnden Lisa Sanders hier ausgeblendet.


Vincent Craven: "Ein sehr aufschlussreiches Interview, danke Lisa. Sake enthüllt uns da einige neue Informationen bezüglich Tokugawa!"

Mike Garland: "Er ist keinem Gefecht abgeneigt, super. Er hat Stacheldraht um seine Arme, um auch die harte Gangart mitzugehen, perfekt. Er liebt Deathmatches, ein Träumchen."

Vincent Craven: "Und er sieht sich mit den europäischen Wrestlern auf einer Stufe, denn ihm geht es hier vor allem um die amerikanischen Teilnehmer, von denen er sich ja bereits Trent Cardigan geschnappt hat. Aber auch Lara Lee könnte eine Gegnerin von ihm werden."

Mike Garland: "Sowie jeder, der schon einmal den Rumble gewonnen hat. Da kann er momentan allerdings nur auf Kevin Sharpe zurück greifen... Oder er macht einen Abstecher in die XAW und stellt sich Elroy Schmidtke."

Vincent Craven: "Das wäre kreativ - aber vielleicht nimmt er sich auch einen Mann, der schon mehrmals in den Top Ten war und ebenso oft knapp davor zu gewinnen. Auch dieses Jahr gehört er zu den Favoriten. Also... Zumindest wir schalten jetzt zum Kämpfer der Nacht."


------------------ PCWA ------------------

Die Sohle des einen Fußes ruht an der Wand, der andere Fuß steht auf dem Boden. Sein Oberkörper ist lässig an die Wand gelehnt, während er den Gang hinab schaut, darauf wartend, dass hier jemand vorbei kommt, den er kurz vor dem ME noch einmal sprechen will. Mad Dog steht in dem Backstage-Gang, der direkt zur Gorilla Position führt und deren einziger Zugang ist. Während er den Flur entlang schaut, wo sich bereits einige PCWA Mitarbeiter tummeln, bemerkt er deren mangelnde Hektik. In Vorbereitung auf den Main Event gehen sie konsequent und konstant ihrer Arbeit nach. Jeder Handgriff wurde schon hundert Mal gemacht, jede Aktion schon mehrmals gearbeitet - für diese Männer und Frauen ist das anstehende Match wahrscheinlich nichts besonders, für den Mann hingegen, der gerade in den Flur einbiegt und seinen Freund sofort erblickt, allerdings schon.

Mad Dog: "James!"

Die Töle drückt sich von der Wand ab und stellt sich dem Engländer entgegen, um ihn mit einer herzlichen Umarmung und kräftigem Schulterklopfen zu begrüßen. 

Mad Dog: "Bist du bereit?"

James lächelt leicht, dann ballt er die Faust. Siegesgewiss.

James Godd: "Natürlich bin ich das. Du weißt, dass mich die Niederlage im Quest Finale verfolgt hat und dass mir unser Sieg im Tag-Team Match nicht gereicht hat. Heute habe ich endlich die Möglichkeit im Eins gegen Eins zu zeigen, dass ich besser bin als Kevin Sharpe. Und dafür bin ich sowas von bereit, Dog! Es ist das Match, auf das ich seit dem Imperial Impact warte - und im Gegensatz zu Marc Poe bekomme ich es schon heute serviert."

Der Night Fighter nickt. Er hat sich keine andere Reaktion des Tribunes gedacht, klopft ihm dennoch ein weiteres Mal Mut machend auf die Schulter.

Mad Dog: "Viel Erfolg, James."

Die Aufrichtigkeit der Worte trifft Godd, sodass auch er anerkennend nickt.

Mad Dog: "Du weißt, dass Sharpe auch mir beim National Wrestling Day die Möglichkeit genommen hat, mich an ihm zu rächen. Er nahm einen Stuhl und damit zwang er mir diesen beschissenen DQ-Sieg auf - kein besonders toller Start für ein Comeback, huh?! Aber heute geht es um dich... Also sei gewiss, dass Kevin heute Ähnliches versuchen könnte, wenn er merkt, dass du besser bist... Und das bist du!"

MD ballte wieder die Faust, als er an den NWD zurück dachte. Jetzt schaut er James nach dem Kompliment tief in die Augen. 

Mad Dog: "Und außerdem waren die letzten Main Events von Vendetta stets von Eingriffen gekennzeichnet. Mit Sharpe im Boot war dabei immer Shadow. Marc hat mich am Anfang der Show auf den Trichter gebracht - ich glaube zwar immer noch nicht daran und der Schatten hat heute zumindest in ähnlicher Weise gesprochen, aber in der PCWA weiß man ja nie, huh?! Sharpe hat daneben allerdings noch Graves im Schlepptau... Was ich damit sagen will: Lass dich nicht verunsichern, James... Ich bin dein Backup im Match!"

Kurz mustert der Engländer die Töle und nickt ihm dann freundlich zu.

James Godd: "Um ehrlich zu sein nehmen mir solche Überlegungen schon ein wenig die Lust. Mit soetwas will ich mich nicht beschäftigen, Mad Dog. Ich will einfach da raus gehen und ihn besiegen... Er und ich. Der Squared Circle. Und sonst nichts."

Missmutig lässt Godd den Kopf leicht sinken.

James Godd: "Aber allem Anschein nach sind wir in der PCWA wieder soweit, dass wir uns mit soetwas beschäftigen müssen, huh?! Marc wird auch am Ring sein und sich das Match anschauen - er dürfte damit auch ein Backup sein, falls etwas schief läuft. Aber je nachdem... Es kann nicht schaden, wenn du hier im Backstage die Augen offen hälst, danke. Leider hat mir jedoch Carnageddon schon ein wenig die Tour versaut und Sharpe attackiert... Wenn ich ihn besiege, weiß ich schon, welche Ausreden ich mir die Wochen danach wieder anhören muss."

Kurz denkt der Night Fighter daran, wie Lara Lee eben auch bei ihm in der Umkleide war und ihn anging.

Mad Dog: "Lara und Stem sind zur Zeit irgendwie wie von der Tarantel gestochen... besonders die Amazone. Eben hätte sie auch beinahe mich in meiner Kabine attackiert."

James legt den Kopf schief.

James Godd: "Als ich sie vor einigen Wochen zufällig in einem Pub traf, wirkte sie eigentlich ganz nett auf mich. Sie wollte etwas über Sharpe wissen und wir hatten ein gutes Gespräch. Dabei habe ich ihr allerdings auch gesagt, ihn besser mir zu überlassen... Und jetzt funkt sie mir trotzdem so in die Parade."

Der Tribun schüttelt den Kopf. Seine Wut über den Vorfall kann er nicht wirklich verbergen.

James Godd: "Was wollte sie denn von dir?"

MD zuckt mit den Schultern. 

Mad Dog: "Irgendwas wegen Lafayette... Nicht weiter wichtig."

Kurz schaut Godd seinen Freund irritiert an, dieser aber winkt mit der Hand ab, was James' Gefühl jedoch nicht zu verbessern vermag.

Mad Dog: "Sharpe wird sich so oder so rausreden, wenn er verliert. Aber dafür hat er nicht viel Zeit, denn nach der heutigen Vendetta kommt der Brawlin' Rumble, James. Und während Sharpe dann Marc Poe gegenüber steht, werden wir als Mad Godds den Rumble entern. Wir können diesen Spielchen mit Eingriffen und Intrigen mit einem deutlichen Zeichen entgegen treten, indem wir zusammen kämpfen und schließlich den besseren von uns gewinnen lassen - und indem wir danach Marc Poe in einem fairen Match gegenüber stehen oder erneut und final Kevin Sharpe."

Nun nickt Godd doch zustimmend.

James Godd: "Wenn ich Sharpe heute schlage, wird mich das beim Rumble wahnsinnig pushen, so viel steht fest. Und ich denke dazu, dass wir auf jeden Fall eine Allianz bilden. Schau dir nur an, wie sich unsere Gegner auch wieder reihenweise verbünden. Vor allem Team XAW..."

Mit einem Augenrollen bedenkt er Kevin Smash, dann aber spricht James ernst weiter.

James Godd: "Allerdings erinnere ich mich da auch lose an dein Bündnis mit Shadow aus dem letzten Rumble und dass ihr es wieder aufleben lassen wollt, huh?! Und das mit Lafayette musst du mir die Tage auch mal deutlich erklären! Bevor wir nämlich im Rumble zusammen arbeiten, sollten diese Dinge zwischen uns geklärt sein, Mad Dog."

Ein kurzer, ernster Blick zu seinem Freund. Dann geht der Blick des Engländers in Richtung Gorilla Position.

James Godd: "Aber nicht jetzt. Jetzt werde ich nämlich da draußen Kevin Sharpe besiegen und das verlangt all meine Aufmerksamkeit!"

Die unbekannte Konstante klopft ihm ein weiteres Mal auf die Schultern.

Mad Dog: "Yes! Geh' da raus und zeig' es diesem Bastard!"

Während Godd an ihm vorbei zieht, schaut ihm die Töle mit faltiger Stirn hinterher. Als seine Hand nachdenklich durch seinen Bart fährt, schaltet die Regie zurück zu den Kommentatoren.


Mike Garland: "Oh Wow, vernehme ich da etwa Risse im Paradies, hm?! Geheime Machenschaften des Hundes werfen ihre Schatten voraus."

Vincent Craven: "Das scheint mir nichts zu sein, was man nicht bei einem Bierchen aus der Welt schaffen kann, Mike. Es geht hier auch jetzt um Wichtigeres - nämlich unseren Main Event."

Mike Garland: "Und da sollte Godd doch mal seine Arroganz wieder einpacken. Er kann froh sein, dass Sharpe ihn vermutlich aufgrund der Attacke etwas sanfter anpackt." 

Vincent Craven: "Tzz. Das werden wir ja gleich sehen. Wir schalten noch einmal Backstage und dann ist Main Event Time."


------------------ PCWA ------------------

Die Gesichtszüge von Smash verraten es überdeutlich ... dieser Abend ist nicht so verlaufen, wie er ihn geplant hatte. Es hätte die große Feier für Rob Collins werden sollen und zunächst war es das auch. Nie im Leben hätte er geglaubt, dass ihm irgendjemand an diesem Abend die Laune würde verderben können. Doch da hatte er sich schwerr geirrt. Dieser verfickte James Godd hatte sich einen Scherz erlaubt und seinen Kopf in ein Stück Torte gesmashed! Und dann wurde sein Partner Rob Collins zu allem Überfluss auch noch hinterhältig attackiert, während er sein Match gegen Lara Lee bestritt. Zwar nicht so hinterhältig, dass Rob, so wie der Kuchen, ausgefallen wäre, aber denoch. Missmutig schüttelt er abermals den Kopf. Dieser verdammten Idioten haben ja nicht den Hauch einer Ahnung was Ihnen bevorsteht, denn wenn er eines nicht sehr gut kann, dann ist es verzeihen. Er wird sich etwas einfallen lassen, um allen, die ihm heute den Abend verdorben haben, das gesamte Leben zu vermiesen.

Er zieht die Autoschlüssel mit seiner Legendenpranke aus der Tasche und drückt auf einen Knopf. Unweit von ihm leuchten Scheinwerfer auf. Smash nickt mit dem Kopf. Immerhin das hat funktioniert. Er setzt seinen Weg zum Wagen fort und nach einer Biegung erstarrt er mitten in der Bewegung!

Denn ausgerechnet Lara Lee, die ihn bisher verschont hat, lehnt lässig an seinem Wagen und raucht. Und schon hat sie ihn auch entdeckt… und doch wirft sie den Glimmstängel seelenruhig auf den Beton unter ihren Füßen und zertritt diesen ruhig.

Smash wirft ihr einen grimmigen Blick zu. Diese Missgeburt einer Frau hat ihm gerade noch gefehlt um seine Laune abzurunden. Er ballt die Fäuste und öffnet den Mund, um ihr etwas zuzurufen, doch Lara hebt ihren Zeigefinger an die Lippen und lächelt.

Lara: „Psscht! Hier ist noch jemand außer uns beiden…“

Smash sieht aus, als hätte man ihm gerade eine unlösbare Matheaufgabe präsentiert. Verwundert darüber, dass ausgerechnet die Kanadierin ihn vor etwas warnt, kratzt er sich am Kopf. Viel zu spät ereilt ihn schließlich die Erkenntnis, dass Carnageddon nicht nur aus Lara Lee besteht! Er öffnet schockiert den Mund ...

 

TACKLE DOWN!!

 

Trotz seiner Masse wird er mit so einer Wucht niedergeworfen, dass ihm die Luft schlagartig wegbleibt! Neben ihm steht Barry Wilson nach seinem brutalen Tackle bereits wieder auf und stemmt beide Fäuste in die Hüfte. Halb orientierungslos will Kevin es ihm nachtun und kommt erst einmal zumindest auf die Knie, doch da rast auch schon Lara heran und…

 

LOW DROPKICK!

GEGEN DEN KOPF!

 

Smash's Kopf ruckt heftig zur Seite. Smash rollt sich am Boden herum und ächzt vor Schmerzen. Doch Carnageddon ist noch nicht fertig mit ihm… Lara und Barry helfen Kevin gleichzeitig wieder auf die Füße, nehmen ihn in einen Doppel-Schwitzkasten!

Sie nehmen Anlauf…

 

DOUBLE BULLDOG!

AUF DIE MOTORHAUBE!!

 

Mit einem blechernen Knall hämmert Smashs Kopf heftig gegen die Haube, die nun von einer deutlich sichtbaren Delle verziert ist. Auf seiner Stirn ist eine klaffende Platzwunde entstanden. Er rutscht hilflos von der Haube wieder auf den Boden, begleitet mit einem leisen Schmatzen. Qualvoll stöhnt die Legende auf, während ihr Blut von der Stirn auf den Boden der Tiefgarage tropft.

In sein verschwommenes Blickfeld treten Lara und Barry und blicken zu ihm hinunter.

Lara: „Dachtest du wirklich, wir lassen Robs Freunde in Ruhe? Weit gefehlt, mein ‚Freund‘!“

Wilson beugt sich zu seiner Partnerin hinunter.

Stem: „Der Typ dahinten sagt, er hätte alles mitgefilmt. Ich denke wir haben eine eindeutige Message gesetzt. Lass' uns verschwinden. Wir sind fertig.“

Sie nickt und schaut noch einmal auf Kevin ab.

Lara: „… Bitch.“

Und dann verschwinden sie aus dem Blickfeld. Smash versucht sich erneut am Wagen hochzuziehen, scheitert jedoch und knallt erneut auf den Boden. Einige Sicherheitskräfte kommen nun angeeilt und helfen ihm auf die Beine, doch der blutüberströmte Smash sieht in ihnen scheinbar Feinde und verpasst ihnen allen Faustschläge. Mit einem wütenden Aufschrei taumelt er zu seinem Wagen.

Vincent Craven: "Hört dieser Kreuzzug von Carnageddon gegen den Roster der PCWA denn heute auch einmal auf?"

Mike Garland: "Jetzt wirst du aber mehr als dramatisch, Vincie."

Vincent Craven: "Gott sei Dank sind wir schon fast beim Main Event angelangt. Nicht auszudenken, was diese beiden Irren hier noch für Chaos anrichten könnten."

Mike Garland: Eine Frage... würden Mad Dog und James Godd sich wie die Axt im Walde benehmen, dann würdest du das doch sicherlich gutheißen, oder?"

Vincent Craven: "Ich würde niemals... "

Mike Garland: "Ach ja? Komm' schon... sei einfach EHRLICH!"

Vincent Craven: "Das bin ich IMMER. Und jetzt freuen wir uns auf den Main Event!"

Mike Garland: "Quod erat demonstrandum."

Vincent Craven: "Was?"

Mike Garland: "Ach... nicht so wichtig."


------------------ PCWA ------------------

Ruhig atmet er noch einmal durch. Der Fight, der ihm nun bevorsteht ist kein gewöhnlicher. Zwar geht es nicht um einen Titel, eine Karriere oder Sonstiges ... eigentlich geht es um Nichts ... und doch geht es für ihn selbst um so viel mehr. Er hat diesen Fight unbedingt gewollt, nachdem er beim Quest for the Best nicht den gewünschten Sieg errungen hatte. Den Sieg, den er brauchte. Den Sieg gegen seine neue Nemesis Kevin Sharpe. Er ballt entschlossen seine Fäuste. Heute Abend wird es keine Fehler geben. Heute Abend wird er sich eine Pinfall Victory über Blackheart sichern und gestärkt in den Brawlin' Rumble ziehen. Als er hört wie die Stimme von Jane Nelson seinen Einzug verkündet, setzt er sich in Bewegung.

Jane Nelson: "Als erstes auf dem Weg zum Ring, aus London, Großbritannien …… mit einem Kampfgewicht von 112 Kilogramm ………………… er ist Britain’s Finest …………………………… JAAAAAAAAAAAAAAAAAMES ……………… GOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOODD!!!!!"

Lauter Jubel bricht aus, als die ersten Klänge von Motörhead's "Choking on Your Screams" aus den Boxen dröhnen. Die Fans lassen laute "Tribune" Chants vom Stapel und schließlich taucht der Engländer auch auf der Rampe auf. Kurz geht sein Blick durch die Zuschauerreihen, während auf der Großleinwand noch einmal daran erinnert mit wem die Fans es hier zu tun haben, auch wenn das offenkundig gar nicht notwendig ist.


Er holt noch einmal tief Luft und setzt sich schließlich in Bewegung. Das Gesicht wirkt fokussiert. Ohne zu zögern klatscht er auf seinem Weg zum Ring mit den Fans ab und unterschreibt hier und da noch einige Autogramme. Am Ring angekommen entledigt er sich schließlich seines Bandanas und setzt es einem jungen Fan auf den Kopf. Lauter Jubel erntet der Tribun für diese Aktion, während er nun über die Treppen den Ring betritt und sich dort seiner goldenen Halskette und der dunklen Sonnenbrille entledigt. Er nickt noch einmal mit dem Kopf und macht einige kleine Dehnübungen, bevor es losgehen kann.

Jane Nelson: "Und sein Gegner... aus Nashville, Tennessee... KEEEEVIIIIIIIIN SHAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAARPE!"

 

 

Vincent Craven: "Was soll dass denn nun?"

Mike Garland: "Natürlich ist Blacky nach der feigen Attacke von Carnageddon nicht in der Lage, hier anzutreten. Tony Graves stellt sich also der Herausforderung und verteidigt seinen neuen Mentor."

Vincent Craven: "Wenn du dich nur selbst reden hören könntest... "

Was aber Mike nicht zu interessieren scheint. Also widmen wir uns dem Gambler. Passend zur Geschwindigkeit der Musik schlendert Tony Graves langsam die Rampe hinunter. Wo vorher noch ein paar der Schlange zujubelten ist nun Verwirrung. Die meisten der PCWA Fans sind sich nicht wirklich sicher ob sie den Spieler ausbuhen oder bejubeln sollten. Am Ring angekommen slidet der Spieler sich in den Squared Circle, läuft auf die nächste Ringecke zu und setzt sich auf den unteren Turnbuckle.

Vincent Craven: "Ich kann die Feigheit von Kevin Sharpe kaum in Worte fassen."

Mike Garland: "Dann spar' es dir einfach und lass den Ringrichter das Match anläuten."

Der Halbjapaner verdreht die Augen, während im Ring Referee Sven Nitzschke nochmal letzte Anweisungen gibt... und das Match anläutet!

 

Main Event
- Once more 'round the Sun -
Regular Singles Match


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(Der erste Pinfall entscheidet über den Sieg. Als Pinfall zählen Three Count und Submission.
-Referee: Sven Nitzschke, Timelimit: 20 Min)

 

Der Gambler stemmt sich lässig nach oben, während der Tribun in Kampfstellung in der Ringmitte wartet. Tony reibt sich nochmal den Drei-Tage-Bart... dann stürmt er plötzlich nach vorne! Doch Britain' s Finest ist nicht erst seit gestern im Geschäft! In freudiger Erwartung hebt er die Arme... und wir haben den ersten LOCK UP des Matches!

Vincent Craven: "James Godd drückt die Schlange umgehend nach unten!"

Mike Garland: "Kein Wunder! Er hat ja auch einen Größen -und Gewichtsvorteil! Unlauterer Wettbewerb ist das, jawohl!"

Vincent Craven: "Möchtest du vielleicht von James Godd auch Eine verpasst bekommen?"

Das lässt unseren Lieblingskommentator umgehend verstummen.

Mike Garland: "Ich meine ja nur... "

Doch der Halbjapaner lächelt nur. Wenden wir uns wieder dem Geschehen im Ring zu. Dort hat es James Godd tatsächlich geschafft, den Gambler in die Ringecke zu drücken! Sofort ist Nitzschke da und zählt den Five Count... doch der Tribun löst sofort den LOCK und tänzelt zurück in die Ringmitte. Dort angekommen geht er leicht in die Knie, stützt die linke Hand auf den linken Oberschenkel und macht mit der Rechten eine heran winkende Geste.

Mike Garland: "Diese Arroganz. Das musst doch selbst du zugeben, Vincie!"

Vincent Craven: "Nicht unbedingt. James Godd will hier nichts dem Zufall überlassen. Er weiss, dass ein Sieg gegen Graves auch Kevin Sharpe weh tun würde."

Mike Garland: "Gott sei Dank sind wir noch nicht so weit."

Noch lange nicht! Tony Graves indessen stößt sich geschmeidig aus der Ecke ab und geht bis auf zwei Meter an den Tribun heran. Dann imitiert er die Haltung seines Gegners.. inklusive der winkenden Handbewegung.

Vincent Craven: "Diese Provokationen sollte er unterlassen."

Mike Garland: "Wieso? Weil James Godd sonst mit Wattebällchen wirft oder in sein Taschentuch weint?"

Vincent Craven: "Sicher... genau DESWEGEN!"

Doch Britain's Finest lässt sich nicht provozieren. Im Gegensatz zu unserem lieben Vincent. Die Kombattanten beginnen nun, sich langsam zu umkreisen. Keiner der Beiden will einen Fehler machen und sucht die Lücke in der Deckung des Gegners. Dann hechtet Godd nach vorne.. LOCK UP.. doch Graves kontert sofort und wandelt den Lock in einen SIDE HEADLOCK um! Doch der Tribun schiebt mit seinem Körper nach und drückt seinen Gegner in die Seile... der Gambler federt ab und löst den Hold... jagt durch den Ring und federt auf der gegenüber liegenden Seite wieder zurück...

 

DROPKICK!!!

 

Doch James Godd knallt nur mit dem Rücken auf die Matte, denn die Schlange hat die Arme im Top Rope eingehakt. Und so geht die Attacke von Britain's Finest einfach nur in's Leere. Doch statt wieder abzuwarten sprintet Graves los... der Tribun liegt noch am Boden... tief gesprungener DROPKICK gegen den Kopf seines Gegners! Sofort ist Graves wieder auf den Beinen uns steigt über seinen Gegner... dann reisst er dessen Kopf hoch und klemmt diesen zwischen seinen Armen ein...

 

DRAGON SLEEPER!!!

 

Die Submission sitzt! Und der Ringrichter ist bei Godd, um eine etwaige Aufgabe zu erfragen!

Mike Garland: "DAS WAR'S!!! Godd kommt da nicht mehr raus!"

Vincent Craven: "Abwarten... "

Britain's Finest stemmt sich mit aller Macht gegen den Aufgabegriff. Und James Godd schafft es irgendwie, mit seinem Armen die Beine des Gamblers zu umschließen... und er greift zu! Wie ein Schraubstock haben sich dennoch die Arme der Schlange um seinen Hals geschlossen... und seine Sicht verschwimmt langsam...

Vincent Craven: "Ohje ich glaube, James wird ohnmächtig... "

Der denkt gar nicht daran! Mit einem letzten Aufschrei bringt er sich in eine stehende Position... MIT Tony Graves auf dem Rücken. Aber der denkt nicht daran, den Griff zu lösen! Und so taumelt der Tribun mit seinem Gegner auf dem Rücken durch den Ring. Aber manchmal sind die einfachsten Lösungen die besten...

Mike Garland: "Godd lässt sich einfach nach hinten fallen!"

Vincent Craven: "Und Tony muss den Griff endlich lösen!"

Sofort rollt sich James von seinem Gegner, dem er in einer Millisekunde jegliche Luft aus den Lungen gepresst hat, hinunter. Er rollt noch einmal durch um etwas Abstand zwischen sich und Tone zu bringen, dann kniet er in der Ringmitte und versucht, wieder zu Atem zu kommen. Tony Graves ist allerdings etwas schneller auf den Beinen und schleicht durch den Ring auf seinen Gegner zu... doch der schnellt aus kniender Position nach vorne und umfasst die Hüften der Schlange... dreht sich in dessen Rücken... und zieht an!

 

GERMAN SUPLEX!!!

 

Vincent Craven: "DAS tat sicher weh!"

Bestimmt! Durch die Wucht des Manövers ist der Gambler mit dem Rücken direkt in die Ringecke gekracht und prallt davon ab wie ein Gummiball! Unsanft kollidiert er mit dem Ringboden, doch James Godd ist sofort wieder über ihm und ergreift herzhaft die Haarpracht der Schlange. Er klemmt den Kopf seines Gegners unter die Achsel und legt dessen Arm um seinen eigenen Hals...

 

SNAP SUPLEX!!!

 

Auch die Suplesse sitzt zu hundert Prozent! Sofort rollt sich James Godd herum und auf seinen Gegner... und der Ringrichter ist unten!

 

...eins...

 

...zwei...

 

... KICKOUT!!!

 

Mike Garland: "Das war knapp! Beinahe hätte Godd Tony Graves mit seiner explosiven Offensive überrumpelt!"

Aber nur FAST! Denn Tone kickt aus und so muss auch der Tribun das Cover unterbrechen. Wütend hämmert er die Faust auf die Matte, während der Gambler sich geistesgegenwärtig aus dem Ring rollt. Dort stützt er sich am Apron ab und holt tief Luft. Der Tribun kommt derweil im Ring wieder auf die Beine. Kurz analysiert er die Situation... dann geht er auf die Ringseile zu. Doch dann...

Vincent Craven: "Was zum... "

Das fragt sich die komplette Halle. Denn urplötzlich ist das Licht aus und es ist stockdunkel. Buh-Rufe schallen durch die Halle, rechnen die Fans doch mit einem unerwarteten Eingriff.

Mike Garland: "Das gefällt mir nicht, Vince... "

Vincent Craven: "Ach was, du alter Schwarzseher. Ein simpler Stromausfall. Ich denke... oh... "

Und beinahe so schnell, wie das Licht ausgegangen ist, ist es auch wieder an. Obwohl mindestens zwei Minuten vergangen sind. Und für einen Stromausfall verwunderlich, dass die TV-Übertragung sowie der Kommentar einwandfrei weiter funktioniert hat. Im Ring steht James Godd... Tony Graves stützt sich immer noch am Apron ab. Doch Beiden scheint die Verwirrung in's Gesicht geschrieben zu stehen.

Vincent Craven: "Was war das denn gerade?"

Mike Garland: "Jetzt hab' dich nicht so. Wie ich sagte... ein simpler Stromausfall, mehr nicht."

Vincent Craven: "Wer's glaubt... aber nun gut. Widmen wir uns wieder dem Geschehen im Ring."

Dazu benötigt es zwei Kämpfer im Ring. Die Schlange stützt sich immer noch am Apron ab und scheint keinen Gedanken daran zu verschwenden, sich wieder in den Ring zu begeben. James Godd hingegen steht wie ein Fels in der Brandung in der Mitte des Seilgevierts... und der Ringrichter tut das, was die logische Konsequenz ist. Er beginnt den Ten Count...

 

...eins...

 

...zwei...

 

...drei...

 

Mike Garland: "Komm' schon, Tone... zurück in den Ring mit dir!"

 

...vier...

 

Und der Gambler rollt sich tatsächlich wieder in den Ring. Natürlich wartet der Tribun, bis sein Gegner wieder in stehender Position im Ring ist. Doch alsbald dies passiert ist, stürmt er nach vorne, um Tony Graves mit einem RUNNING FOREARM nieder zu strecken. Doch der weicht aus und tritt Britain's Finest unsanft in die Seite! Dann lässt er einen krachenden FOREARM auf den Rücken seines Gegners folgen!

Mike Garland: "Die Pause scheint Tone gut getan zu haben. Der elende James Godd kommt nicht mehr hoch.. "

Vincent Craven: "Kein Wunder... "

Es wäre wirklich ein Wunder, wenn der Tribun wieder hochkommen würde, wird sein Rücken doch mit harten KICKS der Schlange bearbeitet! Dann lässt er einen ELBOW DROP auf Godd's Rücken folgen!

Vincent Craven: "Graves hat absolutes Oberwasser! Godd muss aufpassen, hier nicht die Kontrolle zu verlieren!"

Mike Garland: "Meine Meinung dazu kennst du ja... "

Die kennt so gut wie jeder in der Halle. Aber im Ring spielt die Musik. Dort hat die Schlange die Beine seines Gegners unnatürlich verknotet und ergreift nun mit den Armen dessen Oberkörper... die Arme werden eingehakt... und Tony beugt den Oberkörper nach hinten... den Tribun fest im Griff!

 

ACE OF SPADES!!!

 

Der Modified Scorpion Crosslock sitzt! Und James Godd schreit seinen Schmerz durch die Halle! Tony Graves hat den Submission Hold eisenhart angezogen und auch der Ringrichter ist da! Immer wieder fragt Nitzschke den Tribun, ob dieser aufgeben will... doch der schüttelt mit vor Schmerz verzerrtem Gesicht immer wieder den Kopf!

Mike Garland: "GIB' ENDLICH AUF!"

Vincent Craven: "Den Gefallen wird dir James Godd sicherlich nicht tun!"

Wird er sicher nicht! Er ballt die rechte Faust und versucht irgendwie, den dazu gehörigen Arm frei zu bekommen. Und die Fans sind da!

 

JAMES GODD!!!

JAMES GODD!!!

JAMES GODD!!!

 

Als würden die Rufe der Fans ihn beflügeln schafft er es tatsächlich, seinen rechten Arm dem eisenharten Griff des Gamblers zu entwinden! Als er realisiert, dass sein Arm frei ist, feuert er sofort die geschlossene Faust gegen die Schläfe seines Gegners! Und erneut sind die Fans fleissig dabei, den Tribun des Volkes zu unterstützen!

 

ONE!!!

 

TWO!!!

 

THREE!!!

 

FOUR!!!

 

FIVE!!!

 

Nach dem FÜNFTEN Faustschlag löst der Gambler den Griff und fällt einfach nach hinten! Der Tribun rollt sich in die Ringecke und versucht Atem zu holen, während Tone im Ring kniet und sich den Kopf hält. Doch augenscheinlich mobilisiert Britain's Finest die zweite Luft! Mit einem wütenden Schrei hämmert er beide Fäuste auf die Ringmatte! Dann schnellt er wie eine Feder nach vorne... Tony Graves ist mittlerweile wieder auf den Beinen... UND GODD SPRINGT AB... seine Beine schlingen sich um den Hals seines Gegners....

 

HURRANCANRANA!!!

 

Mike Garland: "Ich muss zugeben... DAS war gekonnt!"

Und wenn Mike das sagt, muss es wohl so sein! Die Fans quittieren die Aktion mit donnerndem Applaus! Der Tribun sitzt auf dem Hosenboden im Ring, während Tony Graves, alle Viere von sich gestreckt, in Selbigem liegt.

Vincent Craven: "Ein wirklich tolles Match, was Beide hier abliefern. Aber es hat seine Spuren hinterlassen."

Mike Garland: "In der Tat. Und ich erspare mir ausnahmsweise irgendwelche Kommentare zu James Godd."

Wie nett von dir, Mike. Und so können wir uns wieder auf das geschehen im Ring konzentrieren. Dort hat der Tribun des Volkes mit entschlossener Miene die geballte Faust auf die Matte gedonnert! Dann erhebt er sich... und fixiert seinen Gegner.

Vincent Craven: "James Godd hat anscheinend genug und will das Match beenden!"

Es scheint so. Der Gambler ist in der Ringmitte ebenfalls wieder auf den Beinen, versucht aktuell allerdings, die Spinnweben abzuschütteln, während der Tribun mit dem rechten Bein rhythmisch auf die Matte tritt. Und die Fans sind am Jubeln. Denn sie wissen, was nun folgen wird... James nimmt drei Schritte Anlauf...

 

GODDDAMN!!!

 

NEIN! Tony Graves taucht unter dem Superkick durch und steht nun hinter seinem Gegner. Der dreht sich sofort um, das Momentum des Superkicks noch in den Hüften. Doch die Schlange antwortet seinerseits...

 

SUPERKICK!!!

 

UND DER SITZT!!! Der Engländer schwankt nach hinten in die Seile... und Graves setzt nach...

 

CLOTHESLINE!!!

 

JAMES GODD FLIEGT AUS DEM RING!!!

 

Mike Garland: "Das kommt davon, wenn man sich zu sehr in Sicherheit wiegt! Selbst schuld!"

Vincent Craven: "Oh Gott... bitte schweig einfach... "

Das tut Mike auch, aber lehnt sich genüsslich grinsend zurück, sich selbst im Recht sehend. Ausserhalb des Rings kommt der Tribun mit Hilfe der Absperrung wieder langsam auf die Beine. Tony Graves hat es sich derweil im Ring 'gemütlich' gemacht... was sich darin äussert, dass er sich nach Luft schnappend auf der gegenüber liegenden Seite im Top Rope abstützt. Der Ringrichter erkundigt sich nach dem Zustand des Gamblers... Britain's Finest schüttelt derweil nochmal den Kopf und will wieder in den Ring rollen...

Vincent Craven: "WAS ZUM... "

 

KEVIN SHARPE!!!

 

Unter der Ringschürze schießt Blackheart wie ein Torpedo im Rücken des Referees auf den Tribun zu... der Einschlag ist durch die komplette Halle zu hören!!!

 

SPEAR TACKLE!!!

 

Mike Garland: "HA! Ich wusste, dass Blacky zäh wie Leder ist! Die feige Attacke von Carnageddon hält ihn nicht davon ab, zu seinen Partner zu stehen."

Vincent Craven: "Ach ist das so? Was ist denn mit dem 'Stromausfall'? Du glaubst doch nicht allen Ernstes, dass Sharpe wegen Graves hier ist!"

Mike Garland: "Ach ja? wieso denn sonst?"

Vincent Craven: "Vielleicht um James Godd zu attackieren? Feige und hinterrücks? Er hat sich, während das Licht aus war unter dem Ring versteckt! Schonmal daran gedacht?"

Mike Garland: "Du und deine Verschwörungstheorien... "

Vincent Craven: "..."

Blackheart hat sich derweil den Tribun geschnappt, dessen Rücken schmerzhaft mit der Absperrung kollidiert ist. Mit Wucht wird er in den Ring gerollt. Sven Nitzschke beäugt Blackheart mit kritischem Blick, doch der hebt nur unschuldig die Hände. Im Rücken des Ringrichters verpasst der Gambler seinem Gegner einen Tritt in den Unterleib! Der klappt zusammen und knallt auf die Matte! Sofort ist Graves über ihm und packt zu!

 

Camel Clutch!!!

 

Sofort ist Nitzschke unten und erfragt, ob Godd aufgeben will! Doch der schüttelt wild den Kopf! Sharpe ist derweil um den Ring geeilt und greift durch die Seile die Beine des Tribuns und zieht mit aller Kraft an Diesen, um so den Druck noch mehr zu erhöhen! Der Ringrichter bekommt davon nichts mit, ist er doch zu beschäftigt zu prüfen, ob Britain's Finest aufgeben will. James Godd schreit erneut seinen Schmerz durch die Halle... und diese beginnt plötzlich, lautstark zu jubeln!!!

Mike Garland: "Siehst du! Auch die Fans stehen nicht mehr hinter James Godd!"

Vincent Craven: "Du lagst noch nie so falsch!"

 

MARC POE!!!

 

Der Undisputed Gerasy springt wie aus dem Nichts kommend über die Absperrung! Anscheinend hat er sich in der allgemeinen Verwirrung durch das Publikum zum Ring vor gearbeitet!

Vincent Craven: "Endlich Unterstützung! Dieses Schmierentheater ist nicht mehr zu ertragen!"

Poe steuert sofort Kevin Sharpe an, der ihn in letzter Sekunde aus dem Augenwinkel kommen sieht, die Beine von James Godd los lässt und den Schlag von Marc abblockt! Er will seinerseits mit einer FIST antworten, doch die wird vom Champ seinerseits abgeblockt! Tony Graves löst im Ring den Hold und slidet hinaus. Und nun bekommt auch der Ringrichter mit, was hier eigentlich für ein Chaos ausgebrochen ist!

Mike Garland: " Der Gambler mit einem harten FOREARM in den Rücken von Poe!!!"

Vincent Craven: "Es ging hier nie um Sieg oder Niederlage, sondern darum, Marc Poe heraus zu locken und ihm weh zu tun."

Möglich. Und durchaus nicht unwahrscheinlich. James Godd liegt auf dem Rücken im Ring, während ausserhalb des Seilgevierts Marc Poe von Blackheart und Tony Graves mit Tritten und Schlägen zu Boden gebracht wurde! Sven Nitzschke ist ebenfalls aus dem Ring geslidet und versucht die Beiden irgendwie von Poe weg zu bekommen.

Vincent Craven: "Sharpe stößt den Ringrichter gegen die Absperrung! Der geht zu Boden und rührt sich erst einmal nicht!"

Mike Garland: "Okay, das reicht mir nun auch... "

Aber Blackheart und Graves reicht es wohl noch nicht. Sie rollen Poe in den Ring und folgen auf dem Fuß. Während Graves dem sich gerade aufrichtenden James Godd einen wüsten KICK gegen den Kopf verpasst, hat Sharpe den Kopf des Champs unter der Achsel... DOCH DER KONTERT MIT EINEM FAUSTSCHLAG IN SHARPE'S NIEREN! Der löst den Hold und der ehemalige Hafenarbeiter kann einen Meter Abstand gewinnen. Doch Tony Graves schleicht von der Seite an den Champ heran...

Mike Garland: "Vince, das geht nicht gut aus... "

Vincent Craven: "VIELLEICHT DOCH!!!"

Erneut explodiert die Halle beinahe vor Jubel!

 

MAD DOG!!!

 

Mike Garland: "Natürlich... DER auch noch. Ist mir schlecht... "

Vincent Craven: "Gerade eben hat es dir doch gereicht?"

Mike Garland: "Na und? Jetzt ist mir eben schlecht aufgrund dieser Ansammlung von Saubermännern und weissen Westen! Die sollen lieber die Wale retten, aber mir den Main Event nicht kaputt machen,"

Vincent Craven: "DIR den Main Event kaputt machen? Ich glaube, ich brauche einen neuen Co-Kommentator... ich mache diesen Unsinn nicht mehr lange mit."

Ungeachtet des, zugegebenermaßen, sehr amüsanten Dialogs unserer Kommentatoren rennt der Hund in atemberaubender Geschwindigkeit die Rampe hinunter! Blackheart gibt Graves ein Zeichen, und sofort rollen sich beide aus dem Ring! Die Töle slidet in einer fliessenden Bewegung in Selbigen und stellt sich schützend vor James Godd, der sich auf der Matte rollend den Kopf hält und Marc Poe, der mittlerweile wieder festen Stand gefunden hat... wenn auch etwas wackelig. Und auch der Ringrichter ist wieder aufnahmefähig... und wedelt umgehend mit der Hand in Richtung Zeitnehmer.

Mike Garland: "Jetzt bin ich gespannt."

Unsere reizende Ringsprecherin hat bereits die Entscheidung des Ringrichters erfahren und steht mit dem Mikrofon bereit.

Jane Nelson: "Das Ergebnis des Matches... NO CONTEST!"

Laute Buhrufe gellen durch die Halle.

Mike Garland: "Schiebung! Ganz klarer Sieg für Tony Graves durch Disqualifikation!"

Vincent Craven: "Bitte WAS?!"

Mike Garland: "Poe hat doch eingegriffen! Das muss der Ringrichter eben richtig bewerten."

Vincent Craven: "Oh Gott... "

Die Fans sind sicherlich NICHT einer Meinung mit Mike... sondern eher das Gegenteil. Mad Dog wirft Sharpe, der mittlerweile am Ende der Rampe angekommen ist, einen Blick zu, der töten könnte. Doch der grinst nur widerlich und deutet eine übertriebene Verbeugung an. Dann richtet er den ausgestreckten Arm auf Marc Poe... und führt dann den Daumen einmal quer über seinen Hals. Der Marylander hat als Antwort den Mittelfinger parat. Dann klopft Blackheart Tony auf die Schulter und beide wollen gerade durch den Vorhang treten...

Vincent Craven: "Unfassbare Szenen haben sich hier abgespielt! Graves und Sharpe stehen auf der Rampe, während Mad Dog und Marc Poe im Ring James Godd stützen! Einfach ungl... "

Mike Garland: "Warte mal... da tut sich was auf der Leinwand.


------------------ PCWA ------------------

Die Halle verdunkelt sich, gespannte Stille… grelles, helles Licht scheint aus dem Giantscreen.

Die Einblendung wird sofort wieder erkannt. Tosender Jubel bricht in den Reihen der Fans ein.

In das grelle Licht tritt ein bekanntes Gesicht.

Mike Garland: „Das darf doch nicht wahr sein?! Ist das möglich?“

Vincent Craven: „ER ist es.“

Die langen Haare sind ergraut, aber ein Schwarzstich tritt immer noch hervor. Die Augen wirken wach – wachsam möglicherweise? Grellblau sticht der kalte Blick von ihm in die Kamera. Die schwarzen, vollen Lippen sind zu einem tückischen Lächeln geformt, die gepiercte Zunge leckt über die Unterlippe. Die Kriegsbemalung ist dezenter, als in der Vergangenheit, aber sie gibt immer noch das Gesicht des weinenden Engels auf weißen Untergrund wieder.

Es scheint live zu sein, denn er wartet die Reaktionen des Publikums um, die lange jubeln und sogar seinen Namen chanten.

„Habt ihr mich vermisst?“

Die Künstlerpause. Beliebtes Stilmittel von ihm.

„Natürlich… habt ihr das… Denn ihr merkt es auch, nicht wahr?“

Seine Augen wandern von rechts nach links, von links nach rechts. Verspielt wie eh und je.

„Ihr könnt nicht mit dem Finger darauf zeigen, aber etwas ist hier im Argen.“

Die Kamera zoomt raus. Der Blick auf seinen Körper wird undeutlich durch das helle Licht, aber er wirkt kräftig. Kräftiger als bei seinem letzten Auftritt. Gesünder.

„Ich sehe es. Wir alle sehen es und doch merkt ihr es erst, wenn ich euch jetzt mit der Nase drauf stupse. Aber fangen wir von Vorne an. Lasst mich erklären. Als ich ging, hatte ich alle großen Gefahren aus der PCWA entfernt.“

Wieder eine Pause.

„Eleven. Vernichtet. Gedemütigt.“

Das Lächeln wirkt triumphal.

„Gabriel Lucifer. Zerstört. Vertrieben.“

Immer noch der Triumph.

„Die Religion of Death. Entzweit. Getötet.“

Er winkt ab.

„Ach ja, das war ja nur ein Gefallen unter Freunden. Der Weg für Leistung war frei. Keine Sektenführer irgendeiner Art mehr, die den Weg mit irgendwelchen Intrigen blockieren und endlich konnte jeder sein Talent beweisen, konnte sich mit seinem Können beweisen und endlich mit Erfolg gekrönt werden… Zumindest war das der Plan.“

Übertrieben wird die Enttäuschung gespielt.

„Aber anstatt den Weg zur Großartigkeit frei gemacht zu haben, habe ich eine Komfortzone für eure Mittelmäßigkeit geschaffen… Niemand von euch ist mehr als bloßer Durchschnitt und damit gebt ihr euch zufrieden. Anstatt den Berg zum erklimmen frei zu machen, steht ihr widerlichen, kleinen Weidetiere auf der Rolltreppe und zankt euch knatschig dahin um die nächste kleine Stufe. Eure Kämpfe, die entscheiden sollten, wer Raubtier und wer Beute ist, sind nur Haareziehen und Daumenwrestling.“

Zorn ist in seinem Gesicht. Dieses Mal ist es nicht gespielt.

„Meine fulminanten Siege und Heldentaten wurden nun ersetzt durch euer kolossales Scheitern, Schlachten wilder Tage, voller Blut und Knochenbersten wurden abgelöst durch jämmerliches Schubsen und Beinestellen. Ihr hättet die Götter der Arena sein sollen, aber was erwartet man, wenn man Schafe die Aufgabe der Wölfe überträgt? Dennoch konnte ich eure jämmerlichen Anblicke, eure kümmerlichen Versuche Geschichte zu schreiben, euer idiotisches Gehampel nicht länger ertragen… Deswegen musste ich zurückkehren und ihr könnt mir glauben, dass ich dafür beträchtliche Opfer gebracht habe. Doch nun ist die Zeit der Muße vorbei und es gilt wieder ins Rampenlicht der Öffentlichkeit zurückzukehren, um einmal mehr Geißel eurer Realität zu sein. Einmal mehr noch euch durch meine Herrschaft zur Disziplin zu rufen und einmal mehr das Viperngezücht in euren Tagträumen zu sein. Das nächste Kapitel meiner Bibel wird mit dem heutigen Tag ausgerufen und schon bald werde ich wieder unter euch wandeln und göttliche Taten vollbringen, während ihr nur staunt und zur Seite geprügelt werdet. Vorbei sind die tragischen Jahre von Müßiggang, denn ich komme, um mir den Platz zu holen, der mir immer zustand und immer mit mir verbunden sein wird.“

Die Kamera zoomt wieder auf sein Gesicht. Drohend leise flüstert seine Stimme.

„Zu lange verließ ich mein Revier und hoffte auf euch, aber das Abbild das sich mir bot, brachte mir nur Ersetzen. Auf der Wiese balgten sich die Schafe, bissen gegenseitig in ihr Gewölle und mähten Drohgebärden. Das ist Vergangenheit! Ich werde euch daran erinnern, wie es ist, wenn ein Wolf euch jagt.“

Die Zähne schimmern haifischartig.

„Beim Brawlin’ Rumble werde ich die Wiedereröffnung meines Vermächtnisses zelebrieren… denn im Land der Schafe ist der Wolf König… ist Azrael Rage König!“

Seine Augen wirken entschlossen in eine nahende Zukunft blickend, und der erste Schritt ist getan. Der Screen verdunkelt sich… und die Dunkelheit wird sich bald auf die ganze PCWA ausbreiten.

Vincent Craven: "DAS nenne ich mal ein Statement! Azrael Rage ist zurück!"

Mike Garland: "Endlich mal jemand, der in dem Kindergarten hier aufräumt."

Vincent Craven: "Sieh dir die Gesichter von Mad Dog, Sharpe und Godd an... auch ihnen steht die Überraschung in's Gesicht geschrieben!"

Mike Garland: "Tja... wenn Rage auftaucht ist eben Ruhe auf dem Hof!"

Vincent Craven: "Liebe Fans... das war Vendetta 140... wir sehen uns wieder zum größten Ereignis der PCWA.. dem BRAWLIN' RUMBLE XIII!"

Mike Garland: "Was er sagt! Wir sehen uns!"

© Copyright


------------------ PCWA ------------------

Eigentlich ist die Sendung Vendetta #140 bereits vorbei und die meisten PCWA-Kämpfer haben die Arena oder schon das PCWA-Gelände verlassen. Doch diese zwei Menschen befinden sich noch auf diesem Gelände, genauer gesagt in einem Hinterhof, der eine gewissen Ähnlichkeit mit einem Schrottplatz hat, außer dass es sich bei dem „Schrott“ um funktionierende und unbeschadete Requisiten handelt, die man in Lauf der PCWA-Geschichte verwendet hat und die irgendwann auf einen neuen Einsatz warten.

Mitten auf dem Hof steht der Monstertruck von Carnageddon, dessen Schriftzug immer noch frisch funkelnd auf der Motorhaube und an den Türen glänzt. Auch die vier riesigen Stollenreifen sind überwiegend sauber. Allerdings hat Lara an diesem Truck kleine Veränderungen vorgenommen. So klafft hinten auf der Pritsche ein großes Loch, der den riesigen 2000-PS-Motor enthüllt. Direkt daneben auf der nicht entfernten Pritschenhälfte steht eine Art Metallwanne, die sich als ein provisorischer Grill entpuppt. Acht Ringschläuche führen von teilweise abmontierten Abgaskrümmern in den Grill und eine einfache Seilzugstechnik führt aus der Fahrerkabine zu einem Tisch direkt neben dem Grill. Während Lara an diesem Seilzug ab und zu ruckartig zieht, faucht und brüllt der Achtzylindermotor und blaue Flammen schießen aus dem Grill hinaus und lassen die Metallstäben glühen! Die einzig weitere Lichtquelle ist eine Stehlampe, die Lara aus dem Hotel geschmuggelt und direkt am Motor kurzgeschlossen hat. Die Glühbirne leuchtet hell. Sehr, sehr hell.

„Meinst du nicht, dass das Motorabgas giftig sein könnte?“

So ruft Stem unten neben dem große Vehikel zu Lara hinauf. Anschließend nimmt er einen guten Schluck aus der Bierdose. Breit grinsend lehnt sich Lara über die Flanke hinaus und blickt hinunter, wobei sie in einer Hand ebenfalls eine Bierdose hat.

Lara: „Es ist genauso giftig wie der stinknormale Rauch vom handelsüblichen Grill, Barry.“

Doch Stems Gesicht zeigt keinerlei Anzeichen, dass er von diesem Argument überzeugt ist. Die Kanadierin lehnt sich weiter nach außen und legt dabei die Arme übereinander auf die Kante.

Lara: „Ich meine sogar, dass dieses Abgas sogar gesünder ist. Denn der Motor wird im Gegensatz zu Benzin- und speziell Dieselmotoren mit reinem Methanol betrieben.“

Stem: „Methanol?“

Lara: „Yep. Das gleiche giftige Zeug, das rauskommt wenn du beim Schwarzbrennen Mist gebaut hast. Da kommt dann statt Ethanol eben Methanol raus.“

Stem: „Yeah, ich weiss. Das ist das Zeug, von dem man blind wird.“

Lara: „Yep hoch zwei.“

Stem: „Und wie soll das gesünder sein als Kohlequalm?“

Lara: „Weil Methanol viel reiner brennt. Am Ende kommt nicht Aschestaub und derlei krebserregendes Zeug raus. Da gibt’s nur halt Kohlendioxid und Wasser – deshalb dieser Gartenschlauch da.“

Ihr rechter Zeigefinger deutet auf einen wesentlich kleineren Schlauch neben ihr, der über der Pritschenwand lose herunterhängt. Barry Wilson bemerkt dabei, dass es von der Mündung ganz leicht tropft.

Stem: „Sicher? Bleiben da nicht immer noch Methanolreste übrig?“

Sie zuckt nur die Achseln und holt aus dem Nichts ein kleines Döschen milchiges Pulver hervor.

Lara: „Boroxpulver. Wenn du dieses Pulver ins brennende Methanol reinschmeißt, ergibt das richtig schöne grüne Flammen wie aus Fantasyfilmen oder dem Chemieunterricht. Ich habe vorhin eine Prise in den Grill geworfen. Keine grünen Flammen. Kein Methanol. Keine Erblindung. Nur schön durchgegrillte Schnitzel.“

Grinsend rreibt sich der große Mann den Bart.

Stem: "Vielleicht solltest du mal meinen 'Nebenjob' versuchen. Ich denke, du wärst richtig gut darin. Und wie weit sind die Schnitzel nun? Ich hab' Hunger! Und du hast gesagt, nach alldem, was wir heute erreicht haben bekomme ich noch etwas zu Essen."

Richtig, deswegen sind sie draußen auf dem Hinterhof kurz vor der Mitternacht. Um Schnitzel mit einem feuerspeienden Motor zu grillen. Nach den Attacken sind die Carnageddon-Mitglieder nach starken Adrenalinschüben hungrig geworden und haben schnell Lust auf einen Mitternachtssnack bekommen. Da Carnageddon – eigentlich eher Lara Lee – für die Durchgeknalltheit steht, ist sie nicht in der Lage, ein Schnitzel auf normale Weise heiß zu kriegen. Und hey – immerhin wird dieser coole Monstertruck wieder gebraucht! Allerdings haben Lara und Stem einen weiteren Grund, warum sie ausgerechnet hier sind: Sie erwarten heftige Reaktionen von den „Opfern“ und der Hinterhof hat eben nur einen einzigen Ein- und Ausgang. So hoffen Lara und Stem darauf, nicht überrascht zu werden, falls der eine oder andere Freund der Angegriffenen „vorbeischauen“ will.

Lara: „So, die Schnitzeln sind durch.“

Stem: „Na endlich! Aber das ging schnell...“

Lara: „Methanol brennt besser als Zunder. Komm‘ rauf und bring die Brötchen mit.“

Mit einem Beutel bewaffnet turnt der große Amerikaner die Reifen hoch hinauf, während die Kanadierin noch die Fleischstücke auf die Reife prüft. Sieht gut aus.

Nach einigen Bissen stellen die beiden fest, dass die Schnitzel hervorragend schmecken. Während Lara bereits angefangen hat, das zweite Stück zu verspeisen, brummt Stem zufrieden vor sich hin, während er am gebratenen Fleisch herumkaut.

Auf einmal erstarrt Lara's Gesicht zur Salzsäule mitten in der Kaubewegung. Mit halb offenen Mund starrt sie an den verwirrten Mann vorbei.

Stem: „Lara?“

Lara: „Erwarten wir Besuch?“

Schließlich dreht Barry sich auch um. Tatsächlich, ein Auto -  ein echter amerikanischer Oldtimer von Modell Pontiac Firebird Trans-Am aus den 80er Jahren. In Schwarz mit goldenen Akzent. Mit Klappscheinwerfer und so.

Stem: „DeWynters?“

Sie schüttelt heftig den Kopf.

Lara: „So ein cooles Auto fährt sie niemals. Sie nutzt nur so ein komisches kleines Hybridauto.“

Stem: „Well... die Liste der Leute, die wir heute verärgert haben ist lang. Es könnte eigentlich jeder sein.“

Seufzt dieses Mädchen tatsächlich enttäuscht oder bildet er sich nur ein?

Lara: „So ein schönes Auto mit verdammt falschem Besitzer. Das Leben ist hart.“

Kopfschüttelnd springt Barry von der rückwärtigen Pritsche herunter. Lara folgt ihm kurz hinterher, allerdings bewaffnet mit zwei abmontierten Auspuffrohren, wobei einer davon gleich an Stem weiter gereicht wird. Misstrauisch stehen sie vor dem Monstertruck, während der Pontiac eher gemählich mit brummenden Motor durch den einzigen Zugang in den Hof hinein rollt. Ein schwarzes Auto mit aufgeklappten Scheinwerfern, das sich mit fast gedämpftem Lärm durch die dunkle Gegend bewegt – das hat etwas Bedrohliches an sich.

Schließlich stoppt der Wagen. Zwar können Lee und Wilson nicht erkennen, wer hinter dem Lenkrad sitzt – dafür ist es darin viel zu dunken, aber schon wie viele Personen im Auto sitzen: Nämlich nur eine.

Lara: „Wenn er auf Vergeltung aus ist, dann ist er entweder echt dämlich oder total von sich überzeugt…“

Schließlich kommt das Auto zum Stehen. Die Scheinwerfer klappen sich ein, die Lichtkegeln verschwinden, der Motor schaltet sich mit einem Gurgeln aus... nun herrscht Dunkelheit vor mit einer schwachen Hintergrundbeleuchtung durch Straßenlaternen, das städtische Licht und die grelle Stehlampe auf dem Monstertruck. Dann öffnet sich langsam die Fahrertür und ein Mann steigt aus. Groß... breitschultrig... in blauen Latzhosen und schweren Stiefeln.

Lara: "Okay, Creep. Ich habe keine Ahnung wer du bist und was du hier willst, aber... "

Urplötzlich wirft Barry das Auspuffrohr weg.

Lara: "Big Man? Was... "

Er nimmt ihr sanft den metallenen Gegenstand aus der Hand und wirft ihn ebenfalls beiseite.

Stem: "Es ist alles okay, Lara."

Die Amazone schüttelt verwirrt den Kopf, während Barry seine Aufmerksamkeit dem Neuankömmling widmet.

Stem: "Ich wusste, es passiert bald. Aber ich hatte nicht so früh damit gerechnet. Und vor allem nicht, dass du hier auftauchst."

Dann geht er auf den Fremden zu.

Lara: "Was zur Hölle... "

Doch weiter kommt sie nicht, denn Barry und der mysteriöse Fremde fallen sich in die Arme. Und sie hört zum ersten Mal dessen Stimme.

"Es tut so gut, dich wieder zu sehen."

Diese Stimme... kommt ihr irgendwie bekannt vor. Die Amazone weiss nicht wirklich mit der Situation umzugehen. Sie hätte ALLES erwartet... aber sicherlich nicht die Tatsache, dass ihr Partner sich hier mit einem Wildfremden in den Armen liegt. Minuten vergehen, bis die beiden Männer schließlich ihre Umarmung lösen.

Stem: "Komm. Ich möchte dir jemanden vorstellen."

Wilson und der Andere gehen auf Lara zu... und je näher der Fremde dem Licht kommt, erkennt sie weitere Details. Rote Haare... der Bart. verdammt! Der Kerl sieht aus wie...

Stem: "Lara... das ist mein Dad."

...Barry Wilson... nur 25 Jahre älter...

Stem: "Dad... das ist meine Partnerin. Lara Lee."

Wilson Senior spuckt eine Ladung Kautabak auf den Boden.

Wilson Senior: "Freut mich, Missy. Hab' schon viel von dir gehört."

Die Amazone blinzelt erneut.

Lara: "Dein... Dad???"


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