RISING PHOENIX
am 21.01.2019 aus dem PCWA Theatre (Berlin/Deutschland) 

Die NR.1 PRE-SHOW im Wrestling Business!

Exklusives Material von Vendetta 139!

Nur für ECHTE Fans!

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Jona Vark: "Ladies and Gentlemen, Mister Sharpe und Mister Poe."

Während der Marylander weiter von "Jona" redet, spricht die Boss-Lady ihre beiden Angestellten mit Nachnamen an. Womit sie ihren Fokus nochmals unterstreicht.

Jona Vark: "Gerne teile ich ihnen mit, dass ich Mister Sharpes Wunsch auf sein Rematch entspreche. Denn ungeachtet dessen, ob Personen in der Vergangenheit dies nicht eingefordert haben, es steht dem Ex-Champion zu. Ein Rematch um den Titel. Somit wird Marc Poe seinen Undisputed Gerasy gegen Kevin Sharpe beim Brawlin' Rumble XIII verteidigen. Kevin Sharpes Sieg beim Quest for the Best bleibt davon unberührt."

Durch das Theater dröhnen 50% Jubel und 50% Pfiffe. Auf dieses Match freut sich jeder Fan, soviel ist klar. Dennoch stößt die Entscheidung von Jona Vark teilweise auf Unverständnis.

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Was die Kommentatoren damit sagen wollen ist, dass, als die Töle in die Seile gefedert ist und James Godd seinem Partner mit Schmackes die flache Hand auf den Rücken geklatscht hat. BLIND TAG! Mad Dog derweil jagt auf Kevin Sharpe zu, der sich immer noch den Schritt hält. KICK in dessen Magen.. dann wuchtet MD seinen Gegner nach oben...

 

ENTER NIGHT!!!

 

Der Screwdriver sitzt PERFEKT. Sharpe springt von der Matte ab wie ein Gummiball... und kommt doch irgendwie zum Stehen... dann...

Vincent Craven: "UNFASSBAR, das Kevin Sharpe überhaupt noch steht!"

Kevin Smash: "Unfassbar, dass der Vollidiot James Godd der legale Mann aktuell ist... "

Der Smasher hat absolut Recht. Denn das ist Britain's Finest... und der ist aktuell im Ring und nimmt Maß...

 

GODDDAMN!!!

 

Blackheart geht zu Boden wie eine gefällte Eiche. Und der Tribun des Volkes ist sofort über ihm.

 

...eins...

 

Kevin Smash: "Komm' schon, Graves! Mach den SAVE!"

 

...zwei...

 

Vincent Craven: "Das will der Gambler tun, doch der Night Fighter stellt sich ihm in den Weg!"

...und Funaki zählt weiter...

 

...DREI!!!

 

Kevin Smash: "Absolut ekelerregend! DAS ist es, was James Godd tut... abstauben... "

Was aber aktuell anscheinend nur den Smasher kümmert. Denn die Halle ist nach dem erfolgreichen Threecount absolut aus dem Häusschen. Und Jane Nelson verkündet das Ergebnis.

Jane Nelson: "Die Sieger... James Godd und der Night Fighter Mad Dog.... die..... MAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAD GOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOODDS!"

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Jane Nelson: "Und der Sieger und neuer Cryption Crown Champion, JIMMY MAAAAAAAXXXX!!"

Während Jimmy Maxxx im Ring die Cryption Crown überreicht bekommt und Marc Poe komplett außer Atem in der Ringecke liegt, steht Shadow auf der Stage. Die großen, grünen Augen fixieren stumm den auf dem obersten Zuschauerrang mit ineinender verschränkten Armen stehenden Kevin Sharpe, der immer noch vor sich hingrinst. Schließlich wirft der Schatten seine Haare wieder vor das Gesicht - und geht von dannen.

Enttäuscht und ziemlich sauer auf Kevin Sharpe rollt sich Marc Poe aus dem Ring. Die Cryption Crown ist futsch. Hat er Maxxx trotz der Warnung von James Godd unterschätzt oder ist seine eigene Motivation unbewusst etwas gefallen? Was ist er für ein Undisputed Gerasy, wenn er nicht in der Lage ist gegen Jimmy Maxxx zu gewinnen. Mit langsamen Schritten und mit vielen Gedanken im Kopf trottet der Marylander niedergeschlagen in Richtung des Backstagebereich. Die Fans muntern ihn mit Poe-per-View Chants auf, doch Poe reagiert überhaupt nicht darauf. Diese Niederlage tut ziemlich weh, doch es bleibt immerhin Zeit bis zur nächsten Vendetta um sich davon zu erholen. Ohne einen Blick zurück verschwindet Marc im Backstagebereich.

Kevin Smash: "Was war das denn nun? Eine Zusammenarbeit von Shadow UND Kevin Sharpe gegen Marc Poe?"

Vincent Craven: "Ich weiss es nicht. Aber wenn dem so sein sollte... dann tut mir Poe mehr als leid. Vielleicht erfahren wir kommende Vendetta mehr! Schaltet wieder ein, liebes PCWA Universum!

Kevin Smash: "Zwar werde ich dann nicht mehr moderieren, aber ich kann euch allen garantieren ... es wird dennoch genug LEGENDÄRES passieren. Für heutet verabschieden wir uns jedenfalls mit einem neuen Cryption Champion ... unglaublich, dass Maxxx hier tatsächlich was gerissen hat!"


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Kurz nach Vendetta 138 im PCWA-Theater

Ganz klar, Marc Poe ist enttäuscht. Direkt in seinem ersten Match nach CORE hat er die Cryption Crown verloren. Doch es ist nicht nur Enttäuschung, die seine Emotionen beherrscht, der Champ ist richtig pissed. Angepisst von Sharpe, Shadow, Jona und am meisten von sich selbst. Sicher sieht es für die Zuschauer so aus, dass letztendlich die Eingriffe in sein Match dem Marylander den Titel kosteten. Poe weiß es allerdings besser, seine beschissene Einstellung ist Schuld an der Niederlage. James Godd hatte ihn gewarnt, doch im Unterbewusstsein erkannte der Mann aus Baltimore die Gefahr nicht. Er wollte Jona Vark mit dem Streetfight als Match-Art etwas beweisen, doch diese Wahl wurde zum Bumerang und landete auf dem Rückweg direkt in seiner Fresse. So kann es nicht weitergehen, deshalb ist es nun wirklich an der Zeit für ein klärendes Gespräch mit Jona.

Im Moment wartet Marc im Vorzimmer der PCWA-Chefin, Alexa ist schon gegangen. Die Assistentin der Boss-Lady war und ist ebenfalls der Meinung, dass Poe und Jona endlich miteinander sprechen sollten. Deshalb erlaubte Alexa dem Mann mit dem Man-Bun im Empfangsraum auf Jona zu warten. Eine Aktion die Alexa den Job kosten kann. Marc wartet nun angespannt darauf, dass die Boss-Lady ihr Office verlässt.

Und dann, nach einer gefühlten Ewigkeit, kommt der Moment der Wahrheit. Die Bürotür öffnet sich erst einen kleinen Spalt, dann komplett. Sie sieht ihn, er sieht sie. Ihre Blicke treffen sich.

Jona Vark: "Marc?"

Die Stimme der Chefin war wundervoll, ihr kurzes schnell wieder unterdrücktes Lächeln großartig. Poe beobachtet es ganz genau, solange es andauert. Damit ist klar, sie freut sich trotz der ausweglosen Situation immer noch ihn zu sehen.

Jona Vark: "Was willst du? Hast du heute Abend nicht schon genug angerichtet?"

Schnell ist eine gewisse Kälte in ihrer Stimme zurückgekehrt und der dazugehörige kalte Blick lässt den Mann aus Baltimore frösteln.

Er gibt sich allerdings cool und lümmelt entspannt auf der Couch. Bewegen ist sowieso nicht gut, die Blessuren des Fights bereiten noch starke Schmerzen.

Marc Poe: "ICH? Mein einziger Fehler war, dass ich Jimmy Maxxx die Cryption Crown durch die Wahl eines Streetfights auf dem Silbertablett serviert habe. Doch ein Teil meiner Idee ist aufgegangen, denn ich konnte dir zeigen, wie verkorkst diese Liga ist. DEINE LIGA!"

Jona winkt ab und geht schnurstracks an Poe vorbei. Die typische Reaktion einer Frau und natürlich dreht sie sich kurz vor der Tür wieder zum Marylander um.

Jona Vark: "Wo ist eigentlich Alexa? Hat sie dich hier reingelassen? Das wird Konsequenzen haben!"

Marc Poe: "Sie ist gegangen, damit wir in Ruhe reden können. Du kannst dich glücklich schätzen, dass du eine Assistentin wie sie hast. Denk doch nur mal an Kim zurück!"

Eine kleine Ader auf varkischen Stirn erhebt sich, beim Gedanken an Kim wird sie sehr wütend. Oder eher eifersüchtig, weil ihre Ex-Assistentin damals was mit Marc hatte. Sogar bevor Jona sich in die Arme des Marylanders verirrte. Sie versucht ihre Eifersucht zu überspielen und wechselt wieder das Thema zur Situation der PCWA.

Jona Vark: "In dem Punkt muss ich dir zustimmen. Bezüglich der Liga allerdings nicht, die PCWA ist alles andere als verkorkst!"

Die Boss-Lady versucht krampfhaft mit ruhiger Stimme zu reden und die Wut wegen Kim zu überspielen.

Jona Vark: "Der Einzige, der hier für Chaos sorgt, bist du. Warum musstest du vorhin die Sache mit dem Vertrag erwähnen? Selbst dir muss klar sein, dass ich niemals den Vertrag mit einem der beliebtesten Wrestler der PCWA auslaufen lassen würde. Ich bin eine Geschäftsfrau."

Marc Poe: "Immer wieder bin ich der Schuldige? Ist es dir nicht aufgefallen, dass Sharpe und Shadow machen, was sie wollen? Hier in der PCWA herrscht mittlerweile eine Art der Anarchie!"

Jona verzieht ihren wunderschönen Mund und atmet tief ein. Der Atemzug spricht für etwas Verzweiflung, denn Marc hat teilweise Recht. Zugeben wird sie die Tatsache allerdings nicht.

Jona Vark: "So ein Quatsch."

Marc Poe: "Seit der Sache mit deinem Vater und Grizz bist du doch total durch den Wind. Du verlierst die Kontrolle über die PCWA und deine Angestellten. Ich kann dir hierfür sogar einige Beispiele nennen, wenn du sie überhaupt hören willst."

Poe spricht im ruhigen Ton, ganz anders als noch Live in der Show. Trotzdem will Jona die Beispiele eigentlich nicht hören, doch der Mann aus Baltimore durchbohrt die Chefin mit seinen eisblauen Augen und deutet auf den Couch-Platz neben sich. Die Chefin nickt dem Marylander schließlich zu und setzt sich tatsächlich neben ihn auf das Rattansofa. Als sie ihren Platz einnimmt, drückt sie Poes Bein zur Seite. Es war eine beiläufige Geste, aber sie war sehr vertraut und intim.

Marc Poe: "Merkst du wirklich nicht, dass deine Angestellten keinen Respekt vor dir haben? Klar, es wurde schon immer in Kämpfe eingegriffen, doch dieses Mal war es mit Ansage. Ich wusste, dass es passiert, wenn ich einen Streetfight wähle. Dennoch habe ich nicht damit gerechnet, dass ich die Cryption Crown am Ende tatsächlich verliere. Ich habe zu viel riskiert, um dir die Augen zu öffnen."

Jona Vark: "Das ist mir zu wenig. Ich kann dir nicht zustimmen. Außer bei der Sache, dass du es selber versaut hast."

Der Mann mit dem Man-Bun hat diese Reaktion erwartet, er kennt Jona mittlerweile verdammt gut. Und er weiß, dass sie schmollt. Kritik dieser Art kann sie gar nicht ertragen.

Marc Poe: "Ich wusste auch, dass du nicht meiner Meinung sein wirst. Mittlerweile surfst du eher mit vielen anderen deiner Angestellten auf der gleichen Wellenlänge. Sonst hätten Maxxx und Sharpe wohl kaum so schnell ihr gewünschtes Match bekommen."

Jona Vark: "Wird es nicht irgendwann langweilig darauf rum zu reiten, Marc? Maxxx wollte das Match um die Cryption Crown schon eine ganze Zeit lang und ich wollte einen meiner Angestellten zufrieden stellen. Ich habe alles unter Kontrolle und Sharpe habe ich mit einem Tag-Team Match bestraft!"

Die Boss-Lady verschränkt ihre Arme vor sich und dreht den Kopf etwas zur Seite. Sie will Poe nun nicht mehr direkt anschauen, nicht nachdem er solchen Unsinn behauptet hat.

Marc Poe: "Hauptsache ein Typ wie Jimmy Maxxx ist glücklich. Ihm ist doch sowieso alles egal, Jona. Wenn er dieses Match nicht bekommen hätte, würde es ihn auch nicht jucken. Und verdient hatte er es schonmal gar nicht. Wie wäre es denn zum Beispiel mit James Godd als Gegner gewesen? Und wo wir von Zufriedenheit reden, was ist mit meinem Match gegen AJ Dunn? Es wurde nun schon ein zweites Mal gecanceled. Ich bin echt richtig unzufrieden!"

Jona Vark: "Du weißt einfach gar nichts, Marc Poe! Ich wollte diese Vendetta abwarten und dir bei Vendetta 139 dein Match gegen Dunn geben, aber ich sehe dich aktuell nicht in der Form. Und ich will nicht, dass der PCWA-Champ gegen den XAW-Champion hier in Berlin verliert."

Marc Poe: "Das ist harter Tobak und wirklich enttäuschend."

Jona Vark: "Meine Aussage bedeutet nicht, dass das Match gegen Dunn komplett flachfällt. Beweise nächste Vendetta und beim Rumble, dass du noch motiviert bist. Dein Match bei der nächsten Vendetta wirst du nämlich gegen jemanden bestreiten, der heute ebenfalls seinen Wunsch nicht bekommen hat."

Poe versucht einen Blick in die Augen der Chefin zu erhaschen, doch sie blickt immer noch beleidigt in eine andere Richtung. 

Marc Poe: "Du wirst mir sicherlich nicht sagen, wer damit gemeint ist, richtig?"

Ohne den Mann aus Baltimore anzuschauen, schüttelt Jona den Kopf.

Marc Poe: "Ist mir eigentlich auch scheißegal. Denn das Einzige, was wirklich sicher ist, dass du mir absichtlich Steine in den Weg legst. Und nur weil du deinem Daddy beweisen willst, dass wir kein Paar sind. DAS ist der Grund, weshalb du gegen mich arbeitest. Deshalb wäre es dir auch am liebsten, wenn ich nach der Cryption Crown noch den Gerasy verliere. Denn dann bist du mich nach dem Rumble endlich los. Dass ich einen neuen Vertrag bekomme, glaube ich dir nicht, du kannst mit unserer Situation einfach nicht umgehen. Ist es nicht so?"

Poe rückt näher an Jona heran und mit einer sanften Bewegung dreht er ihren Kopf in seine Richtung. Die beiden ehemaligen Liebenden schauen sich nun direkt in die Augen.

Marc Poe: "Ich gebe dir einen Tipp, Jona. Scheiß auf deinen Vater! Mach es wie ich und gehe deinen eigenen Weg, nur dann kannst du wirklich erfolgreich sein. Nur dann wirst du wirklich respektiert."

Jona Vark: "Du kennst meinen Vater zu wenig, deshalb wirst du es nie verstehen. Und wenn ich sage, dass du einen Vertrag bekommst, dann bekommst du ihn auch."

Mit einem leichten Lächeln auf den Lippen schüttelt der Marylander den Man-Bun.

Marc Poe: "Woher soll ich wissen, wie dein Vater ist, du hast uns einander nie vorgestellt."

Sollte eigentlich nur ein kleiner Witz sein, doch das Ziel wurde verfehlt. Jona kocht.

Jona Vark: "Findest du das lustig?! Dieser Kommentar war vielleicht nicht so gemeint, doch ziemlich unpassend. Du weißt doch, wie ich unter meinem Dad leide. Nichts kann ich ihm recht machen und genau deswegen werde ich ihm wahrscheinlich nie einen Mann vorstellen. Niemand ist seiner Meinung nach gut genug für mich und ich bin ihm nicht gut genug."

Marc Poe: "Sorry, du hast Recht."

Der Mann aus Baltimore versucht die Hand der PCWA-Chefin zu tätscheln und sie lässt es zu. Eine kleine Annäherung, die Jona dazu veranlasst dem Marylander etwas zu erzählen.

Jona Vark: "Shadow, wird dein Gegner bei Vendetta 139 sein. Ich habe ihn vorhin auf der Terrasse des "Skywalk" getroffen. Er versuchte mich wieder zu erpressen."

Marc Poe: "Shadow, also. Ich will dieses Match auch. Es wird wirklich Zeit, dass ich ihm sein Maul stopfe. Es wird ihm ergehen wie Grizz Lee."

Poes Augen funkeln und Jona sieht die Kampfeslust. Doch wirkt er nicht mehr so kriegerisch, wie noch vor dem Erfolg gegen Lee.

Jona Vark: "Ich sollte das nicht sagen, aber: Mach ihn fertig."

Marc Poe: "Sure. Den Gerasy werde ich nicht so leicht verlieren."

Jona Vark: "Ich bin Geschäftsfrau, Marc. Dein Match gegen Shadow ist ein Non-Title Match, denn um nichts in der Welt werde ich das Dream Match zwischen Marc Poe und Kevin Sharpe riskieren. 

Poe verengt seine Augen, er hat verstanden.

Marc Poe: "Ich habe dich schon vorhin durchschaut, Jona. Du glaubst nicht mehr an mich. Deswegen hast du vorhin erwähnt, dass der PCWA-Champ nicht gegen den XAW-Champ verlieren soll. Ich blamiere die PCWA, also als Undisputed Gerasy."

Jona Vark: "Nein! Aber du hast alle Titel gewonnen, die es in der PCWA zu gewinnen gibt. Dadurch wird man automatisch satt. Ich weiß einfach nicht, wie es mit deiner Motivation aussieht und offensichtlich habe ich zurecht gezweifelt."

Die Bosslady rückt näher an den Marylander und diesmal berührt sie mit ihrer Hand sein Knie. Poe weicht zurück und springt von der Couch auf.

Marc Poe: "Vielleicht wirklich zurecht."

Poe geht in Richtung der Tür. Auch er dreht sich, bevor er den Raum verlässt, nochmal um.

​​Marc Poe: "Schick' mir den Vertrag, okay? Brauchen werde ich ihn zwar nicht, denn ich werde meinen Titel beim Rumble verteidigen. Und vorher schicke ich Shadow auf die Bretter."

Jona Vark bleibt schleßlich nachdenklich auf der Couch zurück. Vielleicht war es wirklich ein Fehler an Marc zu zweifeln. Es war zwar eindeutig zu erkennen, dass nicht mehr das Feuer von früher in ihm brennt. Vielleicht war dies aber auch ein wenig ihre Schuld. Schließlich sollte sie ihm mehr vertrauen, er macht dem Undisputed Gerasy bisher alle Ehre.
Allerdings ist es einfacher für Jona, wenn sie sich so verhält wie eben. Sie muss Marc von sich stoßen, selbst wenn sie es tief in ihrem Inneren nicht will.


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Zwei Tage nach Vendetta 138...

 

Im ersten Moment sieht sie nur Schwärze. Kalte, gefühllose Schwärze. Doch nach und nach kehrt das Augenlicht zu ihrer Erleichterung wieder zurück.

Was ist jetzt denn passiert?

Zunächst kann sie sich nicht erinnern, was vor der Schwärze passiert ist. Langsam hebt sich der undeutliche Schleier vor ihre Augen und das Gehirn verarbeitet das Visuelle wieder ordnungsgemäß.

Oh verdammt!

Sie sieht jetzt eine Frau nur mit Jeans bekleidet – deren Oberkörper ist völlig bloß. Genau in diesem Moment zuckt sie vor Schmerzen zusammen. Der pochende Schmerz kommt von der linke Schläfe und lässt sie sofort wieder daran erinnern, was zuvor passiert ist: Sie wurde mit einem Schwinger ausgeknockt.

Das ist… überraschend.

Lara: „Na, wieder wach geworden, meine Gute?“

Die Frau mit freiem Oberkörper entpuppt sich als Lara Lee, die die Fäuste in die Hüfte gestemmt hat. Die andere Frau blickt auf sich selbst herab und stellt drei Sachen fest: 1. Sie sitzt auf einem Stuhl. 2. Sie ist gefesselt. 3. Sie trägt nur Unterwäsche, bestehend aus schwarzem BH und Höschen.

Lara: „Du hast völlig recht, wir müssen uns mal ausführlich über den Vorfall letztens unterhalten, DeWynters.“

Die angesprochene Frau schaut sich um und erkennt Laras Hotelsuite wieder. Sie befinden sich im Wohnzimmer, Lee hat den Kaffeetisch und die Sessel zur Seite geräumt, sodass DeWynters genau im Zentrum sitzt.

DeWynters: „Ich bin ehrlich überrascht, dass Du tatsächlich gewagt hast, mich anzugreifen. Ich habe nämlich gehofft, mit dir eine… freundschaftliche Beziehung aufzubauen. Und wir waren auf dem guten Weg.“

Die Kanadierin lächelt traurig und geht in die hockende Position direkt vor DeWynters, um auf der Augenhöhe zu sein.

Lara: „Diese Hoffnung hatte ich auch. Ich war wirklich ernsthaft versucht gewesen, dich als Freundin zu sehen.“

DeWynters: „Und was hat sich geändert?“

Lee schüttelt den Kopf und richtet sich wieder auf.

Lara: „Als du mir in der Nacht die Dokumenten gestohlen hast.“

DeWynters: „Gestohlen? Ich habe mir nur genommen, was uns rechtmäßig gehört.“

Schallendes Gelächter hallt durch das Zimmer.

Lara: „Wow! Einfach nur wow! ‚Was uns rechtmäßig gehört.‘ DeWynters, so billige Argumente, das kenne ich doch gar nicht von dir. Diese Dokumente enthalten illegale Informationen. Illegale! Da ist nix mit rechtmäßig! Und ich sehe schon, du fühlst dich als Teil von Lafayette Machines Corporation. Ich habe wirklich eine Zeit lang gedacht, du würdest ein bisschen außen vor stehen. Aber Irren ist menschlich, nicht wahr?“

DeWynters: „Mir gefällt nicht, in welche Richtung wir gehen. Binde mich los und lass mich gehen!“

Lara: „Sehr gerne! Das würde ich echt gerne tun. Ich fessle nicht gerne Menschen, außer es ist ein Sexspielchen.“

DeWynters: „Also?“

Lara: „Also werde ich dich freilassen, wenn du mir dafür die Dokumente wieder zurückgibst.“

Daraufhin zeigt die gefesselte Schönheit nur ein stoisches Gesicht. Lara seufzt theatralisch.

Lara: „Dann eben nicht!“

DeWynters: „Die Dokumente habe ich längst zerstört.“

Lara: „Mit Sicherheit nicht. Auch wenn du jetzt eine falsche Schlange bist, so kenne ich dich gut genug. Du würdest so eine Gelegenheit niemals verstreichen lassen. Du würdest die Dokumente durchlesen und für dich behalten, um sie zu einem geeigneten Zeitpunkt einzusetzen. Dafür bist du ja Staranwältin geworden. Du weißt, wie man Waffen geschickt einsetzt.“

DeWynters: „Und was, wenn ich so loyal zu Lafayette bin, dass ich alles dafür tun würde?“

Lara: „Du warst und bist Lafayette nie loyal gewesen. Du hast nicht für ihn gearbeitet, sondern mit ihm. Loyalität? Das passt nicht zu dir. Du bist eine selbstbewusste, selbstständige und starke Frau. Du brauchst keinen Lafayette. Respekt gegenüber ihihnm, das kaufe ich dir sicher ab. Aber loyal und abhängig? Nein, dafür bist du zu sehr Opportunistin.“

DeWynters: „Warum bist du dir da so sicher?“

Lara beugt sich vor und legt beide Hände auf DeWynters zarte Schultern.

Lara: „Wir sind uns ähnlicher, als wir zugeben wollen. Ich finde das auch uncool, aber es ist eben so. Weißt du, DeWynters, als du mich damals überfallen hast, habe ich lange und intensiv nachgedacht. Ich will immer noch Rache an Lafayette nehmen.“

DeWynters: „Rache hat niemals was gebracht.“

Lara: „Mir scheißegal. Ich bin tierisch sauer auf ihn. Er hat mich missbraucht und das kann ich nicht einfach so sein lassen und darüber die Schultern zucken.“

DeWynters: „Du zuckst aber bei vielem die Schultern.“

Die Hände immer noch auf den Schultern seufzt sie abermals.

Lara: „Ich hasse dieses Gespräch. Ehrlich. Ich habe wirklich gedacht, ich könnte dich leiden. Ich habe mich irgendwie ein bisschen gefreut, dass du auf mich achten wolltest. Mich vor diversen Unfällen schützen. Aber nein. Ich habe realisiert, dass du kaum was für mich getan hast. Die Scheiße mit dem Cotatores, die dumme Einmischungen von Maxxx und Rob Collins und anderen, nix. Aber wenn es plötzlich um deine beschissene Firma geht, bist du sofort zur Stelle. Wie zum Beispiel damals als Rob mich zu Armitage Company locken wollte. Da bist du eingeschritten und hast diese Sache geklärt. Weil es um LMC ging - und nicht um mich. Verdammt, warum rede ich so viel? Warum mache ich mir so viele Gedanken. Ich bin richtig gut im Kämpfen, ich kann mit viel Scheiße leben, ich kann das. Aber Quatschen, Quatschen, Kompromisse schließen, Frieden erhalten und all den Mist, den ich ertragen muss – das ist doch alles gar nicht meins!“

DeWynters: „Dann tu‘ doch, was du schon immer willst. Worauf wartest du noch? Schlag‘ mich doch. DAS willst du doch schon immer tun, oder?“

Lara: „Ach, verfickt nochmal. Ich schlage eigentlich keine wehrlosen Leute. Das ist uncool. Du beherrschst doch irgendwelche Kampfkünste, oder?“

DeWynters: „Ich werde dich nicht bekämpfen. Und du wirst mich nicht schlagen. Das ist nicht Lara Lee.  Lara foltert oder prügelt keine Menschen, die sich nicht wehren können. Dafür ist dein Herz zu gut.“

Lara: „Diese Lara Lee ist schon seit einem Monat tot.“

Und sie schlägt mit aller Macht zu! DeWynters Kopf wird heftig zur Seite gerissen, ihre schönen Lippen platzen auf. Aus einem Mundwinkel tröpfelt Blut. Zum ersten Mal erlebt Lara, wie DeWynters Gesicht sich langsam in Schock und Unglaube wandelt. Lara selbst zeigt nur ein ausdruckloses Gesicht und legt beide Hände wieder auf DeWynters Schultern.

Lara: „Ich habe es lange, sehr lange vorbereitet und geplant, um Lafayette zu bekämpfen. Dafür habe ich sehr viel Geduld aufgebracht. Viel Mühe und Kleinarbeit aufgebracht. Kontakte zu Freunden und Fremden geknüpft. Eine großangelegte Operation gegen Lafayette Machines Corporation. Doch ich bin wegen dir am Ende. Ich weiß nicht mehr weiter. Ich bin einfach nur fertig. Mein… Geist ist erschöpft.  PCWA. LMC. Chris Reynolds. Barry Wilson. Happy Hour. Deception. So viele Dinge, die ich im Kopf behalten muss. Doch mein Kopf ist zu klein dafür. Und LMC zu groß für mich. Und dann – auf einmal stellst du dich mit voller Breitseite gegen mich. Das hättest du nie tun sollen. Du hättest einfach weiter in der Dunkelheit und im Schatten bleiben sollen. Ich hätt’s dir nicht übel genommen, würdest du als Siegerin aus dem ganzen Schlamassel gehen. Ich will Lafayette vernichten. Alles andere ist mir egal.“

DeWynters: „Du wirst das nicht schaffen. Es kann nur tödlich enden.“

Unvermittelt zupft Lara an DeWynters BH und zieht diesen so weit herunter, bis der rechte Nippel hervorschaut. An diesem Nippel fasst Lara mit Daumen und Zeigefinger.

DeWynters: „Was machst Du da?!“

Lara: „Weißt du warum ich jetzt oben ohne bin?“

Die befragte Person erwidert nichts, während Lara weiterhin langsam an der Brustwarze sanft hin- und her dreht.

Lara: „Ich bin verdorben. Ich bin durchgeknallt. Ich drehe durch, DeWynters. Ich tue Dinge, die ich eigentlich nicht tue.“

Schließlich zieht sie an die Brustwarze ein wenig, bis sie dann wieder loslässt. DeWynters hält den Atem an. Lara blickt ein paar Augenblicke lang den Nippel an, bevor sie den BH wieder hochzieht und so die Busen wieder verdeckt. Zu guter Letzt streichelt sie zärtlich die rechte Busenhälfte, bevor sie die Hände wieder auf die Schultern legt. DeWynters keucht erleichtert.

Lara: „Wieso bist du erleichtert? Stehst du denn lieber auf BDSM?“

Und sie schlägt wieder zu! Diesmal direkt auf die Nase, welche mit einem hässlichen Knirschen bricht! Sofort fließt aus beiden Nasenlöchern Blut und verschmiert den ganzen Mundbereich, sodass DeWynters reflexhaft in den Mund gelaufene Flüssigkeit ausspuckt. Lara hebt DeWynters Kinn vorsichtig an und hält es in dieser Position. DeWynters keucht und atmet schneller. Ihre Selbstsicherheit hat einen harten Schlag abbekommen.

Lara: „Die Sache ist ganz einfach. Ich schlage dich so lange, bis du mir sagst, wo die Dokumente sind.“

DeWynters: „Lieber sterbe ich!“

Lara: „Du wirst sicher irgendwann sterben, aber nicht heute. So viel Skrupel habe ich…“

Sie lächelt.

Lara: „… noch.“

Beide Frauen schweigen.

Lara: „Ich hasse wirklich, dich zu schlagen. Ich will dich nicht schlagen, weil du ein wirklich schönes Geschöpf bist. Dein Charakter mag vielleicht vollkommen Kacke sein, aber ich kenne noch schlimmere Menschen als dich. Wie Jimmy Maxxx, Rob Collins oder Kevin Sharpe. Und die lasse ich ab und zu in Ruhe. Aber ich muss dich schlagen, weil ich einfach nur fertig mit dem ganzen LMC-Scheiß bin und du dafür mitverantwortlich bist. Also sag‘ mir bitte, wo die Aktenmappen sind.“

DeWynters: „Die sind zerstört.“

Die Kanadierin stöhnt unzufrieden.

Lara: „Och, Mann. Sei‘ bitte doch nicht doof. Warum muss ich dich schlagen?“

DeWynters: „Wenn du dies hasst, warum hörst du nicht einfach auf?“

Lara: „Würde ich ja so gerne! Aber du lässt mir das nicht zu!“

Und erneut verpasst Lara DeWynters einen weiteren Punch, diesmal in die Bauchgegend! DeWynters zuckt heftig zusammen und klappt mit heftigem Keuchen zusammen. Doch Lara reißt DeWynters Kopf hoch und verpasst ihr erneut ein Fausthieb mitten ins Gesicht!

Lara: „Die Dokumente! DIE VERDAMMTEN DOKUMENTE!“

DeWynters braucht erst einige Momente, um wieder sprechen zu können. Lara ist eine verdammt kräftige Frau, die kann wirklich zuschlagen. Da ist nichts mit Pussyhaftig, das muss DeWynters ihr lassen.

DeWynters: „Ich… ich… ich kann's dir nicht sagen.“

Lara: „Doch kannst du. Du willst nur nicht.“

Wieder ein Schlag ins Gesicht. DeWynters Kopf wird nach hinten gerissen. Der Treffer landet diesmal in die rechte Augenhöhle, weshalb diese jetzt zu schwillt. Von der Schönheit ist nichts mehr zu sehen.

Lara. „Du kennst mich doch. Ich werde einfach so lange weiter machen, bis einer von uns nicht mehr kann. Und das bin ich ganz sicher nicht.“

DeWynters: „Die… die Dokumente…. die habe ich…“

Sie keucht. DeWynters ist definitiv keine Frau, die fürs Leben kämpft. Sie hält zwar vieles aus, aber der Körper kann nicht mehr viel machen, es ist einfach so. Sie hat nicht die entsprechende Muskeln, nicht die entsprechende Kraft, nicht die entsprechende Ausdauer. Das hat sie alles nicht. Nur ihren unbändigen Willen. Genauso wie Lara Lee. Deshalb kennt sie den Ausgang aus dieser Situation nicht. Das Ergebnis ist ungewiss. Zum ersten Mal seit einer langen Zeit kann DeWynters die Konsequenzen nicht einkalkulieren. Das Ende ist völlig offen. Und das macht ihr Angst. Die Verlockung, einfach allem nachzugeben, wird immer größer. Mit jedem Schlag, den sie ertragen muss.

DeWynters: „… die habe ich verbrannt. Warum willst du die Wahrheit nicht erkennen?“

Und wieder dieser Schlag! Diesmal geht es in die Brust, wodurch ihr die gesamte Luft aus der Lunge gepresst wird. Sie muss heftig nach der Luft schnappen wie jemand, der vor dem Ertrinken ist. Der Schmerz ist dabei fast unerträglich.

Lara: „Weil das nicht die Wahrheit ist. Hör‘ auf zu lügen. Die Dokumente! Wo sind die?“

DeWynters braucht sehr lange, um wieder normal zu Atem zu kommen und überhaupt zu sprechen. Dafür lässt Lara Lee ihr viel Zeit.

Lara: „Geht’s wieder? Du brauchst diesen BH nicht mehr, das engt dich nur unnötig ein. Ich trage ja auch keinen.“

Sie hebt ein Taschenmesser vom Tisch auf und lässt dieses aufklappen. Mit einer schnellen Bewegung ist DeWynters den Halter los. Sie hat nicht mal die Chance gehabt, nach dieser Waffe zu schnappen. Dafür ist sie viel zu fertig. Mit der anderen Hand hebt Lara den einen Busen an.

Lara: „Du hast wirklich tolle Titten. Okay, meine sind auch toll. Also, wo sind die Aktenmappen?“

DeWynters: „Wenn ich dir immer wieder das Gleiche erzähle, was würdest du dann machen? Hm?“

Lara: „Ich würde einfach weitermachen. Ich würde dich einfach weiter verprügeln, bis du was anderes sagst.“

DeWynters atmet tief ein und aus, wobei Lara ihr die schwarze Haaren aus dem Gesicht streicht.

DeWynters: „Okay. Okay. Die Mappen habe ich nicht verbrannt.“

Lara: „Na, geht doch. Lass‘ dir Zeit. Ich weiß, es ist nicht einfach, etwas zugeben zu müssen. Du willst es für dich behalten. Das verstehe ich. Ich tu’s ja auch. Deshalb… keine Eile. Gehe in Gedanken durch. Wäge Vorteile und Nachteile ab. Ich kann noch ein bisschen warten.“

DeWynters: „Die… die habe ich bereits an Lafayette gegeben…“

Sekundenlang starrt Lara sie nur an. Und auf einmal kassiert DeWynters einen weiteren Schlag in die Brust! Sie spürt heftige Schmerzen und Übelkeit. Sie ist kurz davor sich zu übergeben. Sie muss mehrmals heftig durchatmen. Ihre Stimme ist inzwischen nur noch heiser.

DeWynters: „Aber… was…. wieso?“

Lara: „Ist gelogen. Das ist sogar noch dümmer als das mit dem Verbrennen.“

Erneut schnappt sich Lara das Taschenmesser, geht langsam auf DeWynters zu. Sie schließt die Augen und macht sich auf das Schlimmste gefasst. Doch sie spürt nur, wie ihr Höschen auseinander geschnitten wird. Sie ist nun vollkommen nackt und stellt mit Entsetzen fest, wie Lara ihre Beine mühelos auseinanderdrückt und sie erneut fesselt. Jetzt sitzt sie breitbeinig da.

Lara: „Keine Sorge, deine Pussy will ich nicht.“

Gib endlich auf!

Was willst du denn noch?

Lara will Lafayette, nicht dich!

Halte dich raus und gib ihr die Dokumente!

Diese Sätze kreisen durch das Nebel der Schmerzen, aber ihr inneres Gehör ist auf taub gestellt.

DeWynters: „Die habe ich noch.“

Woraufhin Lara sich erneut hinunter beugt und die Hände sanft entlang der Oberschenkel von DeWynters fahren lässt, ohne der Stelle zwischen den Beinen nahe zu kommen.

Lara: „Ja?“

DeWynters: „Die… die Papiere liegen in meinem Safe bei mir in Amerika.“

Die Kanadierin lässt den Kopf absacken und stöhnt enttäuscht. Dann richtet sie sich wieder auf, blickt einen Moment lang in die Augen…. und verpasst ihr mitten in den Unterleib einen heftigen Faustschlag! Verzweifelt versuchen sich ihre Beine reflexhaft zu schließen, was aber nicht gelingt, und vor lauter Schmerzen fängt sie laut an zu weinen und sich zu übergeben.

Lara: „Meine Güte! Praktisch am Ende und immer noch am Lügen wie gedruckt. So ein Durchhaltevermögen ist wirklich lobenswert. Dafür hast du ein bisschen Respekt von mir.“

Langsam geht Lara aus DeWynters' Blickfeld. DeWynters kann nur noch eine Sache tun: Atmen. Die Schmerzen sind überall, seelisch ist sie beinahe fertig. Sie will einfach alles hinter sich bringen und auf der Stelle ewig einschlafen. Aber sie ist unfähig, Lara zu geben, was sie will. Warum eigentlich?

Das Muscle Chick ist wieder in ihren Wahrnehmungsbereich zurückgekehrt, mit einer großen Schüssel Wasser und Frottiertuch. Sie baut sich über DeWynters auf, dann lässt sie die Schüssel langsam über den Kopf abkippen. Unendlich froh, angenehm warmes Wasser über den Blessuren spüren zu können, bekommt ihr Atemrhythmus eine ruhigere Geschwindigkeit. Schließlich wischt Lara ihr die Kotze am Körper weg und trocknet sie geradezu sanftmütig ab. Nur in diesem einen Moment macht es ihr nichts aus, dass Lara auch ihren Schambereich abtrocknet.

Lara: „Vielleicht habe ich vorhin mit deiner Pussy gelogen. Vielleicht will ich doch das.“

DeWynters verschluckt fast das Wasser, das  ihr dabei ein wenig in die Mund gelaufen ist, vor Schreck. Lara hilft ihr mit ein paar geradezu harmlosen Schlägen auf den Rücken nach, das Wasser auszuspucken.

Lara: „War nur ein Scherz. Sexuell gesehen finde ich auch meine Geschlechtsgenossinnen toll, aber letztendlich machen mich Schwänze doch eher an. Wie ist das eigentlich bei dir? Hetero, lesbisch oder doch bisexuell? Ich tippe ein bisschen auf lesbisch. Ach, nee, die Frage ist doch eher, ob du überhaupt ein Sexleben hast. Soll ich mal da untern nachgucken?“

Sie deutet dabei auf die teilweise nasse Vagina, was zur plötzlichen Blässe in DeWynters Gesicht führt.

Lara: „Alles klar. Ich wollte ein bisschen Spaß machen. Was will ich denn auch schon mit deinem Körper. Was ich will, ist das, was in deinem klugen Köpfchen steckt.“

Dazu tippt sie leicht an DeWynters Schläfe.

Lara: „Also denn. Prügeln macht zwar Spaß, aber nicht bei dir. Raus mit der Sprache.“

DeWynters: „Ich möchte sterben. Egal wie, ich will einfach nur sterben.“

Diese Reaktion überrascht Lara doch ein wenig – sie kratzt sich etwas verwundert am Hinterkopf.

Lara: „So schlimm bin ich schon? Ich habe dich nur heftig verdroschen. Getötet oder vergewaltigt habe ich dich doch gar nicht. Habe ich natürlich auch nicht vor.“

Verzweifelt blickt DeWynters mit nur einem heilen Auge Lara an und ist wieder kurz vor dem Weinen.

Lara: „Vergiss‘ das mit Weinen. Mitleid hast du nicht von mir. Jeden einzelnen Schlag, den du bisher gespürt hast, hast du vollkommen redlich verdient. Und es wird noch viel mehr kommen, wenn DU MAL NICHT ENDLICH DIE WAHRHEIT SAGST!“

DeWynters: „Ich kann das nicht. Es geht einfach nicht. Auch wenn ich es so unbedingt gerne will, ich kann es Dir nicht sagen.“

Lara: „Falsche Antwort.“

Bevor DeWynters überhaupt so richtig reagieren kann, brüllt sie bereits wie am Spieß! Ein Taschenmesser steckt tief in ihrem Oberschenkel. Blut sickert langsam aus der Wunde. Sie schreit und schreit, bis sie irgendwann einfach nicht mehr kann. Sie schluchzt nur noch. Lara nimmt kopfschüttelnd die Finger aus den Ohren.

Lara: „So lange und so laut! Wo hast du das bloß geübt. Es reicht doch vollkommen mit normaler Stimme zu sprechen.“

Unbeeindruckt zieht sie das Messer mit einem Schmatzen und einem halb erstickten Schrei vom Opfer aus dem Bein. Dann wickelt sie die Wunde mit dem Handtuch,  mit dem sie zuvor die Botin abgetrocknet hat, und zieht fest zu. DeWynters ist nur noch am Wimmern.

DeWynters: „Ich… geb’s auf. Ich werde es dir sagen. Okay. Okay. Ich erzähle dir, wo die Dokumente sind. Okay. Okay?“

Lara: „Nein. Nix mit okay. Diesmal ist Schluss mit Spielchen. Diese Wunde habe ich zum letzten Mal versorgt. Der menschliche Körper kann über einen Liter Blut verlieren, bevor die Wirkung deutlich spürbar wird. Ich werde also mit diesem Messer auf dich so lange einstechen, bis du verblutest oder mir sagst, wo die Aktenmappen sind. So einfach ist das.“

DeWynters: „Ich dachte du willst mich nicht töten.“

Lara: „Die Meinung habe ich geändert, als du den Wunsch geäußert hast, sterben zu wollen. Wenn du mir sowieso nicht sagen kannst, egal wie heftig ich dich foltere, dann will ich dir wenigstens diesen Wunsch gewähren.“

DeWynters: „Dann töte mich doch gleich, Lara.“

Lara: „Bist du dir sicher? Du bist also bereit für diese Dokumente zu sterben, um Lafayette zu schützen? Ich frage dich also zum letzten Mal: Du willst sterben? Es gibt dann kein Zurück. Und ich werde nicht zögern oder innehalten.“

DeWynters: „Das ist mir klar. Ich will sterben.“

Lara: „Alles klar. Es wird am Anfang furchtbar schmerzen, aber dann bist du ganz schnell ohnmächtig und taub. Weil ich dir die beiden Halsschlagadern durchschneiden werde.“

Sie tippt sanft auf DeWynters fragliche Halsregion.

Lara: „Jung zu sterben ist irgendwie doof. Aber es ist deine Entscheidung und das Geheimnis wird sicher mit dir ins Grab verschwinden. Eher am Boden vom Fluss Oder.“

DeWynters schließt die Augen und ist diesmal sicher, dass sie sie nicht wieder öffnen wird. Sie spürt bereits die warme Klinge des Messers an einer Schlagader.

Und dann brüllt sie erneut vor Schmerzen! Aber der Schmerz kommt nicht vom Hals, sondern vom anderen Bein! Erneut hat Lara das Messer ins Bein gerammt! DeWynters hyperventiliert und ist bereits der Ohnmacht gefährlich nahe, aber die leise und angenehme Stimme von Lara hält sie irgendwie wach. Es dauert mehrere Minuten, bis DeWynters die Sprache wiedergefunden hat.

DeWynters: „Warum… warum hast du mich nicht getötet?“

Lara: „Bist du bescheuert? Warum denn? Nur weil du es wolltest? Ich habe ganz einfach gelogen. Töten will ich gar nicht. Dafür bist du doch viel zu schade. Ich weiß selber gar nicht, ob ich das übers Herz bringen könnte. Du hast mir doch nur die blöden Aktenmappen geklaut. Die will ich wieder haben. Dich für die Mappen töten? Nä!“

DeWynters ist am Ende. Die Tortur ist einfach nur furchtbar und wird kein Ende finden, bis… in diesem Moment erkennt DeWynters, dass Lara dies genau weiß. Lara hat nie erwartet, dass DeWynters einfach so verraten würde. Sie würde sich foltern lassen und dennoch immer noch nicht verraten, wo die Dokumente sind. Das Foltern würde so lange gehen, bis sie irgendwann sterben würde. Es geht sogar noch weiter: Die Dokumente spielen selbst nur eine untergeordnete Rolle.

DeWynters: „Es ging nie um diese Aktenmappen. Ich soll dir gar nicht verraten, wo die sind. Das ist gar nicht so wichtig. Die Aktenmappen über die illegalen Geschäfte sind nicht die Waffe, die du gegen Lafayette einsetzen willst. ICH bin die Waffe. Du hast mich gefoltert mit der Absicht, gar nicht von mir zu erfahren. Sondern du hast mich nur geschlagen, um der Folter willens.“

Lara Lee verschränkt nur die Armen vor der Brust.

DeWynters: „Ich muss tatsächlich gefoltert werden, um ein Geheimnis zu verraten. Sonst würden die ausgeklügelten Lügendetektoren - die ich über mich ergehen lassen muss, wenn ich Lafayette persönlich besuche - mich sofort durchschauen und das alles auffliegen lassen.“

Erneut ist Schock auf ihrem Gesicht abzulesen.

DeWynters: „Nicht diese Aktenmappen werden LMC zu Fall bringen, sondern ich selbst. Das… das ist…“

Lara: „Das Wort, was du suchst, ist: genial.“

DeWynters: „Nein, phänomenal.“

Lara: „Oder das. Danke. Wenn du nächstes Mal durch die Detektoren gehst… wirst du die Wahrheit erzählen. Abgesehen von dem hier, natürlich. Aber dafür muss man erst einmal drauf kommen.“

DeWynters: „Und wenn ich durchmarschiere und Lafayette einfach so erzähle, dass ich die ultimative Waffe bin?“

Lara: „Wirst du nicht tun.“

DeWynters: „Wieso nicht?“

Lara: „Weil… weil… das kann ich dir nicht in Worte beschreiben. Ich zeig’s dir.“

Plötzlich beugt sie sich weit vor, blickt kurz aber tief in DeWynters‘ Augen und… legt die Lippen auf ihre! DeWynters will sich sofort zurückziehen, sich wehren, sich abschütteln… doch… es ist Zeit für die Wahrheit. Sie küsst zurück. Lange und intensiv.

Die Botin muss die Augen schließen und versuchen etwas zu begreifen, das eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit ist. Ihr rationaler Geist fragt: Warum küsst du diese Sadistin? Doch ihr Herz antwortet: Weil diese Frau vor dir an das Richtige glaubt. Und du willst auch an das Richtige glauben. Die Rationalität hat dagegen nicht den Hauch einer Chance.

DeWynters: „Was… was ist eben gerade passiert? Warum habe ich dich geküsst? Warum hast du mich geküsst?“

Erneut lässt die Kanadierin das Messer aufklappen, aber diesmal nur um die Seile durchzutrennen. Endlich kann DeWynters die malträtierten Beine zusammenlegen, aber durch ihre Erschöpfung droht sie zur Seite wegzukippen! Doch Lara ist zur Stelle und fängt sie auf. Noch mehr, sie hebt DeWynters vollständig hoch und trägt sie sachte zum Bad, um sie schließlich in die Wanne zu legen.

Lara: „Hey, entspann‘ dich. Du hast deine Mission erfüllt.“

DeWynters: „Du hast mich gefoltert! Geschlagen und mir ein Messer in den Körper gerammt! Zweimal! Du bist so eine verdammte… Fotze!“

Lara: „Ich weiß. Das unterscheidet mich von den anderen. Ich kann solche Sachen tun und trotzdem ruhig schlafen. So bin ich wohl.“

Lara hat das Handtuch entfernt und reguliert die Wassertemperatur, bis sie die richtige Wärme gefunden hat. Schließlich lässt sie den Duschkopf über den ganzen Körper von DeWynters schweben. DeWynters wehrt sich nicht.

DeWynters: „Das ist gelogen. Du hast oft Albträume.“

Lara: „Na schön. Ich werde demnächst einen Therapeuten besuchen, einverstanden?“

DeWynters: „Einen Psychiater brauchst du! In einer geschlossenen Anlage!“

Lara: „Darüber reden wir ein andermal. Ich werde jetzt deine Wunden säubern und dabei desinfizieren. Das wird höllisch schmerzen.“

DeWynters: „Fick‘ dich.“

Lara: „Hey, endlich sprichst du die Worte aus deinem Mund. Ich bin dabei.“

DeWynters: „Ich bin viel zu lange mit dir unterwegs. Ich liebe dich.“

Daraufhin gibt Lara DeWynters einen kurzen Kuss.

Lara: „Ich liebe dich auch. Wenn wir hier damit fertig sind, schläfst du erst einmal durch und wir sprechen dann über alles, okay? Ich erklär dir auch dann meinen Plan, wie wir Lafayette vernichten. Aber erst mal kümmere ich mich um dich.“

DeWynters: „Warte. Eine Frage habe ich… woher hast du gewusst, dass ich… Liebe für dich empfinden würde?“

Lara: „Am Anfang war ich mir nicht ganz sicher. Du hast es vielleicht nicht direkt gewusst oder anders wahrgenommen. Ich habe dich eigentlich die ganze Zeit begrapscht, aber das hat dir am wenigsten ausgemacht. Ja, du warst erschrocken oder überrascht, aber du hast dich nicht gewehrt oder geschrien, als ich zum Beispiel deine Hammer-Titten mehrmals angefasst habe. Und ab da war ich mir sicher, dass du auch auf meine Gefühle zumindest indirekt erwiderst.“

DeWynters: „So verrückt alles!“

Lara: „Oh ja, eigentlich vollkommen pervers und abartig. Und jetzt entspann‘ dich.“


------------------ PCWA ------------------

Der alte Spreepark in Berlin. Lange verlassen und zerstört, so stehen die alten Buden und Fahrgeräte da. Überall sieht man Reste von Häuschen und anderen Gebäuden. Einige von ihnen auch abgebrannt und einsturzgefährdet. Dazwischen hört man ein schleifendes Geräusch über Steinboden, es ist der Gürtel der Cryption Crown. Sein Besitzer, Jimmy Maxxx, schlürft etwas genervt durch die alten Wege des Spreeparks.

Jimmy Maxxx: "Vendetta 138... Jimmy Maxxx gegen Marc Poe um diese Krone. Und am Ende bin ich der Siegreiche gewesen... oder nicht? Ihr habt doch alle mit euren eigenen Augen gesehen, was passierte. Kevin Sharpe und Shadow haben sich in den Main Event eingemischt, Marc Poe verprügelt und ich musste nur noch meinen Hintern irgendwie auf Marcs Körper manövrieren, um den Pin zu holen."

Genervtes Lachen und die Hand geht durch die schmalzigen Haare ins Gesicht. Die Wut steigt abermals in seinen Venen hoch.

Jimmy Maxxx: "Und jetzt? Sharpe und Shadow? Soll ich mich jetzt freuen? Soll ich zu euch kommen und ganz lieb danke sagen? Mich umdrehen, vorbeugen und mich von euch nochmal in den Arsch ficken lassen, während ich euch Daddy nenne? Ihr Wichser habt absolut bewiesen, warum ich in der PCWA bin. Warum ich Show für Show mich über diese heutige Ellenbogen-Gesellschaft aufrege und jedem in den Kopf rufe, dass wir nichts mehr als ein dreckiger, verschissener und egoistischer Haufen von seelenlosen Körpern sind, die den Tod der Welt verdient haben. Und ich es nicht abwarten kann, dass endlich jemand diesen verdammten Panikknopf drückt und unsere verseuchte Rasse ins Jenseits ballert."

Hochrot wird sein Gesicht, während die Wut über den "Sieg" aus ihm heraus platzt. Er bleibt stehen, atmet schwer. Versucht irgendwie sich zumindest etwas zu beruhigen. Aber dieser Moment lässt ihn einfach platzen.

Jimmy Maxxx: "Was bin ich jetzt? Champion? Nein! Fuck ich bin an der selben Stelle wie vorher, nur dass ich dieses belanglose Stück Metal mit mir herumtrage. Ihr wisst genau, dass ich einen Scheiß um Sieg oder Niederlage gebe oder darum ein "Champion" zu sein. Diese Krone war und ist nur Mittel zum Zweck. Jedoch haben Shadow und Sharpe mir etwas viel wichtigeres an diesem Abend gestohlen. Den Moment, die Message, die ich durch eine reine Eins gegen Eins Konfrontation mit Poe haben wollte. Sieg oder Niederlage, ein reines Match zwischen einem wie mir und Marc Poe das wäre eine Message gewesen für jeden aufstrebenden Wrestler der PCWA, dass man sich nicht zu verstecken braucht. Nicht vor Namen oder vor Titeln. Niemand steht über der Liga und niemand ist unbezwingbar oder unerreichbar!"

Er bleibt stehen und deutet auf die Umgebung.

Jimmy Maxxx: "Seht ihr das hier? Vor allem Leute wie Poe, Sharpe und die anderen der PCWA "Elite"? Für euch ist das nur der verfallene Spreepark. Aber in Wirklichkeit ist das hier das Bild, was jeder PCWA Zuschauer hat. Wenn er die PCWA anschaut. Ein verbrannter, zusammengestürzter Haufen. Und jetzt haben wir ein paar wie Kevin Sharpe oder Marc Poe, die sich über die Überreste der Liga und der Vark Familie hermachen, um ihr eigenes Ego zu befriedigen, und Leute wie Ronin, Shadow oder mich unten zu halten."

Dann deutet er wieder auf die Krone, die er in seinen Händen hält.

Jimmy Maxxx: "Doch nun könnte ein neuer Wind wehen in der PCWA, nicht wahr? Weil Menschen wie ich sich aufrichten und sich gegen den Mainstream stellen. Gegen den Glamour und die selbsternannten Stars der PCWA. Doch bevor ich diesen Weg weiter gehen kann, muss ich meine Message beenden. Und dafür komme ich zurück zu dir Shadow! Du willst auf meine Kosten in dein Verderben rennen? Gegen die Top Stars der PCWA? Gibt's nicht! So einfach lasse ich mich nicht von dir zu einer Randnote machen. Es kann nur einen geben, der den nächsten Schritt geht. Und dazu muss ich dich bezwingen, Shadow. Um diese Krone hier mir wirklich rechtmässig aufzusetzen. Darum fordere ich die PCWA nochmals auf, gebt mir Shadow! Falls Count Anywhere um diese Krone!"

Er hebt den Gürtel in die Kamera.

Jimmy Maxxx: "Du willst etwas beweisen, Shadow? Ich auch! Also lass' es uns im Ring beweisen. Wenn du die Eier dafür hast und mal deine Show stecken lässt, die du abziehst. Ich werde beweisen, dass du nichts bist als reine Show und dich hinter diesem Schatten Mist versteckst. Dass du nichts im Ring mit Marc Poe und Konsorten zu suchen hast, sondern dich auch erstmal noch hinten anstellen musst. Wir sehen uns im Ring...."


------------------ PCWA ------------------

Adam Cage läuft mit einer Flasche Wasser in der Hand und einem weißen Handtuch um den Hals gewickelt durch die Umkleidekabine. Es ist eine dem Zuschauer völlig fremde Umkleidekabine einer unbedeutenden Independent Wrestling Liga. Adam wirkt etwas nervös, kann die Anzeichen aber gut kompensieren. Immerhin hat er über 15 Jahre Wrestling auf dem Buckel, als seine Chance für die PCWA zu arbeiten, ansteht. Zeit ein paar Worte zu sprechen.

Adam Cage: „Hey, Leute, Fans, Kollegen. Was soll ich groß sagen? Ein paar von euch kennen mich aus meinen kleinen Indy Auftritten. Ich bin Adam Cage. The Destiny One, the man who built the Wrestling. Keine Ahnung, warum mich die Fans so nennen, ich vermute, es hat etwas mit meinem Ringstil zu tun.“

Mit den Händen gleitet Cage über seinen ganzen Body. Der Körperbau wirkt eher durchschnittlich, aber sportlich. Mit seinen fast 1,80 und weniger als 100 kg Kampfgewicht dürfte Cage wirklich im Schnitt liegen.

Adam Cage: „Wie ihr seht, habe ich nicht viel zu bieten, außer dem Herz eines Löwen. Wenn ich in den Ring steige, bleibt kein Auge trocken. Dann gebe ich wirklich alles, um zu zeigen, wer ich bin und was ich tue. Dann explodiert mein Herz förmlich und ich gehe hohe Risiken ein, um mein Match zu gewinnen. Springboard Aktionen, Flüge durch die Luft, Mattentechniken und Aufgabegriffe. Hey, ich habe wirklich alles drauf, was die Fans sehen wollen. Ich brauche keinen überdehnten Körper. Alles, was wichtig ist, ist der Verstand. Ringübersicht, Ausdauer und das Wissen, wie Wrestling funktioniert. Darauf kommt es an. Das ist wichtig. Die From an Indy Star to PCWA Rookie (Debüt Video) Fans sind wichtig. Ich bin wichtig!“

Cage sieht überlegend durch den Raum. Wie soll es weitergehen? Eine Herausforderung vielleicht? Noch weiß The Destiny One nicht, was genau ihn in der PCWA erwartet oder auf wen er treffen wird. Er weiß nur das eine: Er will sein Debütmatch gewinnen. Er will schon bei seinen ersten Auftritten überzeugen. Er will zeigen, dass 15 Jahre Independent Erfahrung nicht umsonst gewesen sind. Denn bislang schenkten ihm keine großen Promotion Beachtung. Nur die Fans unterstützen ihn aus ganzem Herzen.

Adam Cage: „Aber wirklich wichtig ist mir, in den Ring zu steigen und alles zu geben. Ich will kämpfen! Ich will mich beweisen! Und ich will erfolgreich sein! Und mir ist scheißegal, wer sich mir in den Weg stellt. Ich kann ihn bezwingen, ich weiß, dass ich jeden besiegen kann, wenn ich es will. Wenn du glaubst, der beste Wrestler der Welt zu sein, oder der PCWA, ist mir gleich, dann stelle dich mir im Ring. Sie bezeichnen mich als den Mann, der das Wrestling geschaffen hat. Wenn du mir im Ring gegenüber stehst, wirst du begreifen, wieso das so ist.“

Dann nimmt Adam Cage einen Schluck aus der Flasche. Er sieht ein Cruizifix an der Wand hängen, ein Relikt, das einst von einem Luchador in dieser Umkleide zurückgelassen wurde. Cage bekreuzigt sich, spült sich den Mund aus, wegen der Worte, die er in der Szene verwendete und spuckt das Wasser in einem schäbigen Waschbecken aus. Erst jetzt zeigt die Kamera Details der Umkleidekabine. Hier ist wirklich alles dreckig, verkommen, zerstört. Nur Spinnenweben findet man, oh wunder, hier überhaupt nicht. Die Kamera wackelt kurz. Adam Cage ist wohl bei dem Rundumblick aus dem Bild verschwunden, tippt dem Kameramann auf die Schulter. Sein Gesicht wirkt jetzt doch aufgebrachter, wütend sogar.

Adam Cage: „Siehst du das hier? Hä? Siehst du das? Das ist der Ort ... nein ... nein ... einer von vielen schäbigen Sauställen, in denen ich leben muss, weil ich als verdammter Independent Wrestler arbeite. Glaubt ihr, auch nur ein Scheißkerl, der sich Promoter schimpft, hätte mir in 15 Jahren Respekt gezollt? Mir das gegeben, was ich mir verdient habe? Glaubt das einer? Was wisst ihr schon über das Leben in der Szene? Einen Scheiß wisst ihr! Das hier ist das wahre Leben. So werden wir behandelt. Wie Dreck! Ich habe die Schnauze voll, ich will einfach nur raus aus diesen miesen Dreckslöchern. Schäbige Gruben ... staubige Hallen ... und verkommene Absteigen. Hier werde ich kein Respekt finden, nur Scheiße.“

Dann eilt Adam Cage zu einem Schrank, holt seine Tasche raus und wirft sie auf den Boden. Es werden eilig ein paar Sachen in die Tasche geworfen, vor allem Duschgel, ätherische Öle, Pflegemittel und Kleidungsstücke. Er sieht nochmal zur Kamera und geht erneut wütend auf sie zu, deutet mit dem Zeigefinger in die Linse, so als wolle er die Fans hinter der Kamera erreichen.

Adam Cage: „Und wisst ihr, was das Schlimme daran ist? Ihr dämlichen Fratzen, ja du mit der Pickelhaube, der mich so blöd hinter der Kamera angrinst, von dir rede ich, das wirklich Schlimme ist, dass ihr solchen Dreckskerlen euer Geld in den Schlund werft, damit sie uns wie Dreck behandeln können. Aber das ist jetzt vorbei. Ich gehe jetzt zur PCWA und werde euch zeigen, was Sache ist. Ihr wollt, dass ich kämpfe? Alles klar, Mann. Ich werde euch geben, was ihr verdient! Garantiert!“

Mit der Hand symbolisiert Adam Cage eine Waffe und deutet einen virtuellen Schuss in die Fangemeinde an. Dann kehrt er zu seiner Tasche zurück und packt sie zu Ende, um nicht zu sagen, er wirft einfach alles im Zorn achtlos zusammen, um dann einfach nur abzuhauen. Das Bild wird hier jedenfalls ausgeblendet.


------------------ PCWA ------------------

Der Freitag vor Vendetta 139; Abends in Berlin:

Die preisgekrönte Roomers Bar mit ihrem unvergleichlich burlesquem Charme ist eigentlich ein Treffpunkt und gleichzeitig Bühne für die Reichen und Schönen der Hauptstadt. Lauschige Nischen, betörendes Licht und vollendete Drinks verheißen anregende Gespräche und inspirierende Momente mit Freunden, Kollegen und neuen Bekanntschaften. Genau aus dem letztgenannten Grund hat es Rob Collins hierher verschlagen. Seit er bei Armitage gutes Geld verdient hat, ist es ihm öfters gelungen die ein oder andere Trophäenfrau im Roomers kennenzulernen. 

Noch sitzt der Mann aus dem Golden State jedoch alleine in einem der Ohrensessel an einem kleinen runden Tisch in der Nähe des Kamins. Das formschöne Design und die gemütliche Sitzfläche machen den Sessel zur einer Oase der Entspannung, so ist es Rob im Moment fast egal, dass ihm bisher keine der anwesenden Damen gefällt. Unbeschwert lehnt er sich zurück und leert seinen Single Malt. Es ist nicht sein Erster am heutigen Abend, von daher kann man den Pegel des Kaliforniers schon als stattlich bezeichnen. Aber einer geht noch und so ruft Rob den Kellner zu sich und bestellt einen weiteren Drink. Um sich die Wartezeit auf den Whiskey zu vertreiben, wandert der Blick von Collins nochmal durch die Bar. Zwischen hochglanz polierten Antiquitäten und stylischen alten Bildern findet der Oaklander tatsächlich etwas, das ihm gefällt.

Rob springt vom seinem Sessel auf und geht teilweise wankend über den dicken samtigen Teppich in Richtung seines Ziels, dem Kellner gibt er ein Zeichen den Drink dort hinzubringen. Am Bestimmungsort angekommen nimmt der Oaklander mit einem lässigen Schwung gegenüber einer hübschen Frau im schwarzen Business-Kostüm mit Peeptoes seinen Platz ein.

Die Dame starrt Rob mit einer erhobene Augenbraue - was bei DeWynters so gut wie mit Entsetzen zu übersetzen ist - an, denn der Mann aus Kalifornier ist ihr bekannt.

Rob Collins: "Mrs. DeWynters, wusste ich es doch! Schade, dass ich Sie nicht schon früher entdeckt habe."

DeWynters ist auf der kalifornischen Skala von 1 - 10 mindestens eine 9. Eine echt scharfte Mutter, vorausgesetzt sie und Rob hätten Kinder.

DeWynters: "Miss DeWynters, wenn ich bitten darf... und mir wäre lieber gewesen, wenn Sie mich nicht entdeckt hätten. Ich bin nämlich in Begleitung hier und da werden Sie sicherlich verstehen, dass wir ungestört bleiben wollen?

Ausgerechnet das Ekel Rob Collins taucht hier auf und macht alles nur noch schlimmer. Nicht unbedingt schlimmer, aber irgendwie... chaotischer. Und sie kann Chaos und Unordnung absolut nicht ausstehen. Warum liebt sie überhaupt so eine völlig desaströse Frau wie Lara Lee? Deshalb sind sie hier - um in aller Ruhe diese Situation zu klären und vor allem auch sich klar zu machen, ob es wirklich das Richtige ist, was DeWynters tut. Hoffentlich doch. Lara strahlt eben eine unwiderstehliche Faszination aus, die sich die Botin nicht entgehen lassen kann. Nur dieses.. Arschloch vor ihr steht im Weg. Doch sie lässt sich wie immer nicht anmerken, dass in ihrem Kopf und vor allem im Herzen Unruhe herrscht. Glücklicherweise sind ihre körperlichen Blessuren in den wenigen Wochen weitgehend verheilt. Die kleinen blauen Flecke hie' und da lassen sich leicht mit Make-Up, das sie sowieso obiglatorisch aufträgt, retuschieren. In dieser Hinsicht wird immerhin keiner dummen Fragen dazu stellen.

Wo bleibt Lara nur? Das Telefonat ist anscheinend so wichtig, dass es Zeit braucht...

Collins begutachtet den Tisch, es stehen wahrhaftig zwei Gläser auf dem Tisch. Der Drink vor DeWynters ist noch halbgefüllt, das Cocktailglas, welches nun vor ihm steht, ist komplett geleert. 

Rob Collins: "Sie trinken also "White Russian". Sie würden dem Dude gefallen und nicht nur ihm."

Der Oaklander zwinkert Miss DeWynters zu. Mittlerweile merkt man dem Kalifornier deutlich an, dass die Promillezahl bereits eine Eins vor dem Komma hat. DeWynters sieht ihn angewidert an. 

Rob Collins: "Was ist denn los, schöne Frau? Ich bin mir ziemlich sicher, dass Ihre Begleitung nichts besonderes ist. Wieso sonst würden Sie versuchen ihn schön zu trinken, denn GENAU dafür ist der "White Russian" das perfekte Getränk."

DeWynters: "Ich habe den Eindruck, dass ich mich nicht so deutlich ausgedrückt habe, wie ich mir vorgestellt habe, Mr. Collins. Völlig unabhängig davon, welche Gründe Sie haben, mich hier zu stören - Sie sind nicht einmal in der Nähe meiner Interessenssphäre. Ist Ihnen das deutlich genug? Wenn nicht, wird es meine Begleitung Ihnen mehr als nur deutlich 'klarmachen', Mr. Collins."

Collins macht überhaupt keine Anstalten zu gehen, erstrecht nicht als der Kellner den Single Malt vor ihm abstellt. Während er DeWynters mit Blicken auszieht, nimmt er ein Schlückchen seines Whiskeys. Wenn er bei dieser Top-Frau landen kann, wäre es im doppelten Sinne genial. Erstens würde er ziemlich viel Spaß haben und zweitens könnte ihm die hübsche Lady sicherlich einige wichtige Informationen über Lafayette geben. Deshalb gibt der Mann aus dem Golden State weiterhin Gas.

Rob Collins: "Miss. DeWynters, klar hatten wir in der Vergangenheit einige Meinungsverschiedenheiten. Was hauptsächlich daran lag, dass ich für Donald Armitage arbeitete. Doch diesen Job bin ich mittlerweile los, deshalb lassen sie uns alles vergessen. Besonders Ihren Begleiter. Wir fangen hier und jetzt nochmal von vorne an."

Er streckt seinen Drink in die Höhe und wartet darauf, dass die Lady ihr Glas nimmt und mit ihm anstößt. Doch DeWynters reagiert anders, wie vom Oaklander erwartet, sie stützt sich mit beiden Händen auf den Tisch und schaut nun richtig zornig aus.

DeWynters: "Dass Sie ein unverbesserlicher Lügner sind, ist allseits bekannt. Dass Sie mir aber hier und jetzt eine so plumple Unwahrheit auftischen, empfinde ich als eine zutiefst beleidigende Respektlosigkeit."

Die katzenhafte Augen verengen sich. Bildet sich das Rob nur ein oder werden die Deckenlichter tatsächlich gedimmt?

DeWynters: "Wollen Sie nicht Ihre vorherige Aussage neu formulieren? Vor allem eine, welche den Satzteil 'ich arbeite noch für Donald Armitage' enthält?" Mr. Collins, Ihr Charakter ist sehr primitiv."

Pokerface von Rob, zumindest wie es in seinem Zustand noch möglich ist. DeWynters hat viele Kontakte, soviel ist klar, da könnte sie tatsächlich Informationen über seinen Söldner-Status erhalten haben. Er wird es ihr allerdings nicht bestätigen.

Rob Collins: "Sie interessieren sich also für meinen Werdegang?"

"Wann hört dieser versoffener Unmensch endlich auf, mich zu belästigen? Wo bleibt verdammt nochmal Lara? Warum dauert das alles so lange?" Diese Sätze gehen ihr durch den Kopf und sie würde diese am liebsten auch laut hinausschreien. Aber sie kann sich so etwas nicht leisten. Sie ist ein zivilisierter Mensch, ganz im Gegenteil zu diesem... ekelhaften Etwas, das auf Rob Collins hört und auch noch als Söldner für den Feind arbeitet.

Sie schließt die Augen ganz kurz und atmet tief ein, um den Frust nicht unkontrolliert in die Umwelt zu entlassen. Rob ist offenbar schon so betrunken, dass er überhaupt nicht mitbekommen hat, wie kurz DeWynters vor dem Explodieren steht. Wenn Lara das sieht...

DeWynters: "Mr. Collins, Ihr Charakter ist sehr primitiv."

Rob Collins: "Ich und primitiv. Sowas muss ich mir nicht von jemanden anhören, der für einen Sklaventreiber wie Lafayette arbeitet. Wenn Donald Armitage die Organisation von Ihrem Boss erstmal zerstört hat, dann kommen Sie wahrscheinlich auf Knien zu mir an."

Collins hat die Schleimspur also verlassen und fährt nun seine Geschütze aus. Damit kommt er Miss DeWynters gerade recht.

DeWynters kann nicht anders, sie muss laut auflachen. Rob ist wirklich wahnsinnig.

DeWynters: "Mr. Collins, trinken Sie nicht zu viel. Offenbar hat Alkohol auf Sie einen besonderes starken Einfluss in Sachen Realitätsverlust. Ich bin Teil von Lafayette Machines Corporation. Wenn Armitage Lafayette zerstören will, muss er mich zuerst zerstören, Mr. Collins. Und dann bleibt absolut nichts übrig, was auf 'Knien zu Ihnen ankommen' würde. Das würden Sie doch bedauern, oder?"

Besonders im letzten Satz schlägt sie einen deutlich sarkastischen Tonfall an.

Rob Collins: "Wenn das so ist.... dann wird Mr. Donald Armitage persönlich vorbeikommen und Ihnen zeigen, dass Lafayette im Vergleich nicht einen Pfifferling wert ist, für ihn zu arbeiten, Miss DeWynters!"

DeWynters: "Ich bin erstaunt. Sie haben geschafft, mich korrekterweise anzureden. Nun möchte ich Sie doch bitten, davon zukünftig abzusehen mich...  wieder überhaupt anzureden. Ich habe keine Interesse an Ihnen. Wenn Sie das nicht verstehen, dann wird Ihnen sicherlich mein 'Boss' ebenso persönlich erklären, dass der Verein um Donald Armitage ein lächerliches Unterfangen ist, der wieder ganz schnell in einer unbenutzte, staubige Schublade verschwinden wird."

Bevor Rob Collins darauf erwidern kann, hebt DeWynters warnend den Zeigefinger hoch.

Endlich! Da kommt Lara wieder. Bitte.... bitte nimm' diese dumme Affe auseinander und zwar in kleine mundgerechte Würfelstücke, um sie schließlich ganz fein überkochen zu lassen und schließlich an Aasgeier zu verfüttern.

DeWynters: "Meine Begleitung kommt gerade zu mir... SIE, Mr. Collins, können gerne das Gespräch mit IHR weiter führen...ich bezweifle allerdings sehr stark, dass das Gespräch auf verbaler Weise fortgesetzt wird."

Und sie lässt den erhobenen Finger abknicken, um auf die andere Person zu deuten. Rob Collins dreht sich um und in Sekundenschnelle erblasst sein Gesicht. Es ist ihm nicht anzusehen, ob das vom Schock, dass DeWynters ausgerechnet Lara Lee als Date hat, oder  von der Vorstellung, dass Lara Lee ihn mitten in der Roomers Bar zu Kleinholz verarbeiten will. Dass er psychisch und physisch vom kampfbereiten Zustand weit entfernt ist, sieht er noch ein.

Rob Collins. "Ich muss ein Telefonat annehmen. Wir sehen uns dann."

DeWynters: "Sicher nicht. Ihnen einen angenehmen Abend, Mr. Collins."

Und schon ist er verschwunden, bevor DeWynters' weibliche Begleitung ihn entdecken konnte...


------------------ PCWA ------------------

 

Die Dachterrasse der PCWA….
Ein Ort, den der Schatten noch nicht wirklich besucht, geschweige denn überhaupt von dessen Existenz gewusst hat. Bis jetzt. Beziehungsweise fing alles mit einem einfachen Zettel an, der an der Tür seines Lockers klebte.

"Dach. Ich erwarte dich."

Unterzeichnet mit einem schlichten "B". Eine simple Botschaft - und doch mit unheilsschwangerer Schärfe. The Unfathomable Dark wusste genau, wer sich hinter diesem einfachen Buchstaben des Alphabets verbarg - sofern der gute Stevie nicht inzwischen doch seine Muse gefunden hatte.
Doch jetzt, als er hier oben steht und die Luft tief durch die Nase einsaugt, befällt ihn eine Art Nervosität. Er mag es nicht, die Zügel aus der Hand zu geben. Ohne wirkliche Kontrolle zu sein. Doch auf der anderen Seite... befindet er sich hier wirklich auf "Enemy Territory"? Und - hatte das nicht auch einen gewissen Nervenkitzel?

Er blickt auf die Stadt hinab. Jetzt, zur späten Nachmittagszeit, befindet sich Berlin mitten im Berufsverkehr. Und die langsam einsetzende Dunkelheit verwandelt die Autos in Glühwürmchen, die augenscheinlich alle in eine Richtung wuseln. Nach Hause. Ins Warme…
… allerdings hatte hier schon lange keiner mehr angefeuert oder sich in den Kehlen brennende Wässerchen hinter die Kiemen gekippt. Langsam steigt Shadow die knarzende Treppe hinab. Staub, Spinnweben und bröckelnder Putz sind allgegenwärtig in dieser Kulisse, welche einem stereotypen Western entsprungen zu sein scheint. Die PCWA hatte sich wirklich alle Mühe gegeben, die Überreste der Himmelsbar zu verbergen. Quasi der Ur-Ahn des „Skywalk“ - oder wie die futuristische Neo-Himmelsbar früher einmal geheißen hatte. Er versuchte sich an Mad Dogs Worte zu erinnern…

"Schön, nicht?"

Er zuckt nicht zusammen. Er bewegt sich auch nicht. Er hat seine Anwesenheit gespürt. Schon, als er die Dachterrasse betreten hat. Aber er wollte ihm auch einmal den dramatischen Auftritt gönnen.

Shadow: "Das Haus, welches einen Gast willkommen heißt, überdauert alles. Ein ungewöhnlicher Ort für ein Treffen … Blackheart!"

Der Angesprochene stellt sich direkt neben die unergründliche Dunkelheit. Die Kapuze des Hoodies ist tief in das Gesicht gezogen und die Hände stecken in den Hosentaschen.

Sharpe: "Weißt du... dieser Ort hat schon so viele Gesichter gesehen. Er war einst Treffpunkt der strahlendsten Helden. Alistair Brunswick... um nur einen zu nennen. Der Name wird dir wahrscheinlich unbekannt sein. Aber er war damals so etwas, was Marc Poe heute ist. Der 'Shining Star' der PCWA. Well... natürlich ohne am Rockzipfel der Chefin zu hängen wie ein läufiger Hund."

Wortlos begibt sich der Schatten an Kevin vorbei - wohlweißlich, dass er seine Rückenpartie einer offenen Flanke gleich feilbietet. Aber er ahnt, dass er nichts zu befürchten hat - sonst wäre der Angriff längst erfolgt. So hat Shadow alle Zeit der Welt sich mit mittlerweile in den Nacken geworfenen Haaren umzublicken. In dem wenigen Licht wirkt sein bleiches Gesicht ein wenig gespenstisch. Noch eine Spur mehr durch den noch immer prangenden Neonklecks am Kiefer.

Die großen grünen Augen sondieren alles um ihn herum …
… bevor sie letztlich auffordernd an Kevin haften bleiben, der sich Shadow zudreht. Und dieser kann tatsächlich nur die Mund- und Kinnpartie seines Gesprächspartners erkennen, so tief ist die Kapuze ins Gesicht gezogen. Doch er bemerkt die fehlende Schminke. Interessant.

Sharpe: "Wenn wir schon von Hunden sprechen... auch Mad Dog zog sich gerne hierher zurück, wenn er genug von Eleven und dem ganzen anderen Pack im Keller hatte. Der geflügelte Hund... S1margl... on top of the World. Eigentlich eine wundervolle Metapher. Und nun stehen wir beide hier. Ich finde, das hat doch etwas, oder?"

Noch immer wort- und reaktionslos stieren die hypnotischen Augen den Ex-Gerasy an. Dann dreht der Schatten sich wieder weg, beugt sich vor und lässt sein Antlitz erneut hinter der schwarzen Mähne verschwinden.

Shadow: „Die Sichtweite geschlossener Augen mag grenzenlos sein - aber das hat den Nachteil, dass man seine eigenen Grenzen dann nicht mehr kennt. Ohne Barrieren verkommt man zu dem, was man unter Umständen nie sein wollte. Ich bin mir darüber im Klaren, dass ich oft auf den Rest derart wirke - aber das könnte auch Taktik sein, denn über meine eigenen Grenzen weiß ich Bescheid. Schon, um mich auf mein Gegenüber einzustellen, in welcher Hinsicht auch immer.“

Mit ein paar Schritten ist er am ehemaligen Tresen angelangt, lehnt sich dagegen und spielt gedankenverloren mit dem Erstbesten, was er dort vorfindet: einem vergilbten Bierdeckel.

Shadow: „Es ist mir durchaus bewusst, in deinen Augen der ... Meister der Verbalerotik zu sein. Aber auch ich lerne mit Freuden dazu. Also…“

Er wirft den Bierdeckel zurück hinter die Bar.

Shadow: „… da ich nicht glaube, dass das hier eine Flashback-Exkursion sein soll: Lass hören, was du von mir willst.“

Der Anflug eines Lächelns.

Sharpe: "Reden, mein schattenhafter Freund. Nur reden. Denn wir beide, wir haben doch das, was wir wollten. Ich habe mein Rematch gegen Marc Poe beim Brawlin' Rumble... und du hast ihn heute Abend im Ring. Es geht zwar nicht um den Gerasy, aber du hast dennoch das, was du wolltest. Hm... vielleicht mag Jona ihren Toyboy doch noch mehr, als sie sich eingestehen will."

Shadow: "… möglicherweise will sie auch einfach nur das Moneymatch Sharpe vs. Poe nicht gefährden. Alles eine Frage der Ansicht - und des Business."

Blackheart kratzt sich am Bart.

Sharpe: "Vielleicht. Vielleicht aber auch nicht. Aber sprechen wir doch über heute Abend. Nehmen wir an, du besiegst Marc Poe. Was dann? Bin ich dein nächstes Ziel? Wartest du ruhig im Schatten ab, bis ich den Gerasy wieder habe und forderst mich dann heraus? Sage mir, Shadow... WAS, wenn ich Poe beim Rumble NICHT besiege... was dann? Willst du ihn nochmal herausfordern?"

Sharpe schüttelt die Hände ein wenig aus, wartet eine Antwort ab. Doch die fällt zunächst etwas anders aus, als erhofft. Nämlich durch dieses dumpfe Glucksen des Schattens, der sich damit aus der Lehnposition etwas auf die Seite dreht. Auch der Kopf geht mit, während ein Arm sich nach dem verstaubten Zapfhahn reckt und diesen betätigt. Nichts.

Shadow: „Und wieder einmal: reden können ist nicht so viel wert, wie zuhören können. Wenn du dir wirklich über die Situation, über alle Ziele und Eventualitäten klar sein würdest … warum spekulierst du dann statt über ungelegte über unexistente Eier? Vermutlich hast du das ebenfalls noch nicht mitbekommen, daher: nein, nicht unbedingt. Denn die ganze gürtelvernarrte Welt der PCWA hat anscheinend noch immer nicht begriffen, dass es mir mehr um den aktuellen Champion geht als um seinen Gürtel.“

Er läuft bedächtig einige Schritte, einige verstaubte Flaschen im Visier.

Shadow: „Meine Geschichte dreht sich eher um Poe und darum, einen würdigen Schluss unter unsere Erzählung zu bringen. Bei Bedarf mit dem Happy End für mich - aber egal, wie die Sache heute Abend auch ausgehen mag: sie geht aus! Entweder ist er dann kein Gegner mehr für mich oder umgekehrt. Warum also sollte ich Herausforderungen in den Raum stellen - wenn da nichts mehr zwischen Poe und mir steht?“

Das Lächeln unter der Kapuze ist deutlich zu erkennen.

Sharpe: "Diplomatisch wie immer. Aber das bedeutet nicht, dass ich deinen Worten Glauben schenke. Niemand, der so dicht am Gerasy ist, wirft das weg... nur für einen Sieg gegen sein für sich selbst definiertes Ziel in Menschenform. Das wäre selbst für dich, der seine Ziele mal klar und mal eher verschattet... HA... was für ein Wortspiel. Also... eher im Nebel formuliert, rauslässt. Ich persönlich... "

Er nimmt die Kapuze ab und fixiert Shadow. Tatsächlich keine Schminke. Der fein gestutzte Bart, die grau melierten Schläfen, und dennoch: der Rest des Haarschopfs ist tiefschwarz. Doch auch ohne Schminke registriert der Schatten das Brennen in Blackhearts Augen. Auch ohne Schminke ist dieser Mann genau derselbe, der bei der letzten Vendetta im Main Event Marc Poe seinen Finisher verpasst hat.

Sharpe: "... kaufe dir das nicht ab."

Der Soul Survivor ist mittlerweile bei den Flaschen angelangt, nimmt sich eine und streicht den Staub herunter.
Dann wendet sich sein Kopf wieder dem schwarzen Herz zu  - das heute scheinbar wieder Kevin Sharpe heißt. Als eine Möchtegern-Jekyll & Hyde hatte er den Ex-Gerasy und sein Alter ego bei einer ihrer früheren Begegnungen sinngemäß bezeichnet. Immer griffbereit, wenn es nötig war – aber die weitaus wichtigere Frage für Shadow war, ob Sharpe das Original und Blackheart die Alias-Identität war … oder doch umgekehrt.

Shadow: „Mag sein, werter Alpha-Kevin: nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern. Es ist immer ein bisschen Grau mit im Spiel. Beispielsweise je nachdem, WIE … das Match mit Baltimore Boy ausgeht. Oder aber jemand anderes spielt Schicksalsgöttin - wie u.a. in Marcs Match letzten Monat. Und jetzt frage ich dich: machst DU mir hier etwas vor? Oder betätigst du dich womöglich als Ghostwriter einer neuen epischen Erzählung mit uns in den Hauptrollen?“

Die Kapuze wird wieder übergestreift.

Sharpe: "Es ist, wie du sagst... nicht alles ist schwarz und weiß... gelegentlich schadet ein wenig 'grau' nicht... oder, mein schattenhafter Freund?"

Dieser blickt wieder auf die Flasche, deren Etikett durchschimmert. Ein sachtes Nicken.

Shadow: „Die Frage bleibt, worauf du es beziehst: auf die Situation … oder dich?!“

Er senkt den Arm mit der Flasche, lässt beide baumeln.

Shadow: „Wenn du im Zwielicht mit jemandem spielst, dessen Metier dies ist, solltest du stets gewappnet sein. Das Match mit Poe ist die Gelegenheit, auf welche ich seit Monaten gelauert habe. Und ich gedenke sie zu nutzen, um den Sieg davonzutragen. Das steht mal fest. Ob mich so ein Sieg dann für höhere Aufgaben oder was auch immer berechtigt ist eine andere Geschichte. Vielleicht katapultiert sie mich höher, vielleicht ins Nirwana … vielleicht auch auf einen Pfad, welchen du gerade beschreitest. Dann hätten wir ein weiteres Kapitel.“

Er stellt die Flasche hin, greift eine Neue und reibt diese frei.

Shadow: „Es sei denn natürlich, du hättest dies vorausgesehen. Dann würde die Gewalt eines Ex-Champs oder Blackhearts unbarmherzig auf mich herniederprasseln. Das ist allerdings bislang ausgeblieben, obwohl alle Chancen dafür dagewesen sind. Wie auch alle Möglichkeiten so etwas rüberzubringen. Demnach hat es einen anderen Grund, warum wir zwei uns hier treffen. Ich fürchte die Danaer, selbst, wenn sie Geschenke bringen … aber ich lass es drauf ankommen, mir das trojanische Pferd anzusehen, welches du mir vermutlich andrehen möchtest. Also?!“

Ein Nicken bei Blackheart.

Sharpe: "Weder das eine, noch das andere. Nenne es von mir aus die sprichwörtliche 'Parlamentärflagge'. Danke für deine Zeit. Viel Glück für später. Wobei ich nicht denke, dass du es brauchen wirst. Wir sehen uns, Shadow."

Er tippt sich mit Zeige- und Mittelfinger an die Stirn, dreht sich um und verlässt die Himmelsbar. Zumindest das, was von ihr übrig ist. Zurück bleibt der Schatten.

Shadow lauscht noch eine Weile still, bis die Schritte Sharpes zugunsten der üblichen geisterhaften Umgebungsgeräusche gewichen sind. Und er lässt seine Gedanken schweifen: nur reden … nächstes Ziel … Parlamentärflagge ….
Es waren weniger die Inhalte, welche ihm zu schaffen machten, sondern mehr die Zwischentöne. Gelegenheiten waren zwar da, um sie zu ergreifen, aber selbst er wusste, dass es im Köcher des Teufels keinen besseren Pfeil als den der säuselnden Stimme gab.

Er sieht herab auf seine Hand und die Flasche, welche sie hält: überraschenderweise seine Hausmarke, was Malzbier anging. Er überlegt, sie zu öffnen, denn schlecht wurde das Zeug ja eher selten. Aber konnte er sich darauf verlassen? Vor allem, nachdem Sharpe ihn hier erwartet hatte.

Alles Entscheidungen, die ihre Tücke hatten. Und er grübelt weiter – ob und inwieweit er sich darauf einlassen konnte …


------------------ PCWA ------------------

https://www.youtube.com/watch?v=IH6C3-GUai8

 

Das Lorenz Adlon Esszimmer. Ein mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnetes Restaurant in Berlin. Die Creme de la Creme dinniert hier. Das Essen, das Ambiente und nicht zuletzt die Kochkünste von Hendrik Otto begeistern die Menschen schon seit vielen Jahren. Dennoch können sich einige Gäste das Getuschel hinter vorgehaltener Hand nicht verkneifen. Über dieses seltsame Pärchen, was dort am Tisch sitzt.

Barry Wilson trägt entgegen seines sonstigen Geschmacks ein weißes Hemd, eine Stoffhose sowie schwarze Lackslipper. Wäre dies nicht schon seltsam genug, so setzt die schwarze Fliege, die er umgebunden hat, dem Ganzen noch die Krone auf.

Laras Kleidung entspricht dagegen voll und ganz ihrem sonstigen Geschmack: Jeans, Army Boots, schwarzes T-Shirt mit Punisher-Schädel und blau-weißem aufgeknöpftem Kragenhemd mit hochgekrempelten Ärmeln, wobei der Bizeps deren Stoff hart anspannt. Immerhin sind ihre Jeans sauber.

Lara: „Ich fühle mich hier irgendwie… total overdressed, Wilson.“

Hat Barry soeben richtig gehört, was Lara da gesagt hat? „Overdressed“? Sie ist ins Bodenlose „underdressed“! Barry will schon darauf erwidern, aber ein distinguierter Kellner taucht aus dem Nichts auf und überrascht sie mit zwei Menükarten.

Kellner: „Möchten die Dame und der Herr bereits etwas zum Trinken bestellen?“

Lara: „Ja, gerne. Ich hätt’ gern ein großes Glas Weißbier.“

Stem möchte am liebsten seinen Kopf in den Händen vergraben, aber er blickt den Kellner nur stoisch an.

Stem: "Eine Flasche 'Riesling Großes Gewächs Frauenberg' und zwei Gläser, bitte."

Kellner: „Sehr wohl.“

Und schon ist er verschwunden.

Lara: „Ich weiß schon, was ich nehme. Ich werde nehmen…“

Freudestrahlend lenkt sie ihren Blick auf die Menükarte:

 

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Dorade / Knusperbrot
dehydrierte Zucchini, Honigtomate, grüne Gazpacho
________________________
Beelitzer Kaninchenrücken / Périgord Trüffel
Topinambur, Shiitake, Gemüsefumet, Raucharomen
________________________
Filet vom US Beef / Sauce Choron
grüne Bohnen, Rauchspeck, Petersiliencreme, Roscoff Zwiebel, Kalbsextrakt
________________________
Soufflierter Flammkuchen / Blauschimmelkäse eingemachte Birne,
Pinienkerne, Kerbel
________________________
Eingelegte Aprikosen / gefrorener Joghurt
Gurken-Minz-Relish, Gin Tonic Luft, Akaziensirup
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

Die Augen werden groß und sie stammelt leise vor sich hin. Dann blickt sie auf zu Stem.

Lara: "Ähm.... ich... ich vestehe nicht mal die Hälfte davon, was hier steht. Ist das hier... überhaupt Deutsch? Oder Chinesisch? Oh, warte mal. Ich habe gerade 'Filet vom US Beef' entdeckt. Okay, damit kann ich etwas anfangen..."

Ein lautes Seufzen des großen Mannes.

Stem: "Ich weiß nicht, was es da nicht zu verstehen gibt. Eine Dorade ist ein Fisch. Was ein Kaninchen ist, solltest du auch wissen. UND... es gibt wirklich NICHTS besseres als ein Gurken-Minz-Relish. Wobei ich sagen muss, dass ein Relish nun wirklich nicht mit einem Chutney zu vergleichen ist, auch wenn die Gastronomie das einem vorgaukeln will. Relish besteht aus Obst und Gemüse, die scharf und säuerlich gewürzt werden. Dabei muss ein Relish nicht unbedingt gekocht werden. Das Obst und Gemüse bleibt meist ein wenig stückig. Chutney wird vorwiegend aus süßen Früchten gekocht und die Sauce bekommt eine cremige Konsistenz ähnlich einer Marmelade - nur pikant."

Es ist ein Bild für die Götter, wie Lara Lee UND der Kellner mit offenem Mund dem Vortrag des Rothaarigen gelauscht haben.

Lara: „Wer ist dieser Mann, der an meinem Tisch sitzt?!“

Und deutet anklagend auf Barry Wilson, bricht dann aber in leises Gelächter aus.

Lara: „Wow, Barry, wo hast du das her? Ich dachte du lebst doch nur in einer Holzhütte irgendwo in den Wäldern? Wie auch immer, ich würde gern ein Double Whopper Cheeseburger, extra saftig und scharf, nehmen, wenn das geht.“

Wilson kann nicht anders, er muss kräftig in den Nasenbein vor Verzweiflung kneifen. Sich kulturell verbessern – am Arsch!

Kellner: „Ich muss leider sehr bedauern, aber… so etwas haben wir nicht im Angebot.“

Lara: „Na schön… ich nehme…“

Sie murmelt vor sich hin.

Stem: „Ich denke, wir benötigen noch ein bisschen Zeit für die Menükarte.“

Kellner: „Sehr gerne, ich werde in der Zwischenzeit die Getränke bringen.“

Lara: „Ich weiß nicht, was ich nehmen soll! Die eine Hälfte habe ich noch nie gehört, geschweige denn gegessen, und die andere Hälfte klingt gruselig!“

Stem: „Come on, es sind nur vier Sachen drauf! Du bist doch immer so entscheidungsfreudig, also hau was raus!“

Lara: „Ja, dräng‘ mich bitte nicht so! Ich haue ja gerne, aber hier geht es um Leben und Tod! Es ist wichtig! Und da muss man lange nachdenken und die Optionen abwägen…!“

Stem: „Nimm… einfach… Filet… vom… US Beef…!

Barry spricht sehr langsam und deutlich mit Lara wie mit einem zurückgebliebenen Kind.

Lara: „Ja, das wollte ich auch gerade sagen. Sei doch nicht so ungeduldig! Meine Süße ist auch immer so ungeduldig, wenn es um Sex geht.“

Stem: „Hä? Welche Süße? Dein Chris? Ist er... beziehungsweise sie jetzt weiblich?“

Lara: „Oh. Das weißt du nicht. Ich dachte, ich habe es dir schon erzählt.“

Stem: „Nein, hast du nicht. Was hast du getan?“

Die Kanadierin kratzt nachdenklich am Kopf. Wie soll sie es ihm am besten beibringen? Sie dachte wirklich, dass Stem das längst weiß. Offenbar ein kleiner Fail in der Kommunikation. Egal, Lara hat noch nie Sachen lange hinausgezögert, warum es also nicht sowieso jetzt tun, wenn es eh zur Sprache kommt?

Lara: „Naja, ich habe mit Chris Reynolds Schluss gemacht…“

Stem: „Oh mann... Lara!“

Lara: „Dafür bin ich jetzt mit DeWynters zusammen.“

Stem: „OH MANN LARA!“

Mehrere wohl gepflegte Köpfe drehen sich ruckartig zu den beiden Menschen, die nach ihrer Ansicht von einer anderen Welten stammen müssen, um.

Stem: „Seriously? Ausgerechnet mit deiner Feindin? Was ist nur in dich gefahren?“

Lara: „Ein Bus voller homosexuelle Hormone?“

Er seufzt.

Stem: "Weißt du, alles, was ich wollte, war ein schöner Abend mit einem feinen Essen im passenden Ambiente. Mal was neues ausprobieren. Das ist es doch, was uns ausmacht. Wir sind unberechenbar."

Lara: "Siehst du? Und hast du das kommen sehen, dass ich nun mit DeWynters zusammen bin? Nein. Also. Manchmal benimmst du dich wie ein großes Baby."

Stem will schon empört darauf erwidern, aber der Kellner ist wieder zur Stelle und bringt die Getränke. Wie gewohnt bekommt Lara ihr Bier, allerdings wird ihr ein weiteres Glas für den Riesling bereit gestellt. Sie beäugt misstrauisch die Flüssigkeit, die aus der Flasche in die Gläser gegossen wird.

Kellner: „Haben die Dame und der Herr sich inzwischen entschieden, was sie speisen möchten?“

Lara: „Klar. Ich habe ganz schnell entschieden…“

Barry verdreht nur die Augen.

Lara: „… und zwar diesen Filet vom US Beef.“

Ein beinahe erleichterter Seufzer beim Rothaarigen.

Stem: "Für mich bitte den Beelitzer Kaninchenrücken."

Der Mann, der für das Menü selbstverständlich keine Notizzettel verwendet – so was gehört sich nicht in einem feinem Restaurant - nickt neutral ab und verschwindet.

Der andere Mann aus Roanoke beugt sich leicht vor.

Stem: „Du und DeWynters? Seriously?!“

Als Antwort zuckt sie nur die Schultern.

Stem: „Du weißt schon, dass sie für Lafayette arbeitet… oder hast du es dir jetzt etwa anders überlegt?“

Jetzt beugt sich die Angesprochene auch vor und zeigt diesmal ein ernstes Gesicht.

Lara: „Das größte Problem an der ganze Lafayette-Sache war Miss DeWynters. Sie wusste bis ins kleinste Detail, was ich plane oder vorhabe. Keine Ahnung wie sie das macht, sie macht das auf jeden Fall extrem gut. Und so lange sie mein Gegner ist, komme ich nicht an Lafayette. Also habe ich mir was Kühnes ersonnen und stattdessen einen anderen Ansatz probiert. Ich will sie für meine Sache gewinnen.“

Stem: „Aber muss es gleich eine Liebeserklärung sein? Du täuschst ihr also vor, sie zu lieben. Das ist selbst für deine Maßstäbe so was von hinterfotzig.“

Lara: „Das… war nicht geplant.“

Stem: „Was soll das denn nun wieder heißen?“

Erstaunt stellt Stem fest, dass Lara in diesem Moment sehr verletzlich und verunsichert wirkt. Am liebsten würde er sie einfach mal umarmen, wie er es schon ein paar Mal getan hat, aber hier in diesem Laden würde es einfach nicht passen.

Lara: „Ehrlich gesagt… ich weiß gar nicht, was ich machen soll. Ich glaube die einzige Person, die einer Täuschung unterliegt, bin ich. Ich… ich empfinde wirklich etwas für DeWynters und ich bin verdammt nochmal sicher, dass sie auch für mich empfindet.“

Barry kann einfach nur sprachlos den Kopf schütteln. Diese zwei Frauen, die er nun schon fast ein Jahr lang begleitet, machen ihn fast verrückt. Vielleicht gerade deswegen funktioniert es bei ihnen. Frauen wird er wohl nie wirklich verstehen.

Stem: „Woher weißt du eigentlich, dass sie etwas für dich empfindet? DeWynters ist nun gerade nicht wirklich die emotionalste Frau der Welt.“

Erneut zuckt die Kanadierin die Achseln und lehnt sich zurück.

Lara: „Ich habe sie gefesselt und trotzdem hat sie keine Angst vor mir gehabt. Zumindest nicht direkt. Sie hatte nur Angst vor Schmerzen.“

Stem: „Du bist echt durchgeknallt, weißt du?“

Lara: „Danke. Außerdem habe ich sie blank gezogen.“

Stem: „Das überrascht mich irgendwie nicht, aber wie gesagt: vollkommen durchgeknallt.“

Lara: „Ich habe sie auch ziemlich heftig verprügelt.“

DAS wiederum überrascht ihn doch ein bisschen.

Lara: „Und mit einem Messer in ihr Bein gerammt. Zweimal.“

Barry steht jetzt nun mit offenem Mund da.

Lara: „Sie hat wie ein abgestochenes Schwein geblutet und geschrien ohne Ende, bis ich fast taub geworden bin. Sie hat auch ein wenig dabei geheult. Und sich übergeben.“

Stem: „Ich – ich glaube nicht, dass das ein Beweis dafür ist, dass DeWynters Gefühle… für dich empfunden hat.“

Lara: „Und trotzdem haben wir uns am Ende geknutscht wie in diesen schnulzigen Filmen.“

Da kann der große Mann nicht anders, als die Hände hilflos in die Luft zu reißen und dauernd den Kopf zu schütteln.

Stem: „Ich geb’s auf. Ich will davon einfach gar nichts mehr wissen.“

Lara: „Wir hatten inzwischen auch schon ein bisschen Sex gehabt…“

Angewidert verzieht Barry das Gesicht. Doch dann schleicht sich ein schelmisches Lächeln auf sein Gesicht.

Stem: „Lara... auch DAS will ich wirklich NICHT wissen. Oder vielleicht doch?“

Daraufhin müssen beide Personen gemeinsam lachen und heben die Gläser mit Riesling hoch.

Lara: „Auf die Dinge, die wir wissen wollen…“

Stem: „Und auf die Dinge, die wir nicht wissen wollen!“

Beide prosten leise einander zu. Inzwischen ist ein anderer Kellner mit Speiseplatten zurückgekehrt, die er nun absolut professionell auf dem Tisch serviert. Es duftet herrlich. Als der Mann wieder entschwindet, starrt Lara enttäuscht auf das Stück Filet.

Lara: „So klein?“

Stem: „Iss‘ einfach. Nach deiner Liebesgeschichten will ich keine Zweideutigkeiten mehr hören.“

Lara: „Na schön.“

Und sie legt wie die Feuerwehr los! Sie tut mehrere Dinge gleichzeitig, was eigentlich nicht möglich ist: Das Glas Riesling in einem Zug komplett austrinken, das Filet in drei Stücken lautstark schneiden und eins davon gleich in den Mund stopfen, mit offenem Mund kauen, dann erneut einen großen Schluck Weißwein, denn der Kellner hat natürlich das Glas umgehend wieder gefüllt, und unfassbar laut grunzen und schmatzen.

Nach gut einer Minute bemerkt sie schließlich, dass im großen Raum absolute Totenstille herrscht. Sie blickt vom Teller auf und sieht einen kosternierten Barry ihr gegenüber sitzen, der sein Essen nicht angerührt hat. Mit einem auffälligen Rundumblick stellt sie weiterhin fest, dass sie so gut wie alle Gäste und Kellner anstarren - mit unterschiedlichster Emotionen: Fassungslosigkeit, Ekel, Wut und Verstörtheit. An Peinlichkeit kaum zu überbieten. Barry Wilson möchte am liebsten einfach nur im Erdboden verschwinden und dort für immer verkriechen.

Lara: „Was ist?“

Von ihrem Kinn tropft die kostbare Soße auf die ebenso kostbarer Tischdecke.

Ihr Teampartner atmet tief ein und aus.

Stem: „Missy, du isst nicht wie ein Mensch, sondern frisst wie ein notgeiles Wildschwein auf Drogen.“

Lara: „Hä? Was mache ich denn falsch?“

Stem: „Falsch?! Du machst ALLES falsch, was man falsch machen kann! Lara, du hast mir doch erzählt, dass du bei einer gut betuchten Familie aufgewachsen bist. Hat man dir denn nicht beigebracht, wie die Dame von Welt speist? Herrgott, selbst ein Hinterwäldler wie ich weiß, wie das geht!“

Aber nur, weil wir von Dad's Schnapsgeld immer fein essen waren. Das sagt er natürlich nicht.

Lara: „Ja, schon, aber ich hab‘ halt vergessen…“

Stem: „Vergessen?! Offenbar hast du ein paar Schläge auf den Kopf zu viel bekommen, meine junge Dame!“

Offenbar ist er wirklich empört darüber, sonst würde er nicht das „meine junge Dame“ in ihrer Gegenwart benutzen, und das lässt Lara aufhorchen.

Lara: „Vielleicht ist das tatsächlich so. Es ist echt sehr lange her, dass ich in einem Restaurant… wie diesem gegessen habe. Vielleicht denke ich nicht viel nach. Ich habe damals in der GWS echt viel auf den Deckel gekriegt.“

Stem: „Das ist nicht zu übersehen!“

Anderseits fängt es an Lara anzunerven, dass Stem immerzu was zu meckern hat. Er soll sich nicht so anstellen. Er ist Teil von Carnageddon, da ist man halt brutal und primitiv. So schlimm ist es ja auch nicht. Daher knallt sie das Besteck klirrend auf den Tisch.

Lara: „Okay, Barry. Dann zeig‘ mir doch mal, was ich nun richtig machen soll.“

Doch bevor Stem etwas erwidern kann, schleicht sich eine etwas in die Jahre gekommene, aber wohlgepflegte Dame an Lara an. Offenbar besitzt diese Lady sehr viel Mut. Instinktiv spürt die Amazone, dass jemand von hinten ankommt – und so dreht sie sich blitzschnell um und sendet einen Todesblick aus. Die ältere Frau muss erst einmal schlucken, bevor sie mit leiser Stimme ansetzt.

Dame: „Bitte entschuldigen Sie die Störung, aber in dieser Halle speist man für gewöhnlich leise und diskret. Gespräche sollten andere nicht stören. Ich hoffe doch sehr, das wäre nicht zu viel verlangt von Ihnen?“

Erst einmal muss Lee einige Sekunden lang die Sprache wiederfinden. Das war eine sehr deutliche Ansage! Dafür erwidert Lara jetzt laut und klar, dass wirklich jeder sie hören kann.

Lara: „Natürlich ist das nicht zu viel verlangt! Vielen Dank, Mylady!“

Die Frau von Welt schüttelt leicht den Kopf und zieht sich wieder an den benachbarten Tisch zurück. Lara dreht sich wieder zu Stem und flüstert.

Lara: „Bitch.“

Stem: "DAS REICHT!"

Und erneut ist es totenstill im Restaurant. Der große Mann erhebt sich, kramt in seiner Hosentasche und wirft sechs grüne 100 Euro Scheine auf den Tisch. Dann umrundet er Selbigen und schnappt seine verdutzte Partnerin am Arm.

Stem: "Wir gehen. SOFORT."

Die Amazone ist viel zu überrascht, als dass sie irgendeine Gegenwehr leisten könnte, als ihr Partner sie aus dem feinen Laden zerrt. Zurück bleiben die Gäste, die mit offenen Mündern dem ungleichen Paar hinterher starren. Und so.. fadet die Kamera aus...

...und blendet kurz danach wieder ein. Carnageddon stehen an einer Dönerbude. Lara Lee beißt gerade herzhaft ihn ihren Yufka, während Wilson eine massive Pide vor sich stehen hat. Mit leicht schuldbewusstem Blick schaut er in die Richtung seiner Partnerin.

Stem: "Tut mir Leid, Lara. Es war einen Versuch wert. Aber tatsächlich habe ich mich da auch nicht wohl gefühlt... "

Zufrieden kauend winkt das Muscle Chick ab. Sie nimmt einen großen Schluck von ihrem Becks Bier, rülpst einmal herzhaft und wischt sich dann den Mund mit einem Papiertuch ab.

Lara: „Alles in Ordnung, Großer. Danke, dass du mich da raus geholt hast. Aber mal was anderes... du hast doch letztens mit Tony Graves gesprochen…“

Das lässt Stem innehalten, der gerade ein großes Stück der türkischen Spezialität in seinen Mund geschoben hat. Aber Lara winkt ab.

Lara: „Mir ist völlig wuppe, was du mit andere Leuten machst. Ich bin keine Irre, die dich auf Schritt und Tritt kontrolliert und dir Dinge verbietet. Das habe ich nie gemacht, oder?“

Barry schüttelt leicht den Kopf.

Stem: „Nie. Nur das Teil mit der Irren stimmt. Warum fragst du mich das?“

Lara: „Ich habe den Eindruck, dass die Leute dir sagen wollen, ich würde dich beeinflussen und gar ausnutzen oder ähnlichen Quatsch wie Gehirnwäsche oder was auch immer. Wahrscheinlich beeinflusse ich dich, aber niemals mit Absicht oder böswillig. Ich glaube sogar vielmehr, dass du mich mehr beeinflusst als ich dich. Du hast beispielweise mich davon abgehalten, ständig durchzudrehen oder Leute anzugreifen.“

Stem: „Aber nicht immer. Wie etwa bei DeWynters.“

Lara. „Das ist eine andere Geschichte. Jedenfalls… will ich sagen, dass du dich nicht von mir abhängig machen solltest. Du kannst machen, was du willst. Komplett freie Entscheidung. Ich werde wahrscheinlich nicht mit allem einverstanden sein, was du tust, aber das ist nun mal nicht meine Sache.“

Stem: „Das beruht auf Gegenseitigkeit.“

Lara: „Finde ich super, dann verstehen wir uns, ja?“

Stem: „Sicher doch. Tony hat eigentlich nur gemeint, du würdest meine Zeit zu sehr in Anspruch nehmen, dass ich andere vernachlässige.“

Lara: „Dann hat er Unsinn erzählt. Graves ist eigentlich ein guter Kerl, aber er scheint sich mit falschen Seiten verbünden zu wollen.“

Stem: „Er ist ein guter Freund von mir. Sei bitte nachsichtig zu ihm.“

Lara: „Und hey, du bist doch eigentlich gerne mit mir unterwegs.“

Stem: „Heute nicht.“

Lara: „Wegen so etwas wie dem hier?“

Die Amazone leckt langsam über den Fladen ihres Yufka-Döners.

Lara: „Übrigens, wusstest du schon, dass man eine Woche lang täglich Ananas essen sollte, wenn ein Blowjob richtig klasse werden soll?“

Wilson seufzt.

Stem: „Nur weil wir nicht mehr in einem piekfeinen Restaurant sitzen sondern hier an einer Dönerbude stehen, heißt das nicht, dass ich nun Lust habe, mir deine schweinischen Zweideutigkeiten anzuhören."

Lara: „Sorry…. wobei das eben Gesagte ziemlich eindeutig war…“

Stem: „Iss‘ einfach.“

Lara: „Ich esse viele Dinge, unter anderem auch die Puss…“

Völlig erschrocken sieht Lara zu, wie Stem ganz sanft den Zeigefinger auf ihre Lippen legt.

Stem: „Jetzt nicht, Missy.“

Lara: „Okay, ich werde ganz submissive sein… auch wenn es hier irgendwie nach Pisse stinkt.“

Und damit blendet die Szene aus…


------------------ PCWA ------------------

 


139

Live aus dem PCWA Theatre / Berlin, Deutschland (Phoenix Center)

Die Kamera fährt, wie gewohnt, über die tosende Menge, die einer weiteren Ausgabe von Vendetta entgegen sehnt. Zahlreiche Menschen hat es wieder nach Berlin gezogen, wo sie ihr gekauftes Merchandise und ihre selbstgemachten Plakate präsentieren. Manche haben sich gar von Kleidung und Aussehen ihren Idolen angepasst. Die PCWA lebt - und das sieht man vor allem an dem ausverkauften Theatre. Während die Vendetta Theme spielt und einige Momente aus der Vergangenheit gezeigt werden, ertönen im Hintergrund auch schon die vertrauten Stimmen von Vincent Craven und Mike Garland. Letzterer scheint immer noch etwas angeschlagen zu sein; zumindest hört er sich so an. Und da die Regie heute darauf verzichtet, uns das Kommentatorenduo zu zeigen, gibt das Raum für einige Spekulationen.

Vincent Craven: "Einen wundervollen schönen Abend, liebe Fans der PCWA. Wir begrüßen Sie zu Vendetta 139!"

Mike Garland: "Hallo."

Vincent Craven: "Wir gehen mit strammen Schritten auf den Brawlin' Rumble zu. Warten also gebannt auf die größte Veranstaltung, die das PCWA Geschäftsjahr zu bieten hat."

Mike Garland: "Und wie!"

Vincent Craven: "Doch bis es soweit ist, steht heute mit Vendetta 139 eine weitere, actiongeladene Ausgabe unserer monatlichen Paradeshow an. Und wie wir spätestens aus der letzten  Show wissen, kann bei Vendetta ALLES passieren."

Mike Garland: "Ha Ha..."

Vincent Craven: "Oh, verzeihe, Mike, aber das meinte ich gar nicht. Ich spielte eher auf den Titelwechsel an, den wir bei der letzten Show bestaunen konnten und den auch der neue Träger der Krone, Jimmy Maxxx, in der Pre Show kritisch beäugte."

Mike Garland: "Mit Recht."

Vincent Craven: "Nach den Eingriffen von Kevin Sharpe und Shadow kann man zu diesem Main Event auch nur eine kritische Position beziehen. Heute wird Jona Vark in diesem Punkt sicherlich nochmal eine Ansage machen müssen."

Mike Garland: "Nicht nur in diesem Punkt."

Vincent Craven: "Wie wahr, auch die Attacke von Happy Hour gegen dich muss noch thematisiert werden. Allerdings schauen wir, bevor wir zu diesen vergangenen Ereignissen kommen, auf die Zukunft, sprich auf die Matches, die uns heute erwarten."

Opener
- Opportunities -
Regular Singles Match
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(Der erste Pinfall entscheidet über den Sieg. Als Pinfall zählen Three Count, Submission, Disqualifikation sowie Count-Out.
-Referee:Charlie Swanson; Timelimit: 20 Min)

Vincent Craven: "Nach seinem Sieg gegen Dante Rodriguez in der letzten Show, steht heute das zweite PCWA Match von Ronin an. Der Beginn war äußerst vielversprechend, allerdings ist sein Gegner erneut kein unbeschriebenes Blatt."

Mike Garland: "Adam Cage."

Vincent Craven: "...Ja.. äh. So heißt der gute Mann, den wir eben in der Pre Show in einem Bewerbungsvideo gesehen haben. Er will es endlich in einer großen Liga versuchen und da ist er zweifelslos in der PCWA an der richtigen Adresse."

Mike Garland: "Phoenix aus der Asche!"

Vincent Craven: "...dieses Stichwort könnte sehrwohl für beide gelten, wenn sie auf ihrem möglichen Sieg am heutigen Abend nachfolgend aufbauen. So wie Ronin dies sicherlich nach seinem letzten Auftritt vor hat."

Mike Garland: "So hat es auch Deception nach dem NWD vor." 

Vincent Craven: "Oh ja, vielleicht kann Deception ja deine bisherige Einsilbigkeit etwas auflösen."

2nd Match
- Defend or Return -
6-Man Tag Team Match
Cotatores Trophy
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(Der erste Pinfall entscheidet über den Sieg. Als Pinfall zählen Three Count, Submission, Disqualifikation sowie Count-Out.
-Referee: Yoshi Funaki; kein Zeitlimit)

Mike Garland: "Diesen zwei Pissern soll heute endlich mal das Maul gestopft werden! Was für Feilinge, dass sie sich mit einem Kommentator anlegen - Nur weil sie nichts in der Birne haben und nicht gegen meine meisterliche Rhetorik ankommen, müssen sie mit den Fäusten sprechen. Das wird ihnen aber heute Abend von Smash, RM und Collins ausgeprügelt. Und dann machen sie endlich den selben Stepp wie Dante Rodriguez: Abgang, ihr Arschlöcher! Auf nimmer Wiedersehen."

Vincent Craven: "Deine Wut kann ich ja durchaus nachvollziehen, allerdings haben wrestlerisch in meinen Augen Happy Hour die Nase vorne. So konnte Deception beim National Wrestling Day nur durch die Hilfe von Rob Collins triumphieren. Collins wandte sich gegen sein eigenes Team, die Armitage Company."

Mike Garland: "Und Hugo tat dasselbe, als er die holzigsten der Holzköpfe unterstützte. Das spricht weder für seine Moral noch für seine Intelligenz."

Vincent Craven: "Da erwuchs in den letzten Monaten eine tolle Freundschaft zwischen diesen Dreien, sodass die Reaktion auf Collins' Seitenwechsel die absolut richtige Entscheidung war. Zu seinen Freunden muss man stehen!"

Mike Garland: "Pah! Zu seinen Mentoren muss man stehen. Und Happy Hour hat Kevin Smash sträflich verraten, genauso wie sie die PCWA verraten haben, als sie mich attackierten. Sie verdienen all den Jubel nicht. Das sind ganz miese Schweine."

Vincent Craven: "Lass mich jetzt lieber nicht meine Meinung zu dem Thema sagen, sonst wird die Show eine ganz ungemütliche werden..."

Mike Garland: "Doch! Sag es, Vince. Sag, dass ich es nicht verdient hab'."

Vincent Craven: "...Verdient hat Shadow in jedem Fall unseren Main Event."

Mike reißt böse und überrascht zu gleich die Augen auf.

Mike Garland: "Wi--Willst du damit sagen, du meinst Happy Hour seien im Recht gewesen?!?"

Vincent Craven: "Ähm... was sagst du eigentlich zu Lara Lee und Miss DeWynters als Paar?! Wir haben es doch eben in der Pre Show gehört, als sich Collins versuchte ziemlich dumm an DeWynters rann zu machen."

Mike Garland: "Nein, so einfach kommst du mir nicht davon."

Vincent Craven: "Stell dir mal vor: Die beiden - ein Paar!"

Er will nicht, doch er kann sich nicht wehren. Vor dem inneren Auge Garlands scheinen sich ziemlich ungezogene Dinge abzuspielen. 

Mike Garland: ".... Geil.... Man... Geil! Verdammt."

Vincent Craven: "Vielleicht hat sich auch Shadow so über sein Match gegen Marc Poe gefreut."

Main Event
- Back in the Shadows -
Regular Singles Non Title Match
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(Der erste Pinfall entscheidet über den Sieg. Als Pinfall zählen Three Count und Submission.
-Referee: Nelson Frider, Kein Zeitlimit)

Vincent Craven: "Für Marc Poe könnte dies ein entscheidendes Match sein. Schließlich hat er bei der letzten Vendetta seine Cryption Crown gegen Jimmy Maxxx verloren und eine weitere Niederlage dürfte für sein Selbstbewusstsein nicht die beste Medizin sein."

Mike Garland: "Dabei hat Maxxx schon in der Pre Show angekündigt, dass er Shadow auf dem Zettel hat. Er will sich mit ihm messen - und wer weiß? Vielleicht tut er es dem Schattenmann gleich und greift ebenfalls in den Main Event ein."

Vincent Craven: "Damit hätte er den Hass Shadows sicher, so viel steht fest. Immerhin wartet er schon verdammt lange auf dieses Match. Die Feindschaft begann, nach anfänglichem Respekt, schließlich schon vor dem Imperial Impact."

Mike Garland: "Shadow trägt immer noch den Fleck am Leib, den Poe ihm damals mit einem Painball-Gewehr verpasste. Ziemlich unhygienisch, findest du nicht?"

Vincent Craven: "Vielleicht, aber in diesem Detail zeigt sich die Einstellung Shadows, die er eben auf der Dachterrasse nochmal untermauerte. Sein Ziel ist Marc Poe. Egal, welche Titel dieser Mann hält oder was er hier erreicht hat. Shadow will ihn im Ring. Und heute Abend ist es so weit."

Mike Garland: "Pah... ebenso wie Sharpe glaube ich das dem unergründlichen Dunkel nicht. Wenn er Poe heute clean besiegt, ist er Number One Contender. Zumindest nach meiner Logik."

Vincent Craven: "Das Match beim Rumble zwischen Sharpe und Poe steht aber schon fest. Und der Undisputed Gerasy will sich davor sicherlich nicht die Blöße geben. Zumal auch er dieses Match will, um seine beiden Erfolge über Shadow auch in einem One on One Match zu untermauern und Shadow auf die Plätze zu verweisen. Der Schatten gab ihm ja dazu sein Wort."

Mike Garland: "Da fällt mir ein... wolltest du mir nicht auch noch sagen, wie du zur Attacke von Happy Hour stehst?!?"

Vincent Craven: "Ähm... Lara Lee und Miss DeWynters! Auf dem Screen!"

Mike Garland: "WO?"


------------------ PCWA ------------------

Mike Garland schaut gebannt auf den Screen, aber von dort ist nun eine Theme zu hören. Eben waren die Zuschauer im PCWA-Theater noch völlig aus dem Häuschen und freuten sich auf den Beginn der Show, doch jetzt dröhnt "Unknown Stuntman" von Lee Majors aus den Boxen. Die Reaktionen darauf in aller Welt sind laute unüberhörbare Buh Rufe. 

 

Das Logo von Deception erscheint auf dem Aliera-Tron und durch den im Entrancebereich aufkeimenden Rauch betreten zwei Gestalten die Halle.

Deception

Unter den Pfiffen und Buhrufen des Publikums werden die zwei Männer schließlich sichtbar. Überraschenderweise steht nicht RM an der Seite von Kevin Smash, sondern der Mann aus Kalifornien: Rob Collins. Ein breites Grinsen ziert die Gesichtszüge der selbsternannten Legende, dazu schmückt ihn sein Cotatores Titel auf der linken Schulter. Gemeinsam marschieren die beiden "New Buddies" zum Ring und bevor sie diesen betreten, begrüßt Smash seine Kommentatoren-"Kollegen" mit einem Handschlag. Im Ring angekommen werfen sich Rob und Kevin gemeinsam in Pose und ernten dafür von den Fans noch mehr Buh Rufe. Collins ist es egal und dem Smasher sowieso. 

Bevor es mit der sehr wahrscheinlich weltveränderten Rede von Smash und Collins los geht, streifen die beiden Synchron ihre Lederjacken ab und zum Vorschein kommt jeweils ein schwarzes T-Shirt. Die Vorderseite ist bedruckt mit dem XAW Logo inklusive des Scorpions und die Rückseite ziert der Schriftzug "XAW is here to stay." Die Begeisterung der Fans ist am absolutem Nullpunkt angekommen. Zufrieden schauen sich der Kalifornier und der Wahl-Kalifornier an. Smash lässt Collins überraschend den Vortritt, Rob führt also das Mic in Richtung Mund.

Rob Collins: "Leeeeeeet's get reaaaaaaady to Ruuuuuuuumble. XAW in daaaaaaa Houseeeeeeeeeeeeeee."

Anerkennend klopft Smash seinem neuen Team Partner auf die Schulter und präsentiert der Welt dabei offensichtlich jeden einzelnen seiner glänzenden Zähne, ehe er selbst das Wort ergreift.

Kevin Smash: "Völlig richtig Rob. Die XAW ist bereit für den Brawlin' Rumble und wird anschließend diese Veranstaltung mit dem Hollywood Rumble übertrumpfen."

Laute Buh Rufe der PCWA Fans für diese Aussage, doch die selbsternannte Legende hat nur ein Lächeln dafür übrig und fährt fort.

Kevin Smash: "Doch das ist nicht alles. Zum ersten Mal überhaupt wird die XAW in diesem Jahr den Sieger des Brawlin' Rumbles stellen. Alles andere wäre eine Überraschung, wo doch das dominierende Wesen meiner Liga sich dazu anschickt hier aufzuräumen!"

Er grinst und denkt dabei an seinen kongolesischen Koloss, der in diesem Jahr die XAW im Rumble vertreten wird. Der ist ein ganz anderes Kaliber als damals Graf Einauge oder Team Happy Hour. Zufrieden nickt der eine Teil der Cotatores Champions mit dem Kopf und sein Partner macht es ihm nach.

Rob Collins: "So ist es, Kevin. Welcher von den ganzen PCWA-Versagern soll denn bitte eine Chance gegen deine XAW-Leute inklusive mir haben?"

Die Berliner Zuschauer antworten mit Mad Dog und Tribune-Chants. Smash und Collins winken ab. 

Kevin Smash: "Mad Dog zählt nicht, er gehört immerhin teilweise zur XAW. Und dieser Warmbiertrinker, James Godd, wird im Leben keinen Titel mehr gewinnen, geschweige denn den Rumble. Sobald es auf die Ziellinie zu geht macht er sich doch in die Windeln. War schon so, as he was my pupil!"

Der Smasher hat das letzte Wort in einem ziemlich übertriebenen englischem Akzent hinterlegt. Rob feiert ihn dafür und Smash sich ebenfalls.

Rob Collins: "Kevin und ich haben uns die Mühe gemacht einige Fighter aus dem PCWA-Kader genaustens zu analysieren. Obwohl es die reinste Zeitverschwendung war und wir kaum Stärken finden konnten, werden wir unser Ergebnis gerne mit der Öffentlichkeit teilen."

Synchron zeigen Smash und Collins auf den Aliera-Tron, wo nun Szenen von Carnageddon abgespielt werden. Die Szenen sind handverlesen von Smash und zeigen Lara Lee und Stem in eher unvorteilhaften Situationen. Der Zusammenschnitt endet mit dem Ausscheiden von Carnageddon beim NWD, Collins war hier eindeutig mitverantwortlich, da er Lara die Beine mit seinem Gips wegschlug. Smash lacht beim Anblick der Szenen immer wieder herzhaft auf.

Kevin Smash: "Schaut sie euch an, diese zwei Freaks of Nature. Wie oft, haben sie es mittlerweile nicht geschafft die Cotatores zu gewinnen?" 

Collins greift sich an sein Kinn. Er spielt den Denker, dabei überlegt er natürlich nicht.

Rob Collins: "Bestimmt 3.000 mal, Kev. Und wie oft hat es Deception versucht?"

Der Oaklander hält sein Mic in Richtung der Zuschauer, anstatt der gewünschten Antwort bekommt er ein gellendes Pfeifkonzert zu hören.

Kevin Smash: "Ihr seid genauso Banausen, wie der nächste Typ, den wir unter die Lupe genommen haben, sonst würdet ihr unsere Überlegenheit einfach anerkennen. Aber dazu seid ihr, hirnlosen Affen, genau so wenig befähigt, wie mein ehemaliger Schützling James Godd."

Die Tribune-Chants werden wieder lauter, was dem Smasher nicht sonderlich gefällt. Auch das Video, welches nun auf dem Tron läuft und Godds größte Niederlagen zeigt, kann nichts an der Stimmung im Theater ändern. Smash schüttelt gespielt fassungslos den Kopf.

Kevin Smash: "Habt ihr nicht gesehen, was für ein verdammter Loser euer geliebter Tribune ist?"

Rob Collins: "Er ist wirklich einer der größten Verlierer aller Zeiten. Wie oft lässt sich der Kerl denn noch einrollen? An seiner Stelle würde ich einfach die Boots an den Nagel hängen. Ihm und allen anderen sollte klar sein, dass es ihm beim Rumble nicht besser ergehen wird."

Kevin Smash: "Immerhin kann er dort nicht durch ein Small-Package verlieren."

Collins und Smash klopfen sich vor Lachen auf die Schenkel. Immerhin sind es damit zwei Leute in ganz Berlin, die über den "Witz" gelacht haben.

Rob Collins: "Godd hat sich einfach zu früh von dir getrennt, dabei konnte er noch so viel lernen."

Smash nickt seinem neuen Partner mit dem Kopf zu.

Kevin Smash: "Sein Pech und dein Glück. Allerdings hast du bis vor kurzem doch ebenfalls den Mentor für einen richtig nervigen Sidekick gegeben. Richtig, Rob?"

Der Mann aus dem Golden State nickt und zeigt auf den Aliera-Tron. Dort flimmern Kampfszenen von Tony Graves, in denen er nicht besonders gut aussieht. Eine der gewählten Szenen zeigt sogar, wie ihn ausgerechnet James Godd im Quest for the Best eliminiert. Hier ist beim Schnitt offensichtlich nicht darauf geachtet worden den Engländer unkenntlich zu machen, denn immerhin sieht der zuvor verpönte Godd damit wieder ziemlich gut aus. Dem "Film" nicht enthalten ist dafür die Szene als Rob ausversehen Graves anstatt Poe bei Out of Ashes niederstreckte und dadurch ihre Niederlage verursachte.

Rob Collins: "Ja, ich beichte. Tony Graves war mein Angestellter. Einer der größten Fehler in meinem Leben war es, diesen Freak bei Armitage unter Vertrag zu nehmen. Ich hätte es spätestens nach Out of Ashes, wo wir durch seinen Fehler gegen Marc Poe verloren, wissen müssen..."

Collins schlägt sich gegen die Stirn und schüttelt mehrmals den Kopf. 

Rob Collins: "Ich hätte wissen müssen, dass Tony, wenn überhaupt, der Gewinner einer Goldenen Himbeere für den Supporting Act sein kann. Leider habe ich ihm eine weitere Chance gegeben. Und wie hat er es mir gedankt? Ständig versuchte er neue Freunde zu finden. Erst Stem, dann Seth Goldstein, dann wieder Stem, irgendwann Shadow und bei CORE sogar Poe? Aber aktuell ist wohl Sharpe sein neuester Buddy? Damit haben wir Graves größtes Problem aufgedeckt. Es ist nicht nur sein Nichtskönnen sondern auch, dass er einfach nicht weiß, was er will. Genau deshalb wird er nie erfolgreich sein. Der Misserfolg zieht sich wie ein roter Faden durch seine Karriere. Die Niederlage von Sharpe bei der letzten Vendetta ist der beste Beweis."

Smash nickt mit dem Kopf.

Kevin Smash: "So sieht es aus ... der Mann ist ein lebender Unglücksbringer. Und beim Rumble wird Graves ebenfalls keine Chance haben, wenn er gegen das Team XAW antritt und einmal mehr erkennen muss, dass er sich nicht mit einer lebenden Legende messen kann."

Rob Collins: "Für den brauchen wir nicht mal eine Legende, da reicht ein Rookie wie Shay Abeytu."

Der Smasher hebt beide Daumen in die Höhe. Er ist wirklich zufrieden mit Rob, der offensichtlich sogar schon die neuesten Talente des XAW-Kaders kennt. Mal sehen, wenn er sich weiterhin so gut macht, ist vielleicht sogar eine offizielle Position in der XAW Führung für Collins drin. Smash grinst.

Kevin Smash: "Vergessen wir Graves, was wohl jedem ziemlich leicht fallen wird."

Unerwartet starten plötzlich POE-PER-VIEW-CHANTS im PCWA-Theatre. Collins und Smash schauen sich entsetzt an und halten sich die Ohren zu. Als die Rufe nach einiger Zeit etwas leiser werden, ergreift der Kalifornier das Wort.

Rob Collins: "Poe wird nicht am Rumble teilnehmen, ihr verdammten Idioten. Deshalb haben wir keine Videos von ihm."

Kevin Smash: "GENAU! Obwohl es sicherlich lustig gewesen wäre nochmal zu zeigen, wie er es bei Vendetta 138 gegen Jimmy Maxxx verkackt hat. Anscheinend hat auch dieser Schützling von dir nicht besonders viel gelernt."

Der Smasher lacht dreckig auf und erntet dafür selbstverständlich nichts als Buh Rufe von den Fans. Lächelnd winkt er diese jedoch einfach hinweg, während sein neuer Partner abermals das Wort ergreift.

Rob Collins: "Ich verstehe es genauso wenig, Kev. WIR sind so gute Lehrer und unsere Schüler einfach richtige VERSAGER."

Unter wieder lauter werdenden Pfiffen betrauern sich Rob und Kevin gegenseitig. 

Kevin Smash: "Langsam verliere ich bei den ganzen Flaschen echt den Überblick und fast hätten wir unsere heutigen Gegner vergessen. Team Happy Hour oder wie man sie jetzt nennt: Triple H."

Smash deutet zum Aliera Tron. Dort werden nun diverse Szenen von Team Happy Hour abgespielt. So wird noch einmal gezeigt, wie miserabel die Happy Guys damals in die PCWA gestartet sind. Wie sehr sich alle über sie lustig gemacht haben. Selbst vor einem kurzen Ausschnitt der Szene, in welcher Toto, an die Wand genagelt, aufgefunden wird, hat ihren Weg auf den Zusammenschnitt gefunden. Der krönende Abschluss ist jedoch natürlich der Titelverlust gegen Deception beim National Wrestling Day in Tokyo.

"TRIPLE H! TRIPLE H! TRIPLE H!"

Die Fans fordern lautstark die ehemaligen Titelträger plus Hugo, doch Smash schüttelt nur missmutig den Kopf und ergreift mit fester Stimme das Wort.

Kevin Smash: "Ihr Versager lernt es einfach nicht. Keiner eurer Helden wird hier auftauchen, um uns zu unterbrechen, denn Fakt ist, dass sie sich ALLE vor uns fürchten. Aber kommen wir auf diese sogenannten Happy Guys zu sprechen ... ich habe sie erschaffen und wenn diese Dummköpfe wirklich denken, dass ich sie nicht auch wieder zerstören kann, dann haben sie sich sehr geschnitten. Es ist ohnehin eine Frechheit sondergleichen, dass diese hirnlosen Schwanzlutscher ein Rematch um die Titel bekommen haben, nach allem, was sie sich in der vergangenen Show geleistet haben!"

Collins nickt zustimmend mit dem Kopf.

Rob Collins: "Ein handfester Skandal, dass Happy Hour ungestraft Mike Garland zusammenschlagen können. Man sollte diese fröhlichen Idioten feuern!"

Smash zuckt mit den Schultern.

Kevin Smash: "Ganz genau das sollte man eigentlich tun, doch was macht Jona Vark? Sie belohnt den Angriff auf einen ihrer Angestellten auch noch mit einem Titelmatch. Sag mir Rob ... was stimmt mit dieser Frau nicht?"

Er schüttelt fassungslos den Kopf.

Rob Collins: "Sie war mit Poe in der Kiste, dass beweist doch ihren Mangel an Intelligenz. Wahrscheinlich hat er ihr sogar den letzten Rest Hirn rausgevögelt."

Smash lacht ein weiteres Mal laut auf und erntet zum Dank weitere Buh Rufe der Fans.

Kevin Smash: "Da hast du auch wieder Recht, Rob. Aber zum Glück wird sich diese Vetternwirtschaft schon sehr bald ändern, wenn wir übernehmen. Doch zunächst beschäftigen wir uns heute Abend damit, diese lästigen Happy Schmeißfliegen endgültig zu brechen und dorthin zu schicken, wo sie hingehören, nämlich in die Vergessenheit. Die beiden glauben, dass ihr neuer Freund sie retten kann, doch Rob hier kennt all seine Schwächen. You won't stand a chance Dumb Guys!"

Einmal mehr lacht die selbsternannte Legende laut auf.

Rob Collins: "Korrekt, Kev. Hugo ist selber schuld, dass er sich anstatt uns den hirnverbrannten Happy Guys angeschlossen hat. Merkt euch diesen Tag, denn heute beginnen wir mit der Säuberung der PCWA. XAW until Doooooomsdaaaaaay."

Synchron lassen Smash und Collins ihr Mikrofon auf den Ringboden fallen. Zufrieden mit sich selbst und mit schmierigen Lächeln steigen die beiden Männer aus dem Ring. Unter tosenden Pfiffen und Beschimpfungen genießen Kevin und Rob ihren Weg zurück in den Backstage-Bereich.


Mike Garland: "Wie Recht diese beiden Menschen haben! So unfassbar Recht. Selten wurde so viel Wahrheit in einem PCWA Ring gesprochen!"

Vincent Craven: "Und ich habe selten solch einen Unsinn gesehen. Was waren das bitte für seltsame Ausschnitte, die wir da erdulden mussten?!"

Mike Garland: "Godd, Graves, Carnageddon und Happy Hour wurden doch treffend dargestellt. Ich weiß nicht, was du hast!"

Vincent Craven: "Dir ist aber schon klar, dass man über jeden ein solch unvorteilhaftes Video zusammen schneiden könnte, oder?"

Mike Garland: "Auf welcher Seite stehst du eigentlich, Vince?"

Vincent Craven: "Auf der Seite der Wahrheit, Mike!"

Mike Garland: "Gähn... Du solltest zu deinem Kollegen stehen, der rüde attackiert wurde und für das es keine Konsequenzen gab. Deception sollte diesen Laden wirklich bald übernehmen, Jona wächst das alles über den Kopf." 

Vincent Craven: "Ich stehe zu dir, Mike. Oder hast du meine Besuche bei dir im Krankenhaus vergessen? Ich stehe allerdings nicht zu den Allmachtsfantasien von Deception. Smash sollte sich doch eher um seine XAW kümmern. Dort taucht er nämlich nie auf, im Gegensatz zu Jona Vark hier bei uns."

Mike Garland: "Wenn sie denn auch Taten folgen ließe, eh?!"

Vincent Craven: "Vielleicht sehen wir diese jetzt bereits in der Tiefgarage."


------------------ PCWA ------------------

"Graves!"

Es sind schlichte Worte und dennoch liegt in ihnen ein herrischer Anspruch. Tony zuckt also für einen Moment zusammen und dreht sich in die Richtung, aus der die Ansprache kam. Die düstere Ecke im Parkhaus lässt ihn für einen Moment an Shadow denken, allerdings war die Stimme eine andere gewesen, die ihn eben so bestimmend anfuhr. 

Die Ungewissheit beendend tritt schließlich der Night Fighter aus der Dunkelheit und macht drei, vier Schritte auf Tony zu, der ihn mit misstrauischem Gesichtsausdruck empfängt. Schließlich dürfte der verrückte Hund auf ihn gewartet haben und dies dürfte vermutlich nichts Gutes bedeuten! Zudem knarzen die Winterboots des Hundes und auch die dunkle Jacke, die er sich ob des kalten Wetters übergeworfen hat, vermummt seine Gestalt. Doch weder die Kleidung noch die Mütze, die seine braunen Haare bedeckt, verbergen den Blick auf die markanten und durchdringenden Augen, die einst als einziges hinter seiner Maske hervorlugten. Zwar konnten die Menschen zu jener Zeit auch seinen Mund erahnen, doch damals wie heute war dieser von einem buschigen Vollbart umspielt, ja versteckt. 
Und so macht die unbekannte Konstante in diesem Moment seinem Namen alle Ehre und weckt daher in Tony die Vorsicht. Abwehrend und zeitgleich zu einer Gegenwehr bereit hebt er die Arme.

Tony Graves: "Was willst du?"

Die weißen Beißer der Töle keimen lachend aus dem schwarzen Busch hervor, während Graves an den Lachfalten um die Augen das gestiegene Alter seines Gegenübers erkennen kann. Der Mann vor ihm unterschied sich mittlerweile recht deutlich von dem Mann, den er auf zahlreichen Videos gesehen hatte. Und dennoch umgab ihn noch jene Aura, die auch Tonys Herzschlag gerade jetzt erwartungsvoll in die Höhe treibt.

Vielleicht war die Ausstrahlung des Night Fighters während des Alterns sogar mitgewachsen. Zumindest dachte Tony bei ihrem letzten Match daran... und gerade schien sich der Eindruck zu bestätigen.

Mad Dog: "Nicht schlecht gekämpft, Tony!"

Der PCWA Grand Slam Champion nickt dem jungen Mann aus Phoenix zu und sucht den anerkennenden Blickkontakt.

Mad Dog: "Bei der letzten Vendetta... Hast ein paar tolle Moves drauf, huh!?"

Tonys Augen werden weit, als hätte man gerade einem kleinen Kind ein Kompliment gemacht. Die giftigen Augen der Schlange sind voll mit Verwirrung, aber auch mit Stolz und Freude.

Tony Graves: "I- Uhm, thank you, Mad Dog. Es war eine Freude, tatsächlich die Magie einmal hautnah zu erleben - du hast deinen alten Glanz noch lange nicht verloren."

Der Night Fighter lacht in sich hinein und dreht den Kopf ab.
Es ist das Lachen eines alten Mannes, der von anderen lobend gesagt bekommt, er wisse noch sehr viel. Und gleichzeitig paart es sich mit dem Lachen über den Jüngling, der ihm dies entgegen bringt.

Mad Dog: "Wenn ich den Rumble gewinnen will, reicht das nicht, huh?! Es war ein Anfang - der erste kleine Anstieg am Beginn der großen Wanderung zur Bergspitze. Nicht mehr, nicht weniger. Für mich war es nur das. Sharpe beweisen, dass ich dort oben wieder hinkommen kann. Für DICH! Für dich dürfte dieses Tag Team Match mehr Bedeutung haben, oder? James Godd, Kevin Sharpe, Mad Dog... und Tony Graves!?! Es sollte dein Anspruch sein in Zukunft häufiger im gleichen Satz mit den Großen dieses Sports genannt zu werden, meinst du nicht auch?"

Fragend huscht die rechte Augenbraue hinauf und lauert wissbergierig auf eine Antwort.

Tony Graves: "Well, 'course I want more. Dahin, wo Menschen wie du auch waren. In the middle of the squared-circle, mit der Cryption Crown oder dem Gerasy, ist es nicht das, was einen Jeden von uns überhaupt erst hier versammelt hat?"

MD legt den Kopf schief.

Mad Dog: "Nun, ich hörte manche seien auch hier, um ihre Familien zu unterstützen..."

Erwischt!

Er weiß gar nicht wieso, aber das ist genau das Gefühl, das ihn gerade eiskalt durchströmt. Röte flutet seine Wangen, sein Herz pulsiert, er schluckt. So als sei seine Familie in Gefahr. So als könne der verrückte Köter ihnen etwas antun. Nur weil jener es weiß. Weil er zugehört hat, was Tony sagte.

Weil es seine Schwachstelle sein könnte...
...die Schwachstelle, mit der man ihn in jedem Spiel Schachmatt setzen kann.

Und wieder blitzen Simargls Zähne funkelnd auf.

Mad Dog: "Ich geb' dir einen Rat, Tony... Du musst nicht jeden Strohhalm greifen, der dir gereicht wird. Du musst auch nicht jedes Spiel spielen, das man dir anbietet. Rob Collins ist ein Versager und Dummkopf dazu, wenn er lieber auf Smash und RM setzt, als auf dich - ehrlich! Ich habe in Jamaika mit RM zusammen gearbeitet und auch mit Smash fühle ich mich jetzt - durch die vielen Flüge und mein XAW Engagement - irgendwo verbunden... Beide haben ein gutes Gespür für unser Business'. Aber jetzt mit diesen Zwei in ein Team gehen?! No fuckin` way. Collins hofft, dass etwas von ihrem legendären Status auf ihn abfärbt, da er zu faul, zu ungeduldig und zu schlecht ist, sich eigene Erfolge zu erarbeiten."

MD mustert seinen jüngeren Gegenüber und ersucht dessen Reaktion auf die Kritik an seinem ehemaligen Partner zu lesen, allerdings verrät Tonys Mimik nur, dass er gedanklich noch bei seiner Familie weilt.

Mad Dog: "...im Gegensatz zu dir, huh?! Tony?"

Tony schreckt hoch und nimmt erst jetzt richtig wahr, dass Mad Dogs Worte an ihn gerichtet waren. Er schaut den Night Fighter einige Zeit an, als wollte er versuchen zu erkennen, was der Hund im Sinn hatte, vergebens.

Tony Graves: "Ich kann dir nur zustimmen. Rob ist ein Schwein, ja und was genau er sich von seiner Partnerschaft mit Smash und RM erhofft, außer völlig in ihren beiden Schatten zu verschwinden, ist mir auch nicht klar. Ich möchte meinen eigenen Erfolg ernten und mit meinen eigenen Taten hervorstechen."

Der Spieler redet sich ein wenig in Rage, wie ein Kind, dass stolz seinen Eltern seine Erfolge erzählt.

Tony Graves: "Deswegen versuche ich in Matches nicht wie Rob Collins Abkürzungen zu nehmen, wenn ich in den Ring steige, dann will ich ein faires Match mit einem fairen Ende, und so will ich mir auch alles selber verdienen." 

Erneut nickt der verrückte Hund, so als habe er diese Antwort erwartet. Und sogleich tritt MD einen Schritt auf Tony zu, drängt ihn auch körperlich in die Enge, in die er ihn verbal gebracht zu haben scheint.

Tony wird erneut etwas mulmig... obgleich er dieses Gefühl nach wie vor nicht vernünftig untermauern kann.

Mad Dog: "Und wieso zum Teufel tust du nicht, was du sagst?"

Irritiert zieht Tony den Kopf zurück. Und reißt wieder die Arme hoch. Bedroht macht er einen Schritt zurück, doch der Night Fighter setzt ihm nach.

Mad Dog: "Du proklamierst Fairness, Eigenständigkeit und Erfolgshunger. Und teamst mit Sharpe!?! Dass du deine Familie verleugnest, geschenkt. Aber wenn Collins sich nicht abgewendet hätte, hättest du es auch nicht getan! Und dass du danach mit einem Mann gemeinsame Sache machst, der all dem entgegensteht, was du hier preis gibst, straft dich erneut Lügen und offenbart dein wahres Ich, Schlange."

Nun liegt Verachtung im Blick des Hundes. Tony fühlt sich bestraft. Er schluckt. Und  will etwas zu seiner Verteidigung sagen, doch die Töle lässt ihn nicht.

Mad Dog: "Weißt du?! Du tust ihnen leid... Weil sie denken, es sei nicht deine Schuld. Weil sie glauben, deine Lage sei eine Verkettung ungünstiger Zufälle oder du seist der Prügelknabe der egoistischen Eliten. Ausgenutzt worden, zu brav gewesen... Come on! Mir machst du nichts vor, Schlange. Mir tust du nicht leid. Denn du sprichst mit gespaltener Zunge und DAS, wieso auch immer es so ist, ist deine verfickte Schuld!"

Als der Zeigefinger des Hundes Tonys Brust berührt, ist es ihm, als dringe ein Stich bis in sein Herz durch.

Tony Graves: "Nun, Mad Dog. Vermutlich hast du Recht."

Die Schlange scheint erst jetzt wirklich da zu sein. Die Augen funkeln giftig in Richtung des Night Fighters und Tonys Rechte schnappt nach Mad Dogs Handgelenk, um den Finger von seiner Brust zu nehmen.

Tony Graves: "Vielleicht hast du auch damit Recht, dass ich mit jedem Wort Gift und Lügen sprühe. In meinem Glauben, weißt du, da stehen Wölfe für falsche Propheten. So let me tell you what I'm actually thinking, right? Was Andere über mich denken, ist mir gleich. Kevin Smash und Rob Collins können mich einen Schwächling nennen, die Fans können mich von mir aus hassen und du kannst mich einen Lügner nennen, darum geht es mir aber nicht. Dieses Lied will ich aber nicht noch einmal singen. Blacky, Sharpe, hat mir angeboten mich unter seine Fittiche zu nehmen, mir beizubringen, was ich noch nicht weiß. So wie ich es sehe, vertraut er mir, und so kann ich ihm auch vertrauen. Ends justify the means, MD, sollte ein Veteran wie du das nicht auch wissen?"

Der Fighter winkt sogleich ab. Worte können ihn momentan wohl nicht mehr von seiner Meinung zu Tony abbringen.

Mad Dog: "Ich weiß, dass Sharpe ein Arschloch ist! Und ich versteh' nicht, warum du ausgerechnet ihm vertraust... Trotz deines jungen Alters und deiner Fähigkeiten wählst Du den einfachen Weg. Genauso wie Collins. Beweise mir, dass ich falsch liege, Schlange. Aber alles, was du jetzt sagst, bleibt verdächtig doppelzüngig."

Und mit diesen Worten dreht sich der Grand Slam Champion ab, als es plötzlich aus Tony herausplatzt.

Tony Graves: "Look who's talkin'..."

Der Fighter bleibt abrupt stehen. Neigt den Kopf. Zieht die Augenbrauen tief hinab und die Stirn in Falten. Dann wirbelt er herum, stellt sich wieder vor Graves auf.

Mad Dog: "Was war das?"

Der kritische Blick liegt wie eine Last auf dem Gambler. Doch er will jetzt keinen Rückzieher machen und ballt die Faust.

Tony Graves: "Du redest davon, dass ich doppelzüngig bin, dass ich mehr Gesichter haben soll, als ich zeige. But like I said, wolves are false prophets, sie werden nicht zuletzt mit dem Teufel gleich gesetzt, genau wie Schlangen, und was ist schon ein Hund, wenn nicht ein Wolf ohne Kampfesgeist. Wer hat sich denn vor einigen Wochen noch hinter seinen Dämonen versteckt, huh? S1margl? Du bist doch der, der mit eingezogenem Schwanz zu jedem seiner alten Freunde ankommt und, genau wie ich, auf Verständnis hofft, bemitleidet wirst du, genau wie ich. Wessen Zunge ist also gespalten? Momentan bis DU doch der Letzte, der mir etwas über Ehrlichkeit und Wahrheit erzählen sollte!"

Der Hund nickt. Reißt die Augenbrauen hinauf.
Als habe ihn eine Erkenntnis getroffen. Es wird schwerer, als er dachte - in seiner PCWA...

Er atmet aus und blickt Tony wieder direkt in die Augen.

Mad Dog: "Du wolltest der Welt letzte Vendetta also meine wahren Absichten präsentieren, huh?! Wie selbstlos...  um den möglichen Teufel zu zeigen, gehe ich einen Pakt mit dem wahren Teufel ein. Hört sich für mich immer noch nach einer scheiß Idee an."

Er fletscht aggressiv die Zähne.

Mad Dog: "Es ist dein Recht, mir zu misstrauen. Und dich mir in den Weg zu stellen ebenso. Aber dann musst du auch mit den Konsequenzen leben, Schlange. Objektiv sprechen meine Entschuldigungen bei James und den Fans, mein unermüdlicher Kampf für eine PCWA Rückkehr, um mein Bild gerade zu rücken, sowie mein Streit mit Sharpe ein anderes Urteil über mich. Stell aber all das, stell meine Authentizität in Frage! Bekämpfe mich deswegen. Aber selbst wenn es so wäre, macht das meine Aussage dir gegenüber falsch? Don't think so."

Und mit diesen Worten macht der Night Fighter abschließend kehrt und geht seiner Wege. Tony schaut ihm noch einen Moment nach, ballt dann allerdings seine Fäuste und stampft mit dem Fuß auf dem Boden auf.

Tony Graves: "Scheiße!"


Mike Garland: "Oh uh, und ich dachte am Anfang, der Hund wollte sich nun auch noch bei Tony Graves anbiedern, aber falsch gedacht."

Vincent Craven: "Tja, er verpasst ihm einen kleinen Denkzettel, da Graves mit seinem Todfeind Sharpe in ein Team gegangen ist."

Mike Garland: "Kleine Drama-Queen, der alte Hund. Allerdings habe ich ja auch schon des Öfteren gesagt, dass dieser Graves nicht so unschuldig ist, wie alle immer tun."

Vincent Craven: "Graves muss sich in meinen Augen aber wirklich entscheiden und in diesem Sinn kann er die Worte des Night Fighters vielleicht als gut gemeinten Rat verstehen. Stem, Shadow und Sharpe - das passt irgendwie nicht zusammen."

Mike Garland: "James Godd und Mad Dog allerdings auch nicht, wenn du mich fragst."

Vincent Craven: "Uhm, ich bin bei der unbekannten Konstante verhalten optimistisch, was seine Einstellung betrifft. Und in dieser Einschätzung spielt seine Freundschaft mit Godd eine große Rolle."

Mike Garland: "Freundschaft, pah. Da lobe ich mir ja die Herangehensweise der beiden Männer aus dem nachfolgenden Video." 


------------------ PCWA ------------------

Es gibt ihn noch – nach all den Jahren. Und doch war er nie wirklich weg. Nicht umsonst heißt es, dass das Besondere und das Allgemeine eng beieinander liegen – und dies in ständiger Wechselwirkung. Er legt seine Hand auf den nächstbesten Stamm … und fühlt sich sofort heimisch. Nun ja, von einem gewissen Standpunkt aus betrachtet.

Über die Jahre hatte der städtische Mischwald, welcher das PCWA-Gelände teilweise einschloss, schon viel gesehen und mindestens ebenso viele Veränderungen durchgemacht. Trotz urbanem Bauboom, selbigen Wachstums seitens der Liga sowie anderen externen Einflüssen trotzt er auch nach Jahren noch erstarkt als kleine grüne Lunge der Corporation.

Dies ist auch der vorrangige Grund, weshalb sich ein weiterer PCWA Gast in dieser grünen Oase aufhält. Mit einer missmutigen Miene marschiert er durch den Wald. Doch die Miene des großen Mannes täuscht, denn er fühlt sich alles andere als unwohl an diesem Ort. Der Wald erinnert ihn an seine Heimat, wenngleich der Wald im Kongo ein Dschungel ist und weit wilder als hier. Und doch ist ein tiefes Gefühl der Verbundenheit mit der Natur vorhanden. Kwoga ist hierhergekommen, um in Ruhe über sein PCWA Gastspiel zu sinnieren. Er hatte schließlich große Ziele. Viele Athleten geben stets an, dass es ihr Ziel ist, ihr Bestes zu geben, doch Kwoga weiß es besser! Ein zweiter Platz ist ebenso wenig wert wie ein Letzter. Einzig die Sieger werden in Erinnerung behalten und können sich ein Vermächtnis darauf aufbauen. Bei der vergangenen Show war er zum ersten Mal als Gast hier und hatte sich aufmerksam die Kämpfe angesehen, die stattgefunden hatten. Den hiesigen Champion Marc Poe hatte er bereits im Zuge von dessen XAW Gastspiel kennenlernen dürfen, als er ein Match gegen A.J. Dunn bestritt und nicht in der Lage war den Sack zuzumachen. Er hingegen wird bei XAW Winter Warfare 2019 den Deckel draufmachen und sich zum höchsten Champion krönen. Einen Titel, den er ohnehin niemals hätte einbüßen dürfen ... doch auch damals war seine Gier nach neuen Herausforderungen zu groß gewesen. Und so hatte er die XAW verlassen, um sich in der GWS zu versuchen.

Needles war eine ganz neue Erfahrung für ihn gewesen. Dort verzichtete man auf die große Show, die er aus der XAW gewohnt war und konzentrierte sich stattdessen auf pure Brutalität. Er hatte in seiner Zeit dort wirklich eine Menge Vergnügen gehabt. Doch leider war alles andere an dieser Liga höchst unprofessionell und so hatte er sich schließlich wieder zurückgezogen. Nicht ohne dort jedoch innerhalb kürzester Zeit  das Fallen Kingdoms Turnier zu gewinnen und Double Trouble Champion zu werden. Und nun war er wieder in der XAW zurück und auf dem besten Wege wieder World Champion zu werden. Doch das war nicht genug. Er wollte noch mehr. Und so kam die Einladung der PCWA ihm gerade Recht. Der Rumble war vermutlich so ziemlich die prestigeträchtigste Veranstaltung im gesamten Business und ein Sieg dort würde ihn zur unsterblichen Legende machen. Ein Sieg dort würde jedoch vor allem all den Menschen das Maul stopfen, die glauben, er sei bloß ein stumpfer Koloss ohne Hirn, der lediglich Schläge austeilen kann, von Strategie jedoch keine Ahnung hat. Wie sehr sie doch alle im Irrtum sind!

Langsam geht er weiter. Der Kongolese genießt das Gefühl kleinen Dschungeldaseins …
… als er vor sich einen flackernden Lichtschein gewahr wird. Er tritt vorsichtig ein paar Schritte heran - in sicherem Gewissen, dass er sich angesichts seiner Statur wohl kaum geräuschlos annähern dürfte. Er lugt hinter einem der Bäume hervor hin zu einer kleinen Lichtung. Sogleich verfinstert sich seine Laune ein wenig, als er den Grund der Lichterscheinung feststellt:

Innerhalb eines Krals aus dicken Feldsteinen flackert ein knisterndes Lagerfeuer, welches die Lichtung rot-orange erhellt. Und so auch die Gestalt, welche auf einem umgestürzten Baum hockt und einen dünnen, langen Stock an einem Feuerstein schärft.  Von Zeit zu Zeit hält der Mann, welcher einen langen Ledermantel über Jeans und Longarm-Shirt trägt, den Stock prüfend hoch. Lässig schiebt er die trotz vorangeschrittener Stunde auf der Nase sitzende Sonnenbrille herunter und besieht sich sein Werk. Und auch Kwoga erkennt den Liga-Neuling. Und das, obwohl das Muster auf seinem tiefblauen Bandana diesmal eher an arktisches Eis erinnert.

Cardigan: „Sei mir gegrüßt, König des Dschungels…“

Der Tempest hat den Besucher ebenfalls bemerkt und schenkt ihm ein schiefes Grinsen. Dann lässt er den Stock ein wenig sinken, bevor er hinter sich greift und einen Apfel hochhält.

Cardigan: „…. magst auch nen Bratapfel?“

Grimmig mustert Kwoga den Eindringling, den er bereits aus der vergangenen Show kennt. Er ist alles andere als erfreut diesen hier zu erblicken, vor allem, wo er diesen Wald doch als sein ganz eigenes persönliches Reich betrachtet. Ohne ein Wort zu sprechen nähert sich der Koloss dem Tempest und bleibt schließlich in zirka einem Meter Abstand zu diesem stehen. Er hat im Zuge der vergangenen Show durchaus vernommen, dass Cardigan sich nicht vor ihm fürchtet und bereit ist ihm die Stirn zu bieten. Eine Eigenschaft, die er an Gegnern durchaus zu schätzen weiß, denn ein furchtloser Gegner ist ein Gegner, der alles gibt und ihn vor eine Herausforderung stellen kann. Leider knicken die meisten seiner Gegner jedoch früher oder später ein ... nachdem er sie gelehrt hat, was Furcht tatsächlich bedeutet. Immer noch wortlos starrt er den Apfel an und zieht schließlich seine Mundwinkel zu einem kleinen Grinsen hoch.

Kwoga: "Ich lehne dankend ab. Hat dir noch niemand gesagt, dass man im Wald nicht mit Feuer spielen soll?"

Das Grinsen wird eine Spur breiter.

Kwoga: "Sowas kann sich schnell zu einem Flächenbrand ausbreiten und du möchtest dir doch sicher nicht die Finger verbrennen oder?"

Natürlich ist das Ganze mehr eine Anspielung auf sich selbst, als alles andere. Er ist das Feuer, an welchem sich der Wirbelsturm verbrennen wird ... klingt verrückt, doch genau so wird es sein!
Cardigan allerdings zuckt nur mit den Schultern, bevor er den Apfel auf die Stockspitze spießt. Dann deutet er mit der freien Hand in den Schatten neben sich … wo ein gefüllter Eimer Wasser lauert.

Cardigan: „Mach dir mal deswegen keine Sorgen, Black King. Ist für alles gesorgt. Was wäre ich für ein Wettermann, wenn ich für solche Momente nix in petto hätte?!“

Während der Kongolese ihn weiterhin stehend mustert, platziert er den Apfelstock über den Flammen und verkeilt das hintere Ende in den Steinen, so dass die Höhe in etwa bleibt.

Cardigan: „… und gib dich gleichzeitig auch nicht den Illusionen hin, dass der feine Sarkasmus nicht zu mir durchgedrungen ist. Is' mir schon klar, dass deine Statur nicht das einzige Argument ist, mit dem du zu überzeugen weißt. Aber vermutlich sind nur deine Ring-Skills für mich das, was mich letztlich in die Knie … zwingen KÖNNTE. Ansonsten ist das hier weder ein Ring noch werden uns Mikros unter die Nase gehalten. Also lassen wir doch den Kinderquatsch, denn der prasselt gerade an mir herunter wie Regen an nem Lotus.“

Das Knacken der Fingerknochen Kwogas übertönt das des Lagerfeuers deutlich. Es ist nur ein guter Meter …
… aber kaum haben die Worte des Tempest seinen Mund verlassen, hebt dieser beschwichtigend den Arm. Seine Gesichtszüge sind fest, aber keineswegs aufgeputscht. Stumm bedeutet er dem XAWler sich gegenüber auf einem Baumstumpf niederzulassen. Kwoga scheint unschlüssig, verschränkt die Arme vor dem Brustkorb - doch dann setzt er sich doch hin. Gespannt darauf, was der Wirbelsturm ihm diesmal um die Ohren zu hauen gedenkt.

Cardigan: „Hör zu, Kwoga, vielleicht sind wir falsch gestartet … und bevor du jetzt gleich mit dem Augen rollst: das wird hier kein Brokeback Mountain-Gedöns. Wir sind beide Profis auf unsere jeweilige Art und Weise, machen seit gefühlt Jahren unseren Job. Jeder von uns weiß, dass er mit dem anderen nicht in die Kiste hopsen oder in Urlaub fahren muss. Es genügt, einen guten Fight abzuliefern. Das ist mein Ansporn - und deiner vermutlich auch.  Also vergessen wir, was letztens war, ziehen unsere Grenzen, bleiben dahinter und gut ist. Einverstanden?“

Der Kongolese blickt Cardigan stumm an, während er über dessen Worte nachdenkt. Seine Gesichtszüge verraten hierbei in keinster Weise, was der Riese aus dem kongolesischen Dschungel von den Worten des Tempest hält. Schließlich jedoch legt sich ein leichtes Lächeln auf seine Gesichtszüge, während er seinen großen Kopf ein wenig auf die rechte Seite legt.

Kwoga: "Du hast Recht, es gibt hier weder einen Ring, noch gibt es Mikrofone. Jedoch ist das kein Argument, dass mich in irgendeiner Weise friedlich stimmen könnte. Aber gut, du sprichst von Grenzen und davon hinter diesen zu bleiben ..."

Das Lächeln in den Gesichtszügen des Kongolesen wächst noch einmal an.

Kwoga: "Und wie du schon richtig verstanden hast, interessiert es mich lediglich einen guten Fight abzuliefern. Gute Gegner sind rar gesät. Gegner, die mich vor eine Herausforderung stellen. Und es ist nun einmal, wie es ist: spätestens beim Rumble werden wir beide die gleiche Grenze überschreiten und unsere Klingen kreuzen. Aber wo bleibt da das Vergnügen sich richtig kennenzulernen? Unter Umständen werden wir uns beim Rumble nicht einmal begegnen ..."

Er hebt die Schultern an.

Kwoga: "... und so schlage ich vor, dass wir das Überschreiten jener Grenze vorziehen. Vendetta 140. Du und ich. Lass uns herausfinden, was stärker ist. Der Wirbelsturm oder der Dschungel? Ich persönlich brenne darauf genau das rauszufinden und ich kann dir ansehen, dass der Gedanke daran dich mindestens reizt."

Er blickt den anderen stumm an. Die Herausforderung wurde laut ausgesprochen. Es gibt nun kein Zurück mehr für ihn. Als was für eine Art Gegner wird sich Cardigan für ihn erweisen? Wird er der Mann sein, der er vorgibt zu sein, und sich ihm stellen? Oder wird er letzten Endes zu der Sorte gehören, die ihren Schwanz einziehen und sich in einer Höhle verkriechen? Ganz gleich, wie Cardigan sich entscheiden wird ... er wird ihm damit wichtige Erkenntnisse im Hinblick auf den Rumble liefern.

Der Weatherman setzt einen mehr als interessierten Blick auf, dreht den Spieß so, dass die andere Apfelseite nun zum Feuer zeigt.

Cardigan: „Damit liegst du nicht ganz falsch. Hatte mir zwar einen etwas anderen Match-Einstand in der Liga vorgestellt, aber … warum eigentlich nicht. Deal!“

Er greift neben den Eimer, legt ein Holz nach.

Cardigan: „Ich mag zwar kein Marc Poe oder A.J. Dunn  … oder … wer auch immer sein, aber nem guten Fight bin ich nie abgeneigt. Und wer weiß: vielleicht ist es ja DIE Herausforderung, wenn du einem Fighter begegnest, mit dem du es noch gar nicht zu tun hattest.“

Dann aber nimmt Trent die Ray Ban ab, verstaut sie in der Jackentasche. Seine Augen stieren direkt in die des Kolosses.

Cardigan: „Lass mir nur dies eine gesagt sein: ich bin nicht in die PCWA gekommen, um gleich mit einer Niederlage von dannen zu ziehen. Die Challenge, welche sich mir gerade bietet, sieht recht hoch aus. Aber … ich WERDE sie meistern. Klar soweit?!“  

Der Kongolese schenkt dem anderen ein kurzes Schmunzeln.

Kwoga: "Große Worte ... wieviel dahinter steckt wird sich noch zeigen. Ich bin schon vielen begegnet, die sich absolut sicher waren, dass sie mich meistern werden ... kaum einer von denen ist inzwischen noch aktiv. Ich hingegen stehe schon bald wieder dort, wo ich hingehöre ... an der Spitze."

Er erhebt sich nun wieder vom Baumstamm. Sein Interesse daran länger hier zu verweilen ist verflogen. Ein paar letzte Worte hat er jedoch noch für seinen kommenden Gegner.

Kwoga: "Ich wünsche dir jedenfalls viel Vergnügen beim Versuch mich zu besiegen ... jedoch werde ich dich brechen! Ich hoffe, das ist soweit klar?"

Er spuckt kurz auf den erdigen Boden und dreht sich dann um, ohne ein weiteres Wort zu sprechen oder auf eine Reaktion von Cardigan zu warten. Worte sind nunmehr genügend gefallen. Was nun zählen wird, ist das Ergebnis im Ring und genau darauf wird er sich nun konzentrieren. Was Cardigan nun noch macht, kann ihm herzlich egal sein.

Cardigan: „Kwoga?“

Der Hüne dreht noch einmal kurz um. Der Tempest hält den Stock in den Händen, beißt ein Stückchen von dem dampfenden Apel ab und kaut.

Cardigan: „Viel Glück. Ich habe keine Problem mit einer Niederlage – ich hoffe, du auch nicht…“

Dann grinst er noch kurz, bevor er einen weiteren Bissen nimmt.
Der Kongolese schnieft stattdessen nur, ein Anflug von Amüsiertheit in seinem Gesicht ist nicht zu übersehen. Dann wendet er sich wieder zum Gehen ab. Bei der kommenden Show wird er dieser Liga zeigen, dass er seinen Ruf nicht ohne Grund hat. Er ballt die Fäuste und stampft davon, um schließlich ganz zu verschwinden.

Kauend bleibt der Tempest zurück und schaut kopfschüttelnd in die Düsternis der Bäume, zwischen denen Kwoga verschwunden ist. Dann wieder ins Feuer zurück: schöner Mist! Zur PCWA-Ouvertüre gleich ein Brocken – und zudem einer, welcher noch nicht mal aus der Liga stammt. Aber die Vergangenheit war zumindest hilfreich gewesen: die unbarmherzige Rückkehr auf den Boden der Tatsachen hatte er schon durchlebt. Und … er war wieder aufgestanden. Wenn jetzt Nackenschläge kamen, warf ihn das nicht mehr so leicht aus der Spur.

Ein elektronisches Zirpen erklingt und Trent greift in die Tasche seines Mantels. Ein Blick auf sein Smartphone – und er beginnt zu lächeln.

Cardigan: „… tja, don’t blame it on yourself – blame it on the weatherman! Dann mal Gut Pfad, Black King!“

Er verstaut das Handy erneut und beißt nochmals in seinen Apfel, bevor die Kamera abblendet ….


Vincent Craven: "Kwoga und Cardigan wollen es wissen! Bei Vendetta 140 kollidieren die beiden im Ring. Wenn das mal nicht eine Ansage ist - so früh bei dieser Vendetta."

Mike Garland: "So wünschen wir uns das doch von zwei Rumble Teilnehmern. Mit einem Sieg im Rücken in Richtung Brawlin' Rumble gehen, hat noch nie geschadet."

Vincent Craven: "Dabei hatte es den Anschein, als sei Trent Cardigan dieses Match gar nicht so recht. Schließlich steht ihm da ein Wrestler von Welt gegenüber."

Mike Garland: "Gegen Ende haben sich seine Bedenken dann aber wieder gewandelt. Wir können echt gespannt sein auf den Kampf!"

Vincent Craven: "Zuvor stehen aber noch die Matches des heutigen Abends aus. Und nachdem wir zu Beginn der Show Deception sahen, schalten wir nun zu ihren heutigen Gegnern, Triple H."


------------------ PCWA ------------------

Die beiden Happy Guys Brandon Cornwallace und Gordon Banes betreten gerade gemeinsam mit dem neusten Mitglied ihrer Truppe Hugo die Halle. Beide wirken etwas zufriedener als noch bei der vergangenen Show, wo sie einen Auftritt als Team Angry Hour hingelegt haben und Mike Garland für all seine Beleidigungen haben zahlen lassen, die er über die Jahre hinweg gegen die beiden vom Stapel gelassen hat. Sie hatten eigentlich mit einer drastischen Strafe seitens Jona Vark für diese Aktion gerechnet, doch eingetreten war das genaue Gegenteil. Man hatte ihnen für diese Vendetta ein Rematch um die Cotatores Titles eingeräumt und sie waren fest entschlossen diese Chance zu nutzen. Noch einmal würden sie sich nicht von Smash und seinen Spießgesellen überrumpeln lassen. In genau diese Richtung geht auch das Gespräch, das die beiden besten Freunde gerade führen.

Brandon Cornwallace: "... und ich sage dir Dude, die drei Mieslinge werden heute keine Chance haben."

Gordon Banes: "Ganz im Gegensatz zu uns. Mit Hugo an unserer Seite, werden wir es diesen miesen Drecksäcken heimzahlen und uns unsere Gürtel zurückerobern."

Beide blicken sie erwartungsvoll zu ihrem neuen Freund, der an ihrer Seite geht und gerade damit beschäftigt ist an einem riesigen Lutscher zu lutschen.

Hugo: "Ich freue mich wirklich, dass ich Rob Collins heute gegenüberstehe. Endlich kann ich mit ihm machen, was ich schon einige Male im Kopf durchgespielt habe. Und das Beste daran ist, dass ich euch helfe, dass ihr eure Gürtel zurück bekommt."

Die beiden Happy Guys nicken ihrem hünenhaften Freund fröhlich zu und heben die Hand zum High-Five. Ehe es jedoch zu diesem kommen kann, unterbricht auch schon eine weitere Stimme die Szenerie.

"Bitte ... tut es nicht!"

Gordon und Bray-Bray halten Inne und drehen sich in die Richtung, aus der die Stimme kam. Was sie dort erblicken, lässt eine ernste Mimik auf ihre Gesichtszüge wandern, denn niemand geringeres als ihre Vorgänger als Cotatores Champions, die Männer, mit denen sie die PCWA Fehde des Jahres hingelegt haben, die Ring Assassins, stehen hinter ihnen.

Gekleidet sind sie nur in ihren dunklen Sportshorts, während ihre durchtrainierten Oberkörper frei liegen und vom Schweiß glänzen. Die beiden Jungs haben sich nämlich bis gerade im Fitnessraum gestählt und sahen von dort die drei Hs. Connor Rogue hat sogar noch eine Hantel in der Hand, die er nun erst im Flur ablegt. 

Cornwallace und Banes lassen ihre Hände sinken und blicken misstrauisch in Richtung Assassins. Hugo tritt entschlossen an die Seite seiner Freunde.

Gordon Banes: "Was wollt ihr von uns? Die Gürtel haben ja nun eure beiden Freunde RM und Smash!"

Er nickt ernst mit dem Kopf, doch die beiden Assassins schütteln ihre sofort.

Sean Ashfield: "Kevin Smash ist mit Sicherheit nicht unser Freund!"

Um seiner klaren Aussage nonverbal Nachdruck zu verleihen, kreuzt Ashfield seine Arme vor der Brust und führt sie dann auseinander.

Connor Rogue: "Smash war von Beginn an gegen uns... Wir haben ihn geduldet, da er ein alter Freund des Kuchens ist und die beiden viel gemeinsam erreicht haben, allerdings hat sein Einfluss Überhand genommen. RM ist völlig neben der Spur. Und das nur wegen des Smashers, der dafür gesorgt hat, dass der Kuchen nicht mehr zu seinen wahren Freunden steht, mit denen er die PCWA wieder groß machen wollte. Stattdessen sind da nun Collins und Smash, die alles andere ausstrahlen, nur nicht Größe!"

Rogue schüttelt verbittert erneut den Kopf. Sie werden heute noch mit RM sprechen und versuchen, ihn zur Vernunft zu bringen.

Sean Ashfield: "Aber diesen Erbschleichern werden wir zeigen, dass wir die Falschen sind, um solche dreckigen Spiele zu spielen! Wir werden denen zeigen, was wahre Größe ist!" 

Banes blickt die beiden Assassins mit leicht überraschter Miene an, während Ashfield die Faust ballt und aggressiv ausatmet.

Gordon Banes: "Und wir sollen euch wohl einfach so glauben, dass das nicht nur einer von Smash's Tricks ist. Er schickt euch vor, um uns zu infiltrieren und uns den endgültigen Todesstoß zu verpassen ...?"

Er hebt fragend die Augenbrauen und auch Cornwallace scheint nicht vom gemeinsamen Feindbild Smash überzeugt zu sein.

Brandon Cornwallace: "Wir lassen uns nicht mehr einfach so verarschen ..."

Ein kurzes Gelächter ist die Folge. Allerdings lachen die Assassins ihre Gegenüber nicht aus, sondern vielmehr liegt in ihrem Lachen Erkenntnis.

Sean Ashfield: "Das haben wir letzte Show gesehen, als ihr Garland eins über die Mütze gegeben habt."

Ashfield scheint das immer noch zu amüsieren, denn er grinst die drei Happys weiterhin an.

Connor Rogue: "Das war gut! Ihr habt endlich Killerinstinkt bewiesen und geziegt, dass ihr ein anderes Gesicht habt. Auch wenn wir die Aktion mit Noah immer noch nicht gutheißen, so hat die Attacke bei der letzten Show euch doch gestärkt - in unserem Ansehen."

Ashfield starrt kurz zu seinem Partner und dann zurück zu Happy Hour.

Sean Ashfield: "Was Connor damit sagen will, ist, dass wir es nie geglaubt hätten, aber tatsächlich haben wir ein wenig Respekt für euch empfunden."

Und nun nickt auch Connor anerkennend und schmunzelt leicht. Schließlich gingen auch ihm ein paar Kommentare von Mike Garland in der letzten Zeit gegen den Strich.

Connor Rogue: "Natürlich würde es zu Smash passen, dass er uns vorschickt, um euch einzulullen. Aber ihr solltet euren Instinkt nutzen, um die Tatsachen zu erkennen. Bei der letzten Show haben wir mit Smash gestritten... Es war offensichtlich, dass er uns nicht wollte. Und wir wollen ihn nicht - aber ihr müsst uns natürlich nicht glauben. Im Endeffekt ist uns das egal."  

Immer noch beäugen die beiden ihre ehemaligen Erzfeinde voller Misstrauen. Nach allem, was im Laufe des vergangenen Jahres geschehen ist, dürfte es wohl auch niemanden wundern, dass die beiden Teams nicht plötzlich zu den besten Freunden werden.

Gordon Banes: "Okay, Mal angenommen ihr habt wirklich nichts mit Smash zu tun, was wollt ihr dann von uns?"

Rogue hebt fragend eine Augenbraue hoch.

Connor Rogue: "Wir wollen nichts von euch, wir wollen die Cotatores! So einfach ist das. Ihr wart nur zufällig hier und da haben wir das Gespräch gesucht. Aber gewiss nicht, um Freundschaft zu schließen..."

Sean Ashfeild: "Um Gottes willen!"

Ashfield winkt ab und auch Rogue schüttelt mit dem Kopf.

Connor Rogue: "Wir denken nur, dass wir alle hier andere Prioritäten setzen sollten, solange Smash & Collins an der Spitze sind."

Bray-Bray reagiert, indem er zu Hugo blickt.

Brandon Cornwallace: "Was meinst du Hugo? Kann man den Kerlen über den Weg trauen?"

Er hebt fragend die Augenbrauen. Die Meinung seines neuen Kumpels ist ihm äußerst wichtig und er ist bereit voll an diese zu GLAUBEN.

Hugo: "Gegen die Beiden habe ich schon im Ring gekämpft. Ich kann wirklich sagen, dass die Ring Assassins gute Kämpfer sind. Mehr weiß ich allerdings nicht über sie, nur was Rob erzählt hat. Außerdem hat Rob die Assassins reingelegt und ich musste helfen. Doch bin ich mir sicher, dass sie dafür eher sauer auf ihn sind und nicht auf mich. Außerdem mögen sie Smash ebenfalls nicht. Deswegen denke ich irgendwie, dass man ihnen GLAUBEN kann."

Cornwallace nickt fröhlich mit dem Kopf.

Brandon Cornwallace: "Also wenn Hugo das sagt, dann GLAUBE ich das auch. Was meinst du Gordie?"

Banes blickt seinen Partner leicht genervt an. Es missfällt ihm, dass Brandon so viel Vertrauen in Hugo legt, wo er ihn doch erst so kurz kennt. Zwar hat Hugo den beiden noch keinen Grund gegeben ihm zu misstrauen, aber eben auch noch keinen, um ihm hundertprozentiges Vertrauen zu schenken. Dieses gibt Banes nicht mehr einfach so her, man muss es sich hart erarbeiten. Sein Partner hingegen hat auch weiterhin etwas von seiner kindlichen Naivität beibehalten, doch genau das muss er ihm austreiben, wenn man am heutigen Abend ernsthaft die Titel wieder erobern will.

Gordon Banes: "Keine Ahnung, was ich denken soll. Ihr meint also, dass wir nicht befürchten müssen, dass ihr Zwei uns heute Abend in die Quere kommt, wenn es darum geht, dass wir UNSERE Titel zurückerobern?"

Sein Blick ruht weiterhin misstrauisch auf den Assassins, die beide nicken.

Sean Ashfield: "Wir werden uns das Match einfach von hier hinten aus anschauen. Zwar hat RM immer noch unsere Sympathie, aber - wie gesagt - das ist momentan nicht der Kuchen, den wir kannten."

Rogue legt seine Hand auf die Schulter seines Partners.

Connor Rogue: "Und Smash sowie Collins haben eine Abreibung sowieso mehr als verdient... auch wir werden sie uns noch vorknöpfen! Und dann solltet auch ihr eure Nase heraushalten, egal ob ihr nach heute noch Wut im Bauch habt oder nicht. Ich könnte mir nämlich denken, dass Deception mies spielt... So oder so wollen auch wir Smash und Collins und so hängt es vom heutigen Match ab, ob wir gegen Deception um die Cotatores antreten. Wenn ihr gewinnt, dann ist der hier besiegelte Waffenstillstand auch alsbald wieder vorbei. Denn - so oder so - wir wollen unsere Cotatores zurück!"

Banes nickt mit dem Kopf.

Gordon Banes: "Nichts anderes habe ich erwartet und wenn wir heute den Sieg geholt haben, wird es mir eine wahre Freude sein euch noch einmal den Hintern zu versohlen."

Er schenkt den beiden Assassins ein breites Grinsen, welches tatsächlich auch von den beiden erwidert wird. Dann wendet er sich seinen beiden Partnern zu.

Gordon Banes: "Also dann, wollen wir? Wir müssen noch ein paar Dinge untereinander besprechen, bevor wir in das Match gegen Deception gehen!"

Sowohl Hugo, als auch Bray-Bray nicken ihm zu. So richtet er seinen Blick nun wieder auf die beiden Assassins.

Gordon Banes: "Also dann ... wir sehen uns!"

Banes dreht sich um und setzt sich entschlossen in Bewegung. Er kann nur hoffen, dass die beiden Assassins Wort halten und sich nicht in die heutige Schlacht einmischen. Er will diese Gürtel unbedingt zurückerobern. Brandon und Hugo blicken ihm kurz nach und setzen sich dann tuschelnd auch in Bewegung. Zurück bleiben die Assassins, die den Dreien kurz nachschauen. Dann wenden sie sich wieder zueinander.

Connor Rogue: "Und nach dem Training sollten wir den Kuchen aufsuchen!"

Ein eifriges Nicken bei Ashfield.

Sean Ashfield: "Ja, das ist nur fair."


Mike Garland: "WAS ZUM HENKER...?!"

Vincent Craven: "Das ist wahrlich eine kleine Sensation. Happy Hour und die Ring Assassins handeln einen Waffenstillstand aus, solange Deception die Cotatores hält. Na, wer hätte das für möglich gehalten?"

Mike Garland: "Und diese Assassins Waschlappen haben Respekt, weil Happy Hour das mit mir angestellt hat? Sind die geisteskrank?"

Vincent Craven: "Vielleicht haben sie sich in dieser Attacke wieder entdeckt. Erinnern wir uns nur an die Assaults gegen Seth Goldstein und später gegen Tony Graves aus der Hand der Assassins."

Mike Garland: "... Was für ein Schwachsinn, Vince. Die kriegen seit Monaten nichts mehr auf die Kette und gehen nun einen Kuhhandel mit ihren Erzfeinden ein. Da steckt maximal der Mut der Verzweiflung hinter, sonst nichts."

Vincent Craven: "Die beiden müssen sich, nachdem Deception sie hintergangen hat, neu orientieren. Und das war immerhin ein erster, überraschender Schritt."

Mike Garland: "Ein Schritt in einen Kuhfladen mag überraschend sein, ist aber trotzdem scheiße."

Vincent Craven: "Okay, habe ich verstanden. Dann schau aber mal, was du zu der kommenden Überraschung sagst. Ich habe auf dem Thron einen alten Bekannten entdeckt!"


------------------ PCWA ------------------

Es war nun schon einige Monate her, seitdem er zuletzt die heiligen Hallen der PCWA betreten hatte. Beim letzten Mal hatte es sich allem Anschein nach nur um einen Höflichkeitsbesuch gehandelt, doch bei ihm konnte man sich da nie sicher sein. Und dieses Mal? Offiziell war er diesmal hier um ein weiteres, womöglich letztes Mal, am Brawlin' Rumble teilzunehmen. Die Veranstaltung, die ihn innerhalb der Wrestling Welt erst zu einem Namen hat werden lassen. Doch war das wirklich der einzige Grund? Bisher hatte der Großadmiral stets noch irgendwelche anderen Machenschaften im Hintergrund gehabt, um welche es ihm vorrangig gegangen war. Der Rumble selbst war stets nur eine Ablenkung für seine wahren Motive gewesen ... so undurchsichtig diese auch immer gewesen sein mochten. Doch nach wie vor hielt Gillad Pellaeon ihm die Treue und begleitete ihn auf jede seiner Reisen. So auch diesmal, was uns ins Hier und Jetzt führt. Vor wenigen Minuten hat er gemeinsam mit Thrawn das Theater betreten und folgt ihm nun durch einen der zahlreichen Gänge. Der Rumble ist noch fern, und doch waren sie bereits hier, was Pellaeon vermuten ließ, dass auch dieses Mal noch ein anderer Grund für ihre Anwesenheit gegeben war. Während er dem Admiral schweigend folgt, durchbricht dessen Stimme mit einem Mal kühl die Stille.

Großadmiral Thrawn: "Wie stets verstehen Sie es nicht Ihre Emotionen und Gefühle vor Anderen zu verstecken Captain. Jedoch möchte ich Ihnen versichern, dass es mir vorrangig um den sportlichen Wettbewerb geht. Eine neue Generation an PCWA Stars ist im Laufe der vergangenen Jahre herangewachsen. Erkennen Sie nicht den Reiz, der sich einem hier bietet?"

Ohne Pellaeon weiter zu beachten, setzt Thrawn seinen Weg fort. Pellaeon blickt etwas ertappt drein und denkt über die soeben geäußerten Worte seines bläulichen Begleiters nach. Thrawn sagte "Vorrangig" ... deutete dies etwa darauf hin, dass da noch etwas Anderes war? Er würde vermutlich geduldig abwarten müssen ... so wie es immer war. Er verzieht kurz ein wenig das Gesicht und beantwortet schließlich die Frage, die ihm Thrawn gestellt hat.

Gillad Pellaeon: "Ich erkenne vor allem, dass all diese Menschen weit jünger sind als Sie, Großadmiral."

Er muss sich ein wenig beeilen, um Schritt halten zu können, denn Thrawn legt ein äußerst militärisches Tempo an den Tag. Das hindert den Mann mit der blauen Haut jedoch nicht daran seinem Captain eine Erwiderung zu schenken.

Großadmiral Thrawn: "Und genau dort liegt der Reiz Captain. Dieser Wettbewerb wird eine genaue strategische Planung erfordern. Jeder Schritt eines Gegners muss bereits im vorraus erahnt werden. Und Sie wissen genau, wie sehr es mir zusagt eine solche Strategie zu entwickeln. Der Fakt, dass all meine Gegner weit jünger sind, macht diese Planung lediglich noch interessanter. Es wird mir das größte Vergnügen bereiten all diese neuen Charaktere zu studieren und mich beim Rumble anschließend ihrer Schwächen zu bedienen. Denn soviel steht fest Captain ... Schwächen besitzen wir alle!"

Er macht schließlich Halt und Pellaeon muss abrupt stoppen. Als sich Thrawn schließlich in seine Richtung dreht, leuchten seine roten Augen förmlich für einen kurzen Moment. Andere würden sich vermutlich erschrecken, doch Pellaeon hat sich im Laufe der Jahre an dieses Bild gewöhnt. Doch er muss zugeben, dass er sich am Anfang seiner Reise mit Thrawn immer wieder dabei ertappt hatte, wie er zusammengezuckt war. Doch die Sache mit den Augen war auch nur eines der kleineren Mysterien, die Thrawn umgaben. Wie um die Gedanken von Pellaeon zu bestätigen erklingt einmal mehr die kalte Stimme des Bläulings.

Großadmiral Thrawn: "Wenn ich mich nicht schwer irre, und das tue ich selten, Captain, dann steht uns in wenigen Momenten der Besuch eines dieser neuen Charaktere bevor. Sie werden sehen ... es wird interessant."

Ein Lächeln schleicht sich für wenige Millisekunden auf die Gesichtszüge von Thrawn, ehe es ebenso schnell verschwindet, wie es aufgetaucht ist. Der Großadmiral dreht sich wieder um und blickt zur Ecke des Gangs, die vor ihm liegt. Pellaeon macht es ihm nach. Wird hier tatsächlich gleich irgendein anderer Wrestler auftauchen? Es war zumindest zu vermuten, denn wie Thrawn selbst bereits angemerkt hatte, irrte er sich nur höchst selten. Ganz im Gegenteil schien Thrawn die unheimliche Gabe zu besitzen in Gedanken lesen zu können und in die nahe Zukunft zu blicken. Zumindest hatten sich seine Vorhersagen in den meisten Fällen als äußerst präzise erwiesen. 

"Studieren? Wir sind doch hier nicht an der Uni."

Poltert die tiefe Stimme von Barry Wilson durch den Flur, der gerade um die Ecke gekommen ist und das Gespräch halb mit gehört hat. Er schiebt die Schildmütze etwas zurück und mustert die beiden Männer.

Stem: "Ehm... und wer seid ihr zwei... "

Ihm fällt kein passender Begriff ein für das, was hier vor ihm steht. Weiße Uniform, blaue Haut, rote Augen. Er blinzelt.

Stem: "Typen?"

Der Großadmiral wirkt nicht im Mindesten erstaunt darüber, dass Stem hier auftaucht. Pellaeon schüttelt völlig unbewusst den Kopf. Wieder einmal hatte Thrawn mit einer seiner Vorhersagen Recht behalten. Doch wer war der riesige Kerl, der nun hier aufgetaucht war? Pellaeon musste zugeben, dass er sich mit dem aktuellen Roster nur sehr wenig beschäftigt hatte. Die einzigen Namen die er wirklich gut kannte waren die von Mad Dog und von James Godd. Ansonsten waren ihm zumindest die Namen Kevin Smash, Grizz Lee und Kevin Sharpe geläufig, auch wenn er diesen noch nie begegnet war, im Gegensatz zu den beiden Erstgenannten. Thrawn jedenfalls nickt nur kurz mit dem Kopf.

Großadmiral Thrawn: "Ich wünsche Ihnen einen wunderschönen guten Abend ... Mister Stem, wenn mich meine Informationen nicht täuschen?"

Der Bläuling streckt Stem seine Hand entgegen. Wilson zögert... doch dann ergreift er die blaue Hand.

Stem: "Ebenfalls 'nen schönen Abend. Und ja, ich bin Barry Wilson, genannt Stem. Allerdings nennen mich nur meine Freunde so. Und da ich dich nicht kenne, bist du quasi sehr weit von einem Freund entfernt. Das kann sich allerdings schnell ändern... "

Er fühlt sich unwohl, aber dennoch lächelt er. Vorsicht ist hier angebracht. Man weiß ja nie.

Stem: "Wenn ich weiß, mit wem ich es hier zu tun habe."

Pellaeon bemerkt das leichte Misstrauen in den Gesichtszügen von Stem. Fast alle, die dem Großadmiral zum ersten Mal begegnen reagieren zunächst so. Thrawn jedoch nickt abermals mit dem Kopf und seine kalte Stimme durchschneidet den Gang.

Großadmiral Thrawn: "Sie haben Recht, Mister Stem, wo bleiben meine Manieren? Mein Name ist Großadmiral Thrawn und dies dort ist mein treuer Begleiter Captain Gillad Pellaeon. Wir mögen uns noch nie begegnet sein, Mister Stem, doch ich habe bereits vieles über Sie gehört."

Die roten Augen des Bläulings ruhen auf Stem, während der Rest der Gesichtszüge auch weiterhin völlig frei von Emotionen bleibt. Ohnehin konnte man Emotionen bei Thrawn nur höchst selten entdecken und wenn doch, dann hielten diese meist nicht sehr lange an. Wilson drückt die Hand erneut und zieht diese dann aber schnell wieder weg. Irgendwas ist komisch mit diesen Kerlen.

Stem: "Und schon sind wir näher an dieser 'Freundes'-Kiste. Aber eins würde mich dann doch noch interessieren... Man hört Dinge über mich? Was denn zum Beispiel?"

Für wenige Sekunden legt sich abermals ein kurzes Schmunzeln auf die Gesichtszüge des mysteriösen Bläulings, ehe es auch schon wieder verschwindet. In aller Ruhe neigt Thrawn seinen Kopf leicht auf die rechte Seite, ehe er antwortet.

Großadmiral Thrawn: "Man hört Vieles auf dieser Welt. Jedoch ist es nicht von Nutzen Dinge zu glauben, nur weil man sie gehört hat, Mister Stem. Ich ziehe es durchaus vor mir mein eigenes Bild zu machen. Der eigene Blick ist um einiges klarer, als es das Ohr Anderer ist. Umso mehr freut es mich, dass ich Ihnen nun hier begegne, um genau dies zu tun."

Er nickt einmal mehr mit dem Kopf. Pellaeon versucht zu erkennen, wie Stem auf diese Antwort reagieren wird. Er hat schon so einige im Laufe seiner Jahre erlebt, die auf die Worte des Admirals mit kaltem Zorn reagiert haben. 

Der Rothaarige legt den Kopf leicht schräg.

Stem: "Okay... und was ist das nun? Also das Bild, dass du... Sie... "

Sollte er beim 'Du' bleiben? Verdammt nochmal, natürlich.

Stem: "Also... was ist dieses Bild, dass du dir von mir gemacht hast? Und auch dein... Partner hier?"

Thrawn lässt die Frage zunächst unbeantwortet im Raum stehen und widmet seine Aufmerksamkeit stattdessen einem Gemälde zu, welches neben ihm an der Wand hängt. Das Bild zeigt Gabriel Lucifer. Thrawn lächelt kurz und einmal mehr leuchten seine roten Augen kurz auf. Pellaeon blickt das Bild ungläubig an. Konnte es Zufall sein, dass ausgerechnet das Bild von Lucifer hier neben dem Admiral hing? Gabriel Lucifer, den so vieles mit Thrawn verband. Vermutlich kannten die beiden sich gegenseitig besser, als jeder andere sie kannte. Thrawn dreht nun wieder seinen Kopf in Richtung Stem und nickt mit diesem.

Großadmiral Thrawn: "Mit Bildern ist es immer so eine Sache, Mister Stem. Oftmals sind Bilder trügerisch, wenn man sie nur mit halber Aufmerksamkeit betrachtet. Es spielt jedoch auch keine Rolle, welches Bild ich von Ihnen habe Mister Stem. Viel wichtiger erscheint mir, welches Bild Sie selbst von sich haben. Ihr eigenes Spiegelbild kann sich nämlich oftmals als ihr größter Feind herausstellen. Jedoch spreche ich zu viel, Mister Stem. Sie haben sicherlich noch Wichtigeres vor, als sich Ihre Zeit von mir stehlen zu lassen."

Er nickt mit dem Kopf.

Großadmiral Thrawn: "Drum möchte ich Sie nicht aufhalten und Ihnen noch einen angenehmen Abend wünschen. Wir werden uns spätestens beim Brawlin' Rumble erneut begegnen, Mister Stem, und ich freue mich bereits sehr auf dieses Treffen."

Kurz glühen die roten Augen kampfeslustig auf, doch nur wenige Sekunden später sind auch schon wieder alle Emotionen vom Gesicht des Meisterstrategen verschwunden. Pellaeon weiß wirklich nicht, ob sich Stem mit dieser Antwort zufrieden geben wird, andererseits wirkte dieser Stem bisher recht entspannt auf Pellaeon.

Wilson ist immer noch mehr verwirrt, als dass die Aussagen dieses komischen Kerls irgendwie Sinn machen. Und doch...

Stem: "Da hast du nicht unrecht. Es ist beinahe so wie das alte Sprichwort, oder? 'Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied.' Und falls du etwas in der Art gemeint hast... ich kann jeden Morgen stolz in den Spiegel schauen. ich habe mir alles selbst erarbeitet, habe eine Partnerin, der ich blind vertraue... und ja... es gefällt mir hier."

Dann schiebt er die Mütze wieder etwas weiter nach vorne.

Stem: "Ich freue mich schon darauf, dass wir uns beim Rumble begegnen. Das wird sicher... interessant."

Der Großadmiral streckt Stem zum Abschied noch einmal die Hand entgegen, welche vom Riesen auch ergriffen wird. Schließlich dreht Thrawn sich um und setzt sich in Bewegung. Während er an Pellaeon vorbeiläuft, richtet er noch einmal das Wort an diesen.

Großadmiral Thrawn: "Folgen Sie mir, Captain. Dieses Treffen war höchst aufschlussreich möchte ich meinen."

Er nickt mit dem Kopf und setzt seinen Weg unbeirrt fort. Pellaeon blickt noch ein letztes Mal in Richtung Stem, hebt kurz zum Abschied etwas schüchtern die Hand und folgt dann Thrawn. Welche Erkenntnisse dieser hier gewonnen haben will, ist ihm absolut schleierhaft, doch andererseits war fast alles, was Thrawn tat, irgendwie schleierhaft und unverständlich für die Augen normaler Menschen. Einzig Gabriel Lucifer hätte nun vermutlich wissend gelächelt.

Nachdenklich blickt Wilson dem komischen Paar hinterher.

Stem: "Und ich dachte, ich hätte hier schon alles gesehen."


Mike Garland: "Ha Ha, Stem und alles gesehen. Das wird nicht das letzte Mal sein, dass er sich umschaut."

Vincent Craven: "Obwohl er da beim Großadmiral durchaus Recht hat. Allerdings hätte sich der gute Barry auch informieren können, schließlich gibt sich Thrawn zum wiederholten mal die Ehre. Er nahm schließlich schon am IV, VI, VII, VIII und XI Rumble teil." 

Mike Garland: "Und die sechste Teilnahme beim kommende BR soll seine letzte werden, wenn ich das richtig verstanden habe. Für Stem wird es hingegen erst Nummer Zwei."

Vincent Craven: "Ein leichter Erfahrungsvorsprung also für den skurillen Bläuling, der erneut einer sonderbaren Mission folgt. Allerdings muss sich Stem auch nicht verstecken, immerhin ist er deutlich eher im Training."

Mike Garland: "Und er hat im Gegensatz zu Thrawn eine heiße Partnerin, die wir im kommenden Einspieler endlich wieder bestaunen dürfen."


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Saturday before Vendetta 139:

Wir befinden uns inmitten von Berlin. Genauer gesagt in Finnigan's Irish Pub in der Bergstraße. Das üppig dekorierte kleine Lokal beheimatet an Samstagen vor allem Fußballfans, die sich hier die Spiele ansehen, die auf der Insel laufen. Am heutigen Tag stehen drei Spiele der fünften Runde im FA Cup an und ein Mann, der sich diese Spiele nicht entgehen lassen wollte, schon alleine, weil er aus der Wohnung wollte, war James Godd. Der Engländer hatte in den vergangenen Wochen und Monaten eine Talfahrt der Gefühle hinter sich gehabt. Von überglücklich über seinen Einzug ins Quest Finale, bis hin zu niedergeschlagen nach der Niederlage in eben jenem Finale, war er wieder zu glücklich übergegangen, nachdem es ihm bei der vergangenen Vendetta gelungen war Kevin Sharpe endlich zu pinnen. Doch damit war dieses Kapitel für Britain's finest noch lange nicht beendet. Er hatte es nun geschafft Sharpe in einem Tag Team Match zu besiegen ... doch die Kür wäre es erst, wenn ihm ein Sieg in einem Singles Match gelingen würde. Und genau das ist sein nächstes Ziel, noch vor dem Brawlin' Rumble. Während er seinen Gedanken folgt, bleibt sein Blick am Bildschirm kleben und beachtet auch nicht die weiteren Personen hier im Raum.

Mit einem dumpfen Knall lässt sich eine große Gestalt direkt neben dem Briten auf einen Barhocker plumpsen.

„Einmal Becks, bitte!“

Und da muss Godd nicht nach links schauen, um zu wissen, dass diese Person neben ihm Eins achtzig groß und 96 Kilo schwer ist, eine kräftige Stimme hat und mit Vorliebe Becks trinkt. Und sie kommt aus Kanada. James‘ Augen bleiben also ununterbrochen am Manchester-Spiel hängen, da er weiß, dass Lara vielleicht durchgeknallt ist, aber nicht gefährlich für ihn. Und das Spiel geht außerdem gerade in die entscheidende Phase der ersten Halbzeit. Er ist zwar beileibe kein Man City Fan ... das wäre für ihn als Gunner völlig undenkbar, jedoch ist er durchaus auch an den Ergebnissen der anderen Spiele interessiert ... schließlich spielen in diesen die direkte Konkurrenz für Arsenal. Zwar ist man im FA Cup, zu dem auch dieses Spiel gehört, nicht mehr vertreten, jedoch spielen die meisten der Gegner, vor allem City, in der gleichen Liga.

Lee macht auch keine Anstalten, den Sitznachbarn anzusprechen, sie konzentriert sich eher auf die vor ihr gestellte Flasche und deren Inhalt und erst später auf den gleichen Bildschirm, den James auch ansieht.

Minuten vergehen.

Ihm gefällt es immer mehr, dass diese Frau ihn nicht einfach von der Seite anquatscht und nervt.

Lara hat ganz andere Gründe, warum sie James nicht ansprechen will – sie ist vollauf mit den Gedanken beschäftigt, die sich immer noch um DeWynters und das Liebesbekenntnis drehen. Zum ersten Mal seit einer sehr langen Zeit weiß die Kanadierin tatsächlich wirklich nicht, wie sie sich in dieser Situation verhalten soll. Eigentlich ist DeWynters eine Gegnerin, keine Geliebte. Aber es ist eben nun passiert und alles fühlt sich immer noch sehr seltsam an, aber eben nicht falsch. Sie schüttelt innerlich die Gedanken ab, da sie einfach zu nichts führen und konzentriert sich auf das, was sie eigentlich gerade sieht: Das Fußballspiel, das gerade eben in die Halbzeitpause geht. So steuert sie ihre Augen zur rechten Seite, um James Godd von oben nach unten zu mustern. Er sieht auf jeden Fall gut aus und sein Charakter scheint auch absolut in Ordnung zu sein – bislang hat Lara viel Gutes über ihn gehört.

Sie nimmt einen weiteren Zug vom Bier.

Lara: „Ich habe bis vor kurzem nicht gewusst, dass die Sonne tatsächlich bis heute immer noch nicht über dem Britischen Empire untergegangen ist… rein formal, natürlich. Du kennst doch den Spruch, dass die Sonne immer über das weltumspannende Reich strahlen würde, und sozusagen der Nachfolger Commonwealth of Nations hat auch nichts daran geändert. Diese Pitcairn-Inseln im Südpazifik sorgen dafür, dass die Sonne unterbrechungsfrei über das Commonwealth scheint. Und das soll auch in den nächsten Jahrhunderten so bleiben. Aber das weißt du natürlich, James, oder?“

Er wendet den Blick überrascht vom Bildschirm ab und blickt nun zu Lara Lee, die ihn hier gerade angesprochen hat. War wohl auch nur eine Frage der Zeit und nun, wo Halbzeit ist, stört es ihn auch nicht wirklich. Er schenkt ihr zunächst ein kurzes Lächeln.

James Godd: "Wir Briten sind eben gesegnet."

Er lacht kurz und verweilt dann bei einem schelmischen Grinsen.

Lara: „Ist schon witzig: wir kommen aus sehr unterschiedlichen Ländern, teilen aber eine gemeinsame Monarchin.“

Sie deutet auf die Werbung im Fernsehen.

Lara: „Aber das ist auch so ziemlich alles, was uns beide verbindet. Du bevorzugst Fußball, ich Eishockey. Ich nehme Maple Sirup, du sicherlich Erdnussbutter. Es gibt sicher noch mehr Unterschiede zwischen uns, aber dafür haben wir uns nicht oft genug getroffen, glaube ich.. Aber wir kennen uns natürlich beim Namen…“

Dafür streckt sie die rechte Hand zur Begrüßung aus. James weiß noch immer nicht so recht, was er gerade von diesem Gespräch und vor allem den angeschnittenen Themen halten soll, jedoch ergreift er ihre Hand und schenkt ihr ein weiteres charmantes Lächeln.

James Godd: "Da magst du wohl Recht haben, Lara Lee."

Er zwinkert ihr kurz zu und blickt dann wieder zum Bildschirm, wo gerade die Kommentatoren mit der Halbzeit Analyse beschäftigt sind.

Lara: „Wer spielt gegen wen?“

James Godd: "Manchester City gegen Newport. Ist die fünfte Runde im FA Cup ... für den Sieger geht es ins Halbfinale."

Sie nickt langsam und räuspert sich. Noch ein Schluck Bier.

Lara: „Man könnte meinen, wir hätten uns eigentlich längst begegnen können, aber irgendwie sind wir nicht dazu gekommen. Schon komisch.“

Er lacht kurz.

James Godd: "Ich schätze Mal, dass liegt vor allem daran, dass jeder von uns mit seinen ganz eigenen Problemen und Gegnern zu kämpfen hat. Da bleibt manchmal der Blick für andere verborgen. Aber so ist eben manchmal das Leben. Doch nun ist es dann ja doch noch dazu gekommen right?"

Er schenkt ihr ein weiteres Lächeln und fährt dann fort.

James Godd: "Aber sage mir, was führt dich hierher, wenn du doch gar kein Fußball Fan bist? Die guten Drinks können es nicht sein ... weil wirklich gut sind die nicht!"

Er lacht kurz, unterlässt es aber, als er den strengen Blick des Barkeepers sieht. Lara grinst sogar bei dieser Szene.

Lara: "Nö, deswegen bin nicht hier. Ich bin wegen dir hier."

Sie deutet mit der Flasche auf Godd, der auf einmal misstrauisch dreinblickt. Sie grinst wieder einmal.

Lara: "Mach' dir keinen Kopf, mein Guter. Ich habe keine Probleme mit dir... noch nicht. Ich wollte dich einfach nur von Nahem sehen. Ich meine... fast ein Jahr und dich nie persönlich getroffen. Das schreit ja geradezu nach einer Kennenlern-Runde, nicht?"

Sie hat zwar wirklich nach James Godd gesucht, aber auch, um sich ein bisschen abzulenken. Im Moment ist sie gefühlmaßig auf der Achterbahnfahrt und wenn sie sich nichts einbildet, hat James Godd etwas Ähnliches erlebt. Wie jeder guter PCWAler hat sie sich die gesamte Vendetta-Sendung angesehen, nicht nur ihre eigenen Szenen. Soweit sie sich richtig erinnert, hat James Godd einiges mit Kevin Sharpe zu klären. Und das passt perfekt zum Thema, das sie ansprechen will.

Lara: "Du hast doch in letzter Zeit mit Kevin Sharpe oder wie er sich jetzt neuerdings Blackheart nennt, zu tun gehabt. Was hältst du von ihm?"

Die Miene des Engländers verfinstert sich mit einem Mal. Sharpe ist nicht unbedingt das beste Gesprächsthema, um einen ausgelassenen James Godd zu erleben. Trotz des Sieges im Tag Team Match bei der vergangenen Vendetta, bleibt der fade Nachgeschmack der Niederlage im Quest Finale an ihm haften. Ein Turnier, bei dem er nun schon so oft angetreten und am Ende immer wieder gescheitert ist. Dieses Jahr hätte sein großer Moment sein sollen und dann hatte es auf diese Weise geendet. Um nun wieder voranzukommen, musste er das Kapitel Kevin Sharpe ein für alle Male beenden. Er schüttelt die Gedanken jedoch ab, um seiner Gesprächspartnerin eine Antwort zu schenken. Denn wenn sie wirklich wegen ihm hier war, so hatte sie schon genug Geduld bewiesen, als sie ihn während des Spiels nicht unterbrochen hat. Er nickt schließlich mit dem Kopf.

James Godd: "Ich denke es ist kein Geheimnis, dass Kevin und ich unsere Probleme miteinander haben. Ich habe, als ich im letzten Jahr mein Comeback hier gegeben habe, kaum Jemanden gekannt, bis mir Chris McFly Kevin Sharpe vorstellte. Damals noch ein Mann von Integrität mit Werten, für die es sich zu kämpfen lohnt, hat er nach dem Titelverlust gegen Marc einfach alles über Bord geworfen und ist ein von Verbitterung zerfressener Mann geworden."

Er denkt noch einmal über die soeben gesprohenen Worte nach, doch sie treffen den Kern der Sache eigentlich ziemlich genau. Kevin Sharpe war zu Blackheart geworden und hatte dafür all seine Ideale verraten. Ehe Lara jedoch reagieren kann, fährt der Mann aus London auch schon fort.

James Godd: "Das macht ihn jedoch nicht weniger gefährlich, wie er nicht zuletzt durch seinen Sieg im Quest gegen mich bewiesen hat. Wenn man ihn auch nur für eine Sekunde unterschätzt, dann zahlt man dafür den Preis."

Er schenkt Lara nun ein Lächeln und bestellt beim Barkeeper noch einmal zwei Bier.

James Godd: "Aber du machst mich neugierig. Warum genau interessierst du dich ausgerechnet für Blackheart?"

Er hebt fragend die Augenbrauen.

Ja, warum interessiert sie sich für Kevin Sharpe?

Lara: "Naja. Er hat mich angepisst in Japan, als wir dort beim National Wrestling Day auftreten wollten. Und das wollte ich nicht auf mir nicht sitzen lassen, also erkundige ich mich schon mal über ihn und ich denke, du bist der beste Gesprächspartner diesbezüglich."

Aber dann zuckt sie die Achseln und nimmt dankbar die zweite Flasche Bier an.

Lara: "Aber im Moment habe ich andere Sorgen. Ich wünschte, ich könnte es mit allen gleichzeitig aufnehmen, aber ich habe nur zwei Hände und eine Seele. A propos Seele, sein Werdegang erinnert ein wenig an mich selbst. Vor vielen Jahren war ich auch ein unerträgliches, arrogantes Arschloch, bis ich irgendwann eingesehen habe, dass es nichts gebracht hat. Bei ihm scheint es genau andersrum zu sein... Jetzt bin ich nur noch unerträglich."

Die Kanadierin kichert und schüttelt den Kopf gedankenverloren.

Lara: "Meinst du, du könntest seinen Kopf wieder zurecht rücken?"

Godd muss grinsen, denn Lara erweist sich als willkommene Abwechslung von seinen sonstigen Gesprächspartnern. Er zuckt kurz mit den Schultern.

James Godd: "Um ehrlich zu sein, weiß ich es nicht. Aber ich habe nicht vor mich schon jetzt geschlagen zu geben. Beim Quest mag er vielleicht der Bessere von uns beiden gewesen sein, jedoch werde ich alles dafür geben, dass es beim nächsten Mal genau anders ausgeht. Früher hätte ich nach einer Niederlage wie der beim Quest vermutlich den Kopf in den Sand gesteckt und vor mich hingeschmollt ob der vertanen Chance, aber dieser Mensch bin ich nicht mehr. Ich werde für das woran ich glaube kämpfen und eines Tages schließlich ganz an der Spitze stehen."

Er nickt zuversichtlich mit dem Kopf, setzt dann jedoch wieder ein ernsteres Gesicht auf.

James Godd: "Ich kann dir jedoch nur raten den Mann nicht zu verärgern. Seine Rache kann grausam ausfallen. Überlass ihn einfach mir."

Er nickt noch einmal ernst mit dem Kopf, um seinen Worten mehr Gewicht zu verleihen. Denn auch wenn die Rache von Sharpe grausam ausfallen kann ... die eines God(d)s noch viel mehr. Sharpe wird noch den Tag bereuen, an dem er sich gegen ihn gestellt hat.

Das Lächeln ist ebenfalls aus Laras Gesicht verschwunden. Rache. Lara glaubt nicht, auf Rache aus zu sein. Vielmehr will sie ernsthaft daran glauben, dass sie einfach den Menschen gibt, was sie verdient haben. Und Kevin Sharpe verdient einfach eine ordentliche Tracht Prügel. Und die will Lara ihm geben. Aber nicht heute und auch vielleicht nicht in den nächsten Monaten.

Lara: "Weißt du, ich bin ein bisschen allergisch gegen gut gemeinte Ratschläge. Mein Partner Barry und meine Lie... Begleiterin DeWynters können davon ein Lied singen. Ich will auf jeden Fall 'den Mann' verärgern, aber der Tag ist noch nicht heute. Du hast viel Wahres gesagt, James.... bis vielleicht auf den Teil 'an der Spitze stehen', aber dieses Thema diskutieren wir ein andermal... und ausführlich. Sehr ausführlich."

Doch dann lächelt das Muscle Chick sympathisch zu Godd.

Lara: "Mein Guter, du hast mein Segen. Kevin Sharpe gehört dir ganz und gar. Ist doch viel besser für mich, wenn du mit ihm durch bist und er nur noch ein halbes Wrack ist. Dann muss ich nicht mehr viel tun...."

Sie klatscht fröhlich auf James' Schulter. Der blickt sie ein wenig misstrauischer an, als noch vor einigen Sekunden. So ganz einordnen kann er die Frau, die ihm hier Gesellschaft leistet, noch nicht. Aber zumindest haben sie gemeinsame Feinde ... das ist immerhin etwas. Und, dass sie ihn nicht ganz an der Spitze sieht, soll ihn nicht weiter stören ... eines Tages wird sie es mit eigenen Augen sehen. Er lächelt und blickt zum Bildschirm, als ein Pfiff ertönt und die zweite Halbzeit des Spiels anläutet.

James Godd: "Well, seems like the game goes on! Vielleicht willst du es dir ja bis zum Schluss ansehen und doch noch auf den Geschmack kommen? Auch wenn das bei einem Chelsea Spiel nicht sehr wahrscheinlich ist!"

Er lacht laut auf und blickt schließlich zurück zum Bildschirm. Blind greift er zu seinem Drink und schüttet ein wenig des Gebräus in seine Kehle. Lara verzieht das Gesicht, als James sie anbietet, das Spiel mitanzusehen.

Lara: "Nah. Nicht mein Ding, eh! Sag' mir lieber Bescheid, wenn Typen mit Helm, Schulterpolstern, Schlittschuhen und Hockeyschlägern rauskommen und der Ball nicht mehr groß und rund, sondern flach und schwarz ist."

Plötzlich vibriert ihr Handy. Mit einer hochgehobenen Augenbraue holt sie es raus und starrt auf das Display.

"Bitte sofort zu mir ins Hotel." - Female Vulcan

Verdammt. Wenn DeWynters um etwas bittet oder gar fordert, dann muss es wirklich dringend sein. Ob Lafayette jetzt schon spitz gekriegt hat, dass seine hochgeschätzte Botin voll auf Lesbentour fährt? Die einzige PCWA-Wreslterin seufzt.

Lara: "Sieht so aus, als werde ich woanders gebraucht. Es war gut, sich einfach mal frei Schnauze mit dir zu unterhalten. Bist echt in Ordnung. Also viel Glück mit Blackheart. Hoffen wir mal, dass wir uns im Brawlin' Rumble nicht gegenseitig gegenüber stehen müssen."

Godd nickt und streckt ihr zum Abschied die Hand entgegen, welche kurzerhand auch von Lara ergriffen wird.

James Godd: "Ich danke, das mit dem 'in Ordnung' sein, kann ich nur zurückgeben. Es war mir ein Vergnügen dich kennenzulernen. Und was den Rumble angeht, so wird uns die Zeit zeigen, was dieser für uns bereit hält. Vorbereiten muss man sich beim Rumble quasi auf alles. Whatever, ich wünsche dir noch einen angenehmen Resttag. I'll see You Lady!"

Er schenkt ihr ein letztes Lächeln, ehe sein Blick endgültig wieder zurück zum Bildschirm wandert, wo sich Manchester gerade höchst dominant präsentiert. Er schüttelt den Kopf. Er hofft sehr, dass Newport hier irgendwie die Überraschung schaffen kann. Was wäre das für eine Genugtuung, nach all dem Spott, den die Gunners von City Seite hatten erdulden müssen, nachdem sie selbst die Segel im FA Cup streichen mussten.

Schließlich steht sie vom Barhocker auf und lässt ein paar Geldscheine für das Bier liegen, bevor sie wieder dorthin verschwindet, wo sie hergekommen ist.


Mike Garland: "An Sharpe wird er sich erneut die Finger verbrennen. Godd sollte endlich einsehen, dass es für ihn besser ist kleinere Brötchen zu backen. Ich bin da ganz bei Lara - an die Spitze wird der Engländer nie gelangen."

Vincent Craven: "Der Sieg bei der letzten Vendetta sollte ihm Auftrieb geben, Mike, und hat gezeigt, dass er das Zeug dazu hat. Allerdings sollte er sich in meinen Augen nicht zu sehr auf Sharpe versteifen, sondern konzentriert den Rumble angehen."

Mike Garland: "Da macht es Lara wieder einmal richtig. Sie schiebt Sharpe auf die lange Bank und kümmert sich um die wichtigen Dinge. Hihi."

Vincent Craven: "Und wo wir einmal beim ehemaligen Undisputed Gerasy Champion sind, taucht dieser auch prompt Backstage auf."


------------------ PCWA ------------------

Schnellen Schrittes geht Kevin Sharpe durch die Gänge des PCWA Theatres. Die Kapuze des Hoodies tief in das Gesicht gezogen, fokussiert auf sein Ziel, setzt er einen Schritt vor den Anderen. Jetzt muss alles andere warten. Gut, er wird sich später noch mit Tony treffen. Aber JETZT... freut er sich über ein anderes Treffen. Ein Treffen mit einer Person, die er viel öfter sehen sollte.

Er wischt die Gedanken beiseite... er wird ihn gleich sehen. Und alles wird...

Moment... 

 

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Voll gepackt und trotzdem entspannt schlendert Marc Poe ebenfalls durch den Backstagebereich des PCWA-Theatres. Seinen Undisputed Gerasy hat sich der Marylander auf seiner rechten Schulter abgelegt und die prall gefüllte Sporttasche hängt über der linken Schulter. Die meisten Menschen würden unter dieser Traglast wahrscheinlich zusammenbrechen. Doch Poe verdient mit einem topfitten Körper sein Geld. Das schwerste Gewicht schleppt der Champion sowieso in seiner Seele mit sich rum.

Das komplizierte Verhältnis zu Jona Vark, die Verwandlung von Kevin Sharpe und der schnelle Verlust seiner Cryption Crown steckt selbst ein harter Kerl wie der ehemalige Hafenarbeiter nicht so einfach weg. Plötzlich bleibt der Marylander stehen, denn er wäre, tief in Gedanken versunken, beinahe mit jemandem zusammen gestoßen. Mit "Jemandem"...

Moment...

 

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Es ist beinahe wie in einem Western. Wenn der Good Guy und der Bad Guy sich schlussendlich gegenüber stehen. Man kann beinahe das Knistern in der Luft spüren, als der Marylander seinen ehemaligen Mentor mustert. Viel sieht er nicht von dessen Gesicht, da die Kapuze tief nach unten gezogen ist. Er erkennt lediglich die Mundpartie. Keine Schminke? Interessant. Der Mann aus Baltimore will etwas sagen, doch Kevin ist schneller.

Sharpe: "Gehen wir ein Stück?"

Marc Poe: "Wir? Zusammen?"

Leichtes Kopfnicken von Sharpe.

Marc Poe: "Normalerweise ist es eine Frechheit von dir sowas zu fragen. Du hast mich jetzt schon ein zweites Mal hinterrücks attackiert, ich sollte dir ohne Ansatz in die Fresse hauen. Aber bringt mir das Genugtuung? Natürlich nicht. Aber ich drifte ab. Das einzige, was ich im Moment will, ist die Tasche in meiner Kabine abstellen, wenn du den gleichen Weg gehen musst, dann gehen wir eben ein Stück."

Wieder nickt der Mann mit Hoodie. Also gehen der aktuelle Gerasy und sein Vorgänger nebeneinander, ohne ein Wort zu sprechen. Poe wird das zu dumm, er bleibt stehen.

Marc Poe: "Du willst also wirklich nur "gehen"? Keine Worte der Reue? Immerhin trägst du gar nicht deine Clowns-Maske."

Auch Blackheart bleibt stehen, allerdings einen Meter weiter, sodass Marc Poe nur den Rücken seines einstigen Freundes und jetzt erbitterten Gegners sehen kann.

Sharpe: "Ich weiß nicht, wie oft ich es dir noch verdeutlichen soll. Es geht einzig und allein ums Geschäft. Bin ich bereit, dafür Wege zu gehen, die dir oder anderen weh tun? Ja. Opfere ich dafür eventuell in der Vergangenheit geschlossene Freundschaften? Definitiv. Aber... gibt es abseits von Marc Poe, James Godd, Mad Dog und dem Gerasy noch Dinge, die ich NICHT bereit bin, aufzugeben?"

Ein freudloses Auflachen beim Golden Boy.

Marc Poe: "Kommt jetzt wieder die 'Ich liebe Anna so sehr, ich will nicht, dass sie verletzt oder mit rein gezogen wird' Leier? Come on, Blacky... das ist mittlerweile wirklich so abgedroschen. Das glaubt dir doch keiner mehr."

Er dreht sich um. Langsam. Dann... beinahe bedächtig... nimmt er die Kapuze ab und offenbart Marc Poe den Blick in sein Gesicht. Und es ist eben jenes Gesicht, was der Marylander nur zu gut kennt. Die sanften, braunen Augen. Der sorgfältig gestutzte Bart mit den grauen Schlieren. Die graumelierten Schläfen. Aber der Rest des Kopfs bedeckt mit tiefschwarzem Haar. Ohne Schminke.

Ohne Schminke? Interessant.

Sharpe: "Du weißt so viel, Marc Poe. Und doch weißt du gar nichts. Jona hat uns beide verarscht. Klar, ich habe meinen Gerasy Shot beim Rumble. Aber wurde zeitgleich von den Mad Godds gedemütigt. Und du? Musstest deine Crown gegen Jimmy Maxxx verteidigen. Einen Typen, der auf diese Liga scheißt, aber dennoch Titel will. Die ihm aber irgendwie doch gar nichts bedeuten."

Er seufzt.

Sharpe: "Was für ein Freak."

Poe lächelt sarkastisch. 

Marc Poe: "Und dieser Freak wurde von dir zum Cryption Crown gemacht. Damit hast du nicht nur mich, sondern die ganze Liga verarscht. Aber bitte komm mir jetzt nicht damit, dass dich die Fans beim Impact zuerst verraten haben. Die Nummer ist ausgelutscht, Kev."

Nun ist es an Sharpe, das mittlerweile bekannte höhnische Grinsen aufzusetzen.

Sharpe: "Ach ja? War es nicht ein gewisser Shadow, der zuerst in Erscheinung getreten ist?"

Er beißt sich auf die Lippen. Dann setzt er die Kapuze wieder auf, dreht sich um und geht weiter.

Sharpe: "Wem mache ich etwas vor. Ja, ich wollte dich leiden sehen. Und das habe ich geschafft. Aber fühle ich mich besser, wenn jetzt Jimmy Maxxx die Cryption Crown trägt? Nein. Jemand wie Jimmy beschmutzt die Legacy, die dieser Gürtel mit sich trägt. Ich habe... falsch gewählt. Und muss nun damit leben. Aber es ändert nichts. Gar nichts. Du hast verloren. So wie du dein letztes Gold verlieren wirst. Brawlin' Rumble, Marc. Nur DAS zählt. Und ich werde ALLES dafür tun. Das solltest du nun endlich begriffen haben."

Der Mann aus Baltimore hat mittlerweile wieder zu Sharpe aufgeschlossen und geht erneut neben ihm her.

Marc Poe: "In dir schlummert tatsächlich noch etwas vom "alten" Kevin Sharpe. Das erste Mal seit dem Imperial Impact nehme ich dir deine Worten ab. Dennoch verstehe ich immer noch nicht, warum für dich das Gold mehr Wert ist als eine Freundschaft."

Poe blickt während dieser Worte stur geradeaus. Seine eigenen Worten machen ihn etwas nachdenklich, denn ihm bedeutet der Gerasy wohl auch einiges. Warum sonst hat er den Titel nicht einfach bei Seite gelegt und seine Wrestlingboots an den Nagel gehängt, als die Liebe zu Jona in die Brüche ging. Es wäre so einfach gewesen. Zählt am Ende auch für ihn nur der Gerasy?

Marc Poe: "Deine Theorie lautet also, dass du mit dem Gold ein besserer Mensch bist? Vielleicht solltest du darüber nochmal etwas besser nachdenken. Sicherlich liebt dich dein Sohn egal ob mit oder ohne Titel."

Woher weiß er das? Hatte Sharpe es ihm erzählt? Er weiß es nicht mehr. Doch. CORE 2017, als er und Dante noch ein Team waren. Dennoch ist es beinahe bezeichnend, dass der Mann aus Baltimore über seinen Sohn spricht. Denn...

"DAD!!!"

Schreit der Junge durch den Gang und rennt auf die Beiden zu. 

Poe erkennt ihn als Zögling des Blackhearts, obwohl der "Kleine" ziemlich gewachsen ist, seitdem ihn der Mann mit dem Man-Bun das letzte Mal sah. Es war bei CORE 2017, seinerzeit ist Shannon zusammen mit Kevin Sharpe in der Kabine von Fearless 'n' Lawless aufgetaucht, damals interessierte er sich jedoch nur für seinen Onkel Dante. Diesmal sieht es anders aus, denn Shannon trägt ein "POE-PER-VIEW"-Shirt. Mit selbstzufriedenem Grinsen schaut der Marylander zu Sharpe.

Marc Poe: "Siehst du, er liebt dich. Aber sein Held ist wohl jemand anderes."

Sharpe antwortet dem Marylander mit einem Blick, der Eis zum Schmelzen bringen würde. Oder Vögel sofort tot vom Baum fallen lassen könnte. Derselbe Blick wird nun auch dem PCWA Kameramann zuteil.

Sharpe: "Ausmachen. SOFORT!"

Die Schärfe in der Stimme reicht aus, dass der Angestellte der Aufforderung umgehend nachkomt.

Dann schnappt er seinen Sohn, der ihm in die Arme fällt.

Sharpe: "Da ist ja mein großer Junge! Ich hatte dir doch gesagt, du sollst vorne warten."

Was viele nicht wissen... sein Sohn ist sehr oft hier. Das hatte er mit seiner Schwiegermutter besprochen. Aber er will nicht, dass er vor den Kameras herum springt. Das wollen sie beide nicht.

Shannon: "Dad... hier kennen mich doch alle und lassen mich auch durch."

Dann wandert sein Blick zum Undisputed Gerasy. Und er erkennt, nachdem sich die Aufregung seinen Vater zu sehen etwas gelegt hat, wer da neben seinem Dad steht. Seine Augen werden groß, sein Blick wandert an sich selbst herunter. Der Kerl auf dem T-Shirt... Marc Poe, dessen Poster in seinem Zimmer hängt, steht hier direkt vor ihm.

Marc Poe: "Hey, Kleiner. Alles frisch?"

Ein schelmisches Grinsen schleicht sich auf das Gesicht des Sharpe-Jungen, der wie aus dem Nichts einen schwarzen Edding in der Hand hält und ihn Poe entgegen streckt. Der lächelt ebenfalls, schnappt den Stift und unterschreibt auf dem T-Shirt. Die Augen des "Kleinen" strahlen. Naja... klein ist relativ. Der Junge ist fast 1,70 groß. Und kräftig.

Marc Poe: "Du bist ganz schön kräftig, kleiner Mann. Du wirst doch nicht etwa schon Fitnesstraining machen?"

Shannon: "Nein. Ich spiele Lacrosse in der Schule. Ich möchte aber kein Wrestler werden, so wie du und Dad."

Marc Poe: "Nun, das ist schade. Immerhin hättest du mit deinem Dad hier einen Trainer. Weißt du, mich hat er auch einmal trainiert. Früher. Und dank ihm bin ich mittlerweile sogar zum schlechtesten Cryption Crown Champion aller Zeiten geworden."

Poe grinst den großen Sharpe an. Die Stimme des Marylanders hat sich nicht verändert, während er den versteckten Seitenhieb austeilte. Der Mini-Sharpe hat deshalb die Spitze gegen seinen Daddy nicht verstanden. Kevin schon, ihm gefällt die Situation im Moment gar nicht.

Sharpe: "Das reicht jetzt. Shannon, du gehst jetzt wieder dahin, wo keine Kameras sind, okay? Ich komme später zu dir."

Shannon: "Na gut, Dad. Wenn du meinst. Danke für das Autogramm, Marc. Und viel Glück gegen Shadow später!"

Spricht er und rennt davon. Während der Kameramann, der die Szene nicht aus den Augen gelassen hat, geistesgegenwärtig sofort wieder 'auf Sendung' geht.

Marc Poe: "Ein toller Junge. Hoffentlich kommt nicht auch bei ihm irgendwann das schwarze Herz zum Vorschein."

Und just in diesem Moment ist der kleine Funken von dem Kevin Sharpe, den Marc Poe einst kannte, verschwunden. Die Kapuze wird nur soweit hoch gezogen, dass der Mann aus Baltimore seine Augen sehen kann. Und diese... die brennen förmlich. Doch er schreit nicht... er spannt auch die Muskeln nicht an. Doch die eiskalte Schärfe in der Stimme ist es, die Poe eine Gänsehaut das Rückgrat hinunter jagt.

Sharpe: "Treib' es nicht zu weit, Marc. Er ist ein guter Junge. Und du hättest ihn gar nicht sehen sollen. Ich werde nicht schreien... ich werde nicht handgreiflich werden. Aber lass' dir eins gesagt sein... der Junge wird aus der Sache heraus gehalten. Haben wir uns verstanden?"

Marc Poe: "Schon klar. Mein Privatleben wird ständig gegen mich verwendet und ich breche trotzdem nicht auseinander. Wieso sollte ich also mit Platzpatronen auf dich schießen."

Die sarkastische Aussage wird mit dem passenden Grinsen untermauert.

Eine Nanosekunde später ergreift Kevin den Kragen von Poe und drückt ihn gegen die Wand. So viel zum Thema 'Ich werde nicht handgreiflich werden'. Sein Gesicht nähert sich dem des Champions.

Sharpe: "Haben... wir... uns... VERSTANDEN?!"

Marc Poe: "Hi, Shannon."

Ruckartig lässt Kevin seine Hände von Marc und dreht sich sofort herum. Kein Shannon, dafür ist Marcs Grinsen noch breiter geworden.

Marc Poe: "Vielleicht sind es doch keine Platzpatronen, hmm? Anscheinend habe ich tatsächlich DEN wunden Punkt im schwarzen Herzen gefunden."

Der Champ wirkt zufrieden. Doch nicht aufgrund der Tatsache, dass er etwas gegen Sharpe verwenden kann. Es freut ihn einfach, etwas menschliches in seinem ehemaligen Freund entdeckt zu haben. Alleine aus diesem Grund wird er Shannon niemals in ihre Fehde mit reinziehen. Immerhin ist er kein Rob Collins oder Grizz Lee.

Marc Poe: "Am liebsten würdest du mich hier und jetzt zur Strecke bringen, right? Doch du hast Angst, dass Shannon um die Ecke kommt. Sei nicht naiv Kevin, dein Sohn sieht irgendwann auf You Tube oder sonst wo, wie du hier in der PCWA bist. Wahrscheinlich weiß er es schon und deshalb bist du nicht sein Held."

Für ein paar Sekunden schauen sich beide nur an. Doch der Champion merkt, wie es in Sharpe brodelt. Dennoch kann er es sich nicht verkneifen, sein strahlendstes Lächeln zu zeigen.

Marc Poe: "Alsdann... Kevin!"

Und so entfernt sich der Undisputed Gerasy von seinem designierten Gegner beim kommenden Rumble. Zurück bleibt Blackheart, die Fäuste geballt... vor Wut zitternd.

Sharpe: "Treib' es nicht zu weit... "


Mike Garland: "Boah! Was für ein mieser Fiesling dieser Marc Poe ist. Ein Skandal, ein handfester Skandal hat sich da gerade abgespielt."

Vincent Craven: "Bitte, Mike, jetzt komm mal wieder runter. Poe hat den wunden Punkt seines Herausforderers gefunden. Psychologische Kriegsführung der Extraklasse."

Mike Garland: "Yeah, wenn man ein Kind mit reinzieht. Das nenne ich tough... Nicht!"

Vincent Craven: "Marc Poe bewegt sich da auf der dünnem Eis, das gebe ich zu. Allerdings hat er hier den Anstand gewahrt und Sharpe nur ein wenig aus der Reserve gelockt. Da haben wir hier in der PCWA schon deutlich Schlimmeres erlebt, Mike."

Mike Garland: "Poe sollte sich lieber auf sein heutiges Match konzentrieren. Denn eine weitere Niederlage und Sharpe kann ihn beim nächsten Treffen angrinsen."

Vincent Craven: "Den Main Event sollte er definitiv im Fokus haben. Da schauen wir doch mal, was sein heutiger Gegner macht."


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Im Merchandise-Bereich herrscht eine recht lockere bis ausgelassene Stimmung. Fans nutzen die Pause zwischen den Matches dafür, sich unter anderem mit dem nötigen Vorrat wrestlerischer Devotionalien einzudecken oder aber einfach nur den Querschnitt der weiten Welt der PCWA auf sich wirken zu lassen. Die Geräusche einer geschäftigen bearbeiteten Kasse künden von klingender Münze, welche den Besitzer wechselt – und es sind nicht wenige, welche hier ihren Obolus entrichten.

Und doch … da sind auch die stetig wachsamen Blicke aller Anwesenden zur Seite hin. Konkret mal wieder in die kleine Ecke mit dem Comic-Regal, um die die meisten der aktuellen Besucher einen Bogen zu machen scheinen. Eine durchaus verständliche Reaktion - allerdings nur auf den ersten Blick. Denn Optik und allgemeines Gebaren des selbsternannten unergründlichen Dunkels mochten noch immer eine gewisse Ehrfurcht vermitteln, doch angesichts seines aktuellen Standings in Liga und auch bei den Fans wirkte derlei Distanz recht skurril. Aber wer wollte es ihnen verdenken?

„Verzeihung…“

Shadow, der an eine der Säulen gelehnt offensichtlich konzentriert in die Lektüre eines Comic-Paperbacks vertieft zu sein scheint, hebt ein wenig den Kopf. Vor ihm steht ein junges Girlie im Gothic-Style, deren rehbraunen Augen aus dem leichenblass geschminkten Gesicht hinter den langen, glatten, schwarzen Haaren fragend zu dem großgewachsenen Krieger aufblicken. Nachdem dieser zunächst schweigt und sie sich dann vergewissernd über die Schulter nach ihren Freundinnen in einiger Entfernung umgeschaut hat, wendet sie sich wieder dem Schatten zu und hält ihm ein offenes Buch mit weißen Seiten hin, auf denen eine seiner Autogrammkarten und ein Stift liegen.

„Würden …. s..s..sie ….. vielleicht ….. bitte?..................“

Die Blickrichtung auf ihr belassend klappt Shadow langsam seine Lektüre zu und lässt den Arm sinken. Das Mädchen hält ihm ihrerseits weiter ihre Utensilien hin – und schreckt nur kurz zusammen, als er den Kopf nach vorn und wieder zurückwirft. Nun wird sie aus dem ebenfalls grellweißen Gesicht des Soul Survivors angeblickt, dessen grüne Augen sie eindringlich mustern. Zwar nicht bedrohlich, aber doch eindrucksvoll.
Wieder dreht sie ihren Kopf musternd zu den Freundinnen um, als Shadows Hände sich langsam um ihre zu legen scheinen. Die Paperback-Hand als Stütze nutzend langt der Schatten nach dem schwarzen Edding und hinterlässt in großen geschwungenen Kreisen seine Signatur auf dem Konterfei.

???: "Pass auf, dass du nicht auf der Schleimspur ausrutschst... auf der oben oder unten..."

Shadow und sein weiblicher Fan blicken auf – und sehen in einiger Entfernung den neuen Cryption Crown Träger mit selbstgefälligem Grinsen stehen.

Jimmy Maxxx: "Ich weiß ja, dass du es nicht gewohnt bist, mit Fans umzugehen, Shadow. Ich meine, da wo du dich rumtreibst, findet dich ja auch niemand."

Scheinbar unbeeindruckt hat The Unfathomable Dark aufgeblickt, setzt dann mit seinem Autogramm fort und legt dieses sowie den Stift zurück auf das Buch …
… allerdings nicht, bevor er ihre eine Hand noch ergriffen langsam zu sich heranzieht und einen angedeuteten Handkuss darauf haucht. Dann gibt er sie endlich frei, worauf sich das Girlie kichernd und gedämpft kreischend wieder zu ihren Freundinnen begibt.

Während der Schatten seine Haare wieder vors Gesicht wirft und sein Comicbook neuerlich entfaltend sich an die Säule lehnt, ist Jimmy nähergekommen.

Jimmy Maxxx: "Jetzt, wo wir alleine sind, kannst du mir ja nochmal in "aller Ruhe" und "Freundlichkeit" erklären, was das bei der letzten Vendetta werden sollte. Dein Beef mit Marc Poe interessiert mich nicht, das habe ich dir damals schon gesagt. Ich meine, nur wegen deinem Fortschritt im Best of the Rest meinst du jetzt, du könntest dich hier aufspielen wie der Rest der Bande? Und dir einfach erlauben, was du willst? Ohne Konsequenzen?"

Ein fettes Grinsen des "Champs", während er durch seine und die Haare von Shadow blickt.

Jimmy Maxxx: "Also entweder kannst du mir jetzt einen deiner tollen Vorträge halten und mir bitte nochmal erklären, was in deinem abgedrehten Schädel dir sagte, dass du das Recht hättest, mir mein Statement kaputt zu machen. Oder du wirst merken, dass die Konsequenz gerade direkt vor dir steht...."

Maxxx wartet eine Reaktion ab … welche zunächst nicht kommt.
Scheinbar ungerührt blättert der Schatten um und widmet sich dem nächsten bebilderten Kapitel.

Shadow: „Man sollte stets den Moment des Augenblicks genießen, bevor er allzu schnell zur Erinnerung wird. Wenn ich das richtig gesehen habe, thront nun der Titel auf deiner Schulter, um welchen du seit Monaten einen Shot gefordert hast. Ich frage mich daher, warum du hier eine Saure-Milch-Einstellung als Kontrastprogramm anbietest…“

Jimmys Hand schnellt nach vorn, reißt dem Schatten das Paperback aus der Hand und feuert es hinter sich.

Jimmy Maxxx: "Ich bin nicht zum Spielen hier, Shadow. Ich möchte von dir wissen, was da mit dir und Kevin Sharpe gelaufen ist."

„Hey!“

Mit schnellen Schritten ist die Shop-Angestellte hinter ihrem Tresen hervor- und auf die beiden zugeeilt. Mit geweiteten Nüstern pflückt sie das Buch vom Boden auf und schickt beiden unmissverständliche Blicke zu.

„Nicht schon wieder. Jedes Mal, wenn Shadow hier ist, sieht der Laden hinterher wie ein Schlachtfeld aus. Wenn ihr also Stunk sucht, dann tragt woanders…“

Die gut einen halben Kopf kleinere Lady wird von Maxxx musternd angestiert, aber bevor er etwas sagen kann, schnellt auch bereits Shadows Hand nach vorn. Gekonnt steckt er ihr einen Geldschein zu, nimmt das Buch an sich und bedeutet Jimmy, zu ihm hinaus vor den Shop zu treten.

Shadow: „Was willst du denn hören, Maxxximus? Oder möchtest du überhaupt etwas hören? Wie war das letzte Show? Deiner Meinung nach rede ich mir meinen zu weit aufgerissenen Mund fusselig und um den heißen Brei herum, ohne handfeste Ergebnisse zu liefern. Jetzt sind diese mal eingetreten, zudem habe ich sie angekündigt - und trotzdem beschwerst du dich?! Also dir ist vermutlich nicht mehr zu helfen - oder ich empfehle wahlweise die Füße zu waschen, damit der Schmutz nachrutscht … für besseres Gehör.“

Jimmy Maxxx: "Ich muss gar nichts, Shadow. Ich verstehe dich sehr gut. Und natürlich redest du immer noch dieselbe Scheiße wie immer. Nix hast du angekündigt, du kleiner Mistkerl. Hast immer nur davon gelabert, das Poe dein Fokus wäre. Davon, dass du vorhast, deine dreckige Nase in mein Match und meinen Moment zu stecken, davon hast du nichts gesagt. Weil dir dafür schlicht die Eier fehlen, um einfach mal konsequent direkt heraus zu sagen, was Phase ist. Stattdessen hast du mal wieder nur deine beschissene Show abgezogen."

Er tritt noch einen Schritt auf Shadow zu. Seine Hände zittern vor Wut, nicht direkt auf den Schatten einzuschlagen. Der allerdings wirkt scheinbar ungerührt, die Hände mit dem Comicbook locker lauernd vor der Hüfte verschränkt.

Jimmy Maxxx: "Nichts ist mit Ergebnissen und dem ganzen Scheiß, du überhebliches kleines Arschloch! Merkst du es eigentlich noch? Wie lange bist du jetzt schon hier in der Liga? Hast genau wie ich ein paar Fights gehabt und hier und da ein paar Erfolge gefeiert. Standest kurz vor dem Best of the Rest Finale und schon denkst du, du kannst mal eben auf Sharpes, Poes und Co Bühne mitlabern? Dich aufspielen wie so ein Main Event Player?"

Der Berliner lacht.

Jimmy Maxxx: "Du bist genau wie ich, Shadow: nur ein Name und eine Nummer, die unter der Oberfläche des PCWA Spotlights nach oben schaut auf jemanden wie Kevin Sharpe. Jemand, der dich selbst in deiner selbstsüchtigsten Aktion alt aussehen lassen hat. Also nochmal für dich: du hattest in dem Match nichts zu suchen. Marc Poe hin oder her, interessiert mich nicht. Dieses Match war aus ganz anderen Gründen so wichtig, als dass Marc Poe mit mir im Ring stand oder es um die Krone ging. Eigentlich hast du dir mit deiner Scheiße ins eigene Fleisch geschnitten. Kevin Sharpe hat deinen Eingriff überschattet und du hast demjenigen geschadet, der genau wie du für eine neue Welle der PCWA Wrestler steht. Und jetzt warte ich immer noch darauf, dass du endlich mal sagst, wie du dir die nächste Zukunft wünschst?"

Der Soul Survivor und Maxxx bewegen sich in gleichem Abstand einige wenige Schritte. Bedacht einen Punkt zu erreichen, der nicht ganz im Frequentierungsbereich des Foyers liegt, aber noch in der Peripherie des Shops. Vereinzelte Fans bemerken die beiden und schießen Snapshots und Selfies – ohne, dass die Athleten sich entweder rühren oder den Blick vom jeweils anderen nehmen.

Shadow: „Wie ich mir die Zukunft wünsche … tja, am ehesten wohl noch derart gestalterisch, dass man die Samen dafür vorher schon sät. Durch Behandlung der Vergangenheit mit Ehrfurcht und der Gegenwart mit Misstrauen … Unter den Aufmerksamen bist du vermutlich der mit den Fingern in den Ohren und den Scheuklappen vor den Augen. Aber womöglich tue ich dir unrecht – und du kannst vermutlich nichts dafür, dass meine unlängst geäußerten Worte zu deinen beiden Gehirnzellen da oben nicht vordringen.“

Blitzschnell hat Jimmy die Faust ausgefahren, aber Shadow blockt ihn mit der Buchhand ab und dreht sich gleichzeitig zur Seite weg. Mit gebleckten Zähnen stiert Maxxx ihn an.

Shadow: „Ich habe es einmal gesagt und ich wiederhole mich gern: trotz deines ganzen misanthropischen Wesens hast du dir über die Wochen und Monate der Vergangenheit eine Reputation erarbeitet, die dich berechtigt, einen Shot um die Crown einzufordern. Zumindest sehe ich es so. Warum du allerdings erst warten musstest, bis ein Grizz Lee mal wieder erfolglos nach den Sternen gegriffen hat, ist eine Frage, die dir andere beantworten dürfen …“

Jimmy deutet eine Art Suckerpunch an – verzichtet jedoch darauf, als er bemerkt, wie der Schatten ebenfalls fast verborgen seine Hände in Abwehrstellung bringt.

Shadow: „Als die Crown dann auf Poe überging, schwang deine Zielgerichtetheit mit. Allerdings haben du und die Liga-Leitung scheinbar vergessen, dass noch andere in der Reihe stehen, um den Ex-Hafenarbeiter mal einer besonderen Äquatortaufe zu unterziehen. Deine Chance in allen Ehren – aber das Titelmatch letzte Show hätte nicht stattfinden dürfen … sondern der Fight, welcher heute Abend erst steigt. Du hattest nicht das Recht! Zumindest nicht an dem Abend, denn mein Fehdenfeuer mit Poe brennt schon ein wenig länger. Und genau das hatte ich dir im Vorfeld mitgeteilt … worauf du mit deiner üblichen Gleichgültigkeit reagiertest. Mach mich also nicht für deine mangelnde Aufmerksamkeit verantwortlich, wenn Vorhersagen eintreten...“

In dem Moment prescht Maxxx derart nach vorn, dass sein Belt von der Schulter fliegt. Dem tackle-ähnlichen Angriff taucht Shadow davon – nur nicht weit genug, denn die Wucht versetzt ihm einen derartigen Boost, das er strauchelnd auf dem Allerwertesten zu Boden geht. Schnell hechtet Jimmy zu seinem Gürtel, doch in dem Moment kniet der Schatten bereits wieder.
Die Umstehenden haben das Schauspiel wortlos mitverfolgt, lauernd auf die nächste Reaktion.

Jimmy Maxxx: "Ich hatte nicht das Recht? Aber du schon, deine Wichsgriffel in mein Match zu stecken? Du bist noch desillusionierter, als ich dachte, Shadow. Denkst du ernsthaft, du wärst jetzt wirklich auf einem Level mit Poe und Sharpe? Wach endlich auf, Shadow: keine Sau juckt, was du da gemacht hast außer mir. Kevin Sharpe hat den Job durchgezogen. Du bist nur genauso wie ich am Ende der Idiot, der dabei war. Hör also endlich auf dir diese Scheiße einzureden, dass Marc Poe und Kevin Sharpe sich auch nur ansatzweiße für deinen Arsch interessieren würden!"

Shadow drückt sich wie Maxxx zurück in Stand.

Shadow: „Marc Poe hat dich nicht bzw. nichts mehr anzugehen. Er ist mein Fokus, während deiner sein zweites Gold war. Und Alpha Kevin?! Warum soll ich über Dinge palavern, die mich weder etwas angehen noch tangieren? Sharpe erzählt seine eigene Geschichte mit unser aller Gerasy – was ihm auch zusteht. Sowohl als Ex-Titelträger, als Quest-Sieger und auch als derjenige, welcher mich im Kampf geschultert hat. Es mag womöglich ins Auge fallen, dass wir, was den Mainevent letzte Vendetta betrifft, ins selbe Horn stoßen. Und doch … jeder spielt sein eigenes Lied. Das müsstest du als Generation LMAA doch wohl am besten wissen und verstehen.“

Der Berliner hebt die Krone hoch und klopft mit dem Finger auf Selbige.

Jimmy Maxxx: "Ja, das weiß ich … und darum hast du auch die falsche Entscheidung getroffen bei der letzten Vendetta. Statt Marc Poe zu reizen, hast du nur meine Wut auf dich gerichtet. Und jetzt wirst du dafür geradestehen müssen. Wach auf und sieh deinen wahren Stand in der PCWA. Nicht Sharpe oder Poe sind deine Stufe, deine Stufe steht direkt vor dir. Du hast das Video bestimmt bereits gesehen am Anfang der Show. Ich habe ein Match mit dir gefordert! Um die Krone! Wir beide haben etwas zu beweisen, das lasse ich dir. Aber hör endlich auf durch mich hindurchzusehen zu etwas, was noch weit außerhalb deiner Reichweite ist, und konzentriere dich auf das Problem direkt vor deiner Nase!"

Der Schatten blickt Maxxx weiterhin an, von dem Gürtel offensichtlich ungerührt.

Shadow: „Nur die schnell Entschlossen straucheln – aber wie du siehst, stehe ich. Sowohl nach wie vor als auch wieder auf. Du sprichst von New Waves in der PCWA – und rotzt doch allen Möglichen, die mit dir mitziehen könnten, ans Revers. Aber wenn es drauf ankommt, mal wie ein sprichwörtlicher Anarchist auf interne Hierarchien ein paar Fäkalien zu geben, baust du dir wieder welche auf, um dann Argumente zu haben, weil sie dir sonst fehlen. Du bist wahrlich der jämmerliche Geist, der stets verneint … ich war dir nach dem Chairshot noch etwas schuldig, aber das ist wohl vergebene Liebesmüh. Genau wie dein Video. Ich sehe schon Herausforderungen und Probleme vor meiner Nase und stelle mich diesen. Nur erblicke ich, was dich betrifft, aktuell weder das eine noch das andere dahingehend. Unsere Geschichte wurde zu Out of Ashes auserzählt, also wenn du wirklich…“

Mit urplötzlichem Ruck reißt Jimmy seine Cryption Crown von der Schulter und wirft sie dem Schatten entgegen. Dieser lässt instinktiv seinen Comic fallen und fängt den Belt ab. Gleichzeitig nimmt Maxxx Anlauf. Shadow kann zwar den Gürtel sowie die Arme blockend ausfahren, doch die Wucht des Thrust Kicks bekommt er teilweise ab. So sehr, dass es ihn gegen eine Betonsäule des Veranda-ähnlichen Außenbereichs vom Shop drückt. An dieser rutscht er hinab – unfreiwillig in seinen üblichen lehnenden Sitz.

Jimmy tritt mit gehässigem Grinsen an ihn heran, holt sich widerstandslos seinen Gürtel zurück und wirft dem Schatten sein Paperback in den Schoß.

Jimmy Maxxx: "Das ist er also, der Mann der großen Taten und der Ergebnisse, ja? Da hat er die Chance zu einer Tat, zu einer großen Tat. Und dann wieder nur hochtrabende Worte mit nichts dahinter. Du bist ein Verlierer, Shadow. Und heute Abend wirst du wieder auf deinem Arsch sitzen, wenn Marc Poe dir deine Position in der PCWA klar gemacht hat. Vielleicht wirst du dann einsehen, dass ich deine nächste Stufe bin. Wenn du von deinem hohen Ross gefallen bist."

Dann steht der Cryption Crown auf und geht ohne ein weiteres Wort von dannen.
The Unfathomable Dark verharrt in seiner sitzenden Position, die Haare noch immer vor dem Gesicht. Er dreht den Kopf leicht nach allen Seiten, blickt die Umstehenden ebenso an wie die Shop-Angestellte und das Dreiergespann um seinen weiblichen Fan. Dann langt er scheinbar ungerührt zu seinem Comicbook, schlägt es wieder auf und beginnt von neuem zu lesen.


Mike Garland: "Ha! Da ging der Schuss von Shadow bei der letzten Vendetta zeimlich nach hinten los. Der Schatten mag ja Marc Poe im Fokus haben, aber hier ist Jimmy Maxxx, der ihn im Fokus hat und zwar gewaltig!"

Vincent Craven: "Ja, Mike, den Tunnelblick kann man Shadow durchaus vorwerfen. Allerdings hätte Maxxx es tatsächlich vorher ahnen können, denn Shadow war ja bei ihm."

Mike Garland: "Auch so ein Käse. Er hätte doch eher zu Jona Vark gehen sollen, wenn er mit den Cards der PCWA Probleme hat. Jetzt geht er geschwächt in den Main Event."

Vincent Craven: "Wo ihm allerdings der Tunnelblick wieder zugute kommen könnte, denn Marc Poe hat neben Shadow noch anderes um die Ohren, während dieser den gerade gesehenen 'Zwischenfall' doch recht cool wegsteckte."

Mike Garland: "Dass das die Angelegenheit verbessert, wage ich zu bezweifeln."

Vincent Craven: "Am Ende der Show sind wir schlauer, Mike. Vielleicht ergeht es Shadow ja wie Rob Collins, der mit nur einem Match beim National Wrestling Day sein PCWA Blatt mehr als gewendet hat."


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Rob Collins besitzt sicherlich viele Eigenschaften, die man als negativ bezeichnen kann. Faul gehört allerdings nicht dazu, denn der Oaklander arbeitet hart für seine Ziele. Sehr viele Stunden von seinem Tag verbringt Rob im Fitnessbereich der PCWA oder anderen Fitnesscentern, um seinen Körper zu stählen und seine Wrestlingtechniken zu verfeinern. Denn immerhin konnte er auf Grund seiner schweren Knieverletzung jahrelang nicht trainieren.

Gerade im Moment befindet sich Rob im Trainingszentrum der PCWA, was sich natürlich anbietet, da eine Vendetta stattfindet und er später ein Match bestreitet. Das Training des Kaliforniers ist allerdings voll auf den Rumble ausgerichtet, SEINE große Chance. So ist es gerade einmal zehn Minuten her, als Rob es mit drei Sparringspartnern gleichzeitig aufnahm. Kaum zu glauben, denn die Anstrengung sieht man dem Oaklander nicht an. Kein Wunder, denn der Kampf war schnell vorbei.

Und zwar lief es wie folgt: Sparringspartner Nummer 1 stürmt auf Collins zu. Während Rob ganz cool bleibt und mit einem heftigen Roundhouse Kick Numero Uno fast den Kiefer bricht. Es folgt noch ein zweiter Kick, welcher das Gehirn seines Trainingspartners erschüttert, noch bevor dieser mit kleinen Doppel-Kreuzen in den Augen zu Boden geht. Direkt im Anschluss springt Rob über den der Länge nach ausgestreckten Körper von Sparringspartner Nummer 1, um Nummer 2 blitzschnell die Faust in den Solarplexus zu rammen. Number Two krümmt sich, Collins packt ihn am Hinterkopf und zerrt ihn nach unten, während er ihm gleichzeitig sein Knie ins Gesicht donnert. Anschließend wirft er Nummer 2 wie einen Sack bei Seite, denn nun ist Sparringspartner Nummer 3 an der Reihe. Dieser umrahmt sein Gesicht zum Schutz mit den Fäusten, was ihm allerdings nichts nutzt, da Rob ihn mit einem Sidekick ans rechte Schienbein auf den Ringboden fegt. Nummer 3 knallt hart auf den Boden, aber nicht so hart wie die folgenden Tritte von Rob, die ihm endgültig das Licht ausblasen. 

Es war eine wirklich sehr ansprechende Trainingsleistung von Rob, die von einigen Jung-Wrestlern und anderen Trainings-Kiebitzen mit viel Applaus bedacht wurde. Allerdings scheinen die zehn Minuten schon ewig vorüber zu sein, denn keinen interessiert plötzlich mehr die Vorführung des ehemaligen Armitage Vize-Präsident. Der Grund dafür kommt aus Afrika und hört auf den Namen KWOGA.

Der afrikanische Riese ist im Gegensatz zu Rob nicht an einem Sparringskampf interessiert. Kwoga hat sich die Gewichte geschnappt und einige Kilo draufgelegt. Gewichte, die andere mit Hängen und Würgen in die Lüfte stemmen, bringt der Afrikaner fast einhändig in die Höhe. Die Trainings-Kiebitze und auch Rob Collins sind beeindruckt. Der Oaklander kann absolut verstehen, weshalb Smash alles auf einen Rumble-Sieg von Kwoga setzt. Um diesen Typen zu eliminieren sind mindest fünf Mann erforderlich. Smashs Anweisung an Rob war, wenn er auf den ehemaligen Fallen Kingdoms-Sieger trifft, dann auf keinen Fall mit ihm anlegen. Die XAW muss eine Einheit beim Rumble stellen und den Sieg holen. Wahrscheinlich in Form von Kwoga, doch hier ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Robs Ziel muss es sein am Ende mit Kwoga allein im Ring zu stehen und ihn irgendwie auszutricksen, denn das kann der Oaklander. Und am Ende wird es Smash nicht interessieren, wer aus seinem Gefolge letztendlich den Sieg holt. 

Kwogas Trainingssession ist beendet. Er richtet sich auf und blickt auf die circa 8 - 12 Menschen, die ihn beim Training beobachtet haben. Kurz schnauft er Luft aus seiner Nase und blickt die Masse missmutig an. Mit harter Stimmlage richtet sich das Wort an die Anwesenden.

Kwoga: "Gibt es hier irgendwas zu sehen? Wir sind hier schließlich nicht im Zoo! Ich hoffe das war klar genug für Jeden von euch."

Er geht stampfend einen Schritt vor. Ruckzuck verschwinden die Schaulustigen, bis auf Rob Collins. 

Rob Collins: "Du bist in Top-Form, Kwoga."

Grimmig schaut der Afrikaner den letzten verbliebenen Trainingsgast an. Er kennt den Kerl vom Sehen. Hat mitbekommen, dass der Typ gemeinsame Sache mit Smash macht. Aber was zum Geier will dieser Kerl von ihm? Mal davon abgesehen, dass er ihn beim Training für sein Match gegen Cardigan stört. Mit schlitzartigen Augen begutachtet Kwoga den Anderen ... denn auch wenn er nicht viel über ihn weiß ... er weiß zumindest, dass auch diese Gestalt Teil des Brawlin' Rumbles sein wird.

Kwoga: "Das braucht mir keiner zu sagen, es ist offensichtlich. Gibt es sonst noch irgendwas, was du von mir willst? Du bist der komische Kumpel von Kevin Smash, richtig?“

Kwoga verzieht kurz das Gesicht, als er an seinen Boss denkt. Er kann den Mann nicht wirklich leiden, denn er ist, im Gegenteil zu ihm, viel zu sehr an der großen Show interessiert. Doch das war und wird niemals die Welt sein, in der Kwoga sich Zuhause sieht. Er lebt einzig für die Herausforderung, die ihm ein Kampf bieten kann.

Rob Collins: "Ich bin tatsächlich ein guter Freund von deinem BOSS. Dadurch bin ich gleichzeitig auf Seiten der XAW. Und da du der kommende XAW Champion sein wirst, bist du für den Rumble hier in der PCWA einer der wichtigsten Männer im XAW-Team."

Der Koloss hat sich eine der Hanteln geschnappt und lässt sie nun von der rechten in die linke Hand und wieder zurück fliegen. Wenn Rob nicht schon beeindruckt wäre, dann spätestens jetzt. Kwoga ignoriert den staunenden Blick jedoch und spricht weiter, während er sein Training fortsetzt.

Kwoga: "Du hast richtig erkannt, dass ich der zukünftige XAW Champion sein werde. Ein weiteres Mal sprichst du das Offensichtliche an."

Ein weiterer genervter Blick trifft Rob Collins.

Kwoga: "Mal davon abgesehen, bin ich auch alleine stark genug und gehöre deshalb in kein Team. Den Rumble kann ich auch ohne Unterstützung gewinnen. Ich ... auf EIGENE Faust und danach werde ich mich um Marc Poe kümmern, das heißt, falls er dann noch Champion ist. Meine Ziele sind hoch, mein Ehrgeiz jedoch umso mehr. Und falls du an meinen Worten zweifelst, so darfst du dir während der kommenden Show gerne ansehen, wie ich mit meinen Gegnern umspringe."

Er schenkt Collins ein kurzes, absolut boshaftes Grinsen und setzt sein Training dann wortlos fort. Rob lässt es sich jedoch nicht nehmen auf die gesprochenen Worte zu reagieren.

Rob Collins: "Sicher bist du einer der Favoriten für den Sieg beim Rumble. Dennoch solltest du nicht unterschätzen, dass eventuell schon eine frühe Startnummer dir den Weg zum Ziel verbauen kann. In solchen Fällen ist es wichtig ein Team zu haben, das einen unterstützt. Zum Beispiel beim Super Bowl 53 war Julian Edelman der wichtigste Spieler auf dem Feld, doch im Endeffekt ist Tom Brady der gefeierte Star. Wie du siehst braucht selbst der GOAT ein funktionierendes Team. Und ich kann dir wirklich sagen, dass das Team XAW sowas von bereit ist."

Der Kongolese schnappt sich wortlos eine zweite Hantel und beginnt mit Schattenboxen. Die Schnelligkeit der Punches ist trotz der Gewichte in den Händen ziemlich erstaunlich ... zumindest für XAW oder GWS Unkundige, die den Kongolesischen Koloss noch nie in Aktion erlebt haben. Für das PCWA Publikum wird sich dieser Umstand jedoch mit der kommenden Vendetta Ausgabe ändern, wenn er ihnen gegen Trent Cardigan sein gesamtes Können präsentiert und ihnen zeigt, wie hungrig er darauf ist den Sieg im Rumble zu erlangen. 

Kwoga: "Selbst wenn ich die Startnummer 1 bekomme ... es wird nur die Herausforderung erhöhen, die sich mir stellt, und das sagt mir sogar zu. Denn so wäre es mir möglich nicht nur den Sieg zu holen, sondern zusätzlich auch noch sämtliche Rekorde dieser Veranstaltung zu pulverisieren! Nein, die Nummer 1 wäre NUR eine zusätzliche Motivation für mich."

Der Koloss lässt die Fäuste nochmal fliegen und Collins spürt trotz des respektvollen Abstands die Wucht der Schläge. Als Kwoga bemerkt, dass Collins ihn immer noch betrachtet, hält er seine Übung an und richtet den Blick einmal mehr grimmig auf den Robster.

Kwoga: "Ich weiß nicht, ob Smash dich als Boten geschickt hat, um mich in euer Team zu holen. Eigentlich ist es mir auch egal. Doch du kannst ihm gerne ausrichten, dass Kwoga beim Brawlin' Rumble nur Gegner hat. Mir ist egal, ob der Fighter aus der XAW kommt oder aus der PCWA kommt oder aus sonst einem Loch. Smash mag mein Boss sein, doch ich gehöre ihm nicht. Ich gehöre NIEMANDEM!"

Normalerweise würde Rob Collins nun auf verbalen Konfrontationskurs gehen. Allerdings wurde ihm von Kevin Smash angeordnet, dass er, wenn er zufällig auf Kwoga trifft, diesen auf keinen Fall attackieren soll. Weder im Gespräch noch körperlich. Also geht es diplomatisch weiter, denn das kann Collins auch. 

Rob Collins: "Damit liegst du sicherlich richtig. Ich dachte nur, dass ich für uns alle eine Win-Win-Situation erschaffe. Kevin Smash weiß von nichts, denn genau wie du war ich zum trainieren hier..."

Der Kongolese unterbricht Collins, noch ehe dieser fortfahren kann.

Kwoga: "Ja, das hab ich gesehen. Und beeindruckend ist anders. Wenn du mich nun also in Ruhe lassen würdest? Oder ist noch irgendwas?"

Er ballt die Fäuste und blickt Rob Collins angriffslustig an. 

Hang Loose. Mit diesem Zeichen reagiert Collins auf die drohenden Fäuste des Kongolesen. Zwar hat ihn Kwoga sehr beeindruckt, dennoch wäre Rob nicht abgeneigt mit dem afrikanischen Riesen ein bisschen "Sparring" zu veranstalten. Taktisch sieht sich der Mann aus dem Golden State nämlich im Vorteil und durch einen kleinen Trainingskampf würde Rob an weitere Information über Kwoga und sein Ringverhalten kommen. Allerdings hört er wieder die Worte von Smash im Ohr und deshalb dreht sich Rob nach dem Surfergruß einfach um und lässt den Kongolesen allein zurück. 

Genervt blickt Kwoga Collins nach und schüttelt mit dem Kopf. Er hatte zwar schon damit gerechnet, dass Smash versuchen würde ihn auf seine Seite zu ziehen, jedoch nicht, dass es schon so früh sein würde. Wie auch immer ... nun, wo er Smash eine Absage erteilt hatte, musste er aufpassen, denn Smash hat sich in der Vergangenheit oft als sehr nachtragender Mensch erwiesen. Doch Kwoga wird vorbereitet sein ... wer nicht vorbereitet ist, ist die PCWA! Mit einem Grinsen setzt der Kongolese schließlich seine Trainingseinheit fort.


Mike Garland: "Hell yeah, was ein Typ! Dieser Kwoga wird den Rumble dominieren. Da hat Kevin Smash eine waschechte Maschine geschickt."

Vincent Craven: "Dumm nur, dass diese Maschine seinen eigenen Kopf hat und nicht mit Collins und Smash ein Team bilden will."

Mike Garland: "Aarh das. Ich traue Collins und Smash zu, dass sie den Riesen noch besänftigen und auf ihre Seite ziehen. Denn so wäre das Team XAW nahezu unschlagbar!"

Vincent Craven: "Kwoga sucht aber die Herausforderung und der Triumph ist im Team nun einmal weniger wert, als wenn man ihn alleine erringt."

Mike Garland: "Ist das so? Das glaubst du doch selbst nicht, Vince. Sieg ist Sieg."

Vincent Craven: "Es geht doch darum, wie Kwoga das sieht. Zumindest schätze ich ihn so ein. Er will den Erfolg nur mit den eigenen Pranken erkämpfen."

Mike Garland: "In meinen Augen ist diese Einstellung eher bei einem Singles Match wie bei unserem Opener angebracht. Und dieser steht nun auch vor der Tür."

Vincent Craven: "Mal sehen, ob Adam Cage oder Ronin mit ihrem Gegner auch so einfaches Spiel haben, wie Rob Collins soeben mit seinen Sparringspartnern." 


------------------ PCWA ------------------

Das Licht in der Halle wird stark gedimmt, zum Sound von Powerwolf tritt Ronin durch den Vorhang. Er bleibt nach wenigen Schritten stehen und verneigt sich für ein paar Sekunden. Zu einem Kampfschrei reißt er die Arme zur Seite und geht weiter zum Ring. Die Stimmung unter den Fans ist noch gut, einige lassen sich vom Auftritt mitziehen, er wird bejubelt. Ronin geht zu einem Ringpfosten und bleibt davor stehen, er zieht schwarze Rattanstöcke aus einer Gürtelschlaufe und führt krachende Schlagübungen gegen den Pfosten durch. Erst einzelne Schläge, dann eine lange Kombination aus Stockhieben bis beide Stöcke gleichzeitig treffen. Für einen Moment bleibt er in der Pose, bevor er die Stöcke wieder in die Schlaufe schiebt. Die Fans um ihn herum gehen darauf ein und jubeln, er blickt nickend durch ihre Reihen, tritt näher an sie heran und verteilt einzelne Fistbumps. Er verneigt sich noch vor der Treppe bevor er den Ring betritt.

Er sieht sich um und sieht durch die Reihen der Fans, er nickt dabei bevor er den Schlauchschal nach unten zieht. Er zieht ein Mikro aus seinem Gürtel und  die Musik verstummt, das Hallenlicht bleibt noch gedimmt.

Ronin: "Letzten Monat stand ich in keiner denkwürdigen Schlacht, ich habe das Business nicht revolutioniert und war nicht Teil eines Duells zwischen zwei Meistern auf dem Zenit ihrer Karriere, aber für mich waren diese Zehn Minuten im Ring bedeutender als Vieles der Ereignisse der letzten Jahre. Die Ketten, die den Dämon davon abgehalten haben mich zu verführen und in sinnlose Gewalttaten zu steuern, halten ihn wieder eng umschlungen. Die Leidenschaft für den Kampf treibt mich an, aber sie kontrolliert mich nicht."

Er ballt dazu demonstrativ die Faust.

Ronin: "Ich war erschöpft und mein Körper voller Schmerzen, aber ich würde jede Sekunde vermissen, die ich auf meinem Weg verbracht habe, und heute Abend wird der nächste Schritt folgen. Adam Cage, du wirst dieser Schritt sein."

Der Jubel für Ronin wird nun eindeutig durch den Jubel für Cage übertönt. Ronin nickt anerkennend.

Ronin: "Adam, wir begegnen uns heute an kritischen Punkten in unserem Leben. Für dich bedeutet es alles oder nichts, deine Karriere ist auf diesen Schritt ausgelegt. Die Entbehrungen, die Qualen und die Verantwortung darüber auf diesen Weg zu gehen und nicht nur für dich selbst zu sorgen, haben dich geprägt und machen den Erfolg zu einer zwingend nötigen Konsequenz. Dein Mut zum Risiko und das Vertrauen in mein Können haben mich davon abgehalten früher denselben weg zu gehen, stattdessen haben mich sichere Pfade in die Dunkelheit und an den Rand des Abgrunds geführt. Erfolg bedeutet für mich nicht in diesem Ring als Sieger zu stehen, Erfolg bedeutet für mich wieder einen Weg gefunden zu haben einem Ideal zu folgen, einer festen Überzeugung, die heute einen kritischen Stand hat. Einer Überzeugung, von der ich mich distanziert habe, weil sie nicht in mein Leben passte, bis mich diese Enthaltsamkeit zerfressen hat. Erfolg bedeutet, ist kein Moment des Ruhms, sondern der feste Glaube an meine Worte, wenn ich sage, mein Mut ist mein Schwert, mein Wille ist meine Rüstung, ich bin ein Krieger."

Plötzlich wird Till it Gone von Yellawolf eingespielt und Adam Cage tritt nach einigen Sekunden ins Rampenlicht, ein Mikrofon in der rechten Hand, und bleibt am Eingangsbereich stehen. Er lässt die wenigen Fans, die seinen Namen kennen, sich verbal austoben und nickt dem einen oder anderen Fan zu. Denn noch ahnen sie nicht, was Adam Cage in der PCWA, speziell gegen Ronin, unternehmen wird. Sein Gesicht ist versteinert. Gelgentlich wird die kalte Mimik durch ein leichtes Grinsen unterbrochen. Endlich setzt er das Mikrofon an.

Adam Cage: „Das sind ja richtig große Worte von einem kleinen Licht, die da an mich gerichtet werden. Man könnte fast meinen, du hättest so was wie Respekt vor mir. Ist dem so?“

Ein paar Pops folgen, nicht viele, denn wirklich bekannt sind ja beide nicht. Adam Cage genießt diesen Moment, bevor er ihn zerstören wird. Er wirkt für einen Moment nachdenklich, als müsse er sich die folgenden Worte erst mental zurecht legen.

Adam Cage: „Ist dem wirklich so, Ronin? Weißt du, was mich an Typen wie dir stört? Ich meine, was mir wirklich so richtig auf den Geist geht? Nein? Deine Worte. Diese bedeutungslosen Floskeln, die Männer wie du von sich geben, um sich danach besser zu fühlen. Du glaubst, etwas über meinen Weg und meine Karriere zu wissen. Okay, komm ich mit klar. Aber sage den Fans nicht, was ich getan habe oder wie ich mich fühle, denn du warst nicht dabei. Du hast nicht erlebt, was ich erlebt habe. Aber ich gebe dir eine faire Chance, zu beweisen, dass deine Worte richtig sind. Moment, ich werde eine These überprüfen.“

Adam Cage legt das Mikrofon kurz ab und sucht den Eingangsbereich ab. Er sieht hinter dem Umhang, findet aber nichts von Interesse. Er guckt bei den Fans nach und findet ebenfalls nichts. Anschließend wechselt Adam Cage ein paar Worte mit einem Fan in der ersten Reihe. Doch das kurze Gespräch scheint kein Ergebnis zu bringen. Adam Cage zuckt mit den Schultern. Er hat wohl nicht das gefunden, was er sich erhoffte. Er hebt das Mikrofon wieder auf und setzt das Statement fort.

Adam Cage: „Hey, Mann. Ich habe nachgesehen. Ich habe mir wirklich Mühe gegeben den Dämonen, von dem du seit deinem Debüt in der PCWA redest, zu finden und soll ich dir was sagen? Ich finde nichts. Hier ist kein Dämon. Hier ist kein Dämon, weil wir in einer verdammten Wrestling Halle sind! Hier ist kein Tempel, hier ist kein Kloster und um es mal auf deinen Namen zu bringen, ich finde nicht mal einen gottlosen Samurai. Hier sind nur wir beide, du und ich. Und weißt du, was mich so richtig anpisst? Dass Typen wie du, die gerade mal ein Match im Opener bestritten haben, den Fans etwas über epische Schlachten erzählen. Ich meine ... was soll der kranke Scheiß? Sieh dich mal um? Wir sind Anfänger in deren Augen! Wir sind keine Zugpferde wie Kevin Sharpe oder Kwoga, wir sind kein Chris McFly und kein Robert Breads, die sich um Titel bekämpften. Die Kerle haben sich Schlachten geliefert. Aber nicht wir. Das, was ich bei dir gesehen habe, war bestenfalls eine Aufwärmübung gegen einen Superstar, der seinen Zenit bereits überschritten hat. Du kannst nicht ernsthaft von heldenhaften Schlachten sprechen, während du nur alte Männer von den Beinen holst. Die Nummer kauft dir kein Schwein ab. Aber das wird sich wohl heute Abend ändern.“

Ronin beobachtet seinen Gegner mit fast stoischen Ruhe, bis dieser es doch schafft ihn an einem Punkt sichtlich zu reizen.

Ronin: "Verdreh meine Worte und ich lächle höchstens darüber, während ich deine Gelenke verdrehe, aber nenne nichts gottlos, was du nicht verstehst. Was sollte einem Krieger mehr bedeuten? Im Frieden zu dienen, ohne seinen Überzeugungen folgen zu können, oder sich loszulösen und sich dem Feuer zu verpflichten, das tief im Inneren brennt? Mach deine Witze, wenn du über sie lachen kannst, aber hier wird der Spaß enden."

Er zeigt dabei auf die Ringseile.

Ronin: "Zumindest für dich. Und am besten vergeuden wir keine weitere Zeit, denn je länger wir nur mit Worten kämpfen, umso mehr finden wir Gründe, um den Respekt voreinander zu verlieren. Der Kampf dagegen ist einfach und ehrlich, ohne Worte, die verdreht oder falsch verstanden werden."

Er geht in die Ringecke, legt ab, was er im Kampf nicht mehr trägt, und wartet darauf, dass sein Gegner in den Ring kommt. Er geht in der Ecke demonstrativ wie zur Meditation auf die Knie, um zu demonstrieren, dass sein Gegner den Ring ungehindert betreten kann.

Adam Cage: "Ach, du willst jetzt kämpfen? Ich dachte, du bist hier rausgekommen mit deinem Mikrofon und Hochmut, um den Fans irgendwelche Märchen über den Retter der Seelen zu erzählen. Ich dachte, du hättest etwas zu sagen, etwas von Wert und Bedeutung, bevor wir uns als Krieger, wie du es nennst, gegenüberstehen. Aber wenn du kämpfen willst, geht das klar für mich, ist kein Problem. Aber da wäre noch eine Sache zu klären. Nicht ich verdrehe hier die Tatsachen, sondern du. Ich meine ... sieh dich doch nur an. Du kommst hier Show für Show raus, redest über Ehre und innere Kämpfe gegen Dämonen und ummantelst dich in verblendende Worte. Du willst dem Publikum eine Kriegerseele verkaufen, die es nicht gibt. Du nennst dich Ronin. Du bist kein Samurai. Du bist nicht mal Japaner. Weißt du, ich stand schon mit echten Japanern im Ring und weißt du, was die mir erzählt haben? Ein Ronin sei ein herrenloser Krieger ohne Ehre, ein entrechteter Samurai, der zu feige war sein Leben für seinen Herren zu beenden. Wer bist du also? Ein Deutscher, der sich im Ring austoben will, oder ein Feigling mit einem beschissenen Namen? Hmmm? Aber ... hey ... du hast Recht. Als ehrloser Feigling will man solche Dinge nicht hören und dem Gegner lieber das Maul stopfen. Geht klar. Lass uns im Ring tanzen. Ich komm jetzt zu dir runter und dann tauschen wir Höflichkeiten aus. Alles klar soweit?"

Dann legt Adam Cage die Weste, die Halskette und das Mikrofon ab, prüft den Sitz der Kleidung nochmal und schlendert locker zum Ring runter. Dort umkreist er den Ring noch ein paar Mal, den Blick fest auf Ronin gerichtet, bevor er ihn besteigt und Ronin gegenübersteht. Wortfetzen fliegen durch die Luft, welche von den Mikrofonen der Kameras nicht aufgefangen werden.

Ronin behält die Kontrolle über seine Mimik, so schnell lässt er sich nicht reizen. Was es noch zu sagen gibt, wird er nächsten Monat sagen. Er steht auf und stellt sich Cage gegenüber, ruhig und kontrolliert. Er streckt ihm die linke Faust entgegen und behält die Rechte zur Deckung, wie Mann es beim Boxen oder MMA zum Beginn des Kampfes sieht.


------------------ PCWA ------------------

Mike Garland: "Tja, ich würde sagen, wir sind schon bereit für das Match!"

Aber Jane Nelson lässt es sich trotzdem nicht nehmen, die Kombattanten anzukündigen.

Jane Nelson: "Aus Berlin... mit einem Gewicht von 84 Kilogramm bei einer Größe von 1,84 Metern... ROOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOONIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIN!!!"

Applaus brandet durch die Halle, während Ronin bescheiden nickt.

Jane Nelson: "Und sein Gegner... aus Chicago, Illinois, USA mit einem Gewicht von 99 Kilogramm bei einer Größe von 1,79 Metern... AAAADAAAAAAAAAAAAAAAM CAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAGEEEE!"

Auch der wird mit wohlwollendem Applaus begrüßt.

Vincent Craven: "Jetzt geht's los!"

 

Opener
- Opportunities -
Regular Singles Match
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(Der erste Pinfall entscheidet über den Sieg. Als Pinfall zählen Three Count, Submission, Disqualifikation sowie Count-Out.
-Referee:Charlie Swanson ; Timelimit: 20 Min)

 

Der Ringrichter gibt dem Zeitnehmer ein Zeichen... und der läutet das Match an! Sofort stürmen die Kämpfer aufeinander los und erzeugen so den ersten LOCK UP des Kampfes! Doch zu früh gefreut! Ronin taucht unter den ausgebreiteten Armen von Adam Cage hindurch und trifft diesen mit einem FOREARM am Oberschenkel. Der knickt ein und sofort grabscht sich Ronin das Bein von Cage!

 

ANKLE LOCK!!!

 

Doch The Man who built the wrestling windet sich sofort herum und verwandelt den angesetzten Aufgabegriff in einen Coveransatz! Aus dem Ronin doch noch vor dem One Count auskickt! Doch der wiederum hat auch noch nicht genug! Er rollt sich pfeilschnell über Adam Cage hinüber und setzt sofort einen weiteren Aufgabegriff an!

 

Fujiwara Armbar!!!

 

Mike Garland: "Ordentliches Tempo, was die beiden da vorlegen, findest du nicht?"

Vincent Craven: "In der Tat! Und das Tempo wird weiter hoch gehalten! Sieh' doch!"

Tatsächlich ist es nun an Adam Cage, der sich aus dem Hold heraus dreht und seinerseits ein Cover ansetzt...

 

...eins...

 

...KICKOUT!!!

 

Doch auch Ronin kickt aus... allerdings ist die flache Hand des Ringrichters bereits einmal auf der Matte gelandet. Beide Kämpfer sind nun wieder auf den Beinen. Ein anerkennendes Nicken von Ronin, während Adam Cage den Kopf kurz schräg legt, was ein deutlich hörbares Knacken erzeugt. Dann beginnen beide, sich langsam zu umkreisen.

Plötzlich springt Ronin wie ein Puma vor und versucht Adams Beine wegzukicken, aber Cage springt hoch und rennt auf die gegenüberliegende Seite auf die Seile zu, Rebound, und springt über die immer noch liegende Ronin. Nochmal Rebound von den Seilen, Ronin steht aber stramm - und hüpft über hinwegduckenden Cage! Etwas verwirrt dreht Cage sich um, doch Ronin ist zur Stelle und...

 

STANDING DRAGON KICK!!!

 

Vincent Craven: "Die Sohle von Ronin trifft ihr Ziel zu einhundert Prozent... nämlich das Kinn von Adam Cage!"

Mike Garland: "Korrektamente! Der fliegt einen Meter zurück und landet auf der Matte!"

Und sofort ist Ronin bei ihm und versucht ein Cover anzusetzen... doch The man who built Wrestling rollt sich geistesgegenwärtig aus dem Ring! Doch Ronin slidet ebenfalls aus dem Seilgeviert und verpasst Cage einen krachenden FOREARM gegen die Schläfe! Adam versucht sich vor den kräftigen Angriffen seines Gegners zu schützen, doch immer wieder treffen die FOREARMS und PUNCHES Gesicht und Körper.

Mike Garland: "Wieso startet der Referee nicht den Count? Dem sollte man mal die Regeln beibringen!"

Vincent Craven: "Wohl eher dir... es liegt im Ermessen des Ringrichters ob er den 10 Count ansetzt oder versucht, beide Kämpfer wieder in den Ring zu bekommen."

Zweiteres scheint aktuell allerdings eher schwierig. Sicher, Charlie Swanson ist ebenfalls aus dem Ring geslidet und versucht irgendwie, zwischen Adam Cage und Ronin zu kommen. DOCH DA ERWISCHT IHN EIN PUNCH VON RONIN!

Vincent Craven: "Um Gottes Willen! Swanson geht zu Boden und versucht die Spinnweben abzuschütteln."

Mike Garland: "Hätte er eben den 10 Count gestartet... armer Irrer... "

Nun, das ist eben nicht mehr rückgängig zu machen. Also... Charlie Swanson liegt an der Absperrung und hält sich den schmerzenden Kiefer. Ronin hingegen blickt fassungslos auf das, was er da gerade angerichtet hat. Ein paar Meter hinter ihm hat sich Adam Cage postiert, der die Auszeit nutzt, um etwas zu Atem zu kommen.

Mike Garland: "Was kümmert sich dieser Trottel um den Ringrichter?"

Vincent Craven: "Weil er nicht so ein Misanthrop ist wie du? Ich habe deine Kommentare jetzt schon wieder so satt... "

Mike Garland: "Was? Sollen die Happy Idioten wieder kommen und mich verprügeln? Willst du, das Kevin Smash hier wieder sitzt? War er dir etwa lieber als ich?"

Kurz muss der Halbjapaner wirklich nachdenken. Doch dann...

Vincent Craven: "Tut mir leid, Mike. Es ist schön, dass du wieder hier neben mir sitzt."

Auch der Mann im Hawaii-Hemd stockt kurz, dann legt er Craven die Hand auf die Schulter.

Mike Garland: "Danke dir, Vincie. Trotzdem bleibt es dabei, dass du einfach keine Ahung hast."

Lächelnd nickt der Angesprochene und widmet sich wieder dem Geschehen im Ring... beziehungsweise eher dem, was Ausserhalb passiert. Der Ringrichter ist immer noch am Boden, während Ronin ihm versucht zu helfen, wieder auf die Beine zu komen. Adam Cage hat sich mittlerweile wieder in eine stehende Position gebracht und holt tief Luft... dann... springt er auf die Absperrung... UND RENNT LOS!!!

Vincent Craven: "Dieser WAHNSINNIGE!"

Mike Garland: "VORSICHT!"

Ronin spürt die Gefahr im Rücken, schnappt Swanson an seinem Ringrichter-Shirt und zerrt ihn aus der 'Schusslinie'... doch auf der Absperrung kommt The Man who built Wrestling angerannt wie Sonic the Hedgehog... UND SPRINGT AB...

 

JUMPING FLYING CLOTHESLINE!!!

 

Ein Raunen geht durch die Halle! VOLLTREFFER! Ronin hat es zwar geschafft, den Ringrichter aus der Schusslinie zu nehmen, doch wird von Cage umgeräumt! Beide Kontrahenten knallen zu Boden und bleiben dort erst einmal liegen. Charlie Swanson ist mittlerweile wieder soweit unter den Lebenden, dass er in den Ring slidet und nun doch das tut, was Mike Garland vor nicht allzu langer Zeit vehement gefordert hat. Den Ten Count!

 

...eins!!!

 

...zwei!!!

 

...drei!!!

 

Vincent Craven: "Adam Cage rührt sich, greift Ronin in die Haare und reißt ihn grob nach oben."

HIGH KNEE LIFT in dessen Magen! Doch die eiserne Faust von Cage, die weiterhin die Haare seines Gegners umklammert hält, hindert diesen am Zusammenklappen! NOCH EIN HIGH KNEE LIFT HINTERHER!!!

 

...vier!!!

 

...fünf!!!

 

Mike Garland: "ENDLICH macht Swanson seinen Job! Wenn Adam Cage nicht aufhört, dann endet das hier in einem Double Count Out!"

 

...sechs!!!

 

...sieben!!!

 

...ACHT!!!

 

Erneut verpasst The Destiny One seinem Gegner einen HIGH KNEE LIFT in den Magen! Doch dann schauter kurz zum Ringrichter...

 

...NEUN!!!

 

Vincent Craven: "Endlich rollt Adam Cage Ronin in den Ring. Sofort slidet er hiunterher und setzt das Cover an... "

 

...eins...

 

...ZWEI...

 

...KICKOUT!!!

 

Mike Garland: "DAS war schon erheblich knapper! Ronin muss nun aufpassen, dass ihm das Match nicht entgleitet!"

Vincent Craven: "Stimme ich dir zu! Adam Cage packt hier wirklich seine ganze Erfahrung aus."

Die zwar noch nicht On Screen präsentiert wurde, aber der Mann hat immerhin genügend Indie-Erfahrung vorzuweisen. Und deshalb grämt er sich nicht lange, dass sein Gegner den Pin unterbrochen hat, sondern reisst ihn erneut nach oben! Trockener FAUSTSCHLAG an den Kopf... und Adam Cage federt in die Seile... DOCH RONIN RENNT HINTERHER!!! Am Seil  angekommen hält sich Cage mit beiden Händen am Top Rope fest, während Ronin ihm einen krachenden FOREARM in den Rücken verpasst! Dann umgreift er die Hüfte seines Gegners... DOCH CAGE KONTERT MIT EINEM ELBOW gegen den Hals... Ronin taumelt zurück... während Adam das Top Rope weiter umklammert hält... Schwung holt... SICH AUF DAS TOP ROPE SCHWINGT...

 

SPRINGBOARD MOONSAULT INTO INVERTED DDT!!!

 

Mike Garland: "Was zum Teufel... "

 

HOLY SHIT!!!

 

HOLY SHIT!!!

 

HOLY SHIT!!!

 

Vincent Craven: "Ich bin sprachlos.. was eine HAMMERAKTION von Adam Cage!"

In der Tat! Sofort will the Destiny One den Pin ansetzen, doch Ronin scheint nun die zweite Luft zu zünden! Er ist beinahe zeitgleich mit seinem Gegner wieder auf den Beinen und bearbeitet diesen mit harten KICKS gegen die Kniekehle des rechten Beins. Cage knickt leicht ein... UND RONIN PACKT ZU!

 

SNAP GERMAN SUPLEX!!!

 

Mike Garland: "Es ist also noch Leben in Ronin. Perfekt ausgeführt!"

Und der zündet augenscheinlich wirklich die Reserven! Sofort rollt er sich über Adam Cage, zerrt diesen nach oben und whippt ihn HART in die Ringecke! Mit einem eher ungesunden, metallischen Scheppern kollidiert der Rücken des Indie-Stars mit dem Turnbuckle... doch Ronin ist sofort über ihm und deckt ihn mit HARTEN KNEE STRIKES in den Magen ein! Und die Fans sind da!

 

ONE!!!

 

TWO!!!

 

THREE!!!

 

FOUR!!!

 

FIVE!!!

 

SIX!!!

 

SEVEN!!!

 

EIGHT!!!

 

NINE!!!

 

TEN!!!

 

Und Ronin schliesst mit einem FOREARM gegen den Kopf seines Gegners ab! Das Publikum spendet wohlwollend Applaus! Ronin ist wieder im Match angekommen. Er badet ein wenig im Jubel der Menge und reckt sogar die rechte Faust in die Höhe.

Vincent Craven: "Ronin hat wieder die Kontrolle übernommen. Nun muss Adam Cage seinerseits aufpassen, dass ihm das Match nicht entgleitet."

Mike Garland: "Ohja... Ronin ist ja wie entfesselt... "

Nur sollte man seinen Gegner eben niemals unterschhätzen. Gerade als Ronin sich wieder Adam Cage zu wendet... empfängt dieser ihn mit einem rüdenTRITT IN DIE WEICHTEILE. Die pure Verzweiflung? Oder Instinkt? Was auch immer es war...  Ronin klappt wie ein Schnappmesser zusammen und krümmt sich in der Ringmitte! Buh-Rufe hallen durch das Center... die Fans sind augenscheinlich mit dieser Aktion so gar nicht einverstanden. Doch demjenigen, der sie ausgeführt hat, scheint das relativ egal zu sein. Adam Cage holt erst einmal Luft... sofern es die doch arg in Mitleidenschaft gezogenen Rippen zu lassen. Dann stapft er auf den in der Ringmitte immer noch sich windenden Ronin zu und ergreift erneut dessen Haarschopf...

Mike Garland: "PUNCH von Ronin in Adam Cage's Magen!"

Vincent Craven: "Der Mann gibt nicht auf! Gefällt mir sehr gut!"

In der Tat hat sich Ronin nun in eine knieende Position gebracht und verpasst seinem Gegner einen um den anderen Schlag in den Magen! Doch der hält immer noch die Haare fest... auch als Ronin schlussendlich in eine stehende Position kommt... UND ERNEUT EINEN FAUSTSCHLAG IN DEN MAGEN SEINES GEGNERS LANDET!!! Der krümmt sich leicht... doch...

Vincent Craven: "Widerlich! Adam Cage sticht Ronin Zeige -und Mittelfinger in' s Auge!"

Mike Garland: "Und? Er muss sich eben verteidigen!"

Vincent Craven: "..."

Sich die Hände vor das Gesicht schlagend taumelt Ronin in die Seile, während Adam Cage dasselbe auf der gegenüberliegenden Seite tut, um nun wirklich einmal tief durch zu schaufen und wieder den Fokus in diesem Match zu erlangen.

Vincent Craven: "Beide Kämpfer haben ein unglaubliches Tempo vorgelegt in diesem Match!"

Mike Garland: "Tja... und deswegen sind sie auch stehend KO!"

Wo unser allerliebster Kommentator natürlich nicht ganz Recht hat. Und dennoch sind beide sehr ausser Atem. Trotzdem macht Ronin den ersten Schritt und versucht eine rechte Gerade gegen Cage zu landen... DOCH DER TAUCHT DARUNTER HINDURCH!!! Sofort ergreift er die Cargohose seines Gegners und zerrt ihn nach unten...

 

SCHOOLBOY!!!

 

Vincnet Craven: "Aus dem NICHTS!!! Und der Ringrichter ist unten!"

 

...eins...

 

Mike Garland: "Ronin versucht sich frei zu zappeln!"

 

...zwei...

 

Vincent Craven: "Cage hält den Pin eisern fest... "

 

...DREI!!!

 

Mike Garland: "Das wars!"

Richtig. Das bestätigt uns auch die liebreizende Jane Nelson.

Jane Nelson: "Der Sieger.... durch Pinfall... The Destiny One... ADAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAM CAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAGE!!!"

Vereinzelte Buhrufe schallen durch die Halle, augenscheinlich sind die Sympathien hier eher bei Ronin. Der wiederum kommt langsam auf die Beine. Dann nickt er in Richtung seines Gegners, der auf Knien in der Ringmitte sitzt, verbeugt sich kurz und slidet dann aus dem Ring.

Vincent Craven: "Absolut fairer Sportsmann, dieser Ronin. Und dennoch an dieser Stelle Glückwunsch an Adam Cage zum Sieg!"

Mike Garland: "Ein wie ich finde absolut eindrucksvolles Debüt. Von diesem Herrn werden wir sicher noch einiges sehen und hören!"

Vincent Craven: "Da gebe ich dir Recht. Aber auch Ronin hat hier einiges gezeigt. Es war ein Match, was kaum Pausen hatte und ein immens hohes Tempo gezeigt hat."

Mike Garland: "Und das honorieren die Fans nun auch mit Applaus. Und wir machen weiter!"


------------------ PCWA ------------------

Das Bier, das soeben vor ihm abgestellt wurde, leert er mit einem Mal bis zu Hälfte. Ein lautes, befriedigtes Austamen folgt sofort und Mad Dog lässt sich danach wieder gegen die Lehne seines Sessels sinken. Das Gespräch mit Tony Graves verlief anders, als er es geplant hatte. Ja, er wollte Tony einen Schuss vor den Bug geben, ihm mitteilen, dass die Entscheidung, an der Seite von Kevin Sharpe zu kämpfen, eine falsche Entscheidung für einen jungen Athleten wie ihn gewesen ist. Doch der Gambler konterte mit Vorwürfen, die er aus seinem Munde nicht erwartet hatte. Selbst ein Mann, mit dem er bisher nicht in Kontakt gewesen war, spielte das Lied von S1margl und seinen Vergehen, die er zu dieser Zeit in der PCWA zu verantworten hatte. Dabei dachte er mitbekommen zu haben, dass Graves durchaus Sympathien für ihn hegen könne. Im Sinne von Respekt bezüglich seiner Leistungen im Ring - davon war nun im Gespräch allerdings wenig zu sehen...

"Es ist immer wieder eine Wonne, sie in Gedanken zu sehen, Mister Mad Dog."

Der verrückte Hund lugt hinauf und schaut in ein blaues Gesicht. Sofort hellen sich seine Gesichtszüge und sein buschiger Bart umspielt sogleich ein freudiges Lächeln. 

Mad Dog: "Thrawn! Was für eine Ehre!"

Der Bläuling nickt lediglich mit dem Kopf. Er hat für diesen Besuch auf Pellaeon verzichtet, da dieser sich nach seiner letzten Beschattungsaktion, die aufgeflogen war, ein wenig vor dem Hund fürchtete. Und eine solche Ablenkung konnte er für dieses Gespräch nicht gebrauchen.

Großadmiral Thrawn: "Dürfte ich mich setzen?"

Der Night Fighter, der sich von seinem Platz erhoben hatte, um den Großadmiral die Hand zu schütteln, nickt sogleich und weist seinem langjährigen Gesprächspartner den gegenüber liegenden Platz mit der Hand zu.

Mad Dog: "Ich bitte darum."

Und so nimmt der treue PCWA Gast platz und auch der Night Fighter setzt sich wieder. Ehe Letzterer allerdings die Frage klären kann, was der Großadmiral in Berlin macht, greift dieser den Faden seiner Begrüßung wieder auf. 

Großadmiral Thrawn: "Welche Beziehungen sind es denn heute Abend, die Ihnen Kopfzerbrechen bereiten, Mister?"

Der Hund lächelt einen Augenblick verlegen und nimmt nochmal einen kräftigen Schluck Bier, sodass er die restliche Flüssigkeit erneut halbiert. Dann putzt er sich mit dem Unterarm den Schaum aus dem Bart und legt nachdenklich den Kopf schief.

Mad Dog: "Nun... Es sind die Dinge, die einen Rückkehrer wohl immer irgendwie betreffen, huh?! Man wird in eine Schublade gesteckt, aus der man sich dachte, heraus gekämpft zu haben... Was mich nur wundert, ist, dass es Leute sind, die damals gar nicht betroffen waren. Wenn ein James Godd mir Vorwürfe macht und mir misstraut, okay. Wenn Sharpe mir Vorwürfe macht oder auch Marc Poe - das verstehe ich. Das tun sie aufgrund ihrer negativen Erfahrung mit mir. Aber bei jüngeren Athleten dachte ich doch im Gegensatz dazu als Veteran zu gelten. Als jemand, der Respekt verdient und dessen Meinung man aufgrund seiner Erfahrung schätzt. Dessen Kritik man annimmt..."

Während der Großadmiral keine Miene verzieht, während ihn die Töle fragend anschaut, legt MD einem Selbstgespräch gleich erneut den Kopf grübelnd schief.

Mad Dog: "Oder ist das eine Generationsfrage, huh?! Wird nicht überall von den jungen Leuten gesprochen, die sich nichts mehr sagen lassen..."

Thrawn sieht sich einen Moment stumm im Raum um und begutachtet die Bilder, welche er an den Wänden entdecken kann. Schließlich nickt er mit dem Kopf und antwortet mit seiner ihm üblichen kühlen Stimmlage.

Großadmiral Thrawn: "Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten soll. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer."

Thrawn lässt die Worte einen Moment lang wirken, um zu prüfen ob sein Gesprächspartner diese schon einmal vernommen hat. Als Mad Dog jedoch nicht weiter darauf eingeht, sondern ihn nur nachdenklich anblickt, fährt der Mann mit der blauen Haut fort.

Großadmiral Thrawn: "Dieser Satz entstammt übrigens nicht meinen Gehirnwindungen, Mister Mad Dog, sondern ist ein Zitat des großen griechischen Philosophen Sokrates. Und wie Sie sicherlich festgestellt haben, so ist jenes Zitat in der heutigen Zeit ebenso aktuell, wie damals zur Zeit Sokrates' ... und diese Zeit liegt immerhin noch vor der Geburt Christi. Sie sehen also, dass die Probleme, welche wir mit neueren Generationen pflegen im Grunde genommen der Wiederholung unterliegen."

Er nickt mit dem Kopf und für einen kurzen Augenblick scheinen seine Augen einmal mehr rot aufzuleuchten. Dass Mad Dog stets offen für die Philosophie war, war einer der Gründe, weshalb er die Gespräche mit diesem so sehr genoss. Und so schenkt Thrawn seinem Gesprächspartner eines seiner ganz seltenen Lächeln, ehe er wieder mit monotoner Stimmlage fortfährt.

Großadmiral Thrawn: "Aber kommen wir auf Ihren ganz spezifischen Fall zurück, Mister Mad Dog. Ich habe Ihr Gespräch mit Mister Graves verfolgt, denn um diesen geht es gerade, wenn mich nicht alles täuscht. Mein Eindruck war jener, dass der junge Mann womöglich in die Ecke gedrängt wurde. Womöglich war es ihre Herangehensweise?"

Thrawn hebt kurz fragend die Augenbrauen und schweigt dann, während sein Blick einmal mehr den Raum durchwandert und er dem Hund Zeit gibt über das Gesprochene nachzudenken.

Die Bedienung unterbricht die unbekannte Konstante in seinem Nachdenken und lässt ihn stattdessen sein Bierglas leeren.

Bedienung: "Noch ein Bier?"

Der Night Fighter nickt, sodass sich die Bedienung eine kleine Notiz macht und sich daraufhin dem Großadmiral zuwendet.

Bedienung: "Und für Sie?"

Thrawn mustert die Frau, die erstaunlicherweise nicht im mindesten von seinem Aussehen überrascht zu sein scheint. Das erlebt er nur höchst selten. Er nickt ihr kurz zu und gibt dann seine Bestellung auf. Er entscheidet sich für einen Bombay Sapphire Gin. Ein recht edles Getränk, jedoch kann er es sich leisten. Die Kellnerin gibt bekannt, dass sie darum kümmern wird, ehe sie sich auf den Weg macht. Thrawn hingegen wendet seine Stimme wieder seinem Gesprächspartner zu, auch wenn sein Blick zurzeit scheinbar eine edel wirkende Vase fixiert, welche im Raum steht.

Großadmiral Thrawn: "Um es jedoch vorweg zu nehmen, Mister Mad Dog. In dieser Sache bin ich ganz auf ihrer Seite. Der Fehler, den Mister Graves gemacht hat, war schließlich bereits durch die gezinkte Münze recht offensichtlich, möchte ich meinen. Wann Mister Graves dies jedoch einsieht, nun das steht, wie so vieles auf dieser wundervollen Erde, in den Sternen."

Während der Night Fighter für einen kurzen Moment der Kellnerin und ihrem knackigen Popo hinterher schaut, nickt er. Dann wendet er sich wieder dem blauen Mann zu.

Mad Dog: "Wissen Sie, Thrawn. Von diesen Wiederholungen, meinem Leben in Kreisläufen sprach ich auch letzten Vendetta... Als ich beispielsweise Undisputed Gerasy war, tauchte plötzlich Eleven auf, Blake Milton schlachtete den Schlächter und stellte sich vollends gegen mich und Azrael Rage dachte sich zu einer Gott ähnlichen Person hinauf. Das Gute, was ich präsentierte, lockte offenbar das Böse dermaßen an, dass es überhand nahm. So überhand, dass es mich gar selbst übermannte. Mich meine Prinzipien vergessen ließ und meine Absichten ins Gegenteil verkehrte... Und als ich selbst vom Bösen bestimmt wurde, griff ich nach denjenigen, die vom Guten gelenkt wurden. Nach einem geläuterten Rage, nach Sharpe... und nach einem jungen Marc Poe. Der bis hierhin - allen Unkenrufen zum Trotz - seiner positiven Einstellung treu blieb..."

MD schüttelt enttäuscht den Kopf.

Mad Dog: "Bedeutet das etwa, dass man es bei der Jugend im Schlechten versuchen muss, um das Gute zu bewirken, huh?! Hätte ich Blake anders angehen müssen, anders mit Hewitt umspringen sollen? Es ist doch eine verdammte Ironie des Schicksals, dass ausgerechnet der Mann, der es zu Beginn seiner Karriere mit S1margl zu tun bekam, von den Duzent, die es zu Beginn ihrer Karrieren mit mir zu tun hatten, dass ausgerechnet dieser Mann die beste Entwicklung von allen genommen hat."

Thrawn nickt einmal mehr lediglich mit dem Kopf, lässt ansonsten jedoch keinerlei Emotionen erkennen.

Großadmiral Thrawn: "Dies ist in der Tat eine seltsame Ironie. Jedoch sollten Sie die Individualität des Einzelnen bedenken. So ist es schlicht nicht möglich einen jungen Mister Poe mit einem jungen Mister Milton oder Mister Graves zu vergleichen. Ich mag zu jener Zeit nicht anwesend gewesen sein, doch habe ich durchaus verfolgt, was geschah. Mister Milton hatte bereits damals den Wahnsinn in sich, welcher später aus ihm herausbrach. Wodurch dieser Wahnsinn jedoch zur Eruption gebracht wurde, erscheint mir recht spekulativ, Mister Mad Dog!"

Sein Blick wendet sich endlich von der Vase ab und richtet sich wieder auf die Gesichtszüge von Mad Dog.

Großadmiral Thrawn: "Ich persönlich denke nicht, dass ein Mister Poe oder ein Mister Graves mit den gleichen Weggefährten, auch das gleiche Schicksal verbunden hätte. Davon abgesehen, sollte man auch die Zeit in die Frage nach dem Werdegang eines Menschen evaluieren. Die PCWA in der heutigen Zeit ist nicht die gleiche, wie jene zu Zeiten eines Mister Barkers oder auch zu ihren düsteren Tagen. Auch dies ist einer der Gründe, die mich dieses Mal hierher führen."

Nun ist es Thrawn, der in seinen Gedanken unterbrochen wird, als die Bedienung wiederkehrt, um die Getränke auf dem Tisch abzustellen. Die dunkelhaarige Dame lächelt den beiden freundlich zu, während sie sich nach vorne beugt und einen Blick in ihr Dekoletee frei gibt.
Schließlich ergreift MD sein Glas und hebt es dem Großadmiral entgegen.

Mad Dog: "Dann also ein Hoch auf diese Zeit. 2019!"

Und die Gläser klirren aneinander. Der Hund wischt sich erneut den Schaum aus dem Bart und nickt für eine Weile, in welcher der ionische Unterton seines Prosits verklingt.

Mad Dog: "Ja, ja... Ja! Das stimmt. Ich sollte mich noch mehr mit den PCWAlern beschäftigen, um diese Zeit zu prägen. Jetzt, wo kaum noch alte Gesichter hier sind, ist es sowieso Zeit für neue Beziehungen, huh?! Aber das, was das Ganze noch schwerer macht, ist dazu gewiss meine Psychologie und meine Erinnerung, die in die aktuelle Begegnung zweier Menschen auch noch mit reinspielen. Ganz unweigerlich kommen alte Beziehungen hoch, wenn ich mit neuen Leuten rede. Das eine Wort erinnert mich an einen Kollegen von damals, die eine Geste an den anderen. Und je nachdem ob es in der aufsteigenden Erinnerung Freunde oder Feinde waren, ob es positive oder negative Begegnungen waren, so reagiere ich heute. Manchmal auch unbewusst..."

Nachdem seine Augen bei dem kurzen Monolog nur auf das Bier vor ihm gerichtet waren, fiel es ihm wie Schuppen von den Augen. Tatsächlich hatte sich in seinem Gespräch mit Graves eine alte Beziehung wieder gespiegelt - als damals nämlich Gabriel Lucifer und er um das Wohl des Blake Milton stritten. Dies übertrug MD auf die Situation um Tony Graves und lud auf ihn jene Aggression und Eifersucht, die eigentlich Milton für dessen Liebe zu Luicfer galten.. 

Schnell erhebt die unbekannte Konstante wieder den Kopf und schaut Thrawn in die eisigen Augen.

Mad Dog: "Aber dass sich alte Beziehungen in den neuen wiederfinden, ist für einen Mann wie sie, der versucht die eigenen Gefühle aus jeder Beziehung heraus zu halten, womöglich nicht nachvollziehbar, huh?!"

Der Bläuling schenkt dem Hund ein kleines Schmunzeln, ehe er mit kalter Stimme antwortet.

Großadmiral Thrawn: "Ich halte meine Gefühle nicht aus meinen Angelegenheiten, Mister Mad Dog, ich verberge sie lediglich besser als Andere. Jedoch kenne ich den Effekt über den Sie sprechen aus meiner aktiven Zeit beim Militär und der daraus folgenden psychologischen Kriegsführung. Derlei Kenntnisse werden übrigens auch in der freien Wirtschaft genutzt um schwierige Kunden an Land zu ziehen, wie man so schön sagt."

Er nickt einmal mehr mit dem Kopf und nippt an seinem Gin, ehe er fortfährt.

Großadmiral Thrawn: "Ein hervorragendes Bouquet. Jedenfalls ist es so, Mister Mad Dog, wenn man weiß, wie ein bestimmter Typ Mensch auf eine bestimmte Situation reagiert, so ist dies sowohl im Krieg, als auch in jedwegen anderen Konkurrenzsituationen von entscheidender Bedeutung. Eine Person, welche solche Informationen nur allzu gerne für sich nutzt, ist beispielsweise Mister Lafayette."

MD kneift prüfend die Augen zusammen. Seine Augenbrauen wandern dabei tief hinab.

Mad Dog: "Und ich dachte, ihre Mission, weswegen sie mir im Frühjahr des letzten Jahres auflauerten, sei vorbei. Zumindest ich habe Ihnen alles über Lafayette gesagt, was ich weiß..."

Thrawn mustert den Hund kühl und es lässt sich nur schwer deuten, inwiefern er den Worten des Hundes auch Glauben schenkt. Seine kühle Stimme liefert darauf jedoch sogleich eine Antwort.

Großadmiral Thrawn: "Und das glaube ich Ihnen auch, Mister Mad Dog. Jedoch ist eine Mission, deren Ziel es ist Wissen zu erlangen, niemals vollends vorbei, nicht wahr, Mister Mad Dog? Jedenfalls ist seit unserem letzten Treffen einiges an Zeit vergangen und die Dinge haben sich entwickelt. Deswegen würde ich es sehr begrüßen, wenn wir in einigen Tagen noch einmal zusammentreffen könnten. Denn auch ihre Mission ist, wenn ich nicht gänzlich falsch liege, noch nicht beendet mit ihrer Rückkehr in die PCWA Gefilde."

Der Blick von Thrawn geht dieses Mal direkt aus dem Fenster zu einem Brawlin' Rumble Plakat und bleibt auf diesem ruhen.

Auch der Hund blickt nun auf das Plakat.
Als er wieder zu Thrawn zurück schaut, lächelt er zum ersten Mal freundlich.

Mad Dog: "Wenn sie es so ausdrücken wollen, dann ist meine Mission bei dieser Veranstaltung noch nicht vorbei. Mehrere zweite Plätze sprechen für sich, huh?! Und weiter gilt dies auch für meine Mission hier in der PCWA, das ist bekannt!"

Thrawn blickt nun ebenfalls wieder zu Mad Dog zurück und legt seinen Kopf ein wenig in eine rechte Schräglage.

Großadmiral Thrawn: "Für mich, war es stets von Vorteil niemals allzu lange ein Teil ein- und derselben Institution zu sein. So haben sich meine Geschichte und jene der PCWA immer wieder wie Tangenten berührt, jedoch bin ich niemals vollständig in die Geschichte dieser Liga abgetaucht. Ganz im Gegenteil zu Ihnen, Mister Mad Dog, dem dies ein besonderes Anliegen ist."

Er nippt erneut an seinem Gin und fährt dann fort.

Großadmiral Thrawn: "Und genau so, verhält es sich auch mit unserer gemeinsamen Beziehung, Mister Mad Dog. Auch diese ist tangential bestimmt. Unsere Geschichte wird in einigen Tagen und beim Brawlin' Rumble fortgeschrieben, nur damit sich unsere Wege anschließend einmal mehr auf unbestimmte Zeit trennen."

Der Bläuling umgreift kurz sein Kinn, während sein Blick wieder einmal zu der Vase geht, welche er zuvor erspäht hat.

Vorfreudig nickt die unbekannte Konstante.

Mad Dog: "Tatsächlich ist dies auch der Grund, weswegen wir beide uns vertrauen können, huh?! Denn es kommt neben den bisher genannten Punkten wohl nicht nur darauf an, wer und wie ein Mensch ist, sondern auch auf seine Anliegen und Ziele. Und wie gefährlich er meinen werden kann. Wie immer treibt auch sie beim Rumble ein anderes Anliegen nach Berlin! Und ich glaube noch nichtmal, dass es nur Lafayette ist... Wissen sie, das Erfrischende an Ihnen ist ja stets die geheime Motivation, die meist konträr zu dem prestigesüchtigen Verlangen der anderen Teilnehmer steht."

Mit einer fragenden Augenbraue bedenkt er Thrawn.

Mad Dog: "Was nicht heißen soll, dass sie mir auf meinem Weg zum Sieg keine Stöcke in die Beine werfen könnten."

Die Gesichtszüge von Thrawn verraten einmal mehr keinerlei Emotion. Nicht die kleinste Regung lässt sich auf dem statuenhaften Gesicht ablesen. Und auch die Stimmlage, mit welcher er einmal mehr spricht, ist kühl, monoton und distanziert.

Großadmiral Thrawn: "Womit Sie durchaus nicht Unrecht haben. Jedoch liegen Sie selbstverständlich auch damit richtig, dass mich nicht einzig der Rumble hierher nach Berlin führt. Wie ich Ihnen bereits mitteilte, gab es Entwicklungen, über welche sich zu sprechen lohnt. Schließlich kann der Ausgang dieses Gespräches auch Konsequenzen für den Rumble und Ihren ewigen Wunsch diesen zu gewinnen haben."

Mit einem Mal werden die Gesichtszüge des Bläulings jedoch härter. Und auch die Miene des Night Fighter versteinert ob des Gesagten.

Großadmiral Thrawn: "Und auch zum ersten Mal in unserer wechselseitigen Beziehungen könnte es Konsequenzen auf das gegenseitige Vertrauen haben, welches uns bisher bindet. Aber urteilen Sie selbst ... wenn Sie bereit sind, werden Sie mich finden."

Mit diesem letzten Wort steht der Großadmiral auf und schiebt Mad Dog einen Zettel zu. Einmal mehr leuchten die roten Augen für einen kurzen Moment auf, oder scheinen es zumindest zu tun.

Großadmiral Thrawn: "Ich wünsche Ihnen auch weiterhin einen angenehmen Abend, Mister Mad Dog. Ich hingegen habe noch einen weiteren Besuch auf meiner Liste abzuleisten. Wir sehen uns."

Und schon dreht Thrawn sich einfach um und verlässt den Ort des Geschehens. Den halb ausgetrunkenen Gin lässt er einfach auf dem Tisch stehen. Der Drink war ohnehin nur gedacht, um sich die Lippen zu befeuchten.

Unterdes schaut Mad Dog Thrawn nachdenklich hinterher. Sollte der Großadmiral etwa zu einem unerwarteten Feind auf seinem Weg zum Rumblesieg werden? Sein Blick fällt prüfend auf den Zettel, auf dem eine Uhrzeit und ein Treffpunkt vermerkt sind. Leider erhaschen wir allerdings keinen genaueren Blick auf die Details, denn die Regie schaltet zurück zu den Kommentatoren.


Vincent Craven: "Oha... Das hörte sich ja nach einer kleinen Drohung an. Wenn ich keine Details bekomme, dann wird der Rumble für dich nicht so positiv laufen, hm?"

Mike Garland: "Aber was um alles in der Welt hat Mad Dog mit Lafayette zu tun?! Das ist doch der Typ, der Lara Lee zum Wrestling zurück brachte."

Vincent Craven: "Das fand ich allerdings auch äußerst seltsam. Und es scheint da ja auch schon ein Gespräch gegeben zu haben..."

Mike Garland: "Thrawns Mission lässt sich damit vielleicht ein wenig eingrenzen... Aber irgendwie wirft der genannte Name nun mehr Fragen auf, als er Antworten bringt."

Vincent Craven: "Das wird wohl auch noch ein wenig so bleiben. Zumindest bis wir mehr erfahren. Deswegen sollten wir uns den Dingen zuwenden, die heute geklärt wurden. Beispielsweise der Niederlage von Ronin im Opener."


------------------ PCWA ------------------

Eine Kamera Backstage auf Ronin gerichtet, welcher gerade von seinem Match zurück kommt, erschöpft und angeschlagen. Nach einer Doppeltür steht in einer Ecke Jimmy Maxxx, die Cryption Crown über der Schulter, klatscht er etwas ironisch in die Hände.

Jimmy Maxxx: "Gutes Match... nein wirklich gutes Match!"

Sagt er und geht dabei auf Ronin zu, der stehen geblieben ist.

Jimmy Maxxx: "Aber seien wir ehrlich, Page hat einen wunden Punkt erwischt, stimmts? Er hat dir genau das gesagt, wovor ich dich gewarnt habe. Auch er spürt, dass du nicht ehrlich mit dir selbst bist, dass du dich hinter Floskeln und Sprüchen versteckst. Hinter einer gespielten Dunkelheit."

Er schaut Ronin von oben bis unten an.

Jimmy Maxxx: "Auch ich fühle einfach keine Dämonen bei dir, keine Dunkelheit, nichts, was einem sagt: Mensch der Kerl hat schon was erlebt und durchgemacht. Du besitzt keine bedrohliche Aura. Und das soll auch kein Angriff sein, ich sage dir nur die Wahrheit. Dir fehlt einfach noch etwas."

Dann verschrenkt er die Arme.

Jimmy Maxxx: "Vielleicht verstehst du ja, was ich damit andeuten will? Oder was mein Erscheinen direkt nach deinem Match zu bedeuten hat?"

Ronin kneift für einen Moment die Augen zusammen.

Ronin: "Der wunde Punkt ist die Art, wie die Vergangenheit für ein Idealbild zurechtgeschoben wird, aber das werde ich ihm noch vor Augen halten."

Er braucht eine Pause zum Durchatmen.

Ronin: "Ich bin ein Rookie und gehöre zu den Leichtgewichten der Liga, hätte ich das alles schon, hätten die anderen etwas falsch gemacht."

Er geht kurz in sich und stimmt auf mildere Töne um. Nach einem Kampf kann es passieren, dass man selbst im Gespräch noch aggressiv bleibt, aber Ronin will nicht respektlos wirken. 

Ronin: "Ob du es verstehst oder nicht, ich brauche diese Linie, egal wie sie auf andere wirkt. Wenn ich morgens in den Spiegel blicke, bevor meine Kinder mich sehen, will ich nicht das gleiche Gesicht vor mir haben, das die Zuschauer an mir sehen, wenn ich kämpfe."

Jimmy Maxxx: "Darum geht es auch nicht. Ich weiß selbst, wie zerstörerisch es sein kann, etwas zu sein, was man nicht ist."

Die Arme bleiben verschränkt, der Gürtel um seine Hüfte schimmert darunter.

Jimmy Maxxx: "Es geht einfach darum, das manchmal ein und eins zwei ergibt. Und das dadurch sich gewisse Sachen verstärken lassen. Ich bin eine sehr starke und eigensinnige Persöhnlichkeit, aber manchmal muss man erkennen, dass man sich mit anderen Leuten verbünden muss, um seine Ziele zu erreichen."

Dann guckt er kurz nach unten auf den Gürtel.

Jimmy Maxxx: "Und du brauchst jemand, der dir etwas mehr Profil gibt. Sowie Seriösität innerhalb der PCWA. Und ich glaube, dass ich dafür doch geeignet wäre."

Ronin zögert mit der Antwort und überlegt, dann nickt er doch noch.

Ronin: "In Ordnung. Aber ich bin neugierig, welche Lösungen für meine Probleme gehen dir durch den Kopf?"

Ein Facepalm Moment, den Maxxx auch gleich mit einer Hand ins eigene Gesicht quittiert.

Jimmy Maxxx: "Genau das meine ich doch, Ronin. Bist du ein Krieger oder ein Weichei? Was soll das? Soll ich dich noch mit Gleitgel einschmieren, damit du noch besser in meinen Arsch kriechen kannst? Fuck, steh doch endlich mal gerade für dich selbst. Ich möchte dir einfach nur zukünftig den Rücken frei halten. Und das gleiche von dir erwarten. Und dabei auf diesem Weg zeigen, wie man überlebt in diesem Haufen von Egoisten in der PCWA. Damit sowas wie gegen Page nicht nochmal passiert. Oder bei mir mit dem Match gegen Poe."

Dann grinst er etwas verschmitzt und reibt sich die Stirn.

Jimmy Maxxx: "Aber vorallem brauchst du erstmal ein paar Eier und einen Arsch in der Hose. Dieses Rumgesülze bringt dich nirgendswo hin außer auf die Schultern bis drei. Du wirkst etwas fehl am Platz und ich möchte dir helfen dich etwas besser zurecht zu finden. Und das ohne dabei alleine mit dem Rücken zur Wand zu stehen."

Er konnte mit seiner Antwort nur verlieren, das sieht er jetzt ein. Aber er sieht es anders als Jimmy.

Ronin: "Soll ich wie viele andere polternd und beleidigend auf meinen Gegner zugehen, um meine eigenen Schwächen zu überdecken? Das habe ich nicht vor. Betrachte mich wie einen Blitz. Ich zeige mich und lasse den Erfolg meinen Donner sein. Kenne den Feind und kenne dich selbst. Und ich fange lieber bei mir selbst an und setze mich mit meinen Schwächen auseinander."

Er geht direkt auf Jimmy zu, langsam scheint er genug zu haben.

Ronin: "Und ich bleibe bei meinen Worten. Wenn es sich richtig anfühlt, gehe ich Bündnisse ein, egal wie schwer sie scheinen."

Jimmy Maxxx: "Na dann... lass uns schauen, wohin diese Allianz uns vielleicht führen könnte. Aber lass dir eines gesagt sein, ein falsches Ding von dir und ich bringe dich zu Fall, ok? Nur dass wir uns da klar verstehen. Ja du bist ein... außergewöhnlicher Charakter innerhalb der PCWA. Und das respektiere ich. Du bist anders. Aber du bist lange genug hier, um mich zu kennen. Und du weißt, ich lasse mir nicht die Butter vom Brot nehmen. So wie es in meinen Wald reinschallt, so kommt es zurück. Nur eine ehrliche und offene Warnung gleich am Anfang, nutze meine Aufmerksamkeit für dich nicht aus!"

Dann geht der Mann mit der Krone einfach an Ronin vorbei.


Vincent Craven: "Na, ob das aber der richtige Umgang für Ronin ist?"

Mike Garland: "Maxxx wird jedenfalls ein guter Rammbock sein, wenn Ronin unter die Räde gerät. Und das wünscht man so einem PCWA Neuling doch, dass er nicht von allen Seiten in Beschlag genommen wird."

Vincent Craven: "Wenn du es so formulierst, dann könnte da tatsächlich etwas dran sein. Allerdings dürfte Maxxx ihn ja auch unter Beschlag nehmen und ob dieser Einfluss so gut ist, fragte ich mich."

Mike Garland: "Ganz uneigennützig ist keine Allianz in der PCWA. Maxxx wird auch aus dem Main Event der letzten Vendetta gelernt haben... schließlich wäre es ihm dort zugute gekommen, wenn ihm jemand den Rücken freigehalten hätte."

Vincent Craven: "Womöglich wäre das Match dann aber auch anders ausgegangen und Maxxx hätte nun nicht die Cryption Crown auf seiner Schulter."

Mike Garland: "Ich würde dieses Match wirklich nochmal gerne in einem Eins gegen Eins ohne Eingriffe sehen. Aber Poe ist ja heute Abend schon anderweitig beschäftigt..."


------------------ PCWA ------------------

Im heutigen Main Event steigt der Undisputed Gerasy Marc Poe endlich gegen einen seiner größten Widersacher in den Ring: Shadow. Vorher will der Mann aus Baltimore gerne noch ein paar Takte mit dem Schatten wechseln, er will ihn ansprechen auf seine Drohung gegen Jona Vark. Die PCWA-Chefin erzählte dem Marylander nämlich nach Vendetta 138 von ihrer Begegnung mit dem Schatten. Und das bedeutete aktuell schon etwas…

Obwohl die Beziehung von Jona und Poe auf Eis liegt, fühlt sich der Mann aus Baltimore noch als ihr Beschützer. Deshalb ist es dem Gerasy ein inneres Bedürfnis mit Shadow zu sprechen, bevor er ihm im Ring eine Lektion erteilt. Reden gehört bekanntlich sowieso zu den liebsten Beschäftigungen des PCWA-Schattens, was der ehemaligen Hafenarbeiter ausgiebig zu spüren bekommen hatte – nebst entsprechenden Verbalduellen auf Augenhöhe. Und des Schattens Lieblingsort war und ist nun mal das „Skywalk“. Dort treibt er sich ziemlich oft rum. Folglich ist Poe nun auch genau hier angekommen und schaut sich um.

Beide Schwingtüren pendeln noch mit fast lautlosem Ächzen aus, als der Champ stehenbleibt und sich umschaut. Mal wieder leger modisch in ärmellosem Langmantel, „Poe-per-View“-Muscleshirt und Cargohose gedresst steht er da, die Hände in die Hüften gestützt und sieht sich um. Die unter dem Dach liegende Bar mit der großen Panoramaaussicht wirkt so kurz nach dem zweiten Match noch immer recht übersichtlich mit ein paar vereinzelten Fans und sonstigen Gestalten der Company, welche hier ihre Pause verbringen. Nur der, den er sucht, ist nicht darunter.
Die Blicke der wenigen Gäste sind wie ein Spotlight auf ihn gerichtet. Konnte man auch nicht anders erwarten, immerhin ist er der Gerasy und der Held vieler Zuschauer. Ein Massenauflauf wird glücklicherweise verhindert, da die meisten Fans sich den Fight der vielversprechenden Neulinge von den Rängen angeschaut haben und nicht auf einem der Monitore im "Skywalk". Die meisten der  Gäste springen trotzdem auf, um ihren Helden anzusprechen. Poe kommt den Selfie- und Autogrammwünschen natürlich nach. Er ist eben ein Champion zum Anfassen. Nachdem die schöne Seite seines Jobs erledigt ist, betrachtet er vor allem die dunklen Ecken im "Skywalk" ganz genau. Shadow scheint tatsächlich nicht hier zu sein.

Marc hat bereits Anstalten gemacht, auf dem Hacken umzudrehen … als sein Blick auf ein Pärchen fällt, das seine Aufmerksamkeit erregt: er ebenfalls in Freitzeit-Wear mit Spruchshirt unter dem langen Mantel. Auf dem Kopf ein tiefblaues Bandana mit Eiskristall-Muster - eines, was sich auch auf der Lederjacke seiner Begleiterin abzeichnet, unter der sie ihre üblichen dunklen Klamotten trägt. Marc weiß natürlich, wen er da vor sich hat - spätestens seit dem Abstecher nach Japan, wo zumindest er auch einen aktiven Einsatz hatte. Eben genau gegen jenen, den er sucht.
Poe geht also einige Schritte an den Tisch des Tempest heran, welcher seinerseits den Champ seit seinem Entree ins "Skywalk" beobachtet und mit seinem Valet scheinbar darüber getuschelt hatte. Der Ex-Hafenarbeiter grüßt salopp und deutet dann zu dem Neuling.

Marc Poe: "Du bist Trent Cardigan, right?"

Der schlaksige Neuling zwinkert seiner ebenfalls grinsenden Partnerin zu, erhebt sich dann und tauscht mit Poe einen festen Händedruck aus.

Cardigan: „Gut erkannt. Hab mich schon gefragt, wann die Winde des Lebens dich mal zu uns herwehen, Champ.“

Ein Sekundenbruchteil - doch der genügt, um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen: der Anflug eines Lächelns im Gesicht des Wirbelsturms wirkt spitzbübisch und wach. Folglich kann sich Poe auf das Spiel wohl einlassen.

Windy: "Ihr entschuldigt mich, Jungs …"

Die Gespielin des Tempest schiebt sich, nachdem sie sich erhoben hat, zwischen beiden durch, nickt Poe kurz grüßend zu und schlendert dann mit einem gefüllten Iso-Kaffeebecher in Richtung der anderen Seite des „Skywalks“.
Der Undisputed Gerasy deutet mit dem Kinn fragend auf einen der leeren Stühle. Cardigan nickt, also schwingt sich Poe elegant auf den Sitz. Trent nimmt gegenüber Platz.

Cardigan: "Der Gerasy am Tisch eines Neulings - das kann sowohl Regen als auch Sonnenschein bedeuten. Überrascht mich tatsächlich etwas, aber egal … was kann ich also für dich tun?"

Marc Poe: "Es kommt drauf an, wie deine Begrüßung ausfällt. Kwoga wurde von dir immerhin alles andere als freundschaftlich empfangen."

Trent grinst, während er den letzten Rest Biermix in sein Glas schüttet.

Cardigan: "Ich bin eigentlich immer freundlich und zuvorkommend zu allen. Wenn mir allerdings jemand blöd kommt, dann noch an die Karre pisst oder sogar anfängt, sich vor meiner besseren Hälfte aufzuspielen, dann kann es durchaus passieren, dass Klima und Ton etwas rauer werden. Your Choice!"

Poe folgt Cardigans Blick, der zum anderen Ende des „Skywalks“ geht. Windy scheint ebenfalls jemand zum Quatschen gefunden zu haben – zumindest redet sie augenscheinlich mit einer der Angestellten.
Dann blicken sich Marc und Trent wieder an. Der Marylander stützt seine Ellenbogen auf den Tisch und kommt etwas näher an den Wirbelsturm ran.

Marc Poe: "Schauen wir mal, wohin es sich entwickelt. Als stinknormalen Neuling würde ich dich allerdings nicht bezeichnen, denn immerhin hast du Shadow beim NWD einen harten Fight geliefert. Und da ich heute selbst gegen den Schatten antrete, ist es eigentlich nicht ganz so ungewöhnlich, dass ich aus unserem zufälligen Treffen einen kleinen Nutzen ziehen will."

Cardigan: "Daher weht also der Wind … nun, du willst also mehr über Shadow wissen, correctamente?! Tja ... schon mal ein Puzzle ohne Vorlage zusammengebaut?"

Marc Poe: "Gutes Beispiel, aber im Moment hilft mir das nur bedingt weiter..."

Poe zuckt mit den Schultern, lehnt sich zurück.

Marc Poe: "… daher: sprich dich ruhig aus. Erzähl mir doch etwas. Zum Beispiel … erstmal über Trent Cardigan. Da gibt es doch eine Geschichte, in die Jona Vark involviert ist, oder? Das würde mich wirklich interessieren."

Cardigan: "Vark?! Die hat doch nur mittelbar was damit zu tun. Und soweit ich das bisher richtig mitbekommen habe … bist du doch eher mit ihr involviert, oder?!"

Guter Konter, dieser Mann ist schlagfertig. Diese Tatsache wundert Poe allerdings nicht, denn immerhin hat Cardigan wohl eine ganze Menge mit dem Schatten zu tun gehabt. 

Marc Poe: "Du bist also der Part von Shadow und dir, der erst spricht und dann denkt, right? Denn eigentlich solltest selbst du, wenn du neu in der Liga bist, wissen, dass ich nicht besonders gern über Jona und mich rede. Frag mal bei Grizz Lee an."

Ein breites Lächeln beim Wirbelsturm, der mit beiden Armen unschuldig wirkend vor dem Körper wedelt.

Cardigan: „Schon gut, schon gut, war nicht so gemeint. Aber ganz ehrlich: sie hat damit eigentlich nichts zu tun. Und ich weiß bis heute nicht richtig, ob und wie ich da mit verstrickt bin. Alles, was ich weiß, ist, dass der Schatten und ich einst in einer anderen Liga als Lieblinge der Fans den Ton angegeben haben und wir miteinander dicke waren. Aber wie ich letztens erst feststellen musste, galt das wohl bloß für mich. Die Antwort darauf such ich also demnach noch - wie du vermutlich eine auf deine eigene Frage.“

Der Marylander fährt sich durch den Bart. Shadow und Cardigan waren also, wie er es sich dachte, mal Best Buddies. Dann kam der Bruch, welcher wohl vom Schatten ausging. Klingt, als wenn es Parallelen zu der Geschichte von Poe und The Unfathomable Dark gäbe.

Marc Poe: "Und mir wirft Shadow immer noch vor, dass ich ihn nach unserem durchaus angenehmen Gespräch im Münchner Olympiastadion beim nächsten Treffen verbal attackiert habe. Dabei ist er offensichtlich nicht anders. Allerdings wart ihr ziemlich lange gute Bekannte, oder? Wieso seid ihr solche erbitterten Feinde geworden?"

Cardigan: „Warum?“

Der Tempest stellt die Frage mit einem amüsierten Unterton, bevor er in seinen Lachs-Bagel beißt und es herunter kaut. Poe legt seine Stirn in Falten, er empfindet Cardigan als durchaus anstrengend. Wieso oder Warum, den genauen Unterschied kennt keiner ganz genau und außerdem mag niemand Klugscheißer.

Cardigan: „Vermutlich, weil wir alle keine Telepathen sind. Die Welt würde wohl anders aussehen, wenn wir nicht mehr Rate-mal-mit-Rosenthal mit unserem Gegenüber spielen müssten, weil alles offen läge…“

Ein ernster Zug legt sich auf sein Gesicht, wobei sein Blick ein wenig gen Boden geht.

Cardigan: „… womöglich hätte ich dann gemerkt, dass er einige Dinge nach meinem Abgang damals falsch verstehen und sie jahrelang mit sich herumtragen würde. Oder aber er hätte eingesehen, dass seine Einbildungen wirklich nur welche waren. Wer weiß…“

Der Tempest schaut wieder hoch.

Cardigan: „… wie hätte er es wohl formuliert: im Endeffekt sehen wir alles meist mit unseren Augen - und damit mit den Falschen. Da helfen dann weder Fragen noch Antworten.“

Der Marylander bläst die Backen auf. Cardigan und Shadow sind sich definitiv ähnlich, beiden gelingt es mit vielen Worten wenig zu erzählen.

Marc Poe: "Gut, wahrscheinlich weiß es einfach keiner von euch. Allerdings weiß ich, dass ich später gegen Shadow in den Ring steige. Zwar hatte ich schon das große Vergnügen, aber trotzdem kann ich den Schatten irgendwie nicht durchschauen und bin mir nicht sicher, wie er sich beim One-on-One verhalten wird."

Der Wirbelsturm schürzt ein wenig die Lippen, bevor er zu seinem Trinkglas greift und einen Schluck nimmt. Dann schaut er Poe an, deutet mit dem Glas zu ihm, bevor er es zurückstellt.

Cardigan: „Würdest du sagen, dass das Glas halbleer ist?!“

Marc Poe: "Ich bin Optimist, also halbvoll."

Cardigan: „Naja, nicht wirklich … man könnte auch sagen, dass es eine Gemengelage aus Bier, Limonade und Schaum ist - oder?!“

Der Mann aus Baltimore reibt sich die Augen. Mit nicht ganz ernst gemeintem Interesse schaut er nochmal genauer auf und in das Glas.

Cardigan: „… und auch das trifft es nicht ganz: im Grunde haben wir hier ein sauberes Trinkglas, in das einer was reingeschüttet hat. Hätte was von positiver Verschmutzung, nicht wahr?!“

Marc Poe: "Bilderrätsel und Metaphern konnte ich noch nie leiden. Es wundert mich wirklich, dass der Schatten und du nicht mehr miteinander könnt. Doch wahrscheinlich seid ihr euch irgendwann gegenseitig auf die Nerven gegangen. Ich persönlich mag es lieber, wenn man direkt mit mir spricht. Deshalb weiß ich nicht, ob unser Smalltalk überhaupt irgendwas für einen von uns bringt. Außerdem erzählst du gefühlt immer was anderes."

Der Wirbelsturm greift wieder sein Glas, wobei er mit dem Zeigefinger auf den Gerasy deutet.

Cardigan: „Siehst du - und genau das meine ich …“

Er trinkt einen weiteren Schluck, bevor er fortfährt.

Cardigan: „Eine Sache hat immer viele Blickwinkel - und T. …. sorry, Shadow weiß das. Wenn du dich mit ihm in den verbalen Clinch begibst, hat er das stets im Hinterkopf. Und was auch immer du ansprichst, er nutzt die anderen Nuancen für sich als Ausweg. Damit zieht er sich aus der Sache raus und drückt dich rein - im günstigsten Fall in eine logische Sackgasse. So bleibt er immer Herr der Lage, zumindest was das gesprochene Wort angeht. Das ist nunmal sein Spleen. Der macht einen kirre, wenn man es nicht gewohnt ist. Ich hab mich über die Jahre dran gewöhnt. Und du solltest es auch tun, willst du öfter mit ihm zu tun haben.“

Marc Poe: "Dass du dich daran gewöhnt hast, brauchst du mir nicht sagen. Ein Blinder würde euch aufgrund der Worte wahrscheinlich für ein und dieselbe Person halten."

Poe mustert Cardigan eindringlich mit seinen eisblauen Augen. Dann lässt er seinen Gedanken sofort wieder weichen, denn immerhin sind die Zwei schon gegeneinander in den Ring gestiegen.

Cardigan: „Der alte Schwarzseher färbt wohl doch ab…“

Dieser letzte Satz ist mehr zu sich selbst gesprochen. Marc übergeht dies derweil einfach.

Marc Poe: "Wie oft ich mit dem Schatten zu tun habe, werde ich leider nicht gefragt. Er und ich werden uns wohl oder übel immer wieder über den Weg laufen. Bis wir endgültig wissen, wer der Bessere von uns ist."

Nun ist es der Tempest, welcher sich über den Tisch beugt.

Cardigan: „Sag mir eines, Champ, wenn ich alles richtig verstanden habe, zusammenfasse und rekapituliere: ihr habt euch damals im Stadion ganz ungezwungen unterhalten. Und dann, als ihr plötzlich beide die Chance auf den großen Titel bekommen habt, seid ihr zu Gegnern geworden. Ist ja auch nicht unschädlich - aber jetzt kommt das Entscheidende: eure erste 1:1 - Begegnung danach, wie ist die abgelaufen?“

Marc Poe: "Ich habe kurz vor unserem erneut zufälligen Zusammentreffen erfahren, dass wir beim Impact als Gegner im Ring stehen. Und ich war der Meinung, dass er es nicht verdiente, im gleichen Match wie ich zu stehen. Immerhin hatte ich mir das Privileg um den Gerasy anzutreten über einen langen Zeitraum hart erkämpft und dem Schatten reichte ein Sieg. Deshalb habe ich Shadow wie einen kommenden Gegner behandelt, den ich nicht respektiere."

Cardigan: „Gehe ich recht davon aus, dass er dir sinngemäß die offene Hand hingehalten hat, du sie aber ausgeschlagen hast?“

Marc Poe: "So kann man es auch bezeichnen."

Trent schließt die Augen und zuckt mit ausgebreiteten Armen die Schultern, bevor er sie wieder sinken lässt und Marc ansieht.

Cardigan: „Das war dein Fehler, Champion! Der gute Shadow mag ein Ausnahmeathlet sein, was Verbales angeht. Jemand, der sich durchaus bewusst ist, dass neben Schwarz und Weiß viele Grautöne existieren. Aber innerlich … ist er einer, für den es meist nur Sekt oder Selters gibt. Pro oder contra. Entweder bist du auf seiner Seite oder nicht. Einem guten Kampf ist er nie abgeneigt - aber es gibt einen Unterschied zwischen Augenhöhe und Verbissenheit. Indem du dich gegen ihn gestellt hast, hast du dich leider für Letzteres entschieden. That’s life - jetzt kann ich ihn bzw. euch ein Stück weit verstehen …“

Marc Poe: "Dann werden wir mal schauen, ob er heute Abend im Ring Sekt oder Selters gewinnt."

Der Gerasy nickt dem Wirbelsturm kurz zu, erhebt sich. Scheinbar hat er genug von dessen geistigen Ergüssen, welche ihn zu sehr an diejenigen erinnern, mit denen sein heutiger Gegner ihn bereits zur Genüge genervt hat.

Cardigan: „Warte…“

Marc Poe: "Was gibt es noch?"

Trent atmet einmal tief durch, steht dann ebenfalls auf und sich dem Mann aus Baltimore gegenüber.

Cardigan: „Ich will nicht, dass das hier wirkt, als würde ich den Schatten auf Teufel komm raus verteidigen wollen. Im Gegenteil. Ich mag dich eigentlich, deinen Style, deine Art. Das ist auch gut für die Liga. Und wenn du es nachher richtig anstellst, was ich vermute, hast du fürs Erste ein bisschen Ruhe … aber tu mir einen Gefallen und schenk den Worten anderer auch ein wenig Aufmerksamkeit. Vielleicht ist was Wahres dran. Und wenn das auch nicht hilft - versetz dich in seine Lage damals und frag dich, wie du reagiert hättest…“

Der Wirbelsturm hält ihm die offene Hand für den Buddy Handshake hin.

Cardigan: „… viel Glück!“

Poe zögert nicht, er schlägt ein. Cardigan scheint trotz teilweise nervigen Metaphern irgendwie in Ordnung zu sein und außerdem stehen sie aktuell irgendwie auf der gleichen Seite. Beide wollen Shadow in die Schranken weisen.

Marc Poe: "Man sieht sich, Cardigan. Vielleicht sogar schon bald im Ring."

Der ehemalige Hafenarbeiter schickt noch einen lässigen Gruß los, bevor er das „Skywalk“ wieder verlässt. Der Tempest blickt ihm noch nach, wobei er sich seinen letzten Rest Bagel in den Mund steckt und mit Biermix herunterspült.

Windy: „Na, alles geklärt?!“

Seine bessere Hälfte erscheint wieder. Trent antwortet im Aufkauen.

Cardigan: „Jep! Zumindest hoffe ich, dass ich ihn ein bisschen glücklich machen konnte. Was war bei dir los?“

Windy winkt ab.

Windy: „Mädchenprobleme, nicht der Rede wert …“

Der Tempest schnieft verächtlich, bevor er das Glas in einem Zug leert. Ein letzter Blick zur Tür – doch dann verwirft er den zynischen Gedanken, welchen er hatte.

Cardigan: „Na los, komm. Suchen wir uns nen guten Platz für den Mainevent.“

Und damit gehen sie letztlich auch ….


Vincent Craven: "Wow, da bot sich doch ein interessanter Blick auf die Psyche Shadows. Und dies von einem wahren Kenner, schließlich weiß Trent Cardigan von allen Männern des Rosters das meiste über das unergründliche Dunkel zu berichten."

Mike Garland: "Und unser Gerasy ist mal wieder auf dem einen Ohr taub und schaltet nach einem gescheiterten Icebreaker ab. Und da wundert es ihn noch, dass sein Untergang begonnen hat?!"

Vincent Craven: "Untergang? Jetzt mach mal halblang, Mike. Womöglich ist Poe entgegen deiner Meinung doch ebenso deutlich auf Shadow fokussiert, wie dieser auf ihn. Ansonsten hätte der Hass auf Shadow das Gespräch mit Cardigan gerade kaum so sehr lähmen können."

Mike Garland: "Aber von Lähmungen spreche ich doch! Poe verrennt sich immer mehr und das hat er nicht nur letzte Vendetta zu spüren bekommen, sondern wird es auch heute merken. Sowie beim Rumble. Und dann steht er ganz ohne Titel da."

Vincent Craven: "Das werden wir ja in unserem heutigen Main Event sehen. Zuvor aber geht es um die Cotatores - und da schalten wir gleich einmal zu den Herausforderern."


------------------ PCWA ------------------

Nach ihrem Treffen mit den Ring Assassins waren die Jungs von Team Triple H noch im Trainingsraum. Zu ihrem Glück haben sie Kwoga verpasst, worüber sie rückblickend sicher nicht ganz unglücklich sein werden, waren ihre gemeinsamen Aufeinandertreffen innerhalb der XAW damals doch meistens recht unglücklich für die beiden Happy Guys ausgegangen. Nun haben sie ihr Training jedenfalls beendet und gerade die Trainingshalle verlassen. Gemeinsam besprechen die Drei noch einmal die Taktik für den Kampf.

Gordon Banes: "Denkt dran, Jungs, wir müssen einfach auf alles gefasst sein. Smash wird sicher mit jedem schmutzigen Trick arbeiten, den er kennt!"

Brandon Cornwallace: "Aber das Spiel beherrschen wir auch. Der Trainer hat uns schließlich damals jeden Trick beigebracht, den es gibt. Ich bin sicher, dass einige davon nicht einmal Smash kennt."

Gordon Banes: "Ja, wir werden sehen, wie diesem aufgeblasenen Egomanen seine eigene Medizin schmeckt. Beim National Wrestling Day konnten Smash und seine Spießgesellen uns noch überraschen, doch dieses Mal sind wir auf alles vorbereitet. Smash mag ja Collins haben, aber wir haben dich, Hugo."

Brandon Cornwallace: "Genau Dude. Zusammen werden wir es diesen drei Pennern zeigen und uns unsere Cotatores zurückholen!"

Hugo: "Ich werde alles dafür tun, dass wir die Cotatores zurück holen und danach feiern wir eine richtig krachende Party!"

Cornwallace nickt enthusiastisch mit dem Kopf.

Brandon Cornwallace: "Au ja, das wird voll cool, dann können wir Graf Affenauge auch Mal wieder aus seinem Käfig lassen. Der Arme war schon viel zu lange nicht mehr draußen!"

Erschrocken blickt Banes seinen Partner an.

Gordon Banes: "Spinnst du? Weißt du nicht mehr, was das letzte Mal passiert ist, als du ihn rausgelassen hast? Das Tier hat deine arme Mutter gebissen, als sie mit deinem Dad zu Besuch war."

Brandon Cornwallace: "Das war doch nur die Aufregung, Dude. Ich bin sicher inzwischen hat Graf Affenauge aus seinen Fehlern gelernt!"

Hugo: "Wer ist überhaupt Graf Affenauge?"

Die Augen von Bray-Bray leuchten auf, während Banes ein wenig genervt dreinblickt. Gleich steigt das große Rematch gegen Deception und sein Partner hat nichts besseres zu tun, als darüber nachzudenken ein wildes und gefährliches Tier aus seinem Käfig zu lassen.

Brandon Cornwallace: "Graf Affenauge ist unser Berberaffe!"

Er nickt fröhlich mit dem Kopf. Hugo blickt seinen Freund voller Erstaunen an.

Hugo: "Wow, ihr habt einen Affen. Wieso habt ihr mir noch nicht von dem Affen erzählt? Den müsst ihr mir unbedingt Mal zeigen!"

Cornwallace nickt mit dem Kopf und will antworten, doch sein Partner kommt ihm zuvor.

Gordon Banes: "Werden wir machen, Dude, werden wir machen. Jetzt müssen wir uns aber voll und ganz auf das große Match konzentrieren. Wir dürfen diese Titel einfach nicht in den Händen von diesem widerlichen Smash lassen!"

"Oh Boy, das sehe ich aber ganz genau so!"

Die drei Jungs, die gleich im Titelmatch antreten werden, drehen sich in die Richtung, aus welcher die Stimme kam, und erblicken schließlich James Godd. Der Tribun des Volkes war gerade erst in der Halle angekommen. Es mag vielleicht dumm klingen, aber er stand im Stau und konnte deshalb nicht pünktlich zum Start der Show hier im Theater erscheinen. Zum Glück hat er am heutigen Abend keinen Kampf und kann sich diese Verspätung daher ohne weiteres leisten. Nach wenigen Metern, die er dann gegangen war, hatte er die Happy Guys und Hugo erblickt, die sich über ihr bevorstehendes Match unterhielten, und so hat er der Unterhaltung eine Weile gelauscht, ehe er sich schließlich dazu entschlossen hat, seinen Senf dazuzugeben.

Banes jedenfalls blickt seinen Landsmann voller Misstrauen an und begibt sich in Kampfstellung. Godd hebt sofort beschwichtigend die Hände.

James Godd: "Hey, hey, calm down Boys!"

Er geht vorsichtshalber einen Schritt zurück und spricht weiter.

James Godd: "Ich glaube, wir hatten einen schlechten Start hier, doch ihr habt euch seit jenen Tagen schwer verändert, Jungs. Ihr habt mich wirklich beeindruckt, denn ich hätte euch damals wirklich nicht zugetraut, dass ihr Mal eine solche Entwicklung nehmen würdet."

Er schenkt den beiden Happy Guys und ihrem Begleiter ein breites Lächeln, welches zumindest von Hugo und Bray-Bray erwidert wird.

James Godd: "But You proved me wrong Homeboys! Ihr habt euch aus eigener Kraft bis hin zu den Cotatores gekämpft und allen klar gemacht, dass man euch ernst nehmen muss. Well, die Aktion gegen Garland bei der letzten Show, war natürlich nicht ganz die feine englische Art, aber darüber kann man hinweg sehen, weil ..."

Er denkt kurz nach.

James Godd: "... weil Garland einfach ein Arschloch ist!"

Er lacht kurz auf und dieses Mal bringt er auch Gordon Banes mit dieser Bemerkung zum Grinsen. 

James Godd: "Whatever ... es ist wirklich eine Schande, wie euch Smash, RM und Collins um die Titel betrogen haben, und ich drücke euch ehrlich die Daumen, dass ihr es schafft die Titel zurück zu gewinnen."

Er nickt mit dem Kopf und meint seine Worte ehrlich. Denn ein Jeder, der einem Smash einen Stein in den Weg legt, ist ein guter Jemand. Smash ist eine Schande für die Teamgürtel und wäre er selbst nicht so sehr mit Kevin Sharpe beschäftigt, dann würde er Mad Dog wohl vorschlagen, dass die Mad Godds die Sache in die Hand nehmen. 

Banes wirkt nun auch etwas freundlicher gesinnt und nähert sich Godd ein paar Schritte an.

Gordon Banes: "And we will Dude! Es tut gut zu hören, dass es auch Leute gibt, die ganz auf unserer Seite sind. Wir haben uns intensiv auf dieses Rückmatch heute vorbereitet und wir werden alles geben, um unsere Gürtel wieder in Besitz zu nehmen."

James nickt freundlich mit dem Kopf.

James Godd: "Und dafür habt ihr euch sehr gute Unterstützung gesucht."

Er nickt Hugo zu.

Hugo: "Ich bin einfach nur froh, dass endlich auf der richtigen Seite stehe und ich selbst sein kann. Das war als Teil der Armitage Company einfach unmöglich, doch Dank meiner neuen Freunde bin ich endlich frei und mache, was mir gefällt. Deshalb wäre es DAS Größte für mich mit meinen Jungs die Cotatores zu gewinnen. Dafür würde ich mir sogar meine Arme ausreißen."

James nimmt es kopfnickend zur Kenntniss. Dann werden seine Gesichtszüge jedoch eine kleine Spur ernster, denn ihm ist da im Zusammenhang mit den Happy Guys noch etwas anderes eingefallen. Mahnend ergreift seine Stimme das Wort.

James Godd: "Von Kevin Sharpe solltet ihr euch jedoch lieber fernhalten. Der Mann ist genau so falsch wie Smash, wenn nicht sogar noch schlimmer!"

Cornwallace blickt den Londoner voller Erstaunen an.

Brandon Cornwallace: "Bist du sicher, Dude? Zu uns war der nämlich voll dufte und hat uns sogar Mojo geschenkt!"

Wie aus dem Nichts zaubert Cornwallace mit einem Mal das Stofftier hervor, welches ihnen Kevin Sharpe im Keller geschenkt hat, und welches Bray-Bray seitdem als Maskottchen dient. James' Blick geht etwas ungläubig zu dem Stofftier und dann wieder zu Cornwallace. Schließlich schüttelt der Engländer den Kopf.

James Godd: "Was das angeht, müsst ihr mir schon vertrauen, Boys. Ich dachte auch anfangs Kevin wäre ein netter Kerl, doch dann hat er mir sein wahres verlogenes Gesicht gezeigt. Kevin Sharpe ist ein ebenso großer Egomane wie Kevin Smash. Wundert mich eigentlich, dass die beiden sich noch nicht über den Weg gelaufen sind. Jedenfalls ist es echt besser für euch, wenn ihr euch von ihm fern haltet."

Er hebt mahnend den Finger, um seinen Worten mehr Nachdruck zu verleihen. Banes blickt ihn streng an.

Gordon Banes: "Yeah, wir lassen uns von gar Niemandem mehr sagen, was wir zu tun haben, Dude!"

Brandon Cornwallace: "Genau Dude! Wir sind unsere eigenen Herren und wir entscheiden selbst, was gut für uns ist!"

Godd seufzt kurz, dann schenkt er den beiden Dudes jedoch ein entwaffnendes Lächeln.

James Godd: "No Offense Boys, das war echt nicht, was ich gemeint habe. Ihr sollt auch weiterhin selbst entscheiden. Ich wollte euch nur einen freundlichen Rat mit auf den Weg geben. Was ihr draus macht, müsst ihr schon selber entscheiden."

Er zuckt mit den Schultern.

James Godd: "Jetzt muss ich jedenfalls los. Hat mich aber auf jeden Fall gefreut euch nochmal zu treffen. Wir Jungs von der Insel müssen schließlich zusammenhalten, right?"

Er lächelt einmal mehr. Cornwallace erwidert das Lächeln und hebt den Daumen.

Brandon Cornwallace: "Ja Dude, da hast du voll Recht. Wir sind sowieso alle ein einziges Volk!"

Der Waliser strahlt seelig. Godd blickt ihn ein wenig verwirrt an, entscheidet sich dann jedoch, nicht weiter nachzubohren. Stattdessen streckt er dem Trio nun die Hand zum Abscheid entgegen.

James Godd: "Also dann, wir sehen uns. Und viel Glück gleich. Holt euch die verdammten Gürtel und gönnt euch danach ein paar Britneys!"

Er grinst breit, während die drei Jungs von Team Triple H ihm abwechselnd die Hand schütteln. Schließlich nickt der Tribun des Volkes den dreien noch einmal zu, ehe er loszieht, um seinen Weg fortzusetzen. Triple H blicken ihm nach.

Brandon Cornwallace: "Und? Was meinst du? Hat er Recht, Dude?"

Gordon Banes: "Womit?"

Brandon Cornwallace: "Na mit Kevin Sharpe meine ich ..."

Hugo: "Ich habe von Marc Poe gehört, dass man Godd vertrauen kann und Sharpe eher nicht. Ich vertraue auf das Urteil von Marc, wie ihr wisst, kenne ich ihn schon sehr lange."

Cornwallace nickt zufrieden mit dem Kopf.

Brandon Cornwallace: "Also mir reicht das vollkommen."

Gordon Banes: "Wir werden sehen ... jetzt müssen wir aber echt los, wenn wir nicht unseren eigenen Kampf verpassen wollen!"

Er hebt ironisch die Augenbrauen und schließlich setzt sich der Tross in Bewegung mit dem einen Ziel: Die Rückeroberung der verloren gegangenen Titel!


Mike Garland: "War ja klar, dass dieser englische Pisser ausgerechnet bei mir seine Prinzipien bricht. Von wegen Tribun des Volkes. Verräter des Volkes trifft es eher."

Vincent Craven: "Ob du das Volks repräsentierst, dürfte ja auch in Frage gestellt werden, oder? Godd spricht allerdings ähnlich zu Mad Dog bei Graves hier zu Happy Hour eine gute Warnung bzgl. Kevin Sharpe aus."

Mike Garland: "Ja, weil Sharpe angeblich sooo böse ist. Dabei sollte er eher Sharpe eine Warnung vor Happy Hour geben, dieser Warmduscher."

Vincent Craven: "Dein Frust in allen Ehren, aber kommen wir lieber zu den Ring Assassins, die ein Friedensabkommen mit HH geschlossen haben."


------------------ PCWA ------------------

Die Assassins schauen sich noch einmal kurz an, bevor sie die kleine Schwelle - was eher eine einfache Fußmatte ist - übertreten und in das kleine Büro des Kuchens gehen. RM sitzt hinter seinem Schreibtisch und schaut überrascht auf, fast so, als habe er die beiden zuvor noch nicht wahrgenommen. Der Kuchen schüttelt etwas den Kopf, so als müsse er lästige Gedanken abstreifen und legt dann ein freudiges Lächeln auf. 

RM: "Jungs, ich freue mich euch zu sehen."

Connor und Sean schauen nicht so freundlich drein. Sie erwidern das Lächeln nicht, sondern gehen noch einen weiteren Schritt auf den Kuchen zu, bis sie vor dem Schreibtisch stehen und ihm ganz fest in die Augen schauen.

Connor Rogue: "Langsam läuft die Zeit ab, RM! Beim letzten Mal bist du geflohen, aber bevor wir weitere Schritte in der PCWA gehen, müssen wir wissen, auf welcher Seite du stehst?! Bist du noch unser Freund oder bist du unser Feind geworden?"

Der Kuchen legt den Kopf schief. Es scheint ihm nicht zu schmecken, dass Connor sogleich zur Sache kommt. Nun nimmt er einen tiefen Luftzug und schaut sich um. Heute besteht nicht die Möglichkeit zu flüchten, denn dazu müsste er an den Assassins vorbei und das werden die beiden mit Sicherheit nicht zulassen.

Sean Ashfield: "Wir waren ein großartiges Team, RM. Wir haben für Kollegialität, Gemeinschaft und Soziale Kompetenzen gestritten und es den Selbstgierigen gezeigt. Wir haben uns bis zu den Cotatores gefightet, sie gegen Carnageddon und Happy Hour verteidigt. Wir standen im Main Event des Imperial Impacts und hatten großes Spotlight beim National Wrestling Day... Wie gesagt, wir haben es zu Dritt weit gebracht, RM."

Kurz scheint Ashfield über ihre vergangenen Erfolge zu sinnieren. Von ihrem Run bei den Berlin Wrestling Heroes, über ihren holprigen Start in der PCWA bis hin zu ihrem Aufstieg, nachdem sie mit RM zusammen kamen.

Sean Ashfield: "Aber wenn es das nun gewesen sein soll, dann ziehen wir das hier auch mit Anstand durch. Dann musst du es uns ins Gesicht sagen und nicht auf die lange Bank schieben oder verschweigen. Das bist du uns schuldig, RM!"

Der Kuchen nickt zur Bestätigung. Er beißt sich auf die Oberlippe.

RM: "Ich stehe nach wie vor hinter unserem Plan, die PCWA wieder groß zu machen, Jungs. Ihr seid die Zukunft - und von dieser Meinung rücke ich auch nicht ab..."

Noch einmal atmet er schwer.

RM: "...aber Smash verdanke ich sehr viel. Mit ihm verbindet mich eine lange Geschichte. Auch diese möchte ich nicht wegwerfen."

Gespannt schauen die Ring Assassins RM an, bis Connor Rogue den Kopf schüttelt.

Connor Rogue: "Wir haben es zusammen versucht, RM. Aber Smash und Collins wollen uns nicht dabei haben - das haben sie bei der letzten Show mehr als offensichtlich demonstriert. Und um ehrlich zu sein: Wir wollen sie auch nicht! Es war vielleicht vor ein paar Monaten ein guter Plan, die Cotatores zu fünft zu halten, aber nach allem, was nun gelaufen ist - auch bei unserem Match gegen Happy Hour - trachten wir auf Rache. Wir stellen uns gegen Smash & Collins! Wir werden Jagd auf diese Idioten machen, denn wenn du ehrlich bist, RM, dann musst du eingestehen, dass sie die Gürtel eher in den Dreck ziehen, als dass sie unsere Legacy weiter führen. Wir stehen für den sportlichen Wettkampf, während diese beiden uns drei nur ausgenutzt haben, um selbst die Titel zu ergaunern. JA! Ergaunern! Denn mehr war das beim NWD sicherlich nicht."

Der Kanadier wartet auf eine Reaktions des Kuchens, doch die bleibt aus, also redet er weiter.

Connor Rogue: "Unser Entschluss steht also fest. Die Frage ist, wie es um dich steht, RM. Wirst du mit uns gehen und damit auf der gegenüberliegenden Seite von Smash & Collins stehen. Oder bekennst du dich zu ihnen und damit gegen uns."

Und da ist die Pistole auf die Brust von RM gedrückt. Und obwohl dies nur eine Metapher ist, sieht der Kuchen in diesem Moment so aus, als bliebe ihm die Luft weg.

RM: "Ich werde das Match gleich bestreiten und ich werde gleich auch nicht gegen Smash oder Collins vorgehen."

Etwas enttäuscht sinkt der Kopf von Sean Ashfield hinab, während Connor Rogue die Faust ballt.

RM: "Auch das verdienen die Cotatores nicht. Sie verdienen ein Six Men Tag Team Match, bei dem das bessere Team gewinnt. Dieses Match wurde angesetzt und ich werde meinen Auftrag, den der Gewinn der Titel mitbringt, erfüllen."

Rogue nickt. Diesen Punkt kann er durchaus nachvollziehen.  

Sean Ashfield: "Das heißt, wenn ihr heute Abend die Titel verteidigt, war es das?!"

Fragend reißt der Amerikaner die Augen weit auf und deutet auf sie alle drei.

Sean Ashfield: "...mit uns?!"

RM: "Das heißt, dass ich heute Abend in den Ring steige und die Cotatores verteidige."

Der Kuchen greift nach dem Titelgürtel und wirft ihn sich über die Schulter. 

RM: "Ihr habt Recht. Beim Gewinn der Trophy haben wir uns nicht mit Ruhm bekleckert. Aber heute kann das wieder gerade gebogen werden, um die Cotatores wieder zu dem Sinnbild von Gemeinschaft, Kollegialität und sozialer Kompetenz zu machen, das wir damals ausgerufen haben. Das ist es, was diese Gürtel verdienen. Das sind wir alle Drei diesen Gürteln schuldig und ihr müsstet eigentlich genauso handeln, wie ich das tue."

Und mit diesen Worten tritt RM nun doch an Connor und Sean vorbei, doch Rogue packt ihn am Arm und hält ihn davon ab, aus dem Büro hinaus zu treten.

Connor Rogue: "Unser Entschluss... steht... fest!"

Der Kuchen schaut Connor tief in die Augen. Für einen ewigen Moment. Dann geht sein Blick zu Sean, den er ebenso intensiv anblickt.
Prüfend. Nachdenklich. 

Dann plötzlich atmet er aus und nickt. Eine kleine Träne scheint aus seinem Augenwinkel zu laufen, ehe er ein weiteres Mal ausatmet.

RM: "Ich muss jetzt die Cotatores verteidigen. Wir sehen uns nach dem Match."

Und mit diesen Worten geht der Kuchen aus seinem Büro und lässt die Ring Assassins zurück, die ihm nachschauen. 


Vincent Craven: "Der Kuchen entscheidet sich für die Titelverteidigung, das ist ja aller Ehren wert. Entscheidet er sich damit aber auch gegen die Ring Assassins, das bleibt irgendwie offen?!"

Mike Garland: "Der Kuchen kann einem schon fast leid tun. Er sitzt zwischen den verdammten Stühlen und muss nun mit irgendeiner Seite brechen."

Vincent Craven: "Dem geht er aber immer noch aus dem Weg. Wobei die Zusage zum Titel ja auch eine Zusage zu Smash ist. Immerhin könnte RM seinen Gürtel auch an Collins abtreten."

Mike Garland: "Heute nicht! Heute ist es ein Six Men Match, danach womöglich schon..."

Vincent Craven: "Aber ist Rob Collins zu trauen? Seine Verbindung ist ja eher zu Smash... Verzwickte Angelegenheit für den Kuchen. Für die Assassins hingegen ist die Entscheidung klar und das finde ich sehr gut von den beiden."

Mike Garland: "Es ist aus der Not geboren, Vince. Allerdings werden sie ohne RM und Smash bald wieder dort landen, wo sie herkamen. Oder so sie jetzt noch sind - im Keller."

Vincent Craven: "Apropos Keller... anderswo da unter uns ist auch noch etwas los."


------------------ PCWA ------------------

"Das gefällt mir nicht. Ganz und gar nicht."

Brummelt Blackheart schon das gefühlt zehnte Mal vor sich hin, während er, die Kapuze des Hoodies tief ins Gesicht gezogen, durch den Keller marschiert.

"What's the Deal, Blacky. Was macht dir so zu schaffen?"

Auf der Couch lümmelt Tony Graves vor sich hin, ein Bein lässig über die Lehne gelegt.

Der Angesprochene dreht sich zu ihm um.

Sharpe: "Ich wollte vermeiden, dass meine Familie da mit hinein gezogen wird. Und ich Idiot nehme Poe sogar noch mit, um meinen Sohn abzuholen."

Leises Kichern bei der Schlange.

Tony Graves: "C'mon, Blacky. Denkst du wirklich Marc Poe of all people wird dir daraus einen Strick drehen?"

Die Kapuze wird etwas hoch gezogen und die Schlange erkennt die funkelnden Augen seines neuen Mentors. Wait... keine Schminke heute? Interessant.

Sharpe: "Ich habe in diesem Business gelernt, dass jeder eine Möglichkeit nutzt, wenn sie sich ihm bietet."

'So wie du, indem du Tony Graves unter deine Fittiche genommen hast.'

Denkt er, spricht es aber nicht aus.

Sharpe: "Und auch ein Marc Poe, der Shining Star, der White Knight der PCWA KÖNNTE dies tun. Und DAS ist es, was mir Sorgen bereitet."

Tony Graves: "All things considered, ich glaube nicht, dass Marc Poe deine Familie in sein Visier nimmt. Marc hatte ja auch meine Familie aus dem Spiel gelassen, als er gefragt wurde und auch als ich unsere alten Differenzen endlich beiseite legen wollte. However, I did say 'all things considered' und da fällt mir dann nur ein alter Spruch ein, the ends justify the means, Blacky."

Blackheart seufzt und zieht die Kapuze wieder tiefer nach unten.

Sharpe: "Vielleicht hast du Recht. Ich... "

"Natürlich hat er Recht!"

Ein dreckiges Lachen folgt dem Satz. Eín Lachen, welches den Wrestling Fans nun bereits seit 25 Jahren ein Begriff ist. Kevin Smash, taufrischer PCWA Cotatores Champion und selbsternannte Legende steht mit einem Mal mitten im Raum und begutachtet die Szenerie. Woher Smash so plötzlich gekommen ist, ist völlig unklar, doch das breite Grinsen auf den Gesichtszügen des XAW Besitzers macht deutlich, dass der Mann bester Laune ist. Mit der Sonnenbrille auf der Nase und dem Cotatores Gürtel über der Schulter sieht er sich im Keller um, ehe er weiterspricht.

Kevin Smash: "Deception sind das beste Beispiel, denn wir haben nun Gold, weil dein kleiner Freund dort ..."

Die selbsternannte Legende deutet mit dem Finger auf Tony Graves, der ihn wiederum misstrauisch beäugt.

Kevin Smash: "... naiv genug war all sein Vertrauen in Rob Collins zu stecken. Wir haben es ausgenutzt und uns die Titel gesichert. Aber vielleicht hat Graves ja auch daraus gelernt?"

Er blickt zu Sharpe und schenkt diesem ein breites Grinsen, welches man fast schon als wissend deuten könnte.

Sharpe: "Kevin Smash. Welch' Glanz in meiner Hütte. Und natürlich beglückwünsche ich dich zum Gewinn der Cotatores Trophy. Nur zwei Dinge sollten klar sein... "

Er stellt sich der Legende direkt gegenüber.

Sharpe: "Erstens... jedwede Spitzfindigkeiten gegenüber meines 'Partners' sind zu unterlassen. Verstehen wir uns da richtig?"

Der Smasher stutzt kurz, doch dann bemerkt er das breite Lächeln unter der Kapuze.

Sharpe: "Zweitens.... willkommen in meiner bescheidenen Behausung. Auch wenn es etwas überraschend kommt. Also... Kevin Smash... die Legende... Cotatores Trophy Träger... "

Er wendet sich ab, geht um den Tisch und lässt sich in seinem Stuhl nieder.

Sharpe: "Was verschafft mir... UNS... die Ehre deines Besuchs?"

Der Smasher lächelt selbstsicher und geht ein wenig im Raum umher. Er macht vor der Vitrine halt, in welcher die originalen Cotatores Trophys stehen. Diese begutachtet Smash einen Moment lang, ehe er Sharpe schließlich eine Antwort spendiert.

Kevin Smash: "Die sollten eigentlich auch uns gehören, finde ich!"

Er nickt grinsend mit dem Kopf und fährt dann fort, ehe auf seine unverschämte Forderung reagiert werden kann.

Kevin Smash: "Aber deshalb bin ich nicht hier. Ich bin vor allem hier, weil ich meinen Namensvetter auch einmal persönlich kennenlernen wollte. Chris McFly hat mir damals eine Menge über dich erzählt und wie ich in den vergangenen Shows sehen konnte, hatte er nicht unrecht damit, dass du ein kluger Kerl bist. Muss wohl am Vornamen liegen."

Er lacht laut auf und wischt sich eine imaginäre Träne unter der Sonnenbrille weg, ehe er fortfährt.

Kevin Smash: "Jedenfalls haben wir einiges gemeinsam möchte ich meinen, vor allem Feinde ..."

Er spricht natürlich von Leuten wie Poe und Godd. Wie er dieses Pärchen von Kuschelkatzen verachtet! Und wie es so oft im Leben ist, so bilden gemeinsame Feinde oftmals eine ideale Basis für eine Freundschaft ... oder zumindest eine Partnerschaft. Er schenkt Sharpe ein weiteres seiner legendären Grinsen. Doch es ist nicht sein Namensvetter, der antwortet, sondern die Schlange.

Tony Graves: "Das letzte mal, als einer von euch und ich gemeinsame Feinde hatten, ist es nicht gut ausgegangen."

Der Gambler legt den Kopf schief und wirft Kevin Smash ein schmieriges Grinsen zu. Er weiß ganz genau, dass Kevin Smash nicht von ihm eine Antwort wollte.

Tony Graves: "Und außerdem, was hätte Blacky davon mit DIR eine Partnerschaft einzugehen. Du siehst ja vor deinem eigenen Ego kaum die Hand vor den Augen."

Smash's Hand wandert nun zu seiner Sonnenbrille und diese wird in die Tasche seiner Lederjacke eingesteckt. Mit deutlich zu Schlitzen verengten Augen blickt er Graves giftig an.

Kevin Smash: "Haben dir deine Eltern nicht beigebracht, dass man ruhig zu sein hat, wenn die Erwachsenen sich unterhalten. Aber mir scheint, du hast ohnehin noch eine Menge zu lernen Bursche! Also hier ein Vorschlag von mir: Zuhören und Lernen!"

Er erwidert nun das schmierige Grinsen von Graves und wendet sich wieder Sharpe zu. Er hat keine große Lust sich hier mit dem, in seinen Augen, unbedeutenden Graves auseinanderzusetzen. Wenn der unbedingt Schläge haben will, kann er sich ja an Rob wenden ... der wird ihm den Gefallen mit der größten Freude gewähren.

Kevin Smash: "Also wo waren wir? Ach ja genau ... bei den gemeinsamen Feinden ..."

Er lässt die Worte einfach Mal im Raum stehen.

Blackheart derweil verweilt einfach nur auf seinem Stuhl, die Beine auf dem Tisch überkreuz abgelegt.

Sharpe: "Ich dachte eigentlich, dass ich mich klar ausgedrückt habe. Du bist ein Gast hier unten in meinem Etablissement. Und ich werde es weder dulden noch tolerieren, dass Gäste sich despektierlich über meine... "

Er schaut kurz zum Gambler, der trotz der Anschuldigungen vom Smasher weiterhin ruhig auf der Couch liegt.

Sharpe: "Meine Partner äußern. Wenn dir das nicht passt, dann geh' bitte besser sofort. Ansonsten... "

Er erhebt sich aus seinem Stuhl und breitet die Arme aus.

Sharpe: "Was können wir für dich tun? Du sprachst von gemeinsamen Feinden, nicht?"

Smash blickt etwas missmutig in Richtung Graves, ehe er sich wieder Sharpe zuwendet.

Kevin Smash: "First of all, wenn du nicht willst, dass man deinen Partner despektierlich behandelt, dann solltest du ihm vielleicht beibringen deinen Gästen mit mehr Respekt zu begegnen. Aber was soll es? Um Graves soll es hier ohnehin nicht gehen."

Er schenkt Graves noch ein weiteres schleimiges Grinsen, ehe er fortfährt.

Kevin Smash: "Hier geht es, wie ich bereits sagte, um gemeinsame Feinde. Um die Godds und Poes dieser Welt ... kurz gesagt um den Abschaum!"

Er verzieht ein wenig angewidert das Gesicht. Er kann diese beiden einfach wirklich ganz und gar nicht leiden und er ist bereit dazu Ihnen so viele Steine wie nur möglich in den Weg zu legen. 

Der Spieler verzieht etwas das Gesicht beim Wort ''Abschaum". Er war ja der, der zu Marc Poe gegangen ist, in der Hoffnung sie könnten ihre Differenzen beiseite legen. Als Abschaum würde er eher einen Jemand wie Kevin Smash bezeichnen. Graves selbst allerdings, bleibst still, er wirft lediglich ein schmieriges Schmunzeln in Smashs Richtung.

Blackheart erhebt sich aus seinem Stuhl und nickt der Schlange kurz zu. Der Gambler nickt ebenfalls. Das ist nicht seine Diskussion.

Sharpe: "Für meinen Partner ist das hier auch ein Stück weit sein Zuhause. Also auch seine Regeln. Doch das nur am Rande. Sprechen wir doch über...mh... gemeinsame 'Feinde'. Es ist kein Geheimnis, dass James Godd meinen 'Sinneswandel' nicht gut heißt. Ist er deswegen ein Feind? Vielleicht. Was Marc Poe angeht, den ehemaligen Golden Boy von Jona... "

Ja, was ist eigentlich nun mit Marc. Solange er Shannon nicht mit in die Sache hinein zieht, sieht er ihn eigentlich 'nur' als Gegner und nicht als Feind. Aber Gefühlsduselei kann unachtsam machen. Also gönnt er dem Smasher den positiven Triumph, in Blacky einen potentiellen Verbündetet gegen den, wie er es nennt, Abschaum zu haben.

Sharpe: "Alles, was zwischen mir und dem Gerasy steht, wird aus dem Weg geräumt. DAS ist mein Antrieb, meine Motivation! Und am Ende des Tages ist es mir herzlich egal, WER das genau ist."

Dann lässt er sich wieder in seinem Stuhl nieder und bedenkt den Smasher mit einem breiten Grinsen.

Sharpe: "Aber ich kann sehr spontan und kreativ auf mir entgegen gebrachte Ideen reagieren. Also... hast du etwas Spezielles im Sinn? Im Besonderen für deinen 'Freund' James Godd?"

Smash grinst einmal mehr breit in den Raum. Sharpe ist nicht abgeneigt und mehr hat er auch gar nicht wissen wollen - fürs Erste.

Kevin Smash: "Alles zu seiner Zeit und sobald die gekommen ist, werde ich es dich wissen lassen. Ein guter Plan will schließlich auch gut durchdacht sein und Schnellschüsse waren noch nie meine Art ... fragt bei meiner Frau nach!"

Er lacht dreckig auf, auch wenn außer ihm keiner der Anwesenden lacht. Mit einer etwas missmutigen Miene nimmt die selbsternannte Legende es zur Kenntniss. 

Kevin Smash: "Wie auch immer mein Freund. Ich muss nun wieder los. Ich habe in wenigen Momenten schließlich Gürtel zu verteidigen ... auch wenn diese Happy Pfeifen nun wahrhaftig keine Herausforderung für uns sind. Nett übrigens, wie du die Jungs letztens mit diesem lächerlichen Stofftier an der Nase herumgeführt hast."

Und wieder einmal lacht der Smasher schön dreckig auf.

Kevin Smash: "Also dann, wir sehen uns Kevin Sharpe. Es war mir eine Freude!"

Er lacht noch einmal und schenkt auch Tony Graves noch ein paar letzte Worte.

Kevin Smash: "Also zumindest annähernd!"

Ein weiteres Lachen begleitet den Smasher schließlich auf seinem Weg aus dem Keller. Er hat, was er wollte ... einen mutmaßlichen Verbündeten mehr in seinem Kampf gegen Poe und Godd. Doch wenn Sharpe jetzt denkt, dass der Smasher auf ihn angewiesen ist, so täuscht er sich ... Sharpe ist nur eines der Zahnräder in seinem großen Gesamtbild.

Nachdem die Kellertür zuschlägt, streckt sich die Schlange ausgibig auf der Couch und verschränkt die Hände hinter seinem Kopf. Die Augen der Schlange sind auf die Tür gerichtet, durch die Kevin Smash gegangen ist, und sprühen förmlich Gift.

Tony Graves: "Y'know Blacky, es sind Leute wie Smash, die mich wirklich ankotzen. Das Ego dieser Menschen ist wirklich viel zu groß, sie laben sich an ihren schmutzigen Taten, als wären es jene eines Volkeshelden."

PCWAs hauseigene Schlange schwingt sich mit einer Bewegung von der Couch, nocheinmal streckt er sich, als wäre er gerade von einem gemütlichem Schläfchen aufgewacht.

Tony Graves: "Alles, was er über sich spuckt, ist voll mit Eigenlob! How can a single man be that prideful?!"

Der Spieler kommt mit langsamen Schritten auf Sharpe zu und legt eine Hand auf seine Schulter.

Tony Graves: "Blacky, Stolz und Hochmut sind nicht ohne einen Grund die ersten der Todsünden. Die Entscheidung ist letzen Endes deine und nicht die eines Anderen. I just wanted to give you a piece of mind."

Der Angesprochene nimmt die Kapuze ab und lächelt den Gambler an.

Sharpe: "Er kann uns nützlich sein, Tony. Es geht nicht darum, sofort die besten Freunde zu sein. Nenne es eine einfache Kosten/Nutzen-Rechnung. Im Bezug auf meinen Namensvetter haben wir zwei sehr viel Nutzen und schwindend geringe Kosten."

Dann geht er zum Tisch und öffnet die Schublade, aus welcher er einen kleinen Spiegel sowie ein kleines Döschen und einen schwarzen Mascara hervorzaubert.

Sharpe: "Wir schulden Kevin Smash rein gar nichts, Tone. Aber glaub' mir... er wird uns noch nützlich sein."

Doch der begutachtet gerade mit interessiertem Blick, wie sein neuer 'Mentor' das Gesicht weiß schminkt und behutsam mit dem Mascara die Augenhöhlen schwärzt.

Tony Graves: "Am Ende des Tages heißt es wohl dann doch wieder 'Paint it Black', hm?"

Blackheart verzieht keine Miene, während er seine 'Maske' fertig aufträgt. Dann verstaut er die Farben wieder in der Schublade, erhebt sich erneut und wirft ebenfalls erneut die Kapuze über.

Sharpe: "Wir haben noch ein Date, Tone."


Mike Garland: "Geil! Smash und Sharpe wollen gemeinsame Sache machen. Das wird der Knaller!"

Vincent Craven: "Und der arme Tony Graves hat dann wieder mit Rob Collins zu schaffen. Vielleicht sollte er doch auf den zu Beginn der Show geäußerten Rat des Night Fighters hören."

Mike Gartland: "Tzzz, die PCWA strukturiert sich neu. Und da ist es sinnvoll auf der richtigen Seite zu stehen. Tony macht das genau richtig. Nutze den Wind und setz deine Segel."

Vincent Craven: "Aber schon RM musste heute erfahren, dass man nicht mit allen gut Freund sein kann. Irgendwann muss man sich entscheiden - und da wird man beispielsweise sehen, wie viel die Annährung von Graves an Poe wert war."

Mike Garland: "Drauf geschissen! Dieses sinkende Schiff soll er tunlichst nicht mehr betreten..." 

Vincent Craven: "Du und deine Voraussagen, Mike. Mal sehen, wie viel sie jetzt im zweiten Match wert sind."

Mike Garland: "Happy Hour bekommt die Abreibung, die sie verdient haben. Diese dreckigen Grinsebacken verdienen was auf die Zwölf!"


------------------ PCWA ------------------

… einige Augenblicke zuvor ….


„Voila: ein Caramel Latte Macchiato, doppelt stark, doppelt süß. Wohl bekomm’s…“

„Dankeschön!“

Der junge Barmann mit den Sommersprossen und dem strohblonden Undercut lächelt noch eine Spur breiter, als seine Kundin ihm nach Entlohnung mit einem unverschämt entwaffnenden Lächeln den Glasbecher abnimmt und sich daran nippend umdreht.

Sie genießt diese wohlige Wärme, welche ihr das Gefühl eines Ruhepols gibt – ein kurzer wie ordentlicher Boost Energie und Zuversicht für den Tag. Und gerade bei ihr kann dabei stets viel passieren.
Tali Goldstein trinkt noch einen Schluck und lässt dann den Blick weitschweifig durch das Interieur streifen. Viel hatte sie noch nicht in der PCWA zu tun bekommen – wie auch. Ihr Bruder Seth hatte ihren Namen bis zu seinem abrupten Ausfall nur ein paar Mal ins Spiel gebracht – und dann saß der ausgebildeten Journalistin ja noch eine Lisa Sanders vor der Nase, welche innerhalb der Company ein gewisses Standing innehatte. Keine besonders guten Aussichten faktisch – aber die kamen hier im „Skywalk“ ja auch nicht wirklich oft vorbei….

… sprach‘s – und wird prompt eines Besseren belehrt. Denn mit einem Mal fällt ihr erst jetzt auf, dass sich ein Superstar-Pärchen in der Bar aufhält: beide mit recht ungewöhnlichem dunkel gehaltenem Look, wobei er zusätzlich ein tiefblaues Bandana mit verzierten Eiskristallen trägt und sich dieses Muster bei ihr auf der Lederjacke abzeichnet. Und auch wenn ihr noch nicht viel geläufig war, wusste sie doch, dass sie es dort mit dem Tempest Trent Cardigan und Windy zu tun hat.
Dem Geräusch der sich öffnenden Tür folgend weiten sich ihre Augen noch ein Stückchen mehr. Nicht zu fassen! Mit suchendem Blick bahnt sich der amtierende Gerasy Marc Poe einen Weg ins „Skywalk“, bevor er sich schließlich an das Couple wendet. Drei auf einen Streich – Tali kann ihr Glück kaum in Worte fassen und ruft sich den leisen Hintergedanken auf, dass nun vermutlich ihre Stunde gekommen war.

Schrittfertig und die Hand bereits prüfend an ihre Handtasche mit allen Utensilien zum Mitschreiben gelegt … stockt sie doch im letzten Moment und vergewissert sich. In einer der nahegelegen Separee-ähnlichen Sitznischen, die durch Zimmerpflanzen noch am wenigsten einzusehen war, bewegt sich etwas. Oder jemand. Genauer ist dies nicht zu erkennen, weshalb Goldstein neugierig geworden darauf zugeht. Zusammengekauert auf dem dortigen Polster und in eine Zeitung vertieft sitzt dort eine Person in weitem Hoodie, rotem Basecap auf unecht wirkenden schwarzen Haaren sowie einer großen Piloten-Sonnenbrille im Gesicht. Die Maskerade mochte künstlich wirken – erfolgreich ist sie trotzdem. Zumindest für den geneigten Betrachter, allerdings hatte Tali schon immer ein gutes Gespür für Gesichtszüge gehabt.

Tali Goldstein: „Miss … Sanders?!“

Mit einem energischen „Psst!“ - Zischen und fuchtelnden Armen bedenkt die Angesprochene Goldstein zur Ruhe, vergewissert sich kurz und zieht sie dann ruckartig zu sich auf die Sitzbank.

Tali Goldstein: „Was soll…“

Wieder macht Lisa ihr deutlich die Stimme zu senken, bevor sie durch die Pflanzen zu Poe und Cardigan schielt - und erleichtert ist, dass sie scheinbar nicht bemerkt wurde.
Goldstein beginnt nun wie Sanders zu flüstern.

Tali Goldstein: „… was soll das denn mit der Heimlichtuerei?“

Die rassig wirkende junge Dame wirkt, als verstünde sie die Welt nicht.

Lisa Sanders: „Mensch, zieh den Kopf ein bisschen ein. Hast du denn nicht gesehen, wer da drüben sitzt?“

Tali deutet über die Schulter.

Tali Goldstein: „Wie, unser Neuer?“

Lisa Sanders: „Ach, der doch nicht …“

Goldstein schaut nun noch etwas verdatterter, öffnet ungläubig den Mund.

Tali Goldstein: „Was, Poe?! Dachte gerade, dass sie mit dem so besonders dicke wären…“

Lisa Sanders: „Naja…also…“

Tali Goldstein: „Wie naja?! Hören Sie, Miss Sanders…“

Lisa Sanders: „Bitte ….“

Die Interviewerin schnellt nach vorn, langt wenn auch sachte nach Goldsteins Händen. Ein besorgter, aber ehrlicher Blick - nachdem sie die Sonnenbrille abgenommen hat.

Lisa Sanders: „… für dich Lisa, einverstanden?“

Nun muss auch die Berufskollegin lächeln.

Tali Goldstein: „Okay … Lisa. Ich dachte … nun ja … ich und die PCWA hatten immer das Gefühl, dass da mehr zwischen euch beiden gewesen wäre oder sein soll, als es Kamera und Programm zuließen. Oder liegen wir da etwa alle falsch?“

Sie schaut die Blondine direkt an, welche wirkt, als sei ihr die Situation unbequem.

Lisa Sanders: „Also, das … das ist nicht so …“

Tali Goldstein: „… nicht so was?! Nichts dran an den Gerüchten um dich und den amtierenden Gerasy? Oder ….“

Das Lächeln wird einen Hauch verschlagener, gleichzeitig zucken die Brauen.

Tali Goldstein: „… schlägt das Herz eventuell doch in dunkel schattierten Tönen?“

Lisa Sanders: „Was soll das denn jetzt wieder heißen?“

Tali Goldstein: „Ach komm: die ganze Fan-Nation war doch Zeuge von Shadows Bachelor-Nummer bei CORE. Bist wortlos verschwunden – aber mit Rose. Ein klares Dementi wirkt anders.“

Seufzend fährt sich Sanders mit der Hand an den Kopf - so dass die schwarze Perücke etwas verrutscht.

Lisa Sanders: „Na, super. Genau das, was ich im Moment brauche: Selbstzweifel. Da kann ich ja gleich wieder vor die Kamera treten und mir die blöden Fragen gefallen lassen.“

Tali Goldstein: „Lisa, hey - schätz dich doch glücklich: zwei Männer buhlen mehr oder weniger um dich. Einer davon ist der amtierende Champion der Liga. Jemand, der einem kleinen Flirt mit dir nie abgeneigt war, wenn ich das richtig mitbekommen habe. Dazu noch einer der … der … interessantesten Charaktere, die der Kader gerade zu bieten hat. Zwei Typen - und das sind zwei mehr, als ich aktuell aufbieten kann. Inklusive meines verletzten Bruders. Hinter erfolgreichen Ladies stehen immer mehrere Männer – die Kunst ist dafür zu sorgen, dass sie sich nur möglichst nicht begegnen.“

Weiter ungläubiges Kopfschütteln bei der Blondine.

Lisa Sanders: „Menschenskind, äh …. Tali, richtig?! Ja, also … das… das hat doch damit nichts zu tun. Ich bin ein Gesicht der PCWA. Ich muss normalerweise neutral bleiben. Meine wilde Zeit mit Ringgeschichten ist vorbei, seit ich mich damals mit Richmond und Tyler um ein paar Actionfiguren gefetzt habe. Und jetzt werde ich hier in einen Fokus gerückt, welchen ich niemals wollte. Schon gar nicht in so … sso … einen Herzblatt-ähnlichen Bullshit, wo ich zu ner Entscheidung gezwungen werde, die ich keineswegs heraufzubeschwören gedenke. Trotzdem werde ICH vor die Wahl gestellt - ganz allein. Und da helfen eben keine Glückskeksratschläge a la Hose runter, Bei…“

„…‘tschuldigung, Ladies. Ist hier noch frei?“

Tali und Lisa drehen simultan den Kopf: blau-kristallisierte Lederjacke über schwarzem Shirt, Kurz-Faltenrock und Leggins. Die Begleiterin des Tempest steht vor ihnen: ein aufmunterndes Lächeln im Gesicht unter dem schwarzen Bubikopf, den Isobecher Kaffee in den Händen.
Lisa lässt sich zurück in die Polster fallen, während Goldstein auf den freien Platz ihnen beiden gegenüber deutet.

Tali Goldstein: „Klaro …. Windy, oder?! Du bist die Freundin von diesem Tempest, nicht wahr?“

Sie nimmt Platz, nippt an ihrem Getränk und zuckt mit den Schultern.

Windy: „Frau an der Seite, Valet, Stütze … und noch vieles mehr. Momentan versuche mich langsam daran zu gewöhnen, nach Jahren mal wieder an seiner Seite weilen zu dürfen. So selbstverständlich war das die letzte Zeit nicht wirklich.“

Die Schwarzhaarige lässt einen Moment verstreichen, schielt dann zwischen beiden hin und her.

Windy: „Und - hab ich die Ehre mit den beiden Interviewerinnen der PCWA?“

Lisa Sanders: „Mehr oder weniger…“

Lisa schaut kaum auf, als sie mit verschränkten Armen den Satz von sich gibt.

Tali Goldstein: „Sprich du nur für dich. Motzen wird dir da jetzt auch nicht weiterhelfen.“

Lisa Sanders: „Tali, was glaubst du passiert in wenigen Augenblick: ihr Typ wird vermutlich gleich angedackelt kommen, dann gesellt sich Marc dazu und ich bin Mode.“

Goldstein reckt den Kopf.

Tali Goldstein: „Kannst ganz beruhigt sein, die sind beschäftigt.“

Lisa Sanders: „Fragt sich nur noch wie lange.“

Windy: „Na, ihr seid aber nett zueinander. Klingt, als ob ihr euch um denselben Posten streiten würdet.“

Tali Goldstein: „So hat Lisa das glaube ich auch nicht gemeint.“

Windy: „Sondern?!“

Neugierig schaut das Tempest-Valet drein. Tali blickt währenddessen grübelnd zu Lisa, welche schließlich mit rollenden Augen und schulterzuckend abwinkt.

Lisa Sanders: „Was soll‘s, von mir aus. Erzähl ruhig. Weiß ja doch fast die ganze Sendenation inzwischen Bescheid.“

Derart aufgefordert fasst Goldstein in den folgenden Augenblicken die Situation zwischen Sanders, Poe und Shadow so gut es geht zusammen.
Als sie endet, zeichnet sich Überraschung auf Windys Antlitz ab.

Windy: „Ach so … jetzt geht mir ein Licht auf. Dann war seine andere Rose also damals auch für dich?“

Tali Goldstein: „Welche andere?“

Während Lisa ein wenig Röte im Gesicht bekommt und sich tiefer in die Sitzpolster drückt, fasst nun Windy das zusammen, dessen sie bei Vendetta #135 unter anderem Zeuge war.
Nun ist es Tali, welche ihrerseits erstaunt ist.

Tali Goldstein: „Wow, hinter Shadows schwarzer Fassade scheint das Herz eines Romantikers zu pochen. Hätt ich ihm gar nicht zugetraut.“

Windy: „Glaub mir: ich kenn ihn schon ein wenig länger. Shadow auf dem Casanova-Trip wäre in etwa das gleiche wie ein Neandertaler beim Eiskunstlauf: bemüht, aber hoffnungslos verloren. Er mag ein Top-Athlet sein, aber in solchen Dingen vermutlich eher linkisch wie ein Klassen-Nerd, welcher die Ballkönigin zum Tanzen aufzufordern versucht.“

Goldstein setzt einen verträumten Blick auf.

Tali Goldstein: „Wow, sozusagen Quasimodo und Esmeralda in der PCWA - würde sogar passen, weil Poe mich ein wenig an Phoebus erinnert.“

Beide Damen raunen zufrieden…

Lisa Sanders: „Hey!“

Sanders ist über ihren erzürnten Einwurf am meisten erschrocken, zuckt zusammen und geht sofort wieder in Deckung. Gleichzeitig zupft sie ihre Perückenmütze zurecht, dass der Blondschopf verschwindet.

Lisa Sanders: „… wenn ihr entschuldigt: ICH habe hier das Problem! Und es wird mit Sicherheit kein Disney-übersüßtes Ende nehmen, wenn sich zwei Superstars wegen mir die Köpfe einschlagen, weil sie in mir irgendwas sehen, was ich nicht bin, sein will oder möchte.“

Tali Goldstein: „Na, dann entscheide dich doch einfach. Du hast es in der Hand.“

Lisa Sanders: „Und wenn ich das überhaupt nicht will?“

Windys Augenbraue zuckt.

Windy: „Sondern?! Stattdessen?“

Ihre und Talis Augen bleiben an der getarnten Blondine haften. Sie öffnet stumm den Mund, sucht scheinbar nach Worten, weshalb sie ihre offenen Hände hochhält. Nach einigen Augenblicken lässt sie diese wieder sinken, schnauft und schließt die Augen.

Lisa Sanders: „Ach, ich weiß doch auch nicht. In diesem Business ist man von Kerlen umringt und das prägt halt: die einen stempeln einen als blond und blöd ab, die anderen als unwichtig und wieder andere am liebsten als Quickie für die nächstbeste dunkle Ecke. Die paar wenigen, welche einen ehrlich schätzen, sind wie Perlen in Austern …“

Tali Goldstein: „Harte Schale, weicher Kern?“

Lisa rollt entnervt mit den Augen.

Lisa Sanders: „Danke, sowas habe ich jetzt echt gebraucht. Ich geb dir nen guten Rat: solltest du mal so mit den Jungs bei der Arbeit umgehen, garantiere ich dir keine lange Arbeitszeit.“

Tali Goldstein: „Man, jetzt mach dich doch mal locker. Da buhlen zwei der angesagtesten Kerle dieser Company um dich und du machst auf Lieschen Müller?! Fühl dich doch geschmeichelt. Mit Seth als Bruder wäre mir das nie passiert, da der bei sowas immer aufgepasst hat wie ein Schießhund.“

Scheinbar noch immer nicht ganz überzeugt will Lisa etwas erwidern - als Windy ihr und Tali beruhigend die Hände auf die Arme legt.

Windy: „Ich glaube, was Tali wirklich sagen wollte, war, dass du dich und die Situation nicht zu ernst nehmen solltest. Du stehst vor einer Luxusentscheidung: Dom Perignon oder Schampus. Pest und Cholera wäre wohl weitaus schlimmer und komplizierter. Es ist ganz einfach: mach dich nicht fertig, nimm dich selbst nicht zu ernst und … überleg, ob es außer A und B nicht noch einen Weg C gibt.“

Lisa Sanders: „Huh, das ist alles leicht gesagt für jemand, den das Ganze nicht betrifft. Letztlich muss ich es nämlich allein ausbaden.“

Windy: „Ganz genau - und die Entscheidung wird dir auch keiner abnehmen. Du musst wissen, was du wirklich willst …“

Sie wirft einen kurzen Blick über die Schulter zu Poe und Trent.

Windy: „… aber du kannst dich zumindest drauf verlassen, dass es immer jemand geben wird, an den du dich wenden kannst. Und seien es nur Tali oder ich. Und wenn ihr mich jetzt entschuldigen würdet - ich glaube, ich muss wieder. Bis die Tage.“

Die Schwarzhaarige erhebt sich neuerlich und begibt sich zu ihrem Wrestler zurück. Wie Lisa und Tali feststellen ist der Tempest mittlerweile wieder allein, da Poe das „Skywalk“ verlassen hat. Und wenig später folgt ihm das Couple ebenfalls.
Sanders und Goldstein bleiben zurück.

Lisa Sanders: „Tja - und nu?! Ich bin immer noch genauso schlau wie vorher.“

Tali Goldstein: „Aber zugehört hast du schon, oder?! Mehr als Tipps kann ich bzw. können wir dir nicht geben - am Ende musst du mit deinem Herz und Hirn ins Reine kommen. Und da hilft es auch nicht, dich ewig und drei Tage vor beiden zu verstecken. Früher oder später musst du dich ihnen stellen - bevor sie dich womöglich zu einer Entscheidung drängen, wenn du es am wenigsten vermutest.“

Sanders … sagt daraufhin nichts. Tali merkt, wie es in ihr arbeitet. Jeder würde es merken, der sie in diesem Moment betrachtet.
Dann, auf einmal, wenn auch langsam, zieht sie sich die Perückenmütze vom Kopf, richtet einen einzelne ins Gesicht baumelnde Strähne. Ein Hauch von Lächeln.

Lisa Sanders: „Du … ihr habt Recht. Ich weiß zwar noch nicht wie, aber irgendwie werde ich aus der Chose schon rauskommen. Es könnte wirklich weitaus schlimmer sein … aber auf der anderen Seite sind gerade solche Entscheidungen meist die Schwereren.“

Goldstein lächelte sie warmherzig an und nickt ihr zu. Sanders tritt hinter den Pflanzen hervor in den Barbereich … oder hat es zumindest vor, denn sie zögert dennoch. Ein kurzer orientierender Blick – und dann zieht sie es doch vor andersherum zu laufen, da dies scheinbar doch anonymer wirkt. Zumindest ist das Talis Eindruck.

Lisa Sanders: „Tali…“

Sie lugt hinter einem Bonsai hervor.

Lisa Sanders: „…. eine Frage, wenn du gestattest: wie hättest du dich in meiner Lage entschieden?“

Goldstein senkt grübelnd ein wenig den Blick, bevor sie mit seligem Lächeln an ihrem Caramel Latte nippt.

Tali Goldstein: „Würdest du mir vermutlich nicht glauben …“

Sanders grinst ebenfalls.

Lisa Sanders: „Vermutlich … wir seh’n uns!“

Zwar ohne die Maskerade wieder aufzustülpen, aber trotzdem wieder die große Sonnenbrille aufgesetzt eilt Lisa an der Wand entlang auf den Ausgang zu und verlässt das Lokal.
Tali blickt ihr noch eine Weile nach, bevor sie sich wieder umdreht und ihrerseits zu grübeln beginnt. Sie schaut auf zum Bartresen: der strohblonde Junge hat scheinbar Feierabend gemacht und mit seinem Kollegen gewechselt.
Goldstein zieht den Mund etwas breit, zuckt für sich mit den Schultern.

Tali Goldstein: „Ach Lisa … du Glückliche …..“


------------------ PCWA ------------------

Jane Nelson: "Das nächste Match ist ein Tagteam-Match und es geht um die PCWA Cotatores Titles! Auf dem Weg zum Ring... Sie sind die Herausforderer ... Gordon Banes, Brandon Cornwallace und Hugo ... Sie sind Teaaaaaaaaaaaam Happyyyyyyyyyyy Houuuuuuuuuuuuuur!"

Es ist an der Zeit sich zurückzuholen, was eigentlich niemals hätte verloren gehen dürfen. Zuversichtlich blicken die nunmehr 3 Happy Hour Mitglieder sich an und nicken mit ihren Köpfen. Man hat sich intensiv auf diese Schlacht vorbereitet und ist bereit alles zu geben um hier den Erfolg einzufahren. Ein weiteres Nicken und schließlich erheben alle 3 die Hände. In der Halle verkündet die Stimme von Banes, was nun Programm ist.

HIGH-FIVE DUDES!

Es folgt ein lautes klatschendes Geräusch. Der Triple-High-Five ist wohl erfolgt. Nun kommt Musik aus den Boxen und die gesamte Halle wird wie üblich bei Auftritten der Happy Guys in buntes Licht getaucht. Die Fans jubeln lautstark. Hinter dem Umhang setzen sich die Meister der Positivität langsam in Bewegung.

See me, I live in wonder
I’m gonna meet you on the other side
Well, I’m gonna steal your thunder
You’d better run, you’d better hide

I see you, you think you’re something
Well you’re nothing, you’re a butterfly
You've no love, you've no reflection
You’d better run, you’d better hide

Die Lichstrahlen fallen nun auf den Eingangsbereich, wo mit einem Mal die Happy Guys stehen. Beide tragen für den heutigen Fight einmal mehr ihre schwarzen Kimonos mit den gelben Gürteln und gelben Stirnbändern. Auf dem Kimonos prangt, das aus den Karate Kid Filmen bekannte, Cobra-Kai Dojo Logo. Beide drehen sich mit einem lauten Knall und einem dazugehörigen bunten Konfettiregen um und blicken mit konzentrierten Mienen durch die Zuschauerreihen hier im Dome. Nun taucht auch der riesige Hugo hinter ihnen auf und der Hüne hat eine Überraschung für die Fans parat, denn er hat die Smoothie Maschine der Happy Guys dabei. So kommt es dazu, dass auf dem Weg zum Ring zahlreiche Smoothies ihren Weg zu den Fans finden, die diese dankend annehmen. Natürlich gibt es auch High-Fives mit Jedem, der den wahren GLAUBEN lebt.

Angels, give me shelter
'Cause I'm about to fall
Stone cold, Helter Skelter
I’m not afraid
I’m gonna face you off

Der Song von Liam Gallagher verstummt langsam, als die 3 Happy Guys endlich im Ring ankommen. 

Jane Nelson: "Und ihre Gegner... Sie sind die Titelverteidiger ... die PCWA Cotatores Champions ... RM der Kuchen, Kevin Smash und Rob Collins ... Sie sind Deeeeeeeeeeeeeeceptioooooooooooooon!"

Aus all der positiven Energie in der Halle, werden Ruckzuck laute Buh Rufe und Pfiffe, als das altbekannte Deception Theme aus den Boxen dröhnt ... bereits zum zweiten Mal an diesem Abend.

 

Und schon tauchen die aktuellen Cotatores der PCWA auch schon auf der Rampe auf. Alle 3 tragen sie Lederjacken und dunkle Sonnenbrillen. Die Titel ruhen jeweils auf den Schultern von Smash und RM dem Kuchen. Collins steht genau zwischen den beiden und schenkt der Welt ein schleimiges Grinsen. Während die Pfiffe auf sie herabregnen, setzen die 3 sich in Bewegung. Derweil wird auch das Logo einmal mehr eingeblendet.

Deception

Als die 3 schließlich im Ring angekommen sind, gibt es noch etwas Trashtalking für die heutigen Gegner, ehe noch einmal die Gürtel in die Höhe gestreckt werden und schließlich auch die Lederjacken und Sonnenbrillen abgestreift werden.

 

2nd Match
- Defend or Return -
6-Man Tag Team Match
Cotatores Trophy
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(Der erste Pinfall entscheidet über den Sieg. Als Pinfall zählen Three Count, Submission, Disqualifikation sowie Count-Out.
-Referee: Yoshi Funaki; kein Zeitlimit)

 

RM, Smash und Collins lehnen lässig in den Seilen und beobachten das gegnerische Team. Brandon Cornwallace ist auf der anderen Seite als Starter im Ring geblieben, die Cotatores Champions entscheiden daraufhin, dass Rob Collins als Erster in den Ring geht. Hugo klopft Bray-Bray daraufhin auf die Schulter und so stehen sich nun Collins und sein ehemaliger Assistent gegenüber. Die Begeisterung des Oaklanders hält sich in Grenzen, während der Hüne lächelt. 

Mit wütendem Blick begibt sich Collins langsam in die Ringmitte. Hugo umkreist den Kalifornier, doch der tänzelt von Seite zur Seite. Dann prescht Hugo nach vorne ... LOCKUP! Der vom großen Mann schnell in einen SIDE HEADLOCK umgewandelt wird. Rob versucht mit seinen Händen die Augen seines Gegners zu erreichen, um dadurch aus dem Headlock zu entkommen. Dies scheint auch zu funktionieren, aber Hugo reagiert schneller und schickt, nachdem er den Lock gelöst hat, den Mann aus dem Golden State mit zwei krachenden Faustschlägen in die Ringecke. 

Der getroffene Rob Collins wankt ein paar Schritte zurück, während die Happies ihr Teammitglied anfeuern. Die Unterstützung scheint in Hugo weitere Kräfte frei zu setzen, er schießt in die Ecke und bringt seinen ehemaligen Chef mit einem Spear zu Fall. 

Vincent Craven: "Das sieht gleich zu Beginn gar nicht gut für Rob Collins aus. Hugo ist sauer auf ihn und hier eindeutig überlegen."

Mike Garland: "Warten wir es doch einfach mal ab, immerhin ist Collins im Team einer gewissen Legende. Und in so ein Team kommt man nur, wenn man etwas drauf hat."

Tatsächlich zeigt Collins schneller als gedacht, was er so kann. Nach dem nämlich Kevin Smash eine Diskussion mit Funaki hatte und Hugo seinen Gegner am Nacken in die Höhe zog, verpasste ihm Rob einen Low-Blow. Hugo's riesige Hände wandern in seinen Schritt, was seinen Schmerz natürlich nicht lindert. Erstrecht nicht als Collins den großen Mann mit einem DDT auf die Matte nagelt. 

Mike Garland: "Ich sagte doch, dass Collins einiges auf dem Kasten hat."

Vincent Craven: "Ja, er hat eindeutig von Smash gelernt."

Collins setzt mit einigen Hieben auf den am Boden liegenden Hugo nach. Funaki ermahnt Rob, weil er mit der geschlossenen Faust aufpassen soll. Collins lässt sich auf keine Diskussion mit dem Ref ein, dies würde ihn nur ablenken. Er zieht Hugo in die Höhe. Whip-In von Collins, den der Mann aus Team Triple H kontert und so ist es Rob, der aus den Seilen zurück geschleudert wird. Hugo setzt an zur Clothesline...

Rob schafft es vor dem Treffer abzuspringen und trifft Hugo mit seiner Schulter, trotzdem hat auch der Oaklander einen heftigen Treffer einstecken müssen. Nun liegen beide Kontrahenten in der Mitte des Rings. Hugo's Körper regt sich als Erster und auf Grund seiner Länge ist es nicht weit zu seinen Partnern, mit einem Sprung bringt er Gordon Banes ins Rennen. Allerdings ist auch Collins rechtzeitig ins Leben zurück gekehrt und wechselt RM ein.

Vincent Craven: "Zwei frische Männer im Ring."

Mike Garland: "RM macht hier nun kurzen Prozess, Banes ist aufkeinenfall auf seinem Niveau."

So einfach wie es sich Garland vorstellt wird es sicher nicht, denn Banes begrüßt den Kuchen mit einem herzhaften Kick auf die Brust. RM schleudert zurück in die Seile und wieder nach vorne in Richtung Banes. Nach dem folgenden krachenden Lariat von Gordon liegt der Kuchen erstmal auf dem Rücken. Es folgt der Wechsel per High-Five mit Cornwallace. 

SPRINGBOARD MOONSAULT!!!

Mit dieser wundervollen Aktion kommt Bray-Bray in den Ring geflogen und erwischt den Kuchen perfekt. Cornwallace hakt sofort das Bein ein und Funaki ist unten...

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Collins und Smash sind rechtzeitig da um das Cover zu unterbrechen. Während der Smasher eine weitere Diskussion mit dem Referee startet, verpasst Rob diesmal Bray-Bray einen Low-Blow. Mit unschuldiger Miene und unter lauten Pfiffen der Zuschauer verschwindet der Kalifornier anschließend wieder in seiner Ecke. RM hat nun einen Vorteil und setzt dem hinterlistig attackiertem Brandon Cornwallace weiter zu.

Vincent Craven: "Unglaublich was Collins hier veranstaltet. Es war nun schon die zweite unfaire Aktion."

Mike Garland: "Deception sind einfach cleverer und haben die bessere Taktik. Rob Collins macht genau DAS für DAS er ins Team geholt wurde, was für ein Schachzug von Smash."

Der Kuchen hat Bray-Bray in der zwischenzeit mit einem Whip-In in die Ringecke von Deception befördert. RM streckt sein Bein in die Höhe und chokt Cornwallace einige Zeit mit dem Fuss, bevor Funaki diese Aktion beendet. Nun ist es RM der eine Diskussion mit dem Referee für erforderlich hält. Smash und Collins nutzen diese Situation abermals eiskalt aus und donnern dem hilflosen Happy Hour Member ihre Fäuste in den Nacken. Brandon findet sich damit nach der kurzen Debatte des Hallensers mit dem Mann in schwarz-weiß auf den Ringboden wieder. RM nimmt dies einfach zur Kenntniss, denn er weiß was passiert ist. Er greift sich den Hals von Bray-Bray und lässt ihn mit einem Reverse Suplex durch den Ring segeln. Dann folgt der Wechsel mit Rob Collins.

Mike Garland: "Clever von den Champions. Smash bleibt erstmal raus und ist für den Endspurt frisch."

Vincent Craven: "Oder er bleibt einfach erstmal draußen, damit er die fiesen Tricks anbringen kann."

Derweil zieht Collins seinen Gegner an Nacken auf die Beine. Es folgt eine schöne Uppercut-Combo vom Kalifornier mit anschließendem Kick in den Bauch.  Ein Snap-DDT, schließt den Angriff von Rob ab. Das Cover folgt auf dem Fuße... 

...1...

 

...2...

 

 

...KICK-OUT...

 

Collins steht der Ärger ins Gesicht geschrieben, er war sich sicher, dass er Bray-Bray geknackt hat. Es bleibt jedoch keine Zeit sich zu ärgern, da sein Team einen großen Vorteil zu haben scheint. Wieder zieht Rob seinen Gegner auf die Füße und zeigt danach Superkick gegen das Kinn von Cornwallace und dieser schwankt. Es folgen zwei harte Faustschläge von Collins und nach einem knallharten Backbreaker liegt Brandon wieder auf dem Ringboden. Collins wechselt wieder mit RM. 

Mike Garland: "Ich muss die Champions wieder loben, so sieht Team-Wrestling in Perfektion aus. Wie schwach Happy Hour ist haben sie mit ihrem Angriff auf mich bewiesen und heute bekommen sie das knallhart von einem richtigem Team aufgezeigt."

Vincent Craven: "Der Stachel sitzt sehr tief, oder Mike?"

Mike Garland: "Schau dir die Schwächlinge doch an. Gegen die Schächeren können sie sich zu zweit durchsetzen, aber hier kommt überhaupt nichts von denen."

Im Ring ist der Kuchen weiterhin am Drücker. Nach einem Sidewalk-Slam liegt Bray-Bray wieder auf der Matte und RM covert. 

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Kick-Out von Cornwallace. Sofort lässt der wütende RM eine ganze Reihe an Kicks in den Rücken von Cornwallace regnen, ehe er ihn anhebt mit voller Wucht in die Ringecke krachen lässt. Nach etwas Anlauf will der Kuchen seinem Gegner mit einem Elbow weiter malträtieren, doch Cornwallace schafft es zur Seite hin auszuweichen, sodass der Ellenbogen vom Hallenser genau in die Ecke knallt. Cornwallace zögert nicht und es gibt einen Superkick gegen RM. Der Kick sitzt am Kinn und RM fällt. Der immernoch angeschlagene Cornwallace taumelt in Richtung Gordon Banes und schafft mit letzter Kraft den Wechsel per High-Five. Der Kuchen war in der zwischenzeit auch nicht untätig und hat erstmals Kevin Smash eingewechselt. Banes stürmt auf den Smasher zu, doch dieser kann der drohenden Clothesline von Banes entgehen, indem er sich abduckt und direkt mit einem German Suplex kontert! Sofort regnet es Buh Rufe, während die selbsternannte Legende sich grinsend wieder erhebt. Lässig zieht er Banes wieder auf die Beine und schickt ihn in die Ringecke, in welche er auch sogleich mit einer Avalanche folgt. Smash verhöhnt Banes nun, indem er ihm leichte Tritte gegen den Kopf verpasst. Smash lacht Banes aus und deutet nun mit dem Finger auf Mike Garland.

Kevin Smash: "Das ist jetzt für dich Mike!"

Er zieht Banes erneut hoch und will zuschlagen, doch Banes kann den Schlag abblocken. Smash blickt ungläubig und versucht es gleich nochmal, doch abermals kann Banes unter lautem Jubel der Fans abblocken und nun sogar selbst einen Schlag anbringen. Sofort rennt Banes in die Seile und es gibt eine Clothesline. Smash wankt, fällt jedoch nicht. Banes rennt erneut in die Seile und lässt eine weitere Clothesline folgen, doch abermals fällt der riesige Smash einfach nicht um. Banes blickt nun kurz in die Zuschauerreihen und rennt erneut los, doch dieses Mal folgt keine Clothesline, sondern ein krachender Superkick. Smash fällt um wie ein Baum. Sofort lässt Banes ein Cover folgen ...

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...doch das Cover wird von Collins unterbrochen, der Banes einen Tritt in den Nacken verpasst und nun sofort wild gestikulierend vom Referee wieder aus dem Ring geschickt wird. Während Collins so vor sich herdiskuttiert, sind es dieses Mal die Happy Guys, welche die Situation ausnutzen. Cornwallace kommt mit einem Springboard Legdrop hineingeflogen und trifft Smash perfekt. Der steht taumelnd wieder auf und fängt sich nun einen Double Superkick der beiden ein und kracht auf die Knie. Banes und Cornwallace umgreifen nun synchron den Schädel von Smash und es gibt einen Double DDT. Während Cornwallace nun wieder aus dem Ring slidet, setzt Banes zum Cover an. Die Fans zählen laut mit ...

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...2...

...Smash schafft es sein riesiges Bein in die Seile zu legen und so das Cover zu unterbinden.

Mike Garland: "Was für eine Übersicht von der Legende. Der Mann weiß jederzeit wo er sich befindet!"

Vincent Craven: "Bis jetzt scheint mir Smash eher die Schwachstelle innerhalb von Deception zu sein. Er steckt hier fast durchgehend ein!"

Mike Garland: "Alles nur Taktik um seinen Gegner in Sicherheit zu wiegen. Du wirst es erleben."

Banes jedenfalls wechselt nun mit Cornwallace und zieht Smash nun zu einem Backbreaker Hold auf sein Knie. Der eingewechselte Cornwallace steht derweil auf dem Top Rope und kommt mit einem Flying Elbow angesprungen, mit dem er Smash genau trifft. Es folgt ein weiteres Cover ...

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...Smash schafft es in letzter Sekunde die Schulter hochzureissen! Völlig außer Atem zieht Smash sich in der Ringecke hoch. Cornwallace hat nur darauf gewartet und stürmt los, doch da erwischt ihn Smash mit einem gewaltigen Big Boot, nach welchem die Legende allerdings selbst wieder kollabiert. Beide kriechen nun in ihre jeweiligen Ringecken, um dort einen Wechsel zu vollziehen. Cornwallace schafft es als erstes, was vor allem an der langen Pranke von Hugo liegt, der hier nun eingewechselt wird. Der erschöpfte Smash schafft es nur wenige Sekunden später RM einzuwechseln. Der wird jedoch erst einmal von Hugo mit einer Clothesline umgenietet. Und Hugo hat längst nicht genug. Angestachelt von den Fans, gibt es auch noch einen Back Elbow gegen Rob Collins, der diesen vom Apron befördert. RM steht derweil wieder und rennt nun zornig auf Hugo zu, doch die Clothesline von RM prallt einfach am Hünen ab. Ein Raunen geht durch das Publikum und der Kuchen hebt sofort flehend die Hände und wählt den Rückwärtsgang.

"SMASH THAT CAKE! SMASH THAT CAKE! SMASH THAT CAKE!"

Die Chants der Fans sind eindeutig und die erhobene Faust von Hugo ebenfalls. RM ist immer noch auf dem Rückzug, als der Kuchen mit einem Mal völlig überraschend nach vorne prescht und Hugo seine Finger in die Augen rammt. Der greift sich nun sofort an selbige und der Kuchen rennt in die Seile. Dropkick gegen die Knie von Hugo und der fliegt hin. Während die Fans den Kuchen ausbuhen, setzt der mit einigen Knee Drops in den Rücken von Hugo nach. RM nimmt nun erneut Anlauf und als Hugo sich erhebt gibt es einen weiteren Dropkick genau ans Kinn von Hugo, welches diesen genau in die Ringecke von Deception befördert. Wechsel nun mit Rob Collins. Der Kuchen hält Hugo auch weiterhin fest und so kann Collins ungehindert einen harten Forearm landen. Collins lacht laut und verpasst Hugo nun eine ganze Salve an Tritten in den Magen, bis sein ehemaliger Begleiter schließlich in der Ringecke zusammensackt. Collins verbeugt sich theatralisch und erntet dafür laute Pfiffe ... und Applaus von Smash, der inzwischen auch wieder steht.

Mike Garland: "Rob Collins ist der Mann der Stunde. Der Wechsel ins Deception Lager hat ihm völlig neuen Elan gegeben."

Vincent Craven: "Vor allem hat es dafür gesorgt, dass Collins wrestlerisch immer mehr wie Smash agiert."

Mike Garland: "Es ist der Weg zum Erfolg. Das kann keiner leugnen. Deception sind die Champions und sie werden es auch hier und jetzt bleiben. Sieh dir nur an, wie sie das gegnerische Team dominieren!"

Vincent Craven: "Wir werden sehen, ob es dabei bleiben wird. Ich persönlich denke, dass noch eine ganze Menge Kraftreserven in den Happys stecken!"

Mike Garland: "Damit stehst du völlig alleine auf der Welt!"

Zwischenzeitlich hat Rob Collins hier mit Smash gewechselt, der nicht lange zögert und Hugo erst einmal einen harten Kick in den Rücken verpasst. Smash greift sich nun die beiden Arme von Hugo und rammt ihm sein Knie in den Rücken. Hugo schreit zwar laut auf, doch an Aufgabe denkt der große Mann gar nicht. Smash zieht noch einmal an, während die Anfeuerungsrufe der Fans für den Hünen noch einmal zunehmen. Mit aller Entschlossenheit die er hier noch aufbieten kann, stemmt sich Hugo zurück auf die Beine und kann Smash zwingen den Griff zu lösen. Der Smasher reagiert jedoch augenblicklich und verpasst Hugo einen heftigen Rückenkratzer. Smash rennt in die Seile ... BIG BOOT! Sofort lässt Smash ein Cover folgen ...

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...Kick-Out von Hugo! Smash blickt unzufrieden zum Referee, der ihm jedoch nur das Zeichen gibt, dass der Pinfall Attempt nur bis 2 ging. Smash schüttelt missmutig den Kopf und zieht Hugo auf die Beine. Smash holt aus und verpasst Hugo einen krachenden Chop. Hugo weicht einige Schritte zurück und hebt mit wütender Miene den Kopf. Smash weitet die Augen und lässt noch einen Chop folgen ... NULL WIRKUNG! Smash zeigt einen Weiteren und noch Einen und noch Einen. Und alle werden sie von Hugo absorbiert, als wären sie Nichts. Mit einem lauten Schrei ist es nun Hugo der ausholt und einen Chop austeilt, den man vermutlich noch bis nach China krachen hört, ebenso wie den Aufschrei der selbsternannten Legende.

Vincent Craven: "Tja Smash, da hast du dir eindeutig den falschen ausgesucht!"

Mike Garland: "Dass dieser Hugo sich nicht schämt diesen Happy Dummköpfen zu helfen. Dabei war er an der Seite von Collins genau auf der richtigen Seite. Mir will es einfach nicht dämmern, wie man diese 2 hirnlosen Affen vorziehen kann."

Vincent Craven: "Es soll Leute geben, die für sowas wie Freundschaft etwas übrig haben."

Mike Garland: "Diese Menschen nennt man auch Versager!"

Hugo jedenfalls lässt noch einen weiteren Chop folgen, der die Legende endgültig fällt. Smash schnappt nach Luft, während Hugo in die Seile rennt und einen Splash folgen lässt. Sofort das Cover des Hünen...

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...Wieder ist Rob Collins zur Stelle und unterbricht das Cover. Dieses Mal scheint es den Happy Guys jedoch zu reichen. Banes und Cornwallace entern ebenfalls den Ring und stürzen sich auf Collins und RM. In der Mitte des Rings gibt es nun plötzlich einen Schlagabtausch zwischen allen Protagonisten dieser Schlacht. Schließlich schicken die beiden Happy Guys RM und Collins per Clothesline über das Top Rope nach draussen. Angefeuert von den Fans federn die beiden sich in die Seile ...

... DOUBLE TOPE CON HILO!!! 

Die Fans rasten nun völlig aus. Hugo packt sich derweil Smash. Der Referee achtet auf das Geschehen außerhalb des Rings und Smash nutzt es sofort ... Eselstritt genau in die Kronjuwelen von Hugo, der sofort zu Boden sinkt. Smash lässt einen Big Boot folgen und zieht Hugo anschließend wieder auf die Beine. Smash hebt den großen Mann tatsächlich hoch und schafft mit Mühe und Not einen Bodyslam, welchem ein Cover folgt ...

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...Kick-Out! Smash greift sich an die Haare und springt auf. Er schreit nun den Referee an und meint, dass der Count definitiv bis 3 gegangen sei, doch der Referee blockt ab. Smash marschiert kurz zornig umher, dann zieht er seinen Gegner wieder auf die Beine, doch der erwischt ihn völlig überraschend mit einem Headbutt. Smash taumelt zurück und Hugo schafft mit einem herzhaften Sprung den Tag mit Cornwallace. Collins tagt sich derweil einfach selbst ein und will Cornwallace mit einer Clothesline umnieten, doch der duckt sich darunter hinweg und kann anschließend einen Enzuigiri gegen Collins zeigen. Der fällt auf sein Knie und erhebt sich nur langsam wieder. Derweil ist Cornwallace auch bereits erneut in die Seile gerannt ... SPRINGBOARD DDT!!! Das Cover ...

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...Thr...Kick-Out von Collins in förmlich letzter Sekunde! Cornwallace wechselt nun mit Banes und beide platzieren sie sich jeweils in einer Ringecke, während Collins langsam wieder auf die Beine kommt ...

Mike Garland: "Oh Nein!"

Vincent Craven: "Wir alle wissen ganz genau was jetzt kommen soll ..."

Mike Garland: "Und ich hasse diesen Move abgrundtief!!!"

Collins steht wieder und die Happys rennen los ...

...ULTRA-HIGH-FIVE!!!

Banes covert ...

...1...

...2...

...RM kommt angeflogen und unterbricht das Cover mit einem Elbow. Zum Dank fängt er sich einen Superkick von Cornwallace ein. Der wiederum kassiert nun einen Big Boot von Smash und dieser wird seinerseits von Hugo mit einem Spear Tackle erwischt. Alle Protagonisten liegen am Boden, während die Fans lautstark die Happy Guys anfeuern. Und so kommt Banes als erster wieder auf die Beine und sieht, wie RM ebenfalls wieder auf die Beine kommt. Er rennt los und es gibt eine Clothesline gegen den Kuchen, doch der schafft es irgendwie auf dem Apron zu landen. Dort bleibt er jedoch nicht sehr lange, denn Hugo kommt mit vollem Tempo angerauscht und erwischt den Kuchen. Der fliegt vom Apron und fällt unglücklich ... ein lautes Raunen geht durch die Zuschauerreihen!

Vincent Craven: "Oh mein Gott! Das sah böse aus! Hast du gesehen, wie das Knie vom Kuchen sich bei der Landung verdreht hat?"

Mike Garland: "Ich habe vor allem seinen Schmerzensschrei gehört ... der war mehr als deutlich!"

Vincent Craven: "Der Referee ist nun sofort draussen bei RM um nachzusehen."

Während der Referee versucht den schreienden RM zu beruhigen und herauszufinden wie ernst es ist, machen die Happy Guys im Ring kurzen Prozess mit Smash. Es gibt erst einen weiteren Double Superkick von Banes und Cornwallace, wodurch Smash genau in die Arme von Hugo fliegt, der nun einen Belly-to-Belly Suplex gegen die selbsternannte Legende landen kann. Banes platziert sich nun hinter Smash. Cornwallace nimmt Maß ... SUPERKICK INTO DOUBLE UNDERHOOK FACEBUSTER...

...DUUUDE!!!

Der Finisher von Team Happy Hour hat gesessen und die Fans jubeln lautstark, doch mit einem Mal schwenkt alles in Buh Rufe um. Rob Collins ist unbemerkt von allen mit einem Stuhl in den Ring und hat nun nacheinander Hugo, Cornwallace und Banes mit diesem niedergestreckt. Der Referee hat derweil nichts davon mitbekommen und ist immer noch mit RM beschäftigt und gibt nun das Zeichen in den Backstage Bereich, dass Hilfe herbei muss. Collins schlägt derweil nochmal auf die Happys ein und tritt Cornwallace und Hugo schließlich aus dem Ring.

Vincent Craven: "Das darf doch alles nicht wahr sein!"

Mike Garland: "Die Ereignisse überschlagen sich hier völlig und Rob Collins behält als einziger die Übersicht. Was für ein Gewinn für Deception dieser Mann!"

Vincent Craven: "Jetzt kickt er den Stuhl lässig raus."

Die Fans buhen Collins kräftig aus, während der Anlauf nimmt ...

...DEATHSTROKE!!!

Der Running Knee Strike hat gesessen und nun ist auch der Referee wieder zur Stelle, doch Collins covert nicht. Stattdessen zieht er Banes in seine Ringecke, wo er mit Smash wechselt. Der ist völlig außer Atem, betritt aber dennoch den Ring und empfängt voller Freude das Geschenk, welches Collins ihm hier übergibt. Kick in den Magen durch Smash ...

...JACKHAMMER POWERBOMB!!! 

Die selbsternannte Legende lässt sich zum Cover fallen ...

...1...

...Cornwallace steht wieder und will in den Ring...

...2...

...Suicide Dive von Rob Collins gegen Cornwallace...

...3!!!

DING-DING-DING

Aus und Ende. Pfiffe und Buh Rufe fluten das Theater, während die Sieger verkündet werden.

Jane Nelson: "Die Sieger in diesem Tag Team Match und somit weiterhin PCWA Cotatores Champions ... Deeeeeeeeeeeeeeceptioooooooooooooon!!!"

Collins entreisst dem Referee die Gürtel und hebt diese triumphierend in die Höhe. Sanitäter sind derweil beim Kuchen angekommen und hieven diesen auf eine Trage. Smash hingegen liegt immer noch völlig erschöpft am Boden und bewegt sich kaum. Dennoch ist ein seeliges Grinsen ganz deutlich auf seinen Gesichtszügen zu erkennen.


------------------ PCWA ------------------

…. entfernte Stimmen ……… Jauchzer …………….. Unmut …………… der wummernde Pulsschlag musikalischer Ergüsse …………….  alles wie unlängst ………… zum Glück ……….

Ein wenig glaubte er noch an das Schicksal, denn wie sollte er es sich erklären, dass dieses Fleckchen noch immer so unberührt war wie einst. Nichts ist so veränderlich wie die Veränderung – je weiter die Zeit voranschritt, desto mehr wurde ihm dies bewusst. Problematischer wurde es nur, wenn einem die Hände nicht gebunden waren und man trotzdem seine Träume mal wieder zusammenkehren durfte. Scheitern mochte nicht das Gegenteil von Erfolg sein, sondern ein Teil davon. Nur kam diese Erkenntnis meist erst nach der Bitterkeit des ersten Eindrucks.

Er blickt auf – und zu sich selbst. Im Schneidersitz auf einem Hocker, wie immer leicht nach vorn gebeugt und durch den Schleier seiner rabenschwarzen Haare. Shadow stiert zu seinem Ebenbild hinüber, dass ihn in der großen verspiegelten Wand dieses entfernten Teils des Theatre erwartet. Diese Momente machten ihm bewusst, wie er auf andere wirkte – denn optisch konnte auch er nur zwischen Mustern, Spott und bewusster Aufmerksamkeit vermuten. Das Geheimnis seines Erfolges. Oder doch Fluch?

Der Soul Survivor wirft seine Mähne kurz in den Nacken, dreht das fahle Gesicht im Spiegel, bis er den Neonfleck erblickt und bugsiert seine Frisur dann wieder blickdicht nach vorn. Die Art, wie wir handeln, ist manchmal nur ein Spiegelbild unserer Wunden. Zum Glück war es meist nicht offensichtlich, wenn er sich seine leckte. Die Chamber, der Quest und kürzlich der Ausgang des Cryption Crown Matches. Eine Nummernrevue durch die Hände rinnender Gelegenheiten. Sachlicher wie personeller Natur … wobei er wieder unweigerlich an damals denken muss: an die Augenblicke unmittelbar vor dem Impact-Mainevent und seinen Wortwechsel mit Goldstein. Genau hier. Zwei nie vermutete Wellenlängen im Gleichklang. Leider war der gute NEON LOVE mittlerweile mal wieder ein … WAR. Der Lauf der Dinge mochte manchmal ein herzloses Geschöpf sein.

„Hier finde ich dich also…“

Fast wie auf Kommando ertönt die Stimme eines Mannes, der dieselben Ansichten mit Shadow teilt, zumindest hinsichtlich Seth Goldstein. Der Spieler steht nicht weit hinter dem Soul Survivor, seine Schritte waren überraschend leise, als er in den Raum kam. Das Spiegelbild sieht geradezu gespenstisch aus: das unergründliche Dunkel sitzt, während der Spiegel die Silhouette des Spielers erscheinen ließ, so da, als würde sie wie ein Geist über Shadow hängen.
Tony Graves lässt sich neben dem Schatten nieder, schlägt seinen Arm über das Knie und stiert in den Spiegel. Anders als der Schatten beobachtet Tony aber weder sich noch den Mann neben ihm. Stattdessen scheint sein Blick einfach über den Spiegel zu schweifen, als würde er nicht mal in ihn hineinsehen.

Tony Graves: "For now we see in a mirror dimly, but then face to face. Now I know in part; then I shall know fully, even as I have been fully known. Lutherbibel, Korinther, Kapitel 13, Vers 12. Welch besseres Zitat könnte es geben, um dich und mich zu beschreiben? Hat es doch noch keiner geschafft zu erkennen, wie man unsere Gedanken liest, als würden sie uns durch einen verdunkelten Spiegel sehen. So scheint es mir auch mit uns zu sein. Jedes Mal, wenn ich dich sehe, erinnere ich mich an diesen Vers. Denn genau wie andere, wenn sie dich oder mich sehen, habe ich das Gefühl, ich würde von dir immer nur ein Spiegelbild sehen. Ich denke, das trifft auch auf dich zu. Oder hast du einen Weg gefunden, meine Fassade einzureißen und mir aus den Gedanken zu lesen?"

Mit jedem Wort werden die Augen des Spielers glasiger, als wäre er gar nicht richtig anwesend. Dennoch hat er seinen Blick durch den Spiegel stets auf The Unfathomable Dark gerichtet. Anstatt aber, wie sonst auch, nach irgendeiner Regung, einer Emotion, einer Reaktion zu suchen, liegen die giftigen Augen des Gamblers einfach ruhig durch den Spiegel auf dem Schatten, wartend auf eine Antwort.

Shadow: „Klug ist, wer sich ruhig verhält zur rechten Zeit. Und diese Vorsicht ist es, welche einen bewährt.“

Tony beobachtet, wie der nachtschwarze Fighter sich ein wenig aufrichtend ins Hohlkreuz drückt, dabei den Kopf hebt.

Shadow: „Dieser Ort hier hat trotz seiner Schlichtheit einen unbezahlbaren Wert für mich. Und das nicht nur, weil er faktisch kaum Platz für jemanden birgt, sich unbemerkt zu verstecken. Einem selbst gelingt das ebenfalls nicht: man bekommt von allen Seiten das zurückgeworfen, was man ist. Ungeschminkt, pur, brutal ehrlich. Egal, wo man hinsieht ….“

In dem Fall dreht sich der Kopf Graves zu.

Shadow: „… und wie du schon korrekt festgestellt hast, Basilisk: wenn man für andere immer nur das Spiegelbild ist, gibt einem dies Refugium die nötige ungefilterte Dosis eigenen Ichs, welche man vor lauter Maskerade oder … Pokerface zu vergessen scheint. Du bist gern eingeladen - aber sei nicht enttäuscht, wenn du letztlich nur Zuschauer deines eigenen Seelenstriptease wirst.“

Tony hält seinen Kopf weiter auf den Spiegel gerichtet, schaut aber den Schatten durch den Spiegel an. Der Spieler beginnt zu kichern, der Schatten war tatsächlich unergründlich, genau wie der Ursprung seines Namens. Immer und immer wieder schafft es der Schatten doch wieder eine Fassade aufzuziehen, wenn Tony glaubt, dass seine Hülle endlich anfängt zu bröckeln.

Tony Graves: "Shadow, du hättest Pastor werden sollen. Dann würden vielleicht auch mehr Leute Sonntags in die Kirche kommen, oder vielleicht auch zur Beichte."

Der Spieler lässt seinen Schatten in die Richtung der Unergründlichen Finsternis fallen.

Tony Graves: "Say, Shadow, um einmal völlig das Thema zu wechseln - mir brennt eine Frage schon seit einer Weile auf der Zunge: was wolltest du letzte Vendetta mit deinem Run-In schaffen? Ich nehme an, dass Blacky, der ja anscheinend eine ähnliche Idee hatte, great minds think alike and all that, dir einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Aber was war da dein Plan, Shadow? Wenn du überhaupt einen hattest. Vielleicht wusstest du ja, was Blacky vorhatte und wolltest ihm die Tour vermasseln, hast es allerdings nicht geschafft? Who knows, but the Unfathomable Dark?"

Tone lehnt sich mit verschränkten Armen vorsichtig gegen die Spiegelwand und beobachtet Shadow genauestens. Als gekonnter Zocker wusste er, dass jedwedes Regen oder Zucken auf seine Weise verräterisch war. Und gerade beim Schatten war dies umso spannender, da dieser so gut wie nichts in der Art zuließ.
Und das war jetzt mal wieder keine Überraschung: Shadow erhebt sich, begibt sich neben den Gambler und bleibt vor dem Spiegel stehen. Sein Atem kondensiert an dem kalten, reflektierenden Glas.

Shadow: „Welches mein Plan war?! Ich dachte, das wäre eindeutig.“

Er dreht den Kopf.

Shadow: „Warum hast du damals Fearless ’n’ Lawless hintergangen? Warum hast du versucht, gemeinschaftlich mit Collins unserem strahlenden Champion die Identität auszulöschen? Persönliche Note nehme ich mal an - und etwas anderes hatte auch ich nicht im Sinn.“

Wieder blickt er zum Spiegel, wieder schlägt sich sein Atem nieder.

Shadow: „Das Schicksal kommt, wenn’s niemand merkt. Vielleicht war es damals Kismet, als Marc und ich uns im Olympiastadion begegnet sind. Denn dies war das Opening einer gemeinsamen Story, deren Verlauf sich mir damals noch nicht abgezeichnet hat. Was blieb mir schon anderes übrig? Ich hatte debütiert - aber als little boozehound das Weite suchte, ohne, dass ich die Chance für Payback bekam, fiel ich ins Vakuum. Auch bedingt dadurch, dass Maxxx als mein erster Matchgegner geschultert und besiegt unsere Geschichte auserzählt hatte. Somit hatte ich außer Marc keinerlei Anknüpfungspunkte - aber seine egoistische Goldgier hat unserem Kammerspiel erst die nötigen Tiefe und Dramatik beschert.“

Er haucht einen besonders großen Kondensfleck auf die Oberfläche, hebt die Hand und schreibt mit dem Zeigefinger `Poe-per-View` hinein. Der Schatten tritt einen halben Schritt zurück und beobachtet, wie sich Fleck und Worte durch den erwärmten Spiegel verflüchtigen. Dann dreht er sich neuerlich zu Tony um.

Shadow: „Poe ist ein guter Champion und Ehrenmann, aber ein lausiger Verbündeter. Und genau das werde ich ihn heute Abend spüren lassen. Das ist das, worauf ich seit Monaten hinarbeite. Er wird den heuchelnden Dreck fressen, den er mir zuvor um die Ohren gehauen hat … das Problem der letzten Vendetta war, dass es den falschen Mainevent hatte. Unser Match von heute hätte da stehen MÜSSEN! Poe gehört mir! Andere mögen offiziell ihre Berechtigung gehabt haben, mit ihm die Klingen zu kreuzen - aber mit Sicherheit keine modrige Gossenratte nebst zu großem Maul, welche ich bereits einmal in ihre Schranken gewiesen hatte. Jona Vark hatte ich bereits meine Meinung zu dieser mehr als enttäuschenden Ansetzung kundgetan - blieb nur noch, diese Ehre dem in diesem Fall Auserwählten beizubringen. Und sei es mit unmittelbarer Gewalt - zu schade, dass das Match letztlich eine etwas andere Wendung nahm. Vermutlich wieder Schicksal….“

Tony hebt erstaunt eine Braue.

Tony Graves: "Sag mir, Schatten: wieso hast du Maxxx dann nicht die Ringglocke über den Schädel gezogen? A´ la ´Wer and'ren eine Grube gräbt`? Erste Zeichen eines schlechten Gewissens? Immerhin war das Match ein Street-Fight, anything goes, No Disqualification. Und gerade in diesem Business gilt doch die Regel 'The ends justify the means'."

Shadow: „Nenn es, wie du willst - wenn es sein muss einen Anflug von Sportsgeist. So sehr Jimmy und seine Art auch auf wenig Gegenliebe meinerseits hoffen können - er hätte eine Chance um die Crown schon lange verdient gehabt. Aber naja: wenn eine Liga und ein Grizz Lee andere Vorstellungen von Matchgegnern haben …“

Der Soul Survivor greift nochmals an sein Haar - und hebt es für Sekundenbruchteile soweit an, dass der Neonklecks in der Spiegelung zu erkennen ist. Er lässt wieder los.

Shadow: „… wenn er denn unbedingt das Match bekommen sollte, dann aber auch mit dem richtigen Finish. Dafür hab ich dann gesorgt – nämlich eines ohne unnötige Foreign Objects. Sicherlich hätte ich ihm die Ringbell abnehmen und damit seine Lichter ausknipsen können - aber nach dem unfreiwilligen Chair Shot vor Monaten war ich ihm noch was schuldig. Also hab ich sie ihm abgenommen - oder wollte es zumindest, bis Sharpe sein eigenes Ding durchgezogen hat…“

Tony Graves schüttelt seinen Kopf mit einem Grinsen. Er drückt sich vom Spiegel weg und stellt sich vor diesen, ohne je den Blick vom unergründlichen Dunkel abzunehmen. Wie Shadow vorher atmet der Spieler gegen die Oberfläche und zeichnet mit seinem Finger geschwungene Buchstaben auf die Oberfläche des Spiegels. "Backstabber?"
Der Spieler macht ein paar Schritte rückwärts und lässt sich dann praktisch in einen Schneidersitz fallen. Den Blick nimmt er immer noch nicht vom Spiegel – und somit seine Augen auch nicht vom Schatten.

Tony Graves: "Ist es das, was du dich fragst, Schatten? Ob ich mit Blacky unter einer Decke stecke? Nun, ja, tue ich. Von seinen Plänen, in den Main Event einzugreifen, wusste ich allerdings nichts und damit hatte ich auch nichts zu tun. As evident by my lack of appearance during said run-in. Ich weiß nicht, ob es dir aufgefallen ist, aber mich kümmert nicht, ob die Personen, mit denen ich mich verstehe, sich untereinander nicht ausstehen können. Wie zum Beispiel Stem und Rob Collins. Denn so wahnsinnig es jetzt für mich klingt: es gab ja mal eine Zeit, in der ich mit dem alten Sack ausgekommen bin."

Der Spieler lässt sich rückwärts fallen und mit einem dumpfen Geräusch trifft sein Rücken den Boden des Raumes, seine Beine immer noch in Schneidersitzposition und die Arme hinter seinem Kopf verschränkt. Die Augen der Schlange sind geschlossen. Fast so, als ob er gleich ein friedliches Schläfchen machen würde.

Tony Graves: "Blacky hat mir angeboten, mich unter seine Fittiche zu nehmen - und ich habe keine Gründe dazu 'Nein' zu sagen. Ich habe ihm schon eine Weile auf dem Bildschirm zugesehen und ich respektiere ihn. Solltet ihr beide euch um Marc Poe streiten wollen, so werde ich euch nicht hindern, aber einmischen werde ich mich auch nicht. Ich bevorzuge die Gegner meiner Verbündeten nicht auch zu meinen Gegnern zu machen."

Tony Graves setzt sich wieder auf und in derselben fast schon beängstigend flüssigen Bewegung stellt er sich neben den Schatten und legt diesem eine Hand auf die Schulter, natürlich nicht ohne die Augen vom Spiegel zu nehmen.

Tony Graves: "Trust me, Shadow: wenn es Poe ist, hinter dem du her bist, dann feuer ich dich ohne lange nachzudenken an. Denn ich habe dich tatsächlich ein gutes Stück gerner als Mister Goodie-Two-Shoes."

Der Schatten dreht den Kopf, blickt scheinbar auf die bei ihm ruhende Hand – sowie zum erwartungsfreudigen Gesicht des Gamblers.
Und dieser Ausdruck verbleibt bei ihm, trotz etwas gekräuselter Stirn. Denn Shadow bewegt sich langsam an den Spiegeln entlang an Tony vorbei. Zwar rutscht dessen Hand von seiner Schulter, gleichzeitig tätschelt er anerkennend mit seiner Linken die Schulter von Graves. Der Zeigefinger seiner Rechten fährt derweil ziellos hinter sich herziehend über die Spiegeloberfläche.

Shadow: „Gut zu wissen, Basilisk. Die bange Frage, welche sich mir in dem Zusammenhang eher stellt, ist aber, wie du zu Mister Goodie-Two-Souls stehst.“

Er dreht sich mit dem Rücken zum Spiegel, rutscht daran herunter und bleibt am Boden hocken.

Shadow: „Ich bin geehrt wie erfreut, dass du mir mittelbar ein Gefühl von Vertrauen gibst.  Zumal ich damit gerechnet habe, dass du, dass die ganze Liga mich wegen eines offensichtlichen Paktes mit Sharpe eigentlich anfeinden könnte. Und in der Tat hat er mir symbolisch die Hand gereicht – nur eingeschlagen habe ich sie noch nicht. Im Gegensatz zu deiner …“

Er öffnet spielerisch seine rechte Hand und ballt diese im Zeitlupentempo.

Shadow: „…. und dazu stehe ich auch nach wie vor. Schwierig wird es nur auf den zweiten Blick. Ich mag der Typ sein, welcher zwischen den Welten steht – aber keiner für zwischen den Stühlen. Wenn du jemand bist, der so eine Gratwanderung meistert – Glückwunsch. Aber ich tue mich schwer damit, jemanden an meiner Seite zu wähnen, welcher derart wankelmütigen Geistern sein Vertrauen schenkt. Vor allem solchen, für die wir bloß Schachfiguren sind, welche man bei Bedarf gern opfert.“

Der Spieler schaut nachdenklich gegen die Decke, der Schatten schaffte es doch immer wieder ihn zum Grübeln zu bringen.

Tony Graves: "Goodie Two-Souls? Ich nehme an, damit ist Blacky gemeint, nicht? Was ich von ihm halte... tja, er ist ein Veteran und eine Säule der PCWA, schon seit einer langen Zeit würde ich sagen. Ich kann sicher viel von ihm lernen, jeder könnte das vermutlich. Ich kann allerdings nicht abstreiten, dass Blacky, wie du schon sagtest, wankelmütig ist. Dennoch ist er jemand, den ich respektiere, obwohl ich natürlich auch zugeben muss, dass ich persönlich ein Fan Kevin Sharpes bin."

Der Spieler lächelt sich selbst an.

Tony Graves: "I'mma hopin', dass wir Zwei uns wenigstens etwas vertrauen können. Ich habe nämlich auch offen gestanden keine Lust darauf einem genervtem oder sogar wütendem Shadow im Ring gegenüber stehen zu müssen, 'cause like I said when we first met, you pack quite a punch."

Mit einem zufrieden klingenden Seufzer, nickend und gewölbten Brauen hält er, ebenfalls zum Spiegelbild gerichtet, seine offene Hand hin.
Shadow hat ihm zunächst wort- und bewegungslos den Kopf zugedreht … rutscht dann aber langsam wieder an den Spiegeln hoch und kommt auf ihn zu - immer im Wechsel zwischen Hand und Gesicht blickend.

Shadow: „… das wirst du vermutlich nur, wenn Alpha-Kevin, du oder ihr beide den Dolchstoß wagt. Daher hoffe ich inständig, dass ich mir zumindest in einem Fall halbwegs sicher sein kann, diesem zu entgehen.“

… und damit schlägt der Schatten in den Handshake Graves ein, dem dieses ein leichtes Lächeln entlockt - wie auch wenig später Stirnrunzeln, als Shadow den Handschlag aufrecht erhält und Tony etwas näher an sich heranzieht.

Shadow: „Das Schicksal herausfordern bedeutet stets, sich selbst herauszufordern. Der Tanz auf der Rasierklinge mag dein Steckenpferd sein, Basilisk - aber vergiss nie, dass man sich entweder schneidet oder ins Verderben stürzt, sollte man allzu stark wanken. Bei mir kannst du dir des möglichen Schulterschlusses sicher sein. Ob dies auch für Kevin gilt, wage ich nicht zu beantworten - das musst du schon selbst rausfinden. Consilium tuum!“

Mit diesen Worten flippt er mit der freien Hand eine Münze in die Luft, welche sich metallisch klingend dreht. Tony orientiert sich kurz und schnappt sie sich dann …
… nur, um festzustellen, dass seine andere Hand derweil leer ist. Er blickt sich um: Shadow ist verschwunden. Und dies in einem Raum voller Spiegel - einmal mehr ein Mysterium, das so interessant wie manchmal unverständlich ist.

Graves öffnet die Hand und besieht sich die Münze: auf der einen Seite ein Fragezeichen … und auf der anderen ebenfalls. Grübelnd prüft er den Inhalt seiner Hosentaschen - aber seine ursprünglich vom Soul Survivor erhaltene Münze scheint verschwunden.

Mit einem überlegenden Tony Graves blendet die Szene aus …


Vincent Craven: "Schön, dass es soetwas noch gibt. Die beiden Männer verstehen sich wirklich gut und vertrauen sich."

Mike Garland: "Aber wie lange?! Schließlich haben die beiden die Punkte angesprochen, die sie bald zu Feinden machen könnten."

Vincent Craven: "Allen voran Kevin Sharpe, dem sich Graves nun auch längerfristig angeschlossen zu haben scheint. Dabei auch nochmal Shadows Hinweis auf die gezinkte Münze Sharpes."

Mike Garland: "Und trotzdem hat Graves damit die richtige Entscheidung getroffen. Auch Shadow sollte nicht so stur sein und daraus ein Triumvirat machen!"

Vincent Craven: "Gleichzeitig legte sich, wie wir gesehen haben, Graves damit aber auch mit den Mad Godds an, die ihn damit sicherlich mit Vorsicht betrachten werden. Vielleicht hat James Godd jetzt im Backstage auch noch ein paar Worte für Graves übrig..."


------------------ PCWA ------------------

Die Kameras schalten in die Kabine von James Godd. Dieser sitzt gerade vor einem Monitor, wo er sich das Titelmatch zwischen Deception und Happy Hour angesehen hat. Leider war es Smash auch diesmal gelungen durch einen miesen Trick die Titel zu bewahren. All dieser Betrug musste endlich ein Ende nehmen und mit Kevin Sharpe würde er den Anfang machen. Denn er war am heutigen Abend nicht untätig geblieben. Er hatte Jona Vark einen Besuch abgestattet und ihr von seinem Wunsch nach einem weiteren Singles Match gegen Sharpe berichtet. Zu seiner großen Freude hatte Jona ihm das Match für die kommende Vendetta zugesagt. Dort würde er dann die Geschichte vom Quest gerade rücken und Blackheart endlich One on One besiegen, um so endlich voranschreiten zu können. Dieser Fleck auf seiner Weste muss einfach entfernt werden. Der Engländer nimmt einen Schluck aus der Red Bull Cola Dose, welche er in der Hand hält, dann schaltet er schließlich den Monitor aus. Das Match seines Freundes Marc Poe will er sich als Fan ansehen und als solcher wird er, wie er es schon so oft getan hat, unter den anderen Fans Platz nehmen. So erhebt er sich nun von seinem Stuhl und bewegt sich zur Tür. Er wirft noch einen letzten Blick durch seine Kabine, um sich zu vergewissern, dass er nichts vergessen hat, dann geht seine Hand zur Türklinke. Doch noch ehe er diese umgreifen kann, klopft es an der Tür. Zufälle gibt es manchmal, denkt sich der Londoner und öffnet nun die Tür. Seine Augen weiten sich überrascht, als er sieht, wer da vor seiner Tür steht. Weiße Uniform, blaue Haut, rote Augen ... es gibt nur einen Mann, auf den diese Beschreibung zutrifft: Großadmiral Thrawn.

Der uniformierte Bläuling lässt auf seinem Gesicht nicht den Hauch einer Regung erkennen. Stattdessen blickt er den Engländer einfach nur stumm an. Pellaeon hingegen atmet im Hintergrund auf. Er wusste bislang noch nicht, wohin ihr Weg sie diesmal führen würde, doch als mit James Godd ein alter Bekannter die Tür geöffnet hat, war klar, dass ihm hier keine Gefahr drohen würde.

James Godd: "Oh Boy ... what a night! Großadmiral Thrawn, welch außerordentliche Überraschung. Treten Sie doch ein."

Der Engländer macht eine einladende Handgeste in Richtung seines Besuchers. Er hatte Thrawn schon lange nicht mehr gesehen und Treffen mit diesem waren immer ... ihm fiel nicht das richtige Wort dafür ein ... jedenfalls waren sie immer interessant und er war gespannt, weshalb der Mann mit der mysteriösen Ausstrahlung ihn dieses Mal besuchte.

Der Großadmiral rührt sich zunächst nicht, sondern mustert auch weiterhin stumm den Engländer. Zu Pellaeons Überraschung scheint dieser jedoch nicht im Mindesten davon überrascht zu sein, dass Thrawn sich hier so viel Zeit nimmt. Stattdessen geht er einfach vor und lässt die Tür offen. Thrawn dreht seinen Kopf zu Pellaeon und für einen kurzen Augenblick tritt ein kleines Grinsen hervor, ehe es wieder verschwindet.

Großadmiral Thrawn: "Also dann Captain, wir wollen Mister Godd nicht länger warten lassen. Folgen Sie mir."

Der Bläuling wendet seinen Kopf wieder ab und schreitet voran. Pellaeon blickt noch einmal zurück, dann folgt er dem Admiral ins Innere der Kabine. Hier drin sah es nicht unbedingt gemütlich aus. Lediglich ein Mannschaftsfoto von Arsenal London an der Wand und ein Foto der Queen an der Tür, sorgen für den Hauch einer persönlichen Note. Auf einem Tisch aus Sperrholz steht ein kleiner altmodischer Röhrenmonitor und ansonsten steht hier noch ein kleiner blauer Spind. Ansonsten ist dieser Raum völlig kahl und nicht wirklich auf Besucher eingestellt. So gibt es auch nur einen einzigen Stuhl im Raum, nämlich den, der vor dem Tisch steht und auf den Godd nun mit einer einladenden Geste weist.

James Godd: "Nehmen Sie doch Platz, Großadmiral."

Doch Thrawn schüttelt lediglich nüchtern und sehr knapp mit seinem Kopf.

Großadmiral Thrawn: "Ich ziehe es vor zu stehen, Mister Godd. Dies ist also ihre Behausung, Mister Godd ..."

Er blickt sich um und lässt den Satz einfach im Raum stehen. 

Der Engländer blickt den Bläuling etwas verwirrt an. Glaubt der Kerl etwa wirklich, dass Godd hier lebt? Schließlich setzt der Tribun des Volkes jedoch wieder sein entwaffnendes Lächeln auf, welches ihm schon in so mancher Situation weitergeholfen hat. Nicht zuletzt, als er bei Jona Vark nach dem Match gegen Sharpe fragte.

James Godd: "Well, eine Behausung würde ich das hier nicht unbedingt nennen. Es ist wirklich nicht mehr als eine Umkleidekabine und ich versuche eigentlich auch so wenig Zeit wie nur möglich hier drinnen zu verbringen. Die Welt da draußen hält weit interessantere Dinge für mich bereit."

Er nickt lächelnd mit dem Kopf. Zum Beispiel kann die Welt da draußen ihm das unübertreffliche Gefühl geben ein Teil der Fans zu sein. Einer der ihren ... ihr Tribun! Der Großadmiral nickt mit dem Kopf und wirkt dabei fast schon wissend.

Großadmiral Thrawn: "Womit Sie durchaus richtig liegen, Mister Godd, jedoch kann auch der Blick nach Innen manchmal nützlich sein. So verrät das Intérieur eines Jeden, doch eine Ganze Menge über eben Jenen ... meinen Sie nicht auch?"

Godd zuckt nur mit den Schultern, während Pellaeon immer noch damit beschäftigt ist, zu versuchen die Worte von Thrawn überhaupt irgendwie anzuordnen. Manchmal hasste Pellaeon es wirklich, wenn der Admiral in Rätseln sprach. Warum konnte er sich nicht in simplen Worten zu einem Thema äußern, so wie jeder andere Mensch auch ... wobei Mensch womöglich das falsche Wort war, um den Bläuling zu beschreiben. Pellaeon wusste es wirklich nicht, denn er hatte Thrawn noch nie physisch anders erlebt. Wann immer man ihm begegnete, war seine Haut blau und seine Augen rot. Selbst die weiße Uniform nahm er nur höchst selten ab. Der Tribun des Volkes jedenfalls, antwortet auf die Frage von Thrawn.

James Godd: "Mag durchaus sein, Großadmiral, aber mir gefällt es so, wie es ist. Ich brauche nicht tausende Ablenkungen im Raum. Ein kleiner Hauch Heimat reicht mir vollkommen."

Er deutet auf das Arsenal Poster und das Foto der Queen und grinst breit.

James Godd: "Aber wie kann ich Ihnen behilflich sein, Großadmiral? Ich nehme an, ihr Weg führt Sie nicht zufällig hierher?"

Thrawn sieht sich noch ein weiteres Mal im Raum um, als wäre ihm womöglich ein Detail entgangen, dass seinem geschulten Auge entwischt ist, dann beantwortet er die Frage des Engländers mit seiner ihm üblichen kühlen Stimme.

Großadmiral Thrawn: "Wie ich Ihnen schon einmal sagte, Mister Godd, gibt es eine solche Sache wie den Zufall nicht. Alles im Universum ist genau so bestimmt zu passieren, wie es am Ende auch passiert. Dies wird durch unzählige Schriften belegt ... und durch meine persönlichen Erfahrungen."

Er nickt mit dem Kopf und wandert einige Schritte im Raum umher. Godd schließt sich ihm spontan an, während Pellaeon immer noch am Türrahmen steht, nun aber zumindest die Tür hinter sich verschlossen hat.

Großadmiral Thrawn: "So haben Sie also vollkommen Recht, wenn sie behaupten, dass es nicht der sogenannte Zufall ist, der mich herleitet. Ich werde in diesem Jahr einmal mehr am Brawlin' Rumble teilnehmen, Mister Godd, und so hat mich mein Weg am heutigen Abend hierher ins Theater geführt, um meine Anmeldung offiziel bei Miss Vark abzugeben. Und nun, wo dies getan ist, hielt ich es für angebracht Ihnen einen kleinen Besuch abzustatten und eine kleine Konversation mit ihnen zu führen."

James nickt mit dem Kopf, obwohl er eigentlich immer noch nicht wirklich weiß, was Thrawn denn nun von ihm will. Wie so oft, ist der Bläuling völlig undurchsichtig und scheint einzig und alleine seine eigene Agenda zu verfolgen. 

James Godd: "Das .. ähm ... freut mich, aber eigentlich war ich gerade auf dem Weg ins Innere der Halle, um mir dort den Main Event anzusehen und meinen guten Freund Marc Poe zu unterstützen, wenn er Shadow in den Schatten stellt."

James lacht kurz über sein kleines Wortspiel. Die Gesichtszüge von Thrawn bleiben jedoch hart wie Stein. Pellaeon jedoch kann sich ein kleines Grinsen nicht verkneifen. Der Engländer war ihm schon immer sympathisch und gehört sicherlich zu den angenehmeren Gesprächspartnern von Thrawn.

Großadmiral Thrawn: "Eine noble Geste, Mister Godd. Wir wollen hoffen, dass Mister Poe sie zu schätzen weiß. Ein Jammer, dass ich ihm heute nicht begegnet bin. Eine Konversation mit dem aktuellen Champion dieser Liga hätte sicherlich auch ihren ganz besonderen Reiz. Doch wie Sie bereits sagten, waren Sie auf dem Weg und ich möchte wirklich nur höchst ungerne dafür verantwortlich sein Ihre Pläne zu durchkreuzen."

Er schenkt Godd tatsächlich ein kurzes Lächeln, dann verbeugt er sich.

Großadmiral Thrawn: "So verabschiede ich mich nun von Ihnen, Mister Godd, und wünsche Ihnen einen vergnüglichen Abend."

James nickt ihm zu.

James Godd: "Den werde ich ganz sicherlich haben. Wann immer ich mich zu den Fans geselle, habe ich eine verdammt gute Zeit. Ihnen viel Glück beim Rumble, vielleicht kreuzen sich unsere Wege ja dieses Mal. Es würde mich wirklich freuen."

Er grinst breit. Es würde ihn wirklich interessieren dem Admiral einmal One on One im Ring gegenüberzustehen. Er hat davon gehört, dass dieser in Singles Matches noch niemals besiegt wurde, was jedoch wohl auch daran liegt, dass er höchst selten Bookings für einen Einzelkampf annimmt. Jetzt wandert der Bläuling jedenfalls zur Tür, bereit sich zu verabschieden. Pellaeon öffnet diese und schreitet bereits hindruch, nachdem er Godd kurz zum Abschied zugewunken hat. Im Türrahmen hält Thrawn jedoch noch einmal an und wendet sich mit kühler Stimme an den Engländer.

Großadmiral Thrawn: "Achja, und viel Glück für ihren Kampf gegen Mister Sharpe bei der kommenden Vendetta, Mister Godd. Sie werden es gebrauchen können."

Er nickt wissend mit dem Kopf, während Godd fast die Kinnlade herunterklappt. Woher wusste Thrawn von dem Match? Godd möchte ihn fragen, doch die Überraschung lähmt seine Stimmbänder und so kann er nur wortlos beobachten, wie Thrawn aus seiner Kabine verschwindet und sich auf und davon macht. Nachdem die Überraschung abgeklungen ist, weiß Britain's finest zwar immer noch nicht, woher Thrawn das mit dem Match erfahren hat, jedoch weiß er, dass er im Zuge dieses Matches nicht derartig überrascht werden darf, denn sonst setzt es am Ende nur eine weitere Niederlage gegen Kevin Sharpe. Und was dann mit seiner mentalen Verfassung geschehen würde ... das konnte er nicht garantieren. Doch für derlei Gedanken ist auch später noch Zeit. Jetzt ist die Zeit gekommen eine Party mit den Fans zu feiern und so schüttelt er die Gedanken ab und verlässt nun ebenfalls seine Kabine, um sich ins Theater unter sein Volk zu mischen.


Vincent Craven: "Super! James Godd gegen Kevin Sharpe bei der nächsten Vendetta! So muss das sein - Warum auch immer der Großadmiral davon weiß, aber James hat sich das Match scheinbar sofort geschnappt."

Mike Garland: "Und wird ebenso untergehen, wie Marc Poe beim Rumble. Der Sieg im Tag-Team Match war doch nur Glück... und vielleicht weil Mad Dog noch an seiner Seite war."

Vincent Craven: "Wenn man es mit Marc Poe vergleicht, der auch eine Niederlage bei der letzten Vendetta einstecken müsste, dann könnte man auch sagen, dass sich Kevin Sharpe auf dem absteigenden Ast befindet. So wie du es immer Poe andichten willst."

Mike Garland: "Das sind keine Dichtungen, das ist die Wahrheit. Oder habe ich nicht gesagt, dass Deception ihre Titel behalten werden und es Happy Hour richtig zeigen?!"

Vincent Craven: "Von richtig zeigen kann nicht die Rede sein. Da reicht uns ein Blick auf die Krankenstation."


------------------ PCWA ------------------

Wir hören einen schmerzvollen, ja, sogar quallvollen Schrei durch das Theater hallen. Wir befinden uns auf der Krankenstation und die geöffnete Tür ermöglicht dem Kamerateam einen Blick ins Innere. Was sie dort sehen, ist RM der Kuchen, der auf einer Trage liegt und eine dicke Eistüte auf seinem rechten Knie liegen hat. Immer wieder stöhnt der Kuchen auf, während Smash an seiner Seite ist und ihn besorgt anblickt.

Kevin Smash: "Scheiße Mann, das wird schon wieder. Dieser verfickte Hugo!"

Doch der Kuchen schüttelt immer wieder nur mit dem Kopf und greift sich ans Knie.

RM der Kuchen: "Aaaaaaaah ... das sind so scheiß Schmerzen, Kevin!"

Smash knetet angestrengt sein Kinn. Zwar hatten sie es geschafft die Titel zu verteidigen, wenngleich auch nur mit Mühe, aber den Kuchen hatte es wirklich schwer erwischt. Zumindest hatte er es nicht mehr geschafft aus eigener Kraft in den Backstage Bereich zurückzukehren und das war alles andere als ein gutes Zeichen. Auch dass der Kuchen jetzt noch am schreien war, war alles andere als gut.

Kevin Smash: "Ich weiß, Kuchen, aber die haben hier gute Ärzte ... die kriegen das schon wieder hin, vertrau mir. Und dann rächen wir uns an diesem Riesentölpel!"

Eine Schwester betritt schließlich den Raum und augenblicklich bedrängt der Smasher diese.

Kevin Smash: "Los! Sag schon. Was hat der Kuchen? Wird er wieder? Kann doch so schlimm gar nicht sein ... der Kerl hat ihn doch kaum erwischt!"

Noch ehe die Schwester antworten kann, dröhnt einmal mehr ein lauter Schrei des Kuchens durch den Raum.

RM der Kuchen: "Auuuu ... nicht so schlimm ... aaaaaaaaaah ... du hast gut reden. Deine Knie funktionieren ja ....aaaaaaah ... auch!"

Smash blickt die Schwester mit einem drängenden Blick an. Diese rollt mit den Augen.

Schwester: "Wie ich Ihnen bereits vorhin sagte ... warten Sie bitte auf Doktor Häuser, der wird ihnen dann Genaueres mitteilen."

Empört blickt Smash die Frau an und erhebt seine Stimme.

Kevin Smash: "Was soll der Quatsch? Was ist das denn für ein verfickter Saftladen hier? Weiß der etwa nicht, dass es hier um die Gesundheit eines Champions geht? Los! Sag schon!"

Die Legende stupst die Schwester ungeduldig an. Die blickt den Smasher erschrocken und zugleich empört an.

Schwester: "Ich muss Sie bitten das zu lassen, sonst hole ich die Security!"

Die Gesichtszüge der selbsternannten Legende entgleisen fast.

Kevin Smash: "Wie bitte? Ich glaube ich höre hier wohl falsch, du Nutte! Du hast wohl keine Ahnung, mit wem du hier sprichst! Aber das haben wir gleich ..."

Smash holt tatsächlich aus, doch ein weiterer Schrei des Kuchens hält ihn dann doch davon ab hier handgreiflich zu werden. Stattdessen greift er in seine Jackentasche und zieht ein Paket Zigaretten aus dieser. Er blickt zum Kuchen.

Kevin Smash: "Ich geh eine rauchen ... bin gleich wieder da."

RM der Kuchen: "Alles kla...aaaaaaaaaaaaah....r. Ich bin schon bald wieder ...auaaaaa... fit!"

Der Kuchen hält sich erneut das Knie und stöhnt qualvoll auf. Smash hingegen verlässt nun den Raum. Kaum auf dem Flur, ignoriert die selbsternannte Legende natürlich das Rauchverbot in Gebäuden und zündet sich erstmal eine an. Genussvoll zieht er daran und verteilt anschließend den Rauch im Flur. Er schüttelt den Kopf.

Kevin Smash: "Das ist doch... verfluchte Scheiße ist das! Ausgerechnet so kurz vorm Rumble!"

Und für das Projekt Rumble Sieg ist jedes einzelne Deception Mitglied wichtig. Und wenn der Kuchen nun wirklich ausfallen sollte, dann macht das eine Person weniger auf die er bauen kann. Grübelnd geht seine Hand ans Kinn, während ein weiterer Zug an der Zigarette folgt. Während er so grübelt, legt sich mit einem Mal ein enormer Schatten über den XAW Besitzer. Genervt blickt die Legende vom Boden auf und erblickt einen Mann, den sie nur allzu gut kennt. Einen Mann, den sie höchstpersönlich entdeckt hat. Den kongolesischen Koloss Kwoga. Sofort legt sich ein breites Grinsen auf die Gesichtszüge von Smash. Der Mann kommt ihm gerade wie gerufen. Mit einem schleimigen Grinsen bewaffnet, bewegt sich der XAW Boss auf seinen Mitarbeiter zu.

Kevin Smash: "Kwoga mein Guter. Wie passend, dass ich dich antreffe. Ich hoffe du hast einen Moment für mich Zeit."

Er macht vor dem Kongolesen Halt und klopft diesem zuversichtlich auf die Schulter. Kwoga quittiert das Ganze mit einem grimmigen Blick. Der Mann hat ihm gerade noch gefehlt, nachdem ihn zuvor am Abend bereits dessen neuer Kumpel Rob Collins belästigt hat. Die Augen des Kongolesen verengen sich zu kleinen angriffslustigen Schlitzen.

Kwoga: "Was willst du von mir, Smash?"

Direkt auf den Punkt gebracht: Der Afrikaner hat keine Zeit, um irgendwelche Spiele zu spielen, denn er will sich auch weiterhin auf seinen Kampf bei der kommenden Show konzentrieren, wenn er auf Trent Cardigan trifft, um mit diesem ein kleines Vorgeplänkel auf den Rumble zu genießen. Smashs Miene verfinstert sich ein wenig.

Kevin Smash: "Für dich, Mister Smash. Ich bin schließlich immer noch dein Boss! Und was ich will?"

Die finstere Miene weicht einmal mehr dem schleimigen Legendengrinsen.

Kevin Smash: "Ich wollte dir vor allem zu deinem gelungenen Einstand hier in der PCWA gratulieren. Dein Auftreten bei den vergangenen beiden Shows war das eines wahren Champions. Ich bin mir sicher, dass du den Rumble als amitierenden XAW Champion betreten wirst, denn seien wir Mal ehrlich ... wer ist schon ein A.J. Dunn? Eben. Doch wo wir schon beim Thema Rumble sind, wollte ich dir versichern, dass wir von Deception dich voll und ganz unterstützen werden, damit du den Sieg für die XAW holst und den Idioten hier in Berlin einmal zeigst, welche Liga die wirklich Bessere ist! Team XAW for the Win!"

Er nickt seinen Angestellten zufrieden an, doch der blickt nur mürrisch zurück und schüttelt den Kopf.

Kwoga: "Unterstützt von mir aus auch gerne den Weihnachtsmann, aber lasst mich in Ruhe. Ich brauche keine Hilfe und ich will sie auch nicht. Ich habe vor den Brawlin' Rumble auf eigene Faust zu gewinnen. Nicht für die XAW und schon gar nicht für dich ... BOSS ... ich werde mir den Sieg holen, weil ICH es so möchte. Soweit verstanden ... MISTER SMASH?"

Er schnauft wütend aus. Smash hingegen sieht aus, als hätte er einen Geist gesehen. Das Unglauben steht ihm förmlich ins Gesicht geschrieben und der Ton seiner Hautfarbe, der zunehmend röter wird, macht ebenfalls klar, dass der Kongolese seinen Chef hier gerade ziemlich vor den Kopf gestoßen hat. Smash öffnet den Mund, um etwas zu sagen, doch dann schließt er ihn wieder und schüttelt den Kopf. Schließlich ergreift er dann doch mit zorniger Stimme das Wort.

Kevin Smash: "Sind denn heute Abend alle übergeschnappt, verfickte Scheiße noch eins! Ich bin die Hand, die dich füttert, du Tier, und ich weiß nicht, ob man es dir schon Mal gesagt hat, aber diese Hand beißt man besser nicht! Du wirst das machen, was ich dir befehle, sonst ..."

Kwoga geht mit diesen Worten von Smash einen Schritt auf diesen zu.

Kwoga: "Sonst WAS?"

Er verpasst seinem Chef einen heftigen Schubser, der den Smasher hinterrücks gegen die Wand krachen lässt, und durch dessen Wucht die Zigarette von Smash in hohem Bogen durch die Luft segelt. Kwoga verzieht kurz noch einmal das Gesicht zu einer grimmigen Fratze, ehe er kehrt macht und den Ort des Geschehens einfach verlässt. Er hat keine Lust sich weiter mit Smash auseinanderzusetzen. Soll der doch versuchen ihm das Leben schwer zu machen, das haben schon ganz andere versucht und sind gescheitert. Zurück bleibt eine selbsternannte Legende, die vor Zorn kocht und ihrem Angestellten hinterherbrüllt.

Kevin Smash: "DU VERFICKTER DSCHUNGELAFFE! DAS WIRST DU NOCH SCHWER BEREUEN! NIEMAND PISST MIR UNGESTRAFT ANS BEIN! NIEMAND VERSTEHST DU?"

Er schüttelt empört den Kopf und blickt noch einige Momente lang in die Richtung, in welche der Koloss verschwunden ist. Schließlich dreht er sich schwer atmend vor lauter Wut, wieder um und öffnet erneut die Tür zur Krankenstation, aus welcher auch schon der nächste Schrei von RM dem Kuchen dröhnt. Diesen Abend hat sich Smash trotz Titelverteidigung wirklich ganz anders vorgestellt!


Mike Garland: "OH NEIN! Das hört sich gar nicht gut an bei RM. Gar nicht gut..."

Vincent Craven: "Das hört sich sogar so schlimm an, dass Kevin Smash seine zu Beginn geäußerte Idee vom XAW Rumble dahin schmelzen sieht. Und Kwoga lässt sich nach wie vor nicht auf einen Deal mit ihm ein."

Mike Garland: "So ein Affe!"

Vincent Craven: "Kwoga ist eine richtige Naturgewalt und in dieser Beziehung ein wahrer Ehrenmann. So wie auch der Mann, der gerade im Begriff ist die Halle zu verlassen."


------------------ PCWA ------------------

 

Barry Wilson hat seine Tasche geschultert und durchmisst die Tiefgarage mit langen Schritten. Heute gab es hier nichts mehr zu tun. Und nach dem Treffen mit diesem... diesem Großadmiral will er wirklich nur noch weg. Das war vielleicht eine verrückte Geschichte. Aber hey... es ist die PCWA. Da muss man immer auf Überraschungen vorbereitet sein.

Adam Cage befindet sich ebenfalls in der Tiefgarage, auf der Suche nach dem Mietwagen, den er sich für diesen Abend mieten musste. Er sieht erschöpft aus, hat auch seine ganze Energie in das heutige Debüt und das Match gesteckt. Nach wenigen Minuten erreicht Cage den Stellplatz eines kleinen weißen Fords, als ihm plötzlich der Blick entgleist. Die Tasche mit dem Trainingszeug fällt nur noch zu Boden und scheppert, als sei eine Bombe explodiert. Vermutlich wirkt das nur so, weil eine Tiefgarage ein Echo hat.

Adam Cage „Fuck! Was zur Hölle soll der kranke Scheiß??“

Adam Cage geht auf den Wagen zu und sieht die Motorhaube an. Irgendjemand hatte dort mit braunem Lehm, zumindest denken wir ja positiv, zwei Worte geschmiert: Dirty Fake! Das gilt wohl ihm? Dirty Fake? Galt das seinem letzten Jobs in dreckigen Wrestling Absteigen? Oder war ein Fan Ur stinksauer wegen dem, was er sich heute Abend geleistet hat? Cage ist die Anwesenheit anderer Leute noch gar nicht bewusst, er start nur auf den Wagen und sieht Probleme bei der Rückgabe vor Augen.

Wilson will gerade den Anlasser des Wagens betätigen, als er die Schimpftirade durch das halb geöffnete Fenster hört. Er steigt aus, umrundet sein Auto und sieht auf der anderen Seite die Quelle des Lärms.

Stem: "Hey, Mann. Kann man dir irgendwie helfen?"

Adam Cage: "Helfen? Ist das dein ernst? Sieh dir mal an, was die mit meiner Karre gemacht haben. Alter, das ist ein Mietwagen, ich muss den zurückgeben!"

Wilson kratzt sich den Bart.

Stem: "Verdammte Sauerei sowas. Ich frage mich, wozu wir einen Sicherheitsdienst haben."

Dann runzelt er die Stirn. Er hatte Adam Cage im Match heute gesehen. Und dort kam er ihm schon irgendwie bekannt vor.

Stem: "Sag' mal... kennen wir uns?"

Adam Cage dreht sich in Richtung Stem. Betrachtet ihn kurz, kommt aber nicht darauf, woher ihn, Wilson, kennen sollte. Urplötzlich dämmert es Barry.

Stem: "NATÜRLICH! Die 'Windy City'! Ich habe da in der Schule von Second City Wrestling trainiert. Und der Coach hat uns einmal auf eine dieser Independent Veranstaltungen mitgenommen. Und DA hast du gekämpft!"

Adam Cage: „Windy City sagst du? Ja, da war ich. Hatte ein Match zusammen mit nem Rookie aus einem amerikanischen Dojo, glaube ich. Du warst mit McFly da? Ich erinnere mich, dass die Typen in der Umkleide über ein Talent namens Wilson geredet haben. Hatte damals sogar eine Bleistiftzeichnung von ihm gemacht, die ich verscherbeln wollte. Sag mal, kennst du denn Typen? Moment ... diese Stimme .. DU BIST Wilson, nicht wahr?“

Eine Bleistiftzeichnung? Von ihm? Das ist ziemlkich schräg. Wie in diesen Fernsehshows, wo die Serienkiller Bilder von ihren Opfern machen. Gibt es denn hier keine normalen Leute mehr? Er kratzt sich am Bart.

Stem: "Yeap, Sir. Ich bin Barry Wilson. Hey, ähm... ich fühle mich geehrt. Wegen der Zeichnung und so. Ich muss dann aber mal wieder. Schweinerei sowas. Ehm... wir sehen uns."

Cage wendet sich vom Wagen ab und Wilson zu, sieht kurz an ihm rauf und runter. Er wirkt etwas verwirrt, vielleicht macht ihm was zu schaffen?

Adam Cage: "Was ist los? Wusstest du nicht, dass ich mir mit Zeichnungen und Bildern von Wrestlern, den Auftritten und den Shows, wo ich unterwegs bin, etwas nebenbei verdiene? Weißt du, seien wir mal ehrlich, die Indy Szene bringt zwar Laune und ist ein guter Einstieg für jemanden, der ganz nach oben will, aber wirklich reich werden tut man da nicht gerade. Ich brauche die Kohle aus dem Nebenverdienst, um über die Runden zu kommen. Die Fans zahlen gut, außerdem sehe ich das Wrestling irgendwie als eine Art ... sagen wir Kunstwerk an, an dem man Zeit seines Lebens arbeiten musst. Du verstehst, was ich meine?"

Dann folgt ein fragender Blick. Irgendwas sagt Adam Cage, dass auch Barry Wilson einen schweren Tag hatte - auch ohne ein Match.

Adam Cage: "Du siehst aus, als wenn du ein schweres Match in den Knochen hast. Ich hab dich aber heute Abend nicht im Ring gesehen. Schwierigkeiten?"

Der große Mann blinzelt kurz, dann schüttelt er den Kopf.

Stem: "Nein, alles in Ordnung. Es... "

Dann atmet er lautstark aus.

Stem: "Ach, was soll's. Es ist in der Tat aktuell alles nicht sehr einfach. Lara und ich... also meine Partnerin... also... nicht privat... ehm... "

Adam Cage setzt ein leichtes Grinsen auf, sieht kurz zu Boden und Wilson dann mit leicht angezogenen Augenbrauen in die Augen.

Adam Cage: "Dir ist schon klar, dass das jetzt klingt, wie bei der ersten Liebe auf der High School, oder?"

Wilson muss lächeln.

Stem: "Also meine Tagteampartnerin und ich sind aktuell auf so einer Art Selbstfindungstrip. Wir haben noch nicht wirklich viel gewonnen als Team. Aber das wollen wir verbessern."

Adam Cage nickt verstehend. Solche Probleme sind natürlich immer etwas belastend.

Adam Cage: "Hey, vielleicht solltest du euch etwas Zeit geben. So ein Intergender Tag Team ist was anderes, als eine Verbindung zwischen zwei Kerlen. Ich meine ... wenn ich mich mit einem Kerl einlasse, dann weiß ich, dass ich ihn auch mal im Ring stehen lassen kann und meine Dinge erledige, während er auf sich gestellt mir den Rücken stärkt. Aber bei einer Frau als Partner ..."

Cage schüttelt etwas den Kopf.

Adam Cage: "... da läuft das etwas anders. Die ganzen Regeln. All die Dinge, an die man denken muss, wie man die Ladys im Ring vor Verletzungen schützen muss. Das Image, die Presse, die ständig nörgelt, wenn ein Kerl und ein Weib im Fight In sind ... das lässt sich nicht so einfach ausblenden. Ist schon klar, dass der Kopf nicht immer so frei ist, wie mans gerne hätte. Das gibt sich mit etwas Übung, glaube ich."

Barry muss grinsen. Augenscheinlich kennt dieser Adam Cage seine Partnerin noch nicht. Nun, das wird er sicherlich. Dann fährt er sich abermals durch den Bart.

Stem: "Was aber wirklich weird war, war das Treffen mit diesem Typen vorhin... dieser blauhäutige Freak."

Adam Cage: "Was für ein Freak? Muss ich den kennen?"

Stem: "Keine Ahnung. Hab' ihn heute auch das erste Mal kennen gelernt. Komische Type."

Er hebt die Hand.

Stem: "Also... ich muss jetzt los. Hat mich gefreut, Adam Cage. Ich denke, wir laufen uns nun öfter über den Weg."

Spricht er, dreht sich um und geht wieder zu seinem Wagen. Er steigt ein, lässt den Motor an, parkt vorsichtig aus und fährt dann, die linke Hand winkend zum Abschied nochmal aus dem Fenster streckend, davon. Cage sieht Barry noch hinterher, bis er außer Sicht ist. Adam sieht einige Sekunden zu Boden, weiß nicht genau, was er von der Sache halten soll. Eine Sache ist ihm jetzt schon klar, der Digger ist ihm sympatischer als diese scheinheilligen Typen, die sich für den Ring immer so verdrehen müssen. Er schüttelt den Kopf mit einem leichten Grinsen. Dann wendet er sich wieder dem eigenen Schaden zu, starrt noch einen Moment auf das Auto, zieht das Handy und schießt ein paar Fotos. Anschließend gibt er eine Nummer ins Display ein und legt das Handy an sein Ohr.

Adam Cage: "Hallo Martina? Cage hier. Ja. Du hör mal zu, es gab da ein Problem. Ruf den Mietwagen Service an und verlänger die Miete um ein paar Tage. Was? Nein. Nein, wirklich mit dem Wagen ist alles in Ordnung. Ach ... da sind ein paar Fotos in deinem Mailfach und ein paar Design Anweisungen. Die schickst du an die Druckerei und lässt davon 100 Schilder drucken. Was? Ja ... nein. Ist für den Stand. Was fürn Stand? Merchandising. Oder glaubst du, ich gebe mich mit der kleinen Bezahlung aus dem PCWA Vertrag zufrieden? Genau. Ja, richtig. Du bist meine Managerin, also tue etwas für die Kohle. Wir produzieren unser Merchandising ab jetzt selbst. Zumindest eine kleine Underground Serie. Klar soweit? Ich komm morgen vorbei. Ja. Bye!"

Als Adam Cage dann selbst in den Mietwagen einsteigt, verlässt uns die Szene an der Stelle.


Mike Garland: "Ha Ha, ein schöner Haufen Scheiße. Hi Hi."

Vincent Craven: "So begrüßt man keine Neulinge in der PCWA. Da hat es Stem deutlich besser gemacht."

Mike Garland: "Ach, dieser weichgespülte Bär. Ich dachte, die von Carnageddon wollten jetzt mal richtig Gas geben. Aber statt eines solchen Dings bei Cage auf dem Auto kommt nur warme Luft bei Wilson raus."

Vincent Craven: "Lass mich raten?! Und das soll eine Überleitung zu unserem Main Event und Marc Poe sein, was?"

Mike Garland: "Es ist immer schön, wenn eine gelegte Fährte aufgenommen wird, Kollege. Also... MAIN EVENT TIME!"

Vincent Craven: "Endlich steigt das Match zwischen Shadow und Marc Poe. Auf geht's."


------------------ PCWA ------------------

Ein letzter Umschnitt, ein letzter Werbeblock … und die Kamera fliegt noch eine letzte Runde über die lauernden Fans, die bereits lauthals nach den beiden Kontrahenten des nun folgenden Matches rufen. Da…

 

 

Die unverkennbaren Riffs von Dredg’s „Bug Eyes“ hallen durch das Theatre und lassen einen Orkan von Jubelstürmen los.

 

Bring back those good ol' days

Nothing feels right

Nothing ever goes my way

I threw my future away

 

Das Gewitter flirrender Spotlights taucht die Stage in eine unwirkliche Atmosphäre … und auf dieser erscheint das personifizierte Sinnbild davon: das haarverhüllte Gesicht, die dunklen Klamotten - er steht einfach da, lässt die Reaktionen auf sich wirken.
Und dann wirft er urplötzlich seine Mähne in den Nacken, worauf die Pyros links und rechts losdetonieren. Das grellweiße Gesicht mit dem neonfarbenen Makel stoisch schauend marschiert er zum Seilgeviert, während er seine Handschuhe richtet.

Jane Nelson: „Ladies und Gentlemen! Der nun folgende Kampf ist der Mainevent des heutigen Abends. Ein Regular Singles Non Titles Match - und es ist ausgelegt auf einen Fall. Als erstes auf dem Weg zum Ring ……………………… aus Purgatory, Texas, USA ………………. mit einem Kampfgewicht von 104 Kilogramm ………………………….. The Unfathomable Dark ……………..THIIIIIS ……………….. IIIIIIIIIIIIIIIIIS ………………SHHHHAAAAAAAAA …. DOOOOOOOOOOOOOOOOOOOWW!!!“

Angesichts der Ankündigungen schwillt die Geräuschkulisse noch einmal richtig an - wenngleich sich auch vereinzelte Unmutsbekundungen dazwischen mischen. Aber wer will es den PCWA-Fans verdenken: erwartet den Soul Survivor doch ein für ihn besonderer Gegner.

Shadow durchsteigt die Seile, verzichtet groß auf ausschweifende Bewegungen und geht zielgerichtet in eine der Rampe entfernten Ecken. Er lässt sich gegen den Turnbuckle fallen, legt die Arme auf die Ropes und richtet den Blick stur geradeaus - die stählerne Rampe hinauf in Erwartungen seines heutigen Gegners. Und er muss nicht lange warten…

 

 

Jane Nelson: "Und .... sein Gegner ..............auf dem Weg zum Ring, aus Baltimore, Maryland, USA, mit einem Gewicht von 97 Kilo. Der amtierende UNDISPUTED GERASY CHAMPION, MARC POOOEEE!"

 

"Blind" von Korn ertönt und eine Welle aus Jubel wabert durch das PCWA-Theatre, während sich wie üblich bei Poe's Auftritten rot-schwarzer Rauch im Entrancebereich bildet. Marc Poe schreitet langsam durch den Qualm, dann verharrt der Marylander ruhig auf der Bühne. Er schnallt den Undisputed Gerasy Belt ab und präsentiert ihn dem Berliner Publikum...

 

POE-PER VIEW

POE-PER-VIEW

POE-PER-VIEW

Im gemächlichen Schritt und mit konzentriertem, aber trotzdem freundlichem Blick geht der Marylander die Guard Rail entlang. Ringside angekommen wandert sein Blick zu einem speziellen "Fan", denn der Engländer James Godd hat sich unter das Volk gemischt. Aus fast vorderster Reihe möchte sich Godd das kommende Spektakel anschauen, Poe nickt dem Tribun des Volkes freundschaftlich zu. Anschließend betritt der Undisputed Gerasy Champion mit einem Flip über das oberste Seil das Seilgeviert. Kurz bleibt er in der Mitte des Ringes stehen und starrt Shadow an, dann steigt der Marylander nacheinander auf jeden der vier Ringpfosten, um sich nochmal den Zuschauern in jedem Abschnitt der Arena in voller Pracht zu zeigen. Nach dem Poe seinen Belt abgelegt hat, lehnt er sich entspannt ins Seil und durchgebohrt seinen Gegner schonmal einmal Blicken, bevor er die Fäuste sprechen lässt.

 


- Back in the Shadows -
Regular Singles Non Title Match


Bild

vs.

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(Der erste Pinfall entscheidet über den Sieg. Als Pinfall zählen Three Count und Submission)
-Referee: Nelson Frider, Kein Zeitlimit)
 

Der Ringrichter erkundigt sich, ob die zwei Fighter fertig sind. Nach einem beiderseitigen nicken lässt er die Ringglocke läuten. Es geht los!

Mike Garland: "Wie ich es mir gedacht habe. Sowohl Shadow als auch Marc Poe beginnen abwartend."

Vincent Craven: "Das keiner der beiden Fighter direkt auf den anderen losstürmt war auch mir klar, Mike. Dieses Match wird ein Abnutzungskampf, soviel ist klar."

Viel passiert tatsächlich nicht im Ring, die Athleten gehen nur langsam ein paar Schritte aufeinander zu. Letztendlich stehen sie noch eine Armlänge auseinander und blicken sich an. Shadow geht einige Schritte zurück und steht nun genau in der Mitte des Rings. Marc Poe kreist um den sich in der Mitte befindlichen Schatten. Langsam kommt Poe immer näher an den Schatten heran, der die Arme über den Kopf hebt. Bereit zum Lock-Up. Der Champ spielt da natürlich gern mit..

 

Shadow sieht sich schnell im Vorteil, seine Hände umklammern den Nacken von Poe. Dieser verlagert jedoch blitzschnell seine Position und ist plötzlich hinter The Unfathomable Dark...

 

RELEASED GERMAN SUPLEX!!!

 

… aber der Schatten kommt lässig im Stand auf. Gleichzeitig hat er sich Marcs Kopf gegriffen und holt aus,

 

 

EUROPEAN UPPERCUT IN DEN NACKEN!!!

 

Mit Schwung donnert Poe nach vorn in die Seile, federt heraus und droht in einen Big Boot Shadows zu laufen. Aber auch er ist auf Zack, rutscht per Baseball Slide drunter weg und steht sofort wieder. Ein ansatzloser Pele Kick aus dem Nichts, der auch trifft … genau wie Shadow mit seinem simultanen Muay Thai Kick. Beide gehen getroffen zu Boden, doch schon Augenblicke später schwingen sie sich gleichzeitig per Kip Up auf die Beine. Der Versuch jeweiligen Grapplings, das misslingt, worauf sie sich wieder entfernen und anstieren. Dieser kurze Moment genügt für anspornendes Yelling seitens der Fans.

Vincent Craven: "Beide sind gewappnet. Das dürfte in der Tat ein Fight auf Augenhöhe werden."

Mike Garland: "Shadow wäre ja auch schön blöd, wenn er nicht alles auf eine Karte setzen würde. Eine Niederlage heute und er wäre erstmal weg vom Fenster der Topcarder."

Vincent Craven: "Na, wie man sieht und hört … sind auch einige spezielle Fans dabei."

Die Blicke des Poe-per-Views und des Soul Survivors gehen fast gleichzeitig zur Seite …
… zu der Seite, wo direkt rindside sitzend – bzw. aktuell stehend – der Tribun höchstpersönlich, James Good steht und applaudierend Poe anfeuert. Freudig grinsend schickt Marc ihm den Zwei-Finger-Gruß, was Shadow lediglich argwöhnisch betrachtet. Auch er sieht sich um, erkennt allerdings nur die gegenüber in den Fans sitzenden Trent Cardigan und Windy, welche sich das Spektakel ebenfalls nicht entgehen lassen wollen. Der Tempest verzichtet allerdings auf einen Gruß, sondern zeigt eher eine an "Keep going!" erinnernde Handgeste.

Mike Garland: "Glaube, der gute Schatten ist hier heute nicht sonderlich beliebt."

Vincent Craven: "Die Reaktionen vorhin klangen aber deutlich anders."

Mike Garland: "Und wer soll ihm dann hier zuwinken? Sharpe vielleicht?"

Vincent Craven: "Nun werd mal nicht spitzfindig … und verschwörerisch…."

Shadow geht in die Offensive. Poe ist allerdings aufmerksam und schnappt sich den Schatten am Arm. Ein kurzer Whip In die Seile... LARIAT... Shadow duckt sich rechtzeitig hinweg und federt auf der anderen Seite in die Seile... nimmt weiter Tempo auf...

BIG BOOOOOT!!!

 

​Poe schüttelt sich kurz, dann springt er mit einem weiteren Kip-Up auf die Beine.

Vincent Craven: "Nach kurzem Abtasten geht es nun richtig zur Sache."

Mike Garland: "Da bin ich mir noch nicht so sicher. Die zwei Kontrahenten haben das Tempo wieder gedrosselt und umkreisen sich nun im Ring."

Marc geht als erster wieder in die Offensive und bedient den Schatten mit einem tiefen Roundhouse Kick, der Shadow an der linken Wade trifft. The Unfathomable Dark zuckt zusammen, weshalb Poe dasselbe gleich nochmal macht und anschließend seitlich ausschert. Shadow hat diese Bewegung vorausgesehen und geht selbst nach vorne. Er trifft Poe mit zwei blitzschnellen Jabs. Der Mann aus Baltimore steckt diese jedoch leicht weg und kontert mit einem rechten Haken gefolgt von einem Faustrückenschlag aus der Drehung. Shadow springt rechtzeitig einen Schritt zurück und der Schlag saust an dessen Nasenspitze vorbei. Ein kollektives "Huuuh!" geht durchs Publikum.

Vincent Craven: "Huuuh. Wenn der getroffen hätte, wäre Shadow sicherlich einige Schritte rückwärts gegangen."

Mike Garland: "Hier geht es nicht um den Konjunktiv, Vince. Und der Schatten ist mit Sicherheit keiner der Jobber, gegen die Poe am liebsten antritt. Wahrscheinlich geht es deswegen auch nicht um den Gerasy."

Vincent Craven: "So ein Schwachsinn, Mike. Poe hat den Gerasy bereits gegen Leute wie Grizz Lee und Kevin Smash verteidigt."

Im Ring belauern sich Poe und Shadow mittlerweile wieder. Shadow greift nun nach dem Marylander, der taucht darunter durch und antwortet mit einem harten Kick in die Kniekehle des Schatten. Der Tritt hat seine Wirkung nicht verfehlt, der Mann aus der unergründlichen Dunkelheit beginnt zu wanken.

BULLDOG!!!

​​

Der Gerasy Champion ballert den Kopf des Schatten auf die Matte und legt mit einem Double Foot Stomp nach. Shadow rollt sich rechtzeitig zur Seite. Poe kniet in Lauerstellung und wartet, bis sich Shadow wieder erhebt. 

Mit einer schnellen Bewegung springt Shadow auf die Füße, was ihm jedoch keinen Nutzen bringt. Poe ist eben nicht umsonst Undisputed Gerasy geworden, der Marylander hat seinen Angriff perfekt getimed und stürmt im richtigen Moment los...

SLINGBLADE!!!!

 

Coverversuch.

 

...1...

 

...2...

 

Kick out!

Der Mann aus Baltimore verschwendet keine Zeit und reißt Shadow am Nacken auf die Beine. Es folgt ein Overhead Belly to Belly Suplex oder auch nicht. Der Schatten kann den Versuch blocken und lässt ein paar kräftige Elbow Strikes ins Gesicht von Poe folgen. Der Marylander muss lösen.

Vincent Craven: "Clothesline!!!"

Mike Garland: "Shadow ist im richtigen Moment eindeutig wacher gewesen und so liegt Poe nun mit dem Rücken auf der Matte."

Shadow zieht Poe an dessen Man-Bun wieder auf die Beine. Mit einem Tritt in den Magen und dem darauffolgendem DDT setzt The Unfathomable Dark dem Mann aus Baltimore weiter zu. Das Cover folgt auf dem Fuße...

...1...

 

​...2...

 

​...Kick-Out...

​Marc reißt die Schulter nach oben, so schnell ist er nicht geschlagen. Shadow richtet sich auf und wartet darauf, dass der Undisputed Gerasy das Gleiche tut. Nach kurzer Zeit ist es dann auch soweit und Poe drückt sich mit beiden Armen nach oben. Shadow holt zu einem Tritt aus, doch Poe rollt sich rechtzeitig zur Seite. Sein Glück, denn der Kick des Texaners hätte ihn voll an der Schläfe erwischt. Der Mann aus Baltimore beugt sich auf sein rechtes Knie.

Vincent Craven: "Die zwei Kontrahenten belauern sich, keiner will hier einen Fehler machen."

Mike Garland: "Oder Shadow und Poe brauchen nach kurzen Action-Sequenzen immer wieder eine kleine Pause."

Vincent Craven: "Das glaube ich nicht, Tim... Äh Mike."

Im Ring geht es weiter mit einem Lock-Up. Gemeinsam drehen Marc und Shadow eine Runde im Ring, bevor der Schatten sich mit einem Knee Lift einen kleinen Vorteil verschafft. Shadow schnappt sich Marc anschließend am Schlaffitchen, doch Poe taucht mit einer Rolle vorwärts unter den Armen von Shadow durch. Der Marylander springt im Schatten des Schatten wieder auf die Beine. Aber auch der Soul Survivor dreht sich und tritt in Richtung Magen des Marylanders. Poe fängt den Kick jedoch mit beiden Händen ab, ein Fehler. Ungeschützt fängt er sich einen Enzuigiri-Kick ein und schwankt. Es folgen zwei harte Faustschläge von Shadow und nach einem heftigen Shoulderblock liegt Poe auf dem Ringboden. Sofort folgt der Elbow-Drop und das Cover... 

...1...

 

​...2...

 

​...Kick-Out...

Vincent Craven: "Das ist noch viel zu wenig."

Mike Garland: "Warum nicht einfach mal versuchen und sich den Überraschungseffekt zu nutze machen? Hat schon oft genug funktioniert."

Aber The Unfathomable Dark bleibt am Drücker, er zieht den Undisputed Gerasy in die Höhe, nur um ihn mit einem Neckbreaker wieder auf die Matte zu beförern. Der Schatten greift nun nach dem rechten Bein des Marylanders um einen Half Boston anzulegen. Doch Poe kann sich befreien und zieht sich an den Seilen nach oben. Shadow ist allerdings da und verpasst ihm einen Kick in den Magen. Marc sackt wieder auf die Matte herab...

DIVING DROPKICK!!!! 

 

Der Undisputed Gerasy knallt mit dem Kopf auf den Ringboden. Im direkten Anschluss lässt der Schatten Tritte auf Poe niederhagelm. Der Soul Survivor zieht den Champion wieder auf die Beine und nimmt Maß. Big Boot! Shadow will Poe abermals hochziehen, doch der zeigt Kampfeswillen und setzt sich mit Schlägen zur Wehr. Doch einige Forearms in den Nacken durch The Unfathomable Dark lassen die Gegenwehr im Keim ersticken. Shadow hebt Poe in einen Powerslam Ansatz und lässt ihn auf die Matte krachen. Der Schatten folgt und hakt das Bein ein. 

 

...1...

 

​...2...

 

​...Kick-Out...

 

Shadow blickt auf seinen Widersacher herab und schüttelt den Kopf. Wieder zieht er Poe hoch und lässt ihn diesmal in die Ringecke krachen, wohin der Texaner selbst mit einer Avalanche folgt. Getroffen sinkt der Champion in die Ecke. Shadow chocked ihn nun noch etwas mit seinem Boot, doch Poe schafft es sich irgendwie nach oben zu drücken und hat einen knallenden Chop für den Soul Survivor in Reserve, der diesen zurücktaumeln lässt. 

Vincent Craven: "Unser Undisputed Gerasy hat sich wieder einmal aus einer schwierigen Situation befreit und die Fans sind aus dem Häuschen."

Mike Garland: "Nach dem schleppendem Beginn sind die Zuschauer wohl einfach nur wach geworden."

Mit Vollspeed kommt der Champ aus der Ecke geschossen und nietet den Schatten mit voller Wucht um. Die Fans jubeln laut auf. Poe lässt nun keine Zeit verstreichen und wartet erst gar nicht bis der Schatten wieder steht. Sofort deckt er seinen Kontrahenten mit harten Kicks ein, von denen ein jeder lautstark von den Fans gefeiert wird. Dann packt sich Poe den Kopf seines Gegners...

.... Swinging DDT!!!

 

Der Soul Survivor kracht mit voller Wucht auf die Matte. Kurze Verschnaufpause, dann steigt Marc über das oberste Seil und wartet auf dem Apron bis sich sein Widersacher erhebt. Shadow schüttelt sich kurz und dann drückt er sich auf die Beine. Der Marylander wartet allerdings in seinem Rücken. Der Schatten scannt den Ring, dann sieht er den Champ. Zu spät!!!  Poe hat den richtigen Moment abgewartet. Er kommt geflogen...

 

SPRINGBOARD FOREARM!!!!

​Das Cover von Poe....

...1...

 

...2...

 

​...Kick-Out...

Der Marylander ist am Drücker und macht weiter. Marc zieht seinen Gegner am Nacken nach Oben, der Whip-In in die Ringecke folgt. Marc schnellt hinterher und der folgende Splash..... 

...trifft!!!!

 

Mit vorgebeugtem Kopf und gesichtverhängenden Haaren taumelt das unergründliche Dunkel aus der Ecke, während Poe schnell auf das oberste Seil springt....

BLOCKBUSTER!!!!

 

Vincent Craven: "WOOOOW. Starke Aktion von unserem Undisputed Gerasy."

Mike Garland: "Ich bin mir sicher, dass es nicht für den Sieg reicht."

Vincent Craven: "Kurz bevor Nelson Frider bis drei zählen konnte, hat der Schatten tatsächlich seine Schulter von der Matte gedrückt."

 

Poe will keine Zeit verlieren: noch im Aufstehen schnappt er sich Shadows Kopf, arretiert diesen und …

SNAP SUPLEX


…. der aber im Keim erstickt, da der Schatten mehrfach blocken kann. Poe zieht daraufhin kurz das Knie an und hebt den dunklen Krieger letztlich aus. Der … landet allerdings behände auf den Beine, hat noch Marcs Kopfs in Händen – und plötzlich auch dessen Arme.

COBRA CLUTCH!!!

 

Doch bevor der richtig durchgeht, lässt Poe sich zu einem Jawbreaker fallen, der den Schatten ins Seil schickt. Marc hechtet mit einer treffsicheren Lepfrog Guillotine hinterher und erwartet Shadow hinterher mittels Single Leg Dropkick…
… doch das Cover endet nur im Nearfall.

Vincent Craven: „Unser Champion lässt nicht nach. Denke, obwohl sein Gold nicht auf dem Spiel steht, dürfte er hier ein ordentliches Maß Initiative an den Tag legen.“

Mike Garland: „Angesichts seines Gegners nicht überraschend.“

Vincent Craven: „Und er hat ja noch die Fans hinter sich. Hör mal…“

Poe ist bereits wieder auf den Beinen, putscht die Fans auf und gibt dem sich hochhievenden Shadow die "Come on!" – Geste. Dieser steht und Marc nimmt Anlauf,

ENZUIGIRI


… ins Leere, da Shadow den Kopf einzog. Rolling Wheel Kick hinterher und jetzt sitzt der Ansatz zum Bearhug Exploder. Der Ausheber folgt….nein, den Poe kann ihn einrollen.

…….1……..


…aber bereits kurz darauf der Schatten sich befreien. Er wirbelt herum – wie auch Marc. Eine neuerlicher Enzuigiri, welcher wiederum nicht trifft. Zumindest nicht vollends, denn ein was abbekommen habend drückt die Aktion Shadow dennoch gegen die Seile. Poe sprintet heran….

REVERSE ELBOW!!!


Die Aktion trifft den Champ unerwartet und er wird auch sogleich gegriffen,

BEARHUG EXPLODER!!!


Und da beide sehr dicht an den Ropes stehen geht die Aktion nach draußen. Poe allerdings mit der Gelenkigkeit einer Katze kann die Aktion derart drehen, dass er auf dem Apron landet. Nun schickt er einen Uppercut los, sogar eine Dublette, wonach er sich Shadow greift und den Facesmash gegen den Turnbuckle vorbereitet. Und der …
… geht durch!!!

Der Schatten taumelt, als Marc bereits für eine Springboard – Aktion abspringt – doch da lässt sich der Schatten ins Seil fallen, worauf Marc strauchelt und breitbeinig aufs Toprope rutscht.

Vincent Craven: "Da stimme ich mal in das kollektive Ouh! mit ein. Den hat Marc nun wirklich nicht kommen gesehen."

Mike Garland: "Tja, unverhofft kommt oft."


Schon holt The Unfathomable Dark Schwung im gegenüberliegenden Seil. Allerdings kann sich Poe geistesgegenwärtig über den Apron aus der Schusslinie bringen…
… oder doch noch nicht ganz: die Füße berühren schon den Boden, nur Schulter und rechter Arm, der sich am untersten Seil festhält lugen noch hervor…

BASEBALL SLIDE!!!

 

Und genau die werden von der Aktion getroffen, worauf Poe sich ächzend und die Schulter haltend über die Ringside-Matten rollt. Shadow steigt über das oberste Seil und folgt dem Mann aus Baltimore. Am Man-Bun des Marylanders zieht er eben diesen wieder auf die Beine, nur um ihn mit einer knallharten Clothesline wieder auf den Hallenboden zu befördern. Es folgen einige wütende Tritte in den Magen von Poe, ehe der Schatten seinen Gegner wieder auf die Beine zieht und ihn mit dem Rücken voran in die Absperrung schickt.

Mike Garland: "Jetzt wird es richtig Interessant. Es würde mich nicht überraschen, wenn Shadow nun den Grundstein für seinen Sieg legen kann."

Vincent Craven: "Und immer wieder unterschätzt du unseren Undisputed Gerasy. Dieser Kampf ist noch lange nicht vorbei."

Mike Garland: "Naja, scheinbar kämpft unser unergründliches Dunkel noch einen anderen aus..."

Poe ist inzwischen noch zwei weitere Male mit dem Rücken in die Absperrung gekracht. Da dies fast unmittelbar vor den Augen James Godds geschieht sucht er den Blickkontakt des Briten, welcher allerdings stoisch und eisig bleibt. Nach den folgenden Faustschlägen rollt der Soul Survivor den ehemaligen Hafenarbeiter zurück in den Ring und folgt ihm, um ein weiteres Cover zu vollziehen ... doch noch bevor die Hand des Referees jedoch ein erstes Mal den Boden erreicht kickt Poe auch schon aus. Der Blick des unergründlichen Dunkels auf den Undisputed Gerasy wirkt überrascht, aber Weiteres lässt er sich nicht anmerken. Shadow schnappt sich Poe ein weiteres Mal, um ihn in die Ringecke schicken, Marc kann jedoch einen Reversal zeigen und der Schatten muss selbst gegen den Ringpfosten. Poe kommt sofort hinterhergeschossen und springt mit einem Forearm genau auf Schatten, der langsam zu Boden sinkt. Poe hebt die rechte Hand und die Fans bejubeln ihn augenblicklich. Schließlich zieht er den dunklen Krieger auf die Beine und schickt ihn augenblicklich in die Seile ...

Swinging Neckbreaker!!!

 

Poe will nachsetzen, doch Shadow hämmert seinen Kopf auf Poe's Nase. Die Augen des Champps beginnen zu tränen, der Schatten nutzt diese Chance und sofort folgt ein Tritt in den Magen des Gerasy, gefolgt von einem DDT. Nun wartet The Unfathomable Dark, bis sich der Champ erhebt und geht nun mit harten Punches auf Poe los, der gerade im Begriff war, sich wieder aufzurichten. Shadow drängt den Marylander in die Ringecke...
Der Schatten holt aus und verpasst Poe eine schallende Ohrfeige, welche wie ein Weckruf für den Marylander ist. Sofort drückt Poe seinen Gegner von sich und verpasst diesem zwei harte Uppercuts. Anschließend rennt Marc in die Seile, Shadow will ihn mit einer Clothesline abfangen, doch Poe duckt sich ...

Single Leg Dropkick gegen das Knie von Shadow!!!

 

Vincent Craven: "Jetzt sind beide mehr oder weniger angeschlagen."

Mike Garland: "Es kommt immer drauf an, was man draus macht. Es KANN matchentscheidend sein, muss es aber nicht."

Vincent Craven: "Die Tendenz für Letzteres ist aber sehr gering."

Poe versucht einen weiteren Kick, doch diesen fängt Shadow diesmal ab. Den angedeuteten Schlag des Champs ebenfalls, so dass er dessen Arm - konkret den mit der bearbeiteten Schulter - unter schmerzvollem Gesichtsausdruck Poes verdreht. Der weiß sich in dem Moment nur mit einem Blind Kick zu retten - gegen Shadows Knie.

In dieser Position verharren beide nun - kurz. Dann stürzt sich Poe erneut ins Geschehen…

PUNCH!!!

 

Der Schatten hat den Baltimorer mit einem satten Schlag abgefangen, durch den Poe nun seinerseits taumelt. Aber nicht lange, denn er gibt einen gleichermaßen zurück. Wie auch Shadow, wie auch Poe…
Von wechselnden „Ouh!“ - Reaktionen der Fans begleitet versuchen sich beide an einem Slobberknocker … bis es Poe zu bunt wird und er Anlauf nimmt. Shadow greift zu,

TILT-A-WHIRL SHOULDERBREAKER

 

… aber der Champion kommt heraus und geht in einen German Suplex über. Ausheber - aber Shadow kann diesen blocken herumwirbeln und Poe selbst in den deutschen Suplex nehmen. Aber auch Marc weiß zu kontern. Der Versuch eines Einrollers, doch der Schatten packt einen Elbow Smash aus. Wieder der Griff, wieder der Ausheber … und in der Luft packt Poe Shadows Kopf. Der reagiert schnell, greift um,

WHEELBARROW SUPLEX!

 

Poe wirbelt durch die Luft - und schafft geistesgegenwärtig auszukicken. Der Soul Suvivor wird am Kopf getroffen - und den holt sich Poe nach der Landung,

RUNNING STUNNER!!!

 

Und der sitzt - wie auch Poe auf Shadows angeschlagenem Knie, dass dieser geistesgegenwärtig bei der Landung aufgestellt hat. Der unfreiwillige Atomic Drop hat somit auch ihm zugesetzt. Somit beide wieder im belauernden Japsen - doch nur kurz, da Shadow bereits wieder das Bein des Champions gegriffen hat. Der aber kontert mit ein paar akrobatischen Kabinettstückchen und ist auf einmal hinter dem Schatten. Dessen Beine verdreht er zum..

STF!!!

 

Poe langt unter dem Jubel der Fans sowie unter Shadows Arm nach dessen Kopf und legt sein ganzes Gewicht in den Move. Man sieht Shadow die Anstrengung an, obwohl er kaum eine Miene große verzieht.

Vincent Craven: "Nun kommt es drauf an, wie sehr Shadow diesen Sieg will. Denn da dürfte schwer rauszukommen sein."

Mike Garland: "Schwer bedeutet nicht unmöglich."

 

In der Tat versucht der Schatten mehrfach das rettende Seil zu erreichen, was ihm zweimal seitens Poe verhindert wird. Immer wieder beugt Nelson Frider sich herunter, doch dem Texaner ist weder ein Wort noch eine Reaktion zu entlocken. Immer fester zieht der Gerasy den Move an, während sich Shadows Augen zu Schlitzen verengen. Ein letzter rettender Versuch, das gut einen halben Meter entfernte Seil zu erreichen …

… als Shadow sich plötzlich mit den Knien abdrückt. Er rollt über die Längsachse ab. Poe ist unten, wie auch Frider.

 

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Im letzten Moment bekommt Poe seine Arme lose und kickt aus.

Mike Garland: "Glück für Poe, denn meiner Meinung nach wurde von Nelson Frider etwas zu langsam gezählt."

Vincent Craven: "Frider hat im ganz normalem Tempo gezählt, wie du vielleicht schon festgestellen konntest ist es schwer Poe zu besiegen. Der Marylander gibt einfach nie auf."

Mike Garland: "Wenn du meinst."

Der Kampf zieht sich nun schon eine ganze Weile hin, doch noch scheint sich nicht wirklich eine Tendenz herauszukristallisieren. Die Fans gehen trotzdem  noch immer begeistert mit, Godd steht neuerlich und peitscht die Zuschauer mit "Poe-per-View" - Rufen an, während auf der anderen Seite Cardigan und Windy vergleichsweise gelassen mitskandieren.

 

Shadow hat sich bereits wieder wacklig erhoben, als Poe voranstürzt und ihn mit einem Chip in die Kniekehle wieder zu Boden bringt. Wieder setzt er den STF an, doch diesmal wehrt sich der Schatten und kickt ihn von sich weg, worauf er noch einen Rolling Wheel Kick aus dem Liegen zeigt. Der herausfedernde Poe kann der Clothesline noch wegtauchen, allerdings nicht dem nachfolgenden Shoulderbreaker, der ein Cover nach sich zieht.

 

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Kick Out!

 

 

Shadow scheint es nicht wahrhaben zu wollen und greift sich den Gerasy erneut, doch der windet sich heraus. Im Grappling kann der sich Kopf und Nacken des Schattens greifen,

MONKEY FLIP!

 

Mit Wucht donnert der Soul Survivor in die Ringecke und bekommt noch einen Running Dropkick hinterher.

Vincent Craven: "Siehst du, Mike. Marc Poe kann sich immer wieder zurück kämpfen."

Mike Garland: "Ja, ja. Dein Liebling."

Vincent Craven: "Im Gegensatz zu dir respektiere ich alle Wrestler für ihre Leistung."

Mike Garland: "Sicher."

Shadow taumelt aus der Ringecke in die Arme des Marylanders. Poe schnappt ihn am Nacken und zieht den Schatten in die Mitte des Rings, es folgt der Ansatz zum Poetry Slam … aber so einfach scheint der nicht durchzugehen, denn Shadow stößt Marc von sich und übernimmt selbst die Offensive. Doch unter dem Kick taucht der Champ durch und bringt seinerseits den Standing Enzuigiri ins Ziel…

…oder auch nicht, denn der Schatten fängt das Bein ab. Ausheber, es soll den Overhead Shinbreaker geben - allerdings befreit Poe sein Bein und schlängelt es um Shadows Kopf,

TRIANGLE CHOKE!!!

 

Der Move zeigt deutlich seine Wirkung: der Schatten kämpft, während das Publikum den Champ anfeuert, mit allen Mitteln gegen diesen an, der chokend auf seinen Schultern liegt. Sekunde um Sekunde verstreichen und es scheint, als gäbe Shadows Knie erneut nach …

… da stolpert er in die Seile. Shadow verhakt seine Beine in diesen und versucht Poe rauszuwerfen, doch es gelingt ihm nicht. Ein surreales Bild entsteht, als Shadow sich weit aus dem Ring lehnt und Poe chokend an ihm hängt. Nelson Frider zählt ihn bereits an, als Poe endlich loslässt und wiederum hinausstürzt.

Shadow platscht in den Ring zurück, während sich der Marylander außerhalb aufrappelt, wieder die Schulter hält, dann aber mit gebleckten Zähnen auf den Apron hüpft. Die Jubler werden wieder größer, der Soul Suvivor steht fast wieder, da springt Poe ab,

SPRINGBOARD DIVING CROSSBODY!!!

 

 

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Shadow rollt durch und liegt nun oben auf,

 

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KICK OUT!!!

 

 

Shadow zieht den Undisputed Gerasy am Man-Bun auf die Beine. Die Kräfte und die Konzentration der beiden Kontrahenten lassen langsam nach, den Shadow wartet einen Moment zu lange mit der nächsten Aktion, denn Poe rammt Shadow mit einer Art Tackle um, legt mit Mounted Punches nach. Es folgt noch ein Legdrop, bevor Marc den Soul Survivor an den schwarzen Haaren greift, dann die Arme einhakt und die Beine,

POETRY SLAM!!!

 

……….nnnnnein, denn Shadow bewegt sich gertengleich und rollt sich mit Marc durch. Ein Cover - neeeeein. Stattdessen trifft Poe noch im Liegen mit einer Pele Kick - Variante, die Shadow in die Horizontale schickt. Der Schatten erhebt sich zwar gleich wieder, bekommt aber den Facebreaker ab.

Einen Kip Up und umjubelten Augenblick später tauntet Poe bereits wieder mit den Fans, deutet auf die Ringecke und erklimmt diese im Sprung. Es deutet sich die BALTIMORE BULLET an … doch auch bei Shadow kehren die Lebensgeister zurück. Er rappelt sich hoch, taumelt zur Ringecke - aus der Poe abspringt,

SUNSET FLIP!!!

 

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KICK OUT!!!

 

Shadow schnauft durch und beugt sich auf sein Knie, während Poe sich weiter weg rollt um etwas Abstand zu gewinnen.

Mike Garland: "Wow, wieder wurde Shadow's Sieg von Nelson Frider zu nicht gemacht."

Vincent Craven: "Poe ist nicht kaputt zu bekommen, so kennen wir unseren Champ. Die Niederlage gegen Jimmy Maxxx hat ihn nicht umgeworfen."

Langsam finden die beiden Fighter wieder festen Stand unter den Füßen. In der Mitte des Rings stehen sie sich schließlich zum Showdown gegenüber und es geht Schlag auf Schlag weiter. Backfist von Shadow, Uppercut von Poe, Uppercut von Shadow, Links-rechts Kombination von Poe. Der Schatten holt weit nach hinten aus und der anschließende Schlag trifft Nelson Frider, da Poe sich geistesgegenwärtig abgeduckt hat. Der Referee geht sofort zu Boden und Shadow ist überrascht. Poe nutzt dies im Stil eines Champions aus, er springt ab....

SUPERMAN-PUUUUUNCH!!!!!

 

Mike Garland: "Shadow ist ohnmächtig, glaube ich!"

Vincent Craven: "Das würde mich nicht wundern, die Aktion vom Gerasy Champion hat zu 100% gesessen!"

Mike Garland: "War ein ziemlich hinterhältiger Angriff von Poe, da Shadow im Moment des Schlages auf Nelson Frider geschaut hat… hä, wie jetzt?!"

Vincent Craven: "Was ist denn jetzt los? Wieso buhen die Fans?"

Warum wohl? Im Rücken von Marc Poe ist außerhalb des Rings wie aus dem Nichts Kevin Sharpe aufgetaucht. Während der Mann aus Baltimore auf die Oberschenkel gestützt versucht zu Atem zu kommen, slidet Blackheart wie ein Raubtier langsam in den Ring und lässt etwas aus seiner Hand zu Boden gleiten.

Mike Garland: "Wo kommt der so plötzlich her???"

Vincent Craven: "Ich glaube durch die Fans. Poes Gürtel hat er sich auch geschnappt … und sieh' mal, auf der Rampe steht auch Tony Graves!"

In der Tat steht der Gambler vor dem Vorhang und scheint das Geschehen lediglich beobachten zu wollen. Oder ist er als Backup da, sollte zum Beispiel James Godd in den Ring stürmen, um zu helfen? Man weiß es nicht. Godd springt tatsächlich auf, lässt sein Getränk fallen und will wohl zum Ring zu kommen. Doch dort lauert Sharpe bereits hinter seinem Gegner beim kommenden Rumble... und der dreht sich im gleichen Moment um, als der unter den Zuschauern weilende Godd aufspringt. Doch die Hilfe wird zu spät kommen. Denn nur für den Bruchteil einer Sekunde schauen sich Poe und Sharpe in die Augen... und Poe erkennt das schwarz und weiß geschminkte Gesicht... und ihm ist direkt klar, was nun folgt... KICK in den Magen! Sofort zieht Blackheart den Gerasy Champion an sich heran und hakt das Bein ein...

 

MAXIMUM VIOLENCE!!!

 

Erneut muss Marc Poe den Fisherman's Buster vom Herausforderer auf den Undisputed Gerasy Belt hinnehmen. Er knallt hart auf Matte und sein Gold auf, während Sharpe sich sofort wieder mit der Championship aus dem Ring rollt und die Rampe hinaufgeht. Es ging alles blitzschnell und so konnte Godd nicht helfen. Der Engländer steht in der ersten Reihe und blickt mit geballten Fäusten in das Gesicht von Sharpe. Der ehemalige Gerasy lässt den fluchenden Tribun allerdings links liegen, wirft den Gürtel zu den Offiziellen und grinst in Richtung Tony Graves, der nicht eingreifen musste.

Vincent Craven: "Widerlich! Erneut kostet Sharpe Marc Poe den Sieg!"

Mike Garland: "Du redest ja schon so, als sei das Match schon vorbei! Schau' doch! Shadow kommt langsam zu sich... "

In der Tat. Aber er bekommt nicht mehr mit, wie Blackheart auf der Rampe mit dem Gambler abklatscht und dann durch den Vorhang verschwindet. Just in diesem Moment geht der Blick des Schattens in Richtung der Rampe. Doch dort ist niemand.

Vincent Craven: "Ich denke nicht, dass Shadow über diese Intervention glücklich sein wird."

Mike Garland: "Was er nicht weiß, macht ihn nicht heiß. Was mich viel mehr interessiert: Warum hilft James Godd seinem Kumpel eigentlich nicht?"

Vincent Craven: "Dass wir live sind und alles aufgezeichnet wird ist dir aber schon bewusst, oder? Und was soll Godd jetzt bitte machen? Kevin Sharpe ist schon wieder verschwunden und weshalb sollte James den Eingriff vom ehemaligen Gerasy mit gleichem vergelten? Der Engländer ist ein fairer Sportsmann, daher ist es schon verständlich, dass er jetzt nicht einfach in den Ring steigt und Shadow hinterrücks attackiert. Außerdem hat er versucht seinem Freund zu helfen, doch wie man sehen konnte versperrten einige Zuschauer den Weg und daher war er leider etwas zu spät dran. Und sicherlich glaubt er weiterhin an einen Sieg von Marc Poe in diesem Match, denn der Marylander ist einfach ein wahres Stehaufmännchen ."
 

Mit wackeligen Beinen und teils recht gemischten Reaktionen der Fans bedacht zieht sich der Schatten an den Seilen hoch, orientiert sich kurz. Er schaut erneut zu Cardigan, der mit ihm und Windy vielsagende Blicke austauscht. Dann dreht er sich um zu dem am Boden liegenden Poe. Langsam stapft er auf ihn zu, die Hand geht zu dessen Man Bun und hievt ihn daran empor…

… doch Poe gibt sich scheinbar nicht auf. Mit scheinbar sichtlicher Verzweiflung boxt der Gerasy wild fuchtelnd um sich und trifft. Er greift Shadows Arme, verschränkt diese hinter dessen Nacken - doch der Schmerz der Schulter zwingt ihn nicht gleich durchziehen zu können. Der Schatten indes bleibt unbarmherzig: ein Konter, ein Umgriff und …

FULL NELSON BULLDOG!

 

Das Cover … folgt allerdings noch nicht, denn scheinbar wie in Trance bugsiert Shadow Poe nochmals zurück in den Stand. Er hebt ihn aus - und zieht eiskalt sowie ansatzlos durch,

TOTALE ECLIPSE!!!


Poe bleibt liegen und Shadow wirft sich auf ihn. In Nelson Frider kehren die Lebensgeister zurück. Mit deutlich desillusioniertem Blick robbt er sich zu den Fightern und hebt bedächtig den Arm.

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Die Ringglocke ertönt und simultan wird ein weiteres Mal „Bug Eyes“ eingespielt. Die Reaktionen der Fans sind allerdings merklich nüchterner als noch zuvor - selbst, wenn die Jubler überwiegen. Der Schatten rollt sich Richtung Seile hinaus, als Jane Nelson das Mikro hebt.

Jane Nelson: "Ladies und Gentleman, Sieger dieses Kampfes durch Pinfall …………. THE UNFATHOMABLE DARK …………….. SHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHA … DOOOOOOOOOOOOOOOWWWW!!!"

Vincent Craven: "Tja, da hat der Soul Survivor endlich seinen Sieg. Dreckig, aber gewonnen. Hoffe, er ist zufrieden."

Mike Garland: "Das … vorläufige Ende ihrer langen Fehde, sag ich jetzt mal. Glaube, da dürfte es im Nachgang noch viel Gesprächsstoff geben."

Vincent Craven: "Einer hat den auf alle Fälle…"

Während Shadow sich hinaus gerollt hat, hat James Godd zeitgleich die Absperrung übersprungen und ist zu Frider geslidet, auf welchen er nun einredet. Der Schatten blickt sich angesichts der Reaktionen mit großen Augen um - bis sich seine Blicke und die Godds treffen … und diese deutlich Bände sprechen.

Der Schatten blickt sich weiter um: auch Cardigan und Windy reagieren - mit leichtem Applaus … doch ein anderes Klatschen übertönt das Ganze trotz der Crowd und der Musik. Denn auf der Stage steht nun noch eine andere Person: ein selbstgefälliges Grinsen und mit hämisch wirkendem Klatschen - Jimmy Maxxx. Der Cryption Crown - Titelträger schüttelt weiterhin den Kopf, während Shadow ihn mit großen Augen mustert … und dann die Haare wieder vors Gesicht wirft. Er geht langsam auf den Berliner Titelträger zu - stockt dann aber erneut. Auch Jimmy hat aufgehört zu klatschen, dreht sich um - und beobachtet mit hochgezogenen Brauen, wie Lisa Sanders ebenfalls die Stage entert. Ähnlich Jimmy stellt sie sich an obere Ende der Rampe, während Maxxx selbst einen doppeldeutigen Blick zu beiden hin aufsetzend von dannen zieht.

Vincent Craven: "Lisa?! Was macht die denn hier? Erst wochenlang mit Abwesenheit glänzen und dann plötzliche Rückkehr."

Mike Garland: "Hast du vorhin nicht aufgepasst? Sie scheint zwischen zwei Fightern zu stehen – und beide sind gerade in der Halle. Mal sehen, was passiert…"

Sichtlich mit ernstem Blick und gekräuselter Stirn sieht sie zu dem dunklen Fighter herunter und dann abwechselnd zu ihm und Marc Poe, dem im Ring gerade von Godd und einem weiteren Offiziellen aufgeholfen wird. Sie wirkt recht unentschlossen; zittrig, als überlege sie, einen Schritt wagen zu wollen, um ihn dann doch nicht zu tun.
Schließlich bewegt sie sich wieder ein Stück rückwärts. Sanders wendet den Blick vom Ring ab und begibt sich schließlich kopfschüttelnd und verneinend wedelnden Hand wieder hinter den Vorhang.

Shadow, der das Ganze reaktionslos beobachtet hat, dreht sich noch einmal um und mustert die gemischten Reaktionen der Fans. Schließlich richtet sich sein scheinbarer Blick auf das Seilgeviert, wo der Gerasy gestützt mühsam die Augen öffnet. Dann wendet sich auch der Schatten ab und begibt sich backstage.

Vincent Craven: "Tja, das war es dann wohl doch noch nicht. Und somit setzt sich die unendliche Geschichte rund um unseren Schatten fort. Ein Match, das Fragen beantworten sollte – dafür viele Weitere und Neue in den Raum gestellt hat…"

Mike Garland: "Also soweit ich weiß beträfe das nur Lisa Sanders – und eventuell Jimmy Maxxx, dessen Challenge um die Crown ja noch offensteht. Ansonsten hat der Schatten ja sein Match gemeistert – und für den Angriff seitens Sharpe kann man ihm ja nun keine Vorwürfe machen. Zumindest nachdem, was anfangs zwischen beiden ablief…"

Vincent Craven: "Glaube, dass sieht der gute James Godd ein wenig anders. In der Story dürfte nun auf alle Fälle ordentlich Zündstoff liegen. Und wie man innerhalb der Show gesehen hat noch bei vielen weiteren Fehden. Es bleibt daher auf der Road to Brawlin‘ Rumble ordentlich spannend. Die kommende Vendetta dürfte die letzten Entscheidungen mit sich bringen."

Mike Garland: "Und wie Jona Vark mitteilen ließ, soll sie dazu einen großen, alten Star wieder unter Vertrag genommen haben."

Vincent Craven: "Auch da dürfen wir also gespannt sein. In diesen Hinsichten sagen wir also: bis zum nächsten Mal und auf bald!!!"

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