RISING PHOENIX
am 27.08.2018 aus dem PCWA Theatre (Berlin/Deutschland) 

Die NR.1 PRE-SHOW im Wrestling Business!

Exklusives Material von Vendetta 136!

Nur für ECHTE Fans!

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Mike Garland: "Lee stemmt Poe in die Höhe! Zu einer POWERBOMB!?"

Grizz Lee demonstriert seine Kraft, dreht sich um und geht mit dem in die Höhe gereckten Poe einige Schritte zurück. Die Schläge des Marylanders verpuffen. Dann kracht er mit dem Rücken in die Wand neben dem Vorhang. Die Abneigung gegen Lee wird noch lauter. Einige Fans schlagen die Hände vor das Gesicht, als der neue Gerasy benommen auf den Boden fällt. Doch noch ist es nicht vorbei. Wieder wird Poe von Lee hochgehievt und in einen Powerbomb Ansatz gebracht.

Vincent Craven: "DA! Endlich kommen Offizielle. Ringrichter, und auch Security."

Mike Garland: "Leider ein wenig zu spät!"

Denn schon ist Lee mit seinem Opfer am Rand der Stage angelangt.


POWERBOMB!!


Poe wird gute zwei Meter nach unten befördert und schlägt hart auf dem Betonboden auf. Einige der Sicherheitsleute umringen Grizz Lee, aber der hebt schon die Arme, um zu signalisieren, dass das hier vorbei ist. Für ihn zumindest. Die Ringrichter rufen hektisch nach dem medizinischen Personal, das auch sogleich durch den Vorhang gestürmt kommt, um sich um den Gerasy zu kümmern.

Vincent Craven: "Das war hinterhältig. Ganz hinterhältig und widerlich!"

Mike Garland: "Herzlich Willkommen, Mister Gerasy. Das Fadenkreuz auf deinem Rücken ist groß."

Grizz Lee hebt derweil beide Gürtel vom Boden auf und reckt sie in die Höhe.


BUUUUUUUUUUH!!


Der Cryption grinst in das aufgebrachte Publikum. Dann wirft er den Gerasy Belt in hohem Bogen in die Richtung, in der sich Marc Poe krümmt und versorgt wird. Sekunden später verlässt er den Innenraum des Theatres durch den Vorhang, begleitet von einigen Referees und Sicherheitspersonal.


Vincent Craven: "..."


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Zunächst hat man den Eindruck, ein Doppelleitwerk eines sehr tief fliegenden Flugzeugs vor sich zu haben, da sich die abendliche Straßenbeleuchtung auf schwarzem Lack der Seitenflosse spiegelt. Doch dann entpuppen sich das angebliche Seitenruder mit aufgesetztem Höhenruder als ein riesiger Heckspoiler des legendären Dodge Charge Daytona, der mit dem typisch starken Bass eines V8-Hemi-Motors auf der Straße entlang cruist. Ein paar Meter weiter vorne sehen wir Lara Lee als grimmige Fahrerin in einer Bikerjacke. Ihre Haare flattern, da sie die Seitenfenster geöffnet hat.

Schließlich hält sie an einer leeren Bushaltestelle irgendwo in einem ruhigen Viertel Berlins an. Nun, die Haltestelle ist nicht ganz leer, denn dort steht ein Afroamerikaner in Lederjacke und Jeans mit einer Aktenmappe in der Hand. Selbst in der Abenddämmerung trägt er eine Sonnenbrille. Der Afroamerikaner blickt sich um, dann steigt er in das Auto. Lara gibt wieder Gas.

?: "Man sagt ja, die Autos seien Ersatzphallus der Männer und die Größe sage etwas über das Original des Fahrers aus. Bei diesem Monstrum ist ganz klar, dass du kein Mann bist, Chicka."

Lara grinst zum Mann – ihr Freund, ihr ehemaliger Mentor D. D. Deripex – hinüber und lehnt sich seitwärts, um ihn zu umarmen.

Lara: "Mensch, Pex. Heute nachmittag entspanne ich mich ganz gemütlich, das Telefon klingelt, und meine Bierflasche ist fast aus meiner Hand gefallen, als ich deine Nummer gesehen habe. Und als du dann auch noch gesagt hast, du wärst in Berlin, bin ich fast an meinem eigenen Bier erstickt! Meine Güte, du suchst dir aber auch echt den besten Zeitpunkt für deine Show aus."

Deripex: "Tut mir leid, ich konnte nicht anders. Ich hoffe, mich verfolgt niemand."

Lara: "Sehr unwahrscheinlich. Nicht mal ich wusste bis vor zwei Stunden, dass du in Berlin gelandet bist. Ich dachte, du wärst noch eine Weile lang undercover unterwegs."

Deripex: "Das wär‘ ich auch gerne, Chicka, aber ist mir doch zu heiß geworden."

Lara: "Nun, ich habe dich vor einem halben Jahr auf einen Höllentrip geschickt, mehr kann ich auch gar nicht von dir verlangen. Hast du wenigstens irgendwelche Ergebnisse erzielen können?"

Daraufhin grinst Deripex breit und hebt die Aktenmappe, die einen Fingerbreit dick ist.

Deripex: "Ohja! Ich sag' dir was… es war verdammt hart und gefährlich. Die von Lafayette Machines Corporation sind verdammt gut. Richtig gut. Eigentlich bin ich sogar erst durch einen Zufall auf die Dinge gekommen, die nicht existieren sollten, aber tun."

Lara: "Wie hast du das gemacht?"

Deripex: "Es ist eine lange Geschichte und es ist besser, wenn du nichts darüber weißt."

Lara: "Na schön. Erzähle mir dann mal, was du in Erfahrung bringen konntest."

Deripex: "Wie du richtig vermutet hast, ist Lafayette in viele illegale bis halb-legale Dinge verwickelt. Aber Lafayette ist äußerst sorgfältig, wenn es darum geht, geheime Dinge geheim zu halten. Sein Unternehmen, das eigentliche LMC, ist absolut blütenweiß und rein wie das Jungfernhäutchen von Jeanne D’Arc von Orleans. Es gibt absolut keine Verbindungen zu verdeckten Operationen. Lafayette unterschreibt absolut nichts, was nicht legal oder auch nur annähernd illegal klingt. Er macht das alles mündlich oder direkt per Hand persönlich."

Lara: "Okay. Können wir da irgendwie was daraus verwerten?"

Deripex: "Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht. Stell‘ dir  mal folgendes vor, Chicka: Seine dreckige Unterwäsche ist in einer zweiten, versteckten Wand hinter der sichtbaren Wand des Kleiderschranks versteckt, dessen Türen zugeschweißt sind und innen mit Bewegungsdektetoren tapeziert sind."

Lara: "So sicher? Mensch, Deripex, da hast du aber was hingekriegt. Ich habe allerhöchsten Respekt vor dir."

Deripex: "Danke, aber lobe mich nicht zu sehr in den Himmel. Ich habe nur einen kleinen Teil seines schwarzen, unsichtbaren Unternehmens ausmachen können. Er ist in alle möglichen Sachen involviert:  Illegale Forschung, experimentelle Medizin ohne Zulassung, Hochtechnologien, Drogen, Prostitution, Waffenhandel. Also so ziemlich alles, was nicht unter das Gesetz fällt."

Lara: "Das klingt doch schon nach einer Menge, die du herausfinden konntest."

Deripex: "Das Problem ist, ich konnte die Tragweite seiner schmutzigen Geschäfte schon erfassen, aber nur leider keine Details. Die harten Fakten habe ich nur ein Teil des Kreises eruieren können. Wenn ich das Ganze noch auswerte – was ich noch nicht getan habe – könnte ich die eine oder andere Sache aus der Dunkelheit herausholen. Mehr aber nicht."

Lara: "Okay, erzähl‘ mir mehr darüber."

Deripex: "Lafayette organisiert seine Unterwelt ganz genauso, wie er es mit LMC macht: präzise, effizient und sicher. Die schwarzen Unternehmungen werden zwar von ihm veranlasst, haben aber keinen Bezug zu ihm. Wie gesagt – keine Unterschriften oder Nachweise, dass er's war. Wenn es also zum Beispiel die DEA schafft, den Lafayette’schen Drogensumpf auszutrocknen – dann würde Lafayette nur einen winzigen Teil verlieren, aber niemals das Ganze. Die DEA hätte null Ahnung, dass er tiefer in der illegalen Scheiße steckt."

Lara: "Konntest du herausfinden, ob noch jemand weiß, dass Lafayette in der Unterwelt tätig ist?"

Deripex: "Ich glaube nicht. Das FBI schnüffelt schon eine Weile herum, kann aber eben nichts mehr als Gerüchte finden."

Lara: "Was ist mit der NSA? Die kann doch so ziemlich vieles aufspüren."

Deripex: "Stimmt. Diesbezüglich habe ich absolut keine Ahnung. Lafayette verkauft sich so, dass er keine Gefahr der nationalen Sicherheit der USA darstellt. Er unterstützt tatkräftig die Regierung und Institutionen wie die die NRA. Da ist die NSA nicht so daran interessiert, Lafayette mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Die DEA hat keine Ahnung. Die meisten illegalen Sachen bleiben innerhalb der Lafayette’sche Kontrolle, also vieles ist intern. Beispielweise deine Schnellheilung. Diese Methode hat er zunächst schon lange davor illegal an Menschen getestet und erforscht, und erst später dann als völlig legales Experiment neu vermarktet. Eigentlich genial."

Lara: "Die Polizei?"

Deripex: "Bereits unterwandert. Jeder Versuch in seine Richtung zu ermitteln, wird von vorneherein abgeschmettert. Er hat Richter und Anwälte an entscheidenden Stellen positioniert. Ich habe keine Ahnung, wer und wo, ich weiß nur, dass es so ist. Überhaupt: es ist extrem schwer, konkrete Namen zu finden. Immerhin habe ich es geschafft, mehrere Hauptzentralen seiner illegale Aktivitäten herauszufinden, die über die ganzen USA verteilt sind."

Lara: "Können wir irgendetwas zur Presse bringen?"

Deripex: "Nicht nachweisbar. Bloß eine Theorie. Eine Story ohne Substanz. Leider."

Während sie auf einer Autobahn mit mäßiger Geschwindigkeit fährt, seufzt sie nur enttäuscht.

Lara: "Was machen wir dann überhaupt? Ich will Lafayette zerstören. Ich kann nicht vergessen, was er mir angetan hat."

Deripex: "Nun, mein Standpunkt soweit ist, dass Lafayette wirklich unangreifbar ist. Unmöglich ist es aber nicht. Man muss nur eine Schwachstelle finden. Er macht eben nur keine Fehler."

Die Kanadierin weiß keine Antwort darauf, also schweigt sie nur und hört das tiefe Brummen des Hemi-V8 Motors. Das typische sonore Summen kommt daher, dass die Zylinderräume hemisphärisch, also halbkreisförmig, geformt sind. Dadurch die Bezeichnung „Hemi“. Dadurch erzeugen die durch die Zündung ausgelösten Explosionen des Benzingemisches das typische Geräusch…

Plötzlich reißen Laras Augen weit auf und sie schnappt leise nach Luft. „Eureka!“ ist deutlich über ihrem Kopf zu spüren. Sie hebt einen Zeigefinger hoch.

Deripex: "Was ist, Chicka?"

Lara: "Wir müssen ihn dazu bringen, dass er einen Fehler macht."

Deripex: "Und wie stellst du dir das vor?"

Lara: "Indem wir eine ganze Reihe von Ablenkungsmanövern verursachen, sodass er verwirrt wird und so auf den falschen Fuß kommt."

Schließlich grinst sie breit und blickt kurz zum etwas verständnislosen Deripex hinüber.

Lara: "Wir jagen seine verdammten illegalen Operationen in die Luft. Er würde zwar nicht viel verlieren, aber das würde ihn ablenken."

Deripex: "Aber er wird mit Sicherheit wissen, dass du es warst."

Lara: "Ganz genau. Während seine Operationen explodieren, wird er sich wundern, warum ich das tue. Er will einen Grund finden und ich werde ihm viel mehr Gründe geben, als er kompensieren kann."

Deripex: "Das klingt echt cool, ich mag Feuerwerk und Explosionen. Ich wäre dabei. Aber wie willst du das anstellen? Ich meine, du ganz alleine gegen die gewaltige Maschinerie LMC?"

Lara: "Naja, ganz alleine bin ich ja nicht, du bist ja mit an Bord. Und ich werde sicher noch mehr Freunde finden, die das genauso sehen. Das muss allerdings ganz diskret ablaufen. Ich werde überwacht und DeWynters begleitet mich überall hin. Sie mag zwar wie ein wundervoll frisierter Chihuahua aussehen, ist aber eigentlich ein verdammt knallharter American Pitbull Terrier."

Deripex: "Da habe ich schon eine Idee. Kennst du das Manöver 'Kansas City Shuffle'?"

Lara: "Meinst du das Musikstück von Bennie Moten?"

Deripex: "Nur dem Namen nach. Kansas City Shuffle ist ein gewitztes Ablenkungsmanöver. Das Prinzip ist einfach: Wenn alle Welt nach rechts guckt, gehst du links herum."

Lara: "Gefällt mir. Ich mache ein paar harmlose Telefonate in den nächsten Tagen, nur um mich einfach umzuschauen. Das sollte DeWynters ein bisschen was zum Denken geben. Du entwickelst das Manöver, um das nächste, entscheidende Manöver vorzubereiten. Du bleibst ein paar Tage hier, damit es auch wirklich danach aussieht, was das auch ist: Ein Freundschaftsbesuch."

Deripex: "Sehr gern. Ich habe ohnehin ein paar Kontakte hier, die will ich auch mal nachfühlen."

Lara: "Super. Wir sprechen uns dann wieder. Ich werde dir einen Hinweis geben. Über Telefon sprechen wir nur Belangloses. Das wär’s erst mal für heute. Ich muss heute nach Vendetta darüber nachdenken."

Sie biegt an einer Ausfahrt ab, wo eine Landstraße wieder nach Berlin führt. Beide schweigen für einige Minuten, dann seufzt Deripex.

Deripex: "Lara… es gibt eine schlechte Nachricht."

Die Fahrerin schaut überrascht hinüber und bemerkt, wie Deripex unruhig auf dem Sitz hin- und herrutscht.

Lara: "Was ist los? Sag's mir schon!"

Deripex: "Nun, es geht um deine Schwester."

Lara: "Was ist mit ihr?"

Deripex: "Sie arbeitet für Lafayette."

Lara: "Ach, du meinst, sie arbeitet mit LMC. Das ist mir schon klar. LMC ist der Zulieferer der Maschinenteile für schwere Fahrzeuge von CCC. Schon seit Jahren."

Deripex: "Das… das meinte ich nicht. Deine Schwester Lisa arbeitet für Lafayette in der Unterwelt."

Daraufhin tritt Lara heftig in die Bremse, worauf der Dodge Charger Daytona schlitternd zum Halten kommt. Sie dreht den Kopf langsam zu ihm um und starrt ihn ungläubig an.

Lara: "Sag' mir, dass du mich gerade verarschst."

Doch DDD schweigt nur und blickt auf seinen Schoß hinab.

Lara: "Ohne Scheiß jetzt? Nein, das glaube ich nicht. Das glaube ich jetzt einfach nicht. Nein."

Jemand hupt mehrmals hinter ihr. Lara beschleunigt langsam wieder und bringt das Auto auf gemäßigtes Tempo. Der Hintermann überholt sie. Die Frau starrt nur gerade heraus nach vorne.

Lara: "Nein. Das kann nicht stimmen."

Deripex: "Ich habe es dreimal überprüft, dass es auch wirklich so ist. Ich dachte auch, dass es nicht stimmen kann. Dass es vielleicht nur purer Zufall ist, dass jemand anderes den gleichen Namen hat. Leider ist sie es doch. Lisa Lee, deine Schwester."

Lara: "Das glaube ich nicht. Ich werde sie sofort anrufen."

Doch Deripex hält ihren Arm fest, er spürt, wie ihre starke Muskeln angespannt sind.

Deripex: "Tu‘ das nicht, Chicka! Das würde alles gefährden, was wir vorhaben!"

Verfluchte Scheiße. Das kann echt nicht sein. Sie ist MEINE Schwester. Die Schwester, die ich sogar mit aufgezogen habe. Die ich so liebe. Die…

Lara (leise): "Fuck."

Sie beschleunigt etwas mehr und blickt nach wie vor nach vorne.

Und doch habe ich das seltsame Gefühl, dass Deripex die Wahrheit sagt. Meine verfickte weibliche Intuition sagt, dass es so ist. Dass es kein Irrtum ist.

Plötzlich knallt ihre Faust hart auf das Lenkrad!

Lara. "FUCK!"


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- Die Tiefgarage des PCWA-Theaters, einige Stunden vor Vendetta 136 -

 

Es ist noch viel Zeit, bis die 136. Ausgabe von Vendetta an den Start geht, deshalb sind nur wenige Autos in der Tiefgarage geparkt. Von daher kann man davon ausgehen, dass an diesem Fleckchen Erde noch keine großen Menschenmassen zu finden sind. Die Tiefgarage ist daher ein idealer Ort für dunkle Geschäfte. Einer, der sich an diesem Ort und mit dem Gewerbe bestens auskennt, ist Rob Collins. Bei Vendetta 130 hat er eben hier Marc Poes Wagen in Schutt und Asche gelegt und seitdem Rob für die Armitage Company arbeitet, steht "Dark Business" quasi an der Tagesordnung. So ist es auch diesmal...

In der am wenigsten beleuchteten Ecke der Garage stehen Collins und sein Assistent Hugo und warten. Um keinen auffälligen Lichtpegel zu werfen, verzichtet Rob sogar darauf seine Zigarette, die er im Mundwinkel hängen hat, anzuzünden. Selbst sein typisches "Auf und Ab"-Gehen hat er eingestellt, es gilt, in keinster Weise aufzufallen.

Rob Collins: "Psssssst."

Der Oaklander blickt seinen Assistenten an und verdeutlich ihm mit dem Zeigefinger auf dem Mund, dass er ruhig sein soll. Hugo schaut kurz auf und schüttelt fragend seinen Kopf. Rob lauscht weiter und tatsächlich vernimmt er ein leises Geräusch, welches er eindeutig zuordnen kann. Es sind Schritte.

Rob Collins: "Er kommt."

"ER" geht wie die Armitage Company subtil vor. Ganz in schwarz gekleidet und die Kapuze des Hoodies über den Kopf gezogen, kann man den Mann, der sich unauffällig auf Hugo und Rob zubewegt, nicht erkennen.
Angekommen bei Rob Collins und seinem Assistenten, entledigt sich der Unbekannte seiner Kapuze. Es ist Grizz Lee. Collins reicht ihm die Hand und der Grizzer schlägt ein.

Lee: "Hast du sie?"

Collins nickt und gibt Hugo ein Zeichen. Diesen interessiert die ganze Situation gleich Null, er ist mit seiner Packung "Skittles" vollkommen ausgelastet.

Rob Collins: "HUGO, den Umschlag!"

Hugo wäre nicht er selbst, wenn er die gewünschte Aktion nun ausführen würde. Stattdessen lässt er einige Sekunden ins Land streichen, bevor er Rob den Umschlag erst hinhält und dann wieder wegzieht. Der Hüne grinst.

Rob Collins: "LASS' DEN SCHEISS! Es geht um die Geschäfte der Company!"

Der Oaklander hat seinen Assistenten nun endlich überzeugt und bekommt den Umschlag gereicht. Er übergibt ihn direkt an Grizz Lee.

Rob Collins: "Schau' sie dir an, du wirst zufrieden sein."

Lee öffnet den Umschlag und zieht mehrere Dokumente in der Größe von DIN A4 heraus, dann sucht er sich den in der Nähe parkenden Transporter als Schutz und beleuchtet die Blätter mit seinem Smartphone. Es sind die Fotos, die Rob bei seiner Observierung gemacht hat. Darauf ist eindeutig zu erkennen, wie Jona Vark und Marc Poe das PCWA-Theater nach Vendetta 135 gemeinsam verlassen und nach einem kurzen Halt an der Tankstelle zu einem Hotel weiterfahren. Die wohl wichtigsten Fotos zeigen, wie der Marylander die Beifahrertür für Jona Vark öffnet und sie dann ebenfalls aus dem Auto steigt und beide im Hotel verschwinden. Die Fotographien dahinter tragen ein anderes Datum. Damit steht fest, dass sich Marc Poe und Jona Vark mehr als nur einmal trafen.

Lee: "Gute Arbeit."

Mit jeder Aufnahme ist das Grinsen im Gesicht des Trouble Magnet breiter geworden.

Rob Collins: "Ich hätte es nicht gedacht, aber du hattest sowas von Recht. Zum Glück hab' ich meinen besten Detektiv mit dem Auftrag bedacht."

Auch das Gesicht des Oaklanders wird von einem Lächeln verziert.

Rob Collins: "Dein Tipp war Gold wert. Diese Fotos werden der Armitage Company irgendwann ebenfalls nützlich sein. Zwar weiß ich nicht, was du damit vorhast. Wir lassen uns jedoch gern überraschen. Wahrscheinlich wird es uns bei Donalds Plan irgendwann die PCWA zu übernehmen weiterhelfen."

Im Gegensatzu zu Rob wirkt Hugo nicht sehr glücklich, obwohl er ein sehr loyaler Soldat ist und ihm der Erfolg von Armitage wichtiger als alles andere ist. Die von Rob gemachten Fotos werden seinem Kindheitsfreund Ezra Armitage aka Marc Poe riesigen Schaden zufügen. In Hugos Seele kämpfen Engel und Teufel um die Vorherrschaft, obwohl er bei der Obervation nur sekundär beteiligt war. Fakt ist, er war dabei und hat es nicht verhindert. Die Freundschaft mit Ezra wird nach dieser Aktion mit großer Wahrscheinlichkeit nicht neu aufleben.

Lee betrachtet die beiden eher skeptisch.

Lee: "Ein ambitionierter Plan. Aber apropos Armitage, du könntest für mir Kontakt zu deinem Boss herstellen, dann könnte ich mich mit ihm über gewisse Dinge unterhalten."

Rob Collins: "Natürlich, das sollte kein Problem sein. Immerhin mag der Boss deine Arbeit."

Aus diesem Grund will Rob den Grizzer unbedingt in die Company holen. Donald wäre sehr glücklich und er selbst hätte wieder mal ein Erfolgserlebnis vorzuweisen.

Rob Collins: "Nebenbei könntest du mir vielleicht auch einen Gefallen tun. Du könntest der Armitage Company offiziell beitreten, dass wäre eine Win-Win-Situation für uns alle."

​Vor allem für Rob.

Mit ausdrucksloser Miene lässt sich Lee das für einen Moment durch den Kopf gehen. Sicher, er könnte Unterstützung und den Rücken halbwegs frei haben. Auf der anderen Seite wäre er dann vielleicht aber nichts weiter als eine Art Befehlsempfänger. Das schmeckt ihm nicht. Er hält den Umschlag leicht in die Höhe und wählt den diplomatischen Weg.

Lee: "Wenn hiermit alles so läuft, wie ich mir das vorstelle, werde ich Poe bald den Gerasy abnehmen. Was Mister Armitage davon hat, würde ich ihm gerne selbst unterbreiten. Nun, und du stehst dann auch in einem guten Licht da, schließlich hast du einen großen Teil dazu beigetragen. Aber eins nach dem anderen. Nachdem ich erfolgreich gewesen bin, können wir uns über dieses Angebot nochmal unterhalten."

Rob sieht nicht unzufrieden aus. Immerhin hat Grizz Lee nicht abgelehnt wie Jimmy Maxxx oder gar nicht reagiert wie Lara Lee.

Rob Collins: "Donald wird dich bald kontaktieren. Mir persönlich war es eine Freude mit dir Geschäfte zu machen und ich denke wir könnten ein richtig starkes Team bilden, welches dem Rest der PCWA das Fürchten lehrt. Ich wünsche dir bis dahin viel Erfolg und dann reden wir weiter."

Collins und Lee schütteln sich abermals die Hände, während Hugo die Szene nachdenklich beobachtet.


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10.08.2018 19:32 Uhr

Es sind schon einige Tag vergangen, seit er hergekommen war, und Tony hatte sich natürlich schon recht gut erholt. Diese Erholung zermürbt allerdings den Gambler mehr als alles andere. Er wurde angegriffen und verletzt, und jetzt kann er sich nicht einmal den Ring Assassins oder RM gegenüberstellen. Tony sitzt mit viel Wut im Bauch in einem kleinen Café Bereich, Kopfhörer im Ohr, über die leise Antonín Dvořáks neunte Symphonie spielt, ein kalter Kaffe und halbgegessener Käsekuchen vor ihm, auf den er beim Gedanken an die letzte Vendetta aber überhaupt keine Lust mehr hat.

Ein wenig Zeit vergeht, und Tonys Handy fängt an zu klingeln. Das Display zeigt den Namen "Jean", ein Lächeln legt sich auf seine Lippen und ohne zu zögern, nimmt die Schlange ab.

Tony Graves: "Hey big Bro."

Jean Graves: "Ey lil' one! Wie geht's deinem Köpfchen?"

Tony Graves: "Mir wurde mehrmals ein Stuhl dagegen gehauen, und danach der Kopf auf den Stuhl, finde heraus, wie es meinem Kopf geht, Sherlock. Du rufst mich aber nicht deshalb an, also was ist los? Hast du wieder versucht zu spielen und brauchst Geld?"

Jean Graves: "Nein, hab's ja beim letzten Mal schon kapiert, am Spieltisch bist du der Bessere. Aber mal davon ab, was heißt 'Du rufst mich aber nicht deshalb an'? Darf ich mich nicht nach der Gesundheit meines kleinen Bruders erkundigen?"

Tony Graves: "Doch, aber das hast du schon früher nie gemacht."

Beide Lachen, Jean um einiges lauter als Tony. Es ist mitlerweile eine Art Ritual zwischen den Beiden, dass sie sich gegenseitig ''Heruntermachen'', Beiden ist klar, dass es alles nur Fun and Games ist und keiner meint die Beleidigungen ernst, die sich die Beiden oft an den Kopf werfen.

Tony Graves: "Also, Sherlock? Was ist los?"

Jean Graves: "Ich habe einen neuen Job."

Tonys Augen ziehen sich zusammen und sein vorher freundlicher Blick verwandelt sich schnell in ein genervtes und wütendes Starren. Er hatte diese Konversation mit seinem Bruder schon oft. Jean konnte nie die schulische Bildung genießen, die er verdient hätte, und als Resultat musste sich der überschlaue, ältere Bruder in Jobs betätigen.

Tony Graves: "Und, was hast du dir dieses Mal ausgesucht?"

Jean Graves: "Nichts, Tony, aber ein alter Schulfreund hat mir ein Jobangebot als Lehrer an einem College gemacht, dass er kürzlich als Leiter übernommen hat. Ich rufe dich aber auch nicht an, um dir von meinem tollen neuen Job zu erzählen. Ich rufe dich an, um dir zu sagen, dass ich Mutter jetzt ohne Probleme versorgen könnte, verstehst du, was ich meine?"

Tatsächlich verstand Tony nicht, was sein älterer Bruder meint, und er schüttelt verwundert den Kopf, als ob Jean ihn sehen könnte.

Jean Graves: "Mann Tony! Was ich meine ist, dass du diesen Armitage nicht mehr brauchst!"

Tony Graves: "Jean, wir hatten dieses Gespräch schonmal. Ich habe dir und deiner Frau versprochen, dass ich mich um Mutter kümmere. Du wirst bald Vater, verdammt, du kannst es dir nicht leisten für Mutter zu sorgen, besonders nicht dann, wenn dein kleiner Bruder für sie sorgen kann."

Jean Graves: "Aber Ton..."

Tony Graves: "Nein Jean, du wirst Vater, und ich WILL als der Onkel deines Kinds und als dein Bruder, dass du dich darauf konzentrierst sie aufzuziehen. Darauf solltest du dich fokussieren, nicht auf unsere Mutter."

Jean Graves: "Tony, du müsstest dann ab..."

Tony Graves: "Habt ihr das Kinderzimmer fertig?"

Jean Graves: "Nein, wir, ich... Ich habe nicht genügend Geld gehabt, um es komplett fertig zu stellen."

Tony Graves: "Siehst du, was ich meine, Jean? Du reißt dich selbst in Stücke, arbeite ein paar Jahre, hab ein festes Einkommen, dann sprechen wir nochmal darüber, ob du dein Geld benuntzt, um dich um Mutter zu kümmern, denn jetzt gerade hast du ein Kind auf dem Weg und du hast vor kurzem eine unerwartete Entlassung auf dem Tisch gehabt. Konzentrier' dich auf das, was vor dir ist, bei Gott."

Tony kann am anderen Ende der Leitung hören, dass Jean laut durchatmet.

Jean Graves: "Tony, alles, was ich versuche, ist dich davon zu erlösen Zunge des Teufels spielen zu müssen."

Eine Stille breitet sich aus, eine der Art, die einem mitteilt, dass man gerade etwas gehörig falsch gemacht hat. Tony fängt an zu zittern, als er weiter redet, er hasst es seinen Bruder so in die Enge zu treiben, aber das einzige, was er will, ist, dass er sich auf seine Frau und sein Kind konzentriert, und wenn ist das der einzige Weg, Jean davon zu überzeugen, ihn daran zu erinnern, wer Tony überhaupt zur 'Teufelszunge' gemacht hat.

Tony Graves: "Ich soll also nicht Teufelszunge spielen, ja?"

Tony legt eine kurze Pause ein, um das Zittern seiner Hände in den Griff zu bekommen und um seinen nächsten Worten mehr Nachdruck zu verleihen.

Tony Graves: "Dann sag mir doch mal, warum mich Menschen "Schlange" nennen, dann sag mir, warum ich eine auf meinem Arm trage."

Wieder legt sich die selbe Stille über ihr Gespräch. Jean schluckt einmal laut.

Jean Graves: "Wegen mir, weil... weil ich dich, als wir kleiner waren, damit aufziehen konnte, weil deine Lieblingsgeschichte die von Adam und Eva war, weil dort die Schlange ein Zeichen des Teufels ist... und weil ich dich damit als wir jünger waren immer zum weinen bringen konnte. Du weißt, dass es mir leid tut, was ich früher gesagt habe. Du bist kein Dämon, das hatte ich zu spät erkannt. Ich weiß, dass es falsch war, dich Schlange zu nennen, nur weil ich es früher lustig fand, dich weinend zu Mutter rennen zu sehen."

Tony Graves: "Und jetzt bin ich die Schlange. So sehr der Name vielleicht immernoch weh tut, ich habe mich schon an die Hölle verkauft. DU, Jean, hast ein Kind auf dem Weg und eine Frau Zuhause. Mutter würde wollen, dass du dich um dein Kind kümmerst, nicht um sie."

Wieder eine lange Stille, diesmal aber keine von unangenehmer Natur.

Jean Graves: "Du hast ja Recht, Tony."

Tony Graves: "Gut, dann grüß Mutter von mit, ok?"

Jean Graves: "Anthony... das von damals tut mir immer noch leid."

Tony Graves: "Ich weiß, Bruder, genau so sehr wie du es weißt, grüß Mutter!"

Und mit diesen Worten beendet der Gambler den Anruf und geht wieder zurück zu seinen Gedanken.


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Es ist eine dunkle Nacht, Fackeln beleuchten den Garten eines Hauses. Im Licht des Feuers sieht man einen massiven Steingrill, einen Teich mit Steinfiguren und eine hölzerne Sitzbank. Auf der Wiese sitzt ein Mann in einem dunklen Anzug. Er hat den rechten Arm von sich gestreckt und betrachtet ihn.

Ronin: "Vier Finger und ein Daumen, die wir zu oft nur noch dafür verwenden, um Knöpfe zu drücken und Stifte über Papier zu ziehen. Würden wir aufwachen und feststellen, dass diese Hand sich verändert hat, wären wir schockiert. Wenn wir statt der Finger haarige Haken sehen würden, wüssten wir nicht mehr, was wir damit anfangen sollten. Wir würden uns für Insekten halten, unfähig unser altes Leben weiterzuführen."

Er ballt die Hand zu einer Faust, presst sie zusammen bis das man meint selbst im Licht des Feuers das Blut aus der Haut weichen zu sehen. Ronin: "Aber wer erinnert sich daran welche Aufgabe die Hand hatte bevor sie nur noch ein Werkzeug der modernen Gesellschaft würde?" Er steht auf und lässt seinen Blick über den Garten wandern bis seine Hände zu seinem Hals greifen. Er lockert seine Krawatte, streift sie sich über den Kopf und betrachtet sie.

Ronin: "Einer Gesellschaft mit Symbolen, die unseren Status zur Schau stellen und uns wie Ketten fesseln, bis sie uns die Luft zum Atmen und die Kraft zum Leben rauben."

Er rollt die Krawatte zusammen, umklammert sie mit der Hand als würde er versuchen sie zu zerdrücken und wirft sie in eine Feuerschale. Er betrachtet sie noch für einen Moment, beobachtet wie das Feuer vom Holz auf die Krawatte übergeht und diese verschlingt. Er dreht sich um und geht in das Haus.

Das Bild folgt ihm hinein in ein Wohnzimmer, mit einem schweren, dunklen Ledersofa und einem großen Fernseher an der Wand. Er geht durch den Raum auf einem Kamin im Eck zu. Darauf sieht man einen japanischen Schwertständer stehen, mit zwei Schwertern. Sie sind schwarz, mit roten Bändern verziert, dahinter ist ein Bild von einem Samurai in voller Rüstung, zweifarbig in schwarz und weiß gehalten.

Ronin: "Das Daisho war das Symbol eines edlen japanischen Kriegers. Nur Samurai trugen das Schwertpaar. Das Katana im freien Feld, das Wakizashi in Gebäuden auf engerem Raum. Waffen, die im Reflex gezogen wurden und einen Kampf noch beenden könnten, bevor der Krieger den Angriff bewusst wahrnahm. Das Bild des edlen Kriegers im Mittelalter wird akzeptiert, idealisiert mit dem japanischen Bushido oder der europäischen Ritterlichkeit. Männer die sich selbst aufgeopfert haben für ihre Treue Pflicht an Gott oder ihrem Herrn."

Er schloss die Augen und senkte den Kopf leicht. Nach dem Öffnen der Augen sieht er wieder zu seiner geballten Faust.

Ronin: "Die Wahrheit hinter dem Ideal beschmutzt das Bild doch sehr."

Er streift die Jacke seines Anzugs ab, faltet sie einmal und legt sie auf das Sofa bevor er in einen Flur weitergeht.

Der Flur ist hell, mit kleinen Holzkommoden und eingeramten Bildern an den Wänden. Einfache Zeichnungen mit Farbstiften, von Kinderhänden mehr oder weniger begabt gemalt. Sein Blick ist gemischt. Freude, Stolz, aber auch eine Sehnsucht die ihn weiterzieht bis er vor einer Tür steht. Leicht abseits im Bereich des Haupteingangs, unter einer Treppe die nach oben führt. Der klassische Platz für eine Kellertreppe. Er zögert beim Griff nach der Türklinke.

Ronin: "Ein einfaches, geregeltes Leben. Ohne besondere Sorgen und Ängste. Und ohne ein tief sitzendes Feuer."

Er greift nach der Klinke, seine Atmung wird schneller, ein Ansatz von Vorfreude ist auf seinem Gesicht. Er tritt durch die offene Tür und seine Haltung ändert sich. Er scheint den Weg vor sich zu fixieren , seine Haltung wird straffer. Am Ende der Treppe geht er direkt auf eine Tür zu. Sie ist aus hellem Holz mit weißen Rändern. Sie wirkt ein wenig wie ein Klischee an japanischer Einrichtung. Auf der Tür ist eine Faust abgebildet. Er öffnet sie und tritt hinein.

Es ist ein Trainingsraum, auf dem Boden ist ein Muster aus blauen und roten Matten. Auf der linken Seite ist eine verspiegelte Wand mit einer Grundausrüstung zum Krafttraining. Kurz und Langhanteln mit passenden Scheiben, Kettleballs, einer verstellbaren Bank und einer Stange für Klimmzüge an der Decke. Alles an den Rand geschoben um in der Mitte Platz zu schaffen. Neben der Tür ist ein Radio und ein Regal mit Sportzeitschriften. An der rechten Seite sind Halterungen an der Wand angebracht. Trainingswaffen, die sich im Arnis und Ninjutsu angesammelt haben. Stöcke in verschiedenen Längen, Schwerter, Messer und Sicheln in verschiedenen Formen aus Holz und Kunststoff. Seine Ausrüstung hängt an der Wand, verschiedene Handschuhe, Ellbogen-Knie- und Schienbeinschoner, Kopfschützer und Trainingsanzüge. Dazu Bilder die ihn als Kämpfer zeigen. Auf Matten, im Käfig, bei Vorführungen. Er geht zur Wand, betrachtet seine Hände ,greift damit zwei Rattanstöcke und tritt an einen Sandsack der in der Mitte des Raums hängt. Ein Lächeln hängt ihm im Gesicht.

Ronin: "Es wirkt wie aus einem früheren Leben, vor zwanghaften Pazifismus."

Schnell und mit sicheren Formen führt er Schlagübungen mit den Stöcken durch, Grundübungen die er noch immer fest in sich verankert hat. Er bleibt stehen, verschränkt die Stöcke vor sich und verneigt sich leicht, bevor er sie wieder ablegt. Danach geht er weiter zur dritten Wand. Vom Rand nach Innen sind lebensgroße Figuren von Kriegern aufgestellt. Ein Ritter mit einem Zweihändlerschwert und den Symbolen der Tempelritter, ein Vikinger mit einer Streitaxt, ein Ninja mit gezogenen Kamas und ein Samurai, mit der Hand am Schwertgriff kurz vor dem ziehen.Dahinter hängen Bilder der Figuren im Kampf. Nicht edel, sondern auf das eigene Überleben fixiert. In der Mitte der Wand ist eine Figur, eine Schaufensterpuppe.

Ronin: "Ghandi hat gesagt, an etwas zu glauben und es nicht zu leben, wäre unehrlich."

Er tritt auf die Puppe zu und betrachtet sie. Sie trägt eine schwarze Cargohose mit Tribalmotiven, ein ärmelloses Oberteil mit einem skelettartigen Aufdruck, mit japanischen Schriftzeichen bedruckte Schoner an Füßen , Ellbogen und Knien. Die schwarzen Bandagen an den Händen sind sauber angebracht. Ein ärmelloser Ledermantel rundet die Figur ab. Er greift nach dem Schlauchschal den die Puppe um den Hals trägt und zieht ihn ab.

Ronin: "Es ist Zeit für mich aus der Verantwortung für Andere herauszutreten. Es ist Zeit wieder einen Teil meines Lebens für etwas zu nutzen, das in mir ein modernes Feuer weckt."

Er zieht sich den Schaal über den Kopf, bis er den Hals bedeckt.

Ronin: "Ein Krieger gewinnt nicht jeden Kampf, aber er nimmt jede Herausforderung an, die das Leben ihm bietet."

Er nimmt den Mantel, zieht ihn an und tritt vor den Spiegel.

Ronin: "Mein Mut ist mein Schwert, mein Wille ist meine Rüstung. Ich bin ein Krieger."

Er zieht den Schaal hoch über sein Gesicht, es ist zur Hälfte mit einem Totenkopf bedeckt. Er ballt beide Fäuste, nickt und betrachtet mit einem festen Blick sein Spiegelbild.


------------------ PCWA ------------------

Unmittelbar nach Vendetta 135:

Eine weitere Ausgabe von PCWA Vendetta ist Geschichte und auch der Tag neigt sich langsam dem Ende. Stevie van Crane aber sitzt immer noch in seinem Locker - neben ihm ein paar leere Dosen Mixery, die er mit Michael getrunken hat - und starrt auf die bereits fertig gepackte Sporttasche. Seine Bauchdecke hebt sich langsam auf und ab, sodass die Zuschauer den Eindruck erhalten könnten, der ehemalige Undisputed Gerasy meditiere oder entspanne sich. Die in tiefe Falten gelegte Stirn van Cranes aber spricht eine andere Sprache. Es sind die Geschehnisse dieses Tages sowie weit entfernter Tage, die ihm durch den Kopf geistern. Das verlorene Viertelfinale, die Rückkehr von Michael Thera an seine Seite und schließlich das blutrote B im Keller, das er dort hinterließ und welches heute von Grizz und Kevin entdeckt wurde.

Mit einem lautem Ausatmen und so, als ob er die trüben Gedanken damit von sich werfen könne, erhebt sich Stevie, streift sich kurz durch die bereits getrockneten Haare und schultert schließlich die Sporttasche, um den Backstage Bereich zu verlassen. Als er die schwere Betontür aufdrückt, um auf den Parkplatz zu gelangen und von dort mit dem Bus oder mit der Bahn in die Stadt zu fahren, da Michael das Auto genommen hat, um Seraya mitzunehmen, entfährt ihm ein leicht genervtes Seufzen. Die fernen Lichter Berlin, sein Ziel, im weiten Blick, marschiert er schließlich los. Noch ein kurzer obligatorischer Blick zurück auf die Laternen des PCWA Geländes, unter welchen hier und da tatsächlich ein paar Liebespaare oder Halbstarke Platz genommen haben. Stevie zieht einen Mundwinkel hoch, doch als der süßliche Geruch von Marihuana ihm in die Nase steigt, rümpft er diese leicht angeekelt und fühlt sich sofort an den weiten Weg vor sich erinnert. Dass der weite Weg nicht nur den Weg zur Haltestelle meint, sondern nach dem heutigen Tag auch auf seine Karriere zu übertragen ist, wird bei jedem Knirschen der kleinen Steinchen unter ihm hör- und fühlbar.

"Kein guter Tag, huh?!"

Stevie legt ein Auge zu und dreht sich dann nach rechts, wo ein Mann auf einer der Parkbänke sitzt. Die Laterne über ihm allerdings leuchtet nicht - oder wurde ausgetreten. Und dennoch weiß SVC sofort, wer dieser Unsichtbare ist.

SVC: "Nein, Mad Dog. Das war kein guter Tag. Es waren eigentlich in letzter Zeit keine guten Tage.."

Der Night Fighter springt lächelnd von der Bank auf, um mit Stevie abzuklatschen und ihn während des Handschlags zu umarmen. Dabei klopft der Hund mit der linken Hand Stevie deutlich stärker auf die Schulter als dieser jenem. Mit lachender Freude versucht MD seinen Gegenüber weiter aufzubauen, doch auch dieses spiegelt Stevie nur gezwungener Maßen mit einem kurzen Hochziehen der Mundwinkel. 

Mad Dog: "Ich dachte, dass du es diesem verdammten Großmaul Rouswell wirklich zeigen wirst. Und wäre dieser seltsame Hugo nicht gewesen, hättest du es ja auch geschafft... Aber..."

SVC: "...'wäre'.. und 'hätte'. All das hilft mir jetzt das hilft mir jetzt auch nicht mehr. Du weißt, dass sich keiner um ein "hätte" oder "wäre" in unserem Geschäft schert. Und wozu auch?! Ich habe verloren und das war es. Offenbar bin ich nicht so weit wie ich dachte. Offensichtlich fehlt etwas. Irgendetwas.."

SIE fehlt. Doch sie hört ihn nicht. Sie reagiert nicht.

Ein Nicken bei der unbekannten Konstante. Das hört sich zwar vernünftig an. Mit dem Fühlen ist es jedoch anders.
Und das sieht Mad Dog in den Augen seines Freundes, der sich alsdann abwendet und weiter geht. Der verrückte Hund folgt ihm und geht den Weg zur Haltestelle mit.

Mad Dog: "Rouswell wird sich darüber lauthalsig das Maul zerreißen. Dass er den großen Stevie van Crane geschlagen hat, dass er den ehemaligen Undisputed Gerasy vernichtend besiegt hat, der sowieso nie mehr wert war als er... Du kennst das. Aber vielleicht hilft es dir, wenn ich ihm in der XAW richtig den Arsch aufreiße, sollte er mit dieser Tour kommen."

Stevie nickt erst, zuckt dann jedoch mit den Schultern.

SVC: "Es wird mir NICHT helfen. Aber es ist gut für DICH. Ich allein muss mit dem Aus klarkommen. Viel Glück in der XAW, ohne Zweifel. 'Glück'.. etwas von dem ich jetzt auch mehr als nur eine Portion gebrauchen kann. Aber Du wirst das schon machen, Deinen Weg gehen. Tust Du ja eh.."

Verdutzt zieht die Töle ihren Kopf zurück und bleibt stehen.

Mad Dog: "Was soll das jetzt?"

Doch Stevie gibt keine Antwort, stattdessen geht er einfach weiter.
Scheint gar noch einen Schritt zu zulegen, sodass der Night Fighter schnell wieder losgehen muss.

Mad Dog: "Wenn ich dich erinnern darf, hast du mir geraten, Yai die Wahrheit zu sagen, und ich habe es getan, während du meinem Rat, kein Öl in die anbrechenden Flammen zwischen deinen Impact Gegnern zu gießen, ignoriertest und ihnen allen einen Chairshot verpasst hast... Ich mache also nicht, was ich will. Nein, du bist derjenige, der eh macht, was er will... Oder wie soll ich das mit 'B' verstehen?"

Als er ihn erreicht, hält er SVC an der Schulter fest und reißt vielsagend die Augen weit auf. Fragend öffnet er die Hände und starrt Stevie voller Erwartung an.

SVC: "Ihr alle versteht das nicht. Ihr kennt Bleed nur als Anhängsel des Kellers, als Botin von Eleven. Doch da ist noch so viel mehr. Meine eigene Familie verdreht die Augen, wenn ich über dieses Thema sprechen will. Meine Tochter gibt ihrem Dad Ratschläge.. Sollte es nicht ANDERSHERUM sein?! Mein Schwager hat keine Ahnung von Bleed, will mich aber belehren. Sollte er mich nicht UNTERSTÜTZEN? Alle scheinen zu denken, ich würde mit dem Ruf nach IHR den Teufel an die Wand malen. Aber.. SIE könnte mir ebenso eine neue Richtung geben. Ein neues Leben, ein letztes Leben, ein finales Hurra in der PCWA. Nicht nur mir. Auch Lee und Sharpe. Selbst Dir, MD. Und vielleicht könnte das auch auf Jona Vark einwirken, was die Möglichkeit Deines Comebacks steigern könnte."

Natürlich trifft Stevie mit der Andeutung eines PCWA Comebacks einen Nerv beim Night Fighter. Und so muss dieser sich erst schütteln, bevor er dann mit dem Kopf verneint.

Mad Dog: "Bist du noch ganz bei Trost?! Du weißt, wie das damals mit ihr geendet ist, oder?! Du warst damals derjenige, der lieber die PCWA verlassen hat, bevor er sich dem Keller, dessen Tür für dich offen stand, anschließen wolltest. Und jetzt? Jetzt rufst du den Keller zurück, um derjenige zu sein, der ihn wieder aufbaut?"

Die Fragen fliegen nur so durch die Dunkelheit, doch MD hat noch nicht zuende gesprochen.

Mad Dog: "Hast du Kevin gesehen, huh?! Hast du gesehen, wie er Poe nach eurem Match attackierte, und das, was er heute dazu gesagt hat? Mich hat das an mich erinnert, Stevie. Und ich habe es Kevin eben schon gesagt und ich wiederhole es nur ungern. Aber wäre Eleven noch hier, so hätte er heute, nachdem er DEIN 'B' entdeckte, seine Hand geschüttelt und sich dem Keller angeschlossen."

Um seine Theorie zu verdeutlichen nickt der Hund noch einmal mit den weit geöffneten Augen in Stevies Richtung.

Mad Dog: "Und du meinst ernsthaft, dass solche Sachen Sharpe helfen? Dass er dadurch besser wird, wenn er verkennt, dass er nicht der Held war, der er glaubte zu sein. Wenn er verdrängt, dass die Fans aus guten Gründen einen neuen Helden wie Marc Poe anfeuern?!"

Stevie legt leicht genervt, leicht nachdenklich den Kopf schief. 
Dann winkt er ab.

SVC: "Sie hat sich nicht gemeldet. Okay? Es gab KEINE Antwort. Also ist es egal, Mad Dog. Was sie hätte bewirken können, bleibt Spekulation. Denn.. Sie wird nicht kommen. OKAY? SIE WIRD NIE WIEDER KOMMEN."

Die Resignation in Stevies Stimme ist deutlich hörbar. Die Erkenntnis, die eben in der Kabine reifte, lässt seinen Kopf zu Boden sinken. So viele Tage sind schon ins Land gezogen und es gab keinerlei Zeichen von ihr. Dabei hätte sie durchaus die Möglichkeit gehabt, wenn sie gewollt hätte...

Ein Rütteln ans Stevies Schultern reißt ihn aus seinen Gedankengängen.

Mad Dog: "Es geht mir nicht um Bleed, Stevie!"

Endlich schaut van Crane wieder auf.

SVC: "Weil du sie tief in deinem Herzen ebenso gerne wieder an Deiner Seite wüsstest!?"

Die Augen des Night Fighters weichen dem erkennenden Blick seines Freundes aus, indem der Hund sie einfach schließt.
Er zieht die Nase hoch.

Mad Dog: "Es geht mir um dich, Stevie."

Seine Augen suchen wieder die von van Crane.

Mad Dog: "Die Wahrheit ist, dass du nicht mehr der große Star bist, der du einst gewesen bist. Ich ebenso wenig. Auf uns liegen nicht mehr alle Hoffnungen der Menschen. Darüber täuschen keine Chairshots, keine Therapiesitzungen und keine Rufe in die Vergangenheit hinweg. Zieh nicht dieselben Konsequenzen wie Sharpe und wende dich gegen die Wahrheit - das ist der einfache Weg, wenn man den Fans oder anderen die Schuld für das eigene Scheitern, das eigene Altern oder die eigenen Fehler gibt. Wir sind im letzten Viertel unser Karrieren, vielleicht im letzten Zehntel. Sobald wir das akzeptieren, haben wir noch einige große Matches in uns. Wenn wir diese Fakten bekämpfen, bekämpfen wir uns entweder selbst und werden zu unserem eigenen Feind. Oder wir betreten mit einem Bein den Keller, wo der Ring zu unserem letzten Feind verkommt, statt unser Partner zu sein. Und indem du Bleed gerufen hast, könnte man meinen, dass du ebenso wie Sharpe mit einem Fuß diesen Keller betreten hast. Mach nicht denselben Fehler wie Kevin.. Geh bitte nicht tiefer."

Stevie breitet mit einem verzweifelten Lächeln die Arme aus.

SVC: "Sieh mich doch an. Verdammt, SIEH MICH AN! Ich KANN nicht mehr tiefer! Ich bin so tief gesunken, wie es nur geht. Die Suche nach Bleed war mein letzter Hilferuf aus der Tiefe. Nicotine & Bacteria sind für einige vielleicht eine hübsche, finstere Nostalgie. Die Bacteria ist mir EGAL, denn es geht mir nur um SIE. Den Menschen, der unser Innerstes gefunden und berührt hat. Viele von uns, einschließlich Dir, wandelten mit ihr an der Hand auf dem schmalen Grat zwischen Abgrund und Erfüllung. Und ob Du es zugibst oder nicht - NICHTS hat sich jemals so GUT angefühlt. Sie ist und war etwas besonderes, jedes Gespräch mit ihr eine Reise ins Unbekannte. Jede Begegnung mit ihr ein Abenteuer. Mir ist es EGAL, was andere darüber denken, was meine Familie darüber denkt. Was DU und die ganze PCWA darüber denken. Denn es ist MEIN Leben. Es ist meine Entscheidung gewesen. So wie es bei Dir war, als Du Yai zu Dir gerufen hast oder als Du den Weg in die XAW gingst. Irgendwann entscheiden wir nur noch für uns selbst. Denn DAS - MD - ist die grosse Erkenntnis unserer Zeit hier in der PCWA. Jeder ist am Ende für sich. Und jeder ist ALLEIN."

Die Haltestelle ist erreicht. Stevie schaut auf die verwaisten Gleise und sucht nach einem Fahrplan.

Mad Dog bleibt derweil nachdenklich stehen. 

Als Lichter in der Ferne erscheinen, unterbricht Stevie seine Suche und geht in Richtung Bahnsteig. Ein letzter Blick auf den Night Fighter, der immer noch in sich versunken an der Stelle steht, wo er ihm die letzten Worte mitteilte.
Auch SVC denkt kurz nach und wandert dann zum verrückten Hund zurück.

SVC: "Die Bahn kommt jetzt."

MD nickt.

Mad Dog: "Liebst du sie?"

Es ist dieselbe Frage, die Seraya ihm heute stellte. Und so rollt Stevie genervt mit den Augen, doch ehe er anworten kann, winkt auch MD ab.

Mad Dog: "Lassen wir den Vergleich zu Yai... es geht mich auch nichts an. Hast Recht.."

Tatsächlich wandern die Mundwinkel Stevies das erste Mal in diesem Gespräch erfreut nach oben.

Mad Dog: "Aber was deinen Vergleich zur XAW angeht..."

Die Bahn fährt ein und schneidet dem Konstanten das Wort ab. Die Türen leuchten auf und Stevie drückt bereits den Türknopf.

Mad Dog: "Du bist Wrestler, huh?! Genauso wie ich es bin. Das ist unser Leben. Der Ring ist unser Leben! Du hast es ja in deiner wirklich grandiosen Comeback Speech auch genau dort laut verkündet."

Stevie winkt schon mit dem Arm, dass MD zum Punkt kommen soll, während er mit dem Fuß die Tür blockiert. 

Mad Dog: "Weil ich Wrestler bin, weil Wrestling mein Leben ist, reiß ich Rouswell den Arsch auf und werde Blaze bekämpfen. Ich bin besser als sie und werde es im Ring beweisen, Stevie." 

"Machen Sie bitte den Türbereich frei! Wir wollen weiterfahren."

Stevie tritt in die Bahn, während er zu MD zurück schaut.

Mad Dog: "Wo ist dein Gegner? WER ist dein Gegner, Stevie?"

Die Tür schließt direkt vor dem Gesicht von Van Crane, der fast traurig auf Mad Dog blickt.
Er hebt die Schultern. Noch ein fast verzweifeltes Lächeln, ein angedeutetes Kopfschütteln.

Dann ist er weg..


------------------ PCWA ------------------

Langsam durchwandert er das Theatre. Der Auftritt bei der letzten Vendetta verlief genau so, wie er es sich gewünscht hatte, mit einem Sieg, der ihn ins Halbfinale des Quest hat einziehen lassen. Dementsprechend breit ist auch das Grinsen, welches die Gesichtszüge des Franzosen Louis Rouswell ziert. Er hat wahrhaftig großes geleistet und mit Stevie Van Crane eine Legende dieser Liga aus dem Turnier geworfen und wenn es nach ihm geht, dann soll es nicht bei Stevie bleiben. Sein Weg soll ihn, wie schon zuvor beim GWS Fallen Kingdoms Turnier zum Triumph führen und der Welt vor Augen halten, dass seine Zeit noch längst nicht vorüber ist. Er gehört noch längst nicht zum alten Eisen und die Menschen haben dies schon viel zu lange vergessen. Davon abgesehen genießt er jeden Moment außerhalb der XAW, wo er sich den Konflikten mit seinem Bruder Max stellen muss. Konflikte, die er so niemals gewollt hat. Als er seinen Bruder damals wiederfand, hatte er nur eines im Sinn, nämlich die Versöhnung, doch mit großzügiger Unterstützung von Smash war damals alles anders gekommen und nun waren er und sein Bruder die erbittertsten Feinde. Doch hier in der PCWA hatte er Ruhe davor. Hier konnte er sich voll und ganz auf seine Aufgabe konzentrieren den Quest zu gewinnen. Nicht für die XAW und schon gar nicht für Smash, sondern für sich selbst ... für seinen eigenen unstillbaren Ehrgeiz. Heute würde sich entscheiden, wer sein Gegner in der nächsten Runde sein würde, und genau deshalb war er heute hier. Er hatte nicht vor sich dies entgehen zu lassen. Mit einem Mal werden seine Gedanken jedoch abrupt unterbrochen, als er eine vertraute Stimme vernimmt ... eine Stimme, die er bereits seit Jahren nicht mehr vernommen hat.

Sarah Duriel: "Louis ... du bist es wirklich!"

Der Franzose dreht sich mit einem Mal um und wird kreidebleich, als er sie erblickt. Mit einem Mal kommen all die Erinnerungen wieder hoch, die er so lange schon verdrängt hatte. Sarah war damals die erste Frau gewesen, die er nach Christines Tod an sich herangelassen hatte. Er hatte sie so sehr geliebt ... doch sie hatte ein falsches Spiel mit ihm getrieben. Sie hatte ihm ihre Gefühle vorgetäuscht, um ihm im Auftrag einer ominösen Firma Drogen zu injizieren, welche seinen Verstand benebelten und ihn so manipulierbar machten! Erst Fox McCloud war es mithilfe seiner Freundin Cheetara gelungen, ihn von dem Bann zu erlösen und ihn wieder klar denken zu lassen. Seine Enttäuschung über die falschen Gefühle, die ihm einst vorgespielt wurden, war so immens ... er hatte sich nie richtig davon erholen können. Und nun stand sie vor ihm ... einfach so. Mit offenem Mund sieht er sie an und beginnt leicht zu zittern. Er schüttelt den Kopf, schließt die Augen, öffnet sie wieder ... doch sie steht immer noch da. Da er nach wie vor kein Wort aus seinem Mund bringt, ist sie es, die abermals zu ihm spricht.

Sarah Duriel: "Bitte hör mir zu ... ich weiß ich habe damals Fehler gemacht ..."

Weiter kommt sie jedoch nicht, denn mit einem Mal schnellt die Pranke des Franzosen nach vorne und ergreift sie am Hals. Mit zornigen Blick drückt er sie gegen die Wand.

Louis Rouswell: "FEHLER? FEHLER? WIRKLICH? SO NENNST DU DAS, WAS DU MIR ANGETAN HAST?"

Sein Blick durchbohrt den ihren. Dieses Wiedersehen hat ihn völlig aus dem Konzept gerissen. Er hatte nie im Leben damit gerechnet, sie irgendwann noch einmal wieder zu sehen. Ihr Blick wirkt erschrocken und er merkt es. Langsam löst er den Griff um ihren Hals wieder. Eine Träne kullert ihr an der Wange herunter.

Sarah Duriel: "Louis ... bitte!"

Er atmet schwer ... schüttelt abermals den Kopf.

Louis Rouswell: "GEH! Geh einfach ... wir haben nichts mehr zu besprechen. Du bist Vergangenheit! Ich will nichts mehr von dir wissen!"

Sarah Duriel: "Das kannst du nicht ernst meinen ... nicht nach allem, was ..."

Louis Rouswell: "Verdammt nochmal! Gerade nach allem, was war, meine ich das ernst! Hast du etwa wirklich vergessen, wie du mit mir gespielt hast? Wie du in mir falsche Gefühle geweckt hast? Ich habe dir mein gesamtes Herz geschenkt und du ... du hast es mit voller Wucht in die Mülltonne geschlagen. Es war dir völlig egal, wie es mir damit ergeht!"

Sarah Duriel: "Das ... bitte Louis ... das ist nicht wahr!"

Er verpasst ihr einen heftigen Schubser, der sie gegen die Wand knallen lässt.

Louis Rouswell: "Und ob es das ist! Verschwinde endlich aus meinem Leben! Verschwinde, bevor ich endgültig meine guten Manieren vergesse!"

Er hebt seine Hand drohend, doch mit einem Mal spürt er einen festen Griff um eben jene Hand.

"Ich glaube, du solltest die Dame in Ruhe lassen!"

Mit einer hastigen Bewegung entreißt der Franzose seine Hand dem Griff, der um sie gelegt wurde, und dreht sich um. Niemand geringeres als James Godd steht vor ihm. Der Franzose blickt ihn voller Abscheu an.

Louis Rouswell: "Du solltest dich aus Angelegenheiten raushalten, die dich nichts angehen!"

Der Engländer schenkt ihm ein kurzes Lächeln und schüttelt dann den Kopf.

James Godd: "Wenn es darum geht, unschuldige Frauen vor Schlägern zu retten, geht es mich immer etwas an! Aber sag mir ... kennen wir Zwei uns nicht bereits?"

Der Brite mustert sein Gegenüber genau und nickt dann wissend mit dem Kopf.

James Godd: "Oh doch, ich erinnere mich jetzt! 2008 ... XFWA Survival of the Sickest! Du und Mantis, ihr wart meine Gegner bei meinem Gastauftritt!"

Er schenkt dem Anderen ein weiteres kurzes Grinsen. Der Franzose hingegen wirkt alles andere als amüsiert über das Auftauchen des Briten. Missmutig verzieht er das Gesicht.

Louis Rouswell: "Ist mir scheißegal, an was du dich zu erinnern glaubst. Hier das geht dich nichts an. Das ist privat!"

Godd positioniert sich nun genau zwischen die Dame und Louis.

James Godd: "Wie ich schon sagte, geht mich das sehr wohl etwas an!"

Der Franzose geht nun einen Schritt auf Godd zu und blickt ihm voller Hass in die Augen. Zornig erhebt er die Hand, bereit zuzuschlagen, als er aus der Ferne erblickt, wie sich ein Kamerateam nähert. Augenblicklich zieht er die Hand wieder herunter. Das passt ihm gerade gar nicht in den Kram. Das Kamerateam hat jedoch natürlich erkannt, welche Chance sich hier gerade bietet. Zwei Teilnehmer am Quest 4 the Best Turnier am gleichen Ort und dazu auch noch zwei, die im Halbfinale aufeinander treffen könnten.

Sofort fangen sie an zu filmen, während sie immer näher kommen. Der Franzose verzieht kurz genervt das Gesicht und holt dann tief Luft. Mit kontrollierter Stimme richtet er das Wort an James Godd.

Louis Rouswell: "Wie ich Ihnen bereits mitteilte, Monsieur, sind die Dinge, welche Mademoiselle Duriel und meine Wenigkeit betreffen rein privater Natur. Und ich habe Mademoiselle Duriel auch lediglich höflich darum gebeten, sich zu entfernen, da meine Persönlichkeit keinerlei Interesse an einer Fortsetzung der vergangenen Ereignisse hegt."

Godd blickt den Franzosen überrascht an. Was soll das nun wieder? Er war bereit dazu gewesen sich gegen Louis zur Wehr zu setzen, doch nun schien der gar kein Interesse mehr an einer Auseinandersetzung zu haben. Godds Stimme ist fest, als er das Wort abermals an seinen französischen Kontrahenten richtet.

James Godd: "Was soll der Scheiß jetzt, huh? Was soll die Schmierenkomödie?"

Er schüttelt den Kopf. Louis jedoch setzt ein arrogantes und überlegenes Lächeln auf, während er nun einen Schritt zurücktritt. Kurz lacht der Franzose theatralisch auf.

Louis Rouswell: "Schmierenkomödie? Sie belieben zu scherzen, Monsieur, denn meine Wenigkeit weiß mitnichten, wovon Sie sprechen. Meine Wenigkeit hat es nicht nötig, Ihnen etwas vorzuspielen, Monsieur."

Wissend grinst er seinen Kontrahenten an. Godd wirkt mit jedem Wort, welches den Mund des Franzosen verlässt, wütender.

James Godd: "Weißt du was? Ich werde mir heute extra viel Mühe geben mein Match zu gewinnen, damit ich dir in deinen verlogenen Franzosen Hintern treten kann, wie ich es schon damals in der XFWA getan habe. Erinnerst du dich noch dran, wie der Godddamn dich ins Reich der Träume geschickt hat? This is going to be Your Future once again!"

Er geht einen Schritt auf Louis zu, doch der weicht augenblicklich zurück.

Louis Rouswell: "Monsieur, meine Wenigkeit hat nicht vor sich ihren animalischen Instinkten hinzugeben und sich mit Ihnen zu prügeln. Zumindest nicht an dieser Stelle und am heutigen Tage, wobei meine Wenigkeit durchaus Zweifel daran hegt, dass Sie, Monsieur, die nächste Runde erreichen werden. Meine Person hingegen hat bei der vergangenen Show einen ehemaligen Champion dieser Liga aus dem Rennen geworfen ... da dürfte ihre Person kein großes Hinderniss darstellen!"

Einmal mehr lacht der Franzose arrogant auf.

Louis Rouswell: "Und nun mögen Sie mich entschuldigen, Monsieur, denn im Gegenteil zu Ihnen hat meine Person noch Wichtige Dinge zu erledigen. Sie hingegen erwartet lediglich eine niederschmetternde Niederlage. Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Abend, Monsieur!"

Arrogant grinsend dreht er sich einfach um und schreitet davon. Godd blickt ihm mit zorniger Miene hinterher.

James Godd: "Wir werden ja noch sehen, wer zuletzt lacht, du scheiß Baguettefresser!"

Er atmet tief ein und wieder aus, dann dreht er sich schließlich um und wendet sich erstmals seit seinem Auftauchen zur jungen Frau, die immer noch eingeschüchtert an der Wand lehnt. Er schenkt ihr ein kurzes Lächeln und reicht ihr seine Hand.

James Godd: "Ich hoffe es ist alles okay bei Ihnen Ma'am und dieser ungehobelte Arsch hat Ihnen keine Schmerzen zugefügt."

Sie ergreift seine Hand und lässt sich von der Wand wegziehen. Aufmerksam mustert sie den Mann, der gerade vor ihr steht. Schließlich wischt sie sich die Tränen aus den Augenwinkeln und schenkt ihm ebenfalls ein, immer noch leicht eingeschüchtert wirkendes, Lächeln.

Sarah Duriel: "Es ist schon okay, nichts passiert ... wenn man von meinen verletzten Gefühlen absieht ..."

Sie holt noch einmal tief Luft. Godd hingegen blickt noch einmal in die Richtung, in welche Louis verschwunden ist, und schüttelt missmutig den Kopf.

James Godd: "Der Kerl ist es wirklich nicht wert, dass man ihm nachtrauert, Ma'am."

Godd wendet seinen Blick wieder Sarah zu und mustert sie nun ebenfalls etwas genauer. Sie hat lange blonde Haare, die ihr bis zu den Schultern reichen, rehbraune Augen und trägt einen knallig roten Lippenstift auf ihren Lippen. Sie ist ein durchaus hübscher Anblick. Er schenkt ihr ein weiteres entwaffnendes Lächeln.

James Godd: "Eine hübsche Dame wie Sie hat da Besseres verdient als diesen Hu..."

Er verkneift es sich das Wort auszusprechen, er ist schließlich in Gegenwart einer Dame.

James Godd: " ... miesen Kerl!"

Sie nickt kurz mit dem Kopf. Sie weiß, dass er eigentlich Recht hat, allerdings ist es auch so, dass sie selbst sich mitverantwortlich fühlt, dass der Franzose heute so ist, wie er ist ... sie will es ihm einfach nicht übel nehmen. Er hatte schließlich nur die Wahrheit ausgesprochen. Sie hatte ihn manipuliert und ihm falsche Gefühle vorgespielt im Auftrag der Firma. Zumindest Anfangs, denn nach einer Weile hatte sie wahre Gefühle für ihn entwickelt und daraufhin versucht die Firma hinter sich zu lassen. Es war nur logisch, dass er reagiert hatte, wie er nun einmal reagiert hat! Und doch hatte sie gehofft. Gehofft, dass sich doch noch alles zum Guten wendet. Sie seufzt.

Sarah Duriel: "Die Sache ist ... kompliziert. Uns verbindet eine lange gemeinsame Vergangenheit ..."

Erneut schüttelt der Brite entschlossen den Kopf.

James Godd: "Und trotzdem behandelt man eine Dame nicht so, wie er es getan hat!"

Es folgt ein weiteres Lächeln. Dieses wird etwas unsicher von Sarah erwidert.

Sarah Duriel: "Danke!"

Mehr fällt ihr gerade nicht ein. Viel zu innerlich aufgewühlt ist sie immer noch nach dieser Begegnung. Der Engländer verneigt sich kurz.

James Godd: "Nicht dafür, Ma'am!"

Sein Lächeln wandelt sich nun in ein schelmisches Grinsen um, welches man beim Engländer schon sehr lange Zeit nicht mehr gesehen hat.

James Godd: "Wenn Sie mir aber wirklich danken wollen, Ma'am, dann lassen Sie sich doch nach der heutigen Show von mir auf einen Drink einladen. Was sagen Sie?"

Er lächelt einmal mehr.

James Godd: "Ich bin übrigens James."

Unsicher lächelt sie ihn an. Er wirkt äußerst nett und schließlich ist er ihr zur Rettung geeilt. Warum also nicht? 

Sarah Duriel: "Sarah. Und ich würde mich sehr gerne von Ihnen einladen lassen, James."

Erfreut nimmt er es zur Kenntnis und schenkt ihr ein weiteres Lächeln.

James Godd: "Das freut mich sehr, Sarah. Allerdings habe ich zuvor noch ein Match zu bestreiten."

Und er ist motivierter als vorher dieses Match zu seinen Gunsten zu entscheiden. Zum ersten Mal seit Wochen schwirrt gerade kein RM in seinem Kopf herum. Stattdessen will er nun unbedingt in die nächste Runde des Quests einziehen, um es diesem arroganten Franzosen zu zeigen und um die hübsche Dame vor ihm für all das zu entschädigen, was ihr dieser verfickte Froschfresser angetan hat. Entschlossen ballt er seine Fäuste.

James Godd: "Und ich werde siegreich sein!"

Er nickt mit dem Kopf. Sarah blickt ihn interessiert an. Sie hatte sich bereits gedacht, dass er ebenso wie Louis ein Wrestler war. 

Sarah Duriel: "Nun, ich werde auf Sie warten, James. Ich freue mich drauf."

Sie lächelt nochmal und nickt mit dem Kopf. Der Brite verbeugt sich einmal mehr.

James Godd: "Dann verabschiede ich mich fürs Erste, Sarah. Bis später."

Er lächelt nochmal schelmisch, ehe er schließlich abdreht und seines Weges geht. Er muss noch etwas trainieren, bevor er in dieses Match geht, denn er will bestens vorbereitet sein. Seine Gegner heute mögen zwar nicht den gleichen Stand in der PCWA haben wie er selbst, jedoch wäre es dumm auch nur einen von Ihnen zu unterschätzen. Beide sind jung und aufstrebend und er weiß selbst noch allzu genau, wie es damals war der "fastest rising Superstar" zu sein. Der Ehrgeiz ihn zu besiegen wird in beiden brennen. Doch seine Motivation für das Halbfinale ist bedeutend größer! Er wird wiederholen, was er bereits vor 10 Jahren in der XFWA getan hat ... er wird Louis aus einem renommierten Turnier werfen!


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Klick... Klack... Klick... Klack... Klick... Klack... Klick... Klack... Klick... Klack...

So klingt das ZIPPO Feuerzeug, das Jimmy lässig an eine Wand gelehnt immer wieder öffnet und schließt, dabei eine Kippe im Mundwinkel hängend. Über ihm ein Nichtraucher Schild, aber so, wie wir Jimmy kennen, gibt er darauf wahrscheinlich einen Dreck. Darum zündet er jetzt auch die Kippe an.

Jimmy Maxxx: "Lange vorbei sind meine Zeiten, in denen ich "Straight Egde" lebte. Genauso lang wie die Zeiten, in denen die Fans mich bejubelten und ich für meine Siege statt für meine Kontroversen bekannt war. Heute verachtet und verspottet, stehe ich trotzdem in einem der wichtigsten Turniere der PCWA und auch des Wrestlings. Oder? Ich meine, wenn ein Wrestler, der von vielen seiner Kollegen und Fans verdammt wird, weil er ja "eh nichts kann", warum steht dieser dann mit zwei Männern wie Kevin Sharpe und RM in einem Match um den Besten der Besten zu ermitteln?"

Er zieht an der Kippe und pustet eine kräftige Wolke in den Backstagegang.

Jimmy Maxxx: "Denkt ihr etwa, ich bin bescheuert? Denkt ihr, ich weiß nicht, dass jeder da draußen, vorallem meine beiden Gegner, mich in diesem Match zu einhundert Prozent abschreiben werden? Dass ich keinen Faktor in euren kranken Experten-Fantasien spiele? In der letzten Show habe ich durch reinen Zufall die Schlacht mit Stem für mich entschieden. Stem, einem Wrestler, der wahrscheinlich mit mir zusammen nicht mal in den Kackeresten in Sharpes Schuhsohlen erwähnt werden würde. Und nun soll ich gegen diesen antreten und euch hier mit stolzer Brust sagen, dass ich gewinnen werde? Bullshit..."

Noch ein genüsslicher Zug an der Kippe.

Jimmy Maxxx: "Denkt ihr etwa, mir ist nicht klar, dass ich am Ende eh geschlagen im Ring liegen werde? Diesem Schicksal kann ich nicht entfliehen, darauf habe ich keinen Einfluss. Aber worauf ich Einfluss habe, ist, was bis zu diesem Zeitpunkt passiert. Und das wird das sein, was ich immer tun werde. So viel Chaos und Unruhe stiften, wie ich nur kann. Ich werde dafür sorgen, dass trotz meiner Niederlage die beiden dieses Match nicht so schnell vergessen werden!"

Er lacht und wischt sich seine schmalzigen Haare aus dem Gesicht.

Jimmy Maxxx: "Mein wahres Ziel ist das Erringen der Cryption Crown der PCWA: nicht um mich dann als Champion hinzustellen, sondern um diese Matchwahl zu haben. Und noch mehr Gewalt in die PCWA zu holen! Jeder soll meinen Schmerz spüren, meine krankhaften Gedanken verstehen und am eigenen Leibe spüren. Das ist für mich mehr Wert, als ein Turnier einmal zu gewinnen. Momentan würde doch eh niemand auch nur Ansatzweise glauben, dass ich diesen Sprung schaffe. Also warum sollte ich mich dann wie einer dieser anderen Idioten hier hinstellen und behaupten, ich könnte, nach allem, was bisher war, mal eben so ehemalige Champions bezwingen?"

Kopfschütteln und genervtes Schulterzucken.

Jimmy Maxxx: "Euer Handeln widert mich an, eure Worte prallen an mir ab. Aber sie zeigen deutlich eure Motivationen und Beweggründe. Die PCWA ist ein riesiges Ying und Yang, eine Liga gefüllt mit unglaublich guten Wrestlern und Fans, die aber der Meinung sind, Jimmy Maxxx wäre wahnsinnig und hätte den Verstand verloren, dass er sich in diese Höhle des Löwen wagt. Habe ich das? Oder bin ich vielleicht der einzige, der noch normal ist, während ihr alle im Heliumballon in den Himmel eurer Überheblichkeit steigt? Die PCWA hat eine Angewohnheit dafür, Menschen, die anders sind und anders denken, aufzufressen und auszuspucken. Ihr wisst genau, wen ich meine. Aber mit mir.... neee, da wird das nicht so einfach. Denn ich schmecke bitter und das werde ich jeden erfahren lassen..."

Ein Grinsen und seine Augen leuchten auf bei dem nächsten Gedanken.

Jimmy Maxxx: "Allem voran dir, Kevin Sharpe. Du bist genau einer dieser Köpfer der falschen Schlange PCWA. Du bist das Futter für die Menschen, die Wrestler wie mich anschauen und verurteilen. Darum wirst du heute Abend nicht nur einen Teil dessen, was ich für dich noch in mir habe, im Ring zu spüren kriegen, nein, ich werde dich aufspüren und es dir persönlich ins Gesicht sagen..."


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"Also ich weiß nicht recht... sollen wir das wirklich durchziehen?"

Lara Lee schaut, vielleicht sogar zum allerersten Mal in ihrem Leben, etwas verunsichert drein. Die Amazone trägt, da heute kein Match für sie angesagt ist, eine blaue Trainingshose, ein schwarzes Bustier und weiße Sportschuhe.

Neben ihr steht Barry Wilson, der seufzend die Arme in die Hüften stemmt. Beide befinden sich im Vorzimmer zu Jona Varks Büro. Stem schiebt die Schildmütze zurück und kratzt sich die Stirn. Er trägt wie immer Jeans, Wanderstiefel und ein rotes Karohemd mit abgeschnittenen Ärmeln.

Stem: "Lara... wir haben das doch besprochen. Sie haben es uns versprochen. Also wieso sollten wir nicht annehmen?"

Die Amazone runzelt die Stirn.

Lara Lee: "Vielleicht weil wir beide bei der letzten Vendetta nicht sehr gut abgeschnitten haben? Ich habe meine Chance im Turnier versaut... und du hast immerhin... "

Die erhobene Pranke und der mehr als ernste Gesichtsausdruck von Wilson lässt Lara sofort den Mund zuklappen. Sie kennt ihn mittlerweile gut genug, dass sie weiß, dass er in diesem Moment mehr als angefressen ist.

Stem: "Ja, ich habe verloren. Aber Jimmy Maxxx hatte nur Glück. Soll er sich über seinen Sieg freuen... wir beide... du und ich... wir blättern die Seite um und schreiben ein neues Kapitel! Uns hat sich hier eine Chance geboten, die wir nicht ausschlagen dürfen!"

Man sieht, wie es hinter der gerunzelten Stirn des Muscle Chick arbeitet.

Lara Lee: "Du hast dich überrumpeln lassen. Das darf nicht noch einmal passieren. Denn wenn wir durch diese Tür gehen, dann wird jeder Fehler uns diese Chance kosten!"

Beinahe verlegen schaut Barry zu Boden.

Stem: "Das wird nicht noch einmal passieren. Und außerdem kämpfen wir diesmal wieder zusammen!"

Lara lächelt und klopft ihm auf die Schulter.

Lara Lee: "Wrestling ist eben nicht nur rohe Kraft... sondern auch Technik. Aber das bringe ich dir schon noch bei."

Stem: "Also gehen wir nun rein?"

Die Amazone nickt.

Lara Lee: "Los geht's!"

Gleichzeitig (es ist ekelhaft und kitschig) berühren beide die Türklinke und drücken diese nach unten. Das massive Holz schwingt auf... und bietet Carnageddon ein Bild, was wie eine Parodie aus einem Stan Laurel und Oliver Hardy Film anmutet. Denn mitten im Büro von Jona Vark sieht es gerade schwer nach Partystimmung aus, wenn man mal von den genervten Gesichtszügen der Geschäftsführerin absieht. Team Happy Hour sind mit einer fahrbaren Smoothie-Maschine, auf welcher ein Ghettoblaster steht, vor der Chefin wild umher am tanzen, während aus dem Ghettoblaster "Sing a Happy Song" von den Schlümpfen gesungen wird! Beide Happys haben jeweils einen Shake in der Hand, aus welchem sie immer wieder fröhlich schlürfen.

Jona Vark: "Oh, Gott sei Dank! Sie sind endlich da. Und ich muss diese Schmierenkomödie nicht mehr länger ertragen. Wenn Sie nun bitte PLATZ NEHMEN WOLLEN, Mister Cornwallace, Mister Banes!"

Beide blicken die Chefin schockiert an, während Banes abrupt den Aus-Knopf am Ghettoblaster drückt und die fröhliche Musik verstummt.

Brandon Cornwallace: "Und du bist sicher, dass du keinen Shake willst, Jona Dudeline?"

Mit einem überglücklichen Lächeln blickt er Jona Vark an, doch deren Miene macht sehr deutlich, dass sie ihm auf seine Frage keine Antwort schenken will. Stattdessen liegt pure Genervtheit und Ungeduld in den Gesichtszügen der Chefin. Dies entgeht auch Banes nicht, der nun seinen Partner antippt und nur mit dem Kopf schüttelt. Schließlich setzen die beiden sich endlich hin.

Jona Vark: "Miss Lee, Mister Wilson. Bitte, nehmen auch Sie Platz."

Carnageddon leisten der Aufforderung der Geschäftsführerin Folge und sie lassen sich in den Sesseln neben ihren hoffentlich zukünftigen Gegnern nieder. Nun, da endlich Ruhe eingekehrt ist, schlägt die Chefin das linke Bein über das rechte und mustert die vier Anwesenden.

Jona Vark: "Also, was kann ich für Sie tun?"

Erstaunen in den Blicken der Happy Guys.

Gordon Banes: "Haben wir das noch gar nicht gesagt, Dudeline?"

Brandon Cornwallace: "Ich hätte schwören können, Dude!"

Beide blicken sich abermals an und zucken schließlich synchron mit den Schultern. Dann wenden sie ihre Blicke wieder Jona Vark zu und Banes ergreift abermals das Wort.

Gordon Banes: "Also, die zwei da sind hier unsere besten Dudes in der PCWA!"

Er deutet auf die beiden Carnageddon Mitglieder und winkt ihnen fröhlich zu.

Gordon Banes: "Und weil die auch immer an uns GEGLAUBT haben, finden wir, dass es voll richtig ist, wenn die unsere nächsten Gegner werden."

Brandon Cornwallace: "Ja Mann, die beiden sind total dufte und auch viel fairer als die doofen Ring Assassins. Mit denen wollen wir nichts mehr zu tun haben!"

Gordon Banes: "Genau, weil das voll die miesen Mieslinge sind, genau wie Kevin Smash und RM. Wir wollen aber einen fairen und sportlichen Wettkampf!"

Beide nicken sie synchron mit ihren Köpfen und blicken Jona Vark mit großen erwartungsvollen Kulleraugen an. Nickend nimmt die Chefin die Erklärung ihrer Cotatores Champions zur Kenntnis. Dann wendet sie sich an Carnageddon.

Jona Vark: "Und Sie beide sind natürlich nicht abgeneigt, wenn ich die Szenen der letzten Vendetta richtig deute."

Noch bevor eines der beiden Carnageddon Mitglieder jedoch etwas erwidern kann, platzt es auch schon aus Cornwallace raus.

Brandon Cornwallace: "Wieso sollten sie das denn auch nicht wollen? Wir sind beste Dudes, Dudeline!"

Wieder nicken die beiden Happys synchron mit ihren Köpfen und Cornwallace hebt zwinkernd den Daumen in Richtung Carnageddon.

Jona Vark: "Nun, dann soll es so sein."

Sie holt einen Vertrag aus der Schublade und breitet diesen auf ihrem Schreibtisch aus.

Jona Vark: "Carnageddon gegen Team Happy Hour bei CORE!"

Die beiden Happy Guys springen sofort auf und schenken sich einen High-Five!

Gordon Banes: "Jaaaaaaaa! Du bist voll die beste Dudeline!"

Brandon Cornwallace: "Auf jeden Fall, wir wussten, auf dich kann man zählen!"

Banes hüpft sofort in Richtung Ghettoblaster und drückt den Play-Knopf. Wieder dröhnt "Sing a Happy Song" aus den Boxen! Wilson verzieht das Gesicht aufgrund des beinahe schon fast infernalischen Lärms, der durch das Büro dröhnt. Dennoch lächelt er die Chefin an.

Stem: "Wir sind sehr dankbar, dass wir diese Chance bekommen, Miss Vark."

Die Amazone nickt ebenfalls.

Lara Lee: "Es ist uns eine Ehre, gegen Team Happy Hour um die Cotatores anzutreten."

Die Chefin zieht eine Augenbraue hoch.

Jona Vark: "Sagte ich, dass Team Happy Hour die Cotatores auf's Spiel setzen werden? Wer weiß, ob sie bei CORE diese Titel überhaupt noch haben."

Die Musik verstummt wieder! Fassungslose Mienen bei Team Happy Hour. Beide blicken sie die Chefin mit offenen Mündern und völlig desillusionierten Mienen an.

Brandon Cornwallace: "Aber Dudeline ..."

Gordon Banes: "Wir waren uns doch einig!"

Ebenfalls sieht man das Unverständnis auf den Gesichtern von Lara und Wilson. Das Muscle Chick stellt die Frage, die wohl alle vier gerade bewegt.

Lara Lee: "Aber... ich dachte... "

Doch sie wird unterbrochen.

Jona Vark: "Miss Lee, das Denken überlassen Sie bitte mir. Es ist, wie ich sagte. Also unterschreiben Sie die Verträge oder lassen es sein."

Was alle Beteiligten auch tun. Die Chefin verstaut die Unterlagen und lehnt sich zufrieden zurück.

Jona Vark: "Und nun gehen Sie bitte. Alle Vier. Ich habe noch weitere Termine."

Lara Lee erhebt sich und will etwas sagen, doch Barry hält sie am Arm fest.

Stem: "Komm' schon, Lara... es ist immerhin ein Kampf beim Pay Per View. Besser als nichts."

Murrend lässt sich seine Partnerin wegziehen und Carnageddon verlassen das Büro. Die beiden Happys hingegen stehen immer noch mit offenen Mündern da und schütteln ihre Köpfe ungläubig in Richtung Jona Vark. Banes hebt mahnend den Zeigefinger.

Gordon Banes: "Das war ..."

Brandon Cornwallace: "... total uncool, Dudeline!"

Banes nickt mit dem Kopf, um zu unterstreichen, dass er die Meinung seines Partners teilt.

Gordon Banes: "Das vergessen wir nicht ..."

Er blickt enttäuscht auf den Boden, dann dreht er sich schließlich um und verlässt das Büro. Cornwallace hingegen bleibt immer noch stehen und wirkt ein wenig ratlos. Dann zuckt er mit den Schultern und begibt sich zur fahrbaren Smoothie Maschine. Ein letztes Mal blickt er in Richtung Jona Vark.

Brandon Cornwallace: "Ein Shake hätte dir wirklich voll gut getan, Dudeline!"

Wie um seine Worte zu unterstreichen lässt er ein lautes Schlürfen an seinem Strohhalm folgen, dann schiebt er den Wagen hinaus und verschwindet ebenfalls. Jona Vark atmet erleichtert auf. Endlich Ruhe!


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136

Live aus dem PCWA Theatre / Berlin, Deutschland (Phoenix Center)

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Das große Quest for the Best Logo wird auf dem Aliera Thron deutlich in Szene gesetzt und die Fans wissen sofort: Jetzt geht es los! Vendetta 137 wird gleich beginnen. Sogleich reißt es sie nämlich von den Sitzen, sie springen auf und zeigen ihre mitgebrachten Plakate oder das gerade erworbene Merchandise in die Kamera. Während die letzte Ausgabe noch mit einem großen Feuerwerk begann, so ist es nach dem Intro nun lediglich das Logo des Quests, welches den Fans in der Halle und den Menschen vor den Bildschirmen gezeigt wird. Flux schaltet die Regie daher rüber zu unseren beiden Kommentatoren.

Mike Garland: "Es ist angerichtet, liebe Fans! Die vorletzte Ausgabe vor unserem nächsten Großereignis, CORE!"

Vincent Craven: "Und wie es in dieser Season üblich ist, steht das nackte Wrestling, das pure Ringen im Vordergrund. Nichts anderes wollte wohl auch die gelungene Eröffnungssequenz ausdrücken."

Mike Garland: "Wrestling, Wrestling, Wrestling - und das bedeutet heute: Viertelfinale Nummer 2 und 4 kommen auf uns."

Vincent Craven: "Bevor wir diese beiden Matches ausführlich besprechen, sollten wir allerdings noch einen Blick auf die Pre Show werfen. Schließlich hat sich hier mit Ronin ein neuer Mann per Video gemeldet. Ob er bei der nächsten Show schon live in Erscheinung treten wird?"

Mike Garland: "Das können wir wohl erst dann beantworten. Allerdings war Jona Vark in der Vergangenheit nicht zimperlich damit, Neulinge gleich ins kalte Wasser zu schmeißen. Und Ronin sah auch nicht wie jemand aus, der einem Match abgeneigt wäre. Vielleicht ja gegen Mad Dog, was?!"

Vincent Craven: "Du weißt genau, dass S1margl zur Zeit kein Teil der PCWA ist. Dass er seinen Freund Stevie van Crane nach dessen Niederlage aufbauen wollte, spricht allerdings endlich mal wieder für ihn."

Mike Garland: "SVC soll sich einen Gegner suchen und sich nicht so sehr mit sich selbst beschäftigen. Er soll seinem Wrestler Gen nachgehen..."

Vincent Craven: "Dass auch das nicht immer von Erfolg gekrönt ist, musste Carnageddon erfahren. Da sprechen sie mit Happy Hour ein Titelmatch für CORE ab, bekommen auch das Match; wissen allerdings nicht, ob es um die Cotatores gehen wird."

Mike Garland: "Die Happy Guys gehen auch nur so dämlich davon aus, dass sie die Titel während der Season nicht verteidigen müssen, da sie die Cotatores sonst längst wieder los wären. Diese Entscheidung von Jona Vark ist verdammt richtig."

Vincent Craven: "Wir müssen abwarten, wie sie das gemeint hat. Für Stem könnte die Geschichte so oder so auf eine Doppelbelastung hinaus laufen."

Mike Garland: "Natürlich! Das habe ich mich auch gefragt!? Wieso denkt er nicht, im Quest weiter zu kommen? Seltsame Einstellung bei der jungen Generation." 

Vincent Craven: "Dabei hat das Quest for the Best Turnier erst bei Vendetta 136 begonnen, heute geht es in die zweite Runde und bei CORE finden schließlich Halbfinale und Finale statt. Dem Gewinner winkt ein Match seiner Wahl, zum Zeitpunkt seiner Wahl, gegen einen Gegner seiner Wahl. Die vollkommene Freiheit an Stipulations. Was für ein Preis für diejenigen, die noch im Turnier verblieben sind."


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Mike Garland: "Und dies sind allenvoran besagter Stem, James Godd und Seth Goldstein!"

Vincent Craven: "Stem hat zwar bei der letzten Vendetta unglücklich gegen Jimmy Maxxx verloren. Allerdings dürfte ihm das pure Wrestling entgegen kommen, außerdem hat er bei seinen beiden Gegnern keine miesen Tricks zu erwarten."

Mike Garland: "Wie gesehen, ist er allerdings mit dem Kopf woanders. Auch James Godd scheint gedanklich schon im Halbfinale zu sein; zumindest ist so das Aufeinandertreffen mit Rouswell zu verstehen, der in der letzten Show gegen Stevie van Crane und Rob Collins in die zweite Runde einzog."

Vincent Craven: "Der Engländer hat Sarah Duciel verteidigt. Wundert mich, dass du auf sie nicht direkt angesprungen bist, Mike."

Mike Garland: "Der Engländer soll die Finger von ihr lassen. Als er das letzte Mal versuchte, eine Frau zu erobern, starb diese später."

Vincent reißt erst den Mund auf, dann schüttelt er mit dem Kopf.

Vincent Craven: "So pietätslos wie eh und je - Mike Garland, liebe Fans. Du bist also für Seth Goldstein?!"

Mike Garland: "Der Junge ist gut in Form, schwebt auf einer Welle der Begeisterung. Wieso sollte er diesen Schwung nicht nutzen?"

Vincent Craven: "Da er beim Battlefield auftrat, könnte dies vielleicht noch Nachwirkungen mit sich gezogen haben, die ihn beeinträchtigen könnten. Außerdem sehe ich James Godd nicht mit den Gedanken woanders. Der Quest dürfte für ihn höchste Priorität genießen!"

Mike Garland: "Godd könnte im Halbfinale immerhin auf einen seiner Wunschgegner treffen, nämlich RM den Kuchen!"

Vincent Craven: "Goldsteins Traumgegner, Shadow, hat bei der letzten Show gegen El Hermano und Lara Lee das Ticket ins Halbfinale gelöst. Soll es zu Goldstein vs. Shadow kommen, muss Goldstein allerdings nicht nur heute siegen, sondern ebenso gegen Louis Rouswell bestehen. Shadow müsste zudem den Gewinner des heutigen Second Matches aus dem Turnier kegeln."

Mike Garland: "RM der Kuchen, Kevin Sharpe oder Jimmy Maxxx. Die Konstellation bietet zu 100% andere Vorraussetzungen als beim Opener."

Vincent Craven: "Schon klar, dass dir diese drei Männer eher gefallen, Mike. Wobei Maxxx sich ja selbst im Pre Show Video rausgenommen hat, indem er meinte, den anderen nur eine Lektion erteilen zu wollen, allerdings nicht gewinnen zu können."

Mike Garland: "Wieder so eine seltsame Meinung. Wenn er die Cryption will, dann soll er sich die Shot im Quest erkämpfen. Siehe Circumvent im letzten Jahr, der es bis ins Finale schaffte."

Vincent Craven: "Sharpe... oder Blackheart steht ihm allerdings gegenüber. Und der hat bereits klar gemacht, dass er den Gerasy zurück will und alles daran setzen wird, das Match für sich zu entscheiden. Und obwohl ich seine Wandlung nicht gutheiße, ist der Mann im Ring gefährlich."

Mike Garland: "RM aber sollten wir auch nicht abschreiben, schließlich hat dieser Fuchs immer einen Plan. Und ein Triple Threat Match bietet für ihn außerdem die Chance, sich mehrfach aus dem Match heraus zu ziehen."

Vincent Craven: "Das sollte er wagen. Es wäre mal wieder die Antithese zum Turnier als solchem. Aber dass er einen Plan hat, glaube ich leider auch. Dafür muss man nur auf unseren Main Event schauen." 

Main Event
- First Title Defense -
Regular Singles Match
Undisputed Gerasy Title
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(Der erste Pinfall entscheidet über den Sieg. Als Pinfall zählen Three Count und Submission.
-Referee: Yoshi Funaki, Kein Zeitlimit)

Mike Garland: "Jawohl. RMs Buddy Kevin Sharpe trifft in einem Undisputed Gerasy Titlematch auf Marc Poe! Und sollte er gewinnen, übergibt er den Titel an RM."

Vincent Craven: "Der Konflikt zwischen Poe und Smash spitzte sich in den letzten Monaten zu, nachdem Smash im Zuge des Imperial Impacts immer wieder hier auftauchte und verbale Stiche gegen unseren Champion setzte."

Mike Garland: "Nun zeigt der Besitzer der XAW aber, dass auch etwas hinter seinen Worten steckt. Er riskierte für dieses Match sogar seine Ehe! Wenn das mal kein Siegeswille ist!?"

Vincent Craven: "Von wegen! Poe hat ihn verbal zu diesem Match gezwungen und Smash musste Zuhause die Scherben der Vase aufkehren, die er bereits herunter geschmissen hatte. Das einzige, was Smash wollen kann, ist hier und heute nicht seinen halbwegs guten Ruf zu verlieren."

Mike Garland: "Pah, wie überheblich du bist, Vince. Und was du unserem jungen Champion schon zutraust. Er hat sich in einem Singles Match um den Gerasy noch nicht bewiesen, vergiss das nicht. Außerdem dürfte ihm die Sache mit Lee mehr im Magen liegen, als ihm und dir lieb sein kann."

Vincent Craven: "Wenn Marc Poe eine Eintagsfliege wäre, hätte er nicht das Main Event Picture der PCWA zwei Shows in Folge dominiert, Mike. Überheblichkeit ist etwas anderes, ich stütze mich auf die Tatsachen. Der Marylander ist nicht einfach vom Himmel gefallen, im Gegenteil hat er sich das erarbeitet. Er ist gut drauf und macht das heute Abend."

Mike Garland: "Oh, Vincent. Für mich ist er nämlich noch gar kein Meister, der vom Himmel hätte fallen können. Er muss jetzt als Gerasy weiter an sich arbeiten. Und in dieser Phase ist er als Champion schwach und angreifbar. Und genau in dieser Phase kommt nun ein Altmeister und fordert ihn heraus."

Vincent Craven: "Fangen wir lieber mit der Show an, ansonsten habe ich bei deinem unnötigen Gerede schon keine Lust mehr, Mike."


------------------ PCWA ------------------

Nach seinem Aufeinandertreffen mit Louis Rouswell zuvor ist James Godd motivierter denn je sein Match am heutigen Tag siegreich zu bestreiten, und so befindet sich der Engländer, immer noch mit geballten Fäusten auf dem Weg zur Traingshalle der PCWA, um sich dort noch ein wenig auf seine beiden Gegner vorzubereiten. Er hatte bisher mit keinem von beiden das Vergnügen, doch die Videos, die er gesichtet hatte, hatten mehr als deutlich gemacht, dass mit den beiden zu rechnen war. Als er schließlich ankommt, prallt er vorm Eingang fast mit einer weiteren Person zusammen. Eine Person, die sich bei genauerem Hinsehen, als sein heutiger Gegner Stem herausstellt.

James Godd: "Wir haben wohl das gleiche Ziel. Ich war gerade auf dem Weg, um noch etwas zu trainieren vor unserem großen Match, denn auch wenn ich deine Leistungen respektiere, habe ich nicht vor dich kampflos in die nächste Runde einziehen zu lassen. Ich war beim PPV so nah dran mir den Gerasy zu holen, doch auch wenn ich letztlich gescheitert bin und nun dieses Jahr nicht mehr um den Titel antreten darf, so habe ich meine Hoffnungen auf das ganz große Gold doch noch nicht begraben. Der Quest ist mein Weg zu einer weiteren Chance und ich werde alles geben, um diese Chance auch zu bekommen. Außerdem will ich unbedingt diesen scheiß Franzosen im Halbfinale verprügeln."

Er nickt Stem zu und schenkt ihm ein kurzes Grinsen.

James Godd: "Auf jeden Fall sehr cool, dass wir beide so ehrgeizig sind, dass wir vorher noch ein Training einschieben wollen. Das wird ein harter Fight und ich freue mich richtig drauf. Eine wahre Herausforderung für jeden von uns. Die Fans werden bekommen, wofür sie gezahlt haben, so viel ist sicher."

Einmal mehr grinst er breit. Diese Matchansetzung gefällt ihm immer mehr. Er bekommt nicht nur einen Gegner, der die Sache ebenso sportlich angeht wie er selbst, er bekommt gleich zwei. Einen solchen rein sportlichen Fight hatte er schon lange nicht mehr. Pure Wrestling at it's finest! Das, was er am besten kann.

Stem: "Vor allem wird es, wenn es nach mir geht, auch fair ablaufen. Das hat man hier leider nicht allzu oft. Ich bin stolz, mit einer Legende wie James Godd im Ring zu stehen. Und auch mit dem Einhorn. Aber... ich habe es satt, zu verlieren. Es wird Zeit, dass die PCWA auch einmal das Gewinnergesicht von mir sieht."

Der Engländer lässt das Lächeln nun sein und legt eine ernstere Miene auf. Herausfordernd blickt er den einen seiner beiden Gegner an.

James Godd: "Gute Gründe, um dich zum Sieg führen zu können. Ich brenne jedoch auch darauf weiterzukommen. Ich werde zeigen, dass ich trotz meiner PPV Niederlage Championship Material bin. Ich werde Kevin Sharpe beweisen, dass ich nicht schlechter als er bin. Ebenso wie Sharpe bin ich hungrig der gesamten Welt zu zeigen, dass die großen Zeiten eines James fucking Godd erst noch kommen! Ich will weiterkommen und diesem arroganten Froschfresser die Fresse polieren, bis er vergisst, ob er nun Louis XV, Louis Rouswell oder doch Baptiste Rochefort heißt! That's what I live for!"

Davon abgesehen wäre da noch die junge Frau namens Sarah, die er im Zuge seines Aufeinandertreffens mit Louis kennengelernt hat und die mit hoher Wahrscheinlichkeit zusehen wird, wenn er sich mit den zwei Männern, die ihn heute Abend im Ring umgeben, duellieren wird. Ein Sieg wäre sicherlich keine schlechte Werbung für ihn.

James Godd: "Gib also besser alles, denn ich werde mich nicht zurückhalten! Viel Glück und möge der Bessere von uns gewinnen."

Und der werde ich sein, denkt sich der Engländer, spricht es jedoch nicht aus. Mit ernster Miene mustert er noch einmal Stem, dann drückt er die Türklinke zum Trainingsraum und betritt diesen ohne ein weiteres Wort zu verlieren. Er ist gekommen, um sich vorzubereiten, und genau das wird er jetzt auch tun, ungeachtet dessen, was seine beiden Gegner heute noch machen werden.

Stem nickt Godd hinterher.

Stem: "Viel Glück auch dir für später. Du wirst es brauchen."

Dann dreht er sich um und verlässt ebenfalls den Ort des Geschehens.


Vincent Craven: "Da haben wir direkt zwei Viertelfinalisten, die heute das Ticket für das Halbfinale vom CORE ziehen wollen. Auch wenn Stem in der Pre Show auch seine Ambitionen in Richtung Cotatores angemeldet hat."

Mike Garland: "Vielleicht hätte er sich auf eine Sache konzentrieren sollen, anstatt auf mehreren Hochzeiten zu tanzen, aber na ja..."

Vincent Craven: "Den Dritten im Bunde, Seth Goldstein, haben wir heute noch nicht gesehen. Wir können aber ebenso wie Godd und Stem davon ausgehen, dass er ebenso dem Turnier mit einer fairen Kampfwiese alle Ehre machen wird."

Mike Garland: "Im Gegensatz zu dem Mann, den wir jetzt sehen werden und auf den der Gewinner des Openers im Halbfinale treffen wird."


------------------ PCWA ------------------

Mit forschen Schritten und einer immer noch etwas blassen Miene stolziert Louis durch die Gänge. Das Treffen mit Sarah war unerwartet gekommen und hatte alte Wunden wieder aufgerissen. Ausgerechnet jetzt wo er sich keine Schwächen erlauben durfte, war sie wieder aufgetaucht und hatte ihn völlig aus dem Konzept gebracht. Und dann war auch noch James Godd aufgetaucht und hatte gemeint sich einmischen zu müssen, obwohl er die Vorgeschichte nicht kennt. Er hoffte förmlich, dass der Engländer seinen Kampf heute siegreich bestreiten würde, denn dann könnte er ihn im Halbfinale für sein großes Maul zahlen lassen. Es mag sein, dass ihn James Godd vor 10 Jahren besiegt hatte, doch seither hatte er einige World Title errungen, während Godd lediglich Zugang zu Drogen und Verletzungen gefunden hatte. Er würde dem Engländer schon zeigen, dass sich die Zeiten geändert haben! Jetzt will er jedoch versuchen all das fürs erste abzuschütteln und sich in Ruhe ansehen, was die Konkurrenz im Quest 4 the Best für ihn zu bieten hat, denn auch wenn er in seinen Promos etwas anderes behauptet, so hat er noch niemals einen Gegner bereits im vorhinein zum Verlierer erklärt. Er ist sich bewusst, dass er ohne die richtige Vorbereitung nicht so weit gekommen wäre, wie er inzwischen ist und, dass er gnadenlos untergehen würde, wenn er auch nur einen Funken nachlässt. Er fährt sich noch einmal durch die gegelten Haare und schüttelt das Bild der schluchzenden Sarah Duriel ab. Nur noch wenige Meter, dann ist er bei seiner Kabine angekommen und hat seine Ruhe. Und auch das Kamerateam, welches ihn seit dem Aufeinanderprallen mit James Godd begleitet, wäre er dann endlich los. Schließlich kommt er endlich an und legt die Hand an die Türklinke ...

"Ist ja widerlich, was Jona Vark hier alles reinlässt. So langsam verstehe ich, warum du die PCWA wieder groß machen musst!"

Ein ihm nur allzu bekanntes dreckiges Lachen erfüllt den Raum. Louis' Organe ziehen sich innerlich zusammen, seine Handflächen verkrampfen. Den hat er nun am allerwenigsten gebraucht am heutigen Abend. Er dreht sich abrupt um und blickt in die breit grinsenden Gesichtszüge seines ehemaligen Lehrmeisters Kevin Smash. Dieser wird wieder einmal von seinem besten Freund RM begleitet und wirkt bestens gelaunt. Kein Wunder, tritt er doch später am Abend noch gegen Marc Poe um den Gerasy Title an. Endlich hatte er die Chance bekommen, auf die er all die Jahre gewartet hatte. Er würde sich den Titel holen, der ihm noch fehlte. RM jedenfalls nickt neben der Legende mit dem Kopf.

RM der Kuchen: "Ich hab' es dir ja gesagt, Kevin. Die Zustände hier sind wirklich schlimm."

RM blickt den Franzosen an und schüttelt den Kopf. Smash klopft seinem besten Freund auf die Schulter.

Kevin Smash: "Ja, doch die Liga hat Glück. Nachdem der Gerasy heute Abend in den Besitz von Deception überwandern wird, wird sich hier einiges ändern."

Er nickt mit dem Kopf in Richtung RM, der zufrieden registriert, dass Smash davon sprach den Titel für Deception zu holen und nicht für sich selbst. Louis jedenfalls hat gerade gar keine Lust auf Kevin Smash. Mit missmutiger Miene macht er ihm das auch klar.

Louis Rouswell: "So unterhaltsam Ihre verbalen Hasstiraden auch sein mögen, so hat meine Wenigkeit am heutigen A..."

Kevin Smash: "Ach scheiße, du Wichser, spar' dir das Gesabbel in meiner Gegenwart. Du weißt genau so gut wie ich, dass dieser Bastard mit der geschwollenen Zunge nicht du bist."

Smash geht einen Schritt vor und der Franzose macht es ihm augenblicklich nach. Man sieht sofort, dass die beiden in diesem Leben keine Freunde mehr werden. Und auch die nachfolgenden Worte der selbsternannten Legende werden es sicherlich nicht besser machen.

Kevin Smash: "Es ist schon schlimm genug, dass du es mit der Masche geschafft hast dich in den Quest 4 the Best einzuschleichen."

Louis schüttelt energisch den Kopf.

Louis Rouswell: "Nicht meine Masche, wie Sie es nennen, hat mich soweit gebracht, sondern meine Fähigkeiten, Monsieur ..."

Der Franzose wird durch ein lautes Lachen von Smash, bei welchem auch etwas Spucke direkt in der zivilisierten Fresse von Louis landet, unterbrochen. Smash hält sich gespielt den Bauch und gesellt sich wieder an die Seite des Kuchens. Auch der wirkt ziemlich belustigt über die Worte des Franzosen. Der wirkt über das Verhalten der beiden völlig empört.

Louis Rouswell: "Wie können Sie sich erdreisten ...?"

Er schüttelt den Kopf. Nur langsam beruhigen die beiden Jungs von Deception sich wieder. RM hebt abwehrend die Hände.

RM der Kuchen: "Tut uns leid, aber es ist nur so ... du sprachst von deinen Fähigkeiten und wir wissen doch alle, dass Franzosen so etwas doch gar nicht haben!"

Wieder lachen die beiden auf. Smash jedoch wird nun wieder ernst.

Kevin Smash: "Die Fähigkeiten, von denen du sprichst, sind wohl die, Dražo Đukić in den Hintern zu kriechen, denn wenn es nach mir gegangen wäre, dann hätte ich einen wahren Star hierher geschickt, um die XAW zu repräsentieren, und nicht einen häßlichen Froschfresser wie dich, der sich schon immer nur selbst überschätzt hat! Du dachtest schon als mein Schüler du wärst was Besonderes ..."

Noch ehe er seine Fassade aufsetzen kann, bricht es aus dem Franzosen heraus.

Louis Rouswell: "... wofür du mir das Bein gebrochen hast, Arschloch!"

Er schlägt die Hände vor sein Gesicht und bemerkt seinen Fauxpas, aber wie hätte er nach den vorangegangen Ereignissen bei Smash auch ruhig bleiben sollen? Bei der Vorgeschichte? Smash hingegen lacht laut auf.

Kevin Smash: "Na bitte, geht doch. Das ist der Louis, den wir alle kennen. Whatever, wie ich bereits sagte, wäre ich Dražo zuvorgekommen, dann würdest du heute Abend nicht hier stehen, sondern Mad Dog!"

RM: "Genau, Mad Dog! Ein weiterer Mann, den ich zum Star gemacht hab'."

In seinen Gedanken zählt der Kuchen vor sich hin. Mad Dog, die Assassins, na ja und Smash verdankt seinen Ruhm ja auch irgendwie ihm und Jona Vark natürlich auch. Auch wenn das keine Absicht war. Doch plötzlich wird RM aus den Gedanken gerissen. Denn nun ist es der Franzose, der auflacht und langsam wieder seine Fassung zurückgewinnt. 

Louis Rouswell: "Dieser Abschaum? Wirklich?"

RM: "Ich?"

Verdutzt schaut der Kuchen zwischen Rouswell und Smash hin und her. Doch Smash tippt Ihm beruhigend auf die Schulter und der Franzose konkretisiert seine Aussage.

Louis Rouswell: "Mad Dog!"

Smash grinst den Franzosen provokant an.

Kevin Smash: "Der dir zuletzt kräftig auf's Maul gegeben hat. Du ahnst gar nicht wie oft ich mir bereits angesehen habe, wie der Hund dir deine verfickte Lippe blutig schlägt. Und immer wieder können wir lauthals drüber lachen, nicht wahr, RM?"

Der Kuchen lacht schon beim Gedanken daran und nickt mit dem Kopf.

RM der Kuchen: "Ja, fast genau so sehr wie über das schwule Outfit, das du im Ring trägst. Aber wenn ich mich da an deine Seidenhandschuhe früher in der XFWA erinnere, macht das schon Sinn!"

RM lacht auf und hebt die Hand, um mit Smash abzuklatschen, doch der hat seine Aufmerksamkeit schon längst wieder auf seinen Erzfeind gerichtet.

Kevin Smash: "So oder so hat Mad Dog in diesem Turnier mehr zu suchen als du. Er hätte Jona Vark bewiesen, dass sie ihn zu früh abgeschrieben hat. Der Hund brennt darauf, Miss Vark zu zeigen, dass er immer noch so gut ist wie damals, und in seinen bisherigen Kämpfen in der XAW ist ihm das auch durchaus gelungen. Der Hund würde dich zerfetzen, wenn du ihm One on One gegenüberstehen würdest! Genau wie ich dich zerfetzen würde, wenn ich heute Abend nicht noch den Gerasy gewinnen müsste!"

Er grinst breit und nickt mit dem Legendenschädel, um seine Worte zu unterstreichen. Louis hingegen tritt nun einen weiteren Schritt nach vorne. Er hat sich jetzt genügend Provokationen von Smash angehört. Es ist an der Zeit, den Spieß umzudrehen! Kurz fährt er sich durch die Haare und achtet darauf schön im Rampenlicht der Kameras zu stehen. Schließlich richtet er in trockenem Tonfall das Wort an den Smasher.

Louis Rouswell: "Meine Person hat noch jeden wilden Hund gezähmt. Und was Ihre Person betrifft, so kann ich mich noch lebhaft an unser letztes Aufeinandertreffen erinnern, Monsieur Smash. Ich beförderte Sie vom Käfig und beendete ihre jämmerliche Karriere. Leider konnten Sie es aber nicht lassen und mussten ja einmal mehr vom Rücktritt zurücktreten. Sie waren jedoch schon immer ein unzivilisierter Narr. Und so wie ich einst Ihre Person besiegte, so werde ich auch im Quest 4 the Best jeden meiner Gegner zur Strecke bringen und der Kultur zu neuem Glanze verhelfen."

Doch mit der Erinnerung an die Niederlage von Smash hat er bei diesem einen wunden Punkt getroffen. Zornig schreit Smash ihn an.

Kevin Smash: "ICH FICK' DEINE SCHEISS KULTUR!!!"

RM: "Hörst du, er fickt deine Kultur, mit Mandy geht das ja im Moment nicht!"

Smash schaut RM auf seine Eheprobleme angesprochen kurz böse an, doch dann sorgt Louis dafür, dass gar keine Spannung aufkommen kann. Louis lacht aufgrund seiner gelungenen Provokation laut auf und begibt sich schließlich zur Tür seiner Kabine.

Louis Rouswell: "Sie waren schon immer ein Ass, wenn es darum ging mit Obszönitäten um sich zu werfen. Im Ring sind Sie jedoch eine ganz kleine Nummer. Das werden Sie heute einmal mehr auf schmerzhafte Art und Weise lernen, wenn Ihnen Monsieur Poe den Hintern versohlt. Sie sind kein Champion, Sie sind ein Träumer!"

Er drückt die Klinke und betritt seine Kabine. Er hat keine Lust mehr auf dieses Gespräch. Für heute hatte er wahrhaft genügend Gespräche, die ihn aufgewühlt hatten. Smash hatte es sogar geschafft, dass er für einen kurzen Moment vor den Kameras die Fassung verliert. Etwas, das wohl sonst keiner geschafft hätte. Ohne sich noch einmal umzudrehen, lässt er seine Kabinentür zuknallen. Smash blickt hingegen zornig auf die geschlossene Tür.

Kevin Smash: "DU VERFICKTER FRANZOSE! STELL' DICH MIR WIE EIN MANN!"

Doch RM zieht seinen Partner weg.

RM der Kuchen: "Vergiss ihn, Kevin. Franzosen sind eben alle Weicheier. Und außerdem hast du heute einen viel wichtigeren Kampf zu bestreiten. Du holst uns den Gerasy von diesem dummen Marc Poe. Oh wie lange ich mich schon danach sehne - fast so lange, wie du dich nach Sex...."

Der Kuchen bricht ab.

RM: "Ach vergiss das Thema, heute kannst du ja Poe ficken..."

Ein innerliches Grinsen wird zum lauten Lachen...Po-Ficken....Ha, witzig!

Träumerisch blickt der Kuchen in die Ferne, als würde dort der Gerasy auf ihn warten. Smash blickt ihn ein wenig genervt an, klopft ihm dann jedoch auf die Schulter.

Kevin Smash: "Du hast Recht, mein Freund. Es wird Zeit, dass Marc Poe dafür bezahlt, was er meiner Ehe angetan hat."

Dass Mandy viel eher in RM den Schuldigen sieht, tut natürlich Nichts zur Sache und ist in den Augen der Legende ohnehin völlig falsch. Schließlich laufen die beiden los und machen unterwegs noch ein paar Scherze über Franzosen, ehe die Szene ein Ende findet.


Vincent Craven: "Oh Gott, Deception macht mich echt fertig. Müssen die jetzt jede Show zusammen auftreten? Wie haben das die Fans der XFWA nur damals ausgehalten?"

Mike Garland: "RM und Smash ist einige der wenigen Freundschaften im Wrestling, die gehalten hat. Daher sollten sie immer einen festen Platz bei einer Wrestling Show haben - als goldenes Beispiel."

Vincent Craven: "Mit der zurück gekehrten CRAFT haben wir leuchtendere Beispiele. Und dort steckt auch mehr dahinter."

Mike Garland: "Ich dachte du schon, du wolltest sagen, CRAFT sei handfester als Deception. Denn das kannst du nun wirklich nicht behaupten."

Vincent Craven: "..."

Mike Garland: "Ich finde gut, dass sie diesem Eindringling gesagt haben, dass er hier nichts verloren hat. Mad Dog wäre mir auch lieber gewesen."

Vincent Craven: "Aber so leid es mir ebenfalls tut, straft dich sein Viertelfinale Lügen. Er setzte sich gegen Stevie van Crane und Rob Collins durch. Von Ersterem haben wir unmittelbart nach dem Match gesehen, wie er die Niederlage weggesteckt hat. Einen Blick auf Rob Collins und seine Fähigkeit das Ausscheiden zu verdauen werfen wir jetzt."


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Vendetta 135 sollte die Armitage Company - in der PCWA - zurück in die Erfolgsspur führen, falls sie dort jemals war. Doch dieses Vorhaben ist mit Pauken und Trompeten gescheitert. Rob Collins scheiterte beim Quest for the Best, Tony Graves wurde von den Ring Assassins und RM auf übelste Art und Weise angegriffen und Hugo war für Rob auch keine besonders große Hilfe. Durch den geheimen Observierungsauftrag konnte ein Wutausbruch von Donald Armitage zwar verhindert werden, doch die Begeisterung des Big-Boss hielt sich trotzdem in Grenzen.

Von daher ist es kein Wunder, dass Rob Collins mit einem Gesicht das den Wein im Glas trüben könnte, durch die Flure des Backstagebereichs stolziert. Hugo und Tony Graves hat der Kaliforniert im Schlepptau. Der Gambler aus Arizona trägt zum verwaschenem James Godd Hoddie eine unglaublich unpassende Flieger-Sonnenbrille; seit dem Aufenthalt im Krankenhaus können seine Augen immernoch kein grelles Licht ertragen. Er hatte Glück, dass dies nur der einzige Nebeneffekt war, den er vom Beatdown getragen hatte, er hatte schon Angst, er müsse den Rest seiner Karriere in einem Schutzhelm fristen. Zwischen Daumen und Zeigefinger dreht die Schlange einen Baseballschläger, nur als eine Art Sicherheitsmaßnahme.

Hugo und der Vice-President der Armitage Company heben sich in ihrenn edlen Designeranzug deutlich von Tony ab. Könnte allerdings das falsche Outfit für das bevorstehende Ereignis sein. Die Armitage Company ist nämlich auf dem Weg zum Lockerroom der Ring Assassins. Diese sollen sich für ihren Angriff auf Tony verantworten. Eine gleichartige Retourkutsche hat Collins nicht geplant, aber ob es beim Reden bleibt, wird sich erst noch zeigen.

*Schlürf*

Grimmig schaut der Oaklander zu Hugo, der genüßlich einen Milchshake süffelt. Wenn Rob nicht klar wäre, dass ihn der Hüne in der Mitte zerbrechen könnte, dann würde er ihm den Shake direkt in den Rachen schieben. Eigentlich leidet der Mann aus Oakland nicht unter Misophonie, doch dieses Geräusch macht ihn einfach nur agressiv. Hugo ist es natürlich egal. Rob bewegt seinen Kopf in Richtung des Gamblers. Dieser scheint das Geräusch gar nicht mitbekommen zu haben und hebt fragend die Schultern.

Collins ist nicht entgangen, dass sich Tony verändert hat. Das gefällt ihm nicht, irgendwie entgleitet ihm der Spieler aus Arizona immer mehr. Deswegen ist es wichtig ihm zu zeigen, dass die Armitage Company immer noch hinter ihm steht.

Rob Collins: "Sie werden bezahlen, Tony. Ich weiß noch nicht wie, aber sie werden!"

Bis gerade hat Tony nur irgendetwas völlig unverständlich vor sich hin gemurmelt. Ein Mal hat er dabei sogar leise, aber immernoch hörbar, das 'Vater unser' vor sich hin gebrabbelt. Nur jetzt, als sein Name genannt wird, kommt er aus seinen Selbstgesprächen.

Tony Graves: "Du hast keine Ahnung, wie wir die Zwei zahlen lassen wollen? Well, how about we turn them into fine pink powder? Diese Arschgeigen haben sich einmal zu oft mit mir angelegt."

Rob Collins: "Überlass mir erstmal das Reden, denn das ist die Schwachstelle der Assassins!"

Mittlerweile ist das Trio vor der Kabine von Rogue und Ashfield angekommen. Ohne zu klopfen stürmt Rob als Erster durch die Tür.

Rob Collins: "Hoffentlich stören wir sie beim gegenseitigen Schwanzlutschen!"

Tony knallt den Baseballschläger gegen den Türrahmen, um die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, und gibt den Ring Assassins dabei ein Grinsen, auf das der Joker neidisch wäre.

Tony Graves: "Did you really think I'd just lay down and die?!"

Collins schiebt seinen Arm vor die Schlange und zeigt ihm nochmal an low zu machen. Der schnaubt nur und lässt den Schläger langsam und wiederwillig wieder an seine Seite sinken. 

Sean Ashfield: "Sieht so aus, als würden uns die Fuck-up fairies einen Besuch abstatten."

Ashfield, der ob des plötzlichen Besuchs direkt aufgesprungen ist, um sich den Eindringlingen gegenüber zu stellen, hebt die Fäuste.

Sean Ashfield: "Dabei war unsere Aufforderung doch unmissverständlich, oder Tony?! Ihr sollt euch aus unseren Angelegenheiten raus halten!"

Dabei sah es in der Kabine der Assassins so wie bei Vendetta 135 aus, wo die Assassinen einfach nur in ihrer Kabine gechillt haben. Von Angelegenheiten kann also nicht wirklich die Rede sein. Der Verlust der Cotatores wiegt offenbar immer noch schwerer als erwartet. Dennoch hat sich auch Connor Rogue nun von seinem Sessel erhoben und sich neben seinen Partner gesellt. Skeptisch schaut er zu Tony und seinem Baseballbat.

Connor Rogue: "Vielleicht hat er den Wink mit dem Zaunpfahl nicht verstanden... Stattdessen tanzt er hier an und hat uns gleich zwei weitere Opfer mitgebracht."

Rogue ballt die Fäuste. Ashfield lacht verächtlich und lässt mit einer schnellen Kopfbewegung seine Halswirbel knacken. Während dies Tony noch wütender macht, hebt Rob Collins beschwichtigend die Hände.

Rob Collins: "Ihr Beiden solltet mal darüber nachdenken, zur Agressionsbewältigung zu gehen."

Gleichzeitig mit diesem Satz, inspiziert der Oaklander die Kabine.

Rob Collins: "Außerdem scheint RM nicht da zu sein, damit sind wir diesmal mit zwei in der Überzahl. Vier gegen zwei."

Der Mann aus dem Golden State schaut in überraschte Gesichter, zumindest in denen von Rogue, Ashfield und Graves zeichnen sich Fragezeichen ab.

Rob Collins: "War klar, dass ihr das nicht kapiert. Schaut euch meinen Assistenten Hugo mal genauer an. Der Typ ist stark wie ein Ochse!"

*Schlürf Schlürf*

Hugos Milchshake ist leer und der Hüne versucht den letzten Rest aus seinem Becher zu bekommen. Sonst folgt keine weitere Reaktion. Scheint jedoch wieder nur reine Provokation zu sein, denn er hasst es "Assistent" genannt zu werden. Rob zuckt etwas ratlos mit den Schultern, beschäftigt sich dann wieder mit den Assassinen.

Rob Collins: "Bevor ich Hugo und Tony auf euch loslasse, gebe ich euch die Chance auf eine Entschuldigung. Dann ist die Geschichte für uns gegessen!"

Graves ist wohl nicht dieser Ansicht. Wütend schaut er Rob an, der ihn mit einer Handbewegung nochmal zur Ruhe mahnt.

Sean Ashfield: "Entschuldigung? Eine Entschuldigung wollt ihr hören? Ihr solltet euch bei uns entschuldigen!!!"

Irritiert und geschockt wandern die Blicke der Assassins zueinander und daraufhin wieder zur Armitage Company.

Connor Rogue: "Für was sollen wir uns entschuldigen, Collins?! Der Typ hat eine dicke Lippe riskiert, unsere Hilfe abgelehnt und dafür eine Lektion bekommen. Im Grunde genau das, was auch du mit Poe gemacht hast. Wir haben uns lediglich an die PCWA Gepflogenheiten angepasst, in denen die Brechstange mehr wiegt, als die In Ring Leistung. Hat euch das überrascht? Hat es euch aus den Socken gehauen? Come on... Wenn ihr im Bälleparadies abgeholt werden wollt, geht zu Jona Vark." 

Collins Miene bleibt ernst und gefasst, während Tony die Sonnenbrille abzieht, wo das zornige Glitzern in Tonys Augen fast schon die Ausmaße einer Supernova hat. Er reißt den Baseballschläger in die Höhe.

Tony Graves: "Ich habe euch zwei schon mehrere Male gezeigt, dass ich der Bessere bin. Ihr konntet mich im Dreierpack besiegen, na Glückwunsch! Oh, and just by the way, We had a deal, Ich besiege Ashfield, und dann bekommen wir eine Cotatores Titel Match, and what happened? 'course, you two loose it to some clowns. Denn anscheinend könnt ihr Titel ohne meine Hilfe weder gewinnen, noch vernünftig verteidigen! Damit schuldet ihr uns eine ganz schöne Menge. Seriously, one day you two are gonna go far... and I pray you stay there."

Die Schlange der PCWA will wieder auf Assassins losgehen, doch Hugo zeigt eine Reaktion und packt ihn an der Schulter. So kann Tony weder vor noch zurück.

Rob Collins: "Slow down, Tony. Wir haben Connor und Sean doch dort, wo wir sie haben wollen."

Die ehemaligen Cotatores Champions schauen sich verwirrt an.

Rob Collins: "Seht ihr wie anstrengend das Nachdenken für sie ist. Sie wissen nicht, was sie tun sollen."

Damit liegt der Oaklander wohl falsch, den Ashfield und Rogue nicken sich zu und gehen ein paar Schritte vorwärts. 

Rob Collins: "Hugo!"

Collins reißt Tony den Baseballschläger aus der Hand und wirft ihn seinem Assistent zu. Und tatsächlich Hugo fängt den Schläger und stellt seinen Milchshake auf den Tisch. Langsam geht er den Assassins entgegen. Rogue und Ashfield bleiben plötzlich stehen, denn Hugo scheint bedrohlich in die Höhe zu wachsen. Connor hebt seine Hände in die Höhe, während Sean Ashfield sein T-Shirt auszieht.

Sean Ashfield: "Ihr wollt ein Match? Hier in der Kabine?"

Collins lacht verächtlich, während Hugo weiter bedrohlich mit dem Baseballschläger schwingt.

Connor Rogue: "Tony, du lässt dir von Collins und diesem hässlichen Typen vor uns ordentlich in die Suppe spucken, was? Unsere Attacke war einmalig und kurz. Vielleicht hast du jetzt noch ein bisschen davon, aber bei der nächsten Show werden deine Schmerzen nicht mehr sein, als eine Narbe, die dich daran erinnert, dich nicht mit uns anzulegen... Die Zurückweisung und Fremdbestimmung durch Armitage, Collins und diesen Schrank hingegen, wird sich in deine Seele bohren. Du hättest nicht gegl..."

Der Baseballschläger triff Connor unvermittelt am Oberschenkel, sodass er zur Seite fliegt und auf dem Boden landet. Ashfield will sogleich auf Hugo losgehen, doch dieser schwingt weiterhin seinen Baseballbat. Sean schaut sich in der Kabine um, während Connor sich langsam von Hugo wegrobbt und versucht an einem Sessel wieder empor zu ziehen.

Rob Collins: "Ihr habt nun wirklich die letzte Chance euch zu entschuldigen, ansonsten wird euch Hugo richtig weh tun."

Die Assassins bekommen noch keinen Ton raus. Ashfield hat sich einen Klappstuhl geschnappt, während sich Rogue mit schmerzverzerrtem Gesicht auf den Beinen hält. 

Rob Collins: "Hast du was gehört, Tony? Ich glaube die beiden Weicheier haben gerade um Gnade gewinselt."

Tony schüttelt genervt seinen Kopf, er wollte es den ehemaligen Cotatores auf seine Weise heimzahlen und jetzt macht Rob sein eigenes Ding.

Sean Ashfield: "Du verdammter..."

Connor Rogue: "Entschuldigung."

Ashfield schaut seinen Partner geschockt an. Dieser aber zuckt mit den Schultern und schaut dann zurück zu Collins.

Connor Rogue: "Da! Ich hab' es gesagt. Interessiert doch eh niemanden. Und nun verpisst euch endlich."

Mit einem hochnäsigen Lächeln auf dem Gesicht macht der Kanadier die wischende Geste, die der Armitage Company den Weg nach draußen deutet. Collins hat sein Lächeln hingegen verloren und schaut grimmig drein. Nun ist es jedoch Tony Graves, der einen Schritt nach vorne macht.

Tony Graves: "I could've told ya before he opened his face hole... Jedes einzelne Wort das aus euren Mäulern herauskreucht gilt nicht. Es gibt beim Spielen diese Regel, dass das Gesprochene Wort mehr wert ist als das Geschriebene, eine Wette, eine Entschuldigung is worth your honor... but you don't even seem to have that! Diese Entschuldigung ist doch ganz genau so viel wert wie die aller erste Wette die wir hatte, NICHTS! Wieso glaubst du also bin ich nicht zu euch gekommen? "Oh Tony, bitte komm zu uns, wir konnten die Cotatores nur wegen dir gewinnen, und wir sind zu schwach sie wieder zurück zu bekommen, hilf uns!" eure Angebote sind doch genauso falsch wie eure Ehre!"

Das glitzern in Tonys giftig grünen Augen verstärkt sich nur während er den Baseballschläger in der Hand hält. Jetzt hätte er die Beiden in den Fingern, mit Hugo, und Rob könnte er die Beiden vermutlich endgültig aus dem Wrestling Buissness prügeln, aber irgendetwas hält ihn davon ab einfach auf die Assassins los zu gehen.

Tony Graves: "Ich werde euch zwei bekommen, früher oder später. Diesesmal werde ich nicht mit Rob und Hugo zu dritt auf euch los gehen, wisst ihr warum? Ich bin besser als ihr, und das werde ich immer bleiben. Ich bekomme noch meine Chance euch zwei zu besiegen, und dieser Zeitpun..."

Rob Collins: "CORE!"

Die Schlange blickt überrascht zu seinem Partner Rob Collins.

Rob Collins: "Wir wollen in der PCWA Tag-Team Division aufsteigen... Mit einem Sieg gegen die ehemaligen Cotatores haben wir einen großen Erfolg in der Tasche, der uns dem Titelgold näher bringt."

Die Assassins lachen ob dieser Offerte und Ashfield schüttelt sogar den Kopf. Connor Rogue aber hebt fragend die Augenbraue.

Connor Rogue: "Womöglich näher als du jetzt meinst, Rob. Aber gesetzt den Fall, dass wir auf dein Angebot eingehen... Was springt für uns dabei raus, Klugscheißer?!"

Rob Collins: "Ihr werdet eure Ruhe haben. Tony, Hugo und ich lassen ab dann unsere Finger von euch."

Tony Graves schaut geschockt zu seinem Partner. Ein "What?!" steht in seinem Gesicht geschrieben, während sich auch die Assassins fragend anschauen. Dann legen sie den Kopf schief und wirken nachdenklich.
Plötzlich ergreift Sean Ashfield die Initiative.

Sean Ashfield: "Gut... Wir haben uns entschuldigt. Wenn ihr uns bei CORE wollt, sollte sich Tony nun auch bei uns entschuldigen. Das ist nur fair!"

Collins schaut zum Gambler und nickt ihm zu. Der Oaklander erwartet also tatsächlich, dass sich Graves entschuldigt. Die Augen der PCWA-Schlange glitzern vor Zorn, dann dreht er sich einfach um und verlässt den Raum, Wut entbrannt und mit einem Affenzahn stürmt der Gambler davon. Rob wirkt überrascht, während die Assassins ihr Grinsen nicht verstecken können.

Rob Collins: "Keine Angst, ich bekomme das schon hin. Wir sehen uns bei CORE!"

Der Mann aus dem Golden State gibt Hugo das Zeichen zum gehen und sucht gleichzeitig nach vernichtenden Abschiedsworten für die Ring Assassins.

Rob Collins: "Trainiert bis zum CORE lieber wieder etwas. Eure Ärsche haben mittlerweile mehr Beulen als die der Kardashians!"

Nach diesen Worten lässt der Kalifornier die ehemaligen Cotatores allein. Hugo starrt Ashfield und Rogue noch einige Sekunden an, bevor er ebenfalls die Kabine verlässt.


Vincent Craven: "Ashfield und Rogue werden mir immer unsympathischer. Wenn das überhaupt noch geht! Bei ihnen zählt selbst eine Entschuldigung nicht mehr. Rogue sagt es einfach so dahin, als sei es nichts!"

Mike Garland: "Wenn die Aufforderung dazu lächerlich ist, dann ist diese Reaktion durchaus gerechtfertigt! Viel interessanter ist doch, ob Tony Graves auch den Mumm dazu hat."

Vincent Craven: "Mumm? Was? Für eine aufrichtige Entschuldigung braucht es Mut, aber für so etwas Unehrliches braucht es gar nichts. Ich hoffe, dass die Armitage Company den Ring Assassins bei CORE den Hintern versohlt."

Mike Garland: "Dafür müsste sich Tony, wie gesagt, entschuldigen. Und da er das nicht tut, sollte Jona Vark lieber dem Wunsch der Ring Assassins entsprechen und ihnen ein Rematch gegen die Cotatores geben. Graves und Collins sind eh noch nicht so weit."

Vincent Craven: "Wieso?"

Mike Garland: "Tony wollte doch etwas völlig anderes als Rob. Graves wäre alleine ins Verderben gelaufen und hätte versucht mit dem Baseballschläger gegen beide zu bestehen."

Vincent Craven: "Hoffentlich bekommt er bei CORE die Chance dazu. Jona Vark sollte sich über die lächerliche Forderung der Assassins hinweg setzen und das Match einfach festlegen..."

Mike Garland: "...Ich höre gerade, dass Lisa einen Interviewpartner hat. Das dürfte uns die Zeit bis zu einer möglichen Entscheidung versüßen."


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Die Unruhe rund um die kleine Interviewer-Nische backstage ist förmlich zu spüren. Während der schon aus der letzten Sendung bekannte Kameramann die Schärfen an seinem Objektiv justiert, tigert Lisa Sanders unruhig hin und her. Ihr Mikrofon wie einen Schlagstock in die rechte Hand klatschend schaut sie in alle Richtungen … und prüft gleichzeitig den Sitz ihrer karierten Tunika mit Schnürausschnitt bis über Zwerchfellhöhe.
Ein kurzer Umschnitt auf die Kameraperspektive zeigt den Justier-Vorgang - der sich beginnend ab Lisas dezentem Make-Up kontinuierlich und zielgerichtet abwärts bewegt.

„Moderne Technik ist doch was Feines … gibt‘s eigentlich einen Grund für diese festliche Aufmachung?“

„Hallo?!“

Fokus und Blick des Kameramannes gehen wieder an Lisa hoch, als diese unwirsch dreinblickend winkt und auf ihr Gesicht deutet.

Sanders: „Ich seh nicht anders aus als üblich ….“

„Für Jil Barclay und Betty Sander vermutlich nicht - und warum bist du überhaupt so nervös?“

Sanders: „Unsinn, was heißt hier nervös. Ich mag nur keine Unpünktlichkeit…“

„Was denn für Unpünktlichkeit? Auf wen warten wir denn?“

???: „Vermutlich auf mich…“

Wie vom Donner gerührt fährt Lisa herum und auch die Kamera schwenkt nach rechts: wo gerade noch gähnende Leere war, steht nun eine Person vor dem großen PCWA-Banner an der Wand: wie immer in seiner dunklen Ringwear und die Haare vor dem Gesicht. Shadow!

Sofort fährt die Interviewerin sich durchs Haar, deutet zur Kamera…

… und als diese on air geht, hebt sie das Mikro.

Sanders: „Äh …. Ja …. dallo …. hanke … nein, danke und …. Hallo, wertes PCWA-Universe. Hier ist Lisa Sanders und ich stehe backstage mit dem Sieger des Que.. falsch, mit dem Gewinner des Quazi… lifika…“

Die Hand des unergründlichen Dunkels legt sich auf Lisas Schulter, die augenblicklich innehält.

Shadow: „Vielen Dank für die Einladung, Lisa, welcher ich gern gefolgt bin. Nun - hier bin ich. Und nachdem ich in der vergangenen Ausgabe bereits mein Match gewonnen und dir anschließend sowohl zum Impact als auch zur Zielrichtung des Turniers alles offenbart habe, bin ich nun ganz Ohr, was du diesmal von mir wissen möchtest. Also?!“

Die Blickrichtung ist auf sie fixiert und sie versucht so gut es geht die Augenpartie hinter den Strähnen auszumachen.

Sanders: „Tja …. nun …“

???: „Was konkret? Glaube, zuerst einmal, was diese ganze Scheiße soll!“

Die Blicke aller gehen in die entgegengesetzte Richtung, aus der sich, begleitet von einem Duo Securities ein Fighter schnellen Schrittes nähert. Wie schon vor Monaten auf dem Dach des Theatre ist er in Nietenjeans, Muscleshirt, langen Ledermantel, Bandana und Sonnenbrille gekleidet. Und … er ist nicht sonderlich gut gestimmt, da er die Brille ruckartig absetzt und scheinbar nur von den Crewmembern daran gehindert werden kann, auf den Schatten loszugehen.

Shadow: „Trent - welch ungewohnte wie unangenehme Überraschung. Und was kann ich für dich tun?“

Trent: „Wie wäre es mit Stillhalten und einer Benachrichtigung deines Zahnarztes, du Falschspieler?!“

Lisa, die das Ganze stumm beobachtet hat, blickt verwirrt zwischen beiden hin und her und deutet dann auf den Neuankömmling.

Sanders: „Moment … Trent …. Cardigan?!“

Shadow: „Korrekt, meine Liebe.“

Sanders: „Aber … du bist doch eigentlich noch gar nicht unter..“

Trent Cardigan: „..Vertrag?! Genau - und das hab ich diesem Windei von Schattenboxer vor mir zu verdanken.“

Geschickt wirft er sich derart gegen die nächstbeste Wand, dass die beiden Sicherheitsleute abgeschüttelt werden und zu Boden gehen. Diese rappeln sich gleich wieder auf, ziehen es dann aber vor in Lauerstellung zu bleiben, als Cardigan keine Anstalten mehr macht in die Offensive zu gehen.

Cardigan: „Es war im Grunde alles geregelt, die Modalitäten wie die Termine. Und auf einmal ruft mich Jona Vark an, cancelt alles Bisherige und sagt mir, ich soll mich an dich wenden. Und dann fragst du so scheinheilig, was du für mich tun kannst? Haben die Jahre Wanderschaft dich derart Eier und Verstand gekostet, dass wir die Dinge nicht von Angesicht zu Angesicht klären können? Sag es mir!“

Shadow: „Erklär du es mir lieber. Nun, da du endlich mit der Wahrheit rausrückst. Mehr wollte ich von dir beim Impact nicht wissen, aber da hast du gemauert. Gemauert wie immer. Jetzt, da du eine Portion deiner eigenen Medizin zum Schmecken bekommen hast, wird dir hoffentlich ein wenig klarer, wie es mir in meiner Haut ergangen ist.“

Cardigan: „Das einzige, was mir gerade klar geworden ist, dürfte der Fakt sein, dass ich dir niemals hätte vertrauen sollen. Es ist eine Schande, was aus dir geworden ist.“

Shadow: „Ach wirklich?! Überleg mal: das, was du gerade siehst, ist das Ergebnis dessen, was deine sorglosen Spaziergänge an der Spitze aus mir gemacht haben. Durchaus möglich, dass du in der PCWA auch soweit kommst - aber diesmal halte ich die Zügel selbst in der Hand.“

Cardigan: „Ich kannte mal einen quasselnden Gruftiefreak, der hat solche Kinkerlitzchen lieber mit Taten als mit Untergrundmethoden geklärt hat. Warum versuchst du es zur Abwechslung nicht mal wieder damit?“

Shadow: „Keine Sorge, Freund Weatherman. Dass wir uns früher oder später im Ring begegnen, dürfte unausweichlich sein. Ort und Zeit wirst du noch erfahren. Die einzige Konstante, die ich mir erlaubt habe zu bestimmen, ist die Polarität. Denn da ich davon ausgegangen bin, dass keiner von uns in dieser Geschichte freiwillig den Bösewicht geben will, hab ich lieber gleich beherzt den kürzeren Strohhalm gegriffen.“

Ein verächtliches Hüsteln hallt durch den Gang.

Cardigan: „So wie bei jedem deiner Toilettengänge?“

Der saß. Und auch Lisa kann sich einen kleinen Anflug von Schmunzeln nicht verkneifen. Shadow allerdings steht noch immer ungerührt da.

Shadow: „Genieß deinen kleinen Treffer - mehr werde ich nämlich nicht zulassen, wenn es denn endlich soweit ist. Ich bin ehrlich: im Grunde fand ich die Vorstellung ganz reizvoll, dass wir beide in der PCWA auftrumpfen. Zu zeigen, dass die gute alte Schule unserer früheren Liga den mächtigen Schatten der altehrwürdigen Legenden hier gewachsen ist, obwohl es unsere alte Heimat noch nicht solange gibt ... oder besser gab. Doch andererseits war die Befürchtung einfach zu groß, dir wieder die gleichen Steilvorlagen liefern zu könn…“

Sanders: „Achtung!!!“

Mit einem footballartigen Tackle streckt jemand von der Seite Shadow nieder und prügelt auf diesen ein. Als die Kamera wieder ruckelfrei sendet, erkennt man Jimmy Maxxx, der hier mit einem breiten Grinsen auf Shadow einschlägt, bevor die Security ihn von ihm trennt. Immernoch grinsend behält Jimmy Shadow im Auge, während ihn die "starken Männer" zurückhalten.
Man hört deutlich Shadows keuchenden Atem, mit dem er sich in den Kniestand und von dort wieder in die Vertikale begibt.
Cardigan in seinem Rücken schenkt er keinen Blick - doch dem selbsternannten Tempest geht es ähnlich: er putzt seine Brille am Shirt, bevor er sie wieder aufsetzt.

Cardigan: „Keinen Treffer mehr zulassen, huh?! Ich glaube, du solltest erstmal deine aktuellen Probleme lösen, bevor du dich womöglich zu großen Aufgaben widmest. Bis die Tage…“

Damit geht Cardigan ab, während Shadow ohne Umzudrehen Maxxx ins Visier zu nehmen scheint - denn er stellt sich dem Berliner gegenüber.

Jimmy Maxxx: "Ich sage es dir und dem Rest der PCWA: wer mit mir etwas anfängt, der wird nie ein Ende finden! Nicht du, Stem oder Lara Lee! Wobei ich im Gegensatz zu ihr wenigstens wirklich Eier habe und dies auch beweise. Denn ich brauche keinen unbewachten Gang, um jemanden anzugreifen!"

Langsam und akribisch knetet und reibt der Schatten seine Hände und macht diese locker. Schließlich gibt er den Securities ein Zeichen, dass sie Maxxx loslassen sollen, was diese schließlich auch tun.

Shadow: „Das … wäre aber dumm - in dem Fall für uns beide, was die Unendlichkeit angeht. Ich dürfte mir nichts mehr vornehmen … und du würdest nach wie vor nicht aus den Startlöchern kommen. Sowohl was dein Standing als auch deine Chancen beim guten Grizz Lee angeht.“

Sofort zuckt es bei Jimmy erneut, die Fäuste sind schon geballt - doch angesichts der nun einschreitbereiten Mitarbeiter überlegt er es sich nochmals anders. Er hebt beschwichtigend die Hände und stiert Shadow nur finster an.

Shadow: „Kürzen wir die Sache ab, Maxxx: wir wollen beide weiterkommen auf unsere jeweilige Art und Weise und keinem ist geholfen, wenn wir hier ein neues Kapitel zwischen uns aufschlagen. Was ich zu sagen hatte, bin ich losgeworden. Die Tragik des Ganzen ist nur, dass du für mich faktisch Mittel zum Zweck warst. Ist kein feiner Zug, war allerdings unvermeidlich. Von daher kann ich dir nur eins anbieten…“

Der Schatten breitet die Arme aus.

Shadow: „… aber wie gesagt: mach‘s kurz.“

Was für eine Einladung!
Der Berliner holt aus.... und stoppt.

Jimmy Maxxx: "Ich war nur ein Mittel zum Zweck?.... Nene, du hast keine Ahnung, Shadow. Aber lass mich dir einen Rat mitgeben: pass auf, welchen Weg du gehst. Denn deine "jeweilige Art und Weise" macht dich gerade nur zu einem Imitator. Noch schlimmer: einem Imitator von Imitatoren. Denn jeder hier quatscht diesen "Mittel zum Zweck" - Müll. Aber in Wahrheit ist Jimmy Maxxx der einzige, der wirklich was auf dem Kerbholz hat in der PCWA. Ich bin das Alpha und Omega der Fuck Ups und des Mittels zum Zweck, kapierst du? Ich bin der Mann, der selbst einen Rebel called Hate wie einen Priesterjungen aussehen lässt. Ich bin der Inbegriff von Heat, mein Freund. Und du? Du bist nur genau das, was dein Name aussagt: ein dunkler Schatten, mehr nicht. Unbedeutend ..."

Die Securities kreisen ihn erneut ein - aber Maxxx zieht es vor, seinen Abgang allein zu zelebrieren. Flankiert von den Sicherheitsleuten.

Shadow: „Jimmy!....“

Der Berliner bleibt stehen, dreht sich allerdings nicht um.

Shadow: „In dem großen Schatten, welchen man Universum nennt, nimmt Heat nur einen winzigen Teil davon ein. Wenn du das jetzt immer noch unbedeutend findest, dann drücke zumindest ich dir die Daumen. Nämlich das deine Heat nicht erlischt, bevor deine Träume und Ziele mal wieder sterben.“

...

In der Ferne verhallen die Schritte der drei, denen Shadow scheinbar noch nachblickt.
Lisa nutzt die Gunst der Stunde, tritt an ihn heran und nachdem sie seiner Blickrichtung einige Augenblicke gefolgt ist, hält sie ihm wieder das Mikro hin.

Sanders: „Nun…“

Bevor sie Weiteres sagen kann, hat er erneut ihre Hand gegriffen, ohne den Kopf zu drehen, und geleitet das Mikro zu seinem Mund.

Shadow: „Wie du, wie das PCWA-Universe gerade Zeuge wurden, haben meine Gegner und Kollegen ihre Standpunkte. Günstigerweise liegt das Geheimnis des Erfolges darin, die Standpunkte der anderen zu verstehen. Und da sich ihnen meiner noch nicht erschlossen hat, bin ich noch immer im Vorteil. Poe, CORE-Aspiranten - spekuliert daher nicht unbedingt auf Schwäche angesichts dessen, was ihr gerade gesehen habt. Denn nur wer etwas tut, spielt auch an den Schalthebeln zwischen Ziel und Traum…“

Dann wendet er sich auf einmal doch der Interviewerin zu.

Shadow: „... und nun, da wir unterbrochen wurden - was kann ich denn jetzt für dich tun?“

Lisa ist von der plötzlich wieder hervorgeholten Frage vollkommen perplex. Nervös fährt sie sich durch die Haare und überspielt einmal mehr die Schamesröte, während sie so unsicher wie anfangs nach Worten ringt. Ähnlich eines angelandeten Fisches mit Schnappatmung.

Sanders: „………… äh ………………. äh ….. Nichts, danke…………“

Sie blickt hastig zur Kamera.

Sanders: „… und damit zurück zur Sendung!“

Kaum hat sie dies gesagt, ist Lisa auch bereits aus dem Bild verschwunden.


Vincent Craven: "Jimmy Maxxx zahlt es Shadow heim!"

Mike Garland: "Dass Jimmy die Attacke nach dem letzten Main Event nicht auf sich sitzen lässt, war klar. Allerdings hätte ich mir mehr erhofft!?"

Vincent Craven: "Nachdem sich Shadow ihm bereitwillig auslieferte, hatte Maxxx wohl keine Lust mehr. Ein bisschen Gegenwehr braucht es für eine wahre Lektion dann schon..."

Mike Garland: "Oder Maxxx pfeift doch nicht so auf den Quest, wie er zuvor kundgab."

Vincent Craven: "Ich glaube seinen Worten können wir durchaus Glauben schenken. Ansonsten hätte er vor seinem Match auch keine Attacke geplant."

Mike Garland: "Vielleicht aber lag der frühe Abbruch auch am großen Unbekannten! Cardigan."

Vincent Craven: "Es ist das erste Mal, dass wir ihn gesehen haben, aber offiziell ist er dennoch kein Teil der PCWA. Seltsam, dass Jona Vark sich scheinbar auf einen Deal mit dem Schattenmann eingelassen hat..."

Mike Garland: "Shadow wollte irgendwie präventiv die Vergangenheit nicht zur Zukunft werden lassen. Jetzt scheint er aber trotz dessen den Salat zu haben."

Vincent Craven: "Ja, denn Cardigan war Backstage - Schon beim Imperial Impact und ebenso davor war Shadow mit ihm beschäftigt und das kostete ihn vielleicht den Sieg im Chamber."

Mike Garland: "Dort ging stattdessen den Stern von Marc Poe auf. Lass uns mal schauen, wie er die letztmalige Attacke von Grizz Lee verknuspert hat."


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"Es ist nur eine Tür."

Sagt der Undisputed Gerasy Champion mehr zu sich selbst, als er die Tür zum Keller betrachtet. Poe scheint sich gut von den Strapazen der letzen Vendetta erholt zu haben, zumindest bewegt er sich leichtfüßig wie eh und je und die Schulter hängt nicht mehr eine Etage tiefer wie noch bei der letzten Vendetta. Allerdings lässt sein Casualoutfit, welches sein neuestes Fanshirt, eine löchrige Blue-Jeans und schwarze Adidas Superstars beinhaltet, keinen genaueren Einblick zu. Dies ist durchaus gewollt, denn unter seinem schwarzen Shirt mit den knallroten Lettern "POE-PER-VIEW" und einem Bild von ihm in dem Moment, als er die Gerasy gen Himmel reckt, sieht die Wahrheit etwas anders aus. Denn die angeschlagene Schulter ist mit Kinesiologie Tape abgeklebt, dieses soll die zum Teil noch verbliebenen Schmerzen lindern und die Schulter im Kampf gegen Smash stabilisieren. Der Kampf findet natürlich wie geplant statt, eine Absage des Titelkampfes war nie ein Thema, obwohl der Marylander noch weniger trainieren konnte, als es Dr. Häuser prognostiziert hatte. Smash ist definitiv heute reif und vorher hat Poe noch ein Hühnchen mit dessen Namensvetter zu rupfen.

Poe atmet noch einmal tief durch. Dann öffnet er die Tür, welche mit einem leisen Knarren die Bewegung quittiert. Sein Blick geht nach unten. Stockfinster. Aber von der letzten Vendetta weiß er, dass an der Wand zu seiner Linken ein Schalter sein muss. Der ehemalige Hafenarbeiter tastet an dem leicht feuchten Mauerwerk entlang... dann hat er den Schalter gefunden. Doch das mechanische Teil reagiert nicht. Weder nach oben, noch nach unten.

Dann, wie von Geisterhand, erhellt sich der Keller. Aber nur soweit, dass der Mann aus Baltimore die Stufen erkennen kann.

"Golden Boy."

Nur diese zwei Worte... beinahe geflüstert. Aber dennoch von einer ihm bekannten Stimme. Sharpe. Aber Poe wusste ja sowieso, dass er hier unten ist. Und genau deswegen ist er hier. Dennoch verharrt er weiterhin auf der Treppe. In den Tiefen des ihm nicht sichtbaren Kellers hört er das Knarren eines Stuhls.

Sharpe: "Zu dunkel, Golden Boy? Warte... "

Es wird heller, und der Champ erkennt nun etwas mehr als die Treppe. Dennoch nicht den kompletten Raum.

Sharpe: "Home Automation, weißt du. Deswegen wusste ich auch, dass du es bist, der da oben an der Treppe steht. Kameras, Steuerung des Lichts per Smartphone. Alles tolle Erfindungen. Aber mehr Licht gibt es nicht. Vorerst. Also entweder du kommst herunter... oder du verschwindest."

Als Marc Poe schließlich den Keller in seiner ganzen Pracht erblickt, zumindest den Teil, den er im gedimmten Licht erkennt... ist er überrascht. In der Ecke steht ein Kühlschrank... an der Wand, hinter dereinst der letzte Feind Eleven's gewohnt hat, steht eine Couch. Zwar etwas angestaubt, aber dennoch gemütlich. Dann richtet er seinen Blick auf den einzigen Teil des Kellers, der noch ins Dunkle getaucht ist.

Marc Poe: "Nette Einrichtung."

In diesem Moment wird eine Schreibtischlampe eingeschaltet und dem Champion wird der Rest des Kellers enthüllt. Ein Schreibtisch, die zugehörige Lampe. Dazu ein Laptop, von dem zwei Kabel in den wirklich nicht erhellten Bereich des Kellers führen. Und dahinter... Kevin Sharpe. Gekleidet in den schwarzen 'Blackheart'-Hoodie, die Kapuze über den Kopf gezogen. Die Beine stecken in Camouflage-Hosen, die schwarzen Wrestlingboots liegen auf dem Tisch. Die Hände vor der Brust verschränkt.

Sharpe: "Danke. Eleven hatte den Keller viel zu technisch eingerichtet und keinen Gedanken an Gemütlichkeit verschwendet. Im Kühlschrank sind Bier und weitere Kaltgetränke. Die Couch stammt aus meinem alten Haus. Und der Laptop klemmt am internen Netz. Das mir hier unten auch nichts entgeht, you know? Das reicht mir persönlich an Technik."

Dann schwingt er die Beine vom Schreibtisch und nimmt die Kapuze ab. Schlecht geschminkte schwarze Augenhöhlen und ein fahlgraues Gesicht mustern den Champion. Spöttisch? Nein. Eher interessiert. Poe glaubt, auch ein wenig Schadenfreude herauszulesen.

Sharpe: "Was macht die Schulter?"

Marc Poe: "Das geht dich einen Scheißdreck an! Doch wahrscheinlich sind meine Schmerzen nicht so stark, wie die des Mannes mit dem schwarzen Herzen nach seinem Titelverlust."

Der Ex-Champ erhebt sich und geht um den Tisch herum. Er lehnt sich mit dem Hinterteil dagegen und verschränkt die Arme vor der Brust.

Sharpe: "Warum gleich so wütend? Wie man sieht hast du allem Anschein nach sogar eine persönliche Krankenschwester, die sich um dein Wohlergehen sorgt. Es stimmt, was Grizz sagt... scheinbar war ich ihr wohl wirklich zu alt, als dass sie mich so verhätschelt hätte."

Er kratzt sich am Bart und spricht mehr zu sich selbst als zu seinem Gegenüber.

Sharpe: "Hm... vielleicht liegt's am Man Bun... "

Marc Poe: "Schon die zweite Sache, die dir egal sein kann. Ich bin mir jedoch ziemlich sicher, dass du es selber weißt. Es lag an DIR selbst! Miss Vark war von Anfang an klar, wer immernoch tief in dir schlummert. Wieso sollte sie um so eine dreckige Person die Welle machen?"

Es tut weh. Dieser Mann dort vor ihm, hat absolut nichts mehr mit dem Kevin Sharpe zu tun, den Poe kannte. 

Marc Poe: "Wen juckt es überhaupt, was Lee sagt? Moment..."

Der Champ macht eine kurze Pause.

Marc Poe: "...DICH! Leider hat er es irgendwie geschafft deinen Geist zu vergiften und Blackheart wieder hervor gebracht. Und nun versprüht er weiter sein Gift, um seine nächste Chance auf den Gerasy zu erhalten. Ich schwöre dir, dass ich mich davon nicht beeindrucken lasse, selbst wenn er versucht Miss Vark und mich in seinen Giftstrudel reinzuziehen. Ich werde nicht zulassen, dass er Jona Vark oder mich verunreinigt. WIR sind stärker als du."

Der Mann aus Baltimore zeigt auf den Undisputed Gerasy, den er um das Becken geschnallt hat. 

Marc Poe: "Und solange ich den Titel trage, werde ich ihm kein Match geben und Miss Vark wird mich da ziemlich sicher unterstützen."

Poe hat bereits einen Plan für seine nächste Titelverteidigung im Hinterkopf. Wenn er Smash heute im Main Event besiegt, dann wird er Jona vorschlagen einen Rückkampf gegen A.J. Dunn bei CORE auszutragen. Dunn hätte er bei XAW Scorpionized #01 fast besiegt, doch dann kam der Eingriff von Deception und Elroy Schmidtke. Ein RE-Match in der PCWA, beim PPV, der für das pure Wrestling steht. Das wäre ein Fest für die Fans, doch soweit ist es noch nicht. Nun steht Poe seinem Ex-Mentor gegenüber und wartet auf dessen Reaktion.

Sharpe: "Ich bin mir sicher, dass deine kleine Freundin alles tun wird, um dich zu unterstützen. Und genau deswegen... "

Er stößt sich vom Tisch ab und stellt sich Marc Poe direkt gegenüber. Nur Millimeter trennen die Nasen der Beiden.

Sharpe: "Deswegen tut es mir auch nicht leid, was ich beim Impact getan habe, Marc. Du magst vielleicht die Schuld für mein Handeln bei Anderen suchen, aber am Ende des Tages bin allein ICH für meine Taten verantwortlich. Und glaube mir... es ist ein verdammt GUTES Gefühl, endlich wieder ich selbst zu sein. Grizz weiß das, dafür kennen wir uns schon zu lange. Jona Vark hat rein GAR nichts erkannt. Denn, wie du vielleicht nicht weißt... sie hat meine Therapie finanziert! Mich unterstützt, sodass ich zurückkommen konnte. Aber... es ist wie es ist... es kam ein Anderer... ein jüngerer, vielleicht sogar besserer Mann. Jonas neuer Golden Boy. DU... Marc Poe. Aber dir wird es genauso ergehen wie mir. Zuerst gibst du ihnen alles... Blut, Schweiß und Tränen. Und am Ende lassen sie dich fallen. So wie mich. Das ist die harte, unschöne Realität. Also sag' mir, Marc Poe... "

Er dreht sich von ihm weg und geht wieder zum Tisch. Er setzt sich auf den Stuhl, zieht die Kapuze des Hoodies wieder über den Kopf und legt die ineinander verschränkten Hände auf den Tisch.

Sharpe: "Wofür gedenkst DU zu kämpfen, hm? Für die Fans? Für Jona Vark? Für dich selbst? Oder weißt du es nicht?"

Marc Poe: "Natürlich weiß ich es."

Poe rollt mit den Augen.

Marc Poe: "Ich habe es dir oft erzählt, aber wahrscheinlich sind die Erinnerungen auf Grund deines inneren Hasses verblasst. Soll ich sie wirklich nochmal auffrischen?"

Der Marylander versucht unter die Kapuze von Blackheart zu schauen.

Marc Poe: "Kämpft nicht jeder in erster Linie für sich selbst? Für den Erfolg? Und ja, mittlerweile kämpfe ich auch für MEINE Fans. Und ich werde sie sicher nicht verraten, so wie du es mit deinen gemacht hast." 

Seufzend lässt Kevin den Kopf sinken.

Sharpe: "Ich habe sie nicht verraten, sondern sie MICH! Aber das scheine wohl nur ich selbst zu verstehen. Es ist beinahe wie ein Kreislauf aus Liebe und Hass. Zuerst feiern sie dich. Und wenn sie deiner überdrüssig sind... dann lassen sie dich auch wieder fallen. Es ist der Preis, den wir dafür bezahlen müssen."

Das nächste Wort spuckt der Champion förmlich aus.

Marc Poe. "HASS. Das einzige, was dir geblieben ist. Ich kann mir kaum vorstellen, dass Anna deine Einstellung gefällt."

Kevin hebt soweit den Kopf, dass Marc Poe dessen Mund, umrahmt vom mit grauen Schlieren durchzogenen schwarzen Vollbart, sehen kann. Dann zeigt er mit dem Finger auf etwas, dass hinter dem Champion zu sein scheint.

Sharpe: "Frag' sie einfach selbst, Marc."

Dessen Kopf ruckt herum, und tatsächlich... auf der Hälfte der Treppe steht Anna Richmond. Sie trägt Flip-Flops, Jeans und ein bauchfreies, geblümtes Oberteil. Ihr feuerrotes Haar wallt über die Schultern und ihre Hände stecken in den Hosentaschen.

Anna Richmond: "Du siehst aus, als hättest du einen Geist gesehen, Marc. Wundert es dich, dass ich hier bin?"

Poe schafft es tatsächlich nicht diesen Schock zu überspielen, seine Gesichtsfarbe ähnelt der von Sharpe.

Marc Poe: "Das kann nicht dein Ernst sein. Du warst die einzige Hoffnung. Du hättest dafür sorgen können, dass Blackheart endlich aus seiner Seele verschwindet."

Der Marylander mustert Anna scharf. 

Marc Poe: "Beim Impact sagtest du, dass du ihm vertraust. Doch niemals hätte ich erwartet, dass dieses Vertrauen nicht soweit geht. Die Enttäuschungen nehmen einfach kein Ende."

Poe schüttelt verzweifelt den Kopf und nimmt einen tiefen Atemzug.

Marc Poe: "Oder war es Lee? Hat er auch bei dir sein Gift verspritzt?" 

Die Waliserin ist derweil an Poe vorbei gegangen und hat sich an die Seite ihres Freundes gestellt. Der legt den Arm um ihre Hüften, während ihre Hände auf seine Schultern wandern. Dann fixiert sie den Champion mit ihren strahlend blauen Augen

Anna Richmond: "Marc... niemand hat hier irgendwen vergiftet. Das solltest du mittlerweile doch erkannt haben. Und wenn du jemals in deinem Leben richtig verliebt gewesen bist, dann wirst du mich verstehen. Ich liebe ihn... und werde es immer tun. In Guten, wie in schlechten Zeiten. Blackheart... Kevin Sharpe... wie auch immer du ihn nennen willst... all' diese Namen sind ein- und dieselbe Person. Sie bezeichnen den Mann, den ich bedingungslos liebe. So war es schon immer."

Niemals hätte Marc das erwartet, er hat Anna immer respektiert und nicht gedacht, dass sie sich so einfach unterordnet. Irgendwas muss mit ihr und Sharpe passiert sein, die Midlife-Crisis dürfte es eher nicht sein. In seinen Augen kann nur Grizz Lee dafür verantwortlich. Den Spitznamen Trouble Magnet trägt er nicht umsonst, irgendwann wird Lee dafür bezahlen. Aufgrund Annas Worte ist es nicht verwunderlich, dass seine Gedanken plötzlich zu Jona springen. Kann man jemanden so sehr lieben, dass man sich verhält wie Anna? Vielleicht wird er es bald selber erfahren. Der Marylander schüttelt sich, als wenn er die Vorstellung wegwischen will.

Marc Poe: "Wenn du meinst, dass es in diesem Fall der richtige Weg ist."

Dann fixieren sich die Augen des Champs wieder auf Sharpe.

Marc Poe: "Und bei dir hoffe ich tatsächlich, dass dich dein Weg zum Sieg beim Quest for the Best führt. Dann kannst du im Jahr 2019 dein Rematch gegen mich haben und ich werde dir beweisen, dass du beim Impact den Titel wegen deiner eigenen Schwäche verloren hast. Sonst nichts! Die Fans haben dich erstrecht nicht verraten, sondern DU hast das getan."

Die hübsche Waliserin haucht ihrem Freund einen Kuss auf die Wange und verlässt den Keller.

Anna Richmond: "Wenn du klug bist, Marc Poe, dann solltest du jetzt auch gehen."

Ein Auflachen... beinahe trotzig.

Marc Poe: "Als ihr mich bei euch aufgenommen habt, da konnte ich deine Ratschläge ernst nehmen. Nun interessieren mich deine Worte nicht mehr, Anna!"

Er schaut ihr dennoch nach, bis ihre Silhouette nicht mehr zu sehen ist. Doch als er sich wieder umdreht hat sich Kevin aus dem Stuhl erhoben. Die Kapuze ist abgenommen, die Fäuste sind geballt und der Champ schaut in die vor Zorn sprühenden, braunen Augen. Nach wie vor ist seine Freundin ein Trigger, den man nicht verwenden sollte.

Sharpe: "Die Audienz ist beendet. Geh' jetzt."

Die Schärfe in Kevins Stimme lässt Marc unmerklich zusammen zucken. Er presst die Lippen aufeinander, dann nickt er und geht rückwärts in Richtung der Treppe.

Marc Poe: "Das ist noch nicht vorbei."

Dann verlässt der Marylander den Keller. Zurück bleibt Blackheart, der unbeweglich wie eine Statue hinter dem Tisch steht. Ein Flüstern wabert durch das Gewölbe.

Sharpe: "Oh nein... ist es nicht."


Mike Garland: "Holy Shit! Da prasseln aber zwei gehörig aneinander."

Vincent Craven: "Sharpe und Poe haben eine hundertachtzig Grad Drehung in ihrer Beziehung durchgemacht. Und alles fußt auf der Attacke von Sharpe beim Imperial Impact, zu dem er auch hier weiterhin steht."

Mike Garland: "Das ist es eben, was Poe nicht versteht. Dabei hatte er einst noch bei Sharpe übernachten dürfen, als seine Ausweise fraglich waren..."

Vincent Craven: "Soweit wie Annas Liebe reicht die von unserem Gerasy aber verständlicherweise nicht. Marc Poe wird sich Kevin Sharpe vorknöpfen."

Mike Garland: "Oder umgekehrt, mein guter Vince. Kevin Sharpe hat nämlich wieder zu sich gefunden und jeglichen Ballast von sich geworfen."

Vincent Craven: "Wirklich? Für meinen Geschmack hat er sich mit seinen Handlungen neuen Ballast auferlegt. Zu seinen neuen Feinden zählt ja nicht nur Marc Poe, auch die beiden, von denen wir ein Video bekommen haben, sehen in Sharpe nun einen Feind!"


------------------ PCWA ------------------

Wir sehen den Parkplatz des Theaters. Der Zeitpunkt ist auf die letzte Show datiert. Vendetta 135 wurde gerade beendet und James Godd verlässt das Gebäude nach einem Abend, der ihm eine tiefe Erkenntnis über Kevin Sharpe eingebracht hat. Sharpe war niemals der Freund gewesen, für den Godd ihn gehalten hatte. Viel mehr war er der gandenlose Predator, vor dem ihn so viele Leute gewarnt hatten. Doch nun war es umso mehr sein Ziel den Quest 4 the Best erfolgreich zu bestreiten, um im Finale eventuell auf Kevin Sharpe zu treffen und diesem aufzuzeigen, dass er den falschen Weg gewählt hat. Er würde sich gleich, wenn zu Hause war, daran machen Videos seiner beiden Gegner zu sichten, um sich bestmöglichst auf die beiden vorzubereiten. In diese Gedanken vertieft bemerkt der Engländer zunächst nicht die Gestalt, welche sich an der Motorhaube seines Wagens anlehnt.

"Dass die Engländer mal pünktlicher sind als die Deutschen..."

Der Kommentar aber lässt James aufschrecken und sogleich mustert er die unbekannte Gestalt vor sich. Die Jeans des Mannes und sein schwarzes T-Shirt sind mit Schlamm besudelt. Mit der Hand hält er sich die linke Seite des Kopfes, was den Eindruck eines herumlungernden Penners, der Geld von ihm will, nur noch verstärkt.

"Schön dich zu sehen, James." 

Der Fremde drückt sich vom Auto weg, um auf den Tribun zu zugehen, doch der Engländer weicht instinktiv einen Schritt zurück und erkennt dann erst, wen er da vor sich hat. Überrascht weitet er seine Augen. Es ist Mad Dog, an dessen linker Wange James eine ordentliche Rötung erkennen kann. Ansonsten machte der verrückte Hund in Intonation und Haltug allerdings einen nüchternen Eindruck, sodass James den Gedanken verwirft, der ehemalige Undisputed Gerasy Champion hätte einen Rückfall erlebt.

James Godd: "Was machst du hier?"

Die vorsichtige Frage des Engländers ringt MD ein Grinsen ab. Doch James ist noch nicht fertig, was er mit einem auf- und abfahrenden Fingerzeig auf den XAWler beweist. 

James Godd: "...Und... wie siehst du überhaupt aus?"

Das Suchen seines ehemaligen Partners lässt auch den Night Fighter noch einmal an sich herab sehen, obwohl ihm die Folgen seines Treffens mit Kevin Sharpe noch lebhaft im Gedächtnis sind. Und dies bezieht sich nicht nur auf die schmerzende linke Seite seines Kopfes, die Blackheart mit seinem Ellebogen malträtierte.

Mad Dog: "Ich hatte nicht vor, so hier aufzukreuzen, das kannst du mir glauben... Aber Zeit ins Hotel zu fahren, hatte ich auch nicht mehr. Denn, was ich hier mache, ist doch offensichtlich, huh?! Ich will mit dir sprechen - oder warum sollte ich sonst an deinem Wagen lehnen?"

Bevor er es richtig realisieren kann, lacht der Engländer auf. Er wirkt darüber selbst überrascht.

James Godd: "Da hast du sicher recht. Also dann ... was willst du mit mir besprechen?"

Er blickt den Hund fragend an und zu seiner eigenen Überraschung kommt nicht direkt wieder das alte Misstrauen in ihm hoch. Etwas hatte sich geändert. Und das scheint auch Mad Dog zu merken, der einen Mundwinkel nach oben zieht.

Mad Dog: "Zunächst... Den Impact! Ich habe dir schon vorher gesagt, dass ich dir den Erfolg in der Chamber gegönnt hätte. Echt schade, dass es nicht dazu gekommen ist, denn meiner Meinung nach, wärest du an der Reihe gewesen. Marc Poe ist ein guter Wrestler, ein großes Talent. Und das sage ich nicht nur, weil ihr auf einer ähnlichen Wellenlänge liegt - Ich habe mit ihm im Ring gestanden, als ich selbst kaum was spürte und wie im Rausch kämpfte. Aber selbst in diesem Zustand, habe ich sein Talent bemerkt. Dennoch könnte der Gerasy eine Bürde sein... ein Titel sein, der zu früh kommt..."

James wiegt den Kopf von rechts nach links, so als stimme er den Worten der Töle nicht zu, wolle aber nichts dagegen sagen.

James Godd: "Das wird sich zeigen..."

Mad Dog: "Das muss sich zeigen, huh?!"

Zu gerne wäre er derjenige, an dem Poe sich beweisen könnte oder scheiterte. Zu gerne würde er Poe noch einmal nüchtern gegenüber treten. Auf den Brettern, die die Welt bewegen.
Die unbekannte Konstante winkt ab. 

Mad Dog: "Jedenfalls habe ich dir die Daumen gedrückt und du warst nah dran. Und genau das sollte dir Hoffnung geben, dass du dir in Zukunft nochmal die Chance erkämpfen kannst, deine Karriere endlich zu vergolden."

Godd nickt mit dem Kopf und setzt eine nachdenkliche Miene auf. Er war in der Tat nah dran sich in der Elimination Chamber den Titel zu holen, doch letzten Endes hatte es nicht gereicht, woran sicherlich auch die Attacke durch RM und Kevin Smash ihren Anteil hatte. Doch es wäre falsch alles auf diese Verletzung zu schieben. Fakt war, dass Marc Poe und Kevin Sharpe an diesem Abend besser waren als er selbst. Doch er wird alles daran setzen diesen Rückstand aufzuholen, um sich ein weiteres Match gegen die beiden zu verdienen! Er nickt schließlich mit dem Kopf.

James Godd: "Dafür bedanke ich mich, auch wenn du sicherlich der Letzte bist, von dem ich das erwartet hätte. Aber du scheinst dich wirklich geändert zu haben. Ich hab gesehen, wie du dich diesem Franzosen in der XAW entgegengestellt hast, um die Werte der PCWA zu verteidigen. Großes Kino alter Freund!"

Er nickt dem Hund anerkennend zu. Dieser lächelt leicht, muss dann jedoch daran denken, dass Louis Rouswell heute Abend eine Runde weiter gezogen ist. Und so versteinert seine Miene gleich wieder.

Mad Dog: "Es wäre wohl besser gewesen, wenn ich nicht zufällig aufgekreuzt wäre, als er sein PCWA Bewerbungsvideo abdrehte. Andererseits stehe ich zu meinen Worten und Taten. Louis hat nichts anderes verdient, als einen Schlag in die Fresse. Als ich mir dann heute das Match ansah, wurde mir noch übler. Der Quest steht dafür, den besten Wrestler dieser Zeit zu bestimmen. Und Rouswell ist das mit Sicherheit nicht, denn sein Status baut lediglich auf unfair errungenen Titeln und den großen Worten, die er um seine Person macht..."

Kurz erinnert er sich daran, wie die Securitys ihn von Rouswell runter rissen, während Anna im Hintergrund verschreckt die Hände vor den Mund hielt.

Mad Dog: "Noch nichtmal seine Teilnahme am Quest hat er ehrlich verdient." 

Godd mustert den Hund genau und erkennt in diesem wie eben die tiefe Sehnsucht, selbst wieder in einem PCWA Ring zu stehen. Er erkennt es, weil er diese Sehnsucht selbst kennt. Weil er sie selbst gefühlt hat, als er so lange fehlte. 

James Godd: "Du wärst wohl gerne an seiner Stelle, huh?"

Er hebt die Augenbrauen und schaut sich genau an, wie der Hund darauf reagiert. Dieser atmet einmal tief ein und wieder aus. 
Dann nickt er.

Mad Dog: "Das ist kein Geheimnis. Ich will in die PCWA zurück, denn mein Kapitel hier ist noch nicht abgeschlossen. Es ist nicht so, als könnte ich nicht auch in der XAW erfolgreich sein, aber bevor ich dort eine neue Heimat finde, braucht es noch lange. Es fühlt sich wie ein Übergang an - und das soll es auch sein. Wenn sie mich dafür kritisieren, dann haben sie zu einhundert Prozent recht. Auf der anderen Seite sollte jeder einen Mann verstehen können, der zurück nach Hause möchte."

Kurz schauen sich die beiden eindringlich an. Auch Godd denkt so über die PCWA und für einen Moment spüren sie diese Gemeinsamkeit.

Mad Dog: "Und selbst wenn sich diese Heimat gewandelt hat, so ist sie dennoch nicht dazu da, um sie von Leuten wie Rouswell in den Dreck ziehen zu lassen. Ich bin momentan kein Teil der PCWA, aber du bist es, James. Und deswegen solltest du dich, als jemand der ebenso für das Gute der PCWA steht, um diesen überheblichen Franzosen kümmern!" 

Erneut überrascht die Antwort von Mad Dog ihn. Es ist als stünde sein alter Freund vor ihm, den er so lange vermisst hat. Doch er hatte in dem Video aus der XAW auch gesehen, dass die Töle noch immer irgendwo tief in ihm schlummerte. Diese unkontrollierbare Bestie, die so anders war als sein Freund.

Schließlich nickt Godd einmal mehr einfach nur mit dem Kopf.

James Godd: "Dazu muss ich bei der nächsten Show jedoch erst Seth Goldstein und Stem besiegen. Die beiden sind nicht zu unterschätzen, besonders weil es gegen beide gleichzeitig geht."

MD nickt ob dieser Herausforderungen.

Mad Dog: "Beide sind gut... NEON hat sich stark verändert und ist stärker als damals. Aber er ist gerade einmal ein paar Monate zurück. Er wird nicht so mit den Emotionen dabei sein, wie du. Und Stem ebenso wenig. Er ist ein junger Mann, der die Bedeutung der PCWA noch nicht verinnerlicht hat. Es geht mir nämlich nicht nur um Rouswell, James."

Der Engländer horscht überrascht auf.

Mad Dog: "Du weißt, wem du im Finale begegnen könnest, huh?! Es ist derselbe Mann, der dir heute sein wahres Gesicht gezeigt hat, huh?! Übrigens nicht nur dir..."

Die Töle deutet an sich herab und James versteht auf einmal. Wütend ballt er die Faust. Aber es ist erneut die Erkenntnis der alten Freundschaftsgefühle für den Hund, die ihn die Faust wieder lösen lässt. Godd will Mad Dog tatsächlich verteidigen oder rächen...
Er schüttelt sich irritiert ob seiner eigenen Gefühlswelt.

Mad Dog: "Ich weiß, dass es für dich schwer ist. Du dachtest, Kevin sei dein Freund oder zumindest ein Weggefährte, auf den man sich verlassen kann. Dabei hat er sich da in etwas verrannt, James. Den Fans die Schuld zu geben, ist Wahnsinn. Halte ihn auf, James! Zeig ihm die Wahrheit, die du auch schon erlebt hast. Die Fans haben auch irgendwann aufgehört dich zu bejubeln, James - und das war ihr gutes Recht, huh?! Du hattest eben nicht mehr ihr Vertrauen, hast es dir stattdessen wieder langsam und hart zurück erarbeitet. Sharpe will diesen harten, steinigen Weg nicht gehen. Und du weißt genauso wie ich, dass der einfache Weg immer in die Hölle führt. Und diesen musst du versperren, James! Das ist die Erfahrung, die Stem und NEON im Wrestling fehlt. Und vor der Sharpe sein Gesicht verbirgt."

Erfahrung ... davon hatte er wirklich reichtlich gemacht. Er denkt an seine Anfänge unter Smash zurück und wie er sich durch all die Erfahrungen, die er seither gemacht hatte, weiterentwickelt hatte. Ein langer Weg lag hinter ihm. Ein Weg, der jedoch noch nicht am Ende angelangt war. 

James Godd: "So viel Vertrauen in mich ehrt mich. Ich wünschte, ich könnte dir genau so vertrauen. Du bist aber auf dem richtigen Weg, alter Freund. Dass zeigen nicht zuletzt die Fans der XAW, die scheinbar voll und ganz auf dich setzen. So wie mir auch die PCWA Fans momentan zujubeln, ja.. Vielleicht bin ich tatsächlich der Mann, der im Quest am meisten für die PCWA einstehen sollte! Es geht schließlich um den Besten PCWAler!"

Er kann es selbst kaum glauben, was er als nächstes sagen wird, und doch kommen die Worte über seine Lippen.

James Godd: "Was hälst du davon, wenn wir bei einem Drink weitersprechen? Über Sharpe... über alles. Kannst bei mir mitfahren, du Hund!"

Er grinst seinen ehemals besten Freund an.
Dieser lächelt auch, verneint dann jedoch mit einem Kopfschütteln.

Mad Dog: "Ich möchte noch jemand anderen treffen, James."

So als sei ein Vorurteil bestätigt worden, nickt James und dreht sich weg. Der nächste Kommentar lässt ihn allerdings stoppen.

Mad Dog: "Aber vielleicht Morgen in der Stadt? Im Alex am Alex? 10 Uhr, huh?!"

Der Engländer lächelt und der Hund erwidert das Lächeln.

James Godd: "Gut, also bis dann!"

Und so öffnet James schließlich die Tür zu seinem Wagen und steigt in diesen hinein. Während der Night Fighter ihm nachschaut, fällt kurz, kaum merklich, sein Blick auf die Kamera, welche die Szene festgehalten hat. Dann verschwindet auch er.


Mike Garland: "...und wie wir bereits wissen, ist derjenige, den MD noch sprechen wollte, Stevie van Crane gewesen. Den verrückten Hund scheint es zu unseren Jammerlappen hinzu ziehen."

Vincent Craven: "Ich finde es außerordentlich, wie sich der verrückte Hund hier verhält..."

Mike Garland: "Du hast ihn verrückter Hund genannt!?"

Vincent Craven: "Ja, es scheint so, als habe er S1margls Flügel tatsächlich hinter sich gelassen. Allerdings bin ich von ihm bereits einmal enttäuscht worden und das Beispiel Kevin Sharpe lehrt mir solche Wandlungen mit Vorsicht zu genießen. Der Night Fighter will schließlich zurück in die PCWA und Jona Vark gefallen."

Mike Garland: "Du bist also ähnlich gestimmt wie James Godd?"

Vincent Craven: "Ihn kann ich zu einhundert Prozent nachvollziehen, richtig. Dass Mad Dog ihm Wasser auf seine Mühlen kippt und ihn gegen Rouswell aufruft, kann ich allerdings auch verstehen. Mit Sharpe scheint er ja auch aneinandergerasselt zu sein... Godd und SVC sind Anker für ihn in der PCWA."

Mike Garland: "Allerdings ist nur noch James Godd Teil des Quest for the Best. Und das Gespräch mit Stevie hätte besser laufen können."

Vincent Craven: "Er umgibt sich aber mit den Richtigen - und das ist ein Fortschritt."

Mike Garland: "In jedem Fall dürften das Argumente sein, die Jona Vark dazu bewegen könnte, die unbekannte Konstante wieder zurück nach Berlin zu holen. Schauen wir vor dem Opener, indem Godd auf Goldstein und Stem trifft, doch einmal bei der Chefin vorbei, vielleicht sagt sie was zur Causa Mad Dog."


------------------ PCWA ------------------

Laut schnaufend und gekleidet in einem verwaschenen "James Godd" Hoodie sprintet die hauseigene Kobra der PCWA die Gänge des PCWA Gebäudes hinunter und scheint keine Anstallten zu machen langsamer zu werden. Als er allerdings an einer Tür vorbei rennt, bleibt er stehen und reißt diese auf, bevor man erkennen könnte, was am Namensschild steht. Allerdings musste man das auch nicht, denn der Gambler findet sich jetzt im Vorzimmer der Geschäftseigentümerin Jona Vark, und die Vorzimmerdame Alexa hat nicht einmal eine Chance, den Mann aus Pheonix zu stoppen. Der stürmt nur zielstrebig auf die Bürotür Jona Varks zu.

Die Bürotür, die auch prompt aufgerissen wird, als der Gambler in Griffweite kommt.

Jona Vark: "Mister Graves?"

Tony steht immer noch schnaufend in der Tür, als er von einer leicht irritierten Jona Vark und einer Unbekannten empfangen wird. Ohne zu zögern macht er ein paar Schritte auf Jona Vark zu und streckt seine Hand aus.

Tony Graves: "Ich hatte, glaube ich, noch nicht die Gelegenheit mich in unseren vorherigen Treffen ordentlich vorzustellen, Frau Vark. Anthony Edward Graves."

Jona schüttelt seine Hand nur kurz. Was Tony direkt zu seinem nächsten Anliegen bringt. Er dreht sich zu der anderen Dame im Raum und streckt ebenfalls die Hand aus.

Tony Graves: "Anthony Graves, und Sie sind?!"

Tali Goldstein: "Tali, Seths Schwester. Ich habe dich mir größer vorgestellt."

Tony belächelt diesen Kommentar, den er in seiner Karriere schon oft gnug gehört hat, etwas müde und dreht sich dann sofort wieder zu seiner Arbeitgeberin.

Tony Graves: "Frau Vark, wenn ich fragen darf, wieso haben Sie mich... uhm... called me here on such short notice?"

Tony schaut etwas verlegen umher, die Sprachblockade scheint ihm peinlich zu sein. Er sollte ja wenigstens vor seiner Chefin ein gutes Bild abgeben.

Jona Vark: "Nun, Mister Graves, mir wurde von Tali hier erzählt, dass ihr Bruder, Seth Goldstein, Opfer eines Angriffs wurde und jetzt fehlt mir ein Teilnehmer für das dritte Quest for the Best Viertelfinale."

Tali Goldstein: "Und ich weiß, dass du ein Freund von Seth bist, also dachte ich, dass du ein passender Ersatz wärst."

Tony sieht von einer der Damen zur anderen und scheint noch nicht ganz zu verstehen, warum er sich jetzt hier befindet.

Tony Graves: "Bei allem Respekt, Miss Goldstein, Miss Vark, ich bin nicht auf 100%, so gerne ich das Angebot annehmen würde, und so geschmeichelt ich auch von dem Angebot bin, denke ich, dass ich nicht die richtige Besetztung für ein Triple Threat Match wäre."

Jona Vark: "Nun, Mister Graves, Sie waren auch nicht meine erste Wahl."

Es ist sehr einfach zu sehen, dass Tony davon etwas getroffen ist. Er hatte tatsächlich vermutet, dass er aufgrund seiner Fähigkeiten im Ring ausgewählt wurde.

Jona Vark: "Aber Sie stehen in diesem Match wegen des fragwürdigen Endes ihres Matches beim Imperial Impact und außerdem habe ich keine Alternativen. Sie pflegen ja anscheinend eine freundschaftliche Beziehung zu Seth Goldstein."

Tony Graves: "Dann bin ich also hier, weil Sie keine Alternativen haben?"

In Tonys Stimme liegt ein bisschen Wut, aber auf seinem Gesicht liegt schon seit einiger Zeit sein eisernes Pokerface, sodass man nicht sehen kann, ob er wirklich wütend ist.

Jona Vark: "Verstehen Sie mich nicht falsch, Mister Graves. Ihre Matches sind von guter Qualität und Sie sind bisher immer ein sehr solider Wrestler gewesen. Sie verkaufen auch T-Shirts, aber nun einmal nicht so viele wie zum Beispiel Marc Poe, Sie verstehen?"

Jona zieht die Augenbrauen hoch und sieht genau wie Tali und alle Zuschauer, dass sich bei diesem Vergleich Tony Graves Hände zu Fäusten ballen, selbige vor Anspannung zittern, und dass sein eigentlich stählernes Pokerface zersprungen ist wie Glas. Dann aber atmet Tony Graves einmal tief ein und wieder aus, seine Fäuste öffnen sich wieder und die Anspannung verlässt seinen Körper.

Tony Graves: "Ich verstehe, Miss Vark."

Tonys Stimme strahlt immernoch brodelnde Wut aus. Anscheinend überhaupt nicht interessiert an dem, was sich gerade vor ihr abgespielt hat, räuspert sich Jona Vark und fährt fort.

Jona Vark: "Sie werden den Platz von Seth Goldstein gegen James Godd und Barry Wilson einnehmen. Sollten Sie siegreich sein, dann werden sie beim CORE Pay Per View gegen Louis Rouswell antreten. Soweit einverstanden?"

Tony gibt ihr ein entferntes Nicken, sein Gehirn war allerdings in ganz andere Gedanken gedriftet. Hielt man in der PCWA, oder Jona Vark persönlich, wirklich so wenig von ihm?

Jona Vark: "Allerdings müssen wir aus Sicherheitsgründen dem Vertrag eine Klausel hinzufügen. Sollten Sie sich durch ein Match im Rahmen dieses Vertrages eine Verletzung zuziehen, die Sie dazu veranlasst Ihre Karriere zu beenden oder Ihnen permanenten Schaden zufügt, so können Sie weder einen ihrer Gegener noch die PCWA verklagen oder verantwortlich machen."

Wieder nickt Tony, diesmal hat er aber Jona Vark tatsächlich zugehört. Er sieht einmal zu Tali hinüber.

Tony Graves: "I'm a unicorn's helping hand ... a helping hoof, if you will."

Tony grinst von Ohr zu Ohr über seinen eigenen Wortwitz, während Tali Goldstein langsam ihren Kopf schüttelt. Jona Vark dreht sich kurz von den anderen beiden weg und zieht einen Vertrag aus einer Schublade. Der Vertrag landet dann mitsamt Kugelschreiber vor Tony auf dem Schreibtisch.

Jona Vark: "Nun Mister Graves, wenn Sie mit allem einverstanden sind, was dieser Vertrag beinhaltet, dann würde ich Sie bitten zu unterzeichnen und dann so schnell wie Ihnen möglich Ihr Ringgear anzuziehen."

Tony schnappt sich den Kugelschreiber und spricht noch während er in seiner Sauklaue seine Unterschrifft auf den Vertrag setzt.

Tony Graves: "I hope I will not disappoint."

Jona Vark: "Das hoffe ich auch. Für Sie."

Tony sieht noch einmal Jona Vark an, mustert sie ganz genau. Trotzdem kann der Gambler nicht aus ihr herauslesen, ob sie ihm mit voller Absicht all diese Dinge an den Kopf geworfen hat oder ob sie wirklich so eine unsensible Businessfrau ist, dass sie gar nicht bemerkt hat, was sie Tony da eigentlich alles gesagt hat. Tony dreht sich um, jetzt wieder daran erinnert, warum er nicht gerne in der Präsenz von Hochgestellten und Geschäftseigentümern ist, und macht seinen Weg aus der Tür hinaus. Auch die Schwester Seth Goldsteins verlässt das Büro, ohne sich von Jona Vark zu verabschieden.

Tali Goldstein: "Ich bin mir ziemlich sicher, du wärst Seths erster Gedanke als Ersatz für ihn."

Tony zuckt etwas zusammen, als ihn auf einmal von der Seite die Schwester des Einhorns anspricht.

Tony Graves: "Das würde zu ihm passen."

Tali Goldstein: "Er hat mir ein bisschen was von dir erzählt. Dass du angeblich ein toller Techniker bist, dass du ein 1-A Bluffer bist und dass du ein lockerer Kerl bist. Wobei das ja gerade nicht sehr locker war."

Tony Graves: "Vor Autoritätspersonen wie Jona Vark sollte man lieber kleinlaut werden und sich nicht groß aufspielen. Ich denke, dass ich dich dann wohl auch die nächsten paar Wochen in der PCWA sehen werde, wie? Naja, richte deinem Bruder aus, dass er eine Schlange hat, die ihm ein bisschen unter die Einhorn-Arme greift, ja?"

Tony macht sich auf zu seinem Lockerroom, viel Zeit bleibt ihm ja nicht, um sich auf das Match vorzubereiten. Er winkt noch einmal über die Schulter Tali goodbye und macht sich dann wieder mit rasender Geschwindigkeit auf seinen Weg.

Jetzt könnte er beim CORE sowohl auf Louis Rouswell als auch auf die Ring Assassins treffen, bei diesem Gedanken springt Tonys Hirn auf Overdrive und die Gedanken rasen nur so durch seinen Kopf, wie soll er Louis Rouswell und die Assassins am gleichen Abend bekämpfen?


Vincent Craven: "Herrje, das sind Neuigkeiten! Tony Graves wird Seth Goldstein ersetzen, der allem Anschein nach attackiert wurde..."

Mike Garland: "Das kommt echt überraschend. Graves erhält jetzt also doch noch die Chance, die er eigentlich mit der Niederlage beim Impact verspielt hatte."

Vincent Craven: "Ob so eine Überraschung seine Chancen steigern oder senken wird, werden wir jetzt im Seilgeviert sehen können."

Mike Garland: "Seinen Kumpel Seth Goldstein und dessen Gesundheitsstatus kann dabei auch beflügeln oder beschweren - in jedem Fall liegt der Überraschungseffekt auf seiner Seite. Godd und Stem müssen damit jetzt erstmal klar kommen."

Vincent Craven: "Wer wird ins Halbfinale des Quest for the Best Turniers einziehen. In ein paar Minuten wissen wir mehr."


------------------ PCWA ------------------

Der kurze Moment bevor es losgeht. Meistens ist er in diesem Augenblick ein wenig angespannt, doch heute nicht. Heute sprudelt die reine Vorfreude auf diesen Fight in ihm. Er holt nochmal Luft und ballt schließlich entschlossen die Fäuste. Er wird hier weiterkommen am heutigen Abend. Dieses Turnier wird das seine sein. Nicht das eines Louis Rouswell, nicht das eines RM's und vor allem nicht das von Kevin Sharpe. Er ist bereit für diesen Fight und er wird alles geben um letzten Endes seine Hand gehoben zu bekommen.

Jane Nelson: "Begrüßen sie: aus London, Großbritannien …… mit einem Kampfgewicht von 112 Kilogramm ………………… er ist Britain’s Finest …………………………… JAAAAAAAAAAAAAAAAAMES ……………… GOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOODD!!!!!"

Lauter Jubel bricht aus, als die ersten Klänge von Motörhead's "Choking on Your Screams" aus den Boxen dröhnen. Die Fans lassen laute "Tribune" Chants vom Stapel und schließlich taucht der Engländer auch auf der Rampe auf. Kurz geht sein Blick durch die Zuschauerreihen, während auf der Großleinwand noch einmal daran erinnert mit wem die Fans es hier zu tun haben, auch wenn das offenkundig gar nicht notwendig ist.


 

Er holt noch einmal tief Luft und setzt sich schließlich in Bewegung. Das Gesicht wirkt fokussiert, jedoch ist auch deutlich die Vorfreunde in den Augen des Fanlieblings zu erkennen. Ohne zu zögern klatscht er auf seinem Weg zum Ring mit den Fans ab und unterschreibt hier und da noch einige Autogramme. Am Ring angekommen entledigt er sich schließlich seines Bandanas und setzt es einem jungen Fan auf den Kopf. Lauter Jubel erntet der Tribun für diese Aktion, während er nun über die Treppen den Ring betritt und sich dort seiner goldenen Halskette entledigt. Er nickt noch einmal mit dem Kopf und macht einige kleine Dehnübungen, bevor es losgehen kann.

Jane Nelson: "Und der nächste Teilnehmer, aus Roanoke Rapids, North Carolina ... BARRY 'STEM' WILSON!!"

 

 

Die Fans spenden höflich Applaus, und die "Stem!" - Rufe weren langsam aber sicher zahlreicher. Wilson ist wie immer in seinem Standard Ringgear. Kurzen Hosen und Boxerboots. Die Hände sind getaped. Er verliert auch keine Zeit und geht sofort in den Ring, nebenbei mit den Fans abklatschend. Ein kurzes Nicken in Richtung von James Godd, dann postiert er sich in der RIngecke.

Jane Nelson: "Und der letzte, kurz vor Schluß noch teilnehmende Kämpfer für den verletzten Seth Goldstein... der Gambler... TOOOOOOOOOONYYYYYYY GRAAAAAAAAAAAAAAAVES!!!

 

 

Die unbekannten Töne von Mona Lisa Overdrives "Chosen One" erfüllen die Hallen der PCWA, und ein guter Teil der Fans bricht in Jubel aus, während die andere Hälfte versucht mit Buhen und Pfeiffen die Jubelrufe zu übertönen, wissend wer jetzt hinter dem Vorhang hervor tretten wird, doch es passiert für einige Sekunden überhauptnichts, während die ersten Zeilen des neuen Theme songs durch die Lautsprechen hallen.

I can't remember
Anything at all
I've been turning it all around
I'm sorry
Oh so sorry
Is this what I have become?

Dann, werden die Vorhänge endlich beiseite geschoben, und die bekannte Gestalt des Gamblers ist nun zu sehen, immernoch in unpassender Fiegersonnenbrille, und James Godd Hoddie, die einzigen Änderungen sind die Ringstiefel, das Tape an den Händen, und die standartmäßige schwarze Ringhose. Die vereinzelten Jubelrufe werden lauter, und es wird für den Rest des Publikums immer schwerer sie zu übertönen- Tony scheint durch die offenen Jubelrufe einiger der Fans leicht überrascht zu sein, und die zugenähte Wunde an der Seite vom Kopf des Gamblers, sorgt dafür das sein Weg die Rampe hinunter etwas länger dauert. Allerdings scheint Tony zu den Fans aufzuwärmen, denn er gibt tatsächlich einigen von ihnen die ihre Hand ausstrecken ein High-Five.

Wish I may
Wish I might
be someone else tonight
Sometimes I wish I was never born at all
And I'll try to save the world
'Cause in the end I know
I'm the chosen one
I'm the chosen one

Nun, folgt auch eine Aktion, die eigentlich recht untypisch für Tony ist, er setzt die Sonnenbrille ab, muss sich erstmal an das grelle Licht gewöhnen, und setzt sie dann einem Jubeldem Teenager in Tony Graves T-Shirt in der vordersten Reihe auf, bevor er seinen langsamen, und irgendwie analytisch wirkenden Weg zum Ring weiter führt, dabei verteilt er auch weiter Fist Bumps und High Fives.

I can't remember
What I used to be
Something's turning me upside down
You made me
And I love you
But I can't change the things I've done

Am Ring angekommen, streicht er mit einer Hand über den Apron, als wäre dieser eine Art kostbares Juwel, und slidet sich dannach in einer fast schon zu flüssigen Bewegung in den Ring, er bewegt sich erst auf den großen Stem zu und streckt ihm die Faust entgegen, welches dieser erwidert, und somit beide Fäuste aufeinander krachen. Dannach setzt er sich wie immer auf den untersten Turnbuckle der nähesten Ringecke. Sein Blick schweift zu erst ein mal über die Wrestler, und dann noch einmal über die Zuschauer.

Opener
- Quest for the Best -
Quest for the Best Viertelfinale


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(Der erste Pinfall entscheidet über den Sieg. Als Pinfall zählen Three Count, Submission, Disqualifikation sowie Count-Out.
-Referee: Charlie Swanson; Timelimit: 20 Min)

 

Der Ringrichter verliert auch keine Zeit und läutet das Match umgehend an. Sofort stürmt James Godd auf den Gambler los und will diesen mit einer LARIAT einfach ummähen! Doch Wilson hat aufgepasst und hält Britain's Finest einfach an seinem Einteiler fest. Tony Graves rollt sich derweil schnell aus dem Ring. Der Tribun des Volkes jedoch wirbelt herum und verpasst Barry einen harten FOREARM gegen die Schläfe!

Mike Garland: "Da sieht man mal wieder, wie unterbelichtet Wilson ist. Was sollte das?!"

Vincent Craven: "Vielleicht versucht er Graves zu schützen. Immerhin sind die beiden keine Intimfeinde und Tony ist nicht bei hundert Prozent."

Mike Garland: "Das macht Stem zu einem noch größeren Idioten als ich sowieso schon dachte."

Möglich. Aber aktuell irrelevant, da Wilson nun die Suppe auslöffeln muss, die er sich selbst eingebrockt hat. Godd landet einen weiteren FOREARM am Kopf des Rothaarigen, dann packt er dessen Arm und schickt ihn in die Seile. Nun... zumindest versucht er es, doch Stem bleibt einfach stehen. Dann greift er seinerseits den Arm seines Gegners... WHIP in die Seile! Mit Karacho kommt der Engländer aus den Seilen zurück gefedert.

Mike Garland: "Katzengleich duckt sich Godd unter Wilson's Lariat-Versuch hindurch!"

Vincent Craven: "Und mit all' seiner Erfahrung hält er sich in den Seilen mit beiden Armen fest."

Ja, das tut er. Und macht umgehend drei Schritte auf Stem zu und macht mit der rechten Hand eine heranwinkende Geste. Wilson lässt sich nicht zweimal bitten und nimmt Anlauf. Doch Godd taucht wieder unter dem Lariatversuch hindurch...

 

DROP TOE HOLD!!!

 

Unsanft knallt Barry auf die Matte und Britain's Finest greift schnell um!

 

GODDLOCK!!!

 

Vincent Craven: "Das könnte es schon sein! James Godd hat seinen Trademark-Move, den Ankle Lock wie einen Schraubstock angezogen! Und von Graves ist nichts zu sehen!"

Mike Garland: "Wo ist der Trottel, Herrgott!"

Zumindest nicht im Sichtfeld unser beider über alles geliebten Kommentatoren. Im Ring schreit Wilson wie am Spieß, da James Godd den Teufel tut, den Griff auch nur um einen Millimeter zu lockern. Charlie Swanson ist unten und fragt Stem immer wieder, ob er aufgeben will. Doch der schüttelt vehement den Kopf und versucht nun, in Richtung des Seils zu robben. Doch dann...

Mike Garland: "DA IST GRAVES!"

Vincent Craven: "Er war die ganze Zeit ausserhalb unseres Sichtfeld am Apron versteckt!"

Korrekt. Während Wilson weiterhin versucht, an das Seil zu kommen slidet der Gambler in den Ring. Er nimmt kurz Maß...

 

SUPERKICK!!!

 

Direkt an die Schläfe von James Godd! Der kippt zur Seite und sofort wirft sich Graves auf ihn. Der Ringrichter zögert, da er noch Wilson's Knöchel prüft und ob dieser weitermachen kann. Doch mit der Professionalität eines PCWA Angestellten bemerkt er, was sich in seinem Rücken abspielt und ist mit einem mächtigen Hechtsprung am Ort des Geschehens!

 

...eins...

 

...zwei...

 

...KICKOUT!!!

 

Vincent Craven: "Das war knapp. Graves hätte hier beinahe den Sieg abgestaubt!"

Mike Garland: "Und er sucht auch sofort das Weite, als James Godd nach dem Pin wieder auf die Beine kommt."

Auch Wilson ist wieder in stehender Position angelangt. Und so stehen sich nun alle drei Kontrahenten erneut gegenüber. Scheinbar wissen sie nicht, was sie mit der Situation anfangen sollen... doch James Godd ergreift die Initiative und stürmt erneut auf Tony Graves zu! Diesmal kann dieser nicht ausweichen und wird von Britain's Finest mit einem SHOULDER TACKLE auf die Matte geschickt! Noch bevor er sich darüber freuen kann, den Gambler nun doch auf die Matte geschickt zu haben spürt er, wie kräftige Arme seine Hüfte umfassen...

 

GERMAN SUPLEX!!!

 

Mike Garland: "Der Tribun scheppert auf das Gebälk!"

Vincent Craven: "Doch erneut merkt man seine Erfahrung... sofort rollt er sich aus dem Ring!"

Draussen angekommen hält sich Godd den Rücken. Im Ring ist Graves wieder auf den Beinen und ruft Wilson etwas zu... der nickt.

Vincent Craven: "Was passiert jetzt... Graves nimmt Anlauf... "

Mike Garland: "Jaja, so viel zum Thema 'Ich bin nicht bei hundert Prozent'... alles Humbug."

Vincent Craven: "Warte es erst einmal... "

 

OOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOoooooooooooooooooooooooohhhhhhhhhhhhhhhhh!!!

 

Ein Raunen geht durch das Publikum, als Stem den auf ihn zu rennenden Tony Graves in die Höhe hebt! Der Gambler segelt über das Seil... und trifft!!!

 

HIGH ELEVATED CROSS BODY!!!

 

Vincent Craven: "Eine absolut halsbrecherische Aktion von Graves! Das sehen auch die Fans so!"

 

Holy Shit!!!

Holy Shit!!!

Holy Shit!!!

 

Mike Garland: "Die Schlange begräbt James Godd unter sich!"

Vincent Craven: "Ich frage mich, was die Aktion soll... schließlich ist Graves nicht bei hundert Prozent."

Das fragen sich auch die Zuschauer. Aber eine Antwort werden sie wohl nicht erhalten. Wilson geht derweil aus dem Ring und schnappt sich James Godd, nur um diesen sofort wieder in das Seilgeviert zu befördern. Dann schaut er nach dem Gambler, doch der winkt ab und zeigt in Richtung des Rings. Stem nickt und begibt sich auf den Apron. Dann schwingt er das eine Bein über das Top Rope... doch James Godd ist wieder auf den Beinen!

Vincent Craven: "Der Tribun zieht das Top Rope mit Kraft nach oben!"

Mike Garland: "Schönen Gruß an die Kronjuwelen."

In der Tat! Barry fällt zur Seite, landet auf der Matte und hält sich mit beiden Händen den Schritt. Sofort ist Britain's Finest über ihm und deckt ihn mit heftigen KICKS ein! Dann reisst er den Rothaarigen nach oben und verpasst ihm einen TRITT in den Magen! Dann zerrt er Stem an den Haaren zu sich heran...

 

SNAP SUPLEX!!!

 

Krachend macht Barry's Rücken mit der Ringmatte Bekanntschaft. Sofort ist der Tribun wieder über ihm, doch er hat die Rechnung ohne Tony Graves gemacht! Der ist mittlerweile ebenfalls wieder im Ring angekommen und sprintet auf James Godd zu! Doch der duckt sich unter einem LARIAT Versuch hinweg! Aber der Gambler bremst ab und dreht sich sofort um. Er reisst James Godd herum und tritt ihm in den Magen! Dann platziert er den Kopf unter der Achsel und hakt das Bein ein...

 

FISHERMAN'S SWINGING NECKBREAKER!!!

 

Mike Garland: "WOW! Tolle Aktion! Und das, obwohl Graves nicht bei hundert Prozent ist."

Vincent Craven: "Höre ich da leichte Ironie heraus?"

Mike Garland: "Hör' was du willst, Vincie."

Das Adrenalin lässt Tony Graves seine Verletzungen vergessen. Ohne Wilson eines Blickes zu würdigen, der sich gerade am Seil hochzieht steigt der Gambler auf das Top Rope. Langsam... etwas wackelig, aber dennoch schafft er es. Langsam stellt er sich aufrecht und breitet die Arme aus. James Godd rührt sich nicht... UND GRAVES SPRINGT AB!!!

Mike Garland: "WILSON FÄNGT IHN IM FLUG AB!"

Vincent Craven: "Der Kerl ist einfach pure Kraft!"

Für den Bruchteil einer Sekunde steht Stem einfach im Ring, Tony Graves in seinen Armen... dann dreht er sich kurz... POWERSLAM! AUF DEN AM BODEN LIEGENDEN JAMES GODD!!! Wilson bleibt einfach mit Graves umklammert liegen... und das gilt natürlich als regulärer Pin-Versuch. Also erledigt Swanson seinen Job...

 

...eins...

 

Vincent Craven: "Das muss es sein! Da kommen weder James noch Tony raus!"

 

...zwei...

 

Mike Garland: "Der Gambler zappelt wie ein Wilder in Wilson's Armen!"

 

...DREI!!!

Vincent Craven: "VORBEI! WILSON GEWINNT!"

Mike Garland: "NEIN! JAMES GODD HAT DIE SCHULTER OBEN!"

Richtig! In letzter Sekunde, bevor die Hand des Ringrichters zum dritten Mal auf der Matte landen kann bekommt der Tribun, begünstigt durch Graves' Zappelei die Schulter nach oben. Mit einem Schnauben der Wut kommt Wilson auf die Beine, rollt den Gambler von Godd herunter und greift sich eben diesen... erneut am Hals... holt zwei Schritte Schwung... UND BEFÖRDERT JAMES GODD IN HOHEM BOGEN IN DIE RINGECKE! Krachend kollidiert der Rücken von Godd mit der Ringecke!"

Vincent Craven: "James Godd hängt wie ein nasser Lappen in der Ringecke!"

Mike Garland: "Und Wilson fackelt nicht lange! Er reisst Graves unsanft nach oben und platziert seinen Kopf zwischen seinen Beinen!"

Und hebt ihn mit Schwung hoch über seinen Kopf... dann nimmt er Anlauf...

 

ROAD TO PERDITION!!!

 

Die Running Sitdown Powerbomb sitzt! Doch noch ehe Barry den Pin ansetzen kann erkennt er, dass sich James Godd in seinem Rücken nähert! Sofort ist der große Mann auf den Beinen und stürmt auf ihn zu! Doch...

Mike Garland: "Godd, der alte Ringfuchs! Er zieht das Top Rope nach unten und Stem segelt in hohem Bogen aus dem Ring!"

Vincent Craven: "Das tat sicherlich weh! Ungebremst knallt Wilson auf die Matten ausserhalb des Rings!"

Zufrieden beäugt der Tribun sein Werk. Doch eine Bewegung, die er im Augenwinkel bemerkt, lässt ihn herumwirbeln! Der Gambler sitzt auf den Knien im Ring. Godd überlegt kurz... doch dann nimmt er drei Schritte Anlauf...

 

GODDDAMN!!!

 

Vincent Craven: "Graves geht wie ein gefällter Baum auf die Matte! Sofort wirft sich James Godd auf ihn!"

Mike Garland: "Swanson ist unten!"

 

...eins...

 

...zwei...

 

Mike Garland: "DA IST STEM! Er slidet langsam in den Ring und springt mit letzter Kraft ab!"

Doch es reicht nicht. Die Hand des Ringrichters landet auf der Matte, noch bevor Wilson's ausgestreckte Fäuste den Rücken von Britain's Finest treffen...

 

...DREI!!!

 

Vincent Craven: "Aus und Vorbei! James Godd gewinnt und zieht somit in's Halbfinale des Quest 4 the Best Turniers ein!"

Im Ring rollt sich Wilson, der immer noch halb auf James Godd liegt, der wiederum immer noch auf Tony Graves liegt, vom Tribun herunter. Godd tut es ihm gleich, und so liegen alle drei Kämpfer erschöpft auf dem Rücken, während Jane Nelson das Ergebnis verkündet.

Jane Nelson: "Der Sieger... und somit im Halbfinale des Quest 4 the Best Turniers...Britain’s Finest... JAAAAAAAAAAAAAAAAAMES GOOOOOOOOOOOOOOOOOOOODD!!!!!"

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Während die Boxen im Theater bereits anfangen sein Theme abzuspielen rollt sich der Engländer langsam in Richtung der Ringseile. Er hat es geschafft. Die erste Station seiner Reise wurde bewältigt und nun wartet der verdammte Franzose auf ihn. Langsam zieht er sich schließlich am Ringseil hoch und lässt den Jubel der Fans über sich ergehen, die ihn mit lauten "You deserve it!" Chants feiern. Schließlich lächelt er kurz und fährt sich mit der rechten Hand durch sein Haar, während er die linke Siegreich in die Höhe schnellen lässt. Er ist im Halbfinale ... ein Kevin Sharpe muss das erst noch schaffen ... diesmal ist er es, der einen Vorsprung hat.

Tony Graves ist mittlerweile wieder auf den Beinen und hält sich den schmerzenden Nacken. Wilson ist bei ihm und stützt ihn. Beide blicken in Richtung des Gewinners... Stem nickt dem Tribun zu, während der Gambler den Daumen nach oben zeigt. James Godd erwidert das Nicken, dann grinst er kurz und rollt sich schließlich aus dem Ring, ehe er langsam in Richtung Backstage marschiert.


------------------ PCWA ------------------

Normalerweise hatte das „PCWA Skywalk“ den sprichwörtlichen Ruhecharakter einer Lounge inne: hoch über Foyer, sonstigem geschäftigem Treiben oder den Geschehnissen des Theatres erwartete einen hier heimelige Komfortatmosphäre abseits des üblichen Trubels. Gerade deswegen war die Bar so geschätzt von den Mitarbeitern der Liga, welche sich auf diese Weise über kurz oder lang die sonstigen beruflichen Geschehnisse ausklinken konnten. Sei es für einen Drink, eine schnelle Zigarette auf dem Balkon oder ein anderweitiges Stückchen Individualität.
Tja - normalerweise …

 … denn aktuell schwappte ein ordentlicher Schuss Betriebsamkeit in den Barbetrieb herein mit der Kontrastiertheit eines Rotweinflecks auf weißer Kleidung. Nur das die Ursache - oder besser die Ursachen - eher für Abstinenz bekannt sind.

In ihrer bekannt offenen und direkten Art haben Gordon Banes und Brandon Cornwallace das „First Step“ augenblicklich in ihren Bann gezogen. Beide lässig in helle Bermudas und offene wie ärmellose bunte Hawaii-Hemden gedresst, darunter die Cotatores Gürtel, hantieren sie agil an einer großen fahrbaren Smoothie-Maschine herum, pürieren Frucht-Shakes und verteilen diese mit weltmännischer Offenheit an die Gäste.

Brandon Cornwallace: "Ihr müsst die gut austrinken Dudes, das wird eure Laune voll verbessern!"

Gordon Banes: "Genau. Die Laune hier ist immer so trüb, aber sorgt euch nicht, denn Team Happy Hour sind da, um euch zu erlösen vom Trübsinn dieser Welt!"

Beide grinsen sie wild um die Wette, während sie auch weiterhin einen Shake nach dem anderem verteilen...
… als man von einem Moment auf den anderen eine Stecknadel fallenhören könnte. Banes hält, den Shakebecher in der Linken, inne und auch die Gespräche in der Lounge reduzieren sich auf das übliche seichte Maß. Es ist schwer die Situation und Atmosphäre zu beschreiben, welche weniger vom Schreck denn eher aus der Vorsicht herrührt beispielsweise das Falsche zu sagen. Vergleichbar dem dramaturgischen Moment eines Westerns, als der mysteriöse Fremde den Saloon betritt. Nur das dieser in dem Fall kein Unbekannter ist.

Ganz in Schwarz und die Haare vor dem Gesicht steht Shadow so im Türrahmen und lässt den Moment auf sich wirken. Man merkt nur anhand der Kopfbewegungen, dass er sich offensichtlich umschaut und die Lage peilt. Dann aber begibt er sich mit zielsicheren Bewegungen auf die Tag Team Champions zu - und stoppt anderthalb Meter vor ihnen und ihrem fahrbaren Saftshaker.

Happy Hour wissen nicht so recht, was sie sagen oder wie sie zunächst reagieren sollen … doch der Schatten nimmt ihnen diese Entscheidung letztlich dadurch ab, dass er weitergeht, sich aus dem gläsernen Kühlschrank ein Malzbier greift und sich damit zu einem der Ecksofas begibt, nachdem er ein paar Münzen auf den Bartresen abgelegt hat. Die beiden Happy Guys blicken ihm irritiert nach, während wieder leichtes Gemurmel und Musik einsetzen.

Brandon Cornwallace: "Gordie Dude ... der sieht aber echt düster aus!"

Gordon Banes: "Ja ... und irgendwie fettig in den Haaren ..."

Brandon Cornwallace: "Meinst du er hat vielleicht keine Dusche und ist deshalb so unglücklich?"

Gordon Banes: "Hmmm ... ja, das könnte echt sein!"

Beide nicken sie synchron mit den britischen Köpfen.

Gordon Banes: "Wir sollten versuchen ihn aufzuheitern!"

Brandon Cornwallace: "Oh ja Dude, das können wir schließlich am besten!"

Nach einem laut klatschenden High-Five marschieren die beiden schließlich auch schon auf Shadow zu. Zu beiden Seiten des Schattens nehmen die Cotatores Champions unaufgefordert auf dem Sofa Platz. Banes klopft Shadow sogar einfach Mal auf die Schulter.

Gordon Banes: "Hey Dude, alles gut bei dir?"

Brandon Cornwallace: "Wenn du willst, kannst du bei uns duschen, das stört uns echt nicht. Du musst also nicht mehr länger traurig sein!"

Cornwallace nickt dem Schatten fröhlich zu.
Der allerdings hebt den haarverhangenen Schopf, als blicke er von einem zum anderen. Schließlich dreht sich der Kopf zur Schulter, auf die Banes gerade anerkennend geklopft hat. Es bleibt fraglich, ob Shadow das ebenfalls so empfindet, denn wieder senkt sich seine ungefähre Blickrichtung - hin zu seiner Hand, welche die Flasche hält.

Shadow: „Nicht falschverstehen, Freunde der Sonne - aber hat euch eigentlich schon mal jemand gesagt, dass eure apokalyptische Fröhlichkeit am Rande des Wahnsinns auf bestimmte Leute eher wie Fluch denn Segen wirken könnte?“

Während er die Flasche ansetzt und trinkt, lassen die beiden Champions die Worte sacken, welche sie scheinbar ein wenig verwirren.

Shadow: „Die Liga kann froh sein, dass sie euch hat, ohne Zweifel. Ihr daher euren Stempel aufzudrücken, war nur eine Frage der Zeit. Soll mir auch recht sein - tut mir aber einen Gefallen: lasst dabei anderen ihre kleinen Oasen der Individualität … und Ruhe. Muss ja nicht alles hier aussehen wie der feuchte Traum eurer quietschbunten Fantasie.“

Die beiden schauen ihn überrascht an.

Brandon Cornwallace: "Dude Mann ... wir sind doch keine Fantasie! Wir sind voll echt, genau wie unsere Shakes! Willst du vielleicht einen?"

Nur der Arm mit dem Malzbier geht kurz in die Höhe.

Shadow: „Passe…“

Banes schüttelt den Kopf.

Gordon Banes: "Was ist denn nur los mit dir, Dude? Du hast doch echt allen Grund fröhlich zu sein. Du warst im Main Event vom PPV!"

Brandon Cornwallace: "Ja Mann, da kommt nicht jeder hin, Dude!"

Gordon Banes: "Und bei der letzten Vendetta bist du auch in die nächste Runde vom Turnier eingezogen, wozu wir dir übrigens gratulieren, Dude!"

Sie nicken ihm beide zu und Banes hebt den Daumen hoch. Ohne den Kopf zu heben beugt das unergründliche Dunkel sich vor, umfasst nun mit beiden Händen das Malzbier.

Shadow: „Danke ... aber scheinbar habt ihr in eurem Siegestaumel unlängst nicht alles mitbekommen. Was nutzt einem eine Teilnahme oder ein Sieg, wenn man hier nicht ernstgenommen wird? Allerdings … angesichts dessen, was letzte Vendetta passiert ist, dürfte das hoffentlich jetzt ein wenig anders aussehen, wenn ich zukünftig um Aufmerksamkeit bitte. Das muss nicht jedem gefallen, es muss nicht mal jemand mögen oder respektieren - Akzeptanz reicht mir völlig. Auf Respekt gebe ich einen Feuchten - sollte er allerdings kommen, werde ich ihn aber nicht abweisen. So, ihr Saftschubsen…“

Er nimmt nochmals einen Schluck, dass die Haare kurz aus dem Gesicht rutschen und stellt die Flasche laut hörbar auf den Tisch. Die Strähnen legen sich wieder bedeckend auf sein weißes Antlitz, als er sich zurücklehnt.

Shadow: „… und nun, wie es in anderem Zusammenhang heißt, möget ihr sprechen oder für immer schweigen.“

Worte, die er jedoch, man kann es ahnen, an die Falschen adressiert, denn natürlich werden die beiden Happy Guys mitnichten Schweigen. Ganz im Gegenteil, sofort ergreift Banes das Wort.

Gordon Banes: "Also ich respektier dich, Dude!"

Brandon Cornwallace: "Ja Mann, ich auch, aber du solltest da vielleicht echt was mit deinen Haaren machen, die lassen dich meeeeeeeeeega düster wirken, Dude!"

Gordon Banes: "Ja Mann, da hat Bray-Bray voll recht. Ich wette die Leute würden dich dann viel eher akzeptieren! Sieh uns nur an."

Die beiden lächeln wie immer total selig vor sich hin.

Gordon Banes: "Wir haben auch gegen Widerstände gekämpft, als wir hier angekommen sind, aber wir sind uns treu geblieben ..."

Brandon Cornwallace: " ... und haben auf unsere Haare geachtet!"

Gordon Banes: "Ja Mann, und jetzt sind wir belohnt worden! GLAUB einfach dran, Dude!"

Beide klopfen ihm gleichzeitig von beiden Seiten auf die Schulter.
Für das Duo unersichtlich verkrampfen sich Shadows Hände für einen kurzen Moment, allerdings derart bedacht, dass sie keine Geräusche auf den ledernde Polstern hinterlassen. Hinter dem Haarvorhang hört man zwei lange und tiefe Atemzüge, bevor der Schatten sich aus dem Sitz hievt.

Shadow: „Wenn ich nicht daran glauben würde, hätte ich wohl kaum letzte Show derartige Worte vom Stapel gelassen … nachdem ich den beiden Maineventern mit dem Steelchair einen Scheitel gezogen habe.“

Er macht auf dem Hacken kehrt und deutet auf beide.

Shadow: „Das gleiche gilt für etwaige Friseurtipps. Die Optik eines augenscheinlichen Langhaar-Fans, welcher sich dem ersten Eindruck nach der Zunft des Pantomimenspiels verschrieben zu haben scheint, dürfte in der Tat nicht gerade als Killer-Look durchgehen für diejenigen, die mich zum ersten Mal sehen. Aber genau das ist das dünne Eis, auf welches ich meine Gegner zwinge. Es ist der Glaube an mich, der meinen Weg ausmacht - und ich beweise mir dies tagtäglich dadurch, dass ich ihn gehe ungeachtet dessen, was andere über mich denken.“

The Unfathomable Dark gestikuliert blind mit seinen offenen Händen, während er mit ein paar Schritten um die Sitzecke herumläuft.

Shadow: „Ich kann nur eins nicht ausstehen: wenn man mir was vorgaukelt, um mich dann hinterher abzuservieren. Diesen Fehler habe ich zu oft begangen - kürzlich erst wieder. Und ich werde immer speziell dann hellhörig, wenn sich jemand allzu sehr um meine Persönlichkeit bemüht. Gute Absichten und eine heimtückische Falle trennen manchmal nur eine dünne Linie. Oder … von einer beruhigend wirkenden Fassade mit Meister Proper-Lächeln und TV-Shop-Jovialität.“

Inzwischen ist er hinter beiden Sitzenden angelangt - nur legt er seine Hände auf jeweils eine Schulter.

Shadow: „Also Jungs - ich kenne eure Underdog-Masche und werde euch daher nicht unterschätzen. Aber unterschätzt mich im Gegenzug auch nicht. Ich gebe euch denselben Rat wie der PCWA: nehmt mich hin, wie ich bin. Mit meinem Spleen, meinen Worten und meinen Taten. Denn manchmal steckt mehr dahinter, als es auf den ersten Blick den Anschein hat. Und wer gewillt ist to take a walk on the dark side … der sollte sich im Klaren darüber sein, was das mit sich bringt. Klar soweit … Dudes?!“

Den Gesichtern der beiden Happy Guys ist deutlich abzulesen, dass gar nichts klar ist. Sie blicken den Schatten mit dicken Fragezeichen in ihren Gesichtern an. Besonders Cornwallace, der sich am Kopf kratzt und schließlich ein breites Grinsen auffährt.

Brandon Cornwallace: "Also wir bringen Shakes mit uns, aber du willst ja leider keinen!"

Er blickt Shadow traurig an. Banes, der bisher geschwiegen hat, wirkt jedoch mit einem Mal viel ernster als zuvor. Es hat zwar ein wenig gedauert, doch dann hat er die Worte des Anderen halbwegs verstanden. 

Gordon Banes: "Wir gaukeln hier keinem was vor. Das haben wir vorher nicht und das werden wir auch als Champions nicht machen. Und Underdogs sind wir, seit wir die Gürtel tragen, ebenfalls nicht mehr. Und ich kann dir noch etwas garantieren: wir haben einiges dazugelernt und werden sicherlich niemanden unterschätzen!"

Der Brite kneift seine Augen ein wenig zusammen, während Cornwallace nun noch viel ratloser dreinblickt als zuvor.

Gordon Banes: "Wir wollten einfach nur nett sein, aber du unterstellst uns hier einfach ein falsches Spiel, ohne uns wirklich zu kennen. Du sagst, dass du uns nicht unterschätzen wirst? Well, daran tust du gut, denn wer einen Gegner unterschätzt, der hat bereits das halbe Match verloren! Von mir aus kuschel dich einsam in deine düstere Ecke und grummel vor dich hin, Dude. Aber heul später nicht rum, wenn du merkst, dass dich keine Sau mag!"

Er schnaubt kurz durch und dreht sich dann um. Geladen verlässt er den Ort des Geschehens. Sein Partner blickt ihm irritiert nach, dann zuckt er mit den Schultern in Richtung Shadow.

Brandon Cornwallace: "Also dann ... ich muss wohl los, Dude. Vielleicht bist du nächstes Mal ja fröhlicher."

Er hebt den Daumen an und folgt schließlich seinem Partner, der bereits an der Smoothie Maschine steht und seinen eigenen Becher nachfüllt.

Der Schatten steht noch eine Weile so da und beobachtet - sowohl das rege Treiben als auch wie die freundlichen Minen der Champions zurückkehren, mit denen sie ihre Getränke anpreisen.

Ein echter Teufelskreis, aber das konnte, wollte und durfte er sich jetzt nicht eingestehen. Er hatte den Schritt gewagt, seine eigene Schallplatte nun noch eine Spur düsterer leiern zu lassen … und endlich hatte er den altbekannten Status quo wieder, dass er allein seine Bahnen zog und nur vereinzelte Seelen seine begleiten durften. Der Weg zur Hölle mochte mit guten Vorsätzen gepflastert sein - der zum Egotrip aber mit Enttäuschungen und der des Kriegers mit Blut, Schweiß und ehrfürchtigem Spalier. So richtig wusste er noch nicht, auf welchem er sich befand - aber das würde er hoffentlich recht bald erfahren.

Nein, derart happy war ihm wirklich nicht zumute - wenngleich selbst einem Schatten manchmal ein wenig Sonne guttäte. Fürs Erste beließ er es bei seinen Gedankenspielen …
… und auch bei dem etwas zu süßen Mix des Duos.

Mit einem schlürfenden Geräusch dreht sich Shadow herum - einen der Shakebecher unter die Haare gehalten und geht aus dem Bild, wobei er den Becher anschließend auf einem der Stehtische abstellt.
 

Mike Garland: "Dass sie bei Shadow mit ihrer chronischen Happyness nicht weit kommen, hätte ich ihnen gleich sagen können."

Vincent Craven: "Shadow bleibt auf seinem Pfad, sich von der PCWA missverstanden zu fühlen. Und das kann man durchaus schon als bockig bezeichnen, da bin ich ganz bei unseren Cotatores."

Mike Garland: "Bitte bring diese ehrwürdigen Gürtel nicht in Verbindung mit diesen Getränke verteilenden Honks."

Vincent Craven: "Sie haben beim Imperial Impact die Ring Assassins geschlagen, was willst du? Ihr Verhalten nennt man "gelebte Fannähe"."

Mike Garland: "Ich hoffe inständig, dass Jona Vark Erbarmen hat und Rogue und Ashfield das Rückmatch zugesteht. Denn dann ist der Spuk endlich wieder vorbei."

Vincent Craven: "Oder Carnageddon bekommt bei CORE die Chance auf das Titelgold. Nach dem Scheitern von Stem im Opener ein nettes Trostpflaster..."

Mike Garland: "Vielleicht kommt es gleich noch zu einer Verkündigung im Tag-Team Bereich der PCWA, natürlich werden wior auch unser letztes Quest Viertelfinale sehen und den Main Event zwischen Marc Poe und Kevin Smash."

Vincent Craven: "Nach zwei, drei Werbespots sind wir wieder für sie da." 


------------------ PCWA ------------------

In der Carnageddon-Umkleide…

„Sag‘ mal, für wie bescheuert hältst du mich eigentlich? Was soll dieser Mist hier sein?“

Lara hebt angewidert etwas hoch, das auf den ersten Blick wie ein Taucheranzug in Regenbogenfarben aussieht. Sie schüttelt den Kopf.

Lara: „Diesen Quatsch soll ich ab jetzt im Ring tragen?“

 DeWynters: „Lafayette hält Ihre momentane Kampfkleidung für nicht angemessen. Er möchte, dass Sie einen besseren Stil in öffentlichen Auftritten vorzeigen.“

Das Mucsle Chick starrt noch einmal auf den Anzug. Für sie ist dieses Ding das Hässlichste, was sie jemals gesehen hat. Der Ganzkörperanzug hat eine violette Grundfarbe mit farbigen, schrägen Querstreifen. Das 80er-Feeling ist deutlich zu spüren.

DeWynters: „Was Sie momentan tragen enthüllt zu viel Haut.“

Lees Kopf dreht sich ruckartig zu DeWynters um, die wie immer in feinem Anzug mit Rock an einer Wand mit verschränkten Armen lehnt.

Lara: „Ach ja? Zu viel Haut? Wer ist Lafayette denn? Ein strenggläubiger Moslem oder was?“

Dass Lara zu viel Haut zeigt, das kann man nun wirklich nicht so sagen. Sie trägt eine Trainingshose und ein schwarzes Bustier – ihre typische Fitnesskleidung. Die Kampfkleidung, die heute wohl nicht zum Einsatz kommen würde, bedeckt höchstens zusätzlich den Bauchbereich.

DeWynters: „Lafayette ist in erster Linie ein Geschäftsführer, der sich um die Repräsentation seiner Firma sorgt.“

Sie deutet auf das fette gelbe LMC-Logo auf dem Rücken des „Taucher“kostüms. Abermals blickt Lee auf das Kleidungsstück. Es ist deutlich zu sehen, dass ihr das Ganze sehr missfällt. Sie seufzt.

Lara: „Lafayette soll sich eins ficken. Ich werde das lächerliche Ding nicht anziehen. Ende. Schluss. Aus.“

DeWynters: „Sie müssen aber.“

Lara: „Nein, verdammt nochmal.“

Plötzlich reißt sie ihr Bustier hoch und wirft es zur Seite. DeWynters Augen zucken nur kurz zu den runden, nicht so ganz flachen Busen hinüber.

Lara: „Das hier ist zu viel nackte Haut! Und ich werde lieber mit freiem Oberkörper da rausgehen und kämpfen, wenn es sein muss! Ich gebe einen Fick auf den repräsentativen Stil! Lieber wackelnde Titten als eine Kleidung zum gnadenlosen Fremdschämen!“

DeWynters: „Nun, das wird Lafayette leider gar nicht gefallen. Gehen Sie lieber nicht halbnackt vor das Publikum. Das würde zu viel negative Schlagzeilen verursachen.“

Daraufhin bricht Lara in Gelächter aus und setzt sich auf die Holzbank.

Lara: „Negative Schlagzeilen? Dein Ernst? Das Publikum besteht mehrheitlich aus Männern. Sie wären sehr happy, wenn sie mich nackt sehen würden. Und das sollen negative Schlagzeilen sein?“

DeWynters: „Das würde den Ruf der PCWA schädigen, und auch den von LMC. Und es ist verboten.“

Lara: „Mir ist das egal. Im Moment habe ich echt voll den Bock dazu, ein Video zu veröffentlichen, das mich masturbierend in all meiner Pracht zeigt. Ich habe echt die Schnauze voll von all dem ganzen Scheiß.“

Sekundenlange Stille. Schließlich seufzt DeWynters leise und nimmt neben Lara Platz auf der Sitzbank.

DeWynters: „Lara Lee… Ich glaube, Dir liegt etwas auf dem Herzen. Und es geht nichtmal um Lafayette. Was ist es?“

Verwundert muss Lara ihre Botin mustern. So emotional und persönlich hat DeWynters sich bisher nicht gezeigt. Ihr ist auch nicht entgangen, dass sie sie geduzt hat.

Lara: „Ach, was interessiert es dich schon, DeWynters.“

DeWynters: „Ganz im Gegenteil, Lara. Du bist im Moment für mich die einzige VIP – eine Person von höchstem Interesse. Meine Aufgabe ist es, das Bestmögliche aus Dir zu machen.“

Lara: „Im Sinne der Lafayette Machines Corporation natürlich.“

Dazu sagt die schöne Frau nichts, stattdessen wiegt sie erst einmal den Kopf.

DeWynters: „Nun, Mr. Lafayette steht selbstverständlich an erster Stelle. Aber Deine Gesundheit und Dein Geist sind nicht minder wichtig. Genau wie er, möchte ich, dass Du im optimalen Bereich bist. Also, Lara, was bereitet Dir wirkliche Sorgen?“

Die beiden Frauen sagen erst einmal einander nichts, aber die Augen begegnen sich. Lara schnaubt und steht wieder von der Bank auf und macht ein paar Schritte.

Lara: „Weißt du, ich bin keine normale Frau. War ich nie. Keine Ahnung, was mit mir passiert ist. Erziehung, Hormonen, Gene, Angewohnheiten… Wie auch immer, so bin ich nun mal. Eine Frau mit viel zu vielen maskulinen Eigenschaften. Und ich bin sehr zufrieden damit. Ich bin gerne ich. Deshalb rede ich nicht gerne über emotionale Dinge und heule mich nicht an einer Schulter aus. Ich schlucke es herunter und mache weiter. Manchmal denke ich wirklich ernsthaft, weiblich zu sein ist eine Schwäche. Ist natürlich Unsinn, aber du verstehst, was ich meine?“

DeWynters nickt nur.

Lara: „Aber jetzt fühle ich mich ganz anders. Ich will mich bei dir ausheulen, beichten, erzählen, mir egal. Hauptsache irgendetwas. Ich bin echt gerne mit Stem zusammen, aber ich habe irgendwie einfach nicht das Gefühl, ihm voll und uneingeschränkt vertrauen zu können. Er ist mein bester Freund, ich würde auch jeden Scheiß mit ihm durchziehen, ich würde seinen Rücken freihalten und er meinen. Aber wir behalten einige Geheimnisse für uns. Wir reden über so ziemlich fast alles. Aber eben nur fast.“

DeWynters: „Und was ist mit deinem Verlobten Chris?“

Lara: „Das gleiche Problem. Außerdem ist er jetzt tausende Meilen weg. Ich bin scharf auf ihn, er auf mich. Wir machen fast jeden Tag Videocalls und machen… nun, halt kinky Sachen. Du weißt schon, strippen, befingern, Sexspielzeuge…“

Die Botin hebt die Hand abwehrend hoch. Daraufhin muss Lara kichern.

DeWynters: „Bitte keine Details, Lara.“

Lara: „Aber all das ersetzt eben nicht den echten Körperkontakt, den ich brauche. Ich möchte mit ihm schmusen, kuscheln und so weiter. Ich bin echt drauf und dran, eine Affäre anzufangen. Ich bin schwer untervögelt. Und ich weiß nicht, was ich machen soll.“

DeWynters: "Verstehe. Komm' her."

Da richtet sich die Botin plötzlich auf, geht ein paar Schritte auf Lara zu. Und tatsächlich lehnt sie sich zuerst an Laras breite Schulter, legt einen Arm um die Hüfte und zieht Laras Arm sanft zu sich, bis DeWynters selbst sie komplett umschließt. Sie umarmen sich für eine Minute, dann lässt Lara zögernd wieder los. DeWynters kehrt zur Sitzbank zurück und nimmt wieder eine aufrechte Körperhaltung ein. Die Amazone wirkt tatsächlich etwas gelöster.

DeWynters: „Da ist noch ein anderer Grund."

Lara: „Das ist der erste. Der zweite Grund ist, dass im Moment echt alles gar nicht so läuft, wie es laufen soll. In der PCWA meine ich.“

DeWynters: „Du meinst, du bist nicht so erfolgreich, wie du denkst?“

Lara: „Genau! Meine ersten Siege liegen schon eine Weile zurück. Ich habe nichts, was ich konkret vorweisen könnte. Die Niederlage in der erste Runde des Turniers ist ein prima Beispiel dafür.“

DeWynters: „In dieser Hinsicht muss ich Dir komplett widersprechen. So schlecht bist Du gar nicht. Du siehst das Ganze viel zu eng. Schauen wir mal: Seit dem Brawlin‘ Rumbe XII bist Du dabei. Den Rumble hast Du zwar verloren – aber der Auftritt währte lang und machte Eindruck. Das war auch das Minimum, was Lafayette von Dir erwartete. Den Rumble zu gewinnen war angesichts der Umstände einfach viel zu unwahrscheinlich. Vendetta 129: Klarer Sieg im echten Debütmatch. Vendetta 130: Verloren, weil Disqualifikiation wegen Auftritt deines Partners. Aber Du warst drauf und dran, das Match zu gewinnen – nach so einem Backcrusher würde Mr. Maxxx bis 3 liegen bleiben. Vendetta 131: Jimmy Maxxx mischte sich ein und sorgte dafür, dass es zu einer Disqualifikation kommt. Out of Ashes 2018: Verloren, weil Deine Nase gebrochen wurde und du so nicht wieder in das Kampfgeschehen eingreifen konntest. Vendetta 134: Mr. Wilson knockte Mr. Maxxx aus, ohne Dein Zutun. Dadurch den Kampf auch per Disqualifikation verloren. Imperial Impact 12: Klarer Sieg gegen Dante Rodriguez. Der Sieg war sogar so überzeugend, dass Mr. Rodriguez beschloss, Dich nicht mehr zu belästigen. Und Vendetta 135: Niederlage, weil Mr. Shadow seinen Gegner, welcher nicht Du warst, besiegt hatte. Es gab keine Elimination-Regelung.“

Lara: „Viele Kämpfe, die entweder ohne mein Verschulden verloren oder durch Disqualifikation beendet wurden.“

DeWynters: „Ganz richtig. Denn wenn es um ganz entscheidende Dinge geht, die nur Dich betreffen, dann bist Du durchaus erfolgreich. Wenn es sich aber um mehrere unabhängige Faktoren handelt… nun.“

Lara: „Ein Grund mehr, Carnageddon zu festigen und Stem näher an mich zu binden, damit wir wirklich gemeinsam als eine Einheit statt bloß zusammen kämpfen. Deshalb habe ich heute Stem aufgesucht und wir haben bei Jona sogar ein Match gegen Happy Hour bekommen.“

DeWynters: „Mr. Lafayette möchte, dass Carnageddon erfolgreich wird und so werde ich dieses Anliegen unterstützen. Aber das ist noch nicht alles, was Dir den Kopf zerbricht.“

Lara: „Nein, da ist nichts weiter.“

DeWynters: „Doch.“

Die schöne Frau legt grübelnd eine Hand auf das Kinn und sieht Lara nachdenklich an.

DeWynters: „Es geht um Lafayette. Es geht um mehr als nur den üblichen Ungehorsam gegenüber Mr. Lafayette.“

Lara schluckt den Kloß hinunter. Hat DeWynters etwa herausgefunden, dass Deripex spioniert? DeWynters Stimme kommt als Flüstern.

DeWynters: „Ich habe mich wirklich gefreut, dass Dein dunkelhäutiger Mentor zu Besuch gekommen ist. Die Aktenmappe hätte er Dir aber nicht geben sollen, Lara.“

Mist.

DeWynters: „Ich habe Lafayette noch nicht benachrichtigt. Aber ich möchte Dir zuerst eine Chance geben zu erklären, warum ich das nicht tun soll.“

Abermals steht DeWynters auf und baut sich direkt vor Lara auf. Sie verschränkt die Arme vor der Brust.

Lara: „Woher weißt du eigentlich alles? Wie konntest du wissen, dass Deripex mich besuchen würde, obwohl ich das selber zu diesem Zeitpunkt unmöglich wissen konnte?“

DeWynters: „Ich besitze einen Spitznamen, der hin und wieder hinter vorgehaltener Hand geflüstert wird. Niemand würde dies mir gegenüber zugeben, aber ich weiß, wie sie mich nennen.“

Sie macht noch einen Schritt rückwärts und daraufhin verschwindet sie vollständig in einem ominösen Schatten – obwohl die Umkleide gut von der Mitte ausgeleuchtet wird – sodass nur die katzenhaft wirkenden Augen erkennbar sind.

DeWynters: „Sie nennen mich ‚die Augen von Argos‘. Ich sehe alles, Lara. Ich bin der Heimdall. Akzeptiere es einfach.“

Verdammte Scheiße. Deripex hat sie davor gewarnt und sogar auch den Spitznamen von DeWynters genannt. Lara hat das Ganze – bis jetzt – nicht wirklich ernstgenommen. Wie soll sie denn alles sehen können? Das ist doch eine übernatürliche Superkraft, wie lächerlich! Aber jetzt ist Lara überzeugt, dass die Botin wirklich diese Fähigkeit besitzt. Wie sie das macht… das wird Lee wohl nie erfahren.

DeWynters: „Also… warum?“

Lara: „Nun. Es gibt eine andere Sache, die Lafayette tatsächlich mehr Sorgen machen könnte als ich selbst.“

DeWynters: „Das Angebot von Rob Collins.“

Immerhin ist dies kein Geheimnis – es war live zu sehen, wie er Lara einen Umschlag gegeben hat. Lara geht zu der Sporttasche hinüber und kramt den Umschlag heraus, anschließend gibt sie ihn an DeWynters weiter. DeWynters öffnet den Umschlag und verschließt diesen wieder.

Lara: „Ganz schön viel, oder? Ich denke, Rob will, dass ich mich von Dir und Carnageddon trenne und mich Donald Armitage anschließe.“

DeWynters: „Richtig gedacht. Werden Sie es tun?“

Die persönlichen Angelegenheiten scheinen also beendet zu sein – es geht jetzt um das Geschäft.

Lara: „Verdammt nein. Lafayette ist schlimm genug, aber die Armitage Company ist noch viel übler. Und das Angebot ist nicht verlockend genug, nur so nebenbei.“

DeWynters: „Sehr gut. Ich werde mich um diese Situation kümmern, denn das betrifft Lafayette Machines Corporation direkt, wenn eine Mitarbeiterin von einer anderen Firma angeworben wird. Das ist eine sehr ernsthafte Angelegenheit.“

Lara: „Aber ich bin faktisch eine Mitarbeiterin der PCWA.“

DeWynters: „Das ist richtig, Sie beziehen auch von der PCWA Gehalt. Aber Mr. Lafayette hat mit Vark Enterprises diesbezüglich einige Bestimmungen vereinbart. Machen Sie sich keine Gedanken darüber – es ist reine Bürokratie. Sie sind ein Teil der PCWA. Aber LMC ist Ihr Sponsor. Bringen Sie mich bitte nicht noch einmal dazu, das immer und immer wieder zu erklären. Akzeptieren Sie die Dinge einfach so, wie sie sind. Sie sind Kämpferin, also bitte fokussieren Sie sich auf das Geschehen innerhalb der PCWA, nicht mehr oder weniger.“

Lara: „Na schön, gegen dich habe ich eh keine Chance. Das mit Lafayette überlege ich mir aber noch. Allerdings ist Rob Collins und Armitage immer noch ein Thema.“

DeWynters: „Wie gesagt, ich kümmere mich darum. Sie sagen oder tun einfach nichts in dieser Angelegenheit. Ignorieren Sie es einfach. Sie haben das Angebot ausgeschlagen, damit ist die Angelegenheit für Sie beendet.“

Lee kann aber dieses unterschwellige Gefühl im Bauch nicht ignorieren. Sie ist überzeugt, dass diese Sache noch lange nicht beendet ist, aber sie würde lieber erst einmal abwarten. Um das Thema zu wechseln, zeigt sie auf das altbacken wirkende Kostüm, das sie auf die Sitzbank abgelegt hat.

Lara: „Ich werde das trotzdem nicht anziehen. Wie gesagt, werde ich auch nackt kämpfen, wenn du mir alles wegnehmen würdest.“

DeWynters: „Das bezweifle ich ernsthaft. Zumal die PCWA-Richtlinien dies ganz klar verbieten. Ich werde aber nochmals mit Mr. Lafayette darüber sprechen. Das wird ihn nicht freuen.“

Lara: „Hat er sich jemals gefreut, wenn etwas mich betrifft?“

Die angesprochene Frau übergeht die Frage komplett.

DeWynters: „Mr. Wilson und Sie haben ja bereits bei Ms. Vark vorgesprochen und ein Match für den kommenden PPV CORE 2018 erhalten. Jetzt ist es Ihre Aufgabe, mit Mr. Wilson diesmal ein absolut überzeugendes Team aufzubauen. Carnageddon hat schließlich das Ziel, eines der ‚brutalsten‘ Teams zu sein. Erreichen Sie das Ziel!“

Der weibliche Teil von Carnageddon nickt selbstsicher.

Lara: „Eins noch. Danke, dass du zugehört und mich nicht gleich an Lafayette verpfiffen hast. Ich fühle mich schon viel besser.“

Zunächst keine Reaktion von ihr. Doch dann erscheint ein winziges Lächeln im Schatten.

DeWynters: „Damit wäre alles geklärt. Gibt es noch Fragen?“

Lara: „Ähm… eine hab‘ ich. Kannst du mich bitte lecken?“

DeWynters: „Bitte was?“

Lara: „Du weißt schon…“

Sie hebt die Hand und macht ein „V“-Zeichen, dann streckt sie die Zunge zwischen den Fingern aus. Die Zunge führt gewisse Bewegungen aus. Es könnte nicht eindeutiger sein. Zunächst hebt DeWynters nur eine Augenbraue, dann schnaubt sie leise. Plötzlich geht die Raumbeleuchtung für einen Augenblick aus und an. Jetzt ist die immer noch barbusige Kanadierin die einzige Person in der Umkleide. Sie zuckt die Achseln.

Lara: „.. ich sagte ja, ich bin schwer untervögelt…“


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Bild

Pure Wrestling at it's best...

...an all time classic!

 

2001
- Clawrik -



2002
- Ruler of Justice -

 

2003
- Damon Valentine -

 

2005
- Mike Novoselic - 

 

2006
- Azrael Rage -

 

2008
- Keevan -

 

2010
- Blaze -

 

2012
- Mad Dog -

 

2013
- Alistair Brunswick -

 

2015
- Robert Breads -

 

2017
- Chris McFly -

 

2018
- ??? - 


04.11.2018 / PCWA Dome / Berlin

Who will fill these great footsteps?


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Das Büro des Kuchens hat sich seit seiner Wiederkehr beim letztjährigen CORE nur wenig verändert. Gut, ein paar Kartons und Essensreste wurden zur Seite geräumt, aber ansonsten ist alles so geblieben, wie es war. Der vermüllte Tisch, das provisorisch angebrachte Schild, der seltsame Titelgürtel an der Wand... 
Die Frage, ob dies alles ein Zeichen für Beständigkeit oder eher ein Zeichen dafür ist auf der Stelle zu treten, scheint in den Gesichtern von Connor Rogue und Sean Ashfield auf, als sie das "Büro" des Kuchens betreten. Es ist nicht so, als hätten sie das letzte Jahr vergessen, in dem sie die Cotatores erringen konnten und sie wieder abgeben mussten... aber im Augenblick der Niederlage tritt manchmal das hervor, was schon zwischenzeitlich aufkeimte. Und so fummelt Ashfield ungelenk an seiner Jacke herum, als RM sie fragend anschaut. Connor Rogue ergreift nach einem kurzen grüßenden Nicken allerdings das Wort.

Connor Rogue: "Hör zu, RM... wir sind hier, weil uns die letzte Show nicht besonders gefallen hat. Ja, wir hätten das früher ansprechen können, ja, wir hätten es vor der Attacke an Graves machen sollen - aber wie auch immer. Was sollte das mit Smash? Wir haben euch doch gewarnt, dass Happy Hour nicht mehr so einfach hinters Licht zu führen sind. Doch anstatt ihr auf uns hört, zieht ihr euer Ding durch.. Aber Deception ist Vergangenheit. Wir dachten, dass die Ring Assassins nun im Mittelpunkt stehen und wir alles dafür tun, dass wir die Cotatores zurück erhalten. Brauchen wir wirklich diese Nebenkriegsschauplätze? Mit Poe, mit Graves..."

Der Kuchen legt den Kopf schief und steht von seinem Pult auf.

RM: "Ja... Die brauchen wir."

Genervt schauen sich Ashfield und Rogue an, wonach ihr neugieriger Blick zurück zum Kuchen geht, der allerdings nichts weiter sagt, sich stattdessen lieber im Spiegel betrachtet.

Sean Ashfield: "Die Armitage Company hat uns für CORE herausgefordert und das heißt: Nur so können wir uns endlich von ihnen entledigen. Wenn wir sie bezwingen, werden sie uns in Ruhe lassen. Wir haben ihnen noch ein wenig Steine in den Weg gelegt, da sich Tony vorher noch bei uns entschuldigen muss, aber verstehst du, was das bedeutet?! Unsere Attacke ist nach hinten losgegangen... wir müssen es nun im Ring klären, obwohl wir doch eigentlich unser Rematch gegen Happy Hour bestreiten wollten. Wie zu erwarten war, hat Jona Vark natürlich Carnageddon ihre Chance gegen Happy Hour eingeräumt..."

Ashfield wirft seine Arme nach oben und deutet dem Kuchen so an, dass man sich dies alles schon vorher hätte denken können... oder dass die Assassins sich dies vorher schon gedacht haben, aus alter Verbundenheit allerdings lieber auf ihren Mentor hörten. Dieser sieht das Offensichtliche in den Gesichtern seiner Schützlinge... 
Plötzlich klatscht RM allerdings in die Hände.

RM: "Wunderbar. Sehr gut!"

Die Freude des ehemaligen Creative Commissioners kennt kaum Grenzen, als er auf die Assassins zutritt.

RM: "Ich bin nämlich auch nicht untätig gewesen! Jona Vark will sicherlich keine weiteren Attacken gegen Happy Hour und vor allem keine Attacken gegen ihren lieben Undisputed Gerasy. Und Smash und ich wären schon in der Lage, dort etwas zu drehen... Also seid ihr gleich bei ihr im Büro und könnt dort eure Anliegen vorbringen. Während ich im Quest eine Runde weiter ziehe und Smash den Gerasy gewinnt, bekommt ihr bei Jona endlich die Aufmerksamkeit, die ihr verdient habt!"

Die Augen der Assassins schnellen auf und schauen den Kuchen ungläubig an. Er hat für sie etwas arrangiert?!

RM: "Auch wenn wir einen kleinen Dämpfer erhalten haben... Wir machen die PCWA wieder groß!! Das ist unser Versprechen an die PCWA!"

Sean lächelt nun und nickt, während Connor weiterhin skeptisch bleibt. Wenngleich sich auch seine Gesichtszüge gelockert haben.

Connor Rogue: "Ein Gespräch mit Jona? Und du meinst, dass sie nun einlenkt, weil du ihr gedroht hast. Das hat vorher doch auch nicht funktioniert..."

RM: "Abwarten, Connor!"

Nachdenklich legt sich die Stirn des Kanadiers in Falten. Sein amerikanischer Partner tritt hingegen einen Schritt näher an den Kuchen heran. Schließlich scheint ihn noch etwas anderes zu stören.

Sean Ashfield: "Ihr wollt also selbst nicht um die Cotatores antreten..."

RM schaut ihn irritiert an. Ashfield aber will den Kuchen prüfen. 

Sean Ashfield: "Du und Smash..."

Schließlich wären solche Ambitionen ein Grund für RM, die Assassins ins Verderben zu führen oder zumindest sie stiefmütterlich zu behandeln.

Ein herzhaftes Lachen entfährt dem Kuchen. 
Dann winkt er mit dem Zeigefinger ab.

RM: "Kevin wird heute Abend Undisputed Gerasy. Das heißt... Ich werde heute Abend Undisputed Gerasy! Und um der Torte noch die Kirsche aufzusetzen, ziehe ich zuvor im Quest for the Best eine Runde weiter. Und wenn ich das Finale gewonnen habe, werde ich mir das Match wünschen, was mir schon seit Ewigkeiten zusteht. Nicht nur in der PCWA..."

Er schaut sich in seinem Büro um, als würde es seine Karriere illustieren.

RM: "Nein - dieses Match steht mir aus der Wrestlinggeschichte als Ganze heraus zu. Ich bin einfach dafür gemacht. Mit meinem Sieg im Quest wird es kein Entkommen mehr geben. Ich wünsche mir das Match um die Kontrolle der PCWA. Den Kampf um die Macht - um 100% Eigentums- und Bestimmungsrecht."

Der Kuchen schaut verklärt in die Ferne, während er unbemerkt eine leere Burgerschachtel zu Boden wirft. Er nutzt die Bewegung um mit der Hand die Ankündigung eines Matches in die Luft zu wischen. 

RM: "RM versus Jona Vark. Brawlin' Rumble XIII! Undisputed Gerasy und 100% PCWA Control and ownership on the line."

Ungläubig dreht sich Ashfield zum augenrollenden Rogue um. Kann dann aber nicht anders, als wieder zurück zum faszinierten Kuchen zu sehen, der immer noch seinen imaginären Schriftzug anhimmelt. Auch Ashfield kommt nicht umhin Löcher in diese Luft zu starren. 

Connor Rogue: "Dafür musst du allerdings an Kevin Sharpe und Jimmy Maxxx vorbei..."

Der Kuchen schüttelt sich kurz und schaut schnurgerade in die nüchternen Oberlehreraugen Rogues. Wieder blitzen RMs Zähne lächelnd auf. Man weiß dieses mal allerdings nicht, ob aus Belustigung oder aus Aggression.

RM: "Schnarchnase Maxxx soll eine Herausforderung für mich sein? Er ist am Ende der Nahrungskette, ein Außenstehender. Eine Randerscheinung. Redet wirres Zeug... Er hätte sich damals uns anschließen können, stattdessen hat er sich gegen uns entschieden. Selbst Schuld. Jetzt ist er am Boden, während ich.. äh, wir... vor dem großen Sprung stehen, wieder die Spitze zu erreichen."

Mit dem Zeigefinger deutet der Kuchen nach oben.

RM: "Von der Sharpe beim Impact gefallen ist... Ich habe ihn vorher schon zwei Mal besiegt! Und wäre Godd beim Impact nicht gewesen, so wäre es dort zum dritten Mal geschehen. Dafür muss ich eben heute sorgen. Dieser arme Irre glaubt seine Bemalung würde irgendjemandem Angst machen. Dabei haben alle anderen doch mit Malen nach Zahlen spätestens mit acht Jahren aufgehört. Farbe im Gesicht, mal ehrlich! Das findet ihr gut? Und so einem Pawianarschgesicht sprichst du, Connor, mehr Chancen im Quest zu? Wieso will er das Ding überhaupt gewinnen? Um ein Rematch auf den Gerasy zu bekommen, den er dann wieder in seiner Kabine liegen lässt... Pah!"

Immer noch starren sich Rogue und RM an. 
Dann nickt der Kanadier. Ordnet sich unter.

Connor Rogue: "Ja, zeig es diesem Pawianarsch! Und Großmaul Maxxx sowieso."

Das Lächeln auf RMs Gesicht wird wieder breiter und jeglicher Anflug von Aggression gegenüber den Assassins weicht. Nun liegt eher Fokus in den Augen des Kuchens, als dieser wieder sein Spiegelbild entdecken.

Sean Ashfield: "Du und Smash klären die Dinge heute im Ring! Und wir gehen zu Jona, um unsere Angelegenheiten zu klären!"

Immer noch betrachtet RM sich im Spiegel. Wobei irgendetwas fehlt... Vor dem Impact lag es noch auf seiner Schulter.

RM: "Macht das... Und bestellt Jona einen lieben Gruß von mir! Smash wird sich gleich um ihren Gerasy kümmern. Und ich beim Rumble um ihre Liga... Dann hat Jona endlich genug Zeit für ihr Poepöchen."


Mike Garland: "Yes! Der Kuchen hat etwas arrangiert und das kann nur etwas Gutes bedeuten. Die Ring Assassins können Happy Hour das Gold wieder aus den Händen reißen!"

Vincent Craven: "Wo denkst du hin, Mike? RM hat gar nichts getan, er hat eine Ausrede gesucht, mit der die Assassins ihn vor seinem Match in Ruhe lassen, damit er wieder seinen größenwahnsinnigen Ideen frönen kann."

Mike Garland: "Hälst du etwa Jona Vark vs. RM beim Brawlin' Rumble für keine gute Idee?"

Vincent Craven: "Das ist der größte Unsinn, den ich je gehört habe."

Mike Garland: "Wäre es denn möglich?"

Vincent Craven: "Wie? Was?"

Mike Garland: "Na... gesetzt den Fall RM würde den Quest gewinnen. Wäre es möglich?"

Vincent Craven: "Ich möchte mich solchem Irrsinn nicht hingeben, Mike. Der Kuchen hat zwei starke Gegner und ich traue beiden mehr zu als ihm."

Mike Garland: "Das werden wir gleich sehen. Ebenso wie die Frage nach dem Match um die Cotatores. Die Armitage Company dürfte an dieser Frage auch ein helles Interesse haben."

Vincent Craven: "Von den einen Übeltätern zu den anderen. Aber lass uns ruhig mal schauen, was Rob Collins treibt, ja."


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Der heutige Abend läuft für Rob Collins um einiges besser als bei den letzten PCWA Veranstaltung. Die Ring Assassins dürften vorerst ruhig gestellt sein, Grizz Lee war mit der Observation und dem Ergebnis sehr zufrieden. Donald Armitage dürfte es damit auch sein.

Jetzt fehlt nur noch die Antwort von Lara Lee auf das Vertragsangebot, offensichtlich macht sie sich ernsthafte Gedanken. Denn eine Absage wäre wahrscheinlich sofort bei dem Oaklander eingetrudelt.

Von daher kann der Mann aus dem Golden State diese Vendetta gemütlich ausklingen lassen und ist gerade auf den Weg in die Cafeteria, um sich einen Espresso zu gönnen, als er bemerkt, dass ihm Hugo abhanden gekommen ist.

Rob Collins: "Hugo?"

Collins blickt sich um, doch der Hüne ist weit und breit nicht zu sehen. Der Kalifornier war so mit sich selbst beschäftigt, dass er es nicht bemerkte, ab wann sein 2,20 m großer Assistent ihm nicht mehr folgte. Dabei macht Hugo eigentlich sowieso, was er will.

Da Rob es hasst seinen Espresso ohne einen Gesprächspartner zu trinken, dreht er schließlich um und macht sich auf die Suche nach Hugo. Nach kurzer Zeit erblickt Rob einen riesigen Schatten aus dem Gang von der linken Seite. So nimmt der Oaklander diese Abzweigung...

"Verdammt Mandy, ich kämpfe um den Undisputed Gerasy. Hast du das immer noch nicht verstanden?"

Dieser Mann vor ihm ist nicht Hugo, aber von nicht minderer Gestalt. Und ziemlich sicher ist sein Ego noch um einiges größer als jenes von Robs Assistenten, natürlich handelt es sich um Kevin Smash, der wütend in sein Smartphone schnaubt.

Kevin Smash: "Schatz? Hallo? Hey ..."

Smash schüttelt voller Zorn den Kopf. Wütend klappt er das Handy zu und steckt es in seine Hosentasche.

Kevin Smash: "Ich glaub es ja nicht ... legt die dumme Kuh einfach auf. Die wird noch sehen, was sie davon hat ... dumme Fotze!"

Eigentlich ist es eher ein Monolog, den die Legende führt, doch Rob Collins antwortet trotzdem. Vielleicht kann er mit dem als guten Geschäftsmann bekannten Kevin Smash eine Verbindung aufbauen. Einen Versuch ist es zumindest Wert.

Rob Collins: "Nein, das glaubt man nicht. Kein Respekt vor dem kommenden Undisputed Gerasy!"

Überrascht dreht sich die selbsternannte Legende in die Richtung, aus welcher er gerade die Stimme vernommen hat. Als er Collins erblickt, legt sich ein breites Lächeln auf die Gesichtszüge des Smashers. Der Zorn über seine Frau scheint augenblicklich verflogen. Zufrieden nickt er mit dem Kopf. Rob Collins hat ebenfalls sein fettestes Lachgesicht aufgesetzt und zieht damit weiter seine typische Schleimspur, denn was anderes ist es nicht. Rob wünscht sich ganz klar, dass nicht Smash sondern Grizz Lee den Gerasy gegen Poe holt, damit er selbst im guten Licht da steht.

Kevin Smash: "Na immerhin einer, der das richtig erkannt hat. Das erfreut mein Legendenherz!"

Er lacht kurz theatralisch auf und streckt seine Hand in Richtung Collins aus.

Kevin Smash: "Freut mich sehr!"

Rob ergreift die Hand.

Rob Collins: "Ist doch ganz klar, dass ich das erkannt habe. Selbst ein Blinder würde erkennen, welchen Fehler Ezra gemacht hat, indem er sich auf ein Match mit einer lebenden Legende eingelassen hat. Man merkt einfach, dass ich nicht mehr sein Lehrmeister bin. Er macht mittlerweile einfach zu viele Fehler."

Der Mann, der ursprünglich aus New York kommt, sich aber dennoch aus Hollywood ankündigen lässt, nickt einmal mehr eifrig mit dem Kopf. Er scheint hier Jemanden gefunden zu haben, der ihm voll und ganz zusagt.

Kevin Smash: "Ganz genau so sieht es aus. Ich werde Marc Poe dafür bluten lassen, dass er mich aus meinem Ruhestand gelockt hat und mir das nehmen, was mir schon seit so vielen Jahren zusteht!"

Er macht mit den Händen eine Geste um seine Hüfte um den Gerasy zu symbolisieren.

Rob Collins: "By the way, du hast nicht zufällig meinen Assistenten Hugo gesehen?"

Smash blickt ihn kurz grübelnd an.

Kevin Smash: "Hugo? Das klingt für mich eher, wie ein schlechtes Getränk!"

Die Legende lacht dreckig auf und blickt Collins dann interessiert an.

Kevin Smash: "Aber da ich gar nicht weiß, wer dieser Hugo ist, kann ich dir auch nicht sagen, ob er mir über den Weg gelaufen ist ... aber ich entnehme deinen Worten, dass du mit Marc Poe bekannt bist?"

Die rechte Hand von Smash wandert zum großen Legendenkinn.

Rob Collins: "Ja, ich bin derjenige, der dem kleinen Ezra Armitage alles über das Wrestling beigebracht hat. Mein Auftrag war es ihm erst eine Zukunft aufzuzeigen, um ihn dann eiskalt fallen zu lassen. Anschließend sollte ich als I-Tüpfelchen seiner Karriere ein Ende bereiten, damit er nach Baltimore zu seinem Dad zurückkehrt. Doch mein Plan ist gescheitert, dabei kenne ich Ezra in- und auswendig."

Collins ist natürlich klar, dass sein Vorhaben nur wegen Tony Graves gescheitert ist. Doch er möchte den Gambler aus Arizona hier nicht an den Pranger stellen, da weiterhin die Hoffnung besitzt Tony auf den richtigen Weg zu führen. Während Collins eher nachdenklich drein blickt, legt sich mit einem Mal ein breites Grinsen auf das Gesicht von Smash. Eine hervorragende Möglichkeit noch einige zusätzlich Informationen über seinen Gegner zu sammeln ergibt sich hier gerade für ihn. Mit einem theatralischen Lachen legt er die große Pranke auf die Schulter von Collins.

Kevin Smash: "Das klingt doch sehr gut, mein Freund ... dann kennst du doch sicherlich auch ein paar Schwachpunkte, die man nutzen kann, um diesen Bastard zusätzlich zu demütigen! Ich will ihn am Boden sehen ... und zwar richtig!"

Und das will die Legende wirklich. Nur Poe ist es zu verdanken, dass er nun Eheprobleme hat. Zumindest sieht die Legende dies so und sie will Poe dafür zahlen lassen. Mit seinem Blut. Mit seiner Ehre. Mit seinem Stolz!

Rob Collins: "Deine Zielsetzung gefällt mir. Ich würde es ebenfalls begrüßen, wenn Ezra seinen Titel direkt wieder verliert."

So ganz richtig ist es nicht, Collins ist ziemlich stolz darauf, dass ein ehemaliger Schüler von ihm den Undisputed Gerasy hält. Und seine Freundschaft zum Marylander war nicht gespielt, er mochte ihn wirklich. Trotzdem ist Rob auch hier wieder das Geschäft wichtiger, wie die zwischenmenschliche Beziehung. Wenn er sich mit Smash gut stellt, dann wird sein Kontostand weiter in die Höhe schnellen. Wer braucht schon Freunde, wenn er genug Kohle hat.

Rob Collins: "Lass uns doch gemeinsam einen Espresso in der Cafeteria trinken gehen, ich kann dir sehr viel über die Schwachpunkte des Champs erzählen."

Smash lacht dreckig auf und klopft erneut mit seiner großen Pranke auf die Schulter von Collins. Dieser Abend verläuft immer besser für die selbsternannte Legende. Erst konnte er seinen Erzfeind Louis ein wenig provozieren und diesen aus der Fassung bringen und jetzt hat er sich die Dienste eines Vertrauten von Marc Poe sichern können. Wenn ihm auch noch der letzte Teil seines Plans gelingt, dann steht einem großen Triumph nichts mehr im Wege. Er grinst breit, während die beiden sich in Richtung Cafeteria entfernen.


Mike Garland: "Da sieht man es mal wieder! Ein erfahrener Wrestler holt sich Informationen und erarbeitet sich so einen Vorteil gegenüber seinem Gegner."

Vincent Craven: "Wenn er sich richtig vorbereitet hätte, dann bräuchte er diese jetzt wohl nicht mehr, meinst du nicht auch?!"

Mike Garland: "Informationen aus erster Hand sind immer besser als Sekundärquellen, Vince. Und Rob Collins ist eben der Mann, wenn es darum geht, über Marc Poes Wrestlingfähigkeiten bescheid zu wissen."

Vincent Craven: "Ich glaube unser Gerasy ist gut beraten, wenn er bei Smash mit jedem fiesen Trick rechnen. Aber das war schon vorher klar und das weiß Marc Poe mit Sicherheit!"

Mike Garland: "Ob er es allerdings gut verteidigen kann, steht auf einem anderen Blatt!"

Vincent Craven: "Lass uns doch einfach zu unserem Champion schalten, denn dann kannst du seine Verfasstheit genauer unter die Lupe nehmen, Mike."


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Marc Poe ist aus dem Keller zurückgekehrt und läuft nun ziellos wie ein kopfloses Huhn durch den Backstagebereich des PCWA Theaters. Zwar hat der Mann aus Baltimore dem Ex-Champ Kevin Sharpe die Meinung gegeigt, doch Sharpe hat es tatsächlich geschafft dem Marylander einen erneuten Tiefschlag zu verpassen. Niemals hätte Poe erwartet, dass Anna Richmond trotz der neuen Attitude von Kevin weiterhin auf seiner Seite steht und die Situation einfach akzeptiert. 

Klar ist jedenfalls, dass die Geschichte mit Sharpe noch lange nicht vorbei ist, ziemlich sicher wird es auf ein One-on-One im Ring hinauslaufen. Doch zu diesem Duell wird es voraussichtlich erst im Jahr 2019 kommen und bis dahin wird der Mann aus Baltimore bei jeder Begegnung mit seinem ehemaligen Mentor durch ein Wechselbad der Gefühle schreiten. Auf der einen Seite die Erinnerung an den Mann, der ihn in schwierigen Zeiten geholfen und selbstlos unterstützt hat. Auf der anderen Seite: BLACKHEART. Ein komplett anderer Mensch, ein sehr gefährlicher Mensch. Erstrecht mit der "neuen" Anna und Grizz Lee an seiner Seite. Diese Combo wird alles dafür tun, dass der Gerasy bald wieder einem der Teammitglieder von Lobotomy Blues gehört.

Kann der Marylander als Einzelner überhaupt erfolgreich gegen diese Übermacht bestehen? Bis auf Godd, der mit RM beschäftigt ist, und Jona Vark, die er in die Sache nicht hineinziehen will, sind ihm keine Verbündeten in der PCWA geblieben. Dabei hatte Poe mit Dante Rodriguez sogar mal einen richtigen "Partner in Crime". Dann beim Brawlin' Rumble XII verloren Dante und er durch den Verrat von Tony Graves die Cotatores und so trennten sich die Wege des Amerikaners und des Mexikaners. Seitdem ist der Kontakt zwischen den ehemaligen Best-Buddys nicht mehr vorhanden. Überraschend gab es jedoch bei der letzten Vendetta den ersten Annäherungsversuch von El Hermanos Seite, denn kurz vor dem zweiten Quest for the Best Viertelfinale schickte er Poe seine Glückwünsche zum Gewinn des Gerasy. Live bekam der Marylander dies zwar nicht mit, da er zu diesem Zeitpunkt auf der Krankenstation in Behandlung war, doch die Aufzeichnung hat er gesehen und somit sind die Grüße und das Angebot von El Hermano angekommen.

Marc Poe: "Dante...."

Poe überlegt ernsthaft, ob er die Einladung auf ein Corona annimmt und gleich in der Kabine des Mexikaners vorbeischaut. Einfach mal "gemütlich" einen trinken so wie früher. Letztendlich verwirft er diesen Gedanken, denn nun ist er der Undisputed Gerasy und später im Main Event kommt es zu seiner ersten Titelverteidigung. In der Fearless 'n' Lawless Zeit wäre es üblich gewesen, trotz des wichtigen Fights, sich einen hinter die Binde zu kippen. Marc ist jedoch durch den Gewinn des höchsten Titels der PCWA wieder etwas reifer geworden. Und wahrscheinlich hat die "Freundschaft" zu Jona Vark diese Entwicklung nochmals beschleunigt. Also schlägt Poe einen anderen Pfad ein und geht in Richtung seiner Kabine. Vielleicht führt ihn sein Weg ein anderes Mal zu seinem ehemaligen Tag-Team Partner.

"Ezra."

Der ehemalige Hafenarbeiter wird aus seinen Gedanken gerissen. Ezra, er hasst diesen Namen. Poe dreht sich um 180 Grad und sein kurzzeitig verkrampfter Gesichtsausdruck entspannt sich wieder. Überraschenderweise steht Hugo, der Assistent von Rob Collins vor ihm. Sein Freund aus Kindertagen, der nun für seinen Vater und die Company arbeitet. Dennoch ist Poe dem blonden Hünen eher positiv gegenüber eingestellt. 

Marc Poe: "Hugo, alter Freund. Schön dich zu sehen. Erstrecht, weil du allein unterwegs bist."

Hugo lächelt. Nach dem Meeting mit den Ring Assassins ist er unbemerkt von Robs Seite gewichen und eigenmächtig in den Feierabend verschwunden. Es ist purer Zufall, dass der Mann mit der Ivan Drago-Frisur bei seinem Weg aus der Halle auf Marc Poe trifft. Poe ist ein Mann, den er weiterhin als Freund ansieht, einen Freund, den er zum Wohle der Armitage Company gemeinsam mit Rob Collins observiert und hintergangen hat. Gern würde er seinem Sandkastenkameraden von Lees Auftrag erzählen, doch die Company ist sein Leben. Sein Vater ist noch immer die rechte Hand von Donald Armitage und er selber arbeitet ebenfalls schon ewig für Armitage. Seinen ersten Job hatte er schon als Jugendlicher in der Poststelle und so ist es eigentlich kein Wunder, dass seine Loyalität der Company gegenüber keine Grenzen kennt. 

Hugo: "Glückwünsch zum Titel."

Hugo klopft Marc auf die Schulter, zum Glück des Marylanders auf die Gesunde. Marc schaut den Riesen freundlich an, dadurch fördert er unwissend das schlechte Gewissen von Hugo. Dem Soldaten der Company fällt es richtig schwer dem Gerasy-Champion in die Augen zu blicken. 

Marc Poe: "Danke dir. Wieso bist du eigentlich allein? Ist dein Babysitter-Job für heute schon beendet?"

Poe grinst schelmisch, ihm ist natürlich klar, dass Hugo kein Assistent ist. Eigentlich ist fast jedem außer Rob Collins klar, dass der Hüne eher die Aktionen des Oaklanders überwacht.

Hugo: "Ich glaub nicht, dass er heute noch irgendwelchen Mist baut. Die Ring Assassins haben wir schon verarztet und..."

Er stockt, denn von dem anderen Ereignissen darf der Hüne dem Marylander nichts erzählen. Obwohl er es gern würde.

Hugo: "...deshalb gönne ich mir mal eine Pause."

Marc Poe: "Ich kann dich absolut verstehen, Hugo. Es ist wahnsinnig anstrengend mit Rob, obwohl ich ihn wirklich sehr mochte..."

Poe seufzt kurz. Dann betrachtet der Mann aus Baltimore nachdenklich seinen Titelgürtel, den er sich um die Hüfte geschnallt hat. Kaputte Freundschaften und Verrat ziehen sich wie ein roter Faden durch seine PCWA-Karriere, sie sind wohl der Preis für diesen Gürtel.

Marc Poe: "Ja, Rob war ein Freund. Bis zu dem Zeitpunkt, als er sich als Desperado zu erkennen gab. Thank God, scheint Rob aktuell andere Ziele zu haben und ich bin endlich von seinem Radar verschwunden. So habe ich zumindest vorerst von seiner Seite nichts zu befürchten, denn es gibt bei weitem genug Leute, die mir den Gerasy wieder abnehmen möchten."

Der nächste Schlag für die gute Seele des weichen Riesen. Er weiß nämlich, dass es anders ist. Im Inneren von Hugo tobt weiterhin der Kampf mit sich selbst, er ist kurz davor dem ehemaligen Hafenarbeiter von den Fotos erzählen.

Doch es geht einfach nicht. 

Hugo: "Rob und seine Ziele."

Marc Poe: "Wenn ich von Anfang an gewusst hätte, wie er wirklich ist, dann wäre ich viele Dinge ganz anders angegangen. Doch irgendwie hat selbst Rob einen großen Teil zu meinem Erfolg beigetragen.

Poe schaut wieder auf den Gürtel.

Marc Poe: "Trotzdem werde ich ihm nie wieder vertrauen können!"

Der blonde Riese stimmt Marc Poe mit einer Kopfbewegung zu. 

Hugo: "Ich versuch ihn so gut es geht zu ignorieren, das bringt ihn richtig auf die Palme. Soll er einfach weiter glauben, dass ich ein einfacher Assistent bin. Hauptsache ich habe meinen Spaß und es dient der Company."

Poe lächelt etwas gequält, dennoch kann er dem Hünen diese Einstellung nicht übel nehmen. 

Marc Poe: "Ich weiß, die Company liegt dir sehr am Herzen. Verstehen kann ich es zwar nicht, aber ich habe eben einige Probleme mit dem Oberboss. So ist das eben, wenn die Väter einen unter Druck setzen. Bei J... "

Jona und ihrem Dad ist es ganz genauso, in Gedanken beendet er den Satz. Fast hätte der Marylander intime Details ausgeplaudert, die Jona Vark ihn im Vertrauen erzählt hat. Zum Glück hat er rechtzeitig abgestoppt.

Marc Poe: "Lassen wir das Thema lieber."

Poe schaut Hugo etwas deprimiert an, dieser senkt seinen Blick gen Boden und tippelt nun leicht nervös mit seinen Füßen. Es fällt ihm immer schwerer die Observierung und Fotos vorm Marylander geheim zu halten. Poe entgeht nicht, dass der Hüne sich etwas seltsam verhält.

Marc Poe: "Hast du was? Du wirkst abwesend, Großer."

Hugo: "Nein, alles in Ordnung. Aber ist wohl besser, wenn ich nun gehe, bevor Rob mich hier entdeckt."

Marc Poe: "Alles klar. Wir sollten vielleicht irgendwann mal gemütlich einen in der Stadt trinken."

Hugo nickt. 

Hugo: "Pass auf dich auf, Ez... Marc. Und... "

Es tut mir leid, bringt der Hüne nicht über seine Lippen. Es ist sowieso schon zu spät, die Fotos sind gemacht. Lee hat seine Abzüge bekommen und Donald Armitage liegen sogar die Negative der Bilder vor. 

Hugo: "Bis bald."

Zum Abschied reicht er dem Undisputed Gerasy die Hand und bewegt seinen kollossalen Körper schneller, als man ihm zutraut, in Richtung des Ausgangs. 

Marc Poe: "Wir sehen uns, Großer."

Nachdenklich schaut der Marylander seinen Kindheitsfreund hinterher. Er kennt Hugo einfach zu gut, irgendwas ist hier im Busch. Und aufgrund des Stockens kurz vor dem "Bis bald" ist sich Poe ziemlich sicher, dass der Hüne ihm etwas nicht sagen konnte.


Vincent Craven: "Marc Poe trifft auf seinen Freund aus Kidnheitstagen... und oberflächlich verstehen sich die beiden auch ganz gut."

Mike Garland: "Dass Hugo überhaupt reden kann, ist mir aufgefallen!"

Vincent Craven: "Das meine ich ja. Irgendwie wirkte er gelöster ohne Rob Collins. Und dennoch meint man, es stünde eine unsichtbare Mauer zwischen den beiden."

Mike Garland: "Logisch! Da wird es ein paar vergangene Geheimnisse geben. Dürfte ja auch klar sein, wenn man weiß, dass Hugo noch für Marcs Vater arbeitet, während sein alter Freund mit Donald A. gebrochen hat."

Vincent Craven: "Deshalb kann Marc Poe bei der Verteidigung seiner Werte und seines Gerasys nicht auf die Hilfe des Hünen bauen. Selbst wenn da eine gemeinsame Basis ist."

Mike Garland: "Das soll Poe auch alleine meistern. Schließlich ist er der Undisputed Gerasy Champion - und wie er richtig sagt, muss er mit dem Fadenkreuz auf seinem Rücken umgehen. Daran werden wir ihn messen."

Vincent Craven: "Während er sich mit Grizz Lee streitet, läuft der Q4tB und viele der Teilnehmer wollen ihren Sieg in einem Match gegen Marc Poe einlösen."

Mike Garland: "Dann hoffen wir alle, dass der Mann, den wir jetzt sehen, nicht derjenige sein wird..."


------------------ PCWA ------------------

Die Miene des Franzosen wirkt inzwischen nicht mehr ganz so zufrieden, wie noch zu Beginn des Abends. Dieser hatte einen völlig anderen Verlauf genommen, als er erwartet hatte. Erst das erneute Aufeinandertreffen mit Sarah Duriel, dann die verbale Auseinandersetzung mit James Godd, dem er eventuell in der nächsten Runde des Quests gegenüberstehen würde und schließlich das vermutlich unvermeidbare Treffen mit Smash. Nein, all das hatte sicherlich nicht dazu beigetragen seine Laune zu heben. Eigentlich will er jetzt nur noch eines ... nämlich weg von hier. Weg von all diesen Degenerierten, die ihm unbedingt das Leben schwer machen wollen, nur weil er zu den besten seiner Zunft gehört. Und so soll sein Weg ihn nun zum Parkplatz führen, wo sein Wagen bereits darauf wartet ihn zu seinem Hotel zu befördern. Zumindest das musste er Smash lassen, der Kerl wusste, wie man die Stars seiner Liga unterbringt, wobei er dies sicherlich eher Đukić zu verdanken hatte und nicht der selbsternannten Legende. So in seine Gedanken vertieft, merkt der große Mann aus Paris auch gar nicht, wie sich ihm eine weitere Gestalt nähert, bis er schließlich beinahe mit dieser kollidiert. Missmutig senkt er seinen Blick, jedoch nicht sehr weit, da der Andere so viel kleiner gar nicht ist, als er selbst.

Louis Rouswell: "Sind Sie nicht in der Lage darauf zu achten, wohin Ihr Weg Sie führt, Monsieur, oder muss meine Wenigkeit dies als Zeichen der Provokation werten?"

Er hebt fragend die Augenbrauen, die hinter der dunklen Sonnenbrille hervorlugen. Mit einem etwas abfälligen Blick schaut Dante in das Geschicht des Franzosen.

Dante: "Was willst du jetzt von mir, du blubbernde Froschfresse, tu mir einen Gefallen und geh mir lieber aus dem Weg."

Der Franzose zaubert ein arrogantes Lächeln hervor.

Louis Rouswell: "Weshalb sollte meine Wenigkeit dieser Aufforderung Folge leisten? Meiner Wenigkeit wäre es neu, dass der Hochadel darauf zu hören hat, was der Pöbel für einen wertfreien Unfug von sich gibt. Schließlich ist Ihre Person derart unrelevant, dass man Ihr nicht einmal die Teilnahme am Quest 4 the Best Turnier gewährte!"

Er lacht arrogant auf und blickt gespannt zu seinem Gegenüber. Wie dieser wohl auf seine Provokation reagieren wird? Sicher ist Dante beim Quest nicht mehr dabei und es ärgert ihn auch irgendwo, aber von so einem daher gekommenen Depp lässt er sich sicher nicht einschüchtern.

Dante: "Ich hab es dir eben schon gesagt, dass du mir lieber aus dem Weg gehen solltest, sonst kann ich mich nicht zurück halten, und was sabbelst du so geschwollen, kannst du dich nicht normal ausdrücken??"

Einmal erklingt das übermütige Lachen aus der Kehle des Parisers, der nun seine Sonnenbrille von der Nase nimmt.

Louis Rouswell: "Ihre Wenigkeit mag der Umstand irritieren, dass meine Person über einen Wortschatz verfügt, welcher Ihnen fremd ist, dies zeigt jedoch nur umso deutlicher, wer sie sind und weshalb meine Person der Ihren überlegen ist. Sie sind nicht mehr als der Überrest einer längst untergegangenen Kultur, welche schon immer lediglich der Barbarei gefröhnt hat. Eine Kultur, welche sich solch verdorbenen Dingen wie Menschenopfern zuwandte. Und wirft man einen Blick auf das heutige Zeitalter, so muss man erkennen, dass Ihr Volk rein gar nichts dazu gelernt hat. Nach wie vor gehören Sie dem vulgären Pöbel an, welcher nur dazu fähig ist Abscheu in mir hervorzubringen!"

Er verzieht kurz gespielt angewidert das Gesicht, ehe er fortfährt.

Louis Rouswell: "Meine Person hingegen, Monsieur, gehört einer Ahnenkultur an, welche schon immer für Kultiviertheit gestanden hat. Eine Nation, welche schon immer den großen Künsten gefröhnt hat und welche die größten Philosophen der Menschheitsgeschichte hervorgebracht hat. Eine Nation, welche schon immer alle anderen überragt hat. Und genau dies hat auch meine Wenigkeit bei der vergangenen Vendetta bewiesen, als sie Monsieur Van Crane, einen früheren Titelträger dieser vulgären Liga nicht nur besiegt, sondern gar gedemütigt hat. Es würde meine Person nicht verwundern, wenn Monsieur Van Crane nach dieser Machtdemonstration seine Schuhe endgültig an den Nagel hängt."

Er lacht auf und schenkt Dante ein ekelhaft schleimiges Grinsen.

Louis Rouswell: "Sie sehen also, Monsieur, dass die Dinge hier lediglich ihren natürlichen Lauf genommen haben. Sie wären in diesem Turnier ohnehin spätestens an mir gescheitert!"

Er schafft es Dante jeden einzelnen seiner funkelnden weißen Zähne zu präsentieren, als er ihn angrinst.

Dante: "Dein Grinsen geht mir sowas von voll auf den Sack, du Franzmann, wir können das auch gerne im Ring klären, dann kannn ich dir deine Froschvisage ordenlich vermöbeln, dass du nur noch Schnecken lutschen kannst."

Der Franzose lacht abermals theatralisch auf und schüttelt den Kopf.

Louis Rouswell: "Meine Wenigkeit kann über Ihre geäußerten Worte lediglich lachen, schließlich besitzt Ihre Person gar nicht den Stand, um die meine herauszufordern. Ihre Person sollte sich zunächst ihre Sporen verdienen, ehe Sie versucht es mit Jemandem aufzunehmen, welcher zweifelsfrei dazu in der Lage wäre Ihre mickrige Karriere ein für allemale zum verstummen zu bringen. Nein Monsieur, stattdessen sollte sich Ihre Person auch weiterhin dieses Turnier und insbesondere die Schlachten meiner Person zu Gemüte führen, denn Sie könnten durchaus Ihre Lehren aus meinen Triumphen ziehen!"

Wieder setzt er seine Sonnebrille auf.

Louis Rouswell: "Wenn Sie mir nun freundlicherweise aus dem Weg gehen würden, Monsieur ... meine Wenigkeit kann es kaum erwarten diesen unseligen Ort hinter sich zu lassen. Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Abend, Monsieur!"

Er lacht kurz auf und marschiert schließlich los. Im Vorbeigehen rempelt er Dante noch einmal an, dann verschwindet er schließlich um die Ecke. Es wird endlich Zeit ins Hotel zu fahren und diesen Tag hinter sich zu lassen. Der nächste kann nur besser werden. Mit einem ernsten Geschicht schaut Dante dem Franzosen hinterher.

Dante: "Ja, verpiss dich lieber, sonst kann ich mich nicht mehr zurück halten und muss dir das Maul stopfen."

Ziemlich angesäuert macht sich auch Dante auf den Weg zu seinem Auto.

 

Mike Garland: "Tu es doch, Dante! Lauf ihm nach und zeig' es ihm!"

Vincent Craven: "El Hermano fehlt vielleicht etwas das Selbstvertrauen. Zwar spuckt er seine Beleidigungen aus, allerdings dürfte er auch seine Niederlagen im Kopf haben..."

Mike Garland: "Dann wäre es jetzt Zeit, das Blatt zu wenden und diesem großmauligen Fremden die Leviten zu lesen."

Vincent Craven: "Einfacher gesagt als getan. Louis hat nämlich recht, dass sie sich im Turnier nicht mehr begegnen können, da Dante ausgeschieden ist."

Mike Garland: "Tja, Louis Rouswell trifft bei CORE 2018 auf James Godd. Gleich werden wir wissen, wer im zweiten Halbfinale auf Shadow trifft."

Vincent Craven: "Jimmy Maxxx, RM und Kevin Sharpe wollen weiter ziehen. Zu Letzterem geben wir jetzt, kurz vor dem Kampf, noch einmal backstage."


------------------ PCWA ------------------

Die Unterhaltung mit Marc Poe beschäftigt Kevin Sharpe noch immer. Mehr, als sie eigentlich sollte. Aber... niemand kann in kürzester Zeit über seinen Schatten springen. Doch er ist bereits mehr als die Hälfte gesprungen. Und außerdem muss er sich nun auf andere Dinge konzentrieren. Sein Match steht kurz bevor. Und wenn er seinen Worten Taten folgen lassen will, so muss er sich fokussieren.

Also schält er sich aus dem Stuhl und streift den Hoodie ab. Darunter verbirgt sich ein Tanktop, auf dem ein schwarzes Herz bestehend aus Totenköpfen zu sehen ist. Darüber ist sein Namen geschrieben. 'Kevin Sharpe'.

Er blickt an sich herab und lächelt.

Sharpe: "Perfekt."

Ein Geräusch reißt ihn aus seinen Gedanken. Das Schaben von Stiefeln auf der Kellertreppe.

"Was für ein Drecksloch. Wie passend für den gefallenen Helden Kevin Sharpe."

Kevin wirbelt herum, um die Quelle der Stimme zu ergründen. Als er den neuen Besucher erkennt schleicht sich ein Lächeln auf sein Gesicht. Er geht zum Tisch, setzt sich auf den Stuhl und legt die Beine auf den Tisch.

Sharpe: "Sieh' an, wer den Weg hier herunter gefunden hat. Ich sollte die Tür mit einer Schließanlage nebst Buzzer versehen. Dann kann nicht jeder dahergelaufene Hund hier herunter kommen. Also... was kann ich für den Mann tun, für den ich bei der letzten Vendetta immer noch Gerasy Champion gewesen bin. Quasi die fleischgewordene Fake-News Abteilung der PCWA. Was willst du hier..."

Seine Stimme ändert sich und sinkt gefühlt um eine halbe Oktave.

Sharpe: "Jimmy Maxxx... "

Jimmy Maxxx: "Wenn es um Fake News geht, wäre ich an deiner Stelle im Bezug auf diese Liga eher vorsichtig. Seien wir doch mal ehrlich, dann wäre ja das halbe Roster Fake News.... Außerdem wundert es mich, dass einem Großkotz wie dir es nicht gefällt noch als Champion gesehen zu werden, wenn du ihn ja bereits verloren hast. Sorry, es fällt mir halt schwer bei eurer Selbstbeweihräucherung mitzuhalten, rund um eure wie auch immer ihre eure Championships nennt."

Leichtes Kopfschütteln beim Ex-Gerasy Champion

Sharpe: "Jimmy, Jimmy, Jimmy. Immer dieselbe Platte, die abgespielt wird. Wir sind alle nur widerliche, großkotzige Speichellecker und nur der große Jimmy Maxxx sieht das Bigger Picture. Wird dir das nicht so langsam selbst öde? Dennoch... starke Worte. Aber was will ich vom zukünftigen Träger der Cryption Crown anderes erwarten."

Der Berliner lacht als er weiter in den Raum tritt.

Jimmy Maxxx: "Danke, dass du mich jetzt schon Champion nennst... aber ich bin nicht so überheblich wie du und die anderen. Ich arbeite für mein Leben, für jedes bisschen in meinem Leben. Aber ich weiß, das ist etwas, das du bereits verlernt und vergessen hast. Doch ich bin mir sicher, du weißt, warum ich hier bin..."

Kevin verdreht die Augen.

Sharpe: "Hach ja, die Leier wieder. Jimmy Maxxx ist der am härtesten arbeitende Worker in dieser Company. Jimmy Maxxx ist die ärmste Sau auf der Welt. Und Anderen wurde alles ja quasi geschenkt, ohne dass wir arbeiten müssen. Es ermüdet mich, dir weiterhin zu deinem verbalen Unsinn irgendwelche Kommentare oder Anregungen zu geben. Jeder halbwegs intelligente Mensch weiß, warum du hier unten bist. Das ist nun wahrlich keine Raketenwissenschaft. Du wirst das Turnier gewinnen, du wirst dir die Cryption Crown holen, blabla trallala, same shit, different day."

Jimmy Maxxx: "Ach komm, hör' auf,Sharpe..."

Er schüttelt genervt den Kopf.

Jimmy Maxxx: "Wir beide wissen, dass du selbst jetzt gerade glatt durch mich hindurch schaust. So wie die meisten Wrestler in diesem Turnier oder den Fans da draußen. Niemand würde mir auch nur annähernd eine Siegchance geben. Also, warum sollte ich mein Geld auf ein Pferd setzen, was eh verliert? Wenn die Quoten so schlecht sind? Und stattdessen wie ihr bei mir, durch dieses Turnier hindurch nach vorne sehen?"

Blackheart nickt und erhebt sich aus dem Stuhl.

Sharpe: "Die ersten wahren Worte aus deinem Mund. Natürlich sehe ich durch dich hindurch. Denn weder du noch der Kuchen werden mir auf meinem Weg zum Turniersieg in eben Jenem stehen. Du bist ein Stück Dreck, Jimmy Maxxx. Und weißt du, was das Beste an der Sache ist?"

Er geht um den Tisch herum, wie vor gar nicht allzu langer Zeit im Gespräch mit Marc Poe, und baut sich vor dem Berliner auf.

Sharpe: "Genauso wie ich. Ich weiß nicht, ob du alles gesehen hast, was mit mir in der PCWA bis jetzt passiert ist. Deine Reden prallen an mir ab wie Wattebällchen an einem Schild aus Titan. Weißt du, was aus Männern wird, die fast alles verloren haben und nur noch wenige Anker in ihrem Leben haben?"

Anna. Sie ist sein Anker. Sein Sohn. Ja. Grizz? Vielleicht. Er beugt sich noch ein Stück weiter zu Maxxx vor.

Sharpe: "Sie werden unberechenbar, Jimmy. Und selbst du, wenn du es auch nicht zugeben willst, weißt tief in deinem Inneren, dass du mich nicht auf die leichte Schulter nimmst... dass du mich nicht unterschätzt. Ist es nicht so, Jimmy?"

Ein fettes Grinsen auf den Lippen des Berliners.

Jimmy Maxxx: "Oh Sharpe... oh Sharpe... was tun wir hier, mh? Würde ich hier stehen und dir sagen, was ich vorhin schon sagte? Dass ich selbst nicht auf einen Sieg in diesem Turnier für Jimmy Maxxx setze? Würde ich das, wenn ich wie der Rest eures Sauhaufens denken würde, ich könnte jeden mit einem Fingerschnippen schlagen? Sharpe, es ist nicht euer Talent oder eure Fähigkeiten, die ich bezweifle. Sondern die Motivationen der Menschen der PCWA. Die Schubladen gefüllt mit dreckigen Vorurteilen, um sich selbst besser zu fühlen. So wie du gerade. Meinst du wirklich, DU könntest zu mir kommen und mir etwas von Unberechenbarkeit und Verlust erzählen? Komm schon, Kevin Sharpe ist vielleicht verrückt aber nicht dumm. Du weißt, mit wem du hier gerade sprichst."

Kevin legt den Kopf leicht schräg.

Sharpe: "Vorurteile sind etwas für Schwächlinge. Ich urteile nach dem, was ich sehe."

Die Worte des Berliners klingen dennoch gar nicht mal so falsch. Natürlich, er ist ein überhebliches Stück Scheiße, aber ein Mutiges dazu. Sich allein hier herunter zu trauen, nach alldem, was passiert war. Er streckt die Hand aus.

Jimmy Maxxx: "Bitte was? Was wird das jetzt? Schmusestunde mit Sharpe? Möchtest du, dass ich mich in deinen Kleiderschrank stelle und mich bücke? Oder soll ich mich nur für dich nachher hinlegen? Fuck Sharpe, das ist sogar für dich billig. Ich mag vielleicht heute Abend als der klare Verlierer dastehen, aber ich werde verdammt sein nicht alles zu tun, um dich am Ende nicht wie der klare Sieger fühlen zu lassen."

Blackheart rührt sich nicht. Die ausgestreckte Hand verharrt dennoch vor dem Berliner.

Jimmy Maxxx: "Und jetzt nimm deine Hand da weg, auch wenn ich kein persönliches Problem mit dir habe, so bin ich nicht hergekommen, um dich zu vergöttern und deine Schuhe zu küssen."

Die Hand sinkt und Blackheart geht wieder zurück zum Tisch und setzt sich auf seinen Stuhl.

Sharpe: "Es war lediglich ein Angebot. Um zu zeigen, dass es mir nicht scheißegal ist, was du sagst oder wie deine Weltanschauung ist. Aber du hast es ausgeschlagen. Fine with me. Das ändert aber nichts an meiner, auch wenn es diese deiner Meinung nach nicht gibt, Einstellung zu unserem Match oder der PCWA als Solcher. Der Gerasy gehört mir. Und ich werde alles tun, damit ich ihn wiederbekomme. Und dabei stehst du mir leider im Weg."

Jimmy lacht, ein dreckiges schon fast herablassendes Lachen in Richtung von Sharpe.

Jimmy Maxxx: "Ich stehe dir dabei im Weg, ja?... du bist so ein überhebliches Arschloch, Sharpe. Ein guter, oder eher gesagt verdammt guter Wrestler. Aber ein überhebliches, arrogantes Arschloch. Ich weiß nur gerade nicht, ob ich das positiv oder negativ finden soll. Glaube mir eines, ich werde es dir nicht einfach machen, die nächste Runde sicher und unbeschadet zu erreichen. Du wirst dieses Match nicht vergessen!"

Nachdenklich fährt sich Kevin durch den Bart.

Sharpe: "Vielleicht habe ich dich wirklich unterschätzt, Jimmy Maxxx. Aber diesen Fehler werde ich gleich, wenn wir uns im Ring gegenüber stehen, nicht tun. Geh' jetzt... die Sprechstunde ist vorbei."

Jimmy Maxxx: "Die Sprechstunde ist vorbei...."

...sagt er, dreht sich um und lacht laut.

Jimmy Maxxx: "Ich sage ja, arrogantes Arschloch!"

Kevin schaut dem Berliner nach, wie dieser, immer noch lachend, den Keller verlässt. Dann runzelt er die Stirn.

Sharpe: "Verwechsle Arroganz nicht mit Hingabe, Jimmy Maxxx. Das ist ein schwerwiegender Fehler."


Mike Garland: "Uiii, da wird es gleich zur Sache gehen! Genug gesprochen, jetzt ist Zeit, dass sich beide im Ring begegnen."

Vincent Craven: "Sharpe führt seinen Weg zum Gerasy zurück weiter fort. Und Jimmy tut dies auf seine Weise auch irgendwie... Er will es den Siegern möglichst schwer und lehrreich machen. Ein bisschen mehr Arroganz täte ihm auch gut."

Mike Garland: "Vielleicht schneidet er sich nun im Ring eine Scheibe von Sharpe oder RM ab... Wenn er sie aussticht, dürfte das eine große Überraschung sein."

Vincent Craven: "In wenigen Minuten wissen wir mehr, das letzte Viertelfinale des diesjährigen Quests folgt jetzt!"


------------------ PCWA ------------------

Jane Nelson: "Das folgende Match ist das abschließende Viertelfinale des Quest for the Best Turniers 2018! Schon im Ring, weil der Matchwriter keine Lust hat, sich irgendwelche random Entrances auszudenken, aus Halle an der Saale, RM der Kuchen, und aus Berlin, Jimmy Maxxx! Der dritte Teilnehmer, aus Nashville, Tennessee, USA, mit einem Gewicht von 115 Kilogramm, KEVIN SHAAAARPE!!"

 

 

 

 

Vincent Craven: "Oha! Ein neues Entrance Theme!"

Mike Garland: "Du weißt aber auch gar nichts. Das ist die Musik, mit der Sharpe das erste Mal in der PCWA angetreten ist!"

Vincent Craven: "Stimmt! Jetzt wo du es sagst... also hat er sich entgültig von dem Kevin Sharpe, den wir als Gerasy Champion gekannt haben, losgesagt."

Oder aber, es ist einfach die konsequente Weiterführung der Veränderung. Als Blackheart auf der Rampe erscheint, füllt sich die Halle mit Jubel. Allerdings mischen sich auch sehr viele Unmutsbekundungen dazwischen, und der Löwenanteil der Chants besteht eher aus 'Poe-Per-View' Rufen statt einiger weniger 'Blackheart' - Chants. Die schwarz geschminkten Augenhöhlen stehen wie immer im Kontrast mit dem fahl geschminkten Gesicht. Das Ringoutfit spricht ebenfalls für einen, wenn man es negativ formulieren wollte, Rückfall in alte Zeiten. Lange Tarnhosen, Schwarze Boots, beide Hände halb den Unterarm hoch getaped. Wer Kevin Sharpes erste Auftritte in der PCWA noch memoriert, kann sich sehr gut daran erinnern. Doch das weiße Tanktop, was damals das Outfit abgerundet hat, ist einem schwarzen gewichen.

 

 

My fears come alive

In this place where I once died

Demons dreaming

Knowing I, I just needed to realign

 

Selten war ein text so passend zu seiner aktuellen Situation. Er trägt das schwarze, aus Totenköpfen bestehende Herz mit beinahe schon vor Stolz geschwellter Brust vor sich her, als er, die wenigen ausgestreckten Hände links und rechts von ihm ignorierend, in Richtung des Rings geht. Dort angekommen slidet er hinein und stellt sich breitbeinig in die Ringmitte und ignoriert weiterhin konsequent die Buh-Rufe. Lediglich ein Fan, der ein 'Welcome back, Blackheart' - Schild wild hüpfend in die Höhe hält wird mit einem flüchtigen Nicken 'belohnt'. Es war Zeit sich neu auszurichten. He just needs to realign!

 

 

2nd Match
- Quest for the Best -
Quest for the Best Viertelfinale
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(Der erste Pinfall entscheidet über den Sieg. Als Pinfall zählen Three Count, Submission, Disqualifikation sowie Count-Out.
-Referee: Johannes Ullrich; Zeitlimit: 20 Minuten)

 

Vincent Craven: "Das Match beginnt! Und... oh, RM und Kevin Sharpe rollen sich beinahe gleichzeitig aus dem Ring."

Mike Garland: "Sehr schlau. Beide haben wohl auf den jeweils anderen vertraut, dass er Maxxx ein paar einschenkt. Aber nun stehen sie da draußen und schauen sich nur böse an."

Vincent Craven: "Das spielt Jimmy nun vermeintlich in die Karten, denn Johannes Ullrich beginnt, die beiden anzuzählen."

Kevin Sharpe ist der Mann, der wieder in den Ring stürmen will, wird aber sogleich von Maxxx erwartet und mit harten TRITTEN eingedeckt. Das nutzt der Kuchen auf der anderen Seite, um in den Ring zu sliden und den Berliner in einen WAISTLOCK zu nehmen. In ringerischer Manier kann RM Jimmy damit auch face first zu Boden bringen. Sharpe hat sich derweil wieder auf die Beine gebracht und tritt nun seinerseits dem Kuchen deftig in den Rücken. Auch von ihm ein WAISTLOCK. BELLY TO BACK SUPLEX gegen RM!

Mike Garland: "Der Kuchen aber schon wieder auf den Beinen, ebenso Maxxx. Wieder stehen sich die drei gegenüber und kalkulieren sich aus."

Vincent Craven: "Die Fans haben hier eine harte Wahl. Jimmy und RM sind jetzt nicht unbedingt das, was man Publikumslieblinge nennen würde. Nett formuliert. Und auch Kevin Sharpe hat sich in letzter Zeit keine Freunde gemacht, im Gegenteil."

Mike Garland: "Nebensache. Maxxx und RM sollten sich hier jedenfalls zusammentun und gegen Sharpe arbeiten. Der vormalige Gerasy ist wohl der Top-Favorit im gesamten Quest-Bracket."

Vincent Craven: "Er war einer der beiden Starter in der Elimination Chamber beim Imperial Impact und konnte bis zum Ende durchhalten. Von daher absolut richtig."

Sharpe richtet ein paar Worte an seine Gegner. Dass die drei sich nicht wirklich leiden können, ist kein Geheimnis. Diesen kurzen Augenblick nutzt Maxxx als Überraschung, um Sharpe zu attackieren, aber der reagiert schnell mit einem ARMDRAG! Nun ist es RM, der einen Mini-Vorteil erkennt, aber Sharpe weiß das natürlich ganz genau und kontert den Clothesline-Versuch mit einem weiteren ARMDRAG!

Vincent Craven: "Kevin Sharpe mit der Übersicht eines Veteranen, der er ist."

Mike Garland: "Genau. Wenn man nur lange und oft genug in den Ring steigt, wachsen einem auch im Hinterkopf Augen, meinst du?"

Vincent Craven: "Instinkt, Mike, Instinkt."

RM und Maxxx sind schnell wieder auf den Beinen und gehen nun tatsächlich gleichzeitig auf Sharpe los! Der ehemalige Gerasy weicht zurück, federt in die Seile, doch seine beiden Gegner ducken sich unter der Double Clothesline hinweg! Auch sie federn in die Seile, doch während Maxxx sich dort einhakt, kommt RM mit voller Geschwindigkeit auf Kevin Sharpe zu.

Mike Garland: "DROP TOE HOLD von Sharpe!"

Vincent Craven: "Und wieder richtet er sich so schnell wie möglich auf, in dem Wissen, dass Maxxx in seinem Rücken lauert. Versuch eines KICKS des Berliners gegen den Oberkörper Kevins... ABGEFANGEN!"

Mike Garland: "LEG DRAG!"

Maxxx segelt durch den Ring, Sharpe lässt keine Zeit verstreichen und nimmt den sich im Aufstehen befindlichen RM in einen SIDE HEADLOCK. Der Hallenser versucht seinen Gegner auszuheben, kann das beim etwas schwereren Kevin Sharpe aber nicht durchziehen. Da auch Maxxx im Begriff ist wieder aufzustehen, lässt Sharpe kurzerhand von RM ab und geht gegen Jimmy Maxxx in die Offensive. BELLY TO BELLY SUPLEX! Jimmy landet genau vor dem Kuchen und der reagiert schnell. LEG DROP! Cover!

Mike Garland: "Ullrich kommt nur bis zur EINS, denn Sharpe unterbricht! Ja, so schnell kann sich eine Taktik ändern, RM wollte den Moment zum schnellen Sieg nutzen."

Vincent Craven: "Macht durchaus Sinn. Funktioniert allerdings nicht, wenn Kevin Sharpe direkt daneben steht."

Kevin Sharpe schnappt sich das Deception Member und zeigt einen weiteren BELLY TO BELLY SUPLEX! Der sollte RM genau auf Maxxx landen lassen, um so beiden Gegnern gleichzeitig zuzusetzen, doch der Berliner kann im letzten Moment ausweichen und geht seinerseits gleich wieder in den Angriffsmodus über. Gegen Sharpe! Doch der reagiert schnell, kann dem anstürmenden Maxxx ausweichen und ihm sogar noch Schwung mitgeben!

Vincent Craven: "Jimmy geht über das oberste Seil! Kommt auf dem Apron aber zum Stehen."

Mike Garland: "Sharpe ist bei RM und rafft ihn auf die Beine, wähnt Maxxx im Moment für handlungsunfähig."

Vincent Craven: "Und Kev scheint tatsächlich Augen im Hinterkopf zu haben! Jimmy Maxxx auf dem TOP ROPE!"

 

SPRINGBOARD DROPKICK!!

 

Vincent Craven: "GEGEN RM! Kevin Sharpe ist ausgewichen!"

RM reagiert wohl eher unterbewusst und rollt sich nach diesem Einschlag aus dem Ring, um erstmal ein wenig Luft zu schnappen. Jimmy Maxxx ist nicht schnell genug wieder bereit, um sich gegen Sharpe zu wehren. Der Veteran packt sich den Berliner von hinten, German Suplex Ansatz, Maxxx feuert blind einige Elbow Shots hinter sich, in der Hoffnung, Sharpe zu erwischen, doch der kann durchziehen. GERMAN SUPLEX!

Mike Garland: "Viel Schwung! Zu viel! Maxxx landet akrobatisch hinter Sharpe auf den Füßen!"

Vincent Craven: "THRUST KICK von Jimmy! Abgefangen!"

Mike Garland: "ENZUIGIRI von Maxxx! Und sofort das Cover!"

 

EINS!

ZW..!

 

Vincent Craven: "KICKOUT von Kevin Sharpe! So schnell ist das hier nicht vorbei."

Maxxx will sogleich mit einigen Stomps nachsetzen, aber auch Sharpe kann sich aus dem Ring rollen, während Maxxx noch versucht, ihm einige Tritte mitzugeben. Dann scheint er seinen Plan zu ändern.

Mike Garland: "Sharpe direkt vor unserem Pult. Auch RM kniet da, der scheint erschöpfter zu sein als es anfangs den Anschein machte. Wohl eher aus Instinkt greift er nach Sharpes Bein und will sich daran hochziehen."

Vincent Craven: "Kevin stößt RM von sich! Es wird immer klarer, dass es hier keine Allianzen geben wird. Johannes Ullrich hat schon begonnen zu zählen."

Das ändert sich jedoch als Jimmy Maxxx in die Seile federt und quer durch den Ring jagt. Der Referee macht noch Anstalten, ihn daran zu hindern, aber wann hat das jemals wirklich funktioniert.

 

SUICIDE DIVE!!

 

Vincent Craven: "JIMMY MAXXX FLIEGT DUCH TOP UND MIDDLE ROPE UND ERWISCHT KEVIN SHARPE!! Blackheart kracht mit dem Rücken auf die Kante unseres Pults!"

Mike Garland: "Da hat Maxxx alles 'reingelegt! Vielleicht hat er endlich verstanden, dass er mit dem Turnier-Sieg der Cryption Crown näher kommt als nur mit dem puren Wunsch. Der Sieger kann sich ein Match seiner Wahl aussuchen, wann und wo immer er will!"

Auch an Maxxx ist die Aktion nicht spurlos vorbei gegangen, auf allen Vieren kriecht er von Sharpe weg und schüttelt den Kopf, um die Sinne wieder in Wallung zu bekommen. Abseits des Einschlags hat sich der Kuchen derweil wieder in den Ring geschleppt.

Mike Garland: "Das wäre ja was! RM holt diesen Sieg, indem er nun einfach wartet bis die beiden ausgezählt sind."

Sharpe lehnt noch immer am Kommentatorenpult und schaut nach Luft schnappend an die Decke. Aus dem Augenwinkel muss er aber registriert haben, dass Maxxx mittlerweile wieder auf den Beinen ist und ihn attackieren will.

Vincent Craven: "KONTER VON KEVIN!! Er duckt sich ab und befördert Jimmy Maxxx mit einem BACK BODY DROP auf den Hallenboden!"

Mike Garland: "Unser Pult hat er auch noch gestreift, das sah nicht sehr gesund aus."

Unter vereinzelten Anfeuerungsrufen begibt sich Sharpe in den Ring, wo er sofort von RM mit einigen TRITTEN eingedeckt wird. Der vormalige Gerasy ergreift allerdings das unterste Seil, was Johannes Ullrich dazu veranlasst, RMs Attacke zu unterbrechen. Nur unter Protest lässt der Mann aus Halle an der Saale von Sharpe ab, er hat ja theoretisch ein paar Sekunden Zeit.

Vincent Craven: "Ganz unrecht scheint RM diese winzige Verschnaufpause nicht zu sein. Er holt tief Luft, Kevin steht derweil wieder auf den Beinen."

Mike Garland: "Und da ist RM mit einem KICK in Sharpes Magen. SUPLEX ANSATZ!"

 

INSIDE CRADLE KONTER!!

 

Vincent Craven: "Kevin Sharpe mit Übersicht! Aber auch nicht so ganz, RM berührt eindeutig die Seile und der Ringrichter zählt erst gar nicht."

Unglaublich schnell reagiert Sharpe, rollt sich und RM in Richtung Ringmitte, lässt dabei los und verleiht seinem Gegner noch ein wenig Schwung, so dass der bäuchlings auf der Matte liegt. Der Kuchen hat für den Bruchteil einer Sekunde die Übersicht verloren, was Kevin Sharpe die Gelegenheit gibt, sich aufzurichten und RM von hinten zu umgreifen.

Vincent Craven: "Sensationelle Kraft von Kevin!!"

 

DEADLIFT RELEASED GERMAN SUPLEX!!

 

Mike Garland: "DA IST MAXXX IM RING!! MIT DEM COVER!!"

 

EINS!!

 

Vincent Craven: "Kevin Sharpe mit dem SAVE!! Und einigen Nettigkeiten zu Jimmy, dass der so einen Steal gar nicht erst versuchen soll."

Und um das zu unterstreichen, setzt der vormalige Gerasy mit einigen krachenden CHOPS nach. Maxxx wird an die Seile gedrängt, dann ändert Sharpe seine Taktik, packt sich Jimmys Arm. WHIP IN!

 

Shoulderblock!

 

Mike Garland: "Das war ein verdammt übler Check, und Maxxx ist auch erst einmal angeschlagen genug, so dass sich Sharpe erlauben kann zwei Sekunden durchzuschnaufen."

Doch gleich danach packt er seinen Gegner und umfast dessen Kopf. DDT...

Vincent Craven: "NEIN! Dieses Mal kann Jimmy mit einem BACK BODY DROP kontern!"

Sharpe knallt unsanft direkt hinter Jimmy Maxxx auf die Matte. Der Berliner wirbelt herum, zieht einmal tief die Luft ein, und sieht wie Sharpe sogleich wieder aufspringt.

 

SPINNING HEEL KICK!

 

Mike Garland: "Maxxx wirft sich selbst und seine Beine nach vorne in die Luft und knallt sie Sharpe entgegen, der sogleich niedergemäht wird! Und dann setzt er das Cover an, kann er sich den Sieg hier sichern!?"

 

EINS!

ZWEI!!

 

Vincent Craven: "Und gleichzeitig mit dem SAVE von RM kommt der KICKOUT!!"

Maxxx und RM sind recht schnell wieder auf den Beinen, Sharpe zu ihren Füßen auf der Matte. Für einen Augenblick schauen sich die beiden Stehenden an...

Mike Garland: "Und jetzt arbeiten RM und Maxxx tatsächlich doch noch zusammen! Sie treten auf Sharpe ein!"

Der former Gerasy versucht sich so gut es geht zu schützen, aber die STOMPS prasseln unbarmherzig auf ihn ein. Die Fans sind dann doch nicht erfreut, dass RM und Jimmy Maxxx diesen Vorteil so schamlos ausnutzen und nicht wenige feuern Kevin Sharpe nach Leibeskräften an. Und tatsächlich gelingt es diesem, näher an die Seile zu kommen.

Vincent Craven: "Jimmy Maxxx! Der Kuchen hat sich zu sicher in dieser kurzlebigen Allianz gefühlt! Ein FOREARM SMASH trifft ihn mitten im Gesicht!"

RM taumelt zurück, ist sichtlich benommen, ein weiterer FOREARM lässt ihn in die Seile stolpern. Und als er wieder in die Mitte des Ringes taumelt, wartet dort schon sein Gegner auf ihn.

Mike Garland: "Maxxx begibt sich hinter RM! SIDE RUSSIAN LEGSWEEP!!"

Vincent Craven: "JIMMY MAXXX GREIFT SICH DIE BEINE VON RM!!"

 

BREAKING BAD!!

 

Vincent Craven: "Der Figure Four Style Sharpshooter!"

Mike Garland: "RM schreit wie am Spieß und rudert wild mit seinen Armen umher, in verzweifelter Suche nach einem Seil!"

Vincent Craven: "Der Kuchen ist am Ende!"

RM schaut sich hektisch in alle Richtungen um, doch die Rettung ist weit entfernt. Noch antwortet er auf die Frage von Johannes Ullrich, ob er denn aufgeben will, mit einem geschrieenen 'Nein', aber seine Bewegungen werden von Sekunde zu Sekunde langsamer, und dass Jimmy Maxxx den Submission Hold brutal durchzieht, mindert seine Schmerzen nicht. Dann taucht eine Gestalt wie aus dem Nichts auf...

Vincent Craven: "DA IST KEVIN SHARPE!!"

Mike Garland: "Dammit!"

Vincent Craven: "Ein harter KICK in's Gesicht von Jimmy Maxxx! UND DER MUSS DEN HOLD LÖSEN!!"

Jimmy fasst sich kurz an die Nase, um zu checken, ob schon Blut fließt, was nicht der Fall ist. Sharpe will sich den Berliner schnappen, aber der hat sich schnell wieder gefangen und hechtet unter Sharpes Griff hindurch. Ist hinter ihm!

Mike Garland: "Sharpe dreht sich um..."

Vincent Craven: "UND WIRD EISKALT ERWISCHT!!"

 

SUPERKICK!!

 

Vincent Craven: "Kevin Sharpe geht zu Boden!! Und Jimmy Maxxx sieht seine Chance! ER SIEHT SEINE CHANCE!!"

Der selbsternannte Jäger der Cryption Crown geht in eine Ringecke, schaut noch einmal kurz zu seinen beiden Kontrahenten, wohl um auszuloten, wem er den nun den endgültigen Rest geben kann. Es dauert länger als es soll, aber letzten Endes ist er auf dem obersten Seil angekommen. Sharpe oder RM, RM oder Sharpe!

 

TOP ROPE ELBOW DROP!!

 

Vincent Craven: "GEGEN RM!! ABER DER WEICHT AUS!!! DER KUCHEN KANN SICH WEGROLLEN!! IM LETZTEN MOMENT!! JIMMY KRACHT AUF DIE MATTE, NICHT AUF DEN GEGNER!!"

Die Fans im Theatre sind aufgesprungen! Diese drei geben alles, um in das Quest for the Best Halbfinale einzuziehen, und das wird mit Applaus belohnt!

Vincent Craven: "Ist es zu fassen, Mike!? PLÖTZLICH IST DER KUCHEN WIEDER IM GESCHÄFT!! Er kann hier für die Deception erfolgreich beginnen, was Kevin Smash später am Abend zu einem fulminanten Abschluss bringen kann!"

 

SHARPE! SHARPE!

 

Mike Garland: "Viele Zuschauer wünschen sich das anders! Der Cake ignoriert das und... UND NIMMT DEN RÜCKEN DES SICH AUF ALLEN VIEREN BEFINDENDEN KEVIN SHARPE ALS EINE ART SPRUNGBRETT!!"

 

TRIPLE JUMP MOONSAULT!!

 

Vincent Craven: "DER SITZT!! ICH FASSE ES NICHT!!"

Mike Garland: "Ullrich ist unten!"

 

EINS!

ZWEI!!

 

Vincent Craven: "KEVIN SHARPE IST DA!!! KEVIN MACHT DEN SAVE!!"

Voller Adrenalin richten sich beide Männer auf. Jimmy Maxxx ist 'out cold'. Der Kuchen wirkt angeschlagener als Kevin Sharpe.

Mike Garland: "RM kann sich ja kaum auf den Beinen halten!"

Vincent Craven: "Mach' es nicht dramatischer, als es ist."

Der Kuchen stürzt nach vorne, um einen Angriff zu starten.

Mike Garland: "Ich hab's dir doch gesagt! Er attackiert blind und läuft in sein Verderben!"

 

SPEAR TACKLE!!

 

Vincent Craven: "KEVIN SHARPE MIT EINEM SPEAR TACKLE AUS DEM STAND GEGEN DEN ANGREIFENDEN RM!! UND DER HAUT RM VON DEN BEINEN!!"

Das Deception Member will sofort wieder aufstehen, schafft das mit schwankenden Bewegungen auch halbwegs. Kevin Sharpe sieht seine Chance und nähert sich seinem Gegner einer Raubkatze gleich. So flink es geht, hat er RM einen HIGH KNEE LIFT verpasst und ihn kurz darauf im Ansatz zum...

Mike Garland: "Das wird es jetzt! DAS WIRD ES!!"

 

FISHERMAN'S BUSTER!!

 

Vincent Craven: "MAXIMUM VIOLENCE!! NELSON FRIDER ZÄHLT!!"

 

EINS!

 

Mike Garland: "JIMMY MAXXX RÜHRT SICH!!"

 

ZWEI!

 

Vincent Craven: "ABER ER ERREICHT DIE BEIDEN NICHT MEHR!!"

 

DREI!!!

 

Vincent Craven: "KEVIN SHARPE GEWINNT!!  KEVIN SHARPE GEWINNT DIESES VIERTELFINALE!!"


Jane Nelson: "Der Sieger, und damit im Halbfinale beim CORE Pay Per View, KEVIIIIIN SHAAAAARPE!"

 

Die erste Etappe ist geschafft! Jane Nelson hat es gerade verkündet. Sofort rollt er sich aus dem Ring, um etwaigen Repressalien seiner Gegner zu entgehen.

Vincent Craven: "Kevin Sharpe hat hier seine Ambitionen auf den Sieg im Turnier mehr als untermauert."

Mike Garland: "Ich mag seine neue Einstellung."

Das Publikum allerdings nicht, denn die Halle füllt sich erneut mit Buh-Rufen, als er einem offensichtlichen Fan des Undisputed Gerasy Champions dessen 'Poe-Per-View' Plakat aus der Hand nimmt und in zwei Hälften reißt.

Vincent Craven: "Ich nicht."

Mike Garland quittiert die Aussage mit einer abwinkenden Geste, während Kevin Sharpe die Halle verlässt.

 

 

Bild


------------------ PCWA ------------------

Die Mutation von Anna Richmond in Ms. Blackheart hat Marc Poe sehr hart getroffen. Es wird sicher einige Zeit dauern, bis er diesen Schock komplett verarbeitet hat. Um auf andere Gedanken zu kommen und sich mental auf das Match gegen Kevin Smash einzustellen, zog sich der aktuelle Undisputed Gerasy nach dem ziemlich merkwürdigen Ende des Smalltalks mit Hugo in seinen Lockerroom zurück. Doch immer wieder sind es die Bilder von Sharpe, Grizz Lee, Anna und dem verdammten Keller, die durch seinen Kopf schwirren. Die hierdurch erzeugte Wut und Enttäuschung lenkt Marc von seiner Vorbereitung auf den heutigen Kampf ab.

Um seine Konzentration auf den Main Event zu lenken, hat sich der Mann aus Baltimore einiges an Videomaterial von Smash zusammengesucht. Marc muss zumindest einigermaßen auf seinen Gegner vorbereitet sein, denn Ausreden werden später nicht zählen. Erstrecht nicht, wenn der Titel auf dem Spiel steht. Außerdem war es Poe der diesen Fight unbedingt wollte und nun gilt es trotz der Ablenkungen auf den Punkt bereit zu sein, damit der Smasher endlich seine verdiente Lektion bekommt.

 

Langsam aber sicher schafft es der ehemalige Hafenarbeiter seinen Ballast abzuschütteln und den Fokus auf den heutigen Kampf zu richten. Poes Laptop ist auf dem Tisch in der Mitte der Kabine aufgebaut, Marc selbst hockt im Sessel davor und stabilisiert sein linkes Handgelenk mit schwarzem Klebeband. Diesen Prozess beherrscht der Marylander im Schlaf, so kann er seine Augen auf den Bildschirm des Laptops fixieren. Über den Schirm flimmert eines der vielen Videos von Kevin Smash in Aktion. Poe studiert nicht nur die Bewegungsabläufe von Smash im Detail, sondern auch die verbale Kommunikation von Kevin während des Fights. Dies gilt nämlich als eine der Stärken des Smashers. 

 

Um nicht durch andere Geräusche abgelenkt zu werden, hat sich der ehemalige Hafenarbeiter seine Beats-Kopfhörer auf die Ohren gesetzt. So ist es kein Wunder, dass er nicht sofort mitbekommt wie eine zweite Person den Lockerroom betritt. Erst als sich der Besucher neben Poe aufbaut und einen Schatten auf den Laptop wirft, nimmt der Marylander die Kopfhörer ab und dreht seinen Kopf zu dem ungebetenen Gast.

 

Marc Poe: "Sorry, ich habe dich gar nicht klopfen gehört, Smashing Pumpkin."

 

Dem Marylander ist natürlich klar, dass sein Gast, der sich als sein heutiger Gegner herausstellt sicher nicht an die Tür geklopft hat. Ganz im Gegenteil, Smash ist einfach ohne Rücksicht auf Verluste zur Kabine des Champs marschiert und hat dort die Tür aufgerissen, um schließlich den Raum zu betreten. Hätte jemand versucht die selbsternannte Legende aufzuhalten ... nun es wäre vermutlich nicht gut für Denjenigen ausgegangen. Dem Smasher ist jedenfalls nicht entgangen, dass der Champion sich hier gerade ein paar seiner alten Kämpfe ansieht. Er grinst breit.

Kevin Smash: "Da möchte wohl jemand noch was lernen vor dem großen Kampf. Aber da kannst du dir auch tausend Videos anschauen, sie alle werden lediglich meine Größe bezeugen und dich einen Narren schimpfen, dass du mich herausgefordert hast!"

Abermals grinst Smash breit und lässt sich gar zu einem kurzen Lachen hinreißen.

Marc Poe: "Richtig viel erkennt man leider nicht. Irgendwie habe ich kein Videomaterial von dir in HD gefunden."

Eine deutliche Anspielung auf sein Alter, doch er wird es diesem Jüngling schon zeigen. Anstatt auf die Spitze zu reagieren, bleibt Smash lieber bei seinem oberflächlichen Grinsen.

Marc Poe: "Dann kam ich zu deinem letzten Match, es war gegen diesen Franzosen. Er hat dich ziemlich vermöbelt. Und heute wirst du sowas wie ein Deja-Vu erleben."

Smash entgleiten die Gesichtszüge, seine Backenzähne fangen an zu mahlen. Dieser verbale Schlag hat definitiv Wirkung gezeigt. Die Legende ist vorerst sprachlos. Das war eine seiner schmerzhaftesten Niederlagen ... sowohl psychisch, als auch physisch, nachdem er von knapp 5 Metern durch einen Tisch krachte! Damals hatte er gedacht, dass es sein letzter Auftritt gewesen sei. Dass er nie wieder in den Ring steigen würde. Doch dieser Poe hatte ihn einfach zu sehr provoziert und er machte gerade damit weiter. Ohne es selbst zu merken, ballt sich die Faust von Smash.

​Marc Poe: "Was willst du hier, außer blöd aus der Wäsche zu glotzen? Kannst du es nicht abwarten? Oder will der Pantoffelheld den Kampf etwa absagen?"

​Der Marylander klappt den Bildschirm des Laptops ein und erhebt sich aus seinem Sessel. Er geht einige Schritte auf Smash zu und lässt dabei seine getapte Schulter kreisen, die noch immer unter seinem "Poe-per-View"-Fanshirt versteckt ist. Poe will Smash seine heutige Achillesferse nicht auf die Nase binden, deshalb wird er das Shirt auch im Ring tragen. Smash stürmt förmlich einen weiteren Schritt auf Poe zu und schreit diesen zornig an.

Kevin Smash: "Fick dich Poe! Du bist doch an der ganzen Misere Schuld. Nur du trägst die Schuld daran, dass Mandy jetzt wütend auf mich ist und mich auf der Couch schlafen lässt. Vorhin hat sie sogar einfach so aufgelegt! Kannst du dir das vorstellen? Und du verfickt nochmal bist dafür verantwortlich!"

Poe grinst. 

Marc Poe: "Und was willst du nun? Soll ich deine Tränen trocknen? Ich dachte eigentlich dein Freund der Kuchen ist immer für dich da. Wenn nicht, dann frag doch mal Stevie Van Crane, der kennt einen guten Psycho-Doc."

Man merkt, dass es Poe riesigen Spaß macht, die lebende Legende zu dissen, darum setzt er noch einen drauf.

Marc Poe: "Okay, wenn es dich glücklich macht. Dann sing mir im Barry Manilow-Style von deiner Mandy vor."

Mit einem grimmigen Lächeln schaut der Mann aus Baltimore den XAW-Chef an. Diesem ist gar nicht nach Lachen zu Mute. Mit schlitzförmigen Augen durchbohrt sein Blick den Champ, während sein rechter Arm Poe einen heftigen Schubser verpasst, der diesen wenige Schritte zurückschreiten lässt!

Kevin Smash: "Lass meine Frau aus dem Spiel! Du hast schon genug angerichtet! Und genau deshalb, bist du mir was schuldig."

Marc Poe: "Das ist doch lächerlich, selbst für deine Maßstäbe. ICH habe dir ein Match um den Gerasy gegeben. DEN einen Titel, der dir in deiner Sammlung noch fehlt. Und das ist dir nicht genug?"

Das Lächeln auf Poes Gesicht ist verschwunden, er blickt Smash hart und kalt an. Doch der blickt ihn genau so ernst an.

Kevin Smash: "Du hast mir das verfickte Match doch aufgezwungen. Ich wollte das eigentlich gar nicht! Also nein, es ist mir nicht genug! Wenn es richtig scheiße läuft, dann hast du meine Ehe auf dem Gewissen. Das kannst du niemals wieder gut machen."

Marc Poe: "Jesus, es ist dein Ernst. Du glaubst tatsächlich, dass ich für deine Probleme mit Mandy verantwortlich bin."

Etwas verzweifelt schüttelt Marc seinen Kopf.

Marc Poe: "Ich glaube eher, dass du es in der Kiste einfach nicht mehr bringst. Schon mal darüber nachgedacht?"

Smash war schon stinksauer als er in Berlin ankam und hat sich seitdem nicht beruhigt. Nun ist er auf 180 und sein Kopf färbt sich feuerrot. 

Kevin Smash: "Halt jetzt die Fresse, du dreckiger ..."

Poe breitet die Arme aus, was so viel bedeuten soll wie "Komm doch her.". Smash steht auch tatsächlich kurz davor auf den Marylander loszugehen, doch dann entscheidet er sich anders. Er hält inne und holt noch einmal tief Luft, dann setzt er mit ruhiger Tonlage zu einer Antwort an.

Kevin Smash: "Nein, nicht hier. Am Ende verletze ich dich noch und du sagst den Kampf ab ... ich hatte eigentlich ohnehin erwartet, dass du einen Rückzieher machst!"

Smash hat sein arrogantes Lächeln wiedergefunden. Es ist nun an der Zeit dem Champ zu offenbaren, weshalb er tatsächlich hier ist.

Kevin Smash: "Wenn du so toll bist, dann sollten wir den Schwierigkeitgrad für dich etwas erhöhen. Und da du mir, wie gesagt, noch etwas schuldest, bin ich dafür unseren Fight in ein No DQ Match umzuwandeln."

Marc Poe: "Ganz sicher...."

Poe lacht sarkastisch.

Marc Poe: "...nicht! Wieso sollte ich sowas schwachsinniges tun? Wenn ich darauf eingehe, dann ist doch sonnenklar, dass dein Freund RM eingreifen wird. Also vergiss es!"

Kevin Smash: "RM ist ein Ehrenmann! Und was würde wohl Jona Vark sagen, wenn ihr Geschäftspartner unzufrieden zurück in die USA reist und diese Partnerschaft ebenso wie meine Ehe zu zerbrechen droht?"

Der Smasher grinst über beide Wangen, er hat einen Wunden Punkt getroffen. Smash weiß das. 

Marc Poe: "Die Geschäfte von Jona...."

Es fällt dem Marylander immer schwerer, wenn er über die Chefin redet, nicht nur den Namen Jona zu verwenden. Doch er reagiert noch, auch wenn es einige Momente zu spät kommt und daher etwas abgehakt klingt.

Marc Poe: "...Vark gehen mich nichts an. Ich will nur meinen Titel verteidigen."

Bei dem Gedanken an die Titelverteidigung, fällt dem Mann mit dem Man-Bun plötzlich wieder ein, dass er bei CORE gerne gegen AJ Dunn antreten möchte. Und AJ ist ein Angestellter von Kevin Smash. Vielleicht gibt es doch die Möglichkeit eines Deals mit dem XAW-Besitzer. Der grinst inzwischen immer breiter. Das Spiel der Provokation beherrscht er ebenso gut, wenn nicht sogar besser.

Kevin Smash: "Über was unterhaltet ihr euch denn sonst, nachdem ihr ..."

Poe hat zum Schlag ausgeholt und stoppt wenige Zentimeter vor dem Gesicht von Smash. Der zuckt kurz zusammen.

Marc Poe: "Jetzt hältst du mal dein dummes Maul, Legende. Mir ist nämlich eine Idee gekommen, die dich und sogar mich glücklich machen könnte."

Der Champion senkt seine Faust und der Smasher schließt den Mund und verbirgt nun sein Grinsen. Doch für Ruhe hat Poe damit nicht wirklich gesorgt.

Kevin Smash: "War klar, dass der Liebling von Miss Vark ihrem Geschäftspartner nicht einfach so einen in die Fresse donnert."

Er lacht dreckig auf und wie auf Kommando erhebt der Marylander wieder seine Faust und ist bereit diese in das Gesicht der Legende zu donnern. Smash nimmt beschwichtigend seine Arme nach oben.

Kevin Smash: "Okay, okay ... die eine Person werde ich wohl besser nicht mehr ansprechen. Wie ist denn nun dein Vorschlag?"

Marc Poe: "Du bekommst dein NO DQ Match, wenn du es AJ Dunn gestattest bei CORE aufzutreten."

Der XAW-Besitzer lacht verächtlich.

Kevin Smash: "Ich kann den Kerl genau so wenig leiden wie dich und eigentlich verdient ihr Zwei einander. Aber warum sollte AJ bei CORE kämpfen? Er ist der Champion der XAW und steht weit über dir. Was würde ihm ein einfaches Single-Match gegen dich bringen? Denn deinen Titel bist du ja in wenigen Minuten los, wie wir beide wissen."

Marc Poe: "Sicher."

Der Marylander schaut den Smasher selbstbewusst an, natürlich geht Poe nicht davon aus hier und heute seinen Titel zu verlieren. Was wäre er für ein Champion, wenn er so denken würde. 

Marc Poe: "Wenn du darauf bestehst, dann folgender Zusatz: Der Fight bei CORE zwischen AJ und mir findet nur statt, wenn es um den Gerasy geht."

Smash denkt kurz darüber nach, doch eigentlich ist es ihm völlig egal. Für ihn zählt nur, dass er dieses verdammt No DQ Match bekommt, um sich so einen weiteren Vorteil gegen Poe zu sichern. Das breite Legendenlächeln bildet sich abermals auf der Miene von Smash.

Kevin Smash: "Deal. No DQ und du bekommst Dunn. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass du mich besiegst ... aber wie bereits gesagt, du Jüngling ... that won't happen!"

Provokant grinst Smash den Anderen an.

Marc Poe: "So sieht es aus, Pantoffelheld. Allerdings werde ich die Sache noch mit Jona.... Vark besprechen müssen."

Smash lacht einmal mehr dreckig auf.

Kevin Smash: "Und er nennt mich Pantoffelheld."

Touché könnte man sagen oder etwa nicht?

Marc Poe: "Ms.Vark ist mein Boss und da du in einer ähnlichen Position wie sie bist, sollte es dir eigentlich klar sein, dass man als Angestellter keine Alleingänge hinlegt."

Doch Smash winkt grinsend ab.

Kevin Smash: "Mich würde viel eher interessieren, ob ihr das vorm zu Bett gehen oder danach besprecht."

Es folgt das nächste vor Ekel triefende Lachen aus der Legendenkehle. Poe blickt die Legende scharf an.

Marc Poe: "Wenn du den Ring später aus eigener Kraft betreten willst, dann verschwindest du jetzt besser. Ob du ihn allerdings ohne Hilfe verlassen kannst, werden wir dann sehen."

Smash lacht laut auf und schüttelt den Kopf.

Kevin Smash: "Die Frage ist viel eher, ob du nach unserem Match jemals wieder einen Ring betreten wirst!"

Er dreht sich schließlich um und will die Kabine verlassen. An der Türschwelle hält er jedoch noch einmal an, um Poe anzugrinsen.

Kevin Smash: "Wir sehen uns ... du Dummkopf!"

Wie ein Echo hallt das Lachen durch den Raum, als Smash diesen verlässt.

Marc Poe: "Primitiver Höhlenmensch."

Poe ist trotzdem klar, dass dieser Mann gefährlich ist, mehr als es den Anschein macht. Der Marylander muss höllisch aufpassen, erstrecht da es keine Disqualifikation geben wird. Aber der Champ ist nun definitiv bereit, er ist voll fokussiert auf den Smasher. Sharpe, Lee und Anna sind vorerst vergessen.


Vincent Craven: "Die Auseinandersetzung zwischen Marc Poe und Kevin Smash spitzt sich kurz vor unserem Main Event noch einmal zu."

Mike Garland: "Poe zeigt erneut seine Überheblichkeit und den mangelnden Respekt vor der Legende."

Vincent Craven: "Hast du nicht gesehen, wie er sich vorbereitet hat? Da kann von mangelndem Respekt nicht die Rede sein."

Mike Garland: "Aber von Überheblichkeit. Kurz vor dem Main Event noch schnell ein paar Moves des Gegners sehen. Das reicht im Leben nicht."

Vincent Craven: "Poe wird sich zuvor auch schon informiert haben. Interessant fand ich auch, mit welchem Match er bei CORE liebäugelt. Ein Match gegen A.J. Dunn."

Mike Garland: "Das wird, wie so vieles, vom Main Event abhängen. Smash dürfte als Champion sicher andere Prioritäten setzen. Und ich fürchte, das dürfte Jona Vark nicht so gut schmecken wie Marc Poe..."

Vincent Craven: "Ihr Büro wird soeben wieder einmal besucht... Schalten wir gleich rüber."


------------------ PCWA ------------------

Die blonde Chefin der PCWA sitzt in die Beine überschlagen hinter ihrem Schreibtisch und starrt auf die Ring Assassins, die gegenüber von ihr Platz genommen haben. Nach dem Gespräch mit RM waren sie zuversichtlich bei Jona Vark Gehör zu finden, doch Varks Gesichtsausdruck spiegelt etwas anderes als Begeisterung. Ihre Miene zeigt eher Skepsis und Ärger.

Jona Vark: "Mister Rogue und Mister Ashfield - um ehrlich zu sein, bin ich über ihren Werdegang enttäuscht. Nachdem sie sich beide im Tryout recht gut schlugen und auch von Marc Stevens beste Noten bekamen, wollte ich Ihnen eine Chance geben. Doch schon bald schlossen Sie sich mit RM zusammen und von da an zog es sie immer tiefer in den Strudel aus Negativität, der den sogenannten Kuchen behaftet. Dabei hätten Sie dankbar sein müssen, als ich Ihnen trotz Niederlagen eine Chance in der PCWA gab, als ich Ihnen trotz Ihres niederträchtigen Versteckspiels um den Desperado eine Chance auf die Cotatores gab oder als ich Ihnen sogar zweifach die Möglichkeit gab, den Undisputed Gerasy zu erringen. Von dem Platz des Co Main Events beim Imperial Impact ganz zu schweigen... Doch anstatt Sie erkennen, dass ich Ihnen alle Möglichkeiten der Entfaltung und Selbstverwirklichung gab, reden Sie Vendetta um Vendetta von den großen Steinen, die ich Ihnen angeblich in den Weg gelegt habe und lege."

Jona erhebt sich von ihrem Tisch, als Alexa an der Tür klopft und ihren hübschen Kopf hindurch steckt.

Jona Vark: "Jetzt nicht!"

Die Vorzimmerdammer reißt kurz erschrocken die Augen auf, verschwindet dann jedoch schnell wieder. Währenddessen ist Jona Vark von ihrem Tisch weg und mit langsamen Schritten auf die Ring Assassins zugegangen.

Jona Vark: "Aber das ist ja leider noch nicht alles, Mister Rogue und Mister Ashfield. Neben ihren Worten, über die ich spielerisch hinwegschauen könnte, da Sie, wie ich Ihnen eben deutlich gemacht habe, jeder Grundlage entbehren, beginnen Sie seit einiger Zeit Freude daran zu gewinnen, meine anderen Mitarbeiter zu attackieren und dies sogar so sehr, dass sie nicht mehr an Matches teilnehmen können. Ich spreche von der Attacke an Seth Goldstein vor ein paar Monaten und der kürzlich erfolgten Attacke an Tony Graves."

Nun steht die oberste Frau der PCWA vor ihren ehemaligen Cotatores und beäugt die beiden mit kritischstem Augenkontakt.

Jona Vark: "Das sind Dinge, die ich nicht hinnehmen kann und nicht hinnehmen werde!"

Ein kurzer Blick zwischen den beiden Tag Team Partnern reicht, um klar zu machen, welcher der beiden darauf reagieren wird.

Connor Rogue: "Miss Vark, wir könnten Ihnen nun unsere nachvollziehbaren Gründe für diese beiden Attacken nennen. Wir können auch Ihre Eingangs aufgeworfene These mit dem Verweis auf unsere Leistungen, an denen Sie nicht mehr vorbei sehen konnten, wiederlegen - aber vermutlich würde dies eh nichts bringen."

Jona Vark: "Richtig!"

Die Chefin setzt sich auf ihren Schreibtisch und unterbricht Rogue mit ihrer Bejahung für einen Augenblick. Dann zieht sie neugierig fragend die Augenbrauen hoch. Sean Ashfield aber kann sich nicht zurück halten.

Sean Ashfield: "Sie wissen genau, wie wir, dass wir uns das Cotatores Match beim Rumble selbst erarbeitet haben. Nach dem Clou mit den Masken konnten Poe & Rodirguez nicht mehr anders, als gegen uns antreten. Sie mussten dem lediglich stattgeben. Und nachdem wir in Ihrem Strafmatch Lee, Sharpe und Breads besiegten, war es klar, dass sie uns irgendwann den Main Event geben mussten. Dass Sie uns immer wieder Chancen gegeben haben, glaube ich Ihnen also nicht, Miss Vark. Das war unser Verdienst. Und die Rematch Forderung ist für Ex Champions eine ganz klare Sache! Es gebietet schon die Sportlichkeit, gerade wenn das erste Match durch psychologische Kriegsführung von außen sabotiert wurde."

Jona legt nach einem Augenrollen tatsächlich noch ein ironisches Lächeln auf.

Jona Vark: "Ich denke, sie wären besser Ihrem Partner gefolgt, Mister Ashfield. Denn solcherlei Rechtfertigung wirft kein gutes Licht auf Sie. Im Übrigen tat dies ihr Auftritt im Battlefield, welcher ja Ihrer Meinung nach als Folge des Auftritts von Northern Superior beim Impact erfolgte, ebenso wenig. Dies war keine gute Werbung für die PCWA. Anstatt es den beiden GWSlern zu zeigen, indem Sie die beiden eliminieren oder einfach nur weiter im Match kommen als sie, sehen Sie rot und eliminieren sich schließlich gegenseitig. Ich gebe Ihnen also den Rat baldsmöglich gegen Northern Superior in den Ring zu steigen und gegen diese beiden Männer einen Sieg einzufahren. Sie haben den Krieg angezettelt - also tragen Sie ihn auch siegreich aus. Ich dulde keine weitere Blamage wie beim Battlefield."

Das saß.
Mit versteinerter Miene sinken die Köpfe der beiden Assassins gen Boden. 

Jona Vark: "Und was Ihre wenigen Chancen angeht, die Sie von mir bekommen haben... Bei der nächsten Vendetta werden Sie gegen Happy Hour um die Cotatores antreten!"

Nun schnellen die Köpfe voller Überraschung wieder nach oben.

Jona Vark: "Ich gebe Ihnen Ihr Rematch. Und sollten Sie gewinnen, können Sie bei CORE Northen Superior um die Titel gegenüber treten. Sollten Sie allerdings verlieren, wird Carnageddon die Chance auf die Cotatores gegen Happy Hour erhalten... und das wird mein Money Tag-Team Match bei CORE sein, während Sie in der zweiten Reihe spielen."

Ein Nicken bei Rogue. Und auch Ashfield scheint zufrieden.

Connor Rogue: "Danke, Miss Vark. Wir werden uns die Cotatores zurück holen!"

Sie lächelt wieder.

Jona Vark: "Ich will, dass das bessere Team gewinnt, meine Herren. Denn das beste Team soll zum National Wrestling Day gehen und dort die Cotatores in der diesjährigen Cotatores Trophy Challenge aufs Spiel setzen. Eine Challenge, in der alle PCWA Teams antreten dürfen, in der aber auch fremde Teams auftreten werden. Sollten Sie sich nächste Vendetta gegen Happy Hour und bei CORE gegen Northern beweisen, so sind sie die ideale Besetzung für den NWD. Sollten Sie allerdings bei der nächsten Show scheitern, so werden Sie vorerst nicht mehr um die Cotatores antreten. Auch nicht beim National Wrestling Day. Dies ist keine Hintertür für Sie. Denn Ihre Chance bekommen Sie bei Vendetta 137. Und entweder Sie beweisen, dass Sie wirklich etwas auf dem Kasten haben, oder Sie beweisen, dass Ihre Worte lediglich im Stande sind Luftschlösser zu bauen. Und im letzteren Fall zeige ich Ihnen dann wirklich, was es heißt, von mir Steine in den Weg gelegt zu bekommen. Denn dann wird mein Geduldsfaden mit Ihnen endgültig gerissen sein."

Ein kurzer, ernster Augenkontakt zwischen den ehemaligen Cotatores und der Chefin folgt.

Jona Vark: "Guten Abend, die Herren!"


Mike Garland: "Oh je. Jona Vark is on fire. Aber sie gibt den Ring Assassins das Rematch, was sie wollten. Sehr gut!"

Vincent Craven: "Eine Alles-oder-Nichts Chance, wenn du mich fragst. Wenn die beiden verlieren, war es das erst einmal mit ihren Chancen."

Mike Garland: "Gut, aber das werden sie nicht. Wieso sollten sie verlieren? Happy Hour ist ein Witz."

Vincent Craven: "Happy Hour hat die beiden bereits einmal geschlagen. Und komm nun nicht mit der Entschuldigung, die die beiden immer vorbringen."

Mike Garland: "Gut, machen wir einfach weiter. Ich freue mich jedenfalls, wenn Carnageddon und Happy Hour bei CORE um die goldene Annanass kämpfen müssen. Hihi."


------------------ PCWA ------------------

… Caps, Shirts, Schals, Wimpel …

… CDs, Becher, Schaumgummikreaturen, Autogrammkarten …

 

Es heißt nicht umsonst, dass Antiquitäten der Kitsch von gestern sind mit den Preisen von heute. Demnach wäre aktueller Merchandise der Ramsch der Neuzeit - zu Kostenpunkten von übermorgen. Er greift sich das Preisschild einer Gürtel-Replik … und fühlt sich bestätigt.

Sein Weg führt ihn weiter, immer tiefer hinein in die Artikelschluchten des „PCWA Megastore“. Er ist fast allein, die wenigen Kunden machen mit großen Augen ehrfürchtig Platz, bevor sie anfangen zu tuscheln. Und die Bedienung, welche sich kaugummikauend hinter Tresen und Smartphone versteckt, hebt nur einem kurz die Braue, bevor sie sich wieder einem neuen Level ihrer Game-App widmet.

Selbstverständlich durfte ein ganzer Ständer Poe-per-View - Artikel nicht fehlen. Ironischerweise in direkter Nachbarschaft eines selbigen mit dem Merch des Vorgängers, welchen man up-to-date rasch um etliche Blackheart - Artikel ergänzt hat. Kopfschüttelnd fährt seine behandschuhte Hand über das Tanktop mit dem dolchdurchstoßenen schwarzen Herz, gleich neben einem mit dem Aufdruck „Still hungry“. So dicht beieinander - und doch war der evolutionäre Schritt von einem zum anderen mehr als nachhaltig … seine eigene Meinung dazu behielt er lieber für sich.

Seine Hand langt nach einem Poe-Haargummi, den er fast bis zum Reißen dehnt und schnippst diesen dann weg - genau vor ein Eckregal, befüllt mit gesichtverhängenden Langhaarattrappen Marke Shadow. Er muss unweigerlich grinsen - wenigstens etwas …

So schlendert das unergründliche Dunkel weiter - und stoppt schließlich vor einem offenen Regal voller Comichefte. Unweigerlich flimmert vor seinem inneren Auge die Szene in Varks Büros wieder ab - der Moment, in welchem er sich ihr mithilfe besagter Bunte Bildchen - Kunstform zu erklären versuchte … und dabei selbst merkte, wie dicht er damit genau diese Wahrheit angekratzt hatte. War er nicht im Grunde eine Karikatur seiner selbst?!

Shadows Zeigefinger fährt die einzelnen teilweise in Plastikfolie gehüllten Hefte ab - sowie die vielklingenden Titel wie „Disciples of ToXiC“ …… „The Heritage“ …… „The Final Sin“ …..

Er verharrt schließlich bei einem dicken Paperback, dessen Cover einen gesichtslosen wie nachtschwarzen Muskelmann zeigt - und dessen überzeichnet muskulöser Oberkörper die wie ein Blutgerinnsel wirkende „11“ - Aufschrift des Muscle-Shirts fast zu platzen bingt. Neugierig blättert Shadow einige Seiten - bis das Überfliegen schließlich wachsendem Interesse zu weichen scheint.

"Wer auch immer das gezeichnet hat ist ein Idiot."

Der Schatten wirbelt herum... und erblickt den verschwitzten Kevin Sharpe, der augenscheinlich auf dem Weg von seinem Match zu seinem neuen Domizil ist. Die Schminke ist verlaufen und der schwarze Mascara, der vorher noch die Augen bedeckte... nun... dieser bedeckt nun die Wangen wie das Delta eines ausgetrockneten Flusses.

Sharpe: "Eleven ist... war... das genaue Gegenteil von dem, was du da siehst, Schatten."

Die Blickrichtung Shadows ruht eine Weile auf dem Ex-Champion, bevor er sich erneut seiner Lektüre widmet.

Shadow: „Soso … naja, du musst es am besten wissen - schließlich hast du nicht umsonst auf seinem Thron platzgenommen, um die Reinkarnation zu vollenden. Wer sich behaglich mitzuteilen weiß, den wird des Volkes Laune nicht erbittern … Faust hat seine Seele einst dem Teufel vermacht, weil er mit der Gesamtsituation unzufrieden war. Bin gespannt, ob du eine bessere Ausrede hast.“

Ein leises Lachen im Rücken des Schattens.

Sharpe: "Ausreden... "

Dann... urplötzlich... wird Shadow herumgerissen. Zwei kräftige Hände packen ihn am Kragen und pressen ihn gegen die Wand.

Sharpe: "Es ist ein verdammter Stuhl. Mehr nicht. Niemand kann Eleven ersetzen... oder an seine Stelle treten. Er war einzigartig. Aber es geht nicht um Eleven... es geht um MICH! Und dass ich endlich meine wirkliche Identität wiedergefunden habe. Also erspar' mir dein gesalbtes Geschwurbel über einen Pakt mit dem Teufel, okay?"

'Napalm over Woodstock' würde nie wieder passieren. Auch wenn er es sich so sehr wünschen würde. Den Augenblick, in denen Sharpe in seinen Gedanken vertieft ist, nutzt Shadow, um sich mit einem kurzen Ruck aus dem Griff Sharpe's zu befreien.
Das Comicbuch noch immer in seinen Händen.

Shadow: „Und wenn das schwarze Herz aufhört zu schlagen, weil die Neider und Feinde im Rücken zu groß und übermächtig werden … oder noch schlimmer: die eigene Zielsetzung sich mal wieder nicht erfüllt, dann erfährst du deine Wiedergeburt als The Sickman? Oder doch wieder als der Alpha-Kevin der PCWA? Wie oft glaubst du kannst du das Märchen von der neuerfundenen Lichtgestalt noch erzählen, bis es abgedroschen wirkt?“

Der Schatten hält das Paperback hoch … und spricht weiter, während er es wieder ins Regal packt.

Shadow: „ER hier ist sich wenigstens treu geblieben - oder hat zumindest eindeutig das gelebt, was er ist. Bei dir … oder deinem Ex-Best Buddy hab ich eher das Gefühl, dass ihr eure Segel mal eben schnell in Richtung der Winde dreht, die gerade am stärksten wehen - egal, wohin euch das letztlich bringt. In deinem Fall zum Beispiel Kurs Schiffbruch, da du sowohl Gold als auch Kumpel verloren hast.“

Ohne den scheinbaren Blick vom Regal zu nehmen dreht er den Kopf überblickend und nimmt sich das nächste Heft.

Shadow: „Ich gehen mal davon aus: eines davon willst du dir zumindest dadurch zurückholen, indem du mal wieder den Schalter zur dunklen Seite der Match umlegst. Gute Reise wünsch ich - aber lass dir aus Erfahrung etwas von jemand sagen, der sich mit Maskeraden-Gimmicks auskennt: lebe sie! Und wechsel sie nicht wie deine T-Shirt - Sprüche…“

Shadow macht ihn wütend. Was bildet sich der Kerl ein, was er über Eleven weiß? Oder über sich selbst? Dennoch bemerkt er, dass diesem Kerl mit Handgreiflichkeiten nicht beizukommen ist. Also atmet er tief durch und stemmt die Arme in die Hüften.

Sharpe: "Die Chance auf einen Shot auf meinen Gerasy habe ich ja eben gerade lebendig gehalten. Ich bin eine Runde weiter und wir werden uns beim CORE gegenüber stehen. Was mich und Poe angeht... das ist Geschichte, erledigt und tut hier nichts zur Sache. Aber sage mir eins: bist du wirklich der Real Deal, der du vorgibst zu sein? Was sollte die Aktion bei der letzten Vendetta gegen Maxxx und Wilson, hm? Chair marks the Spot oder was? Möglicherweise siehst du in mir nur einen Spiegel deiner selbst. Wenn es nicht voran geht, beziehungsweise nicht mehr WEITER voran geht, dann muss eine Änderung her."

Nun muss er doch lächeln.

Sharpe: "Doch erinnert dich dein Verhalten nicht an einen gewissen Jemand? Mit dem ich vor nicht allzu langer Zeit im Ring gestanden habe? C'mon, Schatten. Jimmy Maxxx singt doch genau dieselben Arien wie du gerade beziehungsweise bei der letzten Show."

Sharpe lässt die Worte verklingen und versucht irgendeine Reaktion bei dem selbsternannten Soul Survivor auszumachen. Und sie erfolgt: ruckartig headbangt Shadow, wirft seine Haare in den Nacken … und zeigt sein weißgeschminktes Gesicht, das noch immer den neongelben Fleck am Kinn aufweist. Doch da ist noch etwas: kleine Stücken schwarzer Konturen, die an ein Muster zu erinnern scheinen, welches aber noch undefinierbar ist.
Die großen Augen stieren herausfordernd zu ihm hin, bevor sie abdrehen … und das nun geöffnete neue Fanzine begutachten. Und dann fliegen auch die Haare wieder vor das Gesicht.

Shadow: „Tu mir einen Gefallen … und bring die Dinge nicht durcheinander. Auch wenn sie sich ähnlich sehen - so ist ein Gemälde nicht gleich einem Spiegelbild. Man kann retuschieren und schattieren, um es anzupassen. Aber das zugrundeliegende Ebenbild bleibt stets gleich, während ein Spiegel einem die Welt so zurückwirft, wie sie eben ist. Und genau das gleiche gilt für eine Kurskorrektur … und eine Kursanpassung.“

Mit feinfühliger Akribie blättert der Schatten um.

Shadow: „Jimmy hat dir eins voraus, entthronter König: er hat es verstanden. Zumindest vermute ich das mal. Nämlich das eine Tat selbst manchmal eher das Ausrufezeichen ist als die in Mitleidenschaft Gezogenen. Die Chamber hat vieles widergespiegelt: angefangen vom augenblicklichen Tenor der Machtverhältnisse dieser Liga über das subjektive Standing bis hin zu dem, was man vermutlich wert ist. Schulterklopfer und gutes Zureden haben nur einen Sinn: demjenigen den unausweichlichen Rückschritt zu versüßen. So mag die PCWA mit vielen umgehen - nur nicht mit mir. Ich bin, wie ich bin … und ich bin mehr. Alles, was ich letztens getan habe, ist nur eine weitere Facette von mir zu offenbaren. Wie ein sich leicht neigender Eisberg, der etwas mehr von den unsichtbaren 90% an die Oberfläche lässt.“

The Unfathomable Dark schließt daraufhin das Heft, rollt es ein und deutet damit auf Sharpe.

Shadow: „Und da redest du von Kopien? Du, der seinen Mr. Hyde immer dann rauslässt, wenn es ihm gerade mal Spaß macht? Vor allem dann, wenn man angeblich noch hungrig ist … und übersieht, dass der eigene Sättigungs-Füllstand bereits erreicht ist. Und jetzt - Vintage Rumble XI?! Das hätte ich dir womöglich abgekauft, wenn du zuvor der geschlagene Jäger gewesen wärst. Aber nicht heute, nicht um jeden Preis. Vor allem nicht für den goldenen Löffel, damit Dr. Jekyll den Nachtisch nicht verpasst.“

Er stellt sich dem abgekämpften Blackheart auf Armlänge gegenüber.

Shadow: „Ich habe mein Ziel, wie du gesehen hast. Ich habe es immer noch. Dass die glückliche Fügung es nun derart arrangiert hat, dass Poe gleichzeitig das besitzt, was du möchtest, was viele andere haben möchten, ist Schicksal. Also drehe ich an diesem großen Rad. Und wenn es bedeutet, auf dem Weg dorthin dich aus dem Weg zu räumen, dann soll mir das recht sein. In der Chamber ist es mir beinahe gelungen - also mach dich bei CORE auf etwas gefasst.“

Der Angesprochene wischt sich den Schweiß von der Stirn, was die sowieso schon verlaufene Schminke noch mehr verschmiert.

Sharpe: "Be careful what you wish for, Shadow. Du forderst mich heraus?! Tu' das nicht. Um deiner selbst willen. Du bist sehr wortgewandt, eloquent und deine Qualität im Ring ist ebenfalls nicht weg zu diskutieren. Aber glaube mir eines... "

Seine Augen verengen sich zu Schlitzen. Shadow seinerseits ist gewarnt. War er zu weit gegangen? Nein. Es musste so sein.

Sharpe: "Du bist im Begriff, dich mit jemandem anzulegen, von dem du lediglich GLAUBST, Dinge zu wissen. Doch sei ehrlich... du weißt NICHTS über mich! Mutmaßungen... Vermutungen... mehr nicht!"

Das gerollte Comicheft berührt inzwischen Sharpes Sternum.

Shadow: „Vergiss den Respekt, den ich beispielsweise noch von dir in Dortmund hatte. Der ist mit deinem persönlichen Maskenball davongeschminkt worden. DU … weißt ebenfalls nichts über mich - ich denke, damit sind wir quitt! Und komm mir jetzt bloß nicht mit Augenhöhe. Denk an den Impact: dein ausgekonterter Finisher meinerseits und die Tatsache, dass bloß der Glückskeks verhindert hat, dass ich dich eliminieren konnte, sind Beweis dessen, dass auch du bloß mit Wasser kochst.“

Etwas gezielter Druck auf das gerollte Magazin - und er versetzt Blackheart einen dezenten Schubs, dass dieser anderthalb Schritt zurücksetzen muss.

Shadow: „Ob nun Match oder nicht, Titel oder nicht - wenn du angeblich mit Poe durch bist, dann sei das auch. Aber stell dich hinten an - und gib den wahren Hungrigen die Möglichkeit die Zähne zu fletschen.“

Mit einer fließenden Handbewegung schlägt Kevin dem Schatten das zusammengerollte Heftchen aus der Hand.

Sharpe: "Das REICHT! Ich werde... "

Doch dann klappt sein Mund zusammen und ein Grinsen schleicht sich auf sein Gesicht. Shadow ist kurz verwirrt, hatte er doch mit einem direkten Angriff des schwarzen Herzens gerechnet. Doch der fixiert irgendetwas, das sich hinter ihm befindet. The Unfathomable Dark dreht langsam den Kopf...
... und schaut in ein grimmiges, von einem feuerroten Bart eingerahmtes Gesicht.

Stem: "Ich würde sagen, du bist nun quasi cornered... "

Wilson spricht nicht laut, doch etwas in seiner Stimme lässt die Alarmglocken im Kopf des Schattens klingeln. Barry hat sein Ringgear bereits abgelegt und trägt wieder Jeans, Wanderstiefel und das rote Karohemd mit den abgeschnittenen Ärmeln. Die kräftigen Arme sind vor der Brust verschränkt.

Stem: "Hast du mir etwas zu sagen?"

Shadows Kopf wechselt bedächtig zwischen Sharpe und Barry hin und her. Dann nimmt er legere Haltung an, lässt die Arme hängen und umfasst mit einer Hand die andere am Handgelenk. So dreht er sich Wilson entgegen.

Shadow: „Wenn du eine Erklärung willst - die habe ich bereits letzte Show abgegeben. Falls du eine Entschuldigung möchtest … muss ich dich enttäuschen. Und für den Fall, dass dir nach Payback zumute sein sollte - auch wenn mich heute eine Art Déjà-vu durchfährt….“

Der Schatten lässt los und breitet die Arme aus.

Shadow: „… dann tu dir keinen Zwang an.“

Auch wenn Stem es sich nicht anmerken lässt: ein kleiner wohliger Schauer überkommt ihn angesichts einer derartigen Offerte, welcher er nur zu gerne Folge leisten würde. Trotzdem... es wären Zwei gegen Einen. Und vielleicht war Barry bei der letzten Vendetta nur zur falschen Zeit am falschen Ort.

Auch der Schatten scheint dies zu bemerken, denn er registriert das Knacken von Barrys Fingerknochen, als dieser die Arme sinken lässt…
… genauso wie das Lockern der Handgelenke Sharpes, welche dieser mit breitem Grinsen ebenso knorpelknackend vollführt. In diesem Moment wechselt Shadows Kopfblickrichtung wieder zwischen beiden hin und her … und nun scheint er zu bemerken, dass er sich in eine nicht ganz glücklich gewählte Zwickmühle begeben hat. Zwei Männer, welche beide seiner Aufforderung mit Wohlwollen nachzukommen gedenken. Aber das war zu erwarten - und im Grunde unvermeidlich, wenn er wie in diesem Fall eine … „Kurskorrektur“ in seinem Leben vornahm.

Der Schatten tariert Entfernungen und ein eigene Position derart aus, dass er sowohl Barry als auch Kevin halbwegs vor sich und den eigenen Rücken frei hat. Bring it on!

Shadow: „Wenn’s denn so sein soll: dann tut EUCH keinen Zwan..“

Mit einem kehligen „Hah!“ und die Fäuste erhoben wagt Sharpe einen Ausfallschritt, worauf Shadow blitzschnell in Verteidigungsstellung geht. Derart schnell …. dass er den Blackheart - Artikelständen in seinem Rücken nicht bemerkt hat, welcher durch die ruckartige Bewegung zu Fall gebracht wurde und sich mit diesen scheppernd auf dem Boden verteilt. Der Ex-Gerasy Champion lacht laut auf.

Sharpe: "SO sieht deine Verteidigung aus? Erbärmlich. Und was ist mit dir, Wilson? Stehst da wie eine Salzsäule. Wieso bist du nicht mit auf ihn los?"

Der große Mann murmelt beinahe verlegen in seinen Bart.

Stem: "Es wäre nicht fair. Zwei gegen einen."

Nun richtet sich Kevin's Lachen gegen den Rothaarigen aus Roanoke.

Sharpe: "Nicht FAIR? War es etwa fair, dass er dich hinterrücks mit einem Stuhl niedergestreckt hat? Aber hey... deine Entscheidung. Ich für meinen Teil habe hier genug Zeit verschwendet. Ich behalte dich im Auge, Shadow."

Abgang Blackheart. Doch nicht, ohne Barry ebenfalls noch etwas über die Schulter zuzurufen.

Sharpe: "Und DICH auch, Wilson!"

Zurück bleiben Shadow und Stem. Der Schatten mustert den großen Mann misstrauisch.

Shadow: „Ich gebe unserem Alpha-Kevin nicht unbedingt gerne recht, aber in dem Fall … Abrissbirne mit Gewissen, wirklich?! Nimm es mir nicht übel, aber das sagt mir alles über dein aktuelles Standing aus sowie deine Hüftleere, wo statt einer Bluegrass-Gürtelschnalle eher ein Titlebelt hängen sollte. Auge um Auge - meine Flanke war offen und ich hätte es verdient wie verstanden, wenn du durchgezogen hättest. Also - warum?“

Immer noch verlegen wie ein kleiner Junge, der beim Stehlen eines Kekses erwischt worden ist, senkt er den Kopf.

Stem: "Wie ich sagte... es wäre nicht fair gewesen. Und ich hasse Unfairness. Deine Aktion hat mich nicht glücklich gemacht, das kannst du mir glauben. Aber du hattest deine Gründe.. und ich stand vielleicht einfach nur im Weg."

Es brodelt dennoch in ihm. Aber allein schon mit Kevin Sharpe UND Shadow hier zu stehen... nun gut... jetzt nur noch mit dem Schatten, erfüllt ihn mit einem gewissen Stolz. Und auch Respekt vor diesen erfahrenen Kämpfern. Und er? Nun... wirklich vorzuweisen hat er hier in der PCWA noch nichts.

Shadow: „Würdest du mir glauben, wenn ich dir sagen würde, dass ich diesen Elliot Ness - Einschlag auch eine lange Zeit jeden Morgen im Spiegel gesehen habe? Eine aufrechte Seele in unserem Business ist heutzutage wie die berühmte Perle in der Auster. Aber wenn du wirklich was erreichen oder zumindest nicht auf der Strecke bleiben willst, dann solltest du diese Unsicherheit beiseite packen, die ich hier spüre. Oder irre ich mich da?“

Der Hüne schüttelt den Kopf.

Stem: "Ich halte es da wie Sharpe. Ich bin, wie ich bin. Und es wäre nicht mein Stil, mit ihm über dich herzufallen. Wir können das gerne irgendwann im Ring klären. Aber... "

Er wendet sich ab.

Stem: "...nicht so."

Und mit diesen Worten verlässt Wilson die Szene.
Der Schatten blickt ihm ein wenig nach, bevor er den Ladenbereich ebenfalls verlassen hat. Eine Antwort, mit der er sich zufriedengeben muss … und was er auch tut. Neuausrichtung in allen Ehren, aber den Kern seines Wesens will und muss er behalten. Barry hat das scheinbar verstanden - vor allem scheinbar noch besser als Maxxx vorhin.

Er schielt zu Boden, wo sein Blick auf dem Comicheft haften bleibt. Shadow bückt sich danach, um es aufzuheben und zuzuklappen … als er die gezeichnete Szene der aufgeschlagenen Seite begutachtet: in einem scheinbar kameradschaftlichen Szenario sitzt ein älterer Mann dem Titelhelden gegenüber. Ein mildes, anerkennendes Lächeln umspielt den Mund es Alten, während die Sprechblase neben ihm seine Worte offenbart:

 

"… vergiss nie, mein Lieber: jedes ausgesprochene Wort ist wie ein geworfener Stein … und kommt nie zurück. Bedenke also stets gut, was du anderen oder deiner Umwelt mitzuteilen gedenkst. Alles, was du tust, trägt deine Handschrift. Also unterzeichne sie unverkennbar mit Zuversicht und Stil…“

 

Als sich Shadows Kopf hebt hat es den Anschein, dass seine verhüllten Augen grübelnd in die Unendlichkeit blicken, während er das Magazin zuklappt. Dann soll es so sein…

„Hey, was’n hier los?!“

Noch immer ihren Bubblegum kauend ist die Bedienung inzwischen erschienen. Ihr Blick ist reichlich angesäuert, als sie den Schatten ins Visier nimmt und wortlos auf die Bescherung am Boden deutet.
Shadow allerdings bleibt stoisch wie eh und jeh … und nach einem kurzen Augenblick holt er einen Geldschein hervor, drückt ihn der Mitarbeiterin in die Hand und geht, nachdem er ihr das Comicheft hochgehalten hat, an ihr vorbei.

„Moment mal, und wer räumt den Schlamassel jetzt wieder auf?“

Der Soul Survivor läuft ohne anzuhalten oder umzudrehen weiter.

Shadow: „Welcher Schlamassel?“

„Na…“

Die Worte bleiben der jungen Frau fast im Halse stecken, als sie darauf zeigen will - und bemerkt, dass der Merchandise-Ständer wieder aufgestellt und befüllt wurde wie zuvor. Fragend wendet sie wieder ihren Kopf - doch nun ist auch Shadow verschwunden.

Kopfschüttelnd begutachtet sie den Geldschein, bevor sie sich kauend wieder zu ihrem Tresen begibt.


------------------ PCWA ------------------

- earlier today -


Grizz Lee hat sich nicht all zu lange Zeit gelassen, um die Fotos ihrem Verwendungszweck zuzuführen. Nur eine Stunde ist vergangen, seit er sie von Rob Collins erhalten hat. In dieser Zeit hat er noch ein wenig im Internet recherchiert und am Telefon einen 'besorgten Mitarbeiter' gemimt. Bislang mit Erfolg.
Miss Varks Assistentin Alexa schreckt kurz auf, als der Trouble Magnet die Tür schwungvoll öffnet und den Raum betritt. Dann stoppt er kurz, legt den Umschlag mit den Aufnahmen auf dem Schreibtisch ab und zieht ein schwarzes Haarband aus der Tasche seiner Traingshose. Mit einigen geschickten Handgriffen hat er seine schwarzen Locken zu einem Man Bun gebunden. Der erwartungsvolle Blick zu Alexa wird von dieser allerdings nur mit einem Stirnrunzeln bedacht. Als wolle sie ihm wortlos mitteilen, dass er trotzdem nicht besser aussieht als Marc Poe.

Lee: "Abwarten."

Er schnappt sich den Umschlag wieder und öffnet auch die Tür zur Jona Varks Büro ohne anzuklopfen. Warum sollte er auch, er muss sich ja ohnehin seine 'Strafe' mitteilen lassen.
Die Geschäftsführerin der PCWA wirkt angespannt, angesichts des ereignisreichen Abends der bereits hinter und wahrscheinlich auch noch vor ihr liegt. Auch sie mustert den neuen Hairstyle des Cryption, der den silbernen Gürtel standesgemäß um die Hüften trägt, eher argwöhnisch.

Lee: "Gut, ich hatte jetzt keine Umarmung erwartet."

Miss Vark schüttelt nur knapp den Kopf, sie möchte schnell zur Sache kommen. Doch bevor sie das Wort ergreifen kann, wirft der Grizzer ihr den Umschlag auf den Schreibtisch.

Jona Vark: "Wird das eine neue Modeerscheinung, dass mir Leute mysteriöse Umschläge geben, deren Inhalt ich mir dann selbst zusammenreimen muss?"

Lee: "Sie müssen nichts entmystifizieren, keine Sorge. Ein paar Blicke genügen und Sie werden verstehen."

Er setzt sich erst gar nicht, so lange sollte diese Unterhaltung nicht dauern. Die Chefin zieht die Bilder hervor und betrachtet sie nacheinander. Natürlich ist sie alles andere als begeistert, dass jemand ihr nachspioniert und diese Aufnahmen dann wohl auch tatsächlich als Druckmittel benutzen möchte. Aber sie behält sie Kontrolle über den aufkommenden Zorn.

Jona Vark: "Nun gut. Und was wollen Sie nun tun? Ist das der Anfang einer Erpressung? Sie wissen ja bestimmt, dass eine Kamera diese Straftat filmt."

Lee hat sich ganz genau auf diese Konversation vorbereitet. Mit einem süffisanten Lächeln entgegnet er der Bössin.

Lee: "Erpressung, was für ein schlimmes Wort. Sie wissen ja, dieses Internet ist wirklich eine tolle Erfindung. So ziemlich jeder ist dieser Transparenz ausgesetzt, mehr oder weniger. Und vor allem Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen und sich auf die ein oder andere Weise einen Namen gemacht haben. Zum Beispiel indem sie ein großes Finanzimperium namens Vark Enterprises aufgebaut haben. Ihr Vater. Unser Oberboss, wenn man es ganz genau nehmen will. Auch von Ihnen."

Jona Vark wirft mit ihrem Blick einige imaginäre Giftpfeile auf ihr Gegenüber. Aber sie hat schon die Situation mit Shadow handlen können. Dass sie nicht antwortet, nimmt Grizz zum Anlass weiterzureden.

Lee: "Ihr Vater ist der Ansicht, dass es in seinen Unternehmen so einige Regeln zu beachten gilt. Und eine der wichtigsten davon ist, keine Beziehungen zu untergebenen Mitarbeitern zu pflegen, da das früher oder später dem Klima am Arbeitsplatz schaden wird. Alles kein Geheimnis."

Jona Vark: "Und Sie wollen ihm nun diese Aufnahmen zukommen lassen? Oder ihm am besten persönlich mitteilen, dass das auf mich und Marc Poe zutrifft? Viel Erfolg dabei, darauf wird er gewiss nicht reagieren."

Auch wenn sie es in ihrem Hinterkopf besser weiß.

Lee: "Nun, Miss Vark, ich für meinen Teil möchte, dass Sie hier noch sehr lange die Zügel in der Hand halten. Und ich glaube, dass ich da auch für jeden anderen spreche. Sie können mit den Bildern natürlich machen was Sie wollen. Ich verrate Ihnen kein Geheimnis, wenn ich Ihnen sage, dass noch mehr Abzüge existieren. Sie sollten sich jedoch überlegen, wie Sie mit dieser Situation nun weiter verfahren. Poe hat noch kein Match bei CORE, ich auch noch nicht. Es ist nicht schwer, da Eins und Eins zusammenzuzählen."

Die Geschäftsführerin schiebt die Fotos beiseite und erhebt sich. Angriffslustig stützt sie sich mit beiden Armen auf den Schreibtisch.

Jona Vark: "Sie werden keine Chance auf den Gerasy bekommen, Mister Lee. Und wenn Sie tatsächlich noch weiter gehen wollen, dann bitte, nur zu. Ich bin bereit, mich darauf einzulassen. Ich betone noch einmal, dass Sie damit nicht erfolgreich sein werden."

Der Cryption breitet die Arme auseinander und neigt den Kopf, während er sich zum Gehen wendet.

Lee: "Wie Sie meinen."

Jona Vark: "Sie werden übrigens den Main Event mitkommentieren. Dann können Sie sich einen wahren Champion aus nächster Nähe anschauen."

Der leichte Gefühlsausbruch bringt Lee ein Lächeln auf die Lippen. Er weiß dadurch, dass Jona sehr wohl besorgter ist als sie vorgibt zu sein. Und auch in Poes Kopf kann er kommen, ohne ihn jede Vendetta attackieren zu müssen.
Zurück bleibt Jona Vark, die den Umschlag noch einige Sekunden betrachtet. Nein, sie wird ihren Vater nicht deswegen kontaktieren. Sie nimmt die Aktion von Lee als genau das, was sie auch ist: ein Bluff, nichts weiter...

 


------------------ PCWA ------------------

Jane Nelson: "Der Main Event der heutigen Vendetta ist ein UNDISPUTED GERASY TITLE Match! Zunächst der Gast-Kommentator, GRIZZ LEE!!

 

 

Mike Garland: "Wie gerade schon gesehen und angekündigt, da kommt der Träger der Cryption Crown."

Lässig gockelt der Grizzer die Aisle hinab, die teils unflätigen Bemerkungen einiger Fans locker weglächelnd. Der silberne Gürtel ist standesgemäß um seine Hüften geschnallt.

Vincent Craven: "Headset und eine Flasche Wasser stehen auch schon bereit. Nicht, dass er wieder deines trinken muss."

Mike Garland: "Amüsant, Craven. Jetzt haben wir hier mal geballte Kompetenz am Pult. Also, noch mehr als sonst, will ich damit sagen."

Vincent Craven: "Ganz knapp die Kurve bekommen."

Ohne weitere Flausen begibt sich Lee zum Kommentatorenpult. Die Cryption wird abgeschnallt und penibel platziert, so dass sie auch schon vor ihm in die Kameras glänzt.

Lee: "Vince, Mike. Freut mich."

Mike Garland: "Was genau war denn nun in dem Umschlag, mit dem du Jona erpresst hast?"

Lee: "Es war keine Erpressung, aber ich dachte mir schon, dass so ein schlauer Kommentar kommt. Ich geh' darauf jedoch nicht ein. Jeder mit ein paar grauen Zellen wird sich das denken können."

Vincent Craven: "Sehr wahrscheinlich rechnest du dir damit aus, bald an eine weitere Chance auf den Gerasy zu gelangen. Weswegen es dir auch nicht Unrecht sein dürfte, hier nun mitzukommentieren."

Lee: "Vergiss es, Vince, das lockt mich nicht. Ob Smash oder Poe, ich schlage beide an jedem Tag der Woche, auch wenn man mich um drei Uhr nachts aus dem Bett klingeln würde. Alles andere wird schon Jona Vark schon richtig entscheiden. Und jetzt lasst uns die Schmonzette hier mal starten."

Jane Nelson: "Der Herausforderer, KEVIIIIIIIN SMAAAAAAASH!!!"

Grelles artifiziell erzeugtes Blitzlichtgewitter ergisst sich auf der Eintrittsrampe, während die ersten Klänge von "Been away too long" von Soundgarden aus den Boxen dröhnen.

 

 

Wie so oft lässt die Legende die Fans noch etwas warten ehe sie auftaucht. Mit einem völlig übertriebenen Feuerwerk taucht der Smasher schließlich auf der Rampe auf. Wie immer trägt er eine dunkle Lederhose und die dazugehörige dunkle Lederjacke mit den Deception Schriftzügen. Auch die dunkle Sonnenbrille auf der Nase der selbsternannten Legende und das schwarze Bandana fehlen natürlich nicht. Mit einem breiten Grinsen blickt Smash durch die Zuschauermassen. Die Empfangen ihn genau so wie man es erwarten konnte, nämlich mit lauten Buh Rufen, welche den Smasher jedoch nur zu einem kurzen Lachen animieren.

 

Deception

Proudly Presents

The One, the Only, the Legend

 

Breit grinsend stolziert er an den Fans vorbei, die er keines Blickes würdigt. Stattdessen hebt er bereits jetzt die rechte Faust in die Höhe, wofür er weitere Buh Rufe erntet. Er wird es Marc Poe zeigen und sich den einen Gürtel holen, nach welchem er sich so lange sehnt. Und wenn RM wirklich glaubt, dass er ihm diesen im Anschluss schenken würde, so kannte der Kuchen seinen "besten Freund" wohl immer noch nicht gut genug. Smash lässt die rechte Faust in seine linke Handfläche klatschen und betritt schließlich über das oberste Seil den Ring. In diesem wandert er kurz umher und legt sich dabei mit einigen Fans an, denen er Beleidigungen entgegenschleudert. Schließlich nimmt die selbsternannte Legende die Sonnenbrille und das Bandana ab und legt diese in die Ringecke. Konzentriert geht der Blick von Smash nun zur Eingangsrampe, während sein Entrance Theme langsam verstummt.

Jane Nelson: "Und sein Gegner, mit einem Gewicht von 97 Kilogramm, aus Baltimore, Maryland, USA, der UNDISPUTED GERASY CHAMPION MARC POOOOOOOOOOOOOE!!!"

 

 

'Blind' von Korn ertönt und die Stimmung in der Halle schwingt komplett um. Schwarz-roter Rauch bildet sich im Entrancebereich, Marc Poe schreitet hindurch und der Jubel im Theater wird nochmals größer. Der Champ trägt sein übliches Ringoutfit, inklusive des "Poe-per-View"-Shirts, welches er schon den ganzen Abend über seinen Oberkörper gestülpt hat. Der Blick auf die getapte Schulter bleibt damit den Fans und vorallem Smash verwährt. So kann der Herausforder nicht wissen, dass Poes Verletzung noch nicht ganz ausgeheilt ist. 

Ruhig bleibt der Marylander auf der Bühne stehen, er lässt sich ein wenig mehr Zeit als sonst, wie es einem Champion gebührt. Poe schnallt den Goldenen Gerasy-Belt ab und streckt ihn mit beiden Händen in die Höhe. Das war der Startschuss für ein großes Feuerwerk und einige grelle Lichteffekte, nach deren Ende Marc Poe die Rampe zum Ring runterläuft. 

Der Gesichtsausdruck vom Marylander ist konzentriert, so wie eigentlich immer wenn es in den Ring geht. Doch im Moment fällt es ihm schwerer als sonst, sich komplett auf das Match gegen Smash zu konzentrieren, denn natürlich hat er über die angebrachten Bildschirme im Theater die Aktion von Lee mitbekommen. Normalerweise müsste er nun bei Jona sein. Doch es geht nicht, denn er ist der Undisputed Gerasy und sie die Besitzerin der PCWA. In dieser Konstellation geht es gar nicht anders, dass das Geschäft eine höhere Priorität hat. Die Fans sind weiterhin auf seiner Seite, trotz der vagen Enthüllungen. Die Anfeurungsrufe sind eine Art Balsam für die Seele.

 

POE-PER VIEW

POE-PER-VIEW

POE-PER-VIEW

 

Poe befindet sich im Tunnel, er nimmt die Rufe der Fans kaum wahr. Wie in Trance klatsch er trotzdem die Fans ab, die sich über die Absperrung strecken. Dann wandert der Blick des Marylanders zum Kommentatorenpult. Selbstzufrieden hockt Grizz Lee dort und lächelt ihn provokant an. Der Mann aus Baltimore ignoriert ihn so gut wie möglich und slidet in den Ring. Er blickt nun in das Gesicht von Smash, der einen ähnlichen Gesichtsausdruck wie der Grizzer präsentiert. Marc atmet nochmal tief durch, zum Glück geht es gleich los und er kann seinen Agressionen freien Lauf lassen.

 

Main Event
- First Title Defense -
No DQ Singles Match
Undisputed Gerasy Title

vs.
Bild
Bild
(Der erste Pinfall entscheidet über den Sieg. Als Pinfall zählen Three Count und Submission.
-Referee: Yoshi Funaki, Kein Zeitlimit)
 

 

Ringrichter Yoshi Funaki erkundigt sich, ob die zwei Fighter fertig sind. Nach einem beiderseitigen "JA" lässt er die Ringglocke läuten. Es geht los!

Mike Garland: "Ich hab eigentlich erwartet, dass Poe direkt auf Smash los stürmt. Er hätte die Legende eben fast schon mit seinem Blick getötet."

Vincent Craven: "Falsch gedacht, Mike. Poe ist kein Rookie der unvorbereitet in seinen Untergang rennt. Er ist nun der Undisputed Gerasy."

Lee: "Ob er dieser Verantwortung schon gewachsen ist, steht auf einem anderen Blatt. Jäger zu sein ist einfacher als Gejagter. Trust me."

Viel passiert immer noch nicht im Ring, doch nun gehen die Athleten langsam aufeinander zu. Schließlich stehen sie noch einen knappen Meter auseinander und blicken einander an, ruhig, ohne Anstalten zu machen, allzu hastig das Match zu starten. Smash geht einige Schritte zurück und steht nun genau in der Mitte des Rings. Marc Poe kreist nun um den sich in der Ringmitte befindlichen Kevin Smash, der die Position im zentralen Ringbereich nicht aufgeben will. Langsam, ganz langsam kommt Poe wieder näher an den Smasher heran, der in Bereitschaft geht, die Arme über den Kopf hebt, bereit zum Lock-Up. Der Champ spielt da natürlich gern mit..

Smash nutzt seinen Größen - und Gewichtsvorteil jedoch clever aus. Seine riesigen Hände umklammern den Nacken von Poe. Dieser verlagert jedoch blitzschnell seine Position und ist plötzlich hinter dem Herausforderer...

 

RELEASED GERMAN SUPLEX!!!

Vincent Craven: "Starke Aktion! Poe zeigt uns, dass er bereit ist für diese schwere Titelverteidigung."

Mike Garland: "Smash wird sich davon nicht beeindrucken lassen, er ist immerhin eine Legende!"

Lee: "Yeah, right..."

Tatsächlich ist der Smasher ziemlich schnell wieder auf die Beine gekommen. Trotz seiner Größe und seines Alters wirkt er leichtfüßig und ziemlich beweglich, seine intensive Vorbereitung auf das Match trägt also Früchte. Dennoch schnappt sich der Gerasy den Herausforderer am Arm. Ein kurzer Whip in die Seile... LARIAT... Smash duckt sich rechtzeitig hinweg und federt auf der anderen Seite in die Seile... nimmt noch mehr Tempo auf...

 

BIG BOOOOOT!!!

 

​Poe schüttelt sich kurz, dann springt er mit einem Kip-Up auf die Beine.

Vincent Craven: "Beide Kontrahenten sind in Topform. Jeder hat einen harten Move gezeigt und dennoch kommt der Gegner schnell wieder auf die Füße."

Mike Garland: "Könnte man so interpretieren. Oder der German Suplex und der Big Boot sind nur mit halber Kraft ausgeführt worden. Könnte zumindest von Smashs Seite sicherlich eine Taktik sein."

Vincent Craven: "Du unterschätzt den Champion immer noch? Nicht zu fassen."

Im Ring belauern sich Poe und Smash nun wieder. Mit seinen langen Armen greift die Legende nach dem Marylander, der taucht darunter durch und antwortet mit einem harten Kick in Kevins Kniekehle. Der Tritt hat seine Wirkung nicht verfehlt, der Smasher beginnt zu wanken.

 

BULLDOG!!!

​​

Der Champion nagelt seinen Herausforderer auf die Matte und möchte direkt mit einem Double Foot Stomp nachsetzen. Smash rollt sich allerdings rechtzeitig aus dem Ring.

Mike Garland: "Smash ist Marc Poe taktisch meilenweit überlegen. Ich glaube, wir werden heute einen erneuten Titelwechsel erleben."

Vincent Craven: "Willst du dich um einen Job bei der XAW bewerben?"

Mike Garland: "Vielleicht, unter Kevin Smash zu arbeiten wäre mir eine Ehre."

Vincent Craven: "Kann ich nicht nachvollziehen. Die selbsternannte Legende dreht gerade ängstlich seine Runden um den Ring und dir gefällt das. Die Zuschauer sind eher meiner Meinung und quittieren das Verhalten zurecht mit Pfiffen."

Und auch Poe will sich das Ganze nun nicht mehr länger mitansehen und verlässt ebenfalls den Ring, dort wird er von Smash jedoch mit einer Abkühlung empfangen, denn die selbsternannte Legende hat einem Fan das Getränk entrissen und den Inhalt genau in's Gesicht des Gerasy Champions gekippt. Sofort lässt Smash eine knallharte Clothesline folgen. Es folgen einige wütende Tritte in den Magen von Poe, ehe Smash seinen Gegner wieder auf die Beine zieht und ihn mit dem Rücken voran in die Absperrung schickt.

Mike Garland: "Eine Meisterleistung. Schon macht es sich bezahlt, dass Kevin Smash den Champ hier zu einem No DQ Match überreden konnte."

Vincent Craven: "Vor allem zeigt es, dass Kevin Smash nicht ohne schmutzige Tricks bestehen kann."

Mike Garland: "Es ist alles legal, von schmutzigen Tricks kann also gar keine Rede sein!"

Lee: "Um ganz nach oben zu kommen und dort auch zu bleiben, gibt es gewisse Grenzen, die man überschreiten muss. Poe hat sich darauf eingelassen, dann muss er damit auch umgehen können."

Das sieht auch Smash so, der Poe inzwischen noch zwei weitere Male mit dem Rücken in die Absperrung geschickt hat. Nach einigen Faustschlägen rollt er Poe in den Ring und folgt ihm, um ein erstes Cover zu vollziehen ... noch bevor die Hand des Referees jedoch ein erstes Mal den Boden erreicht, kickt Poe auch schon aus. Wütend schreit Smash den Referee an und will Poe anschließend in die Ringecke schicken, der kann jedoch einen Reversal zeigen und die Legende muss selbst gegen den Ringpfosten. Poe kommt sofort nachgerannt und springt mit einem Forearm genau auf Smash, der langsam zu Boden sinkt. Poe hebt die rechte Hand und die Fans bejubeln ihn augenblicklich. Schließlich zieht er Smash auf die Beine und schickt ihn in die Seile ...

 

Swinging Neckbreaker!!!

 

Poe lässt ein Cover folgen ...

 

... One ...

 

... Kick-Out von Smash! Poe will nachsetzen, doch Smash greift ihm in die Augen. Sofort folgt ein Tritt in den Magen des Gerasy, gefolgt von einem Atomic Drop. Smash schüttelt sich kurz und geht nun mit harten Faustschlägen auf Poe los, der gerade im Begriff war, sich wieder aufzurichten. Smash drängt den Champion in die Ringecke, wo er diesen nun anschreit.

Kevin Smash: "WER IST JETZT HIER EIN PANTOFFELHELD?"

Zornig holt Smash aus und verpasst Poe eine schallende Ohrfeige und lacht ihn dreckig aus. Ein Raunen geht durch die Fanreihen und auch Poe erwacht augenblicklich wieder. Sofort drückt er Smash weg und verpasst diesem nun seinerseits harte Schläge. Jetzt rennt der Champ in die Seile, Smash will ihn mit einer Clothesline abfangen, doch Poe duckt sich ...

 

Single Leg Dropkick gegen das Knie von Smash!!!

 

Vincent Craven: "Jetzt geht es Kevin Smash an den Kragen. Es war ein Fehler, den Champ so zu provozieren!"

Mike Garland: "Die paar Aktionen hauen eine Legende noch lange nicht um. Smash hat noch eine Menge Reserven!"

Vincent Craven: "Jetzt gerade hat ihn Marc Poe jedenfalls erstmal auf die Knie gezwungen ... und er lässt einen weiteren Dropkick folgen. Genau in's Gesicht von Smash!"

Lee: "Das ist deine Legende, Garland? Dafür lässt er sich ziemlich leicht abkocken. Ich würde es Poe nicht so einfach machen."

Der Smasher fällt auf seinen Rücken und das Publikum jubelt. Poe setzt mit einem Elbow Drop zwischen die Beine von Smash nach. Die Legende schreit lauthals auf und der Champ lässt noch einen Double Foot Stomp folgen. Marc scheint das Match nun im Griff zu haben und diktiert das Tempo, er zieht den Smasher auf die Beine. Dann lässt er eine Serie von Kicks auf den Herausforderer einprasseln. Smash taumelt und Poe nimmt Anlauf... 

 

SUPERMAN PUNCH!!!! 

 

Smash geht erneut zu Boden und der Mann aus Baltimore schmeißt sich auf ihn. Yoshi Funaki ist ebenfalls unten und zählt

 

...One...

...Two...

 

Die Legende schaffte es, gerade noch die Schulter nach oben zu ziehen. Marc macht dicke Backen.

Vincent Craven: "Ja, das war verdammt knapp. Fast hätte Poe seine erste Titelverteidigung erfolgreich erledigt."

Mike Garland: "Reine Taktik von Smash, er weiß genau was er macht."

Lee: "Wie alt ist Smash? 48? Da wurde doch letztens so ein Aufriss drum gemacht. Deswegen hat sich Poe wohl auch ihn als Gegner für seine erste Titelverteidigung ausgesucht."

Vincent Craven: "Er ist damit nur gut 5 Jahre älter als du."

Lee: "Pff, Zahlen. Außerdem seh' ich 10 Jahre jünger aus. Mindestens!"

Poe probiert nun eine andere Variante aus um den Sieg zu erringen. Er rollt den besten Kumpel von RM aus dem Ring und geht hinterher. Es folgen einige Faustschläge in das Gesicht von Kevin auf die der Whip-In in eine der Ringtreppen folgt, dann packt Poe den Kopf seines und knallt diesen zweimal auf die Ringtreppe. Smash geht getroffen zu Boden und bleibt auf der Treppe liegen... Marc Poe hat noch lange nicht genug, er geht ein paar Schritte zurück...

Vincent Craven: "POE KOMMT ANGELAUFEN!"

Mike Garland: "YEEEES! Smash rollt sich von der Treppe."

Der Marylander wollte einen Elbow Drop zeigen, ist jedoch in's Leere gesprungen und hält sich nun die verletzte Schulter. Beide Kontrahenten liegen neben der zertrümmerten Ringtreppe. Die Fans unterstützen ihren Liebling lautstark.

 

POE-PER VIEW

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Dennoch ist es der Herausforderer, der als erster wieder auf die Beine kommt. Kevin zieht seinen Gegner an dessen Man-Bun und rollt ihn in den Ring zurück. Es kommt etwas überraschend, dass ausgerechnet Smash das Geschehen zurück in den Ring verlagert. Anschließend schnappt sich der Smasher seinen Gegner und lässt diesen mit einem Overhead Belly-to-Belly Suplex durch den Ring fliegen. Poe ist erstmal bewegungsunfähig und der Herausforderer plötzlich am Drücker, er nimmt den Marylander in den Ansatz zu einem Sidewalk Slam. Marc schafft es aber mit Geschick und einem Kick an das Kinn seines Widersachers dem Move zu entgehen. Smash wankt etwas, Poe nutzt diese Chance und rollt sich ab. Und der ehemalige Hafenarbeiter ist direkt wieder bei der Sache und kann Kevin mit einer Slingblade Clothesline auf die Matte befördern. 

Vincent Craven: "Die Fans bekommen hier eine Menge Abwechslung geboten."

Mike Garland: "Noch, denn schon bald wird der Smasher den Deckel drauf machen."

Lee: "Langsam, langsam."

Poe kann nun kurz verschnaupfen und nutzt die Pause. Er steigt über das oberste Seil und wartet auf dem Apron bis sein Widersacher sich erhebt. Smash schüttelt sich kurz und dann drückt er sich auf die Beine. Pech für ihn, dass er den Marylander nun im Rücken hat. Die Legende sucht seinen Gegner und als er diesen erblickt, ist es bereits zu spät, denn Poe hat genau den richtigen Moment erwischt. Er kommt geflogen...

 

SPRINGBOARD FOREARM!!!!

​Der Champion mit dem nächsten Cover

...One...

...Two...

Kickout von Smash! Poe muss wohl noch einiges nachlegen, bis er den Smasher im Sack hat. Der Marylander zieht seinen Gegner am Nacken nach Oben, der Whip-In in die Ringecke folgt. Marc schnellt hinterher und der folgende Splash..... geht in's Leere. Die Legende ist rechtzeitig auf die Seite gerutscht, und nach einem stiffen Front Kick befindet sich Marc selbst in der Ecke. Mit einigen weiteren Kicks setzt der Smasher dem Mann aus Baltimore weiter zu. Dieser hängt nun buchstäblich in den Seilen, Smash holt ihn aber unsanft aus eben diesen und befördert ihn mit einem heftigen Overhead Belly-to-Belly Suplex in die Mitte des Rings. 

Lee: "Immerhin, der Overhead sieht gar nicht mal so übel aus."

Mike Garland: "Jetzt schnappt sich Smash Poe und will ihn nach Ringside befördern."

Vincent Craven: "Das hat er sich wohl zu einfach vorgestellt. Marc kann den Rauswurf noch rechtzeitig abblocken."

Der Smasher verleiht der ganzen Situation jedoch nochmal mehr Druck und bohrt zwei seiner Finger in die Augen des Gerasy. Poe kann den Block damit nicht mehr halten und wird im hohen Bogen über das oberste Seil befördert. Smash steigt unter der Pfiffen der Zuschauer provokant hinterher. Immer wieder richtet er einige Worte an einige von ihnen, dann blickt er zu Poe, der gerade im Begriff ist wieder aufzustehen. Smash rennt los ...

 

... Running Big Boot!!!

 

Und was für einer! Poe segelt hart getroffen zu Boden, wo er jedoch dank tatkräftiger Unterstützung von Smash nicht lange verweilt. Stattdessen lässt der Smasher seinen Gegner nun einmal mehr hart in die Absperrung krachen. Während Poe sich den Rücken hält, begibt sich Smash nun auf die Suche und wird fündig, als er sich einen Stuhl schnappt. Mit diesem bewaffnet geht er nun auf den Gerasy zu, der sich gerade an der Absperrung hochzieht und er schlägt zu!

Mike Garland: "Direkt in den Magen von Poe! Das hat er gespürt!"

Vincent Craven: "Und leider spürt er noch viel mehr. Smash jetzt mit Choking, wobei er sich des Stuhls bedient!"

Mike Garland: "Ich habe gleich gesagt, dass wir heute einen neuen Gerasy sehen werden!"

Lee: "Heb' dir diese Aussage für CORE auf, da wird sie zu 100 Prozent der Wahrheit entsprechen."

Smash würgt Poe noch einige weitere Sekunden mit dem Stuhl, dann lässt er diesen unter einem Pfeifkonzert der Fans fallen. Lässig zieht er seinen Gegner auf die Beine und rollt diesen in den Ring. Smash selbst folgt und legt sich lässig auf den Gerasy ...

 

... One ...

 

... Tw ... Kick-Out von Marc Poe! Smash blickt ungläubig auf seinen Widersacher herab und schüttelt den Kopf. Zornig zieht er Poe hoch und lässt ihn in die Ringecke krachen, wohin der Smasher selbst mit einer Avalanche folgt. Getroffen sinkt der Champion in die Ecke. Smash chocked ihn nun noch etwas mit seinem Boot, während er Poe immer wieder anschreit. Schließlich lässt Smash von seinem Gegner ab und stolziert etwas im Ring umher, wobei er natürlich nichts als Buh Rufe von den Fans im Theater erntet. Smash will sich nun wieder Poe widmen, doch der Champ hat einen knallenden Chop für Smash in Reserve, der diesen tatsächlich zurücktaumeln lässt. Poe will nachsetzen, doch die selbsternannte Legende stoppt das Strohfeuer des Champs augenblicklich mit einem harten Headbutt! Einmal mehr packt sich Smash den Champion und dieses mal zieht er den Move durch ...

 

... Sidewalk Slam!!!

 

Krachend kommt Poe auf der Matte auf. Smash geht direkt ins Cover über und hakt dieses Mal die Beine von Poe ein ...

 

... One ...

... Two ...

 

...Kick-Out! Smash kann es kaum fassen und schlägt mit seinen Fäusten frustriert auf die Matte.

Vincent Craven: "So schnell gibt unser Gerasy nicht klein bei, da kann sich Smash noch so sehr ärgern wie er will."

Mike Garland: "Nach dem Match wird sich hier nur einer ärgern, und das ist Marc Poe."

Lee: "Nun, vielleicht wird er sich auch bald wünschen, dass er die Elimination Chamber nicht siegreich verlassen hätte."

Smash hat sich derweil aus dem Ring gerollt, wo er nun unter eben diesem nach weiteren Gegenständen sucht, um den Gerasy damit zu malträtieren. Schließlich wird er fündig und zieht einen Kendo Stick unter dem Ring hevor. Lachend schlägt er diesen ein paar Mal demonstrativ auf den Boden und will nun zurück in den Ring, doch ...

 

... Suicide Dive!!!

 

Mit Vollspeed kommt der Champ zwischen den Seilen rausgeschossen und nietet Smash mit voller Wucht um. Die Fans jubeln laut auf. Poe lässt nun keine Zeit mehr verstreichen und wartet erst gar nicht bis Smash wieder auf den Beinen ist. Sofort deckt er den Hünen mit harten Kicks ein, von denen ein jeder lautstark von den Fans gefeiert wird. Nichtsdestotrotz schafft es Smash bis auf die Knie, dann jedoch packt sich Poe den Kopf von Smash und ...

 

... Swinging DDT!!!

 

Der Schädel von Smash kracht mit voller Wucht auf den Boden. Poe hingegen erblickt nun den Kendo Stick, den Smash noch Sekunden zuvor in Händen gehalten hat. Ein Raunen geht durch die Fanreihen.

 

YES!

YES!

YES!

 

Die Fans machen deutlich, was sie hier sehen wollen und der neue Gerasy Champion hat vor bei seiner ersten Titelverteidigung zu liefern. Unter lautem Jubel der Fans greift Poe sich den Kendo Stick und nimmt Maß. Smash ist derweil fast wieder auf den Beinen. Taumelnd kommt er in die Richtung von Poe. Smash versucht sich an einer Clothesline, doch Poe kann abtauchen und mit dem Kendo Stick genau in den Rücken von Smash treffen. Der schreit laut auf, die Fans jubeln laut auf! Poe hingegen ist nun gnadenlos, wie ein Kameltreiber peitscht er Smash mit dem Kendo Stick aus und zwar so hart, dass das Shirt der Legende an manchen Stellen blutige Risse offenbart. Mit einem letzten noch härteren Schlag, geht der Kendo Stick schließlich zu Bruch und Smash zu Boden.

Vincent Craven: "Smash hat jeden einzelnen dieser Schläge verdient. Wer anderen eine Grube gräbt, sag' ich nur!"

Mike Garland: "Poe sollte sich einfach nur schämen, dass er einer Legende nicht mit dem nötigen Respekt entgegentritt."

Vincent Craven: "Respekt hat diese selbsternannte Legende keinen verdient!"

Lee: "Selbsternannt, richtig. Meine Zweifel, dass es sich hier um eine wirkliche Legende handelt, wird mehr und mehr bestätigt."

Poe geht wieder auf Smash zu und der krabbelt auf seinem Hintern im Rückwärtsgang davon und hebt dabei flehend die Hände.

Lee: "Wehr' dich!"

Scheinbar hat Smash hier genug und will nach Gnade verlangen. Doch die ist Poe nicht gewillt zu liefern. Schließlich endet die Flucht von Smash an der Absperrung hinter ihm. Wieder hebt die Legende flehemd die Hände. Doch Poe schüttelt nur den Kopf. Der Champ will zuschlagen ...

 

... LOW BLOW!!!

 

Lee: "Na also, geht doch."

Smash lässt seine Faust voll in die Kronjuwelen des Gerasy krachen. Die Fans quittieren das Ganze mit einem Pfeifkonzert, während der Gerasy getroffen auf den Boden sinkt. Smash zieht sich derweil langsam an der Absperrung hoch und hält sich erst einmal den blutigen Rücken. Immer wieder schreit er dabei weinerlich auf. Schließlich schüttelt Smash den Kopf und winkt mit der Hand ab. Schwer atmend schleppt er sich in Richtung Rampe und beginnt mit seinem Rückzug.

 

COWARD!

COWARD!

COWARD!

 

Die Fans machen deutlich, was sie davon halten, dass Smash sich hier einfach so aus der Affäre ziehen will, doch der ist inzwischen oben an der Rampe angekommen, als ein Raunen durch die Menge geht. Marc Poe ist wieder auf den Beinen und der Champion will Smash hier auf gar keinen Fall so entkommen lassen. Ohne zu zögern nimmt er die Verfolgung auf. Das merkt nun auch Smash, der durch den Vorhang in den Backstage Bereich rennt.

Vincent Craven: "Sieht für mich schwer danach aus, als hätte dein hochgelobter Smash gehörig die Hosen voll!"

Mike Garland: " ... "

Vincent Craven: "Sind dir etwa die Worte ausgegangen, Mike? Ein seltenes Vergnügen!"

Lee: "Er wartet gespannt auf den Hinterhalt, den Smash doch hoffentlich geplant hat."

Poe ist derweil im Backstage Bereich angelangt, wo er mit hektischen Blicken die Gegend nach Smash absucht. Schließlich deutet eine Mitarbeiterin etwas nervös einen Gang hinunter. Poe rennt in die Richtung, fest entschlossen, die selbsternannte Legende nicht einfach so davonkommen zu lassen. Er will dieses Match dort beenden, wo es begonnen wurde, nämlich im Ring. Schließlich erblickt er Smash, der vor einer Tür steht und verzweifelt an dieser rüttelt, sie jedoch nicht geöffnet bekommt. 

Marc Poe: "Jetzt bist du fällig, Legende!"

Er geht auf Smash zu, als er plötzlich von hinten mit einem Stuhl niedergeschlagen wird. Niemand geringeres als RM der Kuchen steht hinter Marc Poe.

Lee: "Ausgerechnet der. Naja, immerhin."

Vincent Craven: "DAS WAR DOCH KLAR!"

Sofort lässt Smash Tritte auf seinen Kontrahenten niederhageln. Wütend schreit er Poe an.

Kevin Smash: "DU VERFICKTER JÜNGLING! DAS HAST DU JETZT DAVON!"

Weitere Tritte hageln auf Poe nieder. RM zieht den Champion nun auf die Beine und Smash nimmt Maß. Big Boot! RM will Poe abermals hochziehen, doch der zeigt Kampfeswillen und setzt sich mit Schlägen zur Wehr. Doch einige Forearms in den Nacken durch Smash beenden die Gegenwehr auch schon wieder. Smash hebt Poe in einen Powerslam Ansatz und lässt ihn so erst einmal gegen die Wand krachen, ehe er den Powerslam auf den Boden durchzieht!

Mike Garland: "Was für eine taktische Meisterleistung! Der Plan der Legende geht komplett auf!"

Vincent Craven: "Damit war leider zu rechnen! Aber ich bin sicher, auch Poe hat damit gerechnet und sich für diesen Fall etwas überlegt!"

Mike Garland: "Da kann er überlegen wie er will. Er hat sich übernommen, das muss selbst ein Blinder sehen können!"

​Lee: "Schau' nicht so, Vince, ich werd' ihm nicht helfen. Und auch der Weiße Ritter Kevin Sharpe hat seine Rüstung mittlerweile abgelegt."

Vincent Craven: "Toll..."

Der Herausforderer und sein Partner sind zufrieden, es gibt einen High-Five. Oder auch nicht, denn ein unaufmerksamer Backstagemitarbeiter läuft einfach zwischen den Deception-Mitgliedern durch. Mit einem Griff an die tief in's Gesicht gezogene Baseballcap entschuldigt sich der Mann vom Staff. Smash ist ziemlich wütend auf Grund dieser Respektlosigkeit.

Kevin Smash: "EY, was soll die..."

Weiter kommt die Legende nicht, denn der Mitarbeiter hat sich blitzschnell in seine Richtung gedreht und mit einem Superkick niedergestreckt. RM fährt der Schock offensichtlich durch den kompletten Körper. Er bleibt wie angewurzelt stehen und seine Kinnlade fällt noch weiter herunter, als sich der Angreifer seiner Baseballcap und der Staff-Jacke entledigt. 

Vincent Craven: "DAS IST JAMES GODD!!!! Poe muss ihn als Absicherung vor dem Kuchen verpflichtet haben."

Lee: "Correction, Sharpe hat die Rüstung an Godd weitergegeben. Wohl eher unfreiwillig."

Mike Garland: "Dieser Inselaffe ist einfach ein Idiot, mischt sich in Dinge ein, die ihn gar nichts angehen!"

Wenige Augenblicke nachdem der Kuchen auf Godd geblickt hat, wird er von dem Engländer mit harten Schlägen eingedeckt. Zum Schutz nimmt RM beide Arme nach oben und James beendet die Prügel. Doch nur, um nach dem Stuhl zu greifen, den RM selbst mitgebracht hat. Der Kuchen nimmt sofort Reißaus und Godd sprintet ihm hinterher. Zur selben Zeit kommen Smash und Poe wieder zur Besinnung. Tatsächlich ist es dann der Herausforderer, der als erster wieder auf die Beine kommt und seinen Gegner an dessen Man-Bun nach oben zieht. Die Legende nimmt sich seinen Gegner und lässt diesen mit einem Sidewalk Slam auf den harten Boden krachen. Poe hält sich seine Schulter und nun scheint der Smasher zu bemerken, dass diese wohl noch immer angeschlagen ist. Er reißt dem Marylander das Shirt vom Leib und zum Vorschein kommt die abgetapte Schulter. Smash lächelt und drückt mit den Flächen seiner Hände auf Poes Verletzung. Der Marylander schreit wie am Spieß, und der Schrei wird noch lauter, als Kevin sein linkes Bein auf der Schulter abstellt. Die Legende ist sich bereits ziemlich Siegessicher. 

Vincent Craven: "Oh nein, die Schulter des Champions ist immer noch angeschlagen und Smash nutzt es nun aus."

Mike Garland: "Grandios von Kevin. Er hat sofort die Schwäche seines Gegners erkannt und hat nun einen riesen Vorteil."

Lee: "Den er hoffentlich nicht gleich wieder verspielen wird."

Der Smasher nimmt seinen Gegner in den Ansatz zur Powerbomb, doch der bekannte "Fighting Spirit" vom Gerasy kommt wieder zum Tragen. Poe fängt an zu zappeln und schafft es dadurch mit seinem rechten Bein einen Kick gegen die linke Legendenschläfe anzubringen und dann einen Frankensteiner auszuführen. So ist es eben Kevin Smash, der unsanft auf den Boden knallt. Poe setzt sich ächzend auf und stürzt sich auf Smash. Nachdem der Marylander einen Haufen Schläge auf die Legende hat einprasseln lassen, zieht er Smash an dessen Nacken nach Oben. Der Gerasy schnappt sich seinen Herausforderer und zieht ihn in einer Art Sleeperhold hinter sich her und zur Freude der Fans geht es in Richtung Gorilla Position. Der Jubel ist groß, als Poe mit der angeknockten Legende im Schlepptau die Bühne betritt. Der ehemalige Hafenarbeiter schleudert seinen Kontrahenten auf die Guard Rail.

Vincent Craven: "Poe will das Match hier vor seinen Fans beenden, wahrscheinlich bevorzugt er dafür sogar den Ring."

Mike Garland: "Der Kampf ist noch lange nicht vorbei, Smash wird nochmal zurückkommen."

Lee: "Um dann hoffentlich für immer zu verschwinden, sollte er das hier nicht mehr herumreißen."

Poe verschnaupft kurz und hält sich die angeschlagene Schulter. Der Marylander ist nun am Drücker, also muss er Smash weiter bearbeiten. Auch den Zuschauern im PCWA-Theater ist das klar, sie peitschen ihren Champ nach vorne. 

 

POE-PER VIEW

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Gestärkt durch die Anfeuerungsrufe schnappt sich Poe den Smasher erneut am Nacken und zerrt ihm mit dem verkappten Sleeperhold immer weiter Richtung Ring. Die Legende hat keine Chance sich zu befreien, jedoch ist er trotz des Holds von Marc noch voll da. Ringside angekommen will der Champ den Herausforderer in den Ring befördern, doch Smash erwischt mit einem Ellenbogenschlag die verletzte Schulter von Poe. Der Marylander muss seinen Griff lösen und wird mit einer schnellen Lariat vom Smasher niedergestreckt. 

Mike Garland: "Hab ich es nicht gesagt? Die Legende lebt!"

Wieder ist es Poes Man-Bun, der genutzt wird, um ihn auf die Beine zu holen. MIt einem Whip-In lässt Kevin Smash den Marylander anschließend in eine der noch vorhandenen Ringtreppen krachen. Smash übt, während er langsam zu Poe schlendert, schon sein Siegerlächeln und wird dafür gnadenlos ausgebuht. Daraufhin schnappt sich der XAW-Boss ein "I Love Marc"-Plakat eines weiblichen Fans in der ersten Reihe und zerreißt es. Die Reste wirft er auf den in den Trümmern liegenden Gerasy. Smash provoziert weiter das Publikum bevor er sich den Man-Bun des Marylanders schnappt. Der Smasher hat sich wohl etwas zu viel Zeit gelassen, Poe ist nämlich aus dem Land der Träume erwacht und legt seine ganz Kraft in einen Uppercut. Kevin wankt zurück und der Champion drischt weiter auf ihn ein. Der Smasher sieht Sterne... 

 

DDT!!!!

 

Vincent Craven: "Heftiger Move auf die Reste der Ringtreppe."

Mike Garland: "Ziemliche miese Aktion von Marc Poe. Smash hat sich hierdurch tatsächlich eine Platzwunde zugezogen."

Das Cover des Titelverteidigers folgt...

 

...One...

...Two...

 

Mike Garland: "Ein Sieg durch eine unfaire Attacke, toller Champion."

Garland ist allerdings etwas zu voreilig. Die Legende bringt seine Schulter im letzten Moment in die Höhe. Poe ärgert sich kurz, macht sich jedoch schnell daran seinen Gegner weiter zu bearbeiten. Poe steigt auf das Kommentatorenpult und wirft Grizz Lee einen giftigen Blick zu.

Lee: Nur Geduld, Poe, wir stehen uns noch früh genug gegenüber. Beeindrucke mich bis dahin doch noch ein wenig."

Poe springt ab!

 

MOONSAULT!!!!

 

Marc erwischt seinen Kontrahenten perfekt und kann gleich den nächsten Pinversuch anbringen...

 

...One...

...Two...

...Thr...

 

Wieder rettet sich Smash.

Vincent Craven: "Verdammt knapp."

Mike Garland: "Come On, Smash. Da geht doch noch was."

Lee: "Die Luft wird immer dünner für ihn."

Der Gerasy stellt seinen Herausforderer zurück auf die Füße und möchte offensichtlich den nächsten DDT auf die Trümmer zeigen. Smash hat damit wohl gerechnet und bringt Poe mit einem Spear zu Fall. Sofort nimmt er seinen Gegner wieder auf und lässt ihn mit dem Gesicht voran in eine der Zuschauerabsperrungen krachen. Der nun wieder angeknockte Champion taumelt vor der Legende von links nach rechts. 

 

SIDEWALK SLAM!!!

Und jetzt covert der Smasher...

...One...

...Two...

 

Auch Poe ist noch nicht am Ende und kann die drohende Niederlage abwenden. Jetzt rollt Smash den Gerasy zurück in den Ring, hier folgt der Whip-In in die Seile...

 

...BIG BOOOOOT...

 

Nächster Versuch vom Herausforderer, er will es jetzt wirklich wissen...

 

...One...

...Two...

 

Das war noch nicht der Sieg für Kevin Smash. Entnervt schaut er Funaki an, der ihm nochmal klar macht, dass die Schulter des Marylanders nur bis Zwei auf der Matte war. Die Legende murmelt etwas in seinen Bart, dann konzentriert er sich wieder auf seinen Widersacher. 

Vincent Craven: "Im Moment sieht es wirklich nicht gut aus für den Champion, er muss hier schnellstens ins Match zurückfinden."

Mike Garland: "Wird nicht mehr passieren, Smash beendet das hier nun."

So dürfte der Plan des XAW-Bosses wohl aussehen und für dessen Umsetzung packt er nun die schweren Geschütze aus...

 

LAAAAST CHOKEEEE!!!!

 

Mike Garland: "Wooow der Chokeslam into Powerbomb, einer meiner Lieblingsmoves. Das ist der Sieg."

Smash ist sich da ebenfalls ziemlich sicher und wirft sich auf Marc.

 

...One...

...Two...

...Th...

 

Vincent Craven: "Die Schulter ist nicht mehr auf der Matte. Das Match geht weiter."

Mike Garland: "Das darf doch nicht wahr sein. Wieviele Leben hat dieser Typ!?"

Kevin Smash kann es nicht glauben, er ist kurz vor'm Sieg. Er wird den Kampf hier und jetzt beenden, dies zeigt er den Fans mit der "Kopf-ab"-Geste auch an. Natürlich wird die Legende daraufhin gnadenlos ausgebuht. Ist ihm im Moment ziemlich "Rille", denn sein Finisher ist nun an der Reihe. Der Herausforderer hat den Titelverteidiger bereits im Ansatz zur Jackhammer Powerbomb.

Lee: "Brutal Truth! Natürlich wird nur vom Besten geklaut."

Poe kommt rechtzeitig wieder zu sich und blockt den Move ab, dann befreit er sich mit einem Kniestoß in Smashs Nieren.

Lee: "Und selbst das verkackt er."

Marc versucht nun wieder die Oberhand zu gewinnen, es folgen zwei Uppercuts und dann ein Whip-In...

 

DOUBLE CLOTHESLINE!!!

 

Beide Kontrahenten liegen in der Mitte des Rings auf ihren Rücken. 

Vincent Craven: "Wer nun als erster auf die Beine kommt, dürfte beste Siegchancen haben."

MIke Garland: "Es wird Smash sein, ganz klar."  

Lee: "Wollen wir das wirklich?"

Sowohl Smash als auch Poe sind ziemlich geschafft. Es vergeht daher einige Zeit, bis die ersten Lebenszeichen kommen. Poe fängt als erster an sich mit den Armen abzudrücken, fällt dann jedoch wieder mit dem Gesicht auf die Matte. Die Schulter schmerzt wieder. Der Zeitvorteil, den der Marylander durch das frühere Erwachen hatte, ist dahin. Schließlich kommen beide Kontrahenten gleichzeitig wieder auf die Beine, zwar stehen sie etwas wackelig, aber um sich gegenseitig die Fäuste in's Gesicht zu jagen reicht es. Ein wilder Brawl quer durch den Ring beginnt, bei dem sich Poe den Vorteil sichern kann. Ein Knee-Lift vom Gerasy und die Legende hält sich den Bauch, eine Einladung, die Marc nicht ablehnen kann...

 

SCISSORS KICK!!!

 

Der harte Kick auf den Legendennacken lässt eben diese mit voller Wucht auf den Ringboden knallen. Poe packt sich den Kopf des Smashers, dessen Platzwunde wieder blutet. Natürlich nimmt der Champ darauf keine Rücksicht und hämmert den Kopf der Legende auf die Matte. Der Mann aus Baltimore reißt die Arme in die Höhe und deutet in Richtung des Top-Ropes.

Vincent Craven: "Nun gibt es die BALTIMORE BULLET!"

Mike Garland: "Oh Mann..."

Poe ist so schnell wie noch möglich auf das höchste Seil geklettert und springt unter dem Jubel der Zuschauer ab... 

 

TOP-ROPE ELBOW DROP!!!!

 

Die Baltimore Bullet findet ihr Ziel und Poe könnte nun an eben diesem sein. Das Cover folgt direkt auf die Bullet....

 

...One...

...Two...

...Thr...

 

Smash dreht sich mit letzter Kraft aus dem Cover. Der Champ hadert nicht lange sondern gibt weiter Gas, nun soll sein Finisher folgen. Marc hat den Smasher bereits im Ansatz zum beidhändigen Forward Russian Leg Sweep, dem Poetry Slam, doch dann verspürt er wieder einen Schmerz in seiner Schulter und muss kurz vom Herausforderer ablassen. Kevin hat das natürlich mitbekommen und sieht seine Chance...

 

JACKHAMMER POWERBOMB!!!!! 

 

Lee: "Brutal Truth!"

Die Legende hat den sehr wahrscheinlich entscheidenden Move in's Ziel gebracht. Er hakt das Bein von Poe ein...

Mike Garland: "Das ist eeeees."

...One...

...Two...

...Thre...

 

Vincent Craven: "UNGLAUBLICH!!!! POE IST IMMER NOCH BESIEGT!!!!"

Die Fans im Theater rasten komplett aus, während Smash in seiner Verzweiflung sich direkt wieder auf den Gerasy wirft.

 

...One...

...Two...

 

Diesmal ist es nicht so knapp wie zuvor. Poes Fans jubeln, Smash ist frustriert und sauer. Die Legende stürmt auf Funaki und beginnt eine Diskussion. Mit Händen und Füßen wedelt er vor dem Unparteiischen hin und her. Natürlich ändert es nichts an der Entscheidung, dass dieser Kampf noch weiter geht. Der Smasher scheint dies in seiner Wut vollkommen vergessen zu haben, denn Poe ist zurück auf den Beinen. Langsam wackelt er auf die Legende zu, welche sich immer noch mit dem Referee beschäftigt. Der Marylander überfällt den überraschten Smash von hinten. 

 

...KNEE-LIFT...

 

Poe legt seine beiden Hände hinter den Legendenkopf...

 

...POETRY SLAM...

 

Total ausgepowert robbt sich der Mann aus Baltimore auf seinen Herausforderer...

 

...One...

...Two...

 

Mike Garland: "OH NOOOO..."

 

...THREEEE!!

 

Vincent Craven: "MARC POE HAT SEINEN TITEL VERTEIDIGT! Das war ein hartes Stück Arbeit, aber der Siegeswille des Marylanders war wieder einmal grenzenlos."

Lee: "Wie unglaublich naiv die selbsternannte Legende hier verloren hat. Peinlich."

Poe kniet im Ring und reckt beide Fäuste in die Luft. Die Fans im Theater sind begeistert.

Jane Nelson: "Sieger durch Pinfall und damit weiterhin Undisputed Gerasy Champion, MAAAAAARC POOOOOOOE!!"

Funaki drückt dem knienden Champion den Gürtel in die Hand, der sich nun langsam wieder aufrappelt. Poe atmet nochmal kräftig durch und will dann zur Siegesfeier übergehen, doch in diesem Moment erhebt sich Lee vom Kommentatorenpult und nimmt das Headset ab. Marc beobachtet die Situation und hat den Trouble Magnet in seinem Blickfeld. Diesmal ist der Mann aus Baltimore auf eine Attacke vorbereitet, selbst nach diesem harten Match. Lee ist kurz davor, den Ring zu betreten, doch er bleibt vor ihm stehen. Seine Blicke und die von Marc Poe treffen sich. Plötzlich weicht die Freude über den Sieg und die Wut überkommt den ehemaligen Hafenarbeiter, doch es wäre ein Fehler, den Cryption Crown Träger nun zu attackieren. Er dürfte auf einen Angriff vorbereitet sein. Grizz lächelt grimmig, bevor er den Weg in Richtung Backstage antritt, während Poe ihm zornig hinterherschaut und sich ein Mic geben lässt. Der Jubel im Theater verstummt, als Poe zum Reden ansetzt.

Marc Poe: "Heute hast du einen noch schwereren Fehler begangen als bei der letzten Vendetta. Nun ist es persönlich, und diesmal wähle ich die Strafe für dich aus!!"

Der Marylander wirft das Mic in die Ecke und steigt unter lauten Poe-Per-View-Chants auf einen der Turnbuckle. Lee ist, unbeeindruckt von den Worten des Champs, nicht von seinem Weg abgewichen und verschwindet hinter dem Vorhang, während der ehemalige Hafenarbeiter noch mit den Fans feiert.

Vincent Craven: "Eine deutliche Ansage vom Gerasy. Aber das war noch nicht alles, was Grizz Lee heute aufgefahren hat, Mike. Ich spüre, dass da noch mehr kommen wird."

Mike Garland: "Da bin ich ganz bei dir. Aber was das sein wird, das werden wir wohl erst bei der nächsten Vendetta erfahren."

Vincent Craven: "137! Schaltet wieder ein!"

 

 

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