Scene

Id
897  
Name
Schw√§che liegt im Auge des Betrachters  
Summary
 
Position
8  
Scenetype
Live  
Created At
2013-08-08 20:02:41  
Edited At
2013-08-23 16:19:30  
Show
Vendetta 95  


Die Niederlage ist noch gar nicht so richtig aus seinem Kopf. Noch immer sitzt der Verlust, der Schmerz tief. Es war nicht die Physis, die entschied... und so sind es jetzt auch nicht die körperlichen Wunden, die noch versorgt werden müssen. Es sind – wie immer – die seelischen Verletzungen, denen er nachgehen muss, die er kühlen muss, für welche er das „richtige“ Medikament finden muss. Doch was ist das Richtige? Was ist das Medikament? Um diese Schwachstelle zu füllen? Nie schien diese Frage so leicht zu beantworten, wie heute.
Mad Dog lächelt vorfreudig mit Blick auf den Main Event dieser Ausgabe. Seine langen Haare hängen verschwitzt ins Gesicht und sein altes T-Shirt mit den Säulen und dem Aufdruck „Unbekannte Konstante - Mad Dog“ ist von der Kehle abwärts halbkreisförmig eingenässt. Eine letzte, kurze und moderate Belastung mit dem Seil. Jetzt nur noch Ruhe – bis zum Main Event, bis zum großen Rematch, bis zur Heilung seiner Wunden.

Es ist Lisa Sanders, die sich in den Trainingsraum der Phoenix Crossover Wrestling Association wagt, um mit freudigem Blick den ehemaligen Gerasy Champion zu entdecken. Es ist ein standartmäßiges Interview vor einem großen Kampf, welches die Reporterin gerne von einem der Beteiligten haben wollte. Und obwohl der Hund ansonsten eher wenig in offiziellen Interviews oder In Ring Ansprachen sagt, ist es doch nicht verwunderlich, dass er der netten Lisa heute zugesagt hat. Denn lange genug hat er ignoriert, lange genug geschwiegen…

Lisa Sanders: „Mad Dog, so kurz vor dem Match noch auspowern?“

Der verrückte Hund reibt sich mit dem Oberarm die letzten Tropfen Schweiß von der Stirn.

Mad Dog: „Nein, Lisa, auspowern kann man das nicht nennen. Ich muss schnell sein, wenn ich Azrael schlagen will und deshalb braucht es flinke Beine. Er ist groß und nicht besonders wendig. Schon beim Impact war diese Taktik nicht schlecht, aber damals kam es ja zu keiner klaren Entscheidung… Und die braucht es im Kampf um den Gerasy. Klare Entscheidungen braucht es im Kampf um die Krone unseres Sports und unserer Liga. Ich mag mich von einigen Eigenschaften der unbekannten Konstante getrennt haben, aber die Klarheit an der Spitze ist doch geblieben. Es braucht Klarheit, und nicht solche Mätzchen wie Apfel Andi gegen Carlos Bernard.“

Bei diesen Worten funkeln die Augen des einstigen Night Fighters. Sein Fokus liegt voll und ganz auf dem heutigen Kampf.

Lisa Sanders: „Ist nicht auch heute die Gefahr da, dass du dich ablenken lässt? Sind es nicht beispielsweise Mätzchen, die Jeffrey Ron Arrow mit dir treiben will? Er meinte, er wolle mit dir Freundschaft schließen, weil dein einziger Rückhalt, Blake, sich auf Dauer wohl oder übel gegen dich wenden wird.“

Wirsch fegt MD die Hand beiseite, so als wolle er die Frage wegschmettern.

Mad Dog: „Blake wird sich gegen mich wenden? Er hat sich doch vor Monaten bereits gegen mich gewendet… aber ich denke trotzdem nicht, dass es mit ihm zu Ende ist. Dass sich die Zeit bereits an ihm vergangen hat, so wie an Rage oder Eleven. Meine Umkehr beim Imperial Impact war zu spät und doch hat sie stattgefunden. Und auch für Blake ist der Zug noch nicht abgefahren – ich habe ihm die Night Fighter Maske nicht umsonst übertragen, ich habe – dieses eine Mal – etwas gemacht, was ich schon hätte viel früher machen sollen. Blake ist damals zu mir gekommen und ich habe ihn verstoßen. Ich wollte nicht, dass er in dieses Business kommt. Jetzt ist er aber da, er wurde manipuliert und zu dem gemacht, was er heute ist. ABER… es ist noch nicht zu spät! Es gibt immer eine Chance und seine ist die, ein Kämpfer der Nacht zu sein.“

"Es ist schön, dass du ihm eine Chance geben willst. Vielleicht hättest du ihn aber auch fragen können, statt ihm die "Chance" ins Gesicht zu kleben."

Eine Gestalt löst sich von der Wand, an der sie eben noch gelehnt hatte. Die Arme sind vor der Brust verschränkt, die Augenbrauen gehoben und der Tonfall gedehnt und betont arrogant.

"Und statt über andere Leute nachzudenken, ihnen Chancen zu geben und deinen Nacht-Krieger-Bullshit fortzuführen, solltest du vielleicht einmal darüber nachdenken, was nun mit dir passiert. Immerhin hast du mit deinem Match gegen Sanchéz den Titel begraben und dich beim Impact ordentlich blamiert."

Lisa und Mad Dog schauen neugierig herüber zum Eingangsbereich des Trainingsraums. Es ist Robert Breads, der scheinbar schon länger im Raum ist, und dessen Mund nicht länger geschlossen bleiben will.

Robert Breads: "Du magst tatsächlich glauben, du wärst besser als Rage. Dass er ein "schlechter" Mensch ist, ein schlechter Champion. Und damit hast du völlig Recht. Nur leider bist du kein bisschen anders."

Ein Seufzen, dann ein Kopfschütteln, während der Kanadier näher kommt.

Robert Breads: "Es ist beeindruckend, dir zuzusehen wie du es schaffst dich ohne rot zu werden selbst zu belügen. Dabei bist du doch nicht besser, du bist doch genauso. Du willst einen Mann in einem Käfig schlagen, auf ihn einprügeln und glaubst, wenn du am Ende einen Gürtel in der Hand hälst, verleiht dir das Legitimation, dich als den Besten zu bezeichnen. Du bist genauso dumm und töricht wie alle Anderen. Du beweist hier gar nichts. Dir ist nicht zu trauen. Es gibt hier nur einen einzigen Mann, der sein Wort immer gehalten hat, Mad Dog."

Nun ist "Canada's Own" bei dem Pärchen aus Interviewer und Ex-Champion angekommen.

Robert Breads: "Und das bin ich."

MD legt den Kopf schief, streicht mit der Zunge über seine Schneidezähne und betrachtet Breads dabei nüchtern. Und doch unterschwellig aggressiv. Bestimmt. Und doch mit Wut im Bauch.

Mad Dog: „Robert, du verstehst überhaupt nichts. Deine selbstgefällige und selbstgerechte Ader geht selbst mir langsam, aber sicher auf den Senkel. Eigentlich hatte ich immer sehr viel Geduld mit dir. Verbrenn also nicht den letzten Tropfen Sympathie, den du noch bei mir hast.“

Der Hund kneift die Augen zusammen, nimmt Breads ins Visier. Fixiert allein ihn. Ausschließlich.

Mad Dog: „Ich hab Schwächen, ja. Aber Schwächen sind dazu da, damit man besser wird. Um sie auszumerzen… Die Maske war eine Schwäche, genauso wie meine Ignoranz davor, mich weiter entwickeln zu müssen, um die Teufel dieser Liga weiter bekämpfen zu können. Robert, Schwächen bricht man, indem man sie korrigiert. DESHALB hab ich die Maske abgelegt, DESHALB hab ich Eleven gezeigt, dass er nichts weiter ist als ein Hauch von Metha-fer. Ich habe versucht meine Schwächen aktiv zu korrigieren… Und das ist wahres Wandeln, Robert. Und heute werde ich die Schwäche, die Azrael Rage in mir gesäht hat, wandeln. Ich besiege den Teufel und hole mir meinen Gerasy Champion Titel zurück.“

Breads schüttelt mit dem Kopf.

Robert Breads: "Gar nichts wirst du, Mad Dog. Du, genau wie ich, weißt, dass Rage dafür sorgen wird, dass irgendwer auftauchen und in das Match eingreifen wird. Arrow, Dalmi, Eleven... was weiß ich, es ist doch auch egal. Es gibt also zwei Möglichkeiten. Entweder du gehst da rein, wirst von einer Übermacht attackiert, eventuell schwer verletzt, verlierst obendrein und hast nichts erreicht. Oder du nimmst dir selbst eine kleine Privatarmee mit, die das Überzahl-Spiel ausgleicht, sorgst für noch mehr Eingriffe, sorgst dafür dass das Match noch weiter zur Farce verkommt und gewinnst dann vielleicht, vielleicht aber auch nicht, ohne auch nur irgendetwas bewiesen zu haben. Ich habe keine Ahnung, warum du überhaupt antrittst. Es gibt für dich nichts zu gewinnen. Für niemanden gibt es in einem solchen Match etwas zu gewinnen."

Die ehemalige Stimme des Wrestling zuckt mit den Schultern.

Robert Breads: "Ich weiß nicht, was ihr alle habt. Barker und jetzt du... mit eurem Gerede vom Wandel. Statt darüber zu reden, solltet ihr es erst einmal beweisen. Aber ja, du hast dich gewandelt: Du hast in einem Match betrogen, Leuten Leim ins Gesicht geklebt, Leute von hinten attackiert... wer würde je daran zweifeln, dass du dich in den Helden verwandelst, der die... "Teufel" dieser Liga besiegt? Aber ich will dir nicht reinreden, Nighty. Sonst verliere ich noch deine Sympathie."

Gespielt traurig blickt Breads seinen Gegenüber an, doch seine Augen spielen nicht mit - sie sind starr, kalt und berechnend. Er starrt Mad Dog an und beobachtet genau, was er tut.

Robert Breads: "Kämpfe ruhig um den Gerasy, viel Spaß dabei. Kämpfe um das, was du für wertvoll hälst. Dann bleibst du dem fern, was WIRKLICH wichtig ist... dem Gürtel, den Kriss Dalmi mir gestohlen hat."

Lautes Ausatmen beim verrückten Hund, der damit versucht den Ärger aus dem Leib zu lassen.

Mad Dog: „Wert hat, was begehrt ist, Robert. Vielleicht begehrst du die Cryption mehr als den Gerasy, aber vielleicht fragst du mal die anderen Wrestler im Backstage, welches Traumziele sie noch in der PCWA haben? Frag die Teilnehmer am Quest for the Best, wofür sie ihre Chance hergeben werden, sollten sie gewinnen. Du magst mit einem Funken Recht haben - klar, der Gerasy Champion bestimmt den Wert des Titels mit. Wenn er das Maß aller Dinge ist, wenn es ihn zu schlagen gilt. Wenn man ihn schlagen muss, um wer zu sein... Wenn er sich den Herausforderungen stellt und nicht zwei Jobber gegeneinander antreten lassen muss. Nicht erst 1 Millionen für eine Titelchance einstecken muss...“

Breads winkt ab.

Robert Breads: "Der Quest For The Best ist Müll. Der Gerasy ist Müll. Er ist einzig und allein begehrt, weil ihr ständig darüber redet, wie wichtig er ist. So kompensiert ihr, dass ihr nichts TUT, um ihn wichtig zu machen. Das ist der Unterschied zwischen den beiden Gürteln. Jeder der etwas auf sich hält will doch einen Gürtel, der in letzter Zeit so oft verteidigt wurde und das in so guten Matches wie seit Jahren nicht mehr. Aber die Wrestler in der PCA sind eben genauso wie du - dumm, naiv und belügen sich selbst."

'So langsam reichts', scheint sich MD zu denken, als er das geschwitzte Shirt vom Körper reißt und zu Boden schmeißt. Entschlossen marschiert er auf den ehemaligen Cryption zu.

Mad Dog: „OK, großer Wrestler. ICH rede mir etwas ein, ICH bin schwach, HUH?! Wenn du Klartext willst, dann kriegst du Klartext, Robert. Ich habe eben die Fakten auf den Tisch gelegt und gezeigt, dass ich mich meinen Schwächen stelle. Meinen Schwächen und meinen Gegnern! DU hingegen.... DU redest dir ein, keine Schwäche zu haben. Du redest dir ein, hier der Beste zu sein. Zeigst mit dem Finger auf alle anderen, weil du Angst hast, bei dir eine wunde Stelle zu finden. Dabei bist du verantwortlich für diesen irren und wahnsinnigen Dalmi. Du weißt genau wie ich, dass ein Extrem das andere hervorruft. Und du bist das Extrem, was Dalmi gerufen hat. Siehst es aber nicht. Willst keine Schwäche zugeben. Du versuchst die ganze Zeit, andere Leute mit ihren Taten aus der Vergangenheit zu diffamieren, lenkst aber selber jegliche Frage nach deinen Wurzeln von dir. Nur Wrestling. Fuck YOU. Das ist doch nur der Deckmantel für deine Schwächen, die du außerhalb des Ringes hast. Und, Robert, glaube mir, wenn ich dir aus Erfahrung sage: Wenn du außerhalb des Rings nichts bist, dann bist du, auf lange Sicht, auch IM Ring nichts.“

Der Hund beißt sich gewohnheitsmäßig auf die Unterlippe. Beißt sich sein Adrenalin durch die hitzigen Worte ins Fleisch.

Mad Dog: „Du lügst dir deine Schwächen weg, beschäftigst dich nur mit dem, was du augenscheinlich gar nicht so schlecht kannst. Aber das ist kein Fundament. Du renovierst die ganze Zeit das Dachgeschoss, obwohl im Keller Rohrbruch herrscht. Und damit, Robert… DAMIT bist DU nicht anders als Azrael Rage. Damit bist DU nicht anders als Eleven. Rage schwirrt ebenso irgendwo in den Wolken, während seine Flüsse und Meere ausgetrocknet sind. Und deshalb werde ich auch dich irgendwann bekämpfen, so wie ich ihn bekämpfe!“

Vor Breads angekommen stoppt der Hund. Angespannt und angestachelt steht er vor dem ehemaligen Cryption, verlieht seinen Worten Nachdruck. Robert nickt, fast erfreut.

Robert Breads: "Na endlich rückst du mal mit der Sprache heraus, wie schön. Ich wäre ebenfalls dafür, dass wir ein Match bestreiten. Ich habe damit kein Problem. Während du ganze drei Titelmatches nach deinem Gewinn hattest, habe ich meinen Titel jeden Monat verteidigt. Immer und immer wieder. Ich bin bereit. Ich will wrestlen. Deswegen sind wir ja eigentlich hier, oder? Dann kannst du ja beweisen, dass du der Bessere bist. Dann kannst du mir meine angeblichen Schwächen aufzeigen. Aber lass mich dir noch einen gut gemeinten Ratschlag mitgeben..."

Der Blick das Kanadiers wirkt wie eingefroren. Es gibt keine Sympathie hier, nichts. Breads hat sich komplett von alles und jedem abgewendet.

Robert Breads: "Ich habe keine Schwächen. Im Gegensatz zu dir."

Breads atmet nun auch deutlich schneller. Beide schauen einander an. Wild entschlossen.

Robert Breads: "Mit meinem absolut korrekten Verhalten bin ich also Dalmis Vater, wie? Also sorgt jede gute Tat, jeder gute Mensch in dieser Liga dafür, dass ein noch kränkerer Irrer auftaucht. Damit gibt es ja wohl keine Chance, die Liga jemals von ihnen zu befreien, denn jeder der das könnte bringt noch mehr Unheil mit sich. Und trotzdem willst du die Teufel bekämpfen. Ein recht sinnloses Unterfangen, wenn man deiner Logik folgt. Glücklicherweise folgt DIR niemand."

Die Geringschätzung spricht dem Mann aus Toronto aus jeder Pore. Es wirkt nicht so, als wolle er Mad Dog beleidigen oder herunter machen... es wirkt einfach so, dass er das rechtmäßige Kräfteverhältnis wieder herstellen muss.

Robert Breads: "Ich habe versucht, ein Anführer zu sein. Das hat nicht geklappt, denn niemand will hier irgendwem folgen - es sei denn man möchte, dass derjenige einem den Rücken zudreht, damit man das Messer besser hinein rammen kann. Selbst du, Mad Dog, den ich am ehesten respektiert habe, bist der PCA verfallen und einer von Ihnen geworden. Deine Wut rührt einzig und allein daher, dass ich ein Wrestler bin, vollkommen, ganz und gar. Und du nicht."

Der ehemalige Gerasy schmunzelt plötzlich. Schüttelt dann den Kopf.

Mad Dog: „Dann hat es ja der Nicht-Wrestler vollbracht, den Wrestler -schlechthin zu besiegen, huh?!“

Breads zeigt ihm die Zähne.

Robert Breads: „Einmal. Du hattest Glück. So etwas passiert auch den Besten. Das kann man wohl schlecht gelten lassen. Ich würde dich jederzeit besiegen. Das verspreche ich.“

Der ehemalige Night Fighter nickt.

Mad Dog: „Ein Kampf zählt nicht. Ja. Der Kampf gegen Diego war murks. Damals war ich nicht mit aller Leidenschaft im Ring. Aber beim Impact war ich es! Ich war fokussiert auf Rage, auf den Gerasy... nur dort kam mir Eleven dazwischen. Sei’s drum, Breads. Heute habe ich die Chance alles rückgängig zu machen. Ja, ich war der Vater für die Rückkehr von Eleven und die Rückkehr von Arrow, so wie du der Vater für die Rückkehr von Dalmi warst. Aber genau das, will ich nun nicht mehr sein. Nicht mehr der Ignorante, in dessen Keller sich Ungeziefer einnisten kann. Nicht mehr der Unbekannte, den alle zu seinen alt bekannten Tugenden kitzeln wollen, die ihn angeblich berühmt machten. Robert! Ob du es willst oder nicht, ob du es glaubst oder nicht, ich werde ein anderer Champion als vorher. Und umso mehr ein anderer Champion als Azrael Rage. Denn ICH stehe FÜR den GERASY. Und ich kämpfe für meinen Gerasy, weil  ich für die PCWA kämpfe… Vielleicht ist das der Punkt, weshalb ich dich besiegt habe, huh?!“

Fragender Blick.

Mad Dog: „Nach Ashes hab ich vergessen, wofür ich kämpfe. Hatte nur noch den Gerasy und sonst nichts im Blick. Doch beim Impact konnte ich endlich wieder sehen, was mir am Herzen liegt, wofür sich der Kampf lohnt. Die Zukunft dieser Liga, die immer nur heute zu beeinflussen ist. Die Zukunft der PCWA! Und genau das werde ich heute schaffen: Ich werde Geschichte machen! Azrael besiegen! Und den zweiten Teil meiner letzten Regenschaft egalisieren! Dieses Mal werde ich die Augen dafür offen halten, mich weiter zu entwickeln. Und dann Robert, dann treffe ich denjenigen, der immer nur auf die Vergangenheit zeigt, der immer nur auf die Anderen zeigt, nie mit sich selbst ins Gericht geht, der die PCWA hasst, im Ring. Dann stehst du dem gegenüber, der die Antwort immer jetzt und hier gibt, der die PCWA liebt und deshalb für sie kämpft. Und ja, dann, mein Freund, wird sich zeigen, dann wird allen gewahr, wer von uns beiden wirklich… schwach ist.“

Mit diesen Worten drückt MD die Tür hinter Breads auf und verlässt den Trainingsraum. Lisa Sanders kommt langsam an den ehemaligen Cryption heran, der noch kurz Mad Dog nachgesehen hat.

Lisa Sanders: „Heißt es also bald Robert Breads vs. Mad Dog II?“

Der Kanadier scheint selbst einen Moment lang zu überlegen, dann zuckt er die Achseln.

Robert Breads: "Das heißt, dass er von mir besiegt wird, wenn Rage und sein Anhang ihn heute nicht umbringen."

Und ehe Sanders die Chance erhält, noch irgendetwas zu sagen, wendet Robert Breads sich ohne ein weiteres Wort ab und zieht von dannen - und denkt darüber nach, ob er wirklich das ist wofür er sich hält: Fehlerlos.

 

Anna Richmond: "Und schon wieder unsere liebe Lisa..."

Luke gibt Anna einen leichten Stoß mit dem Ellenbogen. Das ist nicht die Zeit für persönliche Eifersüchteleien.

Luke Tyler: "Vorhin haben wir Azrael gesehen und nun seinen späteren Gegner Mad Dog. Dieser wechselt einige sehr klare Worte mit Robert Breads."

Anna Richmond: "Der verrückte Hund scheint fest entschlossen, sich heute Abend das große Gold zurück zu holen. Er wirkt wie ausgetauscht so als würden wir heute einen neuen Mad Dog erleben."

Luke Tyler: "Mad Dog 2.0. Wobei... Mad Dog 4.7 vielleicht passender wäre."

Anna Richmond: "Mit Robert Breads scheint er einen perfekten Gegenpart gefunden zu haben."

Luke Tyler: "Die beiden sind sich gar nicht einmal so unähnlich. Beide haben beim Imperial Impact Niederlagen einstecken müssen, aber aus der Bahn geworfen wurde dabei keiner von ihnen. Es wirkt fast so, als seien sie nun entschlossener denn je."

Anna Richmond: "Beide haben erst einmal ihre Rechnungen mit Azrael Rage bzw. Kriss Dalmi zu begleichen. Aber es würde mich nicht wundern, wenn wir sie bald schon im Ring gegeneinander sehen würden. Einmal hat es diesen Kampf ja bereits gegeben."

Luke Tyler: "Und es wird ihn sicherlich noch ein weiteres Mal geben, da bin ich mir sicher. Nur, ob es bei diesem Match dann um den Undisputed Gerasy Title, die Cryption Crown oder vielleicht doch nur um die Ehre geht? Ich würde mich nicht trauen, Geld auf eine dieser Optionen zu wetten."

Anna Richmond: "Hätten wir doch nur eine große Kristallkugel, dann müssten wir uns nicht Monat für Monat immer wieder fragen, was uns in unseren Shows erwartet."

Luke Tyler: "Das ist das Stichwort. Azrael hat diese kleine Pre-Show eröffnet, mit seinem Gegner Mad Dog endet sie und schließt damit den Kreis."

Anna Richmond: "Wir verabschieden uns damit erst einmal. Vergesst ja nicht, nachher bei Vendetta 95 wieder einzuschalten. Ihr würdet sonst viel verpassen!"

Luke Tyler: "Bis dahin wünschen euch viel Spaß euer Luke Tyler..."

Anna Richmond: "... und eure Anna Richmond! Macht's gut - wir machen es besser!"



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