Scene

Id
4798  
Name
In the Caves of Nimes  
Summary
 
Position
11  
Scenetype
Off Camera  
Created At
2021-01-17 20:08:23  
Edited At
2021-02-10 11:17:12  
Show
Vendetta 153  


1 Week after PCWA CORE 2020

Eine Woche war nun bereits vergangen, seit er die PCWA mit einem lauten Knall verlassen und sich nicht noch einmal umgedreht hatte, um auf diese Liga, die er einst so sehr liebte, zurückzublicken. Er hatte noch mitbekommen, dass Marc Poe, sein einstiger Freund, sich den Undisputed Gerasy Title im Quest 4 the Best Finale hatte sichern können. Jona hatte wirklich keine Zeit verschwendet, um den Titel neu zu vergeben, aber es würde ihr nicht schmecken, was sie da angerichtet hatte. Doch seine Probleme waren das nicht mehr. Für ihn ging es bereits seit dem Besuch von Thrawn am CORE Abend nur noch um eines, nämlich um die Frau, die er insgeheim wohl als seine große Liebe bezeichnen würde: Sarah Duriel. Sie hatte ihm damals geholfen sich seinen großen Traum vom Gerasy zu erfüllen und nur für sie, hatte er diesen nun auch wieder aufgegeben. Zwischen diesen beiden Ereignissen war noch so viel anderes passiert. Sie hatte ihn betrogen, er hatte sie verlassen, hatte es zugelassen, dass dieser Fellon die Oberhand gewinnt und alles zerstört, was er sich aufgebaut hatte. Es hatte so gut getan ihm bei CORE eine reinzuhauen. Er würde sich zurückholen, was man ihm genommen hatte.

Und so war er direkt am Tag nach CORE abgereist. Er hatte all seinen Krempel in einen großen Koffer gepackt, das Hotelzimmer gekündigt, sich einen Mietwagen geholt und dann war er in Richtung Frankreich aufgebrochen. Unterwegs hatte er in Lyon einen Zwischenstopp eingelegt und sich in einem Motel ein Zimmer gemietet. Eine Fahrt von 13 Stunden und 30 Minuten war auch für ihn zuviel, weshalb er diesen Stopp eingelegt hatte. Er hatte die Zeit dort genutzt, um sich noch einmal die Unterlagen anzusehen, die Thrawn ihm mitgegeben hatte. Thrawn war in seinen Nachforschungen sehr gründlich gewesen. So war er in seinem Bericht bis in die Zeit zurückgegangen, als Sarah mit Louis Rouswell vereint war und die beiden in der XFWA ein Terrorregime aufgezogen hatten. Auch damals schon hatte Mr. Fellon seine Finger im Spiel gehabt. Nur dem Eingreifen einer anderen Wrestlerin namens Dark Crow hatte man es zu verdanken gehabt, dass der Plan von Fellon und seiner ominösen Firma nicht aufgegangen war. Godd war in dem Augenblick kurz ins Stocken gekommen. Wieso hatte Thrawn eigentlich nicht den Namen dieser ominösen Firma in seinem Bericht erwähnt? Der Großadmiral war so gründlich, dass Godd sich kaum vorstellen konnte, dass er dies nicht herausbekommen hatte. Da er jedoch keine Antwort auf diese Frage hatte, hatte er sie erst einmal nach hinten gestellt. Das hatte Zeit.

Im weiteren Bericht war es dann vor allem um den Wohnsitz von Mr. Fellon gegangen. Ein altes französisches Chateau in den Bergen von Nimes. Ein verdammt gut bewachtes Chateau, wie Godd in dem Bericht herausfinden durfte. An den Eingängen gab es jeweils Zweiergruppen von bewaffneten Wachen, deren jeweilige Ablösung lückenlos stattfand. An den Seitenmauern dieser Festung waren überall Überwachungskameras und Bewegungssensoren angebracht. Es gab so gut wie keinen Schwachpunkt, doch Thrawn wäre nicht Thrawn gewesen, wenn er nicht doch etwas gefunden hätte. Schließlich hatte Godd sich hingelegt und war am nächsten Morgen weiter gereist und schließlich endlich in Nimes angekommen, wo sein Weg zunächst in eine kleine Herberge geführt hatte, von deren Veranda aus man die Berge, in denen sich das Chateau befand, genau im Blick hatte. Godd hatte sich in den kommenden zwei Tagen ein wenig in der Bevölkerung umgehört und versucht so unauffällig wie möglich noch ein paar Dinge auf eigene Faust herauszufinden, doch letztlich kam dabei nichts raus, was Thrawn nicht bereits in seinen Bericht geschrieben hatte. Einen weiteren Tag hatte er damit verbracht sich die notwendige Ausrüstung zu besorgen, die er für sein Vorhaben brauchen würde.

Und nun stand er hier am unteren Hang einer riesigen Bergkette. Vor ihm im Felsen bot sich ein schmaler Spalt, gerade breit genug, damit eine Person durchpasst. Das war seine Eintrittskarte zum Chateau von Fellon. Er würde sie unerwartet überraschen und Sarah dann aus ihren Klauen befreien. Der Engländer überprüfte noch einmal seine Ausrüstung und trat schließlich durch den Spalt im Felsen. Die Dunkelheit überwältigte ihn augenblicklich, jedoch nur kurz, denn er hatte natürlich eine Kopflampe dabei, die er nun einschaltete. Er staunte nicht schlecht, als er die riesige Vorhalle erblickte, in der er sich befand. Von hier aus gab es mehrere kleine Durchgänge in den Felsen. Er musste nicht lange überlegen, welchen davon er nehmen sollte, denn selbstverständlich hatte Thrawn auch das bedacht und ihm eine genaue Beschreibung der Höhle gegeben. Vorsichtig bewegte er sich nach Rechts und befestigte schließlich seine Kletterausrüstung, denn der Durchgang, den er nehmen musste, befand sich etwa drei Meter über ihm. Er holte noch einmal tief Luft und began dann seinen Aufstieg. Vorsichtig setzte er einen Fuß nach dem Anderen in die kleinen Vertiefungen, die er zum Teil erst selbst in den Felsen treten musste. Es dauerte gute 5 Minuten, ehe er schließlich oben angekommen war.

Von hier aus führte ein langer, sehr schmaler Gang etwa 15 Meter geradeaus. Godd quetschte sich durch und robbte Stück für Stück nach vorne. Auf seinem Weg erblickte er in der Mitte etwas, dass in die Wand geritzt worden war. Vermutlich mit einem Taschenmesser. Godd beleuchtete die Stelle mit seiner Kopflampe und las "N.H. was here!". Er runzelte kurz die Stirn. Wer mochte wohl dieser "N.H." sein? Thrawn war es jedenfalls nicht. Er hatte keine Zeit sich weiter darüber Gedanken zu machen und so setzte er seinen Weg fort. Immer wieder rieselte Schmutz aus sein Gesicht herab, doch der Engländer war fest entschlossen den Weg bis zum Ende zu gehen. Als er dieses erreichte, kam er in einer weiteren größeren Höhle an. Durchgänge gab es hier, bis auf jenen, durch den er gerade gekommen war, keine. Zumindest keine sichtbaren. Was es dafür gab, war ein großer unteriridischer See. Und genau in diesem gab es, wie Godd aus den Unterlagen von Thrawn wusste, einen weiteren Durchgang. Er würde tauchen müssen, um ihn zu erreichen. Godd blickte auf seine wasserdichte Uhr. Dann bewegte er sich zum Rand des See und holte tief Luft., ehe er den Sprung ins kühle Nass wagte. Der Tauchgang erwies sich als schwieriger, als erwartet, und Godd brauchte einen Anlauf mehr als eingeplant, um den kleinen verborgenen Durchgang zu erreichen und schließlich zu durchschwimmen. 

Als er schließlich wieder auftauchte, befand er sich in einer Art unterirdischem Hafen. Ganz so, wie Thrawn es in den Unterlagen beschrieben hatte. James fragte sich kurz, ob Thrawn wohl selbst diesen Weg gegangen war bei seinen Nachforschungen, doch dann fegte er den Gedanken beiseite. Eine Antwort darauf würde ihm jetzt nicht von Nutzen sein. Er blickte sich kurz um und entdeckte ein kleines Ruderboot, welches an einem metallischen Steg befestigt war. James schwamm dorthin und kletterte über das Ruderboot auf den Steg. Er sah sich noch einmal genau um, doch es war keine Menschenseele zu erblicken. Langsam und genau auf seine Umgebung achtend folgte James nun dem Steg, welcher ihn zu einer dicken Tür aus Metall führte. James holte nochmal Luft und dachte nach. Wenn er diese Tür jetzt öffnen und die Treppe hinaufsteigen würde, die sich laut Unterlagen dahinter befand, dann gab es kein Zurück mehr. Doch andererseits ging es um Sarah. Er konnte sie nicht im Stich lassen ... nicht noch einmal. Er nahm einen weiteren großen Atemzug und drückte schließlich die Klinke hinunter und öffnete die Tür. Diese quietschte mehr, als ihm lieb war. Er zögerte noch einmal, doch dann began er seinen Aufstieg über die Treppe ... hinein ins Reich des Bösen!



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