Scene

Id
4575  
Name
Erwischt  
Summary
 
Position
11  
Scenetype
Live  
Created At
2020-05-26 22:52:19  
Edited At
2020-06-23 14:33:39  
Show
Vendetta 149  


Januar. 2011. Brawlin‘ Rumble VIII.

Masao: "Ooaahhhh"

Masao Kai Ito ist im Paradies. In diesem Fall ist das Paradies in Berlin, in einem schlecht einsehbaren Bereich, in dem Fans wie er eigentlich nichts zu suchen haben, und es ist selbst für den Winter unangenehm kalt. Oder genauer gesagt befindet sich das Paradies in dem warmen Mund  und der ruhelosen Zunge seiner Freundin Michelle. Sie hatte ihm versprochen, dass er den Besuch des Brawlin' Rumble Fan Festes nicht bereuen würde. Die Schlachtung von Diego Ortega hatte ihn daran schon zweifeln lassen, doch die Aktion des Schlächters, war ganz plötzlich aus seinem Verstand verschwunden. Dafür hat sie ihn nur hinters Festzelt und an einer Absperrung vorbeiziehen müssen. Nun kniet sie vor ihm und verdient sich den Beste Freundin Aller Zeiten Award. Mit geschlossenen Augen genießt Masao, bis…

„HAB ICH DICH!"

…ein Bekloppter auf einmal hinter der nächstgelegenen Ecke hervorspringt. Es ist nicht Maximilian Lunenkind. Es ist ein hochgradig angespannter Mad Dog, der erwartet hatte hier den Schlächter bei seiner nächsten Tat zu erwischen und nicht zwei junge Erwachsene beim Schäferstündchen.

Masao: „Fuck!“

Masao hat sich so sehr erschreckt, dass Michelle fast erstickt ist. Verärgert zieht sie ihren Kopf zurück, hustet und ist bereit Masao zu beenden, als sie endlich bemerkt, dass sie nicht mehr allein sind.

Mad Dog: „Was macht ihr da? Wo ist der Schlächter hin?!“

Masao und Michelle gucken sich mit einem WTF?-Blick an und fällen dann im gleichen Augenblick eine Entscheidung. Michelle schnappt sich ihren Pulli vom Boden, Masao packt alles in seine Hose zurück, was wegen des Schocks deutlich leichter wieder einzupacken war. Er hilft ihr sich durch die Absperrung zu quetschen, durch die sie hier in den Quasi-Backstagebereich geschlichen sind, und rennt dann mit ihr weg. Mad Dog folgt ihnen gar nicht erst. Er hat wahrlich andere Probleme.

Michelle zieht sich im Rennen ihren Pulli wieder an. Passenderweise ist es ein Mad Dog Pullover. Masao mochte ihn schon vorher nicht, doch jetzt…

Michelle: „HA! Das war großartig!“

Masao: „Was?!“

Er guckt dabei so ernst, dass sie lautstark zu lachen beginnt. Es war ein ansteckendes Lachen, dass es ihm unmöglich machte ernst zu bleiben. Ihre Gegenwart veränderte ihn anstrengungslos. Ohne sie wäre er nie in einen abgesperrten Bereich gegangen. Schon gar nicht, damit sie ihn oral befriedigen konnte.

Michelle: „Oooch, mein Armer. Tut es schlimm weh?“

Sanft streichelt sie im Gehen seinen Schritt, als wäre er ein Hund, dem sie versehentlich auf die Pfote getreten ist.

Masao: „Du machst es nicht besser.“

Michelle: „Das habe ich auch nicht versucht.“

Sein stoischer Gesichtsausdruck bringt sie schon wieder dazu, sich wegzuschmeißen. Wie zuvor bricht sie damit seine Mimik.

Masao: „Lass uns zurück ins Zelt. Ich will das nächste Match nicht verpassen.“

Michelle: „Endlich bist du bei diesem Event wieder enthusiastisch! Als Belohnung werde ich es zu meiner Mission machen, den angefangenen Blowjob noch vor Ende dieses Abends zu beenden! Versuch gar nicht erst mich aufzuhalten! Ich verspreche dir und jedem jungen Mann da draußen, dass ich am heutigen Abend blasen werde! Ich werde blasen, wie noch nie zuvor jemand geblasen hat! Ich werde deinen Schwanz so heftig blasen, dass Männer in zwanzig Kilometern Umgebung spontan kommen werden!“

Sie schaut ihm furchtbar ernst in die Augen. Die Intensität in ihrem Blick glich dem zwischen Keevan und Desperado, Gabriel Lucifer und Barqas, oder Malioc und dem Himbeertörtchen.

Michelle: „Schau mir in die Augen, Ito, und realisiere, dass ich jedes Wort meine, wenn ich sage: Ich werde dich noch heute in Berlin blasen! Bang Bang!“

Masao: „Hast du gerade eine Promo übers Blasen gehalten?“

Michelle: „Ja. Meinem Weg zum Wrestling-Superstar steht nichts mehr im Weg, meinst du nicht?“

Masao: „Ich denke, dass ich tatsächlich schon schlechtere Promos gehört habe.“

Michelle: „Gehen wir nachher noch in die Bar?“

Masao seufzt schon, als wolle er damit beginnen ein ausschweifendes „Nein.“ zu formulieren, doch…

Michelle: „Komm schon! Es ist der Rumble. Heute passiert noch was. Ich kann es spüren! Guck nicht so. Was ist das Schlimmste, was passieren könnte?“

---- LIVE ----

Masao Kai Ito ist auf dem Weg zum Trainingscenter. Ein letztes, kurzes Training vor seinem ersten großen Singles Match in der PCWA. Gegen niemand geringeren als Mad Dog. Der Umstand, dass sein Gegner nicht nur so ein riesen Arschloch, sondern eine noch größere PCWA-Legende ist, sorgt dafür, dass Masao bereit ist die ein oder andere Regel zu brechen. Nicht im Ring, aber hier. Das Trainingscenter der PCWA ist logischerweise beliebt bei allen Wrestlern, die kein eigenes Fitnessstudio zu Hause haben. Dank des Virus mussten die Zeiten deshalb vom Office noch immer rationiert werden. Es würde bald besser werden, aber so viel Zeit blieb Masao nicht. Sein Match war heute und er hatte für heute keinen Termin mehr bekommen. Das hielt ihn jedoch nicht davon ab, sich rein zu schleichen. Eine halbe Stunde an den Geräten würde schon viel ausmachen und sei es nur, um sein Gewissen zu beruhigen. Placebo-Training hat einen nachweisbaren Effekt auf das Selbstbewusstsein. Er würde nur ganz kurz…

„HEY!“

Erwischt.

Masao: „Scheiße.“

Masao dreht sich um, um sich zu erklären. Genauer gesagt, um zu lügen.

Masao: „Keine Sorge, ich habe eine Erlaubnis vom Office. Teilnehmer des Viertelfinales.“

Erst jetzt sieht er, wer ihn da überhaupt angesprochen hat. Kein Wunder, dass ihm die Stimme bekannt vorkam.

James Godd: „Klar, und Kevin Smash ist mein bester Freund.“

Smash. Noch so ein Name, den Masao nicht leiden konnte. Wer in der Wrestling-Welt weit genug herumkam, kam unweigerlich in Kontakt mit Smash. Ob direkt oder indirekt. Der Nachgeschmack dieser Momente war selten gut.

Masao: „Geh zum Office, wenn du mir nicht glaubst.“

Die Flucht nach vorne. Bis Godd mit jemandem aus dem Office gesprochen hätte, wäre er längst verschwunden. Und an diesem Abend würden sie ihn nicht mehr bestrafen. Für so etwas war das Vergehen zu gering und das Turnier zu wichtig.

James Godd: „Ich glaube, du vergisst, wer hier der Rookie ist.“

Masao: „Rookie? Ich bin seit fünfzehn Jahren im Geschäft, Junge.“

James Godd: „Und ich seit vierzehn. Und die meiste Zeit davon in der PCWA. Wie lange bist du hier? Sechs Monate?“

Damit hat James einen wunden Punkt getroffen. James war nicht Jesse. Hier konnte er nicht mit seiner Erfahrung punkten.

James Godd: „An deiner Stelle würde ich sowieso nicht mehr darein wollen. Gegen Mad Dog bringt es dir nichts. Ich quäle mich wegen Smash ja auch nicht mehr ab.“

Godd war hier, um mit jemandem wegen der Trainingstermine zu sprechen. Selbst als Gerasy war es mitunter schwierig passende, wiederkehrende Termine zu bekommen. Dieser scheiß Virus konnte nicht schnell genug unter Kontrolle gebracht werden.

Masao: „Ach ja? Denkst du etwa auch, ich würde sowieso verlieren?“

Der Deutsche japanischer Abstammung guckt ihn herausfordernd an. Er kennt die vorherrschende Meinung der Wrestling-Welt zu seinem Match.

James Godd: „Ganz ehrlich? Ja.“

Die Antwort bleibt Masao im Mund stecken. Mit einer so offenen Reaktion hatte er nicht gerechnet.

James Godd: „Mad Dog ist nicht ohne Grund da, wo er ist. Mehrfacher Champion, ehemaliger Gerasy, seit Jahren eine Konstante im Main Event der PCWA. Es gibt nicht viele, die das könnten. Du magst in den kleinen Promotions erfolgreich gewesen sein, aber das ist nicht das Gleiche.“

Die Komplimente für Mad Dog ärgern ihn mehr als das Herunterreden seiner eigenen Erfolge. Er wusste schließlich, wie man in der PCWA über die Indys dachte.

Masao: „Sollte ich denn nicht gerade dann besonders trainieren?“

James Godd: „Im Vorlauf, ja. Aber am Tag des Matches? Das solltest gerade du besser wissen. Du bist lange genug im Geschäft. Mad Dog schüchterst du mit aufgepumpten Muskeln nicht mehr ein. Finde was anderes, was du nutzen kannst, wenn du wirklich glaubst, dass du gewinnen kannst.“

Masao: „Ich weiß es!“

Godd nickt beschwichtigend.

James Godd: „Das ist gut. Ohne dieses Selbstbewusstsein hättest du tatsächlich schon verloren.“

Masao: „Also denkst du doch, dass ich eine Chance habe?“

James Godd: „Jeder hat eine Chance. Entscheidend ist nur, wie groß sie ist. Gegen Smash ist meine Chance zum Beispiel über fünfzig Prozent. Ich bin jünger und besser als er. Er ist nur schmutziger und skrupelloser. Sonst wäre sie noch höher. Gegen Mad Dog würde ich dir maximal zehn Prozent zutrauen.“

Masao: „Zehn Prozent… ist nicht viel.“

James Godd: „Stimmt. Und trotzdem. In einem von zehn Fällen traue ich dir einen Sieg zu. Es gibt regelmäßig größere Überraschungen. Wenn du vor zehn Jahren darauf gewettet hättest, dass James Godd mal der Undisputed Gerasy Champion der PCWA sein würde, hättest du dich heute dumm und dämlich verdient. Außer mir hätte mir das damals vermutlich niemand zugetraut und selbst ich hatte meine Zweifel. Aber sieh mich heute an! Das kann mir niemand mehr nehmen.“

Vor zehn Jahren. Seit der Bekanntmachung des Matches zwischen Mad Dog und ihm, spätestens aber seit seinem Promodreh in der geschlossenen cWc-Bar bekam er sein damaliges Aufeinandertreffen mit Mad Dog nicht mehr aus dem Kopf. Man hatte ihm so oft gesagt, dass er sich im Hund täuschen würde. Doch niemand, den er je gefragt hat, war dem Ganzen so nahe wie James Godd. Eine bessere Chance würde er nicht mehr bekommen.

Masao: „Ich habe eine Frage für dich. Ich verspreche, ich haue hier ab und bereite mich brav in meiner Kabine auf das Match vor, wenn du sie mir ehrlich beantwortest. Okay?“

James hebt eine Augenbraue ob des spontanen Themenwechsels, nickt dann aber.

Masao: „Was denkst du über Mad Dog? Ist er ein neuer Mann? Ein besserer Mann? Oder ist er noch immer S1margl und die Töle und der Mann, den der Sieg des Schlächters nicht angeekelt, sondern inspiriert hat? Du bist ihm vermutlich näher als jeder andere Wrestler in seiner Historie. … Wer ist Mad Dog?“

James pausiert einen Moment. Wie soll er diesen Mann zusammenfassen? Will er das? Kann er das überhaupt? Er denkt gründlich über die Frage nach und nickt schließlich.

James Godd: "S1margl wird immer in ihm sein, ebenso wie meine eigene Vergangenheit immer ein Teil von mir sein wird. Man kann nicht rückgängig machen, was einst war. Aber ja, seit der damaligen Zeit hat sich Mad Dog verändert. Zum positiven. Wir hatten lange Zeit unsere Differenzen wegen dem, was aus ihm geworden war, und ich hatte ihn schon beinahe aufgegeben ..."

Er schweigt einen kurzen Moment. Er hatte die Freundschaft wirklich schon fast aufgegeben, hatte daran geglaubt, dass der Freund, den er einst im Hund gehabt hatte, endgültig gestorben war, doch dann ...

James Godd: " ... ironischerweise hat es Kevin Smash und Mad Dog's Aufenthalt in dessen Liga, nachdem er hier gefeuert wurde, gebraucht, um ihn wieder auf die richtigen Pfade zu lenken. Und nun ist unsere Freundschaft enger als je zuvor. Aus diesem Grund werden wir bei Vendetta 150 auch als Team antreten und uns endlich die Cotatores holen. Es gibt niemanden in dieser Liga, dem ich für diese Aufgabe mehr Vertrauen schenken würde ..."

Er denkt kurz nach und grinst schließlich schelmisch.

James Godd: "Naja, außer Marc Poe vielleicht!"

Er nickt noch einmal kurz mit dem Kopf und schenkt seinem Gesprächspartner schließlich ein aufrichtiges Lächeln.

Masao: „Was ist mit der Falle?“

James tut so, als wüsste er nicht, was Masao meint. Masao lässt allerdings nicht ab. Dieser Moment hatte ihn in seiner Meinung über Mad Dog schon bestärkt, bevor er ihn getroffen hat.

Masao: „Der Schlächter hat euch in eine Falle gelockt. Er hat euch beide gequält. Mad Dog hat nicht gezögert die Chance zu nutzen, um sich zu befreien und dich zurück zu lassen. Was für ein Freund tut das? Was für ein Mensch tut das?“

Die Erinnerung trifft James noch immer. Es war einer der bittersten Momente seiner gesamten Karriere und auch zuletzt, vor ihrem Match um den Gerasy, hatte er immer wieder daran zurückdenken müssen. So wie damals stand erneut ein Titel zwischen den beiden und für einen Moment sah es wirklich danach aus, als würde Geschichte sich wiederholen. Doch dann ist alles anders gekommen. Der Engländer holt tief Luft und setzt zu einer Antwort an.

James Godd: "Ein Mensch, der verloren war. Ich meine klar war das für mich persönlich echt beschissen, wie es damals gelaufen ist, und klar habe ich ihm zunächst schwere Vorwürfe gemacht ... sowas trifft einen bis ins innerste Mark!"

Er nickt ernst mit dem Kopf.

James Godd: "Aber Fuck, manchmal trifft man eben beschissene Entscheidungen ... ich selbst kann mich nicht davon freisprechen. Gerade ich nicht!"

Er blickt auf den Boden und denkt an die Zeit zurück, in welcher er in die Abhängigkeit geraten war und dadurch alles verloren hatte. Lange Zeit hatte es ausgesehen, als hätte ihn der Abgrund, in den er versunken war, verschluckt und würde ihn nie wieder hergeben. Einzig und alleine Sandy hatte daran geglaubt, dass er es schaffen könnte sich herauszukämpfen. Er denkt noch einmal an seiner verflossene Liebe zurück, der er niemals eben diese gestanden hatte ... auch so eine dumme Entscheidung. Wer weiß? Vielleicht wären sie glücklich zusammen geworden, doch er hatte sich nicht getraut den ersten Schritt zu gehen und schließlich war sie gestorben. Womöglich hatte er sogar vor wenigen Wochen erneut eine falsche Entscheidung getroffen, als er sich für Sarah und ihre Schwester geopfert hatte und sich in die Fänge von Mr. Fellon und dessen ominöser Company gegeben hatte. Er wusste es nicht und es hatte auch keinen Sinn darüber nachzudenken ... vor allem nicht am heutigen Abend.

Er blickt wieder auf zu seinem Gesprächspartner und fährt schließlich fort.

James Godd: "Es ist halt, wie es ist, und ich habe ihm inzwischen verziehen. Er musste sich mein Vertrauen hart erkämpfen und jetzt beim Impact hat er mir endgültig bewiesen, dass er nicht mehr der gleiche Mann ist, der er damals war. Und so ist diese Geschichte letztlich nichts anderes mehr, nämlich Geschichte!"

Er denkt noch einmal über die soeben gesprochenen Worte nach und erkennt, dass es tatsächlich so ist. Das Match beim Impact war das letzte Stück, das noch gefehlt hatte, um mit der Vergangenheit wirklich abzuschließen, die zuvor immer noch wie eine dunkle Wolke über ihrer Beziehung gehangen hatte. Jetzt konnten sie wirklich gemeinsam die Aufgabe angehen die Cotatores zu erringen ... als TEAM! Mit einem zufriedenen Lächeln blickt er Masao an.

James Godd: "Und jetzt ist er nur noch die unbekannte Konstante."

Er nickt mit dem Kopf.

James Godd: „Das ist nicht nur ein Spitzname. Er ist wirklich so. Er ist immer er, aber er bleibt es nie lange. Ich habe nie das Gefühl, dass er sich ändert, aber wenn man ein Jahr zurück schaut, dann passt das nicht mit dem heutigen MD zusammen. Und ein Jahr vorher war er noch ganz anders. Und doch war er immer irgendwie Mad Dog. Wir sind seit über zehn Jahren befreundet. Wir haben uns wehgetan, das lässt sich nicht leugnen, aber die Mad Godds werden immer in irgendeiner Weise existieren. Ja. Da bin ich mir sicher.“

Die Worte zeigen eindeutig Wirkung. Masao schaut den Mann vor sich mit neuen Augen an. Er hatte Godd immer für einen der besseren Menschen in der PCWA gehalten und ihm genau deshalb nie eine Chance auf den Undisputed Gerasy ausgerechnet. Er gehörte zu den Zweiflern, die James erwähnt hat. Er hatte gesehen, wie Mad Dog ihn hintergangen hat, wie sie sich im Ring bekämpft und außerhalb des Ringes beschimpft haben. Und jetzt steht er hier und redet über Mad Dog, als wären sie Brüder. Das sagt einiges über James, aber nicht weniger über Masao aus. Seit über einem Monat hatte er fast keinen Kontakt zu Jesse. Masao hat in ihrer kurzen Zeit zusammen schlechter über Jesse geredet, als James jetzt über Mad Dog sprach, wegen was? Weil ihm Social Media so wichtig ist? Weil Jesse gerne Fotos von ihm für seine Timeline macht? Lächerlich. Masao schämt sich in diesem Moment für sein Verhalten.

James Godd: „Ich kann dir nicht sagen, wie du Mad Dog besiegen kannst, aber ich kann dir sagen, dass er dir in diesem Turnier eine faire Chance geben wird. Da bin ich sicher. Das Quest for the Best Turnier steht für Pure Wrestling, wenn man es ernst nimmt und ich weiß, dass Mad Dog das tut. Und wenn die Gerüchte über dich stimmen, dann weiß ich, dass du das Match auch fair führen wirst. Deshalb wünsche ich dir viel Glück.“

Normalerweise würde er ihm jetzt die Hand geben, doch das ist noch immer gegen company policy, also nickt er ihm zu und geht. Er glaubt nicht, dass Masao noch ins Trainingscenter gehen würde. Er selbst musste sich nun aber langsam mental auf sein Match gegen Smash vorbereiten, das immer näher rückte. Er musste vorsichtig sein, denn überall wo Smash auftaucht, ist Betrug angesagt und James zweifelt keinen Moment daran, dass die selbsternannte Legende auch heute einen Plan haben wird. Masao ruft ihm noch hinterher.

Masao: „Danke, James. Ich glaube, du hast mir tatsächlich bei etwas geholfen.“


Mike Garland: "HA! Da haben wir es wieder. James Godd hilft Masao, dem kommenden Gegner seines eigentlichen Freundes. Der Neuling hat genau den richtigen Riecher: In dieser angeblichen Freundschaft ist etwas faul. Oberfaul!"

Vincent Craven: "Masao hat in der Tat einen Narren am Night Fighter gefressen und wühlt hier in Altlasten herum, die die Mad Godds längst hinter sich gelassen haben. Jetzt sind sie wieder vereint und haben vermutlich enger zusammen gefunden, als sie es vorher je waren. Das sollte man ja auch mal bedenken: Bevor der Schlächter sie in die Zelle gesperrt hat, waren die beiden sicherlich keine besten Freunde..."

Mike Garland: "Aber ein Tag-Team! Und du hälst doch den Teamgedanken immer so hoch, als sei er das Allerheiligste."

Vincent Craven: "Ich halte den Teamgedanken hoch, wenn es um eine eingeschworene Gemeinschaft geht, und nicht dann, wenn zwei Menschen eine Zweckgemeinschaft bilden. Daraus kann vielleicht ein Team entstehen, aber damals bei den Mad Godds eben nicht - dies kam erst Jahre später, wie Godd eben nochmal deutlich machte. Auch Masao und Jesse Adams müssen erst noch zusammen wachsen."

Mike Garland: "Das heißt, dass es in deinen Augen in Ordnung wäre, wenn Godd oder Mad Dog Shadow oder den PiC in den Rücken fielen?! Dann habe ich ja Hoffnung für Vendetta 150 und den rest des Quests."

Vincent Craven: "Das habe ich nicht gesagt! Aber immerhin ist besagter Schatten gerade der Regie ins Auge gesprungen."



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