Scene

Id
4461  
Name
Gebrochenes Geheimnis  
Summary
OC: Mad Dog bekommt ein Gespr├Ąch zwischen Sarah Duriel und Mr. Fellon mit und stellt die Freundin von James Godd zur Rede.  
Position
6  
Scenetype
Off Camera  
Created At
2020-02-10 13:00:10  
Edited At
2020-03-12 21:10:45  
Show
Imperial Impact 13  


Nachmittags:

Als sie die Nachricht bekommen hatte, hatte sie sich auf der Stelle in Bewegung gesetzt. James hatte sie erzählt, dass sie sich noch einige Damenartikel besorgen müsse, um den Abend sorgenfrei zu überstehen. Natürlich hasste sie sich für diese weitere Lüge, doch zu sehr hatte die Angst im Griff gehabt. Die Angst vor dem, was man ihrer Schwester Cécile antun könnte ... die Angst vor dem, was man ihr antun könnte! Sie hatte zuvor lange überlegt, ob sie James einweihen sollte, immerhin hatte sie ihm von ihrer Vergangenheit erzählt ... von den schmutzigen Dingen, die sie im Namen der Company mit Louis Rouswell angestellt hatte und James hatte sie trotzdem haben wollen. Er dachte sie hätte all das hinter sich gelassen. Verflucht nochmal ... sie selbst hatte gedacht, dass sie damit abgeschlossen hatte ... und dann hat die Vergangenheit sie eingeholt wie ein Fleischfresser, der seine Beute lediglich so lange in Ruhe lässt, bis der ideale Moment gekommen ist, um zu zubeißen!

Unruhig sieht sie sich um, doch noch ist nichts von ihm zu sehen. Von dem Mann, der ihr Leben in einen Alptraum verwandelt hat. Vielleicht kommt er nicht ... vielleicht hat die Company es sich ja doch noch einmal anders überlegt und von ihren Plänen abgelassen. So sehr sie sich die Worte gerne einreden würde, ist ihr tief in ihrem Inneren bewusst, dass es so nicht kommen wird. Sie schaut noch einmal auf ihre Armbanduhr. Immer noch ist nichts zu sehen in dieser Ecke des Labib Hotels, in der außer ihr keine Menschenseele verweilt. Sie fragt sich, ob er sie mit voller Absicht so lange warten lässt, und als sie genauer darüber nachdenkt, ist sie sich dessen sogar sicher. Nervosität war schon immer ein starker Verbündeter der Company und Jemanden warten lassen führt nun einmal zu Nervosität, ganz besonders wenn man sich in einer Lage wie der ihrigen befindet. Als sie erneut auf ihre Uhr blicken will, lässt sie ein lautes Hüsteln innehalten.

Mit einem schleimigen Grinsen auf dem Gesicht betritt Mr. Fellon die Bühne. Wie stets ist der obere Mitarbeiter der Company in einen edlen Anzug gekleidet und trägt die Haare zurückgekämmt. Lächelnd nähert er sich Sarah und macht schließlich vor ihr Halt. Kurz mustert er sie und spricht sie schließlich mit unterkühlter Stimme an.

Mr. Fellon: "Ich nehme an, Sie haben Ihre Entscheidung getroffen, Mademoiselle Duriel?"

Es ist mehr eine Feststellung als eine Frage und sie führt zu einem kurzen gehässigen Lachen bei Fellon. Sarah weicht automatisch einen Schritt zurück. Sie will so viel Abstand zwischen sich und diesem Mann haben, wie nur irgendwie möglich. Mit großen Augen blickt sie ihn an.

Sarah Duriel: "Wie geht es meiner Schwester?"

Fellon schüttelt grinsend den Kopf.

Mr. Fellon: "Aber, aber Mademoiselle Duriel, wer wird denn gleich mit der Tür ins Haus fallen? Alles zu gegebener Zeit. Ich habe Ihnen soeben eine Frage gestellt und die Höflichkeit gebietet es, diese erst einmal zu beantworten. Anschließend können wir uns Ihrer Schwester widmen ... vielleicht!"

Er lacht einmal mehr gehässig auf. Sarah wirkt verzweifelt und greift sich in die Haare. Fellon hingegen fährt unbeirrt fort.

Mr. Fellon: "Also Mademoiselle Duriel ... Ihre Entscheidung bitte!"

Er blickt sie fordernd an. Sie blickt geschlagen zu Boden. Sie hat ohnehin keine Wahl. Sie seufzt kurz und antwortet schließlich mit kaum hörbarer Stimme.

Sarah Duriel: "Ich ... ich werde tun, was auch immer ihr verlangt!"

Er lächelt raubtierhaft.

Mr. Fellon: "Braves Mädchen! Ihre Entscheidung wird ihrer Schwester wohl bekommen, das garantiere ich Ihnen."

Er erblickt ein kleines Staubkorn auf seiner Schulter und wischt es sich lässig weg. Sarah treten leichte Tränen in die Augen. Wie konnte sie nur in so eine Situation geraten?
Aber sie muss jetzt stark sein ... für ihre Schwester. Sie wischt kurz über ihre feuchten Augen und blickt Fellon schließlich entschlossen an.

Sarah Duriel: "Was soll ich tun?"

Fellon lacht einmal mehr gehässig auf. Er genießt es dieses Spiel mit ihr zu spielen, sie ungeduldig zappeln zu lassen wie einen Fisch am Angelhaken. Schließlich schenkt er ihr dann aber doch eine Antwort auf ihre Frage.

Mr. Fellon: "Fürs Erste verlangen wir nicht mehr von Ihnen, als dass Sie dafür Sorge tragen, dass Mister Godd auch weiterhin Champion bleibt. Schließlich ist er nur in diesem Fall auch von Belang für die Company. Einen gebrochenen Helden möchte Niemand!"

Sie hatte schon geahnt, dass die Company sich nur aus diesem Grund so für ihren James interessierte und sie hatte daher bereits in diese Richtung gearbeitet bei ihrem letzten Gespräch mit James. Der hatte das Ganze jedoch recht misstrauig beäugt und sie später Daheim zur Rede gestellt, wo sie ihm ein Märchen aufgetischt hatte, dass es nicht für sie wichtig wäre, dass er Champion bleibt, sondern für ihn selbst, weil er doch so lange für diesen Traum gekämpft hatte. Weil er beinahe daran zerbrochen wäre und sie es nicht ertragen könnte, ihn noch einmal so am Boden zu sehen. Er hatte ihr gesagt, dass er natürlich alles für den Erhalt des Titels tun würde, doch, dass er, würde er ihn an seinen besten Freund verlieren, ihn immerhin an den besten Mann verlieren würde, den er sich vorstellen könne. Und damit würde er gut leben können. Aber sie würde nicht damit leben können ... es würde das Leben ihrer Schwester gefährden und das war etwas, das sie unter keinen Umständen zulassen konnte.

Sarah Duriel: "Und wie soll ich das bewerkstelligen? Es gibt in diesem Beruf keine Garantien ..."

Fellon schüttelt nur knapp den Kopf.

Mr. Fellon: "Stellen Sie sich nicht dümmer als Sie sind, Mademoiselle Duriel. Der heutige Abend bietet Ihnen doch eine perfekte Gelegenheit. Sie stehen zur Wahl, um als Special Referee im Match Ihres Liebsten zu fungieren. Es könnte also nicht einfacher sein ihn zum Sieg zu führen. Ein kleiner Fast-Count zu seinen Gunsten, einige zu langsame zu Ungunsten seines Gegners ... ihre Möglichkeiten sind schier unbegrenzt!"

Er lacht kurz auf. Sein Boss wird hochzufrieden mit ihm sein, wenn er zu hören bekommt, wie sehr sich die Kleine in dieses Spiel fügt. Sarah blickt ihn zornig an. Wie gerne würde sie diesem aalglatten Fiesling einfach ins Gesicht spucken? Doch sie hält sich zurück ... Cécile zuliebe.

Sarah Duriel: "Und was, wenn ich nicht gewählt werde?"

Fellon grinst breit.

Mr. Fellon: "Nun, ich bin sicher, dass Ihnen auch für diesen Fall etwas einfallen wird ... andernfalls ... Ich denke ich muss diesen Satz nicht beenden. Sie verstehen auch so, worauf es hinausläuft!"

Einmal mehr lacht er gehässig.

Mr. Fellon: "Und wenn Sie mich nun entschuldigen würden. Ich habe noch andere Dinge zu erledigen. Vergessen Sie nicht, dass wir Sie genau beobachten!"

Er dreht sich zum Gehen um. Sarah bleibt wie in Trance stehen und blickt ihm nach, dann jedoch reißt sie ein Gedanke aus ihrer Apathie und sie ruft ihm hinterher.

Sarah Duriel: "WAS IST MIT MEINER SCHWESTER?"

Fellon wendet kurz den Kopf in ihre Richtung und schenkt ihr ein weiteres boshaftes Grinsen.

Mr. Fellon: "Der geht es gut ... für den Moment!"

Er lacht laut auf und geht schließlich weiter seines Weges. Zeit einen weiteren Compagnon des Engländers aufzuspüren und diesem auf den Zahn zu fühlen. Denn wo Schatten ist, da ist meistens auch Dunkelheit!

Sarah hingegen schaut Fellon weiterhin nach. Ihr Herz schlägt so stark, dass sie es zu hören glaubt. Für einen Moment versucht sie sich auf ihre Atmung zu konzentrieren; nämlich so, wie es ihr einst die Yoga Lehrerin beigebracht hatte. Doch das hilft nicht... Eilig nestelt sie in ihrer Handtasche nach dem Smartphone, um sich mit einem Video abzulenken, doch dabei schießen ihr wieder diese Fragen durch den Kopf:
Was James wohl dazu sagen würde, sollte sie entscheidend in den Main Event eingreifen?! Und wenn sie tut, was Fellon will, setzte sie dann nicht die Beziehung mit James aufs Spiel? Und was würde mit Cécile passieren, wenn sie Mr. Fellon enttäuschte?

Wieder schlägt ihr Herz schneller. Endlich hat sie das Smartphone in der Hand, drückt ihren Finger zum Einloggen auf den Home Button...

Sarah Duriel: "AAAAHHH!"

Der ängstliche, schrille Schrei der Duriel dringt durch Mark und Bein der Hotelgäste. Schnell schauen sie zu ihr, doch ebenso schnell wurde sie bereits um die nächste Ecke gezogen. Der feste Griff zerquetscht Sarahs zarten Biceps und der Daumen des Aggressors drückt bis auf den Oberarmknochen. Kurz hatte sie versucht sich aus dem schlangenbissartigen Griff zu befreien, erkannte aber sofort, dass dies nur zu mehr Schmerz und weiteren Angriffen führte.

Ohne zu erkennen, wer sie dort gepackt hat, da sie sich geschockt nach Rettung oder Hilfe umschaut, wird sie jetzt in einen Abstellraum gestoßen, wo sie unsanft mit dem Rücken gegen ein Regal knallt. Einige Putzmittel-Flaschen fallen herab, auch ein Eimer donnert hallend zu Boden. 
Jetzt muss sie schreien, sonst ist es aus. Jetzt gleich wird ER ihr die Kleidung vom Leib reißen, seine dreckigen Griffel unter ihr Top schieben...

"Was soll das, huh?!"

Jetzt muss sie schreien, sonst drückt er ihr die Hand auf den Mund... 

Sie öffnet den Mund, doch irgendetwas hindert sie daran einen schrillen Ton hinaus zu bringen. Irgendein Hintergedanke, irgendeine Erinnerung, irgendeine...
Stimme. 

Sarah Duriel: "Mad Dog?!"

Das Licht an der Decke leuchtet nach dreimaligem Flackern endlich auf und erhellt den Raum. Kurz kneift sie die Augen zusammen und starrt auf den bösen Mann - tatsächlich! Es ist der Night Fighter, der sich ungeduldig am Kinn kratzt. Ihre Augen weiten sich.

Mad Dog: "Also?!"

Die Freundin von James Godd hebt ihren Arm, um mit der anderen Hand ihren Oberarm abzutasten und die gerötete Stelle nach vorne zu drücken. 

Sarah Duriel: "Sollte ich dich nicht besser fragen, was das soll??"

Die unbekannte Konstante rollt ob dieser Aussage mit den Augen und dreht den Kopf dabei gleich mit.

Mad Dog: "Komm! Jetzt mach' hier nicht auf dummes Mariechen... Wer war das?"

Duriel wagt es immer noch nicht James' besten Freund anzusehen, stattdessen schüttelt sie den Kopf. Währenddessen rasen tausende Fragen durch denselben - wie viel hat Mad Dog mitbekommen? Und würde er es ausplaudern? Würde er James davon erzählen?

Sarah Duriel: "Was sollen die Leute denken?"

Mad Dog: "Huh?!"

Während Sarahs Herz immer fester hämmert und es in ihrem Kopf zunehmend von Angst und Ungewissheit spukt, scheint die Ungeduld des Hundes langsam wieder gen Aggression zu kippen. Sie stößt einen Seufzer aus. Verschafft sich Luft. 
Für einen Satz.

Sarah Duriel: "Was sollen die Leute denken, wenn wir hier gemeinsam aus der Besenkammer kommen?"

Nun ist es die Töle, die stöhnt. Allerdings entnervt.
Doch sie wittert einen Fuß in der Tür, um hier heile heraus zu kommen.

Mad Dog: "Scheißegal! Wen interessiert das?"

Sarah Duriel: "Deine Fans? James?"

Duriel hebt vielsagend die Augenbrauen, während die der unbekannten Konstante hinabsinken. Dennoch winkt er ab.

Sarah Duriel: "Yai?"

Der Fighter brummt einen langen Brummer. Dabei presst er die Lippen fest aufeinander. Dann schließt er die Augen. Atmet laut durch die Nase ein, schließlich aus.
Sie hat ihn. Und er hasst es.

Erst jetzt fixiert er sie wieder mit seinen dunklen Augen, in denen Sehnsucht und Leid geschrieben stehen.
Sollte ihm das Schicksal erneut einen Stolperstein in den Weg stellen, über den er heute fällt? 
Nein!

Mad Dog: "Okay, Sarah... Erzähls mir nicht. Aber du hast jetzt exakt zwei Optionen: Entweder redest du mit James über diesen Typen und was ihr für den Main Event geplant habt... oder ich tue es."

Schlagartig schließt Sarah ihre Augen. Er hat es gehört.
Er hatte alles gehört.

Jetzt ist alles aus.

Mad Dog: "Eigentlich dachte ich, dass du James gut tust, Sarah. Und auch ich mochte dich... Aber... Jetzt muss ich feststellen, dass sowohl DeWynters Intention als auch ihre Nachforschungen über dich stimmen. Dass du immer noch diese dreckige Bitch bist, die die Wrestler ins Verderben schickt, so wie du es mit Rouswell getan hast... Selbst wenn mir dieser Spinner egal ist, James ist es nicht!"

Sarah Duriel: "Pfff."

Sarah schüttelt mit dem Mute der Verzweiflung erneut den Kopf. Diesmal abfällig.

Sarah Duriel: "Dir und DeWynters geht es nicht um James... Es geht euch um den Gerasy. Und weil du denkst, ich könnte dich daran hindern, bist du sauer."

Betroffen und erregt reißt MD die Augen auf. 

Mad Dog: "Ooohh... und du machst das hier alles nur für ihn, huh?! Weil du denkst, es freut ihn bestimmt, wenn ihm die doppelzüngige Freundin zum Sieg verhilft!"

Sarah Duriel: "Du weißt gar nichts!"

Faucht sie ihn an. 

Sarah Duriel: "Aber wie auch?! Von Liebe hast du halt keine Ahnung."

Und ihre Augen funkeln ihn an, um der Beleidigung noch Nachdruck zu verleihen.
Während MD die linke Faust ballt, ist Sarah noch nicht fertig. Schnippig greift sie ihn weiter an.

Sarah Duriel: "Das haben zumindest meine 'Nachforschungen' ergeben, Simargl... Schließlich bin ich nicht die einzige zur Wahl stehende Frau, die heute Abend für James sein wird, huh?!"

Mad Dog: "Fuck you!"

Nun ist es das Hundeherz, das bis zum Hals hämmert. Sein Blick verrät, dass er Sarah nun am Liebsten dem Erdboden gleich machen würde - dabei weiß er nicht, dass sie glaubt, nichts mehr verlieren zu können.
Doch sie hat ihn erwischt. Härter als sie wollte.
Härter als sie wissen konnte.

Der Fighter stiert sie an.

Mad Dog: "Wie lange geht euer scheiß Techtelmechtel? HUH?! Ein Jahr? Ein bisschen mehr?! Ich kenne Yai seit vierzehn Jahren, seit neun Jahren sind wir ein Paar. Fick dich, Sarah. Du bist diejenige, die nichts weiß! Noch nichtmal was von James. Denn face facts: Weder er noch ich wollten diesen Special Referee Mist. Weder er noch ich wünschen ein unsauberes Ende! Wenn du ihn also wirklich lieben würdest, wenn du wirklich das Beste für ihn wolltest, dann ließest du uns das Match fair bestreiten. Aber da du offenbar etwas im Schilde führst, liebst du ihn auch nicht!"

Nun ist es Sarah, die ihre Lippen aufeinanderpresst. Doch nur um die bebende Unterlippe festzuhalten. 
Was nicht gelingt. Und auch die Tränen bleiben nicht verborgen. Ihr letzter Mut ist gebrochen.
MD legt nachdenklich den Kopf schief.

Mad Dog: "Wenn du meinst, dein Geständnis wird ihn für unser Match beeinträchtigen, dann sag es ihm erst danach. Aber das Zugeständnis mache ich dir wegen James' und es ist das einzige, was ich dir noch gebe." 

Der ganze Unterkiefer verzweifelt nun. Träne um Träne rollt aus ihren Augen.
Ein vom Weinen zerrissener, verzweifelter Schrei folgt.

Sarah Duriel: "ICH... LIEBE... JAMES!"

Dann jagen ihre Arme nach vorne, stoßen den Hund zur Seite. Sie selbst drückt sich an ihm vorbei, stößt die Tür auf. Wischt sich mit dem Pulli über die nassen Augen.
Und läuft. Läuft davon.



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