Scene

Id
4386  
Name
TRUST  
Summary
 
Position
13  
Scenetype
Live  
Created At
2019-11-08 22:05:48  
Edited At
2019-12-05 22:18:03  
Show
Vendetta 145  


… die Kamera gleitet in einer Art Vogelflugperspektive frontal auf das erleuchtete und von geschäftigem Treiben belebte PCWA Theatre zu. Die aktuelle Vendetta ist in vollem Gange, wenngleich um die Halle herum noch einige Fans herumwuseln. Der Fokus ist allerdings auf einen bestimmten Bereich gerichtet - nämlich oberhalb des Entrances und in helles, fast goldenes Licht getaucht. Inzwischen eine der angesagtesten Adressen der Liga kommt das „PCWA Skywalk“ mal wieder in der Aura einer heimeligen Lounge daher.

Und doch: viel los ist gerade nicht, wie man an den vereinzelten Gästen ausmachen kann, während die Kamera auf das zum Balkon gehörende große Panoramafenster zudriftet. Ein einzelner Gast erregt dennoch die Aufmerksamkeit der Zuseher. Und das nicht nur angesichts der legendären Optik und des Gerasy - Championship - Belts, welcher neben ihm auf der Couch liegt.

Godd schiebt den Ärmel seiner Jacke hoch, schielt auf die Uhr und schüttelt den Kopf. Eher selten erlebt das Publikum ihn so. Sauer ja, ungeduldig aber selten. Selbst, wenn die Grenzen in dem Fall leicht fließend sind. Geräuschvoll stellt er das halbleere Half Pint Guinness auf den Tisch …
… und steht dann auf: in einer fließenden Bewegung schiebt er die Balkontür auf und tritt hinaus. Ein leichte Brise weht durch das Haar des Tribun, welcher nah an die Brüstung tritt und dann den Kopf so dreht, dass er hinauf zur Dachkante blickt. Nichts!

Kopfschüttelnd geht er wieder ein paar Schritte hinein, stemmt die Hände in die Hüfte. Scheinbar läuft irgendetwas nicht so, wie er sich vorgestellt hat. Dann blickt er wieder zu dem Tisch mit seinem Ale … und der danebenstehenden Flasche Malzbier. Er überlegt kurz und greift sich dann diese. Mit dem Lieblingsdrink einer gewissen Person kehrt er auf den Balkon zurück, schaut sich nochmals nach allen Seiten um und stellt die Pulle dann auf den Balkonrand.

Ein Versuch ist es wert - und so kehrt er zur Couch zurück. Lauerposten.

„Danke!“

Godd hat sich kaum in die Polster fallenlassen, als er sowohl ungläubig als auch spöttisch den Schatten bemerkt, der am Balkonrand lehnt und aus der dargebotenen Flasche trinkt. Und so erhebt der Engländer sich mit leichtem Widerwillen erneut und spaziert zu dem Mann, den er erwartet hat.

James Godd: "You're a little late, huh?"

Er hebt kurz die Augenbraue an.

James Godd: "Aber falls wir in Zukunft auch weiterhin zusammenarbeiten sollen, dann solltest du eventuell daran denken, dich anzupassen und auf solche Auftritte wie diesen verzichten. Ich hab es dir schon einmal gesagt, ich mag solche Spielchen nicht!"

Er nickt mit dem Kopf, um die soeben ausgesprochenen Worte noch einmal zusätzlich zu untermauern.
Der Schatten nimmt einen Schluck aus der dargebotenen Pulle.

Shadow: „Setz einen dressierten Bären in der Wildnis aus … und du wirst sehen, er wird über kurz oder lang bestehen. Nur eben nicht sofort. Gönn mir daher das bisschen Akklimatisierung – damit ich mich noch als ich selbst fühlen kann."

Seine Hand fährt kurz unter den Haarvorhang, scheinbar über die Lippe wischend.

Shadow: „… also: was kann ich für dich tun?“

Der Engländer schenkt dem Schatten ein kurzes Lächeln und klopft ihm dann freundschaftlich auf die Schulter.

James Godd: "Zunächst einmal wollte ich mich für den hervorragenden Fight bedanken, den du mir bei der vergangenen Show geboten hast. Warst wirklich nicht leicht kleinzukriegen und ich denke an so manch anderem Tag wäre das Ergebnis möglicherweise ein anderes gewesen!"

Abermals nickt der Tribun des Volkes mit dem Kopf.
Und der Soul Survivor … tut es ihm unmerklich gleich.

Shadow: „Damit werde ich einmal mehr bestätigt. Es sind dieselben Gedanken, die uns verbinden … wenngleich aus der süffisant unterdrückten eigenen Sichtweise voll dampfendem Eigenlobs heraus. Verzeih, wenn ich dir das gleiche Lob zurückgebe … und mir insgeheim auf die Schulter klopfend die andere Variante lieber vorstelle. Aber geschehen ist geschehen - und ich bin froh darüber, egal wie…“

Der Schatten nimmt einen weiteren Zug, mit welchem er einen halben Schritt auf Godd zugeht.

Shadow: „… so, und da dies nun geklärt ist: erzähl, was dir auf der geschundenen Seele brennt. Denn ich glaube kaum, dass du dieses Tête-à-Tête für Lobhudeleien, welche dir nicht wirklich stehen, verschwendest. Du brauchst das ebenso wenig wie ich ein honigumschmiertes Maul. Also … ich lausche….“

Die Miene des Engländers wird ernster, als er ein weiteres Kopfnicken, gefolgt von einem Schluck Guinness, folgen lässt.

James Godd: "Damit liegst du so ziemlich richtig. Freut mich aber, dass du auch Spaß an unserer Schlacht hattest! Ich wollte mit dir jedenfalls über das neu zusammengestellte Triumvirat sprechen. Wir sollten diese Truppe auf gar keinen Fall unterschätzen. Diese Happys mögen nicht sehr gefährlich wirken, aber ich kenne die Jungs nun schon einige Jahre und vieles von dem, was sie öffentlich so zeigen, ist Fassade ... da kennst du dich ja bestens mit aus ..."

Den kleinen Seitenhieb konnte er sich einfach nicht verkneifen, denn obwohl sein Vertrauen zum Schattenmann in den vergangenen Wochen stetig angewachsen ist, so ist es dennoch noch nicht hundertprozentig.

James Godd: "Und über Graves brauche ich ja keine Worte mehr verlieren, den kennst du schließlich auch ganz gut und hast deine Schlachten gegen ihn gehabt. Mal ganz davon abgesehen, dass er bei Sharpe in der Lehre war und dort sicherlich so einiges aufgeschnappt hat!"

Der Engländer greift erneut zu seiner Flasche und nimmt einen kräftigen Schluck, während er die Mimik von Shadow genau im Auge behält und versucht irgendeine Reaktion in dieser abzulesen.
Und wie immer … kann man nicht wirklich viel ausmachen. Stattdessen schlendert er nahezu starrsteif zu einem der Stehtische hier auf dem Balkon.

Shadow: „Ein bezaubernder Haufen, nicht wahr … einer, dem wir entgegenstehen, wenn es nach dir, mir und der Töle gehen würde. Sofern ihr zwei euch nach Imperial Impact noch mit dem gleichen Feuer in den Augen die Hand reichen könnt … statt mit Gegenfeuer zu antworten. Aber das … ist nicht wirklich meine größte Sorge, Goddfather.“

Der dunkle Krieger bemerkt etwas am Boden, bückt sich danach und hebt es auf: zwei schon angerostete Kronkorken. Er legt sie auf den Tisch.

Shadow: „Erinnere dich, ist gar nicht so lange her: was hat dich solange davon abgehalten, mit mir hier gemeinsam einen zu heben? Zusammen eine Frontlinie zu überqueren trotz berechtigter Zweifel?“

Godd sieht seinen Gesprächspartner mit leicht überraschter Miene an und hebt die Augenbrauen.

James Godd: "Den Grund kennst du und ich habe ihn dir bereits mehr als einmal mitgeteilt. Ich habe dir schlichtweg nicht vertraut. Verurteile mich von mir aus dafür, aber wenn du ehrlich bist hast du ja selbst zu diesem Verhalten meinerseits beigetragen."

Nun nickt der Schatten doch, stellt sein Bier ab und nimmt je einen der Flaschendeckel in eine Hand.

Shadow: „An dünnen unmerkbaren Seilen hängen oft fürchterliche Gewichte … und genau aus diesem Grund lasse ich das Triumvirat 2.0 nicht aus Augen. Oder zu nah an mich heran. Auf dem Papier mögen sie aktuell Tiger aus selbigem sein: geschlagene Recken mit einem gefallenen Anführer, einem fleischgewordenen Teufel auf Abschiedstour, einem Emporkömmling, welcher sich rarmacht und zwei devoten Wölfen im Clownspelz.“

Er bugsiert die Kronkorken jeweils zwischen die Fingerkuppen … und drückt diese zusammen. Dann lässt er klimpernd zurück auf die Tischplatte fallen.

Shadow: „Ein überschaubares Mini-Platoon seelisch geknickter Söldner … und doch: irgendwo haben alle noch ein Rest Faden des großen Puppenspielers übrig, der mit den Geschicken und Träumen der PCWA Pflaume spielt. Ich weiß das … und sei ehrlich: ganz tief drin in dir … zweifelst du genauso wie ich. Denn dieser augenscheinliche Jammerrest … dürfte nur ein Vorbeben sein.“

Godd blickt nachdenklich in die Ferne und denkt darüber nach. Dann schüttelt er jedoch entschlossen den Kopf.

James Godd: "Ich denke nicht, dass die Jungs ein Vorbeben sind. Ganz im Gegenteil bin ich der Überzeugung, dass sie das finale Beben sind! Das ganz große Beben hatten wir bereits und wir haben es überstanden. Rage ist nicht mehr. Sharpe ist nicht mehr! Bleiben nur noch deren loyale Fußsoldaten. Die sollte man, wie ich ja bereits erwähnte, durchaus nicht unterschätzen, aber letztlich werden wir auch über sie obsiegen und dann ..."

Er schweigt einen kurzen Augenblick.

James Godd: "... nun, wir werden sehen, wohin der Weg dann führen wird."

Shadow: „Konzentriere du dich mit Mad Dog darauf, was von euch übrigzulassen. Denn für gewöhnlich streitet man um die Ländereien erst nach einem gewonnenen Krieg gegen das Dunkel. Lass die Clowns die Sorgen der Partners in Crime und den Basilisken Meine sein - er wird früher oder später mit handfesten Argumenten und Herausforderungen kommen. Denn die werden nötiger sein als der Kinderquatsch mit Gürtelklau unlängst, um mich dazu zu bringen, ein weiteres Mal mit ihm die Klingen zu kreuzen.“

Godd nickt mit dem Kopf, denn ganz unrecht hat der Schatten mit seinen Worten zum Duell zwischen ihm und Mad Dog natürlich nicht.

James Godd: "Mach dir mal keine Sorgen um Mad Dog und mich. Wir sind nicht zum ersten Mal in dieser Situation. Doch im Gegensatz zu damals haben wir aus unseren Fehlern gelernt. Damals wollte keiner von uns diesen Kampf haben, aber dieses Mal ist es anders. Wir beide wollen diesen Fight und zwar einen fairen Sportlichen. Keine faulen Tricks diesmal, wie es damals der Fall war. Kein Schlächter, der uns gegeneinander ausspielen wird. Nur zwei Männer, die diesen Sport lieben und sich, ganz gleich wie der Kampf ausgehen wird, im Anschluss daran die Hände schütteln werden!"

Er nickt zuversichtlich mit dem Kopf. Er ist sich ziemlich sicher, dass Mad Dog die Sache genauso sieht. Er nimmt einen weiteren Schluck und fährt schließlich fort.

James Godd: "Aber eine Bitte hätte ich noch an dich. Hab auch heute Abend im Main Event ein waches Auge auf den Basilisken, wie du ihn nennst und sorge dafür, dass sich dieser nicht in unseren Kampf mit den zwei Clowns einmischt!"

Der Soul Survivor schnippt wie auf Kommando einen weiteren alten Kronkorken in die Luft, fängt ihn auf … und zerdrückt ihn in gleicher Weise direkt vor James Augen.

Shadow: „Ich habe dir mein Wort gegeben und dazu stehe ich auch. Verlass dich darauf.“

Der Engländer nickt abermals und erhebt schließlich seine Flasche.

James Godd: "Na dann, Cheers!"

Der Tribun bereitet sich darauf vor, seine gereckte Pulle noch einige Augenblicke dem Schatten vor die haarverhangene Nase zu halten…
… doch der erwidert den Trinkgruß überraschend schnell und plingt die Flaschenhälse zusammen.
Godd grinst sich insgeheim einen, während er den letzten Rest seines Getränks hinterkippt.

Da weht eine leichte Brise um ihn herum … und die Tür zum „Skywalk“ fällt klappend, aber nicht schließend, kurz in den Rahmen, um danach wieder aufzuschwingen.

Instinktiv geht der Blick des Briten dorthin und als er sich wieder seinem Gesprächspartner zuwendet…

… steht dieser noch immer dort und leert seine Malzbierflasche ebenfalls.

Wieder grinst der Gerasy - womit die Szene abblendet …

Vincent Craven: "Wie war das? Die Mad Godds und Shadow sind keine Gruppierung? Das klang aber eben nach genau nach dem Gegenteil."

Mike Garland: "Dieses widerliche Fähnchen im Wind."

Vincent Craven: "Wer? Shadow?"

Mike Garland: "Natürlich! Wer denn sonst?"

Vincent Craven: "Der Schatten verfolgt sicherlich ein eigenes Ziel. Aber akutell ist dies eben auf einer Linie mit den Mad Godds. Und zwar gegen das Triumvirat."

Mike Garland: "Das mag schon sein und ist sicherlich nicht allzu abwegig. Aber was passiert nach dem Impact? Was, wenn sich Godd und die Töle dort gegenseitig zerfleischen?"

Vincent Craven: "Das bleibt abzuwarten und ist Stand Jetzt mehr als unrealistisch. Sag' doch einfach einmal, dass du Unrecht hattest."

Mike Garland: "Wieso? Natürlich ist Shadow ein Fähnchen im Wind. Nur bläst eben der gerade in Richtung von Godd und der Töle."

Vincent Craven: "Du würdest dir lieber die Zumge abbeissen als zuzugeben, dass du Unrecht und ich Recht hatte."

Mike Garland: "Das weisst du nicht. Nächste Szene, bitte."



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