Scene

Id
4377  
Name
Meeting before the Meeting  
Summary
 
Position
3  
Scenetype
Off Camera  
Created At
2019-11-08 19:56:40  
Edited At
2019-11-30 11:27:09  
Show
Vendetta 145  


Der Wind rauscht durch das kalte Gemäuer, während 2 Personen durch einen der düsteren, nur durch einige Fackeln beleuchteten, Gang spazieren. Sie gehen an einigen alten Gemälden vorbei und machen hie und da Halt um ein paar kurze Worte über das jeweilige Werk zu verlieren. Dann setzen sie ihren Weg fort und kommen schließlich am Zielort an. Bei diesem handelt es sich um ein Zimmer, in dessen Mitte ein Kaminfeuer brennt. Auch dieser Raum ist lediglich durch besagtes Kaminfeuer und einige Fackeln erhellt. An den Seiten befinden sich einige Regale, welche vollgestopft mit Büchern sind. Namen wie Don Winslow, Stephen King, John Jakes oder auch Harlan Coben sind auf den Einbändern zu erkennen. In unmittelbarer Nähe des Kaminfeuers sind 2 Sessel mit Lederbezügen platziert, zwischen denen ein kleiner Tisch steht. Auf diesem Tisch widerum befinden sich 2 kristallene Gläser und eine Kristallkaraffe mit einer bräunlichen Flüssigkeit, welche für Kenner als Cognac erkennbar ist. Die beiden Personen, bei denen es sich um 2 Männer handelt nehmen in dem Sessel Platz und die eine Person, jene, welcher das Chateau in dem sie sich befinden gehört, ergreift das Wort.

Mr. Fellon: "Also dann, erzählen Sie mir was Sie hierher führt."

Der andere Mann neigt kurz den Kopf und schenkt seinem Gegenüber einen mürrischen Blick.

???: "Sind die Gläser hier nur Dekoration, oder bekomme ich etwas zu trinken? Vielleicht hab ich nach einem guten Drink, etwas mehr Lust auf dieses Gespräch."

Fellon schenkt dem anderen ein raubtierhaftes Grinsen und denkt bei sich, dass er den Anderen am liebsten sofort wieder loswerden würde. Er ist gerne das Alphatier in der Herde und er kann kein weiteres der Sorte an seiner Seite gebrauchen. Er hat sich dieses Chateau nicht damit verdient, dass er Freunde gemacht hätte, sondern vor allem durch seine Loyalität der Company gegenüber.

Mr. Fellon: "Entschuldigen Sie, Sie haben natürlich vollkommen Recht. Ich hoffe Cognac ist Ihnen genehm?"

Der andere Mann nickt stumm mit dem Kopf. Dabei ist es ihm völlig egal, selbst ein billiger Scotch wäre ihm Recht. Hauptsache etwas mit Alkohol, eventuell kann er dadurch die Gesellschaft dieses Unsympathen eher ertragen.

Fellon hingegen drückt kurz auf einen Knopf, der an seinem Sessel angebracht ist. Er wird einen Teufel tun und das Hausmädchen für diesen Kerl geben. Außerdem ... wozu hat man schließlich eine attraktive Assistentin? Er mustert den Anderen genau und versucht an dessen Miene abzulesen, weshalb die Company ihn geschickt haben könnte, wo er doch eigentlich alles im Griff hat. Nein, er hat es nicht nur im Griff ... das Spiel läuft sogar perfekt!

Mr. Fellon: "Noch einen Moment Geduld. Miss Swivven wird in wenigen Momenten hier sein, um uns den Drink zu servieren"

Und tatsächlich geht in just diesem Moment die Tür zum Raum auf und eine attraktive Blondine mit den Rundungen an den richtigen Stellen betritt den Raum. Sie trägt ihre Haare hochgesteckt und eine kleine Brille sitzt auf ihrer Nase. Außerdem trägt sie einen recht kurzen Rock aus Leder und dazu ein weißes Business-Hemd. Als sie den Mann neben Fellon erblickt zucken ihre Augenbrauen kurz überrascht nach oben und sie streicht sich noch einmal das Outfit gerade. Schließlich wendet sie sich Fellon zu.

Miss Swivven: "Sie haben nach mir verlangt Sir?"

Fellon nickt mit dem Kopf und deutet mit dem Finger seiner rechten Hand auf die beiden leeren Gläser die auf dem Tisch stehen.

Mr. Fellon: "Es wäre mir ein innerliches Zuckerschlecken, wenn Sie mir und meinem Gast etwas Cognac servieren würden. Aber nicht den billigen Fusel, der auf dem Tisch steht. Der 'Louis XIII Rémy Martin' aus unseren besonderen Vorräten dürfte sich bestens eignen!"

Er grinst dem anderen Mann gönnerhaft zu, während dieser nur mit den Schultern zuckt. Miss Swivven nickt kurz mit dem Kopf und verlässt den Raum wieder. Sie ist schon eine gute Seele diese Miss Swivven. Etwas naiv vielleicht, aber dafür umso besser im Bett, wie er bei zahlreichen Gelegenheiten herausfinden konnte. Er schüttelt den Gedanken ab und widmet sich wieder seinem Gast zu.

Mr. Fellon: "Während wir hier warten, möchten Sie mir nicht endlich den Grund für diesen unerwarteten Besuch nennen? Ich mag es nicht besonders im Dunkeln gelassen zu werden."

Er blickt seinen Gesprächspartner ernst an. Der hebt jedoch nur grinsend die Hand.

???: "Alles zu seiner Zeit Mr. Fellon. Sagen Sie mir doch erst einmal wie es mit 'Project-Godd' läuft?"

Fellon blickt ihn kurz missmutig an. Dieser Kerl nimmt sich vielleicht was raus hier in seinen Gemächern so aufzutreten. Jedem Anderen hätte er schon lange eine aufs Maul gegeben und ihn hochkant aus dem Chateau geworfen. Doch in diesem Fall wäre das im Endeffekt eher kontraproduktiv und könnte sogar seine Stelle gefährden. So kommt es, dass Fellon stattdessen ein falsches Lächeln aufsetzt.

Mr. Fellon: "Ich bin mir ziemlich sicher, dass Sie die Berichte gelesen habe, die ich ans Hauptquartier gesandt habe. Wozu also diese Fragerei, wenn nicht um meine Zeit zu stehlen?"

Erneut mustert er sein Gegenüber genau. Doch dessen Miene bleibt undurchsichtig, wenn man von diesem aggressiven kampfbereiten Blick absieht, den er zur Schau trägt.

???: "Ich habe Ihre Berichte gelesen, sehr genau sogar. Allerdings möchte der Boss, dass ich einen persönlichen Eindruck gewinne. Deshalb schießen Sie los."

Fellon schüttelt ungeduldig mit dem Kopf.

Mr. Fellon: "Und was genau soll Ihnen das bringen? Was haben Sie davon, wenn ich noch einmal wiederhole, dass der Kontakt zu Mademoiselle Duriel aufgenommen wurde und wir sehr zuversichtlich sind, dass sie einknicken wird, wie sie es schon damals bei Rouswell getan hat?"

???: "Die Company möchte sichergehen, dass es nicht so wie damals läuft? Schließlich haben Sie und ihre Männer bei Rouswell damals nicht die gewünschten Ergebnisse geliefert und sind letzten Endes grandios gescheitert!"

Genervt massiert der Gast mit den Daumen seine Schläfen. Nicht nur die Sache mit Rouswell ging in die Hose, sondern viele andere Pläne der Company. Was allerdings nicht an Fellon lag, trotzdem würde er gern eine andere Verhörmethode wählen. Es gibt einige, die ihn in dem Sinn kommen um diesen arroganten Fatzke zu quälen.

Der Treffer hat gesesen. Voller Argwohn denkt Fellon daran zurück, wie Rouswell sich damals vom Einfluss der Company befreien konnte, nachdem dieser verfluchte Dark Crow sich in ihre Reihen geschlichen hatte und alles ruiniert hatte. Das war bis zum heutigen Tage der einzige Fehlschlag gewesen, den er in all seinen Jahren bei der Company erlitten hatte und doch hing dieser nach wie vor, wie ein dunkler Schatten über seinem restlichen Schaffen. Fellon will seinem Gesprächspartner gerade antworten, als die Tür einmal mehr aufgemacht wird und Miss Swivven mit dem gewünschten Getränk erneut den Raum betritt. Zielsicher steuert sie auf die beiden Gläser zu und füllt diese bis zur Hälfte. Die Magnumflasche, in welcher der Cognac transportiert wurde, stellt sie auf dem Tisch ab.

Miss Swivven: "Kann ich Ihnen sonst noch irgendwie zu Diensten sein Sir?"

Sie lächelt ihn vielsagend an, was er nicht übersieht. Er schenkt ihr ein breites Grinsen.

Mr. Fellon: "Fürs Erste wäre das alles Miss Swivven. Sollte ich Ihre Dienste erneut benötigen, so werde ich mich bei Ihnen melden."

Sie nickt den beiden Herren noch einmal zu und verlässt schließlich wieder den Raum. Fellon blickt ihr kurz nach, wobei sein Blick vor allem ihren strammen Hintern fixiert, dann dreht er sich abermals in Richtung seines Gesprächspartners zu und greift zu seinem Glas.

Mr. Fellon: "Lassen wir das Vergangene doch Vergangenheit bleiben und wenden uns dem Hier und Jetzt zu und ich kann Ihnen garantieren, dass es nicht besser laufen könnte, jetzt wo mit diesem Lafayette auch noch ein weiterer Stein in unserem Spiel entfernt wurde."

Er grinst den anderen an und hebt das Glas. Sein Gesprächspartner wartet noch ein paar Augenblicke, macht es ihm dann jedoch nach.

???: "Nun, wir wollen hoffen, dass es dabei bleibt. Aber wie Sie bereits korrekt angemerkt haben, führen mich andere Dinge hierher, wobei es tatsächlich um Lafayette geht."

Überraschung zeichnet sich im Gesicht von Fellon ab. Was könnte es in dem Punkt noch zu bereden geben? Lafayette ist Geschichte! Die Meldung über seinen Untergang hatte sich in ihren Kreisen rasend schnell verbreitet. Er nippt kurz an seinem Drink und stellt das Glas schließlich wieder ab.

Mr. Fellon: "Wie ich bereits erwähnte, wird uns diese Person keine Schwierigkeiten mehr bereiten können."

So ein verdammter Klugscheißer denkt sich der Gast. Er nimmt einen weiteren Schluck, doch Fellon ist immer noch nicht erträglicher geworden.

???: "Genau darum geht es. Vielleicht haben selbst Sie mitbekommen, dass das Erbe von Lafayette, beziehungsweise dessen Firma demnächst in Dresden, Deutschland unter den Hammer kommt. Und natürlich hat die Company ein hohes Interesse daran das, was von diesem Reich noch übrig ist, abzugreifen!"

Fellon nickt mit dem Kopf. Auch zu ihm ins Chateau war eine derartige Einladung eingetrudelt, doch er hatte sie ignoriert und einfach zur Seite gelegt, da sie für ihn nicht von besonderem Interesse war.

Mr. Fellon: "Soweit so gut. Ich kann verstehen, dass die Company ein Interesse daran hat, schließlich sind mit Lafayette zahlreiche Verbindungen verfügbar, die von Nutzen sein könnten. Was ich jedoch nicht verstehe, ist, was ich damit zu tun haben soll?"

Er nimmt einen weiteren Schluck des Cognac und sein Gesprächspartner macht es ihm nach. Am liebsten würde der Gast das Gesicht verziehen, dieses Zeug ist scheußlich und kostet tatsächlich ein Vermögen. Und das Schlimmste ist, dass die gewünschte Wirkung immer noch fehlt.

???: "Die Company beabsichtigt in diesem Auktionsspiel eine zweigleisige Taktik zu fahren. Selbstverständlich werden wir ebenfalls anwesend sein und unsere Gebote abgeben, jedoch würde die Company es gutheißen, wenn auch Sie zu diesem Spiel auftauchen. Es ist immer von Vorteil, wenn man in einem Rennen mehr als ein Pferd zur Verfügung hat, auf welches man setzen kann, meinen Sie nicht auch?"

Fellon lässt sich das Ganze kurz durch den Kopf gehen und nickt schließlich mit einem raubtierhaften Grinsen.

Mr. Fellon: "In der Tat ein unermesslicher Vorteil. Ich nehme an, dass man mich für dieses Unterfangen mit einer Carte Blanche austatten wird?"

Er nippt erneut an seinem Cognac.

???: "Ihnen stehen alle Mittel zur Verfügung. Die Hauptsache ist, dass diese Reste in unsere Hände fallen. Es wäre natürlich ein Vorteil, wenn Sie zuvor ein paar Informationen zu den weiteren Mitbietern aufrufen könnten."

Mr. Fellon: "Selbstverständlich. Das sollte das geringste aller Probleme darstellen."

Der Andere nickt ihm, sichtlich zufrieden, zu und hebt nun abermals das Glas.

???: "Dann sind wir uns einig. Auf unseren zukünftigen Erfolg!"

Fellon hebt ebenfalls sein Glas und stößt mit seinem Gast an.

Mr. Fellon: "Auf den Erfolg!"

Und damit schwebt ihm vor allem sein eigener Erfolg vor. Was seinen Gesprächspartner und Gast angeht ... der kann gerne gehörig auf die Fresse fallen, wenn es nach Fellon geht, doch das wird er ihn nicht wissen lassen. Stattdessen wird er nun noch etwas Smalltalk führen, ehe er seinen Gast hinausbegleiten wird. Und dann wird er sich eventuell noch einmal Miss Swivven und ihrem entzückendem Hinterteil widmen, falls die Zeit es dann noch zulässt. 



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