Scene

Id
3831  
Name
Don't Be The Devil's Tounge  
Summary
 
Position
4  
Scenetype
Off Camera  
Created At
2018-08-10 15:43:56  
Edited At
2018-08-30 18:38:07  
Show
Vendetta 136  


10.08.2018 19:32 Uhr

Es sind schon einige Tag vergangen, seit er hergekommen war, und Tony hatte sich natürlich schon recht gut erholt. Diese Erholung zermürbt allerdings den Gambler mehr als alles andere. Er wurde angegriffen und verletzt, und jetzt kann er sich nicht einmal den Ring Assassins oder RM gegenüberstellen. Tony sitzt mit viel Wut im Bauch in einem kleinen Café Bereich, Kopfhörer im Ohr, über die leise Antonín Dvoƙáks neunte Symphonie spielt, ein kalter Kaffe und halbgegessener Käsekuchen vor ihm, auf den er beim Gedanken an die letzte Vendetta aber überhaupt keine Lust mehr hat.

Ein wenig Zeit vergeht, und Tonys Handy fängt an zu klingeln. Das Display zeigt den Namen "Jean", ein Lächeln legt sich auf seine Lippen und ohne zu zögern, nimmt die Schlange ab.

Tony Graves: "Hey big Bro."

Jean Graves: "Ey lil' one! Wie geht's deinem Köpfchen?"

Tony Graves: "Mir wurde mehrmals ein Stuhl dagegen gehauen, und danach der Kopf auf den Stuhl, finde heraus, wie es meinem Kopf geht, Sherlock. Du rufst mich aber nicht deshalb an, also was ist los? Hast du wieder versucht zu spielen und brauchst Geld?"

Jean Graves: "Nein, hab's ja beim letzten Mal schon kapiert, am Spieltisch bist du der Bessere. Aber mal davon ab, was heißt 'Du rufst mich aber nicht deshalb an'? Darf ich mich nicht nach der Gesundheit meines kleinen Bruders erkundigen?"

Tony Graves: "Doch, aber das hast du schon früher nie gemacht."

Beide Lachen, Jean um einiges lauter als Tony. Es ist mitlerweile eine Art Ritual zwischen den Beiden, dass sie sich gegenseitig ''Heruntermachen'', Beiden ist klar, dass es alles nur Fun and Games ist und keiner meint die Beleidigungen ernst, die sich die Beiden oft an den Kopf werfen.

Tony Graves: "Also, Sherlock? Was ist los?"

Jean Graves: "Ich habe einen neuen Job."

Tonys Augen ziehen sich zusammen und sein vorher freundlicher Blick verwandelt sich schnell in ein genervtes und wütendes Starren. Er hatte diese Konversation mit seinem Bruder schon oft. Jean konnte nie die schulische Bildung genießen, die er verdient hätte, und als Resultat musste sich der überschlaue, ältere Bruder in Jobs betätigen.

Tony Graves: "Und, was hast du dir dieses Mal ausgesucht?"

Jean Graves: "Nichts, Tony, aber ein alter Schulfreund hat mir ein Jobangebot als Lehrer an einem College gemacht, dass er kürzlich als Leiter übernommen hat. Ich rufe dich aber auch nicht an, um dir von meinem tollen neuen Job zu erzählen. Ich rufe dich an, um dir zu sagen, dass ich Mutter jetzt ohne Probleme versorgen könnte, verstehst du, was ich meine?"

Tatsächlich verstand Tony nicht, was sein älterer Bruder meint, und er schüttelt verwundert den Kopf, als ob Jean ihn sehen könnte.

Jean Graves: "Mann Tony! Was ich meine ist, dass du diesen Armitage nicht mehr brauchst!"

Tony Graves: "Jean, wir hatten dieses Gespräch schonmal. Ich habe dir und deiner Frau versprochen, dass ich mich um Mutter kümmere. Du wirst bald Vater, verdammt, du kannst es dir nicht leisten für Mutter zu sorgen, besonders nicht dann, wenn dein kleiner Bruder für sie sorgen kann."

Jean Graves: "Aber Ton..."

Tony Graves: "Nein Jean, du wirst Vater, und ich WILL als der Onkel deines Kinds und als dein Bruder, dass du dich darauf konzentrierst sie aufzuziehen. Darauf solltest du dich fokussieren, nicht auf unsere Mutter."

Jean Graves: "Tony, du müsstest dann ab..."

Tony Graves: "Habt ihr das Kinderzimmer fertig?"

Jean Graves: "Nein, wir, ich... Ich habe nicht genügend Geld gehabt, um es komplett fertig zu stellen."

Tony Graves: "Siehst du, was ich meine, Jean? Du reißt dich selbst in Stücke, arbeite ein paar Jahre, hab ein festes Einkommen, dann sprechen wir nochmal darüber, ob du dein Geld benuntzt, um dich um Mutter zu kümmern, denn jetzt gerade hast du ein Kind auf dem Weg und du hast vor kurzem eine unerwartete Entlassung auf dem Tisch gehabt. Konzentrier' dich auf das, was vor dir ist, bei Gott."

Tony kann am anderen Ende der Leitung hören, dass Jean laut durchatmet.

Jean Graves: "Tony, alles, was ich versuche, ist dich davon zu erlösen Zunge des Teufels spielen zu müssen."

Eine Stille breitet sich aus, eine der Art, die einem mitteilt, dass man gerade etwas gehörig falsch gemacht hat. Tony fängt an zu zittern, als er weiter redet, er hasst es seinen Bruder so in die Enge zu treiben, aber das einzige, was er will, ist, dass er sich auf seine Frau und sein Kind konzentriert, und wenn ist das der einzige Weg, Jean davon zu überzeugen, ihn daran zu erinnern, wer Tony überhaupt zur 'Teufelszunge' gemacht hat.

Tony Graves: "Ich soll also nicht Teufelszunge spielen, ja?"

Tony legt eine kurze Pause ein, um das Zittern seiner Hände in den Griff zu bekommen und um seinen nächsten Worten mehr Nachdruck zu verleihen.

Tony Graves: "Dann sag mir doch mal, warum mich Menschen "Schlange" nennen, dann sag mir, warum ich eine auf meinem Arm trage."

Wieder legt sich die selbe Stille über ihr Gespräch. Jean schluckt einmal laut.

Jean Graves: "Wegen mir, weil... weil ich dich, als wir kleiner waren, damit aufziehen konnte, weil deine Lieblingsgeschichte die von Adam und Eva war, weil dort die Schlange ein Zeichen des Teufels ist... und weil ich dich damit als wir jünger waren immer zum weinen bringen konnte. Du weißt, dass es mir leid tut, was ich früher gesagt habe. Du bist kein Dämon, das hatte ich zu spät erkannt. Ich weiß, dass es falsch war, dich Schlange zu nennen, nur weil ich es früher lustig fand, dich weinend zu Mutter rennen zu sehen."

Tony Graves: "Und jetzt bin ich die Schlange. So sehr der Name vielleicht immernoch weh tut, ich habe mich schon an die Hölle verkauft. DU, Jean, hast ein Kind auf dem Weg und eine Frau Zuhause. Mutter würde wollen, dass du dich um dein Kind kümmerst, nicht um sie."

Wieder eine lange Stille, diesmal aber keine von unangenehmer Natur.

Jean Graves: "Du hast ja Recht, Tony."

Tony Graves: "Gut, dann grüß Mutter von mit, ok?"

Jean Graves: "Anthony... das von damals tut mir immer noch leid."

Tony Graves: "Ich weiß, Bruder, genau so sehr wie du es weißt, grüß Mutter!"

Und mit diesen Worten beendet der Gambler den Anruf und geht wieder zurück zu seinen Gedanken.



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