Scene

Id
3803  
Name
Shades of a Phoenix  
Summary
Lisa interviewt den Backstage stehenden Shadow.  
Position
30  
Scenetype
Live  
Created At
2018-07-24 10:48:27  
Edited At
2018-08-08 14:20:25  
Show
Vendetta 135  


Irgendwo hinter den Kulissen bewegen sich zwei Personen schnellen Schrittes Richtung Rückseite des Entrances. Eine davon werkelt mit knackenden und surrenden Geräuschen an seiner Kamera herum – eine Tätigkeit, welche im Laufen durchgeführt noch eine Spur schwieriger ist.

Kameramann: „Und du bist sicher, dass dir einer von den beiden jetzt noch ein Statement geben wird? So kurz vor dem Fight? Bei Wilson könnte ich mir das zwar vorstellen, aber Maxxx? Da bekommst du eher nen Arschtritt als Dankeschön. Wenn überhaupt…“

Die Star-Interviewerin der PCWA dreht im Gehen den Kopf.

Lisa Sanders: „Erste Regel des Journalismus: für eine gute Story muss man stets am Puls der Zeit sein.“

Kameramann: „Lisa, das ist die PCWA, nicht die BLIND-Zeitung … obwohl ich mir manchmal hier so vorkomme.“

Lisa Sanders: „Als wenn mich das aufhalten würde. Wenn ich für jedes Mal, bei dem einer der Wrestler hier mir mal wieder was Charmantes um die Ohren gehauen hat, einen Euro bekommen hätte, da…“

Sie bricht mitten im Satz ab und bedeutet ihrem Kameramann ebenfalls stehenzubleiben. Während sie schnell nach ihrem Mikro nestelt dirigiert sie ihn mit zwei Fingern sich bereitzumachen. Dann spurtet sie auch schon los – in Richtung Gorilla Position, wo sich zwar nicht die Kontrahenten des Mainevents aufhalten, dafür aber jemand anders: ein wenig abseits der Monitore an eine Kiste gelehnt steht er da, mit verschränkten Armen und eine Hand grübelnd am Gesicht. Zumindest vermuteterweise …

Inzwischen auf die Kamera umgeschaltet blickt Sanders in diese, zählt anhand Fingern von fünf rückwärts und legt dann wie gewohnt los.

Lisa Sanders: „Hallo Fans, ich stehe hier backstage – und so kurz vor dem Mainevent treffe ich hier einen weiteren Superstar, welcher zwar nicht direkt beteiligt ist, allerdings interessiert zu sein scheint. Die Rede ist vom Schatten höchstpersönlich, Shadow. Nun…“

Sanders wendet sich ihm zu … was Shadow zu bemerken scheint, denn er dreht sich ebenfalls in Richtung Kamera – die Körperhaltung allerdings nach wie vor Lisa zugewandt.

Lisa Sanders: „… dein Match heute Abend hast du bereits hinter dir. Im jetzigen Hauptkampf stehen sich dagegen zwei Leute gegenüber, mit denen du kaum aktuelle Berührungspunkte hast. Gibt es einen besonderen Grund dafür?“

Die blonde Interviewerin kennt das Prozedere schon … und so hält sie ihm die Mikrofonhand hin, welche Shadow auch ergreift und hinter seine Haare führt.

Shadow: „Einen besonderen Grund …. tja … schon Schriftsteller wissen, dass sie einen Satz stets so zu Papier bringen sollten, dass er neugierig auf den Nächsten macht…“

Kameramann (aus dem Off): „… das wäre dann die zweite Regel des Journalismus…“

Mit weit aufgerissenen Augen, zwar stumm, aber mit der Hand wild in der Cutthroat – Geste gestikulierend bedeutet Sanders, dass ihr Mitarbeiter still zu sein hat.

Shadow: „… stimmt im Übrigen …aber auch ansonsten ist Neugier eine leicht verkannte Tugend, die allzu oft als negativ abgetan wird. Ich habe mich ihr verschrieben – denn egal wie das Leben auch spielt sollte man seine Sinne stets dafür offenhalten. Allein schon, um einer halbwegs harmonischen Umwelt gerecht zu werden.“

Lisa Sanders: „Äh …. ja … so viel dazu. Oder kurz gesagt: Wissen ist Macht. Aber zu einem anderen Thema: Imperial Impact 12 ist ja nun mittlerweile Geschichte – und damit auch eines der größten Matches in der PCWA-History, an welchem du beteiligt warst. Ungeachtet dessen, dass es am Ende für dich nicht ganz so erfolgreich ausging – inzwischen sind schon einige Eindrücke der Teilnehmer zu uns durchgedrungen. Wie lautet deiner?“

Wieder führt er ihre Hand mit dem Mikrofon.

Shadow: „Was kann ich schon groß dazu sagen?! Meine Worte, als es zur Bekanntgabe kam, haben sich sinngemäß nicht groß geändert: es war für mich eine Auszeichnung und Ehre daran teilhaben zu dürfen. Mich zu messen mit den Größten dieses Business – und der Verdienteste hat letztlich den Sieg davongetragen … oder siehst du es anders, Lisa?“

Während Sanders ihr Mikro zurückerhält, fährt sie sich durch das blonde Haar und versucht so gut es geht den kleinen Anflug von Schamesröte zu überspielen.

Lisa Sanders: „Ja, dem … ist wohl so. Man hat es dem guten Marc Poe – gute Besserung im Übrigen an dieser Stelle – bis in die Haarspitzen angemerkt, dass er willens gewesen war und ist. Aber genau hier liegt ja auch des Pudels Kern: verschiedene Stimmen sind in den letzten Tage laut geworden, dass man diesen … „Zug“ zum Gold bei dir nicht so gesehen hat. War das eventuell der Grund für dein relativ frühes Ausscheiden?“

Diesmal greift Shadow etwas schneller zu und zieht die Hand ruckartig zu sich heran.

Shadow: „Selbst meisterhaft geschmiedete Klingen beginnen zu rosten, wenn sie in Salzwasser landen. An diesem Abend war Poe jedenfalls der Beste – und genau diese Schwarz-Weiß-Schattierung ist die einzige Komponente unseres Business, welche sich nicht zufriedenstellend für alle lösen lässt. Es kann eben immer nur den einen Sieger geben. Eine Fehler wäre es bloß, daraus falsche Schlüsse zu ziehen – denn schließlich … sind Matches nur Momentaufnahmen, welche Tendenzen unterstreichen, aber keinesfalls Regelmäßigkeiten. Was, meine liebe Lisa, mag wohl nachhaltiger sein: eine verlorene Schlacht oder der gewonnene Krieg? Wie heißt es so schön: unterschätze nie ruhige Menschen … denn sie bemerken mehr als man glaubt, denken mehr als sie sagen und wissen mehr als sie preisgeben. Und ich bin … ein ruhiger Mensch….“

Er gibt die Hand wieder frei und verschränkt seine Arme erneut.

Lisa Sanders: „Nun, Shadow, liebe Fans – das hört sich zumindest etwas zuversichtlicher an als unlängst. Angesichts der Tatsache, dass … man, hey!“

Die Blondine fährt ihren Kameramann an, nachdem dieser den Kamerafokus vom Schatten weggedreht hat. Allerdings nicht ohne Grund…

Kameramann (aus dem Off): „Lisa, schau mal da!“

Lisa Sanders: „Wie?! Was?!“

Im Bild ist nun einer der Equipment-Tische zu sehen, auf welchem eine verschnürte längliche Geschenkpackung ruht … und auf dieser ein handgeschriebenes und mit „Für Lisa…“ versehenes Kärtchen. Sanders, zunächst in Torso-Aufnahme ins Bild tretend, greift dieses, liest (nun in der Totalen gefilmt) stirnrunzelnd die Widmung und öffnet dann die Verpackung. Mit sichtlicher Vorsicht greift sie hinein…
… und holt eine grau-schwarz getigerte Rose mit weißem Stiel und ebensolchen Blättern daran heraus. Ein wenig überrascht die Blume zwischen zwei Fingern drehend gehalten blickt sie diese an – und anschließend noch verwirrter auf.

Lisa Sanders: „Aber …. was ……………“

Der Kameramann folgt ihrem Blick mit seinem Arbeitsgerät: Shadow ist mittlerweile verschwunden, nur die üblich hier tätigen Mitarbeiter gehen ihrem Tagwerk nach.
Wieder filmt er Lisa, die ihr Mikro noch immer nicht wieder aufgenommen hat und die Rose wortlos betrachtet – auch, als die Betriebsamkeit vor dem Mainevent zurückkehrt und auch die Beteiligten durchs Bild laufen.

Kameramann (aus dem Off): „Äh … und damit zurück zur Sendung….!“


Vincent Craven: "Ja, äh, danke Mister Kameramann..."

Mike Garland: "Mmmh. Ich dachte Lisa wollte einen der Main Eventer interviewen. So haben wir keine sonderlich neuen Informationen erhalten."

Vincent Craven: "Shadow sieht Poe als den richtigen Sieger an und fühlt sich weiterhin geehrt an dem Elimination Chamber Match teilgenommen zu haben. Allerdings habe ich auch vernommen, dass er weiter marschieren will."

Mike Garland: "Ja, ja. Aber was ist nun mit Maxxx und Stem?"

Vincent Craven: "Zwischen denen ist alles gesagt, Mike. Jetzt sprechen endlich die Fäuste. One on One!"



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