Scene

Id
3789  
Name
Kultur, Anstand und Moral!  
Summary
Louis Rouswell gibt auf seine ganz besondere Art und Weise eine In-Ring Promo ab, nämlich als Videoübertragung auf dem Alieratron. In dieser zieht der Franzose munter über Berlin, die PCWA und seine Quest Gegner her.  
Position
10  
Scenetype
Live  
Created At
2018-07-20 09:17:13  
Edited At
2018-08-06 14:42:06  
Show
Vendetta 135  


Die staubigen Straßen Berlins sind die perfekte Kulisse für sein Vorhaben. Er hat die nähere Umgebung durch seine Leute abriegeln lassen, um sich den wahren Pöbel vom Leib zu halten. Sorgfältig wurden Statisten an ausgewählten Standorten platziert. Der Franzose, auch bekannt als Louis Rouswell lächelt breit. Das PCWA Publikum kennt ihn noch nicht genau, doch er wird dafür sorgen, dass sie sich ein möglichst genaues Bild machen können. Und bei diesem Auftritt soll absolut nichts schief gehen. Die Inszenierung muss bis ins kleinste Detail mit seinen Vorstellungen übereinstimmen. Er freut sich bereits seit Wochen auf diesen Auftritt außerhalb der XAW, welche er schon immer als Rückschritt betrachtet hat, was jedoch vor allem daran lag, dass es die Liga vom verdammten Smash ist. Dieses Turnier, es bedeutet für ihn weit mehr, als sportlich zu zeigen, dass er immer noch zu den Besten im Geschäft gehört. Es ist eine Chance der Abhängigkeit von Smash ein für allemale zu entkommen, denn möglicherweise würde man ihm ja einen Vertrag hier in Berlin anbieten, wenn er überzeugt. All jene Gedanken waren es, die ihn dazu angetrieben hatten am Quest 4 the Best teilzunehmen. Nachdem er mitbekommen hatte, dass die XAW einen der Teilnehmer stellen würde, war er sofort zu XAW General Manager Dražo Đukić geeilt und hatte sich selbst vorgeschlagen. Der Serbe hatte sofort zugeschlagen. Und er war bereit es ihm mit einem Turniersieg zu danken ... zu seinen eigenen Gunsten. Das was nun folgen wird, wird kein Auftritt im Namen der X'treme Association of Wrestling ... es wird einer im Namen von Louis Rouswell! Entschlossen geht sein Blick zum Kameramann.

Louis Rouswell: "Ist alles an seiner Position?"

Der Mann hinter der Kamera nickt ihm zu und reckt den Daumen nach oben. Die große Inszenierung kann beginnen.

Die Stimmung in der Halle ist bestens, denn den Fans wurde schon eine Menge geboten, obwohl der Abend noch jung ist. Mit einem Mal verdunkelt sich die Umgebung jedoch und die Beleuchtung rückt den Aliera Tron in den Fokus der Blicke. Jene Großleinwand springt nämlich genau in diesem Moment an, während aus den Boxen "Marche de Triomphe et second Air de Trompette" von Marc-Antoine Charpentier dringt.

 

Doch jener Mann, welcher im Normallfall durch genau diese Klänge angekündigt wird, taucht entgegen aller Erwartungen nicht auf. Stattdessen laufen, weiterhin untermalt von diesem klassischen Stück Musik, Szenen der französischen Revolution über den AlieraTron. Insbesondere die Erstürmung der Bastille wird in all ihren blutigen Details den Fans in der Halle näher gebracht. Schließlich verschwimmt das Bild zu einer französischen Flagge.

Jene Flagge wiederum verschwimmt nun mit der Landschaft von Berlin, welche sich nach und nach abzeichnet. Schließlich verstummt die Musik und Louis Rouswell ist zu erkennen. Der Franzose trägt einen teuren schwarzen Designer Anzug und eine vermutlich ebenso teure modische Sonnenbrille. In der einen Hand hält der Franzose einen mit edlen Verzierungen beschmückten Gehstock. Die Kameras schenken dem Zuschauer nun einen genaueren Blick auf die Umgebung. Wir befinden uns in einer schmutzigen Seitengasse. Die Wände sind mit zahlreichen Graffittis besprüht und auf dem Boden zeichnen sich deutliche Spuren von Urin in den Pfützen ab. Der schick gekleidete Franzose wirkt hier wie ein absoluter Fremdkörper. Das sieht er selbst wohl auch so, denn er verzieht angewidert die Gesichtszüge, ehe er schließlich das Wort ergreift und direkt in die Kamera spricht.

Louis Rouswell: "Bonsoir Mesdames et Monsieurs, mein Name ist Louis Rouswell und es ist mir eine außerordentlich große Ehre sie am heutigen Abend an einer kulturellen Tour de Force teilhaben zu lassen."

Er schweigt ... lässt die Worte auf sein Publikum wirken. Jenes Publikum zeigt zu einem kleinen Teil auch schon erste Reaktionen, indem es einige vereinzelte Pfiffe für die Begrüßung des Bewahrers von Anstand und Moral gibt. Der Franzose im Bild fängt nun jedenfalls an sich in Bewegung zu setzen. Mit angewiderter Miene spaziert er mitten durch die enge Gasse und setzt dabei seinen Diskurs fort.

Louis Rouswell: "Wie Sie alle vermutlich bereits erkannt haben, befindet sich meine Wenigkeit inmitten ihrer verdreckten Heimat. Jener Schmutz, welcher mir hier begegnet, steht repräsentativ für Ihre primitiven Gemüter. Jedoch dürfen Sie unbesorgt sein, denn Rettung ist bereits in Sicht. Meine Wenigkeit höchstpersönlich hat es sich zum Ziel gemacht Anstand, Moral und Kultur, jene Werte, welche wahrhaft erstrebenswert sind, wieder zur Saison zu machen."

Er nickt der Kamera zu, während die Fans in der Halle nun endgültig wissen, was sie vom Franzosen zu halten haben. Laute Buh Rufe und Pfiffe schallen durch die Halle. Freilich bekommt der Franzose höchstselbst nichts von diesem Pfeifkonzert mit. So fährt er auch unbeirrt in seinem Monolog fort.

Louis Rouswell: "Um dieses Ziel zu erreichen bedarf es jedoch mehr als nur leerer Phrasen und seien Sie versichert, dass es nicht die Art meiner Person ist ebensolche zu äußern. Meine Wenigkeit ist ein Mann der Tat. So ist es kein Zufall, dass am heutigen Abend ein ehemaliger XFWA und GWS Champion vor Ihnen steht, sondern das Produkt harter Arbeit. Einige von Ihnen mögen es vielleicht trotz ihres geringen Verstandes bereits mitbekommen haben, für all jene unter Ihnen jedoch, denen es an Bildung mangelt - und jene sind in der Überzahl, wie ich meinen möchte - darf meine Wenigkeit an dieser Stelle bekannt geben, dass Sie beim diesjährigen Quest for the Best Turnier antreten wird."

Der Franzose verlässt nun die Gasse und kommt an einer heruntergekommenen Wohnsiedlung heraus. Viele der Fenster an den Häusern wurden eingeschmissen. Manche Türen wurden gar mit Holzplanken verbarrikadiert. Louis bleibt stehen und schüttelt mit gespielt schockierter Miene den Kopf.

Louis Rouswell: "Denn wie dieser Anblick einmal mehr offenbart, war es höchste Zeit, dass wahre Klasse ihren Einzug in die Gefilde dieser Liga erhält. Mademoiselle Vark darf sich dafür loben, dass Sie dies als erstes erkannt hat und keine Sekunde gezögert hat, um meine Person darum zu bitten dieses Turnier zu retten."

"FUCK YOU FRENCH FUCK!" Chants hallen durch die Halle, obwohl sie den Franzosen niemals erreichen werden, doch das spricht nur umso mehr dafür, wie schnell der französische XAW Superstar sich hier unbeliebt gemacht hat. Als ob er ahnen würde, dass es gerade laute Pfiffe hagelt, schenkt der Franzose der Kamera ein weiteres überhebliches Grinsen, ehe er fortfährt.

Louis Rouswell: "Und wirft man einen Blick auf das weitere Teilnehmerfeld, so muss man sagen, dass dies ohne jeden Zweifel eine Notwendigkeit war. So erblicken meine Sehorgane beispielsweise den Namen eines unsäglichen Gebäckstückes, welches behauptet, es würde diesen Ort wieder groß machen. Wie soll dies jedoch möglich sein, wenn Sie selbst nicht dazu im Stande sind sich zivilisiert zu benehmen? Des Weiteren liest meine Wenigkeit den Namen von Monsieur Maxxx, welcher mir bereits damals in diesem Kaff namens Needles, vor allem dadurch aufgefallen war, dass er mit Vulgaritäten um sich warf. Innerhalb der vier Ringseile hat Monsieur Maxxx es jedoch noch nie vollbracht seinem primitiven Verhalten auch die notwendigen Siege folgen zu lassen."

Er blickt nun mit ernsterer Miene in die Kamera und zieht die Sonnenbrille von seiner Nase, während es in der Halle auch weiterhin Pfiffe hagelt.

Louis Rouswell: "Jedoch ist Monsieur Maxxx nicht die einzige Person, welche mir aus Needles bekannt ist. Selbstverständlich spricht meine Wenigkeit von Mademoiselle Lee, welche es damals immerhin schaffte mir ein leichtes Grinsen abzugewinnen, als ich ihr das Rückgrat brach. Ihre Qualitäten im Ring erwiesen sich jedoch als ebenso ungenügend, wie ihre Manieren!"

Er lacht kurz auf und setzt sich nun wieder in Bewegung. Ob die Fans in der Halle überhaupt noch verstehen, was er von sich gibt, ist beim Lärmpegel, den er inzwischen verursacht hat, höchst fraglich. Da er selbst jedoch nichts davon mitbekommt, fährt er auch weiterhin unberirrt mit seinem Monolog fort.

Louis Rouswell: "Des Weiteren könnte meine Wenigkeit auf den ehemaligen Gerasy Champion Monsieur Sharpe treffen, wobei man die Betonung hier sicherlich auf das Wort ehemalig legen sollte, denn beim Imperial Impact hat Monsieur Sharpe vor allem eines bewiesen, nämlich, dass er schlichtweg nicht mehr der Beste ist. Meine Wenigkeit hingegen ist noch längst nicht am Zenit angelangt. Sie, Monsieur Sharpe, sind nicht in der Lage mich aufzuhalten. Und ebenso wenig sind es meine Gegner an diesem erfreulichen Abend."

Er hält vor einem Haus an, dessen Zaun an einigen Stellen schlicht nicht mehr existiert. Einmal mehr verzieht er das Gesicht zu einer angewiderten Grimasse, ehe er fortfährt.

Louis Rouswell: "Sprechen wir zunächst über Monsieur Collins. Nicht mehr als ein Neuling in diesem Geschäft. Nicht mehr als eine Made, welche unter meinem mächtigen Schuhwerk zerdrückt wird. Nein, Monsieur Collins ist wahrhaft keine große Gefahr für meine Person, wenngleich er sich auch hinter seinem Begleiter verstecken mag."

Der französische Wrestler schüttelt amüsiert den Kopf.

Louis Rouswell: "Monsieur Van Crane hingegen war einst ein Mann wahrer Klasse. Zu seinen Glanzzeiten hätte Monsieur Van Crane durchaus das Undenkbare vollbringen können. Diese Zeiten sind jedoch schon lange Vergangenheit. Jener Monsieur Van Crane, welchen meine Wenigkeit zuletzt erblicken konnte, war ein degeneriertes psychiches Wrack. Ein Mensch, welcher es nötig hat seinen Arzt aufzusuchen, um Entscheidungen zu treffen, welche der menschliche Verstand auch von alleine treffen könnte. Sie möchten wissen, ob Sie noch in der Lage sind in den ganz großen Kämpfen zu bestehen? Nun Monsieur Van Crane, es wird meiner Wenigkeit eine Ehre sein, Ihnen diese Frage zu beantworten, wenn Sie den Paris Goodnight schmecken und in der Arena untergehen werden. Dann werden Sie erst wahrhaft begreifen, was meiner Wenigkeit bereits seit langer Zeit bekannt ist, nämlich, dass Sie lediglich noch ein Relikt längst vergangener Zeiten sind!"

Er will seinen Weg fortsetzen, als plötzlich ein Mann ihn am Arm greift. Es scheint sich um einen Obdachlosen zu handeln. Der Mann trägt nur einen einzigen Schuh, hat einen völlig verfilzten Bart und sieht aus, als hätte er sich im Dreck gesuhlt. Angeekelt stößt der Franzose den Mann weg und der kracht unsanft gegen den Holzzaun. Empört schüttelt der Erretter von Anstand und Moral den Kopf.

Louis Rouswell: "Diese barbarischen Zustände können unter keinen Umständen länger anhalten. Dieser Abend markiert den Beginn einer Reise, welche damit enden wird, dass man meine Wenigkeit einmal mehr zum Besten dieser Welt kührt. Im Namen von Anstand, Moral und Kultur!"

Er tritt dem Obdachlosen noch eine ordentliche Portion Dreck ins Gesicht, ehe er seinen Weg fortsetzt.

Louis Rouswell: "Hiermit möchte meine Wenigkeit sich auch für das Erste von Ihnen verabschieden und Ihnen noch einen angenehmen Abend voller zivilisierter Unterhaltung wünschen."

Er verbeugt sich theatralisch, während nun langsam einmal mehr sein Entrance Theme erklingt und das Bild schließlich ausfadet. Die Fans in der Halle sind außer sich vor Wut. Wenn der Franzose hier eines geschafft hat, dann ist es alle gegen sich aufzubringen.

Die Kameras sind abgeschaltet. Der Franzose lächelt zufrieden. Er ist sich sicher, dass dieses Statement seine volle Wirkung entfacht hat. Im Hintergrund steht der angebliche Obdachlose wieder auf, welcher jedoch nur ein bezahlter Statist war. Die Inszenierung hat ihm Spaß gemacht. Langsam schreitet er nun zum Wagen, welcher ihn bereits erwartet, um ihn zur Halle zu bringen. Er hat sich gut auf den Kampf vorbereitet und die letzten Kämpfe seiner Gegner angesehen. Er wird keinen von Ihnen unterschätzen, denn das hat er noch nie ... mit Ausnahme von Lara Lee! Und das bereut er noch bis heute, weshalb er sich seither umso mehr auf seine Gegner einstellt. Er steigt in den Wagen und schließt die Tür. Schon bald geht es los und dann werden sie alle erkennen, dass im Ring nicht mehr viel übrig bleibt von Anstand, Moral und Kultur. Ein seeliges Lächeln legt sich auf seine Lippen, als der Wagen losfährt.


Mike Garland: "Was für ein arroganter Typ..."

Vincent Craven: "Louis Rouswell setzt eine Kampfansage. Und das nicht nur gegen seine heutigen Gegner und andere Teilnehmer im Quest, sondern auch gegen die PCWA insgesamt!"

Mike Garland: "Dabei hat er sich diesen Platz ergaunert, wenn man die XAW Shows verfolgt hat. Heute wird sich das rächen, wenn es Rob Collins allen zeigen wird."

Vincent Craven: "Collins?"

Mike Garland: "Neue Zeiten, Vince. Dieser Rouswell ist ein Fremder, der hier nichts verloren hat. Gleiches gilt irgendwie auch für Stevie van Crane. Collins hat frisches Blut und das wird er nutzen."

Vincent Craven: "Was man dem Franzosen lassen muss, ist seine Erfahrung und seine Erfolge. Er hat mit anderen Wrestlern im Quest bereits in einer Liga gewrestlet."

Mike Garland: "Von einem der Angesprochenen haben wir ein Video, wo er wohl auf sein heutiges Match eingehen wird."



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