Scene

Id
3781  
Name
Happy Trails  
Summary
Seth Goldstein und Shadow treffen im "Skywalk" aufeinander, lassen die letzte Show Revue passieren und philosophieren ├╝ber Kommendes.  
Position
18  
Scenetype
Video  
Created At
2018-07-17 11:29:04  
Edited At
2018-08-08 09:49:50  
Show
Vendetta 135  


Eine angenehm kühle Brise wehte von ostwärts herüber – und unter bestimmten Voraussetzungen den Qualm wieder hinein. In solchen Momenten eine willkommene Rache für all jene Raucher, die durch die neue Political Correctness wie Aussätzige nach draußen verbannt werden ... und wurden, um ihrer Leidenschaft zu frönen. Einer, bei der Freud und Leid nun mal immer dicht beieinander lagen.

Für die PCWA galt dies ebenfalls: im Zuge der eigenen Wellnesspolitik aber noch eine Spur strenger als ohnehin. Während die Zuschauer bei Wind und Wetter vor der Halle ausharren durften, war dies für die Angestellten und Worker der Liga unter gleichwidrigen Bedingungen nur auf dem Balkon des „PCWA Skywalk“ möglich. Beste Lage, bester Ausblick – und beste Bedingungen für Publicity. Kein Fan und kein Journalist wurden auf diese Weise eines Superstars mit Kippe im Mund angesichtig.

So sitzt er also hier, schaut in den Himmel über Berlin und spielt mehr mit seiner Zigarette als zu rauchen. Einige Strähnen seiner seit dem Impact wieder länger gewordenen Haare tanzen im seichten Wind. Eigentlich wäre er viel lieber in der Wahlheimat, in Kalifornien. Doch bei all der Vorfreude auf sein Treffen mit dem Bunny, so muss er doch auch seine Karriere vorantreiben und zurzeit ist das Quest for the Best-Turnier der Mittelpunkt. Diesen Monat mag er nur seine potentiellen Gegner unter die Lupe nehmen können, doch auch das ist ein wichtiger Bestandteil am Erfolg.

Er zieht an seiner Zigarette, pustet den Qualm in den Himmel und starrt ihm hinterher, während er im Nichts verschwindet. Es ist schon seltsam wie schnell Dinge ernst werden können. Im Viertelfinale trifft er bereits auf Stem, im Halbfinale könnte er auf Stevie treffen und dann … dann könnte es tatsächliche zum Showdown kommen. Shadow vs. Goldstein. Cowboys beim Duell. Der Gedanke gefällt ihm irgendwie.

Den Glimmstängel lässig in den Mundwinkel geschoben reckt und streckt sich Goldstein und dreht sich dabei um die eigene Achse … als ihm der Qualm fast zu einem Hustenreiz nötigt. Seth kneift die Augen zusammen - doch das ändert nichts an dem, was er sieht: auf dem Dach sowohl des „Skywalk“ als auch der Halle steht jemand - dunkel gewandet, die Arme verschränkt und blickt in die andere Richtung, während die seichte Brise seine langen schwarzen Haare ein wenig durcheinanderwirbelt.

Der Anflug eines Lächelns macht sich auf dem Gesicht Goldsteins breit: wenn man vom Teufel spricht …

Seth Goldstein: "Welch seltsamer Zufall: wo auch immer es mich hinzieht - es scheint, als wärst du schon dort, Lone Ranger. But what are you doing up here? Maybe you're waiting for a flock of wild birdes to make your great escape from this planet, huh?"

Der angesprochene Schatten macht auf dem Hacken kehrt, lässt die Arme sinken. Der Wind spielt derart mit seinen Strähnen, dass diese aus dem Gesicht geweht werden, sich dann aber wieder auf sein Antlitz legen, als er sich anschickt zu sprechen.

Shadow: „Allein zu sein! Drei Worte, leicht zu sagen - und doch so schwer, so endlos schwer zu tragen … was los, Neon Cowboy?!“

Er nimmt einen Zug von seiner Zigarette, pustet den Qualm aus und entledigt sich des Sargnagels mit Fingerschnipp und Hilfe des Windes. Mit der linken Hand fährt er sich durch seine Haare und lächelt seinen Gesprächspartner dabei freundlich an.

Seth Goldstein: "I just came here to have a smoke and think about the things to come. Die nächsten Monate sind voll mit Möglichkeiten. Der Sieg über Tone war der erste Schritt auf meinem Weg, der nächste Schritt führt mich in den Ring mit einem PCWA Veteranen und einem Mann, welchen ich, ähnlich wie dich, beim Impact kennenlernen durfte. Sollte es mir gelingen diesen Schritt zu gehen, dann könnte ich bereits meinen Wunsch nach einen weiteren Kampf mit Stevie erfüllt bekommen..."

Seth senkt seinen Kopf und lächelt für einige Augenblicke seine Gucci-Kicks an, fährt sich erneut mit der Hand durch die Haare und hebt den Kopf dann ruckartig wieder an.

Seth Goldstein: "...und wenn das Schicksal es gut mit uns meint, dann treffen wir uns am Ende des Weges. Vielleicht hat es beim Impact nicht für einen Sieg von dir gereicht, doch eventuell war dies bereits das angesprochene Schicksal. Hättest du gewonnen, dann wärst du jetzt der große Champion und auf einem anderen Weg als meine Wenigkeit. Doch so ist es nicht gekommen, wir beide stehen im Quest for the Best. Und wenn das Universum es vorgesehen hat, dann treffen wir uns im Ring für ein Duell... Mann gegen Mann. Vielleicht könnte ich dir so beweisen, dass ich Leuten nicht in den Rücken schießen werde. Ich will nur im Ring zeigen, dass ich verdammt gut darin bin, was wir hier machen. Also, Sombra, tue mir den Gefallen und triff mich im Finale. Ich werde mein Bestes geben, um dort anzukommen."

Der Schatten scheint zu überlegen … hockt sich dann aber hin, setzt sich im weiteren Verlauf und lässt ein Bein nach unten baumeln, während er das andere noch auf dem Dach zu stehen hat. Darauf drapiert er seinen rechten Arm.

Shadow: „Ich höre die Worte, allein mir fehlt … der vollständige Glaube. Für den Moment nehme ich es dir ab, dass du es ehrlich meinst. Aber andererseits: umsonst habe ich dich beim Impact auch nicht in die Karten schauen lassen, also ist das für mich erst einmal bare Münze. Hoffe sehr und inständig, dass die nicht zwei Seiten hat…“

Wie selbstverständlich langt er hinter sich … holt eine Flasche Malzbier hervor und nimmt einen Zug.

Shadow: „… und zu deinem Wunsch: wenn das Schicksal mir an diesem Tage hold ist – oder besser an den kommenden Tagen und Wochen – dann werde ich dein Verlangen gern versuchen in die Tat umzusetzen. Interessant, dass gerade du von einem zu erfüllenden Gefallen sprichst. Denn das würde bedeuten, dass du denkst, dass ich das ohnehin schaffe. Damit wären wir dann zumindest schon zwei – denn der Rest dieser komischen Liga denkt ja sowieso, dass ich mich mit Laissez faire und Klötenschaukeln in die Chamber begeben habe. Nun ja – das Matchergebnis ist ja auch ein eindeutiges Indiz … genau wie eine Wasserwaage dafür, dass die Erde eine Scheibe ist …“

Das Einhorn ist etwas verwirrt. Leider vergessen Leute immer wieder, dass er nicht unbedingt die hellste Kerze am Christbaum ist und er ganz schlecht zwischen den Zeilen lesen kann. Doch diesmal, diesmal ist er sich fast sicher, sein Gesprächspartner meint nicht, was er sagt.

Seth Goldstein: "Ich glaube tatsächlich daran, dass du den Weg ins Finale gehen kannst. Du hast es immerhin auch in die Chamber geschafft und dort etwas unglücklich verloren. Doch aus Niederlagen lernt man meist mehr als aus Siegen. Zumindest habe ich ziemlich viel aus meinen Niederlagen gelernt. Aber - was genau machst du dort oben jetzt eigentlich?"

Mit der rechten Hand die Flasche am Hals gegriffen kreiselnd dreht der Schatten seinen Kopf kurz derart um, dass er scheinbar in Richtung der Dachfläche blickt, bevor er sich wieder Goldstein zuwendet.

Shadow: „Sagen wir es mal so: dieser Ort hier oben hat eine bestimmte Bedeutung für mich – für jemand anderen noch viel mehr, da er sich dort wohl behaglicher fühlt als irgendwo sonst weiter drunter. Nenn es in meinem Fall einen Anflug philosophischen C.S.I. – Gespürs. Aber wenn es dich glücklicher und sicherer macht….“

Mit dem sicheren Geschick eines Ninjas rollt Shadow sich über die Kante und kommt relativ gekonnt vor Goldstein zum Stehen – ohne scheinbar einen Tropfen aus der Flasche zu verschütten.

Shadow: „Besser?!“

Ohne die Antwort abzuwarten trinkt er nochmals einen Zug, während er sich abwendet und zwei Schritte geht. Und noch ehe Seth auch daraufhin einhaken kann, kommt ihm der Schatten zuvor.

Shadow: „Bevor du jetzt weitersprichst, lass mich dir etwas erzählen: vor nicht allzu langer Zeit bin ich bei einem Malzbier mit einem anderen Fighter dieser Liga durchs nächtliche Münchner Olympiastadion geschlendert. In gegenseitigem Respekt und lockerem Dialog unter Kollegen. Gut vier Wochen später war davon dann nichts mehr zu spüren, weil ich mich in seinen Augen unverdientermaßen an etwas vergriffen habe, was mir seiner Meinung nach nicht zusteht. Dieser Kollege … war unser aller Champion Marc Poe. Tja, und nun … spreche ich zum zweiten Mal locker und, hoffentlich, respektvoll mit einem PCWAler – dem ich unter gewissen Umständen bald gegenüberstehen werde … mit der Hand an der Goldchance. Und nun frage ich dich: möchtest du immer noch mit mir buddy-like quatschen? Oder köchelt das Adrenalin bereits?“

Für einige Momente setzt Seth eine ernste Mine auf, ehe er den Kopf schüttelt und wieder lächelt.

Seth Goldstein: "Sombra, was im Ring passiert, ist für mich nichts Persönliches. Viel eher ist es ein Vergnügen für mich. Deswegen will ich doch, dass wir beide den Weg ins Finale schaffen... Ich will im Ring mit dir Spaß haben. Egal, wie es am Ende ausgehen mag, no hard feelings. Ich weiß, in der Geschichte der PCWA haben immer wieder Leute Wrestling zu einer Nebensache gemacht und lieber irgendwelche Privatkriege geführt. Doch ich, Seth Goldstein, ich bin ein Wrestler und will einfach nur mein Bestes geben, Spaß im Ring haben und das Publikum unterhalten..."

Er verstummt für einen Augenblick und schaut nachdenklich zum Himmel, an welche sich langsam Regenwolken zusammenbrauen.

Seth Goldstein: "...okay, eventuell gibt es einen Menschen, gegen den ich aus persönlichen Gründen in den Ring steigen wollen würde. Doch er hat diese Geschichte begonnen und ich will seinen serbischen Arsch noch immer quer durch den Ring prügeln - nicht um zu gewinnen, sondern einfach um es getan zu haben. Allerdings denke ich, es ist ziemlich unwahrscheinlich, dass es jemals dazu kommen wird."

Seth spuckt voller Verachtung vor sich auf den Boden und trifft dabei seinen eigenen Schuh.

Seth Goldstein: "Und zu deiner Geschichte mit Poe... was genau erwartest du von einem Hipster Fuck Boy? Never trust a guy with a fucking bun on his head."

Shadow: "... better a ladyboy with eyeliner and strawberry lipstick?"

Der Schatten tritt einen Schritt näher an Seth heran, hebt die Hand mit der Flasche - und deutet dann mit dem Zeigefinger auf dessen Stirn.

Shadow: "Die Quintessenz einer Fehde oder zumindest der Kern dessen, was einen antreibt einem das Messer zwischen die Schultern zu jagen, liegt weniger in den Äußerlichkeiten, sondern vielmehr an dem, was manchen da durch die Ganglien wabert...  beziehungsweise sofern da was sein sollte. Klamotten, Make Up, Sprache, Gebaren - alles Blendwerk, das ablenken kann. Kleider machen nunmal Leute - und Gerüchte machen Polaritäten aus. Eins kann ich dir sagen: Poe mag auf seine Weise für mich eine verdammter Wendehals sein - aber er ist mit Sicherheit kein Fuck Boy. Denn mit Ghetto-Style und ein bisschen Knatter-Hüftschwung kommt man nicht mal eben ganz an die Spitze. Ich schätz dich inzwischen, Seth ... aber die Worte sind ein wenig wie du: naiv und schnell. Derart Dahingerotztes ist trotz allem immer noch nicht ganz der Stil, dem ich mich zur Seite gesellen möchte. Sollte das Unmögliche wirklich eintreten, wir sehen uns zum Desperado Duell an der Spitze und ich spüre hinterher keine Klinge zwischen den Rippen ... dann können wir das Thema fortsetzen."

Der nachtschwarze Fighter gluckert einen weiteren Schluck, wobei er sich zur Seite dreht.

Shadow: "... bis dahin sollten wir erstmal schauen, wohin die Reise mit dem Turnier geht - und vor allem mit dem ... Man with the golden bun ... ..."

Er dreht sich Goldstein zu.

Shadow: "Wenn es dich denn beruhigt: einem fairen 1:1 bin ich nie abgeneigt - so es dazu kommen sollte. Aber sei dir auch im Klaren darüber, was mögliche Konsequenzen mit sich bringen."

Der junge Mann mit den rehbraunen Augen lächelt.

Seth Goldstein: "A Fuck Boy ain't a Ghetto thing, it's just a guy trying to get in some girls panties much to hard. Es ist nicht beleidigend, es ist schlicht eine Feststellung. Nur Hipster sind tatsächlich die Pest, neben meiner Familie, sind sie der Hauptgrund New York verlassen zu haben und auch im wunderschönen Kalifornien verbreiten sie sich mit ihren Food Trucks, Saftbars und Barbieren. Aber Sombra, wir sollten beide unserer Wege gehen und sehen, wo wir ankommen. We're still just two cowboys making their way through the wild world."

Seth nestelt in der Brusttasche seines Hemdes und zaubert eine weitere Zigarette hervor, steckt sie in den Mund und zündet sie an.

Shadow: „Wenn du dir noch mehr davon einschiebst, wirst du von deiner wilden Welt nicht mehr viel haben …“

Der Schatten überlegt, stellt dann seine Flasche an die Brüstung und blickt aufgestützt darauf in die Ferne. Die folgenden Worte fließen nur so aus ihm heraus, allerdings eher an sich selbst gewandt.

Shadow: „…. aber worüber rege ich mich eigentlich auf?! Macht doch! Ist ja wie vieles up to date, was anderen versagt ist, beiziehungsweise wenn es einem mal so vermittelt worden war. Genau wie kollegiales Ehrgefühl … oder einfach ein Sprachgefüge, dass mit der Halbwertzeit von Klamottenstilen durch die Geschichte fegt. Ist mir alles zu schnell - vermutlich mein Schicksal als fleischgewordener Anachronismus … und wahrscheinlich auch der Grund, warum ich auf der Stelle trete. Zeitgeist hat die Beständigkeit abgelöst - und ich bin der einzige Vollpfosten, der gegen diesen unermüdlichen Strom anschwimmt.“

Innerlich muss das Einhorn lachen. Es wäre tatsächlich ziemlich witzig, wenn er am Ende des Tages an Lungenkrebs sterben würde und nicht an den Tabletten, dem Blow, dem Mud oder einer STD. Aber eigentlich hat er nicht wirklich Angst davor eines frühen Tages den Löffel abzugeben. Live fast, die young and leave a heavly tattooed corpse.

Seth Goldstein: "I ain't scared of dying, Sombra. Und der Zeitgeist hat die Beständigkeit nicht abgelöst, denn nur eine einzige Konstante, neben Mad Dog, ist die Veränderung. Man muss nicht mit der Zeit gehen und jedem Trend folgen, doch man muss sich den Umständen anpassen. Ich habe mit den Zigaretten angefangen, als mir mein Leben komplett egal war. Meine Träume waren tot und irgendwie wollte ich es auch sein. Smokes, Blow, Mud & Hookers were all I fucking cared for."

Er lacht kurz und eher willkürlich.

Seth Goldstein: "But everything changed when I met somebody. She told me that I am a Unicorn and really shouldn't give up on my dreams. And look at me now, I'm back and better than before. You see, Sombra, sometimes all we need to find our way, is somebody to tell us that we are special."

Das Einhorn fixiert seinen Gesprächspartner mit den Augen.

Seth Goldstein: "You. Are. Special."

Es gluckst aus Richtung des Schattens.

Shadow: „Special … das ich speziell bin musst du mir nicht sagen - dass weiß inzwischen die ganze Liga und reagiert in ihrer Weise darauf. Und auch wenn sie mir das stets und ständig um die Ohren reibt, hat sich für mich noch nichts verändert - außer vielleicht meiner Umgebung. Und eine SIE … erstmal wundert es mich, dass DICH sowas überhaupt inspiriert und zweitens: um sich hier eine derartige Muse zu sichern, sind Quote und Auswahl in der PCWA mal eben deutlich zu gering. Ganz zu schweigen davon, dass ich…“

Er stockt - und versucht dabei so nüchtern wie nur irgend möglich zu wirken. Beinahe wäre ihm sein anfänglicher Besuch bei Jona Vark herausgerutscht. Stattdessen schnappt er sich seine Trinkflasche, leert diese in einem Zug und stellt diese auf den nächstbesten Tisch.
Goldstein hat ihm, keine zwei Schritte entfernt, die ganze Zeit über zugeschaut. Er blickt erwartungsfroh drein und pafft zwei Züge, bevor Shadow sich aufrichtet und ihm zudreht.

Shadow: „… trotzdem danke, für alles. Vielleicht hat dieser Moment hier mehr bewirkt, als es momentan den Anschein hat. Veränderungen, Träume … vielleicht braucht es dafür manchmal kein SIE, sondern nur ein ES. No offense! Trotzdem kann selbst das noch in dem Fahrwasser kommen, wenn man den Kurs etwas angleicht - Richtung eigener Träume.“

Er macht sich auf zum Gehen - und wieder formt seine Hand einen stilisierten Revolver, mit welchem er zu Seth deutet.

Shadow: „Wir sehen uns im Finale, Neon Cowboy!“

Damit geht Shadow durch die gläserne Tür ab ins Innere des „Skywalk“ und lässt Goldstein allein mit sich und seinem Glimmstängel. Einige Augenblicke schaut Seth seinem Gesprächspartner noch hinterher, als der Schatten auf dem Gang hinter der Glastür verschwunden ist, dreht das Einhorn sich um und schaut in den Himmel. Die Kippe hängt im Mundwinkel, die Gedanken sind bereits auf dem Weg zurück nach Kalifornien und dann setzt auch der Sommerregen wieder ein. So verharrt der bunte Cowboy eine Weile dort und ist sich sicher, neben der Kobra hat er einen weiteren Menschen gefunden, der ihm die Zeit in Berlin deutlich schöner macht. Es wird vielleicht kein leichter Weg, doch er ist motiviert das Finale zu erreichen und hofft dort auf den Schatten zu treffen.


Vincent Craven: "Zwei Männer, die sich jetzt noch mit Respekt begegnen, hinter dem aber schon die Vorsicht aufscheint. Was passiert, wenn Seth Goldstein und Shadow im Quest for the Best Finale stehen?!"

Mike Garland: "Gott bewahre! Wenn das so langweilig wird, wie ihr weichgespültes Gespräch gerade, dann will ich das auf keinen Fall sehen."

Vincent Craven: "Was ist denn mit dir schon wieder los, Mike? Das war doch endlich mal ein Gespräch unter Kollegen, wie wir es uns wünschen..."

Mike Garland: "Ach, dieses ganze 'vielleicht hintergehst du mich', 'vielleicht lauert hinter deinem Schafspelz der Wolf' Mimimimimi... Shadow ist enttäuscht, dass er dort nicht mit dem Gerasy in den Händen steht und er spürt schon den Atem von Goldstein im Nacken - das ist alles!"

Vincent Craven: "Er ist eben von Marc Poe enttäuscht, wenngleich auch ich diese Enttäuschung nicht ganz verstehen kann. Schließlich war er es doch, der dieses fiktive Spiel mit der gleichen Kabine gespielt hat, oder?"

Mike Garland: "Und Poe hat ihn dafür abgeschossen, so wie es heute Abend auch Lara tun sollte."

Vincent Craven: "Apropos Lara Lee... die ist gerade in ihrer Kabine und bereitet sich ebenso auf das zweite Match des Abends vor."



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