Scene

Id
330  
Name
Smith und Godd: Noch ein Herausforderer  
Summary
 
Position
27  
Scenetype
Live  
Created At
2012-09-05 19:57:37  
Edited At
2012-10-07 15:54:43  
Show
Vendetta 88  


Die nächste Schaltung führt uns wieder in den Backstagebereich, genauer genommen zu Luke Tyler und John Smith, die sich beide an der etwas improvisierten Interviewwand eingefunden haben, die die PCWA auf Tournee dabei hat. Smith trägt, so kurz vor seinem Match, mittlerweile die Ringbekleidung. Eventuell hat er sich ja auf dem Klo umgezogen, aber dort scheint es sich ja Kevin Smash gemütlich gemacht zu haben. John hat Gerüchte gehört, dass der 2-Meter Riese dort mit einer Pumpgun sitzt und jeden zu erschießen droht, der „sein“ Klo benutzen will. Aber vermutlich sind das nur Gerüchte.

Luke Tyler: „Guten Abend, John Smith!“

Der Tribune Gürtel ruht bei Smith, wie üblich, auf der rechten Schulter, die Sonnenbrille sitzt wie festgewachsen auf der Nase und der neue PCWA Tribune Champion hat sein freundlichstes Lächeln aufgesetzt.

John Smith: „Guten Abend, Luke.“

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Nur unweit von dort entfernt, befindet sich auch James Godd, welcher seinen heutigen Wohnort, die Toilette, kurzzeitig verlassen hat. Voller Neugier beobachtet er Smith und lauscht dessen Worten. Smith ist kein wahrer Tribune … er mag besser als dieser Brunswick sein und insgesamt wohl auch ein würdevollerer Vertreter, doch letztlich ist der Tribune sein! Nur sein allein! Es ist der Schatz, den er mit niemandem zu teilen bereit ist. Weder mit Brunswick, noch mit Smith und schon gar nicht mit einem dieser anderen Idioten die sich hier herumtreiben. Ruhig lauscht er auch weiterhin dem geführten Interview.

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Luke Tyler: „Als wir beim Brawlin' Rumble nach der Tribune Gauntlet Challenge gesprochen haben warst du, verständlicherweise, noch ziemlich euphorisiert über deinen Titelgewinn. Wie fühlt sich das an mit einigem Abstand?“

Smiths Lächeln bleibt wie eh und je breit und freundlich.

John Smith: „Das letzte Mal, als ich das überprüft habe, war ich mit diesem Gürtel hier immer noch der Champion der Fans. Wie soll ich mich damit also schlecht fühlen, Luke?“

Er weiß natürlich, dass das einen gewissen Widerspruch zu den letzten Monaten vor dem Brawlin' Rumble IX darstellt. Einen Widerspruch zu jener Zeit, als er bevorzugt zu Schlagringen griff und mögliche Verbündete wie Azrael Rage angriff und ihm jegliche Verletzungen bei Rage egal waren. Andererseits: Die Fans in Berlin wollten IHN gegen Brunswick siegen sehen. Sie wollten IHN als Tribune Champion sehen. So pathetisch und etwas arg einfach das vielleicht auch klingen mag: Die Fans haben ihn, ob direkt oder indirekt, zurück auf den rechten Pfad gebracht.

Luke Tyler: „Sicher hattest du einen wichtigen Sieg zu feiern. Aber jetzt bist du der Gejagte, die Zeiten haben sich geändert. Alistair Brunswick bekommt heute sein Rückmatch und die nächsten potentiellen Herausforderer stehen auch schon vor der Türe. Diego Sanchéz hat ein Titelmatch bei Out of Ashes gefordert ...“

Smith nickt.

John Smith: „... das er auch bekommen wird, egal ob gegen mich oder Alistair. Er hat das Fanvoting gewonnen. Und die Fans entscheiden, wer um diesen Titel antritt. Er bekommt ein faires Match bei Out of Ashes und ich bin mir sicher, dass dieses Match großartig werden wird. Japan darf sich darauf freuen.“

Luke Tyler: „Aber auch Brian Sore hat schon Interesse angemeldet vorher.“

Smith nickt wieder.

John Smith: „Sicherlich auch ein interessanter Gegner. Aber zuerst sind ja einmal andere an der Reihe mit einer Chance auf diesen Gürtel.“

Das reicht nun endgültig. Länger kann und will der Mann aus London sich dieses Spektakel nicht mehr unbeteiligt antun. Mit einem leicht sadistischen Gesichtsausdruck taucht er vor Smith auf und nickt Luke Tyler kurz zu. Was bildet Smith sich schließlich ein hier einen Namen nach dem anderen zu kommentieren und dabei zu vergessen wer sein wahrer Gegner sein wird. Wem dieser Gürtel wirklich gehört. Er fixiert Smith nun mit dem Blick und streicht sich mit der rechten Hand durch den Bart.

Luke Tyler macht vorsichtshalber erst einmal ein, zwei Schritte zurück. James Godd ist nicht unbedingt die Sorte Mensch, der man im Weg stellen will. Smith bleibt dagegen ungerührt an Ort und Stelle, richtet den Titelgürtel ein wenig zurecht und macht sich dann vor dem Engländer breit.

John Smith: „James.“

Immer noch dieses sadistische Grinsen beim Engländer. Voller Ruhe geht er noch einige weitere Schritte auf Smith zu und bleibt schließlich genau einige Zentimeter vor ihm stehen. Der Blickt wandert nun von Smith selbst zum Gürtel. Fast schon reflexartig will Godd danach greifen, hält sich aber gerade so noch davon ab. Dennoch bleibt der Blick nun auf dem Gürtel liegen. Auf dem Schatz den alle wollen, der jedoch nur ihm gehört.

Die rechte Hand von Smith gebietet dem Ex-Champion erst einmal Einhalt.

John Smith: „Ruhig, Godd, nur mit der Ruhe. Falls du vergessen hast, wie man liest: Dort steht immer noch MEIN Name und nicht deiner. Ich bin der Champion, an mir musst du vorbei, wenn du diesen Gürtel willst. Und für dich gilt dasselbe wie für Brian Sore: Hinten anstellen.“

Ein kurzes Lachen beim Mann aus England. Ein Kopfschütteln. Ein Räuspern. Erst dann folgt die Antwort des ehemaligen Publikumsliebling.

James Godd: „You must be kidding me! Zuerst wird mir der Gürtel nach einem harten Kampf mit Elroy Schmidtke auf schändliche Art und Weise von diesem … widerwärtigen Mistkerl Brunswick genommen. Dann betrügt dieser Kerl mich in meinem Rematch abermals mithilfe dieser sogenannten Fans. Dann der Kampf gegen Díego. Ein Kampf den ich klar dominiert habe! Und was erzählst du mir nun? Ich möge mich hinten anstellen? Möge meine eigenen Ansprüche zurückstecken?“

Erneut lacht der Engländer kurz und geht dann schließlich sogar noch einen Schritt auf Smith zu. Fast Kopf an Kopf stehen die beiden sich nun gegenüber.

James Godd: „That ain’t gonna happen, John Smith! Du bist lediglich ein Platzhalter solange bis der Gürtel wieder an seinen Ursprungsort zurückgekehrt ist: Das heißt um meine Hüften.“

Smith weist die Vorwürfe mit einer simplen Handbewegung weit von sich.

John Smith: „Für das, was Lucifer und Brunswick mit dir damals angestellt haben, kann ich ganz und gar nichts, James. Ich weiß nur eines: Die Fans wollten einen würdigen Champion statt Brunswick und den haben sie beim Brawlin' Rumble bekommen.“

Ein lautes Lachen bei Godd. Abermals schüttelt er den Kopf.

James Godd: „Würdig? Du sprichst davon ein würdiger Champion zu sein? Du kamst als letzter in einem Gauntlet Match, staubst durch pures Glück den Gürtel ab und hälst dich für würdig? NEIN! NEIN! NEIN! DU BIST NICHT WÜRDIG! KEINER VON EUCH IST DAS!“

John Smith: „Exakt darum geht es heute Abend. Darum zu beweisen, dass ich in der Situation Mann gegen Mann der Bessere im Ring bin. Dass ich Brunswick zu jedem Zeitpunkt an jedem Ort besiegen kann. Dafür ist der Käfig der ideale Ort. Zwei Wrestler, ein Referee, eine simple Entscheidung. Sieg oder Niederlage.“

Der US Amerikaner deutet noch einmal auf den Gürtel in seiner Hand.

John Smith: „Und du willst mir erzählen, ich wäre ein unwürdiger Champion? Und dass DU von allen Leuten ein würdigerer Champion wärest? DU, die Barker-Kopie? Sorry, Junge, aber da war selbst Brunswick ein würdigerer Champion, egal wie abgelenkt er von all den japanischen Schulmädchen in seinem Tross war.“

Smith schiebt ganz bewusst die Sonnenbrille ein wenig nach unten und wirft dem Londoner diesen kritischen Blick über die Brillenränder zu.

John Smith: „Beweise es den Fans, beweise es mir, dass du ein würdiger Herausforderer bist. Dann reden wir weiter. Aber bis dahin kannst du dich ja mit McFly prügeln, danach scheint dir ja der Kopf zu stehen im Moment.“

Der Engländer schüttelt kurz mit gespielter Empörung den Kopf.

James Godd: „Beweisen? Ich denke ich muss mich verhört haben, denn du bist es, der sich mir beweisen muss! Und McFly? Er wird noch bitter bereuen sich mit mir angelegt zu haben. Ich werde ihn fertig machen und danach garantiere ich dir, dass du dich nicht mehr länger auf deinen Lorbeeren ausruhen kannst. ICH BIN DER TRIBUNE! ICH! ICH ALLEINE!“

Er schreit Smith diese Worte voller Zorn ins Gesicht, wirft dann einen letzten Blick auf den Gürtel und stampft ohne ein weiteres Wort zu verlieren davon. Dieser Abend gehört beendet nach allem was geschehen ist!

Smith blickt dem Engländer hinterher.

John Smith: „Ich werde bereit sein, James. Wie immer.“

Als er sich zum Gehen wenden will, stellt sich ihm Luke Tyler in den Weg, der sich eben noch sehr bewusst im Hintergrund gehalten hatte.

Luke Tyler: „Und noch ein Herausforderer.“

Smith grinst.

John Smith: „Und das ist gut so. Weißt du, wie sich das anfühlt, wenn dich alle jagen? Wenn du ein Fadenkreuz auf den Rücken gemalt bekommst und dich jeder im Ring haben will?“

Tyler scheint bei solchen Gedanken nicht ganz wohl zu sein.

Luke Tyler: „Ich … hm … hätte wohl Angst.“

Smith klopft dem PCWA Interviewer freundschaftlich auf die Schulter.

John Smith: „Es fühlt sich verdammt gut an. Dann weißt du, dass du wieder wichtig geworden bist in deiner Liga. Du weißt, dass die Leute wieder wissen, wer du bist.“

Er setzt noch einmal sein freundlichstes Grinsen auf.

John Smith: „Bis zum Brawlin' Rumble haben mich die Leute als hoffnungslosen Fall abgestempelt, haben mich für einen alten Sack gehalten, der es nicht mehr schaffen kann. Ich war auf dem besten Weg ein Niemand zu werden, ein verdammter Nobody. Aber jetzt bin ich wieder jemand. Ich bin der verdammte PCWA Tribune Champion.“

Tyler nickt, er kann diese Logik verstehen. Aber wie üblich gibt es immer ein „aber“ bei Luke Tyler Interviews.

Luke Tyler: „Außer Alistair Brunswick besiegt dich heute Abend.“

Smith lächelt dieses „aber“ einfach weg.

John Smith: „Das wird nicht passieren. John Smith wird nicht mehr in Vergessenheit geraten.“

 

Vincent Craven: "Auch James Godd hat es auf Johns Tribune Title abgesehen."

Mike Garland: "Soll er sich doch auf der Liste der Herausforderer eintragen. Ich kann sein Gejammere nicht mehr hören, dass er damals um den Titel betrogen wurde. Er wurde klar in der Mitte des Rings gepinnt."

Vincent Craven: "Nachdem er vorher bereits ein hartes Match gegen Elroy Schmidtke in den Knochen hatte. Nennst du das fair?"

Mike Garland: "Fair genug. John Smith scheint sich seiner Sache recht sicher zu sein. Hochmut kommt ja bekanntlich vor dem Fall. Nicht mehr lange, dann ist der Betriebsunfall 'John Smith als Champion des Volkes' wieder behoben."

Vincent Craven: "Und wenn nicht? Nun, dann ist ein Kampf zwischen Smith und Godd sicherlich etwas, was unseren Fans gefallen könnte."

Mike Garland: "Gefallen? Sie laufen nur nicht weg, weil sie dabei schnell genug einschlafen. Das ist wie bei RnB-Musik."



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