Scene

Id
3017  
Name
Well, here we are  
Summary
 
Position
5  
Scenetype
Video  
Created At
2016-08-10 13:25:51  
Edited At
2016-08-12 23:47:01  
Show
Behind the Blood  


Die Bilder zeigen uns eine schlichte kleine Studiokulisse, die kaum mehr Dekoration vorzuweisen hat als einen Vorhang im Hintergrund, der von unten mit rotem, gedämpftem Licht beleuchtet wird, und zwei von der Decke hängenden Bannern, die das Phönixlogo der PCWA abbilden. Im Vordergrund befinden sich drei zueinander ausgerichtetete Sessel, auf denen drei Personen Platz genommen haben, von denen man bei der aktuellen Kameraeinstellung zunächst jedoch nur Luke Tyler erkennen kann. Der Preshow-Kommentator, wie immer elegant in dunklem Anzug, Hemd, Krawatte und Lederschuhen gekleidet, lächelt gekonnt in die Kamera, die auf ihn gerichtet ist, rückt die Karteikärtchen in seinen Händen noch mal zurecht und verschwendet dann auch keine weitere Zeit mehr. It's showtime!

Luke Tyler: "Meine Damen und Herren, ich heiße Sie herzlich zu diesem exklusiven Interview für pcwa-entertainment.de willkommen. Bei mir sitzen zwei Athleten, die in der jüngeren Vergangenheit bereits mehrere Male aneinandergeraten sind und ihre Rivalität an diesem Sonntag bei Out of Ashes in Toronto, Kanada ein für allemal im Ring klären wollen. Ich begrüße vor mir: 'Britain's Finest' James Godd und Ashley Stanton."

Der Gegenschuss setzt nun auch erstmals die beiden Gäste von Luke Tyler in Szene. Zu seiner rechten sitzt der Engländer James Godd, während Ashley Stanton es sich zu seiner linken bequem gemacht hat. Für das Interview hat sich der ehemalige Tribune nicht noch extra in Schale geworfen. Er ist zu diesem Termin so unprätentiös erschienen, wie man es von ihm gewohnt ist – Weiße Sneaker, Jeanshose, graues Basicshirt und darüber eine schwarze Lederjacke. Ashley hat sich für diesen Anlass hingegen ordentlich aufgebrezelt und trägt einen sandfarbenen Blazer über einem weißen Ringelshirt, eine figurbetonende, schwarze Lederhose und schwarze Pumps. In Kombination mit der gewellten, zur Seite gekämmten Haarpracht, den wippendenden, überschlagenen Beinen, den über ihrem Knie gefalteten Händen und der genervten Miene verleiht ihr dieses Auftreten eine Aura, die die Stimmung im Raum unweigerlich nach unten zu drücken scheint.

Der Londoner lässt sich davon allerdings mitnichten aus dem Konzept bringen und signalisiert Tyler mit einem knappen Nicken eine Begrüßung. Für ihn war es selbstverständlich gewesen zu erscheinen, nachdem man ihn darum gebeten hatte. Warum hätte er auch seinen Schwanz einziehen sollen? Sein Blick geht zu Ashley und ist absolut nichtssagend. Sie scheint ihn hingegen komplett zu ignorieren. Normalerweise hätte sie diesem Interview nie zugestimmt. Dieser Sturkopf hatte bei der letzten Show auf ein Cagematch bei Out of Ashes bestanden und es bekommen. Damit war die Sache für die junge Frau aus KCMO soweit geklärt und weitere Diskussionen überflüssig geworden. Diejenigen PCWA-Fans, die sich dieses Interview später ansehen würden, würden ihr ohnehin jedes Wort im Mund umdrehen und negativ auslegen. Allerdings galt es auch, die Religion weiterhin nach Außen zu repräsentieren und im Gespräch zu halten. Das explizite Bekenntnis zu Hannibal Cains Gemeinde wollte schließlich auch mit Taten untermauert werden. Dass sie nun also doch neben einem Mann sitzt, den sie absolut nicht ausstehen kann, ist also mehr Zwang als alles andere.

Ehe die beiden Protagonisten dieses Interviews sich aber noch weiter in ihren Gedanken verfangen, ergreift Luke Tyler auch schon wieder das Wort und stellt seine erste Frage.

Luke Tyler: "Zunächst einmal möchte ich von euch beiden wissen, wie es euch geht vor eurem Match gegeneinander? James, du hast letzte Vendetta gegen S1margl siegen können. Gibt dir das Auftrieb für den Kampf?"

Godd schenkt Tyler ein kurzes Lächeln und setzt dann zu einer Antwort an.

James Godd: "Du sagst es, Luke, ich konnte S1margl besiegen und das in einem Main Event vor meinem eigenen Publikum. Besser geht es nicht! Dementsprechend geht es mir auch wirklich blendend. Allerdings habe ich den Sieg nicht gebraucht, um Auftrieb für mein Match gegen Ashley zu bekommen. Ashley selbst hat mir in der Vergangenheit genügend Gründe geliefert, motiviert in diesen Kampf zu gehen. Aber es stimmt schon, es lässt sich leichter hier sitzen mit einem Sieg gegen die Töle in der Rückhand. Ich hatte allen gesagt, dass ich ihn besiegen kann und ich habe es nun auch bewiesen... einmal mehr!"

Er denkt zurück an diese magischen 3 Sekunden bei der vergangenen Show. Er erinnert sich an den geschockten Gesichtsausdruck bei der Töle... an die Genugtuung, die ihm dieser Gesichtsausdruck verschafft hatte. Seither fühlt er sich, als könne er Bäume ausreißen! Er ist endgültig bereit, den nächsten Schritt zu gehen und dieser führt zunächst einmal über Ashley. Mit ernster Miene blickt er einmal mehr zu ihr hinüber und wird einmal mehr mit Ignoranz gestraft. Auch Luke Tyler richtet seinen Blick nun auf Ashley und wiederholt seine Frage.

Luke Tyler: "Und wie sieht es bei dir aus Ashley? Bist du genauso gut drauf, oder spürst du den Druck von Seiten der Religion?"

Nicht nur Tyler blickt sie gespannt an, sondern auch ihr englischer Gegner. Für einen kurzen Moment wirkt es so, als müsse sie Zeit schinden, um sich eine passende Antwort zurechtzulegen. Dann legt sich jedoch auf einmal ein zuversichtliches Schmunzeln auf die Lippen der Amerikanerin.

Ashley Stanton: "Ich verspüre in der Tat Druck. Allerdings geht er nicht von der Religion, sondern ganz allein von mir selbst aus. Ich denke, es ist kein Geheimnis, wenn ich sage, dass das Match gegen James, welches ich in Mexiko aus Loyalität zu Robert Barker übernahm, nicht so verlaufen ist, wie ich mir das vorgestellt habe. Es gab die eine oder andere Gelegenheit, in der ich einem Sieg sehr nahe kam, besiegt habe ich ihn aber nicht. Zwar habe ich auch nicht gegen ihn verloren und andere Frauen..."

Für die Dauer zweier Herzschläge hält die Interviewte plötzlich inne, um sich ein schelmisches Lächeln zu verkneifen.

Ashley Stanton: "...Frauen wie etwa Kathy Strong würden sich an meiner Stelle gegen einen so hochdekorierten Gegner wie den zweifachen Tribune Champion wahrscheinlich mit einem 'No Contest' zufriedengeben; ich werde das jedoch nicht tun. Ein 'No Contest' genügt meinem eigenen Anspruch nicht und kann auch niemals die vielen Trainingsstunden und die Vorbereitung aufwiegen, die die Religion in mich investiert hat. Allen voran muss ich hierbei meinen Mentor Robert Barker lobend erwähnen, der mir immer wieder dabei hilft, das Beste aus mir herauszuholen und meine physischen, sowie mentalen Grenzen auszuloten, auch wenn seine Methoden im ersten Moment vielleicht nicht danach aussehen. Er weiß, dass ich die Religion stolz machen und der Welt beweisen will, dass eine Frau wie ich sehr wohl mit den großen Jungs mithalten kann, und dabei unterstützt er mich nach Leibeskräften, wofür ich ihm sehr dankbar bin. Mit einem solchen Rückhalt bin ich selbstbewusst genug, um zu sagen, dass ich meinen Fehler von Vendetta 117 am Sonntag bei Out of Ashes bereinigen und James besiegen kann. Nennen wir das Ganze also lieber 'Ansporn', anstatt 'Druck'."

Sie schiebt ein neuerliches Lächeln hinterher, dass nicht bloß bei Luke Tyler für Verwunderung sorgt. Auch Godd hebt die Augenbrauen in die Höhe. Er scheint ihr die Souveränität nicht abzukaufen, die sie ihm hier vorzuspielen versucht. Er kennt Barker schon so lange und er weiß genau, dass es die Hölle sein muss, seinem Druck ausgesetzt zu sein. Nichtsdestotrotz schweigt er und schenkt stattdessen Luke Tyler das Wort.

Luke Tyler: "Jedenfalls kann man nicht abstreiten, dass Ashley bei eurem Match ganz klar die Underdog Rolle bekleiden wird. Du bist nicht nur größer, sondern wiegst auch mehr als Ashley."

Godd macht eine abschüttelnde Geste mit den Händen und schüttelt den Kopf.

James Godd: "Ich sehe Ashley keinesfalls als Underdog. Ich habe einige ihrer ATHENA Matches gesehen und weiß auch, dass sie bereits in Intergender-Matches angetreten ist. Man mag nun sagen, dass die meisten dieser Matches gegen andere Frauen waren, aber wenn einige dieser Aktionen Männer treffen, dann gehen die genau so zu Boden, das garantiere ich. Worauf ich hinauswill ist, dass ich Ashley auf gar keinen Fall unterschätzen werde, nur weil sie eine Frau ist. Ich habe mich auf das Match gegen sie genau so intensiv vorbereitet wie auf ein Match gegen jeden anderen Gegner auch."

Er wirft ihr einen etwas undefinierbaren Blick zu.

James Godd: "Ich bin zwar mit ihrem Lebenswandel nicht einverstanden, aber ich bin durchaus in der Lage einzugestehen, dass sie im Ring über beachtliche Fähigkeiten verfügt!"

Er nickt ihr mit ernster Miene zu und gibt das Wort schließlich an Luke ab.

Luke Tyler: "Willst du dazu noch etwas sagen Ashley? Das hört man ja auch nicht jeden Tag, dass der Gegner auch Lob für einen übrig hat."

Der Interviewer sieht die Schönheit aus den Reihen der Religion erwartungsvoll an und bekommt dafür erst nur ein desinteressiertes Achselzucken, bevor sich die junge Frau aus KCMO letztendlich dann doch dazu entschließt, richtig zu antworten.

Ashley Stanton: "Seriously, Luke... Soll ich mich davon jetzt geschmeichelt fühlen?!"

Ein abschätziger Augenaufschlag richtet sich an Britain's Finest, dann spricht seine Kontrahentin weiter.

Ashley Stanton: "Ich bin mir nicht sicher, ob S1margl während ihres Matches in London nicht doch bleibende Schäden an James Dickschädel hinterlassen hat. Er scheint mir nämlich klar an Realitätsverlust zu leiden. Das letzte Mal, als ich jedenfalls meinen Twitter-Feed durchgescrollt habe, war sich der Großteil dieser jungfräulichen und bei Mum und Dad im Keller hausenden Nerds ziemlich sicher, dass ich allein aufgrund meiner körperlichen Unterlegenheit nicht die geringste Chance habe, gegen jemanden wie ihn zu gewinnen. Nach meinem Verständnis macht mich das dann doch irgendwie zu einem Underdog, auch wenn mir dafür vielleicht die Gunst der Fans versagt bleibt. Darauf kann ich aber ehrlich gesagt auch verzichten. Ich habe ihre Unterstützung nicht nötig. Hatte ich noch nie."

Sie krallt sich an den Armlehnen fest, beugt sich zu Luke Tyler vor und funkelt ihn mit einem angepissten Blick an.

Ashley Stanton: "In Wirklichkeit haben diese missgünstigen Idioten sich doch noch nie einen Dreck um mich geschert. Als ich beim Brawlin' Rumble X meinen ATHENA Title gegen vier Herausforderinnen gleichzeitig verteidigt habe, war es ihnen egal. Als ich gezwungen war, mit Maximilian Lunenkind in einem Tag Team namens Horny Hour anzutreten, haben sie mich dafür ausgelacht. Und als ich mich der Religion anschloss, weil sie mir halfen, meinen Job in der PCWA zu sichern, wurde ich ausgebuht. Du siehst also, dass ich in diesem Match ganz alleine stehe und das macht mich tatsächlich sogar noch zu einem viel größeren Underdog, um nicht zusagen dem ultimativen Underdog."

Luke Tyler nickt zustimmend. Godd trommelt mit seinen Fingern und einem gönnerhaften Blick auf dem Sessel herum.

Luke Tyler: "Und einen nicht geringen Anteil daran dürfte ja auch die Stipulation eures Matches haben, denn es wird in einem Käfig stattfinden, was wiederum bedeutet, dass die Religion nicht so wie die letzten Male eingreifen kann."

James Godd: "Und genau darum geht es Luke! Genau darum hätte es schon immer gehen sollen. Eins gegen Eins, ohne irgendwelche Anhängsel! Mir persönlich wäre ein normales Match ohne Stahl weitaus lieber gewesen. Ich stehe nicht unbedingt auf rohe Brutalität, auch wenn einige meiner vergangenen Schlachten sicherlich anderes behaupten."

Er lacht kurz auf, ehe er fortfährt.

James Godd: "Nein, ich bin nach wie vor ein Freund des schönen technischen Wrestlings ohne irgendwelche Schnörkel!"

Luke Tyler: "Du hast jedoch diese Stipulation vorgeschlagen."

James Godd: "In der Tat und zwar genau aus den Gründen, die du vorhin beschrieben hast. Ashley hat mich selbst zu diesem Match getrieben, indem sie sich den falschen Leuten angeschlossen hat und sich mit deren Mitteln zufrieden gegeben hat. Schlimmer wäre allenfalls noch eine Liebesaffaire mit S1margl gewesen! Jedenfalls kann nur dieser Käfig garantieren, dass die Religion fernbleibt und sich nicht in Angelegenheiten mischt, die sie ursprünglich nichts angingen!"

Er sieht mit ernster Miene zu Ashley und kneift die Augen kurz zu. Diese rollt wiederum mit den Ihren, wirft den Kopf zurück und ihre Arme auseinander.

Ashley Stanton: "Oh my gosh, wie lange willst du noch auf dieser Geschichte rumreiten, James?! Ich kann nichts dafür, dass die anderen ständig ihre Ritterlichkeit unter Beweis stellen müssen. Das machen sie nicht, weil ich es von ihnen verlange, sondern weil sie es so wollen! Wenn du damit immer noch ein Problem hast, dann geh dich bei ihnen beschweren, aber weine mir deswegen nicht die Ohren voll. Du hast deine Matchstipulation bekommen und die Religion wird nicht eingreifen, was offen gestanden aber keinen Unterschied machen wird. Ich brauche die Religion nicht, um zu gewinnen. Punkt. Können wir jetzt bitte endlich das Thema wechseln?"

Godd hebt den linken Mundwinkel etwas an.

James Godd: "Nun, du wirst die Religion auch nicht zum verlieren brauchen!"

Was den stets angestrengten Luke Tyler auch schon zu seiner nächsten Frage bringt, welche er nun direkt an Ashley richtet.

Luke Tyler: "Was genau würde denn eigentlich passieren, gemäß dem Fall, dass du dein Match gegen James verlierst?"

Für den Bruchteil einer Sekunde entgleisen ihr die Gesichtszüge. Mit einer solchen Frage hat sie augenscheinlich nicht gerechnet. Die Miene von Godd wiederum deutet an, dass er sich sehr wohl vorstellen kann, was passiert, falls es dazu kommt. Jedoch liegt es nicht an ihm zu antworten, sondern an seinem weiblichen Pendant, das sich offenbar wieder gefangen und einen souveränen Gesichtsausdruck aufgesetzt hat.

Ashley Stanton: "Darüber brauchen wir nicht reden, weil es nicht passieren wird. Wie ich schon sagte, Robert Barker hat mich optimal auf dieses Match vorbereitet. Meine Chancen mögen verschwindend gering sein, aber genau daraus werde ich Kraft ziehen. Genau deshalb werde ich allen Skeptikern und Neidern, die sich gegen mich und die Religion verschworen haben, das Gegenteil beweisen. Ich werde am Sonntag gewinnen. Ich weiß es."

Das tut sie nicht im Entferntesten, wenn sie ehrlich zu sich selbst ist. Neben Luke Tyler muss sie aber vor allen Dingen sich selbst davon überzeugen, es zu schaffen. Godd zieht es dagegen vor zu schweigen und schüttel dabei immer wieder kurz mit dem Kopf. Ein Zustand, den wiederum Luke Tyler so nicht belassen möchte.

Luke Tyler: "Wo Ashley gerade Robert Barker erwähnte. Wie sehen deine Pläne nach Out of Ashes aus, James? Wirst du Jagd auf dein Match gegen Barker machen? Oder wirst du dich vielleicht anderen Zielen wie der Cryption Crown zuwenden?"

Kurz denkt der Engländer über die Frage nach. Die Zukunft hält einige Optionen für ihn bereit. Das entspricht wohl den Tatsachen. Kurz fährt er sich durch den Goatee, ehe er schließlich seine Antwort präsentiert.

James Godd: "Im Grunde genommen kann ich dir auf diese Frage keine Antwort geben, Luke, denn alles hängt auch immer davon ab, wie ich im Match gegen Ashley abschneide. Denkst du wirklich mit einer Niederlage könnte ich ein Cryption Match einfordern? Du siehst, es ist nicht ganz so einfach, wie man meinen möchte. Jedoch steht eines tatsächlich fest... zwischen mir und Barker ist noch lange nicht das letzte Wort gefallen!"

Er nickt entschlossen mit dem Kopf und erhebt sich schließlich von seinem Sitzplatz.

James Godd: "So, Luke, es war wie immer nett mit dir zu plaudern... du weißt ja, ich ziehe es vor, wenn sie dich schicken und nicht Elroy! Jedenfalls muss ich nun wirklich los, Luke."

Sein Blick geht noch einmal zu Ashley.

James Godd: "Ashley... wir sehen uns im Ring!"

Mehr Worte hat er nicht mehr für sie übrig. Stattdessen dreht der Londoner sich nun um und verlässt den Ort des Geschehens. Zurück bleiben Tyler und Ashley Stanton, die ihm mit ihren Blicken dabei folgen, wie er die Studiokulisse verlässt. Damit scheint das Sitdown-Interview dann auch beendet zu sein. Für wenige Sekunden zeigt die Totale noch die beiden Zurückgelassenen. Dann blendet die Kamera ab.
 

Anna Richmond: "Einer der wenigen Männer mit Anstand, den wir da gerade gesehen haben. Hat sich sogar bei dir verabschiedet, Luke. Das passiert hier nun wahrlich selten."

Luke Tyler: "Aber er ist nun auch ein Mann, der es mit einer Frau aufnimmt, oder nicht?"

Die kecke Frage lag Tyler - im Wissen um dieses Interview - schon die ganze Zeit über auf der Zunge. Eine innerliche Freude war es also, dass Anna mit Godd sympathisierte.

Anna Richmond: "Was hat das eine mit dem anderen zu tun, Luke? Du hast Ashley gehört. Sie will dieses Match, sie ist hier um zu kämpfen. Sie traut sich sogar den Sieg zu. Oder denkst du anders darüber? Meinst du Godd hat sie irgendwie angefasst oder zu etwas gezwungen, was sie nicht will?"

Luke Tyler: "Nein... ER nicht."

Anna Richmond: "...wir wissen, dass Barker und Cain ziemliche Arschlöcher sind, ja. Aber dass du Ashley nun in ein gutes Licht rücken willst, liegt doch nicht an den zwei Tyrannen, mit denen sie bei der Religion ist, sondern wahrscheinlich an zwei anderen... Dingen, die Ashley zu jeder Tages- und Nachtzeit dabei hat."

Luke Tyler: "Was ein Blödsinn. Du lobst ja auch nicht James Godd, weil er nett aussieht."

Anna Richmond: "Vielleicht auch ein bisschen deswegen... Aber im Gegensatz zu Ashley Stanton sieht er eben nicht nur nett aus. Das ist der Unterschied."

Luke Tyler: "Wenn sie Morgen James Godd bezwingt und als Erste den Käfig verlässt oder ihn sogar pinnt, werden sich alle deine Vorwürfe auflösen. Dann ist sie die gemachte Frau der Religion."

Anna legt den Kopf schief. Sie würde gerne noch eine Spitze folgen lassen, aber sie kennt Luke nun schon zu lange, alsdass sie nicht wüsste, wann es Zeit ist zu ihm beizudrehen.

Anna Richmond: "...Stattgegeben."

Besänftigt lächelt Luke, was Anna zu ihrem ersten Kichern seit langer, langer Zeit verleitet.

Luke Tyler: "Und wer der gemachte Mann von Nicotine & Bacteria ist und wer von ihnen morgen um den Undiputed Gerasy antreten wird, das klärt sich in unserem heutigen Main Event."

Anna Richmond: "Und wie wir hören, hat S1margl leider noch nicht das Gelände verlassen, sondern ist höchst wahrscheinlich auf dem Weg zu einem seiner Kollegen von N&B."

Luke Tyler: "Lass uns mal schnell hinschalten."



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