Scene

Id
299  
Name
James Godd und Samuel Lawrence  
Summary
 
Position
17  
Scenetype
Live  
Created At
2012-08-15 01:39:13  
Edited At
2012-08-26 14:52:56  
Show
Brawlin Rumble IX  


OFF-CAMERA

Samuel Lawrence steht am Empfang des Labib Hotels und wartet auf den Pagen. Die Sporttasche muss auf sein Zimmer, bevor er sich an die Bar setzen kann. Derweil unterhält er sich mit einem Angestellten, welcher am Empfang sitzt.

„Schön sie wieder hier, in unserem Hotel, begrüßen zu dürfen, Mister Lawrence. Haben sie Sonderwünsche zu ihrer Suite? Spiegel am Bett, Rosenblätter im Bad, drei Call-Girls und Whisky? Kann ich sie damit glücklich machen?“

Samuel schaut etwas erstaunt und reibt sich an der Nase. Er erinnert sich an den guten Service, welchen man in diesem Tempel bekommt und die vielen Mädels die er in diesem Hotel schon „getroffen“ hatte. Er lächelt dem Angestellten zu und antwortet.

„Angebot 3 klingt als würden sie mich kennen. Ich fühle mich ein wenig als wäre ich endlich wieder zuhause. Also sieh mal zu das auf meinem Zimmer 3 Mädels und Whisky auf mich warten wenn ich wieder komme. Ich brauche wirklich etwas Entspannung wenn ich diese Nacht überlebe…“

Der Angestellte tippt etwas auf dem Keyboard und schaut Samuel dann wieder an. Dieser zieht die Nase hoch und schluckt gleich darauf.

„Herr Lawrence, sie werden das schon überleben. Sie haben doch bisher als überlebt was sie sich angetan haben. Das Heute wird nicht mehr oder weniger schmerzvoll. Sie haben sich doch meist gut geschlagen. Sie haben einmal gewonnen, vergessen sie das nicht.“

Wieder zieht Samuel die Nase hoch, macht dann einen Schritt weg und dreht seinem Gegenüber den Rücken zu. Er verschränkt die Arme und spricht mit ruhiger Stimme. Dabei zieht er immer und immer wieder die Nase hoch.

„Ja, ich weiß. Aber ich habe nie wirklich gewonnen. Ich habe niemals etwas daraus gemacht und die Liga in der es passierte ist fast schon vergessen. Ist nur noch eine Randnotiz. Das ist 10 Jahre her. Ich bin nicht mehr dieser Junge. Ich habe den Zorn und das Feuer, irgendwo verloren. Ich bin nur hier um einen Freund zu treffen.“

Der Angestellte schaut skeptisch.

„Wollen sie etwa zu Senor Ortega?“

Samuel dreht sich um und schaut entsetzt. Er schüttelt energisch den Kopf und stellt die Situation dann klar.

„Ich bin mir sicher ich sagte, einen Freund besuchen, und der kleine Latino ist vieles aber nicht mein Freund. Diego ist mehr mein weißer Wal. Verdammt, dass trifft es genau auf den Punkt.“

Während Samuel redet kommt ein zweiter Hotelangestellter hinzu.

„Mister Lawrence, ihr Page steht bereit um ihr Gepäck auf ihr Zimmer zu geleiten. Wir wünschen ihnen, im Namen der Labib-Hotel-Familie, einen erfolgreichen Abend und freuen uns auf sie als Gast."

Samuel gibt dem Pagen seine Tasche. Er dreht sich um und läuft, die wenigen Schritte, hinüber zum 1001 Dreams, der Bar des Hotels. Dort angekommen verschwindet er auf dem Klo.

Der Barkeeper des 1001 Dreams schaut skeptisch die Theke entlang. Es herrscht viel Betrieb in seinem Laden. Einige Gäste schauen hier auf eine Leinwand, die Show und jubeln laut als sie bemerken wo die Kameras sind. Barkeeper Richie ist nervös. James Godd ist, kurz vor seinem großen Kampf, noch in die Bar gekommen und scheint sich schon auf das Duell mit Diego Sanchez vorzubereiten. Bisher ist er ruhig geblieben, doch noch hat er die Kameras nicht bemerkt. Er steht alleine an der Bar und regt sich nicht.

Von links kommt Samuel Lawrence ins Bild und setzt sich, direkt bei Richie, an die Bar. Der Barkeeper putzt einige Gläser und spricht Samuel dabei an.

„Das gleiche wie immer, Mister Lawrence?“

Samuel lächelt für eine Sekunde und antwortet mit einem zustimmenden Kopfnicken. Richie hat fertig gespült, schaut noch einmal hinüber zu James Godd und widmet sich dann wieder Samuel, welchen er bestens zu kennen scheint.

„Was treibt dich in die Stadt, mein Junge?“

Sam schaut Richie für einige Augenblicke skeptisch an und fährt mit der rechten Hand durch seinen Bart. Er seufzt. Und klopft nervös auf die Theke. Endlich bekommt er seinen Whisky. Er nimmt das Glas, setzt es an und trinkt es leer. Schon als das Glas wieder auf dem Tresen steht, ist es auch schon wieder gefüllt. Samuel behält es in der Hand, antwortet jedoch zunächst auf die Frage, welche Richie ihm gestellt hatte.

„Ich bin hier um alte Freunde zu besuchen. Vor allem will ich mich bei einem Entschuldigen. Ich hätte ihn nicht so behandeln dürfen. Es war falsch von mir. Gott, ich schäme mich so dafür was ich getan habe. Gut das du texanischen Whisky hast. Ich muss mir ein wenig Mut antrinken.“

Samuel trinkt sein zweites Glas leer und Richie füllt es wieder auf. Der alte Barkeeper behält James Godd im Auge. Dieser hat die Kamera bemerkt und macht sich langsam auf den Weg. Und nicht nur die Kameras hat der grimmig wirkende Godd bemerkt, er hat auch den letzten Worten von Lawrence gelauscht und fühlt sich dazu verpflichtet seine eigene Meinung der Sache beizutragen. Mit einem boshaften Grinsen baut der Engländer sich vor dem ehemaligen Referee auf.

James Godd: „Du schämst dich deiner Taten? Was bist du nur für ein Mann? Und bevor du fragst… selbstverständlich weiß ich wen ich hier vor mir habe. Ich bin durchaus mit der PCWA Historie vertraut!“

Er nickt kurz mit dem Kopf und streicht sich dann eine schwarze Haarsträhne nach hinten.

James Godd: „Ein wahrer Mann steht für seine Taten ein.“

Er will fortfahren, doch Lawrence ist schneller als er.

Lawrence: „Ein wahrer Mann vergreift sich auch an unschuldigen Fans…“

Samuel lächelt eine Sekunde. Schaut jedoch den Briten dann fragend an und nippt an seinem Drink.Kurz geht der Blick von Godd zu Boden. Er lacht kurz auf und sieht dann erneut zu Samuel Lawrence.

James Godd: „Ich stehe dazu. Jedoch war dieser Fan nicht unschuldig. Er ist ebenso wenig unschuldig wie all die Anderen da draußen. Doch heute Abend werde ich sie lehren zu wem sie wirklich aufschauen sollten. Ich bin der dunkle Gott, der in Zukunft über die PCWA regieren wird. Der kleine Rückschlag gegen Brunswick wird daran nichts ändern!“

Er neigt kurz den Kopf schräg zur Seite. Ja, er freut sich auf das Match gegen Díego. Er freut sich darauf den Mexikaner endlich vom Thron zu stoßen. Endlich aus dessen Schatten zu treten und sein eigenes Kapitel anzufangen. Immer hat man ihn nur den Kronprinz von Sanchéz genannt. Immer war er der neue Sanchéz! Doch sein Name ist GODD! Und diesen Namen wird er ihnen allen einprägen, wenn er das große Idol der Massen zu Fall bringt. Nachdem er diese Gedanken abgeschlossen hat und einige Sekunden Ruhe herrschte fährt der Mann aus London fort.

James Godd: „Doch du, Samuel Lawrence… du gehörst zu denen die nicht begreifen wann sie den Kameras fern bleiben sollten. Deine Zeit ist vorüber und mir haben nur 2 Blicke auf dich genügt um das zu bestätigen! Du sitzt hier in einer Bar und spülst dir den Kummer mit Whiskey runter anstatt es wie ich zu machen! Nimm dein Schicksal in die Hand und sorge mit aller Härte dafür, dass es erfüllt wird!“

Ein ernster Blick wird Lawrence zugeworfen. Ihm ist eigentlich egal was Lawrence von seinen Worten hält. All dies hier dient ohnehin nur den Kameras. All dies ist ein Manifest dessen wofür er einsteht. Jetzt nennen sie ihn alle den neuen Schlächter obwohl er diesen Namen nie wollte. Er wird sich seinen eigenen Namen machen… koste es was es wolle!

Samuel ist amüsiert. Er weiß nicht wer der Kerl eigentlich ist. Er weiß nur von Wiley Cuts, dass James Godd auch Fans angreift. Das war die einzige Information. Jetzt weiß er allerdings mehr. Sogar mehr als er wissen wollte. Samuel nimmt das Glas zum Mund, zieht seine Nase hoch und trinkt dann aus. Danach schaut er Godd mit, weit offenen, Augen an und antwortet diesem dann, mit dem Anflug von Sarkasmus in der Stimme.

Samuel: „Ja, ich spüle mir den Frust runter. Den Frust darüber, dass ich mehr Geld habe als ich je ausgeben kann. Den Frust darüber, jeden Tag nur das zu machen was ich will. Den Frust über die wunderschönen Frauen, welche in meinem Bett liegen. Den Frust über mein so verdammt schönes Leben.“

Samuel lacht spöttisch und starrt Godd weiter an.

Samuel: „Ich muss niemandem mehr etwas beweisen. Ich hab meine Zeit gehabt. Ich habe meinen großen Sieg gehabt. Ich bin nicht wie du und so viele andere Jungs in diesem Geschäft. Zerfressen vom Ehrgeiz und vom Rampenlicht verblendet. Du bist also der schwarze Gott, der die PCWA in seiner Hand hält? Von mir aus. Have fun with it. Aber wunder dich nicht, wenn du irgendwann wie Heritage endest. Der hat auch nie verstanden, es gibt wichtigeres als das hier. Er hatte immer nur diese Liga, sein ganzes Leben dreht sich nur darum der beste zu sein. Ständig wollte er irgendwas beweisen. Sieh ihn dir an. Er ist komplett Irre geworden, dass ist wirklich traurig. Sieh ihn dir gut an, dass wird aus dir. Ein armer Irrer, der keine Ruhe mehr findet. Aus James Godd wird James Goat!“

GODDDAMN!

GODDDAMN!

GODDDAMN!

Wie aus dem Nichts trifft die patentierte Sweet Chin Music von Godd Samuel Lawrence mit voller Wucht am Kinn. Der ehemalige Referee sinkt augenblicklich zu Boden, während Godd schwer atmend über seinem Opfer steht. Ein irrsinniges Grinsen ziert die Züge des Engländers. Mit düsterer Stimme wendet er sich schließlich an Lawrence.

James Godd: „NACH DEM HEUTIGEN ABEND WERDET IHR MICH ALLE RESPEKTIEREN! ALLE, VERDAMMT NOCHMAL!“

Er wirft noch einen spöttischen Blick auf Lawrence, der sich langsam wieder regt, dann verlässt er schließlich den Tatort. Er hat es ihm gezeigt, so wie er es allen zeigen wird die ihn nicht respektieren. Die ihn lediglich als den kleinen Kronprinzen von Sanchéz gesehen haben. Die in ihm nur den Mitläufer von Barker sehen. Er hat genug! Und wenn Worte nicht mehr ausreichen, dann müssen eben Taten folgen.

 

Mike Garland: "Hilfe, Polizei! James Godd geht schon wieder um!"

Vincent Craven: "Unglaublich, was er mit Samuel Lawrence gemacht hat. Da sieht man, wie unberechenbar dieser James Godd inzwischen geworden ist. Da genügt ein einziger Spruch von unserem ehemaligen Referee und schon muss er den 'Goddamn' einstecken."

Mike Garland: "Ach, das. Ich meinte eher das Verbrechen, sich texanischen Whisky zu genehmigen. Da kann man ja gleich Spülmittel verköstigen, verdammt."

Vincent Craven: "Kümmert es dich denn gar nicht, was da eben geschehen ist?"

Mike Garland: "James Goat. Hehe, den Gag sollte ich mir merken. Der Name passt irgendwie."

Vincent Craven: "Meine Damen und Herren: Mein Kollege Mike Garland, wie immer in eigenen Sphären schwebend."

Mike Garland: "Ob man die drei Call-Girls und das Gesöff auch auf der Spesenrechnung angeben kann?"



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