Scene

Id
2643  
Name
Zwischenspiel - Du wirst deine eigenen Wege gehen!  
Summary
 
Position
30  
Scenetype
Off Camera  
Created At
2016-01-10 14:47:20  
Edited At
2016-01-13 22:26:05  
Show
Vendetta 114  


Man hat ihn heute bisher nur in einem Video gesehen. Aber das heißt nicht, dass er nicht da ist. Die Rede ist von Chris McFly. Ironischerweise finden wir ihn wieder in seiner Umkleidekabine. Wieder sitzend. Wieder in sich versunken. Zumindest wirkt das so für das untrainierte Auge. Doch er ist nicht alleine. Damenbesuch ist in seiner Kabine. Jedoch keinen, bei dem man sich all zu viel dabei denken sollte. Kathy Strong, sein weiblicher Schützling, sitzt ihm gegenüber und studiert ein Schriftstück. Muss man kein Prophet sein oder eine besonders gute Kamera mit extra starkem Zoom haben, um zu erkennen, dass es sich bei diesem Schriftstück um einen Vertrag handelt? Nicht wirklich. Also lauschen wir den beiden und hören, was sie zu besprechen haben.

CMJ: „Also, Kathy, hast du noch Fragen zu dem Vertrag?“

McFly’s Stimme wirkt monoton. Hier geht es ums Geschäft und darum, einen seiner besten Schützlinge in ein geregeltes Vertragsverhältnis zu führen.

Kathy: „Soweit alles in Ordnung. Am besten finde ich, dass man immer noch woanders antreten darf. Ich kann also jederzeit bei ATHENA weitermachen.“

CMJ: „Das ist hier Gang und Gebe. Die PCWA legte schon immer Wert darauf, dass man das C im Kürzel ruhig auch betonen kann. Wenn du also mit allem einverstanden bist, Gehalt, Anwesenheitspflicht bei Shows auch, wenn man kein Match hat, Termine für Promozwecke und so weiter und sofort, tja, dann solltest du heute unterschreiben und alles ist in die Wege geleitet.“

Das Klicken eines Kugelschreibers durchschneidet die Stille des Raumes und wenige Augenblicke später hört man wie der Stift über das Papier gezogen wird und die Unterschrift der Halbdeutschen sich auf das Selbige bannt.

CMJ: „Gratuliere, willkommen in der PCWA. Und viel Glück im Brawlin’ Rumble. Du wirst es brauchen.“

Kathy: „Ich finde das immer noch stark von dir. Du verzichtest auf diesen Platz und ich darf ihn haben. Das macht mich auf der einen Seite ziemlich stolz, weil ich dich ja irgendwie vertrete. Aber es setzt mich auch einem gewissen Druck aus.“

Kathy hat immer zu Chris aufgesehen. Er ist ihr Trainer, ihr Mentor und väterlicher Freund in allen Lebenslagen im Ring und um den Ring herum. Und manchmal auch darüber hinaus.

Kathy: „Ich will ja schließlich irgendwie bleibenden Eindruck hinterlassen und mich weiterempfehlen.“

Mit der Weisheit eines erfahrenen Wrestlers und der Strenge eines Vaters schaut Chris auf Kathy.

CMJ: „Du hast dir da etwas wirklich Großes aufgehalst. Aber du hast darum gebeten und du hast es bekommen. Mir macht halt ein wenig Sorgen, dass du noch nicht so viele Erfahrungen im Bereich von Intergender Matches gesammelt hast. Speziell hier in der PCWA wirst du auf Menschen treffen, die keinerlei Grenzen kennen. Zumal es hier durchaus üblich ist auch Frauen hart anzugehen. Die meisten Wrestler machen kaum noch einen Unterschied, ob sie einem Kerl oder einem Mädchen einen Tiefschlag verpassen müssen, um zu gewinnen. Deshalb bitte ich dich auch inständig darum, dass du auch wirklich auf dich aufpasst. Ich würde es mir nie verzeihen, wenn dir hier etwas zustoßen würde, was man nicht mehr als Sportverletzung begreifen kann. Ich hoffe, du kannst mir folgen. Falls du jemals das Gefühl haben solltest, dem nicht gewachsen zu sein, wäre ich der Letzte, der dir einen Vorwurf machen würde.“

Schon bei den letzten Worten schüttelt Kathy entschieden den Kopf. Die sture Entschlossenheit, die man auch vom einstigen Weltenbummler kennt, ist auch ihr zu Eigen.

Kathy: „Auf keinen Fall. Dieser Vertrag gilt rückwirkend ab dem 01. Januar und ich werde die kompletten 2 Jahre so erfüllen wie sie da beschrieben sind! Aber wenn wir schon dabei sind, Coach … ich mach mir Sorgen um dich.“

CMJ: „Du … machst dir Sorgen um mich? Warum?“

Für einen Moment scheint Kathy nach den richtigen Worten zu suchen. Dann schließt sie kurz die Augen um es dann aus sich heraussprudeln zu lassen.

Kathy: „Als wir auf dem Flug hierher waren, hast du gesagt, ich soll mich aus deinen Sachen 'raushalten. So hab ich es zumindest verstanden. Aber jetzt stehst du vielleicht komplett alleine gegen diese Nicotine & Bacteria Typen da! Wenn dieser Dalm1 den Titel heute verteidigt, hast du nicht nur einen Gegner, Chris. Wir wissen doch beide, dass du dann gleich drei Gegner haben wirst. Diesen Lee und Mad Dog. Und diese Bleed schwirrt da ja auch noch herum. Lass mich dir helfen! Ich will nicht, dass du dich da in etwas hinein verrennst und dann am Ende ernsthaft Probleme bekommst! Wir …“

CMJ: „Ganz ruhig, Kathy!“

Bremst der Chicagoer den Redefluss von Kathy.

CMJ: „Dass sie gefährlich sein können, weiß ich selbst.“

Kathy: „Ich will dir helfen!“

CMJ: „Nein.“

Wieder Stille. Kathy will wieder ansetzen, wird jedoch von Chris unterbrochen während sie noch am Ansetzen ist.

CMJ: „Du wirst deine eigenen Wege gehen! Ich werde nicht zulassen, dass du da mit 'reingezogen wirst. Das ganze geht schon viel länger und es wird auch nichts sein was heute oder morgen oder beim Brawlin’ Rumble beendet sein wird. Und außerdem, was nützt es, wenn wir hier Pläne schmieden und am Ende gewinnt Jacob Kwabena? Der Junge hat unter der Leitung von Hannibal Cain einen gewaltigen Schritt gemacht. Er ist unberechenbar geworden und hat sich von einem Grünschnabel in einen ernstzunehmenden Gegner verwandelt. Ich weiß nicht wie es heute enden wird, aber ich weiß, dass, egal wie es endet, du dich nicht reinhängen wirst. Weder wenn ich gegen Kriss Dalm1 und seine N&B Freunde, noch gegen Kwabena und die RoD antreten muss! Ist das klar?“

Kathy: „Coach …!“

CMJ: „Kathy! Ist das klar!?“

Betroffen schaut Kathy zu Boden.

CMJ: „Ich will dich nicht in Gefahr bringen. Deshalb bitte ich dich nicht nur, ich verbiete es dir, dich in meine Angelegenheiten einzumischen! Und jetzt nimm den Vertrag und bring’ ihn zu Gabriel Lucifer. Aber denk’ immer dran, hier darfst du niemandem vorbehaltlos glauben. Du wolltest hierher, das habe ich möglich gemacht. Aber du wirst deinen Weg alleine gehen müssen.“

Trotzig schnappt sich Kathy den Vertrag, steht auf und verlässt wortlos die Umkleidekabine.

Draußen vor der Tür atmet Kathy einmal tief durch.

Kathy: „Coach … ich verdanke dir so viel … du willst nur das Beste. Du willst, dass ich meinen Weg gehe. Aber was, wenn mein Weg parallel zu deinem läuft?“

In der Umkleidekabine sitzt McFly und starrt einmal mehr auf das Regal mit den Zeitzeugnissen. Was hat er bloß getan? War es richtig Kathy nachzugeben und sie hierher mitzunehmen? Nur die Zeit wird es zeigen können.



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