Scene

Id
2627  
Name
Herausforderung  
Summary
 
Position
22  
Scenetype
Live  
Created At
2015-12-23 10:58:03  
Edited At
2016-01-17 20:51:48  
Show
Vendetta 114  


Wir führen euch in eine schöne neue Welt. Ihr müsst es nur wollen. Folgt uns und ihr werdet mit uns herrschen.

Die Musik der Religion of Death. Normalerweise ein glasklares Indiz dafür, dass die komplette Gruppierung auftauchen wird, doch nicht dieses Mal. Ausnahmsweise ist es eine einzelne Person. Es ist der junge Brite und von Hannibal Cain auserkorener "Sineater" der Religion, Benedict White. Er sieht ernst aus. Ein wenig blass. Es gibt Aspekte dieses Geschäfts, die ihm noch immer etwas ungeheuer sind und alleine eine Promo im Ring zu halten, ist ganz sicher nicht sein Metier. Backstage kann er mittlerweile reden. Dort ist man unter sich. Aber im Ring? Da ist er allen ausgeliefert. Schon früher am Abend hätte er am liebsten abgelehnt, als Rafa meinte, dass sie die Expansion stellen sollten, doch der Gruppenzwang hatte ihn schlussendlich vor den Vorhang gezogen.

Das hier allerdings ist etwas vollkommen Anderes. Das ist bewusste Selbstzerstörung. Es würde ihn alles kosten überzeugend zu wirken.

Mit eiligen Schritte läuft er an den Fans vorbei zum Ring und zur Hälfte um ihn herum, bevor er über die Ringtreppe sein Ziel erreicht. Ganz so wie sein Idol es immer tut. Die Fans buhen ihn den ganzen Weg über aus. Es tut ein bisschen weh, aber das ist jetzt egal. Sein Atem ist schnell und tief. Als würde er sich aufpumpen wollen. In den Publikumsreihen findet er ein paar Religion of Death T-Shirts. Hier und da ein Robert Barker Shirt. Unmengen von Robert Breads Shirts. Der PCWA ist es egal, solange sie Merchandise kaufen.

Er bleibt mittem im Ring stehen. Einsam und allein. Er muss an Robert denken.

Die Fans beginnen unruhig zu werden. Das buhen wird leiser, man will wissen, was der Junge zu sagen hat. Oder warum er so lange nichts sagt. Doch ihm versagt die Stimme. Versuche zu schweigen und du wirst erkennen, wie lang zwanzig Sekunden sein können. Und dann versuche das Gleiche vor 16.000 zahlenden Fans. Mit jeder Sekunde wird es für Benedict schwerer zu beginnen. Aber er muss. Für Robert!

Benedict White: „Mein Name…“

Das ist keine künstlerische Pause, wie bei Robert, wenn er seine Promos beginnt. Benedict hat einfach nur falsch geatmet.

Benedict White: „…ist Benedict White. Und ich…“

Das Buhen wird wieder lauter. Vielleicht weil er sie durch diesen Beginn an den ungeliebten Gerasy Champ erinnert hat, vielleicht weil sie Benedict nicht mögen. So oder so hilft es nicht seinen Mut zu steigern. Dabei könnte er die Motivation genau jetzt dringend gebrauchen.

Benedict White: „…bin der Sineater der Religion of Death.”

Durchatmen. Das ist endlich raus. War schwer genug.

Benedict White: „Bei United as One… hätte ich… zusammen mit Rafa... die Cotatores Trophy gewinnen können. Ich… hätte diesen Titel gerne gewonnen... und beim Brawlin' Rumble werde ich genau das auch endlich tun. Das verspreche ich. Ich werde… Cotatores Champion sein. Genauso wie Robert Barker es war!“

Die letzten Worte muss er lauter sprechen. Alleine das Erwähnen des Champions hebt den Lautstärkepegel im Theater wieder an.

Benedict White: „Robert Barker ist der Mann, der die PCWA Jahrelang geprägt hat. Er ist der Grund, warum ich heute hier stehe. Er ist der Undisputed Gerasy Champion und der beste Wrestler der Welt.“

BREADS!
BREADS!
BREADS!

Doch der Junge im Ring schüttelt energisch den Kopf.

Benedict White: „Nein. Robert Breads ist NICHT der beste Wrestler der Welt. Das kann er gar nicht sein, sonst hätte er den Titel. Stattdessen… stattdessen ist er ein guter Wrestler, der Glück hatte. Er hat beim CORE gegen Rage kämpfen müssen, der einen Kampf mehr in den Knochen hatte. Wo ist das fair? Das Turnier hat er also nur durch Glück gewonnen… und bei United As One waren Raffa und ich dichter am Erfolg, als Breads und sein Partner Marvin Percio.“

Er macht ein paar Schritte. Der Boden unter seinen Füßen fühlt sich irgendwie fester an.

Benedict White: „Bei United As One war ich kurz davor Robert Breads‘ Arm zu brechen und damit die Illusion seiner Unbesiegbarkeit zu zerstören. Ich hatte ihn im Cross-Armbreaker und ich könnte ihn jederzeit wieder darin fangen! Was ich sagen will… Robert Breads ist nicht der beste Wrestler der Welt. Robert Breads ist schlagbar!“

BEST IN THE WORLD!
BEST IN THE WORLD!
BEST IN THE WORLD!

Benedict White: „NEIN! Nein, das ist er nicht. Und ich werde es euch beweisen!“

Nun geht doch ein kleines Raunen durchs Publikum. Sie haben Gerüchte gehört. Verdammtes Internet.

Benedict White: „Nelson Frider. Komm heraus.“

Und Frider kommt tatsächlich heraus. Das Raunen wird größer. Breads Chöre mischen sich dazwischen. Der Referee macht sich entschlossen auf den Weg zum Ring. Benedict wartet mit ernster Miene. Gleiche würde er die Worte aussprechen müssen, auf die er sich nun schon den ganzen Abend vorbereitet. Als Nelson im Ring angekommen ist, schaut Ben ihn an. Er nickt.

Benedict White: „Robert Breads… ich fordere dich heraus!“

Die Fans gehen hoch. Alle wollen ihren Helden sehen. Doch der lässt auf sich warten.

Benedict White: „Hier! Jetzt! Lass uns kämpfen… wenn du dich traust!“

Die Fans rufen nach Canada’s Own.

Benedict White: „Nelson Frider… läute das Match an.“

Der Ref schaut ihn etwas komisch an, doch Benedict macht ihm sehr schnell verständlich, dass er nicht zögern würde ihn dazu zu bringen das Match anzuläuten. Sich zu weigern sei keine Option. Also lässt er die Ringlocke läuten.

*DINGDINGDING*

Der Nummer Eins Herausforderer auf den Undisputed Gerasy Titel ist nicht im Ring. Dort steht nur Benedict White, der Nelson Frider jetzt davon überzeugt Breads anzuzählen.

Frider: „EINS!“

NO!

Frider: „ZWEI!“

NO!

Frider: „DREI!”

NO!

Frider: „VIER!”

NO!

Frider: „FÜNF!”

NO!

Frider: „SECHS!”

NO!

Frider: „SIEBEN!”

NO!

Frider: „ACHT!”

NO!

Frider: „NEUN!”

NO!

Frider: „ZEH—“

Und da ertönt mit einem Mal "Einer gegen Alle" von Samsas Traum - was die Fans in der Halle dazu bringt, in lautstarken Jubel auszubrechen. Zum ersten Mal am heutigen Abend gibt es ein Lebenszeichen des selbsternannten besten Wrestlers der Welt, des No. 1 Contenders auf den Titel des Idols von Benedict White, der für ein anstehendes Match doch eher untypisch gekleidet ist - in Jeans, Sneakern und T-Shirt. Aber bis vor einer Minute wusste er wohl auch nichts davon, dass er hier herausgefordert werden würde... was nicht heißt, dass er das Match annimmt.

Im Gegensatz zu Benedict White ist Robert Breads vollkommen gelassen, als er zum Ring schreitet. Vor über 6 Jahren gab er sein Debut in der GFCW, er ist es gewohnt wenn Massen toben, er kennt überkochenden Hass genauso wie überschwängliche Freude, sowohl für ihn als auch für die Person, der er im Ring gegenübersteht. Und vor allem hat Robert Breads überhaupt kein Problem damit, im Ring zu reden - nein, das ist mehr oder minder seine Paradedisziplin, hat er den Award für das "beste Mic-Work" doch im Prinzip seit seinem Debut in der PCWA abonniert. Daher überrascht es auch nicht wirklich irgendjemanden, dass er, als er im Ring ankommt, sogleich ein Mikrofon fordert, welches ihm natürlich gereicht wird. Seine Musik verstummt und er richtet sich an seinen Gegenüber.

Robert Breads: "Ernsthaft?"

Skeptisch sieht er White an.

Robert Breads: "Du? Das Schoßhündchen?"

Natürlich muss er seinen Opponenten gleich runter machen - er will Robert Barker, nicht dessen Schüler, wenn er schon seine wertvolle Zeit aufbringt. Aber dieser Junge hat die Frechheit, ihn heraus zu fordern.

Robert Breads: "Warum bellst du denn bitte so laut? Was soll das? Was willst du wirklich?"

Es ist ein Zeichen von Benedicts noch immer noch ganz verflogenen Naivität, dass er für einen Moment nicht versteht, was Breads denkt. Seine Herausforderung ist absolut ehrlich gemeint. Das man ihn anzweifeln würde hat er nicht erwartet. Er wirkt in seiner Art sogar irgendwie unschuldig. Allerdings nur, wenn man naiv wäre, doch ein Mann wie Robert Breads überlebt nicht lange an einem Ort wie der PCWA, wenn er sich von einem naiven Gesichtsausdruck oder einer unschuldigen Herausforderung täuschen lassen würde. Er weiß genau, dass mehr dahinter steckt.

Benedict White: „Du weißt ganz geanu, was das hier soll. Ich fordere dich heraus.“

Er deutet auf den Ring, in dem er sich schon befindet, so als müsse er Breads verdeutlichen, worum es geht. Als wäre das alles nur ein Verständnissproblem. Der Sineater ist von dieser Situation so überrascht, dass er vergisst nervös zu sein.

Robert Breads: "Das habe ich mitbekommen, Benny. Aber warum soll ich wirklich hier heraus kommen?"

Der Kanadier verschränkt die Arme vor der Brust und legt den Kopf leicht schief, während er das Mikrofon betont lässig an den Mund hält - er will den Eindruck vermitteln, überhaupt keine Sorgen zu haben, was hier los ist. Allerdings verraten ihn die kurzen Blicke zu den Seiten. Er wartet auf irgendetwas.

Robert Breads: "Hat mein Namensvetter dich gebeten, hier heraus zu kommen und den Ködern zu spielen damit eure Glaubensgemeinschaft nochmal versuchen kann mich fertig zu machen um dabei ähnlich grandios zu scheitern wie schon beim CORE? Wenn das euer Plan ist seid ihr wohl noch dümmer als euer Name. Aber nur zu, Benedict... los, wo bleibt der Rest?"

Der Groschen ist nun auch bei Benedict gefallen. Es steigt ihm etwas Röte ins Gesicht, als er erkennt, dass er nicht ernstgenommen wird. Man traut ihm nicht zu sich Breads alleine zu stellen. Tja, falsch gedacht. Benedict White ist schon lange kein Feigling mehr! Benedict White ist die Zukunft! Ganz so wie Hannibal es ihm eingetrichtert hat.

Benedict White: „Es gibt keinen Rest, Breads. Ich stehe alleine in diesem Ring und ich werde alleine gegen dich antreten.“

Er überlegt einen Moment und legt dann nach.

Benedict White: „Und ich werde dich alleine besiegen!“

Breads guckt White an als hätte dieser sich gerade als geheimer Lover von Maximilian Lunenkind geoutet.

Robert Breads: "...äh... nein?"

Kopfschütteln beim Kanadier. Dann grinst er mit einem Mal.

Robert Breads: „Moment, Moment... warte eine Sekunde... du meinst das ernst, oder?"

Benedict lacht nicht. Es ist sein absoluter Ernst.

Benedict White: „Bei United As One habe ich dich in meinem Armbreaker gefangen. Wäre Percio nicht gewesen, hättest du abgeklopft. Und wenn es kein TLC-Match gewesen wäre, dann hätte ich dich besiegt. In der Mitte des Ringes! Dann wäre ich jetzt Cotatores Champion und du müsstest mich um ein Match bitten!“

In seinem Kopf klang das alles noch eindrucksvoller.

Robert Breads: "Das ist eine ganze Menge Konjunktiv in deiner kleinen Rede, kleiner Mann. Ich würde, wenn ich du wäre, lieber möglichst wenig über dieses Match reden, denn ich bin immer noch verdammt sauer darüber dass ich ein Match nicht gewonnen habe, in dem solche... Leute..."

Er vermeidet hier bewusst das Wort "Wrestler" - eine weitere, kleine Herabstufung für White. Trotz allem ist Breads nun einmal ein selbstverliebter, arroganter Dreckskerl, wenn es die Situation erlaubt.

Robert Breads: "...wie du teilgenommen haben. Und wenn ich du wäre, wäre ich nicht unbedingt erfreut darüber potenziell mein Punching Ball zu sein, damit ich meine Wut ablassen kann. Abgesehen davon bist du auch noch Barkers kleines Spielzeug, und du bist Teil dieser Religion of Death, die mich mehr als einmal attackiert hat. Ich habe genug gute Gründe, dich in deine Einzelteile zu zerlegen und niemand, nicht einmal du, kannst daran zweifeln, dass ich das tun werde, wenn ich das will. Also wäre es wahrscheinlich besser, wenn du jetzt einfach still bist, verstanden?"

Benedict atmet durch.

Benedict White: „Wenn du so sauer bist... und so viele Gründe hast mich als Punching Ball zu benutzen und... und mich in meine Einzelteile zu zerlegen, dann frage ich mich... was hält dich auf, Breads? Warum weigerst du dich gegen mich anzutreten? Wir haben einen Ring, ich habe einen Referee und alles was zu fehlen scheint... sind deine Eier!"

Hat er das gerade wirklich gesagt? Oh Gott, dafür würde er leiden müssen.

Benedict White: „Zeig das du kein Feigling bist… beweis der Welt, dass du zu deinem Wort stehst, damit ich der Welt beweisen kann, dass du auch nur ein ganz normaler Wrestler bist.“

Benedict wirft das Mikro weg. Er hat genug gesagt. Eierlos, Feigling, NORMAL. Wenn Breads seine Herausforderung jetzt nicht annehmen würde, würde er es nie tun.

Robert Breads: "Hast du mich gerade Feigling genannt?"

Der Kanadier lacht. Darüber lacht er nun wirklich laut, direkt ins Mikrofon.

Robert Breads: "Der Laufbursche von Robert Barker, der jedem Konflikt mit mir ausweicht, der alles zu tun gedenkt um bloß nicht in einem Wrestling Match gegen mich antreten zu müssen, der sich nicht einmal die Mühe macht hier und jetzt aufzukreuzen..."

Breads deutet auf den Backstage-Bereich.

Robert Breads: "...wenn ich seiner kleinen Ratte Stück für Stück das Fell abziehe, weil er zu sehr damit beschäftigt ist sich das Hirn zu zermatern wie er aus diesem Match mit mir heraus kommen kann... bezeichnet mich als Feigling? Mich? Den Mann, der dadurch bekannt und respektiert wurde jedes Match anzunehmen, jede Show zu wrestlen, gegen absolut jeden... und zu gewinnen? Weißt du, was ich dadurch bewiesen habe, Benedict? Dass ich KEIN normaler Wrestler bin. Das hat jeder mitbekommen. Das hat auch dein großer Held mitbekommen, weswegen er jetzt mit Stift und Papier da hinten vor dem Monitor sitzt und sich eifrig Notzien machen will, während ich dich zerlege, um irgendeine Schwachstelle auszumachen, die ich habe - nur leider gibt es keine. Weil ich nicht normal bin. Weil ich über dir stehe. Weil ich über jedem stehe. Weil ich der Beste bin."

Er zeigt mit dem Zeigefinger auf White.

Robert Breads: "Und weil ich der Beste bin, werde ich dir hier und jetzt gegenüber treten. Und dich zerquetschen, wie das kleine Nichts das du bist. Hey, du hast mich ja quasi schon zur Aufgabe gezwungen, nicht wahr? Kannst du ja jetzt nochmal versuchen. Es wäre der größte Sieg deiner Karriere. Du wärst sofort ein riesiger Star. Du wärst... doch was WIRD passieren? Ich sage es dir. Ich werde dich unvorbereitet auf dieses Match, ohne Wrestling-Kleidung und ohne jede Mühe aus dem Ring fegen. Du bist meine 100% nicht wert, Benedict White. Du bist ein Sparring. Ein Aufwärmen. Eine Zwischenmahlzeit vor dem Hauptgang, den ich mir beim Brawlin' Rumble einverleibe. Und Zwischenmahlzeiten haben die Angewohntheit schnell abgefrühstückt zu werden."

Breads dreht den Kopf zum Ringrichter.

Robert Breads: "Worauf wartest du? Bringen wir diese Farce hinter uns."

 

Mike Garland: "Oh... Ein Spontanmatch..."

Vincent Craven: "... Und was für eins: Robert Breads gegen Benedict White... RIGHT NOW!"



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