Scene

Id
2404  
Name
Born to be real, not to be perfect.  
Summary
Treffen der heutigen Main Eventer.  
Position
18  
Scenetype
Live  
Created At
2015-08-14 21:55:36  
Edited At
2015-08-30 15:27:50  
Show
Vendetta 112  


„Weißt du, ich weiß echt manchmal nicht, ob ich dir lieber dein Gesicht eintreten soll, oder ob ich den Hut vor dir ziehen soll, weil du ein verdammt guter Wrestler bist.“

Diese Worte sind gefallen in Virchowas Lounge. Einem Platz auf dem PCWA Gelände, an dem schon sehr viele Gespräche geführt wurden. Mal mehr, mal weniger geistreich. Mal mehr, mal weniger freundlich. Aber immer waren die Gespräche, die hier geführt wurden, von tragender Natur. Weitreichend. Manchmal weit in die Zukunft, manchmal nur wenige Wochen weit. Wie weit in die Zukunft es diesmal reicht kann man noch nicht abschätzen. Und schon gar nicht, ob das ganze hier nicht gleich in einer wüsten Schlägerei endet. Denn es sitzen sich zwei Männer an einem Tisch sehr zentral in der Lounge gegenüber, die sich am Ende des Abends im Ring gegenüberstehen werden. Und sie werden nicht alleine sein. Mit diesem Hinweis dürfte den meisten auch schon klar sein, wer hier involviert sein dürfte. Britain's Finest James Godd und der einstige Swingin' Wrestler Chris McFly Jr. sitzen sich Angesicht zu Angesicht gegenüber.

Und im Kopf von Chicago's Finest fliegen die Worte hin und her. Er versucht das zu sortieren, was im auf dem Herzen liegt und was er unbedingt noch an den Mann aus London weitergeben will.

CMJ: „Ich habe immer noch großen Respekt vor dir. Du bist durch die Hölle gegangen, du hast dich zurück gekämpft und du opferst dich für deine Freunde wie Mad Dog auf, indem du Dalmi forderst. Und du hast mich bei unserem kleinen Tänzchen mit Christian Dorado vor 5 Wochen ganz schön gefordert. Das muss ich schon sagen. Anerkennend kann ich sagen, das war ein feines Stück Ringkampf, und die kleinen Winkel- und Schachzüge waren aller Ehren wert. Ich mag es, wenn es so Old School läuft. So sollte es meines Erachtens immer laufen. Auf der sportlichen Ebene. Wenn ich immer so Matches wie dieses haben könnte, dann wäre ich ein wirklich glücklicher Wrestler und könnte ganz entspannt in jedes kommende Match gehen. Aber ich will dir nicht zu viel Honig ums Maul schmieren.“

Aber wo Licht ist, ist auch Schatten. Wo lobende Worte sind, gibt es auch Tadel. So auch für den Techniker aus der Hauptstadt des Empires.

CMJ: „Denn ... ich fand das Ende nicht so prickelnd. Der Superkick gegen den Kiefer, nachdem ich Dorado erst den Butterfly Suplex verpasst hatte … ach was soll's, du warst clever. Verdammt clever. Aber ich denke, du hast gemerkt, dass man auch mich nicht unterschätzen sollte.“

Immer noch sitzt der Brite mit verschränkten Armen dem Mann aus der Windy City gegenüber und schaut ihn weiterhin fragend an. Soll McFly ruhig weiter reden, schließlich hat er um dieses Gespräch gebeten.

CMJ: „Ach, machen wir die lange Geschichte kurz. Ich will ins Halbfinale. Du willst ins Halbfinale. Und wir beide haben beide das Zeug dazu. Ich will, dass es wieder fair und square verläuft, wie beim letzten Match auch. Keine übermäßig übertriebenen und unfairen Tricks. Hold for Hold, catch as catch can. Wieder schön old school style. Können wir das wieder so hinbekommen? Denn ich will ehrlich sein, ich habe da noch etwas, was mir Gedanken macht.“

Der eigentliche Grund weshalb er das Gespräch mit dem Kontrahenten sucht. Es gibt da noch etwas in der nahen Zukunft über das man ebenfalls nachdenken sollte. Der Engländer schweigt noch einen kleinen Moment lang und mustert McFly mit einer konzentrierten Miene, ehe er diesem endlich eine Antwort schenkt.

James Godd: "Ob wir das hinbekommen können? Well, I don't know, Chris! An mir soll es da wahrhaftig nicht scheitern. Es ist der Wrestlingstil, der mir selbst am meisten liegt. Ich mag es, den jüngeren Fans das klassische Wrestling näherzubringen."

Er schenkt seinem Kontrahenten ein kurzes Lächeln.

James Godd: "Das gibt einem eine gewisse innere Befriedigung, finde ich. Aber ob wir das genau so hinbekommen? Wenn wir alleine wären sicherlich, aber da ist eben immer noch Kwabena. Was ich dir hingegen auch diesmal garantieren kann, ist, dass ich nach den Regeln spielen werde. Alles Fair and Square!

Der Londoner nickt mit dem Kopf, um seine eigenen Worte zu unterstreichen. Das Gespräch verläuft in etwa so, wie es sich CMJ gewünscht hat. Gut, denkt er sich, und setzt dann in die Richtung nach, die ihm noch auf dem Herzen liegt. Langsam fährt er sich mit der Zunge über die Lippen und scheint einen Moment zu überlegen wie er ansetzen soll.

CMJ: „Es freut mich, dass wir in dieser Sache einig sind. Ich kann mich nur wiederholen, ich will das fair lösen. Und das aus gutem Grund. Nicht nur, weil ich persönlich finde, dass wir irgendwann einmal in einem Match eins gegen eins versuchen sollten, diesen sportlichen Wettkampf zu lösen. Wer weiß, irgendwann mal ein Match nach britischen Regeln … 6 Runden mit jeweils 5 Minuten und Best 2 of 3 Falls … ich glaube, das wäre uns beiden und unserem Können angemessen. Die Fans würde es feiern und auch Miss Vark dürfte sich im Klaren sein, dass dies ein Match wäre, das es wert ist entweder eine Vendetta zu headlinen oder an einem prominenten Platz beim PPV steht.“

Überraschend winkt der Engländer mit der Hand ab.

James Godd: "Es ist mir völlig egal, ob wir eine Vendetta damit headlinen würden oder das Dark Match eines PPV's bestreiten müssten. Darum geht es schließlich nicht bei unserer Geschichte."

Er blickt CMJ ernst an.

James Godd: "Aber du hast Recht, ich denke auch, dass die Fans es feiern würden. 2 der besten Techniker zurzeit One on One! Ein wahres Traum-Match. Ein Match, in welchem ich dir dann zeigen könnte, dass der Spitzname "Britain's finest" nicht ohne Grund an mich verliehen wurde."

Er grinst McFly kurz spitzbübisch an ehe er fortfährt.

James Godd: "Aber du erwähntest, dass ein Single Match gegen mich nicht der einzige Grund sei..."

Er lässt es einfach so im Raum stehen und blickt gespannt auf CMJ.

CMJ: „Es gibt da noch etwas, von dem ich finde, das wir es versuchen sollten. James, es fällt mir jetzt nicht leicht so kurz vor dem Match auf dieses Thema einzuschwenken. Und deshalb habe ich auch erst einmal versucht deinen Standpunkt zu erfragen. Ich wollte geklärt wissen, dass wir beide auch wirklich in dieser Hinsicht gleich ticken. Mir geht es nicht darum dir in den Rücken zu fallen, auch wenn ich dich heute bis drei mit dem Rücken auf der Matte halten will. Mir geht es um ein Ziel und eine Trophäe, die mir am Herzen liegt. Du weißt ich bin einer der besten Tag Team Wrestler der vergangenen 6 Jahre. Mein Resümee spricht für mich.“

Langsam scheint James Godd zu ahnen in welche Richtung das hier zu gehen scheint. Er will schon etwas entgegnen, doch der Chicagoer lässt ihn nicht. Bittet ihn mit einer Handbewegung noch einen Moment zu warten und spricht selbst wieder weiter.

CMJ: „Ich weiß, dass es für dich am nächstliegendsten wäre dich wieder mit deinem Freund Mad Dog zusammenzuschließen. Die Mad Godds sind selbstverständlich auch mir ein Begriff und ich weiß, dass ich sehr wahrscheinlich nicht derjenige bin, den du für die nächste Season im Kopf hast. Aber ich würde mich tierisch ärgern, wenn ich es nicht wenigstens anschneiden würde. Nach dem Quest ist vor der Cotatores Challenge. Und ich fürchte, ich muss dir ein Angebot machen, dem du nicht widerstehen kannst. Also James, Du und ich, Britain's und Chicago's Finest als Starter zusammen in der Cotatores Challenge? Ja oder Nein?“

Nun ist sie also raus, die Idee, welche sich in den letzten Wochen in seinen Kopf gepflanzt hat und ständig größer geworden ist. Bleibt nur zu hoffen, dass diese Frage, oder dieses Angebot, nicht falsch verstanden wird.

James Godd: „Okay, also ich gehe jetzt mal davon aus, dass dies keine Finte ist, um mich nervös zu machen für unser Match nachher. Du hast einen der wichtigsten Punkte schon genannt, die Mad Godds. Mir stellt sich nur die Frage wie du jetzt ausgerechnet auf mich kommst? Ich dachte eigentlich, dass du eher mit deinem neuen Buddy Kevin Sharpe in die Challenge gehen würdest? Ihr beide scheint eine gute Chemie zu haben und seit dem Six Man Tag Team Match beim letzten PPV dürftet ihr doch eigentlich auch im Ring wissen wie weit ihr miteinander gehen könnt. Und selbst dann wäre da immer noch Díego gewesen, den du hättest fragen können. Ich bin mir sicher, dass er ein offenes Ohr gehabt hätte. Schließlich seid auch ihr beide schon als Team angetreten.“

In der Tat hat Godd selbst sich über diese nahende Cotatores Challenge noch nicht wirklich Gedanken gemacht, allerdings hatte er durchaus ein Comeback der Mad Godds im Hinterkopf gehabt. Das war allerdings bevor das Astro Happy nochmal alles auf den Kopf gestellt hatte. Er wusste nicht wie es inzwischen im Innern von Mad Dog aussah und es wurmte ihn. Was soll man darauf antworten? Dass man sich seine Freunde nahe, aber seine Rivalen noch näher halten sollte? Einen Moment überlegt McFly, ob das nicht genau die Antwort wäre, die er James Godd nun geben müsste.

CMJ: „Beide wären bestimmt logischere und für andere auch nachvollziehbare Tag Team Partner. Aber Kevin hat andere Pläne. Ich weiß nicht was er genau vorhat, wir sind Kumpels, Männer, die zusammen einen saufen gehen wenn es an der Arbeit, also im Ring nicht rund läuft. Zumal ich nicht weiß, ob ich mir selbst damit einen Gefallen tun würde. Der Name Kevin Sharpe ist sehr fest mit dem Namen Grizz Lee verbunden, das weiß jeder. Der Lobotomy Blues ist eine Institution gewesen, die so groß ist, dass man nicht nur am eigenen Anspruch, sondern auch an den Erwartungen scheitern kann, wenn alles schief geht. Und Diego, nun ich bin mir noch nicht sicher was mit ihm ist. Es ist schon ironisch, dass wir uns noch nicht über den Weg gelaufen sind. Aber so wie ich es aus der Distanz beobachten kann, hat er andere, schwerwiegendere Probleme. Wir beide hingegen kennen uns spätestens nach dem heutigen Abend auch im Ring noch etwas besser. Wir wissen wie der andere tickt.“

Kurz muss er grinsen und setzt dann mit einem süffisanten Lächeln nach.

CMJ: „Unsere Kopfspiele, unser Ringschach der letzten Show, hat vor allem eines gezeigt: Du und ich, wir könnten das auch zusammen bringen im Ring. Wir wären verdammt gut. Und, wenn du ehrlich bist, weißt du das auch wenn du in dich hinein schaust.“

Auffordernd schaut McFly zu Godd. Für einen Moment könnte man fast vergessen, dass die beiden sich später im Ring wieder gegenüberstehen werden und sich dann auch gegenseitig alles abverlangen werden.

CMJ: „Und, was meinst du?“

Ernst erwidert der Engländer den Blick seines Gegenübers. Was soll er jetzt antworten? Er will McFly nicht unbedingt absagen, da diesem scheinbar eine Menge daran zu liegen scheint. Und irgendwie ehrt es ihn ja auch, dass man ihn Leuten wie Díego oder Sharpe vorzieht. Aber da wäre immer noch Mad Dog. Schließlich nickt der Engländer, jedoch nicht, um das Angebot anzunehmen, wie sich herausstellt.

James Godd: „Ich kann nachvollziehen weshalb du mit mir teamen möchtest. Wir 2 würden sicherlich gute Chancen auf einen Turniersieg haben und daran, dass wir harmonieren, habe ich keinerlei Zweifel. Warum also nicht, müsste ich antworten ..."

Der Blick liegt ernst und konzentriert auf dem Gegenüber.

James Godd: "Das kann ich allerdings nicht! Ich kann dir dazu einfach noch keine Antwort geben. Es gibt da noch ein paar Dinge in ein paar anderen Richtungen, die ich erst klären muss. Und du hast eine der wichtigsten Strömungen schon angesprochen.“

Plötzlich werden die Beiden von einer anderen Stimme unterbrochen.

"Sehr interessant..."

Godd und McFly Junior drehen sich zur Seite und blicken in das nicht nur leicht angesäuerte Gesicht ihres späteren Kontrahenten.

"Sieht fast so aus, als würdet ihr euch absprechen, um per Double Pin die nächste Person nach Dorado aus dem Wettbewerb zu schmeißen..."

Nun ist es also komplett, das Szenario. Alle drei Kombattanten des letzten Quest 4 the Best Viertelfinals sind nun als an einem Platz und stehen sich oder viel mehr sitzen sich in Virchowas Lounge nun gegenüber. McFly ist der erste, der die Initiative ergreift.

CMJ: „Easy Kwabena! Keiner von uns beiden war mit dem Double Pin wirklich glücklich. Und jeder von uns beiden wäre gerne alleine weiter gekommen, um sich heute Abend mit dir einzeln zu messen. Aber es sollte halt nicht sein. Kein Grund hier gleich wieder eine Verschwörung zu wittern. Hier ist niemand dabei, der dir versucht irgendwas über den Schädel zu ziehen. Wir werden das nachher wie Gentlemen im Ring lösen. Übrigens ein netter Zufall, dass wir es drei sind, die nun in einem Match aufeinander treffen. Aber mal ganz im Ernst, Jacob, ich finde es etwas übertrieben, dass du hier gleich wieder eine Verschwörung zu wittern scheinst.“

Tatsächlich schafft es der Mann aus London, sich ein leichtes Grinsen abzuringen. Dann schüttelt er den Kopf.

Jacob Kwabena: "Es ist mir vollkommen egal, ob ihr gemeinsam etwas ausmacht und nach dem Match ein Bierchen trinken geht, bevor es aufs Hotelzimmer geht, als wärt ihr auf einem Tinder-Date oder ob ihr euch nachher im Ring die Köpfe einschlagt. Es spielt für mich keine Rolle. Ihr steht hier, ihr labert und redet. Ich habe heute wirklich schon genug gesagt. Chris, dich kenne nicht. Natürlich, klar. Die Welt kennt den großartigen Chris McFly Jr. - aber wir stehen uns soweit ich mich erinnere das erste Mal gegenüber. Und Godd... gut, wir haben offensichtlich herausfunden, dass du mich nicht angegriffen hast, aber ein Motiv hattest du. Schließlich warst du bis zur letzten Vendetta die einzige Person, die ich jemals in der PCWA besiegt habe."

Kaum Jemand erinnert sich, aber es war Vendetta 88. Das Debüt von Jacob Kwabena.

Jacob Kwabena: "Doch das ist alles egal. Es ist egal, was ihr bereits für Erfolge gefeiert habt. Es ist egal, welche Titel ihr gehalten habt. Drei Männer stehen zwischen mir und meiner persönlichen Vendetta. Das ist auf der einen Seite Robert Breads und das seid auf der anderen Seite ihr Beide."

Breads, der noch gegen Hannibal Cain antreten muss, wird diesen Worten möglicherweise lauschen. Godd und McFly müssen sie hingegen an Ort und Stelle ertragen.

Jacob Kwabena: "Ich wurde als Lügner bezeichnet und habe den eindeutigen Beweis erbracht. Aber nur, wenn ich mich gegen euch Beide in diesem verdammten Three Way durchsetze, werde ich Hannibal Cain in die Finger bekommen. Ihr schmiedet schon andere Pläne, weil ihr wisst, dass das Halbfinale für euch so oder so Endstation ist. Cotatores Challenge, wow. Viel Spaß dabei. Für mich gibt es nur dieses Turnier. Das ist mein Schicksal, meine Bestimmung. Ich muss gegen euch gewinnen, damit ich Hannibal Cain bekomme. Robert Breads muss gegen Hannibal Cain verlieren, damit ich Hannibal Cain bekomme. Es gibt nichts... NICHTS... was wichtiger für mich ist."

CMJ: „Weißt du Jacob, du solltest Hannibal Cain dafür dankbar sein, dass er dich niedergeschlagen hat. Ich habe im Netz eine Zahl gelesen. Über 1000 Tage hast du gebraucht, bis du endlich den Spot, den man dir hier in der PCWA gegeben hat, genutzt hast. Erst kurz bevor alles sich dem Ende neigt, schaffst du es endlich einen Sieg zu holen und erhältst damit deine Karriere am Leben. Und wenn ich so etwas wie deine Aussagen höre, wie dass du es so siehst, dass du jetzt endlich jemand bist, dass du glaubst nun jemand zu sein, weil dich jemand niedergeschlagen hat, dann hast du eines nicht verstanden und nie zu schätzen gewusst: dass du schon die ganze Zeit jemand warst. Und zwar jemand, der möglicherweise jemand anderem den Rosterslot blockiert hat. Hast du dich jemals gefragt, ob nicht vielleicht schon Männer wie Cooper schon eher im aktiven Geschehen stehen könnten wenn jemand wie du nicht über 1000 Tage hier ausgehalten worden ist? Ich weiß nicht wie Godd das sieht, aber ich glaube, dass dir da noch ein ganzes Stück Demut fehlt.“

Die Wut steht Jacob Kwabena deutlich ins Gesicht geschrieben.

Jacob Kwabena: "Demut? Sorry, dass ich nicht Everybody's Darling bin, so wie du. Oh, der große Chris McFly Jr. ist zurück, rollen wir ihm den roten Teppich aus. Und oh, der ehemalige Tribune James Godd ist auch wieder da. Hier, die Cotatores für euch Legenden. Und ich sollte Cain dankbar sein? DANKBAR? Also bist du der Meinung, Cain hat Recht, dass ich ohne ihn überhaupt nicht mehr hier wäre? Vielleicht wäre das für euch Beide ja sogar besser gewesen? Denn dann müsstest ihr Beiden euch heute nicht mit mir herumplagen."

Kwabena schnauft einmal tief durch.

Jacob Kwabena: "Ich mag über eintausend Tage lang ein Niemand gewesen sein. Und vielleicht brauchte es den DEAL und einen Angriff auf mich, um mich aufzuwecken. Aber wenn ihr Beide auch nur eine Sekunde glaubt, ihr werdet nachher ein leichtes Spiel haben, dann habt ihr noch nie einem Mann gegenüber gestanden, der bereits alles verloren hat. Für euch mag ich nur ein Eintrag in euren Wikipedia-Artikel sein. Eine Fußnote. Jemand, der so unwichtig für die Statistik ist, dass man nicht einmal erwähnt, dass man ihn mit dem Match aus der Liga geworfen hat."

Unrecht hat Jacob Kwabena damit nicht. Bei den Erfolgen, die sowohl Chris McFly, als auch James Godd bisher feiern konnten, wäre er nicht mehr als eine Randnotiz.

Jacob Kwabena: "Falls das Match aber heute anders ausgeht, als ihr glaubt... vielleicht schreibt dann Jemand auch einen Artikel über mich. Und wie ich auf dem Weg zu meiner Rache beim CORE nicht nur Jane McAvoy, sondern auch einen ehemaligen Tribune Champion und einen ehemaligen Cryption Crown-Träger besiegt habe."

Und noch ist der Wonderman nicht fertig.

Jacob Kwabena: "Und dann beim CORE... beim CORE werde ich Hannibal Cain in die Finger bekommen und ihm alles heimzahlen. Jeden einzelnen Schlag. Jeden Tritt. Jede Aktion. Ich werde ihm zeigen, dass ich besser bin, als er denkt, so wie ihr Beide heute herausfinden werdet, dass ich besser bin. Und sollte Hannibal Cain es wagen zu flüchten, vor mir abzuhauen, dann werde ich den Sieg im Quest dazu nutzen, ihn zu einem Match meiner Wahl zu zwingen."

Dies ist ein Feuer in der Stimme von Kwabena, welches man zuvor noch nie gehört hat. Kwabena, der auf der Welle des Erfolgs gegen Jane McAvoy reitet, der durch die Enthüllung des Attentäters so angestachelt ist, dass er nun sogar einen Sieg im gesamten Turnier vor Augen hat.

Jacob Kwabena: "Eure Erfolge, eure Zukunftspläne, die spielen in meiner Welt keine Rolle, weil ich nur eine Mission vor Augen habe. Ich werde Hannibal Cain vernichten. Entweder im Halbfinale... oder... sollte er es wagen gegen Robert Breads zu versagen oder sollte er sich nicht trauen gegen mich in den Ring zu steigen... indem ich das Turnier gewinne und ihn zwinge. Tut mir leid, dass ihr Beide mir im Weg steht, aber ich werde keine Rücksicht nehmen. Ich werde heute im Ring gegen euch keine Rücksicht nehmen, egal was das für eure Zukunft bedeutet. Ich werde beim CORE keine Rücksicht nehmen. Und wenn ich dann noch das Turnier gewinne... umso besser. Ich werde heute mit Sicherheit nicht verlieren. Ich kann nicht, ich darf nicht. Meine Geschichte muss weitergeschrieben werden, damit Hannibal Cain nicht davon kommt. Und ihr Beide... könnt unter euch ausmachen, was ihr wollt. Ich werde mich nicht unterkriegen oder ausschalten lassen. Kein Double Pin. Keine Absprache. Kein Team. Ihr Beide werdet heute aus diesem Turnier ausscheiden. Versprochen."

Mit diesen Worten verabschiedet sich Jacob Kwabena und lässt Godd und McFly hinter sich zurück. Godd, der nicht einmal die Möglichkeit bekommen hatte auch nur irgendetwas zu Kwabena zu sagen, blickt seinem Landsmann grimmig hinterher. Schicksal ist so eine Sache und nun holt ihn die Vergangenheit in Form von Kwabena wieder einmal ein. Doch dieses Mal stehen die Sterne anders. Damals war Kwabena ein unbeschriebenes Blatt. Erster Auftritt und so. Godd hatte ihn völlig unterschätzt. Er hatte sich wie das größte Arschloch auf Erden benommen und war dafür bestraft worden. Doch heute ... heute steht ein anderer James Godd vor dem Publikum. Einer, der sich mit der Person Jacob Kwabena beschäftigt hat und ihn sicherlich nicht unterschätzt. Und Kwabena hat vor allem dafür gesorgt, dass sich der Fokus des Engländers nach der netten Plauscherei wieder auf das Ziel fokussiert. Den Sieg im Quest! Mit immer noch grimmiger Miene blickt er McFly an.

James Godd: "Ich werde dich dann jetzt Mal alleine lassen, wir sehen uns schließlich noch früh genug wieder."

Der Engländer steht nun vom Tisch auf und will gehen. Ein paar letzte Worte gibt es aber noch.

James Godd: "Wegen der Cotatores Challenge reden wir dann nochmal, Kumpel!"

Mit diesen Worten dreht der Mann aus London endgültig ab und marschiert los. Zurück bleibt nun lediglich der Swinging Wrestler himself.

Einen Moment schaut er zum Ausgang. Die Arme sind vor der Brust verschränkt. Schließlich macht er sich auch selbst auf den Weg zu seiner Kabine. Der Ort, der ihm ein neues Heim weit weg von seinem eigenem Heim geworden ist. Neben den Dingen, die er heute noch erledigen, noch sagen will, scheint ihn aber noch eine Sache zu beschäftigen. Und so murmelt er, mehr laut gedacht als richtig gesprochen, noch folgendes vor sich hin.

CMJ: "Dafuq's a tinder-date?"

 

Mike Garland: "Diese Wrestler scheinen 'ne Menge Mädchen abzubekommen, wenn McFly nichtmal weiß, was Tinder ist. ... Warum schaust du mich so an?"

Vincent Craven: "Ist das alles, was dir einfällt, wenn sich hier die drei Main Eventer des Abends treffen? Tinder!?"

Mike Garland: "Die letzten Worte bleiben eben am ehesten hängen. Aber gut, ich sag' dir, wie's läuft. McFly und Godd wollen zusammen an der Cotatores Challenge teilnehmen und haben schonmal fleißig dafür geübt bei der letzten Vendetta. Okay, am Ende haben sie ein wenig geschauspielert und die Kontrahenten gegeben, aber dann doch gemeinsam gewonnen. Heute soll sich das wiederholen, Kwabena sollte davon natürlich nichts mitbekommen, aber, ganz Fuchs, der er ist, schlendert er natürlich genau im richtigen Moment in die Szenerie und gibt sein eigenes Statement ab."

Vincent Craven: "Nun... ja... teilweise. Jacob Kwabena hat nun natürlich einen ganz neuen Antrieb, um die beiden zu besiegen. Nicht nur seine Karriere, nun will er auch noch Rache an Hannibal Cain üben. Verständlich, der hat ihn ja mehr oder weniger erst in diese Situation gebracht."

Mike Garland: "Vielleicht wäre er auch schon längst weg ohne ihn."

Vincent Craven: "Graue Theorie. Und dass McFly und Godd Sportsmänner genug sind, haben sie schon gezeigt. Ich glaube ihnen das auch. Der Double Pin war sicher nicht beabsichtigt, und auch heute werden sie alles geben, um in's Halbfinale einzuziehen. Jeder für sich."

Mike Garland: "Gehen wir davon aus, dass du Recht hast, könnte das wiederum tatsächlich ein Vorteil für Kwabo sein, denn wenn sich zwei streiten... du weißt ja."

Vincent Craven: "Deswegen wird das Match ja auch so spannend. Lasst euch das nicht entgehen, Fans!"



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