Scene

Id
2155  
Name
Back to the Roots  
Summary
 
Position
6  
Scenetype
Live  
Created At
2015-03-15 17:32:54  
Edited At
2015-04-15 09:18:23  
Show
Vendetta 109  


Flashback
~ Earlier Tonight ~ 

Nachdem Díego A. Sanchéz und Benedict White vor dem Schreibtisch der Geschäftsführerin Platz genommen haben, steht Jona Vark auf und stützt sich auf die Holzplatte ihres Tisches. Ihre weiße Bluse ist gerade so hoch zu geknöpft, dass man durch ihre vorgebeugte Haltung den Ansatz ihres Dekolletés erkennen kann. Während Sanchéz die fokussierten Augen seiner Chefin fixiert, schüttelt der junge Benedict in stummem Urteil über ihren Aufzug den Kopf.

Jona Vark: „Mister White und Mister Sanchéz – wie sie sicherlich gehört haben, komme ich ihrem Wunsch nach einem Match gerne nach. Es tut mir Leid für sie, Díego, dass ihr Match gegen Mad Dog damit leider platzt. Aber ich sichere ihnen zu, dass sie, sobald der Night Fighter wieder fit ist, ihr Match bekommen.“

Jona Vark zeigt zwar keine Reaktion auf die Worte des Mexikaners, innerlich aber freut sie sich über dessen verständnisvolles und nachsichtiges Nicken. Die Chefin aber möchte keine Mine verziehen, da sie sich nun Sanchéz‘ Gegner beim Imperial Impact zuwendet.

Jona Vark: „Und nun zu Ihnen, Mister White. Ich werde ihre Aktion bei der letzten Vendetta nicht ungestraft lassen. Oder wollen sie mit den Ringrichtern sprechen, die angesichts der ihrer Aktion, die auch sie nicht verhindern konnten, sich schwer überlegen, ob sie ihre Matches in Zukunft noch leiten?“

Benedict hat bemerkt, dass der Ton schärfer wird und hebt endlich seinen Blick. Mister White. Das klingt absurd. Aber er mag den Respekt, der darin mitschwingt. Irgendwann würden sie ihn alle so nennen. Dafür würde er schon sorgen. Mister White. Keine Beleidigungen mehr. Keine Respektlosigkeiten. Mit den Referees reden? Sie würden um eine Audienz bitten müssen und er würde sie ihnen versagen!

Obwohl Jonas Fokus auf White liegt, unterbricht plötzlich Sanchéz die beiden in ihrem Blickduell.

Díego: „Das ist kein Problem – es ist doch der Imperial Impact. Wieso besorgen wir uns nicht jeder einen Special Referee und lassen ihn das Match leiten – das dürfte doch kein Problem für dich darstellen, oder Benedict?“


Es war nun fast 3 Jahre her, dass er zum letzten Mal hier gewesen ist. 3 lange Jahre in denen viel passiert war. 3 Jahre in denen er sich verändert hatte! Kurz blickt er auf das Gebäude, welches vor ihm gen Himmel ragt. Sein Blick geht auf den Boden. Er überlegt ob er wirklich den Schritt wagen soll. Ob er wirklich eintreten soll an den Ort, wo einst seine gesamte Karriere ihren Lauf genommen hatte. Er erinnert sich noch genau an seinen allerersten Abend hier in der PCWA.. Vor nunmehr etwas über 8 Jahren war das. Er war noch ein blutjunger Anfänger gewesen und hatte sich direkt in seiner ersten Show mit dem damaligen Tribune Champion Díego Alejandro Sanchéz angelegt. Sanchéz ... er würde früher oder später erneut auf ihn treffen und er hatte keine Ahnung wie der Deutsch-Mexikaner reagieren würde. Bei ihrem letzten Aufeinandertreffen stand man sich feindlich gegenüber und er hatte eine Niederlage einstecken müssen, von der er sich nicht mehr erholt hatte. Nach diesem Match mit Sanchéz änderte sich einfach alles. Er fiel in ein Loch und verfiel den Drogen bis die PCWA schließlich die Notbremse gezogen hatte und ihm seine Papiere gegeben hatte.

Etwas unsicher blickt er auf den Eingang. Was, wenn er hier an diesem Ort wieder rückfällig werden würde? Es hatte viel zu lange gedauert sich von der ganzen Scheiße loszueisen.Andererseits muss er es einfach tun. Er braucht das Spotlight. Er braucht die jubelnde Menschenmasse um sich herum. Er will wieder hören wie man seinen Namen ruft ... aus tausenden von Kehlen und nicht so wie in der DIW aus ein paar hunderten! Ja, er sehnt sich nach der großen Bühne und die kann ihm der ehemalige Arbeitsplatz bieten ... zumindest, wenn es ihm gelingt die neuen Führungspersonen von sich und seinen Fähigkeiten zu überzeugen. Er musste es schaffen jegliche Zweifel an seiner Person sofort im Keim zu ersticken. Er nickt mit dem Kopf um seinen Entschluss zu bekräftigen und betritt schließlich das PCWA Theater. Nachdem er die ersten Schritte in das Gebäude gesetzt hat, holt er tief Luft und sieht sich um. Trotz der langen Zeit ist es so, als wäre er niemals weg gewesen. Er fährt sich kurz durch die gelockten schwarzen Haare und setzt seinen Weg schließlich fort. Eigentlich weiß er jedoch gar nicht wohin der Weg führt, denn er hat keine Ahnung wo dieser Dr. Häuser, zu dem er wegen des Fitness Tests soll, seine Räumlichkeiten hat. Er ist sich allerdings sicher, dass er irgendjemandem begegnen wird, der ihm diese Information liefern kann.So biegt der Engländer schließlich um die Ecke und bleibt plötzlich abrupt stehen!

Wenn man auch nur an den Teufel denkt, stellt er sich meist in den Weg. Sonst wäre es doch auch etwas langweilig in der PCWA, oder? Natürlich zeigt uns die Kamera den ehemaligen Tribune Champion, Díego Alejandro Sanchéz, der sich gerade mit einem Techniker unterhält. Der Deutschmexikaner steht heute - gottverdammt endlich - wieder im großen Spotlight. Singles-Match-Mainevent, Bitches! Die letzten Worte sind gewechselt, der Ablauf der Show wurde verinnerlicht. Er streicht sich kurz über den strahlend roten Irokesen und befühlt seine Gesäßtasche. Die Maske ist noch dort, wo sie sein soll. Gerade am heutigen Abend muss er besonders gut darauf aufpassen.

Díego wendet sich ab um sich auf den Weg zu machen, doch er bleibt abrupt stehen. James fucking Godd! Der Geist der vergangenen PCWA. Die Augen verengen sich ein wenig, die Anspannung im Körper steigt. Es ist lange her, doch hat die Zeit tatsächlich alle Wunden schon geheilt? Der Drache checkt seine innere Lage und nickt einmal kurz.

Sanchéz: "James..."

Godd rührt sich keinen Milimeter, als er seinen früheren Rivalen erblickt. Er weiß nicht recht was er sagen soll. Wie er erklären soll was damals gewesen ist. So sagt der Mann aus London stattdessen einfach nur eines.

James Godd: "Díego ..."

Er lässt den Deutsch-Mexikaner nicht aus den Augen. Er hat damals gelernt, dass man in der PCWA kaum einer Person trauen kann ... nicht einmal sich selbst! Womöglich sinnt Díego auf Rache für frühere Aktionen, andererseits ... warum sollte er? Er hatte den Kampf damals für sich entschieden und stand nun wieder ganz an der Spitze, während er selbst in der Gosse gelandet war und nun nicht einmal mehr einen PCWA Vertrag besaß. Nein, Sanchéz hatte wirklich keinen Grund ihn anzugreifen. Und doch haftet der Blick des Engländers weiterhin fokussiert auf Díego und dieser erwiedert den Blick. Abwartend, neugierig, skeptisch.

Sanchéz: "Es ist lange her, James."

Eine Achterbahn von Feindschaft zu Freunden und wieder zurück. Wohin wird es nun gehen? Und wie soll er überhaupt auf den Briten reagieren?

Sanchéz: "So lange, dass über alles Gras gewachsen ist. Zwischen uns ist - zumindest von meiner Seite aus - nichts mehr offen, muchacho. Ich habe bewiesen, was es zu beweisen galt und mit Trauer im Herzen habe ich deinen brutalen Absturz verfolgt."

Seine Augen senken sich ein wenig und das Mitgefühl ist echt.

Sanchéz: "Und nun bist du wieder hier. Hier in Berlin. Warum?"

Das fragen sich wohl viele, die diese Bilder gerade sehen. Es ist weder ein Vorwurf noch Verhöhnung, sondern reines Interesse.

Sanchéz: "Was führt dich wieder hier her, nachdem du den Absprung von dem geschafft hast, das dich beinahe zerstört hätte?"

Der Engländer nickt und fährt sich abermals durch die gelockten schwarzen Haare. Er holt tief Luft. Er wusste, dass man ihm diese Frage stellen würde, er hatte nur nicht damit gerechnet, dass dies passiert ehe er einem Offiziellen begegnet.

James Godd: "Weißt du Díego, gerade du solltest wissen was ich hier will. Du kämpfst nun schon seit Jahren beim Phönix und bist dir selbst immer treu geblieben ... anders als ich!"

Er blickt kurz zu Boden und dann wieder zu Díego. Mit ruhiger Stimme fährt er fort.

James Godd: "Was kann ich also hier wollen? Vielleicht ist es Wiedergutmachung für all den Bullshit, den ich hier abgezogen habe! Vielleicht ist es auch nur um mir selbst zu beweisen, dass ich es immer noch drauf habe vor einem großen Publikum zu bestehen. Oder aber ich sehne mich einfach nur danach den Fans die Unterhaltung zu bieten, die sie verdient haben. Was auch immer es ist Díego, ich bin wieder zurück! Und ich habe nicht vor die gleichen Fehler noch einmal zu begehen."

Er nickt mit dem Kopf um seine Worte zu unterstreichen, dann schließlich geht er einen Schritt auf seinen ewigen Wegbegleiter zu.

James Godd: "Weißt du ... ich war ganz unten! Ich meine richtig unten. Ich hab unter eine verdammten Brücke gelebt, Díego! Wenn du so nahe am Abgrund wie ich warst, dann weißt du worauf es ankommt! Ich habe in dieser Zeit viel nachgedacht und ich hatte den verfluchten Willen in mir wieder aufzustehen! Und bei Godd ... ich bin aufgestanden! Wie Phönix aus der Asche und genau deshalb gehöre ich auch hier her! Auf die große Bühne der Phoenix Crossover Wrestling Association!"

Er schenkt Sanchéz nun einen Blick, der vor Selbstbewußtsein nur so strotzt. Der Wille, den er gerade angesprochen hat, ist klar in seinem Blick zu erkennen.

Der Deutschmexikaner nickt seinem ehemaligen Amigo zu. Zum Teil erkennt er sich selbst in dem Briten wieder. Auch er war dem Abgrund ziemlich nah gekommen und hatte letztlich gegen Aleks G. alles auf eine Karte gesetzt. Er konnte sich aus dieser Scheiße raus kämpfen.

Sanchéz: "I see. Ich hatte genau diesen harten und steinigen Weg vor mir. Doch James, es reicht nicht nur aufzustehen. Du musst auch wieder anfangen zu laufen. So wie ich es getan habe. Und schau, wo es mich hingebracht hat. Sanchéz vs. Dalmi im Mainevent von Vendetta 109. Wer hätte das noch vor einem Jahr gedacht?"

Seine Augen gleiten ab. Ja, es war hart. Er hat viel riskiert und wurde dafür belohnt.

Sanchéz: "Damals wie heute möchte ich dir einen Rat geben, James, und ich hoffe, dass du dieses Mal nicht zu stur bist, meine Worte zu hören. Du warst lange weg und es hat sich vieles verändert. Du musst viel härter arbeiten als damals um auch nur ein kleines bisschen zu erreichen. Blut, Schweiß und Tränen sind schon lange nicht mehr genug. Du musst IMMER ans Limit gehen, bis du dir die Seele aus dem Leib kotzt. Und dann musst du immer noch einen Schritt weiter gehen. Nur so kannst du es gegen Psychopathen wie Kriss Dalmi schaffen."

Seine Hand gleitet wieder zur Gesäßtasche. Die Maske. Diese unheilvolle Verbindung zu Dalmi und immer wieder die Frage, ob er sein wahres Ich nur hinter dieser Maske versteckt? Wäre er ohne Maske besser? Nimmt er sie tatsächlich immer wieder als Alibi? Als Sicherung, falls etwas nicht klappt? Und was würde das für das Andenken seiner Familie bedeuten?

Eine Antwort auf diese Fragen wird der ehemalige Drache nicht bekommen. Zumindest nicht jetzt, denn James Godd reisst ihn wieder aus seinen Gedanken indem er auf die Worte von Díego reagiert.

James Godd: "Du tust gerade so, als hätte es damals keine Psychopathen gegeben. Denk nur an Robert Barker oder ..."

Er unterbricht sich selbst. Er denkt zurück an die schändlichen Akte die er selbst begangen hat. Chris McFly! Rebel called Hate! Keiner von Ihnen hatte ihm persönlich etwas getan, doch er hatte beschlossen, dass sie als Opfer für seine Sache dienen sollten. Er senkt seinen Kopf in Richtung Boden und holt tief Luft. Er ist nicht stolz auf seine Taten, doch er wird sie nicht leugnen. Er wird nicht verleugnen wer er ist und wie er zu dem geworden ist, dass er ist.

James Godd: "Oder denk an mich!"

Er wirft Sanchéz einen ernsten Blick zu und fährt fort.

James Godd: "Wenn du mich fragst, so war die PCWA noch nie ein gesunder Ort!"

Er nickt mit dem Kopf um seine Worte zu unterstreichen. Díego scheint einen Moment nachzudenken.

Sanchéz: "Mag sein. Dennoch scheint es immer schlimmer zu werden und ein Ende scheint lange nicht in Sicht."

Sein Blick schweift über die Umgebung.

Sanchéz: "Wenn sich hier die ganzen Kaputten und Wahnsinningen so wohl fühlen... Warum werden dann Leute wie wir von diesem hier so sehr angezogen?"

Godd schenkt ihm nun ein leichtes Grinsen. Es ist dieser Leichtsinn, den er damals zu Beginn seiner Karriere noch hatte und niemals so ganz abgelegt hat. Mit Elan geht er einen Schritt auf seinen ehemaligen Freund zu. Der achtet hierbei auf jede Bewegung des Engländers, doch der klopft ihm nur auf die Schulter.

James Godd: "Ganz einfach ... wir sind alle ziemlich kaputt mein Freund!"

Er schenkt Sanchéz erneut ein kurzes Grinsen und wird dann wieder ernst.

James Godd: "Wie auch immer mein Freund, es war schön dich wiederzusehen, aber ich muss nun weiterziehen. Ich muss mich darum kümmern hier einen neuen Vertrag zu bekommen."

Er nickt entschlossen mit dem Kopf.

James Godd: "Dir wünsche ich viel Glück für deinen Kampf gegen diesen Dalmi Bastard!"

Er streckt Díego die Hand entgegen. Dieser scheint sich unsicher. James Godd hatte damals bewiesen, dass er durchaus auch zu Tricks greifen kann und das auch immer wieder tut. Díego A. Sanchéz mustert seinen ehemaligen Freund und Stable-Kollegen sehr genau. Dann ergreift er die Hand und zieht Godd zu sich. Er schenkt ihm eine kurze Umarmung, löst sich dann aber recht schnell wieder.

Sanchéz: "Danke, muchacho. Ich werde mein Bestes geben. Es tut gut in all dem Wahnsinn Jemanden zu wissen, der halbwegs normal ist. Ich wünsche dir ein erfolgreiches Comeback."

Der Engländer nickt mit dem Kopf und schenkt Díego ein kurzes Lächeln, dann zieht er weiter. Der Abend fing besser an als erwartet. Der Optimismus, dass dieser Abend richtig gut verlaufen wird wächst in ihm. Sichtlich zufrieden geht er seines Weges, ohne, dass ihm dabei auffällt, dass er gar nicht gefragt hat, wo denn nun die Räumlichkeiten von Dr. Häuser liegen.

 

Mike Garland: "James Godd und 'halbwegs normal'? War er nicht der Schlächter 2.0?"

Vincent Craven: "Er sagte ja selbst, dass er Mist gebaut hat. Und genau diesen Mist möchte er wohl wieder gut machen."

Mike Garland: "Also eine klassische Redemption-Tour. Ich persönlich hätte den Engländer nicht zurück gebraucht. Zwar mag er ein hervorragender Tribune Champion gewesen sein, ebenso wie Sanchéz, dennoch frage ich mich, ob James Godd noch in die heutige Zeit passt?"

Vincent Craven: "Ganz klares JA! So wie es aussieht, will er es nochmal wissen und sich selbst und den Fans beweisen, dass er es noch immer drauf hat. Und genau das macht doch die aktuelle PCWA-Ära irgendwie aus, oder?"

Mike Garland: "Wenn du es so siehst, stimme ich zu. Stevie Van Crane, Grizz Lee, Gabriel Lucifer, Kevin Sharpe oder sogar ein Mad Dog und Robert Barker. Alles Wrestler, die sich mindestens im zweiten Frühling ihrer Karriere befinden."

Vincent Craven: "Deshalb ist James Godd genau zum richtigen Zeitpunkt zurückgekehrt und ich freue mich, dass er und Díego als alte Kerry & Gaelic Kollegen gleichmal Frieden schließen." 



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