Scene

Id
1955  
Name
Previously On The Union Station Incident  
Summary
 
Position
23  
Scenetype
Video  
Created At
2014-11-03 20:58:49  
Edited At
2014-11-20 19:19:03  
Show
Vendetta 106  


'A Story In Reverse' Akt I - Konversation mit dem Schlächter [Der Tag vor Vendetta 106, Vormittag]

Robert Barker: „Wo ist er?“

Das Interview ist beendet. Virchowa Craven und ihre Crew packen ihre Sachen, der Tag des Interviewgastes ist jedoch noch nicht beendet. Robert Barker ist aufgekreuzt und steht dem Rookie Auge in Auge gegenüber. Hannibal Yedikiah Cain entfernt langsam das Batteriepack seines Mikros von seiner Hose und wirft es dem neben ihm stehenden Tontechniker zu, der es gerade noch auffangen kann. Dabei hat er Robert Barker keine Sekunde aus den Augen gelassen. Zahlreiche der umtriebigen Fahrgäste des Bahnhofes verweilen fasziniert in der Nähe der Szenerie.

Robert Barker: „Lucifer! Wo ist er?“

Robert wurde von diesem übereifrigen Jungen versprochen, dass Lucifer hier sein würde und die Plakate vor dem Gebäude wiesen ebenfalls darauf hin, doch nun steht ihm hier jemand vollkommen anderes gegenüber. Der Jünger des von Barker angesprochenen Mythos beginnt sich vom Interviewset zu entfernen und Richtung Treppenstufen zu bewegen, um das Gespräch in den Seitenbereich der Great Hall der Union Station zu verlagern. Hier erwartet er wohl etwas mehr Ruhe und eine weniger exponierte Konversation.

Hannibal: „Hallo Robert Barker, mein Name ist Hannibal Yedikiah Cain. Sehr schön Sie kennenzulernen.“

Robert lässt ihn nicht entkommen. Nicht so schnell, nicht so leicht. Stattdessen verringert er die Distanz zwischen beiden Männern wieder und geht auf Hannibal Cain zu.

Robert Barker: „Glückwunsch. Fürchterlich einfallsreich. Wo – Ist – Gabriel – Lucifer?“

Berlins selbsternannter neuer Feind steckt die Hände in die Hosentaschen und lächelt Barker an.

Hannibal: „Ich habe gehört, was Sie gefragt haben... beide Male! Aber ich dachte, wir beginnen dieses Gespräch, indem wir beide uns einander vorstellen.“

Robert Barker: „Hannibal Cain. Bei Vendetta 105 zum ersten Mal in der PCWA gesichtet. Lucifers Jünger. Glaubt, man müsse die PCWA abfackeln, um aus ihrer Asche etwas Neues zu schaffen. Nimmt kein Blatt vor den Mund, will nicht in die BWH gesteckt werden.“

Der ehemalige Schlächter schaut Cain nun direkt an.

Robert Barker: „Glaubt, dass er Respekt verdient, ohne etwas geleistet zu haben. Hält sich für größer, als er eigentlich ist. Provoziert.“

Er bleibt stehen.

Robert Barker: „Blablabla. Ich kenne dich gut genug. Keine Vorstellung notwendig. Und wenn es dich glücklich macht: Ich bin Robert fuckin—“

Cain hat noch einen Schritt mehr gemacht als Robert, dann ist er ebenfalls stehen geblieben. Um die Beiden herum gerät der Publikumsverkehr in der Great Hall der Union Station Chicago vermehrt ins Stocken. Zahlreiche Personen haben ihre Handys auf die beiden PCWA Wrestler gerichtet und auch das PCWA Kamerateam, welches zuvor das Interview mit Virchowa Craven aufnahm, hält hemmungslos drauf.

Hannibal: „Robert Barker. Ehemaliger Tribune Champion. Brawlin' Rumble Sieger. Ehemaliger Undisputed Gerasy Champion. Prince of Pain. Schlächter. Zielloser. In den Hintergrund gerücktes PCWA-Urgestein. Irgendein Feind von Eleven. Gegner von Mad Dog. Ein Mann ohne Zukunft? Ich kenne Dich ebenfalls, das bedeutet aber nicht, dass man nicht so höflich sein kann, sich einander vorzustellen, wenn man sich das erste Mal begegnet.“

Die beiden blicken sich nun geradewegs in die Augen. Cain ist etwas größer, Barker dafür muskulöser. Für einen Moment könnte alles passieren. Ein Handschlag ist genauso wahrscheinlich wie ein Faustschlag. Dass der Faustschlag schließlich auf sich warten lässt muss man in dieser Situation positiv deuten. Auch für die Personen, die das bunte Treiben zweier Stars der Phoenix Crossover Wrestling Association an diesem öffentlichen Schauplatz verfolgen.

Hannibal: „Sei es drum. Du willst mich ja eigentlich gar nicht kennenlernen! Du willst deine Beziehung zu Lucifer vertiefen. Glaube mir, er ist sich zweifelsfrei bewusst, dass du mit ihm Kontakt aufnehmen möchtest, ohne dass die ganze Welt dabei zusehen kann. Ich hasse es der Überbringer schlechter Nachrichten zu sein, sein kontinuierliches Ignorieren deiner Nachrichten bedeutet sehr wahrscheinlich, dass er seinerseits kein Interesse daran hat. Ich meine, lass uns auf die Fakten schauen: Er hat dir geholfen und zwar unter der Bedingung, dass du ihn im Gegenzug aus allem raushältst, was folgt. Halte dich einfach daran, etwas anderes wirst Du nicht bekommen. Egal was du willst. Wir folgen einer Mission – dem Aufstieg des Phönix... der Erneuerung der PCWA. Es sieht aktuell noch so aus, als sei Robert Barker nicht dafür bereit.“

Robert verschärft seinen Fokus noch einmal, als könne er in Cains Seele blicken.

Robert Barker: „Seine Worte, oder deine?“

Hannibal: „Forumulieren wir es so: Seine Botschaft, meine Worte.“

Der Deutschmexikaner schüttelt den Kopf, wendet seinen Blick ab. Sieht die einige der leeren Sitzbänke inmitten des gigantischen Komplexes und nur für einen Moment scheint er Mad Dog darauf sitzen zu sehen, so wie auf Ellis Island.

Robert Barker: „Ich bekomme immer, was ich will.“

Der ehemalige Schlächter bewegt sich in Richtung Mitte dieser großen Bahnhofshalle. Dabei fällt ihm auf, wie groß der Teil des Komplexes, den die PCWA für die Sonderausgabe von Virchowas Lounge abgesperrt hat, eigentlich ist. Er kann sich hier beinahe vogelfrei bewegen, da die zuschauenden Personen von Absperrbändern der Produktionscrew auf Abstand gehalten werden.

Hannibal: „Was…“

Nun ist es an Cain seinem Gesprächspartner auf dessen Weg durch die Great Hall zu folgen.

Hannibal: „…macht dich da so sicher?“

Robert geht langsam, will das Lucifers Follower ihn möglichst bald einholt.

Robert Barker: „Erfahrung. Du hast einen Teil meiner Erfolge vorhin aufgezählt, reicht das nicht als Beweis? Reicht es dir nicht, dass ich deinen heißgeliebten Gabriel Lucifer als zentrales Spektrum der PCWA ausgemacht, ihn besiegt, geschlachtet und gedemütigt habe? Ich war ein Newcomer und ich habe mir eine Legende geschnappt, ihr den Tribune Titel abgenommen, sie zu einem körperlichen Wrack verunstaltet und danach meinen Handlanger aus ihr gemacht. Ich habe mir Ziele gesetzt und ich habe jedes einzelne davon erreicht. So. Wie. Immer.“

Hannibal: „Vielleicht habe ich mir das falsche Vorbild gewählt..."

Der junge Mann aus Phoenixville, Pennsylvania lacht Barker an. Während die beiden Männer sich, zwischen den Bankreihen stehend, anschauen und hinter ihnen die US-amerikanische Flagge an der Wand auftaucht, nimmt das Treiben um sie herum stetig zu. Zunehmend mehr Leute verfolgen das Aufeinandertreffen und Kennenlernen dieser beiden PCWA Aktiven. Für einen Moment wirkte es so, als habe sich Robert vom letzten Satz Cains sogar ein wenig geschmeichelt gefühlt. Vielleicht aber auch nur bestätigt.

Hannibal: „...oder du die falsche Vision vorgegeben, sodass ich dir gar nicht folgen könnte. Ich respektiere deine Leistungen jedoch ohne wenn und aber. Und auch den Fakt, dass du sie nun als verbale Spitze anführst. Wir sind uns nicht unähnlich. Dein eben skizzierter Weg ist so, wie es für die Phoenix Crossver Wrestling Association sein sollte. Du kamst, du sahst, du revolutioniertest und erneuertest. Du hast die alten Mauern der damals bestehenden PCWA niedergebrannt und eine neue Liga erschaffen! Die Phoenix Crossover Wrestling Association des Schlächters war eine andere Version der PCWA als alle vorherigen. Sie war vor allem deine PCWA! Robert Barker, wir sind uns ähnlicher, als man auf den ersten Blick meinen mag."

Robert Barker: „Nein, ich denke nicht, dass wir uns ähnlich sind. Ich denke, du ähnelst jemandem, der ich vor einiger Zeit mal war.“

Hannibal: „Und auch hier bin ich d'accord. Es hat sich etwas verändert. Du bist hast den Phönix aus der Asche empor steigen lassen, nur um ihn in den Schatten von Männern ohne Zukunft zu steuern. Du stehst nicht mehr als Anführer der neuen Generation an der Spitze der Phoenix Crossover Wrestling Association. Dort könntest dort stehen. Du und Mad Dog, ihr beide könntet euren Disput als Aushängeschilder führen, aber stattdessen spielt ihr die zweite Geige für Männer der Vergangenheit wie Eleven, Stevie van Crane oder Grizz Lee. Du weißt, du könntest dort stehen, aber du tust es nicht, und das ärgert dich insgeheim. Wo ist das Feuer, dass die PCWA damals erfasste und eine neue Ära einleiten sollte? Wo ist der Mann, dem es damals genauso ging, wie mir heute? Ich weiß, dass ich mit dem Status Quo des Phönix nicht zufrieden bin, dass ich eine andere Vision der Zukunft habe. Ich sehe etwas anderes für diese Liga als alte Männer die nur die Gegenwart verwalten... du sahst damals etwas Anderes, und ich heute... ich sehe Mich.“

Robert muss sich eingestehen, dass Hannibal nicht vollkommen falsch steht. Er ist im Moment nicht im Main Event, er kämpft um keinen Titel, er hatte schon glanzvollere Zeiten.

Hannibal: „Und daher schließe ich den Kreis meines Arguments mit einer Wiederholung und hoffe auf eine andere Antwort als eben: Robert Barker, wir sind uns ähnlicher, als man auf den ersten Blick meinen mag."

Das heißt aber nicht, dass er Cain recht geben würde. Die Wahrheit ist ein seltenes Gut in der PCWA und Robert sieht keinen Grund sie maßlos an einen Neuling zu verschwenden.

Robert Barker: „Das einzige Problem an deinem Argument ist Folgendes: Jemanden wie mich gibt es nur einmal!"

Er deutet die Zahl mit dem Zeigefinger.

Robert Barker: „Du tust gut daran danach zu streben mir zu ähneln, aber wir bewegen uns auf verschiedenen Leveln, Hannibal. Du stehst unten vorm Tor und versuchst die Mauern einzureißen. Ich befinde mich längst im Inneren und tue und lasse, was immer ich will. Ich habe gar keinen Grund mehr diesen Ort noch einmal zu zerstören, ich habe ihn mir längst zurecht gelegt und ganz egal wer auf dem goldenen Thron sitzt, ganz egal, wer irgendwelche Titel trägt, hinter vorgehaltener Hand wird geflüstert, da sowieso jeder weiß: 'the man to beat' ist Robert Barker!"

Er juckt sich kurz am Hals, dort wo seine silberne Kette über seine Haut schabt.

Robert Barker: „Und ich genieße dieses Wissen. Jeden Moment könnte ich mich entscheiden mir einen Titel zu nehmen und niemand könnte es ernsthaft anzweifeln, denn niemand in der PCWA kann meine Erfolge vorweisen. Ich werde also einen Teufel tun und diese PCWA zerstören. Ich bin am ultimativen Punkt der Freiheit angekommen. Meine Zukunft liegt einzig und allein in meinen eigenen beiden Händen und deswegen fürchte ich auch keine Revolution. Ich weiß, dass sie kommen wird, so wie sie immer schon kam, aber weißt du was? Ich würde sie nicht aufhalten. Egal ob Eleven aus dem Keller und Hannibal Cain in der Zukunft. Sollen sie doch kommen. Ich werde mir genau ansehen, was vor sich geht und sobald sich der Staub gelegt hat, werde ich nach vorne schreiten und mir weiterhin nehmen, was immer ich will.

Cain blickt hinauf zur Glaskuppel unter der die beiden stehen, ehe er seine Arme ausbreitet und sich einmal theatralisch im Kreis dreht. Diese Lehr- und Trainingsstunde hat er bei Gabriel Lucifer offenbar bereits genossen. Während er sich noch dreht, beginnt er bereits damit sein Plädoyer gegenüber dem ehemaligen Undisputed Gerasy Champion fortzusetzen.

Hannibal: „Siehst du es nicht? Du kamst hierher um Gabriel Lucifer zu suchen, aber du hast etwas viel Spannenderes gefunden. Einen Blick in den Spiegel. Eine Erinnerung daran, wer du warst und wer du sein solltest. Das Symbol des Phönix der aktuellen Generation. Stattdessen ist der Mann vor heute vor mir steht, dass Symbol für den grausamen Status Quo. Du hast diese Liga den Männern ohne Zukunft überlassen. Doch jetzt schau mich an: Hannibal Yedikiah Cain... Die Zukunft... Einen Gleichgesinnten. Die Zeichen sind doch alle vorhanden: Ich kämpfe bei Vendetta 106 gegen Mad Dog, du beim Out of Ashes.“

Robert Barker: „Mit dem Unterschied, dass niemand davon ausgeht, dass du gewinnen kannst.“

Ein verbaler Ellbogenschlag in die Rippen, um zu gucken, ob der Follower des Mythos jammern würde.

Hannibal: „Zutreffend!“

Er zuckt nicht mal mit der Wimper.

Robert Barker: „Und dem weiteren Unterschied, dass du dich in einem sportlichen Wettkampf mit ihm streitest. Ich werde diesem dreckigen Hurensohn das Genick brechen.“

Yedikiah bemerkt den deutlichen Wandel in Roberts Stimmung. Doch er scheint nicht besorgt, dass dieser Wandel unangenehme Folgen haben könnte. Vielmehr scheint er erfreut zu sein, in dieses stetig aggressiver und wütender werdende Gesicht zu blicken.

Hannibal: „Wir beide könnten doch gar nicht anders, als in einem Business wie diesem zu arbeiten. Wir sind Männer, die von der Attraktivität der rohen Gewalt gegeneinander angezogen werden. Wir beide lieben es andere zu verprügeln und auch die Tatsache, die eigenen Schmerzgrenzen immer und immer wieder aufs Neue auszuloten. Wir lieben es auszuteilen und wir lieben es einzustecken... wir lieben es... zu kämpfen. Aber erfasst dich diese Leidenschaft zur Gewalt aktuell so sehr, dass du sie bereits morgen bei Vendetta 106 gegen Mad Dog ausleben willst?"

Der einstige Schlächter blickt nun ebenfalls nach oben, so wie Hannibal zuvor. Die Statue „Nacht“, Teil einer zweiteiligen Installation, prangt über ihm.

Robert Barker: „Da kannst du verdammt noch mal Gift drauf nehmen. Wenn es nach mir ginge, würde ich sein verdammtes, nichtssagendes Gesicht jetzt in diesem Moment solange gegen diese beschissene Säule prügeln, bis er selber vergessen hat, wer er ist.“

Sie entfernen sich von der „Nacht“. Gehen auf den anderen Teil des Kunstwerks, den „Tag“ zu.

Robert Barker: „Aber das werde ich nicht. Kann ich nicht. Nicht bis zu unserem Match, denn…“

Hannibal: „…du hast ihm dein Wort gegeben.“

Robert nickt.

Hannibal: „Und du zwingst dich selbst dich daran zu halten, nicht weil du ihm dein Wort gegeben hast, sondern vor allem weil du es dir selbst versprochen hast. Weil du Prinzipien hast. Du glaubst an etwas.“

Ein weiteres Nicken.

Hannibal: „Das kann ich verstehen und vor allem respektieren. Prinzipien sind wichtig für einen Mann. Aber…“

Robert schaut ihn von der Seite an.

Robert Barker: „Aaaaaber, du hättest nichts dagegen, wenn ich MD vor eurem Match schwächen würde?“

Cain bleibt stehen. Schüttelt vehement den Kopf.

Hannibal: „Ich würde es nicht zulassen. Ich will den Hund zum Jaulen bringen.“

Robert bleibt ebenfalls stehen.

Hannibal: „Mad Dog soll morgen meinetwegen mit eingezogenem Schwanz durch die Allstate Arena schleichen. Ich will mit ihm im Vollbesitz seiner Kräfte tanzen! Will das volle Ausmaß seiner Gewalt spüren und ihn all meine Dominanz spüren lassen. Ich will ihm die Frage stellen: Who's your daddy und an diesem Abend soll es nur eine Antwort geben... nicht zwei.“

Nun ist es an Robert so etwas wie Respekt zu empfinden.

Hannibal: „Robert Barker, wir sind uns ähnlicher, als man auf den ersten Blick meinen mag. Uns verbindet vielleicht keine langjährige Beziehung, wie du sie mit Mad Dog teilst, aber wir sind uns näher, als ihr zwei euch jemals wart. Ich sehe dich an und ich sehe einen Mann der den Tanz auf Augenhöhe im Squared Circle liebt. Du willst deine Gegner auch noch um ihren letzten Tropfen Blut, egal wie rot die Matte bereits angefärbt ist. Am Ende steht nur ein Mann im Ring... das ist dein Stil, das ist die Vision nach der du lebst!“

Er lächelt Robert an.

Hannibal: „Und genau das ist auch mein Stil. Das ist der Robert Barker, den ich aus dir heraus kitzeln will. Robert Barker, den Feind der Phoenix Crossover Wrestling Association! Deshalb will ich dir etwas geben, ich will dir ein Angebot machen…“

Robert gibt ihm mimisch zu verstehen, dass er weiterreden soll.

Hannibal: „…ein Angebot für eine Beziehung zu mir, wie du sie zu Mad Dog aktuell nicht haben kannst.“

Während Robert noch ein fragendes Gesicht macht, rammt Hannibal Yedikiah Cain ihm ansatzlos seinen Kopf mitten ins Gesicht. Nachdem ihn der Headbut auf das Nasenbein traf, stolpert Barker einen Moment verwirrt stolpert er ein paar Schritte zurück. Hält sich die rechte Hand unter die Nase. Fängt das Blut auf und stürmt sofort nach vorne. Er erwischt Hannibal in Hüfthöhe und jagt nach vorne. Die beiden fliegen ineinander verkeilt über eine der Sitzbänke. Barker landet oben und verpasst Cain ein paar Hammerfists mitten ins Gesicht. Der Instinkt hat längst übernommen und so kann Cain die wilden Schläge ausnutzen, um ihn von sich zu stoßen. Die beiden stehen schnell wieder. Die umherstehenden Personen sind mittlerweile in heller Aufregung. Einige der anwesenden Touristen und Fahrgäste schreien hysterisch, während sich die beiden muskulösen Hünen inmitten der Great Hall der Union Station Chicago prügeln. Wieder andere halten sensationsfixiert ihre Smartphonekameras auf das Geschehen. Caleb Yuma würde es lieben, später in solch einem Viralvideo auf allen bekannten Onlinevideoplattformen aufzutauchen. Ob dies auch für Robert Barker und Hannibal Cain gilt, weiß man nicht. Dieser Ort ist dank der beiden Männer nun jedoch von noch mehr Hektik und Lärm erfüllt, als sonst schon.

Robert stürzt erneut nach vorne, doch dieses Mal rechnet Cain damit. Kann seinem Schlag ausweichen. Greift nach dessen Kopf für einen Muay-Thai Clinch und rammt Barker stattdessen sein Knie an den Kopf. Robert jagt aus dieser misslichen Position einen Ellenbogenschlag nach oben. Trifft Cain am rechten Auge und dreht sich gleichzeitig aus der Umklammerung frei. Dort wo Cain soeben mit dem Ellbogen erwischt wurde, hat sich direkt ein Cut geöffnet und er dürfte die nächsten Tage mit einem blauen Auge zu tun haben. Der ehemalige Undisputed Gerasy Champion packt Hannibal am Kragen und schleudert ihn herum, direkt gegen die Säule über der der „Tag“ thront. Die Linke nutzt er um ihn an den Stein zu würgen, mit der rechten holt er aus und trifft. Die Säule. Yedikiah konnte sich wegducken. Er schnappt sich nun Robert und schleudert ihn gewaltig gegen eine der goldenen, massiven Lampen, die den Saal erhellen. Es scheppert lautstark durch die Halle und wenn nicht längst rhythmisch laufende Schritte zu hören wären, würden sie jetzt kommen. Hannibal Cain ignoriert sie allerdings und schlägt Robert einen rechten Haken mitten ins Gesicht. Barker ignoriert die Schmerzen in seiner Hand und jagt einen ungeblockten Schlag direkt hinterher. Cain frisst den Schlag kommentarlos und schlägt selber erneut zu…

…doch sein Arm wird aufgehalten. Zwei Polizeibeamte stürzen sich auf Yedikiah. Robert will das ausnutzen, doch nur einen Moment später wird auch von zwei Sicherheitsmännern bearbeitet. Er kann einen mit einem Ellbogenschlag abschütteln, doch nur kurz. Dann spürt er kaltes Metall um seine Handgelenke und hört das markante Ratschen von Handschellen. Ein Blick zu Hannibal Cain verrät ihm, dass es ihm nicht besser ergeht. Die beiden starren sich aus Adrenalin geweiteten Augen an. Wortlos. Lächelnd!? Während die Securities und Polizeibeamten sie anschreien und die umherstehenden Fahrgäste aufgeregt Video- und Fotoaufnahmen machen, die in nicht allzu kurzer Zeit überall im Internet auftauchen werden. Virchowa Craven zückt indes ebenfalls ihr Telefon, wählt hastig eine Nummer und weist die PCWA Produktionscrew an, die Kameras abzuschalten. Der Anruf wird zweifelsfrei Jona Vark gelten.

 

Mike Garland: "Erneut Bilder vom Vortag, die Regie hat da anscheinend bei der Reihenfolge etwas durcheinander bekommen."

Vincent Craven: "Erkenne die Logik dahinter. Dieser Hannibal Cain scheut sich wirklich vor keiner Herausforderung. Ein Match gegen Mad Dog zu bestreiten, dazu gehört schon einiges, aber sich mit Robert Barker anzulegen... puh..."

Mike Garland: "Mut und Dummheit liegen manchmal sehr eng beeinander."

Vincent Craven: "Einem Schüler von Gabriel Lucifer traue ich Dummheit allerdings nicht zu."

Mike Garland: "Es steckt also ein Plan in seinem Verhalten. Auch wenn ich ihn noch nicht deuten kann, so kündigt sich hier doch schon einiges an."

 



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