Scene

Id
1943  
Name
The Gorilla Position  
Summary
 
Position
11  
Scenetype
Live  
Created At
2014-10-24 18:44:06  
Edited At
2014-11-20 17:48:45  
Show
Vendetta 106  


'A Story In Reverse' Akt III - Konfrontation mit einem Helden [Vendetta 106, Sendestunde Eins]

Die Gorilla Position im Backstagebereich. Mythen ranken sich um diesen Spot hinter dem Vorhang, häufig wird sie als das Herzstück eines Wrestlingevents bezeichnet. Hier sind ein halbes Dutzend Monitore aufgestellt, die Road Agents der PCWA sitzen mit ihren Headsets davor und versuchen den strukturierten Ablaufplan einzuhalten, oder diesen an die kurzfristigen Änderungen und Ereignisse anzupassen, welche durch so manche egogetriebene Eigenentscheidung einiger Wrestler verursacht werden. Und so sitzen hier „Tiger“ Dave Jenkins und Steve „Iceman“ Montgomery auf den Stühlen hinter dem Vorhang und bereiten den nächsten großen Akt dieser 106. Ausgabe von PCWA Vendetta vor.

Ein Protagonist dieses nächsten Aktes steht bereits an der Gorilla Position und unternimmt die letzten mentalen Vorbereitungen und Lockerungsübungen für sein anstehendes Match. Es handelt sich um niemand geringeren als Mad Dog. Just in dieser Sekunde gesellt sich jedoch auch sein Gegner zur Situation. Er schnappt sich einen der herumstehenden Klappstühle, stellt diesen verkehrt herum mitten in den Weg vor die Gorilla Position und starrt Mad Dog seelenruhig an. Der Night Fighter seinerseits beobachtet das Treiben des Neulings argwöhnisch.

Mad Dog: „Bereit für dein erstes Match?“

Der junge Follower des Mythos Gabriel Lucifer reagiert nicht auf die Worte des verrückten Hundes. Er sitzt, die Kapuze seines gestern als Geschenk erhaltenen Hoodies mit dem Phönixlogo tief im Gesicht hängend, einfach nur auf seinem Stuhl und starrt Mad Dog weiter an, ohne sich auch nur einen Zentimeter zu regen. Die Töle quittiert dies nur mit einem Kopfschütteln... denkt kurzzeitig an die SMS, die er vorhin erhalten hat, und an ihren Absender, um sich nun doch wieder seinem kommenden Gegner zu widmen.

Mad Dog: „Hat Lucifer dir verboten mit mir zu sprechen oder soll das irgendein psychologischer Trick sein, um mich zu verunsichern?“

Erneut, keinerlei Regung beim Mann aus Phoenixville, Pennsylvania. Dem Jünger des Symbols des Phönix‘ scheinen Mad Dogs Worte nicht zu berühren. Der fühlt sich seinerseits offenbar jedoch dazu genötigt, diese Situation nicht einfach auf sich beruhen zu lassen. Er schnappt sich stattdessen ebenfalls einen Stuhl und stellt ihn mit der Lehne Richtung Cain genau vor diesem auf, ehe er sich ebenfalls hinsetzt und seinem Gegner fest in die Augen schaut.

Mad Dog: „Hör zu, Junge. Falls du glaubst, ich gehe überheblich an dieses Match heran, hast du dich geschnitten. Es sind entscheidende Wochen, in denen ich mich momentan befinde und das Match gegen dich, stellt da keine Ausnahme dar. Heißt im Klartext: Ich werde keine Rücksicht nehmen, kapiert? Du hast letzte Vendetta deutlich gemacht, auf welcher Seite du stehst – heute wirst du spüren, dass ich die andere Seite vertrete… Notfalls auch durch meinen Stiefel in deinem Gesicht!“

Ein Lächeln macht sich auf dem Gesicht Lucifer-Jüngers breit. Er neigt seinen Kopf zur Seite und nimmt die Kapuze seines Hoodies vom Kopf. Erneut wird das blaue Auge sichtbar, dass er sich am Vortag zuzog. Während er abwechselnd seine Handgelenke umspielt, auf denen sich noch immer die schmerzhaften Abdrücke zu eng angelegter Handschellen abzeichnen, setzt er leicht theatralisch zur Erwiderung an.

Hannibal: „Ist das so? Wann wird denn der verrückte Hund endlich mal von der Leine gelassen? Mad Dog, wir sind uns noch sehr viel unähnlicher, als es auf den ersten Blick wirken mag.”

Irritiert schaut der ehemalige Undisputed Gerasy Champion den Rookie an. Über ein Walkietalkie, das auf dem Tisch der Gorrilla Position hinter ihnen steht, wird in dieser Sekunde Lisa Sanders gerufen, um zum Interviewset zu gehen und dort das erste Interview nach Match 2 vorzubereiten. Um die beiden herum herrscht hektisches Treiben, während sie einfach seelenruhig mitten im Gang zum Vorhang und zur Gorilla sitzen.

Hannibal: „Ich weiß, du möchtest just in dieser Sekunde gern über Gabriel Lucifer reden und dass man sich nicht mit ihm einlassen soll. Du willst mir von den Personen erzählen, die am Ende davon zerstört wurden. Das ist nicht das worüber ich reden will. Wie wäre es, wenn wir über uns reden?“

Der verrückte Hund rollt mit den Augen. Es ist diese Überheblichkeit, die er eben im Gespräch mit Terra No’Kaie beschrieb, die ihn nervt. Angespannt lässt MD seine Fingergelenke knacken.

Mad Dog: „Über uns reden?? Dann stimmt das Gerücht doch mit den jungen Männern und der Verweichlichung, aufgrund der jahrelangen Erziehung durch Frauen, huh?!“

Eindringlicher Blick auf das blaue Auge seines heutigen Gegners.

Mad Dog: „Du hast dich Lucifer angeschlossen; also wird es irgendeine Idee, irgendeine Einstellung von ihm oder gar seine Person im Ganzen sein, die zu dir passt. Was daran hat also nicht mit dir zu tun, frag ich mich… Und dass ich eine andere Überzeugung vertrete, ist genug Selbstaussage für diesen Moment. Mehr braucht es für unser Match nicht.“   

Hannibal: „Aber ich bin nicht Gabriel Lucifer und du auch nicht. Wir sind Hannibal Cain und Mad Dog. Und wie bereits gesagt, ich weiß, du hast eigentlich tausend andere Dinge, um die du dich im Moment sorgen musst. Allem voran gestellt: Robert Barker. Ich habe ihn übrigens getroffen. Er sollte wirklich alle deine Aufmerksamkeit erhalten, der Mann brennt aktuell! Ich glaube, er will dir beim PPV wirklich sehr, sehr wehtun."

Leicht fährt er über den Cut an seinem rechten Auge, welches überdies von einem Veilchen geschmückt wird. Er lacht und schüttelt kurz den Kopf, als er an die gestrige Begebenheit zurück denkt, die zu dieser Lädierung führte. Die Augen des Hundes verfinstern sich derweil... Hat Barker ihm das blaue Auge verpasst? 
Bastard! 

Hannibal: „Seien wir daher ehrlich, wir beide wissen: Hier und jetzt, ist nicht unsere Zeit. Unsere Zeit kommt erst noch und dann sind wir beide auch wirklich aufeinander konzentriert. Dann werden wir eine Schlacht gegeneinander führen, von deren Narben wir ewig zehren können.“

Als Reaktion zieht die Töle eine Augenbraue in die Höhe, schaut dann an sich herab – deutet auf seine Arme.

Mad Dog: „Hier band mich Barker mit Stacheldraht fest und sperrte mich mit meinem damaligen Partner James Godd in einen Raum, aus dem nur einer von uns ihm entfliehen durfte.“

Er deutet auf seine Stirn.

Mad Dog: „Diese Narbe hier ist die erste im bis dahin makellosen unteren Teil meines Gesichts, hier direkt unter den Brandnarben… Sie stammt von dem Moment als Barker mich demaskierte, oder besser gesagt, als ich ihn als Töle dazu brachte, mich zu demaskieren.“

MD breitet die Arme aus, zeigt Hannibal seinen durch und durch vernarbten Oberkörper – wie ein Schweinelaib, nachdem er gekeult wurde. Im Gegensatz dazu schaut Cains Haut aus wie die eines jungen, zarten Ferkels.

Mad Dog: „Von meinen Narben kann ich sicherlich mehrere Leben zehren, Junge. Ich brauche keine weiteren mehr. Was ich brauche sind Entscheidungen! Viel zu viele dieser Narben blieben ohne Konsequenz; ich zog sie mir zu, weil ich leichtsinnig war. Weil ich den Erfolg suchte und meinen Namen in die Geschichtsbücher schreiben wollte. Zu viel Risiko, zu wenig Sinn für das, wohin oder was ich eigentlich wollte… Doch die Narben, die ich dir gezeigt habe, sind nicht umsonst auf meinem Körper. Ich habe nicht vergessen, woher und von wem sie sind. Sie verlangen nach einer Entscheidung, nach einem Ende. Und bei Out of Ashes wird es soweit…“

Der junge Hannibal unterbricht die Töle.

Hannibal: „Ich mache dir ein Angebot: Was hältst du davon, wenn ich heute in den Ring steige, mich auf die Matte lege und nicht aufstehe, egal was passiert. Keine neuen Narben für dich. Ich liege einfach auf dem Boden, ohne Schutzhaltung, stattdessen mit ausgebreiteten Armen und lade dich ein, all deine Aggression loszuwerden. Ich sage dir, ich habe Roberts Aggression gespürt und ich ahne, dass du auch gern etwas Druck raus lassen willst. Ihr zwei habt euch da wirklich etwas auferlegt mit eurem Nichtangriffspakt. Zwei eingesperrte Biester, die ihre Lust nach Gewalt nicht ausleben können.“

Der Jünger Gabriel Lucifers zwinkert der Töle zu und setzt ein breites Grinsen auf.

Hannibal: „Ich biete dir etwas, dass du mit Robert nicht haben kannst. Was mich heute Abend für dich zu etwas Besonderem macht. Also stelle dir dieses Szenario vor: ich auf dem Boden und du hast freie Hand. All diese blutrünstigen und gewalthungrigen Fans werden beginnen auf dich einzubrüllen „Fuck him up Mad Dog, fuck him up!“. Was wirst du tun? Wirst du dann meine Karriere beenden, bevor sie begonnen hat? Wirst du deinen inneren Trieben nachgehen und einen Rookie einfach für immer aus der PCWA jagen? Wird eine tollwütige Töle ausbrechen und den Rufen nach Blut und Gewalt nachgeben? Wirst du endlich der Mad Dog sein, den die PCWA braucht?“

Tief senkt MD die Augenbrauen herab, sodass sich seine Augen zu kleinen Schlitzen verengen. Bleed hatte ihm bei der letzten Vendetta ähnliches geraten.

Mad Dog: „Das ist das Beschissenste, was ich je gehört habe. Ich brauche keine Stellvertreter oder Bauernopfer! Wenn du das sein willst, geh zu unserem Gerasy – der verprügelt beizeiten gern ein paar Jobber. Aber lass mich mit diesem Quatsch in Ruhe.“

Der Night Fighter schaut herüber zum Monitor. Er hat genug Unsinn gehört, es ist Zeit für den Kampf. Aber noch immer scheinen die Offiziellen nicht das rettende Zeichen zu geben. Luke Tyler versucht sich inzwischen an den überaus ungünstig positionierten Stühlen vorbei zu quetschen, um zu den Road Agents Montgomery und Jenkins zu gelangen. Er hat offenbar einen aktualisierten Ablaufplan, den mit Steve Montgomery besprechen soll. Doch er darf leider nicht erwarten, dass die beiden Männer ihm Platz machen und muss sich mit Mühe und Not zur Gorilla durchkämpfen.

Als Tyler es geschafft hat an den beiden vorbei zu kommen, beugt sich Hannibal über den Stuhl und rückt ganz nah an Mad Dog heran. Er schaut kurz nach links, dann nach rechts, so als wolle er sicherstellen, dass just in dieser Sekunde niemand zu hört. Er beginnt mit leiser, ruhiger Stimme zu sprechen.

Hannibal: „Wenn du es anders herum lieber magst, kann ich dich allerdings auch übel zurichten und du musst dich nicht wehren. Eine weitere Narbe für die Krankenakte. Was hältst du davon? Das würde Robert zwar den Spaß verderben... aber hey, das heute Abend ist eher was zwischen uns beiden, richtig?!“

Plötzlich packt der Fighter Cain am Kragen, zieht ihn hoch in den Stand und drückt ihm die Kehle zu.

Mad Dog: „Verdammter Klugscheißer… Ich weiß nicht, woher du deine verfickte große Klappe hast, aber wenn du sie nach dem Match noch benutzen willst, solltest du sie nun lieber halten!“

Als Hannibal nur noch röchelt, lässt die Töle etwas lockerer, schaut aber immer noch beängstigend starr auf seinen heutigen Gegner.

Mad Dog: „Ich kaufe keine Matches – ich gewinne oder ich verliere. Eine andere Dimension gibt es bei mir nicht. Aber das ist es, was ihr Großmäuler nicht verstehen könnt. Bei euch gibt es nüchtern betrachtet noch mindestens zehn Dinge dazwischen. Dinge, mit denen ihr euch wieder rausreden könnt, wenn ihr verloren habt oder Dinge, die ihr vergessen könnt, obwohl ihr nur aufgrund dessen gewonnen habt. Also spielt ihr immer Gewinner, egal was passiert. Wow. Große Kerle. Prächtige Männer… Ihr seid erbärmlich. Azrael Rage, Gabriel Luicfer… dieser ganze Religion of Death Müll. Wenn du darauf reinfällst, bitte. Du hast sicherlich auch schon die Ausrede auswendig gelernt, die du aufsagst, wenn du gleich verlierst, huh?!“

Hannibal: „Weißt du Mad Dog, es geht doch nicht um das Gewinnen oder Verlieren. Es geht doch lediglich darum, den Verstand des Zuschauers zu gewinnen. Egal was du tust, egal wie es ausgeht – bleibe die haftende Erinnerung an das Ereignis, dass die Fans verfolgen!“

Der Fighter packt noch einmal heftiger zu.

Mad Dog: „Oh ja, versuche ruhig unsere Fans zu manipulieren. Aber so dumm, wie du denkst, sind sie nicht, Hannibal. Es geht nicht darum, in den Verstand der Zuschauer zu kommen, sondern es geht darum, ihr Vertrauen zu gewinnen. Und der direkteste Weg dorthin ist Ehrlichkeit. Ehrlichkeit und eine klare Position. Aber ihr wollt dieses Prinzip zerstören! Schwingt euch zum Sieger auf, obwohl ihr ihn erkauft habt. Feiert euch, obwohl ihr wisst, dass ihr zu Unrecht jubiliert. Mischt unter die Realität eine große Portion Simulation – doch Simulation hat nur Sinn, wenn sie irgendwann aufgedeckt wird. Wenn alles nur gespielt ist und bleibt, was bedeutet deine und ihre Erinnerung denn sonst, huh?! Welchen Wert hat solch ein Theater im Endeffekt für dich?“

Hannibal kann nicht antworten, denn die Töle drückt seine Luftzufuhr zu.

Mad Dog: „WAS HAT ES FÜR EINEN WERT FRAG ICH DICH!!!?“

Er lässt wieder locker…

Hannibal: „Gut so, la… lass das Monster raus, welches in dir steckt. Genau diesen Mad Dog will ich heute aus dir heraus kitzeln.“

Just in dieser Sekunde lässt der Night Fighter Cain los und begibt sich wieder in eine sitzende Position. Ungläubig schüttelt er den Kopf über diesen Rookie der ihm hier gegenübersitzt.

Hannibal: „Alle sehen in dir die Heldenfigur der PCWA. Du bist derjenige der nach der linken, auch noch die Rechte Wange hinhält, um sie sich wegfackeln zu lassen. Seien wir ehrlich: Mad Dog, du bist die eigentliche DNA der PCWA. Du kamst aus der Karibik und hast dir diese Liga zu Eigen gemacht. Du bist den ganzen steinigen Weg mit allen Rückschlägen gegangen und bist schließlich ganz oben angekommen. Und dann? Wolltest du diesen Aufstieg des Phönix‘ namens Mad Dog ausleben? Nein, stattdessen bist du einfach der Gute, der einer alten Stargeneration in Berlin den Hof bereitet. Der Held, der ihnen das Feld überlässt, sodass sie sich alles schnappen können, was Prestige hat. Es sind Männer ohne Zukunft, die ihre Zeit an der Spitze längst ausgelebt haben. Und das nimmst du einfach so hin! In dir brennt nicht das dunkle Feuer, den Status Quo wegbrennen zu wollen… deine Zeit, deine Ära zu prägen! Du hältst das Monster lieber im Zaum und spielst die zweite Geige! Ich sage: scheiß auf das Heldentum, ziehe die rechte Wange weg… werde ein Feindbild!“

MD streicht sich über die rechte Wange. Der Junge scheint so verbohrt, wie er sich einst selbst als Töle gespielt hat, um genau das zu konterkarieren. Die Aufregung und Wut verfliegt als der Fighter das erkennt und seine Worte spricht er nun deutlich ruhiger aus.

Mad Dog: „Die DNA eines Menschen sieht man auch nicht wenn man ihn einmal anschaut, huh?! Wenn man die Oberfläche betrachtet, die ganze Maskerade und Fassade. Nein, um das Wesen eines Menschen zu sehen, muss ich tiefer und vor allem länger hinschauen. Und um das Wesen der PCWA zu sehen, reichen ebenso keine zwei Shows aus, Hannibal. Du weißt, dass es vor dir sitzt, aber du erkennst es nicht. Siehst nur die Diskrepanz zwischen meinem Äußeren und dem deiner Idole. Schaust auf das Äußere, die Narben, die Fassaden und Masken. Das vermeidlich Gute und das vermeidlich Böse. Dabei bin ich genauso euer Feind wie ihr meiner seid. Genauso gut wie ihr, genauso… böse.“

Der Fighter seufzt, nachdem er nochmal an sich herab schaut und einige Erinnerungen aufkeimen. Es gibt so viel, worauf er nicht stolz ist, und vermutlich wird auch noch einiges folgen... Erneut wandern seine Gedanken zum eben erhaltenen Hilfsangebot, während sich Yedikiah Cain von seinem Stuhl erhebt und den Hoodie mit dem großen Phönixlogo richtet.

Hannibal: „Schau mich an: Ich bin das Brand, oder nicht? Schau auf meinen PCWA-Sweater und wenn ich nachher im Ring über dir knien werde, kannst du versuchen durch meine Fäuste hindurch einen Blick auf mein Brust-Tattoo zu erhaschen. Ich lebe den Phönix! Mit jeder Faser meines Körpers. Wenn mir jemand einen Bunsenbrenner ins Gesicht hält, werde ich danach den Flammenwerfer rausholen und es doppelt zurückzahlen. Konfrontation ebnet den Weg für Erneuerung.“

Der Fighter nickt höhnisch, wonach sich ein ironischer Unterton in seinem Kommentar breitmacht. 

Mad Dog: „Genau... Noch keine Asche gesehen und schon fliegend. Noch nie im eigenen Dreck gelegen und schon brennend. Noch kein Match bestritten und schon Gerasy. Noch keine Narbe auf der Brust und schon Hardcorelegende. Noch keine Lebenserfahrung und schon Lehrmeister… Das ist es, was einen Phoenix ausmacht. Nichts weiter als die DNA eines großspurigen Neulings, wie du es bist. Verbal schon drei Achttausender bestiegen und in der Realität reicht es vermutlich nicht einmal für nen kleinen Spaziergang an der Spree.“  

Nachdem vor wenigen Minuten bereits Luke Tyler sein Glück versuchte läuft nun hastig PCWA Referee Charlie Swanson Richtung Gorilla Position und versucht an den Stühlen von Mad Dog und Cain vorbei zu drängeln. Nachdem ihm dies gelungen ist, wird er von Dave Jenkins dazu angewiesen, direkt durch den Vorhang zum Ring zu gehen. Jenkins bedeutet überdies den beiden PCWA Superstars, dass ihr Match nun ansteht.

Hannibal: „Du magst ein Held sein, aber ich bin nicht dein Feind, Mad Dog… zumindest noch nicht! Und jetzt lass uns dort raus gehen und uns gegenseitig dabei helfen, unsere Schmerzgrenzen auszuloten. Ich bin gespannt wie stark diese Töle wirklich zubeißen kann.“

Nachdem er sich zwei Mal fest ins eigene Gesicht geschlagen hat, erhebt sich Hannibal Cain lachend von seinem Stuhl, schleudert diesen zur Seite und bewegt sich Richtung Vorhang. Dort zählt Road Agent Dave Jenkins mit den Fingern einen Countdown herunter, während in der Halle bereits die ersten Klänge von „Chandelier“ durch die Boxen krachen: vier… drei… zwei… eins…

Hannibal: „Wir sehen uns hinter der Ziellinie.“

Der Fighter schaut Cain an, als dieser an ihm vorbei geht. Mit einem Augenrollen nickt MD ihm zu.

Mad Dog: „Du bist der Phoenix."

 

Vincent Craven: "Irgendwie unheimlich. Hannibal Cain mit einigen Kopfspielchen. Er bietet Mad Dog an, das Match freiwillig zu verlieren und im nächsten Zug fordert er ihn heraus, seine eigene Ideale zu verraten."

Mike Garland: "Er hat von Gabriel Lucifer und damit vom Besten gelernt, soviel steht schon einmal fest."

Vincent Craven: "In der Tat möchte er eine Reaktion aus Mad Dog heraus kitzeln. Aber dieser bleibt standhaft."

Mike Garland: "Klar, denn er möchte ja kein zweiter Robert Barker werden. Dem Hannibal Cain übrigens heute schon begegnet zu sein scheint."

Vincent Craven: "Schade, dass die Kameras nicht dabei waren. Das war sicherlich eine interessante Begegnung zwischen zwei Männern, die mir durchaus rätselhaft erscheinen."

Mike Garland: "Wie auch immer. Hannibal Yedikiah Cain und Mad Dog - diese beiden Männer sehen wir jetzt in unserem Ring!"



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